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Dieses Thema hat 253 Antworten
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 Pausierende und abgebrochene Fortsetzungen!
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Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

07.06.2010 15:12
#101 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo zusammen Wie gesagt, danke nochmals für alle Kommis, das hat mich gefreut :) Jetzt funktionagelt mein Internet endlich und kann euch den nächsten Teil geben, dafür ein bisschen länger Ich hoffe ich kann euch äh...befriedigen

Gretchen merkte dass sie rot wurde, schauten sie die meisten immer noch an. „Marc es…es geht schon.“, sagte sie leise und peinlich berührt, doch dieser dachte nicht daran und stützte sie weiter ab. „Halt die Klappe, ich bin der Arzt hier.“
„Ja und ich nicht oder wie?“, fragte sie verdutzt und schaute zu, dass das niemand gehört hatte.
„Darf ich mal?“, fragte Marc stattdessen zwei Frauen, die ihn fast anbetend anschauten und aphatisch auf den Stühlen Platz machte, sodass sie sich hinsetzten konnten.
„Lass uns jetzt nicht streiten.“, antwortete er trocken und rutschte in seinem Stuhl nach vorne, sodass er sich nach unten bücken konnte, „gib mal-!“
„Ey-!“
„Gretchen, ist alles in Ordnung?“
„Nina…!“, antwortete Gretchen überrascht und schaute lächelnd zu der braunhaarigen Frau in ihrem Alter hoch. Fast erleichtert stellte sie fest, dass ihre ehemalig beste Freundin in der Grundschule in einem noch auffälligeren Outfit gekommen war.



Marc schaute etwas skeptisch nach oben als er neben Gretchens Fuss in die Knie ging. „Nina.“
„Marc!“, erwiderte diese überrascht und schaute dann von Gretchen zu Marc und zeigte hin und her, „dann sag bloss es ist etwas an den Gerüchten dran die da so rum gehen!“
Gretchen seufzte und rollte mit den Augen, als sich Nina neben sie setzte. „Ja ich…würde meinen ist ja eigentlich nicht so schlimm, wenn es nicht heisst das wir verlobt sind oder – aua!“ Sie legte ihre Hand auf ihr Knie und schaute Marc schmerzverzerrt an, der dabei war, den Reissverschluss ihres Stiefels zu öffnen. „Ja jetzt reiss dich aber zusammen hier.“
Gretchen schaute auf und schaute zu, wie Susanne und Rita auf die Bühne gingen und mit dem Mikrofon alle zur Bühne riefen. Die meisten Blicke wurden somit von ihnen abgewendet und nur noch wenige tuschelten und zeigten auf sie beide.
„Komm Marc bitte…lass, in Ordnung?“, fragte sie bittend und nickte nach vorne, „ich will hier wirklich kein Drama machen.“
„Das Drama hat doch schon begonnen als du diese Schuhe angezogen hast.“, bemerkte Marc und schaute zweifelnd zu ihr auf, setzte sich dann jedoch neben sie.
„Carsten ist übrigens auch hier.“, sagte Nina und liess ihre Augen durch die Menge gleiten.
„Was, wirklich?“, fragte Gretchen und liess die Schultern hängen, „oh nein.“
„Carsten war doch…der der die Boole mit seinem Hinterteil aufgewischt hat, oder?“
„Marc!“, zischte Gretchen doch Nina fing an zu kichern, worauf ihr Gretchen einen ungläubigen Blick zuwarf. „Tut mir leid Gretchen aber…ich glaube er ist immer noch in dich verschossen.“
„Oh nicht doch…“, seufzte sie und schaute etwas missmutig in die Menge.
„Er hatte eine ziemlich harte Zeit nachdem du ihn abserviert hast.“, fuhr Nina fort und nickte schwermütig.
„Aber das ist doch schon so lange her…!“, erwiderte Gretchen und schaute sie überrascht an, worauf diese nickte, „ich hoffe einfach der sieht mich nicht, ansonsten-“
„Gretchen? Gretchen Haase! Ich fass es nicht!“



Na toll. Der sieht aus wie Ken.

Reflexartig griff sie nach Marc’s Hand, der auf die ihre schaute und dann fast emotionslos, mit erhobenen Augenbrauen den Kopf hob.
„Carsten! Mensch!“, erwiderte Gretchen und setzte ein gekünsteltes Lächeln auf, wobei ihr Fuss immer noch schmerzte, „mir dir habe ich ja gar nicht gerechnet!“
„Ach ich hab gedacht ich komme vorbei, falls du wieder alleine kommen würdest!“, sagte er, zuckte mit den Schultern und warf sich eine Seite der Perücke nach hinten.
„Mhm…“, meinte Marc und schaute ihn zweifelnd grinsend an.
„Du das ist ja wirklich nett von dir aber…ich bin eigentlich mit…jemandem hier.“, antwortete Gretchen lächelte auf, zuckte mit den Schultern und hob Marc’s und ihre Hand hoch. Dieser schaute sie an als ob sie nicht mehr ganz bei Trost wäre, liess es aber mit sich machen.
„Dann ist es also wahr…“, begann Carsten und nickte langsam, „dann seid ihr also zusammen.“
„Äh…“, begann Gretchen und schaute kurz zu Nina, welche fast nicht merklich den Kopf schüttelte, „also eigentlich…das ist ja heutzutage so überschätzt ob man zusammen ist oder nicht, ne, also…irgendwie ja…nicht.“
„Nicht?“
Gretchen fuhr herum als Marc sie irritiert und überrascht anschaute. Ihre Hand zuckte bei seinem Gesichtsausdruck, doch dieser verschwand so schnell wie er gekommen war. „Nicht.“
„Ach so…“, meinte Carsten und nickte langsam, jedoch nicht sonderlich überzeugt, „aber…erwartet hätte ich es trotzdem nicht irgendwie.“
„Wer hat das schon! Wer hat das schon…!“
Carsten stolperte nach vorne als Thorsten ihm von hinten einen Arm über die Schulter warf. In der freien Hand hielt er eine Bierflasche und schien schon allmählich betrunken zu sein. Er hob diese und zeigte auf die beiden. „Hast deine Chancen wohl verspielt Karsten, da musst du dir wohl eine andere Barbie suchen!“
„Komm Thorsten, verschwinde.“, meinte Nina trocken und nickte nach hinten zu den anderen.
„Nina!“, sagte dieser und kniff die Augen zusammen um sie besser sehen zu können, „Nina und…Gretchen, sag mal Marc weißt du noch, früher wie wir sie genannt haben?“ Er fing an zu kichern und nahm einen Schluck aus der Flasche.
„Nein?“, antwortete Marc und sank seinen Kopf um sich über den Nacken zu streichen.
„Verdammt ich auch nich’ mehr…aber es war wirklich lustig.“, entgegnete Thorsten und lachte.
Gretchen versuchte ihren Fuss zu bewegen und warf einen Blick hinter Thorsten und Carsten. Die meisten starrten sie immer noch an, wobei sie dachte, dass die meisten Blicke wohl eher Marc galten. „Marc…“, meinte Gretchen und lehnte sich ein Stück zu ihm hinüber, „wir könnten dann auch…ansonsten raus gehen oder…einfach ganz verschwinden?“
Er wandte ihr sein Gesicht zu und schaute sie einen Moment an. Anhand ihres Gesichtsausdrucks war es ihm ein leichtes zu erkennen, dass sie sich unwohl in ihrer Haut fühlte. „Na gut. Komm.“ Er stand auf und reichte ihr eine Hand, worauf sie mit seiner Hilfe aufstand. „Nina, meinst du es ist-?“
„Na klar.“, erwiderte diese und strich ihr über den Arm, „aber versprich mir das wir weiteren Kontakt pflegen werden, ja?“
„Selbstverständlich.“, antwortete Gretchen lächelnd und umarmte sie, „es war schön dich wieder zu sehen!“
„Naa!“ Thorsten torkelte zu Marc und boxte ihm in den Arm, worauf dieser aufschaute, „wohin geht’s noch? Also so unter uns gesagt ja…“ Er kam ein Stück näher, worauf Marc einen genervten Gesichtsausdruck auflegte, da Thorsten gewaltig nach Alkohol roch, „diese Braut…diese Braut sieht noch dicker aus als früher und ich kann nicht, nicht, wirklich nicht…nicht verstehen warum…warum du das nimmst, wenn du das haben kannst.“ Er zeigte mit der Flasche nach hinten, zuerst auf Carsten und dann an ihm vorbei in die Menge zu ein paar Frauen, die relativ knapp bekleidet waren.
„Ah ja.“, erwiderte Marc mit einem trockenen Lächeln auf den Lippen und nickte.

http://www.youtube.com/watch?v=3CquMO3vJvo&feature=fvw

Gretchen wurde hellhörig und wandte sich um, um Marc anzuschauen. „Oh Oh.“
„Was ist denn?“, fragte Nina und hob den Kopf um ebenfalls Marc anzusehen.
„Ja das…ich glaub das kommt jetzt weniger gut.“, antwortete Gretchen und schaute zwischen Thorsten, der immer noch lachte und Marc, bei dem der Unterkiefer anfing zu mahlen, hin und her.
„Hey das ist ja…erinnerst du dich, das war das Lied bei dem wir den kleinen…kleinen Rudolf verkloppt haben wegen Hanuta.“, lachte Thorsten und gab ihm einen weiteren Stoss mit der Bierflasche, was Marc dazu veranliess, mit erhobenen Augenbrauen auf diese Stelle zu schauen.
„Das waren Zeiten!“
Marc lachte auf und nickte. „Jaa das waren noch Zeiten!“ Er schaute Thorsten einen Moment mit einem gekünstelten Lachen auf den Lippen an, immer noch nickend. „Und ich kann mich noch so gut daran erinnern wie das ging.“
Bevor sich Thorsten versah, schoss Marc’s Faust in seinen Unterkiefer. Thorsten torkelte und fiel nach hinten, die Bierflasche rollte ihm aus der Hand und für einen Moment schien er desorientiert zu sein.
Ein heller Aufschrei von einer Frauengruppe hinter ihnen, liess alle Köpfe herumschnellen.
„Marc!“, zischte Gretchen und nickte mit alarmierten Gesicht auf die Menge.
„Und jetzt?“, fragte Marc und richtete sich die Jeansjacke, „ist mir doch scheissegal.“
Nina hatte die Hände vor den Mund geworfen und schaute mit grossen Augen auf Thorsten, der sich langsam an die Lippe langte und als er Blut an seinem Finger sah, schaute er mit gerunzelter Stirn zu Marc hoch. „Was ist denn mit dir passiert…hast dich gehen lassen oder was.“
„Jaa ich hab mich gehen lassen, genau.“, antwortete Marc lachend und nickte, „du solltest dich mal ansehen.“ Er lief zu Gretchen hinüber, die einen ziemlich roten Stich im Gesicht hatte, und legte seinen Arm um ihre Taille.
„Marc bitte, es schauen schon alle…“, flüsterte Gretchen etwas nervös und warf einen Seitenblick auf ihre ehemaligen Mitschüler.
„Hasenzahn das geht mir so was von am Arsch vorbei?“, antwortete er sachlich und führte sie aus der Halle, „wahrscheinlich sind wir sowieso die einzigen in diesem Raum die einen anständigen Beruf haben.“
Gerade als die beiden die Halle verlassen wollten, schrie eine weitere Person auf. „Susanne!“
Marc und Gretchen schauten nach hinten und Marc stöhnte genervt auf. „Beschissene Schulzeit!“

Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

08.06.2010 14:58
#102 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Also ihr seid mir eine Herde Zum klarstellen: Wir Schweizer essen nicht viel Schaf. (Oder Haase?) Aber Schokolade <3 Und Käse, ja doch. Manchmal. Also, jetzt geht es weiter Ich hab mir natürlich gedacht, dass ihr die kleine Auseinandersetzung zwischen Marci und Vollpfosten Thorsten mögt. Das Thema wer jetzt mit wem und so...lest selber :) Danke an alle Kommentare und fleissigen Leser

http://www.youtube.com/watch?v=CS9OO0S5w2k

Also das glaub ich jetzt nicht.

„Wieso wieder sind Sie immer zur Stelle wenn jemand verunglückt?“, fragte Gordon mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen, als er die Trage höher einstellte.
„Was?“, fragte sie laut über die Musik und nervte sich gleichzeitig, als dieser anzüglich mit den Augenbrauen zuckte. Gretchen stöhnte auf und rollte mit den Augen, als Marc mit einer kleinen Taschenlampe in die Augen von Susanne leuchtete. „Also das liegt jetzt sicherlich nicht an mir!“, antwortete sie dann laut über die Musik.
„Mh also mir macht es nichts aus!“, erwiderte Gordon ebenfalls in einer lauteren Lautstärke und zog den Gurt um Susanne enger, „so sehen wir uns wenigstens ein paar Mal im Monat!“
Als Gretchen aufschaute sah sie, wie er ihr zuzwinkerte. Sie räusperte sich und warf die Haare nach hinten, worauf sie sah, wie ein paar ihrer Exmitschüler auf sie zeigten. Die Blicke der Frauen gingen von Marc zu Gretchen, von Gretchen zu Gordon und schlussendlich schüttelten sie abschätzig mit dem Kopf.
Gretchen räusperte sich und fühlte sich zunehmend unwohl. „Äh Marc könntest du bitte mal…hier?“
„Was?“, fragte er laut, hob den Kopf und schaute sie mit gekrauster Nase an.
Gretchen nickte fast nicht merklich nach hinten und schaute ihn eindringlich an.
„Ja was?“, fragte er wiederum und schaute in die Gruppe von Frauen, worauf Ines bei seinem Blick über die Lippen leckte.
„Also wenn ich nicht im Dienst wäre, dann würde ich jetzt sehr gerne mit Ihnen ausgehen!“, rief Gordon und winkte einem anderen Sanitäter zu, der die Trage entgegennahm.
„Gordon!“, sagte Gretchen, hob beide Hände und schaute ihn sachlich an, „ich bin nicht an irgendwelchem Date oder Treffen abseits unserer Arbeit interessiert! Ich schätze Ihre…Ihre Bemühungen sehr, aber wie Sie sehen, bin ich mit Doktor Meier hier.“
Gordons Blick ging zu Marc, der amüsiert die Augenbrauen hob, die Hose ein Stück höher zog und den Blick von Ines erwiderte.
Gretchen folgte seinem Blick und schlug Marc kurzerhand auf den Oberarm. Dieser zuckte zusammen und rieb sich die betroffene Stelle. „Ey sag mal!“
„Jetzt glotz nicht ständig anderen Frauen hinter her, was sollen denn die anderen denken…“, erwiderte Gretchen zwischen gepressten Lippen und warf wieder einen Blick in die Menge.
„Äh Hasenzahn?“ Marc lehnte sich ein Stück nach vorne und zeigte zwischen ihm und ihr hin und her, „nach meinem letzten Wissenstand sind wir nicht zusammen und wenn ich mich nicht irre ist es nicht verboten, dass ich andere Frauen anschaue?“
„Ja aber-!“
„Also die Doktoren, ich müsste mich dann verabschieden…Doktor Haase?“ Gordon zwinkerte Gretchen zu, nahm kurzerhand ihre Hand und gab ihr einen Handkuss.
Gretchen schaute mit grossen Augen zu und merkte, wie sie rot wurde. Gordon wandte sich dann um und lief mit grossen Schritten seinem Kollegen nach.
„Und ganz davon abgesehen hast du ja sowieso noch was mit jedem Typen des Krankenhauses am laufen, hm?“ Marc hob die Augenbrauen und schaute sie halbgrinsend an.
„Ey also das ist ja mal total was anderes, ja!“, stellte Gretchen klar und hob einen Finger, „das mit Mehdi habe ich nur gemacht weil…halt weil Anna da war und weil er mich…brauchte.“
„Ja und wenn ich dich brauche dann zählt es nicht oder wie.“, antwortete Marc trocken und zog sich wiederum die Jacke zurrecht.
Gretchen liess die Schultern hängen und schüttelte missverständlich den Kopf. „Wieso du piepst mich ja ständig an. Willst du mir jetzt auch noch sagen ich mach meine Arbeit nicht richtig?“
Marc legte die Stirn in Falten, schaute sie langsam an, öffnete den Mund um etwas zu erwidern, liess es dann aber bleiben.
„Drei Männer?“
Gretchen legte den Kopf etwas schief und konnte hören, wie jemand hinter ihr erstaunt über sie zu reden schien.
„Jetzt hat die schon drei Männer und ich konnte nicht mal meinen halten…“
Sie presste die Lippen zusammen und atmete durch die Nase aus.

Super. Wollte verhindern dass ich immer noch alleine und unglücklich verliebt bin. Bin anstelle zum Luder mutiert.

„Komm jetzt, wir verschwinden von hier.“
Marc packte ihren Arm, worauf sie überrascht mit ihm gezogen wurde. „Marc jetzt – ich kann auch selber gehen!“ Sie riss ihren Arm aus seiner Hand, worauf dieser genervt vor Thorsten am Boden stehen blieb. „Ja das haben wir ja alles gesehen.“
Sie warf ihm einen vielsagenden Blick zu und nickte nach hinten. Doch Marc schien nicht zu verstehen und rümpfte nur die Nase. „Hast du Zuckungen oder was?“
„Mensch Marc, könntest du wenigstens nur einmal…halt…“ Sie lief zu ihm hin, worauf sie fast wieder hinfiel, sich aber noch auf den Füssen halten konnte, „mal…nett sein? Die denken jetzt weiss Gott was von mir!“, sagte sie leiser, sodass nur er es hören konnte.
„Ja und was…soll ich jetzt machen?“, fragte Marc überfordert und schaute sie mit gekrauster Stirn an.
„Gretchen?“
Gretchen wandte sich neben Marc um, worauf dieser schnell eine Hand auf ihren Rücken legte, da sie fast das Gleichgewicht verlor. Er seufzte auf und rollte mit den Augen als Carsten neben Gretchen tritt.

Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

08.06.2010 18:59
#103 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo ihr Lieben Nö, das Chaos und das hin und her geht jetzt los Viel Spass damit

„Ja…Carsten?“, fragte Gretchen und bemühte sich um ein Lächeln.
„Ich wollte…eigentlich nur fragen ob du jetzt…also ob du mal mit mir tanzen möchtest?“
„Äh…Carsten das ist ja total…nett aber…ganz davon abgesehen dass ich nicht mal drei Schritte im waagrechten Zustand machen kann-“
„Senkrecht.“, korrigierte Marc und musste ein Lachen unterdrücken.
Gretchen schaute ihn an und schüttelte genervt den Kopf. „Du also Geometrie ist mir jetzt so scheissegal!“
Marc zuckte amüsiert mit den Schultern. „Wenn du meinst.“
„Ja.“, sagte Gretchen bestimmt und wollte sich wieder an Carsten wagen, als Marc fortfuhr. „Obwohl du im waagrechten auch nicht schlecht bist.“
„Äh…Marc?“ Gretchen schaute ihn wieder an und zauberte ein Lächeln auf die Lippen, „würdest du dann vielleicht…draussen warten?“
„Und die ganze Show hier verpassen?“, fragte Marc, hob amüsiert die Augenbrauen und zeigte auf Carsten, „aber ganz sicher nicht!“
„Also…was ich eigentlich sagen wollte!“, meinte Gretchen fort, ignorierte Marc und wandte sich wieder an Carsten, der sie irritiert anschaute, „ich kann nicht tanzen.“ Im Hintergrund bemerkte sie, wie die anderen sich langsam abwandten. Ausser eine Gruppe von Frauen schaute sie alle in eine andere Richtung.
„Ach ich ja eigentlich auch nicht.“, lachte Carsten, was jedoch mehr nach einem Glucksen klang.
„Wird wohl nicht das einzige sein was er nicht kann.“, bemerkte Marc trocken und schaute Gretchen nicht sonderlich überrascht an, worauf diese ihm einen Stoss mit dem Ellbogen gab, jedoch immer noch Carsten anlächelte.
„Also…was meinst du?“, fragte Carsten, obschon etwas irritiert, immer noch hoffnungsvoll.
„Ich…also, wir, wir müssen eigentlich los Carsten, es tut mir leid.“, antwortete Gretchen und schaute ihn entschuldigend an, „Müssen noch ins Krankenhaus und nach Susanne schauen und-“
„Gretchen! Marc!“
„Oh Gott hier ist man ja an keinem Ort sicher.“, bemerkte Marc genervt und schaute mit Gretchen zu ihrer rechten, wo ein Hippie, die sich als Freundin von Susanne zu erkennen gab, auf sie zueilte. Carsten warf einen letzten Blick auf Gretchen und Marc und wandte sich dann mehr schlecht als recht ab.
„Was ist denn mit Susanne los?“, fragte sie mit grossen Augen, „ihr ging es doch den ganzen Abend gut, wieso denn gleich ein Krankenwagen?“
„Nervenzusammenbruch.“, antwortete Marc knapp und zeigte umher, „kein Wunder bei diesem ganzen Zirkus.“
„Marc!“, zischte Gretchen und wandte sich an die Frau. „Sie wird schon wieder. Keine Bange.“
„Gut…das ist gut.“, meinte die Frau und nickte erleichtert, bevor sie einen Schritt näher trat und mit einem Lächeln von Marc zu Gretchen schaute, „und was wir uns noch gefragt haben…seid ihr zwei zusammen oder nicht?“
„Äh…“

Luder oder Freundin, Luder oder Freundin, Luder oder

„Ja schau sie nicht so an, ich glaube sie ist diejenige die sich nicht entscheiden kann!“, meinte Marc und schaute die Frau, welche Gretchen erwartungsvoll anschaute, mit gerunzelter Stirn an.
„Ich kann mich nicht entscheiden?“, fragte Gretchen baff und verschränkte die Arme vor der Brust, „also ich hab mich ja schon seid der Schule entschieden, ja, und-“
„Oh ihr seid so süss zusammen!“, meinte die Frau plötzlich und klatschte in die Hände, „typische Paarstreitereien!“
„Bitte?“, fragte Marc und sah sie mit grossen Augen an.
„Ja, jetzt müssen wir es uns ja mal allen eingestehen ja!“, fuhr sie fort und bückte sich ein bisschen näher heran, „vor allem Gretchen hätte es ja niemand zugetraut, oder? Ich meine Marc? Nie im Leben, oder?“
Gretchen kicherte gekünstelt und schüttelte den Kopf. „Aber nicht doch!“
„Du warst ja wirklich ein hoffnungsvoller Fall Gretchen.“, meinte sie und strich ihr verständlich über den Arm, „ich mein, Marc hätte ja wirklich jede haben können, aber wirklich jede!“
„Mhm.“, meinte dieser und nickte gekünstelt, worauf er seinen Arm um Gretchens Hüfte etwas enger an sie legte und sie somit anzog, „und weißt du was das Beste daran ist?“
Die Frau kicherte und schüttelte den Kopf. „Nein, was denn?“
„Das ich lieber Gretchen nehme als jede andere in diesem Raum.“, sagte Marc in einer Lautstärke die die Musik übertonen sollte – wäre diese nicht schon gegen das Ende geneigt leiser geworden.
Das Lächeln aus dem Gesicht der Frau erlosch langsam und setzte stattdessen ein gekünsteltes auf und zuckte mit den Schultern.
Gretchen merkte wie ihr die Röte ins Gesicht schoss und sah zu, wie jedes weibliche Gesicht sich an Marc wandte.
„So.“, meinte dann dieser zufrieden, nahm die Sonnenbrille aus seinem T-Shirt und setzte diese auf die Nase, „wenn ihr uns dann entschuldigt.“
„Äh…klar…sicher.“, antwortete die Frau und sah zu, wie Marc Gretchen zum umdrehen wandte und mit ihr über Thorsten schritt, der wohl auf dem Boden eingeschlafen war.
„Ja äh…gut stehst du gerne im Mittelpunkt, ne.“, meinte Gretchen leise, als sie die Blicke der anderen in ihrem Rücken spüren konnte.
„Im Moment geht mir das so am Arsch vorbei Gretchen?“ Er warf ihr einen Blick zu und drückte sie noch näher an sich, was Gretchen ein wohliges Gefühl bescherte.

Bin definitiv kein Luder. Bin…ja. Was bin ich denn jetzt?

Fran Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 644

09.06.2010 11:41
#104 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Guten Mittag zusammen Die 'Sein oder nicht sein'-Frage bedarf Aufklärung wie ich sehe Ich hoffe ich kann euch für den fehlenden Knutscher hiermit entschädigen. Dieser Teil geht in die Richtung FSK 16, obwohl, es ist immer noch eher harmlos geschrieben. Da ich mir vorstellen kann, dass einige von euch diese Zeilen nur noch überfliegen werden da , höre ich jetzt auch auf zu reden

Marc drehte den Zündschlüssel und brachte somit den Motor zum schweigen. Er zog den Schlüssel heraus und wandte seinen Kopf Gretchen zu, die etwas überrascht und irritiert aus dem Fenster schaute. „Äh…was genau machen wir hier jetzt…bei dir?“
„Ich…dachte du möchtest vielleicht noch hineinkommen?“, fragte er zurück und hob die Augenbrauen, „ausserdem würde es sich anbieten deinen Fuss durch einen richtigen Arzt anschauen zu lassen.“
„Also ich wird ja wohl wissen, dass das nur eine Verstauchung ist Marc.“, gab sie etwas trocken zurück und strich sich über ihren Knöchel, „ganz nebenbei gemerkt tut es auch nicht mehr so weh…“
„Hm.“ Er legte die Stirn in Falten und öffnete dann nach einem Moment die Türe, „lass das mal mich entscheiden.“
„Äh…“ Gretchen schaute überrascht zu wie er die Türe schloss, um das Auto lief und ihre Türe aufmachte, „also was wird das jetzt?“
„Ja ich…kann auch wieder gehen und zusehen wie du aus dem Auto fällst wenn du willst.“, antwortete Marc und zeigte auf die Haustüre.
Gretchen seufzte genervt auf und machte sich daran auszusteigen. „Na gut! Wenn du so darauf besteh- wouw!“ Als sie den falschen Fuss auf dem Boden aufsetzte, knickte sie weg und hielt sich instinktiv an Marcs Armen fest.
„Ja. Soviel dazu.“, meinte dieser und schaute sie besserwisserisch an.
„Gott, kannst du das endlich mal unterlassen bitte?“, fragte sie ihn genervt und warf sich die Haare über die Schultern.
„Und was?“, fragte Marc, zog sie ein Stück zur Seite und schloss die Türe hinter ihr, „dein persönliches Auffangkissen zu sein?“
„Nein, ständig dieses…dieses…du willst mich, dann willst du mich wieder nicht und…das ist wirklich anstrengend.“, sagte sie verstimmt und seufzte tief.
Marc schaute sie ungläubig an und brachte ein gekünsteltes Lachen zustande, ehe er sie wieder ernst anschaute. „Das ist jetzt nicht dein ernst oder?“
„Was?“
„Dieses…also wenn sich hier jemand nicht entscheiden kann, dann bist es wohl du!“
„Was, also das ist doch gar nicht wahr, ich-“
„Entweder du willst mich als dein Freund, dann wieder nicht, dann wieder doch. Also-“, er schaute sie entgeistert an, „so jemand kann man doch nicht ernst nehmen.“
„Bitte?“, fragte Gretchen und hatte das Gefühl, sie hätte sich verhört, „mal ganz…abgesehen von deinen Neurosen ist ja das wohl das…das…“ Sie suchte nach Worten und schaute in sein fragendes Gesicht.

Jetzt nur nicht den Faden verlieren Gretchen. Nur nicht den Faden…den…beantrage sofortigen Antrag zur Aufnahme eines neuen…Fadens.

Marc schaute sie ruhig, konzentriert aber mit einem sehr schwachen Lächeln auf den Lippen an. „Was?“
„Also als…Freund?“, fragte sie ihn und blinzelte.
Sein Blick huschte kurz zur Seite und das Lächeln verschwand augenblicklich. Er räusperte sich und kratzte sich am Nacken. „Also das…hast du jetzt gesagt.“
„Nein du. Ich hab’s genau gehört.“, sagte sie ruhig und schaute prüfend in seine Augen, „sag mal…hat dir der Abend vielleicht…die Augen geöffnet oder so? Kann das sein?“
„Was soll denn jetzt diese beschissene Frage?“, antwortete er und schnaubte auf, „das einzige was geöffnet wurde war mein Gurt nach zehn Minuten.“
„Äh…ich versteh jetzt nicht so ganz.“, meinte Gretchen und legte die Stirn in Falten.
„Die Hosen Hasenzahn.“ Er zeigte nach unten, „hast du ernsthaft das Gefühl die Dinger sind bequem oder wie.“
„Dann zieh sie ab.“
Marc schaute durch wenige Stirnfransen auf.

Oh wie…peinlich.

„Ich mein…aus. Also…weg, sind ja auch…also sehen total unbequem aus.“
„Ach ja?“, fragte Marc amüsiert und Gretchen zuckte mit den Schultern. „Also nicht dass ich jetzt so genau hingesehen hätte. Aber…so von…weitem her, sehen sie recht…eng…aus.“
„Mhm…“ Marc hob die Augenbrauen und nickte langsam, währenddessen Gretchen bemerkte, wie ihr wärmer und wärmer wurde.
„Du wirst ja ganz rot Hasenzahn.“
„Gar nicht.“, antwortete sie, räusperte sich und strich eine Haarsträhne nach hinten, „ist sowieso zu dunkel um das zu erkennen.“
„Hm aber das meine Hosen zu eng sind, das siehst du.“, antwortete er leiser und die Rauheit, die in seiner Stimme mitschwang, liess sie frösteln.
„Äh…also…das ist ja auch nicht schwer…ne.“, antwortete sie und schaute auf. Seine Augen waren schmäler als sonst und er schaute sie prüfend und klar an.
Nach ein paar Sekunden hob Marc seine Hand und fuhr mit seinen Fingerspitzen sachte über ihre Wange.
Gretchen öffnete ihren Mund und merkte wie die Berührung ihr kleine Elektrizitätsstösse durch den Körper jagte. Seine Augen glitten über ihr Gesicht, ihre Wange bis hin zu ihren Augen.
Gretchen spürte wie ihre Beine weich wurden, als er seine Augen ein wenig zusammenkniff und die ihren studierten. Sie spürte wie ihr Herz schneller schlug und als er einen kleinen Schritt auf sie zumachte und seine Hand nun ganz auf ihre Wange legte, hatte sie das Gefühl, in den nächsten Sekunden den Boden unter den Füssen zu verlieren.
Sie spürte wie er mit seinem Daumen über ihre Wange strich, als seine Hand sich langsam an ihren Nacken bewegte. „Marc…ich…“
„Sht…halt die Klappe Hasenzahn…“
Gretchen schluckte als Marc sein Gesicht gegen ihres neigte und sie schloss die Augen. Nach ein paar Sekunden konnte sie seine Körperwärme spüren und fühlte seinen Atem auf ihren Lippen. Gretchen relaxte vollkommen als diese langsam die ihren berührten. Er gab ihr einen kleinen Kuss, liess seine Lippen jedoch die ihren berühren.
Gretchen bewegte ihren Kopf nach vorne um ihn zu küssen und merkte, wie er grinste. Zögerlich hob sie ihre Hand und legte diese an seine Seite. Noch nie zuvor war sie bei einer Berührung seinerseits so nervös geworden. Sein Körper fühlte sich warm an und als er sie wiederum küsste, legte er die freie Hand an ihre Seite, sodass er sie sanft aber bestimmt um das Auto herum führen konnte. Sie lösten den Kuss und Gretchen nutzte den Moment um genügend Luft zu holen. Der Schmerz in ihrem Fuss schien ihr überhaupt nicht mehr wichtig zu sein. Nach ein paar Metern erreichten sie seine Haustüre, die er aufschloss und mit seinem Fuss aufstiess. Kaum waren sie in der Wohnung, schloss er diese hinter ihnen und schaute sie schwer atmend an.
Gretchen merkte wie ihr Puls raste und wie sehr sie wollte, dass er sie nie mehr loslassen würde. Marc’s Unterkiefer mahlte für wenige Sekunden, als er seine Lippen zu einem einseitigen Lächeln verzog. Ihre Schritte führten sie langsam in sein Schlafzimmer, ohne sich für einen Moment aus den Augen zu lassen. Anders als beim letzten Mal wurde sie extrem nervös.
Marc schien dies zu bemerken, denn er stupste ihre Lippen mit den seinen an, was sie aufseufzen liess. Wiederum schloss sie die Augen und spürte seinen Atem sowie seine Lippen auf den ihren. Seine Hände strichen langsam an ihren Seiten entlang, was ihr an den besagten Stellen eine Gänsehaut bescherte. Seine Hände lagen an ihrer Seite und fingen langsam an, ihr Kleid aufzuraffen. Mit jedem Zentimeter wurde ihr wärmer und mit jeder weiteren Berührung seiner Hände wurde sie nervöser.
Er fing an das Kleid hochzuziehen und wäre es nicht schon dunkel, wäre Gretchen sicher, dass er ihre geröteten Wangen erkennen konnte.
Seine Hände wanderten an ihr empor und er löste den Kuss, sodass sie ihre Arme ausstrecken konnte. Er streifte ihr das Kleid über den Kopf und liess es achtlos neben ihnen zu Boden fallen. Anstatt sie weiter zu berühren, nahm er ihre Hände in die seinen und führte sie zu seinem T-Shirt. Gretchen lächelte als sie das gleiche tat, wie er bei ihr. Sie strich den Saum nach oben, spürte seinen Oberkörper und zog ihm das weisse T-Shirt ebenfalls über den Kopf.
Marc hob seine Hände und im wenigen Licht das in den Raum drang, konnte sie seinen gut gebauten Oberkörper sehen. Er begann das Band, welches ihre Haare zusammenhielt zu öffnen, sodass ihre Locken über ihre Schulter fielen.
Seine Hände strichen an ihren Armen entlang, was sie frösteln liess.
„Frierst du?“, fragte er leise und liess seine Fingerspitzen über ihre Haut wandern.
„Nein…“, hauchte Gretchen und schluckte, „du…machst mich nur…wahnsinnig.“
„Mh ich weiss…“, grinste er und küsste sie wiederum.
Gretchen seufzte auf und spürte, wie er sie sanft Richtung Bett leitete. Sie liess sich darauf nieder und fühlte, wie es sie im ganzen Körper kribbelte, als er langsam auf sie lag. Er stützte sich mit beiden Händen auf der Mattratze ab und verwickelte ihre Lippen in einen langen Kuss.

schleumel Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.683

09.06.2010 18:49
#105 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

hey!
weil fran ganz schnell weg musste werd ich euch ihren neuen teil reinstellen. und ich sollte wohl erwähnen dass es eher wieder in die fsk 16 richtung geht
viel spaß :)


Gretchen hob ihre Arme und obwohl sie das Gefühl hatte zu zittern, strich sie seinen Rücken hinab. Ihre Finger erreichten seinen Hosenbund, was sie kurz aufzucken liess.
Marc verzog seine Lippen zu einem Grinsen und löste den Kuss für einen kurzen Moment um mit einer Hand seine Jeans zu öffnen. „Ich könnte ein bisschen Assistenz gebrauchen.“
Gretchen lächelte auf und sah in seine Augen, als ihre Hände seinen Hosenbund ergriffen und diesen langsam hinunter schoben. Marc stützte sich auf eine Seite ab um die schwarzen Jeans, sowie seine Socken auf den Boden vor dem Bett zu werfen.
Als er sich dann langsam wieder auf sie legte, hielt Gretchen den Atem an, als sie seine Erregung spüren konnte. Für einen Moment war sie nicht fähig seinen Kuss zu erwidern und sorgte sich zuerst um ihre Atmung. Marc, der dies gemerkt hatte, grinste einseitig und fing an ihre Wange zu küssen um dann an ihrem Nacken weiterzumachen. Er strich ihr ein paar Locken auf die Seite und platzierte kleine, vorsichtige Küsse auf ihre Haut.
Sein Körper war so warm, dass sie dieses Gefühl genoss und wiederum strich sie mit ihren Händen seinen Rücken hinauf.
Mittlerweile hatte er ihren Nacken erreicht, und Gretchen, welche die Augen wiederum geschlossen hatte, legte eine Hand in seine. Sie strich über seine Haare und war nicht fähig, ruhig liegen zu bleiben. Seine Berührungen sowie seine Küsse liessen ihr keine körperliche ruhige Sekunde.
Marc’s Hand strich an ihrer Seite entlang nach oben und erreichte ihren BH. Langsam strich er darüber, was Gretchen wiederum erschaudern liess. Seine Hand erreichte den Träger, welchen er langsam von ihrer Schulter schob.
Gretchen schluckte, nahm ihre Hände hinunter und stützte sich auf ihre Ellbogen auf. Marc schaute auf und sie erkannte, wie er lächelte. Seine Hand fuhr hinter ihren Rücken und innert wenigen Sekunden hatte er den Verschluss ihres BH’s offen. Ihre Träger rutschten von ihren Schultern und Marc strich diese gänzlich von ihrer Haut. Er warf den BH über den Rand des Bettes und nun war es Gretchen, die Marc’s beschleunigten Atem hören konnte. Sie selber durchlebte eine Hitzewelle nach der anderen, als sie spürte, wie seine Lippen wieder ihren Nacken liebkosten.
Ihre Hände krallten sich in das Bettlaken, als sich seine Lippen ihren Brüsten näherten. Sie spürte seine Hand, welche langsam empor strich und vorsichtig über diese strich. Er seufzte auf und obwohl Gretchen für eine Sekunde dachte, dass sie ihn noch nie so erlebt hatte, verflog dieser Gedanke in der nächsten Sekunde. Seine Hand strich über ihre Brust und hinterliess eine Spur von Gänsehaut.
Sie seufzte auf, schloss die Augen und versuchte ihren Atem zu beruhigen. Jedoch war dies zunehmend schwieriger, als sie den seinen auf ihrer nackten und empfindlichen Haut spüren konnte. Seine Lippen legten sich vorsichtig um ihre Brustwarze, was sie dazu verleite, ihren Rücken durchzustrecken und den Atem anzuhalten.
Seine Lippen entfernten sich und sie sah, wie sein Gesicht zu ihrem hinauf kam. Er gab ihr einen sanften Kuss und strich mit einer Hand über ihr Haar. „Alles klar?“
Gretchen nickte stockend und lächelte. „Ja…alles klar…“
Marc schaute in ihre Augen, strich mit seinem Daumen über ihre Schläfe und verzog seine Lippen zu einem schwachen Lächeln.
Gretchen fühlte wie ihr Herz bei dem Blick in seine Augen wieder anfing zu hüpfen. Sie hätte sich diesen Moment nicht in ihren schönsten Träumen so vorstellen können. Ebenfalls war es anders als das letzte Mal.
„Marc?“, hauchte sie und schluckte.
„Hm?“
Sie schaute ihm für einen weiteren Moment in die Augen. „Ich will mit dir schlafen…“
Das Lächeln verschwand aus seinem Gesicht und es nahm einen fast ernsten Ausdruck an.
Gretchen schluckte wiederum, schaute zwischen seinen Augen hin und her und hielt die Luft an.
„Also…das war es was du in meinem Büro wolltest, ja?“, fragte er leise, worauf Gretchen aufseufzte und doch lächeln musste. „Ja so…hätte man es ausdrücken können.“
„Mh…“ Er wandte kurz den Blick ab, um sie kurz darauf wieder anzusehen, „oder…man hätte es auch einfach machen können…“ Er senkte seinen Kopf und gab ihr einen sanften Kuss, der sich zu einem längeren, leidenschaftlichen entwickelte.


I don't want any blöde smiles!

Fran Offline

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10.06.2010 09:51
#106 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Guten Morgen ihr Lieben :) Danke an Schleumel fürs reinstellen
Hier noch der letzte Teil der über 40 Reihe Ihr wolltet mehr, ihr kriegt mehr Sonnencreme nicht vergessen Einen schönen Tag euch allen, hier regnets
Lieber Gruss
Fränzi


Gretchens Atem ging schneller und in ihrem ganzen Körper fing es an zu kribbeln. Ihre Zungen liebkosten einander und jeglicher Sinn für Zeit und Raum verflog.
Gretchen presste ihren Körper gegen den seinen und wünschte sich nur noch, dass es keinen Raum zwischen ihnen mehr gab. Marc’s rechte Hand strich ihren Nacken hinab, über ihre Brust, was Gretchen wieder erschaudern liess, hinunter zu ihrem Bauch.
Sie spürte, wie er diese langsam in ihren Slip gleiten liess und an der Seite hinunter schob. Ihre linke Hand griff nach dem Bettlaken um es zu umschliessen, während ihre rechte ihren Weg über seinen Rücken, hinab zu seinen Boxern machte. Sie tat es ihm gleich und fuhr langsam unter den Saum und strich über seinen Hintern.
Marc löste den Kuss schwer atmend, schluckte und schaute sie an. Gretchen erwiderte seinen Blick, worauf er sich auf einen Unterarm abstützte, den Blick jedoch beibehielt und langsam begann, ihren Slip hinunterzuziehen. Gretchen hob ihr Becken, sodass er ein leichteres Spiel hatte und als der dünne Stoff verschwunden war, zitterte sie leicht auf.
Marc jedoch verzog seine Lippen zu einem schrägen Grinsen und Gretchen bewegte ihre Hände zu seinen Briefs, an denen sie etwas unsicher rum zog. Marc legte seine Hand auf die ihre und half ihr.
Er warf die Decke ein bisschen zurück und küsste sie wiederum, währenddessen seine Hand ihren Körper erkundete. Nach einer Weile löste er den Kuss und Gretchen versuchte jedigliches Denken abzustellen und seine Berührungen und Liebkosungen zu geniessen. Sie biss sich auf die Lippe, als sie ihre Hand auf seinen Kopf legte und nach seinen Haaren griff, als er mit seinen Lippen in südlichere Gegenden abtauchte.
Nach nur wenigen Sekunden hob Marc seinen Kopf, kam wieder ein Stück hoch und küsste ihren Bauchnabel.
Gretchen lächelte und bewegte sich unter ihm, da seine Küsse sie kitzelten. „Marc…“
Dieser verzog seine Lippen zu einem Grinsen, küsste nochmals die gleiche Stelle und kam dann so weit nach oben, bis er in ihr Gesicht blicken konnte. „Mh…?“ Er küsste ihren Nacken und Gretchen merkte, wie er langsam etwas drängender wurde. Sie nahm es ihm jedoch nicht übel, fühlte sie sich genauso.
Als er sich noch ein Stück bewegte, spürte sie seine deutliche Erregung und sie kam nicht drum rum aufzustöhnen. Seine Lippen wanderten zu ihrem Ohr und sie spürte seinen warmen Atem. „Ich will dich…“
Gretchen schauderte es ein weiteres Mal und seufzte auf, worauf sie ihre Hände auf seinen Rücken legte und ihn so hielt. „Ich will dich.“
Er hob den Kopf, schaute in ihre Augen und gab ihr einen kurzen aber intensiven Kuss. Er grinste sie schräg an und streckte seinen Arm aus um etwas von einem Bücherstapel neben dem Bett zu greifen. Gretchen nahm war wie er ein Kondom griff und dieses mit beiden Händen öffnete und in Gebrauch nahm. Er legte sich über sie und stützte sich auf seinen Ellbogen neben ihr ab und schaute sie an. Gretchen lächelte, hob eine Hand und strich ihm ein paar Stirnfransen aus dem Gesicht.
„In Ordnung?“, fragte er leise und blickte zwischen ihren Augen hin und her, worauf sie nickte. Marc beugte sich hinab um sie zu küssen und gab ihr gleichzeitig Anlass die Luft anzuhalten und ihre Nägel in seinen Rücken zu bohren.
Er strich mit der einen Hand an ihrer Seite empor, über ihre Brust und hinter ihrem Arm durch, sodass er sich wiederum auf seinen Unterarmen abstützten konnte. Er löste den Kuss und schaute sie mit gerunzelter Stirn und schnellem Atem an. Gretchen spürte wie er sich in sie bewegte und sah zu, wie er kurz die Augen zusammenkniff und stöhnte, als er dies geschafft hatte.
Sie biss sich auf die Lippen und stöhnte auf. Marc legte seine Stirn an die ihre, atmete schwer und gab ihr einen weiteren, kurzen Kuss, bevor er anfing sich regelmässig zu bewegen.
Gretchen verzog ihre Lippen zu einem Lächeln und schaute Marc glücklich in die Augen. Wiederum küsste er sie und wiederholte dies einige Male.
Sie schlang ein Bein um seines und drückte sich eng an ihn, was er mit einem Aufstöhnen erwiderte. Gretchen wusste nicht wie lange sie so dort lagen, aber sie wünschte sich, dass der Moment für immer halten würde.
Ihr atmen und ihre Bewegungen wurden mit der Zeit immer fordernder und schneller, und Gretchen versuchte inständig ihre Augen offen zu behalten um ihn ansehen zu können. Marc misslang dies von Sekunde zu Sekunden, aber jedes Mal wenn er ihren Blick erwiderte, spürte sie pures Glück.
Sie brauchten beide nicht lange, bis ihre Augen sich weiteten und Gretchen ihre Fingernägel in seinen Rücken bohrte. Marc lehnte seine Stirn gegen ihre, kniff die Augen zusammen, biss sich auf die Lippen und stöhnte auf als er den Höhepunkt erreicht hatte. Gretchen streckte ihren Körper durch und drückte ihn nah an sich als sie zum gleichen Zeitpunkt kam wie er.
Marc entspannte sich und legte sich nun komplett auf sie, worauf er mit einer Hand über ihre Haare strich. Er schluckte und versuchte seinen Puls zu beruhigen.
Gretchen hatte eine Hand in seinen Nacken gelegt und atmete seinen Duft ein, als sie ebenfalls versuchte wieder regelmässig zu atmen und das Gefühl genoss, ihn immer noch zu spüren.
Nach einem Moment hob Marc seinen Kopf und schaute in ihre Augen. Gretchen lächelte, strich mit einer Hand über seine Wange und reckte ihren Kopf, um seine Lippen zu küssen. Marc erwiderte den Kuss und atmete daraufhin tief ein und aus.
„Das war wunderschön…“, flüsterte Gretchen lächelnd.
„Mh…“, meinte er, verzog seine Lippen ebenfalls zu einem Lächeln und gab ihr einen Kuss auf die Nasenspitze, währenddessen er immer noch über ihre Haare strich.
Gretchen schloss die Augen und lehnte ihren Kopf an seinen Arm.
Marc verweilte eine kurze Weile und hielt seinen Blick nur auf sie gerichtet. Sie bewegte ihren Kopf um ihre Wange an seinem Unterarm zu reiben und seufzte zufrieden.
Marc lächelte, bewegte sich dann und legte sich vorsichtig neben sie. Gretchen öffnete die Augen, schaute blinzelnd zu wie er das Kondom entsorgte und sich dann neben sie wieder hinlegte. Er streckte einen Arm aus, sodass sie ihren Kopf auf seine Brust legen konnte. Gretchen legte ihre Hand auf seinen Bauch und zeichnete die sanften Konturen seines angehenden Sixpacks nach.
Marc drückte ihr einen Kuss auf den Kopf und liess seine Fingerspitzen über ihren Arm wandern.
„Marc?“, fragte Gretchen leise und als er hinabschaute, merkte er, wie sie langsam dabei war, einzuschlafen.
„Was?“
„Danke…“, sagte sie leise und drückte sich ein wenig enger an ihn.
Marc holte Luft um etwas zu erwidern, entliess diese dann nur durch die Nase und zog die Decke hoch, sodass sie genügend warm hatte.
Gretchen fühlte sich körperlich so wohl wie noch nie zuvor. Die Müdigkeit übermannte sie und sie gab dieser bereitwillig nach, in der Sicherheit, dass das kein Traum war.

Fran Offline

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10.06.2010 19:45
#107 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Ohje, Ohje, ihr seid mir jetzt sicher alle davongeschwommen o.o So wollte ich ja dann das eigentlich auch nicht, ne XD Aber ich hoffe es geht euch allen gut und ihr habt euch wieder beruhigt Viel Spass beim nächsten Teil und danke fürs Lesen und Kommischreiben
Grüsse
Fränzi


Ein drängendes Klingen rang an Marc’s Ohren und er kniff grummelnd die Augen zusammen. Wiederum schellte die Türklingel und ein Klopfen folgte.
Marc holte tief Luft durch die Nase, hob den Kopf und blinzelte. Sein Schlafzimmer wurde bereits schon von den ersten Sonnenstrahlen erhellt und somit viel sein Blick auf Gretchen, welche mit dem Rücken zu ihm, neben ihm lag.
Er entspannte sich und schaute sie einen Moment nachdenklich an, bis die Türklingel wieder ging. Er stöhnte genervt auf und machte sich daran die Decke zurückzuschlagen, als er hörte, wie ein Schlüssel in das Schloss gesteckt wurde.
Marc machte grosse Augen und hielt inne, als er zusah wie die Türe aufging.
„Marc Olivier! Bist du zuhause?“
Marc erwiderte nichts, blinzelte und schaute ungläubig auf Elke, welche die Türe im grossen Schwung aufstiess.
Er merkte wie Gretchen aufseufzte und sich auf den Rücken drehte. Marc schaute nach unten, wobei ein paar Stirnfransen in seine Stirn fielen. Gretchen öffnete langsam die Augen und lächelte. „Morgen…“
„Mhm.“, meinte Marc nur etwas verstört und schaute wieder auf.
„Was ist denn…?“, fragte Gretchen noch schläfrig und folgte seinem Blick, bis sie die Schritte von hohen Absatzschuhen hören konnte.
„Marc Olivier bist du im Schlafzimmer?“
Gretchen war mit einem Mal hellwach als Elke in der Tür stand. Ihr Mund klappte auf, wieder zu und ihre Augen weiteten sich und wandten sich an Marc. „Marc Olivier, was…?“
„Äh Mutter, würdest du…bitte sofort meine Wohnung verlassen?“, fragte Marc perplex und schaute kurz nach unten ob Gretchen bedeckt war. Diese jedoch hatte instinktiv die Decke so weit nach oben gezogen, dass nur noch ihre Augen zu sehen waren.
Elkes Blick fiel auf Gretchen, als sie eine Hand an ihre Brust warf und sich mit der anderen am Rahmen abstützen musste. „Marc Olivier bitte sage mir dass du nicht schon wieder mit einer Schwester schläfst.“
„Das…geht dich eigentlich überhaupt nichts an und würdest du jetzt bitte sofort…verschwinden?“, fragte Marc ruhig, schaute seine Mutter aber immer noch sprachlos an.
„Als ob ich dich nicht schon genügend nackt gesehen hätte Marc.“, antwortete seine Mutter und hob abschätzend die Augenbrauen.
„Elke?“
„Oh Gott.“, stöhnte Marc auf, warf sich beide Hände vor das Gesicht und liess sich auf das Bett fallen.
Olivier stiess dazu und schaute auf Marc und Gretchen, welche sich leise räusperte und ein Stück näher an Marc rutschte.
„Mein Sohn.“
Marc horchte auf und öffnete die Augen als er hörte, wie der Stolz in der Stimme seines Vaters mitschwang. Er sah zu, wie Olivier die Lippen zu einem Lächeln verzog und nickte. „Ich bin stolz auf dich.“
„Bitte?“, fragte Elke und schaute ihre Exmann empört an, „auf was bitte willst du stolz sein?“
„Ja schau ihn dir doch nur an!“, erwiderte Olivier und zeigte mit der Hand auf Marc, der die Stirn ungläubig in Falten gelegt hatte, „endlich hat er mal etwas gewagt!“
„Äh, bitte?“, fragte Marc eine Oktave höher, was jedoch ignoriert wurde.
„Gewagt? Gewagt?“, wiederholte Elke und wandte sich Olivier zu, „so wird das doch nie etwas! Ganz nebenbei ziehe ich es nicht vor schon Grossmutter zu werden!“ Sie warf Marc einen warnenden Blick zu, der sich überrumpelt auf die Unterarme aufstützte. „Ja und jetzt willst du mir Sex verbieten oder was.“
„Hallo Frau Haase!“, sagte Olivier freundlich und schaute zu, wie Gretchen eine Hand unter der Decke hervorstreckte und winkte. „Hallo Herr Meier!“
Marc schaute überfordert von Gretchen zu seinen Eltern und zeigte wiederum mit einer Hand nach draussen. „Wenn ihr jetzt nicht sofort verschwindet, dann…!“
„Komm schon Elke. Lassen wir dem Jungen ein bisschen Privatsphäre.“, sagte Olivier beschwichtigend und legte eine Hand auf ihren Arm. Diese holte tief Luft und schüttelte fast zerstört den Kopf.
„Ja die Sache die du gerne mit der Öffentlichkeit teilst Mutter?“, fügte Marc hinzu und hob beide Augenbrauen, worauf diese in sich zusammenschrumpfte und finster den Kopf schüttelte. „Das ist nicht wahr, und das weißt du.“
„Ich bitte dich, sogar meine…Erzeugung ist erwähnt.“, fuhr Marc fort, stutzte jedoch bei dem Wort und warf einen Seitenblick auf Gretchen, die die Decke halb zurück schlug und ihn fragend anschaute. „Ja wirklich? Welcher Band ist denn-“
„Äh, das spielt hier nichts zur-?“
„Band 4 Liebes.“, sagte Elke schnell und winkte ab, „Kapitel zwei, ‚Eine Nacht zur besten Gesundheit’.“
Gretchen versuchte ein Lachen zu unterdrücken und tarnte dies als ein Räuspern.
„Mutter ich…würde dich jetzt gerne höchstpersönlich aus diesem Zimmer werfen, was momentan leider nicht geht, also würdest du endlich die Klappe halten und…meine Wohnung verlassen?“ Marc schaute sie fast hilflos an und nickte nach draussen, „Bitte?“
„Elke, komm.“ Olivier packte sie vorsichtig an den Oberarmen und buxierte seine Exfrau aus dem Zimmer. Dann winkte er entschuldigend zu Marc, der sich laut aufstöhnend in das Kissen zurückfallen liess und über sein Gesicht strich.

Fran Offline

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11.06.2010 17:40
#108 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo Leute!
Ihr glaubt es nicht, aber der ganze Rest des Kapitels war bei mir weg Musste auf ein altes Dokument zurückgreifen das GsD noch irgendwo rumlag. Phew! Also, Krise überwunden, es geht weiter
Lieber Gruss
Fränzi


Gretchen drehte sich auf die Seite und schaute ihn fast amüsiert an, obwohl der Zwischenfall relativ peinlich war.
Nach ein paar Sekunden öffnete Marc die Augen und blickte zu ihr hinüber. „Ich warne dich Hasenzahn, ein Wort und-“
„Nein ich sag nichts.“, sagte sie und versuchte ein Lachen zu unterdrücken.
Marc seufzte auf und liess die Hände sinken. „Was.“
„Naja also…eine Nacht zur besten Gesundheit? Da ging ja gewaltig was nach hinten los, nicht?“, antwortete sie und kam nicht drum rum ein Lachen zu unterdrücken.
„Was soll denn das jetzt wieder heissen?“, fragte er und wandte ihr perplex den Kopf zu.
„Nichts gegen dich Marc aber…wenn du schon selber sagst dass du Heilung benötigst, dann-“
„-dann bin ich garantiert nicht mehr der einzige der einen Therapeuten braucht.“ Er bückte sich zu ihr hin und vergrub sein Gesicht in ihrem Nacken, wo er kleine Küsse verteilte.
Gretchen verging ihr Lachen langsam und sie legte die Stirn in Falten. „Äh, das…heisst jetzt genau?“
„Mh…“ Er hob den Kopf und schaute sie lächelnd an, „wart nur bis du Band 62 in die Hände kriegst.“
„Wieso was…genau ist in Band 62?“, fragte sie eher beunruhigt und schaute in sein Gesicht, welches einen nachdenklichen Gesichtsausdruck annahm, „warte, irgendwas mit…’Monique rannte in das Schlafzimmer ihres Sohnes und war sich dem Schrecken der hinter der Türe lauerte nicht bewusst.’“
Nun entfiehlen Gretchens Gesichtszüge ganz, was Marc Grund gab, fröhlich zu grinsen.

Oh Nein. Okay, gebe zu, wollte schon immer mal Teil einer Literatur werden. In Fachmedizinen. Oder als Frau neben Prinz William in der Gala. Obwohl der ja eigentlich schon fast verheiratet ist.

„Ich wette das macht dich jetzt genau so an wie mich…“, fuhr Marc fort und rutschte mit seinem Körper näher an sie heran, wobei seine Hand an ihrer Seite entlang nach unten strich.

Wie alt ist eigentlich Harry? Ist es Kindesschändung zu denken man will jemanden heiraten, auch wenn der noch nicht 18 ist? Hm…

„Hasenzahn?“, raunte Marc, wessen Gesicht immer noch in ihrem Nacken vergraben war.
Gretchen blinzelte. „Äh…ja?“
Marc hob den Kopf, räusperte sich und liess die Fransen in seine Stirn fallen, bevor er schnell zur Seite sah und sie wieder anblickte. „Kann es sein dass du…an etwas anderes denkst als…gerade das was ich hier tue?“
„Was du hier…tust, wieso was…oh!“ Mit einem Mal schoss die Röte in Gretchens Gesicht und der verwirrte Gesichtsausdruck war wie weggeblasen.
„Ich will mich ja nicht beschweren, aber als ich meine Hand gestern an deiner-“
„Ja was…erwartest du denn wenn du mir gerade sagst, dass ich wahrscheinlich die nächste Romanheldin von deiner Mutter werde!“, verteidigte sich Gretchen und sah ihn überfordert an.
„Äh…danke Marc, dass du mir zum nationalen Durchbruch verholfen hast?“, schlug Marc zweifelnd vor und hob die Augenbrauen.
Gretchen stöhnte jedoch auf und rollte mit den Augen. „Ja genau so wollte ich enden.“ Sie stiess Marc an der Brust weg, griff nach der Decke und rollte diese mehr schlecht als recht um ihren Körper.
„Oh Gott Gretchen jetzt mach hier mal keinen Aufstand!“, stöhnte Marc genervt und liess sich wieder in die Kissen fallen.
„Ich mach hier mal gar keinen Aufstand, ja!“, erwiderte sie und versuchte sich auf der Stelle umzudrehen, was nur noch schwieriger war, da das feine Bettlaken sich nur noch mehr um ihren Körper wickelte, „deine…Entstehung war ja noch ganz amüsant, aber ich muss wirklich nicht…also ich will nicht in einem Groschenroman erscheinen, der von einer Frau geschrieben wird, die nicht mal…also die nicht mal weiss was Anklopfen ist!“ Sie drehte sich wieder auf der Stelle und stützte sich mit einem Ruck an der Wand ab, da sie drohte, zur Seite zu kippen.
„Meine…Entstehung war ja ganz amüsant, ja.“, wiederholte er ungläubig nickend und stützte sich auf die Unterarme, „du hast es doch nicht mal gelesen Hasenzahn, ganz nebenbei gemerkt, bin ich an der Sache auch nicht gerade unschuldig!“
Gretchen blieb auf halbem Weg stehen und wandte sich ihm halbwegs zu, währenddessen sie versucht das Bettlaken oben zu behalten. Sie schaute ihn mit gekrauster Stirn an und schüttelte den Kopf. „Also Marc an deiner Entstehung kannst du doch am wenigsten für, das war ja nicht dein Fehler.“
„Beim…schreiben…Hasenzahn.“, erklärte Marc, hob die Augenbrauen und schaute sie unmissverständlich an.
„Ah.“, sagte sie kurz und nickte dann stockend, „also...das macht jetzt die Sache nur noch schlimmer irgendwie.“ Sie überlegte einen kurzen Moment und stolperte dann gegen die Wand, bevor sie in Richtung Badezimmer hüpfte.
„Wenn es dir hilft Hasenzahn.“, rief Marc, legte sich wieder ins Kissen zurück und hörte, wie sie stehenblieb, „sie expandiert auch ins Ausland.“
„Ey du bist so blöd!“

Fran Offline

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12.06.2010 11:55
#109 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

http://www.youtube.com/watch?v=JUV9rJLdB4Q

Gretchen strich sich die Haare nach hinten und betrat den Lift. Marc schloss sich ihr an, warf ihr einen Seitenblick zu, den sie gekonnt ignorierte. Mit einer Hand warf Marc den Autoschlüssel von vorne nach hinten und nach ein paar Sekunden seufzte er und griff kurzerhand nach Gretchens Hand.
Diese öffnete überrascht die Augen und schaute nach unten. Sie schaute hoch zu Marc, der jedoch immer noch mit dem Schlüssel spielte und auf die geschlossenen Türen schaute.
Der Lift stoppte und als die Türen sich zur Seite schoben, blickte sie in die Gesichter von Mehdi und Anna.
Reflexartig liess sie die Hand von Marc los, der ihre jedoch festhielt. Sie setzte ein Lächeln auf und zog, unter den skeptischen Blicken von Anna, weiter an ihrer Hand, doch Marc wollte nicht nachgeben. Sie schaute auf und presste die Lippen zusammen, doch dieser hob nur die Augenbrauen und schaute sie kurz und überlegen an.
„Alles in Ordnung…?“, fragte Mehdi etwas misstrauisch und legte die Stirn in Falten.
„Was? Ja! Natürlich.“, gab Gretchen zurück und setzte ihr überzeugendstes Lächeln auf, worauf sie mit der freien Hand ihre Tasche neu auf die Schulter legte. Sie blickte hoch in Mehdis Gesicht, wessen Augen zu ihrer Hand huschten. Anna tat ihm dies gleich und setzte ein noch weniger überzeugendes Lächeln auf.
„Äh das…das ist nichts, keine Panik.“, sagte Gretchen schnell und lachte peinlich auf, als sie die Hand mit Marc’s Hand hochhob und drauf zeigte, „Sekundenkleberunfall. Also, dummer…dummer Unfall mit dem…Kleber heute morgen in der Küche.“
Marc warf ihr einen fragenden Blick zu, als Anna ihren Mund öffnete und langsam nickte, bevor sich Gretchen räusperte und schnell fortfuhr. „Also in meiner Küche, nicht in seiner! Ist ja nicht so dass wir uns eine Küche teilen würden, nicht.“, lachte sie und griff kurzerhand nach Mehdis Hand, worauf sie ihn schnell an sich zog. Dieser lächelte ebenfalls schwach und suchte nach Worten.
„Ja…“, seufzte Gretchen und rollte gespielt amüsiert mit den Augen, „Küchenunfälle…Klassiker…“
„Gretchen?“
„Ja…Schatz?“, fragte sie lächelnd und schaute Mehdi an, worauf sie sich kurz gegen ihn drückte.
„Sie weiss es.“
„Oh.“
Marc machte ein Geräusch dass sich mehr nach Unterdrückung eines Lachens anhörte, was Gretchen jedoch in diesem Moment ignorierte. Sie schaute zu Anna, welche die Lippen zusammengepresst, die Augenbrauen erhoben, und ihre Hände in die hinteren Hosentaschen geschoben hatte.
„Ja dann…können wir ja eigentlich auch…ja.“ Sie liess Mehdis Hand los, der seine Lippen ebenfalls aufeinanderpresste und die Hände in seine Jackentaschen schob.
Ein „Pling“, das den Halt des Liftes signalisierte, liess die Türen aufgehen.
„Gut, dann…“, begann Gretchen etwas beschämt und räusperte sich als Marc plötzlich ihre Hand losliess und diese um ihre Hüfte legte, „äh, Marc was genau-?“
„Aussteigen, hopp.“, sagte er knapp und warf Anna und Mehdi ein Grinsen zu, „schönen Tag noch.“ Er buxierte Gretchen, die noch einen entschuldigenden Blick zu Mehdi und Anna warf, aus dem Lift.
„Marc, musste das sein!“, zischte Gretchen und begann seinen Arm von ihrer Hüfte zu schieben, was sich jedoch auch nicht als allzu einfach gestaltete.
„Ja was, der hat jetzt Anna zum trösten, reg dich ab.“, antwortete Marc trocken und lief mit ihr den Gang hinunter.
Gretchen schaute überrascht auf und hörte für einen Moment auf seinen Arm wegzuschieben. „Du denkst aber nicht dass sie wieder zusammen sind oder?“
„Du und auch wenn würde mich das überhaupt nicht interessieren?“, fragte er zurück und hob beide Augenbrauen, „Mehdi ist ein erwachsener Mann, also wenigstens äusserlich.“
„Also Marc du bist manchmal so-“, begann Gretchen doch hielt inne, als sie eine Person am anderen Ende des Flures zu ihrer rechten erkannte, „wart mal schnell.“
Marc blieb seufzend stehen und folgte ihrem Blick, worauf sie wiederum versuchte seinen Arm los zu werden. Marc gab fast genervt nach und sah zu, wie Gretchen mit grossen Schritten den Gang hinunter schritt. „Doktor Steigerle!“
Diese blieb stehen und schaute sich fragend und suchend um. Als sie jedoch Gretchen erblickte, hellte sich ihre Gesicht auf und sie breitete strahlend die Arme aus. „Ja wenn desch ned meine reizende Kollegin aus der Chirurgie is!“

Fran Offline

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13.06.2010 12:55
#110 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo ihr Lieben Jaa, Verena ich hab da so ne Idee.. Ich will euch die Steigerle auch nicht vorenthalten, ist ja wirklich ein heimlicher Star der Serie. Hoffentlich kommt sie wieder in der dritten vor Danke für die Kommis Lieber Gruss, Fränzi

„Ja äh, hallo.“, begrüsste Gretchen sie, lächelte peinlich berührt und schulterte die Tasche neu, „ich wollte Sie eigentlich schon länger erwischen, aber leider kam immer etwas dazwischen, ist ja auch so viel los momentan.“
„Ach, mache Se sich keine Sorge!“, erwiderte Doktor Steigerle und winkte ab, „ich kenn doch desch nur zu gut! Als ich jung war da ging ich auch von Party zu Party und da liesse mir die Fetze tanze und die Puppe fliege!“ Sie machte eine schwunghafte Bewegung mit ihrem Arm, worauf Gretchen gekünstelt auflachte und vorsichtshalber einen Schritt zur Seite machte. „Ja also…nein ich meinte jetzt eher auf der Station.“, erwiderte sie dann lächelnd und zuckte mit den Schultern.
„Oh ja, oh ja.“, meinte diese dann, legte eine Hand an ihr Kinn und stützte die andere in die Seite, als sie schwer nickte, „ja an der Front da läuft halt immer was. Ich sag immer, im Notfall da ischt es wie im Krieg. Da kommen se auch reihenweise eingliefert.“
„Ja wahrscheinlich so…ähnlich. Kanns ja jetzt auch nicht so genau sagen, war ja noch nie im Krieg.“, erwiderte Gretchen etwas irritiert, behielt aber ihr Lächeln bei, „was ich Sie jedoch-“
„Ja seie Se froh! Seie Se froh!“, fuhr Doktor Steigerle fort, „a grausame Zeit. Wirklich grausam.“ Sie begann einen Punkt hinter Gretchen zu fixieren und nickte langsam, was Gretchen noch mehr irritierte. Sie schaute sie einen Moment aus schmalen Augen an und folgte dann ihrem Blick. Das einzige was sie jedoch erkennen konnte, war Marc, der genervt mit dem Finger gegen seine Armbanduhr tippte. Sie zuckte entschuldigend mit den Schultern und nickte mit dem Kopf Richtung Doktor Steigerle.
„Ja äh, also…was ich Sie jetzt eigentlich fragen wollte.“, sagte Gretchen und wandte sich ihr wieder zu, „Sie haben die Knochenmarktransplantation von Susanne Krupp gemacht und da-“
„Ja desch war auch a Glücksfall! So a Glücksfall sag ich Ihne!“, sagte diese überrascht und legte eine Hand auf Gretchens Arm um dies noch zu unterstreichen, „nicht jeder Spender ischt passend, wissen Se! Dann glei noch ihr Vater, da hatte se wirklich grosses Glück.“
„Ja das…ist wirklich hervorragend, und es geht ihr auch wieder besser. Also…ging es, dann ist sie ja da auf der Party zusammengebrochen und jetzt wieder hier, von daher…also, was ich fragen wollte.“ Gretchen bewegte den Kopf hin und her und hob eine Hand, „wie geht es ihr zwischenzeitlich?“
„Oh ganz gut, ganz gut, doch.“, erwiderte die Ärztin und nickte, „ja sie hat die Infusionen und Mittel gut aufgenommen und ischt wieder stabil.“
„Gut.“, seufzte Gretchen erleichtert und nickte, „da bin ich wirklich froh.“
„Keine Sorge, Ihre Freundin wird schon wieder!“, meinte die Doktorin und klopfte ihr auf die Schulter, worauf ihr Blick den Gang hinunter fiel, „was mir übrigens aufgfalle ischt, der Doktor Meier, der schaut Se schon die ganze Zeit über an! Da habe Se wohl einen Verehrer!“
„Einen…ja, der Doktor Meier…“, erwiderte Gretchen lächelnd und wandte sich ebenfalls um. Marc tippte wiederum gegen die Uhr und winkte sie energisch zu sich.
„Ah der muss Se ja aber auch noch möge!“, fuhr Doktor Steigerle fort, „der will Sie ja regelrecht bei sich habe grad!“
„Ja der…eigentlich schaut der ständig so, ist auch irgendwie sein Standartspruch…’Komm endlich’ und…so.“
„Ah ja, Ah ja.“ Die Ärztin nickte lächelnd und schaute sie mit grossen Augen an.
Gretchen erwiderte das Lächeln bis ihr auffiel, was sie gerade gesagt hat. „Äh also, nicht so wie Sie jetzt-“
„Ah wisse Se, ich war ja auch mal jung!“, sagte diese beschwichtigend, legte kurzerhand einen Arm um Gretchens Schulter und führte Sie Richtung Marc, „wenn der Frühling ruft, da gibt man einfach nach! Egal wo, egal wann! Gell?“

O…kay, die ist ja noch schlimmer als meine Mutter.

Gretchen lachte peinlich auf und kratzte sich hinter dem rechten Ohr. „Ja also…“
„Die Äpfel muss man esse wenn se noch grün und knackig sind!“, sagte Doktor Steigerle motivierend und gab Gretchen einen Klapps auf ihre Schulter, ehe sie stehen blieb, „und jetzt gehe Se! Geniesse Se das Leben! Haue Se so richtig auf den Putz, geniesse Se den Frühling!“
Gretchen lachte und merkte wie sie langsam rot wurde. Sie hob eine Hand und winkte Doktor Steigerle, ehe sie zu Marc trat, der sie irritiert anschaute. „Frühling? Wir haben knapp Sommer, geht’s der noch gut?“
„Äh Marc…Schatz, lass uns einfach…gehen, ja?“, fragte Gretchen mit einem breiten, gekünstelten Lächeln, hackte sich bei Marc ein und winkte noch einmal Doktor Steigerle zu, die mit einem breiten Lächeln zurückwinkte. „Hach…ja, die wilde Jugend.“

Fran Offline

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13.06.2010 23:37
#111 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Ich gratuliere, Deutschland hat die lieben Australier in einem schönen Match hoch besiegt! Zu diesem Anlass stelle ich noch einen etwas längeren Teil rein, der mit ein bisschen Chaos gespickt ist. So wie ihr es mögt Oder..ja..das sehen wir dann. Danke auch noch für die lieben Kommis :)

„Frau Doktor!“ Sabine sprang vom Stuhl auf und kam mit einem grossen Grinsen auf Gretchen zugeschritten, welche fragend den Kopf wandte und mit Marc zusammen in die Garderobe lief, „wie war Ihre Nacht?“
„Äh…kurz!“
„Lang!“, sagte Marc gleichzeitig, worauf sich Gretchen zu ihm umwandte und zusah, wie er sie anzwinkerte.
„Doktor Meier meint…länger im Sinn von…es war nicht sonderlich interessant und hat sich dahingezogen.“, erklärte Gretchen Sabine und zog die Jacke ab.
„Oh dann gab es also…keine Wiedersehensfreude?“, fragte Sabine etwas bedrückt und stützte sich mit einer Hand am Türrahmen ab.
„Sagen wir es so…“, meinte Marc und schaute mit schmalen Augen zu Gretchen, die ihn warnend anschaute, „einer ist glatt umgefallen als er uns getroffen hat.“
„Ja also eigentlich hast du ihn eher getroffen.“, korrigierte Gretchen Marc trocken, der ein falsches Grinsen aufsetzte und seinen Kittel aus dem Spint holte.
„Wie waren denn die Kostüme Frau Doktor?“, fragte Sabine nun mit neuem Lächeln und stand nun aufrecht, die Hände vor der Brust verschränkt, vor ihnen.
„Die waren…schön, Sabine. Wirklich schön.“, antwortete Gretchen und setzte ein Lächeln auf, bevor Marc seine Tür zuknallte. „Also schön war anders.“
Gretchen bemerkte wie das Lächeln aus Sabines Gesicht erlosch und zog nun ihren Kittel ebenfalls heraus. „Was er eigentlich meint, war dass er selber zugeben musste, dass ihm das Kostüm nicht sonderlich stand.“
„Oh…das ist schade, ich habe nämlich…genau Ihre Grösse rausgesucht.“, antwortete Sabine und schaute Marc entschuldigend an, der einen Kaugummi in den Mund schob und die Schwester irritiert anschaute. „Woher wissen Sie denn bitteschön meine Kleidergrösse?“
„Ich habe mir erlaubt die Grösse bei Ihren Kleider abzuschauen…“, erwiderte sie und neigte beschämend den Kopf, „ich wollte…dass Sie eine gute Figur machen würden, Sie und die Frau Doktor.“
Gretchen warf Marc einen auffordernden Blick zu. Dieser schaute sie unverständlich an, rümpfte die Nase und schüttelte den Kopf. Gretchen presste die Lippen zusammen und nickte vehement auf Sabine, worauf er stöhnte, die Augen verdrehte und eine flüchtige Armbewegung machte. „Ja also…danke. Trotzdem.“
Sabine schaute seelig auf und lächelte. „Das ist das erste Mal wo Sie danke zu mir sagen…“
„Ja dann schreiben Sie es besser in Ihr Tagebuch, war wohl einer von diesen...dings, einzigartigen Momenten.“, schnaubte Marc und lief an ihr vorbei um ins Schwesternzimmer zu gelangen.
Gretchen seufzte und schloss die Türe zu ihrem Abteil. „Einfach ignorieren Sabine. Einfach ignorieren.“
„Ich weiss Frau Doktor…Sie sind da mein Vorbild.“, erwiderte die Schwester und schaute sie schwach lächelnd an, ehe sie sich umwandte und ebenfalls verschwand.
Gretchen verharrte einen Moment, zog dann ihre Haare aus dem Kittel und verliess die Garderobe.

„Margharethe! Margarethe?“ Bärbel streckte den Kopf in das Schwesternzimmer und lief an Marc vorbei, der sich gerade einen Kaffee einschenkte, zu Gretchen, die in ein Croissant biss, „ah da bist du ja, ich hab dich schon seid gestern Abend erwartet!“
„Ah…ja tut mir leid, die…Party hat so lange gedauert.“, gab sie etwas zögerlich als Antwort, setzte dann aber ein Lächeln auf und sah zu, wie ihre Mutter sie ebenfalls anlächelte.
„War ja eine ganz schön lange Nacht Kälbchen, hm?“, fragte ihr Vater, der mit einem Aktenkoffer Bärbel gefolgt war.
„Papa!“, begrüsste Gretchen ihn und nickte dann schwer, „ja es war…ziemlich…lang.“ Sie biss schnell in ihren Croissant und bemühte sich, sich nicht zu verschlucken, als sie bemerkte, wie Marc ihr einen Seitenblick zuwarf.
„Das nächste Mal gib aber Bescheid du!“, meinte Franz und wedelte warnend mit dem Finger vor ihm, „dann wissen wir wenigstens wo du dich rum treibst!“
„Papa…!“, murmelte Gretchen und schaute ihn eindringlich an, worauf Bärbel seufzte und anfing, die Krümel von Gretchens Kittel zu klopfen. „Ach jetzt lass sie doch Franz, das Kind braucht doch ab und zu ein wenig Abwechslung.“
„Genau!“, pflichtete Gretchen ihrer Mutter bei und schaute Franz mit einem breiten Lächeln an.
„Das passiert ja auch nicht jeden Abend.“
„Schade eigentlich.“
Gretchen sperrte die Augen auf und sah zu Marc, der amüsiert aus seiner Tasse trank und mit einer Hand an der Kommode anlehnte.
„Bitte was?“ Franz trat einen Schritt nach vorne und schaute Marc prüfend an, der die Tasse schnell hinunter nahm.
Bärbel jedoch seufzte und öffnete ihre Handtasche. „Also Gretchen, warum wir eigentlich hier sind.“
Gretchen schaute geschockt auf das Manuskript in ihrer Hand und dann zu Marc, der sich gerade den Kaffee von den Lippen leckte und ihren Vater anschaute.
„Äh…Mama lass uns das doch einfach später-?“
„Marc?“
Dieser stöhnte genervt auf und wandte sich mit der Kaffeetasse in der Hand um, um seinen Vater anzuschauen, der sich in das Schwesternzimmer lehnte. „Was?“
„Hallo, guten Tag…“, sagte Olivier freundlich nickend und hob lächelnd die Hand, als er Gretchen sah.

Oh Gott, jetzt nur nichts Falsches sagen, bitte nichts Falsches sagen!

„Hallo Frau Haase!“
„Ja hallo…Herr Meier…!“, grüsste Gretchen etwas peinlich berührt zurück und hob schwach die Hand, bevor Franz sich mit gekrauster Stirn ihr zuwandte. „Ihr kennt euch?“
„Ja aber…auch nur vom Bett.“
Bärbel und Franz schauten sie beide mit grossen Augen an, und Gretchen, welche gerade wieder in ihr Croissant beissen wollte, sah zu, wie Marc sich am Kaffee verschluckte. Sie hielt inne und blinzelte bei den Gesichtsausdrücken ihrer Eltern. „Krankenbett! Also nicht…also, vom Krankenhaus…bett.“
Bärbel atmete tief aus und nickte irritiert, während Franz sich räusperte und die Aktentasche neu fasste.
„Äh…Frau Doktor?“, fragte Sabine leise und trat, mit einer Mappe in der Hand, neben Gretchen hin, „ich wollte Sie nur kurz etwas fragen…es geht um Susanne Krupp.“
„Ja was ist mit ihr?“, fragte Gretchen halb abwesend und hielt ihren Blick auf Marc gerichtet.
„Ja…Vater was ist los?“, fragte Marc, wischte sich über das Kinn und warf einen zögerlichen Blick auf die Gruppe hinter ihm.
„Deine Mutter sucht dich.“, antwortete Olivier und sah zu, wie Marc genervt die Schultern hängen liess und die Tasse abstellte. „Warum denn jetzt schon wieder.“
„Sie hat den ganzen Morgen von ihrem Manuskript für das neue Buch gesprochen.“, antwortete Olivier und legte die Stirn in Falten, „darum ist sie euch heute Morgen bei dir und Frau-“
„Steigerle!“, rief Gretchen laut und schluckte, als alle Blicke auf sie gerichtet wurden, inklusive Marc, dem seiner jedoch entglitt, „äh…also…Steigerle hat hier…da gearbeitet.“
„Was…“, begann Franz mit grossen Augen und schaute entgeistert zu Marc, der zu seinem Chefarzt blinzelte, „Sie und Doktor Steigerle…also das kann ich jetzt irgendwie nicht…“
„Was?“, fragte Marc prompt mit grossen Augen, „ich hab doch nicht – also Herr Professor das ist garantiert nicht wahr, ich würde niemals-!“
„Meier…ich kann Sie auf gewisser Weise verstehen.“, meinte Franz nüchtern und nickte stockend, „immerhin…sind wir…Männer. Aber irgendwann, hört es ja auf. Und ich meine nicht dann, wenn alle weiblichen Geschlechter dieses Krankenhauses schon mal in Ihrem Bett landeten!“
„Herr Professor ich habe garantiert nicht-“
„Sie müssen sich nicht erklären Meier!“ Franz hob eine Hand und beachtete Marc’s hilfesuchenden Blick zu Gretchen nicht, „aber reissen Sie sich gefälligst zusammen!“
„Äh-“
Gretchen hielt ihr Croissant vor den Mund um ihr Lachen zu verstecken. Sie hatte die Lippen aufeinander gepresst und versuchte Marc’s Blick zu ignorieren, der gerade aus einer Mischung von Wut und Hilflosigkeit auf ihr ruhte.

Ja…der Mensch der gesagt hat, dass Rache süss wäre, hatte so recht.

„Äh…“ Sabine griff die Mappe mit beiden Händen und schaute etwas überfordert von Marc zu Franz und von Franz zu Gretchen, „dann hat also Frau Steigerle…?“
„Ja Sabine das…schauen wir dann später nochmals an, ja?“, bat Gretchen und versuchte ihr Lachen unter Kontrolle zu halten.
„Also…ich wollte das nur gesagt haben, dich sozusagen vorwarnen.“, mischte sich Olivier wieder ein und schien ebenfalls etwas irritiert zu sein.
Marc warf ihm einen Blick zu und nickte abwesend, den Blick immer noch hilflos und missverstanden.

Fran Offline

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14.06.2010 21:55
#112 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Guten Aaabend zusammen Die Fränzi ist wieder zurück in der Schweiz und in ihrer ausserordentlich sauberen Wohnung. Freut mich dass euch die Sache mit Marc und Steigerle gefällt! Hab ichs doch fast gedacht. Marc findest ja auch zum schiessen.
Auf jeden Fall danke für die Kommis und die lieben Worte
Jetzt geht es mit einem ebenfalls längeren Teil weiter, viel Spass mit dem Chaos


„Ich weiss nicht Anna.“ Mehdi legte den Bleistift auf die Akte vor sich und schaute von unten nach oben auf.
„Ich halte es für eine gute Idee.“, erwiderte Anna, rutschte in ihrem Stuhl nach vorne und schaute ihn ernst an, „so hätte Lilly wenigstens beide Elternteile beisammen. Ich…ich verlange ja nicht dass wir wieder eine Familie…werden müssen, Mehdi.“
„Gut.“, antwortete dieser, „das wird auch nicht passieren.“
„Ich weiss.“ Sie senkte für einen Moment den Kopf und schaute auf ihre Finger, ehe sie diesen wieder hob, „ich habe einen Job gefunden. Es ist nichts…wirklich spezielles, aber es bringt Geld. Ich habe gute Aussichten auf eine kleine Wohnung, hier in Berlin.“
Mehdi presste die Lippen zusammen und überlegte einen Moment, ehe er mit dem Zeigefinger den Bleistift vor sich hin und her rollte.
„Mehdi, denk an Lilly!“ Anna lehnte ihren Arm auf den Tisch und schaute ihn bittend an, „sie weiss nicht was alles passiert ist, und sie muss es auch nicht wissen! Für sie ist es wichtig, dass wir beide für sie da sind.“
„Glaub mir Anna, ich denke die längste Zeit an Lilly.“, sagte Mehdi und verengte seine Augen ein bisschen.
„Ja ich weiss…das ist dann wohl auch der Grund warum du Gretchen hinzugezogen hast.“
Mehdi’s Blick liess locker und seine Augen huschten ertappt zur Seite.
Anna lächelte jedoch nur und schweifte mit ihrem Blick auf die Tischplatte vor ihm. „Ist schon in Ordnung…ich hätte wahrscheinlich dasselbe getan um dich zu überzeugen.“
Mehdi erwiderte für einen Moment nichts, bis er sie wieder anschaute. „Für Lilly.“
Anna lächelte zaghaft und nickte einmal. „Für Lilly.“

„Für dich!“
Gretchen zuckte zusammen als ihre Mutter das Manuskript auf den Tisch fallen liess. Gretchen schaute das Bündel mir grossen Augen an, griff sich ihre Tasse und stand auf. „Oh nein Mama geh bitte weg mit dem.“
„Du hast das mit nach Hause genommen Margarethe!“, sagte Bärbel, stützte eine Hand in die Seite und hob mit der anderen das Manuskript hoch, ehe sie sich wieder zu Gretchen umdrehte, „ich will ja gar nicht wissen woher du das wieder hast!“
„Ja also…selber geschrieben hab ich’s mal sicher nicht.“, antwortete Gretchen und drehte sich mit grossen Augen um, ehe sie fragend von ihrer Mutter zu ihrem Vater schaute, der ein recht verbissenes Gesicht machte.
„Du weißt genau woher dass das ist.“, meinte Bärbel eindringlich, nahm das Manuskript in beide Hände und trat vor sie hin, „das kann ja wohl nur von einer Person kommen!“
„Deine Mutter und ich haben uns eigentlich darauf geeinigt, dass uns so etwas nie mehr ins Haus kommt!“, pflichtete sich nun ihr Vater leise bei und kam einen Schritt näher. Er warf einen Blick an Gretchen vorbei und zog sie dann ein Stück zur Seite, sodass Sabine nichts hören konnte, „wir haben einen Schlussstrich gezogen und möchten das eigentlich auch so beibehalten!“
„Also…ihr tut ja gerade so als hätte ich das extra gemacht!“, rechtfertigte sich Gretchen und schaute von einem Gesicht ins andere, „dabei hab ich’s ja nur per Zufall zuhause liegen lassen…“ Sie hob die Tasse und wollte einen Schluck daraus trinken, als ihre Mutter das Bündel wieder hochhielt. „Ja und woher hast du das dann?“
„Mama, ich-“
„-will dich und vor allem das nie mehr in diesem Krankenhaus sehen, es sei denn es ist ein Notfall der dir ans körperliche geht.“ Marc rollte mit den Augen und steuerte zielstrebig ins Schwesternzimmer, bis er überrascht stehen blieb und Gretchen fragend anschaute.
„Das ist ein Notfall Olivier und es geht ans körperliche!“
Gretchen schluckte als sie hörte, wie seine Mutter ebenfalls den Raum betrat. Sie sah zu, wie Marc’s Augen zu dem Bündel in Bärbels Hand huschte und sie dann vorwurfsvoll ansahen.
„Wenn das so weiter geht, dann bringt mich das noch ins Grab!“, fuhr Elke theatralisch fort und fächerte sich mit ihrer Handtasche Luft zu.
Marc wandte sich halbwegs von Gretchen ab und lachte schnaubend auf. „Wäre ja auch ziemlich ironisch wenn man bedenkt dass dich deine eigene Literatur ins – okayyy, ist ja schon gut…!“, meinte er dann als er Elkes tödlichen Blick sah und wandte sich schnell wieder ab. Er richtete sich den Kragen vom T-Shirt, verdrehte genervt die Augen und lief an Bärbel vorbei um an den Aktenstapel auf dem kleinen Tisch zu gelangen.
„Sie!“
„Oh guter Gott.“, murmelte Marc, als er gepeinigt zusehen musste, wie Bärbel einen Schritt nach vorne machte.
Elke hielt inne und schaute mit starrem Blick auf das Manuskript. „Marc Olivier, was hat mein Werk in den Händen dieser Frau zu suchen?“
Marc wollte gerade etwas erwidern, als Bärbel auflachte. „Ein Werk nennen Sie das, ja? Das kann doch nicht ihr ernst sein! Das ist ja fast…fast Pornografie hier!“ Sie wedelte mit dem Manuskript in der Luft und scheute sich nicht um andere Ohren, die von dem Treiben auch noch Wind bekam.
„Äh…Hasenzahn?“
Gretchen schaute stockend zu ihrer Linken, wo sie Marc’s Gesicht näher bei sich entdeckte, als sie dachte. Sie zuckte kurz zurück und kratzte sich dann hinter dem Ohr. „Ja?“
Marc legte die Stirn in Falten und schaute sie verwundert an. „Wie genau kommt es, dass deine Mutter-?“
„Bärbel, jetzt reg dich nicht so auf!“, meinte Franz dann etwas nervös und legte eine Hand auf deren Schulter, als er sich umblickte, „es können ja auch alle mithören, ich bitte dich!“
„Wie können Sie es wagen…“ Elke presste die Lippen zusammen und schaute erbost und geschockt auf Bärbel, die angriffslustig die Augenbrauen erhoben hatte und den Kopf schief legte. „Marc Olivier, deine Mutter braucht Unterstützung!“
„Ja stütz dich selber, hab grad zu tun.“, erwiderte Marc abwesend und wandte sich wieder Gretchen zu, die von der Situation langsam überfordert wurde, „also wie genau kommt jetzt deine Mutter an die Geschichte von meiner-“
„Wie können Sie Hausfrau es wagen eine so angesehen und erfolgreiche Schriftstellerin wie ich es bin…“, fuhr Elke fort und hob ihr Kinn, um von oben herab auf Bärbel zu schauen, „der dreckigen und absolut niveaulosen Art der Pornografie zu bezichtigen!“
„Das fragen Sie jetzt aber nicht wirklich.“, erwiderte Bärbel und nickte mit hochgezogenen Augenbrauen und schmalen Lippen, „ich sag nur Gott sei Dank hat das Franz nicht in die Hände bekommen!“
„Bärbel…!“, meldete sich dieser wieder und presste ihren Namen peinlich berührt zwischen seinen Lippen hervor, ehe er ungemütlich von einem Fuss auf den anderen trat, „wir sind hier in einem öffentlichen Krankenhaus, jetzt bitte benimm dich!“
„Ach da sind doch sowieso schon alle geschädigt!“, meinte Bärbel vorwurfsvoll, wedelte wiederum mit dem Manuskript und liess Franz’ Gesichtszüge entgleiten, „eine Frau die…die denkt sie sei besser als…diese Stefanie Meier, die auf dem ersten Platz der Bücher war, wahrscheinlich ist die auch noch mit Ihnen verwandt!“
Gretchens Augen huschten zu ihrer Mutter, die nun mit dem Bündel auf Elke zeigte, welche Bärbel ziemlich distanziert begutachtete.
„Dann ihr Sohn der…alles was der kann ist meine Tochter unglücklich machen!“
„Bitte?“, fragte Marc eine Oktave höher und schaute mit entgleistem Gesichtsausdruck zu, wie Gretchens Mutter näher zu ihm trat. Er wich ein Stück zurück und schaute kurz zu Gretchen, ehe er wieder Bärbel anschaute. „Sie haben mich schon verstanden, Sie Oberarzt! Das war doch früher genau das gleiche! Franz und ich haben geheiratet da war er auch Oberarzt, ich weiss schon wie Sie ticken, ja!“ Sie tippte mit dem Finger gegen ihre Schläfe und nickte grosszügig, was Marc etwas irritierte und auf Gretchen zeigen liess. „Äh Sie…also ich hab…eigentlich nicht vor Gretchen zu-“
„Oh guter Gott.“ Elke liess sich aufstöhnend gegen die Tür fallen und wedelte sich wieder Luft zu, „das wäre wohl das Ende meiner allzu guten Erziehung.“
„Also jetzt…jetzt reisst euch doch mal zusammen.“ Gretchen trat einen Schritt nach vorne und riss Bärbel das Manuskript aus den Händen, ehe sie von Franz über Bärbel zu Elke schaute, „wir sind doch hier nicht…im Kindergarten also wirklich.“
„Was um Himmels willen ist denn das nun wieder für eine Anschuldigung?“, fragte Elke kühl und hob eine Augenbraue.
Gretchen seufzte auf und liess die Schultern hängen, ehe sie nach oben zu der Decke schaute. „Gut, ich geb’s ja zu, ich hab das Manuskript zuhause vergessen. Aber auch nur weil das hier nicht so unbeaufsichtigt rum liegen sollte!“
„Ja der Plan ging ja wieder mal auf.“, bemerkte Marc trocken und schaute zur Seite.
„Also du beschwer dich mal gar nicht hier, ja!“, erwiderte Gretchen und schaute ihn anschuldigend an, worauf er sie überrascht anschaute, „ich wollte dir ja auch nur einen Gefallen machen.“
„Ja und jetzt schau was du damit angezettelt hast!“, erwiderte Marc vorwurfsvoll und zeigte mit der Hand auf ihre Eltern, „Aufmarsch des…Elternverbands oder was!“
Gretchen verzog ihre Lippen zu einem falschen Lächeln. „Mhh, wir sind heute aber wieder schlagfertig.“
„Kälbchen?“
„Oh Papa nenn mich doch jetzt bitte nicht so!“, erwiderte Gretchen und schaute ihren Vater warnend an, bevor sie fast nicht merklich zu Elke hinüber nickte.
Das schien ihren Vater jedoch nicht zu interessieren, denn er schaute zwischen ihr und Marc hin und her. „Was genau läuft hier eigentlich zwischen dir und Meier?“
„Äh…wieso, also…wir…“, stammelte Gretchen irritiert und schaute zu Marc, der die Lippen zusammengepresst, die Augenbrauen hochgezogen hatte und mit seinem Finger auf das Gerät neben sich zeigte. „Die…Kaffeemaschine?“
„Meier, verkaufen Sie mich nicht für dumm!“, erwiderte Franz finster und schaute ihn aus schmalen Augen an. Er machte ein paar Sekunden Pause und schaute dann wieder zu Gretchen. „Ist doch allen klar was hier vor sich geht.“
„So, was denn genau?“, fragte Bärbel verwundert und schaute fragend zu Gretchen, welche aufstöhnte und mit den Augen rollte.
Marc stöhnte durch geschlossene Lippen auf und wandte sein Gesicht ab.

Fran Offline

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15.06.2010 13:42
#113 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Danke an alle lieben Kommis und Leser :)

„…hören Sie, ich habe…das ist nicht wahr, Sie wissen ja nicht einmal die ganze Ge-…das tun Sie nicht!“ Gaby blieb stehen und schaute auf den Tisch vor ihr, die Lippen aufeinandergepresst und den Blick starr nach vorne gerichtet, „das wagen Sie nicht.“
Sie hielt ihr Handy an ihr Ohr und umfasste mit der freien Hand die Stuhllehne vor ihr. „Das ist mir scheissegal, dann werde ich Sie halt eben auch an-!“
„Sag mal wie bescheuert muss man eigentlich sein-“, meinte Marc, machte einen Schritt nach vorne und zog Gaby ihr Handy aus der Hand, „- um die Hausregeln nicht zu beachten, hm?“ Er schaute sie fragend und ernst an, eher das Gespräch mittels Drücken des roten Knopfes beendete und es in die Tasche gleiten liess.
Gaby verengte die Augen wütend zu Schlitzen. „Jetzt gib mir mein verdammtes Handy zu-!“ Sie hielt jäh inne als sie den Professor und dessen Frau hinter Marc erkennen konnte. Sie presste die Lippen zusammen, formte die Hände zu Fäusten und reckte ihr Kinn. „Herr Professor.“
„Schwester Gaby.“, meinte dieser und schaute sie suspekt an, „alles in Ordnung?“
„Natürlich.“, antwortete diese knapp und nickte einmal, ehe sie Marc einen bissigen Blick zuwarf, „alles in bester Ordnung.“
Marc hob beiden Augenbrauen und schaute sie kühl an, als sie an ihm vorbeirauschte und das Schwesternzimmer verliess.
„Nun denn.“, fuhr Franz fort und schaute wieder zu Gretchen und Marc, „von Ihrer allzu klugen Antwort mal abgesehen Meier, würde ich meinen, dass Sie-“
Franz wurde von dem Klingeln eines Handys unterbrochen. Er wandte sich mit Bärbel um, und sah zu, wie Elke ein Handy aus ihrer kleinen Handtasche zog, dieses aufklappte und an ihr Ohr hielt. „Sylvia? Oh guter Gott, dich schickt der Himmel!“
Franz schaute mit verbissenem Gesicht zu, wie auch jemand anderes sein Handyverbot umging und nicht beachtete.
„Es ist eine Katastrophe, eine Ka-ta-strophe!“, sagte sie ausführlich und legte eine Hand an ihre Stirn, „doch natürlich…aber natürlich habe ich das. Selbstverständlich kannst du auf mich zählen, ich bitte dich…“
Marc stöhnte gepeinigt auf und wandte den Blick ab, ehe er ein paar neue Akten griff. Gretchen warf ihm einen Blick zu, worauf sie grinsen musste, da sein Gesichtsausdruck, unter anderen Umständen, die Lizenz zum küssen gab.

Äh. Halt, Stopp. Muss bei der Sache bleiben. Darf solche Gedanken gar nicht aufkommen lassen, vor allem in Gegenwart von Elternteilen.

„Natürlich kann ich es ausarbeiten.“, fuhr Elke fort und schaute mit professionellem Ausdruck in die Luft, ehe sie einen Moment inne hielt und zuhörte, „das ist ein Haufen Arbeit Sylvia.“
Marc schaute skeptisch auf und schaute seine Mutter beängstigend an.
„Marc Olivier, das Manuskript.“ Elke schnippte mit dem Finger und zeigte auf das Bündel, welches immer noch in Bärbels Hand war.
„Äh…“ Marc schaute zu Bärbel welche die Lippen zu einem Strich verengte und Elke das Geschriebene in die Hand drückte.
„Mh. Mh.“ Elke reckte ihr Kinn und schaute konzentriert auf einen Punkt vor ihr, ehe sie aufschnaubte und eine lässige Handbewegung machte, „ich bitte dich, natürlich ist es kein Problem dem ganzen Kapitel ein Buch zu widmen.“
„Oh Grundgütiger.“
Gretchen schaute zu wie Marc den Kopf gegen die Wandschränke fallen liess.
„Ich werde mir schon etwas einfallen lassen, selbstverständlich…und natürlich werden Sie es lieben, alle lieben mich.“
Bärbel schnaubte auf und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Ja, Tschüss…tschüss!“ Elke hielt das Handy vor sich und drückte auf den Knopf um das Gespräch zu unterbrechen.
„Na.“, meinte Bärbel provokativ und hob beide Augenbrauen, „wenn Sie ja dann so viel Arbeit vor sich haben, können Sie ja jetzt geradewegs nach Hause gehen.“
„Mh.“ Elke setzte ein falsches Lächeln auf und schob das Manuskript unter den Arm, „meine Teuerste, das ist keine Arbeit, das ist mein Sinn des Lebens. Aber wahrscheinlich ist Ihnen so etwas komplett fremd.“ Sie warf einen Seitenblick zu Franz, der sie ungerührt anschaute, ehe sie sich auf dem Absatz umdrehte und sich daran machte, das Zimmer zu verlassen. „Olivier! Olivier wir gehen, wir haben eine Menge Arbeit vor uns!“
„Oh Gott wieso hat die Menschheit das verdient.“, seufzte Marc gepeinigt, drehte sich um und warf beide Hände vor sein Gesicht.

Fran Offline

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15.06.2010 21:01
#114 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

„Na komm also…so schlimm ist es ja nun auch wieder nicht.“, versuchte Gretchen ihn zu beruhigen, war sich jedoch der Anwesenheit ihrer Eltern bewusst, was das ganze noch schwieriger machte, „wenigstens sind sie jetzt wieder…zusammen…irgendwie?“
„Das ist ja das tragische.“, meinte er und legte einen Arm um seinen Oberkörper, um den anderen darauf abzustützen.
„Nun denn.“ Franz nahm den Aktenkoffer in die andere Hand und schaute ernst zu Gretchen und Marc, der ihn ebenfalls wieder anschaute, „wie gut dass in diesem Krankenhaus alle meine Angestellten die Hausordnung so nett berücksichtigen.“
Marc schaute lächelnd und fast etwas berührt zur Seite und stützte sich mit beiden Händen an der Ablage hinter ihm ab. „Ja Herr Professor, ich habe Schwester Gaby schon genügend über das Handyverbot-“
„Es geht hier nicht in erster Linie um das Handyverbot Meier!“, erwiderte Franz barsch, was Marc zusammenzucken liess, „Ihr ganzes Privatleben marschiert hier rein und raus, und das fast jeden einzelnen Tag!“
„Also das…ist jetzt nicht mein Fehler.“, erwiderte Marc etwas stockend und zeigte mit entgleistem Gesicht zur Türe hinaus, „ich hab ihr schon hundertmal gesagt, dass sie in der Psychiatrie richtig wä-“
„Ich warne Sie.“ Franz trat einen Schritt näher und hob den Finger, worauf Gretchen aufseufzte und zuschauen musste, wie Marc sich ein Stück nach hinten lehnte, „wenn ich auch nur einmal wieder ein Buch oder eine Leseprobe Ihrer…Mutter sehe, dann…dann…gibt es Hausverbot!“
„Aber Herr Professor, das können Sie doch nicht…-“
„Schwester Sabine, diese Regeln werden berücksichtigt!“, sagte Franz laut und liess Schwester Sabine, welche mit bleichem Gesicht um die Ecke getreten war, zusammenzucken, „das ist ein Krankenhaus! Tun Sie gefälligst Ihren Job und lassen Sie ihr Privatleben draussen!“
„Äh…Papa ich…rede dir ja ungern dazwischen…“, meinte Gretchen leise und zeigte etwas unsicher mit dem Finger auf ihre Mutter, „aber Mama ist ja auch jeden Tag irgendwie im Krankenhaus.“
„Da hat sie Recht Franz.“, pflichtete Bärbel bei und schaute ihren Mann verwirrt an, „oder…oder muss ich jetzt auch draussen bleiben?“
„Bärbel, du arbeitest hier!“, entgegnete Franz immer noch vehement, aber ein Stück sanfter, „also nein…du darfst natürlich weiter hier bleiben.“
Marc warf Gretchen einen zweifelnden Blick zu, die diese mit einem schwachen Schulterzucken und ahnungslosem Gesicht erwiderte.
„Haben wir uns also verstanden?“ Franz warf Marc einen weiteren Blick aus schmalen Augen zu, worauf dieser einmal stockend nickte und den Kragen zurrecht zog.
„Gut.“ Franz schaute noch einmal in die Runde, „dann wieder an die Arbeit. Butterböhnchen, wir gehen!“
„Aber Franz, wir sind doch gerade erst gekommen!“, antwortete diese irritiert und machte ein paar Schritte auf die Türe zu, „oder…oder müssen wir jetzt beide draussen bleiben?“ Sie seufzte, liess die Schultern hängen und schaute kopfschüttelnd und aufgelöst zu Gretchen, „also, diese Krankenhauspolitik versteht auch keiner!“
Gretchen verzog ihre Lippen zu einem gekünstelten Lächeln und schaue zu, wie ihre Mutter aus dem Zimmer rauschte. „Also diese Frau ist doch echt nicht von unserem Planeten.“, murmelte sie daraufhin leise, seufzte und stiess sich von der Kommode ab, worauf ihr Blick auf Sabine fiel, „Sabine jetzt schauen Sie doch nicht so.“
Diese schaute mit traurigem Gesicht auf und versuchte ein Lächeln zustande zu bringen, was ihr jedoch nicht gelingen wollte.
„Sie können die Bücher ja immer noch mitnehmen, wir erzählen es einfach keinem, hm?“
„Meinen Sie Frau Doktor…?“, fragte Sabine zögerlich und nun erschien das bekannte, seelige Lächeln auf ihren Lippen.
„Also ich werde es erzählen.“, sagte Marc knapp und griff sich nun den Aktenberg auf der Ablage, worauf ihn Gretchen warnend anschaute. Er hielt inne, erwiderte ihren Blick und zog die Augenbrauen hoch, „ja ich…folge nun mal den Regeln Hasenzahn, tut mir leid.“
„Du bist so ein Schleimer…“, erwiderte sie fassungslos und schüttelte den Kopf, „du bist doch der letzte der die Regeln befolgt.“
„Mh, ich bin nur der Letzte der sich erwischen lässt, hm?“ Er bückte sich zu ihr hinunter und zuckte grinsend mit den Augenbrauen bevor er sich umdrehte und das Büro verliess.
Gretchen seufzte auf und wandte sich wieder an Sabine. „Er wird es garantiert nicht erzählen.“
Diese nickte und schob die Hände in die Kitteltaschen, bevor sie einen Schritt auf sie zumachte. „Frau Doktor, wenn ich mir das so erlauben darf…aber…Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an und…wenn man also nach dieser Theorie geht, die sich im alltäglichen Leben zu…knapp 90% bewahrheitet, natürlich…mit Ausnahmen…“, sie lächelte ertappt auf und zuckte mit den Schultern und sah zu Gretchen, welche die Stirn in Falten gelegt hatte und versuchte Sabine zu folgen, „dann…also dann würde ich mal die These wagen, dass…der Doktor Meier und Sie…die Bonnie und Clyde von der Notfallstation sind.“
Gretchen öffnete den Mund um etwas zu erwidern, schloss ihn dann aber wieder für einen Moment, ehe sie gekünstelt auflachte. „Also Sabine soweit ich weiss planen Doktor Meier und ich nicht eine…Bank auszurauben oder…sonstige Regeln…zu brechen.“

Was für eine Lüge Gretchen…das Brechen der Regeln innerhalb des Krankenhauses liegt an der Tagesordnung. Gleich unter Heilung von Krebskranken. Und unter Marc. Also…unter Heilung von Marc. Nicht jetzt…ja.

„Nein aber…man sagt ja, dass die zwei füreinander bestimmt waren.“, fuhr Sabine lächelnd fort und fing an leise zu kichern.
„Ach…wusste ich ja gar nicht.“, antwortete Gretchen und schnappte sich ebenfalls ein paar Akten.
„Ja doch.“, meinte Sabine bestimmt und trat nickend einen Schritt näher, „also…der Doktor Meier und Sie…Sie sind füreinander bestimmt und eines Tages werden Sie heiraten, Kinder kriegen, in einem Vorort von Berlin leben und einen Hund mit Halstuch besitzen.“
Gretchen blinzelte und schaute ihn das entschlossene Gesicht von Sabine. „Sabine, Sie…machen mir manchmal wirklich…Angst.“
Sie blinzelte ebenfalls und kicherte wiederum. „Es war…es war Vollmond.“
„Ah ja.“ Gretchen nickte langsam und schaute dann auf den Gang, „also dann…werd ich glaub mal eben zu…ja.“
Sabine nickte eifrig, winkte ihr zum Abschied und liess Gretchen, welche mehr irritiert als gescheiter war, das Schwesternzimmer verlassen.

Fran Offline

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16.06.2010 13:10
#115 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo zusammen
Ich liebe Chaos, daher kommts auch viel vor Ich denke da vorallem Butterböhnchen im Krankenhaus bleiben darf, gehen wir eine Station weiter. Danke für alle Kommis und Leser, ihr seid aaace :)



Marc legte gerade eine Mappe zur Seite, als es in seiner Tasche wieder vibrierte. Er stöhnte genervt auf, warf den Kugelschreiber weg und zog das Handy aus seiner Kitteltasche. Er klappte den Deckel auf, legte die Stirn in Falten und schaute auf die Nummer auf dem Display. Gerade als er den grünen Knopf drücken wollte, ging seine Türe auf und er schaute mit hochgezogenen Augenrbrauen auf. „Äh…ich bin gerade am telefonieren?“
„Oh.“ Gretchen blieb in der Mitte des Raumes stehen und schaute auf das Handy, „tschuldigung, soll ja…tatsächlich Leute geben die halten das Ding dabei ans Ohr.“
„Ja und…soll ja auch Leute geben die nutzen diesen dings, Lautsprecher.“, antwortete Marc und hob das Telefon in seiner Hand, „heutige…Entwicklung.“
„Wie jetzt, deine oder die elektronische?“, fragte Gretchen und legte die Stirn in Falten. Als Marc seinen Mund öffnete um etwas zu erwidern, winkte sie ab und trat mit einer Akte in der Hand näher, „ach ist ja auch egal, ist ja normal dass die männliche Entwicklung irgendwie hinterher hinkt…hm, müssen dann auch Frauen gewesen sein die die Handys entwickelt haben.“
„Äh…“ Marc presste die Augen zusammen und schaute sie nachdenklich an, ehe er langsam mit dem Finger auf sie zeigte, „kann es sein dass…ich irgendetwas gesagt oder getan habe dass du mich jetzt so anzickst?“
„Was?“ Gretchen blinzelte und schaute ihn unmissverständlich an, „nein wieso?“
„Ja…!“ Er hob die Augenbrauen und hob das Handy wiederum, worauf sie seufzte und wieder abwinkte. „Ach was, sicher nicht. Ich hab heute die ganze Zeit nur so gute Sprüche im Kopf, die muss ich fast rauslassen, sonst vergess ich die ja auch wieder.“
Marc nickte langsam. „Ah.“
„Ja aber ist ja auch ganz egal, ich bin eigentlich wegen etwas ganz anderem hier…sag mal, ist das nicht Gabys Handy?“
„Was?“, fragte Marc zurück und folgte dann ihrem Blick auf seine Hand, „ah! Ja. Klingelt ständig, dieser Vibrationsscheiss geht mir ehrlich gesagt ganz schön auf den Sack.“
Gretchen presste die Lippen zusammen, hob die Augenbrauen und schaute auf die Akte, welche sie mit dem Rücken auf Marc’s Tisch abgestellt hatte.
Marc schaute durch wenige Stirnfransen auf. „Kommt jetzt irgendwie noch ein Spruch oder…?“
„Nein also…ich hätte einen aber den verkneif ich mir dann doch…lieber.“, erwiderte sie und schaute kurz zur Seite ehe sie sich wieder an ihn wandte, „also…sowieso. Das ist die Akte von Frau Friedrich, kannst du die bitte noch rasch visieren, dann können wir sie entlassen.“
Marc nahm die Akte entgegen, schien jedoch etwas nicht zu begreifen.
„Die…Gullitante.“
„Ah!“ Er klappte die erste Seite auf und blätterte eine Seite nach hinten um seine Unterschrift auf eine Linie am unteren Rand zu setzen, „kannst die ja gleich vorne behalten, die sehen wir sehr wahrscheinlich in ein paar Wochen wieder.“
„Wieso das denn?“, fragte Gretchen verwundert und nahm die Akte entgegen, worauf Marc den Kugelschreiber wieder hinschmiss und sich im Sessel zurücklehnte. „Ja die Alte ist doch sowieso senil, wahrscheinlich hat die nicht mal einen Hund und ist einfach so in den Abwasserschacht gefallen.“
„Ey…! Bist ja wieder mal unglaublich freundlich heute.“
„Ja komm, bist ja nur du hier.“, entgegnete er monoton und schaute auf die Tischplatte vor ihm.
„Und ich bin niemand oder wie?“, fragte Gretchen und blickte auffordernd in sein Gesicht, „nur weil ich nicht alt und senil bin, heisst das noch lange nicht, dass du mir nicht auch ein bisschen Respekt entgegen bringen kannst!“
„Äh…-“
„Obwohl du dass nicht mal bei alten Leuten machst, hier kannst die auch noch unterschreiben, ist die Kleine die in dich verschossen ist.“, fuhr sie ihm angesäuert dazwischen und warf eine weitere Akte auf seinen Tisch.
„O…kay…!“, meinte Marc, hob unmissverstanden die Augenbrauen und rutschte wieder an den Schreibtisch, „obwohl du da schon ein bisschen genauer werden müsstest…“ Er schaute grinsend auf und zwinkerte, „wir haben momentan eine grosse Anzahl an weiblichen Patientinnen.“
Gretchen kniff die Augen zusammen und zog ihm, sobald er fertig war, die Akte unter dem Kugelschreiber weg.
„Hey-!“
„Du solltest dich echt manchmal hören Marc.“, sagte Gretchen vehement und packte beide Akten unter den Arm, „mag ja sein dass die Machonummer bei Frauen gut ankommt und ja, kann ja sein dass ich die auch mag aber nicht wenn es um mich geht. Also…nicht wenn es um…ein bisschen Anstand würde dir auf alle Fälle wirklich gut tun!“
Marc öffnete den Mund um etwas zu erwidern, legte die Stirn in Falten und kniff die Augen zusammen. „Gretchen, du…bist hier rein gekommen und hast mich ohne einen wirklichen Grund dumm angemacht und jetzt willst du mir erzählen, dass ich keinen…Anstand besitze.“
„Ja ich gebe dir auch keine…Vorlage um mir jeden Tag deine Sprüche anhören zu müssen, aber trotzdem krieg ich die ab!“
„Also das…stimmt jetzt nicht so ganz, manchmal hast du wirklich-“
„Siehst du, genau das meine ich.“, erwiderte Gretchen schon ruhiger und zuckte mit den Schultern, als er fragend den Kopf hob, „einfach mal nett sein liegt nicht drin oder wie.“
Er öffnete den Mund, schloss ihn dann wieder und legte beide Arme auf den Tisch um nachzudenken.
„Manchmal bist du wirklich unglaublich.“, stöhnte Gretchen, wandte sich auf dem Absatz um und wollte zur Türe hinaus gehen, als er sie zurück hielt. „Seid wann müssen sich Männer ändern, hm? Ich dachte Frauen sind gleichberechtigt!“
Gretchen presste die Lippen aufeinander, wandte sich mit der Türklinke in der Hand um und setzte ein Lächeln auf. „Wenn du schon die Gleichberechtigung in Betracht ziehen willst, dann kannst du ja auch gleich bei dir anfangen, hm?“ Sie zog die Türe auf, warf ihm einen letzten Blick zu und lief hinaus.
„Der Spruch war mies!“, rief Marc ihr nach, doch die Türe fiel bereits schon wieder ins Schloss, „so richtig mies.“ Er stöhnte genervt auf, schmiss den Kugelschreiber auf den Tisch und strich sich mit beiden Händen über sein Gesicht. Nur nach wenigen Sekunden hörte er, wie das Handy wiederum begann zu vibrieren. Er schielte zwischen den Fingern durch und griff kurzerhand danach.

Fran Offline

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16.06.2010 18:58
#116 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Keine Panik, es hat alles einen äh..tieferen Sinn oder so

„…es ist kein Palast, aber für dich und Lilly wird es reichen!“
Mehdi lehnte an der Wand in seinem Zimmer und schaute etwas zweifelnd zu, wie seine Mutter kurzerhand ein paar seiner Pullover im Schrank packte und sie ihn eine Reisetasche, welche auf dem Tisch platziert war, legte. „Mutter, bitte lass ich kann doch das auch-“
„Ach was, keine Umstände!“, sagte sie in einem Ton, der kein Widerspruch erlaubte, und winkte ab, bevor sie nach einem Stapel von T-Shirts griff, „die längste Zeit bist du am arbeiten, du siehst sogar Lilly nur am Abend!“
„Ja das liegt auch daran, dass ich der einzige Gynäkologe in diesem Krankenhaus bin und alle Frauen es vorziehen, um die gleiche Zeit ihre Kinder zu bekommen!“ Er schob die Hände in die Kitteltaschen und legte einen Fuss über den anderen, ehe er mit den Schultern zuckte.
„Ich mach dir ja auch keinen Vorwurf mein Sohn.“, erklärte seine Mutter und hielt für einen Moment inne, um ihn verständlich anzuschauen, „deine Arbeit ist dir wichtig und das ist verständlich. Aber es ist an der Zeit, dass du dich nun auch um andere Dinge kümmerst!“ Sie griff nach ein paar Kleiderhacken und begann Jeans auf dem Tisch zusammenzulegen, „Lilly ist wieder da und natürlich kann sie bei uns wohnen, aber sie sollte bei dir sein.“
„Ja ich weiss.“, erwiderte er seufzend und müde und strich sich mit einer Hand über die Augen.
„Ganz nebenbei gemerkt, brauchst du dir überhaupt keine Sorgen zu machen Mehdi.“
Er schaute auf und blinzelte ein paar Mal um dem verschwommenen Bild seiner Mutter mehr Schärfe zu verleihen. Er rollte seufzend mit den Augen als er zusah, wie sie seine Jeans faltete und glatt strich um sie danach in die Tasche zu legen.
„Der Vermieter ist ein guter Freund von deinem Vater und mir. Du warst früher sogar mal mit seiner Tochter zusammen, aber die ist jetzt nicht mehr hier, ich glaube die ist ausgewandert…aber als ich erwähnt habe, dass du eine Wohnung suchst, da hat er mir gleiche eine vorgeschlagen!“
„Und wo ist sie?“
Seine Mutter schaubte auf und zuckte kurz mit den Schultern, ehe sie den Reissverschluss zuzog. „Keine Ahnung, ich glaube Türkei, Istanbul, so etwas in diese Richtung.“
„Die Wohnung Mutter…“
„Oh! Natürlich.“ Sie lachte und tippte sich mit einer Hand gegen den Kopf, was Mehdi mit einem freundlichen Lächeln kommentierte, „ganz in der Nähe der Klinik und nicht allzu weit von zuhause.“
Mehdi nickte und machte ein paar Schritte nach vorne, als er zusah, wie seine Mutter die schwere Tasche schultern wollte. „Lass, das kann ich machen.“
„Danke.“, sagte sie lächelnd und klatschte einmal in die Hände, „ich glaube dann hätten wir alles zusammen, oder?“
Er presste die Lippen zusammen, schaute sich um und nickte. Ehe er etwas antworten konnte, fiel sein Blick auf einen Koffer, der gerade an der Türe vorbeigezogen wurde. Er legte die Stirn in Falten und reckte den Kopf. „Schwester Gaby?“
Der kleine Teil des Koffers, welche noch ersichtlich war, hielt an. Nur eine Sekunde später erschien Gaby im Türrahmen, die Lederjacke über die Schultern gelegt und alle Habseligkeiten bei ihr. „ Doktor Kaan. Was gibt es?“
„Sie ziehen aus?“, fragte Mehdi irritiert und schaute sie überrascht an.
Gaby nickte und hob die Augenbrauen. „Sie auch wie ich sehe.“
„Ja wir haben eine nette Wohnung für ihn und Lilly gefunden.“, antwortete seine Mutter sogleich, worauf Mehdi die Lippen zusammenpresste und sie anschaute. „Mutter, bitte…“
„Das ist gut.“, kommentierte Gaby und nickte, „ja ich…sollte dann eigentlich auch. Ich bin aber in einer Stunde wieder zurück, sollte nicht lange gehen.“
Als sie sich wieder in Bewegung setzen wollte, hielt sie Mehdi zurück. „Wenn Sie wollen, dann können Sie auch den Nachmittag frei nehmen.“
Gaby blieb stehen und schaute kurz auf den Boden ehe sie seinen Blick erwiderte. „Das ist…nett, aber ich ziehe das Arbeiten momentan eigentlich…vor. Danke.“
Mehdi zuckte mit den Schultern und schaute etwas argwöhnisch zu, wie sie im Türrahmen verschwand und den Koffer mit sich zog.
„Wollen wir dann auch?“, fragte seine Mutter und zeigte nach vorne, worauf dieser nickte. „Ja…gehen wir.“

Fran Offline

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17.06.2010 19:08
#117 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo zusammen
Ich weiss, ihr wart ein bisschen überrascht, was Gretchens Auftritt bedeutete. Aber die gute Frau wollte einen klaren, neuen, Standpunkt vertreten und hat sich ein Ziel gesetzt. Wenn das also mit Marc was werden sollte, dann gibt es nur eins..
Danke für die Kommis und liebe Grüsse
Fränzi


http://www.youtube.com/watch?v=Zb4gWW2B1V8&feature=related

Liebes Tagebuch

Habe gestern endlich den ersten, richtigen Schritt in Richtung Emanzipation in der Beziehung (?) mit Marc Meier (!!!!) gewagt. Habe zum ersten Mal einen richtigen, standfesten Standpunkt vertreten und ihm mitgeteilt, dass es auch ohne Beleidigung und zweideutige Anspielungen geht.
Obwohl…obwohl zweideutige Anspielungen meistens in abenteuerlichem und unglaublichen Sex enden. Bis jetzt jedoch nur Fantasiegedanken. Kann im generellen nicht wirklich sagen, ob Marc (<3 <3 <3) und ich eine Beziehung (?) führen, oder ob das nur wieder so irgendetwas dazwischen ist, was keiner verstehen kann.
Habe dem aber endgültig abgeschworen. Werde versuchen, Marc in irgendeiner Weise zu einem richtigen Menschen zu erziehen. Bin total positiv gespinnt, äh nein, gestimmt.
Sollte jedoch noch an meinen Sprüchen arbeiten. Benötigen dringend noch einen Feinschliff, bevor ein weiterer Versuch ihm zu zeigen, wie man sich dann so fühlt, gestartet wird. Könnte vielleicht die seinen aufschreiben und überarbeiten und mich näher damit auseinander setzen….hm. Obwohl, setze mich schon genügend mit meiner Kleidergrösse auseinander, da brauch ich garantiert nicht noch eine Auseinandersetzung. Setze mich schon mit genügend Dingen auseinander.
100% Marc. (<3 <3)


Gretchen klappte ihr Buch zu, schob den Deckel auf den Stift und schob alles hinter den kleinen, pinken Vorhang auf ihrem Schreibtisch. Nachdem alles sorgfältig versorgt war, griff sie nach ihrer Tasche und lief die Treppe hinunter.
„Guten Morgen!“, begrüsste sie ihre Eltern, schmiss die Tasche auf den freien Stuhl neben ihr und setzte sich neben Jochen, der kauend und immer noch im Pyjama, aufschaute. „Was ist denn mit dir los.“
„Was meinst du?“, fragte sie und griff sich nach einem Brot, dass sie in der Mitte verschnitt.
„Bist du vielleicht krank Kälbchen?“
Gretchen hielt inne und schaute mit ihren Augen in das Gesicht ihres Vaters, welches ihr beunruhigt entgegengerichtet war. „Äh…nein? Wieso sollte ich denn krank sein?“
„Du bist so gut gelaunt…“, stellte Jochen fest und blinzelte ein paar Mal um festzustellen, dass es kein Traum war.
„Ja das…soll auch vorkommen. Ab und zu.“, erwiderte sie, griff nach der Nutella und warf einen kurzen Blick auf ihren Vater, der, obwohl immer noch irritiert, sich weiter dem Käse bediente.
„Woran liegt’s denn Margarethe?“, fragte Bärbel, die mit einem heissen Krug Kaffee in das Wohnzimmer kam, „hast du vielleicht abgenommen?“
„Äh…nein?“, erwiderte Gretchen nun etwas verwirrt, lächelte aber irritiert auf, „nur weil ich gut drauf bin, heisst das nicht, dass ich abgenommen habe.“
„Hätte ich auch nicht gedacht.“, kommentierte Jochen und nahm einen Schluck Milch.
Gretchen legte das Messer auf den Teller und wollte gerade etwas erwidern, als ihr Vater ihre Aufmerksamkeit auf sich riss. „Kälbchen…wir haben eigentlich eine Idee warum.“
„Habt ihr mich jetzt…analysiert oder wie.“, meinte sie und schaute in die Gesichter ihrer Eltern, ehe sie Nutella auf ihr Brot schmierte.
Franz und Bärbel tauschten einen kurzen Blick, wobei Franz eher so schaute, als ob es ihm ziemlich unangenehm wäre.
„Also wir denken…du bist endlich über den Meier hinweg.“
Gretchen hielt inne und blickte von unten nach oben auf, während Jochen sich an seiner Milch verschluckte und versuchte nach Luft zu ringen. „Äh…wieso jetzt?“
„Du hast die Ansprache von deinem Vater endlich zu Herzen genommen, oder?“, fragte Bärbel fürsorglich und lehnte sich über den Tisch nach vorne, „das alles was er zu Meier gesagt hat und auch das was ich erwähnt habe, das hat dir die Augen geöffnet, stimmt’s?“
Gretchen erwiderte für einen Moment nichts, sondern blickte in die fragenden und erwartungsvollen Gesichter ihrer Eltern.
„Ja…stimmt’s?“
Sie schaute zur Seite und sah, wie Jochen die Arme auf dem Tisch verschränkt hatte und sie grinsend anschaute.
„Es…hat eindeutig mit…Marc zu tun aber weil-“
„Oh guter Gott, dann hat meine Erziehung also doch gefruchtet.“, sagte Bärbel erleichtert und lehnte sich wieder in ihrem Stuhl zurück, „ich hab ja die Hoffnung schon beinahe aufgegeben.“
„Äh, ja das…hat sie Mama aber ich wollte dir eigentlich-“
„Schon gut Kälbchen.“ Franz hob die Hand um sie zum schweigen zu bringen und winkte lächelnd ab, „deine Mutter und ich sind froh, konnten wir dir die Augen öffnen. Du brauchst dich nicht extra zu bedanken, wir sind immerhin deine Eltern und wollen dass es dir gut geht.“
Gretchen blinzelte ein paar Mal um festzustellen, dass ihre Eltern keine Joints oder sonstiges zwischen den Finger hatten. Stattdessen ergriffen sie die Hand des anderen, drückten sie glücklich und schauten wieder zu Gretchen, worauf ihre Mutter erleichtert und stolz aufseufzte.
„Ja. Das ist…nett.“, erwiderte sie stockend und schaute auf das Brot auf ihrem Teller, „wäre es in Ordnung für euch wenn ich das Brot…einpacke und mitnehme?“
„Nein, natürlich nicht!“, meinte Bärbel, winkte mit beiden Händen ab und begab sich schon in die Küche, „ich hab die Pausenbrotschachteln immer noch, weißt du, die von früher Gretchen, die waren doch so süss.“
Gretchen nahm ihr Brot in die Hand und schaute misstrauisch auf ihre Mutter, die nun mit einem breiten Lächeln aus der Küche kam. „Schau, das pinke, das was du immer so mochtest! Jetzt kannst du es endlich wieder gebrauchen.“
„Ja danke…Mama.“, meinte Gretchen etwas verstimmt, legte jedoch ein Lächeln auf ihre Lippen und legte das Brot hinein, „toll!“
„Ich hab ja fast befürchtet, dass ich das nie mehr raus holen kann, bis du Kinder hast! Aber…ich glaub das geht sowieso noch eine Weile jetzt.“
„Ja…danke…Mama.“, sagte sie wieder und merkte, wie das Lächeln langsam verlosch.
Bärbel klatschte einmal in die Hände und lief wieder um den Tisch herum um sich zu setzen.
„Also dann…sieht man sich ja im Krankenhaus.“, sagte Gretchen zum Abschied, griff sich die Tasche und verliess so schnell sie konnte, das Esszimmer.
Sie liess die Türe hinter sich einschnappe und lief in dem roten Rock und der pinken Bluse inklusive Jacke die wenigen Treppenstufen zu ihrem Fahrrad hinunter. Auf dem Weg blieb sie stehen und zog die pinke Pausenbrotschachtel hervor. Schnell warf sie einen Blick hinter ihren Rücken um festzustellen, dass sie niemand beobachtete. Sie entnahm das Brötchen, klemmte es zwischen ihre Zähne und versteckte die Box kurzerhand zwischen den Gardinen ihrer Mutter.
Nachdem sie das Fahrrad erreicht hatte und abfahren wollte, blieb sie stockend stehen. Als sie nach unten schaute, sah sie, dass die Kette draussen war.
„Na super…“, murmelte sie genervt, stieg ab und wollte diese gerade wieder richten, als sie auf ihre Hände sah und dann ihren Blick auf das Brötchen fokussierte.

Wenn ich die jetzt berühre, habe ich schwarze Hände und kann mein Brot nicht essen. Toll.

Ein weiterer Blick auf die Uhr bestätigte ihr, dass sie eher knapp an Zeit war. Nach wenigen Sekunden der Überlegung stand sie auf, schulterte ihre Tasche neu und rannte mit dem Brötchen in der Hand, zur Bushaltestation.

Habe mir im Übrigen geschworen, dass ich mich von nun an nur noch auf die wichtigsten Dinge konzentriere: Marc, weniger Schokolade, mehr Bewegung.
Kann fühlen, dass das ein ereignisvoller und guter Tag wird. Nichts wird schief gehen.
Gretchen

Fran Offline

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18.06.2010 13:39
#118 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Gut dann...wenns alle überlebt haben (Eimerchen??), dann fahren wir weiter, wortwörtlich Danke für die Kommis und ich hoffe ihr nehmt mir den folgenden Herren nicht allzu übel. Aber er stand halt auf der Castlist, was soll man da machen

http://www.youtube.com/watch?v=9ND3oghPL5M

Gretchen strich sich die Haare zurecht und blieb schlitternd bei der Bushaltestelle stehen. Eine ältere Frau, welche sich auf einem Gehstock halbwegs abstützte, schaute mit ausdrucksloser Miene zu, wie Gretchen die Tasche neu schulterte und den Automaten vor sich begutachtete.

Gut Gretchen. Jetzt kannst du gleich mal beweisen, wie viel weibliche Entwicklung in diesem Kasten steckt.

Sie tippte auf den Bildschirm und schaute sich die verschiedenen Optionen an. Nach fünf Klicken fand sie die richtige Endstation und sie schaute grinsend zu der alten Frau, die immer noch keinen Wank machte. „Ja.“, meinte Gretchen knapp und presste die Lippen aufeinander, ehe sie weiter drückte.

Wenn das so weiter geht, kann ich Marc gleich das Ticket vor die Nase legen…wo geht’s denn jetzt weiter hier?

Sie bückte sich ein Stück näher ran und suchte dann den Schlitz für die Karte. Sie liess die Schultern hängen und stöhnte genervt auf, bevor sie einen Blick auf die Uhr über ihr warf. Die Zeiger zeigten nur noch wenige Minuten bis der Bus eintreffen würde.
„Möchten Sie vielleicht mit Bargeld bezahlen?“
Gretchen schaute überrascht zur Seite und blickte in das fragende Gesicht eines Mittdreissigers. „Äh…ja! Eigentlich, aber ich hab gerade festgestellt, dass der mein Geld irgendwie nicht will.“ Sie wedelte mit dem Finger auf den Automaten und setzte ein ertapptes Lächeln auf.
„Versuchen Sie es an dem hier. Der nimmt auch Karten.“, schlägt der Fremde freundlich vor und zeigt auf den Automaten neben ihm.
„Oh…danke!“, sagte Gretchen, schob sich an ihm vorbei und liess ihren Blick kurz über ihn wandern.
Er war ziemlich gross, hatte braunes, verstrubeltes Haar und soweit sie sehen konnte, blaue Augen. Ein brauner Dreitagesbart zierte die Hälfte seines Gesichtes und er trug eine schwarze Lederjacke, darunter ein dunkelblaues T-Shirt, Jeans und weisse Sneakers.



An der Hand führte er einen kleinen Jungen mit sich, der so ungefähr um die sieben sein musste.
Der Fremde lächelte und kümmerte sich dann um das Kind, dass dabei war, sich eifrig durch die verschiedenen Optionen des Automaten zu drücken.
Gretchen räusperte sich und begann nun ihre Strecke zu wählen. In der Tat war es ihr hier möglich mit Karte zu bezahlen. Am Rande nahm sie wahr, wie der Mann neben ihr begann, Kleingeld in den Automaten zu werfen.
Gerade nachdem sie ihr Ticket entgegengenommen hatte, merkte sie, wie der Mann in seinem Portemonnaie nach etwas suchte.
„Bist du pleite?“, fragte der Junge und schaute blinzelnd durch seine Brille zu dem Mann auf.
„Pleite nicht aber mir fehlen 2 Euro Niklas…“, murmelte der Mann und schüttelte das Portemonnaie.
Gretchen verzog ihren Mund und trat einen Schritt näher. „Äh…kann ich vielleicht aushelfen?“ Sie hob die Augenbrauen und in der Hand eine 2 Euromünze.
Der Mann wandte sich ihr zu und schaute sie mit einem Lachen auf den Lippen an.

Boah der hat wirklich schöne Augen…da kann man ja glatt hindurch sehen.

„Das ist nett, aber wir wollen uns Ihnen nicht-“
„Ach…Quatsch!“, meinte Gretchen, zuckte mit den Schultern und drückte ihm die Münze in die Hand, „Sie haben mir ja auch geholfen.“
Er nahm die Münze entgegen, presste die Lippen aufeinander und hielt die Faust dankend hoch. „Besten Dank!“
„Ich mach’s ja auch nicht mit jedem.“, fügte Gretchen lächelnd hinzu und hielt ihre rote Tasche vor sich hin. Der Mann liess seine Augen zu ihr hinüberwandern, ehe er die Münze einwarf. Er hatte die Stirn in Falten gelegt und ein Lächeln verzog seine Lippen.
Gretchen schaute einen Moment in sein amüsiertes Gesicht, bis ihr bewusst wurde, was sie gerade gesagt hatte.
„Äh also…ich mein nicht mit jedem, dass ich noch dafür bezahle…also, hier aushelfen wenn man…Sie wissen schon.“, schloss sie, merkte wie das Blut in ihr Gesicht schoss, und kratzte sich hinter dem Ohr.
Der Mann lächelte und entblösste zwei Reihen glänzend weisser Zähne.
Gretchen streckte den Kopf etwas nach vorne und begutachtete diese.

Ich wette der nimmt Zahnseide…sollte vielleicht auch mal damit anfangen. Hm.

„Keine Panik, ich weiss schon was Sie meinen.“, winkte er ab und sah zu, wie der Kleine das Ticket aus dem Automaten zog. Er begutachtete das Ticket mit prüfendem Blick und nickte dann ehe er zu dem Mann aufschaute. „Gut, ich denke wir werden keine Strafe bekommen.“
„Oh.“, meinte Gretchen anerkennend, hob die Augenbrauen und nickte, „ein ganz schön schlauer junger Mann.“
„Mein Neffe.“, antwortete der Mann und strich dem Kleinen einmal kurz durch die Haare, „wir sind auf dem Weg in den Zoo. Tagesausflug, zum…wievielten Man schon wieder?“
„Achten Mal!“, kam es wie aus der Pistole geschossen, währenddessen er das Ticket nochmals genau unter die Lupe nahm.
Der Mann schaute seufzend auf und verdrehte lächelnd die Augen, was Gretchen ebenfalls zum Lächeln brachte. Plötzlich vernahm sie das Geräusch des heranfahrenden Busses hinter ihr und schaute sich um. „Oh mein Bus kommt…ich muss dann auch ins Krankenhaus.“
„So.“, entgegnete dieser, hob die Augenbrauen und nickte anerkennend.
„Ja also als…Ärztin, nicht jetzt als Patient.“, sagte sie schnell und lachte wieder ertappt auf, ehe sie abwinkte und ein paar Schritte nach hinten machte, „bin ja auch nicht krank, also…generell nicht, so.“
„Sicher.“, meinte dieser, schob die Hände in seine Jeans und nickte grinsend.
„Ja also…dann, man sieht sich.“ Gretchen strich sich eine Strähne hinter die Ohren, winkte nochmals kurz und stieg in den Bus ein.

Ja das…gehört dann auch zu deinen richtig guten Auftritten Gretchen.

Fran Offline

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18.06.2010 20:46
#119 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Also ich bin ja ganz wuschig weil England spielt, trotzdem hier der neue Teil Eimerchen, danke für den Hinweis mit den Links!
Mal sehen ob es Gretchen doch dann noch schafft mit Bus und so Danke für die Kommis


Gaby lief zielegsteuert in das Schwesternzimmer und warf einen Stapel von Akten auf den Tisch, auf dem Marc gerade sass und die Liste der Visite durchcheckte. Als der Turm von Dokumenten auf den Tisch krachten, zuckte dieser kurz zusammen und schaute dann jedoch ohne Gesichtsregung auf. „Und sonst geht’s noch ja?“
„Gib mir mein Handy zurück Marc!“, sagte sie auffordernd und verschränkte die Arme vor der Brust.
Sein Blick huschte zur Uhr an der Wand und er verzog sein Gesicht und seufzte. „Mhh, tut mir leid, aber dein Dienst hat vor fünf Minuten angefangen.“
„Ich will ja auch nicht telefonieren, ich muss es nur wiederhaben!“, antwortete sie ihm harsch und streckte eine Hand aus.
Marc schaute ungerührt zu ihr auf, seufzte wiederum und legte den Stift auf das Formularbrett zu seiner Hand. Dann streckte er die andere in seine Kitteltasche und zog dann das Handy aus der Tasche. „Ich schlage vor du lässt es ausgeschaltet, das Scheissding hat die ganze Zeit vibriert und geklingelt.“ Er legte es missachtend in ihre Hand, strich sich dann über die Nase und senkte seinen Blick wieder auf das Formular.
„Du hast es…ausgeschaltet?“
Marc hob die Augenbrauen sowie den Kopf um zu sehen, wie die Farbe langsam aus Gabys Gesicht wich. „Ähm…jaaa? Kann ja sein dass du diese Option gar nicht kennst aber man kann das Teil auch ausmachen, ja.“
Gaby schluckte und blickte auf das leere Display.
„Oh komm Gaby, jetzt stell dich nicht so an.“, meinte er als er einen weiteren Blick riskiert hatte, bevor er etwas auf dem Brett schrieb, „das wird dich schon nicht umbringen.“
Gaby schaute auf und nickte fast nicht merklich, ehe sie in der Garderobe verschwand.
Marc schaute wiederum hoch, hob die Augenbrauen und schaute dann in die andere Richtung, als Gretchen in das Zimmer schritt. „Du bist 5 Minuten zu spät!“, sagte er und machte einen Punkt auf der Akte.
„Jaa ich weiss.“, meinte sie ausser Atem und lief mit grossen Schritten zu der Garderobe.
„Hattest wieder Sex oder wie.“
Frau Hassmann, welche das Zimmer ebenfalls betreten hatte um sich einen Kaffee einzuschenken, schnaubte lachend auf.
„Nein Marc ich hatte keinen Sex!“, stellte Gretchen vehement klar, als sie im Türrahmen der Garderobe erschien und dabei war, sich mehr schlecht als recht aus ihrer Jacke zu strampeln, „ich musste nur…den Bus nehmen, mein Fahrrad war kaputt.“ Sie zog ihren Arm aus der Jacke und stolperte fast zur Seite, da sie so fest ziehen musste.
„Mh.“ Marc schaute auf, die Stirn in Falten gelegt und sah zur Garderobe hinüber, „dann ist es ja ein regelrechtes Wunder dass du da bist und nicht…in einem anderen Teil von…Deutschland?“
„Sehr witzig.“, kommentierte Gretchen trocken, schloss den Spint und drehte sich um, um ihren Kittel anzuziehen. Dabei fiel ihr Blick auf Gaby, die auf der Bank in der Mitte beim Fenster sass und etwas auf ihrem Schoss begutachtete.
Gretchen legte die Stirn in Falten und trat einen Schritt näher, als sie dabei war, die Haare aus dem Kittel zu ziehen. „Schwester Gaby, alles klar bei Ihnen?“
Diese zuckte zusammen und wandte ihr Gesicht zur Seite. „Kümmern Sie sich um Ihren eigenen Kram!“
„Ist ja schon gut…wollte ja nur freundlich sein.“, erwiderte Gretchen leicht überrascht und pikiert, ehe sie die Garderobe verliess und zu Marc und Doktor Hassmann ging.
„So! Nun da endlich alle da sind, können wir ja endlich.“ Marc stand auf, schob den Stift in seine Brusttasche und schaute erwartend hoch.
Gretchen griff nach der Liste, welche Marc ihr hinhielt und schaute nochmals zurück zu der Garderobe. „Ich glaube mit Gaby ist irgendetwas los…“, sagte sie dann leiser und etwas misstrauisch, ehe sie sich wieder an Marc wandte, der die Hände in die Seiten gestützt hatte, „sie sitzt auf der Bank und starrt ihr Handy an.“
„Ja wahrscheinlich betet sie es an, keine Ahnung.“, meinte Marc desinteressiert und zuckte mit den Schultern.
„Na komm, sicher nicht…“, erwiderte Gretchen und legte die Stirn in Falten, „sie ist die letzte Zeit schon so komisch.“
„Ja und glücklicherweise ist das nicht mein Problem.“ Marc hob die Augenbrauen und setzte sich in Bewegung, „vielleicht hat sie vergessen wo man es einstellt.“
„Marc.“ Gretchen holte zügig zu ihm auf und rannte fast in ihn hinein, als er vor dem Lift Halt machte, „wie ich dir gestern schon gesagt habe, ist es uns durchaus möglich, elektronische Geräte genauso gut wie Männer zu bedienen!“
Marc hob die Augenbrauen und schaute sie zweifelnd an. „Wie Männer zu bedienen.“
Gretchen blinzelte und wiederum wurde ihr bewusst, was sie gesagt hatte. Der Lift signalisierte dass er da war, und als sie Türen sich öffneten, ging sie als erste hinein. „Ja nein geht ja nicht, gibt ja leider keine Bedienungsanleitung für Männer.“
„Mh dann sag mir doch mal, wie lange du gebraucht hast, um die Fahrkarte für den Bus zu lösen.“ Marc schaute sie amüsiert an und lehnte sich an der Wand hinter ihm ab, die Hände in die Hosentaschen geschoben.
Gretchen öffnete den Mund, griff nach einer Strähne ihres Haares welche sie um den Finger wickelte, und legte den anderen Arm um den Bauch.
„Also gut, andere Fragestellung.“ Marc lehnte den Kopf an der Wand ab und schaute für einen Moment in die Luft, „wie viele Leute mussten dir dabei helfen.“
„Ey das ist mir jetzt echt zu doof.“
Die Lifttüre öffnete sich einen Stock weiter oben und Gretchen, welche das Grinsen von Marc nicht zu beachten versuchte, lief zügig aus dem Lift.

Fran Offline

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19.06.2010 15:21
#120 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Hallo zusammen Ich setze euch jetzt zwei Links rein und wenn der eine nicht funktioniert, dann hoffentlich der andere :) Viel Vergnügen bei Gretchens Planumsetzung

„Und wie genau…ist das nochmals passiert?“, fragte Marc langsam als er den weissen Stoff von der Stirn des Mannes nahm. Darunter kam eine offene Wunde zum Vorschein, das sich seitlich des rechten Auges erstreckte. Der Mann zuckte zusammen als Marc das Stück wegnahm und auf den kleinen Tisch neben sich legte. „Beim Golf. War ein dummer Unfall.“
„Mhm…“, meinte Marc nur und nahm einen Tupfer um das Blut zu entfernen, „Hasenzahn?“
Gretchen machte einen Schritt von Sabine weg und platzierte ihren Kopf neben Marcs, damit sie die Wunde besser sehen konnte. „Sieht ziemlich übel aus…da hatten Sie grosses Glück dass Ihr Auge verfehlt wurde, Herr Steger.“
„Ja da bin ich auch froh, können Sie mir glauben.“, bestätigte er und presste die Augen kurz zusammen, als Marc wieder abtupfte.
„Das kann man mit ein paar Stichen nähen.“, sagte Marc, legte den Tupfer weg und zog die Handschuhe von den Händen, als er mit dem Stuhl ein Stückchen wegrollte, „wie genau ist Ihnen das nochmals passiert?“
„Meine Freundin hat mich getroffen…dummerweise.“, antwortete der Mann und setzte sich langsam gerade auf die Schrage.
„Ah ja.“, meinte Marc und schaute dann Gretchen an, „kann ich mir fast nicht vorstellen.“
Gretchen schaute ihn kurz mit grossen Augen an, ehe der Mann weiter erzählte.
„Ich stand auch zu dicht.“, gab er zu und zuckte mit den Schultern, „wollte ihr den perfekten Schlag beibringen und…naja.“ Er zeigte mit dem Finger auf seine Stirn, während Marc nickte. „Ja, den perfekten Schlag haben Sie immerhin abgekriegt.“
„Wenn man es so betrachten will…“, sagte Herr Steger etwas zweifelnd und nickte.
„Machen Sie sich keine Sorgen!“, meinte Marc aufmüpfig, erhob sich und nahm die Akte von Sabine entgegen, „einer unser Assistenzärzte wird Sie wieder zusammennähen.“
„Doktor Haase vielleicht?“
Gretchens Blick fiel auf Herr Steger, der sie etwas anzüglich anschaute und den Versuch startete, mit den Augenbrauen zu zucken, was ihm jedoch nur Schmerzen bereitete. „Äh, Herr Steger, ich-“
„-würde Ihnen Doktor Haase nicht empfehlen Herr Steger…“, bemerkte Marc langsam und schaute skeptisch zwischen ihm und Gretchen hin und her.
„Wieso? Sie sieht aus als ob Sie einen exzellenten Job machen würde.“ Sein Blick wanderte von ihrem Gesicht ihren Körper hinunter, was Marc ohne eine Gesichtsregung beobachtete.
Gretchen lächelte peinlich berührt auf und strich sich eine Strähne hinter die Ohren. „Ja das-“
„Mh, glauben Sie mir, der äussere Anschein trügt.“, antwortete Marc monoton und hielt Sabine auffordernd die Akte hin, jedoch ohne seinen Blick von Herr Steger zu lassen.

http://www.youtube.com/watch?v=XWDVCe-Fybc&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=g3Qn4_h5kMk

Gretchen schaute ihn an und wollte etwas erwidern, doch Marc fuhr fort. „Ganz davon abgesehen ist Golf nicht so wirklich ihr Sport…also von den anderen Arten mal ganz abgesehen.“
„Ey-!“
„Sabine, Knechtelsdorfer soll das machen. Und wir gehen.“ Er packte Gretchens Arm und zog sie kurzerhand mit nach draussen.
„Hey-! Marc jetzt lass mich gefälligst los!“, sagte sie auffordernd und versuchte seine Hand von ihrem Arm zu kriegen, was sie schlussendlich auch schaffte, und mit ihm den Gang hinunter schritt, „was macht denn das bitte für einen Eindruck auf den Patienten!“
„Ja dann hör auf zu flirten, ganz einfach.“
„Zu…bitte was?“, fragte Gretchen erstaunt nach und legte ihre Hand um seinen Arm um ihn zum stillstehen zu bewegen. Marc stöhnte auf, schaute zur Decke und wandte sich ihr dann genervt zu. „Ja was!“
„Ich habe gar nicht geflirtet, er hat mich dumm angemacht!“, erklärte sie ihn erstaunt auf, „wenn hier jemand was falsches gesagt hat, dann war das wohl eher du!“ Sie legte ihre Hand auf ihren Arm um die Stelle, an der er sie gepackt hatte, zu massieren.
„Ich?“, fragte er erstaunt und zeigte mit dem Finger auf sich, „ich war wohl derjenige den du auf dem Golfplatz flachgelegt hast Hasenzahn, nicht anders rum…hm?“ Er zuckte mit den Augenbrauen ehe er sie schief angrinste und weiter den Gang hinunter lief.
„Boah du bist so…du weißt ganz genau dass das nicht so war!“
„Wieso, liegt doch klar auf der Hand dass du mich flachlegen wolltest.“ Er stiess eine Verbindungstüre in einen anderen Gang auf und lief mit grossen Schritten weiter. Gretchen presste die Lippen zusammen und ballte die Hände zu Fäusten.

Nein…nicht provozieren lassen Gretchen. Das muss ich mir überhaupt nicht gefallen lassen. Soll der doch sagen was der will. Das geht ganz glatt an mir vorbei.

„Oder…nein warte. Ich glaub ich muss mich korrigieren.“ Marc hob einen Finger und blieb wieder stehen, ehe er die Augen zusammenkniff und zu überlegen schien.
Gretchen blieb ruckartig stehen, als sie wiederum beinahe in ihn gelaufen wäre und machte einen weiteren Schritt zur Seite, um eine Krankenschwester samt Rollstuhl an ihnen vorbei zu lassen. Sie verschränkte die Arme vor der Brust und hob eine Augenbraue als sie auf eine Regung seinerseits wartete. Nach wenigen Sekunden zeigte er mit dem Finger auf sie, auf den Lippen ein anzügliches Lächeln. „Dass du mich flachlegen willst.“

GAH!

„MH!“ Gretchen war kurz davor mit dem Fuss aufzustampfen, aber sie entschied sich eines besseren und presste die Lippen zusammen, ehe sie sein Grinsen ignorierte und sich an ihm vorbei schob.
Nach ein paar Schritten wäre sie auch schon fast mit der nächsten Person zusammengestossen, die aus dem Lift kam.
„Gretchen!“
Diese zuckte zusammen und blickte ihn das fast überrannte Gesicht von Mehdi der sie mit einem Lächeln begutachtete. „Alles in Ordnung?“

Nein, mein Plan Marc zu erziehen geht schon mal ganz schön nach hinten los.

„Ja! Ja alles…tiptop. Alles so wie es…sein sollte.“, antwortete sie und versuchte überzeugend zu nicken.
Mehdi liess seinen Blick über ihren Kopf hinweg wandern. „Marc?“
„Ja.“, erwiderte sie leise und genervt, ehe sie den Kopf wandte und zusah, wie Marc die Hand auf sein Bein klatschte und Knechtelsdorfer Dampf machte, der in einer merkwürdigen Art und Weise den Gang hinunter huschelte.
„Ich hab eigentlich grad keinen Patienten und könnte von dem her auch schon Mittag machen…Lust deine Zeit mit mir zu vertreiben?“, fragte er sie mit einem breiten Lächeln, was Gretchen ein solches auf die Lippen zauberte. „Na gut…kann vielleicht nicht schaden.“

Essen nicht. Ein halber Kuchen schon. Bah, hasse Marc Meier.

Fran Offline

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20.06.2010 11:11
#121 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

„Wieso strahlst denn du so?“, fragte Gretchen als sie die Cafeteria betraten. Mehdi hob die Augenbrauen als er ein Tablett griff und schaute sie an. „Tu ich das?“
„Na klar…man könnte meinen du bist verliebt oder so was.“, erwiderte sie lächelnd und schnappte sich ebenfalls ein Tablett.
„Nein…“, antwortete Mehdi eine Spur nachdenklich und nahm einen kleinen Salatteller, „das ist es nicht.“
Gretchen reckte den Hals ein Stück nach vorne, sodass sie sein Gesicht besser sehen konnte. Sie hob die Augenbrauen und schaute ihn abwartend an, als sie den Salat hinter sich liess und weiter nach vorne lief. „Sondern?“
Mehdi nahm einen Teller voller Pasta, bedankte sich kurz bei der Frau hinter dem Tresen und nahm sich dann noch einen Pudding ehe er das Tablett ergriff und sich vor sie hinstellte. „Ich habe eine Wohnung.“
„Wirklich?“, fragte Gretchen überrascht und nahm ebenfalls den Teller entgegen, „Mensch Mehdi das ist ja super! Wo?“ Sie langte nach zwei Schalen Pudding-

Guuut, heute ist aber wirklich nicht DER Tag. Man kann ja mal ne Ausnahme machen…

- und legte diese ebenfalls auf das Tablett, ehe sie sich an einem Vierertisch niederliessen.
„Nicht weit von der Klinik.“, antwortete er und legte sich eine Serviette auf den Schoss, „eigentlich hat meine Mutter sie für mich gefunden.“
Gretchen beobachtete wie sich Mehdi zu freuen schien. Er griff nach dem Salat und nicht mal das konnte sein Grinsen von den Backen wischen.

Wow. Ich wünschte ich würde auch mal so strahlen wenn ich einen Salat sehe.

„Hey das freut mich für dich…ist ja auch eine super Sache für Lilly, ne?“, antwortete Gretchen und lächelte ihn an, worauf er nickte. „Besonders für Lilly. Jetzt muss sie nicht mehr bei meinen Eltern wohnen –“, begann er und schob sich eine Gabel mit Salat in den Mund, worauf er einen Moment kaute und hinunterschluckte, „-und Anna hat keinen Grund mehr sich zu beschweren.“
„Das ist wirklich toll.“, erwiderte Gretchen und lächelte ihn aufrichtig an, ehe sie auch anfing die Pasta zu essen.
„Weißt du.“, meinte er und kniff die Augen ein bisschen zusammen, ehe er mit der Gabel vor sich hinzeigte, „ich habe das Gefühl, heute ist ein wirklich guter Tag.“
„Ach!“, meinte Gretchen etwas zweifelnd und schob ihre Pasta von einem Ecken in den anderen.
„Ein Tag der Veränderungen bringt, verstehst du?“, fragte er und schaute sie neugierig an.
„Äh…ja! Ja und…eine solche Art von Veränderung ist natürlich immer super.“ Sie nickte und legte dann die Gabel hin.

Okay. Ich kapituliere.

Sie schob den Teller beiseite und nahm die erste Portion des Puddings zu sich hin. Mehdi beobachtete sie mit einem Lächeln auf den Lippen und schüttelte den Kopf. Als sie dies bemerkte, schaute sie von unten auf und merkte, wie ihre Wangen warm wurden. „Ja…’tschuldige.“
„Macht doch nichts.“, antwortete er und hielt mit seinem Salat einen Moment inne, als er sie nachdenklich für einen Moment anschaute, „dir geht es nicht wirklich gut mit Marc, oder?“
Gretchen, welche gerade einen Löffel Pudding in ihren Mund geschoben hatte, liess diesen drin und liess die Schultern hängen. Sie zog den Löffel hinaus und zuckte mit den Schultern. „Weiss nicht…irgendwie ist er so-“
„Ah! Was für ein Glück sind die meisten Kollegen doch schon im Mittag zu finden.“
Gretchen schaute auf und sah, dass ihr Vater sie unterbrochen hatte, der mit einem breiten Lächeln auf den Lippen in die Cafeteria gekommen war. Mehdi wandte den Kopf um zu sehen, was der Professor wollte.
„Und das obwohl es erst halb Zwölf ist…nun ja!“, fuhr der Professor etwas irritiert vor und klatschte dann in die Hände, als er vor der ganzen Mannschaft stand, „ich möchte die Gunst dieser Minute gerne nützen, um Ihnen allen ein neues Teammitglied vorzustellen.“
„Hm.“ Mehdi wandte Gretchen überrascht den Kopf zu, „wusstest du was davon?“
Gretchen schob gerade einen weiteren Löffel in den Mund und zuckte somit nichtsahnend mit den Schultern.
„Er ist gerade von einem Auslandsaufenthalt zurückgekehrt und es freut mich ausserordentlich, seine…doch ausserordentlichen Fähigkeiten im Elisabethkrankenhaus begrüssen zu dürfen! Darf ich vorstellen, das ist Doktor Florian Stevenson!“
Gretchen’s Löffel fiel ihr augenblicklich aus dem Mund, wobei der Pudding in ihrem Hals stecken blieb.

Fran Offline

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20.06.2010 21:17
#122 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Bevor ihr mich irgendwo runterschubst und dann noch viel mehr meinen ganzen Namen nennt (grrrrr ), der nächste Teil. Ich hoffe ich kann eure Gemüter hiermit ein bisschen beruhigen (Wieder zwei Links, falls einer nicht geht :))

Gretchen’s Löffel fiel ihr augenblicklich aus dem Mund, wobei der Pudding in ihrem Hals stecken blieb.

http://www.youtube.com/watch?v=3ZayGR8OWvI&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=y4aIUXifo3I

Jedes Mädchen hat ihre eigene Vorstellung, wie sie von ihrem Prinzen gerettet wird. Egal ob sie ohnmächtig geworden ist, eine überflüssige Strassenlaterne Berlins nicht gesehen hat oder schlicht und einfach sich an einem Pudding, der nicht einmal zu den Besten gehört, verschluckt hat.

„Gretchen?“
Gretchen öffnete die Augen und blinzelte ein paar Mal um Marc über ihr zu erkennen. „Marc…“
„Scht…sei still…“, sagte er leise und strich mit einem Finger über ihre Lippen, ehe er sie fürsorglich anlächelte, „du musst dich schonen…du hasst dich an einem Pudding verschluckt.“
„Oh Marc…“, erwiderte Gretchen leise und verlor sich in seinen Augen über ihr, „ich habe gedacht ich müsste sterben.“
„Nein…das würde ich nicht zulassen Gretchen. Das weißt du…niemals.“, sagte er und sein Gesicht nahm einen ernsteren Ausdruck an. Seine Hand strich über ihre Wange und Gretchen schloss ihre Augen. Sie schluckte und spürte plötzlich seinen warmen Atem auf ihren Lippen.
„Ich liebe dich Gretchen…“
Ihr Herz machte einen Hüpfer und sie hatte das Gefühl, die Kontrolle über ihren Körper zu verlieren. „Marc…ich liebe dich…“
Seine Lippen berührten die ihren und seine Hand wanderte in ihren Nacken. Sein Daumen strich über ihre Wange und seine Lippen küssten sanft die ihren. Gretchen versuchte den bittersüssen Kuss zu erwidern und führte ihre Hand in seinen Nacken um vorsichtig über seine Haare zu streichen.
Seine Zunge tippte gegen ihre Lippen und sie öffnete diese mit einem Seufzen. Sanft berührten sich ihre Zungen und begannen einander zu streicheln. Gretchen spürte seine andere Hand an ihrer Seite und den verstärkten Druck seiner anderen Hand an ihrem Nacken.
Langsam begann sie sich aufzurichten und stützte sich mit beiden Händen auf der Trage ab. Marc löste für einen Moment den Kuss, schaute ihr in die Augen und half ihr soweit, bis sie sich auf seinen Schoss setzen konnte.
Nur am Rande nahm sie wahr, dass sie sich in der Cafeteria befanden, jedoch war diese ausser ihnen leer.
Gretchen seufzte und schaute in seine Augen, als Marc schluckte und sie mit offenem Mund anschaute. „Gretchen…es tut mir alles so leid, wie ich mich benommen habe…ich-“
„Ssht…“, sagte sie leise und legte auch ihm einen Finger auf die Lippen, die sich zu einem schwachen, verliebten Lächeln verzogen. Seine Hand löste sich von ihrem Nacken und strich ihr ein paar Locken aus dem Gesicht. Seine Lippen strich über ihren Finger, was ihr ein schwaches Lächeln entlockte. Daraufhin schaute er sie wieder ernst an. „Ich will mit dir zusammen sein…will Kinder mit dir…ein Haus, ein Leben…ich will dich immer bei mir haben Gretchen.“
„Oh Marc…“, flüsterte sie leise und blickte in die verliebten Augen ihres Gegenübers. Sie hob eine Hand und strich über seine Wange, ehe sie ihr Gesicht wiederum neigte und ihm einen sanften Kuss gab. Seine andere Hand wanderte ihren Rücken empor und drückte sie an ihn.
„Ich will das auch alles…“, flüsterte Gretchen, als sie den Kuss wieder gelöst hatte, ihr Gesicht jedoch nahe bei seinem hatte, „für immer…“
„Wenn dann für immer…“, erwiderte er und schaute zwischen ihren Augen hin und her, „ich will dich nie mehr loslassen…nie mehr in den Armen eines anderen Mannes sehen, ich-“
„Sht…Das wirst du auch nicht…du bist der Einzige für mich Marc…du warst es schon immer.“, unterbrach sie ihn leise und schaute zwischen seinen Augen hin und her. „Ich kann nicht ohne dich…“
Gretchen schien zu schmelzen, und sie legte beide Hände an seine Wangen. „Und ich nicht ohne dich Marc…“
Er reckte seinen Kopf nach vorne und gab ihr einen sanften Kuss, der von einem zweiten Kuss verfolgt wurde. Gretchen genoss seine weichen Lippen auf die ihren, seine Hand, welche sanft auf ihrer Wange ruhte und seinen Duft, der ihr alle Sinne raubte. Wiederum strich seine Zunge über die ihre und sie spürte, wie dies ihm ebenfalls erschaudern und aufseufzen liess.
Nach einer kurzen Weile löste er den Kuss, lehnte seinen Kopf ein Stück zurück, schaute sie an, seine Mundwinkel zuckten nach oben und er legte die Stirn sanft in Falten. Seine Hand, welche immer noch auf ihrer Wange ruhte, strich nun wieder darüber. „Heirate mich Gretchen.“
Sie merkte wie ihr Körper schlaff wurde, so fest trafen sie seine Worte. Ein wohliger Schauer durchlief jede einzelne Zelle und sie verlor sich komplett in seinen Augen. „Marc…ja ich will…“
Er lächelte und stupste seine Nase gegen die ihre, worauf sie lächelnd die Augen schloss. „Gretchen…“
„Gretchen?“
„Kälbchen! Kälbchen, so sag doch etwas!“
„Gretchen?“

In meinem Fall und ganz nebenbei bemerkt, an dem Tag an dem ich Marc Meier in einen Menschen mit Gefühl verwandeln würde, sah es natürlich ganz anders aus.

Fran Offline

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21.06.2010 12:50
#123 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Neein ich bin doch kein Schlingel... oder doch? Ich hoffe ihr schubst mich jetzt nirgendwo runter oder so..weil dann gehts nämlich nicht mehr weiter, also zweimal überlegen

Gretchen öffnete mit einem Schlag die Augen und sah in Mehdis besorgtes Gesicht, der neben sie am Boden zu kauern schien.
„Gretchen? Alles in Ordnung?“, fragte er und legte eine Hand an ihre Wange, als er sie prüfend aber zugleich fürsorglich anschaute.
„Was?“ Sie blinzelte und merkte plötzlich, wie sie einen Kloss im Hals stecken hatte. Sie setzte sich aufrecht hin, hielt sich am Tisch fest und hustete.
„Na komm Kälbchen, keine Panik…äh, weitermachen! Ja…einfach weitermachen!“ Franz lächelte in die Runde und winkte den Umstehenden zu, dass sie weiter essen sollten.
Mehdi strich ihr über den Rücken und mit der anderen Hand eine Strähne aus dem Gesicht. „Hast dich wohl mächtig erschreckt.“
Sie hob einen Finger, setzte ein Lächeln auf und griff nach ihrem Glas Wasser, welches sie eilig begann zu leeren. Nebenbei bemerkte sie, dass immer noch ein paar Leute um sie herum standen und sie fragend anschauten. Mehdi kniete neben ihr am Boden, während ihr Vater und ein anderer Mann auf der anderen Seite standen. Ihr Blick kroch an dessen Körper nach oben, bis zu seinem Gesicht, dass –
Das Wasser benetzte ihre Nase, als sie sich wieder daran verschluckte. Sie lehnte sich nach vorne und hustete, als Mehdi einen Blick auf den Professor sowie den neuen Kollegen warf, und Gretchen auf den Rücken klopfte.
„Geht schon…!“, sagte sie dann, räusperte sich und stellte das Glas auf ihr Tablett.
„Na? Wieder alles im grünen Bereich Kälbchen?“, fragte ihr Vater und schaute sie mit gekrauster Stirn an, als er die Hände auf die Knie stützte und sich zu ihr hinunter beugte.

Ich hab mich immer gefragt, wann der beste Moment wäre, ihm dieses Wort abzugewöhnen. Wäre der Moment doch nur früher gekommen.

„Ja…tschuldigung.“, sagte sie und merkte wie die Röte auf ihren Wangen nur noch stärker wurde.
„Ja also…meine Tochter, Gretchen Haase, Gretchen, das ist Florian Stevenson, unser neue Kollege!“, stellte Franz Gretchen vor und sie hörte, wie stolz dass er war.
Gretchen schob den Stuhl zurück um aufzustehen, worauf auch Mehdi aufstand aber seine Hand auf ihrem Rücken behielt.
„Die beste Assistenzärztin im ganzen Krankenhaus!“, sagte Franz stolz, hob den Finger und lächelte breit.
„Danke…Papa.“, erwiderte Gretchen etwas gepresst und streckte dann die Hand aus, „ja…freut mich. So…ganz offiziell jetzt.“
„Ebenfalls Frau Haase.“, erwiderte Doktor Stevenson freundlich und lächelte sie freundlich an, „schön dass wir uns so schnell wieder sehen.“
„Oh, ihr kennt euch?“, fragte Franz überrascht und zeigte zwischen ihnen hin und her.
„Ja also…kennen ist jetzt irgendwie übertrieben.“, antwortete Gretchen und zuckte halbwegs mit den Schultern, „sind uns…mehr oder weniger über den Weg gelaufen.“
„Bei der Bushaltestation, heute Morgen.“, fügte Doktor Stevenson bei und schaute den Professor an, worauf dieser Gretchen anschaute, als ob er gerade eine Erleuchtung hatte. „Ach du bist mit dem Bus gegangen?“
Gretchen versuchte ein Lächeln zustande zu bringen und nickte. „Mhm.“
„Wir haben dein Fahrrad gesehen und gedacht, sie wäre nach dem Morgenessen wieder eingeschlafen.“, meinte Franz amüsiert und schaute zu Doktor Stevenson, der die Augenbrauen hob und nickte.
„Ja Papa…ist auch gut jetzt, ne.“, meinte Gretchen, lachte und gab ihm einen kleinen Klaps auf den Arm.
„Ja, nun denn.“, sagte Franz und rieb sich die Hände, „dann regeln wir beide alles Vertragliche und…ja. Herzlich Willkommen bei uns!“
„Besten Dank, Herr Professor.“, antwortete Doktor Stevenson und ergriff die dargebotene Hand, „es freut mich hier zu sein!“
Gretchen hielt ihr steifes Lächeln aufrecht und nickte den beiden zu, als sie sich umwandten und die Cafeteria verliessen. Kaum waren sie nicht mehr zu sehen, erlosch ihr Lächeln und sie liess sich nach hinten fallen.
Mehdi reagierte schnell und schob den Stuhl unter sie, sodass sie nicht auf dem Boden landete.
„Gretchen?“, fragte er auffordernd, setzte sich dann neben sie und stützte einen Arm auf dem Tisch, sodass er sie genau anschauen konnte, „alles klar bei dir?“
„Äh…ja. Alles in Ordnung.“
„Das hast du vorhin schon gesagt, und es war nicht in Ordnung.“, meinte Mehdi und kniff die Augen zusammen, um sie genau anzusehen, „hat dir dieser Typ vielleicht etwas angetan?“
„Was?“ Gretchen schreckte zusammen und schaute ihn blinzelnd an, ehe sie den Pudding von sich weg schob, „nein er ist in Ordnung…es…ist nur dass Marc und ich…also ich will halt versuchen Marc-“
„Äh Hasenzahn?“
Gretchen seufzte und schaute dann schluckend auf. Marc stand nur wenige Schritte vor ihrem Tisch und hob eine Liste betreffend Visite hoch. „Arbeiten nicht so dein Ding oder wie?“
„Oh verdammt…“, murmelte sie und stand auf, „tut mir leid Mehdi…wir reden ein anderes Mal?“
„Sicher.“, antwortete er und verzog seine Lippen zu einem schwachen Lächeln, dass Gretchen erwiderte, ehe sie aus der Cafeteria rann.

Fran Offline

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21.06.2010 19:50
#124 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Abend :) Diesen Teil widme ich schleumel Tut mir leid, dass vorheriger Teil leider nur ein Traum war, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden, ne? Viel Spass und danke für eure tollen Kommis. Daher ein Teil der ein bisschen länger ist. Ich hoffe nicht zu lang :)

http://www.youtube.com/watch?v=4ejR01W8fks&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=xbYWkegobTU

„Gretchen ich kann ja verstehen dass 70% deines Denkens sich ums Essen dreht, aber du solltest deiner Arbeit trotzdem ein bisschen mehr Beachtung schenken, hm?“
Gretchen verdrehte die Augen und atmete tief durch die Nase aus, als sie neben ihm zum letzten Zimmer schritt.
„Also…“ Marc warf einen Blick auf seine Unterlagen, legte die Stirn in Falten und blieb vor dem Zimmer stehen, „das ist der letzte Patient von heute, dann sind wir durch.“
Gretchen presste die Lippen zusammen und nickte, als sie zuschaute, wie Marc die Klinke nach unten drückte, dann aber innehielt. Er holte Luft, schaute sie dann misstrauisch an und schloss den Mund wieder. „Aber ansonsten redest du noch, oder? Also…nicht nur mit Mehdi, auch mit mir?“
„Äh…ja, Marc?“, antwortete sie, was ihn jedoch nicht genügend erschien, denn er schaute sie immer noch zweifelnd an, „ich…habe mir vorgenommen deinen Bemerkungen keine Bestätigung mehr zu geben indem ich dir auf gewisse…ja, Äusserungen keine Antwort mehr gebe.“ Sie hob die Augenbrauen und erwiderte seinen Blick.
„Ah.“, meinte er knapp und nickte einmal, bevor er dann die Türe aufstiess und Gretchen den Raum nach ihm betrat.

Ja, Phase Zwei hat begonnen. Konkrete Nichtbeachtung von Marc’s Gemeinheiten. Bin absolut positiv.

Über den Inhalt dessen war sie etwas überrascht. Zwei junge Männer sassen in der Mitte auf der Trage und nickten ihr freundlich zu.
„So. Quizfrage an dich Hasenzahn, wo ist der Unfall in diesem Zimmer.“, meinte Marc, kratzte sich am Nacken und lehnte sich an der Wand an.
„Hm ich weiss nicht.“, erwiderte sie und verschränkte die Arme vor der Brust, ehe sie ihn lächelnd anschaute, „du vielleicht?“
„Ja aber sag mal…!“, sagte er und schaute sie erstaunt an, „der hätte ja glatt von mir sein können.“
„Ja soll ja doch mal vorkommen dass ich etwas von dir lerne.“, antwortete sie und lief ein paar Schritte in das Zimmer, „aalso…“ Sie nahm die Werte, welche auf der Trage neben den Männern lag, in die Hand und schaute auf die Ergebnisse. „Herr…Winkler?“
„Das bin ich, hallo Frau Doktor.“, sagte der braunhaarige und streckte ihr die Hand aus.
Gretchen, welche etwas überrascht über solch eine normale Begrüssung war, hätte sie etwas anders erwartet, nahm diese entgegen und schüttelte sie. „Ja…guten Tag. Und…Sie sind dann Herr Stevenson.“
„Freut mich.“ Auch der Blonde streckte die Hand aus und schüttelte sie freundlich.
„Ja…und…was genau fehlt Ihnen?“, fragte Gretchen und schaute zwischen den beiden hin und her.
Die zwei Männer, ungefähr im Alter von 27 Jahren, schauten einander an, worauf der rechte mit den Schultern zuckte. „Keine Ahnung.“
„Ah.“ Gretchen öffnete den Mund und schaute wieder zwischen den beiden hin und her, ehe sie sich dann umdrehte und wenige Schritte zu Marc zurück ging. Dieser lehnte sich amüsiert gegen die Wand, die Hände in den Hosentaschen vergraben.
„Äh…irgendwie sehe ich jetzt nichts was denen fehlt, die benehmen sich ja ganz normal.“, sagte sie leiser und schaute irritiert zu ihm auf.
„Ja das meint man bei dir ja auch.“, antwortete er nüchtern und hob die Augenbrauen ehe er nach vorne nickte, „darum sag ich ja immer das Äussere täuscht, hm?“ Er zuckte mit den Augenbrauen und grinste fröhlich.

Nicht beachten Gretchen. Absolut nicht beachten.

Sie presste die Lippen wieder aufeinander und drehte sich auf dem Absatz um.
„Herr Winkler…fühlen Sie sich irgendwie schlecht oder haben Sie irgendwelche Schmerzen vielleicht?“
Der Braunhaarige verschränkte die Arme zwischen seinen Beinen und zuckte mit den Schultern. „Nein alles klar.“
Gretchen verzog die Lippen und liess ihren Blick zum Blondhaarigen wandern. „Und Ihnen Herr Fuchs geht es dann auch…ganz gut nehm ich an?“
„Kann mich eigentlich nicht beschweren.“, antwortete dieser und lächelte sie an.
„Okay…äh…“ Sie wandte sich wiederum und schaute zu Marc, der mittlerweile einen Fuss über den andern gelegt hat, „willst du mich vielleicht verarschen?“
„Würd ich nie tun.“, antwortete er nüchtern und zuckte mit den Schultern.
„Marc?“, fragte sie seufzend und liess die Schultern hängen.
„Hm, na komm.“ Er stiess sich von der Wand ab, lief zu ihr hinüber und tippte gegen das Brett in ihrer Hand, „hast du dir die Werte angesehen?“
Gretchen stöhnte auf. „Du musst mich nicht prüfen Marc?“
„Ob du dir die Werte angesehen hast.“, wiederholte er deutlich und schaute sie mit erhobenen Augenbrauen an.
Gretchen verzog die Lippen, schaute dann aber wieder auf die Ergebnisse zu ihrer Hand. „Ja aber ich seh hier nichts.“
„Der Trick ist Hasenzahn-“, begann er sachlich und trat einen Schritt näher, was sie für eine Sekunde beunruhigte, da sie seinen Duft riechen konnte, „-und ich mein jetzt mal ganz davon abgesehen, dass man hier umblättern kann-“ Er blätterte eine Seite zurück, worauf sie die Lippen zusammenpresste –

Nur nicht provozieren lassen. Der macht es sowieso extra.

- und zuschaute, wie er die Seite wieder nach vorne blätterte und dagegen tippte, „-dass du zwischen den Zeilen liest.“
Sie schaute auf und legte die Stirn in Falten.
„Oder in diesem Fall, dass du dir die beiden mal genauer ansiehst!“, sagte er und zeigte nach vorne.
Gretchen wandte ihren Blick ab und schaute auf die zwei Männer, wobei der eine einen Fussel von seinem Pullover zog und der andere die Füsse schwang und sich im Raum umsah.
„Medizinisch gesehen, meine ich.“, fügte Marc hinzu und lehnte sich wieder an die Wand an. Gretchen atmete tief aus und warf ihm einen scharfen Blick zu und glücklicherweise konnte sie sein Grinsen nicht aus der Bahn werfen.
Die zwei Männer warfen ihr einen freundlichen Blick zu, was sie kurz gespielt erwiderte, als sie um die Trage herumlief und den Kopf streckte.
Ihre Augen weiteten sich, als sie bemerkte, was mit den zwei jungen Männern nicht stimmte. Ihr Blick fiel auf Marc, der beide Daumen hob und mit den Lippen „Hundert Punkte!“ formte. Sie seufzte und verdrehte die Augen, ehe sie wieder nach vorne zu ihm lief. „Also Marc das ist überhaupt nicht lustig!“, flüsterte sie ihm zu und warf einen beunruhigenden Blick über ihre Schulter.
„Ja sehe ich aus als ob ich lachen würde?“, fragte er und zeigte fragend auf sich, „ich hab dir nur gratuliert, ging ja durchschnittlich ziemlich schnell bis du begriffen hast was geht.“
„Ey, also-!“

Nein! Stopp Gretchen. Keine Provokation. Tief ein- und ausatmen.

„Was jetzt, musst du aufs Klo oder wie.“
Gretchen spannte die Schultern und presste die Lippen aufeinander.

Scheiss auf die guten Vorsätze. Für eine Minute.

„Ich bin ja nicht diejenige die nicht begreift was geht, ja!“, antwortete sie dann ziemlich in Rage und zeigte auf sich, was ihn dann doch etwas überrumpelte, „mal von den vielen Jahren in denen es mir schon klar war was da eigentlich geht abgesehen, kann ich ja wohl von mir behaupten, dass ich wenigstens nicht beziehungsgestört bin, ja!“
„Wouw…jetzt komm mal wieder runter hier.“, sagte er dann beschwichtigend und schaute sie fast beunruhigend an, „ich habe eigentlich von den zwei Männern gesprochen hier!“
„Ja!“, erwiderte Gretchen, ballte ihre Hand zu einer Faust und nickte schwer, „ja das…sieht man ja eigentlich auch nicht auf den ersten Blick. Die zeigen ja nicht mal dass sie…halt was haben!“
„Jaa…“, meinte er dann und liess seinen Blick zur Seite schweifen, „es ist ja auch unsere Aufgabe als-“
„Du ich mag da jetzt echt nicht weiter drüber diskutieren!“, sagte sie dann, hob beide Hände und machte ein paar Schritte weg von ihm, „die Minute ist sowieso um!“
„Die…Minute.“, wiederholte er perplex und stützte beide Hände in die Seiten, „von was genau redest du?“
„Das ist jetzt überhaupt nicht wichtig Marc, wichtig ist, dass wir jetzt hier…denen helfen.“
„Also gut.“, meinte er nüchtern und lief wieder zu der Wand hin, „das letzte an was sie sich erinnern können, ist eine Tandemfahrt.“, erklärte Marc und liess dann genervt die Schultern hängen, als Gretchen versuchte ein Lachen zu unterdrücken. Sie schaute kurz zu Marc und zuckte entschuldigend mit den Schultern.
„Dir sollte der Fall somit klar sein.“, fuhr Marc fort und lehnte sich wieder an die Wand, worauf er einmal kurz über sein Gesicht strich und die Arme dann vor der Brust verschränkte.
Gretchen biss sich auf die Lippe und schaute die beiden jungen Männer noch mal genau an. Herr Winkler lächelte sie an, was sie erwiderte, während Herr Fuchs mit den Fingern auf die Trage trommelte.
„Die Platzwunde?“, half Marc nach und lehnte sich ein Stück nach vorne, „und Tandem fahren damit beide…?“
„Jaa Marc ich bin ja nicht…komplett bescheuert.“, schloss sie leise und schaute auf die Mappe in ihrer Hand, ehe sie wieder kurz zu Marc schaute, „ja damit…beide Sport treiben können.“
„Hasenzahn.“
„Ja was!“
„Die sind gegen einen Baum gefahren und sind zusammen umgekippt!“, erklärte er deutlich und zeigte mit dem Arm nach vorne, „so schwer kann das doch jetzt nicht sein!“
„Jetzt…!“, begann sie und schaute ihn scharf an, worauf sie nach hinten nickte.
„Was? Die zwei schnallen doch überhaupt nichts!“
Gretchen atmete tief aus und umschloss dann das Brett mit beiden Armen vor ihr. „Ich glaub da müssten wir sowieso einen Therapeuten hinzuziehen. Ist ja eigentlich auch nicht normal.“
„Jap das hab ich bei dir auch schon-“
„Ah, da sind sie ja!“

Oh nein. Bitte nicht schon wieder.

„Meier, ich würde Ihnen gerne einen neuen Kollegen vorstellen.“
Gretchen wandte sich mit ängstlichem Gesichtsausdruck um und sah zu, wie ihr Vater mit Doktor Stevenson im Schlepptau den Raum betritt. Ihr Blick fiel auf Marc, der etwas überrumpelt, verdutzt und skeptisch den Blick ihres Vaters erwiderte.
„Oh Gretchen, das trifft sich toll, dass du auch hier bist.“, meinte Franz fast fröhlich und zeigte dann auf Doktor Stevenson, „da ihr euch schon kennt, kannst du ihn sicher herum führen?“
„Bitte?“
Gretchens Blick fiel auf Marc, der sie verstört anschaute. „Äh…ich…ja.“

Fran Offline

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22.06.2010 13:44
#125 RE: Story von Fran Zitat · Antworten

Aha, ihr nennt den neuen also schon Sahneschnittchen Und dann bin ich die böse, wenn Gretchen etwas mit ihm 'anfangen' würde? Wäre es denn nicht verständlich? Anyway, danke für die Kommentare, ihr seid die Besten

Gaby verliess gerade ein Krankenzimmer und versorgte einen Stift in ihrer Kitteltasche, als sie spürte, wie es in ihrer Kitteltasche vibrierte. Sie presste die Lippen aufeinander und formte die Hände zu Fäusten, ehe sie sich schnell umschaute und dann zügig in Mehdis Büro lief. Da dieses gerade leer war, schloss sie eilig die Türe hinter ihr und zog das Handy aus der Tasche.
„Was? Was ist los, was!“
„Ich habe Ihnen doch gesagt, dass Sie das Handy anlassen sollten.“
„Ja ich…wollte das ja auch, aber mein Oberarzt hat es mir entwendet. Grundsätzlich ist es mir nicht erlaubt unter der Arbeitszeit zu telefonieren! Auch…nicht mit Ihnen!“, zischte Sie ins Telefon und lief hinüber zum Fenster.
„Frau Kragenow? Ich bin nicht derjenige der die Regeln macht. Sie haben diese selber bestimmt, und das wissen Sie.“
„Ist schon klar.“, presste sie zwischen den Lippen hervor und wagte einen Blick aus dem Fenster.
„Was sollte das gestern Abend mit den vielen Koffern?“
Sie presste die Lippen und Augen zusammen und formte ein „Scheisse“ mit ihren Lippen, ehe sie antwortete. „Ich…hab einige Kleider zu einem Freund gebracht. Hatte keinen Platz mehr in dem Schwesternheim.“
Nach ein paar wenigen Sekunden antwortete der Mann am anderen Ende der Leitung. „Verkaufen Sie mich nicht für blöd, haben Sie verstanden?“
Gaby erwiderte für einen Moment nichts, sondern schloss die Augen.
„Sie kennen doch die Sachlage, nicht wahr?“, fragte die Stimme süffisant, worauf Gaby finster nickte. „Natürlich kenne ich sie.“
„Gut. Dann schlage ich vor, dass Sie aufpassen was Sie tun.“
Gaby erwiderte nichts, was Sie jedoch nicht brauchte – ein Klicken am anderen Ende der Leitung teilte ihr mit, dass das Gespräch beendet war. Sie hielt das Handy vor ihr Gesicht, als plötzlich die Türe hinter ihr aufging und Mehdi, mit zwei Schalen Pudding in der Hand, das Büro betritt. „Schwester Gaby?“ Er blieb einen Moment im Türrahmen stehen und schaute sie überrascht an.
„Äh…ja.“, sagte sie und versuchte das Handy zum Verschwinden zu bringen, jedoch fiel Mehdis Blick auf dieses. Er schloss die Türe hinter sich und lief zu seinem Tisch hinüber. „Handys während der Arbeitszeit?“
„Ja ich…weiss, tut mir leid.“, sagte sie und verschränkte die Arme hinter ihrem Rücken ehe sie näher trat, „es war ein wichtiges Telefonat ich…versuche das in der Zukunft zu vermeiden.“
Mehdi setzte sich, legte den Pudding auf den Tisch und schaute zweifelnd auf. „Mhm.“
„Ja…dann. Geh ich dann mal.“, meinte Gaby und setzte sich in Bewegung.
„Stopp.“
Sie blieb stehen und schloss wieder für einen Moment die Augen, bevor sie sich umdrehte und ihn fragend anschaute. „Ja?“
Mehdi stützte beide Arme auf dem Tisch ab und schaute sie aus schmalen Augen an. „Was ist mit Ihnen los?“
„Was…sollte los sein?“, fragte sie zurück und setzte ein schwaches Lächeln auf.
„Sie sind aus dem Schwesternheim ausgezogen und benehmen sich schon seid Tagen extrem merkwürdig, ohne dass jemand irgendeinen Grund dafür kennt.“
Gaby erwiderte seinen Blick für einen kurzen Moment, ehe sie ihr Kinn reckte. „Das ist…auch Privat Doktor Kaan, also…wenn Sie mich dann…entschuldigen, ich habe noch einiges zu erledigen.“
„Haben Sie nicht.“, hielt Mehdi sie wiederum zurück und legte den Löffel neben die kleine Schale, „zurzeit stehen keine Patientenbesuche oder Geburten an.“
Gaby liess ihren Blick über den Boden wandern und suchte nach einer passenden Antwort, bis Mehdi den Kopf nach vorne schob und sie somit aufbot, ihn anzuschauen. „Haben Sie jemanden zum reden?“
Gaby lächelte kurz und schwach ehe sie den Kopf schüttelte.
Mehdi seufzte, nahm eine Schale Pudding und legte diese mit einem Löffel vor sich auf den Tisch. „Na los. Setzen.“
Gaby sträubte sich für einen Moment und liess ihren Blick schnell zum Fenster schweifen. Die Vorhänge waren zu und nach einem Moment des Haderns, lief sie dann zum Stuhl und setzte sich vor ihn.
„Also…was ist los?“, fragte Mehdi und schaufelte ein Stück Pudding auf den Löffel, ehe er diesen in den Mund schob und diesen zu einem freundlichen Lächeln verzog.
Gaby erwiderte dies zögerlich und griff dann auch nach ihrem Löffel.


danke an schleumel & Kate :) XD

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 Sprung  
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