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Dieses Thema hat 158 Antworten
und wurde 55.042 mal aufgerufen
 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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schleumel Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.683

19.04.2010 18:19
#151 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

huhu!
so, endlich geht's hier auch mal wieder weiter.
ich danke allen für ihre kommis und wünsche euch viel spaß beim lesen.


Eine Weile lang irrte Gretchen orientierungslos durch die Stadt und versuchte Marc zu finden. Doch sie konnte ihn nirgendwo entdecken. Sie wusste, wenn er wirklich allein sein wollte würde sie ihn auch nicht finden können. Doch eine letzte Idee hatte Gretchen noch. So schnell sie konnte rief sie sich ein Taxi und ließ sich zum Strand fahren. Dort angekommen hechtete sie den Weg entlang, der zu der keinen Bucht führte, an der sie heute gewesen waren.
Vor dem kleinen Hügel angekommen blickte sie kurz nach oben und tatsächlich, da oben saß Marc und starrte auf das Meer hinaus. Gretchen begann damit, den Hügel hochzuklettern und zu ihrer eigenen Verwunderung ging es dieses Mal viel leichter als noch heute Mittag. Oben angekommen blieb sie allerdings erst mal hinter Marc stehen und sah ihn an. Natürlich wusste sie, dass Marc sie längst bemerkt hatte, doch sie wollte, dass er sie von sich aus zu sich bat. Also wartete sie geduldig und sah Marc nur an. Sie konnte sehen wie aufgewühlt er war. Sein Rücken bebte schon fast, weil er immer wieder Luft einsog um sich zu beruhigen. Nur leise drang seine Stimme zu ihr, als er sich endlich dazu überwunden hatte sie zu sich zu bitten.
„Komm her Hasenzahn.“ Sagte er mit zittriger Stimme und deutete auf die freie Stelle neben ihm.
Gretchen ließ sich das nicht zwei Mal sagen. Wortlos setzte sie sich an seine Seite und nahm seine Hand.
Als Marc Gretchens Hand spürte, sah er Gretchen kurz an und versuchte ein Lächeln zustande zu bringen. Doch sie konnte sehen, dass sein Lächeln nicht echt war. Seine Augen sprachen Bände. Gretchen konnte darin erneut sehen wie verletzt und verwirrt und auch wütend er sein musste.
Eine Weile lang saßen beide nur so da und sahen das Meer an. Hier und da konnte man das Licht eines Fischerbootes auf dem Wasser sehen. Sonst war das Meer ruhig und unberührt. Auch der Strand war mittlerweile leer. Nicht mal ein verliebtes Pärchen tummelte sich im Sand. Die beiden waren ganz alleine.
„Ich habe doch einen!“ brach es schließlich aus Marc heraus und Gretchen konnte sich irren, aber sie glaubte eine Träne gesehen zu haben, die Marc schnell wieder wegwischte. Und doch verstand Gretchen nicht so ganz was er meinte.
„Was denn?“
„Einen Vater!“ Gretchen verstand immer noch nicht so recht. Natürlich hatte Marc einen Vater, sonst würde sie ja jetzt nicht hier mit ihm sitzen können.
„Aber…? Gretchen wollte grade weiter nachhaken, doch Marc ließ sie nicht aussprechen.
„Ich habe gedacht dass er tot ist Gretchen. Meine Mutter hat mir all die Jahre lang erzählt er wäre bei einem Unfall ums Leben gekommen. Und jetzt ruft sie einfach so aus heiterem Himmel an um mir zu sagen, dass ich doch einen Vater habe, der übrigens in Berlin auf mich wartet weil er mich kennen lernen will.“
Marc hatte sich so in Rage geredet, dass er gar nicht merkte wie seine Hände sich zu Fäusten geballt hatten und seine Handknochen schon weiß hervorgetreten waren. Gretchen strich ihm sanft über den Rücken damit er sich ein bisschen beruhigte, merkte sie doch wie aufgewühlt er war. Und das zu Recht. Wie hatte ihm seine Mutter nur jahrelang solche Lügen auftischen können? Und vor allen Dingen warum hatte sie das getan?
Gretchen und vor allem Marc schwebten tausende Fragen durch den Kopf.
„Und was willst du jetzt machen?“ fragte Gretchen schließlich gespannt worauf Marc sie bedauernd ansah und ihren Kopf in seine Hände nahm.
„Ich dachte eigentlich dass wir zurück nach Berlin fahren, damit ich die Sache klären kann. Ich weiß, wir beide hatten uns den Urlaub sicher anders vorgestellt aber ich kann nicht noch einfach eine Woche lang hier bleiben, in dem Wissen, dass in Berlin auf einmal mein Vater auf mich wartet. Verstehst du das?“
Natürlich verstand Gretchen Haase, hätte sie selber an Marcs Stelle doch nicht anders gehandelt, auch wenn sie natürlich bedauerte, dass der schöne Urlaub nun wohl erst mal vorbei war.
„Ja, Marc. Und wann willst du los?“
„Ich dachte wir packen unsere Sachen, fliegen zum Flughafen und gucken mal wann der erste Flug kommt. Ich weiß, das ist ziemlich unvernünftig aber…“
„Marc“ sagte Gretchen schließlich und strich ihm sanft über die Wange „Natürlich ist es unvernünftig aber dein Vater wartet in Berlin auf dich. Komm wir gehen zurück zum Hotel.“
„Danke!“
Auf dem Weg zurück überlegte Marc ob er die richtige Entscheidung getroffen hatte. Immerhin kannte er seinen Vater gar nicht. Was, wenn der nur gekommen war, weil er irgendetwas von Marc haben wollte? Was, wenn er sich seinen Sohn ganz anders gewünscht hätte. Vor allem aber fragte Marc sich, wie seine Mutter ihn all die Jahre hatte belügen können. Für so gefühlskalt hatte er nicht einmal sie gehalten. Aber in wenigen Stunden würde er mehr wissen, so viel war sicher.


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schleumel Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.683

26.04.2010 18:00
#152 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

hey!
sorry dass erst jetzt wieder was kommt. ich hoffe ihr habt trotzdem spaß beim lesen.
und danke für die kommis


Als Gretchen und Marc nur einen halben Tag später im Flugzeug zurück nach Berlin saßen, hingen beide ihren Gedanken nach.
Marc konnte einfach immer noch nicht fassen was seine Mutter ihm so mir nichts dir nichts einfach so am Telefon mitgeteilt hatte. Wie hatte sie ihn nur all die Jahre ohne mit der Wimper zu zucken anlügen können? Jahrelang hatte er geglaubt sich damit abfinden zu müssen, dass er nun mal einfach keinen Vater hatte. Und jetzt kam seine Mutter auf einmal und gestand ihm, dass er doch einen hatte, und dass sie ihn angelogen hatte?
Marc verstand die Welt nicht mehr. Er hatte so viele Fragen, doch er wusste er würde sich gedulden müssen bis sie in Berlin sein würden, um Antworten auf seine Fragen zu bekommen.
Nervös wippte Marc mit den Beinen auf und ab und bestellte sich einen weiteren Cognac bei der Stewardess.
Gretchen stellte das besorgt fest und drückte sanft Marcs Hand, der sie daraufhin schief anlächelte und einmal tief durchatmete.
„Wieso hat sie all die Jahre gelogen Hasenzahn? Ich verstehe das einfach nicht.“
Gretchen wusste es zwar auch nicht, aber sie wusste, dass Elke einen guten Grund gehabt haben musste. Natürlich würde das keine Entschuldigung für ihre Lügen sein, aber sicher hatte sie Marc nur beschützen wollen, da war Gretchen sich sicher. Anders konnte sie sich die Sache nicht erklären.
„Ich weiß es auch nicht Marc. Ich bin sicher sie hat ihre Grüne gehabt und wollte sicher nur das Beste.“
Marc lachte kurz auf und sah Gretchen dann wieder ernst an.
„Also die Frage ist ja nur, für wen es das Beste gewesen ist Hasenzahn. Und mir ist auch egal was er getan oder nicht getan hat, dass sie es für nötig hielt mir seine Existenz zu verschweigen, aber ich hätte ein Recht gehabt von ihm zu erfahren. Er ist immerhin mein Vater. Ich hätte irgendwann selbst entschieden ob ich mit ihm zu tun haben will oder nicht.“
Gretchen musste zugeben, dass Marc Recht hatte. Selbst wenn Elke ihre Gründe hatte, so hatte Marc doch ein Recht gehabt von seinem Vater zu erfahren.
„Du hast Recht. Aber es bring nichts sich jetzt den Kopf darüber zu zerbrechen, auch wenn ich verstehen kann, dass du an nichts anderes denken kannst. Aber du wirst deine Antworten sicher alle bekommen sobald wir wieder in Berlin sind.“
Marc war inzwischen ein wenig ruhiger geworden. Er lehnte sich rüber zu Gretchen und gab ihr einen sanften Kuss auf die Wange und schenkte ihr sogar ein kleines Lächeln.
In Berlin angekommen war Marc total aufgewühlt. Ungeduldig wartete er darauf endlich das Flugzeug verlassen zu dürfen und am Gepäckband war seine Geduld nicht eben größer.
Als die beiden endlich ihr Gepäck wieder hatten, eilte Marc mit einem Affenzahn zum Ausgang und winkte ein Taxi herbei.
Während der Fahrt sprachen die beiden kein Wort und Gretchen spürte wie angespannt und nervös Marc war.
Endlich vor dem Haus seiner Mutter angekommen, bezahlten Gretchen und Marc den Fahrer, stiegen aus und ließen sich das Gepäck aus dem Kofferraum angeben.
Das Taxi war schon lange weggefahren als die beiden immer noch da standen und Marc einfach nur das Haus anstarrte und sich irgendwie nicht traute einen Schritt auf die Tür zu machen.
„Bist du sicher, dass ich mitkommen soll? Ich meine es ist ja irgendwie eure Familienangelegenheit und ich will nicht stören.“ Gab Gretchen zu bedenken aber Marc schüttelte heftig den Kopf.
„Ich brauche dich da drinnen Hasenzahn. Und du gehörst ja schließlich auch zur Familie.“
Marc lächelte kurz, straffte schließlich die Schultern und ging langsam auf die Haustüre zu. In seiner Tasche kramte er nach dem Schlüssel, welchen er anschließend langsam im Schloss umdrehte.
Vorsichtig öffnete Marc die Türe und sah sich im Flur um. Nachdem er die Tür leise wieder geschlossen hatte, stellte er seinen und Gretchens Koffer im Flur ab und betrat das Wohnzimmer.
„Mutter?“ rief er einmal kurz und machte sich schon mal darauf gefasst, dass er gleich seinem Vater begegnen würde.
„Marc Olivier, endlich bist du da.“ Elke kam ins Wohnzimmer geeilt und nahm schweigend zur Kenntnis, dass Gretchen auch anwesend war.
Kurze Zeit später griff sie zum Telefon und rief Wolfgang Meier an, der in seinem Hotelzimmer ebenso gespannt auf die erste Begegnung wartete, wie Marc jetzt.
Nachdem sie den Hörer wieder aufgelegt hatte, sah sie Marc ernst an.
„Er ist in einer viertel Stunde hier.“


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schleumel Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.683

10.10.2010 23:17
#153 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

hey mädels!
lang lang ist's her, ich weiß. aber es gibt gute neuigkeiten, ich hab die geschichte nun zu ende geschrieben und euch erwarten jetzt noch ganze sieben teile. also zumindest die, die es noch interessiert
hier noch eine kurze zusammenfassung von dem was zuletzt passiert ist:
- gretchen und marc waren im urlaub und marc hat dort erfahren dass er einen vater hat (er dachte nämlich vorher sein vater wäre tot, weil elke ihm das so erzählt hat)
- marcs vater hat nur durch zufall erfahren dass er einen sohn hat und hat daraufhin sofort kontakt zu elke aufgenommen
- gretchen und marc sind jetzt grade wieder in berlin angekommen und sind sofort zu elke gefahren
- gretchen und marc sind verlobt
- mehdi ist mit sophie zusammen und anna ist deswegen ausgeflippt und hat lilly mitgenommen

so ich hoffe ihr habt spaß mit den letzten teilen meiner story. und hier kommt auch gleich der erste teil. :)
gglg


Unschlüssig was nun zu tun sei, setzten sich die drei schweigend auf das weiße Designersofa im Wohnzimmer. Die ganze Zeit über knetete Marc mit seinen Händen und sah auf den grauen Teppich zu seinen Füßen. Als er nach einiger Zeit aufsah und einen Blick auf seine Mutter warf, die ebenso nervös zu sein schien wie er, stieg erneut die Wut über ihre Lügen in ihm auf und er ballte seine Hände unbewusst zu Fäusten. Er entspannte sich erst wieder ein wenig nachdem Gretchen eine Hand auf seinen Rücken gelegt hatte.
Und trotzdem schwirrten all diese Fragen in seinem Kopf herum. Wie sein Vater wohl war? Was war er für ein Mensch? Wie sah er wohl aus? Und vor allem was hatte ihn dazu bewogen nach all den Jahren nach seinem Sohn zu suchen. Was wenn Marc seinen Vater nicht ausstehen könnte?
Erst das Klingeln der Türe ließ Marc mit den Gedanken wieder in die Gegenwart zurück kommen und ein seltsames Gefühl breitete sich in seiner Magengegend aus als seine Mutter hektisch aufsprang um die Türe zu öffnen. Wie in Trance stand Marc ebenfalls auf und starrte zum Flur hin. Er wusste, dass er in nur wenigen Sekunden in das Antlitz seines Vaters blicken würde, von dem er bis vor nicht mal 48 Stunden gedacht hatte, dass er tot war.
Wie ein Blitz fuhr es durch Marcs Körper als er nur einen Moment danach in das Gesicht eines Mannes blickte, der ungefähr Ende Fünfzig sein musste und langsam auf ihn zu kam. Marc war nicht fähig etwas zu sagen oder sich zu bewegen. Erst als dieser fremde Mann, der auf einmal sein Vater war mit erhobenen Armen auf ihn zu kam, wich Marc einen Schritt zurück und sein Blick wurde wieder klar.
Sichtlich verwirrt darüber, dass sein Sohn vor ihm zurück gewichen war, warf Wolfgang Meier einen Blick rüber zu Elke, die allerdings nur mit den Schultern zuckte und sich auf einen Sessel fallen ließ. Marc setzte sich wieder auf das Sofa neben Gretchen und auch Wolfgang setzte sich auf einen der weißen Sessel, so dass sich die vier nun gegenüber saßen.
Eine Weile herrschte Schweigen, bis Marc laut ein- und ausatmete und seine Eltern zornig ansah.
„Ich will jetzt die Wahrheit hören. Und zwar alles. Vorher passiert hier gar nichts!“
Geschockt sah Elke ihren Sohn an aber sie wusste genau er würde stur bleiben bis er die Wahrheit kannte. Also gab sie sich einen Ruck und erzählte ihm alles. Wie sie Wolfgang damals auf einer Studentenparty kennen gelernt hatte und wie sie schwanger geworden war, nachdem sie grade mal zwei Monate zusammen gewesen war. Dass sie damals abgehauen war weil sie befürchtete, dass Wolfgang sein Leben nicht auf die Reihe kriegen würde weil alles was er damals tat nur Malen, Kiffen und Saufen gewesen war und dass sie Marc lieber erzählt hatte, dass sein Vater tot sei, weil sie der Ansicht war, dass es besser war keinen Vater zu haben als sich mit einem schlechten herum schlagen zu müssen. Dass sie Marc nur den Nachnamen Meier gegeben hatte, damit die Geschichte um seinen toten Vater glaubwürdiger klingt.
Als sie endlich geendet hatte, bekam Marc allerdings gar nicht die Zeit um zu reagieren denn gleich darauf ergriff sein Vater das Wort und erklärte ihm, dass er erst vor vier Tagen durch Zufall von einer alten Freundin Elkes erfahren hatte, dass er einen Sohn habe und dass er daraufhin sofort nach Berlin gereist war.
Als auch sein Vater zu Ende gesprochen hatte, atmete Marc noch einmal tief ein und aus, dann sprang er auf und zog Gretchen an seiner Hand mit sich.
Wolfgang wollte aufstehen und seinen Sohn zurück halten doch Elke hielt ihn davon ab und so sahen beide dabei zu, wie Marc aus dem Wohnzimmer eilte.
Schnell lief Marc mit Gretchen zur Haustür und stürmte aus dem Haus seiner Mutter in Richtung Straße. Sie gingen ein paar Schritte bis Marc sein Handy zückte und den beiden ein Taxi rief, dass sie nach Hause brachte.
Dort angekommen ließ Marc seine Schuhe von den Füßen gleiten, legte seine Jacke ab, nahm sich ein Bier aus dem Kühlschrank und ließ sich seufzend aufs Sofa fallen. Bis jetzt hatte er auch mit Gretchen noch kein Wort geredet. Er war so unglaublich wütend und enttäuscht darüber, dass man ihn sein Leben lang angelogen hatte. In ihm brodelte es förmlich und seine Finger waren so verkrampft um die Bierflasche geschlungen, dass die Knöchel schon weiß hervor traten.
Das waren eindeutig zu viele Gefühle auf einmal für einen Marc Meier. Schnell war die Bierflasche geleert und Marc griff nach der Whiskyflasche die noch auf dem Couchtisch stand. Er machte sich gar nicht erst die Mühe ein Glas zu holen sondern setzte die Flasche gleich so an.
Als Gretchen das sah, entschied sie Marc ein paar Minuten Zeit zu geben um über alles in Ruhe nachdenken zu können, weswegen sie sich dazu entschied erst einmal eine Dusche zu nehmen.
Die Zeit in der Gretchen duschte, nutzte Marc intensiv um die Whiskyflasche mehr als halb zu leeren. Er war schon ziemlich betrunken als Gretchen sich zögerlich neben ihn setzte.
Sie konnte nur erahnen wie er sich jetzt fühlen musste, hatte sie so etwas zum Glück nie durchmachen müssen. Sanft nahm sie seine Hand und sah dabei zu wie er einen erneuten Schluck aus der Flasche nahm.
„Marc, willst du vielleicht reden?“
„Nein ich will verdammt noch mal nicht reden. Ich hatte für einen Abend wirklich genug Gequatsche, ok?“
„Marc, ich wollte doch nur…“
Mit einem Mal sprang Marc auf griff nach der leeren Bierflasche und pfefferte diese gegen die leere Wand neben dem Fernseher während er wütend die Stimme erhob.
„Mein Gott Hasenzahn, lass mich einfach allein, ok!?“
Gretchen erwiderte nichts. Langsam stand sie auf, ging wortlos ins Schlafzimmer und knallte die Türe hinter sich zu, was Marc dazu veranlasste dem Sofa einen heftigen Tritt zu verpassen und laut „Scheiße!“ zu rufen.


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schleumel Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.683

11.10.2010 22:57
#154 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

so und weiter geht's
ich möchte euch für die lieben kommis danken es freut mich wirklich sehr, dass ihr die story nach so langer stille noch weiter verfolgt. also will ich euch jetzt auch nicht mehr warten lassen. hier habt ihr den neuen teil =)


Aufgewühlt fuhr Marc sich mit der rechten Hand durch die Haare. Bereits jetzt schon bereute er wie er mit Gretchen umgesprungen war. Sie hatte schließlich nur helfen wollen und er wusste dass er diese Hilfe bitter nötig hatte. Er wusste nur einfach nicht wie er mit dieser Situation umgehen sollte.
Nach ein paar Minuten torkelte Marc zur Schlafzimmertür hin und atmete tief ein.
Da aus dem Zimmer kein Mucks zu hören war, schlug Marc einmal mit der flachen Hand gegen die Tür, doch immer noch regte sich nichts. Seufzend ließ Marc den Kopf hängen und ein paar Strähnen fielen ihm ins Gesicht, während er sich mit einer Hand am Türrahmen abstützte.
„Gretchen jetzt… mach verdammt nochmal… die Tür auf, ich wollte dich nicht… verletzen ok? Es tut mir leid. Ich weiß nur… einfach nicht wie ich mit dem ganzen… Scheiß umgehen soll. Mach bitte… bitte die Tür auf!“
Es dauerte eine Weile bis Marc hinter der Tür ein Rascheln hören konnte und die Tür sich Sekunden darauf öffnete.
Langsam hob Marc seinen Kopf wieder an und schaute durch seine Stirnfransen zu Gretchen auf.
Gretchen strich ihm eben diese aus dem Gesicht und schmunzelte leicht.
„Schon gut.“
Verärgert über sich selber griff Marc nach Gretchens Hand und sah sie eindringlich an.
„Nein ist es… nicht. Ich hab mich… benommen wie ein… Arschloch und du… kannst nichts dafür und wolltest nur… nur helfen.“
Ein Lächeln huschte über Gretchens Gesicht und sie strich mit ihrem Daumen über Marcs Handrücken.
„Jetzt werd nicht noch sentimental mein Lieber.“
„Bin ich gar… nicht. Kannst die Flasche da am Boden fragen.“
Gretchen warf einen Blick rüber zum Fernseher, neben dem am Boden die Überreste der Bierflasche verstreut herum lagen.
Eine Weile schwiegen beide, bis Gretchen sich schließlich räusperte und wieder zurück in Marcs Gesicht sah.
„Willst du vielleicht was essen?“
Kaum merklich nickte Marc. Für einen Moment schlossen sich seine Augen, dann torkelte er auf einmal nach hinten und Gretchen erwischte ihn zwar grade noch am Hemd, hatte aber sichtlich Mühe ihren betrunkenen Freund auf den Füßen zu halten.
Liebevoll stellte sie den Mann wieder auf seine Füße und drückte ihn sanft nach vorne in Richtung Bett.
"Äh...ja. Oder auch...schlafen? Vielleicht?"
Von Marc ertönte nur ein undefinierbares Brummen und Gretchen sah noch wie er sich mit einer Hand über die Nase rieb und anschließend komplett bekleidet ins Bett fiel.
Als Marc am nächsten Morgen von großen Kopfschmerzen geplagt aufwachte, war das Bett neben ihm bereits leer. Grade als er nach Gretchen rufen wollte hörte er Geräusche aus der Küche und langsam stieg ihm der Duft von frischem Kaffee in die Nase.
Schlurfend begab Marc sich in die Küche wo Gretchen ihm fürsorglich eine Tasse Kaffee eingoss und ihm durch die verwuschelten Haare strich.
Gretchen wollte sich grade zu Marc an den Tisch setzen als auf einmal das Telefon klingelte. Da Marc keine Anstalten machte aufzustehen, nahm Gretchen den Hörer ab.
Nachdem Gretchen sich gemeldet hatte herrschte für einen Moment Schweigen, dann drehte sie sich zu Marc um und hielt ihm den Hörer entgegen.
„Marc, deine Mutter will-“
„Ich will nicht mit ihr reden. Sag ihr dass ich nicht da bin!“
„Aber Marc sie-“
„Hasenzahn, bitte!“
Gretchen sah ein, dass es keinen Sinn hatte Marc weiter davon zu überzeugen dass er mit seiner Mutter reden musste. Er war einfach noch nicht so weit und das verstand Gretchen auch allzu gut, also vertröstete sie Elke Fisher auf unbestimmte Zeit, musste ihr aber versprechen noch einmal mit Marc zu reden. Gretchen willigte ein und legte anschließend auf


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schleumel Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.683

12.10.2010 18:00
#155 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

and on we go ;) viel spaß damit :)

Mittlerweile war bereits eine Woche vergangen und Marc hatte seither immer noch kein Wort mit seinen Eltern gewechselt. Anrufe hatte er konsequent ignoriert und einmal hatte Gretchen Marcs Eltern sogar die Tür vor der Nase zu machen müssen weil Marc einfach nicht bereit gewesen war mit den beiden zu sprechen.
So konnte es auf keinen Fall weiter gehen mit der Familie Meier, so viel stand für Gretchen fest und deswegen hatte sie sich bereits einen Plan zurecht gelegt, der zumindest garantieren sollte, dass die drei miteinander sprachen.
Mit der Ausrede noch zu ihren Eltern zu wollen stahl Gretchen sich nach ihrem Dienst davon. Mit dem Auto ihres Vaters, das sie sich heute ausnahmsweise hatte ausleihen dürfen, fuhr sie allerdings nicht zur Haase Villa, sondern gradewegs zum Haus von Elke Fisher, wo sie schon ungeduldig von Elke und Wolfgang erwartet wurde.
Elke führte Gretchen ins Wohnzimmer und Gretchen setzte sich, genau wie schon eine Woche zuvor, auf das weiße Designersofa. Irgendwie kam sie sich seltsam vor, immerhin traf sie sich hier hinter dem Rücken ihres Verlobten mit seiner Mutter. Aber es war ja alles nur zu Marcs Bestem, das würde er auch noch erkennen.
Eifrig erklärte Gretchen den beiden ihren Plan und Elke schien zunächst skeptisch zu sein, willigte aber schließlich doch ein, dass alles so ablaufen sollte wie Gretchen es geplant hatte.
Nachdem die drei alle Details zum zweiten Mal durchgegangen waren, verabschiedete Gretchen sich wieder von Wolfgang Meier und Elke Fisher. Alle drei hofften inständig dass dieser Plan funktionieren würde. Gretchen schnappte sich die beiden Koffer die immer noch bei Elke im Flur gestanden hatten und war schon fast an der Haustüre angelangt, als sie von Elke noch einmal zurück gehalten wurde.
„Ich möchte ihnen danken Kindchen, dass sie sich so für mich und Wolfgang einsetzen.“
Gretchen verzog den Mund zu einem Lächeln.
„Ich mache das hauptsächlich für Marc. Er braucht sie beide, er weiß er nur noch nicht. Ich will einfach, dass er glücklich wird und endlich auch eine richtige Familie hat.“
All die Abscheu die Elke Fisher zuvor für Gretchen Haase empfunden hatte wich nun einer tiefen Dankbarkeit, dass diese Frau sich so liebevoll um ihren Sohn kümmerte und Elke Fisher begann zu erkennen, dass es für ihren Sohn keine bessere Frau als Gretchen Haase geben konnte.
Erneut bedankte sich Elke Fisher bei Gretchen dann verließ Gretchen das Haus der Autorin und beeilte sich nach Hause zu kommen. Wenn dieser Plan funktionieren sollte, dann durfte Marc die beiden Koffer die Gretchen bereits ins Auto geladen hatte nicht sehen, sonst würde er direkt wissen dass Gretchen bei seiner Mutter gewesen war. Und er musste ja nur Eins und Eins zusammen zählen um zu wissen, dass die beiden auch über ihn geredet hatten.

Zur selben Zeit stand Anna Kaan mit klopfendem Herzen vor der Haustür ihres Exmannes, neben sich die kleine Lilly. Anna atmete noch einmal tief ein, dann nahm sie all ihren Mut zusammen und drückte auf den Klingelknopf.
Als Mehdi die Tür öffnete und Anna vor ihm stand, noch dazu mit Lilly im Schlepptau, war er ganz schön überrascht.
Sofort fiel die kleine Lilly ihrem Vater um den Hals, hatte sie ihn doch jetzt immerhin eine Woche nicht mehr gesehen.
„Darf ich reinkommen?“
Mit Lilly im Arm winkte Mehdi seine Exfrau in seine Wohnung, schloss die Tür und folgte Anna in die Küche.
Während Lilly in ihr Zimmer rannte und begann zu spielen, setzten sich Mehdi und Anna in der Küche an den Tisch. Eine Zeit lang sagte keiner der beiden ein Wort bis Anna sich schließlich räusperte.
„Es tut mir leid. Ich hätte dir Lilly nicht noch einmal wegnehmen dürfen, ich weiß ja dass du dich immer gut um sie gekümmert hast und dich immer gut um sie kümmern wirst. Aber als ich Sophie mit dir zusammen gesehen hab, da war das einfach ein Schock für mich. Nach allem was damals passiert ist.“
Mehdi nickte verständnisvoll und griff nach Annas Hand.
„Ich verstehe ja dass es ein Schock für dich gewesen sein muss, aber Sophie ist ein komplett anderer Mensch als damals, das kannst du mir glauben. Und vor allem hättest du zunächst mal mit mir reden können, anstatt Lilly einfach mitzunehmen und mir so ein blödes Ultimatum zu stellen.“
Anna nickte schuldbewusst.
„Ich weiß das war blöd von mir. Ich hab einfach überreagiert, das kommt nicht wieder vor versprochen.“


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schleumel Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.683

13.10.2010 12:32
#156 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

so den nächsten teil gibts heute ausnahmsweise schon etwas früher :)
viel spaß damit
ps: nach diesem teil habt ihr noch 3 teile, dann seid ihr mich erst mal los... zumindest was die erste story angeht, die zweite will ja auch fortgesetzt werden


Am nächsten Morgen eilte Gretchen Haase aufgeregt durch die Gänge des Elisabethkrankenhauses. Vor dem Schwesternzimmer angekommen, strich sie noch kurz ihren Kittel glatt und betrat mit einem tiefen Atemzug das Schwesternzimmer.
Ein kurzer Blick um die Ecke verriet ihr, dass Marc in der Umkleide grade dabei war sich umzuziehen. Gretchen ließ ihre Augen darauf kurz zu Sabine wandern, die natürlich in den Plan eingeweiht worden war, und setzte anschließend einen gehetzten Ton auf.
„Marc! Schnell!“
Mit ein paar schnellen Schritten war Gretchen in der Umkleide angekommen, vor Marc blieb sie stehen. Hektisch fuhr sie sich mit einem Arm durch die Haare während sie mit dem anderen zur Tür deutete.
„Hasenzahn, was-?“
„Schnell. Die Frau auf Zimmer 201.“
Für einen Moment schaute Marc Gretchen verunsichert und skeptisch an.
„Hasenzahn in der 201 liegt doch niemand, das-“
Doch Gretchen dachte gar nicht daran Marc ausreden zu lassen. Sie musste ihn unbedingt davon überzeugen mit sich zu kommen.
„Marc bitte! Komm jetzt!“
Immer noch verdutzt ließ Marc für einen Moment die Schultern hängen, entschloss sich aber dann doch dazu, Gretchen zu folgen.
Schnell liefen die beiden in Richtung Zimmer 201 und dort angekommen verringerte Gretchen ihr Tempo für einen Moment, so dass Marc an ihr vorbei laufen konnte.
Kaum hatte Marc das Zimmer betreten, da schloss sich hinter ihm auch schon die Türe und Gretchen drehte so schnell sie konnte von außen den Schlüssel im Schloss herum.
Marc brauchte einen Moment um zu realisieren was passiert war, als er jedoch erkannte, dass er mit seinen beiden Eltern gefangen war in diesem Patientenzimmer, lief er wütend auf die Tür zu und schlug mit der rechten Faust dagegen.
„Hasenzahn! Mach sofort die Tür auf! Ich schwöre wenn du mich nicht sofort raus lässt dann… dann… dann kannst du was erleben! Los! Mach auf!“
Auf der anderen Seite der Türe hatte Gretchen nur ein Schmunzeln für ihren Verlobten übrig.
„Ich lasse dich raus wenn du mit deinen Eltern geredet hast. Du kannst mich dann anrufen, ich bin im Schwesternzimmer.“
Immer noch grinsend drehte Gretchen sich wieder um und machte sich auf den Weg zurück ins Schwesternzimmer. Als sie schon ein paar Schritte gegangen war, konnte sie immer noch den zeternden, eingesperrten Marc Meier schreien hören.
„Hasenzahn ich warne dich wenn du jetzt gehst! Das bekommst du alles zurück. Tu dir einen Gefallen und lass mich sofort wieder raus!... Hasenzahn? Bist du noch da? Hasenzahn?“
Missmutig musste Marc feststellen, dass seine Freundin wirklich ins Schwesternzimmer zurück gegangen war und ihn hier mit seinen Eltern allein gelassen hatte. Und so wie er Hasenzahn kannte, würde er tatsächlich nicht hier raus kommen, bevor er nicht mit seinen Eltern geredet hatte. Also drehte er sich seufzend zu den beiden um, die ratlos auf dem Bett gegenüber von ihm saßen und ihn förmlich anstarrten.
Genervt fuhr Marc sich mit einer Hand durch die Haare während er sich auf einen Besucherstuhl fallen ließ und stur auf den Boden starrte.
Ein paar Minuten vergingen, bis Elke Fisher sich endlich traute etwas zu sagen und die Stille durchbrach.
„Marc Oli… Marc! Du musst mir glauben, es tut mir schrecklich leid was ich dir angetan habe. Ich weiß ich hätte dir die Wahrheit geschuldet, aber ich wollte dich nur vor Enttäuschungen beschützen, glaub mir.“
Abwartend ruhten die Augen von Elke Fisher und Wolfgang Meier auf ihrem Sohn, der immer noch stur auf den Boden schaute und vor sich hin grübelte.
Schließlich meldete sich auch Wolfgang Meier zu Wort.
„Hör mal Marc. Wir wissen beide, deine Mutter hat keine Glanzleistung vollbracht und ja, sie hätte mir und vor allem dir die Wahrheit sagen müssen. Aber sie hat wirklich nur dein Bestes gewollt, ich war damals wirklich kein Vorzeigevater musst du wissen. Aber wichtig ist doch nur, dass du jetzt die Wahrheit kennst, und dass es ihr leid tut. Du musst ihr ja noch gar nicht verzeihen, aber bitte schließ uns nicht aus deinem Leben aus. Wir kennen uns ja kaum und ich würde wirklich gerne wissen wer mein Sohn ist, verstehst du?“
Immer noch kam von Marc keine Reaktion. Er starrte weiter auf den Boden und schien weiterhin nachzudenken.
Es vergingen weitere Minuten bis Marc aufschaute und seine Eltern endlich ansah, ihnen endlich in die Augen blicken konnte.
„Gut! Ich will euch beiden eine Chance geben. Nicht, weil ihr es verdient habt, vor allem du nicht Mutter, sondern weil Hasenzahn es so will. Vorher gibt sie ja doch keine Ruhe. Ihr könnt Freitag Abend zum Essen kommen und dann können wir uns dings hier… ähh… kennen lernen und sowas. Und jetzt ruf ich Hasenzahn an damit sie mich hier raus holt.“
Während Marc von seinem Stuhl aufstand, zückte er sein Handy und wählte Gretchens Nummer. Diese nahm auch sogleich ab und nachdem beide aufgelegt hatten, dauerte es keine 5 Minuten und Marc war wieder ein freier Mensch.


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schleumel Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.683

14.10.2010 18:39
#157 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

und weiter gehts :)
ich danke euch für die lieben kommentare
viel spaß mit dem nächsten teil :)


Marc war sogleich aus dem Raum gestürmt und hatte sich zurück ins Schwesternzimmer begeben während Gretchen einen Blick in Zimmer 201 wagte und darin ein zufrieden scheinendes Elternpaar entdeckte.
„Und? Wie ist es gelaufen?“
Elke und Wolfgang erhoben sich vom Bett und gingen auf Gretchen zu. Vor Gretchen angekommen gab Elke ihre Handtasche an Wolfgang weiter und beugte sich kurzerhand nach vorne um Gretchen in den Arm zu nehmen.
„Ich möchte ihnen erneut danken Kindchen. Ich weiß nicht wie alles abgelaufen wäre, wenn sie nicht gewesen wären.“
Gretchen war die Umarmung der Autorin, die ja sonst kaum Gefühle zeigte, etwas unangenehm, sie ließ sie aber doch über sich ergehen und lächelte Elke Fisher daraufhin an.
„Hab ich gern gemacht. Sie wissen ja sicher selber, dass Marc hin und wieder einen kleinen Schubser braucht. Was hat er denn nun gesagt?“
Daraufhin erzählte Elke Gretchen was vorgefallen war, und dass Marc seinen Eltern und vor allem ihr noch lange nicht vergeben hatte, dass er aber doch bereit war seinen Vater kennen zu lernen und seine Mutter dabei zu dulden.
Gretchen nickte aufmerksam. Für Marc war das wohl ein riesen Schritt und mit der Zeit würde er seiner Mutter mit Sicherheit verzeihen können.
Gretchen verabschiedete sich anschließend von Elke und Wolfgang und machte sich ebenfalls auf ins Schwesternzimmer, wo ein tobender Marc Meier auf sie wartete.
Kaum hatte Gretchen das Zimmer betreten, da polterte er auch schon los.
„Sag mal Hasenzahn was sollte das?!“
Gretchen tat so unschuldig wie möglich und setzte einen zuckersüßen Blick auf.
„Was sollte was?“
Drohend erhob Marc seinen Finger und zeigte damit wild in der Luft herum.
„Jetzt tu mal nicht so Hasenzahn! Du weißt ganz genau was ich meine! Mich in diese hinterhältige Falle locken und dann auch noch abschließen! Ich, zusammen in einem Raum mit meinen verkorksten Eltern! Das bekommst du garantiert zurück Hasenzahn das schwör ich dir. Außerdem bin ich hier Oberarzt und du kannst nicht einfach-“
Weiter kam Marc nicht denn Gretchens Kopf war nach vorne geschnellt und ihre weichen, warmen Lippen drückten sich auf seine.
Verdutzt riss Marc für einen Moment die Augen auf, doch seine Verärgerung wich von Sekunde zu Sekunde und bald waren seine Augen ebenfalls geschlossen und seine Hände legten sich um Gretchens Hüften und zogen sie näher zu sich ran.
Als die beiden wieder voneinander abließen, sahen sie sich tief in die Augen und über Gretchens Gesicht huschte ein Lächeln.
„Ich liebe dich, du Sturkopf!“
„Ja, bist auch ganz nett.“
Grinsend zog Marc sein Gretchen näher zu sich und küsste sie erneut ganz sanft und zärtlich. Als ihre Lippen sich erneut trennten sah Marc Gretchen liebevoll an und seine Hände drückten sie ganz nah an seinen Körper heran.
„Du Gretchen ich… Also ich… Was ich sagen will ist… ähm… also… Danke. Du weißt schon.“
„Gerne!“
Wieder fanden sich die Lippen der beiden zu einem atemberaubenden Kuss zusammen und sie hörten erst wieder auf sich zu küssen, als Sabine sich neben ihnen räusperte. Fragend sah Marc Sabine an und zog eine Augenbraue hoch.
„Sabine, wie lang… stehen sie hier schon?“
Sabine konnte sich ihr dickes Grinsen nicht verkneifen, während sie sich wieder hinter den Schreibtisch setzte und ein paar Akten beiseite schob.
„Lange genug um zu wissen, dass sie die Frau Doktor wirklich und wahrhaftig lieben müssen, Herr Doktor.“
„Ich schwöre ihnen Sabine wenn sie das hier im Krankenhaustratsch verbreiten was sie eben gesehen und oder gehört haben, dann-“
Sabine lächelte stolz und nachdem sie die Akten auf dem Schreibtisch endlich zu ihrer Zufriedenheit hin und her geschoben hatte, sah sie zu Marc auf.
„Keine Sorge Herr Doktor, ich kann schweigen wie ein Grab.“


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schleumel Offline

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15.10.2010 11:13
#158 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

so ihr lieben. wir nähern uns dem finale :) wenn ich es schaffe, kommt das heute abend noch, ansonsten folgt es morgen. auf jeden fall kommt jetzt erst mal der nächste und ebenso vorletzte teil meiner geschichte. es könnte übrigens nochmal ein bisschen warm werden also viel spaß damit :)

Drei Tage später hatten Elke Fisher und Wolfgang Meier sich nach einem ausgiebigen Essen grade von Gretchen und Marc verabschiedet. Laut ausatmend schloss Gretchen die Haustüre hinter sich und ließ den heutigen Abend kurz noch einmal Revue passieren. Alles in allem war der Abend eigentlich ganz harmonisch abgelaufen. Natürlich hatte es ab und an Reibereien zwischen Marc und seiner Mutter gegeben, aber Wolfgang und Gretchen hatten die Situation meistens sofort wieder entspannen können.
Schmunzelnd begann Gretchen damit den Tisch abzuräumen. Natürlich hatte sie Marc den ganzen Abend nicht aus den Augen gelassen und ihr war gleich aufgefallen wie er immerzu an den Lippen seines Vater gehangen hatte um auch ja kein Detail zu verpassen von dem was er erzählte.
Gretchen war völlig in Gedanken versunken während sie die leeren Teller stapelte, so dass sie nicht mitbekam wie Marc sich von hinten an sie heran schlich. Erst nachdem sich zwei starke Arme um ihre Hüften geschlungen hatten und ein forderndes Lippenpaar sich auf ihren Nacken hinab senkte, kehrte sie mit ihren Gedanken wieder in die Gegenwart zurück.
Schnell schoss Marcs linke Hand nach vorne und stellte die Teller, die Gretchen bereits angehoben hatte, wieder auf den Tisch zurück. Anschließend drehte er Gretchen in seinen Armen um, so dass seine Lippen nun ihren Hals mit sanften Küssen benetzten.
„Hmmm… Marc? Marc, was-“
„Klappe halten Hasenzahn!“
Kaum hatten diese Worte Marcs Mund verlassen, da hatte Gretchen auch schon ihre Hände auf seine Brust gelegt und drückte ihn von sich weg.
"Marc also bitte, kannst du auch mal ein bisschen anständig sein?"
"Äääh…Nein? Es sei denn ich soll dich neuerdings noch höflich danach fragen ob ich dich flachlegen darf."
"MARC!"
Gretchen verpasste Marc einen leichten Klapps gegen die Schulter, dieser grinste sie jedoch nur frech an und dachte nicht im Traum daran seinen Plan für den Rest des Abends zu ändern.
"Ja was?! Willst du oder nicht?"
Fragend sah Marc Gretchen an auch wenn er bereits wusste, dass sie wohl nicht nein sagen würde. Doch Gretchen wollte nicht so schnell aufgeben wie Marc es sich vielleicht erhofft hätte.
"Marc bitte, jetzt reiß dich mal zusammen! Wir könnten doch auch über den Abend reden."
Seufzend ließ Marc die Arme und Schultern hängen und warf Gretchen einen leidenden und genervten Blick zu.
"Gretchen ich will nicht darüber reden. Ich glaube wir haben in den letzten zwei Stunden genug geredet."
"Jaaa aber… ich mein halt eher so ein... Nach-Gespräch. Ein reflektierendes Gespräch, verstehst du?"
"Hä?!"
Nun war es Gretchen die seufzend die Schultern fallen ließ.
"Maaaarc."
"Gretchen?"
"Was?"
Langsam beugte Marc sich nach vorne und seine Lippen kamen denen von Gretchen immer näher. Kurz vorher hielt Marc jedoch inne und fast schon flüsternd raunte er Gretchen etwas zu.
"Möchtest du gerne, dass ich dich küsse?"
Noch bevor Gretchen antworten konnte, spürte sie Marcs Lippen auf ihren und ein angenehmes Kribbeln breitete sich explosionsartig in ihrem Körper aus. Hatte sie sich eben noch wehren wollen um mit Marc über den Abend reden zu können, so schloss Gretchen Haase nun einfach die Augen und genoss die sanften Küsse von Marc Meier auf ihrem Dekoltée.
Gretchen spürte wie ihr Herz wild anfing zu pochen als Marcs Hände sich unter ihr Shirt schoben und an ihrem Rücken hinunter zu ihrem Po wanderten. Fordernd legte Marc beide Hände auf Gretchens Hintern und verschloss Gretchens Lippen mit einem leidenschaftlichen Kuss. Fest umschlossen Marcs Hände Gretchens Po und mit einem Ruck hatte er sie hochgehoben. Sie schlang ihre Beine um ihn und wild küssend torkelten die beiden ins Schlafzimmer wo Marc sein Gretchen sanft auf dem Bett ablegte.
Anschließend beugte er sich über sie und während seine Lippen sich wieder auf ihre senkten, Knöpfte Marc eilig sein Hemd auf und warf es schließlich achtlos auf den Boden.
Gretchens Atem ging immer schneller und ihr Herz pochte heftiger als noch zuvor. Leise stöhnte sie auf als Marcs Hände erneut unter ihr Shirt glitten und sanft über ihre Brustwarzen strichen. Bald darauf gesellte sich Gretchens Shirt zu Marcs Hemd und mit einer geschickten Handbewegung von Marc landete auch Gretchens BH auf dem Boden. Zärtlich strichen Marcs Hände über Gretchens ganzen Körper. Während Gretchen den Kopf zurück legte und leise aufstöhnte, legte Marc seine rechte Hand auf ihren Oberschenkel und seine Hand suchte sich ihren Weg hoch unter Gretchens Rock. Seine flinken Hände hatten Gretchen bald den Slip ausgezogen und nun nahm Marc auch die zweite Hand zur Hilfe und schob den Rock ein Stück weiter nach oben um Gretchens Beine besser auseinander schieben zu können.
Gretchen stöhnte laut auf als Marcs Zunge ihre intimste Stelle berührte und sie anschließend zärtlich liebkoste. Gretchens Körper bebte und lustvoll streckte sie Marc ihr Becken entgegen. Mit der einen Hand fuhr sie Marc durch die Haare, die andere hatte sich ins Laken gekrallt. Als Marc den Druck mit seiner Zunge noch ein wenig verstärkte, konnte Gretchen sich nicht mehr zurück halten. Für einen Moment versteifte sich ihr Körper und ein lautes Stöhnen entwich ihrer Kehle, dann entspannte sie sich wieder.
Grinsend hob Marc seinen Kopf an und noch bevor er einen Kommentar ablassen konnte, schnellte Gretchens Kopf nach vorne und die beiden küssten sich leidenschaftlich.
Als die beiden voneinander abließen, richtete Gretchen sich kurz auf um ihren Rock ausziehen zu können. Und auch Marc entledigte sich schnell seiner Hose und seiner Boxershorts und widmete sich dann wieder ganz seiner blonden Schönheit, die nun nackt vor ihm lag.
Für Marc gab es nun kein Halten mehr. Sanft aber doch bestimmend drückte Marc Gretchen in die Kissen zurück und beugte sich über sie. Ein paar Haarsträhnen fielen ihm ins Gesicht als er Gretchen noch einmal tief in die Augen sah. Dann beugte Marc sich nach vorne und die beiden küssten sich wieder.
Noch während Marcs Zunge Gretchens Zunge umspielte, konnte Gretchen spüren wie Marc langsam in sie eindrang. Beide stöhnten laut auf und während Marc sich mit einer Hand auf der Matratze abstützte, begann er vorsichtig mit dem Becken nach vorne zu stoßen. Sein heißer Atem brannte wie Feuer auf Gretchens Haut und seine Bewegungen wurden immer fordernder und schneller.
Um Marc noch intensiver spüren zu können, schlang Gretchen ihre Beine um seine Hüften und es dauerte auch nicht lange, da kamen die beiden nahezu gleichzeitig zum Höhepunkt.
Für eine Weile blieben die beiden einfach noch so liegen wie sie waren, ineinander verschlungen, doch nach ein paar Minuten legte Marc sich neben Gretchen ins Bett und sie legte ihren Kopf auf seine Schulter so dass er einen Arm um sie legen konnte.
Bald darauf waren die beiden eingeschlafen.


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schleumel Offline

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15.10.2010 19:37
#159 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

hallöchen ihr lieben.
ich hab nun doch noch ganz kurz zeit und stell jetzt das finale ein. bin mal gespannt was ihr davon haltet auf jeden fall möchte ich mich nochmal für all die lieben kommentare bedanken, die für jeden autor wirklich wahnsinnig wichtig sind. ist übrigens ein seltsames gefühl zu wissen, dass die story jetzt zu ende ist... aber ich hab ja noch die zweite die zu ende geschrieben werden will (falls jemand eine tolle idee hat wie es weiter gehen könnte immer her damit, bin im moment ziemlich ratlos)
aber jetzt erst mal viel spaß beim finale :)
glg


Langsam krochen die ersten Sonnenstrahlen ins Schlafzimmer und kitzelten Gretchen wach. Langsam schlug sie die Augen auf und drehte den Kopf zur Seite. Mit Verwunderung musste sie feststellen, dass Marc bereits ebenfalls schon wach war. Mit einem Arm stützte er seinen Kopf ab, mit dem anderen strich er über Gretchens Bauch und beobachtete diesen ganz genau.
Gretchen folgte Marcs Blick, dann musste sie schmunzeln. Sie hatte Marc noch nie so aufgeregt gesehen wie jetzt wo sie schwanger war.
Er kümmerte sich einfach liebevoll um sie. Er holte ihr Vanilleeis von der Tankstelle wenn sie Nachts auf einmal einen Fressanfall bekam und er ertrug alle ihre Launen, meistens sogar ohne zu murren. Und er beschwerte sich auch nicht darüber dass sie wegen der Schwangerschaft zugenommen hatte.
Im Gegenteil, er sagte ihr ja fast täglich wie unglaublich schön sie war und wie glücklich er sich schätzen konnte dass sie die Mutter seines Sohnes sein würde.
Glücklich lächelte Gretchen.
„Marc?“
Überraschte wendete Marc den Blick von Gretchens Bauch ab und sah ihr in die Augen.
„Hasenzahn! Du bist schon wach? Ich hab gar nicht bemerkt dass-“
„Schon gut. Ich weiß ja dass du jede freie Minute auf meinen fetten Bauch starrst.“
Empört richtete Marc sich auf und schob die Bettdecke zur Seite.
„Ich bitte dich Hasenzahn. Du bist schwanger und du bist wunderschön, wirklich. Und unser kleiner Sohn wächst in deinem Bauch heran, ist das nicht wahnsinnig aufregend?!“
Übermütig sprang Marc aus dem Bett und ging in Richtung Küche während Gretchen ihm langsam folgte.
Während Marc Kaffee kochte, setzte Gretchen sich an den Tisch und schmierte sich ihr obligatorisches Nutella-Essiggürkchen-Brötchen welches sie auch gleich gierig verschlang. Und da sie von Marc absolutes Kaffeeverbot erteilt bekommen hatte, begnügte sie sich mit ihrem Organgensaft.
Nach dem Frühstück stand Gretchen auf und begab sich ins Bad um sich umzuziehen. Trotz der Schwangerschaft hatte sie beschlossen zumindest noch ein bisschen im Krankenhaus zu arbeiten. Nur zu Hause zu sitzen wäre für Gretchen einfach zu langweilig gewesen, das hatte auch Marc irgendwann einsehen müssen und so hatte er schließlich zugestimmt, dass Gretchen so viel arbeiten durfte wie es die Schwangerschaft zuließ.
Grade als Gretchen im Bad vor dem Spiegel stand, schlangen sich zwei Arme um ihre Hüften. Vorsichtig beugte Marc sich nach vorne und gab ihr einen sanften Kuss auf den Nacken.
„Ich liebe dich Gretchen Haase.“ Raunte Marc ihr leise zu was Gretchens Herz zum hüpfen brachte.
Glücklich lächelte sie vor sich her.

„Hasenzahn?... Hasenzahn?“
Erst Marcs Stimme holte Gretchen wieder aus ihren Tagträumen zurück in die Realität.
Peinlich berührt schaute Gretchen an sich herab. Mit ein wenig Bedauern strich sie kurz über ihren flachen Bauch und seufzte leise.
„Was?“
„Kommst du? Die Gallenstein OP?“
Mit einem Nicken sprang Gretchen auf und nahm noch einen Bissen von ihrem Brot dass sie sich eben geschmiert hatte. Als Marc das Brot erblickte, schüttelte es ihn für einen Moment.
„Nutella und Essiggürkchen?“
„Guck nicht so blöd, das ist lecker!“ sprach’s und folgte Marc in den OP.

~ENDE~


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