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 Pausierende und abgebrochene Fortsetzungen!
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Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

22.06.2010 19:48
#126 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Obacht, es geht weiter mit der Schnitte. Ich bitte Sie, sich alle anzuschnallen und dem Treiben Ihre Aufmerksamkheit zu schenken. Beachten Sie hierbei insbesondere die Reaktionen der meischerschen Seite, welche, freundlich ausgedrückt, beinahe am dampfen sind. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und auf wiederlesen :)

„Ihr…kennt euch.“
„Ja aber auch nur ganz flüchtig, also…nur so ein kurzes Hallo und Tschüss, mehr war da ja dann auch nicht.“, antwortete Gretchen schnell und setzte ein nicht allzu überzeugendes Lächeln auf.
„Meine Tochter.“, sagte Franz stolz und stupfte Doktor Stevenson mit dem Ellbogen in die Seiten, „macht auch immer die besten Bekanntschaften, wenn sie mal nicht mehr weiter weiss.“
„Wenn du…?“, fragte Marc und schaute sie mit gekrauster Stirn fragend an.
„Wir haben uns an der Bushaltestelle heute Morgen getroffen.“, antwortete Doktor Stevenson dazwischen und schaute lächelnd zu Marc, der dieses gekünstelt und nicht überzeugend erwiderte, „Florian Stevenson übrigens.“ Er streckte die Hand zu Marc, der diese ergriff und schüttelte, „Marc Meier. Oberarzt.“
„Freut mich.“
„Äh…ja. Wenn sich dann alle kennen, würden wir, also…Marc und ich dann auch gerne weitermachen hier?“, fragte Gretchen und nickte nach hinten, worauf ihr Vater nickte. „Oh selbstverständlich, selbstverständlich! Sehen zwar…ziemlich gesund aus.“, meinte Franz skeptisch und reckte seinen Kopf.
„Ja aber…der äussere Schein kann ja auch täuschen, ne.“, meinte Gretchen lächelnd, worauf Marc’s Blick und ihrer sich schnell kreuzten.
„Mhm und wir würden dann auch gerne die Untersuchung weiterführen.“, meinte Marc und setzte ein Lächeln auf.
„Ja gut also…wenn ihr medizinische Hilfe braucht, dann ist dass vielleicht euer Mann hier!“, meinte Franz und schlug Doktor Wolf anerkennend auf die Schulter. Dieser lächelte gepresst und winkte ab.
„Also ich glaub’s eigentlich weniger.“, antwortete Gretchen und zeigte über die Schulter, ehe sie leiser weiter sprach, „wenn dann höchstens einen Therapeuten, die haben wahrscheinlich…naja…ihr wisst schon.“ Sie wedelte kurz mit der Hand vor dem Gesicht, was Doktor Stevenson ein Lächeln entlockte.
Marc der dies sah, setzte ebenfalls ein Lächeln auf und klopfte sich auf das Bein ehe er sich seufzend an die Wand lehnte. „Ah sie ist so amüsant…“
Gretchen warf ihm einen fragenden Blick zu, doch Franz schob die Hände in die Hosentaschen und lehnte sich ein Stück nach vorne. „Da habt ihr anscheinend Glück!“
„Haben wir?“, fragte Gretchen und schaute irritiert zu Franz, der stolz nickte und eine Hand auf Doktor Stevensons Schulter legte. „Einen der Besten!“ Er hob den Finger um das ganze noch zu unterstreichen, „darum sind wir auch so froh, konnten wir ihn an Bord holen!“
„Ach.“ Gretchen und Marc nickten beide gleichzeitig langsam und versuchten ein Lächeln beizubehalten.
„Herr Professor, bitte!“, meinte Doktor Stevenson und winkte ab, „ich bin mir sicher, dass es auch noch andere gute Therapeuten an diesem Krankenhaus gibt.“
„Ja das mit Sicherheit…“, erwiderte Marc leise und schaute dann auf den Boden. Gretchen warf ihm einen warnenden Blick zu und strich dann eine Strähne hinter die Ohren ehe sie die Arme vor der Brust verschränkte. „Also was…wir hier haben ist…eigentlich ein schwerer Fall von Gedächtnisverlust.“
„Mhm.“ Doktor Stevenson trat nach vorne, strich sich kurz über den Bart, legte die Stirn in Falten und stützte dann beide Hände in die Seiten. „Herbeigeführt von?“
Gretchen öffnete den Mund um zu antworten, als ihr Blick auf Marc fiel der langsam den Kopf hob und Doktor Stevenson ungläubig anschaute.



„Äh…von…einem Ausflug mit dem Tandem.“, sagte Gretchen etwas stockend, bis sie ihren Blick von Marc lösen konnte, und zu dem anderen Arzt schaute, der anfing zu nicken. „Mh Mh Mh.“
Marc schnaubte leise auf und wandte den Blick ab.
„Ja also…wenn Sie wollen, dann können sie auch ruhig schauen. Merken sowieso irgendwie nichts.“, fuhr Gretchen vor und lächelte Doktor Stevenson kurz an, ehe sie an ihm vorbeilief und sich neben Marc hinstellte. Dieser schaute sie kurz mit erhobenen Augenbrauen an und schaute dann wieder nach vorne.
Doktor Stevenson nickte den beiden Patienten zu, welche dies ihm höflich erwiderten und lief dann um die Trage herum. „Mh Mh…“
Noch ehe bevor Marc etwas sagen oder tun konnte, stiess Gretchen ihm ihren Ellbogen in die Seite.
Marc knickte seitlich ein und schaute sie mit offenem Mund an. „Was zum Teufel, geht’s noch!“
„Sei still!“, flüsterte sie zischend und hielt ihren Blick nach vorne gerichtet.
„Was, ich hab gar nichts-!“
„Marc!“, zischte sie, warf ihm einen warnenden Blick zu und nickte wieder nach vorne.
Er stöhnte auf und liess seinen Kopf an die Wand hinter ihm fallen.
„Ich wäre froh, wenn Sie die Wunde desinfizieren und nähen könnten Doktor Haase.“, sagte dann Doktor Stevenson freundlich, ehe er wieder nach vorne trat und die Hände in die Seiten stemmte, was Marc wieder skeptisch beäugte, „dann werde ich mir die beiden gerne mal anschauen.“
„Ja äh, also das bestimme dann schlussendlich immer noch ich?“ Marc stand mit einem Ruck auf und zeigte mit einem Lächeln auf Gretchen, „immerhin meine Assistenzärztin.“

Oh nein. Bitte jetzt kein Thestosterongebombe.

„Sicherlich! Ich will Ihnen nicht reinreden Kollege!“, erwiderte Doktor Stevenson mit einem Lächeln und hob beide Hände, ehe er diese wieder in die Seiten stützte, „natürlich ist das Ihre Station, ich möchte Sie nicht umgehen.“
„Jep.“, meinte Marc mit erhobenen Augenbrauen, warf seinen Kittel zurück und stützte dann ebenfalls beide Hände in die Seiten, „würde ich auch geraten haben.“
Gretchen blinzelte um das Bild vor ihren Augen auf Richtigkeit zu prüfen.
Marc stand regelrecht rivalisierend neben Doktor Stevenson, die gleiche Pose, jedoch einen noch verschiedeneren Gesichtsausdruck. Nach wenigen Sekunden schüttelte sie dann den Kopf und machte einen Schritt nach vorne. „Maharc…benimm dich…!“, sagte sie durch ein gepresstes Lächeln, als sie ihre Hände auf seinen Arm legte, sich zu ihm umwandte und somit Doktor Stevenson den Rücken kehrte.
Marc wandte ihr seinen Kopf so schnell zu, dass einige Haare in seine Stirn fielen und er schaute sie unmissverständlich und genervt an. „Du ich bin so nett wie ich es für richtig halte, ja!“
„Ja natürlich und ich wiege 50 Kilo, Doktor Stevenson!“, sagte sie dann schlussendlich lauter und trat vor Marc, „wir nehmen Ihr Angebot natürlich gerne entgegen und werden Sie dann baldmöglichst hinzuziehen.“
„Das nenne ich Teamwork!“, schaltete sich Franz wieder bei und hob die Faust in die Luft, ehe er eine Hand auf Doktor Stevenson’ und die andere auf Marc’s Schulter legte. Dieser hob die Augenbrauen und schaute langsam auf die Hand, welche nun seine Schulter drückte. „Ich sehe schon, sie bilden ein hervorragendes Team!“
„Bitte?“
„Kälbchen, jetzt sei doch bitte so gut und zeige Doktor Stevenson noch den restlichen Teil des Krankenhauses, ja?“, fragte Franz Gretchen lächelnd und nickte ihr zu.
„Äh…“ Ihr Blick fiel auf Doktor Stevenson, der sie fragend und lächelnd anschaute, „klar. Mach ich…doch gerne.“
Sie konnte Marc’s Blick auf sich spüren, entschied sich jedoch, diesen zu ignorieren.


danke an schleumel & Kate :) XD

Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

23.06.2010 14:42
#127 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Bevor ich los muss, der nächste Sahneschnitte-Teil Danke an alle Leser und Kommischreiber

„Also hier hätten wir die Chirurgie, ist eigentlich der grösste Teil des Krankenhauses.“, erklärte Gretchen und zeigte zu ihrer Rechten, als Doktor Stevenson und sie durch die Gänge liefen, „ich weiss nicht wie viel Ihnen mein Vater schon erzählt hat?“
„Hmm…“ Doktor Stevenson legte die Stirn in Falten, kniff die Augen nachdenkerisch zusammen und verschränkte die Hände hinter dem Rücken, ehe er lächelnd zu ihr hinunter schaute, „das ist das Beste Krankenhaus in Deutschland, wir sind alle eine grosse Familie, führen ausgezeichnete Mitarbeiter und schätzen die stationsübergreifenden Patientenversorgung.“
Gretchen lächelte und verdrehte die Augen, ehe sie die Hand ausstreckte um den Lift zu holen, als jemand ihren Namen rief.
„Gretchen!“
Sie drehte sich fragend um, und sah Mehdi auf sie zusteuern. Dieser wirkte ziemlich aufgelöst und schenkte Doktor Stevenson keinerlei Beachtung.
„Alles in Ordnung?“, fragte Gretchen verwundert und schaute in sein Gesicht.
„Ja…ja natürlich.“, erwiderte er etwas aufgelöst und schniefte. Seine Augen waren rötlich und er machte ganz den Anschein, als hätte er geweint.
„Äh…“ Gretchen warf einen kurzen Blick auf Doktor Stevenson, der sich freundlicherweise ein bisschen abgewendet hatte, „Mehdi willst du vielleicht an einen anderen-?“
„Ich wollte dir nur nochmals danken Gretchen.“, sagte er, als ob sie nichts gesagt hatte und nickte schwer, „wegen der ganzen Geschichte mit Anna und dass du meine Freundin gespielt hast, war ja eigentlich auch nicht so selbstverständlich.“ Er schniefte wiederum, was Gretchen als Gelegenheit nützte, um einen kurzen Blick zu Doktor Stevenson zu wagen. Dieser schaute sie ebenfalls kurz fragend an, worauf sie schnaubend auflächelte und sich dann wieder an Mehdi wandte. „Na komm das…macht man ja auch so unter-“
„Jetzt da Lilly wieder da ist, wird alles besser, das weiss ich.“, meinte er dann und schaute auf zu ihr, welche langsam nickte und ihn anlächelte. „Natürlich.“
Mehdi holte tief Luft, griff dann kurzerhand nach ihren Schultern, ignorierte ihren überraschten Blick und drückte sie dann an sich. Gretchen hatte nicht mal die Gelegenheit die Arme zu heben um die Umarmung zu erwidern, da liess er sie auch schon los. Er strich sich schnell über die Nase, nickte noch einmal und wandte sich dann ab.
„Äh…ja. Dann…sehen wir uns.“, meinte Gretchen stockend und blinzelte ein paar Mal.
„Ein Freund von Ihnen?“
„Ja!“, antwortete Gretchen, drückte den Liftknopf und warf nochmals einen Blick auf den Rücken von Mehdi, der in einem der Gänge verschwand.
„Aber er ist nicht immer so?“, fragte Doktor Stevenson und legte die Stirn in Falten, worauf Gretchen heftig den Kopf schüttelte. „Guter Gott nein, der ist ja auch nur so wegen der Tabletten.“
„Ach.“

Äh…das hätte ich jetzt vielleicht nicht erwähnen sollen.

„Also wegen…ist eine lange Geschichte.“, gab sie dann klein bei und verschränkte die Arme vor der Brust, „aber Sie können sich sicher sein, dass er ein sehr potenzieller Mitarbeiter ist. Wie alle hier.“
Doktor Stevenson nickte lächelnd und schob die Hände in die Taschen.
„Hasenzahn!“
Gretchen zuckte zusammen und seufzte innerlich auf, als Marc mit einer Akte auf sie zusteuerte. „Das nächste Mal vergiss nicht die Hälfte, sehe ich aus wie dein Packesel oder was!“, sagte er brummend und legte ihr die Mappe in die Arme. Er warf einen giftigen Blick zu Doktor Stevenson, dann einen zu Gretchen und wandte sich wieder auf dem Absatz um.
„Äh…ja, danke…Marc!“, rief Gretchen und hob die Mappe. Sie bemerkte den Blick ihres Gegenübers und dankte im Stillen dafür, dass der Lift endlich angekommen war. „Ja also…wo genau waren wir vorher stecken geblieben?“
Doktor Stevenson betrat neben ihr den Lift und presste die Lippen für einen Moment zusammen.

http://www.youtube.com/watch?v=j44-GTlOU6k

„Über die charmante Beschreibung des Elisabethkrankenhauses.“
„Ah, ja…genau.“, antwortete Gretchen lächelnd und drückte einen Knopf.
„Und was ich noch nicht erwähnt habe-“, fuhr Doktor Stevenson fort, neigte sich ein bisschen nach vorne und zeigte mit der Hand auf sie, „-das Elisabethkrankenhaus hat die besten Nachwuchsärzte.“
„Ach.“, erwiderte Gretchen, lächelte schief und winkte ab, „Schleimer.“
„Bitte?“
„Äh, also nicht Sie jetzt.“, korrigierte sie sich schnell und zeigte auf ihn, „ich meinte eigentlich meinen Vater.“
„Ach so.“, erwiderte er lächelnd und stieg dann neben Gretchen in den Lift.
„Ja und…das wäre dann der Lift.“, sagte sie und lehnte sich an der Wand an, „extrem wichtiger Teil des Krankenhauses.“
„Das ist gut. In dem letzten Krankenhaus indem ich gearbeitet habe, gab es keinen Lift. Nur sehr viele Treppen.“, erwiderte er und presste die Lippen zusammen.
„Also…Treppen sind ja in dem Sinn auch nicht schlecht.“, erwiderte sie und zuckte mit den Schultern, „wenn man…bedenkt dass man bei einem Brand die Fahrstühle nicht mehr benützen kann…ist das schon eine relativ gute Sache, ne.“
„Bestimmt.“, erwiderte er lächelnd und nickte.
„Aber brennt hier auch nicht oft, also…ja.“

Oh Gott, ich rede ja so viel. Ich plappere ansonsten nie! Muss mich definitiv zusammen reissen.


danke an schleumel & Kate :) XD

Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

23.06.2010 19:27
#128 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Herrje, ich glaube alle lieben es, wenn Marci fast vor Eifersucht platzt, ne? Gebt es alleee zu, ihr mögt Sahneschnittchen. Mit dem gehts dann auch grad mal 'süss' weiter Danke für die Kommis und viel Spass beim Match - drücke Deutschland die Daumen

Sie setzte ein gekünsteltes Lächeln auf und schaute für einen Moment auf den Boden. Als sie ihren Kopf wieder hob, fiel ihr Blick auf die Liste mit den Stockwerken vor ihr. „Oh und hier sehen Sie eigentlich eine generelle Auflistung unserer Abteilungen.“
Doktor Stevenson trat einen Schritt nach vorne und schaute sich diese an, bis sein Blick beim siebten Stock hängen blieb. „Würden Sie gerne mit mir einen Kaffee trinken gehen?“

Oh Oh. Was soll denn jetzt dieser englische Flirtversuch. Obwohl…trinken die nicht alle Tee?

„Äh…also…“, sie wandte sich zu ihm um und legte die Stirn in Falten, als sie eine Strähne ihres Haares zwischen den Fingern drehte, „verstehen Sie mich nicht falsch, aber…ich hab einen Freund. Also…nicht jetzt einen Freund Freund, aber er ist doch…ganz nah an der Bezeichnung Freund, obwohl er dass irgendwie nicht…ja also ist jetzt auch nicht so wichtig, ich…bin vergeben.“, schloss sie nickend und sah zu wie er langsam das Nicken erwiderte, „also…gut. Eigentlich mehr indirekt, aber…ja.“
Doktor Stevenson neigte den Kopf, lächelte und strich sich mit dem linken Daumen über die Nase. „Ich meinte eigentlich, dass wir das vielleicht mit dem Besuch in der Cafeteria verbinden würden.“
„Oh.“ Gretchen verzog die Lippen und merkte wie sie rot wurde, „äh…ja. Klar. Also…wir können auch Tee wenn Sie möchten.“
„Mh, ich bin eigentlich mehr der Kaffeetrinker.“, erwiderte er zwinkernd und schob die Hände in die Hosentaschen.
„Ach, ich dachte immer alle Engländer trinken nur Tee.“, antwortete Gretchen lachend und drückte somit den Knopf in den siebten Stock.
„Amerikaner.“
„Was, echt?“, erwiderte sie verblüfft, „da dachte ich immer die trinken viel lieber Schokomilch oder…Bier.“
Doktor Stevenson öffnete den Mund um etwas zu erwidern, doch Gretchen legte die Stirn in Falten, biss sich auf die Lippen und schaute nachdenklich auf den Boden. „Oder waren jetzt dass eher die Deutschen…ja ist ja auch egal.“, sagte sie dann und winkte lachend ab, „haben beide ja einen gewissen Umfang.“
„Nein…Nein ich meine, Ich bin Amerikaner.“, stellte Doktor Stevenson grinsend klar und zeigte auf sich.
„Oh.“, erwiderte sie wiederum und zuckte dann peinlich berührt mit den Schultern, „ja also…schlussendlich trinken wir ja alle Bier. Also…ich nicht. Bin ja eigentlich mehr der…ja. Schokoladentyp.“
Zu ihrem Glück hörte sie das Signal des Liftes und die Türen öffneten sich im siebten Stock.

Boah. Da soll mal einer sagen englisch wäre leicht zu verstehen.

„Hätte ich aber eigentlich nicht erwartet.“, meinte sie dann, als sie zusammen aus dem Lift gingen, „Sie reden gar nicht wie ein Amerikaner.“
„Nun ja, wir sind ja auch in Deutschland.“, gab er grinsend zur Antwort, und lehnte sich wieder ein bisschen in ihre Richtung, „aber ich verstehe natürlich was Sie meinen.“

Das ist…schön. Und neu. Hm.

„Ich bin zwar in Amerika geboren, aber ziemlich schnell mit meinen Eltern nach Deutschland gezogen.“
Gretchen lief neben ihm her und hörte aufmerksam zu, als sie sich bei der Ausgabe eine Tasse für den Kaffee und ein hohes Glas für die Schokoladenmilch holte.
„Meine Mutter war ursprünglich von Deutschland, mein Vater hat sie auf einer Studienreise in New York kennengelernte. Eines führte zum anderen und…voilà. Hier bin ich.“
„Ist aber eigentlich süss irgendwie, nicht?“, lächelte Gretchen und schenkte sich Milch ein, ehe sie mit der Nase zuckte und grinste, „andere bringen die Freiheitsstatue mit nach Hause und Ihre Mutter…Sie.“
„Ja!“, lächelte er und legte den Kopf für einen Moment schief, ehe er sich Kaffee einschenkte, „meine Eltern blieben danach zusammen und heirateten dann auch, aber später in Deutschland.“
„Und Sie hatten dann irgendwie Heimweh?“, fragte Gretchen, löffelte Schokolade in die Milch und lief anschliessend zur Kasse.
„Fernweh. Ich bezeichne es nicht wirklich als Heimat.“, gab er zur Antwort und schüttelte den Kopf, „vielleicht als Wahlheimat?“ Sie bezahlten und bedanken sich, bevor sie sich an einen kleinen Vierertisch setzten. „Jetzt bin ich froh, bin ich wieder in Deutschland. Der Grossteil meiner Familie lebt hier.“
„Wie ihr Neffe!“, antwortete Gretchen und begann ihre Milch umzurühren, „wie war der Zoobesuch?“
Doktor Stevenson verdrehte seufzend und grinsend die Augen. „Animalisch.“
„Ich bin ganz Ohr.“, lächelte Gretchen und stützte beide Arme auf dem Tisch ab.


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Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

24.06.2010 11:45
#129 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Es bedarf eines Männergespräches. Da müssen Gefühle raus. Oder so. Meine Kommentare findet ihr bei den Kommentaren

Mehdi zuckte augenblicklich zusammen, als seine Türe aufgestossen wurde und rücksichtslos wieder zugetreten wurde. Er schaute blinzelnd auf Marc, der mit erhobenen Augenbrauen und zusammengepressten Lippen in seinem Zimmer stand und mit dem Finger auf ihn zeigte. Mehdi wartete auf irgendeine Reaktion, bis sein Gegenüber die Stirn in Falten legte und begann, wie ein unschlüssiger Tiger, von rechts nach links zu laufen.
Mehdi schaute kurz auf seine Akten vor ihm und wieder zu Marc. „Äh…“
Dieser blieb plötzlich stehen und schaute ihn entgeistert an, ehe er die Arme konfus hängen liess. „Ich glaub es echt nicht.“
Mehdi wollte etwas erwidern, worauf sein Blick auf seine Tabletten vor ihm fiel. „Äh und was ge-“
„Weisst du was ich echt verdammt hinterhältig finde Mehdi?“, fragte Marc aus zusammengekniffenen Augen und zeigte mit dem Finger auf ihn.
Dieser schluckte, schaute wieder auf die Tabletten und konnte nicht mal den Kopf schütteln, als Marc fortfuhr.
„Sachen zu verheimlichen.“, sagte er konzentriert und stützte sich mit beiden Händen auf Mehdis Arbeitstisch ab, den Blick zur Seite gewendet, „Sachen zu verheimlichen und das Ganze noch…zu überspielen. Weisst du was ich meine?“ Er wandte sein ernstes, in Gedanken versunkenes Gesicht Mehdi zu, der langsam nervös wurde und die Tabletten, welche in unmittelbarer Nähe von Marc lagen, verschwinden zu lassen. Mehdi nickte und rutschte in seinem Stuhl nach vorne. „Äh ja ich…“
„Verdammte Heimlichtuerei.“, raunte Marc und schaute mit verzogenen Lippen zur Seite, ganz so, als ob er in ziemlich naher Zukunft auf den Boden spuken würde.
Mehdi liess die Schultern hängen, seufzte auf und schob die Tabletten mit beiden Händen zu sich hin. „Es ist ja nicht so dass es…ich brauche sie einfach um durch den Tag zu kommen!“
„Bitte?“ Marc schaute ihn wieder an, die Augenbrauen erhoben und den Blick leicht irritiert.
„Ja es…du hast ja keine Sorgen, oder?“, antwortete Mehdi etwas haspelnd, öffnete die Schublade neben sich und warf die kleine Dose rein, „ich bin einfach unglücklich wenn ich…sie nicht habe.“
„Boah Mehdi…“, stöhnte Marc und liess den Kopf hängen, „ich dachte du wärst über sie hinweg.“
„Ja das…das ist nicht immer so einfach.“, erwiderte dieser, stand auf, verschränkte die Arme vor der Brust und lief zum Fenster hin.
Marc seufzte und schaute auf den Rücken seines Freundes.
„Ich dachte…wenn Lilly wieder da ist…und wenn sich alles wieder eingerenkt hat…dann würde ich sie nicht mehr brauchen, verstehst du? Stattdessen habe ich gemerkt, dass weiterer Druck irgendwie…belastend ist. Und ohne sie gehts nun mal nicht.“
„Ah ja.“, meinte Marc nur, hob die Augenbrauen und schaute ihn zweifelnd an.
„Ich weiss es ist nicht gut aber…ich weiss nicht wie ich sie loswerden soll.“ Er drehte sich wieder um und schluckte.
„Los…werden im Sinn von…?“, fragte Marc und machte eine flüchtige Handbewegung, worauf Mehdi wieder nach vorne lief und die Stuhllehne mit beiden Händen umfasste, „Abschaffen. Einfach…weg.“
„Ah…“ Marc nickte langsam mit offenem Mund und schaute seinen Freund für ein paar Sekunden an. Er schob seinen Kopf ein Stück nach vorne und schaute ihn aus schmalen Augen an. „Du…weisst dass wenn du Gretchen nur ein Haar krümmen würdest, dann-“
„Gretchen?“, fragte Mehdi überrascht und schaute mit grossen Augen auf, „wieso Gretchen? Will jemand Gretchen etwas antun?“
„Äh…neein…obwohl das auch relativ…ist.“
„Du redest von Gretchen.“, erwiderte Mehdi nüchtern.
Marc nickte langsam und schwer. „Jaa und…du hoffentlich…nicht.“
Mehdi drehte den Stuhl vor sich und liess sich darauf nieder. „Ich würde Gretchen nie etwas antun. Nur schon der Gedanke daran…das…“ Sein Blick liess sich auf der Schublade nieder und er machte sich daran, diese zu öffnen.
„So, jetzt-“ Marc machte einen grossen Schritt um den Tisch rum und knallte die Schublade laut zu, „-lässt du endlich deine Finger von diesen Scheisstabletten! Ist ja kein Zustand hier!“
Mehdi lehnte sich wieder seufzend in seinem Stuhl zurück und strich sich mit beiden Händen übers Gesicht. Marc hindessen machte einen Schritt zurück, zog die Schublade auf und hielt die Dose hoch. „Sind das die Einzigen?“, fragte er ihn und schaute ihn mit hochgezogenen Augenbrauen und abwartend an.
Mehdi nickte und sank die Hände.
Marc schaute ihn ohne jegliche Gesichtsregung an. „Mehdi.“
Er seufzte wiederum, drehte sich auf dem Stuhl um, öffnete eine weitere Schublade und holte noch zwei weitere Dosen hervor und drückte ihm die in die Hand. „Sind alle.“
„Gut! Dann-“, begann Marc und setzte ein künstliches Lächeln auf, ehe er um den Tisch herumlief, „- ja. Mach ich mal einen Termin bei einem Psychiater für dich ab.“
„Was?“ Mehdi schaute alarmierend hoch und blickte in das gelassene Gesicht von Marc, „ich brauch doch keinen Psychiater!”
„Ja also…das diskutieren wir dann wenn du wieder nüchtern bist, hm?“ Er hob die Dosen halb lächelnd jedoch zweifelnd hoch und wollte sich wieder umwenden, als Mehdi aufstand. „Marc, bitte.“
„Ja bitte was?“, fragte dieser genervt, „hast du ernsthaft das Gefühl ich schau mir das noch länger an oder wie?“
„Nein aber…ich…“, begann Mehdi unschlüssig und setzte sich dann wieder.
„Ey jetzt benimm dich endlich mal wie ein Mann!“, sagte Marc lauter und machte wieder einen Schritt auf ihn zu, „es kann doch beim besten Willen nicht sein, dass du dich hier so zur Memme machst!“
„Ich weiss.“, gab er zu, seufzte und schaute nach ein paar Sekunden fragend auf, „was wolltest du eigentlich hier?“
Marc reckte den Kopf, zog mit der freien Hand den Kittel zurrecht und nickte halbwegs. „Ich…wollte fragen ob du mit mir einen Kaffee trinkst weil…Hasenzahn mit dem neuen Psycho unterwegs ist.“ Er räusperte sich und schaute überall hin, nur nicht zu Mehdi, der ihn nachdenklich anschaute. „Sag bloss du bist schon wieder eifersüchtig.“
„Also jetzt hörts dann aber auf, ja!“, stellte er klar und schaute ihn genervt an, „als ob ich auf jede…verdammte…Witzfigur eifersüchtig wäre, mit der Gretchen redet!“
„Mhm.“ Mehdi schaute ihn nur ruhig an, was ihn jedoch etwas nervös machte.
„Also…kommst du jetzt oder nicht.“
„Klar.“ Mehdi schob den Stuhl zurück, stand auf, zog den Kittel zurrecht und lief an ihm vorbei, „und du bist doch eifersüchtig.“
„Bin ich nicht und jetzt halt die Klappe.“
Mehdi schob amüsiert die Hände in die Kitteltasche und beschleunigte seine Schritte, als der Lift gerade auf dem gleichen Stockwerk hielt. Marc schaffte es, sich zwischen den beiden schliessenden Türen durchzuschieben und fand sich mit Mehdi in dem Lift wieder. Dieser hatte bereits schon den Knopf für in die Cafeteria gedrückt.
„Und…ist er überhaupt gut?“, fragte Mehdi unscheinbar und schaute Marc fragend an, der irritiert den Kopf wandte. „Wer?“
„Na der Neue. Dr. Stevenson oder wie der heisst.“
„Sehe ich aus als ob mich das interessiert, oder wie.“, raunte Marc, schob die Hände in die Hosentaschen und lehnte sich seitwärts an der Wand an.
Mehdi grinste und schaute auf seine Füsse. „Oh du bist so was von eifersüchtig.“
„Ey…!“


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Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

25.06.2010 13:32
#130 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo zusammen Gut, dass da Klarheit herrscht zwischen den beiden Also, immerhin hinsichtlich den Tabletten und Gretchen. Was die "nicht existierende" Eifersucht betrifft...das ist ein anderes Thema
Nun zum nächsten Teil (oder Teile), wobei ich euch vielleicht auf ein paar dunkle Wolken hinweisen muss...und darauf, dass ihr mich dann auch am Leben lässt Viel 'Spass'


Es war bereits Abend, als Gaby gerade dabei war den Schlüssel für ihr Moped zu suchen, als ihre Schritte sie über die Schwelle des Krankenhauses führten. Da es bereits schon dunkel war, gestaltete sich die Suche schwieriger – führte sie eine grosse, schwarze Ledertasche mit sich. Ihre Schritte führten sie zu einer Treppe die sie eher langsam hinunter schritt, die Hand und die Augen immer noch ihrer Tasche gewitmet.
Auf der letzten Stufe blieb sie stehen und zog den kleinen Schlüsselbund aus der Tasche. „Na geht doch.“
Sie setzte ihren Fuss auf den Boden um ihre Schritte Richtung Parkplatz zu lenken.
„Frau Kragenow.“
Erschrocken blieb Gaby stehen, presste die Tasche an sich heran und drehte sich schnell um. Da es zu dunkel war, konnte sie niemanden auf den ersten Blick erkennen. Sie schluckte und versuchte ihre Augen der Dunkelheit anzupacken. „Wer ist da?“ Da sie schon eine Ahnung hatte, wer der Unbekannte sein könnte, merkte sie, wie ihre Stimme leicht zitterte.
Jemand lachte leise und amüsiert. „Das können Sie sich doch denken, nicht wahr?“
Gaby presste die Lippen aufeinander und liess ihren Blick über die Treppe und die Dunkelheit unter der nahegeliegenen Brücke gleiten. „Was wollen Sie.“
„Hm…sagen wir es so…“
Sie hörte wie der Unbekannte wenige Schritte nahm, sich jedoch immer noch dem Schutz der Dunkelheit bediente.
„Ich erledige lediglich meinen Job.“
Gaby lachte leise und nervös. „Ich wüsste nicht was Sie meinen. Sie haben gar keinen Grund hier zu sein.“
„Ach nein?“, fragte der Unbekannte verwundert, „meinen Sie nicht?“
Sie schluckte und schüttelte kurz den Kopf.
„Frau Kragenow…Frank hat mich natürlich darüber in Kenntnis gesetzt, dass Sie nicht auf den Kopf gefallen sind. Daher-“
„Daher wollen Sie mir jetzt einen Deal vorschlagen oder was?“, schlug Gaby naiv vor und liess ihre Augen wieder zu Beginn der Treppe wandern. Die Distanz zu dieser war bereits schon zu gross – würde sie nach vorne hechten, wäre der Unbekannte in weniger als Sekunden bei ihr.
„Tz tz tz…“, hörte sie es wieder aus der Dunkelheit, und der Mann schien sehr betrübt über ihre Antwort zu sein, „nicht doch…Sie können sich doch vorstellen, was passiert, wenn man mit einer Person arbeitet, die nicht dicht halten kann.“
„Die nicht…von was zum Teufel reden Sie?“, fragte Gaby irritiert und kniff die Augen zusammen, um ihn erkennen zu können. Jedoch war ein grober Umrahmen das einzige was sie sehen konnte.
„Haben Sie ernsthaft das Gefühl, dass ich nicht gesehen hätte, wie Sie mit diesem Arzt geredet haben?“, fragte die Stimme nun schon kälter.
Gabys Mundwinkel zuckte nervös. „Ich rede tagtäglich mit Ärzten, das gehört zu meinem Job. Tut mir leid dass ich Sie da enttäuschen muss.“
„Werden Sie doch nicht gleich frech Frau Kragenow.“, antwortete der Mann fast vorwurfsvoll und schüttelte den Kopf, „ich spreche von Mehdi Kaan.“
Gabys Herz machte einen kleinen Aussetzer. In ihren Gedanken ging sie das Gespräch noch einmal durch – der Ort, die Tatsache dass sie das Fenster kontrolliert hatte…ihr Handy. Sie schaute auf. „Sie haben mein…ich hoffe Sie wissen dass das strafbar ist!“
„Ach, lehnen Sie sich doch nicht so weit aus dem Fenster.“, erwiderte die Stimme und Gaby meinte zu erkennen, wie er seinen Arm bewegte, „bei Ihrem Strafregister, würden Sie schon lange nicht mehr arbeiten.“
Gaby schluckte und versuchte ihre Coolness zu bewahren. „Ist es das was Sie vorhaben?“, fragte sie mit einem amüsierten Unterton, „mich der Polizei zu verpfeifen?“
„Ich…würde das schon fast als eine Beleidigung auffassen.“, erwiderte der Unbekannte und Gaby sah in der Dunkelheit, dass er nun beide Arme bewegte und seinen Kopf sank, „schlussendlich müssten Sie noch eine Zelle mit Frank teilen. Und mit allem nötigen Respekt Frau Kragenow…das weiss ich zu verhindern.“
Gabys Herz setzte noch einmal aus, als sie ein Klicken in der Dunkelheit vernahm. Sie hielt den Atem an und sah zu, wie der Mann, der nur ca. 10 Schritte von ihr entfernt war, einen Arm hob.

„Also das ist echt unglaublich.“, meinte Gretchen und schüttelte ungläubig den Kopf, „dass man echt beim Tandem fahren sich eine dermassen böse Gehirnerschütterung holen kann.“
„Die Perforation der Kopfhaut ist ziemlich übel…wenn Sie hier dieses Röntgenbild anschauen, ist es klar ersichtlich.“ Doktor Stevenson führte ein weiteres Bild an die helle Rückwand und tippte mit dem Finger auf eine Stelle.
Gretchen schob ihren Kopf nach vorne und liess ihren Blick über das Bild wandern. „Unglaublich. Gut bin ich nicht sportlich…“
„Nicht?“, fragte dieser nach, schaute sie an und verzog seine Lippen zu einem schiefen Lächeln.
Gretchen schaute zu ihrer Seite und verdrehte seufzend die Augen. „Ja bringen Sie schon den nächsten Spruch…“
„Ich weiss nicht was Sie meinen.“, erwiderte Doktor Stevenson und schaute sie lächelnd und mit gekrauster Stirn an, „ich finde Sie haben eine gute Figur. Für jemanden der keinen Sport macht?“

Und viel Schokolade, Chips und weitere Süssigkeiten isst…


Gretchen versuchte ein aufkommendes Lächeln zu unterdrücken und zuckte mit den Schultern. „Naja. Gute Gene halt, ne.“
„Hm.“ Der Arzt lächelte sie an, worauf Gretchen langsam begann zu nicken. Sie verschränkte die Hände vor dem Schoss und schaute wieder auf das Röntgenbild. „Ja! Dann also…schauen wir mal weiter?“
„Natürlich!“, erwiderte Doktor Stevenson und entfernte das Bild der zwei Schädel, um ein neues auf die kleine Wand zu legen. Gretchens Blick hindessen, wanderte zu den beiden Patienten, welche in dem Behandlungsraum dahinter sassen. Sie unterhielten sich, wobei der eine lachte und der andere ziemlich interessiert schien. Gretchen legte die Stirn in Falten und schaute auf die Türe hinter sich. „Ich frage mich grad wo Doktor Meier eigentlich steckt. Sind ja eigentlich seine Fälle.“
„Vielleicht stösst er später noch dazu.“, erwiderte der Arzt und strich sich kurz über die Nase, „bis dahin haben wir den Fall aufgeklärt.“
Gretchen setzte ein schwaches Lächeln auf und nickte. Jedoch legte sich ihr ein seltsames Gefühl auf, da sich Marc ansonsten nie von einer Untersuchung fern hielt.
„Hier…“, begann Doktor Stevenson konzentriert und riss ihre Aufmerksamkeit wieder auf sich, „das sieht nach einer Gehirnquetschung aus.“
Gretchen richtete ihren Blick auf das Bild und nickte. Ihre Gedanken kreisten jedoch wieder um Marc – und wo dieser wohl war.


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Fran Offline

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26.06.2010 10:57
#131 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo ihr Lieben und Tschüss ihr Lieben, weil Fränzi verschwindet jetzt ins Nimmerland wo mich niemand findet Marc stösst jetzt dazu...

Marcs Schritte führten ihn zu der Treppe, welche er fast springend in Anspruch nahm. Zeitgleich holte er ein Feuerzeug aus seiner Manteltasche und zündete die Zigarette, welche er zwischen die Lippen geklemmt hatte, an. Als seine Füsse den Boden berührten, nahm er einen ersten Zug von der Zigarette und kniff die Augen zusammen, als er nur wenige Schritte Gaby vor sich erkannte. „Was soll denn das jetzt, Hinterhalt oder was?“
„Marc…“, sagte Gaby mit zitternder Stimme und warf ihm einen schnellen Blick zu.
Marc kniff seine Augen noch mehr zusammen und schob seinen Kopf ein Stück nach vorne um sie besser erkennen zu können. „Hast du kalt oder was?“
Sie schluckte und machte eine kleine Handbewegung. „Geh weiter…“, sagte sie leise bittend und nickte mit dem Kopf fast nicht merklich nach hinten.
„Ja ist ja gut.“, erwiderte er genervt, rollte mit den Augen, schob seine Zigarette wieder in den Mund und setzte sich in Bewegung.
Gabys Herz schlug ihr bis zum Hals, als er sich an ihr vorbei schob. Obwohl sie jetzt wieder alleine war, war wenigstens Marc nicht betroffen.
„Ach und übrigens.“, bemerkte er trocken, blieb stehen, zog an der Zigarette und drehte sich zu ihr um, „das mit deinem Handy kannst du zukünftig vergessen, alles klar?“
„Jetzt…“, begann Gaby gepresst und wandte ihren Kopf kurz zur Seite, „geh endlich weiter!“
Marc schnaubte grinsend auf und anstatt weiter zu gehen, lief er zu ihr hin. „Sag mal, wie redest du eigentlich mit mir, hm?“
Gabys Herzschlag beschleunigte sich umso mehr, als er neben ihr stand und sie von der Seite anschaute. Ihr Blick wanderte zu der Dunkelheit und soweit sie es ausmachen konnte, stand der Mann ungerührt an Ort und Stelle, den Arm auf sie erhoben.
„Man könnte meinen ich hätte dich nicht genügend gedeckt Gaby.“, sagte Marc mit einer fast zuckersüssen Stimme und legte ein falsches Lächeln auf, „was du aber das nächste Mal ganz sicher vergessen kannst, ich hoffe da sind wir uns einig.“
„Marc jetzt…vergiss endlich dieses Scheisstelefon und…verschwinde endlich, in Ordnung?“, bat sie ihn und Marc legte die Stirn in Falten. Mit seinem Finger schnipste er an der Zigarette, sodass die Asche zu Boden flog und währenddessen er den Rauch durch den Mundwinkel entliess, schaute er sich ihr Gesicht an. Ihre Augen huschten mehrmals nach vorne, ihr Körper schien zu zittern und anhand der Laterne, welche das Schauspiel nur spärlich beleuchtete, konnte er einen Schimmer von Schweissperlen auf ihrer Stirn erkennen. „Sag mal…ist alles in Ordnung mit dir oder bist du high?“
„Was?“, fragte Gaby nervös, schluckte und schaute wieder nach vorne, „natürlich nicht du…“ In der Dunkelheit konnte sie ausmachen, wie der Arm sich noch ein Stück weiter hob. Sie holte Luft und versuchte ein möglichst überzeugendes Gesicht aufzulegen. „Und auch wenn…das…würde dich gar nichts angehen, alles klar.“
Marc schaute sie ohne Ausdruck an, nur seine Augen kniff er leicht zusammen, um sie besser erkennen zu können. Er blieb regungslos stehen und nach wenigen Sekunden, huschte sein Blick zu der Stelle, auf die Gaby immer schaute.
Gaby schluckte wiederum und ihr Blick kreuzte den seinen. Fast nicht merklich schüttelte sie den Kopf und deutete ihm mit ihren Augen, dass er verschwinden sollte. Marc jedoch leckte sich kurz über die Lippen und schaute dann kurz auf den Boden. „Du Gaby…“
Gabys Blick huschte wiederum zu Marc. „Was.“
Marc legte den Kopf schief und wandte diesen ein Stück ab, ehe er die Zigarette zu seinem Mund führte. „Stell dich hinter mich.“
Anhand seiner leisen, rauen Stimme, überkam sie ein erneuter Scheuer.
„Frag nicht warum, tu es einfach.“ Marc entliess den Raum durch seine Lippen, warf einen schnellen Blick auf die Dunkelheit und führte die Zigarette wieder zu seinem Mund. „Los.“
Gaby haderte und verlagerte ihr Gewicht von einem Fuss auf den anderen.
„Na los…!“, drängte er leise und schaute sie aus schmalen Augen an.
Es verstrichen Sekunden in denen Gaby sich nicht sicher war. Nach nur einem kurzen Moment jedoch, in der Sekunde, als ihr Herz den doppelt schnellen Takt schlug, bewegte sie ihren Körper. Marc drehte sich zeitlich um und sein Arm legte sich um ihre Taille um sie hinter sich zu stossen.
Just in diesem Moment hallte ein Schuss durch die Nacht.
Gabys Herz setzte aus.


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Fran Offline

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26.06.2010 22:32
#132 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Da diese Linksache nie wirklich funktioniert, ich hätte hierbei an 'Hide and Seek von Imogen Heap' gedacht. (Danke Verena )

Gaby hielt die Luft an, ihre grossen Augen richteten sich auf Marc, der vor ihr stehen blieb. Seine Hand lag noch immer unbewegt auf ihrer Taille. Sein Körper schwankte leicht. „M…Marc?“
„Ich habe Ihnen doch gesagt Frau Kragenow…“, hörte sie die Stimme des Unbekannten aus der Dunkelheit, „spielen Sie keine Spiele mit mir.“
Gabys Herz hämmerte in ihrer Brust und sie liess ihren Blick über Marcs Rücken gleiten. Er hatte seinen Kopf leicht nach vorne geneigt. „Marc?“
Sie hob ihre Hände und berührte seinen Rücken, als er in diesem Moment in die Knie ging. „Marc!“ Seine Zigarette glitt zwischen seinen Lippen hervor, sein Blick war leer auf den Boden gerichtet.
Gaby schob ihre Arme schnell unter die seinen und ging ebenfalls zu Boden, als Marc zur Seite kippte. „Oh Gott…oh Gott…Marc? Marc!“ Ihre Augen suchten eine Schusswunde, eine Verletzung, irgendein Anzeichen.
Nur am Rand nahm sie wahr, wie der Unbekannte sich in Bewegung gesetzt hatte, und noch weiter in der Dunkelheit verschwand. „Oh Scheisse….Scheisse…Marc was…“, flüsterte sie mit zitternder Stimme und versuchte seinen Kopf in ihrem Schoss zu betten. Ihre zitternde Hand ging zu seinem Mantel und sie begann diesen so gut es ging, sorgfältig und langsam zur Seite zu schieben. Nach nur wenigen Sekunden bemerkte sie jedoch, dass sich dies als nicht leicht gestaltete – der Stoff war von Blut durchdränkt.
Einzelne Tränen rannen ihr unkontrolliert über die Wangen und eine Hand strich über sein Gesicht. „Marc? Marc!“ Sie begann ihn leise zu rütteln und schaute zu, wie er langsam die Augen öffnete und sein Gesicht verzog. „Marc!“
Dieser jedoch reagierte nicht sonderlich auf ihr Rufen sondern schrie nur gequält auf. „Ver…dammt!“
„Alles okay, es ist…alles…alles okay.“, versuchte sie ihn aufgelöst zu beruhigen und schaute auf. Sie erkannte das Krankenhaus ein Stück weiter oben an der Treppe. „HILFE! WIR BRAUCHEN HILFE!“, schrie sie und ignorierte den Schmerz in ihrer Lunge, genauso sehr wie die Tränen, welche nun schneller über ihre Wangen rannte, „VERDAMMT WIR BRAUCHEN HILFE, BITTE!“
Marc stöhnte auf und presste darauf die Lippen zusammen.
„Bleib ruhig liegen, in Ordnung?“, wies sie ihn an und legte ihre Hand auf die seine, damit er seinen Mantel nicht anheben konnte. Marc gab sich nach wenigen Versuchen geschlagen und liess auch seinen Kopf in ihren Schoss zurückfallen. Er presste die Augen und Lippen zusammen und entliess die Luft durch seine Nase. „Mit wem…zum Teufel Gaby treibst…du dich in der Nacht rum.“
Ihr Blick wanderte automatisch wieder zu der Stelle unter der Brücke und sie schüttelte unkontrolliert den Kopf. „Ich weiss es nicht…es…es tut mir so leid Marc, ich…“ Ihre Stimme brach und sie biss sich auf die Lippe um die Tränen sowie ihre Wut auf sich selber so gut es ging zu versiegeln.
Marc hob wieder seinen Kopf und schaute auf seine Brust hinunter. Er presste die Lippen fest zusammen und zog ein Bein an. Mit seiner linken Hand wollte er sich auf den Boden abstützen doch Gaby legte beide Hände auf seine Schultern. „Du musst liegen bleiben, hörst du!“, bat sie ihn unter Tränen und versuchte ihm dies so klar wie möglich zu machen.
„Ich…bin hier der Oberarzt Gaby, ich…weiss schon wenn ich…-“, presste er zwischen den Lippen hervor, erkannte dann aber selber, dass aufstehen unter diesen Umständen schwierig war. Sein Bein schob sich wieder nach vorne und er liess sich zurück auf den Boden sinken. Er stöhnte auf und schloss die Augen. „Verdammte Scheisse.“
Gaby legte hilflos die Hände auf seine Schultern und ging rasend schnell die Möglichkeiten in ihrem Kopf durch. Würde sie Hilfe holen, käme der Täter womöglich zurück. Würde niemand kommen, würde Marc wahrscheinlich verbluten und-
„Ist da jemand?“
Gabys Kopf schoss hoch und sie schaute an den Beginn der Treppe, wo sie einen Rettungssanitäter ausmachen konnte. „JA! Ja wir sind hier, wir brauchen Hilfe, bitte!“, schrie sie, worauf dieser wenige Schritte die Treppe hinunter ging und den Kopf nach vorne streckte.
„Schnell, wir haben eine Schusswunde hier!“
Der Sanitäter reagierte schnell, wandte sich um und übersprang die Stufen mehrfach.
Gaby schluckte und schaute wieder zu Marc, der die Augen nun offen, jedoch sein Gesicht schmerzvoll verzogen hatte.
„Hilfe ist unterwegs, hörst du?“, fragte Gaby und versuchte ein Lächeln auf ihr Gesicht zu setzen, „das…das wird schon wieder.“ Sie schluckte wiederum und warf noch einen weiteren Blick auf die Stelle unter der Brücke.


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Fran Offline

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27.06.2010 20:25
#133 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Nicht allzu viele Worte, die Trauer über Englands Ausscheiden ist noch zu frisch Danke für alle Kommis und an alle Leser

„Also Herr Winkler…wie fühlen Sie sich zwischenzeitlich?“ Gretchen presste die Mappe mit den Werten vor sich an die Brust und schaute freundlich auf den Mann, der von wenigen Minuten noch herzhaft gelacht hatte. Dieser nickte und legte die Stirn in Falten. „Eigentlich noch ganz gut…um ehrlich zu sein, ich bin mir nicht gerade sicher, warum wir eigentlich hier sind.“
„Ahso…“, meinte Gretchen und nickte langsam, ehe ihr Blick zu Doktor Stevenson huschte, der neben ihr stand.
„Ja wir sind uns eigentlich beide nicht so ganz sicher. Oder Silvan?“ Der Mann schaute zu seinem Kollegen, der mittlerweile etwas weiss um die Nase war. Dieser erwiderte jedoch nichts, sondern schaute auf einen Punkt auf dem Boden vor ihm.
„Herr Fuchs?“, fragte Doktor Stevenson und streckte die Hand aus, um diese auf die Schulter des Mannes zu legen, als dieser plötzlich nach vorne lehnte und sich erbrach.
Gretchen sowie Stevenson machten einen Schritt retour und Herr Winkler schaute seinen Freund überrascht an. „Silvan! Was…alles in Ordnung bei…?“ Seine Augen weiteten sich, als er die Wunde am Hinterkopf seines Freundes sah. Die Farbe wich ihm ebenfalls aus dem Gesicht und er schluckte langsam, als seine Hand ebenfalls zu seinem Kopf ging.
„Herr Winkler, Sie sollten nicht-!“, begann Gretchen, streckte ebenfalls eine Hand aus und konnte nur noch zuschauen, wie dieser seine Wunde berührte. Seine Augen drehten sich um und sein Körper fiel schlaff nach vorne. Gretchen warf die Mappe zu Boden und konnte den Mann grad noch auffangen, worauf sie den Kopf nach hinten streckte, um nicht zu nah an der Wunde zu sein. „Herr…Herr Winkler!“ Doch dieser reagierte nicht, worauf Gretchen ihren Blick zu der Türe wandte, „Sabine!“
Doktor Stevenson trat um das Erbrochene herum und legte nun eine Hand auf die Schulter des Mannes. Dieser war aschfahl und nicht 100%-ig bei Bewusstsein.
Doktor Stevenson nahm eine kleine Taschenlampe hervor, legte die Stirn in Falten und leuchtete dem Mann kurz in die Augen.
„SABINE!“, schrie Gretchen und versuchte Herr Winkler irgendwie auf die Trage zu befördern.
„Postkommotionelles Syndrom.“, stellte Stevenson klar fest und schaute konzentriert zu Gretchen, welche nickte. „Gut dann…wir brauchen eine Trage…SABINE!“, schrie sie wiederum und wandte dann den Kopf, als diese schnell in das Zimmer gerannt kam. „Ja Frau Doktor Sie haben mich…gerufen…“, begann diese und schaute auf das Erbrochene am Boden, sowie auf die beiden Patienten. „Was kann ich…?“
„Holen Sie uns sofort eine weitere Trage, reservieren Sie eine OP und piepen Sie sofort Doktor Meier und Doktor Hassmann an!“, wies Gretchen sie ernst an sah nur kurz, wie Sabine nickte und sich sofort wieder in Bewegung setzte. Gretchen versuchte den Kopf von Herr Winkler seitlich auf die Trage zu legen und strich sich mit der freien Hand eine Strähne aus dem Gesicht.
„Haben Sie schon einmal eine Operation am teils offenen Gehirn durchgeführt Doktor Haase?“, fragte Doktor Stevenson konzentriert und besah sich die Wunde von Herr Fuchs.
Gretchen nickte etwas aufgelöst und warf einen Blick auf die Uhr an der Wand. „Ja ich habe einmal bei einer Entfernung eines Hirntumors assistiert.“
„Frau Hassmann ist zuständig für diesen Bereich?“
„Ja sie ist unsere Neurochirurgin…wo zum Teufel ist Marc nur.“, fügte sie leise bei und wandte immer wieder ihren Blick zu der Türe, welche jedoch keine Spur von ihm aufwies.
Nur wenige Sekunden später betrat Sabine mit einer weiteren Trage den Raum und fuhr diese zu Gretchen hin. „OP 3 ist frei und Doktor Hassmann ist auf dem Weg. Doktor Meier habe ich angepiept aber nichts gehört Frau Doktor.“, erklärte Sabine schnell und half Gretchen, Herr Winkler so sorgfältig wie möglich, seitlich auf die Trage zu befördern.
„Passen Sie auf seinen Kopf auf…“, murmelte Gretchen konzentriert und legte seinen Kopf seitlich hin, „und passen Sie auf dass er nicht runter fällt, ja!“
„Natürlich Frau Doktor.“, erwiderte Sabine und legte beide Hände auf den Patienten. Sie versuchte den Anblick auf dessen offene Rückseite des Kopfes weitgehend zu ignorieren.
Gretchen hin dessen lief schnell um die Trage herum und legte mit Stevensons Hilfe Herr Fuchs ebenfalls seitlich auf die Trage.
„Seine Wunde ist nicht allzu schlimm wie bei Herr Winkler. Kümmern Sie sich zuerst um ihn, dann um Herr Fuchs, in Ordnung?“, wies dieser Gretchen an, worauf sie nickte und die Trage ergriff.
Mit der Hilfe von Sabine fuhr sie aus dem Behandlungszimmer und zog die Trage schnellstmöglich durch die Gänge.
„Frau Doktor…“, begann Sabine und blinzelte, als sie auf die Wunde schaute, „ich glaube…ich glaube ich kann das Gehirn sehen.“
„Ja ich weiss Schwester Sabine, aber kippen Sie jetzts ja nicht weg, in Ordnung?“, bat Gretchen streng und schaute sie mit erhobenen Augenbrauen an, ehe sie wieder nach vorne schaute und eine Türe aufstiess.
Einige Patienten gingen aus dem Weg, als die zwei Herr Winkler durch die Gänge fuhren. Kurz bevor sie den OP 3 erreicht hatte, wurde Gretchen immer nervöser. „Sabine, haben Sie wirklich nichts von Meier gehört?“, fragte sie die Schwester wiederum und sah sie fragend und etwas beunruhigend an.
„Tut mir leid Frau Doktor…“, antwortete diese und schüttelte den Kopf.
Gretchen seufzte schwer und richtete ihren Blick wieder nach vorne, als ihre Schritte langsamer wurden.
Gaby und zwei Sanitäter schoben eine weitere Trage in das Krankenhaus. Gretchen schaute nur kurz zu Gaby, wessen Wangen feucht schienen und einen weiteren auf den Sanitäter, der mit einer Hand das weisse Fliess auf eine Wunde drückte.
Ihr Herz setzte aus, als sie erkannte, wer auf der Trage lag.


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Fran Offline

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27.06.2010 22:47
#134 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Also gut, bevor ich ins Bett gehe, gibts noch einen Teil mit Marc. Kann euch ja nichts abschlagen Falls keiner der Links funktioniert - Placebo 'Running up that Hill' Schlaft schön

http://www.youtube.com/watch?v=p5wota5vQCU
http://www.youtube.com/watch?v=mlAL_XmSTLg&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=4KEEXyRL0qE&feature=related

Jedes Mädchen hat ihre eigene Vorstellung, wie sie ihr Leben mit ihrem Prinzen leben würde. Egal ob sie reich und schön ist, gebildet oder schlicht und einfach ein durchschnittliches Leben führt, wenn er nur da war, war das Mädchen glücklich. Wenn es ihm nur gut ginge, dann ist es möglich, über die täglichen Vorkommnisse und Sticheleien hinweg zu sehen. Wenn er nur da war.

„Marc?“
Gretchen spürte wie sie bei dem Anblick der sich ihr bot, fast in die Knie ging. Sie hielt sich an der Trage neben ihr fest und stiess sich darauf an dieser ab. Ihre Schritte führten sie nach vorne und sie ignorierte das Rufen von Sabine. Gaby hielt sich freiwillig zurück und machte ihr Platz an seiner Seite.
„Marc, was…ist passiert, was…?“ Ihr Blick wanderte über sein Gesicht, doch er hatte den Kopf auf die Trage, welche ein Stück nach oben gerichtet war, gelegt und die Augen geschlossen.
„Schussverletzung in der rechten Schulter, kein Durchschuss, Kugel steckt im Muskel fest!“, sagt der Sanitäter klar und schob die Trage weiter, „welcher OP ist frei?“
„Welcher…“, wiederholte Gretchen aufgelöst und schaute zu Sabine auf, „Sabine hat es noch einen OP ausser der 3?“
Sabine stand neben der Trage mit Herr Winkler und nickte etwas irritiert. „Ja die…die 5 ist auch noch frei…aber-“
„Was ist denn hier los, wenn ich fragen darf?“
„Oh guter Gott, Doktor Hassmann!“, stöhnte Gretchen erleichtert auf und zeigte auf Herr Winkler, worauf Doktor Hassmann etwas irritiert von Marc zu dem anderen Patienten schaute, „wir haben eine dringende Notfalloperation!“
„Ja das kann ich sehen, besten Dank.“, erwiderte die Ärztin konzentriert, „nur wer genau ist jetzt der Notfall?“
„Beide, also…Herr Winkler leidet an einer offenen Wunde am Hinterkopf und Marc…Marc muss…“ Sie schaute wieder zu Marc, der nun sein Gesicht schmerzhaft verzog und langsam die Augen öffnete. Gretchen schluckte und legte ihm eine Hand auf die andere Schulter und schaute wieder hoch, „also gut, Doktor Hassmann und Sabine, Sie führen die Operation an Herr Winkler durch und jemand soll dringenst meinen Vater und Knechtelsdorfer anpiepen!“
Sabine nickte und wollte soeben ihren Pieper herausholen, als Gaby einen Schritt nach vorne machte. „Das mach ich!“, sagte sie, nahm kurzerhand den Pieper von Gretchen und tippte schluckend die richtige Nummer ein.
Sabine schaute kurz zu Doktor Hassmann, die kurz nickte, den Kopf der Trage ergriff und den Knopf neben der Türe drückte. Daraufhin ging diese auf und sie zog die Trage in den OP.
„Bringen Sie ihn sofort in OP 5, gleich da vorne, ja?“, wies Gretchen die Sanitäter an, welche nickten und die Trage den Gang runterschoben.
„Ist…ist in Ordnung, ich habe ihn angepiept, er kommt sofort.“, sagte Gaby und legte Gretchen den Pieper in die Hand.
„Schwester Gaby, was ist passiert?“, fragte Gretchen direkt und schaute sie aus schmalen Augen an. Gaby schluckte wiederum und schaute rechts an ihr vorbei, die Wangen immer noch feucht. „Ich…er war draussen und ich…“ Ihre Augen fanden ihren Blick und sie schüttelte fast nicht merklich den Kopf, „es tut mir so…leid ich habe ihm gesagt er soll weiter gehen, ich-“
„Okay, jetzt…atmen Sie mal tief durch und setzten Sie sich hin, ja?“, sagte Gretchen schnell und umfasste ihre Arme mit ihren Händen, „ich werde mich schon um ihn kümmern, es ist ja nur…eine Schusswunde, in Ordnung?“
Gaby nickte etwas unkontrolliert, doch Gretchen hatte keine Zeit, sich noch länger Gaby zu widmen. Sie nickte ihr kurz zu und rannte dann den Gang hinunter.
Als sie an der Türe zum Operationssaal angekommen war, stiess sie die Türe zum Waschraum auf, zog ihren Kittel ab und warf ihn achtungslos auf den Boden. Den Blick immer durch die Scheibe auf Marc gerichtet, zog sie ihr Shirt aus und nahm sich die blaue OP-Kleidung. Sie band die Haare kurzerhand zusammen und zog auch noch die grüne Oberbekleidung an. Gerade als sie den Hebel für das Wasser aktivieren konnte, wurde die Türe aufgestossen. „Was ist denn…hier los Kälbchen, ich habe gehört der Meier wurde angeschossen?“, fragte Franz etwas irritiert und trat in den Waschraum, worauf sein Blick auf das Innere des Saales fiel. Seine Gesichtszüge entgleisten ihm und nach wenigen Sekunden schaute er zu Gretchen, welche hastig ihre Hände wusch. „Was ist passiert?“
„Er wurde angeschossen, Schulterschuss, kein Durchgänger.“, erklärte sie schnell und betätigte den Seifenspender, „Sabine ist in der OP mit Doktor Hassmann, Knechtelsdorfer ist ebenfalls auf dem Weg. Ich weiss nicht was passiert ist Papa, aber das ist…Marc, wir müssen-“
„Ist schon gut.“, unterbrach Franz sie ernst, legte ihr kurz die Hand auf die Schulter und schloff ebenfalls in die grüne Bekleidung.
Nach nur wenigen Sekunden ging die Türe ein weiteres Mal auf und Knechtelsdorfer stand im Rahmen. „Was ist denn los, i hob glesn der Meier sei-?“
„Knechtelsdorfer, ziehen Sie sich um und dann schleunigst in den OP!“, wies Gretchen ihn an, worauf dieser zusammen zuckte und etwas verunsichert auf den Chefarzt schaute, der ihm ebenfalls nochmals zunickte. „Na los, hurtig!“
„Äh…ja, natürlich Herr Professor.“ Er schob sich an Gretchen vorbei, welche die OP-Kappe umband, in die Handschuhe schloff und sich dann mit dem Rücken die Türe zum OP aufstiess.


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Fran Offline

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28.06.2010 18:00
#135 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Eine Schwester hatte Marc bereits schon aus dem Mantel geholfen und sein T-Shirt aufgeschnitten, welches ebenfalls schon entfernt wurde. Somit lag er flach und oben ohne auf der Trage, nur noch das weisse Flies, welches schon rot gefärbt war, war auf die Wunde gepresst. Gretchen schaute schnell auf sein Gesicht, doch er hatte die Augen immer noch geschlossen.
Vorsichtig hob sie das weisse Fliess an, worauf Marc die Luft durch die Nase einatmete und die Lippen aufeinander presste. Er tastete nach der Beatmungsmaske und zog diese unter sein Kinn hinunter. „Hasenzahn, würdest du bitte…aufpassen!“
Wiederum gingen ihre Augen zu seinem Gesicht und als er ausatmete, öffnete er die Augen.
Gretchen verzog ihre Lippen zu einem schwachen Lächeln, was er jedoch nur an ihren Augen erkennen konnte. „Ja das…gleiche könnte ich zu dir sagen mein Lieber, aber ist jetzt irgendwie auch schon zu spät wie es aussieht.“ Vorsichtig hob sie den Stoff an und schaute sich die Wunde an.
„Mh na komm, jetzt hast du mich wenigstens…“, begann er und kniff noch einmal die Augen zusammen, als sie das Fliess ganz entfernte, „…hilflos auf dem Tisch.“
„Als ob du mir sonst nicht hilflos ausgeliefert wärst, hm?“, fragte sie und hob beide Augenbrauen, als sie das Tuch auf den kleinen Tisch neben sich legte.
„Jetzt verwechsel mal nicht die Seiten hier.“, gab er trocken zurück und versuchte seine linke Schulter zu strecken, da er die Verspannung am ganzen Rücken spüren konnte.
„Bleib ruhig liegen…wir machen das mit einer Vollnarkose…die Kugel steckt immer noch drin, hast also Glück gehabt.“
Marc schaute sie ernst und ohne Gesichtsregung an. „Hasenzahn. Hast du ernsthaft das Gefühl ich lass mich hier freiwillig einschläfern, währenddessen du an mir rum schneidest?“
„Äh…ja…Marc?“, erwiderte Gretchen, „immerhin bist du jetzt mein Patient und ich-“
„Mach das mit einer örtlichen.“, sagte er und bettete seinen Kopf besser auf der Trage, worauf er an die Decke starrte, bevor seine Augen wieder zu ihr huschten, „betrachte es einfach als Test, hm?“
„Na ich weiss nicht…“, meinte sie skeptisch und schaute sich nochmals die Wunde an, „ich habe die Tendenz durch Prüfungen zu rasseln.“
Wiederum hob er den Kopf. „Du ich warn dich!“
Gretchen verzog ihre Lippen zu einem Grinsen ehe sie den Kopf schüttelte.

Männer.

„Wenn diese Scheisskugel…irgendeinen Nerv getroffen hat ja, dann…“ Er presste die Lippen aufeinander und schaute an die Decke.
„Wer war denn das eigentlich?“, fragte Gretchen und nickte der Schwester zu, die doch die Spritze für eine örtliche Betäubung bereit machte, „was ist passiert?“
Marc schien einen Moment zu überlegen und entschied sich im Stillen dass es besser war, zuerst mit Gaby zu sprechen. „Nicht wichtig.“
Gretchen lachte schnaubend auf und liess die Schultern hängen. „Marc dir steckt ne Kugel in der Schulter, und wenn du Pech hast, dann bleibt mehr zurück als nur eine kleine Narbe!“
„Dann schlag ich vor, dass du diese Prüfung bestehst, hm?“, erwiderte er und zuckte zusammen, als die Schwester die Spritze ansetzte. Er presste die Lippen zusammen und warf dieser einen giftigen Blick zu.
Gretchen seufzte und zog den Tisch mit den Bestecken näher zu sich, als die Türe zum Waschraum aufging und der Chefarzt, sowie Knechtelsdorfer die OP betraten.
„Na Meier.“, begrüsste ihn Franz, worauf Marc mit verzogenem Gesicht ihm zunickte, „was genau ist denn passiert?“ Franz bückte sich nach vorne und begutachtete die Wunde.
„Kein Durchschuss…die Kugel steckt noch in der unteren Partie der Schulter fest.“, klärte ihn Gretchen konzentriert auf und nahm ein kleines Fläschchen zur Hand, „Knechtelsdorfer, desinfizieren Sie bitte die Wunde.“
„Selbstverständlich!“, erwiderte dieser voller Tatendrang und stellte sich neben Gretchen, welche ein Stück zur Seite ging, „Doktor Meier, es is mir eine Ehre an Ihnen operieren zu dürfen!“
Marc schaute ihn zweifelnd an. „Mhm.“
Knechtelsdorfer bückte sich nach vorne und träufelte die Flüssigkeit auf die Wunde.
„Hasenzahn…wenn ich sterbe dann mach ihn dafür verantwortlich.“, sagte Marc bevor er mit schmalen Augen zur Decke schaute.
Gretchen wechselte einen Blick mit ihrem Vater, der seufzend den Kopf schüttelte, und reichte ihm das Skalpell. „Wärst du dann so gut?“ Franz warf ihr einen amüsierten Blick zu und nahm das Skalpell entgegen.
Gretchen hin dessen, nahm den grünen Stoff zu Abdecken und hing ihn unter dem Hals von Marc auf, sodass dieser nichts sehen konnte. An seinem Gesichtsausdruck zu urteilen war ihm dies ebenfalls zu wider – jedoch liess er es zu.


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29.06.2010 13:02
#136 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Es geht weiter ihr Lieben Vielen Dank an alle Leser und Kommentatoren, ich werde dann auch einen hinterlassen und mich auf eure beziehen Habt ihr mich eigentlich lieb? Wenn ja, dann bleib ich vielleicht...wenn nicht, dann verziehe ich mich schnell...vorläufig

Gretchen richtete ihr Stethoskop und stiess die Türe zu einem Patientenzimmer auf. Zwei Betten vor ihr waren besetzt und sie hielt die Akte, welche sie mit sich trug, vor sich hin. „Na wie geht es uns denn heute?“, fragte sie den Mann im ersten Bett lächelnd, der mit dem Kopf nickte und ihr zuzwinkerte. „Ich kann mich jetzt daran erinnern warum ich hier bin Frau Doktor.“
„Das ist ja super Herr Winkler!“, erwiderte Gretchen und hob die Akte neben sich hin, „die neuen Werte bestätigen dass es wieder aufwärts geht.“
„Das ist sehr nett, danke schön.“, antwortete Herr Winkler und neigte kurz den Kopf, ehe Gretchen ein Bett weiter geht. „Und wie sieht es bei Ihnen aus Herr Fuchs? Fühlen Sie sich schon besser?“
„In der Tat Frau Doktor, ja.“, antwortete dieser mit dem Verband um den Kopf und nickte, „ich weiss jetzt definitiv, dass Tandemfahren, eine grössere Gefahr mit sich trägt.“

Sowie jede andere Sportart auch.


„Ja, das…sind tolle Neuigkeiten.“, entgegnete Gretchen und schaute zu ihrer Rechten, als die Türe aufgestossen wurde und Doktor Stevenson den Raum betrat. „Meine Herren! Wie fühlen wir uns heute?“
„Tiptop Herr Doktor!“, antwortete Herr Winkler und hob als Bestätigung einen Daumen.
„Das sind die aktuellen Werte.“, bemerkte Gretchen und gab die Akte an ihren Kollegen weiter, der nun neben sie trat. Er öffnete die Akte und liess seinen Blick darüber wandern. „Mh Mh Mh…sieht doch schon ganz gut aus.“
Gretchen nickte lächelnd und nahm die Akte von Stevenson entgegen, als dieser die Arme vor der Brust verschränkte. „Gute Arbeit Kollegin.“
„Ach.“, sagte diese und winkte ab, „hab ja eigentlich nur die Werte vorbeigebracht.“
„Nein ich meine die Operation.“, erwiderte er und schaute sie anerkennend an, „Herr Fuchs hat es auch Ihnen zu verdanken, dass er jetzt nie mehr Tandem fahren wird.“
„Naja.“, meinte Gretchen und schaute auf den Boden vor sich, „eigentlich gebührt ja Doktor Hassmann die ganze Ehre, ich hab ja auch nur…die Hacken gehalten, also…ja.“
„Auch das muss erledigt werden.“, lächelte Doktor Stevenson und richtete sich dann an die beiden Patienten, „wir bringen sie beide so schnell wie möglich wieder auf die Beine.“
Die beiden Herren nickten dankend und Gretchen verliess hinter Doktor Stevenson das Zimmer.
„Sagen Sie mal Doktor Haase…hätten Sie was gegen einen zweiten Kaffee?“, fragte der Doktor und schob beide Hände in die Hosentaschen.
„Äh…nein! Eigentlich ist es ganz gut…hab sowieso das Gefühl ich hab irgendwie Unterzuckerung oder so.“, lächelte Gretchen und versuchte sich insgeheim daran zu erinnern, wann sie das letzte Stück Schokolade hatte.
„Dagegen könnte ich etwas tun.“
„Äh…bitte?“, fragte Gretchen irritiert und schaute ihn mit gekrauster Stirn an, als dieser kurz den Gang hinunterschaute und dann ihrem Arm packte. Gretchen, zu überrascht über diese Handlung, war nicht mal fähig sich zu beschweren, als sie in einen Seitengang gezogen wurde.
Doktor Stevenson lehnte sie an die Wand, stützte sich mit beiden Händen neben ihrem Kopf ab und schaute sie schief lächelnd an.

O…kayyy…bin mir nicht mehr ganz so sicher was Doktor Stevenson angeht. Könnte vielleicht heimlicher Klon von Marc sein. Obwohl…Marc sieht besser aus. Marc sieht viel besser aus. Hat sogar die schöneren Haare.

„Ja und…was wird das jetzt…genau?“, fragte Gretchen irritiert lächelnd und liess ihren Blick zur Seite wandern. Eine Schwester lief vorbei, schenkte den beiden aber keine Beachtung.
„Wissen Sie eigentlich wie attraktiv Sie sind?“
„Ob ich…attraktiv, sagen Sie mal…was für Absichten haben Sie hier jetzt…so?“ Sie hob die Augenbrauen und schaute ihn fragend und unsicher an.
Doktor Stevenson lächelte sie an und kam mit dem Gesicht eine Spur näher.

Oh Oh.


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29.06.2010 17:45
#137 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Ich hab das Gefühl ich muss hier schleunigst die Auflösung schreiben, sonst wird meine Überraschung gestrichen und ihr verzeiht mir das niemals wieder Mehr gibts später heute Abend, muss jetzt dann los

Gretchen schluckte, blinzelte und versuchte ihren Kopf nach hinten zu schieben, was aufgrund der Wand hinter ihr, nicht wirklich möglich war. „Doktor Stevenson, wir sind-“
„Florian?“
„Äh…nein, Gretchen, aber…wir sind hier in einem Krankenhaus, wir sind Arbeitskollegen, ich wüsste nicht was Sie jetzt hier veranlasst, das hier zu-“
„Gretchen?“ Florian legte einen Finger auf ihre Lippen um sie zum schweigen zu bringen, worauf sie ihn noch irritierter und unsicherer anschaute, „Sie reden zuviel…“
„Also das ist eigentlich noch relativ wenig im-“, begann sie, wurde jedoch jäh durch seine Lippen unterbrochen.
„MH!“ Gretchen sperrte die Augen auf und starrte auf Florians geschlossene Augen. Sie hob beide Hände und versuchte ihn wegzustossen, jedoch drückte er sich nur noch enger an sie heran.
Seine Lippen küssten die ihren, seine Zunge bat um Einlass und Gretchen verstärkte ihren Druck auf seine Brust nur noch mehr. Nach wenigen Sekunden hatte sie Erfolg und drückte Florian, welcher sie schwer atmend angrinste, einige Zentimeter von sich weg. „Sagen Sie mal, geht’s noch?!“, fragte Gretchen ihn wütend und schaute ihn geschockt an, „was erlauben Sie sich einfach mich hier…auf dem Flur zu küssen?“
„Ich wollte an der Bushaltestelle nicht zu aufdringlich sein.“, erwiderte Florian und grinste ein schiefes Lächeln.
„An der…also Sie haben doch wirklich einen sitzen, oder?“, fragte Gretchen und winkte mit der Hand vor ihrem Gesicht.
Florian grinste nur noch breiter und drückte sich an sie heran. „Eher einen stehen.“
„Ey, also-“, begann Gretchen empört, wurde jedoch wiederum durch seine Lippen zum Schweigen gebracht.
Dieses Mal wanderte seine Hand an ihrem Rücken herunter und drückte sie noch enger an seinen Körper, worauf Gretchen wiederum geschockt die Augen aufsperrte.

Oh…OH!

„Flo-…ich-…“, stammelte Gretchen zwischen den Küssen, was ihm jedoch beim zweiten Versuch, Einlass gewährte. Seine Zunge berührte die ihre und Gretchen versuchte ihren Mund zu schliessen, was jedoch nicht gelang.
Obwohl sie es nicht wollte, und obwohl sie so etwas nie tun würde ausser mit einem gewissen Oberarzt, begannen seine Küsse ihr Gehirn auf Notstromversorgung umzuleiten. Nach einigen mehrfachen Versuchen ihn von sich wegzudrücken, gab ihr Körper langsam auf. Ihre Zunge erwiderte seine Berührungen nicht und ihre Hände, welche auf seiner Brust ruhten, bewegten sich auch nicht mehr. Das einzige was sie fühlen konnte, war seinen Körper, der sich gegen den ihren presste, seine Zunge, welche einen Tanz mit der ihren vollführte.
„Ich will dich…“, raunte Florian zwischen einzelnen Küssen und schob seine Hand nun unter den Kittel von Gretchen.
Gretchens Hirn fuhr Achterbahn und sie schloss die Augen. „Ich will dich…-“

„NEIN!“
Der Monitor am Rand des Bettes schlug aus und ein Piepsen signalisierte hohen Blutdruck.


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Fran Offline

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29.06.2010 22:45
#138 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Alle tief Luft holen, DENN...ich getrau mich raus und möchte euch auf etwas hinweisen, was viele von euch nicht bemerkt haben Es war für mich sehr interessant (und zugegeben, ein bisschen amüsant) eure Kommentare zu lesen, da die Missen Marple fast alle auf der falschen Spur waren Zur allgemeinen Erleichterung - es war ein Traum. Für jene die sich bereits über Hintergrund des Traumes Gedanken gemacht haben - es war nicht Gretchens (Alp)Traum. Gretchen hängt an keinem Monitor...zur Entschädigung, ein grösserer Teil Ich hoffe ich kann euch hiermit ein bisschen Zucker in die Wunde werfen

Gretchen zuckte erschrocken zusammen, als ein Schrei sie aus ihrem Schlaf rüttelte. Sie blinzelte ein paar Mal um ihre Augen an die Dunkelheit zu gewöhnen. Nach nur wenigen Sekunden erkannte sie, dass Marc halb im Bett zu stehen schien.
Der Plastik, welcher über das Bett gelegt wurde, quietschte, als sie mit ihrer OP-Kleidung darüber rutschte. „Marc?“ Sie machte nur wenige Schritte um sein Bett zu erreichen.
Marc starrte auf einen Punkt vor ihm, atmete wie wild und schaute irritiert zu Gretchen. Diese legte eine Hand auf seine Wange und kniff die Augen zusammen. Dann schaute sie auf den Monitor zu seiner rechten, lehnte sich ein Stück nach vorne und drückte einen Knopf, um das Piepsen zu unterbrechen. Noch immer war sein Blutdruck hoch, doch Gretchen legte eine Hand auf seine gesunde Schulter und drückte ihn langsam in das Kissen zurück. „Na komm…leg dich wieder hin, war wahrscheinlich nur ein Traum.“
Marc folgte ihrer Weisung und verzog sein Gesicht, als der Schmerz in seiner Schulter sein Gehirn erreichte. Er legte eine Hand auf den Verband und liess seinen Kopf schwer atmend auf das Kissen nieder.
Ein Blick auf den Monitor zeigte ihr, dass sein Blutdruck wieder langsam sank.
„Gretchen?“ Marc schaute sie immer noch schwerer atmend und etwas verpeilt an, „du hast doch nichts mit dem Psychopathen oder?“
Gretchen legte die Stirn in Falten und setzte sich auf die Kante seines Bettes. „Wie kommst du jetzt denn da rauf?“
Marc schluckte und schaute zur Decke. „Hatte einen Traum.“
Gretchen verzog ihren Mundwinkel zu einem einseitigen Lächeln. „Dann war es nur ein Traum.“
Marc nickte schnell und immer noch irritiert. „Gut…das ist…gut.“
Gretchen streckte eine Hand aus und strich ihm ein paar Strähnen aus der Stirn, worauf dieser sie wieder mit offenem Mund anschaute. „Du weißt doch ganz genau dass ich nie wieder was mit Al…Frank anfangen würde.“
„Was?“, fragte Marc verwirrt und legte die Stirn in Falten.
„Jaa gut, ich weiss.“, erwiderte Gretchen seufzend, rollte mit den Augen und schaute zur Wand, „ich neige manchmal dazu den gleichen Fehler nochmals zu machen und…halt dann nochmals, aber so bescheuert bin ich ja dann auch nicht.“
„Gretchen?“, fragte er sie zweifelnd und hob seinen Kopf ein Stück, „ich rede von dem internen Psychopathen. Im Krankenhaus.“
Gretchen kniff die Augen zusammen und schaute ihn verwirrt an. „Mit Doktor Wolf? Wie kommst du denn jetzt-“
„Mit Stevenson Hasenzahn.“
Gretchen öffnete ihren Mund und schaute kurz zur Seite. „Oh.“
Marc hob beide Augenbrauen und liess seinen Kopf wieder auf das Kissen sinken.
„Also ich…wüsste nicht was ich mit dem haben soll.“, sagte sie und blinzelte, „das einzige was ich mit dem habe ist…die Leidenschaft für den Zoo aber ich glaub dann hört es auch schon wieder auf.“
Marc entliess die Luft durch die Nase und schaute zur Decke.
Gretchen schaute ihn für einen Moment an ehe sie ihre Hand ausstreckte und, obwohl etwas zögerlich, auf die seine legte. Marc schaute auf seine Hand, dann zu ihr.
„Du weißt doch dass du eigentlich keinen Grund zur Eifersucht haben musst, oder?“, fragte sie ihn leiser und sah zu, wie sich seine Züge in der Dunkelheit halbwegs entspannten. Nach nur einer Sekunde legte er jedoch die Stirn in Falten und schaute wieder gerade aus. „Ist die Narkose. Macht mich weich im Hirn.“
„Wenn das so wäre, dann hättest du jetzt Kompott im Hirn mein Lieber.“, bemerkte Gretchen trocken und schaute amüsiert zu, wie er den Kopf wandte um etwas zu erwidern. „Ey, also-“
Gretchen wusste nicht ob es sein Anblick war, wie er da lag, die Haare leicht verwuschelt, einzelne Strähnen in seinem Gesicht und oben ohne, oder ob es der Grund war, dass er eifersüchtig schien – das einzige das sie wusste, war, dass sie etwas tun musste.
Sie verzog ihre Lippen zu einem schwachen Grinsen ehe sie sich nach vorne bückte und ihre Lippen zu seinen führten.
Marc erwiderte den Kuss nicht, schloss seine Augen nicht, sondern verharrte in dieser Position. Sein Kopf leicht erhoben, die Hand immer noch unter der ihren.
Gretchen löste den Kuss nach nur wenigen Sekunden wieder, war sie sich aufgrund keiner Reaktion sicher, ob es richtig war. Sie entfernte ihr Gesicht für wenige Zentimeter, räusperte sich und setzte ein Lächeln auf. „Tschuldigung, ich…“
Marc schaute zwischen ihren Augen hin und her, den Mund leicht geöffnet und die Stirn in schwache Falten gelegt. Er stützte sich auf seinen gesunden Arm ab, ignorierte das Ziehen in seiner anderen Schulter und legte seine Hand in ihren Nacken um sie zu sich zu ziehen. Seine Lippen berührten die ihren und er spürte, dass sie überrascht war. Das einzige was er wusste, war, dass er sie wollte.
Gretchen hielt die Luft an als Marcs weiche Lippen die ihren liebkosten und sie schloss die Augen. Nach nur einem kurzen Moment strich seine Zunge über ihre Lippen, was ihr einen Schauer durch den Körper jagte. Bereitwillig öffnete sie diese und seufzte, als Marc seine Zunge in ihren Mund schob um ihre zu streicheln. Gretchen hob eine Hand und legte diese auf Marcs Arm und lehnte sich nach vorne, sodass er sich nicht zu sehr aufrichten musste.
Sie wusste nicht wie lange sie so da lagen, wie schnell ihr Atem nach nur wenigen Momenten schneller wurde. Als jedoch ein Piepsen an ihre Ohren drang, unterbrach sie den Kuss und schaute auf. Sie verzog ihre Lippen zu einem Lächeln und strich mit einem Finger über seine Wange. „Dein Herz schlägt.“
Marc, der seine Hand ebenfalls an ihre Wange gelegt hatte, nickte kurz, seine Augen auf die ihren fokussiert. „Ich weiss.“
Sie streckte eine Hand aus um den Monitor wiederum zum schweigen zu bringen und schaute dann wiederum zu Marc, wessen Gesicht nur wenige Zentimeter von ihrem entfernt war. „Du machst mich alle…weißt du das?“, fragte sie leise und verzog ihre Lippen zu einem schwachen Lächeln.
„Mh…“ Er hob beide Augenbrauen, verzog aber seinen rechten Mundwinkel, „du mich nicht Hasenzahn.“
Gretchen zuckte leicht zusammen und schaute ihn eine Spur irritiert an. „Also ich…-“
„Ich lebe immerhin noch…hast mich also nicht umgebracht.“, fuhr er leise fort und brachte ihre Antwort, welche sie mit einem Augen verdrehen noch vollendet hätte, zum Schweigen. Er führte seine Lippen wieder auf die ihren und seufzte auf, als sie seinen Kuss erwiderte.
Nach einigen Moment, und Gretchen konnte nicht einschätzen, wie viele das es waren, zuckte sie jäh zurück, als die Türe aufgerissen wurde.
Sie räusperte sich, strich sich eilig über die Haare und stützte dann die Hände in die Seiten, bevor das Licht anging.
Marc legte sich auch wieder zurück und schaute stier zur Decke.
„Frau Doktor!“, sagte Sabine und kam einen Schritt in das Zimmer. Sie schaute mit grossen Augen auf Gretchen, welche sie fragend und peinlich berührt anschaute, und auf Marc, der ernst zur Decke schaute und einen Blick auf sie warf. „Frau Doktor ich hab…das Signal für hohen Blutdruck bekommen und bin natürlich sofort her gekommen…“
„Äh…ja. Das ist lieb Schwester Sabine aber es geht uns gut.“, antwortete Gretchen und setzte ein möglichst überzeugendes Lächeln auf, ehe sie Marcs zweifelnden Blick bemerkte, „äh ich meine…ihm geht’s gut. Also mir geht’s ja sowieso gut, ich…ja. Also…ist auch schon behoben. Das Problem mit dem Blutdruck.“
Sabines Blick wanderte zum Bildschirm und grinste dann verhalten. „Der Apparat ist ja ausgeschaltet…“
„Ja, das kommt…daher dass das Piepen genervt hat.“, antwortete Gretchen schnell und nickte schwer, „man kann ja so auch gar nicht schlafen.“
„Ach so…!“, meinte Schwester Sabine, grinste und nickte ebenfalls.
Gretchens Lächeln erlosch, als sie den Blick von Sabine bemerkte. „Alleine. Nicht miteinander. Also getrennt.“
Marc seufzte und rollte mit den Augen, doch Schwester Sabine verstand. „Alles klar Frau Doktor. Dann…ziehe ich mich wieder zurück und überlasse ihnen dann das Zimmer.“
„Danke.“ Gretchen neigte kurz den Kopf und sah zu, wie Sabine mit einem amüsierten Blick, das Licht löschte und aus dem Zimmer verschwand.
Kaum war die Türe geschlossen, liess Gretchen die Schultern hängen und vergrub das Gesicht schwer seufzend in ihren Händen. „Die Frau hat Timings die sollten verboten werden.“
Marc wandte den Kopf und blinzelte ein paar Mal um die Zeit auf seinem Wecker zu erkennen. Er strich sich mit einer Hand über das Gesicht. „Es ist halb drei Hasenzahn.“
Gretchen sank die Hände und seufzte. „Ja du solltest wirklich schlafen…“, sagte sie, trat einen Schritt näher und zog seine Decke wieder ein Stück höher, sodass sie kurz unter seinen Schultern endete.
„Bleibst du?“
Gretchen schaute auf und blickte in sein nachdenkliches Gesicht. Sie verzog ihren Mundwinkel und nickte kurz. „Natürlich.“
Marc hielt ihren Blick stand, griff nach der Decke und hob sie hoch. Gretchen schaute ihn einen Moment an, schob dann ihre Schuhe von sich und kroch unter die Bettdecke.
Marc rutschte ein bisschen zur Seite, verzog sein Gesicht bei dem ärgerlichen Schmerz in seiner Schulter und liess dann die Decke auf ihr nieder. Somit lag ihr Nacken auf seinem Arm und sie schaute zu ihm hoch. Marc hatte seine Augen schon geschlossen und sein Mundwinkel zuckte kurz.
Ihre Hand schob sich langsam über seinen nackten Bauch, was ihn kurz aufschaudern liess. Sie lächelte und strich weiter hinauf, bis sie seinen Verband berührte. „Tut es sehr weh?“, flüsterte sie und schaute wieder zu ihm hoch.
„Mh…“, meinte er etwas murrend, „darum liegst du in meinem Bett Hasenzahn.“
„Na klar…“, grinste sie und strich vorsichtig mit ihren Fingern über den Verband.
„Noch nie etwas von Patientenversorgung gehört?“, fragte er zweifelnd und schaute zu ihr hinunter.
Gretchen schüttelte fast nicht merklich und grinsend den Kopf. „Spinner…“ Sie schob ihren Kopf nach oben und gab ihm einen sanften Kuss, den er erwiderte.
Er hob seinen Arm ein Stück und strich mit den Fingern vorsichtig über ihr Haar. Sie schauten sich einen Moment an, bis auch Gretchen merkte, wie ihr die Augen zufielen.
Mit der Gewissheit, dass sie in Marcs Armen lag, schlief sie seufzend ein.


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Fran Offline

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30.06.2010 18:59
#139 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Freut mich, dass ich das Ruder doch noch rumreissen konnte Ich hoffe der nächste Teil ist euch nicht zu lang Konnte den nirgendwo teilen, ansonsten habt ihr das Gefühl die gute Fränzi meints mit Stevenson noch ernst

Gretchen drückte sich enger an Marc und führte ihren Arm neu um seine Taille. Nur schwach spürte sie seinen Kopf auf dem ihren liegen. Sie verzog ihre Lippen zu einem Lächeln als sie seinen Atem spürte. Langsam blinzelte sie und versuchte sich an die Helligkeit zu gewöhnen. Es musste mindestens schon 06.30 Uhr morgens sein. Sie reckte ihren Kopf ein Stück und sah zu ihm auf.
Als sie sein Gesicht sah, lächelte sie. Seine Haare verwuschelt wie am Tag zuvor, die Augen geschlossen, den Arm halb um sie gelegt.
Gretchen schaute kurz an sich hinunter und bemerkte, dass sie die halbe Decke über sich hatte. Sie biss sich auf die Lippen und zog an dieser, sodass Marc auch bedeckt war. Dann versuchte sie ihren Kopf so zu wenden, dass sie die Anzeige auf dem Wecker sehen konnte.
Bei der Bewegung grummelte Marc unverständlich und als Gretchen sah, dass es schon 07.00 Uhr war, weiteten sich ihre Augen.

07.00 Uhr. Visite. Gretchen. Bett von Marc. Oh Oh.

Sie schob das bisschen Decke welches sie noch hatte von sich weg und bewegte bereits ein Bein über die Kante, als Marc sich wiederum bemerkbar machte. „Hasenzahn…?“
Gretchen kniff die Augen zusammen, wollte sie ihn doch nicht wecken. „Ja?“
„Schwing deinen Hintern zurück ins Bett, ich hab dich noch nicht entlassen.“, nuschelte er durch geschlossene Augen, was Gretchen zum lächeln brachte. Sie wandte sich halbwegs um, sodass sie mit dem halben Hintern auf der Kante sass. „Du bist mein Patient wenn ich dich erinnern darf mein Lieber…“
Gerade als Marc blinzelte, wurde die Türe zum Krankenzimmer mit einem Schwung geöffnet.
Gretchen erschrack bei diesem Geräusch so sehr, dass sie rückwärts vom Bett fiel und hart auf dem Boden aufschlug. „AU!“
Der Professor, sowie Doktor Stevenson und weitere Krankenschwestern sowie Assistenzärzte blieben im Türrahmen stehen.
Marc hindessen hatte die Augen zusammen gekniffen und blinzelte unsicher neben seinem Bett hinunter.
„Gretchen?“, fragte Franz überrascht und trat einen Schritt näher an das Bett.
Gretchens Hand kam am Rande des Bettes zum Vorschein und sie zog sich etwas schleppend daran hoch. Innerhalb von weniger als einer Sekunde färbten sich ihre Wangen dunkelrot. „Papa!“
„Ja was…was geht hier vor?“, fragte er mit gekrauster Stirn und schaute von Marc zu Gretchen, welche nun wieder auf den Beinen stand und ihr grünes Shirt zurecht zupfte. „Ja ich äh…bin kurz vorbei gekommen um die Vitalwerte zu kontrollieren und…da hast du mich halt erschreckt da bin ich vom Bett gefallen.“
Marc kniff die Augen zusammen und seufzte schwer, als Franz sie nur noch skeptischer anschaute. „Vom Bett gefallen.“
„Äh…“ Gretchens Blick kreuzte der von Marc, welcher die Lippen zusammenpresste und sie ebenfalls fragend anschaute, „ja die…ich hab den Verband angeschaut, sollte ja auch nicht zu eng sein. Sonst…passiert ja noch was.“
„Ach so.“, meinte Franz mit gekrauster Stirn und schaute dann zu Marc, „Meier?“
„Ja!“, antwortete dieser hellwach und schaute zu seinem Professor auf, „ja Ihre Tochter war so nett und hat sich um den Verband gekümmert.“ Er tippte lächelnd gegen die Stelle.
Franz hob die Augenbrauen und schaute die beiden nicht sonderlich überzeugt an. „Na gut.“
Gretchen lächelte ebenfalls, strich sich eine Strähne hinter die Ohren und versuchte das fette Grinsen von Stevenson zu ignorieren.
„Dann wirst du ja bestens Bescheid über sein Wohlergehen wissen, nehme ich an?“, fragte Franz und schaute auffordernd zu Gretchen, welche die Augenbrauen hob. „Äh…ja, natürlich. Also…Marc Meier, wurde angeschossen in der unteren Schulterpartie, Kugel wurde entfernt und bleibt noch für eine Weile zu Beobachtung. Also…Marc, nicht die Kugel.“
„Mhm.“, meinte Franz und hielt dann die Mappe mit den Werten vor sich, „Doktor Stevenson würde sich gerne noch mit Ihnen unterhalten Meier, wir anderen raus!“
Marcs Geschtszüge entfielen, als er zusehen musste, wie der Neue sich an Franz vorbei schob und ihm dankend zunickte.
„Herr Professor…Doktor Haase kann ansonsten bleiben. Immerhin ist sie die behandelnde Ärztin und was das psychologische angeht, habe ich das Gefühl, dass sie über viel Feingefühl verfügt.“ Er warf ihr einen Seitenblick zu, welchen sie nicht sonderlich beachtete.
„Ah.“, meinte Marc provozierend und nickte, „analysiert haben wir sie wohl auch schon oder wie?“
„Marc…“ Gretchen gab ihm einen sanften Stoss mit der Hand, worauf dieser genervt die Augen verdrehte.
„Na gut.“, sagte Franz und nickte, „dann sehen wir uns später.“
Doktor Stevenson nickte und wartete, bis die Türe hinter Franz geschlossen war.
„Wenn Sie jetzt ernsthaft das Gefühl haben, dass ich einen Therapeuten brauche, dann können Sie gerade wieder umkehren.“, sagte Marc und machte keine Anstalten, irgendwie freundlich zu sein.
„Maharc…“, zischte Gretchen wiederum und warf ihm einen eindeutigen Blick zu, „sei doch mal nett.“
Marc schnaubte auf und schaute an ihr vorbei. „Am Arsch.“
Gretchen verdrehte die Augen und warf einen entschuldigenden Blick zu Stevenson.
Dieser winkte jedoch nur ab und stellte sich vor das Bett. „Doktor Meier…wie fühlen wir uns heute?“
„Ja vor 5 Minuten ging es noch, jetzt wird die Luft langsam stickig.“, erwiderte dieser mit einem künstlichen Lächeln auf den Lippen. Gretchen verdrehte wieder die Augen, sagte jedoch nichts.
„Okay…“, meinte Stevenson leise und neigte seinen Blick auf die Unterlagen vor ihm. Er legte die Stirn in Falten und schrieb „Leidet an Platzangst“ auf sein Dokument vor ihm. „Doktor Haase…hätten Sie vielleicht einen Moment?“, fragte Stevenson und schaute sie über den Rand seiner Akte an. Diese nickte und lief einige Schritte mit ihm an das Ende des Zimmers, die Rücken zu Marc gewandt.
„Hören Sie das tut mir wirklich schrecklich leid, normalerweise ist er ja auch…anders. Irgendwie.“, sagte Gretchen leise und warf einen unsicheren Blick zu Marc, der sie aus schmalen Augen beobachtete.
„Machen Sie sich keine Sorgen. Das ist ganz normal.“, erwiderte Stevenson beschwichtigend und schaute sie aufmunternd an.
„Wirklich?“, fragte Gretchen zweifelnd und seufzte, „ich weiss nicht…“
„Sein Verhalten ist rückwirkend auf die Narkose.“, fuhr Stevenson leise fort und schaute sich nochmals die Werte an, ehe er den Kopf schüttelte, „darf ich fragen, wie lange er schon so ist?“
„Phu wie lange…“ Gretchen verschränkte die Hände vor der Brust, schüttelte den Kopf und schaute auf einen Punkt in der Luft, „weiss nicht…eigentlich schon sein ganzes Leben aber er hat dann doch wieder seine Momente wo er eher…normal ist. Also…freundlich und so.“
„Mh Mh Mh…“
„Aber Sie dürfen ihn da auch nicht zu ernst nehmen.“, sagte Gretchen und schaute ihn möglichst überzogen an, „ist halt seine Art.“
„Nun ja. Das werden wir mit Sicherheit nach einer Weile erkennen.“, lächelte Stevenson und legte seine Hand auf ihren Oberarm um diesen kurz zu drücken.
Marc verengte seine Augen noch mehr zu Schlitzen, als er dies beobachtete.
Gretchen lächelte peinlich auf und nickte.

Warum der wohl solche Fragen stellt? Und meinen Arm hält?

„Also Doktor Meier…wir behalten Sie noch für eine kurze Weile bis die Wunde verheilt ist.“
„Ja danke, das ist mir auch klar.“, erwiderte Marc trocken und verzog seine Lippen zu einem Lächeln, welches jedoch nicht seine Augen erreichte.
„Ich glaube ich bleib dann noch für eine Weile…“, begann Gretchen zögerlich und trat neben Stevenson, der sie ebenfalls kurz anschaute. „Das wäre vielleicht noch ganz förderlich Doktor Haase. Er wird es in der nächsten Zeit sicherlich nicht einfach haben.“, fügte er leiser hinzu und lächelte sie wieder aufmunternd zu. Gretchen, welche etwas irritiert war, erwiderte dies mit einem verwirrten Lächeln und schaute zu, wie er an ihr vorbei lief und das Zimmer verliess.
„Du sag mal…was soll die Scheisse?“, fragte Marc perplex und zeigte mit dem Arm auf die geschlossene Türe.
„Hm?“ Gretchen schaute ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an, „was genau meinst du?“
„Ja der hat dich doch angemacht!“, sagte er lauter und schaute sie an, als ob sie nichts verstehen würde. Gretchen schnaubte jedoch auf und winkte ab. „Ach Quatsch, hat der garantiert nicht.“
„Ach und was war das mit deinem Arm?“, fragte er, schloss den Mund und hob beide Augenbrauen, „eine zufällig, nette Geste oder wie?“
„Äh…ja?“ Gretchen blinzelte und schaute ihn dann unsicher an, „sag mal…Marc du…kannst doch nicht ernsthaft wieder eifersüchtig sein.“
„Ich sag dir gleich was…“, begann er und zeigte dann besserwisserisch mit dem Finger auf sie, „du brauchst dich nicht mal…umzudrehen hier und der…packt dich gleich und…ja, kannst dann schauen wo du landest.“
Gretchen lachte schnaubend auf und winkte amüsiert mit der Hand vor ihrem Gesicht. „Du kannst dich aber schon noch an unsere letzte Unterhaltung erinnern, oder?“
„Tut mir leid, ihr standet zu weit weg.“, erwiderte er trocken und verzog seinen Mundwinkel für eine Sekunde zu einem falschen Lächeln.
Gretchen seufzte schwer auf und schaute zur Decke. „Unser Gespräch, Marc? Das Gespräch indem ich dir gesagt habe, dass du nicht eifersüchtig zu werden brauchst?“
Marc presste die Lippen zusammen und schaute zur Seite.

Seufz. Männer. Sobald sie einem angefasst haben, denken sie, sie müssten die Frau gleich pachten.

„So jetzt…ruh dich zuerst mal aus und ich geh dann auch auf Visite. Ich hab ja auch noch andere Patienten.“, sagte Gretchen, lief um sein Bett herum und zog die Decke noch einmal hoch, „und du benimm dich wenigstens ein bisschen.“
„Jetzt hör aber auf, ich bin immer…nett!“, sagte er und schaute sie mit gemischtem Ausdruck an.
„Ja. Natürlich.“, erwiderte sie leise, tätschelte seinen Kopf und wandte sich dann um, um das Zimmer zu verlassen.
Marc verdrehte genervt die Augen und liess seinen Kopf wieder auf das Kissen sinken.


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Fran Offline

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01.07.2010 13:26
#140 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Meine Güte, ich glaub ihr könnt wirklich nicht genug von einem eifersüchtigen Marc genug bekommen, huh? Marc braucht jetzt gerade ein bisschen Erholungsphase, aber es geht um Marc, ich hoffe das beruhigt

Gretchen schloss gerade ihren Spint, aus dem sie ein neues T-Shirt geholt hatte. Sie zog gerade ihren Kittel zurrecht, als Sabine in die Garderobe kam. „Frau Doktor, ein Glück dass Sie da sind…die Polizei möchte sich gerne mit Ihnen unterhalten.“
Gretchen schaute sie verwundert an und zog die Haare aus dem Kittel. „Wieso das denn?“
„Es geht um den Unfall von Doktor Meier…“
Gretchen nickte und zuckte mit den Schultern. „Na gut…“ Sie lief nach vorne und erkannte die beiden Polizisten, die schon beim Fall von Frank anwesend waren, „Hallo.“
„Ah, Frau Doktor Haase.“, begrüsste sie der blonde mit dem kleinen Block in der Hand, „besten Dank, dass Sie uns einen Moment ihrer Zeit geben.“
„Kein Problem.“, erwiderte Gretchen und lehnte sich an den Tisch hinter ihr. Sie warf Sabine einen Seitenblick zu, welche schnell aufstand, um die Theke herumlief und die Türe hinter sich schloss.
„Wie geht es Ihnen?“, fragte der ältere und schaute sie freundlich an.
Gretchen nickte etwas schwerfällig und verschränkte die Arme vor der Brust. Anscheinend war dies schon Antwort genug, da der Blonde auf seinen Block schaute. „Wir sind hier wegen dem Unfall von letzter Nacht. Können Sie uns mehr darüber erzählen?“
Gretchen atmete tief aus und zuckte mit den Schultern. „Ich war ja eigentlich gar nicht dabei. Leider kann ich Ihnen nicht viel sagen, ich weiss nur dass Schwester Gaby mit ihm hereingekommen ist. Sie war ziemlich aufgelöst.“
Die zwei Polizisten tauschten einen kurzen Blick, worauf der jüngere etwas auf den Block schrieb. „Schwester Gaby ist hier?“
„Sie sollte ja.“
„Frau Haase…“, begann der ältere etwas zögerlich und legte die Stirn in Falten, „haben Schwester Gaby und Herr Meier eine persönliche Vergangenheit? Vielleicht eine…sagen wir mal, eine Sache, die sie teilen?“
„Naja also…früher mal vielleicht das Bett, aber zwischenzeitlich mögen sich eigentlich beide nicht sonderlich.“, erwiderte Gretchen und lächelte kurz schwach auf, „obwohl…naja. Vielleicht von ihrer Seite, kann man ja nicht wissen. Also…ich auf alle Fälle nicht.“
„Mhm.“, meinte der ältere und nickte, „wir haben die Information bekommen, dass Herr Meier Tabletten mit sich führte.“
Gretchen legte die Stirn in Falten. „Tabletten?“
„Ziemlich starke, welche eigentlich ein Rezept benötigen. Haben Sie eine Ahnung wie viel mal er diese am Tag konsumiert? In welchen Mengen? Das würde uns schon weiter helfen.“
Gretchen stützte sich vom Tisch ab und schüttelte missverstanden den Kopf. „Also…ich weiss ehrlich gesagt nicht was sie meinen, ich weiss von keinen Tabletten.“
Der Jüngere presste die Lippen zusammen und schaute zu seinem Kollegen der seufzte.
„Woher haben Sie denn solche Informationen?“
„Tut mir leid, aber dass dürfen wir nicht sagen.“, erwiderte der Ältere und zog seinen Hut zurrecht, „aus einer ziemlich verlässlichen Quelle.“
„Ah..“ Gretchen nickte irritiert und schaute zu dem Jüngeren, als dieser den Block in seine Brusttasche schob. „Machen Sie sich keine Sorgen. Wir machen unsere Arbeit gründlich.“
Gretchen versuchte ein Lächeln zustande zu bringen, schob die Hände in die Kitteltaschen und nickte. Die zwei Polizisten hoben kurz ihren Hut und grüssten sie somit zum Abschied, bevor sie die Türe aufmachten und verschwanden.
Es vergingen keine 30 Sekunden bis sich die Türe wieder öffnete und Sabine eilig den Raum betrat. „Alles in Ordnung Frau Doktor?“
„Äh…ja.“, antwortete Gretchen und schaute auf, bevor sie Sabine nachdenklich anschaute, „Schwester Sabine, sagen Sie mal…haben Sie das Gefühl, als ob Doktor Meier irgendwelche…Tabletten nimmt?“
„Tabletten…nein…“, antwortete sie und schaute dann in die Luft, ehe sie leise anfing zu kichern, „das heisst…bis zu einem gewissen Rahmen kann ich das beurteilen…alles was ausserhalb der Krankenzimmer passiert…na ja, Sie wissen schon…“
Gretchen brauchte einen Moment um Schwester Sabine zu verstehen. Dann verdrehte sie die Augen und lief um den Tresen beim Empfang herum. „Also Schwester Sabine, Sie sollten sich schämen.“
„Entschuldigen Sie Frau Doktor.“, erwiderte diese kichernd und setzte sich auf den Stuhl, „ich glaube…wenn man alle Bücher der Doktor Rogelt Reihe liest, dann-“
„Ja dann…ist sowieso jedes Denken rational beschränkt, vor allem wenn man bedenkt wer eigentlich die Hauptrolle spielt, ne.“, meinte Gretchen, hob die Augenbrauen und schnappte sich eine Mappe vor ihr.
Schwester Sabine lehnte sich im Stuhl zurück und schaute mit grossen Augen, welche von Sekunde zu Sekunde noch grösser wurden, auf die Tischplatte vor ihr. „Von…dieser Seite habe ich das ja noch gar nie…gesehen.“
„Ja.“, sagte Gretchen und schob sich zwei Akten unter den Arm, „da sieht man mal, wie viel Hintergrundwissen gesund ist.“ Sie warf einen letzten Blick auf Sabine, welche nun fast apathisch auf den Tisch schaute, und verliess das Schwesternzimmer.


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01.07.2010 19:33
#141 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Guten Abend zusammen Habe gedacht, es ist wieder mal an der Zeit, eine kleine Zusammenfassung von den laufenden Handlungssträngen zu schreiben. Habe diese so in die Geschichte eingebaut. Möchte auch hierbei anmerken, dass Gretchen eine vielleicht...etwas andere Richtung in diesem und dem nächsten Kapitel einschlägt Ich bezweifle übrigens sehr, dass das in der Serie vorkommen könnte, aber ich habs zur allgemeinen Unterhaltung geschrieben...

Liebes Tagebuch.

Kann nicht fassen, was in letzter Zeit alles so los war. Ein neuer Arzt hat sich unserem Team angeschlossen. Bin mir über seine Absichten noch nicht ganz im Klaren. Anzeichen von Flirtversuchen sind hartnäckig. Hat sich jedoch schon gut eingebürgert.


„Meine Tochter.“, sagte Franz stolz und stupfte Doktor Stevenson mit dem Ellbogen in die Seiten, „macht auch immer die besten Bekanntschaften, wenn sie mal nicht mehr weiter weiss.“
„Wenn du…?“, fragte Marc und schaute sie mit gekrauster Stirn fragend an.
„Wir haben uns an der Bushaltestelle heute Morgen getroffen.“, antwortete Doktor Stevenson dazwischen und schaute lächelnd zu Marc, der dieses gekünstelt und nicht überzeugend erwiderte, „Florian Stevenson übrigens.“ Er streckte die Hand zu Marc, der diese ergriff und schüttelte, „Marc Meier. Oberarzt.“


Bin auch nicht so ganz sicher, ob Marc endlich begriffen hat, dass er doch der einzig Wahre ist.

„Und…ist er überhaupt gut?“, fragte Mehdi unscheinbar und schaute Marc fragend an, der irritiert den Kopf wandte. „Wer?“
„Na der Neue. Dr. Stevenson oder wie der heisst.“
„Sehe ich aus als ob mich das interessiert, oder wie.“, raunte Marc, schob die Hände in die Hosentaschen und lehnte sich seitwärts an der Wand an.
Mehdi grinste und schaute auf seine Füsse. „Oh du bist so was von eifersüchtig.“
„Ey…!“


Glaube zwar weniger.

„Du sag mal…was soll die Scheisse?“, fragte Marc perplex und zeigte mit dem Arm auf die geschlossene Türe.
„Hm?“ Gretchen schaute ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an, „was genau meinst du?“
„Ja der hat dich doch angemacht!“, sagte er lauter und schaute sie an, als ob sie nichts verstehen würde. Gretchen schnaubte jedoch auf und winkte ab. „Ach Quatsch, hat der garantiert nicht.“
„Ach und was war das mit deinem Arm?“, fragte er, schloss den Mund und hob beide Augenbrauen, „eine zufällig, nette Geste oder wie?“
„Äh…ja?“ Gretchen blinzelte und schaute ihn dann unsicher an, „sag mal…Marc du…kannst doch nicht ernsthaft wieder eifersüchtig sein.“
„Ich sag dir gleich was…“, begann er und zeigte dann besserwisserisch mit dem Finger auf sie, „du brauchst dich nicht mal…umzudrehen hier und der…packt dich gleich und…ja, kannst dann schauen wo du landest.“


Schwester Gabi hat zurzeit höchstwahrscheinlich andere Probleme. Marc wurde aus unerklärlichen Gründen vor dem Krankenhaus angeschossen. Habe mich natürlich fachmännisch verhalten und sein Leben gerettet. Musste mir jedoch zugestehen, dass auch das nicht spurlos an mir vorüber gegangen war.

Sie wusste nicht wie lange sie so da lagen, wie schnell ihr Atem nach nur wenigen Momenten schneller wurde. Als jedoch ein Piepsen an ihre Ohren drang, unterbrach sie den Kuss und schaute auf. Sie verzog ihre Lippen zu einem Lächeln und strich mit einem Finger über seine Wange. „Dein Herz schlägt.“
Marc, der seine Hand ebenfalls an ihre Wange gelegt hatte, nickte kurz, seine Augen auf die ihren fokussiert. „Ich weiss.“
Sie streckte eine Hand aus um den Monitor wiederum zum schweigen zu bringen und schaute dann wiederum zu Marc, wessen Gesicht nur wenige Zentimeter von ihrem entfernt war. „Du machst mich alle…weißt du das?“, fragte sie leise und verzog ihre Lippen zu einem schwachen Lächeln.
„Mh…“ Er hob beide Augenbrauen, verzog aber seinen rechten Mundwinkel, „du mich nicht Hasenzahn.“
Gretchen zuckte leicht zusammen und schaute ihn eine Spur irritiert an. „Also ich…-“
„Ich lebe immerhin noch…hast mich also nicht umgebracht.“, fuhr er leise fort und brachte ihre Antwort, welche sie mit einem Augen verdrehen noch vollendet hätte, zum Schweigen. Er führte seine Lippen wieder auf die ihren und seufzte auf, als sie seinen Kuss erwiderte.


Mehdi hatte endlich wieder ein Dach über den Kopf, welches seine Mutter organisiert hatte. Anna lebt in der näheren Umgebung und im Grossen und Ganzen, war er doch auf der Höhe. Also jetzt, nicht bildlich gesprochen.

Vor ein paar Stunden war dann auch die Polizei hier und hat die These aufgestellt, dass Marc Tablettensüchtig ist. Kann ich mir nicht vorstellen. Hatte schon einige Verdachte auf Botox, Aufputschmittel höchstens, aber Marc und Tabletten war unmöglich. Musste unbedingt herausfinden warum.
(Also…warum dass das unterstellt wurde. Nicht warum…ja.)


Gretchen machte einen Punkt auf dem Papier und schaute mit schrägem Kopf auf das geschriebene, als ihr Blick nach wenigen Sekunden auf die Uhr fiel. Die Nachmittagspause war vorbei, was sie dazu veranliess, das Tagebuch in ihrem Spint zu verstauen.


Als der Lift im dritten Stock angekommen war und die Lifttüren sich auseinandergeschoben hatten, verliess Gretchen etwas nachdenklich den Lift.

Habe berechtigte Zweifel daran, dass Marc tablettensüchtig ist. Ja gut, gestehe ein, dass sein unfreundliches Verhalten gegenüber wehrlosen Mitmenschen nicht von ungefähr kommen kann.

http://www.youtube.com/watch?v=JtyByefOvgQ
http://www.youtube.com/watch?v=k55NuWQCh78

Bin jedoch davon überzeugt, dass dies einer Aufklärung bedarf.

Gretchen blieb am Anfang des Ganges stehen, presste die Lippen zusammen und liess ihren Blick über die wenigen Patienten und Ärzte vor ihr schweifen.

Ich, Margharethe Haase, werde den Fall lösen und Marc befreien.

Sie lief zwei Schritte und presste sich flach gegen die Wand, den Blick, aus zusammengekniffenen Augen, auf den Gang gewendet.

Ein Spion erfordert Geschicklichkeit, Schlauheit, Körperbeherrschung und –

Gretchen stolperte über einen Eimer, torkelte nach vorne, konnte sich jedoch aber noch halten. Sie schaute auf, schaute sich kurz die Lage an und blies eine Strähne aus dem Gesicht.

Ausserdem benötigt er Kombinationssinn. Obwohl ich keinerlei der obigen Eigenschaften besitze, bin ich davon überzeugt, dass ich Marc retten und somit den Fall lösen kann.

Gretchen schlich weiter und als ein älterer Patient im Rollstuhl an ihr vorbeifuhr, blieb sie flach gegen die Wand gepresst, stehen. Ihr Blick schaute zweifelnd auf den Patienten hinab, der alle zehn Sekunden an den Rädern drehte.
Nach ungefähr einer Minute schlich sie weiter, immer den ganzen Gang im Visier, bis sie am Ende der Wand ankam. Vorsichtig spähte sie um den Ecken und erkannte, zu ihrem Frust, die beiden Polizisten am Ende des Ganges.
Gretchen legte die Stirn in Falten und kniff die Augen zusammen. Sie schaute auf die gegenüberliegende Wand und das offene Zimmer. Gretchen schaltete schnell – sie wusste was zu tun war. Ein weiterer Blick nach vorne bestätigte ihr, dass die Polizisten gerade dabei waren, jemanden zu verhören. Somit konnte sie die Hechtrolle wagen.

Ein Spion muss flink, schnell und unauffällig –

Sie ging in die Knie und wollte gerade eine Rolle vorwärts machen, als ein Altenpfleger aus dem Zimmer kam. „Hallo Doktor Haase!“
„Äh…ja, hallo.“, grüsste Gretchen denn Mann zurück, der ihr freundlich zugenickt hatte. Sie stand eiligst auf und legte ein möglichst überzeugendes Lächeln auf als sie ihren Kittel zurrecht zog.

Na gut. Sollte vielleicht meiner Karriere treu bleiben.
Bin aber trotzdem sicher, dass ich herausfinden werde, wer hinter dem Kompott…Komplott steckt.


Sie presste ihre Augen zusammen und schaute wieder nach vorne. Nach wenigen Sekunden öffnete sich eine Türe zu einem Patientenzimmer auf der rechten Seite des Ganges. Vorsichtig späte sie um die Ecke und erkannte -


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Fran Offline

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02.07.2010 14:03
#142 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Yaaah, Gretchen goes Bond...oder so Was tut man nicht alles für den Mann den man liebt *seufz* Danke für die Kommentare ihr Lieben

http://www.youtube.com/watch?v=ye8KvYKn9-0
http://www.youtube.com/watch?v=Ii1tc493bZM

- Dr. Stevenson, der etwas unschlüssig im Türrahmen stehen blieb, sich mit einem Kugelschreiber an der Stirn kratzte, um danach etwas auf das Formular zu seiner Hand zu schreiben.
Gretchen kniff die Augen zusammen und verzog den Mund nachdenkerisch. Nach einem Moment fiel ihr ein sich bewegendes Objekt auf, welches sich auf sie zu bewegte. Als sie erkannte um wen es sich handelte, presste sie sich wiederum an die Wand.
Es vergingen keine 10 Sekunden bis die medizinischen Abfälle, welche von der Person geschoben wurden, neben ihr erschienen. Weitere fünf Sekunden später, reagierte Gretchen blitzschnell. Sie duckte sich ein bisschen, schob sich an Jochen vorbei und griff nach seiner Baseballkappe, welche aus seiner hinteren Hosentasche herausgeguckt hatte. Jochen unterbrach sein Pfeifen, blieb stehen und schaute sich um. „Gretchen? Was-?“
Gretchen wandte sich schnell um, setzte sich die Mütze auf und legte den Finger auf die Lippen. Sie schaute ihn eindringlich an und schüttelte den Kopf, ehe sie den Deckel der Kappe noch weiter ins Gesicht zog.

Hah. Da soll mal einer sagen ich wäre nicht fähig jemandem auf die Schliche zu kommen.


Jochen verdrehte die Augen, seufzte auf und ging weiter.
Gretchen hin dessen, stand unbemerkt neben einem kleinen Medizinwagen, den die Krankenschwestern immer draussen vor der Tür liessen. Sie lugte unter der Kappe nach vorne und sah zu, wie Stevenson den Gang hinunter schritt. Schnell schmiss sie die Verbandrolle, welche sie als Tarnung in die Hände genommen hatte wieder hin. Sie beachtete nicht, dass diese zu Boden fiel und sich in ihrem Schuh verfing.
Gretchen schlich weiter den Gang hinunter, versuchte nicht gesehen zu werden.

Flink, schnell, unauffällig.

Dr. Stevenson erreichte den Lift und drückte auf den Knopf, um diesen zu holen.
Gretchen ging weiter. Den Aufschrei eines Pflegers, der wohl auf etwas ausgerutscht war, ignorierte sie.
Der Lift lies auf sich warten, was Gretchen als Gelegenheit nutzte, sich hinter einer Pflanze zu verstecken. Sie stützte einen Fuss an der Wand hinter ihr ab, sodass sie nicht allzu sehr auffiel.
Dr. Stevenson lehnte sich hin dessen an die Wand, stützte eine Hand in die Seite und wartete geduldig auf den Lift.
Dieser kam nach einer knappen Minute und als Stevenson den Lift betrat und einen Knopf für die höheren Stockwerke drückte, entschied sich Gretchen, harte Massnahmen zu treffen.
Sobald sich die Türen verschlossen hatten, nahm sie die Treppe.
Gretchen übersprang die Stufen zweimal, dreimal und stolperte dann aufgrund zu vielen Stufen. Sie fiel der vollen Länge nach hin. Schnell stützte sie sich auf die Arme ab und spannte ihren Körper an. Als sie sich sicher war, dass dies niemand gesehen hatte, rappelte sie sich auf. Der Versuch sich am Geländer zu halten lief jedoch schief und ihre Kappe drohte von ihrem Kopf zu rutschen. Schnell setzte sie diese jedoch wieder gerade, stand auf und presste sich sogleich an die nächste Wand. Nach wenigen Sekunden schlich sie weiter.
Die letzte Treppe bestieg sie in normaler Geschwindigkeit, um zu sehen, dass Stevenson auf diesem Gang ausstieg. Seinen Blick hatte er immer noch auf die Akte vor ihm gelegt, als er eher langsam zu seinem Büro lief.
Gretchen schlich weiter. Sie nutzte die Pflanzen und ihre Arbeitskollegen als Schild, wessen fragenden Blicke sie ignorierte. Sie schnappte sich eine alte Zeitung von einem älteren Herrn im Rollstuhl.
Als sie nur noch wenige Schritte von Stevenson entfernt war, beschleunigte sie die ihren und blieb hinter ihm stehen.
Sie straffte ihren Körper, kniff die Augen zusammen und holte gerade Luft, als dieser, die Türfalle in der Hand, sich umwandte und sie überrascht anschaute.


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Fran Offline

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03.07.2010 11:43
#143 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Gaby stand unschlüssig vor Marcs Krankenzimmer. Schon seid einer knappen Minute stand sie dort und schien zu überlegen, was sie tun sollte.
Sie schluckte, wischte sich einmal kurz über die Wange und legte die Hand auf die Türklinke.
„Frau Kragenow?“
Gaby schreckte zurück und wandte sich um. Vor ihr standen die beiden Polizisten, wobei der einte ihr zunickte. „Haben Sie einen Moment?“
Gaby nickte knapp und folgte den beiden ein paar Schritte, bis sie in einem ruhigeren Gang standen.
„Wie geht es Ihnen?“, fragte der jüngere der beiden und schaute sie mitfühlend an.
Gaby nickte wiederum, jedoch stockend. „Danke…geht schon.“
„Wir verstehen wenn der Schock noch tief sitzt, wir müssen Ihnen jedoch ein paar Fragen stellen.“, meinte der Ältere und nickte dem Jüngeren zu, der wiederum seinen Notizblock zückte.
„Ja…in Ordnung.“, erwiderte Gaby und blinzelte ein paar Mal. Noch immer schien der Unfall und die ganze Situation sie zu überfordern.
„Kannten Sie den Täter? Haben Sie irgendetwas erkennen können, was uns vielleicht bei der Suche helfen würde?“, fragte der ältere und legte die Stirn in Falten.
Gaby schluckte und wandte den Blick auf den Boden, ehe sie den Kopf schüttelte. „Nein ich…ich habe ihn nicht gesehen, es war zu dunkel.“
„Er stand unter der Unterführung?“
Gaby nickte wiederum und schaute wieder auf.
„Was hat er gesagt? Hat er Sie bedroht, irgendetwas gesagt?“
Der jüngere Polizist hielt inne mit schreiben und schaute auf.
„Er…“, begann Gaby, presste jedoch die Lippen zusammen. Ihre Optionen waren ihr bewusst – würde sie die Wahrheit sagen, dann käme eine ganze Reihe von Lügen und Intrigen ans Tageslicht. Würde sie aussagen, würde sie ins Gefängnis gehen. Entschied Sie sich zu schweigen, dann würde Frank aussagen – so wie er es ihr angedroht hatte.
Gaby überlegte kurz und entschied sich, dass zu tun, was sie selber bereits schon getan hatte.
„Er…er wollte Geld.“, sagte sie dann, eher stockend und wandte wiederum den Blick ab, „er hat mich bedroht…und gesagt, dass wenn ich…wenn ich nicht das mache was er wollte, dann würde ich…sehen was ich davon habe.“ Wiederum schaute sie in die Gesichter der Polizisten.
Der jüngere kritzelte schnell etwas auf seinen Block.
„Mhm.“, meinte der Ältere und verschränkte die Arme vor der Brust, „und Doktor Meier kam dazu…weil…?“
„Er nach Hause ging.“, antwortete sie nüchtern und merkte, wie ihre Stimme anfing zu zittern, „er…wollte nach Hause und hat noch etwas zu mir gesagt. Ich…ich habe ihn gebeten zu gehen aber dann war es…schon zu spät und der Mann drückte bereits…ab.“ Eine Träne löste sich aus ihren Augenwinkeln, welche sie schnell wegwischte. Sie schaute zu Boden und presste die Lippen aufeinander.
„Und das ist alles was Sie wissen?“
Gabys Herz setzte für eine Sekunde aus. Sie schaute wieder auf, und blickte in das nachdenkliche und fragende Gesicht des Polizistes. Gaby umschloss ihren Oberkörper mit ihren Armen und nickte. „Ja…ja das ist alles.“
„Nun gut…wir werden Sie ansonsten noch für weitere Fragen kontaktieren. Falls Ihnen noch etwas in den Sinn kommt, Sie wissen ja wie Sie uns erreichen können.“, schloss der Polizist und zog seinen Hut zurrecht.
Gaby verzog ihren Mundwinkel zu einem sehr schwachen und nicht überzeugenden Lächeln. „Ja…danke.“
„Dann alles Gute.“, sagte der Jüngere, nickte ihr zu und wandte sich um. Der ältere Polizist nickte ihr ebenfalls noch einmal zu und entfernte sich ebenfalls.
Gaby holte tief Luft durch die Nase und liess sich gegen die Wand hinter ihr fallen. Nach wenigen Sekunden rollten dicke Tränen über ihre Wange und sie rutschte hinunter, das Gesicht in ihrer Hand vergraben.

„Doktor Haase!“
„Doktor Stevenson.“, erwiderte Gretchen und nickte knapp.
Stevenson lächelte freundlich, ehe sein Blick auf ihre Mütze fiel. Er legte die Stirn in Falten und schaute sie amüsiert an. „Ein Baseballcap? Im Krankenhaus?“
„Äh…ja. Natürlich.“, antwortete Gretchen möglichst überzogen und hob beide Augenbrauen, „noch nie von Sonnenbrandvorschützung gehört?“
„Äh…doch…“, erwiderte dieser, hob ebenfalls die Augenbrauen und nickte amüsiert, „nur noch nie davon, dass man sich sogar in den Häusern drinnen verbrennen kann.“
„Jaa…“, entgegnete Gretchen und nickte langsam, „das heutige UV-Licht ist auch extrem tückisch.“
„Ah ja.“
„Ja. Also generell jetzt. Nicht nur…heute.“
„Verstehe.“ Stevenson grinste sie an und schaute dann kurz an ihr hinunter, ehe er ihr wieder freundlich ins Gesicht schaute, „wollten Sie etwas Bestimmtes?“
Gretchen nickte wiederum langsam und schwer. „Jaa…das…könnte man eigentlich so sagen.“
Stevenson lehnte gegen den Türrahmen und hielt die Mappe mit beiden Händen vor sich hin. Wiederum schaute er sie kurz an. „Wenn ich mich nicht täuschen würde, dann würde ich schätzen, Sie sind als Spion verkleidet.“

Scheisse. Aufgeflogen. Da hilft nur eines – Rückzug.

„Spion?“, lachte Gretchen ertappt auf und klopfte auf seinen Arm, worauf sie mit der anderen Hand abwinkte, „also das ist doch kompletter Blödsinn, wieso sollte ich denn-“ Schnell griff sie nach der Mütze und warf diese rücksichtslos nach hinten, „-als Spion unterwegs sein, gibt ja gar nichts zu…spionieren.“
„Na Ja. Für einen professionellen Spion?“, schlug er feixend vor und setzte ein charmantes Lächeln auf.
„Ja für…professionelle vielleicht, aber wenn dann eher…also nicht für mich. Was ich Sie eigentlich fragen wollte!“ Sie legte die Stirn in Falten und den Kopf schief, „hatten Sie schon mal…Kontakt mit dem Gesetz?“
„Mit dem Gesetz?“, erwiderte er überrascht und stellte sich wieder gerade hin, „warum fragen Sie das?“
„Och nur so.“
„Nun ja…die Polizei hat einige Leute verhört, was den Vorfall mit Doktor Meier angeht.“, erwiderte er, „ich bin nicht sicher, ob ich Ihnen ansonsten meine ganze Verbrecherliste aufzählen sollte?“
„Äh…wieso?“, fragte Gretchen zurück und blinzelte, „sind Sie vorgestraft oder so was?“
Stevenson lachte und schüttelte den Kopf. „Nicht vorbestraft. Jugendsünden würden es wohl eher treffen.“
„Ah, ja dann ist ja gut.“, erwiderte Gretchen erleichtert, schüttelte den Kopf und zuckte mit den Schultern, „ich will auch gar nichts mit Kriminellen anfangen, also das ist mir generell irgendwie zuwider.“

Vor allem nachdem ich fast einen geheiratet hätte.

„Anfangen? Mein Vorstrafenregister ist ziemlich kurz, vielleicht könnten Sie es sich noch überlegen.“
Gretchen schaute auf und blickte in sein schmunzelndes Gesicht. Obwohl es sich eher nach einem Witz anhörte, konnte sie ein Aufblitzen in seinen Augen erkennen. Sie lachte peinlich auf und hob dann beide Hände. „Ja also…da danke ich für das Angebot, sage aber leider ab. Ich bin ja auch mit Doktor Meier…da…ja.“ Sie räusperte sich und zeigte mit der Hand etwas in der Luft.
Als sie wieder aufschaute, presste sie die Lippen aufeinander und hob die Augenbrauen. Stevenson lächelte sie immer noch auf die gleiche Art und Weise an.
„Gut! Dann…gehe ich mal wieder. Hab ja noch…andere Dinge auszuspionieren.“, grinste sie und zeigte nach hinten.
„Tun Sie das.“ Stevenson öffnete seine Türe, wandte sich dann nochmals um und zeigte mit dem Finger auf Sie, „und nicht erwischen lassen!“
Gretchen drehte sich während dem Laufen nochmals um und winkte ab. „Pfff, ich doch nicht!“
Stevenson warf einen letzten Blick auf sie, ehe er die Türe hinter sich zumachte.
Gretchen verdrehte stöhnend die Augen, als sie weiter den Gang hinunter schritt.
„He! Schwester!“
Obwohl sie nicht sicher war, ob sie gemeint war, drehte Gretchen sich fragend um, und sah den älteren Mann im Rollstuhl auf sie zu rollen. „Sie haben mir meine Zeitung geklaut Fräulein!“

Äh…ja. Um es mit den Worten von einem Erwachsenen auszudrücken – nur nicht erwischen lassen.


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Fran Offline

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04.07.2010 10:55
#144 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Guten Morgen Ich hoffe es geht euch allen super (was ich nicht bezweifle) Es geht weiter mit Gabi. Viel Spass

Gaby verliess gerade die Damentoilette, als es in ihrer Tasche anfing zu vibrieren. Ihr Herz setzte für einen Moment aus, als sie daran dachte, wer sie wohl anrief. Schnell schaute sie den Gang hinauf und hinunter währenddessen sie mit einer Hand nach ihrem Handy suchte.
Ihre Schritte führten sie in den, mit Fenster besetzten, Durchgang und sie hielt sich mit einer Hand an dem Geländer fest, während sie mit der anderen den grünen Hörer drückte und das Handy an ihr Ohr hielt. „Ja?“
Ihre Stimme klang rau, aber das interessierte sie nicht.
„Frau Kragenow.“
Sie schloss die Augen und presste die Lippen zusammen. „Sie verdammtes…Schwein!“, zischte sie und verstärkte ihren Griff um das Geländer.
Ihr Gesprächspartner schien zu schmunzeln. „Jetzt tun Sie nicht so als ob das mein Verschulden wäre.“
Gaby öffnete die Augen und schaute auf einen Punkt im Park vor ihr. Sie versuchte ihre Stimme so leise wie möglich zu behalten, was sie zum zittern brachte. „Sie haben ihn angeschossen!“
„Das ist mir in der Tat nicht entgangen. Betrachten Sie es doch als…kleine Warnung Frau Kragenow.“
Gaby presste die Lippen aufeinander und erwiderte nichts. Die Wut kochte in ihr und drohte jeden Moment auszubrechen.
„Hätten Sie sich an die Spielregeln gehalten, dann wäre das niemals passiert. Sie-“
„Als hätte ich jemals zugesagt zu solchen…Abmachungen!“, fuhr sie ihm wütend dazwischen, „ich werde Sie finden und anzeigen Sie verdammtes Arschloch und wenn ich dafür-“
„Sich selber ausliefern muss, vielleicht?“, unterbrach Sie der Mann ebenfalls, „hm, ich bin mir dessen nicht so ganz sicher.“
Gerade als Gaby ihren Mund geöffnet hatte, nahmen ihre Augen eine Bewegung zu ihrer rechten wahr. Aus den Augenwinkeln sah sie, wie Mehdi, mit gekrauster Stirn und wissendem Blick auf sie zuschritt.
Gaby schloss den Mund und schüttelte vehement und eindringlich den Kopf, doch Mehdi hob eine Hand und schüttelte ebenfalls sanft den Kopf. Dann nickte er ihr zu und schaute dabei auf ihr Handy.
Gaby blinzelte ein paar Mal und schaute wieder nach vorne auf den Park. „Das ist mir egal, hören Sie? Ich habe schon viel zu lange…viel zu lange nichts gesagt und ich werde-“
„Hören Sie mir zu Frau Kragenow. Und ich wiederhole mich nicht, also seien Sie aufmerksam.“
Die kalte Stimme des Mannes liess sie zusammenzucken und am Rande nahm sie war, wie Mehdi sie aufmerksam und besorgt betrachtete.
„Wenn Sie ihrem Freund der gerade neben Ihnen steht etwas sagen, dann wird das Konsequenzen haben.“
Ihr Herz setzte wiederum aus und sie schaute mit angsterfüllten Augen zu Mehdi der fragend den Kopf schüttelte. Dann schaute sie eilig durch das Fenster und suchte mit ihren Augen den Park ab. Da es jedoch bereits schon Nacht war, konnte sie durch die wenigen Lampen nicht viel erkennen – die Dunkelheit bat optimalen Schutz.
„Haben wir uns verstanden?“, fragte der Mann kalt und Gaby, welche immer noch den Park vor ihr absuchte, nickte knapp.
„Gut. Sonst wird es Ihrem Freund genau so gehen wie dem Gynäkologen, verstanden?“
„Dem…“, wiederholte Gaby leise und schaute blinzelnd zu Mehdi.
Plötzlich wurde ihr klar, was passiert war. Ihre Augen weiteten sich und sie stolperte rückwärts.

„Haben Sie jemanden zum reden?“
Gaby lächelte kurz und schwach ehe sie den Kopf schüttelte.
Mehdi seufzte, nahm eine Schale Pudding und legte diese mit einem Löffel vor sich auf den Tisch. „Na los. Setzen.“
Gaby sträubte sich für einen Moment und liess ihren Blick schnell zum Fenster schweifen. Die Vorhänge waren zu und nach einem Moment des Haderns, lief sie dann zum Stuhl und setzte sich vor ihn.
„Also…was ist los?“, fragte Mehdi und schaufelte ein Stück Pudding auf den Löffel, ehe er diesen in den Mund schob und diesen zu einem freundlichen Lächeln verzog.


Mehdi legte die Stirn in Falten und formte eine Frage mit seinen Lippen.
Gaby jedoch schluckte nur und lief weiter rückwärts.
„Ich sehe Sie haben mich verstanden.“, sagte der Mann zufrieden, jedoch verschwand die Kälte aus seiner Stimme nicht, „der Schuss war lediglich eine Warnung, haben wir uns verstanden?“
Gaby sah zu wie Mehdi ein paar Schritte auf sie zumachte, sie schüttelte jedoch nur den Kopf, wandte sich um und lief mit grossen Schritten den Gang hinunter. „Ja…ja das haben wir.“
„Gut.“
Ein Klick in der Leitung signalisierte ihr, dass das Gespräch zuende war. Achtlos lies sie das Handy in ihre Tasche gleiten und begann nun zu rennen.
„GABY!“
Mehdi blieb schlitternd am Anfang des Ganges stehen und stützte beide Arme atmend in die Seiten. Das letzte dass er von Gaby sah, war, wie sie den Gang hinunter rannte und hinter der nächsten Biegung verschwand.


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Fran Offline

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04.07.2010 21:48
#145 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo ihr Lieben Ich glaub ich mach mal eben schnell weiter, wenn ihr Marc schon vermisst. Will ich natürlich nicht Viel Spass :)

Am nächsten Morgen schob Gretchen eine Akte nach der anderen von sich weg und verzog daraufhin ratlos die Lippen. Sie liess die Schultern hängen und schaute über die Reception hinweg. „Schwester Ingebold?“
Die Schwester, welche vor dem Computer sass, drehte sich fragend um.
„Wissen Sie vielleicht wo Schwester Sabine ist, ich kann hier nirgends die Mappe von dem…Schluckauf finden.“, sagte Gretchen und hob wieder ein paar Mappen an, bis sie es ganz aufgab.
„Sie ist mit dem Mittagessen unterwegs.“, antwortete Schwester Ingebold, nachdem sie einen Blick auf den Dienstplan geworfen hatte, „dritter Stock.“
„Gut danke.“, antwortete Gretchen lächelnd und wandte sich um.

Gretchen öffnete ungeachtet von dessen Inhalt die Patientenzimmertür und begann schon zu sprechen. „Schwester Sabine, können Sie mir sagen wo-“, begann Gretchen, brach aber just ab, als sie einen Blick in das Zimmer indem sie nun stand, warf, „-was ist denn hier los?“
Marc starrte stier zur Decke und machte keinen Wank. Schwester Sabine stand mit dem Tablett voller Essen vor seinem Bett und schaute fast fassungslos Elke zu, die mit der Gabel das Essen hin und her schob. Olivier hindessen, sass auf dem Nachbarsbett und schüttelte seufzend den Kopf.
„Unglaublich. Nicht fassbar ist das, eine Frechheit!“ Elke war die Gabel hin und hob beide Hände, worauf sie mit einer nach etwas in ihrer Handtasche suchte.
„Elke…!“, murmelte Olivier genervt und verdrehte die Augen, „mach bitte keinen Aufstand.“
„Sei still Olivier. Du bist ein Mann, du verstehst das garantiert nicht.“, gab diese energisch zurück und holte kurzerhand eine kleine Desinfketionsdose aus ihrer Handtasche.
Gretchen schaute irritiert zu Sabine, welche kurz mit den Schultern zuckte.
„Kannst du dir vorstellen, wie viel Chemie in diesem Essen steckt?“, fragte Elke und spritzte sich einen Haufen voller Creme auf ihre Hände, worauf sie zu Marc nickte, der immer noch zur Decke starrte, „kein Wunder wird der Junge nicht gesund, bei diesem Essen!“
„Elke, er ist gestern angeschossen worden. Heilung passiert nicht von heute auf morgen.“
„Ja das hat man in deinem Fall bestens gemerkt!“
Gretchen seufzte, verdrehte die Augen und hob beide Hände. „Also bitte, so geht das nicht. Alle raus die nicht in dieses Zimmer gehören. Sabine, Sie ebenfalls, ich muss Sie etwas fragen.“
„Jawohl Frau Doktor.“, gab diese leise zurück, warf nochmals einen Blick auf Elke und Olivier und verliess dann das Zimmer mit Gretchen.
„Tut mir…leid Frau Doktor, ich wollte eigentlich nicht so lange bleiben…“, meinte Sabine und stellte das Tablett auf den kleinen, rollenden Tisch vor dem Zimmer.
„Kein Problem, ist ja nicht ihre Schuld. Ich wollte Sie eigentlich fragen wo-“, begann Gretchen, wurde jedoch von der Türe hinter ihr unterbrochen.
Diese wurde aufgestossen und Gretchen liess perplex ihre Schultern sinken. „Äh…was wird das jetzt?“
Marc schloss hinter ihm die Türe und schaute unmissverstanden auf Gretchen. Diese schaute kurz an ihm hinunter und sah zu, wie er im Patientenhemd, das oberhalb seiner Knie aufhörte, vor der Türe stand.
„Du…hast gesagt alle raus die nicht in dieses Zimmer gehören und gerade jetzt erachte ich es als-“
„Äh…ja aber…ich hab eigentlich nicht den Patienten gemeint?“, fragte Gretchen und schaute zu, wie er genervt ausatmete.
Sabine versuchte ihr Schmunzeln in den Griff zu bekommen und kratzte sich an der Nase.
„Marc du bist erst gerade frisch operiert, hast du ernsthaft das Gefühl ich lass dich hier draussen-“
„Du ich mach keinen einzigen Schritt zurück in dieses Zimmer, hast du das verstanden?“, fragte er sie kühl, hob beide Augenbrauen und zeigte mit dem Finger auf sie.
Gretchen seufzte und verdrehte genervt die Augen, ehe sie einen Schritt auf ihn zumachte und das Hemd etwas zurrecht zupfte. „Mir tut es ja auch leid dass du solche Eltern hast, aber da kann ich jetzt wirklich nicht viel machen.“
Gretchen berührte seine Wunde, worauf er die Lippen zusammenpresste und die Augen kurz schloss.
„Tschuldige…“, murmelte sie und schaute wiederum seufzend in sein Gesicht, „na komm, geh wieder rein.“
Marc öffnete die Augen und schaute sie fast fordernd an. „Du musst die rausschmeissen. In Ordnung? Schmeiss sie raus, gib ihnen Hausverbot, egal was!“
Aufgrund dieser vehementen Bitte und seinem Gesichtsausdruck versuchte Gretchen nicht zu Grinsen. „Marc ich…kann da wirklich herzlichst wenig machen, ich hab da nicht mal die Befugnis für.“
Marc legte die Stirn in Falten und schaute kurz zur Seite. „Stimmt.“
Sabine und Gretchen schauten perplex zu, wie Marc sich umdrehte und die Türe aufriss.
Gretchen presste die Lippen zusammen und kratzte sich am Ohr, als sie sein nacktes Hinterteil, das zwischen dem Hemd zum Vorschein kam, versuchte zu ignorieren.
Sabine hin dessen schaute fast anbetend auf Marcs Hintern.
„Mutter. Du hast Hausverbot.“


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Fran Offline

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05.07.2010 14:59
#146 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Uaaah, da hat sich wieder ein schweizerdeutsches 'Wort' eingeschlichen Spürnase Kate hat es erfolgreich gefunden (Als ob es Absicht war) "und machte keinen Wank" heisst soviel wie, er bewegte sich nicht, er rührte sich nicht. Keinen Wank machen Na, wieder was gelernt? Heute Abend gibts nix, daher kommt jetzt die ganze Ladung auf den Tisch Danke für eure Kommentare

„Bitte was?“, fragte Elke überrascht, „Marc Olivier, unterlass die merkwürdigen Scherze.“
„Du das ist kein Scherz, das ist mein blutiger Ernst.“, gab Marc zurück und lief zu seinem Bett hin, worauf er die Decke zurück riss.
Elke presste die Lippen zusammen und schaute ihn mit grossen Augen an. „Ich bin deine Mutter!“
„Ja das…ist leider so, also würdest du dann bitte?“ Er hob beide Augenbrauen und zeigte mit der Hand zu der Türe.
„Ja aber…-“, begann Elke entrüstet, worauf sie jedoch von Olivier unterbrochen wurde. „Elke komm. Der Junge braucht seine Ruhe.“
Marc nickte einmal und legte sich dann wieder zurück ins Bett.
Olivier stand hinter Elke, legte beide Hände auf ihre Oberarme und führte sie aus dem Zimmer.
„Aber...Olivier, was ist wenn ich einen…einen Herzanfall bekomme!“, sagte Elke lauter und schaute auf ihren Sohn, der die Lippen verzog und sie sprachlos anschaute, „willst du etwa für den Tod deiner Mutter verantwortlich sein? Willst du das?“
„Na komm wir wissen beide, dass dich nichts so schnell umhaut.“, erwiderte Marc trocken, verdrehte die Augen und zog die Decke hoch, worauf er wieder die Augen schloss, als er die Wunde spürte.
Gretchen und Sabine, welche beide die Arme vor der Brust verschränkt hatten, machten einen kleinen Schritt beiseite als Olivier seine Exfrau aus dem Zimmer führte.
„Olivier mein Sohn…er hasst mich.“
„Blödsinn Elke.“, entgegnete Olivier und schüttelte den Kopf, „er braucht nur seine Ruhe.“ Olivier warf einen entschuldigenden Blick zu Gretchen, doch diese winkte nur ab.
„Was wenn etwas passiert Olivier. Was wenn!“
Olivier führte sie weiter den Gang hinunter und Gretchen und Sabine hörten nur noch ihr Beschwerden, dass langsam leiser wurde.
„Bin ich dann nicht mehr willkommen? Denkst du mein eigener…Sohn würde seiner Mutter…“
Sabine schmunzelte vor sich hin, ehe sie Gretchen anschaute. „Sie wollten etwas Frau Doktor?“
Gretchen wandte schnell ihren Kopf und überlegte einen kurzen Moment. „Äh…ja! Ja genau ich hab die Akte vom Schluckauf gesucht. Die Frau mit dem Pneumothorax.“
„Ach Frau Hofmann meinen Sie.“, antwortete Sabine und nickte mit grossen Augen, „ja ich hab die Akte bei mir auf dem Tisch…irgendwo. Ich hab noch ziemlich viel abzuarbeiten.“
„Jetzt sagen Sie aber nicht, dass Sie wieder die Arbeit von Meier machen.“, sagte Gretchen und schaute Sabine perplex an, welche etwas beschämt den Kopf senkte. „Da er jetzt ausser Gefecht ist…muss ja jemand die Arbeit erledigen.“
Gretchen seufzte und griff kurzerhand nach dem Tablett mit dem Essen. „Das ist wirklich nett von Ihnen Sabine, aber Sie haben schon genügend zu tun. Verteilen Sie jetzt das Essen und ich kümmere mich dann um die Akte.“
Sabine nickte knapp und schob den kleinen Tisch weiter voran zum nächsten Zimmer.
Gretchen hin dessen wandte sich um und öffnete die Türe zu Marcs Zimmer mit dem Ellbogen.

http://www.youtube.com/watch?v=6yE2gXIosp4&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=QHAg4SFDOm4
http://www.youtube.com/watch?v=ZfgV8UKk9po

Bärbel summte fröhlich vor sich hin, als sie mit dem Staubwedel über die verschiedenen Skulpturen und Tische wischte. Ihre Schritte führten sie durch den Gang in der unteren Etage, als es an der Türe klingelte.
Bärbel legte den Staubwedel beiseite und schritt mit kleinen Schritten und immer noch summend zu der Türe. „Ich komme!“, rief sie und nur wenige Sekunden später, machte sie die Türe mit einem freundlichen Lächeln auf. „Ja bitte…?“
„Princessa!“
Bärbels Lächeln erstarb augenblicklich wieder, als sie in das Gesicht ihrer Exaffaire blickte. Schnell schlug sie die Türe wieder zu und schaute mit grossen Augen auf das Glas vor ihr.
„Principessa, so mach doch auf, bitte!“ Erik klopfte bittend gegen die Türe.
Bärbel blinzelte ein paar Mal und ihr Blick fiel zurück auf den Gang. An der Wand neben der Garderobe stand das Bild, welches mit dem Gemälde zur Wand neigte und mit einem zusätzlichen Tuch bedeckt war.
Wieder schaute sie nach vorne und entschied sich die Türe zu öffnen. „Was willst du?“
Ein erleichtertes Lächeln erschien auf Eriks Lippen und er schüttelte den Kopf. „Du siehst so wunderschön aus!“
„Erik, was willst du hier?“, fragte Bärbel vehementer und blickte automatisch über seine Schulter nach den Nachbarn, „ich will dich nicht mehr sehen!“
„Du hast nicht auf meine Überraschung geantwortet!“, gab dieser als Antwort und schaute sie mit fragenden Blick an, „ich habe gedacht, dass es dir gefallen würde!“
„Mir gefallen würde…?“, erwiderte Bärbel fassungslos und schüttelte eindringlich den Kopf, „was fällt dir ein, ich will nichts mehr mit dir zu tun haben, so versteh das doch!“
„Aber…ich habe mir etwas aufgebaut Principessa! Ich habe eine eigene Ausstellung, hier in Berlin!“
Bärbel schaute ihn unmissverständlich an. „Eine Ausstellung?“
„Ja…ja!“, erwiderte Erik glücklich und trat einen Schritt näher, worauf er unaufgefordert Bärbels Hände ergriff. Diese schaute irritiert nach unten und wollte ihn abschütteln, was er aber nicht zuliess.
„Alle unsere schönen Stunden, verewigt auf Leinwände, so gross wie unsere Leidenschaft es war…kannst du dir das vorstellen?“ Er schaute sie mit grossen, glücklichen Augen an, währenddessen Bärbels ihn fassungslos anschauten. „Sag mal…aber ansonsten…das geht doch nicht!“ Endlich war es ihr möglich, seine Hände abzuschütteln, worauf seine Gesichtszüge entgleisten.
„Du kannst doch nicht ernsthaft von mir erwarten, dass ich alles über Board werfe, nur weil du…du eine Ausstellung auf die Beine gestellt hast!“, sagte Bärbel vehement und winkte mit den Händen neben ihr, „und es ist…wirklich unerhört, dass du denkst, du kannst hier einfach so auftauchen!“
„Aber ich dachte…ich dachte wir könnten wenigstens-“
„Nein Erik, nein.“, antwortete Bärbel und reckte ihr Kinn, worauf sie ihn aber etwas unschlüssig anschaute, „ich…kann ja verstehen dass du…dein Temperament vielleicht nicht im Griff hast, aber dass ist…noch lange kein Grund mich wieder zu…kontaktieren, bitte!“
Sein Gesichtsausdruck wurde trüber und er schaute auf den Boden. „Alles habe ich dir zu verdanken…“
„Ja…ja das könnte ich auch behaupten!“, sagte Bärbel und hob die Augenbrauen, „ich könnte dich sofort anzeigen mein Lieber! Sofort! Du hast einfach so den Schlüssel für das Bankkonto genommen!“
„Das tut mir so leid Principessa!“, sagte Eric schnell und nahm wiederum ihre Hände, „ich habe nicht alles gebraucht, ich musste nur Startkapital haben, für meine Ausstellung!“
„Das ist…ganz egal, Eric!“, erwiderte Bärbel und schüttelte wieder seine Hände ab, „wenn du…wenn du mich glücklich sehen willst, dann gib mir gefälligst unser Geld wieder!“
Eric schaute wieder zu Boden und seufzte ehe er unkontrolliert nickte. „In Ordnung.“
Bärbel presste die Lippen zusammen und nickte ebenfalls. „Gut.“
Eric schaute wieder hoch und versuchte ein Lächeln zustande zu bringen, worauf Bärbel seufzte und ihre Hand an seine Wange hielt. „Jetzt schau mich nicht so traurig an.“
Eric schloss die Augen und streckte seine Wange ihrer Hand entgegen.
„Du hast ja jetzt was Handfestes also…versuch dein Leben auf die Reihe zu bekommen. Aber ohne mich…ja?“
Eric schluckte und seufzte. „Ja in Ordnung. Was dich glücklich macht Principessa.“
Bärbel legte den Kopf schief und lächelte.
Eric nickte ihr zu, wandte sich dann um und lief die wenigen Treppen hinunter. Bärbel schaute ihm noch kurz hinterher und schloss dann seufzend die Türe. „Die heutige Jugend…“


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06.07.2010 21:42
#147 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Es geht weiter, entschuldigt die klitzekleine Verspätung. Dafür gibt es Zucker

Gretchen knallte das Tablett mit dem Essen auf den kleinen Tisch über dem Bett. „Hier.“
Marc schaute mit den Augen von einer Zeitschrift hoch. „Ess ich nicht.“
Gretchen seufzte und setzte sich aufs Bett und neben dem verschiebbaren Tisch neben ihr. „Du musst essen Marc.“
„Hab keinen Hunger.“
Gretchen hob den Plastik von dem neuen Essen weg und schaute ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Wenn du bald wieder hier raus willst, dann isst du jetzt. Solltest mal deinen Hintern sehn, sieht schon magerer aus…“, seufzte sie, nahm eine Gabel und verteilte das gehackte Fleisch ein bisschen, sodass es nicht mehr allzu heiss war.
Marc liess die Zeitschrift sinken und schaute sie ausdruckslos an. „Was soll denn das jetzt wieder heissen.“
„Das ich nicht will dass du mir von den Knochen fällst. Also hopp.“ Sie nickte auf das Essen zu und hielt ihm die Gabel hin.
Marc stöhnte genervt auf und legte die Zeitschrift beiseite. Er warf Gretchen einen bissigen Blick zu, nahm aber die Gabel zu Hand.
„Wusst ich doch dass dein Hintern dir Eindruck macht.“
„Mhm und dein Hintern umso mehr, darum will ich ja meine Finger von dem Zeugs lassen.“, sagte Marc trocken und schob den Kartoffelstock auseinander.
„Ey…kannst dich auch gerne selber versorgen.“ Gretchen warf ihm einen ungläubigen Blick zu und wollte aufstehen, als er nach ihrem Handgelenk fasste und die Augenbrauen hoch zog. „Na komm. Bleib hier.“
Gretchen liess sich wieder auf die Mattratze fallen, schaute ihn aber fragend an. „Willst du auch noch meine Brüste beleidigen oder wie?“
Marc seufzte und liess seinen Kopf in das Kissen senken, worauf er sie anschaute. „Gretchen du solltest langsam wissen, dass ich deinen Hintern genauso mag wie deine Brüste.“
„Ja klar…“, sagte sie leise und sank ihren Blick auf ihre Knie.

Und auch wenn. Frau kann nie genügend Bestätigung bekommen. Und Komplimente.

Marc schaute sie für einen Moment an, ehe er sich umwandte und seinen Körper auf den gesunden Arm abstützte. Er hob die freie Hand und hob mit einem Finger ihr Kinn hoch, sodass sie ihn wieder anschauen musste.
Marc hob die Augenbrauen und schaute sie sanft durch wenige Stirnfransen an. „Hasenzahn? Du nervst…du bist schnell beleidigt, du…“, begann er seufzend und schüttelte dann leicht den Kopf, „aber ich mag dich so wie du bist. In Ordnung?“
Gretchen blinzelte und versuchte sich nicht in seinen Augen zu verlieren. „Wirklich?“
„Ja höchstwahrscheinlich schon, sonst würde ich mir ja diesen Kram nicht antun, oder?“, fragte er zurück und nickte ungläubig auf das Essen vor ihm und dann halbwegs auf sie und ihn.
Gretchen verzog ihre Lippen zu einem schwachen, dennoch glücklichen Lächeln.

http://www.youtube.com/watch?v=_uoLQ2qtXQk
http://www.youtube.com/watch?v=LFSfdL5lPoY

Hach…gibt nichts Schöneres als Komplimente und Liebe und…Marc Meier…

„Marc…“, sagte sie leise, doch Marc hob wiederum einen Finger und legte ihr diesen auf die Lippen. „Sag nichts Gretchen…bitte.“
Ihre Augen schauten in die seinen und ein wohliges Gefühl breitete sich in ihrem Körper aus.
Marc hielt ihrem Blick stand, bis er die Decke zurückschlug und sich so vom Bett bewegte, dass Gretchen aufstehen musste. „Marc was…-“, begann sie, schaute aber sofort nach unten zu ihren Füssen. Sie bewegte ihre Zehen und sah zu, wie der feine Sand ihre Füsse begrub. Als sie wieder aufsah, stand Marc, in einem weissen Hemd und beige ¾ Hosen vor ihr.
Ein sanftes Lächeln lag auf seinen Lippen und er machte einen Schritt auf sie zu, worauf er eine Hand langsam um ihre Taille führte, und die andere an ihre Wange legte.
Ein kühler, angenehmer Wind wehte ihr um die Beine und das lange, türkisfarbene Kleid welches sie trug, flatterte hinter ihr. Ihre grossen Locken wehten über ihre Schulter und als sie zusah, wie Marcs Augen über ihre Haare wanderten, hob sie eine Hand. Sie lächelte, als sie eine grosse Blume in ihrem Haar ausmachen konnte, welche die Mehrheit der Haare zusammen hielt.
„Marc…“, flüsterte sie und sah zu, wie seine Lippen den ihren immer näher kam.
Er verzog seine Mundwinkel zu einem einseitigen Lächeln, währenddessen seine Finger sanft über ihre Wangen strichen. „Gretchen…du bist die Einzige…weißt du das?“
Er schaute sie ernst an, die Stirn sanft in Falten gelegt, den Blick aufrichtig auf ihr.
Gretchen öffnete den Mund und atmete tief ein. Seine Finger und seine Hand an ihrer Taille, welche sie langsam streichelte, gaben ihr Gänsehaut.
Sie seufzte, lächelte und schüttelte sanft den Kopf. „Ich habe so lange auf diese Worte gewartet Marc…“
„Ich weiss.“, sagte er und schluckte, „ich weiss…und jetzt…will ich nur noch mit dir zusammen sein.“
Seine Lippen senkten sich langsam und berührten sanft die ihren. Gretchen schloss die Augen und gab sich dem Kuss hin. Seine Hand drückte sie noch mehr an sich und sie schauderte, als sie seinen Körper ganz nah an ihrem fühlte.
Seine Hand an ihrer Wange schob sich langsam nach hinten in den Nacken, wo seine Fingerspitzen sie vorsichtig streichelten.
Nach ein paar Sekunden brach er den Kuss ab und lächelte sie an. „Komm mit…“
Seien Hand an ihrer Taille griff langsam nach ihrer Hand und seine Finger umschlossen die ihren. Gretchen wandte sich um und sie hielt den Atem an, so schön war der Anblick.
Marc, er schon einen Schritt weiter vorne war, blieb stehen und wandte sich fragend zu ihr um. Als er ihren Gesichtsausdruck sah, lächelte er. „Kommst du?“
Gretchen schaute ihn an und nickte bevor sie mit ungläubigem Gesicht mit ihm nach vorne schritt.
Ein Sonnenuntergang, so schön wie sie es sich nur in ihren schönsten Träumen ausmalen konnte, breitete sich vor ihr aus. Die Wellen schlugen langsam an den Strand und ein sanfter Wind wehte Marcs Haare durcheinander. Der Himmel bat eine wunderschöne Kulisse – so orange, rosarot und gelblich erstreckte er sich über dem Horizont des Meeres vor ihr. Ihr Blick wanderte über die feinen Wellen, über die Felsen zu ihrer rechten und dann weiter zur ihrer Linken. Ihr Herz schien zu schmelzen, als sie erkannte, was Marc vorhatte. „Oh Marc…“
Ein weisses Pferd mit einem Sattel stand vor ihnen und schüttelte seine wilde, weisse Mähne bevor es ihr zunickte. Mit einer Hufe scharrte es im Sand und es machte ein paar Schritte nach hinten und wieder nach vorne, ehe es ruhig stehen blieb.
Marc führte sie zu dem Pferd und bedachte Gretchen mit genauem Blick. Diese schaute ehrfürchtig auf das weisse Pferd und streckte die Hand aus, um seinen Kopf zu streicheln. Der Sound der Wellen, welche leise hinter ihnen brachen, gab dem ganzen noch den Rest.
Gretchen lächelte glücklich zu Marc, der ihre Hand drückte und nach hinten nickte. „Na komm.“
Er führte sie neben das Pferd und half ihr beim aufsitzen. Gretchen zog sich mit aller Kraft sie hatte auf den Rücken des Pferdes und sah zu, wie Marc sich hinter ihr hochzog. Er rutschte nah an sie heran, streckte seine Arme unter den ihnen hervor und griff nach den Zügeln.
Gretchen konnte nicht glauben, wie schön alles aussah.
Sie spürte Marcs Atem an ihrer Wange und legte den Kopf ein bisschen schräg, als er ihre Wange küsste und dann weiter hinab zu ihrem Nacken ging. Obwohl ihr seine Berührungen bereits schon Gänsehaut bescherten, war dies noch eine Spur heftiger. Sie schauderte und schloss die Augen, worauf er von ihr abliess und sie fürsorglich anschaute. „Frierst du?“
Gretchen öffnete die Augen und schaute in seine warmen, grünen Augen. „Nein…ich bin nur so…glücklich Marc…“
Er verzog seine Lippen zu einem Lächeln und schaute sie verliebt an. Ohne wegzusehen, gab er dem Pferd einen sanften Stoss mit seinem Fuss, was es in Bewegung setzte. Nach ein paar Sekunden wurde Marcs Blick wieder ernst und er schaute zwischen ihren Augen hin und her. „Du bist die einzige Frau mit der ich in den Sonnenuntergang reiten will Gretchen.“
Gretchen wollte etwas erwidern, war jedoch zu überwältigt.
Marc blinzelte ein paar Mal bis er sie ruhig anschaute. „Ich liebe dich, Gretchen.“
Ihr Herz schien in den Keller zu fallen und sie seufzte auf. „Oh Marc…ich liebe-“

„Hasenzahn….was genau…?“
Gretchen öffnete erschrocken die Augen. Sie blinzelte schnell und schaute auf Marc, der sie mit verzogenen Lippen und unsicherem Blick anschaute. „Äh…“


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07.07.2010 19:21
#148 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Danke an die Kommischreiber und alle stillen Leser :) Den nächsten Teil widme ich....Schneewittchen, weil sie so lieb gefragt hat

http://www.youtube.com/watch?v=_DaU61m-xQA&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=M4AX1Muu7_I&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=p_zdh9Qm394&feature=related

„Gretchen...wolltest… du gerade-?“, begann Marc, zeigte skeptisch mit dem Finger auf sie, worauf sie ihn fragend anschaute. Marc hielt inne und schaute sie einen Moment an. „Wolltest du gerade sagen dass du mich vielleicht-“
Gretchens Blick fiel auf sein Tablett. „Beneidest?“, fragte sie und schnappte sich kurzerhand den Pudding auf seinem Tablett, was er ungläubig begutachtete. „Pudding.“
„Pudding.“ Gretchen hob beide Augenbrauen, presste die Lippen aufeinander und nickte schwer, „ja Pudding…das…liebe ich. Kann ja gar nicht genügend davon bekommen.“ Sie lachte auf, stand auf und hob den Pudding hoch.
„Ah.“
„Ja also…bin ja eigentlich auch froh magst du das essen nicht, sonst würde ich ja nie zu…Pudding…kommen.“, sagte sie möglichst überzeugend und setzte sich in Bewegung.
Marc hatte beide Augenbrauen erhoben und nickte langsam.



„Also…muss mal wieder. Hab noch andere Patienten und wollte eigentlich noch nach dem…Pneumothorax schauen.“ Sie zuckte entschuldigend mit den Schultern und torkelte mehr schlecht als recht zu der Türe hin.
Marc sagte nichts sondern schaute sie nur ungläubig an.
„Man sieht sich!“ Gretchen hob nochmals lächelnd den Pudding, machte die Türe hinter sich auf und schlüpfte durch den Spalt. Sie knallte die Türe zu und lies sich dagegen fallen. Sie schloss die Augen und verfluchte sich innerlich, immer noch die anhaltende Röte auf ihren Wangen spürend.
„Frau Doktor?“
Gretchen öffnete die Augen und schaute auf Doktor Hassmann, die amüsiert vor ihr stand. „Doktor Hassmann.“
Diese verschränkte die Arme vor der Brust und schürzte amüsiert die Lippen. „Wir klauen also schon den Pudding von den Patienten?“
„Was?“, fragte Gretchen irritiert und folgte dann ihrem Blick auf ihre Hand. Sie schaute nach unten und hob den Pudding hoch. „Ach! Der Pudding!“, lachte Gretchen und schüttelte dann den Kopf, „ganz sicher nicht, käme mir ja nie in den…Sinn.“
„Sagen Sie mal…was wir Kollegen uns eigentlich fragen in letzter Zeit.“, meinte Frau Hassmann und verschränkte nachdenklich die Arme vor der Brust, „Meier und Sie, da geht doch garantiert was, oder?“
„Äh…“, begann Gretchen und hob nichtsahnend die Augenbrauen, „da wüssten Sie jetzt…wahrscheinlich mehr als ich, was soll denn da…gehen?“
„Ach jetzt verkaufen Sie mich nicht für blöd. Das mag vielleicht mit einem Therapeuten funktionieren, aber ich warne Sie, wenn Sie den auch noch auf Ihre Liste setzten, dann haben wir ein ernsthaftes Problem.“
„Mit einem…Therapeuten?“, wiederholte Gretchen irritiert und liess die Hand wieder sinken, „was sollte ich denn mit einem Therapeuten, der würde mir ja noch…total zusetzen.“
Doktor Hassmann hob ungläubig eine Augenbraue, worauf Gretchen unschuldig mit den Schultern zuckte. „Ja ist doch bekannt dass die alles…in den Grund und Boden reden.“
„Mhm.“ Hassmann schaute sie kurz Kaugummi kauend an, ehe sie sich ein Stück nach vorne lehnte, „ich hoffe es bleibt dabei. Denken Sie ja nicht Sie könnten hier jedem männlichen Mitarbeiter in diesem Krankenhaus Ihren Stempel aufdrücken.“
„Äh…“, begann Gretchen und schaute sie mit gekrauster Stirn an, „Doktor Hassmann, Sie…können sich sicher sein, dass es sicherlich nicht in meiner Absicht liegt-“
„Ja das ist klar.“, antwortete diese mit einem ungläubigen Unterton, „natürlich ist es nie Ihre Absicht. Das macht das Ganze nur noch schlimmer.“
„Also ich-“, meinte Gretchen, doch Frau Hassmann liess die Arme sinken und schüttelte den Kopf. „Ist ja kein Wunder dass man Sie gern hat, aber man sollte meinen drei Männer würden genügen.“
„Doktor Hassmann, ich kann Ihnen wirklich versichern, dass ich-“
„Ja ja schon gut.“, antwortete diese gelangweilt und winkte ab, „denken Sie aber mal netterweise auch an andere also an…mich?“
„Äh-“
Doch Doktor Hassman schaute sie nur noch einmal eindringlich und seufzend an, ehe sie sich umwandte und weiter den Gang hinunter schritt.
Gretchen legte die Stirn in Falten und schaute ihr einen Moment hinterher. Dann hielt sie den Pudding in ihrer Hand hoch, bis ihr in den Sinn kam, warum sie Marc eigentlich besuchen wollte. Sie wandte sich schnell um und riss die Türe wieder auf.
Marc der gerade die Gabel im Kartoffelstock niederlassen wollte, schaute, mit immer noch dem gleichen zweifelndem Gesichtsausdruck, auf.
Gretchen streckte ihren Kopf hinein und schaute ihn kurz gespielt auflächelnd an. „Du sag mal Marc, du nimmst nicht zufällig irgendwelche Drogen oder…Tabletten oder so, oder?“
Marc liess die Schultern sinken und ledigliche Gesichtszüge entfielen ihm. „Hast du jetzt den Arsch-“
„Ja war ne dumme Frage, entschuldige!“, sagte sie schnell, zog den Kopf aus der Türe und knallte diese wieder zu. Sie lehnte sich dagegen, schaute auf den Gang und blies eine Strähne aus ihrem Gesicht.

Gut. War ja auch klar. Eigentlich.


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Fran Offline

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08.07.2010 14:25
#149 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo zusammen :) Meine Kommentare sind bei den Kommentaren zu finden Weiter gehts! Heute Abend wird leider nichts mehr kommen, daher ist dieser Teil etwas länger

Gretchen strich mit ihren Händen über den Kittel, reckte den Kopf und machte sich auf den Weg ins Schwesternzimmer um die richtige Akte zu holen.
Auf dem halben Weg kam ihr Doktor Stevenson entgegen, der ihr mit einer Akte in der Hand zunickte.
Gretchen verlangsamte ihre Schritte und hob beide Augenbrauen.
„Doktor Haase! Sie kommen nicht per Zufall von Doktor Meier?“
„Äh…wieso?“, fragte Gretchen etwas ertappt und schaute zur Seite.

Man wird mir das doch nicht vom Gesicht ablesen…nein. Komplett unmöglich.

„Ich bin gerade auf dem Weg zu ihm.“, antwortete Stevenson und hob beide Augenbrauen, worauf er mit der Akte in seine freie Hand klopfte.
„Ach so.“, meinte Gretchen und schaute von der Akte zu ihm auf, „ja das ist…eigentlich momentan ziemlich schlecht. Also…er kann jetzt grad nicht.“
Stevenson legte die Stirn in Falten und schaute sie verwundert an. „Wieso…? Also…er wird doch wohl noch ans Bett gefesselt sein, oder nicht?“
„Oh doch, ja er ist…definitiv ans Bett gefesselt.“, erwiderte Gretchen schnell und nickte. Als ihr Blick wieder auf sein Gesicht fiel, entfiel ihr Lächeln. „Nicht so wie Sie jetzt…also nicht dass Sie jetzt denken ich hätte mit…also, nein garantiert nicht.“ Sie lachte auf und schüttelte den Kopf, worauf er ebenfalls grinste und nickte. „Hätte ich nicht erwartend, keine Bange.“
Gretchens Lachen erlosch und sie verschränkte die Arme vor der Brust. „Nicht?“
„Nun ja, ich betrachte Sie als eine kompetente und eifrige Mitarbeiterin.“, sagte Stevenson, schaute kurz auf seine Schuhe und dann wieder lächelnd hoch, „nebenbei sind Sie die Tochter des Chefs, da wird Ihnen eine korrekte Arbeit und ein korrektes Benehmen sicher am Herzen liegen.“
Gretchen lächelte gekünstelt und nickte, den Blick auf ihn gerichtet.

Das ist doch garantiert typisches, hinterhältiges Therapeutengequatsche…


„Ich brauche nicht lange. Ein paar Minuten nur.“ Er zwinkerte ihr zu und wollte sich an ihr vorbeischieben, doch Gretchen machte einen Schritt zur Seite, sodass er keinen Durchgang mehr hatte.
Stevenson schaute überrascht und fragend zugleich auf.
„Wirklich, jetzt ist grad ganz…dumm. Er isst gerade.“, sagte Gretchen schnell und schaute ihn möglichst kompetent lächelnd an.
„Essen.“, wiederholte Stevenson amüsiert und hielt die Akte vor sich hin.
„Genau.“, sagte Gretchen, schluckte und nickte eindringlich, „und wir wissen ja eigentlich alle dass man während dem Essen nicht gestört werden sollte. Also sonst…ja, kriegt man wieder neu Hunger und wir haben ja hier auch noch andere…Patienten…“ Gretchen schaute auf und blickte in das lächelnde Gesicht von Stevenson. Sie räusperte sich und zuckte mit den Schultern. „Also ist eigentlich auch egal, jetzt isst er endlich und…ja. Sie können ja dann auch später…vorbei gehen.“
Stevenson schaute sie eine kurze Weile an, ehe er Luft holte und nickte. „Na gut. Dann lassen wir ihn essen.“
Gretchen lächelte breit gekünstelt und nickte ebenfalls, ehe sie sich zum Gehen wandte.
„Haben Sie Hunger vielleicht?“
Gretchen blieb stehen und drehte sich ihm zu. „Wie bitte?“
„Essen.“ Stevenson hob seinen Arm mit der Armbanduhr, „es ist Mittag.“
„Oh. Ja natürlich.“, sagte sie irritiert und zuckte dann entschuldigend mit den Schultern, „aber tut mir leid, ich hab noch einiges zu tun. Gibt noch…einen ganzen Stapel Akten im Schwesternzimmer.“
Stevenson nickte etwas betrübt, versuchte sich aber ein Lächeln abzuringen. „Dann ein anderes Mal vielleicht.“
Gretchen lächelte ebenfalls und nickte ihm zu, ehe sie weiter zum Schwesternzimmer lief.
Stevenson schaute ihr eine Weile nach, bis er seinen Weg fortsetzte. Als er an Marcs Zimmer vorbei kam, blieb er einen Moment stehen und schaute auf die geschlossene Türe. Er überlegte einen kurzen Moment, ehe er kurz anklopfte und eintrat.

„Sabine, ich brauche die Akte von Frau Hofmann.“, sagte Gretchen, währenddessen sie eilig in das Schwesternzimmer lief.
Sabine schoss von ihrem Stuhl hoch und lief zum hinteren Tisch beim Fenster, wo verschiedene Unterlagen verteilt lagen. „Ich hab die Akte…hier irgendwo Frau Doktor.“, sagte sie leise und legte eine Akte nach der anderen auf einen anderen Haufen.
Gretchen reckte den Kopf um mehr zu erkennen, doch da drehte sich Sabine mit einem breiten Grinsen auf den Backen um und hielt die Akte hoch. „Gefunden!“
„Super danke.“, sagte Gretchen, nahm die Mappe entgegen und blätterte ein paar Seiten um, „Sabine…könnten Sie mir einen Gefallen tun?“
„Was denn Frau Doktor?“
„Könnten Sie bitte einen Blick auf Frau Hofmann werfen?“, fragte Gretchen und schaute von der Akte auf, „irgendwelche Anzeichen auf Infektionen, Blutungen, Beschwerden…das übliche. Ginge das?“
„Selbstverständlich…“, sagte Sabine, nahm die Mappe langsam entgegen und schaute Gretchen interessiert an, „Frau Doktor, darf ich fragen, was Sie vorhaben?“
Gretchen, welche sich schon fast umgewandt hatte um in die Umkleide zu gehen, schaute wieder zurück. „Ich äh…muss dringendst etwas abklären.“
„Oh…“, meinte Sabine und kicherte ein bisschen, sodass ihre Schultern zuckten, „alles klar.“
„Äh…was?“, fragte Gretchen irritiert und blinzelte Sabine lächelnd an.
„Naja ich kann mir gut vorstellen…dass Sie den Doktor Meier von seiner Beweislast erlösen wollen und somit sicherstellen möchten, dass der Fall abgeschlossen werden kann.“
Gretchen holte Luft um etwas zu erwidern, schloss dann aber beim Anblick von Sabines glänzenden Augen wieder den Mund. Stattdessen legte sie die Stirn in Falten und zeigte etwas verwirrt mit dem Finger auf sie. „Und woher…genau wissen Sie jetzt von…?“
„Ach ich habe den Doktor Stevenson gehört, wie er mit den Polizisten gesprochen hat.“, sagte Sabine verschwörerisch und trat näher an Gretchen heran, „unter uns gesagt…ich hatte von Anfang an einen schlechten Eindruck von ihm.“
Gretchen deutete ein Nicken an. „Ach…so.“
„Mhm.“ Sabine nickte heftig, „Amerika ist so voller Terroristen, wer weiss ob sie nicht einen ausgeschleust-“
„Also Sabine, jetzt hören Sie auf zu fantasieren.“, unterbrach Gretchen sie dann Augen rollend und wandte sich dann ab in die Garderobe, ehe sie sich beim Laufen noch einmal umwandte, „ich bin mir ganz sicher, dass Florian garantiert nicht von irgendeiner Terroristenrorganisation kommt.“
„Florian…“, wiederholte Sabine misstrauisch und trat wieder näher zu der Garderobe, immer noch die Akte an sich gedrückt.
„Genau.“, meinte Gretchen bestimmt und öffnete ihren Spint und holte ihre Jacke hervor.
„Na ja…wenn Sie es meinen Frau Doktor.“, sagte dann Sabine zerknirscht und zuckte mit einer Schulter, „ich für meinen Teil finde ja, dass der Name an sich schon irgendwie…verrucht…klingt.“ Sie schaute mit grossen Augen auf, worauf sie Gretchen anseufzte. „Also ich…finde ja eigentlich dass er recht höflich ist. Aber das spielt überhaupt keine Rolle, wenn man-“ Sie holte ihre Tasche aus dem Spint und hängte sie über die Schulter- „jemanden Unschuldigen an die Polizei verpfeift.“
„Frau Doktor.“
Gretchen blieb abrupt stehen als Sabine einen Schritt vor ihr machte und sie mit grossen Augen und überzeugt anschaute. „Ich stehe auf Ihrer Seite.“
„Äh…ja, das weiss ich wirklich zu schätzen Schwester Sabine aber jetzt stehen Sie ehrlich gesagt ein bisschen im…-“, sagte Gretchen und lächelte etwas nervös auf, bevor Sabine dann doch einen Schritt beiseite machte. „Oh natürlich.“
Gretchen lächelte ihr kurz gespielt zu und schob sich dann an ihr vorbei.
„Was für eine Freiheitskämpferin.“


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09.07.2010 18:14
#150 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Danke für die Kommis Es freut mich riesig, dass euch die Story immer noch gefällt! Hoffe auch weiterhin :)
Kommissar Gretchen geht jetzt Fall lösen. Ich entschuldige mich übrigens für schweizer Ausdrücke, die rutschen manchmal drunter Viel Spass nun


Marc schaute von seinem Essen hoch zur Türe. „Ich wüsste nicht dass ich jemanden hereingebeten hätte.“
„Entschuldigen Sie die Störung.“, meinte Stevenson, schloss die Türe hinter sich und trat mit der Mappe in der Hand in das Zimmer.
Marc begutachtete dies mit einem trockenen Gesichtsausdruck.
„Wie fühlen Sie sich?“
„Äh…“, begann er und warf die Gabel auf das Tablett vor ihm, ehe er halb amüsiert die Augenbrauen hob und hoch schaute, „wenn das jetzt so ein Psychiatergequatsche werden will, können Sie das gleich vergessen.“
„Keine Bange.“, antwortete Stevenson freundlich, was Marc argwöhnisch begutachtete, „haben Sie irgendwelche Beschwerden? Schmerzen?“ Stevenson liess die Mappe von einer Hand in die andere fallen und schaute ihn fragend und interessiert an.
Marc schaute von der Mappe zu ihm auf. „Beschwerden…so spontan kommt mir nur eine in den Sinn.“

„Zu wem möchten Sie?“
„Zu…Frank.“, sagte Gabi stockend und schaute mit grossen Augen auf den Polizisten, der vor ihr an dem Tisch sass. Dieser beugte sich über einem Klemmbrett, wessen Seiten er hochhielt und wieder senkte. „Nachname?“
„Äh..“ Gabi zuckte entschuldigend mit den Schultern, „den weiss ich nicht, tut mir leid.“
Der etwas dicke Polizist schaute ungläubig auf, schnaubte dann aber durch seinen grauen Schnurrbart auf und liess das Klemmbrett sinken. Langsam erhob er sich von seinem Stuhl der knarrte und schnappte sich einen Schlüsselbund neben ihm. „Kommen Sie mit.“
Gabi lief um den Tisch herum und folgte dem Polizisten zu einer weiteren Doppeltüre, welche er mit einer Hand aufstiess. „Bleiben Sie hinter mir.“, murrte der Mann und führte sie zu einer weiteren Türe.
Gabi erwiderte nichts, sondern drückte ihre schwarze Lederjacke noch enger an sie.
Der Polizist hob eine kleine weisse Karte, die an einem Gummizug an seinem Gurt befestigt war hoch und hielt sie vor einen kleinen Leser. Daraufhin ertönte ein Geräusch und die Lampe über der Türe vor ihnen, leuchtete grün auf.
Der Polizist öffnete die Türe und Gabi folgte ihm. Nach nur wenigen Schritten fand sie sich in einem breiten Gang wieder. Rechts und Links von ihr befanden sich weisse, dicke Türen die mit einem grossen Schloss versehrt waren. Auf Augenhöhe befand sich ein Fenster, durch das man in die Zelle hinein sehen konnte.
Der Polizist lief zu einer Türe, welche nach ein paar Metern schon erreichbar machte. Er schob einen der vielen Schlüssel an dem Bund in das Schlüsselloch, drehte den Schlüssel und zog daraufhin die schwere Türe auf. Dann wandte er sich zu Gabi und nickte ihr zu. „Sie haben 10 Minuten.“
Gabi nickte und trat näher.
„Falls etwas ist, ich stehe dort vorne und warte.“ Der Polizist zeigte mit dem Schlüsselbund auf den Eingang und lief an ihr vorbei.
Gabi wich einen Schritt zur Seite, als der Polizist an ihr vorbei lief und sie noch schnell von oben nach unten beäugte. Sie strich sich eine Strähne nach hinten und legte den Zopf über ihre linke Schulter.
Dann trat sie vor das Gitter, welches immer noch die Zelle vom Gang trennte und schaute hinein.

„Frau Haase!“ Herr Wagner stand von seinem Schreibtisch auf und streckte ihr freundlich die Hand aus. „Wie schön Sie zu sehen.“
Gretchen ergriff diese und nickte ihm lächelnd zu. „Wie schön Sie stehen zu sehen.“
„Dank Ihnen!“ Kommissar Wagner nickte ihr zu und liess sich auf seinen hölzernen Stuhl hinter dem Schreibtisch nieder, ehe er ihr mit der Hand deutete Platz zu nehmen. „Was kann ich für Sie tun?“
„Ich habe wichtige Informationen zum Vorfall von gestern Nacht, vor dem Krankenhaus.“
Die Miene des Kommissares wurde augenblicklich konzentriert und er hob einen Finger. „Einen Moment schnell…Klaus?“
Gretchen schaute überrascht nach hinten und sah zu, wie ein anderer Polizist vom Tisch aufschaute.
„Details im Fall Meier.“

Fall Meier. Ein Fall für Meier. Der Fall des – nein. Nicht abschweifen.

Der Polizist mit Namen Klaus lief eilig herbei, worauf er Kommissar Wagner zunickte. „Heiner ist auf der Strasse, ich leite ihm die Infos aber weiter.“
„Gut, danke.“, erwiderte Wagner und nickte nun Gretchen zu, die von Klaus zu Wagner geschaut hatte, „Frau Haase, das ist Klaus Burger, er ist Spezialist in Fällen von Detektivarbeit, sprich, besonders schwere Vorfälle, Morde, Attentaten.“
„Ach.“, meinte Gretchen und hatte instinktiv das Gefühl, dass Klaus wohl nicht gebraucht wird, „ja dann…freut mich.“
Klaus nickte ihr mit einem angespannten Lächeln zu und auch der Kommissar schaute sie auffordernd an.
„Äh ja…also…es geht eigentlich um die Tabletten von Marc Meier.“ Sie presste die Lippen zusammen und schaute mit grossen Augen zu den Polizisten.
„Ah ja.“
Gretchen rutschte in ihrem Stuhl nach vorne und legte die Arme auf den Tisch, ehe sie mit grossen Augen zu Wagner aufschaute. „Und zwar ist Ihre Quelle gar nicht so kompetent wie Sie denken.“
Der Kommissar hob beide Augenbrauen und schaute sie überrascht an.
„Marc, also…Marc Meier nimmt mit Sicherheit keine Tabletten, und das kann ich Ihnen bestätigen. Der nimmt ja nicht mal Botox und nur weil er so launisch ist, heisst das noch lange nicht, dass er jetzt irgendwelche Drogen konsumiert.“
„Ja, das-“
„Ich weiss, er kann echt unausstehlich sein aber dass ihn grad ein neuer Mitarbeiter so anschwärzt, geht mal gar nicht.“, fuhr Gretchen unbeirrt fort und liess ihren Arm auf den Tisch fallen, „wir sind ja hier nicht in der Politik wo man sich…andauernd ein Messer in den Rücken rammen muss.“
Klaus schaute kurz irritiert zu Wagner der Andeutungen an ein Kopfschütteln machte, als Gretchen aufschaute. „Also nicht…dass sie jetzt denken die machen das, weiss ich…jetzt nicht, will da auch niemanden…beschuldigen oder so.“
„Ähm…Frau Haase?“ Kommissar Wagner verschränkte die Arme auf dem Tisch und lehnte ein Stück nach vorne, „wir haben bereits ein Telefonat mit Doktor Stevenson vom Elisabethkrankenhaus geführt und er konnte mir versichern, dass-“
„Ja, genau das mein ich.“, meinte Gretchen in einem anschuldigenden Ton und liess wiederum ihren Arm schwer auf den Tisch fallen.
Kommissar Wagner öffnete den Mund um etwas zu erwidern und schaute zu Klaus, der ratlos mit den Schultern zuckte.
„Sie können doch den nicht festnehmen, ich mein, was mach ich denn da, der ist mein Oberarzt und…wissen Sie eigentlich wie lange der endlich gebraucht hat ja, um mal zu seinen Gefühlen zu stehen, das kann man sich nämlich nicht vorstellen, ist ja auch fast nicht mehr normal eigentlich.“, Gretchen atmete schwer auf und schaute den Polizisten mit grossen Augen an, „ich mein, Sie sind ja wohl auch ein Mann, da werden Sie mein Problem doch verstehen oder?“
„Äh…“
„Nein war jetzt ne…unprofessionelle Frage eigentlich. Ja.“, sagte dann Gretchen, räusperte sich und setzte sich gerade auf den Stuhl, ehe sie die Tasche auf ihre Knie nahm und einen Moment nachdenklich auf den Tisch schaute, „wissen Sie was?“
Kommissar Wagner hob die Augenbrauen und drehte den Kopf ein bisschen ab um sie fragend anzusehen.
„Sie verhaften Marc Meier auf keinen Fall und ich regle das mit Stevenson. Der kann mal was erleben.“ Gretchen stand entschlossen auf und warf sich die Tasche über die Schulter, „und…ja. Also…danke für die Zeit und…ich werde mich melden wenn ich dann was…gefunden habe.“ Sie warf ein kurzes Lächeln zu den beiden Herren, wandte sich dann um und schritt aus dem Raum.
Die beiden Polizisten schauten ihr regungslos für einen Moment hinterher. „Du Klaus?“
„Hm?“
„Meinst du…wir sollten ihr vielleicht sagen, dass Stevenson schon Entwarnung gegeben hat?“
Klaus zog die Nase kraus und schüttelte den Kopf. „Nee.“
Wagner schaute mit erhobenen Augenbrauen zu seinem Kollegen der mit den Schultern zuckte. „Ich glaube sie bringt das auch alleine fertig.“


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