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Dieses Thema hat 168 Antworten
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 Pausierende und abgebrochene Fortsetzungen!
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schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

09.06.2011 12:52
#151 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hallo ihr lieben
erst mal sorry dass gestern und vorgestern nichts kam, aber ich war total im stress und hatte kaum zeit. dafür gibt es jetzt noch mal ein bisschen zucker... ihr habt doch nicht wirklich gedacht, dass der meier nach 2 wochen sexentzug mit einem mal schon zufrieden ist?
ist also nichts für junges gemüse
viel spaß damit





Als Marc sich Boxershorts und Jeans übergestreift hatte, fiel ihm auf, dass er sich noch gar nicht rasiert hatte. Und da Hasenzahn sich neulich darüber beschwert hatte dass er kratzen würde, beschloss er die Stoppeln zu beseitigen.
Nichtsahnend betrat Marc das Badezimmer, was er dort sah verschlug ihm die Sprache. Hasenzahn hatte ihn wohl noch nicht bemerkt, jedenfalls stand sie singend unter der Dusche und Marc konnte durch die Glaswand der Dusche sehen, wie sie ihren wohlgeformten Körper zu ihrem Gesang bewegte. Ohne lange zu fackeln knöpfte der junge Chirurg seine Jeans auf und trat an die Dusche heran. Noch während er seine Boxershorts zu Boden gleiten ließ, öffnete er die Tür zur Dusche und trat vorsichtig an Gretchen heran. Die fuhr leicht zusammen als seine Hände plötzlich über ihre Hüften strichen und sich um ihren Bauch schlossen. Ruckartig drehte sie ihren Kopf zu Marc und sah ihn erschrocken an.
„Marc! Was soll das, du hast mich zu Tode erschreckt!“
Schmunzelnd beugte sich Marc nach vorne und umschlang sein Mädchen noch fester. Sanft legten seine Lippen sich an ihr Ohr und mit erregter Stimme raunte er Gretchen ins Ohr.
„Ich will dich so sehr!“
Für einen Moment zögerte sie, doch dann lies Gretchen ihren Kopf willenlos nach hinten fallen und legte ihre Hände auf Marcs, welche immer noch an ihrem Bauch ruhten. Marcs Lippen glitten hinunter an Gretchens Hals und Gretchens rechte Hand griff in sein Haar als seine Lippen sich wie Feuer auf ihre Haut legten. Sie schloss die Augen und ließ sich einfach fallen. Sie vertraute ihm, liebte ihn so sehr dass sie sich blind in seine Hände legte. Sie spürte wie seine Hände langsam an ihr hinauf glitten und ihre Brüste umschlossen während seine Lippen nun zu ihrem Nacken gewandert waren und dort immer wieder verlangende Küsse auf ihre Haut zu setzen.
Marc genoss diesen Augenblick mit allen Sinnen. Mit klopfendem Herzen sah er Gretchens Spiegelbild in der Glaswand der Dusche und ihre nackte Haut auf seiner zu spüren machte ihn schier verrückt, genau wie die feinen Wassertropfen die ihren perfekten Körper hinab liefen.
Ebenso so sehr spürte er aber auch, dass er sie in der Hand hatte, dass sie sich ihm ganz hingegeben hatte und dass es jetzt an ihm lag.
Zärtlich glitten seine Hände an ihren Seiten wieder hinab und packten sie an der Hüfte um sie umzudrehen. Leidenschaftlich presste Marc seine Lippen auf die seines Mädchens und drückte sie so nah an sich, dass nichts mehr zwischen sie gepasst hätte. Die Zungen der beiden umspielten sich mal zärtlich, mal verlangend und beide schwebten schon längst in einer anderen Welt.
„Marc!“ entwich es Gretchen leise als seine Lippen sich auf einmal von ihren lösten und sich stattdessen auf ihre Brust legten. Als Sie spüren konnte wie Marcs Hände sich nun zusätzlich um ihre Brüste kümmerten und sie leicht massierten biss Gretchen sich auf die Lippe. Sie wusste sie würde es nicht mehr lange aushalten also zog sie seinen Kopf vorsichtig wieder hoch und presste ihre Lippen auf seine. Ein leidenschaftlicher Kuss entbrannte und als die beiden wieder voneinander abließen sahen sie sich für einen Moment in die Augen.
„Marc bitte-“ doch weiter kam Gretchen nicht denn Marc hatte bereits verstanden. Schnell schob er seine Hände auf Gretchens Hintern und hob sie an, so dass sie ihre Beine um ihn schlingen konnte. Die beiden machten eine kurze Drehung und plötzlich konnte Gretchen spüren wie Marc sie an die kalte Fliesenwand drückte während er in sie eindrang. Sie zuckte kurz zusammen, entspannte sich aber sofort wieder weil sie ihn so intensiv spürte wie nie zuvor. Seine Stöße wurden von Mal zu Mal schneller und härter und Gretchen stöhnte jedes Mal laut auf und auch Marc entwich ab und zu ein Seufzen.
Es dauert nicht lange, da entlud sich all die Lust der beiden mit einem lauten Knall. Sie küssten sich noch einmal lange und zärtlich dann trat Marc schmunzelnd einen Schritt zurück.
„Ich geh mich mal rasieren.“
Dann drückte er Gretchen noch einen Kuss auf die Stirn und trat aus der Dusche.

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

10.06.2011 16:43
#152 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hallo mädels!
ich möchte mich nochmal für die ganzen tollen kommentare bedanken... ich bin echt überwältigt! ihr seid einfach die besten also gaaaaanz großes dankeschön :)
und immer schön weiter so
jetzt gehts weiter mit dem nächsten teil... viel spaß damit




Als Gretchen endlich fertig geduscht und angezogen das Wohnzimmer betrat sah sie Marc bereits mit einem Kaffee und einer Zeitung auf dem Sofa sitzen. Er hatte sie offenbar noch nicht bemerkt und Gretchen hatte sich grade bemerkbar machen wollen, als sie einen genaueren Blick auf die Zeitung warf. Das war doch…!
„Marc!“
Erschrocken fuhr der Angesprochene zusammen, faltete die Zeitung so schnell er konnte zusammen und versuchte sie unauffällig hinter einem der Sofakissen verschwinden zu lassen.
„Marc Meier!“ rief Gretchen triumphierend. „Ist das etwa die Gala die du da liest?!“
Marc schaute hektisch im Raum umher und suchte ganz offenbar nach einer passenden Ausrede, die ihm aber nicht wirklich einfallen wollte und ehe er sich versah war es ohnehin zu spät, denn Gretchen hatte die Zeitung bereits hinter einem Sofakissen hervorgezogen und hielt sie ihm nun mit hochgezogener Augenbraue vor die Nase.
„Und was ist dann das hier. Ich dachte du kaufst so einen Weiberkram nicht!“
Gretchen hatte sichtlich Spaß ihren Machofreund damit aufzuziehen, dass er ganz offenbar doch eine weiche Seite hatte. Natürlich hatte sie das schon immer gewusst oder viel mehr gehofft, aber ihn von Zeit zu Zeit damit aufzuziehen bereitete ihr immer wieder eine riesen Freude. Als Gretchen dann auch noch lauthals anfing zu lachen wurde es dem jungen Oberarzt eindeutig zu bunt. Mit einem Satz hechtete er über die Lehne des Sofas, schnappte sich das kichernde Weib und schmiss sie sich über die Schulter. Sogleich fing Madame an zu zappeln und sich lauthals über ihre Momentane Situation zu beschweren, doch der junge Mann beachtete das Gezeter kaum und setzte seinen Weg fort.
Mit der freien Hand öffnete er die Türe die zur Terrasse führte und trat hinaus. Er sah sich kurz um, befand dass es auf jeden Fall warm genug für seinen kleinen Scherz war, und kam dem garteneigenen Pool mit großen Schritten immer näher. Als Gretchen schließlich erkannte, was der Schelm vor hatte versuchte sie mehr denn je sich frei zu zappeln, aber leider ohne Erfolg, denn Marcs Arm hielt sie wie ein Schraubstock umschlungen.
„Marc Meier! Lass mich sofort wieder runter! Ich warne dich! Wenn du mich in den Pool schmeißt, dann-“. Weiter kam Gretchen Haase nicht, denn mit einem Mal merkte sie, wie Marcs Arme nachgaben und er sich verdächtig weit nach vorne beugte. Und nur eine Sekunde später gab es ein lautes Platschen und einen kurzen Aufschrei und Gretchen spürte das kühle Nass überall um sich herum.
Nach Luft schnappend tauchte sie schließlich wieder auf und funkelte den schelmisch grinsenden Mann ihr gegenüber böse an.
„Sag mal hast du sie noch alle beieinander? Mich einfach so in den Pool zu werfen?! Hör bloß auf so dämlich zu grinsen! Wenn ich hier raus bin dann…“ Verärgert versuchte Gretchen sich am Rand des Pool anzustoßen doch es wollte ihr nicht wirklich gelingen. Ob nun weil sie sich nirgendwo abstoßen konnte oder weil sie einfach so gut wie keine Muskeln besaß, darüber wollte sich Marc lieber kein Urteil bilden.
„Hilfst du mir vielleicht mal?!“ hörte er den blonden begossenen Pudel keifen und fasste sich schließlich doch ein Herz um sie aus dieser misslichen Lage zu befreien.
Was dann kam, damit hatte er allerdings am allerwenigsten gerechnet, denn kaum hatte Gretchen seine Hand ergriffen, die er ihr zur Hilfe hingehalten hatte, da spürte er, wie sie daran zog und er im selben Moment das Gleichgewicht verlor und nach vorne über in den Pool kippte.
Noch während er auftauchte fing Marc an zu motzen.
„Hasenzahn, bist du bescheuert? Meine Sachen sind völlig ruiniert! Allein die Schuhe haben mich 250€ gekostet!“ Verärgert strich Marc sich mit einer Hand die Haare aus dem Gesicht doch als er zu Gretchen rüber sah war sein Ärger schnell vergessen denn die Blondine grinste ihn zuckersüß an.
„Na warte Hasenzahn! Du holst dir jetzt erst mal deine Bestrafung ab!“ Und schon hatte Marc Meier sein Mädchen gepackt, sie an sich heran gezogen und ihr einen heißen Kuss auf die Lippen gedrückt.

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

11.06.2011 15:01
#153 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

und weiter geht's :)
viel spaß damit



Andreas hatte wohl den Muskelkater seines Lebens. Nicht mal vernünftig hinsetzten konnte er sich, vom Gehen ganz zu schweigen, weil seine Beine ihn einfach nicht mehr tragen wollten. Seufzend ließ er sich aufs Sofa plumpsen und löste eine Magnesiumtablette in einem Glas Wasser auf um es schließlich in einem Zug zu leeren. Diesen Brad für sich zu gewinnen war ganz offenbar doch schwieriger als zuvor gedacht. Aber Andreas wollte nicht aufgeben. Gleich morgen früh würde er sich wieder ins Fitnessstudio quälen, so schwor er sich, und dann würde er Brad mal zeigen was eigentlich in ihm steckte. Und vielleicht würde er sich ja dann auch trauen ihn um ein Date zu bitten? Er musste es zumindest versuchen, er hatte ja schließlich nichts zu verlieren. Gut, er würde sich ein anderes Fitnessstudio suchen müssen aber das dürfte wohl nicht allzu schwierig sein.

Zur selben Zeit saß Dr. Mehdi Kaan zusammen mit Jasmin im Elisabethkrankenhaus im Chemotherapie Raum. Man hatte ihr gerade einen Zugang gelegt und die Infusion angehängt. Mehdi beobachtete sie sehr genau dabei. Zwar gab sie sich nach außen hin weiter cool und stark, doch er wusste es besser. Er konnte ihr ansehen, dass sie nervös war und sich unwohl fühlte. Nachdem die Schwester, welche die Infusion gestartet hatte wieder gegangen war, griff Mehdi vorsichtig nach Jasmins Hand. Dankbar sah sie ihn an und lächelte einen Moment, dann atmete sie einmal tief durch und versuchte sich zu entspannen.
„Irgendwie komisch.“ murmelte sie schließlich worauf Mehdi sie fragend ansah. „Naja, ich meine dass du hier bist und mir beistehst obwohl wir uns kaum kennen.“
Mehdi hob daraufhin seine Hand und führte ihre damit an seine Lippen um ihr einen sanften Kuss auf den Handrücken zu hauchen.
„Irgendwie denke ich die ganze Zeit, dass wir uns schon ewig kennen.“ Noch im selben Moment in dem er die Worte ausgesprochen hatte, merkte Mehdi wie kitschig sie waren. Doch es stimmte nun mal, warum also nicht aussprechen was er fühlte?
„Geht mir genauso.“ erwiderte Jasmin schmunzelnd und blickte Mehdi verliebt in die Augen. Für eine Weile schwiegen beide dann brach Jasmin die Stille.
„Wie geht es denn eigentlich dieser blonden Frau? Ich weiß immer noch nicht wie mein Nachbar dazu fähig sein konnte. Ich meine so was siehst du den Menschen ja nicht an und ich wohne seit Jahren neben ihm und hätte nie gedacht dass der mal so ausrasten könnte.“
„Du meinst Gretchen? Die ist wieder wach und macht Liebesurlaub mit Marc Meier.“
„Marc Meier? Der Arzt, der sie aus dem Raum getragen hat?“
Mehdi nickte worauf Jasmin nachdenklich die Augen verdrehte.
„Liebesurlaub? Müsste sie sich nicht eher… erholen und schonen?“
Mehdi musste schmunzeln. Wo auch immer die beiden sich hin verzogen hatten, sie taten mit Sicherheit alles andere als sich zu schonen.

Wie Recht Mehdi mit diesem Gedanken hatte, zeigte sich ein paar Kilometer entfernt am Stadtrand von Berlin wo Gretchen gerade dabei war, ihre Bluse wieder aus dem Pool zu fischen. Mit hochrotem Kopf war sie 0schließlich wieder ins Haus gekommen, wo Marc bereits mit einer trockenen Jeans auf dem Sofa lümmelte und durch das Fernsehprogramm schaltete. Und nachdem auch Gretchen sich wieder umgezogen und die nassen Sachen aufgehängt hatte setzte sie sich zu ihm.
Gretchens Gesicht hatte immer noch eine recht ungesunde Rotfärbung was Marc doch ein wenig wunderte.
„Ist irgendwas mit dir?“
Nervös rutschte Gretchen hin und her und spielte mit ihren Fingern herum während ihr Blick durch den Raum glitt.
„Du Marc, die Nachbarn hier… Wie nah sind die eigentlich am Haus dran?“
Marc überlegte einen Moment und kratzte sich am Kopf.
„Ähh… also links ist niemand… direkt rechts nebenan wohnt irgend so eine alte Schachtel, glaube die heißt Lorenz oder so. Warum?“
„Meinst du die hat was gehört? Also… uns? Beim… du weißt schon?“
Schmunzelnd sah Marc Gretchen an und strich ihr zärtlich eine Strähne hinters Ohr. Wenn sie sich schämte war sie fast noch süßer als wenn sie sich aufregte.
„Nein, die hat sicher nichts gehört. Die ist doch schon fast 80.“ Gretchen schien kurz zu überlegen, dann nickte sie zufrieden.

Im Haus nebenan traute Elfriede Lorenz sich nun endlich wieder auf ihre Terrasse. Vorsichtig nahm sie ein Ohropax heraus und lauschte angespannt. Nichts zu hören. Die beiden hatten ihre Poolspielchen offenbar beendet. Erleichtert nahm sie auch das andere Ohropax aus dem Ohr und setzte sich wieder auf ihren Liegestuhl. Sie war ja von der exzentrischen Autorin die ab und zu zum Schreiben herkam einiges gewöhnt, aber dieser junge Mann, der wahrscheinlich ihr Sohn war, und seine blonde Freundin waren eine ganz andere Nummer. Ob der junge Mann wohl der kleine Junge war, auf den sie damals ab und zu aufgepasst hatte wenn seine Mutter mal wieder Schreiben musste und mit dem kleinen einfach nichts anzufangen gewusst hatte? „Wie schnell die Zeit vergeht.“ Dachte Elfriede schmunzelnd und widmete sich, jetzt wo wieder Ruhe herrschte, wieder ihrer Gartenzeitung.

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

12.06.2011 16:18
#154 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hallo
heute gibt es leider kein martchen, dafür erfahrt ihr neues von einer anderen front
tjaaahaaa es ist nicht immer alles wie es scheint



Franz Haase saß nervös in seinem Wohnzimmer und warf alle zehn Sekunden abwechselnd einen Blick auf seine Uhr und auf sein Handy. Er wusste, dass seine Frau gleich noch zu einer Freundin gehen wollte. Voller Ungeduld wartete er darauf, dass sie endlich gehen würde.
„Ach, ich wollte der Elisabeth doch die Fotos von unserem letzten Urlaub noch zeigen. Weißt du wo ich die hingelegt habe, Franz?“ flötete seine Frau ihm unbedarft aus dem Flur entgegen.
„Nein weiß ich nicht! Du räumst doch immer alles weg!“ gab der Professor leicht gereizt als Antwort zurück. Wenn seine Frau nicht bald losfahren würde, dann würde er eine Katastrophe biblischen Ausmaßes erleben können. Schließlich musste Elke jeden Moment hier sein und die konnte ja nicht ahnen, dass Bärbel sich verspätet hatte und immer noch zu Hause war, auf der Suche nach irgendwelchen Urlaubsfotos.
Ein weiterer Blick auf die Uhr verschaffte Franz Haase dann fast den nächsten Herzinfarkt. Schon fünf vor Sieben und Elke war so gut wie niemals unpünktlich.
„Butterböhnchen was hältst du davon wenn du jetzt einfach zur Elisabeth fährst und ihr die Fotos beim nächsten Mal zeigst, hm? Ich kann sie ja in der Zeit wo du weg bist für dich suchen, was sagst du dazu?“
Noch ganz verwundert über so viel Fürsorge ihres Mannes griff Bärbel nach ihrer Handtasche und schön spürte sie wie Franz sie sanft aber doch bestimmt immer weiter in Richtung Haustür schob.
„Ja meinst du wirklich? Ich weiß nicht, Elisabeth wollte die Fotos doch so gerne sehen und-“
„Aber das bringt doch jetzt auch nichts wenn du ewig suchst. Du bist doch jetzt schon spät dran und die Fotos laufen ja auch nicht weg. Zur Not fahre ich gleich morgen früh zum Fotoladen und lasse die Bilder neu entwickeln.“
„Ja geht das denn? Ohne die Negative? Ich meine die braucht man doch oder nicht?“
Genervt rollte Franz Haase mit den Augen. Er musste seine Frau jetzt schleunigst aus dem Haus bekommen wenn er den morgigen Tag noch erleben wollte.
„Bärbel wir haben eine Digitalkamera. Da braucht man keine Negative, die Bilder sind alle noch auf der Speicherkarte.“
Bärbel nickte kaum merklich, denn sie hatte nicht wirklich verstanden was ihr Mann ihr grade versucht hatte zu erklären. Aber sie sah dann schließlich doch ein, dass er wohl Recht hatte, schließlich war sie ohnehin schon spät dran und Elisabeth würde wohl noch bis zum nächsten Treffen warten können.
Schulterzuckend griff Bärbel noch nach dem Schlüssel der neben der Tür auf einer Kommode lag und hauchte ihrem Mann noch einen Kuss auf die Wange.
„Ich denke ich bin so gegen elf wieder da. Mach dir einen schönen Abend.“
Erleichtert atmete Franz Haase auf und schloss die Tür hinter seiner Frau. Das war grade noch einmal gut gegangen. Wer weiß was passiert wäre, wenn die beiden sich begegnet wären. Daran wollte Franz Haase gar nicht erst denken.
Nur wenige Minuten später klingelte es an der Haustüre.
„Elke. Schön, dass du da bist.“ Begrüßte der Professor seinen Besuch und nahm ihr den Mantel ab.
„Franz, ich brauche dringend ein Glas Wein. Auf der Fahrt hier hin waren nur Verrückte unterwegs. Einer wäre mir sogar beinahe reingefahren. Glaubt man so etwas?!“
Franz Haase griff nach der Weinflasche die er vorsorglich gestern schon kalt gestellt hatte und holte zwei Gläser aus dem Schrank. „Na dann wollen wir mal.“ murmelte er leise, bevor er das Wohnzimmer wieder betrat.

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

13.06.2011 23:44
#155 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hallo
heute bin ich ein bisschen spät dran, sorry
ich hoffe der nächste teil gefällt euch, viel spaß beim lesen



Marc Meier hatte es sich auf der Terrasse in einem Liegestuhl bequem gemacht. Während er den Rauch seiner Zigarette inhalierte, schloss er für einen Moment die Augen um die Ruhe die ihn umgab zu genießen. Als er den Rauch wieder entließ, öffnete er auch langsam seine Augen wieder. Mit zwei Fingern schnippte er die Asche seiner Zigarette in einen Blumentopf in unmittelbarer Nähe. So still wie jetzt war es selten, vor allem nicht im stressigen Krankenhausalltag. Diese paar Tage Ruhe würden wohl nicht nur Hasenzahn, sondern auch ihm ganz gut tun. Er konnte sich ja nicht einmal daran erinnern, wann er zum letzten Mal Urlaub genommen hatte. „Du hattest auch kaum ein Privatleben, wofür hättest du Urlaub nehmen sollen!“ schoss es ihm plötzlich durch den Kopf. Aber so war es nun mal gewesen. In der Woche hatte er gearbeitet und an den Wochenenden war er meistens mit ein paar alten Studienkollegen um die Häuser gezogen und hatte Weiber aufgerissen. Wenn er sich dann Urlaub genommen hätte wäre er ohnehin die ganze Zeit nur alleine gewesen und hätte nichts mit sich anzufangen gewusst, also hatte er lieber gearbeitet.
Jetzt, mit Hasenzahn war das irgendwie ganz anders. Natürlich liebte er seinen Job immer noch und es gab auch kaum etwas, was ihm mehr Freude bereitete, aber die paar Tage nur mit Hasenzahn zu verbringen und dabei nicht über Leben und Tod entscheiden zu müssen fühlte sich irgendwie gut an. Ungewohnt, aber doch gut.
Entspannt nahm Marc den letzten Zug seiner Zigarette und warf sie anschließend achtlos auf den nicht weit entfernten Rasen, wohlwissend, dass seine Mutter ihm dafür wohl den Hals umdrehen würde, sollte sie das jemals herausfinden.
Marc gähnte einmal genüsslich, schloss die Augen wieder und verschränkte die Arme hinter seinem Kopf um noch ein bisschen die Sonne zu genießen. Doch da hatte er die Rechnung wohl ohne seine Freundin gemacht, die nur wenige Sekunden später mit einem Heftchen in der Hand vor ihm stand.
„Hasenzahn du stehst mir in der Sonne!“ maulte der junge Chirurg und öffnete genervt die Augen um nachzusehen, was der blonde Quälgeist schon wieder von ihm wollte.
Gretchen strahlte ihn an und drückte ihm das Prospekt in die Hände.
„Was ist das?“ fragend sah Marc seine Freundin an, doch die lächelte ihm nur zuckersüß entgegen.
„Das ist eine Broschüre über die Dinge die man hier in der Gegend unternehmen kann.“
Der junge Oberarzt war noch skeptisch.
„Hasenzahn, wir sind immer noch in Berlin und nicht in New York… Was soll man hier schon großartig machen können?!“
Triumphierend nahm Gretchen ihrem Freund das Prospekt wieder aus der Hand und blätterte angestrengt darin bis sie gefunden hatte was sie suchte. Anschließend hielt sie Marc das Heftchen wieder hin und zeigte mit dem Finger auf ein Bild.
„Na das hier zum Beispiel!“
Als Marc sah was Gretchen ihm zeigen wollte, wären ihm fast die Augen aus dem Kopf gefallen.
„Bist du bescheuert Hasenzahn?! So etwas mache ich bestimmt nicht! Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Ich mach mich doch hier nicht zum Affen, wo kommen wir denn da hin? Ich bin schließlich immer noch Oberarzt!“
Noch während Marc Gretchen das Prospekt aus der Hand riss, zeigte er ihr einen Vogel und erhob sich anschließend von der Liege. „Das kann unmöglich dein Ernst sein Hasenzahn! Und dann auch noch glauben, dass ich so einen Mist mitmache!“ Nörgelnd wollte Marc sich an Gretchen vorbei schieben doch die hielt ihn an der Schulter zurück, sah ihn so unschuldig sie nur konnte an und schenkte ihm dazu noch ihren aufreizendsten Wimpernaufschlag.
„Och bitte Maaarc.“

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

14.06.2011 16:18
#156 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

sooo zack zack es geht auch schon weiter hier
weiß noch nicht ob ichs morgen schaffe was einzustellen, gebe aber mein bestes
daaaaaanke für die kommentare



Doch Gretchen ließ nicht locker. Energisch ging sie dem Flüchtenden nach und packte ihn erneut an der Schulter.
„Aber es macht bestimmt Spaß, du wirst schon sehen.“ Marc riss sich erneut los und setzte seinen Weg in Richtung Wohnzimmersofa fort.
„Pfffffff!“ Mit einem anzüglichen Grinsen drehte Marc sich schließlich doch noch einmal um, was Gretchen abrupt zum Stehen brachte.
„Von mir aus kannst du gerne auf mir reiten Hasenzahn, aber ich steige ganz sicher nicht auf so einen bescheuerten Gaul und mache mich vor der ganzen Welt zum Idioten!“
Trotzig ließ Marc sich auf das Sofa fallen und griff sofort nach der Fernsehzeitung so als wäre das Thema nun für ihn gegessen. Doch Gretchen Haase dachte nicht im Traum daran, das Thema ruhen zu lassen. Für einen Moment stand sie nur da und schaute auf den sturen Bock, der auf dem Sofa saß, hinab bis ihr eine Idee kam.
„Weißt du Marci, wenn du nicht mitkommst, das wäre wirklich schade. Weil dann…“ für den Rest des Satzes beugte sie sich langsam nach vorne bis ihre Lippen sein Ohr erreicht hatten. Ihr Atem kitzelte ihn und insgeheim hoffte Marc darauf, dass sie ihm irgendeine Schweinerei ins Ohr flüstern würde, vielleicht wäre er ja sogar gewillt gewesen sich das Ganze noch einmal zu überlegen. Was er dann aber ganz zart gehaucht vernahm konnte er gar nicht richtig fassen. Entgeistert sah er Gretchen ins Gesicht, doch ihr siegessicheres Lächeln verriet ihm, dass sie alles ernst gemeint hatte.
Marc schluckte trocken.
„Dann hab ich wohl keine andere Wahl!“ gab Marc murrend zu und wollte aufstehen um sich umzuziehen. Er würde sich ganz sicher nicht seine Designer Jeans versauen lassen. Schon auf der Treppe angekommen drehte er sich noch einmal zu Gretchen um und zeigte grummelnd mit dem Zeigefinger auf sie.
„Das bekommst du garantiert wieder Hasenzahn! Ganz bestimmt!“

„Und wie fühlst du dich?“ Mehdi sah Jasmin neugierig an. Die Infusion war jetzt komplett durchgelaufen und bis jetzt schien es ihr noch ganz gut zu gehen. Jasmin versuchte sich zu einem Lächeln durchzuringen.
„Ach eigentlich ganz gut. Mein Magen kribbelt nur so seltsam. Aber sonst ist nichts… Und die Nebenwirkungen können ja auch erst in ein paar Stunden auftreten. Das ist sicher die Aufregung.“
Mehdi nickte nur und nahm anschließend Jasmins Jacke von der Graderobe und reichte sie ihr.
„Möchtest du nach Hause? Ich hab jetzt eh Dienstschluss und könnte dich Fahren wenn du magst.“ Dieses Angebot nahm Jasmin nur allzu gerne an, allein der Gedanke an die überfüllte U-Bahn nervte sie schon.
„Gerne, das wäre wirklich nett.“
Zusammen verließen die beiden das Krankenhaus und setzten sich in Mehdis dunklen Mercedes. Mehdi startete den Wagen, verließ den Krankenhausparkplatz und nachdem Jasmin ihm erklärt hatte wo sie wohnte, schwiegen die beiden für eine Weile. Grade als Mehdi das Radio einschalten wollte um die Stille ein wenig erträglicher zu machen, erhob Jasmin ihre Stimme.
„Danke dass du mitgekommen bist.“ Mehdi antwortete ihr darauf nicht mit Worten sondern er griff stumm nach ihrer Hand woraufhin sich die beiden kurz aber intensiv ansahen, bis Mehdi seine Aufmerksamkeit wieder auf den Straßenverkehr richtete.

schleumel Offline

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15.06.2011 23:23
#157 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

und weiter geht's :)


Keine Stunde später fand Marc Meier sich auf dem Gelände eines Reiterhofs wieder. Gretchen war schon einmal vorgegangen um ihnen zwei Pferde für einen Ausritt zu besorgen und nachdem sie mindestens drei Mal hatte versichern müssen, dass sie beide erfahrene Reiter waren, hatte die skeptische Frau, die dafür zuständig gewesen war, doch eingewilligt die beiden allein ausreiten zu lassen. Bei Gretchen hätte sie sich ohnehin keine Sorgen machen müssen, die war zwar schon länger nicht mehr geritten, hatte aber in ihrer Kindheit so gut wie kein anderes Hobby gehabt. Was Marc betraf, da sah die Sache schon ganz anders aus, denn der hatte, soweit Gretchen wusste, noch nie auf einem Pferd gesessen. Aber das hatte Gretchen lieber für sich behalten, schließlich wollte sie den Ausritt mit Marc alleine genießen und nicht noch irgend so einen Reitlehrer dabei haben.
Zehn Minuten später war Gretchen grinsend auf den Innenhof getreten wo Marc rauchend auf sie gewartet hatte. Dafür hatte er dann auch erst mal einen Anschiss kassiert, schließlich, so hatte Gretchen argumentiert, konnten die armen Tiere nichts dafür wenn Marc nikotinabhängig war und er solle die Luft gefälligst nicht verpesten, schließlich mussten die Pferde fit sein um ihre Reiter zu tragen. Marc hatte seine Zigarette daraufhin entnervt auf den Boden geschmissen und sie ausgetreten, wofür er sich allerdings gleich den nächsten Rüpel hatte abholen müssen. Resigniert hatte er die Kippe also wieder aufgehoben, Gretchen dabei wütend angeblitzt und den Stummel anschließend in den nächsten Mülleimer geworfen, was Gretchen ganz offensichtlich zufrieden gestellt hatte.
Eine Weile warteten die beiden noch schweigend, bis irgend ein Typ in einer viel zu engen Hose mit zwei gestriegelten und gesattelten Pferden ankam und ihnen die Zügel in die Hand drückte.
„Na dann viel Spaß euch beiden. Und passt mir gut auf die Pferde auf, das sind zwei unserer Besten.“
Strahlend nahm Gretchen die Zügel entgegen und reichte ein paar davon Marc, der sie zunächst wie ein Auto ansah, ihr dann aber ohne zu murren aus dem Innenhof hinaus auf die Landstraße folgte.
Auf der Straße angekommen war Gretchen federleicht in den Steigbügel getreten und hatte sich auf das Pferd gehievt. Anschließend beugte sie sich ein wenig nach vorne um dem Pferd den Hals zu streicheln. Dabei warf sie immer wieder einen Blick nach rechts, denn Marc hatte so einige Probleme aufs Pferd zu kommen. „Wie gut, dass uns niemand beobachtet, sonst würden sie uns spätestens jetzt einen Reitlehrer hinterher schicken.“ dachte Gretchen sich noch, wurde aber schnell von einem entsetzlichen Fluchen aus ihren Gedanken gerissen.
„Zum Teufel Hasenzahn! Der scheiß Gaul lässt mich nicht rauf!“
Irritiert schaute Gretchen Marcs Pferd an, das seelenruhig herum stand und sich alles gefallen ließ, was der fluchende Oberarzt an seiner Seite so versuchte. Gretchen konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, entschloss sich aber doch dazu, Marc einen Tipp zu geben ehe der völlig gefrustet aufgab und sie alleine reiten ließ.
„Du musst den Steigbügel länger machen dann kommst du besser rein. Und wenn du oben bist machst du ihn wieder kürzer.“
„Das hättest du mir auch eher sagen können. Ich wette du machst das extra um mich zu quälen. Welchen Grund solltest du auch sonst haben?!“
Dank Gretchens Tipp war Marc dann relativ schnell oben angekommen aber trotzdem war ihm das ganz noch suspekt, vor allem als das Pferd sich dann langsam in einen gemütlichen Schritt begab.
„Und wo reiten wir jetzt hin?“ wollte Marc schließlich wissen, konnte seiner Freundin allerdings im selben Moment ansehen, dass sie auch nicht wirklich einen Plan hatte.
„Ich dachte wir reiten so ein bisschen über die Felder oder durch den Wald, das ist bestimmt schön.“ schwärmte Gretchen während Marc sich innerlich noch über den blöden Helm aufregte, den zu tragen Gretchen ihm eben noch vorgeschrieben hatte. Er sah mit Sicherheit bescheuert darin aus und er schwor sich, sobald sie jemandem begegneten den sie kannten, würde er im Eiltempo davon galoppieren.
„Findest du das nicht schön? Der Natur so nah zu sein? Und alles ist so ruhig?“
„Also eben im Garten war es auch ruhig, aber da hatte ich kein stinkendes Pferd zwischen meinen Beinen und musste auch nicht so einen affigen Helm tragen!“ schimpfte Marc. „Wenn wir wieder zu Hause sind wirst du mir auch einen Gefallen tun, klar? Und ich werde mir was wirklich Gutes einfallen lassen, darauf kannst du Gift nehmen!“
Gretchen überhörte das Gemecker ihres Freundes einfach und genoss lieber die Aussicht auf die Felder und den vor ihnen liegenden Wald.
„Was meinst du Marc Meier, bist du schneller als ich? Wer zuerst am Wald ist? Da vorne wo der große Stein am Weg ist?“
Das ließ sich Marc natürlich nicht zwei Mal sagen, immerhin war er doch in allem der Beste.
„Pffff… Du hast eh keine Chance Hasenzahn!“

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

17.06.2011 16:18
#158 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hallo ihr lieben :)
sorry dass gestern nichts mehr kam, aber ich hatte den ganzen tag blöde blöde migräne
jetzt wünsche ich euch aber viel spaß beim lesen :)
lg



Nervös setzte Franz Haase sich auf eins der gelben Cordsofas und fixierte Elke mit seinem Blick, beobachtete sie dabei, wie sie ihr Glas in einem Zug halb leer trank und es anschließend zurück auf den Glastisch stellte.
„Du wolltest mit mir reden?“ kam die Autorin dann auch gleich direkt zum Grund ihres Besuches.
Unruhig rutschte Franz ein Stück nach vorne und versuchte seine Gedanken noch einmal zu ordnen. Er hatte sich vorher sicher 5 Mal überlegt was genau er Elke sagen wollte aber jetzt schienen die Gedanken nur so wie wild in seinem Kopf herum zu irren.
„Elke, ich… also ich fürchte wir…“
Barsch fuhr Elke Fisher ihm ins Wort. Schließlich hatte sie sich schon von Anfang an denken können, warum Franz sie zu einem Gespräch nach Hause gebeten hatte. Schließlich hatten sie sich noch nie bei ihm zu Hause getroffen und mit Sicherheit machte er nur dieses Mal eine Ausnahme, weil er ihr nicht in irgendeinem Hotelzimmer den Laufpass geben wollte. Zu Elke nach Hause konnten sie schließlich auch nicht mehr, wer wusste schon wann es Marc das nächste Mal in den Kram passte seiner Mutter einen Überraschungsbesuch abzustatten.
„Sag nichts! Du willst es beenden habe ich Recht?“
Franz nickte woraufhin Elke die dunkle Sonnenbrille abnahm, die bis vor kurzem noch auf ihrer Nase gesessen hatte. „Ich hab es geahnt! Warum sonst hättest du mich herbitten sollen. Und ich war noch so naiv zu hoffen, dass du deine Frau endlich verlässt. Franz, du hast doch etwas viel besseres verdient als so ein debiles altes Hausmütterchen, dass fröhlich seine Sklavenarbeit im Haushalt erledigt und sich mit so einem Leben zufrieden gibt. Ich dachte wir beide hätten etwas Besonderes. Zusammen wären wir jung geblieben, mit deiner Frau wirst du alt und spießig werden!“
Nachdem sie ihren Satz beendet hatte, griff Elke erneut nach ihrem Weinglas und leerte den Rest in einem Zug. Das konnte doch gar nicht sein! ER machte mit IHR Schluss? Sonst war sie doch immer diejenige gewesen, die nach ein paar Monaten Vergnügungszeit die Nase voll hatte von ihrem Lover und ihn anschließend vor die Tür gesetzt hatte, und jetzt sollte es einmal anders sein? Sie konnte sich nur an einen einzigen Mann erinnern, der vor Franz schon einmal mit ihr Schluss gemacht hatte, und das war Marcs Vater gewesen. Natürlich, wenn sie heute darüber nachdachte, dann war das natürlich das Beste gewesen was ihr hatte passieren können, denn sie hatte damals einfach nicht den Mut und die Kraft gehabt dieses Scheusal zu verlassen. Aber jetzt von Franz so vor den Kopf gestoßen zu werden, erinnerte sie so sehr an das Gefühl was sie schon damals empfunden hatte, dass sie sich mit einem Mal schwach und verletzlich fühlte.
„Elke, lass es mich doch wenigstens erklären!“ hörte sie Franz‘ Stimme aus der Ferne, worauf sie für einen Moment die Augen schloss und Franz dann in die Augen sah. Die kurze Unsicherheit die ihr eben zu schaffen gemacht hatte, war wie weggeblasen. Sie würde sich der Situation jetzt stellen, sie war schließlich eine andere Frau als damals.
„Dann sag schon was du zu sagen hast.“
Franz Haase zögerte einen Moment ob er Elke wirklich die ganze Wahrheit sagen sollte, oder ob er es lieber in Watte verpacken sollte, denn verblüffender Weise schien Elke die ganze Sache doch mehr mitzunehmen als er vermutet hatte. Er entschied sich aber schließlich doch dazu, ihr reinen Wein einzuschenken, sie hatte es einfach verdient.
„Elke versteh doch. Ich liebe Bärbel einfach. Mit ihr habe ich ein Leben. Es stimmt, mit dir habe ich mich wieder jung gefühlt, aber ich glaube, dass ich dieses Gefühl auch mit Bärbel haben kann. Natürlich, sie ist manchmal ein wenig schrullig, aber genauso habe ich sie kennen und lieben gelernt. Und ich bin ja auch nicht perfekt. Und denk doch mal an die Kinder. Wie sollten die damit klar kommen wenn wir beide immer noch… Das wäre doch auch seltsam, meinst du nicht?“
Er liebte seine Frau also noch? Sie war nur für die Abwechslung zwischendurch gewesen? Gedankenverloren nickte Elke Fisher und erhob sich anschließend vom Sofa. Er liebte also eine andere und verließ sie, genau wie damals.
Irgendwie schaffte Elke den Weg zu ihrem Wagen, wo sie sich schließlich hinein setzte und losfuhr. Franz Haase schaute ihr verblüfft hinterher. Mit so einer Reaktion hatte er jedenfalls nicht gerechnet. Er sah noch, wie der kleine Sportwagen um die Ecke fuhr, was er nicht sehen konnte war, das Elke Fisher kurz nachdem sie um die Ecke gefahren war, am Gehweg anhielt und bitterlich anfing zu schluchzen.

schleumel Offline

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18.06.2011 18:11
#159 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hallo ihr lieben!
ihr wolltet hoppe hoppe reiter? könnt ihr haben wie nicht anders zu erwarten war, hat marc sich natürlich nicht besonders geschickt angestellt aber lest selbst :)
ich hoffe der neue teil gefällt euch
ich drück euch und wünsche noch einen schönen samstag



"Na wollen wir doch mal sehen wer hier keine Chance hat." dachte Gretchen schmunzelnd und trieb ihr Pferd mit den Fersen an, so dass es gleich vom Schritt in den Galopp fiel und losrannte. Marc hatte das erschrocken beobachtet und sah Gretchen immer weiter entschwinden. Ohne lange rumzufackeln machte er es Gretchen gleich und trieb sein Pferd an. Mit dem Ruck, den das Pferd dabei vollführte, hatte er allerdings nicht gerechnet und noch ehe das Pferd richtig losgaloppiert war, lag Marc Meier auch schon fluchend am Boden.
Gretchen hatte aus der kleinen Entfernung, die sie inszwischen zurück gelegt hatte, nur einen ohrenbetäubenden Schrei gehört und nachdem sie einen schnellen Blick nach hinten geworfen hatte, hielt sie ihr Pferd so schnell sie konnte an und drehte um. Es dauerte nicht lange, da war sie wieder bei Marc angekommen und so laut wie der fluchte, konnte er ganz sicher nichts Schlimmes haben.
Gretchen stieg ab und beugte sich über Marc, der immer noch auf dem Rücken am Boden lag und schimpfte, während sein Pferd seelenruhig daneben stand und sich am Gras vom Wegrand bediente.
"Marc? Ist alles in Ordnung? Soll ich dir helfen?"
Sichtlich verärgert richtete Marc seinen Oberkörper auf und stöhnte.
"Nein, ich kann das alleine!" entgegnete er, einem trotzigem Kind gleich, und stand schließlich ganz auf. Seufzend rieb er sich dabei sein schmerzendes Hinterteil.
"So ein scheiß Gaul! Das ist alles deine Schuld, Hasenzahn! Wenn du mich nicht hierher geschleppt hättest dann-"
"Jetzt hör schon auf rumzumotzen, das bringt jetzt auch nichts. Hast du was gebrochen?"
Marc schüttelte den Kopf.
"Nein! Aber mein Steißbein ist hundertprozentig geprellt. Und das ist alles-"
Schnell griff Gretchen nach den Zügeln der beiden Pferde und rollte genervt mit den Augen.
"Ja ich weiß. Alles meine Schuld. Ich nehme an, du willst jetzt nach Hause?"
"Worauf du Gift nehmen kannst!"
Zum Glück waren die beiden noch nicht weit geritten, von hier aus konnte man sogar noch den Pferdehof sehen.
"Sollen wir das Stück zurück zu Fuß gehen, oder willst du lieber-"
"Ich steig ganz bestimmt nicht noch mal auf dieses Pferd. Das hat es doch mit Absicht gemacht, das hab ich genau gesehen! Die paar Meter können wir auch... Hör auf zu lachen Hasenzahn! Ich kann doch nichts dafür wenn dieser gemeingefährliche Gaul mich böswillig abschmeißt."
Gretchen konnte sich ein lautes Auflachen grade noch verkneifen, schließlich wollte sie Marc nicht noch weiter provozieren, der gute motzte ja auch so schon für Zwei.
Schweigend liefen die beiden den Weg zurück zum Pferdehof und gaben ihre Pferde wieder ab. Auf die Frage, warum sie denn so schnell wieder zurück gewesen waren, antwortete Gretchen irgendwas von einer Pollenallergie, wofür sie noch einen dummen Blick von dem Stallwart kassierte, immerhin war die Pollenzeit längst vorbei.
Wieder in dem Ferienhaus seiner Mutter angekommen, lief Marc gleich ins Badezimmer, zog sich Hose und Boxershorts aus und betrachtete seinen Hintern stöhnend im großen Spiegel an der Wand. Das Steißbein war bereits leicht blau angelaufen und würde sicher noch ein breites Spektrum an Farben preisgeben.
"Ganz toll, Sex fällt ja dann wohl auch flach." dachte Marc sich griesgrämig und huschte schnell ins Schlafzimmer um sich eine Jogginghose aus dem Teil des Schranks zu holen, in dem er seine Sachen lagerte. Während er sich anzog, bemerkte er nicht, dass Gretchen in der Tür stand und ihn schmunzelnd beobachtete. "Dieser Sturkopf!" dachte sie sich, und machte sich schließlich mit einem Seufzer bemerkbar.
"Ich hab dir Eis geholt."
Dankbar nahm Marc ihr den Eisbeutel aus der Hand und drückte ihn leicht auf sein Steißbein. Anschließend humpelte er stöhnend an ihr vorbei die Treppe herunter in Richtung Wohnzimmer. Gretchen sah ihm kurz nach, mittlerweile plagte sie schon ein wenig ein schlechtes Gewissen, immerhin war er nur für sie mitgekommen und sie war es ja auch gewesen, die ihm zu diesem Duell aufgefordert hatte, obwohl sie genau gewusst hatte wie es um seine Reitkünste stand.
Sie hörte wie er sich fluchend aufs Sofa setzte und darüber schimpfte, dass sogar das Sitzen wehtat. Das hatte sie ja nun wirklich nicht gewollt, das er jetzt Schmerzen hatte. Vorsichtig machte sie sich auf den Weg nach unten um nach ihrem Grummelgriesgram zu sehen und ihn vielleicht wieder ein bisschen zu besänftigen.

schleumel Offline

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20.06.2011 16:28
#160 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

weiter gehts :)
viel spaß damit



Leise setzte sich Gretchen auf das Sofa gegenüber und richtete ihren Blick prüfend auf Marc, der irgendwie ziemlich verdreht auf dem Sofa lag und sie mit Nichtachtung strafte. Eine Weile sah Gretchen sich das Ganze Theater an, dann wurde es ihr allerdings zu bunt. Natürlich tat es ihr immer noch leid, dass er wegen ihr leiden musste und Schmerzen hatte, aber sein Verhalten befand sie dann doch für ein bisschen übertrieben. Seufzend stand sie auf und blieb kurz vor Marc stehen.
„Willst du auch was essen? Ich mach jetzt was.“
Doch sie bekam keine Antwort. Stoisch starrte Marc auf die Fernsehzeitung in seiner Hand und blätterte eine Seite weiter. Gretchen konnte nicht mal genau sagen, ob er wirklich darin las, oder ob er die Zeitung nur in den Händen hielt um ihr deutlich zu machen, dass ihm nicht nach Konversation zumute war.
Schulterzuckend begab sie sich in die Küche und durchforstete erst einmal den Kühlschrank um nachzusehen, was Marc von seinem Einkauf heute Morgen alles mitgebracht hatte. Sie war zwar keine Meisterköchin, aber sie würde schon irgendetwas Essbares fertig kriegen. Und wenn der sture Idiot im Wohnzimmer lieber hungern wollte, dann war er selber schuld.
Eine halbe Stunde später hatte Gretchen einen wirklich ansehnlichen Salat gezaubert und dazu Putenstreifen gebraten und nachdem sie sich etwas davon auf den Teller getan hatte, ging sie mit dem Teller und einer Gabel in der Hand zurück ins Wohnzimmer und setzte sich genau auf das Sofa gegenüber von Marc, wo sie vorhin schon gesessen hatte.
Marc hatte in der Zwischenzeit die Fernsehzeitung weggelegt und den Fernseher angeschaltet. Stumm zappte er durch die Programme und vermied es zusehends, Gretchen auch nur einen Funken von Beachtung zu schenken. Sie war schließlich Schuld, dass er sich verletzt hatte und sein wertvolles Hinterteil Schaden genommen hatte. Sein Plan hätte vielleicht auch funktioniert, wenn da nicht sein Magen gewesen wäre, der sich schon seit einer knappen Stunde immer wieder durch ein lautes Knurren bemerkbar machte.
Vorsichtig, und so, dass Gretchen nichts bemerkte,dachte er zumindest, linste Marc zu ihr rüber um zu sehen was sie zubereitet hatte. Beim Anblick des frischen Salats lief ihm das Wasser im Mund zusammen, aber er zwang sich schließlich, seinen Blick wieder auf den Fernseher zu richten. Dieses Schauspiel wiederholte sich noch ganze drei Mal und was Marc dabei nicht ahnte war, dass Gretchen jedes einzelne Mal sehr wohl mitbekam was der störrische Bock auf dem anderen Sofa so trieb und vor allem warum.
Sie verkniff sich ein Grinsen, ließ es sich aber nicht nehmen ein paar Mal extra laut zu schmatzen, nur um den sturen Mann noch ein bisschen mehr zu reizen. Irgendwann hielt Marc es dann nicht mehr aus. So unauffällig wie möglich stand er vom Sofa auf und huschte in die Küche wo er sich so schnell er konnte so viel wie möglich in den Mund stopfte und noch mehr hinterher schob, nachdem er gekaut und geschluckt hatte. Flink griffen seine Finger in die Pfanne mit den Putenstreifen und angelten ein paar davon heraus, die er sich ebenfalls schnell in den Mund schob. So schnell er konnte kaute er, und schluckte alles runter, dann ging er zum Kühlschrank und holte sich ein Bier heraus.
Als er wieder ins Wohnzimmer zurück ging, hielt er sein Bier extra ein Stückchen höher als normal, so als würde er Gretchen zeigen wollen, dass er auf keinen Fall etwas gegessen hatte, sondern nur in der Küche gewesen war um sich ein Bier zu holen.
Nachdem Marc es sich wieder auf dem Sofa gemütlich gemacht hatte, zumindest soweit das mit einem verstauchten Steißbein möglich war, sah Gretchen kurz zu ihm auf und musste gleich schmunzeln als sie an seinem Mundwinkel noch ein Stückchen Petersilie kleben sah.
„Dieser sture Esel! Dem werd‘ ich’s schon noch zeigen!“ dachte Gretchen sich grinsend und stellte ihren leeren Teller auf dem Glastisch ab.

schleumel Offline

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21.06.2011 20:58
#161 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

Fast geräuschlos erhob Gretchen sich vom Sofa und schritt an Marc vorbei die Treppe nach oben. Im Schlafzimmer angekommen setzte sie sich seufzend aufs Bett und starrte nachdenklich auf ihre Füße.
Es musste doch irgendetwas geben, mit dem sie Marc aus der Reserve locken konnte. Irgendetwas, das ihn vergessen lassen würde was geschehen war, schließlich konnte dieser sture Esel doch nicht ewig sauer auf sie sein.
Gretchen wusste natürlich, dass er nicht nur wegen seines lädierten Hinterteils gekränkt war, nein, vor allem hatte sein Ego gelitten. Und das ließ er sie jetzt spüren.
Neugierig sah Gretchen sich im Zimmer um. Irgendetwas musste es doch geben was sie tun konnte. Ihr Blick fiel auf den Kleiderschrank und plötzlich hatte sie eine Idee.
Flink stand Gretchen vom Bett auf und schloss die Schlafzimmertür, allerdings nicht ohne vorher noch einmal zu lauschen was Marc trieb. Und ganz offensichtlich sah er immer noch fern.
Schnell huschte Gretchen zurück zum Kleiderschrank und riss die erste Türe davon auf. T-Shirts… Blusen… Jogahosen… Reizwäsche?! Bevor sie sich noch Elke Fisher in Reizwäsche vorstellte, diese Bilder würde sie nämlich sicher für eine Weile nicht mehr aus dem Kopf bekommen, schloss sie die Türe lieber schnell wieder und öffnete die nächste.
Socken… Jeans… Röcke…. Wieder nichts. Also auf zur nächsten Schranktür. Und da wurde Gretchen schließlich auch fündig.
Schnell zog sie ein kleines weißes Handtuch hervor und hielt es sich vor den Körper. Ja, das war genau die richtige Größe. Nicht zu groß und nicht zu klein.
Gretchen drehte sich um und warf das Handtuch aufs Bett, dann schlüpfte sie aus ihren Klamotten und legte diese ebenfalls aufs Bett. Dann schnappte sie sich das Handtuch und wickelte es um ihren nackten Körper. Jetzt musste sie nur noch einen Vorwand finden um Marc nach oben zu locken. Erneut blickte sie sich im Zimmer um und plötzlich hatte sie den passenden Einfall. Schnell holte sie den Stuhl der hinter der Tür stand und positionierte ihn genau unter der Lampe die an der Decke hing. Anschließend stieg sie auf den Stuhl, drehte die Glühbirne heraus so dass die Glühbirne zwar noch in der Fassung saß, das Licht aber nicht mehr funktionierte, stellte den Stuhl leise wieder hinter die Tür und öffnete die Schlafzimmertür wieder.
„Marc? Kannst du mir bitte mal eben helfen?!“
Als Gretchen daraufhin keine Antwort bekam, versuchte sie es erneut. „Marc bitte. Ich würde dich auch nicht fragen wenn ich es alleine könnte. Also? Hilfst du mir bitte kurz?“
Kurze Zeit später hörte Gretchen wie Marc sich vom Sofa erhob und die Treppe herauf kam. Nachdem er das Schlafzimmer betreten hatte, sah er Gretchen verwirrt an. Warum genau hatte sie ihn jetzt um Hilfe gebeten? Und warum zum Teufel trug dieses kleine Biest nichts weiter als ein kurzes Handtuch? Marc spürte wie sein Blut begann zu kochen aber er versuchte dieses Gefühl schnell wieder los zu werden, so einfach wollte er es ihr dann doch nicht machen.
„Marc?“
Ertappt schaute Marc Gretchen ins Gesicht. „Hm?“
„Das Licht funktioniert nicht. Könntest du vielleicht kurz danach sehen?“ flötete Gretchen ihm unschuldig entgegen, so dass Marc nichts anderes übrig blieb als die Tür zu schließen, den Stuhl hervor zu holen und nachzusehen.
Der junge Chirurg brauchte natürlich nicht lange um festzustellen, dass die Birne ganz sicher nicht alleine aus der Fassung gerutscht war. Grinsend stieg er vom Stuhl wieder herunter und kam auf Gretchen zu, die sich lässig gegen die Tür gelehnt hatte. Prüfend drückte Marc auf den Lichtschalter und nickte zufrieden als das Licht wieder anging.
Anschließend wanderte sein Blick zu Gretchen. Dieses kleine Luder dachte doch wohl nicht, dass sie ihn so einfach würde besänftigen können? Es ging hier immerhin um seinen Allerwertesten!
„So und nun zu dir Hasenzahn!“ raunte Marc heiser und trat näher an sie heran. Gretchen wollte ausweichen, musste aber schnell feststellen, dass hinter ihr die verschlossene Tür lag, deren kaltes Holz nun auf die nackte Haut an ihrem Rücken traf.
Marc musterte sie kurz mit seinem Blick. Wenn er nicht so sauer gewesen wäre, dann hätte er sie ganz sicher hier und jetzt vernascht. Ihr kleines Handtuch bedeckte grade einmal die nötigsten Stellen und ihre heißen Kurven waren nur allzu gut zu erkennen unter dem weichen Stoff.
Gretchens Herz begann wie wild zu pochen als seine Hände sich um ihre Hüften legten und er seine Stirn an ihre hielt. Eine Weile blieben sie so stehen und Marc kam nicht umhin ab und zu die Augen zu öffnen und festzustellen, dass ihr wunderschönes Dekolleté vor Erregung bebte. Gretchen ärgerte sich im selben Moment darüber, dass er sie so einfach um den Finger wickeln konnte, eigentlich tat er ja nichts weiter als sie an der Hüfte festzuhalten. Sie wollte sich grade loswinden, als er seinen Griff verstärkte bis sie wieder Ruhe gab. Anschließend schnellten seine Arme nach oben und er platzierte seine Hände links und rechts von ihrem Gesicht, stützte sich darauf ab und kesselte sie quasi ein. Gretchen war verloren. Eigentlich hatte das ganze genau anders herum laufen sollen, aber sie war einfach wehrlos gegenüber dieser Macht, die dieser Mann auf sie ausübte. Wie Wachs in seinen Händen schien sie zu zerfließen, als seine Lippen sich den ihren näherten. Sie konnte seinen warmen Atem bereits auf ihren Lippen spüren als sie ihre letzte Kraft zusammen nahm und ihm leise entgegenhauchte.
„Es tut mir so Leid Marc.“
Schwer atmend öffnete sie die Augen und sah ihn an. Seine Lippen kitzelten die ihren bereits und sie wollte sich nach vorne lehnen um ihn endlich richtig küssen zu können, als er sich ihr plötzlich entzog und von ihr abließ.
Grinsend sah er sie an.
„Genau das wollte ich nochmal hören!“ Und schwupps, da schob er sich an ihr vorbei und war im Bad verschwunden.

schleumel Offline

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22.06.2011 15:45
#162 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

So geht auch schon weiter hier :)
ich freue mich auf euren senf, schließlich brauch ich den noch für meine grillparty
viel spaß mit dem neuen teil und danke für eure kommentare



Leise schloss Marc Meier die Tür des Badezimmers und lehnte sich seufzend dagegen. Ob er wohl ein bisschen zu weit gegangen war? Er wusste schließlich, dass sie ganz sicher nicht darauf gehofft hatte, dass er vom Pferd fiel und Schuld daran war ja auch nur sein eigenes Unvermögen gewesen. Gut, es war ihre Idee gewesen auf diesen bescheuerten Reiterhof zu fahren und diesen hirnverbrannten Ausritt zu machen, aber wenn er noch einmal darüber nachdachte, tat es ihm schon fast Leid wie er sich anschließend benommen hatte.
Langsam und dabei immer wieder horchend ob Gretchen ihm nicht doch ins Bad folgen würde, öffnete er seine Jeans und ließ sie zu Boden gleiten, seine Boxershorts folgten in Sekunden.
Als das kalte Wasser auf seinen Rücken traf zuckte er kurz zusammen, entspannte sich aber zunehmend wieder und schloss für einen Moment die Augen. Das hatte er jetzt auch bitter nötig gehabt. Er hatte Gretchen vielleicht vorspielen können, dass sie ihn nicht angemacht hatte in diesem kleinen Handtuch, aber in ihm drin hatte es ganz anders ausgesehen. Er hatte sich richtig zusammen nehmen müssen um nicht gleich wie ein Tier über sie herzufallen und sie mit Haut und Haaren zu lieben. Und je mehr das kalte Wasser ihm Linderung verschaffte, desto mehr verflogen auch seine Wut und sein Ärger. Er atmete noch einmal tief durch, dann drehte er das Wasser zu, trocknete sich ab und band sich das Handtuch um die Hüften.
Er würde das mit Hasenzahn jetzt wieder in Ordnung bringen, er hatte sie schließlich nicht hier her gebracht um mit ihr zu streiten.
Vorsichtig betrat Marc das Schlafzimmer und sah sich um, doch zu seinem Erstaunen musste er feststellen, dass Gretchen nicht mehr hier war. Verdutzt drehte Marc sich um und ging die Treppe hinunter zum Wohnzimmer während er nach ihr rief.
„Hasenzahn? Haaaasenzaaaahn!“
Als Marc immer noch keine Antwort erhielt, spürte er so etwas wie Panik in ihm aufsteigen. Sie hatte sich doch nicht etwa aus dem Staub gemacht? Womöglich auch noch mit seinem Auto? „Hoffentlich hat sie sich vorher etwas übergezogen, sonst kann sie was erleben!“ dachte der junge Mann mürrisch und sah zur Sicherheit noch einmal in der Küche nach, doch da war sie auch nicht.
Marc dachte an sein Handy, dass im Wohnzimmer auf dem Couchtisch lag. Vielleicht hatte sie ihm eine sms geschrieben und wenn nicht, dann würde er sie wenigstens anrufen können. Er hatte ihre Nummer schon im Telefonbuch seines Telefons ausgewählt als er wie automatisch noch einmal aufblickte und seinen Blick durch den Garten streifen ließ.
Da saß sie. Am Rand des Pools mit den Beinen im Wasser. Schmunzelnd legte Marc sein Handy wieder weg und trat auf die Terrasse. Einen Moment blieb er dort stehen und beobachtete Gretchen, als er jedoch ein leises Wimmern vernahm, das eindeutig aus ihrer Richtung kam, trat er leise nach vorne und setzte sich wortlos neben sie. Ein Blick nach rechts bestätigte seine Vermutung, sie weinte mal wieder. Und auch wenn sie jetzt aufgehört hatte zu schluchzen, so liefen immer noch stille Tränen über ihre Wangen. Und Marc hasste sich dafür, weil er wusste dass sie nur wegen ihm traurig war, nur wegen ihm weinte.
Unbeholfen räusperte er sich und legte schließlich seinen rechten Arm um sie. Als sie immer noch nicht auf ihn reagierte, drückte er sie näher an sich und hauchte ihr einen Kuss auf ihre Haare.
„Hasenzahn bitte, hör auf zu weinen.“ raunte er und gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Ich bin so ein Idiot.“ flüsterte er heiser weiter und sein warmer Atem an ihrem Ohr bescherte Gretchen eine Gänsehaut.
Gretchen atmete einmal tief ein und wischte sich mit dem Handrücken die Tränen aus dem Gesicht ehe sie Marc ansah. Zufrieden nahm er ihr Gesicht zwischen seine Hände und sah sie ebenfalls an während er mit seinem Daumen eine weitere Träne wegwischte die sich noch nach draußen verirrt hatte. Mit jedem Millimeter den seine Lippen den ihren näher kamen, begann Gretchens Herz schneller in ihrer Brust zu schlagen und auch Marc Meier verspürte so ein angenehmes Kribbeln in der Magengegend. Als seine Lippen sich endlich sanft auf ihre legten, schloss Gretchen die Augen und genoss die zärtliche Berührung des Mannes den sie so sehr liebte. Langsam glitten seine Hände an ihren Seiten herunter und blieben an ihrer Hüfte kleben. Marcs Hände vergruben sich dabei tief in dem weichen Handtuchstoff und voller Liebe drückte er sein Mädchen an sich.

schleumel Offline

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30.06.2011 17:59
#163 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

halloooo
ich wollte mich nur mal melden, nicht dass ihr denkt ich hätte euch vergessen... aber mein internet funktioniert im moment nicht(bin grade bei einer freundin die mich gott sei dank an ihren pc lässt) und mit dem handy ist das ganze doch ein bisschen mühsam... zumindest das schreiben und kommentierenich hoffe, dass die telekom das bis nächste woche irgendwann hibekommen hat
tut mir schrecklich leid dass ich deswegen auch keine kommentare zu euren stories schreiben kann, aber das wird nachgeholt, sobald bei mir zu hause ein kompetenter telekom-mitarbeiter aufgetaucht ist, und alles repariert hat...
ganz liebe grüße und drückt mir die daumen dass es nicht mehr allzu lange dauert

schleumel Offline

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06.07.2011 15:14
#164 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hallo ihr lieben
ihr werdet es nicht glauben, aber gestern mittag war tatsächlich so ein netter telekom-mitarbeiter bei mir und jetzt funktioniert mein internet wieder
ich hab jetzt auch gleich den nächsten teil für ist allerdings nichts für die küken unter euch
ich wünsche viel spaß damit und hoffe auf eure kommentare
allerliebste grüße


Langsam ließ Marc sich in den Pool gleiten, der an dieser Stelle nur hüfttief war, und stellte sich direkt vor Gretchen. Sanft umfasste er ihr Gesicht und wischte mit seinem Daumen eine weitere Träne weg während er sie eindringlich ansah.
„Wieder gut?“ fragte er schließlich leise und atmete erleichtert auf, als Gretchen ihn nickend anlächelte. Zwar war sie noch ein wenig verhalten, aber immerhin lächelte sie. Langsam glitten Marcs Hände an Gretchen herab, bis sie ihre Hüften erreicht hatten. Dort umfasste er sie schließlich, hob sie ein Stück an und zog sie schließlich zu sich herunter in den Pool. Gretchen quiekte zwar kurz auf als ihr Körper tiefer in das kühle Wasser eintauchte, doch sie hatte sich angesichts des Blickes den Marc ihr nun zuwarf schnell wieder beruhigt, denn dieser Blick konnte nur eines bedeuten. Und so sauer sie eben noch auf diesen Idioten gewesen war, so sehr wollte sie ihn jetzt und sie konnte ihm ansehen, dass es ihm genau so ging. Fast automatisch schloss Gretchen ihre Augen, als seine heißen Lippen auf ihre trafen und sie spürte, wie er sie mit seinem ganzen Körper an die Außenwand des Pools drückte. Gretchens Herz begann zu rasen, als seine Hand nach dem kleinen Handtuch griff, welches sie ja immer noch umgewickelt hatte, und es ihr geschickt vom Körper riss. Gretchens Körper kribbelte bis in die Spitzen und sie bekam augenblicklich eine Gänsehaut. Marc trat einen Schritt zurück und sah sich diese wundervolle Frau für einen Moment genauer an. Dieser überaus weibliche Körper, die goldenen Locken, ihre wunderschönen Brüste, all das brachte ihn schier um den Verstand. Und genau dieser hatte sich schon längst verabschiedet und der Streit und vor allem der Schmerz in seinem Steißbein waren längst vergessen. Viel mehr quälten ihn nun die Schmerzen in seinen Lenden, und er wusste, dass nur Gretchen dafür ein Heilmittel besaß, und gleichzeitig war sie es aber auch, die diese Schmerzen verursachte.
Marc trat einen Schritt nach vorne und gierig schlossen sich seine Hände um Gretchens Brüste, massierten sie sanft und strichen sanft über die empfindliche Haut. Gretchen entfuhr ein leises Seufzen und noch bevor sie sich versehen hatte, wurde ihr Mund erneut von Marcs Lippen verschlossen. Dieses Mal war sein Kuss forscher. Fordernder. Seine Zunge bat flehend um Einlass und Gretchen gewährte ihn ihr. Während ihre Zungen miteinander tanzten, strich Gretchen ihrem Freund mit ihren Händen über den Rücken wobei sie ihre Fingernägel ein wenig in seine Haut drückte, so dass rote Striemen auf seinem Rücken zurück blieben, ein bisschen Strafe für sein Verhalten musste nun mal sein. Doch der erregte Oberarzt genoss den süßen Schmerz so sehr, dass es seine Lust nur ins unermessliche steigerte. Mit einem Ruck hatte er sich ebenfalls seines Handtuches entledigt und seine Arme so fest um Gretchen geschlossen, dass sie deutlich spüren konnte wie sehr er sie wollte.
Marcs Lippen wanderten schließlich ihren Hals hinunter zu ihrem Dekolleté und weiter hinab zu ihren vollen Brüsten die er mit heißen Küssen benetzte ehe seine Lippen sich um ihre harten Brustwarzen schlossen und Gretchen erneut aufstöhnte.
Marc war natürlich nicht entgangen, dass Gretchen eine kleine Spur auf seinem Rücken hinterlassen hatte und er hatte sie ja ohnehin noch dafür bestrafen wollen, dass sie ihn überhaupt auf diesen Reiterhof geschleppt hatte. Grinsend legten sich seine Lippen um eine ihrer Brustwarzen und er biss sanft zu. Zufrieden stellte er fest, dass Gretchens Körper sich ihm entgegen bäumte und sie den Kopf in den Nacken gelegt hatte.
„Maaaarc…“ hörte er sie leise hauchen als er ihre Hände nahm und sie hinter ihrem Rücken zusammen führte und festhielt.
„Shhhhhh… Vertrau mir und schließ die Augen“ antwortete er sanft und schob ihre Beine auseinander um sich nun dazwischen zu stellen. Mit der einen freien Hand fuhr er zwischen ihre Beine, immer darauf bedacht, dass sie die Augen nicht öffnete und ihre Arme da behielt wo sie waren. Schließlich küsste er sie erneut, legte all seine Männlichkeit in diesen Kuss, all seine Dominanz und er konnte spüren wie sehr es sie reizte sich ihm ganz hin zu geben. Mit der freien Hand streichelte er immer noch Gretchens intimste Stelle und er konnte fühlen, dass Gretchen kurz davor war zu explodieren. Seufzend drückte sie ihre Hüfte fester gegen seine Hand doch kurz vor dem entscheidenden Moment entzog er ihr seine Hand und noch ehe sie protestieren konnte, hatte er ihre Lippen erneut mit einem lodernden Kuss verschlossen.
„Dreh dich um.“ Raunte Marc ihr schließlich heiser zu und Gretchen zögerte nicht eine Sekunde, denn sie vertraute ihm voll und ganz.
Marc stand dicht hinter ihr, eine Hand an ihrer Hüfte, die andere auf ihrem Rücken. Mit der Hand auf ihrem Rücken drückte er jetzt ihren Oberkörper ein Stückchen nach vorne und nur einen Augenblick später konnte sie ihn in sich spüren. Beiden entwich ein lautes Stöhnen als Marcs Hüfte zum ersten Mal nach vorne schnellte. Bisher hatte sich Gretchen noch nie so komplett einem Mann hingegeben, umso erregter war sie jetzt weil es ausgerechnet Marc war, mit dem sie diese Erfahrung machte. Sie spürte wie Marcs Hand von ihrer Hüfte nach vorne zu ihrem Bauch wanderte, die andere ließ er vorne zwischen ihre Beine gleiten und beugte sich schließlich so weit nach vorne, dass er ihren Nacken und ihren Hals an der Seite küssen konnte.
Bei jedem Stoß plätscherte das Wasser um die beiden herum und umspülte ihre erhitzten Körper. Und schon nach kurzer Zeit spürte sie, wie ein gewaltiger Vulkan in ihrem Körper kurz davor war sich zu entladen.
„Marc, ich…“ doch mehr musste sie nicht sagen.
„Ich auch.“ raunte Marc ihr nur mit heißem Atem ins Ohr und kurz darauf schrie Gretchen laut auf und auch Marc entwich ein heiseres Stöhnen. All die Spannung die sie in den letzten Momenten gespürt hatten, entlud sich nun mit einem Mal und versetzte die beiden für ein paar Sekunden in eine andere Welt. Gleich darauf entspannten sich ihre Körper wieder und Marc hauchte Gretchen noch einen Kuss auf ihr Schulterblatt ehe er einen Schritt zurück trat und Gretchen sich wieder umdrehte und ihn glücklich anstrahlte.
Erneut küssten die beiden sich, dieses Mal aber weniger verlangend, dafür umso zärtlicher und nachdem sie nach einer kleinen Ewigkeit voneinander abließen, gingen sie zufrieden ins Haus zurück um sich etwas überzuziehen.

schleumel Offline

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07.07.2011 16:01
#165 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hallo
so hier geht es auch schon weiter mit dem nächsten teil :) es freut mich, dass euch der letzte teil gefallen hat... wenn das wetter nicht mitspielt müssen wir uns eben selbst ein bisschen hitze verschafften, was?
und nach der überdosis martchen geht es jetzt erst einmal an einer anderen stelle weiter... ich hoffe der teil gefällt euch trotzdem
nochmal liebe grüße an lorelei, die heute geburtstag hat liebes, ich würde dir den teil wirklich gerne widmen an deinem tag, aber ich finde er passt ganz und gar nicht zu einem geburtstag an dem man ja gut drauf ist und feiert... deswegen sende ich dir einfach lieber noch mal schöne grüße und drück dich ganz doll
so jetzt aber genug gefaselt... viel spaß


Elke Fisher saß mittlerweile zu Hause auf ihrem weißen Ledersofa und öffnete gerade die zweite Flasche Wein. Sie wusste selbst nicht so genau, warum die ganze Sache sie so fertig gemacht hatte. Es war ja nicht so gewesen als hätte sie Franz Haase für die Liebe ihres Lebens gehalten. Natürlich hatte sie gerne Zeit mit ihm verbracht und dabei war es ihr auch nicht immer ausschließlich um Sex gegangen. Aber sie konnte sich ihre heftige Reaktion auf das eben Geschehene nur so halbwegs erklären. Sie vermutete, dass es sie einfach zu sehr an ihren verkommenen Ex-Mann erinnert hatte, dass Franz Haase mit ihr Schluss gemacht hatte. Das hatte bis jetzt nämlich noch keiner ihrer Männer gewagt und meistens hatte sie Mühe gehabt, die Männer nachher wieder los zu werden. So wie diesen dreißigjährigen Kunststudenten mit dem sie sich vor Franz ab und zu getroffen hatte.
Ihr Ex-Mann. Bei dem Gedanken an Marcs Vater zogen sich ihre Eingeweide wie von allein zusammen und fast automatisch fuhr sie sich mit dem linken Zeigefinger über die lange schmale Narbe auf ihrer rechten Handinnenfläche. Für einen Moment schloss Elke Fisher die Augen. Sie konnte sich an die ganze Situation noch so gut erinnern als wäre es gestern gewesen.
Marc war mit einem großen Loch in der nagelneuen Jeanshose vom Fußballspielen zurück gekommen, er war damals gerade einmal 11 Jahre alt gewesen, und Olivier war völlig ausgerastet als er seinen Sohn gesehen hatte. Er hatte ihm schließlich eine ordentliche Tracht Prügel erteilt damit er beim nächsten Mal besser auf seine neuen Sachen aufpasste. Elke hatte dazwischen gehen wollen und ihren Mann an der Schulter gepackt, woraufhin er sich wütend umgedreht hatte und sie von sich gestoßen hatte, so dass sie zunächst gegen den Küchentisch gefallen war und dort das Geschirr mit zu Boden gerissen hatte. Mit ihrer Hand war sie anschließend in einer großen Scherbe gelandet und das ganze hatte ziemlich fies geblutet. Als Olivier sich schließlich beruhigt hatte, hatte sie sich Marc geschnappt und war mit ihm ins Krankenhaus gefahren.
Elke schüttelte die schrecklichen Gedanken ab und nahm erneut einen großen Schluck Wein. Sie dachte noch einmal darüber nach, wie alles zu Ende gegangen war. Ihr Ex-Mann hatte sich in eine andere Frau verliebt, hatte sie verlassen, war ausgezogen und hatte sich von ihr scheiden lassen. Das war natürlich das Beste gewesen was ihr hätte passieren können, auch wenn sie damals doch sehr unglücklich gewesen war über die Trennung. Sie hatte ihren Ex-Mann nach seinem Auszug auch nie wieder gesehen. Zwar hatten sie ab und an telefoniert und Elke schickte ihm einmal im Jahr einen Brief um ihm mitzuteilen wie es seinem Sohn ging und wie er sich entwickelte, immerhin zahlte Olivier Alimente, aber mehr Kontakt hatten sie nicht mehr gehabt.
Seufzend schloss Elke Fisher die Augen. Wenn sie jemals wieder glücklich sein wollte, dann musste sie es irgendwie schaffen dieses dunkle Kapitel ihres Lebens hinter sich zu lassen. Deshalb beschloss sie, dass es an der Zeit für einen weiteren Brief war. Müde griff sie nach einem Stift und einem Blatt Papier und begann zu schreiben.

Olivier!
Es ist jetzt fast ein Jahr her, seit ich dir das letzte Mal geschrieben habe. Zur Abwechslung geht es in diesem Brief aber einmal nicht um Marc, sondern um mich. Ich erwarte nicht, dass du mich verstehst, ich verlange nicht einmal eine Antwort von dir, aber ich habe diese dunklen Erinnerungen und Gefühle jetzt lange genug mit mir herumgetragen und es ist allmählich an der Zeit, dass ich dir sage was ich damals gefühlt habe.
Du bist ein Monster! Ich kann und will es nicht anders sagen. Wer einen kleinen Jungen und eine wehrlose Frau grundlos prügelt, der hat nichts anderes verdient. Ich weiß bis heute nicht, was dich dazu getrieben hat uns beide so zu demütigen und ich hoffe inständig, dass du bei deiner neuen Frau nicht dieselben Fehler machst.
Ich wünschte ich könnte dir sagen, dass du mir egal bist, dass ich dich längst vergessen habe, aber so ist es leider nicht. Alles was ich mit Sicherheit sagen kann ist, dass ich dich hasse. Mit jeder Faser meines Körpers hasse ich dich. Und ich bereue so sehr damals auf dich herein gefallen zu sein. Das einzig Gute an unserer Verbindung ist Marc. Für ihn bin ich sehr dankbar, auch wenn ich ihm das nie gesagt habe, aber wir reden nicht oft über Gefühle. Die Fähigkeit dazu hast du uns genommen.
Das hier wird übrigens der letzte Brief sein den ich dir schreibe, danach wird es keinen mehr geben. Ich wünsche dass du Marc und mich in Ruhe lässt. Es hat dich die letzten zwanzig Jahre nicht interessiert was wir machen, und es braucht dich jetzt auch nicht mehr zu interessieren. Marc ist inzwischen erwachsen und führt sein eigenes Leben, dafür braucht er dich nicht, und ich brauche dich auch nicht. Weder in meinen Gedanken noch per Telefon oder Brief. Vielleicht hast du zumindest so viel Anstand das zu respektieren.
Was du uns angetan hast, kann ich dir einfach nicht verzeihen, aber ich will zumindest nicht ständig daran erinnert werden wenn du zum Beispiel hier anrufst oder mir zurück schreibst. Ab sofort wird es in meinem Leben keinen Olivier Meier mehr geben.
Elke.

schleumel Offline

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15.07.2011 10:10
#166 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

huhu!
ich hoffe ihr seid mir nicht böse, dass es mit dem nächsten teil wieder so lange gedauert hat, aber ich hab im moment klausurenphase und bin einfach nicht wirklich zu irgendwas anderem außer lernen gekommen
und gleich zur vorwarnung, der nächste teil kommt sicher auch nicht vor mittwoche weil ich jetzt für ein paar tage in berlin bin...
ich hoffe ihr könnt im moment darüber hinwegsehen und bleibt mir trotzdem treu.. wenn der ganze stress vorbei ist, gibts auch wieder mehr und dann mach ich auch wieder ausführliche kommentare zu euren storys
liebe grüße und viel spaß mit dem neuen teil :)



Am Stadtrand von München war ein Mann mittleren Alters grade mit seiner Morgenzeitung beschäftigt. Während er ab und zu an seinem dampfenden Kaffee nippte, überflog er schnell die Zeilen der Artikel die ihn interessierten.
Wenige Augenblicke später betrat eine wunderschöne blonde Frau im Nachthemd die Küche. Sie war mindestens zehn Jahre jünger als er. „Morgen“ nuschelte sie noch sehr verschlafen und ließ sich zu ihrem Mann an den Tisch nieder. Als erstes überprüfte sie die tägliche Post die ihr Mann bereits zusammen mit der Zeitung herein geholt hatte. Nur wenig später entdeckte sie einen seltsamen Umschlag, der sich durch das feine Papier des Umschlags und der geschwungenen Handschrift auf der Vorderseite deutlich von den üblichen Rechnungen und Werbebriefen abhob.
„Deine Ex-Frau hat dir wieder geschrieben.“ sagte die blonde Frau schließlich vorsichtig, wohl wissend, welchen Gemütszustand dieses Thema bei ihrem Mann auslösen konnte. In Gedanken strich sie sich dabei über die kleine Narbe auf ihrem Oberschenkel die er ihr zugefügt hatte als der letzte Brief von Elke gekommen war. Er war außer sich gewesen, dass sich ihr alljährlicher Brief so verspätet hatte und als seine Frau ihn darauf hinweisen wollte, dass Elke eine vielbeschäftigte Autorin war und sicher nur etwas anderes zu tun gehabt hatte, hatte er sie gegen das Glasregal im Badezimmer geschubst und sie hatte sich eine fiese Schnittverletzung am Oberschenkel zugezogen, die mit fünf Stichen hatte genäht werden müssen.
Aber was sollte sie schon machen? Sie konnte ihn nicht verlassen, sie liebte ihn einfach zu sehr, hatte sich für ihn zu weit aufgegeben um jetzt noch einen Rückzieher machen zu können. Und noch dazu war die Situation jetzt anders als jemals zuvor… Jetzt konnte sie sich erst Recht nicht von ihm trennen.
Nicole wurde erst aus ihren Gedanken gerissen als Olivier ihr den Brief aus der Hand riss und vom Tisch aufstand.
„Ich bin in meinem Arbeitszimmer.“ sagte er kurz angebunden und verschwand aus der Küche.
Oben angekommen ließ Olivier sich in seinen schweren schwarzen Chefsessel fallen und atmete einmal tief ein bevor er das Seidenpapier des Umschlags zerriss und den eigentlichen Brief hervor holte.
Wie in Trance las er die Worte die Elke ihm geschrieben hatte. Sie wollte ihn also vergessen? Ihn aus ihrem Leben streichen? Er sollte Marc in Ruhe lassen?
Augenblicklich sammelte sich Wut im Bauch des attraktiven Mittfünfzigers und er ballte die Faust zusammen und starrte weiter verärgert auf diesen Brief. Wie konnte sie es wagen ihn einfach so aus ihrem Leben zu streichen? Und vor allem auch noch aus Marcs Leben? Hatte er dabei nicht als Vater auch ein Wörtchen mitzureden? Natürlich, Marc war kein Kind mehr, aber es war doch nicht zu viel verlangt wenn ein Vater wusste, was im Leben seines Sohnes passierte?
Er konnte sich noch gut an den Tag erinnern als er das Angebot bekommen hatte in München eine Abzweigabteilung von General Motors zu leiten. Als er Elke davon erzählt hatte, hatte sie sich allerdings geweigert mit ihm zu gehen. Sie wolle Marc nicht aus seiner gewohnten Umgebung reißen und die Literaturszene sei in Berlin besser als in München. Natürlich hatte er versucht ihr auf seine Weise klar zu machen, dass sie gefälligst das zu tun hatte, was er von ihr verlangte, aber sie hatte sich strikt geweigert also hatte er ihr schließlich auch von seiner Affäre mit Nicole erzählt, und dass er nun mit Nicole nach München gehen würde, sie habe es schließlich nicht anders gewollt.
Er wusste noch genau wie damals für Elke eine Welt zusammen gebrochen war als er gegangen war und er wusste auch noch genau wie Marc, dieser Schwächling geheult hatte wie ein Baby. Umso mehr erstaunte es ihn, dass jetzt so ein Brief von Elke kam.
Seufzend griff er nach dem Telefonhörer und wählte ihre Nummer. Er ließ das Telefon einige Male klingeln und als niemand abnahm probierte er es auch auf ihrem Handy, aber er konnte sie einfach nicht erreichen. Als er nach zwei Stunden immer noch niemanden erreicht hatte, fasste Olivier Meier einen Entschluss. Hastig packte er seine Sachen zusammen und huschte anschließend mit einem Koffer in der Hand an seiner Frau vorbei.
„Ich muss nach Berlin.“

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

21.07.2011 14:34
#167 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

so hier gehts dann auch endlich mal weiter... tut mir wirklich leid, dass ihr im moment so lange auf die neuen teile warten müsst, aber ich hab ziemlich viel zu tun zur zeit und ziehe ende des monats auch noch um... alles ein bisschen stressig. ich hoffe ihr bleibt mir weiterhin treu :)
lg



Gretchen hatte sich die Papiere in ihrer Tasche noch einmal genau durchgelesen und saß jetzt mit eben diesen in der Hand bedrückt auf dem Bett im Schlafzimmer und dachte angespannt nach. Wie sollte sie Marc nur davon erzählen wo sie doch genau wusste wie empfindlich er auf dieses Thema reagierte?
Als sie im Flur ein Geräusch hörte, lies sie die Papiere schnell in ihre Tasche gleiten, hatte allerdings keine Zeit mehr, ihr Tasche zu verschließen denn Marc stand bereits mit einem fragenden Blick in der Tür und sah sie skeptisch an.
„Ist irgendwas mit dir? Du sitzt doch jetzt mindestens schon seit einer halben Stunde alleine hier oben rum und gibst keinen Ton von dir.“
Energisch schüttelte Gretchen mit dem Kopf und zwang sich zu einem Lächeln. Sie musste um jeden Preis verhindern, dass Marc die Umschläge jetzt entdeckte.
„Ich hab mich nur ein bisschen ausgeruht, es ist nichts…“
Marc zögerte einen Moment, gab aber anschließend nach und zuckte mit den Schultern.
„Ok, ich werde mir unten nen Kaffee machen, möchtest du vielleicht auch einen?“
Gretchen nickte.
„Ja, gerne. Ich will mich nur kurz bei meinen Eltern melden und ihnen sagen dass es mir gut geht. Du kennst ja meine Mutter, die macht sich sicher schon schreckliche Sorgen weil ich mich zwei Tage lang nicht gemeldet habe.“
„Gut, ich bin dann schon mal unten. Aber mach nicht zu lange.“ Zwinkernd gab Marc seinem Mädchen noch einen Kuss, dann drehte er sich um und verließ das Schlafzimmer. Gretchen atmete erleichtert aus. Das war ganz schön knapp gewesen. Ihr Herz pochte immer noch sehr schnell und sie brauchte einen Moment um sich wieder zu beruhigen. Anschließend griff Gretchen nach ihrem Handy und wählte tatsächlich die Nummer ihrer Eltern. Gott sei Dank erreichte Gretchen aber niemandem, weswegen sie eine kurze Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterließ und anschließend wieder auflegte.
In ihrem Magen machte sich ein flaues Gefühl bemerkbar als sie darüber nachdachte was sie als nächstes zu tun gedachte. Aber es ging nicht anders, sie musste einfach wissen was es mit den Briefen auf sich hatte und da Marc davon ganz sicher nichts wusste, gab es nur einen Menschen auf dieser Welt der ihr darüber Auskunft geben konnte.
Gretchen atmete noch einmal tief ein und aus ehe sie die grüne Taste auf ihrem Handy betätigte und die Nummer von Elke Fisher wählte. Es klingelte ein paar Mal bis Gretchen am anderen Ende der Leitung die unverkennbare Stimme von Elke Fisher hören konnte.
„Fisher?“
„Frau Fisher? Hier ist Gretchen Haase. Ich muss unbedingt mit ihnen über etwas sprechen, es ist wirklich wichtig.“
Die Autorin schien zu ahnen, dass es Gretchen Haase ernst war und dass es um etwas Wichtiges zu gehen schien. Deswegen kam sie auch gleich zur Sache.
„Wenn es ihnen Recht ist können wir uns treffen. Wie wäre es heute Abend?“
Gretchen überlegte einen Moment, aber unbemerkt aus diesem Haus zu verschwinden ohne dass Marc etwas bemerkte war schier unmöglich.
„Ich fürchte das geht nicht Frau Fisher. Ich kann hier nicht weg ohne dass Marc Fragen stellt. Am besten wäre es wohl, wenn wir die Sache sofort klären würden.“
„Gut, wenn es denn sein muss, schießen sie los.“ Hörte Gretchen die rauchige Stimme von Marcs Mutter sagen und räusperte sich noch einmal ehe sie Elke von dem erzählte, was sie im Küchenschrank entdeckt hatte. Sie entschuldigte sich mehrmals dafür, dass sie die Papiere einfach gelesen hatte, aber ihre Neugierde war einfach zu groß gewesen. Bestimmt drei Mal hatte sich Elke Fisher versichern müssen, dass Marc davon nichts mitbekommen hatte und dass er von der ganzen Sache nichts wusste. Aber Elke sah auch ein, dass es Zeit war ihrem Sohn die Wahrheit zu sagen. Er war schließlich jetzt ein erwachsener Mann und würde mit allem mit Sicherheit besser zurecht kommen als damals. Außerdem hatte er jetzt Gretchen. Elke und Gretchen beschlossen sich zu treffen, sobald Gretchen und Marc ihren kleinen Kurzurlaub beendet hatten, und dann sollte er die Wahrheit erfahren.
Mit gemischten Gefühlen legte Gretchen nach einer viertel Stunde auf. Hatte sie wirklich das Richtige getan? Marc würde auf jeden Fall verletzt sein, soviel stand fest, aber war es nicht besser er erfuhr es von ihr und seiner Mutter als wenn er die Briefe irgendwann einmal selbst entdecken würde? Hoffentlich hatte sie das Richtige getan.

schleumel Offline

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08.08.2011 00:01
#168 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

so!
hier gehts auch endlich weiter. habs schon auf meiner kommiseite geschrieben, ich hoffe wirklich, dass ich in nächster zeit öfters zum schreiben und posten komme... jetzt wünsch ich euch aber erst mal viel spaß mit dem neuen teil... ich würde mich wirklich sehr über kommentare freuen



Wie gelähmt ließ Gretchen ihr Handy in ihre Tasche gleiten und ihr leerer Blick war nachdenklich auf die Schlafzimmertür gerichtet. Elke Fisher hatte ja eigentlich nichts Schlimmes getan, und doch wusste Gretchen wie verletzt Marc sein würde wenn er von allem erfuhr. Sie wusste ja, wie sensibel er auf dieses Thema reagierte und dass er nicht gerne darüber sprach. Wenn er über alles Bescheid wusste, würde er sicher erst einmal stink sauer sein.
„Hasenzahn, kommst du endlich?!“ hörte sie Marc schließlich von unten rufen und rappelte sich wieder auf.
„Ja, ich komme!“ rief sie noch und erhob sich hektisch vom Bett. Mit einem flauen Gefühl im Magen stieg sie die Treppe hinunter und hoffte inständig, dass Marc nichts von ihrem Telefonat mitbekommen hatte. Bei der Hellhörigkeit dieses Hauses konnte man nie wissen.
Ein Blick in sein Gesicht verriet ihr aber, dass er wohl nichts gehört hatte, denn er lächelte sie sanft an und legte seinen Arm um sie, als sie sich neben ihn aufs Sofa setzte und nach ihrer Kaffeetasse griff.
„Und? Was sagen deine Eltern?“
Für einen Moment war Gretchen sichtlich verwirrt.
„Hm?“
„Deine Eltern? Du weißt schon, die Leute die einen auf die Welt bringen? Bei denen man aufwächst und die einem ständig sagen dass man aufräumen soll? Du hast doch grade mit ihnen telefoniert.“
Verlegen strich Gretchen sich ein paar verirrte Strähnen hinter die Ohren und räusperte sich nervös.
„Ach meine Eltern! Ja, denen geht’s gut. Gibt nichts Neues zu Hause.“
Marc nickte nur und widmete sich anschließend wieder seinem Kaffee.
„Vielleicht sollte ich meine Mutter auch mal wieder anrufen. So einmal im Monat sollte ich mich ja schon melden.“ murmelte Marc mehr zu sich selber während er in den Kaffee bließ.
Gretchens Herzschlag verschnellerte sich mit einem Mal auf das doppelte Tempo und nervös stellte sie ihren Kaffeebecher wieder auf dem Tisch ab und sah Marc an.
„Aber das hat doch sicher auch noch Zeit bis wir wieder zu Hause sind. Ich meine die zwei Tage machen den Braten ja auch nicht fett und wir wollten die Zeit doch für uns nutzen.“
Gretchen versuchte ihre Worte mit einem Lächeln zu untermalen, was ihr allerdings nicht so wirklich gelingen wollte weswegen Marc sie nur skeptisch ansah.
„Ähh.. Du hast doch grade auch mit deinen Eltern geredet und…“ Noch bevor Marc weiter reden konnte fuhr Gretchen ihm ins Wort.
„Ja, aber das ist auch etwas ganz anderes! Ich meine, das Verhältnis zwischen mir und meinen Eltern ist ja doch ein anderes als das zwischen dir und deiner Mutter.“
Ein Blick in Marcs Gesicht verriet Gretchen, dass er ihr immer noch nicht so recht zu glauben schien was sie da vor sich hin faselte, also musste sie wohl andere Geschütze auffahren um ihn von diesem wirklich dummen Gedanken abzubringen.
Sanft nahm sie ihm seinen Kaffeebecher aus der Hand, stellte ihn ebenfalls auf dem Tisch ab und legte ihre Hand auf seine Brust.
„Weißt du, ich dachte wir beide machen es uns heute Abend hier bequem ohne an irgendetwas anderes zu denken. Nur du und ich.“ säuselte Gretchen leise und ließ ihre Hand hinab an seine Seite gleiten.
Marc war durch den plötzlichen Stimmungswandel seiner Freundin zwar sichtlich verwirrt, ließ sich ihre Zärtlichkeiten aber nur allzu gerne gefallen und schloss nach ein paar Sekunden die Augen. Gretchen wähnte sich schon in Sicherheit, schließlich vergaß Marc immer alles andere, wenn es um das eine ging. Doch plötzlich hörte Gretchen ihr Handy oben klingeln.
Sie versuchte den nervigen Klingelton zu ignorieren und widmete sich weiterhin ihren Streicheleinheiten für Marc, doch der schlug mit einem Mal die Augen auf, weil es ihn wunderte, dass Gretchen nicht an ihr Handy gehen wollte. Sie nahm sonst schließlich auch immer jeden Anruf entgegen.
„Willst du gar nicht rangehen?“
Gretchen winkte nur hektisch ab.
„Ach, das Handy liegt immer noch oben und ich hab jetzt wirklich keine Lust…“
„Na dann hol ich es dir eben schnell. Sonst fragst du dich gleich die ganze Zeit ob es wichtig gewesen wäre und dann konzentrierst du dich nicht richtig auf meinen Prachtkörper.“
Und schon war Marc mit einem Zwinkern aufgesprungen und eilte die Stufen hinauf, noch ehe Gretchen ihn aufhalten konnte.
Einen Moment lang dachte sie nach, dann sprang sie ebenfalls auf und hechtete so schnell sie konnte die Treppe hinauf. Sie musste schließlich befürchten, dass Marc die Briefe finden würde wenn er ihr Handy aus der Tasche holte.
Doch zu spät.
Als Gretchen im Schlafzimmer angekommen war, hatte das Klingeln ihres Handys bereits aufgehört. Stattdessen hielt Marc ihr die Briefe entgegen und sah sie wütend an.
„Kannst du mir verraten was das hier soll?!“

schleumel Offline

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08.08.2011 21:36
#169 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

ihr lieben!
ich danke euch für die kommentare und freue mich, dass ihr noch dabei seid :)
die meisten von euch haben es sicher schon erwartet, heute gibt es ein gewaltiges donnerwetter.
trotz des unrosigen inhalts würde ich mich natürlich trotzdem über zahlreiche kommentare freuen
liebe grüße und viel spaß beim lesen



Gretchens Herz machte einen Aussetzer als sie die Briefe in Marcs Hand sah. Mit einem vernichtenden Blick warf Marc ihr die Briefe vor die Füße, dann sah er ihr direkt in die Augen, wütend, enttäuscht und auf eine Erklärung wartend. Gretchen wollte einen Schritt auf ihn zu machen und sie streckte ihren Arm nach ihm aus um ihn ein wenig zu beruhigen doch er wich ihr sofort aus und ließ ihre Berührung gar nicht erst zu.
„Also? Hast du mir vielleicht was dazu zu sagen?!“
Gretchen versuchte verzweifelt die Gedanken in ihrem Kopf zu sortieren. Natürlich hätte sie Marc gleich davon erzählen sollen, aber sie hatte ihnen auch nicht den kleinen Kurzurlaub mit diesem Thema versauen wollen und vor allem hatte sie erst hören wollen, was Marcs Mutter zu den Briefen zu sagen hatte.
„Ich wollte dir ja davon erzählen aber…“ Doch Marc war derart in Rage, dass er Gretchen gar nicht ausreden ließ.
„Aber was? Wolltest du erst einmal in meiner Vergangenheit rumschnüffeln für den Fall, dass ich dir nicht gleich alles erzähle?! Das alles ist ja wohl ganz allein meine Angelegenheit und du musst dich natürlich mal wieder ungefragt einmischen!“
Marcs harter Blick traf Gretchen mitten ins Herz. So wütend, und viel schlimmer so verletzt, hatte sie ihn noch nie gesehen.
„Ich wollte dir doch nur helfen!“ Versuchte Gretchen sich zu erklären. „Ich weiß doch wie ungern du über deine Kindheit und deinen Vater sprichst und ich wollte auch eigentlich erst von deiner Mutter hören, was es mit den Briefen überhaupt auf sich hat. Vielleicht ist ja auch alles halb so wild und-“
Zornig fuhr Marc sich mit der einen Hand durch die Haare während er laut ausatmete und Gretchen immer noch anblitzte.
„Ach wie schön! Mit meiner Mutter hast du also auch schon geredet, na super! Wird ja immer besser. Vielleicht hast du meinen Vater ja auch schon angerufen damit er herkommt und wir beide uns versöhnen können oder was? Ich sag dir eins!“ Schnell hob Marc die Hand und fuhr sich mit dem Finger über die Narbe auf seiner Nase. „Das hier wird mich nie vergessen lassen was ich für ein Schwein zum Vater habe. Und jeden Tag wenn ich in den Spiegel blicke werde ich erneut daran erinnert! Aber was verstehst du schon davon! In deiner Familie ist ja eh alles rosarot!“
Nun wurde es auch Gretchen zu bunt. Hatte es ihr eben noch hauptsächlich leidgetan Marc nicht sofort alles erzählt zu haben, so wurde auch sie nun immer wütender denn Marcs Worte verletzten sie.
„Meine Familie hat mit dem hier doch gar nichts zu tun, also lass sie gefälligst da raus! Ich habe dir nur nichts gesagt, weil ich wusste wie du reagieren würdest! Und wie man sieht, hatte ich ja auch Recht!“
Marc schnaubte verächtlich auf.
„Und was du jetzt getan hast macht die Sache besser oder was? Wie lange weißt du schon von den Briefen, hm?“
„Kurz nachdem wir angekommen sind habe ich sie gefunden.“ Gab Gretchen kleinlaut zu was Marc natürlich noch mehr in Rage brachte.
„Dann verheimlichst du mir das also schon die ganzen zwei Tage die wir hier sind? Und du willst mir was von Vertrauen erzählen und davon, dass man immer die Wahrheit sagen muss?!“
Verärgert stemmte Gretchen die Hände in die Hüften. Es war schließlich nicht ihre Schuld, dass Elke Fisher Marc den Kontakt zu seinem Vater verheimlicht hatte.
„Und selbst wenn ich dir sofort was gesagt hätte, das würde doch auch nichts an der Existenz der Briefe ändern. Es ist schließlich nicht meine Schuld, dass deine Mutter dir das all die Jahre nicht gesagt hat.“
„Wir reden aber jetzt nicht von meiner Mutter. Das ist ein ganz anderes Thema! Ich rede davon, dass du mir etwas derart Wichtiges verheimlichst, und mir die ganzen zwei Tage auch noch Friede Freude Eierkuchen vorspielst bloß weil du mal wieder glaubst die ganze Welt auf einmal verbessern zu müssen. Dein Scheiß Helfersyndrom geht mir wirklich langsam auf die Nerven! Du kannst dich doch nicht ständig überall einmischen! Du hättest mir die Briefe sofort geben sollen und nicht auch noch hinter meinem Rücken mit meiner Mutter darüber reden sollen!“
Marc hatte kaum zu Ende gesprochen, da hatte er einen Entschluss gefasst. Eilig sah er sich im Schlafzimmer um, nahm schließlich ein Kissen aus dem Bett und befreite es von seinem Bezug. Dann sammelte er seine Klamotten vom Boden auf und stopfte sie in den Kissenbezug. Gretchen ahnte was er vor hatte und versuchte noch ihn aufzuhalten. Dem Konflikt jetzt einfach zu entfliehen war schließlich auch keine Lösung.
„Marc bitte.“ Versuchte es Gretchen nun deutlich ruhiger. „Beruhige dich doch bitte erst mal. Ich hab doch nur nichts gesagt, weil ich uns die paar Tage nicht mit diesem leidigen Thema versauen wollte.“
Gretchen spürte wie sich ein Kloß in ihrem Hals bildete und nur wenige Sekunden später liefen ihr die Tränen wir Sturzbäche über die erröteten Wangen. Doch Marc schüttelte ihre Hand ab, mit der sie versucht hatte ihn aufzuhalten und sein Blick war eiskalt als er ihr noch einmal in die Augen sah.
„Na das hast du ja gut hinbekommen.“
Dann drehte Marc sich um ohne noch einmal zurück zu blicken und Gretchen hörte noch, wie er die Haustüre zuknallte.

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