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Dieses Thema hat 15 Antworten
und wurde 4.066 mal aufgerufen
 Pausierende und abgebrochene Fortsetzungen!
Klops_liebt_Gockel Offline

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Beiträge: 146

19.06.2011 16:32
Story von Klops_liebt_Gockel Zitat · antworten

So nach langer Überlegung, wage ich es jetzt auch mal und stelle euch meine Gedanken zu einer Fortsetztung vor
Die Geschichte beginnt am Morgen nach Marcs Warte-Gretchen-Ich-Will-Nicht-Dass-Du-Gehst-Aktion Image and video hosting by TinyPic
Ich freue mich über jeden Kommentar, den ich bekomme. Lob und Kritik, denn ich brauche beides, für einen Ansporn zum weiterschreiben
Viel Spaß beim Lesen und mitfühlen wünscht euch
Klops_liebt_Gockel

Klops_liebt_Gockel Offline

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Beiträge: 146

19.06.2011 16:34
#2 RE: Fortsetzung der dritten staffel von Klops_liebt_Gockel Zitat · antworten

Oh Man(n)! Schon wieder nur 48 Stunden
Kritisch schaute er ihr beim Aufräumen zu. „Gretchen, was genau machst du da?“ Skeptisch schaute Gretchen Marc an. „Ähm, meine Lieblingsfreizeitbeschäftigung: Sinnloses rumwühlen in den Sachen meines Freundes, was sonst?“ Marc rollte genervt die Augen. „Bei dem Saustall ist doch klar, dass du nie was findest.“, sagte Gretchen und verzog das Gesicht, während sie einen Socken unter der Couch hervorzog. „Ähm, ist ja total toll von dir, aber das ist MEINE Wohnung und die darf ausschauen, wie ICH das möchte.“, keifte Marc und riss Gretchen den Socken aus der Hand und schmiss ihn in die Ecke. „Ja, aber wer weiß wie lange noch. Ich mein, wenn wir jetzt wirklich zusammen sind, erwarte ich schon, dass ich einziehen darf.“ Marcs Magen drehte sich um und er wurde wütend. „Spinnst du jetzt? Nur weil DU denkst, dass wir jetzt für immer und ewig zusammen bleiben, heißt das noch lange nicht, dass ich das denke!“ „Geht’s noch?“, fragte Gretchen aufgebracht. „Ich dachte du willst jetzt endlich, Marc. Ich möchte doch einfach nur mit dir zusammen sein. Heiraten und 5 Kinder kriegen.“ Marc Kehle schnürte sich zu und er verlor die Kontrolle über das was er tat. „DU HAST SIE DOCH NICHT MEHR ALLE!! NIE IM LEBEN, WERDE ICH MIT DIR KINDER HABEN. UND JETZT LASS MEINE SACHEN IN RUHE.“ Er schlug Gretchen sein M-Shirt aus der Hand und packte sie an den Schultern. Ohne es verhindern zu können fing er an sie zu schütteln. „Marc. MARC! HÖR AUF DAMIT! DU TUST MIR WEH!! MARC, MARC!! MARC …..“ … … … „Marc!“ Marc schreckte hoch. „Alles okay? Du warst so unruhig.“ Er schaute in Gretchens blaue Augen und bemerkte, dass er in seinem Bett saß. Er war durchgeschwitzt und atmete schwer. Er hatte geträumt. Er war nicht ausgerastet, aber das ungute Gefühl in seinem Magen war noch da. Was war das für ein bescheuerter Traum. Gretchen war zwar anhänglich, aber selbst sie war so klug, dass sie wusste, das Einziehen, Heiraten und Kinder kriegen ein sehr voreiliger Plan für die erst gestern offiziell gestartete Beziehung war. „Hast du geträumt?“, fragte Gretchen und schaute Marc besorgt an. Wie sie ihn so anguckte, wandelte sich das ungute Bauchgefühl in ein kribbelndes um und Marc ging es sofort besser. „Ähm… ich weiß nicht. Keine Ahnung.“ „Wirklich alles okay. Du schwitzt ja richtig. Vielleicht ist es nur die Aufregung, wegen den Kindern.“ „Bitte?“ Er musste immer noch träumen. Welche Kinder? „Ja in 10 Stunden geht unser Flug.“, sie lächelte und stand auf. Urplötzlich kam das ungute Gefühl wieder. Der Flug nach Afrika. Er musste mit und seinen Job hier lassen. Ein halbes Jahr in einem der ärmsten Dörfer der Welt verbringen. „Bist du sicher, dass du da hin möchtest?“

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Sie traute ihren Ohren nicht. „Wie ich? Du kommst mit und werden da drüben ganz viele kleine Kinder retten, Marc.“, sagte sie in einem forderndem Ton. Das konnte jetzt nicht sein Ernst sein. Erst rennt er ihr auf dem Flughafen hinterher und dann hat er Zweifel. Marc stammelte rum. „Naja… ähm… ja eigentlich war das ja mehr oder weniger so eine Reflexsituation.“ „Reflexsituation? Willst du mich verarschen?“ Gretchen stand fassungslos vor Marc, der immer noch im Bett saß und sie anstarrte, als würde er kein Wort von dem verstehen, was sie sagte. „Gretchen komm schon. Du glaubst nicht im Ernst, dass das mit uns ein Jahr gut geht. Ich mein, wenn wir hier sein würden, dann könnten wir uns wenigstens aus dem Weg gehen, aber da schlafen wir wahrscheinlich in einer winzigen, eingefallenen Hütte. Und bumsen können wir auch nicht, weil die Teile keine Tür haben.“ Das war zu viel. Wütend stapfte Gretchen ins Bad und rief: „ARSCH!“ während sie die Tür zuknallte. „Hey“; schrie Marc. „In meiner Wohnung werden keine Türen geschmissen.“ Gretchen schmiss die Tür wieder auf und startete: „Erst sagst du mir, ich soll dich in Ruhe lassen, dann möchtest du auf gar keinen Fall, dass ich gehe, schläfst mit mir und rennst mir auf den Flughafen nach, dann verbringen wir einen wunderschönen Tag miteinander und dann fällt dir auf, dass das doch nichts mit uns werden kann? Ich weiß ja nicht, wovon du nachts träumst, aber langsam zweifel ich echt an deinem Verstand.“ „Sonst noch was?“, meckerte Marc und stand jetzt auch auf. „JA!! … ähm … hast du mal ein Handtuch ich muss duschen?“

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Marc musste grinsen. Deshalb fand er Gretchen so süß. Weil sie so unvorhersehbar war. Weil sie einfach immer wieder zum falschen Zeitpunkt, dass falsche sagte und weil sie damit so unbeholfen wirkte und andererseits trotzdem immer versuchte taff und selbstbewusst zu sein. Sie überraschte ihn immer wieder, obwohl sie anfangs so durchschaubar wirkte. „In der Kommode, unterste Schublade.“ „Grins nicht so blöd, ich bin echt sauer. Und danke!“ Auf dem Weg zur Kommode setzte sie einen höchst frustrierten Blick auf und stolperte über einen von Marcs Schuhen. Bevor sie die Schublade öffnete, drehte sie sich nochmal um und begann weiter zu schimpfen: „Weißt du! Ich versteh dich einfach nicht. Du änderst deine Meinung jeden Tag. Und du machst mir immer Hoffnungen und dann… Ich kann das nicht mehr Marc. Das macht mich kaputt.“ Marc bekam ein schlagartig ein schlechtes Gewissen und ärgerte sich darüber, dass ihm das so zusetzte. „Ich ändere meine Meinung fast nie. Dass das nichts werden kann, denke ich doch schon immer. Trotzdem hab ich manchmal das Gefühl, dass ich Unrecht haben könnte. Dieses Gefühl kommt nur einfach nicht so oft.“ „Ach, du hast Gefühle, ich dachte immer du wärst ein perfekter Roboter, der sowas wie Gefühle nicht braucht.“, sagte Gretchen spöttisch und in ihr stiegen Tränen hoch. „Man Gretchen. Ich glaube es gibt absolut nichts auf diesem Planeten, dass dich zufriedenstellend machen kann.“ Damit war für Marc der Kampf gewonnen, aber Gretchen holte schon zum Konter aus. „Doch Marc. Ich bin sehr leicht zufrieden zu stellen. Das Problem ist, dass du dich nur darum kümmerst, dass du zufrieden bist, aber weißt du was? Manchmal kann man nur glücklich sein, wenn man jemanden anderen glücklich macht und genau deshalb, wirst du irgendwann unglücklich sein!“ Der hatte gesessen. Darauf wusste Marc keine Antwort und er musste auch nicht antworten, denn Gretchen riss ein Handtuch aus der Kommode und verschwand wütend im Bad.

Klops_liebt_Gockel Offline

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Beiträge: 146

19.06.2011 17:38
#3 RE: Story von Klops_liebt_Gockel Zitat · antworten

Klops_liebt_Gockel Offline

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Beiträge: 146

19.06.2011 17:52
#4 RE: Story von Klops_liebt_Gockel Zitat · antworten

Weil´s der Anfang ist, poste ich jetzt noch einen Teil, damit man bisschen in die Geschichte reinkommt

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Verzweifelt sank Gretchen in der Dusche zu Boden und weinte. Wie konnte er das tun? Wie konnte er schon wieder zweifeln, wo sie doch bis vor ein paar Minuten noch dachte, sie hätte das schönste Jahr ihres Lebens vor sich. Es bestand kein Zweifel darin, dass Marc der Mann war, dem sie ihr Herz geschenkt hatte und auch nie wieder zurück bekommen würde. Nur wusste sie noch nicht, ob sie seines auch noch für immer bekam oder einfach nur ab und zu ausborgen durfte. Und während sie darauf wartete, dass Marcs Herz endlich konstant für sie schlug, brach er immer wieder ein Stückchen von ihrem ab. „Gretchen, jetzt komm da raus. Reden wir, komm schon.“, hörte sie Marc draußen rufen und gegen die Tür klopfen. Sie stellte die Dusche ab und trocknete sich ab. Dann zog sie sich an und öffnete die Tür. „Ich werde in 10 Stunden in diesem Flugzeug sitzen und nach Afrika fliegen. Was du machst, ist dir freigestellt. Das Ticket hab ich dir auf den Couchtisch gelegt. Auf Wiedersehen, Marc“, Sie gab ihm einen Kuss auf die Wange, nahm ihre Handtasche und verließ Marcs Wohnung. Völlig fertig mit den Nerven setzte sie sich in ein kleines Café und bestellte sich ein Kaffee und ein Schokocroissant. Warum konnte er sich keine Beziehung vorstellen? Wovor hatte er Angst? Was konnte denn schon passieren? Wenn es nicht klappen würde, könnte er sich doch einfach trennen. Bei dem Gedanken an „Trennung“ bekam Gretchen eine Gänsehaut. Eigentlich wollte sie ja für immer mit Marc zusammen sein. Wobei… waren sie überhaupt zusammen? Wenn Marc jetzt schon wieder zweifelte, dann war das doch wieder keine richtige Beziehung. Gretchen seufzte und biss in ihr Croissant.

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„Warum ist diese Frau immer so kompliziert?“, dachte Marc und setzte sich verwirrt auf die Couch. Gedankenversunken starrte er auf den Tisch. Was sollte er nur tun? Er konnte doch nicht mit ihr nach Afrika. Er war doch nicht der Typ für sowas. Er musste Karriere machen und nicht in irgendeinem Kaff versauern. Verzweifelt legte er sein Gesicht in seine Hände. Als er wieder aufsah, fiel ihm das Ticket auf, von dem Gretchen geredet hatte. Er nahm es in die Hand und betrachtete es, als solle es ihm sofort sagen, was er tun sollte. Der Gedanke daran, dass er sie ein Jahr nicht sehen würde, war furchtbar. Er war mittlerweile abhängig von ihrer Anwesenheit. Andererseits machte sie ihn auch krank. Sie konnte so unglaublich nerven und so übertrieben anhänglich sein. Marc schoss der Traum wieder in den Kopf. Er hatte sie geschüttelt und das ziemlich heftig. Das könnte er nie. Ihr wehtun. Wobei. Eigentlich hatte er ihr ja schon häufiger weggetan, nur halt nicht körperlich. Außerdem wusste er nicht, wie er reagieren würde, wenn sie für einige Zeit zusammen sein würden und sie ihn wieder nervte. Aber das war ein bescheuerter Gedanke. Gemeine Beleidigungen und Fiese Sprüche okay, aber Schmerzen zufügen, das erschien ihm unmöglich. Plötzliche entdeckte er etwas auf dem Boden, dass seine Entscheidung, einer eventuellen Trennung oder des ewigen Zusammenseins, erleichtern sollte.


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Sie hatte ihn nicht mehr angerufen und jetzt saß sie ihm Flugzeug und glaubte nicht mehr daran, dass er kam. Dass er ihr einmal hinterher gerannt war, war schon ein Weltwunder. Sie saß am Gang und starrte an den Eingang des Flugzeugs, aber ohne jegliche Hoffnung ihn noch zu sehen. Er hatte ja auch irgendwie Recht: Das mit ihnen wär nie was geworden. Selbst, wenn es am Anfang geklappt hätte, nach ein paar Wochen, wären sie sich so auf die Nerven gegangen, dass sie sich gewünscht hätten nie geflogen zu sein. Gretchen rann eine Träne über die Backe. „Aber wenn es doch geklappt hätte?“, dachte sie. „Was, wenn sie festgestellt hätten, dass sie sich uns nur selbst im Weg standen und jetzt, wo sie zusammen waren sie nicht mehr ohneeinander konnten?“ Gretchen schluchzte und schräg gegenüber von ihr drehte sich ein dicker Mann zu ihr um, um herauszufinden, woher das Schluchzen kam. Er hatte Schokolade in der Hand und stopfte sie sich vor Gretchens Nase einfach so in den Mund, obwohl sie sie jetzt viel mehr gebrauchen könnte. Jetzt musste sie noch mehr weinen. „Lieber Gott, wenn du mir schon Marc Meier nicht gönnst, dann mach wenigstens, dass ich jetzt Schokolade essen darf.“, dachte sie heulend vor sich hin. Plötzlich streckte ihr jemand einen Schokoriegel entgegen. „Den hast du gestern überhaupt nicht gegessen. Das fand ich irgendwie untypisch für dich und deshalb dachte ich, du hast ihn einfach nur verloren.“ Marc lächelte Gretchen von der anderen Seite des Ganges aus an und hielt den Riegel immer noch in der Hand. Gretchen traute ihren Augen nicht „Der ist dir anscheinend runtergefallen. Er lag bei mir am Boden. Ich wollte nicht, dass du ihn umsonst gekauft hast und deshalb bin ich gekommen, um ihn dir zu bringen. Aber irgendwie hatte ich dann auch Lust darauf und hab mich gefragt, ob du ihn mit mir teilen möchtest?“ Gretchen lächelte. „Aber nur, wenn ich mir dann auch mit dir dein Herz teilen darf.“, sagte sie und Marc schmunzelte sie an. Sie konnte es kaum fassen. Er war tatsächlich gekommen und machte sie damit schon wieder von der unglücklichsten zur glücklichsten Frau der Welt. Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und öffnete den Riegel.

Juhu! Ein Flug in den siebten Himmel
Lächelnd gab Gretchen Marc ein Stück von dem Schokoriegel und Marc schob es sich in den Mund. Dabei ließ er seinen Blick nicht einmal von ihr ab, sondern bemerkte nur zum erneuten Mal, wie sehr er sie mochte; dass es viel mehr war als mögen. Und egal, was in Afrika auf sie zukam, er wollte es versuchen. Als die Stewardessen das Zeichen zum anschnallen gaben, bekam er nochmal einen flauen Magen, aber sobald sich das Flugzeug in Bewegung setzte, war es zu spät und Marc beschloss jetzt wirklich ruhig zu bleiben und den Moment zu genießen, den die beiden hatten. Gretchen betrachtete Marc, als wäre er ein wertvolles Ausstellungsstück im Museum. Er schaute ihr intensiv in ihre blauen Augen und nahm ihre Hand. Sie war warm und weich und Marc durchströmte eine Wärme, die alle Sorgen und Angst wegschwemmte.


Marc schrie. Er schrie jemanden an. „DU BIST ZU NICHTS ZU GEBRAUCHEN! DU NERVST EINFACH NUR! DU BIST AN ALLEM SCHULD! ICH MUSS DICH BESTRAFEN!“ Marc wusste nicht wen er da anbrüllte, aber er tat es einfach. Weil er wütend war. So wütend, dass er jemandem weh tun wollte. Doch es war niemand da. Seine gesamte Umgebung war ein schwarzer Raum. Ein Nichts, das ihm Angst machte. Aufgebracht drehte er sich um und stand vor einem Spiegel. Er blickte sich in seine eigenen Augen und bemerkte, dass etwas anders war. Seine Augen waren nicht mehr grün. Sie waren grau, mit einem Blaustich darin, genau wie die von… „NEIN!“, brüllte er wieder los. Verzweifelt machte er die Augen zu und öffnete sie wieder, als könnte er so, seine Augenfarbe wieder auf seine eigentliche ändern. Doch ob sie wieder normal war, würde er nie erfahren, denn plötzlich schaute ihn nicht mehr er selbst, sondern Gretchen an. Sie war sein Spiegelbild. Er wurde wieder wütend und er wusste nicht warum, denn sie blickte so unschuldig und liebevoll, dass niemand ihr jemals war zuleide tun konnte. Das war das, was Marc dachte, doch seine Wut war stärker. Er ballte seine Faust und schlug auf den Spiegel ein. Ein lautes Zerbrechen und ein schmerzzerreißender Schrei und…
„Marc wir landen.“, sagte Gretchen und strich ihm von der anderen Seite des Ganges über die Wange. Marc starrte sie erschrocken an und atmete tief und schwer. Kalter Schweiß rann ihm über die Stirn. „Ist alles okay mit Ihnen.“, fragte sein Sitznachbar, der bemerkte, dass Marc anscheinend etwas durch den Wind war. Marc ging nicht auf die Frage ein und versuchte sich zu beruhigen, indem er die Augen schloss, einmal durchatmete und sie wieder öffnete. „Marc? Geht’s dir gut?“ „Jaja… äh… ich hab nur etwas Druck auf den Ohren.“ Was war passiert? Warum träumte er schon wieder so etwas. Das zweite Mal schon und dieser Traum machte ihm richtig Angst. Er war so verwirrend gewesen und schon wieder war er so unglaublich wütend gewesen. War es überhaupt er? Seine Augen. Der Spiegel. Der Drang jemandem weh zu tun. Unfreiwillig stieg Panik in ihm hoch. Und warum, zur Hölle, war es Gretchen, die darunter leiden musste. Verwirrt guckte er Gretchen an und bemerkte, wie hübsch er sie eigentlich fand. Ihre blonden Locken waren fielen ihr natürlich ins Gesicht und ihre Augen ließen ihn jedes ihrer Gefühle ablesen. Warum in Gottes Namen sollte er so jemanden verletzen wollen?



Kommentare zur Fortsetzung der 3. Staffel von Klops_liebt_Gockel

Klops_liebt_Gockel Offline

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Beiträge: 146

20.06.2011 13:52
#5 RE: Story von Klops_liebt_Gockel Zitat · antworten

So jetzt wieder ein neuer Teil :) ich bitte um verbesserungvorschläge, freu mich aber natürlich auch über lob

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Ein Schwall schwüler, erdrückender Luft traf Gretchen ins Gesicht und kurze Zeit hatte sie das Gefühl, nicht mehr atmen zu können, bis sie bemerkte, dass sie einfach nur tiefer Luft holen musste. Allerdings war es eine beschwerliche Art und Weise Sauerstoff zu tanken. Sie mochte Saunen noch nie (schon deswegen nicht, weil sie dort so viel Haut zeigen musste) und momentan fühlte sie sich, als wäre sie in einer riesengroßen gefangen. Mit etwas müden Gliedern vom langen Sitzen stieg sie jetzt die lange Treppe hinunter, die vom Flugzeug auf den sicheren Boden führte. Unten angekommen blieb sie abrupt stehen, um nach Marc zu sehen. Blöderweise verursachte sie damit einen Auffahrunfall, denn der Mann hinter ihr hatte nicht auf sie geachtet und machte jetzt einen beachtlichen Hechtsprung über ihr Handgepäck. „Oh sorry.. ähh I’m so .. äh.“, Gretchen konnte sich ihre Entschuldigung sparen, denn der Mann stand wütend auf, klopfte sich seine Hose ab und stieg, ohne sie zu beachten in den Bus, der bereit stand, um sie zum Flughafengebäude zu bringen. Angesäuert über den schlechten Start in ihren Jahresaufenthalt in Afrika blickte sie wieder über die Menschenmenge, um nach Marc zu sehen. Er hatte sich bei ihrer Landung ausgesprochen komisch verhalten. Er war ruhig und wieder schweißig, wie schon am Morgen. Unweigerlich musst sie sich an den Virus erinnern, der Marc fast das Leben kostete und bekam eine Gänsehaut. Doch, als sie Marc entdeckte, der ungeniert über ihr kleines Stolperdilemma lachte, wusste sie, dass Marc quietsch fidel war. Erleichtert wartete sie, bis Marc am Ende der Treppe angekommen war und drückte ihm einen Kuss auf den Mund, der diesen ziemlich verwirrte. „Warum versuchst du immer im Mittelpunkt zu stehen?“, versuchte Marc seine Unsicherheit zu überspielen und zwickte Gretchen liebevoll in die Backe. Diese schmollte in an. „Du hättest vielleicht mal so tun können, als wäre das nicht passiert. Das war eh schon peinlich genug.“ Marc grinste sie weiterhin schadenfreudig an, verlor aber kein Wort mehr darüber. Sie setzten sich im Bus nebeneinander auf zwei leere Plätze. Gretchens Unmut über Marcs Verhalten verflog schnell, als sie ihn unentwegt anstarrte, während der Fahrt. Marc blickte genervt den dicken Mann an, der Gretchen am Anfang des Fluges, aufgrund seiner Schokolade aufgefallen war. Der Mann saß direkt neben Marc und lehnte dösend und schwitzend halb an seiner Schulter. Gretchen amüsierte sich still über Marcs Unglück und freute sich gleichzeitig darüber, dass es wirklich Marc war, der sich dort so über den dicken Mann ärgerte. Ohne es verhindern zu können, stellte sie sich vor, wie sie mit dem Mann ihrer Träume auf einem Elefanten durch die heißen Savannen Afrikas ritt und wie sie mit ihm und vielen, süßen, kleinen Afro-Kindern Abends ums Lagerfeuer tanzte und afrikanische Lieder vor sich hin trällerte. Natürlich wusste sie, dass Marc niemals albern ums Feuer tanzen würde und wahrscheinlich waren die Kinder auch nicht in der Lage dazu, aber träumen war erlaubt. „Wir sind da.“, riss Gretchens Angebeteter sie aus ihren Gedanken. Etwas verwirrt, aber glücklich ließ sie ihre Tasche von Marc tragen und stieg aufgeregt aus dem Bus. Jetzt ging das Abenteuer los… Mit Marc!

Oh Gott! Reiseintopf zum Frühstück und nicht einmal Schokolade als Nachtisch!

Jetzt saßen sie schon etwa eine Stunde in diesem bescheuerten, alten Bus, der nicht einmal eine Klimaanlage hatte und die Straße nahm einfach kein Ende. Genervt wischte sich Marc den Schweiß von seiner Stirn. Wenn er nicht innerhalb der nächsten Stunde etwas Anständiges zum Essen bekam, musste er umkommen. Als sie am Flughafen angekommen waren, hatte sich Gretchen eine geschätzte 5-Jahres-Ration an Schokoladenriegeln besorgt, während Marc zehn Flaschen Wasser besorgte und drei Schachteln Zigaretten, damit er wenigstens die ersten Wochen gut auskam. Nach der Flughafenkontrolle und dem Holen der vier Koffer (drei davon gehörten Gretchen) empfing sie ein bis zu den Ohren grinsender Afro-Amerikaner, der sich als Thembani (oder auch nur Bani) vorstellte. Er sprach relativ gutes Deutsch und seine langen Dreads waren zu einem Zopf zusammen gebunden. Marc mochte sein Grinsen nicht und gab ihm auf seine Namensverkündung gleich eine schlecht gelaunte Antwort. „Was für ein bescheuerter Name.“ Gretchen stieß ihm ihren Ellenbogen in die Seite und schüttelte Bani die Hand. „Also ich mag afrikanische Namen.“, versuchte sie Marcs Kommentar zu revidieren und schaute Marc eindringlich und zurechtweisend an. Bani machte sich nichts aus Marcs Unhöflichkeit und antwortete stattdessen lieber auf Gretchens Feststellung: „De Name bedeutet die Hoffnung. Mein Mutter hat mir gegeben, weil zu der Zeit wir hatten kaum Essen. Nach meine Geburt, es gab etwas Regen und wir konnten anbauen Reis.“, stolz grinste Bani, als wäre sein Name tatsächlich ausschlaggebend für die Niederschläge gewesen. Gretchen war sofort angetan von ihm, was Marc überhaupt nicht gefiel und jetzt saßen sie in diesem stickigen Bus und Marc musste auch noch hinten sitzen, während Gretchen sich vorne ausgelassen mit Bani unterhielt. Hungrig, schlecht gelaunt und erschöpft saß er nun da und starrte aus dem Fenster. Nicht einmal etwas Interessantes zu sehen gab es. Nur Dürre und diese endlose lange Straße. Müde und fertig von dem langen Flug, fielen Marc allmählich die Augen zu und ohne sich wehren zu können musste er schon wieder Träumen…

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„Bani?“, fragte Gretchen zaghaft. „Hm?“, machte dieser nur und steuerte lässig seinen Schrottbus, der sich anhörte, als würde er jeden Moment auseinanderfallen. „Wie ist es in deinem Dorf? Weil ehrlich gesagt hab ich ein bisschen Angst vor der nächsten Zeit.“, gab Gretchen zu und kratzte sich verlegen an der Nase. „Mein Leute sind alle ganz nett. Du brauchst keine Angst. Sie alle stolz, dass ihr kommen, um helfen und verarzten unsere Kinder. Was du musst wissen, dass Yagma ist sehr arm und wir haben wenig Wasser in Dorf.“ „Aha. Und wie sieht es mit Schokolade aus?“ „Quoi?“, fragte Bani verwirrt und Gretchen ahnte Schlimmes. „Ja.. ähm… habt ihr keinen Supermarkt oder so, wo man sowas einkaufen kann?“, fragte Gretchen dumm, und eigentlich wusste sie auch schon die Antwort. „Gretchen, de nächste Supemarkt ist entfernt ca. 1 ½ Stunden mit Auto. Wir habe keine Geld für Supermarkt.“, sagte er und unpassend zum Thema musste er grinsen. Für einen kurzen Moment, musste Gretchen feststellen, dass sie jetzt gerne daheim wäre. Keine Schokolade? Das war zu viel… Halt! „Nein Gretchen! Du bist gerade dabei einen wunderschönen Neuanfang mit dem tollsten Mann der Welt zu starten und denkst jetzt schon wieder an zu Hause! Lass das!“, ermahnte sich Gretchen in ihren Gedanken selbst. „Dann muss ich halt mal etwas sparen mit meiner Schokoladenration!“ Weiterhin in Gedanken bei ihrer Schokolade, starrte Gretchen aus dem Fenster und musste schmunzeln. Sie war tatsächlich in Afrika. Die Dürre draußen war ein interessantes Schaubild, denn bis auf ein paar einzelne verdorrte Bäume sah man nichts, außer unendliche, graslose Landschaft, die die dünne leere Straße umschloss, auf der sie fuhren. Gretchen interessierte, was hinter dieser Dürre versteckt war. Ob sie wilde Tiere sehen würde und welchen Leuten sie begegnete. „Wenn alle so nett sind, wie Bani, kann eigentlich nichts schief gehen.“, dachte Gretchen, die nun ihren Kopf am Fenster anlehnte und jeden einzelnen Baum mit ihren Pupillen verfolgte. Plötzlich verwandelten sich die Bäume in Giraffen. Oder nein… das waren keine Giraffen… zumindest keine richtigen. Sie hatten zwar lange Hälse, aber ihre Köpfe sahen diesen eines Menschen sehr ähnlich. Ja! Tatsächlich! Es waren Menschenköpfe! Und obwohl Bani mindestens 100 km/h fuhr, gingen die Menschengiraffen nur langsam vorüber. Und Gretchen stellte fest, dass sie diese Köpfe kannte. Eine Giraffe trabte direkt neben dem Bus her und Gretchen erkannte Professor Steigele, die Gretchen interessiert anstarrte und drauf los plapperte: „Hallo Dr. Haase. Na jetscht glaub ich, dass sie mein Karoddesüpple brauchen werdden, damit Sie die ganzen Schokokindle versorgen könn.“ „Aber… ich hab ihr Rezept daheim vergessen.“, entgegnete ihr Gretchen und plötzlich machte sich Verzweiflung in ihr breit. Die ganzen Kinder werden verhungern müssen, weil sie das Rezept vergessen hatte. „Ach, machen Sie sich da keine Sorggen. Sie san doch a kesses Mädle. Ihnen fällt bestimmt was ein. Und ich hab gsehn, dass sie auch noch den netten Dr. Meier mit im Gepäck ham. Komm Sie! Lassn sie ihren Ideen freien Lauf. Ade.“ Und mit diesen aufmunternden Worten war sie auch verschwunden. Stattdessen kreuzte ihnen Gretchens Giraffen-Mutter den Weg, deren langer Hals genau richtig war, um ihrer Lieblingsbeschäftigung – neugierig in anderer Leben herum zu schnüffeln – nachzugehen. „Magarete. Ich hab dir die Mikrowelle jetzt doch noch eingepackt, damit du dir auch mal Nudeln warm machen kannst.“ Gretchen verdrehte genervt die Augen: „Mama, die haben da wahrscheinlich sowieso kein Strom.“ „Achso.“, antwortete ihre Mutter naiv und trabte grübelnd von dannen. Eher fassungslos über die seltsamen Äußerungen von Dr. Steigele und ihrer Mutter, als über die seltsame Konstellation von Giraffenkörper und Menschenkopf, versuchte Gretchen sich zu sammeln. Allerdings blieb ihr dazu keine Zeit, denn plötzlich tauchte eine Straußen-Sabine auf, die dem Bus hechelnd hinterher rannte. „Frau Doktor. Sie wollten doch, dass ich für Sie die Ergebnisse von der Untersuchung an ihrem Herzen hole. Ich wollte nur sagen, dass ihre Schokoladen-Abwehr-Mechanismen durchbrochen wurden von Meier-Bakterien. Allerdings ersetzen die jetzt den Schutzwall, den vorher die Schokos gemacht haben.“ „Oh. Die sind zusammen mit dem Herzbruchvirus gefährlich.“, stellte Gretchen fest. „Aber wenn man den vermeidet, ist es der beste Schutzwall den ein Herz haben kann.“ Glücklich über dieses Ergebnis verabschiedete Gretchen sich von Sabine, weshalb diese erleichtert stehen blieb und zusammen mit einem Zebra-Günni kuschelte. „In zehn Minuten sind wir in meine Dorf.“, sagte eine Stimme die weit entfernt klang. Gretchen schaute auf und merkte, dass ihre Augen verklebt waren. Sie musste eingeschlafen sein. Bani lächelte sie an. „Du haben geträumt. Während du hast geschlafen, du hast gelächelt.“, sagte er und Gretchen rieb sich die Augen. An die Erinnerung an ihren Traum, wusste sie auch warum sie gelächelt hatte. Marc war der Grund, weshalb ihr momentan niemand etwas anhaben konnte. Und das machte sie glücklich.


Kommentare zur Fortsetzung der 3. Staffel von Klops_liebt_Gockel

Klops_liebt_Gockel Offline

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Beiträge: 146

20.06.2011 22:52
#6 RE: Story von Klops_liebt_Gockel Zitat · antworten

aufgrund der lieben Kommis gibts jetzt gleich noch einen Teil

<3
Überall standen Koffer und Marc musste aufpassen, dass er nicht darüber stolperte.
Erst jetzt fiel ihm auf, dass er mitten in der Wüste stand. Eine Wüste voller Koffer?
Schien ihm vollkommen kurios. Aber sie waren da und ihm blieb nichts anderes übrig,
als über jeden einzelnen Koffer zu steigen und zu versuchen hier irgendwie rauszukommen.
Wie? Keine Ahnung. Wohin? Die Frage stand offen. Aber er war sicher, dass er hier weg musste, denn es war gefährlich hier.

Die schwarzen Wolken am Himmel wirkten so nah, dass er glaubte, er könnte sie berühren. Es war so dunkel, dass er glaubte es wäre Nacht. Doch die Uhr sagte etwas anderes. Es war gerade einmal halb neun morgens. Es wehte kein Lüftchen und die Stille war erdrückend. Was war geschehen? Wie kam er hierher? Alle Fragen auf die Marc keine Antwort hatte und das bescherte ihm ein mulmiges Gefühl. Er erhöhte sein Klettertempo über die Koffer, doch es nahm kein Ende. Dann kam ihm eine Idee. Vielleicht war in den Koffern etwas Brauchbares.
Er blieb stehen und begutachtete die Koffer, die unmittelbar um ihn herum standen.

Drei waren rosa, Zwei waren schwarz. Sein Blick schweifte über den Rest des Koffermeers und er bemerkte, dass es nur Rosafarbene und Schwarze gab, wobei die Rosafarbenen eindeutig dominierten. Er überlegte nicht lange, dann wusste er, dass er einen schwarzen Koffer öffnen wollte. Die Rosafarbenen waren irgendwie nicht sein Stil. Er beugte sich zu dem Koffer herunter, der direkt vor seinen Füßen stand. Bevor er ihn öffnete begutachtete er ihn noch genau von außen. Vielleicht hing ein Flugschild daran, auf dem stand, wem der Koffer gehörte. Aber nein. Marc konnte nichts finden.

Er griff nach dem Reisverschluss und überlegte noch einmal genau, ob er es denn wirklich wagen würde.
Er entschied sich für Ja und zog an. Mit neugierigem Blick, aber trotzdem versuchend Ruhe zu bewahren, verfolgten seinen Pupillen seine eigene Hand, wie sie, den Reißverschluss haltend, den Koffer entlang glitt. Sie war am Ende angekommen. Vorsichtig hob er seine andere Hand, um den Deckel des Koffers zu öffnen. Er bemerkte, dass sie zitterte und er ärgerte sich selbst darüber, dass ihn eine so banale Sache – einen Koffer öffnen – so nervös machte. Der Deckel war umgeklappt, der Koffer war offen. Marc staunte nicht schlecht, als er sah, was darin verborgen war. Eine kleine, braune, schlichte Kiste war das einzige, das es sich in dem Koffer bequem gemacht hatte. Marc nahm sie hinaus und bemerkte ein kleines, silbernes Schloss, dass daran angebracht war. „Na toll!“, dachte er und fing nun an den Koffer nach einem Schlüssel zu durchsuchen, der eventuell in das Schloss passte. Nichts.

Allmählich wurde er wütend und jetzt begann er stürmisch den nächsten schwarzen Koffer zu öffnen. Dort verbarg sich eine weitere Kiste mit Schloss ohne Schlüssel. Die nächsten fünf schwarzen Koffer boten ihm dasselbe Schaubild. „Wer denkt sich denn so ein Scheiß aus?“, rief Marc aufgebracht und erschrak, als sein Echo mehrmals zurück kam. Es verdeutlichte ihm, wie alleine er war. Er hatte keine andere Wahl. Die Rosafarbenen Koffer mussten geöffnet werden. Den ersten öffnete er lang nicht so vorsichtig, wie den ersten schwarzen. Zu seiner Überraschung fand er tatsächlich einen Schlüssel vor. Hoffnungsvoll steckte er ihn in eine der Kisten. Er passte nicht. Marc ahnte nichts Gutes. Und seine Ahnung bestätigte sich. Der Schlüssel passte auch nicht in die nächsten fünf Kisten. „Wie soll ich aus dieser Scheiß Hölle rauskommen, wenn ich für jede verdammte Kiste den richtigen Schlüssel finden muss?“, fragte er in die Stille hinein.
Nichts passierte. Verzweifelt ging Marc in die Knie und legte sein Gesicht in seine Hände. „Wie komm ich nur hier raus?“, flüsterte er. „Du musst es nur zulassen.“ Marc schreckte hoch. „Wer sagt das?“ Marc drehte sich um. Dort stand die Person, die er jetzt am wenigsten erwartet hatte, die ihn aber am meisten freute. „Gretchen! Was machst du hier? Wie bist du hier her gekommen? Wenn du hier her gefunden hast, dann findest du bestimmt auch wieder raus, oder?“ Keine Antwort.

Gretchen starrte Marc an. Sie lächelte. Es war ein verträumtes Lächeln. Schon fast gruselig, aber das störte Marc nicht. Er freute sich einfach nur, dass er endlich hier rauskommen würde. „Gretchen, sag schon… wie kommen wir hier raus?“ Stille. „Hey, Hasenzahn!“, sagte Marc etwas lauter und fuchtelte vor Gretchens Gesicht rum. Sie zuckte nicht einmal mit der Wimper. Dann sagte sie: „Du weißt es.“ „Was denn um Himmels Willen?“ „Du musst nur nachdenken.“ Marc konnte es nicht fassen. Seine einzige Rettung war verrückt geworden. Das war nicht fair. Wut stieg in ihm hoch. Sein Körper bebte vor Aufregung. „Was willst du von mir. Wenn das jetzt irgendso ein Esoterikscheiß aus der Wendy sein soll, muss ich dir leider sagen, dass ich daran nicht glaube?“, brüllte er schon fast.

„Du musst es nur zulassen.“, war das Einzige, was er zur Antwort bekam. Das war genug. Außer sich vor Zorn ging er auf Gretchen zu und packte sie an den Schulter. Er schüttelte sie. „Was willst du?“ Gretchens Lächeln verschwand. Aber ihre Worte nicht. „Du musst es nur zulassen.“ Man konnte ein kleines bisschen Verzweiflung in Gretchen Worten erkennen, doch das störte Marc nicht. Er schüttelte sie heftiger. Solange, bis Gretchen vor Angst schrie. „Lass es zu!“ „WAS DENN!!! WENN DU MIR NICHT HELFEN WILLST, DANN HALT DIE KLAPPE!!“ Gretchen stolperte hinterrücks über einen Rosafarbenen Koffer. Marc blieb erst einmal außer Atem stehen. Gretchen regte sich nicht. Langsam ging er auf die Knie. Sie hatte die Augen geschlossen. Ihr Gesicht war entspannt. „Gretchen… ich wollte nicht…“, verzweifelt und zitternd beugte er sich über sie. „Nein! Was? Gretchen…“, er wollte irgendetwas machen, doch jegliche Ahnung seiner ärztlichen Qualitäten war verschwunden. Und ehe er es schaffte etwas zu tun, wurde er von ihr weggezogen. Er schrie, doch es kam kein Ton raus. „Marc… Marc…“, war das einzige was er hören konnte.
Plötzlich spürte er einen dumpfen Aufschlag und er schreckte schwer atmend auf.

<3

„Was ist los? Hast du geträumt?“, fragte Gretchen besorgt. Marc starrte sie erschrocken an, als wäre er ein Reh, das in die Scheinwerfer eines todbringenden Autos blickte. Er atmete schwer und er war schweißig, exakt wie die Male davor, nur, dass Marc diesmal um einiges mitgenommener wirkte. Er war blass und spannte seinen ganzen Körper an. „Ich… ähm… muss mich wohl an das Klima hier gewöhnen.“, antwortete Marc und versuchte zu Lächeln, das aber eher wie eine blöde Grimasse wirkte. „An das Klima. Schon klar.“, meinte Gretchen ironisch, doch Marc ging nicht weiter darauf ein. Er fuhr sich einmal durch seine nass geschwitzten Haare, stieg aus dem Bus und schaute sich um. Gretchen verfolgte ihn mit ihren Pupillen und setzte dabei einen äußerst misstrauischen Blick auf.

Was war mit ihm los? Das erste Mal bei ihm zu Hause, dann im Flugzeug und jetzt, nur vier Stunden später auch noch in Banis Wagen. Irgendetwas stimmte offensichtlich nicht mit ihm und das beunruhigte Gretchen zutiefst. „Ähm… also entweder ist Yagma ein sehr, sehr kleines Dorf oder du hast mich umsonst aufgeweckt. Da du meistens sinnlose Sachen machst, tippe ich eher auf letzteres.“, versuchte Marc locker von sich zu geben. Gretchen runzelte die Stirn. „Sag mal, ist dir eine Laus über die Leber gelaufen, oder warum keifst du mich jetzt so blöd an?“ „Nein, die Wahrscheinlichkeit, dass mir eine Antilope über die Leber läuft ist hier höher.“, konterte Marc und legte eine grimmig amüsante Miene auf, die Gretchen ärgerte. „Marc! Ich weiß, dass das hier für dich nicht unbedingt ein Stück Himmel ist, aber du bist ganz freiwillig hier her gekommen, also du könntest wenigstens so tun, als würde es dir gefallen. Und nein, ich hab dich nicht umsonst aufgeweckt, weil wir ab hier zu Fuß gehen müssen, weil die Straße ab jetzt so schmal wird, dass wir im Graben landen würden.“ „Das ist jetzt nicht wahr, oder?“, fragte Marc entgeistert.

Bani, der sich bis jetzt aus der Diskussion der beiden rausgehalten hatte, schaltete sich nun ein: „Keine Sorge, Dr. Meier. Wir brauchen nicht lange zu meine Dorf. Höchstens 20 minutes.“ Ohne zu antworten, packte Marc seinen Koffer aus dem Bus und wollte beleidigt lostraben, aber Gretchen hielt ihn auf. „Äh… warte mal.“ „Was?“, fragte Marc pampig und verdrehte dabei die Augen. Gretchen versuchte nicht auf seinen motzige Art einzugehen und antwortete mit einem gestellten höflichen Ton. „Ich hab doch drei Koffer.“ „Wow! Du kannst zählen? Warum hat man dich noch nicht zur Nachfolgerin von Albert Einstein ernannt? Und der diesjährige Nobelpreis geht an.. Hasenzahn!“ „Du brauchst nicht so rumstänkern, Marc, sonst stänker ich jetzt mal und dann können wir die Vorstellung von einer entspannten Beziehung sofort vergessen.“ Marc schien unbeeindruckt. Dennoch fuhr Gretchen fort. „Du kannst jetzt mal beweisen, dass du auch mal ein Gentleman sein kannst - auch wenn das eine Eigenschaft von dir ist, die ich immer noch gerne als 8. Weltwunder des Marc Meiers bezeichne – und zumindest einen meiner Koffer nehmen.“

„Das könnte dir so passen.“, meinte Marc und stapfte los, in Richtung Unendlichkeit. „Ich nehme deine Koffer schon.“, bot sich Bani an und packte beide Koffer mit festem Griff. Marc blieb augenblicklich stehen, stellte seinen Koffer kurz ab, ging auf Bani zu und nahm ihm trotzig einen der Koffer aus der Hand. Bani blickte verwirrt zu Gretchen, die ihn aber nicht bemerkte, weil sie viel zu sehr damit beschäftigt war, zu überlegen, ob das gerade eine Aktion aus Eifersucht von Marc gewesen war.
„Na sieh mal einer an. Wer hätte das gedacht? Marc ist anscheinend wirklich eifersüchtig auf Bani. Mach dich auf was gefasst Tagebuch. Da kommt die Topstory des Monats auf dich zu.“, dachte Gretchen zufrieden und zog den Koffer, den sie selbst trug hinter sich her.


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Klops_liebt_Gockel Offline

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22.06.2011 17:42
#7 RE: Story von Klops_liebt_Gockel Zitat · antworten

neuer Teil :) ich bitte um Kommentare

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„Na toll! Wenn das hier alle so schleimige Idioten sind, wünsch ich mir viel Spaß“, dachte Marc wütend, während er den mindestens 100 kg schweren Koffer hinter sich her zog und währenddessen versuchte, seinen eigenen zu tragen. Bani hatte mittlerweile Gretchens anderen Koffer genommen und sie trug jetzt den kleinsten, der trotzdem erstaunlich riesig war. Marc wusste nicht, dass es so große Koffer gab und hasste die Koffer-Herstell-Industrie dafür. Ohne es verhindern zu können, lenkte ihn sein Gedanke auf seinen Traum. Das war nun der dritte, innerhalb kürzester Zeit, der ihm zu schaffen machte.

Warum passierte das? Die Träume waren bis jetzt immer sehr unterschiedlich gewesen. Auch immer absurder. Aber eine Gemeinsamkeit hatten sie: Er verhielt sich aggressiv gegenüber Gretchen. Und das war das, was ihm am meisten Angst machte. Marc bemerkte, wie wieder Panik in ihm hochstieg, wie schon im Flugzeug. Das machte ihn wütend, weil Panik ein Zeichen von Schwäche war. Und das war eine Eigenschaft, die er nie mehr haben wollte. Schwach sein. Und schon gar nicht Schwäche zeigen. Plötzlich erinnerte er sich an etwas, dass ihm Frau Schnippel gesagt hatte, kurz bevor Gretchen im Alleingang nach Afrika wollte: „Wer liebt ist immer schwach.“ Wie Recht sie doch damit hatte. Er musste es früher oft genug erleben. Bei dem Gedanken daran bekam er eine Gänsehaut. War das vielleicht der Grund, weshalb er dagegen ankämpfte, diesmal nicht schwach zu sein?

Weil damals seine Schwäche der Grund dafür war,dass ihm und seiner Mutter das Leben zur Hölle gemacht wurde? Er wusste es nicht, aber eins war klar. Diese Träume mussten ein Ende haben, weil sie ihn schwach und angreifbar machten und er wollte nur eins: Für Gretchen stark sein, um ihr zu zeigen, dass er damit klar kam. Mit was eigentlich? Mit Afrika? Mit ihr in einer Beziehung zu leben? Auch das wusste er nicht. Er wusste nur, dass er jetzt damit klar kommen musste. Marcs Magen riss ihn aus seinen Gedanken. Er knurrte fürchterlich laut und die Hitze und die Anstrengung des Koffertragens waren nicht gerade förderlich, um gegen den Hunger erfolgreich anzukämpfen. Er schaute in die Ferne. Noch erkannte er nichts und langsam aber sicher riss sein Geduldfaden.

Abrupt blieb er stehen und maulte Bani an. „Wo ist denn jetzt dein Scheißdorf?“ Das erste Mal wirkte Bani empört über Marcs Verhalten und das merkte man auch an seiner Antwort. „Mein „Scheiß“-Dorf ist da, wo es jemande braucht, der ihne hilft und nicht beschimpft.“ Marc wollte kontern, aber er bemerkte Gretchen, die sichtlich peinlich berührt war und deshalb antwortete er nicht, sondern stampfte weiter über den unebenen Weg. Zu seinem Missfallen hörte er Gretchen Bani hinter sich „Tut mir Leid“, zuflüstern, was ihn zutiefst störte. Vielleicht hatte der Wichser in seinem Dorf kein Wasser und viele Krankheiten, aber wenigstens musste keiner von ihnen diese bescheuerten Träume aushalten… Marc gab sich innerlich eine Ohrfeige.
Selbstmitleid: Ein weiteres Zeichen von Schwäche.

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Na das konnte ja was werden. Sie waren geraden einmal vier Stunden auf Afrikanischem Boden und schon machte Marc Anstalten. Gretchen seufzte und flüsterte Bani ein „Tut mir Leid“ zu, absichtlich etwas lauter, damit es Marc mitbekam und wusste, dass Gretchen sein Verhalten nicht befürwortete. Bani lächelte Gretchen verständnisvoll zu und sie wusste, dass für ihn Marcs Kommentar schon wieder der Vergangenheit angehörte. „Er ist wirklich der gutmütigste Mensch, den ich je kennengelernt hab.“, dachte Gretchen und Erleichterung machte sich in ihr breit. Vielleicht lag Marcs Wut auch daran, dass er Angst hatte vor der Zeit hier. Gretchen hatte ja schon häufiger miterlebt, dass Marc zu Beleidigungen neigte, wenn er verzweifelt war.

Bestes Beispiel war die Beinahe-Hochzeit mit Gabi oder auch ihre eigene Hochzeit mit Alexis/Frank. Gretchen beschloss, Marc nicht mehr auf sein Verhalten anzusprechen, denn jeder reagierte anders, wenn er Angst hatte und sie fand die Vorstellung auch irgendwie süß, dass Marc nervös und aufgeregt vor der Zeit in Afrika war. Und vermutlich kam auch noch Hunger und Durst hinzu, den nämlich Gretchen schon seit der Landung verspürte. Und der Koffer war auch ganz schön schwer und Marc musste zwei tragen. Hoffnungsvoll suchte Gretchen nach einem Zeichen, dass darauf hindeutete, dass jetzt irgendwann ein Dorf kam. Und tatsächlich. Dort hinten stieg ein bisschen Rauch auf und auch Marc hatte ihn entdeckt, denn er meldete sich wieder zu Wort.

„Ist es das? Da hinten?“ „Ja“, antwortete Bani und überholte Marc, damit er als erster im Dorf eintraf. Wahrscheinlich wollte er den Bewohnern dort erst einmal Bescheid sagen, dass die Ärzte jetzt da waren. Bani wirkte sogar richtig euphorisch deswegen und auch Gretchen verspürte eine solche Freude, aber nicht wegen der Bekanntmachung der Bewohner, sondern weil sie nun endlich frühstücken konnte. Vermutlich haben die Leute dort ein richtiges Festmahl für sie zubereitet… also soweit sie halt die Mittel dazu hatten. Sie ging jetzt auf gleicher Höhe mit Marc und auch er wirkte nicht mehr ganz so mürrisch. „Und so ist alles wieder im Lot.“, dachte Gretchen vergnügt. Sie sah Marc an und lächelte. Er spürte ihren Blick und schaute sie ebenfalls an.
Und obwohl er nassgeschwitzt und fertig von der Reise war, stellte Gretchen zum tausendsten Mal fest, wie wunderschön dieser Mann war, der ab jetzt nur sie so berührte, wie er es letzte Nacht getan hatte. Und dieser Gedanke brachte ihre gute Laune an den Höhepunkt.


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24.06.2011 00:37
#8 RE: Story von Klops_liebt_Gockel Zitat · antworten

<3

Irgendetwas war da zugange. Alle Bewohner Yagmas waren in Aufruhr und rannten Richtung Wildnis. Die Jungen nahmen die Alten an der Hand und die Mütter trugen ihre Babys. Alle Kinder, die gehen konnten machten sich ebenfalls auf und die Männer gingen alle voraus. Irgendetwas musste dort geschehen. Etwas Gutes, denn Freude herrschte dort. „Was ist los?“, fragte Gigi, Medhi in diesem Augenblick. Sie kam aus einem der Häuser, die aus einem Zimmer, einer Wand aus Lehm und Strohdächern bestanden. Sie hatte gerade ein Neugeborenes untersucht, das Medhi zusammen mit der jungen Mutter Karasi auf die Welt gebracht hat. Sie lag geschwächt im Bett und schlief, während Gigi freudig feststellte, dass das Baby gesund war. Und dann war dieser Lärm und alle rannten los.

Medhi zuckte mit den Schultern und ging langsam mit Gigi hinter sich in die Richtung des gut gelaunten Dorfes. Es hatte eine Traube gebildet um etwas oder jemanden herum. Medhi kniff die Augen zusammen, als könnte er so besser durch die wenigen Lücken gucken, die die Bewohner gelassen hatten. Plötzlich machte sich eine größere Lücke auf und Medhi quetschte sich rein. Dann erkannte er den Grund für die Aufregung. Dort stand ein großer Mann, mit langen Dreads, die er zu einem Zopf zusammengebunden hatte. Er grinste mit seinen gelben Zähnen über beide Ohren. In seiner Hand hatte er einen Koffer. Er war rosa, was Medhi sehr verwunderte. Doch seine Verwunderung verwandelte sich von einem Moment zum anderen in Freude, als er die Besitzerin des Koffers entdeckte.

Gretchen tauchte hinter einem der Lehmhäuser auf. Sie war verschwitzt und sah müde aus, aber sie lachte und das machte sie wunderschön. Medhi wollte losstürmen und sie begrüßen, doch dann kam noch jemand um die Ecke. Es war kein anderer als Marc, der grimmig vor sich hin starrte. Das versetzte Medhi einen Stich und er ärgerte sich gleichzeitig darüber, dass er nicht damit gerechnet hatte. Als Gretchen sich im Flugzeug dazu entschied, doch noch mal um Marc zu kämpfen, war ihm eigentlich bewusst, dass sie diesen Kampf gewinnen würde. Er hatte mit ihr geschlafen nachdem er sie darum gebeten hatte nicht zu fahren. Niemals wäre Gretchen gekommen, wenn sie Marcs harte Schale nicht geknackt hätte.

Und jetzt stand sie da, umringt von einer Traufe von Bewohnern Yagmas, überfordert und geschmeichelt zugleich. Und Marc? Er war ebenfalls umzingelt, wirkte aber lang nicht so glücklich wie Gretchen. Er war sichtlich überfordert von den Kindern, die versuchten, alle gleichzeitig an ihm hochzuklettern. Medhi schüttelte den Kopf. Dass das nicht Marcs Welt war, war ihm klar und er fragte sich, wie lange Marc das hier aushalten würde, bis er es wieder versaute. „Gretchen!“, hörte er Gigi hinter sich rufen und in diesem Moment blickte sie Medhi direkt in die Augen. Ein Freudeschrei und ein überschwänglicher Lauf und schon hielten sich die beiden Freundinnen in den Armen. Medhi beobachtete das Schauspiel und musste schmunzeln.

Gigi war Gretchen gar nicht so unähnlich. Gut, sie war etwas feindseeliger Männern gegenüber, als Gretchen und sie war nicht gerade eine Person, die man als besonders naiv bezeichnen konnte, vor allem nicht nach der Geschichte mit Marc, aber sie hatte das gleiche Ziel, wie Gretchen: Sie wollte glücklich werden, mit einem Mann. Wie im Märchen. Und sie hatte etwas an sich, dass Medhi nicht definieren konnte, aber es war etwas, das ihm gefiel. Medhi war gedankenversunken und erschrak dementsprechend, als auch ihm, Gretchen plötzlich um den Hals fiel.

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Klops_liebt_Gockel Offline

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26.06.2011 21:59
#9 RE: Story von Klops_liebt_Gockel Zitat · antworten

kleiner nächster Teil. Marc trifft auf Gigi und Medhi und auf hundert begeisterte Afrikaner
<3

„Ist es das? Da hinten?“, fragte Marc. Er hatte Rauch entdeckt und Hoffnung, dass er endlich seinen Hunger stillen könnte, übertrumpfte seinen Ärger über Bani. Auch Bani schien keineswegs mehr sauer über Marcs Unhöflichkeit von vorher. Im Gegenteil: Er stiefelte gut gelaunt an ihm vorbei und zwinkerte ihm freudestrahlend zu. Plötzlich konnte er so etwas wie eine Hütte erkennen. Sie war klein und hatte ein Strohdach, das sehr instabil wirkte. Marcs schlechte Laune kam wieder: „Bitte, bitte lass das das Klo sein und kein Haus.“, betete Marc stumm vor sich hin.

Bis jetzt hatte er sich nicht so viele Gedanken darüber gemacht, in was für einem Zustand die Umgebung seines einjährigen Aufenthalts sein würde. Seine Träume hatten Marc ja bisher auch erfolgreich abgelenkt, aber jetzt wünschte er sich, er hätte sich seelisch besser darauf vorbereitet. „Naja, Augen zu und durch“, dachte Marc, „Wenn ich jetzt schon so Hunger hab, müsste Gretchen doch schon lang durchgedreht sein.“ Marc musste über seinen Gedanken schmunzeln und gerade wollte er sich zu Gretchen umdrehen, um ihre körperliche Befindlichkeit zu analysieren, da lief sie auch schon neben ihm her. Sie lächelte ihn an und auch Marc verspürte das erste Mal, seit sie afrikanischen Boden betreten hatten, so etwas wie Freude. Ihm fiel wieder ein, warum er mitgekommen war: Um dieses Lächeln zu sehen. Tag und Nacht. Es befreite ihn und gleichzeitig war es ungewohnt, dass ihm so eine Kleinigkeit den Kopf verdrehte. Doch seine Gefühle konnte er natürlich durch seine jahrelange Übung gut verbergen, denn: Wer liebt ist immer schwach…

Sie waren an der Hütte angekommen und ein dröhnender Lärm durchbohrte Marcs Ohren. Es war ein Jubeln und als er um die Ecke bog, zeigte sich ein Schauspiel, mit dem er niemals gerechnet hatte. Etwa hundert Afrikaner trampelten auf die Ärzte ohne Grenzen in Spe zu und redeten auf afrikanisch auf sie ein. Auch um Bani standen sie herum, doch im Gegensatz zu Marc, freute sich dieser sichtlich über seinen neugewonnenen Ruhm. Auch Gretchen wirkte erfreut über diesen Willkommensgruß. Leicht überfordert, aber glücklich, schüttelte sie jedem die Hand, der sie ihr entgegen streckte. Und Marc? Mindestens zehn Kinder versuchte ihm auf die Schultern zu klettern.

Ohne Rücksicht auf Verluste hüpften sie an ihm hoch, riefen ihm etwas zu und… „Oh mein Gott! Hat mir da grad einer einen Finger in die Nase gesteckt?“ Das war zu viel. Marc löste sich etwas grob, aber nicht ohne aufzupassen, dass er den Kindern nicht weh tat und versuchte sich durch die Menge von Leuten zu drängen. Auch Gretchen hatte es geschafft aus dem Menschenkäfig zu entkommen, denn sie fand sich - zu Marc größtem Unmut und Überraschung – in Gigis Armen wieder, neben der, und das erstaunte ihn noch mehr, Medhi stand. Und als wäre das nicht genug, fiel sie nun auch ihm in die Arme.
„Äh… tut mir Leid, dass ich mitgekommen bin. Ich wusste nicht, dass du mit denen alleine sein wolltest.“, motzte Marc los und schaute Gretchen mit einem fragendem und einem Kurz-davor-Ameisenblick an.

Gretchen löste sich aus Medhis Armen und guckte Marc aus einem Hauch von Unschuld und schlechtem Gewissen an. „Ja.. ich hätte dir vielleicht erzählen sollen, dass die beiden mit mir mitfliegen wollten, kurz bevor ich aus dem Flugzeug ausgestiegen bin.“, versuchte Gretchen sich zu entschuldigen und zuckte mit den Schultern. Bevor Marc antworten konnte, wurde er überschwemmt von einer Welle Afrikaner und zwar in Richtung von Bani. Dieser stand erwartungsvoll vor einer Hütte und lächelte Gretchen und Marc, von Gigi und Medhi begleitet, zu. „Das ist eure Haus, über die Jahr.“, sagte Bani und deutete auf die Hütte. Marcs schlimmsten Erwartungen wurden Wirklichkeit. Und es wurde noch schlimmer, als er in einen Topf blickte, in dem ihn sein Frühstück schon sehnsüchtig erwartete.

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Klops_liebt_Gockel Offline

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27.06.2011 21:45
#10 RE: Story von Klops_liebt_Gockel Zitat · antworten

nächster Teil... mal schauen, ob Gretchen und Marc jetzt verhungern müssen

<3
Auch Gretchens schlimmsten Erwartungen wurden wahr. Ihr Hunger sollte von einem Haufen Reis in irgendetwas, das aussah wie eine viel zu dickflüssige Soße, in einem rostigen Topf, gestillt werden. „Ganz ruhig, Gretchen.“, dachte sie, „Du hast genug Schokolade dabei, um für heute deinem Magen, der etwas Leckeres erwartet, gerecht zu werden.“ Sie atmete einmal tief durch und schaute Gigi mit einem schmeckt-es-sehr-schlimm-Blick an, den Gigi mit einem gewöhnungsbedürftig-Blick erwiderte. Auch Medhi schien zu wissen, was Gretchen gerade dachte, denn er klopfte ihr mitleidig auf die Schulter, was Marc gar nicht gefiel. Er blickte finster drein und Gretchen merkte, dass sie jetzt mit ihm reden musste, damit die Situation nicht eskalierte. „Bani? Macht es dir was aus, wenn Marc und ich erst einmal unsere Koffer in unsere Hütte bringen und ein Bisschen ausruhen, bevor wir frühstücken? Ihr könnt auch gerne vor uns anfangen.“ Bani nickte und hob den Vorhang zur Seite, das als Tür der Hütte dienen sollte, damit die beiden Ärzte eintreten konnten. Gigi wollte mitgehen.

„Gigi, sei mir nicht böse, aber lass uns für einen kleinen Moment allein.“ Gigi verstand und stellte sich neben Medhi, der gerade voll damit beschäftigt war, die Afrikaner davon abzuhalten, dass neue Wohnheim von Gretchen und Marc kaputt zu trampeln. Gretchen betrat vor Marc das kleine Zimmer. Da es fensterlos war, war es sehr ziemlich dunkel. Nur die Löcher im Dach und die Sonne, die durch die „Vorhangtür“ schien, sorgten für etwas Durchblick. Zwei Matratzen lagen, links der Hütte, nebeneinander auf dem Boden. Die Bettwäsche bestand aus einem dünnen Tuch, als Bettdecke und einem zusammengerollten Knäuel, als Kopfkissen. In der Mitte stand ein kleiner Tisch ohne Stühle und rechts befand sich ein kleines Regal mit rostigen Töpfen und großen Kannen.

Zehn unerträgliche Sekunden herrschte fassungslose Stille. Dann fand Gretchen ihre Sprache wieder, die sich allerdings in wenig überzeugenden Worten äußerte: „Also… ich finde, der Raum ist größer, als er von außen scheint.“ Marc schloss die Augen und verzog sein Gesicht zu einem verzweifelten Ausdruck. „Warum bin ich nur –…“ „Sag jetzt nichts, bevor du´s dir nicht genau überlegt hast, Marc!“, sagte Gretchen ausdrücklich und starrte Marc dabei aus einer Mischung von Sorge und Strenge an. Wenn er jetzt schon heim wollte, wie würde das dann werden, wenn er frühstücken würde? Wenn er Mittag essen würde? Wenn er das erste Mal Wasser holen würde? Wenn er das erste Mal ein Leprakrankes Kind zu Gesicht bekommen würde? Er würde bereuen mitgekommen zu sein und dadurch würde er immer unglücklicher werden und dann würde es schlecht zwischen ihnen laufen und dann würde er wieder gehen und sie alleine lassen. Es gab so viele „würde“, die eintreten könnten, und das machte Gretchen Angst. Das war der Grund weshalb sie Marc auf seine Frage, was er denn hatte sagen wollen, mit Tränen in den Augen antwortete: „Das du mich lieber alleine hättest fahren lassen.“

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„Na toll! Erst stellt man fest, dass der zukünftige Wohnort einem Gefängnis gleicht und dann kriegt die neurotische Freundin einen emotionalen Ausbruch.“ Marc wischte sich genervt über die verschwitzte Stirn und seufzte. Gretchen blinzelte ihn mit feuchten Augen an und versuchte den Kloß im Hals runterzuschlucken. „Ok pass auf!“, begann er und versuchte dabei ruhig zu bleiben. „Ich hab schlecht geschlafen, im Bus musste ich mit einem stinkenden Riesenbaby kuscheln, dann musste ich zwei Koffer schleppen, von dem der eine so schwer war, als hättest du noch deine ganze Küche, samt Mikrowelle eingepackt und letztendlich wurde ich von einer Horde Kinder auf jede erdenkliche Art an gegrabscht und dann sehe ich auch noch deine tolle Lügner-Freundin und den Ich-versuch-vergeblich-dass-sie-mich-doch-toller findet-als-Meier-Medhi. Und zu allem Überfluss darf ich in einem Zimmer schlafen, dass gerade einmal so groß ist, wie dein Kühlschrank zu Hause. Also vielleicht verstehst du, wenn ich dem bequemen Leben daheim etwas hinterher trauere.“, schloss Marc seine Ansprache. Doch dann fügte er noch etwas hinzu. „Außerdem habe ich nicht gesagt, dass ich dich hätte alleine fahren lassen sollen.“ „Aber das hast du gedacht.“, schmollte Gretchen ihn an.

Marc seufzte noch einmal und schaute Gretchen tief in die Augen. „Warum glaubst du, bin ich dir zweimal auf den scheiß Flughafen nachgerannt? Das einzige, dass ich vielleicht bereuen könnte ist, dass ich nicht mal versucht habe dich zu überreden doch daheim zu bleiben… mit mir.“ Gretchen lächelte leicht. Das freute ihn. Trotzdem musste er sie nochmal darauf ansprechen. „Warum hast du mir nicht gesagt, dass Gigi und Medhi da sind? Ich dachte ich hätte endlich Ruhe vor Menschen, die versuchen an mich ran zu kommen.“ Gretchens Lächeln, verwandelte sich in ein beschämtes. „Ich kann wirklich, wirklich, wirklich nichts dafür.“, antwortete Gretchen. „Ich hatte selber keine Ahnung. Sie sind mir einfach nachgekommen. Und ich hab auch hinterher vollkommen vergessen, es dir zu erzählen, weil ich viel zu sehr damit beschäftigt war, mein eigenes Happy End zu realisieren.“ Marc war eigentlich wirklich nicht begeistert, dass die beiden da waren, aber als Gretchen da so stand und über ihr „Happy End“ sprach, konnte er nicht sauer sein. Und er war auch eigentlich viel zu müde dazu. „Okay…“ Marc nahm Gretchen Gesicht in die Hände und küsste sie einmal sanft. „… ich verzeihe dir das eine Mal. Aber nur, wenn ich heute Abend mit dir einen Matratzentest machen darf.“ Gretchen kicherte wie ein kleines Schulmädchen und ließ sich noch mal küssen.

Dann kam jemand herein. Bani hielt Gretchens Koffer in den Händen. „Tut mir Leid, aber ich habe hier deine Koffern und draußen steht auch noch den Koffer von Ihnen Dr. Meier.“ Mit den Worten verschwand er wieder, um die nächsten Koffer zu holen. „Anscheinend haben die hier noch nichts von anklopfen gehört.“, motzte Marc sofort, aber Gretchen sah das ganz anders. „Ist doch nett, dass er uns die Koffer bringt.“ „Ja, wärs nicht auch nett, wenn er dich gleich schwängert?“, antwortete Marc beleidigt. Gretchen seufzte genervt und ging Richtung Ausgang. „Ich geh frühstücken. Du kannst ja nachkommen, wenn Dr. Motz sich ausgekotzt hat.“ Mit diesen Worten verschwand sie. Marc kickte wütend gegen einen von Gretchens Koffer, der ein übles schepperndes Geräusch von sich gab. „Na toll!“, sagte er zu sich selbst. Er öffnete den Koffer – der Selbe, den er vorhin noch getragen hatte – um das Übel zu betrachten, dass er angerichtet hatte. Er klappte den Deckel auf und ihm klappte der Mund auf. „Das ist jetzt nicht wahr!“ Vor ihm in dem riesigen und schweren Koffer hatte sich eine kleine Mikrowelle Platz geschaffen.

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Klops_liebt_Gockel Offline

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29.06.2011 19:57
#11 RE: Story von Klops_liebt_Gockel Zitat · antworten

so ihr lieben.. letzter Teil im Juni^^ wir lesen uns im Juli dann wieder.. bis dahin freue ich mich über jeden leser und kommentar

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Lächelnd nahm Gretchen den Teller entgegen, mit dem sogenannten Reißeintopf, der eher wie Reismatsch aussah. Eine Frau, mit so großen Ohrringen, dass ihre Ohrläppchen fast die Schultern berührten, reichte ihr einen Holzlöffel. Gigi und Medhi aßen bereits, als Gretchen noch verstohlen auf ihr Gericht schaute. „Alles wird gut. Du hast genug Schokolade für die nächsten drei Tage. Ganz ruhig Gretchen. Oh mein Gott, was denke ich denn da für Schwachsinn? Also Gretchen wirklich! Diese Leute machen extra etwas zu Essen für dich und du denkst schon an die lebenserhaltende Maßnahme: Schokolade. Schäm dich. Wobei. Wenn ich denen Schokolade geben würde, fänden sie die vielleicht auch ekelhaft. Aber wenn… Ach, was denke ich denn da. Gretchen iss jetzt!“ Und als sie ihren Gedankengang beendet hatte, nahm sie etwas Pampe auf ihren Löffel und schob ihn sich langsam in den Mund. Vorsichtig tastete sie mit ihrer Zunge den Reis ab und stellte fest: Gewöhnungsbedürftig, aber essbar. Nach fünf Minuten fühlte Gretchen sich wohl in der Runde und war vertieft in ein Gespräch mit Medhi und Gigi. „Also jetzt muss ich doch mal nachfragen, was ihr schon alles erlebt habt, weil ich schon wissen will, was jetzt dann so alles auf uns zukommt.“ Gigi schluckte runter und antwortete: „Naja eigentlich sind wir gestern einfach nur ins Bett gegangen und haben geschlafen, aber heute hat Medhi schon ein Baby auf die Welt gebracht.“, Gigi schaute Medhi mit einem Lächeln an, das Gretchen von ihr noch nicht kannte.

Medhi lächelte zurück und fuhr die Erzählung fort. „Und Gigi hat festgestellt, dass es gesund ist, aber so richtige ärztliche Arbeit haben wir noch nicht geleistet-…“ „…weil du´s nicht kannst. Gynäkologen sind keine Ärzte. Das einzige, das sie können sind Frauen Taschentücher reichen und beim Kaffeeklatsch gegenseitige Geheimnisse austauschen.“ Marc funkelte Medhi mit einem frostigen Grinsen an und setzte sich neben Gretchen. „Marc! Er weiß wenigstens, wie man die Tränen einer Frau trocknet, im Gegensatz zu Chirurgen.“, giftete Gretchen zurück, die immer noch etwas sauer über seine Maulerei von vorhin war. „Sagt mir eine Frau, die nicht mal weiß, dass eine Mikrowelle vollkommen überflüssig in Afrika ist.“ „Wie bitte?“, fragten Medhi und Gigi wie aus einem Munde. „Ja… das versteh ich jetzt auch nicht so ganz.“, sagte Gretchen und blickte ihn erwartungsvoll und giftig zugleich an.

„In deinem Koffer ist eine Mikrowelle oder hast du das vergessen, durch die ganzen anderen Küchengeräte, die du noch in deinen Koffern versteckt hältst.“ Das Gegenüber von Marc und Gretchen fing an zu lachen, doch Gretchen ahnte schon was los war. „Meine Mutter bringt mich irgendwann noch in die Klapse.“, rief sie und ließ dabei fast ihren Teller fallen. „Ähm… aber woher weißt du das?“ Doch antworten konnte Marc nicht, denn in diesem Moment setzte sich Bani zwischen die beiden. „Wenn du bist fertig, würde ich gerne dir zeigen unsere Dorf.“, sagte er und lächelte Gretchen an. „Oh…Dankeschön, gerne. Aber einen kleinen Moment musst du dich noch gedulden. Ich brauch noch meinen Nachtisch.“ „Welchen Nachtisch?“, fragte Medhi und Marc mischte sich auch noch ein. „Äh… ich dachte wir schauen uns das Dorf gemeinsam an und nicht mit dem komischen Grinseaffen da.“ Gretchen stand auf und schaute Medhi an.

„Mein Nachtisch ist mitgebrachte Schokolade.“, dann blickte sie zu Marc. „Ja, meine Mikrowelle ist überflüssig und deine unverschämten Bemerkungen auch und deshalb werde ich jetzt mit dem „Grinseaffen“ das Dorf besichtigen. Kannst es dir ja von Medhi zeigen lassen, während er dir ein Taschentuch reicht, weil Gretchen mal wieder gemein zu dir war.“ Mit diesen Worten verschwand sie in der Hütte und nahm ihre Handtasche in die Hand. „Endlich Schokolade.“, dachte sie. „Über dich kann ich mich nie aufregen. Im Gegensatz zu Männern.“
Spätestens ab heute wusste Gretchen, dass sie sich über Schokolade doch aufregen konnte, denn sie stand mit einer aufgeweichten Verpackung und einer schokoladenverklebten Handtasche da und verzweifelte, weil sie vergessen hatte, dass Schokolade schmolz, wenn sie in die 40 ° C Hitze Afrikas kam.
„Oh Nein! Meine lebenserhaltende Maßnahme ist geschmolzen!“

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Klops_liebt_Gockel Offline

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05.07.2011 00:18
#12 RE: Story von Klops_liebt_Gockel Zitat · antworten

So nach langer Wartezeit kommt jetzt der nächste Teil (Mein Internet hat nicht so mitgespielt In diesem Teil kommt schon etwas ärztliche Information hinzu bzw. die Krankheit Lepra. Da ich leider nie die Erfahrung eines Medizin-Studiums oder dergleichen machen konnte, hoffe ich, dass ihr Nachsicht mit den medizinischen Teilen meiner Geschichte habt
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„Wer ist tot?“, fragte Marc ironisch. Während er den Vorhang zur Seite schob, um mit Gretchen nochmal über den Dorfrundgang OHNE ihn zu sprechen. Doch er brauchte keine Antwort, um zu erkennen, wer da „tot“ war. „Im Prinzip hätte ich dir das auch sagen können.“, kommentierte er Gretchens Leidenssituation grinsend. „Und warum hast du´s dann nicht gesagt?“, fragte Gretchen ihn empört, immer noch Schokolade in der einen und die Tasche in der anderen Hand. „Ja ich sag ja im Prinzip, aber drauf gekommen bin ich in dem Moment auch nicht, nachdem ich mit der erdrückenden Hitze und einem schleimenden Afrikaner-Medhi konfrontiert wurde.“, verteidigte sich Marc, schaute aber immer noch schadenfroh drein. „Würdest du jetzt mal bitte aufhören, Bani ständig schlecht zu machen. Er ist höflich und hat sehr gute Manieren. Du könntest dir ruhig mal eine Scheibe abschneiden, Marc. Dann würden wir vielleicht auch nicht ständig diskutieren.“

Marc verdrehte die Augen. „Sag mal, langsam glaub ich, du hast die Naivität erfunden. Der versucht doch die ganze Zeit, dich anzumachen, aus welchen Gründen auch immer.“ Das reichte Gretchen jetzt. Ohne nachzudenken, ließ sie ihre Tasche fallen ging auf Marc zu und klatschte ihm die zerlaufene Schokolade ins Gesicht. „Sag mal, geht’s noch?“ Empört riss Marc Gretchen die Packung aus der Hand und diesmal landete die Schokolade in ihrem Gesicht. Diese versuchte daraufhin Marcs Arm zu packen, um ihm die Packung wieder aus der Hand zu reißen. Ohne Erfolg, denn Marc hatte die Schokolade schon fallen lassen und hatte jetzt Gretchens Hände gepackt, die jetzt versuchte sich gegen seinen Griff zu wehren. Irgendwann gab sie auf und schaute Marc wütend an. „Du hast Schokolade auf der Nase.“, sagte Marc lächelnd und lockerte seinen Griff. Gretchen versuchte weiterhin böse zu gucken, doch irgendwie gelang es ihr nicht. „Du auch.“, kicherte sie. Marc ließ los.

Gretchen legte ihren Zeigefinger auf Marcs Nase und wischte die Schokolade ab. Dann leckte sie ihn, ohne ihre Augen von Marc abzuwenden, ab. Dieser kam Gretchen näher und küsste ihr den Schokofleck von der Nase. Gretchen schloss ihre Augen und genoss Marcs Küsse. „Wenn du nur nicht ständig eifersüchtig wärst.“, sagte sie sanft und lächelte leicht. Marc lächelte ebenfalls. „Ich bin doch nicht eifersüchtig.“, flüsterte er und küsste ihr den letzten Schokoladenfleck weg. Sanft umklammerte er jetzt ihre Hüften und küsste sie leidenschaftlich auf den Mund. Auch Gretchen umklammerte ihn und Marc fühlte sich, als wäre er woanders. Nicht in Afrika, in einer viel zu kleinen Hütte in der Hitze, zwischen aufdringlichen Dorfbewohnern mit dem bescheuerten Bani, der ernsthaft versuchte, sich an Gretchen ran zu machen und Gigi und Medhi. Nein, er fühlte sich, als wäre er an einem Ort, an dem er sich wie zu Hause fühlen konnte. Und deshalb war es ihm auch egal, dass er sich an einem Ort befand, den er nicht mochte, denn wenn er mit Gretchen zusammen war, war er überall daheim.

„Gretchen?“ Marc und Gretchen zuckten gleichzeitig zusammen, als wären sie aus einem wunderschönen Traum gerissen worden. „Oh, tut mir Leid. Ich wollte nur frage, ob Gretchen kommt jetzt mit, für den Rundgang durch de Dorf.“ Marc atmete einmal tief durch. Dieser Bani nervte ihn so sehr, dass er für nichts garantieren konnte, aber da er sich gerade wieder mit Gretchen versöhnt hatte, sparte er sich eine blöde Bemerkung. Doch auch Gretchen wirkte diesmal nicht ganz so glücklich über Banis Störung, blieb jedoch höflich. „Ähm… ja ich komm schon.“ Dann blickte sie Marc wieder tief in die Augen. „Kommst du mit?“, fragte sie und lächelte. „Na, geht doch.“, sagte Marc und zusammen folgten sie Bani durch das Dorf.

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Das einzige, was besser war, als Schokolade, war von Marc Meier Schokolade weggeküsst zu bekommen. Genau das schmeckte Gretchen am besten und das war auch der Grund, weshalb sie Marc jetzt doch mitnahm, zur Auskundschaftung von Yagma.
Sie gingen still nebeneinander her. Überall saßen die Bewohner des Dorfes. Einige wuschen oder kochten. Kinder spielten mit kleinen Holzkugeln irgendein Spiel. Eigentlich ganz schön zu zuschauen, wären da nicht die anderen, die nicht so fit und glücklich wirkten. Da saßen Kinder im Schoß ihrer Mütter und schauten anderen Kindern beim Rennen zu, während sie übersät waren mit Lepromen. Oder sie hatten eitrige Wunden, die die Hälfte ihres Gesichtes bedeckten oder ihre Hände vom Greifen hinderten. Zum ersten Mal wurde Gretchen bewusst, warum sie hier war. Fritz wollte, dass sie kamen, um diesen Kindern zu helfen. Um ihnen wieder einen Sinn im Leben zu geben. Und das wurde, das sah Gretchen sofort, nicht einfach. Weder für die Kinder, noch für sie.

Gretchen blickte zu Marc. Auch ihm sah sie an, dass er geschockt war, über die Zustände der Kinder und zum Teil auch der Erwachsenen. „Das ist so furchtbar.“, sagte Gretchen. „Bitte?“, fragte Marc, den sie aus seinem Schockzustand gerissen hatte. „Diese Kinder haben doch kein Leben.“ Ihr kamen die Tränen. „Dass du immer gleich heulen musst.“, sagte Marc und runzelte die Stirn. „Ähm, entschuldige mal: Ich bin´s halt nicht gewohnt mit so viel Leid konfrontiert zu werden.“, sagte Gretchen beleidigt und rammte ihn leicht mit der Schulter, als sie an ihm vorbei ging, um einem Kind eine Holzkugel zu geben, die ihm weggerollt war. Das kleine Mädchen, etwa fünf Jahre alt, starrte sie ehrfürchtig an, als Gretchen ihr die Kugel entgegen streckte. Die Mutter der Kleinen kam auf sie zu mit einem Baby auf den Rücken gebunden und verbeugte sich vor ihr. Mit so viel Dankbarkeit und Ehre hätte Gretchen nicht gerechnet.

„Ähm ich hab ihr doch nur ihr Spielzeug wieder gegeben.“, beschrieb sie Bani ihre Verwunderung. „Die Leute hier sind glucklich, dass ihr seid gekommen. Es ist lange her seit de letzte Mal, weil Fritz ja weg musste. Oft sind unsere Kinder krank geworden und niemand konnte helfen.“ Gretchen verstand. Hier gab es kein Krankenhaus, wo man für ein paar Tage hin konnte, um dann wieder gesund sein Leben leben konnte. Hier war man komplett auf sich alleine gestellt. „Ab jetzt sind ja wir da.“, sagte Gretchen um Mut zu machen, nicht zuletzt auch ihr selbst. „Ich glaube, dass du bist wunderbare Ärztin.“, sagte Bani und lächelte Gretchen zu. Marc drängelte sich zwischen die beiden. „Ja. Toll oder. Du kannst sie ja gleich zur nächsten Mutter Theresa küren.“ Er blinzelte Bani wütend an. Gretchen verdrehte genervt die Augen. Es störte sie, dass Marc immer auf Bani losging, auch wenn es ihr auf der anderen Seite gefiel, dass Marc wirklich zu so etwas wie Eifersucht fähig war. „Tut mir Leid Bani. Marc hat immer noch nichts gegessen. Ich denke etwas zu Essen wird seinem Gehirn wieder etwas Anstand geben.“ Dann packte sie Marc am Arm und schleifte ihn Richtung Hütte, die jetzt ihnen gehörte.

„Sag mal Marc. Du bist auch zu jedem unverschämt, oder?“, sagte sie empört, nachdem sie ihn in die Hütte geschleift hatte, um ihn – schon wieder – zur Rede zu stellen. „Nein, nur zu Möchte-Gern-Männern, die nichts besseres können, als den schleimigen Gentleman auszupacken.“ Gretchen lachte spöttisch. „Ach Marc, du weißt doch genauso gut wie ich, dass du nur eifersüchtig bist.“ „Och bitte.“, sagte Marc und verdrehte die Augen. Gretchen seufzte. „Jetzt streiten wir schon wieder.“, sagte sie traurig und schaute auf den Boden. „Gretchen… wenn das für dich streiten ist, dann will ich nicht wissen, was für dich gegenseitiges Anschreien ist. Totschlag? Mir gefällt´s einfach nicht, wie der dich anschaut. In Afrika lauern viele unscheinbare Männer, die nicht die Finger von wehrlosen Frauen lassen können.“ Gretchen musste kichern. Er machte sich also Sorgen um sie. Das fand sie irgendwie süß. „Erstens: Bani ist einfach nur nett und lässt die Finger von mir-…“ „Ja klar.“, „- Zweitens: Woher willst du das wissen? Du hast dich doch nicht etwa auf Wikipedia über Afrika informiert.“ Marc zuckte mit den Schultern. Gretchen seufzte nochmal. „Und drittens: bin ich nicht wehrlos! Ich hab mal einen Selbstverteidigungskurs gemacht.“ Marc guckte Gretchen verwundert an. „Ach ja und was hast du da gelernt.“ „Zwing sie nicht dazu dir das zu zeigen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das weh tut.“ Gretchen fuhr herum. Dort stand Medhi. „Na toll. Müssen eigentlich überall diese nervigen männlichen Parasiten herumschwirren. Ich glaub ich hol jetzt dann mein Desinfektionsspray.“, maulte Marc.

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Marc konnte nicht schlafen. Er wälzte sich hin und her. Gretchen schlief schon lange. Sie war schon eingeschlafen, bevor Marc mit ihr schlafen konnte und das ärgerte ihn. Er hatte sich ziemlich darauf gefreut, weil es momentan nicht viele Dinge gab, über die er sich freuen konnte. Das Essen war grauenhaft; Bani machte sich an Gretchen ran und sie checkte es nicht mal; und Medhi nervte ihn auch. Nicht, dass Medhi irgendwie eine Gefahr für ihn darstellen konnte, aber allein seine Versuche Gretchen auf seine Seite zu ziehen, nervte ihn. Und am schlimmsten war, dass Gretchen das alles nicht merkte. Sie merkte nicht, dass Medhi und Bani nicht einfach nett waren, sondern andere Pläne mit ihr hatten. Sie merkte nicht, dass das Essen nicht besser werden würde. Sie merkte nicht, dass Gigi ihn immer noch hasste. Und sie merkte nicht, dass er nicht schlafen konnte. Dass er nicht schlafen wollte. Diese ganzen Träume, die er gehabt hatte, machten ihm Angst. Angst vor dem Schlafen. „So ein Scheiß.“, dachte Marc. „Das war nur Zufall. Ich kann doch nicht im Ernst immer von Gretchen träumen, wie ich sie….“ Marc bekam eine Gänsehaut. Nie würde er ihr wehtun. Nie. Und bei diesem Gedanken schlief er dann doch ein.

Die Matratze war bequem. Das Kissen war kuschlig. Mit geschlossenen Augen fuhr er mit der Hand von seinem Kissen, zur Matratze, zu Gretchen, um sie zu streicheln. Doch seine Hand konnte Gretchen nicht finden. Sie war nicht mehr im Bett. Marc öffnete die Augen. Tatsächlich. Sie war schon aufgestanden. Verschlafen setzte Marc sich auf und stutzte. Warum war er wach und warum war Gretchen nicht da. Es war noch dunkel draußen oder halt- Nein, es war nicht dunkel. Es war nur düster. Die Sonne wurde verdeckt von den Wolken. Und die Straßenlaternen waren noch an. Die Straße draußen war übersät mit Blättern: Es war Herbst. „Herbst? Moment mal. Es ist Frühling und das ist auch nicht meine Wohnung. Von meinen Fenstern aus, sieht man keine Straße.“, dachte Marc und suchte wie verrückt den Lichtschalter im Zimmer, um heraus zu finden, wo er sich befand. Endlich. Marc drückte den Schalter und kniff die Augen zusammen. Das Licht blendete seine Augen, die geraden noch geschlossen im Bett ruhten. Als er sich an die Helligkeit gewöhnt hatte, fiel ihm als erstes die Lampe auf. Es war ein Fußball, der von der Decke hing. In diesem Fußball war die Glühbirne, wodurch seine Muster auf die Wand übertragen wurden. Als nächstes schweifte Marcs Blick auf das Nachtkästchen. Auch dieser ähnelte einem Fußball, denn es war rund und ebenfalls schwarz weiß bemustert. In der Mitte des Zimmers befand sich ein Teppich, auf den Straßen und Häuser bedruckt waren. Darauf lagen kleine Spielzeugautos verstreut. Er hatte sie immer Unfälle bauen lassen. Direkt neben den Autos stand eine Kiste. In ihr bewahrte er immer seine Superhelden auf. Doch Superman und Batman waren bei ihm keine Superhelden gewesen. Sie hatte die Unfälle der Autos immer verursacht und sich gegenseitig umgebracht, wenn er mal wieder wütend war. Es gab kein Zweifel. Marc stand in seinem eigenen Kinderzimmer.

Wenn das sein Kinderzimmer war, dann musste er in seinem damaligen Elternhaus sein. Aber wie war das möglich? Marcs Mutter hatte das Haus damals verkauft. Es war doch eigentlich neu bewohnt. Plötzlich kam Marc ein Gedanke. Was ist, wenn er im Damals steckte. Wenn er in der Vergangenheit war. Vorsichtig öffnete er seine Zimmertür. Im Flur war es ruhig. Niemand zu sehen. Es war wirklich alles wie damals. Die geschmacklosen Bilder, die Marcs Mutter aufgehängt hatte. Das große Bad, mit dem Waschbecken, wofür Marc lange Zeit immer zu klein gewesen war und er sich deshalb die Hände immer über der Badewanne waschen musste. Langsam ging Marc Richtung Treppe, die in das große Foyer führte. Doch bevor er hinunter ging, blieb er noch vor einer Tür stehen. Es war die Tür, die in das Schlafzimmer seiner Eltern führte. Die Tür aus der er so oft seine Mutter hatte schreien hören. Nicht aus Spaß, wie sie es Marc erzählt hatte, damit er sich keine Sorgen machte, sondern aus Angst. Das wusste er genau, als er die blauen Flecken an ihr sah. Vorsichtig spähte er durch das Schlüsselloch, um herauszufinden, ob der Raum leer war. Doch es war zu dunkel draußen, um etwas erkennen zu können.

Marc wagte es. Er öffnete die Tür. Nichts. Alles war wie immer. Das Bett ordentlich gemacht. Auf dem Nachttischchen ein Buch, das fast ausgelesen war und ein großer Schrank, der mit kitschigen Schnörkeln an den Ecken verziert war. Eigentlich hätte man meinen können, es handele sich um eine ganz normale Familie. Aber das war es nicht. Marc seufzte. Dann verließ er den Raum und schloss die Tür. Jetzt stieg er die Treppe runter, nicht ohne zu gucken, ob sich jemand im Foyer aufhielt. Aber auch hier war eine schon fast erdrückende Leere und Dunkelheit. Das Haus war wie ausgestorben, doch plötzlich… Marc hörte etwas zu Boden fallen, das dann zerbrach. Und einen Schrei. Ohne nachzudenken rannte Marc in die Richtung, wo der Schrei her kam. Das Wohnzimmer. Wieder wurde geschrien und Marc war sich sicher, dass es seine Mutter sein musste. Er betrat den Raum und entdeckte seinen Vater von hinten, wie er auf sie einprügelte. „Lass sie in Ruhe du Arschloch.“, schrie Marc. Sein Vater reagierte nicht. Er schlug weiter, während seine Mutter jetzt nur noch winselnd auf dem Boden lag. Marc stürmte auf ihn los, denn jetzt war er erwachsen. Er konnte seine Mutter endlich verteidigen. Er wollte seinen Vater gerade von hinten packen, da erblickte er sein Opfer. Die schwarzen Haare seiner Mutter waren nicht mehr schwarz. Sie waren blond. Marc stockte der Atem. Sein Herz klopfte wild und seine Bewegungsfähigkeit sank auf null. Es war nicht seine Mutter, die auf dem Boden lag und um ihr Leben flehte. Es war Gretchen. „Nein! Hör auf.“, wollte er sagen, doch es ging nicht. Er konnte nicht reden, sich nicht bewegen, nicht einmal Luft holen. Er sah einfach weiter zu, wie seine eigene Person auf sie einprügelte. „Bitte, bitte!! Hör auf!“, schrie Gretchen. „Wer Gläser runter schmeißt muss bestraft werden.“, antwortete der böse Marc, während der andere immer noch wie gelähmt daneben stand. „Olivier, bitte, bitte!!! Es tut mir Leid.“ „Mir tut es auch Leid.“, flüsterte Marc und spürte wie ihm der Schweiß runter lief. Doch bewegen konnte er sich immer noch nicht. Es war wie damals. Und er war zurück. Er war zurück im Damals, in dem er nichts tun konnte. In dem er sich verstecken musste, in dem er wie gelähmt zuschauen musste. Doch diesmal war es schlimmer, weil es jemand war, von dem er es nie erwartet hatte. Er selbst. „Marc?“ Plötzlich packte ihn etwas an der Schulter. Es zog ihn weg. Weg von dem furchtbaren Szenario. Weg von seinem eigenen prügelnden Anblick. Aber eines blieb... Die Verzweiflung.
„Marc? Was ist los?“, hörte er wieder und dann…
war er zurück. In der Gegenwart.

Klops_liebt_Gockel Offline

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05.07.2011 00:27
#13 RE: Story von Klops_liebt_Gockel Zitat · antworten

Klops_liebt_Gockel Offline

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08.07.2011 01:18
#14 RE: Story von Klops_liebt_Gockel Zitat · antworten

Tut mir Leid, für die lange Wartezeit. Jetzt kommt der neue Teil bzw. ein neues Kapitel. Und noch was neues: Gedanken und Selbstgespräche schreibe ich ab jetzt in Grün, der Übersichtlichkeit halber. Also viel Spaß beim Lesen.

Entdeckung des Jahrhunderts: Auch die Marcs dieser Welt, haben einen Knackpunkt
Marc schreckte hoch. Er war wieder schweißnass und atmete schwer. Obwohl Gretchen Marc kaum berührte, konnte sie sein Herz schlagen spüren. Er war blass und starrte Gretchen an, als hätte sie ihm gesagt, die Apokalypse würde nahen. Er hatte sich im Bett hin und her gewälzt. Dann hatte er seinen Arm auf Gretchens Hüfte geklatscht, wodurch sie aufgewacht war. Sie brauchte bestimmt zehn Sekunden, um ihn aus dem Schlaf zu holen. Und jetzt, wo er da so saß, leichenblass und sichtlich überfordert mit der Situation bekam Gretchen Angst. Was war nur los mit Marc? Das war bereits das vierte Mal, dass er so unruhig schlief. Marc musste träumen. Irgendetwas Furchtbares. Und koste es was es wolle, sie musste herausfinden, was er träumte, denn so konnte es nicht weiter gehen. Sie war ja schließlich hier, um mit ihm eine schöne Zeit zu verbringen und nicht, um zuzusehen, wie er durchdrehte. Marc sagte noch nichts.

Er atmete weiterhin schwer, ließ seinen Blick jetzt aber durch die ganze Hütte schweifen, als suche er nach einem weniger – für ihn – peinlichen Augenblick. Es war ihm sichtlich unangenehm, dass Gretchen ihn schon wieder dabei beobachten musste, wie er einem furchtbaren Moment hilflos ausgeliefert war. Und Gretchen wusste, dass Marc es hasste in der schwachen Rolle zu stecken. Also entschied sie sich, ganz vorsichtig und behutsam an die Sache ran zu gehen. „Marc, du siehst schrecklich mitgenommen aus.“…Super Gretchen, schon hast du ihn in das schwache-Rolle-Kostüm gesteckt. Man du hast es voll drauf, dachte Gretchen verärgert über sich selbst. Marc bestätigte ihren Ärger auch, indem er sich sofort über ihre Feststellung beschwerte. „Ja schließlich hast du mich ja auch aufgeweckt.“ Dieser Satz schockte Gretchen. Nicht aufgrund des Inhaltes, sondern wie er es gesagt hatte. Keinerlei Ironie oder Sarkasmus war zu hören. Nicht einmal Spott oder Wut. Nein…Er hatte es einfach gesagt, ohne dass man auch nur ein Hauch von Emotion heraushören konnte. Wie ein Roboter.

„Ja… weil du so unruhig geschlafen hast.“, verteidigte sich Gretchen und ärgerte sich sofort wieder, denn sie wollte ja eigentlich behutsam vorgehen. „Ich hab mir Sorgen gemacht.“ Schon wieder so ein bescheuerter Satz…Na, super Gretchen, dein Gehirn ist anscheinend auf Gegenteil gestellt. Immer wenn du deine Samthandschuhe anziehen willst, um der Gefühlswelt deines unnahbaren Freundes näher zu kommen, greifst du aus Versehen nach den Boxhandschuhen und schlägst ihm ein Veilchen. Ich frag mich ob die Klischkobrüder auch solche Probleme haben, ihren Mitmenschen zu helfen? Naja wobei… die kennen wenigstens den Unterschied zwischen Gegner und große Liebe.

„Warum machst du dir Sorgen? Hast du beobachtet, dass ich mich im Schlaf erwürgen wollte oder was? Übertreib doch nicht immer so.“, sagte Marc. Und wieder war keine Ironie oder etwas Liebevolles enthalten. Nein, diesmal war er richtig wütend. So wütend, dass nicht einmal Gretchen es falsch verstehen konnte. „Ich mein doch nur…“, versuchte Gretchen zu erklären, doch Marc unterbrach sie. „Du machst dir ständig Gedanken um nichts. Und statt dass du sie für dich behältst, machst du immer einen auf Rettungseinsatz. Aber hast du dir vielleicht mal überlegt, dass die Menschen keine Hilfe von dir wollen, oder vielleicht auch überhaupt nicht brauchen? Gretchen das nervt!“ Der hatte gesessen. Gretchen wurde schon oft von Marc blöd angeredet, aber am schlimmsten war es für sie, wenn er wütend war. Wenn kein Spott dabei war, sondern wenn der Ernst in seinen Worten überwiegte. Das verletzte sie. Sehr. Und sie musste sich erinnern. An den Tag, an dem sie Familie gespielt hatten und Marc auf einmal eine verbale Aggressivität gegen sie hegte. Und er hatte ihr ähnliches gesagt wie jetzt und das war ein Grund gewesen, weshalb sie sich dazu entschieden hatte nach Afrika zu gehen. Ohne ihn. Auch nachdem sie erfahren hatte, was der schreckliche Grund für seine Worte gewesen war.

Marc hatte sich jetzt ganz aufgesetzt und legte sein Gesicht in seine Hände. Er atmete immer noch schwer und er war immer noch überfordert.
Seine Worte hallten in Gretchens Gehirn und ohne es verhindern zu können, kam ihr altbekannter Freund – der Kloß im Hals – mal wieder zu Besuch. Und er hatte ihr Tränen mitgebracht, die sich jetzt in ihren Augen bereit zum runterrollen machten. Doch Gretchen hatte diesmal keine Lust auf Besuch. Sie wollte nicht schon wieder losheulen, nur weil Marc gemein zu ihr war. Denn sie wusste, dass er es bereuen würde. Dass seine Gemeinheiten nur eine Reaktion auf Panik und Überforderung waren. Dass er es nicht so meinte. Und deshalb wollte sie diesmal stark sein und ihm zeigen, dass sie ihm doch helfen konnte. Indem sie ihm bewies, dass jemand für ihn da war, auch wenn er wütend war. Und das veranlasste sie dazu den Kloß wieder nach Hause zu schicken, indem sie ihn runterschluckte, die Tränen wegwischte, nah an Marc heran rutschte und ihm einen sanften Kuss auf die Wange gab.

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Verwundert schaute Marc auf. Ein Kuss? Statt einer vorgeheulten Ansage, wie gemein und böse er war? Marc konnte nichts sagen. Er schaute sie nur an, wie sie da saß, nicht einmal weinte und ihn jetzt liebevoll den Arm entlang strich. Normalerweise hätte er das nicht gewollt. Normalerweise hätte er sich weggedreht, und dann wäre er gegangen und hätte sie mal wieder verletzt zurück gelassen. Doch diesmal war nichts normal. Sie waren nicht daheim und sie versuchte diesmal auch nicht ihn mit ihrer naiven und ehrlichen Art rumzukriegen. Sie saßen in Afrika in einem ungemütlichen Bett und waren offiziell zusammen. Und das länger als 48 Stunden. Und das bedeutete, dass er damit klarkommen musste. Er musste ihr beweisen, dass er es ernst mit ihr meinte, dass der Urlaubsschein, den ihm der Professor ausgestellt hatte, viel zu kurz war. Und das im besten Fall ein ganzen Jahr.
Doch wie um Himmels Willen sollte er das anstellen, wenn er sie immer wieder ohne Grund anfuhr? Wenn ihm ein Berg von verwirrenden und panikaufreibender Träume im Weg stand? Wenn ein Teil von ihm sie anscheinend los haben wollte? Wenn ein Teil von ihm anscheinend so war, wie die Person, die er am meisten hasste?
All das, waren Fragen, auf die er keine Antwort wusste, doch jetzt saß sie da und hatte ihm, nach seiner verbalen Attacke, einfach so einen Kuss gegeben. Er hatte sich widerlich verhalten und sie nahm es so hin. Und auf einmal wusste er, dass sie ihn durchschaut hatte. Dass sie wusste, was der eigentliche Grund für seine Unverschämtheiten war. Und er wusste, dass sie die erste Person war, die damit klar kommen würde, wie er sich verhielt. Dass sie die erste Person war, der er wirklich vertraute. Und dass sie die erste Person war, die ihn bedingungslos lieben konnte. Und noch etwas wusste er: Dass er sie so schnell nicht gehen lassen würde und diese Erkenntnis war für ihn unwiderruflich.

Doch es gab etwas, dass damit nicht übereinstimmte. Diese Träume, die ihn einfach nicht in Ruhe ließen. Die ihm immer wieder vor Augen führten, wovor er am meisten Angst hatte. Die seinen Versuch, eine richtige Beziehung zu führen, zum Scheitern verurteilten.

Doch noch waren es Träume und sie sollten ihn nicht daran hindern, es mit Gretchen zu probieren. Er wusste, dass er Träume und seine Vergangenheit nicht ewig verdrängen konnte. Er wusste, dass er sich irgendwann darauf einlassen musste. Doch jetzt war noch nicht der Zeitpunkt gekommen. Jetzt hatte sie sich über seine Aussage, sie solle nicht immer versuchen zu helfen, hinweg gesetzt und es geschafft, dass es ihm besser ging. Und deshalb entschied er sich, ihr dafür mit einem langen, leidenschaftlichen Kuss zu danken. Und Gretchen löste ihr Versprechen ein, indem sie mit ihm den wohl leidenschaftlichsten und ausgiebigsten Matratzentest machte, wie es sich so mancher Ikeakunde gewünscht hätte.

Viel Spaß beim Kommentieren
Kommentare zur Fortsetzung der 3. Staffel von Klops_liebt_Gockel

Klops_liebt_Gockel Offline

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11.07.2011 20:06
#15 RE: Story von Klops_liebt_Gockel Zitat · antworten

So nächster kleiner Teil. Ich hoffe er gefällt. Ich würde allerdings um ein paar mehr Kommentare bitten, damit ich weiß, was ich noch verbessern kann bzw. damit ich einen Ansporn habe weiterzuschreiben. Ich Voraus vielen Dank für jeden Kommentar
Liebe Grüße
Nanette


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„Gretchen, Gretchen? Ihr müsst aufstehen.“ Gretchen jammerte einmal kurz, nuschelte so etwas Ähnliches wie „nur noch 5 Minuten“ und drehte sich auf die andere Seite. Dort tastete sie nach Marc, den sie auch noch vorfand. Anscheinend schlief er noch, denn sie spürte seine ruhige, tiefe Atmung, als sie ihre Hand auf seine Brust legte. Und auch Gretchen wünschte sich noch in diesem Schlaf sein zu dürfen, denn sie hatten eine lange Nacht gehabt. Eine sehr lange Nacht. Aber sie war schön gewesen. So schön, dass Gretchen sich gewünscht hatte, nie aufzuhören. Doch ihre Vernunft hatte ihren Wunsch geschlagen und sie hatte nach dem dritten Mal, Marc zum Schlafen gezwungen.
Auch wenn er nicht begeistert war, schlief er schneller ein als Gretchen und die restliche Nacht verlief ohne Träume oder sonstigen bösen Überraschungen.


Doch jetzt war es nach Gretchens Befinden, viel zu früh, um die Welt vor einer bösen Krankheit zu retten. Doch die Welt sah das anders, denn sie hinderte Gretchen mit allen Mitteln, wieder einzuschlafen. Und der Name der Welt war diesmal Gigi Amsel. „Mensch Gretchen! Steh jetzt auf und das kannst du deinem Kerl auch gleich noch sagen!“ „Gigi.. ich ´ab ´nen anstrengenden Tag ´inter mir, also lass misch….“, versuchte Gretchen schlaftrunken ein letztes Mal, Gigi von ihrem grausamen Befehl abzuwenden, doch es hatte keinen Zweck. „Tja Mausi, dann muss ich den armen kleinen Kindern jetzt sagen, dass sie leider alle sterben müssen, nur weil du zu schwach zum Aufstehen bist.“ „Gigi, das ist emotionale Erpressung.“, sagte Gretchen genervt, rappelte sich jetzt aber doch auf. „Bist du jetzt richtig wach?“, fragte Gigi, nicht ohne über ihren Sieg zu schmunzeln. „Jaja. Gib mir eine halbe Stunde, okay?“ Gigi nickte und verließ die Hütte.

Erst jetzt viel Gretchen auf, dass sie durchgeschwitzt war. Oh oh, Gretchen, so kannst du als menschliche Kläranlage durchgehen. Muss ganz schnell duschen. Ob die hier überhaupt duschen haben. Irgendwie müssen die sich doch mal waschen oder? Oh mein Gott! Hoffentlich muss ich nicht irgendwie 50 km gehen, bis ich zur nächsten Wasserstelle komme oder so. Gretchen wollte gerade in Panik ausbrechen, da schnarchte Marc kurz auf. Ach stimmt, den muss ich ja auch noch wecken. Vielleicht können wir ja dann zusammen Wasser suchen. Oder lieber nicht, sonst muss ich am Ende noch vor Marc duschen. Wobei…angezogen haben wir ja schon mal zusammen geduscht. Gretchen musste bei diesem Gedanken schmunzeln.

Sanft strich sie Marc jetzt über die Wange und hauchte ihm ins Ohr: „Marc aufwachen.“ Keine Reaktion. Marc regte sich nicht. „Marc. Komm schon ich bin auch schon wach. Gestern Nacht wolltest du nicht mal schlafen, erinnerst du dich?“ Demonstrativ rührte Marc sich immer noch nicht. „Marc!“, sagte Gretchen jetzt ziemlich laut. „Lass mich!“, keifte Marc und zog sich die Decke über den Kopf. Gretchen ärgerte sich und entschied, zu anderen Mitteln zu greifen: Erpressung. „Wenn du jetzt nicht aufstehst, kannst du dir den Sex erst mal abschminken.“ Das ist gut. Mit Sex bekommt man jeden Mann klein, dachte Gretchen. „Wie gut, dass ich keine Schminke trage.“, sagte Marc allerdings nur unbeeindruckt. „Gut. Dann geh ich jetzt mit Bani duschen.“ Marc drehte sich zu Gretchen um und funkelte sie siegessicher an. „Ach komm schon. Dazu bist du doch sowieso zu verklemmt.“ „So jetzt reicht´s.“, sagte Gretchen. Sie stand auf, wühlte in ihrem Koffer nach zwei Handtüchern und etwas zum Anziehen und machte einen theatralischen Abgang.

Kommentare zur Fortsetzung der 3. Staffel von Klops_liebt_Gockel

Klops_liebt_Gockel Offline

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Beiträge: 146

15.07.2011 21:32
#16 RE: Story von Klops_liebt_Gockel Zitat · antworten

<3
Die wird doch jetzt nicht im Ernst mit dem Idioten duschen gehen, fragte sich Marc etwas besorgt. Ein paar Sekunden blieb er noch sitzen stand dann aber auf, kramte ebenfalls ein Handtuch und etwas zum Anziehen aus seinem Koffer und verließ die Hütte. Draußen saßen ein paar der Afrikanerinnen und scheuten sich nicht, den nur mit einer Unterhose bekleideten Marc genauestens zu begutachten. Marc störte das nicht. Er war es gewohnt, dass ihn die Frauen attraktiv fanden, warum sollte sich das in Afrika ändern. Dennoch interessierte ihn momentan viel mehr, wo sich seine Freundin versteckt hatte. Plötzlich entdeckte er zwischen einer Mutter mit einem kleinen Mädchen und einem Mann, der vermutlich der Vater war Medhi, der sich gerade um das Mädchen kümmerte.

„Medhi!“, rief Marc und schritt zielstrebig auf den Gynäkologen zu. „Marc. Ist dir ein neuer Spruch eingefallen, mich zu beleidigen oder warum redest du mit mir?“, fragte Medhi trocken, ohne von dem Baby aufzublicken. „Komm verschon mich mit deiner Rolle, als beleidigte Leberwurst. Sag mir lieber, ob du Gretchen gesehen hast.“ Jetzt schaute Medhi auf. „Keine Ahnung. Hab ich sie gesehen?“, fragte er das Baby mit gestellter Ahnungslosigkeit, das ihm mit einem herunterlaufenden Speichelfaden antwortete. Marc rollte genervt die Augen. „Komm tu weiterhin so, als wärst du Arzt, ich find sie auch ohne deine Hilfe.“ Marc drehte sich gerade zum Gehen um, da stöhnte Medhi nachgiebig auf. „Sie ist irgendwie grad mit diesem Bani Richtung Brunnen gegangen.“ Marc blieb abrupt stehen und drehte sich um. „Das-ist-jetzt-nicht-ihr-Ernst!“, sagte er fassungslos, mehr zu sich selbst, als zu Medhi. „Wo ist der Brunnen?“, fügte er dann hinzu und blickte Medhi erwartungsvoll an. „Ich dachte ihr hättet gestern einen Rundgang gemacht. Nicht weit von hier. Geh einfach immer geradeaus.“
Medhi deutete in eine Richtung und Marc marschierte schnellen Schrittes los.

Wenn die blöde Kuh jetzt wirklich mit diesem Vollidioten duscht, dann kann sie was erleben, dachte Marc und wurde noch schneller. Irgendwann entdeckte er einen runden Steinbrunnen, der direkt unter einem Baum aus dem Boden ragte. Und mit ihm entdeckte er auch Gretchen, die geraden über dem Brunnen hing und anscheinend Wasser daraus zog. Neben ihr stand Bani und fuchtelte wild mit den Händen, als würde er ihr etwas erklären.
Erleichtert, weil Bani angezogen war, stapfte Marc auf Gretchen zu. „ Duschgel vergessen.“, sagte er so trocken wie möglich zu seiner Freundin, die sich erschrocken umdrehte und den gerade hochgezogenen Eimer wieder in den Brunnen fallen ließ. „Marc musst du mich so erschrecken? Toll jetzt darf ich den Eimer wieder hochziehen.“ „Kein Problem. Isch mach das schon.“, bot sich Bani an, aber Marc war schneller. Nicht ohne Bani vorher noch einmal böse anzuschauen streckte er Gretchen seine Sachen, samt Duschgel, in die Hand und machte sich an die Arbeit. „Das ging jetzt aber schnell.“, begann Gretchen plötzlich, während Marc den Eimer, um einiges eleganter als Gretchen, nach oben zog. „Ich hätte nicht gedacht, dass meine Drohung so gefruchtet hat.“ Marc wusste, dass sie grinste und das ärgerte ihn. Niemals würde er zugeben, dass sie Recht hatte. „Hat sie auch nicht.“, antwortete er deshalb. „Ich konnte nur nicht mehr schlafen. Und stell dir vor, auch ich würde mich gerne nach so einem langen Flug und einer schweißdurchtriebenen Nacht duschen.“ Er hob den Eimer über den Brunnen und drehte sich zu Gretchen um. „Und warum glaub ich dir das nicht?“, fragte Gretchen immer noch grinsend. „Keine Ahnung? Vielleicht, weil du nie das glaubst, was andere zu dir sagen? Das würde dann auch erklären, warum du beispielsweise diesen Pseudo-Millionär geheiratet hast. Oder warum das mit Medhi nichts geworden ist oder-…“ „-dass ich jetzt mit dir hier bin, obwohl mir dazu abgeraten wurde.“, beendete Gretchen den Satz und setzte einen siegessicheren Blick auf. Marc konnte nicht anders. Er musste lächeln. Das stimmte. Hätte sie Gigi, ihrer Mutter, Medhi, slash, allen geglaubt, hätte sie sich nicht mehr auf ihn eingelassen. Also sollte er froh sein, dass sie nicht immer alles glaubte.

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