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Dieses Thema hat 253 Antworten
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 Pausierende und abgebrochene Fortsetzungen!
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Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

24.09.2010 14:48
#226 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo zusammen - ein grosses Sorry das es so lange dauert mit den Kapiteln. Es will einfach nicht vorwärts gehen. Ich hoffe ihr nehmts mir nicht krumm


„Sag mal…bist du jetzt komplett durchgedreht.“ Kurz nachdem sie die Toilette hinter sich gelassen hatten, schaute Gretchen Marc perplex an, doch dieser zog nur die Hosen sowie die Augenbrauen hoch. „Wieso?“
„Du…du hast gerade deinen Therapeuten gefeuert!“
„Jetzt mal halb lang Hasenzahn, der war nie mein Therapeut und wird auch nie mein Therapeut werden.“
„Also manchmal denk ich nötig hättest du es ja.“, erwiderte Gretchen und blinzelte ein paar Mal, „du…du kannst doch nicht einfach jemanden feuern nur weil du ihn nicht…-“
„Sag jetzt nicht sympathisch.“
„-nicht nett findest!“
„Gretchen dir sollte klar sein warum ich das getan habe.“, erwiderte Marc, wandte sich um und lief wieder in Richtung Cafeteria.
„Marc hier…geht es nicht um persönliche Gefühle.“, antwortete Gretchen und holte schnell zu ihm auf, währenddessen sie ihren Rock nahe an sich heran drückte, „es geht um das Krankenhaus und-!“
„Gretchen?“ Marc blieb plötzlich stehen, hob eine Hand und die Augenbrauen, worauf er sie klar anschaute, „wir haben noch genügend kompetente Mitarbeit in diesem Haus. In Ordnung? Ganz davon abgesehen habe ich keine Lust mit anzusehen wie Doktor Dreimalblöd dich anglotzt als seist du aus Zuckerwatte!“
Gretchen schaute ihn perplex an, lachte dann ungläubig und schüttelte den Kopf. „Ich glaube es nicht wie eifersüchtig du bist mein Lieber.“
„Ich bin nicht- Gretchen! Bleibst du stehen!“
Doch Gretchen dachte nicht daran, verdrehte die Augen und lief an Marc vorbei, der augenblicklich wieder in die Gänge kam.
Gretchen stiess die Türe zu der Cafeteria auf und es vergingen keine fünf Sekunden, als Hassmann etwas wacklig auf den Beinen vor ihr stand. „Haben Sie vielleicht den Australier gesehen?“
„Was?“, fragte Gretchen, immer noch ein bisschen in Rage, jedoch um einen etwas höflicheren Ton bemüht.
„Ja der wollte mal eben weg und dann wieder kommen, zum tanzen.“
„Stevenson.“, half Gretchen weiter, verzog ihre Lippen dann zu einem künstlichen Lächeln und zeigte nach hinten, „ja der wurde gerade gefeuert, tut mir leid.“
„Gefeuert!“, wiederholte Hassmann perplex und legte dann die Stirn in Falten als sie zu Marc schaute, der nach Gretchens Arm langte, „Ihr Egoismus lässt aber auch keine Konkurrenz zu, was.“
„Er war nie eine Konkurrenz, er wird nie eine sein, Gretchen könntest du bitte-!“
„Also ich geh jetzt mal sicher zu Mehdi und Gabi, auch wenn dir das nicht in den Kram passt.“, unterbrach Gretchen, hob beide Hände und schaute ihn dann mit erhobenen Augenbrauen an, „und wir können gerne wieder miteinander reden wenn du eigentlich bemerkt hast, was du getan hast.“ Sie schenkte ihm einen triftigen Blick, wandte sich dann um und lief zu Mehdi und Gabi, welche etwas abseits in der Nähe des Buffets standen.
Marc liess den Arm sowie die Schultern fallen und atmete gepresst aus.
„Naja.“, meinte Hassmann und schaute schwankend Gretchen nach, „im Moment begnüge ich damit dass sie genauso blöd dastehen wie ich es gerade tue.“
„Was?“, erwiderte Marc genervt und warf ihr einen Blick zu.
„Aber ich sage Ihnen eins, ja.“, fuhr Hassmann fort, hob eine Hand mit einem Champagnerglas und blitzte ihn wütend an, „wenn ich nicht mehr betrunken bin, dann werde ich Sie noch mehr hassen als zuvor.“
„Jetzt hab ich aber Angst.“
Hassmann schnaubte und schob sich an ihm vorbei auf die Tanzfläche. „Scheiss Ärzte. Wenn ich selber keiner wäre, würde ich mich hassen.“
Marc warf ihr einen irritierten sowie genervten Blick zu, schnappte sich eine Bierflasche und lief quer durch die Meute.


„So! Der Nagel wäre draussen und…hinterlässt eine gähnende Leere.“ Marc hob den Hacken vor sich hoch und hob die Augenbrauen, „möchten Sie den vielleicht in die Wand nageln?“
„Nein danke.“, erwiderte Mitzi lächelnd und liess den Finger von Gretchen desinfizieren, „der ist sowieso zu gross.“
„Ja vielleicht passt er eher ins Kinderzimmer.“, meinte Marc, warf den Hacken weg und griff nach Nähzeug, „wenn die Kleinen mal wieder rumrennen und nerven?“
Gretchen blickte langsam hoch und schaute zu, wie Mitzi wieder anfing zu lachen und den Kopf zu schütteln. „Interessante These!“
Marc grinste und rollte wieder näher zu Gretchen um einen besseren Blick auf den Finger zu bekommen.
„Oder dann in die Küche.“, meinte Mitzi und zuckte mit den Schultern.
„Solange Sie die Finger davon lassen.“, erwiderte Marc und lächelte kurz ehe er einmal den Kopf schüttelte.
Gretchen seufzte, hielt inne und schaute zur Seite. „Könnten wir bitte nicht die längste Zeit übers nageln reden?“
„Was kann ich denn dafür dass du wieder verbotene Sachen denkst.“
„Marc!“ Gretchen warf ihm einen eindeutigen Blick zu und schaute wieder auf den Finger, „man könnte glatt meinen du spendest zu viel Zeit in deinem Büro so viel wie du plötzlich redest.“
„Du ich bin sehr kommunikativ was du auch merken würdest, würdest du nicht immer die ganze Zeit reden. Nadel?“
„Was bitte?“
„Nadel? Nähen?“ Marc hob die Augenbrauen und schaute sie fragend an, mit der Nadel zwischen zwei Fingern, „es sei denn ich muss die Nähmaschine holen und du-.“
Gretchen presste die Lippen aufeinander und riss ihm die Nadel aus den Fingern, was er mit einem amüsanten Lächeln quittierte.

Werde mich nicht auf Diskussionen einlassen. Schon gar nicht vor dem Patienten.

„Ihr zwei seid ja richtig süss zusammen.“, grinste Mitzi und schob sich die Brille neu auf den Kopf, „verheiratet?“
„Was?“ Marc und Gretchen schauten beide hoch, warfen daraufhin sich gegenseitig einen Blick zu, räusperten sich und wandten sich wieder der Wunde zu.
„Ach so…verstehe…“ Mitzi nickte wissend und schaute zwischen den Beiden hin und her, „ihr getraut euch nicht.“
Gretchen lächelte peinlich berührt und begann die Wunde zu nähen. „Als trauen irgendwann definitiv aber-.“
„Bitte?“
Gretchen blickte hoch und war von Marcs Blick etwas irritiert.



„Äh…also ich dachte wir…?“
„Du…willst einmal…?“, fragte Marc etwas perplex, worauf Gretchens Wangen rötlicher wurden und es ihr anfing etwas unbequem zu werden. „Äh ich…dachte das wäre eigentlich klar dass wir…also mal irgendwann vielleicht mal…ja.“
„Ah ja.“
„Ja wir…jetzt schau mich nicht so verstört an!“, flüsterte Gretchen und warf einen Blick auf Mitzi die schmunzelnd auf der Trage sass, ehe sie sich wieder an Marc wandte, „also…könnten wir das vielleicht später besprechen, wir haben hier gerade einen Patienten.“
„Ja ich glaube mein Herz hat gerade aufgehört zu schlagen.“
„Marc!“
Gretchen rollte wieder näher an den Finger und zauberte ein Lächeln auf die Lippen. „Entschuldigung bitte.“
„Kein Problem.“, meinte Mitzi, lächelte und blickte zu Marc, der immer noch verstört dasass, sich dann aber doch wieder näher an Gretchen und den Finger wandte.


danke an schleumel & Kate :) XD

Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

27.09.2010 17:05
#227 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

http://www.youtube.com/watch?v=IHWeuQyFouo

„Ah, Meier, sehr gut. Haben Sie einen Moment?“ Franz legte seine Hand auf Marc’s Schulter und schaute ihn aus schmalen Augen an.
„Äh…Herr Professor. Ich…wollte eigentlich gerade zu-!“
„Sehr gut, ein Bier haben Sie ja schon, bitte.“ Franz führte Marc, der perplex in Gretchens Richtung blickte zu einem Tisch am Rande des Tanzfeldes.
Marc stellte das Bier auf den Tisch, entschied sich jedoch dieses in der Hand zu behalten.
Franz stand gegenüber von ihm und bevorzugte es ihn aus schmalen Augen ernst anzusehen, was Marc dazu veranliess sich zu räuspern und den Kragen locker zu ziehen.
„Sie und Gretchen also.“
„Ich…und…“, begann Marc und blickte den Professor für einen Moment irritiert an, bis es ihm schaltete. „Ah. Ich und…ja.“ Marc räusperte sich und liess seinen Blick zu der Menge schweifen.
„Es kann ja gut sein, dass meine Tochter unter einer mentalen Desorientierung leidet, ansonsten kann ich es mir nämlich nicht erklären, was Sie mit Ihnen will!“
„Naja…“, meinte Marc, zuckte halbwegs mit den Schultern und grinste. Als sein Blick jedoch wieder den des Professors kreuzte, räusperte er sich wiederum und das Lächeln erlosch.
„Immerhin geht das mit Ihnen schon seit der Schulzeit.“
„Ja gut also eher mit ihr als mit mir, schliesslich-“
„Jetzt halten Sie die Klappe, Meier!“ Franz hob einen Finger und zeigte auf ihn.
Marc zuckte zusammen und schluckte.
„Ich habe keine Lust mehr, meiner Tochter zuzusehen wie sie heulend nach Hause kommt und nur weil Sie…es wieder nicht auf die Reihe kriegen!“
Marc blinzelte.
„Ich warne Sie Meier.“ Franz lehnte sich ein Stück nach vorne, während Marc’s Blick immer unruhiger wurde, „tun Sie meiner Tochter weh, in egal welcher Hinsicht, dann sind Sie den Chefarztenposten schneller los als das Sie auf Drei zählen können!“ Seine Stimme wurden gegen Ende immer lauter und seine Blutader an der Stirn pochte gefährlich.
„Ich…“, begann Marc und blinzelte wiederum, „ich…habe eigentlich nicht vor Ihre Tochter zu…“ Marc reckte den Kopf, schaute überall hin nur nicht zum Professor und schluckte wiederum, „…verletzen.“
„Das will ich Ihnen geraten haben.“, erwiderte Franz vehement, „ich hoffe Sie sind sich der Konsequenzen dieser Beziehung bewusst!“
„Kon…sequenzen?“
„Heirat.“
Marc blinzelte wiederum.
„Gretchen ist nicht nur irgendjemand und wenn Sie sie gefälligst lieben, dann wissen Sie das! Heirat und Kinder gehören zu Ihren Träumen und Ihrem Leben genauso sehr wie…wie…Schokolade!“ Obwohl Franz mit seiner eigenen Schlussfolgerung nicht zu glücklich war, irritierte ihn das nur für eine Sekunde. „Haben Sie das verstanden?“
Marc brachte ein brüchiges Nicken zustande, schaute dann auf seine Bierflasche und zog sie hilfesuchend zu sich.
„Gut.“ Franz griff nach seinem Glas und blitzte ihn ein letztes Mal an, „auch wenn ich hier nicht mehr lange beschäftigt bin, heisst das nicht, dass ich nichts höre und sehe!“
Marc schaute wieder hoch und nickte wiederum.
Ein letzter Blick von Franz bevor er sich abwandte und wieder in der Menge verschwand.
Marc blickte einen Moment hilflos und unschlüssig auf den Tisch, bis er auf seine Bierflasche blickte und begann diese in einem Sturz zu leeren.


„Da es sich dabei hier nur um einen Notfall handelt, kannst du sie auch gleich wieder entlassen.“ Marc drückte Gretchen das Brett mit den Daten der Patientin in die Hand, worauf Gretchen ungläubig den Mund aufklappte und dann hinter Marc den Gang hinunter schritt.
„Ich bin nicht mehr deine Assistenz mein Lieber, das macht jetzt nämlich jemand anderes für mich.“, erklärte Gretchen mit einem selbstgefälligen Lächeln, worauf Marc eine Verbindungstür aufstiess und ihr einen anerkennenden Blick zuwarf. „Du hast dir einen Sklaven zugetan. Hast also doch etwas von mir gelernt.“
„Keinen Sklaven, nur Mitarbeiter, Marc.“, erwiderte Gretchen und schenkte ihm ein Lächeln, „ich habe ja ein Herz.“
„Und ich nicht oder was! Ich hab immerhin den Hausmeister nicht gefeuert!“
Gretchen seufzte und griff nach seiner Hand. Marc hob die Augenbrauen, schaute erstaunt nach unten und hob dann die Hand, welche Gretchen gepackt hatte, hoch und schaute nun etwas hilflos zu Gretchen. Diese jedoch sichtete bereits schon jemand anderes. „Knechelsdorfer!“
Dieser hatte gerade ein Zimmer verlassen und seufzte genervt auf, ehe er sich umwandte und wenige Schritte vor ihr zum stehen kam. „Was denn?“
„Wären Sie vielleicht so nett und würden Sie die Papiere für Ihre Schwester bereit machen? Sie hat sich einen Nagel durch den Finger gerammt.“, erklärte Gretchen mit einem freundlichen jedoch etwas gespielten Lächeln auf den Lippen.
Knechtelsdorfer seufzte genervt auf und nahm das Brett entgegen. „Dann kann sie also schon wieder verschwinden?“
„Äh…ja. Sagen Sie…kümmert es Sie kein bisschen, wie es Ihrer Schwester geht?“
Marc hindessen schaute immer noch irritiert und mit erhobenen Augenbrauen ruhig auf seine Hand, welche er nun seufzend fallen liess.
„Ja geht es ihr jetzt besser oder nicht?“, fragte Knechtelsdorfer, worauf Gretchen nickte. „Ja der Nagel ist wie gesagt draussen, aber-!“
„Gut.“ Knechtelsdorfer wandte sich um und lief ohne ein weiteres Wort schnurstracks den Gang hinunter.
„Also…“ Gretchen liess ungläubig die Schultern hängen und schüttelte den Kopf, „so viel zu Bruderliebe.“
„Naja.“
Gretchen seufzte, blickte dann zu Marc und strich ihm über die Wange. „Och Marci, könntest dich doch wieder mal rasieren, hm?“
Marcs Blick wechselte von gespielter Gleichgültigkeit in Ungläubigkeit. „Bitte?“
„Ja also ich muss dann auch los, hab noch andere Sachen zu erledigen.“, erwiderte Gretchen, stellte sich auf die Zehenspitzen und spitzte die Lippen.
Marc presste die Lippen kurz zusammen, ehe er seinen Kopf nach vorne bewegte und ihr einen Kuss auf die Lippen gab. Gretchen führte ihre Hand zu seinem Nacken und streichelte diesen langsam, was ihn von Sekunde zu Sekunde mehr entspannen liess.
Gretchen lächelte – wusste sie, dass sie Marc aus egal welcher Stimmung wieder auf den Boden holen konnte.
Seine Lippen entspannten sich ebenfalls und er tauschte ein paar Küsse mit ihr aus, ehe er sich räusperte und den Kuss unterbrach. „Gretchen nicht…hier.“
„Wieso, wissen doch längst alle dass wir zusammen sind.“, erwiderte Gretchen lächelnd, nahm ihre Hand von seinem Nacken und strich ihm über die Brust.
„Das mag ja sein aber…“ Marcs Blick huschte über Gretchens Kopf hinweg, „in meinem Büro wären wir noch viel ungestörter…“
„Boah Marc.“ Gretchen nahm ihre Hand hinunter, „ich hab dir doch gesagt ich will nicht mehr vom nageln reden.“
„Du ich hätte auch was anderes gemacht als nur darüber zu reden, aber-!“
„Nicht hier. Ja?“ Gretchen stand wieder kurz auf ihre Zehenspitzen und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen, „vielleicht heute Abend? Nach Dienstschluss?“
Marcs Lippen verzogen sich zu einem frechen, einseitigen Lächeln. „Du kleines Luder…du denkst also doch übers nageln nach.“
Gretchens Wangen färbten sich in ein sanftes Rot, ehe sie den Blick abwand. „Geht ja nicht anders um dich rum.“
Marc grinste, ehe er ihr einen Klaps auf den Hinter gab. „Dann los. Geh mal endlich arbeiten hier.“
Gretchen warf ihm einen überraschten Blick zu, musste aber grinsen als sie zusah, wie er mit einem Zwinkern die Hosen hochzog und sich wieder in sein Büro aufmachte.


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Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

01.10.2010 20:19
#228 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Getrau mich fast nicht, aber jetzt geht es endlich weiter

http://www.youtube.com/watch?v=U6-HZbY6oYw&feature=related

„Was ist denn passiert?“ Gabi schaute zweifelnd zu, wie Gretchen sich eine Schale voller Knabberzeugs vom Buffet schnappte und begann dessen Inhalt eifrig in den Mund zu schieben, ehe sie die Lippen verärgert verzog. „Marc ist passiert.“
Gabi und Mehdi tauschten einen kurzen Blick.
„Aber um ehrlich zu sein möchte ich nicht drüber sprechen.“ Gretchen knallte die Schale mit Schwung auf den Tisch und griff sich stattdessen eine Flasche Bier, ehe sie mit erhobenen Augenbrauen aufschaute, „immerhin sind wir auf einem Fest, das ja eigentlich nur gefeiert wird, da ich dank Schwester Sabine noch am Leben bin.“
Mehdi blickte mit einem etwas verstörten Blick zu, wie Gretchen begann aus der Flasche zu trinken. „Äh…?“
Gretchen verzog ziemlich schnell darauf ihr Gesicht und sank die Flasche wiederum. „Gott ist das Zeug eklig, wie könnt ihr das nur trinken?“
„Naja, wir…“
„Er hat Stevenson gefeuert. Könnt ihr euch das vorstellen? Einfach so.“ Gretchen zuckte mit den Schultern und schüttelte den Kopf, „also, der Mensch muss noch geboren werden, der Marc versteht, das kann ich euch versichern.“ Sie hob die Augenbrauen und nickte eindringlich, ehe sie die Flasche wieder an die Lippen setzte.
„Er hat ihn gefeuert? Echt?“, fragte Gabi ungläubig und überrascht, ehe sie ihre Augen automatisch über die Menge schweifen liess, „schade, der sah so süss aus…“
„Ja und…hat er gesagt warum?“, fragte Mehdi, hob unschuldig die Augenbrauen und nahm ebenfalls einen Schluck von seiner Flasche.
„Mh.“ Gretchen schluckte mit verzerrtem Gesichter hinunter und kniff die Augen zusammen, „anscheinend, weil Florian sich ab und zu einen flüchtigen Blick in meine Richtung erlaubt hat. Nur wegen dem!“ Schnell packte sie ein paar Knabbereien und schob eines nach dem anderen in ihren Mund.
„Ja gut…in gewissen Ländern wirst du dafür umgebracht.“, meinte Gabi, hob die Augenbrauen und schüttelte den Kopf, „da ist Marc’s Eifersucht gerade noch heilig.“
„Ich mein, ein bisschen Eifersucht ist ja gestattet, ja. Aber-“
„Kaan, kommst du mal eben-“
Gretchen schluckte hinunter und sah zu Marc, der gerade neben Mehdi erschienen war. Letzterer schaute zwischen Gretchen, die einen kühlen Blick aufsetzte und ihr Kinn erhob und Marc, dessen Gesichtsausdruck immer düsterer und genervter wurde, hin und her.
„Wir müssen reden.“
„Du solltest lieber mit jemand anderem reden mein Lieber.“, bemerkte Gretchen und schaute ihn keck an, worauf Marc seinen Blick ihr zuwandte und die Augenbrauen hob. „Wer hat dir überhaupt erlaubt dich hier zu betrinken, hm?“ Kurzerhand griff er nach vorne und fasste somit nach Gretchens Bierflasche, worauf er, in Mehdis Richtung, wieder nach hinten nickte. „Kommst du?“
„Äh…hallo?“ Gretchen liess baff die Schultern fallen und schaute ihn ungläubig an, „schon mal was von…freies Land gehört, ich darf hier so viel trinken wie ich-“, sie packte nach der Bierflasche und riss sie aus Marcs Hand wieder an sich, „-will.“ Schmollend drückte sie die Flasche eng an sich und machte einen kleinen Schritt zur Seite.
„Das dürftest du auch, müsste ich dich dann nicht-“, Marc lehnte sich nach vorne und griff wiederum nach der Bierflasche, ehe er ihr ein aufgespieltes Lächeln zuwarf, „-nach Hause tragen.“
„Ey…! Immerhin bin ich hier mit meinen Eltern, ja!“
Marc warf ihr einen zweifelnden Blick zu.

Gut…der…war jetzt nicht sonderlich gut.

„Kannst ja den Rücksitz mit Anastacia teilen, Kann komm jetzt.“ Marc packte Mehdis Oberarm, stiess ihn vor sich hin und lief somit zum Ausgang.
„Äh, ich…?“, begann Mehdi, hob den Finger und warf Gretchen einen irritierten Blick zu, doch diese blitzte nur aus schmalen Augen Marc an. „MH!“
Gabi schob langsam ein weiteres Stück ihrer Salzstange in den Mund. „Wow. Das ist besser als jeder Mitternachtsstreifen.“
„Boah er ist…mh!“ Gretchen presste die Lippen aufeinander, schaute sich kurz um und griff nach einem Sektglas, „einfach unglaublich…“, sie hielt inne und suchte nach einem Wort, als Gabi sich wieder meldete.
„Doof.“
„Arrogant!“
„Hirnrissig!“
„Trottel.“ Eine weitere Salzstange fand den Weg in ihren Mund.
„Weißt du was wir jetzt machen?“ Gretchen hob ihr Glas und schenkte Gabi ein euphorisches Lächeln, „wir betrinken uns jetzt mal so richtig und wenn einer nach dem Grund fragt, dann aus dem, das ich noch lebe und du nicht in den Knast kommst.“
„Oh, guter Grund.“ Gabi schob schnell ihre Handtasche unter ihren Arm und hob ihr Glas ebenfalls. „Auf uns!“
„Auf uns!“
Die Gläser klirrten und wurden in einem Zug geleert.


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Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

05.10.2010 15:31
#229 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Weiter gehts ihr Lieben. Danke für all die Kommis und besonderer Dank an Kate (ich frag mich wer jetzt das Ferkel ist... ). Ob das Betrinken gut oder schlecht ist...seht selbst :)


http://www.youtube.com/watch?v=ic4Gve2WgrU&feature=fvw

„…und dann, er hat schich über schein Aftershave beschwert. Über schein Aftershave!“ Gabi lachte und kicherte so sehr, dass sie sich über den Ständertisch lehnen musste, um nicht umzufallen „ich mein…normale Menschen würden vielleicht noch an den Badezimmerschpiegel denken aber nicht Marc Meier! Nein nicht Marc Meier, weil Marc immer zuerscht an-!“
„Immer zuerscht an schich selber denkt!“, meinte Gretchen und hob daraufhin ihr Glas, „ich finde wir scholtten darauf trinken. Alscho…nochmals.“
Die Gläser klirrten und obwohl diese leer waren, war es kein Grund nicht doch noch daraus zu trinken.
„Ich frage mich überhaupt wo die schind.“ Gabi strich sich ein paar Strähnen aus dem Gesicht und schaute sich mit verzerrtem Gesichtsausdruck um, „schind ja fast nur noch wir hier.“
„Hm.“ Gretchen legte die Stirn in Falten, ehe sie nach vorne nickte, „nein schau, Schabine dreht sich immer noch.“
„Ja…“
„Schie dreht sich extrem schnell…ischt das vielleicht…Ultraschall?“
„Neeein schag bloss nicht die is schwanger.“ Gabi weitete ihre Augen und blickte geschockt zu Gretchen, die die Nase rümpfte und wild den Kopf schüttelte. „Schicher nicht, ihr Kleid schteht doch nur so raus…oder?“
„Hm.“
Gabi und Gretchen blickten Sabine für einige Sekunden weiterhin zu, ehe Gretchens Augen sich weiteten und sie sich abwenden musste. „Mein Gott ich glaub wenn ich noch länger zusehe dann kotze ich.“
„Wäre schade um den Schampagner!“ Gabi hob erneut ihr Glas, worauf sie die Augen zusammenkniff und dieses genau anschaute, ehe sie lachte, „findescht du nicht auch dass Schampagner immer durchsichtiger wird mit der Zeit?“
„Das liegt daran dass unsere Gläser leer sind.“, erklärte Gretchen und lehnte sich noch weiter über den Tisch um es Gabi deutlich zu machen.
Dessen Gesicht zeichnete den blanken Schock wieder. „Nein! Verdammt wie lange denn schon!“
„Pfff…“ Gretchen rümpfte die Nase, stand schwankend aufrecht und zuckte mit den Schultern, „da wir schon so beschoffen sind, würd ich sagen ne ganze Weile schon.“
Gabi atmete schwer aus und blickte mit trübsinnigen Blick auf ihr Glas. „Dasch Leben ischt scheisse.“
„Männer schind scheisse.“
„Genau.“ Gabi nickte und hob wiederum ihr leeres Glas, „auf die Männer.“


http://www.youtube.com/watch?v=iExYwELrM5U

„Auf die Frauen.“ Marc hob seine Bierflasche, während er neben Mehdi auf dem Boden vor dem Krankenhaus an der Wand angelehnt sass, „auf das sie niemals wissen was sie wollen und es niemals wissen werden.“
„Auf die Hoffnung.“ Mehdi liess seine Flasche gegen Marcs klirren, „auf das sie es doch mal wissen und wir nicht zu blöd sind um es zu übersehen.“
Marc nahm einen Schluck, liess seinen Arm dann auf das angewinkelte Knie fallen und seufzte schwer.
Mehdi kniff die Augen leicht zusammen und hing seinen Gedanken nach.
„Das schlimmste weißt du noch gar nicht.“
Mehdi wandte seinen Kopf Marc zu und hob die Augenbrauen.
„Ich glaube ich hab diesen Psychopaten nur gefeuert, weil ich sie zu sehr mag.“
„Sag bloss.“
„Ja wirklich.“ Marc kniff die Augen zusammen und wurde nachdenklich, „ich glaube…ich glaube vielleicht bin ich einfach ein bisschen zu eifersüchtig?“
„Naja…“ Mehdi grinste, schüttelte halbwegs den Kopf und führte die Flasche erneut zu seinem Mund.
„Ah verdammte scheisse, sie macht mich weich im Hirn.“ Marc strich sich mit einer Hand über das Gesicht und liess seinen Kopf gegen die Wand hinter ihm fallen.
„Ach Meier.“ Mehdi seufzte schwer, streckte einen Arm aus und klopfte Marc auf die Schulter, als er immer noch gerade aus in die Nacht schaute, „schlimmer kanns nicht mehr werden, sieh’s positiv.“
„Dabei kann mir doch das am Arsch vorbei gehen.“, meinte Marc, streckte eine Hand aus um das deutlich zu machen und schaute Mehdi mit runden Augen an, „was interessiert mich die Zukunft von Doktor Schleimscheisser schon.“
„Nichts.“, antwortete Mehdi und zuckte halbwegs mit den Schultern, „aber Gretchen.“
„Oh Gott, fang jetzt bloss nicht mit dem an.“ Marc stöhnte gepeinigt auf und wandte den Blick ab, „ihr Vater hat mich vorhin abgefangen und plötzlich von…von…“ Marc schluckte und schaute ins Leere.




„Von?“
Marc wandte Mehdi seinen Blick zu und schluckte wiederum, ehe er den Kopf etwas hin und her bewegte. „Ja…“
„Oh.“ Mehdi hob die Augenbrauen, presste die Lippen zusammen und schaute wieder geradeaus, „das.“
„Ja…“, meinte Marc leiser und wandte wieder den Blick ab, ehe er weitere wage Bewegungen mit dem Kopf vollführte, „kann ja sein das Gretchen das will aber ich bin wirklich nicht der Typ der das dann auch noch…hier…feiern muss.“
„Das wäre vielleicht ein bisschen viel erwartet.“
Marc seufzte, schaute auf seine Flasche und genehmigte sich einen weiteren Schluck.


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Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

10.10.2010 14:47
#230 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Viel Spass - und sorry für die Verspätung. Ich hoffe/denke aber, das Kapitel macht es wieder weg

Die Türe zu Marcs Wohnung wurde mit Marcs Rücken aufgestossen, als dieser mehr schlecht als recht dagegen stolperte.
„Mh…Marc!“ Gretchen versuchte zwischen seinen Küssen etwas zu sagen, doch Marc war zu sehr damit beschäftigt, der Türe einen Tritt zu geben um Gretchen danach dagegen zu pressen. „Was.“ Seine Lippen suchten ihren Finger ihrem Hals entlang bis zu ihrem Dekoltee worauf Gretchen die Möglichkeit hatte, ihre Hände auf seine Schultern zu legen und Luft zu holen. „Marc, nicht…so…!“
„Und wie dann?“, fragte er, kam wieder hoch und drückte seine Lippen wiederum auf die ihren.
„Mh…!“
Marc unterbrach den Kuss eher genervt und schaute sie fragend an. „Was ist denn.“
„Naja ich…“, begann Gretchen etwas scheu und griff nach einer Strähne, die sie um den Finger wickelte, „ich dachte wir…könnten halt mal…nicht so…halt.“
Marc legte die Stirn in Falten und krauste die Nase. „Hä?“
„Ja Mensch, halt mal…schöner. Nicht so zwischen…Tür und Angel.“
Marc hob die Augenbrauen und zeigte mit einer Hand nach hinten. „Ich könnt dich auch gegen den Kühlschrank drücken!“
„Marc!“
„Ja was! Ist dir das jetzt so zuwider, wenn wir es jetzt hier tun?“
„Naja wir…könnten doch auch ins Schlafzimmer?“, schlug Gretchen vor und strich ihm etwas schmollend über die Brust, „es ist doch auch schön wenn wir mal mit Kerzen und Musik und schöne Stimmung das machen…“
Marc atmete durch die Nase aus und wandte etwas zuwider seinen Blick ab. „Oh Hasenzahn…“
„Oder ist das zu viel verlangt?“
Marc seufzte und blickte in das Gesicht seiner bittenden und unsicheren Freundin. „Jetzt…schau mich nicht so an!“
Gretchens schob die Unterlippe vor und senkte den Kopf.
„Herrgott nochmal.“ Marc liess von ihr ab, packte ihre Hand und zog die doch überraschte Gretchen hinter sich her in Richtung Schlafzimmer. Er stiess die Türe auf, zog sie um sich herum und liess sie auf dem Bett nieder, worauf er sich über sie lehnte. „Glücklich?“
„Und…die Kerzen und-?“
„Du jetzt überspann den Bogen nicht!“
„Marc…!“
„Boah.“ Marc verdrehte genervt die Augen, richtete sich wieder auf und verliess das Schlafzimmer.
Gretchen verzog die Lippen, setzte sich auf und liess ihre Hände auf die Bettdecke fallen, währenddessen sie eine Strähne aus ihrem Gesicht blies.

http://www.youtube.com/watch?v=__uekZ9v95U
http://www.youtube.com/watch?v=2eUZa2mi07s
http://www.youtube.com/watch?v=bnrS4lFnGQk


Sie hörte wie Marc einen Schrank zuschlug und wie er daraufhin wieder das Zimmer betrat, in der Hand einen grossen Plastiksack. Diesen warf er Gretchen in den Schoss, die den Sack mit ungefähr 20 Teelichtern mit grossen Augen langsam vor ihr Gesicht hielt. „Äh…Marc…?“
Marc hindessen schob seine Hand in die Hosentasche und holte einen Feuerzeug heraus, welches er ihr ebenfalls kommentarlos hinwarf. Seine Schritte führten ihn daraufhin zügig zu einem Gestell an der Wand, wessen Türen er öffnete und seinen Blick über die verschiedenen Interpreten gleiten liess.
„AC/DC, Metallica, Linkin Park…Lost Prophets?“ Er zog die Nase kraus und schaute fragend zu Gretchen, die gerade dabei war, im Schneidersitz etwas unschlüssig am Plastiksack rum zu nesteln. Sie verzog das Gesicht und blickte kurz auf. „Ach Marc, wirklich nichts mit Religion.“
Marc öffnete den Mund um etwas zu erwidern, entschied sich dann lieber für das Gegenteil. Er holte tief Luft und schaute sich weitere Interpreten an, bis er fündig wurde. „Ah. Eagles of Death Metal.“
„Eagles of death Metal?“, fragte Gretchen und zog die Nase kraus, „hat da der Tierschutz nichts zu-?“
„Hasenzahn. Du kümmerst dich jetzt um diese Packung damit sie in einer halben Stunde offen ist und ich kümmere mich um die gewünschte Stimmung, alles klar?“
Gretchen presste ertappt die Lippen aufeinander und zog nun so heftig am Plastiksack, dass dieser plötzlich aufriss und den Inhalt in einem Schuss über das Bett verteilte.
Marc drückte auf Play und die Musik erklang, worauf er seinen Sweater über den Kopf zog und diesen neben das Bett hinwarf.
Gretchen war dabei die einzelnen Kerzen zusammenzusuchen, während Marc vor ihr hinstand und seinen Gürtel langsam öffnete.
„Mann Marc, wieso musstest du denn diese…Kerzen…“ Gretchen blickte hoch und schaute von seinem Gurt auf in sein Gesicht, welches ziemlich entschlossen ihr zugewandt war, „…diese…also könntest du mir vielleicht mal…helfen hier? Ist ja jetzt ne riesen Sauerei, da können wir jetzt unmöglich drauf-!“
„Hasenzahn, Klappe halten.“
„Marc, wir-!“
„Hosen runter.“
„Bitte…was…ich…?“
Marc verdrehte die Augen, lehnte sich kurz vorne über, zog sie vom Bett und stellte sie vor ihm hin. „Willst du es nun tun oder drüber diskutieren?“
„Äh…ich…“, begann Gretchen, räusperte sich und merkte wie sie rot wurde. Plötzlich spürte sie seine Hände, wie sich diese unter ihr Shirt schoben und das frech nach oben strichen. Kurzerhand zog er es über ihren Kopf und schaute sie dann begierig und mit einem schrägen Lächeln an.
„Marc…“, meinte Gretchen wiederum, wobei ihr Herz anfing bis zum Hals zu schlagen. Als seine Hände dann auch noch ihren Hintern fanden und sie so nun gegen sich drückte, schauderte sie.
„Was?“, fragte er, den Blick auf ihre Lippen gerichtet und ihr zunickend.
„Äh…ich…“ Gretchen schaute ebenfalls auf seine Lippen und zuckte dann halbwegs mit den Schultern, was in ein Zittern ihres Körpers überging, als sie seine Erregung spüren konnte, „ich…“
„Mhm…“ Marc presste sich noch näher an Gretchen und legte seine Lippen auf die ihren, worauf seine Zunge die ihre stürmisch berührte. Er spürte wie Gretchen in seinen Armen nachliess und er grinste, als er den Kuss kurz unterbrach und seine Lippen zu ihrem Ohr führte. „Würdest du jetzt bitte meine Hosen aufmachen?“
Gretchen schloss die Augen, hob die Augenbrauen und begann apathisch zu nicken, während ihre Hände seine Hosen fanden, diese aufknöpften und zu Boden lassen ging. Marcs Hände wanderten geschickt zu ihrem Jeansverschluss und taten das gleiche, worauf sie aus diesen hinausstieg.
„Geht doch.“ Er machte einen kleinen Schritt nach vorne, drückte sie nach hinten auf die Mattratze, schüttelte die Hose von seinen Beinen und lehnte sich nach vorne über Gretchen. Mit einer Hand bewegte er ihr Bein, sodass er es zur Seite schieben konnte. Gretchen holte tief Luft als sie seine Erregung wiederum spüren konnte. Die Teelichter, die rund herum um sie verteilt waren, beachtete sie nicht. Nur Marc, der mit einer Hand durch ihre Haare strich, währenddessen er sie stürmisch küsste, fischte ein Teelicht und warf es ungeachtet auf den Boden.
Seine Hand strich über ihre Wange, hinab über ihren Hals, über ihre Brust, ihren Bauchnabel, hinab in ihren Slip, worauf sie aufstöhnte. Marc verzog seine Lippen zu einem zufriedenen Grinsen und dachte nicht im Geringsten daran, seine Hand in den nächsten Minuten wieder zurückzuziehen.
„Romantisch genug?“, fragte er zwischen wilden Küssen, bei denen Gretchen Schwierigkeiten hatte, Luft zu holen. Als sie die Möglichkeit hatte, füllte sie ihre Lungen mit einer ordentlichen Portion, jedoch konnte sie seine Worte nicht ordnen. „Was?“
Als Antwort presste er seine Lippen jedoch auf die ihren und als er ihren Slip runterzog, war Gretchens Aufnahmefähigkeit aufs nötigste beschränkt.
„Marc…Marc…!“ Gretchens Hände griffen nach dem Bettlacken unter ihr, währenddessen seine Finger immer noch an selben Ort und selber Stelle verharrten.
„Was?“, fragte er, worauf er sie wieder küsste und sich selber noch näher an sie herandrückte.
„Ich…oh verdammt…“, stöhnte sie und als er merkte, wie sie sich begann unter ihm zu bewegen und sich ihm entgegenzudrücken, grinste er zufrieden.


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Fran Offline

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16.10.2010 18:10
#231 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Mann, Mann, Mann. Danke für die Kommis Leute, auch wenn es jetzt immer so lange dauert. Dafür kriegt ihr heute eine doppelte "Folge." Danke ihr

„Ich…gehe jetzt rein.“ Marc stöhnte auf, als er sich mehr schlecht als recht auf die Füsse zog und daraufhin gegen die Wand torkelte, da die Welt von oben anders aussah.
„Und was willst du ihr sagen?“ Mehdi zog die Nase kraus und blickte interessiert hoch zu Marc, der die Augen zusammenkniff, Luft holte und noch einen Moment überlegte. „Ich…sage ihr einfach dass es so…nicht weiter geht.“
„Mit…was jetzt genau?“
„Ja halt mit…dem was sie…gerade für ein Problem hat. Immerhin habe ich es ja grundsätzlich für sie getan. Also, den Typen gefeuert.“ Mit hochgezogenen Augenbrauen blickte er halbwegs fragend zu Mehdi, der die Lippen zusammenpresste und ebenfalls die Augenbrauen hob, ehe er die Flasche wieder zu seinem Mund führte. „Ah ja richtig. Für sie.“
„Bleibst du noch?“
„Mh.“ Mehdi schluckte hinunter und nickte, „noch eine Weile. Ich komm naher nach.“
Marc nickte, was mehr danach ausschaute, als ob er seinen Kopf im Kreis drehen würde und lief dann eher schwankend als gerade zum Eingang der Cafeteria.

http://www.youtube.com/watch?v=1IdEhvuNxV8

„Äh, Franz, hast du vielleicht Anastacia gesehen, nein?“ Bärbel wirkte nervös und liess ihren Blick über die sehr wenigen Leute schweifen, die noch in der Cafeteria waren.
Doch Franz gähnte nur, hielt sich eine Hand vor den Mund und schüttelte den Kopf. „Nein habe ich nicht. Und ich finde das wir nun nach Hause sollten Bärbel. Komm.“
„Aber…aber was ist denn wenn sie ganz alleine in einer Ecke sitzt?“, fragte Bärbel aufgelöst, reckte den Kopf und bückte sich um unter die Tische zu schauen.
Franz seufzte schwer, legte eine Hand auf den Rücken seiner Frau und führte sie in Richtung Ausgang. Bärbel liess sich mehr schlecht als recht wegführen, schaute immer noch über ihre Schultern und schien immer noch sehr nervös zu sein.
„Das ist ein Hund Bärbel, kein kleines Kind. Auch wenn er noch hier ist, genügend Essen hat er ja.“
„Sie Franz, sie.“, stellte Bärbel klar, hielt dann Franz‘ Arm und reckte nochmals den Kopf, „ich binde doch keine pinke Masche um den Hals eines Jungen!“
„Ja und was ist mit Jochen, den hast du in einen pinken Strampler gesteckt!“
„Ach Franz, das war auch ein Mensch, kein Hund.“ Bärbel winkte energisch ab und hob dann die Augenbrauen, ehe ein breites, glückliches Lächeln auf ihrem Gesicht erschien, „oh schau Franz da ist sie ja!“
Franz seufzte, reckte den Kopf und staunte nicht schlecht, als er sah, wo der kleine Hund sich befand.
Die beiden starrten teils entzückt, teils geschockt auf das Geschehen vor ihnen, während hinter ihnen die Türe aufschwang und Marc mit einer Flasche Bier neben ihnen zum Stehen kam. Er folgte den Blicken der zwei, zog die Nase kraus und hob dann die Augenbrauen.



Gabi und Gretchen sassen sich gegenüber auf dem Boden, je ein leeres Glas neben Ihnen. In der Mitte stand Anastacia, hellbegeistert von Gretchen, welche den kleinen Hund hinter den Ohren kraulte und ein breites, etwas verpeiltes Lächeln auf den Lippen hatte. „Na du süsse Kleine? Na? Ja du bist eine gaanz brave, ja das bist du!“
„Schau dir mal ihren Schwanz an.“, giggelte Gabi und zeigte mit dem Finger nach vorne, „da könnte man einen Lappen dran befestigen und sie vor eine Scheibe stellen.“
Gretchen lachte ebenfalls, schüttelte aber den Kopf und schaute auf. „Also nein das wär ja fast Tiermisshandlung, das geht nicht.“
„Stimmt.“ Gabi liess die Schultern hängen und verzog die Oberlippe, „und das ist scheisse. Trinken wir drauf.“
Die beiden Frauen griffen nach ihren leeren Gläsern, hoben diese und liessen sie gegeneinander klirren. Kurz nachdem sie sie an die Lippen gesetzt hatten, nahmen sie die Gläser wieder hinunter.
„Scheisse. Immer noch leer.“ Gabi stellte das Glas unbefriedigt zur Seite und sah zu, wie Anastacia bellte, den Kopf nach vorne streckte und anfing Gretchens Wange abzulecken. Diese fing an zu kichern.

„Was zum Teufel…“, murmelte Marc und schüttelte langsam den Kopf, „sie hasst den Köter, was soll das…“
„Was?“ Bärbel machte grosse Augen und drehte sich geschockt zu Marc um, der plötzlich realisierte, dass die beiden auch noch dastanden, „was, sie…sie hasst doch unsere kleine Anastacia nicht, schauen Sie doch mal!“ Bärbel zeigte wieder nach vorne, worauf Marc die Augenbrauen hob und die Lippen kurz zusammenpresste. „Äh…nein ich…meinte nicht hassen, ich meine sie…sie…hat grundsätzlich Angst vor…ihm. Ihr.“
„Och, das bisschen Unsicherheit…wenigstens ist es jetzt verschwunden.“ Bärbel winkte ab und setzte dann ein glückliches Lächeln auf, ehe sie Franz’s Hemd griff und wieder nach vorne schaute, „Franz, ich glaube wir können dann, unsere kleine Perle ist gut aufgehoben.“
Franz kniff die Augen leicht zusammen und blickte skeptisch zu Marc. „Denkst du das.“
„Aber natürlich, schau doch mal wie gern sie sich haben.“ Bärbel seufzte nochmals, warf einen letzten Blick zu Gretchen und Anastacia und klopfte dann auf Franz‘ Brust, „also los, komm. Es ist ja schon spät. Doktor Meier.“ Sie nickte Marc zu, blickte dann auf seine Bierflasche in der Hand und blinzelte ein paar Mal, bevor sie mit Franz, der Marc warnend ansah, die Cafeteria verliess.
„Guter Gott…“, murmelte Marc, lockerte seinen Kragen und lief zu Gretchen, welche gerade dabei war, Anastacia einen Trick beizubringen.
„Ja gib Pfötchen…ja gib Pfötchen…“ Gretchen streckte eine Hand aus und redete fleissig mit Anastacia die schwanzwedelnd von ihrer Hand zu ihrem Gesicht schaute. Als Gretchen eine Bewegung zu ihrer rechten wahrnahm, schauet sie kurz auf. „Oh Marci guck mal wie süss sie ist!“ Gretchen packte Anastacia mit einer Hand um den Bauch und hob sie hoch.
Marc hob die Augenbrauen und schaute etwas verstört auf den kleinen Hund, der das rosa Halstuch nun als Kopftuch trug und fröhlich bellte. „Äh…ja. Entzückend. Gretchen, können wir reden?“
Gretchen legte die Stirn in Falten und schaute zu Gabi. „Will ich dasch?“
„Hm.“ Gabi zuckte mit den Schultern und schaute für einen Moment zu Marc hoch, ehe sie wieder Gretchen anschaute, „kannst es ja probieren. Aber nimm wasch mit den Weg.“ Sie lehnte sich etwas schwankend nach vorne, griff nach Gretchens Glas und drückte es ihr in die Hand. „Ich nehme dann Anastacia.“ Ein breites Lächeln erschien auf ihrem Gesicht als sie den kleinen Hund entgegennahm.
Gretchen machte Anstalten aufzustehen, was mehr nach Bodenturnen aussah. Marc seufzte, streckte eine Hand aus und zog sie so mit einem Ruck auf die Beine. Gretchen blinzelte ein paar Mal, ihr Gesicht wechselte für einen Moment die Farbe, bevor sie sich mit beiden Händen an Marcs Hemd festhielt. „Woah. Da unten ist die Welt schöner.“
„Na komm.“ Marc verdrehte die Augen, legte jedoch einen Arm um ihre Seite und führte sie zu einem kleinen Tisch, der von ein paar Stühlen umringt war. Gretchen liess sich schwer darauf nieder, blinzelte ein paar Mal und kontrollierte, ob ihr Glas immer noch leer war.
„Also hör zu, diese ganze…Scheisse von vorhin.“, begann Marc, liess sich auf einem Stuhl vor ihr nieder, bückte sich nach vorne und strich sich mit einer Hand über das Gesicht.
„Was?“ Gretchen kniff die Augen zusammen und schaute ihn fragend an, worauf Marc die Augenbrauen hob und die Hand runter nahm. „Stevenson?“
Plötzlich wurden Gretchens Augen grösser und sie zeigte mit dem Glas nach vorne. „Stimmt, ich bin wütend mit dir!“
„Naja…“ Marc machte eine schräge Bewegung mit dem Kopf und schaute kurz auf den Boden.
„Du bischt wirklich…so ein…Idiot.“, fuhr Gretchen fort und suchte angestrengt nach Worten, „du kannscht doch nicht jeden feuern, der…der mich anlächelt oder mich…gut findet!“
„Theoretisch doch, kann ich.“
„Woah Marc, du bist so ein Depp?“
„Gretchen jetzt hör zu. Stevenson mag vielleicht ein guter Mitarbeiter sein, aber es geht nun mal nicht, dass sich ein Arzt zuerst noch meinen Job schnappt und dann noch mein Mädchen! Geht das in deinen Kopf rein?“
Gretchen presste die Lippen zusammen, überlegte einen Moment, legte dann den Kopf schief und schaute ihn scheu an. „Ich bin dein Mädchen?“
Marc seufzte und verdrehte die Augen. „Herrgott ja, bist du.“
Gretchen biss sich auf die Lippe und versuchte nicht zu lächeln, was aber in ein Kichern ausartete. Marc schaute sie verstört an und strich sich dann über den Nacken. „Oh Gretchen jetzt hör doch mit diesem Weiberkram auf. Wieviel zum Henker hast du eigentlich intus?“ Er griff nach vorne und hielt das leere Glas vor seine Augen.
„Mit…dem…“, begann Gretchen, zeigte auf das Glas und schaute dann überlegend in die Luft, „mit dem…so ungefähr…zwanzig von denen!“
„Das Glas ist leer.“
„Zwanzig gehen schneller runter als du denkscht mein Lieber.“, meinte Gretchen, lehnte sich nach vorne und nickte eindrücklich, ehe sie zur Seite schaute, „ich finde ja dass Gabi die noch grössere…“ Plötzlich kniff sie die Augen zusammen und verzog das Gesicht, „wo ist denn Gabi.“
„Was weiss ich.“ Marc lehnte sich in seinem Stuhl zurück und schaute ebenfalls nach vorne, worauf er Sabine erkannte, die auf Günnis Schoss sass und ihn zu küssen schien. Er machte grosse Augen und wandte sich schnell wieder ab. „Guter Gott, das kann doch in der Öffentlichkeit nicht erlaubt sein.“
„Komm, wir müssen Gabi schuchen!“ Gretchen klopfte auf den Tisch und stand mit einem Schuss auf.
Marc hob die Augenbrauen und schaute zweifelnd auf seine Freundin, welche bedrohlich anfing zu schwanken und keine fünf Sekunden später langsam nach vorne kippte.
Marc stand schnell auf, legte die Bierflasche beiseite und fing sie somit auf, sodass ihr Kopf auf seiner Schulter landete. Er verdrehte die Augen und schaute nach unten. „Gretchen?“
Keine Reaktion.
„Hasenzahn!“ Er schüttelte sie ein paar Mal, worauf ein Grunzen erklang und sie schmatzend das Gesicht an seinen Hals zu reiben schien.
Marc seufzte genervt und verdrehte die Augen, ehe er sie packte, mit beiden Händen hochhob und sie über die Schulter warf. Da er ebenfalls ein bisschen Alkohol intus hatte, wankte er für einen Moment, wurde jedoch von der Wand aufgefangen. Er kniff die Augen ein paar Mal zusammen, ehe er nach vorne lief und aus der Cafeteria verschwand.
Seine Schritte führten ihn nach aussen zu seinem Wagen, wobei seine Augen eine Bewegung zu seiner linken wahrnahm. Er rümpfte die Nase und kniff die Augen zusammen um besser sehen zu können, als er tatsächlich Mehdi erkannte, der immer noch an gleicher Stelle sass, wie er ihn verlassen hatte. Auf seinem Schoss jedoch, hockte niemand anderes als Gabi, welche gerade wild dabei war, Mehdi zu küssen. Eine Bierflasche lag umgekippt daneben und Anastacia bimmelte und bellte was das Zeug hielt.
Marc schaute geschockt auf die Szenerie, schüttelte dann den Kopf und blickte wieder verstört gerade aus. „Verdammter Alkohol.“
Er trug Gretchen zu seinem Auto hin, worauf das bimmeln und bellen immer näher kam und die Chance nutzte, ebenfalls ins Auto einzusteigen.


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Fran Offline

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01.11.2010 15:42
#232 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Leute, Leute... ich kann gar nicht sagen wie leid das es mir tut :-/ Ich komm momentan überhaupt nicht zum Schreiben, irgendwie ist mir die Muse davon Trotzdem, und ich hoffe ihr lest es doch noch, ein weiteres Kapitel. Hoffe ihr entschuldigt, ihr seid weiterhin toll

http://www.youtube.com/watch?v=uVI254QGSQ4&feature=related

Gretchen zog die Luft tief durch ihre Nase aus und schmatzte dann eins, zweimal zufrieden. Langsam kam das Gefühl in ihren Gelenken zurück und sie bewegte langsam ihren Kopf. Sie blinzelte ein paar Mal und erkannte Marcs Brust, die sich in regelmässigen Abständen hob und sank. Langsam hob sie ihren Kopf, blies eine Strähne aus ihrem Gesicht und merkte augenblicklich, wie es in ihrem Kopf dröhnte.
„Ooooh…Gott…!“ Ihre Hand berührte ihren Kopf und selbst diese Bewegung schien weh zu tun. Als sie versuchte ihre Erinnerungen an den letzten Abend wieder zu finden, hörte sie, wie es im Wohnzimmer von Marcs Wohnung bimmelte.
Ihre Augen öffneten sich schlagartig und genauso schnell wandte sie den Kopf, als das bimmeln näher kam. Nur wenige Sekunden streckte ein Hund seinen kleinen Kopf in das Schlafzimmer.
Gretchen zuckte zusammen, machte eine so schnelle und reflexartige Bewegung, dass sie Marc an einer ziemlich wehleidigen Stelle traf. „UFF!“
„Oh mein Gott, Marc, Marc! Marc!“ Gretchen klopfte aufgeregt gegen seine Schulter, den Blick gross auf den kleinen Hund gerichtet, der schwanzwedelnd in der Türe stand. „MARC!“
Dieser hatte beide Hände gegen sein Heiligtum gestemmt, die Augen zugekniffen und das Gesicht verzogen. „Was zum…Teufel Hasenzahn, spinnst du!“
„Marc, was macht der Hund in deiner Wohnung!“ Gretchen wusste nicht, was schlimmer war – ihre niemals endenden Kopfschmerzen, die Tatsache dass sie anscheinend nackt das Bett mit Marc teilte oder der kleine Hund, der nun frisch fröhlich ins Schlafzimmer gehüpft kam.
„Was weiss ich, den hast du gestern mitgenommen.“, meinte Marc, immer noch mit schmerzverzerrtem Blick, jedoch öffnete er schon genervt die Augen.
„Mitgenommen?“, wiederholte Gretchen und schaute ihn ungläubig an, „das soll ja wohl ein Scherz sein, nie im Leben würde ich…würde ich diese…Killermaschine mit zu dir nehmen!“
Marc stöhnte und stützte sich auf seine Unterarme auf. Mit hochgezogenen Augenbrauen schaute er auf das Schlachtfeld von Bettlaken und die Kleider, welche auf dem Boden verteilt lagen.
„Was mach ich überhaupt hier?“, fragte Gretchen unsicher, zog die Decke hoch und schaute dann etwas aufgelöst zu Marc, „ich…bin ich denn…sollte ich nicht mehr sauer mit dir sein?“
Marc hob langsam die Augenbrauen und presste die Lippen zusammen. „Nein, du…hast mir gestern eigentlich verziehen.“
„Aha.“, meinte Gretchen und schaute ebenfalls etwas unsicher auf das Chaos rund um sie herum, „und…das war bevor wir…hier deine Wohnung auseinandergenommen haben oder…während oder…wie jetzt.“
„Keine Ahnung.“ Marc kratzte sich am Kopf, und liess dann seinen Arm wieder sinken, „sieht aber nach einer wilden Nacht aus.“ Er schaute sie an und zwinkerte ihr zu, worauf Gretchen das Gesicht verzog und ihn aus schmalen Augen anschaute. „Sehr witzig…“
Das bimmeln lenkte ihre Aufmerksamkeit wieder auf den kleinen Hund, worauf sie näher zu Marc rutschte und seinen Arm packte. „Marc, mach was bitte!“
„Gretchen du hast den Köter gestern mit dir rumgetragen und ihm Kunststücke beigebracht, jetzt reiss dich bitte zusammen!“
Gretchen schnaubte auf und zog die Decke höher. „Du solltest wirklich nicht immer so viel trinken mein Lieber.“
Marc schnaubte auf und liess seinen Kopf auf das Kissen fallen, ehe er mit beiden Händen über sein Gesicht strich und ein Bein anwinkelte. „Das könnte ich auch Mehdi raten.“
„Wieso?“
Marc nahm die Hände runter und verschränkte sie auf seiner Brust. „Als wir gestern das Krankenhaus verlassen hatten-“
„Also konnte ich noch laufen!“
„Das einzige was du noch konntest, war über meinen Rücken zu sabbern.“
„Oh.“ Gretchens Wangen färbten sich sachte rot, worauf sie den Blick abwandte.
„Auf jeden Fall waren wir schon beinahe am Auto, als ich Mehdi in der Dunkelheit erkannte, der jemand auf dem Schoss sitzen hatte.“
„Und wer war das?“, fragte Gretchen, den Blick rund ums Bett herum gerichtet.
„Gabi.“
Gretchen schnaubte lachend auf und blickte ihn langsam an. „Also das glaubst du doch…selber…nicht…?“
„Über solche Sachen scherze ich nicht, glaub mir.“
„Mehdi und Gabi?“, wiederholte Gretchen ungläubig, hob die Augenbrauen und schüttelte seufzend den Kopf, „Alkohol sollte verboten werden.“
„Ah komm, da läuft doch sowieso schon was.“, meinte Marc, strich sich über die Schulter und warf einen Blick auf die Uhr, „wenigstens von Gabi’s Seite her.“
„Meinst du?“
„Du und Gabi seid doch jetzt sowas wie beste Freundinnen, da wird dir doch wohl etwas aufgefallen sein.“ Er warf ihr einen Blick zu, ehe er die Decke zurückschlug und aufstand.
Gretchen legte die Stirn in Falten, doch bevor sie überhaupt darüber nachdenken konnte, fiel ihr Blick auf seinen Hintern.
„Fang gar nicht erst an mit deinen schmutzigen Gedanken, ich muss ins Krankenhaus.“
„Ey…! Hab ich gar nicht, ich hab…hab nur…“ Gretchen suchte nach Worten, was er mit einem amüsierten Blick quittierte, worauf ihre Ohren wieder das Bimmeln wahrnahmen. „Marc!“
Marc seufzte schwer, wandte sich um, bückte sich und hob den kleinen Hund hoch. „Hasenzahn, der Hund ist nicht grösser als ein Schuh, jetzt reiss dich endlich zusammen.“
„Mh.“ Gretchen schmollte und zog die Decke bis an ihr Kinn hoch.
Marc verdrehte die Augen und verschwand im Badezimmer.


„Oh mein…Gott…ich will nie wieder aufstehen.“ Gretchen fiel rückwärts auf das Bett und schloss erschöpft die Augen.
Marc bückte sich mit einem Grinsen über sie, küsste sie am Hals und leckte mit seiner Zunge über die Stellen, die seine Lippen gerade noch berührt hatten.
„Marc…Marc…es ist schon…früh…!“ Gretchen hatte Mühe ihren Kopf beisammen zu halten, jedoch schien es für Marc noch schwieriger zu sein.
„Na und, dann gehen wir eben später.“, raunte er und verfing ihre Lippen wieder in eine stürmischen Kuss, gegen den sie nicht ankam. Sie liess ihre Arme auf das Bett fallen und musste mit ansehen, wie Marcs Hand wieder zwischen ihre Beine wanderte und diese auseinanderdrückte.
„Mh…Marc…!“ Gretchen löste den Kuss und sperrte erstmal die Augen auf, als sie wieder seine Hand spüren konnte. Jedoch schluckte sie und versuchte dagegen anzukommen. „Marc wir…wir sollten wirklich…“
„Oh ja, wir sollten.“ Er biss sich auf die Lippen, machte eine Bewegung und brachte Gretchen somit zum Schweigen. Auf einer Bewegung folgten mehrere, stosshafte Bewegungen, welche Gretchen nun ganz um den Verstand brachten.
Doch nach ein paar Sekunden durchbrach ein weiterer Ton die ryhtmischen Bewegungen der Matratze und liess Marc genervt aufschauen. „Verdammter Scheiss…!“
Gretchen stöhnte auf, als Marc sich murrend zurückzog, sich nach links lehnte und den Pieper auf dem Tisch zu fassen kriegte. Er drückte einen Knopf und warf das kleine Gerät daraufhin auf die Matratze. „Notfall.“
Gretchen zog die Decke näher an sich heran und strich sich stöhnend über das Gesicht. „Gemein.“
„Mh, das holen wir auf alle Fälle nach…“ Marc bückte sich nochmals über sie, worauf sie die Hände wegnahm und er sie somit küssen konnte. Seine Lippen strichen mehrmals über die ihren, seine Zunge verfing sich wieder mit ihrer Zunge und Gretchen merkte allmählich wieder, wie er es fertigbrachte, ihr Gehirn abzustellen. Daher legte sie ihre Hände auf seine Brust und stiess ihn sanft von sich weg. „Der Notfall…“, sagte sie etwas ausser Atem, und schaute zu wie er genervt aufseufzte und sich ächzend nach oben zog. „Ich bin in 5 Minuten fertig!“
Gretchen liess sich seufzend auf die Mattratze fallen, als sie das Wasser von der Dusche hören konnte.


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Kate ( gelöscht )
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01.12.2010 17:58
#233 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hey Leute,

ich soll Euch von Fränzi ausrichten, dass sie zurzeit im Krankenhaus liegt. Sie hatte eine ziemlich schmerzhafte Nasen-OP (sie hat gemeint, sie müsse mal vorort recherchieren, aber es wäre leider kein "Marc Meier" da )und kann daher die Story momentan nicht weiterführen. Aber sobald sie wieder fit es geht es weiter.

Liebe Grüße

i.A. Kate



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Fran Offline

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02.12.2010 15:44
#234 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo Zusammen

Lieben Dank an Kate, dass sie den Gruss ausgerichtet hat und danke an die Glückwünsche :) Als ich gemerkt habe, dass es mit der Story einfach nicht mehr weiter geht, habe ich mich dazu entschlossen, halt mal seber kurz Krankenhausluft zu schnuppern und um, ähm, Ideen zu sammeln Nein Scherz. Hab eine NasenOP hinter mir und sehe zurzeit etwas verprügelt aus. Versuche mich jetzt aber wieder um die Story zu bemühen und ich hoffe es gelingt mir Wisst ihr überhaupt noch worum es geht? Ich hoffe Also, es geht mit einem ordentlichen Stück weiter:


Eine halbe Stunde später, hatten sie gerademal ihren Kittel übergezogen, als Marc mit grossen Schritten in die Notaufnahme lief. Gretchen, die gerade mal ihr Stethoskop um ihren Hals legen konnte, eilte ihm überrascht nach. „Äh was…wird das jetzt genau?“
„Warum?“
„Weil ich hier Oberarzt bin und du nur-?“
„Chefarzt? Mit der Erlaubnis das zu machen, zu was ich gerade Lust habe?“, vervollständigte Marc den Satz, wobei er ihr zu grinste und vor einer Durchgangstüre kurz zum stehen kam, sodass er sich zu ihr hinunter lehnen konnte, „und mit dem meine ich mein Büro in einer Stunde.“
„Marc!“, zischte Gretchen mit grossen Augen und warf schnell einen Blick um sie, ob jemand mitgehört hatte.
Marc schien dies jedenfalls sehr zu amüsieren, als er die Türe aufstiess und somit zum Eingang gelang. „Was haben wir?“
Gordon hatte gerade das Krankenhaus betreten, im Arm ein kleines Kind. „Melissa, 7 Jahre alt, Schürfwunde an beiden Knien..“ Er drückte Gretchen die Papiere in die Hand, worauf sie diese kurz anschaute.
„Ah ja.“ Marc hob beide Augenbrauen und schaute dann zu Gretchen, „kannst du erledigen, wir sehen uns in einer halben Stunde.“ Er zwinkerte ihr frech zu, doch Gretchen streckte eine Hand aus und hielt ihn am Kittel fest. „Oh nein mein Lieber, du machst das.“
„Bitte?“
„Du willst doch immer wieder raus, jetzt hast du die Gelegenheit.“, antwortete Gretchen und nickte nach vorne, als Gordon das kleine Mädchen in ein Behandlungszimmer trug.
„Hasenzahn, das ist ein Kind!“, antwortete Marc und zeigte mit einer Hand nach vorne, „quasi eine halbe Portion, die schaffst du doch locker!“
„Jaa, aber ich will, dass du das machst, jetzt stell dich nicht so an, komm.“ Gretchen legte eine Hand auf seinen Rücken und buxierte ihn in Richtung Behandlungszimmer.
Marc warf ihr einen zerstörerischen Blick zu. „Du hier bin immer noch ich Chefarzt ja, und ich-!“
„Und du bist auf meiner Station.“ Gretchen lächelte ihm zu und nickte neckisch in den Raum, „komm jetzt. Jetzt behandel mal die halbe Portion. Ich bin ja auch da wenn du ne Frage hast, na?“
Marc kniff die Augen zusammen und zeigte dann mit dem Finger auf sie. „Das bekommst du so zurück.“
„Aw, jetzt sei nicht wütend Marci.“ Gretchen kniff ihm in die Wange, worauf sein Blick entgleiste und er sie nur noch perplex anschaute, „geh jetzt, ansonsten weint sie noch.“
Marc presste die Lippen zusammen und riss ihr die Papiere aus der Hand, worauf er den Kragen zurecht zog und den Raum betrag.
Gretchen lehnte sich mit einem Lächeln gegen den Türrahmen und schaute zu, wie Marc einen Stuhl heran zog und so vor die Trage rollte, auf dem das Kind sass.
Das kleine Mädchen hatte braune Haare, welche sie zu zwei Schwänzen zusammengebunden hatte. Diese hingen lose neben ihrem Puppengesicht hinab, welches von den vielen Tränen schon ganz feucht war. Sie schniefte und blinzelte und versucht ihren Blick nicht auf ihre offene Knie zu werfen.
„So.“ Marc kratzte sich kurz über die Nase, rümpfte diese und hielt seinen Blick auf das Blatt vor ihm gewendet, „du hast dir also…beide Knie aufgeschlagen.“ Marc hob die Augenbrauen, schaute auf und sah zu wie die Kleine nickte.
Sie trug ein weiss-rosa Sommerkleidchen, das mit Blumen verziert war und schniefte wiederum. „Ich bin hingefallen.“ Eine weitere Träne kullerte wieder über ihre Wange.
Gretchen verzog das Gesicht, als ihr das kleine Mädchen leid tat und zusah, wie Marc sich um ein beruhigendes Lächeln versuchte. „Ja…ist ja nicht so schlimm, hm?“
Das Mädchen schniefte.
„Na schöne Frau?“
Marc warf einen skeptischen Blick zur Seite, und sah zu, wie Gretchen ebenfalls zur Seite blickte, als Gordon sich neben sie an die Wand lehnte und sie mit einem frechen Grinsen anschaute. „Schön Sie wieder mal zu sehen, Frau Oberärztin.“
„Hallo Gordon.“ Gretchen lächelte ihm knapp zu und nickte dann nach vorne, „wo ist denn die Mutter?“
„Ist unterwegs.“, antwortete er und schaute nach vorne um zu sehen, wie Marc einen kleinen Tisch mit Watte und einem Desinfektionsspray zu sich zog, „sie war nicht zuhause, da hat uns die Nachbarin gerufen.“
„Oh je.“, seufzte Gretchen und konzentrierte sich wieder auf Marc, der eine kleine Flasche zur Hand nahm. „So…Melissa. Das tut jetzt vielleicht ein bisschen weh, aber es wird dann auch wieder…aufhören.“
Das Gesicht des Mädchens nahm einen weinerlichen Ausdruck an und sie versuchte nach hinten zu rutschen. „Warum, was ist das?“
„Das ist…ein Spray, damit du keine Infektionen bekommst. So quasi ein Schmutztöter.“ Marc setzte ein Lächeln auf, doch die Augen des Mädchens wurden nur noch grösser und ihre Stimme zitterte. „Einen…Töter?“
Gretchen seufzte, setzte ein Lächeln auf und lief nach vorne. „Hallo Melissa.“
Melissa schaute mit ängstlichem Blick auf und schaute zu Gretchen, welche kurz über Marcs Rücken strich und hinter ihm durch lief um sich an ihre Seite zu stellen. „Ich bin Gretchen.“
„Hallo…“
„Hör mal, siehst du den Spray den Marc in der Hand hat?“ Gretchen bückte sich um auf derselben Höhe zu sein wie Melissa, und zeigte nach vorne zu Marc, der leise seufzte, den Spray, sowie seine Augenbrauen hochhob.
„Mhm.“ Melissa nickte und schniefte wiederum.
„Das unterstützt die Heilung deiner Knie und macht dass alles tiptop sauber ist. Darum trägt Marc auch Handschuhe, siehst du?“ Gretchen zeigte nochmals nach vorne, worauf Melissa wiederum nickte, „wie ist denn dir das überhaupt passiert?“
Melissa schniefte und schaute abwechselnd zu Gretchen und zu der Spraydose in Marcs Hand. „Ich…ich bin hingefallen, weil…ich wegrennen wollte.“
„Wegrennen?“, wiederholte Gretchen und legte interessiert die Stirn in Falten, „wovor bist du denn weggerannt?“
„Von…von meinem Vater.“
Gretchen und Marc tauschten einen kurzen Blick aus, wobei Marc langsam wieder heran rutschte und den Spray vor das Knie hielt.
„Ich…ich…muss eine Oparation machen.“
„Ach was, so schlimm ist es wirklich nicht.“, meinte Marc und sprayte ein bisschen der Flüssigkeit auf das eine Knie, ehe er sanft aufschaute, „das kriegen wir auch ohne Narkose hin. Bist ja ziemlich tapfer, hm?“
Gretchen schenkte Marc ein stolzes und ehrliches Lächeln, was er schwach erwiderte um sich dann wieder um das Knie zu kümmern.
„Mein…Hals tut mir so dolle weh.“, fuhr die Kleine fort, schniefte und schaute zu Gretchen, „die wollen meine…meine…“ Melissa hielt inne und langte sich mit einer Hand an den Hals um es Gretchen zu zeigen, „hier diese…diese Nüsse rausnehmen.“
„Die Nü…du meinst Mandeln?“, fragte Gretchen und neigte den Kopf.
Melissa nickte heftig und merkte nicht mal, wie Marc begann die Wunde mit einem Fliess abzutupfen, wobei er die Lippen zusammenpresste, damit er nicht lachen musste.
„Aw, das ist aber überhaupt nicht schlimm.“, meinte Gretchen und strich ihr kurz beruhigend über den Kopf, „da merkt man überhaupt gar nichts von.“
„Hast du deine Nüsse noch?“, fragte Melissa, worauf Gretchen die Augenbrauen hob und den Blick von Marc auf sich spürte. „Äh…nein, du die…sind auch schon eine ganze Weile draussen. Deshalb kann ich dir auch versichern, dass du gar nichts merken wirst.“ Gretchen zwinkerte ihr aufheiternd zu, worauf sie wiederum schniefte und nach vorne zu Marc schaute. „Hat er seine Nüsse noch?“
Marc hielt inne, hob die Augenbrauen und schaute langsam auf.
Gretchen presste die Lippen zusammen und versuchte nicht zu lachen, doch ein aufschnauben konnte sie nicht unterdrücken. Sie versuchte es mit einem Räuspern zu übertönen und schüttelte dann eindringlich den Kopf. „Nein Marc hat seine Nüsse auch nicht mehr. Schon eine ganze Weile nicht mehr.“
„Ah ja…“ Marc nickte langsam und schaute sie interessiert und mit erhobenen Augenbrauen an.
Gretchen presste die Lippen zusammen und versuchte nicht zu lachen.
Melissa jedoch seufzte und schaute zu Marc. „Aber…aber fehlen dir…deine Nüsse nicht?“
Marc räusperte sich und nahm sich nun dem zweiten Knie an. „Nein, meine…Mandeln fehlen mir nicht. Meine Nüsse habe ich noch, aber das ist eine ganz andere Geschichte.“ Er schaute auf und warf der Kleinen ein überzogenes Lächeln zu, was sie für einen Moment irritierte.
Gretchen jedoch hatte geschockt die Augen aufgesperrt und musste zusehen, wie Marc ihr zuzwinkerte. „Da kannst du Gretchen fragen, immerhin mag sie meine-“
„Ja Melissa, wir…wir kriegen das wieder hin, hm?“ Gretchen legte beide Hände auf ihre Schultern und schenkte ihr ein Lächeln, wobei ihre Wangen sich rot färbten, „weisst du denn, in welches Krankenhaus du kommst?“
Melissa kniff die Augen zusammen als sie nachdachte, als plötzlich die Tür aufging und eine aufgelöste Frau im Alter von 40 Jahren ins Zimmer kam. Als sie Melissa erkannte, seufzte sie erleichtert auf, hielt sich eine Hand vor die Brust und legte eine Hand an die Wange des Mädchens. „Melissa, geht es dir gut? Alles in Ordnung?“
Melissa nickte einmal heftig, worauf Gretchen lächelnd die Hand ausstreckte. „Hallo, ich bin Gretchen Haase, Oberärztin.“
„Hallo, Frau Doktor.“ Die Frau ergriff die Hand und schaute sie ebenfalls freundlich an, „danke dass Sie sich Melissa annehmen, sie ist ein etwas ungeschicktes Kind.“
„Ah ja.“ Marc schaute kurz hoch und nickte der Frau zu, die sich, nach einem freundlichen Zunicken, wieder an ihre Tochter wandte. Sie strich ihre braunen Haare nach hinten und bückte sich. „Was ist denn passiert Schatz?“
„Ich bin hingefallen, wegen der…Oparation, von heute.“, erklärte Melissa und nahm am Rand wahr, wie Marc nun ein grosses, weisses Pflaster auf das eine Knie klebte.
„Der Operation, Süsse.“ Die Mutter strich ihr lächelnd über den Kopf, „aber du musst da wirklich keine Angst davor haben, du merkst kein bisschen.“
„Ja, das haben wir ihr auch schon gesagt.“, meinte Gretchen und schaute freundlich zu der Mutter, ehe sie sich aufrichtete und die Hände in die Kitteltaschen schob, „darf ich fragen, wo sie die Operation hat?“
„Oh, hier eigentlich, ja.“, erwiderte die Mutter und stand wiederum auf, „wir waren bei unserem Hausarzt und der hat uns einen Termin abgemacht.“
„Ah ja…“, meinte Gretchen, ehe sie sich wieder lächelnd an Melissa wandte, „dann sehen wir dich ja bald wieder, was?“
Melissa schniefte nochmals und schaute auf, ehe sich ein Lächeln auf ihr Gesicht zauberte.
„So. Deine Knie sind wieder ganz.“ Marc legte den Rest der Pflaster beiseite und schaute zu dem Mädchen hoch, „dann darfst du eigentlich auch schon wieder gehen. Also…bis du wieder kommst.“
„Dankeschön.“, antwortete Melissa und rutschte in der Trage nach vorne. Als ob es selbstverständlich wäre, streckte sie die Arme in Richtung Marc aus, sodass er ihr von der Trage runter helfen konnte.
„Äh…“ Marc hob die Augenbrauen und schaute hilflos auf das kleine Kind, während Gretchen lächelte und über beide Ohren grinste.

Nein ist das süss!

Marc streckte seine Arme etwas zögerlich aus, fasste das Mädchen um die Seite und stellte es auf den Boden, worauf sie selber ihr Kleidchen glatt strich.
Marc räusperte sich und wandte sich um, um die Handschuhe auszuziehen, wobei sein Blick Gretchen streifte. „Jetzt hör schon auf zu Grinsen!“

Hach nein!

„Aww…“ Gretchen lief zu ihm hin und sah zu wie er aufstand. Sie fasste kurz nach dem Kragen seines Kittels, stand auf die Zehenspitzen und drückte dem perplexen Marc einen Kuss auf die Lippen. „Das war super.“
Marc schnaubte belustigt auf. „Ich bitte dich, das war ein Kind.“
„Also dann, vielen Dank.“ Die Mutter von Melissa hatte ihr Kind auf die Arme genommen und reichte Gretchen und Marc die Hand, „dann sehen wir uns vielleicht später nochmals.“
„In Ordnung.“, antwortete Gretchen freundlich und winkte Melissa zu, „pass auf dich auf!“
Melissa nickte eindringlich, ehe sie mit ihrer Mutter den Raum verliess.
„So. Und jetzt würde ich vorschlagen wir holen uns noch das, was uns zusteht.“ Marc fuhr mit beiden Händen über ihre Taille und zog sie näher zu sich, worauf Gretchen ihn an den Händen packte. „Maarc.“
„Was?“ Er nickte ihr zu und kam mit dem Gesicht näher an ihres heran, „darfst mich gerne aufhalten wenn du willst.“
„Marc…!“ Gretchen stiess mit ihrem Hintern gegen die Trage und stützte ihre Hände dort ab, „wir haben doch noch-!“
„Was? Andere Patienten?“ Marc stützte nun beide Hände auf der Trage ab und drückte sich noch enger an sie, „ich glaube nicht.“ Seine Lippen strichen nun über die ihren und Gretchens Atem begann in unregelmässigen Abständen zu gehen.
Marcs Hand wanderte an ihrem Rücken entlang, als plötzlich jemand vorne am Zimmer vorbei rannte und sein Gesicht gegen die Scheibe drückte.
Marc bemerkte dies nicht, nur Gretchen, welche zufälligerweise blinzelte, legte die Stirn in Falten. Kurz darauf wurde die Tür aufgerissen und Mehdi erschien im Türrahmen. „Marc, ich brauch dich!“
„Hasenzahn braucht mich auch!“ Marc zeigte mit dem Finger auf Gretchen, worauf Mehdi etwas genervt seufzte und mit einer Hand den Türrahmen festhielt. „Ist Gretchen vielleicht mit Drillingen schwanger?“
„Äh-?“
„Wage es nicht Marc.“ Gretchen blitzte ihn an, worauf er seufzte ihr einen eindeutigen Blick zuwarf und zu Mehdi hinüber schritt. „Chefarzt zu sein ist anstrengend.“
Gretchen schmunzelte, als er seufzte und hinter Mehdi das Zimmer verliess.

Hach ja. Und der Chefarzt-3-Tage-Bart steht ihm sooo gut!


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Fran Offline

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07.12.2010 16:27
#235 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo Zusammen!
Mann, ist das toll, dass ihr mich noch nicht vergessen habt :) Danke dafür! Es geht weiter
Liebe Grüsse
Fränzi


„Wouw!“ Marc blieb vor dem Waschbecken stehen und blickte durch die Scheibe auf die schwangere Frau im Operationssaal, „die platzt doch sicher jeden Moment!“
„Für eine Entbindung ist es eigentlich noch zu früh, aber die Nabelschnur hat sich um den Hals eines Babys gewickelt.“ Mehdi liess das Wasser laufen und wusch sich eilig die Hände sowie die Arme.
„Ja dann…gutes Gelingen?“
„Marc du musst mir helfen.“, antwortete Mehdi, schaute ihn ernst an und blickte dann wieder durch das Fenster auf die Frau, welche von einigen Assistenzärzten umgeben war, „ich hab hier einen Haufen Assistenzärzte, aber niemand der schon ein Kind auf die Welt gebracht hat und daher sind wir zwei wohl die erfahrensten.“
„Ich?“ Marc hob die Augenbrauen und zeigte mit einem Finger auf sich.
„Die Frau, im Lift?“ Mehdi knallte den Wasserhahn zu und griff nach einem Tuch um sich die Hände abzutrocknen, „Marc wir haben keine Zeit für Diskussionen, jetzt mach dich steril und hilf mir!“
Marc sank mit gequältem Gesichtsausdruck zusammen, seufzte hilflos und zog sich dann den weissen Kittel ab, den er in eine Ecke warf. „Ich hab mir wirklich geschworen ich werde das kein zweites Mal mit ansehen müssen.“
„Musst du auch nicht.“ Mehdi schloff in die Handschuhe, welche von einer Schwester gereicht wurden, „wir machen einen Kaiserschnitt.“ Er wandte sich um, worauf er den Mundschutz umgebunden wurde.
„Ja gut, die Aussichten werden durch das auch nicht wirklich besser.“, erwiderte Marc, brachte das Wasser zum verstummen und warf Mehdi einen zweifelenden Blick zu.
„Reiss dich zusammen, du hast es beim letzten Mal auch schon geschafft!“ Mehdi warf ihm einen strengen Blick zu und stiess dann mit dem Rücken die Türe auf.
„Ja gut aber da war auch noch-!“
Doch Mehdi war bereits schon im Saal verschwunden, worauf Marc seufzte und die Schultern hängen liess. „-Hasenzahn mit dabei.“

„Ich kann nicht fassen, warum meine Mutter ständig solche hässlichen Sachen mit nach Hause nehmen muss wenn sie in den Urlaub fährt.“, sagte Gretchen, als Marc den alten Volvo in Richtung Krankenhaus chauffierte.
„Wusste gar nicht das dein Bruder adoptiert ist.“
„Marc!“ Gretchen schlug ihm mit ihrem Schal auf den Arm, worauf er frech grinste und den Blinker setzte.
„Das letzte Mal hat sie diesen schrecklichen Zweiteiler aus Indien mitgebracht.“
„Bauchtanzkostüm?“
„Ein pinkes, mit Rüschen.“
„Mh.“ Marc hob die Augenbrauen, kaute auf seinem Kaugummi und sah kurz an ihr hinunter, „würde dir vielleicht noch stehen. So mit ein paar Kilo weniger?“
„Sehr witzig…“, murmelte Gretchen und schaute aus dem Fenster, wobei sie das Krankenhaus schon sehen konnte. Als Marc den Wagen auf den Parkplatz lenkte, sah Gretchen Gabi, welche ihr einen kurzen Blick zuwarf und dann mit erröteten Wangen schnurstracks ins Krankenhaus lief.
Gretchen löste den Sicherheitsgurt und stieg danach aus dem Wagen. Noch immer spürte sie den Kater und stöhnte gepeinigt auf.
„Geht’s?“ Marc blinzelte gegen die Sonne an, stiess die Türe zu und hielt seine Aktenmappe in der anderen Hand.
„Ich darf wirklich nie mehr so viel trinken.“ Gretchen langte sich an die Stirn und pustete aus, als sie, an den Wagen gestützt nach vorne lief, „wieso hast du mich eigentlich nicht gestoppt, du weisst doch ganz genau dass das nach hinten losgeht.“
„Äh, du warst eher in der Stimmung mich umzubringen als mich-“ Marc stoppte jäh, als Gretchen nun ihren Kopf auf seiner Schulter platzierte und somit weiterhin mit einer Stütze stöhnend zum Krankenhaus lief. Marc verdrehte die Augen, liess sie aber gewähren.
„Marc das ist doch egal, du hättest auch den Streit beenden können.“
Marc lachte leise auf. „Ich hab ja nicht mal damit angefangen.“
„Ja aber…“ Gretchen legte die Stirn in Falten und überlegte eine Weile, „warum genau…war ich nochmals wütend auf dich?“
Marc schaute langsam zweifelnd zu ihr hinunter, bis sein Blick auf sein Auto fiel. „Oh. Die Meersau. Halt mal.“ Er drückte Gretchen die Mappe in die Hand und lief mit grossen Schritten zu seinem Auto, wobei Gretchen beinahe seitlich weggekippt wäre, da die Stütze sich davonmachte.
„Die Meersau?“ Gretchen kniff die Augen zusammen um gegen die Sonne zu blinzeln, als Marc den Kofferraum aufmachte, die Hand rein streckte und den kleinen Hund packte. Sofort hob Gretchen die Augenbrauen und einen Finger, als sie auf ihn zeigte. „Oh ja, DAS mein Lieber, geht mal gar nicht. Kein Wunder war ich auf dich wütend, wenn du plötzlich…Freundschaft mit dieser…Fusshupe gemacht hast!“ Als Marc jedoch mit genervtem Gesichtsausdruck immer näher kam, drückte Gretchen seine Mappe gegen sich, wandte sich um und lief so schnell wie möglich zum Eingang des Krankenhauses.
Da die Schiebetüren jedoch nicht so schnell wie Gretchen waren, streifte sie diese mit ihrer Wange.
Marc presste die Lippen zusammen um nicht zu lachen, als Gretchen mit einer Hand auf dem Gesicht nach vorne taumelte und sich an der Wand abstützten musste. „Boah…woah diese…blöde…!“
„Alles in Ordnung?“ Marc tauchte neben ihr auf und griff nach ihrer Hand um diese runterzuziehen, „zeig mal her.“
Doch Gretchen wehrte sich und machte einen Schritt beiseite und warf einen Blick auf den kleinen Hund in Marcs Hand. „Werd mal das Meerschwein los, dann kannst du gerne wieder kommen.“
Marc seufzte genervt und stöhnend auf, als er hinter ihr ins Schwesternzimmer lief.
„Guten Morgen Frau…Doktor, ist alles in Ordnung mit Ihnen?“ Sabine war aufgestanden und das zu Beginn strahlende Lächeln verschwand in Besorgnis.
Gretchen jedoch hatte nur einen genervten Ton übrig und marschierte schnurstracks in die Umkleide.
„Morgen.“, meinte Marc knapp und hob die Augenbrauen, „irgendwelche Notfälle?“
„Äh…nein, es ist eigentlich alles ruhig, nur…“, begann Sabine und schaute scheu zur Seite, worauf eine Tasse heftig auf den Tisch geknallt wurde.
Marc jedoch blieb ruhig und schaute zu, wie Hassmann um die Ecke kam, ihre Haare zu einem strengen Dott gebunden und die Augen blitzend auf ihm gelegt. „Sie verdammtes, egoistisches Arschloch.“ Sie schaute ihn mit schmalen Lippen wütend an, ehe sie sich an ihm vorbeischob.
„Ah ja.“, meinte Marc und schaute für einen Moment auf den Tisch vor ihm.



„Also eigentlich alles so wie immer.“ Er schenkte Sabine ein kurzes Lächeln, die das irritiert erwiderte und sich wieder setzte.
„Ah und Sabine.“ Marc wandte sich noch einmal um und drückte der Schwester kurzerhand den Hund in die Arme, „behalten oder entsorgen, wie Sie wollen.“
„Äh…aber Herr Doktor, ist das nicht der Hund von…?“, fragte Sabine etwas überfordert und schaute mit grossen Augen auf.
„Dieses Ding verdient die Bezeichnung ‚Hund‘ gar nicht Sabine, nennen wir es doch einfach…dings, Hamster.“ Er zwinkerte und schenkte ihr ein knappes Lächeln, ehe er nun in der Umkleide verschwand.
„Hamster…“, wiederholte Sabine leise und schaute dann zu Anastacia, die ihr einmal kurz zu bellte und auf alle viere hockte.


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Fran Offline

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14.12.2010 18:24
#236 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hach Leute, bin ich happy. Wollte das nur mal schnell sagen
PS - Mir ist ein Fehler passiert. Der letzte Teil spielte in der "Vergangenheit" statt, dieser erste Teil ist die Fortsetzung. Was im Moment abläuft, ist dann wieder Schwarz. Sorry!


Marc stand im Türrahmen und sah zu, wie Gretchen versuchte ihre Jacke mit einer Hand in die Kabine zu hängen. Leider misslang ihr dies und schlussendlich fuchtelte sie so fest umher, dass sie die Jacke in die Kabine warf und mit einem deftigen Stoss die Türe zu rammte.
Marc schob die Hände in die Hosentaschen und lehnte sich gegen den Türrahmen. „Alles in Ordnung?“
„Nein.“ Gretchen setzte sich schmollend auf die Bank und fing an sich die Schuhe von den Füssen zu streifen.
Marc seufzte, lief nach vorne und setzte sich neben sie auf die Bank, die Beine gespreitzt. Die Mappe stellte er an die Kabine ehe er ihr zunickte. „Jetzt zeig mal her.“
„Nein.“ Gretchen wandte den Blick ab und schmollte, „am Schluss machst du dich nur darüber lustig.“
„Ja nein das hab ich schon, also komm.“ Er legte eine Hand auf ihre Wange und bewog sie daher ihren Kopf ihm zuzuwenden.
Marc schob seinen Kopf ein Stück nach vorne und griff vorsichtig nach ihrer Hand. Langsam zog er sie weg und schmunzelte. „Na also…kein Abdruck irgendeiner Türe.“
Gretchen seufzte und verzog ihr Gesicht. „Ich hab aber das Gefühl als hätte ich sie immer noch an der Backe.“
„Ach was.“ Marc hob die Augenbrauen, lächelte leicht und strich über ihre Wange, „wenn da eine Türe wäre, dann würde ich das sehen.“
Gretchen seufzte und wandte kurz den Blick ab, ehe sie die Stirn runzelte, und wieder zu Marc schaute. „Wieso hat Hassmann dich als egoistisches Arschloch bezeichnet?“
„Äh…“ Marc schaute kurz zur Seite und kniff die Augen leicht zusammen, „da…überfragst du mich jetzt, weil sie mich normalerweise schon so nennt?“
„Marc…“
Marc holte tief Luft und räusperte sich dann. „Ich hab…Stevenson gefeuert.“
Gretchens Augen wuchsen und sie schaute ihn ungläubig an. „Du hast…was bitte?“
„Stevenson gefeuert.“, wiederholte Marc in einem selbstverständlichen Ton, ehe er die Stirn in Falten legte und dann halbwegs mit den Schultern zuckte, „das zu sagen ist eigentlich noch relativ befreiend.“
„Das glaub ich jetzt einfach nicht!“ Mit einem Ruck stand Gretchen demonstrativ auf und kam dabei nur wenige Sekunden später ins Wanken.
Ohne gross aufzuschauen, griff Marc nach ihrer Hand und zog sie auf seine Knie. „Versuchs mal. Stevenson feuern. Beruhigt ungemein.“
„Marc!“ Gretchen gab ihm einen Stoss mit ihren Händen und schaute ihn ungläubig an, „du bist noch nicht mal Chefarzt, ja, du kannst doch nicht einfach so-!“
„Gretchen jetzt hör mir zu, ich habe es dir schon erklärt und werde es jetzt nochmals erklären.“ Marc unterbrach sie und schaute sie ernst und mit erhobenen Augenbrauen an, während er sie mit einer Hand um ihre Hüfte hielt und mit der anderen vor sich etwas zeigte, „der Typ hat dich dauernd angemacht und sein beschissenes Grinsen hat eine höhere Überlebungsrate als ein Hase im Zoo.“
„Aber ich-?“
Marc warf ihr einen kurzen Blick zu, der sie verstummen liess.
„Er mag ja ein guter Arzt und Chirurg sein aber wenn er nicht begreift, wer hier Chef ist, dann kann er sich verpissen. Und da er das nicht begriffen hat, da hab ich…ja.“ Marc setzt ein freundliches Lächeln auf, zuckte mit den Schultern und blickte zu ihr auf, „etwas nachgeholfen.“
Gretchen seufzte kurz und schüttelte den Kopf. „Wart nur bis das mein Vater merkt.“
„Jaa…“ Marc sank den Kopf und schaute zur Seite, „es wird ihn nicht gleich umbringen.“
„Besser wärs, er hält hohe Stücke von Florian.“, antwortete Gretchen, wobei Marc die Augen verdrehte, als Gretchen ihn beim Vornamen nannte, „du kannst nur hoffen, dass er es nicht schon-“
„MEIER!“
Marcs Augen wuchsen unsicher und Gretchen blickte ihn ebenfalls ertappt an.


„Marc!“
Marc wandte den Kopf und sah zu Mehdi, der mit beiden Händen im Bauch der Mutter steckte. Marc schaute kurz auf das Baby zu seinen Händen und überreichte es einer Hebamme. Daraufhin wandte er sich um und stand vor Mehdi, beide Hände erhoben. „Was ist los?“
„Ich…krieg das Köpfchen nicht zu fassen.“, antwortete Mehdi konzentriert und kniff die Augen zusammen, während er auf einen Punkt vor ihm starrte.
„Kann ich etwas tun?“
„Warte.“
Marc hob die Augenbrauen und schaute hinunter, korrigierte das jedoch wieder rasch und blickte wieder hoch.
Nach ein paar Sekunden blickte Mehdi hinunter und hob das kleine Baby, mit beiden Händen heraus. Die Nabelschnur war um den Hals des Kleinen gewickelt, worauf Mehdi sich etwas zur Seite wandte. „Schwester?“
Marc schaute zu wie die Nabelschnur entfernt wurde und daraufhin die Brust des kleinen Jungen mit einem grünen Tuch gerieben wurde. Nach ein paar Sekunden erwachte das Baby zu Leben und fing an zu schreien.
Mehdis Augen zeigten daraufhin dass er lächelte und er überreichte das Baby an die Hebamme zu seiner rechten.
Marc schaute dem kleinen nach und sah zu, wie die Atemwege kontrolliert wurden.
„So. Dann können wir jetzt wieder zumachen.“ Mehdi griff nach dem richtigen Instrument und blickte hoch zu Marc, dessen Blick immer noch auf das Kleine gerichtet war.
„Marc?“
„Was?“ Marc wandte schnell den Kopf und blickte Mehdi irritiert und etwas verstört an.
„Zumachen?“
„Ah. Ja.“ Marc räusperte sich, ignorierte Mehdis Grinsen und streckte die Hand nach der Schwester aus um das richtige Instrument zu kriegen. Kaum war jedoch sein Blick wieder auf den offenen Bauch der Frau gerichtet, sah er wieder auf. „Äh…ja. Ich glaube das…kannst du ja auch…ganz gut alleine.“
Mehdi schmunzelte und schaute zu wie Marc sich schnell abwandte und Richtung Waschraum verschwand.
Mehdi seufzte, schüttelte schmunzelnd den Kopf begann die Frau wieder zuzumachen.
Im Waschraum angekommen, riss Marc die Maske vor seinem Gesicht und blieb für einen Moment vor dem Fenster stehen. Er blickte auf die drei Babies und stützte beide Arme auf dem Waschbecken unter ihm ab. Sein Blick wurde nachdenklich und er seufzte, die Stirn in Falten gelegt.
Nach ein paar Sekunden wurde die Tür zum Waschraum geöffnet. „Ah, hier steckst du.“
Gretchens breites Lächeln verringerte sich langsam, als Marc nicht reagierte. Stattdessen stand er da und blickte, in Gedanken, in den Operationssaal vor ihm. Gretchen hob die Augenbrauen und lief langsam näher. „Marc?“
„Was?“ Er zuckte zusammen und schaute sie für einen Moment überrascht an, als er wieder gerade hin stand, „ah, ja. Hallo.“ Er warf ihr ein kurzes Lächeln zu und zog dann seine Handschuhe und den Kittel ab.
„Ist irgendetwas los?“, fragte Gretchen und trat neben ihm an das Waschbecken, als er den Wasserhahn mit seinem Ellbogen aufmachte.
„Nein, wieso?“
„Hm, weiss nicht…“ Gretchen legte den Kopf schief und schaute kurz durch das Fenster in den Saal hinein, „machte schon beinahe den Anschein als ob du irgendwie…weiss nicht…nachdenken würdest.“
Marc hob die Augenbrauen und den Kopf langsam als er sie zweifelnd anschaute.
Gretchen fing seinen Blick auf und korrigierte sich schnell. „Also, jetzt eher…so…nicht beruflich bezogen. Privat…halt. Irgendwie.“
„Ah ja.“
Gretchen lächelte kurz und schaute für einen Moment schweigend zu, wie er die Hände wusch. Nach knapp einer Minute öffnete sich die Durchgangstüre und Mehdi kam hinein. Er zog sich die Maske vom Gesicht, worauf ein zufriedenes Lächeln hervorkam. „So. Alles super gelaufen.“
„Ja?“, fragte Gretchen und lächelte ebenfalls, bevor sie Marc einen Blick zuwarf, „hat unser Chefarzt also keine weiche Knie gekriegt oder sowas?“
Marc blickte sie irritiert und zweifelnd an, währenddessen Mehdi mit einem strahlenden Gesicht anfing, die Hände zu waschen. „Nein, ganz im Gegenteil.“, antwortete er beschwingt und blickte zu Marc, „man könnte auch sagen er konnte gar nicht mehr weg-“
„Ja komm, so eine grosse Kunst war das nicht.“, unterbrach ihn Marc und warf das Tuch, mit dem er seine Hände abgetrocknet hatte, in einen Container, „sind ja immerhin nur…Babies.“ Marc stützte sich mit einer Hand am Container ab, legte den einen Fuss über den anderen und stützte die freie Hand in die Seite.
Mehdi und Gretchen schauten ihn beide mit dem gleichen Gesichtsausdruck an und nickten lächelnd.
„Ja was jetzt.“
„Früher ist er immer beinahe davongerannt.“, sagte Mehdi grinsend und schloss den Wasserhahnen.
„Heute hat er aber auch sogar eins angefasst.“, fügte Gretchen hinzu, worauf Marc schwer aufstöhnte und schnaubend lachte, ehe er an Gretchen vorbeizog. „Also das wird mir hier echt zu blöd hier.“
Gretchen presste die Lippen grinsend aufeinander, als sie hörte, wie Marc den Raum verliess.


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Fran Offline

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20.02.2011 09:09
#237 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

So, bin tatsächlich auch wieder mal in diesem Bereich anzutreffen...auf einige Anfragen hin, habe ich mich drangesetzt und versuche mich am weiteren Verlauf der Story. Versprechen kann ich leider nichts, ich werde mich jedoch bemühen! Ich hoffe ihr habt den Faden noch nicht ganz verloren Auf jeden Fall knüpft es dort an, als Franz realisiert hat, dass Marc Stevenson gefeuert hat. Viel Spass und danke danke für eure Treue :)

„Was um Himmels Willen fällt Ihnen ein, einfach so einen meiner Oberärzte zu feuern!“ Franz pfefferte die Mappe, die er gerade noch in den Händen trug auf seinen Schreibtisch, worauf Gretchen, die bei der Türe stand, zusammenzuckte.
„Ich habe Sie gewarnt.“ Franz hob den Finger und kam mit wütendem Gesichtsausdruck auf Marc zumarschiert, der vor dem Schreibtisch stand, „ich habe Sie gewarnt Meier, ich habe Ihnen die Chance geboten meinen Posten zu übernehmen!“
„Ja ich…hab das natürlich nicht…vergessen.“
„SCHEINT ABER SO!“
Gretchen zuckte wieder zusammen, als ihr Vater seine Stimme wieder erhob. Daraufhin räusperte sich Franz kurz und fuhr mit seiner Hand über seine Brust. „Sie bringen mich noch ins Grab. Sie und Ihre…Ihre Geschichten!“ Franz machte eine wegwerfende Handbewegung und lief um den Tisch zurück.
Gretchen atmete schwer auf und liess die Arme fallen. Als Marc’s Blick sich mit ihrem kreuzte, nickte sie ihm eindringlich zu. Marc kniff die Augen leicht zusammen, worauf Gretchens Blick noch dringender wurde. Er seufzte genervt auf und wandte sich wieder um. „Herr Professor, ich…hab halt…da ein Problem…gesehen mit Stevenson.“ Marc schluckte, bewegte den Kopf hin und her und blickte dann wieder auf.
Franz hielt inne und nahm die Hand hinunter. „Problem? Was für eins? Ihnen vielleicht die Stirn geboten was Gretchen angeht?“
„Äh…“ Gretchen hob langsam einen Finger, „ich…würde eigentlich lieber nicht…?“
„Das wäre vielleicht gar nicht so eine dumme Idee gewesen.“, fuhr Franz kalt fort und lief zu seinem Sessel hin, „immerhin würden Sie dann erkennen, dass die Welt sich nicht nur um Sie dreht!“
Gretchen seufzte schwer auf und lief nach vorne. „Papa jetzt sei nicht so streng.“
„Wie bitte?“ Franz schaute ungläubig auf, als er sich gerade setzte, „nicht so streng? Gretchen, der hat einen meiner besten Oberärzte gefeuert!“
„Jaa, jetzt aber…ich mein…der Beste steht ja immer noch hier.“ Gretchen merkte wie ihre Wangen wärmer wurden, als Marc überrascht die Augenbrauen hob und sie mit einem sanften Lächeln anschaute, „also…gut, er ist jetzt kein Therapeut.“ Gretchen verdrehte die Augen und liess die Schultern hängen, „ich mein, normales Denken fällt ihm ja schon eher schwerer.“
„Bitte?“
„Marc jetzt nicht, ich versuche gerade deinen Job zu retten, also bitte!“
„Äh, ich-?“
„Papa, du hast selber gesagt, dass Florian nicht für immer bleiben wird.“, fuhr Gretchen an ihren Vater gewandt fort, wobei dieser einen Ellbogen auf der Lehne abstützte und mit einem unbequemen Gesichtsausdruck kurz zur Seite schaute. „Das hat damit nichts zu tun.“
„Doch. Oder…dann schau es einfach als frühzeitiger Abschied an, er wollte ja sowieso gehen, wenn er sich weiterbilden könnte.“
„Du weißt ganz genauso gut wie ich, dass wir hier hervorragende, hervorragende-“ Franz hob einen Finger- „Ausbildungsmöglichkeiten haben Gretchen.“
„Ja, aber nicht für ihn.“, fuhr Gretchen unentwegt fort und zuckte halbwegs mit den Schultern, „ich bin mir sowieso nicht sicher, ob er sich hier überhaupt wirklich wohl gefühlt hat.“
„Hat er nicht.“ Marc verzog das Gesicht, zog die Hosen hoch und schüttelte den Kopf.
„Ja, weil du ihn praktisch verscheucht hast.“, sagte Gretchen und blickte ihn mit erhobenen Augenbrauen an, worauf Marc schnaubend auflachte. „Da war überhaupt nichts mehr zum verscheuchen. Hat doch gar keine Eier in der Hose.“
„Marc!“
„Ja was!“
Gretchen presste wütend die Lippen aufeinander, ehe sie tief einatmete, kurz das Gesicht abwandte und wieder ausatmete. Dann schloss sie kurz die Augen und presste die Handflächen aufeinander. „Gut. Mal ganz von diesem männlichen Hahnenkämpfen abgesehen, würde ich die Stelle als Oberarzt immer noch an Marc übergeben.“
„Was?“
Gretchen öffnete die Augen und blickte zu Franz, der sie entrüstet anblickte und kurz zu Marc, der sie überrascht anschaute.
„Margarethe, ich schätze deinen Willen sehr, aber ich bin mir nicht sicher, ob du wirklich den Ernst der Lage erkennst.“, meinte Franz und rieb zwei Finger gegeneinander, „ein Chefarzt ist für das ganze Wohl der Klinik zuständig. Und nicht nur für eine Person.“ Er warf Marc einen wütenden Blick zu, „man trägt das ganze Krankenhaus auf den Schultern, man fällt Entscheidungen, die für dessen Zukunft und dessen Patienten lebensnotwendig sind.“ Franz lehnte sich in seinem Stuhl zurück, den Blick auf Marc gerichtet, „und ob Meier dazu fähig ist, bin ich mir nicht mehr sicher.“
Marc liess den Kopf in den Nacken fallen, verzog die Lippen zu einem ungläubigen Grinsen und stützte die Hände in die Seiten. „Verdammte Scheisse…“
„Papa. Mag ja sein, dass ich nicht viel von diesem ganzen Zeug verstehe, aber wenigstens weiss ich etwas.“ Gretchen stützte sich auf dem Tisch ab und hob die Augenbrauen, ehe sie mit einem Finger auf Marc zeigte, „das ist der beste Oberarzt und der beste Anwärter, den du auf diesen Job hast. Er mag ja vielleicht ungehobelt und ein Arschloch sein, aber er macht einen wirklich guten Job, ja. Kann sein dass er ab und zu seine Manieren vergisst, aber seine Patienten vergisst er nie.“ Gretchen liess die Worte einen Moment auf ihren Vater wirken und stand wieder gerade hin, worauf sie mit einer Hand den Kittel zurecht zog.
Marc hatte derweilen die Arme um seinen Oberkörper geschlungen und blickte sie aus schmalen Augen an.
Franz’s Unterkiefer schien zu malen. Er hatte die Lippen aufeinander gepresst und schaute zwischen Gretchen, die etwas schneller atmete, und Marc hin und her.
Gretchen spürte, wie ihre Wangen wieder wärmer wurden, als Marc sie auch nach knapp einer Minute immer noch anblickte.
„Na gut.“
Marc und Gretchen schauten beide auf, als Franz sich von seinem Sessel erhob, die Hände auf der Tischplatte vor ihm abgestützt, „na gut. Sie haben eine Chance Meier, eine Chance, und vermasseln Sie sie nicht. Haben Sie das verstanden?“
Marc räusperte sich und zog seinen Kopf ein Stück zurück. „Natürlich Herr Professor.“
„Gut.“ Franz‘ Augen gingen hinüber zu Gretchen, „und vergessen Sie eines nicht. Wenn es zu meiner Tochter kommt, dann gibt es das nicht. In Ordnung?“
Gretchen strich sich eine Strähne hinter die Ohren und bewegte ihren Kopf von Links nach Rechts. „Papa…“
„Nichts Papa!“, erwiderte Franz vehement und stand aufrecht, „meine ganze Hoffnung liegt in dir Gretchen, und wenn der dir wieder das Herz bricht, dann brech ich seine Karriere!“
Marc blinzelte und schaute zu Boden.
Gretchen seufzte und warf Marc einen kurzen Blick zu.
„So. Und jetzt raus, es gibt Menschenleben zu retten.“
Marc nickte stockend, wandte sich ohne ein Wort um und lief mit wehendem Kittel aus dem Büro des Professors.
„Ach und Gretchen.“
Gretchen blieb kurz stehen und wandte sich nochmals um.
„Wenn es eine Hoffnung in diesen Hallen gibt, dann bist das wohl du.“ Er zog seinen Sessel näher heran und liess sich darauf nieder, „bleib du wenigstens bei der Sache.“
Gretchen schnaubte lachend auf. „Papa bitte, ich bin immer bei der Sache. Also wirklich.“ Sie verdrehte grinsend die Augen und verliess das Zimmer.

Fran Offline

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23.02.2011 15:12
#238 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Weiter gehts :) Es freut mich RIESIG, dass ihr an der Story noch dranbleibt! Wirklich toll von euch, danke für die Kommentare, das freut mich sehr :) Viel Spass mit dem neuen Teil

http://www.youtube.com/watch?v=_7Mi77iqMjA

Gretchen schluckte und blinzelte ein paar Mal, als Marc sich dicht vor ihr hinstellte. Er trug einen schwarzen Blaser, das weisse Hemd schaute frech hervor. Vorsichtig griff er nach ihrer Hand und drückte sie noch enger an sie heran. Ein Lächeln huschte über seine Lippen, was Gretchen erwiderte. Eine Hand legte er sanft um ihre Taille, während seine Finger über ihre Haut strichen.
Nach ein paar Sekunden begann er sie über das Parkett zu führen und als die Leute rund um sie herum anfingen zu klatschen, lachte Gretchen glücklich.
Marc führte sie über die Tanzfläche, soweit wie möglich an sich gedrückt. Sie blickten sich stetig in die Augen und Gretchen bemerkte die Gäste rund um sie herum nur am Rande. Ihr weisses Kleid zog sie hinter sich her, ihre blonden Locken trug sie offen über ihre Schultern.
Marc blickte kurz auf ihre Lippen, bevor er diesen einen kurzen Kuss gab. Wiederum klatschten die Leute und nach ein paar Sekunden fingen sie ebenfalls an zu tanzen.
Franz und Bärbel blickten glücklich zu ihnen hinüber, als sie bei Ihnen vorbeitanzten.
„Margarethe! Margarethe, schau dass du das Baby nicht zerdrückst, sonst passiert das gleiche wie bei deinem Bruder!“
„Bärbel, bitte!“ Franz schaute sie kurz schaltend an, lachte dann aber wieder herzlich, als er zu Gretchen blickte, die für einen kurzen Moment irritiert war, „sorg dich nicht Kälbchen. Geniess du deinen Tanz.“
„Muss ich…mir in irgendeiner Hinsicht Sorgen machen?“ Marc wandte sich mit zweifelndem Gesichtsausdruck Gretchen zu, die kurz darauf den Kopf schüttelte. „Ach was, das…wird sicherlich nicht weitergereicht. Ich mein, er ist mein Bruder, der Kleine wird sicherlich nichts von ihm erben.“
„Ja Gott sei Dank.“ Marc schaute auf ihren 7-monatigen Bauch hinunter und fuhr mit seinen Fingern über ihre Seite, „ich will dem ja kein Schleudertraume zufügen.“
Gretchen lachte und schüttelte den Kopf, bevor sie über seine Wange strich. „Du doch nicht…“
„Auf alle Fälle nicht hier…“, flüsterte er ihr mit anzüglichem Unterton ins Ohr, worauf Gretchens Augen noch grösser wurde. „Marc!“
Doch dieser grinste nur, nahm dann ihr Gesicht in beide Hände und küsste sie sanft. Nach ein paar Sekunden löste er den Kuss und strich mit seiner Nase kurz über die ihre. „Mh…ich freue mich schon auf den Kleinen.“
Gretchen lächelte glücklich und strich über seinen Arm. „Ich auch…“


„Ja gut, das…überrascht jetzt nicht wirklich jemanden.“
Gretchen zuckte schlagartig zusammen, als Marc’s Stimme neben ihr sie zurück in die Gegenwart holte. „Was?“
Marc schaute sie prüfend über den Tisch an, die Augen zusammengekniffen. „Du hast doch sicherlich wieder geträumt.“
„Was?“ Gretchen schaute ihn einen Moment irritiert an, ehe sie anfing zu lachen und lässig abwinkte, „Ach ppph, wo auch, natürlich…nicht. Ich bin ja komplett…hundert Prozent da.“ Verstohlen blickte sie sich um und kratzte sich hinter dem linken Ohr.

Wie um Himmels Willen bin ich denn in die Cafeteria gekommen?

„Träume sind ja gar nicht so schlecht.“
Gretchen blickte überrascht auf Sabine, die gerade einen Löffel Schokoladeneis ass.
„Erst gerade gestern habe ich einen sehr…interessanten Artikel über die verschiedenen Traumphasen gelesen, das ist wirklich ausserordentlich spannend was es da alles für Hintergrundinformationen gibt.“ Mit grossen Augen schaute sie zu Gretchen und Marc. Letzterer holte tief Luft, presste dann die Lippen aufeinander und erhob sich. „Gut ich…glaube ich hole mal eben Eis.“
„Oh darf ich auch eins?“
„Äh…jaa?“ Marc schaute zweifelnd zu ihr hinunter, ehe er aufblickte und den Blick abwandte, „solltest vielleicht mal lernen an deinem Umfeld teilzunehmen.“ Er schaute sie noch kurz an, ehe er dann zur Selbstbedienung rüberging.
„Wussten Sie, dass es verschiedene Schlafphasen gibt, in denen wir mehr träumen als sonst?“ Sabine häufte sich einen neuen Löffel des Eises auf und hob diesen hoch, „da gibt es die REM-Phase und die NREM Phase, wobei ich sagen muss, dass…ich eher der Nichtträumer bin.“ Sie gluckste leise, ehe sie einen schnellen Blick auf Günni neben ihr warf, „ich…hab ja eigentlich gar nichts mehr zu träumen.“
Günni nahm ihre Hand und gab ihr einen Kuss auf den Handrücken, worauf er sie glücklich anlächelte.
„Und Sie Frau Doktor?“
Gretchen blinzelte und schaute Sabine fragend an. „Äh…was?“
„Ja welcher Traumtyp sind Sie?“
„Och…“ Gretchen zuckte mit den Schultern und schaute in die Luft, „also…ich träum ja eigentlich nicht wirklich viel-„

Wenn ich schlafe.

„-, also ich bin ja eher der…Tiefschläfer, ne.“
„Ja und wie.“
Plötzlich stand eine grosse Portion Schokoladeneis vor ihr, währenddessen Marc sich neben sie setzte und ein Bein über das andere legte, sodass er sich mit der kleinen Schale in der Hand zurücklehnen konnte. „Manchmal schläft sie sogar ein wenn wir-“
„Äh…Marc?“ Gretchen schenkte Marc ein breites Lächeln, „könnten wir das vielleicht…nicht hier besprechen?“
„Na komm, übers Nageln reden wir doch auch.“
Günni und Sabine tauschten einen kurzen Blick aus, worauf Gretchen gespielt lachte und versuchte das Thema abzulenken. „Sabine! Sie…sind…äh…“ Gretchen suchte nach einem passenden Wort, wobei Sabine in sich zusammensackte und glücklich zu Günni schaute. „Glücklich und…verliebt und…Eins mit ihrem Seelenpartner?“
Marc schaute zweifelnd über den Rand seines Eisbechers.
„Äh…ja!“ Gretchen entschied sich das zu bejahen und nickte, „das ist…genau das was ich…sagen wollte.“

Guter Gott, Sabine war noch kitschiger als meine Tagträume. Sollte mich auf mein Eis konzentrieren.

„Wissen Sie…das Leben ist wie ein grosses Puzzle…und ich habe mein fehlendes Stück gefunden.“ Sabine stützte ihr Kinn auf ihrer Hand ab, seufzte glücklich und blickte zu Günni hinüber.
Marc stellte kurzerhand dein Eisbecher auf den Tisch.
Gretchen schaute kurz überrascht zu ihm hin, doch er starrte nur mit zweifelndem Blick zu Sabine hinüber. Gretchen folgte seinem Blick und sah zu, wie sich beide die Hand streichelten.
„Äh…“
Gretchens und Marcs Blicke trafen sich, wobei jeder das gleiche dachte.
„Ich...glaube wir haben noch…?“
„Äh…ja.“ Gretchen schnappte sich ihren Becher, schob den Stuhl so eilig wie Marc weg und verliess in einem Tempo die Cafeteria, was Sabine und Günni überhaupt nicht realisierten.
Marc zog seinen Kittel zurecht, als er mehrmals auf den Liftknopf drückte, ganz in der Angst, dass Sabine und Günni ihnen doch noch nachrennen würden.
„Marc, der Knopf kann nichts dafür.“
„Du das ist mir herzlich egal, Hauptsache die praktizieren ihr…Dings nicht mehr vor meinen Augen.“
Gretchen presste die Lippen zusammen, als sie Marc dabei beobachtete, wie er, wie ein verschupftes Huhn den Knopf drückte und hinter sich blickte.
„Na komm.“ Sie trat einen Schritt näher an ihn heran und griff nach dem Saum seines Kittels, „du bist doch sowieso immun gegen solche Dinge.“
Marc schnaubte auf und lies vom Knopf ab, worauf er sie anblickte. „Das kommt ganz auf die Dinge drauf an.“
„Wie meinst denn das-?“ Gretchen blickte fragend auf und bemerkte Marcs anzüglich Blick, worauf sie die Hände wieder runter nahm, „mein Gott Marc, jetzt-!“
„Ja aber gerne.“ Die Lift Türe schob sich neben ihnen auf und Marc zog Gretchen in das innere das Liftes, wo er sie gleich an die Wand presste und seine Lippen auf die ihren drückte.
„M…Marc!“ Gretchen hob die Hände, doch Marc ergriff diese und presste diese ebenfalls an die Wand hinter ihr.
Die Lifttüre schlossen sich langsam wieder, wobei jedoch plötzlich eine Hand dazwischen erschien.
„Gretchen!“
Marc holte tief Luft und liess genervt von ihr ab, worauf Gretchen kurz über ihren Mund strich und aufschaute. „Äh…ja? Gordon?“
„Da ist gerade ein Notfall reingekommen. Das sollten Sie sich beide vielleicht ansehen.“
Marc tauschte kurz einen Blick mit Gretchen aus, bevor sie den Lift verliessen und den Gang hinunter rannten.

Fran Offline

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27.02.2011 18:31
#239 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Guten Abend ihr Lieben! Es freut mich immer sehr, sehr, sehr eure Kommentare und Feedbacks zu lesen! Vor allem dann auch noch von denen, die neu sind. Freut mich! Ich hoffe der weitere Verlauf amüsiert euch weiterhin :) Dieses Kapitel ist etwas kürzer, dafür wird das nächste bald folgen. Liebe Grüsse und noch einen schönen Abend

„Was haben wir?“ Gretchen legte ihr Stethoskop über ihren Nacken, als sie in Richtung Gordon lief, der die Infusion hochhielt.
„Autounfall, Zusammenprall auf der Autobahn. Gebrochenes Bein, Kopfverletzungen aber nicht tiefgehend.“, erklärte dieser rasch, als Gretchen bei der Trage ankam. Es war eine junge Frau, die Augen geschlossen, an der Seite ihres Kopfes klebte getrocknetes Blut.
„Aber das ist doch…“ Gretchen blickte hinauf zu Marc, der nun auch neben der Trage ankam. „Was ist los?“
Gretchen öffnete den Mund um zu sagen, wer auf der Trage lag, doch Marcs kniff prüfend die Augen zusammen. „Kennen wir die?“
„Das…“ Gretchen warf einen Blick zu Gordon, der einen Blick auf die Angaben zu seiner Hand warf. „Tiffany Gerber, 31 Jahre alt.“ Er legte die Mappe auf die Trage und schob diese in das nächste Behandlungszimmer.
„Hm. Noch nie gehört.“ Marc griff nach der Akte und blätterte ein paar Seiten um, um sich die Einzelheiten anzusehen.
Gretchen seufzte und presste die Lippen zusammen.

Tiffany Gerber. Wie könnte ich dich vergessen.

http://www.youtube.com/watch?v=tUadW2eWsKg

Es war kurz vor den Schulferien, als ich meinen neuen pinken Strickpullover anzog, den mir meine Mutter zum Abschluss geschenkt hatte. Meine Brille war frisch geputzt, meine Haare zu zwei Zöpfen geflochten und ich trug eine neue Kette, die ich selber gemacht hatte. Ich war froh den letzten Tag vor den Schulferien zu haben, obwohl mir die Tatsache, Marc nicht mehr jeden Tag zu sehen, schwer zu schaffen machte. Rückblickend sollte ich vielleicht sagen, dass ich nicht wirklich einem Schönheitsideal geglichen hatte.
Carsten und ich gingen an diesem Tag zusammen zur Schule. Marc sah an diesem Tag besser aus als je zuvor, er trug seine blaue Jacke und redete mit Britta, die beste Freundin von Susanne. Im Gegenteil zu mir war Carsten in Britta verknallt, was ich absolut unverständlich fand, da sie eine richtig doofe und gemeine Person war. An diesem Tag jedoch, war es ihre Gruppe an Freunden, die mir eine Cola offerierten, mit der Begründung, dass jetzt das Jahr „leider“ schon zuenede ging.


„Gretchen! Gretchen, hier drüben!“
Gretchen schob die Brille neu auf die Nase und blickte auf eine Gruppe von Mädchen, die unweit von ihnen entfernt standen. Als ihr Blick auf Marc fiel, der langsam neben Britta zu der Gruppe hinlief, beschleunigte sich ihr Puls auf das dreifache.
„Gretchen was willst du denn bei denen?“ Carsten griff nach Gretchens Arm und nickte zu den Mädchen, „die haben doch sicherlich etwas vor.“
„Carsten.“ Gretchen zog ihren Arm aus seinem Griff und legte den Kopf belehrend schief, „wenn ich dich daran erinnern darf, dann bist es doch wohl du, der immer sagt, dass man jedem Mensch eine zweite Chance geben sollte, richtig?“
Carsten verzog das Gesicht und schaute zu der Gruppe hinüber. „Möglich.“
„Na also.“ Gretchen hackte sich in seinem Arm ein und lief mit erhobenen Kopf und einem breiten Grinsen, das ihre Zahnspange entblöste, zu den Mädchen hinüber, „vielleicht wollen sie ja nur Frieden schliessen und sich für das schlechte Benehmen entschuldigen!“

Ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich ziemlich naiv war.

„Gretchen, wir finden es ja so schade, dass das Jahr schon zuende ist und wir nicht mal die Gelegenheit hatten, uns richtig kennenzulernen!“ Eine Freundin von Susanne, die ihre langen braunen Haare perfekt gestylt hatte, langte sich schuldig an die Brust und legte den Kopf schief.
Gretchen lächelte und sah zu, wie nun Marc und Britta dazu stiessen. Augenblicklich wurden ihre Wangen wärmer.
„Dabei finden wir dich ja eigentlich so interessant!“ Tiffany erntete eine Welle von Zustimmung durch Nicken und breite Lächeln.
„Ach wirklich?“ Gretchen brachte ihr Lächeln nicht zu verstummen, „das ist ja total nett, vielleicht könnten wir ja mal etwas zusammen-!“
„Und darum haben wir uns gedacht, wir teilen unser Mittagessen mit dir!“ Tiffany zog eine Flasche Cola aus ihrer Tasche und reichte sie Gretchen hinüber, „wir möchten auch in Zukunft gerne mit dir in Kontakt bleiben!“
„Oh das ist ja total nett!“ Gretchen griff nach der Flasche und beachtete Carstens argwöhnischen Blick nicht, den von Marc spürte sie jedoch nur zu deutlich.
Gretchen lächelte breit, hing den Rucksack über die Schulter und machte sich daran die Flasche augenblicklich zu öffnen, was ihr auch sofort gelang. Kaum wich jedoch das erste bisschen Luft an den Inhalt, sprudelte die Flasche in einer Brause über, direkt in Gretchens Gesicht, über die Haare und über den neuen Strickpullover.
Das Gelächter der Mädchen schaltete sich augenblicklich ein und als Gretchen, den Mund erschrocken geöffnet, mit den Augen blinzelte, schaute sie zu, wie Tiffany sich unter Lachen krümmte und dabei war, ein Toastbrot herauszuholen. „Wir haben dir auch noch etwas zu essen gebracht, so etwas liebst du ja!“ Die Mädchen lachten kreischend auf, als Britta nach vorne schoss und das Toastbrot, das mit Honig beschmiert war, kurzerhand gegen Gretchens Wange klatschte. „Jetzt musst du Carsten nie wieder loswerden, jetzt bleibt ihr an euch kleben!“
Gretchen kniff die Augen zusammen und fasste langsam nach dem Brot um es von der klebrigen Wange zu ziehen. Einzelne Haarsträhnen klebten an der Unterseite des Brotes und Carsten warf einen beschämten Blick in die Richtung der lachenden Mädchen, als er ein Taschentuch hervorzog.
Gretchen bemerkte Marc nicht mehr, sie war zu beschämt um auch nur aufzublicken. Jedoch lachte dieser nicht, sondern warf nur einen missbilligenden Blick in die Richtung der kichernden Mädchen und lief dann diesen nach.
„Ich habe es dir ja gesagt…“, sagte Carsten leise und fing an ihre Wange abzutupfen.

Ich brauchte ungefähr zwei Wochen bis ich wieder Toast mit Honig essen konnte. Und mit Tiffany und Britta hatte ich nie mehr wieder ein Wort gewechselt. Und jetzt soll das ganze etwa wieder von vorne losgehen? Oh bitte nicht.

Fran Offline

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28.02.2011 18:38
#240 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Danke für die Kommis ihr Lieben :) Hatte gerade lust den nächsten, längeren Teil zu posten ;) Bin gespannt auf eure Rückmeldungen!

„Gretchen?“
„Was, ja?“ Gretchen schreckte aus ihrer Erinnerung auf und blickte Marc fragend an, der ihr eine Zange mit einem Wattebausch hinhielt. „Desinfizieren? Jetzt?“
„Oh, ja, entschuldige.“ Gretchen nahm die Zange entgegen und fing an die Kopfwunde zu versorgen, während Marc den Unfallbericht las. Sie warf ihm einen Seitenblick zu und stellte fest, dass er die Person wohl noch nicht erkannt hatte.
„Du Marc sag mal…kannst du dich wirklich nicht mehr an Tiffany erinnern?“
„Ich kann mich nicht an jedes Frauengesicht erinnern Hasenzahn.“, antwortete dieser ohne aufzuschauen, „vor allem weil die Gesichter meistens gegen die Mattratze gedrückt waren.“
Gretchen verdrehte die Augen und atmete ruhig aus. „Sie war in unserer Abschlussklasse, eine gute Freundin von Susanne.“
„Ah ja?“ Marc hob den Kopf, krauste die Nase und lehnte sich ein Stück nach vorne, „hm.“ Marc schaute die Frau einen kurzen Moment an, bis sich sein Gesichtsausdruck erhellte. „Ach ja, genau! Jetzt kann ich mich wieder an diesen Zwischenfall auf dem Schulhof erinnern.“
Gretchen lächelte erleichtert und blickte ihn abwartend an. Bestimmt würde er jetzt sagen wie gemein es dazumal gewesen war, dass er so etwas nie erwartet hätte, eigentlich liebend gerne dazwischen gegangen wäre und sie gerettet hätte.
Marc grinste und lachte leicht auf, während er mit dem Kugelschreiber Richtung Dekolleté zeigte. „Wir haben sie immer Tittany genannt.“
„Ey. Marc!“ Gretchen liess die Schultern hängen und blickte ihn verstört an, doch dieser hob nur die Augenbrauen. „Was? Schon mal diese Dinger hier gesehen? Haben sich seither überhaupt nicht verändert.“
Gretchen schloss einen Moment die Augen. „Das ist ja wohl unglaublich.“
„Ja das haben wir damals auch gedacht.“
„Kannst du dich denn gar nicht mehr an den Moment erinnern, als sie mir eine Cola gegeben hat, die mir dann ins Gesicht gespritzt ist? Kurz daraufhin hat dann auch noch Britta mir ein Honigbrot gegen die Wange geklatscht.“
Marc kniff die Augen zusammen, presste die Lippen aufeinander und nickte langsam. „Stimmt…du hast wie ein laufender Snack ausgesehen.“
„Marc.“
„Was denn, hast dich doch sicher wohlgefühlt.“ Er schaute wieder auf den Unfallbericht, „so in deinem natürlichen Umfeld.“
Gretchen zog tief Luft ein und schloss für einen Moment die Augen. Dann atmete sie langsam aus und tupfte weiterhin die Wunde ab.
Marc warf einen kurzen Blick über die Mappe. „Na komm Gretchen, das ist Jahre her. Erzähl mir jetzt nicht, dass du immer noch darunter leidest.“
„Kannst ja mal deine Exfreundinnen fragen, ob die heute auch noch leiden.“, antwortete Gretchen konzentriert und tupfte noch einmal die Wunde ab, bevor sie die Klammer in ein Gefäss legte und aufblickte, „was ich natürlich nicht hoffe, so ein Trauma ist schwer zu verarbeiten.“
Marcs Mundwinkel verzog sich nach oben und er hob die Augenbrauen. „Autsch!“
„Tja.“ Gretchen zog die Handschuhe ab, „tut mir wirklich leid, dass ich heute deinen empfindlichen Tag treffe aber die haben mich dazumal auch nicht gefragt ob ich gerade Hunger oder Durst hatte.“
Marc kniff die Augen leicht zusammen und schaute kurz zur Seite. „Empfindlicher Tag?“
„Ich hab genau gesehen wie du eine Träne verdrücken musstest mein Lieber, als du die Babies zusammen mit Mehdi geholt hast.“ Gretchen konnte ein Grinsen nicht ganz unterdrücken, versuchte aber immer noch überlegen zu sein und ihn so anzuschauen.
Marc lachte auf und schaute wieder auf die Mappe. „Jetzt erzähl mal keinen Quatsch hier.“
„Tue ich nicht. Ich sehe nur das, was ersichtlich ist.“
„Das einzige was hier ersichtlich ist, ist dass sie ungeheures Glück hatte.“ Marc hob die Details und klopfte mit dem Kugelschreiber dagegen, „ist mit dem Kopf gegen die Scheibe gehämmert, als ihr so ein Arsch hinten rein gefahren ist. Hat den BMW total verschrottet.“
„Und wie geht es ihm?“ Gretchen rollte neben ihn und warf einen Blick auf die Akte.
„Nicht gut. Den Kofferraum kannst du ganz vergessen, zudem ist die-“
„Marc der Fahrer, nicht das blöde Auto.“
„Der ist…wahrscheinlich mit einer Beule davon gekommen, was weiss ich. Aber wenn einer auftaucht der vor lauter Blut die Wände nicht mehr sieht, dann kannst du ihn von mir aus gerne eine verpassen.“ Er schaute über den Rand auf und lächelte steif, worauf Gretchen seufzte. „Ist doch wieder mal unglaublich, wie gut du Gefühle einfach so wegschieben kannst.“
„Kann ich nicht, ich verdränge sie nur weil du mich nicht ranlässt.“
„Ey also-!“
„So, ich würde mal meinen du kümmerst dich hier um ihr Beinchen und falls sie plötzlich mit Honigbroten auf dich schiesst, kannst du mich gerne wieder holen.“ Er drückte Gretchen die Akte in die Hand, stand auf und zog die Hosen zurrecht.
„Äh und…das war’s schon?“
„Ja du bist doch hier Oberarzt. Obwohl…“ Marc blieb stehen, stützte beide Hände in die Seiten und schaute sie zwinkernd an, „könntest auch den Fall abgeben und in mein Büro kommen wenn du willst.“

Jaaa!

„Das hättest du wohl gerne. Aber weißt du was?“ Gretchen stand auf und legte ein Lächeln auf ihre Lippen, „im Gegensatz zu dir stehe ich zu meinen Aufgaben und…erledige das hier von A-Z.“
„Und…was genau willst du mir damit sagen?“
„Tja lass mich mal überlegen.“ Gretchen presste die Lippen zusammen und schaute für einen Moment nachdenklich in die Luft, „vielleicht möchte ich damit die Tatsache ansprechen, dass du bisher noch niemanden für Stevenson gefunden hast?“
Marc seufzte schwer. „Gretchen. Lass das mal schön meine Sorge sein, ja?“
„Maarc, ich möchte doch nur-“
„Lass dich lieber mal schön überraschen, hm?“ Marc zwinkerte ihr zu.
Gretchen hob überrascht die Augenbrauen. „Sag jetzt aber bloss nicht du hast-“
„Hasenzahn ich habe gesagt Überraschung, hat ungefähr den gleichen Effekt wie ein fliegender Honigtoast.“
„Sehr witzig.“
Marc schenkte ihr ein trockenes Lächeln und wollte gerade die Türe hinter sich zuziehen, als Gretchen nochmal auf die Zehenspitzen stand. „Ganz davon abgesehen bin ich nicht mehr das Mädchen von früher mein Lieber!“
Marc seufzte kurz und zuckte dann mit den Schultern, ehe er sich umwandte und die Türe aufzog. „Na gut. Dann lass dich nicht einbuttern.“
Gretchen liess die Schultern hängen und warf die Akte auf die Trage vor ihr. „Unglaublich…“

Fran Offline

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02.03.2011 20:38
#241 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Tiffany gibt es noch nicht, dafür aber einen kurzen Rückblick in die Vergangenheit. Danke für die Kommis ihr Lieben Cool zu sehen, dass die Story von ein paar Leuten noch verfolgt wird

...„Na gut.“
Marc und Gretchen schauten beide auf, als Franz sich von seinem Sessel erhob, die Hände auf der Tischplatte vor ihm abgestützt, „na gut. Sie haben eine Chance Meier, eine Chance, und vermasseln Sie sie nicht. Haben Sie das verstanden?“
Marc räusperte sich und zog seinen Kopf ein Stück zurück. „Natürlich Herr Professor.“
„Gut.“ Franz‘ Augen gingen hinüber zu Gretchen, „und vergessen Sie eines nicht. Wenn es zu meiner Tochter kommt, dann gibt es das nicht. In Ordnung?“
Gretchen strich sich eine Strähne hinter die Ohren und bewegte ihren Kopf von Links nach Rechts. „Papa…“
„Nichts Papa!“, erwiderte Franz vehement und stand aufrecht, „meine ganze Hoffnung liegt in dir Gretchen, und wenn der dir wieder das Herz bricht, dann brech ich seine Karriere!“...


„Maarc!“ Gretchen lief mit grossen Schritten genervt hinter Marc her, doch dieser dachte nicht im Geringsten daran, stehen zu bleiben, „jetzt bleib doch mal stehen!“
„Geht’s noch, dann kann ich ja heute gar nicht mehr arbeiten.“, rief Marc über die Schulter, als er das Schwesternzimmer betrat.
Gretchen verdrehte genervt die Augen, als sie ihm nachlief, jedoch sofort stehenblieb, als sie mit grossen Augen zu Sabine blickte. Diese schaute gerade mit Anastacia auf dem Schoss Bilder auf dem Computer an.
Schwerfällig riss sie sich von dem Anblick los und wäre beinahe mit Marc zusammengestossen, der sich verschiedene Krankenakten griff.
„Marc wir müssen reden.“
„Wieso wir, du lässt mich doch sowieso nie zu Wort kommen.“ Marc blickte konzentriert auf die Mappe zu seiner Hand und hob eine dann mit zusammengekniffenen Augen hoch, „äh, Sabine? Seit wann ist denn der Rasenmäher Unfall hier?“
„Was soll denn das jetzt wieder heissen?“ Gretchen verschränkte die Arme vor der Brust, worauf Marc die Augenbrauen hob und die Akte auf die Ablage vor sich hinlegte. „Ja keine Ahnung, wahrscheinlich hat er sich selber damit umgemäht, was weiss ich.“
Gretchen verdrehte genervt stöhnend die Augen. „Marc.“
„Könnte sogar noch stimmen.“ Marc hob die Akte hoch und schaute dann gutwissend zu Gretchen, „hat ihm beinahe die Beine weggemäht.“
Gretchen schaute ihn einen Moment an, bis sie seinen Arm packte und ihn in Richtung Umkleide zog.
„Äh, und sonst geht’s noch oder wie?“
„So.“ Diese knallte die Türe hinter sich zu und wandte sich zu Marc, der sie etwas verstört anschaute, „und jetzt reden wir mein Lieber.“
„Boah Gretchen jetzt hör doch mit diesem Scheiss auf, da gibt es überhaupt nichts zu reden.“, erwiderte Marc und streckte einen Arm nach vorne aus.
„Äh, doch?“, erwiderte Gretchen und legte dann irritiert die Stirn in Falten, „soweit ich das alles richtig verstanden habe, hat dir mein Vater beinahe gekündigt! Und immer wenn ich dich darauf ansprechen will, gehst du mir aus dem Weg! Und das schon seit einer Woche mein Lieber.“
„Ach was.“
„Marc, ernsthaft. Entweder du holst Florian zurück oder du-!“
„Okay. Du willst reden?“ Marc hob die Augenbrauen und streckte die Arme aus, „reden wir. Stevenson war ein Arsch, ich hab ihn gefeuert, jetzt geht’s mir gut. Willst du noch was hinzufügen?“
„Äh-?“
„Gut, hätte ich auch nicht erwartet, kannst mir ja auch dankbar sein.“ Marc wollte sich bereits schon an Gretchen vorbeischieben, doch diese streckte einen Arm aus, sodass er aufseufzend einen Schritt zurück machen wollte.
„Kannst du mir bitte mal erklären, was dieses Benehmen jetzt gerade mit dem Marc von heute Morgen gemein hat?“
„Äh, wir…sehen beide gleich gut aus?“
„Marc!“
„Na gut.“ Marc strich sich seufzend über das Gesicht, liess dann die Arme fallen und stützte sie in die Seiten, „hör zu Gretchen, die Person die ich in diesem Krankenhaus bin, hat einen gewissen Stellenwert zu vertreten, in Ordnung. Mag ja sein das ich in unserer Beziehung dings, Gefühle zeige, aber das muss beim besten Willen nicht jeder wissen.“
„Stimmt, ist ja auch so eine schlimme Sache.“
„Gretchen.“
„Was?“
„Du kennst mich doch mittlerweile. Oder nicht?“ Er kniff die Augen leicht zusammen und nickte ihr schwach zu.
Gretchen seufzte und schaute zur Decke. „Ja das tue ich, wie auch nicht…“
„Siehst du.“
„Obwohl du es wirklich immer wieder fertig bringst mich zu überraschen mein Lieber.“, fuhr sie fort und blickte ihn kopfschüttelnd an, „und das nicht immer im Positiven.“
„Ich…dachte eigentlich dass der Mann die Frau beschützen muss.“ Marc schaute zur Seite, worauf Gretchen schwach auf schnaubte. „Aber doch nicht vor einem Therapeuten.“
„Psychopathen.“
„Wenn dann Psychotherapeut!“ Gretchen konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, worauf sie ihm einen spielerischen Stoss auf die Brust gab, „Idiot.“
Marcs Mundwinkel verzog sich ebenfalls nach oben, worauf er eine Hand ausstreckte, diese auf ihren Rücken legte und sie zu sich zog. „Darum willst du mich ja auch.“
„Stimmt…“ Sie fuhr mit einer Hand über den Saum seines Kittels, „wahrscheinlich weil es noch so viel bei dir zu entdecken und reparieren gibt.“
„Bitte?“
„Ja du weißt schon…Frauen suchen sich doch immer die Fälle die am irreparabelsten sind.“ Sie blickte auf, in sein komplexes Gesicht und versuchte inständig ein Lachen zu unterdrücken.
Marc hob die Augenbrauen und nickte ihr zu. „Ich zeig dir gleich wie irreparabel ich bin.“ Er streckte seine Hand an ihr vorbei und schloss die Türe hinter ihr ab.
Kurz darauf wandte sich Sabine langsam auf ihrem Drehstuhl um und legte beide Hände auf die Ohren von Anastacia.

Fran Offline

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04.03.2011 21:18
#242 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Guten Abend!
Fast nicht zu glauben, haben da vielleicht ein paar tatsächlich die Fusshupe vermisst...? Wie überraschend amüsant Vielen lieben Dank an die Kommentatoren! @collimatz: Ich bin gerade dabei deinen Wunsch in Erfüllung zu bringen. Geht aber noch ein bisschen :)

Da ihr alle der Story und mir immer noch treu sind, gibt es heute ein extra-langes und wie ich denke, schön typisches Gretchen-Marc-DD-Kapitel. Ich hoffe es gefällt euch - ich bin gespannt auf eure Reviews :) Liebe Grüsse und euch allen ein schönes Weekend, Fränzi



Gretchen lief mit grossen Schritten in die Richtung von Marcs Büro, worauf sie kurz klopfte und ohne eine Antwort abzuwarten, die Türe aufstiess. „Marc, die- oh.“ Überrascht blieb sie im Türrahmen stehen und blickte auf die beiden Herren, die auf je einer Seite von Marcs Bürotisch sassen. „Das tut mir leid, ich dachte eigentlich du-“
„Ist sie das?“
Verwundert hob Gretchen die Augenbrauen und blieb im Türrahmen stehen. Der Mann, der vor Marcs Tisch auf einem Stuhl sass, zeigte fragend und mit einem Lächeln auf Gretchen. Marc presste die Lippen zusammen und nickte, worauf Gretchen leicht lachte. „Äh, ich…denke schon und…wer sind Sie?“
Marc räusperte sich und lehnte sich in seinem Sessel zurück. „Dan, das ist-“
„Schon gut, schon gut.“ Der Mann stand auf, hob die Hand in Richtung Marc und kam mit einem Lächeln zu Gretchen hinüber.
Kaum war dieser aufgestanden, stellte diese überrascht fest, wie gross dieser Mann war. Gross und breit. Und gutaussehend. Also, wenn man jetzt auf diesen Modeltyp stand. Eigentlich sah er eher aus wie McSchleimi aus Greys Anatomy.
„Freut mich sehr Ihre Bekanntschaft zu machen.“ McSchleimi kam direkt auf Gretchen zu, nahm ihre Hand und gab ihr kurzerhand einen Kuss auf ihren Handrücken.
„Äh…“ Gretchen blinzelte ein paar Mal und schaute an dem Mann vorbei in Richtung Marc, der etwas überrascht und irritiert auf die beiden blickte.
„Marc hat mir schon unheimlich viel von Ihnen erzählt.“
Gretchen lachte leicht und merkte wie ihre Wangen, ungewollt, rot wurden. „Ah ja. Hat er das. Dann…hoffe ich mal nur Gutes.“
„Mhm.“ Der Mann zwinkerte mit den Augenbrauen.

Gut, das war dann doch eher fast… ein bisschen einschüchternd.

Sie zuckte leicht zurück, als sich Dan nach vorne lehnte um ihr etwas ins Ohr zu flüstern. Sie nahm einen Hauch Pfefferminze war, als er Luft holte. „Vor allem die Geschichte in der Wäschekammer fand ich ziemlich interessant.“
„In der…Wäschekammer?“, wiederholte Gretchen perplex und blickte zu Marc, der nun die Augenbrauen hob, tief Luft holte und schwach grinste. „Dan das ist nicht Gaby. Das ist Gretchen.“
„Oh. Na dann!“ Dan grinste und lehnte sich wieder zurück, ehe er eine Hand ausstreckte, „freut mich trotzdem.“
Gretchen lachte irritiert und schüttelte die Hand. „Tja dann…gleichfalls, ne. Ich wollte aber wirklich nicht stören, ich wollte eigentlich nur kurz-“
„Nein, du kannst bleiben. Jetzt da ihr euch schon…kennt.“ Etwas unsicher blickte Marc zu Dan hinüber, der nun mit beiden Händen in den Hosentaschen mit Gretchen hinüber zum Tisch lief. Marc stand ebenfalls auf und lief um den Tisch herum, sodass er sich auf dessen Kante niederlassen konnte.
„Gretchen, da du mir schon seit längerer Zeit mit dem Thema in den Ohren liegst-“ Marc streckte eine Hand in die Richtung von Dan aus –„das ist Daniel Fürstenberg, er ist leitender Facharzt in der Abteilung für-“

Oh guter Gott. Endlich. Endlich! Er hat einen Ersatz für Stevenson!

„Neeein!“ Gretchen konnte sich nicht bremsen und schaute Dan mit einem breiten Lächeln an, „also das freut mich ja jetzt ungemein Sie zu treffen!“
„Oh!“ Dan grinste und entblösste eine Reihe perfekter Zähne, als Gretchen mit Schwung seine Hand ergriff und diese nochmals schüttelte.
„Warum hast du mir denn nichts gesagt?“ Gretchen schaute Marc überrascht an, der den Mund öffnete um etwas zu antworten, jedoch fuhr Gretchen weiter an Dan fort, „also um ganz ehrlich zu sein, hätte ich ja die Hoffnung beinahe aufgegeben, hab eigentlich erwartet Sie seien so eine Art…weiss nicht, Schönheitsplastikchirurg.“ Gretchen lachte und schüttelte weiterhin die Hand.
„Äh…Gretchen?“
„Hat ja also doch so etwas wie Verstand, hm?“ Gretchen streichelte kurz mit der freien Hand über Marcs Wange, wobei dieser sie anschaute, als ob sie ihm gerade eine gepfeffert hätte.
Dans befremdenden Blick hatte sie nicht bemerkt.
„Ihr kennt euch also?“
„Äh…ja! Wir haben zusammen früher studiert, aber nicht allzu lange. Ich bin dann nach Australien ausgewandert, für ein paar Jahre.“, antwortete Dan und lächelte sie weiterhin freundlich an.
„Also das gibt es ja nicht.“ Gretchen liess seine Hand nun los und schüttelte erstaunt den Kopf, „wandern alle guten Therapeuten nach Australien aus. Ist das so was wie ein Mekka für Psycho…also für…“

Äh...

Marc hob langsam die Augenbrauen und schaute Gretchen zögerlich an.
„Für Psychopathen?“ Dan blickte sie fragend und mit einem schelmischen Grinsen an.
Gretchen lachte nervös auf. „Ja das…haben Sie jetzt gesagt.“
„Keine Ahnung.“ Dan richtete sich an Marc, „ist dem so?“
„Ja vielleicht für Hobbypsychologen.“
„Marc, bitte. Stevenson war ein guter Arzt.“
„Er war also Psychologe?“, fragte Dan und hob fragend die Augenbrauen.
Marc und Gretchen tauschten einen Blick aus, wobei Marc den Mund öffnete und dann doch einen Moment inne hielt. „Das…weiss eigentlich keiner so genau. Aber er-“
„Wurde leider gefeuert.“, sagte Gretchen schnell, ehe sie den Kopf schüttelte und leicht in die Richtung von Dan lehnte, um leise auf Marc zu zeigen, „Minderwertigkeitskomplexe.“
Marc lachte schwach auf und rieb sich die Stelle oberhalb der Nase.
„Ah…da kenne ich mich aus.“ Dan nickte wissend und kniff die Augen leicht zusammen.
„Ehrlich?“ Gretchen verschränkte die Arme vor der Brust und schaute ihn interessiert an, „ich wette Sie haben ständig Männer die sich…weiss nicht…“
„Unterdrückt fühlen?“ Marc schaute seufzend auf, jedoch spendete Gretchen ihm keine Aufmerksamkeit.
„Nicht über ihre Gefühle unterhalten können, oder…ihren Platz in der Welt nicht finden.“

Gott, ich höre mich ja so schlau an. Sollte vielleicht auch über eine Karriere in der Psychotherapie nachdenken. Hmm…

„Hm, es sind eigentlich…etwas tiefer legende Themen.“, antwortete Dan und strich sich mit einer Hand über die Stoppeln um sein Kinn.
„Also ich muss sagen, ich hab mich ja schon immer für diese Dinge interessiert.“, sagte Gretchen und entlockte Dan ein erstauntes Lächeln. „Ach wirklich?“
Marc kratzte sich hinter einem Ohr. „Äh Gretchen, vielleicht solltest du wissen dass Dan nicht-“
„Aber natürlich.“ Gretchen verdrehte die Augen und schüttelte dann den Kopf, „ich mein, sehen wir uns mal Marc an. Der war ja schon in der Schule irgendwie so verschlossen, ich persönlich denke ja es hat etwas mit seiner Mutter zu tun-“
„Könnten wir da jetzt bitte meine Mutter raushalten?“ Marc blickte verstört auf, wobei Dan lachte und sich auf der Lehne des Stuhles niederliess und die Hände zwischen den Beinen verschränkte. „Die gute Elke. Wie geht es ihr eigentlich?“
„Oh Sie kennen Sie auch?“, fragte Gretchen und bemerkte Marcs skeptischen Blick wiederum nicht.
„Ja, sie war ein paar Mal bei mir in Behandlung.“, antwortete Dan mit einem Lächeln wobei Gretchen die Lippen verzog und darauf biss.

Hab mir doch schon immer gedacht die Frau braucht einen guten Therapeuten. Muss ich unbedingt Mama erzählen.

„Oh…tja…nun ja, es geht halt nichts über ein gutes…Gespräch, ne.“
„Wie sieht ihr Gesicht aus?“, fragte Dan und blickte Marc fragend an, „alles noch da wo es sein sollte?“
Marc kratzte sich am Nacken. „Als ich sie das letzte Mal gesehen habe, ja.“ Marc setzte ein trockenes Lächeln auf und blickte Gretchen an.
Diese erwiderte einen Moment den Blick bis sie wieder zu Dan schaute der mit einem netten Lächeln eine Mappe vom Stuhl zog und in ihre Richtung streckte. „Daniel Fürstenberg. Leitender Facharzt in Plastischer Chirurgie.“
Gretchen blinzelte und lachte dann peinlich berührt auf, ehe sie die Mappe zögerlich zu sich hinzog. „Tja das…das…geht auch nichts über ein gutes…äh…“

Peeeeinliiiiich…

„Sie sind also auch an diesen Dingen interessiert?“ Dan verschränkte die Arme vor der Brust, und Marc machte ihm dies auch gleich nach, wobei er sie interessiert anblickte. „Ja Hasenzahn. Wusste ich gar nicht.“
Gretchen lachte und winkte ab. „Ach ich…bin ja an vielen Sachen interessiert. Und das-!“ Sie klopfte mit der Faust auf die Mappe und nickte schwer, „-ist ja wohl…sicher eine…interessante Sache. Facelift, Korrekturen…soll ja zum Teil nichts über…die Schönheit gehen.“
„Ah ja.“
„Ja gut, jetzt nicht für mich.“, sagte sie schnell und hielt beide Hände abwehrend vor sich.
„Wie man sieht.“
„Marc.“
„Also! Dann habt ihr euch jetzt kennengelernt. Jetzt auch noch richtig.“ Er schaute etwas verstört zur Seite und lief um den Tisch herum, „wie ich dir bereits gesagt habe und vielleicht noch erklären sollte ist das Gretchen Haase, Oberärztin. Die in der Wäschekammer war Gaby, Krankenhausluder.“
Dan lachte und nahm die Mappe von Gretchen wieder entgegen. „Alles klar!“
„Also Sie…Sie fangen dann bei uns an oder wie?“, fragte Gretchen etwas irritiert.
„Probezeit! Aber leb dich aus.“ Marc liess sich auf seinem Sessel nieder und machte eine schwunghafte Armbewegung in Dans Richtung, „nur halt dich vielleicht von Gaby fern, es sei denn du willst am Schluss tatsächlich noch in psychologische Behandlung kommen.“
„Ja. Was leider nicht möglich wäre, weil wir nämlich gar keinen Therapeuten mehr haben.“, fügte Gretchen mit einem steifen Lächeln hinzu und schaute Marc mit schmalen Augen an.
Marc seufzte und verdrehte die Augen. „War es etwas wichtiges, das du wolltest?“
„Äh…ja. Also, der Autofahrer vom BMW hat sich gemeldet. Er wartet in einem der Behandlungszimmer.
Marc holte tief Luft und strich sich kurz über die Brust. „Ja gut dann…herzlich Willkommen.“ Er lächelte in Dan’s Richtung und schüttelte kurz seine Hand, „wir sehen uns dann morgen, kannst dich bei Schwester Sabine melden, sie wird dich mit allem nötigen Kram ausstatten.“
„Alles klar. Ich finde schon alleine raus, geht ruhig.“ Dan griff nach seiner Jacke und nickte in die Richtung von Gretchen und Marc, welche nun beide bei der Türe standen.
„Also, dann…bis bald, ne!“ Gretchen lächelte knapp, wandte sich um, blieb aber jedoch nochmals stehen, wobei Marc beinahe in sie gedonnert wäre.
„Also nicht jetzt so wie Sie denken, nicht dass Sie jetzt meinen ich würde…also würde bei Ihnen…“ Sie reckte ihr Kinn, „ich mag mich so wie ich bin.“
Für einen Moment war es still, bis Marc kurz zu Dan blickte und dann wieder zu Gretchen. „Gretchen. Lass uns gehen.“
„Ja…ja.“ Sie kratzte sich kurz hinter dem Ohr und verliess den Raum.

Gut. In Ordnung. Immerhin wurde das jetzt mal…klargestellt. Es geht nichts über...klare Verhältnisse.

Fran Offline

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11.03.2011 20:51
#243 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo ihr Lieben! Bitte entschuldigt die längere Wartezeit. Ich düse morgen ab nach New York und kann für eine Woche, bzw. knapp 10 Tage nicht posten. Ich hoffe trotzdem ihr haltet euch am Faden fest und dass euch das nächste Kapitel genügend Freiraum für Spekulationen gibt Machts gut und viel Spass

„Mhhhh…“ Marc tippte sich mit dem Ende des Kugelschreibers an die Lippen und begutachtete mit schmalen Augen den Patienten vor ihm.
Gretchen stand neben ihm, die Arme verschränkt und den Kopf schräg gelegt.
„Und…Luft kriegen Sie also noch.“
Die Frau liess die Arme auf die Trage fallen. „Ja das ist kein Problem. Aber können Sie mir jetzt bitte weiterhelfen, es wird langsam wirklich stickig hier!“
„Hmm, Hasenzahn?“ Marc nahm den Kugelschreiber nach unten und sah zu Gretchen, welche immer noch mit einem höchst irritiertem Gesichtsausdruck auf die Frau blickte, „was schlägst du vor?“
„Äh…also…Frau Schmidt, wie genau ist das nochmals…passiert?“
Die Frau stöhnte genervt auf. „Wie ich schon sagte, bin ich dummerweise in die Frau vor mir gefahren, weil ich übersehen habe, dass sie vor einem Fussgänger gestoppt hat. Der Airbag kam raus und wie Sie sehen können, ist er bisher nicht verschwunden!“
Marc rollte an die Seite der Trage und kniff die Augen zusammen. Das gesamte Gesicht der Frau klebte am Airbag, der immer noch halb aufgeblasen war.
Marc rümpfte die Nase und zupfte vorsichtig an dem Ballon, doch die Frau zuckte zusammen. „Hey das tut weh!“
„Scheint so als ob sich das Material des Airbags mit ihrem Gesicht vereint hätte.“
„Das kann doch gar nicht sein.“ Gretchen liess einen Arm fallen und schüttelte mit, in Falten gelegter Stirn, den Kopf, „das ist doch normaler Plastik, wie…“
„Sagen Sie mal Frau Schmidt, hatten Sie schon mal plastische Chirurgie?“
Gretchen verdrehte die Augen. „Marc, nur weil ich ‚Plastik‘ sage, musst du nicht gleich denken du hättest einen ersten Patienten für deinen McSchleimi.“
Marc hob die Augenbrauen, lächelte halbwegs und kratzte sich mit dem Daumen oberhalb der Nase. „Hasenzahn du weißt ich liebe deine Wortspiele genauso sehr wie du, aber in diesem Fall könnte es vielleicht passieren, dass ihr halbes Gesicht an dem Scheissding klebt.“
„Was?!“ Die Frau zuckte zusammen und der Ballon wandte sich Marc zu, der augenblicklich zurückzuckte, “das soll ja wohl ein Witz sein!“
Marc zog die Handschuhe aus, rollte von der Trage weg und lächelte halbwegs. „Glauben Sie mir Frau Schmidt, wäre das ein Witz, dann würde ich es sogar witzig finden. Hasenzahn, versuch mal einen genaueren Blick auf ihren Kopf zu werfen, ich hole Dan.“
„Aber was soll ich-?“
„Ja was weiss ich, kannst ihr ja einen Smilie drauf malen, dann sieht es so aus als ob sie lachen würde.“
„Marc!“
Doch Marc lächelte nur dreckig und lief mit grossen Schritten aus dem Zimmer und liess Gretchen mit der Frau zurück, welche genervt aufstöhnte und den Kopf auf die erhöhte Trage fallen liess.
Gretchen räusperte sich, setzte sich und rollte an die Frau heran. „Vielleicht sollten Sie sich nicht allzu viel bewegen, könnte sein dass Ihre…also Ihre…“

Nase…

„Meine was?“, fragte die Frau schnittig und wandte sich wieder Gretchen zu, die, wie Marc, ein Stück mit dem Kopf zurückweichen musste, „denken Sie etwa auch, dass jetzt mein ganzes Gesicht dran klebt oder wie?“
„Äh, also…das würd ich jetzt eher nicht…annehmen.“

Oder vielleicht ihre Augenbrauen…oje.

Gretchen verzog das Gesicht als hätte man sie bei etwas ertappt und versuchte den Plastik vorsichtig anzuheben. „Haben Sie denn gar keine Schmerzen?“
„Naja, es brennt etwas.“ Die Frau zeigte flüchtig auf ihr „Gesicht“, ehe sie sich wieder nach hinten fallen liess, „aber das muss schleunigst runter, das kann ich Ihnen sagen. Ich flieg nämlich in einer Woche in die Ferien.“
„Ach! Das ist ja nett.“, meinte Gretchen und lächelte ehrlich, „und wohin-?“
„So, fertig mit dem Kaffeeklatsch, die Männer sind hier.“
Gretchen verdrehte die Augen und rollte wieder ein Stück von der Trage weg, um einen Blick auf Marc, der gerade die Hosen hochzog und Dan zu werfen, der die Türe hinter sich schloss. „Marc. Vielleicht solltest du erst mal zuhören, bevor du mich unterbrichst. Frau Schmidt hat mir gerade erzählt, dass sie in einer Woche in die Ferien fährt.“
„Ja und das äh…unterscheidet sich jetzt einem Kaffeeklatsch in wie fern?“
„Soll heissen dass wir das Ding möglichst schnell runterkriegen müssen!“ Gretchen schaute ihn belehrend an und lief um die Trage herum, während Dan sich einen Stuhl schnappte und an die Trage heranrollte. „Frau Schmidt ich bin Doktor Fürstenberg, leitender Chirurg der plastischen Abteilung. Ich schaue mir einmal kurz Ihre Lage an…“
„Äh, du die Frau kann von Glück reden wenn ihre Haut noch am richtigen Ort kleben bleibt.“, antwortete Marc etwas leiser in ihre Richtung.
„Frau Schmidt haben Sie sich vor kurzer Zeit in eine plastische Behandlung gegeben?“ Dan hob den Plastik vorsichtig an und wartete eine Weile bis Frau Schmidt etwas zögerlich antwortete. „Ja. Ich…hatte ein Facelift.“
Marc versuchte prustend ein Lachen zu verkneifen, indem er seine Faust vor den Mund hielt und auf den Boden starrte, worauf Gretchen ihren Ellbogen in seine Seite rammte.
„Spinnst du!“
„Ein bisschen mehr Respekt Marc!“, zischte Gretchen und bemerkte Dans Grinsen nicht.
„Du wieso wenn der Sack weg ist, dann kann sie sich einen Sonnenbrand sparen und muss überhaupt nicht mehr in die Ferien fahren.“
„Wieso das denn?“
„Ja überleg doch mal.“ Marc zeigte sachlich nach vorne, „kommt die ganze Haut mit weg, dann ist ja schon alles-“
„Guter Gott.“ Gretchen schloss die Augen und wandte das Gesicht ab, „du hast manchmal eine so…kranke Fantasie.“
„Mh, meistens gefällt dir das, jetzt sei nicht so prüde.“
„Du ich bin überhaupt nicht prüde, nur realistisch, ja.“
„Ja entschuldige bitte aber was erwartest du unter dem Marshmellowkopf, roten Pudding oder was.“
Gretchen öffnete den Mund um etwas zu erwidern, presste dann aber die Lippen aufeinander.

Nein. Werde nicht antworten. Werde absolut sachlich bei der Sache bleiben und der Frau Mut zusprechen.

„Doktor Fürstenberg, haben Sie schon eine Diagnose?“
Dan zog die Handschuhe aus und rollte einen knappen Meter von der Trage weg. „Frau Schmidt das müssen wir wohl oder übel unter einer Vollnarkose behandeln. Soweit ich das nun erkennen konnte, hat sich das Material des Airbags mit ihrem Gesicht sozusagen verschmolzen.“
„Aus zwei mach eins.“
„Maaarc.“
„Wir werden ganz behutsam vorgehen und das Material stückweise entfernen. Sie haben mein Wort dass ich auf ihr Gesicht aufpassen werde.“
Die Frau atmete schwer durch und nickte dann, was ein ziemlich abstruses Bild abgab. „In Ordnung.“
„Gut.“ Dan klopfte der Frau auf die Schulter, stand auf und ging zu Marc und Gretchen hin, „haben wir einen freien OP?“
„Ich glaube die Drei ist frei.“
„Na dann mal los.“

Fran Offline

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22.03.2011 19:06
#244 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Guten Abend! Ich bin wieder gut in der Schweiz gelandet und habe mich riesig über eure Kommentare gefreut-danke! :) Insbesondere Respekt an Anni, dass du hier gleich mal 10 Seiten durchgerattert hast. Es freut mich sehr zu hören, dass dir die Geschichte gefällt!
Schneewittchen - Ich habe keine Ahnung, ich frag mich meistens selber Danke auch an Limona, Olivenbaum, Kälbchen, Aza und alle anderen, die mir immer noch treu ergeben sind.
Leider konnte ich noch nicht weiterschreiben, aber etwas hab ich noch auf Vorrat - Viel Spass weiterhin!


„Guter Gott da bleibt ja wirklich fast alles kleben…“
Marc nahm ein Stück Airbag von Dan entgegen und hielt es hoch. „Einmal Haut zum Mitnehmen!“ Er wandte sich schräg weg und reichte es an Sabine weiter. „Sabine Sie können das ja Günni geben, der sammelt doch so kranke Sachen.“
Sabine gluckste. „Naja, eigentlich…ja eher Star Trek-Figuren…“
„Na also. Kranke Sachen. Nein?“
„Das habe ich beim besten Willen noch nie gesehen…“, sagte Dan leise und zog ein weiteres Stück weg, „irgend jemand sollte ein Foto machen und es dem Hersteller schicken.“
„Hmmm stimmt. Hasenzahn mach mal ein Foto.“
„Äh wie bitte? Hast du etwa das Gefühl ich trag einen Fotoapparat mit mir rum oder wie?“
„Ja etwa nicht?“
„Nein?“
„Hm. Dann schau’s dir wenigstens an, du guckst ja immer daneben.“
„Ja ich finde es halt…“ Gretchen verzog das Gesicht, als sie einen Anblick erhaschte, „halt…“
„Verstümmelnd? Hässlich?“
„Ja wenn du es so nennen willst…“
„Schön sieht es wirklich nicht aus…erinnert mich daran dass ich mir endlich einen neuen Wagen kaufen sollte…“ Marc nahm ein weiteres, kleineres Stück entgegen und gab es wieder weiter.
„Fährst du nicht mehr den BMW?“
„Naw, wurde geschrottet.“
„Hat er seinen BMW geschrottet…“
„Du das war nicht mein Fehler, das war so weil Frauen nicht Autofahren können. Pass lieber auf dass die Nase dran bleibt.“
„Seid wann lässt du denn bitte eine Frau ans Steuer…“, entgegnete Dan konzentriert.
„Hab ich gar nicht, ich rede von unserem Gynäkologen der den anderen Wagen gefahren hat.“
Gretchen hatte ihre Finger bislang nicht an das Gesicht der Frau gelegt und schaute aus einem knappen Sicherheitsabstand zu.
„Geht’s?“
„Was?“
Marc schaute nochmals kurz zu ihr. „Ob es geht. Du bist so bleich wie der Airbag.“
„Ach so. Ja, kein Problem.“
„Kannst auch schon mal Essen gehen wenn du willst. Wir kommen dann nach.“
Gretchen verdrehte die Augen. „Marc, ich bin garantiert nicht….oh.“ Doch ihr Magen machte ihr einen Strich durch die Rechnung.
Dan schmunzelte. „Ihr zwei scheint euch ziemlich gut zu kennen.“
Marc grinste halbwegs. „Glaub mir…es ist ein leichtes ihre Essgewohnheiten zu kennen. Wann immer es möglich ist…“
„Aw.“ Gretchen lächelte freundlich, „also genau wie bei Marc wenn es um Sex geht. Ich warte dann in der Cafeteria auf euch.“ Gretchen wandte sich um, öffnete die Schleuse und verschwand im Waschraum.

Eine knappe halbe Stunde später schob Gretchen ihre Karotten auf dem Teller hin und her und war bei alles anderem aber beim Gemüse.

Ob er das wohl ernst gemeint hat? Ich brauch doch nicht wirklich eine Schönheitsoperation, oder? Nein…ich mag mich so wie ich bin. Also, sagen wir, es wäre ja nicht so, dass ich mich weniger mögen würde, wäre ich jetzt ein kleines bisschen leichter. So…8 Kilos vielleicht. Seufz. Wenigstens liebt mich Marc. Auch wenn er es momentan nicht wirklich zeigt. Immerhin weiss ich es. Und es muss ja eigentlich dann auch nicht jeder wissen.

„Sabine, finden Sie ich bin dick?“
Sabine schaute von ihrem Salat auf. „Also ich…persönlich denke nicht Frau Doktor, Sie sind doch-“
„Dick? Sie?“
Gretchen zuckte überrascht zusammen, als Dan mit dem Fuss einen Stuhl zurückzog und das Tablett neben ihres legte, bevor er sich setzte. „Sie sind doch nicht dick.“
„Wer ist dick?“
Sabine zuckte zurück, als Marc mit erhobenen Augenbrauen vor Gretchen Platz nahm.
Gretchen seufzte und verdrehte die Augen. „Nicht dick.“
„Na komm, die Tatsachen so zu verleugnen ist auch keine Lösung.“
„Marc.“ Gretchen presste die Lippen zusammen und schaute ihn mit grossen Augen an.
Dan lachte. „Meier wie er leibt und lebt. Hat sich wohl nicht wirklich was geändert seit der Schulzeit, hm?“
Marc blickte hilflos auf und zeigte mit der Gabel auf Gretchen. „Sag ich doch!“
„Ey-!“
„Also…wenn ich etwas sagen darf, dann…finde ich, dass Frau Doktor nicht dick, sondern eher etwas…“
„Füllig.“
Gretchen’s Gabel fiel auf den Tellerrand. „Marc, es reicht?“
„Äh…was meinst du?“
Gretchen verdrehte die Augen, schob den Teller von sich weg, stand auf und lief aus der Cafeteria.
Dan presste die Lippen aufeinander und hob die Augenbrauen, als er zu Marc schaute. „Willst du ihr nicht-?“
„Äh…nein?“ Marc lachte ertappt auf, schüttelte den Kopf und lud sich eine Portion Kartoffelstock auf die Gabel.
Sabine schaute beklommen auf ihr Essen und warf einen Seitenblick auf Marc, bis dieser kurz zu Ihr hinübersah. „Wollen Sie vielleicht etwas sagen?“
„Die Frau Doktor ist nicht dick, lediglich…gut ausgestattet und Sie als Ihr Freund sollten das wertschätzen.“ Dann griff auch Sabine nach ihrem Salat und erhob sich ebenfalls vom Tisch.
„Ach so ist das also…Meier ist tatsächlich im Hafen der Beziehung angekommen.“
„Ich bin in gar keinem Hafen angekommen.“, wiedersprach Marc und nahm einen kräftigen Schluck Wasser.
„Jetzt stell dich nicht so an. Ist doch gar nichts falsch an Gretchen. Wieso hast du denn nichts gesagt?“
„Äh…Privatsphäre?“, antwortete Marc, schaute zur Seite und nahm einen weiteren Bissen seines Mittagessens.
„Privatsphäre…“ Dan lachte, „früher haben wir doch ziemlich alles geteilt, magst du dich nicht mehr daran erinnern?“
„Äh, doch, aber die Zeiten haben sich zwischenzeitlich geändert und…Mensch das gibt’s ja nicht.“
„Was?“ Dan folgte Marcs entgleistem Gesicht und sah eine attraktive Brünette die an einem Tisch mit einem dunkelhaarigen Mann sass und zusammen Mittag ass, „ist das…Gaby?“
„Ich hätte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass Mehdi diese Geschichte über seinen Suff hinaus zieht. Ist doch immer wieder unglaublich wie sehr man sich in einem Menschen täuschen kann.“

Fran Offline

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24.03.2011 23:21
#245 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Aaah, danke für die Kommentare, wie bereits schon erwähnt, es freut mich dass es euch immer noch gefällt :) Super Ansporn zum weiterschreiben! Es geht auch gleich weiter

„Papa du täuscht dich komplett in ihm.“
„Das sagen deine Mutter und ich dir seit Jahren Gretchen, und doch geht es irgendwie an deinen Ohren vorbei.“
Gretchen seufzte und liess sich in einem Stuhl vor dem Tisch ihres Vaters nieder. „Er hätte ihn wirklich nicht feuern sollen…aber was ist wenn…was ist wenn er vielleicht einfach mal…freie Hand bekommt.“
Franz schaute perplex auf. „Der hat doch schon freie Hand! Noch mehr Freiheit und nicht mal mehr die Leute ausserhalb der Klinik sind mehr sicher.“
„Nicht so. Vielleicht…du bist doch sicherlich an deinen letzten…also theoretisch gesehen könnte doch jetzt eigentlich…jemand neues die Leitung übernehmen. Oder nicht?“
Franz haderte etwas und schaute auf. „Hört sich so an, als würdest du deinen alten Herren loswerden wollen.“
„Geht ja gar nicht, wir leben im selben Haus.“
Ein Schmunzeln schlich über seine Lippen, worauf Gretchen ebenfalls lächelte. „Du weißt dass ich das nicht will. Aber ich glaube Marc hat irgendwie…ein paar Ideen die er gerne einbringen möchte. Und für das müsste man ihn einfach mal ranlassen.“
„Was passiert wenn man ihn ranlässt, ist mir schon bewusst. Und ich habe keine Lust Gretchen, weinend nach Hause zu kommen.“ Franz hob einen Finger und schaute sie ernst an, bis ihm bewusst wurde was er gerade gesagt hatte.
„Äh…nein…kann ich auch irgendwie…verstehen.“
„Ich seh doch nicht zu, wie alles was ich aufgebaut habe, durch einen…impulsiven Oberarzt zerstört wird!“
„Wird es nicht. Da pass ich doch auf.“
Franz schien unentschlossen und schaute wieder auf das Dokument.
„Gib ihm das Vertrauen und vielleicht findet er ja im Handumdrehen einen Ersatz für Stevenson. Und neuer Wind schadet ja theoretisch nie.“ Gretchen lächelte überzeugt, was ihrem Vater schlussendlich ebenfalls ein Lächeln entlockte. „Na gut. Wenn du mir ein Auge auf ihn behältst!“
„Zwei Augen. Weißt du doch.“


„Sabine, sagen Sie mal was ist eigentlich mit diesem Rasenmäher-patienten passiert?“
„Äh da…schaut der Herr Knechtelsdorfer…“, sagte Sabine und stand von ihrem Stuhl auf, während im Hintergrund Marc und Dan das Schwesternzimmer betraten, und sie sich langsam wieder setzte.
„Was sollte denn das vorher?“, fragte Marc, lief zu Gretchen hin und nahm ihr kurzerhand die Akte zwischen den Fingern, „hab noch nie gesehen, dass du von einem vollen Teller wegrennst.“
„Ich bin nicht vom Essen sondern von dir weggerannt, mein Lieber.“, antwortete Gretchen bissig und nahm die Akte wieder zurück.
„Hm.“ Marc hob die Augenbrauen und schaute sich selbstbewusst zu Dan um, „auch das ist noch nie passiert.“
„Würdest du bitte-“ Gretchen riss die Akte wieder an sich, „-mir nicht alles immer aus den Händen reissen.“
„Boaah mein Gott Gretchen jetzt reiss dich doch mal zusammen. Ich hab doch gar nichts gemacht!“
„Ja ich weiss, du warst nur wieder mal du selber. Mein Fehler.“ Gretchen schlug die Akte auf und blätterte durch die Krankenblätter.
„Wenn es wegen Dan ist, dann stell dich nicht so an. Ist doch ganz gut dass er an Bord ist!“ Marc stützte sich mit einer Hand auf dem Schrank ab und zeigte mit der anderen auf Dan, der neben Sabine stand. Diese schaute ihn mit grossen, runden Augen an und strich ihre Haare zurück.
„Du weißt ganz genau dass ich nichts gegen ihn habe, ich-“ Gretchen schaute auf und schaute an Marc vorbei, „ich hab wirklich nichts gegen dich und deinen Beruf, ich mein, du bist ja auch so etwas wie ein…also du hilfst ja Menschen, wie wir es tun, also beziehungsweise wie 90% der Ärzte hier es tun, Marc zum Beispiel macht ja gewissen Leuten das Leben zur Hölle.“
„Kein Thema!“ Dan hob beide Arme und schaute dann freundlich zu Sabine, die sofort rot wurde und auf ihre Tastatur einhämmerte.
„Ich übergehe jetzt mal deinen ordentlichen Schwall an Komplimenten und würde meinen-“ Marc riss die Akte wieder an sich, „-dass Dan hier zum Teil auch ein….Therapeut ist.“
„Psychologe Marc, Psychologe.“
„Ja egal, solange er kein Quantenphysiker ist.“
Gretchen verdrehte die Augen und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Bin ich das?“
„Klar. Du machst hässliche Frauen schön, dann geht es ihnen wieder gut. Hat doch was Therapeutisches.“ Marc zuckte mit den Schultern und schaute dann wieder zu Gretchen, „er ist so etwas wie der Arzt dem die Frauen vertrauen.“
„Ach und was bist du dann.“, antwortete Gretchen trocken und schlug die offene Schublade auf Augenhöhe zu, „der Arzt den die Frauen verhauen?“
Dan lachte. „Ich mag sie.“
„Bisher noch nicht aber...wäre ja mal eine Idee?“ Marc zwinkerte sie frech an, worauf Gretchen die Arme fallen liess. „Boah Marc, wirklich. Ein Wunder dass dein Blut den Umweg in deinen Kopf überhaupt noch in Kauf nimmt.“
„Sagen Sie mal…ist es Ihnen auch möglich…ganze Körper quasi…zu verlängern?“
Dan schaute nach ein paar Sekunden auf Sabine, die ihn mit grossen Augen anschaute. „Äh…“
„Hat was mit Anatomie zu tun, dachte du hättest das auch studiert.“
„Ich-!“ Doch Gretchen schloss den Mund und schaute zu, wie er die Augenbrauen hochzog.
„Jaaa…?“
Sie schluckte und blinzelte einmal. „Ich schlafe heute bei meinen Eltern.“, sagte sie dann schlussendlich leiser, strich mit der Hand über die Kommode und wandte sich um.
„Äh?“ Marcs Mund klappte auf und er blickte mit gekrauster Stirn zu, wie Gretchen das Zimmer verliess.
„Also, man…setzt hier irgendwo an…“ Sabine stand eilig auf und zeigte von ihrer Brust bis zu ihren Knien auf und ab, „…und dann wird man…in die Länge gezogen oder…es wird halt einfach…irgendwo angesetzt…“
„Nun ja…“
„Hast du das jetzt begriffen?“ Marc drehte sich um, stützte eine Hand in die Seite und zog die Lippen kraus.
Dan schaute auf. „Bitte? Ich bin hier gerade in einer…Konsultation.“
„Was?“ Marc schaute noch verstörter zu Sabine, die scheu lächelte und die Hände vor dem Schoss verschränkte, „mit Sabine? Da gibt’s doch gar nichts mehr zu verschönern.“
Sabine lächelte scheu. „Danke…Herr Doktor.“
„Ja äh, glauben Sie mir ich meins nicht im positiven, also hast du das gerade gehört? Kann mir mal bitte jemand sagen was ich falsch gemacht habe?“
„Sie sind ein…tollpatschiger Hornochse…“ Sabine warf ihm einen eher düsteren Blick zu, ehe sie ihr Buch schnappte und das Schwesternzimmer verliess.
Marc presste die Lippen zusammen. „Das…war womöglich die ehrlichste Antwort von Sabine die ich je gehört habe.“

Fran Offline

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03.04.2011 21:52
#246 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Bitte entschuldigt die längere Pause! Ich hoffe ihr bleibt immer noch am Ball Liebe Grüsse

„…nicht mal um mich, verstehen Sie? Meine Tochter braucht endlich so was wie eine Vaterfigur, sonst dreht die noch komplett durch.“
„Mhm…“
„Ich hab ihn zwar auch nicht lange gekannt, aber immerhin war er Australier und nicht von hier. Deutsche Männer sind alle scheisse, da hab ich jetzt zu viele durch.“
Gretchen presste die Lippen aufeinander und schaute zu, wie Dr. Hassmann ein Pommes Frittes in den Mund schob. Sie sass nun bereits schon seit zehn Minuten am gleichen Tisch in der Cafeteria und hörte zu, wie Maria über Stevenson redete.
„Nehmen wir doch mal deine Niete, also Meier.“ Maria zeigte mit einem Ketchup bestückten Pommes beschwingt in ihre Richtung, „hat doch auch nicht mehr alle zusammen, wenn du mich fragst, ist er doch der König von allen Arschlöchern. Wenn ich könnte würde ich den gleich feuern…“
Gretchen lachte peinlich berührt und zuckte mit den Schultern. „Naja…ich-“
„Dann wäre endlich wieder mal so etwas wie Gleichberechtigung los hier. Entweder man hasst ihn oder schläft mit ihm, das is’es.“ Sie tunkte zwei neue Pommes in der Sauce.
„Oder…beides, ne.“ Gretchen zuckte mit den Schultern, als Maria aufsah, „also…kann ja sein. Ich jetzt nicht! Aber…kann ja vorkommen. Zuerst schläft man mit ihm und dann hasst man ihn.“
„Ist er also doch so schlecht.“ Maria legte genüsslich einen Arm auf den Tisch und schüttelte den Kopf, „ich muss sagen, eine gewisse Genugtuung gibt mir das.“
„Äh…also nein, so meinte ich das jetzt eher nicht. Eigentlich finde ich-“
„Oh bitte heul mir jetzt nicht vor wie schön dass es ist einen Freund zu haben. Krieg ich ja das kotzen.“
„Nein, das wollte ich eigentlich nicht.“, antwortete Gretchen bestimmt, „ich würde dir nur raten, dass Stevenson nicht der einzige Mann ist. Es gibt auch noch andere. Und wenn du Glück hast, dann…“


Ist er kein Betrüger, Mörder oder Arsch. Oder alles gleichzeitig.

„…dann wird er schon bald…kommen.“
„Naja.“ Maria nahm einen unzufriedenen Bissen und kaute darauf herum, „mal sehen ob dein Optimismus ansteckend ist Haase. Was ich aber bezweifle.“


Die Tür knallte so laut ins Schloss, dass Gretchen auf ihrer Krankenakte einen geraden Strich über die Zeile hinaus zog. Als sie aufschaute und sich gerade beschweren wollte, sah sie Maria mit dem Rücken gegen die geschlossene Türe kleben, die Wangen gerötet, die Augen glänzend.
„Was…ist denn mit dir passiert?“
„Der Schönheitschirurg.“
„Aha…“
„Wieso sagt mir niemand, dass wir so einen neuen Mitarbeiter haben?“, fragte sie inbrünstig und lief um die Reception herum, worauf sie sich auf Sabines Stuhl niederliess.
„Tja…weiss nicht.“ Gretchen zuckte mit den Schultern und schaute wieder auf ihre neu geschaffene Ordnung auf dem Blatt, „wäre ja eigentlich Aufgabe des Chefarztes, ne.“
„Der Typ erinnert mich irgendwie an den Typen aus Greys Anatomy. Nur noch schärfer. Wetten dass ich ihn klarmache?“
Gretchen schaute wieder auf und lachte, als sie Marias entschlossenen und herausfordernden Gesichtsausdruck sah. „Ja gut, dass würde mich nicht überraschen…was…gucken Sie denn mich jetzt so an?“
„Komm schon Haase.“ Maria rutschte mit dem Stuhl näher ran, „keine Lust auf eine kleine Wette?“
„Also ich bin vergeben, ja.“, sagte Gretchen mit einem leichten Lachen, worauf sie sich räusperte, „obwohl…es so für andere nicht aussieht, bin ich in glücklichen Händen. Also…jetzt eher…nicht bildlich gesprochen.“
„Und jetzt? Hat mich nie aufgehalten.“ Maria lehnte sich zurück, schlug ein Bein über das andere und verschränkte die Arme, „sei kein Spielverderber Gretchen, du wirst ihn sowieso nicht bekommen weil ich ja gewinne.“
„Das macht die Sache jetzt irgendwie auch nicht…legaler. Irgendwie.“ Gretchen überlegte einen Moment ehe sie aufschaute und Gabi sah, „frag Gabi!“
„Fragt Gabi was?“ Diese legte eine Mappe auf die Ablage und drehte sich dann erwartungsvoll um.
„Es geht um eine Wette.“, erklärte Maria und hob eine Augenbraue, „um einen Kerl.“
„Na schau mal einer an.“ Gabi grinste breit, „Gretchen ist ein böses Mädchen!“
„Doch nicht mit mir.“ Gretchen verdrehte die Augen, „ich bin ja schon mit dem besten Mann zusammen, den es gibt.“

Also...gut, vielleicht nicht im Moment. Aber im generellen, also so...ganzheitlich gesprochen, die Summe der bisherigen Beziehungen entsprechend, ist Marc doch so etwas wie...den Checkpot.

„Jetzt sag mal, was hockst du wieder nur so faul rum, noch nie was von Visite gehört?“ Marc schaute mit erhobenen Augenbrauen zu Gretchen und schnappte sich einen Apfel von der Reception, „brauchst gar nicht erst zu Frühstücken, es geht zu deiner Freundin. Vielleicht hast ja Glück und es regnet Toast.“ Mit wehendem Umhang biss er in den Apfel und verliess das Zimmer, wobei Gabi angestrengt die Stirn in Falten legte. „Wie…war das noch genau? Der beste Mann…?“
„Jaaa…schon gut…“ Gretchen seufzte schwer und griff nach den Akten, die Sabine bereits schon bereit gelegt hatte, „er mag vielleicht nicht der beste sein, aber dafür ist er der…der…“ Gretchen suchte angestrengt nach Worten, wobei Maria den Blick auf ihr ruhte und langsam den Kopf senkte. „Der egozentrischste, eifersüchtigste, selbstverliebte Mensch den die Welt je gesehen hat?“
Gretchen öffnete den Mund und zuckte halbwegs mit den Schultern. „Joa ich…hätt das jetzt eher anders ausgedrückt aber…“

Gut, wenn wir ehrlich sind, Recht hat sie. Konzentriere mich aber lieber auf den positiven Teil von Marc. Der da wäre…also der…er ist Marc.

„Ich muss jetzt auch, ne.“ Gretchen hielt die Akten hoch und schob sich an Gabi vorbei aus dem Zimmer.
„So! Um welche Wette genau geht es? Ich muss Sie aber warnen, ich hab in meiner Schulzeit so einige Wetten aufgestellt und gewonnen.“
„Hm.“ Maria schaute sie selbstüberzeugend an, „ich würde meinen Sie sind eine gute Konkurrenz.“

Fran Offline

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06.04.2011 22:13
#247 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Guten Abend ihr Lieben! Ich muss gestehen, ich hab noch genau ein Kapitel auf Vorrat, aber ich dachte, ich geb euch doch trotzdem das nächste. Ihr habt es ja auch verdient @Azadeh: Zickenterror gibt es überall, in jeder Situation wenn möglich
@German Bucket: Diiiich gibts auch noch! Wie gehts dir? Schön wieder was von dir zu lesen und danke für das Kompliment
@Anni: Nein, musst du nicht :) Und Marc ist halt...Marc.
@Olivenbaum: Jap, ich bin auch gespannt wie sich das entwickelt
@limona: Phew, danke, das ist gut zu lesen :) Danke dir
Danke an alle, dass ihr mir immer noch Feedback gebt!! Bedeutet mir sehr viel :) Habt einen guten Abend


Gretchen stand mit verschränkten Armen vor Tiffanys Bett und wartete zusammen mit Sabine auf Dan, als Marc die Türe aufstiess. Sein Blick fiel auf Gretchen, worauf er die Lippen aufeinanderpresste, die Hosen richtete und zu ihr hinüber lief.
„Hey.“ Er flüsterte ihr dies leise zu, worauf seine Lippen ein kurzes Lächeln formte, ehe er die Stirn in Falten legte, „das mit vorhin war ein Witz, oder?“
„Äh…was?“, fragte Gretchen zurück und schaute kurz zu Sabine und Tiffany, die sich jedoch nicht regte.
„Ja das mit deinen Eltern. Kannst mir jetzt nicht sagen dass du tatsächlich zuhause schlafen wirst.“
Gretchen lachte schwach auf. „Doch, kann ich? Du kannst mir gerne Bescheid geben wenn dein Ego nicht mehr das ganze Bett beansprucht.“
Marc seufzte kurz und knapp. „Ist es wegen dem in der Cafeteria.“
Gretchen presste die Lippen zusammen und kratzte sich am Nacken, worauf Marc genervt aufseufzte. „Jetzt komm schon Gretchen. Sehe es einfach als altes Hin und Her zwischen Dan und mir, nimm es doch nicht gleich persönlich.“
„Das hat überhaupt nichts mit Dan zu tun mein Lieber, sondern mit dir und deiner verkorksten Vorstellung von einer Beziehung. Ich persönlich denke-“
„Boah bitte jetzt kein Vortrag über die Tiefen deiner Diagnosen meiner Psyche.“
Wiederum lachte sie schnaubend leise auf. „Vergiss es, um sich in deiner Psyche zurecht zu finden bräuchte man einen Stadtplan und ein Seil um den Bauch dass man wieder raus findet.“
„Unglaublich wie persönlich dass du alles nimmst.“
„Ey-!“ Gretchen wandte sich zu ihm um, worauf er die Augenbrauen erhob, „ist ja wieder unglaublich wie viel Einfühlungsvermögen wir an den Tag legen. Es wäre wirklich an der Zeit dass du hier mal…“ Sie schluckte und versuchte sich seinen fragenden Augen, die sie zugleich irritiert und abwartend anschauten zu entziehen, „…also dass du dich hier mal wie ein…richtiger Mann benimmst. Wie ein richtiger Freund, weil das tust du bisher mit Sicherheit nicht.“
„Nein?“ Marc schaute kurz zur Seite.
„Nein…tun Sie nicht.“, bemerkte Sabine leise hinter Gretchen, worauf Marc den Kopf zur Seite streckte und Sabine ein steifes Lächeln schenkte. „Äh ja Sabine, Sie hat niemand gefragt“.
„Muss man auch nicht, Sabine hat auch sonst recht.“, antwortete Gretchen leiser und verschränkte die Arme vor der Brust.
Marc verdrehte die Augen und seufzte genervt auf.

Pha. Kann er jetzt zusehen, wie er das wieder hinbiegt. Werde mit Sicherheit auf keinen Fall klein bei geben, bin ja nicht – äh, was wird das jetzt?

Marc hatte sie an den Schultern gepackt und schob sie in das kleine Zimmer neben dem Krankenzimmer, worauf er die Tür hinter sich schloss und sich wieder an Gretchen wandte, die nun komplex, jedoch immer noch um Fassung bemüht, in der Mitte des Raumes stand.
„Gretchen du-“, begann Marc, bemerkte jedoch Sabine, die mit grossen Augen durch die Scheibe in ihre Richtung blickte. Er streckte den Arm aus und schloss mit einer geschwinden Bewegung die Schalosienen.
Erneut seufzte er und stützte dann einen Arm auf dem Tisch ab, während er nur wenige Zentimeter vor ihr stand und ihr dann zunickte. „Du kennst mich doch, hm. Du weißt doch dass ich dich…“
Gretchen schaute auf und sah zu, wie er sich über die Lippen leckte und von rechts nach links schaute.

Hach…er wird es wohl nie lernen…

„Ja dass ich dich…dass ich dich liebe. Nicht wahr?“
Gretchen konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, als er immer noch etwas hilflos vom Boden zum Schrank schaute, aber nur nicht in ihre Richtung. Sie beobachtete ihn ein paar Sekunden, bis sein Blick doch den ihren kreuzte, ihr aber zeigte, dass er von ihrer Reaktion etwas verunsichert war. Und so seufzte sie und machte einen knappen Schritt auf ihn zu, bis sie seinen Kittel greifen konnte. „Ich weiss. Aber es halt…ab und zu wieder und wieder zu wissen ist halt…schön.“
„Äh…“ Marc schaute wieder etwas ängstlich zur Seite, „und wievielmal ist wieder und wieder?“
„Marc.“
„Ja jetzt sei doch ein bisschen genauer, schlussendlich renn ich noch durchs Krankenhaus und…mach jede Stunde eine neue Liebeserklärung durch die Durchsage oder was.“

Nein wie süüüüüss.


Gretchen lachte und schüttelte den Kopf. „Das würdest du doch niemals machen.“
„Stimmt.“

Schade eigentlich. Wäre doch wirklich süss wenn er-

„Hör bitte auf dir vorzustellen wie das klingen würde.“
„Phhh, tue ich doch gar nicht.“, erwiderte sie und strich sich lachend eine verirrte Strähne hinter die Ohren, bis sie Marcs Blick auf sich spürte und bemerkte, wie ihr das Blut ins Gesicht schoss.
„Also…alles wieder gut?“ Marc nickte ihr wieder zu und schaute mit einem schwachen Lächeln von ihren Lippen zu ihren Augen.
Gretchen atmete kurz durch. „Wenn du mir versprichst dass du mich nicht mehr in der Öffentlichkeit blossstellst?“
„Ich stell dich doch nicht bloss!“
„Doch, tust du.“, sagte sie, legte den Kopf schief und zog einen Schmollmund, „du hast gesagt ich wäre dick.“
„Du das ist keine Blossstellung, du läufst ja freiwillig so rum, was soll ich denn da bitte- au!“ Marc griff sich an seinen Oberarm, da ihn Gretchen gekniffen hat. „Siehst du, genau das mein ich Marc. Ein bisschen Arschloch ist ja in Ordnung, aber zu viel ist dann…halt zu viel eben!“

Wow ich bin so redegewandt.

Marc seufzte und schloss die Augen. „In Ordnung. Du bist nicht dick. Du hast…“ Er öffnete die Augen und legte seine Hände auf ihre Taille, nur um mit ihnen an ihrer Seite hinauf und hinab fahren zu können, „die richtigen Rundungen, an den richtigen Stellen. Hört sich das besser an?“
Gretchen verzog die Lippen. „Könntest…auch sagen dass ich dünn bin.“
Marc legte die Stirn in Falten, schaute zur Seite, öffnete den Mund um etwas zu erwidern, wartete jedoch ein paar Sekunden. Gretchen seufzte tief auf und schaute zur Decke. „Guuut, bin ich jetzt nicht, aber trotzdem. Komplimente sind halt…schön. Jede Frau mag das.“
„Na gut. Würdest du jetzt bitte dein Knochengestell zur Patientin schwingen, damit wir die Visite durchführen können?“
„Das war jetzt so was von romantisch.“
„Na komm jetzt sei nicht so kritisch.“
„Ich bin überhaupt nicht-!“
„Gretchen jetzt lass uns bitte aufhören zu diskutieren, ich dachte wir haben uns gerade vertragen!“
„Ja was kann ich denn dafür wenn du es wieder versaust.“
„Gretchen.“
„Was.“
„Halt die Klappe.“
„Ey-!“

Fran Offline

Krankenschwester:


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13.04.2011 15:34
#248 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Ihr Lieben, danke für die Kommentare Freut mich jedesmal sehr! Ich versuche auch bald wieder Zucker zu liefern, ich hätte da auch schon eine Vorlage im Kopf... :) Es sei aber nicht zuviel verraten. Ich bemühe mich weiterzuschreiben, vor allem da das jetzt mein letztes, vollständiges Kapitel ist! Daher - lasst es euch schmecken. Oder so

„Soo, Frau Schmidt…Sie haben die Operation gut überstanden. Wie fühlen Sie sich?“ Dan rollte mit dem kleinen Stuhl an das Bett von Tiffany heran und zog Handschuhe an.
„Ziemlich geschafft…“nuschelte die Frau und bewegte den Kopf von links nach rechts. Ihr ganzes Gesicht war mit Verband eingepackt.
„Ja ist auch keine Überraschung, wenn einem die halbe Haut vom Gesicht gezogen wird.“
„Was?“ Die Frau hob ihren Kopf, so gut es ging und es war ihr anzuhören, dass ihr Herz gerade um Stufen schneller schlug.
„Marc…“ Gretchen schüttelte den Kopf, doch dieser schaute sie nur irritiert an. „Was, ist doch so. Sie können froh sein haben Sie Ihre Nase noch am richtigen Ort, dieser ganze Airbag hat sich an ihrem Gesicht festgesaugt wie eine Qualle. Ich an ihrer Stelle würde die Kerle verklagen.“
„Ich werde die Frau verklagen, die in mich reingedonnert ist.“, erwiderte Tiffany und liess ihren Kopf wieder langsam auf das Kissen nieder, „sie hat…sie hat mein Gesicht zerstört.“
„Na na, so würde ich das nicht sagen.“, erwiderte Dan und zog vorsichtig an dem Verband, sodass er die Augenpartie freilegen konnte „ich habe natürlich geschaut dass Sie nicht entstellt sind.“
„Hm, also wenn sie noch gleich aussieht wie vorher, dann hat sie wohl den Kürzeren gezogen.“, sagte Marc leise zu Gretchen, welche sofort riesige Augen machte und ihren Ellbogen in seine Seite rammte. Sabine presste die Lippen aufeinander und schaute zu Boden.
Doch Marc grinste nur, verschmälerte dann seine Augen und nickte nach vorne. „Wisst ihr was ich denke?“
„Dass es ziemlich merkwürdig ist, wenn du das Wort „ich“ und „denke“ in einem Satz brauchst?“
Marc presste die Lippen aufeinander, legte die Stirn in Falten und nickte langsam. „Nicht schlecht.“
„Ich lerne vom Besten.“, grinste Gretchen gespielt, bevor ihr Blick wieder düster wurde.
Marc grinste und zwinkerte in Dans Richtung, der mit einem fetten Grinsen nach hinten blickte. „So erzieht man seine Frau.“

Ui er hat mich seine Frau genannt! Liebe Marc. Ist halt doch-

„Er…hat gerade gesagt, er erzieht seine Frau, also…Sie.“ Sabine schaute von der Seite zu Gretchen und hob ihr Kinn, „vermittelt das Ihnen nicht…das Gefühl dass Sie…untergeordnet sind?“
„Äh…“

Hoffentlich hat das die doofe Tiffany-Kuh gehört.

„Naja, das…sehe ich jetzt nicht so eng.“ Gretchen lächelte tapfer und schaute wieder zu Marc, der ein Gähnen unterdrücken musste.

Ich mein, tu ich auch nicht. Hach eine Strähne ist ihm ins Gesicht gefallen…ich liiiiebe wenn das seine Haare machen. Sieht aus wie James Dean irgendwie…obwohl…sollte vielleicht mal James Dean googeln.

Gretchen schaute wieder nach vorne und sah zu, wie Dan den Verband langsam abrollte.

Oh Gott. Hoffentlich erkennt die mich nicht. Obwohl…

Gretchen wandte langsam den Kopf und schaute hoch zu Marc, der mit gekrauster Stirn nach vorne zu Dan und Tiffany schaute.

Ich könnte ja vielleicht auch zeigen, dass ich es zu was gebracht hab. Vielleicht…

Sie kratzte sich am Nacken und machte dabei einen kleinen, letzten Schritt auf Marc zu, den Blick auf Tiffany gerichtet, deren Augen langsam frei wurden. Gretchen nützte die Situation aus und platzierte ihren Kopf auf Marcs Schulter, der dann ganz langsam mit entgleistem Gesicht, zu ihr hinunterschaute.
„In Ordnung…versuchen Sie ganz langsam die Augen zu öffnen und sagen Sie mir, ob Sie was erkennen.“
Gretchen strich sich mit der einen Hand schnell über die Haare, drückte sie zurecht und hackte sich mit dem freien Arm bei Marc kurzerhand ein.
„Äh…was wird das?“
„Psht, halt die Klappe.“
„Bitte?“
Tiffany blinzelte und schirmte mit einer Hand ihre Augen ab, da es relativ hell im Raum war.
„Dass die Augen schmerzempfindlich auf das Licht reagieren ist ganz normal.“, erklärte Dan und hörte unterhalb der Augen auf, den Verband abzuwickeln, „das wird sich aber in wenigen Sekunden stabilisieren.“
Marc seufzte genervt und verdrehte die Augen, währenddessen Gretchen mit erwartungsvollem Blick nach vorne schaute. Tiffany nahm die Hand langsam runter und blinzelte einige Male.

Komm schon…komm schon. Sie muss mich doch noch erkennen. Schliesslich schmiert man nicht jedem einen Toast ins Gesicht.

„Und?“ Dan verschränkte die Hände und blickte erwartungsvoll zu Tiffany.
„Ich…erkenne drei Leute vor mir. Sind wohl Ärzte.“
„Tja, oder Engel. Oder sagen wir…mindestens einen.“, antwortete Marc, nachdem er kurz mit irritiertem Blick in Richtung Gretchen und Sabine geblickt hatte.
„Sind sie auch alle Schönheitschirurgen?“

Was? Erkennt die mich jetzt tatsächlich nicht? Och menno…

„Hmm nein, aber wenn es Ihnen hilft dann ist einer schön und die anderen zwei-“
„Die anderen zwei kümmern sich ebenso um Ihr Wohlergehen…Frau Schmidt.“, sagte Gretchen schnell, liess von Marc ab, aber schien immer noch skeptisch über deren Reaktion zu sein, „Sie…können sich also an gar nichts mehr erinnern? Irgendwie?“
„An was soll ich mich denn erinnern? Solange Sie nicht in mich reingefahren bin, spielt das ja keine Rolle?“
„Äh…ja, nein. Bin ich nicht.“
„Frau Schmidt, da die weibliche Population dieses Planeten ein äusserst grosses Anteilssyndrom hat, verwundert es mich überhaupt nicht zu wissen, dass eine Frau und kein Mann Sie angedonnert hat.“
„Marc, das ist jetzt kein Zeitpunkt für deine sexistischen Bemerkungen.“
„Was ist daran sexistisch, Frauen haben ein solches Syndrom, ihr teilt ja wirklich jeden Scheiss. Meinungen, Klamotten…Heckstangen.“
Gretchen sah aus den Augenwinkeln, wie Dan die Lippen aufeinander presste, um ein Grinsen zu verkneifen.
„Es wäre erst dann sexistisch, wenn zwei Frauen-“
„Marc. Wenigstens nehmen wir auch an wichtigen Dingen Teil.“, erwiderte Gretchen schnell, wandte sich halbwegs zu Marc um und sah ihn mit schmalen Lippen und eindringlichen Augen an.

Brauche ein möglichst gutes, stabiles Beispiel. Brauche…brauche…

„Politik zum Beispiel.“
„Ach komm du weißt doch nicht mal wie lange Angela Merkel schon im Dienst ist.“
„Ich-“

Verdammt.

„Äh, aber du weißt wer Angela Merkel ist, oder?“
„Das…spielt jetzt hier überhaupt keine Rolle, ja.“, entgegnete Gretchen und hob den Zeigefinger, wobei Marc mit erhobenen Augenbrauen grinste, „vielleicht holst du dir mal ein Ratgeber in Beziehungen, oder gehst mal ins Internet googeln. Ganz davon abgesehen, gibt es viel Wichtigeres zu wissen als die Amtszeit von Angela Merkel.“
„Da hat…sich ein Stück Haut gelöst…“ Sabine strich sich mit einem Finger über die Wange und schaute mit hochgezogener Lippe etwas angeekelt zu Tiffany.
„Oh mein Gott.“
„Kein Grund zur Sorge.“ Dan rollte wieder heran an den Tisch und warf einen Blick auf das erschreckte Gesicht von Frau Schmidt, „das ist nur-“
„Marc. Das ist Marc Meier.“

Na toll.

Fran Offline

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18.04.2011 21:50
#249 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Es geht weiter! Vielen Dank an die Kommischreiber und Leser, an dieser Stelle :) Ich muss sagen, dass sich die Story langsam dem Ende neigt...aber vorest noch dieses Kapitel, frisch fertggestellt ;)

„Oh…mein…Gott.“
„Ja das…sagen die meisten wenn sie mich sehen.“
Gretchen verdrehte stöhnend die Augen.
„Also erkennen Sie ihn?“, fragte Dan und schaute kurz zu Marc, ehe er wieder Frau Schmidt anschaute, die mit offenem Mund blinzelte.
„Naja, nicht…nicht wirklich. Ich sehe…ich sehe einen weissen Schein…“
„Ja gut, sein Heiligschein wird’s definitiv nicht sein.“, bemerkte Gretchen und riss somit die Aufmerksamkeit von Tiffany auf sich.
„Diese Stimme. Von irgendwo her…kommt sie mir bekannt vor.“
„Ja sie wird auch so bald nicht mehr verschwinden.“
„Ey-!“
Marc grinste fröhlich vor sich hin, als hinter ihm die Türe aufgerissen wurde und Gordon im
Türrahmen stand. „Die andere Hälfte wurde eingeliefert!“
„Ach!“ Marc hob überrascht die Augenbrauen und wandte sich wieder Tiffany zu, „verheiratet auch noch, kein Wunder dass es ihn auch umgenietet hat.“
„Nicht diese Hälfte.“ Gordon schüttelte den Kopf und nickte dann in Richtung der Patientin, die mit den Händen nach ihren Augen tastete.
„Oh.“ Marc schaute zu Gretchen, „ja dann…geh doch du schon mal vor und quatsch ihm mit deiner Stimme in die Bewusstlosigkeit.“
Gretchen presste die Lippen aufeinander und schaute von Marc auf den Boden und erwiderte nichts.
Marc seufzte, drückte daraufhin ihren Kopf in seine Richtung und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Na los. Geh Leben retten.“
Gretchen seufzte und brachte ein Lächeln zustande, ehe sie Gordon folgte und den Raum verliess.
„Jetzt…haben Sie aber ganz knapp die Kurve gekriegt…“
„Äh?“
„Tatsächlich…“
Marc schaute irritiert von Sabine zu Tiffany, die ihn nun mit roten Augen und rotfleckigem Gesicht anschaute.
„Ich hätte nie gedacht dass ich dich wieder sehe.“
„Ah ja…“, erwiderte Marc langsam und schaute sie etwas verunsichert an und hob dann die Augenbrauen, „und ich hätte nicht gedacht dass Sie überhaupt wieder sehen.“
„Hey, hey.“ Dan machte eine beschwichtigende Handbewegung, „unterschätze mein Handwerk nicht.“
Marc lachte schwach. “Ja das sag ich auch immer zu Gretchen.”
„Gretchen?“ Tiffany blinzelte in den Raum, „Gretchen…aber nicht Gretchen Haase, oder?“
„Gretchen, Hasenzahn, Nutellawerbung auf zwei Beinen, ich kann mir die Namen einfach nicht alle merken.“, erwiderte Marc, holte tief Luft und strich sich über die Brust, „Sabine verschwinden Sie schon mal und nehmen die Personalien der anderen Patientin auf, Dan sind wir hier fertig oder müssen wir befürchten dass noch mehr, dings, Haut abfällt?“
„Das war kein Witz…?“, keuchte Tiffany so sehr dass ihre Lippen anfingen zu zittern.
„Keine Sorge Frau Schmidt, das kriegen wir hin.“, beschwichtigte Dan und fing an sich um die Frau zu kümmern.
„Ja gut ich nehme an du brauchst mich nicht mehr.“, meinte Marc und warf einen letzten zweifelnden Blick auf die Frau, die sich dann aber noch nach vorne lehnte. „Du bist es wirklich, richtig? Marc Meier? Der von früher, aus der Schule?“
„Ich wünschte ich wäre auf einer anderen gewesen aber ja, das ist…möglich?“
„Ich hab dich am Klassentreffen gesehen.“, fuhr Tiffany fort und es war das erste Mal, als sich ein keckes Lächeln auf die Lippen stahl, „deine Jeans sassen ganz schön eng.“
Marc lachte peinlich gerührt auf. „Äh, ja die waren auch relativ-“
„Jeans…?“ Sabine blinzelte ihn an, „ich…dachte Sie hätten dieses Kostüm angehabt dass ich Ihnen-“
„Sabine glauben Sie mir wenn ich sage dass nicht mal eine normaldenkende Person, wobei ich in diesem Fall sicherlich nicht von Ihnen spreche, mir dieses Kostüm allen Ernstes gegeben hätte.“
„Ich…dachte es hätte so schön zu Ihrem Teint…gepasst.“
„Ich bitte Sie Sabine, seh ich aus als ob ich Zeit für einen Teint hätte.“, erwiderte Marc und wandte sich um, um die Türfalle zu ergreifen, „Dan, viel Spass beim weiter schälen, wir sehen uns beim Essen.“

Eine Stunde später stocherte Gretchen in ihrem Salat im Schwesternzimmer und war gerade dabei eine Tomate von einer Ecke in die andere zu schieben, als sie aufschaute. „Sabine, finden Sie nicht dass Marc ab und zu etwas…angespannt ist?“
„Angespannt…?“ Sabine schaute von ihrem Joghurt auf, während Maria aufschnaubte. „Der ist doch ständig angespannt.“
„Nicht so.“ Gretchen seufzte und verdrehte die Augen, „müssen aber auch nicht alles immer so…verstehen.“
„Verstehen kann man da sowieso nichts Haase.“, antwortete Maria und schnitt eine Orange an, „sind Männer, da hört selbst unsere Weisheit auf.“
„Wie…meinen Sie das denn jetzt?“, fragte Sabine und schob eilig einen Löffel mit Joghurt in den Mund.
„Ja halt so…gestresst, irgendwie.“
„Ja du bist auch nicht leicht zu ertragen.“
Gretchen wandte den Kopf und sah zu Mehdi, der sie süffisant angrinste. „Danke, Mehdi. Genau das wollte ich jetzt hören. Könntest uns übrigens auch mal aufklären was so mit Gabi läuft.“
Mehdi, der gerade in ein Sandwich gebissen hatte, hielt inne mit Kauen. „Wiescho? Habt ihr etwa das Gefühl ihr dürft alle eine komplizierte Beziehung haben, nur ich nicht oder wie?“
„Kompliziert?“, fragte Gretchen und wandte sich auf dem Stuhl um, „wie kommst du denn jetzt auf kompliziert bitte?“
„Ich bitte dich.“ Mehdi schluckte hinunter, „Sabine geht mit dem Pathologen, Maria stalkt den Schönheitschirurgen und obwohl du endlich mal weißt was du willst, motzt du schon wieder rum. Immerhin weiss ich was ich an Gabi habe!“
„Was, zwei Brüste und eine schöne Nase?“ Marc warf eine Patientenakte auf den Tisch, worauf Maria kicherte und Marc grinste.
„Marc. Das war gerade nicht sehr nett.“
„Die Wahrheit ist immer hart.“
„Oder…angespannt…“, grinste Sabine, worauf ihr Marc einen irritierten Blick zuwarf. „Äh…? Gibt es etwas das ich wissen sollte?“
„Ja. Hast du vielleicht heute Abend schon etwas vor?“, fragte Gretchen und schaute ihn mit grossen Augen an.
„Nicht…das ich wüsste? Ausser den Saustall auf meinem Schreibtisch aufzuräumen und drei OP’s durchzuführen.“, antwortete Marc und öffnete sein Fach um nachzusehen, ob er Post hatte.
„Sehr gut.“ Gretchen stand auf und umarmte ihn kurzerhand, worauf er etwas überrascht zu ihr hinunter blickte.
„Ich hab nämlich heute Abend etwas vor mit dir. Um acht zuhause sein, und sei pünktlich!“ Gretchen drückte ihm kurzerhand einen Kuss auf die Lippen, doch er blickte sie immer noch irritiert an. „Ja und was…ist dann?“

Hmmm...gute Frage.

Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

20.04.2011 22:18
#250 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Danke, Danke, Danke an die lieben Kommischreiber Ich muss gestehen, ich finde es momentan sehr amüsant und interessant zu lesen, wie ihr euch auf lustige und chaotische Szenen freut Aber wer weiss, vielleicht wird auch mal etwas anderes passieren.
@Anni- Danke dir! Froh zu lesen, dass es auch für gut empfunden wird, wenn Marc nicht säuselig und ganz liebevoll wird
@Aza - Ich finde deine Kommis immer so herzerfrischend und amüsant, so voller Schwung, danke dir!
Auch an die anderen Leser und Schreiber, vielen Dank bereits jetzt schon :) Es wird leider nur zwei, drei Kapitel geben, dann neigt es sich dem Ende zu. Dafür ist dieses nun länger! Irgendwann muss ja auch mal fertig sein, jetzt halt ich euch schon so lange bei Stange Anyway, viel Spass mit dem neuen Teil, der die Vergangenheit und die Gegenwart wieder etwas vereint :) Liebe Grüsse, Fran


Eine Viertelstunde später...

„Sie…könnten ihn ja mit einem romantischen Abendessen überraschen und…“ Sabine schaute mit glänzenden Augen in die Luft, „den Weg bis zum…Schlafzimmer mit Rosen auslegen und ihm dadurch zeigen dass Sie…“
„Ihn erziehen können?“, bemerkte Maria trocken und schälte immer noch an ihrer Orange rum.
„…Zeit mit ihm spenden möchten, eigentlich…“
Gretchen seufzte. „Das klingt ja alles gut und schön Sabine aber können Sie sich Marc vorstellen, wie er einer Rosenspur zum Schlafzimmer folgt? Marc? Ich mein, der würde vielleicht höchstens drüber trampeln wenn er sie bemerken würde.“
„Naja auch…bei komplizierten Persönlichkeiten wie beim Doktor Meier, gibt es…Überraschungen…“, antwortete Sabine und setzte sich auf den Stuhl hinter ihr, „…und werden plötzlich nett und…anständig.“
„Ja…nur leider leben wir in keinem Märchen.“

Schön wärs.

„Wir sind ja auch nicht im Fernsehen, da bezweifle ich das Marc plötzlich…höchstromantisch werden würde.“ Gretchen schaute in die Luft und zuckte mit den Schultern.
„Naaaja.“, meinte Maria und legte die Stirn in tiefe Falten, während sie die Orange schälte, „ich wette RTL würde es hinkriegen.“
„Wie auch immer.“ Gretchen seufzte, „irgendwie wird ich das schon hinkriegen. Bin schliesslich eine Frau, ne.“
„Klar. Und wenn es gar nicht geht, dann hilft es wenn Sie sich einfach nackt aufs Bett schmeissen und sich mit Champagner übergiessen.“
Sabines Augen weiteten sich langsam und auch Gretchen schaute etwas irritiert zu Maria, die, als niemand etwas antwortete, langsam aufschaute. „Ja das hab ich so gehört.“
„Ja. Klar.“ Gretchen räusperte sich und wechselte einen Wers-glaubt-Blick mit Sabine, die schräg grinste, „und selbstverständlich sprichst du da nicht aus eigenen-“
Gretchens Aufmerksamkeit wurde plötzlich von einem Alarm abgelenkt, der hinter Sabine aus dem Computer erklang. Diese stellte ihr Joghurt zur Seite und öffnete das richtige Fenster. „Zimmer 23, Frau Heger!“
„Na toll…“, murmelte Gretchen, schob ihren Salat beiseite und blickte noch einmal zurück zu Sabine, „piep Marc an, ja?“

„Sei so gut und piep mal eben Marc an, Gretchen.“
„Wie bitte?“ Gretchen und Bärbel schauten beide perplex von ihren Tellern hoch und blickten verwundert und irritiert zu Franz. Dieser sass vor seinem vollen Teller, die Hände auf dem Schoss verschränkt und die Stirn in Falten gelegt.
„Wieso sollte ich denn jetzt bitte Marc anpiepen, der hat ja nicht mal Bereitschaft?“
„Vielleicht möchte er dir ja seinen Segen geben, Gretchen!“, flüsterte Bärbel innig und griff freudig Gretchens Hand, die jetzt nur noch irritierter schaute.
„Papa ist doch gar kein Priester, ich brauch doch gar keinen Segen.“ Gretchen zuckte mit gerümpfter Nase mit den Schultern und schüttelte den Kopf, „vielleicht höchstens alles Glück der Welt, ist ja Marc…aber sonst?“
„Nein, es ist keinerlei privater Natur. Es geht um die Klinik.“
„Was hat er denn jetzt schon wieder angestellt.“ Gretchen liess die Schultern und die Gabel auf den Tellerrand fallen, doch Franz winkte schwach lächelnd ab. „Keine Sorge Kälbchen, ich habe mir deinen Vorschlag bezüglich Meier sorgfältig überlegt und ich bin zu einem klaren Entschluss gekommen.“
„Und der wäre?“
„Ich denke…Meier ist der Beste.“


„Aufladen und weg!“ Marc setzte die Paddels auf die Brust und die Seite der Frau vor ihm auf den Tisch, schaute auf den Monitor und liess einen Stromschlag durch den Körper jagen, „Sabine beatmen!“
Sabine eilte herbei und beatmete die Frau fünf Mal, worauf Marc mit der Herzmassage begann. Gretchen stand vor dem Tisch und begutachtete die Anzeige auf dem Monitor. Marc massierte weiter, bis Sabine wieder beatmen konnte und das Ganze von vorne anfing. Und als Gretchens Hoffnung sich schon beinahe davon gemacht hatte, stiess die Linie in die Höhe und ein Herzschlag wurde messbar. Sie atmete tief durch und schüttelte einmal den Kopf. „Gott sei Dank.“
„Knechtelsdorfer, Sabine, weiter versorgen.“ Marc trat einen Schritt zurück und strich sich mit dem Unterarm über die Stirn, ehe er etwas schweratmend an Gretchen vorbei lief. „Würde meinen ich bin halt der Beste, hm?“

„Ja gut, das…ist mir bekannt.“
„Marc. Jetzt sei doch nicht immer so…so.“
„Ja was, wär ich anders hättest du ja keine Freude an mir, wo wäre dann der Spass. Und jetzt sei bitte einen Moment still, dein Vater wollte mir etwas sagen.“
„Ey, also das ist immer noch mein Haus hier, ja?“
„Franz, Franz!“ Bärbel stupste Franz in die Seite, als sie vor Gretchen und Marc auf dem Sofa sassen, „jetzt schau dir die beiden mal an! So streiten sich nur schwerverliebte Franz, nur ganz, ganz schwerverliebte! Hab ich in der Gala gelesen!“
Franz warf seiner Frau einen etwas merkwürdigen Blick zu, ehe er sich räusperte und Bärbel, die mit glücklichem Gesicht neben ihm sass, ignorierte.
„…ausserdem schläfst du immer noch in einem Zimmer das vollkommen pink ist, wie soll ich dich denn da bitte ernstnehmen.“
„Du immerhin hat es eine komplette Einrichtung, ja. Bei dir wusste ich ja anfangs nicht mal wo das Bett und die Couch ist.“
„Und beides fandest du schlussendlich sehr bequem.“
„Marc! Meine Eltern!“
„Sag ich doch!“
„Also, Meier…wenn ich dann mal Ihre Aufmerksamkeit haben dürfte?“
„Ja, tut mir leid Herr Professor! Ich bin ganz Ohr.“
„Gut. Wie Sie sich also sicher schon vorstellen können, habe ich nochmals über Ihre Zukunft und die Zukunft der Klinik nachgedacht. Aufgrund diesen Überlegungen habe ich entschlossen, dass es wohl…ja, an der Zeit wäre, einige Änderungen vorzunehmen.“
„In Bezug auf…?“
„In Bezug auf die…Leitung der Klinik. Und alle Verantwortungen die das mit sich trägt.“
Ein Lächeln machte sich auf Marcs Gesicht breit und Gretchen blickte überrascht zu ihrem Vater und wieder zu Marc.
„Ich habe Ihren Einsatz in der letzten Zeit bemerkt und durch die…naja, ich sag jetzt mal, sich immer wiederholenden Bemerkungen meiner Tochter, diese auch nicht ignorieren können.“
Marc lachte. „Ja, die kann man auch schlecht ignorieren, so viele Bemerkungen wie da am Tag so kommen…“
„Auf jeden Fall möchte ich Ihnen offiziell die Chance geben, die Leitung des Elisabethkrankenhauses zu übernehmen.“
Marcs Lächeln wurde immer breiter und ein Leichten machte sich in seinen Augen breit. „Wirklich?“
„Ausserdem zeigen Sie, dass Sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Hinsichtlich unserer Tochter ist das ein sehr positiver Aspekt.“ Bärbel und Franz lächelten zu Gretchen, die nun auch glücklich lächelte, Marcs Arm griff und ihren Kopf auf seiner Schulter platzierte.
„Ja.“, lächelte Marc und griff nach Gretchens Hand, „noch eine Lebensversicherung dazu und wir sind auf der sicheren Seite.“
„Hä?“ Gretchen hob den Kopf und schaute Marc an, „wieso willst denn du jetzt für mich eine-?“
„Gretchen warte, ich glaube dein Vater ist noch nicht fertig.“
„Äh…ja.“ Franz schien für einen Moment irritiert, „Sie sollten sich aber bewusst sein, dass das allerlei an Verantwortung und Pflichten mit sich trägt. Sie werden viel arbeiten, sich in Ihrem Büro einschliessen und sich für alle Arten von Sorgen kümmern müssen die anstehen.“
Marc nickte konzentriert. Bärbel nickte ebenfalls sehr eindringlich. „Also das sollten Sie sich wirklich merken, Franz war ja sogar so beschäftigt dass er mich betrogen hat. Aber was sag ich da, war ja ihre Mutter die sich da ja beteiligt hat in dem Sinne, was ich-“
„Äh…Mama?“ Gretchen lächelte peinlich berührt, „ich glaube das wird bei Marc nicht der Fall sein.“
„Äh, nein.“ Marc schüttelte knapp, mit gerunzelter Stirn, „und das vor allem sicher nicht mit meiner Mutter.“

Wär ja noch schöner. Nein, Marc ist definitiv drüber hinweg. Er hat ja jetzt mich.

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