Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Willkommen im Doctor´s Diary Fan-Forum!
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 123 mal aufgerufen
 Kommentarseite zu den Fortsetzungen!
Crunchy Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 389

25.10.2018 15:25
Kommentare zu Sommer-Spezial: Familiengeschichten Zitat · antworten

Hallöchen, ihr Lieben!

Da ich ja so sehr auf Ordnung stehe , jedenfalls hier in unserer rosaroten Wiese der schönen Träume, gibt es nun auch zu unseren Spezialen eine eigene Kommentarseite. Heute geht es dann an dieser Stelle weiter .


Liebste @Karo ... Mensch! Da hätten wir beinahe einen Herzinfarkt zu verantworten gehabt . Hoffentlich passiert sowas nicht noch einmal .

Zitat

Zitat
Ehrlichgesagt, dieses Bild ist gruselig . Ich kann es nicht leiden, wenn man bei Tisch kreuz und quer sitzt oder herumzappelt (meine Nichte kann das wunderbar und leider darf sie auch immer aufstehen, wenn sie fertig ist). Ich denke, dass man durchaus von einem Elfjährigen verlangen kann, ordentlich am Tisch zu sitzen. Von sich aus. Ohne Ermahnung. Voraussetzung ist natürlich, dass die Geduld von Kindern, besonders kleineren, nicht überstrapaziert wird. Meine Mutter ist mit uns öfter ins Restaurant gegangen, schon als meine Schwester und ich noch sehr klein waren. Da wurde sich unterhalten, gegessen und dann gegangen. Wir brauchten kein Spielzeug, sind nicht rumgelaufen und haben andere Leute genervt. Doch, ich finde, Kinder können sich durchaus am Tisch ordentlich benehmen.

Natürlich ist es dann schön zu verfolgen, was Marc warum denkt. Irgendwie toll...




Bei uns zu Hause war es immer so, dass wir, solang nicht alle am Tisch saßen und etwas zu essen vor der Nase hatten, nicht anfangen durften. Die nicht genutzte Hand durfte nicht locker vom Tisch hängen. Entweder wir sollten den Teller festhalten, oder aber den Arm neben dem Teller ablegen. Aufstehen durften wir erst, wenn alle aufgegessen hatten. Immer. Egal ob Frühstück, oder Mittagessen. Ich mag Tischmanieren auch! Finde es grauenvoll, wenn man sich bei Tische nicht benehmen kann. Aber ich kann auch verstehen, dass ein Kind nun einmal keine Lust hat ewig am Tisch zu sitzen und zu warten . Hin und wieder gab es bei uns solche Momente ... Da wurde was bestellt und wir haben doch tatsächlich im Wohnzimmer gegessen und dabei zusammen einen Film geschaut. Für uns immer ein Highlight, weil man nicht oft Zeit dazu hatte ... Alle zusammen. Allerdings gab es da auch gewisse Benimmregeln. Ich mag die Vorstellung von „strengen“ Eltern, was meine zum Beispiel sehr waren (Bei mir hat es nicht wirklich viel gebracht ), die einfach mal auf alle Regeln pfeifen. Besonders bei Marc mag ich diese Vorstellung. Er ist ganz besonders erzogen worden und kennt Gepflogenheiten, von denen einige nur träumen können. Wenn er dann einfach mal auf alles pfeift und mit seiner Familie einfach nur Familie sein will, Qualitytime haben möchte, finde ich das... schön .

So würde es das bei uns, oder bei mir, auch nur so geben, wie bei meinen Eltern damals .

Zitat

Zitat
Was blieb, war eine geschlossene Krankenakte und Erinnerungen



Hier dachte ich... was zum Teufel!

Zitat
Das Erbe.



Sie tun es tatsächlich...

Zitat
Der Chirurg schluckte hart und musste sich eingestehen, dass er sie vermisste.



Und doch ist es schön




Das war böse, oder ?! Ich habe schon so viele Geschichten gelesen in denen Franz stirbt. Entweder an diesem lächerlichen Affen-Virus, oder an einem Herzinfarkt. Warum soll denn nicht auch einmal Elke, die Frau der 99 Krankheiten, sterben? Warum soll Marc nicht einfach mal einen Elternteil, den wichtigsten von beiden, seine Bezugsperson verlieren ? Immer nur Friede, Freude und Eierkuchen gibt es in keiner Familie. Niemals. Es ist ein bisschen Übung ... Einfach mal was anderes schreiben und probieren.

Zitat

Zitat
Wollte er wirklich so sein, wie seine Mutter es war?



Man will es doch immer irgendwie besser machen, oder? Doch insgesamt muss man Marc doch ordentliche Manieren attestieren. Abgesehen von seinen "Jugendstreichen"
Ich finde immer noch, dass er von seinen Kindern Tischmanieren verlangen kann.




Man will es nicht unbedingt immer besser machen, aber anders. Ich habe immer gesagt, dass ich meine Kinder niemals so erziehen würde, wie meine Eltern uns erzogen haben. Aber immer wieder erwischt man sich dabei, dass man genauso reagiert, wie sie es getan hätten. Immer wieder sagt man Dinge, Floskeln oder so einen Unsinn, den die lieben Eltern immer vom Stapel gelassen haben. All die altklugen Weisheiten, die einem immer auf den Sender gegangen sind, kommen einem über die Lippen . Davor können wir uns sicherlich alle nicht schützen.

Zitat

Zitat
Max hingegen, dem der Blick seines Vaters keinesfalls entgangen war



Ein kluger Junge. Und ein schönes Gesamtfamilienbild. Sie nehmen alle irgendwie Rücksicht auf einander.




In manchen Familien ist das leider nicht so ... Nach dem Tod unserer Oma, war ich zu Weihnachten bei meiner Mutter. Etwas, was ich sonst nie mache. Aber sie hatte gerade ihre Mutter verloren und ich dachte, dass es ihr hilft, wenn sie uns einfach mal alle zusammen bei sich hat. Mein Bruder, damals noch zarte 21 Jahre, hatte ordentlich daran zu knabbern. Wir alle ... Er aber besonders, weil er das zum ersten Mal richtig bewusst mitbekommen hat. Natürlich spricht man dann auch darüber. Über Oma und die Familie im Allgemeinen. Mein Bruder fand das irgendwann aber gar nicht mehr so toll. Aber es wurde einfach nicht aufgehört. Stundenlang gab es kein anderes Thema mehr. Irgendwann ist er dann aufgestanden und aus dem Raum gegangen .

Zitat

Zitat
„Ich vermisse sie“, hauchte er.



Er möchte es nicht vor seinen Kindern zu. Da ist er der Starke, der ihnen suggerieren möchte, sie in jeder Lage beschützen zu können. Doch er kann es. Bei Gretchen kann er ehrlich zu seinen Gefühlen stehen. Selbst wenn er seine Mutter vermisst.




Immer kann man das aber nicht. Ich erinnere mich noch an meinen Papa ... Das Lieblings-Lied seiner Mutter war das „Ave-Maria“. Das Lied lief und aus heiterem Himmel fängt der Mann, dieser Bär von einem Mann an zu heulen und jammert „Ich will zu meiner Mama!“ . Ich kann das Lied nicht hören ohne das mir schlecht wird ... Zum Glück ist dieser Vorfall schon viele, viele Jahre her und hat sich nicht noch einmal wiederholt, aber schön, war das nicht Zitat


Hach, ein tragisches, schwermütiges und doch so schönes Kapitel eures Spezials. Familiengeschichten. Und hier ein wunderbares Familienbild und Familienmiteinander.

Ich mag es sehr! Trotz des ersten Schocks






Dankeschön! Ich würde mich jetzt auch gern verbeugen, so wie Du es immer machst. Aber ich habe im Moment wirklich zu viel Angst vor einem Bandscheibenvorfall, oder einem Hexenschuss . Ich drück Dich lieber virtuell, hau das nächste Kapitel raus (weil da tatsächlich noch viel mehr kommen wird ) und kredenze Dir ein paar Farben hinzu. Ein helleres rosarot, ein dunkleres Blau und vielleicht schaffe ich auch noch ein etwas helleres Grau .

Liebe Grüße und ganz viel Spaß
wünschen,
Melli84 & Choconussa

Karo Offline

PJler:


Beiträge: 816

26.10.2018 00:07
#2 RE: Kommentare zu Sommer-Spezial: Familiengeschichten Zitat · antworten



Hallo zu später Stunde. Hach, ein weiteres Kapitel von Familie Meier.

Und prompt natürlich das entsprechende . Quasi ganz frisch und aktuell

Zitat
Das war böse, oder?! Ich habe schon so viele Geschichten gelesen in denen Franz stirbt. Entweder an diesem lächerlichen Affen-Virus, oder an einem Herzinfarkt. Warum soll denn nicht auch einmal Elke, die Frau der 99 Krankheiten, sterben? Warum soll Marc nicht einfach mal einen Elternteil, den wichtigsten von beiden, seine Bezugsperson verlieren? Immer nur Friede, Freude und Eierkuchen gibt es in keiner Familie. Niemals. Es ist ein bisschen Übung ... Einfach mal was anderes schreiben und probieren.



Wenn man es aus dieser Sicht sieht - klar. Mal was anderes, das stimmt schon. Ausprobieren. Aber es fehlt dann tatsächlich auch eine Wahnsinnsfigur! Ich meine, Elke und ihre Marotten muss man spaßfaktorisch erstmal ersetzt bekommen. Wobei - kann man überhaupt ersetzen?

Zitat
Ich drück Dich lieber virtuell, hau das nächste Kapitel raus (weil da tatsächlich noch viel mehr kommen wird ) und kredenze Dir ein paar Farben hinzu. Ein helleres rosarot, ein dunkleres Blau und vielleicht schaffe ich auch noch ein etwas helleres Grau.



Mir reicht das nächste Kapitel und die Farben... mal probieren:

Ich freue mich auf den nächsten Teil!



LG
Karo



Hm... sind da schon neue Farben bei oder war das nur eine Absichtsäußerung?

Und nun -

Karo Offline

PJler:


Beiträge: 816

26.10.2018 00:22
#3 RE: Kommentare zu Sommer-Spezial: Familiengeschichten Zitat · antworten

Haha... da vergesse ich doch glatt das Wichtigste Das aktuelle

Aber sorry, bin ein bisschen durcheinander. Die leibliche Mutter meiner Pflegenichte hat das Kind mal wieder zu einer anderen Freundin gesteckt... es ist echt grausam, was die Alte so veranstaltet. Und das Jugendamt guckt zu... und sieht keine Veranlassung zu handeln, weil dem Kind fehlt es ja an nichts. Und das bisschen psychische Gewalt...

Wegschieben, Gedanken in Alkohol ertränkt... und zu eurer Geschichte:

Zitat
Vor nicht einmal zwanzig Minuten hatte er sich darüber pikiert, dass sein Sohn nicht ordentlich am Esstisch gesessen hatte und nun musste er mit ansehen, wie seine Frau im Schneidersitz auf der großen Wohnlandschaft saß, ihren Bauch als Ablage für die Schale Pommes zweckentfremdete und es sich, mit dem Ventilator im Nacken, gutgehen ließ.



Stelle ich mir sehr bequem vor... und dann nen steifen Nacken, weil´s gezogen hat

Zitat
„Ist es fair, unser Vertrauen zu missbrauchen und über unsere Kreditkartenabrechnung irgendeinen Schwachsinn für deine bescheuerten Handyspiele zu kaufen?“, fragte Marc seinen Sohn mit erhobener Augenbraue.



Ich lach mich kaputt. Ich mag den Jungen, obwohl ich auch sehr empört bin. Merkt man, oder?

Zitat
„Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“, sagte Marc, altklug, zu seinen Kindern.



Ist das so ein Spruch von den Phrasen und Floskeln, die man von seinen Eltern implantiert bekommt und an seine Kinder weiter gibt, ohne, dass man das überhaupt will?

Zitat
Marc wusste genau, dass die beiden den Tag heute genossen hatten und einfach nicht wollten, dass er endete.



Und das ist so typisch Kind. Und so typisch auch meine Nichte. Die letzte Woche drei Tage bei mir war und das Insbettgehen tatsächlich nicht unter 1,5 Std. zu machen war

Zitat
Viel lieber schmuste sie mit ihrem Papa.



Wer würde nicht liebend gern mit Marc Meier schmusen Nee, Spaß beiseite. Hach, ich schmelze. Nur der Große will irgendwie nicht (mehr) kuscheln. Aber da hat Marc auch schon eine wunderschöne Idee

Zitat
Sich vergewissernd, dass Gretchen abgelenkt war, schickte der Chirurg seinem Sohn eine kurze Textnachricht.

Tu Mama einmal den Gefallen und nimm sie in den Arm!





Und nun
nochmal


Wirklich!

LG
Karo

Crunchy Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 389

13.12.2018 17:25
#4 RE: Kommentare zu Sommer-Spezial: Familiengeschichten Zitat · antworten

Ich wünsche Euch eine wunderschöne Monatsmitte, ihr Lieben !

Meine Güte... da ist doch tatsächlich schon wieder Halbzeit . Ich hoffe sehr, dass ihr dem Weihnachtsstress bisher ein bisschen entgehen konntet. Es ist einfach grauenvoll, was zurzeit wieder los ist. Die Leute haben beim Einkaufen nicht nur ihre Geduld, sondern auch ihren Verstand zu Hause an der Garderobe hängen lassen und manche, spülen sich beides am Morgen unter der Dusche ab. Es macht also wenig, bis gar keinen Spaß im Moment. Und dann natürlich auch noch die Dinge, die man in den Nachrichten sieht, oder zu lesen bekommen. Beziehungsweise die Reaktionen darauf. Waaaah! Die sozialen Netzwerke sind zurzeit eine riesengroße Spielwiese für ausgewachsene Primaten . Auch dort macht es nur Spaß, wenn man mit Scheukappen durch die Gegend rennt und die Kommentare von den Leuten die nur braun im Kopf, aber nicht auf dem Brot haben - Hashtag Nutella! - ignoriert. Fängt man nämlich an mit denen zu diskutieren, ziehen die einen schnell auf ihr eigenes Niveau runter, mal ganz davon abgesehen, dass viele noch immer nicht wissen, dass das keine Hautcreme ist, und schlagen einen dort mit ihren eigenen Waffen! Widerlich!

Deswegen und weil ich es einfach nicht übers Herz bringe, Euch einen ganzen Monat gar nichts zum Lesen hier zulassen, bin ich viel lieber hier . Also gibt es an dieser Stelle Nachschub und vielleicht, wenn ich es wirklich gar nicht sein lassen kann, auch noch an anderer Stelle . Vielleicht gibt es auch noch etwas ganz Neues ?! Man weiß es alles noch nicht so ganz genau .


Nun zu meiner liebsten @Karo !

Zitat
Wenn man es aus dieser Sicht sieht - klar. Mal was anderes, das stimmt schon. Ausprobieren. Aber es fehlt dann tatsächlich auch eine Wahnsinnsfigur! Ich meine, Elke und ihre Marotten muss man spaßfaktorisch erstmal ersetzt bekommen. Wobei - kann man überhaupt ersetzen?



Nein, kann man nicht . Jeder Charakter hat seine eigene Funktion innerhalb dieser fiktiven Welt. Wenn man nun versuchen würde sie zu ersetzen, würde man nur eines schaffen: Eine billige Kopie des Originals. Aber vielleicht schafft das Ableben eines Charakters, Raum für Neues ? Aber darum geht es mir auch nicht ... Mir geht es einfach darum, Familiengeschichten aufzuschreiben. Dinge, die in jeder Familie passieren. Die absolut normal sind. Es ist einfach nicht immer alles eitel Sonnenschein. In keiner Familie.

Zitat
Aber sorry, bin ein bisschen durcheinander. Die leibliche Mutter meiner Pflegenichte hat das Kind mal wieder zu einer anderen Freundin gesteckt... es ist echt grausam, was die Alte so veranstaltet. Und das Jugendamt guckt zu... und sieht keine Veranlassung zu handeln, weil dem Kind fehlt es ja an nichts. Und das bisschen psychische Gewalt...



Das ist schon wieder etwas, worüber ich mich stundenlang aufregen könnte . Ich kann da nur aus Erfahrung sprechen: Das Jugendamt ist immer da, wo es nicht sein muss. Dort wo es angebracht ist, gehen sie nicht hin. Sie lassen sich einlullen, anstatt hinter die Fassade zu schauen. Das habe ich schon oft genug erfahren, auch am eigenen Leib. Bei mir hat es niemanden interessiert, dass ich mit meinen Kindern nicht überfordert war, sondern mir einfach die Mittel gefehlt haben, mit zwei Kindern und Klamotten, Gegenständen etc.pp aus einer ganzen Wohnung, in zwei Räumen, mit zwei kleinen Schränken, richtig Ordnung zu halten. Ich habe teilweise aus Koffern gelebt. Und wenn ich was gesucht habe, sah es eben auch genau danach aus. Aber dann hieß es nur, dass ich nicht in der Lage dazu sei, einen Haushalt zu führen und mich vernünftig um meine Kinder zu kümmern. Niemand hat nach dem "Warum?" gefragt. Ebenso, wird es bei den beiden sein. Das Jugendamt sieht, dass es dem Kind so an nichts fehlt. Die Seelische- und Psychische Gewalt, würden sie nur dann sehen, wenn sie sich die Mühe machen würde und dafür, sind die heutzutage gar nicht mehr ausgebildet, oder auch nur in der Lage.

Zitat
Ich lach mich kaputt. Ich mag den Jungen, obwohl ich auch sehr empört bin. Merkt man, oder?



Deine Empörung, meine liebe Karo, habe ich bis hier hin gehört .

Zitat

Zitat
„Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“, sagte Marc, altklug, zu seinen Kindern.




Ist das so ein Spruch von den Phrasen und Floskeln, die man von seinen Eltern implantiert bekommt und an seine Kinder weiter gibt, ohne, dass man das überhaupt will?




Ich finde: Ja! Ebenso der berüchtigte Satz „So wie es in den Wald rein ruft, so schallt es auch wieder raus!“. Und der Bestseller unter den Sätzen die mein Papa mir immer um die Ohren gehauen hat „Du hast immer die freie Wahl der Entscheidung, aber nie die Wahl der Konsequenzen daraus!“. Den habe ich in einer Woche gefühlt zehn Mal gehört.

Zitat
Und das ist so typisch Kind. Und so typisch auch meine Nichte. Die letzte Woche drei Tage bei mir war und das Insbettgehen tatsächlich nicht unter 1,5 Std. zu machen war



Sie könnten etwas verpassen .


Heute leider kein lustiges Kapitel . Am Anfang noch, aber dann... Das nur vorab! Passt so überhaupt nicht in die Weihnachtszeit. Letztes Jahr war es für mich bittere Realität. Nicht so, wie es hier gleich beschrieben ist... aber die Gefühle.

Viel Spaß beim Lesen, ihr Lieben . Ich spring jetzt noch in andere Ecken !!!


Liebe Grüße und ganz viel Spaß
wünschen,
Melli84 & Choconussa

Crunchy Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 389

25.01.2019 23:21
#5 RE: Kommentare zu Sommer-Spezial: Familiengeschichten Zitat · antworten

Huhu ihr Süßen !


Ohne viele Worte geht es heute einmal an dieser Stelle weiter . Viel Spaß und ein schönes Wochenende, sei Euch gewünscht!



Liebe Grüße
Crunchy und Mellow - janz offiziell

Karo Offline

PJler:


Beiträge: 816

28.01.2019 19:29
#6 RE: Kommentare zu Sommer-Spezial: Familiengeschichten Zitat · antworten

Liebe Crunchy, liebe Mellow.

Da wollte ich schon die Tage ein frisches da lassen und was sehe ich? Habe ich das letzte, also jetzt vorletzte, Kapitel wirklich bisher totgeschwiegen? Gibts ja gar nicht!

Nun denn... auf gehts:

Even heaven cries

Nein, es ist kein lustiges Kapitel, am Anfang noch - da hast Du Recht.
Dieses Kapitel ist viel mehr. Vor allem zeigt es einen Marc, der wirklich gereift ist. Seinen Platz gefunden hat. Nämlich da, wo seine "Quälgeister nerven" und seine Frau - wie konnte sie es wagen - die "Hierarchie verändert und das Zepter in die Hand genommen hat". Herrlich. Und er genießt es. Sein Leben und seine Arbeit haben einen Sinn. Und wenn er nicht weiter kommt, dann holt er seine empathische Hälfte.

Erinnert mich ein wenig an Dirty Dancing. "Und wenn jemand blutet, holst Du Deinen Daddy"

Super ist wieder Max. Ich wiederhole mich: Ich finde den Jungen super!

Zitat
„Bitte, du Obermufti! Aber denk an die Worte, deiner Prinzessin auf der Erbse. Rumsexen hat sich erledigt. Vier wären einer zu viel.“



Und natürlich hat der Obermufti einen Spruch parat.

Zitat
„Dann kann ich dich ja endlich an einer Autobahnraststätte aussetzen."



Und dann eine richtig gute Überleitung zum Flashback:

Zitat
„Papa? Oma sagt immer, dass es in Ordnung ist, wenn man mal weint.“, hatte Max gesagt. „Auch du darfst weinen, Papa!“ Marc wusste, dass Max mitbekommen haben musste, was in ihm vorgegangen war. Dass sich doch tatsächlich der Gedanke, an seine verstorbene Mutter, in sein Herz geschlichen hatte. Er sie vermisste. Schrecklich und schmerzlich vermisste …



Der Junge ist super. Irgendwie scheint er mir eine perfekte Mischung aus seinen Eltern zu sein.

Und dann der Flashback:

Er katapultiert uns ans Sterbebett von Elke Fisher. Dort sitzt ein Sohn, der es kaum aushalten kann - verständlich. Sein Denkeln und Tun (die Absicht) ist nachvollziehbar aber glücklicherweise hat er eine starke Frau an seiner Seite.

Zitat
Aber Gretchen ließ sich nicht wegschubsen. Wie ein Stein stand sie vor der Tür und versperrte ihm den Weg.



Unerschütterlich, wie ein Stein. Die Starke. Mit dem großen Herzen. Wo selbst das Ego von Marc Meier reinpasst. Ach nee. Das hat er ja zum großen Teil gegen seine Quälgeister eingetauscht.
Ich mag diesen Flashback, denn er zeigt wieder, wie sehr sich Marc von sich selbst weg entwickelt hat.

Zitat
„Sie hat Schmerzen“, hauchte Marc schwach. „Ich... Ich bin Arzt und habe dafür Sorge zu tragen, dass unsere Patienten in Würde sterben. Ohne Schmerzen zu haben oder viel von dem Prozess mitzubekommen.“



Die Würde des Patienten - bei dem Super-Chirurgen der Serie eine unwesentliche Sache. Da ging es um seine eigene Würde als Bester, Jüngster...

Zitat
„Ich kann nichts tun. Sie liegt dort und stirbt. Und ich kann nichts tun“, presste Marc angestrengt hervor, ehe seine Stimme erstarb. Er musste seine Frau nicht ansehen … Sie wusste es. Sein angespannter Körper, Daumen und Zeigefinger, die gegen sein Nasenbein drückten und das leichte Zucken seiner Schultern, hatten ihn längst verraten… Und es war ihm egal!



Es gibt Situationen, da ist einem dann alles egal. Wenn ein Elternteil stirbt mit Sicherheit. Und bei Marc ist es noch härter. Elke ist nicht ein Elternteil. Sie ist seine Eltern bzw. das Elternteil!


Be somebody

Elke ist nun ein Jahr tot und es lässt ihn nicht los. Er hat ein schlechtes Gewissen. Als Arzt, dass er etwas übersehen hat und als Sohn.

Zitat
Für ihn war schon seit einiger Zeit klar, dass nicht Elke Fischer eine grauenvolle Mutter gewesen war … Er, Marc Olivier Meier, war ein grauenvoller und unverschämter Sohn gewesen.



Marc Meier, seines Zeichens egomaner Superchirurg, hat die Fähigkeit erlangt, zu reflektieren. Er sieht sich nicht mehr als das Teil über der Gesellschaft, er gehört in die Gesellschaft. Und so muss er auch alle möglichen Gefühle teilen. Schuld, Trauer... seine Versagensängste als Sohn projiziert er in die des Arztes. (Oder ist es doch umgekehrt?) Dabei war ja nicht er der Arzt, sondern Dr. Ebersbusch.
Er hadert mit dem Schicksal, sucht einen Schuldigen - um sich selbst von seiner Schuld/seinen Schuldgefühlen zu befreien? Schuld und empfundene Schuld... Dank Gretchen hat er sich nicht schuldig gemacht.

Zu dem Thema wird jeder eine eigene Meinung haben, unabhängig von der Rechtssprechung. Bei Tieren verkürzt man das Leiden ja auch. Aber, das ist ja auch höchstens Sachbeschädigung

Ich denke immer an meinen Vater, der nicht mehr wollte und nicht mehr konnte. Der mit der Nasensonde ernährt wurde. Die Ärzte durften die Sonde nicht entfernen, er müsste die selber ziehen. Dazu hatte er schon keine Kraft mehr. Musste er aufs multiple Organversagen warten... Aber gut. So eine Rechtssprechung hat schon irgendwie Sinn, auch wenn es Situationen gibt, wo sie keinen Sinn (mehr) macht.

Zitat
Ein ganzes Leben hatte er Zeit dazu gehabt und hatte sie vergeudet.



Das mag stimmen. Sie hatten eine seltsame Beziehung. Aber ich glaube, instinktiv wussten beide um ihre Gefühle, auch wenn sie es nicht ausgesprochen haben.

Man hat ebenso ein Leben Zeit, dafür zu sorgen, wie andere nach dem Ableben auf einen zurückblicken. Ich denke selten an meinen Vater aber es gibt Situationen, wo ich ihn jetzt gerne fragen würde. Unterm Strich fällt das Fehlen/Vermissen ernüchternd aus. Aber er hatte ein Leben lang Zeit, sich über seinen Tod hinaus einen Platz zu sichern. Mit Egoismus und Rücksichtslosigkeit gelingt das nicht.

Zurück zum Familien-Marc.

Ich frage mich, wie oft sich Gretchen schon auf die Schenkel geklopft hat - vor Begeisterung. Sie hat es immer gewusst . In Marc steckt viel mehr, als der arrogante Oberarzt-Superchirurg. In ihm steckt ein Mensch aus Fleisch und Blut. Und mit einer riesigen Palette an Gefühlen. Und - Tränen. Die er höchst selten - nur einmal - herausgelassen hat.
Und er hat Kinder, besonders einen Sohn, den ich wundervoll finde.

Zitat
„Papa? Oma sagt immer, dass es in Ordnung ist, wenn man mal weint.“, hatte Max gesagt. „Auch du darfst weinen, Papa!“





Natürlich will kaum ein Vater, dass die Kinder ihren Vater traurig/weinend sehen. Und ein Marc Meier will schon gar nicht, dass irgendwer ihn weinend sieht.
Gretchen wird ja fast geadelt, weil er es zugelassen hat. Naja, das Zepter hat sie eh schon. Nein, dass es ihm egal war, zeigt seine Überforderung angesichts seiner sterbenden Mutter.

Diese, eure Geschichte ist wundervoll. Sehr tiefgründig. Ich bin hin und weg von der von euch geschaffene Familie Meier

Danke!

LG
Karo

 Sprung  
Weitere Links
| Sicher und kostenlos Bilder hochladen |
disconnected Schwesternzimmer Mitglieder Online 0
zum Impressum | 2008- © Doctor's Diary FanForum | Admins JackySunshine & Greta | Moderatoren Lorelei & Melli84 | Gründerin des Forums Flora
Legende : Admin| Mods| Mitglieder| Oldies| Nullposter|
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen