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Dieses Thema hat 253 Antworten
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 Pausierende und abgebrochene Fortsetzungen!
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Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

19.08.2010 14:41
#201 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Na aaaalso, jetzt seid ihr wieder einwenig glücklich Bin ich froh! Immerhin haben wir ja noch Marc, der gibt den Tarif sowieso durch, früher oder später Danke für die Kommis Dieser und der nächste Teil werden etwas länger sorry. Ich hab keinen passenden Teil gefunden, um es zu trennen :)


Marc kratzte amüsiert mit seinem Daumen an seiner Stirn, als Gretchen die Türe hinter ihnen schloss. „Tut mir ja fast schon Leid mit dem Chefposten.“
„Marc!“, zischte Gretchen leise, worauf sich dieser überrascht umwandte. „Ja was, ist ja wahr, tut mir nämlich…“, antwortete er, schaute dann mit einem süffisanten Grinsen zu Stevenson und nickte herzhaft, „gar nicht leid.“
„Ich will ein guter Verlierer sein und Ihnen Glück wünschen.“ Stevenson hob die Augenbrauen und streckte eine Hand aus, was Marc ebenfalls mit erhobenen Augenbrauen begutachtete, „nur die besten schaffen es ganz nach oben.“
„Ja jetzt kriechen Sie sich mal nicht selber in den Arsch, hm?“
„Marc!“
„Hörst du jetzt endlich mal auf hier rum zu zischen, sind hier nicht im Busch.“ Marc richtete sich kurz den Kragen, verdrehte halbwegs die Augen und wollte sich abwenden, als sich Stevenson räusperte.
„Gretchen, hättest du einen Moment?“
„Äh…ich…?“
Marc blieb stehen, legte die Stirn in Falten und zeigte dann mit dem Finger auf die beiden. „Ihr duzt euch.“
„Ja aber rein…beruflich.“, antwortete Gretchen schnell und setzte ein knappes Lächeln auf.
„Und freundschaftlich.“, fügte Stevenson hinzu und schob die Hände in die Hosentaschen.
„Ah ja…“ Marc schaute ungläubig von Gretchen zu Stevenson, ehe er wieder ein paar Schritte näher trat und dann ein freundliches Lächeln auf die Lippen setzte, „so mal ganz unter uns Oberärzten erwähnt…falls Sie Gretchen noch einmal angraben, landen Sie auf Ihrer eigenen Station und können ein Gutachten von Ihnen verfassen. Alles klar?“ Marc lächelte freundlich, streckte die Hand aus und klopfte Stevenson einmal auf die Schulter.
Gretchen seufzte schwer und rollte mit den Augen. „Boah Marc, jetzt lass deine Eifersucht mal stecken.“
„Mh, solange unser Freund hier was stecken lässt, bin ich ganz beruhigt.“
„Das tut mir wirklich, wirklich leid.“ Gretchen hatte die Augen geschlossen und nickte eindringlich Florian zu, „normalerweise sperrt man ihn in seinen Käfig um ihn ruhig zu halten.“
„Ich wusste gar nicht dass du unsere Beziehung gleich so öffentlich machen willst.“
Gretchen sperrte die Augen auf und warf Marc einen ungläubigen und warnenden Blick zu, doch Marc lächelte süffisant und schob die Hände leger in die Hosentaschen, ehe er lächelnd zu Stevenson blickte. „So mit all den kleinen Details.“
„Ey-!“
„Äh Gretchen…“, schaltete sich dann Florian ein, nickte ihr zu und schenkte ihr ein knappes Lächeln, „wir laufen uns sicher wieder über den Weg.“
„Aber ich-!“
„Nein, ist schon gut.“ Florian winkte lächelnd ab und warf einen kurzen Blick zu Marc, „wirklich.“
Gretchen zog ihren rechten Mundwinkel hoch und schaute zu, wie Florian sich umwandte und den Gang hinunter schritt.
„So!“ Marc stemmte die Hände in die Seiten, „ich hab Hunger, du auch?“
„Sag mal…und sonst geht’s noch, oder wie?“ Gretchen verschränkte die Arme vor der Brust und kniff die Augen leicht zusammen.
„Äh…wieso, weil du müsstest doch dieses Gefühl von allem am Be-?“
„Ich meine nicht das Essen Marc? Es dreht sich nicht alles im nur ums Essen?“
„Meein Gott, was ist denn los mit dir heute.“



Marc zog sich den Kragen zurecht und lief den Gang hinunter, worauf Gretchen zügig aufschloss.
„Zuerst verhältst du dich wie ein Wald voller Affen und dann kümmert dich auch noch was Doktor Möchtegern fühlt!“
„Ach ja richtig!“ Gretchen klatschte sich theatralisch an die Stirn, was Marc mit erhobenen Augenbrauen begutachtete, „wie blöd von mir, hab ich doch glatt vergessen dass wir ja nichts fühlen.“
„Hey, Hey, Hey, ich habe nicht gesagt dass ich nichts fühle und vor allem-“ Marc klemmte ab als eine Schwester vorbeilief, packte Gretchen am Arm und zog sie ans Fenster, „-vor allem sollte dir das von allen am besten klar sein!“
„Ja tut mir leid aber deine Weltanschauung teilt auch nicht jeder.“, erwiderte Gretchen leiser, verschränkte die Arme und kratzte sich an der Wange, als zwei Schwestern vorbeiliefen, die einander zu tuschelten als sie Marc und Gretchen sahen, „und du könntest dich wenigstens ein bisschen mehr bemühen, immerhin hat er deinen Job gemacht als du flachgelegen bist!“
„Ja als ob ich mir das so ausgesucht hätte.“
„Das sagt ja keiner!“, antwortete Gretchen vehement, „aber es ist nun mal so. Versuch wenigstens ein bisschen nett zu sein.“
„Du ich bin nicht-!“
„Und hör auf ständig zu sagen, dass du nicht nett bist.“, fuhr ihm Gretchen dazwischen, was er mit grossen Augen und erhobenen Augenbrauen begutachtete. Gretchen seufzte, machte einen kleinen Schritt nach vorne und strich ihm über den Kittel, „bist du nämlich nicht.“
„Hasenzahn, wie gesagt, ich trenne beruflich und privat gerne, hm?“
„Dieser Meinung bist du aber nicht wenn wir zusammen ein Bett teilen im Krankenhaus.“ Gretchen hob die Augenbrauen und schaute ihn provozierend an.
„Das…“, begann Marc, stützte die Hände in die Seiten, blickte nach unten und nickte schwer, „…ist auch etwas ganz anderes.“
„Inwiefern?“
„Weil ich…krankgeschrieben war?“
„Natürlich.“
Marc schaute sie irritiert an und zeigte auf seine Schulter. „Ja…willst du jetzt nachsehen oder wie?“
„Marc!“ Gretchen liess die Arme fallen und schaute zur Decke.
„Was denn!“, gab dieser hilflos zurück, „tut mir ja herzlich leid aber in diesem Fall sieht es anders aus, weil es hier nicht alle…wissen müssen.“ Sein Blick wanderte nach rechts und erkannte, dass die beiden Schwestern wenige Metern neben ihnen standen und sie beobachteten. Marc stöhnte und rieb sich mit zwei Fingern den Nasenrücken.
Gretchen bekam dies aber nicht wirklich mit und schüttelte den Kopf. „Also deine Logik versteht auch nicht jeder.“
Marc nahm die Hand hinunter und schmunzelte. „Mh, wenigstens habe ich eine, hm?“
Gretchen seufzte schwer und verschränkte die Arme. „Du könntest mir wenigstens…ab und zu…einen Kuss geben.“
„Oh Gretchen bitte!“
„Nein, wirklich. Ich mein…das ist ja jetzt wirklich nichts…Grosses.“
Marc liess den Kopf nach vorne fallen und stöhnte gepeinigt auf.
„Jetzt stellen Sie sich nicht so an, ist ja nicht zum Ansehen.“
Marc hob die Augenbrauen sowie den Kopf. „Bitte?“
Doktor Hassmann kam mit kritischem Blick näher und versorgte im Gehen einen Kugelschreiber in ihrer Brusttasche. „Dann knutschen Sie sie halt, ist immerhin besser als jeden Tag so ein Gesülze mitanzuhören.“
Gretchen lachte leise auf und senkte den Blick. „Frau Doktor Hassmann, ich wüsste nicht was-!“
„Na komm, jetzt lass sie doch frustriert sein, wenn sie es so will.“, fuhr Marc ihr dazwischen, zog die Hosen hoch und schenkte Doktor Hassmann ein nettes Lächeln, was sie mit einem tödlichen Blick quittierte. „Vor Ihnen brauch ich mich überhaupt nicht zu rechtfertigen. Der einzige Grund warum ich Sie nicht aufgerissen habe, ist das ich auf einen richtigen Mann warte.“ Sie schenkte ihm ein knappes Lächeln und wandte sich wieder zum Gehen, als Marc die Arme in die Seite stützte und lachte. „Aah, so ist-!“
„Marc, halt die Klappe.“ Plötzlich kam Gretchen ein Gedanke und ohne gross nachzudenken, schlug sie mit der flachen Hand gegen seine Brust.
„Mmmpf…!“
„Doktor Hassmann!“
„Was!“ Diese blieb noch einmal stehen und wandte sich genervt um.
„Vielleicht könnten Sie ja was mit Stevenson unternehmen!“
Marc hob den Kopf und blickte überrascht von Gretchen zu Hassmann, die die Stirn in Falten legte. „Stevenson? Der steht doch auf sie, oder nicht.“
Marc hob die Augenbrauen, presste die Lippen aufeinander und spreizte die Arme, im Zeichen dafür, dass er es längst gewusst hatte.


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Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

20.08.2010 09:47
#202 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Wusst ich doch, dass das gefällt

Gretchen quittierte das mit einem genervten Seufzen und verdrehte die Augen. „Nein, tut er nicht.“
„Ja das wäre mal was Neues.“, gab Hassmann zu und verzog ihren rechten Mundwinkel zu einem schrägen Grinsen, „ein Oberarzt der nicht auf Sie steht?“

Gut. Werde das nun gekonnt ignorieren.

Gretchen schmunzelte und schüttelte den Kopf. „Also DAS ist ja mal…“

Nein. Nein, ignorieren!

Marc hob die Augenbrauen und schaute sie unsicher an und Gretchen, welche einen Finger erhoben hatte, senkte diesen nun wieder und räusperte sich. „Was…ich eigentlich sagen wollte. Doktor Stevenson hat nicht allzu viele Freunde hier-“
„Ich frage mich warum.“
„-und es wäre ihm sicherlich eine Freude-!“, fuhr sie lauter fort und warf einen giftigen Blick zu Marc, ehe sie wieder zu Hassmann blickte und sich um ein Lächeln versuchte, „-würde jemand auf ihn zukommen.“
Hassmann schien einen Moment zu überleben. „Naja…Einen Versuch kann nicht schaden, anständig sieht er ja aus.“
„Sehr!“
„Ah ja.“ Marc blickte sie fragend an, was Gretchen gar nicht erst beachtete und weiter auf Hassmann einredete. „Er ist wirklich sehr nett. Und er würde sich sicherlich freuen, dann haben Sie etwas Gutes getan!“
„Ich bin Ärztin, ich tue jeden Tag etwas Gutes.“, erwiderte sie trocken und schnalzte dann mit der Zunge, „ich schau ihn mir mal an.“

Hüpfe innerlich und klatsche in die Hände!

„Äh und…du hüpfst jetzt genau weil…?“

Oh.

„Äh weil…ich…“ Gretchen schaute zu Hassmann, die ihr einen irritierten Blick zuwarf und sich dann umwandte und zu Marc, der sie verstört anschaute, „…weil…ich halt froh bin, sind…alle glücklich. Also…fast. Bin nicht sicher ob…Gabi zum Beispiel glücklich ist. Kommt sie ins Gefängnis, weißt du das?“
Marc schnaubte auf und setzte sich wieder in Bewegung. „Was weiss ich, vielleicht.“
„Tut sie dir überhaupt nicht leid?“, fragte Gretchen vorsichtig, worauf er sie mit einem Blick anschaute, der alles sagte. „Wenn du Mitleid suchst, dann kannst du zu Mehdi gehen, der scheint ein Herz für alles zu haben.“
„Marc…“, seufzte Gretchen als sie beim Schwesternzimmer ankamen, worauf sich Marc am Berg von Akten zu schaffen machte. „Ein Wunder dass er noch kein Reh adoptiert hat oder sonst was.“
Gretchen machte grosse Augen und schaute ihn irritiert an, als er den Kopf hob, die Augen zusammen kniff und in die Ferne schaute. „Oder…vielleicht adoptiert er ja Gabi.“
„Natürlich…“ Gretchen schob sich an ihm vorbei und traf auf Schwester Sabine, die, sobald sie Gretchen und Marc, der mit einer Mappe in der Hand ebenfalls näher trat, sah, aufsprang und das Buch hinter ihrem Rücken versteckte. „Frau Doktor, Herr Doktor, ich war…gerade dabei die…“
„Ist schon gut Sabine, lesen Sie nur weiter.“ Gretchen winkte lächelnd ab und liess sich auf einem Stuhl neben der Schwester nieder.
„Äh…wirklich…?“, fragte Sabine unsicher und blickte mit grossen Augen zu Marc, der von der Mappe langsam aufschaute.
„Klar, ist doch nur Marc.“
„Äh und seit wann heisst es „nur“ Marc?“, fragte dieser mit erhobenen Augenbrauen und schwachem schmunzeln, „immerhin bin ich hier bald Chefarzt.“
„Und auch dann kann Sabine ihr Buch lesen.“, antwortete Gretchen zur Überraschung von beiden, worauf sie grinste, „sie hat mir das Leben gerettet Marci, vergiss das nicht.“
Auf Sabines Lächeln schlich sich ein Schmunzeln und sie holte langsam das Buch hinter ihrem Rücken hervor.



„Marci.“
„Ja, süss, ne?“ Gretchen lächelte Marc breit entgegen und zuckte schäkernd mit den Schultern.
„Mhm.“, meinte dieser verstört und blickte wieder in die Akte zu seiner Hand.
„Frau Doktor?“ Sabine setzte sich und rutschte mit dem Stuhl in ihre Richtung, „Günni und ich…wir haben uns wieder verabredet.“
„Oh das ist toll Sabine! Wann und wo?“, fragte Gretchen interessiert und legte einen Arm auf den Tisch.
„Auf der Feier, da kommen wir zusammen hin.“
Marc warf einen zweifelnden Blick über die Akte hinweg und sah zu, wie Gretchen glücklich aufseufzte. „Ah ich bin so glücklich für Sie Sabine. Das ist wirklich toll.“
„Ja…“, meinte diese, wurde rot und senkte den Blick auf ihre Knie, „er ist wirklich…ein wahrer Gentleman.“
„Ja…da kann es nie genug von geben.“ Gretchen warf Marc einen vielsagenden Blick zu, den er ebenfalls mit einem Blick beantwortete.



„Sie kommen doch auch Frau Doktor, oder?“, fragte Sabine, rutschte in ihrem Stuhl ein Stück nach vorne und schaute Gretchen mit erwartungsvollen Augen an.
„Natüüürlich, wie könnte ich mir das denn entgehen lassen!“, erwiderte Gretchen freudig und streckte den Kopf nach vorne, „ich muss doch immerhin abklären, ob dieser Günni etwas für Sie ist!“
Marc hob die Augenbrauen und schaute schweigend und mit verzerrtem Gesicht zu, wie der Ball hin und her geschoben wurde.
„Oh das ist er, wahrhaftig…die Sterne hatten recht.“
Gretchen erwiderte das mit einem Lächeln, als Sabine glücklich seufzte und ihren Kopf mit einer Hand abstützte, ehe sie in die Luft schaute. „Er hat Humor, liest jeden Tag das Horoskop und liebt es Sternenbilder am Himmelszelt zu suchen…“
„Aw, der perfekte Mann sozusagen, ne?“ Marc zuckte ebenfalls mit den Schultern, rümpfte die Nase und legte ein gefaktes Grinsen auf.
Anders als Gretchen schien dies Sabine nicht gemerkt zu haben. Sie streckte den Rücken durch und schaute dann Marc mit überraschtem aber glücklichem Gesicht an, was ihn irritierte. „Absolut Herr Doktor…wissen Sie, ich glaube daran, dass es auf der Erde zwei…Geschöpfe gibt, die füreinander bestimmt sind. Und diese zwei Individuen passen tief in der Seele zusammen…als ob man den passenden Schlüssel fürs Schloss gefunden hätte…“ Sie zog den Kopf zwischen die Schulter und kicherte leise.
„Ah ja…“, meinte Marc ruhig, legte die Stirn in Falten und blickte dann zu Gretchen, „dann…wäre ich in unserem Fall der Schlüssel und du-?“
„Sabine, ich finde das ganz, ganz toll.“, meinte Gretchen schnell bevor sich die Röte in ihrem Gesicht noch weiter verteilen konnte. Sie räusperte sich, stand auf, schob den Stuhl an den Tisch und strich eine Strähne hinter die Ohren. „Wenn Sie ihn für den passenden…äh…“
„Schlüssel?“
„Äh…“ Gretchen wurde bei Marc’s feixendem Blick und Augenbrauenzucken nervös und versuchte dies zu ignorieren, „…Mann, finden, dann….ja, gratuliere ich Ihnen herzlich.“
„Danke Frau Doktor.“ Sabine stand auf, machte einen kleinen Schritt, umarmte Gretchen kurzerhand und legte ihren Kopf auf ihre Schulter, „Ihre Meinung bedeutet mir viel.“
„Äh…ja…“ Gretchen erwiderte die Umarmung etwas unsicher, setzte ein Lächeln auf und klopfte Sabine auf den Rücken.
Marc schüttelte grinsend den Kopf, warf die Akte beiseite und schnappte sich einen Apfel.
Sabine seufzte glücklich, wobei Gretchens Blick auf Gabi fiel, die ins Schwesternzimmer lief. Beim Anblick der Gruppe blieb sie kurz stehen und blickte dann zu Gretchen, ehe sie sich an Marc vorbeischob um eine Tasse Kaffee zu holen. „Praktizieren wir hier jetzt Gruppenübungen?“
„Mh, würde dir vielleicht ganz gut bekommen, hm?“, fragte Marc, legte einen Arm um seinen Körper und zwinkerte ihr zu, „ein bisschen Liebe?“
„Marc!“, zischte Gretchen, doch Marc biss in seinen Apfel und hob nur amüsiert die Augenbrauen, „bisschen mehr Respekt, ja?“
Gabi warf Gretchen einen scheuen Blick zu, verzog ihre Lippen zu einem kurzen, sehr schwachen Lächeln und wandte sich daraufhin wieder dem Krug zu.
Sabine liess von Gretchen ab, zog ihr Hemd zurecht und verschränkte die Hände vor sich. „Wie geht es Ihnen denn Schwester Gabi?“
Gabi zuckte mit den Schultern und stellte den Krug zurück. „Naja, wie soll es mir schon gehen…“
Marc legte die Stirn in Falten und zeigte mit dem Apfel auf sie. „Kommst du jetzt ins Gefängnis oder wird das irgendwie einfach so per Freiheitsstrafte gehandhabt?“
Gretchen liess unfassbar die Schultern hängen und sah zu, wie dies Gabi traf. Obwohl sie es verstecken wollte, räusperte sie sich daraufhin und nahm schnell einen Schluck aus der Tasse.
„Marc, ich denke du hast noch Patienten.“
„Äh, momentan habe ich Hunger?“
„Ja, und den Apfel kannst du auch draussen essen.“ Gretchen machte zwei Schritte vorwärts, fasste Marc beim Oberarm und stiess ihn somit nach vorne.
„Du und ansonsten-?“, fing dieser empört an und stolperte vorwärts über die Türschwelle.
Gretchen packte die Tür beim Rahmen und setzte ein zuckersüsses Lächeln auf. „Frauengespräche Marci, da willst du lieber nicht dabei sein, hm?“ Sie zuckte mit den Schultern und knallte dann die Türe zu.


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Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

20.08.2010 21:02
#203 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Danke für die Kommis ihr Lieben

Mehdi strich sich gerade über den 3-Tagebart, als er Marc vorfand, der mit einem Apfel in der Hand und einem perplexen Gesichtsausdruck vor dem Schwesternzimmer stand.
Mehdi legte die Stirn in Falten und schob beide Hände in die Kitteltaschen. „Alles in Ordnung?“
Marc schloss den Mund, zeigte mit dem Apfel nach vorne und hob die Augenbrauen. „Ich…wurde gerade von einer Frau vor die Tür gestellt.“
„Oh.“ Mehdi begann zu nicken und blickte dann zu Marc, „und…ansonsten alles klar?“
„Mehdi hast…du das Gefühl dass meine…Männlichkeit irgendwie ins Wanken geraten worden ist?“ Marc kniff die Augen leicht zusammen und blickte ihn fragend und etwas unsicher an.
„Äh…“
„Ja gut was frage ich dich, du ziehst wohl bald los und adoptierst Bambi.“ Marc liess die Schultern hängen und blickte verstört durch das kleine Türfenster.
„Bambi?“, wiederholte Mehdi irritiert, „warum zum Teufel sollte ich Bambi adoptieren?“
„Ich glaube es liegt daran dass ich angeschossen worden bin.“, fuhr Marc fort und schüttelte den Kopf, „diese ganze Sache von wegen ans Bett gefesselt sein…Dabei dachte ich immer das hat was männliches.“, meinte Marc und blickte dann kurz zu Mehdi, und zuckte halbwegs mit den Schultern „also…falls man überlebt.“



„Ah ja…“ Mehdi nickte langsam und blickte ihn unentwegt mit dem gleichen Gesichtsausdruck an.

Gretchen seufzte schwer und wandte sich nun wieder Sabine und Gabi zu. „Man sollte meinen irgendwo steckt dann doch noch sowas wie Mitgefühl, aber…!“, sie liess sich seufzend auf dem Stuhl nieder, „-die Suche gestaltet sich immer wieder schwierig.“
Gabi wandte sich mit der Tasse langsam um. „Danke…“
Gretchen und Sabine wandten ihre Blicke ihr zu und sahen ihr an, dass sie sich etwas unwohl fühlte, sich aber um ein knappes Lächeln bemühte. „Eigentlich hätte ich das ja…verdient.“
„Marc?“, fragte Gretchen mit hochgezogenen Augenbrauen, „der kann auch ruhig mal draussen warten, die Welt dreht sich auch noch ohne ihn.“
Gabi lächelte schwach und blickte auf ihre Tasse.
Gretchen verzog die Lippen und studierte sie für ein paar Sekunden. „Hör doch einfach nicht auf das was er sagt.“
„Naja…“ Gabi lächelte wieder schwach und lehnte sich gegen die Wand hinter ihr.
„Ja das…macht sowieso niemand.“ Sabine lächelte ebenfalls, worauf Gretchen sich mit fragendem Blick umwandte und Sabine etwas unsicher zurückblickte, „äh ich…meine hinsichtlich der…täglichen verbalen…Tätigkeiten des Doktors.“
„Äh…ja.“, stimmte Gretchen etwas irritiert zu und zuckte dann mit den Schultern, „mach dir keinen Kopf.“
Gabi sah zu, wie Gretchen ihr einmal zuzwinkerte, liess ihre Haltung fallen und seufzte. „Ich…weiss gar nicht warum ich das verdient habe, Sie…du…wärst beinahe…“
„Aber nur beinahe.“ Gretchen hob einen Finger und die Augenbrauen, ehe sie wieder beide Arme über die Lehne des Stuhles fallen liess, „mich kann man dann halt doch nicht so einfach umwerfen, ne.“
„Gut so.“, meinte Gabi und nickte schmunzelnd.
„Aber…also wenn ich fragen darf…“, meldete sich Sabine, „wie sieht es jetzt denn aus mit…dem Gesetz, konnten Sie sich irgendwie…einigen?“
„Ich…muss den Restbetrag des Geldes zurückzahlen.“, antwortete Gabi etwas zögerlich und blickte wieder in ihre Tasse, „und bin sozusagen…naja, auf Bewährung.“
„Ach dann hat…?“
„Doktor Kaan hat…quasi die Verantwortung übernommen.“

Oh wow. Das bedeutet ja Marc hatte Recht.
Verdammt.


„Der Doktor Kaan…“ Sabine lächelte zufrieden und schüttelte leicht den Kopf, „ein wahrer Held.“
„Könnte man fast schon so sagen.“, stimmte Gabi zu und blickte schmunzelnd auf.
Gretchen begutachtete Gabi für eine kurze Weile und dachte einen feinen Schimmer an Röte auf ihren Wangen gesehen zu haben.

„Was läuft da eigentlich mit dir und Gabi?“ Marc lehnte sich gegen die Wand neben der Tür und biss interessiert in seinen Apfel.
Mehdi zuckte mit den Schultern. „Was soll da gehen? Ich habe ihr mit der Gefängnisstrafe geholfen, das ist alles.“
„Ziehst du mit ein oder wie?“
„Natürlich nicht.“, erwiderte er mit Nachdruck und schaute zu, wie Marc die Augenbrauen hob und ihn amüsiert anschaute, „ich denke sie kann ab und zu Hilfe gebrauchen.“ Er legte die Stirn in Falten und schaute durch das kleine Fenster, wobei er nur Sabine auf einem Stuhl sitzen sah.
„Ah dann bist do so was wie in einer Vaterrolle.“ Marc schluckte hinunter und zeigte kurz mit dem Apfel auf ihn, „naja, steht dir.“
Mehdi seufzte durch die Nase und liess die Schultern hängen. „Das ist doch egal in was für einer Rolle ich bin. Hauptsache sie hat jemandem zum Reden.“
Marc biss langsam auf seinem Stück Apel und blickte seinen Freund ruhig und mit erhobenen Augenbrauen an.
„Ihre Gefühlswelt geht drunter und drüber. Dich wollte sie weil sie nicht genügend Liebe bekam und aufgrund ihrer biologischen Uhr die ihr ständig in den Ohren tickt, hat sie ein Kind und dich verbunden in der Hoffnung, dass es dein steinhartes Herz erweichen würde.“
„Äh, mein Herz ist nicht-?“
„Und jetzt ist sie in diesen Schlamassel reingeraten, woraus sie alleine sowieso nicht mehr rausgekommen wäre.“, fuhr Mehdi unentwegt fort und schüttelte den Kopf, „sie braucht einfach jemand der für sie da ist.“
Marc schluckte hinunter, blickte Mehdi für einen Moment an und kniff dann die Augen zusammen. „Aber du…weißt dass Inzucht verboten ist.“
„Was?“ Mehdi blickte ihn für einen Moment irritiert an, bis es ihm schaltete und er die Stirn in Falten legte, „Herrgott Meier, ich will doch nicht mit ihr schlafen!“
„Ja dann knips mal schnell dieses Leuchten aus in deinen Augen.“, entgegnete Marc und nickte ihm leicht zu, „kannst ja ne ganze Autobahn erleuchten so.“
Mehdi seufzte und strich sich übers Gesicht. „Ich hab nicht gut geschlafen, das ist alles.“
„Ja, deine Männlichkeit spriesst dir auch aus allen Poren mein Lieber.“ Marc stiess sich von der Wand ab und lief zu einem Abfalleimer um den Rest des Apfels zu entsorgen.
Mehdi seufzte.


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Fran Offline

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21.08.2010 11:54
#204 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Der Teil ist nur klein Soll ja auch mal sein Ah, und Marc ist versaut, da kann ich nichts dagegen machen Danke für die Kommis

„Wie…geht es denn mit ihm?“, fragte Gabi zögerlich und blickte Gretchen an.
„Mit Marc?“
Gabi nickte und nahm einen weiteren Schluck aus der Tasse.
Gretchen atmete schwer aus und schaute auf einen Punkt vor ihr. „Naja er…braucht noch ein bisschen Erziehung?“ Sie verzog ihre Lippen zu einem schwachen Lächeln, was Gabi erwiderte. „Du kannst ruhig…offen sprechen. Ich will ihn nicht mehr.“ Sie zuckte halbwegs mit den Schultern, ehe sie wieder in ihre Tasse blickte, „ich habe so…ziemlich vieles versaut in der Vergangenheit…und ich will nicht, dass sich das wiederholt.“
Gretchen lächelte sanft. „Das finde ich gut.“
„Ja.“, stimmte sie leise zu, lächelte sanft und blickte wieder auf.
„Jaa…wie es so geht…“, begann Gretchen und hob die Schultern.

Kann ja schlecht sagen, dass ich ihn unglaublich finde, süss und romantisch wenn er…seine Phase hat und sich endlich eingestehen kann, dass er mich liebt! Hach Marc.

„Und bei dir und Gretchen?“
Marc hatte gerade den Knopf für den Lift gedrückt und blickte mit erhobenen Augenbrauen zu seinem Freund. „Ah. Ja, Gretchen, wir sind…dings, da…ah, zusammen.“ Der Lift öffnete sich und Marc marschierte mit den Händen in die Seiten gestützt hinein.
Mehdi folgte ihm mit einem etwas skeptischen Gesichtsausdruck. „Wirklich?“
„Ja ich glaube schon, immerhin hat sie mich vor die Tür gestellt.“, entgegnete Marc, lehnte sich gegen die Wand und drückte auf die Sieben, „ich dachte das…passiert so in einer Beziehung?“ Er blickte fragend auf, worauf Mehdi den Kopf schüttelte, die Arme verschränkte und sich gegen die Wand lehnte. „Du hast noch einiges zu lernen mein Lieber.“
„Dann…hätte ich mich nicht vor die Tür setzen lassen sollen?“, fragte Marc und zeigte mit dem Finger nach vorne, „verdammt, ich hasse es wenn die Frau die Kontrolle übernimmt.“ Marc schaute gerade aus und schüttelte verbissen den Kopf.
„Das ist doch bei Gretchen nicht schlimm.“, erwiderte Mehdi und zuckte mit den Schultern, „immerhin gibt’s du ihr so das Gefühl, alles Kontrolle zu haben.“
„Mich hat man doch nicht unter Kontrolle Mehdi.“, entgegnete Marc und schaute seinen Freund schaltend an, „das ist als ob man einen jungen Hengst zähmt, der das freie Leben und die unendlichen Steppen des Lebens geniesst.“ Marc kniff die Augen leicht zusammen und nickte leicht, ehe er mit den Schultern zuckte und Mehdi anschaute, „ja und…ich bin der Hengst.“
Mehdi nickte skeptisch und langsam. „Vom Gartenschlauch zum Hengst. Ich hoffe du schreibst das nicht so in deine Biografie.“
„Quatsch.“ Marc versenkte die Hände in den Hosentaschen und schaute auf die geschlossen Türen vor sich, „aber immerhin bin ich der Mann in der Beziehung, also…dann sollte ich SIE vor die Tür stellen, nicht sie mich.“ Für einen kurzen Moment dachte er über seine eigenen Worte an, bis er sich wieder an Mehdi wandte. „Oder…nicht?“
„Äh…“ Mehdi hob die Augenbrauen und machte ein paar Schritte auf die geschlossene Tür zu, „also um ehrlich zu sein, wäre es im generellen nicht sehr hilfreich würdet ihr euch vor die Türe stellen. Immerhin habt ihr euch endlich gefunden und ich glaube ja kaum, dass auch nur irgendjemand Lust hat, das Ganze hin und her wieder zu ertragen.“ Er hob die Augenbrauen, presste die Lippen aufeinander und sah zu, wie sich die Türen vor ihm öffneten.
„Äh und was genau soll das bedeuten?“, fragte Marc, zog die Hosen höher und lief neben Mehdi zu der Cafeteria.
„Ach komm schon Meier, du hast sie, jetzt behalt sie.“, sagte Mehdi klar und machte ein ausführliche Handbewegung, ehe er stehenblieb und dem überraschten Marc einen Finger ins Gesicht streckte, „und ich warne dich, wenn du sie betrügst dann wird es erstens das ganze Krankenhaus erfahren und zweitens wird sie das so sehr treffen, dann wird sie dich garantiert vor die Tür stellen, auch wenn es regnet!“
Marc hob die Augenbrauen, blinzelte und sah zu, wie Mehdi sich räusperte und den Finger wieder hinunternahm, „Verstanden?“
Marc presste die Lippen zusammen, verzog diese dann zu einem freundlichen Grinsen und zuckte mit den Schultern. „Solange ich einen Schirm habe der-.“
„Oh Herrgott nochmal.“ Mehdi strich sich schwer seufzend über das Gesicht und lief weiter zu der Cafeteria, worauf Marc ihm mit gerunzelter Stirn nachschaute. „Ja oder nicht!“
„Vergiss es Meier!“, rief Mehdi zurück und betrat die Cafeteria.
„Ja jetzt erklär mir das schon mit dem Schirm!“
„Nein!“
Marc blieb stehen und liess seufzend die Schultern hängen. „Und das nennt sich dann bester Freund.“


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Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

22.08.2010 13:19
#205 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo zusammen Da der gestrige Teil etwas kurz war, hier die längere Form

„Naja er ist…unglaublich.“, gab Gretchen zu und lächelte scheu, wobei sie merkte, wie ihre Wangen wärmer wurden.
Sabine seufzte glücklich und drückte den Knopf für den Lift. „Ich bin so glücklich für Sie Frau Doktor.“
„Danke.“, erwiderte Gretchen, lächelte und betrat den Lift mit Sabine und Gabi.
„Das freut mich ebenfalls zu hören.“, sagte Gabi und versuchte sich um ein Lächeln, ehe sie mit den Schultern zuckte, „immerhin eine Frau, die es mit ihm länger aushält.“
„Ja, ich dachte…das wäre bei dem Herr Doktor beinahe nicht mehr möglich.“, erwiderte Sabine und verschränkte die Hände hinter dem Rücken, „ganz so als…ob das bei ihm biologisch bedingt unmöglich wäre.“
„Ach was.“, meinte Gretchen lächelnd und sah zu, wie sie ein Stock nach dem anderen hochfuhren, „aber…ich glaube er weiss…naja, er weiss endlich was er will.“
Wiederum seufzte Sabine glücklich, wobei die Lifttüren aufgingen. „Also, wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich meinen, Sie sind schwanger.“
Gretchen lächelte etwas irritiert und fragte sich zeitgleich, ob sie wirklich so aussah. Als die Drei den Lift verliessen, sah Gretchen Marc beim Eingang der Cafeteria stehen.
Sie schob den Kopf ein bisschen vor und lächelte ihn an. „Hey. Was…schaust du denn in die Gegend wie ein hilfloser Welpe?“ Sie legte die Stirn in Falten und schaute in sein aufgelöstes, irritiertes und nachdenkliches Gesicht.
Als Marc realisierte, das Gretchen neben ihm stand, hob er die Augenbrauen und zeigte mit dem Finger auf sie. „Du…!“
Gretchen hob ebenfalls überrascht die Augenbrauen und wich ein paar Zentimeter zurück, als er nach Worten zu suchen schien.
„Du…stellst mich gefälligst nie wieder vor die Tür ohne…Schirm!“ Er schaute sie mächtig überzogen an, worauf Gretchen irritiert die Stirn in Falten legte. „Ohne…Schirm, sag mal hast du irgendwelche…Drogen genommen oder so?“
„Und ich bin kein Hündchen, dass das hier mal klar ist.“ Marc presste die Lippen zusammen, hob die Augenbrauen und zog die Hosen hoch, „wenn dann ein Hengst, und nur ein Hengst.“ Als Marc Gabi und Sabine hinter Gretchen erkannte, welche fragend und überrascht Marc anschauten, räusperte er sich und schaute etwas unbequem auf den Boden. „So. Jetzt dass das klar ist…ja. Ich hab noch Arbeit.“ Er schenkte ihr ein aufgesetztes Lächeln und schob sich dann an ihr vorbei, wobei er sich am Kopf kratzte und wieder den Lift betrat.
Gretchen öffnete den Mund um etwas zu sagen, wusste jedoch nicht was. „Äh…“
Sabine trat neben sie und beide wandten sie sich zum Lift um, der die Türen wieder schloss.
„Das passiert.“, meldete sich Gabi mit einem selbstverständlichen Ton und schob die Hände in ihre Hemdtaschen, wobei Gretchen sie fragend anschaute. „Ehrlich?“
„Ja klar, er fühlt sich in seiner Männlichkeit angegriffen.“, erklärte Gabi und blickte sie an, als ob es das natürlichste auf der Welt wäre, „also versucht er einen männlichen Standpunkt zu vertreten.“
„Naja ich weiss nicht…“, meinte Gretchen, „momentan vertritt er eher die Tierwelt als seine Männlichkeit.“
Sabine gluckste leise. „Obwohl…die Sache mit dem Hengst ja eigentlich ziemlich passend…ist.“
„War, Sabine, war.“, stellte Gretchen klar und wandte sich nun zu der Cafeteria um, „Marc hat sich geändert, ich glaube wirklich dass der Hengst der Vergangenheit angehört.“
„Ein Mann wie Marc zu zähmen…“, begann Gabi und schnappte sich ein Tablett, „wenigstens würde das eine Frau schaffen.“
„Das…ist doch eigentlich nur eine Frage der Zeit.“, sagte Gretchen überzeugend. Doch als sie nichts von ihren zwei Begleiterinnen hörte, schaute sie beide etwas unsicher an. „Oder…etwa nicht?“
„Nun ja, also ich persönlich denke ja, dass man jeden Menschen bis zu einem gewissen Grad formen kann…“, antwortete Sabine in ihrer Art und griff sich einen Salat, „und der Doktor Meier…aus dem könnte man…eine schöne Vase töpfern.“
Gretchen und Gabi schauten die verträumte Sabine beide gleich irritiert an.
„Eine Vase.“, sagte dann Gabi und nahm sich einen Kuchen, „sagen Sie ihm das niemals ins Gesicht oder sie werden eine zerstückelte neben Ihnen am Boden sehen.“
„Ja gut, was ist schlimmer…ein Hündchen oder eine Vase.“, stellte Gretchen fest und nahm sich ebenfalls ein Stück Kuchen.
Die drei Frauen hielten einen Moment inne, überlegten und nickten dann gleichzeitig. „Die Vase.“
„Welche Vase?“
Gretchen wandte sich um und sah Mehdi, der sie fragend anschaute. „Oh Mehdi. Wir haben gerade von Marc gesprochen. Kuchen?“
„Äh…ja, bitte.“
Gretchen reichte ihm einen kleinen Teller, worauf sich die drei an einem Vierertisch niederliessen.
„Und wie bitte bringt man Marc in Verbindung mit einer Vase?“, fragte Mehdi skeptisch und schob den Teller vor sich hin.
„Töpfern…“, erwiderte Sabine mit einem verpeiltem Lächeln, das Mehdi noch mehr irritierte.
„Sabine denkt, dass man jeden Mann formen kann, bis zu einem gewissen Rahmen.“, erklärte Gabi, sah ihren Kuchen an und stach mit der Gabel ein Stück ab.
Von der Tatsache, dass Gabi am Tisch mit ihnen allen sass noch mehr irritiert, blickte Mehdi nun komplett fragend zu Gretchen, die lächelte und mit den Schultern zuckte.
„Ah ja.“
„Ja also…es kommt natürlich auf die Person drauf an.“, erklärte Sabine und rutschte auf ihrem Stuhl umher, „aber…beim Doktor, da ist noch…Ton vorhanden.“ Sie schob sich ein Salatblatt in den Mund, worauf sie hinter Gabi jemand beim Fenster sitzen sah. Sie kaute und lächelte verliebt und schaute dann in die Runde, als sie hinuntergeschluckt hatte. „Wenn ihr…mich entschuldigt, ich würde dann sehr gerne zu…meinem Kunstobjekt gehen.“
„Hä?“ Gabi rümpfte die Nase fragend, leckte sich dann den Daumen ab und wandte sich zu Günni um, „Gummersbach? Läuft da was?“
„Da töpfert was.“, antwortete Gretchen und grinste, worauf Sabine entschieden den Kopf schüttelte, aber immer noch lächelte. „Nein da ist keine Arbeit mehr nötig, der…Günni ist perfekt so wie er ist.“ Sie zog den Kopf kurz zwischen die Schultern, griff nach dem Tablett und lief zum anderen Tisch hinüber.
„Sind die zusammen?“, fragte dann Gabi und stach sich ein neues Stück Kuchen ab.
„Ja ich denke, süss nicht?“, meinte Gretchen und reckte grinsend den Kopf um zu sehen, wie Sabine nahe an Günni heran rutschte, der ihr einen Handkuss gab.
„Und wie ihr bei Marc auf…eine Vase kommt, will ich das wissen oder…?“, fragte Mehdi skeptisch und stach ebenfalls langsam ein Stück ab.
„Ich weiss ehrlich gesagt nicht wirklich was er hat.“, gab Gretchen nachdenklich zu und schob sich ein Stück Kuchen in den Mund, auf dem sie einen kurzen Moment rum kaute und dann hinunterschluckte, „er stand vor der Cafeteria als ob er nicht mehr weiter wüsste.“
„Ach so!“ Mehdi presste die Lippen zusammen, hob die Augenbrauen und begann den ganzen Kuchen zu zerkleinern.
Gabi und Gretchen tauschten einen Blick, worauf letztere sich nach vorne lehnte. „Sag mal du weißt doch was.“
„Ich?“, fragte Mehdi, „was soll ich denn wissen?“
„Vielleicht habe ich ihm wirklich Unrecht getan…“, gab Gretchen zu bedenken und biss auf der Gabel umher.
„Unrecht?“, fragte Gabi interessiert und schluckte hinunter.
„Ja ich weiss auch nicht aber…“, begann Gretchen, sank die Hand mit der Gabel und schaute etwas unsicher zu Mehdi und Gabi, „Marc hatte irgendwie das Gefühl als ob…du sie am Schluss noch adoptieren würdest.“
„Adoptieren.“
„Ja gut, das ist jetzt Marclogik…muss man nicht wirklich verstehen.“
Gabi begann sich etwas unwohl zu fühlen und stocherte in ihrem Kuchen umher.
Mehdi schüttelte angestrengt den Kopf und lud neuen Kuchen auf die Gabel. „Das habe ich mit ihm geklärt, keine Bange.“
Gabi blickte auf und schaute scheu zu Mehdi, der Kuchen in den Mund schob.
„Hach, vielleicht muss ich mich bei ihm entschuldigen.“ Gretchen stützte ihren Kopf auf einer Hand ab und begann das Kuchenstück im Teller rumzuschieben.
„Mit einer Entschuldigung würdest du ihm seine Männlichkeit zurückgeben.“, antwortete Gabi und nickte nachdenklich, „es sei denn du erwähnst die Vase.“
„Aber du kannst dich auch nicht für jedes bisschen entschuldigen.“, hielt Mehdi entgegen und legte beide Arme auf den Tisch, „Marc hat auch nicht immer Recht, ist schon ganz gut wenn er das mal sieht.“
„Kratzt das nicht an seinem Ego?“, fragte Gretchen verunsichert zurück. Daraufhin erhob Mehdi die Augenbrauen und Gretchen sank in ihrem Stuhl zusammen. „Obwohl…kann ja eigentlich auch nicht schaden.“
„Marc braucht einfach die Gewissheit, dass er die Hosen in der Beziehung an hat.“, erklärte Mehdi und schob sich ein neues Kuchenstück in den Mund, „gib ihm das Gefühl und er ist glücklich. Was aber nicht heisst-!“- er hob die Gabel und schaute sie beteuernd an, „-dass du dich ihm immer fügen musst. Gib ihm die Männlichkeit aber verlier deinen Standpunkt in der Beziehung nicht.“
Die zwei Frauen blickten ihn überrascht an, worauf er hinunterschluckte und von einer zur anderen blickte. „Alles in Ordnung?“
„Deine Patienten machen dich manchmal wirklich weich, nicht?“, fragte Gretchen und blickte ihn einfühlsam an.
„Äh…“ Mehdi blickte zur Seite und dann wieder zu Gretchen, „ein bisschen kann…ja nicht schaden. Also, sofern ich meine Männlichkeit noch bewahre, kann es ja nur gut tun.“
„Das stimmt.“
Mehdi und Gretchen blickten nun zu Gabi, die lächelnd ein neues Stück auf die Gabel lud. Die Blicke der Beiden auf sich spürend, schaute sie auf und ein schwacher Rotton machte sich auf ihren Wangen breit. „Ich…meine ansonsten hätten…Sie mir nicht geholfen?“
Mehdi seufzte, nahm das letzte Stück und nickte, ehe er kurz zu Gabi schaute. „Mehdi.“
„Wie bitte?“
Mehdi schluckte hinunter. „Nennen wir uns beim Vornamen. Meiner ist Mehdi.“ Er schaute sie lächelnd an, worauf sie das erwiderte. „Gabi.“ Sie nickte und schob sich schnell das zweitletzte Stück Kuchen in den Mund.

Hach, kann die Liebe spüren.

Gretchen legte die Stirn in Falten und schaute kritisch zu Mehdi und Gabi.

Moment mal. Die Liebe? Sollte hier überhaupt Liebe sein? Hm, kann nicht sein. Ist sicherlich so eine freundschaftliche Liebe.

Gretchen blickte zu Gabi, die mit einem scheuen Lächeln in Mehdis Richtung sah.

Äh…ja.


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Fran Offline

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23.08.2010 15:12
#206 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo zusammen Ich muss euch vorwarnen...ich bin ab Donnerstag bis und mit Montag weg, es zieht mich nach GB :) Werde aber versuchen, Schleumel davon zu überzeugen, ein paar Teile zu posten Danke für die Kommis Und nur für das Protokoll - ihr mögt die Vorstellung von Mehdi und Gabi? XD

Am späten Nachmittag stiess Gretchen die Zimmertüre zu Herr Fuchs auf, der sein Zimmer immer noch mit Herr Winkler geteilt hatte.
Überrascht blieb sie im Türrahmen stehen und sah zu, wie Marc etwas auf einem Formular unterschrieb. „So…Herr Fuchs. Hiermit sind Sie offiziell entlassen und ich rate Ihnen die Finger von Fahrrädern und Bäumen zu lassen...“ Marc schlug ein Formular vorne über und unterschrieb ein anderes. „Dasselbe für Sie Herr Winkler.“
„Danke, Doktor.“ Herr Fuchs stand auf, nahm seine Jacke zur Hand und bemerkte Gretchen mit einem Lächeln, „oh, guten Tag!“
Gretchen lächelte etwas irritiert und blickte dann zu Marc. „Äh…Marc, was genau…?“
„Gut, Doktor Haase kann Ihnen ja auch gleich zeigen wo der Ausgang ist.“ Marc lächelte süffisant, klickte den Kugelschreiber und schob ihn in seine Brusttasche.
Die beiden Herren packten ihr Zeug, währenddessen Marc mit dem Formular zu Gretchen schritt und ihr dieses entgegen hielt. „Kannst das auch gleich noch bei Sabine abgeben.“
Perplex nahm sie dieses entgegen. „Äh…Marc, das sind die Patienten von Florian, du-?“
„Du so wie es aussieht bin ich hier bald Chefarzt, dann darf ich noch viel mehr machen.“ Er zwinkerte ihr zu und schob sich dann an Gretchen vorbei. Diese presste die Lippen zusammen und lief ihm nach. „Marc!“
„Ja was denn noch.“
„Wenn du mir jetzt sagen willst, dass du ihn sogar entlassen willst, dann-!“
„So leid es mir tut aber dafür ist immer noch dein Vater zuständig und was läufst du mir überhaupt hinterher, die Patienten sehen nicht mal einen Baum geschweige dann den Ausgang.“ Er warf ihr einen fragenden und verstörten Blick zu, worauf Gretchen stehen blieb. Sie holte tief Luft, kniff die Augen zusammen und wandte sich dann tatsächlich um.

Werde mich zusammenreissen. Bin immerhin emanzipiert.


Doktor Hassmann sass am Tisch im Schwesternzimmer, stützte ihren Kopf auf ihrer Faust ab und las konzentriert einen Praxisbericht. Ihr Augen huschten hinauf als sich Sabine mit einem Buch zu ihr gesellte und am anderen Ende des runden Tisches Platz nahm.
Hassmanns Blick fiel auf den Titel und sie hob die Augenbrauen, ehe sie tief Luft holte. „Sie lesen immer noch diesen Schund?“
Sabine, die das Buch bereits schon aufgeklappt hatte, blickte die Neurochirurgin mit grossen Augen an. „Aber Frau Doktor das…ist kein Schund. Es ist…“, sie blickte auf das Buch und begann zu nicken, „…Weiterbildung.“
„Hm.“ Hassmann hob abschätzig eine Augenbraue, setzte sich gerade hin und richtete ihren Blick wieder auf den Bericht vor ihr.
„Äh…Schwester Sabine, richtig?“
Sabine und Hassman hoben ihre Köpfe und blickten zu Stevenson, der etwas ratlos beim Empfang stand.
„Ja?“, fragte Sabine zurück, stand auf und legte das Buch weg, „kann ich Ihnen helfen Doktor?“
„Das wäre sehr nett, ich suche die Entlassungspapiere von Herr Winkler und Fuchs.“, erklärte Stevenson und schob die Hände in die weissen Hosentaschen.
Hassmann lehnte sich im Stuhl zurück und liess ihren Blick über Stevenson wandern.
„Oh die…Entlassungspapiere hat eigentlich der Doktor Meier schon abgeholt…gerade eben.“ Sabine schluckte und schaute zu, wie Stevenson überrascht die Augenbrauen hob. „Oh. Das ist…überraschend.“
„Ja das…tut mir leid, aber es kommt nie gut wenn man…dem Herr Doktor etwas wegnimmt.“ Sabine blickte den Doktor mit einem ruhigen Blick an, was diesen etwas irritierte. „In Ordnung…“
„Gar nicht gut.“, bestätigte Hassmann, stand auf und griff nach ihrem Bericht, „ich an Ihrer Stelle würde mich mal gar nicht mit ihm anlegen.“
„Sie meinen nicht?“ Stevenson verschränkte die Arme vor der Brust und schaute Hassmann interessiert an, die auf schnaubte und den Kopf schüttelte. „Ich tippe auf zu wenig Liebe in der Kindheit, aber-.“
„Oh die…Liebe war eigentlich sehr…umfänglich.“, unterbrach Sabine, worauf Hassmann und Stevenson sie mit einem fragenden Blick anschauten, „das…hab ich jedenfalls so…gehört.“ Sabine setzte sich schnell auf den Stuhl, versuchte die Röte von ihren Wangen zu bekommen und rutschte an den Tisch heran.
„Nun ja.“ Hassmann hob eine Augenbraue und zauberte dann ein Lächeln auf ihre Lippen, „gehen Sie eigentlich zu dem Fest?“
„Ich hatte es vor, ja!“, antwortete Stevenson und zuckte mit den Schultern, „immerhin haben wir gute Gründe. Sabine hier hat Doktor Haase ja quasi das Leben gerettet.“
Hassmann lachte leise auf und nickte zustimmend, ehe das Lächeln jedoch wieder von einem Schlag auf den anderen verschwand. „Absolut und Sie gehen da alleine hin oder mit Begleitung?“
„Äh…“
„Wenn Sie mich fragen, sind diese Veranstaltungen der Gnadenstoss für Alleingänger.“, fuhr Hassmann unentwegt fort.
„Nun ja, ich…wollte eigentlich jemand anderes fragen.“
Hassmann verzog die Lippen. „Ah ja. Soll ich vielleicht raten?“
Stevenson öffnete bereits schon ertappt den Mund, als Gretchen in das Zimmer gestürmt kam und die Entlassungspapiere auf den Tresen vor ihr knallte. „Mein Gott, man könnte wirklich meinen die Emanzipation wäre spurlos an ihm vorbeigezogen.“
„Die…Emanzipation Frau Doktor…?“, fragte Sabine stockend und blickte langsam von ihrem Tisch auf.
„Da will man einmal darüber reden aber nein, der gute Herr Doktor denkt lieber an die Arbeit als an die zwischenmenschlichen Konflikte.“ Gretchen schüttelte mit erhobenen Augenbrauen den Kopf und liess einen Arm schwer auf die Theke fallen, „also normal ist das ja nicht wirklich.“
„Hat auch nie jemand behauptet.“
Gretchen wandte überrascht den Kopf und sah wie Stevenson und Hassmann nur wenige Meter neben ihr standen. Letztere blitzte sie wütend an.
„Oh euch…habe ich ja gar nicht gesehen, hab ich euch…unterbrochen?“
„Mh, wäre höchstwahrscheinlich sowieso sinnlos gewesen.“, erwiderte Doktor Hassmann, schob sich an Stevenson vorbei und verliess das Schwesternzimmer.


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Fran Offline

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24.08.2010 11:12
#207 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Ihr habt euch Sorgen um McSchleimi gemacht Oh Oh

Gretchen verzog die Lippen und schaute ertappt zu Florian. „T’schuldige, ich…wollte eigentlich wirklich nicht dazwischen platzen nur…“, sie blickte wieder zu Sabine und schüttelte den Kopf, „ging es irgendwie nicht anders.“
„Probleme?“, fragte Florian und trat ein paar Schritte näher.
Gretchen atmete tief aus, worauf eine Strähne ihrer Haare nach hinten flog. „Probleme eher weniger, nur…Missverständnisse glaub ich…Sabine könnten Sie die bitte auch noch unterzeichnen, Herr Winkler und Herr Fuchs gehen nach Hause.“
„Ah, da sind sie ja. Die habe ich bereits schon gesucht.“ Florian nahm ein Papier und schaute es mit gepressten Lippen an.
Gretchen liess wiederum einen Arm auf die Theke fallen. „Ja tut mir leid, Marc hatte irgendwie das Gefühl er muss das Krankenhaus an sich reissen oder so.“
Florian hob die Augenbrauen und reichte das Papier an Sabine weiter, welche unterschrieb und dann ihren Kopf wieder erhob. „Alles klar Frau Doktor, die Herren können nun gehen.“
„Gut, danke Sabine…“, antwortete Gretchen, seufzte und wandte sich um.
„Wenn du ansonsten jemanden zum reden brauchst…?“, meldete sich Florian, worauf Gretchen ihn anschaute und die Augen verdrehte. „Das einzige was jetzt vielleicht noch hilft ist…Töpferkurs, keine Ahnung.“ Sie stiess sich von der Theke ab und lief zu den beiden Herren die draussen warteten.
„Töpferkurs.“, wiederholte Florian irritiert, während Sabine glücklich seufzte. „Hat sie also doch etwas gelernt…“

Gerade als Gretchen die Herr Winkler und Fuchs verabschiedet hatte, warf sie einen Blick auf die Uhr. Es war kurz nach Fünf. Ihre Schritte trugen sie zurück ins Schwesternzimmer, als sie ihren Vater aus dem Lift steigen sah. Er blickte sich ein paar Sekunden suchend um, ehe er bei Gretchen fündig wurde und strahlend zu ihr lief. „Gretchen, gut das ich dich sehe.“
„Was ist denn los?“ Gretchen blieb stehen und schaute zu, wie ihr Vater eine Hand auf ihren Rücken legte und somit ein paar Schritte mit ihr lief. „Kälbchen, diese Feier will deinem Papa nicht wirklich aus dem Kopf gehen. Über den genauen Grund bin ich irgendwie…immer noch nicht wirklich informiert, darum…könntest du die Organisation nicht übernehmen?“
Gretchen seufzte und schaute ihren Vater wehleidig an. „Och Papa ich wollte eigentlich Feierabend machen…“
„Bitte? Du weißt doch viel besser, was in der letzten Zeit alles passiert ist. Daher wäre es doch schön, würde die Feier…quasi unter den richtigen Sternen stehen.“

Oh nicht Papa auch noch.


„Hm?“ Franz hob die Augenbrauen und schaute sie bittend an, „für deinen alten Herrn?“
Gretchen seufzte wieder um nickte widerwillig. „Na gut.“
Franz strahlte und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn. „Danke Kälbchen. Und, wenn du etwas brauchst, dann gibst du dem Papa einfach Bescheid, ja?“
Gretchen lächelte schwach, was Franz allerdings bereits schon als Zustimmung akzeptierte und sich fröhlich umwandte.
Gretchen hindessen verdrehte die Augen und lief zurück ins Schwesternzimmer. Stevenson war verschwunden und Sabine allein sass noch beim Empfang.
Gretchen legte beide Arme auf den kleinen Tisch und vergrub ihren Kopf darin.
„Frau Doktor…?“ Sabine stand auf und schob ihren Kopf ein Stück nach vorne, „haben Sie…haben Sie die Ehre die Feier zu organisieren?“
„Also ob das eine Ehre ist Sabine…“ Gretchen hob zweifelnd den Kopf und schüttelte diesen, „also ich weiss nicht.“
Sabine überlegte einen Moment, biss sich auf die Lippen und blickte dann wieder auf. „Hätten Sie vielleicht…etwas dagegen, wenn ich vielleicht…die Feier organisiere?“
Gretchen hob die Augenbrauen. „Das würden Sie wirklich tun?“
Sabine nickte eifrig. „Mit dem grössten Vergnügen. Wissen Sie…Günni liebt es Feste und Parties zu organisieren und ich denke…zusammen sind wir ein gutes Team.“
Gretchen lächelte schwach. „Das ist super Sabine. Und…wenn es für Sie keine Umstände macht…?“ Aber Sabine schüttelte heftig den Kopf und strahlte. „Ganz im Gegenteil Frau Doktor.“
„Danke.“, erwiderte Gretchen und stiess sich mit beiden Händen vom Tisch ab, ehe sie nochmals Sabine dankbar anblickte, „dann glaube ich, mache ich Feierabend, ja?“
„Selbstverständlich.“


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Fran Offline

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25.08.2010 10:32
#208 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Da die letzten Einträge eher knapp waren, kommen heute zwei grössere Müssen ja auch schliesslich mal zu einem "Ende" kommen.

Am nächsten Morgen war Gretchen gerade dabei ihren feinen Schal vom Hals zu wickeln, als sie Marc beim Eingang zum Schwesternzimmer stehen sah. Er war gerade dabei die letzten Bissen eines Apfels zu nehmen, den er kurz darauf in den Abfalleimer warf.
Gretchen beschleunigte ihre Schritte. „Marc!“
Dieser sah mit erhobenen Augenbrauen auf und warf kurz darauf einen Blick auf die Wanduhr. „Mh, du bist zu spät.“
„Ja tut mir leid, hör mal ich wollt noch kurz mit dir reden wegen-“, begann Gretchen doch wurde von Marc perplex unterbrochen. „So jetzt wiedersprich mir nicht hopp, wir kriegen bald einen Notfall rein.“ Er pfiff in Richtung Schwesternzimmer und nickte nach hinten.
Gretchen liess die Schultern hängen und atmete durch die Nase aus. „Marc, so geht das nicht.“
„Wieso wir…kriegen wirklich bald einen Notfall rein, immerhin sind wir hier im Krankenhaus?“
„Ach ich mein doch nicht den Notfall.“, erwiderte Gretchen stöhnend, zog ihre Jacke aus, machte einen Schritt nach vorne und griff kurzerhand nach Marcs Kittel den sie mit sich ins Schwesternzimmer zog, „und auch wenn, wir haben gerade einen anderen Notfall.“
„Äh…?“ Marc stolperte hinter Gretchen her und sah zu, wie sie die Tür zuschlug. „Diese Sache mit-“ Ihr Blick fiel nach rechts, worauf sie Sabine sah, die mit grossen Augen hinter einem Buch hervorschaute. „Äh, Schwester Sabine, hätten Sie dann vielleicht die Güte…?“ Gretchen blickte sie fragend an und nickte auf die Tür zu.
„Natürlich Frau Doktor…“ Sabines Wangen färbten sich rot, ehe sie aufstand und dann mit dem Buch in der Hand zu Gretchen und Marc, der die Hände und die Augenbrauen hob und einen Schritt nach hinten machte, lief. Als sich Sabine an ihm vorbeischob, fiel sein Blick auf den Buchdeckel in ihrer Hand. Er legte die Stirn in Falten und streckte den Kopf nach vorne. „Sag mal hat die gerade ein Buch mit dem Titel „16 gute Laune-Lieder für Partys und-“?“
„Also…was ich eigentlich sagen wollte.“, fuhr Gretchen und verzog die Lippen, „es tut mir leid.“ Sie senkte den Blick und kam nur am Rande mit über, wie Marc die Nase kraus zog und sie überfordert anschaute. „Hä?“
„Ja wie ich…dich halt so vor die Tür gestellt habe.“, erwiderte Gretchen und warf einen Arm in die Luft, ehe sie die Augenbrauen hob, ihn ansah und den Kopf schüttelte, „obwohl, das was du da gesagt hast auch nicht gerade das netteste war mein Lieber.“
„Bitte?“
„Gut, ich erwarte nicht, dass du jemals mit Gabi befreundet sein wirst.“, fuhr sie fort, seufzte schwer und schaute zur Decke, „aber ein bisschen mehr Verständnis könntest du für ihre Situation auch aufbringen, ich glaube ein paar nette Worte von dir könnten ihr unter Umständen vielleicht sogar helfen.“
„Äh…das einzige was ihr vielleicht noch helfen könnte, wäre ein Therapeut?“, bemerkte Marc, kniff die Augen leicht zusammen und zeigte mit dem Finger gestikulierend vor sich, „und keiner der nebenberuflich Kinder auf die Welt setzt und denkt er wäre Doktor Sommer?“
„Was ist denn jetzt wieder mit Mehdi falsch?“, fragte Gretchen und blickte ihn verständnislos an, „wenigstens hört er ihr zu und ist da und redet mit ihr, alles halt Sachen die-“
„Die einem früher oder später weich im Hirn machen.“, fuhr Marc fort, hob die Augenbrauen und presste die Lippen aufeinander.
Gretchen kniff die Augen zusammen, öffnete den Mund und schüttelte den Kopf, worauf er sie nun verständnislos anblickte. „Ja was, muss ich das jetzt auch noch erörtern oder wie.“
„Also ich finde das nur anständig von ihm.“
„Oh jetzt komm mir nicht schon wieder mit dem Anständigkeitsgeschwafel.“ Marc schlug die Hände vor dem Gesicht zusammen und lehnte sich gegen die Wand hinter ihm.
„Doch.“, erwiderte Gretchen bestimmt, „im Übrigen wollte ich mich wirklich dafür entschuldigen, aber wenn du denkst, dass deine Männlichkeit anfängt zu bröckeln, nur weil du ab und zu ein bisschen Herz zeigst ja, dann kann ich dir auch nicht mehr weiterhelfen.“
Marc liess die Händen sinken und schaute sie perplex an. „Und…was hat das jetzt mit meiner Männlichkeit zu tun? Ich zieh ja nicht los und spiel Mutter Theresa für Arme!“
„Genau.“ Gretchen schulterte ihre Tasche neu und machte einen Schritt in Richtung Garderobe, „und genau das ist der Punkt.“
„Was?“ Marc blickte verstört Gretchen nach, die im schnellen Schritt zur Garderobe lief. Marc liess die Arme nun komplett sinken und stöhnte genervt auf, ehe er den Kopf hin und her wog und dann die Türe zum Gang aufstiess.

„Gut, dann sehen wir uns wieder in ein paar Wochen Frau Fröhlich.“ Mehdi schüttelte gerade einer schwangeren Frau die Hand und nickte ihr lächelnd zu, „alles Gute und bis bald!“
„Kaan!“
Mehdi blickte über die Schulter von Frau Fröhlich und das Lächeln entwich ihm für eine Sekunde. Frau Fröhlich nickte ihm ein letztes Mal zu, strich über ihren Bauch und verliess den Gang, als ein verbissen dreinblickender Arzt ihr entgegenkam.
Mehdi wich schnell einen Schritt zurück, schloss die Türe hinter sich und lief zu seinem Schreibtisch. Er kniff die Augen zusammen, als nur ein paar Sekunden später, die Türe erneut aufgerissen wurde und Marc das Zimmer betrat. „Du was genau hast du Gretchen erzählt?“
„Äh…Gretchen?“, fragte Mehdi unschuldig zurück, hob die Augenbrauen und setzte sich hinter seinem Tisch, die Hände auf den Lehnen zu seinen Seiten, „wieso denn Gretchen?“
„Weil sie mich vorher wieder ohne Vorwarnung gepackt hat und irgendetwas von einer Entschuldigung und fehlender Männlichkeit geschwafelt hat!“
„Fehlender Männlichkeit?“, wiederholte Mehdi und rümpfte fragend die Nase, „dass bei dir die Männlichkeit vorhanden ist, weiss das halbe Krankenhaus.“
Marc presste die Lippen aufeinander, hob die Augenbrauen und streckte beide Arme aus. Wortlos liess er sie wieder sinken und stützte beide Arme in die Seiten, worauf Mehdi einwilligend aufseufzte. „Ja ich habe mit ihr geredet. Per Zufall in der Cafeteria.“
„Sag jetzt bloss nicht du hast ihr das mit dem Schirm erzählt.“
„Natürlich nicht.“, erwiderte Mehdi mit Nachdruck, worauf er die Stirn in Falten legte, „wobei du derjenige warst, der mit dem Schwachsinn angefangen hat.“
„Mit dem Schwachsinn? Ich?“ Marc zeigte mit erhobenen Augenbrauen auf sich selber, während er die andere Hand immer noch in der Seite hatte, „soweit ich mich erinnern kann, war es nicht ich, der mich vor die Tür gestellt hat und dann auch noch ohne jegliches Wort die Führung in der Beziehung übernommen hat!“
„Mein Gott Marc, das ist doch keine Tragödie.“ Mehdi warf seinen Kopf von links nach rechts, einen fast genervten Gesichtsausdruck auf dem Gesicht, „ich habe ihr lediglich gesagt, dass sie sich eigentlich nicht immer für alles entschuldigen muss.“ Er machte eine ausführlich Handbewegung vor sich und fuhr fort, „und du solltest kein Drama aufzetteln nur weil sie dich vor die Tür gesetzt hast. Herrgott, das ist mir schon mehrmals passiert!“
„Ja und wo es geendet hat wissen wir auch alle.“
Mehdi kniff die Lippen zusammen und blitzte ihn an, worauf Marc die Augen verdrehte und aufseufzte.
„Du bist jetzt nicht mehr alleine, gewöhn dich an den Gedanken.“, erklärte Mehdi, rollte in seinem Stuhl nach vorne und zog eine Schublade zu seiner rechten auf, „eine Beziehung besteht darin, deinen Partner glücklich zu machen und zu unterstützen. Und das beruht beim besten Willen auf Gegenseitigkeit.“ Er zog eine Tüte Kekse hervor, öffnete diese und streckte sie ihm entgegen, „geht das in deinen Kopf?“
Marc holte Luft, kniff die Augen zusammen und zeigte dann mit dem Finger auf die Tüte. „Also wenn…ich jetzt einen Keks nehme, dann denkst du hoffentlich nicht dass wir-?“
„Herrgott nochmal geh und mach sie glücklich Meier.“ Mehdi schob seine Hand in die Packung und fischte nach einem Keks, „und sie wird das gleiche mit dir machen, immerhin macht sie aus dir einen besseren Menschen.“
„Was soll denn das wieder, ich-!“, fing Marc an, zeigte mit dem Finger nach vorne, wurde jedoch von seinem Pieper unterbrochen. Er stöhnte auf, nahm die Hand hinunter und hielt das kleine Gerät vor sich hin, „der Notfall ist hier.“
„Oh ja.“ Mehdi hob die Augenbrauen und presste die Lippen aufeinander.
„Sehr witzig.“, kommentierte Marc trocken, warf ihm einen letzten genervten Blick zu und riss die Türe auf um in den Gang zu verschwinden.
Mehdi seufzte, schob sich einen Keks in den Mund und schüttelte den Kopf. „Junge Verliebte sind doch immer wieder ein Abenteuer.“


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25.08.2010 22:14
#209 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Gretchen versuchte die Augen des Mannes vor ihr auf der Trage mit einer Hand vor ihr aufzusperren, während sie mit der anderen versuchte, die Taschenlampe darauf zu richten. Jedoch war dies schwieriger als gedacht, denn der Patient unter ihr zappelte und wand sich wie verrückt.
„Was haben wir?“ Marc stiess die Türe mit seinem Fuss auf und war gerade dabei die Handschuhe anzuziehen, als Gretchen genervt aufstöhnte und mit einem Mal zurückwich, als der Patient ausschlug. „Ja so eine Art Anfall wie es scheint.“
„Ich meinte den Patienten Hasenzahn.“
„Marc!“
„Mh, Werte?“ Er streckte die Hand aus und schnipste einmal, worauf er den Kopf wandte und Sabine ungeduldig anschaute, die zu einer Mappe rannte, „heute noch Sabine, wenn es geht!“
Sabine spurtete und überreichte ihm die Mappe. Marc schlug diese auf, während Gretchen ihre Hände auf die Schultern des Mannes drückte und ihn nach unten presste. „Er ist…total störrisch, ich…was…Marc?“ Gretchen nahm die Hände zurück und blickte auf die Handschelle, die den Mann an die Trage fesselte.
Marc lehnte sich ein Stück nach vorne und legte die Stirn in Falten. „Hm. Da sieht man mal wo Fesselspiele überall so enden.“
„Sehr lustig.“, erwiderte Gretchen trocken und wandte sich danach an Sabine, „Sabine wissen Sie was hier los ist?“
„Ich…weiss nicht Frau Doktor aber ich…frage mal eben draussen nach.“, entgegnete diese und huschte aus dem Raum.
„Der hat doch Epilepsie…“, meinte Marc, warf einen weiteren Blick auf den Patienten und wandte sich wieder zur Türe, „SABINE!“
Nach nur wenigen Sekunden kam diese wieder schweratmend in das Zimmer. „Sie haben geschrien Herr Doktor?“
„Ja schaffen Sie mir sofort Hassmann ran und suchen Sie jemanden der über die Handschellen Bescheid weiss!“
Sabine nickte heftig und verschwand aus dem Zimmer, worauf Marc zum naheliegenden Bett lief, ein Kissen schnappte und das unter den Kopf des Mannes schob. „Lass los.“
„Was, ich-?“
„Lass los!“, wiederholte Marc mit Nachdruck, worauf Gretchen mit erhobenen Händen zurücktritt. Der Mann zuckte immer noch willkürlich – die Handschellen ratterten gegen die Metallstange der Trage und die Beine schlugen unkontrolliert aus.
„Eine halbe Dosis Valproat, das sollte ihn beruhigen.“, wies Marc an, worauf Gretchen nickte und zu einem kleinen Schrank am Ende des Zimmers lief. Marc griff hindessen nach der Mappe mit den Werten und schrieb dies hinein, worauf Gretchen mit einer Spritze näher trat und das Medikament dem Patienten verabreichte.
Marc klappte die Mappe zu, stützte sich mit einer Hand an der Trage ab und hielt seinen Blick auf den Mann vor ihm gerichtet.
Gretchen tat dies ebenfalls, bis ihr Blick wieder auf die Handschellen fiel. Vorsichtig streckte sie den Kopf nach vorne. „Ich frag mich was der wohl gemacht hat, dass er hier in Handschellen liegt…“
„Muss was aufregendes gewesen sein.“, antwortet Marc, hob die Augenbrauen und schaute sie mit einem müden Lächeln an.
„Marc…“, erwiderte Gretchen langsam und schüttelte langsam den Kopf, „dein Gehirn denkt auch nur ans eine.“
„Bitte?“ Marc blickte sie für einen Moment verstört an, worauf sich Gretchen wieder zurücklehnte und das Zucken des Mannes versuchte weitgehend zu ignorieren. „Ja wir wissen doch beide nicht, was mit ihm los ist. Vielleicht…“, ihr Blick fiel auf den Mann und sie zuckte mit den Schultern, „…wurde er genötigt eine Bank auszurauben oder…musste einen Apfel für seinen Sohn klauen, weil er kein Geld hat.“
Marc hob ungläubig und zweifelnd die Augenbrauen. „Gretchen, du…hast manchmal so viele Gefühle, hast du ein Ordnungssystem oder was?“
„Marc.“ Gretchen holte tief Luft, worauf Marc sich stöhnend mit einer Hand die Augen rieb. „Oh Gott.“
„Doch. Ich weiss ja nicht wirklich was ich verbrochen habe, alles was ich getan habe, war dir ein ausführliches Frauenspräch zu ersparen, was sowieso nur grösstenteils von dir handelte.“
„Gretchen, ich-!“, begann er, nahm die Hand hinunter, verstummte jedoch augenblicklich, als der Körper des Mannes erschlaffte und sein Kopf zur Seite fiel. „Super. Du hast ihn bewusstlos gequatscht.“
„Marc!“
„Ja was, ist so.“ Marc lehnte sich vorne über, nahm das Kissen weg und leuchtete mit der kleinen Taschenlampe in die Augen des Mannes.
Im gleichen Augenblick wurde die Türe aufgestossen und ein Polizist in Uniform betrat das Zimmer. „Entschuldigen Sie bitte, es gab einige Formulare auszufüllen.“
„Was genau ist denn passiert?“, fragte Marc, hob die Augenbrauen und blickte von dem Mann auf.
„Überfall und versuchter Mord.“
„Ah ja.“ Marc warf einen Blick zu Gretchen, die ihn nichtsahnend anschaute und mit den Schultern zuckte.
„Wir wollten ihn stellen, da ist er plötzlich zusammengebrochen und hat wie wild angefangen um sich zu schlagen.“, redete der Polizist weiter, zog sich die Mütze vom Kopf und strich mit einer Hand durch seine Haare, „dann haben wir ihn sofort hergebracht.“
„Mhm…“, erwiderte Marc, warf einen weiteren Blick auf den Mann und dann einen zu Gretchen, „gut, wir werden ihn untersuchen und behalten ihn für alle Fälle gefesselt. Brauchen hier nicht noch mehr Wahnsinnige die frei rumrennen.“ Er schenkte dem Polizisten ein knappes Lächeln, schob sich dann an dem Polizisten vorbei und drückte Gretchen die Mappe in die Hand. „Kannst den Engländer kontaktieren, er soll sich mit Hassmann darum kümmern. Perfektes erstes Date.“ Er zwinkerte ihr zu, worauf sie aufseufzte und zusah, wie er das Zimmer verliess.
Kaum war die Türe offen, betrat Doktor Hassmann das Zimmer, warf dem Polizisten einen scharfen Blick zu und wandte sich dann zu Gretchen. „Was haben wir?“
„Einen Anfall, womöglich Epilepsie. Ich piepe Stevenson an.“
„Hm, tun Sie was Sie nicht lassen können.“, erwiderte Hassmann ohne Gretchen anzuschauen, lief um die Trage herum und warf einen Blick auf den Patienten, als sie wieder langsam aufblickte und zum Polizisten schaute, „ja darf ich bitte arbeiten? Ich darf ja bei Ihnen auch nicht im Polizeiauto mitfahren.“
„Oh, entschuldigen Sie bitte. Natürlich.“ Der Polizist zuckte zusammen und verliess hinter Gretchen das Zimmer.


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26.08.2010 16:55
#210 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

„Ich muss sagen, dieses Buch bietet reichlich an…Information.“, meinte Sabine glucksend, worauf sie den Kopf zwischen ihren Schultern versteckte und mit dem Finger über eine Zeile fuhr, „hier zum Beispiel schlagen sie vor, eine…Dirndelparty zu machen.“
„Eine Dirndelparty?“, wiederholte Günni amüsiert, lehnte sich im Stuhl zurück und verschränkte die Arme vor der Brust, „das wäre mit Sicherheit interessant.“
„Oh oder hier!“ Sabine rutschte aufgeregt nach hinten und fuhr weiterhin mit dem Finger über die Zeilen, „Burgfräulein sucht Ritter-Party…wie romantisch.“ Wiederum kicherte sie und blätterte weiter.
Günni seufzte lächelnd und blickte Sabine zu, wie sie mit Interesse eine Seite nach der anderen umblätterte. Daraufhin warf er einen Blick auf die Uhr und er streckte seine Arme durch. „Wir müssen nur bald etwas haben, es ist bereits schon kurz vor Mittag.“
„Was tut ihr denn da?“
Sabine und Günni schauten beide hoch und sahen wie Gabi die Arme auf der Theke abgestützt hatte und mit Interesse zu Sabine blickte.
„Oh, wir organisieren gerade das Fest für heute Abend, wegen…den Vorkommnissen der letzten Zeit.“ Ihre Stimme wurde etwas ruhiger gegen Ende, denn obwohl Sabine Gretchen gerettet hatte, war es Gabi, die alle in Gefahr gebracht hatte.
„Oh.“ Diese nickte und versuchte sich an einem Lächeln, „kann ich…vielleicht irgendwie behilflich sein?“
„Hast du denn schon mal einen Grossanlass organisiert Gabi?“, fragte Sabine interessiert und schaute sie mit grossen Augen an, worauf Gabi die Stirn nachdenklich in Falten legte und dann den Kopf schräg grinsend hin und her wog. „Nun ja, ich musste einmal einen Junggesellinnenabend organisieren.“
„Oh und wie hat das ausgesehen?“
„Wir sind von einer Kneipe in die nächste gezogen.“, antwortete Gabi, schaute in die Luft, bis sie die Lippen verzog, „und waren schlussendlich alle so verstreut, dass es gar…keine Hochzeit mehr gab schlussendlich.“
„Oh.“ Sabine’s Blick huschte zu Günni hinüber, der die Augenbrauen gehoben hatte und etwas amüsiert zu Sabine und Gabi blickte.
„Ja das waren…noch Zeiten.“, meinte Gabi, lächelte nervös und zuckte mit den Schultern, „aber…immerhin waren am Anfang alle recht zufrieden.“
„Nun ja, ich denke…ein Versuch kann ja nicht schaden.“, meinte Sabine und lächelte tapfer, „immerhin brauchen wir sowieso noch Hilfe was die Dekoration, das Essen und die Getränke angeht.“
„Haben wir denn schon ein Thema?“, fragte Gabi, lief um den kleinen Tisch herum und stellte sich hinter Sabine um in das Buch zu sehen.
„Wir haben schon…einige interessante Themen gefunden nur war leider kein…passendes dabei.“
„Hm…“ Gabi blickte mit gekrauster Stirn auf das geschriebene und tippte dann mit dem Finger gegen eine Zeile, „was ist denn mit dem hier? Passt doch ganz gut.“
Sabine’s Blick erhellte sich tatsächlich und sie lächelte breit. „In dir steckt wirklich Talent, das…hätte ich jetzt komplett übersehen.“
„Für das brauchen wir nicht mal Verkleidungen.“
„Wie lautet denn das Thema?“, fragte Günni und verschränkte die Hände hinter dem Kopf, „Götter in Weiss?“
Sabine gluckste und schüttelte den Kopf. „Du bist so witzig…“
Gabi blickte etwas irritiert zu Sabine, entschied sich jedoch, auch mitzulachen und nickte. „Jaa…der Brüller.“

„Oh, Florian!“ Gretchen machte ein paar grosse Schritte auf Florian zu, der gerade aus einem Patientenzimmer trat. Augenblicklich zauberte sich ein Lächeln auf sein Gesicht. „Gretchen?“
„Ich wollt dich eigentlich grad an piepsen aber wenn du schon hier bist, ist ja das dann auch irgendwie…überflüssig.“
„Was gibt es denn?“ Florian stützte beide Hände in die Seiten und schaute sie aus schmalen Augen an, „geht’s dir nicht gut?“
„Was?“, fragte Gretchen alarmiert und blinzelte ein paar Mal, „mir? Wieso mir, mir geht es doch gut.“
„Du wirkst irgendwie etwas zerstreut.“ Florian legte den Kopf schief und schaute sie nachdenklich an, worauf sie zur Seite schaute, „als ob dich etwas belasten und du dir den Kopf darüber zerbrechen würdest.“
„Also das…ist doch jetzt komplett frei erfunden, kannst mir jetzt nicht erzählen du liest das…alles aus meinem…Gesicht.“ Gretchen schaute etwas irritiert zur Seite.
„Wenn du mich fragst, dann versuch erst gar nicht es zu verdrängen.“ Florian warf ihr einen weisen Blick zu und lief dann langsamen Schrittes den Gang hinunter.
„Äh…“ Gretchen legte die Stirn irritiert in Falten, wandte sich dann um und folgte ihm, ehe sie gespielt lächelte, „also, eigentlich wollte ich mit dir wegen dem Typ reden, der ans Bett gefesselt ist.“
„Ans Bett gefesselt?“, wiederholte Florian verwundert und schaute sie dann einen Moment suspekt an, „also wenn du jetzt von Meier sprichst, dann…?“
„Äh nein, ich…meinte den Patienten.“, meinte Gretchen und schaute wiederum kurz zur Seite, „weil der nämlich wirklich ans Bett gefesselt wurde. Also mit…Handschellen.“
„Ah ja…“
„Ja.“ Gretchen hob die Augenbrauen und bemerkte seinen etwas amüsierten Blick, „wegen…versuchten Mordes.“
„Ah…in Ordnung.“ Florian nickte grosszügig und stiess eine Verbindungstüre auf.
„Gäbe ja bei Marc gar nichts zu verdrängen.“, meinte dann Gretchen und lief neben ihm hin, „gut, mal die ganzen…Neurosen vorne weggelassen, aber ansonsten kann man ihn gar nicht genug um sich haben.“
„Das scheint mir so.“, erwiderte Florian und lächelte sie schwach an, ehe er stehenblieb, „auf jeden Fall rate ich dir, egal was es ist, rede darüber. Hilft manchmal Wunder.“
„Ja gut das…musst du auch sagen, du verdienst ja auch dein Geld damit.“
„Nun ja.“ Florian lächelte und schaute zu Boden.

Wieso bin ich eigentlich kein Therapeut? Wäre vielleicht bereits schon Millionär.

„Leider gibt es gewisse Sachen, die…naja…“ Florian druckte sich um die Worte, blickte auf und zuckte mit den Schultern, „die schön wären, könnte man sie mit Reden in die gewünschte Richtung leiten.“

Würde womöglich eine rosa Couch besitzen und Marc als meinen Dauerpatienten…nein. Marc wäre kein Patient. Bin ja nicht herzlos.

„Gretchen?“

Süss! Marc als Maskottchen!

„Alles klar bei dir?“, grinste Florian und schob seinen Kopf ein Stück nach vorne, bis Gretchen plötzlich erschrocken zusammenzuckte. „Was? Entschuldige, ich war grad…äh...beim Patienten. Also beim richtigen, der ans…Bett gefesselt wurde.“

Je öfters man das sagt, desto dümmer hört es sich an.

„Also…was auch immer, Doktor Hassmann braucht dich.“
„Na dann.“ Florian presste die Lippen zusammen und nickte ihr zu, „dann werd ich mich mal auf den Weg zu ihr machen!“
Gretchen schenkte ihm ein Lächeln, bis ihr noch etwas anderes durch den Kopf schoss. „Oh bevor ich es vergesse!“
Florian wandte sich noch einmal um und blickte sie fragend an.
„Gehst du heute Abend zu der Feier?“
„Ich denke schon.“, nickte er lächelnd, worauf Gretchen nochmals näher trat, sich räusperte und eine Strähne hinter die Ohren klemmte. „Vielleicht fragst du mal Doktor Hassmann ob sie gehen möchte.“
Florian holte tief Luft, was Gretchen ausnützte um weiter zu reden. „Ja gut, sie sieht vielleicht nicht sehr umgänglich aus aber sie ist doch…interessant. Also, wenn man sie mal genauer kennt, dann kann sie auch richtig…nett sein.“
Florian schmunzelte und kratzte sich an der Stirn. „Das glaub ich dir Gretchen. Ich werde sie fragen.“
„Schön!“ Gretchen lächelte ihn breit an und sah zu, wie er nun den Gang hinunter schritt.

Bin Verkupplerin des Jahres. Sollte mich vielleicht auf das spezialisieren. Vielleicht Kupplertherapeut…Hm.


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Fran Offline

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26.08.2010 20:51
#211 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo ihr Lieben Bin doch da, England ist ins Wasser gefallen. Also, nicht wörtlich jetzt, aber halt...doch. lol Dafür kann ich jetzt jeden Tag posten Danke für die Kommis
Für den nächsten Teil...naja, ihr wolltet Zucker, da habt ihr ihn. Und nicht beschweren jetzte!


„Marc? Ich wollte nur mit…dir…“ Gretchen stiess die Türe zu seinem Büro auf und blickte in das überraschte Gesicht von Marc, der langsam von seinen Unterlagen aufsah. „Hab ich…Herein gesagt?“
„Äh…“ Gretchen schloss die Türe langsam hinter ihr, „nein aber…ich dachte wir könnten reden. Also, müssen reden.“
„Ah ja.“, meinte er, setzte eine Unterschrift auf ein Formular, lehnte sich dann im Sessel zurück und stützte sein Gesicht mit einer Hand ab.
„Also es…geht um den Streit.“
„Streit?“, wiederholte Marc, seufzte schwer und nahm die Hand hinunter, „Gretchen das ist doch kein Streit.“
„Doch.“, sagte diese und machte einen bestimmten Schritt nach vorne, ehe sie mit ihren Händen gestikulierte und weiter zu seinem Tisch lief, „also…quasi. Nennen wir es eine…Meinungsverschiedenheit.“
„Meinungsverschiedenheit.“ Marc hob die Augenbrauen, stützte seine Ellbogen auf den Stuhllehnen ab und blickte sie mit einem interessierten Gesichtsausdruck an.
„Naja du…fühlst dich in deinem Revier angegriffen und ich…habe es sozusagen nicht gemerkt, was doch dann eigentlich automatisch eine…Meinungsverschiedenheit ist.“ Sie presste die Lippen zusammen und blickte kurz zur Seite. Nach ein paar Sekunden blickte sie wieder zu Marc, der die Augen leicht zusammenkniff, mit einem Finger nach vorne zeigte und zur Seite blickte. „Also du…willst damit sagen, dass unsere Meinungen bezüglich meiner Männlichkeit auseinandergehen.“
„Genau.“
Marc hob die Augenbrauen.
„Äh also…nicht jetzt das ich denke, du hättest keine Männlichkeit.“, korrigierte Gretchen rasch und blieb schräg neben dem Tisch stehen, „hast…ja immerhin Haare auf der Brust.“
Marc grinste, neigte den Kopf und kratzte sich an der Stirn. „So ist das.“
„Ja also…es sei denn du hast seit dem letzten Mal…ach ist ja jetzt auch egal, ich bin nicht hier um über deine…Körperbehaarung zu sprechen.“ Sie lief die restlichen Schritte um den Tisch und lehnte sich dagegen.
„Da bin ich ja erleichtert.“
„Der Grund warum ich hier bin ist eigentlich dass…ich mich entschuldigen wollte.“ Gretchen neigte den Blick und schaute auf ihre Finger, die nun mit dem Saum ihres Kittels spielten.
Marc schaute ihr dabei zu und schmunzelte, was sie aber nicht bemerkte.
„Ich mein, ich weiss ja dass du männlich bist, ich…bin ja immerhin gerne mit Männer…also, ich…es tut mir leid, dass ich dir die Türe vor dem Gesicht zugeknallt habe und dass…ich mich halt manchmal in Sachen hineinsteigere.“ Etwas schmollend blickte sie auf ihre Finger.
„Gretchen es…geht nicht in erster Hinsicht um meine Männlichkeit.“, erwiderte Marc nach ein paar Sekunden ruhig und tippte mit zwei Fingern auf die Lehne, „es geht mehr darum dass ich immer noch der…Mann bin.“
„Also die Rolle kannst du wirklich gerne übernehmen, ich eigne mich ja generell eher schlecht als Mann, ich rede ja auch so-“
„Gretchen.“
Gretchen presste die Lippen zusammen und neigte den Kopf. „Tschuldige…“
Marc schmunzelte wieder, lehnte sich dann nach vorne und rollte näher zu ihr hin. „Du weißt dass ich kein grosser Beziehungs…experte bin.“
Gretchen blickte von unten hoch und sah zu, wie er sich leise räusperte und etwas unschlüssig auf den Boden blickte.
„Aber immerhin möchte ich hier…derjenige sein der Bier trinkt, Fussball schaut und die starke…dings, Schulter ist.“
Gretchen lächelte und legte den Kopf schief. „Ich mag kein Fussball.“
„Gut und daher bin ich es auch, der die Fernbedienung hat.“
„Die-?“
„Ich war noch nicht fertig.“
Gretchen presste die Lippen zusammen und versuchte ein Lächeln zu unterdrücken, da Marc sich um die Worte zu winden schien. „Du…hast mich mittlerweile so…weich gekriegt, dass ich hier in dieser…Situation mit dir bin.“

Situation…! Süss!

„Und daher würde ich es sehr begrüssen, könnten wir…das so regeln, dass ich immer noch die…Hosen anhabe.“
Als Gretchen wieder aufblickte, schaute er sie mit einer Spur Hilflosigkeit aber doch Bestimmtheit sowie Unsicherheit an.
Gretchen streckte die Hand aus und fuhr ihm kurz über die Wange. „Du weißt doch ganz genau, dass ich lieber Röcke trage…“
„Ja Gott sei Dank, sonst wäre das nächste relativ schwierig.“
„Das nächste?“, fragte Gretchen irritiert, „wieso, was ist-wouw!“
Marc hatte sie an beiden Händen gepackt und zu sich gezogen. Er lehnte sich in seinem Sessel zurück und blickte zu Gretchen, welche voller Überraschung aber grinsend auf seinem Schoss Platz genommen hat. Marc lehnte seinen Kopf noch ein weiteres Stück nach unten, hielt sie mit einer Hand, währenddessen er mit der anderen ein paar verirrte Strähnen aus ihrem Gesicht strich.
„Kann es sein dass Sie gerade etwas sehr männliches vorhaben?“, fragte Gretchen und biss sich auf die Lippe.
„Hm, frag mal meine Hose.“ Marc grinste sie frech an, worauf ihre Gesichtszüge entgleisten und sie ihn empört anschaute. „Ma-!“ Doch bevor sie seinen ganzen Namen aussprechen konnte, legte er seine Lippen auf die ihren. Sofort relaxte ihr Körper und er spürte, wie sie zwischen den einzelnen, innigen Küssen Luft holte.
Als Marc den Kuss löste, hatte Gretchen die Augen geschlossen und versuchte ihre Atmung zu kontrollieren. „Marc…das ist…“
„Halt die Klappe Hasenzahn.“, raunte er, fuhr mit einer Hand ihre Wirbelsäule empor und vergrub die Hand in ihrem Nacken.
Gretchen streckte den Rücken durch und drückte sich ihm entgegen. Die Sessellehne ging so weit nach hinten, dass die beiden fast nach hinten kippten.
Ihre Hände fuhren seiner Brust entlang bis sie sein Gesicht umfassen konnte. Seine Zunge strich fordernd die ihre und würde sie nicht bereits schon sitzen, hätte sie ein Problem mit ihren Beinen. Marcs Hände fuhren fordernd an ihrer Seite entlang, bis er ihre Oberschenkel umfassen konnte. Er lehnte sich nach vorne, stand auf und setzte sie kurzerhand auf seinem Schreibtisch ab. Marc löste den Kuss, atmete schwer und hielt ihren Blick stand um mit einer Hand die Dokumente und Mappen kurzerhand von der Tischoberfläche zu wischen. Daraufhin zog er seinen Kittel aus und warf ihn auf den Boden zu seiner linken. Gretchen blickte ihn ebenfalls gierig an, umfasste mit ihren Händen seinen Nacken und zog ihn wieder zu sich hinunter.
Marc erwiderte den Kuss, seine Hände jedoch machten sich an ihrem Kittel zu schaffen und streiften ihr diesen von den Schultern.
Sie lösten den Kuss wiederum, diesmal um Marcs Hemd aufzuknöpfen. Gretchens Hände zitterten als sie versuchte die Knöpfe einzeln aufzumachen. Marc verzog seine Lippen zu einem einseitigen Lächeln, zog ruckartig an seinem Hemd und liess die Knöpfe somit auf einmal aufgehen. Schweratmend blickte er zu Gretchen, welche sich auf die Lippe biss und ihren Blick auf seinen Oberkörper wandern liess. Schmetterlinge machten sich in ihrem Bauch bemerkbar, als ihre Hände über seine sanfte Haut strich und das Hemd somit ebenfalls zu Boden brachten.
Marcs Hände öffneten zielstrebig ihre Bluse, wobei er sie mit seinem Oberkörper sanft auf die Tischplatte drückte. Als Gretchen das kühle Holz unter ihr spürte, schauderte sie und schloss die Augen. Nach nur wenigen Sekunden, spürte sie Marcs Atem, dicht gefolgt von seinen Lippen auf ihrem Hals. Sie stöhnte leise und drückte sich ihm entgegen. Ihre Hand vergrub sich in seinem Nacken, der immer tiefer wanderte. Seine Lippen küssten ihr Schlüsselbein, wobei seine Hände ihre Bluse nun ganz öffneten.
Daraufhin hörte Gretchen, wie er seinen Gurt und seine Hosen öffnete, welche nun ebenfalls hinunterfielen. Sie biss sich auf die Lippen, als seine Zunge ihren Bauchnabel erreichte und diesen nun vorsichtig jedoch zielstrebig umfuhr. Wiederum wurde ihr Körper von einem wohligen Schauer durchrauscht und nach einer kurzen Weile spürte sie, wie er den Reissverschluss ihres Rockes an der Seite hinunterzog.
„Heb dein Becken an.“, wies er sie schweratmend an, worauf Gretchen seine Bitte befolgte, sodass er ihren Rock hinunterstreifen konnte. Daraufhin fand sein Gesicht wieder zu ihrem und für einen Moment blickten sie sich in die Augen. Beide wollten einander. Jetzt.
Gretchens Hände tasteten sich hinunter und fanden den Saum seiner Briefs. Marc öffnete den Mund und schaute sie gierig an, während Gretchen diese hinunterzog. Sie verzog die Lippen zu einem leichten Lächeln, währenddessen ihre Wangen sich eine Spur rot färbten. Marc schob seinen Kopf wieder vor und drückte seine Lippen auf die ihren.
Seine Hände fuhren nun ebenfalls an ihrem Körper entlang und zogen den Saum ihres Slips ebenfalls nach unten.
Gretchen drückte sich ihm entgegen und biss sich auf die Lippe. „Marc…“
Marc umfasste ihre Hüfte mit beiden Händen und zog sie näher zu sich heran. Gretchen holte überraschend Luft, als er ihre Beine auseinanderpresste. Sie richtete sich auf ihre Unterarme auf und blickte ihn wollend und voller Sehnsucht an.
Marc drückte sich ihr entgegen und als sie ihn ein bisschen spüren konnte, hatte sie das Gefühl, als ob sie eine gewaltige Welle der Lust überkam.
Sie hörte wie Marc Luft holte und schloss die Augen. Plötzlich hielt dieser jedoch inne und Gretchen sperrte die Augen auf.

Es klopfte.


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Fran Offline

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27.08.2010 11:07
#212 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Ich habe das Gefühl ihr werdet mich jetzt hassen...aber ich liebe diese Szene Ich hoffe sie gefällt euch auch. Der Teil ist wieder länger - ich hoffe das macht euch nicht zuviel aus - aber ich möchte bald zu einem Abschluss kommen. Es wird noch ungefähr 7 Teile geben, dann gibt es eine kleine oder auch etwas grössere (je nachdem) Sommerpause. Danke für die Kommis

„Hallo?“
Gretchens Blut gefror in ihren Adern. Jeglicher Ausdruck wich auch aus Marcs Gesicht und er sah sie nur geschockt an. „Du…du hast doch die Tür-?“
Gretchens Augen weiteten sich noch mehr, als die Türe plötzlich aufgestossen wurde. Marc zog sich so schnell zurück, fiel nach hinten auf den Sessel, während Gretchen so ungeschickt vom Tisch fiel, dass sie mit einem Aufknall auf dem Boden aufprallte.
„Äh, hallo?“ Bärbel kam mit einem Lächeln und Anastacia auf dem Arm in das Büro. Als sie jedoch Marc halbnackt auf seinem Sessel erblickte, erlosch das Lächeln und ihre Augen wurden noch grösser. „Doktor…Meier, was…tun Sie denn da…?“
„Äh, ich…?“ Seine Augen huschten schnell zu Gretchen, welche die Panik in ihrem Gesicht geschrieben hatte. Schnell und wie apathisch griff sie nach ihrem Rock und versuchte diesen zu leise und so schnell wie möglich wieder anzuziehen.
„Ich…das…“, stammelte Marc, räusperte sich und blickte dann zum Fenster, ehe er wieder zu Bärbel blickte, „das Fenster. Es war…heiss, hier drin.“
„Aha…“, erwiderte Bärbel verstört und nickte langsam. Anastacia wedelte mit dem Schwanz, bellte einmal und wollte von ihrem Arm hinunter.
„Ja.“ Marc presste die Lippen aufeinander und fischte mit einer Hand nach seinen Briefs, die Gretchen ihm unter dem Tisch entgegenstreckte.
„Nun ja…“ Bärbel strich eine Strähne ihres Haares hinter ihr Ohr und wirkte etwas ungemütlich, „also…Sie brauchen sich nicht zu schämen.“
„Zu…bitte?“
„Ja, immerhin ist es ja ganz natürlich…und ja auch menschlich.“, fuhr Bärbel fort, verlagerte ihr Gewicht von einem Fuss auf den anderen und nickte etwas zu schnell, „glauben Sie mir, ich weiss von was ich rede.“
„Sie…?“
„Naja, früher, da war natürlich die freie Liebe ein ganz grosses Thema, ganz gross.“ Ihre Augen weiteten sich ebenfalls und ihr Gesicht erhellte sich an den Erinnerungen, wobei Marcs Gesicht von Sekunde zu Sekunde verstörter wirkte. Aus seinen Augenwinkeln erkannte er Gretchen, welche sich darum bemühte, den Reissverschlusses des Rockes nach oben zu ziehen.
„Franz, also, Ihr Chef und ich, das waren ja noch Zeiten. Auch in seinem Büro, das ist eigentlich gerade so ziemlich amüsant, nicht?“ Sie lächelte nervös und zuckte mit den Schultern, wobei Anastacia wieder bellte und das Glöckchen bimmelte, „aber natürlich waren wir ja zusammen und nicht alleine, so wie Sie jetzt.“
„Ah ja.“ Marc blickte sie verstört an.
„Naja und dann kam es halt auch vor dass wir…ach herrje, dann geh halt runter.“ Sie setzte Anastacia auf den Boden, worauf der kleine Hund sich schüttelte und das Glöckchen noch mehr bimmelte.
Gretchen hielt inne. Geschockt und voller Angst blickte sie hinauf zu Marc, der ebenfalls aus seinen Augenwinkeln hinunterblickte. Gretchen schüttelte schnell und eindringlich den Kopf, deutete ihm den Hund raus zu schaffen, doch Marc zuckte nur hilflos mit den Schultern und nickte nach vorne zu Bärbel.
„Immerhin ist es in der Natur des Mannes, nicht?“ Bärbel schenkte ihm ein knappes Lächeln und drehte sich dann um, sodass er sich wieder anziehen konnte. Ihr Blick schweifte über die vielen Plakate an der Wand, welche die inneren Organe des Menschen aufzeigten. „Und wenn die Freundin mal nicht da ist, ist es ja ganz praktisch, nicht? Oh ist das…ist das hier die Leber, ja?“
„Äh die…“ Marc blickte schnell hoch und schaute sie irritiert an, „die…ja.“
„Marc…!“, zischte Gretchen leise und bittend, als das Glöckchen immer näher kam. Gretchen umschloss in ihrer Panik die nackte Wade von Marc, der verstört nach unten blickte. „Gretchen!“
„Mach das Ding weg!“, zischte sie zurück und sah zu, wie Anastacia um die Ecke bog und interessiert ihren kleinen Kopf schräg legte.
„Hach ich hab ja nicht viel Zeit auf die inneren Organe verschwendet.“, gab Bärbel zu und liess ihren Blick weiter über die Plakate wandern, während Marc in seine Briefs kroch und diese mit einem Ruck hochzog.
Anastacia bellte. Gretchen quickte.
Bärbel legte die Stirn in Falten und drehte sich überrascht um. „Was war denn das?“
„Das…der Stuhl.“, erklärte Marc schnell und zeigte mit einem Finger nach unten, „der…macht manchmal so ganz…komische Geräusche.“
„Ah ja…vielleicht mal ölen, hm?“ Bärbel schenkte ihm ein knappes Lächeln und kam nun zum Skelett, welches sie ebenfalls voller Interesse anschaute.
„Maharc…!“
Marc verdrehte die Augen und schaute nach unten. „Gretchen, lass mein Bein los!“
„Bring den Hund weg!“
„Du zuerst!“
„Marc das ist jetzt wirklich nicht der Zeitpunkt um-!“
„Schon interessant der menschliche Körper…so viele Knochen. Muss ja unglaublich sein, diese alle auswendig zu lernen, nicht?“ Bärbel schaute wieder zu Marc, der gerade mit verbissenem Gesicht aufschaute.
Bärbel schaute ihn wieder irritiert an. „Sagen Sie mal, ist alles in Ordnung bei Ihnen? Sie wirken irgendwie so…aufgeschreckt.“
Gretchen presste die Lippen aufeinander und rutschte ein Stück nach hinten, als Anastacia zu ihr hin bimmelte und an einem kleinen, weissen Stoff schnüffelte.

Die wird doch nicht…die…

Gretchen sperrte die Augen auf, als sie zusah, wie der kleine Hund ihren Slip fasste. Schnell schoss sie nach vorne und griff nach dem kleinen Stück um daran zu ziehen.
„Was war das?“, fragte Bärbel wieder und schien von Minute zu Minute argwöhnischer zu werden.
„Äh, das…war…“, stammelte Marc und presste die Lippen zusammen, „mein Knie. Bin gegen…den Tisch gestossen.“
„Ah…oh…Sie waren noch gar nicht fertig, richtig?“ Bärbel schaute ihn plötzlich peinlich berührt an und strich sich mit beiden Händen die Haare zurecht, „also ich kann natürlich auch gehen, wollte ja eigentlich nur sehen ob Margarethe sich hier irgendwo rumtreibt.“
Marc schaute mit grossen Augen zu, wie Bärbel mit kleinen Schritten nach vorne in die Richtung seines Schreibtisches wuselte. „Anastacia? Wo bist du denn?“
Marc blickte gestresst nach unten und sah zu, wie sich Gretchen und der kleine Hund immer noch einen Kampf um ihren Slip lieferten. Er räusperte sich etwas laut und gab Gretchen einen kleinen Tritt mit seinem Fuss, worauf sie den Slip losliess und mit Schrecken feststellen musste, wie Anastacia mit dem kleinen Stück Stoff davonbimmelte.
Ihre Augen fokussierten den Boden und jede Zelle ihres Körpers wartete nur darauf, die Reaktion ihrer Mutter zu hören.
Marc schrumpfte in seinem Sessel zusammen, räusperte sich und schaute unbequem zur Seite.
„Oh was hast du denn da?“, fragte Bärbel entzückt, bückte sich und entnahm dem kleinen Hund das Stück Stoff. Anastacia machte augenblicklich das Männchen, bellte und wedelte mit dem Schwanz.
„Nanu…“ Bärbel legte die Stirn in Falten und faltete das Höschen vor sich auseinander und hielt es hoch.
Gretchen presste die Augen zusammen.
„Äh…ich denke der gehört dann…Ihnen?“, fragte Bärbel peinlich berührt und nickte mit dem Slip in ihrer Hand in seine Richtung.
„Der…“ Marc presste die Lippen zusammen und neigte widerwillig den Kopf, „ja. Gehört mir.“
„Aha…“ Bärbel lehnte sich nach vorne und Marc nahm das Stück Stoff entgegen, welches er neben sich zu Boden fallen liess.
Gretchens Herz hämmerte gegen ihre Brust, jedoch konnte sie sich auf Marc verlassen.
Wäre nur das dumme Gebimmel nicht.
„Nein, nein Anastacia, wir gehen jetzt.“
Der kleine Hund bellte und Gretchen hörte, wie Bärbel den kleinen Hund wieder auf die Arme zu nehmen schien. „Wir wollen ja schliesslich den Doktor nicht von seinem…nun ja…seiner…Freizeitbeschäftigung ablenken, nicht?“
Gretchen blickte hoch und schaute in Marcs entgeistertes Gesicht, was sie zum Grinsen brachte. Denn so peinlich und brenzlig die Situation war, und obwohl ihr Herz immer noch hämmerte, war es auch extrem lustig.
„Ach und bevor ich es vergesse.“ Bärbel wandte sich nochmals an der Türe um und blickte zu Marc, „Sie haben meine Tochter wohl nicht gesehen, oder?“
„Gretchen?“, fragte Marc zurück, hob dann die Augenbrauen und schüttelte den Kopf, „nein. Schon lange nicht. Keine Ahnung wo sie ist.“
„Hm…merkwürdig.“, gab Bärbel zu Bedenken, schaute auf einen Punkt vor ihr, seufzte und schüttelte den Kopf, „dabei hab ich immer gedacht, sie hängt so gern an Ihnen.“ Bärbel lächelte, worauf Marc einstieg und künstlich lachte. „Ja sehr gerne.“ Sein Lachen verstummte augenblicklich, als Gretchen ihm gegen das Schienbein hämmerte. Marc räusperte sich gepresst und nickte Bärbel noch einmal zu, die die das Büro verliess und ihm ebenfalls zunickte.
Kaum war die Tür ins Schloss gefallen, rollte Marc zurück und hielt sich das Bein. „BOAH Hasenzahn und sonst geht’s noch ja?“
„Marc, das war meine Mutter!“, entgegnete Gretchen und war gerade dabei, ihre Bluse mehr schlecht als recht nach unten zu ziehen.
„Ja sah auch nicht nach dem Weihnachtsmann aus.“
„Oh Gott, das war so peinlich.“ Gretchen vergrub ihr Gesicht in ihren Händen, worauf Marc halbwegs nickte. „Na komm, ist ja nichts passiert.“
„Ja fast. Fast ist nichts passiert. Ich glaub es fast nicht…“ Gretchen rappelte sich hoch und strich sich ihre Haare zurecht, „kaum auszudenken, was gewesen wäre, wenn sie uns gefunden hätte.“
„Ja die Situation wäre auch so fast nicht peinlich gewesen.“
„Mein Gott, das wird niemals wieder vorkommen.“ Gretchen schüttelte aufgelöst den Kopf, worauf Marc mit grossen Augen aufsah. „Was bitte?“
„Ja hier…bei dir zu…du weißt schon!“
„Gretchen, die Tür war nicht abgeschlossen.“, meinte Marc sachlich und zeigte mit einem Arm nach vorne, „hätten wir das nicht vergessen, dann hätten wir jetzt…naja…“ Er verzog seine Lippen zu einem schelmischen Grinsen und liess seinen Blick über ihren Körper wandern.
„Marc, wie kannst du jetzt nur wieder an Sex denken!“
„Äh, weil du gerade halbnackt vor mir stehst?“
Gretchen seufzte schwer auf und stemmte die Hände in die Seiten.
„Und mal ganz nebenbei bemerkt, wirst du womöglich den ganzen Tag ohne Höschen rumlaufen müssen, es sei denn-“
Gretchen schaute ihn geschockt mit grossen Augen an, was ihn aber aus irgendeinem Grund amüsierte.
„Es sei denn du möchtest gerne in einem Slip rumlaufen, den ein Hund in der Schnauze hatte.“
„Oh Gott, das stimmt ja…“, erwiderte Gretchen aufgelöst und liess sich wieder gegen den Tisch fallen, ehe sie schwer seufzend wieder zur Seite blickte, „den kann ich ja jetzt unmöglich wieder anziehen!“
„Tja…“ Marc presste die Lippen aufeinander und hob die Augenbrauen. Nach ein paar Sekunden verzog er seine Lippen wieder zu einem Lächeln. „Aber so ganz ehrlich…war ja eigentlich schon ziemlich heiss.“
„Heiss?“, fragte Gretchen verwundert und blickte ihn irritiert an, „was bitte war daran heiss?“
„Naja, die Tür offen, jeder könnte uns erwischen…“, meinte Marc, legte eine Hand auf Gretchens Hüfte und zog sie mit einem Ruck wieder in seine Richtung. Er tat dies so schnell, dass sie sich nicht wehren und nur nach Luft schnappen konnte.
„Du musst zugeben, irgendwas hatte es schon.“
Gretchen versuchte ihre Sinne beisammen zu halten, auch dann, wenn Marcs Fingerspitzen sanft über die nackte Haut an ihren Hüften tanzten. „Marc…das ist jetzt wirklich…!“
„Was?“, fragte er provokant und schob den dünnen Stoff langsam nach oben.
Sie schloss für einen Moment die Augen und schluckte. „Die Tür ist noch offen.“
Marc reckte seinen Kopf an ihr vorbei, liess kurzerhand von ihr ab und lief mit nur schwarzen Briefs bekleidet zu der Türe hin.
Gretchen hörte wie er die Türe abschloss und wieder zu ihr lief. Das allein war schon ein Grund, der ihr wieder Schauer durch den Körper jagte.
Marc kam wieder vor dem Tisch zu stehen und stand zwischen ihre Beine. „Jetzt nicht mehr.“ Augenblicklich beschleunigte sich sein Atem wieder und er presste seine Lippen auf die ihren.
Gretchens Verteidigung fiel in sich zusammen und liess wieder los. Sie erwiderte den Kuss, worauf ihre Hand seinen Rücken hinunterstrich und ihren Platz auf seinem Hintern fand. Mit einem Ruck drückte sie ihn näher heran – und es war nicht das einzige Mal an diesem Nachmittag, als es ihr den Atem verschlug.


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27.08.2010 21:05
#213 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo ihr Lieben. Um die Frage zur weiteren Story zu beantworten - diese wird weiter gehen, resp. es wird einen kleinen Zeitsprung geben, welcher jedoch keine Lücken offen lassen sollte. Es freut mich riesig, dass euch der letzte Teil gefallen hat! Und das obwohl die Fusshupe (ich kann echt nicht mehr ab dem Wort...) eine doch grössere Rolle gespielt hat hehe. Ich hoffe ihr habt nichts gegen einen weiteren Teil für heute

Gretchen fuhr mit ihrem Finger um seinen Bauchnabel, den Kopf auf seiner Brust platziert. Den Sessel hatten sie ans andere Ende des Tisches geschoben, sodass sie genügend Platz hinter dem Tisch auf dem Boden hatten.
Marcs Atem ging ruhig, als er mit seinen Fingerspitzen über ihren Oberarm strich. Er hatte die Augen geschlossen.
„Eines muss ich dir lassen Marc…“, begann Gretchen leise und schmunzelte.
„Hm?“
„Das war unglaublich…unerlaubt.“
Marc verzog seine Lippen zu einem Lächeln und strich weiterhin über ihren Arm. „Das macht es ja so gut Hasenzahn.“
„Stimmt…“ Sie lächelte verträumt und kuschelte sich noch näher an ihn heran.
Für einen Moment lagen sie still beieinander, bis sie ihren Kopf nach oben schob und auf das kleine Pflaster schaute. „Spürst du es noch?“
Marc schaute kurz nach unten und legte dann den Kopf wieder auf den Boden. „Nur wenn ich dran denke.“
Gretchen holte tief Luft, welche sie langsam wieder durch die Nase entliess und vorsichtig mit ihren Fingern über das Pflaster strich. „Ich glaube ich stelle nie mehr deine Männlichkeit in Frage mein Lieber.“
„Hm.“ Marcs Lippen verzogen sich zu einem Grinsen, „gut.“
Gretchen lächelte, hob den Kopf und blickte ihn einen kurzen Moment an. Seine Haare waren verwuschelt und auf seinem Gesicht lag ein zufriedener und ruhiger Ausdruck. Nach ein paar Sekunden schob sie ihren Kopf nach vorne und legte ihre Lippen sanft auf die seinen.
Marc hob die Augenbrauen, erwiderte den Kuss jedoch und drückte sie mit einer Hand wieder sachte gegen seinen Körper. Der Kuss wurde länger und Gretchens Zunge umspielte sanft Marcs. Sie bewegte ihren Arm so, dass sie sich neben seinem Kopf abstützten konnte und legte nun ein Bein ebenfalls auf die andere Seite seines Körpers. Einzelne Haarsträhnen fielen ihr ins Gesicht, doch Marc kümmerte dies nicht – er hatte die Augen immer noch geschlossen, küsste sie innig und strich nun mit beiden Armen über ihre Seite empor und hinunter.
Gretchens Puls erhöhte sich innerhalb von Sekunden wieder – der kleine Teil ihres Gehirns, der besagte, dass sie dies eigentlich nicht tun sollte, hatte schon längst den Kampf verloren. Momentan gab es nur sie zwei.
Plötzlich legte Marc die Stirn in Falten, hob einen Zeigefinger und löste den Kuss. Gretchen blickte ihn mit geröteten Wangen an und sah zu, wie er den Kopf hob und anscheinend versuchte etwas zu hören. Nach nur wenigen Sekunden huschte Gretchens Blick zu der Türe. „Hörst du etwas?“
Marc kniff die Augen zusammen, als nun beide das kratzende Geräusch eines Schlüssels beim Schlüsselloch hörten. Nach einigen Versuchen wurde der Schlüssel in das Schloss geschoben und Gretchens Augen weiteten sich wiederum.
Ihr Herz setzte aus und wiederum kam die Angst hervor, dass Bärbel sie erwischen könnte. Marc hindessen fluchte leise und stützte sich auf seine Ellbogen ab. Gretchen biss sich auf die Lippe, blieb über ihm kauernd und blickte mit grossen Augen zu Marc.
Der Schlüssel wurde gedreht und die Türe aufgesperrt.
Marc und Gretchen schoben den Kopf ein Stück nach vorne und sahen ein paar weisse Schuhe und Hosen bei der Türe stehen.
„Herr Doktor?“
Marc stöhnte leise auf und liess seinen Kopf auf den Boden fallen. Genervt strich er sich mit einer Hand über das Gesicht. „Ich bin nicht da Sabine.“
Sabine machte einen kleinen Schritt nach vorne. „Naja so…wie es scheint sind es Ihre Füsse, vielleicht können Sie Ihnen ja dann etwas…ausrichten.“
Marc hob wiederum den Kopf und blickte verstört auf seine nackten Füsse, die am anderen Ende des Tisches herausschauten.
Gretchen biss sich auf die Finger um nicht zu Kichern.
Wiederum stöhnte Marc auf. „Was wollen Sie.“
„Also eigentlich bin ich ja auf der Suche nach der Frau Doktor…weil doch das Fest bald anfängt.“
Wiederum riss Gretchen die Augen auf und verzog schuldig das Gesicht.
„Und da Sie weder die Frau Doktor auf den Pieper geantwortet haben…da dachte ich es sei womöglich wieder etwas…passiert und da habe ich den Ersatzschlüssel aus dem Schwesterzimmer geholt.“ Ihre Stimme nahm gegen Ende des Satzes einen stolzen und leicht grinsenden Unterton an.
„Ah ja.“, meinte Marc und blickte zu Gretchen, die schnell den Kopf schüttelte, „ich habe Hasenzahn aber nicht gesehen. Schon in der Cafeteria nachgeschaut?“
Gretchen presste die Lippen zusammen und schlug ihm nicht allzu fest auf die Schulter. Dummerweise wieder auf die falsche. „MH!“
„Oh, entschuldige…!“ Gretchen schaute ihn erschrocken an, strich eilig über die Stelle und sah zu, wie er die Augen zusammenpresste und die Backen aufblies.
„Alles in Ordnung Herr Doktor?“
Marc öffnete die Augen und schaute Gretchen für einen Moment warnend an. „Was denken Sie denn.“
„Also unter…den gegebenen Umständen…“, begann Sabine etwas unsicher und blickte wieder auf die Füsse von Marc, „würde ich eigentlich annehmen dass…Frau Doktor gerade bei Ihnen ist.“
„Jetzt sagen Sie doch was Sie wollen Sabine.“
„Ja also, wenn Sie an das Fest kommen möchten, dann müssten Sie sich…nun ja…“ Sabine entliess Luft durch ihre Nase und grinste, „…mal anziehen und in die Cafeteria kommen. Es…gibt noch einiges vorzubereiten.“
Gretchen legte die Stirn in Falten und überlegte einen Moment. Ohne gross nachzudenken, stemmte sie ihre Hände auf Marcs Brust und richtete sich so auf. „Sabine es tut mir so leid, ich wollte Ihnen ja eigentlich helfen!“
Sabine zuckte kurz zurück und blickte dann zu Gretchen, die mit verwuschelten Haaren bis unterhalb ihrer Schulter nun sichtbar war. Diese seufzte und verzog dann schuldig ihr Gesicht. „Natürlich werde ich Ihnen jetzt noch helfen.“
Sabine lächelte scheu und dankbar, als sie den Schlüssel zwischen ihren Händen drehte.
Gretchen lehnte sich vorne über, ignorierte Marcs aufseufzen und griff nach ihrer Bluse, als sie wieder innehielt und geschockt aufschaute. "Ja aber...ich mein, was sollen wir denn überhaupt anziehen?"
Sabine blickte sie etwas beschämt an. „Also…mal etwas wäre nicht allzu…schlecht?“
„Mh, da bin ich nicht sicher.“ Marcs Hände strichen provokant über ihre Oberschenkel und er grinste sie frech an.
Gretchen wandte ihren Blick von Sabine ab und blickte Marc mit grossen Augen an. Daraufhin räusperte sie sich etwas lauter und strich sich eine Strähne zurrecht. „Was ist denn überhaupt das Thema?“, fragte sie, als sie gerade dabei war, in ihre Bluse zu schlüpfen.
„1001 Nachtschicht.“, antwortete Sabine mit einem scheuen Lächeln.
„Ah ja.“, kommentierte Marc trocken, ehe er zu Gretchen schaute und ihr zuzwinkerte, „dann können wir ja noch viel mehr-!“
„Gut Sabine, wir…kommen dann auch gleich, ja?“, unterbrach Gretchen Marc schnell, als sie bereits schon spürte, wie ihre Wangen rot wurden.
„Du gieriges Ding du…“, flüsterte Marc schaltend, wobei er seine Hände langsam an ihren Seiten vorbeischob und auf ihrem Hintern platzierte. Gretchen’s Blut fuhr wieder Achterbahn, doch sie räusperte sich laut bemühte sich beim Anblick Sabines um ein Lächeln. „Raus. Wir…kommen dann raus. In Ordnung?“
„Natürlich Frau Doktor.“ Sabine lächelte beschämt, wandte sich dann um und schloss die Türe eilig hinter ihr.
Gretchen seufzte auf und zog sich die Bluse zurrecht.
„Willst du den nicht anziehen?“
Sie blickte zu Marc, der ihren BH hinhielt. Ihre Wangen verfärbten sich wiederum rot, jedoch griff sie das Kleidungsstück wortlos und entledigte sich wiederum der Bluse.
„Herrgott nochmal Hasenzahn, ich könnt dir den ganzen Tag dabei zusehen…“, sagte Marc leise und verschränkte die Hände hinter seinem Kopf.
Ihre Wangen wurden nun rot, jedoch wegen seines Komplimentes. „Wir sollten wirklich aufstehen Marc…komm.“ Sie griff nach seiner Hand, jedoch zog er sie somit gleich nochmals zu ihm hinunter. „Komm lieber du nochmals.“ Er schob seine Lippen nach vorne, wobei der Kuss wieder dabei war, ihre Nerven zu rauben.
„Marc…“
„Mh.“
„Marc…!“ Ihr Atem hatte sich zwischenzeitlich wieder beschleunigt, jedoch konnte sie den Kuss lösen und ihn nun anschauen, „wir müssen wirklich.“
Marc seufzte genervt auf und liess von ihr ab.
Als sie angezogen und kaum wieder aufgestanden war, bemerkte Gretchen, wie ihre Beine wackelig waren. Schnell griff sie nach dem Tisch, räusperte sich und schob sich daran nach vorne. Sie stand mehr schlecht als recht auf den Beinen, als sie den Rock zurrecht zog und mit engen Schritten auf die Tür zulief. Wiederum räusperte sie sich nochmals, warf einen letzten Blick zu Marc, der sich nun ächzend vom Boden erhob und ihr zuzwinkerte. Bevor sich die Röte auf ihren Wangen verteilen konnte, riss sie die Tür auf und fand Sabine davor.
Kaum war die Bürotüre hinter ihnen geschlossen, liefen die beiden den Gang hinunter. Nach wenigen Sekunden blickte Sabine an Gretchen hinunter. „Geht es…Ihnen nicht gut Frau Doktor, Sie…laufen so komisch?“
„Was?“, fragte Gretchen schnell, schaute sie an und blickte dann kurz hinunter, ehe sie lachte, „ach was ich…lauf doch nicht komisch.“
Sabine verzog die Lippen zu einem Lächeln und fing kurz darauf an zu kichern.
Gretchen schaute sie aus den Augenwinkeln überrascht und etwas argwöhnisch an. „Ja und was…gibt es jetzt da genau zu kichern?“
„Entschuldigen Sie.“, meinte Sabine und schob die Hände in die T-Shirttaschen, „ich…kann Sie ja eigentlich verstehen, wenn man…den Körperbau von Doktor Meier mal betrachtet und dann eins und eins zus-.“
„Sabine, das…!“ Gretchen presste die Lippen zusammen, blickte die Krankenschwester mit grossen Augen an, räusperte sich dann jedoch. Möglichst galant strich sie den Rock glatt und lief weiterhin den Gang hinunter. Nach ein paar Schweigesekunden, wandte sie sich wieder an die Krankenschwester, jedoch ohne den Blick vom Gang abzuwenden. „Sie…wussten, dass wir dort drin waren, nicht.“
„Es hat sich angehört als ob ein Fisch am Ertrinken wäre.“
„Ah…ja.“ Gretchen öffnete den Mund um weiteres zu sagen, entschied sich dann jedoch für das Gegenteil.


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28.08.2010 14:58
#214 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

http://www.youtube.com/watch?v=IjtAJV9sVpQ&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=qqm9jaM5UPA

Meine Freizeit verbrachte ich am liebsten mit meiner besten Freundin zuhause.
Als Kind lag ich oft auf meinem Bett und drückte mein Kissen mit Marcs Gesicht auf meine Brust. Ich war dabei glücklich aufzuseufzen als ich meine Augen schloss und mich dort hin sehnte, wo ich als Kind immer mal gerne hin wollte. Auf den Opernball.


„Meine Brille würde ich natürlich durch Kontaktlinsen ersetzen.“, erzählte die 13-Jährige Gretchen, als sie auf dem Bett lag, das Kissen eng an sich gedrückt, „Anstatt Jeans trage ich ein weites, ausgestelltes Kleid, dass ich hinter mir über den Boden ziehen kann.“
„Aber wird das denn nicht dreckig?“
Gretchens Freundin richtete sich vor ihr im Bett auf.
„Natürlich nicht.“, antwortete Gretchen, setzte sich ebenfalls auf und sah ihre braunhaarige Freundin beflissen an, „das ist ein spezieller Stoff, sehr futuristisch und Schmutzabweisend.“
„Wow, das ist cool!“ Beide Mädchen legten sich wieder hin, worauf Gretchen glücklich die Decke anstarrte. „Und ganz am Ende der Treppe steht er und wartet auf mich.“
„So wie in Titanic?“
„Genau, aber Marc sieht noch viel besser aus im Smoking als Jack.“, antwortete Gretchen durch ihre Zahnspange und drückte das Kissen noch fester, „in einem Traum von einem schwarzen Smoking, mit Fliege. An der Brusttasche steckt eine kleine weisse Blume, die steckt er mir ins Haar.“
„Woow, das klingt so schön.“
„Und dann tanzen wir.“ Gretchen seufzte glücklich, schloss die Augen und drehte sich in ihren Gedanken im Kreis, „wir tanzen bis Mitternacht und noch darüber hinaus. Marc ist ein hervorragender Tänzer und wirbelt mich über die Tanzfläche.“
Wiederum richtete sich die Freundin auf. „Aber wird dir da nicht übel?“
„Nicht doch.“ Gretchen setzte sich ebenfalls auf, „ich esse vorher natürlich nichts, sonst kommt mir ja alles wieder hoch. Und das geht ja mal gar nicht.“
„Gut.“
Die Mädchen legten sich wieder hin.
„Und dann küsst er mich. Auf der Tanzfläche und vor allen Personen. Und dann lehnt er mich so gegen hinten über und küsst mich total romantisch.“
„Das ist so süss!“, antwortete die Freundin durch ihre Zahnspange, „aber pass auf dass du nicht rückfällig wirst!“
„Nie im Leben! Marc ist ein wahrer Gentleman.“, fuhr Gretchen fort, seufzte glücklich und hielt das Kissen mit Marcs Lächeln vor ihr Gesicht, „er passt immer auf mich auf und legt ausgezeichnete Manieren an den Tag.“ Gretchen entblösste ihre Zahnspange ehe sie dem Kissen einen grossen Kuss gab.

17 Jahre später stand ich da. Auf keinem Opernball, dafür war es mir erlaubt Champagner zu trinken. Und immerhin spielte Oper. Ob Sabine was geahnt hatte?

Gretchen seufzte und nahm einen weiteren Schluck von ihrem Champagner. Sie trug den gleichen Rock wie vorher, nur hatte sie ein anderes Oberteil in ihrem Spint gefunden. Leider war es nur ein Oberteil. Deshalb zupfte sie jede Minute an ihrem bordeauxfarbenen Rock herum und hoffte dass keiner auf die Idee kam, unter ihr durchzurutschen.
„Die verdammten Toiletten sind verstopft. Scheiss Krankenhaus.“

Gut. Meine Kindheitswünsche gingen nicht ganz in Erfüllung. Aber immerhin war er da. Hach ja!

Gretchen wandte den Kopf und blickte zu Marc, der gerade dabei war, seine graue Hose hochzuziehen. Er trug ein rosa Hemd, wessen oberste Knöpfe er offengelassen hatte. Die Ärmel hatte er leger zurückgerollt.
Marc nahm sein Champagnerglas von einem kleinen Tisch neben ihm und nahm ein paar grosse Schlücke. Als er gerade dabei war das Glas auf die Seite zu stellen, erschien Sabine vor Gretchen, welche von einer Sekunde auf die andere ein breites Lächeln aufsetzte.
„Und Frau Doktor, gefällt es Ihnen, ja?“
„Aber natüüürlich, es ist wirklich gut gelungen Schwester Sabine.“, antwortete Gretchen und zeigte mit einer Handbewegung auf die Gäste und Besucher rund um sie herum.

Dass niemand verkleidet oder dekoriert war, war ja nicht erwähnenswert. Aber es gab kleine Canapés, super!

„Kommen Sie dann auch tanzen, ja?“ Sabines Grinsen wurde noch breiter und der Hut den sie trug, machte ihr Gesicht noch breiter.
Marc starrte etwas verirrt auf den Hut und blinzelte ein paar Mal.

Tanzen? Ich? Jetzt? SO?

„Tanzen!“, wiederholte Gretchen und lachte peinlich berührt auf, „also Sabine ich…weiss nicht so recht, bin ja eigentlich keine gute…Tänzerin.“
„Aber es macht so viel Spass Frau Doktor, sehen Sie mal dort rüber.“ Sabine stellte sich neben Gretchen, hakte kurzerhand ein und zeigte auf ein Paar am anderen Ende des Raumes.
Ein Mann schwang eine Frau, welche seine Hüfte mit ihren Beinen umarmte um die eigene Achse. Gretchen blinzelte ein paar Mal und sah geschockt zu wie der Rock der Frau sich mit jedem neuen Schwung lüftete.
„Hm.“ Marc legte die Stirn in Falten und nickte mit dem Glas in der Hand nach vorne, „kommen die aus der Osteopathie, hab die noch nie gesehen.“
(Anmerkung: Ostheopathie: Knochen sanft zurrechtrücken)
„Nein ich…habe sie eigentlich aus dem städtischen Zirkus geholt…“, gab Sabine zu und zuckte dann bei den Blicken von Gretchen und Marc mit den Schultern, „naja ich…wollte halt ein bisschen Stimmung mitbringen…“
„Ah ja…“, meinte Marc und schaute dann Gretchen mit einem Lächeln an, „hm, kannst es ja mal versuchen? So ein bisschen rumwirbeln und so?“ Er blickte sie amüsiert an und nahm einen weiteren Schluck aus seinem Glas.
Gretchen presste die Lippen zusammen und blickte ihn mit grossen Augen warnend an.
Marc amüsierte dies jedoch nur noch mehr und er grinste sie fröhlich an.



„Oh Sie tanzen auch Herr Doktor?“, fragte Sabine plötzlich mit grossen und freudigen Augen, worauf Marc lachend aufschnaubte und den Kopf schüttelte. „Das können Sie gleich vergessen Sabine, ich mach mich doch hier nicht zum Depp.“
„Genau.“, bestätigte Gretchen, setzte ein künstliches Lächeln auf und blickte nickend zu Sabine, „das macht er nämlich sonst schon.“
Marcs Gesichtszüge entfielen und er blickte sie einen Moment ausdruckslos an.
Gretchen hob die Augenbrauen und erwiderte seinen Blick fragend, bis er die Hand mit dem Glas nach vorne streckte. „Sabine? Halten Sie das mal eben.“
„Äh…Marc, was genau…?“
Doch bevor Gretchen fertig reden konnte, griff Marc nach Gretchens Hand und zog sie zielstrebig auf die Tanzfläche.


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29.08.2010 10:16
#215 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

„Äh Marc, das…!“, stammelte Gretchen und fand sich dann mit einem Schlag in seinen Armen wieder. Er legte einen Arm um ihre Hüfte, die andere Hand legte er in ihre. Er räusperte sich und schaute sich um, ganz so, als ob er sich auch nicht am wohlsten fühlte.
„Marc ich hab kein…ich hab kein Höschen an!“, zischte Gretchen leise, und merkte wie sie beim alleinigen Aussprechen schon rot wurde.
Marc schluckte, räusperte sich und neigte den Kopf. „Hasenzahn.“
„Was!“
„Vielleicht erinnerst du dich noch an unser Gespräch wegen meiner Männlichkeit.“
„Du meinst den Teil indem wir eigentlich geredet hatten?“, flüsterte Gretchen zurück und merkte, wie sie bei der blossen Berührung seines Körpers einen neuen, sanften Schauer durchlebte.
„Hier jetzt Regel Nummer Eins.“, fuhr Marc in einem strengeren Ton fort, jedoch immer noch leise, „erzähl mir nie wieder in der Öffentlichkeit dass du keine Unterwäsche anhast, verstanden?“
„Aber das-!“
„Verstanden?“, wiederholte er nochmals und blickte sie mit hochgezogenen Augenbrauen an.
Gretchen seufzte schwer und verdrehte die Augen. „Ja hab ich, aber das ändert immer noch nichts an der Tatsache, dass ich wirklich-!“
„Gut.“ Marc setzte ein Lächeln auf und versuchte von dieser Tatsache abzulenken, „dann können wir ja endlich tanzen.“
Gretchen lächelte schnaubend und verdrehte den Kopf. „Als ob du tanzen könntest mein Lieber.“
Doch nach einer Sekunde wurde Gretchen überrascht.

Korrigiere – er kann tanzen. Er kann sogar so gut tanzen, dass ich mich auf seine Füsse stellen könnte und wir trotz meiner Ungeschicktheit immer noch gut aussehen würden.

Er führte sie gekonnt durch die einzelnen Paare. Und Gretchen liess sich führen – jedoch achtete eine ihrer Gehirnhälften immer darauf, ob der Rock auch ja alles bedeckte. Aus den Augenwinkeln nahm sie das Paar, welches sich immer noch im Kreis drehte wahr. Gretchens Blick wurde unbequem und Marc folgte diesem mit erhoben Augenbrauen.
Sie tanzten wieder in die andere Richtung, bis das Lied ruhigere Takte gegen Ende anschlug.
Gretchen blickte zu ihm auf und er blickte zu ihr hinunter. Ihre Finger verschlossen sich ineinander und Gretchen lächelte anerkennend. „Du kannst ja doch tanzen…“
„Ich kann noch vieles was du nicht weißt Hasenzahn.“
„Ach ja und was?“, fragte Gretchen grinsend und biss sich auf die Lippe, doch Marc schnaubte auf, hob die Augenbrauen und schaute über ihren Kopf hinweg. „Geht’s noch, das sag ich dir doch nicht.“
Gretchen seufzte schwerfällig und nahm an Rande wahr, wie sich die Tanzfläche langsam leerte. Sie hob den Kopf und konnte sehen, wie ihr Vater den Raum betrat und mit einem freundlichen Lächeln von einem Gesicht ins andere blickte.
Marc und Gretchen hatten die gleiche Idee – den Tanz zu unterbrechen und sich ebenfalls an die Seite zu stellen. Marc hielt ihre Hand in die seiner als er sie zur Seite zog, wobei Gretchen sich eng an ihn drückte. Erstens um irgendwelche Kollissionen mit ihrem Rock zu vermeiden, zweitens weil sie sich bei Marc sicher fühlte. Was mit Punkt Eins irgendwie Hand in Hand ging.
„Was für ein schöner Anblick, die ganze…Familie versammelt, sag ich da mal!“ Franz lachte, machte eine euphorische Handbewegung und kam nun mit Bärbel im Arm, die Anastacia mit sich trug, in die Cafeteria. Da die Tische zur Seite geschoben wurden, hatten sie reichlich Platz. Bärbel und Franz kamen vor dem Buffet zu stehen, worauf der kleine Hund sofort mit dem Glöckchen bimmelte und gierig in Richtung Essen starrte.
Gretchen drückte sich noch ein bisschen enger an Marc, der eine Hand in eine Hosentasche schob und dies mit erhobenen Augenbrauen kommentierte.
„Man könnte meinen meine Unterwäsche wäre nicht genug gewesen, jetzt macht sie sich auch noch über mein Essen her!“, zischte Gretchen und bemühte sich mit der einen freien Hand darum, ihren Rock gegen sich zu drücken.
Obwohl die Situation für Gretchen relativ gemein war, schmunzelte Marc. Als er seinen Blick über die verschiedenen Gesichter wandern liess, entdeckte er Stevenson an einem kleinen Tisch. Sein Schmunzeln verschwand augenblicklich, als er bemerkte, wie dieser, mit einem sanften Lächeln auf den Lippen ab und zu zu Gretchen blickte.
Marc hob seinen Arm, legte diesen um ihre Schulter und drückte sie demonstrativ gegen sich, die Augen scharf auf Stevenson gerichtet.
Gretchen, etwas überrascht von dieser Geste, lächelte augenblicklich, da sie sich immer freute, wenn Marc sich in der Öffentlichkeit endlich zu ihr bekannte. Denn das war, was sie gerade taten. Und das aufgrund seiner Männlichkeit.

Männer. Soll das mal einer verstehen.

„Ich bin sehr froh, konnten Sie sich alle hier einfinden um die Tatsache zu feiern, dass wir…nun ja…“ Er blickte etwas hilflos in die Runde und suchte Gretchen, welche aber nur mit grossen Augen mit den Schultern zuckte.
„Alle noch am Leben sind.“
Franz lachte und nickte eifrig. „Ja, ja, danke Doktor Meier, sehr wahr, in der Tat!“ Franz hob einen Finger, wankte auf seinen Füssen und lächelte in die Runde, „was angesichts der Tatsache, dass ich etwas zu verkünden habe, relativ…äh…positiv ist!“
Die einzelnen Gesichter tauschten interessierte und überraschte Ausdrücke aus.
„Gegeben meines Alters und meiner…liebreizenden Frau und Familie-“ Franz machte eine kleine Pause und sah Bärbel mit einem breiten Lächeln an, wobei Anastacia in seine Richtung bimmelte und wedelte was ihn für eine Sekunde irritierte, „-äh…nun ja, ziehe ich es nicht nur in Betracht, sondern…ziehe mich in der nächsten Zeit Schrittweise von der Stelle des Chefarztes zurück.“
Ein überraschtes Raunen ging durch die Runden. Marc nahm einen weiteren Schluck aus seinem Glas.
„Aber, aber…natürlich müssen wir nicht verzagen.“ Franz hob wiederum einen Finger und schaute in die Runde, „niemals im Leben würde ich einen solchen…Schritt wagen, hätte ich nicht einen professionellen Nachfolger im Visier.“
Gretchen presste sich stolz noch näher an Marc, der zu Stevenson zwinkerte. Dieser sank seinen Blick, räusperte sich und nahm ebenfalls einen Schluck aus seinem Glas.
„Meine lieben Kolleginnen und Kollegen.“, fuhr Franz fort, neigte sich und zeigte dann mit einer einladenden Geste zu Marc, „darf ich vorstellen, der neue, zukünftige Chefarzt des Elisabethkrankenhauses.“
Die Köpfe wurden nach vorne geschoben und ein paar begeisterte sowie bereits ängstliche Gesichter waren dabei.
„Oh Franz!“, meinte Bärbel, zupfte an seinem Hemd und nickte breit lächelnd nach vorne, „schau, da ist ja Margarethe!“
„Ja…“, erwiderte Franz eher etwas unbequem, „im Arm des zukünftigen Chefarztes.“
„Och Franz, jetzt sei nicht so.“ Bärbel schüttelte den Kopf und blickte ihn schaltend an, „gib dem Meier eine Chance. Der arme Kerl, der braucht einfach eine Freundin.“
„Wie bitte?“ Franz wandte den Kopf und blickte Bärbel irritiert an.
Diese zuckte mit den Schultern und schaute seufzend und verständlich zu Marc. „Ja man kann ja nicht immer alles im Alleingang durchziehen Franz. Auch ein Mann braucht ab und zu weibliche Hilfe. Stell dir nur mal vor, wo das alles hinführen wird. Huhu!“ Bärbel hob lächelnd die Hand und winkte Marc zu, der sich räusperte und schnell den Blick abwandte.
Franz blickte dem argwöhnisch entgegen, entgegnete aber nichts.


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Fran Offline

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29.08.2010 15:32
#216 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Danke für die Kommis ihr Lieben

„Herzliche Gratulation.“
Marc und Gretchen wandten die Köpfe, als Mehdi vor ihnen stand. Er trug einen beigen Anzug, darunter ein weisses Hemd und ein Lächeln auf den Backen. Er klopfte Marc anerkennend auf die Schulter. „Scheint so, als hättest du es doch noch zu was gebracht.“
Marc schnaubte lachend und klopfte ebenfalls auf Mehdis Schulter. „Bei mir gibt es immerhin eine Möglichkeit zur Steigerung, was.“
Bevor Mehdi etwas Fragendes erwidern konnte, tauchte Gabi, in einem blauen Kleid und schwarzen Stiefeln, an seiner Seite auf. Sie lächelte scheu zu Marc und zuckte halbwegs mit den Schultern. „Na dann…herzlichen Glückwunsch auch von mir.“
Marc hob die Augenbrauen und blickte von Gabi zu Mehdi. „Ah ja…scheint als müsste ich mich korrigieren. Es geht anscheinend doch in eine Richtung mit dir, nur nicht hinauf.“
„Marc!“, zischte Gretchen und warf ihm einen unmöglichen Blick zu, worauf sie Gabi anschaute. Diese lächelte etwas beschämt und hielt ihre Handtasche zwischen ihren Händen.
Marc seufzte schwer und nahm seinen Arm von ihrer Schulter hinunter, worauf er in die Tasche griff und eine Zigarettenpackung herausholte.
„Wie geht es dir?“, fragte Gretchen und machte einen Schritt auf Gabi zu, die wiederum mit den Schultern zuckte. „Naja, ganz gut eigentlich. Und wie…geht es bei dir? Scheint als…-“ sie bückte sich näher an Gretchen und verzog lächelnd die Lippen, „- hättest du ihn tatsächlich gebändigt.“
„Ach.“ Gretchen zuckte mit der Nase und winkte lächelnd ab, „war ja eigentlich auch ganz…leicht, ne.“ Gabi und Gretchen wandten ihre Köpfe lächelnd Marc zu, der in der Bewegung eine Zigarette in seinen Mund zu schieben innehielt.



Auch Mehdi, der, obwohl er die beiden schon gesehen hatte, blickte die zwei mit einem verstörten Blick an, die Hände in die Seiten gestemmt.
„Ich ähm…“ Marc schaute zu Mehdi, hielt wieder inne und hob dann die Zigarette hoch, „brauche-“
„Genau.“ Mehdi griff kurzerhand nach der Zigarette und zeigte zum Ausgang, worauf sich die beiden, immer noch aufgelöst zum Ausgang begaben.
Gretchen legte irritiert die Stirn in Falten. „Seit wann raucht Mehdi denn.“
„Tut er nicht.“, antwortete Gabi und blickte den beiden immer noch hinterher, „ich glaube die…Tatsache dass wir zivilisiert miteinander umgehen können ist dann doch…etwas zuviel.“ Sie lächelte wiederum, was Gretchen auch erwiderte.
„Hast du auch Lust rauszugehen vielleicht?“, fragte Gabi und zeigte nach hinten, „irgendwie ist die Luft hier…so stickig, ich weiss nicht.“
„Raus!“, wiederholte Gretchen, holte tief Luft und spannte die Schultern an, „du ich…glaube ich bleib dann doch hier drin. Ist ja auch…relativ windig draussen, nicht?“
„Ja…“, erwiderte Gabi etwas misstrauisch und kniff die Augen zusammen, „wieso, hast du Angst dass…es dir die Kleider wegwindet?“
Gretchen lachte, winkte ab und Gabi fing ebenfalls an zu kichern. „Die Kleider…ppph, Blödsinn, natürlich nicht!“

Gibt ja auch nicht mehr viel zum wegwinden.

„Aber du ich bleib ja viel lieber hier drinnen, ist ja auch wärmer, ne.“
„Gretchen es ist um die 24 Grad draussen.“, erwiderte Gabi und schüttelte den Kopf.
„Äh….ja.“ Gretchen presste die Lippen zusammen, hob die Augenbrauen und nickte dann. Als Gabi jedoch nicht locker liess, liess sie ihre Haltung zusammenfallen und hob schwer einen Arm. „Aber du kennst ja wie Marc ist ne, der…will halt auch nicht dass ich mich erkälte und so…wär ja auch schade.“
„Ah ja…“ Gabi nickte schlussendlich und hob dann seufzend die Schultern, „na dann.“
Gretchen lächelte und drückte den Rock an sich heran. Ihre Kollegen schienen diesem aber keine Beachtung zu schenken, da ein paar wieder in Gespräche vertieft waren und der Rest am Tanzen war.
„Nein ist der süss!“
Plötzlich hatte Gretchen Gabis Hand auf ihrem Arm und blickte überrascht von diesem hoch. „Was genau?“
„Ja der Hund dort, guck mal!“ Gabi zeigte mit der anderen Hand nach vorne und fing dann ein bisschen zu hüpfen, was Gretchen mit grossen Augen quittierte, „und schau mal wie der zurecht gemacht wurde! Oh wie süss!“



„Jaa…!“, meinte Gretchen, zeigte mit einem Finger nach vorne und nickte bestimmt, „sie sehen ja vielleicht…süss aus, bis sie alles schnappen was zwischen ihre…verdammten Zähne kommt und sie daraufhin durchbrennen können.“
Gabi hob die Augenbrauen und schaute sie irritiert an. „Wie bitte?“
„Hm?“ Gretchen schaute sie dann wieder an und liess ihre Hand sinken, „äh…nichts! Nichts, ich…steh nur nicht so auf Hunde.“ Sie verschränkte die Hand hinter dem Rücken und schob die Beine noch näher zusammen.
Gabi nickte irritiert, schaute dann wieder auf den Hund und das Lächeln war augenblicklich wieder da. Gretchen blickte daraufhin seufzend hoch und gerade als sie ihr Glas packen wollte, piepte plötzlich etwas. Sie liess vom Glas ab und schaute tastend an sich hinunter.
Gabi bemerkte dies ebenfalls und sah zu, wie Gretchen den Pieper vor ihre Augen hielt. „Sieht nach einem Notfall aus…ich muss rasch los. Komm gleich wieder.“ Sie schenkte Gabi ein knappes Lächeln, welches diese erwiderte und verliess den Saal.


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29.08.2010 20:37
#217 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Mehdi warf die Zigarette auf den Boden und zertrat diese mit seinem Schuh. Er entliess den Rauch aus den Ecken seiner Lippen und schob die Hände in die Hosentaschen. „Glückwunsch Meier. Du hast alles was du immer schon wolltest.“ Mehdi lehnte sich neben Marc an die Hauswand und blickte in den Abend, „den Chefarztposten, deine eigenes, grosses Büro und Gretchen.“
„Jep.“ Marc warf seine Zigarette ebenfalls auf den Boden und entliess den Rauch, „und du? Wird das jetzt was Ernstes mit Gabi oder was?“
„Was?“ Mehdi blickte ihn verstört an und schüttelte den Kopf, „wieso kommen alle auf solche Gedanken. Zwischen mir und Gabi läuft nichts.“
„Na klar.“ Marc verzog seine Lippen zu einem Schmunzeln und hob die Augenbrauen, worauf sein bester Freund seufzte. „Ja, ich mag sie. Aber so wie man halt seine…Assistenz mag!“
„Ah ja.“
„Ja.“
Marc erwiderte nichts, sondern blickte ihn immer noch amüsiert an, bis es Mehdi schaltete und er schnell zu Marc schaute. „Nicht so wie bei dir und Gretchen!“
„Nein, nein, ist schon gut.“, erwiderte Marc und stiess sich mit einem Fuss von der Wand ab, um langsam wieder hineinzugehen, „wir konnten uns am Anfang auch nicht wirklich leiden.“
„Ja bis zu dem Zeitpunkt, als sie dich auf dem Schulhof geküsst hat.“
„Das war kein Kuss, das war erste Hilfe.“
„Nein, das war der Grundstein für eure Beziehung.“, erwiderte Mehdi und lief mit amüsiertem Ausdruck neben ihm her, „sozusagen hat Gretchen dein Leben gerettet, worauf du für immer und ewig in ihrer Schuld stehen wirst.“
„Oh Mehdi, wir hatten diese Männlichkeitsscheiss schon und weißt du was?“ Marc hob die Augenbrauen, blickte Mehdi an und machte eine finale Handbewegung, „wir sind durch mit dem.“
„Mit deiner Männlichkeit?“
„Nein, die wird noch lange anhalten mein Lieber.“, schnaubte Marc grinsend auf und schüttelte den Kopf, ehe er die Türe zu der Cafeteria wieder aufmachte, „die Tatsache wer der Mann in der Beziehung ist, ist geklärt.“
„Na dann bin ich froh für dich. Es geht nichts über eine perfekte Rollenverteilung.“ Mehdi seufzte und lief mit Marc zu Gabi, die immer noch alleine an einer Säule gelehnt dem Treiben zuschaute.
„Wo ist Gretchen?“, fragte Marc und schaute zu Gabi, die gerade ein paar Chips hinunterschluckte und mit dem Finger etwas vor sich zeigte. „Mh, Notfall. Sie hat gesagt, sie kommt gleich wieder.“
„Was denn für ein Notfall?“, fragte Mehdi und legte die Stirn in Falten.
Marc blickte ihn mit erhobenen Augenbrauen an.

Gretchen stiess die Türe zum Patientenzimmer auf und schaffte sich einen Überblick. Der Herzmonitor piepte in einem schnellen Rhythmus, der Körper des Mannes auf dem Bett wurde durgeschüttelt. Seine Augen hatten sich nach innen gedreht und um seinen Mund herum, bildete sich Schaum.
Gretchen rannte schnell um das Bett herum und drückte einige Knöpfe um das Piepen zu unterbrechen. Ihre Augen fielen auf die Handschellen, welche gegen das Bettgestell schlugen.
„Seitenlage, Seitenlage…“, flüsterte sich Gretchen schnell zu und rannte wiederum um das Bett herum. Sie musste irgendwie diese Handschellen aufbekommen. Ihr Blick suchte schnell nach irgendwelchen Anzeichen und tatsächlich – auf dem Tisch gegenüber des Bettes lag ein Schlüsselbund. Ohne gross nachzudenken, rannte sie zu dem besagten Gegenstand und suchte nach einem passenden Schlüssel. Ihre Hände begannen zu zittern, als der Mann begann zu röcheln.
Gretchen versuchte einige Schlüssel und fand beim dritten Versuch den richtigen. Das Schloss knackte und die Handschellen fielen lose auf die Mattratze hinab. Schnell warf sie den Schlüsselbund weg, packte den Mann auf der Seite und manövrierte ihn in Seitenlage. Sie winkelte ein Bein an, schob einen Arm nach vorne und sah zu, dass der Speichel hinausfliessen konnte.
Gretchen bückte sich und hob mit einem Finger sein Lied an, um zu sehen, dass seine Augen wild in seinen Höhlen umhertanzten. Sie schaute über den Körper hinweg und fand das wonach sie suchte – Valproat. Sie machte eine halbe Dosis bereit und spritzte diese dem Mann.
Seine dunklen, strähnigen Haare fielen ihm ins Gesicht, als er langsam begann, sich zu beruhigen.
Gretchens Herz raste, versuchte sich jedoch wieder zu beruhigen.
Nach wenigen Sekunden zuckte der Körper nur noch ab und zu, was Gretchen dazu verleitete, sich wieder zu bücken. Vorsichtig streckte sie eine Hand aus und hob das Augenlied zögernd hoch. Als sie eine braune Pupille anstarrte, erschreckte sie so dermassen, dass sie die Hand zurückzog und diese an ihre Brust legte.
Der Mann öffnete die Augen und schaute sie an.


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Fran Offline

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30.08.2010 17:30
#218 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo zusammen :) Der neue Teil mit ein bisschen Spannung. Ich weiss ihr wollt es. Gebt es zu.

http://www.youtube.com/watch?v=GALKFeBsJ-s
http://www.youtube.com/watch?v=vx6HObo-1vU

Marc wippte mit dem Fuss zur Takt der Musik und warf einen Blick auf seine Armbanduhr. Er seufzte, führte die Flasche Bier zu seinen Lippen und nahm einen kräftigen Schluck.
Mehdi schien ebenfalls etwas beunruhigt und schaute mit gekrauster Stirn über die verschiedenen Köpfe. „Seit wann ist sie weg Gabi?“
„Mh, seit ungefähr zwanzig Minuten?“, erwiderte diese und führte eine Salzstange zu ihrem Mund, „wahrscheinlich ist es der Typ aus der Vier.“
„Warum, wer ist in der Vier?“, fragte Mehdi und griff ebenfalls zu seiner Flasche.
Gabi biss einen Moment auf der Salzstange rum und führte bereits eine nächste zu ihrem Mund. „Ich hab nicht viel mitgekriegt, aber ich glaub ist irgendein Schwerverbrecher oder so.“
Marcs Gesichtszüge entfielen und er blickte auf.
„Muss anscheinend irgendwer umgebracht haben. Aber das sind nur Gerüchte.“ Gabi zuckte mit den Schultern. Als sie keine Antwort bekam, schaute sie zu Mehdi. „Was ist denn los?“
„Marc?“, sagte dieser nur.
Marc drückte die Bierflasche ohne weiteres Gabi in die Hand, die diese aus Überraschung beinahe fallen gelassen hätte. Mehdi stellte die Flasche ebenfalls ohne ein Wort weg und hastete hinter Marc nach.
Gabi gab sich die grösste Mühe die Flasche und die Salzstangen gleichzeitig zu balancieren und stellte dann erstere auf einen kleinen Tisch neben sich.
„Gabi, ist das nicht toll?“ Sabine tauchte vor Gabi auf, zog mit beiden Händen den Hut von ihrem Kopf und legte ihn auf den kleinen Tisch, „Günni ist ein so guter Tänzer, vorhin hat er mich sogar mehrmals im Kreis gedreht!“
Gabi hob beide Augenbrauen und schob eine Salzstange in den Mund. „Was du nicht sagst!“
„Ja es ist grossartig…“ Sabine kicherte und schnappte sich ebenfalls eine Knabberei, die sie in den Mund schob. Dabei schaute sie um sich und legte dann die Stirn in Falten. „Sag mal, wo ist denn die Frau Doktor hin?“
„Gretchen?“, fragte Gabi zurück und deutete dann nach hinten, „die hatte einen Notfall, die Kavallerie ist aber bereits schon unterwegs.“
„Oh.“ Sabine schaute kurz umher und blickte dann wieder zu Gabi, „dann ist…Doktor Kann auch mitgegangen?“
Gabis Gesicht verdüsterte sich ein bisschen und nur schwach verzog sie die Lippen zu einem Lächeln. Sie zuckte mit den Schultern. „Naja. Er kommt ja sicherlich bald wieder.“
Als eine sanfte Röte über ihre Wangen strich, lächelte Sabine träumerisch. „Sie mögen den Herr Doktor wirklich, nicht wahr?“
Gabi hielt mit der Salzstange inne und legte einen anderen Ausdruck auf. „Sicher nicht. Er ist…mein Boss.“
„Ja…“ Sabine fing an zu kichern und schnappte sich dann wieder ihren Hut, „na dann warten wir am besten, bis sie wiederkommen.“
Gabi legte die Stirn in Falten und dachte einen Moment nach. „Denkst du wir sollten ihr vielleicht…auch nach?“
„Der Frau Doktor?“, fragte Sabine und stellte sich neben Gabi, „ich glaube, Doktor Kaan und Meier können sicher jede Situation regeln.“

„Herr Fischer?“ Gretchen lehnte sich wieder nach vorne und legte eine Hand auf seine Schulter, „Herr Fischer! Können Sie mich hören?“
Die Pupillen verfolgten sie und starrten sie nur an.
„Sie hatten einen epileptischen Anfall, aber es wird Ihnen bald besser gehen!“, sagte sie lauter und nickte ihm nervös aber auch optimistisch zu.
Wiederum schüttelte es den Mann einmal, worauf ein weiterer Schwall an Schaum vor seinem Mund entstand.
„Warten Sie, ich…ich mache das eben schnell weg…“, meinte Gretchen, wandte sich um und holte ein Kleenex. Sie trat wieder näher an das Bett, führte das Taschentuch an seine Lippen und wischte die Lippen sauber.
Die Augen des Mannes zuckten kurz.
Gretchen bewegte sich zu einem schwachen Lächeln. „So…das wäre geschafft…“
Sie strich mit den Fingern noch einmal über sein Kinn. Plötzlich bewegte sich der Kopf des Mannes so schnell, dass sie nur Zeit hatte sich zu erschrecken. Sein Kopf schoss nach vorne und seine Lippen schnappten nach ihrem Finger.
Gretchen schrie auf und liess das Taschentuch fallen, als der Mann sie mit aller Kraft in den Finger biss. „Herr…Fischer! Sie tun mir weh, hören Sie auf!“, schrie Gretchen, legte eine Hand auf seine Schulter und drückte ihn von sich.
Der Mann verstärkte den Druck nur, was ihr die Tränen in die Augen trieb. Sie biss ihre Zähne zusammen und presste die Augen aufeinander, in der Hoffnung, dass sie genügend Kraft hätte, ihn von sich zu stossen.
Nach ein paar zu langen Momenten schaffte sie es. Der Körper des Mannes zuckte zurück und Gretchen zog ihren pochenden Finger zu sich. Aus den Augenwinkeln konnte sie das Blut erkennen und entschloss sich daher schnell den Blick abzuwenden. Sie umschloss ihre Hand mit der anderen und presste diese gegen ihren Bauch, als sie ans andere Ende des Raumes lief.
Ihr Finger schmerzte und Gretchen presste die Augen zusammen, um den Schmerz irgendwie aushalten zu können. Sie konnte hören, wie sich hinter ihr etwas bewegte und entschloss sich daher, sich umzudrehen.
„Herr Fischer, legen Sie sich auf der Stelle wieder hin!“, wies Gretchen den Mann mit bestimmter Stimme an. Obwohl diese immer noch zitterte, zeigte sie mit der gesunden Hand nach vorne.
Doch der Mann schien sie nicht zu hören. Er langte sich an den Kopf und drückte die Hand dagegen, presste die Augen zusammen. Er rutschte vom Bett hinunter und hielt sich daraufhin daran fest. Seine fettigen Haare klebten an seiner Haut und Gretchens Atem beruhigte sich nur schwer. „Herr Fischer!“, schrie sie nochmals, was ihn aufsehen liess. Er atmete schwer und verzog seine Lippen zu einem verächtlichen Grinsen. „Ich bleib hier…keine Sekunde länger.“
„Sie sind krank!“, entgegnete Gretchen und drückte sich, als er einen Schritt in ihre Richtung machte, an die Wand hinter sich, „Sie sind krank und…und wenn Sie sich nicht sofort wieder hinlegen, dann können wir nichts für Sie tun!“
Ihr Finger pochte und schien wohl so schnell nicht mehr aufzuhören. Gretchen schluckte und schloss für einen Moment die Augen ehe sie zitternd auf ihren Finger hinab schaute. Dieser war jedoch von so viel Blut benetzt, dass sie schnell wieder aufschaute. „Oh verdammte Scheisse.“, flüsterte sie, schaute weg und kämpfte nun auch noch gegen die aufkommende Übelkeit an.
Herr Fischer riss derzeit die kleinen Kabel von seinem Arm, worauf der Monitor nur noch eine gestrichelte Linie zeigte. Da Gretchen jedoch zuvor den Ton abgestellt hatte, war kein Geräusch zu hören.
Der Mann zog sich an seinem Bett hervor und setzte einen Fuss vor den anderen in Gretchens Richtung.


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31.08.2010 10:39
#219 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Spannung Kinder! Das ist wie beim Überraschungsei. Ihr wollt Schokolade, ihr kriegt Marc. Ihr wollt Spannung, ihr kriegt einen Verbrecher. Ihr wollt was zum spielen, ihr...äh...lasst eure Fantasie spielen! Da hats doch für alle was dabei, ne? :) Danke für die Kommis Leider muss ich euch sagen, dass das der zweitletzte Teil ist...

„Herr…Fischer.“ Gretchen schluckte, schloss die Augen und versuchte den Mann zum Bleiben zu überzeugen, „ich sage es Ihnen nochmals. Wenn Sie…aus diesem Krankenhaus verschwinden, dann werden Sie womöglich…irgendwo auf der Strasse umfallen und niemand wird wissen was zu tun ist.“
Weitere Schritte des Mannes.
„In diesem Zustand können Sie sowieso nicht…nicht abhauen.“, fuhr Gretchen fort und schluckte, „Sie werden es nicht weit schaffen, wir sind…wir sind sehr gut mit der Polizei befreundet und Sie können sich darauf verlassen, dass wir-!“
„Was? Auf was?“
Gretchen öffnete die Augen und zuckte aufschreiend zurück, als der Mann beide Hände neben ihr an der Wand abgestützt hatte. Seine Augen blitzten sie wütend an und Gretchen presste sich gegen die Wand hinter ihr.
„Dass Sie nicht die…Polizei rufen werden?“, fuhr Herr Fischer fort und blinzelte ein paar Mal um den Schwindel zu besiegen, „ich scheiss drauf. Hören Sie? Ich scheiss drauf!“
Gretchen schloss die Augen und zog den Kopf weg, als sie den stinkenden Atem des Mannes bemerkte.
„Was ist denn?“, fragte dieser und nickte ihr zu, „war das vorhin nicht nett genug, nein?“
„Lassen Sie mich in Ruhe!“
Der Mann lachte und er stützte seinen Körper auf eine Hand an der Wand, damit er mit der anderen Gretchens Hals umschliessen konnte und sie somit dazu bewog, ihn anzusehen. Über ihre Lippen wich ein erschrockener Aufschrei und die Finger verengten sich um ihren Hals. Ihre Augen huschten zu der Türe, welche immer noch halbwegs offen stand.

Marc…bitte…!

„Bitte…!“ Gretchen presste ihren Kopf weiter nach hinten und musste zusehen, wie der Mann ihr noch näher kam. „Es war doch gerade so lustig…“
Sie spürte seinen ekelhaften Atem auf ihrer Wange und das pochen in ihrem Finger. Und gerade als sie gedacht hatte, dass sie sich nicht mehr wehren konnte, hörte sie Schritte auf dem Gang.
„GRETCHEN!“
Ihr Herz machte einen Hüpfer und sie öffnete die Augen, sodass sie die Türe sehen konnte. „MA-!“
Der Mann knurrte und presste seine Hand auf ihren Mund. „Ssscht…wir wollen doch…nicht dass uns jemand noch hört!“ Herr Fischer schwankte leicht, doch presste sich an sie.
Gretchen presste die Augen aufeinander und versuchte zu schreien.
Sie zuckte zusammen, als die Schritte näher kamen und vor der Türe abbremsten. Sie öffnete die Augen und sah zu, wie Marc die Türe aufstiess und sich sein Gesichtsausdruck sofort in Wut verwandelte.
„MHH!“ Gretchen sperrte die Augen auf und versuchte mit ihrer gesunden Hand den Mann von sich zu stossen.
„HEY!“ Marc kam mit grossen Schritten auf Herr Fischer zu, packte ihn beim Kragen und zog ihn mit aller Wucht von Gretchen weg, die eine Hand sofort um ihren Hals schlang und wieder Luft holte.
Mehdi kam ebenfalls in das Zimmer geeilt – schaute mit grossen, gestressten Augen auf Marc, der den Typen gegen die andere Wand knallte und dann auf Gretchen.
„Gretchen!“ Er stiess sich von der Türe weg und rannte zu ihr. Sie presste eine Hand gegen ihren Bauch und schaute schwer keuchend auf.
„Alles in Ordnung mit dir?“, fragte Mehdi und suchte mit grossen Augen nach irgendwelchen Anzeichen einer Wunde.
„Du verdammtes, perverses Arschloch!“ Marc presste den Typen an die Wand und hielt mit einer Hand den Kragen seines Hemdes fest und mit der anderen seine Hände hinter dem Rücken des Mannes.
Gretchen schluckte und schaute hinab. „Mehdi dieser Typ hat mich gebissen.“
„Er hat dich gebissen?“, wiederholte dieser, legte die Stirn in Falten und griff vorsichtig nach ihrem Handgelenk, „zeig her.“
Gretchen blickte weg, schluckte und schaute zu wie Marc den Typen an die Wand presste. Seine perfekte Frisur hatte sich gelöst und die Haare standen ihm wild ins Gesicht.
„Das müssen wir nähen.“
„Mehdi, hol die Polizei!“, wies Marc an und hielt mit aller Kraft den Mann gegen die Wand gepresst, „Gretchen, geht es dir gut?“
„Ja…!“, erwiderte diese und warf einen flüchtigen Blick auf ihre Hand, worauf ihr wieder schlecht wurde. Sie atmete schwer und blickte stattdessen zu Mehdi. „Ist es sehr schlimm?“
„Was hat er ihr angetan?“, fragte Marc verbissen, während Mehdi ein Taschentuch rausholte, den Finger hochhielt und das Tuch darum wickelte. „Er hat ihr beinahe den Finger durchgebissen.“
„Du Arsch…!“ Marc knallte den Kopf des Mannes gegen die Wand, „kannst froh sein dass ich nichts weiteres machen darf!“
„Geht’s so?“, fragte Mehdi und platzierte Gretchen auf einen Stuhl ein paar Schritte neben ihr. Sie nickte und blickte zu Marc in der Hoffnung, sich somit vom Finger ablenken zu können.
„Warte hier, ja?“ Mehdi legte ihr kurz die Hand auf die Schulter und zückte dann schnell sein Handy. Er wählte eine Nummer und rief der Polizei an.
Marc warf einen schnellen Blick nach hinten und bemerkte Gretchens bleiches Gesicht. „Gretchen, kipp mir jetzt nicht weg!“
„Was?“, erwiderte sie etwas aufgelöst und schüttelte den Kopf, „natürlich nicht, alles in…Ordnung.“

Kann nur kein Blut sehen. Sollte vielleicht einfach nicht auf meinen Finger sehen. Kann Marc ansehen. Kann an Schmetterlinge denken und oh mein Gott das viele Blut.

Nach ein paar Sekunden kam Mehdi zurück in das Zimmer, drückte einen Knopf auf dem Handy und liess es wieder in die Tasche gleiten. „Die Polizei ist jeden Moment hier. Gretchen, wir nähen das schnell, komm.“
„Nein!“
Mehdi blickte sie überrascht und irritiert an. „Nein?“
„Nein ich…“ Gretchen wurde rot und sank beschämt den Kopf, „kann…kann Marc das nicht machen?“
Mehdi schmunzelte leicht, doch Gretchen hob den Kopf wiederum und zuckte mit den Schultern. „Es ist nur so dass ich keine Nadeln sehen kann und wenn ich stattdessen Marc ansehen kann, dann ist das irgendwie…anders.“
„Gretchen, ist schon in-“
„Das…das heisst aber nicht dass du nicht hübsch bist!“, korrigierte sich Gretchen schnell und biss sich auf die Lippe.
„Das…ist sehr nett von dir, aber ich versteh dich schon.“ Mehdi hob lächelnd die Hand und strich ihr über die Wange.
„Wie rührend…“
„Halt die Klappe!“, zischte Marc und presste Herr Fischer neu gegen die Wand.
Gretchen verzog die Lippen und warf wieder einen Blick auf ihren Schoss. Doch bevor sie ihrem Finger noch mehr Aufmerksamkeit spenden konnte, hörte sie Schritte auf dem Gang. Mehdi wandte sich vor ihr um und sah zu, wie zwei Polizisten ins Zimmer kamen und zielstrebig auf Herr Fischer zuliefen.
„Wir übernehmen.“
Marc presste den Typen noch einmal gegen die Wand und händigte ihn dann der Polizei rüber. Dieser warf Marc einen hämischen Blick zu und liess sich stolpernd abführen. Marc strich sich mit der Hand über die Nase und ging mit grossen Schritten zu Gretchen, worauf Mehdi aufstand. „Ich schau zu dass sie ihn auch mitnehmen.“
„Danke Mehdi.“ Gretchen schenkte ihm ein sanftes Lächeln, worauf er ihr zuzwinkerte und den Raum verliess.
„Gretchen, geht’s dir gut?“ Marc bückte sich vorne über, legte eine Hand an ihre Wange und strich beruhigend mit dem Daumen drüber.
„Ja…“, erwiderte sie und lächelte sanft, „nur…meinem Finger glaub ich nicht.“
„Komm mit.“ Marc nahm die Hand von ihrer Wange und legte stattdessen einen Arm um ihre Seite, sodass sie den Raum gemeinsam verlassen konnten.


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Fran Offline

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31.08.2010 21:22
#220 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo zusammen Nun, der letzte Teil vor der Pause. Viel Spass! (BTW, übergeht jetzt einfach mal die Tatsache, dass Gretchen ihr eigenes Blut nicht wirklich sehen kann...ähem. )

Sie liefen ein paar Schritte zum nächsten Behandlungszimmer, worauf Marc die Türe mit dem Fuss aufstiess. Mit dem Ellbogen machte er das Licht an und führte Gretchen zu der Trage in der Mitte hin. „Setz dich hin.“
Gretchen tat so wie gehiessen, schluckte und entschied sich in Marcs Gesicht zu schauen, als dieser mit angestrengtem Gesichtsausdruck das Tuch vorsichtig von ihrem Finger wickelte.
Kurz darauf warf er das Tuch auf den kleinen, silbrigen Tisch neben ihm und griff nach ein paar Handschuhen. „Dieser verdammte Arsch…“ Er griff vorsichtig nach ihrer Hand und streckte den Finger langsam, worauf Gretchen die Zähne zusammenbiss.
Marc hob seinen Blick, die Augenbrauen erhoben und den Mund leicht offen. „Geht’s?“
Gretchen holte tief Luft, schüttelte dann den Kopf und lächelte beschämt. „Tut mir…leid, ich kann mein Blut nicht sehen.“
„Dann ist ja gut schaust du weg…“, meinte Marc konzentriert, zog einen kleinen, rollenden Stuhl zu sich und setzte sich vor sie hin, ehe er nach einer kleinen Sprayflasche griff.
„Oh Gott, ist es so schlimm? Ich meine…?“, fragte Gretchen und verzog das Gesicht ängstlich.
„Bevor du fragst, nein, du wirst kein Vampir.“
Das brachte Gretchen tatsächlich um ein Lächeln. „Wollte ich gar nicht fragen…“
„Hm.“ Marc schmunzelte leicht, als er die Flüssigkeit auf die Wunde spritzte und zu Gretchen hinaufschaute, „ich bin ja jetzt hier, da sind deine Überlebenschancen gerade noch gestiegen.“
Gretchen schloss die Augen und schmunzelte. „Blödmann…“
„Das muss wirklich genäht werden…“, murmelte Marc, rollte kurz weg, ohne dabei eine Hand von ihrem Handgelenk zu lassen und holte eine kleine Schüssel mit Nähzeug herbei.
Gretchen holte tief Luft und schloss die Augen. „Ich hasse Nadeln.“
„Dann konzentrier dich auf mich.“, antwortete Marc leise und schaute zu, wie sie die Augen öffnete und ihn anblickte. Er lächelte sanft, hob eine Hand und strich ihr kurz über die Wange, wobei er eine Strähne nach hinten strich. „Nur auf mich.“
Gretchen lächelte und nickte dann.
Marc legte ein kleines, weisses Fliess unter den Finger und begann, nachdem er die Wunde desinfiziert hatte, zu nähen.
Gretchen blickte ihn an, seine Haare, die einzelnen Strähnen die ihm in die Stirn reichten, seine Gesichtszüge, seine Augen…sie dachte und bemerkte alles, einfach nicht das, was er gerade tat.
Nach einer Weile zog Marc zum letzten Mal vorsichtig an den Faden und schnitt ihn dann ab. „So…das sollte halten. Alles in Ordnung?“ Er warf ihr einen kurzen Blick zu.
Gretchen, welche ihren Blick immer noch auf sein Gesicht gerichtet hatte, nickte apathisch. „Ja…natürlich.“
Marc griff nach dem Verbandszeug und schaute sie besorgt und unsicher an. „Du bist ganz bleich Hasenzahn.“
Gretchen blinzelte ein paar Mal. „Ach das…ist ja nur wegen dem Blutverlust.“
„Das waren ein paar Milliliter, nicht mehr.“
„Oh Gott, da kam das Wort Liter drin vor, das macht es nicht leichter.“ Gretchen schloss die Augen und spürte wiederum die aufkommende Übelkeit.
Marc schüttelte schmunzelnd den Kopf und verband Gretchens Finger.
„So.“ Er zog die Handschuhe aus und warf sie auf den kleinen Tisch neben sich. Dann rollte er ein kleines Stück nach vorne, stützte beide Arme auf der Trage ab und hielt sie somit bei den Hüften. „Okay?“
Gretchen öffnete die Augen und schaute zaghaft auf ihren Finger. Dieser jedoch war von einer Schicht Verband umbunden, was sie etwas entspannen liess. Noch immer pochte das Blut in ihrem Finger, fühlen tat sie sich jedoch schon besser. „Danke.“
„Keine Ursache. Nur solltest du dir langsam dieses Hobby immer in solche Situationen zu rennen abgewöhnen.“ Er hob die Augenbrauen und stupfte sie sanft an, „ich kann nicht zu jeder Zeit überall sein, auch wenn ich das so wollte.“
„Es tut mir leid…“, sagte sie und neigte den Kopf, „da war nur der Notfall und ich dachte ich…kriege das schon alleine hin.“
„Den einen Notfall ja. Den anderen, nein.“
Gretchen verzog ihr Gesicht schuldbewusst und warf Marc einen derartigen Blick zu. Dieser seufzte jedoch, hob eine Hand und setzte diese unter ihr Kinn. „Na komm. Ist ja alles noch gut gegangen, hm?“
„Ja dank dir…wieder einmal.“
„Hm.“ Marc verzog seinen rechten Mundwinkel zu einem müden Lächeln und blickte sie an, „ich wünschte ich könnte immer auf dich aufpassen.“
„Dann wärst du aber ein vielbeschäftigter Mann mein Lieber.“
Marc holte tief Luft, und begann zu nicken, als sie beide plötzlich jemanden an der Tür hörten.
„Hat einer von Ihnen vielleicht meinen Patienten gesehen?“ Hassmann schaute die Beiden aus schmalen Augen an und stützte eine Hand in die Seiten.
„Wurde abgeführt und in die Charité überwiesen.“, kommentierte Marc trocken und wandte seinen Blick wieder Gretchen zu.
„In die Charité?“, wiederholte Hassmann und verzog das Gesicht, „ist das jetzt Ihre neue Masche, alle meine Patienten abzuschieben sodass ich schlussendlich keine mehr habe, oder wie?“
„Äh…nein?“, fragte Marc zurück und drehte sich dann doch wieder um, „der Typ hat meine Freundin hier gebissen-“

Meine Freundin!

„-und daher ziehe ich es vor, wenn er zukünftig die in der Charité beisst?“
Hassmann schaute trocken von Gretchen zu Marc. Letzterer wurde wohl gerade bewusst was er gesagt hatte, als er sich räusperte, von rechts nach links schaute und dann sich wieder Gretchen zuwandte.
Hassmann schnaubte auf. „Sie werden auch immer weicher.“
„Bitte?“
Doch als sich Marc wieder umgedreht hatte, war Hassmann bereits schon verschwunden. Perplex drehte er sich wieder um.
Gretchen musste schmunzeln und hob eine Hand um über seine Wange zu streicheln. „Du bist nicht weich.“
Marc hob die Augenbrauen und schaute auf, worauf Gretchen seufzte und den Kopf schräg legte. „Gut, vielleicht manchmal ein bisschen in der Gehirngegend, aber sonst bist du relativ-!“
„Relativ.“
„Ja halt-.“
„Du ich gib dir gleich Relativ.“ Marc stand auf, gab dem kleinen Stuhl einen Stoss mit seinem Fuss, bückte sich nach vorne und schob beide Hände unter Gretchen, damit er sie hochheben konnte.
Gretchen, überrascht und perplex über Marcs Reaktion hielt sich augenblicklich um seinen Hals fest. „Marc! Ich hab doch kein-!“
„Gretchen.“ Marc blieb stehen, schloss die Augen und machte eine kleine Pause, wobei sich Gretchen auf die Lippen biss. „Stell meine Männlichkeit jetzt nur nicht doppelt in Frage.“
„Tschuldigung…“
„Gut.“ Er machte die Augen auf und rang sich um ein freundliches Lächeln, „dann können wir ja endlich los, ansonsten brich ich nämlich gleich zusammen.“
„Marc!“ Gretchen lachte und haute ihm spielerisch auf die Schulter, als er sich in Bewegung setzte.
„Boah, musst du immer das ganze Buffet ausprobieren.“
„Was kann ich denn bitte dafür dass es so gut aussieht!“
„Du…das Ganze?“
Keine Antwort.
„Gretchen hast du das ganze verdammte-?!“
„Maarc der Türrahmen!“
„Wen interessiert jetzt der blöde Türrahmen!“
„Mich vielleicht? Weil du mich beim letzten Mal-?“
„Gott Hasenzahn bist du schwer. Das nächste Mal – oh. T’schuldigung.“

So! :) Falls ihr überrascht seid - an dieser Stelle nochmals gesagt, es ist kein absolutes Ende dieser Story, daher auch ein solcher, 'offener' Schluss. An dieser Stelle einen lieben, herzlichen, gigantischen Dank an jede Person die die Story gelesen hat und mir einen lieben Kommi hinterlassen hat. Jedes einzelne Feedback hat ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert und mich riesig gefreut! Danke Euch!

Betreffend der Pause - eine genaue Zeitangabe kann ich euch nicht nennen. Einen kleinen Teil habe ich bereits schon geschrieben, ich muss jedoch zusehen, wohin das alles geht. Daher werd ich mich bemühen, euch so rasch wie möglich mit neuem zu versorgen - immerhin solltet ihr die Story ja nicht vergessen!! Ich hoffe jedoch, ihr könnt mit ein paar Wochen leben?
Nochmals Danke


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Fran Offline

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14.09.2010 11:20
#221 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo zusammen :)
Etwas früher als gedacht, setze ich schon etwas rein. Was, zugegeben, eher spontan ist, da ich bisweilen noch nicht wirklich was geschrieben habe. Da ich jedoch glaube, das vielleicht einige von euch auf weiteres warten, hier schon mal ein kleiner Einblick was zwischenzeitlich so passiert ist. Ich kann nicht versprechen, dass es morgen schon weitergeht, da ich noch an einem anderen Projekt arbeite - ich hoffe, ihr seid mir deswegen nicht böse. Ich versuche euch jedoch entgegenzukommen und versuch mich ran zu halten :)
Ich hoffe es geht euch allen gut und dass ihr meine Story noch nicht ganz vergessen habt



Liebes Tagebuch

Genau ein halbes Jahr ist nun seit dem Ende meiner Assistenzzeit im Krankenhaus vergangen. Fühle mich unglaublich mächtig. Ich schaffte endlich meinen Oberarzt (im medizinischen Sinne) und war tatsächlich mit dem Chefarzt des Elisabethkrankenhauses zusammen! (nicht im familiären Sinne, bin ja gegen Inzucht).

Marc Meier ist – und ich meine es diesmal wirklich ernst – mein Freund. Marc Meier ist mein…Freund. Kann gar nicht beschreiben wie stolz ich bin! Mein Vater hatte sich nun gänzlich von seinem Beruf zurückgezogen und hatte Marc die Führung überlassen. Er ist ja so talentiert! Gestern zum Beispiel, hat er ganz alleine die Krankenhauszuteilung gemacht. Und da heisst es immer, Männer seien nicht so weit entwickelt wie Frauen. Verstehe das sowieso nicht, vor allem da Marc ja Chefarzt ist und nicht sonst wer.

Hach Marc. Er ist so beschäftigt, hat sich sogar einen kleinen Bart wachsen lassen. Von einer Wange rüber zur anderen. So süss! Die Haare hat er auch etwas länger. Hängen ihm ständig im Gesicht rum. Mama hat gesagt wenn er weiter so arbeitet, dann würde er bald aussehen wie jemand von der Strasse. Habe ihr daraufhin Saugverbot in meinem Zimmer erteilt. War jedoch nach reiflichen Überlegungen zum Schluss gekommen, dass es unfair wäre. Immerhin sagt sie sowas ständig.

Wenigstens hat sie Marc akzeptiert. Als Freund und Chef, nicht als Mensch. Irgendwie hat sie immer noch das Gefühl, das bei seiner Erziehung etwas grundlegend schief gegangen war. Elke und Mama verstanden sich immer noch nicht. Papa versuchte immer zu schlichten wenn sie sich alle mal sahen, wobei alle am Schluss auf ihn losgingen. Armer Papa. Manchmal sagt er mir er würde gerne zurück, kann ich sogar verstehen. Vor allem wenn ich an all die Sachen dachte, die Marc plötzlich zu erledigen hatte. Schon erwähnt dass ich stolz auf ihn bin? Hach. Marc. <3

Sollte jetzt in den Mittag. Auch schon Ewigkeiten her seid ich etwas gegessen hatte. Schokoladenbrötchen sind so unterbewertet.

Bis bald
Gretchen


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16.09.2010 11:07
#222 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Phew, ich bin erleichtert zu sehen, dass ihr mich noch nicht vergessen habt Entschuldigt bitte, dass gestern nichts kam, dafür jetzt :)

Gretchen öffnete ihren Spint, schob mit einer Hand ihre Jacke beiseite und warf einen Blick über ihre Schulter. Mit der Sicherheit alleine zu sein, biss sie sich auf die Zunge und zog ihr Tagebuch hervor, welches sie aufklappte und den blauen Stift mit ihren Zähnen öffnete.

Nachtrag

Habe mich nochmals mit dem angemerkten Bart von Marc auseinandergesetzt. Bart ist übertrieben. Sind eher Stoppeln. Möchte das klarstellen um irgendwelche Verwunderung über geistige Unklarheit zu vermeiden.


Gretchen schaute sich die Worte an und lächelte, bevor sie den Stift nochmals auf das Blatt setzte.

Sieht aber immer noch sooo süss aus.

Sie schnörkelte zufrieden ein grosses Herz um den letzten Satz, klappte das Buch zu, schmiss den Stift ebenfalls in den Spint und schloss diesen.
Fünf Minuten später lief Gretchen schmunzelnd den Gang zu Marcs Büro hinunter. Ihre Haare hatte sie zu einem lockeren Zopf gebunden. Ein Blick auf ihre Uhr verriet ihr, dass es bereits Mittagszeit war.
Gretchen seufzte glücklich, ehe sie einmal kurz klopfte und dann die Türe mit einem breiten Lächeln aufmachten. „Marc, was hältst du von-?“
Doch kaum hatte sie nur einen Fuss in den Raum gesetzt, kam ihr ein Schwall von Wörtern entgegen.
„…des isch ja gut und recht! Junge Menschen brauchen Ferien, zur Erholung, Regenerierung, Party, Fun! Des isch genau glich wie bei der Frau Doktor Schmitt, 56 Jahre ischt ja noch nix! Aber immerhin sollte man eine Ferienablösung finden, des isch genau das gleiche wie beim-!“
„…scheiss Radiator. Ich benutz diesen Apparat schon mehr als drei Jahre und immer wieder streikt er. Ich glaube es nicht, dass niemand mal auf den Gedanken kommt, das Teil zu reparieren. Wir sind auch Menschen in der Radiologie. Wir haben auch Gefühle.“
Marc, der ungerührt an seinem Schreibtisch sass, hob langsam die Augenbrauen und blickte von Doktor Steigerle zu Fuchs.
„Du weißt genau so gut wie ich, dass ich gegen Abtreibungen bin! Aber bei Drillingen!“ Mehdi lehnte sich vehement über Marcs Tisch, was er nun auch mit erhobenen Augenbrauen ruhig quittierte, während er seine Finger auf einem Kugelschreiber abstützte, „Marc, das sind drei Lebewesen, bereits drei Kinder im vorgeschrittenen Alter und nur weil eines davon womöglich leicht behindert auf die Welt kommen würde, verstehe ich nicht warum-!“
„-me eigentlich mit 56 Jahre nid weiter weg geht, als an die Ostsee. Me hat ja alles gsehn! Trotzdem, i bin ja auch nicht mehr die Jüngste, ich stepp ja grundsätzlich gegen das Alter an aber-!“
„-ich bin oft alleine. Aber interessiert das jemanden? Nein. Man ruft uns nur wenn wir gebraucht werden. Ansonsten sind wir abgeschottet. Das ist kein schönes Leben.“
„Marc, jetzt sag doch endlich mal was!“
Marc, der die Augenbrauen immer noch ruhig erhoben hatte, erkannte plötzlich Gretchen beim Eingang, worauf ein bisschen Leben in ihn kam und ein künstliches Lächeln sich auf seinem Gesicht ausbreitete. „Gut, Doktor Haase hat einen Termin. Darf ich Sie in diesem Fall alle bitten die gleiche Türe zu nehmen die Sie genommen hatten um hier unaufgefordert mein Büro zu belagern, danke.“ Er griff nach seinem Kugelschreiber und schaute das Dokument auf seinem Tisch an.
Mehdi legte die Stirn in Falten und blickte kurz zu seinen Kollegen, ehe er sich wieder an Marc wandte. „Marc, es geht hier um-!“
„Du ich…weiss worum es hier geht?“ Marc hob langsam den Kopf, und zeigte dann mit einer Hand vom eintem zum anderen, „Drillinge, Ferien, deprimierter Radiologe. Soll ich dir das Wetter noch kommentieren?“
„Was?“
„Gut, dann ist dort die Türe.“ Marc machte eine ausladende Geste mit dem Arm und setzte ein kurzes, künstliches Lächeln auf.
Mehdis Unterkiefer malte. Nach wenigen Sekunden stiess er sich vom Tisch ab, wandte sich dann um und verliess das Büro. „Gretchen.“
„Mehdi…“ Gretchen machte einen kleinen Schritt retour und schaute ihm nach, als er mit verbissenem Gesichtsausdruck den Gang hinunterlief.
Doktor Steigerle seufzte, kam bei Gretchen vorbei und strich ihr breit lächelnd über die Wange. „Ah Sie schauen auch gut aus mein Kind! Viel Sport, haben Sie angefangen zu steppen, ja?“
„Äh…ich…“, begann Gretchen, lächelte peinlich auf und zuckte langsam mit den Schultern, „…nein, ich…bin ja eher der…Leistungssportler, ne.“
„Oh des is gut. Des is gut!“ Doktor Steigerle verschränkte die Arme vor der Brust und nickte, „i sag immer, steiger die Leistung und du wirst di besser fühlen. Überall! Im Beruf, im Privatleben, mit dem Partner-!“
„Doktor Steigerle.“
Sie räusperte sich, warf einen kurzen Blick zu Marc, der von seinen Unterlagen verschwörerisch aufblickte. „Ja gut. Passe Sie auf sich auf, gell? Keine Überdehnungen und Brüche!“
Gretchen lächelte irritiert und nickte, was Steigerle als Bestätigung akzeptierte und das Büro verliess.
Irritiert von deren Auffassungsgabe, kam nun Doktor Fuchs vor ihr zum Stillstand und begutachtete sie mit einem leeren Gesichtsausdruck. „Würden Sie mal mit mir Essen gehen?“
„Äh…?“
„Doktor FUCHS!“
Dieser seufzte. „Immer auf die Radiologen. Als ob wir nichts fühlen.“ Er schlurfte von dannen, worauf Marc den Kopf auf die Tischplatte fallen liess.
Gretchen zuckte zusammen, schloss die Türe und lief mit irritiertem Gesichtsausdruck zu Marc. „Was war das denn gerade?“
„Keine Ahnung, ich hab aufgehört zuzuhören als Steigerle von ihrem Urlaub an der Spree erzählt hat.“
„Marc.“
„Ja was!“ Marc blickte mit ernsthaftem Gesichtsausdruck auf und streckte einen Arm in Richtung Türe, „kommen hier rein marschiert und haben das Gefühl sie könnten bei mir alle ihre Sorgen loswerden. Seh ich aus wie Doktor Sommer oder was.“
„Dafür bist du zu männlich.“, meinte Gretchen, lächelte und lehnte sich neben ihn an den Tisch.
Marc stöhnte gepeinigt auf, liess sich in seinem Sessel zurückfallen und griff kurzerhand nach Gretchen um sie auf seinen Schoss zu ziehen. Er lehnte seine Stirn an ihre Schultern, umschloss ihren Bauch mit seinen Händen und schloss die Augen und seufzte. „Wie hat dein Vater das ohne Herzanfall durchgestanden.“
„Äh…er…hatte gute Oberärzte.“
Marc hob seinen Kopf und legte die Stirn in Falten. „Stimmt, streng dich mal ein bisschen mehr an. Ist immerhin deine Aufgabe mir die Leute vom Hals zu halten.“
„Hey!“ Gretchen lachte und gab ihm einen spielerischen Klaps auf den Hinterkopf, „soweit kommts noch.“
„Was halte ich übrigens wovon?“, fragte Marc, hob die Augenbrauen und schaute sie ruhig an, „mir die Kugel zu geben? Wenn du eine Kanone unter deinem Kittel versteckst, könnten wir sogar noch drüber reden.“
„Ich wollte fragen ob wir gemeinsam Essen gehen.“
„Boah Gretchen ich weiss nicht.“ Marc liess die Schultern hängen und blickte auf das Chaos auf seinem Tisch, „dieser ganze Scheiss muss noch erledigt werden. Wusstest du dass wir einen Hausmeister haben?“
„Echt? Nein! Das ist ja unglaublich!“
Marcs Gesichtszüge entfielen und er blitzte zu ihr hinüber, worauf sie das gespielte Erstaunen ablegte und sanft lächelte. „Du bist jetzt hier Chef, das gehört nun mal alles dazu.“
„Scheissjob…“, murrte er und wandte sein Gesicht ab.
„Du wolltest ihn mein Lieber, jetzt beschwer dich nicht.“ Gretchen stand mit einem Satz auf, klatschte in die Hände, lief um den Tisch herum und hob erwartungsvoll die Augenbrauen, „und wenn du mir jetzt sogar noch sagst dass du mit mir Essen gehst, dann zeig ich dir vielleicht sogar unseren Hausmeister.“
Marc seufzte. „Ich muss zuerst diesen Aktenkram erledigen Gretchen. Frag Mehdi?“
„Den du gerade vergrault hast?“
„Ja was weiss ich denn über Vierlinge!“
„Drillinge.“
„Ja! Siehst du!“
Gretchen seufzte. „Na gut. Wir sehen uns später?“
„Wenn ich durch bin?“ Er rutschte an den Tisch heran und griff nach einem neuen Aktenstapel.
„Sofern sich das hoffentlich auf deine Arbeit bezieht, dann ja.“ Gretchen öffnete die Türe und schenkte ihm ein mitfühlendes Lächeln.
„Hasenzahn.“
„Hm?“ Gretchen wandte sich auf dem Absatz um und hob erwartend die Augenbrauen.
„Wenn ich dich daran erinnern darf, dann dass du an einem bestimmten Abend so ziemlich durch warst.“

Eine sanfte Röte machte sich auf Gretchens Wange breit als sie an den Abend vor einem halben Jahr zurückdachte…

An dieser Stelle eine kleine Gebrauchsanweisung zu meiner neuen Story. Es gibt ein paar Flashbacks, diese schreibe ich blau. Alles was sich jetzt abspielt, lest ihr in schwarz. Ich hoffe der Überblick bleibt vorhanden :)


danke an schleumel & Kate :) XD

Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

17.09.2010 19:38
#223 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo zusammen! Ich schaffs auch noch heute. Phew. Das nächste Kapitel etwas länger, aber ich hoffe es gefällt und amüsiert Danke für die Kommis! It's good to be back :)

http://www.youtube.com/watch?v=GmulfD3_OjM
http://www.youtube.com/watch?v=0EjLWh2150I&feature=related

Gretchen stolperte am Arm von Marc in die Cafeteria. Marc verdrehte seufzend die Augen und schaute zweifelnd zu ihr hinunter, wie sie mit der freien, gesunden Hand versuchte, den Rock so nahe wie möglich an ihrem Körper zu halten.
Die Party war immer noch im vollen Gange und es war gerade Sabine, die mit einem Sektglas in der Hand einen wilden Tanz an der Seite von Günni vollführte, ohne dabei ihren einmetrigen Hut aus den Fingern zu lassen.
„Jetzt mal ehrlich Hasenzahn.“ Marc stellte Gretchen neben dem kleinen Tisch ab und griff sich eine Flasche Bier, die er kurzerhand an deren Kante aufmachte, „die Frau hat ein grundlegendes Problem.“
„Maaarc!“
„Ja was, du kannst mir nicht erzählen, dass man so wird nur weil man den Mond jede Nacht anstarrt.“ Marc hob die Augenbrauen und schaute ohne jeden Zweifel in den Augen zu ihr hinunter.
Gretchen seufzte und verdrehte die Augen, ehe sie sich kurz umsah und ebenfalls eine Flasche Bier griff. „Du bist manchmal wirklich…unfreundlich und…unverschämt…“, sagte sie und versuchte die Flasche genauso gut zu köpfen, wie Marc es vorhin konnte, jedoch so ziemlich scheiterte, da ihr Finger im Weg war, „…und unmöglich-“
„Selbstopfernd, dass ich dir erstens das Leben rette obwohl es bereits schon das zehnte Mal ist und ich dir dann auch noch deine-“ Er schnappte sich ihre Flasche, machte eine zügige Bewegung und knallte den Deckel ab, „-Flasche öffne.“
Gretchen verzog die Lippen, riss die Flasche aus seiner Hand und trank einen ordentlichen Schluck.
Marc schmunzelte. Er schüttelte den Kopf und genehmigte sich ebenfalls einen Zug des Bieres.
„Oh, oh Margarethe!“
Gretchen verschluckte sich beinahe an ihrem Bier, als sie ein gefährliches Gebimmel wahrnahm. „Oh Gott Marc, tu was.“
Marc stiess Luft durch die Nase aus und schloss die Augen. „Hasenzahn. Das Teil ist nicht grösser als ein Meerschwein.“
„Marc sei nicht blöd, seine Zähne haben schon die Grösse eines Meerschweins!“ Gretchen presste sich noch näher an ihn, worauf sie mit der anderen Hand ihren Rock an sich drückte, „oh Gott, hoffentlich rennt es mir nicht unter den Rock.“
„Ja pass ja auf, dass der Hund nicht rumerzählt, wie wenig du anhast.“ Marc schenkte ihr ein freundliches, freches Lächeln, was Gretchen mit einem bissigen Blick quittierte.
„Oh Margarethe, da…bist du ja…aber Margarethe, was hast du denn so einen roten Kopf, ist das etwa eine Beule…?“ Bärbel blickte plötzlich verwirrt und besorgt zu Gretchen, streckte eine Hand aus und versuchte ihre Stirn zu berühren.
Gretchen jedoch zuckte zurück und strich sich eilig ein paar Haare in die Stirn. „Mama nein, bitte jetzt…!“
„Aber was ist denn passiert Kind!“
Das Glöckchen bimmelte. Gretchen klemmte sich enger an Marc. „Ich…da war halt eine Tür und Marc hat dann mich irgendwie…ja da gab es halt…die Beule.“ Gretchen hatte das Gesicht geneigt und merkte, wie ein rötlicher Schimmer über ihre Wangen strich.
Jedoch schien die Musik so laut zu sein, dass Bärbel nur die Hälfte verstanden hat. „Was hast du gerade gesagt? Margarethe, ich hör dich so schlecht!“ Bärbel lehnte ein Stück nach vorne, worauf Gretchen aufseufzte und die Augen verdrehte.
Doch Bärbel dachte nicht daran zuzuhören, wandte sich um und winkte Franz zu sich rüber. „Franz komm doch mal her, ich glaube der Doktor Meier hat irgendwie eine Beule!“
Marc verschluckte sich an seinem Bier und bückte sich vorne über um zu husten. Gretchen zuckte so sehr zusammen, dass sie diesem nur durch Rückenklopfen helfen konnte.
„Ach herrje…!“ Bärbel biss sich auf die Lippe, wuselte um Marc rum und klopfte ihm auf die Schulter, „nur keine Sorge, die gehen ja eigentlich…relativ schnell wieder weg!“
Marc stützte sich an dem Pfosten zu seiner rechten ab und warf Gretchen einen Blick zu, den sie nur entschuldigend kommentierte.
„Was habe ich da gerade gehört…?“ Franz stiess dazu, mit einer Miene die wie aus Stein gemeisselt schien. Er blickte verbissen von Marc zu Gretchen und wieder zurück. „Meier. Wenn Sie ernsthaft das Gefühl haben, Sie können hier, in meiner Cafeteria, meine Tochter-!“
„Franz, kein Wort mehr!“ Bärbel hob einen Finger und lief wieder zu ihrem Mann, währenddessen sich Marc wieder gerade hinstellte und an seinem Kragen nestelte, „vielleicht erinnerst du dich noch an die früheren Zeiten, da hat es auch niemand interessiert ob…diese Wiese jetzt ein Vorgarten oder eine… eine Kuhwiese war!“
„Bääärbel, das waren andere Zeiten!“, erwiderte Franz vehement und leiser, wobei er immer wieder Blicke zu Marc und Gretchen warf, „die beiden sind…du weißt doch wie Meier ist.“
„Ja und du weißt doch, wie unsere Margarethe ist. Und…ach herrje, du wildes Mädchen du, keine Sekunde hat man Ruhe vor dir!“
Anastacia bellte und wedelte wie wild mit dem Schwanz, als Bärbel sie auf dem Fussboden absetzte.
Gretchens Augen weiteten sich.
„Franz, du musst Gretchen mehr vertrauen. Sie ist eine erwachsene, selbständige, junge Frau.“

„Marc, rette mich.“
„Schon wieder? Schon mal gedacht mich zu retten, ich wäre hier fast erstickt!“
„Maaarc!“

„Immerhin hatte sie den Mumm, Peter in den Wind zu schiessen. Das kann man auch so nicht von jeder Frau die eine Gefühlswelt wie eine Achterbahn hat erwarten.“, fuhr Bärbel belehrend fort, schmunzelte daraufhin und strich Franz einen Krümel von der Backe, „sie hat ihr Leben schon im Griff Franz.“

„Marc, wenn du mich jetzt sofort nicht von hier wegbringst, dann-!“
„Herrgott Gretchen, soll ich vielleicht draufstehen?“
„Das ist mir doch egal, tu etwas!“

„Jaa…“ Franz haderte mit sich selbst und warf wiederum einen kurzen Blick zu Marc und Gretchen, „ich will doch auch das Gretchen glücklich wird. Aber dann richtig!“ Er hob einen Finger und die Augenbrauen, worauf Bärbel wieder gutherzig lächelte und ihm über die Wange strich. „Franz, sei ein bisschen mehr stolz auf unsere Tochter. Sie ist ein so herzensgutes Kind. Vielleicht bringt sie dem Meier ja noch gute Manieren bei!“

„Marc, bring es um!“
„Hast du sie noch alle?!“
„Marc! Oh Gott ich sehe es nicht mehr…hörst du was läuten?“
„Ja, Warnsignale.“
„Was? Welche Warnsignale?“
„Herrgott nochmal Hasenzahn jetzt…gebärde dich doch nicht so peinlich…! Das ist ein kleiner Hund, dem tue ich sicherlich nichts an!“
„Ja und, Termiten sind auch klein und…und Spinnen auch und oh Gott ich glaube sie ist ganz nah. Marc!“

„Sind sie nicht ein süsses Paar? Hach Franz, sei doch ehrlich.“ Bärbel lächelte träumerisch, hackte sich bei Franz ein und wandte sich mit ihm um, um Gretchen und Marc anzuschauen, „schau doch nur wie sie sich bei ihm einhackt! Das ist doch süss, oder nicht?“
Franz grummelte etwas, zuckte dann halbwegs mit den Schultern und rang sichtlich mit sich. „Jaa…“
„Ja die grosse Liebe.“

„Gretchen wenn du nicht bald aufhörst hier rum zu hüpfen, als hättest du Flöhe in deiner Unterwäsche, dann bring ich dich bald um!“
„Marc, das ist nicht witzig!“
„Stimmt, hast ja keine Unterwäsche mehr.“
„MH!“
„Spinnst du!“
„Geschieht dir recht und jetzt bitte bring mich hier raus, am Schluss zieht sie noch an meinem Rock und dann steh ich da!“
„Ja und wie.“
„Findest du das etwa lustig?“
„Seh ich so aus?“
„Du hast doch grad geschmunzelt!“
„Äh, nein? Meine…Lippen haben vielleicht gezuckt, aber-!“
„Du findest mich lustig…!“
„Gretchen jetzt…bitte.“
„Bitte gar nicht, ich…Marc, hol mich hier raus…!“
„Herrgott nochmal.“ Marc stellte die Flasche Bier mit einem Ruck auf dem Tisch zu seiner Seite ab und griff nach ihrer gesunden Hand um sie wegzuziehen. Gretchen liess dies gerne geschehen, behielt ihren Blick aber auf den Boden um sich, um allfälliges Gebimmel oder pinkes Schleifchen gleich auszumachen.

Bärbel seufzte glücklich, während Franz etwas brummelte. „Jetzt reiss dich zusammen und lass die Beiden glücklich werden.“

„Gretchen noch ein Wort und ich schmeiss dich in die Spree.“

„Na gut.“ Franz rang sich ein Einverständnis ab und griff nach einem Sektglas, das gerade auf einem Tablett an ihm vorbeispazierte, ehe er mit diesem zu seiner Frau zeigte, „aber wenn er ihr irgendetwas antut oder sie verletzt, dann gib ich dir die Schuld!“

„Marc, diese Tür geht nur nach innen-!“

„Marc?“
„Gretchen halt…die Klappe.“


danke an schleumel & Kate :) XD

Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

19.09.2010 10:58
#224 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Freut mich sehr, dass euch das letzte Kapitel gefallen hat Und vielen Dank für die Kommis

„Hallo?“ Knechtelsdorfer seufzte genervt auf und schnipste mit den Fingern vor Gretchens Gesicht, „ist da jemand zuhause?“
Gretchen zuckte zusammen.

Ups. Sollte mich zusammen reissen. Bin ja jetzt immerhin so was wie eine Autoritätsperson.

„Äh…ja? Herr Knechtelsdorfer?“
„Ja können Sie des mal übernehmen, i hob grad keine Zeit.“ Er drückte ihr ein Anmeldeformular in die Hand und machte sich bereits schon auf zu gehen, als Gretchen nach unten schaute. „Ja und was genau…ist jetzt wichtiger als einen Notfall zu behandeln?“
„Totkranke Patienten vielleicht?“ Knechtelsdorfer wandte sich im Gehen um, warf ihr einen besserwisserischen Blick zu und lief dann weiterhin schnurstracks den Gang hinunter.
Gretchen liess baff die Schultern hängen und schüttelte den Kopf. „Gibt’s ja nicht. Assistenzärzte werden auch immer frecher.“ Ihre Schritte führten sie in das Schwesternzimmer, wobei sie ein Papier auf der Mappe zu ihrer Hand hochhielt. Ihr Blick schweifte über den Namen des Patienten, was sie stocken liess. „Ja aber…KNECHTELSDORFER!“
„Frau Doktor der…macht grad die Käfige mit den Versuchsratten sauber.“
Gretchen wandte sich erschrocken um und sah Sabine, welche auf dem Stuhl beim Empfang sass und etwas peinlich berührt zu ihr aufschaute.
„Also das…gibt’s wirklich nicht. Da schiebt er eben mal seine eigene Schwester ab!“
„Der Herr Knechtelsdorfer hat eine Schwester?“, fragte Sabine interessiert zurück und nahm das Formular aus Gretchens Hand, ehe sie etwas dusselig lächelte und den Kopf schüttelte, „ich…frage mich ob man sie genauso wenig versteht wie den Herr Doktor…“
„Wie der Herr Assistent Sabine, nicht mehr und nicht weniger.“, erwiderte Gretchen und schnappte sich wieder das Formular, ehe sie den Kopf schüttelte und sich gegen den Tisch beim Fenster lehnte, „das ist doch einfach unglaublich!“
„Na jetzt stellen Sie sich mal nicht so an, ja?“
Gretchen und Sabine wandten beide die Köpfe und sahen Hassmann am Tisch sitzen. Sie hatte einen Arm angewinkelt und in der freien Hand hielt sie eine Tasse Kaffee. Sie blickte über ihre Brille, welche fast auf ihrer Nasenspitze lag, von ihrem Magazin auf. „So wie ich mich erinnern kann, waren Sie auch nicht gerade die fleissigste.“
Gretchen lächelte baff, wandte kurz den Blick ab und schaute dann mit einem möglichst freundlichen Lächeln zu Hassmann. „Frau Doktor Hassmann, nur weil Sie deprimiert sind, müssen Sie das ja nicht am restlichen Team auslassen. Ne?“
„Deprimiert? Ich bin nicht deprimiert.“, erwiderte diese trocken, nahm einen letzten Schluck und stellte dann die Tasse auf dem Tisch ab, ehe sie aufstand und das Heft unter ihren Arm klemmte, „und auch wenn, würde das erstens niemanden etwas angehen und zweitens interessieren.“
Sie warf beiden einen scharfen Blick zu, ehe sie mit zügigen Schritten aus dem Zimmer verschwand.
Sabine seufzte und schüttelte langsam den Kopf. „Das scheint sie immer noch sehr zu belasten…“
„Ja.“, seufzte Gretchen und hob die Augenbrauen, „scheint so.“

http://www.youtube.com/watch?v=PkOeMc8NCYA
http://www.youtube.com/watch?v=mRtnClDFjM4

„Neeein!“ Hassmann lachte und krümmte sich dabei so sehr, dass ihr fast die Tränen in die Augen schossen. Stevenson lehnte über einem Ständertisch, eine Bierflasche in der Hand und ein amüsiertes Lächeln auf den Lippen. „Jaa, ungefähr so war das.“
„Is ja total unglaublich.“, lachte Hassmann, lehnte sich nun auch nach vorne und wedelte mit dem Finger, „also für einen Neuseeländer sind Sie wirklich extrem lustig!“
„Amerikaner!“
„Was?“, schrie sie über den Tisch und lachte gleichzeitig.
„AMERIKANER!“
„Ja is ja gut!“, grinste Hassmann und schien dann plötzlich die Musik zu bemerkten, „oh wissen Sie was, das Lied ist total gut.“
Stevenson hob die Augenbrauen. „Kenn ich nicht. Wer ist das?“
„Ja was weiss ich, Leute mit Instrumenten!“ Hassmann stellte ihre Flasche auf den Tisch und versuchte aufrecht zu stehen, „wollen Sie vielleicht tanzen?“
„Aach ich weiss nicht so recht.“ Stevenson krümmte die Nase und machte wage Bewegungen, „ich bin kein wirklich guter Tänzer.“
„Oh das interessiert keinen, glauben Sie mir.“, erwiderte Hassmann, torkelte dann neben ihm und zeigte nach vorne, „sehen Sie die da vorne? Die hat vorhin beinahe ihre Unterwäsche im ganzen Saal rumgewirbelt weil der sie ungefähr 100mal im Kreis gedreht hat.“
Stevenson lachte und schaute weiter zu, auf wen das sie als nächstes zeigte. „Die da vorne. Ist ja eigentlich unsere total spiessige Krankenschwester! Leider vergisst sie das auf der Tanzfläche!“
„Der Hut ist interessant!“
„Ja ich glaube sie hebt bald damit ab.“ Doktor Hassmann griff nach ihrer Flasche und nahm einen kräftigen Schluck, ehe sie diese wieder auf den Tisch knallte, „und ich finde Sie sollten mir jetzt sofort zeigen wie die Kanadier tanzen!“
Stevenson seufzte, jedoch immer noch amüsiert und lehnte sich zu ihr hinüber. „Amerikaner, kein Kanadier!“
„Ja und doch redet ihr alle Englisch, also stellen Sie sich mal nicht so an!“
Stevenson liess seinen Blick über die Menge wandern, und nickte dann, ehe er jedoch einen Finger hochhielt. „Ich komme gleich, versprochen!“
„Na gut, ich warte!“, antwortete Hassmann, schaute ihm zu wie er ihr kurz zuzwinkerte und Richtung Ausgang lief. Sie jedoch nahm einen weiteren Schluck aus der Flasche und schaute zu ihrer rechten. „Und Sie Doktor Fuchs! Auf Brautschau oder was.“
Dieser warf ihr jedoch nur einen trockenen Blick zu, griff sich eine Salzstange und wandte sich dann ab.
„Meeein Gott, sind hier viele Spiesser.“


danke an schleumel & Kate :) XD

Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

20.09.2010 21:40
#225 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Und es geht weiter :) Vielen Dank für die Kommis

Die langen braunen Haare trug sie offen, dazu blaue Jeans und ein dunkelrotes Holzfällerhemd mit einem schwarzen Trägertop darunter.
Gretchen warf noch einmal einen Blick auf die Anmeldung und lief dann zu der jungen Frau hinüber. „Mitzi…Knechtelsdorfer?“
„Oh, ja!“ Die Frau stand auf und streckte ihr mit einem Lächeln eine gesunde Hand hin, „hallo.“
„Ja, äh hallo.“ Gretchen lächelte etwas irritiert und schaute sich die Hand der Frau an, welche immer noch die ihre schüttelte, „ja Sie…sehen ja relativ gesund aus.“
„Ja der Notfall. Hier. Keine Ahnung wie des passiert ist um ehrlich zu sein.“ Mitzi streckte die andere Hand aus und zuckte mit den Schultern, während Gretchens Augen grösser und grösser wurden, „plötzlich war der Nagel drin.“
„Ja und…das tut Ihnen gar nicht weh oder wie.“ Gretchen bückte sich ein bisschen nach vorne und begutachtete den Nagel, der quer durch den Finger gerammt wurde.
„Eigentlich nicht, nein.“
„Ah ja…“ Gretchen drückte das Formular gegen ihre Brust und schaute dann mit einem möglichst überzeugenden Lächeln zu der Frau auf, „ja dann…holen wir mal eine Zange, nicht.“
„Klar!“ Mitzi griff kaugummikauend nach ihrer Tasche, welche sie sich über ihre Schulter hing.
„Wie lange ist denn der…Nagel schon drin genau?“, fragte Gretchen und sah zu, wie sie den Finger hob und wieder mit den Schultern zuckte. „Ja des weiss ich jetzt auch nicht so genau. Eine Stunde vielleicht?“
„Eine Stunde? Aber wieso sind Sie denn erst jetzt hier?“
„Sie fahren wohl kein Auto, was.“
„Äh…nein. Fahrrad. Geht mehr in die Beine.“, lächelte Gretchen und stiess eine Verbindungstüre auf.

Wie so anderes auch…

„Ah das hab ich auch schon versucht, ging aber nicht. Ich habe gedacht ich schau einfach mal hier vorbei, immerhin ist mein Bruder hier Arzt. Sie wissen schon. Familienrabatt oder so.“
„Ah ja!“ Gretchen lächelte auf und öffnete dann die Türe zu einem Behandlungszimmer, „ja Familie…ist ja immer schön, ne.“
Mitzi schenkte ihr ein knappes Lächeln und betrat das Behandlungszimmer, worauf Gretchen die Türe hinter ihnen schloss. „Ich bin aber wirklich überrascht haben Sie überhaupt keine Schmerzen. Ich mein so klein ist er ja auch…-“ Gretchen blieb stehen und schaute zu, wie Mitzi der Länge nach vorne über kippte und flach auf dem Boden aufprallte, „…nicht.“

„Was in Herrgotts Namen hast du ihr alles erzählt, dass sie umgekippt ist Gretchen.“
„Nichts, wir haben uns unterhalten und plötzlich…lag sie da.“
„Mhm.“ Marc warf ihr einen zweifelnden Blick zu, ehe er sich auf Kopfhöhe bückte und ihr gegen die Wangen klatschte. „Frau…wie heisst sie noch gleich?“
„Knechtelsdorfer.“
„Frau Knechtels…sag jetzt nicht dass das die Schwester vom Knechtelsdorfer ist.“ Marc schaute langsam auf und blickte zu Gretchen, die mit den Schultern zuckte. „Du mal abgesehen vom gleichen Nachnamen und der Tatsache dass er sie mir abgeschoben hat, doch ja, könnte sein.“
„Ich liebe es wenn du alles besser weisst.“, kommentierte Marc trocken, konzentrierte sich daraufhin wieder auf die Patientin und tätschelte ihr wiederum die Wangen. „Frau Knechtelsdorfer!“
„Mitzi.“
„Wo?“
„Was wo? Die Patientin, das ist Mitzi Knechtelsdorfer!“
„Guter Gott…“, murmelte Marc und schüttelte langsam den Kopf, als Mitzi plötzlich anfing zu blinzeln.
„Oh.“
„Alles in Ordnung?“, fragte Marc und legte die Stirn in Falten.
Mitzi öffnete den Mund um etwas zu erwidern, schloss ihn dann aber nach einem Moment wieder. „Ich…bin umgefallen?“
„Äh…ja, das würde eigentlich die Tatsache erklären, dass Sie auf dem Boden liegen.“
Mitzi seufzte schwer auf und verdrehte die Augen. „Es gibt nichts nervigeres.“
„Naja.“ Marc hob die Augenbrauen und warf Gretchen einen schnellen Blick zu, die die Augen zusammenkniff und die Arme vor der Brust verschränkte, „am besten Sie kommen erst mal hoch und setzen sich gerade hin, sodass wir mal Ihren Finger anschauen können.“ Marc schob einen Arm unter ihre Schulter, griff mit einer Hand nach der ihren und zog sie somit auf die Beine, worauf Mitzi lachte und mit einer Hand ihre Brille festhielt, die sie auf dem Kopf trug. „Richtig, der Finger. Fast schon wieder vergessen.“
Marc warf Gretchen einen zweifelnden Blick zu, als er ihr ein paar Handschuhe reichte. Er trat kurz zu ihr hinüber und kehrte somit Mitzi den Rücken zu. „Bist du sicher dass sie nicht in die Psychiatrie gehört?“
„Genau so sicher wie ich mit dir zusammen sein will.“, erwiderte Gretchen keck und zog sich die Handschuhe an, während Marc innehielt und sie ruhig anschaute. „Was soll denn das jetzt heissen?“
„Dass ich manchmal auch nicht so genau weiss warum ich mit dir zusammen bin, aber trotzdem bin ichs.“ Sie schenkte Marc ein knappes, herziges Lächeln, was seinen Mund aufklappen liess.
„So, dann schauen wir uns mal Ihren Finger an…“, meinte Gretchen euphorisch und trat zu Mitzi hin, die bereits wieder ein Bein über das andere gelegt hat und den Kopf mit einer Hand abgestützt hatte.
„Nette Brille übrigens.“
„Oh, danke.“ Mitzi schaute nach oben und zuckte dann mit den Schultern, „ich finde es ist ein nettes Assessoire. Man sieht so schlau damit aus.“
„Wär vielleicht dann auch etwas für dich Hasenzahn. Hm?“
„Ich trage Kontaktlinsen mein Lieber.“, antwortete Gretchen konzentriert und schaute sich den Finger von allen Seiten an, „sozusagen…unsichtbare Bildung.“
„Ah ja.“ Marc lächelte amüsiert und warf einen Blick in die Mappe zu seiner Hand. Er strich sich mit einer Hand kurz über den 3-Tage-Bart und räusperte sich dann. „Wie ist denn das passiert?“
„Beim Nageln.“



„Ah so.“
„Jaa, das ging wirklich blöd. Ich wollte meine Wände verschönern und hab mir daher ein paar Bilder bei Ikea gekauft. Wollte die dann an die Wand nageln und als es dann nebenbei noch an der Tür klingelte, war ich abgelenkt und hab dummerweise meinen Finger getroffen.“
„Ja und…da haben Sie nicht gedacht Sie könnten vielleicht derjenige an der Tür um Hilfe bitten.“
„Nein ich musste doch die Pizza bezahlen.“
„Hm.“ Marc hob die Augenbrauen, blinzelte ein paar Mal und schaute dann mit gekrauster Stirn zu Gretchen. „Das klingt mir irgendwie nach dir.“
„Ha ha…“, kommentierte Gretchen und richtete sich dann wieder auf, „das ist wirklich ein glatter Durch…bruch. Ich denke den können wir ohne Problem rausziehen.“
„Eigentlich sieht es doch ganz cool aus, nicht?“ Mitzi verzog die Lippen und hob den Finger hoch, „wie ein…übergrosses Piercing.“
„Es geht auch nichts über einen persönlichen Kleiderhacken.“
„Marc!“
„Is so!“
Mitzi fand dies jedoch witzig, lachte und wedelte mit dem Finger in seine Richtung. „Der war wirklich gut.“
„Ich weiss.“, stimmte Marc, grinste und nickte halbwegs.
Gretchen seufzte und schüttelte den Kopf.


danke an schleumel & Kate :) XD

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