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Dieses Thema hat 224 Antworten
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 Kommentarseite zu den Fortsetzungen!
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Nachteule Online

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Beiträge: 353

06.01.2018 00:55
#101 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebste Karo

Oh, oh Nachdem ich gelesen hatte, dass es einen neuen Eintrag in deiner Geschichte von dir gibt, fiel mir doch glatt wieder ein, was ich neulich auf deiner Kommiseite wollte, wobei ich aber anderweitig unterbrochen wurde und den Kommi schlicht vergessen hatte . Dank einer sensationellen Speicherfunktion hier im Forum tauchte der schon geschriebene Text aber wieder auf. Nun brauche ich ihn eigentlich nur noch zu bearbeiten und den Rest dazudichten .

Stehengeblieben war ich bei Marcs Alptraum. Daher mache ich an dieser Stelle (selbstverständlich ) weiter.

BERLIN - Oktober 2.18 – Café Sonne

Ja, wer kennt das nicht? Die Grenzen zwischen Traum und Realität gehen oft fließend ineinander. So träumt man z.B., dass man den Kopf in den Sand steckt und keine Luft mehr bekommt, erwacht eine Sekunde später und stellt fest, dass man mit der Nase unterm Kissen liegt. Unglaublich, kann aber passieren . Und Marc fühlt nach dem Erwachen noch die abstruse Behandlung durch Sabine in seinem Alptraum. In der Realität ist ein kleiner Kratzer auf seinem Unterarm zu sehen, aber dafür hat er schnell eine plausible Erlärung. B.T.W. Marc fällt im Schlaf ganz gerne mal aus dem Bett . Und das, obwohl er so eine große Liegewiese hat? Wo pennt er eigentlich? Auf der Kante? Oder ist das Bett einfach zu groß, so dass er im Schlaf ständig herumrollt, bis es nicht mehr geht?

Immerhin, der taffe Oberarzt schafft es, den komischen Traum hinter sich zu lassen. Er lässt sich nicht davon beirren und startet völlig normal in seinen Alltag. Und der beginnt zunächst einmal mit einer guten Zigarette, danach folgt ein Mini-Marathon mit anschließendem obligatorischen Frühbesuch im Café Sonne, wo ihn das reale Leben freundlich in Empfang nimmt, etwa in Gestalt der netten älteren Frau Schneverdingen, die sich natürlich gleich nach ihrem verehrten Herrn Professor erkundigt, aber erst jetzt erfährt, dass dieser sich für länger in der Reha befindet. Nun muss ich aber nochmal überlegen. War "Wolfi" ihr Mann oder ihr Hund?

Marcs kleiner Scherz auf Kosten von Frau Schneverdingen: früher war Marc meist sehr zynistisch und oft schon beleidigend. Inzwischen ist der Zynismus eher etwas Lausbubenhaften gewichen. Marc scherzt der Lockerheit wegen, nicht, um jemandem absichtlich weh zu tun und so ggf. von den eigenen mentalen Problemen abzulenken. Das Grüne hinter den Ohren wird er wohl nie gänzlich ablegen können, aber es passt zu ihm und macht seine komplette Persönlichkeit aus. Einem Lausbuben kann man für seine Sprüche nicht wirklich böse sein. So gesehen ist alles in Butter. Dennoch, ein leichter Beigeschmack bleibt, wenn man daran denkt, dass das Herbstwetter evtl. wirklich eine Gefahr für ältere Leute darstellen könnte:

Zitat

(„Jetzt fängt die Zeit der Fußgängerunfälle an. Es muss mir was einfallen, dass uns die Zahl in Notaufnahmen nicht abfällt.“)


Ehrlich gesagt, so ganz verstehe ich den 2. Satz nicht. Einerseits weiß Marc, dass durch das feuchte Wetter und die rutschigen Straßen und Wege viele Menschen verunglücken, andererseits sorgt er sich um die Quote in der Notaufnahme? Oder meint er doch eher, dass es genügend Personal dort braucht? Eine Erklärung von dir wäre zu gnädig .




BERLIN - Oktober 2.19 – Sabines Plan

Dr. Stern hat im OP wieder einmal überzeugt und ist auf dem besten Weg, Knechtlsdorfer komplett von der OP-Liste mit Dr. Meier zu verdrängen. Na, der könnte seine "Praxis" dann doch eher bei Dr. Stier erhalten, dem dieser vorteilsnehmende Krauskopf sowieso viel eher liegt als der wissbegierige Ergeizling, den Kollege Meier bevorzugt. Und dieses "Techtelmechtel" oder was auch immer da zwischen Cedrick und Gigi ist, hält die Spottdrossel von Marcs Wirkungsbereich fern. Auch gut .

Erschrocken war ich aber beim Lesen, dass Marc wirklich der armen Sabine an den Kragen wollte? Doch nicht wegen dem Traum?! Das wäre doch wirklich zu überzogen! Aber dann merkte ich, dass ich mal wieder total auf dem Holzweg war . Neenee . Nicht MARC kündigt SABINE, sondern es ist genau anders herum. Das verstört Marc doch irgendwie. Zwar nervt ihn die Schwester sehr, sehr oft, aber anderseits kann er sich das Krankenhaus ohne sie nicht mehr vorstellen. Sie war doch sonst immer so unterwürfig und es sah immer so aus, als würde sie für den Rest ihres Berufslebens Sklavendienste für Dr. Meier erledigen. Warum auf einmal die Kündigung?

Da frage ich mal ganz dreist: wieso nicht? So wie Gretchen und auch Marc selbst, befindet sich auch Sabine in einer Art persönlicher "Umbruchphase". Sie hat sich von ihrer Mutter gelöst, sie ist zu ihrer großen Liebe gezogen... warum nicht jetzt eine berufliche Weiterentwicklung? Obwohl, Sabine hat wohl noch nie von dieser Möglichkeit gehört . Stattdessen trotz ihrer medizinischen Erfahrung noch einmal bie Null anfangen? Drei Jahre Ausbildung inkl. 1-2x wöchentlich zur Berufsschule? Umschulungen gehen schneller. Sie wäre dort bestimmt nicht mit Abstand die Älteste. Und ihr würde vorwiegend das beigebracht werden, was sie trotz Krankenschwesterausbildung und nunmehr 10-jähriger Arbeit in diesem Bereich noch nicht weiß. Sehr viel praktischer. Marc weiß das. Und man muss es ihm wirklich anerkennen, so gerne er Sabine dann doch wohl im Krankenhaus behalten hätte, dass er ihr diesen Tipp dann doch gibt und ihr damit bedeutend weiterhilft. Selbstverständlich gibt er das nicht offen vor Sabine zu. Ein kleiner Scherz auf ihrem Rücken, und alles ist so, wie es sein sollte . Nett fand ich den kleinen Vertrauensbeweis seitens Sabine, Dr. Meier zu bitten, ihre Umschulungssache doch bitte vorerst geheimzuhalten.




BERLIN - Oktober 2.20 – Feierabend

Ui! Dr. Meier scheint zu seinen Nachbarn einen recht guten Draht zu haben, wenn er sich einfach erdreisten darf, vor deren Garage zu parken .
Ja, Parkhäuser sind teuer, aber dafür in der Regel sauber und überwacht, also, die meisten jedenfalls. Selbst in unserer Kleinstadt gibt es welche mit extra Frauenparkplätzen. Aber nicht, weil Frauen angeblich schlechter einparken können, sondern die liegen dann quasi ebenerdig, was natürlich mit Kinderwagen, Taschen usw. bequemer ist, selbst, wenn es Fahrstühle gibt. Aber auf die muss man ja meistens warten.
Marc hingegen hat wichtiges vor. An diesem Abend muss er mal wieder den Kronprinzen ihrer königlichen Hoheit Elke Fisher I. geben. Frau Mama ist nämlich Gastgeberin so einer komischen Verlagsveranstaltung. Wieder Grund genug, mit ihren erfolgreichen Genen hauszuhalten. Ein Sohn, der nicht nur unverschämt gut aussieht, sondern auch noch ein sehr erfolgreicher Chirurg ist, noch dazu (immer noch) der jüngste Oberarzt der Bundesrepublik, mit dem kann man einfach wunderbar angeben. Marc hat solche Ereignisse bisher immer gehasst. Er tut es sicher auch jetzt noch, aber heute Abend geht er sehr viel lockerer an die Sache als früher. Aber ehrlich: seiner Mutter zuliebe kann er ihr diese Ehre ja mal erweisen. Sie ist und bleibt eben seine Mutter.




BERLIN - Oktober 2.21 – Café Goja

Liebe @Karo , diesen Kommiteil schreibe ich gerade zum ersten Mal. Denn dazu bin ich vor der Unterbrechung vor einigen Wochen nicht gekommen. Die Folge ist zwar etwas lang und ich muss sie nochmal lesen, um den Kommentar schreiben zu können, aber ich gebe mein Bestes . Den Kommi zum nächsten Teil bekommst du aber ein anderes Mal.

Ich starte gleich mal mit einer Feststellung Marcs, die mich echt zum Lachen gebracht hat

Zitat
Seine Mutter war eine attraktive Frau, der man ihr Alter wirklich nicht ansah. Was sie ja auch immer zu verbergen versuchte.

(„Warum soll ich sie dann nur begleiten? Niemand wird glauben, dass sie mich bereits mit 15 zur Welt gebracht hat!“)



Würde das etwa bedeuten, Marc müsste sich auch jünger machen? Wann hat der denn bitteschön seinen Facharzt gemacht? Mit 24?

Ein Augenblick der familiären Nähe, so etwas gibt es auch bei den zwei Meier-Fishers. Doch zugeben würde keiner von beiden so etwas. Bezeichnend daher, wie Elke diese winzige Innigkeit und innere Freude über das tatsächliche Auftauchen ihres einzigen Sohnes verbal umschifft:

Zitat
„Marc-Olivier, ich wusste doch, dass ich Dich gut erzogen habe.“


Das klingt doch gleich viel weniger nah, viel weniger sentimental, als wenn sie einfach gesagt hätte, dass sie sich über sein Erscheinen freut.
Dann wieder das leidige Thema mit dem verhassten Zwischennamen des Sohnes. Diesmal versucht er es erpresserisch. Will er seine Mutter wirklich einfach stehen lassen, wenn sie das böse, böse "O"-Wort in den Mund nimmt? Warum versteht er denn nicht, worum es ihr geht, wenn sie ihn so nennt?

Zitat
Marc Meier gab es viele, ihr Sohn war einzigartig!


Daher braucht er diesen Doppelnamen, der ihm wahrscheinlich bei jedem Hören aus ihrem Mund Magenschmerzen bereitet. In der Regel rastet er ja richtiggehend aus, wenn man ihn so nennt. Selbst, wenn Gretchen es tut. Er hasst diesen Namen. Er will nichts damit zu tun haben. Weil er ihn an früher erinnert? Elke muss es wohl schlucken, wenn sie keinen kleinen Familienskandal herausbeschwören, nicht am nächsten Tag in den Klatschspalten der Presse genannt werden will, nicht etwa ihres Bucherfolgs wegen, sondern wegen des "Theaters", das ihr Sohn am Vorabend veranstaltet hat. So gesteht sie ihm seinen Willen zu, um für einen Abend in der Öffentlichkeit den perfekten Sohn an ihrer Seite zu haben.

Ein Schaulaufen der wichtigsten literarischen Vertreter zumindest des Verlages, dem Elke Fisher mit ihren Erfolgsromanen angehört. Oberflächliche Gespräche gehören zu solchen Veranstaltungen dazu. Jeder ist scheinfreundlich zu jedem, verteilt nicht ernstgemeinte Komplimente und macht flache Witze, um die Stimmung zu lockern. Doch eines ist echt an diesem Abend: Elke bemerkt, wie attraktiv ihr Sohn ist. Irgendwie erfüllt sie das mit Stolz, wenn er nicht seinem Vater so ähnlich sehen würde! Immerhin, der Junior kommt gut an in der Damenwelt. Elkes Mission ist geglückt. Sie kann mit ihm angeben, auch optisch.

Der Höflichkeit halber nichts von Afrika erzählen, dafür nennt die Mutter ihn nicht beim vollen Vornamen. Was für ein Krampf !

Marc erfährt schon früh an diesem Abend einiges über die beruflichen Entwicklungen im Dasein seiner Mutter, Dinge, die sie ihm nicht persönlich erzählt hat und die er dafür von ihrer Agentin hört. Soso, Elke Fisher goes Rosamunde Pilcher . Und dann noch etwas Interessantes: ausgerechnet das Buch, das Marc für seine damals out of order gewesene Mutter geschrieben hat und das eigentlich in der Urfassung eine versteckte Liebeserklärung an Gretchen war, ist der erfolgreichste Teil in der Dr.-Rogelt-Romanreihe . Wenn die Leute da auf der Veranstaltung die wahren Hintergründe wüssten .
Wenn Gretchen das wüsste, was würde sie wohl dazu sagen? Immerhin hatte Sabine damals schon versucht, sie auf diese besondere Geschichte aufmerksam zu machen. Blöd nur, dass Marc zu dem Zeitpunkt bereits alles in "diesen Machismo" umgetextet hatte, der dann so erfolgreich wurde.

Und dann passiert wieder etwas, was Marcs Reifeprozess unterstreicht. Es reicht ihm aus, einfach nur "Marc" zu sein, ganz ohne Dr., ohne die Floskel, dass er der jüngste Oberarzt ist usw. Hier steht schließlich seine Mutter im Vordergrund. Er ist nur ihr Begleiter. Und fern allen Aufmerksamkeitsstrebens. Bescheidenheit, ja. Er braucht die Sonderaufmerksamkeit wirklich nicht. Die illustre Damenrunde hat nämlich schon ein besonderes Thema. Selbstverstänlich ist es komisch, sich Elke Fisher auf einer Art Kaffeefahrt vorzustellen, wo sie normalerweise recht exklusiv reist und die Gesellschaft oller Tratschtanten, und wenn diese noch so besessene Fans von ihr und ihren Büchern sind, stets meidet. Aber was tut man nicht alles, um die Erfolgsgaranten bei Laune zu halten?

Kleine Zwischenfrage: Ist jene Dame, die den Kilimandjaro mit dem "Killermann" verwechselt, zufälligerweise mit Bärbel Haase verwandt?

In der Tat ist Elke nicht wohl bei dem Gedanken, mit diesen komischen Frauen eine Woche lang in die Schweiz zu fahren. Das zu verhindern ist ihr Ziel. Aber ihr Sohn will ihr da bestimmt nicht helfen.

Zitat
„Wenn es wenigstens ein schicker Skiort wäre. Sankt Moritz oder so. Aber irgendwo auf einer Hütte? Womöglich kein Bad, dafür Holzhacken und Kühe melken?“


Nana, Elke Soooo rückständig ist die Schweiz nicht, auch wenn Inka Bause & Co. uns das liebend gerne weismachen wollen.

Hab ich's doch gewusst! Eine Heiratsbörse gibt es auch. Marc soll unwissentlich mit einer hübschen jungen Dame verkuppelt werden. Natürlich flirtet er, was das Zeug hält. Flirten ist ja nicht verboten. Aber hoffentlich vergisst er da die Liebe seines Lebens nicht, auch wenn Dert mal wieder sein Maul ganz schön weit aufreißt und Angi sich ganz schön zurücknimmt. Aber da... Marc wahrt tatsächlich eine gewisse Distanz . Ob gewisse Stella das wohl gecheckt hat? Eher nicht, wie ihr hoffnungsvolles "Bis Später" beweist.

Gut! Elke sieht in Stella, die ja noch längst nicht mit dem Studium fertig ist, keine perfekte Schwiegertochter, auch wenn man das annehmen könnte, da diese ja die Verlagserbin ist. Somit ist die Kuppelshow recht einseitig. Und wenn man Elke kennt, weiß man, dass sie keine einfach Schwiegermutter werden wird.

Eine erneute kleine Annäherung zwischen Mutter und Sohn? Denkste! Die beiden verstehen es offensichtlich nie, sich ganz normal wie engste Verwandte zu benehmen. Und wenn Elke mal in den vielen Disputen nicht weiterweiß, greift sie gleich zum Alkohol .

Aber da wird unser "Gott in Weiß" schon wieder von den "lustigen Kegelfrauen" belagert, bevor er sich weiter seiner eingeschnappten Mutter widmen kann . Diese Damen sind zu drollig. Und irgendwie scheint Marc auch seinen Spaß dabei zu haben. Bis, ja, bis sie ihm doch zu sehr auf die Pelle rücken und er, bevor sie ihn regelrecht aufpicken, gerade so von der Verlegergattin gerettet werden kann . Eine im ersten Augenschein nette Frau, die anscheinend nicht so überkandidelt ist, wie man innerhalb dieser Gesellschaft vermuten könnte. Und die ihn darüber in Kenntnis setzt, dass diese ganze Gewinnspielsache nicht ganz koscher ist. Aber gemeinsam mit ihrem Mann ist gewisse Frau Steen auch nicht besser als so viele andere Unternehmereltern, die sich nichts mehr wünschen, als dass der eigene Nachwuchs die eigene Firma eines Tages weiterführt, ob er nun will oder nicht. Ist das nicht ähnlich wie in der Familie Haase, also dem arroganteren Teil? Alle müssen Chirurgen sein, einer besser als der andere. Wichtigtuerisch und oberflächlich. Das persönliche Glück des Einzelnen interessiert nicht. Geld, Ruhm und Macht ist das, was zählt. Nein, Franz Haase ist nicht so, Gretchen ist nicht so, Marc ist nicht so. Und Stella wohl auch nicht. Ob sie deshalb im fernen Hamburg studiert? Damit ihre Eltern sie nicht zu sehr unter ihrer Kontrolle haben? Das ist völlig nachvollziehbar. Man kann froh sein, den Weg gehen zu können, den man für sich selbst als richtig betrachtet.

Es scheint, als könne Marc aufgrunddessen besondere Sympathien für Stella entwickeln. Muss es denn immer gleich eine Nummer auf dem nächstbesten Klo, auf der Autorückbank oder sonstwo sein? Das geht auch platonisch. Marc möchte es auch gar nicht mehr anders. Wie gut, dass er & endlich mal in ihre Schranken weist .

Ein Abend voller Blender. Kein Wunder, dass Marc regelrecht ausrastet und dem Verlagsherren mal vor Augen führt, wie die Realität wirklich aussieht. Ob dieser nun zornig auf ihn ist oder nicht. Aber der kluge Doktor hat den Braten längst gerochen. Anders als seine Mutter, die sich mal wieder reinlegen ließ und nicht hinter die Kulissen blicken konnte. Wo wäre sie nur ohne ihren Sohn? Dessen Provokation gegenüber Herrn Steen ist wirklich mehr als angebracht. Endlich bringt das auch Elke auf den Plan. Wie sie Einsatz zeigt für ihren Junior . So kämpft (Achtung, Ironie!) nur eine Löwenmutter für ihr bedrohtes Junges. Und wie schnell ist der Disput wieder nebensächlich, als Stella auf der Bildfläche erscheint. Und hoppla! Auf einmal spielt Elke das Kuppelspiel mit . Diese falsche Schlange .

Wie sich dann herausstellt, ist diese Stella wirklich sehr nett und auch gar nicht dumm. Man kann mir ihr sogar richtige Gespräche führen . Und Marc spricht auch lieber, als anderen Aktivitäten nachzugehen. Hat er von uns Martchenfans da nicht ein doppeltes Kompliment verdient?

Damit beende ich meine Analyse für heute, liebe Karo und wünsche dir bei dieser Gelegenheit ein schönes Wochenende.
Den nächsten Kommi bekommst du wahrscheinlich erst nächste Woche .

LG, deine Bibi

Karo Offline

Mitglied

Beiträge: 551

06.01.2018 22:01
#102 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebste Bibi @Nachteule

Puh... jetzt hast Du mich arg ins Schwitzen gebracht. Aber dazu... später

Erstmal habe ich mich natürlich wieder sehr über Deinen Kommi gefreut.

Und musste doch sehr lachen. Eine berechtigte Feststellung, dass Marc sehr oft aus dem Bett fällt. Er hat halt einen ausgeprägten Fluchtinstinkt, der ihn immer wieder über die Bettkante flutschen lässt.
Und nach dem Alptraum beginnt sein Tag eben nicht mehr mit einer Zigarette - so einfach ist es, sich das Rauchen abzugewöhnen. Ob Sabine ihre Fähigkeiten ahnt? Und was sie wohl dazu sagen würde, wenn sie davon wüsste, nachts durch des Meiers Träume zu geistern... noch dazu mit Stickgarn

Wolfi war der alte Mops von Frau Schneverdingen

Und da kommen wir zu Deiner Frage, die mich gerade echt beschäftigt hat. Aber ich habe die Stelle gefunden: Die Erklärung findest Du im Kapitel September 4.14 - Marc am EKH 6 auf Seite 3 der FF (Eintrag vom 18.7.17) Unterkapitel *Marc und Prof. Haase*

Zitat
„Ja, wollte ich. Aber mit Verlaub, Herr Professor... es gibt Wichtigeres: Das KatHo wird uns spätestens ab Mitte Oktober größere Probleme bereiten. Die Einsatzleitung der Rettung bezieht dort eine neue Station.“
„Woher wissen Sie das?“
„Herr Ullstein hat das heute eher zufällig erfahren. Eine der Einlieferungen von gestern hat ihre Handtasche im RTW gelassen und nun war er auf der Suche, wo sich das Ding befindet. Dabei kam er mit dem Dienststellenleiter ins Gespräch, dass wir die Sachen demnächst zu Fuß abholen könnten.“
„Dann wird unser größtes und sicherstes Standbein angegriffen. Wenn die da quasi zu Hause sind...“
„Da muss man doch was machen können?“ Bärbel entrüstete sich. „Die können doch das KatHo nicht bevorteilen, bloß weil die dann quasi da zu Hause sind? Das muss doch fair verteilt werden?“

Der Chefarzt sah seine Frau an, als ob sie nicht mehr alle Tassen im Schrank hätte. „Bärbel...“
„Frau Haase, es wird in der Regel immer das nächstgelegene Krankenhaus angefahren. Wenn Sie ihr geistiges Auge mal in den Straßenplan tauchen – liegen wir vor oder hinter dem Katharinen-Hospital?“
„Das kommt drauf an, aus welcher Richtung man kommt.“
„Also Bärbel... das kann doch nicht Dein Ernst sein!“ Manchmal hatte seine Frau mit Sicherheit weder Tassen noch Untertassen im Schrank!
„Genau, erst gestern kam ein RTW durch den Park in die Notaufnahme gehoppelt.“ Auch Doktor Meier konnte es kaum fassen.
„Sie – veräppeln Sie mich nicht. Ich bin nicht von gestern!“
„Nur leicht desorientiert.“ Der Professor schnitt eine Grimasse.
„Franz!“
„Ja was denn?“
„Du weißt, dass ich ungern Auto fahre. Ich komme ja auch immer mit dem Bus her.“
„Der hält auch zuerst am KatHo, dann bei uns.“




Marc bangt um die Auslastung der Notaufnahme, da die Einsatzleitung in Katharinen-Hospital sitzt und er sowas wie ein "Heimrecht" befürchtet.

Ich habe jetzt echt lange gesucht und hatte verdammt Schi... Angst, dass ich diese Info unterschlagen habe. Glücklicherweise nicht...

Marc und Sabine hegen eine ebenso spezielle Beziehung, wie er sie zu seiner Mutter hat. Marc zeigt seine Sympathie mitunter sehr seltsam und versteckt. Gretchen weiß das wohl am besten von allen. Aber er lernt.

Okay, vielleicht nicht schnell genug für den Abend im Café Goja, aber auch da merkt er plötzlich, dass er Spaß haben kann, auch wenn es eine Veranstaltung seiner Mutter ist. Marc ist momentan sehr geöffnet gegenüber Neuem. Anders könnte er wohl seinen neuen Job nicht machen. Beruflich offen hilft ihm auch zwischenmenschlich.

Da ist er seiner Mutter nun eindeutig voraus. Wenn auch nicht bei ihr. Auf ihre Gedanken kann (will) er sich einfach nicht einlassen. Übrigens habe ich es tatsächlich einfach so übernommen, dass Marc seinen Zweitnamen nicht leiden kann. Einen Grund dafür gibts nicht. Zumindest nicht in den ersten drei Jahren der Story

Dass Elke ihren Sohn über alles liebt wissen - ahnen wir. Da darf sie ihn auch mal überraschend in Schutz nehmen. Eine Mutter, egal wie Elke sie ist, kann doch nicht aus ihrer Haut! Also meine ich

In welche Richtung ich Stella einsetzen wollte wusste ich lange nicht. Deswegen wohnt sie mit Gretchens Kusine zusammen, um sie gegebenfalls wieder ins Spiel bringen zu können.

So, liebe Bibi .

Die Erklärung für Deine Frage habe ich geliefert und ich bin gespannt, was Du zum nächsten Miteinander zwischen Elke und Marc sagen wirst. Elke goes nicht nur Kegelclub sondern Fastfood too Wer hätte das von gedacht.

Bis bald.
GLG
Karo

Nachteule Online

Mitglied


Beiträge: 353

09.01.2018 21:08
#103 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebe Karo

Heute kriegst du mal sehr viel weniger zu lesen. Ist ja diesmal auch ur für 1 Folge, nicht gleich für 4 . Ich kann es gar nicht glauben, dass ich bei deiner Geschichte auf dem neuesten Stand bin .
Danke für deine Mühe, meine Frage zu erklären . Jetzt sehe ich wenigstens wieder klarer. Ich hätte natürlich deine Geschichte nochmal von vorne lesen können, aber das wollte ich mir eigentlich für regnerische Tage im Sommer aufsparen .

Ja, was sage ich denn nun zu dieser Folge "Oktober 2.22 - Fast Food Factory" ?

Also, ich hab ja an einigen Stellen echt gelacht . Elke im Fastfood-"Tempel" . Die Brötchen, die da für Hamburger & Co. verwendet werden, sind schließlich böse . Ich hätte echt gedacht, Madame zetert viel mehr, aber sie hat mich dann doch sehr überrascht, dass sie sich auf dieses ziemlich unter ihrer Würde liegende "Etablissement" eingelassen hat. Marc hat aber ja auch nichts anderes zugelassen .

Zitat
„Du bist eingeladen, das Essen ist okay hier. Es wird Dich nicht umbringen.“


Natürlich nicht . Weizen mag zwr böse sein, aber es gibt ja auch andere Speisen in diesem... ähem... Speiselokal. bestellt sich tatsächlich etwas. Zunächst dachte ich an einen Chefsalat mit ausgewählten Zutaten. Aber Elke sehnt sich doch wohl nach Wärmerem. Eine Folienkartoffel mit Geflügelstreifen scheint akzeptabel. Marc dagegen frisst... Verzeihung!.... isst wie ein Scheunendrescher. Das erstaunt Elke doch sehr. Wo sind die Manieren ihres ansonsten äußerlich wohlgeratenen Sohnes nur geblieben, dass er sich freiwillig in so eine Absteige begibt, wo sich bullige, anstandslose und laute Fernfahrer die Klinke in die Hand geben? Und dann isst der Bengel auch noch so viel, wie sie in drei Monaten wohl nicht vermutet hätte. Wo gehen die Kalorienbomben bei ihm nur hin? Apropos Kalorien: Elke kämpft anscheinend gegen Vernunpft und Appetit, gibt sich schließlich letzterem geschlagen - und stellt fest, dass es ihr gar nicht mal unwohl getan hat .

Nach dem Mahl das Kreuzverhör durch den Sohn. Was hatte Elke wirklich bezweckt? Wollte sie mal wieder die perfekte Schwiegertochter finden? Aber klar . Warum kann sie nicht verstehen, dass Marc inzwischen in festen Händen ist? Glaubt sie nicht daran oder will sie es nicht glauben? Weil es Franz' Tochter ist, an der Marcs Herz hängt? So sehr, dass er sich grundlegend in seinem Umgang mit Frauen gedreht hat? Nur noch auf die Eine fixiert ist? In Elkes Welt ist das nicht möglich. Marc braucht eine Partnerin, die auch optisch zu ihm passt. Aber das tut Gretchen doch! Gegensätze ziehen sich doch an und wirken doch auch auf andere interessant oder? Also, ich fand es beim DD-Gucken immer sehr interessant. Gretchen ist blond und figurtechnisch eine Durchschnittfrau, die aber gerade dadurch, weil sie die Kurven an den richtigen Stellen trägt, auf Männer interessant wirkt und durch ihre Naivität so unbedarft dazu. Marc ist der dunkelhaarige, sportliche Typ, auf den die Frauen in Scharen fliegen, mit der durchweg coolen, machomäßigen Note. Selbstbewusst und irgendwie auch selbstverherrlichend, jedenfalls nach außen hin. Elke meint, er braucht eine Frau, die ihm das Wasser reichen kann. Sie definiert das über schlanke, sportliche Frauen mit erfolgsversprechenden Zukunftsaussichten. Was kann Gretchen da bieten? Fährt ohne Weiteres für ein Jahr nach Afrika, um dort unentgeldlich kranken Menschen zu helfen. Tzz! Das mag für sie ja passen, vielleicht auch für die anderen beiden Begleiter. Aber doch nicht für Elkes Sohn !

Doch! Marc ist davon überzeugt, dass es genau so richtig ist. Dass er und Gretchen zusammen passen. Elke muss es wohl schlucken.

Und dann haut Marc so richtig raus, was er vorhin im Café Goja durchaus bemerkt hat:

Zitat
Er grinste seine Mutter frech an... „Ich kann ja schlecht alle Töchter Deiner Liebhaber vögeln.“

„Marc Olivier!“

(„Das Olivier der Entrüstung!“)

„Nicht in diesem Ton! Und nicht solche Unterstellungen.“
„Entschuldige bitte, ich müsste mich sehr täuschen, wenn er nicht Dein verspätetes Geschenk zum Tag der Elke-Fisher-Vereinigung gegen das jährliche Altern gewesen wäre.“
„Was Du immer denkst.“
„Ich kenne Dich schon was länger. Momentan hoffe ich sehr, dass ich Recht habe. Denn das habe ich ihm gesagt.“
„Was?“
„Dass ich ihn für Deinen Stecher halte.“
„Marc...“ stammelte Elke.

(„Da vergisst sie vor Schreck sogar das Olivier der Entrüstung!“)



Ja, er hat Elke enttarnt, macht sie fast sprachlos. Interessant, wie du diese Diskussion herausgearbeitet hast . In ihrer Empörung nennt sie Marcs verhassten Zweitnamen, aber als er dann Oberwasser in dem Gespräch hat, verschluckt selbst sie ihr "Olivier", quasi, als wenn er ihr beim Reden den Wind aus den Segeln nimmt .

Und im weiteren Verlauf teilt Marc seiner Mutter dann mit, warum er Stellas Telefonnummer erhalten hat. Sie könnte ihm in der anscheinenden Betrugssache wegen der illustren Schweiz-Kaffeefahrt mit wichtigen Informationen von Nutzen sein. Geschickt stellt er sich mal wieder an, der Bursche . Er ist wirklich gewieft. So gewieft, dass er Elkes Verletzung durch ihren eingeklemmten Daumen rigoros ausnutzt, um endlich mal das KatHo von innen zu sehen und ein wenig Spionage zu treiben, was auch der kurzzeitig involvierte Brummifahrer gleich bemerkt .

Und ich freue mich schon darauf zu erfahren, ob Elkes wertvolle Autorinnenhand, mit der sie immerhin ihren Computer bedienen und ihre Lavendel-Mandel-Teetasse halten muss, während ihre heisere Stimme Dr. Rogelt den Weg durch seine Welt weist, gerettet werden kann. Im EKH wäre dies mit Sicherheit kein Problem. Aber Marc ist schließlich auf geheimer Mission. Hoffentlich verrät Elke ihn dabei nicht .

Bis bald und GLG
deine Bibi

Karo Offline

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Beiträge: 551

11.01.2018 20:45
#104 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo liebe Bibi @Nachteule

ja, es ist ja echt unglaublich. Den Adventskalender hattest Du bis zu Deiner eigenen Deadline rechtzeitig kommentiert und hier bist Du auch uptodate. Hammer

Da will ich doch schnell Nachschub liefern. Natürlich geht es mit Elke und Marc weiter. Wie hatte Elke vor langer zeit mal gesagt? Fiktion wird zur Realität. Könnte man fast genauso sehen. Vom Autorentreff in die knallharte Spionage-Wirklichkeit.

Aber erst noch...

Zitat
Also, ich hab ja an einigen Stellen echt gelacht



So sollte es sein. Diese Café Goja/Fast Food Factory - Kapitel zu schreiben hat mir selbst auch sehr viel Freude gemacht. Wenn es beim Lesen ebenso ist... mehr will ich nicht. Geteilter Spaß ist doppelter Spaß, nicht?

Zitat
So gewieft, dass er Elkes Verletzung durch ihren eingeklemmten Daumen rigoros ausnutzt, um endlich mal das KatHo von innen zu sehen und ein wenig Spionage zu treiben, was auch der kurzzeitig involvierte Brummifahrer gleich bemerkt



An dieser Stelle war mal geplant, Elke mit Hajo auf Tour zu schicken. Aber dazu ist es dann doch nie gekommen - war wohl nicht dazu bereit. Schade eigentlich, das wäre ein Knallerbuch geworden...

Aber dann kam alles irgendwie anders... doch dazu erstmal... das nächste Kapitel.

Ich wünsche allen viel Spaß dabei!
LG
Karo

Karo Offline

Mitglied

Beiträge: 551

19.01.2018 21:39
#105 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo zusammen

Sagt mal... seid ihr alle im Urlaub? Oder noch in den Fitnessstudios? Von wegen gute Vorsätze?
Warum es auch immer hier so still ist, ich hoffe, ihr habt Spaß dabei und habt vom Sturm nicht so viel mitgekriegt!

Ich mache mir jetzt auch mal wieder etwas Spaß und gebe euch ein weiteres Kapitel. Marc bei Elke. Was könnte er wohl erschnüffeln oder ist Elkes Ermahnung nur ein Versuch, die Oberhand zu behalten? (Trotz zerquetschter Hand)

@Nachteule

Liebe Bibi, es wird wieder mehr

Liebe Grüße und euch allen ein schönes Wochenende.
Karo

Nachteule Online

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Beiträge: 353

20.01.2018 20:07
#106 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebste Karo

Ja, schon bin ich wieder 2 Folgen im Rückstand . Aber das lässt sich ja wieder einholen .
Ich bin einfach nur froh, wenn dieser Winter vorbei ist . Wenn es entweder nur schneien würde und frostig wäre… aber nicht dieses Hin und Her zwischen Warm und Kalt, Nass und Trocken, wobei man die Sonne ja eh nicht oft sieht . Aber immerhin, die Tage werden spürbar länger. Jeden Tag 3 Minuten mehr Licht, wie meine Mama so schön sagt. Kann also nur aufwärts gehen, auch mit der arg gebeutelten Laune .
Aber nicht jammern, sondern kommentieren, lautet die Devise, um der lieben @Karo eine Freude zu machen, wenn es hier sonst so still ist.

BERLIN - Oktober 2.23 – KatHo

leidet. Und wie sie leidet, die selbsternannte „Kaiserin der Literatenzunft“ . Hat sie das verdient? In den Augen ihres Sohnes wahrscheinlich schon . Auf jeden Fall nutzt er die Gelegenheit ausgiebig, sich mal wieder auf Kosten seiner Frau Mama zu amüsieren. Und nicht nur das: ihm bietet sich die perfekte Gelegenheit, um fremdzuschnüffeln. Endlich mal das Katharinenhospital unerkannt innerhalb der (dicken) Mauern in Augenschein nehmen. Was machen die anders, als die Kollegen im EKH? Wo gibt es vielleicht Schwachstellen, die die Konkurrenz für sich nutzen könnte, um dem evtl. drohenden Riss im StaBe-Konstrukt zuvorzukommen, der dieses vielleicht richtig zum Einstürzen bringen könnte, wäre das Flaggschiff EKH nicht über Wasser zu halten? Um es gar nicht erst dazu kommen zu lassen, fühlt sich Dr. Meier verpflichtet, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um den wunden Punkt beim konkurrierenden Kliniknachbarn zu finden. Dazu ist er auf die Mitarbeit seiner meisten recht schwer von Begriff scheinenden Mutter abhängig, damit er nicht auffliegt. Er bekommt sie mit einem Trick tatsächlich dazu , ihn weder beim richtigen Namen zu nennen, noch seinen Berufsstatus herauszuposaunen, der verräterisch und ggf. sogar verhängnisvoll für seine Mission wäre.
Ganz so schlimm, wie Tage zuvor in Marcs Alptraum, geht es glücklicherweise im KatHo nicht zu. Im Gegenteil! Kein Knechtlsdorfer in arroganter Oberarschmanier, keine rachsüchtige Schwester Sabine mit gefährlichen Gerätschaften in der Hand. Nein, es gibt sogar fähiges Personal ! Jedenfalls erscheint die Krankenschwester in der Notaufnahme recht kompetent. Allerdings stellt sich der murrende Assi nicht so perfekt an, wie es eine Dr. Haase wohl getan hätte. Übrigens, der Name des angehenden Facharztes ist dir wieder mal echt gelungen: „Dr. Groll“ .
Natürlich lässt eine Elke Fisher, egal, in welchem Krankenhaus und bei welchem Arzt sie sich gerade befindet, nicht ohne das Beisein ihres einzigen Sohnes untersuchen, es sei denn, sie müsste auf einen gynäkologischen Stuhl, was aber gerade nicht der Fall ist. Wie praktisch, dass Dr. Meier so eine misstrauische Mutter hat . Wie könnte er sonst weiter hinter die Kulissen blicken und die Arbeit seiner KatHo-Kollegen „begutachten“?
Was Marc nun mitbekommt, ist gar nicht mehr so fern von seinen unterbewussten Vorstellungen neulich. Dr. Groll ist patzig und agiert recht fahrig und fast schon, als wenn er überhaupt keine Ahnung von der Materie hätte, die er jahrelang studiert hat. Na, so einem dahergelaufenen Knilch im Arztkittel hätte Dr. Meier im EKH sicherlich ordentlich die Meinung gegeigt, aber hier darf er ja jetzt nicht. Außerdem, es spricht doch gegen die Konkurrenz, wenn in der Notaufnahme solche Pappnasen arbeiten . Jedenfalls ist die Behandlung von Elke auffallend oberflächlich. Und nicht einmal ein fähiger Facharzt in der Notaufnahme ! Ein einfaches Aspirin soll dazu Elkes schlimme Schmerzen lindern? In der Haut der verletzten Schriftstellerin möchte man an diesem Ort nicht gerade stecken. Aber wenigstens die diensthabende Schwester denkt mit. Die könnte bestimmt eine würdige Nachfolgerin von Schwester Sabine werden, nicht?
Dass Schwester Ina den Sohn der Patientin mit „Herr Fisher“ bezeichnet, zeigt doch, wie gut die Tarnung des leitenden Oberarztes aus dem EKH klappt. Auch wenn es für ihn ungewohnt ist, da muss er aber jetzt durch. Es dient doch dem guten Zweck, jedenfalls im Sinne „seines“ Krankenhauses und damit auch er StaBe .
Aber der Spion erfährt von der sympathischen, aber redseligen Schwester noch einiges mehr. Anscheinend können sich die KatHo-Oberärzte keine überteuerten Luxustempel leisten, so wie Kollege Dr. Meier, der ja in einer richtigen Designerwohnung in Mitte lebt und sich ohne weiteres einen neuen Angeber-BMW leisten könnte, wenn er denn wollte. Seine Konkurrenzkollegen hingegen hausen wohl in nach außen hin schäbigen Betonklötzen, solche Plattenbauten, die man nicht nur der Ära der DDR zuschreiben kann, denn auch in der BRD gab und gibt es viele dieser asbestverseuchten Wohntürme, die nahezu jedes Stadtbild verschandeln. Was nützt es da, wenn diese für die Ärzteschaft der ProVida renoviert wurden? Wahrscheinlich genauso oberflächlich, wie die Personalpolitik gehandhabt wird. Andererseits, in Marcs Kopf rattert es schon wieder. So übel ist das eigentlich gar nicht, denkt er sich. Könnte man wohl auch der StaBe unter die Nase reiben, dass es eigens Appartements für die Ärzte der zugehörigen Krankenhäuser gibt, vor allem für die Kollegen, die sich eben (noch) keine schicke Wohnung am Prenzlauer Berg, in Charlottenburg oder Friedrichshain leisten können? Die Gebäude lägen so, dass es zur Arbeit kurze Wege gäbe. Gerade die Ärzte in Bereitschaft müssten sich nicht unweigerlich in der Nähe des Krankenhauses, in dem sie arbeiten, aufhalten. Sie könnten auch zu Hause bleiben und wäre schnellstens in der Notaufnahme, wenn sie gebraucht würden. Und das Bereitschaftszimmer, von dem es im EKH wahrscheinlich nur eines gibt, wäre nicht ständig belegt. Zu überlegen wäre das sicherlich . Aber wenn, dann auf jeden Fall anders, als die ProVida es macht. Das EKH hat nun einmal einen gewissen Standard. Und dazu müssen auch die Schwestern- und Ärztewohnheime passen. Also kein Plattenbau, sondern moderne, wertvolle Architektur (ich würde dann die Planung übernehmen ). Das wäre auch gleich ein wunderbares Aushängeschild für das Klinikum und damit für die StaBe.
Es sieht so aus, als sei nicht das gesamte Personal im KatHo unfähig und oberflächlich. Dabei sind es vor allen die Schwestern / Empfangsdamen, die sogar sympathisch herüber kommen. Welch ein Kontrast! . Es gibt sogar Tendenzen, Mitleid mit dem vielleicht übernächtigten Sohn der frisch eingelieferten Patientin zu haben, der sich insgeheim dann doch Vorwürfe macht, seine Mutter in diese Situation gebracht zu haben. Und dann kommt genauso diese Person mit ihrem Wunschzettel an. Okay, Elke braucht gewisse Dinge, wenn sie einige Zeit in diesem Krankenhaus verbringen muss. Und Marc ist nun einmal ihr Sohn und kann, nein, MUSS ihr diese Sachen besorgen. Wen sonst, außer Isabelle, darf in den persönlichen Habseligkeiten der Starautorin herumwühlen? Selbstverständlich sind ihre Wünsche wie gemacht für die Diva vom Dienst, die gerade ihre Wechseljahre bekämpft, einen leichten Schlaf hat und sich nicht mit billigen Patientenhemdchen zufrieden gibt. Aber was verlangt sie da noch von ihrem Sohn?

Zitat
(„Oh nein... ich möchte nicht an Ihre Wäsche!“)



Bleibt ihm eine andere Wahl?
Solange er nicht ins Schnüffeln verfällt




BERLIN - Oktober 2.24 – Marc bei Elke

Dabei geht es gar nicht ohne, wenn er all die Wünsche seiner Mutter erfüllen soll und er eben nicht alles findet, was sie bei sich haben möchte, solange sie im KatHo liegt. Gewissen hin oder her. Angie und Dert haben jetzt Sendepause !
Sollte man meinen. In Marcs Kopf geht es bei der Suche nach ihrem geliebten Diktiergeräte derart turbulent zu, dass seine beiden Schultergesellen sich nicht so schnell vertreiben lassen.
Wer gewinnt? Gut oder Böse? Lässt Marc sich verführen und unternimmt eine eingehende Untersuchung von Elkes persönlichen Habseligkeiten? Wenn es nur so einfach wäre, denn Elke wohnt schließlich in einem großflächig verglasten Fertighaus, das Ein- und Ausblicke verschiedener Art gewährt. Marc benimmt sich aber auch zu fahrlässig . Er hätte aufhören können, den Schreibtisch in der Villa zu durchsuchen, nachdem er das Gesuchte gefunden hat. Aber der sonst so starke Charakter ergibt sich tatsächlich seiner eigentlich nicht vorhandenen Neugier . Was er findet, kann man (vorerst) nur vermuten. Hat es was mit seinem Vater und / oder seiner kleinen Schwester zu tun? Ein innerer Schmerz befällt ihn, ruft in ihm Erinnerungen wach, die er am liebsten nie mehr an sich heranlassen würde. Der Schock über das Gefundene lähmt ihn kurzzeitig, führt aber dazu, dass er den „Tatort“ seiner verbotenen Schnüffelei so schnell als nur möglich zu verlassen gedenkt. Wäre er aber doch nur vorsichtiger gewesen . Wie konnte er nur denken, seine Aufenthalt in dem riesigen Schaukasten bliebe unbemerkt?
Wer hat ihn wohl erwischt? Isabelle? Elkes Nachbarn? Kommissarin Monika und Kollege Giuseppe? Es bleibt spannend !

Bis zum nächsten Mal!
Und ein schönes Restwochenende!
Deine Bibi

Karo Offline

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20.01.2018 20:29
#107 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebe Bibi

@Nachteule

Ist es das wirklich? Spannend?

LG
Karo

Karo Offline

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22.01.2018 19:02
#108 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo zusammen,

oh je, mit der Nachfrage war ich wohl wieder sehr nah an einer Phase der Selbstzweifel... das liegt vermutlich daran, dass mir im Moment nichts Ordentliches gelingen will... irgendwie finde ich gerade keine Ruhe im Kopf. Nicht, dass ich nicht Ideen hätte, diese Datei wächst ständig. Aber irgendwie lässt sich nichts draus basteln. Ich bin ja froh, dass ich genug auf dem Rechner habe...

Ja, liebe Bibi @Nachteule auch mir geht der Winter auf den Keks. Morgen werde ich meinen Karnevalsurlaub buchen

Aber erstmal schnell nach Berlin. Ja, da hatte Agent Fisher mal eine willkommene Gelegenheit, dem Nachbarn auf den Zahn zu fühlen.

Zitat
Dr. Groll ist patzig und agiert recht fahrig und fast schon, als wenn er überhaupt keine Ahnung von der Materie hätte, die er jahrelang studiert hat.



In erster Linie sollte er lustlos und schlecht gelaunt rüber kommen. Deswegen auch der Name, den Du dankenswerterweise erwähnst.

Zitat
Die könnte bestimmt eine würdige Nachfolgerin von Schwester Sabine werden, nicht?



So, meinst Du? Aber will man wirklich auf Sabine verzichten?

Zitat
Das EKH hat nun einmal einen gewissen Standard. Und dazu müssen auch die Schwestern- und Ärztewohnheime passen. Also kein Plattenbau, sondern moderne, wertvolle Architektur (ich würde dann die Planung übernehmen ). Das wäre auch gleich ein wunderbares Aushängeschild für das Klinikum und damit für die StaBe.



Ich lach mich kaputt. Ich hätte Dich kennen müssen, als ich das geschrieben habe.

Zitat
Was er findet, kann man (vorerst) nur vermuten. Hat es was mit seinem Vater und / oder seiner kleinen Schwester zu tun? Ein innerer Schmerz befällt ihn, ruft in ihm Erinnerungen wach, die er am liebsten nie mehr an sich heranlassen würde. Der Schock über das Gefundene lähmt ihn kurzzeitig, führt aber dazu, dass er den „Tatort“ seiner verbotenen Schnüffelei so schnell als nur möglich zu verlassen gedenkt.



Was hat er nur gefunden? Du machst Agent Fisher echte Konkurrenz mit Deinen Vermutungen. Aber das ist ja nicht das erste Mal, nicht?

Tja, selbst in dieser Dramatik hat sich das Kapitel von alleine geschrieben. Geplant waren tatsächlich Einbrecher, die Elkes Haus beobachteten. Auch hier sind Deine Vorschläge quasi auf dem richtigen Weg...

Zitat
Wer hat ihn wohl erwischt? Isabelle? Elkes Nachbarn? Kommissarin Monika und Kollege Giuseppe? Es bleibt spannend



Also an dieser Stelle muss ich mal laut nachdenken. Wer war Isabelle? Ich vermute, eine Assistentin von Elke? Hatte sie eine Rolle oder wurde sie nur nebenbei erwähnt? Ich kann mich nämlich überhaupt nicht daran erinnern?

Deswegen hat Elke wohl in dieser Nacht auch das Nachsehen. Marc wird wohl weniger dazu kommen, ihr die gewünschten Sachen zu bringen. Hätte sie mal Isabelle gefragt. Aber die gibt´s bei mir nicht Arme Elke... eine Nacht im Papierhemdchen. Tja... und Marc? Der hat eine nicht weniger unbequeme Nacht.

Heute habe ich direkt schon (und spontan) den nächsten Teil für euch. Viel Spaß damit.
LG
Karo

Karo Offline

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31.01.2018 15:48
#109 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben.

Heute gibt es etwas dringend Notwendiges... was für´s . Geht euch das Wetter auch so auf den Sack? Grauer geht es ja fast schon nicht mehr... so viel kann man ja gar nicht essen um bei Laune zu bleiben.

Aber es wird Zeit, euch wenigstens für die nächsten Kapitel hinterm Ofenrohr hervor zu locken. Nach den letzten Ereignissen braucht auch ein gewisser Oberarzt wieder etwas Wärme. Doch was kann er tun? Seine Lieblingsärztin weilt im fernen Afrika. Die Glückliche, da ist es weder grau noch nasskalt...

Liebe Grüße,
Karo

Karo Offline

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04.02.2018 11:35
#110 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo zusammen, einen wunderschönen Sonntag wünsche ich euch.

Den ich gleich mal mit einem weiteren Kapitel etwas rosa (rot) gestalten möchte - es ist mal wieder Zeit für Gretchens Tagebuch.
Ein bisschen Farbe im hellen grau des Wetters - immerhin hellgrau .

@Lorelei hat ja bereits von Schneeglöckchen berichtet, bei mir blühen die ersten Krokusse und die Narzissen schieben ihr Grün doch sehr kräftig aus der Erde. Und natürlich - leider - zu Karneval kündigen die wieder Schnee und Kälte an. Ich finde das für den Straßenkarneval einfach unfair.

Vermutlich ist es hier deswegen so ruhig? Ihr seid alle mit Kostümen und Motto-Wagen beschäftigt

@Nachteule - Ja, mit dieser Grippe hatte ich im Dezember zu kämpfen. Ich war so schwach, dass es kaum reichte, gelegentlich mal ein paar Schritte zu gehen. Mal abgesehen von tagelangen Kopf- und Halsschmerzen...


Erstmal nun viel Spaß beim Lesen. Gute Besserung und viel an alle Kranken.

Liebe Grüße,
eure Karo

Karo Offline

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12.02.2018 20:14
#111 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Alaaf

Ganz Rosenmontagsgetreu werfe ich euch Kamelle und Strüssjer... frei übersetzt: Ihr bekommt gleich zwei weitere Kapitel.

Ja, die Jecken haben echt gut geworfen - gestern und heute insgesamt 4 Taschen voll Süßigkeiten . Und dabei habe ich schon aussortiert, was ich nicht mag und die Nachbarskinder glücklich gemacht.

Aber vier Kapitel wären zuviel des Guten. Obwohl das Vierte wieder einen Bogen zur Serie schlägt. Aber nee... bleiben wir jetzt einfach mal bei Marc. Der hat ja gerade eine aufregende Nacht hinter sich. Die Verleger-Party, die Ausflüge mit Elke in den Fast Food Tempel und ins KatHo und die Gastfreundschaft der Polizisten... kein Wunder, dass er sich schnell in die Vergangenheit träumt. Und nun? Wartet wieder der Alltag im EKH...

Liebe Grüße,
Karo

Nachteule Online

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17.02.2018 19:10
#112 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebe Karo !

Zuerst mal muss ich mich bei dir entschuldigen, dass ich so lange nicht mehr bei dir kommentiert habe.

Was habe ich für Gründe? 1. eine fiese Grippe, 2. mein Job, der gerade im Moment total schlaucht, so dass man an Wochenende einfach andere Dinge im Kopf hat, als am Computer zu sitzen. Deshalb hinkt auch meine eigene Geschichte gewaltig hinterher. Ich komme einfach nicht mit dem nächsten Kapitel nach.

Und dann stelle ich fest, dass sich hier - ungewöhnlicher Weise - eine Menge getan hat. Es stehen noch einige Kommentare aus. Aber zuerst bei dir. Du wartest schon so lange, gelle? Erstmal widme ich mich ausschließlich dem nächsten noch unkommentierten Dreier-Paket. Ich hoffe, mit Abnahme der beruflichen Aufgaben Richtung Ostern, dass ich den Sprint wieder ausholen kann .


BERLIN - Oktober 2.25 – Marc bei der Polizei / Oktober 2.26 – Marc und Doktor Falk

Ich kenne mich im Polizeirecht nicht so gut aus. Aber Marc hatte doch eine plausible Erklärung, warum er in der Villa seiner Mutter war. Warum muss er denn dann in die Zelle? Und dann fiel mir wieder ein, dass er ja kürzlich schonmal ein ähnliches "Erlebnis" mit den Blauuniformierten gehabt hat, wusste aber nicht genau mehr, wo. Also blätterte ich erstmal zurück und fand die Stelle schließlich . Marc als "Einbrecher" in seiner eigenen Bude. Der Polizist - wie immer - der selbe, der auch schon Schwester Gabi "auf Pillen" kennenlernen durfte und die Superschauspielerin Gretchen Haase dazu . Tja, das große Berlin hat wohl nur eine Handvoll Polizeibeamte zu bieten . Immerhin, die junge Polizistion mit dem klangvollen Namen "Kristin" scheint so etwas wie Mitgefühl für den sehr attraktiven Oberarzt zu haben, aber ihr sind die Hände gebunden. Sie muss nun einmal den Anweisungen ihres Kollegen Folge leisten.

Anwälte! Nix gegen Juristen im Allgemeinen, aber diejenigen, die ich kenne, nehmen sich selbst einfach am Genauesten. Klienten warten zu lassen, ist eine höhere Regel. Aber okay, es ist spät am Abend. Es sollte Dr. Meier doch schon eine Ehre sein, dass sein Anwalt sich außerhalb der Arbeitszeit zu ihm bemüht. Oder? Ich denke ja mal, so viel Geld, wie diese Rechtsverdreher kosten, ist es nicht zu viel verlangt, einem der Geldgeber in so einer besch******n Situation zur Hilfe zu eilen. In der Zeit, bis Dr. Falk endlich die Polizeiwache erklommen hat, konnte Marc bereits das Ergebnis seines "Zufallbesuchs" am Katho sortieren und Vergleiche zum EKH ziehen, die für die StaBe als wohl wirklich vorteilsbringend gelten müssen. Das geldsparende System der Konkurrenz geht nicht nur zu Lasten der Patienten, sondern auch des Personals. Ungeliebte Aufgaben werden einfach an den Medizinernachwuchs verteilt, dieser fertigt die Patienten, vor allem die, die während der Nachtschichten als Notfall reinkommen, regelrecht ab, schlecht gelaunt und unmotiviert. Für eine Gretchen Haase wäre so eine Arbeitsatmosphäre mit Sicherheit genauso wenig etwas wie für ihren familiär ausgerichteten Vater. Und selbst Dr. Meier kann dieser Art von "Fastfoodketten-Patientenabfertigung" nur insofern Positives abgewinnen, als dass sie die Qualität der guten Arbeit im EKH letztlich hervorhebt. Alles ist dort etwas konservativer und altbackener, aber was zählt denn mehr, als dass die Patienten zufrieden sind und sich gut behandelt fühlen? Diese würden doch bei neueren gesundheitlichen Problemen viel eher wiederkehren und damit den Ruf des EKH stabil halten. Besser so, als wenn es am Ende heißt: "Da würde ich nicht mehr hingehen. Dort wirst du nur abgefertigt und nicht richtig behandelt." Wenn dieses System Schule machte, wer weiß, vielleicht könnten wir uns bald bei den Discountern behandeln lassen .

Und jetzt kommt mein eigenes Metier ins Spiel Die heiligen "Wohnhallen", die Dr. Meier sich fürs EKH vorstellt, das einzig Beispielhafte am Konzept der ProVida. Neulich erst hat unser Büro den Bau zweier Wohngebäude mit Schwesternappartements für das hiesige Krankenhaus realisiert. Zwar sind das jetzt nicht so riesige Gebäude, aber diese um einige Stockwerke erhöht... also zum Stil der ehemaligen Lungenklinik am Wannsee (Drehort der Innenaufnahmen, u.a. im markanten verglasten Verbidungsgang!) würden sie jedenfalls passen. Roter Backstein und Flachdach. Modern und traditionell zugleich. Für eine Oberarztwohnung, in die zukünftig ja wohl auch noch die Tochter des Professors untergebracht werden müsste, sind die Wohnungen aber zu klein. Da müsste dann ein gesondertes Gebäude im gehobenen Stil her, damit die Damen und Herren Ärzte sich dort so richtig aufgehoben fühlen. Ob die StaBe der Finanzierung überhaupt zustimmen würde? Marcs Wohnung ist an sich ja gar nicht so übel. Erst neulich bin ich in Gedanken mal wieder da durchgegangen und hab mir die Videos der 3. Staffel angesehen, um zu verstehen, wie Marc zuletzt gewohnt hat (oder vielleicht noch wohnt ). Ich habe ja immer einen Kleiderschrank oder zumindest ein separates Ankleidezimmer vermisst. Aber jetzt ist mir aufgefallen, dass der Backofen in der offenen Küche in der Wand eingebaut ist. So gesehen müsste die Wand in diesem Bereich zw. 60 und 70 cm Dicke haben, damit das funktioniert, wobei dann eigentlich ein perfekt nutzbarer Hohlraum übrig bleibt. Die Türzarge zwischen Essbereich und Schlafstube ist ja auch deutlich breit. Also habe ich mir gedacht, bleibt, von der Küche aus gesehen, rechts neben dem Ofen bis zur Wand zum Badezimmer Platz für einen Wandschrank vom Schlafzimmer aus, den man in der Serie nicht sieht. Na also! Problem gelöst .

So, Architektur beiseite! Marc macht sich Gedanken ums Personal. Wer taugt viel, wer weniger? Wer könnte evtl. weg, wer muss unbedingt bleiben? Personal kostet Geld. Wer verdient es eher als der andere? Wer wird überbezahlt? Das sind alles wichtige Dinge, um auch das konservativste Krankenhaus der Stadt rentabel zu halten. Natürlich.

Ich musste herzhaft grinsen bei deiner Beschreibung zu Dr. Steigerle . Marc scheint sie aber trotz ihres Durchgeknalltseins zu respektieren. Das tut er i.d.R. bei den wenigstens Menschen. Wichtig ist, das lernt er gerade so richtig, dass die jeweilige Person ihres Arbeit gut macht. Deshalb empfindet er auch Dr. Hassmann als mehr als gute Ärztin, auch wenn sie sich privat sicherlich niemals besonders nahe kommen würden (sie sind sich charakterlich einfach zu ähnlich ). Deshalb hat er auch seinen Frieden mit Dr. Stier geschlossen, während er bei Dr. "Mockingbird" Amsel noch dran arbeitet, weil er gerade bei ihr immer noch zu privat denkt und nicht vergessen kann, was sie mit ihm und Gretchen gemacht hat. Da ist er nachtragend (keiner versteht ihn da besser als ich *seufz*).
Dann sind da noch die Assistenten, von denen vor allem Dr. Stern nach unglaublich kurzer Zeit große Zuversicht auslöst. Diesen weiter auszubilden, ist Marcs unveränderliches Ziel. Vielleicht kann er Knechtlsdorfer ja die Neuro schmackhaft machen, wo der Ösi doch eh so dicke mit der Hassi ist - Letztere bald im wahrsten Sinne des Wortes . Neben den Assis die langjährigen Kollegen, die sich mehr oder weniger bewährt haben. Dr. Rössel ist im fortgeschrittenen Alter und sowieso nicht mehr lange aktiv dabei, soviel steht fest. Dr. Fuchs arbeitet routiniert und erfahren. Da kann man seine charakterlichen Züge durchaus vergessen. Und Mehdi? Er gehört einfach zur Elite der Gynäkologen. Ihn mit weiterhin mit im Boot zu haben, sollte eine Ehre sein. Und Dr. Hundt ergänzt ihn gut, wenn sie auch nicht gerade die Überfliegerin ist. Insgesamt gesehen ist das Team im EKH schwer zu toppen. Eine teils schräge, teils verrückte Mischung, die aber im Ganzen wunderbar funktioniert. Auch mit Dr. Gummersbach. Oder spielt der keine Rolle bei dir mehr?

Wie blöd, dass ausgerechnet Knechti und Gordon miteinander befreundet sind und Gordon das Krankenhauslager gewechselt hat! Wird Marc denn nichts weiter übrig bleiben, als diese seltsame Freundschaft auszunutzen, um mehr über die Bedingungen der neuen Rettungsleitstelle herauszufinden? Zu diesem Zeitpunkt wäre es wohl denkbar schlecht, Knechtlsdorfer rauszuwerfen.

Marc und seine "übergeliebte" Mutter, die noch immer vergebens darauf wartet, dass man ihren Sohn wieder auf freien Fuß setzt, damit sie endlich ihre persönlichen Sachen ins Krankenhaus bekommt. Er hat da was gefunden bei seiner "Recherche" in ihren persönlichen Unterlagen. Und das ist etwas, das ihm innerlich schwer zu schaffen macht. Er fühlt sich von der letzten Person seiner Familie, die ihm geblieben ist und zu der er noch etwas wie Vertrauen hatte, zutiefst hintergangen. Ja, auch ein Marc Meier hat Gefühle und zwar solche, die er nur ungern an die Oberfläche lässt und die ihm zeigen, wie unglücklich seine Kindheit und Jugend waren. Er hatte immer gedacht, seine Mutter steht offen zu der Vergangenheit, ihm gegenüber. Aber anscheinend hat sie ein Geheimnis vor ihm, das er nun entdeckt hat und das ihm ab jetzt sicher keine Ruhe mehr lässt. Was hat es wohl damit auf sich? Wen will Marc suchen? Seinen Vater? Oder lebt seine Schwester noch? Langsam bekomme ich das Gefühl, du führst uns hier auf eine falsche Spur. Ich dachte ja bisher, Marcs Schwester wäre gestorben. Ist sie es oder doch nicht? Wo steckt der Vater? Woah! Das macht mich echt wahnsinnig .

Wie lange es wohl dauer, bis wir es erfahren?

Erst einmal aber heißt es "Kopfkino an und sich Marc Meier nackig in der Badewanne vorzustellen:"


Oktober 2.27 – Badewanne (Erinnerungen September)

Ein Ü18-Teil . Gretchen schämt sich wirklich zu süß, dass sie sich nicht einmal traut, den Mann, mit dem sie schon die letzte Nacht verbracht hat, so zu sehen, wie Gott ihn schuf . Typisch Dr. Haase . Dabei ist die Nacktheit eines Mannes für eine mehr oder weniger erfahrene Frau (okay, bei Gretchen weniger) nichts, wofür sie sich nun schämen müsste. Im Gegenteil . Wenn der Mann dann auch noch so toll dabei aussieht wie Flo... äh... Marc, dann ist das doch ein wahrer Augenschmaus. Und Gretchen sollte einfach nur glücklich sein, dass sie dieses Prachtexemplar eines männlichen Wesens für sich gewonnen hat, eine Sache, die vor ihr schon unzählige Damen, wie wir wissen, versucht haben, allen voran Schwester Gabi, die am Ende aber doch nur mit leeren Händen dastanden und teils mit gebrochenen Herzen. Aber nur Gretchen, bei der es echt lange gedauert hat, so weit zu kommen wie jetzt in diesem turbulenten September, hat das Privileg, auch den sonst so selbstbewussten Dr. Marc-Olivier Meier leicht nervös zu machen. Immerhin nervös genug, als dass er nicht heißhungrig über sie herfällt, um ihr seinen Bademantel vom nackten Körper zu reißen und sie auf der Stelle flachzulegen. Stattdessen wartet er ab und harrt der Dinge, die kommen, um hauptsächlich ihre Nähe zu genießen, etwas, was auch für ihn neu ist, denn bisher stand der ausschließliche Befriedigungs- und Bestätigungssex für ihn an erster Stelle. Diese Tatsache haben Gretchen und seine heimliche Verliebtheit in sie verändert. Seit Wochen, sprich, seit Mizzi Knechtlsdorfer, hatte er keine Bettgespielin mehr, also nicht, dass wir wüssten. Für einen frauenvernaschenden Oberarzt Dr. Meier vollkommen ungewöhnlich. Sein Ruf ist ein anderer.

Endlich macht es dann bei Gretchen "Klick". Sie wird übermannt von der Neugier, guckt hin und stellt gar Vergleiche zu ihren Exverlobten an . Also Peter muss generell eine echte Flachpfeife gewesen sein. Zum Glück blieb Gretchen eine trostlose Zukunft mit diesem wenig attraktiven Langweiler erspart. Welten liegen zwischen ihrer Beziehungsvergangenheit und dem, was sich gerade in ihrem Privatleben aufbaut. Das, was zwischen ihr und Marc ist, das ist etwas ganz Besonderes. Besonders genug, um Marc so sensibel und zärtlich im Umgang mit einer einzelnen Frau zu machen. Er begreift, dass er Geduld mit ihr haben muss, lässt ihr alle Zeit, zeigt ihr mit seinen körperlichen Gesten aber dennoch, dass er bereit wäre, einen Schritt weiter zu gehen, wenn sie es auch ist. Das vorsichtige Herantasten beiderseits spricht dafür. Doch schnell werden die vier Chirurgenhände forscher. Die Lust steigert sich, damit auch die körperlichen Handlungen. Bis es - endlich - passiert. Nun ist Gretchen um eine Erfahrung reicher. Wer hätte das gedacht, mit fast einunddreißig? Sie hatte noch nie Sex in der Badewanne, etwas, was ich bisher selbst als immer als ganz besonders entspannend empfunden habe, wobei ich bedauere, in dieser Wohnung nur noch eine Dusche zu haben . Irgendwo hat Marc (war's in einer der Fangeschichten oder in der Serie selbst? Ich weiß es nicht mehr ) mal gesagt : "Wir werden noch viele erste Male zusammen haben." Jetzt sind es schon drei: der erste Beischlaf in seinem riesigen Rundbett, die Erlebnisse in der Badewanne und - oho ! - sein erstes Mal ohne Gummi . Na, Gretchens neuliche Magenverstimmung in Bukifa wird doch wohl nicht bedeuten, dass...??? Man kann alles aufs ungewohnte Essen und warme Klima schieben, gelle?

Ich schreibe mal jetzt nichts mehr zu dem Thema, denn ich habe schon weiter gelesen . Aber den Kommi dazu gibt es beim nächsten Mal. Mir brennen schon die Finger von vielen Tippen .

Bis bald und ein schönes Restwochenende!

Deine Bibi


P.S.: Vielleicht weißt du es inzwischen ja doch. Aber falls doch nicht: Isabelle ist Elkes Assistentin, die kurz zu sehen war, als Marc seine Mutter an ihrem Geburtstag in Staffel 1 besuchte und sie dabei mit Franz im Bett überraschte. Die Folge kommt ja demnächst auf RTL .

Karo Offline

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18.02.2018 00:16
#113 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebe Bibi @Nachteule

Jeder hat gründe und ein Leben außerhalb der rosaroten Welt. Du musst Dich nicht entschuldigen. Was nicht heißt, dass man (also ich) nicht wartet... und ja
endlich wieder ein Kommi von Dir

Diese Grippe, ich glaube, ich hatte es bereits erwähnt, habe ich im Dezember durchgemacht. Kurz vor meinem Karnevalsurlaub fühlte ich mich wieder so schlapp, dass ich echt Schiss hatte, dass es mich im Urlaub wieder niederstrecken könnte. Glück gehabt, nix passiert! Tja und den Job kann man oftmals nicht beeinflussen aber erfahrungsgemäß kommen auch immer wieder ruhigere Zeiten.

Jetzt zum Beispiel , nachdem ich ausgiebig gekocht (und gegessen) habe, muss ich mal ordentlich in die Tasten hauen, dass die Lasagne nicht ansetzt

Aaalso:

Marc bei der Polizei:

Polizeirecht kenne ich auch nicht. Ist auch unwichtig, denn hier geht es einfach um eine naturgegebene Unsympathie. Der Polizist ist ein unlustiger Zeitgenosse und kann Marc aus irgendeinem unerfindlichen Grund nicht leiden. Warum weiß ich übrigens auch nicht.

Und Doktor Falk... ist halt einfach ein bisschen schwerfällig wie schon öfter mal angedeutet, habe ich meine Charaktere oft nicht im Griff

Discountermedizin... was für eine Vorstellung. Heute im Newsletter "Wie operiere ich einen Leistenbruch - die ersten 10 Leser erhalten gratis ein OP-Besteck"
Wer weiß, wo es tatsächlich noch mit der Medizin bei uns hingeht? Ich sehe nirgendwo einen Doktor Meier wie er in meinen Specials ist. Alle ins Ausland abgewandert...

Hach, schöne Räume für treue Angestellte. Leider habe ich es verpasst, Doktor Meier und Dich bekannt zu machen. Und so war er dann irgendwie auf sich allein gestellt. Mal sehen, ob Dir meine Lösung gefallen wird - irgendwann. Ja, da wird es noch heiß hergehen, mit altem/neuem Wohnraum...

Doktor Gummersbach spielt mit, aber nur hier und da mal. Meistens theoretisch, das heißt, in Verbindung mit Sabine. Also nicht so, wie beispielsweise @Lorelei ihn in ihrer Geschichte leben lässt.

Ich habe ja sehr viele neue Personen eingebracht. Ich denke mir gerne Charaktere aus. Die bestehenden in ihrer Art authentisch zu lassen ist oftmals schwierig. Gina zum Beispiel. Was hätte es bei Bora wohl zwischen Marc und Gina für Streits gegeben? Bei mir durften sie sich in Afrika austoben, nun ist Ruhe. Sind beide ja anderweitig beschäftigt Marc leitet ein Krankenhaus und wird irgendwie erwachsen, während ihn seine Vergangenheit immer wieder einholt. Und Gina lenkt sich anders ab... aber keine Angst, sie bekommt auch nochmal ein paar Kapitel Aber ich glaube anders, als man erwarten könnte...

Sehr schön gesehen. Gordon rettet hier unwissenderweise Knechtelsdörfer seinen Job

So und jetzt... tadaaa... die Frage: Wen will Marc suchen? Du wirfst interessante Möglichkeiten ins Spiel. Verraten werde ich nichts.

Badewanne:

Total witzig finde ich, wie unterschiedlich Ü18 (sogar für Gretchen Ü30 ) sein kann. Ich versuche hier leise und vorsichtig Anziehungskraft, Verlangen und Hingabe zu schreiben und nebenan haut @manney19 quasi unverblümt und direkt eine Superladung Sex-Adrenalin raus... unterschiedlicher geht es fast nicht

Und Peter... was für ein Weichei er ist durfte man ja gerade wieder in der Serie sehen. Gut, dass Gretchen den los ist. Jetzt bekommt sie, was (wen) sie verdient!

So, das soll es an dieser Stelle von mir gewesen sein. Ich wünsche eine gute Nacht und einen schönen Sonntag!

Bis bald.
LG
Karo

Karo Offline

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19.02.2018 23:07
#114 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Guten Abend verehrte Leser

Und schon geht es weiter. Naja "schon" ist relativ. Eine (tatsächlich actionreiche) Woche ist seit dem Ausflug in Marcs Kindheit vergangen. Heute steht wieder Krankenhausalltag auf der Agenda des Oberarztes. Personal und Patienten. Genauer gesagt eine Patientin, die ihr bereits kennt. (Der angekündigte Bogen zur Serie sozusagen).

Mir ist beim Gucken der Serie wieder die Stelle aufgefallen, wegen der ich Kusine Andrea ins Spiel gebracht habe. Gretchen sagt im Streit mit ihrer Mutter etwas von drei Kindern. Das habe ich nie verstanden... da musste ich eingreifen und um @Greta zu zitieren "etwas Ordnung reinbringen"

Und von Peter bin ich immer wieder - schockiert. Nee, kein Wunder, dass Gretchen mit 31 noch so unerfahren ist. Aber das hat sich ja durchaus schon geändert.
(Ach, ich erwähnte es im vorigen Kommentar bereits...)

Morgen geht es im TV ja schon weiter . Ich freu mich.

Und nun Schluss mit den Gequatsche, los geht´s mit den Kapiteln.

Bis bald,
LG
Karo


P.S. Wir machen übrigens einen kleinen Sprung in die letzte Oktoberwoche. Nur als Info nebenbei.

Ach... an @Nachteule mehr als so wird man Günni Gummersbach bei mir kaum erleben

Karo Offline

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26.02.2018 18:54
#115 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben,

eben habe ich euch schon zwei neue Kapitel aufgetischt. Heute mal wieder ein bisschen Marc und Gretchen. Dabei kann ich nun auch endlich die Fragen von @Nachteule beantworten.

Zitat
Er hatte immer gedacht, seine Mutter steht offen zu der Vergangenheit, ihm gegenüber. Aber anscheinend hat sie ein Geheimnis vor ihm, das er nun entdeckt hat und das ihm ab jetzt sicher keine Ruhe mehr lässt. Was hat es wohl damit auf sich? Wen will Marc suchen? Seinen Vater? Oder lebt seine Schwester noch? Langsam bekomme ich das Gefühl, du führst uns hier auf eine falsche Spur. Ich dachte ja bisher, Marcs Schwester wäre gestorben. Ist sie es oder doch nicht? Wo steckt der Vater? Woah! Das macht mich echt wahnsinnig.

Wie lange es wohl dauern, bis wir es erfahren?



Nun weißt Du es, liebe Bibi


Lustigerweise hat Bärbel in der letzten Folge für Klarheit geschaffen. Sie hat zwei Kinder groß gezogen. Da meinte Gretchen wohl tatsächlich ihren Vater, als drittes Kind sozusagen. Tststs... nun gut. Kusinen sind ja nicht so außergewöhnlich

Bis zum nächsten Mal!
LG
Karo

Nachteule Online

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03.03.2018 20:29
#116 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebe @Karo

Ja, manney schreibt so ausführlich, so bildlich von diesem Ü-18-Thema, dass z.B. ich selbst bei meiner aktuellen Geschichte bislang nicht gewagt habe, jene Szenen derartig rauszuhauen, sondern sie immer umschrieben bzw. abgekürzt habe, um nicht am Ende wegen eines Duplikats angeklagt zu werden Sie kann da sehr empfindlich sein, wie ich erfahren habe. Dabei fand ich die Beschreibung deiner Badewannenszene wirklich gelungen. Du schreibst nicht zu viel und nicht zu wenig darüber, was da passiert. Aber trotzdem kann man es sich gut vorstellen und fühlt tw. sogar mit den Figuren mit . Einmal so mit Flo Fitz in der Wanne sitzen !

AFRIKA, Oktober 3.1 - Tagebuch

Gretchen schreibt mal wieder Tagebuch Doctor's Diary eben .
Ich wusste es, dass sie schwanger ist. Ich wusste es in dem Augenblick, als ich die Folge mit ihrer Magenverstimmung gelesen habe. Und ich bin froh, dass du dir Zeit gelassen hat, diese Tatsache aufzuklären, nicht so wie bei anderen FF-Autoren, bei denen es immer ganz schnell geht und danach zieht sich alles wie Kaugummi. Oder so laaaaaaangsam wie bei @Lorelei , wo Gretchen Jahre brauchte, bis Mehdi ihr stecken konnte, dass sie Mutterfreuden entgegensieht . Hier war Gretchen rekordverdächtig lange schwanger. Und nicht nur sie, auch Dr. Hassmann und Gabi. Eigentlich einen Eintrag ins Guiness-Buch wert: Das EKH als Klinik, in der die angestellten werdenden Mütter am längsten arbeiten gehen können bis zum jahrelangen Mutterschutz .

Gretchen hat sich also entschieden, es Marc erst einmal nicht zu sagen, weil sie - wie bitte?!? - dreimal fehlgehalten hat? Äh... da hast du dir ja was ausgedacht . Ich meine, Gretchen glaubte ja in Folge eins, sie wäre schwanger von Peter. Dabei hatte sie wieder mal nur völlig neurotisch überreagiert und sich von den Bemerkungen ihres Bruders, der sie lediglich piesacken wollte, verunsichern lassen. Ich denke ja, wenn sie bis dahin schon Fehlgeburten in solch deutlichem Fortschritt einer Schwangerschaft gehabt haben sollte, hätte sie die Zeichen, bevor sie in Mehdis Büro nach einem B-Test suchte, besser deuten können. Sie war aber sehr naiv und verpeilt, keine Frau, die weiß, wie es sich anfühlt, in anderen Umständen zu sein. Wann war sie also schwanger? Zwischen den Staffeln? Von Mehdi? Von Alexis? Mehr Männer hatten sie ja zwischen Peter und Marc nicht. Es tut mir leid, Karo, aber ich finde das Thema etwas weit hergeholt. Was aber an sich nicht an deiner Geschichte stört. Sie ist nach wie vor super.

Jetzt muss Gretchen sich aber erst einmal an die neuen Umstände gewöhnen. Zum Glück hat sie mit Roula eine richtige Freundin zur Seite, die noch dazu über das geeignete Wissen verfügt, um Gretchen in den kommenden Monaten medizinisch zu betreuen. Und Recht so, dass Mehdi erst einmal nichts erfahren soll . Es wäre weder für ihn, noch für Gretchen noch für Marc gut. Mehdi wäre es zuzutrauen, dass er glatt in Afrika bleibt, um Gretchen zu unterstützen. Viel zu viel Zeit, um sie bezüglich Marc zu beeinflussen und sie wieder intensiver zu umgarnen. Gretchen dagegen wäre es zuzutrauen, Marc eben kein Vertrauen zu schenken wegen dem Baby und am Ende deshalb wieder in Mehdis Armen zu landen. Schließlich ist Mehdi nicht nur immer noch in sie verliebt, er hat gerade selbst seine Familie verloren. Er wäre empfänglich, sich als Notfall-Papa anzubieten und dabei die Gelegenheit beim Schopfe zu packen, Gretchen wieder rumzukriegen.


BERLIN, Oktober 3.2 – Neues Personal

Marc ist wieder auf freiem Fuß . Natürlich spricht sich im EKH schnell etwas rum. So kommt er nicht drumherum, sich die Fragen der Kollegen gefallen lassen, wo er denn seit gestern Nacht gewesen ist. Und dass er dazu nichts sagen will... wer kann es ihm verdenken? Auf jeden Fall ist Marc wieder im Dienst und wird auch gleich mal wieder gefordert. Als Interimschef muss er zusammen mit Bernd Ullstein nach geeignetem neuen Personal suchen. Aber leicht wird das nicht. Der oder die Neue muss zum restlichen Team passen. Aber was sind das für Bewerber? Aber klar! Wenn man nach einem Chirurgen sucht, bekommt man bestimmt auch Bewerbungen von Fachfremden, die auf eine unerwartete Chance warten, vielleicht in Form eines Quereinstiegs in einer anderen Abteilung. Ist in anderen Branchen auch so. Aber braucht das EKH einen Lungenfacharzt? Welche Abteilungen gibt es überhaupt dort? Neben der Allgemein- und Unfall- und der Neurochirurgie sind das die Gynäkölogie, die Radiologie und die Onkologie, allesamt im Verbunde mit der Pathologie. Die Innere gibt es in nahezu jedem fächerübergreifenden Klinikum. Dann die Intensivstation, die Kinderklinik und die Kardiologie. Wo war denn der TBC-Patient aus der 1. Staffel untergebracht? Habe ich gerade nicht auf dem Schirm, obwohl heute noch gesendet. Für den wäre ein Pneumologe evtl. etwas? Aber einen einzelnen Facharzt alleine für sowas, dafür gäbe die StaBe bestimmt kein Geld her.

Dr. Brickmann ist auch wieder am Start. Die Dame mag zwar fachspezifisch sein, aber sie hat in ihrer Funktion als Vertretung schon gezeigt, dass sie nicht zum EKH-Kollegium passt. Die wäre vielleicht was für das KatHo .

Zu guter Letzt: ein Rössel geht, ein neuer Rössel kommt. Wäre ich Personaler, würde ich wohl auch eher auf diese Lösung zurückgreifen. Das schafft zumindest Zeit, um einen würdigen Nachfolger in dieser Abteilung zu finden. Oder Gretchen überlegt es sich doch noch und macht ihren Facharzt zu Ende. Dann könnte sie doch diese Stelle übernehmen. Auf jeden Fall würde das Papa Haase sehr, sehr glücklich machen .

: So typisch Elke! Sie taucht immer dann auf, wenn es am Unangebrachtesten ist. Marc ist sauer auf sie. Wegen dem, was er in ihrem Haus gefunden und was sie ihm seit Jahren verschwiegen hat. Worum geht es? Wer noch nicht weiter gelesen hat, wird sich genau das fragen. Meine Finger schreiben dazu nix .

Du weißt, ich liebe Elke-Szenen und die Dialoge zwischen ihr und Marc.

Zitat
„Wenn Du mich schon auf euer Nachbarkrankenhaus ansetzt, dann sollten Dich auch meine Informationen interessieren.“
„Du hättest mich anrufen können.“
„Da läuft ja nur Dein Band.
„Ja eben!“
„Du weißt, dass ich nicht mit Maschinen spreche.“
„Du schreibst also ohne Spracheingabe oder Diktiergerät?“ Er drehte sich langsam um und sah sie mit funkelnden Augen an.





Marc ist ein wenig wie ich (oder umgekehrt): wenn er beleidigt ist oder sauer, dann haut er furchtbar zurück, verbal gemeint. Vielleicht finde ich ihn deswegen so toll? Naja, eigentlich, weil er von dem richtigen Schauspieler verkörpert wurde, der ihn besser als jeder andere hat spielen können und mich schon seit Mädchen, Mädchen 2 verzückt. Aber Marc an sich... wie gesagt, wir sind uns irgendwie ähnlich. Daher kann ich verstehen, dass er Elke am liebten von hinten bis gar nicht sehen möchte im Moment und vielleicht auch in der Zeit danach. Er ist enttäuscht, wütend, fühlt sich betrogen. Sie braucht nicht zu heucheln, das ändert an der Situation auch nichts. Auch Sabine nicht.


MARC 6


Marcs Vater war und blieb ein Ar***loch. Er wusste doch, wie sehr Marc an seinen Großeltern hing und ließ nichts unversucht, sie einander zu entfremden. Es gelang ihm sofern, dass Marc heute nicht mal weiß, ob seine Oma und sein Opa überhaupt noch leben. Jahrelang glaubte er, sie hätten nichts mehr von ihm wissen wollen. Wie soll ein kleiner Junge verstehen, warum das so ist? Er hatte ihnen geschrieben, aber es kam nichts zurück. Nie mehr. Immerhin, jetzt wissen wir, wieso er Arzt geworden ist. Er war in seiner frühen Jugend so oft im Krankenhaus, dass er schon vor seinem Studium sämtliche chirurgischen und anatomischen Begriffe kannte. Sein beruflicher Weg wurde also quasi vorgezeichnet, weil sein Vater ihm so oft Gewalt angetan hatte.



Liebe Karo, das soll es an dieser Stelle für heute von mir gewesen sein. Ich hoffe, ich fühle mich in der kommenden Woche fit genug, um wieder Kommis zu schreiben, nicht nur bei dir . Und vielleicht schaffe ich sogar mal wieder eines meiner Kapitel hier reinzustellen.

Bis bald und einen schönen Sonntag!
Deine Bibi

Karo Offline

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07.03.2018 21:40
#117 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Einen schönen guten Abend allerseits

Ich bin nur kurz hier, um euch mit meiner Geschichte zu versorgen. Für einen Antwortkommi für Dich, liebe @Nachteule reicht die Zeit heute und vermutlich bis zum Wochenende nicht.

Liebe Grüße,
Karo

Karo Offline

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11.03.2018 16:07
#118 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben!

Eigentlich sind gerade 1000 andere Dinge sinnvoller, aber ich mag jetzt schreiben. War eh der Plan, da ich nicht zu Hause gewesen wäre. Aber mein Haus- und Hundesitterjob ist ausgefallen... naja, zu Hause schreibe ich nun mit einem schlechten Gewissen, weil da zum Beispiel noch ein großer Wäscheberg liegt. Aber der läge ja auch so... also schlechtes Gewissen weg mit Dir!

@Nachteule Nun zu allererst zu Deinem Kommentar, liebe Bibi

Okt 3.1 – Tagebuch

Ja, Gretchen ist schwanger. Die Fährte habe ich schon früh gelegt, sehr früh. Fast zu früh, wenn es von Marc sein sollte...

Ich muss gestehen, dass ich kein Freund dieser Geschichten mit schnellen Schwangerschaften bin, auch wenn hier wirklich gute Geschichten daraus geworden sind. Das war auch in den ersten Versionen bei mir nicht so vorgesehen, denn da entwickelte sich Gretchen, gestärkt durch ihre Afrika-Erfahrung, zum Karrieremonster.

Doch Mehdi hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nee... aber die Story hat sich halt entwickelt und oftmals habe ich an irgendeiner Stelle gedacht, dass ich „vorne dafür was verändern muss“...

Das ist halt möglich, wenn man schreibt ohne zu veröffentlichen. Ihr könnte ja die Teile, die online sind, nicht mehr wirklich verändern... wie schwierig das sein kann habe ich beim Adventsspecial gemerkt, wo ich hinterher noch so viele Ideen hatte... mit mehr Vorausschreiben wäre das vermutlich ganz anders verlaufen. Naja... Weihnachten kommt ja immer wieder...

Zurück nach Afrika.

Ja, die drei vorgegangenen Fehlgeburten sind speziell, das muss ich zugeben. Aber sie dienen der Geschichte. Mal ehrlich... Gretchen in Afrika, schwanger von Marc. Also da würde sie doch alles stehen und liegen lassen, um sich eine kleine Familienidylle einzurichten. Nun geht sie (erstmal?) nicht nach Berlin. Es musste also etwas stärkeres sein, als ihr Harmonie- und Familiensinn. Und da brauchte ich etwas, das ihre Selbstzweifel nochmal so richtig schürt. Die kann sie nämlich richtig gut. Nun geht sie erstmal den einfachsten Weg, nämlich keinen.

Dass sie nicht will, dass Mehdi etwas weiß, ja nett gedacht. Er ist mit ihnen beiden befreundet und es würde ihn zerreissen -> siehe bei @Choconussa und @Melli84


Oktober 3.2 – Neues Personal

Mit dem Personal kam auch die Frage nach den Fachabteilungen... auch da habe ich lange über Versorgungsformen recherchiert. Bestimmte Basiskompetenzen müssen immer vorhanden sein, ich glaube das nannte sich Regelversorgung. Nun gibt es in Berlin ja mehr Krankenhäuser, alles immer im „Schatten der Charité“.

Ich habe mich hier auf wenige Fachkliniken eingelassen. Klar, Basis am EKH ist die Notaufnahme. Dann haben wir die Chirurgie (Allgem./Unfall/Orthopädie), die Neuro und die Onkologie. Ohne ITS, Radiologie und Patho geht es nicht. Die Kinderklinik wurde bei mir geschlossen. Auch eine Innere (wird es bestimmt geben) kommt nicht vor. Gretchen sagt bei dem TBC-Fall Pulmologie (?), aber ich glaube das wäre in der Tat Pneumologie? Egal...

Und wir haben die Gyn. Im Grunde halte ich nur die Fachkliniken aktiv, die ich für die Charaktere benötige. Auf die Chirurgie fallen da die meisten Personen, dann die Gyn mit Mehdi, Hundt und Gabi. Die Neuro für Hassi und klar, gelegentlich erwähnt werden Fuchs/Radiologie und Günni/Patho.

Aber viele Personen machen es auch unübersichtlich, vor allem, wenn sie nicht so oft vorkommen. Mich hat das verwirrt, sodass ich irgendwann diesen Schnitt gemacht habe. Und Doktor Ohlmann ist u.a. Thorax-Chirurg, also auch irgendwie Chirurg. Aber eh egal...
Interessanter ist hier wieder die Sache mit den Namen. Um mal Frau Doktor Hassmann gerecht zu werden... Brickmann, Schattmann, Ohlmann...

Aber gesucht wird eine Verstärkung vorrangig für die Notaufnahme. Da ist Doktor Brickmann prädestiniert. Blöd, dass man bereits weiß... es würde nicht ohne Turbulenzen funktionieren. Ein Rössel, so unsichtbar er auch in der Serie ist, so unersetzbar ist er auch...


Und in alle Überlegungen bricht Elke hinein. Die sich nun mit dem konfrontiert sieht, was sie immer zu vermeiden suchte. Die Vergangenheit. Nun schlägt sie auch bei Elke zu. Was passiert nun mit Mutter und Sohn? Zwei Einzelgänger... kommen sie zusammen oder entzweit es sie komplett?

Marc 6

Liebe Bibi, fast klingt es so, als sollte Marc seinem Vater dankbar sein?

Wie immer freue ich mich, Deine Meinung gelesen zu haben

***
Dann hatte ich euch ja quasi kommentarlos mit zwei weiteren Kapiteln versorgt.
Afrika.
Nach dem Telefonat mit Marc war Gretchen entschlossen, es Marc zu sagen, sobald sie sich selbst sicher war. Sie hofft, dass neben einem Kochtalent auch ein Vatertalent in Marc schlummert. Eine seltsame Schlussfolgerung, aber hoffen kann man ja. Und immerhin – Gretchen geht es an.

Und dann...?

Oktober 4.6

Oh je... welche Ernüchterung. Das Leben in ihr begleitet sie schon länger als gedacht. Und schon sind alle Ängste und Zweifel wieder da.
Und dann kommt Mehdi, verzweifelt hoffend, mit einem unerwarteten Liebesgeständnis an. Was alle ahnten, wovor Gretchen ihre Äugelchen fest verschlossen hat. Er ist nur wegen ihr in Afrika. Gigi war ein Alibi. Und nun, das endgültige Aus für ihn.

Oktober 4.7

Und dann macht er eine Entdeckung. Nach dem Sturz schwebt Mehdi nun auf Wolke 7 davon. Und Gretchen steht schon wieder vor einem Problem. Ausnahmsweise mal nicht, dass sie nicht weiß, was sie will.

Das zeigt der Tagebucheintrag, den ich euch gleich noch kredenzen werde. Als kleinen Nachschlag bzw. „Vorschlag“, da sich bei mir die Zeitfenster in der kommenden Woche schon sehr verringert haben.

Ich wünsche euch einen schönen Restsonntag und eine gute Woche.
Liebe Grüße,
Karo


P.S. Ich habe mit Freude gesehen, dass auch @Lorelei wieder was geschrieben hat
LG

Nachteule Online

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17.03.2018 23:39
#119 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebste Karo

Wo ich gerade so in Fahrt bin, bekommst du auch endlich wieder einen Löffel Senf ab .


Oktober 4.1 – Marc und Bernd Ullstein


Ich habe ja schon einiges an Bewerbungsgesprächen hinter mir. Die wahren Profis unter den Personalern erkennt man an eben solchen Fragen àla "Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?" Es ist die Frage danach, wie sehr man sich mit seinem Job identifiziert, wie motiviert man ist, ihn weiter gewissenhaft auszuführen. Man kann auf verschiedene Weise darauf antworten. Zum Beispiel, weil man schon immer eine Leideschaft für gewisse Dinge hatte. Ich z.B. habe ich Kind schon Häuser aus Legosteinen nach eigenen Skizzen gebaut. Malen und Zeichnen war im Alter von zwei, drei Jahren schon eine besondere Leidenschaft von mir. Und schon damals habe ich komplette Geschichten in meinen Block gemalt . Meine Mutter hat fast alle Exemplare aufbewahrt. Ich will ja nicht angeben, aber ich konnte mit fünf Jahren detailgenauer zeichnen als manche Zehnjährige. Klar, dass mein Beruf in die kreative Richtung gehen musste. BWL, Anwaltskanzlei, Bank... das wäre für mich nichts gewesen. Und mit einer bloßen Bauzeichnerausbildung wollte ich mich nicht zufrieden geben. Warum, dass erkläre mal einem Personalchef ! Als ich dann die Antwort des älteren Herren in deiner GEschichte gelesen habe, musste ich sagen, es war eine ungewöhnliche, aber sehr plausible Aussage. Dort steckte alles drin, was der Bewerber zur Erklärung brauchte, warum er sich vor Jahrzehnten für den Medizinerberuf entschieden hat. Aber funktionieren kann sowas nur, wenn man bereits soviel Berufserfahrung hat. Ein wesentlich jüngerer Bewerber könnte so eben nicht antworten, weil ihm diese Erfahrung noch fehlt.
Auch die Antwort des zweiten Bewerbers klingt ehrlich. Aber er ist einfach zu sehr auf Lunge spezialisiert. Er kann die Chirurgen wohl weniger entlasten. Und die gute Frau Brickmann ist sehr selbstbewusst. Sie bringt mit ihrer Art vieles durcheinander, möchte aber dennoch gleich die höhere Sprosse besteigen und Oberärztin werden . Nein, diese Frau hätte ich nach der vorangegangenen Erfahrung mit ihr auch nicht eingestellt. Also wird es Dr. Schattmann, der aber als älterer Semester nicht für die längerfristig zu besetzende Oberarztstelle in Frage kommt. Aber er verschafft erst einmal Luft, solange er arbeiten kann, um die Lücke aufzufüllen, die Dr. Rössel hinterlässt. Es ist keine Dauerlösung, aber wenn man bedenkt, dass gerade die ältere Generation oft bei Jobvergaben trotz hohen Erfahrungswerten den kürzeren zieht, hätte die Entscheidung in diesem Fall nicht besser sein können. Der Arzt, der unverschuldet seine Arbeitsstelle verloren hat, muss nicht weiter bibbern, ob er noch einmal in seinen Beruf zurückkehren kann, bevor er irgendwann in den Ruhestand tritt. Seine Stelle im EKH ist sicher.

+ sind wieder aktiv, wie schön Ich habe wie immer Ottos Stimme im Kopf, wenn ich von den beiden lese. Keiner verkörpert Angies und Derts so gut wie der Friesenjung.

Und huch! Knechti gibt sich Mühe? Motiviert ihn wohl, dass er so eine starke (männliche) Konkurrenz bekommen hat.

Doppel-huch! Marc kniet sich wegen Gina "Mockingbird" Amsel richtig rein, damit sie weiterkommt im Job. Nun gut, er legt das Oberflächliche ja jetzt ab und sucht vermehrt nach Qualifikationen.

Und da wird dann auch schon ausgesprochen, was ich vor ein paar Wochen schon vorgeschlagen hatte, dass die tolle Schwester aus dem KatHo Binchens Nachfolgerin werden könnte, wenn unser kleines Astrokleeblatt wegen ihrer Weiterbildung ausfällt.



Oktober 4.2 – Patientin Liebenburg


Marc ist ja recht zuvorkommend gegenüber Gordon und seinem Kollegen. Kein Wunder, dass die ehemalige Jointrakete überrascht ausschaut. Aber die Intention dahinter, die Rettungssanitäter loyal zum EKH zu halten, erkennt Blondie nicht, kann er auch nicht, er weiß ja nichts davon. Er macht ja auch nur seinen Job. Wo genau, das ist ihm mit Sicherheit schnurzegal. Hauptsache, das Gehaltskonto stimmt am Ende.

Marc kann Carsten Stern erstmals auch auf der Notaufnahme erleben und ist beeindruckt. Dieser junge Mann ist wirklich ein Glücksgriff für ihn. Grund genug, ihn weiter zu fördern, Dr. Meier!

Frau Liebenburg? Ich war am Grübeln, wer denn dieser Professor war. Aber die Aufklärung gab es ja schnell. In der Serie wurde der Nachname der zwei komischen Vögel nie genannt (LIEBenburg von "lieb"? Sympathisch waren sie eigentlich schon, auch wenn am Ende die Babylüge ans Licht kam und damit Schluss mit "lieb" war.) Allerdings nannte er sie "Ute" und sie ihn - ich glaube mich zu erinnern, nachdem Gretchen und Marc durch Monikas bekloppte AB-Ansage aufgeflogen waren - "Helmut". Zwei spießbürgerliche Menschen mit Flachdachbungalow und Garten tragen gewöhnliche, ihrer Generation entsprechende Vornamen, die auch irgendwie zu ihnen passen. Aber "Gustav" ist auch okay . Wenn Ute Liebenburg wüsste, dass nun doch ein Haasen-Meierkind auf dem Weg ist, wäre sie sicherlich noch freundlicher und begeisterter. Ob Marc noch eine zweite Chance für das Nordstadtkrankenhaus bekäme? Die würde er aber gewiss ausschlagen, denn er hat ja mit dem EKH einiges vor. Und er hat sich in den letzten Wochen in eine völlig andere Richtung entwickelt. Eine sehr kurze Zeit dafür, sein ganzes Denken von heute auf morgen umzustellen. Aber das ist Marc. Solche Dinge bringt nur er fertig.

Schön getroffen hast du den Professor auf jeden Fall. Immer etwas zerstreut, der Gute. Herrlich, diese Dialoge mit seiner Frau, die ihm immer etwas auf die Sprünge helfen muss . Und wie er dann immer wieder ihre verbale Unterstützung sucht .
Aber man erkennt, jetzt, wo Marc karrieremäßig nicht mehr von Professor Liebenburg abhängig ist, kann er ihm auf Augenhöhe begegnen und nutzt dies geschickt aus, um genüsslich hervorzuheben, dass das EKH den armen Dr. Stier im Gegensatz zum NSK nicht hat fallenlassen, sondern ihm eine neue Chance gab, als er am Boden lag. Und er passt ins Schema, dass Marc, Bernd Ullstein und Franz verfolgen. So schnell geben die drei diese Chirurgenkoryphäe nicht mehr her. Da kann sich Gustav-Helmut auf den Kopf stellen. Er hat den Zug verpasst. Stier ist weg und kommt so schnell nicht wieder, also ans NSK. Ein Triumph für das oft unterschätzte EKH.



Oktober 4.3 – Marc und Sabine

Marc kennt die Bine aus dem FF. So herrlich sympathisch, der Junge, wie er sich innerlich drauf freut, dass sie gerade sitzend ihre Knochen und Muskeln malträtiert. Und er behält Recht.

Zitat
„Ich wollte Sie nicht erschrecken, Sabine, Entschuldigung.“

Sowas hätte er im Juli noch nicht gesagt, denn ansatzweise gedacht . Wenn Gretchen das jetzt sehen könnte! Sie wäre entzückt .

Und dann der Hammer von Sabine:

Zitat
„Oh – Danke, Doktor Meier! Ich würde Ihnen ja glatt um den Hals fallen, aber ich möchte mit Frau Doktor Haase keinen Ärger bekommen.“



Als ob Gretchen da vor Eifersucht kochen würde . Nein, sie würde sich eher freuen, weil sie doch wissen würde, wie die Umarmung gemeint ist. Und weil sie so harmoniesüchtig ist. Sabine versteht ihre einstige Lieblingskollegin völlig falsch. Überhaupt liegt das Harmoniegewürz stark in der Luft. Wer war nochmal der ewig zynische Oberars** Dr. Meier? Der ist über alle Berge im Nirgendwo. Oder in Mehdis Koffer. Also auf jeden Fall erstaunt mich Marc immer mehr. Und ich muss sagen, ich finde es schön so, denn er hat eine Aufgabe, der er hinterherfegt, mit einer ganz großen Portion Ernsthaftigkeit. Der gute Kern des Marc-Olivier Meier ist endlich hervorgetreten und hat keinen Bedarf mehr, sich wieder zu verkrümeln. Grund genug, sich immer wieder neu in diesen Menschen zu verlieben, also beim Lesen jetzt. Ich habe schon so ziemlich jede FF durch und auch einige, in denen Marc auf einmal komplett verweichlicht war. Ich hatte bei meiner eigenen Fan-Fiction immer Bedenken, dass er bei mir auch zu nett rüberkommt. Die Balance, ihn glaubhaft hinzubekommen, ist schwierig zu halten. Du kannst das, Karo. Und das macht deine Geschichte so lesenwert .

Weiter im Text! Wenn es um seine Mutter geht, reagiert Marc zurecht immer noch empfindlich. Wer möchte schon unschuldig über Nacht im Gefängnis einsitzen? Und es ist ja nicht nur das, warum er schlecht auf sie zu sprechen ist, was nur sonst keiner weiß. Marc kann diese Gefühle aber gut umschiffen. Es geht aber auch keinen was an, was in seinem früheren Privatleben abgelaufen ist, vor allem nicht, solange er es nicht selbst verarbeitet und die noch zu stellenden Fragen für sich beantwortet hat.

Und da isser endlich: Sabines beamende Hälfte . Mr. Spock möchte eine Piep-Show . Aber Sabine gefällts, wenn er albern ist. Es lässt ihre Augen leuchten. Sie ist total verliebt, die Gute Ein bisschen zuviel alberne Verliebtheit für die beiden Kollegen. Aber eine solche kleine Comedyeinlage ist doch immer was Feines für die Lachmuskeln .

Vielen Danke, liebe Karo, für deine Geschichte. Wenn ich es denn mal schaffe, bei Lorelei die zwei letzten Seiten neu gelesen zu haben, dann fange ich bei deiner wieder von vorne an.

Bis dann und einen schönen Sonntag.
Deine Bibi

Karo Offline

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18.03.2018 21:48
#120 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebe Bibi.

@Nachteule

Normalerweise mag ich keinen Senf. Aber Deinen "Löffel" nehme ich mit Freuden.

Lego... damit habe ich auch gespielt. Gemischt mit Playmobil habe ich wunderschöne Orte und Landschaften gebaut - kennst Du von Lego die Straßenplatten? Die gingen durch mein ganzes Zimmer. Ich wollte immer bauen und alles schön machen, meine Schwester damit spielen. Also alles unordentlich machen

Natürlich sind die Schultergesellen dabei...

Und Knechti kann ich ja nicht nur schlecht machen. Ich meine, irgendwie hat er ja ein Studium geschafft und Franz hatte bestimmt Gründe, ihn einzustellen. Genauso ist es mit Gina. Sie ist da, also soll sie auch arbeiten. Vor allem - Knechtelsdörfer ausbilden

Ja, in Bezug auf Schwester Ina dachte ich mir schon, dass Dir diese "Personalienoption" gefallen würde

Der Gustav... Helmut? Ich habe lange nach den Namen gesucht und nichts gefunden. Wir werden es demnächst ja erfahren. Ich fand die beiden aber total klasse, sodass ich ihnen unbedingt einen Auftritt geben wollte.

Marc und Sabine. Das war doch schon immer eine Hass-Liebe. Jetzt vielleicht etwas mehr Liebe. Und sofort fühlt Sabine sich Gretchen gegenüber schuldig. Sie ist und bleibt eine drollige Person. Auch in der Paarung mit Günni.

Tja und zu guter Letzt... der ewig zynische Oberar***. nein, ich vermisse ihn nicht. Marc hat in dieser Serie oft eine gefühlvolle und ernsthafte Seite zeigen dürfen. Meistens gepaart mit einer großen Verletzlichkeit. UNsicher und zerrissen. Nur eins kann er: Herausforderungen annehmen. Und was er anpackt wird gut. Irgendwie.

Ich freue mich sehr, dass Dir "mein" Marc gefällt. Deine Liebeserklärung an ihn ist ein wundervolles Lob!

Danke dafür und bis bald.
LG
Karo

Karo Offline

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21.03.2018 11:48
#121 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo zusammen

Da ist es schon, das nächste Kapitel.
@Nachteule - gerade musste ich schmunzeln, denn auch in Afrika trennen sich gerade die Wege von Gretchen und Mehdi. Anders als bei Dir, aber das mag am Breitengrad liegen

Was soll ich dazu großartig schreiben, es spricht für sich. Mehdi ist auf dem Weg zurück nach Berlin, wo es auch mit dem nächsten Kapitel weitergeht. Marc und Mehdi treffen aufeinander... das verspricht Zündstoff, oder?

Eine schöne Restwoche für euch.
LG
Karo

Nachteule Online

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24.03.2018 20:56
#122 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebe Karo!

Eigentlich eine Schande, dass ich im Moment die Einzige bin, die mehr oder weniger regelmäßig deine Story kommentiert, obwohl du es mehr als verdient hast . Du baust eine wirklich hohe Spannung auf, vor allem in der Dreiecksgeschichte Marc-Gretchen-Mehdi. Okay, das tue ich irgendwie ja auch, aber bei dir ist es genau andersherum, da hast du Recht. Bei mir ist Mehdi der Leidtragende, bei dir ist er der miese Egoist, der er eigentlich erst zum Ende der zweiten Staffel wurde, als er auf die wirklich, wirklich dumme Idee mit dem Heiratsantrag kam, obwohl er wusste, dass Gretchen Alexis nicht für IHN aufgeben würde, allenfalls für Marc. Eine Entwicklung, die mich sehr enttäuscht hat. Das war nicht mehr der sympathische Mehdi aus Staffel 1. Ich habe ihn mir zurückgeholt, du dagegen hast seine andere, seine fiese Seite sich weiterentwickeln lassen. Und ich muss sagen, ich bin gespannt, wie es weitergeht .


Oktober 4.4 - Tagebuch 8

Ein weiteres Zeichen für Marcs innere Wandlung: Er bereut. Er bereut zutiefst, dass er Gretchen bis vor wenigen Wochen noch immer nur schlecht behandelt hat. Und jetzt möchte er sich entschuldigen. Dieser Marc gefällt mir gut, sehr gut sogar, wie du vielleicht schon längst weißt . Dennoch klingt die SMS, die er Gretchen geschrieben hat, sehr vorsichtig:

Zitat
„Ich glaube ich habe mich bei Dir nie richtig entschuldigt. Vielleicht werde ich das nachholen - wenn ich Dir wieder in die Augen sehen kann.“



Wer so schreibt, ist immer noch unsicher. Das heißt nicht, dass Marc an seinen Gefühlen zweifelt. Vielmehr ist er noch zu ungeübt, sie richtig auszudrücken. Verbal klappt das bestimmt besser als schriftlich. Aber immerhin, die Botschaft ist klar. Er nimmt das, was in den letzten Wochen passiert ist, ernst. Für Gretchen muss es sich anhören wie Musik in den Ohren, jedenfalls, wenn sie sich seine Worte gesprochen vorstellen würde. Marc Meier möchte sich bei ihr entschuldigen. Zwar "vielleicht", aber er schließt es nicht aus, dies zu tun, sobald er die Gelegenheit dazu hat, sobald er sein Gretchen wieder bei sich hat. Gerade der letzte Teil des zweiten Satzes drückt aus, was er gerade fühlt. Er sehnt sich nach ihr. Eine kurze, aber doch deutliche Liebeserklärung.
So gesehen verstehe ich nicht, warum Gretchen das nicht versteht . Ihr "Hä?" kam mir beim Lesen spanisch vor. Wenn Marc die SMS bekommen haben sollte, ginge es ihm sicher genauso wie mir . Aber was Gretchen dann doch begreift, dass ihre "Antwort" auf Marcs SMS ihn mit Sicherheit nicht vom Hocker reißt.

Das schwangere Gretchen schreibt wieder Tagebuch und macht sich Gedanken. Und diese sind völlig gerechtfertigt. Sie wollte ja eigentlich immer Mutter werden, eines Tages, in einem geregelten Leben mit ihrem Traumprinzen an ihrer Seite. Aber nicht innerhalb der dritten Welt, wo sie wichtige Aufgaben zu erledigen hat, bei der die Schwangerschaft sie einschränkt. Dennoch, man merkt, dass sie sich freut. Sie hat sich Roula anvertraut, die ihr mit Rat und Tat zur Seite steht, und kann es kaum erwarten, das Kleine auf einem Ultraschallmonitor zu sehen. Auch fragt sie sich bereits, was man schon alles darauf erkennen könnte. Als Ärztin ist sie natürlich im Bilde, was die anatomische und biologische Entwicklung eines Menschen angeht. Da wird über schon gebildetete Ohrenansätze spekuliert, vor allem aber über den bereits in der achten Woche sichtbaren Herzschlag.
Da kommt Gretchen die bevorstehende Fahrt nach Koudougou gelegen. Dort wird sie sicher nicht nur einen Ultraschall machen können, sondern auch versuchen, Marc telefonisch zu erreichen. Wenn sie nur nicht so aufgeregt wäre! Aber sie hat sich ja vorgenommen, dass sie ihm vorerst nichts von dem Baby sagt, bis sie sicher ist, dass sie es auch bekommt. Briefe schreiben ist da wohl die sicherere Alternative. Dabei kann sie immer mal nachkontrollieren, ob sie sich an irgendeiner Stelle verraten würde. Und wie intensiv sie sich dem Brief an Marc widmet, beschreibt sie ja selbst am Rande .


Oktober 4.5 – Ein Braten in der Röhre

So überschneiden sich ein Sprichwort und die Realität . Nicht nur Marc hat einen "Braten in der Röhre" bzw. in seinem Backofen, Gretchen hat ihn in ihrer Gebärmutter .
Herrlich, die Vorstellung, wie Dr. Meier sich per Internetanleitung - „Hier kocht der Mann“ oder „Haxenhexer“ - an der Kochkunst versucht. Vielleicht wäre ein Thermokocher was für ihn, wobei er per Handyapp die richtigen Rezepte ergattern könnte. Also bei dem Ding, dass so um 1100 € kostet. Ein Preis, bei dem ich persönlich ins Schlottern komme, der für einen Oberarzt der Königsdisziplin bestimmt Peanuts bedeutet. Doch er versucht es lieber konservativ. Und er ist selbstbewusst genug, um sich einzureden, dass das Fleischbraten gar nicht so schwer sei.

Als der Braten im Ofen ist, überwiegt nach 1 (!) Woche doch die Neugierde und er öffnet eine SMS seiner Mutter, mit der er ja derzeit bekanntlich nicht spricht. Auch ihr vermag er lediglich noch zu scheiben, per Email, einem digitalen Brief, der dem Fortschritt der Gegenwart angemessen ist. Schnell, umkompliziert und irgendwie auch unpersönlicher, denn eine Email wird bekanntermaßen per Computer getippt, während ein Brief alleine durch die Handschrift eines Menschen so viel mehr Persönliches von ihm preisgibt. Tatsächlich! Man kann u. U. anhand der Schrift eines Menschen seine Verfassung erkennen, in der er sich befand, als er den Text geschrieben hat. Oder gar seinen Charakter. Eine Email lässt dies nicht erkennen oder nur durch die getippten Worte. Und man kann sich dabei immer gut verstellen, vor allem, wenn man es, z.B. von Berufs wegen gewohnt ist, sachlich zu schreiben. So wie Marc im Moment auf seine Mutter, , zu sprechen ist, ist diese Art von Kommunikation erstmal das einzige Mittel, für das er Verwendung finden kann. Wobei Elkes Worte sehr versöhnlich gestimmt sind. Sie vermisst ihren Sohn und möchte wieder gut machen, was passiert ist. Dabei ist es ja nicht der Augenblick gewesen, als Marc ihretwegen in ihrem Haus für einen Einbrecher gehalten wurde. Was ihm sauer aufstößt, ist ihr jahrelanges Schweigen in Bezug auf die familiären Ereignisse seiner Kindheit und Jugend. Sie war diejenige seiner Eltern, der er immer vertreut hatte. Aber sie hat ihn angelogen, vor allem, was seine Großeltern angeht. Was muss ein Mensch fühlen, dem so übel mitgespielt wurde über all die Jahre? Man kann gut nachvollziehen, wie sauer Marc auf Elke ist.

Und doch weiß er, dass Elke immer noch ihre guten Seiten hat. Schließlich hatten sie einen schönen Abend im Café Goja und anschließend im Burgerrestaurant. Sie waren sich so nahe wie lange nicht. Bis der blöde Zwischenfall passierte, an dessen Ende Marc für eine Nacht in der Zelle landete. NACHDEM er die Briefe gefunden hatte, aber BEVOR er sie las. Das hat er inzwischen getan, wie wir in diesem Kapitel erfahren. Es hat ihn innerlich mehr als aufgewühlt. Die Ungewissheit nagt an ihm. Was ist aus den Großeltern geworden? Gibt es sie überhaupt noch? (Nebenbei bemerkt, Elke ist ja wirklich noch richtig jung gemessen an Marcs Alter.) Von seiner Oma und seinem Opa zieht er den Vergleich zu Mehdi. Marc erkennt, dass Mehdi so geworden ist, wie er jetzt ist, seit und WEIL Lilly weg ist. Der Verlust eines Kindes oder auch Enkelkindes muss mit das Schlimmste sein, was einem passieren kann. Ich kann da nur am Rande aus Erfahrung sprechen. Für mich war schon der Verlust ungeborenen Lebens in der Anfangsphase schlimm genug. Wie ist es, seine achtjährige Tochter nicht wiederzusehen bzw. den heranwachsenen Enkel? Nicht zu wissen, was er/sie gerade macht, sich entwickelt, was aus dem Schulabschluss wird oder aus der Berufsausbildung. . Aber: Angie und Dert haben schon Recht damit, dass Marc sich nicht die Schuld an all den Entwicklungen geben sollte, sein Leben aber irgendwie - oberflächlich gesehen - leichter war, als er diese Schuld den anderen zuschieben konnte, anstatt sich selbst mit der Realität auseinanderzusetzen.

Während die beiden sich mal wieder für Marc streiten, muss ich zu meinem Erstaunen feststellen, dass sie gerade den Nagel gehörig auf den Kopf treffen:

Zitat
Würdest Du per SMS erfahren wollen, dass Du Vater wirst?
Ich möchte überhaupt nicht erfahren, dass hier irgendwer Vater wird. Kommst Du jetzt darauf, weil da ein Braten in der Röhre ist?



Wenn Marc wüsste, wie nah dran seine Schultergesellen an der Wahrheit sind! Was würde er tun? Es würde ihn nicht kalt lassen, dass definitiv nicht. Aber er würde bestimmt anders reagieren als bei Gabi. Es erinnert mich an eine meiner vielen unvollendeten Fangeschichten, die ich anno dunnemals angefangen habe und die sich auf einer oder mehrerer meiner Festplatten, vielleicht auch noch auf dem ein oder anderen USB-Stick tummeln. In zweien der Geschichten ging es genau um dieses Thema: wie würde Marc damit umgehen wenn GRETCHEN von ihm schwanger wäre? Würde er sie untertützen oder überfordert von sich stoßen? Es gibt viele andere FF zu dem Thema, u.a. ja die von @Melli84 & @Choconussa . Einige von ihnen haben ganz interessante Ansätze, was das Vater werden bzw. sein mit Marc machen könnte. Bis auf die Story von @Lorelei steht er i.d.R. überraschend vor dieser Frage bzw. unvorbereitet. Rein äußerlich wirkt Marc nicht wie eine geborene Vaterfigur. Aber die Fans sorgen ja meistens dafür, dass er es wird .

Was mich noch an diesem Kapitel fasziniert, wie du die Begebenheiten miteinander verwebst . Marc nennt seine Verfassung beim Telefonieren mit Gretchen "Umstände", Gretchen denkt dabei gleich an die "Umstände" in denen sie selbst gerade steckt. Aber dennoch schafft sie es, Marc nicht zu verraten, was wirklich mit ihr ist, obwohl es ihr nicht leicht fällt . Der "Braten", die "Röhre", das alles ist bei beiden gerade so gegenwärtig. Und doch meinen sie zwei ganz verschiedene Dinge.

Das Gespräch ist locker und irgendwie schön. Kein umständliches Rumgedruckse. Sie können frei von der Leber weg miteinander reden. Sie verstehen sich auch über die weite Entfernung wunderbar. Selbst, wenn es in ihrem Inneren rumort und sie sich gewisse Dinge verheimlichen. Und dann ist es ausgerechnet Marc, der sich "verplappert". Eigentlich wollte er mit Gretchen nicht über die Sache mit seinen Großeltern reden. Aber nun hat sie Lunte gerochen. Irgendwann wird Marc es ihr erzählen müssen. Wer Gretchen kennt, weiß, dass sie nicht locker lassen wird, bis sie darüber Kenntnis hat. Aber es könnte Marc sicher auch helfen, wenn er sich jemand anvertrauen kann, den er noch dazu liebt und wirklich vertraut. Aber vertraut Gretchen ihm genug? Sie weiß nicht, ob er ein Vater sein könnte oder wollte. Sonst hätte sie sich überwunden und es ihm gesagt. So schweigt sie erst einmal weiter. Sie braucht einfach Sicherheit, einmal, dass Marc wirklich bereit ist für eine Familie, aber auch, dass sie das Kind wirklich behalten und gesund auf die Welt bringen kann.


Liebe Karo, das war es erst einmal wieder von meiner Seite aus.
Hab einen schönen Sonntag und eine geruhsame Karwoche .

Deine Bibi

Laurii. Offline

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Beiträge: 1.191

25.03.2018 15:22
#123 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo Karo :)
also ich muss ja sagen bis jetzt gefällt mir deine Story echt gut,
aber das Methi der Vater von Gretchens Kind sein soll finde ich überhaupt nicht gut
ich hoffe das ist nur ein schlechter Albtraum von Gretchen

bitte bitte lass sie nur träumen


lg Laurii :)

Karo Offline

Mitglied

Beiträge: 551

26.03.2018 22:21
#124 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

@Nachteule

Liebe Bibi

ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass ich Deine Kommentare liebe. Nicht nur, weil Du meistens ein Lob aussprichst, sondern weil Du oft etwas findest, das ich selbst noch nicht wusste

z.B. die Sache mit Marcs Entschuldigung.

Die ich wirklich nur im Bezug auf die peinliche Situation mit dem Haase-Meier-Baby gemeint hatte. Aber Du hast Recht, es ist ein Ausdruck vom unsicheren Marc. Der das Richtige tun will, aber aber noch nicht ganz sicher ist, wie.

Dieser Interpretationsansatz gefällt mir echt gut


Die Verwebung von Sprichworten, Redewendungen und der Realität hingegen ist vollkommen beabsichtigt. An so Blödsinn wie "Hier kocht der Mann" und "Haxenhexer" habe ich einfach selbst Spaß. Und ich liebe Wortspiele. Noch mehr, wenn die Witze ankommen (Braten in der Röhre, Umstände...)

Vom Spaß direkt der Umschwung in die Tragödie. Marcs Großeltern... aus seinem eigenen Verlust kann er wirkliche Empathie für Mehdi empfinden. Und wir verstehen wieder, warum er eine oberflächliche Lebensweise geradezu zwanghaft perfektioniert haben muss. Er lässt nicht viele Menschen in sein Herz, weil er weiß, dass es genau diese sind, die ihn am meisten enttäuschen und verletzen können.
Die Ängste/Konflikte spiegeln sich zum Teil in den Schultergesellen.

Tja... was offen bleibt, ist erstmal die Frage nach Marc als Vater. Solange Gretchen schweigt... aber sie tut es nicht, weil ihr Marc nicht als Vaterfigur taugt. Eher zweifelt sie an sich selbst als Mutterfigur, bzw einer Frau, die in der Lage ist, ein Kind auf die Welt zu bringen. Erstmal muss sie sich selbst vertrauen. Dass die Schultergesellen dabei sein werden liegt auf der Hand

Unbewusst weiß Marc, dass er mit seinen Ängsten und Sorgen bei Gretchen richtig ist. Sonst hätte er sich einfach nicht verplappert.
Das Telefongespräch sollte ihre Nähe ausdrücken, die trotz der räumlichen Distanz zwischen ihnen ist. Kein peinliches Schweigen, kein belangloses Geplapper. Einfach ein gutes Gespräch, ein bisschen foppen und viel Liebe.

Nochmal... Gretchen zögert eher wegen ihren Selbstzweifeln, Marc von der Schwangerschaft zu erzählen. Natürlich ist es blöd, es über eine solche Entfernung zu tun, also im Grunde addieren sich hier Zweifel zu einander. Und natürlich immer noch ein wenig Angst dabei, dass Marc "falsch" reagiert. Marc ist Marc und das weiß Gretchen.

Und dann muss sie zu allem Übel feststellen... und da komme ich zu Dir
@Laurii.

lich Willkommen auf meiner Kommi-Seite

Ich kann Dir jetzt schon versichern, dass es kein Alptraum ist. Dieses "Stilmittel" gehört zu 99% Marc. Gretchen hat schließlich ihre Tagebucheinträge, in denen sie ihre Ängste und Gedanken mitteilen kann

Ich hoffe, Du liest trotzdem weiter. Ich verspreche Dir, dass es spannend bleibt Finde ich zumindest

*******

Und damit komme ich schon zu den nächsten Kapiteln... Mehdi darf bei Marc wohnen. Ob das eine gute Entscheidung war?

Eine kleine Randbemerkung: Auch wenn die Kapitel durchgehend nummeriert sind, kann es sein, dass schonmal ein oder zwei Tage dazwischen liegen. In diesem Fall ist es von 4.12 zu 4.13 so.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und eine angenehme Woche.

LG
Karo



P.S. Ich bins nochmal, habe gerade beschlossen, nur diese beiden heutigen Kapitel hochzuladen. Es ist der bessere Cut. Vor allem, weil dann wirklich "Tage" zwischen 12 und 13 liegen

Nochmal
LG
Karo

Karo Offline

Mitglied

Beiträge: 551

02.04.2018 00:47
#125 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo zusammen,
nun auch auf dieser Seite. Da ich mir gestern den Luxus eines ausgiebigen Mittagsschläfchens gegönnt habe, bin ich nun wohl nicht so schnell in Bettlaune
Nach einem Special-Kapitel und diversen Kommis bekommt ihr nun noch ein oder zwei Kapitel der regulären Story.

Marc und Mehdi... ja, da ist was los bei den beiden...

liebe Grüße,
Karo

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