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Dieses Thema hat 158 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | ... 7
schleumel Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.683

20.09.2009 18:44
Story von Schleumel Zitat · Antworten

Hi! Also ich bin auch neu im Forum und lese schon seit einiger Zeit mit Begeisterung eure Fortsetzungen. Hab mich jetzt auch mal an eine rangetraut. Ich hoffe sie gefällt euch :) Achja... meine fortsetzung knüpft quasi ans finale der 2ten staffel an. ;)
Über Kommis würde ich mich natürlich freuen ;)
Viel Spaß beim lesen :)




Das konnte doch nicht sein. Ihr Vater konnte doch nicht an ihrer Hochzeit einfach mit Nasenbluten umkippen… Wer konnte schon wissen was er hatte? Er musste auf jeden Fall schnell ins Krankenhaus gebracht werden. Vielleicht hatte er etwas Ansteckendes? Gretchen konnte sich noch keinen Reim darauf machen aber ihre Hochzeit hatte sie sich sicherlich anders vorgestellt. Plötzlich schien es als ob jeder Pieper in diesem Raum auf einmal losging. Es musste sich also um etwas Ernstes handeln und ihr Vater schien nicht der einzige zu sein den es getroffen hatte. Sie rannte aus der Kirche raus rief einen Krankenwagen um dann zu ihrem Auto zu rennen um ins Krankenhaus zu fahren, als sie plötzlich Marc auf dem Parkplatz stehen sah, der sich grade eine rauchte. Was macht der denn hier draußen? Warum ist der nicht in der Kirche? Jetzt hat der doch alles verpasst und das nur wegen so einer blöden Zigarette. Er sah dass Gretchen aufgebracht war und hoffte, dass bei der Hochzeit im letzten Moment doch noch irgendwas schief gegangen war und Gretchen doch noch erkannt hatte dass sie eigentlich zu ihm gehörte und nicht zu diesem Alexis.
„Na Hasenzahn? Hast du doch noch rechtzeitig die Flucht ergriffen?“
„Marc bitte! Mein Vater ist grade zusammengebrochen und alle Piepser spielen verrückt. Deiner müsste doch auch lange gepiepst haben.“
Genau in diesem Moment ging auch Marcs Piepser los.
Langsam kamen auch die anderen Gäste aus der Kirche. Gretchen gab ihrer Mutter die Anweisung auf den Krankenwagen zu warten und dann mit ihrem Vater zum Krankenhaus zu kommen. Sie müsse jetzt so schnell es geht ins Krankenhaus.
Marc hatte inzwischen seine Zigarette weggeschmissen und rief Gretchen zu:
„Komm schon Hasenzahn, beeil dich. Ich fahre, steig schon ein!“
Während Gretchen in Marcs Auto stieg, rief sie Alexis noch zu „Ich muss ins Krankenhaus. Ich melde mich wenn die Lage sich ein wenig beruhigt hat.“ Und weg war sie.
Im Auto war Gretchen so aufgebracht, dass sie nur schwer ihre Tränen zurück halten konnte. So hatte sie sich ihre Hochzeit nicht vorgestellt. Statt mit Alexis auf dem Weg in die Flitterwochen zu sein, saß sie hier mit Marc im Auto und war auf dem Weg ins Krankenhaus. Er sieht in seinem Anzug so heiß aus. Gretchen! Weggucken und nicht weiter an Marc denken!!!
Marc, der Mitleid mit Gretchen hatte weil er wusste dass sie sich diesen Tag immer anders vorgestellt hatte sagte: „Deinem Vater wird es sicher bald wieder gut gehen. Wir kriegen das schon zusammen hin.“ Hatte Marc gerade das Wort ‚zusammen‘ benutzt? Was meinte er damit? Zusammen als Freunde? Als Kollegen? Als Partner? GRETCHEN!!! Du hast vor 10 Minuten geheiratet und denkst schon wieder an Marc. Das kann doch nicht sein. Konzentrier dich. Du musst dich jetzt erst mal um deinen Vater und die anderen kranken sorgen!!!
Gretchen riss sich aus ihren Gedanken und antwortete: „Ich will es mal hoffen. Hast du schon eine Vermutung was es sein könnte?“
„Nein leider noch nicht. Aber sobald wir die ersten Testergebnisse haben können wir sicher mehr sagen. Reg dich jetzt nicht auf das bringt eh nichts.“
Als sie am Krankenhaus ankamen riss Gretchen die Autotür auf und rannte Richtung Eingang. Dabei fiel Marc auf, dass sie immer noch ihr weißes Kleid an hatte. Sie sah darin wirklich wunderschön aus und Marc hatte Mühe von diesem Gedanken wieder loszukommen bevor er auch in Richtung Eingang rannte.
Gretchens Vater war zusammen mit den anderen Kranken (darunter auch Gabi und Alexis‘ Schwester) in die Notaufnahme gebracht worden, wo nun reges Treiben herrschte. Schwestern und Ärzte rannten wild durch die Gegend und riefen durcheinander. Den Patienten musste Blut abgenommen werden und weitere Tests mussten durchgeführt werden. Gretchen half wo sie konnte und als sich das Treiben allmählich ein wenig legte und alle Patienten ein Bett zugewiesen bekommen hatten, schaute Gretchen kurz nach ihrem Vater. Er lag in seinem Bett und hatte offenbar hohes Fieber. Plötzlich torkelte Gretchens Mutter zur Tür herein.
„Margarethe ich fühl mich so komisch. Ich weiß gar nicht warum.“
Gretchen war geschockt. Jetzt hatte es also ihre Mutter auch noch erwischt. Gretchen verfrachtete sie in das andere Bett im Zimmer das noch leer stand und gab ihr etwas zur Senkung des Fiebers. Dann beschloss Gretchen, dass es Zeit für einen Schokoriegel war und machte sich auf zur Cafeteria. Auf dem Weg dorthin traf sie auf Marc, der aufgeregt aus Richtung des Labors zu kommen schien.
„Wir wissen jetzt was es ist. Du musst dich sofort impfen lassen. Es ist Gelbfieber!“
„Gelbfieber? Aber ich dachte das gibt es heute nur noch in Südamerika und Indien.“ Während Gretchen das letzte Wort aussprach, stockte sie. Na toll. Hatte ihre Mutter nicht nur einen Geliebten aus Indien mitgebracht der ihre Altersvorsorge gestohlen hatte, sondern auch noch eine Krankheit gegen die es so gut wie keine Behandlung gab. Jetzt konnte man nur noch Fiebersenkende Mittel geben und die Gerinnungsfähigkeit des Bluts musste um jeden Preis gewährleistet bleiben. Nur so hatten die erkrankten eine Chance. Gretchen schaute Marc verzweifelt an. Ihre Eltern waren beide erkrankt. Gretchen blieb nichts anderes als zu hoffen dass sie den Kampf gewinnen würden.
„Na komm, wir gehen dich schnell impfen bevor du auch noch krank wirst.“
„Na gut. Aber danach will ich mich erstmal umziehen. Renne ja schon die ganze Zeit mit dem Kleid rum.“
„Ach, siehst eigentlich gar nicht so schlecht aus da drin. Obwohl weiß ja bekanntlich ein wenig aufträgt.“ Marc grinste Gretchen frech an und wollte so versuchen sie ein bisschen aufzumuntern. Sie lächelte kurz. Vielleicht konnten Marc und sie ja doch wieder Freunde werden. Aber wirklich nur Freunde Gretchen. Du bist frisch verheiratet, vergiss das nicht. Auch wenn er dich jetzt so süß angrinst.
Gretchen und Marc gingen zurück zum Labor wo Gretchen sich auf einen Stuhl setzte während Marc den Impfstoff aus dem Kühlschrank holte.
„Gott sei Dank haben wir davon noch genug da. Sonst würden in der nächsten Zeit wohl noch mehr Leute hier krank werden. Naja, nun halt mir mal deinen Allerwertesten hin.“ Grinsend wartete Marc auf eine Reaktion, die dann auch sofort kam.
„Marc? Hallo? Geht’s? Ich glaube du kannst mir die Impfung auch ruhig in den Arm setzen. Das ist sicher genau so gut.“
Marc grinste während er den Impfstoff in die Spitze aufzog. Dann gab er Gretchen die Impfung in den Arm und schaute sie an. Obwohl sie grade erst geheiratet hatte konnte er nicht aufhören sie anzusehen und an sie zu denken.
Was glotzt der denn jetzt wieder so. Hab ich irgendwas im Gesicht? Am besten ich gehe mich jetzt mal umziehen dann kann ich gleich mal nachgucken.
„Du Marc ich gehe mich jetzt mal umziehen. Treffen wir uns gleich in der Cafeteria?“
„Gerne“
„Ok, dann bis gleich. Ach sag mal, hast du dich denn auch schon geimpft?“
„Ja klar. Als allererstes. Krank nütze ich euch ja nichts mehr!“ antwortet Marc und grinste dabei süffisant.
„Alles klar Marc, ich zieh mich um. Bis gleich.“
Als Gretchen außer Sichtweite war, zog Marc eine weitere Spritze mit dem Impfstoff auf und setzte sie sich selber. Er hatte sich nämlich als allererstes um Gretchen gesorgt, aber das hatte er natürlich nicht zugeben wollen. Jetzt konnte ja nichts mehr passieren. Beide waren nun geimpft.
Gretchen eilte ins Schwesternzimmer und zog das Kleid aus. Sie kramte eine Jeans aus ihrem Spint und zog diese an. Dann suchte sie nach einem Oberteil.
Das kann doch nicht sein. Hier muss doch irgendwo ein T-Shirt sein. Ich kann doch jetzt nicht Oben nur mit BH und Kittel bekleidet durchs Krankenhaus rennen. Gretchen suchte verzweifelt weiter doch sie fand nichts. Also zog sie sich den Kittel über den BH und hoffte dass es nicht auffallen würde. Etwas unsicher machte sie sich auf den Weg in die Cafeteria wo sie Marc bereits mit einem Kaffee an einem Tisch sitzen sah. Sie holte sich ein Stück Schokokuchen und einen Kaffee und setzte sich zu ihm.
Sie schwiegen sich eine Weile an bis Gretchen die Stille brach und Mark nach der Milch für den Kaffee fragte. Er reichte ihr das kleine Kännchen und als sich ihre Hände berührten, durchfuhr es ihn wie einen Blitz. Er brauchte sie einfach. Aber wie sollte er ihr das klar machen? Und was würde das bringen? Sie war verheiratet. Vielleicht war es einfach zu spät?
„Marc? Stimmt irgendwas nicht?“
„Nein nein. Alles ok. Ich… ich hab nur grad kurz an was gedacht. Nichts weiter.“
„Hm achso. Ok“ Möchte gerne wissen was der wieder ausheckt. Normalerweise hätte der doch mit Sicherheit jetzt nen Spruch gedrückt. Naja. SCHEISSE Gretchen. Du wolltest dich bei Alexis melden. Stattdessen sitzt du hier mit Marc Meier rum und trinkst Kaffee.
„Du Marc ich geh jetzt nochmal bei meinem Vater vorbei. Und ich muss mich noch bei Alexis melden. Wir sehen uns ja sicher gleich noch.“
„Ok.“
Marc schaute ihr traurig nach. Sie wollte sich also noch bei Alexis melden. Es musste doch irgendwas geben das er tun konnte um sie erkennen zu lassen dass sie zu ihm gehörte. Einsam trank er seinen Kaffee aus und machte sich auf den Weg in sein Büro um dort auf dem Sofa wenigstens ein paar Stunden Schlaf zu bekommen.
Gretchen war inzwischen bei ihren Eltern gewesen deren Zustand immer noch unverändert war. Schließlich kramte sie ihr Handy aus ihrem Kittel und rief Alexis an:
„Hi. Ich bins.“
„Hi. Ich dachte schon dass du dich mal eher meldest. Ich hab mir Sorgen gemacht.“
„Tut mir leid aber hier war so viel los.“
Und ich musste ja auch noch unbedingt mit Marc Meier Kaffee trinken. Du bist wirklich eine schlechte Ehefrau Gretchen.
„Naja. Sag mal hast du meine Schwester vielleicht gesehen? Ich dachte sie wär schon zu Hause aber ich kann sie nicht finden.Und seit der Hochzeit gestern ist sie weg“
„Ähm… ja? Deine Schwester liegt bei uns in Zimmer 203 zusammen mit Schwester Gabi?“
„Was? Ähm… Ok. Ich komme sofort vorbei.“
„Gut, dann bis gleich.“
„Ja bis gleich. Ach, Gretchen ich liebe….“
Aber Gretchen hatte schon aufgelegt. Sie machte sich auf den Weg zu Alexis‘ Schwester um sich ihre Werte anzusehen. Umso überraschter war Gretchen als sie sah, dass Alexis‘ Schwester anscheinend wach war. Sie hatte zwar noch Fieber, aber es war schon deutlich zurück gegangen und es schien ihr auch schon wirklich besser zu gehen.
„Lissi? Wie geht es dir denn? Du bist die einzige die sich bis jetzt soweit erholt hat dass sie von allein aufgewacht ist.“
„Wie solls mir schon gehen. Als hätte ich eben krasses Fieber.“
„Na gut ich werde deine Werte mal mitnehmen und mit einem Kollegen besprechen. Dein Bruder wird auch gleich hier sein.“
„Schön.“
Entnervt verließ Gretchen das Zimmer und ging zu Marcs Büro. Dort klopfte sie kurz an die Tür, wartete das „Herein“ aber gar nicht mehr ab sondern öffnete die Tür und brabbelte drauf los:
„Du Marc. Alexis‘ Schwester scheint es schon wieder besser zu gehen. Das Fieber ist deutlich gesunken und sie ist wach und fantasiert nicht und das bedeutet meine Eltern könnten auch wieder gesund werden.“
„Ähh… Hasenzahn? Das nächste Mal wartest du vielleicht ab bis ich dich hineinbitte?“
Marc war nämlich grade dabei gewesen die Bilder vom letzten Betriebsausflug anzuschauen. Die von Gretchen hatte er sich besonders lange angeguckt und er versuchte nun hektisch alle Bilder wieder zu schließen.
Was fummelt der denn jetzt so hektisch an seinem PC rum? Hab ich ihn wohl grade beim Pornos gucken erwischt.
„Maaarc! Hast du nicht gehört. Meine Eltern werden sicher wieder gesund.“
Marc grinste Gretchen an und ging ein paar Schritte auf sie zu. Sie war so überdreht weil sie so sehr hoffte ihre Eltern würden nun auch wieder gesund werden, dass Marc selber auch ganz nervös wurde.
„Gretchen jetzt hör aber mal auf hier auf und ab zu rennen. Setz dich da hin und gib Ruhe!“
Gretchen setzte sich auf die Liege in Marcs Büro und schaute ihn verdutzt an. Freut der sich denn gar nicht mit mir?
„Bevor du jetzt was Falsches denkst, ich freue mich mit dir, aber wenn du hier auf und ab läufst machst du mich noch wahnsinnig.“ Kann der Gedanken lesen oder was?
Marc ging weiter auf Gretchen zu bis er ganz nah vor ihr stand. „Ja, du machst mich wahnsinnig“ sagte er noch einmal und beugte sich dann langsam nach vorne. Er konnte sich einfach nicht zurück halten. Sie fehlte ihm so sehr und er sehnte sich so sehr nach ihren Küssen. Gretchen konnte nicht fassen dass er versuchte sie zu küssen. Gretchen wage es bloß nicht. Du hast bereits einen Mann der dich liebt. Einen zweiten kannst du nicht gebrauchen. Fragt sich nur wer der erste und wer der zweite ist… GRETCHEN! Reiß dich zusammen. Du wirst jetzt nicht mit Marc Meier knutschen.
In Gretchens Bauch kribbelte es gewaltig und auch bei Marc sah es nicht anders aus. Sie hatten also immer noch die alten Gefühle füreinander. Gretchen war hin und her gerissen. Ihr Verstand sagte ihr dass sie grade erst Alexis geheiratet hatte, doch ihr Herz wollte bei Marc sein, ihn küssen, mit ihm glücklich werden. Gretchen hörte auf ihr Herz. Sie schloss die Augen und lies es einfach zu. Zaghaft berührten sich die Lippen der beiden. Marc zog Gretchen näher an sich heran und strich mit einer Hand durch ihr Haar, die andere legte er auf ihren Rücken um sie ganz nah an sich zu drücken. Gretchen fühlte seine warme Hand auf ihrem Rücken und sie durchfuhr ein Schauer der eine Gänsehaut auslöste, so intensiv waren die Gefühle die in ihr wirbelten. Sie spürte Marcs weiche Lippen auf ihren und aus dem anfangs zaghaften Kuss wurde ein immer leidenschaftlicherer und intensiverer Kuss. Gretchen konnte Marcs Atem hören. Der wurde immer schneller als Marc grade versuchte Gretchens Kittel zu öffnen. Gretchen wusste was sie tat war falsch doch sie konnte sich einfach nicht zurückhalten. Das war es was sie immer gewollt hatte. Bei Marc sein, wie hatte sie das nur vorher nicht erkennen können. Sie befürchtete einen großen Fehler gemacht zu haben indem sie Alexis geheiratet hatte. Zwar mochte sie ihn auch und er war wirklich ein netter Kerl, doch er war einfach nicht Marc. Das musste Gretchen nun erkennen.
Inzwischen hatte Marc Gretchens Kittel ganz geöffnet als er mit einem süffisanten Grinsen von Gretchen abließ.
„Seit wann tragen wir denn nichts mehr unter unserem Kittel? Also wenn ich das vorher gewusst hätte…“ Er grinste sie an.
„Man Marc. Ich hab halt kein T-Shirt gefunden und jetzt halt die Klappe und küss mich gefälligst.“ Marc lächelte. Dann schloss er sein Gretchen wieder fest in seine Arme und küsste sie leidenschaftlich. Er konnte hören wie sie schwer atmete und als er ihr seine Hand auf die Brust legte konnte er ihr Herz schlagen fühlen. Marc wollte grade seinen eigenen Kittel ausziehen als es plötzlich an der Tür klopfte. Hastig zogen sich beide wieder an und Gretchen kramte irgendeine Akte hervor damit es so aussehen sollte als hätten sie sich über die Akte unterhalten. Marc hechtete zu seinem Schreibtischstuhl und brüllte ein wenig genervt weil man ihn und Gretchen gestört hatte:
„Herein!“
Die Tür öffnete sich und da stand Alexis vor ihnen.
Na das nenn ich mal Timing. Ausgerechnet jetzt. Was sage ich denn jetzt? Ich will ja nicht dass er es so erfahren muss. Am besten ich sage erst mal nichts dazu und tue so als sei nichts gewesen. Er soll sich erst einmal um seine Schwester kümmern. Danach werde ich ihm dann sagen was da mit Marc und mir läuft. Also… für den Fall dass da was läuft. Weiß ja nicht wie Marc das sieht.
„Alexis! Deine Schwester ist auf Zimmer 203. Das ist den Gang runter und dann gleich links wenn du sie besuchen willst.“
„Ich wollte eigentlich auch zu dir. Haust nach der Hochzeit einfach ab und seit dem hab ich dich nicht mehr gesehen.“
„Ja, war auch ziemlich viel zu tun hier. Wie du siehst besprechen Marc ähhh Doktor Meier und ich auch grade Laborergebnisse. Also vielleicht gehst du schon mal vor ich komme dann sobald ich hier fertig bin.“
„Na gut. Dann bis gleich.“ Alexis war zwar etwas verunsichert denn er spürte dass etwas in der Luft lag, doch er ließ es sich nicht nehmen Gretchen einen Kuss zu geben, was Marc natürlich gehörig auf die Palme brachte. Das ließ er sich jedoch zunächst nicht anmerken. Erst als Alexis gegangen war sagte er:
„Hasenzahn? Was sollte das grade?“
„Maaarc. Er weiß doch noch gar nichts. Und ich will dass er sich erst mal um seine Schwester kümmert damit er sich nicht auch noch um mich Gedanken machen muss. Warum? Bist du etwa eifersüchtig?“ stichelte Gretchen.
„Ich? Nein! Sicher nicht! Wie kommst du auf sowas? Ausgeschlossen“ Und mit diesen Worten verließ Marc das Zimmer. Aha. Er ist also eifersüchtig hab ich mir doch gedacht. Das zeigt ja schon dass er mich liebt oder? Ich meine, wie er mich eben geküsst hat war einfach unglaublich. Und ich fange langsam an zu glauben dass es besser ist ein Leben lang für den Richtigen zu kämpfen als mit dem Falschen zu leben.
Währenddessen hatte Alexis sich an das Bett seiner Schwester gesetzt.
„Und wie geht es dir? Habe gehört du bist die erste der es wieder besser geht? Du machst allen deswegen große Hoffnungen“ versuchte Alexis seine Schwester aufzumuntern.
„Ich werde hier noch ne Weile rumliegen müssen und dabei werde ich Muskeln verlieren und fett werden, was glaubst du also wie es mir geht?!“
„Lissi, es gibt wichtigeres als Modelmaße“
„Für dich vielleicht. Für mich n…“
Weiter kam sie nicht denn plötzlich meldete sich die fiebrige und fantasierende Gabi zu Wort.
„Leiche… Seine Mutter ist nicht blind… Erpressung… Richtiger Name Frank…“
Erschrocken schauten sich Alexis/Frank und seine Schwester an.
„Lissi, woher weiß sie das alles? Hast du was gesagt?“
„Bist du verrückt? Warum sollte ich ihr was gesagt haben?“
„Wir müssen hier weg, bevor Gabi die Polizei ruft oder Gretchen was herausfindet. Besser ich mache Schluss und sie hält mich für ein riesen Arsch als für einen Mörder.
„Ok, dann triff alle Vorbereitungen. Sobald ich hier raus komme sind wir weg. Ich versuch darauf zu achten dass niemand sonst hört was Gabi grade von sich gegeben hat.
„Ok, ich verschwinde dann mal wieder. Ich will Gretchen jetzt nicht direkt begegnen.“
„Gut, dann bis später.“
„Ciao“
Und weg war Alexis. Wenige Minuten später betrat Gretchen das Zimmer.
„Wo ist er denn schon wieder hin?“
„Ach er musste schnell wieder nach Hause. Irgendwas ist an der Börse schief gegangen“ log Lissi.
Verwundert verließ Gretchen das Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Komisch. Erst macht er mir ne Szene dass wir uns noch gar nicht gesehen habe nach der Hochzeit und dann haut er einfach ab ohne was zu sagen. Er hat doch wohl eben nichts bemerkt? Ich hoffe mal nicht. Ansonsten hätte er sicher aufgebrachter reagiert. Ich muss unbedingt mit Marc reden. Aber jetzt werd ich erst mal mein Tagebuch suchen.
Gretchen ging ins Schwesternzimmer zu ihrem Spint und holte ihr Tagebuch aus ihrer Tasche.


Liebes Tagebuch,
Eigentlich sollte ich dir jetzt schreiben dass ich auf Hawaii am Strand liege und mit Alexis Cocktails schlürfe und wir kaum aus dem Bett kommen weil wir ständig Sex haben, so wie sich das für frisch verheiratete Leute gehört. Aber es kam ganz anders. Nach dem Ja-Wort ist mein Vater auf einmal mit Nasenbluten umgekippt. Wie sich nachher rausstellte hat er das Gelbfieber (nicht nur er, es sind einige betroffen) und so wie es aussieht hat Mama es aus Indien mitgebracht.(Mama ist übrigensauch krank. Ich hoffe wirklich dass beide wieder gesund werden.) Da es eine lange Inkubationszeit hat ist es wohl jetzt erst ausgebrochen.
Sex habe ich mit Alexis also im Moment keinen. Bin ja im Krankenhaus. Dafür hatte ich eben fast Sex mit Marc und ich bin mir noch nicht sicher ob Alexis was bemerkt hat denn er war eben einfach so weg ohne was zu sagen. Ich befürchte mein Herz hat sich mal wieder für Marc entschieden und ich glaube dass ich dieses Mal die richtige Entscheidung treffe, auch wenn es vielleicht ein wenig spät ist. Aber wie sagte meine Oma immer: Besser spät als nie. Und das glaube ich auch. Werde es also in den nächsten Tagen Alexis beibringen müssen. Und meine Mutter (werde natürlich warten bis sie wieder gesund ist und es ihr dann sagen) wird sicher direkt wieder umkippen. Ist mir auch erst mal egal was Marc dazu sagt. Wenn er jetzt doch wieder einen Rückzieher machen will werde ich trotzdem weiter kämpfen, denn mit dem Falschen kann ich auch nicht glücklich werden und Marc ist einfach mein Prinz der für mich bestimmt ist. Dessen bin ich mir ganz sicher.
Naja, ich werde jetzt mal versuchen Marc zu finden und dann eine kleine Mütze Schlaf abzubekommen. Bin ja schon seit Ewigkeiten auf den Beinen.
Melde mich bald wieder,
Gretchen


Als Gretchen das Buch grade weggelegt hatte, betrat Schwester Sabine das Zimmer.
„Frau Doktor. Was ist denn mit dem Herrn von Buren los? Der ist ja wie eine besengte Sau aus dem Krankenhaus gerannt. Er hat sie doch nicht mit dem Herr Doktor Meier erwischt?“
„Äh.. Nein? Und woher wollen sie wissen dass ich überhaupt heute bei Doktor Meier war geschweige denn dass wir irgendwas miteinander hatten?“
„Naja, ich hab ja gesehen wie er sie ansieht und als sie dann heute so lange in seinem Büro waren da hab ich kurz gelauscht und gehört wie sie sagten dass er die Klappe halten solle und sie küssen soll.“
Gretchen wurde rot. Ihr war es irgendwie peinlich dass Sabine sie darauf ansprach, zumal sie selber noch nicht genau wusste wie das mit Marc und ihr weiter gehen sollte.
„Tja also… wissen sie Sabine… Ich…. Ähm…“
„Sie brauchen sich nicht zu rechtfertigen Frau Doktor. Ich wusste immer schon dass er der Richtige für sie ist, auch wenn ich nie verstanden habe was sie an dem finden.“
„Ja, danke Schwester Sabine. Ich muss dann auch mal los jetzt.“
Immer noch errötet schritt Gretchen den Gang entlang und fragte sich was sie jetzt wohl tun sollte. Sie stieg in den Aufzug, denn sie wollte noch einmal nach ihren Eltern sehen. Als der Aufzug sich öffnete stand Mehdi vor ihr.
„Hallo Gretchen. Wie geht es dir? War wohl nicht die Hochzeit die du dir erträumt hattest, was?“ scherzte er.
„Hallo Mehdi. Ja, was soll man machen. Kann ja nicht alles perfekt sein“ Gretchen lachte gekünzelt. Sie wollte auf keinen Fall dass Mehdi das von ihr und Marc jetzt schon erfuhr.
„Scheinst das aber ganz gut wegzustecken. Ich hätte gedacht dass du mit einem Berg von Schokolade irgendwo heulend rumsitzen würdest“
Hat der das grade wirklich gesagt? Sehr nett, danke Mehdi. Schön zu wissen dass er mich für eine labile Schoki-Süchtige hält. Ok, bin ich vielleicht auch. Aber wenn der wüsste warum ich das so gut wegstecke… Der würde Augen machen. Gretchen dachte an Marc und grinste ein wenig. Dann ging die Aufzugtür auf und Mehdi stieg aus.
„Naja ich muss an die Arbeit. Babys kommen auch trotz des Gelbfiebers“ sagte er und verließ den Aufzug. Gretchen wollte grade weiterfahren als jemand im letzten Moment seine Hand zwischen die Aufzugtür schob.
„Na Hasenzahn? Haste mich vermisst?“
Sobald die Aufzugtüren zu waren drückte Marc den Stop-Knopf am Aufzug. Dann gingt er auf Gretchen zu und drückte sie leicht an die Wand und küsste sie zärtlich.
„Marc, doch nicht hier.“
„Warum nicht. Ich bin grade so in Fahrt“ sagte er mit einem schelmischen Grinsen und griff ihr unter den Kittel. Gretchen fuhr ihm mit der Hand durch die Haare. Hmmm… Er riecht sooo gut. Und seine Küsse sind der Wahnsinn. Aber ich muss erst wissen was aus uns werden soll.
„Marc?“
Marc ignorierte sie und seine Hände wanderten sanft über ihren Körper. Gretchen konnte kaum noch klar denken.
„Marc?“
„Hm?“
„Ich muss erst wissen was das hier mit uns ist. Ich meine ich habe vor 2 Tagen geheiratet. Und jetzt stehe ich hier im Aufzug und küsse dich.“
„Gretchen… Ich… Also… ähm… ich…“
Plötzlich ertönte eine Stimme im Lautsprecher des Aufzugs.
„Ist bei ihnen alles ok oder warum haben sie den Aufzug angehalten?“ Na toll. Der Aufzugnotdienst. Hätte Marc sich aber auch denken können dass die sich melden wenn er einfach so den Aufzug anhält. Peinlich berührt antwortete Gretchen:
„Ist alles in Ordnung… wir… ähh… hatten noch was zu bereden.“
„Dann tun sie das bitte woanders und nehmen sie dafür nicht den ganzen Aufzug in Anspruch. Danke.“
Und schon setzte sich der Aufzug wieder in Bewegung und bevor Gretchen und Marc weiter reden konnten hielt der Aufzug in der Chirurgie und beide verließen den Aufzug in verschiedene Richtungen. Marc war froh dass der Notdienst sie unterbrochen hatte. Er wollte Gretchen nicht unter Druck seine Liebe gestehen. Wenn er es sagte, dann sollte es von ihm und vor allem von Herzen kommen. Gretchen ging noch schnell zum Schwesternzimmer und holte ihre Tasche. Sie hatte beschlossen für heute nach Hause zu fahren auch wenn das bedeuten würde dass sie Alexis wohl alles gestehen musste. Dass dieser ebenfalls Pläne hatte, ahnte Gretchen noch nicht.

schleumel Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.683

20.09.2009 20:54
#2 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Als Gretchen vor dem Krankenhaus stand, wusste sie zuerst nicht ob sie nun nach Hause ins Haus ihrer Eltern fahren sollte, oder ob sie zu Alexis fahren sollte. Sie hatte schon ein wenig Angst davor ihm zu gestehen dass sie sich wieder von ihm trennen wollte aber genauso wenig wollte sie nach Hause in das Haus ihrer Eltern fahren, welches sie ja nun mal leer antreffen würde da ihre Eltern im Krankenhaus lagen. Komm schon Gretchen. Je eher du es Alexis sagst, desto eher kannst du glücklich sein mit Marc… Wenn er es denn will…
Gretchen nahm sich also ein Taxi und fuhr damit zu Alexis. Dort angekommen stieg sie aus und bezahlte den Taxifahrer. Ein mulmiges Gefühl hatte sie schon, als sie vor dem Tor stand und klingelte. Plötzlich ertönte aus dem Lautsprecher ein „Ja bitte“. Eindeutig die Stimme seiner Assistentin. „Ich bins Gretchen. Ich würde gerne zu Alexis.“ „Einen Moment bitte.“
Das Tor öffnete sich automatisch und Gretchen ging den kurzen Weg entlang zur Tür wo der Butler schon auf sie wartete. „Herr von Buren ist oben in seinem Schlafzimmer.“ „Ok, danke. Ich geh dann mal direkt hoch zu ihm.“ „Wollen sie vorher nicht noch etwas essen? Eine Schokotorte vielleicht oder auch zwei?“ stichelte der Butler äußerst unhöflich. „Nein danke. Ich habe schon ein halbes Schwein verputzt, das sollte für heute reichen.“ Sehr schlagfertig Gretchen… Hoffentlich klappt das gleich besser wenn du Alexis gestehst dass du doch lieber mit Marc zusammen sein möchtest
Gretchen stieg die große Treppe hoch und als sie oben angekommen war, klopfte sie an Alexis‘ Tür. Ihr kam ein genervtes „Was?!“ entgegen. Oh Gott… vielleicht ist das doch kein so guter Zeitpunkt? Der scheint ja nicht gerade bei bester Laune zu sein. Naja reingehen muss ich jetzt sowieso.
Gretchen öffnete die Tür und trat ein.
„Hi.“
„Oh Gretchen. Mit dir hatte ich nicht gerechnet. Entschuldigung. Was machst du denn hier?“ sagte Alexis leicht genervt. Er war offensichtlich dabei gewesen irgendwas zu suchen. Oder warum liegen hier überall Klamotten rum? Oder ist er etwa dabei seine Sachen zu packen? Oh mein Gott. Habe ich ihn etwa schon verjagt? Moment Gretchen… Das kann dir doch nur Recht sein. Schließlich willst du doch mit ihm Schluss machen.
„Tja also ehrlich gesagt muss ich mit dir reden.“
„Das trifft sich ich muss auch mit dir reden.“ Sagte Alexis übertrieben gefühlskalt.
„Ok, dann fang doch einfach an?“
„Tja also von mir aus kannst du auch anfangen.“
„Och Alexis. Lass uns doch jetzt nicht aufführen wie im Kindergarten. Also rück schon mit der Sprache raus. Was wolltest du denn jetzt so wichtiges sagen.“
Alexis schluckte. Er wollte Gretchen nicht verletzen aber seine eigene Sicherheit und die seiner Schwester standen für ihn an erster Stelle.
„Ich… Ich werde für immer hier weg gehen und wir werden uns nie wieder sehen. Es tut mir leid.“
Waaaas? Was hat der da grade gesagt? Habe ich das richtig verstanden? Das hat er doch nicht wirklich gesagt? Das kann nicht sein. Warum wenn nicht wegen mir sollte er denn schon abhauen? Ok, ich wollte eh Schluss machen aber bin ich den echt so schwer zu ertragen?
„Du willst was? Warum?“
„Das kann ich dir nicht sagen. Bitte glaub mir wenn ich dir sage dass es wirklich nicht anders geht. Ich würde auch dich in Gefahr bringen wenn ich nicht gehe.“
Was bildet der sich ein? Der tut grade so, als wär er Jack the Ripper und würde weltweit von der Polizei gesucht. Vielleicht ist er auch undercover unterwegs und ermittelt irgendwas? Oder er ist im Zeugenschutzprogramm und fürchtet entdeckt zu werden. Oder er arbeitet für die Mafia? Gretchen reiß dich zusammen. Frag ihn lieber bevor du dir irgendwas zusammenspinnst.
„Und warum genau? Du kannst doch nicht von mir erwarten dass ich dich einfach so ohne Erklärung gehen lasse? Was hast du dir denn gedacht?“
„Ich kann es dir wirklich nicht sagen. Ich wollte niemals dass es so kommt. Ich liebe dich wirklich. Aber ich muss gehen. Es geht eben nicht anders. Und bitte versuch nicht mich zu finden wenn ich weg bin. Das würde die Sache nur schlimmer machen. Für uns beide.“
Er hat grade ‚Ich liebe dich‘ gesagt? Wie kann er nur wo er doch jetzt einfach so abhaut. Vor allem, wie soll ich ihm jetzt sagen dass ich Schluss machen will wegen Marc. Ok, Schluss scheint es eh zu sein. Weiß gar nich ob ich ihm das mit Marc noch sagen soll… Wozu wenn er eh geht.
„Was wolltest du mir denn sagen Gretchen?“
Gretchen wurde aus ihren Gedanken gerissen.
„Hm?“
„Du wolltest mir doch auch irgendwas sagen oder nicht? Deswegen bist du doch hergekommen.“
Pffff… Was denkt der sich. Ich soll ruhig bleiben und mit ihm reden nachdem er mir sagt dass er einfach abhaut? OHNE mir zu sagen warum? Glaube ich sage ihm das mit Marc doch. Dann ist wenigstens sichergestellt dass ich ihn nicht mehr wiedersehe. Will ich nämlich echt nicht nach der Nummer hier. Vertraut mir einfach nicht. Sonst könnte er mir ja sagen was los ist. Genau wie Marc nach dem Unfall. Typisch Männer. Nun gut
„Du willst wissen warum ich hergekommen bin?“ sagte Gretchen wütend. „Ich bin hier weil ich dir sagen will dass Schluss ist weil ich lieber bei Marc bin als bei dir. Ich will mit ihm zusammen sein. Ich war nur zu dumm zu erkennen dass ich immer schon zu Marc gehört habe.“
Alexis schaute Gretchen fassungslos an. Er konnte nicht glauben was er da hörte. Gretchen stand vor ihm und sagte ihm 2 Tage nach der Hochzeit dass sie doch lieber mit Marc zusammen sein wollte. Er wurde wütend und schrie Gretchen an:
„Du willst was? Mit diesem Meier? Ich hab es immer gewusst du kleine Schlampe.“ Das wollte er eigentlich nicht gesagt haben doch er war derart in Rage dass es nur so aus ihm heraus sprudelte.
Gretchen, die inzwischen die Tränen in den Augen stehen hatte brüllte zurück:
„Ich kann doch nichts dafür. Mein Herz hat sich nun mal so entschieden. Kann dir ja außerdem egal sein. Du haust ja eh ab.“
„Nur weil ich gehen MUSS heißt das ja nicht dass ich auch gehen WILL und dich deswegen nicht mehr liebe.“ Schrie er zurück.
Gretchen wischte sich die Tränen aus den Augen. Dann sagte sie leise:
„Ist doch jetzt auch egal. Wir müssen anscheinend beide gehen. Jeder auf seine Weise.“ Gretchen schaute traurig zu Boden. Auch Alexis hatte sich inzwischen etwas beruhigt. Gretchen fügte noch hinzu: „Es tut mir leid. Ich wollte dich nicht verletzen. Es ist einfach so passiert und es hat sich richtig angefühlt. Und ich bin ja schließlich auch gekommen um es dir zu sagen.“
Ungläubig starrte Alexis Gretchen an:
„Ihr hattet also schon Sex? 2 Tage nachdem wir geheiratet haben?“
„Nein hatten wir nicht.“ Fast flüsternd weil sie sich schämte sagte Gretchen noch: „Nur fast.“
„Na toll. Nur fast also. Super!“
Alexis war so wütend dass er Gretchen am Arm packte und sie zur Tür zerrte. „Aua! Alexis du tust mir weh!“ Er ließ sie los und gab ihr einen kleinen Stoß, so dass sie nun mitten in der Tür stand. Dann schrie er: „Verschwinde hier! Ich will dich nie wieder sehen. Auch abgesehen dass ich dich nicht wieder sehen kann. Selbst wenn ich könnte würde ich dich nie wieder sehen wollen. Und jetzt raus hier!“
Gretchen rannte heulend die Treppe runter und zur Haustür raus. Draußen suchte sie ihr Handy und rief Marc an. Schluchzend sprach sie ins Telefon:
„Marc? Hier… hier ist Gretchen. Kannst du mich bitte abholen? Ich bin hier bei Alexis. Ich warte vor dem Tor auf dich“
„Was ist denn los mit dir? Gab‘s im Supermarkt keine Schokolade mehr oder warum heulst du schon wieder?“
„Man Marc! Ich hab grade mit Alexis Schluss gemacht. Erzähl ich dir später. Holst du mich nun ab oder nicht?“ fauchte sie genervt.
„Ja ich komme ja schon. Bin in 10 Minuten da. Fahre sofort los. Bis gleich.“
Marc hatte schon aufgelegt. Hier stand sie also und wartete vor der Tür ihres Ehemannes bzw. Ex-Mannes auf ihren Marc. Sie hoffte inständig dass sie dieses mal das Richtige getan hatte. Wehe Marc hat gleich keine Schokolade zu Hause. Brauche jetzt wirklich eine große Portion davon. Gibt’s doch nicht. Da will Alexis einfach abhauen ohne mir zu sagen warum und dann macht er mich wegen Marc an obwohl er eh gehen wollte…. Na toll… Jetzt fängt es auch noch an zu regnen. Super. Na Gott sei dank habe ich immer noch nur meinen WEISSEN Kittel an. Toll Gretchen. Besser kann der Tag ja nicht mehr werden.
Als Gretchen Marc vorfahren sah stieg sie erleichtert ein.
„Na Hasenzahn? Wolltest du noch eben schnell beim Wet-Kittel-Contest mitmachen?“ fragte Marc frech um Gretchen wenigstens ein wenig zum lächeln zu bringen.
„Och Marc. Kannst du nicht einmal nett sein? Dir ist doch hoffentlich klar dass ich mich wegen dir von Alexis getrennt habe oder nicht?“
Auf einmal wurde Marc ganz ruhig, strich mit seiner rechten Hand über Gretchens Bein und nahm dann ihre Hand und drückte sie.
„Natürlich weiß ich das“ sagte er ernst und schaute sie dabei mit seinen braunen Rehaugen an. Gretchen Haase du hast dich dieses mal richtig entschieden. Allein dieser Blick entschädigt schon für alles was du grade durchgemacht hast. Aber ein bisschen Schoki könnte jetzt auch nicht schaden.
Auf dem Rest des Weges zu Marcs Wohnung sagte keiner mehr etwas. Sie stiegen aus und gingen hoch zu ihm.
„Hasenzahn willst du nicht warm duschen und was Trockenes anziehen? Zitterst ja total.“
„Gute Idee. Aber komm bloß nicht auf falsche Gedanken.“ Gretchen war jetzt wirklich nicht in der Stimmung für Sex. Immerhin hatte sie grade eine Trennung hinter sich. Ok, sie hatte auch schon wieder einen neuen aber trotzdem. Sie hatte jedes Recht schlecht drauf zu sein. Sie ging ins Bad und zog sich aus. Dann stellte sie das Wasser an und hüpfte unter die Dusche. Währenddessen hatte Marc sich bis auf seine schwarze Calvin Klein Boxershort ausgezogen und hockte sich auf sein Sofa und schaltete den Fernseher ein. Er dachte jedoch mehr über Gretchen nach als TV zu gucken. Warum war sie jetzt so traurig. Er wusste doch, dass sie mit ihm zusammen sein wollte, warum trauerte sie dann um Alexis und warum hatte sie Mitleid mit ihm? Er würde sie wohl nie so richtig verstehen. Er hörte wie das Wasser unter der Dusche prasselte. Er stand vom Sofa auf und ging ins Badezimmer. Gretchen hatte noch nicht bemerkt, dass er auch im Zimmer war. Erst als er die Glastür der Dusche öffnete stellte sie erschrocken fest, dass Marc hinter ihr stand.
„Marc, ich hab doch gesagt ich hab jetzt keine Lust auf sowas und…“ Weiter kam sie nicht.
„Schhhhht“ macht Marc und nahm sie in den Arm. Er hielt sie einfach nur fest und drückte sie an sich um ihr zu zeigen dass er für sie da war. Wow… Marc kann auch mal nicht an Sex denken. Wahnsinn. Wie geborgen ich mich fühle. Gretchen, ich bin immer mehr davon überzeugt dass du das richtige getan hast So standen sie eine Weile unter dem warmen Wasser bis Marc sich ein paar Zentimeter von ihr entfernte um sie ansehen zu können. Zärtlich nahm er ihr Gesicht mit beiden Händen und küsste sie dann. Unglaublich. Er hält mein Gesicht sogar mit beiden Händen. Genau wie in jedem guten Liebesfilm. Er MUSS einfach mein Prinz sein.
Dann ließ Marc von ihr ab und schaute ihr tief in die Augen. Auf einmal sagte er ganz ganz leise, grade so dass Gretchen es verstehen konnte „Ich liebe dich Gretchen Haase.“ Gretchen konnte nicht fassen was sie da grade gehört hatte. Hat er das grade wirklich gesagt? Sowas kommt aus dem Mund von Marc Meier? Er will sicher dass ich ihm antworte. Aber was wenn er‘s nicht gesagt hat und ich dann sage ‚ich dich auch‘ das ist doch total peinlich. Gretchen du sagst es jetzt einfach. Wenn du nichts sagst ist das viel peinlicher für den Fall dass er es wirklich gesagt hat.
Also nahm sie all ihren Mut zusammen und sagte schließlich „Ich liebe dich auch.“ Sie schaute Marc an. Er lächelte. Er hatte es also wirklich gesagt. Trotz der Sache mit Alexis war sie auf einmal wieder überglücklich. Marc gab ihr noch einen Kuss, dann stieg er aus der Dusche, zog eine neue Boxershorts an und legte Gretchen seine Jogginghose und sein M-T-Shirt raus.
Als Gretchen aus dem Badezimmer kam musste Marc schmunzeln. Sie sah wirklich süß aus in seinen Klamotten.
„Was ist denn nun eben bei diesem Alexis passiert dass du so aufgebracht warst?“
„Ach, er hat gesagt er müsse gehen und wir würden uns nie wieder sehen. Und zwar BEVOR ich ihm von uns erzählte. Er sagte auch dass es für ihn und auch für mich zu gefährlich sei wenn er hier bliebe.“
„Und wie ich dich kenne will Sherlock Haase jetzt rausfinden warum der feine Herr von Buren abhauen muss ohne dass er es erklären kann.“
„Richtig.“ Grinste sie ihn an. „Und ich weiß auch schon genau wer mir dabei helfen wird.“

schleumel Offline

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20.09.2009 22:33
#3 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

„Kannst du vergessen. Ich spioniere doch nicht diesem von Buren hinterher.“ Sagte Marc ein wenig entrüstet. Er war froh, dass er den endlich los war, warum sollte er sich also jetzt noch Gedanken über den machen?
„Du warst auch gar nicht gemeint mein lieber Marc.“
„Ach ja? Und wer soll sonst deinen Watson spielen?“
„Na, die Informationsquelle Nummer eins im Krankenhaus“
„Die olle Tratschtante Schwester Sabine oder wie?“
„Genau. Wirst schon sehen. Wir finden raus was es mit der Sache auf sich hat.“
„Na da bin ich ja mal gespannt. Aber wie wär’s denn wenn du dich jetzt mal auf mich als auf Alexis konzentrieren würdest“ sagte Marc und tat dabei so als sei er beleidigt. Gretchen lächelte und setzte sich dann auf seinen Schoß. Sie küssten sich und Marc strich mit seiner Hand erst über Gretchens Haare, dann über ihre Schulter weiter runter zu ihrem Rücken und schließlich umfasste er mit der einen Hand ihren Hintern während er sie mit der anderen Hand an der Hüfte hielt. Sie streichelte zärtlich seine Brust und fuhr mit ihrer Hand über seinen perfekten Oberkörper. Wow. Er fühlt sich wirklich so gut an. Und er weiß was er tut das muss man ihm lassen… Marc zog Gretchen näher an sich ran. Schließlich streifte er das M-T-Shirt von ihr ab. Er bekam eine Gänsehaut als er ihre haut auf seiner fühlen konnte. Sie war einfach perfekt. Das hatte er immer schon gewusst. Blöd dass er es nicht eher hatte zugeben können. Schließlich hob er Gretchen leicht an und schob sie von sich runter, so dass sie mit dem Rücken auf dem Sofa lag. Dann beugte er sich über sie und benetzte ihren Körper mit Küssen. Gretchen war überglücklich. Alles war perfekt. Sie hatte endlich ihren Marc für sich, der ihr sogar unglaublich aber wahr, seine Liebe gestanden hatte und sie waren nun im Begriff zum ersten Mal miteinander zu schlafen. Sie hatte so lange darauf warten müssen. Endlich war ihr Märchen wahr geworden. Sie merkte wie Marc ihr am Ohrläppchen knabberte und ihr leise zuflüsterte „Du machst mich unendlich glücklich Gretchen.“ Sie lächelte. Als Antwort auf sein Geständnis gab sie Marc einen unwiderstehlichen Kuss. Dieser konnte nun nicht mehr an sich halten und riss Gretchen auch noch die Jogginghose vom Leib. Und dann taten sie es… Für Gretchen wie auch für Marc erfüllte sich ein lang ersehnter Wunsch. Endlich waren sie vereint. Es war für beide wunderschön und beide waren sich immer sicherer das richtige getan zu haben. Später lagen beide Arm in Arm auf dem Sofa und guckten TV. Marc hatte MTV eingeschaltet und es lief grade „Here Without you“ von Three Doors Down. Plötzlich drehte Gretchen sich um zu Marc und sah ihn lange und ernst an. Dann sagte sie: „Ich will nie wieder ohne dich sein müssen.“ Marc küsste sie darauf hin und drückte sie an sich. Dann sagte er schließlich. „Mich wirst du nicht mehr los. Versprochen Hasenzahn“ Dabei grinste er sie unverschämt an. Aber sie wusste dass er es ernst gemeint hatte.
Am nächsten Tag hatten beide Spätdienst. Als Gretchen und Marc ins Krankenhaus kamen wollte Gretchen zuerst nach ihren Eltern sehen. Beide waren inzwischen aufgewacht und das Fieber hatte nachgelassen. Auch Schwester Gabi war auf dem Weg der Besserung. Das einzige Opfer des Gelbfiebers war bis jetzt eine sehr alte Dame gewesen deren Immunsystem wohl nicht gegen den Virus angekommen war.
Als Gretchen das Zimmer ihrer Eltern betrat war sie zufrieden. Beiden ging es besser. Wenn auch schon Gerüchte im Krankenhaus herum gingen dass Gretchen sich bereits von Alexis getrennt hatte.
„Margarethe. Die Leute hier im Krankenhaus sagen dass du und der Alexander gar nicht mehr zusammen sind.“
„Alexis Mama. Und nein wir haben uns getrennt. Er musste weg. Und er hat mir gesagt dass er mir nicht sagen kann wohin und warum und dass wir uns nie wieder sehen können.“
Dass sie nun mit Marc zusammen war verschwieg sie lieber. Allein weil ihr Vater ja auch noch im Zimmer war. Aber auch weil sie wirklich keine Lust hatte mit ihrer Mutter weiter zu diskutieren.
„Aber Margarethe. Der schien doch so ein netter junger Mann zu sein.“
„Bärbel nun lass sie doch mal. Sie möchte sicher nicht jetzt darüber reden nicht wahr Kälbchen?“
Dankbar nickte Gretchen ihrem Vater zu.
„Ja ich muss dann jetzt auch wieder. Hab gleich Dienst. Wir sehen uns später.“
Gretchen verließ das Zimmer und betrat den Aufzug. Natürlich traf sie darin auf Marc. Der war direkt von dem Gedanken angetan dass sie den Fahrstuhl für sich allein hatten. Zumindest bis zur nächsten Etage. Also zog er Gretchen schnell zu sich und küsste sie leidenschaftlich. In Gretchens Bauch fing es wieder an zu kribbeln. Nur allzu gerne hätte sie die Zeit angehalten und hätte Marc weiter geküsst. Doch sie erinnerte sich an das letzte Mal im Aufzug mit Marc als dieser die Stop-Taste betätigt hatte.
„Marc, doch nicht wieder hier im Aufzug. Du erinnerst dich doch auch noch an das letzte Mal?“
„Ich halt’s aber nicht ohne dich aus. Dann komm mit in mein Büro wir können es auch dort tun. Ich schließe auch die Tür ab dann erwischt uns auch keiner.“
„Maaarc. In 10 Minuten fängt unser Dienst an. Also reiß dich zusammen. Wirst dich wohl noch was gedulden müssen. Sagte Gretchen und wollte ihm grade einen letzten langen Kuss geben bevor sie den ganzen Tag keine Möglichkeit mehr dafür haben würde. Jedoch hielt genau in diesem Moment der Aufzug an und Frau Dr. Hassmann stieg dazu.
„Ähm… Guten Abend Frau Haase? Guten Abend Herr Dr. Meier?“
Gretchen und Marc ließen peinlich berührt voneinander ab. Marc räusperte sich.
„Ja guten Abend Frau Dr. Hassmann.“ Sagte Marc ein wenig verlegen und strich sich dabei mit einer Hand durch die Haare.
„Wir haben gleich Dienst.“ fügte Gretchen noch hinzu weil sie nicht wusste was sie sonst sagen sollte. Sie hoffte dass die Hassmann nicht direkt zu ihrem Vater laufen würde. So als ob sie Gedanken lesen könnte sagte Frau Dr. Hassmann plötzlich:
„Keine Sorge, ich werde dem Professor schon nichts sagen.“
„Danke.“ Sagten Gretchen und Marc fast gleichzeitig.
„Aber die Schwester Sabine die sucht sie schon überall Frau Haase. Sagt sie muss ihnen was äußerst wichtiges mitteilen. Vielleicht schauen sie mal bei der vorbei bevor sie die Visite machen.“
„Ja ok“ Gretchen und Marc stiegen aus dem Aufzug aus. Gretchen ging ins Schwesternzimmer, und Marc holte sich noch schnell einen Kaffee und ging dann auf den Balkon um noch eben eine zu Rauchen.
Im Schwesternzimmer traf Gretchen auf Sabine.
„Frau Doktor da sind sie ja endlich. Ich habe dringende Neuigkeiten für sie. Der Herr von Buren scheint ein Geheimnis zu haben Frau Doktor. Genau wir Doktor Rogelt in Band 43 ‚Dunkle Geheimnisse‘. Das müssen sie sich unbedingt anhören.“
Genau das hatte ich gemeint als ich sagte ich wüsste schon wer mir helfen würde. Auf Schwester Sabine ist immer Verlass. Meine Damen und Herren. Vor ihnen stehen Sherlock Haase und Sabine Watson. Bereit den Fall zu lösen. Du schweifst schon wieder ab Gretchen. Hör dir erst mal an was sie zu sagen hat.
„Gut Sabine dann erzählen sie mal.“
„Also sie wissen ja dass Schwester Gabi mit der Lissi auf einem Zimmer lag. Also die Lissi ist ja schon wieder entlassen aber Gabi liegt ja immer noch da.“
„Ja kommen sie zum Punkt Schwester Sabine.“
„Ich habe ja beide überwachen müssen. Also die Vitalzeichen und so. Und ich habe genau gehört wie die Schwester Gabi im Schlaf sagte: ‘Im Schloss ist ein Geheimgang… Er ist nicht Alexis… Eine Leiche‘ Und von dem Arm einer kleinen weißen Statue hat sie auch geredet. Aber wer weiß schon was das heißen soll.“
„Was glauben sie denn hat das zu bedeuten?“
„Ja das weiß ich nicht. Ich habe ja gehofft sie könnten damit was anfangen.“
„Hmm… Wir müssen nochmal ins Haus bzw. in die Villa zurück. Vielleicht finden wir ja was. Ich habe noch einen Ersatzschlüssel den ich Alexis noch nicht wieder zurück gegeben habe. Nur wann machen wir das am besten?“
„Ich würde sagen Nachts. Da sieht uns keiner. Wo ist der Herr von Buren denn überhaupt?“
„Wenn ich das wüsste Schwester Sabine. Ist einfach weg ohne mir zu sagen wohin und warum… Und wir beide werden jetzt heraus finden was es mit der Sache auf sich hat. Bis auf den Butler müsste das Haus auch spätestens morgen leer sein. Dann können wir uns in Ruhe umsehen. Werde einfach sagen ich habe noch ein paar Sachen dort.“
„Sehr gute Idee Frau Doktor. Morgen Nacht lösen wir den Fall.“
„Naja… Von der Lösung will ich nicht direkt sprechen aber wir werden ihr sicher ein Stück näher kommen.“ Gretchen grinste. Sie war sich sicher sie würde herausfinden was los war.
Wär doch gelacht wenn ich das nicht heraus finde. Schließlich hab ich auch das mit Marc und Gabi rausgefunden. Hätte auch nicht gedacht dass Gabi doch mal zu irgendwas nützlich sein würde.
„Hasenzahn kommst du? Ein Blinddarm wartet auf dich.“ Marc sah sie herausfordernd an. Sie wusste genau was er wollte. Sie konnte es an seinem Blick sehen. Doch er würde sich noch mindestens bis nach dem Blinddarm gedulden müssen.

schleumel Offline

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20.09.2009 23:53
#4 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Provokant die Hüften schwingend, huschte Gretchen an Marc vorbei, streifte mit der Hand seinen Bauch und zwinkerte ihm zu. Den lasse ich jetzt mal ein bisschen leiden. Das hat er auch mal verdient. Mit offenem Mund starrte Marc Gretchen hinterher. Dieses kleine Biest würde er sich noch vorknüpfen. Mit diesem Gedanken rannte er Gretchen hinterher zum Aufzug. Sabine wollte grade dazu steigen, als Marc den Knopf drückte um die Tür schneller zu schließen. Dann schrie er noch:
„Schwester Sabine. Sie nehmen die Treppe!“ Sobald die Tür zu war, wendete er sich Gretchen zu.
„Und nun zu dir. Glaubst wohl du kannst den Dr. Meier einfach so allein stehen lassen wie?“ sagte er gespielt streng und fing dann an Gretchens Hals zu küssen. Gretchen konnte kaum noch einen klaren Gedanken fassen. Er scheint ja wirklich unersättlich. Na gut Gretchen, ist nur positiv wenn er verrückt ist nach dir. Aber jetzt ist nicht der Richtige Zeit… Oh mein Gott was macht er denn da? Erde an Gretchen!
Gretchens Atmung wurde immer schneller und schon bald hatte sie den blöden Blinddarm vergessen. Doch plötzlich ließ Marc von ihr ab und die Tür ging auf. Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht stieg Marc aus dem Aufzug und sagte:
„Kommst du dann Hasenzahn? Der Blinddarm wartet doch!“
Gretchen konnte es nicht fassen. Da hat der doch tatsächlich den Spieß umgedreht und jetzt steh ich hier wie bestellt und nicht abgeholt. Der kann was erleben.
Endlich kam auch Schwester Sabine an, die ja die Treppe genommen hatte, an und alle machten sich für die OP fertig.
Während der OP durfte Gretchen so gut wie alles alleine machen. Ein Blinddarm war bereits auch für sie mehr Routine als alles andere. Das gab Marc genug Zeit Gretchen genau zu beobachten. Sie war wirklich wunderschön. Auch wenn er es hübscher fand wenn sie ihre Haare offen trug, doch das ging im OP natürlich nicht, das wusste er ja. Er dachte darüber nach wie es mit ihm und Gretchen wohl weiter gehen würde und beschloss ihr demnächst eine nette Überraschung zu machen. Schließlich hatte sie in der letzten Zeit viel mitgemacht. Er war nicht besonders nett zu ihr gewesen, die Sache mit Gabi, die Hochzeit mit Alexis, die Trennung von Alexis, jetzt das Rätsel um ihn, die Krankheit ihrer Eltern. Gretchen sollte auch mal wieder glücklich sein und sich entspannen können. Plötzlich riss Gretchen ihn aus seinen Gedanken.
„Marc? Ich wär dann fertig hier?“
„Äh was? Ja, gut. Dann können wir ja jetzt in mein Büro… ähhh… in die Cafeteria gehen.“
Der hat ja wirklich nur eins im Kopf. Aber umso besser für mich wenn er nicht die Finger von mir lassen kann
Marc schmiss die OP-Kleidung beiseite und eilte in sein Büro. Auch Gretchen warf die Kleidung in das dafür vorgesehene Behältnis und ging Marc hinterher. Als Gretchen ins Zimmer kam knallte Marc hinter ihr die Tür zu. Während er fordernd auf Gretchen zuging, hatte er schon seinen Kittel in irgendeine Ecke des Zimmers geworfen und machte sich nun daran sich seines Hemds zu entledigen. Die ganze Zeit über schaute er Gretchen dabei tief in die Augen. Bei Gretchen angekommen legte er ihr die Hände um die Hüfte und drückte sie leicht an die verschlossene Tür hinter ihr. Dann fuhr er mit seinen Händen ihren Bauch entlang hoch zu ihren Brüsten und schließlich zu ihren Handgelenken die er nahm und ebenfalls ganz leicht gegen die Tür drückte um ihr zu signalisieren dass er dieses mal die Oberhand übernehmen würde. Er wollte dass sie sich ihm ganz hingab. So konnte er nebenbei auch gleich sehen ob sie ihm völlig vertraute. Sie tat es anscheinend denn sie vergaß alles um sich herum und ließ sich einfach fallen. All der Stress fiel von ihr ab und sie gab sich Marc ganz und gar hin. Noch nie zuvor hatte sie das bei einem Mann gehabt. Nicht mal bei Peter. Und bei dem hatte sie auch gedacht im völlig vertrauen zu können. Marc küsste Gretchen immer stürmischer. Seine Hände berührten ihren ganzen Körper und bald hatten beide nur noch sehr wenig Kleidung an sich. Marc packte Gretchen an den Oberschenkeln und am Po und hob sie hoch. Dann ging er mit ihr zum Schreibtisch welchen er mit einer Handbewegung leer fegte und setzte sie behutsam dort ab. Er schaute sie an und dann sagte er: „Ich liebe dich“ Großer Gott Gretchen Haase du bist die glücklichste Frau auf dieser Welt. Du hast gerade wahnsinnigen Sex mit einem Traummann der nur dich liebt und dir im richtigen Moment sagt dass er dich liebt. Und du kannst dir sicher sein dass er das vorher noch zu keiner anderen gesagt hat und zu dir gleich 2 Mal.
„Ich liebe dich auch Marc Meier.“ Sagte Gretchen zufrieden und dann riss sie Marc die Boxershorts vom Leib und sie schliefen miteinander.
Mit einem Lächeln auf dem Gesicht zog Gretchen sich eine Weile später wieder an. Marc gab ihr noch einen Kuss und fragte dann: „Was haben eure Profi-Ermittlungen eigentlich bis jetzt ergeben?“
„Ach noch nicht so viel. Aber Gabi weiß anscheinend was. Sie hat im Schlaf geredet. Und deswegen werden Sabine und ich morgen Nacht in die Villa einbrechen. Also nicht einbrechen ich habe ja einen Schlüssel. Werde sagen ich will meine Sachen wieder haben.“
„Aber sei bloß vorsichtig. Die Sache kommt mir komisch vor und ich will nicht, dass dir was passiert, ok? Ach ja und nimm dir bitte Nächstes Wochenende frei. Ich hab ne Überraschung für dich“
Eine Überraschung? Aber immer. Her damit. Hoffentlich halte ich es bis zum Wochenende aus. Bin ja immer so schrecklich neugierig. Werde mich am Riemen reißen und ihn nicht ausfragen. Du bist keine 7 mehr Gretchen.
„Überraschung? Was für eine denn?“
Toll Gretchen. Das hat ja sehr gut geklappt mit dem nicht ausfragen und dem erwachsen sein.
„Wenn ich dir das sage ist es ja keine Überraschung mehr. Also musst du schon noch bis zum Wochenende warten.“
„Aber heute ist doch erst Dienstag.“
„Tja, das Leben ist hart“ grinste Marc und mit diesen Worten ging er aus dem Zimmer.
Naja. Dann haben Sabine und ich wenigstens genügend Zeit uns um unseren ‚Fall‘ zu kümmern. Jetzt hol ich mir aber erst mal nen Schokoriegel. Habe ja grade auch brav viele Kalorien verbrannt. OK. Eigentlich hat Marc sie verbrannt. War ja gar nicht so aktiv heute. Hach was war das schön eben. Trotzdem brauche ich Schoki also ab zum Automaten :)

schleumel Offline

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21.09.2009 21:29
#5 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Gretchen eilte zum Automaten und holte sich ein Schokoriegel.
Man, will jetzt aber schon wissen was er mit mir vor hat… Will ihm die Überraschung aber auch nicht versauen. Werde mich also zusammen reißen müssen. Und jetzt werde ich erst mal mein Tagebuch suchen.

Liebes Tagebuch,
Mittlerweile geht es allen wieder gut. Da sind wir wohl nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen.
Marc hat nebenbei keinen Rückzieher gemacht. Wir sind jetzt so richtig zusammen. Ja liebes Tagebuch du hast richtig gehört. Wir sind zusammen. Meinen Eltern hab ich allerdings noch nichts gesagt, vor allem weil mein Vater Marc ja auf seiner roten Liste ganz oben hat, wie er so schön sagte. Werde es ihm wohl bald irgendwie schonend beibringen müssen.
Übrigens ist Alexis einfach so abgehauen. Ok. Ich wollte ihn eh verlassen aber trotzdem. Er hat mir ja nicht mal gesagt warum er gehen muss. Ich war wenigstens ehrlich. Aber Sabine und ich werden schon noch rausfinden was da vor sich geht. Und Schwester Gabi schein auch irgendwas zu wissen. Sie hat anscheinend im Schlaf geredet. Vielleicht bekommen wir aus der ja auch noch was raus.
Marc hat mir eben gesagt dass er ne Überraschung für mich hat. Bin schon voll gespannt was es ist. Soll mir auf jeden Fall frei nehmen. Muss das gleich mit meinem Vater abklären. Der ist ja ab morgen auch wieder einsatzbereit. Hat sich ja einfach selbst entlassen. Muss er ja wissen.
Hab ich schon gesagt dass Marc und ich zusammen sind? *g*
Bin so ooooberglücklich :)
Muss jetzt aber wieder los. Hab gleich noch ne OP mit Marc ( <3 ) und dann werden Schwester Sabine und ich das Haus von Alexis stürmen.
Also dann bis später.
Gretchen.

So und jetzt schnell runter in den OP. Marc soll mir nicht vorhalten können dass ich wieder unpünktlich war
Als Gretchen im OP ankam, warteten schon alle auf sie.
„Na Hasenzahn? Haben wir’s auch noch geschafft?“ sagte Marc mit einem Grinsen.
Also das mit den Kommentaren scheint er wirklich nicht lassen zu können.
„Was haben wir denn hier?“
„Geschwür an der Magenaußenwand.“
„Hm… Ok, dann mal los“
Sowas bekommt man hoffentlich nicht von einer Überdosis Schokolade?
Marc setzte das Skalpell an und machte einen langen Schnitt. Sie legten den Magen frei und man konnte das Geschwür schon deutlich erkennen.
„Hasenzahn saugst du bitte mal ab?“
„Boar Marc. Was meinst du was ich hier sonst mache?“
„Ja das hätte ich auch gerne gewusst… Ach übrigens… Meine Mutter hat uns für morgen Abend zum Essen eingeladen. Sagt sie will dich mal richtig kennen lernen und da euer Start ja nicht so gut war, ich erinnere dich an den Vorfall im Fitnessstudio, hab ich ihr zugesagt damit ihr quasi nochmal neu anfangen könnt.“
Gretchen schaute Marc ungläubig und ein wenig geschockt an. Ähm.. Was? Ein Essen mit Elke? Niemals. Das kann er mir doch nicht antun.
„Hasenzahn? Hast du gehört?“ Stille.
„Hasenzahn? Du saugst den Magen mit ein?“ Erschrocken riss Gretchen sich von ihren Gedanken los.
„Marc muss das sein? Können wir den Abend nicht lieber alleine verbringen?“ Während sie das sagte zwinkerte sie ihm zu um ihm zu signalisieren dass sie sich etwas Spannenderes vorstellen konnte als mit Elke zu Abend zu essen, in der Hoffnung er würde darauf eingehen und das Essen doch lieber absagen.
„Gretchen, es ist ja nur ein Abend. Und danach ist ja auch noch Zeit.“ Sagte er und grinste sie an.
Na toll. Aus der Sache komm ich wohl nicht mehr raus. Warum weiß seine Mutter überhaupt davon? Meine Eltern wissen ja auch noch nichts.
„Außerdem war ich ja auch schon bei denen Eltern abends zum Essen. Ich hab sogar Scrabble mit denen gespielt. Du schuldest mir also was.“ Fügte er noch hinzu.
„Jetzt tu mal nicht so als hätte dir der Abend nicht gefallen. Hab doch gesehen wie wohl du dich gefühlt hast.“
„Quatsch. Hab dir doch schon gesagt dass ich‘s scheiße fand.“
„Klar.“
„Was ist eigentlich mit dir und Sabine? Wolltet ihr nicht das große ‚Geheimnis‘ lüften?“
„Ja, das werden wir auch. Heute Abend.“ Sagte Gretchen trotzig.
Marc lächelte.
„Gut. Dann kannst du ja jetzt hier zunähen. Und dann kommst du nochmal in mein Büro.“
„Okeeey.“
Gretchen nähte den Patienten noch zu, zog die OP-Kleidung aus und machte sich auf den Weg zu Marcs Büro. Weil sie wusste dass er ohnehin auf sie wartete, klopfte sie gar nicht erst an und öffnete direkt die Türe.
„Was gibt’s denn noch?“
„Komm mal her.“ Sagte Marc und nahm dann Gretchens Hände und schaute ihr ganz tief in die Augen.
„Ich will dass du vorsichtig bist. Ich will nicht dass dir was passiert. Das ist es nicht wert, ok?“
Er macht sich tatsächlich Sorgen um mich. Und noch viel wichtiger, er sagt es auch. Hach Gretchen :)
„Mir passiert schon nichts. Ich habe ja einen guten Plan.“ Ok Gretchen, welchen Plan genau? Aufschließen, reingehen, umgucken und bei Gelegenheit sagen dass ich meine Sachen hole? Toll
Marc lächelte Gretchen an. Dann zog er sie zu sich und küsste sie sanft am Hals. Noch während er sie küsste fragte er:
„Wann kommst du denn heute Abend zu mir?“ Dabei streichelte er Gretchens Rücken und sie konnte seinen warmen Atem an ihrem Hals spüren.
„So schnell es geht“ sagte sie mit einem Lächeln und drückte ihn ein Stück von sich weg. Sie war mit Sabine verabredet und schon 5 Minuten überfällig. Marc zog sie erneut an sich ran und sagte:
„Ach komm schon. Ein bisschen Zeit hast du sicher noch.“
„Maarc“ erneut drückte Gretchen Marc von sich weg. „Ich muss jetzt echt los. Sabine wartet schon. Und du willst ja sicher nicht dass sie gleich hier rein stürmt und dich so sieht.“ Sagte Gretchen und schaute an Marc herunter.
„Ja also… ähm… dann viel Spaß bei euren ‚Ermittlungen‘. Und beeil dich“
Gretchen gab Marc noch einen kurzen Kuss und eilte dann zum Schwesternzimmer.
„Da sind sie ja endlich Frau Doktor. Ich warte schon auf sie. Waren sie etwa wieder beim Doktor Meier im Büro?“
„Ja also das geht sie gar nichts an? Und nun kommen sie. Wir müssen los.“
Gretchen und Sabine machten sich auf zu Alexis‘ Haus. Dort angekommen kramte Gretchen ihren Schlüssel aus der Tasche und schloss auf. Als sie im Flur standen, sahen sie, dass das Licht schon überall aus war. Der Butler musste also entweder schlafen, oder er war zusammen mit Alexis, Lissi und der Assistentin abgehauen. Ersteres war wahrscheinlicher. Einer musste sich ja um das Haus kümmern.
„Frau Doktor, wonach suchen wir denn eigentlich?
„Ja, weiß ich auch noch nicht so genau. Vielleicht sollten wir versuchen den Geheimgang zu finden?“
„Sehr gute Idee Frau Doktor. Aber das Haus ist so groß. Wir können doch nicht alles absuchen.“
„Deswegen sind Geheimgänge ja auch meistens irgendwo in der Bibliothek. Sie kennen das doch. Man zieht ein Buch raus und schwupps, öffnet sich die Tür.“
Die zwei betraten die Bibliothek.
„Also wenn ich mir hier so umsehe Frau Doktor, dann sind das wirklich zu viele Bücher um jedes einzelne heraus zu ziehen.“
„Ja, da haben sie irgendwie Recht. Vielleicht haben wir auch was übersehen? Denken sie mal nach. Was hat Gabi denn noch gesagt in der Nacht als sie im Schlaf geredet hat?“
„Naja sie hat was von einer kleinen weißen Figur gesagt. Aber das muss ja nichts heißen.“
„Hmmm… Da hinten steht so eine komische griechische Figur in weiß. Vielleicht sollten wir uns die mal genauer ansehen?“
„Von mir aus.“
Gretchen wollte die Figur grade anheben, als sie bemerkte dass sie irgendwie mit dem Regal, auf dem sie stand, verschraubt war.
„Das hier muss irgendwie zum Geheimgang führen. Wie geht denn das…?“ Weiter kam Gretchen nicht denn als sie die Figur am Arm berührte, öffnete sich vor ihr eine Tür.

schleumel Offline

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21.09.2009 23:23
#6 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

„Und da wollen sie jetzt rein gehen Frau Doktor?“
„Naja. Wenn WIR das Geheimnis lüften wollen müssen WIR wohl BEIDE rein gehen.“ Also alleine gehe ich auf keinen Fall. Nur dass das klar ist.
„Na dann wollen wir mal.“
Gretchen und Sabine betraten den Geheimgang den Gretchen mit der Fotolampe an ihrem Handy beleuchtete. So toll war ihr Plan dann doch nicht gewesen dass sie an eine Taschenlampe gedacht hatte. Plötzlich hörte Gretchen hinter sich einen dumpfen Aufschlag.
„Und Sabine? Können sie irgendwas Verdächtiges entdecken?“ Stille. „Sabine?“
Was ist denn los? Hilfe! Warum ist die denn umgekippt? Nicht dass einer hinter ihr war und ihr eine verpasst hat? Hilfe was mach ich denn jetzt?
Verzweifelt leuchtete Gretchen mit ihrem ‚Licht‘ Richtung Eingang. Und dann konnte sie es auch sehen. Aus der Wand ragte doch tatsächlich etwas heraus dass man ein Ohr und eine Schulter gewesen sein mussten. Gretchen bekam Panik. Oh mein Gott. Habe ich etwa einen Mörder geheiratet? Was hat das zu bedeuten? Und wer ist die Person in der Wand? Soll ich jetzt die Polizei rufen? Und wie bekomme ich Schwester Sabine wieder hier raus? Ich muss sie irgendwie aufwecken.
Aus ihrer Tasche kramte Gretchen eine Flasche Cola. Ok, Wasser hätte es auch getan. Hab ich aber leider grade nicht da dachte Gretchen noch und schüttete Sabine die Cola ins Gesicht. Diese schreckte wie von der Tarantel gestochen hoch und schrie: „Frau Doktor. Wir müssen schnell hier weg!“
„Ja der Meinung bin ich auch.“
Die beiden hatten gerade den Flur erreicht als plötzlich das Licht anging und der Butler vor ihnen stand.
„Darf ich fragen was sie hier mitten in der Nacht zu suchen haben? Und warum haben sie überhaupt noch einen Schlüssel? Geben sie den her.“ Und er riss Gretchen den Schlüssel aus der Hand.
„Ja also… wir… es… ähm… ich habe meinen Lieblingsstift noch hier gehabt. Und der ist für mich und mein Tagebuch einfach unverzichtbar.“
„Wollen sie mich für dumm verkaufen? Sie wollten doch mit Sicherheit die Vorratskammer plündern. Oder den Kühlschrank. Und jetzt verschwinden sie. Sie haben hier nichts mehr verloren.“
Gretchen und Sabine verließen das Haus.
„Da haben wir aber nochmal Glück gehabt Frau Doktor. Aber was machen wir denn jetzt? Rufen wir die Polizei?“
„Noch nicht. Ich will erst mal sehen ob Schwester Gabi uns nicht noch was zu erzählen hat. Allerdings müssen wir das irgendwie aus ihr rausbekommen denn freiwillig wird sie uns sicher nichts sagen.“
„Wir finden sicher noch was, was die Gabi zum Reden bringt Frau Doktor. Und wenn es Gewalt ist.“
„Äh Schwester Sabine? Gewalt hatten wir doch ganz am Anfang ausgeschlossen. Sie erinnern sich?“
„Ach ja. Schade.“
„Naja ich mach mich jetzt mal auf den Weg nach Hause.“
„Sie meinen sie machen sich auf den Weg zum Herr Doktor Meier.“
„Ist doch egal wo ich hin gehe. Und machen sie sich mal ein paar Gedanken wie wir mehr aus Gabi rausbekommen. OHNE Gewalt.“
„Werde ich. Wir sehen uns dann morgen.“
„Ok. Bis morgen dann.“
Gretchen machte sich auf den Weg zu Marcs Wohnung. Sie ging zu Fuß. So hatte sie Gelegenheit nochmal über alles nachzudenken. Ob Alexis wirklich ein Mörder ist? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Aber was hatte das dann zu bedeuten? Das wird ja wohl keine geschmackloser Wandschmuck gewesen sein. Vielleicht sollte ich nochmal seine Mutter besuchen? Nachdem er abgehauen ist, lebt die Gute ja wieder im Altenheim. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke hat er sich ihr gegenüber auch ganz schön komisch verhalten. Und hat Sabine nicht auch gesagt dass Schwester Gabi auch was über Alexis‘ Mutter gesagt hat? Alles ziemlich seltsam. Man stelle sich mal vor ich wäre noch mit Alexis zusammen. Ich wäre mit einem Mörder zusammen. Vielleicht. Oder einem Mafiosi. Ach Gretchen du musst unbedingt Schwester Gabi ausquetschen. Aber jetzt gehst du erst mal nach Hause.
Gretchen war an Marcs Wohnung angekommen und klingelte. Marc machte ihr auf, sie stieg die Treppe hoch und sah ihn schon im Türrahmen auf sie warten.
„Und Hasenzahn? Wichtige Entdeckungen gemacht?“
Aufgebracht erzählte Gretchen Marc was sie und Schwester Sabine grade erlebt hatten.
„Ich will nicht dass du da nochmal hingehst. Haben wir uns verstanden?“
Man der hat ja nen Befehlston drauf.
„Aber Schwester Gabi ausquetschen werd ich ja wohl dürfen. Das lässt mir sonst keine Ruhe. Ich muss doch wissen wen ich geheiratet hab.“
„Ja von mir aus. Ach wo du es grade erwähnst, hast du die Ehe eigentlich annullieren lassen?“
„Ja hab ich. Alexis hat mir die Scheidungspapiere unterschrieben zugeschickt. War allerdings kein Absender drauf und der Poststempel ist total unleserlich.“
„Dann bist du ja jetzt offiziell wieder frei für mich.“ Sagte Marc und fing an seine Hand unter Gretchens Bluse zu schieben. Gretchens Herz pochte. Sie fühlte wie er seinen warmen Körper an sie drückte als plötzlich ihr Telefon klingelte.
„Lass es klingeln.“ Flüsterte Marc ihr ins Ohr.
„Das ist meine Mutter. Vielleicht ist es ja wichtig. Wer weiß vielleicht hatte sie einen Rückfall.“
„Für den Fall kann dein Vater sich ja um sie kümmern.“
„Maaarc.“ Gretchen drückte ihn sanft weg und nahm ihr Handy.
„Ja Mama?“
„Hallo Gretchen. Ich wollte eigentlich nur wissen wo du bist. Das ist ja schon die dritte Nacht in der du nicht zu Hause schläfst und die vom Krankenhaus haben mir gesagt dass du heute keinen Dienst hast.“
„Mama. Das glaube ich jetzt nicht. Deswegen rufst du mich an? Ich bin fast 30. Ich glaube ich kann allein entscheiden wann ich zu Hause schlafe oder nicht.“
„Aber Margarethe. Was reagierst du denn so aggressiv? Das war doch eine ganz normale Frage.“
„Ja Mama du störst halt grade.“
„Bist du etwa bei einem Mann? Sieht er gut aus?“
„Maaamaaa!“
Marc schlich sich von hinten an Gretchen an und umfasste ihre Hüfte und bedeckte ihren Nacken mit Küssen. Das kann der doch nicht machen wenn ich mit meiner Mutter telefoniere. Die merkt das doch sofort. Ich kann mich doch gar nicht mehr konzentrieren.
„Ja Margarethe ich will doch nur das Beste für dich. Vielleicht kommst du ja diesmal über den Doktor Meier hinweg.“
Marc wurde immer fordernder. Seine Hände fuhren ihren Körper entlang und sie konnte kaum noch über eine Antwort für ihre Mutter nachdenken.
„Aha. Ja Mama vielleicht.“
„Ach was ich dir noch erzählen wollte Gretchen…“ weiter hörte Gretchen nicht zu denn Marc hatte ihr das Handy aus der Hand gerissen und es aufs Sofa geschmissen. „Ich will dich jetzt!“ sagte er ihr leise und drückte sie auf die Couch. Und dann hatten die beiden so unglaublichen Sex, dass Gretchen ihr Glück gar nicht richtig fassen konnte.
Als Gretchen grade dabei war sich wieder anzuziehen grinste Marc sie an:
„Waren aber ganz schön laut heute.“ Dann zündete er sich eine Zigarette an und schaltete den Fernseher an.
„Ja und? Du hast dich ja auch nicht grade zurück gehalten.“
„Sei doch nicht direkt beleidigt. Ich hab ja nur Spaß gemacht. Komm schon. Setz dich.“
Gretchen setzte sich neben Marc. Keiner von beiden merkte dass Gretchens Handy kurz aufblinkte.
„Du denkst ja an das Essen morgen bei meiner Mutter?“
„Jahaaa.“
„Gut. Wir müssen um 19h da sein. Und da wir morgen ja beide Spätdienst haben, können wir auch nicht länger als halb 10 bleiben.“ Er grinste sie schelmisch an und legte dann seinen Arm um sie.
„Na immerhin.“ Sagte Gretchen doch ein wenig erleichtert.
„Ich geh dann mal ins Bett. Morgen wird ja wie es aussieht ein langer Tag.“
„Hmm ich komm auch gleich.“
Gretchen ging schon mal vor ins Schlafzimmer und holte noch schnell ihr Tagebuch raus.

Liebes Tagebuch,
Du wirst nicht glauben was ich alles erlebt habe heute. War doch mit Sabine in Alexis‘ Haus. Wir haben eine Leiche in der Wand entdeckt. Haben uns aber entschlossen noch nicht zur Polizei zu gehen. Erst wollen wir mehr erfahren. Und zwar von Gabi. Mal gucken wie wir was aus ihr raus bekommen.
Meine Mutter hat mich eben auch schon angerufen und gefragt wo ich denn sei. Geht sie ja wohl mal sowas von gar nichts an. Kann ihr ja schlecht sagen dass ich bei Marc bin: „Ja Mama ich bin bei Marc und gleich haben wir Sex.“ Die würde sicher aus allen Wolken fallen. Hofft sie doch dass mein ‚Neuer‘ mich Marc vergessen lässt. Wenn die wüsste.
Warte nebenbei ungeduldig aufs Wochenende. Bin ja echt gespannt was Marc vorhat. Wahrscheinlich schleppt er mich mit zum Golf oder so. Ich will’s mal nicht hoffen. Hoffe er hat sich ne Überraschung ausgedacht dir MIR gefällt und nicht vorrangig IHM. Sonst bekommt er das nächste Mal einen riesen Karton Schokolade von mir geschenkt und ich werde daneben sitzen und gucken dass er auch schön alles aufisst.
Apropos Essen… Morgen sind wir ja bei Elke eingeladen. Bin mal gespannt wie das wird.
Naja. Geh jetzt mal schlafen.
Gute Nacht!
Gretchen

schleumel Offline

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22.09.2009 13:44
#7 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Am nächsten morgen quälte Gretchen sich verschlafen aus dem Bett. Obwohl sie und Marc heute beide Spätdienst hatten, konnte sie nicht mehr weiterschlafen. Irgendwie war sie wegen des Essens mit Elke doch zu nervös. Was sollte sie nur anziehen? Und worüber sollte sie sich eigentlich mit Elke unterhalten? Ihr Vater war auf jeden Fall Tabuthema Nummer eins. Und Elkes Bücher hatte Gretchen nicht gelesen. Darüber würden sie also auch nicht sprechen können. Toll Gretchen… ‚Beste‘ Voraussetzungen um mit Elke warm zu werden. Ich hoffe nur dass Marc mir wenigstens ein wenig beisteht. Apropos… Der hat jetzt auch lange genug geschlafen. Wenn ich wegen seiner Mutter nicht mehr schlafen kann dann soll er gefälligst auch aufstehen. Dann kann er gleich mitkommen ein Outfit für heute Abend mit mir kaufen gehen. Habe nämlich mal wieder NICHTS zum anziehen.
Als Gretchen zu Ende gedacht hatte, schmiss sie sich quer übers Bett rüber auf Marc drauf, der ein wenig genervt hochschreckte.
„Hasenzahn. Bist du verrückt? Warum bist du überhaupt wach? Leg dich hin und schlaf weiter!“ Und dann drehte er sich nochmal genüsslich um und zog sich die Decke über die Schultern. Gretchen riss die Decke jedoch gleich wieder weg.
„Kannste vergessen. Ich kann jetzt nicht mehr schlafen und du stehst jetzt auch auf. Schließlich brauche ich noch ein Outfit für heute Abend.“
Grinsend drehte Marc sich um, schob die Decke weg und näherte sich Gretchen.
„Also von mir aus musst du nichts anziehen.“
Hallo? Noch nicht mal richtig wach und schon denkt er wieder an Sex. Typisch
„Maaarc!“ Gretchen verdrehte die Augen und stand mit Schwung vom Bett auf.
„Na los. Ich will nicht nachher feststellen müssen dass alles Schöne in meiner Größe schon vergriffen ist nur weil du so lange im Bett rumliegen musstest.“
„Du meinst also wenn du dich nicht beeilst, rennt eine Horde von dicken Frauen jegliche Klamottengeschäfte ein und schnappt dir alles weg?!“ fragte er mit einem Schmunzeln.
„Also dick kann man ja so jetzt nicht sagen lieber Marc. Denn die haben ja die gleiche Größe wie ich. Sonst könnten die mir ja nichts wegschnappen.“
Marc stand vom Bett auf ging auf Gretchen zu und gab ihr einen Klapps auf den Hintern.
„Ja sagte ich ja. Dick.“ Er lachte in sich hinein und ging ins Bad um zu duschen.
Gretchen musste natürlich erst mal frühstücken. Schokocroissant. War auch einfach zu lecker. Und die Kalorien vom Croissant würde sie sicher beim Einkaufen gehen wieder abtrainieren. Schließlich war eine Shoppingtour vergleichbar mit einem nicht zu verachtenden Spaziergang durch die Berge. Ok. Wohl doch eher durch den Stadtpark aber gut. Immerhin.
Als Marc aus dem Bad kam machte er sich einen Kaffee und nahm sich eine Zigarette aus seiner Schachtel. Dann ging er auf den Balkon. Da er nur eine Boxershorts an hatte, fror er ein wenig. Doch er hatte Gretchen versprochen zumindest nicht mehr in der Wohnung zu rauchen.
Gretchen war mittlerweile ins Bad gegangen und machte sich fertig. Als sie kurz zur Badezimmertür rausguckte um nach Marc zu sehen, sah sie ihn auf dem Balkon stehen.
Hmm… Er sieht so scharf aus in seiner schwarzen Boxershorts… Erde an Gretchen. Du darfst dich jetzt nicht ablenken lassen. Du musst noch ein tolles Outfit finden… Also Blick abwenden und ab unter die Dusche!
Gesagt, getan.

schleumel Offline

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22.09.2009 20:40
#8 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Als Gretchen aus dem Bad kam, hatte Marc sich auch bereits angezogen.
„Können wir dann Hasenzahn? Du weißt schon. Bevor die Meute von dicken Frauen kommt und dir alles wegschnappt“ rief Marc ihr mit einem Augenzwinkern zu.
„Ja. Bin fertig, wir können los.“ Seinen bissigen Kommentar ignorierte sie lieber.
Sie stiegen ins Auto und fuhren los. Gretchen schaltete das Radio an. Es lief grade „Back for Good“ von Take That. Gretchen fing an laut mitzusingen.
“Nee Hasenzahn, echt nicht.” Sagte Marc mit genervtem Blick.
„Wenn wir schon shoppen gehen müssen weil du NICHTS zum Anziehen hast, dann können wir wenigstens Metallica hören.“
„Da kann ich aber nicht mitsingen.“
„Ja das ist auch Sinn und Zweck der Sache.“ Antwortete er ihr mit einem typischen Marc-Grinsen.
„Pöh! Dann halt nicht“ sagte Gretchen und tat dabei so als sei sie total beleidigt.
„Es gibt nun mal Sachen die du besser kannst als Singen.“ Dabei legte er seine Hand auf ihr Bein und schob die Hand langsam immer höher.
„Marc? Bist du heute dauergeil oder was?“
„Nimms doch als Kompliment.“
„Also ich kann mir weitaus schönere Komplimente vorstellen Marc.“
„Och Hasenzahn. Sei doch nicht immer so verkrampft.“
„Marc? Hier im Auto ist eben nicht der richtige Ort. Hier ist ja überhaupt kein Platz. Selbst wenn ich wollte, könnte ich mich also nicht von dir befummeln lassen.“
„Ist klar.“
Mit einem Lächeln auf den Lippen nahm Marc die Hand von Gretchens Oberschenkel und konzentrierte sich wieder auf die Fahrt. Dann fragte er:
„Wo willst du denn eigentlich hin?“
„Also erst zu h&m, dann pimkie, zara, only, c&a… Joa…“
„Du gehst da einkaufen?“
„Ja klar, wo würdest du denn einkaufen gehen?“
„Naja… Halt nicht in so billig Läden. Lacoste vielleicht oder sowas.“
„Tut mir leid Marc, aber sowas kann ich mir von meinem mickrigen Assistenzärztinnengehalt nicht leisten.“
„Na komm Hasenzahn, ich kauf dir was schönes.“ Sagte er und blickte verliebt zu ihr rüber.
„Aber das ist viel zu teuer das kann ich nicht an…“
„Ich möchte dir aber gern was schenken. Also lass mich ruhig.“
Na gut. Wenn er unbedingt ein Vermögen für mich ausgeben will. Er weiß ja noch gar nicht wie das ist wenn ich grade in Fahrt bin und dann tausend Sachen finde die ich haben MUSS. Aber das wird er ja noch früh genug feststellen
Grade in diesem Moment hatte Marc einen Parkplatz gefunden.
„Ähm Marc. Wir stehen hier auf dem Kundenparkplatz von Armani?“
„Ja ich weiß.“ Grinsend stieg er aus dem Auto aus und ging in den Laden rein. Gretchen folge ihm. Drinnen sprach er direkt eine Verkäuferin an.
„Meine Freundin braucht was Schickes zum Anziehen. Haben sie was da?“
„Wir haben da grade ein ganz neues Kleid reinbekommen. Frisch aus Italien. Vielleicht möchte sie das mal anprobieren?“
„Ja holen sie das mal.“
„Maaarc? Das ist viel zu teuer. Außerdem pass ich bestimmt nicht rein in die Klamotten hier. Guck doch mal wie dünn die Verkäuferin allein ist.“ Flüsterte Gretchen.
„Warte doch wenigstens ab was für ein Kleid sie holt.“
Und schon kam die Verkäuferin mit einem schlichten aber wunderschönen schwarzen Kleid an. Es war Knielang und schulterfrei.
„Also ich würde gerne sehen wie du darin aussiehst.“ Und dann schaute er sie mit seinen braunen Augen an.
Na toll. Wie soll ich denn jetzt nein sagen? Naja, probieren kann ich es ja mal.
Gretchen schnappte sich das Kleid und ging Richtung Umkleide. In der Kabine guckte sie aufs Schild.
Na toll. Größe 38. Wie soll ich da rein kommen? Das hat die sicher extra gemacht. Blöde Kuh.
Gretchen zog ihre Sachen aus und versuchte sich in das Kleid reinzuquetschen.
„Maaaarc? Kommst du mal?“
Marc zog den Vorhang der Kabine ein Stück zur Seite und sah, dass das Kleid wirklich hauteng war.
„Ich frag mal ob sies dir ne Nummer größer bringt. Welche Nummer haste denn da?“
„38“ sagte Gretchen ganz leise.
„Was?“
„38“
„Ok dann frage ich mal nach 40.“
Gesagt, getan. Marc brüllte tatsächlich durch den ganzen Laden.
„Haben sie das Kleid auch noch in 40? 38 passt meiner Freundin leider nicht.“
Super Marc. Jetzt hat auch wirklich jeder hier mitbekommen dass ich fett bin.
Als Marc ihr das Kleid eine Nummer größer reichte fuhr Gretchen ihn an.
„Konntest du nicht noch lauter brüllen? Die Leute im Geschäft nebenan hab vielleicht noch nicht mitbekommen dass ich nicht in 38 rein passe.“
„Na wenn du willst geh ich eben rüber und sag denen bescheid.“
Grrrrrr
Gretchen schnappte sich das Kleid und probierte es an. Diesmal passte es perfekt.
„Marc? Wie findest du das?“
Erneut zog Marc den Vorhang ein Stück zur Seite und betrachtete Gretchen in dem Kleid.
„Es steht dir wirklich sehr gut.“
Grade in dem Moment kam die Verkäuferin an.
„Kann ich ihnen noch irgendwie behilflich sein?“
„Nein danke, den Rest schaffen wir allein und jetzt wären wir gern kurz alleine.“ Antwortete Marc mit einem dicken Grinsen. Die Verkäuferin drehte sich sofort um und ging weg. Marc hingegen betrat die Umkleide und drückte Gretchen an die Wand.
„Du siehst umwerfend aus.“
Moment. Er will doch nicht hier… Oh mein Gott. Er will wirklich hier… Hilfe was mach ich jetzt? Wenn uns einer erwischt… Wir können doch nicht… Weiter kam Gretchen nicht mit ihren Gedanken. Mittlerweile wusste Marc ganz genau wie er Gretchen rumbekam. Zumindest meistens.
Langsam strich er mit seiner Hand ihren linken Oberschenkel entlang und schob dabei das Kleid hoch, welches sie immer noch trug. Dabei küsste er ihren Hals und ihr Dekolleté. Sie knöpfte sein Hemd auf und streichelte sanft seine Brust. Dann küssten sie sich leidenschaftlich und schließlich hob Marc Gretchen fordernd an und sie schlang ihre Beine um ihn. Für Gretchen war es der aufregendste Sex den sie jemals gehabt hatte. Nicht zuletzt weil sie es grade in einer Umkleide getan hatten wo sie jeden Moment hätten erwischt werden können.
Marc verließ die Umkleide als erster. Kur gefolgt von Gretchen die noch eben ihre Klamotten zurecht gezupft hatte. Marc ging mit dem Kleid in der Hand zur Kasse und sagte grinsend
„Wir nehmen es.“
Dann reichte er der Verkäuferin seine Kreditkarte und drehte sich zu Gretchen um. Ihr Gesicht war rot angelaufen. Offensichtlich schämte sie sich ein wenig vor der Verkäuferin.
Als Marc bezahlt hatte gingen die beiden zum Auto.
„Na jetzt bist du ja bestens für heute Abend gewappnet. Oder brauchst du auch noch Schuhe?“
Er will mir auch noch Schuhe kaufen? Nein Gretchen. Schuhe hast du wirklich genug. Und außerdem hat er grade 800€ für dein Kleid bezahlt. Sei bescheiden!
„Nein nein. Schuhe hab ich noch. Außerdem gibt’s in Schuhläden ja auch keine Umkleidekabinen.“ Sie lächelte ihn an, gab ihm einen Kuss und dann machten sie sich auf den Weg nach Hause.

schleumel Offline

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22.09.2009 22:04
#9 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Zu Hause angekommen zogen Gretchen und Marc sich die Schuhe aus und kuschelten sich aufs Sofa.
„Ich hab Hunger.“
„Wir können ja was bestellen.“
„Wir können doch nicht jeden Tag was bestellen. Das ist ungesund und macht dick. Aber du hast ja auch wirklich nichts da.“
„Wenn du willst kannst du ja morgen was einkaufen gehen. Aber das hilft und jetzt auch nicht weiter. Also chinesisch oder italienisch oder lieber Sushi?“
„Bäh, ich ess doch keinen rohen Fisch. Das überlasse ich dir. Werd mir beim Italiener nen Salat bestellen. Gibt ja ohnehin gleich bei deiner MUTTER noch was zu essen. Hoffe ich zumindest.“
„Ja dann bestell mir mal auch nen Salat bitte.“
Gretchen ging zum Telefon und bestellte.
„Dauert 45 Minuten bis die hier sind.“
„Gut gut.“
Nachdem sie gegessen hatten, verbrachten Gretchen und Marc den Rest des Nachmittages zusammen auf dem Sofa. Marc hatte noch ein wenig in Fachzeitschriften geblättert. Gretchen hingegen las lieber die Cosmopolitan. War ja auch viel interessanter.
Um halb 6 jedoch sprang Gretchen auf einmal auf und schrie: „Mein Gott. Ich muss mich ja noch fertig machen und es ist schon halb 6.!“
„Hasenzahn. Hast doch noch über ne Stunde Zeit dafür. Wo ist denn jetzt dein Problem?“
„Ach das verstehst du eh nicht!“ schrie sie und rannte ins Bad.
Eine geschlagene Stunde später kam Gretchen endlich wieder aus dem Bad raus. Sie trug das schwarze Kleid das Marc ihr geschenkt hatte sowie eine dezente silberne Kette und schwarze Pumps.
„Du siehst bezaubernd aus.“
Gretchen grinste verlegen.
„Danke. Du siehst aber auch ganz passabel aus.“ Sie lächelte ihn an. Dann machten sie sich auf den Weg zu Elke. Als die beiden im Auto saßen merkte Marc wie angespannt Gretchen war.
Oweh! Bin mal gespannt was mich jetzt erwartet. Elke und ich hatten ja keinen besonders guten Start und so einfach vergessen kann man das ja auch nicht. Selbst wenn man will. Ich hoffe nur es wird nicht allzu schlimm.
Plötzlich spürte sie wie Marc ihre Hand nahm.
„So schlimm wird’s schon nicht werden Hasenzahn.“
Na wenn er sich da mal nicht irrt.
Nach ca. 15 Minuten Fahrt waren sie angekommen. Nervös stieg Gretchen aus dem Auto aus. Je näher sie der Haustür kamen desto mulmiger wurde ihr zumute. Doch es half alles nichts. Mutig drückte Gretchen auf die Klingel. Wenige Sekunden später ging die Türe auf.
„Marc Olivier. Da bist du ja endlich…. Ah und wie ich sehe sind sie auch da Frau Haase.“
„Äh ja. Ich bin auch da. Danke für die Einladung.“ Gretchen versuchte so nett und höflich wie möglich zu sein.“
„Na dann wollen wir uns mal zu Tisch begeben. Sie haben ja sicher Hunger Frau Haase. Überhaupt haben sie ja sicherlich ziemlich oft Hunger.“
Ruhig Gretchen. In spätestens 2 Stunden bist du hier wieder raus. Diese 2 Stunden wirst du aushalten müssen. Lass dich nur nicht provozieren.
Sie setzten sich alle drei an den Tisch. Entsetzt stellte Gretchen fest, dass der Tisch nur für zwei Leute gedeckt war. Mit gespieltem Bedauern sagte Elke dann:
„Oh Nein. Da habe ich doch glatt vergessen für sie mit zu decken Frau Haase.“
Mit einem aufgesetzten Lächeln erwiderte Gretchen:
„Ach das macht ja nichts. In ihrem Alter vergisst man ja sicher so einiges.“
Überrascht über diese schlagfertige Antwort ging Elke in die Küche und holte ein weiteres Gedeck für Gretchen.
Sie will Krieg? Den kann sie haben… Dank Schwester Gabi bin ich auf sowas jetzt bestens vorbereitet.
Dann holte Elke das Essen und tat jedem was auf den Teller. Gretchen gab sie allerdings übertrieben wenig.
„Sie machen ja ohnehin grade Diät da will ich sie nicht verführen zu viel zu essen.“
„Ach wissen Sie, wenn das Essen so schmeckt wie es riecht dann ist das vielleicht auch gut so wenn ich nicht so viel davon esse. Wollen ja nicht dass ich nachher noch in der Notaufnahme lande.“
„Nein das wollen wir wirklich nicht. Sonst angeln sie sich da gleich den nächsten Oberarzt. Mein Marc Olivier ist ja auch nicht der erste Arzt mit dem sie schlafen nehme ich an?!“
Das reicht jetzt aber endgültig. Das lasse ich mir nicht länger bieten.“
„Marc? Kann ich mal kurz mit dir reden? In der Küche?“
Kauend schaute Marc Gretchen an. Dann stand er auf, warf noch einen Blick auf seine schmunzelnde Mutter und folge Gretchen dann in die Küche.
„Könntest du vielleicht auch mal was dazu sagen?“
„Ich weiß gar nicht was du hast. So schlimm war es doch bis jetzt gar nicht.“
„Ähm… Warst du die letzte halbe Stunde geistig abwesend oder hat man dir kurzerhand beide Ohren amputiert?“
„Du darfst das eben nicht so ernst nehmen. Meine Mutter ist eben so. Ich bin ihr einziger Sohn. Sie will nur das Beste für mich.“
„Ach und ich bin etwa nicht gut genug oder was?“ sagte Gretchen wütend.
„Doch natürlich a….“
Gretchen hatte die Küche verlassen. Sie setzte sich wieder an den Tisch und lächelte gespielt freundlich rüber zu Elke.
Gut. Wenn Marc mir nicht helfen will muss ich das hier eben alleine schaffen. Vor dieser Frau habe ich keine Angst. Und auf keinen Fall werde ich mich ihr geschlagen geben. Das kann sie vergessen.
Nun kam auch Marc wieder ins Esszimmer und setzte sich an den Tisch. So hatte er sich den Abend nicht vorgestellt. Eigentlich hatte er gehofft die beiden würden sich vielleicht besser verstehen wenn sie sich erst mal richtig kennen gelernt hatten. Das konnte er jetzt wohl erst mal vergessen. Seine Mutter und Gretchen lieferten sich ein Wortgefecht nach dem anderen und als es um halb 10 für Gretchen und Marc Zeit war zu gehen(beide hatten ja noch Nachtschicht) verabschiedeten sie sich von Marcs Mutter und Gretchen stürmte wütend auf das Auto los.
„Na los. Schließ schon auf.“ Befahl sie.
Ein wenig verwirrt darüber dass Gretchen ihn so anfuhr schloss Marc das Auto auf und sie fuhren zum Krankenhaus.
Grade am Krankenhaus angekommen verließ Gretchen fluchtartig und ohne was zu sagen das Auto und eilte zum Schwesternzimmer als sie auf dem Flur fast mit ihrem Vater zusammen gestoßen wäre.
„Margarethe Haase!“ schrie er. „SOFORT in mein Büro! Und den Meier knüpfe ich mir auch gleich vor!“
Toll. Das hatte grade noch gefehlt.

schleumel Offline

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22.09.2009 22:50
#10 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Genervt folgte Gretchen ihrem Vater in sein Büro.
„Margarethe ich fasse es nicht. Du kannst doch nicht schon wieder so eine große Dummheit begehen. Wir wissen doch beide wie es letztes Mal ausgegangen ist.“
Wovon redet der? Ich habe doch gar nichts schlimmes gemacht.
„Also Papa ich weiß jetzt wirklich nicht wovon du redest.“
„Margarethe Haase. Du sollst mich nicht für dumm verkaufen. Ich bin immer noch dein Vater.“ Brüllte der Professor.
„Deine Mutter hat mir alles berichtet.“
Meine Mutter? Was hat die denn mit der Sache zu tun?
„Man Papa ich weiß echt nicht was du meinst.“ Sagte Gretchen ein wenig verzweifelt.
„Na du und der Meier. Deine Mutter hat genau gehört wie ihr Se… also wie ihr miteinander… also zusammen…. Du weißt ganz genau was ich meine!!!“
Woher weiß meine Mutter das? Und was soll heißen sie hat uns dabei gehört? Sie weiß doch nicht mal wo er wohnt? Wie soll sie da vor der Tür stehen und lauschen?
Doch langsam dämmerte es Gretchen. Oh nein! Mein HANDY! Scheiße! Eigentlich hatte ich das irgendwie anders geplant. So sollten meine Eltern nicht davon erfahren. Und das ist ja wohl auch so peeeiiiinlich. Meine Mutter hat mir beim Sex mit Marc zugehört. Und ich blöde Kuh muss auch noch seinen Namen durch die ganze Wohnung stöhnen. Echt toll gemacht Gretchen. Also beim nächsten Mal ziehe ich alle Telefonstecker und schalte alle Handys aus. Ach und Computer auch. Nicht auszudenken was da erst passieren könnte…
„Willst du nicht mal was dazu sagen?“
„Tja also weißt du Papa…“ Gretchen überlegte wie sie die Situation am besten retten konnte. „Ich… also Marc und ich wir…“
„Ja ich höre Margarethe!“
„Ja wir lieben uns halt. Und diesmal ist es anders als beim letzten Mal.“ Langsam wurde Gretchen ziemlich sauer. Erst das Essen bei Elke und jetzt das hier. „Und wenn du mich liebst, lässt du mich mit Marc glücklich werden!!“ Daraufhin rannte Gretchen aus dem Büro ihres Vaters raus und knallte die Türe zu. Der Professor schaute verdutzt in Richtung Türe. Plötzlich ging die Tür nochmal auf und Gretchen steckte ihren Kopf herein und schrie:
„Und sag Mama wenn sie das nächste Mal nicht sofort wieder auflegt setzt es was! Und ich will am Wochenende übrigens frei haben!“ Wieder knallte die Türe. Das hatte gesessen. Franz stand sprachlos vor seinem Schreibtisch.
Auf dem Weg zum Schwesternzimmer traf Gretchen auf Marc der sich grade umgezogen hatte und auf dem Weg in sein Büro war.
„Meine Eltern wissen es!“
„Was soll das heißen deine Eltern wissen es? Woher? Warum hast du es ihnen jetzt schon gesagt? Ich dachte du hättest gesagt du wolltest noch damit warten?“
„Boah Marc. Ich hab denen gar nichts gesagt. Du erinnerst dich ja sicher noch an den Abend an dem meine Mutter mich angerufen hat um zu fragen wo ich bin?“
„Ja ich erinnere mich. Warum?“
„Und du erinnerst dich sicher auch noch daran dass du mir das Handy aus der Hand genommen und aufs Sofa geschmissen hast?“
„Ja auch daran erinnere ich mich. Bin ja nicht debil. Warum, was war denn mit dem Handy?“
„Na du hast nicht aufgelegt und meine Mutter hat alles mit angehört!“ brüllte sie Marc an.
„Und mein Vater hat mir grade deswegen die Hölle heiß gemacht!“
Marc packte Gretchen am Arm und zerrte sie in sein Büro weil die Schwestern auf dem Flur sich schon nach den beiden umgedreht hatten. Er schloss die Tür dann fragte er:
„Und was nun? Ist dein Vater sehr sauer?“
„Er ist nicht mehr sauer. Im Gegensatz zu dir habe ich nämlich den Mut meinen Freund vor meinen Eltern zu verteidigen!“
„Man Gretchen tut mir leid wie das Essen mit meiner Mutter gelaufen ist. Ich gebe ja zu dass sie nicht besonders nett zu dir war.“
Das kann er laut sagen!
„Nicht nett ist ja noch milde ausgedrückt.“ Sagte Gretchen trotzig wenn auch schon wesentlich ruhiger.
„Wenn du möchtest rede ich mit ihr. Ich werde ihr sagen dass sie dich respektvoll behandeln muss.“
„Das wäre zumindest schon mal ein Anfang!“
„Ich habe übrigens noch was für dich.“ Sagte Marc und trat näher an Gretchen heran.
„Ach ja. Was denn?“ fragte sie immer noch ein wenig gereizt.
„Augen zu und Hand auf.“
Gretchen schloss die Augen und hielt ihre Hand auf. Sie spürte wie Marc ihr etwas Metallisches in die Hand legte. Sie machte die Augen auf und blickte auf ihre Hand. Sie hielt einen Schlüssel in der Hand.
„Willst du bei mir einziehen Gretchen Haase?“ fragte Marc und sah ihr dabei tief in die Augen.
Vor Freude hüpfte Gretchen auf. „Oh jaaaa!!“ Sie umarmte Marc und küsste ihn dann. Er lächelte und war zufrieden. Von nun an konnte er sich sicher sein, sein Gretchen immer bei sich zu haben. So wie er es sich immer gewünscht hatte.

schleumel Offline

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23.09.2009 12:14
#11 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Der Rest der Nacht war ziemlich ruhig verlaufen. Reinbekommen hatten sie nur noch einen Jungen mit akutem Blinddarmverschluss. Nichts wildes also. Als ihre Schicht zu Ende war, trafen sich Gretchen und Marc vor dem Ausgang des Krankenhauses und fuhren dann zusammen zu ihm.
„Du willst also dass ich bei dir einziehe?“ zog sie ihn auf.
„Na ich kann es ja nicht verantworten dass mein Hasenzahn bei seinen Eltern in einem rosa Zimmer wohnen muss. Allein darum geht’s mir.“
„Ist klar Marc. Du rettest mich also vor meinen Eltern und dem rosa Zimmer.“
„Genau das sagte ich ja grade“ erwiderte er mit einem Grinsen.
Beide wussten was er eigentlich hatte sagen wollen. Nämlich dass er sie liebte und sie bei sich haben wollte. Aber beide verstanden auch ohne dass er es aussprechen musste.
Zu Hause angekommen schmissen sich beide ins Bett und schliefen sofort ein. Als sie am nächsten Tag aufwachten, fiel Gretchen ein, dass Marc immer noch nichts zur Überraschung gesagt hatte. So langsam wurde sie doch nervös. Wenn er irgendwo mit ihr hin wollte musste sie doch noch packen. Und wer konnte schon wissen wo er sin hin entführte und was sie dort alles brauchen würde.
„Du Marc?“
Verschlafen schaute er sie an.
„Bist du schon wieder wach?“
„Sag mal. Die Überraschung. Du willst nicht zufällig irgendwo hin fahren? Ich meine wenn doch, dann wär es ja nur fair wenn du mir das JETZT sagst weil dann müsste ich ja auch noch packen und so.“
„Beruhig dich mal wieder Hasenzahn. Wirst keinen Koffer brauchen.“
Hmmm… wir fahren also nicht weg. Schade. Sehr schade sogar. So ein romantisches Wochenende wäre genau das was ich nach der Sache gestern gut gebrauchen könnte. Wahrscheinlich schleppt er mich zum Fußball oder so. Gott. Hoffentlich nicht.
„Keinen Koffer?“ sagte Gretchen ein wenig enttäuscht. „Gut… Dann… Fahren wir also nicht weg?“
„Man Hasenzahn. Lass dich doch einfach mal überraschen.“ Dann stand er auf und ging ins Bad.
Gretchen Haase. Reiß dich zusammen. Du bist eine erwachsene Frau. Du musst dich eben noch einen Tag gedulden müssen. Dann wirst du ja schon sehen was er für dich hat.
„HASENZAAAHN?“ Rief Marc plötzlich aus dem Bad. „Ich hab kein Handtuch. Kannste mir mal eins bringen?“ Gretchen beschloss Marc zu ignorieren. Sie stopfte sich schnell Kopfhörer in die Ohren, drehte die Musik auf und tat als hätte sie nichts gehört. Mit einem Grinsen suchte sie sich Klamotten aus dem Schrank zusammen.
„Haaaaaasenzaaaaaaahn? Gibt’s doch nicht. Ist sie taub oder was? GRETCHEN!!!“
Ihm blieb also nichts anderes übrig als so aus dem Bad zu kommen.
Hihi. Wenn er schon nicht mit mir wegfährt, kann ich zumindest nochmal einen Blick auf seinen süßen Hintern werfen.
Plötzlich zog ihr jemand die Kopfhörer aus den Ohren.
„Hast du mich nicht gehört? Ich hab dich wie ein verrückter gerufen!“
„Nee sorry Marc. Hab ja Musik gehört.“
„Ach und seit wann nimmst du dafür deinen Ipod und nicht die Anlage die direkt vor dir steht?“
„Na die cd in der Anlage will ich halt nicht hören. Steh ja nicht so auf Metallica wie du vielleicht weißt“
Eine äußerst gute Idee von dir Gretchen Haase. Er ist einfach zum abeißen Sie grinste in sich herein während Marc sich abtrocknete und sich dann schließlich auch anzog.

schleumel Offline

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23.09.2009 22:01
#12 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Als die beiden fertig angezogen waren, machten sie sich auf den Weg ins Krankenhaus. Grade im Schwesternzimmer angekommen, klingelte auf einmal Gretchens Handy.
„Haase?“
„Ja, hallo Margarethe.“
„Hallo Mama.“ Bereits jetzt schon genervt weil sie sich daran erinnert was das letzte Mal passiert war als ihre Mutter sie angerufen hatte verdrehte Gretchen die Augen.
„Margarethe ich wollte mich bei dir entschuldigen. Ich wollte auch eigentlich direkt auflegen aber dann war ich doch zu neugierig… Aber der Doktor Meier scheint seine Sache ja gut zu machen.“
Hallo? Ich rede doch jetzt nicht mit meiner Mutter über mein Sexleben? Das geht sie ja wohl gar nichts an. Sie hat ohnehin schon zu viel mitbekommen. Da werde ich ihr sicher nicht auch noch was von Marc vorschwärmen. Nachher will sie noch Details wissen. Soweit kommt’s noch.
„Ja Mama, weißt du ich muss jetzt auch los. Der OP-Saal wartet. Tschüss!“
Gretchen legte auf.
Unglaublich was diese Frau sich rausnimmt. Kann ja wohl nicht sein. Erst hört sie alles mit an und dann will sie mich auch noch ausfragen. Apropos ausfragen. Sabine und ich haben ja noch einen Termin bei Schwester Gabi.Müssen uns schnell was einfallen lassen. Aber erst mal müssen wir in den OP. Also ab dafür.
Als Gretchen im OP ankam, warteten schon alle auf sie.
Warum bin ich eigentlich immer die letzte? Notiz an mich selber: Nächstes Mal schneller sein!
„Hallo Frau Doktor.“ Sagte Sabine
„Hi Sabine.“
„Also die Schwester Gabi hat ab Montag wieder Dienst. Dann können wir sie endlich befragen. Zu der ‚Sache‘. Sie wissen schon.“
„Ja. Bin ja auch gespannt was die zu sagen hat.“
„Aber wir brauchen noch einen Plan.“
„Ja, freiwillig verrät sie sicher nichts. Vielleicht gehen wir einen mit ihr trinken oder so?“
„Sehr gute Idee Frau Doktor. Dann füllen wir die Schlampe ab.“
„Sabine! Ich hätte es zwar etwas netter ausgedrückt aber ja. Wir füllen sie ab.“ Sagte Gretchen mit einem siegessicheren Grinsen.
„Also wenn ihr zwei dann fertig seid mit eurer Geheimbesprechung können wir ja vielleicht auch mal mit dem anfangen wofür wir bezahlt werden?“
„Jaja schon gut Marc.“
„Sabine, Skalpell!“ pflaumte Marc rum.
Erschrocken über seinen Tonfall ließ Sabine das Skalpell fallen und fasste zu allem Überfluss auch noch mit ihrer Hand auf den Boden als sie es aufheben wollte. Marc platzte der Kragen. Sabines Inkompetenz nervte ihn von Tag zu Tag mehr.
„Mein Gott Sabine. Haben sie die Feinmotorik heute mal wieder zu Hause gelassen? RAUS HIER! Schicken sie mir lieber den Knechtelsdorfer. Der ist wenigstens nicht ganz so ungeschickt wie sie.!!“
Gretchen schaute Marc verdutzt an.
„Marc, das war jetzt wirklich überflüssig. Das kann doch jedem Mal passieren.“
„Ja richtig. Es kann MAL passieren, aber doch nicht STÄNDIG!“
„Ja Sabine war wahrscheinlich in Gedanken noch bei unserem Plan“ antwortete Gretchen leicht verlegen.
„Ja… Euer ‚Plan‘ ist eine Schnappsidee. Im wahrsten Sinne des Wortes. Weiß auch gar nicht warum ihr da weiter schnüffeln müsst. Der Teeaktien-Idiot ist weg und gut ist.“
„Stört dich das also wenn wir weiter schnüffeln?“ provozierte Gretchen Marc.
„Nein, ich halte es nur für Sinnfrei.“
„Sag mal Marc… Bist du eifersüchtig weil ich Nachforschungen über Alexis anstelle?“
„Quatsch. Wann war ich denn bitte schon mal eifersüchtig.“ Sagte Marc übertrieben gleichgültig.
Süüüüß, er ist wirklich voll eifersüchtig^^
„Naja wenn ichs mir so recht überlege dann schon ziemlich oft. Willste ja nur nie zuegeben.“
„Hasenzahn wenn du jetzt nicht ruhig bist kannste Schwester Sabine draußen Gesellschaft leisten. Und jetzt näh mal zu hier!“
„Jaja schon gut. Ich mach ja schon.“
Hehe. Der ist wirklich eifersüchtig. Dabei hat er ja wirklich keinen Grund dazu. Männer eben.
Marc war bereits aus dem OP raus gegangen. Er wollte grade in den Aufzug steigen als er hinter sich eine Stimme hörte:
„Warte mal Meier. Ich fahr mit.“
Mehdi stieg noch dazu, dann fuhren sie hoch zur Cafeteria.
„Sag mal hast du am Wochenende Zeit? Wollte noch mal einen mit dir Trinken gehen.“
„Tut mir leid Kaan aber ich hab am Wochenende frei.“
„Na ein Grund mehr was trinken zu gehen.“
„Ja aber ich habe schon was vor.“
Marc wollte Mehdi nicht sagen dass er was mit Gretchen vor hatte. Erstens wusste Marc nicht genau inwieweit er noch Gefühle für Gretchen hatte und zweitens wollte er auch nicht riskieren dass Mehdi sich bei Gretchen verplapperte was die Planung für das Wochenende anging.
„Echt? Was denn?“
„Ja also ich.. *räusper* ich.. halte einen Vortrag. Meine Mutter kommt auch. Glaube nicht, dass dich das interessieren würde. Hat ja nichts mit Gynäkologie zu tun. Ist also nicht dein Fachgebiet.“
„Och.. Ich hab bis jetzt aber noch nichts vor. Also eigentlich würde ich schon ganz gerne…“
„Tut mir leid Mehdi. Der Saal in dem ich den Vortrag halte ist schon… ähh… ausgebucht.“
„Man braucht ne Karte um die beim Quatschen zuhören zu dürfen?“
„Ja… die Veranstalter wollten das so. Tut mir leid.“
„Also wenn das so ist kann man natürlich nichts machen.“
„Ja leider. Wirklich schade Mehdi. Ich hätte dich natürlich gerne dabei gehabt.“
Irgendwie hatte Marc nun doch ein schlechtes Gewissen dass er seinen Freund so angelogen hatte. Da fiel ihm ein dass Gretchen ja am Montag mit Sabine und Gabi einen trinken gehen wollte.
„Aber wenn du willst können wir Montag was machen. Da hätte ich Zeit.“
„Ja cool. Dann Montag.“
In der Cafeteria angekommen bestellte sich Marc einen Kaffee. Mehdi hingegen bestellte sich einen Pudding, ein Stück Kuchen und Schnitzel mit Pommes.
„Sag mal Mehdi. Wird langsam Zeit dass du deinen Anker wieder findest was? Wenn du so weiter machst hilft dann auch kein Weight Watchers Treffen mehr.“
„Ach das ist ja nur vorrübergehend. Ich finde den Anker sicher bald. Hoffe ich.“
Plötzlich fiel Marc siedend heiß ein dass er noch etliche Vorbereitungen für Gretchens Überraschung morgen treffen musste.
„Äh Mehdi ich muss dann auch wieder. Ich muss noch… in den Supermarkt.“
„Ja gut wir sehen uns dann spätestens Montagabend. Bis dann. Und viel Erfolg beim Vortrag.“
„Danke. Dann bis Montag.“
Marc eilte aus der Cafeteria rannte die Treppe runter und hetzte zu seinem Auto. Er musste unbedingt noch Karten und Briefumschläge besorgen.

schleumel Offline

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24.09.2009 12:31
#13 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Als Marc zu Hause angekommen war und alles besorgt hatte, setzte er sich erleichtert aufs Sofa. Jetzt musste er nur noch dafür sorgen dass Gretchen heute Abend vor ihm schlafen ging, damit er seinen Plan in die Tat umsetzen konnte.
Da hört er auch schon wie jemand die Tür aufschloss.
„Marc? Bist du da?“
„Bin hier!“
„Ah gut ich hab mich schon gefragt wo du steckst.“ Sie gab ihm einen Kuss und stellte dann ihre Tasche im Flur ab und hing ihre Jacke auf.
„Wo warst du denn? Ich hab im Krankenhaus alles nach dir abgesucht.“
„Ich..ähh.. war mit dem Auto in der Werkstatt. Zur Kontrolle.“
„Aha.“ Glaube ihm kein Wort. Der lügt doch wie gedruckt. Er hat ja auch wieder diesen ich-bin-ein-total-schlechter-Lügner-Blick drauf. Süüüüüß.
Gretchen setzte sich zum ihm aufs Sofa.
„Du Marc, morgen ist ja FREITAG, ne?“
„Ja richtig Hasenzahn. Nach Donnerstag kommt immer der Freitag. So haben wir das in der Grundschule gelernt.“
„Mann Marc!“
„Gib doch zu dass du’s nicht mehr abwarten kannst.“ Stichelte er.
„Jaaaa. Bin ich halt ein bisschen neugierig. Aber auch wirklich nur ein kleines bisschen.“
„Natürlich Hasenzahn.“ Er grinste sie wissend dass sie es kaum noch aushalten konnte vor Neugierde an und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
„Sag mal wann hattest du vor heute ins Bett zu gehen?“
„Och eigentlich wollte ich jetzt gleich schon gehen. Bin doch relativ müde.Warum?“
„Ach nur so. Im Fernsehen kommt gleich noch ein Film den ich sehen wollte. Aber du willst den sicher nicht sehen deswegen frag ich.“ Log er.
„Kannste dir ruhig angucken. Ich spring jetzt unter die Dusche und dann geh ich ins Bett.“
Als Gretchen im Schlafzimmer verschwunden war, wartete Marc noch eine halbe Stunde um sicher zu gehen dass sie auch wirklich schlief. Dann lugte er nochmal kurz durch die Schlafzimmertür. Sie schlief tief und fest. Dann konnte er ja jetzt anfangen. Er holte die kleinen weißen Karten samt Briefumschlägen aus seiner Jackentasche und holte sich einen Stift. Dann ging er nach unten und holte einen Koffer aus seinem Auto. Den Koffer stellte in den Flur. Der Rest war schnell erledigt. Schließlich legte er sich auch ins Bett. Als Gretchen merkte, dass Marc auch ins Bett gekommen war, wurde sie kurz wach und kuschelte sich an ihn.
„Und wie war dein Film?“
„Super.“ Schmunzelte er und dann schliefen sie zusammen ein.

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schleumel Offline

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24.09.2009 20:04
#14 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Als Gretchen am nächsten Morgen wach wurde strecke sie ihren Arm nach Marc aus. Sie wollte grade ihren Kopf zu ihm drehen als sie feststellte dass seine Seite des Betts leer war. Ein wenig verwirrt blickte sie sich im Zimmer um bis sie beruhigt feststellte dass im Badezimmer Licht brannte und das Wasser in der Dusche lief. Gretchen rieb sich die Augen und wollte grade einen Blick auf ihren Wecker werfen, als sie sah dass an ihrem Wecker ein kleiner Umschlag klebte. Vorsichtig machte sie ihn ab.
Da bin ich ja jetzt aber gespannt was er sich tolles ausgedacht hat. Zumindest hoffe ich dass es toll ist. Bei Marc Meier kann man ja nie wissen.
Gretchen öffnete den Umschlag und holte eine kleine weiße Karte heraus deren Rückseite beschrieben war. Leise las Gretchen was auf der Karte stand.
„Guten Morgen Prinzesschen. Geh mal in die Küche. Ich hab Frühstück für dich gemacht. Marc“
Und dann bemerkte Gretchen auch auf einmal den Duft von Kaffee und frischen Brötchen der in der Luft lag.Ohhh wie süüüß. Er hat Frühstück gemacht. Und er war sogar beim Becker. *schmacht*
Gretchen stand auf, immer noch die Karte und den Umschlag in der Hand, und ging in die Küche. Als sie auf den Küchentisch blickte, staunte sie nicht schlecht. Vor sich sah sie einen reichlich gedeckten Frühstückstisch. Als ihr Blick auf den Brötchenkorb fiel machte ihr Herz einen Sprung. Er hat sogar an die Schokocroissants gedacht :) Sie setzte sich auf einen Stuhl, legte das kleine Kärtchen welches sie an ihrem Wecker gefunden hatte beiseite und wollte sich grade die Kaffeekanne schnappen, als sie sah dass auch an der Kanne ein kleiner Umschlag klebte. Voller Vorfreude machte sie auch diesen ab und öffnete ihn gespannt.
„Ich hoffe dir schmeckt deine tägliche Schokodosis. Wirst die Stärkung gut gebrauchen können. Marc“
Gretchen Haase. Du bist wirklich die glücklichste Frau auf Erden. Wer hätte schon gedacht dass Marc Meier, ehemals Oberarsch und Vollzeitmacho, so wahnsinnig süß und romantisch sein könnte.
Als sie fertig gefrühstückt hatte, hörte sie wie Marc aus dem Bad kam und ins Schlafzimmer huschte um sich was anzuziehen. Sie lief ihm entgegen. „Ich liebe dich.“ Sagte sie ganz aufgeregt und drückte ihm einen dicken Kuss auf die Lippen. Marc schmunzelte.
„Warte mal ab bis du den Rest siehst Hasenzahn. Das war ja erst der Anfang.“
„Wirklich? Oh mein Gott!“
Gretchen konnte ihre Freude kaum noch zurück halten und ließ einen kleinen Freudenschrei los.
„Jetzt geh aber erst mal duschen. In spätestens 2 Stunden müssen wir los.“
„Okeeeeeey“ schrie Gretchen noch während sie ins Bad rannte. Sie hüpfte unter die Dusche. Als sie fertig war mit duschen legte sie sich ein Handtuch um und ging ins Schlafzimmer. Marc saß derweil im Wohnzimmer und blätterte durch die Tageszeitung. Gretchen öffnete ihren Kleiderschrank und an der Innenseite der Schranktür klebte ein weiterer Umschlag mit einer Karte drin. Gretchen öffnete auch diesen und las: „Wenn du fertig angezogen bist, geh doch mal in den Flur.“ Gretchen wollte grade schon nur mit dem Handtuch um in den Flur rennen weil sie so neugierig war, als sie sah, dass weiter unten auf der Karte auch noch etwas geschrieben stand. „Hasenzahn! Erst mal anziehen hab ich gesagt!“ Sie lächelte. Er kannte sie also mittlerweile so gut, dass er genau gewusst hatte wie neugierig sie war. Hastig zog Gretchen sich an. Marc beobachtete sie vom Sofa aus und grinste. Dann stand er auf und nahm sich eine Zigarette und eine Tasse Kaffee und ging raus auf den Balkon. Als Gretchen angezogen war, stürmte sie in den Flur. Dort entdeckte sie den kleinen Koffer den Marc zuvor gestern aus seinem Auto geholt hatte. Vorsichtig machte sie den Reißverschluss auf um nachzusehen was darin war. Verblüfft sah sie, dass der Koffer randvoll mit Frauenklamotten in Gretchens Größe und nach Gretchens Geschmack war. Außerdem fand sie ein Parfüm und die üblichen Sachen die man brauchte wenn man wegfuhr. (Schampoo, Duschgel, Zahnbürste etc.)
Oh mein Gott. Er will ja doch mit mir wegfahren. Jetzt bin ich aber echt gespannt wohin die Reise geht.
Inzwischen hatte Marc seine Zigarette fertig geraucht und kam mit der Kaffeetasse in der Hand auf Gretchen zu. Er grinste sie an, und gab ihr einen zärtlichen gefühlvollen Kuss.
„Hab dir ja gesagt dass du nicht packen musst.“
„Wohin fahren wir denn?“
„Das siehst du dann. Aber wer hat gesagt dass wir FAHREN?“ Er grinste bis über beide Ohren.

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schleumel Offline

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25.09.2009 13:54
#15 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

„Du meinst wir f… f… flieeeeeeegen?“ fragte Gretchen freudestrahlend.
„Wer weiß“ grinste er zurück.
„Wohin denn?“
Er gab ihr einen Kuss dann sagte er
„Das siehste ja gleich. Geduld.“
Gretchen konnte es kaum fassen dass Marc sich für sie so viel Mühe gemacht hatte und dass er anscheinend mal wieder ein kleines Vermögen gezahlt hatte nur um sie zu überraschen. Plötzlich riss Marc sie aus ihren Gedanken.
„Hasenzahn in einer halben Stunde kommt unser Taxi.“
„Ok“
Genau richtig. Dann kann ich ja noch ganz schnell in mein Tagebuch schreiben.
Gretchen verzog sich schnell ins Schlafzimmer.

Liebes Tagebuch,
Ich glaube heute war der bis jetzt schönste Tag in meinem Leben. Bin heute wach geworden und an meinem Wecker klebte ein Umschlag mit einer kleinen Nachricht drin von Marc. In der Küche hab ich dann noch einen gefunden und in meinem Kleiderschrank. Ich schwebe zur Zeit auf Wolke 7. Er hat mir sogar einen kompletten Koffer mit Klamotten gekauft für unser Wochenende. Ich bin überglücklich. Sowas hat noch nie jemand für mich gemacht. Und vor allem noch kein Mann. Ich glaube wirklich Marc ist der Richtige :)
Bin mal gespannt wo wir gleich hinfahren bzw. vllt. Auch fliegen? Er sagte ja dass wir nicht fahren werden zumindest hat er das angedeutet. Aber so wirklich gesagt dass wir fliegen hat er auch noch nicht. Ich hoffe nur er plant nicht mit nem Schiff zu fahren, da wird mir sicher unterwegs schlecht.
Ich bin sooo aufgeregt.
Naja. Werde mich jetzt mal fertig machen. Unser Taxi kommt ja auch gleich. Werde dann später berichten wo es hinging und wie. Und was wir so gemacht haben. Also dann. Bis später
Gretchen.

Gretchen klappte das Buch zu, steckte es in ihre Handtasche und zog sich Schuhe und Jacke an. Marc tat dies ebenfalls. Dann gingen sie runter zur Straße denn das Taxi wartete schon. Marc holte noch schnell einen weiteren Koffer aus seinem Auto, diesmal mit seinen Klamotten drin, dann verfrachteten sie auch Gretchens Sachen im Kofferraum des Taxis, setzten sich auf die Rückbank und Marc rief dem Fahrer zu:
„Einmal zum Flughafen Tegel bitte.“
Dann legte Marc den Arm um sein vor Glück strahlendes Gretchen und sie fuhren los.

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schleumel Offline

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25.09.2009 20:50
#16 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Am Flughafen angekommen bezahlte Marc den Taxifahrer und hievte die Koffer aus dem Kofferraum. Dann betraten sie die große Eingangshalle. Aus der Innentasche seiner Jacke kramte Marc 2 Tickets raus und betrachtete sie eindringlich.
„Sooo… Mal gucken wo wir jetzt hin müssen.“
„Lass mich doch das Ticket auch mal sehen!“ sagte Gretchen ungeduldig.
Marc wusste dass sie spätestens beim einchecken eh erfahren würde wohin die Reise ging, doch er entschloss sich sie zumindest bis dahin noch ein wenig zu ärgern.
„Du bekommst dein Ticket wenn wir einchecken Hasenzahn.“ Frech grinste er sie an, dann sagte er:
„Komm jetzt wir müssen hier lang.“
Gretchen folge Marc durch den Flughafen bis sie anscheinend angekommen waren. Sie gaben die Koffer ab und gingen dann Richtung Sicherheitskontrolle. Marc trat durch den Metalldetektor. Bis auf seinen Gürtel hatte er nichts Metallisches an sich, weswegen die Sicherheitsleute ihn direkt weiter winkten. Bei Gretchen war es ähnlich. Auch sie passierte die Kontrolle ohne weitere Vorkommnisse.
Endlich kamen sie zu der Stelle, an der bereits eine Stewardess stand, die die Tickets kontrollierte und einem sagte wo sich die Plätze befanden die man gebucht hatte.
Ha! Jetzt erfahre ich endlich wo wir hinfliegen. Ich bin schon so gespannt. Kanns kaum noch aushalten.
„Da Hasenzahn, haste dein Ticket.“
Als Gretchen auf dem Ticket endlich lesen konnte, wo sie hinfliegen würden, machte sie einen Freudenschrei und fiel Marc um den Hals.
„Oh Mein Goooott. PAAARIIIIIS!!!! Da wollte ich immer schon mal hin.“
Hach ist das süüüß. Paris, die Stadt der Liebe. Besser könnte es ja gar nicht sein.
Gretchen war überglücklich. Und Marc war zufrieden dass er Gretchen eine so große Freude machen konnte. Sie betraten das Flugzeug und setzten sich auf ihre Plätze. Ca. 15 Minuten später rollten sie auf die Startbahn und flogen los. Direkt nachdem sie ihre Flughöhe erreicht hatten, schnallte Marc sich ab und brüllte:
„Hallo! Stewardess! Wir hätten gern 2 Gläser Champagner.“
Schnell kam eine Stewardess angerannt und sagte:
„Sehr gern. Kann ich ihnen sonst noch etwas bringen?“
„Eine Tafel Zartbitterschokolade für meine Freundin.“
Gretchen schwebte im siebten Himmel.
So kann es ruhig weiter gehen. Sitze hier im Flugzeug nach Paris mit Marc und werde gleich Champagner schlürfen und noch nicht mal die Schoki fehlt. Er hat wirklich an alles gedacht.
Marc klappte die Armlehne zwischen Gretchen und sich hoch und legte seinen Arm um sie.
„Und? Gefällt es dir bis jetzt?“
„Machst du Witze!? Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Und wie ich mich angemessen bedanken soll.“
In diesem Moment kam die Stewardess mit dem Champagner und der Schokolade. Sie stellte beide auf den aufgeklappten Tisch vor Gretchen und verabschiedete sich mit einem freundlichen Lächeln und ließ die beiden allein. Plötzlich legte Marc seine Hand auf Gretchens Bein.
„Ich hätte da eine Idee wie du dich bedanken könntest.“ Er zog eine Augenbraue hoch und sah sie schelmisch an. Dann leerte er sein Glas in einem Zug, stand auf und ging Richtung Toilette. Er blickte sich noch einmal um und zwinkerte Gretchen zu.
Waaahnsinnn!!! Ich hätte nicht gedacht dass ich jemals in einem Flugzeug auf der Toilette… Naja normalerweise kennt man das ja nur aus Filmen. Gretchen Haase, ich habe das Gefühl das wird noch ein aufregendes Wochenende
Einige Minuten später (es sollte ja nicht direkt jedem auffallen) stand Gretchen ebenfalls auf und machte sich auf den Weg zur Toilette. Als sie angekommen war blickte sie kurz hinter sich um sicher zu gehen dass niemand Verdacht schöpfte, doch offenbar interessierte sich niemand für die junge blonde Ärztin. Plötzlich ging eine der Toilettentüren auf, Marc fasste Gretchen am Handgelenk und zog sie zu sich in den kleinen Raum. Direkt fing er an Gretchens Bluse aufzuknöpfen und die beiden küssten sich wild und leidenschaftlich. Gretchen schaffte es grade noch die Türe abzuschließen bevor ihre Hose auch schon zu Boden fiel und Marc sie aufs Waschbecken setze. Schnell öffnete sie seinen Gürtel, öffnete seine Hose und zog sie ihm aus. Dann schliefen sie miteinander.
Ca 25 Minuten später, Gretchen musste zugeben dass sie diesmal beide lieber Speedboat gefahren waren, zog Gretchen sich wieder an, machte sich die Haare zurecht und wollte grade rausgehen als sie sah, dass Marc ihr direkt folgen wollte.
„Marc. Du musst noch ein paar Minuten warten bis du rauskommst. Sonst weiß doch direkt jeden was wir beide grade gemacht haben.“
Marc lächelte.
„Ist mir doch egal. Kann doch ruhig jeder wissen, dass ich mit der schönsten Frau der Welt schlafe.“ Er küsste sie ganz sanft. Dann gingen sie zusammen zurück auf ihre Plätze.

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schleumel Offline

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27.09.2009 20:00
#17 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Eine Stunde später waren sie im Landeanflug auf Paris. Gretchen konnte ihr Glück immer noch nicht fassen. Alles kam ihr vor wie im Film. Nach den vielen Fehltritten was Männer anging, schien sie endlich einmal die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Noch nie war sie mit einem Mann so glücklich gewesen wie mit Marc. Ok. Erst hatte er sich wie ein Arschloch benommen. Und das nicht nur damals in der Schule sondern auch von dem Tag an als sie im Krankenhaus angefangen hatte. Aber nun schien ihr Märchen endlich wahr zu werden.
„Gretchen?“ Marc riss sie aus ihren Gedanken. „Wir können jetzt aussteigen... Es sei denn natürlich du willst noch mal auf die Toilette und...“
„Maaaarc!“ sagte sie mit gespielter Empörung und stand auf.
Er folgte ihr, aber nicht ohne vorher noch schnell einen Blick auf ihren Hintern zu werfen. Er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Er liebte sie so wie sie war. Mit all ihren kleinen Macken und Fehlern, denn gerade diese machten sie zu seinem Gretchen.
„Marc? Hörst du wohl auf mir auf den Hintern zu starren?“
„Ähh... jaa.... was?“
„Komm schon wir müssen uns unsere Koffer holen.“
Als sie ihre Koffer hatten und durch den Zoll durch waren, betraten sie die große Halle des Charles de Gaulles-Flughafens. Aus den Lautsprechern ertönte eine Frauenstimme: „Bienvenu à Paris! Welcome to Paris! Willkommen in Paris!“
Sie verließen den Flughafen und nahmen sich ein Taxi.
„L'hotel de Crillon, Place de la Concorde s'il vouz plaît.“
Gretchen guckte Marc erstaunt an.
„Ich wusste gar nicht, dass du Französisch kannst.“
Marc grinste und gab ihr einen Kuss. „Es gibt so einiges was du nicht über mich weißt.
„Ich hoffe mal nichts schlechtes?“
Plötzlich schaute Marc sie sehr ernst und eindringlich an. „Niemals wieder würde ich dir weh tun Gretchen.“
Gretchen lächelte zufrieden und dann küssten sie sich zärtlich, bis sie auf einmal vom Taxifahrer unterbrochen wurden.
„Madame? Monsieur? Nous sommes là!“
„Was hat der gesagt?“
„Nur dass wir da sind. Deswegen haben wir ja auch angehalten Hasenzahn.“
„Du meinst...“ Gretchen stockte der Atem als sie das Gebäude sah, welches offensichtlich ihr Hotel war. „DIESER Palast da ist unser Hotel?!“
„Ja Hasenzahn, sieht wohl ganz danach aus.“
Sprachlos stieg Gretchen aus dem Taxi aus. Der Portier des Hotels war direkt herbei geeilt und nahm sich ihrer Koffer an.
Als Gretchen und Marc Arm in Arm das Hotel betraten, wurden sie von einem jungen Mann in Uniform begrüßt.
„Bonjour Madame. Bonjour Monsieur. Je vais vous montrer votre chambre. Suivez-moi s'il vous plaît.“
Gretchen konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Hehe... Wie sich das anhört... Hätte ich mal früher in der Schule Französisch und nicht Latein gelernt. Obwohl... Latein hab ich ja letztlich fürs Studium gebraucht. War also doch nicht so schlecht. Reicht ja auch wenn Marc Französisch kann. Übrigens ist das sooooo sexy wenn er was auf Französisch sagt.
Zusammen mit dem Portier stiegen Gretchen und Marc in den Aufzug und fuhren in den 12. Stock. Als der Portier ihnen dann die Zimmertür öffnete und ihnen dann den Schlüssel überreichte und die beiden allein ließ, stockte Gretchen erneut der Atem. Marc hatte tatsächlich eine Suite gebucht. Marc sah, dass Gretchen nicht wusste was sie sagen sollte. Deswegen umarmte er sie von hinten, gab ihr einen Kuss auf den Nacken und fragte dann:
„Und? Gefällt es dir?“
„Es ist der helle Wahnsinn.“
„Tja, dann warte mal ab bis du den 'Balkon' gesehen hast.“ Er grinste verwegen und küsste sie erneut.

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schleumel Offline

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28.09.2009 00:13
#18 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Gespannt rannte Gretchen auf den Balkon. Was sie sah, als sie die Tür aufgemacht hatte verschlug ihr die Sprache.
„Da... Marc.... wir.... also...“
„Sprich dich aus Hasenzahn.“ Marc grinste frech.
„Da ist ein beleuchteter und beheizter Whirlpool auf der Terrasse!!!!! Und guck dir diesen Ausblick an. Man kann ja sogar den Eiffelturm von hier sehen.“ entfuhr es ihr.
Gretchen warf noch einen Blick auf den Whirlpool.
„Dieses Zimmer hast du ja wohl nicht ohne Hintergedanken gebucht Marc Meier.“
„Nein.. In der Tat dachte ich mir dass wir die eine oder andere Nummer im Whirlpool schieben könnten.“ er wartete auf eine Antwort auf seine provokative Äußerung. Doch Gretchen sagte erstmal nichts. Sie kam langsam auf ihn zu. Während sie immer näher kam, knöpfte sie nach und nach die Knöpfe ihrer Bluse auf und lies sich schließlich die Bluse von den Schultern gleiten. Dabei schaute sie Marc fordernd an und dann sagte sie schließlich:
„Na dann komm und hol dir doch was du haben willst.“
„Hasenzahn! Das kleine Luder in dir kannte ich ja noch gar nicht.“
Mit diesen Worten zog er sie zu sich und küsste sie leidenschaftlich. Seine Küsse wanderten ihren Hals entlang bis hin zu ihren Brüsten, die er schließlich auch aus ihrem 'Gefängnis' namens BH befreite. Er strich mit seinen Händen über ihre weiche Haut und wollte sie weiter streicheln, als Gretchen ihn plötzlich wieder zu sich hoch zog, um ihm sein Hemd und seine Hose auszuziehen.
„Wow, Dr. Haase... Wir gehen heute aber ran, wie?“
„Als ob dich das stört!“ flüsterte sie ihm leise zu.
Marc grinste. Dann entledigte er sich dem Rest seiner Klamotten und zog dann auch Gretchen aus. Diese hatte anscheinend vor, Marc seinen Wunsch zu erfüllen, denn sie fasste ihn bei der Hand und zog ihn mit sich in den Whirlpool. Dann setze er sich auf die im Whirlpool eingebaute Sitzbank und nahm Gretchen auf seinen Schoß. Sie küsste ihn immer wilder, bis sie kurz inne hielt und Marc ansah. „Ich liebe dich.“ Und dann spürte er wie sich richtig auf ihn drauf setzte. Grinsend und zufrieden lehnte Marc sich nach hinten und überließ Gretchen die ganze 'Arbeit'.
Als sie fertig waren blieben sie noch eine Weile im Whirlpool sitzen und genossen sie Aussicht auf Paris.
„Sag mal Gretchen was hälst du davon wenn wir noch irgendwo einen Trinken gehen und dann ein bisschen tanzen gehen. Würde wirklich gerne wissen was das Pariser Nachtleben so zu bieten hat.“
„Hmmm... Eigentlich würde ich jetzt lieber ein bißchen kuscheln und dann schlafen gehen.
„Ach komm schon Gretchen. Wir sind doch nicht so oft in Paris.“
„Na gut. Gucken können wir ja mal.“
„Gut, dann lass mal fertig machen.“
Sie stiegen beide aus dem Whirlpool und zogen sich an und machten sich fertig zum Ausgehen. Dann nahmen sie ein Taxi in die Innenstadt. Der Taxifahrer hielt direkt vor einer Cocktail Bar wo sie dann auch rein gingen.
Sie setzten sich und sahen sich die Speisekarte an. Gott sei dank haben die hier englische Namen für die Cocktails... Dann muss ich wenigstens kein Rätselraten spielen.
Gretchen bestellte sich einen Tequila Sunrise, Marc einen Long Island Icetea.
„Wo willst du denn gleich noch hin?“
„Der Taxifahrer hat gesagt gleich hier um die Ecke sei ein angesagter Club. Wie wärs wenn wir dahin gehen?“
„Von mir aus.“
„Also wenn du keine Lust hast dann fahren wir wieder zum Hotel. Können auch morgen noch weggehen.“
„Nein nein ist schon ok. Ich hab doch gesagt dass wir uns das mal angucken können.“
„Gut aber wenn du zum Hotel willst sagst du Bescheid dann fahren wir wieder ok?“
„Man Marc ich hab doch gesagt dass es ok ist. Wenn ich keine Lust mehr habe mache ich mich schon bemerkbar.“
„Ok ok. Ich wollte ja nur nett sein.“
Marc leerte seinen Drink und bestellte sich noch einen. Gretchen tat dies ebenso. Eine Weile saßen sie nur so da und redeten kaum miteinander bis Marc schließlich sagte:
„Komm das ist doch lächerlich. Ich will mich doch nicht wegen sowas mit dir streiten.“
„Ja ich auch nicht. Tut mir leid.“
„Ist ja nochmal gut gegangen.“ Er grinste Gretchen an, dann nahm er ihre Hand und streichelte sie.
Inzwischen hatte Gretchen ihren Drink schon wieder leer und sie bestellte sich noch einen.
„Sag mal Gretchen, was hast du denn heute Abend noch vor?“
„Na ich dachte wir gehen Tanzen. Da werd ich ja wohl 3 Cocktails trinken dürfen.“
Marc lachte laut auf.
„Na hoffen wir mal dass du es nicht zu wild treibst heute.“
„Ich bin 30. Ich glaube ich weiß selber wie viel ich vertrage“ sagte sie schnippisch, streckte jedoch dann die Zunge raus und musste lachen.
„Klar Hasenzahn. Wie wärs denn wenn wir jetzt rüber in diesen Club gehen würden?“
„Ok, gute Idee.“
In einem Zug leerte Gretchen ihr Glas, dann bezahlten sie und gingen.
Im Club angekommen, gaben sie ihre Jacken an der Garderobe ab und betraten den Hauptraum. Da es noch nicht besonders voll war, setzten sie sich an die Bar und bestellten jeder noch ein Bier. Nach 10 Minuten stand Marc plötzlich auf.
„Ich geh mal eben zur Toilette. Nicht weglaufen schöne Frau.“
„Und selbst wenn ich wollte, ich versteh ja hier doch keinen.“
Marc grinste und machte sich dann auf den Weg zur Toilette. Als er fertig war und zurück zu Gretchen gehen wurde, wurde er im Eingang zum Raum von einer Frau angesprochen. Sie hatte eindeutige Absichten. Gerade als Gretchen sich umdrehte um nachzusehen wo Marc blieb, fasste die Frau ihm an den Bauch. Gretchen drehte sich wutentbrannt um und bestellte sich schnell noch ein Bier. Ist ja unglaublich! Ich dachte er liebt mich und jetzt lässt er sich von so einer billigen brünetten Schlampe anbaggern. Und ich dachte echt er hätte sich geändert. Der kann was erleben wenn er fertig ist mir der blöden Kuh. Werde mir nämlich jetzt sicher nicht die Blöße geben und dahin gehen.
Was Gretchen nicht sehen konnte war, dass Marc die Frau gleich wieder von sich weg schob und ihr zu verstehen gab, dass er nicht interessiert war. Da die Frau aber nicht gleich locker lassen wollte, versuchte sie Marcs Hand zu nehmen. Er schaute auf ihre Hand die ihn festhielt und bat sie ihn los zu lassen, als er merkte dass die Hand der jungen Frau zuckte.
„Sagen sie mal waren sie wegen des Zuckens schon beim Arzt?“
Verdutzt blickte die Frau ihn an und ließ gleichzeitig von ihm ab.
„Nein bis jetzt noch nicht. Ich habe das auch nur manchmal.“
„Sie sollten sich schleunigst untersuchen lassen. Je eher desto besser. Es könnte was mit ihrem Gehirn sein.“
„Woher wollen sie das wissen? Sind sie etwa Arzt?“
„Zufällig ja. Aber wie sie an meinem Akzent wohl unschwer erkennen können komme ich aus Deutschland, ich kann sie also nicht untersuchen.“
„Und was machen sie dann hier in Paris?“
„Ich wollte mit meiner Freundin ein schönes Wochenende verbringen.“ Mit einem Lächeln deutete er auf Gretchen die den beiden immer noch den Rücken zugekehrt hatte.
„Wow. Sie kann sich glücklich schätzen einen Freund wie sie zu haben.“
„Meistens tut sie das auch.“
Die beiden lachten und genau in diesem Moment drehte Gretchen sich noch einmal um.
Der kann was erleben. Flirtet doch tatsächlich mit diesem brünetten Flittchen während ich hier allein an der Bar sitze. Der hat Nerven.
Gretchen drehte sich wieder dem Barkeeper zu und bestellte sich noch ein Bier. Marc und die brünette Frau unterhielten sich noch ein wenig. Naja, eigentlich erzählte Marc von Gretchen. Mit einem Lächeln bemerkte die junge Frau dann dass sie nun wisse warum er nicht an ihr interessiert gewesen sei. Er wäre ja bis über beide Ohren in die blonde Frau an der Bar verliebt.
Leicht errötet gab Marc zu:
„Ja das bin ich wohl. Und ich will sie jetzt auch nicht länger warten lassen.“
„Das verstehe ich. Danke für den Tipp und alles Gute für sie beide.“
„Gern geschehen und danke.“
Mit diesen Worten hatte Marc sich verabschiedet. Bei Gretchen angekommen umarmte er sie von hinten und wollte sie gerade am Hals küssen als sie sich wütend frei kämpfte und ihn erbost ansah.
„Hasenzahn was hast du denn?“
Gretchen, die mittlerweile gut einen sitzen hatte antwortete schnippisch:
„Einen Heuschler zum Freuund habbisch.“
„Was? Was ist denn mit dir los? Du bist ja total dicht. Ich war doch nur...“
„Eine halbe Schschschtunde wech. Und in der Zeeiiit habsch mir paar Bier beschtellt.“ lallte sie.
„Und warum darf ich dich nicht mehr küssen?“
„Dass *hicks* dass kannssu die brünette Schlampe fraaagen.“
„Das glaub ich jetzt nicht.“
„Isch kanns auch nisch glauben dassu *hicks* disch an die ran schmeißt OBWOHL isch aunoch da bin.“
„Hasenzahn komm wir fahren jetzt ins Hotel bevor du noch den Barkeeper ankotzt oder so.“
„Hassu nisch gehört? Schabb gesehen wassu mit der gemacht hast. Ihre Hand an deinem Bauch und so.“
Marc zog Gretchen hinter sich her bis zur Garderobe, wo er ihre Jacken holte und dann verließen sie den Club. Als sie draußen waren und ein Stück gegangen waren, setzte Gretchen sich auf eine Bank und schimpfte weiter.
„Isch dachte du lieeeebs misch.“
Marc sah, dass Gretchen fror, also legte er ihr auch noch seine Jacke über und sagte dann leicht genervt:
„Tu ich ja auch Hasenzahn. Ich hab mit der Frau nicht...“
„Isch will jar nisch wissen was ihr gemacht habt. Du hast misch schwer enttäuscht Marc Meier.“
Marc verdrehte die Augen weil sie ihn mal wieder nicht ausreden ließ. Also kniete er sich vor sie hin und nahm ihre Hände.
„Gretchen. Die Frau wollte mich anbaggern, ja das gebe ich zu aber ich...“
„Aber du was?!“ lallte Gretchen gereizt
„Ich habe sie von mir weggestoßen und ihr sogar noch von dir erzählt.“
„Und das dauert eine halbte Schtunde? Das kannsse deiner Ommma erzählen.“
„Man Hasenzahn. Die Hand der Frau hat gezittert ich hab ihr geraten zum Arzt zu gehen. Mehr nicht.“
„Woher soll isch wissn dassu die Wahrheit *hicks* sagst. Isch versteh doch kein Französisch.“
„Da wirst du mir schon vertrauen müssen.“ Er strich ihr sanft durch Haar. Irgendwie fand er es süß wenn sie so eifersüchtig war. „Außerdem bin ich jetzt hier bei dir, oder nicht?!“
Da Gretchen selbst in ihrem Zustand langsam dämmerte dass Marc die Wahrheit sagte schaute sie verlegen zum Boden.
„Tschullligung. Aber manchmal kommen die alten Gefühle hoch und dann...“ plötzlich fing Gretchen an zu schluchzen.
„Och Hasenzahn. Brauchst doch nicht weinen.“ Mit seinem Daumen strich er Gretchen die Tränen aus dem Gesicht und half ihr von der Bank auf zu stehen.
„Na komm wir rufen ein Taxi und fahren ins Hotel.“
Gretchen war offensichtlich einverstanden denn er hörte keinen Protest von ihr. Allerdings hatte sie, so wie er das sehen konnte, ohnehin genug damit zu tun sich auf den Füßen zu halten. Marc holte sein Handy aus der Hosentasche und wählte die Nummer des Taxiunternehmens welches sie auch in die Stadt gefahren hatte.
Im Hotel angekommen, schleifte er Gretchen hinter sich her ins Zimmer. Da sie sich sofort aufs Bett geschmissen hatte und wohl auch direkt eingeschlafen war, zog er ihr ihre Sachen aus und deckte sie zu. Dann zog er auch sich selber aus, ging ins Bad und legte sich dann zu Gretchen. Sanft streichelte er ihr Haar und flüsterte leise:
„Gretchen Gretchen. Ich liebe dich doch. Mach dir doch keine Sorgen über sowas.“ Marc vernahm ein leises „Ok“ dann schlief er, schon in Vorfreude auf morgen, auch erschöpft ein.

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Is one facette at me yet enough to be someone beautiful?
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Sill I'm numb and drunk of your kiss,
Still I'm down and hurt to the core.
Still there's things in you I will miss,
But they're not worth suffering for

schleumel Offline

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28.09.2009 21:39
#19 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Als Gretchen am nächsten morgen aufwachte, dröhnte ihr gewaltig der Schädel. Als sie einen Blick neben sich warf, sah sie dass Marc noch am schlafen war. Schnell ins Bad Gretchen bevor er dich so sieht. Du siehst sicher aus als hättest du unter ner Brücke geschlafen.
Schnell eilte Gretchen ins Bad und wischte die verschmierte Schminke aus dem Gesicht. Dann band sie ihre Haare in einem festen Zopf zusammen und putzte schnell die Zähne.Ich muss ja immer noch riechen wie ein Schnappsfass
Als sie fertig war, huschte Gretchen wieder zurück ins Bett, in der Hoffnung dass Marc noch schlafen würde und nichts bemerkt hatte. Auf einmal drehte Marc sich mit einem breiten Grinsen zu ihr.
„Hasenzahn. Seit wann riechst du denn nach dem Aufstehen schon nach Zahnpasta?“
„Zahnpasta? Also das kann gar nicht sein. War ja die ganze Zeit im Bett.“ log sie mit einem Lächeln auf den Lippen.
Plötzlich riss Marc ihr die Decke weg und schmiss sich auf sie.
„Ich hab doch genau gesehen wie du ins Bad gegangen bist du Lügnerin.“
„Hab mich halt frisch gemacht“ sagte Gretchen etwas verlegen. „Musste ein paar Spuren von gestern beseitigen.“
„Ach. Hast gestern Abend wohl ein wenig über die Strenge geschlagen, wie?“
Gretchen sah ihn an. Langsam erinnerte sie sich wieder daran dass sie ihm gestern vorgeworfen hatte mit der brünetten Frau geflirtet zu haben. Aber sie konnte sich auch noch daran erinnern was er zu ihr gesagt hatte als sie schon im Halbschlaf im Bett gelegen hatte. Er hatte es nur ganz leise gesagt und wahrscheinlich hatte er gedacht sie wäre schon am schlafen gewesen. Mit einem schlechten Gewissen blickte Gretchen zu Marc auf.
„Bist du noch böse wegen gestern?“
Marc erhob sich, stand vom Bett auf und schnappte sich eine Zigarette. Dann öffnete er die Tür zum Balkon und machte einen Schritt nach draußen.
„Weißt du Hasenzahn ich fand dich eigentlich ganz süß so eifersüchtig.“
„Ich war ja gar nicht eifersüchtig.“
Sie setzte sich auf.
„Nein? Und warum hast du mir dann wegen der Frau eine Szene gemacht?“ fragte er sie neckisch.
„Ja also ich... wollte dich ja nur testen. Ob du auch treu bist.“
Er pustete den Rauch seiner Zigarette aus und sah sie belustigt an.
„Sicher Hasenzahn. Hast das auch alles sehr geschickt arrangiert. Vor allem als du so getan hast als seist du betrunken gewesen.“ Bei den Worten „so getan hast als“ deutete Marc mit seinen Fingern Gänsefüßchen an und grinste frech. Gretchen schmiss ein Kissen nach ihm, dem er im letzten Moment noch ausweichen konnte.
„Man dann war ich halt eifersüchtig. Ist ja auch nur ein Kompliment für dich.“ Jetzt war sie ein bisschen pampig geworden. Marc zog noch einmal an seiner Zigarette, warf sie dann in den Aschenbecher und atmete aus. Dann hob er das Kissen auf, welches Gretchen eben nach ihm geworfen hatte, und warf es zurück. Bevor er die Tür zum Badezimmer öffnete, sagte er: „Ich weiß. Und es ist das schönste was du mir machen kannst.“ Dann war er im Badezimmer verschwunden.

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schleumel Offline

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29.09.2009 00:44
#20 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Als beide geduscht hatten und angezogen waren, gingen sie runter zum Frühstück. Sie setzten sich an einen Tisch relativ weit am Rand vom Frühstücksaal.
„Und Hasenzahn? So wie ich dich kenne bist du ja sicher schon ganz heiß auf die echten Französischen Schokocroissants, hm?“
„Dafür muss man ja wirklich kein Hellseher sein Marc.“
„Nein da hast du wohl Recht. Bringste mir nen Kaffee mit wenn du schon gehst?“
„Willst du etwa kein Croissant?“
„Ne ne. Ich bekomm morgens nichts runter.“
Mit einem Schulterzucken stand Gretchen auf und ging Richtung Buffet. Sie nahm sich ein Tablett, 2 Tassen Kaffee, einer mit Milch und Zucker für sich einer schwarz für Marc, und zwei Schokocroissants. Dann ging sie zum Tisch zurück.
„Danke Hasenzahn. Oh gleich zwei Croissants. Hast wohl Hunger nach gestern Abend.“
„Man Marc, jetzt hör bloß auf den gestrigen Abend ständig zu erwähnen. Ist mir schon peinlich genug.“ Er scheint das immer noch total witzig zu finden. Ok ich war betrunken und habe mich benommen wie eine aus dem Irrenhaus Entlaufene. Aber er muss es ja nicht dauernd ansprechen.
Gretchen wollte schnell das Thema wechseln deswegen fragte sie plötzlich:
„Was machen wir denn heute? Hast du irgendwas vor?“
„Ob ich was vor habe?“ Mit einem unverschämten Grinsen auf dem Gesicht sah er sie an und plötzlich spürte sie seine Hand auf ihrem Bein. Mit einem lass-das-sofort-sein-Blick sah sie ihn an, doch ihr Blick zeigte keine Wirkung. Seine Hand wanderte ein Stück höher. Gott wenn das jemand sieht. Das ist doch total peinlich. Dass er sowas aber auch immer zu den unpassendsten Umständen machen muss.
„Maarc!“ flüsterte sie ihm forsch zu. „Doch nicht hier. Und nicht jetzt!“ Entschlossen schob sie seine Hand zu Seite. Marc rollte mit den Augen und setzte seinen mach-dich-doch-mal-locker-Blick auf. Dann schob er seine Hand zurück auf Gretchens Bein. „Komm schon Hasenzahn. Wir sind doch hier in der Stadt der Liebe.“ Marc zog eine Augenbraue hoch und wartete auf Gretchens Reaktion. Erneut schob sie seine Hand beiseite und blickte ihn an. „Ja genau Marc. Die Stadt der Liebe und nicht die Stadt des Se... Also... des... Du weißt genau was ich meine!“ Marc brach in lautes Gelächter aus. Wie verklemmt Gretchen manchmal sein konnte. Irgendwie gefiel ihm das aber auch an ihr. Sie war so ganz anders als er.
„Na gut Hasenzahn. Dann verschieben wir das.“ Er zwinkerte ihr zu. „Und wo gehen wir dann gleich eigentlich hin?“
„Na ich hatte gedacht wir machen so ne typische Touri-Tour und gucken uns alles an?“
„Also wenn du mit 'typischer Touri-Tour' nicht das Moulin-Rouge und den Rest der Gegend da meinst gerne.“ Sie blickte ihn provokativ an.
„Also eigentlich hatte ich an den Eiffelturm und die Champs-Elisées und den Triumphbogen gedacht. Aber wenn du lieber ins Nuttelviertel willst, lässt sich das sicher auch einrichten.“
Gretchen gab Marc einen kleinen Hieb in die Seite. Er musste sich sein Lachen verkneifen und sagte dann versöhnlich:
„Wir gucken uns alles an was du sehen willst.“
„Ja dann lass uns mal los gehen.“
Sie standen auf und holten sich einen Stadtplan an der Rezeption. Dann bestellten sie ein Taxi und machten sich auf in die Stadt.

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30.09.2009 00:12
#21 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Das Taxi setzte die beiden direkt vor dem Triumphbogen ab. Sie stiegen aus, Marc bezahlte den Taxifahrer, dann schnappte er sich Gretchens Hand.
„Du Marc?“
Er war noch ganz vertieft in den Anblick des Bogens.
„Hm?“
„Auf dem Rückweg nehmen wir aber die Metro, ja?“
„Och Hasenzahn. Da ist es voll, heiß und es stinkt.“
„Jaaaa... Aber wenn wir schon in Paris sind gehört das doch auch dazu.“
„Meinetwegen, wenns denn unbedingt sein muss.“
„Ja es muss.“ antwortete Gretchen mit einem zufriedenen Grinsen und dann nahm sie Marcs Arm, drückte sich ein wenig an ihn und die beiden gingen los.
Sie spazierten auf der Champs-Elisées entlang und betrachteten neugierig das hektische Treiben der Leute. Sie schauten sich die teuren Geschäfte und ihre opulenten Schaufenster an, doch beide wussten sie würden jetzt keine teuren Dinge brauchen um glücklich zu sein. Sie hatten sich, und das war das schönste Geschenk das sie einander machen konnten. So genossen sie den Moment und schlenderten weiter die Straße entlang.
Wer hätte gedacht, dass ich diesen Tag noch erleben würde. Ich meine Hallo? PARIS mit MARC MEIER. Was mehr könnte ich mir wünschen. Und ich hätte auch nicht gedacht dass er so romantisch sein könnte. Ok. Er ist immernoch sexgeil und manchmal ist er auch ein Arsch. Aber ein lieber Arsch. Mein Arsch. Hach, ich kann mein Glück immer noch nicht fassen.
„Gretchen?“
„Ja?“
„Was hältst du davon wenn wir jetzt zum Eiffelturm gehen und dann suchen wir uns ein Restaurant und essen was?“
„Gerne.“
Auf dem Weg zum Eiffelturm kamen sie noch an der Assemblée Nationale vorbei und auch die Pont Neuf lag auf ihrem Weg. Beide waren beeindruckt von der Schönheit der Architektur und der ganzen Atmosphäre die die Stadt zu bieten hatte. Die alten Gebäude deuteten auf Tradition hin, gleichzeitig hatte die Stadt durch ihre vielfältige Kultur und die verschiedenen Menschen die hier wohnten auch etwas Modernes und Weltoffenes.
Am Eiffelturm angekommen, setzten sie sich auf eine Bank und schauten sich zusammen den Sonnenuntergang an.
„Marc?“
„Gretchen?“
„Ich möchte wirklich dass du weißt dass das hier das Wunderschönste ist, was je einer für mich getan hat. Und ich weiß es wirklich zu schätzen.“
„Na das will ich auch hoffen Hasenzahn.“ Er grinste sie liebevoll an und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Sie jedoch hatte sein Grinsen richtig deuten können und wusste, dass er das hier für keine andere Frau jemals getan hätte.
Als die Sonne untergegangen war, stand Marc schwungvoll auf, nahm Gretchen bei der Hand und zog sie hinter sich her.
„Na los, lass uns was essen gehen. Ich hab Hunger.“
Sie gingen ein Stück durch den angrenzenden Park und kamen schließlich an einer kleiner Gasse an.
„Warum willst du denn unbedingt hier essen gehen? Das hat doch zu. Ist ja ganz dunkel.“
Mit einem Blick über seine Schulter sah Marc Gretchen an.
„Die haben nicht zu, vertrau mir.“
„Na gut, wie du meinst.“
Marc drückte gegen die Tür des keinen Restaurants, diese gab nach und sie standen im Eingangsbereich, wo ein Kellner ihnen ihre Jacken abnahm und ihnen ihren Tisch zuwies. Als sie sich gesetzt hatten, blickte Gretchen sich verwundert um.
„Ähm... Marc? Dir ist aber schon aufgefallen dass wir die einzigen hier sind?“
„Ja Hasenzahn stell dir vor. Das ist beabsichtigt.“ Er zwinkerte ihr zu, doch Gretchen war nicht sicher ob sie richtig verstanden hatte.
„Du meinst.... du hast.... das ganze Restaurant... für uns alleine?“ ungläubig und völlig überwältigt von dieser überaus romantischen Geste starrte sie Marc an. Marc wollte gerade ihre Hand nehmen um ihr so zu verstehen zu geben dass das hier alles seine Richtigkeit hatte, als der Kellner kam und ihnen die Karten brachte.
Gretchen hatte sich mittlerweile wieder gefangen. Es war wirklich unglaublich wie viel Mühe Marc sich gegeben hatte. Hätte sie vorher irgendwie daran gezweifelt, so konnte sie sich spätestens jetzt zu 100% sicher sein dass er sie wirklich und wahrhaftig liebte. Auch wenn er ihr das eher subtil zu verstehen gab, als es allzu oft auszusprechen.
Das ganze Essen kam Gretchen vor wie ein einziger Traum. Als sie zu Ende gegessen hatten, saßen sie noch eine ganze Weile da und unterhielten sich. Dann standen sie auf und nahmen, so wie Gretchen es sich gewünscht hatte, die Metro zum Hotel zurück.
In der Metro hatten die beiden leider keinen Sitzplatz mehr ergattern können. Also standen sie. Marc hielt sich an einer Stange fest, Gretchen stand vor ihm und hielt sich lieber an ihm fest. Auf einmal drückte Gretchen sich noch näher an Marc und sah ihn verschmitzt an.
„Das war wirklich ein schöner Abend heute.“ Dabei strich sie mit ihrer Hand über seinen Hintern. Marc ließ seinen Blick ein wenig nervös durchs Abteil gleiten, dann sah er zu Gretchen runter.
„Ähm... Hasenzahn, was wird denn das?“
„Ach ich will nur sicher gehen,dass du gleich im Hotel nicht direkt einschläfst.“
„Mach dir darüber mal keine Sorgen.“ Er gab ihr einen langen leidenschaftlichen Kuss und dann hörten sie aus dem Lautsprecher auch schon eine Frauenstimme, die die Station ansagte bei der sie aussteigen mussten.
Lachend stiegen die beiden aus und rannten die Treppe hoch und dann Richtung Hotel. Dabei zog Gretchen Marc hinter sich her.
„Komm schon!“ schrie sie ihm zu. „Ich hab noch was vor mit dir.“
„Hasenzahn!“ sagte Marc und zog eine Augenbraue hoch.
Im Hotel angekommen stiegen sie in den Fahrstuhl. Am liebsten wären sie sich hier schon an die Wäsche gegangen doch ein weiterer Fahrstuhlgast hielt sie davon ab. Auf ihrer Etage angekommen warteten sie noch ab, bis die Aufzugtüren sich geschlossen hatten, dann konnten sie sich nicht mehr zurückhalten. Sie fielen übereinander her und torkelten liebestrunken zu ihrer Zimmertür, die Marc eilig aufschloss während Gretchen sich von hinten an ihn lehnte und mit ihren Händen über seinen Bauch und seine Brust strich.
Als Marc die Tür endlich aufgeschlossen hatte, drehte er sich um, hob Gretchen hoch und trug sie ins Zimmer rein, um sie dann stürmisch,aber nicht so dass er ihr hätte weh tun können, aufs Bett zu schmeißen. Dann riss er sich das Hemd vom Körper und stürzte sich auf sie. Diesmal gab es kein langes Vorspiel. Dafür waren beide viel zu sehr in Fahrt. So langsam verstehe ich, was Marc am Speedboat fahren schätzt. Kann ja ab und zu auch mal ganz nett sein.
Nach einiger Zeit schliefen die beiden Arm in Arm und eng aneinander gekuschelt ein.
Was sie leider vergessen hatten? Das 'Bitte Nicht Stören-Schild' an die Tür zu hängen.

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30.09.2009 19:19
#22 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Am nächsten morgen wurde Gretchen von einem dumpfen Geräusch wach. Verschlafen schleppte sie sich aus dem Bett und wollte grade ins Bad gehen als sie bemerkte dass auf einmal die Frau vom Zimmerservice vor ihr stand um das Zimmer sauber zu machen. Mit einem verzweifelten Blick an sich herunter stellte Gretchen erschrocken fest, dass sie noch nackt war. Anlass genug für Gretchen um wie am Spieß zu schreien. Davon wurde dann auch Marc wach der, ebenfalls noch nackt, vor Schreck aus dem Bett gefallen war. Gretchen hatte sich von dem Schreck mittlerweile ein wenig erholt und rannte ins Badezimmer um sich wenigstens ein Handtuch vorhalten zu können. Geistesgegenwärtig rollte Marc sich in die Bettdecke ein und jagte das zu Tode erschrockene Zimmermädchen zur Tür heraus. Wenig später kam Gretchen aus dem Badezimmer. Sie hielt sich ein Wirklich winziges Handtuch über die wichtigsten Stellen. Als Marc sie sah, brach er in schallendes Gelächter aus.
„Na Hasenzahn?“ Gab‘s keine kleineren Handtücher mehr?“
„Mann, ich hab auf die schnelle kein größeres gefunden. Wahrscheinlich hat sie die schon weggeräumt. Apropos. Wo ist sie denn hin?“
„Hab sie rausgejagt. Außer mir darf dich nämlich keiner nackig sehen.“ Er riss ihr das Handtuch weg, welches ohnehin nicht sonderlich viel verdeckt hatte, und nahm sie mit unter die Bettdecke die er sich umgelegt hatte.
„Ach ja? Das ist ja interessant.“
„Hmmm.“
Er streichelte mit einer Hand durch ihr Haar, mit der anderen hielt er die Decke fest.
„Lass uns noch ein bisschen in Bett gehen, kuscheln. Das Zimmermädchen traut sich ja jetzt eh nicht mehr hier rein. Zumindest nicht in nächster Zeit.“
„Was muss ich hören Hasenzahn? Du willst kuscheln?“
Mit einem ich-mach-nur-Spaß-Grinsen blickte er sie an. Dann packte er sie am Arm und sie ließen sich aufs Bett fallen. Dann lagen sie eine Weile einfach nebeneinander Arm in Arm ohne etwas zu sagen. Plötzlich räusperte Marc sich, dann drehte er seinen Kopf zu Gretchen.
„Ich will dass es für immer so bleibt.“
Gretchen lächelte ihn liebevoll an.
„Ich auch.“
So lagen sie weiter da und genossen die Nähe des anderen, bis Gretchens Magen sich plötzlich meldete.
„Frühstück?“
„Gerne!“
Dann standen sie auf, zogen sich an und gingen runter. Nach dem Frühstück mussten sie ihre Sachen packen denn ihr Flieger ging in 3 Stunden und morgen würde sie die Realität wieder haben. Gretchen war ja noch mit Sabine und Gabi verabredet und Marc hatte Mehdi versprochen was mit ihm Trinken zu gehen.

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04.10.2009 17:45
#23 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Wieder in Berlin angekommen, nahmen sie ein Taxi und fuhren zu Marc. Mittlerweile war es Nachmittag und beide waren relativ müde vom Flug. Grade als Gretchen ins Schlafzimmer ging und sich was Bequemes aus dem Kleiderschrank holte, fing es draußen an zu regnen. Sie schaute aus dem Fenster und träumte ein bisschen vor sich her.
Hmmm… Das war wirklich ein Wochenende nach meinem Geschmack. Hätte ja gar nicht gedacht dass Marc Meier in der Lage ist sich so viele Gedanken darüber zu machen wie man eine Frau glücklich macht. Also außerhalb des Betts. Um das im Bett muss er sich ja wirklich keine Gedanken machen.^^ Was für ein scheiß Wetter draußen. Wie gut dass ich hier drinnen im Trockenen und Warmen bin. Vielleicht kann ich Marc dazu überreden Keinohrhasen mit mir zu gucken?
Genau in diesem Moment spürte Gretchen wie sich Marcs Arme um ihre Hüfte schlangen und er zärtlich ihren Bauch streichelte. Er streckte seinen Kopf ein bisschen nach vorne bis er mit seinem Mund an ihrem Ohr war. „Na? Worüber denkst du nach?“
Ob ich ihm sagen soll dass ich es nicht für möglich gehalten hätte dass er so nett sein kann? Besser nicht. Nachher versteht er das falsch. Männer eben!
„Nur wie schön ich deine Überraschung fand und wie glücklich ich bin.“ Ein Lächeln huschte über Gretchens und auch über Marcs Lippen. Schließlich drehte Marc Gretchen zu sich und sah sie an.
„Und schöne Frau? Wie sieht’s aus? Hunger?“
„Und wie!“
Gretchen zog Marc zu sich und küsste ihn leidenschaftlich. Ein wenig überrascht riss Marc die Augen auf.
„Frau Doktor. Was haben wir denn vor?“
„Wirst du schon sehen.“
Langsam öffnete Gretchen die Knöpfe von Marcs Hemd und strich mit ihrer Hand über seinen Bauch und seine Brust. Dann lies sie das Hemd von seinen Schultern gleiten und küsste seinen Hals. Nun ergriff auch Marc die Initiative und drückte Gretchen gegen den Kleiderschrank und begann damit sie auszuziehen. Seine flinken Hände hatten die Klamotten schnell beiseite geschafft.
Hmmm… Ich glaube er macht ein Sexmonster aus mir. Ich bin ja schon süchtig nach ihm. OK. Vielleicht muss ich dann nicht mehr so viel Schokolade essen. Und beim Sex verbrennt man bekanntlich viele Kalorien. Wäre also gar nicht so schlecht. Dann kann ich ja mit reinem Gewissen genießen.
Gretchen musste grinsen. Das entging Marc natürlich nicht.
„Was grinst du denn jetzt so?“
„Ach ich habe nur grade festgestellt dass du besser bist als Schokolade. Zumindest manchmal.“
„Na das nenn ich mal ein Kompliment.“
Marc lächelte. Gretchen und ihre Schokolade. Dann nahm er sie bei der Hand und zog sie zum Bett wo sie sich einander Loveboat-mäßig(sehr zu Gretchens Freude) hingaben.

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04.10.2009 19:48
#24 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Am nächsten Morgen holte der Wecker Gretchen und Marc unsanft aus ihren Träumen. Mit einem Stöhnen hob Marc den Arm hoch und stellte das Klingeln des Weckers genervt aus. Gretchen hatte sich derweil die Decke noch einmal über den Kopf gezogen. Ich bleibe einfach hier unter der Decke liegen und verstecke mich. Vielleicht kann ich dann ja liegen bleiben und frei haben? Mit Schwung stand Marc auf und zog Gretchen die Decke weg.
„Na komm Hasenzahn. Aufstehen. Arbeiten!“
„Ja ja schon gut. Bin ja wach.“
Mit gequältem Gesichtsausdruck stand Gretchen dann auch endlich auf. Marc war schon ins Bad gegangen also ging sie in die Küche und machte Kaffee. Als Marc aus dem Bad kam zog er sich an und kam zu Gretchen in die Küche. Er nahm ihr die Kaffeetasse aus der Hand und nahm einen Schluck. Dann gab er ihr einen Kuss und schnappte sich die Tageszeitung.
„Hasenzahn? Willste nicht auch langsam mal duschen gehen?“
Geschockt warf Gretchen einen Blick auf die Uhr an der Wand. Scheiße. In 20 Minuten müssen wir los und ich steh hier rum und trinke Kaffee. Warum bin ich morgens immer so verdammt langsam?
Panisch verschwand Gretchen im Bad. Marc sah ihr mit einem Grinsen hinterher. Irgendwie war sie manchmal wirklich verpeilt. Aber auf eine gewisse Art und Weise zählte dies mit zu den Dingen warum er sie so liebte.
Knappe 18 Minuten später stürmte Gretchen aus dem Bad ins Schlafzimmer und zog sich schnell etwas an. Als sie ins Wohnzimmer kam, legte Marc die Zeitung weg und stand vom Sofa auf.
„Wären wir dann also auch so weit?“
Hastig zog sich Gretchen ihre Schuhe an und dann eilten beide zum Auto und fuhren los.
„Weißt du dass ich wegen dir nochmal irgendwann tierisch zu spät kommen werde?“
„Ach komm. So spät sind wir doch gar nicht. Nur fünf Minuten.“
„Hasenzahn. Du bist so eine Trantüte.“
„Bin ich ja gar nicht. Du bist ein… ein… ja also… ein… ganz mieser Autofahrer“
Seeeeehr schlagfertig Gretchen. Und das stimmt nicht mal. Gut, er fährt ein bisschen zu schnell und manchmal hast du auf dem Beifahrersitz Todesangst aber schlecht fährt er nicht
Marc musste lachen.
„Schön dass du bei Diskussionen immer so sachlich bleibst Hasenzahn.“
Ein wenig beleidigt drehte Gretchen ihr Gesicht weg und schaute aus dem Fenster. Was sie dann im Vorbeifahren glaubte gesehen zu haben lies ihren Atem stocken.
„Halt sofort an!“

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09.10.2009 18:44
#25 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Reflexartig trat Marc in die Pedale und legte eine astreine Vollbremsung hin. Nur gut, dass kein Auto hinter ihnen gewesen war. Marc hatte immernoch nicht begriffen warum Gretchen wollte dass er anhielt, umso verwunderter blickte er sie an, als sie wie von der Tarantel gestochen aus dem Auto stürmte und die Tür wieder zu knallte. Marc fuhr den Wagen an die Seite und lief Gretchen hinterher. Sie stand auf dem Gehweg und lamentierte mit einem dunkelhäutigen Mann herum. Als Marc auf Gretchen zulief, konnte er grade noch sehen, wie Gretchen dem dunkelhäutigen Mann seine Brieftasche aus der Hose zog und dann so schnell sie konnte Richtung Marc gerannt kam. Während sie auf ihn zu lief schrie sie: „Schnell. Mach das Auto an!!!“ Marc hatte zwar keinen blassen Schimmer warum Gretchen so einen Aufstand machte, doch er tat wie ihm befohlen und lief zum Auto zurück. Dann öffnete er die Tür, startete den Motor und schon war auch Gretchen am Auto angekommen. So schnell sie konnte stieg sie ein.
„Na los. Fahr endlich!!!“
„Ist ja gut ich mach ja schon.“
Mit quietschenden Reifen setzte sich das Auto in Bewegung, kurz bevor der dunkelhäutige Mann es hatte erreichen können. Als sie ein paar Kilometer gefahren waren während denen sie sich angeschwiegen hatten, konnte Marc seine Neugierde nicht mehr zurück halten.
„So Hasenzahn. Willst du mir jetzt mal erzählen was das zu bedeuten hat? Dass du hysterisch aus meinem Auto springst, irgendeinem Mann die Brieftasche klaust und dann panisch die Flucht ergreifst?“
„Ach das ist ganz schön kompliziert.“
„Na dann versuchs mal. Ich hab Zeit.“
„Och Marc. Muss das jetzt sein?“
„Ähm.. Entschuldigung? In Anbetracht der Tatsache was ich grade erlebt habe? JA?“
„Ich erklärs dir heute Abend zu Hause in Ruhe, ok?“
„Na gut wenn’s denn sein muss. Aber denk dran ich treff mich noch mit Mehdi heute. Und du wolltest doch auch weg?“
„Ja stimmt. Aber genug Zeit um dir dann alles zu erklären bleibt ja trotzdem. Und jetzt fahr mal ein bißchen schneller wir kommen noch zu spät zur Schicht.“
„Ach.. WIR kommen zu spät zur Schicht weil gewisse Leute ja noch wie eine Furie aus meinem Auto springen mussten.“
„Man ja. Heute Abend wirst du’s schon verstehen.“
„Na da bin ich ja echt gespannt was es mit der Sache auf sich hat. Und ich erwarte heute Abend wirklich eine verdammt gute Erklärung.“
Am Krankenhaus angekommen stiegen beide aus dem Auto aus. Marc eilte in sein Büro um noch eine Akte zu holen und Gretchen ging ins Stationszimmer weil sie hoffte dort auf Schwester Sabine zu treffen. Und tatsächlich war Sabine da.
„Hi Sabine. Also wie sieht’s aus mit heute Abend? Wann fragen wir Gabi?“
„Hallo Frau Doktor. Ja ich würde sagen in der Mittagspause. Ich habe eben gehört wie sie zu Doktor Kaan sagte dass sie heute unbedingt den Fisch essen wolle. Und den Dienstplan hab ich schon am Freitag so geändert dass sie morgen frei hat. Damit sie auch genug trinkt heute Abend.“
„Sabine! Sie sind ja richtig gewitzt. Na dann kann ja nichts mehr schief gehen. Also.. ich meine… Gabi muss ja nur noch ja sagen.“
„Das bekommen wir hin. Wir sagen ihr einfach wir kennen einen Bar wo viele gut aussehende Männer hingehen. Dann kommt sie sicher mit.“
Gretchen lachte kurz auf.
„Eine gute Idee. Das lockt Schwester Gabi mit Sicherheit.“
„Na dann steht der Plan ja jetzt Frau Doktor.“
„Ja ich bin echt gespannt was wir aus ihr raus bekommen. Naja ich wollte noch eben runter zum Automaten. Bin gleich wieder da.“ Ich hab so Lust auf Schokolaaaaade
Plötzlich stand Marc in der Tür.
„Stop Hasenzahn. Du gehst jetzt nirgendwo mehr hin. Auf zur Visite. Hopp!“
„Jaaa wir kommen ja.“
Gretchen blieb kurz stehen und schaute Marc nach.
Also ein bisschen netter könnte er ja schon sein jetzt wo wir zusammen sind. Allerdings wäre das auch komisch vor den anderen. Und wahrscheinlich würden mir seine blöden Sprüche nach ner Zeit sogar fehlen. Vielleicht ist es ganz gut wenn wir es einfach so lassen wie es vorher war.
Ein lautes Schreien riss Gretchen aus ihren Gedanken.
„HASENZAHN! Hier warten alle nur auf dich!“
„JAAAAA ICH KOMME!“ brüllte sie zurück.
„Doch hoffentlich nicht ohne mich.“ Sagte Marc mit verschmitztem Grinsen uns gab Gretchen im Vorbeigehen einen Klapps auf den Hintern.

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