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 SCHAU NICHT WEG, ES GEHT UNS ALLE AN!!!
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Greta Online

stellv.Admine

Beiträge: 96.369

28.01.2013 12:27
„Ehrenmord“ Zitat · antworten

Ihre fünf Geschwister wurden bereits verurteilt
Tote Arzu (18) – befahl Vater den „Ehrenmord“?


Detmold (NRW) – Sie wollte leben, denken und lieben wie ein freier Mensch – deshalb wurde Arzu Ö. (18) von ihrem Bruder erschossen. Jetzt steht der Vater der Türkin vor Gericht – wegen Anstiftung zum Mord!

Der Fall, der ganz Deutschland schockierte: Im Januar 2012 wurde die Leiche von Arzu an einem Golfplatz in Großensee (Schleswig-Holstein) entdeckt. Schnell stellt sich heraus: Ihre eigenen Geschwister hatten die 18-Jährige entführt, ihr Bruder Osman (22) richtete seine kleine Schwester in einem Waldstück mit zwei aufgesetzten Kopfschüssen hin.

Die fünf Geschwister wurden bereits im Mai 2012 verurteilt: Osman muss lebenslang in Haft, die Brüder Kemal und Elvis wurden wegen Geiselnahme zu einer Freiheitsstrafe von jeweils fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt. Bruder Kirer und Schwester Sirin wurden wegen Beihilfe zum Mord und Geiselnahme zu je zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht sprach damals von einem klaren „Ehrenmord”.

Grund: Die Familie, die vor rund 25 Jahren nach Deutschland kam, gehört der Glaubensgemeinschaft der Jesiden an. Streng genommen dürfen Mitglieder nur Beziehungen innerhalb dieser Gemeinschaft haben.

Diese Beschränkungen wollte Arzu nicht weiter hinnehmen. Sie hatte einen deutschen Freund, wollte leben wie eine Deutsche. Doch ihr Vater Fendi Ö. und ihr Bruder Osman wollten das nicht dulden, immer wieder sollen sie die junge Frau geschlagen haben. Schließlich flüchtete Arzu vor ihrer gewalttätigen Familie in ein Frauenhaus. Mit ihrem Freund traf sie sich heimlich weiter. Ihr Todesurteil ...

Jetzt der Prozess gegen den Vater von Arzu!

Die Anklage wirft dem 53-Jährigen Körperverletzung und Anstiftung zum Mord vor. Er bestreitet, seine fünf erwachsenen Kinder zum „Ehrenmord” aufgefordert zu haben. Vier Verhandlungstage sind angesetzt, Urteil voraussichtlich Mitte Februar. Dem Vater droht lebenslange Haft. Das Gericht lehnte zudem die Eröffnung eines Hauptverfahrens gegen die Mutter ab, weil eine Verurteilung nicht wahrscheinlich sei.

Chronologie Der Fall Arzu Ö.
Der Tod der kurdischstämmigen Arzu Ö. sorgte deutschlandweit für Aufsehen. Die Ereignisse im Überblick:

1. November 2011: Arzu Ö. aus Detmold verschwindet. Unmittelbar danach nimmt die Polizei vier Brüder und die ältere Schwester fest. Sie sollen Arzu aus der Wohnung ihres Freundes verschleppt haben.

5. Dezember 2011: Nachdem die Suche in Wäldern erfolglos geblieben ist, setzt die Polizei 5000 Euro Belohnung aus.

13. Januar 2012: Eine Leiche wird in der Gemeinde Großensee in Schleswig-Holstein gefunden.

17. Januar: Die Staatsanwaltschaft bestätigt: Arzu Ö. ist tot.

2. Februar: Der 24 Jahre alte Bruder Kemal wird aus der Untersuchungshaft entlassen. Er hatte sich zur Entführung seiner Schwester geäußert, aber nichts zur Aufklärung der Todesumstände beigetragen.

4. Februar: Arzu wird im osttürkischen Midyat bestattet.

10. Februar: Die Staatsanwaltschaft gibt bekannt, dass Arzu mit mehreren Kopfschüssen getötet wurde. Genauer Tatzeitpunkt und Tatort bleiben unklar.

7. März: Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen fünf Geschwister. Sie sollen Arzu verschleppt haben, weil die Familie die Beziehung der jungen Frau zu einem Andersgläubigen nicht hingenommen habe. Die Anklage gegen drei der Geschwister lautet auf Mord.

30. April: Der Prozess beginnt.

14. Mai: Im Prozess beschreibt ein Psychologe, gegen welche Regeln Arzu aus Sicht der jesidischen Familie verstoßen habe. Deren Glaube schreibe vor, dass nur eine Beziehung zu einem Jesiden erlaubt sei.

16. Mai: Das Landgericht Detmold verurteilte Arzus Bruder Osman Ö. wegen Mordes zu lebenslanger Haft. Auch die vier an der Tat beteiligten Geschwister müssen für mehrere Jahre ins Gefängnis.


Quelle: http://www.bild.de/news/inland/mord/detm...84180.bild.html

Greta Online

stellv.Admine

Beiträge: 96.369

03.02.2013 11:13
#2 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Urteil im "Ehrenmord"-Prozess fällt am Montag

DETMOLD - Im Namen der Ehre musste Arzu Ö. sterben - ermordet vom eigenen Bruder. Aber es ging nicht um ihre Ehre, sondern vermutlich um die der Familie und ihres Oberhaupts: Arzus Vater steht seit einer Woche vor Gericht wegen Anstiftung zu diesem Mord. Am Montag wird das Urteil gefällt.

Nicht immer an diesen drei Verhandlungstagen kann Richter Michael Reineke seine Empörung verbergen. "Es geht hier um Mord an einem jungen Mädchen aus nichtigem Anlass", donnert er eine 23-jährige Zeugin im Landgericht Detmold an, die - wie so viele andere Zeugen in diesem Prozess auch - sich entweder nicht erinnern mag, nichts Schlechtes über den Angeklagten sagen oder schlicht nichts wissen will. Ermordet wurde die junge Kurdin Arzu Ö. von einem Bruder, vier weitere Geschwister haben dabei geholfen. Alle sind inzwischen verurteilt. An diesem Montag wird das Urteil über den Vater Fendi Ö. gefällt, der die fünf dazu angestiftet haben soll.

Für die weit verzweigte, vielköpfige Familie Ö. war es eben keine Nichtigkeit, sondern eine Frage der Ehre: Eines der zehn Kinder von Fendi Ö., Arzu, verliebte sich in einen jungen Mann, den Gesellen der Bäckerei, in der sie jobbte. Nichts Außergewöhnliches für eine 18-Jährige in Deutschland. Allerdings sind ihre Eltern 1984 aus Ost-Anatolien nach Deutschland gekommen. Die Kurden gehören zur Glaubensgemeinschaft der Jesiden. Und strenggläubige Jesiden lehnen eine Verbindung zu Nicht-Jesiden ab.

Dazu kommt: Die erste Auswanderergeneration denkt und fühlt oft noch stark in den patriarchalen Strukturen ihrer alten Heimat. So erklärt es zumindest der Psychologe und Jesidenspezialist Jan Kizilhan vor Gericht. Die Familie, der Clan ist alles, der Einzelne ordnet sich dem Willen des Oberhaupts, des Vaters unter.
Das passt auch gut zur Anklage. Der Vater habe die Kinder angestiftet, Arzu am 1. November 2011 aus der Wohnung des Freundes zu entführen und zu töten. So sollte der "durch Arzus Verhalten in der jesidischen Öffentlichkeit vermeintlich erlittene Ehr- und Gesichtsverlust" wieder gutgemacht werden.

Aber so sehr sich das Gericht mühte, einen Beweis für diese Anklage fand sich nach Ansicht von Prozessbeobachtern nicht. Da gab es nahe Verwandte, die die Aussage verweigerten; entferntere Verwandte, die sich an ihre Aussagen von damals bei der Polizei nicht mehr erinnerten; Arbeitskollegen, die angeblich seit zehn und mehr Jahren kein privates Wort mit Fendi Ö. gewechselt hatten. Schon die Ermittler, die zweieinhalb Monate nach Arzu suchten, hatten von einer Mauer des Schweigens berichtet.

Übrig blieben nach drei Prozesstagen, 26 Zeugen und drei Sachverständigen vage Indizien. Ein Häftling, der mit einem der später verurteilten Brüder die Zelle teilte und erstaunlich detailreich von Erzählungen seines Zellennachbarn berichtet hatte, wonach Fendi die Arzu töten wollte. Die Kinder hätten Fendi davon abgehalten. "Dann müsst ihr das übernehmen", habe Fendi gesagt. Später widerrief der junge Mann, zufällig ebenfalls Jeside, seine Aussage und behauptete, er habe sich alles nur ausgedacht. Eine Freundin Arzus aus dem Frauenhaus, die aussagte, die 18-Jährige habe Angst vor ihrem Vater gehabt.

Die verurteilten Geschwister machten vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch. Darum darf keine ihrer Angaben aus dem ersten Prozess nun gegen den Vater verwendet werden. Und der 53-jährige Fendi tat im Sinne der Verteidigung das einzig Richtige: Er schwieg eisern. Selbst als der Rechtsmediziner die Untersuchung von Arzus Schädel in allen Einzelheiten schildert, als der Richter vorliest, wie die Leiche Arzus an einem Golfplatz in Schlesig- Holstein gefunden wurde, mit zerschossenem Kopf, Tierfraß und Maden, schweigt er.

Der deutschen Justiz ist es bisher selten gelungen, Väter als Drahtzieher sogenannter Ehrenmorde zu belangen. Im Prozess gegen die Geschwister hat Arzus ältere Schwester Sirin geschildert, wie sie in der Tatnacht mehrmals mit "der Familie" telefonierte, aber immer abgewiesen wurde. Sie solle Arzu dalassen, denn sie habe sich gegen die Familie entschieden, habe sie zur Antwort bekommen.

Weil alle schweigen, kann niemand beweisen, dass Sirin damals mit Fendi telefonierte. Damit bleibt vermutlich auch ungeklärt, ob Fendi den Mord an Arzu hätte verhindern können. Das könnte ihm nämlich eine Verurteilung wegen Beihilfe zum Mord durch Unterlassen einbringen. Was bleibt, ist das, was Fendi durch seinen Verteidiger zu Arzu erklären lässt: "Sie war aus unserer Familie ausgeschlossen, damit war für mich die Sache erledigt." - lnw

Quelle: http://www.wa.de/nachrichten/nordrhein-w...ag-2731519.html

Greta Online

stellv.Admine

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05.02.2013 10:41
#3 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Ehrenmord-Prozess: Familie Ö. zerstört sich selbst

Ein Wort hätte seine Tochter retten können, doch Fendi Ö. schwieg: Das Landgericht Detmold hat nun den Vater der ermordeten Arzu zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt. Die Kammer kritisierte zudem eine kulturelle Tradition, "in der selbstbewusste Frauen eine Bedrohung darstellen".

Er hat das letzte Wort, er könnte sich erklären, um Verzeihung bitten oder um Milde flehen, doch Fendi Ö. sagt keinen Ton. Er sitzt aufrecht, die Hände ineinandergelegt, er bewahrt Haltung, sein Blick geht geradeaus ins Leere. Es ist die Pose eines Mannes, dessen öffentliches Bild ihm stets wichtiger schien als vieles andere - etwa das Leben seiner eigenen Tochter.

Fendi Ö. hat nämlich auch geschwiegen, als ein Wort von ihm sein Kind hätte retten können. Als vier Brüder und eine Schwester Arzu entführten, weil sie einen Deutschen liebte, was in einer traditionellen jesidischen Familie nicht sein konnte und vor allem nicht sein durfte. Die Ehre musste wiederhergestellt werden, und das bedeutete in diesem Fall sogar, dass nach einer stundenlangen Odyssee durch Deutschland Osman seiner Schwester Arzu zweimal in die linke Schläfe schoss. Fendi Ö. ließ es geschehen.

Das Landgericht Detmold hat den 53-Jährigen daher an diesem Montag unter anderem wegen Beihilfe zum Mord zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Nach Auffassung der Kammer unternahm der zehnfache Familienvater trotz zahlreicher Telefonate mit dem Entführertrupp in der Tatnacht nichts, um Arzu zu schützen. Beihilfe durch Unterlassen nennen die Juristen das. "Es war ein Mordkommando unterwegs, das wusste er", so der Vorsitzende Richter Michael Reineke über Fendi Ö.: "Und er wusste auch, was es bedeutet, wenn er nichts sagt."

Arzu flüchtete in ein Frauenhaus, die Familie fand sie trotzdem

Arzu war, wenn man so will, immer das Problemkind der Familie Ö., die 1985 aus einem kleinen Ort im kurdischen Teil der Türkei nach Deutschland gekommen war: Die junge Frau war freiheitsliebend und aufmüpfig, sie hinterfragte viel, hatte Probleme in der Schule, forderte die Eltern heraus. Vor allem aber war die 18-Jährige sehr verliebt in Alex, einen Deutschen, ihren Kollegen in einer Bäckerei. Dafür wurde sie von den Verwandten verprügelt und mit dem Tod bedroht, will man doch in der uralten Religionsgemeinschaft der Jesiden unbedingt unter sich bleiben.

Arzu flüchtete in ein Frauenhaus, schnitt sich die Haare ab, färbte sie blond, änderte schließlich sogar ihren Namen. Doch als sie Anfang November 2011 ihren Freund besuchte, fand die Familie sie doch. Noch in derselben Nacht rückte ein aus fünf Geschwistern bestehender Trupp an und entführte Arzu mit Gewalt aus der Wohnung ihres Lebensgefährten in der Detmolder Talstraße: Kirer, Osman und Sirin Ö. brausten mit dem Opfer davon, Kemal und Elvis fuhren nach Hause.

Von zentraler Bedeutung in dem Verfahren gegen den Vater Fendi Ö. sind nun die Telefongespräche zwischen den Kidnappern und einem Handy, das Ö. zugerechnet wird. Die Kammer kann nicht wissen, was in den zahlreichen Telefonaten vor und nach der Entführung Arzus besprochen wurde, hat doch keines der Familienmitglieder dazu Angaben gemacht. Doch das Gericht leitet aus der später folgenden Ermordung der 18-Jährigen ab, dass der Vater die Aktion zumindest nicht stoppte. Das ist der kleinste gemeinsame Nenner der Schuld, auf den sich die Beteiligung des Fendi Ö. an dem sogenannten Ehrenmord bringen lässt.

Die Familie wollte das Ansehen wahren - und hat alles verloren

Die Richter gehen zudem davon aus, dass in einer streng-jesidischen Familie wie den Ö.s der Vater "das Sagen hat", so der Vorsitzende Reineke. "Alle machen, was er will." Daher stellten "selbstbewusste Frauen", die ihren eigenen Willen hätten und ein eigenes Leben leben wollten, für ihn "eine Bedrohung" dar. Dass Arzu von zu Hause geflohen sei und - schlimmer noch - den Vater, der sie schwer verprügelt hatte, bei der Polizei angezeigt habe, sei das Schlimmste für den Patriarchen gewesen. Dem Gesichtsverlust in der jesidischen Gemeinschaft habe der Clan nun begegnen müssen, so Reineke, dazu hätten sich auch alle übrigen Kinder unbedingt verpflichtet gefühlt.

Fendi Ö.s Verteidiger hingegen hatte in seinem Plädoyer argumentiert, es sei nicht bewiesen, dass sein Mandant in der Tatnacht mit dem betreffenden Handy telefoniert habe. Eine Beteiligung an der Ermordung Arzus sei somit nicht zu belegen, so der Bielefelder Rechtsanwalt Torsten Giesecke, der unmittelbar nach dem Urteil ankündigte, Rechtsmittel gegen die Entscheidung einzulegen. Der Oberstaatsanwalt Christopher Imig hingegen hatte sogar acht Jahre und neun Monate Gefängnis gefordert. Die Vollstrecker des väterlichen Willens, seine fünf Kinder, sind bereits zu Haftstrafen zwischen lebenslang und fünf Jahren verurteilt worden.

Am Ende seiner Urteilsbegründung wendet sich Richter Reineke noch einmal unmittelbar an den Angeklagten und räumt auf mit der vermeintlichen Ehre, die es wiederherzustellen gegolten habe. In Wirklichkeit handele es sich dabei nur "Gerede von Freunden, das nicht wichtig sein darf, wenn es um die eigene Tochter geht".

Doch gerade dieses Gerede, der Druck des Umfelds, die Norm, der sich die Familie Ö. nicht entziehen wollte, führte schließlich zu ihrer Selbstzerstörung. Der Vater und fünf seiner Kinder sitzen im Gefängnis, Arzu ist tot, und demnächst wird sich auch noch die Mutter Adle Ö. vor Gericht verantworten müssen. Das Oberlandesgericht Hamm hat entschieden, dass ein Prozess gegen sie geführt werden muss, wegen Körperverletzung.

Fendi Ö. verlässt den Saal am Montagmittag aufrecht und unbewegt. Ihm bleibt nur noch die Pose. Alles andere ist verloren.

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ur...s-a-881410.html

Greta Online

stellv.Admine

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09.02.2013 10:58
#4 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Berlin gedenkt erschossener Hatun Sürücü

Vor acht Jahren wurde Hatun in Berlin von ihrem Bruder erschossen. Weil ihr Lebensstil nicht ins Weltbild ihrer kurdischen Familie passte.

Wie viel türkisch- oder arabischstämmige Frauen tatsächlich ermordet werden, weil sie die angebliche Ehre der Familie gefährden, weiß niemand. Öffentlich wahrgenommen wird das Thema erst seit wenigen Jahren. Damals starb Hatun Sürücü in Berlin.

Zum achten Todestag Sürücüs prangerte Berlins Frauensenatorin Dilek Kolat (SPD) Gewalt gegen Frauen an. Gewalt als Mittel zur Beendigung von familiären Konflikten oder zur Ausübung von Macht über andere Familienmitglieder sei in keinem Fall hinnehmbar, erklärte sie am Mittwoch in Berlin. "Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen in jeglicher Form ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", sagte Kolat.

Die kurdischstämmige Hatun Sürücu war am 7. Februar 2005 im Alter von 23 Jahren von ihrem Bruder an einer Bushaltestelle erschossen worden, weil ihre strenggläubige muslimische Familie mit ihrem modernen Lebensstil nicht einverstanden war.


Debatte über "Ehrenmorde"

Die Ermordung der jungen Mutter auf offener Straße hatte eine breite Debatte über Zwangsverheiratung und "Ehrverbrechen" ausgelöst.

Innensenator Frank Henkel (CDU) wollte an dem Gedenkstein für Hatun Sürücü in Tempelhof Blumen niederlegen. Anschließend will er mit Jugendlichen des Heroes-Projekts sprechen, das sich für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern einsetzt.

Henkel will während des ganzen Jahres unter dem Motto "Gewalt hat keinen Wert. Du schon" Gespräche führen und Projekte besuchen, die sich gegen Gewalt engagieren. Er betonte: "Wir werden den Kampf gegen Gewalt nur gewinnen, wenn wir vor allem junge Menschen einbinden und Vorbilder stärken."


Immer mehr Frauen suchen Hilfe

Auch die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler (SPD), erinnerte mit einem Kranz an die junge Deutsch-Kurdin.

Zum Gedenken waren für diesen Donnerstag mehrere Veranstaltungen in Berlin geplant. Die Frauenorganisation "Terre des Femmes" sprach sich für die Umbenennung einer Straße nach Hatun Sürücu aus, um der jungen Frau und anderen Opfern von Ehrenmorden zu gedenken.

"Terre des Femmes" verwies darauf, dass immer mehr Frauen wegen der angeblichen Familienehre um Rat bäten. Im vergangenen Jahr hätten mehr als 300 Frauen Hilfe gesucht, weil sie zwangsverheiratet wurden oder werden sollten oder ihnen die Gefahr drohte, dass ihre Verwandten sie ins Ausland verschleppen.

Quelle: http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/...-Sueruecue.html

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stellv.Admine

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12.02.2013 11:34
#5 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Ehrenmord-Prozess: Nach Urteil gegen den Vater nun Morddrohungen

Der Vater von Arzu Ö. wurde vor kurzem von einem Gericht der Beihilfe zum Mord schuldig gesprochen. Nachdem das Urteil gesprochen war, sind im Internet nun anonyme und detaillierte Morddrohungen gegen den Oberstaatsanwalt und einen Journalisten, der den Prozess kommentiert hatte, aufgetaucht.

Auf der Videoplattform YouTube wurde am Freitag ein Video mit Szenen aus der Verhandlung hochgeladen, in dem beiden mit dem Tode gedroht wurde. Ebenfalls wurde in dem kurdischen Forum "Daweta" ein langer Drohbrief veröffentlicht, ebenfalls gegen den Oberstaatsanwalt und den Journalisten gerichtet.

Die Polizei ermittelt und sowohl das Video, als auch der Drohbrief wurden mittlerweile offline genommen. Der Urheber bezeichnet sich selbst als Jeside, seine Identität ist bisher jedoch noch nicht bekannt.

Quelle: http://www.shortnews.de/id/1009351/ehren...n-morddrohungen

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stellv.Admine

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13.02.2013 11:04
#6 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Warum in Deutschland "Ehrenmorde" möglich sind

Jährlich werden in Deutschland 12 bis 15 sogenannte Ehrenmorde begangen. In 2012 verurteilte das Landgericht Detmold den Vater der getöteten Arzu Ö. zu sechseinhalb Jahren Haft wegen Beihilfe zum Mord. Die 18-Jährige wurde von ihrer Geschwister entführt und erschossen. Zur Begründung hieß des Urteil hieß es, dass Ihr Vater Fendi Ö. habe die Bluttat zugelassen.

Was sind die Hintergründe für solche Taten? Wie soll man vorgehen um die abschreckenden Taten zu verhindern? Diese und weitere Fragen unseres Korrespondenten Alexander Sorkin beantwortet Herr Aktash, Mitglied des kurdischen Kulturvereins.


Guten Tag Herr Aktas.
Guten Tag.

Herr Aktas, wie häufig passieren solche Fälle in Deutschland wie zum Beispiel im November 2011 in Detmold?
Also, so häufig, wie es in den Medien steht, passiert so ein Ehrenmord nicht, wir sind der Meinung alle 5 Jahre oder alle 10 Jahre passiert so etwas in den Familien, aber nicht so häufig wie es in den Medien steht, ja.

Was ist Ihrer Meinung nach die Ursache für so ein Verhalten für solche Taten?
Dafür gibt es natürlich viele Ursachen und Hintergründe, aber der wichtigste Grund wäre, das wir so eine Gesellschaft haben wo die Männer dominant sind, wo die Frauen unterdrückt sind. Die Frauen sind das Eigentum des Mannes oder die Frau wird als Ware betrachtet - einfach, die Frau ist nicht so frei, wie sie leben sollte.

Herr Aktas, wo liegt Ihrer Meinung nach die Lösung des Problems, wie soll man vorgehen um solche Taten zu verhindern, was sollte der Staat tun um so etwas zu verhindern?
Also die Gesellschaft sollte sich positiv verändern, die Bildung spielt dabei eine große Rolle - also die Männer sollen sich öffnen sich weiterhin verbessern - die Frauen sollen sich mehr emanzipieren mehr für ihre Rechte kämpfen und die Gesellschaft sollte nicht nur Männer bevorzugt behandeln sondern auch die Frauen.

Herr Aktas, ich danke Ihnen für das Interview.
Ich danke auch.

Unser Korrespondent Alexander Sorkin hat auch Frau Celebi, Anwältin für Familienrecht aus Düsseldorf, gebeten, Ihre Meinung zum Problem Ehrenmord zu äußern.

Guten Tag Frau Celebi.
Guten Tag.

Korr: Frau Celebi, wie häufig passieren solche Fälle in Deutschland wie zum Beispiel im November 2011 in Detmold?
Es gibt keine Statistik, sodass ich nicht genau sagen kann, wie viele Frauen Opfer von Ehrenmorden sind - aber wir dokumentieren auf der Internetseite ehrenmord.de alle Ehrenmorde von denen wir Kenntnis bekommen, man kann auch nicht sagen ob alle Morde wirklich Ehrenmorde sind weil letztendlich die Täter sich nicht offenbaren und von Ehrenmord reden, sondern oft sich damit herausreden, dass sie sagen, es war eine Affekt Handlung.


Und was ist Ihrer Meinung nach die Ursache für so ein Verhalten für solche Taten?
Das sind patriarchalische Strukturen, die natürlich eine große Rolle spielen, die jungen Frauen die davon betroffen sind, leben in solchen Strukturen und müssen sich an bestimmte Regeln halten und wenn sie sich nicht daran halten, dann werden sie von der Gemeinschaft abgestraft und die schlimmste Form davon ist natürlich der Mord.

Womit beschäftigen Sie sich persönlich, wie helfen Sie den Opfern von Gewalt?
Wenn Frauen bei uns anrufen, weil sie Angst haben,dass sie ein Opfer von einem Ehrenmord werde könnten, oder Opfer von Gewalt werden könnten, versuchen wir natürlich immer individuell die Gefahr abzuschätzen und wir versuchen dann die Polizei mit ins Boot zu ziehen, weil allein als Anwältin kann man da nicht helfen, wir können nur juristische Wege aufzeigen und ja, mit der Polizei zusammen muss man erst mal schauen ob es Sinn macht die Frau komplett aus der Stadt wegzubringen, neue Stadt, neues Leben quasi, die jungen Frauen müssen komplett ihre Vergangenheit vergessen, das bedeutet sie leben meist unter neuem Namen, neuer Identität ein neues Leben, und das ist ein sehr schwieriger Weg weil man muss seine Vergangenheit quasi komplett vergessen. Somit auch seine Freunde, Verwandte und andere...

Frau Celebi, was jetzt insgesamt den Vorfall in Detmold betrifft, was war in diesem Vorfall der eigentliche Hintergrund?
Der Hintergrund in diesem Fall war, das in der jesidischen Gemeinschaft auch extremst patriarchalische Strukturen verankert sind, die besagen, dass jesidische Frauen und Männer auch Jesiden heiraten müssen, damit die Religion weitergegeben wird wenn man einen andersgläubigen heiratet, dann bedeutet dass, dass man ausgestoßen wird und die andere Religion annimmt. Und deshalb beharrt diese Gemeinschaft darauf, dass junge Leute gleichgesinnte Heiraten und manchmal passiert das auch gegen den Willen der jungen Frauen und Männer.

Wo liegt die mögliche Lösung des Problems, wie soll man vorgehen um solche Taten zu verhindern? Was könnte vielleicht der Staat unternehmen?
Man muss natürlich in die Familien reingehen, Aufklärung betreiben, ich denke ein weiterer Punkt ist natürlich die Integration, man muss zulassen, dass die Menschen sich hier integrieren. Wir haben im Moment eine Politik, die alles andere ist als ausländerfreundlich, will ich jetzt mal in Anführungsstrichen sagen, letztendlich haben wir bis vor kurzem noch nicht einmal die Möglichkeit gehabt für diese Menschen Deutschkurse anzubieten, dies ist erst seit 2008 möglich, in der Form, wie wir es jetzt haben, und da haben wir natürlich versäumt Generationen zu integrieren, die können wir nicht mit 50, 60 integrieren, wir müssen jetzt drauf hinwirken, mit ihnen zusammen zu reden, auf sie einzuwirken und ihnen neue Wege, neue Alernativen zu zeigen, wie ist es möglich zusammen zu leben. Das Problem ist, dass diese Menschen leider in einer Parallelgesellschaft leben, weil sie sich nicht dazu gehörig fühlen.

Frau Celebi, ich bedanke mich ganz herzlich für das Interview.



Quelle: http://german.ruvr.ru/2013_02_11/Warum-s...nmorde-moglich/

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stellv.Admine

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16.03.2013 10:34
#7 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Iptihal († 20) erschossen
Lockte ihre Mutter sie in die Todesfalle?


Essen – Iptihal A. († 20) wollte ein freies, eigenes Leben – und musste dafür sterben. Hingerichtet von der eigenen Familie!

Angeklagt sind Mutter Asysa K. (49), Bruder Hüsein K. (20) und zwei Onkel (51, 49). Seit gestern stehen sie vor dem Landgericht Hagen (NRW). Die Staatsanwaltschaft ist sicher: Iptihal wurde ermordet, weil ihr „westlicher Lebensstil“ der Familie missfiel.

Auf einem Autobahn-Rastplatz richteten Bruder und Onkel die junge Frau mit einem Kopfschuss hin, so die Anklage. Mutter Asysa K. soll ihre Tochter zuvor unter einem Vorwand ins Elternhaus gelockt haben, um den Mord zu ermöglichen. Iptihal war aus Angst in ein Frauenhaus geflüchtet.

Vor Gericht streitet die Mutter alles ab. Den Angeklagten droht lebenslange Haft. (engel)

Quelle: http://www.bild.de/news/inland/mord/lock...31988.bild.html

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stellv.Admine

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16.07.2013 12:36
#8 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Iptihal († 20) ermordet
Hier prügelt sich eine Familie vor Gericht



Hagen – Randale im Landgericht Hagen!

Gestern fiel das Urteil im Mord-Prozess um die erschossene Iptihal († 20). Die junge Frau wurde im August 2008 an der A 45 von ihrem Onkel Hussein K. (51) mit einem Kopfschuss ermordet. Hussein bekam lebenslänglich. Der Bruder (20) ist vermindert schuldfähig, muss sechs Jahre und sechs Monate hinter Gitter.

Kaum war der Prozess beendet, kam es zum Tumult: Die Verwandten beschimpften sich, im Saal flogen Stühle, Fäuste, Schuhe. Ein Justizangestellter drückte den Alarmknopf – erst nach mehreren Minuten konnte die Massenschlägerei geschlichtet werden.



Quelle: http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/s...56912.bild.html

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stellv.Admine

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17.07.2013 11:43
#9 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Hier gibts auch noch was darüber:


Nordrhein-Westfalen
Tumult im Gerichtssaal nach „Ehrenmord“-Urteil



it einem Tumult im Gerichtssaal ist ein Prozess um den „Ehrenmord“ an einer 20 Jahre alten Libanesin zu Ende gegangen. Das Schwurgericht in Hagen (Nordrhein-Westfalen) verurteilte am Montag einen Onkel und einen Bruder des Opfers zu langen Haftstrafen. Mitglieder der inzwischen offensichtlich verfeindeten Zweige des syrisch-libanesischen Clans warfen darauf mit Stühlen und Schuhen, spuckten sich an und beschimpften sich gegenseitig. Erst nach mehreren Minuten hatten Wachtmeister die Lage unter Kontrolle.

Der Onkel erhielt eine lebenslange Haftstrafe, der zur Tatzeit im Jahr erst 16 Jahre alte Bruder wurde zu einer Jugendstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt. Beide waren nach Einschätzung des Gerichts von einem „übersteigerten Ehrgefühl“ besessen. Mit dem Mord habe die zerstörte Familienehre wieder hergestellt werden sollen. Die junge Libanesin liebte es auszugehen. Sie hatte Freunde, wollte einen Beruf ergreifen und auf eigenen Füßen stehen. Genau das aber wurde in ihrer Familie bei Frauen nicht geduldet. Das Mädchen war im August 2008 auf einem Autobahnparkplatz umgebracht worden.

Dass auch die Mutter des Opfers in die Mordpläne eingeweiht war, konnten die Richter nicht feststellen. In der Anklage hatte es ursprünglich geheißen, die Mutter habe ihre Tochter am Abend vor der Tat telefonisch in die elterliche Wohnung nach Schwerte gelockt und damit die Bluttat erst ermöglicht. „Das war aber sicher nicht so“, sagte die Richterin. Für die Kammer stehe vielmehr fest, dass der Bruder den verhängnisvollen Anruf getätigt hatte. Der 16 Jahre alte Verurteilte habe sich nach dem Tod des Vaters als neues Oberhaupt dieses Familienzweiges hervortun wollen.

Freigesprochen wurde die Mutter jedoch nicht. Sie muss eine Geldstrafe von 1500 Euro zahlen, weil sie in einem früheren Prozess gelogen hatte. Damals war schon ein Cousin der Libanesin wegen Mordes zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Einen Freispruch erhielt jetzt aber ein weiterer Onkel des Opfers. Ihm sei nicht nachzuweisen, dass er für die Auswahl des Tatorts verantwortlich gewesen sei, entschieden die Richter.



Quelle: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/...l-12283467.html

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stellv.Admine

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24.07.2013 13:41
#10 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Ehrenmord an Hatun Sürücü in Berlin : Türkische Behörden ermitteln gegen zwei ihrer Brüder



Nach dem sogenannten Ehrenmord an der Deutsch-Türkin Hatun Sürücü in Berlin vor mehr als acht Jahren ermitteln nun türkische Behörden gegen zwei ihrer Brüder. Die Berliner Staatsanwaltschaft habe umfangreiches Ermittlungsmaterial übersandt, teilte die Justizverwaltung am Dienstag mit.

Türkische Ermittler können bei der weiteren Aufklärung des „Ehrenmordes“ an Hatun Sürücü vor acht Jahren in Berlin demnächst auf deutsche Akten zurückgreifen. Wie die Senatsjustizverwaltung am Dienstag mitteilte, hat die Staatsanwaltschaft beglaubigte Kopien aller Unterlagen in der Türkei geschickt. Dort läuft ein eigenes Strafverfahren gegen die der Mittäterschaft verdächtigten Brüder des Opfers, Mutlu und Alpaslan Sürücü.

Hatun Sürücü war am 7. Februar 2005 ermordet worden, weil die Familie mit dem Lebenswandel der jungen Frau nicht einverstanden war.

Als Tatverdächtige nahm die Polizei drei ihrer Brüder fest, von denen der Jüngste ein Geständnis ablegte. Er wurde im April 2006 zu neuneinhalb Jahren Jugendarrest verurteilt. Seine Brüder wurden 2006 vom Landgericht zunächst aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Dieses Urteil wurde aber ein Jahr später vom Bundesgerichtshof aufgehoben. Eine Neuverhandlung konnte dennoch nicht stattfinden, weil die Brüder in die Türkei ausgereist waren und von dieser nicht an Deutschland ausgeliefert werden. Sie besitzen neben der deutschen auch die türkische Staatsbürgerschaft.


„Nun ist neben der Staatsanwaltschaft Berlin auch die türkische Justiz in der Lage, aufgrund der sehr detaillierten Ermittlungsergebnisse aus Berlin eine fundierte Strafverfolgung zu betreiben“, sagte Justizsenator Thomas Heilmann CDU. „Wie im Fall des getöteten Jonny K. darf es nicht sein, dass Beschuldigte sich einem Strafverfahren entziehen können, nur weil sie im Besitz einer anderen Staatsangehörigkeit sind.“




Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/ehrenm...er/8538488.html

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stellv.Admine

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17.02.2014 12:18
#11 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Ehrenmorde unter den Augen des Staates
In der Türkei sind im vergangenen Jahr nach offiziellen Angaben 62 Frauen von ihren Männern ermordet worden. Die meisten standen unter einem Schutzprogramm der Polizei - genutzt hat es nichts





Mehr dazu hieR: http://www.welt.de/vermischtes/article12...es-Staates.html

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stellv.Admine

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27.03.2014 11:06
#12 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Kulturbonus für einen Ehrenmörder?
Ein Afghane tötet seine schwangere Freundin, und ein Gericht zeigt Verständnis. Der junge Mann sei im Charakter noch ungefestigt gewesen. Nehmen Gerichte zu viel Rücksicht auf kulturelle Einflüsse?





Mehr dazu hier: http://www.welt.de/vermischtes/article12...renmoerder.html

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stellv.Admine

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01.06.2014 10:56
#13 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Ehrenmord an einer jungen Frau
Polizist: Steinigen ist in Pakistan "alltäglicher Mord"



Eine junge Frau wird von ihrer Familie gesteinigt, weil sie den falschen Mann heiratet. Der Mann der Getöteten wirft nun der Familie vor, vorher bereits eine ältere Tochter vergiftet zu haben. Ein ranghoher Polizist nennt den Fall unterdessen "alltäglich."




Mehr dazu hier: http://www.focus.de/panorama/welt/ehrenm...id_3886792.html

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03.06.2014 10:50
#14 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

"Ehrenmord" in Pakistan: Ehemann des Opfers hat seine frühere Frau ermordet

Er hat getötet, um wieder heiraten zu können
Die Hintergründe der Steinigung in Pakistan werden immer bizarrer: Mohammed I. hat zugegeben, seine frühere Frau umgebracht zu haben, um Farzana Iqbal heiraten zu können. Bestraft wurde er dafür nicht. Farzanas Familie stellte sich allerdings gegen die Heirat mit Mohammed und hat die 25-Jährige gesteinigt.



Lies mehr über "Ehrenmord" in Pakistan: Ehemann des Opfers hat seine frühere Frau ermordet - RTL.de bei www.rtl.de

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stellv.Admine

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04.07.2014 11:23
#15 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

"Ehrenmord" mit Macheten
Familie tötet Paar wegen Liebesheirat

Sie lieben sich, doch der Familie der Braut ist ihre Hochzeit ein Dorn im Auge. Nur wenige Tage nach der Heirat muss ein pakistanisches Paar deshalb seine Liebe mit dem Leben bezahlen.





Mehr dazu hier: http://www.n-tv.de/panorama/Familie-toet...le13113821.html

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stellv.Admine

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05.07.2014 10:22
#16 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Deutschland schiebt Ehrenmörder in die Türkei ab
Die 23-jährige Hatun Sürücü war 2005 in Berlin auf offener Straße getötet worden. Der Mörder, ihr Bruder Ayhan, ist nach mehrjähriger Haft nun in die Türkei abgeschoben worden.




Mehr dazu hier : http://www.dw.de/deutschland-schiebt-ehr...i-ab/a-17758990

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stellv.Admine

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06.07.2014 10:31
#17 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Hier gibts auch noch was dazu:


Vor neun Jahren tötete Ayhan Sürücü seine Schwester
Hier checkt ein Mörder in sein neues Leben ein






Mehr dazu hieR: http://www.bild.de/regional/berlin/ehren...81830.bild.html

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stellv.Admine

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21.09.2014 12:00
#18 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Kein Strafrabatt bei Ehrenmorden
Bei Straftaten wie Zwangsehe oder Ehrenmord werden oft kulturelle oder religiöse Prägungen als Rechtfertigung herangezogen. Sollte das Strafrecht auf solche Hintergründe eingehen? Der Deutsche Juristentag lehnt dies ab.




Mehr dazu heir: http://www.dw.de/kein-strafrabatt-bei-ehrenmorden/a-17932900

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stellv.Admine

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08.10.2014 12:42
#19 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

"Ehrenmörder" : Sürücü-Mörder trotz Einreiseverbots wieder da?




Mehr dazu heiR:http://www.welt.de/vermischtes/article13...-wieder-da.html

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stellv.Admine

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29.10.2014 11:50
#20 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Amnesty international kämpft für Brishna (10)
Vergewaltigtem Mädchen droht der „Ehrenmord“

Das Mädchen aus Kunduz (Afghanistan) wurde nach der Religionsstunde von einem Mullah vergewaltigt. Jetzt drohen Angehörige, Brishna zu töten, weil sie ihre Familienehre beschmutzt sehen



Mehr dazu heir: http://www.bild.de/politik/ausland/mensc...27142.bild.html

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stellv.Admine

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27.01.2015 10:51
#21 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Leiche im Wald in Berlin

Verbrannte Maria: War es ein Ehrenmord?



Mehr dazu hieR: http://www.berliner-kurier.de/polizei-ju...6,29669346.html

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stellv.Admine

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29.01.2015 13:29
#22 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Ehren-Mord in Darmstadt?
19-Jährige getötet! Eltern sollen Tochter erwürgt haben


In Darmstadt wurde eine junge Frau getötet - unter Verdacht stehen unter anderem ihre Eltern. War es ein Ehren-Mord innerhalb der pakistanischen Familie? Hintergrund soll der Heiratswunsch der jungen Frau und abweichende Vorstellung ihrer aus Pakistan stammenden Familie gewesen sein.



Mehr dazu heir: http://www.focus.de/panorama/welt/ehren-...id_4438991.html

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stellv.Admine

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01.02.2015 11:59
#23 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Ehrenmord in Darmstadt?
Jetzt gesteht der Vater: Ich habe meine 19-jährige Tochter erwürgt




Der Mord an einer 19-Jährigen in Darmstadt sorgt für Aufsehen. Der schreckliche Verdacht: Die eigenen Eltern hatten die junge Frau mit pakistanischen Wurzeln getötet. Jetzt gestand der Vater die Bluttat. Die Mutter half beim Abtransport der Leiche.





Mehr dazu heir: http://www.focus.de/panorama/welt/ehrenm...id_4442169.html

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stellv.Admine

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05.02.2015 13:22
#24 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Dokumentation über„Ehrenmord“
Die Mörder zeigen keine Reue

Hatun Sürücü lebte in Deutschland und wollte „leben wie eine Deutsche“. Deshalb brachte ihr Bruder sie um. Jetzt ist er auf freiem Fuß und brüstet sich in einem Dokumentarfilm sogar mit seiner Tat.



Mehr dazu heir: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/me...e-13407144.html

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stellv.Admine

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09.03.2015 10:38
#25 RE: „Ehrenmord“ Zitat · antworten

Darmstädter Ehrenmord-Prozess
Die Familie als Aufgabe für die Frau



Vor wenigen Wochen soll ein muslimisches Ehepaar aus Darmstadt ihre Tochter ermordet haben, weil sie einen Mann heiraten wollte, der ihnen nicht passte. Die islamische Ahmadiyya-Gemeinschaft, der die mutmaßlichen Täter angehören, schult nun ihre Imame nach. Deren Bild von der Rolle der Frau bleibt allerdings sehr konservativ.



Mehr dazu hier: http://www.deutschlandfunk.de/darmstaedt...ticle_id=313653

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