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Dieses Thema hat 158 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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schleumel Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.683

03.12.2009 16:11
#101 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Marc und Mehdi standen nun schon seit 15 Minuten vor dem Haus von Annas Eltern und schwiegen sich an. Mehdi hatte ein mulmiges Gefühl bei dem Gedanken daran Anna gleich wieder gegenüber zu stehen, auch wenn er sich mindestens genau so sehr freute, seine Tochter endlich wieder zu sehen. Zögernd stand der Gynäkologe immer noch vor der Haustür und hatte den Finger bereits an der Klingel, zog ihn jedoch wieder weg.
„Ich kann nicht Marc!“
„Was meinst du mit du kannst nicht? Da drin ist deine Tochter. Willst du die denn nicht wieder sehen?“
„Ach natürlich will ich sie wiedersehen. Aber ich will wirklich nicht mit Anna reden. Was wenn sie mir noch mehr Lügen auftischt. Das würde ich nicht aushalten Marc.“
„Dazu kommt es ja vielleicht auch gar nicht. Musst ja auch nichts mit ihr besprechen jetzt. Freu dich doch erst mal dass du Lilly wieder sehen kannst. Du wartest doch schon so lange darauf. Was mit Anna ist kannst du auch später noch regeln.“
Marc trat einen Schritt nach vorne und drückte die Klingel. Dann klopfte er seinem Freund einmal auf die Schulter und sah ihn aufmunternd an.
„Außerdem bin ich ja auch noch da.“
„Hmm…“
Die Sekunden bis die Tür geöffnet wurde, kamen sowohl Mehdi als auch Marc vor wie eine halbe Ewigkeit. Als die Tür sich öffnete und Annas Mutter die Männer vor ihrer Haustüre erkannte, trat sie schnell einen Schritt nach vorne und zog die Tür hinter sich ein wenig zu, so dass nur noch ein kleiner Spalt offen war.
„Mehdi, Gott sei Dank!“ rief die ältere Frau und fiel ihrem Schwiegersohn um den Hals. „Anna weiß nicht dass ich dir gesagt habe dass sie und Lilly hier sind. Und bitte sei so nett und erwähne auch nicht dass du das von mir weißt. Gäbe nur wieder unnötigen Streit. Du kennst Anna ja.“
Nun begrüßte die alte Dame auch Marc mit einer überschwänglichen Umarmung welche Marc sichtlich unangenehm war. Als sie ihn schließlich wieder frei gab, fuhr sie weiter fort gedämpft zu reden.
„Ich bin ja so froh dass ihr hier seid. Ich weiß ja dass Anna eine gute Mutter für Lilly ist aber das Kind braucht doch auch einen Vater. Mehdi die kleine hat dich so vermisst. Hat immerzu nach dir gefragt. Wie soll ein Kind das auch verstehen wenn die Mutter erst 14 Monate im Koma liegt und dann auf einmal der Vater weg ist. Naja, am besten ich lasse dich mal zu ihr. Und denk dran. Den Tipp dass sie hier ist habt ihr nicht von mir.“
Mehdi nickte seine Schwiegermutter noch einmal zu und dann folgten Marc und Mehdi der Frau ins Wohnzimmer wo Lilly auf dem Teppich saß und mit einer Puppe spielte, während Anna es sich mit einem Buch auf dem Sofa bequem gemacht hatte.
„Seht mal wer uns besuchen kommt.“ Sagte Annas Mutter als die drei das Wohnzimmer betraten.
Im selben Moment in dem Anna von ihrem Buch aufsah und ihren Augen kaum traute, hatte auch Lilly ihren Papa entdeckt und lief ihm mit einem freudestrahlenden Gesicht und ausgebreiteten Armen auf ihn zu.
„Papaaaa!“ rief sie freudig während Anna nur ein äußerst überraschtes „Mehdi?!“ zustande brachte.
Mehdi ließ sich auf die Knie fallen und nahm seine kleine Tochter voller Glück in den Arm. Er drückte sie ganz nah an sich und etliche Freudentränen bahnten sich den Weg über sein lächelndes Gesicht. Endlich hatte er sie gefunden. Sie war endlich wieder bei ihm. Und selbst wenn Anna behauptete sie sei nicht von ihm, so hatte für den dunkelhaarigen Gynäkologen doch immer festgestanden dass sie seine Tochter war. Schließlich war er es gewesen der sie nachts in den Schlaf gesungen und ihre Windeln gewechselt hatte. Er hatte mit angesehen wie sie ihr erstes Wort sprach und wie sie zum ersten Mal gelaufen war. Und er war auch am Tag ihrer Einschulung dabei gewesen. Ja. Er war Lillys Vater und kein Anderer. Das stand fest.
Marc hatte das ganze von etwas abseits beobachtet. Er freute sich für seinen besten Freund. Und seltsamerweise war Marc selber ganz gerührt von dieser Familienwiedervereinigung. Und auch wenn er das natürlich niemandem gegenüber freiwillig zugegen hätte, musste er sich doch eingestehen dass er einen kleinen Kloß im Hals hatte. Grade in diesem Moment merkte er, wie froh er war, dass er Gretchen hatte. Deswegen drehte er sich um, räusperte sich kurz und ging dann in den Flur zurück wo er sein Handy aus der Hosentasche holte und Gretchens Nummer wählte.
„Haase?“
„Gretchen, ich liebe dich!“
Am anderen Ende der Leitung konnte sich Gretchen schon vorstellen dass sie Mehdis Tochter und Frau gefunden hatten und dass der coole Marc Meier doch ein wenig gerührt war. Deswegen hakte sie nicht weiter nach und erwiderte nur:
„Ich liebe dich auch.“
Zufrieden und mit einem Lächeln auf den Lippen legte Marc schließlich auf, steckte das Handy zurück in seine Hosentasche und ging zurück ins Wohnzimmer.


schleumel Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.683

07.12.2009 20:44
#102 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Marc setzte sich aufs Sofa und beobachtete schweigend die Wiedervereinigung der Familie Kaan.
Irgendwie fühlte er sich Fehl am Platze. Deswegen erhob er sich nach einer Weile auch wieder
vom Sofa und verabschiedete kurz.
"Ja also ich... ähh... muss noch meine Pfandflaschen wegbringen bevor der Getränkemarkt zu
macht, ne. Deswegen bin ich jetzt mal weg. Man sieht sich."
Annas Mutter begleitete Marc noch bis zur Tür und verabschiedete sich dann auch von ihm.
"Danke für deine Hilfe Marc."
"Ach, hab ich doch gerne gemacht." Marc lächelte die ältere Dame kurz an und ging dann zu
seinem Auto. Dann startete er den Wagen und fuhr los.
Irgendwie hatte er das Gefühl gehabt dass sein bester Freund die Sache mit seiner Frau und
Lilly lieber sofort hatte klären wollen und weil es diesbezüglich sicher einiges zu bereden gab,
hatte Marc den Gynäkologen und seine Familie lieber allein gelassen. Außerdem musste er so
nicht mehr so lange warten bis er Gretchen wieder sehen konnte. Die wartete sicher schon zu
Hause auf ihn. Ein Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus als er an Gretchen dachte.
Plötzlich hatte er einen EInfall. Er riss das Lenkrad ruckartig nach rechts um noch die Straße
zu erwischen in die er abbiegen wollte. Dabei hätte er fast eine alte Frau platt gefahren die ihm
wütend mit ihrem Regenschirm hinter her wedelte. Marc warf einen Blick in den Rückspiegel.
Der Dame war nichts passiert. Also räusperte er sich kurz, setzte sich in seinem Sitz grade
auf und fuhr weiter. Wenige Minuten Später hielt er rechts an und stieg aus. Zwanzig Minuten
und ein Knöllchen fürs Falschparken später war Marc wieder auf dem Weg nach Hause zu
Gretchen. Kaum hatte er die Haustüre geöffnet, hatte er auch schon seinen Schlüssel auf
das kleine Schränkchen neben der Tür geschmissen.
"Hasenzahn? Bist du zu Hause?"
Aus der Küche vernahm Marc neben allerlei anderen komischen Geräuschen ein kurzes
"Hmm" von Gretchen.
Als Marc die Küche betrat traute er kaum seinen Augen zu trauen. Er hätte seine eigene
Küche fast nicht erkannt so unglaublich unordentlich und dreckig war sie. Überall standen Töpfe
Pfannen rum, hier und da waren die Reste eines Malheurs zu sehen und auch Gretchen hatte
einiges abbekommen. Ihr T-shirt zeugte davon, dass sie irgendwann heute einmal versucht
hatte irgendwas mit Tomaten zu machen und in ihren Haaren klebten noch Reste vom Mousse
au Chocolat welches sie offenbar hatte zubreiten wollen.
Marc stand mit aufgerissenen Augen und offenem Mund in der Tür und starrte Gretchen leicht
entsetzt an.
Als Gretchen Marc erblickte stürmte sie freudig auf ihn zu.
"Da bist du ja endlich."
Sie umarmte Marc und drückte ihn an sich. Als sie wieder von ihm abließ schaute er immer
noch entsetzt an sich herunter und musste zu seinem Übel feststellen, dass sich die Tomaten
durch Gretchens herzhafte Umarmung auch auf seinem Hemd eingefunden hatten.
Erst jetzt bemerkte Gretchen dass Marc etwas in den Händen hielt.
"Ist das für mich!?" fragte Gretchen euphorisch.
"Äh... ja... aber ich glaube ich überlege mir das nochmal."
Gretchen nahm Marc die Rosen und die Pralinen(ihre Lieblingsmarke!!) aus der Hand.
"Oh, danke Marcilein!" sie grinste ihn an doch bevor er ihr den Marsch blasen konnte damit
sie ihn nie wieder so nannte, hatte sie sich auch schon wieder an ihn geschmissen und
küsste ihn nun stürmisch.
Nach einer Weile ließ sie von ihm ab und stellte die Blumen ins Wasser und legte die Pralinen
ins Wohnzimmer auf den Tisch.
Marc warf derweil noch einen Blick in die Küche und öffnete nun erst mal den obersten Knopf
seines Hemdes. Er atmete tief durch.
"Hasenzahn, was wird das hier eigentlich?"
Gretchen kam aus dem Wohnzimmer zurück und drückte Marc noch einen Kuss auf die Wange.
Anschließend hatte Marc einige Mühe sich das Mousse au Chocolat aus dem Gesicht zu
wischen.
"Ach ich dachte ich koch uns was."
"Ähh... Das hier nennst du kochen? Und ich dachte schon es wär wieder Krieg oder so."
"MARC! Ich hab mir so viel Mühe gegeben!"
"Beim verwüsten meiner Küche oder wie?"
"UNSERER Küche, ja!? Und jetzt setz dich hin, ich bin gleich fertig!"
Marc tat wie ihm befohlen und setzte sich an den Tisch. Kaum hatte er sich gesetzt da sprang er
auch schon wieder auf und fasste sich leicht angeekelt an den Hintern.
"Hasenzahn was ist das hier?" leicht säuerlich deutete er auf den riesen Fleck auf seiner Hose.
"Upps. Hatte ich ganz vergessen, auf deinem Stuhlkissen ist mir ein bisschen Rotwein
ausgelaufen!"
Marc verdrehte die Augen und murmelte "Das erklärt zumindest die seltsame Farbe des Kissens."
Da jetzt eh alles zu spät war, nahm er einfach das Kissen, legte es auf den Boden und setze
sich wieder auf seinen Stuhl. Inzwischen war Gretchen fertig geworden und setzte Marc seinen
Teller vor. Ungläubig starrte er auf den Teller vor sich.
"Das ganze Chaos hier für Nudeln mit Hackfleischsoße?"
Gretchen funkelte ihn böse an weswegen er nichts weiter sagte und erst mal probierte.
Kaum hatte Marc den ersten Löffel genommen, hätte er sich fast verschluckt und fing gleich an
zu husten. Da war wohl jemandem das Salz aus der Hand gerutscht.
Gretchen wunderte sich über Marcs Reaktion. So schlimm konnte es doch eigentlich gar nicht
sein. Also probierte sie ihr Essen nun auch zum ersten Mal und stimmte so gleich in das
Husten ihres Freundes mit ein.
Als beide sich wieder gefasst hatten, legte Gretchen traurig ihre Gabel zu Seite.
"Och Manno. Und ich wollte dir doch so gern was Leckeres zu Essen machen!"
Marc konnte nicht anders als Gretchen anzugrinsen. Sie war sp süß wie sie da vor ihm saß
und sich über sich selbst ärgerte. Er stand auf und nahm sie bei der Hand und drückte sie an
sich.
"Ist doch nicht schlimm Hasenzahn." Er gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
"Was hälst du davon wenn wir dein Küchenchaos hier zusammen beseitigen und dann was
zu Essen bestellen, hm? Und beim nächsten Mal kochen wir dann zusammen. Was hältst du
davon, Süße?"
Gretchen nickte Marc nur zu und die beiden küssten sich noch einmal sanft bevor sie sich daran
machten das Chaos in der Küche zu beseitigen.
Als alles wieder sauber war und die beiden das Essen vom Lieferdienst aufgegessen hatten,
nahm Marc Gretchen auf einmal auf den Arm und trug sie zum Schlafzimmer.
"Marc was machst du denn da? Lass mich sofort wieder runter. Was soll das denn hier
werden wenns fertig ist?"
"Hasenzahn, ich hole mir jetzt meinen Nachtisch!"
Mit diesen Worten legte er sie sanft auf dem Bett ab und begann damit sie zu küssen!


schleumel Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.683

11.12.2009 02:19
#103 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Wollte noch mal ein dankeschön an alle kommischreiberinnen loswerden :)
freut mich immer sehr zu lesen was ihr von meiner story haltet.
ich hoffe ihr seid auch weiterhin fleißig mit dem kommi-schreiben
ganz liebe grüße und viel spaß beim lesen


Immer noch schwer atmend lag Gretchen neben Marc und kuschelte sich noch ein Stück näher an
ihn ran. Sie war gerade noch dabei seine Nähe zu genießen, als der Mann neben ihr sich plötzlich
ruckartig aufrichtete und vom Bett aufstand. Hastig suchte er seine Klamotten zusammen die
im ganzen Zimmer verteilt herum lagen.
"Marc was machst du denn da? Komm doch wieder ins Bett!"
Marc war grade dabei sich seine Jeans wieder anzuziehen und hüpfte leicht unbeholfen auf einem
Bein durchs Schlafzimmer.
"Hasenzahn!" keuchte er. "Wir haben doch morgen beide frei, oder?"
"Jaaa... Warum?"
"Ich dachte wir beide gehen jetzt mal feiern. So richtig abdancen!"
Hat der jetzt grade wirklich das Wort abdancen benutzt? Will der mich verarschen?
Außerdem liege ich nackt im Bett? Hallo? Ich gehe jetzt nirgendwo hin!

"Och Marc, muss das ausgerechnet heute sein?"
"Komm schon Hasenzahn. Wann haben wir sonst mal Sonntags frei? Komm schon!"
Ein Blick aus seinen grünen Augen und Gretchen gab sich geschlagen.
Muss unbedingt rausfinden wie er diesen Hundeblick hinbekommt. Könnte mir beim nächsten
Mal vielleicht von Nutzen sein!

Unmotiviert schleifte Gretchen sich aus dem Bett und öffnete den Kleiderschrank.
"Aber ich weiß doch gar nicht was ich anziehen soll. Ich hab gar nichts!"
"Hasenzahn! Der Schrank platzt wenn du dir auch nur noch eins von deinen zahlreichen Blusen,
T-Shirts, Tops und wie die ganzen Dinger heißen kaufst! Du wirst also sicher IRGENDWAS finden
was du anziehen kannst!"
"Aber..."
Weiter kam Gretchen nicht denn Marc stand auf einmal neben ihr und zerrte etwas aus dem Kleiderschrank.
"Hier! Das kannste anziehen!"
Gretchen betrachtete die Auswahl die Marc getroffen hatte.
Ok, die Jeans hätte ich eh genommen, die macht so schön schlank. Aber die Bluse. Die ist viel zu
eng zum Tanzen. Die zieh ich nie und nimmer an.

Gretchen zerrte ein dunkelgrünes Top mit Pailletten aus dem Schrank.
"Soll ich nicht lieber das hier anziehen?"
"Was stimmt denn mit der Bluse nicht?"
"Die ist so eng!"
"Na dann nimm halt das Top!"
"Findest du denn dass die Bluse besser aussehen würde?"
Argh! Ich werde hier gleich wahnsinnig! Warum ist das bei Frauen immer so kompliziert? Wir
Männer stehen doch auch nicht 3 Jahre vorm Spiegel und überlegen was wir anziehen sollen.
Hose, Hemd oder T-Shirt und gut ist. Wenn sie so weiter macht, stehen wir ja morgen früh noch
hier rum. Also jetzt bloß nichts falsches sagen. Bei so einer Frage geht das ganz schnell nach
hinten los wenn man da was falsches sagt. Am besten nicken und blöd lächeln. Dann kann auch
nichts passieren.

Marc drehte sich also zu Gretchen um und betrachtete die beiden Oberteile die sie in der Hand
hielt und mit welchen sie ihm entgegen wedelte. Seinem Plan nach schenkte er Gretchen ein
Grinsen und sagte lieber erst mal nichts.
"Marc?"
Marc lächelte weiter vor sich hin.
Das läuft doch ganz gut. Wenn ich das noch ein bisschen länger aushalte, zieht sie
vielleicht endlich IRGENDWAS an und wir könnten dann auch mal los.

"Maaaahaaaarc!"
Wieder nur ein Grinsen.
Will der mich jetzt verarschen? Warum grinst der mich jetzt so blöd an ohne was zu sagen?
Hab ich etwa irgendwas im Gesicht? Oder hat meine Hose ein Loch? Oder hat sein Hirn
einfach mal grade ausgesetzt?

Langsam wurde Gretchen das ganze zu blöd und sie entschied sich schließlich doch für das
grüne Top mit den Pailletten.
Mir jetzt auch egal wie das aussieht wenn er nichts dazu sagt!
Hat doch geklappt. Sollte ich öfters ausprobieren. Ich habe so das Gefühl, dass mir das viel
Ärger ersparen kann. Und Zeit! Schließlich hat sie sich ja doch relativ schnell entschieden. Plan
war also mal wieder erfolgreich!

Als Gretchen endlich fertig angezogen war, hatte Marc bereits Schuhe und Jacke an und stand
abmarschbereit in der Tür, als Gretchen aus dem Schlafzimmer in den Flur kam und Marc ansah.
"Was meinst du ist besser? Pumps oder Stiefel?"
Marc gab ein lautes Stöhnen von sich und ließ die Schultern hängen.
Ob ich ihr jetzt sagen soll dass Stiefel bei dieser Jahreszeit wärmer sind und wahrscheinlich
auch bequemer? Versuchen kann ichs ja mal. Vielleicht entscheidet sie sich dann noch schneller
als eben?

"Stiefel!"
"Warum? Findest du die Pumps etwa nicht schön?"
Hätte ich mal meine Klappe gehalten!
"Doch ich mag beides. Ich dachte nur dass Stiefel wärmer sind und du frierst doch immer so
schnell!"
"Hmm... Aber beim Tanzen könnte das doch schon ein bisschen warm werden meinst du nicht?
Ich hab ja auch noch ne dicke Jeans an!"
"Boar! Dann nimm eben die Pumps!"
"Die schwarzen oder die braunen?"
Aaaaaarrrgggggggghhhhhhh!
"Schwarz!"
"Aber braun passt besser zu meiner Tasche!"
"Ja dann nimm eben die braunen. Mein Gott ich will langsam mal los!"
"Jahaaa! Aber die braunen sind so hoch, da tun mir morgen wieder die Füße so weh. Ich glaub
ich nehm lieber die schwarzen!"
"Ja dann mach das bitte auch!"
Gretchen entschied sich schließlich endgültig für die braunen (sah einfach besser aus^^) und die beiden
konnten sich endlich auf den Weg in die Stadt machen.
Vor dem Club den Marc für heute ausgesucht hatte, dem Weekend ganz in der Nähe vom Alexanderplatz,
stiegen die beiden aus dem Taxi aus und stellten sich an der Schlange an.
Auf einmal fiel Marc siedend heiß ein, dass er seine Zigaretten zu Hause vergessen hatte. Und so konnte
der Abend ja auf keinen Fall anfangen.
"Du Gretchen ich geh mal eben zu dem Kiosk da hinten und hol mir Zigaretten. Du kannst ja weiter anstehen.
Wenn du schon drinnen bist, kannst du ja an der Garderobe auf mich warten, ok?"
Gretchen war von der Idee hier allein rum zu stehen zwar nicht sehr begeistert aber sie willigte dann doch
ein. Marc verließ also die Schlange und Gretchen stand weiter an.
Gretchen hoffte, dass sie bald rein kommen würde. Hier draußen fror sie sich noch die Zehen ab und sie musste
zugeben, dass die Absätze wirklich einen Ticken zu hoch waren um auf dem Kopfsteinpflaster hier vernünftig
laufen zu können.
Na toll. Jetzt stapfte ich hier rum wie ein Storch. Ich will gar nicht wissen wie das aussieht. Hätte ich mal die Stiefel
genommen so wie Marc gesagt hat! Naja. Ist jetzt eh zu spät. Huch. Jetzt hätt ich mich auch noch fast auf die
Schnauze gelegt. Das hätte grade noch gefehlt! Ah, ich bin ja schon erste in der Schlange. Na dann will ich mal rein
gehen.

Gretchen wollte grade einen Schritt nach vorne machen als der Türsteher sich ihr in den Weg stellte
und sie von oben bis unten musternd betrachtete und schließlich den Kopf schüttelte.
Was guckt der mich denn so blöd an? Und warum lässt der mich jetzt nicht rein? Ist der bescheuert?
"Heute Abend wird det nöscht junge Dame!"
"Darf ich fragen warum?"
"Na se ham ja wohl schon ordenlich vorjebechert. Solche Leute kann ick hier nit jebrauchen!"
"WAS? Ich habe heute noch keinen einzigen Tropfen Alkohol getrunken!"
"Na wer soll ihnen denn dit glauben? Ick hab se doch jesehn wie se hier rum jetorkelt sind."
Gretchen war inzwischen leicht angesäuert. Wild gestikulierend redete sie auf den Türsteher ein.
"Ich will sie mal auf 10cm Absätzen und Kopfsteinpflaster sehen mein Lieber. Mal gucken wie sie sich
dann so machen!"
"Se brauchen hier jar nöscht so laut zu werden. Ick hab jesehn wie se jetorkelt sind und damit basta!"
"Also das ist doch...."
Plötzlich spürte Gretchen wie jemand beruhigend ihre Hand nahm. Sie drehte sich um und sah Marc, der
offenbar endlich seine Zigaretten hatte.
"Was gibts denn hier für ein Problem Jupp?"
"Na die junge Dame ist betrunken, so kann ick se nöscht rein lassen, Marc!"
Verwundert drehte Gretchen sich zu Marc um.
"Ihr kennt euch?"
Marc lächelte Gretchen ein wenig beschämt an.
"Ja, war ja früher schließlich öfter hier, ne?!"
Dann wandte sich Marc wieder dem Türsteher zu.
"Komm Jupp. Heute kannste doch mal ne Ausnahme machen. Ich pass auch auf das Fräulein
hier auf."
Gretchen warf Marc einen bösen Blick zu.
Also wirklich. Wenn der Türsteher nicht wär, hätte ich Marc jetzt eine verpasst. 'Fräulein'! Tz tz tz.
Das 'Fräulein' steht bei Kaufhof an der Kasse mein Lieber. Wehe er nennt mich noch einmal so!

"Na jut, aber nur weil du et bis!"
Der Türsteher winkte beide an sich vorbei und sie gingen rein und gaben ihre Jacken ab. Bereits im
Vorraum, wo sich die Garderobe befand, dröhnte die Musik zu ihnen durch.


schleumel Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.683

11.12.2009 20:58
#104 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Gretchen und Marc gaben ihre Jacken an der Garderobe ab und betraten dann den ersten Raum des Clubs. Marc ging schnurtracks auf die Bar zu und bestellte ein Bier und ein Wodka-O für Gretchen.
„Hier!“ Er hielt ihr das Glas hin.
„Willst du mich etwa abfüllen?“
Marc konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
„Wenn du dann heute Nacht betrunken in mein Bett plumpst!?“
„Pah! Wenn da mal dein Lattenrost stark genug ist, was?!“
Gretchen funkelte Marc böse an.
„Ach Hasenzahn, komm her!“
Marc schnappte sich Gretchens freie Hand und zog sie ein Stück näher an sich ran um ihr einen Kuss auf die Stirn zu geben.
„Manchmal sage ich blöde Sachen. Das weißt du doch.“ Er sah sie mit seinen sanften grünen Augen an und schon war der Ärger wieder vergessen.
Ich brauche unbedingt ein Heilmittel gegen seinen Blick. Wenn das so weiter geht kann er sich mit diesem Blick alles von mir holen was er will. Kann doch nicht angehen dass ich dagegen machtlos bin. Aber jetzt verzeih ich ihm noch mal
Gretchen nippte einmal an ihrem Getränk.
Oh da hat es der Barkeeper aber gut mit mir gemeint.
Marc leerte sein Bier in einem Zug und holte sich gleich noch eins. Dann zog er Gretchen mit sich auf die Tanzfläche.
Eine Weile tanzten die beiden als gäbe es kein morgen, bis Gretchen irgendwann aufhörte und Marc, der die Augen geschlossen hatte um einfach mal diese Ausgelassenheit zu genießen, antippte.
„Können wir mal ne Pause machen? Ich hab Durst.“
Marc öffnete die Augen und sah Gretchen, die verschwitzt und schwer atmend, so wie nach einem Dauerlauf, vor ihm stand und ihn erwartungsvoll ansah.
Er nickte ihr zu und die beiden verschwanden erst nochmal in Richtung Bar. Dort setzten sie sich auf zwei grade frei gewordene Stühle und bestellten erst mal was zu trinken. Sie beschlossen dann, noch ein bisschen sitzen zu bleiben, schließlich gefiel ihnen die Musik die grade lief eh nicht.
„Und Hasenzahn? Durst gestillt?“
Gretchen war immer noch verschwitzt.
Dass es hier aber auch immer so warm sein muss. Können die nicht mal an leicht übergewichtige Frauen wie mich denken denen vielleicht ein bisschen schneller warm wird als diesen dürren Klappergestellen mit Kleidergröße 34?
„Eigentlich könnte ich noch einen vertragen.“
Und so kam es, dass Gretchen Haase, als die beiden wieder aufstehen wollten, mal wieder fast über ihre hohen Absätze gestolpert wäre. Diesmal jedoch nicht des Kopfsteinpflasters wegen, sondern aufgrund ihres langsam steigenden Alkoholpegels.
„Huch. Aufpassen Hasenzahn. Nicht dass du dir noch den Fuß brichst und wir heute doch noch im Krankenhaus landen!“
Gretchen kniff die Augen einmal zusammen und drückte dann ihre Schultern zurück.
Geht doch Gretchen. Siehst du, du bist noch gar nicht betrunken!
Die beiden gingen also zurück auf die Tanzfläche und ließen sich erneut von der Musik treiben, bis Marc diesmal Gretchen antippte und ihr auf seine charmante Art und Weise zu verstehen gab, dass er mal zur Toilette musste.
„Ich muss pissen!“
Gretchen nickte nur und tanzte einfach weiter. Wenige Minuten später merkte sie, wie eine Hand sich auf ihren Hintern legte und sie angetanzt wurde.
Oh. Das ging aber schnell. Naja. Wahrscheinlich sind die Schlangen vor der Männertoilette einfach nur nicht so lang wie die vor dem Damenklo.
Die Hand die eben noch an ihrem Hintern geklebt hatte, bahnte sich nun den Weg hoch zu ihren Hüften und eine zweite Hand gesellte sich dazu.
Ohh.. Marc wird mit zunehmendem Alkoholpegel ja noch dreister als er auch so schon ist. Naja. Ein bisschen Tanzen wird ja erlaubt sein. Er wird mich ja nicht hier auf der Tanzfläche anfallen.
Im Glauben daran, dass ihr Marci derjenige war der hinter ihr tanzte und sich an sie drückte, nahm sie die beiden Hände die auf ihren Hüften ruhten und verschränkte ihre Finger mit seinen.
Nichtsahnend kam Marc vom Herrenklo zurück und rieb sich die Augen. Sein Hasenzahn tanzte da mit einem anderen Mann und sie rieb auch noch provokativ ihren hübschen Hintern an ihm.
Äh.. Was bitte macht sie da mit diesem Vollpfosten? Denkt sie etwa wo ich mal eben auf Toilette bin, kann sie sich so lange anderweitig vergnügen? Aber nicht mit mir! Und was tanzt der Blödmann sie auch einfach an? Sie gehört mir! Mir ganz allein!!! MEIN Hasenzahn! So und jetzt ab Meier! Revier markieren!!
Augenblicklich fing sein Blut an zu kochen und er schritt auf seine Freundin und den fremden Mann zu. Mit einem festen Ruck am Kragen riss er den Fremden von Gretchen los und hob drohend seinen Finger.
„Was fällt dir ein. Du KNALLTÜTE lässt gefälligst die Hände von meiner Freundin. Und jetzt hau bloß ab bevor ich dir eine verpasse du Idiot!!“
Der fremde Mann hatte bereits schützend die Hände hoch gehalten und beschloss lieber schnell die Fliege zu machen und so verschwand er auch ganz schnell.
„Und nun zu dir Hasenzahn!“
Gretchen, die mittlerweile auch gemerkt hatte welches kleine Missgeschick ihr da passiert war, war inzwischen rot angelaufen und schaute Marc entschuldigend an. Doch ihre Blicke halfen nichts denn der Mann ihr gegenüber war auf 180.
„Los komm schon!“ blaffte er sie an. „Wir gehen jetzt nach Hause!“
Gretchen hatte Mühe mit Marc mitzuhalten denn er stürmte wie ein tollwütiges Tier nach zur Garderobe und schließlich nach draußen.
„Marc! Ich…“
„Da bin ich kurz pissen und schon vergnügst du dich mit einem anderen?!“
„Aber ich hab doch gedacht dass…“
„Dass ich nichts bemerke? Ja. Falsch gedacht Hasenzahn!“
Schweigend gingen Marc und Gretchen ein Stück bis Marc sich wütend auf eine Bank fallen ließ und sich eine Zigarette anzündete. Vorsichtig setzte Gretchen sich neben ihn. Sie konnte förmlich spüren wie wütend er immer noch war. Eine Weile beobachtete Gretchen Marc, bis sie sich schließlich doch traute, was zu sagen.
„Du Marc? Darf ich es erklären?“
„Ich warte nur darauf!“ sagte Marc sarkastisch und sah sie erwartungsvoll aber immer noch gereizt an.


schleumel Offline

Butterböhnchen:


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14.12.2009 17:11
#105 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

"Ich höre?"
Gretchen spielte nervös mit ihren Fingern und blickte beschämt zu Boden.
"Ich... dachte... ich hätte mit dir... getanzt."
Marc war immer noch sehr sauer, aber irgendwie sah er Gretchen auch an, dass sie die Wahrheit sagte, und sich wirklich schämte. Allmählich beruhigte er sich dann auch wieder, unter anderem weil er wusste, dass Gretchen ihn nie absichtlich hintergehen würde. Doch er wollte sie noch ein wenig zappeln lassen, deswegen spielte er weiter den beleidigten und drehte seinen Rücken zu ihr. Gespielt beleidigt verschränkte er die Arme vor seinem Körper und starrte auf seine Schuhe.
Gretchen wurde die ganze Situation immer unangenehmer. Sie hoffte inständig, dass sie die richtigen Worte finden würde um Marc zu besänftigen. Vorsichtig rutschte sie ein Stück näher an ihn heran und tippte ihm leicht auf die Schulter. Sie ärgerte sich über sich selber. Wie hatte sie nur so dumm sein können und diesen fremden Typen für Marc halten können. Das war mal wieder typisch für sie, wo sie doch immer von einem Fettnäpfchen zum nächsten wanderte.
Nach einer Weile des Schweigens fasste Gretchen noch einmal ihren Mut zusammen und begann leise zu sprechen.
" Marc ich... äähhh… ich wusste doch wirklich nicht dass du das nicht gewesen bist. Ich hätte sonst nie mit einem anderen getanzt, das kannst du mir glauben. Und ich wollte den Abend auch wirklich nicht kaputtmachen. Gut, ich gebe zu dass ich erst keine Lust hatte mit zukommen aber dann hatte ich doch Spaß."
Marc, der immer noch mit dem Rücken zu Gretchen saß und weiterhin den beleidigten spielte, musste mit jedem Wort das Gretchen sagte mehr grinsen. Sie war so unglaublich süß wenn sie sich entschuldigte denn sie bekam immer gleich ein schlechtes Gewissen und wollte sich immer rechtfertigen.
Was Marc jedoch nicht sehen konnte war, dass Gretchen bereits den Tränen nahe war weil sie so sehr bereute was sie getan hatte. Mit gebrochener Stimme redete sie weiter.
" Es tut mir doch so leid. Ich wollte das wirklich nicht."
Marc bemerkte den weinerlichen Unterton ihrer Stimme und drehte sich ruckartig zu ihr um. Er sah zu, wie sich die erste Träne den Weg über Gretchens Wange suchte und entschied, dass sie nun genug gelitten hatte. Behutsam nahm er sie in den Arm und streichelte mit einer Hand über ihre blonden Locken. Schließlich nahm er ihr Gesicht in beide Hände und wischte die Tränen mit seinen Daumen weg. Bereits jetzt bereute er, dass er sie überhaupt hatte leiden lassen. Er strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
"Ist schon gut Süße. Ich bin ja gar nicht mehr sauer. Eigentlich weiß ich doch auch dass du sowas nie machen würdest aber als ich dich mit diesem Typen da hab tanzen sehen sind bei mir wohl die Sicherungen durch gegangen.“
Gretchen, die sich inzwischen wieder etwas beruhigt hatte, zog ihre schniefende Nase hoch und war erleichtert, dass ihre manchmal aufkommende Tollpatschigkeit nicht wieder für einen riesigen Streit gesorgt hatte. Trotzdem war sie traurig darüber, dass der Abend ein so jähes Ende gefunden hatte. Zurück in den Club wollte sie auf keinen Fall. Der Türsteher hätte sie diesmal wahrscheinlich eh nicht wieder rein gelassen, aber nach Hause wollte sie auch noch nicht. Dafür war sie noch viel zu aufgewühlt.
„Und was machen wir jetzt?“ fragte die verheulte Frau, der schon wieder die Wimperntusche zerflossen war.
Marc zuckte mit den Schultern. Offenbar hatte er auch keine Idee. Allerdings wollte auch er noch nicht nach Hause. Schließlich war die Nacht noch jung und eigentlich hatte er sich vorgenommen mal wieder im hellen nach Hause zu gehen.
Gretchen beobachtete den Mann neben sich genau. Er schien jetzt angestrengt über etwas nachzudenken.
Ob ich es ihr zeigen soll? Ich hab es noch nie jemandem gezeigt. Nicht mal Mehdi. Aber wenn ich es nicht ihr zeigen kann, wem dann? Eigentlich ist es ja auch nichts Besonderes. Zumindest nicht für alle anderen. Für mich aber schon. All die Erinnerungen. Ob sie verstehen wird was es mir bedeutet? Ich vertraue ihr so sehr wie niemandem sonst und sie kennt mich wie niemand sonst. Wer außer Gretchen sollte es verstehen können? Was wenn mich die Vergangenheit, die ich dort zurück lassen wollte, wieder einholt? So schlimm kann es eigentlich nicht sein, oder? Es sind doch nur Erinnerungen! Mit denen werde ich schon fertig. Aber will ich wirklich, dass Gretchen alles erfährt? Alles über mich weiß? Will ich ihr wirklich diese Seite an mir zeigen die sie nur so selten zu Gesicht bekommt? Diese verletzliche Seite an mir, die ich ja nun mal habe? Wird sie überhaupt bemerken dass ich ihr ein Stück von mir zeigen will? Probier es halt aus Meier! Anders wirst du es eh nicht erfahren. Also los!
Entschlossen stand Marc auf und sah Gretchen ernst an. Schließlich nahm er ihre rechte Hand und zog sie von der Bank hoch.
„Komm! Ich will dir was zeigen!“ sagte er ruhig und zog Gretchen hinter sich her.


schleumel Offline

Butterböhnchen:


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14.12.2009 21:20
#106 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Marc zerrte Gretchen hinter sich her durch die Straßen von Berlin. Autos und Passanten rasten an ihnen vorbei doch Marc lief immer weiter. Er wollte so schnell es ging ankommen, schließlich waren es nur noch ein paar hundert Meter.
„Marc! *hechel* ich… kann… nicht… *hechel* mehr!“
„Wir sind gleich da!“
Marc lief noch ein paar Meter weiter und blieb dann stehen. Gretchen dankte Gott dafür dass Marc aufgehört hatte zu laufen und nutzte die Chance für eine kleine Verschnaufpause. Verwundert blickte Gretchen sich um. Was wollte er denn hier? Marc sah Gretchen noch einmal an und bewegte sich dann zielstrebig auf den Eingang des riesigen Gebäudes zu, vor dem sie standen. Entschlossen kramte Marc sein Schlüsselbund aus der Hosentasche und schloss die Tür auf. Er schritt durch den Flur und betätigte den Aufzugknopf. Gretchen war ihm die ganze Zeit über schweigend gefolgt und so tat sie es auch jetzt wieder. Während der Aufzugfahrt redeten beide kein einziges Wort. Das einzige was Gretchen feststellte war, dass Marc ziemlich nervös zu sein schien. Als die Fahrstuhltüren sich öffneten und die beiden ausgestiegen waren grinste Marc auf einmal.
„So Hasenzahn. Den Rest müssen wir zu Fuß gehen!“
Gretchen riss die Augen auf und blickte auf die vor ihr liegende Treppe. Aber es half ja alles nichts also gab sie nach und machte sich daran und folgte Marc die Treppe hinauf.
Auf der Hälfte der Strecke, die zugegebenermaßen ziemlich lang war auch wenn man nicht Gretchen Haase war, war Gretchen so außer Atem dass sie kurz inne halten musste.
„Alles in Ordnung mit dir Hasenzahn?“
„Ich…*hechel* bin… am… *hechel* Ende!“
„Meinst du nicht du hältst noch ein bisschen durch Süße?“
Gretchen verdrehte die Augen. Wie konnte sie ihm das nur abschlagen wenn er sie „Süße“ nannte? Das liebte sie doch so sehr. Also gab sie sich einen Ruck und schaffte den Rest dann auch ohne zu murren. Als sie oben angekommen war, nahm Marc wieder ihre Hand und kramte dann noch einmal seinen Schlüsselbund hervor. Wieder schloss er die vor ihnen liegende Tür auf und die beiden traten nach draußen.
„Marc, was… wo sind wir denn hier? Dürfen wir überhaupt hier sein?“
„Ist das denn wichtig? Ob wir das dürfen oder nicht?“
Gretchen wunderte sich selber warum sie das gefragt hatte. Und irgendwie schämte sie sich auch ein wenig dafür dass sie jetzt an solche Banalitäten dachte, deswegen schaute sie ein wenig verlegen auf ihre Schuhe.
Marc hatte Gretchens Verlegenheit gar nicht bemerkt. Zu sehr wühlten ihn die Erinnerungen an diesen Ort auf.
„Komm mal mit!“ sagte Marc sanft.

http://www.youtube.com/watch?v=do5-PiJeKmA

In the nighttime
when the world is at it's rest
you will find me
in the place I know the best
dancin', shoutin'
flyin' to the moon
(you) don't have to worry
'cause I'll be come back soon

and we build up castles
in the sky and in the sand
design our own world
ain't nobody understand
I found myself alive
in the palm of your hand
as long as we are flyin'
this world ain't got no end

in the daytime
you will find me by your side
tryin' to do my best
and tryin' to make things right
when it all turns wrong
there is no fault but mine
but it won't hit hard
'cause you will let me shine

and we build up castles
in the sky and in the sand
design our own world
ain't nobody understand
I found myself alive
in the palm of your hand
as long as we are flyin'
this world ain't got no end

Langsam schritt er auf den Rand des Daches zu. Mit jedem Schritt pochte Gretchens, aber auch Marcs Herz immer mehr. Schließlich hatten sie den Rand des Daches erreicht. Marc legte seinen Arm um Gretchen und deutete mit der anderen Hand über Berlin. Der Blick der sich Gretchen bot, raubte ihr den Atem. Sie war sprachlos. Sie sah all die Lichter Berlins. Von hier oben sah alles so klein aus. Aber irgendwie wurde ihr jetzt auch bewusst, wie groß Berlin eigentlich war. Dass jeder dieser ganzen Menschen dort unten sein eigenes Leben führte und seine eigenen Probleme hatte. War es das, was Frau Doktor Hassmann ihr hatte sagen wollen vor dem Fallschirmsprung? Und sie hatte es heute endlich verstanden? Dass man alles von oben betrachten muss damit Probleme klein erscheinen? Sie wusste es nicht. Aber sie musste jetzt auch nichts wissen. Sie genoss einfach den Moment. Sie schloss kurz ihre Augen und drückte Marcs Hand. Als sie ihn wieder ansah, stellte Marc zufrieden fest, dass auch Gretchen sich der Magie dieses Ortes nicht entziehen konnte.
„Es ist wunderschön hier Marc.“ Flüsterte Gretchen leise.
Marc zog Gretchen ein Stück vom Rand weg und sah sie dann ernst an.
„Ich bin hier öfters.“ Gab er schließlich zu. „Immer wenn es mir schlecht geht oder ich nachdenken muss komme ich hier her. Es ist als würde die Zeit stehen bleiben wenn ich hier bin. Ich kam schon als kleiner Junge her, wenn ich es zu Hause mal wieder nicht aushielt.“
Gretchen spürte gleich, dass dieser Ort für Marc etwas ganz besonderes sein musste. Wahrscheinlich kostete es ihn unheimlich viel Überwindung ihr all das hier zu zeigen. Ganz zu schweigen darüber, wie groß die Überwindung für ihn sein musste ihr auch noch zu erzählen was es mit diesem Ort auf sich hatte.
„Ich bin hier gewesen nachdem ich den Mann angefahren hatte. Und auch nachdem ich Gabi den Antrag machen musste. Ich war auch hier als du mir das Video von dieser dämlichen Las Vegas Hochzeit geschickt hast. Auch nach dem Polterabend und der Sache mit Gigi im Aufzug bin ich hier her gekommen.“
Marc stockte. Sollte er jetzt wirklich weiter sprechen? Oder war das erst mal genug Wahrheit für einen Abend? Nein! Er beschloss, dass Gretchen alles wissen sollte. Dafür war er schließlich mit ihr hier her gekommen.
Gretchen hatte ihn die ganze Zeit über angesehen. Jetzt schon war sie gerührt darüber wie ehrlich Marc zu ihr war. Sie sagte nichts, sondern sah ihn nur verständnisvoll an und nahm auch noch seine zweite Hand in ihre.
„Wenn ich hier her komme bin ich frei Gretchen. Ich muss niemandem außer mir selber Rechenschaft ablegen. Außerdem ist die Ruhe hier oben so erholend und das obwohl wir hier mitten in Berlin sind. Niemand erwartet etwas von mir und ich kann einfach ich selbst sein. Und der Grund warum ich dich mit hier hoch genommen habe ist der, dass ich auch bei dir sein kann wie ich bin.“
Gretchen war so gerührt dass ihr eine Träne über die Wange lief. Marc lächelte sie an. Mit seinem Zeigefinger wischte er die Träne weg und sprach dann leise weiter.
„Dieser Ort hier, erinnert mich an all die Dinge die ich in meinem Leben durchmachen musste und doch hilft er mir auch, über alles hinweg zu kommen was mich bedrückt. Manchmal habe ich Stunden hier gesessen und nachgedacht. Über meine Mutter, meine Familie, mein Leben allgemein, mein Beruf, Gabi, meine Zukunft, aber am meisten habe ich immer nur an dich gedacht Gretchen.“
Um seine Worte zu verdeutlichen, zog Marc Gretchen ein Stück weiter weg vom Dach und zeigte mit der anderen Hand auf eine Stelle am Boden. Gretchen musste schon genauer hinsehen aber als sie sich ein Stück hinunter beugte, konnte sie deutlich ihren Namen lesen. Eingeritzt in die graue Dachpappe. Verwundert richtete sie sich wieder auf und schaute Marc an.
„Das habe ich gemacht nach deinem Polterabend. Der Abend an dem ich beschloss dir zu sagen dass ich dich liebe. Aber dann war ja Gigi da und du weißt ja selber wie das ausgegangen ist.“
Gretchen war sprachlos. Jetzt verstand sie warum Marc sie mit hier her genommen hatte. Langsam trat sie auf ihn zu und näherte sich mit ihren Lippen den seinen. Sie konnte seinen warmen Atem spüren und sie fühlte sein Herz unter ihrer Hand, die sie auf seine Brust gelegt hatte, schlagen. Als sich ihre Lippen schließlich zu einem zärtlichen Kuss trafen, fiel alle Spannung von Marc ab und er zog Gretchen noch ein Stück näher an sich ran. Er war so froh ihr all das hier gezeigt zu haben. Und er war erfreut darüber wie sie reagiert hatte. Sie hatte nicht auf ihn eingeredet und auch keine Fragen gestellt. Sie hatte einfach verstanden was es ihm bedeutete. Und das war das Beste was sie seiner Meinung nach hätte tun können. Und wahrscheinlich war sie auch die einzige die es je verstehen würde. Außerdem wollte er auch nicht, dass jemand anderes außer ihr von diesem Ort erfuhr. Schließlich sollte er etwas Besonderes bleiben.
Als sich ihre Lippen wieder gelöst hatten, führte Marc Gretchen noch einmal zum Rand des Daches und sie setzten sich dort hin und ließen ihre Blicke über Berlin streifen. Marc schloss Gretchen fest in seine Arme und so saßen beide da und warteten darauf dass die Sonne aufging und das Leben wieder einkehrte in die Stadt unter ihnen.


schleumel Offline

Butterböhnchen:


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16.12.2009 23:38
#107 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Als Gretchen am nächsten Morgen in ihrem Bett aufwachte, blinzelte sie gleich rüber auf die andere Seite des Betts, wo Marc bereits auf der Seite abgestützt auf einem Arm lag und sein Gretchen betrachtete. Die Wintersonne fiel durchs Fenster und ließ ihr Haar golden schimmern und ihre nackten Schultern wie Elfenbein erscheinen. Marc war ganz verzückt von diesem Anblick. Als er bemerkte, dass Gretchen ihn ansah, lächelte er sie sanft an und strich ihr die verwuschelten Haare aus dem Gesicht um sie besser küssen zu können. Langsam beugte er sich zu ihr rüber und hauchte ihr ein leises und sanftes „Guten Morgen.“ ins Ohr. Bei Gretchen löste das umgehend eine Gänsehaut aus und sie rutschte ein Stück näher an ihn ran und schlang ihre Arme um ihn, damit er sie noch ein bisschen wärmen konnte. Zum selben Zweck zog sie auch die Decke noch ein Stückchen höher und machte es sich an Marcs Seite bequem. Während sie so dalag, dachte sie noch einmal an gestern Abend zurück. Sie war wirklich gerührt gewesen von so viel Ehrlichkeit und Vertrauen. Aber eine Frage brannte ihr doch noch auf der Zunge.
„Sag mal Maaarc?“
„Was denn?“
„Wo hast du eigentlich den Schlüssel her gehabt? Ich meine, für die Tür im Eingang und die zum Dach?“
Marc verzog den Mund zu einem breiten Grinsen. Typisch Hasenzahn. Dass sie aber auch immer so neugierig sein musste. Aber es machte ihm nichts mehr aus mit ihr darüber zu reden.
„Den hat mir der Hausmeister damals geschenkt. Der arbeitet jetzt auch schon 20 Jahre dort. Irgendwann hat er mitbekommen, dass ich als Kind die Feuerleiter am Gebäude, die es jetzt übrigens nicht mehr gibt, hochgeklettert bin. Ich musste mir eine ellenlange Predigt anhören wie gefährlich das sei und ob ich sie noch alle beisammen hätte. Aber als er fertig war mit seiner Tirade drückte er mir mit einem Lächeln den Schlüssel in die Hand und sagte mir ich könne herkommen wann ich wolle. Und seit dem hab ich nen Schlüssel.“
„Das war aber wirklich nett von dem Hausmeister. Kennt man ja sonst gar nicht von solchen Gesellen. Du erinnerst dich ja sicher selber noch an Herr Kaiser, den Hausmeister in der Schule. Also wenn der damals da gewesen wäre, von dem hättest du keinen Schlüssel sondern ne Tracht Prügel bekommen.“
Gretchen und Marc mussten beide lachen.
Gretchen räkelte und streckte sich noch einmal und gähnte dann einmal herzhaft.
„Du sag mal wir haben ja heute frei, machen wir dann heute irgendwas Tolles?“
Marc legte seine Hand auf Gretchens Bauch und streichelte diesen zärtlich.
„Was möchtest du denn gerne machen?“
„Hmm… Weiß ich eigentlich auch noch nicht so genau.“
Marc streichelte immer noch liebevoll Gretchens Bauch und spürte unter seiner Hand ihre weiche, zarte Haut und die winzigen Haare darauf. Ohne eine böse Absicht oder einen Hintergedanken war seine Hand ein Stückchen unter ihren Bauchnabel gerutscht und plötzlich versteifte sich Gretchens ganzer Körper und sie rutschte kaum merkbar, aber doch so deutlich dass Marc es mitbekam, nach unten, damit Marcs Hand wieder von alleine hoch rutschen sollte.
„Was hast du denn? Darf ich dir auf einmal nicht mehr unter die Gürtellinie?“ Marc konnte sich ein Lachen nicht verkneifen und sah Gretchen schelmisch an. Die hingegen gab ihm einen Klaps auf die Hand und einen Stoß in die Rippen so dass er seine Hand reflexartig zurück zog und von ihr abließ.
„Man Marc!“ entfuhr es ihr dabei noch leicht genervt, ehe sie sich anschickte aufzustehen. Doch so leicht ließ Marc sie nicht entkommen. Mit einem kleinen Satz nach vorne erwischte er sie grade noch so am T-Shirt das sie trug und zog sie zurück zu sich. Er packte sie schließlich an beiden Schultern und mit einem Ruck hatte er sich auch schon auf ihrem Bauch positioniert.
„Marc geh runter von mir! Meine Blase ist voll und ich mach mir sonst gleich hier und jetzt in die Hose!“ versuchte Gretchen sich zu wehren aber der Mann auf ihr ließ nicht locker und hatte mit einem Griff ihre Hände, mit denen sie eben noch wild um sich geschlagen hatte, fest umschlossen.
„Ich geh nicht von dir runter bevor du mir gesagt hast warum du so ein Theater machst wenn ich nur deinen Bauch streicheln will.“
Marc stockte kurz und sah Gretchen dann sprachlos an. Ein klitzeklitzekleines Grinsen huschte über seine Lippen.
„Willst du was vor mir verstecken? Du bist doch nicht…. ähhh… schwanger?!“
Gretchen blickte verwirrt zu Marc hoch.
„Nein! Ich bin nicht schwanger! Wie kommst du auch da drauf?!“
Da war das klitzeklitzekleine Grinsen aus Marcs Gesicht auch schon wieder verschwunden.
„Na ich dachte weil ich nicht dran darf an deinen Bauch da…“
„Also um das ein für alle Mal zu klären ich bin nicht schwanger, ok?“
„Und warum hast du dann bitte eben so ein Theater veranstaltet, Fräulein?“
Ein leichtes rosa zeichnete sich auf Gretchens Wangen ab und sie sah geniert zur Seite.
„Wegen meiner Bauchwegunterhose!“ murmelte Gretchen ganz leise.
„Bitte?!“
„Du findest die doch sicher voll unsexy!“
„Stimmt. Ich finde sie sogar ziemlich unsexy!“ erwiderte Marc und das Grinsen war bereits wieder in sein Gesicht zurück gekehrt. Gretchen konnte allerdings nicht fassen was er da grade gesagt hatte und verpasste ihm gleich eins mit dem Knie in den Rücken.
„Aua! Hasenzahn das tut weh! Du kannst einen wehrlosen armen Mann wie mich doch nicht einfach treten?“
„Wehrlos? Pah! Unsensibel und unverschämt trifft es wohl eher Herr Doktor!“
Gretchen war grade im Begriff einen Fluchtversuch zu starten doch Marc hielt sie erfolgreich zurück und drückte sie in das Kissen zurück. Dann beugte er sich nach unten zu ihr und flüsterte ihr zu:
„Ich finde deine Bauchwegunterhose unsexy. Aber die Frau die sie trägt ist einfach umwerfend. Die schönste Frau die ich je gesehen habe. Und so eine Bauchwegunterhose kann gar nichts daran ändern dass ich verrückt bin nach dieser Frau.“
Marc beugte sich noch ein Stück weiter nach unten und legte seine Lippen auf ihre. Zuerst erwiderte sie den Kuss nur zurückhaltend, doch nach und nach wurden die beiden immer leidenschaftlicher und nach wenigen Minuten flogen die ersten Kleidungsstücke durch das Zimmer.
„Weg mit der Unterhose!“ sagte Marc noch, bevor er ihr die Unterhose vom Körper riss und sich ganz seinem wunderschönen Hasenzahn widmete.


schleumel Offline

Butterböhnchen:


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21.12.2009 17:49
#108 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

hey mädels!
sorry dass so lange nichts kam aber so kurz vor weihnachten ist irgendwie doch alles ein bisschen stressig...
ich hoffe der neue teil gefällt euch und ihr lasst mir ein paar kommis da
ganz liebe grüße und viel spaß beim lesen


Erschöpft lagen Marc und Gretchen nebeneinander. Marc hatte die Augen geschlossen und atmete ruhig ein und aus, während Gretchen ihren Kopf zur Seite gelegt hatte und, so gut es ihm liegen eben ging, aus dem Fenster blickte. Auf einmal erhellte sich Gretchens Gesicht und sie setzte sich euphorisch im Bett auf und rüttelte an Marcs Schulter. Marc, der bereits wieder ein wenig eingedämmert war, gab nur ein undefinierbares Brummen von sich und blickte dann in die kindlich leuchtenden Augen seiner Freundin.
„Marc! Sieh mal!“
Gretchen deutete mit einer Hand zum Fenster raus und lächelte dabei zufrieden.
„Es schneit.“
Marc schien allerdings nicht so begeistern davon zu sein wie Gretchen. Langsam schlug er die Decke zurück und stand auf, um sich mit einem prüfenden Blick aus dem Fenster selbst von der hiesigen Wetterlage zu überzeugen. Zu seinem Bedauern musste Marc feststellen, dass der Schnee tatsächlich liegen blieb und es auch nicht so aussah, als würde es demnächst wieder aufhören zu schneien. Leicht genervt kratzte Marc sich am Kopf und warf dann einen Blick zu Gretchen rüber, die schon lange vom Bett aufgesprungen war und sich hastig anzog.
„Na toll! Dann kann ich an meinem freien Tag auch noch Schnee schüppen gehen! Äh… Hasenzahn? Was wird das wenns fertig ist?“
„Ich zieh mich an. Wir gehen nämlich jetzt gleich raus!“
Während Marc sich gelassen seinen Bademantel überstreifte erwiderte er schließlich:
„Das kannst du gleich wieder vergessen! Ich geh doch nicht freiwillig raus und breche mir womöglich ein Bein oder fange mir eine Grippe ein oder so!“
„Och Marciiii!“
Mit Schmollmund und großen Augen kam Gretchen auf Marc zu und gab ihm anschließend einen Kuss. „Komm schon! Bütttööööööö!“
Marc schaute in die erwartungsvollen Augen seiner Liebsten und konnte nicht anders als nachzugeben. Er wollte irgendwie doch kein Spielverderber sein und Gretchen nicht die Freude am ersten richtigen Schnee in diesem Jahr nehmen.
„Na gut Hasenzahn! Aber nur kurz!“ gab Marc widerwillig zurück und streifte gleichzeitig den Bademantel wieder ab um sich was richtiges anzuziehen.
Wenige Minuten später standen Gretchen und Marc dick in Winterklamotten eingepackt vor der Haustür und machten sich auf den Weg in den Park. Der Schnee lag jetzt schon knapp 20 cm hoch und jeder Schritt durch den frischen Schnee, der unter den Schuhen so schön knirschte, machte Gretchen glücklicher und glücklicher und sie war auf einmal so richtig in Weihnachtsstimmung. Verträumt legte Gretchen ihren Kopf an Marc Schulter.
„Hach, ich freu mich ja schon so auf Weihnachten Marc!“
Bei dem Wort Weihnachten zuckte Marc kurz zusammen, was Gretchen allerdings vor lauter Schneeglück nicht bemerkte.
Auf einmal merkte Marc wie sich leicht panische Hitze in ihm breit machte und er ließ seinen Blick nachdenklich über die verschneite Landschaft gleiten. Ihm war nämlich gerade siedend heiß eingefallen, dass er für Gretchen noch gar kein Geschenk hatte und wenn er ihr schon eins machte, dann sollte es ja auch etwas besonderes sein. Nur was? Er musste unbedingt mit Mehdi reden wenn die Bescherung nicht in einer Katastrophe enden sollte.
Leicht gequält presste Marc ein gekünzeltes Lächeln hervor und wechselte lieber schnell das Thema.
„Du Gretchen sag mal, hast du auch Hunger?“
„Joa, eigentlich schon.“
„Dann lass uns doch noch eben was essen bevor wir in den Park gehen, hm?“
Auf dem Weg zum Park machten die beiden also noch an einer Würstchenbude halt und kauften sich jeder eine Wurst im Brötchen.
Bereits nach den ersten herzhaften Bissen hatte Gretchen den Senf um den kompletten Mund herum verteilt, was sie allerdings wohl noch nicht bemerkt hatte. Erst als sie bereits im Park angekommen waren und Gretchen sich zu Marc umdrehte um ihn zu fragen ob ihm die Wurst geschmeckt hatte, bemerkte sie dass irgendwas mit ihrem Gesicht wohl nicht zu stimmen schien denn der Mann ihr gegenüber bekam sich vor Lachen kaum noch ein.
„Marc!“
Keine Reaktion, nur weiteres Gelächter.
„Maaaarc!“
Doch Marc brachte vor lauter Lachen immer noch keinen Ton heraus.
„Maaahaaarc! Jetzt sag mal warum lachst du denn?!“
So langsam hatte Marc sich dann auch wieder ein bekommen und strich einmal kurz mit seinem Zeigefinger über Gretchens linken Mundwinkel und hielt ihr den Finger dann unter die Augen. Anschließend kramte er ein Taschentuch hervor und wischte sich den Finger wieder ab. Gretchen wollte sich grade das Taschentuch schnappen um sich den Mund abwischen, doch Marc verstaute das Taschentuch schnell wieder in seiner Hosentasche und kam auf Gretchen zu. Sanft drückte er sie gegen die kleine, recht niedrige, zugeschneite Mauer die sich hinter ihr befand und kam ihr immer näher. Zärtlich setzte er seine Lippen auf ihre Oberlippe, wo sich die letzten Senfreste befanden, und küsste diese weg. Liebevoll nahm Marc sein Gretchen in den Arm und strich mit einer Hand über ihren Hintern. Marcs feuchte Lippen verschmolzen mit ihren und Gretchens Atmung war eindeutig schneller geworden. Sie wollte grade von Marc ablassen um ihn dafür zu tadeln dass er sie in aller Öffentlichkeit im Park in so eine Stimmung versetzte, doch noch bevor sie irgendetwas machen konnte, spürte sie etwas kaltes und nasses in ihrem Nacken und ein Blick auf den lachenden Marc genügte um zu wissen, was er gerade getan hatte. Wild fuchtelnd versuchte Gretchen den Schnee, der jetzt langsam ihren Rücken hinunter lief und sie schaudern ließ, loszuwerden. Als der klägliche Rest des Schnees schließlich am unteren Ende ihrer Jacke wieder zum Vorschein kam und auf den Boden fiel, hatte Gretchen bereits ihr Ziel mit zusammen gekniffenen Augen fixiert.
„Marc Meier!!“ schrie sie noch, ehe sie mit einem riesigen Schneeball in der Hand auf ihn zugelaufen kam und ihm den Ball direkt ins Gesicht warf. Zu ihrer eigenen Überraschung landete sie einen Volltreffer.
Prustend und schneespuckend stand Marc vor ihr und wischte sich mit seinen Handschuhen übers Gesicht um den Schnee abzuschütteln.
Drohend hob er seinen rechten Zeigefinger und wedelte damit wild herum.
„Hasenzahn!“ rief er ziemlich laut! „Na warte!“
Und schon kam er auf sie zugerannt. Gretchen versuchte zwar, Marc zu entkommen, doch das stellte sich leider als aussichtsloses Unterfangen heraus. Er war einfach viel schneller als sie und hatte sie schon nach wenigen Metern eingeholt. Schwungvoll packte er Gretchen an der Schulter und riss sie zu sich rum. Jedoch verlor sie auf dem schneebedeckten Untergrund das Gleichgewicht und plumpste deswegen ein wenig unsanft in zu Boden.
Augenblicklich wechselte Marcs Stimmung von rachelustig zu besorgt und schnell kniete er sich neben Gretchen und beäugte sie ausführlich.
„Hast du dir was getan? Ist alles ok?“
Grinsend zog Gretchen Marc runter zu sich. Als Marc schließlich mit dem Rücken im Schnee lag, setzte sich Gretchen auf ihn und sah ihn lange an. Behutsam ließ sie ihre Finger über sein Gesicht gleiten. Über seine weichen Lippen, die Narbe auf seiner Nase. Schließlich senkte sie ihren Kopf nach unten und verschloss seine Lippen mit einem atemberaubenden Kuss. Nach einer Weile richtete sie sich wieder auf und sah in seine sanften grünen Augen.
„Ich liebe dich!“ hauchte Gretchen dann schließlich leise.
Statt zu antworten zog Marc Gretchens Gesicht wieder zu sich runter und küsste sie. Dann drückte er sie ganz nah an sich und richtete sich vorsichtig auf. Schließlich drehte er sich mit Gretchen zusammen, so dass nun sie unten lag.
Die anderen Besucher des Parks hatten schon angefangen das verrückte Pärchen anzustarren, davon bekamen Gretchen und Marc aber nichts mehr mit. Längst hatten beide wieder alles um sich herum vergessen. Als Marcs Küsse immer leidenschaftlicher wurden und auch Gretchen schon dabei gewesen war Marcs Mantel aufzuknöpfen, ließ Marc schließlich widerwillig von Gretchen ab.
„Komm, lass uns nach Hause gehen.“ Flüsterte Marc Gretchen schließlich ins Ohr, worauf sie ihm zunickte und beide wieder aufstanden.
Eilig stapften die beiden schließlich durch den Schnee nach Hause.

schleumel Offline

Butterböhnchen:


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22.12.2009 12:22
#109 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

soooo
hier kommt also der nächste teil. ihr wisst ja selber warum die beiden es so eilig hatten nach hause zu kommen
wer noch nicht 16 ist liest also besser nicht mit
ich hoffe mal ich hab nicht übetrieben aber ich dachte mir so kurz vor weihnachten schadet ein bisschen liebe ja nicht
ganz liebe grüße und noch einen schönen dienstag wünsche ich


Marc hatte kaum den Schlüssel im Schloss der Wohnungstür umgedreht, als er Gretchen auch schon in den Flur zerrte, die Tür hinter sich zuknallte und den Schlüssel auf den Boden fallen ließ. Hastig streifte er sich die Schuhe von seinen Füßen und feuerte anschließend seinen Mantel auf den Flurboden. Dann machte er einen Schritt auf Gretchen zu, zog ihr die Mütze vom Kopf, die anschließend seinem Mantel Gesellschaft leistete und streifte auch ihr die Jacke von den Schultern. Als auch die Handschuhe der beiden ihren Platz auf dem Boden gefunden hatten, drückte Marc sein Gretchen sanft mit dem Rücken gegen die Haustüre und begann begierig damit, Gretchens Dekoltée zu küssen. Mit beiden Händen umfasste er dabei ihre Hüfte und es dauerte nicht lange bis seine flinken Hände den Weg unter ihre Bluse gefunden hatten. Gretchen stöhnte leise auf als Marcs warme Hände ihre Brüste schließlich erreicht hatten und auch Marc fiel es immer schwerer sich noch zusammen zu reißen. Gretchen drückte Marc schließlich ein Stückchen von sich weg, um ihm zu signalisieren, dass sie es nicht hier im Flur tun wollte.
Sich immer noch wild küssend, torkelten die beiden Liebenden schließlich vom Flur in die Küche. Mit einer einzigen Handbewegung fegte Marc die eine Seite des Küchentischs leer und hob Gretchen leicht an, damit sie sich auf die Tischplatte setzen konnte. Das tat sie dann natürlich auch und als Marc wieder ganz nah zu ihr kam, schlang sie ihre Beine um ihn. Gretchen machte sich auch gleich an den Knöpfen des meierschen Hemdes zu schaffen, doch irgendwie wollte ihr das Ganze nicht so recht gelingen, weswegen sie nach dem zweiten Knopf schließlich aufgab und einfach die beiden Hälften des Hemdes auseinander riss, wobei sich die Knöpfe schnell vom Hemd lösten und in der gesamten Küche verteilten. Dass Gretchen grade eines seiner sündhaft teuren Hemden zerstört hatte, kümmerte Marc allerdings eher weniger, denn ohne ein Wort ließ er das Hemd von seinen Schultern fallen und entledigte Gretchen schließlich ihrer Bluse. Als Gretchen sich schließlich mit dem Oberkörper nach hinten fallen ließ, spürte sie für einen Moment die kalte Tischplatte unter ihrem nackten Rücken. Sie ignorierte diesen kurzen Schauer jedoch und schloss die Augen, während Marc ihren Bauch mit Küssen bedeckte und sich an ihrer Hose zu schaffen machte, nachdem er mit seinen Küssen aufgrund ihrer Hose nicht weiter runter gekonnt hatte. So streifte er ihr also kurzerhand die Hose von den Beinen und pfefferte sie hinter sich. Gretchen richtete sich nun auch wieder auf und die Lippen der beiden fanden sich zu einem leidenschaftlichen Kuss zusammen. Mit einem kurzen Ruck hatte Marc Gretchens Hintern mit beiden Händen umfasst und sie auf seinen Arm genommen. Um besseren Halt zu haben, hatte sie ihre Beine wieder um ihn geschlungen. Während die beiden sich immer wieder leidenschaftliche Küsse gaben, trug Marc sein Gretchen aus der Küche raus. Doch weiter als bis zum Wohnzimmer kamen sie auch diesmal nicht, weil Gretchen damit angefangen hatte, Marcs Hals zu küssen. Irgendwann konnte er sich dann nicht mehr zurück halten und setzte Gretchen vor dem Sofa ab. Er drehte sie mit dem Rücken zu sich und strich ihr die Haare aus dem Nacken. Dann legte er von hinten eine Hand an ihren Bauch, mit der anderen streichelte er ihre Brüste, während er immer wieder ihren Nacken und ihren Rücken küsste. Gretchen konnte seinen warmen Atem an ihrem Ohr spüren, und die Strähne die ihm ins Gesicht gefallen war, kitzelte sie an ihrer Wange. Als Marc sich irgendwann auch den Rest seiner Klamotten ausgezogen hatte, drehte Gretchen sich wieder zu ihm um und gab ihm einen kleinen Stubs, so dass er kurz wankte, dann aber sicher im Sessel landete der hinter ihm stand. Verführerisch sah Gretchen ihren, durch den kurzen Fall etwas verdatterten, Marc an und entledigte sich noch schnell ihrer Unterhose, ehe sie auf Marc zuging und sich schließlich auf ihn setzte. Und dann verschmolzen die beiden miteinander und vergaßen alles um sich herum.
Eine Stunde später lagen beide zufrieden aber auch erschöpft im Bett und kuschelten sich aneinander. Irgendwann stellte Marc schließlich mit einem Grinsen fest, dass Gretchen eingeschlafen war. Also stand er auf, und zog sich den Bademantel über, den er heute Morgen ja eh schon hatte anziehen wollen, bevor Madame ihn in den Park geschleppt hatte. Dann schnappte er sich sein Handy und ging in die Küche um Mehdi anzurufen.
„Kaan?“
„Ja Mehdi, ich bin’s!“
„Ah.. Der Meier! Was gibt’s denn?“
„Tja… also… ich…äh… wegen Weihnachten… ich… also du…“
„Lass mich raten! Du brauchst noch ein Geschenk für Gretchen und hast keine Ahnung was du ihr schenken sollst!“
„Hmm… Joa… Das trifft es ziemlich genau!“ gab Marc beschämt zu.
„Tja Marc, ich würde vorschlagen du…“

schleumel Offline

Butterböhnchen:


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24.12.2009 15:32
#110 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

hey!
hier habt ihr den nächsten teil meiner story
ich wünsche allen frohe weihnachten und besinnliche feiertage
ganz liebe grüße :)


Am nächsten Morgen stand Marc schon sehr früh auf, schließlich hatte er noch einiges zu erledigen. So leise wie nur irgendwie möglich erhob er sich vom Bett und ging, bewaffnet mit seinem Handy, ins Bad. Bereits beim Rasieren musste er feststellen dass er doch ziemlich nervös war. Was wenn sie sein Geschenk langweilig oder einfach nur blöd finden würde? Was wenn doch nicht alles so klappen würde wie er sich das vorgestellt hatte? Schließlich musste er sich selber eingestehen dass er verdammt spät dran war, denn bereits morgen Abend würde die Bescherung fällig sein, und wenn er dann kein Geschenk für sie hatte… Jaaa.. Dann Gnade ihm Gott. Es musste also alles klappen, sonst saß er ganz schön in der Patsche. Wie gut, dass Marc einen hilfsbereiten wieder-Single zum besten Freund hatte.
Nachdem er geduscht hatte, huschte Marc noch einmal leise ins Schlafzimmer und zog sich an. Dann hob er seinen Mantel und den Schlüssel vom Flurboden auf und machte sich auf den Weg zu Mehdi.
Eine gute viertel Stunde später öffnete sein halbpersischer Freund Marc die Türe und ließ ihn in seine Wohnung rein.
Auch Mehdi schien neugierig zu sein wie die Vorbereitungen bis jetzt gelaufen waren.
„Und? Was hat der Besitzer gesagt?“
„Der ist tot. Schon was länger?“
„Was? Na toll. Und jetzt?“
Aufgeregt ging Mehdi in seinem Hausflur auf und ab und überlegte was nun zu tun sei, doch Marc konnte ihn noch rechtzeitig beruhigen.
„Reg dich doch mal ab Kaan! Er hat einen Sohn der das jetzt verwaltet!“
„Gott sei Dank! Ich dachte schon du müsstest die Sache vergessen und ihr doch nur ein blödes Parfüm oder so kaufen.“
„Was regst du dich denn so auf? Kann dir doch egal sein ob sie nachher auf mich sauer ist oder nicht.“
So langsam keimte die Eifersucht in Marc wieder auf. Schließlich hatte er noch nicht vergessen dass auch sein bester Freund Gretchen einmal sehr nahe gestanden hatte. Zu nahe für seinen Geschmack. Außerdem wusste Marc auch, dass Mehdi Gretchen immer noch nicht völlig hatte vergessen können. Auch wenn er nun Lilly und Anna, mit der er übrigens nur noch ein rein freundschaftliches Verhältnis hatte weil einfach zu viel passiert war, wieder hatte.
Abwehrend hob der Gynäkologe die Arme und hob sie schützend vor seine Brust.
„Boar Meier! Ich meine doch nur dass Gretchen etwas Besonderes ist, und sie deswegen auch ein besonderes Geschenk verdient hat. Mehr nicht!“
„Wirklich? Also mehr nicht?“
„Nein wirklich. Keine Angst.“
Marc nickte kurz anerkennend und widmete sich dann wieder seinem Plan.
„Also ich werde sie heute den ganzen Tag ablenken, dann kannst du ja die Schokolade und sowas holen. Hier ist übrigens der Schlüssel. Und vergiss den Glühwein nicht! Ach ja und…“
Mehdi fiel seinem wild plappernden Freund genervt ins Wort.
„Marc! Wir haben das jetzt gefühlte 100 Male am Telefon besprochen! Allein heute Morgen als du im Bad warst hast du mich 3 Mal angerufen! Ich habs kapiert!!! Ich vergesse schon nichts!“
Marc atmete erleichtert auf und beruhigte sich so langsam auch wieder.
„Gut! Ich…Äh… kümmer mich dann um den Rest. Und denk dran! 21 Uhr muss alles fertig sein!“ drohte Marc noch, doch Mehdi ließ sich davon nicht beeindrucken.
„Jaja und jetzt ab mit dir! Mach dass du nach Hause kommst!“
Marc wollte sich grade noch mal umdrehen um seinen besten Freund an weitere Einzelheiten zu erinnern, doch da hatte Mehdi ihn bereits ein wenig unsanft zur Türe hinaus geschoben und selbige zugeschlagen.
Marc blieb also nichts anderes übrig als wieder ins Auto zu steigen, seine Besorgungen zu machen und wieder nach Hause zu fahren.
Mitlerweile war auch Gretchen aufgewacht. Leicht verärgert musste sie feststellen, dass Marc bereits aufgestanden war und wohl auch nicht mehr zu Hause war.
Na toll! Ich wette der Idiot hatte noch kein Geschenk und jetzt steht er wie 100 andere unkreative Männer bei Douglas in der Schlange und hofft, dass noch ein gut riechender Duft übrig bleibt.


Sigi bei DDfan! Danke nochmal
I don't want any blöde smiles!

schleumel Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.683

27.12.2009 17:26
#111 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

So ihr lieben. hier kommt der nächste teil.
zwar ist weihnachten schon wieder vorbei aber so ein bisschen nachweihnachtliche freude kann ja trotzdem nicht schaden
bei gretchen und marc ist weihnachten nämlich noch lange nicht vorbei
kommis sind natürlich wie immer sehr erwünscht.
ganz liebe grüße


Als Marc am Nachmittag mit ein paar Einkaufstüten nach Hause kam, beobachtete Gretchen ihn argwöhnisch, sagte aber nichts. Schließlich wusste sie ja nicht ob er sich nicht vielleicht doch ein paar Gedanken zu ihrem Geschenk gemacht hatte.
Den Rest des Tages verbrachten die beiden auf dem Sofa. Sie schauten einen Film, und Marc hatte sich sogar dazu breit schlagen lassen zum 100. Mal mit Gretchen Dirty Dancing zu gucken. Als sie am Abend schließlich beide müde waren, gingen sie ins Bett und waren auch bald darauf eingeschlafen.
Am nächsten Morgen als Gretchen die Augen öffnete, sah sie wie Marc wild im Kleiderschrank rumwühlte und wohl nach irgendetwas suchte.
„Marc?“
Erschrocken fuhr Marc hoch.
„Gretchen? Du... ähh... bist schon... wach?“
nervös kratzte Marc sich am Kopf.
„Ähh... machts dir was aus wenn du kurz die Augen zu machst?“
„Wenn's denn sein muss!“
Gretchen schloss die Augen und zog anschließend noch einmal die Decke über ihren Kopf damit Marc auch sicher sein konnte dass sie nicht doch heimlich guckte was er da machte. Sie hörte wie er noch einen Moment weiter rum kramte und dann aus dem Zimmer raus ging. Sie wollte die Augen grade wieder öfnnen, als sie hörte wie Marc seinen Schlüssel vom Küchentisch nahm und sich seine Schuhe anzog.
„Marc? Was machst du denn?“
„Ich ähh... bin jetzt weg. In der Küche liegt ein Zettel für dich. Wir sehen uns heute Abend!“
„Aber...“
Schwupps, da hörte Gretchen auch schon wie die Tür ins Schloss fiel.
Was soll das denn jetzt bitte? Der kann doch nicht einfach abhauen. Heute ist schließlich Weihnachten. Beziehungsweise Heiligabend oder besser gesagt Heiligmorgen. Jetzt ist er einfach weg und ich hab keinen Schimmer wohin geschweige denn wann er wieder kommt. Der kann was erleben. Was hat er noch gleich gesagt? In der Küche liegt ein Zettel für mich? Na dann will ich mal gucken gehen. Und wehe er hat keine gute Entschuldigung dafür dass er jetzt einfach abgehauen ist.
Ein wenig säuerlich erhob Gretchen sich aus dem Bett und streckte sich erst mal ausgiebig. Dann warf sie sich Marcs Bademantel über und ging in die Küche. Dort sah sie einen dunkelblauen Umschlag. Sie öffnete ihn gespannt und zum Vorschein kam ein gefaltetes dunkelblaues Blatt Papier, auf dem jemand mit weißem Stift etwas geschrieben hatte. Sofort erkannte sie Marcs zugegebenermaßen schwer lesbare Handschrift. Sie begann zu lesen:

Hallo Hasenzahn!
Du wunderst dich sicher zu recht, warum ich grade einfach so abgehauen bin. Und das auch noch ausgerechnet heute, wo du Weihnachten doch so sehr liebst. Ich weiß auch, dass du heute eigentlich Plätzchen backen wolltest und wahrscheinlich legst du gleich diese grässliche Weihnachts-CD ein und singst lauthals mit während du einen Kakao nach dem anderen trinkst. Und jaaa, ich hatte dir versprochen dir zu helfen aber ungewöhnliche Geschenke erfordern ungewöhnliche Maßnahmen meine Süße und deswegen musst du wohl bis heute Abend auf mich verzichten. Aber ich verspreche dir es wird sich lohnen. Und jetzt nimm dir den Kakao den ich für dich gemacht habe (Er steht neben der Kaffeemaschine und wenn du nicht noch ewig im Bett gelegen hast nachdem ich gegangen bin müsste der sogar noch warm sein). Bitte sein nicht böse dass ich so früh abgehauen bin aber du wirst schon noch sehen wofür das gut war. Ich weiß, du hattest dir diesen Tag sicher anders vorgestellt, aber ich hoffe heute Abend wirst du für dein Warten mehr als entschädigt. So und jetzt will ich dich mal nicht weiter vom Kekse backen und was du sonst noch vor hast abhalten. Aber ich warne dich, setz bloß nicht die Küche in Brand!

Dein Marc

PS: Im Umschlag ist ein kleiner Zettel mit einer Adresse. Bitte sein pünktlich um 21 Uhr dort.
Ich liebe dich!


Schon wieder besänftigt weil sie so gespannt war was Marc vorbereitet hatte, drückte sie den Brief an ihre Brust und schaute einen Moment lang verträumt durch den Raum. Dann fiel ihr der Kakao ein, den sie sich dann holte. Fest davon überzeugt dass der Tag auch ohne Marc schön werden konnte, legte sie schließlich die Weihnachts-CD in die Anlage und drehte sie voll auf, währen sie fröhlich mitträllerte und schon mal alles aus den Küchenschränke heraus holte, was sie für ihre Kekse brauchte. Allerdings beschloss Gretchen auch, dass Marcs Geschenk schon ziemlich gut sein musste wenn er sie den ganzen Tag hier alleine ließ. Gretchen war jedenfalls gespannt was er sich ausgedacht hatte.


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schleumel Offline

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08.01.2010 10:08
#112 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Hey Mädels!
Endlich kommt von mir auch mal was neues, sorry dass es so lange gedauert hat
Weihnachten ist ja schon ein Weilchen vorbei, aber ihr bekommt trotzdem noch ein kleines Geschenk von mir
Gretchen hat ihr Geschenk von Marc ja auch erst jetzt bekommen
Ich hoffe der neue Teil gefällt euch und ihr lasst mir ein paar Kommis da
Ganz liebe Grüße


Um 20.30 Uhr an diesem Abend stand Gretchen aufgeregt im Flur der Wohnung und warf sich noch schnell Schal und Mantel über, ehe sie stürmisch zur Tür hinaus eilte und sich in das bestellte Taxi setzte. Ein wenig außer Atem gab sie dem Taxifahrer die Adresse durch und dann konnte die Fahrt auch schon losgehen. Je näher sie sich dem Ziel der Fahrt näherten, umso verwunderter war Gretchen. Was wollte er ihr denn bitte hier zeigen? Die Gegend in der sie sich Momentan befanden war eher trostlos. Überall standen verlassene Fabrikgebäude und man sah den Häusern an, dass hier schon länger niemand mehr gewesen war. Gretchen hoffte inständig dass ihr Marc sich das hier ordentlich überlegt hatte. Der Taxifahrer hielt schließlich vor einem älteren, ebenfalls verlassenen Kino. Gretchen konnte sich noch immer keinen Reim darauf machen was das ganze sollte. Ein wenig verdattert bezahlte sie den Taxifahrer und stieg dann aus. Sie ließ ihren Blick über das Kino streifen.
Ich warne dich Marc Meier! Wenn das hier keine schöne Überraschung ist, dann wirst du den morgigen Tag damit zubringen Kekse zu backen!
Gretchen ging ein paar Schritte auf das Gebäude zu und entdeckte dann schließlich Marc, der vor dem Eingang stand und wohl schon ungeduldig auf Gretchen gewartet hatte. Marc trug einen schwarzen Anzug mit weißem Hemd und Fliege. Als er Gretchen entdeckte warf er schnell die angefangene Zigarette weg und atmete er erleichtert auf. So langsam war ihm hier draußen auch ganz schön kalt geworden. Bei diesen Temperaturen nur im Anzug.
„Da bist du ja endlich, Süße!“
Sanft lächelte Marc sein Gretchen an und gab ihr einen zarten Kuss auf die Lippen. Dann legte er seinen Arm um sie und führte sie ins Kino.
In der Vorhalle des Kinos war es dunkel und muffig. Notdürftig hatte Marc hier eine Lampe angebracht, die jedoch nur ein schwaches Licht von sich gab. Rechts von sich konnte Gretchen die alte Kasse und eine uralte Popcornmaschine ausmachen. Sie hatte jedoch nicht viel Zeit sich alles genau anzusehen denn der sichtlich nervöse Mann neben ihr zerrte sie weiter in Kinosaal 1. Dort setzen sie sich ganz hinten in die Mitte. Weil die alten Lampen wohl ihren Geist aufgegeben hatten, hatte Marc im ganzen Raum Lichterketten aufgehängt, was dem Kinosaal eine sehr romantische Atmosphäre verlieh. Nachdem sie sich gesetzt hatten, klappte Marc die Armlehne zwischen sich und Gretchen nach oben und legte seinen Arm um sie. Gretchen hingegen blickte sich noch ein bisschen um. Sie war bereits jetzt sprachlos. Auf was für Ideen der Verrückte neben ihr immer kam. Und wie viel Mühe er sich immer machte. Allein das Kino sauber zu machen, zumindest dort wo sie saßen und im näheren Umkreis, musste eine Heidenarbeit gewesen sein.
Gretchen rutsche noch ein bisschen näher an ihren Marc ran und wartete gespannt was jetzt wohl passieren würde. Plötzlich bemerkte sie wie eine Tür an der Seite des Raums aufging und jemand mit einem kleinen Wagen hereinkam. Gretchen traute ihren Augen nicht. Sie musste schon einen zweiten, genaueren Blick hinwerfen um sicher zu sein. Die Person die mit allerlei Leckereien wie Chips, Popcorn, Nachos und Sekt auf sie zukam war kein anderer als der halbpersische Gynäkologe Mehdi Kaan. Er trug eine rote Uniform mit schwarzer Hose und goldenen Applikationen, so wie man sie aus alten Filmen von Hotelpagen kannte. Gretchen klappte die Kinnlade runter. Die beiden hatten das hier also mal wieder zusammen ausgeheckt.
„Guten Abend und frohe Weihnachten!“ gab Mehdi mit einem Lächeln von sich.
Gretchen war noch zu überrascht um etwas zu sagen. Deswegen stellte Mehdi den Wagen mit dem Essen einfach neben ihr ab.
„Ich wünsche euch einen schönen Abend. Ich geh dann jetzt mal den Film starten. Und danach fahr ich nach Hause. Ihr seid dann also allein. Also tut nichts was ich nicht auch tun würde!“
Mit einem fetten Grinsen zwinkerte Mehdi dem nervösen Marc noch einmal zu und ging den kleinen Gang zwischen den Sitzen zurück um durch die Tür wieder zu verschwinden durch die er gekommen war.
Wenige Minuten später vernahmen Gretchen und Marc ein Knistern und die Vorhänge vor der Leinwand fuhren zur Seite.
Als Gretchen die Titelmelodie ihres Lieblingsfilms erkannte, machte ihr Herz einen Hüpfer und sie küsste Marc stürmisch auf die Wange. Marc grinste zufrieden.
Wenn du wüsstest was gleich kommt, Hasenzahn…
Gretchen legte ihren Kopf auf Marcs Schulter und folgte gebannt dem Film, den sie sicher schon um die 30 Mal gesehen hatte. Immer wenn sie glaubte, dass Marc es nicht bemerkten würde, griff ihre Hand zu dem Popcorn und ab und zu auch zu den Nachos die neben ihr standen. Da sie aber so laut kaute, bekam Marc natürlich jeden einzelnen kleinen Happen seiner Süßen mit. Er freute sich dass es ihr offenbar gefiel und drückte sie noch ein wenig näher an sich. Er versuchte nicht daran zu denken was gleich kommen würde. Er war bereits jetzt schon so nervös, dass er am liebsten schreiend weggelaufen wäre.
Als sie ungefähr bei der Mitte des Films angekommen waren, knisterte es noch einmal und die Leinwand wurde für einen Moment schwarz. Im nächsten Moment sah man Mehdi aus dem Bild rennen und Marc zurufen: „Jetzt mach endlich!“
Ich hab dem Idioten doch gesagt er soll den Anfang rausschneiden!!
Verwundert blickte Gretchen Marc an. Auf seiner Stirn hatten sich Schweißperlen gebildet und er saß total verkrampft in seinem Sessel und starrte auf die Leinwand. Da Gretchen von Marc jetzt wohl nun keine Erklärung bekommen würde, drehte sie sich wieder der Leinwand zu und harrte gespannt der Dinge die da kommen würden. Plötzlich kam Marcs Gesicht ins Bild. Einen Moment wusste er wohl nicht was er machen sollte, doch dann begann er zu sprechen:

„Gretchen! Du wunderst dich sicher was das ganze hier soll. Ich will es dir erklären. In letzter Zeit habe ich viel über uns nachgedacht. Nicht nur über uns sondern auch darüber wie ich früher gewesen bin. Und dann ist mir klar geworden, dass du mich zu dem gemacht hast der ich heute bin. Kein gefühlskaltes Arschloch mehr.. ähh… zumindest meistens. Du weißt ich gebe mir Mühe. Ehmm… ja. Wo war ich? Ja… Jedenfalls bin ich heute ein anderer und das habe ich alles nur dir zu verdanken. Keine Andere hätte das schaffen können, das wissen wir beide.
Aber nicht nur deswegen bist du das wertvollste was ich habe. Du verzauberst mich jeden Tag mit deinem Lächeln und deiner Liebevollen Art. Ich weiß, das hört sich jetzt abgedroschen an aber du bist wirklich das allerbeste was mir je hätte passieren können. Ich möchte keinen Tag mehr ohne dich verbringen müssen!“


Gretchen war bereits jetzt den Tränen nahe. Sie spürte wie Marc neben ihr seine Hand auf ihre legte und sie sanft streichelte.

„Ich will, dass du mein Leben mit deiner Art und deinem wunderbaren Wesen bereicherst und das für den Rest meines, und wie ich hoffe in nächster Zeit unseres, Lebens. Und deswegen frage ich dich nun hier und jetzt Margarethe Haase, ob du meine Frau werden willst.“

Die Leinwand wurde wieder schwarz und Gretchen, der die Tränen nun in Bächen die Wangen runter liefen blickte rüber zu Marc, der ein Kästchen aus seiner Jackettasche hervor holte. Nur verschwommen konnte sie ein kleines glitzerndes Ding im Kästchen erkennen. Marc nahm schließlich erneut ihre Hand, kniete sich, so gut es in diesem engen Gang ging, vor sie und sah sie mit seinen warmen grünen Augen ernst an.
„Und was sagt du Hasenzahn?“
Gretchen nickte heftig und stieß dann ein überglückliches „Ja!“ aus, ehe sie sich auf den vor ihr knieenden Mann warf und beide küssend zu Boden gingen.


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schleumel Offline

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11.01.2010 19:34
#113 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Hey Mädels!
Danke für die ganzen lieben Kommentare. Habe mich wirklich, wirklich sehr drüber gefreut.
Hier habt ihr also den nächsten Teil meiner Story :)
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und freue mich natürlich auch heute wieder über Kommis jeglicher Art
Ganz ganz liebe Grüße



Nachdem sich beide wieder halbwegs aufgerappelt hatten, kam Marc endlich dazu seiner Süßen den Ring anzustecken. Als das kühle Metall ihren Finger berührte, durchfuhr Gretchen ein Schauer und weitere Glückstränen bahnten sich den Weg über ihre Wangen. Gerührt betrachtete sie den Ring aus Platin den sie nun am Finger trug und in den ein stilvoller Diamant eingearbeitet war. Ein klassischer Verlobungsring und genau das was sie immer gewollt hatte. Niemals zuvor in ihrem Leben war sie glücklicher gewesen. Der Mann ihrer Träume und schlaflosen Nächte hatte sie soeben zu seiner Verlobten gemacht und das ohne dass sie ihn hätte drängen müssen. Sie hatte ja selber nicht mit einem Antrag gerechnet und dann war es auch noch ein so romantischer und kreativer Antrag gewesen. Dieses Weihnachten würde ihr wohl ewig in Erinnerung bleiben.
Weihnachten? Da war ja noch was. Siedend heiß fiel Gretchen auf einmal ein, dass sie ja auch noch ein Geschenk für Marc hatte. Mit einem geschickten Griff hinter sich hatte Gretchen ihre Tasche in der Hand und holte ein liebevoll verpacktes Kästchen hervor. Ein wenig verlegen hielt sie es Marc hin. Sein Geschenk konnte sie ja auf keinen Fall mehr toppen. Trotzdem hoffte sie, dass es ihm gefallen würde.
Neugierig nahm Marc das Päckchen entgegen und packte es eilig aus. Wenige Momente später hielt er eine Taschenuhr in der Hand auf deren Innenseite ein Bild von Marc und Gretchen angebracht war. Eine Weile lang, sah Marc die Uhr in seinen Händen an. Die Tatsache dass Marc nichts sagte machte Gretchen zunehmend unsicherer.
„Gefällt sie dir nicht? Ich weiß irgendwie ist das kitschig aber ich dachte so als Symbol für unsere gemeinsame Zeit wär es eine nette Geste…“
„Machst du Witze Hasenzahn? Ich liebe die Uhr. So hab ich dich immer bei mir.“
Grinsend ließ Marc die Uhr ein seiner Jackettasche verschwinden und nahm Gretchen in den Arm.
„Ich mag sie wirklich! Glaub mir doch!“
„Warum hast du sie dann erst so skeptisch angesehen?“
„Das war doch gar nicht skeptisch. Ich wollte mir nur genau angucken was du mir da schenkst du verrücktes Huhn!“
Marc stand auf und nahm Gretchen an die Hand.
„Und jetzt komm wir fahren nach Hause. Ich möchte unbedingt die Kekse probieren die meine Verlobte gemacht hat.“
„Ähmm… also… najaaa…. Vielleicht, aber nur vielleicht sind die Kekse ein wenig braun geworden.“
Lächelnd drehte Marc sich zu Gretchen um und sah ihr tief in die Augen. Mit seiner freien Hand strich er ihr eine blonde Strähne aus dem Gesicht und strich sanft über ihre Wange.
„Hasenzahn ich liebe dich! Und deine verbrannten Kekse auch!“
Gretchens Herz machte einen kleinen Hüpfer. War das etwas seine Art ihr zu sagen dass er sie trotz oder vielleicht grade wegen ihrer ganzen kleinen Fehler liebte? Weil sie so tollpatschig war und von einem Fettnäpfchen ins nächste tappte?
Überglücklich schmiss sie sich dem Mann vor ihr in die Arme und gab ihm einen dicken Kuss auf die Wange.
Auf dem Weg zum Auto holte Marc schnell sein Handy aus der Hosentasche und tippte eilig, aber von Gretchen unbemerkt da sie ein Stück vorgegangen war, eine sms an seinen Gynäkologenfreund Mehdi. Als Marc auf „Absenden“ drückte, konnte er sich ein stolzes Grinsen nicht verkneifen.

„Sie hat ja gesagt!“

Zu Hause angekommen setzten sich beide aufs Sofa und kuschelten sich unter der Decke aneinander. Beide hingen ein wenig ihren Gedanken nach.
Marc war froh darüber dass er sich getraut hatte Gretchen zu fragen. Normalerweise war sowas ja eher nicht sein Ding. Umso erstaunter war er, als er feststellte, dass das ganze ja gar nicht so schlimm gewesen war. Außerdem hatte er es ja auch für die Frau die er liebte, die EINE getan. Und natürlich war er auch dankbar dafür dass Mehdi ihm bei allem geholfen hatte. Zufrieden ließ er seinen Blick auf Gretchen ruhen, die wohl auch gerade über das eben Geschehene nachdachte.
Gretchen saß dort mit einem Lächeln auf den Lippen. Sie ließ Marcs Antrag noch einmal Revue passieren und wunderte sich erneut, wie er nur immer auf so verrückte Ideen kam. Aber genau das war eins der Dinge die sie so an ihm liebte.
Sie war jetzt also Marcs Verlobte. Und im Gegensatz zu den beiden Verlobungen zuvor, hatte sie dieses Mal ein Gefühl der absoluten Sicherheit. So als würde sie dieses Mal alles richtig machen. Das ließ Gretchen zu dem einzig möglichen Schluss kommen dass Marc der Richtige war. Er und kein anderer. Und wer weiß? Vielleicht würde sie ihn irgendwann auch von Kindern überzeugen können. Aber das hatte noch Zeit.
Gretchen schmiegte sich noch ein bisschen näher an Marc und genoss seine Nähe. Dieser legte seinen Arm um sie und strich sanft über ihre Schulter.
Plötzlich fiel Marcs Blick auf die verbrannten Kekse die Gretchen trotz ihrer extremen „Bräune“ in einer Schüssel auf den Wohnzimmertisch gestellt hatte.
Auf einmal fing Marc lauthals an zu lachen.
„Marc? Was ist denn los? Hallo? Maaarc! Was ist denn so komisch? Maaahaaaarc?“
Marc beugte sich ein wenig nach vorne um einen der Kekse aus der Schale zu nehmen und Gretchen vor die Nase zu halten.
„DAS sind *kicher* deine Kekse *kicher*?“
Ein wenig säuerlich verschränkte Gretchen ihre Arme vor der Brust und sah Marc provozierend an.
„Ja! Ich hab doch gesagt sie sind ein WENIG braun geworden!“
„Braun? *kicher* Du meintest wohl eher *kicher* schwarz!“
„Jetzt stell dich nicht so an!“
Gretchen versetzte Marc einen gekonnten Stoß in die Rippen, woraufhin dieser sich schließlich wieder abregte und aufhörte zu lachen.
„Aua!“
„Das hast du verdient! Mich erst den ganzen Tag alleine lassen mit den Keksen und dann darüber lachen. Wenn du mir geholfen hättest, wären sie ganz sicher nicht verbrannt, das ist also alles gar nicht meine Schuld sondern deine.“ sagte Gretchen gespielt beleidigt.
Während der ganzen Zeit in der Gretchen gesprochen hatte, hatte Marc sie nur grinsend angesehen, was Gretchen nun auch auffiel.
„Was guckst du denn so? Lach nicht so!“
Immer noch konnte Marc nicht anders als zu grinsen.
„Was ist denn? Warum grinst du so blöd wie ein Honigkuchenpferd?“
„Du bist so unglaublich sexy wenn du dich aufregst!“
Sichtlich erstaunt darüber dass den Dr. Meier wohl so ziemlich alles anmachen konnte blickte Gretchen ein wenig beschämt zu Boden.
Hallo? Ist der bescheuert? Wie kann ihn das denn bitte anmachen wenn ich ihn anmeckere? Das ist doch nicht normal. Der ist doch sexsüchtig oder so. Vielleicht braucht er ja ne Therapie?
„Maaarc!“
Marc rutschte ein wenig näher an Gretchen ran und legte seine Hände auf ihre Hüfte und begann damit ihren Hals zu küssen.
„Und ich liebe es auch wenn du verklemmt bist oder dir irgendwas peinlich ist, das ist so unglaublich scharf Hasenzahn.“
Oh oh. Ich glaube jetzt hat er wirklich den Verstand verloren. Außerdem bin ich üüüberhaupt nicht verklemmt, damit das mal klar ist. Ich bin schließlich die Freundin…ähh… Verlobte von Marc Meier, da kann man gar nicht verklemmt sein! Was macht er denn jetzt? Was glaubt er wer er ist? Ich dachte wir kuscheln jetzt ein bisschen und …. Ohhh hmmm… jaaa… genau da Marci
Gretchen drückte Marc ein kleines Stückchen von sich weg und sah ihn dann an.
„Marc was wird das wenn‘s fertig ist?“
Marc ließ sich nicht beirren und drückte Gretchen wieder fest an sich und machte dort weiter wo er aufgehört hatte. Als seine heißen Lippen ihr Ohr erreicht hatten und sie seinen warmen Atem auf ihrer Haut spüren konnte, flüsterte er ihr ein verlangendes „Ich habe jetzt Sex mit meiner Verlobten!“ ins Ohr. Schon merkte Gretchen wie er seine Hand unter ihre Bluse schob und da hatte sie auch schnell vergessen, dass sie eigentlich lieber hatte kuscheln wollen.


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schleumel Offline

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12.01.2010 11:58
#114 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Am nächsten morgen saß ein glücklicher Mehdi Kaan mit einer Lilly am Frühstücktisch und mampfte ein Schokobrötchen nach dem anderen mit ihr. Er und Anna hatten nämlich beschlossen dass es für Lilly besser war wenn sie bei Mehdi wohnte denn seine Wohnung war groß genug und auch relativ nahe an der neuen Schule gelegen, die Lilly nach den Weihnachtsferien besuchen würde. Mehdi hatte für seine Lilly extra sein Büro leer geräumt damit sie ein eigenes Zimmer hatte.
Als Mehdi so dasaß und seine Lilly beobachtete, deren Mund überall voller Nutella war, huschte ihm ein zufriedenes Lächeln über die Lippen. Endlich hatte er sie wieder bei sich. Da wo sie auch hingehörte. Natürlich würde sie auch ihre Mutter immer sehen können wenn sie es wollte denn Anna hatte sich schließlich entschlossen fürs erste bei ihren Eltern wohnen zu bleiben. Eine eigene Wohnung konnte sie sich im Moment einfach nicht leisten und außerdem musste sie sich auf diese Weise um so gut wie nichts kümmern, was ihr Zeit gab, ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen und einen anständigen Job zu finden. Schließlich hatte sie ja damals ihre Ausbildung zur Kindergärtnerin gemacht, war dann aber durch falsche Freunde ins Milieu abgerutscht und war „Tänzerin“ geworden. Als sie Mehdi über Marc kennengelernt hatte, arbeitete sie bereits als Tänzerin und nicht mehr als Kindergärtnerin. Und als sie dann mit Lilly schwanger wurde, war ans Arbeiten im Kindergarten eh nicht mehr zu denken gewesen.
„Und Lilly? In welcher Farbe sollen wir dein Zimmer streichen?“
Da musste die kleine Lilly natürlich nicht lange überlegen und strahlte ihren Papa an.
„In pink und rosa!“
„War ja klar! Warum hab ich überhaupt gefragt, hm?“
Liebevoll strich Mehdi seinem kleinen Engel über die Haare und drückte ihr einen Kuss auf die Backe, während Lilly noch einmal genüsslich in ihr Schokobrötchen biss.
Nachdem sie aufgegessen hatte, machten sie sich schließlich fertig für das obligatorische Weihnachtsessen bei Anna und ihren Eltern.

Zur selben Zeit saßen auch Marc und Gretchen am Frühstückstisch und tauschten immer wieder verliebte Blicke aus. Während Marc sich Kaffee eingoss und sein Brötchen durchschnitt, beobachtete Gretchen ihn sehr genau denn ihr brannte eine Frage auf dem Herzen und sie wunderte sich, ob jetzt wohl der richtige Moment war um sie zu stellen.
„Du Maaaaarc?“
Marc sah von seinem Brötchen auf und blickte Gretchen direkt an.
„Hm?“
„Du, wir sind ja heute bei meinen Eltern zum Essen eingeladen und ich hab mich gefragt ob wir… naja also ich meine, meine Großmutter kommt ja auch extra aus München und ich dachte mir wenn dann schon mal alle zusammen an einem Tisch sitzen, ob wir dann nicht… naja… allen sagen dass wir… verlobt sind?“
„Ok.“ Kam es von Marc nur der sich anschließend wieder seinem Brötchen widmete und nach der Marmelade griff.
Gretchen war sichtlich verwundert. „Ok?? Einfach so?“
Marc nickte. „Jap.“
„Aber Marc.. Also.. Ähm.. Normalerweise würdest du dich jetzt dagegen wehren weil du nicht willst dass jemand deine weiche Seite kennen lernt? Da fällt mir ein du hast auch noch gar nicht gegen das Essen bei meinen Eltern protestiert. Ähm, Marc? Was ist los? Bist du todkrank und hast nur noch wenige Wochen zu leben und willst dich deswegen mit allen versöhnen oder hast du irgendwas ausgefressen?“
„Boar Hasenzahn. Ich bin weder todkrank noch habe ich irgendwas ausgefressen. Ich habe nur gedacht es freut dich wenn ich nicht protestiere gegen das Essen und außerdem habe ich für mich beschlossen, dass ich dich will, Süße. Und zwar das ganze Paket. Mit deiner verrückten Familie und allem drum und dran.“
Sichtlich gerührt von Marcs Worten sprang die junge blonde Ärztin auf und schmiss sich ihrem Freund an den Hals und überhäufte sein Gesicht mit kleinen feuchten Küssen. Allerdings hatte Gretchen sich mit solch einem Schwung auf ihn geschmissen, dass er jetzt das Gleichgewicht nicht mehr halten konnte und beide samt Stuhl nach hinten umkippten. Nachdem der kleine Schreck über die ein wenig unsanfte Landung verschwunden war, brachen beide in schallendes Gelächter aus.
Als sich beide wieder gefangen hatten sah Gretchen ihren Marc noch einmal ernst an und fuhr liebevoll mit einem Finger über die kleine Narbe auf seiner Nase.
„Marc, ich möchte aber nicht dass alles nur so läuft wie ich es will. Du sollst doch auch glücklich sein.“
Sanft lächelte Marc die junge Frau die auf ihm lag an und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
„Ach Hasenzahn. Wenn du glücklich bist, bin ich es auch. Das reicht mir schon.“

Bärbel Haase lief schon seit Stunden angespannt durch die Villa und überprüfte noch einmal, ob sie auch nichts vergessen hatte. In den letzten zwei Tagen hatte sie nichts anderes getan als jede Ecke des Hauses zu putzen und alles für die Ankunft ihrer Schwiegermutter vorzubereiten. Außerdem musste sie sich auch noch um dass Essen kümmern, schließlich wollte sie heute, wo die ganze Familie zusammen kam, ein besonderes Festmahl auftischen. In Gedanken ging sie noch einmal die Gästeliste durch: sie selbst und Franz, Gretchen und Marc, ihre Schwiegermutter und Jochen. Bärbel hoffte, dass Jochen in der letzen Woche keine neue Freundin angelächelt hatte, das würde ihre ganze Planung durcheinander bringen. Schließlich hatte er letzte Woche gesagt er würde alleine kommen.
Bärbel wurde durch das Klingeln des Telefons aus ihren Gedanken gerissen. Sie konnte sich schon denken wer da schon wieder anrief. Genervt nahm sie den Hörer ab und meldete sich trotzdem freundlich mit ihrem Namen.
Als sie den Hörer wieder auflegte war Bärbel Haases Gesicht rot angelaufen und wutentbrannt schrie sie nach ihrem Mann.
„FRANZ!“
Eilig kam Franz ins Wohnzimmer gestürmt.
„Butterböhnchen. Ist was passiert? Was ist denn los?“
„Was los ist? Ich kann dir sagen was los ist Franz! Deine Mutter hat gerade vom Zug aus angerufen! Warum du ihr ein Handy geschenkt hast weiß ich immer noch nicht. Sie lässt ausrichten dass sie in ihrem Gästezimmer gerne violette Lilien haben möchte aber sie dürfen nicht zu sehr duften. Und außerdem hat sie mich darauf hingewiesen dass sie nur weiche Handtücher benutzen kann wegen ihrer empfindlichen Haut. Und ihre Bettwäsche muss unbedingt mit parfümfreiem Waschmittel gewaschen werden weil sie sonst nicht einschlafen kann. Ich sage dir Franz, diese Frau ist doch nicht normal. Sie tut so als wäre ich eine ganz furchtbare Hausfrau dabei wissen wir beide dass ich das nicht bin. Ich habe in den letzten 2 Tagen alles so vorbereitet, dass deine Mutter es hier gemütlich hat und dann muss ich mir sowas anhören und das auch noch bevor sie überhaupt hier angekommen ist!“
„Butterböhnchen wie redest du denn über meine Mutter?!“
„Franz! Ich gebe mir wirklich Mühe aber diese Frau erkennt keine meiner Bemühungen an!“
„Aber Butterböhnchen jetzt reg dich doch nicht so auf. Ich bin sicher sie macht sich auch nur Sorgen dass nicht alles perfekt wird. Genau wie du auch. Und jetzt warte doch erst mal ab bis sie hier ist. So schlimm wird es sicher nicht werden.“
Besänftigend strich Franz seiner Frau über den Arm. Widerwillig gab Bärbel nach und beruhigte sich allmählich auch wieder.
„Na gut ich versuche es. Und jetzt zieh bitte den Tisch aus damit ich ihn fürs Essen decken kann. In zwei Stunden kommen schließlich unsere Gäste.“
„Ist gut Bärbel.“
Bärbel Haase machte sich auf den Weg in die Küche um nach dem Braten zu sehen. Sie hoffte wirklich dass das Essen heute nicht in einer Katastrophe enden würde.


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schleumel Offline

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12.01.2010 18:59
#115 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Hier kommt der nächste Teil meiner Story.
Viel Spaß mit Part 1 des Essens bei den Haases
Bin gespannt wie ihr es findet
liebe grüße


Zwei Stunden später klingelte es an der Haustür der Familie Haase und Bärbel eilte zur Tür um sie zu öffnen. Vor der Tür standen Marc und Gretchen und sahen sich noch einmal bestätigend an. Gretchen zupfte noch schnell Marcs Krawatte zu Recht und nahm seine Hand. Sie fragte sich ob er wohl nervös war, dabei war sie selber es, die vor Spannung bald platzte. Sie hatte jedoch keine Gelegenheit mehr dazu Marc zu fragen ob er sich bezüglich der Bekanntmachung ihrer Verlobung wirklich sicher war, denn genau in diesem Moment hatte Bärbel die Tür geöffnet und stand mit einem fröhlichen Grinsen vor ihnen.
„Hallo Kinder, da seid ihr ja endlich. Jochen ist schon da und deine Großmutter auch Margarethe. Nun kommt aber schnell rein, ist ja so kalt draußen.“
Bärbel ließ die beiden eintreten und nahm ihnen gleich die Mäntel ab, als sie bemerkte, dass Gretchen ihre Handschuhe noch gar nicht ausgezogen hatte.
„Margarethe willst du die Handschuhe nicht ausziehen? Das gehört sich gar nicht bei Tisch, das weißt du aber auch. Ich habe dir schließlich Manieren beigebracht.“
Nervös biss Gretchen sich auf die Unterlippe und sah Marc um Rat suchen an. Marc verstand sofort und zog Gretchen zu sich.
„Wissen sie Frau Haase, Gretchen hatte eben so kalte Hände, deswegen will sie die Handschuhe nur noch einen Moment lang anbehalten. Sie zieht sie dann auch gleich aus. Versprochen.“
Marc schenkte Bärbel eines seiner charmantesten Lächeln und da konnte sie gar nicht anders als zurück zu lächeln und zog die beiden hinter sich her ins Esszimmer. Am Tisch saßen bereits alle anderen Mitglieder der Familie und Gretchen begrüßte freudig ihre Großmutter, die sie schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gesehen hatte.
„Ach Gretchen mein Engel. Du bist ja noch schöner geworden als beim letzten Mal als ich dich gesehen habe.“
Gerührt von diesem Kompliment war Gretchen ein bisschen rot angelaufen und blickte zu Boden.
„Ach Oma.“
„Ist doch wahr mein Kind. Und wer ist dieser nette junge Mann neben dir? Willst du ihn mir nicht vorstellen? Deine Mutter hält es ja nicht für nötig das zu machen.“
Gretchens Großmutter warf Bärbel einen bösen Blick zu und wandte sich dann wieder an Gretchen die Marc herbei zerrte um ihn ihrer Großmutter vorzustellen.
„Oma, das ist Marc Meier. Mein Oberarzt und….“ Gretchen warf einen gespannten Blick in die Runde. Als sie sich sicher war, dass jeder ihr zuhörte, streifte sie sich die Handschuhe von den Händen und sah Marc dann glücklich an ehe sie seine Hand nahm. „mein Verlobter.“
Alle waren baff. Jochen war der erste der seine Sprache wiederfand.
„Herzlichen Glückwunsch Schwesterchen! Und wenn ihr mal ein Kind habt nennt es doch bitte Jochen!“
Gretchen zeigte ihrem Bruder einen Vogel. Ganz sicher würde sie ihr Kind, wenn sie denn mal irgendwann eins bekäme, NICHT Jochen nennen. Anschließend sah Gretchen wieder in die Runde und wartete die Reaktionen der anderen Familienmitglieder ab.
Gretchens Großmutter und Franz kamen im selben Moment angelaufen und umarmten erst Gretchen und dann Marc freudig. Als der Professor Marc an sich drückte, sagte er leise „Ich wusste immer sie würden sie glücklich machen!“
Marc lächelte verlegen und war erleichtert als das Gruppenkuscheln beendet war.
Nur eine hatte zu der Verlobung noch nichts gesagt. Doch jetzt traf es Bärbel Haase wie ein Blitz. Mit ausgebreiteten Armen und kreischend kam sie auf Gretchen zu und drückte sie so fest an sich, dass Gretchen Angst haben musste zu ersticken wenn ihre Mutter nicht bald von ihr ablassen würde.
„Oh Margarethe ihr heiratet!“ rief Bärbel freudig und kassierte dabei gleich wieder einen verachtenden Blick ihrer Schwiegermutter die ein leisen „Oh Wunder, sie hat es auch kapiert!“ in sich hinein murmelte.
Gretchen konnte sich schließlich aus den Fängen ihrer Mutter befreien, dafür musste allerdings jetzt Marc dran glauben, der nun auch Bärbels gesamte Freude in Form einer sehr festen Umarmung zu spüren bekam. Als sie ihn endlich wieder losließ, lächelte Marc sie verlegen an. Doch das bekam Bärbel Haase schon gar nicht mehr mit denn jetzt war ihr auch der wunderschöne Ring an Gretchens Finger aufgefallen. Sie schnappte sich Gretchens Hand und warf einen genaueren Blick auf den Ring.
„Ist das dein Verlobungsring? Der ist ja wunderschön.“
„Nein, das ist ihr Einschulungsring! Mein Gott, was soll es denn sonst sein Bärbel!“ mischte sich nun auch Gertrud, Gretchens Großmutter wieder ein.
Doch Bärbel ignorierte diesen Kommentar und freute sich jetzt schon wie ein Schneekönig auf ihre Enkelkinder. Sie hatte ja nun schon wirklich lange genug darauf gewartet. Und so beschloss sie das Thema beim Essen gleich einmal anzusprechen. Sie musste ja schließlich wissen wie die beiden sich ihre Zukunft überhaupt vorstellten.
Als endlich alle am Tisch saßen sah Bärbel auf einmal schuldbewusst auf ihre Uhr.
„Tut mir leid aber das Essen braucht wohl noch eine viertel Stunde.“
„War ja klar dass es zu viel verlangt ist dass das Essen pünktlich auf den Tisch kommt.“ Mischte sich nun auch wieder Gertrud ein.
Bärbel kochte innerlich vor Wut. Dass diese Frau aber auch wirklich an allem etwas zu meckern hatte und ständig ihr die Schuld für alles gab. Doch Bärbel riss sich zusammen und lächelte ihre Schwiegermutter gespielt freundlich an. Schließlich wollte sie das Essen und vor allem diesen Moment, von dem sie wusste dass Gretchen ihn genoss, nicht versauen. Also setzte sie ein zuckersüßes Lächeln auf.
„Es dauert ja nicht mehr lange. Und außerdem können die beiden uns in der Zeit dann ja auch in Ruhe vom Antrag erzählen, nicht wahr?“
Marc, dem die Spannung zwischen seiner Schwiegermutter in spe und deren Schwiegermutter nicht entgangen war, entschloss sich die Wogen ein wenig zu glätten und nickte Bärbel freundlich zu ehe er die ganze Geschichte erzählte.


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schleumel Offline

Butterböhnchen:


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13.01.2010 22:46
#116 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

so, hier habt ihr teil 2 des essens
freu mich über kommis
liebe grüße


Als Marc geendet hatte bemerkte er, wie alle am Tisch verträumt ins Leere starrten. Gertrud berappelte sich als erste wieder und beschloss, dass es nun Zeit für eine weitere Stichelei gegen Bärbel war und blickte Gretchen dabei an.
„Eine wirklich süße Geschichte. Vielleicht motiviert das deine Mutter ENDLICH das Essen auf den Tisch zu bringen bevor ich unterzuckert vom Stuhl kippe!“
Bärbel rollte genervt die Augen, warf Franz einen vielsagenden Blick zu und verschwand schließlich in der Küche um das Essen zu holen.
Franz folgte seiner Frau. In der Küche angekommen schloss er die Tür hinter sich und sah Bärbel leicht verärgert an.
„Butterböhnchen könnt ihr euren Kleinkrieg nicht endlich beenden?“
„Franz! Wie dir vielleicht aufgefallen ist habe ich heute Abend kein einziges böses Wort zu deiner Mutter gesagt obwohl sie immerzu versucht mich zu demütigen und mich schlecht zu machen. Ich habe mich zusammen gerissen weil ich weiß wie besonders dieses Essen für dich ist weil deine Mutter so selten zu Besuch ist. Außerdem reiße ich mich zusammen weil Gretchen grade ihre Verlobung bekannt gegeben hat und ich will ihr den Tag nicht versauen, du weißt ja selber wie empfindlich unsere kleine Raupe sein kann. Aber ich schwöre dir, lange kann ich mich nicht mehr zurück halten. Dann werde ich deiner Mutter einen Konter geben der sich gewaschen hat!“
Beleidigt drehte Bärbel sich zum Backofen um und machte sich daran den Braten heraus zu holen. Besänftigend legte Franz ihr dabei die Hand auf den Rücken und versuchte seine Frau wieder gnädig zu stimmen.
„Bärbel, ich rede heute Abend bevor sie zu Bett geht mal mit ihr, ok? Aber bitte sei das Essen über noch nett zu ihr. Sie meint es doch auch sicher gar nicht so.“
„Pff… Und ob sie es so meint. Aber gut, wenn du unbedingt willst, halte ich mich eben noch zurück!“
Bärbel schenkte ihrem Mann ein kleines Lächeln und holte dann auch die Kartoffeln und das restliche Gemüse aus dem Topf.
Nachdem alles auf dem Tisch angerichtet war, setzten Bärbel und Franz sich wieder an den Tisch und alle machten sich hungrig über die lecker riechenden Speisen her.
„Hmmm Mama. Der Braten *mampf* ist dir wirklich *mampf* sehr gut gelungen und *mampf* die Soße ist auch verdammt lecker!“ kam es nach einiger Zeit von Jochen woraufhin ihm alle zustimmten. Alle bis auf eine. Gertrud kaute demonstrativ lange auf ihrem Stück Braten herum, welches sie sich soeben in den Mund geschoben hatte und gab nur ein verächtliches „Naja, er ist ja schon ziemlich trocken der Braten!“ von sich.
Bärbel versuchte diesen Angriff auf ihren Kochkünste einfach zu ignorieren und nahm sich lieber noch etwas vom Salat, bevor sie noch etwas sagte, was sie später bereuen könnte. Auf einmal fiel ihr wieder ein, dass sie ja noch etwas hatte fragen wollen und außerdem würde ihre Frage das Gesprächsthema vom Essen ablenken.
„Sag mal Margarethe, habt ihr denn auch schon über Kinder gesprochen, jetzt wo ihr verlobt seid?“
Gretchen ließ vor Schreck ihre Gabel fallen und Marc verschluckte sich an dem Stück Broccoli dass er grade hatte runterschlucken wollen. Hustend griff er nach seiner Serviette und suchte händeringend nach einer Antwort die sowohl Gretchen als auch Bärbel zufrieden stellen würde.
Während Franz das ganze Spektakel zwar geschockt aber doch ruhig betrachtet hatte, fand Jochen das ganze Schauspiel zum brüllen.
„Gretchen als Mutter! Haha! Klar!“ brüllte er lauthals.
Und natürlich fand Gretchens Großmutter in Bärbels Frage wieder Anlass für einen neuen Kommentar.
„War ja klar dass nur du so eine der Situation unangemessene Frage stellen kannst!“
„Man wird doch wohl mal fragen dürfen!“ kam es von Bärbel patzig die sich nun wieder Gretchen zuwendete. Diese hatte ihre Gabel inzwischen hektisch vom Boden aufgehoben und schaute Marc fragend an, der allerdings immer noch nicht reden konnte da er immer noch hustete. Also fasste Gretchen sich ein Herz und versuchte eine diplomatische Antwort auf die Reihe zu bekommen.
„Ähm also… wir wollen schon Kinder. Vielleicht. Irgendwann mal. Jetzt noch nicht.“
Marc, der nun auch wieder reden konnte, nahm Gretchens Hand und ergänzte schließlich:
„Genau. Wir wollen erst mal unsere Zweisamkeit genießen und übers Kinderkriegen reden wir dann später nochmal.“
Mit dieser Erklärung schienen sich alle abfinden zu können. Alle außer natürlich Bärbel.
„Aber Margarethe, du wirst ja auch nicht jünger und je länger du wartest…“
„Mein Gott Bärbel. Sie ist ja noch keine 50. Sie hat doch noch Zeit. Sie soll erst mal ihren Facharzt machen und nicht wie du ihre Ausbildung abbrechen.“ Warf Gertrud bissig ein.
Das hatte gesessen und jetzt reichte es Bärbel endgültig. Energisch erhob sie sich von ihrem Stuhl und hob drohend den Zeigefinger.
„Gertrud so langsam reicht es mir wirklich ich…“ doch da wurde Bärbel schon von Franz unterbrochen der um die Harmonie des Abends fürchtete und versuchte seine Frau daran zu hindern etwas böses zu sagen. Also stand er ebenfalls auf und packte seine wütende Frau am Arm.
„Bärbel, wolltest du nicht grade den Nachtisch holen?!“ Franz sah sie eindringlich an. Schließlich fing Bärbel sich auch wieder. Sie rupfte ihre Bluse zu Recht und strich sich die Haare hinters Ohr.
„Du hast Recht Franz. Jochen, hilfst du mir bitte beim abräumen?“
Jochen wollte sich grade wehren, erntete dann jedoch einen eindringlichen Blick von seinem Vater, woraufhin er sich widerwillig erhob und seiner Mutter beim abräumen der Hauptspeise und beim auftragen des Nachtischs half.
Während des Nachtischs traute sich keiner etwas zu sagen, weswegen alle schweigend ihr Mousse au Chocolat löffelten. Nachdem auch der Nachtisch verputzt war, saßen die 6 noch eine Weile am Tisch und unterhielten sich nur über belanglose Dinge. Schließlich wollte keiner der Anwesenden ein Unglück riskieren. Nach einer Weile stand Marc von seinem Stuhl auf.
„Ähm, ich müsste mal ins Bad mich ein bisschen frisch machen. Gretchen, zeigst du mir wo es ist?“
Gretchen wunderte sich. Seit wann ging Marc denn ins Bad um sich frisch zu machen? Sowas machen doch normalerweise nur Frauen. Trotzdem folgte sie Marc aus dem Zimmer hinaus und die Treppe hoch zum Badezimmer.


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schleumel Offline

Butterböhnchen:


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14.01.2010 22:25
#117 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

huhu
hier habt ihr wieder nachschub
sagt mir obs euch gefallen hat
allerliebste grüße


Kaum hatte Gretchen die Tür hinter sich geschlossen, da spürte sie auch schon wie zwei Hände ihre Hüften umfassten und sie herumwirbelten. Begierig zog Marc die blonde Schönheit zu sich und bedeckte ihre Lippen mit heißen Küssen. Fordernd presste er sie gegen die Wand und hatte seine Hand schon auf ihren Oberschenkel unter ihrem Rock gelegt, als Gretchen ihn entschieden von sich weg schob.
„Ach. Das verstehst du also unter ‚dich frisch machen‘ ja?“
„Bitte Gretchen ich halte das da unten nicht länger aus. Als ich gesagt habe, dass ich das ganze Paket will konnte ich doch nicht ahnen wie verrückt deine Familie ist. Deine Mutter die nichts anderes im Kopf hat als Enkelkinder und deine Oma die ständig auf deiner Mutter rumhackt. Ich werde verrückt wenn ich weiter da unten sitzen muss.“
Und schon hatte Marc seinen Kopf wieder in Gretchens Ausschnitt vergraben und schob seine Hand, die sich unter ihrem Rock auf ihrem Oberschenkel befand noch ein Stückchen höher.
Doch Gretchen drückte ihn erneut ein Stückchen von sich weg und sah ihn ernst an.
„Marc! Ich werde es ganz sicher nicht im Haus meiner Eltern mit dir tun, ist das klar? Wenn uns einer erwischt. Das wäre einfach zu peinlich. Also reiß dich bitte zusammen. Zumindest bis wir zu Hause sind, ok?“ Gretchen zwinkerte Marc verführerisch zu und drehte ihm dann den Rücken zu um die Tür wieder zu öffnen. Marc packte sie noch einmal an der Hüfte ehe sie die Tür öffnen konnte und presste sich ganz nah an sie, so dass sie spüren konnte dass der kleine Meier bereits in den Startlöchern gesessen hatte. Schließlich beugte Marc sich nach vorne und flüsterte ihr zu:
„Ok, Hasenzahn. Bis wir wieder zu Hause sind. Und jetzt geh schon mal runter, ich werde ja wohl noch ein paar Minuten hier bleiben müssen wie du dir vorstellen kannst.“
Grinsend öffnete Gretchen schließlich die Tür und machte sich wieder auf den Weg nach unten, währen Marc darauf wartete, dass Klein-Meier sich wieder verzog.
Als Gretchen wieder unten angekommen war und sich grade wieder zu den anderen setzen wollte, warf sie eher zufällig noch einen Blick aus dem Wohnzimmerfenster nur um dann wie angewurzelt stehen zu bleiben. In den paar Stunden in denen sie hier gesessen und sich unterhalten und gegessen hatten, waren knapp 20cm Neuschnee gefallen. Und da Marc auf seinem schrottigen Volvo immer noch die Sommerreifen drauf hatte, verabschiedete Gretchen sich grade wieder von dem Gedanken heute Abend zu Hause noch ein paar schöne Momente mit Marc zu verbringen denn bei diesem Wetter war ans Nachhause fahren nicht zu denken. Als Marc, der grade auch wieder die Treppe hinunter kam Gretchens Blick bemerkte und diesem folgte, konnte er sich schon denken dass er die heutige Nacht in einem engen rosa Bett verbringen würde. Er ging auf Gretchen zu und legte einen Arm um sie.
„Na das wird ja wohl nichts mit uns beiden heute Abend zu Hause, hm?“
Enttäuscht schüttelte Gretchen den Kopf, dann begaben die beiden sich schließlich wieder an den Tisch. Auch Bärbel war der Schneefall natürlich nicht verborgen geblieben und sie freute sich, dass Gretchen und Marc nun bis morgen würden bleiben müssen.
„Kinder, ihr werdet heute Abend schön hier bei uns schlafen. Wenn du dich ein bisschen dünner machst, passt ihr ja auch zusammen in dein altes Bett, Margarethe.“
„Mama!“
Obwohl Marc lieber nach Hause gefahren wäre, ließ Bärbels Kommentar ein Grinsen auf seinem Gesicht erscheinen.
Hmm Hasenzahn. Wenn du dich auf mich legst ist schon genug Platz für uns beide in deinem kleinen rosa Bettchen.
Genervt über den Kommentar ihrer Mutter, rollte Gretchen die Augen und sah ihre Mutter anschließend mit strafendem Blick an. Anschließend warf sie einen Blick auf die Uhr und entschloss, dass sie nun genug Zeit mit ihrer Familie verbracht hatte. Irgendwann brauchte eben auch eine Gretchen Haase ihre Ruhe. Deswegen erhob sie sich von ihrem Stuhl und blickte in die Runde.
„Ja also dann wollen Marc und ich mal das Bett fertig machen und so. Wir sind außerdem auch schon ganz schön müde. Also Gute Nacht und bis morgen früh dann.“
Und schon zog Gretchen Marc hinter sich her die Treppe hoch und dann in ihr Zimmer. Im Zimmer angekommen schloss Gretchen die Tür hinter sich und ließ sich seufzend auf ihr Bett fallen.
„So hatte ich mir das Ende des Abends nicht vorgestellt.“ Sagte Gretchen schließlich und ließ ihren Oberkörper nach hinten aufs Bett fallen. Marc legte sich neben sein Gretchen aufs Bett und nahm sie in den Arm.
„Also ich hätte da so eine Idee wie wir uns den Abend hier noch versüßen könnten.“ Und schon hatte er seine Hand unter ihr Shirt geschoben und streichelte ihren Bauch.
„Marc! Ich hab dir doch gesagt nicht im Haus meiner Eltern. Meine Großmutter sitzt da unten. Was glaubst du was die von mir denkt wenn sie uns womöglich dabei hört oder so.“
„Du kannst ja leise sein, dann bekommt keiner was mit.“
„Du weißt ganz genau dass ich das nicht kann!“
„Stimmt, ich bin einfach zu gut, verständlich dass du dich da nicht zurück halten kannst.“
Und schon hatte Dr. Meier seinem Gretchen ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Diese Griff nach ihrem Kopfkissen und schmiss es ihrem Liebsten ins Gesicht um dann aufzustehen.
„Ich gehe jetzt ins Bad du verrückter Kerl. Mich umziehen und so. Wenn du willst kannst du ja schon mal die… ähh… *hust* …dings… ähh…Kuscheltiere aus dem Bett räumen?“
Mit diesen Worten hatte Gretchen den Raum verlassen und ein grinsender Marc Meier räumte bereitwillig alle Tierchen aus dem Bett. Dann zog er sich bis auf die Boxershorts aus und ging ins Gäste-WC um sich dort sie Zähne zu putzen. Anschließend legte er sich wieder ins Bett und wartete auf Gretchen.


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schleumel Offline

Butterböhnchen:


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16.01.2010 10:34
#118 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Ihr wollt also wissen was die beiden in dem kleinen engen bettchen machen?
wenn es ihn ngäbe, würde ich jetzt den ferkel-smiley benutzen, ne kate ?!
naja, gucken wir erst mal wie dem dr. kaan das essen bei anna und ihren eltern bekommen ist
danke nochmal für eure lieben kommis und viel spaß mit dem neuen teil :)


Zur selben Zeit verabschiedete sich Mehdi Kaan gerade von seinen Schwiegereltern. Für ihn und Lilly war es Zeit geworden nach Hause zu fahren. Lilly stand die Müdigkeit bereits ins Gesicht geschrieben und auch Mehdi hatte den Abend bei seinen Schwiegereltern als sehr anstrengend empfunden. Schließlich waren auch seine Schwiegereltern glücklich darüber, dass sie ihr Enkelkind wieder hatten und es nun auch wieder öfter würden sehen können. Und natürlich wollten sie auch alles ganz genau erzählt und erklärt bekommen. So hatte sich das Essen für den halbpersischen Gynäkologen eher als Verhör statt als gemütliches Beisammensein dargestellt. Verübeln konnte er das seinen Schwiegereltern aber nicht. Sie hatten schließlich auch ein Recht darauf zu erfahren wie es ihrem Enkelkind ergangen war. Anna war ja nocht nicht wieder lange bei ihnen gewesen als Annas Mutter Mehdi bescheid gesagt hatte dass sie hier sei. Und nun wollte das alte Ehepaar natürlich wissen wie es zu allem gekommen war. Und da Anna nicht gerne davon erzählte, lag es an ihm die Neugierde seiner Schwiegereltern zu besänftigen. Er bemühte sich dabei seine Ausführungen so diplomatisch wie möglich zu gestalten, schließlich hatte nicht nur er sondern auch Anna genug durchgemacht, da brauchte sie nicht auch noch die Misgunst ihrer Eltern.
Mit einem Lächeln hievte Dr. Mehdi Kann seine Tochter auf den Kindersitz hinten im Auto. Sie war bereits eingeschlafen und bekam schon nicht mehr mit, dass sie nun wieder auf dem Weg nach Hause waren. Leise, damit Lilly nicht wieder aufwachte, schloss Dr. Kaan die Hintertür des Autos, öffnete die Fahrertür und ließ sich leise seufzend auf den Sitz fallen. Er erinnerte sich an die früheren Familienabende. Damals waren sie eine kleine glückliche Familie gewesen. Während Mehdi über seine Vergangenheit nachdachte, fiel sein Blick in den Rückspiegel und eine Zeit lang starrte er einfach hinein und schaute sich selber in die Augen. So als ob er versuchte in ihnen zu erkennen was er fühlte. Liebte er Anna noch? Oder war er einfach nur so sehr an sie gewöhnt gewesen dass es ihm nun schwer fiel ohne sie aus zukommen? Konnte er ihr überhaupt all das verzeihen was sie ihm angetan hatte? Wollte er ihr überhaupt verzeihen? Und wie fühlte sich Lilly wohl, wenn sie immer nur einen der beiden Elternteile um sich rum hatte? Auf alle diese Fragen hatte Mehdi Kaan keine Antwort. Sicher, er hatte seine Anna damals über alles geliebt, aber spätestens als er erfahren musste dass sie eine Nutte war und mit seiner Tochter abgehauen war, war etwas in ihm zerbrochen. Außerdem hatte er Anna innerlich immer noch nicht verziehen, dass er Gretchen damals wegen ihr hatte verlassen müssen. Nicht, weil er Anna mehr geliebt hatte als Gretchen, sondern weil er gewusst hatte, dass sie es nicht ohne ihn geschafft hätte. Und was war der Dank dafür gewesen? Sie hatte ihm Lilly weggenommen.
Mehdi schüttelte den Kopf und richtete seinen Blick schließlich wieder auf die Windschutzscheibe und startete dann den Motor. Das Kapitel Anna Kaan schrie danach abgeschlossen zu werden. Zumindest was sein Herz anging. Es war Zeit neu anzufangen. Mit diesem Entschluss im Kopf, gab der Gynäkologe schließlich Gas und fuhr nach Hause. Wenn er Glück hatte, würde Lilly schon so fest schlafen dass er sie nur umziehen und ins Bett legen musste. Dann blieben ihm die Barbie-Gute-Nacht-Küsse erspart.

Marc Meier lag nun seit etwas mehr als fünfzehn Minuten in dem kleinen rosa Bett in Gretchens Zimmer, und wartete darauf, dass Madame sich endlich die Ehre geben würde. Neugierig ließ er seinen Blick durchs Zimmer schweifen. Alles war voll mit Pferden und Kitsch, nicht zu vergessen das augenkrebserzeugende rosa, dass wirklich ÜBERALL war. Gott sei dank hatte seine Süße diesen Tick so halbwegs abgelegt, bevor sie bei ihm eingezogen war.
Als sich plötzlich die Tür öffnete und Gretchen rein kam, blieb dem armen Dr. Meier fast das Herz stehen. Da Gretchen keine Schlafsachen dabei gehabt hatte, sich aber auch nicht nackt ins Bett hatte legen wollen(sie schlief schließlich neben Marc Meier und sie waren hier immer noch im Haus ihrer Eltern), hatte Gretchen beschlossen eins ihrer alten Nachthemden anzuziehen. Zwar hatte sie dieses Nachthemd das letzte Mal mit 14 angehabt, jedoch hatte sie kein anderes gefunden. Und so fielen Marc bald die Augen aus dem Kopf als er seinen Hasenzahn betrachtete. Denn das Nachthemd war natürlich viel zu eng und zeichnete jede von Gretchens perfekten Kurven ausgesprochen deutlich ab. Noch dazu war der Knopf der den Ausschnitt zusammen hielt schon vor Jahren abgefallen, was Marc zusätzlich die Hitze zu Kopf steigen ließ.
Als Gretchen Marcs lüsternen Blick auf sich spürte, huschte sie schnell zu ihm unter die Decke und drehte ihm den Rücken zu, damit er bloß nicht auf falsche Gedanken kam. Doch diese Rechnung hatte sie ohne Marc gemacht. Es spielte gar keine Rolle wie sie sich hinlegte, er kam doch immer auf „falsche“ Gedanken. Und schon spürte sie wie seine Hand über ihre Hüfte runter zu ihrem Hintern fuhr und seine Lippen ihren Hals mit Küssen bedeckten. Für einen Moment schloss Gretchen genießend die Augen, doch dann fiel ihr wieder ein wo sie waren und sie riss die Augen wieder auf.
„Marc!“
„Hmmm... Nicht jetzt!“
„Doch! Genau jetzt! Lass das!“
„Warum denn?“
„Ich hab dir doch gesagt im Haus meiner Eltern wird nicht... du weißt schon.“
Marc schien von Gretchens Worten unbeeindruckt. Langsam ließ er seine Hand von Gretchens Hintern über ihren Bauch wandern und schob das Nachthemd oben ein Stück zur Seite um ihre Schulter küssen zu können.
„Maaahaaarc?!“
„Hmmm und ich dachte du bist mein kleines ungezogenes Schulmädchen mit deinem Hemdchen hier.“
Augenblicklich wurder Gretchens Gesicht puterrot. Dass er ihre Aufmachung so verstehen könnte, daran hatte sie noch gar nicht gedacht. Aber welche normale Mensch der nicht Marc Meier hieß wäre schon auf die Idee gekommen dass sie ihn mit dem Nachthemd hatte heiß machen wollen? Geschockt darüber, drehte Gretchen sich blitzartig rum. Was sie dabei leider nicht bedachte war das wirklich enge Bett und so sah sie noch wie Marc Mund und Augen erschrocken aufriss. Denn anschließend ging er polternd, schreiend und mit viel Getöse zu Boden.
Als Gretchen in seine Richtung sah, erblickte sie nur seinen drohend erhobenen Finger der über den Bettrand hinaus ragte.
„Hasenzahn!!!“
Schnell setzte Gretchen ihre Unschuldsmiene auf und flötete fröhlich:
„Ja Marci?“
Eine zweite Hand kam zum Vorschein und nun gesellte sich auch noch ein Kopf dazu. Zugegeben ein wütender Kopf. Als Marc sich schließlich wieder aufgerichtet hatte, sah er Gretchen böse an.
„Das hast du doch mit Sicherheit extra gemacht!“
„Nein hab ich nicht. Aber verdient hättest du es. Wolltest ja nicht auf mich hören. Ich hab dir doch gesagt nicht hier.“
Marc verdrehte die Augen und legte sich schnell wieder unter die Decke.
„Gut Hasenzahn! Dann also kein Sex! Mal sehen wer von uns beiden das länger aushält!“ sagte Marc noch, ehe er Gretchen den Rücken zudrehte und wenige Minuten später auch schon eingeschlafen war.
Was soll das denn jetzt? Kein Sex? Pah! Das hält er doch keine 2 Tage durch. Also die Wette verlierst du mit Sicherheit mein Freund. Ich krieg dich schon rum, warte nur ab.
Gretchen drehte sich schließlich ebenfalls mit dem Rücken zu Marc und war bald darauf auch eingeschlafen.

Na was glaubt ihr wer zuerst nachgibt?


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schleumel Offline

Butterböhnchen:


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16.01.2010 15:17
#119 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

ich muss euch leider enttäuschen, wer die wette gewinnt erfahrt ihr in diesem teil noch nicht
ich hoffe aber der neue teil gefällt euch trotzdem, auch wenn er ein bisschen lang ausgefallen ist :)
ich freu mich auf eure meinungen dazu
ganz liebe grüße :)


Grade hatte Mehdi seinen kleinen Engel Lilly zu Bett gebracht und es sich auf dem Sofa vor dem Fernseher bequem gemacht, als es auf einmal an der Tür klingelte. „Wer klingelt denn um diese Uhrzeit hier? Doch wohl hoffentlich nicht meine neue Nachbarin um sich zu beschweren dass ich die Mülltonnen nicht wieder rein geholt habe?!“ fluchte Mehdi leise vor sich her. Doch als er die Person erblickte die in seinem Türrahmen stand, verschlug es ihm die Sprache und er wollte die Tür vor Wut eigentlich gleich wieder zuschlagen, doch sein Gegenüber hatte bereits geschickt den Fuß in die Tür geschoben. Also zwang Mehdi sich zu einem „Was willst du noch?“ und verschränkte sichtlich gereizt die Arme vor seinem Körper. „Isch wollte misch entschuldigön.“ erwiderte die junge Frau und sah Mehdi dabei ernst an. Mehdi setzte ein sarkastisches Grinsen auf und versuchte seine Wut zu unterdrücken. „Ach, du willst dich entschuldigen? Dafür dass du mein Leben zerstört hast? Weil du unbedingt deinem scheiß Zuhälter erzählen musstest, dass Anna noch lebt? Dass sie eine Tochter und einen Mann hat und hier in Berlin wohnt? Wenn ich nur daran denke was du Lilly antun wolltest. Dabei hast du selber ein Kind. Du bist das allerletzte Sophie. Und ich will weder mit dir noch mit anderen 'Freunden' meiner Frau was zu tun haben damit das klar ist. Wenn du nicht gewesen wärst, wäre Anna niemals mit Lilly abgehauen. Weißt du eigentlich wie sich das anfühlt wenn man dir dein Kind weg nimmt? Ich kann dir sagen wie es sich anfühlt. Es bringt dich um. Nicht zu wissen wo die eine Person ist, die du selber gezeugt hast, die dich mit den Augen anblickt die deine eigenen sein könnten. Die dich immer daran erinnert wie du als Kind selber gewesen bist weil ihr euch so ähnlich seid. Ich sage dir du hast keine Ahnung wie sich das anfühlt. Du wirst deinen kleinen Schlampenhintern jetzt sofort aus meiner Wohnung bewegen und dann will ich dich nie wieder sehen und jetzt raus hier! Und mal ganz nebenbei, der scheiß Akzent nervt!!“ Mehdi hatte sich derart in Rage geredet, dass er nun erst einmal tief Luft holen musste, ehe er versuchte Sophie mit einer eher unsanften Handbewegung aus seiner Türe zu schieben. Doch wieder wehrte sie sich.
„Mensch ich weiß dass ich Scheiße gebaut hab!“ schrie sie nun auf einmal zurück, was Mehdi so verblüffte dass er sie für einen Moment losließ, den sie nutzte um einen Schritt nach vorne in die Wohnung zu machen und die Türe hinter sich zu schließen. Bitterböse sah Mehdi sie an. „Ich habe gesagt du sollst verschwinden!“ sagte er nun fast flüsternd, weil die in ihm aufsteigende Wut ihm seine Stimme nahm. „Kannst du mir nicht wenigstens 5 Minuten zuhören. Mehr will ich nicht, dann gehe ich auch.“ In der Hoffnung dass Sophie ihr Wort halten würde und gehen würde nachdem sie sich entschuldigt hatte, ließ Mehdi sie gewähren und deutete mit seiner Hand zum Esstisch hin. Beide setzten sich hin. Einen kurzen Moment lang sagten beide nichts und Mehdi hatte bereits damit begonnen ungeduldig mit seinen Fingern auf der Tischplatte herum zu trommeln. Schließlich wurde ihm das auch alles zu bunt. „Ja was ist nun? Welchen Grund hast du gehabt mein Leben kaputt zu machen?!“ platzte es aggressiv aus Mehdi heraus. Sophie holte noch einmal tief Luft und sah Mehdi dann ernst an. „Es hört sich jetzt vielleicht blöd ab, aber ich habe einfach das Geld gebraucht das Anna mir geschuldet hat. Mein Sohn braucht schließlich auch etwas zu essen und...“ „Und da hast du gedacht du machst eine Familie kaputt damit es dir besser geht?“. Verlegen blickte Sophie zu Boden. Sie hatte selber längst begriffen welchen Mist sie verzapft hatte, aber damals hatte sie einfach nur das Geld im Kopf gehabt, alles andere war ihr egal gewesen. „Man als ich gesehen habe, dass Anna einen Arzt geheiratet hat, da dachte ich dass sie mir zumindest einen Teil zurück zahlen kann und ich den Rest später bekomme. Ich hätte Lilly auch nie etwas getan, ich wollte doch nur Anna unter Druck setzen. Aber dann hatte sie auf einmal das Messer und dann ging alles so schnell und als ich aus dem Krankenhaus raus war, da war ich so wütend dass ich Toni erzählt habe das sie noch lebt und dann...“ weiter kam Sophie nicht, denn Mehdi fiel ihr erneut ins Wort. „Sag mal weißt du eigentlich dass dein scheiß Zuhälter seine zwei Gorillas ins Krankenhaus geschickt hat um mich zu verprügeln? Ich hatte NICHTS mehr, nachdem ich meine alte Wohnung an Toni gegeben hatte. Ich musste im Auto schlafen und habe danach im Schwesternwohnheim gewohnt!“ Das Gesicht des Gynäkologen war rot angelaufen und kleine Schweißperlen hatten sich auf seiner Stirn gebildet. „Es tut mir so leid.“ kam es nur ganz schüchtern von Sophie und Mehdi erkannte dass sie es ernst meinte. Und auch wenn er noch lange nicht bereit dazu war ihr zu verzeihen, so wurde er doch langsam wieder ruhiger und sah sie nun an. „Warum?“ Sophie räusperte sich. „Ich habe meinen alten Job an den Nagel gehängt. Ich will ein neues, ehrliches Leben anfangen damit ich mich besser um David kümmern kann. Und zu meinem neuen Leben gehört nun mal dass ich mit der Vergangenheit abschließe. Und das konnte ich nicht ohne wenigstes den Versuch unternommen zu haben mich zu entschuldigen.“ Gespannt auf die Reaktion auf ihre Worte sah Sophie zu Mehdi auf. Dieser blickte sie starr an und suchte nach Worten. Sicher, er war immer noch sauer und wütend auf sie weil sie so viel angerichtet hatte, aber jetzt fragte er sich ob er nicht auch alles dafür getan hätte um für seine Lilly sorgen zu können. Ob er auch so weit gegangen wäre? Er wusste es nicht. Und er musste es ja auch nicht wissen. Er musste ihr ja gar nicht verzeihen. Jetzt noch nicht. Wortlos erhob sich Mehdi von seinem Stuhl und Sophie tat es ihm gleich. Schweigend gingen beide zur Türe welche Sophie öffnete und schon einen Schritt nach draußen gemacht hatte, sich dann aber doch noch einmal umdrehte und Mehdi tief in die Augen sah. Sie hoffte so sehr auf eine Reaktion von ihm. Er musste ja nicht mal „Ich vergebe dir.“ sagen. Ihr reichte es auch wenn er sie anschrie und sie in hohem Bogen rauswarf. Doch stattdessen, so schien es ihr, strafte er sie mit Ignoranz und Desinteresse. Traurig drehte sie sich wieder um und wollte grade die Tür hinter sich schließen, als sie plötzlich Mehdis Stimme hörte. „Ich hoffe du schaffst es und wirst glücklich mit deinem neuen Leben.“ Sie spürte dass er es ehrlich meinte und erleichtert brachte sie sogar ein kleines Lächeln zustande. Noch einmal drehte sie sich zu Mehdi um. „Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder wenn ich es geschafft habe.“ „Vielleicht.“ erwiderte Mehdi und schloss schließlich die Tür.

Am nächsten Morgen wachte ein gewisser Dr. Marc Meier mit Rückenschmerzen auf. Er reckte und streckte sich bis es kurz „Knack“ machte. Zufrieden rieb er sich die Augen und wollte grade nachsehen ob Gretchen noch schlief, da hatte er auch schon bemerkt, dass sie anscheinend schon aufgestanden war. Verwundert kratzte er sich am Kopf und erhob sich dann ebenfalls aus dem Bett. Er ließ seinen Blick durchs Zimmer schweifen und entdeckte ein paar Boxershorts und Socken auf dem Schreibtisch liegen. Ganz offensichtlich waren sie für ihn bestimmt. Aber das waren ja wohl hoffentlich nicht die Sachen des Professors? Wie sah das bitte aus? Wenn er in der Unterwäsche seines Chefs herum lief? Aber weitaus indiskutabler war die zweite Möglichkeit, nämlich die, die getragene Unterwäsche noch einmal an zu ziehen. Mit einem Schulterzucken schnappte Marc sich die Sachen und öffnete dann die Zimmertür. Erst schaute er nur vorsichtig nach ob auch niemand auf dem Flur war, dann huschte er so schnell er konnte ins Badezimmer. Eilig riss er die Tür auf und schloss sie hinter sich wieder. Zur Sicherheit schloss er auch gleich ab. Man konnte ja nie wissen. Nicht dass er irgendwem aus der Haase-Familie gleich nackt gegenüber stehen würde. Marc drehte sich schließlich wieder von der Türe weg und erst jetzt bemerkte er, dass er nicht allein im Bad war. In der Badewanne saß Gretchen die sich nun, wo sie sicher war dass Marc sie ansah, von Rachegelüsten getrieben verführerisch im Wasser räkelte. „Oh, guten Morgen Marc.“ Unschuldig grinste sie ihn an und rutschte noch ein Stückchen höher. Unter dem Schaum kamen nun ihre perfekt geformten, runden Brüste zum Vorschein und Marc musste schwer schlucken damit er nicht gleich hier und jetzt über sie herfiel. Mit Genugtuung bemerkte Gretchen die Röte auf Marcs Wangen. Sie bedeckte sich obenherum wieder mit ein bisschen mehr Schaum, streckte dafür aber ein Bein verführerisch aus dem Wasser. „Weißt du Marc ich hatte eigentlich gedacht du kommst auch mit in die Badewanne aber du willst ja sicher nicht.“ Allmählich fand Marc auch seine Sprache wieder. „Nicht in deinem Elternhaus Hasenzahn.“ äffte er Gretchen nach und schob sich dann ganz langsam die Boxershorts vom Körper. Was Gretchen konnte, das konnte er schon lange. Mit einem süffisanten Grinsen stellte er zufrieden fest, dass Gretchens Blick förmlich an ihm klebte. Extra langsam bewegte er sich hinüber zur Dusche. „Dann bade du mal schön Hasenzahn, ich gehe jetzt duschen.“ So lange es ging, ließ Gretchen ihre Augen auf Marcs muskulösem Hintern ruhen bis sich schließlich die Duschtür schloss und Gretchen hörte wie das Wasser anging. Schnell stand sie auf, nahm sich ein Handtuch und trocknete sich ab. Dann schlüpfte sie in ihren Honolulu Bikini. Einerseits hatte sie eh nichts anderes finden können das als Unterwäsche hätte herhalten können und dann auch noch gepasst hätte, andererseits war es eine weitere Stichelei gegen Marc. Und als dieser aus der Dusche stieg und aus dem Staunen nicht mehr rauskam, grinste Gretchen ihn siegessicher an. Schnell zog Marc die frische Boxershorts an und stellte sich vor den Spiegel um sich fertig zu machen. Gretchen stellte sich ganz nah hinter ihn und atmete seinen Duft ein. Er roch so unglaublich gut. Hätte sie die Wette damit nicht verloren, sie hätte sich sofort auf ihn geschmissen. Sie riss sich schließlich wieder aus ihren Gedanken und versuchte eine Reaktion auf ihren Bikini zu bekommen. Diese kam dann auch prompt. „Du Hasenzahn sag mal wo hast du denn den *schluck* Bikini her?“ „Das ist mein Honolulu Bikini. Gefällt er dir nicht?“ Marc warf einen genaueren Blick auf Gretchen. Und wie ihm der Bikini gefiel. Augenblicklich machte sich auch der kleine Meier wieder bemerkbar weswegen Marc schnell die Flucht ergriff und das Badezimmer verließ. Gretchen schlüpfte wieder in ihre Klamotten und machte sich dann auf den Weg nach unten. Als sie sah, dass Marc wie ein kleiner Schuljunge aufrecht und verkrampft am Tisch saß, huschte ihr ein Grinsen über die Lippen. Unten angekommen setzte sie sich neben ihn an den Frühstücktisch und warf ihm einen vielsagenden Blick zu. Der Krieg war noch lange nicht zu Ende, so viel war sicher.


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17.01.2010 18:15
#120 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Danke für die lieben kommis, ich freu mich wirklich über jeden einzelnen und ich hoffe ihr schreibt auch weiterhin so fleißig welche
jetzt wünsche ich euch viel spaß beim nächsten teil
ganz ganz liebe grüße


Während Bärbel noch die letzten Dinge auf den Tisch stellte die ihrer Meinung nach zu einem ordentlichen Frühstück dazu gehörten, kam auch Gertrud an den Tisch. Zur Überraschung aller setzte sie sich jedoch an den Tisch ohne gleich einen bösen Kommentar abzugeben. Ganz im Gegenteil. Sie konnte sich sogar zu einem kleinen Kompliment durchringen und lobte Bärbel dafür, dass sie frische Blumen auf den Tisch gestellt hatte, deren Duft beim Essen nicht störten. Zufrieden nahm Franz das neue Verhalten seiner Mutter zur Kenntnis. Da hatte sich die Standpauke gestern Abend wohl doch bezahlt gemacht, auch wenn es ihm verdammt schwer gefallen war seiner Mutter mal so ordentlich die Meinung zu sagen. Aber sie hatte es besser aufgenommen als erwartet und hatte sich am Ende sogar für ihr unmögliches Verhalten entschuldigt. Eine Erklärung dafür hatte sie allerdings auch nicht gehabt. Aber das störte den Professor auch nicht. Hauptsache die Harmonie zwischen seiner Mutter und seinem Butterböhnchen war nun endlich hergestellt. War das Problem einer Person am Tisch damit gelöst, so hatte eine andere Person am Tisch dafür ein sehr viel größeres. Marc Meier hatte sich grade ein Brötchen genommen und herzhaft davon abgebissen als er mit einem leichten Anflug von Panik feststellen musste, dass seine reizende Freundin neben ihm ihren Rock ein ganzes Stückchen hoch gezogen hatte und ihm damit freien Blick auf ihre zarten Oberschenkel gab. Zu allem Überfluss schenkte sie ihm dazu auch noch ein verschmitztes Grinsen und sah ihn provokant an. Augenblicklich wurden es für Marc gefühlte 10°C wärmer im Raum, doch er wollte sich natürlich nichts anmerken lassen und senkte seinen Blick deswegen starr auf seinen Teller. Doch Gretchen war noch lange nicht fertig. Sie hatte längst bemerkt welche Wirkung sie auf den Mann neben sich hatte. Süffisant blickte sie Marc an. „Hast du etwa keine Eier?“ Erschrocken stellte Marc gerade noch rechtzeitig seine Tasse auf den Tisch und stimmte dann in lautes Husten ein, da er sich an seinem Kaffe verschluckt hatte. Mit weit aufgerissenen Augen und mit fragendem Gesichtsausdruck sah er Gretchen an. „Bitte?!“ „Na, ob du noch kein Frühstücksei hast wollte ich wissen.“ Marc sah das schelmische Glitzern in Gretchens Augen doch er hielt sich mit allem zurück, schließlich hatte er nicht vergessen dass Gretchens Familie, zu der ja auch sein Chef gehörte, mit am Tisch saß. „Das kriegst du alles wieder!“ zischte er deswegen nur leise als er sicher sein konnte, dass niemand außer Gretchen ihm zuhörte. „Das werden wir sehen!“ zischte Gretchen zurück und beschäftigte sich dann wieder eingehend mit ihrem Schokocroissant. Nachdem sich alle satt gegessen hatten, erhob sich der Professor vom Stuhl und schaute rüber zu Gretchen und Marc, die seit dem „Eiervorfall“ kaum ein Wort miteinander gewechselt hatten. „So Kinder, Bärbel, Gertrud und ich wollen jetzt eine Runde spazieren gehen. Für die Verdauung. War ja doch ein sehr ausgiebiges Frühstück. Macht es euch was aus wenn ihr den Tisch abräumt bevor ihr nach Hause fahrt? Die Straßen dürften jetzt ja wieder frei sein.“ „Natürlich macht uns das nichts aus Franz. Geht ihr nur spazieren und lasst euch Zeit.“ Erwiderte Marc woraufhin er von Gretchen einen bösen Blick kassierte, den er aber gekonnt ignorierte. Als alle bis auf Gretchen und Marc das Haus verlassen hatten, machten sich die beiden schweigend daran den Tisch abzuräumen. Als sie fertig waren gingen beide nach oben um ihre wenigen Sachen zusammen zu suchen und nach Hause zu fahren. Auch im Auto herrschte eisiges Schweigen denn keiner der beiden Sturköpfe wollte nachgeben. Als sie endlich zu Hause waren, zog Marc als erstes sein M-Shirt an, denn er wusste genau wie gerne Gretchen es an ihm sah. Dann wuschelte er sich noch schnell durch die Haare und setzte sich zu seiner Angebeteten aufs Sofa und grinste sie schelmisch an. „Na Hasenzahn? Was machen wir beide jetzt?“ Gretchen wusste natürlich direkt worauf er anspielte, versuchte aber weiterhin standhaft zu bleiben. „Nichts Marc, weil du ja nicht willst!“ „Weil i.. ich soll nicht wollen? Wer sagt denn sowas?“ „Marc, ich erinnere dich daran wie du in meinem Zimmer in meinem Bett sagtest ‚Dann eben kein Sex!‘ und dabei bleibt es jetzt auch. Du wolltest das ja so!“ „Weil du gesagt hast ‚Kein Sex im Haus meiner Eltern‘ und da sind wir ja jetzt nicht mehr.“ Siegessicher grinste Gretchen ihren Marc an. „Das heißt also du gibst auf?“ „Aufgeben? Was heißt hier aufgeben. Es hieß doch nicht im Haus deiner Eltern und da wir jetzt wieder hier sind…“ Marc wollte grade auf Gretchen zukommen, als diese aufsprang und ihn böse ansah. So einfach wollte sie es ihm nicht machen. Er sollte auf jeden Fall noch etwas leiden. „Ich geh mich jetzt umziehen.“ Sagte Gretchen trocken und ging dann ins Schlafzimmer. Durch die offene Tür, die Gretchen nebenbei extra hatte offen stehen lassen, konnte Marc sehen wie Gretchen sich langsam auszog. Als sie nur noch ihren Bikini am Körper trug, drehte sie ihm den Rücken zu und ließ das Oberteil des selbigen langsam zu Boden gleiten. Marc konnte seinen Blick nicht von seiner blonden Freundin abwenden. Und wieder hatte er das Gefühl als habe sich die Temperatur im Raum auf einmal verdoppelt. Schwitzend zupfte er am Kragen seines M-Shirts herum und sah dabei zu, wie Gretchen nun auch die Hose des Bikinis langsam zu Boden fallen ließ. Das war eindeutig zu viel für den jungen Chirurgen. Mit einem Satz war er vom Sofa aufgesprungen und kam ins Schlafzimmer gerannt. Dann packte er Gretchen am Handgelenk und zog sie mit sich aufs Bett. „Du kommst jetzt her du störrisches Weib!“ hauchte er noch, bevor beide aufs Bett sanken und sich stürmisch küssten. Marc spürte Gretchens weiche Haut auf seiner was ihn noch viel begieriger auf die wunderschöne Frau machte, die nackt unter ihm lag. Hastig machten sich beide daran auch Marc von seinen Klamotten zu befreien. Marc bedeckte Gretchens ganzen Körper mit heißen Küssen und seine Hände glitten fordernd über ihre nackte Haut. Irgendwann konnte Marc sich nicht mehr zurückhalten. Sanft aber doch bestimmt schob er Gretchens Beine auseinander und flüsterte ihr noch zu „Du hast gewonnen Hasenzahn, ich hab jetzt lange genug gewartet!“ ehe die beiden miteinander verschmolzen und ihrer Leidenschaft freien Lauf ließen.

Zur selben Zeit war Mehdi grade dabei das Mittagessen für Lilly und sich vorzubereiten. Da Lilly noch in ihrem Zimmer spielte, hatte er Zeit nachzudenken während er die Kartoffeln schälte. Er dachte noch einmal über gestern Abend nach. Hätte er netter sein sollen? Eigentlich doch nicht, oder? Schließlich hatte diese Frau erheblich dazu beigetragen dass sein Leben in der letzten Zeit gründlich schief gelaufen war. Nein, er hatte alles richtig gemacht, davon war er jetzt überzeugt. Und die Regelung die er mit Anna getroffen hatte, stellte ihn ebenfalls zufrieden. Er konnte jetzt endlich wieder nach vorne blicken und wieder voll durchstarten. Schließlich hatte er jetzt wieder alles was er brauchte um glücklich zu sein. Ok, fast alles. Denn der Gynäkologe stellte fest, dass nur eine Sache ihm zu seinem Glück fehlte. Und das war eine Partnerin. Eine auf die er sich verlassen konnte, die ehrlich war. Und vor allem durfte sie kein Problem mit Lilly haben. Aber wo sollte er so eine Frau bloß finden? Er war ja ständig im Krankenhaus und wenn er mal frei hatte, dann verbrachte er seine Zeit mit Lilly. Nicht, dass er seine Freizeit lieber anders verbracht hätte, aber so konnte er ganz offensichtlich niemanden kennen lernen. Und übers Internet wollte er das nun wirklich nicht machen. Da konnte sich ja jeder anmelden und einem was vom Pferd erzählen. Außerdem kannte er sich mit Computern und dem ganzen Zeug eh nicht so gut aus. Er war ja schon froh, dass Schwester Gabi ihm gezeigt hatte wie man den PC auf der Gyn benutzte. Aber es gab ja auch noch eine andere Möglichkeit. Aber ob er wirklich eine Kontaktanzeige aufgeben sollte? Und dann auch noch für jeden sichtbar in der Zeitung? Das musste er sich aber nochmal genauer überlegen.


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schleumel Offline

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18.01.2010 00:03
#121 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

so, hier habt ihr noch ein bisschen was zu lesen bevor ihr ins bettchen hüpft
ich hoffe es gefällt euch.
im nächsten teil dürft ihr euch dann auf elke freuen
liebe grüße


Mehdi hatte sich nun endgültig dazu entschlossen eine Kontaktanzeige in der Zeitung aufzugeben. Er hätte nie für möglich gehalten, dass er sich einmal selbst in dieser Situation befinden würde. Aber er hatte es wirklich satt mit allem allein fertig werden zu müssen und wenn er sonst nirgendwo jemanden kennen lernte, warum dann nicht auf diesem Wege? Schließlich stand er sozusagen in der Blüte des Lebens und hatte doch auch einiges zu bieten. Immerhin hatte er einen festen Arbeitsplatz und somit ein geregeltes Einkommen und er sah doch auch ganz gut aus. Ob er sich vorher noch Tipps vom Meier holen sollte? Wohl besser nicht, bevor der sich gleich wieder über ihn lustig machte. Blieb dem Gynäkologen nur zu hoffen dass Marc Meier nicht die „Berliner Woche“ lesen würde, die hatte Mehdi sich nämlich als Medium für seine Anzeige ausgesucht. Jetzt saß er hier mit einem Blatt Papier und einem Stift und überlegte was er schreiben sollte. Ob er auch ein Foto dazu legen sollte? Sicher, so würde gleich jeder der ihn kannte und die Zeitung las wissen, dass er tatsächlich eine Anzeige aufgegeben hatte, andererseits erhoffte er sich von seinem Foto auch mehr Zusagen. Welche Frau traf sich schon gerne mit einem Mann von dem sie nicht mal wusste wie er aussah? Er selber wünschte sich für die Antworten die er hoffentlich bekommen würde ja auch vorzugsweise Briefe mit Bildern. „Ach was soll’s!“ dachte sich Mehdi und holte ein Passfoto von sich aus seiner Geldbörse. Dann senkte er seinen Blick auf das weiße Blatt Papier vor sich. Jetzt musste ihm nur noch etwas Gutes einfallen. Wenig später las Mehdi noch einmal durch was er sich zusammen gereimt hatte, faltete das Blatt anschließend und steckte es zusammen mit dem Foto in einen Umschlag. Gleich Montag Morgen würde er es bei der Zeitung abgeben. So konnte er zumindest keinen Rückzieher mehr machen. Und wer konnte schon wissen was das Glück für Dr. Mehdi Kaan im Gepäck hatte?

Zufrieden und ein wenig erschöpft wickelte sich Gretchen in die Bettdecke ein und legte ihren Kopf auf Marcs Schulter. „Hör mal Prinzessin, bekomme ich keine Decke?“ motzte der Mann neben ihr leicht fröstelnd. Gretchen tat so als würde sie angestrengt darüber nachdenken ob Marc es denn auch tatsächlich verdient hatte ein Stückchen von der Decke abzubekommen. Sie legte einen Finger an ihre Lippen und blickte nachdenklich an die Zimmerdecke. „Ja sag mal Hasenzahn!“ Und schon hatten Marcs flinke Hände das Ende der Decke gepackt und einmal heftig daran gezogen. Das führte dazu, dass Gretchen ein Stück zur Seite rollte und fast aus dem Bett gefallen wäre. Das störte den Mann neben ihr allerdings reichlich wenig, er hatte ja schließlich jetzt was er wollte. „Willst du mich etwa aus dem Bett schmeißen?“ „Dich würde ich nie von der Bettkante stoßen, Hasenzahn!“ Und da war es wieder. Das typische Meiergrinsen. „Er will es also nicht anders haben!“ dachte Gretchen noch bei sich, ehe sie sich mit viel Schwung auf ihn drauf warf. Marc gab ein undefinierbares Grummeln von sich und versuchte noch die wilde Blondine irgendwie abzuwehren die sich auf ihn geschmissen hatte und sich nun zum Ziel gesetzt hatte ihrem Verlobten die Seele aus dem Leib zu kitzeln. Gretchens Finger wanderten über Marcs ganzen Körper und kitzelten ihn an Stellen, von denen er nicht einmal gewusst hatte, dass er dort kitzelig war. „Haaasenzaaaaaahn!!!“ Aufhöööören!!! Ich *hechel* kann nicht *lach* mehr!“ Doch Gretchen dachte nicht daran Marc jetzt schon zu erlösen. Und so drehte sie sich blitzschnell um, setzte sich auf die Beine des jungen Oberarztes und hielt sie mit ihren Beinen fest, so dass sie mit ihren Fingern seine Füße kitzeln konnte. „Stoooop! Biiittteeeee!“ flehte Marc, der sich vor Lachen kaum noch rühren konnte und dem die Tränen vom Lachen schon die Wangen hinunter liefen. Doch alles Flehen und Winseln half nicht, denn die Frau die auf ihm saß hatte kein Erbarmen. Eifrig kitzelte sie Marc weiter und hatte ihren sichtlichen Spaß dabei. Den kleinen Moment den Gretchen sich nahm um kurz Luft zu holen, schließlich hatte auch sie genug lachen müssen, und sich einmal aufzurichten, nutzte Marc schamlos aus. Er packte die immer noch nackte Frau die auf seinen Beinen saß schnell an den Schultern und zog sie nach unten. Für Gretchen kam das ganze so unerwartet, dass sie nicht schnell genug reagieren konnte. Und so sah sie sich nun in der Position in der Marc sich eben noch befunden hatte. Dieser fackelte auch nicht lange und setzte schon zum Kitzelangriff an. Nun war es Gretchen die sich vor Lachen kaum noch halten konnte und wild um sich strampelte, in der Hoffnung dem Verrückten über ihr doch noch irgendwie entkommen zu können. Doch sie hatte keine Chance. Aber plötzlich kam ihr eine Idee wie sie Marc ganz sicher dazu bringen konnte von ihr abzulassen. „Maaaarc! Aufhööööören! *hechel* Ich maaach mir *lach* sonst gleich in die Hooooseeee!“ Augenblicklich nahm Marc seine Hände weg und sprang panisch von Gretchen runter. „Ja dann geh auf Toilette! Schnell bevor du alles vollmachst! LOS!“ schrie Marc. Entsetzt sah Marc Meier seine Verlobte an. Gretchen hatte Mühe sich zurück zu halten. Schließlich konnte sie auch nicht mehr und prustete laut los. Als Marc erkannt hatte, dass Gretchen ihn nur auf den Arm genommen hatte, hob er drohend den Zeigefinger und setzte sich wieder auf sie drauf. „Duuuu! Hast also gedacht dass du mich so los wirst, hm?“ Gretchen versuchte Marc unschuldig anzusehen, was allerdings nicht so sehr klappte. Deswegen zuckte sie nur kurz mit den Schultern spielte dann so unschuldig wie möglich mit einer ihrer blonden Locken. „Hast du wirklich gedacht ich würde ins Bett machen?“ „Man kann ja nie wissen bei so einem verrückten Huhn wie dir.“ Sagte Marc schließlich mit einem Lächeln auf den Lippen und strich ihr dabei die blonden Haare, die als Resultat der Bettgymnastik und der Kitzelattacken der beiden in alle Himmelsrichtungen abstanden, aus dem Gesicht und küsste sie sanft auf die Stirn. „Sag mal Süße, hab ich dir eigentlich schon gesagt dass wir heute Abend bei meiner Mutter zum Essen sind?“ Gretchens Gesichtsausdruck veränderte sich schlagartig. Auch wenn ihr Verhältnis zu Elke in der letzten Zeit immer besser geworden war, so konnte man doch nicht sagen dass es ein gutes war. Und zum Essen zu dieser Frau zu gehen, das passte Gretchen so gar nicht in die Tüte. „Muss das sein? Ich dachte wir beide sind heute Abend mal allein. Schließlich müssen wir morgen auch wieder arbeiten.“ „Ja ich weiß, aber meine Mutter hat drauf bestanden. Außerdem können wir ihr dann doch auch gleich von der Verlobung erzählen.“ „Und du meinst das verkraftet sie?“ „Sie wird es müssen.“ Marc gab Gretchen noch einen Kuss, dann stand er auf um sich anzuziehen. Gretchen blieb noch einen Moment liegen und dachte schon mit Schrecken an das Essen bei Elke. Aber da musste sie durch, außerdem würde sie sich wohl an Elke gewöhnen müssen, jetzt wo Marc und sie verlobt waren.


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schleumel Offline

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18.01.2010 20:50
#122 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

huhu!
dachte ich stell mal wieder was rein
dickes dankeschön für die lieben kommis, immer weiter so
ihr seid die besten
ich hoffe ihr habt spaß mit dem neuen teil
gaaaaanz liebe grüße :)


Drei Stunden und eine halbe Flasche Wein später, die beiden hatten einstimmig beschlossen dass der bevorstehende Abend nur mit Alkohol erträglich werden konnte, standen Marc und Gretchen vor Elkes Haustür und warteten darauf, dass diese ihnen öffnete. Noch bevor die Tür aufging, konnte Gretchen das Klackern hören, welches Elkes High-Heels auf dem Marmorboden verursachten. Nur wenige Augenblicke später öffnete sich die Tür und Elke lächelte den beiden Besuchern freundlich entgegen. „Da seid ihr ja endlich. Das Essen wurde schon vor 15 Minuten geliefert. Hoffentlich ist es noch warm. Aber kommt doch erst mal rein.“ Begrüßte sie sie beiden mit ihrer unverkennbaren tiefen Stimme. Gretchen und Marc betraten den Flur. Marc nahm Gretchen die Jacke ab und hängte sie zu seiner an die Garderobe. Dann folgten die beiden Elke ins Esszimmer. Während Gretchen und Marc sich schon mal an den Tisch setzten, holte Elke die Vorspeise aus der Küche. Mit einem riesen Teller in der Hand kam Elke nur wenige Minuten später wieder ins Wohnzimmer zurück. „Das hier ist das beste Sushi in ganz Berlin. Ich hoffe es schmeckt euch. Ach, jetzt hab ich das Wasabi vergessen, einen Moment noch.“ Den Moment den Elke brauchte um das Wasabi aus der Küche zu holen nutzte Gretchen um sich Marc mitzuteilen. „Marc, ich mag kein Sushi. Ich hasse rohen Fisch! Was mach ich denn jetzt?“ „Sag meiner Mutter doch einfach dass du kein Sushi magst.“ „Bist du verrückt? Dann kann ich mir ja gleich ne Zielscheibe auf die Stirn pinseln.“ Seufzend zuckte Marc mit den Schultern. „Dann lass es auf deine Serviette auf dem Schoß fallen wenn sie nicht guckt und ich ess es dann.“ Gretchen blieb grade noch genug Zeit um Marc zu zunicken denn da kam Elke auch schon wieder aus der Küche und wedelte freudig mit dem Wasabi. „So jetzt können wir anfangen.“ Elke goss jedem ein großes Glas Weißwein ein und begann dann damit das Sushi zu verteilen. „Mögen sie denn Shushi Frau Haase?“ Gretchen setzte ein so freundliches Lächeln wie möglich auf und nickte eifrig mit dem Kopf. „Ja, suuuper gerne. Als ich damals in China war hab ich das da ja auch so gut wie jeden Tag gegessen.“ Verkündete Gretchen stolz. Elke zog daraufhin nur eine Augenbraue hoch. „Aha.“ Gretchen wunderte sich schon warum Elke so komisch reagierte und sie fragte sich ob das ganze zu überheblich rübergekommen war, als Marc ihr auch schon leise die Erklärung für die Reaktion seiner Mutter zuflüsterte. „Hasenzahn, Sushi kommt aus Japan, nicht aus China!“ Augenblicklich nahmen Gretchens Wangen ein zartes rosa an und sie zupfte leicht nervös die Serviette auf ihrem Schoß zurecht. „Also… Ähm.. Ich weiß natürlich, dass Sushi aus Japan kommt aber..ähm… die Chinesen die machen das…*räusper* auch ganz gut, wissen sie?!“ stammelte Gretchen noch um die Situation irgendwie zu retten aber von Elke kam wieder nicht mehr als ein überfreundliches Lächeln und ein Nicken. Grade als Gretchen ihr letztes Sushi auf die Serviette auf ihrem Schoß fallen gelassen hatte, bemerkte Elke, dass Gretchens Teller leer war. „Möchten sie noch mehr haben Frau Haase?“ „Nein!“ riefen Gretchen und Marc auf einmal wie aus einem Mund und Elke wunderte sich schon warum ihr Sohn sich da einmischte, konnte sie ja nicht ahnen dass er Gretchens Portion gegessen hatte und jetzt schon satt war. Dabei hatte er ja auch noch Hauptgang und Nachspeise vor sich. „Wir äh… wollen noch ein bisschen Platz für den Rest haben.“ Erwiderte Marc schließlich. Elke dachte sich nichts weiter dabei und räumte schon mal ab. Als Elke in der Küche verschwunden war, beugte Marc sich leicht rüber zu Gretchen. „Hoffen wir mal, dass dir der Hauptgang schmeckt, sonst musst du mich später hier raus rollen.“ Gretchen schenkte Marc ein kleines Lächeln und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen. „Danke dass du mein Sushi gegessen hast.“ Im selben Moment kam Elke mit einem großen Topf aus der Küche wieder. „Ich hoffe ihr mögt Gänseleber? Ich hab dem Bringdienst extra gesagt sie sollen sie schön knusprig braten.“ Allein bei dem Gedanken an Innereien drehte sich bei Gretchen im Magen alles um, weswegen sie Marc erneut hilfesuchend ansah, und der sich schon denken konnte was los war. Die Leber konnte sie allerdings schlecht auf ihre Serviette fallen lassen. Deswegen schnitt sie das Fleisch erst mal in kleine Stücke, zumindest teilweise, und machte sich erst mal an den Beilagen zu schaffen. Vielleicht würde das dann ja nicht ganz so sehr auffallen. Als Elke noch einmal Wein nachschenken wollte, fiel ihr auf dass die Flasche bereits leer war. „Oh ich gehen eben neuen Wein holen aber esst ihr ruhig schon mal weiter, soll ja nicht kalt werden die leckere Leber.“ Elke schnappte sich die Flasche und verschwand im hauseigenen Weinkeller. Diesen Moment nutzte Marc um die Leber auf Gretchens Teller so schnell er konnte in sich reinzuschaufeln. Er schaffte es so grade bevor seine Mutter den Raum wieder betrat. Als Elkes Blick auf Gretchens Teller fiel, stellte sie zufrieden fest, dass die Leber der Freundin seines Sohnes wohl genau so gut schmeckte wie ihr selber, schließlich hatte sie sie schon komplett aufgegessen. Gretchen war erleichtert als Elke endlich mit dem Nachtisch kam, doch was Gretchen sah, erfreute sie gar nicht. „Ich dachte ich serviere heute Abend mal Käse. Das schließt ja bekanntlich den Magen. Und ewig dieses süße Zeug, das ist ja auch nichts.“ Gretchen war ein wenig enttäuscht. Sicher, sie hatte nichts gegen Käse aber eine schöne Portion Schokopudding wäre ihr dann doch lieber gewesen. Doch sie sagte nichts und aß brav ein paar Stückchen Käse. Marc hingegen stopfte sich nur ein Radieschen in den Mund, welches wohl eher zur Zierde auf dem Teller gelegen hatte. Auf seiner Stirn hatten sich Schweißperlen gebildet und sein Jackett hatte er auch schon ausgezogen. Marc war hoffnungslos überfressen, wohingegen Gretchen gern noch irgendwas Anständiges gegessen hätte. Marc öffnete den obersten Knopf seines Hemdes und lehnte ich ein Stück zurück. „Mutter, wir wollen dir eigentlich auch noch etwas sagen.“ „Schlimmer als die Sache mit dem untergejubelten Kind kann es ja nicht sein.“ Murmelte Elke, sie war von ihrem Sohn ja schon einiges gewöhnt. Sanft nahm Marc Gretchens Hand und sah sie verliebt an, dann wandte er seinen Blick wieder seiner Mutter zu. „Ich hab Gretchen gefragt ob sie mich heiraten möchte… Und sie hat ‚ja‘ gesagt. Wir sind verlobt.“ Einen Moment lang starrte Elke die beiden nur an. Dann straffte sie merkbar ihre Schultern und schnitt sich ein Stück Käse ab. „Marc Olivier, du musst unbedingt mein neues Kapitel lesen. Dr. Rogelt bei den Zombies. Ein Epos, das sage ich dir.“ Verwirrt kratzte Marc sich am Kopf und auch Gretchen wunderte sich über Elkes apathische Reaktion. „Äh Mutter? Ich habe dir grade gesagt dass ich verlobt bin?“ „Jaja… Liest du nun mein neues Kapitel Olivier?“ „Mutter du sollst mich nicht so nennen!“ Marc gab es auf. Anscheinend brauchte seine Mutter noch ein bisschen um die Neuigkeiten zu verarbeiten. Aber wenn es soweit war, würde sie mit Sicherheit ihren Senf dazu geben, da war er sicher. Gretchen und Marc blieben noch eine Weile, das Thema Verlobung sprach jedoch keiner der drei wieder an. Und langsam wurde es auch Zeit zu gehen, weswegen Gretchen und Mac vom Tisch aufstanden, ihre Mäntel anzogen und ein Taxi bestellten. Elke drückte Marc noch ein Kapitel von Dr. Rogelt in die Hand und schon waren die beiden zur Tür raus. Im Taxi legte Marc seinen Arm um Gretchen und versuchte sie ein bisschen zu trösten denn auch wenn sie sich Mühe gab nichts zu zeigen, so konnte er doch sehen dass die Reaktion seiner Mutter sie ziemlich enttäuscht hatte. „Sei nicht traurig Süße. Spätestens in ein paar Tagen hat sie das verkraftet und dann freut sie sich vielleicht sogar ein bisschen mit uns.“ Gretchen konnte sich zu einem kleinen Lächeln durchringen und lehnte sich dann mit dem Kopf an Marcs Schulter. Zufrieden klopfte Marc dem Taxifahrer von hinten auf die Schulter. „Könnten sie vielleicht an einer Pommesbude halt machen?“ Verwundert erhob Gretchen ihren Kopf und schaute Marc fragend an. „Komm schon Hasenzahn. Ich seh dir doch an der Nasenspitze an, dass du Hunger hast.“ Beide brachen in schallendes Gelächter aus und Gretchen freute sich schon auf ihre Portion Pommes rot weiß.


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schleumel Offline

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19.01.2010 23:28
#123 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

Drei Wochen später war der Alltag bei allen wieder eingekehrt. Schließlich waren die Ferien vorbei, Weihnachten und Silvester überstanden und alle hatten sich fleißig wieder an die Arbeit gemacht. So auch Elke Fisher, die gerade an ihrem neusten Roman saß und einfach nicht wusste, wie sie ihr nächstes Kapitel zu Ende bringen sollte. Ihr neuer Band „Dr. Rogelt bei den Zombies“ stellte sich als eine größere Herausforderung dar, als sie zunächst angenommen hatte. Es gelang ihr einfach nicht den Grusel und das Kitschige miteinander zu verknüpfen, weswegen sie leicht angesäuert mit ihrem Lavendel-Mandel Tee vor ihrem Laptop saß, das Headset auf dem Kopf, aber ihr Mund, der die Worte für ihr Kapitel diktieren sollte, stumm blieb. Irgendwas hatte ihr in letzter Zeit die Fähigkeit genommen sich nur auf ihre Romane zu konzentrieren. Und sie wusste auch ganz genau was das war. Ihr Sohn und seine Verlobung mit seiner blonden Assistenzärztin. Sie hatte schon so etwas geahnt, als er ihr sagte, dass er ihr etwas sagen wolle. Wenn sie jetzt so darüber nachdachte gefiel ihr ganz und gar nicht wie sie reagiert hatte. Wenn sie ehrlich war hatte sie ihren Jungen kaum einmal so glücklich gesehen wie er es jetzt war. Gut, er hatte sich ausgerechnet die Tochter von Franz Haase ausgesucht, aber wollte sie wirklich Gretchen und Marc für ihre Fehler büßen lassen und die beiden mit Missbilligung strafen? Sie war doch eine gebildete Frau von Welt, da passte es so gar nicht wenn sie nun auf Gretchen eifersüchtig war. Außerdem schienen die Schuldgefühle bei ihr eine Schreibblockade auszulösen, das konnte sie im Moment am wenigsten gebrauchen. Kurzentschlossen klappte sie ihr Notebook zu und nahm das Headset ab. Dann huschte sie schnell in den Flur und warf sich Mantel und Hut über, schlüpfte in ihre High-Heels und machte sich auf den Weg ins Krankenhaus.

Dr. Mehdi Kaan saß im Stationszimmer und checkte nun wohl schon zum zehnten Mal an diesem Morgen seine E-Mails. Gestern Morgen hatte er es endlich geschafft seine Anzeige abzugeben, weswegen er nun ständig gespannt nachsah, ob er schon eine Antwort erhalten hatte. Zur Sicherheit hatte er nämlich seine Anschrift und seine E-Mail Adresse angegeben. Man konnte ja nie wissen. Grade als er das Fenster auf dem Bildschirm vor sich wieder geschlossen hatte, kamen Marc, Gretchen und Sabine von der Visite zurück. Alle drei waren sichtlich überrascht den Gynäkologen hier anzutreffen. „Mehdi! Was treibt dich zu uns?“ Nervös erhob Mehdi sich vom Stuhl und versuchte sich lächelnd an den dreien vorbei zu schieben. „Ich äh… brauchte nur eine Information über… jaa… über.. so eine Sache.“ „Ahh jaa.“ Marc war skeptisch, sagte aber nichts weiter, wofür Mehdi sehr dankbar war. „Ja, und ich muss dann jetzt auch mal. In der Cafeteria gibt’s heute Nudelauflauf. Bevor der wieder weg ist und nur Grünkohl überbleibt geh ich mal lieber schnell.“ Bei den Worten Nudelauflauf hatte es bei Schwester Sabine ausgesetzt und sie rief Marc und Gretchen noch zu „Ich geh dann auch schnell. Vielleicht schmeckt das ja wieder so lecker asiatisch!“ ehe sie hinter Mehdi her rannte. Verwundert sah Marc Gretchen kurz an, so als würde er sich eine Erklärung von ihr erhoffen, doch die schüttelte nur den Kopf und wollte grade zur Kaffeemaschine gehen um sich einen Kaffee zu machen als Marc sie am Handgelenk packte, die Tür zuknallte, sie sanft dagegen presste und sie ganz schön unanständig angrinste. „Du sag mal Hasenzahn, wenn du auch Lust auf Nudeln hast, ich hätte da eine für dich.“ „Marc!“ und schwupps hatte der junge Oberarzt sich einen Hieb gegen den Oberarm eingefangen den er nun zur Schmerzlinderung rieb. „Sag mal Hasenzahn, das ist aber nicht nett. Den Chef einfach zu verprügeln.“ „Wenn der Chef so unheimlich vulgär ist hat er es nicht anders verdient.“ Neckisch grinste Gretchen den verdutzten Marc an und schlüpfte an der Seite an ihm vorbei um sich wieder ihrem Kaffee zu zuwenden. „Willst du auch?“ Marc bejahte ihre Frage mit einem Nicken und ließ sich schließlich auf einen der Stühle fallen. „Die Frage mit der Nudel klären wir aber noch Hasenzahn!“ Gretchen drehte sich um, stellte den Kaffee vor Marc auf den Tisch und setzte sich auf seinen Schoß. Ihre Arme legte sie um seinen Nacken. „Da bin ich mir sicher.“ Erwiderte sie und gab Marc einen langen Kuss, welcher den Oberarzt fast vergessen ließ wo er war. Grade als er Gretchens Hals küssen wollte, öffnete er für einen kurzen Moment die Augen und sah auf einmal seine Mutter in der Türe stehen. „Marc Olivier!“ Das ließ beide wie vom Blitz getroffen hochfahren. Wie zwei Zinnsoldaten standen Marc und Gretchen vor Elke stramm. „Mutter! Wie lange… stehst du… hier schon?“ Elke warf ihren Mantel über einen Stuhl und sah dann von Gretchen zu Marc. „Lange genug!“ murmelte Elke mit ihrer tiefen Stimme und setzte sich schließlich auf den Stuhl den sie zuvor mit ihrem Mantel bedeckt hatte. „Hinsetzen! Ich habe euch was mitzuteilen!“


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schleumel Offline

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20.01.2010 14:55
#124 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

huhu
hier habt ihr noch einen kleinen teil
ich hoffe ihr habt spaß beim lesen und ihr lasst mir ein paar kommis da
ganz liebe grüße


Theatralisch warf Elke den Kopf nach hinten und fasste sich mit dem Handrücken an die Stirn. „Marc Olivier, ich habe eine Schreibblockade.“ „Mutter du sollst mich nicht so nennen!“ gab Marc genervt von sich und ließ sich ebenfalls wieder auf den Stuhl fallen auf dem er zuvor noch gesessen hatte. „Gelangweilt stützte er seinen Kopf mit seiner rechten Hand ab und sah seine Mutter erwartungsvoll an. „Wie kommt es denn zu deiner Schreibblockade Mutter? Wieder die Hormone?“ Für diesen Spruch kassierte Marc gleich einen Schlag mit Elkes Handtasche und zwar auf genau dieselbe Stelle auf seinem Arm, die Gretchen zuvor malträtiert hatte. „Aua! Mutter!“ „Das kommt davon Olivier!“ Elke wollte Marc grade ein wenig zurecht weisen, dass er seiner Mutter gefälligst etwas Respekt gegenüber zeigen sollte vor allem da sie sich nun auch noch mit den Wechseljahren herum schlagen musste und damit war ja gar nicht zu spaßen. Aber dann erinnerte sie sich wieder warum sie eigentlich her gekommen war. Sie nahm die dunkle Sonnenbrille von der Nase und blickte zwischen Marc und Gretchen, die sich nun auch wieder gesetzt hatte und an ihrem Kaffee nippte, hin und her. „Wie schon gesagt ich muss euch was mitteilen.“ Elke räusperte sich noch einmal und setzte dann mit ihrer rauchigen Stimme zur Beichte an. „Ich wollte mich entschuldigen für neulich. Dass ich euch nicht gratuliert habe. Ich freu mich natürlich für euch.“ Sie hatte diese Worte so schnell und leise ausgesprochen, dass Gretchen und Marc beiden nicht sicher waren ob sie auch wirklich richtig verstanden hatten. Sicherheitshalber wollte Marc noch einmal nachfragen „Bitte? Hab ich richtig gehört du hast nichts dagegen dass wir..?“ Elke machte eine winkende Bewegung mit ihrer Hand und nahm anschließend die Sonnenbrille wieder vom Tisch auf. „Nein Olivier, ich bin einverstanden.“ Gretchen konnte ihr Glück kaum fassen. Das war ja wie ein Friedensangebot von Elke. Und dann war sie auch noch ohne Drängen von anderen hier her gekommen. So als ob sie froh wäre die unangenehme Sache hinter sich gebracht zu haben, setzte Elke die Sonnenbrille wieder auf schnappte sich ihren Mantel und war mit den Worten „Aber wenn es soweit ist, dann will ich bei allem dabei sein. Die Planung und so weiter!“ zur Tür hinaus gerauscht. Gretchen und Marc sahen sich einen Moment lang an, Gretchen lächelte zufrieden und rutschte schnell wieder rüber auf Marcs Schoß. „Ist das nicht komisch? Dass deine Mutter einfach so vorbei kommt um uns zu sagen dass sie doch einverstanden ist? Und das nach fast 2 Wochen?“ „Ach du hast sie doch gehört. Wahrscheinlich hatte sie Schuldgefühle und deswegen die Schreibblockade. Und Gott weiß was passiert wenn sie wieder eine längere Blockade hat. Dann muss ich nämlich wieder ran.“ „Ohh… Kannst du das denn? So ganz romantischen Schund schreiben der die Frauen reihenweise dahin schmelzen lässt?“ „Hasenzahn, du hast hier den Meister der Romantik vor dir. Natürlich kann ich sowas. Und außerdem laufen mir die Frauen auch so reihenweise hinterher.“ Marc hatte ein dickes Grinsen aufgesetzt und sah Gretchen mit seinem typischen Blick an. „Ahh… der feiner Herr ist also der Meister der Romantik. Na wenn das Schwester Sabine erfährt, dann hast du vielleicht noch einen Fan. Vielleicht schreibst du ihr ja ein Autogramm?“ Mit einem Ruck stand Marc auf, umfasste Gretchens Hintern und zog sie dabei mit sich hoch, so dass er sie nun auf dem Arm hatte. „Bloß nicht frech werden Hasenzahn. Sonst muss der Dr. Meier dich bestrafen!“ Gretchen näherte sich mit ihren Lippen ganz langsam Marcs Lippen und kurz bevor ihre Lippen sich trafen hauchte Gretchen leise: „Und du meinst ich war ein böses Mädchen?“ Dann verschmolzen die Lippen der beiden zu einem leidenschaftlichen Kuss. Marc setzte Gretchen auf dem Schreibtisch ab damit er die Hände frei hatte und öffnete langsam den ersten Knopf ihres Kittels. „Oh ja… Sehr böse!“ flüsterte Marc ehe er sich schnell umdrehte und Gretchen mit sich in sein Büro zerrte.


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schleumel Offline

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21.01.2010 12:02
#125 RE: °Fortsetzung von Schleumel° :) Zitat · Antworten

so, ihr wollt also wissen was der dr. meier mit seinem "bösen mädchen" vorhat?
ihr sollt es erfahren^^
ich befürchte mal, ihr hättet euch gewünscht dass das anders verläuft aber man kann ja nicht alles haben
dafür machen die beiden eine interessant entdeckung.
aber jetzt genug verraten, lest selbst
und bitte die kommis nicht vergessen


Kaum hatte Marc die Tür hinter sich geschlossen da flogen auch schon zwei weiße Kittel durch den Raum und Marc stürzte sich auf sein „böses Mädchen“ indem er ihren Kopf in beide Hände nahm und sie stürmisch küsste. Er presste sich ganz nah an sie und genoss es ihre Nähe zu spüren. Seine linke Hand vergrub sich in ihrer blonden Mähne, während seine Rechte langsam ihren Rücken hinunter glitt und sich schließlich einen Weg unter ihr Shirt bahnte. Sanft fuhr er mit seinen Fingern ihre Haut entlang und hinterließ dort wo er sie berührt hatte eine Gänsehaut zurück. Gretchen machte sich nun an Marcs Hemd zu schaffen und öffnete langsam einen Knopf nach dem anderen. Sie wollte sich auch grade an seinem Gürtel zu schaffen machen als plötzlich jemand die Tür aufriss. „Herr Doktor die Rezepte sind noch…“ Erschrocken fuhren Gretchen und Marc auseinander und zupften ihre Klamotten zurecht. Peinlich berührt hoben die beiden ihre Kittel vom Boden auf. Marc fand seine Sprache schließlich als erster wieder. „Ja was stehen sie denn so blöd da rum Schwester Sabine? Was ist an den dämlichen Rezepten denn so wichtig dass es nicht bis später warten kann, hm?“ Leicht gereizt sah Marc die verdutzte Krankenschwester an während er sich seinen Kittel wieder überzog. „Die sind noch nicht unterschrieben und eine Patientin sitzt schon seit 20 Minuten da und wartet auf ihr Rezept deswegen dachte ich…“ „Sie sollen nicht denken!“ Schwester Sabine sah Marc regungslos an, so wie immer wenn er ihr mal wieder gehörig den Marsch blies. Langsam wurde es Marc dann auch zu bunt. „Ja nun geben sie die Rezepte schon her und stehen sie nicht da wie ein Mammutbaum!“ Schüchtern machte Sabine einen Schritt auf Marc zu und gab ihm mit leicht zitternder Hand die Rezepte. Marc setzte seine überaus unleserliche Unterschrift darunter und hielt Sabine die Rezepte dann wieder hin. „So und jetzt raus hier aber zackig!“ Sabine tat wie ihr befohlen und im Nu war sie wieder verschwunden. Marc drehte sich jetzt wieder zu Gretchen um und wollte grade ihre Hüften umfassen als sie leicht zurück wich und abwehrend ihre Hand hob. „Ne Marc echt. Jetzt ist doch die ganze Stimmung weg! Außerdem hast du Sabine schon wieder einfach so angeschissen.“ „I..Ich…Also die hat ja wohl wirklich kein Gefühl für Timing, das ist doch nicht meine Schuld.“ Gretchen sah Marc skeptisch an und zog eine Augenbraue hoch während sie die Arme vor ihrem Körper verschränkte. „Marc, sie kann doch nicht wissen dass wir hier drin… *räusper* naja… du weißt schon.“ Marc musste schmunzeln. Dass Gretchen immer noch so verklemmt war, dass sie nicht aussprechen wollte oder konnte was die beiden grade hatten tun wollen. „Ja Hasenzahn? Sie konnte nicht wissen, dass wir hier drinnen was genau machen?“ Gretchens Wangen erröteten leicht und sie drehte Marc den Rücken zu und tat so als würde sie auf seinem Schreibtisch irgendetwas suchen damit sie Marc nicht in die Augen sehen musste. Sie wurde dann auch gleich fündig und schnappte sich die Zeitung die dort lag, setzte sich auf den Schreibtischstuhl und blätterte verstohlen in der Zeitung herum. „Du weißt ganz genau was ich meine. Zwing mich nicht es auszusprechen.“ Marc lachte einmal laut auf, ehe er ihr die Zeitung aus der Hand riss und sich über den Schreibtisch beugte um ihr einen Kuss zu geben. „Na komm, dann lass uns mal wieder arbeiten gehen, hm? Bevor Sabine die Krise bekommt.“ Marc wollte die Zeitung grade in den Mülleimer werfen als sein Blick auf ein kleines Foto fiel. Erst wollte er seinen Augen nicht so recht trauen, dann warf er einen genaueren Blick auf das Foto weswegen er sich die Zeitung ganz nah an die Nase hielt. Gretchen beobachtete das ganze eher verwundert. „Brauchst du neuerdings eine Brille oder was machst du da?“ Auf einmal hatte Marc ein sehr sehr dickes Grinsen aufgesetzt und hielt Gretchen die Zeitung hin. „Guck mal was ich grade interessantes gefunden habe.“ Gretchen riss Marc die Zeitung aus der Hand und schaute sich das auch einmal genauer an. Dann sah sie wieder auf zu Marc. „Ja, aber das ist doch…“ und Marc nickte schadenfroh.


Sigi by DDfan! Danke nochmal
I don't want any blöde smiles!

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