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Dieses Thema hat 75 Antworten
und wurde 25.648 mal aufgerufen
 Abgeschlossene Fortsetzungen!
Seiten 1 | 2 | 3 | 4
MissMonroe Offline

Schwesternhelferin:


Beiträge: 108

27.10.2011 17:06
Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Hallöchen!
Wir haben schon länger die tollen Geschichten hier im Forum verfolgt und haben uns nun getraut auch mal was zu schreiben!
Wir beginnen nach der Folge 22 "Autsch! Sturz von der Karriereleiter" also nachdem Gretchen sich mit der Power Point Presentation auch für Washington beworben hat!
Wir hoffen es gefällt euch und wir freuen uns natürlich immer über eure Kommentare, Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge!
Jetzt haben wir erst mal ein kleines Einstiegskapitel für euch! Wir sind gespannt wie es euch gefällt!

Liebe Grüüße von Nici und Sarah





Kapitel 1

Am folgenden Tag als Gretchen gut gelaunt und mit viel positiver Energie das Schwesternzimmer betrat saß Marc schon schlecht gelaunt und mit einer Tasse Kaffee über den Akten der Patienten. „Morgen!“, begrüßte Gretchen ihren Oberarzt freundlich und war sich aber bewusst, dass seine Begrüßung nicht so positiv ausfallen würde. „Mhm….“, raunte er. Während sie sich umzog rief er ihr angriffslustig zu: „ Ich habe das Werkzeug für die heute anstehende Hüftgelenkoperation schon bereit gelegt. Du als angehende Karrierefrau in Washington müsstest das ja eigentlich drauf haben.“ Er wusste ganz genau wie ungern Gretchen mit Werkzeug im OP arbeitete.„Supi, freu mich schon!“, doch Marc merkte ihr ihre Unsicherheit an und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Endlich war er wieder einmal der Überlegende.

Auf dem Weg zur OP nahm sie allen Mut zusammen und wollte das unangenehme Thema Washington ansprechen. „Du Maaaarc? Wegen Washington, ne? Ich wollte dich nicht verletzten, aber du sagst ja selber immer, dass ich mal ein bisschen Ergeiz entwickeln soll“, sagte sie schüchtern. Daraufhin antwortete er mürrisch: „ Eine Frage Hasenzahn: Warum muss es ausgerechnet das Projekt sein für das ich mich schon entschieden hatte, während du noch mit diesem Schleimscheißer im Bett lagst und anderweitig beschäftigt warst??? Von mir aus kannst du machen was du willst aber lass mich da ein für alle mal raus! Du weißt doch mein Job ist mein ein und alles.“ Daraufhin bog er in den OP- Trakt ab und Gretchen blieb sprachlos auf dem Flur stehen. Mit solch harten Worten hatte sie nicht gerechnet.

MissMonroe Offline

Schwesternhelferin:


Beiträge: 108

28.10.2011 17:05
#2 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

So ihr Lieben!
Hier kommt das nächste Kapitel! Danke schonmal für die Rückmeldungen! Ihr seid spitze!
Wir freuen uns natürlich jederzeit über neue Kommentare, aber jetzt erst mal viel Spaß beim Lesen! Wir sind sehr gespannt wie es euch gefällt.


Kapitel 2

Am Anfang der Hüftgelenk Operation weißte Marc Gretchen in den Verlauf ein und machte ihr deutlich, dass sie das Zepter heute in der Hand hatte. Völlig perplex und leicht überfordert nahm sie das Skalpell und machte den ersten Schnitt.
Beim Einsetzten des künstlichen Hüftgelenks fragte Gretchen: „ Marc, kannst du das nicht lieber übernehmen? Ich bin mir unsicher.“ Genau auf diesen Moment hatte er die ganze Zeit gewartet und antwortete: „Du müsstest das doch können, wenn du nach Washington willst. Dort weht ein anderer Wind! Außerdem wenn du noch weiter zu nimmst braucht du bald selber ein neues Hüftgelenk und dann kannst du dir es wenigstens selbst einsetzen! “ „Schlimmer als sich deine dummen Sprüche anhören zu müssen kann es ja in Washington kaum noch kommen!“, gab sie patzig zurück. Augen rollend und um das Wohl des Patienten bemüht, drückte er sie zur Seite und machte ihr deutlich, dass sie wieder die Rolle der Assistenz übernehmen sollte.

Auf dem Weg aus dem OP- Saal rief Marc Schwester Sabine zu, dass er ihr die Unterlagen für Washington gleich vorbei bringt. „Welche Unterlagen?“, fragte Gretchen erschrocken. „Verstopft das Fett jetzt schon deine Ohren? Die Unterlagen für Washington natürlich!“ „Wie wir müssen Unterlagen wegschicken??“, fragte Gretchen verdattert. „ Hasenzahn das ist jetzt nicht dein Ernst. Weißt du überhaupt was dich erwartet?“ Genervt gab sie zurück: „Jaaaha! Sag mir doch einfach was ich abschicken muss!“ „NÖ!“, gab Marc zurück und ging schnell den Flur entlang. Gretchen versuchte verzweifelt ihrem Oberarzt Schritt zu halten. „Maaarc!“, rief sie ihm hinterher, als er schon in sein Büro abbog. Sie huschte noch mit hinein und machte die Tür hinter sich zu. Daraufhin fragte Marc anzüglich nach: „Was wird das denn jetzt?“ „Dass du auch immer nur an das eine denken musst. Du sollst mir doch nur sagen was ich jetzt raussuchen muss. Ich geh nicht eher raus bevor du es mir nicht gesagt hast Marc!“ „Ja komm her!“ antwortete Marc genervt und zeigte ihr die benötigten Unterlagen. Zum Dank drückte Gretchen Marc flüchtig einen Kuss auf die Wange und drehte sich beim rausgehen noch einmal lächelnd und mit geröteten Wangen zu ihm um. Kopfschüttelt und mit einem Grinsen auf dem Gesicht widmete er sich wieder dem Schreibkram.



Kurz vor Feierabend hatte Gretchen ihre Papiere zusammen und war auf dem Weg zu Sabine, die jeden Abend die Post der Chirurgieabteilung sammelt um sie am Ende der Woche dann wegzuschicken. Sie traf dabei Marc an, der das gleiche Anliegen hatte. „ Na Hasenzahn. Hast du deine schlechten Zeugnisse ausgegraben?“, fragte Marc nach. Gretchen antwortete „ Du kannst es einfach nicht lassen, ne?“.
Sie drückten Sabine die Unterlagen in die Hand und gingen zu ihren Umkleiden um den wohlverdienten Feierabend anzutreten.
Gretchen war es wie gewohnt etwas peinlich sich vor Marc umzuziehen. Deshalb fragte sie zögerlich: „ Drehst du dich bitte um?“. Stöhnend und etwas widerwillig kehrte er ihr mit der Bemerkung: „Hasenzahn du bist so verklemmt oder hast du etwa keine Unterwäsche an?“, den Rücken zu.
Gretchen antwortete genervt: „Natürlich habe ich welche an Marc, aber ich mag das halt nicht so gerne!“

Als beide fertig waren und das Elisabeth Krankenhaus verließen sahen sie, dass es in strömen regnete. Gretchen stöhnte entnervt auf, da sie natürlich wie an jedem Tag mit dem Fahrrad da war. Marc musste unweigerlich grinsen und bot ihr an, sie nach Hause zu fahren. „Würdest du das wirklich tun, Marc?“
„Sonst hätte ich wohl nicht gefragt Hasenzahn, komm jetzt einfach!“, antwortete er und lief zum Auto vor. Überglücklich lief die junge Ärztin ihrem gut aussehenden Oberarzt hinterher.
Während die Scheibenwischer wie verrückt über die Scheibe huschten, herrschte im Auto eine unangenehme Stille zwischen Gretchen und Marc. Sie wussten nicht, wie sie mit der Situation Konkurrenten zu sein, aber dennoch normal miteinander zu arbeiten und zu reden, umgehen sollten. Marc durchbrach die Stille, indem er das Radio anschaltete. Dort lief zu seiner Verzweiflung Philipp Poisel`s Song „Mit jedem deiner Fehler“.



Ruckartig schaltete er das Radio wieder aus und konzentrierte sich weiter auf den Verkehr.
Gretchen fasste sich ein Herz und fragte: „ Marc bist du sehr sauer, wegen Washington?“ „Bor Gretchen nicht schon wieder das Thema, Ich finde es kacke, aber daran kann man jetzt auch nichts mehr ändern. Die wissen ja das ICH der Gott in weiß bin!“ Diese Aussage bestärkte Gretchen wieder einmal, dass sie das richtige getan hatte. Sie wollte es ihrem Oberarzt zeigen. Jetzt erst recht!
„Ja gut, wenn du so darüber denkst. Ich kann auch meine Krallen ausfahren!“
„Ach Gretchen komm das einzige was du kannst ist Schokolade essen, heulen und den Falschen heiraten!“ „Den Falschen? Wer wäre denn der richtige deiner Meinung nach gewesen?“, fragte Gretchen vorsichtig nach. „Ehrlich gesagt bezweifle ich, dass es jemals den Richtigen für dich geben wird! Wer hält es schon länger als 48 Stunden mit dir aus??“, entgegnete Marc scharf. Gretchen schossen die Tränen in die Augen und sie rief mit zittriger Stimme: „Macht dir das eigentlich Spaß mich so runter zu machen? Die Sache mit Alexis war wirklich nicht leicht für mich und jetzt möchte ich hier bitte sofort aussteigen!“ In dem Moment riss sie schon die Tür auf und Marc versuchte noch rechtzeitig seinen Wagen zum stehen zu bringen, doch die junge Ärztin stürmte schon wutentbrannt hinaus und ließ ihren verdatterten Oberarzt im Auto zurück. Plötzlich meldete sich das schlechte Gewissen bei Marc und er rief ihr nach: „Gretchen, jetzt komm doch in den Wagen du erkältest dich noch!“

Wie gehts wohl weiter??

MissMonroe Offline

Schwesternhelferin:


Beiträge: 108

29.10.2011 20:41
#3 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Kapitel 3

„Ne Marc! Lass mich in Ruhe!! Die paar Meter schaff ich auch zu Fuß“, rief sie und machte sich auf den Weg nach Hause. Marc wusste, dass er etwas zu weit gegangen war. Er ließ die Situation noch ein wenig auf sich wirken. Dass, das Gespräch so endete war defenitiv nicht seine Absicht gewesen. Nach wenigen Minuten schaltete er den Motor an und machte sich ebenfalls auf den Weg nach Hause. Er wusste, dass ihn nur seine einsame und leere Wohnung empfangen würde und das machte ihn nur noch betrübter.

Die Tränen, die Gretchen die Wangen hinunterliefen vermischten sich mit den vielen Regentropfen, die vom Himmel fielen. Sie hatte sich die Autofahrt komplett anders vorgestellt. Sie war noch immer davon überzeugt, dass Marc einen weichen Kern in sich trug. Doch die Beleidigungen und die herablassenden Sprüche trafen sie sehr. Könnte Gretchen es jemals schaffen, dass Marc ihr die Weiche Seite zeigt? Doch ihre Gedanken wurden von dem Hupen eines Autos unterbrochen. „Gretchen was machst du denn allein hier draußen??? Komm steig ein!“
„Mehdi hast du mich erschrocken“, stöhnte Gretchen erleichtert auf und stieg völlig durchnässt in seinen Wagen. „Du weinst ja. Lass mich raten: Hat es etwas mit Marc zu tun??“, fragte der Gynäkologe. „Mhmm. Er hatte angeboten mich mit nach Hause zu nehmen. “, nuschelte Gretchen in sich hinein. „Den Vollidiot werde ich mir Morgen mal vorknöpfen!“ „Mehdi nein! Lass gut sein“, erwiderte Gretchen auf seine Kampfansage. „Gretchen lass das mal meine Sorge sein. Jetzt bring ich dich erst mal nach Hause“, antwortete er mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Als sie bei den Haases ankamen bedankte sich Gretchen und entschuldigte sich für den nassen Sitz den sie hinterlassen hatte. „Ist doch kein Problem Gretchen. Das ist doch nur Wasser“, gab Mehdi grinsend zurück. Daraufhin verabschiedeten sie sich von einander und wünschten sich eine gute Nacht. Gretchen nahm erst einmal ein Bad um sich etwas auf zu wärmen und ihren Gedanken nach zu hängen. War die Bewerbung für Washington wirklich die richtige Entscheidung gewesen? Machte es die Beziehung zu Marc nicht noch schwerer?



Am nächsten Morgen führte es Mehdi sofort in Marc`s Büro. Er knallte die Tür so laut zu, dass der Oberarzt erschrak. „Mehdi, hast du sie noch alle? Was soll das?“ „Kannst du mir mal sagen, warum du Gretchen bei strömenden Regen einfach aus dem Auto wirfst? Es war zudem schon stockdunkel!“, schimpfte Mehdi.
Marc entgegnete wütend: „ Woher weißt du das denn jetzt schon wieder? Außerdem wollte SIE aussteigen!“
„Du kannst von Glück reden, dass ich sie gestern noch zufällig gesehen habe und sie nach Hause gebracht habe! Sie war komplett durchnässt!“
„Das war ja klar, dass du die Chance wieder genutzt hast. Ihr habt bestimmt wieder gebumst, so wie ich dich kenne!“, fauchte Marc.
„Nein Marc, ich hab sie nur nach Hause gebracht. Frauen wollen auch mal, dass man ihnen zu hört! Das solltest du auch manchmal tun.“
„Ohhh, booor Mehdi! Ich zumindest bin immer noch ein Mann, also hör auf mit dem Gelaber!“
„Marc ich weiß doch, dass dir mehr an ihr liegt als du zugibst. Warum versaust du es dir denn immer?“

Währenddessen im Schwesternzimmer unterhielten sich Gretchen und Schwester Sabine angeregt über den gestrigen Abend.
„Sabine, Ich weiß überhaupt nicht mehr wie ich mit ihm umgehen soll! Ich versuche ihm ein Stück näher zu kommen, doch er weicht mir stattdessen aus und hat nichts Besseres zu tun, als mich zu beleidigen.“
„Ach Frau Doktor, Sie wissen doch, der Dr. Meier meint das nicht so! Außerdem habe ich heute wie jeden Freitag ihr Horoskop gelesen und es kommen rosige Zeiten auf sie zu, Frau Doktor!“, strahlte Sabine stolz.
„Wie soll das funktionieren, wenn einer von uns wirklich in Washington genommen wird? Ich bin mir mit Washington wirklich nicht mehr so sicher Sabine, aber erzählen Sie das bloß keinem!“
„Frau Doktor? Ist das Ihr Ernst?“, entfuhr es Schwester Sabine.
„Jaaa.... einerseits freue ich mich ja auch auf Washigton aber andererseits..... würde ich gerne einfach auch mal mit Marc glücklich sein. Verstehen Sie das Sabine?“
„Aber natürlich Frau Doktor, ich könnte mir das ja auch nicht vorstellen für ein Jahr ins Ausland zu gehen, vor allem wo es bei Günni und mir gerade so gut läuft! Wir haben uns gestern geküsst Frau Doktor!“, antwortete sie freudestrahlend.
„Echt? Das ist ja toll , ich freue mich für Sie!“


Das Gespräch in Marc´s Büro neigte sich auch langsam dem Ende zu.
„Ich bin ja eh bald in Washington, dann bleibt sowieso keine Zeit mehr für Hasenzahn!“
„Bor Marc, dir ist wirklich nicht mehr zu helfen!“ beendete Mehdi das Gespräch und verließ dem Raum.


So das wars erst mal für heute! Eure Rückmeldung ist bei uns so willkommen wie Schokofondue mit Erdbeeren! Also immer her mit euren Anregungen!

MissMonroe Offline

Schwesternhelferin:


Beiträge: 108

31.10.2011 23:16
#4 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Kapitel 4


Sehr geehrter Herr Dr. Meier,

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass Sie aus unserem Bewerbungsverfahren ausgeschieden sind, da Sie die Frist, in der Sie die Unterlagen abschicken hätten sollen, nicht eingehalten haben.
Wir bedauern es sehr, Ihnen diese Mitteilung machen zu müssen, da wir Sie als Chirurgen sehr schätzen.
Es haben sich so viele qualifizierte Ärzte beworben, dass unsere Kriterien sehr hart sind.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Professor vom Nordstadtkrankenhaus




Marc konnte nicht glauben was er da las. Ausgeschieden?? Wieso das denn? Er hatte doch Sabine vor einer Woche alle benötigten Unterlagen zukommen lassen. Hatte sie es etwa vergessen oder hatte Gretchen etwas damit zu tun?
Wutentbrannt stürmte er auf den Flur und war auf dem Weg zu Schwester Sabine.
Dabei traf er Gretchen an, die gerade aus einem Patientenzimmer heraus kam.
„Du! Mitkommen!“, befahl er seiner Assistenzärztin. Gretchen folgte ihrem Oberarzt zögernd ins Schwesternzimmer, wo Sabine gerade am Schreibtisch saß und die Patientenakten studierte.

Marc klatschte wütend die ausgedruckte E-Mail auf den Tisch.
„Kann mir bitteschön mal einer erklären, was das hier zu bedeuten hat?“, fragte er die beiden Frauen mit hoch rotem Kopf.
Während sie die E-Mail lasen wurde Schwester Sabine heiß und kalt zu gleich. Wie sollte sie das nur Ihrem Chef beibringen?
„Oh….Herr Doktor Meier,..... ich glaube ich.....muss mich da für etwas.....entschuldigen!“
„Schwester Sabine, jetzt sagen Sie nicht Sie haben damit irgendetwas zu tun!“, rief er und rieb sich dabei angespannt über seine Brust.
„Ich habe vor lauter Arbeit vergessen die Post wegzuschicken“, versuchte sie Marc schüchtern beizubringen.
Die beiden Chirurgen bekamen vor Schreck ihren Mund nicht wieder zu.
„Das ist jetzt nicht ihr Ernst! Wie kann man nur so dumm sein und vergessen die Post wegzubringen! Wissen sie wie wichtig diese Stelle für mich war!“
„Sabine! Das hätte ich jetzt wirklich nicht von ihnen erwartet. Sie sind doch sonst immer so zuverlässig! Wie konnte das passieren!“, sprach auch Gretchen enttäuscht zu Sabine.
„Sabine, Ich sag ihnen was, wenn ich das nicht wieder korrigieren kann, dann können Sie was erleben, aber gewaltig!“, entgegnete Marc der Stationsschwester und verließ wütend und schnellen Schrittes das Schwesternzimmer. Auf dem Flur musste dann noch der Essenswagen unter seiner Wut leiden und auch sein Fluchen war noch sehr lange zu hören.

Daraufhin beugte Gretchen sich zu Sabine herunter und fragte vorsichtig:
„Sabine, und sie haben das auch wirklich vergessen oder haben sie das gemacht wegen unserem Gespräch letzte Woche?“
Sabine antwortete mit einem schüchternen Nicken. Sie wollte doch nur das Beste für Gretchen und Marc. Sie wusste doch, dass die zwei einfach zusammengehörten und da musste man dann mal ein wenig nachhelfen.
„OH mein Gott Sabine! Marc wird sie umbringen!“
„Sie oder der Herr Doktor Meier können uns doch hier nicht einfach alleine lassen! Wir brauchen sie doch! Außerdem konnte ich aus unserem Gespräch entnehmen und das wissen sie doch auch selber, dass sie.....dass sie.......den Doktor Meier lieben und es nicht verkraften würden, wenn er ohne Sie nach Washington fährt. Aber bitte sagen Sie es nicht dem Herrn Doktor!“
„Sabine, wieso haben sie nicht vorher mit mir darüber geredet? Das Projekt war auch eine große Chance für mich! Ich werde ja jetzt genauso eine E-Mail in meinem Postfach vorfinden.“

Gretchen setzte sich daraufhin ebenfalls an den Tisch um sich erst mal der neuen Situation bewusst zu werden. Doch nach wenigen Minuten gab sie kleinlaut zu: „ Aber Sabine richtig böse sein kann ich Ihnen nicht, denn sie haben schon Recht, ich könnte es wirklich nicht ertragen, wenn Marc alleine nach Washington fährt oder ich mich alleine auf den Weg machen müsste. Vielleicht habe ich mich auch einfach ein wenig überschätzt“, sagte sie, bemühte sich Sabine ein Lächeln zu schenken und verließ, um ein wenig Luft zu schnappen, den Raum. Sie fuhr stumm mit dem Aufzug nach unten und lief in den Park. Es war recht warm für einen Märztag, was Gretchen wenigstens ein bisschen aufmunterte. Sie suchte sich eine freie Bank um etwas nachzudenken. Doch ihr Blick blieb an Marc hängen, der mit einer Tasse Kaffee in der Hand, sitzend an einem Baum lehnte. Er starrte in die Ferne und wollte wahrscheinlich genau wie Gretchen, etwas zur Ruhe kommen und dem Chaos im Krankenhaus entfliehen. Sie konnte ihren Blick nicht von seinem, mit einem hellblauem T-Shirt gekleideten, Oberkörper, seiner eng anliegenden weißen Hose und seinen von dem Stress durchwuschelten Haaren abwenden. Doch ihr fielen sofort seine müden und traurigen, grünen Augen auf, die sonst vor Elan und Wortwitz nur so strahlten. Sie machte sich Sorgen und fühlte sich natürlich verantwortlich ihm Beistand zu leisten. Marc musste es wirklich gerade nicht gut gehen. Gretchen war ja enttäuscht und somit war sie die perfekte Gesprächspartnerin für ihren Oberarzt. Schnellen Schrittes machte sie sich auf dem Weg zu Marc und setzte sich wortlos neben ihn.


Meine Lieben,
das Kapitel kam heute leider etwas verspätet! Tut uns leid wir hatten die letzten Tagen leider nicht genügend Zeit!
Achsoo und das mit "Ihr Professor vom Nodstadtkrankenhaus" ist uns auch ein wenig unangenehm aber es ist jetzt schon so verdammt spät gweorden und wir wollten die Folge jetzt nicht noch mal einwerfen! Und hier im Forum stand auch nur Professor vom Nordstadtkrankenhaus! Also ich hoffe ihr könnt uns verzeihen!
Leider schreiben uns ja bis jetzt nur relativ wenige aber es ist immer ein inneres Blumenpflücken eure Kommentare zu lesen!
Also einen schönen Abend ihr Süßen!

MissMonroe Offline

Schwesternhelferin:


Beiträge: 108

01.11.2011 18:09
#5 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Hallo meine Süßen !
Viel Spaß beim weiter lesen !
Wir hoffen euch gefällt das neue Kapitel und freuen uns natürlich über zahlreiche Kommentare


Kapitel 5

„Es ist vorbei Hasenzahn! Ich habe schon beim Professor angerufen um die Sache zu klären, doch es hat keinen Zweck. Er hat ja Recht, wer es nicht schafft seine Papiere rechtzeitig abzuschicken, wird es in Washington erst Recht nicht schaffen.“, sagte Marc ungewohnt traurig und enttäuscht zu seiner Assistenzärztin.
Gretchen hatte ihn schon lange nicht mehr so fertig und traurig gesehen. Sie musste sich etwas sammeln bevor sie antworten konnte.
„Marc, ich weiß, dass das blöd gelaufen ist! Aber das Leben geht trotzdem weiter!“ Du hast hier doch einen gut bezahlten Job mit der tollsten Assistenzärzten weit und breit, was willst du mehr? , antwortete sie mit einem Lächeln auf den Lippen. Auch Marc musste etwas schmunzeln.
„Und wenn es wieder ein Angebot für Washington gibt, dann versuchst du es halt noch mal!“
Als Gretchen diesen Satz sagte, verspürte sie einen stechenden Schmerz in ihrer Brust und bereute es schon gesagt zu haben, als sie es noch nicht ausgesprochen hatte.
Sabine hatte Recht. Sie könnte es nicht ertragen, wenn Marc alleine nach Washington ginge.
Sie mochte ihn wirklich sehr.
„Du verstehst es einfach nicht. Dieses Angebot war eine einmalige Chance für mich. So schnell wird es ein so gutes Angebot nicht mehr geben.“
Etwas erleichtert über Marcs Aussage sprach sie zu ihm:
„Marc, jetzt ist aber mal Schluss mit Trübsaal blasen! Es ist passiert und rückgängig machen, kann man es nicht! Vielleicht brauchst du einfach mal eine Auszeit.“
„Eine Auszeit von dir, oder was?, scherzte Marc daraufhin.
Von den Worten ihres Oberarztes getroffen wandte sich Gretchen ab und wollte aufstehen, doch Marc hielt sie am Arm zurück.
„Hasenzahn warte! Es war nicht so gemeint. Urlaub täte mir wirklich mal gut!“
Überrascht über Marcs liebe Worte, platzte Gretchen mit der Frage heraus:
„Was hältst du von einem Wochenende am Meer? Wir zwei haben eh das Wochenende frei und mein Vater würde uns bestimmt den Montag Urlaub geben. Ich glaube, dass ist eine ganz gute Möglichkeit mal ein wenig Abstand und einen freien Kopf von dem Ganzen zu bekommen.“
„Urlaub mit dir???“, fragte er entgeistert.
Gretchen ärgerte sich schon, da sie wieder einmal nicht nachgedacht hatte, bevor sie ihre sehnlichen Wünsche, nämlich mit Marc mehr Zeit zu verbringen, geäußert hatte.
Gretchen lief vor Scharm rot an und wollte am liebsten im Erdboden versinken.
Es vergingen einige stille Minuten bis Marc plötzlich sagte:
„Ok, warum nicht! Du scheinst das ja alles schon gut geplant zu haben. Wo sollst denn überhaupt hin gehen?“
Völlig perplex von Marcs Zusage konnte sie ihr Glück kaum fassen und fragte sicherheitshalber noch mal nach.
„Meinst du das wirklich ernst. Nicht so wie letztes mal, als ich dich zum Fest meiner Eltern eingeladen habe….!“
Daraufhin musste er sich ein Lachen unterdrücken und gab zurück: „Ja, Ja der Günni! Ohne mich, hättest du mit diesem Grapscher zu diesem Fest gehen müssen! Aber nein Gretchen, es ist mein Ernst. Ich weiß zwar noch nicht so genau auf was ich mich gerade einlasse, aber ich war schon ewig nicht mehr am Meer.“
„Ok…., also meine Eltern haben ein Ferienhaus auf Rügen. Es liegt direkt am Meer! Wir können ja dann direkt Samstagmorgen losfahren! Ich kümmere mich um alles! Kommst du mich morgen früh um acht abholen?“
„ja, mach ich. Aber denke dran, wir bleiben nur 3 Tage. Also nimm nicht wieder deinen ganzen Kleiderschrank mit! So und jetzt müssen wir wieder an die Arbeit! Die Patienten warten“, sagte er im aufstehen.
„Alles klar! Unser letzter Tag vor dem Urlaub!“ gab sie freudestrahlend zurück. Marc spürte ihre große Vorfreude und musste unweigerlich grinsen. Gretchen war so überwältigt von ihren Gefühlen und verträumt, dass sie für Marcs Geschmack etwas zu langsam zurück zum Krankenhaus lief. Er gab ihr daraufhin einen Klaps auf dem Po, das sie aufschreien ließ.
„Marc!“
„Jetzt komm wir haben nicht ewig Zeit!“, lachte Marc.

MissMonroe Offline

Schwesternhelferin:


Beiträge: 108

02.11.2011 17:11
#6 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Hallöchen,
so heute gehts für Gretchen und Marc ab nach Rügen!
Liebe Grüüße


Kapitel 5

Pünktlich um Acht fuhr Marc`s weißes Auto bei Familie Haase vor. Er hatte sich extra seinen Wecker gestellt und war gespannt was ihn dieses Wochenende erwarten würde. Er stieg aus dem Wagen und klingelte etwas nervös an der Tür. Gretchen öffnete diese daraufhin freudestrahlend.
„Kanns losgehen, Hasenzahn?“ fragte Marc die junge Ärztin
„Na klar, komm mal kurz rein. Muss nur eben noch meine Kulturtasche holen “, strahlte Gretchen und machte sich auf den Weg ins Bad.

„Ach Herr Doktor Meier! Wie geht’s Ihnen denn?“ hörte er plötzlich Bärbels Stimme, die gerade aus dem Wohnzimmer kam.
„Hallo! Gut. Danke!“, entgegnete Marc knapp. Diese Situation war ihm sichtlich unangenehm.
„Das freut mich aber, dass Sie mit Magarete ein paar Tage ans Meer fahren.“
„Ja…., ich…“, stotterte Marc vor sich hin.
Doch er wurde glücklicherweise durch Gretchen erlöst, die gerade die Treppe wieder herunter polterte.
„Soo, wir können! Mama, sei nicht immer so aufdringlich!“, zischte sie,
beugte sich runter zu ihrem Koffer und grinste verlegen zu Marc auf.
„Marc kannst du mir mal eben helfen mit dem Koffer, der ist schwer. Ich krieg den nicht die Stufen herunter.“ Als er das Ausmaß von Gretchens Gepäck sah, schnaubte er auf und warf ihr einen flüchtigen Blick zu.
„Hasenzahn! Hatte ich dir nicht etwas zu der Größe deines Koffers gesagt???“
„Jahhaa….! Man muss doch auf alles vorbereitet sein. Wer weiß den schon heut zu Tage wie das Wetter wird?
Der Klimawandel, Pohlkappen schmelzen…..“
„Ja ist ja gut, stoppte Marc Gretchen bei ihrem Erklärungsversuch.
Er verstaute ihren Koffer nun in den Kofferraum. Er hatte Mühe die Tür wieder zu schließen.
Endlich stiegen sie in den Wagen und machten sich auf den Weg in ihren ersten gemeinsamen Urlaub.

Man merkte ihnen an, dass beide etwas nervös waren. Sie waren noch nie für so lange Zeit so eng zusammen.
Doch diesmal ließen sie sich darauf ein.

„Marc hast du eigentlich noch mal mit Sabine gesprochen?“ fragte Gretchen besorgt nach. Sie wollte sich unbedingt für die junge Krankenschwester einsetzten. Immerhin hatte sie es nur gut gemeint, auch wenn sie diesmal ein wenig zu weit gegangen war.
„Ne, warum?“ fragte Marc verwirrt nach.
„Sei bitte nicht zu hart zu ihr. Jeder kann mal was vergessen. Sie hatte in den letzten Wochen wirklich viel zu tun.“
„Gretchen! Stress hin oder her. Man kann nicht einfach vergessen die Post wegzubringen. Irgendeine Konsequenz werde ich mir schon ausdenken müssen. Sie hat meine Pläne zerstört, Hasenzahn!“
Vorsichtig fragte Gretchen noch mal nach: „Und was für eine Konsequenz wird das sein?“
„Keine Ahnung. Vielleicht ein paar Überstunden? Ich habe ja jetzt genug Zeit darüber nachzudenken!“, grinste er seine Sitznachbarin an.
Sichtlich erleichtert über Marcs Reaktion stöhnte sie auf. Sie hatte mit einer Kündigung gerechnet. Sie wusste genau wie streng Marc bei seinen Mitarbeitern
war. Er hasste es, wenn jemand nicht zuverlässig war. Vielleicht hatte seine gute Laune ja etwas mit ihrem gemeinsamen Urlaub zu tun, freute sich Gretchen. Sie war froh, dass sie das mit Sabine hinter sich gebracht hatte. Es brannte ihr wirklich auf der Seele. Jetzt konnte der Urlaub losgehen!

Plötzlich fiel ihr jedoch ein, dass Marc nicht wusste, dass das Ferienhaus nur aus vier Zimmern bestand nämlich dem Bad, der Küche, einem kleinen Wohnzimmer und dem Schlafzimmer. Gretchen verschwieg es Marc zu sagen, dass sie wahrscheinlich zusammen in einem Bett schlafen würden. Auch sie musste sich etwas an den Gedanken anfreunden, aber da sie sich auch im Bad umziehen konnte waren zumindest Gretchens größten Sorgen und Hemmungen verschwunden. Doch sie war sich unsicher wie Marc reagieren würde. Doch darauf musste er sich jetzt einlassen! Als wenn es so schlimm wäre mit ihr in einem Bett zu liegen. Es war immerhin seine Entscheidung gewesen mit mir in den Urlaub zu fahren, beruhigte Gretchen sich selber.



„Hasenzahn! wach auch!“, ertönte plötzlich eine laute Stimme.
Gretchen schreckte auf. Sie musste eingeschlafen sein! Dieser Gedanke war ihr sehr unangenehm. Sie hatte letzte Nacht einfach zu wenig geschlafen, ständig musste sich über das Wochenende mit Marc nachdenken.
„Müssen wir jetzt hier runter?“ fragte Marc gestresst und drückte Gretchen eine Straßenkarte in die Hand.
Hatte sie jemals erwähnt, dass sie Karten lesen hasste und es zudem auch nicht konnte! Doch zugeben, wollte sie es auf keinen Fall.
Sie gab sich einen Ruck und fragte selbstsicher nach.
„Wo sind wir denn hier!“
„Wir sind schon 3 Stunden auf der A11, Hasenzahn. Wenn du nicht die ganze Zeit geschlafen hättest, wüsstest du das auch!“, antwortete Marc genervt, „Müssen wir jetzt runter Richtung Sassnitz?“
Ihr fiel ein Stein vom Herzen. Diese Frage konnte sie Gott sei dank ohne Karte beantworten. Genau an dieser Stelle haben sich ihre Eltern bei dem Familienurlaub jedes Jahr in die Wolle bekommen. Deshalb hatte sie sich diese Ausfahrt besonders eingeprägt.
„Ja müssen wir“, bestätigte sie stolz.
„Ok… ?“ , gab Marc verwundert zurück.

„Wir sind ja schon bald da!“ sagte Gretchen als ein knurren ihres Magens zu hören war.
„Marc, wir haben ganz vergessen einkaufen zu gehen!“
Marc drehte seinen Kopf zu der jungen Ärztin und musste lachen.
„Gretchen, dass ist jetzt nicht dein Ernst. Nur weil wir auf eine Insel fahren, heißt das nicht, dass es da keine Lebensmittel gibt!“
Etwas peinlich berührt lächelte sie verlegen. „Wir halten gleich einfach am nächsten Supermarkt an.“

Nach nur kurzer Zeit fuhren die zwei schon über die riesengroße Rügenbrücke, die die einzige Verbindung zum Festland darstellt.
Es konnte sich nur noch um Minuten handeln….

MissMonroe Offline

Schwesternhelferin:


Beiträge: 108

04.11.2011 17:40
#7 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

So ihr Lieben,
jetzt geht es weiter mit unserer Geschichte. Wir hoffen euch gefällt das Kapitel!
Gaaanz liebe Grüsschen!



Kapitel 7

Nach 6 Stunden Autofahrt kamen die zwei endlich am Ferienhaus ihrer Eltern an. Es war ein kleines Häuschen im roten Schwedenstil gestrichen. Es lag etwas außerhalb von Binz und wie Gretchen versprochen hatte direkt am Meer. Der große Garten führte zum Meer hin und es gab einen Steg, von dem Gretchen schon als Kind immer ins Wasser gesprungen ist.
Marc und Gretchen brachten ihr Gepäck hinein und setzten sich auf eine Bank im Garten, von der sie den perfekten Blick auf das Meer hatten. Mittlerweile war es 15:00 Uhr und das Wetter war angenehm warm.

Die zwei Ärzte schwiegen sich zu erst etwas an. Doch die Stille war keinesfalls unangenehm, denn beide ließen die Atmosphäre des Meeres und des Gartens auf sich wirken. Sie genossen die Stille, die sie umgab. Keiner konnte ihnen diesen Moment jemals wieder nehmen. Das Meer rauschte, die Vögel zwitscherten und die Sonne strahlte vom Himmel.
Schon als sie das Haus betraten, entstand ein ganz besonderes Gefühl bei den beiden. Sie konnten sich selbst nicht erklären, was es war doch es fühlte sich gut an. Vielleicht war es die Auszeit vom Krankenhaus oder, dass sie zusammen an einem Ort waren, an dem sonst niemand war, der sie kannte oder sie an ihren Alltag erinnerte.

Nach einiger Zeit fragte Gretchen fast flüsternd um den Moment nicht zu zerstören: „Gefällt es dir?“
Marc drehte seinen Kopf zur ihr, um sie ansehen zu können. Gretchen konnte die Begeisterung in seinen Augen ablesen.
„Ja! Es ist wirklich schön hier!“
„Das freut mich. Ich war früher schon immer gern hier“, sagte sie lächelnd.
Die beiden sahen sich noch immer in die Augen. Marc konnte seinen Blick nicht von ihren kristallblauen und Gretchen ihren nicht von seinen unglaublich schönen grünen Augen nehmen. In dem Moment spürten beide, dass sie etwas verbindet, dass sie sich wichtig waren. Auch wenn Marc es nicht gerne zugab. Sie blickten sich so innig in die Augen, dass er das Gefühl hatte, Gretchen könnte bis auf den Grund seiner wahren Gefühle blicken. Er gab sich einen Ruck und richtete seinen Blick wieder auf das Meer und Gretchen tat es ihm darauf hin gleich.

So saßen die beiden noch eine Weile nebeneinander und genossen die Zweisamkeit, bis Marc fragte: „Sollen wir uns einen Kaffee machen?“
„Oh ja gerne! Plätzchen haben wir ja auch vorhin gekauft!“, strahlte die junge Ärztin. Marc lächelte und stand auf um ins Haus zu laufen. Gretchen folgte ihm, wobei sie sich ein voller Glück erfülltes Lächeln nicht unterdrücken konnte. Sie war einfach nur rundum glücklich und das lag wieder einmal an ihrem Oberarzt. Er konnte sie so verletzen wie kein anderer aber er konnte sie eben auch so glücklich machen wie kein anderer.
„Was ist?“, fragte er neugierig während sie die Stufen auf die Veranda hinauf liefen und er ihren Blick sah.
„Nichts, ich…..bin einfach nur glücklich, dass wir jetzt hier sind. Und ich freu mich auf den Kaffee!“
„Ahaa… Na dann“, schmunzelte er.
Auch Marc fühlte sich ungewohnt wohl. Die Zeit mit Gretchen tat ihm gut. Er spürte die Harmonie zwischen ihnen und freute sich Zeit mit ihr außerhalb des Krankenhauses zu verbringen. Am Abend vor der Abreise hatte er sich den Kopf zermatert, ob es wirklich so gut wäre mit seiner Assistenzärztin in den Urlaub zu fahren, doch jetzt als sie da waren und die Stimmung gelöst und keines Falls angespannt war, war er der Meinung, dass er die richtige Entscheidung getroffen und sich auf Gretchens Angebot eingelassen hatte.



Als die beiden vor ihren dampfenden Kaffeetassen auf der Veranda saßen stellte Marc die entscheidende Frage: „Du Gretchen. Eben als wir die Koffer reingebracht haben, konnte ich nur EIN Schlafzimmer mit einem Doppelbett ausmachen. Wo schlafe ich denn?“
Gretchens Wangen röteten sich daraufhin schlagartig und Marc konnte sich schon vorstellen was Sache war, doch um seine Assistenzärztin ein bisschen zu ärgern, ließ er sie erst mal reden.
„Ja....also....es gibt nur....ein Schlafzimmer. Entweder schlafen wir dann....da....zusammen. Also nur wenn du....wenn dir....das nichts ausmacht. Oder du müsstest hier im Wohnzimmer auf dem Sofa....schlafen?“, stotterte sie verlegen.
Marcs Mundwinkel zogen sich zu einem breiten Grinsen nach oben.
„Auf dem Sofa???“
„Ja also…. nur wenn du willst. Sonst halt bei....mir?“
„Ich dachte du hast damit eher ein Problem!? So verklemmt wie du immer bist. Ich bin das doch gewohnt mir mit fremden Frauen ein Bett zu teilen!“
„Marc, du bist blöd! Also macht es dir nichts aus?“
„Nöp!“
„Und wir sind uns doch nicht wirklich fremd, oder? Also ich meine da gab es doch sicher noch Frauen die du weniger kanntest als....“
„Och Hasenzahn! Das hab ich doch nur so aus Witz gesagt“, unterbrach er sie schnaubend.
„Ist ja gut! Dann lass uns mal die Betten beziehen“, antwortete sie etwas verlegen.
„Jetzt schon???“, fragte er entgeistert.
„Ja dann müssen wir das nicht mehr heute Abend machen!“
„Mhhhh... Okay! Aber dann machen wir danach einen Strandspaziergang, ok??“
Total verblüfft von Marcs Vorschlag brauchte sie ein paar Minuten um antworten zu können: „ Ja total gerne! Eine tolle Idee!!“

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05.11.2011 20:06
#8 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Kapitel 8

„Ist das nicht schön?“, fragte Gretchen begeistert als sie zusammen am Strand spazierten und den Sonnenuntergang beobachteten.
„Ja sehr, Hasenzahn!“
Gretchen blieb stehen um sich die glutrote Sonne genauer anzusehen. Es war wunderschön. Alles war in rötliches Licht getaucht und die Weite des Meeres überwältigte sie beide. Es war etwas windig geworden, sodass das Meer unruhiger wurde und Gretchen zu frösteln begann. Plötzlich trat Marc hinter sie, schlang seine Arme um ihren Körper und vergrub sein Gesicht in ihren blonden Locken. Zu erst war Gretchen etwas verwundert, doch als sie seine Wärme und seinen Halt spürte, entspannte sie sich. Es tat gut ihn so nah bei sich zu spüren.

Marc wusste nicht, was mit ihm geschehen war, doch er wollte diese tolle Frau einfach noch etwas näher bei sich haben. Vielleicht verleitete ihn diese besondere Atmosphäre dazu oder das Bewusstsein allein mit Gretchen am Strand zu stehen. Er wusste es nicht, doch was er wusste war, dass er sie näher bei sich spüren wollte.
Gretchen umfasste seine Hände vorne vor ihrem Bauch, lehnte sich mit dem Rücken leicht an ihn und kuschelte sich zischen seinen Armen ein. Durch seinen starken Griff fühlte sie sich geborgen und beschützt. So standen sie noch eine ganze Weile beisammen und verfolgten die Sonne auf ihrem Weg hinter das Meer. Beide wollten und konnten nichts sagen, da der Moment sehr besonders und auch etwas magisch war.
Als die Sonne fast nicht mehr zu sehen war, drehte Gretchen sich um uns sah ihrem Oberarzt tief in die Augen. Dort spiegelten sich dieselben Gefühle wieder die auch sie empfand. Das überwältigte die junge Ärztin, denn einen solchen Ausdruck hatte sie bei ihm noch nie gesehen. Er war erfüllt von Zärtlichkeit, Aufrichtigkeit und auch Begeisterung.

Gretchen umfasste seine Hände und setzte an etwas zu sagen: „Ich….“, doch Marc unterbrach sie zärtlich: „Schsch…“
Daraufhin zog er die junge Ärztin näher zu sich, legte ihre Hände um seinen Hals und schlang seine Arme um ihre Taille, um sie noch ein Stückchen näher an sich zu ziehen. Dann senkte er seinen Kopf und legte seine Lippen auf ihre.
Zärtlich verschmolzen ihre Lippen miteinander und ihre Zungen begannen sich zu liebkosen. Der Kuss wechselte von zärtlich über stürmisch bis hin zu leidenschaftlich. In Gretchen kribbelte alles uns sie wusste gar nicht mehr was da gerade geschah. Beide spürten den anderen so intensiv wie noch nie zuvor.
Auf diesen Moment hatten beide schon länger hingefiebert, doch irgendwie kam nie der richtige Moment. Doch jetzt, genau an diesem Ort und zu dieser Zeit war es perfekt.

Sie waren so vertieft in den Kuss, dass sie nicht einmal merkten, dass die Sonne nun komplett verschwunden war. Doch als es immer kühler wurde, lösten sie sich voneinander und Marc strich ihr noch einmal zärtlich über die Wange. Nach einem flüchtigen Kuss nahm er dann ihre Hand um zurück zum Haus zu laufen. Beide hatten ein glückliches Lächeln auf den Lippen.
„Das war einfach…nur….wow!“, platzte es aus Gretchen heraus.
„Du hast es ja hier auch mit dem Knutschweltmeister zu tun“, scherzte er, woraufhin Gretchen ihn schnaubend etwas zur Seite schuppste.
„Hey!“, gab er zurück und kam wieder näher um seinen Arm um sie zu legen. So eng neben einander liefen sie weiter bis Marc plötzlich zu gab:
„Nee Gretchen es war wirklich schön!“
Gretchen drehte ihren Kopf um seinen Ausdruck sehen zu können, denn sie war sich sicher, dass er schelmisch grinsen würde, doch sein Blick war aufrichtig und durchdringend, was ihr sofort eine Gänsehaut am ganzen Körper verschaffte. Sie drehte sich komplett zu ihm und antwortete ihm mit Küssen gespickt:
„Ja das war es!…(Kuss) und das können wir ruhig…(Kuss) noch öfter machen…(Kuss)“
Er musste grinsen: „Gerne doch!“

Es waren nur noch wenige Meter bis zum Ferienhaus als Gretchens Magen laut zu knurren begann. Ihre Wangen röteten sich leicht, was mach aber durch den Einbruch der Dunkelheit glücklicherweise nicht mehr sehen konnte. Marcs Mundwinkel zogen sich zu einem breiten Grinsen auseinander. Er hatte sich schon gewundert, dass sie es so lange ohne etwas zu Essen ausgehalten hatte.
„Wir können uns ja die Lasagne in den Ofen schieben. Ich habe auch langsam hunger!“
„Gern“


Marc kam mit zwei befüllten Tellern zurück zum Sofa auf dem sie es sich schon mit Kissen und Decken bequem gemacht hatten. Das Wohnzimmer war wirklich sehr klein. Nur bestückt mit einem großen Sofa, einem kleinen Tisch davor und einem Kamin für kalte Tage.
Jetzt saßen sie nebeneinander auf dem Sofa, die dampfenden Teller vor sich und genossen die, zwar tiefkühl aber dennoch sehr leckere, Lasagne.
„Mhh… Tut das gut mal wieder was Warmes in den Magen zu bekommen“, sagte Gretchen zufrieden. Marc nickte daraufhin nur stumm und schlang das Essen weiter in sich hinein.

Als sie zu Ende gegessen hatten, brachte Gretchen das schmutzige Geschirr schnell in die Küche und kuschelte sich dann zu Marc auf das Sofa.
JA! Marc Meier war in Kuschellaune! Sie lauschten der Musik, küssten sich gelegentlich und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Wir hoffen euch gefällt der etwas zärtliche Marc!
Einen wunderschönenunglaublichtollenatemberaubenden Abend wünschen wir euch! Uuuund vielen lieben Danke für eure Kommentare!

MissMonroe Offline

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07.11.2011 16:34
#9 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Vielen lieben Dank für die tollen Kommentare! Wir freuen uns immer sehr darüber.
Soo aber jetzt erst mal viel Spaß beim Lesen!

Kapitel 9

„Maaarc….? Weißt du was diesen Moment noch perfekter machen würde?“
„Nein, sag du es mir“ gab Marc besorgt zurück.
„Eine leckere Tafel Vollmilch Schokolade!“
Mit einem Grinsen im Gesicht antwortete er: „Das hätte ich mir auch denken können!“
Ungern löste er sich aus Gretchens Armen, stieg vom Sofa und war auf dem Weg um Gretchen ihre heißgeliebte Schokolade zu bringen. Sie hatte bei ihrem gemeinsamen Einkauf schon für ausreichend Vorrat gesorgt.
Gretchen konnte ihr Glück noch immer nicht ganz fassen. Marc Meier, ihr Oberarzt, den sie seit der Schulzeit heiß begehrte, holte ihr ohne einen Mucks von sich zu geben eine Tafel Schokolade, obwohl er ja immer an ihrer Figur mäkelte wie kein anderer.
In einem kleinen schnuckeligen Häuschen saßen sie nun eng umschlungen vor dem Kamin und lauschten ruhiger Musik. Wie lange hatte sie auf diesen Moment gewartet! Ihre Gedanken wurden unterbrochen als Marc mit einer lillafarbenden Tafel Schokolade aus der Küche kam und gerade damit beschäftigt war sich wieder hinter die junge Ärztin zu kuscheln.
„Oh Gott, sogar mit Nuss Nougat Creme!“, schwärmte Gretchen als sie die Tafel aus Marcs Hand riss.
„Bekomm ich dafür wenigstens auch ein kleines Dankeschön?“, fragte er mit einem schelmischen Grinsen.
Gretchen musste daraufhin lächeln und nach wenigen Sekunden verschmolzen ihre Lippen mit denen von Marc, wie schon so oft an diesen Abend.
Gretchen bekam immer wieder eine Gänsehaut, wenn sie seine Lippen berührte. Sie konnte sich nicht vorstellen wie viele Schmetterlinge gerade in ihren Bauch umher flogen, aber sie wusste, es waren unglaublich viele. Sie konnte sich nicht daran erinnern schon einmal so intensiv und liebevoll von einem Mann geküsst worden zu sein.
„So und jetzt, mach dich erstmal an die Schokolade, Hasenzahn! Ich will ja nicht, dass du noch verhungerst!“, sagte Marc, als sich ihre Lippen wieder trennten.
„Wir haben ja noch genügend Zeit, den Rest nachzuholen!“, gab Gretchen mit einem Augen zwinkern zurück und fing an ein Stück Schokolade zu vernaschen. Verwundert über Gretchens Reaktion steckte auch Marc sich ein Stück Schokolade in den Mund. Immer wieder fütterten sie sich gegenseitig und mussten ihr Verlangen nacheinander, durch zärtliche aber auch stürmische Küsse, stillen. Der Augenblick war einfach perfekt. Nicht nur für Gretchen war es ungewohnt einen so zärtlichen, ehrlichen und liebevollen Marc neben sich zu wissen. Auch Marc kannte eine so unbeschwerte, hemmungslose und ruhige Gretchen nicht. Im Krankenhaus stand sie häufig unter Strom und hatte ständig etwas an ihren Oberarzt auszusetzen, was ihn manchmal ziemlich nervte. Doch insgeheim wussten sie beide, wie stark sie sich zueinander hingezogen fühlten und wie stark sie sich gegenseitig begehrten. Es verging kein Tag, an dem die zwei nicht an den andern dachten.

„Gretchen, weißt du eigentlich, dass auch ich mir schon lange so einen Moment mit dir gewünscht habe?“
Marc schaute Gretchen tief in die Augen und er wusste wie viel ihr dieser Satz bedeutete.
„Ehrlich?“ flüsterte Sie. Tränen schossen ihr in die Augen.
„Ehrlich!“ entgegnete Marc und gab Gretchen einen zärtlichen Kuss auf die Stirn.
Gretchen hatte mit allem gerechnet, aber mit so einem Satz, der von Marc Meier kam? Niemals! Warum so plötzlich? Warum sagte er ihr es erst jetzt? Warum diese plötzliche Wende?
Tausende Fragen schwirrten in ihrem Kopf, doch sie wollte sie heute Abend nicht klären. Sie wollte diesen wunderschönen Augenblick nicht zerstören. Sie hatte Angst, dass dieser Moment wie eine Seifenblase zerplatzen könnte und vorbei wäre. Dafür war er einfach zu perfekt!
Auf einmal beugte Marc sich über sie und zarte, leidenschaftliche Küsse verwöhnten ihren Hals. Diese wanderten hinauf bis Marc schließlich ihre Lippen erreichte. Gretchen hörte ihr Herz laut pulsieren und auch Marc machte sie ernsthafte Sorgen, als er ihre Herzrequenz wahr nahm.
„Hasenzahn, du kollabierst ja gleich!“
Ein verlegendes Lächeln zierte ihre Lippen. Sie wusste nicht, dass ihre Begierde zu Marc so stark war.
„Ich habe ja einen guten Arzt an meiner Seite!“, entgegnete sie beruhigend.
Auch Marc musste lachen und schenkte ihrem Herzschlag keinerlei Beachtung mehr. Stattdessen zog er Gretchen vom Sofa hoch und trug sie auf seinen männlichen, muskulösen Armen ins Schlafzimmer. Gretchens Nervosität war nun auf dem Höhepunkt angekommen. Aber auch Marc war sich der Situation, in der er sie beide brachte, sehr bewusst, doch er fühlte sich Gretchen so nah wie noch nie zuvor und das wollte er auskosten.
Beide wussten, dass es jetzt kein zurück mehr gab.

MissMonroe Offline

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09.11.2011 22:08
#10 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Hallöchen ihr Lieben!
Jetzt geht es nach einem fiesen Cliffhanger endlich weiter!
Heute war ein sehr stressiger Tag, deshalb kommt das Kapitel leider auch so spät!
Dankeschööööön für eure lieben Kommentare! Ihr seid erste Sahne!
So nun gehts aber an`s Lesen!




Kapitel 10

Marc legte Gretchen zärtlich auf dem frisch bezogenen Bett ab. Danach zog er sich schnell sein T-Shirt über den Kopf. Er konnte sein Verlangen nach ihr kaum noch zurück halten und beugte sich über sie, um seine Lippen noch einmal mit ihren zu verschließen. Er küsste sie auch am Hals und auf dem Dekolteé, bis er anfing ihre Bluse aufzuknöpfen. Gretchen fühlte sich unter seinen Berührungen einfach nur wohl. Seine Küsse auf ihrer Haut waren wie elektrisiert und sie spürten seinen Atem überall. Sie strich über seine bereits entkleidete Brust und wurde sich erneut über seine Muskeln bewusst. Auch ihr Verlangen wuchs als sie seinen intensiven Blich sah.

Sie strich sich ihre Bluse von den Schultern und machte sich an Marcs Hose zu schaffen. Als er auch von dieser befreit war, stütze er sich mit einer Hand neben ihr ab um mit der anderen über Gretchens Wange zu streichen. Sie schauten sich für einen Moment sehr intensiv und aufrichtig in die Augen.
Sie konnten das Verlangen des jeweils anderen deutlich erkennen. Dieser eine Blick hatte beide bestärkt das Richtige zu tun. Beide wollten einander wie nie zuvor und das wussten sie nun.

Gretchen öffnete den Knopf ihres Rockes und zog ihn mitsamt der Strumpfhose schnell aus. Sie verwöhnten einander noch mit Küssen am ganzen Körper, die Gretchen fast um den Verstand brachten. Sie wusste nicht wie ihr geschah. Alles kribbelte in ihr und auch die altbekannten Schmetterlinge begannen wieder zu fliegen.
Als Gretchen zärtlich seine Brust küsste, beobachtete er sie. Ihre Wangen waren leicht gerötet und ihr Blick war voller Leidenschaft. In dem Moment spürte Marc wie viel sie ihm bedeutete, denn sie strahlte eine Echtheit aus und er wusste immer, dass Gretchen es ernst meinte. Das beruhigte ihn ungemein.
Er öffnete schnell ihren BH und beide entblößten sich von ihrer Unterwäsche.Marc hauchte weitere Küsse auf ihren Bauch, was ihr eine Gänsehaut verschaffte.


Das Gefühl als Marc dann in sie eindrang war für beide einfach unbeschreiblich. Sie waren dem anderen noch nie so nah gewesen und beide waren von einem anderen Partner noch nie so überwältigt worden. Die Mischung aus unbändiger Leidenschaft, aber dennoch Zärtlichkeit, Glücksgefühlen und dem Gefühl dem anderen so nah wie nur möglich zu sein, machte den Moment zu einem der besondersten in ihrem Leben.
Nachdem beide ihren Höhepunkt erlebten, legte Marc sich auf den Rücken und Gretchen bettete ihren Kopf auf seine Brust und er legte reflexartig seinen Arm um sie. Er zog sie Decke noch etwas höher, damit Gretchen nicht zu frieren begann.
Sie war komplett überwältigt von dem gerade Geschehenen. Marc war langsam und zärtlich vorgegangen. Er hatte auf sie geachtet und war auf sie eingegangen.
Sie war glücklich, einfach nur glücklich! Es war so, wie sie es sich immer vorgestellt hatte.

„Du Marc?“
„Mh..?“, gab er ruhig zurück.
„Das war einfach unbeschreiblich!“
„Ja!“, hauchte er, legte einen Finger unter ihr Kinn um es etwas nach oben zu schieben und gab ihr erneut einen Kuss.
Als sich ihre Lippen wieder voneinander lösten, lächelten sie sich noch kurz an, bis Gretchen ihren Kopf wieder auf seiner Brust ablegte. Sie hingen beide noch etwas ihren Gedanken nach, bis sie seelenruhig einschliefen.

MissMonroe Offline

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11.11.2011 22:04
#11 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Hallöchen!!
Heute pünktlich zum Karnevalsbeginn kommt unser neues Kapitel!!
Wir hoffen es gefällt euch ihr alten Raketen!!
Wir sind gut drauf, denn es ist Wochenende!!! Wir wünschen euch zwei hoffentlich freie Tage und jetzt viel Spaß beim lesen!



Kapitel 11

Gretchen wurde von dem ständigen Klingeln ihres Handys, das noch im Wohnzimmer lag, unsanft geweckt. Marc schien noch zu schlafen und so tippelte sie leise, auf Zehenspitzen hinaus, um zu sehen, wer sie da die ganze Zeit versuchte zu erreichen. Natürlich war es ihre Mutter Bärbel, mit der sie jetzt voller Eifer telefonierte.
„Ja Mama, wir sind gut angekommen!“
....
„Nein, kein Stau oder irgendwelche Pannen. Alles ist gut gegangen“, sie tippelte von einem Fuß auf den anderen, denn sie begannen langsam kalt zu werden.
....
„Ja, mit dem Haus war auch alles in Ordnung! Aber Mama ich muss jetzt…“, versuchte sie ihre Mutter abzuwimmeln doch diese unterbrach sie, um noch mehr von ihrer Tochter zu erfahren. Sie war unglaublich neugierig! Als Gretchen ihr von dem Urlaub erzählt hatte, konnte sie es kaum glauben und jetzt wollte sie unbedingt alles wissen.
....
„Mamaaa! Ja wir haben die Bettenverteilung geklärt!!“, das konnte sie nicht aussprechen ohne dabei an die wunderschöne letzte Nacht zu denken. Und WIE gut sie die Bettenverteilung geklärt hatten! Gretchen blickte verträumt im Wohnzimmer umher bis sie von ihrer Mutter aufgeschreckt wurde.
„Ähh was? Tschuldigung war gerade irgendwie nicht bei der Sache! Was hast du gesagt?“
....
„Mama!! Das ist doch jetzt echt zu blöd! Natürlich haben wir genügend Essen hier. Wir sind erwachsen und können doch selbst auf uns aufpassen. Jetzt muss ich aber wirklich Schluss machen. Ich wünsch euch einen schönen Sonntag. Tschüüüs!“, sagte sie schnell und legte auf. Puh! Das war ja ganz lieb von Bärbel aber musste sie sich denn immer in alles einmischen?
Naja egal! Es war Sonntag, sie musste nicht arbeiten UND vor allem war sie mit Marc Meier allein in einem Ferienhaus auf Rügen! Was könnte sie sich schöneres vorstellen? Dieser Gedanke verschaffte ihr wieder ein wohliges Gefühl uns sie lief schnell in die Küche um sich und Marc eine Tasse Kaffee zu machen. Während das Wasser durch die Maschine lief, dachte Gretchen noch einmal an den vergangenen Tag und natürlich die Nacht zurück. Marc war wie ausgewechselt. Er nahm ihre Zärtlichkeiten an und war sogar bereit ihr welche zurück zu geben. Diese Momente waren für Gretchen einfach unbezahlbar. Doch irgendwie verließ sie nie der Gedanke, dass das alles wie eine Seifenblase zerplatzen könnte, wenn sie wieder zurück in Berlin wären.

Als der Kaffee durchgelaufen war, nahm sie die zwei Tassen und lief mit mittlerweile eiskalten Füßen zurück ins Schlafzimmer um sich wieder an Marc zu kuscheln. Doch er lag nicht mehr im Bett. Gretchen schaute sich im Schlafzimmer um und lief in das angrenzende Bad, doch nirgends war er zu finden. Hatte sie ihn im Wohnzimmer übersehen? Die junge Ärztin stellte die Tassen auf der Kommode neben dem Bett ab und ging zurück ins Wohnzimmer. Doch auch dort war er nicht. Etwas ratlos stand Gretchen eine Weile herum, bis ihr Blick aus dem Fenster hinaus in den Garten fiel. Dort sah sie ihn am Ende des Stegs sitzen. Erleichtert darüber ihn endlich gefunden zu haben, zog sie sich schnell die dicksten Socken, die sie finden konnte an und schlüpfte in ihre Hauspuschen. Sie trug eine geblümte Schlafanzughose und ein Top über das sie noch schnell eine Strickjacke zog um sich dann die beiden Kaffeetassen zu schnappen und zu ihrem Oberarzt hinaus zu laufen.

Sie hatte Angst er würde alles bereuen und ihr weismachen wollen, dass diese Nacht ein Fehler war. Warum war er sonst heraus auf den Steg geflüchtet? Sie wüsste nicht, wie sie damit umgehen sollte, wenn er ihr so etwas in der Art an den Kopf knallen würde.

Es war mittlerweile 10 Uhr und noch sehr frisch draußen als Gretchen auf den Steg lief. Sie sah, dass sein Blick weit aufs Meer gerichtet war. Er bemerkte sie erst als sie neben ihn trat. Marc richtete seinen Blick zu ihr auf und sie sah sofort, dass er nicht verbittert oder verkrampft war, sondern einfach nur erholt und ausgeglichen wirkte. Er lächelte sie an und klopfte mit der Hand neben sich auf den Steg, um Gretchen deutlich zu machen, dass sie sich setzen sollte. Sie gab ihm ein Lächeln zurück und reichte ihm die Kaffeetassen, damit sie sich umstandslos setzen konnte. Ihre Oberschenkel berührten seine, was beiden sehr bewusst war. Marc reichte ihr eine von den beiden Tassen und sie nahmen erst einmal einen Schluck von dem mittlerweile nicht mehr ganz so heißen Kaffee.

„Hab ich dich geweckt, als ich mit Mama telefoniert habe?“
„Nee...ich war schon vorher wach! Wie oft hat deine Mutter denn bitte angerufen?? Macht sie sich Sorgen, wenn du alleine mit dem bösen Dr. Meier deinen Urlaub verbringst?“, scherzte er.
„Ja so ist sie halt! Sie wollte wissen, ob alles OK ist.“
„Ist denn alles OK?“, fragte er plötzlich.
„Natürlich! Sehr OK...oder?“, antwortete sie fragend und etwas eingeschüchtert.
Er musste grinsen und nickte: „Ja alles OK! Nach der Nacht! Du bist ja eine richtige Raubkatze im Bett!“ Gretchen wurde schlagartig rot und boxte ihn leicht in die Seite.
„Maaarc….!“
Er nahm ihre Hand in seine und drehte seinen Kopf zu ihr. Sie tat es ihm gleich und die beiden Ärzte blickten sich wieder einmal voller Aufrichtigkeit in die Augen. Sie küssten sich und daraufhin legte Marc seinen Arm um sie. Beide tranken noch etwas von ihrem Kaffee und genossen das Rauschen des Meeres und den unglaublich schönen Blick der sich ihnen bot.

„Gretchen, das alles hier tut so unglaublich gut!“, platzte es plötzlich aus ihm heraus, „Ich habe das Gefühl, ich würde meine Batterien neu aufladen. Und du, du machst...alles...perfekt!“
Hatte er das gerade wirklich gesagt?? Er bereute seine Selbstoffenbarung schon fast als er sah, wie eine Träne über Gretchens Wange lief. Mit so etwas hätte sie nie gerechnet. Sie war so überwältigt von seiner Ehrlichkeit, dass sie erst mal schlucken musste um den Klos im Hals los zu werden.
„Das freut mich Marc! Ich fühle mich auch...sehr wohl mit dir hier!“, gab sie fast flüsternd zu und schmiegte sich noch etwas enger an ihren Oberarzt. Er nahm sie noch fester in den Arm und atmete den Duft ihrer Haare ein.

MissMonroe Offline

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13.11.2011 15:43
#12 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Kapitel 12:

Am Nachmittag machten Marc und Gretchen sich auf den Weg ins Innere von Binz. Anfangs wehrte sich Marc etwas über Gretchens Vorschlag. Er hätte eine bessere Idee, wie man den Nachmittag verbringen könnte. Doch Gretchen überzeugte in schließlich, indem sie so von der Stadt schwärmte.
In den früheren Familienurlauben war dieser Ausflug immer ihr persönliches Highlight. Ungeduldig stand Marc schon vor der Tür, währenddessen Gretchen noch damit beschäftigt war ein paar Sachen in ihre Handtasche zu verstauen. Unter anderem natürlich ausreichend Brote, die sie kurz vorher noch liebevoll belegt hatte. Zudem steckte sie eine Tafel Vollmilch Schokolade ein. Man konnte ja nie wissen, wie sich der Mittag entwickelte.

„Hasenzahn…, können wir jetzt endlich? nörgelte Marc genervt.
„Ja, es kann jetzt losgehen“, antwortete Gretchen voller Enthuiansmus.
Marc nahm Gretchens Hand in seine und sie traten gemeinsam den 1 km langen Weg nach Binz an. Es war ein sehr schöner Frühlingstag. Die Sonnenstrahlen waren auf der Haut angenehm warm, jedoch war die Luft immer noch etwas frisch. Das perfekte Wetter für einen Stadtbummel.

„Schau mal Marc! Ist das nicht schön?“, fragte Gretchen Marc, die von dem Anblick der Stadt trotz zahlreicher Urlauben immer noch hin und weg war. Marc konnte sich vorstellen, dass diese Stadt genau das Richtige für die junge Ärztin war. Die Häuser waren weiß oder rosa bemalt und jedes Haus war individuell verschnörkelt und verschönert worden. Man hatte den Eindruck in einer anderen Zeit zu leben. Entlang des Strandes standen überall kleine Stände, wo man wirklich schöne Souvenirs für seine Freunde oder Familien kaufen konnte. Sogar Marc musste zugeben, dass er mit so einem Anblick nicht gerechnet hatte und nickte Gretchen wortlos zu. Daraufhin gab er ihr noch einen flüchtigen Kuss bevor sie die kleinen Stände durchstöberten.
An einem Stand entdeckten sie wunderschöne Ketten. Eine davon schaute sich Gretchen ganz besonders an. Sie war Silber und es hing ein kleiner rosafarbener Stein daran, der nochmals mit Silber umrandet war. Er passte wirklich perfekt zu der jungen Ärztin. Doch als sie sich den Preis sah, legte sie diese wieder bei Seite und lief etwas enttäuscht zum nächsten Stand. Marc nahm dieses Geschehen natürlich genau wahr und merkte sich den Stand und die Kette ganz genau. Er hatte eine Idee in Kopf, die er unbedingt umsetzen wollte.

Nachdem sie fast alle Stände durchgestöbert hatten, nahmen sie an einem kleinen, niedlichen Cafe mit Blick aufs Meer, platz um sich mit einem heißen Kakao zu verwöhnen und heimlich Gretchens selbst beschmierte Brote zu essen.
Wieder einmal nahmen sie wahr, dass dieser Urlaub einfach wunderschön war. Sie genossen ihre Zweisamkeit und lernten sich gegenseitig ganz neu kennen. Immer wieder mussten sie sich kneifen um sicher zugehen, dass das alles kein Traum war.

Plötzlich fiel Marc wieder sein Vorhaben ein.
„Gretchen, mir fällt gerade ein, dass ich überhaupt kein Geld mehr habe, den Kakao zu bezahlen. Ist das in Ordnung, wenn ich eben bei der gegenüberliegenden Bank für Nachschub sorge?“
„Marc, ich bin jetzt auch mal dran mit zahlen. Du hast mir schon genug bezahlt in letzter Zeit!“
„Nein, dass möchte ich nicht Hasenzahn. Ich bin sofort wieder da!“ Er gab Gretchen noch einen flüchtigen Kuss und verließ flüchtartig das Cafe, sodass Gretchen keine Chance hatte noch zu antworten.
Er hoffte inständig, dass die Kette noch nicht verkauft war. Zu seinem Glück lag die Kette noch genau an dem selben Platz, wo Gretchen sie das letzte mal in der Hand hatte. Er sagte zu der etwas ältern Verkäuferin, die jedoch der sympathisch aussah, dass er diese Kette gerne kaufen wolle. Diese musste daraufhin etwas schmunzeln. Sie erinnerte sich noch genau an das junge Paar von heute Mittag. Ihr waren die beiden besonders aufgefallen. Sie konnte sich schon vorstellen, was Marc mit dieser Kette vorhatte.
„Für ihre Freundin, nicht wahr?“ fragte sie ohne langes Zögern strahlend.
Etwas verwirrt über diese Bemerkung antwortete Marc zögerlich:
„Mhh…. Jaaa?“
Hatte sie etwa gerade Freundin gesagt?
Doch irgendwie hatte Marc nicht das Verlangen danach, dieses Missverständnis aufzuklären. Er musste feststellen, dass ihm dieser Ausdruck ganz gut gefiel.
Doch was waren Gretchen und er eigentlich? Waren sie wirklich schon in einer Beziehung? Ging das nicht alles etwas zu schnell? Seine Gedanken wurden unterbrochen als die ältere Frau fragte: „Ich packe sie Ihnen schön ein, ok ?“ Marc nickte daraufhin dankend.
Anschließend steckte er das kleine Päckchen in die Innentasche seiner Jacke, bezahlte sie und machte sich auf den Weg zu Gretchen, die sicher schon auf ihn wartete. Er wollte einen ganz besonderen Moment abwarten, wenn er Gretchen die Kette schenkte.

Nachdem sie auch den Kakao im Cafe bezahlt hatten gingen die beiden Ärzte Hand in Hand zu der berühmten Seebrücke. Diese sieht aus wie ein langer Steg, der viele Meter ins Meer ragt. Ganz vorne auf der Brücke stand eine kleine rote Bank, wo anscheinend schon viele Pärchen saßen. Überall waren Namen mit Herzen eingeritzt. Auch Gretchen und Marc nahmen auf der Bank platz. Marc legte den Arm um Gretchens Schultern, Gretchen kuschelte sich an ihm und legte den Kopf auf Marcs Schultern ab. Sie genossen den weiten Ausblick aufs Meer. Langsam brach auch die Dunkelheit schon ein und Laternen leuchteten entlang des Steges. Lichtschatten spiegelten sich auf der Oberfläche des Wassers, das eine sehr romantische Atmosphäre schaffte.
Sie genossen jeden Augenblick ihrer Zweisamkeit. Beiden war es bewusst wie schnell es wieder vorbei sein könnte. Deshalb wollten sie jedes Detail in ihrem Bewusstsein speichern. Doch Gretchen genügte dies natürlich nicht. Sie löste sich aus Marcs Armen, kramte ihre Kamera aus ihrer Tasche und fragte eine junge Frau, ob sie ein Foto von ihr und Marc machen könnte. Als sich Gretchen gerade wieder zu Mars setzen wollte, drückte er schon seine Lippen auf ihre und sie hatten Mühe sie wieder voneinander zu trennen, als die junge Frau etwas verwirrt die Kamera Gretchen entgegenstreckte. Dieses Foto würde sie sich groß umrahmt über ihr Bett hängen, dass war ihr schon in diesem Augenblick bewusst.

Mit der Dunkelheit wurde es auch immer kälter. Marc spürte wie Gretchen anfing zu frösteln und legte daraufhin seine vorgewärmte Wolljacke über ihr. Gretchen warf ihm einen dankenden Blick zu und verwöhnte ihm mit einem Kuss, der beiden den Atem raubte.

Wir freuen uns riesig über eure Kommentare!
Einen wunderschönen Sonntag wünschen wir euch![zwinker]

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15.11.2011 18:23
#13 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Hallöchen!

Langsam wird es echt kalt draußen und deshalb wünschen wir euch eine Tasse Tee, Kakao oder Glühwein zum warm werden!!
ODER ihr macht es einfach so wie Gretchen und Marc im heutigen Kapitel!
Einen schönen Abend euch allen!



Kapitel 13

Völlig durchgefroren kamen Marc und Gretchen an ihrem kleinen schnuckeligen Ferienhäuschen an. Sie hatten die Kälte tatsächlich unterschätzt.
Gretchen ließ in der großen, breiten Badewanne, in der locker auch drei Mann Platz hätten, das Wasser einlaufen.
Sie wollte sich erst einmal durch ein heißes Bad auf normale Temperatur bringen.
Als Gretchen wieder das Bad verließ um sich neue Unterwäsche zu holen, verstaute Marc heimlich das kleine Päckchen mit der Kette in einer Schublade in einem Holz Schränkchen neben der Wanne. Er war froh, dass Gretchen es auf dem Steg nicht entdeckt hatte, als er ihr die Jacke umgelegt hatte. Marc hatte zwar mit solchen Dingen nicht so viel Erfahrung, aber er war sich sicher, dass gleich der Moment perfekt für Überraschungen wäre.

Gretchen setzte sich schnell in das warme Wasser um endlich auftauen zu können, als Marc plötzlich ins Badezimmer kam. Er riss sich schnell die Kleider vom Körper und wollte zu ihr in die Badewanne steigen.
„Marc?? Was…. machst du denn da?“
„Ich komm zu dir in die Wanne?! Mir ist auch Arschkalt!“
„Aber Marc…. ich hab doch nichts an!“
„Meine Güte Hasenzahn! Ich kenn deinen Körper mittlerweile sehr gut. Also rutsch mal nach vorne!“
Immer noch etwas peinlich berührt, folgte sie seinen Anweisungen. Er hatte ja Recht! Es war schließlich nicht das erste mal, dass er sie ohne Kleidung sah. Gretchen legte sich zwischen Marcs Beine und er schlang seine Arme um ihren Körper.

„War das nicht ein schöner Tag?“ fragte Gretchen.
„Ja schon, aber ich verspreche dir er wird noch schöner!“
„Da habe ich nichts gegen!“, antwortete die junge Ärztin mit einem schelmischen Grinsen.
Und wie schon so oft an diesem Tag schmiegten sich ihre Lippen aneinander, als wenn sie wie füreinander geschaffen worden waren. Auch ihre Zungen liebkosten sich, was beiden ein atemberaubendes Kribbeln im Bauch verschaffte.
Zu Gretchens Enttäuschung löste sich Marc aus dem Kuss. Jetzt war der Moment gekommen, für seine Überraschung. Obwohl er sich eigentlich sicher war, dass es Gretchen die Sprache verschlagen würde und sie sich tierisch freuen würde, war er etwas nervös. Er beruhigte sich mit dem Gedanken, dass sie im Gegensatz zu ihm Überraschungen liebte.

Er beugte sich also etwas über die Wanne um das kleine Päckchen, das in lilafarbenem Geschenkpapier verpackt war, aus der Schublade zu kramen. Gretchen setzte sich so hin, dass sie ihm gegenüber saß und schaute ihn erwartungsvoll und etwas verwirrt an. Was hatte Marc nur vor?

„Ich hoffe es gefällt dir. Ich habe es dir gekauft als Dankeschön für diesen tollen Urlaub!“ sagte Marc als er Gretchen das Packet in die nassen Hände reichte.
Völlig überwältigt schaute sie Marc tief in die Augen und sagte nur: „Für….. mich???“
„Also ich sehe hier außer dir keinen anderen sitzen! Natürlich ist es für dich Hasenzahn!“
Sie lächelte etwas verlegen und machte sich an die Arbeit, das Geschenk vorsichtig auszupacken. Marc wurde immer nervöser und wollte beinahe aufstöhnen, als er sah wie behutsam und langsam sie das Päckchen öffnete. Aber er riss sich zusammen. Er wollte diesen schönen Augenblick nicht zerstören.

Mit Tränen in den Augen nahm sie die Kette aus der kleinen Dose und lächelte Marc dankend an.
„Das ist ja die Kette von dem Stand heute Mittag!“, sagte sie völlig begeistert.
„Ja das ist sie!“, antwortete Marc stolz.
„Womit habe ich das denn verdient?“
„Hasenzahn, das musst du dir gleich noch verdienen!“, entgegnete Marc mit einem anzüglichen Lächeln.
Auch Gretchen musste daraufhin etwas lachen und gab Marc einen Kuss auf die Lippen.
Marc Meier war gerade dabei Gretchens Bild über ihn völlig durcheinander zu bringen. Sie war völlig berührt darüber, dass Marc erkannt hatte, dass sie sich diese Kette sehr wünschte. Sie hatte ja inzwischen vieles von Marc erwartet, aber so etwas nun wirklich nicht. Das übertraf all ihre Erwartungen.

„Soll ich dir sie anziehen?“
„Gerne“ sagte Gretchen völlig sprachlos und überwältigt von der Situation.
„Aber warte, ich stehe lieber auf bevor sie nass wird!“
Marc nahm also die Kette und legt sie an Gretchens Hals.
„Sie steht dir wirklich unbeschreiblich gut. Besonders wenn du nichts an hast!“
„Maaarc!“ Antwortete sie mit roten Wangen und spritzte ihn ein wenig nass.
Sie spürten wie sie das gegenseitige Verlangen zueinander nicht mehr zügeln konnten und küssten sich stürmisch. Auch diese Nacht verlief genauso schön die letzte.

Am nächsten und leider schon dem letzten Morgen erwachte Marc durch das Vogelgezwitscher, das durch das Fenster ins Schlafzimmer drang. Er beobachtete Gretchen, die noch seelenruhig schlief. Er liebte es ihr beim Schlafen zuzusehen. Sie wirkte dabei so entspannt und er konnte seinen Blick kaum von ihr abwenden. Was war das nur mit ihm und Gretchen? Er wusste, dass er für eine Beziehung nicht bereit wäre aber diese Verbundenheit zu seiner Assistenzärztin konnte er nicht einfach beiseite kehren. Er hatte noch nie so stark für eine andere Frau empfunden, das wusste er jetzt. Jedes mal, wenn Gretchen lachte, ihre Wangen erröteten oder sie mal wieder in ein kleines oder auch großes Fettnäpfchen trat, spürte er, wie viel sie ihm bedeutete. Es gab niemanden der so war wie Gretchen und auch das machte sie so interessant für ihn.

Ihre Augenlider begannen zu flattern und kurze Zeit später strahlte sie ihn auch schon glücklich an.
„Guten Morgen, Marc!“
„Morgen“, flüsterte er und strich ihr über die Wange.
„Bist du schon länger wach?“
Er schüttelte nur leicht den Kopf und beugte sich zu ihr hinunter um ihr einen Guten- Morgen- Kuss zu geben. Daraufhin drehte er sich wieder auf den Rücken und Gretchen bettete wie so oft an diesem langen Wochenende ihren Kopf auf seiner Brust. Keiner der beiden hatte Lust, das Bett schnell wieder zu verlassen.
Doch Gretchen brannte etwas auf der Seele.
„Lass uns reden!“
„Bitte was?? Über was willst du denn jetzt reden?“, fragte er entgeistert.

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17.11.2011 19:08
#14 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Kapitel 14

„Na, einfach über alles! Ich will noch mehr über dich erfahren. Was ist zum Beispiel dein Lieblingsobst?“
Marc musste lachen. Er hatte mit einer Beziehungsdiskussion gerechnet und war froh, dass Gretchen scheinbar über belanglosere Dinge reden wollte. Sie schien genau wie er einfach das Hier und Jetzt zu genießen.
„Mein Lieblingsobst? Gretchen du hast Einfälle!“
„Warum? Das ist doch witzig und auch interessant! Nun sag schon! Du kannst mir danach ja auch eine Frage stellen!“
„OK! Also ich mag sehr gerne Äpfel. Jetzt meine Frage! ..... Welche ist deine liebste Jahreszeit?“
„Mhh... Gute Frage! Also ich denke der Winter!“
„Winter??“, fragte er schockiert, was Gretchen dazu brachte ihren Kopf von seiner Brust zu nehmen und sich so hinzusetzten, dass sie ihn ansehen konnte und genug Platz zum artikulieren hatte.
„Jaa! Ich liebe es wenn draußen Schnee liegt und man rein kommt und es nach Plätzchen riecht. Der Kamin ist dann oft an und alles ist so schön geschmückt! Und ja Weihnachten liebe ich auch! Das leckere Essen, die Geschenke und das Beisammensein!...“
Gretchen kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus, was Marc zum Schmunzeln brachte.
„Okay ist ja gut! Ich verstehe was du meinst!“
„Gut, dann bin ich jetzt wieder dran.“
Sie lies sich etwas Zeit, bis sie schließlich, während sie sich wieder zu Marc legte, fragte:„Was würdest du...als Glück bezeichnen?“
Diese Frage war für ihn nicht ganz so leicht zu beantworten. Der sonst so wortgewandte Chirurg brauchte einen Moment um antworten zu können.
„Glück bedeutet für mich, sich in dem Moment in dem man sich befindet, wohl zufühlen. Egal wo man gerade ist, Dinge oder auch Menschen bei sich zu haben, die einem wichtig sind.“
Wieder einmal war Gretchen von seiner Ehrlichkeit überwältigt. Doch er gab ihr nicht die Gelegenheit, über seine Worte nachzudenken.
„Welches Essen magst du überhaupt nicht? Wenn es da überhaupt etwas gibt!“
„Hahahaa! Auch wenn das jetzt vielleicht eine Standartantwort ist aber: Rosenkohl!! Der schmeckt einfach scheußlich!“
Und so ging das fast den gesamten Vormittag. Sie redeten über Reiseziele, Autos, Tiere, Länder, Alkohol, Filme, Musik und und und.

Der letzte Tag verging für die beiden viel zu schnell. Am Mittag kochten sie sich etwas Leckeres und saßen danach noch ein wenig im Garten auf der Bank, auf der sie auch schon am 1. Tag gesessen hatten. Was hatte sich seid dem nicht alles verändert? Sie hatten miteinander geschlafen. Aber nicht nur das. Sie hatten so viel miteinander geredet und so viel über den anderen erfahren wie noch nie zuvor.

Am späten Nachmittag liefen sie zum letzten Mal gemeinsam am Strand entlang. Es war eigentlich schon viel zu spät dafür, dass sie beide am Dienstagmorgen, also am morgigen Tag, wieder ihren Dienst im Elisabeth-Krankenhaus antreten mussten. Doch sie hatten alles so lange herausgezögert, um keinen der für sie so wertvollen Momente auszulassen. Das Packen dauerte dementsprechend lange und Wehmut kam auf. Also einigten sie sich darauf, zum Abschluss noch mal zum Meer zu laufen.

Jetzt standen nebeneinander, mit dem Blick aufs Meer am Strand. Beide hatten den gesamten Weg dorthin kein Sterbenswörchtchen von sich gegeben. Ihnen war einfach nicht danach. Sie wussten, dass dieser Urlaub in wenigen Stunden zu Ende sein würde und aus irgendeinem Grund spürten sie, dass es zwischen ihnen, zurück in Berlin, nicht mehr so sein würde und könnte wie an diesen Tagen. Marc nahm ihre Hand und so blieben sie stehen, bis Gretchen sich zu ihm drehte, ihn küsste und dann zurück zum Haus zog.
„Warte Hasenzahn! Ich…. will dir noch was sagen.“
Verdutzt über Marcs plötzlichen Einwand blieb sie stehen und blickte ihm in die Augen.
„Ich…. wollte dir nur sagen, dass…. egal was in Berlin passiert, ich diese drei Tage hier mit dir wirklich…. schön fand und nichts von mir irgendwie gespielt war, ok??“, er wollte das unbedingt los werden, weil er nicht wusste, ob er in ihrer alten Umgebung bereit für solch ehrliche Worte wäre.
„Ok“, flüsterte sie woraufhin Marc wieder ihre Hand nahm und den Weg zum Häuschen fortsetzte.

Im Auto herrschte eine unangenehme Stimmung.
Gretchen wollte Marc an ihrer Seite, doch sie wusste, dass er nicht bereit für sie war. Vor allem in der jetzt wieder auf sie zu kommenden, alten Umgebung Berlin. Je näher sie ihrem Ziel kamen, desto mehr verflog die Magie des so besonderen Wochenendes. Sie konnten sich nicht erklären woran es lag, doch je weiter sie sich von der Insel Rügen entfernten, desto mehr entfernten sie sich auch voneinander. Marc und Gretchen waren sich zu unsicher, wie es jetzt weitergehen sollte zwischen ihnen. Ein klärendes Gespräch hatte ja bis jetzt noch nicht stattgefunden.
Marc strahlte plötzlich wieder eine Unnahbarkeit aus, welche Gretchen sehr verunsicherte.

Als sie um 1 Uhr Nachts Berlin erreichten, hatte sich nicht viel zwischen ihnen geändert. Die Stimmung hatte sich nicht gebessert und viel geredet hatten sie auch nicht. Gretchen verletzte diese Kälte zwischen ihrem Oberarzt und ihr. Die letzten Tage waren einfach zu perfekt und sie hatte sich manchmal schon heimlich vorgestellt wie schön es in Berlin wäre, wenn das neu erlangte Verhältnis zu Marc bestehen bleiben würde. Doch, dass es definitiv nicht so kommen würde, war jetzt wie ein Schlag ins Gesicht.

Als Marc am Haus der Haases ankam sagte er nur: „So... Da wären wir!“
„Ja! Ich geh jetzt mal schnell rein! In 7 Stunden haben wir ja schon wieder Dienst!“
„OK! Tschau!“
Sie öffnete schnell die Autotür, stieg aus und holte ihren Koffer aus dem Kofferraum. Marc machte keine Anstalten ihr zu helfen, stattdessen trommelte er nur nervös auf dem Lenkrad herum. Als sie das schwere Gepäckstück herausgehieft und den Kofferraum geschlossen hatte, nickte er ihr noch einmal kurz zu und brauste dann davon.
Gretchen war schockiert. Was war das denn für eine Verabschiedung nach einem so tollen Wochenende? Er hatte ihr nicht einmal in die Augen gesehen.
Was war los mit ihm? Verließ ihn etwa der Mut? Wo war der Marc vom Wochenende geblieben?
Sie blickte ihm noch einige Zeit ungläubig nach, bis sie sich unter Tränen auf den Weg in ihr Elternhaus machte.


Vielen lieben Dank für die tollen Kommentare ihr Süßen!
Wir werden sie in den nächsten Tagen auf jeden Fall wieder beantworten!
Ihr seid einfach spitze und macht uns jedes Mal glücklich, wenn ihr wir eure Anmerkungen lesen! Dafür ein riesen DANKE!!
Einen wunderschönen Abend!

MissMonroe Offline

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19.11.2011 17:56
#15 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Viel Spaß beim Lesen
Wir hoffen euch gefällt unser Kapitel und freuen uns natürlich über zahlreiche Kommentare von euch !


Kapitel 15


Gretchen schloss mit zittrigen Händen die Wohnungstür auf und rannte die Treppe hinauf in ihr Zimmer. Tränen kullerten ihr nur so über ihre Wangen als sie sich auf ihr schwarzes, verschnörkeltes Bett schmiss.

Was hatte Marc sich eigentlich dabei gedacht? Wie konnte er nur so mit der jungen Ärztin spielen? Er hatte es geschafft ihre Gefühle vollkommen durcheinander zu bringen. Während ihrer ganzen Jugend und auch noch kurz vor ihrem gemeinsamen Wochenende hieß es Nein, ich möchte keine Beziehung mit Gretchen. In den letzten drei Tagen, war er diesem Gedanken gar nicht so stark abgeneigt und hatte Gretchen unnötige Hoffnung gemacht. Jetzt auf einmal hieß es wieder Nein und morgen wahrscheinlich wieder Ja oder was?
Aber das ließ sich Gretchen auf keinen Fall gefallen. Auch wenn sie ihn schon über so viele Jahre liebte, würde sie es nie in Kauf nehmen, dass so mit ihr umgegangen wird. Das würde ihr Herz brechen! Wenn es ihm schlecht ging, dann war Gretchen gut genug für ihn und wenn es ihm wieder gut ging, dann nicht mehr oder was? Von wegen „Ich wollte dir nur sagen, dass egal was in Berlin passiert, ich diese drei Tage hier mit dir wirklich schön fand und nichts von mir irgendwie gespielt war.“

Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als es plötzlich an ihrer Zimmertür klopfte. Bevor sie irgendetwas antworten konnte, es wäre wahrscheinlich eine sehr unfreundliche Antwort gewesen, steckte schon Bärbel Haase ihren Kopf durch die Zimmertür.
„Magarethe, was ist denn mit dir passiert?“, fragte ihre Mutter besorgt nach.
„Ach Mama, dass ist eine lange Geschichte.“
„Es hat etwas mit dem Dr. Meier und dem Urlaub zu tun, nicht wahr Kind?“ fragte Bärbel nach, die dabei eine gewisse Wut verspürte, weil er ihrer Tochter jedes mal aufs neue so verletzte. Kein anderer Mann konnte Gretchen so zum Weinen bringen.

Gretchen nickte ihrer Mutter zu und konnte ihre Tränen nun gar nicht mehr stoppen. Bärbel nahm ihre Tochter fest in die Arme und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn. Schon nach ein paar Minuten war ihre Schulter mit Tränen durchnässt. Sie merkte, dass jetzt nicht der richtige Moment für ein solches Gespräch war.
„Ich glaube, du solltest jetzt erst einmal ein wenig schlafen, Magarthe. Du musst morgen wieder früh raus! Du wirst schon sehen, morgen wird die Welt schon wieder ganz anders aussehen!“
Mit diesen Worten stand sie vom Bett auf und verließ nach einem letzten besorgten Blick Gretchens Zimmer. Sie konnte ihre Tochter nur schlecht so traurig sehen und hoffte inständig, dass es ihr morgen wirklich schon wieder besser geht.
Gretchen, die immer noch ein auf ihrem Bett wimmerte und weinte, wollte nun auch endlich mal etwas zur Ruhe kommen. Sie wollte Marc ja schließlich nicht mit tiefen Augenringen und angeschwollene Augen begegnen. Das wollte sie ihm auf keinen Fall gönnen. Er sollte nicht wissen, dass sie sein Verhalten sehr verletzte.
Als Gretchen am nächsten Morgen wie immer mit dem Fahrrad zum Krankenhaus radelte war ihre Laune immer noch auf dem Tiefpunkt.
Erstens, sie wurde von Marc verletzt und ausgenutzt. Zweitens, Sie war so müde, dass sie mühe hatte ihre Augenlider offen zu halten und Drittens war der heutige Fühlingsmorgen ziemlich kalt und ungemütlich und da ihre Eltern ihrer Tochter ihr Auto nicht anvertraut hatten, musste sie den Weg mit dem Fahrrad antreten. Eine andere Option wäre natürlich noch die U-Bahn gewesen, aber bei dem Gedanken überall junge Pärchen, eng umschlugen ansehen zu müssen, entschied sie sich lieber für die andere Variante. Sie strampelte also heftig gegen den Gegenwind an, bis sie schließlich nass geschwitzt am Krankenhaus ankam.
Der Morgen konnte nicht besser beginnen, dachte sich Gretchen nur und machte sich auf den Weg ins Schwesternzimmer mit der Hoffnung Marc nicht begegnen zu müssen.
„Guten Morgen, Frau Dr. Haase!“, ertönte eine freundliche Stimme.
„Morgen, Sabine!“ wünschte auch Gretchen der Stationsschwester, wenn auch nicht ganz so gut gelaunt und ließ sich mit einem Stöhnen auf dem Stuhl plumpsen.
„Aber Frau Doktor, Ist denn alles in Ordnung mit Ihnen?“ fragte sie besorgt nach. Ehrlich gesagt hatte sie mit einer anderen Stimmung gerechnet. Auch Gretchens Horoskop versprach der jungen Ärztin ein atemberaubendes und romantisches Wochenende, das Sabine natürlich wie an jedem Tag gelesen hatte.
„Ach Sabine, dass ist alles sehr kompliziert!“
„Hat es etwa was mit dem Herrn Doktor zu tun?
Ein wortloses Nicken genügte der Krankenschwester um ihre Fantasien freien Lauf zu lassen.
„Lassen sie mich raten…, der Herr Doktor hat genau so eine kriminelle Vergangenheit wie ihr Ex-Mann!“, sagte Sabine von sich selber ziemlich überzeugt.
„Ohh Sabine! Müssen sie mich jetzt auch noch daran erinnern!“ antwortete Gretchen mit einem Augen rollen.
Sabine sah sie entschuldigend an, konnte ihre Neugier aber einfach nicht verheimlichen. Musste man der Frau Doktor den alles aus der Nase rausziehen.
Sabines auffordernder Blick wich nicht von Gretchens Gesicht ab und veranlasste sie schließlich widerwillig Sabine die ganze Geschichte zu erzählen. Natürlich nicht alles. Es versteht sich, dass die kleinen intimen und wunderschönen Details weggelassen würden. Diese Momente gehörten nur Ihnen alleine.

Ganz plötzlich wurde die Unterhaltung, zum Ärger von Sabine, unterbrochen, als ein junger gut aussehender Mann im weißen Kittel in das Schwesternzimmer gestürmt kam. Gretchen und auch Sabine schreckten erschrocken auf und taten so, als hätte es dieses Gespräch nie gegeben und sie wären mit wichtigen Dingen, wie das Sortieren von Patientenakten beschäftigt.
„In Zimmer 236 muss ein Katheder verlegt werden. Mach du das bitte Hasenzahn! Ich muss jetzt in den OP!“
Er nahm sich noch schnell die Patientenakte und verließ ohne ein einziges Wort oder Blick das Schwesternzimmer.
Gretchen erwischte Sabine dabei, wie sie ihrem Chef einen bösen und „Wieso musst du immer alles versauen?“ Blick zuwarf und auch sie brodelte vor Wut.
Glaubte er jetzt ernsthaft, die letzten drei Tage könnte man jetzt einfach vergessen oder was?
Gretchen fragte sich, ob Marc diese Tage nicht auch in guter Erinnerung hatte?
Ziemlich verletzt und traurig machte sie sich auf dem Weg zum Patienten mit dem Katheder. Sie hatte nicht gedacht, dass der Tag noch schlimmer kommen könnte. Doch Katheder verlegen war nicht gerade eines ihrer Lieblingsaufgaben. Aber das schlimmste für sie war, dass Marcs Reaktion so gleichgültig und ignorierend war. Er hätte sie lieber anschreien können, dann wüsste sie wenigstens was mit ihm los war. Hatte sie etwa etwas falsch gemacht?
Marc stellte Gretchen vor ein ziemlich großes Rätsel. Wie sollte sie sich bloß gegenüber ihm verhalten?

MissMonroe Offline

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21.11.2011 20:50
#16 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Sooo es geht weiter ihr Süßen!
Heute wird von Gretchens Seite aus Dampf abgelassen! Und wie wir euren Kommentaren entnehmen konnten hat es Marc ja auch verdient!!
Schönen Abend!




Kapitel 16


Es vergingen 2 Wochen in denen Marc und Gretchen kaum ein Wort miteinander redeten. Natürlich sprachen sie beruflich miteinander aber auch da nur das nötigste. Einige Male versuchte Gretchen ein Gespräch aufzubauen, doch Marc blockte immer wieder aufs Neue ab. Sie konnte sich sein Verhalten noch immer nicht erklären. Es verletzte sie, dass er plötzlich so kühl und noch ignoranter als vor dem Urlaub mit ihr umging.

Dann nach, für Gretchen unendlich langen, 2 Wochen hielt sie es nicht mehr aus. Als die beiden Chirurgen nach der Visite aus dem letzten Patientenzimmer kamen und Marc schon wieder in sein Büro verschwinden wollte, zog sie ihren Oberarzt am Arm, in eines der leeren Patientenzimmer.
„Du kommst jetzt mit!“
Die junge Ärztin schloss die Tür hinter sich, atmete noch einmal tief durch und drehte sich zu ihm um. Er sah sie mit hochgezogenen Augenbrauen und vor der Brust verschränkten Armen an. Dieser wieder mal so arrogante, überlegene Blick, brachte Gretchen dazu, ihren Gefühlen und ihrer Wut freien Lauf zu lassen.
„Was soll das Marc? Seid wir aus dem Urlaub zurück sind bist du so…. anders! Du bist einfach so…. kalt, so…. gemein! Was ist denn passiert, dass du dich mir gegenüber so verhältst? Was habe ich dir denn getan Marc? Habe ich schon wieder was falsch gemacht? Habe ich zu sehr geklammert? Aber ich habe doch gar keine Ansprüche gestellt. Du wolltest das doch auch alles, was auf Rügen passiert ist!..... Oder? Bin ich jetzt auf einmal nicht mehr gut genug für dich?? Marc sag doch einfach, dass du es nie ernst mit mir meintest und nie meinen wirst! Dann krieg ich dich vielleicht endlich mal aus meinen Kopf!! Und jetzt hör auf mich so anzusehen!! DU machst mich wahnsinnig!! Warum bist du nur so??“
Ihre Worte überschlugen sich und sie wurde immer lauter. Am Ende schrie sie ihn fast an und Tränen bildeten sich in ihren Augen. Marcs Gesichtszüge wurden etwas weicher, doch er war unfähig etwas zu sagen. Was wäre denn jetzt angebracht zu sagen?
„Du bereust es oder? Du bereust unsere gemeinsamen Nächte,…. die Zärtlichkeiten, unsere Gespräche einfach alles! Ich spür das doch, aber Marc ich versteh dich nicht! Warum hast du es dann überhaupt so weit kommen lassen? Einmal mit Gretchen, die ja sowieso alles für mich machen würde, ins Bett oder was? Aber hast du denn nicht auch dieses besondere… Gefühl zwischen uns gespürt?“, flüsterte sie mittlerweile wimmernd. Die Tränen liefen ihr nur so über die Wangen.

„Schsch…“, machte Marc und kam einen Schritt auf sie zu. Er konnte und wollte seine, mittlerweile sehr lieb gewonnene, Assistenzärztin nicht in einem solchen Zustand sehen.
Sie blickte ihn voller Schmerz an und ihre Worte hatten ihm deutlich gemacht, was sein Verhalten bei ihr auslöste. Es war wie ein Schlag ins Gesicht.
„Gretchen, bitte…“
„Ne Marc“, unterbrach sie ihn schnell, „Ich kann das gerade nicht! Ich muss… hier raus!!“
Als sie das unter Tränen hervorpresste, riss sie auch schon die Tür auf und stürmte über den Flur.
„Hör auf dir immer alles so zu Herzen zu nehmen Gretchen, bitte!“, rief er ihr noch nach, doch sie reagierte nicht mehr darauf.

Er lehnte sich an die Wand und schloss die Augen. Oh Mann war das kompliziert mit dieser Frau!
„Was ist denn mit dem dicken Haasen los? Denk sie wieder, sie hätte Chancen bei dir??“
Marc öffnete seine Augen und blickte in Gabis amüsiertes Gesicht.
„Oder hast du wieder Witze über sie gemacht und jetzt braucht sie erst mal Fett und Kohlenhydrate?“, lachte die Krankenschwester mit einem überheblichen Unterton.
„Boah Gabi! Halt einfach die Fresse und kümmere dich um deinen eigenen Scheiß! Du wohnst doch noch im Schwesternwohnheim oder? Dann hast du ja genug Probleme für uns zwei also lass mich in Ruhe!!“, fauchte er und lief schnell in sein Büro.


Nach einer für Gretchen fast schlaflosen und mit Liebesliedern vollgedröhnten Nacht, kam sie wieder mal total übermüdet und mit dicken Augen am Krankenhaus an. Es machte sie fertig, dass dieser Mann namens Marc Meier, solche Gefühle in ihr auslösen konnte. Gretchen schluffte also eher unmotiviert Richtung Aufzug. Auf dem Weg dorthin, lief ihr noch Mehdi über den Weg, dem sie aber nur flüchtig zu nickte und dann in den Fahrstuhl huschte. Sie hatte gerade keine Lust darauf, Mehdi zu erklären, warum sie so aussah, wie sie aussah. Er hatte ihr sehr geholfen. Auch in den letzten 2 Wochen hatte er ihr immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden, doch heute war ihr nicht nach einem Gespräch.
Als die junge Ärztin auf der Station ankam und ihre Tasche im Schwesternzimmer auf den Schreibtisch warf, beugte sich Schwester Sabine gerade über den neuen Dienstplan. Auch Gretchen warf einen Blick darauf und musste feststellen, dass sie sehr lange für keinen Dienst mit Marc eingeteilt war.
Sie befürchtete schon schlimmes. Hatte er etwa darauf bestanden, für längere Zeit nicht mir ihr zusammen zu arbeiten?
„Wieso bin ich denn nie mit Dr. Meier zusammen eingeteilt? Ich bin doch seine erste Assistenz? Oder warten Sie, warum ist er denn hier gar nicht eingeteilt??“
„Na er ist doch die nächsten 2 Wochen auf Fortbildung in Düsseldorf! Wissen Sie das etwa nicht Frau Doktor?“
Völlig verblüfft brachte sie nur ein „Ähh… nein!“, heraus und lief zu ihrem Spind. Was war das denn jetzt schon wieder? Marc haute ab ohne ihr etwas davon zu sagen?? 2 Wochen? Das konnte verdammt lange sein. Gretchen musste sich erst mal hinsetzten und dreimal tief durchatmen um etwas runter zu kommen. Was bildete sich dieser Mann eigentlich ein?

MissMonroe Offline

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24.11.2011 17:58
#17 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Hallo ihr Lieben,
Wir müssen uns bei euch entschuldigen, dass das heutige Kapitel so spät kommt, aber wir hatten einfach so viel zu tun !

Jetzt aber erst mal viel Spaß beim Lesen. Wir hoffen die Wartezeit hat sich gelohnt!

Kapitel 17

Als Gretchen am Abend mit einer ziemlich schlechten Laune nach Hause radelte, ließ sie den heutigen Tag noch mal Revue passieren und musste wie schon so oft an diesem Tage feststellen, dass dies einer ihrer schlimmsten Tage in ihrem ganzen Leben war. Marc Meier machte eine Fortbildung ohne ihr ein sterbens Wörtchen davon zu erzählen. Immer wieder hatte sie sich Hoffnung mit dem Gedanken gemacht, dass er ein zufälliges Angebot seitens der Düsseldorfer Uniklinik bekommen hatte und dass Marc sich kurzfristig dafür entschied. Doch ihre Hoffnung verschwand, als sie daran dachte, dass sie in einer Zeit lebten, wo Handys oder Telefone gang und gebe waren. Es hätte doch wenigstens eine SMS sein können. Das war doch nicht zu viel verlangt oder? Es war doch bekannt, dass Marc dies doch sehr gut konnte.

Als Gretchen ihre Haustür aufschloss ging sie direkt ins Bad. Obwohl Bärbel Haase wie an jedem Tag schon in der Küche lauerte, traute sie sich bei Gretchens Anblick nichts zu sagen. Und das hatte schon was zu sagen!
Sie ließ die Badewanne voll Wasser laufen, um etwas zur Ruhe zu kommen. Eine heiße Badewanne war nach einem so schrecklichen Tag, genau das Richtige.
Als sie gerade dabei war, ihren Jeans Rock, ihre rosa Strumpfhose, ihre karierte Bluse und ihre Unterwäsche auszuziehen, fiel ihr plötzlich auf, dass sie immer noch die schöne Kette trug, die Marc ihr in Rügen geschenkt hatte. Seit ihrer Ankunft hatte sie sie nicht mehr ausgezogen. Ehrlich gesagt, musste sie zugeben, dass sie sie gar nicht erst bemerkt hatte. Sie schmiegte sich völlig normal an ihr Dekollete, als wäre sie immer schon dort gewesen. Aber nach diesen vergangenen Wochen konnte sie den Anblick der wirklich schönen rosafarbenen schimmernden Kette nicht mehr ertragen. Sie machte also mit trauriger und enttäuschter Miene den Verschluss auf und verstaute sie in einen ebenfalls rosafarbenen Kästchen im Bad, wo Gretchen all ihren Schmuck aufbewahrte. Sie machte den Deckel wieder zu und stellte das Kästchen wieder in den alten rustikalen Eichenschrank im Bad zurück.
Sie stieg nun endlich in die Badewanne um einen klaren Kopf zu bekommen und um sich Gedanken darüber zu machen, wie es mit Marc und ihr weiter gehen soll. Sollte es überhaupt weitergehen?
Sie traute sich gar nicht an der Vorstellung, zwei Wochen ohne Marc auskommen zu müssen.


Auch Marc, der gerade mit dem Auto auf der Autobahn Richtung Düsseldorf fuhr, dachte zu seinem Entsetzten an Gretchen. Er hätte nicht gedacht, dass sie ihm jetzt, obwohl er erst eine Stunde von Berlin entfernt war, fehlen würde.
Doch er musste jetzt an seine Karriere denken und die war ihm ja bekanntlich schon immer wichtiger gewesen, als eine Beziehung. Und Gretchen kannte Marc inzwischen schon ziemlich lange und gut und musste dies respektieren. Mit diesen Gedanken beruhigte er sein Gewissen.
Er hatte ein exzellentes Angebot der Düsseldorfer Uniklinik bekommen, mit einer persönlichen Betreuung von Prof. Dr. Dr. Urban, einer der besten Chirurge in ganz Deutschland. So eine Chance konnte er sich aufgrund einer Frau nicht entgehen lassen. Doch er musste entsetzt feststellen, dass sich immer wieder sein schlechtes Gewissen bei ihm meldete. Eine kleine hohe Stimme fragte ihn andauernd „Wieso hast du ihr nicht wenigstens bescheid gesagt?“.
Irgendwann konnte er es nicht mehr hören und kramte wutentbrannt und entnervt sein Handy aus seiner schwarzen, großen Reisetasche. Er wollte gerade das erste Wort schreiben, als er von einem Krankenwagen mit lautstarken Sirenen gestört wurde. Schnell schmiss er es wieder in seine Tasche und konzentrierte sich nun wieder auf den Verkehr. Er hatte keine Lust, wegen dieser Frau auch noch eine Geldstrafe zu bekommen. So wichtig, war diese SMS jetzt auch nun wieder nicht!


„Margarethe! Essen ist fertig. Es gibt dein Lieblingsessen! Spagetti Bolognese!“
Gretchen schreckte in der Badewanne auf, als sie die Stimme ihrer Mutter hörte. Sie hatte gerade etwas die Augen zugemacht um sich etwas zu beruhigen. Sie musste wohl eingeschlafen sein.
„Hab keinen Hunger!“ rief Gretchen ihrer Mutter mit einem schlecht gelaunten Unterton zu.
Leute, musste das nicht was heißen? Gretchen Haase hatte keinen Hunger! Das schaffte wohl auch nur ihr Oberarzt Dr. Marc Meier. Er hatte wieder alle Register gezogen und hatte es schließlich wieder geschafft.


Doch Gretchen wäre sicherlich verwundert gewesen, wenn sie wüsste, dass auch Marc an diesem Abend keinen Hunger verspürte. Prof. Dr. Dr. Urban hatte ihm am Telefon eine Adresse eines hervorragenden Restaurant empfohlen. Eigentlich wollte Marc nach seiner Ankunft, dieses mal testen. Doch auch seine Laune hatte den Tiefpunkt erreicht und er checkte ohne etwas im Magen in sein Hotel „Nikko“ ein.
Das Hotel lag perfekt zentral in der Düsseldorfer Innenstadt, d.h nur 10 min von der Königsallee entfernt, hatte einen Wellnessbereich mit Pool. Das Zimmer war ebenfall sehr schön eingerichtet, hatte einen Flachbild TV und eine Mini Bar. Die Düsseldorfer Uniklinik bewies hier eindeutig ihre Großzügigkeit.
Doch obwohl Marcs Matratze sehre bequem war und es ihm an nichts mangelte, lag er noch lange bis in die frühen Morgenstunden wach und dachte über Gretchen und ihn nach. Obwohl er die Gedanken immer wieder versuchte zu verdrängen, gelang es ihn nicht.

Wir freuen uns über eure Kommentare !

MissMonroe Offline

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26.11.2011 22:42
#18 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Es geht in die nächste Runde ihr Lieben!
Mal sehen, vielleicht bringt ihnen diese kurze Trennung ja auch etwas!
Ein schönes Restwochenende euch allen!
Und wir hoffen, dass ihr nicht vergessen habt, dass morgen der 1. Advent ist!!
Grüüüße!




Kapitel 18


Es vergingen einige Tage in denen Gretchen versuchte, ihre Gefühle und ihre Traurigkeit zu unterdrücken. Ihre Wut, die durch ihr Unverständnis auf Marcs Ausweichmanöver ausgelöst wurde, wurde immer größer. Doch sie versuchte es sich im Elisabethkrankenhaus nicht anmerken zu lassen. Die Patienten brauchten eine zuverlässige und voll konzentrierte Ärztin. Da Marc ja für 2 Wochen nicht im Hause war, arbeite sie mit Dr. Rössel zusammen. Er war ein sehr guter und strukturierter Arzt. Gretchen konnte von ihm also genauso viel lernen wie von Marc. Und das tat sie auch. Dr. Rössel teilte sie in unzählige OP`s ein, sodass sie kaum noch Zeit hatte, sich über irgendetwas Gedanken zu machen. So verging die 1. Woche, in Abwesenheit von Marc, doch recht schnell.
Die junge Ärztin hatte Erfolgserlebnisse. Sie fühlte sich während den OP`s immer sehr sicher und auch der positive Kontakt zu den Patienten bestärke sie. Zwischendurch hielt sie einen Plausch mit Sabine oder Mehdi und erlaubte sich ab und zu etwas Schokolade oder eine andere Leckerei.

Doch in der 2. Woche, setzte die Sehnsucht bei ihr ein. Sie konnte gar nichts dagegen machen. Gretchen dachte immer öfter an die Zeit auf Rügen zurück. An die ehrlichen Worte von Marc. Wenn diese überhaupt so ehrlich gewesen waren. Sein Verhalten machte ihr dies jedenfalls nicht deutlich! Aber konnte sie sich wirklich so täuschen? War Marcs Verhalten im Urlaub wieder nur eine Masche gewesen? Nein, das konnte nicht sein! Diese Aufrichtigkeit in seinen Augen war Echt. Da war sie sich sicher. Aber was war es dann? Warum verhielt er sich so?

Nun saß Gretchen, nach einer anstrengenden Frühschicht, mit einem heißen Kakao auf der Terrasse ihres Elternhauses. Sie hing mal wieder ihren Gedanken nach, denn so wie es momentan war, konnte es auf keinen Fall weitergehen. Diese Situation würde sie beide immer mehr belasten und Gretchen wollte endlich klare Verhältnisse.


Auch Marc befand sich in einer ähnlichen Situation. Er saß in einem kleinen Schokoladencafe`, von dem eine Ärztin in der Uniklinik so geschwärmt hatte. Bei dem Wort Schokolade, musste er unweigerlich an seine blond gelockte Assistenzärztin denken und es zog ihn in dieses kleine Cafe`. Dort saß er nun,
mit einer dampfenden Tasse Schokoladencappuccino vor sich, an einem kleinen Tisch am Fenster. Das Cafe` war wirklich sehr klein. Vielleicht 25 qm schätzte er. Aber dafür sehr verspielt und dennoch stilvoll eingerichtet. Es hätte Gretchen definitiv gefallen. Da war er sich sicher. Auch Marc musste häufig an sie denken. Er hatte zwar auch sehr viel zu tun hier in Düsseldorf, doch häufig schweiften seine Gedanken in den Pausen ab. Durch die Trennung wurde ihm noch viel bewusster, dass Gretchen wichtig für ihn war. Er sehnte sich nach ihrer weichen Haut, ihren duftenden Haaren, ihrer Stimme, ihrem Lachen und auch nach ihren kleinen Zickereien. Doch er hatte sich noch immer nicht bei ihr gemeldet. Er wusste nicht was er ihr schreiben oder sagen sollte. Marc wusste mittlerweile, dass es ein Fehler war, ihr nicht bescheid gesagt zu sagen, was diese Fortbildung anging. Er wusste auch, dass sein Verhalten in den letzten 2 Wochen nicht angemessen war. Deshalb nahm er sich vor, wenn er wieder in Berlin wäre, mit Gretchen persönlich zu reden und ihr einiges zu erklären. Ja er wollte endlich offen und ehrlich mit ihr sprechen. Doch jetzt blieb ihm noch eine Woche, in der er noch einiges lernen und mitnehmen wollte. Ein Chirurg muss schließlich immer auf dem Laufenden sein. Also trank er schnell seinen Cappuccino aus und machte sich auf den Weg durch die Stadt Düsseldorf, die ihm übrigens sehr gut gefiel, zurück zur Uniklinik.


Am nächsten Tag in der Mittagspause, setzte Mehdi sich zu Gretchen an den Tisch in der Cafeteria. Er sah ihr an, dass sie nicht allzu gut drauf war.
„Na, alles fit?“
Die junge Ärztin blickte zu dem Gynäkologen auf und gab nur ein: „Mhm…“, von sich.
„Na sag schon! Was ist?“, ermunterte er sie.
„Nichts Mehdi! Alles ok!“, versuchte sie ihre Fassade aufrecht zu erhalten.
„Gretchen!!“
Er wusste, dass ihre Antwort nicht der Wahrheit entsprach.
„Na gut!.... Ich vermisse ihn“, gab sie kleinlaut zu.
„Marc?“
„Ja...Ich weiß, dass ist dumm, er tut mir immer nur weh und ich sollte gar nicht mehr an ihn denken!“
„Und ich weiß, das kannst du nicht!“, grinste er.
„Ja genau! Weißt du, jetzt wo er etwas länger nicht ihr ist, merke ich wieder, wie viel er mir bedeutet. Er fehlt einfach! Schon allein im Krankenhaus entsteht für mich eine riesige Lücke wenn er nicht da ist. Ich versteh sein Verhalten ja auch nicht und wütend bin ich auch immer noch aber ich kann irgendwie nicht ohne ihn. Ich kann das gar nicht richtig erklären.“
Mehdi hatte seinen Kopf schräg gelegt und beobachtete Gretchen, während sie sprach. Er merkte ihr, ihre tiefen, echten Gefühle für Marc Meier jedes Mal aufs Neue an.
„Brauchst du auch nicht! Ich glaube ich verstehe was du meinst.“
Es war eine Weile still zwischen den Beiden. Die zwei Ärzte machten sich an ihrem Nudelauflauf zu schaffen, bis Mehdi plötzlich sagte:
„Du Gretchen, ich muss… dir was gestehen.“
Sie sah ihn sofort auffordernd in die Augen, was ihn dazu brachte mit der Wahrheit rauszurücken.
„Ich...ich wusste, was Marc vorhatte. Also das mit Düsseldorf. Ich musste ihm versprechen dir nichts von der Fortbildung zu sagen!“
„Was?? Mehdi! Das sagst du mir jetzt nach einer Woche? Das ist echt...boah! Ich hab mich die ganze Zeit bei dir ausgeheult und du warst von Anfang an eingeweiht??“
„Ja es tut mir ja auch leid, aber guck mal Gretchen. So wie es dir jetzt gerade ergeht, so wird es auch ihm ergehen!“
„Was meinst du?“, fragte sie noch immer etwas beleidigt.
„Na, er wird dich vermissen Gretchen!“
„Meinst du?? Ich glaub nicht! So wie er sich mir gegenüber verhalten hat!“
„Oh doch! Marc hatte immer schon die Fähigkeit, das schlecht zu machen, was ihm viel bedeutet! Glaub mir!“, zwinkerte er.
Plötzlich vibrierte ihr Handy in der Kitteltasche. Sie nahm es raus und sah, dass sie eine SMS bekommen hatte.

Wenn ich wieder da bin reden wir!
Versprochen!
Marc

MissMonroe Offline

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Beiträge: 108

28.11.2011 17:30
#19 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Kapitel 19

Als Gretchen Marcs SMS mit zittrigen Händen immer wieder las, schlug ihr Herz unnormal schnell. Sie wollte sicher gehen, dass in diesen 3 Zeilen, nicht doch irgendeine indirekte Beleidigung zu finden war. Sie konnte es einfach nicht glauben, dass sie von Marc gerade eine SMS bekommen hatte. Irgendwo musste es einen Hacken geben. Doch sie war erleichtert, als sie nicht fündig wurde.
Medhi, der immer noch gegenüber von ihr saß, merkte, dass irgendetwas nicht in Ordnung mit Gretchen war. Es musste etwas mit der SMS zu tun haben. Er hatte die Hoffnung, dass Marc nun endlich seinen Mut zusammengenommen hatte und Gretchen eine verdammte Nachricht geschickt hatte. Doch ganz so sicher war er sich da nicht. Deshalb fragte er Gretchen nach einigen stillen Minuten vorsichtig: „Gretchen, alles in Ordnung mit dir? War die SMS etwa von Marc?“
Seine Tischnachbarin konnte nur ein wortloses Nicken von sich geben. Sie starrte auf die kahlen weißen Kantinenfenster. Als Außenstehende Person hätte man meinen können, dass draußen die Welt unter geht.
Schließlich hielt Gretchen Medhi ihr Handy mit der SMS von Marc vor die Nase.
„Das ist doch schon mal ein Fortschritt oder? Sagte Medhi etwas unsicher. Sogar er, der Frauenkenner, der sonst immer wusste wann und was er zu sagen hatte, war mit einer solchen Situation etwas überfordert.
„Medhi, du entschuldigst mich, ja?“
Mit diesen Worten verabschiedete sich die junge Ärztin bei ihrem Kollegen, stand vom Stuhl auf und lief Richtung Schwesternzimmer. Sie musste jetzt erst einmal etwas für sich sein. Warum eine so plötzliche Wende? Warum änderte er jetzt so plötzlich wieder seine Meinung? Tausende Fragen schossen Gretchen durch den Kopf. Doch keine von denen konnte sie beantworten. Sie wusste, dass ein Gespräch zwischen Marc und ihr dringend nötig war. Es musste endlich mal klar Text gesprochen werden!
In genau 2 Tagen endete Marcs Fortbildung und die beiden würden sich wieder sehen. Gretchen konnte nur hoffen, dass Marc während dieser Zeit nicht schon wieder seine Meinung geändert hatte. In letzter Zeit traute sie ihm alles zu!
Er hatte sie wirklich in den letzten Wochen sehr verletzt und ob er diese Wunde noch einmal flicken konnte, dass wusste sie selber nicht.
Andererseits hatte sie die ganzen zwei Wochen auf eine solche SMS gewartet. Oftmals dachte sie darüber abends im Bett nach und verbrachte deshalb viele schlaflose Nächte. Sie reimte sich Worte zusammen, die ihre Wut besänftigen könnten. Doch bis jetzt hatte sie noch nicht die richtigen gefunden. Erstaunlicher Weise musste sie feststellen, dass Marc die perfekten Worte gefunden hatte. Klar und deutlich, dass war genau das, was sie beiden jetzt brauchen, und zwar klare Verhältnisse!
Doch ausgerechnet jetzt, wo sie nun gar nicht mit einer solchen SMS gerechnet hatte? Wieso überhaupt erst so spät? Musste er sie Tage davor so zappeln lassen? Doch eigentlich ist eine späte Einsicht besser als überhaupt keine oder?
Sie musste feststellen, dass es überhaupt keinen Sinn machte sich den Kopf darüber zu zerbrechen. Sie konnte Marcs Gedanken nicht lesen und fragen konnte sie ihn erst Recht nicht. Sie musste einfach abwarten bis Marc mit ihr sprach auch wenn es ihr schwer fiel.
Sie wipnete sich nun den Patienten. Diese brauchten sie nämlich dringend. Seit Marc in Düsseldorf war, fehlte eine wichtige Hand im Elisabeth Krankenhaus, die sie so gut es ging ersetzten mussten. Es war also keine Zeit, sich über alles Gedanken zu machen. Es gab wichtigere Dinge zu tun!

Die letzten beiden Tage bis zum Wiedersehen waren nicht ganz so leicht für Gretchen wie die ersten 1 ½ Wochen. Nur selten schaffte sie es, sich durch die Arbeit so abzulenken, sodass sie nicht an das bevorstehende Treffen mit Marc denken musste.

Auch Marc hatte Schwierigkeiten sich auf die Arbeit in der Düsseldorfer Uniklinik zu konzentrieren. Immer wieder schweiften seine Gedanken zurück nach Berlin. Er vermisste seine Heimatstadt, seine Arbeit im EK und natürlich seine Assistenzärztin. Abends im Bett legte auch er sich schon mögliche Sätze zu Recht für das bevorstehende Gespräch. Doch es machte ihm unheimliche Schwierigkeiten. Für so etwas war er nun wirklich nicht geschaffen worden!
Doch da musste er nun wirklich durch! Die SMS war verschickt und er wollte Gretchen nicht schon wieder enttäuschen.

Montagmorgen war es endlich soweit. Marc parkte seine Sachen zusammen, bedankte sich noch bei Prof. Dr. Dr. Urban für diese unglaublich tolle Unterstützung seinerseits und den tollen angenehmen Aufenthalt in Düsseldorf und machte sich dann endlich auf den Heimweg. Er konnte es nicht mehr abwarten. Schon Gestern bei seiner Spätschicht musste er sich bemühen seine Arbeit richtig und gewissenhaft durchzuführen, doch am liebsten hätte er sich gestern Abend schon auf nach Berlin gemacht. Während der ganzen Fahrt fuhr er kontinuierlich schneller, als es ihm die Richtgeschwindigkeit erlaubte.

Auch Gretchen fuhr heute mit einer besseren Laune ins Elisabeth Krankenhaus als die letzten zwei Wochen. Sie war unheimlich aufgeregt und neugierig auf den heutigen Tag, doch sie freute sich Marc endlich wieder zu sehen, trotz allem was er ihr angetan hat.
Sie bemühte sich an diesem Tage so viele Arbeiten wie möglich im Schwesternzimmer zu erledigen. Sie wollte schließlich dort sein, wenn Marc seine Spätschicht antrat. Sie hatte Schwester Sabine extra darum gebeten, sie für die heutige Früh- und Spätschicht einzuteilen.

Als Gretchen völlig versunken vor dem Computer saß, klopfte es völlig unerwartet und unverhofft an der Tür. Es war genau einer der Momente, an denen Gretchen es schaffte, sich durch die stressige Arbeit im Krankenhaus abzulenken. Sie schrak auf und ihr Puls stieg schlagartig auf 180. Sie schaute auf die Uhr, die über der Tür hing. Es war schon 16 Uhr. Genau zu dieser Zeit fing gewöhnlich die Spätschicht an. Es konnte also nur Marc sein!

MissMonroe Offline

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01.12.2011 21:47
#20 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Ihr Süüüßen!
Leider kommt unser Kapitel wieder mit einem Tag Verzögerung.
Im Moment geht es ein wenig drunter und drüber bei uns! Tschuldigung!!
Wir hoffen ihr seid uns nicht allzu böse!
Jetzt geht es erst mal weiter mit einer Marc und Gretchen Portion!!
Wir hoffen ihr habt heute das 1. Törchen geöffnet! Gaaanz liebe Grüüüße!




Kapitel 20


„Ja?“, fragte Gretchen zögerlich.
Die Tür öffnete sich und Schwester Sabine streckte ihren Kopf herein.
„Hallo Frau Doktor!“
„Ach Sie sind es Sabine. Ich bin gleich fertig aber bitte stören Sie mich jetzt nicht!“ Man konnte der jungen Ärztin deutlich die Enttäuschung anmerken. Wir wissen ja alle, auf wen sie gewartet hatte.
„Jaja, aber ich soll Ihnen von dem Herrn Doktor Meier sagen, dass sie so in einer halben Stunde in sein Büro kommen sollen.“
„Marc ist wieder hier?“
„Ja, er hat es nicht geschafft noch persönlich bei Ihnen vorbei zu sehen. Er musste sofort zum Herrn Professor. Rücksprache wegen der Fortbildung und so etwas, wissen Sie?“
„Ja okay Sabine. Danke für die Nachricht!“, sagte Gretchen mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
„Gerne, dann will ich sie mal nicht weiter stören!“
Als Sabine gerade die Tür schließen wollte, schaute sie doch noch einmal herein und flüsterte etwas geheimnisvoll: „ Und viel Glück gleich mit dem Herrn Doktor!“
Und schon war sie weg. Gretchen musste lachen und schüttelte leicht den Kopf. Die Schwester Sabine war schon ein Fall für sich. Das musste man ihr lassen.

Doch jetzt lag Gretchens volle Konzentration wieder bei Marc. Er war wieder hier? Er wollte sofort mit ihr reden? Ihre Konzentration auf die Arbeit war von einem Moment auf den anderen komplett verschwunden. Ihre Gedanken schweiften immer wieder ab. Was würde Marc wohl mit ihr reden wollen? Immer wieder schaute sie auf die Uhr, doch die 30 Minuten vergingen nicht und Gretchen wollte natürlich auch nicht überpünktlich oder womöglich zu früh vor seinem Büro stehen. Es sollte nicht so aussehen, als ob sie die ganze Zeit auf dieses Gespräch gewartet hatte und so riss sie sich zusammen und beendete ihre Arbeit am PC einigermaßen gewissenhaft. Als sie das nächste Mal auf die Uhr sah, waren bereits genau 38 Minuten vergangen, seid Sabine ihr die freudige Nachricht überbracht hatte und so stand Gretchen schnell von ihrem Drehstuhl auf und zupfte ihren Kittel zurecht. Bevor sie aus der Tür trat, warf sie noch einen flüchtigen Blick in den Spiegel um eventuell verschmierte Wimperntusche oder ähnliches zu korrigieren. Doch zu ihrer Zufriedenheit saß noch alles so, wie sie es am Morgen hergerichtet hatte.

An Marcs Büro angekommen atmete sie noch einmal tief durch und klopfte dann zaghaft an.
Marc der hinter seinem großen Schreibtisch saß, erkannte sofort an dem verhaltenen Klopfen wer vor der Tür stand. Er hatte schon auf sie gewartet. Und auch er war etwas nervös. Marc hatte sich nichts Konkretes zurechtgelegt. Aber vielleicht war das auch gerade gut. Einfach bei der Wahrheit bleiben, das war ja sowieso meist der bessere Weg.

„Herein!“, ertönte nun Marcs Stimme, durch die Tür zu Gretchen auf den Flur. Sie drückte die Klinke hinunter und trat ein. Sofort viel ihr Blick auf Marcs liebevolles Grinsen. Eine Welle der Gefühle überkam sie. Jetzt spürte sie erst recht, wie sehr sie ihn vermisst hatte.
„Hallo! Gut, dass Sabine dir Bescheid gesagt hat!“
„Hallo! Ja, Sabine war bei mir. Wie war es denn in Düsseldorf?“, fragte sie mit einem etwas schnippigen Unterton.
Das wunderte Marc nicht, denn er hatte schon gedacht, dass sie wütend auf ihn sein würde und ihn vielleicht sogar anschreien würde. Er hatte Gretchen ja schließlich nichts von seiner Fortbildung erzählt.
„Es war ganz gut! Professor Dr. Dr. Urban war ganz nett und die Uniklinik ist echt super und sehr fortschrittlich.“
„Eigentlich bin ich immer noch etwas sauer auf dich, Marc!! Ich glaube das weißt du auch. Aber ich dachte mir, dass ich dich jetzt erst einmal reden lasse. Du wolltest ja dieses Gespräch unbedingt!“, Gretchen versuchte die Ansage hart klingen zu lassen, doch die Stärke, die sie vermitteln wollte ging ein bisschen verloren als ihre Stimme vor Nervosität etwas zu zittern begann.
Natürlich entging Marc das nicht und er musste ein Grinsen unterdrücken. Auch er merkte wieder, wie viel ihm an ihr lag. Er spürte ihre Bemühungen ernst zu bleiben und das amüsierte ihn auf der einen und überwältige ihn auf der anderen Seite, sodass er sie nicht länger warten lassen wollte.

„Jaa, ok. Ich rede! Also…. Gretchen….“, stotterte er.
Marc wusste nicht, wie er anfangen sollte. Außerdem schaute Gretchen ihn mit einem solch durchdringenden Blick an, dass er es nicht schaffte mit seinen Gefühlen herauszurücken.
„Sei mir nicht böse, aber könntest du dich umdrehen?“
„Was? Warum?“
„Naja, ich packs halt nicht, wenn du mich so anguckst. Ich kann so was doch eh nicht so gut, das weißt du!“
Insgeheim freute sich Gretchen, dass er es wirklich so ernst meinte und auch nervös war. Solch eine Sensibilität hatte sie bei ihm noch nie gespürt. Gretchen tat ihm also den Gefallen und kehrte ihm den Rücken zu. Er atmete erleichtert auf und drehte sich auch um, um von keiner ihrer Reaktionen oder gar von ihrem, für ihn, unbeschreiblich tollen Körper abgelenkt zu werden.
„Dann schieß mal los!“
„Also Gretchen… ich wollte dir sagen, dass du mein Verhalten komplett falsch verstanden hast. Ich fand unseren Urlaub mindestens genauso schön wie du. Wirklich! Es war definitiv keine Masche oder so etwas von mir. Es war alles ernst gemeint. Das habe ich dir ja schon versucht auf Rügen zu erklären, weil ich wusste, dass ich ihr in Berlin nicht in der Lage sein würde, diese Gefühle so sehr zu zeigen.“
Er machte eine kurze Pause um die Wörter im Kopf zu sortieren und auf eine mögliche Reaktion von Gretchen zu warten. Doch sie sagte nichts. Also fuhr er fort.
„Ich kann dir das gar nicht richtig erklären. Aber aus irgendeinem verfluchten Grund kann ich mit Gefühlen nicht wirklich gut umgehen. Vielleicht, weil sie in meiner Kindheit auch nie eine Rolle gespielt haben und immer eher todgetrampelt wurden. Aber das ist keine Entschuldigung ich weiß. Mein Verhalten dir gegenüber tut mir sehr leid. Durch das, was du mir vor dem Tag der Abreise nach Düsseldorf gesagt hast, wurde mir klar, dass ich dich sehr verletzt habe. In Düsseldorf habe ich dann auch noch gemerkt, dass du mir fehlst, wenn du nicht bei mir bist. Ich will nur, dass du weißt, dass du eine tolle Frau bist, Gretchen. „
Wieder eine kurze Pause. Würde jemand die beiden beobachten, wie sie so mit dem Rücken zueinander standen, würde man meinen sie würden sich nicht kennen oder geschweige denn miteinander reden.
Schließlich sagte Marc etwas leiser: „ Ich weiß, dass du dir eine Beziehung wünscht, wenn du das nach diesen anstrengenden Wochen überhaupt noch willst. Aber ich glaube das schaff ich noch nicht. Aber ich werde mich jetzt die nächste Zeit bemühen, den Leuten zu zeigen, dass die heißeste Frau des Krankenhauses und ich uns näher gekommen sind und immer näher kommen werden, bis wir uns vielleicht irgendwann ein gemeinsames Bett teilen werden! Aber dafür brauch ich deine Hilfe, Gretchen! …. Kannst du mich ein bisschen verstehen?“
Jetzt war es mucksmäusschen still in Marcs Büro.

MissMonroe Offline

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03.12.2011 15:18
#21 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Hallöchen!
In dem dritten Törchen im Adventskalender befindet sich eine neue Geschichte für euch
Ich glaube, sie wird euch gut gefallen es geht wieder Berg auf mit dem Beiden!!!

Leider kommt das nächste Kapitel erst MIttwoch, vorher schaffen wir es einfach nicht.
Wir hoffen ihr könnt uns Verzeihen ! Wir versprechen, dass danach die Kapitel wieder pünklich kommen.

Vielen Lieben Dank für eure tollen Kommentare


Kapitel 21

Erst als ein leises Schluchzen von Gretchen kam, war Marc sich sicher, dass sie noch im Raum war. Er traute sich einfach nicht umzudrehen. Er hatte mit dem Schlimmsten gerechnet, denn er wusste wie sehr er Gretchen verletzt hatte. Auch jetzt noch, war er sich unsicher, wie er Gretchens Schluchzen deuten sollte. War es ein Weinen vor Glück oder eines voller Trauer? Marc gab sich einen Ruck, dreht sich um und lief zu Gretchen, die immer noch auf die geschlossene Bürotür blickte.
Ohne etwas zu sagen fiel Gretchen mit kullernden Tränen Marc in die Arme. Marc war etwas überrascht und überwältigt über diese Reaktion, aber er war vor allem erleichtert. Erleichtert darüber, dass Gretchen ihm verzieh und anscheinend noch einmal vom neuen anfangen wollte. Man hörte förmlich, wie der Stein von beidem abfiel.
„Na klar Marc, kann ich dich verstehen. Wir werden das jetzt sehr langsam angehen und es erst einmal für uns behalten. Auch wenn es für mich etwas schwieriger wird. Ich gebe mir Mühe Marc, es so leicht wie möglich für dich zu machen!“ schluchzte sie.
Marc war sehr erleichtert über Gretchens Worte. Womit hatte er so eine rücksichtsvolle und tolle Frau verdient?
Es wurde ihm noch bewusster, was für einen Fehler er begangen hatte und wie sehr er Gretchens Stimme, ihre Berührungen und ihre Zuneigung vermisst hatte. Er wollte es nun nicht so leicht mehr aufs Spiel setzten. Noch einmal konnte er sich so etwas nicht erlauben. Beide spürten diese vertraute, liebevolle Stimmung wieder, die sie an ihrem Wochenende in Rügen erlebt hatten. So lange mussten sie auf diesen Moment warten. Marc drückte Gretchen noch einen zärtlichen Kuss auf die Stirn, bevor sie sich schließlich aus den Armen des jeweils anderen lösten.
Als Gretchen gerade dabei war das Büro zu verlassen sagte Marc plötzlich etwas unsicher:
„Gretchen hast du heute Abend vielleicht etwas Zeit?“
„Ja“
„Gut! Dann hol ich dich heute Abend um sieben ab? Ich kenne einen sehr guten Italiener.“
„Ok, heute Abend um sieben!“, strahlte Gretchen und verließ nach einem letzten verliebten Blick Marcs Büro.
Am liebsten hätte sie einen lauten Freundensschrei von sich gegeben. Sie konnte es immer noch nicht fassen, was gerade passiert war! Sie hatte endlich ihren alten, liebevollen Marc wieder!
Gretchen wollte unbedingt ihr Versprechen, es für sich zu behalten, einhalten und sammelte sich etwas, bevor sie sich wieder an die Arbeit machte. Doch jeder Blinder hätte ihr anmerken können, dass sie unheimlich verliebt und gerade etwas Tolles passiert war. Das bemerkte natürlich auch Sabine, als Gretchen mit guter Laune wieder ins Schwesternzimmer torkelte.
Doch Sabine grinste sie nur an und beließ es dabei. Sie musste zugeben, dass es ihr sehr schwer fiel, nicht gleich über Gretchen herzufallen und die neusten Informationen aus ihr rauszuquetschen, doch sie spürte, dass Gretchen es verheimlichen wollte.
Die drei Stunden bis zum Feierabend vergingen schleppend. Gretchen und auch Marc schauten immer wieder auf die Uhr und mussten feststellen, dass nur wenige Minuten vergangen waren. Doch irgendwann war auch dieser Tag vollbracht.

Um zehn vor sechs machte sich Gretchen heimlich etwas zu früh af den Heimweg.
Sie hatte schließlich nur noch eine Stunde um sich etwas auf zu hübschen und im Krankenhaus war an diesem Tag nicht sonderlich viel Los gewesen. Sie wollte einfach perfekt aussehen heute Abend. Sie nahm also schnell eine warme Dusche, suchte ihr schönstes rosafarbenes Kleid aus ihrem Kleiderschrank und machte sie dann an ihre lockigen Haare. Pünktlich um 10 vor sieben blickte sie zufrieden in den Spiegel. Auch Marc hatte eine Jeanshose mit einem Hemd und einem Jackett an. An diesem Tag sollte einfach alles perfekt sein und die Kleidung gehörte da schließlich auch zu.
Pünktlich um sieben Uhr fuhr Marc mit seinem Auto vor Familie Haases Haus vor. Noch bevor er überhaupt klingeln konnte kam ihm schon einen wunderschöne Frau entgegen gestürmt. Ihre blonden Locken lagen heute einfach perfekt und auch das Kleid schmiegte sich an ihren Körper, als wenn es für sie geschaffen worden war.
„Du siehst toll aus!“ entgegnete Marc als er sich etwas gesammelt hatte.
„Danke! Du aber auch. Können wir?“, antwortete Gretchen etwas verlegen.
Marc hielt ihr wie ein Gentlemen die Autotür auf, bevor er selber einstieg. Nach einer kurzen Autofahrt konnte Gretchen schon ein elegantes, sehr schönes kleines Restaurant mit dem Namen „Alarco“ ausmachen. Es war umringt von Bäumen, die mit Lichterketten beschmückt waren. Es standen vor dem Restaurant unheimlich schöne verschnörkelte Tische und Stühle, die zu einem romantischen Essen einluden. Beide freuten sich auf diesen gemeinsamen Abend.
„Hier ist es oder?“ fragte Gretchen.
„Ja genau. Es ist ein sehr gefragtes Restaurant hier in Berlin. Und ich will schließlich nur das Beste vom Besten für meine Assistenzärztin!“ sagte er mit einem schelmischen Grinsen.
Auch Gretchen musste etwas lachen. Marc suchte noch schnell einen geeigneten Parkplatz, bevor sich die beiden Ärzte im Mondschein Arm in Arm auf den Weg zum Restaurant machten.

MissMonroe Offline

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07.12.2011 22:03
#22 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Soo ihr Lieben!!
Es geht in die nächste Runde! Endlich!!
Tschuldigung nochmal, dass ihr so lange warten musstet!
Aber jetzt geht es ja weiter und wir hoffen das heutige Kapitel gefällt euch!
Vielen, vielen Dank für eure lieben Kommentare! Die werden defintiv Morgen beantwortet!!!!
So jetzt lest aber mal schnell!

Küsschen aufs Nüsschen





Kapitel 22

Gretchen war das Restaurant bis zu diesem Abend noch nicht bekannt gewesen aber sie war sehr zufrieden mit Marcs Auswahl. Der Eindruck den es auf sie von Außen gemacht hatte, zog sich wie ein roter Faden auch im Inneren durch.

Eine Kellnerin kam auf die beiden Ärzte zu und teilte ihnen, den von Marc reservierten Tisch zu. Er war unglaublich hübsch gedeckt. Es befand sich ein kleines Blumengesteck, ein edles weißes Service, unzählige Gläser und geblümte Servietten darauf. Dieser Laden hatte Stil, davon war Gretchen überzeugt. Nur vor den vielen Gläsern und dem vielen Besteck hatte sie ein wenig Angst. Was benutzte man denn wann? Aber auch dieses Problem würde sich schon lösen lassen.

Nachdem ihr Blick durch den Raum schweifte, blieb er an Mars Augen hängen.
„Gefällt es dir?“, fragte er etwas zögernd.
„Ja sehr! Es ist verspielt aber dennoch schick. Sehr gute Wahl Herr Doktor Meier“, antwortete sie ihm grinsend, als auch schon die Kellnerin von vorhin an ihren Tisch trat.
„Haben sie schon einen Getränkewunsch?“, fragte sie sehr freundlich.
„Ich nehme ein Alkoholfreies Bier und du Gretchen?“
„Mh... Ich hätte gerne einen Rotwein?“
„Gern! Welchen hätten sie denn gerne? Barbera, Blauburger, Blauer Burgunder, Tempranillo…“
Gretchen war sichtlich überfordert von der großen Auswahl, dass sie ein Paar Momente brauchte, um antworten zu können.
„Ähm... den Leckersten?“ sagte sie etwas verlegen.
Die Kellnerin lachte sehr freundlich und antwortete: „Ok! Ich such Ihnen da was Schönes raus!“ Und schon war sie weg.

„Was leckeres??“, lachte Marc.
„Jaa... Ich kenn mich da halt nicht so aus!“
„Das macht doch nichts Frau Doktor Haase! Man kann ja nicht in allem prädestiniert und gebildet sein“, scherzte er.
„Genau!“, und auch Gretchen musste Lachen.
Diese angenehme Stimmung gefiel ihr. Marc wirkte gelöst und entspannt. Das freute sie und wirkte auch auf sie entspannend.

Nachdem die Getränke gebracht wurden (Gretchens Wein schmeckte vorzüglich) und das Essen bestellt war, legte Marc seine Hand über den Tisch auf ihre. Daraufhin strahlte sie ihn an und streichelte sanft über seinen Handrücken. Doch plötzlich zog Marc seine Hand unsanft zurück. Diese Reaktion kam so unerwartet, dass Gretchen ein „Huch!“ von sich gab. Sie sah, dass sein Blick starr auf etwas hinter ihr gerichtet war. Sie drehte sich um und erspähte am Eingang Frau Dr. Hassmann mit einer weiblichen Begleitung. Vermutlich ihre Mutter.
Daraufhin dachte Gretchen nicht nach sondern handelte einfach schnell.
„Komm! Wir gehen!“
„Was?!“
„Na los! Komm schon!“
Sie zog ihn am Arm zum Garderobenständer. Gretchen schnappte sich die beiden Jacken und warf ihm seine zu. Da fielen ihr die Getränke wieder ein. Sie warf einen Blick zum Eingang, doch Frau Dr. Hassmann war noch immer in ein angeregtes Gespräch vertieft. Soweit Gretchen verstehen konnte ging es um die Tischreservierung. Also konnte sie noch mal schnell zu der Kellnerin flitzen und ihr 10 Euro in die Hand drücken.
„Tut mir leid! Wir müssen leider jetzt schon gehen!“
„Oh... ok“, brachte die verdutzte Kellnerin heraus.
„Können wir irgendwo anders raus, als durch den Haupteingang?“, fragte Gretchen hektisch.
„Ähm... Ja natürlich. Ich frag jetzt lieber nicht nach warum. Nehmen Sie einfach den Hinterausgang da hinten links. Dann kommen sie auf den Hinterhof“
Während dieser hektischen Reaktion von Gretchen auf das Erscheinen ihrer Kollegin, stand Marc leicht versteckt hinter dem Garderobenständer. Er beobachtete abwechselnd Gretchen und die Hassmann um die Lage zu kontrollieren und zu überblicken.
Plötzlich hörte er von Gretchen ein:
„Ok! Vielen Dank!“, und wurde schon zu der Hintertür gezogen.

Genau in dem Moment als die beiden Chirurgen die Tür von Außen zu zogen, ließ Frau Dr. Hassmann den Blick durch das gesamte Restaurant schweifen. Sie hatten es also geschafft. Gretchen hatte es geschafft.
Als sie im Innenhof standen, zogen sie sich schnell die Jacken über, lehnten sich an die Hauswand und begannen aus tiefstem Herzen an zu lachen.
„Gretchen du bist unglaublich! Warum hast du das gemacht?“
„Ich habe doch gesehen, wie unwohl du dich plötzlich gefühlt hast. Außerdem wollten wir es doch langsam und versteckt angehen!“
Marcs Lachen verstummte und er stieß sich von der Hauswand ab, um sich Gretchen gegenüber zu stellen und seine Hände rechts und links neben ihr Gesicht zu stützen. Er schüttelte noch immer grinsend den Kopf.
„Ja und außerdem wollte ich doch schon immer mal gerne in einem Film mitspielen. Und das eben gerade war ja quasi wie eine Filmszene. Marc und Gretchen müssen aus dem Restaurant flüchten, um ihre geheime aber doch so besondere Beziehung vor der Öffentlichkeit zu schützen. Ist doch auch irgendwie romantisch oder?“
„Oh ja total! Ich wüsste nicht was romantischer wäre!“, grinste er.
Einen Moment schauten sie sich in die Augen bis Marc flüsterte:
„Danke Gretchen“
Daraufhin beugte er sich zu ihr hinab, um sie zu küssen. Und es war kein flüchtiger Kuss. Nein! Es war ein Kuss, der nicht hätte besser sein können. Ihre weichen Lippen auf seinen und die Ehrlichkeit, die beide während dieser Zärtlichkeiten spürten, machte diesen Kuss zu einem sehr besonderen.

Diese Frau überraschte ihn einfach immer und immer wieder. Nie hätte er damit gerechnet, dass sie plötzlich aufspringt und sie aus dieser, für ihn wirklich sehr unangenehmen, Situation rettete. Aber sie hatte es getan und dafür war er ihr sehr dankbar. Während des Kusses musste auch Gretchen noch mal an die vorherige Situation denken und beide begannen zu grinsen. Sie lösten ihre Lippen von einander, sodass sie sich noch einmal intensiv in die Augen schauen konnten. Marc strich ihr zart über die Wange, bis er schließlich ihre Hand nahm, um den Innenhof zu verlassen.

Natürlich hatte keiner der beiden das Bedürfnis jetzt schon wieder nach Hause zu fahren und sich zu trennen und so kamen sie an einem kleinen Park an, durch den sie, noch immer Hand in Hand, schlenderten. Mittlerweile war es Acht Uhr und dank des immer näher rückenden Sommers noch leicht hell. Sie kamen an einer kleinen roten Bank vorbei auf der sie sofort Platz nahmen.
Da saßen sie nun. Hand in Hand auf einer Bank. Keiner der beiden sagte etwas. Das mussten sie auch gar nicht. Der Moment war auch ohne Worte perfekt. Sie genossen die Zweisamkeit. Endlich wieder! Nach über einem Monat Funkstille und unendlicher Sehnsucht nach einander. Sie saßen einfach da, genossen den Anblick des Parks in der Dämmerung und spürten den jeweils anderen neben sich.

Nach einiger Zeit sagte Marc plötzlich:
„Du Gretchen, langsam bekomme ich echt Hunger! Unser Essen haben wir ja verpasst. Aber ich habe da vorhin am Parkeingang ne Pommesbude gesehen. So wie ich dich kenne hättest du auch nichts gegen eine Portion Pommes oder?“, grinste er.
Daraufhin strahlte die junge Ärztin nur, was Marc bestärkte, sodass er aufsprang und sagte: „Bin gleich wieder da! Achsoo… warte!“
Er kam wieder auf sie zu und gab ihr ein kleines, zartes Küsschen auf die Lippen.
„Damit dir der Abschied nicht so schwer fällt!“, sagte er während er sich umdrehte, um sich um das Essen zu kümmern. Sie hörte ihn noch ein wenig leise lachen bis er hinter den Bäumen verschwunden war.
Gretchen schwebte auf Wolke sieben. Würde das alles hier so bleiben, wäre es ihr egal, wenn sie ihre Beziehung geheim halten würden. Ist dieses Geheimnis nicht sogar ein bisschen aufregend?

Als sie die Pommes aufgegessen hatten sagte Gretchen etwas kleinlaut:
„Ein bisschen leid tat mir die Kellnerin ja schon! Die war doch so nett. Und bestellt hatten wir ja auch schon!“
„Das wird sie schon verkraften! Ich glaub sie fand das auch sehr lustig.“
„Du fandest mich also lustig?“
„Also wenn ich ehrlich bin, fand ich dich eher etwas sexy so in Rage!“, grinste er.
„Boah Marc!“, lachte sie und wurde etwas rot.
Auch er begann zu lachen und drückte sie etwas herunter, sodass sie fast übereinander auf der Bank lagen. Er küsste sie. Er küsste sie so, dass sie nicht mehr recht wusste, wo oben und unten oder rechts und links war.

Alles in ihnen kribbelte, bis sich hinter ihnen plötzlich jemand räusperte.

MissMonroe Offline

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09.12.2011 17:36
#23 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Kapitel 23:

„Entschuldigen Sie, wissen Sie, wo die Kreuzberger Straße ist?“
„Nein! Wissen wir nicht!“ antwortete Marc mit einem unfreundlichen und genervtem Unterton.
„Maaarc!“ sagte nun Gretchen etwas peinlich berührt.
„Natürlich! Sie gehen jetzt einfach noch ca. 200 Meter geradeaus und dann links.“ Erklärte sie nun. Sie merkte wie Marc ihr ungeduldig die Hand an die Hüfte legte.
„Vielen Dank und Entschuldigung noch mal für die Störung!“, zwinkerte der etwas ältere, bärtige Mann den beiden Verliebten zu.

Marc war gerade dabei mit einer passenden, wahrscheinlich ziemlich unfreundlichen Antwort zu kontern, doch Gretchen konnte ihn stoppen, indem sie ihre Lippen schnell auf seine legte und den Kuss genau so leidenschaftlich fortführte wie er begonnen hatte. Als Gretchen merkte wie Marc etwas milder gestimmt war beendete sie den Kuss und legte sich in seine Arme. Es war schon ziemlich spät geworden und ein wunderschöner Sternenhimmel wurde ihnen offenbart.
„Schau mal, siehst so den Polarstern?“ fragte Gretchen und unterbrach die zuvor angenehme Stille.
„Der da, oder?“ antwortete Marc und zeigte mit erhobenen Arm auf den hellsten und größten Stern am Himmel. Auch Gretchen hatte sich diesen Stern ausgesucht und nickte Marc zu.
„Was hältst du davon, wenn wir uns einen Stern aussuchen und ihm einen Namen geben, der für uns beide stehen soll und uns immer an diese schöne Zeit hier erinnert?“ fragte Gretchen Marc etwas unsicher und sah ihm dabei tief in die Augen.
Marc musste etwas schmunzeln. Was würde schon besser zu Gretchen passen, als ein eigener Stern? Auf solche Ideen würde er einfach nie kommen. Das war einfach typisch Gretchen!
Doch ehrlich gesagt fand er diese Idee gar nicht so schlecht und zuckte lächelt mit den Schultern. Er war etwas unschlüssig, ob das ganze nicht doch etwas zu kitschig war.
„Ja was jetzt? Ja oder Nein?“ fragte Gretchen quengelt nach und stupste in dabei auffordernd in die Seite.
„Ok, meinetwegen!“ lächelte er.
Gretchen drückte ihren Sitzpartner vor Freude einen kleinen Kuss auf die Lippen und fuhr aufgeregt und voller Überzeugung fort: „Gut und welchen Stern suchen wir uns aus?“
„Also ich wäre ja für den da!“ schlug Marc vor. Er zeigte auf den hellsten und größten Stern nach dem Polarstern. Er war umringt von vielen kleinen Sternen, die ihn leicht in den Vordergrund drängten. Er sah wirklich schön aus!
„Warum?“
„Na, weil er genau so gut aussieht wie wir und weil wir die besten und tollsten überhaupt auf Erden sind und deshalb auch den schönsten Stern verdient haben!“ entgegnete Marc sarkastisch. Gretchen musste lachen und musste ihrem Freund vor lauter Freude über diese Worte noch einen Kuss geben.
„Gut, ok, einen Stern haben wir schon mal. Ich finde ihn auch sehr schön. Und wie soll er heißen? Vielleicht eine Mischung aus Gretchen und Marc? Schlug sie vor.
„Gretarc, Margret, Grearc….“ Legte Marc sich die Buchstaben zurecht, die ihre Namen hergaben.
„Gremar ist doch gut, oder? Kann man sich leicht merken und hört sich gut an“, strahlte Gretchen Marc an.
„Gremar….!“ Überlegte jetzt auch Marc und ließ das Wort einige Male auf der Zunge ergehen. Doch schließlich war er einverstanden mit Gretchens Vorschlag und nickte ihr zu.

Nach der ganzen anstrengenden Überlegung gönnten sie sich noch einen zärtlichen, lang anhaltenden Kuss, der Beiden den Atem raubte.
Danach schauten sie noch zu ihrem Stern „Greamar“ auf und ließen ihre Gedanken schweifen.
„Was hältst du von Autokino? Ich habe in der Zeitung gelesen, dass hier ganz in der Nähe eines stattfindet. Ich glaube es läuft der Film … Breaking Down...?
Marc hatte zwar auf diesen Edward, Bella Kram überhaupt keine Lust, er erinnerte ihn einfach zu stark an seine Mutter und war schlicht und weg ein reiner Frauenfilm. Doch er wusste wie sehr Gretchen auf solche Filme abfuhr und bei dem Gedanken mit Gretchen eng umschlugen auf der Rückbank rum zu lungern ließ er sich darauf ein.
„Gerne!“ sagte Gretchen etwas überrascht, die ebenfalls nicht mit solch einem Vorschlag gerechnet hatte.
Sie standen also von der Bank auf und liefen Richtung Hauptstraße, wo Marc sein Auto geparkt hatte. Gekonnt lenkte Marc dieses aus der Parklücke und fuhr zum Autokino, das nur wenige Kilometer entfernt war.
„Was hältst du von Popcorn und Cola?“ fragte Marc Gretchen, als sie an einem Kiosk vorbeifuhren, das direkt vor dem Autokinoplatz lag.
„Nein danke Marc! Du brauchst dir wegen mir doch nicht solche Umstände machen!“ lehnte Gretchen höflich ab.
„Ja stimmt! Ich hatte wirklich schon genug Kosten wegen dir! Lass mich überlegen, eine Pommes mit Mayo? Mehr ist aber nun wirklich auch nicht mehr drin! Mein karges Konto macht mir da ein Strich durch die Rechnung. Und nicht zu vergessen, der teure Restaurantbesuch!“
„Maarc!“ entgegnete Gretchen verlegen.
„Hasenzahn, jetzt lass mich dich doch mal ein wenig verwöhnen. Ich weiß doch wie sehr du auf Popcorn stehst!“
Er öffnete schnell das Fahrerfenster und bestellte eine große Popcorn und zwei Cola.
„Wir können sie uns ja teilen, wenn du dir solche Sorgen um mein Geld machst, ok? scherzte er und lächelte sie an. Daraufhin versetzte Gretchen ihm einen Stupser in die Seite.
Schnell waren die Popcorn und die Cola bezahlt und ein geeigneter Standplatz gefunden. Marc und Gretchen kuschelten sich mit einer KATZENDECKE umschlungen auf die Rückbank.
Die Decke hatte Marcs Mutter ihm vor langen vor einem Kroatienurlaub zukommen lassen. Falls ihr Sohn mal eine Autopanne hätte, würde er schon mal nicht erfrieren. Seit dem lag die Decke immer in der hintersten Ecke im Kofferraum verstaut. Doch nun kam diese Decke endlich mal sinnvoll zum Einsatz. Als der Film losging, schmiegte Gretchen sich noch enger an Marc und legte ihren Kopf auf seine Schultern ab.
Konnte dieser Tag noch perfekter werden? Niemals, wirklich niemals hätte Gretchen sich in ihren schönsten Träumen so schöne Momente mit Marc ausmalen können, nach alle dem was passiert war.
Gretchen und Marc schauten gerade „Breaking Down“! Hallo ? „Breaking Down“ Marc!
Sie hatten einen gemeinsamen Stern, der auf sie Acht gab und gerade auch in diesem Augenblick auf sie hinunter strahlte.

MissMonroe Offline

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11.12.2011 20:14
#24 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Hallöchen!!!
Wir wünschen euch einen schönen 3. Advent und einen guten Start in die Woche!
Wir alle werden den fiesen Montag schon bestehen wir glauben fest daran!
Liebe Grüsschen und Küsschen!




Kapitel 24

„Danke für den schönen Abend, Marc“
„Was bedankst du dich bei mir? Hättest du uns nicht aus dieser wirklich beschissenen Situation im Restaurant befreit, wäre der Abend wahrscheinlich nur halb so schön verlaufen!“
Bei den Gedanken an Gretchens Befreiungsaktion musste er wieder grinsen. Die beiden standen eine Straße von Gretchens Elternhaus entfernt, eng umschlugen beieinander.
„Na gut, dann bin ich wohl die Heldin des Tages!“, grinste Gretchen.
„Na so weit wollen wir jetzt mal nicht gehen“, antwortete er, doch bevor sie etwas sagen konnte, legte er seine Lippen schon auf ihre, um ihr an diesem Abend das letzte Mal noch mal so nah wie nur möglich zu sein.
Sie verabschiedeten sich bewusst etwas entfernt vom Haus der Haases, damit auch ja nicht Gretchens Vater oder geschweige denn ihre Mutter etwas von ihrer, immer fester werdenden, Beziehung erfahren würde. Sie musste ja schließlich erst mal wachsen und würde Bärbel etwas davon erfahren, wüsste es bald die ganze Nachbarschaft und natürlich auch das Krankenhaus. Also standen sie jetzt weit genug entfernt unter einer schummrigen Straßenlaterne.

„Jetzt musst du aber gehen Gretchen. Wir haben morgen Frühschicht und ich möchte nicht, dass meine 1. Assistenz unausgeschlafen und unkonzentriert am Arbeitsplatz erscheint. Und das auch noch wegen mir, also Hopp Hopp ins Körbchen mit dir!“
„Och menno!... Aber okay ich gehe ja schon und wenn ich ehrlich bin, werde ich langsam auch echt müde.“
„Na siehste! Und wir sehen uns ja wieder Frau Doktor. Ich bin der in dem weißen Kittel falls du mich morgen suchst!“
Auf Gretchens Gesicht trat ein breites Grinsen und sie schmiegte sich zum Abschied noch etwas enger an ihn. Wie süß er doch war!
„Gut, dann kann ich dich ja nicht verfehlen!“
Sie gab ihm noch einen kurzen aber intensiven Kuss, löste sich aus der Umarmung und lief los. Bevor sie um die Ecke bog, drehte sie sich noch einmal um, um ihm ein strahlendes Lächeln zuzuwerfen. Ihr Atem stockte kurz, als sie Marc da so im Licht der Laterne stehen sah. Diesen Mann hatte sie gerade geküsst und mit ihm hatte sie einen der schönsten Abende in ihrem Leben verbracht. Unglaublich. Marc spürte ihren besondern Blick und fragte neugierig:
„Was ist los?“
„Nichts ich bin einfach nur glücklich! Bis morgen!“ Sie warf ihm noch einen Kuss zu und schon war sie um die Ecke gebogen. Marc musste grinsen und lief ihr etwas nach, um zu sehen, dass sie auch sicher in die Auffahrt des Hauses einbog und ihr nicht noch auf den letzten Metern etwas zustieß. Er traute Gretchen alles zu. Doch sie betrat wohl auf das Grundstück und als sie nicht mehr zu sehen war, schlenderte Marc zu seinem Wagen zurück. Er war sich sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Die Entscheidung, Gretchen in sein Leben zu lassen und an seinen Gefühlen zu arbeiten. Mit ihr zusammen!

Mit ihrer offenen und fröhlichen Art, machte sie ihn jedes Mal so unglaublich glücklich. Sie war etwas sehr besonderes und er wollte sie mehr als je zuvor. Auch wenn diese ganze Gefühlsduselei bisher nichts für ihn war, so hatte er sich schon etwas verändert. Diese ständigen Küsse, die innigen Blicke und das ständige Reden, hatte er bei den anderen Paaren immer als sehr schrecklich empfunden. Doch nun erging es ihm mit Gretchen genauso und so langsam wusste er auch warum. Er war verliebt. Ja! Er liebte sie. Margarete Haase! Das konnte gar nicht sein aber er sehnte sich jetzt schon nach ihr. Nach ihrem Duft, nach ihrer Stimme…
Das machte ihn ganz wuschig, also stieg er schnell in sein Auto, um sich ein wenig vom Straßenverkehr ablenken zu lassen und zu Hause auch noch ein wenig Schlaf zu bekommen.


„Guten Morgen Frau Doktor!“
„Morgen Sabine! Ist noch ein bissen Kaffee da?“
„Ja natürlich! Ich schütte Ihnen gleich welchen ein.“
„Ach nein lassen Sie mal. Das müssen Sie nicht für mich machen. Ich mach das schon.“
„Oh okay! Der Herr Doktor möchte immer, dass ich das mache.“
„Ja aber ich bin ja nicht Marc, also haben sie mit mir weniger Stress!“, grinste sie.
„Sie strahlen ja so! Hat das einen besonderen Grund?“
Gretchen war etwas erschrocken, dass man ihr ihre Verliebtheit so sehr ansah und sie versuchte so locker wie nur möglich zu antworten.
„Nö! Ich bin einfach nur gut drauf, Sabine!“
„Das freut mich! Wenn ich sie so strahlen sehe, bin ich auch immer direkt gut drauf. Sie haben da so eine Aura Frau Docktor, die wirkt Wunder!“
„Oookay?! Schön, wenn ich Ihre Laune aufbessern kann.“
Als Gretchen zu Ende gesprochen hatte, betrat Marc das Schwesternzimmer, ließ seinen Blick schweifen und registrierte die beiden Frauen am Tisch.
„Hasenzahn, in einer Stunde ist die 1. OP! Blinddarm entfernen. Zum Kotzen und einfach nur grotten langweilig aber muss ja auch gemacht werden.“
Gretchen war im Gegensatz zu Marc eher erleichtert, so früh am Morgen nicht mir einem hoch komplizierten Eingriff konfrontiert zu werden.
„Alles klar!“
Beide bemühten sich, sich vor Schwester Sabine nichts anmerken zu lassen und so unterließen sie längeren Blickkontakt oder ein Lächeln.
„Achsoo… kommst du dann gleich noch mal eben in mein Büro? Dann gehen wir den Kram für die OP eben durch und du musst mir dem momentanen Patientenstand erklären. Ich war ja jetzt etwas länger nicht hier“, bat er seine Kollegin und zwinkerte ihr in einem unbemerkten Moment zu. Gretchen musste ein Grinsen unterdrücken und sagte nur schnell:
„Ja klar mach ich!“
Marc goss sich noch schnell einen Kaffee ein und verschwand dann wieder in sein Büro.
„Wow! Was ist denn mit dem Herrn Doktor los?“
„Was? Warum?“
„Na er hat sich seinen Kaffee selbst eingegossen!“
„Achso! Keine Ahnung, vielleicht ist er heute mal mit den richtigen Fuß aufgestanden!“

Gretchen trank noch in Ruhe ihren Kaffee aus und machte sich dann ebenfalls auf in sein Büro. Etwas aufgeregt war sie schon. Wieder allein mit ihm, nach dem tollen, gestrigen Abend. Im Bett hatte sie noch viele Minuten über ihn nachgedacht. Sie war überglücklich darüber, dass Marc begann, Gefühle zuzulassen. Sie hatte auch von ihm geträumt. In ihrem Traum befanden sich die beiden wieder auf Rügen, am Steg des Ferienhäuschens und ließen sich den Wind um die Nase wehen. Als sie dann aufwachte, was sie das 1. Mal nach dem Urlaub nicht traurig, dass es nur ein Traum gewesen war, denn sie wusste, dass Marc im Elisabethkrankenhaus auf sie warten würde und sie sich irgendwann im Laufe des Tages bestimmt ein Küsschen ergattern könnte. Das machte sie SEHR glücklich.

Jetzt stand sie vor Marcs Bürotür und klopfte, dezent wie immer, an.

MissMonroe Offline

Schwesternhelferin:


Beiträge: 108

13.12.2011 16:53
#25 RE: Story von Nici und Sarah Thread geschlossen

Hallo ihr Lieben,

Hier ist unser 25. Kapitel
Wir hoffen es gefällt euch!
Vielen Dank für eure tollen Kommentare ! Wir freuen uns immer riesig!


Kapitel 25:


„Herein“ kam es von Marc mit einem freudigen Unterton. Er konnte sich schon denken, wer vor der Tür stand. Nach dem Klopfen nach konnte es nur die eine Person sein, die er sehnsüchtig erwartete. Er öffnete ihr schnell die Tür.
„Hallo!“ strahle Gretchen
„Hallo! Setz dich doch!“ sagte Marc.
Gretchen setzte sich auf den Stuhl und wollte schon mit der Besprechung der OP anfangen, als sie angenehm warme Hände auf ihren Schultern spürte, die sie massierten.
Anfangs schrak Gretchen etwas zusammen, da sie mit so etwas gerade wirklich nicht gerechnet hatte, aber sie nahm es als sehr angenehm und schön wahr. Die letzten Tage waren wirklich sehr aufregend gewesen. Eine Massage war jetzt genau das Richtige. Sie hob ihren Kopf um Marc ein dankendes Lächeln zu schenken. Daraufhin blickte auch Marc lächelt auf Gretchen herab und gab ihr einen flüchtigen Kuss.
„So jetzt ist aber Schluss mit Meiers Wohlfühlprogram! Das macht 20 Euro?“
„20 Euro !!! Es reicht bestimmt auch ein Kuss oder? Der ist von der besten Küsserin der Welt nämlich eigentlich noch viel mehr wert!“ scherzte jetzt auch Gretchen.
„Okay, damit gebe ich mich auch zufrieden!“
Schnell drehte Gretchen sich um, um ihr Versprechen einzulösen. Ihre Lippen verschmolzen, wie schon am vorherigen Tag. Beide spürten ihre Schmetterlinge im Bauch und mussten etwas grinsen. Sie genossen ihre enge Zweisamkeit, die während der Arbeitszeit etwas zu kurz gekommen war. Am liebsten würden sie jede Minute miteinander verbringen. Doch erstens müssen die Arbeiten auch erledigt werden und zweitens wollten sie ihre Beziehung immer noch geheim halten. Und das hat auch seinen Preis!
Gretchens Hände wuschelten durch Marcs dunkelbraunes Haar und auch Marc öffnete Gretchens Pferdeschwanz. Immer noch waren ihre Lippen miteinander verschmolzen. Ihr Verlangen nacheinander war einfach zu groß. Marc drückte Gretchen auf den Schreibtisch und beugte sich über sie. Seine Lippen wanderten nun über Gretchens Hals und ihr Dekollete. Es raubte Gretchen den Atem und erinnerte sie wieder an die tollen Nächte auf Rügen.
Doch Marc erhaschte einen schnellen Blick auf die Uhr, die über den Schreibtisch hang. Zögernd und widerwillig löste er sich nun von Gretchen. Er streckte seinen Rücken um wieder klare Gedanken zu bekommen. Marc musste lachen, als er Gretchens flehenden Blick sah. Er musste zugeben, dass seine Begierde und sein Verlangen nicht weniger war, doch er hatte schließlich hier einen Job zu erledigen, der ihn bekanntlich sehr wichtig war und sie hatten ja noch den ganzen Abend Zeit.
„Hasenzahn! Aufstehen!“
„Nein!“ Kann nicht jemand anders die OP machen, dass kann doch jeder!“ flehte Gretchen.
„Wer soll das denn bitte machen? Ich mein, jemand besseren wie wir kenne ich hier nicht! Und ich möchte nicht das Rössel plus Assistenz uns hier überholen und die Führung übernehmen in der Liste mit der Anzahl der OPs nur weil du deinen Blick einfach nicht von mir lösen kannst! grinste Marc.
„Na gut!“ gab nun auch Gretchen nach und setzte sich wieder auf den Stuhl.

Die OP Besprechung ging relativ schnell. Es war ein Routine Eingriff, der beiden nicht sonderlich viel Spaß machte. In kurzer Zeit waren die Abläufe besprochen und es konnte losgelegt werden. Marc wollte Gretchen nach und nach immer mehr übernehmen lassen, da bald der Facharzt anstand. Und er wollte schließlich nicht, dass sich rum spricht, dass die Assistenz von Marc Meier ihren Facharzt nicht bestanden hat.
Deshalb waren Besprechungen der Abläufe vor einer OP jetzt Standard.

Nach einer halben Stunde war der Patient narkotisiert und hatten sich die OP Kleidung angezogen.
Es konnte also losgehen.
„Hasenzahn bist du soweit?“
„Ja“
„Gut dann setzte bitte den Schnitt an!“
„Ok. Hier oder?“
„Ja ein Stückchen weiter unten. Genau!“

Gretchen wunderte sich etwas, warum Marc heute so geduldig mit ihr war, Sie wusste, dass er manchmal wirklich unausstehlich war als Oberarzt. Doch während der heutigen OP wurde Marcs Tonfall kein einziges Mal lauter. Stattdessen erklärte er Gretchen ruhig und geduldig die Abläufe und verhalf Gretchen damit zu mehr Sicherheit.

„Hast du gut gemacht!“ lobte er Gretchen anschließend.
„Danke!“ antwortete Gretchen überrascht, denn so etwas hatte sie auch noch nie von ihm gehört.
„Was hältst du von einer Waffel in der Cafeteria?“
„Gerne!“ freute sich Gretchen und lief mit Marc Richtung Cafeteria.
Sie hatten inzwischen Feierabend, aber trotzdem blieb Marc nach etwas im Krankenhaus um mit ihr eine Waffel zu essen! Ist das nicht süß?
„Zwei Waffel bitte!“ bestellte Marc, währenddessen Gretchen sich schon einmal einen Tisch aussuchte.
Marc nahm die Waffeln entgegen und schaute in die Runde um Hasenzahn zu suchen. Schnell erkannte er sie, weil die freudestrahlend ihm zuwinkte.
Ihm wurde wieder mal bewusst, wie hübsch sie war. Ihre wunderschönen blonden Locken waren heute perfekt zu einem Pferdeschwanz gebunden und diese Ausstrahlung überwältigte ihn einfach immer wieder aufs Neue. Wenn man sie anschaute konnte man einfach keine schlechte Laune mehr haben.
Womit hatte er so eine tolle Frau verdient?

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