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Dieses Thema hat 12 Antworten
und wurde 1.812 mal aufgerufen
 Zeitungsberichte
Vanessa Offline

Engagierte Moderatorin & DD-Expertin

Beiträge: 7.595

02.08.2009 19:56
Interview mit Bild.de Zitat · antworten

Interview mit Bild.de

Die erste Staffel wurde mit Fernsehpreisen überhäuft, jetzt kehrt „Doctor’s Diary“ am 3. August um 20.15 Uhr mit einer Doppelfolge ins RTL-Programm zurück. Zum Trio der erfolgreichen Jungärzte gehört auch der unsensible Oberarzt Dr. Marc Meier, dargestellt von Florian David Fitz.

Der 35-jährige Münchner erhielt 2001 den „Rising Movie Talents Award“, den Nachwuchspreis des Münchner Filmfests. 2007 nahm er für die Pro-Sieben-Komödie „Meine verrückte türkische Hochzeit“ den Adolf-Grimme-Preis entgegen.


Im Interview mit BILD.de spricht Florian David Fitz über frühe Wunden, mangelnde Partylaune und seinen Fingerabdruck auf einem 70 Millionen Dollar teuren van Gogh.

Haben Sie im Privatleben viele Krankenhaus-Erfahrungen machen müssen?
Florian David Fitz: Ich war oft im Krankenhaus. Ich wurde gefühlte 17-mal genäht. Ich hatte einen Augenfehler und ein zugeklebtes Auge. Das zieht eine mangelhafte räumliche Wahrnehmung nach sich und so hatte ich ständig einen Ball im Gesicht, oder einen Laternenpfahl zwischen den Augen.

Sie sollen sich als Kind einige Grabenkämpfe mit Deiner Schwester geleistet haben?
Ach, die Geschichte...(lacht) Sie hat mal die Handbremse am Familienwagen gelöst. Ich saß drin und rollte auf eine Schnellstraße. Im Gegenzug habe ich später eine Stehlampe auf sie fallen lassen. Sie sagt, das sei Absicht gewesen. Ich behaupte, das war ein Versehen.

Geht die Narbe auf Ihrer Nase auch aufs Konto Ihrer Schwester?
Nein. Ich bin mit 15 Jahren durch ein Fenster gefallen. Wir haben zu Hause eine Treppe. Da konnte man das Geländer runterrutschen. Auf halber Höhe war eine Tür mit dickem Glas. Daran habe ich mich immer gefangen. Aber irgendwann war ich wohl zu schwer und bin mit dem Gesicht voraus durch die Scheibe geflogen.

Wie haben Ihre Eltern reagiert?
Die hatten witzigerweise Hochzeitstag, als das passierte. Sie waren nicht zu Hause, sondern in einem Restaurant. Als ich durch die Scheibe gekracht bin, dachte ich zuerst, ich hätte durch den Schlag mal wieder Nasenbluten. Erst beim Waschen im Badezimmer merkte ich, dass das Blut gar nicht aus meinem Nasenloch, sondern woanders rauskam. Das war eine offene Wunde, ich konnte direkt ins Fleisch gucken. Da habe ich dann doch meine Eltern angerufen.

Wie groß war der Schock?
Meine Eltern waren ja einiges gewohnt. Aber nachdem ich auf dem Boden gelegen hatte, um den Blutfluss zu stoppen, hatte sich viel Blut auf dem geschlossenen Auge gesammelt und war angetrocknet. Das Auge bekam ich dann nicht mehr auf. Als meine Mutter kam, dachte sie, ich hätte neben der Nase auch das Auge verloren. (lacht)

War Ihnen in diesem Moment klar: Ich werde später Arzt bei RTL?
Nein, sonst hätte ich meine Wunde sofort selbst genäht.

Können Sie das?
Ich habe für „Doctor’s Diary“ nähen gelernt. Wir haben ganz tolle Fachkräfte am Set, die mir das beigebracht haben. Das macht man mit einer Pinzette und einer Rundnadel. Es sind ja ganz bestimmte Knoten. Wenn ich Drehpause habe, sitze ich jetzt am Set und übe das medizinische Nähen an einem Kissen. Das sieht jetzt aus wie Frankensteins Monster.

Was haben Sie durch „Doctor’s Diary“ über den Arztberuf gelernt?
Dass da viel Handwerk im Spiel ist. Wir haben für eine Szene eine neue Hüfte gemacht. Da denkst Du echt, Du bist bei Handarbeiten und Werken. Da gab es einen Spachtel, mit dem man die Knochenhaut abschabt. Außerdem gibt es einen großen und einen kleinen Bohrer. Dann klemmst Du die Adern ab und kauterst sie, das heißt, du verschmurgelst sie mit Strom.

Haben Sie vor Drehbeginn ein ärztliches Praktikum absolviert?
Wir waren bei einer Operation dabei. Da wurde ein Tumor an einer Nebenniere entfernt. Da musste auch die Dame in der Wunde fischen, weil sie kleinere Hände hatte. Sie kam besser ran.

Waren Sie willkommen? Oder dachten die Ärzte „Oh je, diese Schauspieler...“?
Der Arzt war sehr offen und sehr nett. Die Krankenschwestern auch. Nach der ersten Staffel wurde ich von Leuten angesprochen, die im Krankenhaus arbeiten. Die benutzen inzwischen tatsächlich Sprüche aus „Doctor’s Diary“. In einer Folge sagt der Professor zu mir: „Wir sind hier nicht in der Waldorf-Schule. Hier wird nicht widersprochen.“ Das sagt ein echter Professor jetzt wohl auch in einem richtigen Krankenhaus. So ahmt die Realität die Fiktion nach.

Welche Vorteile hat es, in einem stillgelegten echten Krankenhaus zu drehen?
Das ganze Gebäude lebt. Das ist ein reelles Krankenhaus mit abgewetzten Schränken und einem hässlichen lachsfarbenen Fußbodenbelag. Schneller und besser kann man gar nicht in seine Rolle hineinfinden.

Wurde Dr. Marc Meiers Frisur eigentlich von Sascha Hehn aus der „Schwarzwaldklinik“ inspiriert?
Anfangs haben wir die Sascha-Hehn-Gedächtnisfrisur probiert, irgendwann hat sich die Tolle verselbstständigt. Aber ich kann versichern: Diese Frisur trage ich privat nicht. Osterfarbene Polohemden übrigens auch nicht.

Konnten Sie sich schnell an die Rolle des arroganten Arztes gewöhnen?
Für mich war ausschlaggebend, dass ich eine solche Rolle noch nie gespielt hatte. Prinzipiell war ich ja zu jung für den Oberarzt. Es wurde ja auch erst eine Pilotfolge gedreht, um zu sehen, wie das ganze aufgeht. Dann ging es im Sommer weiter und wurde immer besser. In den ersten Folgen haben wir uns noch eingespielt und unsere Rollen finden müssen, danach bekam das ein eigenes Leben und wurde richtig spannend.

Für die erste Staffel habt Ihr den Deutschen Fernsehpreis, den Deutschen Comedypreis und den Adolf-Grimme-Preis bekommen. Bei welcher Verleihung gibt es die beste Aftershow-Party?
Ich mag den Fernsehpreis. Der bietet hinterher eine schöne Party, weil alle nach dem langen Warten wahnsinnig hungrig und schnell betrunken sind. Beim Comedypreis war ich nicht, da ich zu der Zeit gedreht habe. Und der Charme des Grimme-Preises liegt ja nicht in der Grandezza der Veranstaltung, sondern im Preis selbst. Das ist ganz cool, in diesem schulartig anmutenden Gebäude in Marl zu sitzen. Aber für Partyfragen bin ich ohnehin der falsche Ansprechpartner.

Wieso?
Du wirst von den Anderen hören, dass ich der größte Langeweiler bin. Ich muss mich da auch disziplinieren. Wenn ich abends versumpfe, werde ich am nächsten Tag nicht funktionieren. Gerade für Marc Meier kann man nicht nur vage durchs Bild laufen, da muss jeder Satz sitzen. Das geht nicht müde. Ich jage mir an schlechten Tagen sieben oder acht Espressi rein, um wach zu bleiben. Und beim Mittagessen gibt es bei schweren Szenen keine Kohlenhydrate, sonst schlafe ich ein.

Sie haben wegen „Doctor’s Diary“ also über Monate auf Partys verzichtet?
Ich bin sowieso kein Partytiger. Ich bin froh, zu Hause zu sein. Ich will den Kontakt zu meinen Freunden und koche mit denen. Dann teilt mich meine Schwester manchmal zum Babysitten ein und ich gehe mit den Kindern zum Schwimmen. Es bei einer Party krachen zu lassen, ist auch mal super. Aber das ist für mich dann eher wie ein Feiertag. Ich kann mir das nicht an jedem Wochenende vorstellen. Dann müsste ich auch viel saufen um auf Level zu kommen.

Waren Sie betrunken, als Sie vor gut zehn Jahren ein millionenschweres Van-Gogh-Gemälde betatscht haben?
(lacht) Nein. Ich war bei klarem Verstand. Ich habe ein Jahr in New York gelebt und mich mit Catering über Wasser gehalten. Beim Auktionshaus Christie’s habe ich unter Gemälden von Chagall und Picasso serviert. 1998 stand da ein Selbstporträt van Goghs ohne Ohr zur Auktion. Da habe ich nach Dienstschluss einfach mal auf diese dicken Farbschichten gefasst. Das ist ja wie ein Relief. Und im Museum darf man dem Bild nicht zu nahe kommen.

Haben Sie keinen Alarm ausgelöst?
Nein. Ich wusste, dass da kein Alarm ist. Ich habe ja dort gearbeitet. Am nächsten Tag ist das Bild für rund 70 Millionen Dollar verkauft worden. Mit meinem Fingerabdruck.

da sind auch noch bilder von flo
http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/TV/...-interview.html

Kirsten Offline

Mitglied


Beiträge: 9.031

02.08.2009 20:43
#2 RE: Interview mit Bild.de Zitat · antworten

Danke Vanessa, für den Artikel!!!
Ein sehr symphatisches Interview wie ich finde!!!

Filomela ( gelöscht )
Beiträge:

02.08.2009 20:52
#3 RE: Interview mit Bild.de Zitat · antworten

Vielen Dank, Kleine!!!

In Antwort auf:
Osterfarbene Polohemden übrigens auch nicht



der Spruch mit der Waldorfschule geht übrigens auch super gut bei kleinen Kindern

piamusic ( gelöscht )
Beiträge:

02.08.2009 20:55
#4 RE: Interview mit Bild.de Zitat · antworten

Da stimme ich zu

Vanessa Offline

Engagierte Moderatorin & DD-Expertin

Beiträge: 7.595

02.08.2009 20:55
#5 RE: Interview mit Bild.de Zitat · antworten

bitte, ich find das ja voll süß das er mit denen schwimmen gehtImage and video hosting by TinyPic
und ich hätte nicht gedacht das er kocht

Ann Offline

Moderatorin


Beiträge: 8.697

02.08.2009 20:57
#6 RE: Interview mit Bild.de Zitat · antworten

Das Interview ist toll, danke Image and video hosting by TinyPic
Flo ist wirklich sehr vorbildlich in Sachen feiern. Könnte man sich eine Scheibe von abschneiden

-----------------------

NymAno ( gelöscht )
Beiträge:

02.08.2009 21:21
#7 RE: Interview mit Bild.de Zitat · antworten

das interview ist echt klasse

Saina ( gelöscht )
Beiträge:

02.08.2009 21:55
#8 RE: Interview mit Bild.de Zitat · antworten

War das auch in der Bild drin?

lisa! ( gelöscht )
Beiträge:

19.08.2009 16:59
#9 RE: Interview mit Bild.de Zitat · antworten

richtig gutes Interview...er ist wirklich sympathisch.

Miene ( gelöscht )
Beiträge:

19.08.2009 21:21
#10 RE: Interview mit Bild.de Zitat · antworten

auch ich schließ mich da an: danke für den tollen Artikel Image and video hosting by TinyPic

Gretchen Nr. 2 ( gelöscht )
Beiträge:

21.08.2009 15:05
#11 RE: Interview mit Bild.de Zitat · antworten

echt cool, das Interviw, danke schön dafür.

Er ist wirklich total sympatisch, wie immer.
ich finde es total toll, das er manchmal Babysittet Image and video hosting by TinyPic

HipTin ( gelöscht )
Beiträge:

21.08.2009 15:25
#12 RE: Interview mit Bild.de Zitat · antworten

cool^^

Sunshiiine ( gelöscht )
Beiträge:

21.08.2009 21:26
#13 RE: Interview mit Bild.de Zitat · antworten


dankeschön. ♥

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