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Dieses Thema hat 54 Antworten
und wurde 17.529 mal aufgerufen
 Abgeschlossene Fortsetzungen!
Seiten 1 | 2 | 3
lLena__ ( gelöscht )
Beiträge:

07.01.2010 18:16
Story von Lena Zitat · Antworten

Ich lese schon seit langem einige euerer FF's und ich bin wirklich begeistert.
Auch ich schreibe an einer FF und würde gerne mal eure Meinung dazu hören.
Es wäre wirklich nett, wenn ihr hin und wieder ein paar Kommentare schreiben
könntet und bitte seit auch kritisch, denn ich möchte schließlich aus meinen
Fehlern lernen und meine FF verbessern.

Am Anfang geht bei mir alles ziemlich schnell, aber ich wollte das Virus Thema
und auch Alexis möglichst schnell weg haben.
Und noch etwas: Ich habe einmal die Medizin "Depidorol" verwendet, da ich absolut
keine Ahnung von Medizin habe und das das einzigste Wort war, dass ich mir merken
konnte. Ich hoffe es stört euch nicht.



Liebes Tagebuch,

Habe wahnsinnig stressige Tage hinter mir.
Eine Frau mit ansteckendem Virus kam ins Krankenhaus, an dem sich Papa infizierte. In der Kirche ist er dann umgefallen, direkt nachdem Alexis und ich uns das Ja-Wort gegeben haben.
Nach einigen Minuten kamen endlich die Ärzte, die nicht auf der Hochzeit waren, in gelben Anzügen. Es haben sich nicht viele Leute angesteckt, aber trotzdem mussten alle in Krankenhäuser, zur Kontrolle.

„Seit ihr jetzt schon verheiratet!?“, Gretchen verdrehte die Augen. In dem Krankenbett links neben ihr lag Marc, der ihr schon seit einigen Minuten immer wieder die gleiche Frage stellte.
„Ja.“, kam es nun aus dem Bett rechts neben ihr. Darin lag Alexis. Die beiden diskutierten schon seit einiger Zeit über alles Mögliche und nun waren sie auf das Thema Hochzeit gekommen.
„Ah. Ich dachte nur, weil der Priester euch doch noch gar nicht zu Mann und Frau…“
„Doch, sie sind verheiratet, Marc.“, auch Gigi, die in dem Bett gegenüber von Gretchen lag, hatte sich nun eingemischt.
„Also ich würde da auf jedem Fall noch mal nachfragen, ob das denn jetzt alles so anerkannt ist und so…“, Mehdi wollte natürlich auch noch seinen Senf dazu geben. Er lag Marc gegenüber und war anscheinend auch auf seiner Seite, was die Hochzeit betraf.
„Natürlich ist das anerkannt. Sie haben doch schließlich schon ja gesagt. Ach Gretchen…“, und Gretchens Mutter Bärbel hatte da natürlich auch ein Wörtchen mit zureden. Sie lag Alexis gegenüber, ihrem Schwiegersohn.
Alle lagen in einem eigentlichen 4-Bett-Zimmer, das wegen Überfüllung in ein 6-Bett-Zimmer verwandelt wurde und man jetzt nur noch knapp zwischen den Betten hindurch kam.

Aber die härtesten Tage werden wohl noch kommen.
Wieso muss man mich mit meinem halben Ehemann, einem arroganten Arschloch, einem verliebten Dorftrottel, einer gefrusteten Trauzeugin und meiner Mutter in ein Zimmer stopfen!?
Sind wir jetzt eigentlich verheiratet oder nicht!? Wir haben beide ja gesagt, aber der Priester hat uns doch noch nicht als Mann und Frau anerkannt. Also als verheiratetes Paar, meine ich. Ach wieso muss das alle nur so kompliziert sein!?

„So meine Damen und Herren!? Alle wohl auf!?“, die morgendlich Visite von Dr. Rössel stand an.
„Wie geht es Franz!? Ich möchte zu ihm.“, Bärbel hatte sich in ihrem Bett aufgesetzt und fuchtelte wild gestikulierend mit den Armen in der Luft herum.
„Mama bitte. Lass uns doch erst mal wieder alle gesund werden und dann kannst du Papa ja sehen. Du weißt ja, dass es ihm gut geht, hm!?“, Gretchen versuchte ihre Mutter zu beruhigen.
„Haben sie keine Einzelzimmer!? Da wird man ja verrückt hier.“, Mehdi schaute bei seinem letzten Satz zu Alexis, den er überhaupt nicht leiden konnte.
„Ja, für mich auch ein Einzelzimmer.“, meinte Marc sarkastisch.
„Könnten sie den vielleicht wirklich in ein anders Zimmer verlegen!?“, Gigi sah Marc abwertend an.
„Ja dann hätte ich gerne dieses Zimmer hier mit meiner Ehefrau, wenn das Recht ist.“, Alexis grinste bis über beide Ohren.
„So meine Damen und Herren, jetzt beruhigen sie sich erst mal. Man kommt sich leicht in die Quere, wenn man so lange zusammen in einem Raum ist. Ich glaube aber, das ist eine gute Möglichkeit sich auch einmal aus zusprechen. Ich habe schon gemerkt, dass bei ihnen einige ungeklärte Fragen im Raum stehen.“, Dr. Rössel ging herum und sah sich die Werte an.
„So viel ich weiß sind sie unser Arzt und nicht unser Psychologe. Also ich will in ein Zimmer mit meinem Mann und zwar noch heute.“, Bärbel regte sich immer noch ziemlich auf und gestikulierte weiter heftig.
„Meine Herrschaften, ich werde mich darum kümmern, aber versprechen kann ich ihnen nichts.“, Dr. Rössel nickte ihnen zu und verließ das Zimmer wieder.

„So na dann. Müssen wir uns halt irgendwie mit der Situation auseinandersetzen, ne!?“, Gretchen sah von einem zum anderen, aber alle saßen nur gelangweilt in ihren Betten.
Nach einigen Minuten räusperte sich Gigi: „Also ich hätte da schon noch was, was ich dir sagen muss, Gretchen.“
„Ach ja. Was denn!?“
„Also das… das ich mit Marc gebumst habe, dass war gelogen.“, sagte sie kleinlaut.
„Was war das!?“
„Ja, ich hab nicht mit ihm gebumst. Ich hab das nur so gesagt, weil… weil du dir doch das wegen der Hochzeit noch mal überlegt hast. Aber das wäre falsch gewesen, weil Alexis der Richtige ist und nicht Marc.“
„Ach du weißt, was für mich das Beste ist, ja!? Ich werde doch wohl noch selbst wissen, wen ich liebe und wen nicht!“
„Moment mal. Du hast überlegt die Hochzeit ab zusagen!? Wegen dem da!?“, Alexis setzte sich ruckartig auf.
„Aber Gretchen! Alexis ist doch der Richtige!“, auch Bärbel war entsetzt.
„Ja natürlich. Es war nur… weil… och weil wir uns doch geküsst haben und dann wusste ich halt nicht mehr…“, Gretchen sah Alexis vorsichtig an.
„Ach geküsst habt ihr euch auch noch!?“
Es klopfte an der Tür und eine Krankenschwester trat ein: „Frau Haase!? Sie werden jetzt zu ihrem Mann ins Zimmer verlegt.“
„Oh das ging aber schnell. Danke. Margarethe, wir sprechen uns noch.“
Bärbel wurde aus dem Zimmer geschoben und sofort ging die Diskussion weiter.
„Also ihr habt euch geküsst!?“, Alexis wollte nun unbedingt alles wissen.
„Sie haben versucht es sich mit dem Körper zu sagen.“, Mehdi schaltete sich nun auch ein.
„Och Mehdi was soll denn das jetzt wieder!? Er hat mich geküsst und danach war ich mir halt nicht mehr sicher.“
„Das meinte ich doch gar nicht.“
„Was denn dann!?“
„Das kann Marc dir ja erklären.“
„Äh… also… ich weiß nicht was du jetzt hier erfindest, Mehdi!?“
„Jetzt drück dich nicht wieder.“
„Ich weiß auch nicht wovor ich mich drücken sollte.“
Wieder kam eine Schwester ins Zimmer: „So das ist Schwester Gabi. Sie ist jetzt statt Frau Haase hier im Zimmer.“. Sie schob ein Bett ins Zimmer, in dem Gabi lag. „Das Zimmer ist ja ganz toll“, meinte sie abwertend.
„Brauchen sie sonst noch etwas!?“, die Schwester sah sich um.
„Ein anderes Zimmer.“
„Tut mir Leid, aber wir sind derzeit voll belegt. Sie wissen ja, wegen dem Virus und die Stationen von Dr. Meier und Dr. Kaan sind derzeit nicht besetzt. Wir können nur die Betten tauschen.“
„Ja dann machen sie das. Wofür sind sie denn da!?“, Marc war wesentlich lauter geworden, denn das Mehdi ihn vor den anderen bloß stellte, gefiel ihm ganz und gar nicht.
„Das muss ich erst mit dem Herrn Dr. Rössel absprechen. Also dann.“, die Schwester verließ das Zimmer wieder.
„Wieso müssen wir immer noch hier rum liegen!? Wie sind sowieso schon wieder gesund.“, Gabi sah sich um.
„Der Virus hat uns geschwächt und deswegen brauchen wir noch ein, zwei Tage Ruhe. Kommt ganz drauf an, wann uns Dr. Rössel entlässt.“
„Aber ich geh jetzt erst mal auf die Toilette.“, Gretchen nahm ihren Tropf und schlurfte zur Toilette.
Als sie dir Tür hinter sich geschlossen hatte grinste Gabi.
„Ich kenn übrigens dein Geheimnis.“, sie sah herausfordernd zu Alexis.
„Was!? Tz Geheimnis, dass ist doch absurd.“, er sah schnell zu den anderen, aber Mehdi und Marc waren ebenfalls in einer Diskussion.
„Wieso sagst du es ihr nicht!?“, Mehdi wirkte fast schon verzweifelt.
„Ich kann das doch nicht vor allen hier sagen!“, auch Marc sah sich um, doch er sah nur Gabi und Alexis in einer Diskussion.
Aber an die graue Maus Gigi, die in der Mitte saß und beiden gespannt zuhörte, dachte keiner der beiden.
Als Gretchen in den Raum kam hörten alle sofort auf zu reden.
„Hab ich irgendwas verpasst!?“, sie sah vom einen zum anderen.
„Nein, was solltest du denn verpasst haben!?“, Alexis warf Gabi einen bösen Blick zu.
„Du hast was verpasst.“, alle Augen richteten sich auf Gigi.
Sie räusperte sich: „Es tut mir Leid, Gretchen. Aber nicht nur Marc ist hier das Arschloch. Alexis ist ein mindestens genauso großes. Er ist nämlich nicht Alexis. Ich kann es dir nicht genau erklären, aber… Gabi, stimmt’s!? Ja, also Gabi hat das alles genau mitbekommen.“
„Wie er ist nicht Alexis!?“, Gretchen sah verwundert zu Alexis.
„Ja, eine falsche Identität oder so was. Lass es dir doch von Gabi erklären.“, nun richteten sich alle Blicke auf Gabi.
„Ja also…“, fing Gabi an, doch Alexis unterbrach sie.
„Nein, warten sie. Sternchen… ich liebe dich. Und ob ich jetzt Alexis bin oder nicht ist doch auch egal. Du hast dich doch schließlich in mich verliebt. Wenn ich jetzt Frank statt Alexis heiße dann ist das doch nicht so schlimm. Ich bin doch immer noch ich.“, Alexis sah Gretchen besorgt an.
„Du bist gar nicht Alexis!? Was…“, plötzlich gaben Gretchens Beine nach und sie brach zusammen.
„Gretchen!“, Marc sprang aus seinem Bett auf und rannte zu ihr.
„Hey, Gretchen, kannst du mich hören!? Gretchen!“, Gretchen bewegte sich nicht. Auch Alexis, Mehdi und Gigi waren inzwischen aufgesprungen. Mehdi rannte sofort los um Dr. Rössel zu holen.
Marc brachte Gretchen in die stabile Seitenlage und strich ihr behutsam über den Kopf.
Dr. Rössel und sein Team kamen nach wenigen Minuten angerannt.
„Wahrscheinlich ein Kreislaufzusammenbruch. 50 mg Depidorol.“, Marc stand auf um Dr. Rössler platz zu machen, ließ Gretchen aber keine Sekunde aus den Augen.

Liebes Tagebuch,

Alexis ist nicht Alexis. Er ist Frank, er gibt sich nur als Alexis aus, wechselt aber immer wieder seine Identität.
Hatte einen Kreislaufzusammenbruch. Einfach zu viel für mich. Liege jetzt hier immer noch zwischen Marc und Alexis und denke nach. Kann doch die Hochzeit mit Alexis nicht anerkennen, wenn er gar nicht Alexis ist.

lLena__ ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2010 18:04
#2 Story von Lena Zitat · Antworten


Dankeschön für euere Kommis!
Hab mich wirklich total gefreut.
Gut, dass ihr alle der gleichen Meinung seit, dass
Alexis schnell weg soll.



„Bitte Gretchen. Lass mich es dir erklären.“, Alexis versuchte immer noch Gretchen verzweifelt zu schildern, was das alles auf sich hatte.
„Sag doch einfach, sie kann ja nicht weglaufen.“, Gabi sah den beiden amüsiert zu.
Alexis räusperte sich: „Gretchen… meine Schwester und ich… wir haben uns immer wieder als andere Leute ausgegeben. Und eigentlich war ich damit immer ganz glücklich. Aber dann hab ich dich kennen gelernt und ich liebe dich. Es hätte genauso gut passieren können, dass du mich als Frank kennen gelernt hättest. Gretchen ich liebe dich, ob als Frank oder als Alexis.“
„Ja und wie heißt er jetzt!? Fraxis!?“
„Och Marc jetzt halt doch mal die Klappe.“, Gretchen hielt es in diesem Zimmer nicht mehr aus. Sie stapfte wütend zur Toilette und schloss sich ein. Erst mal musste sie in Ruhe nachdenken.
„Jetzt geh ihr nach. So was will sie doch. Und dann sagst du’s ihr.“, Mehdi sah Marc herausfordernd an.
„Ich geh ihr doch jetzt nicht nach.“, Marc sah sich wieder im Raum um, aber diesmal hatten alle ihr Gespräch mitbekommen.
„Ich geh ihr jetzt nach. Ich muss auch noch mit ihr reden.“, Gigi schlug ihre Bettdecke zurück.
„Gretchen. Mach bitte auf. Ich muss mit dir reden.“, Gigi hämmerte gegen die Toilettentür.
„Gretchen bitte. Ich kann es auch so sagen, aber dann hören es alle und das ist dann sehr unangenehm. Nicht nur für dich.“, sie warf einen Blick zu Marc.
Jetzt sprang auch er auf. „Hasenzahn, mach die Tür auf. Ich muss dir auch was sagen.“, rief er laut.
„Ich wüsste nicht, was du mir zu sagen hast.“, kam es nun von Gretchen aus der Toilette.
„Lass mich rein. Ich kann das so nicht.“
„Damit du mir dann sagst, wen du sonst noch alles gebumst hast!? Mit drei Worten!?“
„Nein. Das wollte ich doch gar nicht. Das hat die verdammte Brillenschlange gemeint.“
„Gretchen, das haben wir wirklich nicht. Das hab ich dir doch vorher schon erklärt. Er will dir wirklich was Wichtiges sagen.“
Marc sah Gigi fragend an: „Ich hätte gedacht wir haben Krieg!?“
„Ich hab das mit Alexis verbockt und ich will sie jetzt endlich glücklich sehen.“
Marc trat einen Schritt näher zu Gigi. Er beugte sich zu ihrem Ohr: „Ich kann das hier nicht. Wenn die da alle zusehen.“
„Also mich würde eher die Toilettentür zwischen euch stören. Aber du musst es so machen, weil sie sonst nicht rauskommt.“
Marc sah Gigi geschockt an. Seine Hände begannen zu zittern und seine Beine fühlten sich an wie Wackelpudding. Aber er wusste, dass er das jetzt durchziehen musste. Und im Aufzug waren die drei Worte ja eigentlich ganz leicht gewesen. Hier hatte er schließlich auch eine Tür vor sich.
Lautlos formte er mit den Lippen seine geplanten Worte. Jetzt fehlte nur noch die Stimme. „Gretchen ich… ich…“, er brach ab. Wieso waren diese drei Worte nur so schwer!?
„Ich lie…“, ein lautes Geräusch hinter ihm unterbrach ihn. Als er sich umdrehte sah er Mehdi verkrampft in seinem Bett liegen, er verzog sein Gesicht zu einer Grimasse und seine Augen waren weit aufgerissen. Marc stand wie angewurzelt da. Er konnte sich nicht bewegen.
Gigi neben ihm rannte los um Ärzte zu holen. Nach einigen Schocksekunden kehrte in Dr. Meier das Leben zurück und er lief zu Mehdi.
Gleichzeitig kam Gina mit Dr. Rössel und einigen Schwestern angerannt. Sie spritzten ihm sofort etwas gegen den Krampfanfall, wonach er auch sofort wieder zu sich kam.
Dr. Rössel machte noch einige kurze Untersuchungen und nachdem er festgestellt hatte, dass Mehdi stabil war, schoben ihn die Schwestern aus dem Zimmer. Dr. Rössel teilte ihnen mit, dass sie ihn untersuchen werden, um heraus zu finden, von was dieser Krampfanfall kam und er danach wieder aufs Zimmer könnte.
„Das war knapp.“, Gigi ließ sich auf ihr Bett fallen.
„Wieso hast du nichts gemacht!?“, sie sah Alexis an.
„Was soll ich denn machen!? Ich bin kein Arzt.“
„Nur ein Hochstapler.“
„Marc! Ich meinte eigentlich vorher wegen Gretchen.“
„Wenn ich was gesagt hätte, dann wäre noch viel wahrscheinlicher drinnen geblieben.“
„Was macht sie eigentlich!?“
Alle sahen Marc fragend an.
„Na Hasenzahn, wieso ist sie nicht rausgekommen!?“
„Keine Ahnung. Gretchen! Gretchen!? Hallo!?“, Gigi ging wieder zur Toilettentür.
„Da ist doch irgendwas. Die würde doch was sagen.“, Marc sah sich um.
„Gretchen! Mach bitte keinen Scheiß!“, Gigi hämmerte gegen die Tür.
„Ich versuch jetzt die Tür einzutreten. Zum Schluss ist ihr noch irgendwas passiert und sie liegt da und wir machen nichts.“, Marc stellte sich in Position.
„Nein! Wenn wirklich was ist und sie hinter der Tür liegt!?“, auch Alexis war inzwischen aufgesprungen.
„Nehmt doch einfach Geld.“, Gabi saß immer noch in ihrem Bett und sah den dreien belustigt zu.
„Hä!?“, Alexis schaute fragend zu Gabi.
Doch Marc rannte zu seinem Bett und kramte eine Münze aus seiner Geldbörse.
Er lief wieder zur Tür und steckte das Geldstück in den kleinen Ritz des Schlosses.

lLena__ ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2010 18:02
#3 Story von Lena Zitat · Antworten

Danke für eure ganzen lieben Kommis!
Noch mal kurz wegen gestern:
Marc ist kein Superheld, falls das so rüber gekommen ist.
Ich meinte mit diesem Türschloss keines, wofür man einen Schlüssel braucht,
sondern einfach so eines, das man umdrehen kann. Und meistens ist da dann
so ein kleiner Spalt, in den man ein Geldstück oder ähnliches stecken kann
um es auf zubekommen.



Gretchen saß zwischen Toilette und Waschbecken und hatte den Kopf auf ihre Knie gelegt.
„Gretchen!“, Marc kniete sich neben sie und strich ihr die Haare aus dem Gesicht. Gretchens Schultern bebten und sie schluchzte.
Marc sah zu Gigi. Die deutete ihm an, dass er sie umarmen sollte. Er setzte sich neben sie und legte, etwas unbeholfen, einen Arm um sie.
Gigi zog Alexis mit sich und schloss die Tür hinter den beiden.
Eine ganze Weile saßen Marc und Gretchen auf dem harten Fliesenboden. Gretchen hatte immer noch die Beine angezogen und ihren Kopf darin vergraben und Marc hatte seinen Arm um sie gelegt. Irgendwann wurden Gretchens Schluchzer leiser, bis sie schließlich ganz aufhörte zu weinen.
„Hasenzahn, dass nächste Mal machst du deinen verdammten Mund auf und sagst was!“, Marc strich ihr bei seinen Worten behutsam über den Kopf.
Gretchen gab ihm eine Antwort, doch sie hatte ihren Kopf immer noch auf ihren Beinen und Marc konnte sie nicht verstehen.
„Also wenn du mit mir reden willst, dann musst du mich schon anschauen.“
Gretchen hob ihren Kopf und blickte zur Toilette.
„Ähm… das ist die Toilette. Ich bin hier. Hallo!?“
„Marc ich sehe bescheuert aus.“
„Nein.“
„Hä!?“
„Du… siehst nicht bescheuert aus.“
Gretchen sah Marc an.
„Meinst du das ernst!?“
„Na ja, ich meine ich musste das ja sagen, damit du mich ansiehst.“
Sofort sah Gretchen wieder zur Toilette, doch Marc drehte ihren Kopf behutsam wieder zu sich.
„Ich… ich“, er brach ab.
„Ja!?“
„Also… ich… ich muss dann auch mal wieder.“
Er stand langsam auf und ging zur Tür. Als er ins Zimmer kam sah Gigi ihn erwartungsvoll an. Doch als sie Marcs Gesicht sah wurde sie wütend.
„Sag mal bist du gestört oder was!? Das kann doch nicht so schwer sein diese drei Worte über die Lippen zu bringen. Es sind drei Worte. Mehr nicht.“
Marc sah aus dem Fenster. Es waren nur drei Worte. Aber diese drei Worte waren für ihn so schwer.
Kurz darauf kam Gretchen aus dem Bad. Ihre Augen waren rot, vom vielen weinen und ihre Wimperntusche war verlaufen.
„Was ist mit Mehdi!?“, fragte sie mit leiser Stimme.
„Er hatte einen Krampfanfall. Er ist stabil, aber die Ärzte wissen noch nicht, woher das kam. Sie untersuchen ihn noch und dann kann er wieder ins Zimmer.“, Gigi stand auf und ging zu Gretchen. Sie nahm sie in den Arm und war erstaunt, dass Gretchen sich nicht dagegen wehrte. Immerhin hatte sie sie angelogen und normalerweise bedeutete so was für Gretchen das Ende einer Freundschaft. Aber wahrscheinlich war das ganze einfach zu viel für sie und sie brauchte ein bisschen Trost und Liebe.
„Gretchen… ich wollte das nicht. Ich…“, Gigi wollte noch mal versuchen, Gretchen das ganze zu erklären, doch die wehrte ab.
„Lass gut sein.“
„Wirklich!? Vergessen!?“
Gretchen nickte und die beiden Frauen umarmten sich glücklich.
„Hasenzahn, du solltest dich besser hinlegen, nicht das du noch mal umkippst.“, Gretchen wollte protestieren, aber Marc schob sie zu ihrem Bett und deutete ihr, dass sie sich hinlegen soll.
Doch die verschränkte die Arme vor der Brust.
„Wie war das!? Ich muss dann auch mal wieder.“, Gretchen schob sich an ihm vorbei und ging zur Tür.
„Gigi, ich schau mal, ob die schon was neues von Mehdi…“, Dr. Rössel kam zur Tür herein und sah Gretchen mitten im Raum stehen.
„Dr. Haase. Sie sollten doch liegen bleiben. Zu viel Anstrengung ist nicht gut für sie.“
Widerwillig trotte Gretchen zu ihrem Bett und bekam nebenbei noch einen Hab-ich’s-doch-gesagt-Blick von Marc.
„Dr. Kaan geht es gut. Wir konnten aber den Grund für seinen Krampfanfall noch nicht herausfinden. Deswegen muss er auch noch einige Tage zur Beobachtung hier bleiben. Dr. Haase, sie müssen wegen ihres Kreislaufzusammenbruches auch noch etwas länger bei uns verweilen, aber alle anderen, die keine weiteren Symptome aufweisen werden morgen früh entlassen. Danach werden sie alle aber noch 1 bis 2 Tage krank geschrieben und sollten sich zu Hause schonen.“
„Dr. Rössel mir geht es aber doch schon wieder gut. Also ich meine, sie müssen mich doch nicht hier behalten…“
„Dr. Haase wir müssen das als Vorsichtsmaßnahme machen, wie ihnen sicherlich bekannt ist. Sonst noch Fragen!?“
Alle schüttelten den Kopf und Dr. Rössel verließ das Zimmer.
„Wegen eines Kreislaufzusammenbruchs will er mich noch hier behalten…“
„Na ja, ist ja auch kein Wunder, wenn sie erfahren, dass sie von einem Hochstapler geheiratet werden.“, Gretchen zuckte zusammen.
„Gabi, müssen sie das jetzt unbedingt erwähnen!?“, Gigi sah besorgt zu Gretchen.
„Irgendwann muss sie der Wahrheit ja mal ins Gesicht sehen.“
Alexis sagte seit einiger Zeit gar nichts mehr zu dem Thema. Er wollte einfach nur noch aus diesem Zimmer und mit seiner Schwester abhauen.

Eine Schwester schob Mehdi in seinem Bett herein.
„Hey, Mehdi. Wie geht’s dir!?“, Gretchen sah ihn besorgt an.
„Alles wieder gut.“, er lächelte ihr zu, damit sie wusste, dass alles in Ordnung war.
„Mehdi es tut mir so Leid, dass ich nicht rausgekommen bin, aber Marc hat noch geredet und plötzlich nicht mehr. Ich dachte, er hätte einfach wieder Schiss bekommen und dann haben sie schon die Tür aufgesperrt…“
„Schon gut. Du hättest auch nichts machen können.“

lLena__ ( gelöscht )
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10.01.2010 16:55
#4 Story von Lena Zitat · Antworten

Nochmals Danke für eure ganzen Kommis!
Heute kommt mal jemand anders dazu, nicht immer nur die
sechs aus dem Zimmer!
Viel Spaß!



Kurz nach Mittag klopfte es an der Tür.
„Hallo.“, Kalle kam herein und begrüßte Gabi.
„Was machst du denn hier!?“, Gabi verdrehte die Augen.
„Ich wollte sehn wie’s dir geht. Erst das mit dem Baby und jetzt das… Alles Ok!?“, Gabi lächelte, setzte allerdings gleich wieder ein gelangweiltes Gesicht auf.
„Und dann sagst du noch Gretchen kann der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen.“, Gigi sah Gabi abwertend an.
„Hä!?“
„Du bist doch über beide Ohren verknallt in den Typen, aber du willst es dir selbst nicht eingestehen.“
Marc begann laut zu lachen.
„Du brauchst gar nicht lachen. Bei dir war’s doch genauso.“
Er hörte sofort auf zu lachen und wurde ernst.
„Ist der schwul!?“, Kalle sah entsetzt zu Marc.
„Wieso sollte er schwul sein!?“
„Na ja, sie hat doch gesagt, das du auf mich stehst, aber es nicht willst. Und dann hat sie gesagt, dass es bei ihm genauso ist. Also das er mich auch liebt.“
„Oh man Kalle, du bist so begriffsstutzig.“, Gabi verdrehte die Augen.
Kalle schaute verwirrt vom einen zum anderen.
„Vergiss es einfach, Ok!?“
„Ja Ok. Liebst du mich wirklich!?“, er sah Gabi hoffnungsvoll an.
„Nein. Nur weil diese…“, Gabi wurde von Marc unterbrochen.
„Brillenschlange. Ungefickte Brillenschlange.“
Auch Gigi mischte sich jetzt ein: „Ich hätte gedacht wir haben das Kriegsbeil begraben!?“
„Und!? Ich darf dich trotzdem so nennen wie ich will.“
„Ja also… diese Brillenschlange das sagt heißt das doch noch lange nichts.“
„Schade. Na ja, aber vielleicht ja irgendwann mal.“
„Ja so ungefähr… nie.“
„Gabi jetzt sag doch so was nicht.“
„Ich sag, was ich will.“
„Sie reden schon genauso wie Marc.“
„Halt die Klappe, Brillenschlange.“
„Soll ich noch bei dir bleiben!?“
„Nein, Kalle, du kannst gerne wieder gehen.“
„Ok, na dann… Gute Besserung.“
Nachdem Kalle weg war herrschte erst mal eine Zeit lang Schweigen.
Plötzlich klingelte ein Handy. Gretchen kramte es aus ihrer Tasche.
„Ey, Handys sind im Krankenhaus verboten.“, Marc sah sie streng an.
Gretchen ignorierte ihn und ging ans Telefon.
„Hallo Mama.“
„Ja ich muss auch noch länger bleiben. Vielleicht kann ich dann mit Papa in ein Zimmer verlegt werden.“
„Nein, du musst uns nicht besuchen.“
„Ja ja.“
„Ich überlege noch.“
„Du Mama, Dr. Rössel ist gerade zur Visite da. Ich muss auflegen.“
„Ja, bis dann.“
„Dr. Rössel ist also zur Visite hier!?“, Mehdi sah Gretchen belustigt an.
„Das hab ich ja nur so gesagt. Sie wollte unbedingt über die Hochzeit reden. Ich wollte ihr das ganze nicht am Telefon erklären.“
Alexis sah betrübt zu Boden. Er wollte Gretchen nicht verletzten, aber wenn er ihr die Wahrheit gesagt hätte, hätte sie ihn nie geheiratet.
Wieder herrschte eine Weile schweigen.
„Was meintest du damit, dass Kriegsbeil ist begraben!?“, fragte Gretchen Gigi.
Die schaute Marc an und signalisierte ihm, er solle das Gretchen erklären.
„Na ja… also… damals im Aufzug… als Gigi meinte… wir hätten gefickt und ich dir… na ja, also wir haben…“
„Als Marc dir eigentlich was anderes sagen wollte, ich das aber verhindert habe, da war er natürlich sauer auf mich. Und dann hab ich gesagt, dass wir gerne kämpfen können. Er um dich und ich so zu sagen darum, dass er dich nicht bekommt. Was ja falsch war… aber das konnte ich nicht wissen.“
Gretchen schnappte nach Luft, als Gigi sagte, dass Marc um sie kämpfen wollte. Doch sie wusste, dass es nicht so war. Sonst hätte sie doch irgendwas merken müssen. Außerdem liebte Marc keinen. Gigi wollte wahrscheinlich nur wieder gut machen, was sie im Aufzug angeblich falsch gemacht hatte, aber Gretchen wollte nicht darauf eingehen. Sie wollte viel lieber erst mal mit der Sache mit Alexis – Frank fertig werden.
„Brillenschlange, wie wär’s wenn wir mal kurz vor die Tür gehen!?“
„Ach mit ihr gehst du vor die Tür aber mit mir nicht, oder was!?“, Mehdi sah Marc grinsend an.
„Du hast ja auch keine so eine tolle Brille.“

lLena__ ( gelöscht )
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11.01.2010 18:02
#5 Story von Lena Zitat · Antworten

Danke für eure Kommis.
Ich hatte heute leider wahnsinnig viel zu lernen
und konnte daher nicht so viel schreiben.
Dafür plane ich für Morgen einen Teil,
der euch allen gefallen sollte.



„Du sagst nicht noch mal, dass ich Gretchen um Gretchen kämpfen will, Ok!?“, Marc hatte die Tür hinter sich geschlossen und die beiden standen nun auf dem Krankenhausflur. „Aber du willst es.“, Gigi verstand nicht, warum Marc es ihr nicht einfach sagen konnte.
„Ich will das aber nicht vor allen da rumposaunen. Es reicht mir schon, wenn ich es einem Menschen sagen muss.“
„Ok. Tschuldigung.“
Marc warf Gigi noch einen strafenden Blick zu, dann gingen die beiden wieder ins Krankenzimmer.
„Es hat übrigens nichts gebracht.“, Gabi grinste die beiden an.
„Was hat nichts gebracht!?“
„Na das ihr vor die Tür gegangen seit. Wir konnten alles mithören.“
Marc sah Gabi entsetzt an. Dann sah er zu Gretchen. Wieso musste ihm das alles passieren!?
Er hatte sich aber gleich wieder gefasst und ging zu seinem Bett.
Eine Antwort blieb ihm erspart, da in diesem Moment die Tür aufging und Schwester Sabine und Alexis’ Schwester kamen ins Zimmer.
„Hallo. Ich wollte mal kurz bei dir vorbeischauen. Darf aber nicht lange, wegen dem Virus.“, kam es von Lissy, die Sabine einfach weggestoßen hatte.
Sie sah zuerst Alexis an und dann Gretchen.
„Sie weiß es, oder!?“
Alexis nickte nur.
Eine unangenehme Stille breitete sich im Raum aus.
Gretchen räusperte sich. „Ich werde die Ehe nicht anerkennen. Ich möchte dich hier nie wieder sehen.“
Alexis sah auf. Das war das erste, dass Gretchen zu der Hochzeit gesagt hatte. Und es verletzte ihn sehr. Aber er hatte geahnt, dass Gretchen so reagieren würde. Sie konnte ihn noch so sehr lieben.
„Wir werden verschwinden, sobald wir hier raus sind.“, Alexis’ Stimme war zittrig. Gretchen nickte nur und drehte sich auf die andere Seite. Als sie Marc sah drehte sie sich wieder auf den Rücken und starrte die Decke an.
„Ja… also ich geh dann auch mal wieder. Ich darf ja nicht so lange laufen.“,
Lissy beeilte sich aus dem Zimmer zu kommen.
„Frau Doktor! Aber… was ist denn hier los!?“, Sabine trat einen Schritt vor, um Gretchen besser sehen zu können.
„Ach, Sabine. Das ist eine lange Geschichte.“
„Sie wissen doch, Frau Doktor, dass ich für alles ein offenes Ohr habe!“, Sabine lief lächelnd zu Gretchens Bett.
Gretchen versuchte ihr zu deuten, dass sie nicht die einzigen im Raum waren, doch Schwester Sabine verstand nicht recht. Erst nachdem Gretchen sich zu ihr gebeugt hatte und ihr leise mitgeteilt hat, dass sie das ganze ungern vor den anderen erzählen wollte, ging Sabine ein Licht auf und sie sprang auf.
„Oh, natürlich, Frau Doktor. Entschuldigung.“, daraufhin verschwand sie schleunigst wieder, die belustigten Blicke der Zimmerinsassen im Rücken.

Habe die Hochzeit nicht anerkannt. Will nicht mit einem Kriminellen zusammen sein. Alexis verschwindet, sobald er entlassen wurde. Will ihn hier nie wieder sehen.
Gigi hat gesagt, dass Marc um mich kämpfen will. Glaube ihr irgendwie nicht. Sie hat mich davor auch schon mal wegen Marc angelogen. Marc hat auch nichts gesagt. Glaube, sie will das wegen dem Aufzug dadurch wieder gut machen.

lLena__ ( gelöscht )
Beiträge:

12.01.2010 18:07
#6 Story von Lena Zitat · Antworten

Nach dem Abendessen waren Gabi und Mehdi recht schnell eingeschlafen und bald darauf schlief auch Gigi. Marc, Alexis und Gretchen lagen noch lange wach in ihren Betten.
Irgendwann fing Gretchen an wie wild in ihrer Tasche zu kramen.
„Ey, musst du jetzt so laut sein!? Andere Leute wollen vielleicht schlafen!?“, Marc starrte entsetzt zu Gretchen hinüber, konnte aber nicht viel erkennen, da es schon ziemlich dunkel war.
Gretchen hatte inzwischen gefunden, was sie gesucht hatte. Einen Schokoriegel.
„Ne oder!? Du isst jetzt aber nicht!? Es ist schon eng genug hier.“
„Boah Marc das hier ist eigentlich meine Hochzeitsnacht, Ok!? Da werde ich doch noch Nervennahrung essen dürfen.“
„Ja aber nicht, wenn wir zu sechst in einem 4-Bett-Zimmer liegen.“
„Sie ist nicht dick, Ok!?“, auch Alexis mischte sich jetzt ein.
„Kannst du einfach mal deine Klappe halten!?“, Gretchen reichten die Rangkämpfe zwischen den beiden langsam.
„Das macht er doch schon den ganzen Tag.“
„Könnt ihr beide einfach leise sein!?“
Es herrschte eine Zeit lang Schweigen, bis Gretchen das Licht über ihrem Bett anknipste.
„Geht’s noch!?“, diesmal konnte Marc Gretchen im Schein der Lampe gut sehen.
„Ich mach es doch gleich wieder aus.“
„Ich will aber jetzt schlafen.“
Gretchen seufzte, holte aber trotzdem ihr Tagebuch heraus und fing an zu schreiben.

Liebes Tagebuch,

liege in meiner Hochzeitsnacht mit 6 Leuten in einem Krankenhauszimmer und habe heraus gefunden, dass mein Ehemann ein Betrüger ist. So habe ich mir meine Hochzeitsnacht immer vorgestellt.
Verstehe einfach nicht, was ich falsch gemacht habe.


„Mach das verdammte Licht aus.“
Gretchen legte ihr Tagebuch zur Seite und knipste ihr Licht wieder aus.
„Lass sie doch.“
„Ey sei du bloß leise, Ok!?“
„Könnt ihr bitte aufhören!?“
Wieder herrschte einige Zeit Schweigen, bis plötzlich von Gretchen ein leises Schluchzen kam.
„Hasenzahn!? Musst du ausgerechnet jetzt heulen!?“
„Ich heul nicht.“
„Ich hör dich doch.“
„Ich hab nur Schnupfen.“
„Ja klar.“
Kurz war es wieder still, bis von Gretchen ein weiterer Schluchzer kam.
„Hasenzahn!“
„Lass mich doch.“
„So kann ich nicht schlafen.“
„Mir doch egal.“
Gretchens Schluchzer wurden immer heftiger.
Marc drehte sich um und rutschte an die Bettkante. Er streckte seinen Arm aus und streichelte Gretchen leicht über den Arm.
Als Gretchens Schluchzer leiser wurden nahm er seine Hand immer noch nicht weg.
„Marc was machst du da!?“
„Ich äh… wenn du so laut heulst kann man nicht schlafen. Da muss dich doch jemand beruhigen.“, schnell zog er seine Hand wieder weg.
Gretchen setzte sich auf und knipste das Licht erneut an.
„Hasenzahn. Sag mal willst du mich wahnsinnig machen!?“
Gretchen ignorierte ihn erneut und nahm ihr Tagebuch.

Marc Meier hat mich getröstet! Er hat mir über den Arm gestrichen, als ich geweint habe. Er hat aber daraufhin gemeint, er wollte schlafen, deswegen hat er mich beruhigt. Vielleicht hat Gigi ja doch Recht. Vielleicht will er um mich kämpfen!? Vielleicht ist er unsterblich in mich verliebt, er traut es sich nur nicht zu sagen, da er denkt, ich könnte so kurz nach Alexis keine neue Beziehung anfangen. Doch irgendwann, wenn wir alleine sind, gesteht er mir seine Liebe und ich verzeihe ihm all seine Fehler, er ist überrascht und zugleich überglücklich. Er schließt mich in seine starken Arme und wir küssen uns leidenscha…

„Mach das Licht aus!“
„Ja ja“, Gretchen knipste das Licht wieder aus und kuschelte sich in ihre Decke.
„Pennt dein Millionen Futzi schon!?“
„Er ist nicht meiner und er hat auch einen Namen.“
„Wahnsinn. Das du ihn immer noch verteidigst.“
„Ich verteidige ihn nicht.“
„Mh. Klar.“
„Gute Nacht.“
„Nacht.“

Am nächsten Morgen saß nur noch Marc auf seinem Bett, als Gretchen aufwachte.
„Wo sind denn alle hin!?“
„Dein Millionen Futzi ist abgehauen, Gabi und die Brillenschlange sind nach Hause. Mehdi ist bei einer Untersuchung.“
„Und was machst du noch hier!?“
„Ich… Ähm… also… Mehdi wird morgen auf meine Station verlegt und du kannst auch verlegt werden … wenn du willst.“
„Ich muss noch bis morgen hier bleiben!?“
„Nein. Noch 2 Tage.“
Gretchen verdrehte die Augen, ihr ging es inzwischen wieder bestens und sie wollte einfach nicht verstehen, dass sie hier in diesem langweiligen Krankenhaus bleiben musste. Hätte sie geahnt, wie endlos lang die Tage hier waren, hätte sie sich wahrscheinlich öfter zu den Patienten gesetzt und etwas mit ihnen gemacht.
„Bist du nicht krank geschrieben!?“
„Heute noch.“
„Und wieso sagst du mir das mit der Verlegung jetzt!?“
„Ich… äh… ja ich dachte nur, dass du das vielleicht gerne wissen würdest.“
„Seit wann denkst du darüber nach, was ich gerne hätte!?“
„Ähm… na ja, also Dr. Rössel hat gemeint ich soll dir das sagen. Er ist gerade in einer OP.“
„Aha“
„Ja also… ich geh dann auch mal.“
Marc war schon in der Tür, als er sich noch mal umdrehte.
„Also…“
„Ja!?“
„Willst du dann verlegt werden!?“
„Von mir aus.“
„Ok. Ja dann… bis morgen.“

Tut mir Leid, dass ich euch heute wieder entäuschen musste, aber
ich wollte versuchen, meine Story einigermaßen realistisch zu halten und
ich finde es sehr unwahrscheinlich, dass Gretchen einen Tag, nachdem sie
erfahren hat, dass ihr Mann ein Betrüger ist, mit einem anderen (in diesem
Fall Marc ) zusammen kommt.
Und irgendwie muss ich ja auch noch ein bissche Spannung haben.

lLena__ ( gelöscht )
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13.01.2010 17:56
#7 Story von Lena Zitat · Antworten

Kurz vor dem Mittagessen kam Mehdi wieder ins Zimmer.
„Hey. Und haben die Ärzte was rausgefunden!?“
„Ja, ich hab allergisch auf ein Medikament reagiert, dass sie mir gegeben haben. Aber ich habe keine bleibenden Schäden.“
„Wenigstens weiß man jetzt woher es kam.“
„Ja, es war dieses Medikament gegen den Virus. Ist Marc schon weg!?“
„Ja. Der ist vorhin gegangen. Hat irgendwas von Verlegung und so gefaselt.“
„Und!?“
„Was und!?“
„Wirst du auch verlegt!?“
„Mh.“

Den Nachmittag über gingen die beiden ihren eigenen Gedanken nach und redeten nicht viel miteinander.
„So, Frau Dr. Haase, wir haben uns gedacht, dass wir ihren Vater zu ihnen ins Zimmer legen. Ist das Recht!?“, eine Schwester schob das Bett ihres Vaters ins Zimmer.
„Ja natürlich.“
„Na Kälbchen, wie geht’s dir!?“
„Gut, Papa. Und dir!?“
„Bestens. Gott sei Dank, dass Dr. Rössel den Virus in den Griff bekommen hat.“
„Mh. Hat er toll gemacht, ne!?“
„Vielleicht sollten wir ihn mit einem Orden auszeichnen, als kleines Dankeschön. Was meinst du, Kälbchen!?“
„Mh.“
„Was ist denn, Gretchen!?“
„Nichts.“
„Hast du wieder zugenommen!?“
Mehdi verkniff sich ein Lachen. Er wusste, dass Gretchens Abwesenheit nichts mit ihrem Gewicht zu tun hatte, sondern mit Alexis. Sie war traurig und verletzt, aber versuchte es zu vertuschen.
„Och Papa. Ich bin einfach nicht so gut drauf, Ok!?“
„Ist ja schon gut.“
Es herrschte wieder eine Zeit lang Schweigen, das durch einen Besuch von Bärbel unterbrochen wurde.
„Margarete. Du bist ja schon ganz abgemagert. Hier, ich hab euch was zu Essen mitgebracht.“, sie packte eine Reihe Tupperboxen aus und stellte sie auf Gretchens Nachttisch.
„Der charmante Ausländer kann gerne auch mitessen.“, sie lächelte ihm zu.
„Mama, er ist Halbperser.“
„Ist doch auch egal. Hier hab ich einen Schlafanzug. Diese Krankenhaushemden sind ja nicht zum Aushalten. Und noch einen für Franz.“ Sie legte einen ordentlich gebügelten, blau weiß karierten Schlafanzug auf sein Bett und Gretchen drückte sie einen Rosanen mit Sternchen darauf in die Hand. Gretchen schaute verlegen zu Mehdi, der sie angrinste.
„Ich versteh das nicht. Ihr seid doch beide schon wieder gesund. Wieso müssen sie euch denn dann noch hierbehalten!?“
„Ich hatte einen Kreislaufzusammenbruch, Mama. Da muss ich noch zur Kontrolle da bleiben. Und Papa hatte den Virus besonders stark, da muss er auch noch kontrolliert werden.“
„Ah. Und was hat der charmante Ausländer!?“
„Mama, erstens er ist Halbperser. Zweitens, er hat auch einen Namen. Mehdi. Und drittens kannst du ihn das auch selbst fragen.“
„Ich hatte einen Krampfanfall.“, er lächelte Bärbel zu.
„So was ist ja ganz schlimm, nicht!?“, sie sah schockiert zu Gretchen, doch die nickte nur.
„Wo ist eigentlich Alexander!?“, Bärbel sah sich um, als würde er sich irgendwo verstecken.
„Frank, Mama. Er heißt Frank.“
„Letztens hieß er doch noch Alexis.“
„Ja, Mama, also ich muss euch da was sagen. Es ist nämlich so… also Alexis ist ein Betrüger. Er wechselt immer wieder seine Identität und eigentlich heißt er Frank.“
„Oh. Also muss ich ihn jetzt immer Frank nennen!?“
Gretchen sah ihre Mutter entgeistert an.
„Mama ich habe die Hochzeit nicht anerkannt und ich wollte, dass er verschwindet. Ich kann nicht mit einem Betrüger zusammen sein.“
„Aber Margarete. Alexander ist doch so ein netter Mann. Wie kannst ihn verlassen!?“, Bärbel ließ sich auf Gretchens Bettkante fallen.
„Ich mochte diesen Alexis ja noch nie.“
„Papa er heißt Frank und du mochtest noch nie einen Mann, mit dem ich mehr als nur befreundet war.“
Gretchen sah zu Mehdi und bemerkte seinen geschockten Gesichtsausdruck. Bestimmt hätte er nicht damit gerechnet, dass ihre Eltern so darauf reagiert hätten.
„Und wo ist er jetzt!?“
„Er hat sich eine andere Identität zugelegt und ist mit seiner Schwester abgehauen. Du wirst ihn also nicht dazu überreden können, dass er mich bittet ihm zu verzeihen.“
„Gretchen wie kannst du nur so gefühllos sein!? Dieser Mann hat dich geliebt.“
„Und mich betrogen.“
„Wenn man sich liebt dann ist alles andere doch egal.“
„Frau Haase, Gretchen hat ihre Entscheidung doch schon längst getroffen und sie wird auch wissen, was das Beste für sie ist.“
Bärbel sah entsetzt zu Mehdi hinüber.
„Aber sie kann sich doch nicht einfach von einem Millionär trennen. Das ganze Geld…“
„Mit Geld wird man auch nicht glücklich, Frau Haase.“
Darauf wusste Bärbel nun auch nichts. Sie verabschiedete sich dann sehr bald, mit der Begründung, dass sie sich nach diesem Schock erst einmal ausruhen müsste.
Nachdem Bärbel weg war, war es erst mal still in dem Krankenhauszimmer.

Liebes Tagebuch,

Habe meinen Eltern die Sache mit Frank erklärt. Mama war geschockt, dass ich ihn verlassen habe und Papa meinte, er hätte ihn noch nie gemocht. Genau die gleiche Reaktion wie bei Peter.

Nachdem das Abendessen serviert wurde war Franz schnell eingeschlafen und Mehdi konnte mit Gretchen über die Reaktion ihrer Eltern reden.
„Ist deine Mutter eigentlich immer so!?“ Gretchen sah auf. Sie hatte wirklich keine Lust über das Verhalten ihrer Mutter zu sprechen.
„Manchmal.“
„Du willst nicht drüber reden!?“
Gretchen schüttelte den Kopf.
„Egal. Ich leg mich dann auch mal hin. Gute Nacht.“
„Gute Nacht.“
Gretchen lag lange wach und dachte über die Sache mit Frank nach. Sie hielt ihre Tränen zurück, bis sie merkte, dass Mehdi ruhig und gleichmäßig atmete. Dann brachen all die aufgestauten Gefühle aus ihr aus. Die Wut, die Trauer. Sie weinte und schluchzte, fest in ihre Decke eingewickelt, die ihr ein wenig Trost und Wärme gab.
Wenn Marc doch jetzt nur bei ihr wäre und sie in den Arm nehmen würde. Was dachte sie eigentlich!? Gestern hatte sie erfahren, dass ihr Ehemann ein Betrüger war und schon wieder dachte sie an Marc. Das musste unbedingt aufhören.
Lange lag sie noch so da, weinte und wünschte sich, sie würde einmal Glück in der Liebe haben. Irgendwann schlief sie dann völlig erschöpft ein.

lLena__ ( gelöscht )
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14.01.2010 17:58
#8 Story von Lena Zitat · Antworten

„Hasenzahn!? Hey, aufwachen!“, Marc rüttelte an Gretchens Schulter. Verschlafen rieb sie sich die Augen.
„Was!?“
„Du wirst jetzt auf meine Station verlegt.“
„Wo sind Papa und Mehdi!?“
„Schon auf meiner Station.“
Er löste einen Hebel, um das Bett schieben zu können und schob sie durch die Tür auf den Gang.
„Kann ich in ein Einzelzimmer!?“
„Einzelzimmer gibt’s nur für wichtige Leute. Außerdem hat Dr. Rössel mir einige Patienten überschrieben und wir sind ziemlich voll.“
„Kann ich dann zu Mehdi und Papa!?“
„Das hatte ich vor.“
„Wieso verlegst du mich eigentlich!?“
„Ich… äh… die Schwestern sind gerade beschäftigt.“
„Seit wann übernimmst du Schwesternarbeit!?“
„So, ans Fenster oder an die Tür!?“
„Fenster.“
Marc schob Gretchen ans Fenster, gegenüber von Mehdi.
Ihr Vater lag neben Mehdi und wurde gerade von Bärbel umsorgt.
„Margarete. Findest du es wirklich richtig Alexander zu verlassen!?“
„Mama er heißt Frank. Und ich finde es richtig. Er hat mich belogen.“
„Aber er hat dich doch so sehr geliebt.“
„Da gibt’s aber auch noch andere.“, Mehdi hatte sich nun eingeschaltet und machte Bärbel neugierig.
„Wie meinen sie das!?“
„Da gibt’s auch noch andere, die sie lieben.“
„Lieben sie etwa…“, Bärbel sah Mehdi überrascht an.
„Ich!? Nein. Ich nicht. Aber andere Kandidaten gäbe es da schon noch.“
„Mehdi halt einfach die Klappe, Ok!?“, Gretchen sah ihn wütend an.
„Was hab ich denn jetzt schon wieder falsch gemacht!?“
Gretchen ignorierte ihn und wendete sich jetzt an Marc.
„Was stehst du eigentlich noch hier rum!? Hast du nichts Besseres zu tun!?“
„Ach, es ist ganz lustig euch zu zuhören.“
„Meier, kümmern sie sich gefälligst um die anderen Patienten!“
„Ja, natürlich Herr Professor.“
„Schleimer!“, zischte Gretchen ihm noch zu, als er sich umdrehte.
„Halt die Klappe.“

Nachdem das Mittagessen gebracht wurde kam Marc und kontrollierte alle Werte.
„Hasenzahn, dein Blutdruck ist zu hoch und dein Puls ist auch ziemlich schnell. Wenn es bis morgen nicht besser ist müssen wir dich noch eine Nacht hierbehalten.“
„Na ja, aber das könnte ja auch durch männliche Anwesende ausgelöst werden.“, Mehdi grinste.
„Halt die Klappe.“, Marc ging weiter zu Mehdi, kontrollierte seine Werte und nachdem er sich vergewissert hatte, dass diese im grünen Bereich waren, ging er zum Professor.
„Hatten sie noch mal irgendwelche Symptome!? Appetitlosigkeit!? Übelkeit!? Kopfschmerzen!?“
„Nein. Alles ganz normal.“
„Gut, dann können wir sie morgen entlassen, Herr Professor.“
„Danke. Meier, meinen sie, dass ich Dr. Rössel mit einem Orden auszeichnen soll!? Immerhin hat er uns allen das Leben gerettet.“
„Das kommt darauf an. Also, wenn sie ihm in Zukunft mehr zutrauen oder ihm sogar eine höhere Position zuteilen wollen, dann sollten sie ihn mit einem Orden auszeichnen. Wollen sie ihm aber einfach nur danken, dann sollten sie das persönlich bei ihm machen, vielleicht in der Cafeteria, während einer Ärzteversammlung.“
„Ah. Ok, danke.“
Marc nickte dem Professor nur zu.
„Ich wollte jetzt noch einen kleinen Spaziergang im Park machen, wenn das Recht ist.“
„Ihre Werte sind gut, dass heißt wenn sie sich auch fit fühlen können sie gerne einen Spaziergang machen. Sie sollten es allerdings nicht übertreiben.“
„Nein, natürlich nicht. Ja, dann werde ich mal.“
Kurz darauf war er aus der Tür und Gretchen starrte Marc an.
„Du bist so ein Schleimer.“
Marc grinste sie nur an.
„Tja, beim Chef netter Arzt und bei den Frauen harter Macho.“, Mehdi schaute Marc herausfordernd an.
„Frauen stehen drauf. Im Gegensatz zu deiner Weicheinummer.“
Mehdi sagte nichts.
„Ach ja, wohnst du eigentlich immer noch im Schwesternwohnheim!?“
„Ja, wieso!?“
„Muss das ja hier richtiger Luxus für dich sein, oder!?“
„Du, im Schwesternwohnheim hab ich viele schöne Frauen um mich.“
„Schwestern bringen es nicht so im Bett.“
„Marc! Könnt ihr vielleicht mal aufhören mit euren Rangkämpfen!?“
„So was nennt man männliche Konversation.“
„Oh Gott. Wie tief kann man eigentlich fallen!?“
„Du kannst mich auch gerne einfach nur Marc nennen.“
Gretchen konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen.
Doch das hatte Marc schon nicht mehr gesehen, da er sich umgedreht hatte und wieder aus dem Zimmer gegangen ist.
„Wie kann man nur so arrogant sein!?“, Mehdi sah Marc abwertend hinterher.
„Viel Übung. Zwei bis drei Stunden am Tag.“
„Hä!?“
„Hab ich ihn auch schon mal gefragt. Und er meinte viel Übung.“
„Arschloch.“
Aber Gretchen musste lächeln, als sie an diese Situation mit Marc dachte. Mehdi hatte ihn angefahren und Marc hatte eine Platzwunde am Kopf. Sie lag die ganze Nacht im Bett neben ihm, um auf ihn auf zupassen.
„Gretchen!?“, Mehdi holte sie wieder aus ihren Gedanken.
„Was!?“
„Liebst du ihn!?“
„Wie kommst du denn darauf!?“
„Ach nur so.“
Gretchen sah ihn verständnislos an, drehte sich dann aber auf die Seite und versuchte ein wenig zu schlafen.

lLena__ ( gelöscht )
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15.01.2010 18:22
#9 Story von Lena Zitat · Antworten

Danke für eure ganzen Kommis.
Ich freu mich wirklich immer total.
Heute muss ich euch noch einmal enttäuschen, was die Sache mit Marc und Gretchen angeht.
Aber morgen gibt es einen Teil, der euch in dieser Hinsicht allen gefallen sollte.



Am späten Nachmittag kam Marc schon wieder und wollte die Werte kontrollieren. Franz war mit Bärbel erneut in den Park gegangen.
„Willst du jetzt alle zwei Stunden kommen und meine Werte kontrollieren oder was!?“
„So ungefähr. Setz dich mal hin.“
Gretchen setzte sich widerwillig auf.
„Mach mal bitte deinen Oberkörper frei.“
„Was!?“
„Du sollst dein Oberteil ausziehen oder hochschieben.“
„Ich werde mich hier ganz sicher nicht ausziehen.“
„Während einer Behandlung dürfen andere Patienten im Zimmer bleiben, dass solltest du aber eigentlich wissen.“
„Ich werde mich aber nicht vor euch ausziehen.“
„Jetzt zick hier nicht so rum, dass ist eine ärztliche Behandlung.“
„Ich sehe aber keinen Grund mich…“, Gretchen kam nicht weiter, denn Marc hatte ihr Oberteil hochgeschoben und hörte sie nun mit einem Stethoskop ab.
„Marc! Sag mal spinnst du!?“, Gretchen versuchte ihr Oberteil wieder runter zu schieben, doch Marc hielt es mit einer Hand fest.
„Scheiße.“
„Was ist!?“, Gretchen starrte ihn entsetzt an.
„Deine Bronchien sind zu. Es kann sein, dass du immer noch den Virus in dir hast. Musstest du oft Husten oder Niesen!?“
„Ja, ich hab schon mal gehustet, aber das kann doch eine ganz normale Erkältung sein.“
„Hallo. Wir sind wieder da.“
„Kälbchen, was ist denn los!?“
„Ihre Bronchien sind zu und wir dürfen kein Risiko eingehen, da Erkältung auch ein Anzeichen des Virus ist. Wir nehmen Blutproben und bringen sie in Quarantäne.“
„Marc, mir geht’s doch gut. Das kann eine einfache Erkäl…“, Gretchen wurde von ihrem Vater unterbrochen.
„Meier geben sie ihr sofort noch mal ein Gegenmittel und überwachen sie sie rund um die Uhr.“
„Ja, natürlich Herr Professor.“
Gretchen wurde aus dem Zimmer geschoben und kam sofort auf die Quarantänestation.

Nach gefühlten 10 Stunden lag das Ergebnis der Blutproben vor.
Marc kam in Gretchens „Zelle“.
„Und!?“
„Kein Virus.“
„Hab ich doch gesagt.“
„Hasenzahn, man darf kein Risiko eingehen.“
„Ja. Aber jetzt will ich endlich raus hier.“
Sie kroch aus ihrem Bett und ging zu der Glastür, die den Quarantänenbereich vom normalen Bereich abtrennte, doch diese war abgeschlossen.
„Man Marc. Kannst du nicht aufsperren!?“
„Ne. Hab keinen Schlüssel. Ich hol schnell einen, nicht weglaufen!“, er grinste und war auch schon aus der Tür raus.
Nach ein paar Minuten kam er auch schon wieder und schloss die Tür auf. „Danke.“
Er grinste sie nur an und verließ dann wieder den Raum.

Liebes Tagebuch,

musste noch mal in Quarantäne, da es den Verdacht gab, dass ich noch den Virus in mir habe. War aber nichts. Als ich wieder aus dem Quarantänenbereich raus wollte war die Tür verschlossen und Marc hat mir aufgeschlossen. Hab mich bedankt, er hat mich nur angegrinst und ist dann gegangen. Kein fieser Spruch. Nichts. Nur ein Marc-Meier-Grinsen.
Wird unter meinem weiblichen Einfluss eben doch noch zu einem menschlichen Wesen.


Gretchen lag wieder bei ihrem Vater und Mehdi im Zimmer.
„Ich hab dir doch gleich gesagt, dass es nur eine Erkältung ist.“
„Kälbchen man muss eben vorsichtig sein, wenn ein Virus herum ist.“
„Ich weiß.“
Gretchen hatte keine Lust mit ihrem Vater zu diskutieren. Sie wollte nur noch nach Hause in ihr Bett und ihre Ruhe. Sie wollte die Sache mit Frank erst mal vergessen und das sie den ganzen Tag mit ihren Eltern, Mehdi und teilweise auch Marc zusammen war machte die Sache nicht gerade leichter.

Gegen 22.00 Uhr kam Marc noch einmal und kontrollierte Gretchens Werte. Professor Haase war schon eingeschlafen.
„Ich hätte gedacht du hast heute keine Nachtschicht!?“
„Ja… ich äh… Hat sich ziemlich viel Arbeit angesammelt.“
„Du machst doch sonst nie Aktenkram und mehr Patienten als sonst sind auch nicht da.“
„Ja… also… Sabine ist ja auch noch nicht wieder da und…“
„Nicht!? Die war doch auch nur einen Tag krank geschrieben.“
„Ja… dann hat sie wohl heute frei.“
Marc ging weiter zu Mehdi und sah auch nach seinen Werten.
Als er sich vergewissert hatte, dass alles Ok war ging er wieder zur Tür.
„Mehdi du kannst morgen nach Hause… zu deinen Schwestern und dich behalten wir noch ein, zwei Tage hier. Ja also dann… Nacht.“
Und schon war er auch schon wieder weg.
„Kommt der jetzt eigentlich alle zwei Stunden höchstpersönlich hier reinspaziert und kontrolliert unsere Werte!?“
„Na ja, vielleicht sucht er ja auch einfach nur die Anwesenheit von bestimmten Leuten.“
„Hm. Na ja, ich werde mich dann auch mal hinlegen. Gute Nacht.“
„Nacht. Schlaf schön.“

lLena__ ( gelöscht )
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16.01.2010 18:06
#10 Story von Lena Zitat · Antworten

Vielen vielen Dank, für die lieben Kommis.
So, heute der Teil, der euch gefallen könnte.
Viele liebe Grüße, Lena.



Als Gretchen am nächsten Morgen aufwachte stand Marc wirklich schon wieder im Zimmer. Diesmal verabschiedete er ihren Vater.
„Kälbchen, jetzt bist du ja auch wach.“
Gretchen murmelte irgendetwas verschlafen.
„Ich fahr jetzt nach Hause.“
„Oh. Ok.“
„Tschüss, Kälbchen.“
„Tschüss, Papa.“
Professor Haase nahm seine Tasche und verließ das Krankenzimmer.
„Und wann kann ich nach Hause!?“
„Morgen.“
„Aber ich hab doch keinen Virus mehr.“
„Red nicht so viel. Leg dich hin.“
„Marc…“
„Hasenzahn!?“
„Du hast selbst gesagt, dass es nur eine leichte Erkältung ist, dann kann…“
In dem Moment ging Marcs Pieper los und er grinste Gretchen nur noch einmal an und ging dann.
„Ist dir schon mal aufgefallen, dass er immer abhaut, wenn es für ihn kompliziert wird!?“, Mehdi sah Gretchen fragend an.
„Männer rennen generell immer weg.“
Mehdi wollte gerade antworten, als Schwester Sabine ins Zimmer kam.
„Morgen, Frau Doktor.“
„Schwester Sabine.“
„Ihr Frühstück.“
„Oh, Danke. Bekommt Mehdi keins!?“
„Ne, ich gehe jetzt.“
„Och ne. Du kannst mich doch hier nicht alleine lassen.“
„Du schaffst das schon.“
Mehdi zwinkerte ihr noch mal zu und ließ Gretchen und Sabine alleine zurück.
„Frau Doktor wo ist denn der Herr von Buren!?“
Gretchen räusperte sich.
„Na ja, also… er ist ein Betrüger. Er wechselt immer wieder seine Identität. Ich hab die Hochzeit nicht anerkannt.“
Schwester Sabine sah Gretchen geschockt an.
„Ist das ihr Ernst!?“
„Über so was mache ich keine Witze, Schwester Sabine.“
„Ja natürlich. Das ist ja schrecklich. So was gibt es doch nur in Filmen.“
„Bei mir leider nicht.“
„Ich bewundere sie, dass sie so stark sind.“
„Ja, muss man ja.“
„Natürlich.“
Gretchen sah Sabine an, die immer noch geschockt neben ihrem Bett stand.
„Ja… kann ich sonst noch was für sie tun, Frau Doktor!?“
„Ich glaube nicht.“
„Ja gut. Dann gehe ich mal wieder. Wiedersehen, Frau Doktor.“
„Tschüss.“
Gretchen schenkte Schwester Sabine noch ein tapferes Lächeln, doch als diese aus dem Zimmer war brach Gretchen in Tränen aus.
Es machte sie fertig, wenn sie immer über Frank reden musste und man sie geschockt anstarrte. Sie wollte am liebsten nicht mehr an die ganze Sache denken, doch erstaunlicherweise hatten bisher noch nicht viele davon mitbekommen.
Sie schluchzte immer noch heftig, als Marc ins Zimmer kam.
„So viel Tränenflüssigkeit wie du kann doch gar keiner haben.“
„Entschuldigung, dass ich Gefühle habe.“
Marc sah zur Tür und vergewisserte sich, dass keiner in der Nähe war, dann ging er zu Gretchens Bett und setzte sich neben sie.
Er sah ihr in die Augen und beugte sich schließlich langsam zu ihr vor um sie zu küssen. Gretchen brauchte ein bisschen, um zu realisieren, dass er sie wirklich küssen wollte, doch dann erwiderte sie seinen Kuss.
Aus einem zaghaften Kuss wurde ein leidenschaftlicher, sehr langer Kuss. Gretchen schob Marcs Kittel von seinen Schultern und Marc fuhr mit seiner Hand unter Gretchens Oberteil. Gretchen wollte ihn. Und Marc ging es nicht anders.
Sie wurden durch ein klopfen unterbrochen. Erschrocken fuhren sie auseinander. In der Tür stand Mehdi und grinste die beiden an.
„Ich hab was vergessen. Bin gleich wieder weg.“
Er ging zu seinem Bett, holte seine Uhr aus seinem Nachttisch und verschwand dann, ohne irgendetwas zu sagen.
Marc räusperte sich und stand auf. Er rückte seinen Kittel zurecht, sah Gretchen noch einmal in die Augen und verschwand dann wie Mehdi ohne was zu sagen.
Gretchen saß für ein paar Minuten wie erstarrt in ihrem Bett und überlegte, was das ganze zu bedeuten hatte.

Liebes Tagebuch,

hatte gerade fast Sex mit Marc Meier. Im Krankenhaus. Er kam, als ich geweint habe. Er hat sich an mein Bett gesetzt und mich geküsst. Dann haben wir angefangen uns auszuziehen. Mehdi kam dann ins Zimmer und hat uns unterbrochen. Marc ging dann auch ziemlich schnell wieder.
Oh Gott. Bin seit drei Tagen getrennt und verzehre mich nach Marc Meier.


Gretchen war geschockt, da sie merkte, wie viel Marc ihr immer noch bedeutete. Vielleicht ging ihr die Sache mit Frank deswegen nicht so nah.
Nach Mittag kam Bärbel zu Besuch.
„Margarete. Wie lange wollen sie dich denn noch hierbehalten!?“
„Bis ich wieder gesund bin.“
„Wo ist denn der charmante Ausländer hin!?“
„Mama, er ist Halb Perser und er heißt Mehdi.“
„Ist doch auch egal.“
„Wie bist du eigentlich ins Krankenhaus gekommen!?“
„Franz musste noch was arbeiten.“
„Papa arbeitet schon wieder!?“
„Ja, wieso denn nicht!?“
„Er wurde heute erst entlassen, er soll sich schonen!“
Gretchen drückte den kleinen roten Knopf, damit eine Schwester kam.
„Ja!?“
„Können sie bitte Dr. Meier sagen, dass er vorbeikommen soll!?“
Die Schwester sah Gretchen verwirrt an.
„Es ist wichtig.“
Sie nickte nur und war dann auch schon wieder weg.
„Margarete… dieser Meier und du… ist da was!?“
„Nein, Mama. Er soll Papa nach Hause schicken.“
Nach einigen Minuten kam Marc ins Zimmer und sah Gretchen genervt an.
„Du wenn du keine Schokolade mehr hast dann…“
„Papa arbeitet schon wieder.“
„Bitte!?“
„Papa arbeitet! Er ist eigentlich krank geschrieben!“
„Ja und jetzt denkst du, dass ich zu deinem…“
„Ich kann ja wohl schlecht, ne!?“
„Du hast Probleme mit deinem Gewicht, nicht mit deinen Beinen, oder!?“
„Och Marc, du bist wirklich…“
„Ja!?“
„Mama, könntest du Papa ausrichten, dass er nicht arbeiten soll!?“
Bärbel sah von Gretchen zu Marc, nickte dann und lief schnell aus dem Zimmer.
Gretchen hatte derweil mit den Tränen zu kämpfen. Diese Kommentare von Marc gingen ihr näher, als ihr lieb war.
Marc wollte sich schon wieder umdrehen, als er Gretchens Tränen sah.
„Hasenzahn, du heulst jetzt aber nicht schon wieder, oder!?“
Gretchen schniefte nur.
„Also wenn du jetzt glaubst, dass du nur heulen brauchst, damit ich dich küsse…“, Marc brach ab, er konnte nicht anders. Er ging auf Gretchen zu, setzte sich an ihr Bett und küsste sie.
„Funktioniert doch.“, Gretchen grinste ihn an.
Marc sah sie geschockt an. Er räusperte sich, stand auf und ging aus dem Zimmer, ohne ein Wort zu sagen.

Liebes Tagebuch,

Marc hat mich gerade wieder geküsst. Habe schon wieder geweint, weil er gesagt hat, dass ich dick bin. Er meinte, dass ich jetzt nicht glauben brauche, dass er mich jedes Mal küsst, wenn ich weine. Hat er dann aber doch gemacht. Ist danach gleich wieder abgehauen. Verstehe ihn irgendwie nicht
.

lLena__ ( gelöscht )
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17.01.2010 17:49
#11 Story von Lena Zitat · Antworten

Danke für eure ganzen lieben Kommis. Freut mich, dass euch der Teil gefallen hat.
Heute wird etwas passieren, dass ich erst sehr viel später aufklären werde, denn vorher gibt
es einfach nicht die passende Gelegenheit. Ich hoffe, ihr könnt euch dann noch an diese Szene
erinnern, aber keine Angst, ich werde sie noch einmal ansprechen.



Nachdem Marc weg war kam Bärbel wieder und meinte, Franz sei nicht in seinem Büro. Gretchen seufzte und ging jetzt selbst nach ihrem Vater suchen. Er war durch das Virus noch geschwächt und wenn er sich jetzt überanstrengte konnte er leicht einen Kreislaufzusammenbruch oder sogar einen Herzinfarkt bekommen.
„Papa!?“, Gretchen stieß die Tür zu seinem Büro auf. Es war leer.
Komisch. Gretchen ging den Gang entlang. Schwester Sabine kam ihr entgegen, doch auch die wusste nicht, wo Franz war.
Gretchen fuhr in den siebten Stock, um ihren Vater in der Cafeteria zu suchen. Sie konnte ihn allerdings nirgendwo finden und beschloss deshalb noch mal in seinem Büro zu suchen.
Sie stieß die Tür auf und schrie leise auf.
Ihr Vater stand halb nackt, nur in eine Unterhose gekleidet, vor einer Frau, die in Rock und BH auf seinem Schreibtisch lag.
„Ich…“, sie wusste nicht, was sie sagen sollte.
„Kälbchen… was machst du denn hier!?“
„Ich wollte nur… ich dachte…“, Gretchen sah noch einmal geschockt zu ihrem Vater, dann ging sie schnell aus seinem Büro und zog die Tür hinter sich zu.
Geschockt ging sie wieder zu ihrem Zimmer. Vor der Tür blieb sie allerdings stehen. Sie konnte ihre Mutter doch jetzt nicht anlügen. Aber ihren Vater wollte sie genauso wenig verraten. Verzweifelt ließ sich Gretchen an der Wand neben der Tür zu Boden sinken.
Was sollte sie denn jetzt nur machen!?
„Dr. Haase!?“, die Stimme von Dr. Hassmann holte sie aus ihren Gedanken in die Realität zurück.
„Frau Dr. Hassmann.“
„Hab schon gehört, dass sie noch länger bleiben mussten, aber was genau machen sie da!?“
„Ich…“, Gretchen richtete sich auf, „überlege.“
„Ah. Na dann… noch viel Spaß.“
„Ja, ihnen auch.“, Gretchen sah ihr hinterher, bis sie um die nächste Ecke verschwunden war, dann ließ sie sich wieder zu Boden sinken.
Doch weit kam sie auch diesmal mit ihren Gedanken nicht, denn erneut holte sie jemand in die Realität zurück. Marc.
„Hasenzahn!?“
„Marc.“, Gretchen richtete sich wieder auf.
„Sind die Schokoriegelautomaten leer!?“
„Ich hab Papa gefunden.“
„Ja… und warum sitzt du dann hier rum wie…“
„Er stand in Unterhose vor einer Frau die in BH auf seinem Schreibtisch lag.“
„Hatte sie denn große Titten!?“
„Marc du bist so widerlich.“
Er grinste nur.
„Och man. Danke für deine Hilfe.“
Wütend drehte sich Gretchen um und ging wieder in ihr Zimmer.
Sie hatte beschlossen ihrer Mutter erst mal nichts davon zu erzählen. Das war derzeit besser für alle.
„Hast du ihn gefunden!?“
„Nein… also… ich hab ihn gesucht, aber… er… also ich hab ihn nicht gefunden.“
„Komisch. Vielleicht ist er ja doch in einer OP.“
„Ja, vielleicht“, Gretchen lächelte gekünstelt.
Sie unterhielten sich über dies und jenes. Nach einer Stunde viel Bärbel wieder ein, dass Franz immer noch nicht aufgetaucht war.
„Ich such ihn noch mal.“
„Äh… nein… ich meine, lass mich doch machen. Ich… kenn mich ja auch viel besser aus und so.“
„Ja wenn du meinst.“
„Ja!“, und schon lief Gretchen aus dem Zimmer.
Als sie vor Franz’ Tür stand zögerte sie einen Moment, bevor sie klopfte.
„Ja!?“
Gretchen machte vorsichtig die Tür auf.
„Kälbchen… ich…“
Gretchen konnte ihm nicht in die Augen sehen.
„Hast du’s ihr…“
Gretchen schüttelte den Kopf.
Erleichtert sah Franz auf.
„Ja dann… werde ich auch mal wieder…“, er nahm seine Tasche und hielt Gretchen die Tür auf.
Sie gingen zu Gretchens Zimmer. Auf dem Gang lief ihnen Marc über den Weg. Er grinste sie nur an, sagte aber nichts.
„Butterböhnchen.“
„Franz wo warst du denn die ganze Zeit!?“
Franz warf einen verunsicherten Blick zu Gretchen.
„Ich… war bei einem Kollegen.“
Er verhielt sich Bärbel gegenüber wie immer. Gretchen war entsetzt darüber und auch erst einmal froh, als die beiden wieder weg waren.

Liebes Tagebuch,

habe Papa beim Sex erwischt. Er stand in Unterhose vor einer halb nackten Frau, die auf seinem Schreibtisch lag. Es war schrecklich. Bin dann auch gleich wieder gegangen und habe Mama nichts erzählt. Sollen die beiden unter sich ausmachen.

lLena__ ( gelöscht )
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18.01.2010 17:51
#12 Story von Lena Zitat · Antworten

Das mit Franz wird erst sehr viel später in meiner Story aufgeklärt.
Tut mir Leid, wenn ihr so lange warten müsst, aber es hat vorher einfach
nicht rein gepasst.




Für Gretchen verlief der Abend relativ langweilig. Ihr wurde das Abendessen serviert und ihre Werte wurden überprüft, ansonsten lag sie nur in ihrem Bett und dachte über die Sache mit Frank und ihrem Vater nach.
Gegen 23.00 Uhr schlief sie dann endlich ein und bekam nicht mehr mit, wie Marc leise in ihr Zimmer kam und sich an ihr Bett setzte.
Er strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und sah sie einfach nur an. Nach einigen Minuten hörte er Schritte kommen, stand schnell auf und tat, als würde er ihre Werte überprüfen. Doch Schwester Sabine, von der die Schritte ausgingen, hatte noch gesehen, wie er an ihrem Bett saß.

Gretchen wachte am nächsten Morgen früh auf. Zum ersten Mal hatte sie im Krankenhaus erholsam geschlafen und sie fühlte sich ziemlich fit.
Als Marc zur Visite kam teilte sie ihm das auch mit.
„Marc, mir geht’s heute wirklich gut.“
„Hasenzahn, deine Werte sind noch nicht optimal.“
„Zeig mal.“
Sie schaute sich ihre Werte an.
„Ach komm. Ein, zwei sind leicht erhöht.“
„Tja, man darf eben kein Risiko eingehen.“
„Das ist doch kein Risiko.“
„Bei Übergewichtigen ist das Risiko immer höher.“
„Ich weiß inzwischen, dass du mich dick und hässlich findest.“
„Ey, ich hab nie gesagt, dass du hässlich bist.“
„Danke.“
„Das heißt nicht, dass ich dich schön finde.“
„Was dann!?“
„Normal.“
„So was Nettes hast du nicht mehr zu mir gesagt, seit du diesem Diät-Pillen-Mann gesagt hast, dass mich keiner dick nennt, außer dir.“
„Ja… dann kannst du ja jetzt noch einen Tag hier bleiben.“
Gretchen seufzte. Es war unglaublich langweilig alleine in einem Krankenzimmer zu liegen. Vielleicht sollte sie ihrem Vater vorschlagen, dass er ein paar Amateure für die Patienten einstellt. Na ja, aber mit dem wollte sie lieber erst mal nicht reden.
Gretchen lag den ganzen Vormittag gelangweilt in ihrem Bett und hoffte darauf, dass sie irgendjemand besuchen kommen würde. Doch leider tat ihr niemand diesen Gefallen und sie aß alleine an ihrem Mittagessen, bis eine Schwester ins Zimmer kam und das Bett gegenüber von Gretchen richtete.
„Kommt heute noch jemand ins Zimmer!?“
„Ja, Herr Weber.“
Hörte sich doch schon mal ganz nett an. Aber Herr Weber ließ dann allerdings noch auf sich warten. Erst am späten Nachmittag wurde er ins Zimmer gebracht.
„Frau Dr. Haase, das ist Herr Weber. Herr Weber, Frau Dr. Haase.“
Herr Weber nickte Gretchen zu. Er war etwas fülliger und hatte leicht ergrautes Haar. Auf Gretchen machte er einen recht netten Eindruck.
„Sind sie Doktorin!?“
„Assistenzärztin, ja.“
„Und was haben sie!?“
„Nur noch leicht erhöhte Werte.“
„Ah, dann bleiben sie wohl nicht mehr lange hier.“
„Nein, wahrscheinlich nicht. Und sie!?“
„Hatte einen Schienbeinbruch.“
„Oh. Ein komplizierter Bruch!?“
„Keine Ahnung. Es musste so eine Schiene eingesetzt werden.“
„Ah. Haben sie Schmerzen!?“
„Nein. Vorher, aber der Herr Doktor hat mir ein Schmerzmittel gegeben. Was hatten sie denn, wenn ich fragen darf!?“
Gretchen wollte den Herren nicht verunsichern und erzählte ihm deswegen nichts von dem Virus und der verhinderten Epidemie.
„Bei mir bestand ein verdacht auf ein Virus. War aber keines.“
„Da haben sie ja Glück gehabt.“
„Kann man so sagen, ja.“
Gretchen unterhielt sich noch ein wenig mit ihm, bis Marc zur Tür herein kam.
„So Herr Weber. Ihre Werte sind normal. Hatten sie schon mal Krücken!?“
„Ja, einmal.“
„Dann wissen sie ja, wie man damit läuft. Eine Schwester bringt ihnen nachher welche. Und jetzt zu dir, Hasenzahn.“
„Sie kennen sich!?“
„Ich bin ihr Chef. Also, deine Werte haben sich normalisiert, du bleibst über Nacht noch zur Beobachtung und morgen kannst du dann abdampfen.“
Und schon war er wieder zur Tür heraus.
„Sie sind hier Assistenzärztin!?“
„Mh.“
„Und der Herr Doktor ist ihr Freund!?“
„Wie kommen sie denn da rauf!?“
„Na ja, sie haben so verliebt geschaut. Und der Herr Doktor wirkte nicht gerade abgeneigt.“
„Finden sie!?“
„Ja. Kam mir schon so vor.“
„Wir sind nicht zusammen.“
„Oh. Das tut mir Leid.“
„Wieso!?“
„Sie mögen ihn doch offensichtlich.“
„Ich wüsste nicht, was sie das angeht.“
Gretchen drehte sich auf die Seite, um ihm zu zeigen, dass sie keine Lust mehr hatte sich mit ihm zu unterhalten. Was dachte der sich eigentlich!?

Liebes Tagebuch,

gerade wurde ein Mann in mein Zimmer gelegt. Hat gemeint, dass Marc und ich zusammen wären. Was denkt der sich!? Ich liebe Marc nicht mehr. Na ja, vielleicht noch ein bisschen, aber… merkt man das wirklich so sehr!?

lLena__ ( gelöscht )
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19.01.2010 17:51
#13 Story von Lena Zitat · Antworten

Gretchen vermied es am Abend mit Herrn Weber zu reden. Es war ihr unangenehm, dass er wusste, wie sehr sie noch an Marc hing.
Gegen 21.00 Uhr war er anscheinend schon eingeschlafen, da er plötzlich anfing zu schnarchen.
Gretchen lag in ihrem Bett und drehte sich von einer auf die andere Seite. Sie konnte bei diesem Lärm nicht einschlafen.
Gegen Mitternacht kam Marc in ihr Zimmer. Er sah nicht, dass Gretchen hellwach in ihrem Bett lag, da es zu dunkel war. Wie letzte Nacht setzte er sich an ihr Bett und sah sie einfach nur an. Nach einiger Zeit stand er wieder auf und ging zur Tür.
„Marc.“
Erschrocken fuhr er herum. Er dachte, Gretchen hätte geschlafen.
„Ich kann nicht schlafen, Herr Weber schnarcht. Kann ich für die Nacht in ein anderes Zimmer!?“
„Klar.“
Gretchen stand auf und trottete in ihrem rosa Schlafanzug hinter ihm her. Sie war froh, dass keiner mehr auf den Gängen war, der sie hätte sehen können. Allein, dass Marc sie sah war schon schlimm genug.
Er brachte sie in ein Zwei-Bett-Zimmer und nahm die Schutzfolie eines der beiden Betten ab.
„Danke.“
Marc stand noch eine Weile vor ihrem Bett und wusste nicht, was er jetzt tun sollte. Nach einiger Zeit ging er zur Tür und knipste das Licht aus. Er drehte sich noch mal um, doch Gretchen hatte schon die Augen geschlossen.
Nachdem Gretchen sicher war, dass er ganz gegangen war, setzte sie sich auf, knipste ihr Licht an und zog ihr Tagebuch unter ihrem Schlafanzug hervor.

Liebes Tagebuch,

konnte nicht schlafen, da der Mann in meinem Zimmer schnarcht. Marc ist irgendwann gekommen und hat sich an mein Bett gesetzt und mich nur angeschaut. Als er dann wieder gehen wollte habe ich ihn gefragt, ob ich in ein anderes Zimmer könne. Er sah ziemlich geschockt aus. Dachte wohl, dass ich geschlafen habe. Hat mich dann in ein anderes Zimmer gebracht.


Am nächsten morgen huschte Gretchen schnell über den Gang, damit sie keiner in ihrem rosa Schlafanzug sah, aber einige Patienten haben sie zu Gesicht bekommen.
Als sie in ihr Zimmer kam stand Marc gerade vor Herrn Webers Bett.
„Hallo.“
Gretchen schlüpfte schnell unter ihre Bettdecke.
„Du brauchst dich nicht hinlegen, du kannst gleich gehen.“
„Oh. Ok.“
Gretchen schnappte sich einige Klamotten, die ihr Bärbel gestern mitgebracht hatte und ging ins Bad, um sich fertig zu machen.
Als sie wieder herauskam war Marc wieder weg.
„Tut mir Leid, dass ich so geschnarcht habe.“
„Können sie ja nichts dafür. Aber woher wissen sie das!?“
„Ich hab den Herrn Doktor gefragt, wo sie sind.“
„Achso.“
Gretchen packte ihre Sachen zusammen und verabschiedete sich. Als sie gerade zur Tür raus wollte kam Gigi ins Zimmer.
„Hi!“
„Hey! Was machst du denn hier!?“
„Ich hab eine Idee!“
Die beiden Frauen gingen gemeinsam zum Ausgang, an dem Professor Haase seine Tochter abholen sollte.
„Was hast du für eine Idee!?“
„Na ja, also du brauchst bestimmt erst mal bisschen Ruhe und ich hab mir gedacht, dass du vielleicht erst mal eine Woche mit nach London kommst oder so.“
„Das ist eigentlich keine schlechte Idee.“
„Aber!?“
„Ich muss doch arbeiten.“
„Ach dein Vater wird dir doch sicher frei geben.“
„Hm. Stimmt.“
„Ich fahr übermorgen. Dann könntest du sogar morgen noch mal ins Krankenhaus und alles klären und so.“
„Ich frag einfach mal Papa.“
„Ok. Da ist er schon.“
„Hallo Papa.“
„Hallo Kälbchen.“
Franz sah etwas verunsichert zu Gretchen.
„Papa, ich würde gerne mit Gigi eine Woche nach London. Könntest du mir da vielleicht frei geben!?“
„Ja also… ja. Eine Woche. Aber länger geht nicht.“
„Danke.“, Gretchen umarmte ihn etwas unbeholfen. Immerhin hatte sie den Vorfall gestern noch lange nicht vergessen.
Danach fiel sie Gigi um den Hals und die beiden freuten sich wie kleine Kinder, dass sie nun noch eine Woche miteinander verbringen konnten.
Gretchen fuhr mit Franz nach Hause und verabredete sich mit Gigi für den nächsten Tag, damit sie alles planen konnten.


Ich muss noch kurz etwas klarstellen:
Ich mag Gigi eigentlich auch nicht. Wirklich nicht.
Aber ich hatte einfach Mitleid mit Gretchen und wollte nicht,
dass sie gleich zwei Menschen verliert die ihr wichtig waren.
Außerdem war ich auch ein wenig zu faul, dass ganze Drama auch
noch mit ein zu bauen, denn dann dauert es ja mit Marc noch
länger.

lLena__ ( gelöscht )
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20.01.2010 18:05
#14 Story von Lena Zitat · Antworten

Zuhause verdrückte sich Gretchen gleich in ihr Zimmer und packte schon mal alles für ihren Londonaufenthalt.

Liebes Tagebuch,

fliege mit Gigi nach London! Habe das ganz spontan entschieden. Bin jetzt wieder zuhause. Gehe morgen noch mal in die Arbeit und übermorgen geht es dann los. Bin schon bisschen aufgeregt.


Den Rest des Tages verbrachte Gretchen damit, in ihrem Zimmer herum zu hopsen und sich zu freuen, dass sie nach London fährt. Alle 30 Minuten rannte sie zu ihren Eltern und erzählte ihnen freudestrahlend davon. Am Abend ließ sie sich ins Bett fallen und war sofort eingeschlafen.

„Morgen.“
„Guten Morgen, Frau Doktor“, Sabine begrüßte Gretchen strahlend, „Schön, dass sie wieder da sind.“
„Morgen bin ich aber auch schon wieder weg. Ich fahr mit einer Freundin nach London.“
„Oh. Dann viel Spaß, Frau Doktor.“
„Danke, Schwester Sabine.“
„Hasenzahn, Visite. Hopp hopp.“
„Ja ja, komme schon.“
Gretchen ließ sich heute von keinem ihre gute Laune vermiesen, auch nicht von Marc Meier.
„Was grinste denn so!?“
„Ich bin ab morgen nicht mehr da.“
„Wieso!? Werden die Schokoriegelautomaten abgeholt!?“
„Ich fahr mit Gigi nach London.“
„Was!?“
„Ich fahr mit Gigi nach London.“
„Sag mal ist dir klar wie viel Arbeit wir hier haben und du fährst nach London.“
„Ja, ich fahr nach London. Eine Woche, um genau zu sein.“
Damit ließ sie den total verdutzen Marc einfach mitten auf dem Gang stehen und stürmte davon.
„Hasenzahn!“
„Was!?“
„Visite ist andere Richtung.“
„Oh.“
Gretchen drehte um und stürmte an ihm vorbei in die andere Richtung.

Liebes Tagebuch,

habe es Marc Meier gerade so richtig gezeigt. Habe ihm gesagt, dass ich mit Gigi nach London fahre. Er war völlig verdutzt und hat mich angemault, was das soll. Habe ihm dann gesagt, dass ich fahren werde und zwar eine Woche. Bin dann weg gestürmt und hab ihn einfach stehen lassen. Ja, Ok, bin in die falsche Richtung gerannt, aber hab dann halt umgedreht und bin wieder zurück gerannt.


Gretchen hängte ihren Kittel in ihren kleinen Schrank in der Umkleide. Der Tag war anstrengend gewesen. Marc hatte sie herum kommandiert und ihr etliche Aufgaben aufgetragen. Aber sie hatte sich ihre gute Laune wirklich nicht vermiesen lassen und freute sich jetzt schon auf einen Cafe mit Gigi.

Eine halbe Stunde später saß Gretchen mit Gigi an einem Tisch in einem gemütlichen Kaffe, Gigi mit einem Latte Machiato und Gretchen mit einer Heißen Schokolade bewaffnet.
„Können wir auch zum London Eye!? Da wollte ich schon immer mal hin.“
„Ja ich muss aber arbeiten, weil ich doch so lange nicht da war.“
„Ich kann ja auch alleine ein bisschen rumschauen.“
„Ja klar. Und am Wochenende können wir auch was zusammen machen.“
„Ich freu mich schon so.“
Die beiden unterhielten sich noch eine ganze Weile und verabredeten sich für den nächsten Morgen am Flughafen.


Ja, ich lasse sie wirklich mit Gigi nach London fliegen!
Aber keine Angst, ihr werdet Gigi nicht ertragen müssen.
Hab mir da eine andere Art ausgedacht, von London zu berichten.
Danke für eure vielen Kommis, ich hoffe, sie werden durch Gigi
nicht weniger.

lLena__ ( gelöscht )
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21.01.2010 17:57
#15 Story von Lena Zitat · Antworten

Hab London extra kurz geschrieben und nur
gaaanz wenig von Gigi erzählt.


Liebes Tagebuch,

in London ist es ziemlich regnerisch und auch kalt. Aber es ist trotzdem wunderschön. Gigis Wohnung ist super, sitze gerade im Gästezimmer. Bleibe die nächsten Tage erst mal hier und dann wollen Gigi und ich uns die Stadt ein bisschen anschauen.

Liebes Tagebuch,

Frank hat mich gerade angerufen. Habe ihn weggedrückt. Liege wach in meinem Bett und kann nicht schlafen! Vielleicht hätte ich doch drangehen sollen. Vielleicht wollte er mir was Wichtiges sagen. Muss unbedingt zuhause anrufen und fragen, ob die was wissen.

Liebes Tagebuch,

Gigi hat mir jetzt schon zum dritten Mal gesagt, dass Marc mich liebt. Vielleicht liebt er mich ja wirklich und empfängt mich am Flughafen mit einer Rose und einem Heiratsantrag und wir werden glücklich bis an unser Lebensende. Was denk ich eigentlich!? Ich bin seit einer Woche von Frank getrennt und wünsche mir schon wieder ein Märchen mit Marc.

Liebes Tagebuch,

waren gestern beim London Eye und heute beim Big Ben. London ist total schön, aber morgen geht’s schon wieder nach Hause. Bin schon bisschen nervös. Hoffe, dass Frank mich in Ruhe lässt. Will ihn nie wieder sehen.
Was Marc wohl die ganze Zeit gemacht hat!? Vielleicht hat er mich ja vermisst. Hab ihn ja schon ein bisschen vermisst. Seine Sprüche und sein ‚Hasenzahn’ fehlen mir eben doch.

Liebes Tagebuch,

Marc hat mich nicht vom Flughafen empfangen und mir erst Recht keinen Heiratsantrag gemacht. Aber Jochen hat mich abgeholt und nur über die Parkgebühren gejammert.

Nach einem gemütlichen Frühstück mit ihren Eltern machte sich Gretchen am nächsten Morgen auf den Weg zum Krankenhaus.
Dort angekommen bemerkte sie Schwester Sabine im Schwesternzimmer.
„Schwester Sabine, ich bin wieder da!“
„Hallo Frau Doktor“, schluchzte diese.
„Schwester Sabine, sie weinen ja. Was ist denn passiert!?“
„Der Herr Doktor hat total schlechte Laune seit sie nicht mehr da waren und lässt alles an mir aus.“
„Sabine!“, brüllte Marc, der in diesem Moment ins Zimmer kam. Doch gleich darauf entdeckte er Gretchen.
„Hasenzahn!?“, sagte er schon viel ruhiger.
„Marc“, Gretchen meinte so etwas wie Freude in seinen Augen zu sehen.
„Na dann, ab zur Visite.“, Gretchen verdrehte die Augen, schlüpfte in ihren Kittel und folgte ihm.


Liebes Tagebuch,

Marc ist heute schon den ganzen Tag total nett zu mir. Er hat mich nicht einmal beleidigt und Hasenzahn hat er auch irgendwie süßer gesagt. Vielleicht liebt er mich ja wirklich, wie Gigi gesagt hat. Aber warum hat er mich dann nicht mit einer Rose am Flughafen angeholt!? Vielleicht hatte er einfach keine Zeit.
Haben gleich eine OP. Freue mich schon darauf, aber vermisse auch seine Sprüche ein bisschen.



Liebes Tagebuch,

Marc hat mich in der OP fast alles machen lassen. Und danach hat er mich auch noch gelobt. Vielleicht will er mir ja so zeigen, dass er mich liebt. Ich könnte ihn ja mal küssen und schauen, wie er reagiert. Nein, zum Schluss liebt er mich gar nicht und ich bin wieder die Idiotin.

lLena__ ( gelöscht )
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22.01.2010 18:15
#16 Story von Lena Zitat · Antworten

Gretchen war gerade auf dem Weg zu Mehdi, um ihn zu begrüßen, als ihr Frau Doktor Hassmann den Weg abschnitt.
„Also ich würde da jetzt nicht rein gehen, wenn sie mich fragen.“
„Äh… wieso!?“, aber Frau Doktor Hassmann konnte ihr gar nicht mehr antworten, da in diesem Moment Marc die Tür von Mehdis Büro von innen aufriss.
„Du kannst mich mal.“
„Dann sag’s halt endlich.“
„Ist doch meine Sache. Jetzt halt deine Fresse.“, Marc drehte sich um und knallte die Tür zu. Als er Gretchen entdeckte sah er sie erschrocken an.
„Deswegen.“, kam es von Dr. Hassmann.
„Äh… steht ihr schon länger da!?“, Marc sah die beiden nervös an.
„Ja, lange genug.“, Dr. Hassmann sah Marc herausfordernd an.
„Äh… was ist hier los!?“, Gretchen sah zwischen Dr. Hassmann und Marc hin und her. Doch sie bekam keine Antwort, weil Marc Dr. Hassmann weg zog.
Gretchen sah den beiden verwundert hinterher und ging dann in Mehdis Büro.
„Was war das gerade!?“
„Hallo Gretchen! Na, wie geht’s dir!? Wie war London!?“, Mehdi stand auf und kam auf Gretchen zu, um sie zu begrüßen.
„Mehdi, was sollte das gerade!?“
„Was meinst du!?“
„Du weißt genau, was ich meine.“
„Ja also… er wollte eine OP von mir, aber ich will sie ihm nicht geben.“
„Seit wann hast du OPs die Marc interessieren!?“
„Was soll das denn heißen!?“, nervös starrte er zu Boden.
„Mehdi, lenk nicht ab.“
„Tu ich doch gar nicht.“
„Och Mehdi jetzt sag mir endlich wieso ihr euch so anbrüllt.“
„Darf ich nicht.“
„Man Mehdi sind wir hier im Kindergarten oder was!?“
„Gretchen. Checkst du’s echt nicht oder tust du nur so!?“
„Hä!?“
„Man der Meier liebt dich verdammt noch mal und er bekommt seine Klappe nicht auf.“
Gretchen starrte ihn mit großen Augen an. Um sich die in ihr aufkeimende Freude nicht anmerken zu lassen fragte sie: „Ja und was mischt du dich da ein!?“
„Gute Frage.“
„Ah.“, wie in Trance ging sie aus dem Zimmer.
Sie musste unbedingt mit Marc reden.
Auf dem Weg zu seinem Büro rannte sie in jemanden hinein. Erst an der Stimme erkannte sie ihn. Frank.
In diesem Moment bog Marc um die Ecke, blieb aber stehen um die beiden zu beobachten.
„Sternchen, ich weiß, ich soll dich in Ruhe lassen, aber ich kann nicht ohne dich.“
„Lass mich in Ruhe“, Gretchen hob abwehrend die Hände.
„Aber ich liebe dich doch. Es ist doch egal, wie ich heiße…“
Marc konnte sich nicht mehr zurückhalten und stürmte auf die beiden zu.
„Ey, du hast sie gehört, lass sie in Ruhe!“
„Was willst du eigentlich!? Das ist eine Sache zwischen meiner Frau und mir.“
Bei ‚Frau’ zuckte Marc leicht zusammen.
„Wir sind nicht verheiratet, Frank.“, sie betonte Frank extra.
„Verpiss dich du Betrüger.“, Marc machte einen Schritt auf Frank zu.
Gretchen ließ die beiden stehen und stürmte davon.
„Sternchen, warte!“
„Nenn sie noch einmal Sternchen und ich scheuer dir eine.“
„Sternchen.“, Frank blickte Marc herausfordernd an.
Marc holte aus und seine Faust traf Franks linkes Auge.
Dieser ließ sich das nicht gefallen und schmiss Marc zu Boden.
Das ganze endete in einer Prügelei.

Währenddessen saß Gretchen weinend im Stationszimmer. Nach einiger Zeit verwandelte sich ihre Trauer in Wut auf Marc. Wieso musste er sich einmischen!? Sie war alt genug, um das selbst zu klären.
Marc kam in diesem Moment mit angeschwollenem Auge und Platzwunde am Kopf das Stationszimmer.
Er räusperte sich. Gretchen drehte sich wütend zu ihm um.
Sie bemerkte seine Verletzungen und wollte schon zu ihm gehen, um ihn zu verarzten, riss sich dann aber doch zusammen.
„Er ist weg.“
„Was sollte das!?“
„Äh… ich wollte dich… schützen.“, ertappt blickte er zu Boden.
„Ich hätte das schon selbst geschafft. Wieso musst du dich einmischen!?“
„Weil ich…“, er konnte ihr einfach nicht sagen, dass er sie liebt.
„Ja, Marc. Ich warte.“
„Oh scheiße, Gretchen. Checkst du’s nicht!?“
Gretchen fiel sofort auf, dass er sie nicht Hasenzahn genannt hatte. Sie konnte sich auch denken, was er sagen wollte, doch sie wollte es von ihm hören.
„Nein, erkläre es mir.“
Marc sah sie einfach nur an.
Gretchen wartete noch eine Weile, doch irgendwann wurde es ihr zu blöd und sie drehte ihm den Rücken zu.
Plötzlich kam von hinten ein leises „Ich liebe dich.“
Gretchen drehte sich wie vom Blitz getroffen um. Hatte er das wirklich gesagt oder hatte sie es sich nur eingebildet.
„Was!?“
Marc räusperte sich und blickte nervös zu Boden.
„Ich dachte du weißt es schon lange.“
Gretchen wusste nicht, was sie sagen sollte. Sie hatte sich tausende Antworten auf diese drei Worte zu Recht gelegt doch jetzt war sie sprachlos.


Tja, ich bin gemein, ich weiß.
Aber ich lasse euch noch ein wenig schmoren.
Morgen seht ihr dann, wie Gretchen auf sein
Geständnis reagiert.

lLena__ ( gelöscht )
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23.01.2010 18:11
#17 Story von Lena Zitat · Antworten

Heute zwar ein etwas kürzerer Teil,
aber ich glaube, er gefällt euch trotzdem.
Viel Spaß damit!


„Marc, ich… kann das nicht.“
„Hasenzahn, ich… ich mein das Ernst.“
„Selbst wenn. Du hast mich einfach zu oft verletzt…“
Langsam stand sie auf und ging zur Tür. Sie sah sich noch einmal mit Tränen in den Augen um, doch Marc hatte sich wieder zum Fenster gedreht.
Er ließ denn Kopf hängen, als er hörte, wie die Tür zu ging. Er hatte all seine Männlichkeit verloren, für nichts und wieder nichts.
Verzweifelt hob er den Kopf wieder. Doch als er hinter sich die Tür wieder aufgehen hörte, breitete sich ein kleines Lächeln auf seinen Lippen aus. Sie liebte ihn eben doch noch.
Er drehte sich um und sah sie auf ihn zukommen.
Langsam näherte er sich ihr, bevor sie sich direkt gegenüber standen.
„Ich liebe dich auch.“, hauchte sie noch, bevor er ihre Lippen mit seinen verschloss.
Es war anders als die letzten Male. Diesmal war es echt.
Die beiden verloren sich in einem atemberaubenden Kuss. Für einen Moment vergaßen sie alles. Gretchen vergrub ihre Hände in seinen Haaren.
Plötzlich schreckte sie zurück. Marc sah sie entgeistert an.
Sie sah auf ihre Hand. Marc folgte ihrem Blick. Ihre Finger waren blutverschmiert.
„Oh.“
„Vielleicht sollte ich dich nähen!?“, er nickte nur.
Nachdem Gretchen seine Platzwunde genäht und ihm einen Kühlpack für sein Auge gegeben hatte, saßen die beiden nebeneinander auf dem kleinen Sofa in Marcs Büro.
„Vielleicht sollte ich dich nach Hause fahren!?“
Marc sah sie skeptisch an.
„Was!?“
„Also wenn du mit zu mir kommen willst kannst du es auch einfach so sagen.“
„Och Marc ich hab mir nur Sorgen gemacht.“
„Ja, ja. Ich weiß. Aber dein Fahrstil ist nicht der Beste. Vielleicht sollte ich fahren und du kommst vorsichtshalber mit.“
„Vorsichtshalber“, sie grinste ihn an.
„Ja, Schwester Sabine will ich nicht mitnehmen.“

Während Marc ihnen etwas zu Essen bestellte ging Gretchen auf den Balkon um etwas Luft zu schnappen. Mittlerweile war es draußen schon dunkel.
Nach einiger Zeit trat Marc hinter sie. Sie spürte seinen warmen Atem in ihrem Nacken. Er legte seine Hand auf ihre Hüfte.
Gretchen drehte ihren Kopf zu ihm um. Er küsste sie zärtlich und gleichzeitig verlangend. Nun drehte sie sich ganz zu ihm um und schlang ihre Arme um ihn. Sie verloren sich in einem weiteren Kuss und rückten noch näher aneinander. Marcs Zunge massierte die Ihre.
Sie schob ihre Hände unter sein Hemd. Seine Lippen wanderten hinunter bis zu ihrer Brust. Gretchen stöhnte leise auf.
Sie krallte ihre Finger in seinen Rücken, als er ihre Brüste liebkoste. Zwischen den Küssen schob er sie zu dem Liegestuhl und drückte sie sachte darauf.
Gretchen öffnete die Knöpfe seines Hemdes und strich über seine nackte, erhitzte Haut.
Gerade als er ihr ihre Bluse über den Kopf streifen wollte, klingelte es.
Marc schreckte hoch.
„Die Pizza“, murmelte er und ging zur Tür.
Nach einigen Minuten kam er wieder und sie machten dort weiter, wo sie eben aufgehört hatten.

lLena__ ( gelöscht )
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24.01.2010 17:38
#18 Story von Lena Zitat · Antworten

Danke für eure vielen Kommis.
Ihr motiviert mich, immer weiter zu schreiben &
ich hoffe, dass das auch lange noch so sein wird.
Viel Spaß mit dem heutigen Teil.



Schwer atmend lag Gretchen in Marcs Armen und schaute in den Sternenhimmel. Marc strich ihr zärtlich über den Arm.
Gretchen zitterte. Es war kurz nach Mitternacht und inzwischen sehr kalt auf dem Balkon.
„Vielleicht sollten wir langsam reingehen.“, meinte Marc.
Gretchen nickte. Sie stand auf um ihre Sachen zusammen zusuchen.
Marc sah ihr dabei zu und lächelte.
„Was ist!?“
„Nichts.“
Gretchen sah ihn fragend an.
Marc erhob sich und nahm ihr Gesicht in seine Hände.
„Du bist wunderschön.“, hauchte er ihr ins Ohr.
„Ich liebe dich.“, flüsterte sie.
Marc grinste und küsste sie noch einmal, bevor er wieder in die Wohnung ging. „Lust auf kalte Pizza!?“, kam es von drinnen.
Gretchen grinste und ging nun ebenfalls hinein.
„Gerne. Hast du vielleicht ein T-Shirt für mich!?“
„Klar.“, Marc verschwand ins Schlafzimmer und kam mit einem T-Shirt zurück. Er selbst hatte sich eine Boxer-Short angezogen.
Die beiden setzten sich auf die Couch und aßen die kalt gewordene Pizza.
Gretchen brannte schon seit einiger Zeit eine Frage auf den Lippen. Aber sie traute sich nicht diese laut aus zusprechen.
Immer wieder sah sie nervös zu Marc.
Ihm fiel dies auf und nach einiger Zeit fragte er sie, was los sei.
„Nichts, wieso!?“, Gretchen starrte auf ihre Pizza.
„Du siehst mich schon die ganze Zeit so komisch an.“
„Na ja… also… sind wir jetzt zusammen oder nicht.“
Marc sah ihr einen Augenblick lang tief in die Augen.
„Ja.“
Gretchen biss schnell in ihre Pizza, um den Freudenschrei zu unterdrücken.
Marc grinste. „Du kannst dich ruhig freuen.“
Gretchen sah ihn mit großen Augen an. Sie lächelte nur und kuschelte sich dann an ihn.

Verschlafen rieb sich Gretchen die Augen und sah sich um. Sie lag in Marcs Schlafzimmer, der neben ihr schlief. Sie musste gestern auf der Couch eingeschlafen sein. Anscheinend hatte Marc sie ins Bett getragen.
Leise stand sie auf und ging in die Küche. Sie ließ ihren Blick durchs Zimmer schweifen, der an der Uhr hängen blieb. Halb neun! Sie hätten um acht im Krankenhaus sein müssen.
Sie lief ins Schlafzimmer um Marc zu wecken.
„Marc!“
Er drehte sich auf die andere Seite und zog sich die Decke über den Kopf.
Sie setzte sich neben ihn aufs Bett und rüttelte an seiner Schulter.
„Maharc!“
„Was!?“, er setzte sich müde auf.
„Wir hätten vor einer halben Stunde im Krankenhaus sein müssen.“
Plötzlich war er hellwach und sprang aus dem Bett.
Beide rannten hektisch durchs Bad und kamen sich immer wieder in die Quere.
Fast eine Stunde zu spät kamen beide abgehetzt im Krankenhaus an.
„Herr Doktor, sie sind ja zu spät.“, Sabine sah ihn verwundert an.
„Klappe Sabine. Hasenzahn, Visite.“
Gretchen verdrehte nur die Augen, zog sich schnell ihren Kittel über und lief ihm dann nach.
Den Rest des Tages verhielt sich Marc relativ normal.
Als sie zusammen beim Mittagessen saßen sah Gretchen Marc immer wieder von der Seite an, denn ihr brannte mal wieder eine Frage auf den Lippen. Doch auch bei dieser Frage traute sie sich nicht sie zu stellen.
„Was ist!?“
„Nichts.“
„Du schaust doch schon wieder so.“
„Es ist nur…“
„Ja!?“
„Also wenn wir jetzt zusammen sind... sind wir doch, oder!?“
„Ja.“
„Na ja, dann… machen wir es dann eigentlich auch öffentlich!?“
Marc grinste Gretchen an und sah sie eine Zeit lang einfach nur an. Dann beugte er sich langsam vor uns küsste sie.
Marc hatte sich diese Frage in den vergangenen Wochen oft gestellt. Ihm war klar gewesen, dass sie, wenn sie sich jemals von diesem Hochstapler trennen würde, eine richtige Beziehung wollte. Ihm war klar, dass er ihr zeigen musste, dass sie nicht nur die schnelle Nummer für zwischendurch war. Denn das war sie nicht. Nur er hatte sie schon so oft verletzt und wenn er gegen eine öffentliche Beziehung gewesen wäre, hätte sie ihm sicher nicht geglaubt. Für ihn war es eine wahnsinnige Überwindung gewesen, diesen Schritt zu gehen, doch schon vor ihrer Hochzeit mit Frank hatte er darüber nachgedacht. Damals hatte er gehofft, dass sie sich noch von Frank trennen würde und zu ihm kommen würde, doch fest damit gerechnet hatte er nie. Trotzdem saß er an manchen Nachmittagen einfach nur auf der Couch und versuchte sich mit dem Gedanken zu befassen, mit ihr eine richtige Beziehung zu führen. Und jetzt wusste er, dass es richtig gewesen war. Denn sonst hätte er das heute und auch letzte Nacht nie sagen können.

lLena__ ( gelöscht )
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25.01.2010 17:43
#19 Story von Lena Zitat · Antworten

Danke für eure lieben Kommis.
Heute hab ich auch mal wieder Hassmann & Sabine eingebaut,
kann ja schließlich nicht nur von Gretchen und Marc schreiben.
Lg, Lena.



Gretchen lächelte in sich hinein. Marc Meier, ihre Jugendliebe, wollte eine offizielle Beziehung mit ihr führen! Marc Meier!

Liebes Tagebuch,

habe Marc vorher gefragt, ob wir unsere BEZIEHUNG eigentlich auch öffentlich machen. Und er hat mich in der CAFETERIA vor allen geküsst. Fazit: Bin die glücklichste Frau der Welt. Könnte durch die Umkleide tanzen. Fühle mich total sexy und geliebt. Haben jetzt noch eine OP. Muss los.


„Äh… bisschen pünktlicher!? Der Patient bleibt nicht ewig liegen.“, Marc sah Gretchen mit hochgezogenen Augenbrauen an, die gerade in den OP kam.
„Ja Herr Doktor Meier.“, sie grinste ihn an, ging auf ihn zu und küsste ihn.
Marc sah sie kurz etwas verwundert an, erwiderte ihren Kuss dann aber.
Sabine, die einige Meter hinter den beiden stand, grinste. Endlich waren sie zusammen. Sie hatte es schon immer gewusst.
Nach der OP lief Gretchen Frau Doktor Hassmann über den Weg.
„Ah, Dr. Haase. Hab sie schon gesucht.“
„Ach, haben sie!?“, Gretchen sah Dr. Hassmann verwirrt an.
„Habe gehört, sie sind jetzt mit dem Meier zusammen.“
„Äh… ja.
„Wie schaffen sie das nur immer!?“, sie biss von ihrem Sandwich ab und sah Gretchen fragend an.
„Äh… Was!?“
„Na das mit den Männern. Sie bekommen doch wirklich jeden rum. Erst den Kaan, dann den Millionär und jetzt den Meier. Aber wenn ich sie wäre hätte ich den Millionär nicht abgeschossen.“
„Äh… er hat mich die ganze Zeit über angelogen!?“
„So lange er Geld hat. Aber egal, jetzt kann ich ihn mir angeln.“, sie zwinkerte Gretchen zu und verschwand dann auch wieder.
Gretchen sah ihr noch einen Augenblick verwundert nach, bevor sie Richtung Stationszimmer davonging.
Dort wartete eine breit grinsende Schwester Sabine auf sie.
„Frau Doktor.“, Sabine hopste auf der Stelle auf und ab.
„Schwester Sabine.“, Gretchen lächelte ihr höflich zu.
Sie antwortete nichts mehr, sondern grinste einfach weiter vor sich hin.
„Äh… alles Ok bei ihnen!?“
„Ja, Frau Doktor.“, Sabine grinste noch breiter.
„Wieso grinsen sie denn so!?“
„Na wegen ihnen!“
„Wegen mir!?“
„Ja.“
„Äh… und wieso das, wenn ich fragen darf.“
„Na ja, sie gehen doch jetzt mit dem Herrn Doktor.“
In diesem Moment kam Marc ins Zimmer, der den letzten Satz von Sabine mitbekommen hatte.
„Sabine, sie rennt mir schon immer hinterher. Hasenzahn, mitkommen.“
Gretchen stand mit offenem Mund da und starrte Marc an.
„Äh… Marc.“. sie lief ihm hinterher.
„Ja!?“
„Ich… jetzt lauf doch nicht so schnell…. Also ich renn dir überhaupt nicht hinterher. Na ja, jetzt gerade vielleicht, aber sonst ja wohl nicht.“
Marc blieb endlich stehen und drehte sich zu Gretchen um.
„Was!?“, ertappt blickte sie zu Boden.
Er grinste sie nur schelmisch an.
„Na ja… Ok, ich hab dich in der Schule vielleicht mal ganz nett gefunden.“
Marc hob die Augenbrauen.
„Ok, ich hab dich angehimmelt und bin dir nachgelaufen.“
Marc sah sie herausfordernd an.
„Ja, Ok, ich war mein ganzes Leben lang total in dich verknallt und hab mir nichts mehr gewünscht, als dass wir zusammen kommen!?“
Marc nickte zufrieden und ging wieder weiter.
„Sag mal, Marc, jetzt warte doch mal.“, Gretchen hetzte ihm wieder hinterher.
„Äh… wo willst du eigentlich hin!?“, sie blickte sich auf dem Krankenhausparkplatz um.
„Nach Hause!?“, Marc schloss sein Auto auf.
„Oh.“
„Bekomm ich keinen Abschiedskuss!?“
Gehorsam wie ein kleines Kind ging Gretchen auf Marc zu, gab ihm einen kurzen Kuss und wich dann wieder zurück.
Marc grinste sie noch mal an, stieg dann in sein Auto und rauschte davon.

lLena__ ( gelöscht )
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26.01.2010 17:27
#20 Story von Lena Zitat · Antworten

Ihr wollt, dass Gretchen zurückschlägt!?
Genau das hat sie auch vor, aber gegen einen Dr. Marc Meier kommt man leider nur schlecht an.
Lg, Lena.




Liebes Tagebuch,

habe mich gerade von Marc demütigen lassen. Fühlt sich in seiner Männlichkeit jetzt wahrscheinlich bestätigt.
Dann ist er auch noch einfach so weggefahren. Hat mich nicht gefragt, ob ich mitfahren will. Bestimmt fährt er zu irgendeiner Schlampe. Nein, bestimmt wartet die Schlampe in seiner Wohnung und deswegen hat er nicht gefragt.
Soll ich zu ihm fahren, um zu sehen ob er alleine ist!? Ne, kommt ja dann auch scheiße.
Hi Schatz.
Hi, was machst du denn hier!?
Wollte nur mal kontrollieren, ob du auch alleine bist.
Ach so.
Ja, Ok, sieht so aus. Bis dann. Ich liebe dich.
Ja, bis dann. Ich liebe dich auch.
Na ja, dass ich liebe dich auch würde er jetzt nicht sagen, aber es wäre auf jeden Fall total bescheuert.
Aber vielleicht sollte ich ihn anrufen!? So was macht man doch, wenn man zusammen ist, oder!? Ja genau, rufe ihn an.

Habe ihn angerufen. Gespräch verlief so:
Ich: Hi. Hier ist Gretchen (Wer weiß, vielleicht kennt er ja meine Stimme nicht).
Er: Hasenzahn!? Was ist los!?
Ich: Äh… wollte nur mal so anrufen.
Er: Ah.
Stille.
Er: Hasenzahn ist noch irgendwas, ich würde sonst echt gerne das Spiel weiterschauen.
Ich: Welches Spiel!?
Er: Fußball.
Ich: Oh.
Er: Tschau.
Ich: Tschau.
Sollte ihn besser nicht mehr anrufen.

Werde ihm morgen auf jeden Fall mal meine Meinung sagen. Er kann mich doch nicht einfach so abwürgen.

Sage ihm doch nicht meine Meinung. Mache mich wahrscheinlich nur wieder zum Affen. Werde ihn einfach ignorieren. Dann sieht er mal wie das ist.


„Äh… Hasenzahn!?“, Gretchen war gerade an Marc in Richtung Umkleide davon gestürmt, ohne ihn auch nur eines Blickes zu würdigen.
Marc schaute ihr verwundert hinterher, bis er ihr schließlich nachlief.
Gretchen stand vor ihrem Spind und holte gerade ihren Kittel heraus, als er hinter sie trat.
Sie drehte sich um, gab ihm einen kurzen Kuss. Dann richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf Mehdi, der gerade hereinkam.
„Hi Mehdi.“
„Hallo.“
„Na, alles klar bei dir!?“
„Ja, passt. Danke. Bei dir!?“
„Alles bestens. Du ich hab mir gedacht, dass wir heute Nachmittag vielleicht mal einen Kaffe trinken gehen könnten!?“
„Ja, gute Idee. Wann hast du Feierabend!?“
„Äh… ihr geht gar nirgendwo hin.“, Marc mischte sich nun ein.
„Marc jetzt sei doch nicht so eifersüchtig, ich geh doch bloß mit einem guten Freund einen Kaffe trinken.“
„Äh…“, Marc wollte sich gerade verteidigen, als nun auch Mehdi noch etwas zu sagen hatte.
„Komm schon, Alter. Ich geh ihr schon nicht an die Wäsche.“
„Ja und außerdem kannst du mir ja nicht verbieten, etwas mit Männern zu machen. Ich meine, ich bin ja nicht dein Besitz oder so was.“, Gretchen grinste ihn an.
„Das hatte ich auch gar nicht vor. Wir haben heute Nachmittag drei OPs. Vielleicht solltest du dich mehr auf die Arbeit konzentrieren als auf Männer und Schokolade!?“, damit ging Marc triumphierend aus dem Zimmer.

Liebes Tagebuch,

habe Marc ignoriert und wollte ihn mit Mehdi eifersüchtig machen. Hat nicht funktioniert. Sollten unsere kleinen Rangkämpfe vielleicht lassen, sonst halte ich diese Beziehung nicht mehr lange durch. Habe schon mindestens 2 Kilo zugenommen.

lLena__ ( gelöscht )
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27.01.2010 18:18
#21 Story von Lena Zitat · Antworten

„Marc!?“, Gretchen steckte den Kopf in Marcs Büro.
„Hasenzahn!?“, Marc stand an einem Fenster und rauchte eine Zigarette.
„Hi.“, sie schlüpfte zur Tür rein.
Marc kam auf sie zu und gab ihr einen atemberaubenden Kuss.
„Also… ich wollte meinen Eltern sagen, dass wir… zusammen sind.“
„Und die sind seit neustem in meinem Büro!?“
Marc sah sie mit hoch gezogenen Augenbrauen an.
„Nein, also ich wollte nur fragen, ob das für dich Ok ist, also…“, schüchtern sah Gretchen zu Boden.
Marc kam auf sie zu und küsste sie erneut.
„Hasenzahn, ist doch klar, dass du das deinem Alten erzählen kannst. Solange du ihnen ausredest, dass wir zum Essen kommen müssen.“, er zwinkerte ihr zu.
„Na ja, also ich weiß nicht ob sich das wirklich vermeiden lässt.“
„Das schaffst du schon“, Marc küsste sie noch ein letztes Mal, gab ihr einen leichten Klaps auf den Po und meinte: „OP steht an.“.
Er ging zur Tür und ließ Gretchen alleine in seinem Büro stehen.
„Marc jetzt warte doch mal!“, Gretchen hetzte zur Tür.
Auf dem Gang holte sie ihn dann schließlich ein.
„Marc wir müssen reden.“
„Ficken wäre mir lieber.“
„Marc, bitte. Ich mein das ernst.“
Marc blieb kurz stehen und sah Gretchen in die Augen.
„Ok, Hasenzahn. Nach der OP.“
„Danke.“, sie lächelte ihm zu und sie gingen weiter zur OP.
Die Operation verlief normal, keine Komplikationen.
Während sich Marc nach der OP ausgiebig seine Arme wusch, versuchte Gretchen mit ihm zu reden, was ihr offensichtlich nicht leicht fiel.
„Marc, also… unsere Beziehung…“
Marc kam auf Gretchen zu und gab ihr einen kurzen Kuss.
„Hasenzahn, was ist los!?“
„Na ja, also… wir haben gar keine richtige Beziehung. Im einen Moment bist du so wie jetzt und dann wieder Marc Meier.“, sprudelte es aus ihr heraus.
„Äh… ich bin Marc Meier!?“
„Ja… och Marc ich meine einmal bist du total verständnisvoll und lieb und dann wieder so… gemein und Macho. Und dann lässt du mich immer wieder auflaufen und ich fühl mich wieder wie der letzte Dreck.“
Marc schwieg eine Weile und sah sie einfach nur an.
Die beiden boten einen lustigen Anblick. Marc stand da, in seinem noch mit Blut bespritztem OP Kittel und Gretchen tänzelte nervös, wie ein kleines Kind, mit ihrem Mundschutz am Hals und der OP Haube auf dem Kopf vor ihm herum.
„Hasenzahn…“, Marc stockte. Es fiel ihm wahnsinnig schwer Gretchen seine Gefühle zu erklären. Er liebte sie so sehr, doch er konnte es ihr einfach nicht sagen. Es würde ihn verletzbar machen.
„Das ist wegen… wegen dir.“
Gretchen sah ihn verständnislos an. Es dauerte eine Weile, bis Marc weiter sprach.
„Du bringst mich total draus.“, er sah ertappt zu Boden.
Nie im Leben hätte er gedacht, dass er sich vor einer Frau so lächerlich machen würde.
Doch Gretchen war von seinen Worten gerührt. Sie brachte ihn draus.
„Marc, ich liebe dich.“
Sie sah ihn erwartungsvoll an. Er beugte sich nur vor und küsste sie.
„Wie wär’s, wenn du heute mit zu mir kommst!?“, er grinste sie an.
Gretchens Antwort war ein langer Kuss, der allerdings durch Sabine unterbrochen wurde.
„Herr Doktor… oh.“, sie hörte sofort auf zu sprechen, als sie Marc und Gretchen sah, blieb allerdings in der Tür stehen.
„Sabine!?“
„Ich wollte nicht stören ich wollte nur sagen, dass die Laborergebnisse von dem Herrn Kollo jetzt da wären.“
„Ja, dann hopp hopp. Arbeit steht an.“, er ging aus dem Waschraum, doch diesmal zog er Gretchen mit sich.


Liebes Tagebuch,

habe mit Marc geredet. Er hat gemeint, er ist so verschieden, weil ich ihn total draus bringe. Fand ich süß. Hätte wieder mit einem fiesen Spruch gerechnet, war aber total verständnisvoll. Vielleicht kann ich ihn ja doch noch ändern.
Obwohl, Marc ohne fiese Sprüche wäre auch nichts. Ändere ihn besser doch nicht.


Freu mich natürlich über Kommentare.


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lLena__ ( gelöscht )
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28.01.2010 18:01
#22 Story von Lena Zitat · Antworten

Vielen Dank für die lieben Kommis. Freu mich wirklich immer total darüber.
Morgen kann ich leider nichts posten, weil ich nicht da bin.
Wünsche euch einen schönen Einstieg ins Wochenende.
Lg, Lena.


Nach zwei weitern OPs war dann für Gretchen und Marc endlich Feierabend und sie gingen gemeinsam zu Marcs Auto.
„Können wir vielleicht vorher noch kurz zu mir fahren!? Ich brauch noch ein paar Sachen.“
„Äh… du sollst für eine Nacht bleiben, nicht für immer!?“
Gretchen stiegen sofort die Tränen in die Augen. Du sollst nur für eine Nacht bleiben, nicht für immer.
Und sie hätte wirklich gedacht, aus ihrer Beziehung könnte etwas werden. Doch Marc Meier würde sich wahrscheinlich nie ändern.
Gretchen liefen schon die Tränen über die Wangen, als sie sich umdrehte und zurück zum Krankenhaus stolperte.
Marc sah ihr verwundert hinterher. Für ihn waren diese Worte nicht schlimm. Er musste sich erst mal mit dem Gedanken abfinden, mit Gretchen eine dauerhafte Beziehung zu führen und auch wenn er sie liebte, wusste er nicht, ob er das wirklich schaffen würde. Er hätte gedacht, dass ihr das klar wäre.
„Hasenzahn!?“, Marc stand mitten auf dem Parkplatz. Auf der einen Seite wollte er ihr nachgehen, ihr sagen, dass er es nicht so gemeint hat, wie sie es aufgefasst hatte, dass es ihm Leid tut. Auf der anderen Seite wollte er keinesfalls einer Frau nachrennen um ihr ihre Liebe zu gestehen. Ganz nach seinem Motto: Wenn sie was von mir will soll sie schon selbst kommen.
Schließlich entschied er sich dazu, nach Hause zu fahren und abzuwarten, was morgen passieren würde.

Gretchen war währenddessen in der Umkleide angekommen. Ihr Gesicht war mit Mascara verschmiert, sie schluchzte. Ein kleines Häufchen Elend.
Sie holte sich eine Tafel Schokolade und biss hinein.
Wieso musste er das sagen!? Wieso!?

Liebes Tagebuch,

weine die ganze Zeit. Habe Marc gefragt, ob wir, bevor ich zu ihm gehe, noch ein paar Sachen von zu Hause holen können. Hat gemeint, ich soll nur eine Nacht bleiben und nicht für immer. Nicht für immer! Das hört sich an, als wäre ich sein kleines Flittchen, das es ihm besorgt und dann wieder abhaut.
Wusste ja, dass wir jetzt nicht gleich heiraten und fünf Kinder in die Welt setzen, aber das er sich nicht mal eine Beziehung mit mir vorstellen kann!?
Was ist das eigentlich für ihn!? Ein Zeitvertreib!?
Erzählen wir mal der dummen Gretchen, dass ich sie liebe und nach ein paar Tagen lässt man alles auffliegen, damit sie so richtig schön traurig und verletzt ist!? Hätte mir eigentlich gleich denken können, dass man nie eine normale Beziehung mit Marc Meier führen kann!


Gretchen saß noch eine ganze Weile alleine in der Umkleide und weinte. Als sie schließlich auch eine zweite Tafel Schokolade aufgegessen hatte, ging sie wie in Trance zu ihrem Rad, um nach Hause zu fahren.

Marc saß mit einem Bier in der Hand auf seiner Couch und starrte an die Wand. Hätte er doch bloß diesen Satz nicht gesagt, dann würde Gretchen jetzt hier neben ihm sitzen und sich an ihn kuscheln. Auch wenn er eigentlich gar nicht auf diese ‚Loveboat’ Tour stand, jetzt hätte er viel darum gegeben, dass Gretchen sich an ihn schmiegen würde.
Doch er hatte es wieder mal verbockt. Wieso musste sie sich auch immer alles so zu Herzen nehmen!? Mit einer einfachen gemurmelten Entschuldigung würde sie ihm sicher nicht verzeihen. Aber das war für ihn schon schlimm genug. Zu zugeben, dass er einen Fehler gemacht hatte. Und das vor einer Frau. Doch das verstand Gretchen nicht. Sie würde ihm vielleicht bei einem Heiratsantrag oder wenigstens einem Schlüssel für seine Wohnung verzeihen, aber so weit war er noch nicht.
Bevor er an die Zukunft denken konnte, musste er sich erst einmal damit abfinden, dass er mit einer Frau zusammen war. Und zwar richtig, weil er sie liebte. Das konnte er sich vielleicht sogar schon vorstellen, aber sie zu heiraten!? Immer mit ihr zusammen zu wohnen!?
Wie in dem einen Trailer, den er letztens gesehen hatte. Der Typ sah so ähnlich aus wie er, nur dass er hässlicher war.
Er stand vor dem Traualter und wurde vom Pfarrer gefragt, ob er wirklich bereit war, sein ganzes Leben auf eine einzige Vagina zu beschränken. Auf immer das gleiche paar Brüste, wobei das noch sehr positiv ausgedrückt war.
Und Marc war sich da nicht sicher. Marc wollte Gretchen auf keinen Fall verletzen, indem er sie mit einer anderen betrog. Aber was dachte er jetzt daran!? Er hatte sie schon verletzt. Mit einem einzigen Satz. Und jetzt musste er das ganze wieder gut machen. Nur wie!?

Gretchen war inzwischen zu Hause angekommen und hatte sich in ihr Zimmer verkrümelt. Bärbel, der sie auf der Treppe begegnete, erzählte ihr nur, dass sie und Franz jetzt ins Kino gehen würden. Sie war so aufgeregt, dass sie Gretchens Tränen nicht einmal bemerkte.
Jetzt war Gretchen alleine in dem großen Haus und fühlte sich noch einsamer als sowieso schon. Alle 10 Minuten schaute sie auf ihr Handy, ob Marc ihr vielleicht eine SMS geschrieben hatte. Aber es kam nichts.

Liebes Tagebuch,

Marc hat sich immer noch nicht gemeldet. Er könnte sich doch mal entschuldigen. Aber soll ich ihm wirklich einfach so verzeihen!? Er hat mir schon so oft weh getan und ich hab ihm immer verziehen. Aber wenn er mir morgen mit einem Strauß Rosen im Krankenhaus einen Heiratsantrag machen würde!? Oder er mit mir total romantisch Essen geht!? Mit Kerzen, leiser Musik…
So was würde er ja sowieso nicht machen. Wieso mach ich mir eigentlich Gedanken darüber!? Er entschuldigt sich wahrscheinlich nicht mal mit einer einfachen Entschuldigung. Idiot.


Sorry.


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lLena__ ( gelöscht )
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30.01.2010 18:00
#23 Story von Lena Zitat · Antworten

So, wieder ein neuer Teil.
Heute löse ich das mit Marcs Entschuldigung noch nicht ganz auf.
Aber morgen seht ihr dann, wie er sich da raus schmuggeln wird.
Mehr verrate ich jetzt aber noch nicht.
Tut mir Leid, dass es so wenig ist, bin aber erst vorhin nach Hause
gekommen und konnte nicht so viel schreiben.
Lg, Lena.



Gretchen biss in ihre fünfte Tafel Schokolade und sah auf die Uhr. Halb elf.
Wieso musste sie schon wieder auf ihn reinfallen!? Sie wusste doch ganz genau was für ein Arschloch er war. Es hätte ihr doch eigentlich klar sein müssen, dass er sie nur wieder verarschen will. Aber sie hatte sich eben immer wieder gewünscht, dass er sich ändern würde. Leider ohne Erfolg.
Gretchen wälzte sich lange von der einen Seite auf die andere. Sie konnte einfach nicht einschlafen. Immer wieder schielte sie zu ihrem Handy. Doch es kam keine Entschuldigung von Marc.

Der saß um zwei Uhr Nachts immer noch auf seiner Couch. Inzwischen hatte er die Bierflasche mit seinem Handy ausgetauscht. Wieder und wieder tippte er einen Text ein, aber er fand einfach keine richtigen Worte.
Es tut mir so Leid… war zu krass.
Hab es nicht so gemeint… war gelogen.
Hab mich falsch ausgedrückt… stimmte zwar, hörte sich aber scheiße an.
Schließlich hatte er dann einen Text gefunden und sein Finger schwebte über dem Senden Knopf.
Sollte er wirklich absenden!? Dieser Text machte ihn verwundbar, er war zwar kurz und auch nicht sehr gefühlvoll, aber für ihn war es eine große Überwindung diesen Text zu schreiben.
Nach einigen Minuten legte er das Handy auf den Couchtisch.
Er hatte die SMS abgeschickt und wartete auf eine Antwort von Gretchen. Hoffentlich würde sie ihm verzeihen.

Gretchen schaute noch ein letztes Mal auf ihr Handy, bevor sie es ausschaltete. Wenn es aus war, würde sie auch nicht mehr die ganze Zeit darauf starren und endlich schlafen können. Gerade als sie ausschalten wollte kam eine Nachricht rein.
Sie starrte auf das Display. Eine Nachricht von Marc! Wer sollte ihr denn sonst schreiben.
Doch als sie die Nachricht öffnete erschrak sie. Sie war nicht von Marc.

Sternchen,
bitte lass uns noch mal reden.
Ich kann nicht ohne dich leben.
Ich liebe dich.
Frank


Gretchen starrte immer noch auf das Display. Eine Träne lief ihr die Wange hinunter. Sie dachte an ihre Hochzeit in Las Vegas, an ihre richtige Hochzeit. Und immer hatte er sie belogen. Die ganze Zeit.
Gretchen schluchzte immer heftiger. Sie kuschelte sich in die Decke, doch ihr war immer noch eis kalt. Sie zitterte. Sie weinte.
Sie lag in ihrem rosa Bett, in ihrem rosa Zimmer. Ihre Eltern lagen nebenan. Aber sie fühlte sich alleine. Marc, war ihr einziger Gedanke.
Sie zitterte immer mehr und ihre Tränen ließen nicht nach.
Irgendwann stand sie auf. Sie nahm ihre Decke und wickelte sich damit ein. Leise ging sie die Treppe hinunter und zur Haustür raus.
Es war eiskalt. Gretchen zitterte noch mehr. Sie weinte und weinte.
Sie lief barfuss, in ihrem Schlafanzug und einer Bettdecke durch Berlin. Immer weiter und weiter.
Ihr Gesicht war nass von den vielen Tränen, ihre Haare verwuschelt.
Irgendwann stand sie vor einem Haus. Sie ging hinein und die Treppen hinauf, bis sie vor einer Tür stehen blieb, an der sie klingelte.

Marc war eingenickt, doch plötzlich schrak er hoch. Er lag auf seiner Couch, sein Handy vor ihm, dessen Display noch immer keine neue Nachricht anzeigte. Er sah auf die Uhr. Fast vier Uhr.
Er wollte gerade in sein Schlafzimmer gehen, um weiter zu schlafen, als es an der Tür klingelte. Um Vier Uhr morgens.


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lLena__ ( gelöscht )
Beiträge:

31.01.2010 18:07
#24 Story von Lena Zitat · Antworten

Verwundert ging er Richtung Haustür und machte sie auf.
„Marc!“, als Gretchen ihn gesehen hatte war sie sofort um seinen Hals gefallen.
„Äh… Hasenzahn!?“, Marc richtete Gretchen ein wenig auf, die in seinen Armen zusammen gesackt war.
„Wie siehst du überhaupt aus!?“, er sah an ihr herunter.
Sie stand genauso wie sie los gerannt war vor ihm, nur dass ihre Decke total schmutzig war, da sie sie den ganzen Weg am Boden schleifen lassen hat.
Gretchen schluchzte nur und sah zu Boden.
Erst jetzt war ihr richtig klar geworden, was sie die ganze Zeit gemacht hatte. Und jetzt stand sie vor ihm in ihrem rosa Schlafanzug und ungeschminkt.
„Kann ich vielleicht bei dir schlafen!?“, fragte sie ihn nach einiger Zeit.
„Äh… Ja klar.“, er machte die Tür hinter ihr zu, die die ganze Zeit offen gestanden hatte.
Marc wunderte sich zwar sehr über Gretchen, sah aber, wie schlecht es ihr ging und fragte sie deshalb erst einmal nichts.
Als sie sich an ihn geworfen hatte war sie eiskalt gewesen, kein Wunder wenn man Mitte Januar barfuss und im Schlafanzug durch halb Berlin rennt.
Er zog Gretchen mit ins Schlafzimmer, wo er ihr ein T-Shirt von ihm anbot, da ihr Schlafanzug genauso kalt war wie sie selbst. Sie nahm es dankend entgegen und zog sich schnell um.
Dann kuschelte sie sich in die Decke und wartete bis Marc wieder kam, der ihr einen warmen Tee machte.
Als er ihr dann die Tasse in die Hand gedrückt hatte, setzte er sich neben sie ans Bett und sah sie eine Weile einfach nur an.
„Frank hat mir gesimst.“, brach Gretchen dann schließlich das Schweigen.
„WAS!?“, Marc riss die Augen auf.
Gretchen grinste ihn an.
„Hasenzahn, was gibt’s denn da zu grinsen!?“
„Du bist so süß, wenn du dich aufregst.“
„Ich bin nicht süß. Und ich reg mich nicht auf.“
Gretchen sagte nichts mehr, denn sie wusste, dass er sich nur noch mehr aufregen würde.
Wieder herrschte eine Zeit lang Schweigen bis Marc fragte:
„Was war jetzt mit diesem Hochstapler!?“
Gretchen räusperte sich.
„Na ja, also er hat geschrieben, dass er mit mir reden will und so.“
„Was ist und so!?“
„Na ja, also dass er nicht ohne mich leben kann.“
„Dieser Arsch.“
„Marc ich fände es zur Abwechslung mal ganz nett, wenn du so was sagen würdest.“
Marc sah sie mit offenem Mund an. Was erwartete sie von ihm!?
Na ja, aber die Sache mit vorhin war ja auch noch nicht geklärt.
„Ja… also… Hasenzahn wegen vorhin… hast du meine SMS schon bekommen!?“
„Äh.. nein.“
„Na ja, also dann kannst du sie ja morgen lesen.“
„Du kannst es mir auch einfach so sagen!?“
„Du… ich bin jetzt total müde wegen dem ganzen Stress und so…“
„Marc!“
„Hasenzahn bitte.“
„Was!?“
„Ich kann das nicht.“
„Marc, es sind drei Worte, dann ist die Sache vergessen.“
„Äh… es sind vier Worte.“
„Äh… nein.“
„Doch.“
„Marc, ich liebe dich. Das sind eins, zwei, drei.“
„Ach so.“
„Was meintest du denn!?“
„Nichts.“
„Och Marc jetzt sag schon.“
„Oh ich dachte du meinst Es tut mir Leid!?“
„Ach so. Dann sag jetzt was!“
„Ich geh jetzt schlafen.“
„Marc!“
„Ok, ich… ich liebe dich.“
Gretchen lächelte. Er hatte es gesagt, Ok, nicht ganz freiwillig aber immerhin.
Sie brauchte unbedingt ihr Tagebuch!


So, heute hat sich der liebe Herr Dr. Meier noch um eine Entschuldigung herumgeschummelt.
Was er ihr in der SMS geschrieben hat, werde ich die nächsten Tage auflösen.
Euch allen noch einen schönen Sonntag Abend.
Lg, Lena.


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lLena__ ( gelöscht )
Beiträge:

01.02.2010 17:39
#25 Story von Lena Zitat · Antworten

Ihr rätselt ja schon fleißig, was in der SMS stehen könnte.
Tja, ein bisschen müsst ihr noch warten, heute gibt es die Auflösung noch nicht.
Dafür hat unser liebes Grethen heute ein gewaltiges Problem.
Lg, Lena.



Als Gretchen am nächsten Morgen aufwachte lag ein schlafender Marc neben ihr.
Sie drehte sich auf die Seite um ihn zu beobachten. Er sah so friedlich aus, wenn er schlief. Aber taten das nicht alle Leute!? Egal. Marc sah ganz besonders süß aus.
Gretchen schaute ihm noch eine Weile beim Schlafen zu. Schließlich beschloss sie, ins Bad zu gehen und sich frisch zu machen.
Im Bad angekommen, merkte sie, dass sie völlig ungeschminkt war und Marc keinerlei Make Up zu Hause hatte. Wieso sollte er auch!?
Aber sie konnte doch nicht ohne Make Up zur Arbeit. Wie sah das denn aus!?
Ob sie noch mal schnell heim konnte!? Sie sah auf die Uhr. Halb neun.
Da blieb keine Zeit mehr, um neun fing ihr Dienst an. Sie musste Marc wecken.
Nicht, dass sie auch noch zu spät ins Krankenhaus kamen.
Sie ging also wieder ins Schlafzimmer und setzte sich an die Bettkante.
Gretchen machte ihren Mund auf und wollte seinen Namen sagen, doch es kam nur ein leises Krächzen heraus.
Sie räusperte sich ausgiebig und versuchte es noch mal, doch auch dieses Mal kam nicht mehr dabei heraus.
Scheiße, sie war ja gestern barfuss durch halb Berlin gelatscht. Kein Wunder, dass sie jetzt eine heftige Erkältung hatte.
Sie rüttelte also an Marcs Schulter um ihn auf zuwecken, doch der schlief wie ein Stein. Also riss sie ihm die Decke weg, kniff ihn in den Arm, bis er schließlich aufwachte.
Er grummelte nur und drehte sich auf die andere Seite.
Toll, wie sollte sie ihm jetzt klar machen, dass er in einer halben Stunde Dienst hatte und sie überhaupt keine Stimme mehr hatte!?
Sie rüttelte also erneut an seiner Schulter, bis er sich genervt zu ihr drehte.
Sie deutete auf ihr Handgelenk, an dem sich nur leider keine Uhr befand.
Er sah sie verwundert an.
„Hasenzahn… was genau wird das!?“
Sie machte ihren Mund auf und es kam nur irgendetwas krächziges raus.
Marc verstand und fing an zu grinsen, bis er schließlich laut lachte.
Als er sich wieder eingekriegt hatte stand er auf und ging ins Bad, ohne Gretchen weiter zu beachten.
Sie lief ihm und gestikulierte wild in der Luft.
„Na, mach dich fertig. Wir haben in zwanzig Minuten Dienst.“
Gretchen gab auf und lief stattdessen in die Küche, um sich einen Stift und einen Zettel zu holen. Dann lief sie wieder ins Bad, um Marc den Zettel vor die Nase zu halten.
Brauche Klamotten. Müssen noch mal zu mir.
„Hasenzahn, wir schaffen das nicht mehr.“
Soll ich im Schlafanzug rum rennen!?
Er ging wortlos ins Schlafzimmer und kam mit einem T-Shirt, einer Hose, Socken und einer Boxer-Shorts wieder.
Gretchen sah ihn entsetzt an. Das war nicht sein Ernst!
Ich zieh das nicht an!
„Kannst auch gerne nackt gehen.“
Gretchen seufzte, schnappte sich die Sachen und verschwand im Schlafzimmer. Nach ein paar Minuten kam sie wieder raus.
Die Hose war oben ziemlich eng, da sie ja auch noch die Boxer-Shorts drunter hatte und Marc eindeutig einen kleineren Hintern hatte als sie.
Dafür schlabberte das Oberteil über ihren nackten Brüsten.
Hast du einen Schal!? Und Schuhe!?
Er reichte ihr ein paar Schuhe, die ihr viel zu groß waren.
Schal!?
„Hasenzahn, ich hab keinen Schal. Du kannst dir im Krankenhaus einen Tee machen, wir müssen jetzt los.“
Schnell schlüpfte Gretchen in die Schuhe, aus denen sie bei jedem Schritt rausschlüpfte und lief ihm ungeschminkt und ungekämmt hinterher.

Im Krankenhaus angekommen versuchte sie sich so gut wie möglich hinter Marc zu verstecken, was ihr allerdings nicht wirklich gelang, da Marc die Richtung alle zwei Meter änderte, da er es natürlich wahnsinnig lustig fand.
Gretchen schlüpfte schnell in ihren Kittel und knöpfte ihn zu, damit man wenigstens nicht sah, dass sie keinen BH anhatte. Die Hose und die Schuhe konnte sie leider nicht verdecken.
Als sie gerade wieder aus der Umkleide huschen wollte kamen Frau Dr. Hassmann und Marc hinein.
„Schickes Outfit.“, Dr. Hassmann sah Gretchen grinsend an.
Die stand nur da und wollte am liebsten im Boden versinken.
„Haben ihren Klamottenstil geändert, was!?“
Wieder konnte Gretchen nichts antworten, da sie ja fast keine Stimme mehr hatte. Und der Schnupfen kam inzwischen auch dazu, wie sie feststellte.
„Sie hat Erkältung.“, meinte Marc grinsend.
Frau Dr. Hassmann grinste nun noch mehr und sah Gretchen belustigt an.
„Hasenzahn, du machst heute Aktenkram. Kannst sowieso nichts anderes machen.“, er zwinkerte ihr noch mal zu, bevor er wieder den Raum verlies.
„Na dann, viel Spaß.“, meinte Dr. Hassmann noch sarkastisch, bevor auch Gretchen raus gehen konnte.


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