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Lorelei Offline

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Beiträge: 7.270

21.12.2009 10:22
#226 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ein kleiner Teil zum Start in die Weihnachtswoche! Viel Spaß! Den Rest gibt’s heute Abend. GLG Lorelei


Es war ein ganz normaler Arbeitstag, eigentlich wie immer, nur mit dem kleinen Unterschied, dass Dr. Meier heute seiner hübschen Assistenzärztin ganz bewusst aus dem Weg ging. Die Visite und die kleinen OP-Eingriffe, die am Vormittag anstanden, übernahm er allein und Dr. Haase deckte er mit Papierkram ein. Danach verschanzte er sich in seinem Büro. Er wollte einfach nur allein sein, allein mit sich und seinen Gedanken, und keine neue Gardinenpredigt seiner Freundin über sich ergehen lassen, dass er sich alles von der Seele reden sollte und so einen Scheiß. Das wollte er auf gar keinem Fall. Er wollte es einfach ignorieren. Er wollte es aussitzen, dass sein Vater nur ein paar Zimmer von hier entfernt lag. Dieser sollte einfach wieder verschwinden und ihn in Ruhe lassen. Marc wollte einfach nur sein Leben weiterleben wie bisher zusammen mit Gretchen. Aber stattdessen stieß er sie von sich weg, obwohl er das doch eigentlich gar nicht wollte. Er wollte sie doch bei sich haben, sie umarmen und küssen. Er sehnte sich so sehr nach ihr. Aber er war auch zu stolz, um auf sie zu zugehen. Er ahnte ja bereits, dass sie ihn dann wieder auf seinem verhassten Erzeuger ansprechen würde. Und so blieb er lieber allein in seinem Büro mit seinen trüben Gedanken.

Gretchen verletzte sein abweisendes Verhalten sehr. Statt mit ihr zu reden, zog er sich mal wieder in sein Schneckenhaus zurück. Aber das kannte sie ja nicht anders von ihm. Dieselbe Taktik wandte er doch immer an. Das kleinste Problem und er igelte sich ein. Nur keinem zeigen, wie es wirklich in ihm aussah. Maske aufsetzen, die Zugbrücke hochziehen und sich hinter einer meterdicken Mauer verstecken. … Nur keine Gefühle zulassen Dr. Meier! Ich habe das so satt. Aber ich lass mich nicht mehr von dir wegstoßen. Das habe ich schon viel zu oft getan.… Die junge Ärztin wollte noch einmal mit ihm reden und machte sich auf den Weg zu seinem Büro. Sie klopfte an. Keine Reaktion. Sie versuchte es erneut, da hörte sie ihn auch schon schimpfen...

M (genervt): JA DOCH!!! WAS IST???

...

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.270

21.12.2009 17:17
#227 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Die Mission „Rettet den Gefühlslegastheniker “ wird hiermit eröffnet. Mal sehen, ob es Gretchen schafft, den Sturkopf wieder auf Spur zu kriegen. Viel Spaß (oder auch nicht!)! Eure Lorelei


Ok, ES lebt noch! Also auf in den Kampf! … Dr. Gretchen Haase betrat zögerlich sein Büro. Ein kleines Lächeln huschte über seine Lippen, als Dr. Meier erkannte, wer ihn da so hartnäckig störte...

M (strahlt): Haasenzahn!
Hach… sie sieht aus wie ein Engel! … Meier, nicht träumen! Du wolltest ihr doch aus dem Weg gehen!!! Also hart bleiben!!!
G (lächelt): Hey! Ich hab hier die Akten, die du wolltest.
Der Arme! Er sieht wirklich niedergeschlagen aus. Er hätte wirklich zuhause bleiben sollen.
M: Schon fertig?
G: Ja.
M (abweisend): Gut. Dann kannst du ja wieder gehen … essen oder so. Die Gallenstein-OP ist erst um 15 Uhr.
Püh … das kannst du vergessen! Ich geh hier nicht weg! Mich wirst du so schnell nicht wieder los, Dr. Meier!
G: Ach, darf die doofe Assistenz wieder mitmachen?
Was hat die denn jetzt? Was zickt die denn jetzt wieder rum?
M: Ich hab nicht gesagt, dass du doof bist.
G: Aber gedacht!
Was? Wie kommt die denn darauf? So etwas würde ich doch nie denken! Also früher vielleicht, aber doch heute nicht mehr. Das müsste sie eigentlich wissen. Oder ist sie etwa angepisst, weil ich ihr aus dem Weg gegangen bin?
M: Das stimmt doch gar nicht. Mein Gott, die kleinen Eingriffe heute Vormittag waren doch Pillepalle. Da brauch ich nun wirklich keine Assistenz. Aber wenn ich gewusst hätte, dass du dann so beleidigt bist. Bitte! Dann kannst du die eben das nächste Mal machen und zwar alleine!
Hä??? Der lässt mich ne Solo-OP machen? Oder wie soll ich das jetzt verstehen?
G (ungläubig): Du lässt mich allein in den OP? Ich dachte, das ist dein Tanzbereich?
Jep! Ist er ja auch. Aber am liebsten tanze ich dort mit dir, mein Schatz! … Och nee, Meier, schalte den Schnulzenkönig wieder ab!! Das ist ja nicht auszuhalten.
M (grinst): Ist er ja auch. Aber die kleine Göttin darf auch mal üben.
Hach… da ist er wieder mein kleiner Charmeur. Erster Schritt zur Besserung! Die kleine Göttin liebt ihren großen tapferen Helden!

G (lacht): Sehr witzig Marc! Hast du dich also wieder beruhigt?
Hä?? Von was denn?
M: Wieso? Bin doch immer ruhig.
Ja, das hab ich gemerkt. Vor allem als du mich heute Morgen so angemotzt hast. Da warst du ja die Ruhe in Person!
G: Ja klar. Und was war das dann heute Morgen? Und wieso gehst du mir die ganze Zeit aus dem Weg?
Scheiße!! Was soll ich denn darauf antworten? Ich weiß es doch selbst nicht.
M: Tue ich doch gar nicht.
Ja klar, jetzt leugnet er wieder alles. Das macht er ja immer so. Nur nichts zugeben! Typisch Meier!
G: Und ob!
Ja, du hast ja Recht. So ganz ok war mein Verhalten auch nicht, aber ich kann halt im Moment nicht anders. Das wird mir alles zu viel. Und wenn du mir dann auch noch Vorwürfe machst… Ich hab da echt keinen Bock drauf!!

M (genervt u. überfordert): Haasenzahn, was willst du?
G: Mit dir reden.
Boar!!! Ich aber nicht! Dass ihr Frauen auch immer alles tot quatschen müsst!! Wie ich es hasse!!!
M: Aber ich nicht!

War ja klar!! Wieso bekommt der nur nie seine Klappe auf? Das kann doch nicht so schwer sein, einmal zuzugeben, dass es einem nicht gut geht. Ich will dir doch nur helfen. Und wenn du mir nicht erzählst, was damals mit deinem Vater war, weiß ich doch auch nicht, wie ich mit dir und der ganzen Situation umgehen soll. Also rede verdammt noch mal mit mir!

G: Du kannst nicht immer alles runterschlucken, Marc.
M: Was denn?
G: Das mit deinem Vater!
Und ob ich das kann! Das hat die letzten Jahre auch immer gut funktioniert! Also wird das auch jetzt gehen. Ich will mir über den nicht weiter den Kopf zerbrechen. Er ist mir völlig egal!!! Also lass mich endlich mit dem in Ruhe!!!
M: Boar ey Gretchen, ich will da nicht weiter darüber reden.
Du hast ja dazu überhaupt noch nichts gesagt, worüber man reden könnte!
G: Wieso denn nicht?
M: Weil ich nicht will.
G: Tolle Antwort Marc. Wie ein kleines Kind!
M: Bitte? Hältst du mich etwa für kindisch?
Ja, was sonst!! Zickig, kindisch, bockig.
G: Im Moment ja.
M: Was?
G: Bockig halt.
Bockig??? Ich bin bockig?? Dann bist du nervig!!! Die größte Nervensäge, die es gibt! Ich hab echt keinen Bock mehr auf den Scheiß hier!!!
M: Boar Gretchen lass es einfach ja!
Nein, das werde ich nicht! Das ist schließlich dein Vater, der da schwer verletzt auf der IS im künstlichen Koma liegt!
G: Marc, du kannst nicht ignorieren, dass er hier ist.
Doch, schon geschehen!
M: Und ob ich das kann.
G: Geh doch zu ihm!
M (wütend): Niemals!
Aber wieso denn nicht?
G: Aber er ist schwer verletzt.
Der weiß doch gar nicht, was richtige Schmerzen sind!!! Soll er doch leiden wie ein dreckiger Hund!! Mir ist das völlig egal!!! Mir ist egal, was aus ihm wird!!! Wir waren ihm doch auch die ganzen Jahre egal. Also was soll’s?
M: Nicht so sehr, wie er uns damals …
Bloß weg hier!! Ich halte das nicht mehr aus!!!

Marc brach seinen Satz abrupt ab und ließ seine besorgte Freundin einfach in seinem Büro stehen. Sie schaute ihm nur traurig hinterher...

Er kann nicht darüber reden. Warum kann er nicht darüber reden? Warum vertraut er mir nicht? Vertrauen gehört doch auch in eine Beziehung. Ich sehe doch, wie verletzt er ist. Ich will ihm doch nur helfen. Wieso kann er das denn nicht verstehen?

....

Lorelei Offline

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22.12.2009 10:43
#228 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Dr. Marc Meier ging nachdenklich den Flur entlang. Gretchens Worte hatten ihn doch mehr bewegt, als er sich bislang eingestehen wollte. Aber er wollte sich einfach nicht damit auseinandersetzen. Zu viel war damals kaputt gegangen...

Mann, sie hat schon irgendwie Recht. Ich kann das nicht ignorieren. Dieser Scheiß-Gedanke schwirrt die ganze Zeit in meinem Kopf herum. Diese verdammten Kopfschmerzen machen mich noch wahnsinnig! Was soll ich denn machen? Ich kann und will nicht zu ihm gehen. Es geht einfach nicht! Ich will das nicht, verdammte Scheiße noch mal! … Verdammt, jetzt hab ich sie schon wieder angepflaumt, obwohl ich das doch gar nicht wollte. Ich hab mich ja auch gefreut, dass sie da war. Ich hab sie den ganzen Tag schon vermisst. Aber seit dieser Mistkerl hier ist, geht alles schief. Kann es nicht wie gestern sein, einfach nur zusammen in unserem Liebesnest liegen, kuscheln, knutschen und mehr. Ohne Sorgen und Probleme! Ohne dieses verdammte Arschloch!! Ich krieg ihn einfach nicht aus meinem Schädel raus. Es ist wie ein böser Fluch, der mich verfolgt. Schon mein ganzes Leben lang. … Verdammt, ich hab sie schon wieder weggestoßen und dabei wollte sie mir doch nur helfen. Aber wie soll sie auch verstehen, wie es sich anfühlt, wenn man eines Tages nach Hause kommt und von seiner betrunkenen Mutter gesagt bekommt, dass der eigene Vater für immer gegangen war. Diese verdammte Szene ist wie in mein Hirn gebrannt. Seit gestern Abend hab ich nur noch diesen beschissenen Tag im Kopf. Den Tag, als er ging...


Oh, was wird da wohl jetzt als nächstes kommen??? Wollt ihr die Auflösung, also den ersten Teil, schon heute Abend oder doch erst zu Weihnachten? GLG Lorelei

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.270

22.12.2009 22:39
#229 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen! Na da will ich mal nicht so sein und stell den neuen Teil heute schon rein. Komisch, keiner hat gemerkt, was jetzt kommen könnte!!! Es ist mal wieder Zeit für einen Rückblick. So als kleines verfrühtes Weihnachtsgeschenk! Diesmal geht es um Marc Meier und seine Sicht auf das Verschwinden seines Vaters, die dann doch ein wenig von der seiner Mutter abweicht und das hat auch seinen Grund. Sorry, dass es stellenweise vielleicht etwas langatmig werden könnte, aber sich in die Gefühlslage eines Marc Meiers zu versetzen, ist ein äußerst schwieriges Unterfangen. Ich hoffe, es gefällt euch trotzdem, denn es erklärt auch Einiges, warum er so negativ auf seinen Vater reagiert. Und ein paar kleine Geheimnisse werden auch noch offen gelegt. Der Flashback besteht wie immer aus mehreren Teilen. Freu mich über eure Meinung. Seid gedrückt! Eure Lorelei.


Flashback Marc Meier

Es war früher Nachmittag, als Marc Meier am 3. August 1989 nach Hause kam. Er hatte den ganzen Tag über schon so ein ungutes Gefühl gehabt. Er konnte es sich aber nicht wirklich erklären. Immer wieder schwirrten ihm die Worte seines Vaters durch den Kopf, die dieser ihm am Morgen an seinem Bett gesagt hatte… „Und ich will, dass du eines weißt, ich bin immer bei dir! Du wirst nie allein sein!“ ... Er verstand nicht, was diese Worte zu bedeuten hatten. Warum war sein Vater gerade heute so rührselig? Marc wusste doch, dass er ihn nie alleine lassen würde. Also warum dieser Auftritt heute Morgen? Und wieso hatte er Tränen in den Augen? Er wollte seinen Vater noch einmal darauf ansprechen und ihn auch noch einmal wegen dem versprochenen Segelausflug anbetteln. Olivier Meier hatte in den letzten Monaten nur wenig Zeit für seinen Sohn gehabt, war nur noch in der Klinik gewesen und saß über irgendwelchen wichtigen Forschungsprojekten. Das hatte er Marc zumindest erzählt. Aber der Junge hatte auch irgendwie das Gefühl, dass es auch ein wenig wegen seiner keifenden Mutter war, dass sich sein Vater von seiner Familie zurückgezogen hatte. Damit hatte er durchaus nicht Unrecht. Vor allem nach dem heftigen Streit vor zehn Tagen. Sein Vater hatte vorgeschlagen, nach Amerika zu gehen. Er hatte wohl eine Stelle an einer berühmten Universität sicher, aber seine Mutter war völlig ausgerastet und wollte unter gar keinen Umständen mit. Für einen kurzen Augenblick hatte Marc wirklich gedacht, die beiden würden sich scheiden lassen. Das war ein Schock für ihn gewesen. Gut, die beiden stritten sich in letzter Zeit häufig, aber dass es schon so schlecht um ihre Ehe stand, hatte er sich nicht vorstellen können. Aber sein Vater hatte ihn wieder beruhigt. Das Thema wurde auch nicht wieder angesprochen. Olivier hatte ihm versprochen, in Zukunft mehr Zeit mit ihm zu verbringen. Das wollte er doch jetzt in den Ferien nachholen. Alles schien für Marc wieder in Ordnung zu sein. Als der Junge an jenem Sonntag im August das Haus betrat, ahnte er noch nicht, dass gleich eine Welt für ihn zusammenbrechen würde und dass von nun an alles anders sein würde...

Schon als Marc die Tür öffnete, spürte er, dass irgendetwas nicht stimmte. Es war kalt in der Villa. Für einen Sommertag im August eigentlich ziemlich ungewöhnlich. Das Haus war irgendwie ohne Leben und Freude. Und im Wohnzimmer saß seine Mutter wie ein Häufchen Elend zusammengesunken auf der Couch. Sie sah um Jahre gealtert aus. So hatte er sie noch nie gesehen. Und sie war betrunken. Eigentlich nichts Ungewöhnliches für sie, aber so früh am Nachmittag schon? Irgendetwas stimmte doch hier nicht, dachte der Junge. Seine Mutter lallte… „Maaarc!“ … „Was ist hier los?“ antwortete er ihr. „Wo ist Papa?“ … „Weg!“ … „Wie weg?“, fragte er verwundert. „Er hat uns verlassen!“, hörte er seine Mutter schluchzen, bevor sie einen neuen Schluck aus ihrem Whiskey-Glas nahm. „Was? Das glaube ich dir nicht! Was hast du ihm wieder an den Kopf geworfen?“ schrie er. … „Schrei mich nicht so an! Ich bin immer noch deine Mutter!“ … „Leider!“ … „Marc Olivier!!!“ … „Aber er kann doch nicht einfach so gehen! Ohne mich!“ sagte er traurig. … „Doch das kann er!“ … „Er hat sich nicht einmal verabschiedet!“ Marc versuchte seine Tränen zurückzuhalten. Dann fielen ihm plötzlich wieder die Worte seines Vaters vom Morgen ein. War das etwa ein Abschied gewesen? Er wusste es nicht. „Wo ist er hin?“, fragte er schließlich aufgewühlt seine Mutter. … „Mir doch egal!“, schlug sie ihm schnippisch entgegen. … „Wieso hat er mich nicht mitgenommen?“ … „Wir sind ihm egal, Marc! Seine Karriere war ihm schon immer wichtiger als wir!“ … „Das glaube ich nicht!“ … „Doch das ist die Wahrheit. Sieh es ein, Junge, er ist weg! Für immer. Er kommt nicht mehr zurück. Nie mehr!!!“ … Seine Mutter ging zur Minibar und schenkte sich den nächsten Whiskey ein. Marc konnte es einfach nicht glauben. Sein Vater hatte ihn verlassen? Das konnte einfach nicht sein. Verzweifelt rannte er durch das ganze Haus, suchte jedes Zimmer ab und brach schließlich vor seinem leeren Kleiderschrank zusammen. Er war tatsächlich weg. Er hatte sein Versprechen nicht gehalten. Hatte er nicht gesagt, dass er ihn niemals allein lassen würde? Aber er hatte es doch getan. Dieser Schmerz war unerträglich für den dreizehnjährigen Jungen. Sein Vater hatte nicht einmal einen Brief für ihn hinterlassen. Kein Abschied! Keine Erklärung! Warum hatte er am Morgen nichts gesagt? Wenn er gewusst hätte, dass das das letzte Mal gewesen wäre, dass er ihn sehen würde, er hätte ihn doch aufgehalten. Oder er wäre mit ihm gegangen. Er wollte doch nicht bei seiner Mutter bleiben, die sich seit Monaten nicht um ihn gekümmert hatte, weil ihr so ein idiotischer Romanheld wichtiger war als ihr eigener Sohn. Marc Meier hatte sich bis zu diesem Tag niemals vorstellen können, jemals ohne seinen Vater zu sein. Er wollte doch immer so werden wie er. Er liebte ihn über alles. Er war doch immer sein Held gewesen, zu dem er stolz aufsah. Und nun war Marc plötzlich von einem Tag auf den anderen auf sich allein gestellt. Mit einer hysterischen, verzweifelten Mutter an der Backe! Er konnte nicht mehr. Er bekam keine Luft mehr. Er musste raus. Raus aus diesem Haus, das ohne seinen Vater nur noch lieblos und kalt war. Marc rannte zur Tür hinaus. Seine Mutter rief ihm noch hinterher, wo er hin wolle. Aber er reagierte nicht. Tränen liefen ihm über das Gesicht, als er ziellos durch die Straßen von Berlin rannte… Wieso lässt er mich allein? Mit ihr!!! Er hatte mir doch versprochen, mich niemals allein zu lassen!

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Lorelei Offline

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23.12.2009 13:06
#230 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Im Nachhinein hatte Marc Meier dann von seiner Mutter noch ein paar unschöne Wahrheiten über seinen Vater erfahren, die sein Bild von ihm gänzlich veränderten. Sie erzählte ihm von den angeblichen Affären seines Vaters. Er glaubte ihr. Warum sollte er das nicht tun? Schließlich war er immer nächtelang weg gewesen. Und dass die Krankenschwestern ihn anhimmelten, hatte er bei seinen Besuchen im Krankenhaus selber gemerkt. Dass seine Mutter eigentlich diejenige mit den zahlreichen Affären war, verschwieg sie wohlwissendlich. Nur das kleine Tête-à-Tête mit dem Gärtner gestand sie ihm, als Marc sie darauf ansprach. Sie erklärte ihm, dass sie damals unglücklich gewesen sei und Trost gesucht hätte. Sie hatte ihren Vater an diesem Tag wohl mal wieder mit irgend so einer Krankenschwester erwischt. Immer mehr stieg in ihm ein nie gekanntes Hassgefühl auf. Seine Mutter so verzweifelt zu sehen, machte ihm schwer zu schaffen. Aber dennoch nagten an ihm noch immer Zweifel an ihrer Geschichte…

„Aber er wollte uns doch mit in die Staaten nehmen?“, fragte Marc sie direkt. … „Ach das war doch nur ein Vorwand, um hier endlich abhauen zu können. Er wusste doch ganz genau, dass wir niemals mitgegangen wären. Dein Vater wusste es schon immer gut, die Wahrheit so hinzubiegen, wie sie ihm in den Kram passte. Das ist mir erst sehr spät aufgefallen. Junge, du musst mir glauben, ich habe deinen Vater wirklich geliebt. Ich hätte nie gedacht, dass er sich einmal so ins Negative entwickeln könnte. So ein gefühlskalter Karrieremensch, dem seine Familie am Arsch vorbeigeht.“ ... „Ich kann das einfach nicht glauben“, sagte er verzweifelt. „Er hat mir die ganze Zeit etwas vorgespielt. Das mit dem Segeltörn war auch nur eine einzige Lüge. Das hat er nie vorgehabt.“ … „Ja, mein Junge, sieh der Wahrheit ins Gesicht. Dein Vater hat uns nie geliebt. Deshalb ist er gegangen. Er wollte uns von Anfang an nicht mit dabei haben. Das wäre karrierehinderlich für ihn gewesen. Deshalb hat er sich jetzt still und heimlich vom Acker gemacht. Wir sind ihm egal. Das waren wir ihm immer schon“, trichterte Elke Fisher ihrem Sohn ein und er glaubte ihr jedes Wort.

Von dem letzten großen Streit vor seiner Abreise, als Olivier wie ein Löwe um seinen Sohn gekämpft hatte, ihn sogar mitnehmen wollte, hat seine Mutter ihm aber nie erzählt. Auch den Abschiedsbrief, den Olivier seinem Sohn auf sein Bett gelegt hatte, hatte sie ihm vorenthalten. So konnte Marc ja nur glauben, dass er seinem Vater völlig egal gewesen war, dass er ihn nicht geliebt hatte, dass alles was früher einmal war, nur gelogen war. So schloss Marc Meier mit seinem Vater ab. Er verbannte ihn aus seinem Herzen. Er hasste ihn dafür, dass er sie im Stich gelassen hatte, dass er ihn nicht mitgenommen hatte und dass er ihn mit seiner verrückten Mutter allein gelassen hatte, die seit diesem Tag eine völlig andere war. Sie hatte ihre ganze Lebensfreude verloren und war zu einer gefühlskalten Glucke geworden, die jeden Schritt und Tritt ihres Sohnes überwachte, aus Angst, er würde irgendwann auch gehen.
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Lorelei Offline

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Beiträge: 7.270

23.12.2009 17:45
#231 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Marc hatte sich geschworen, seinem Vater das niemals zu verzeihen. Seine Mutter war ein Frack in den ersten Monaten nach seinem Verschwinden. Ohne ihn, wäre sie wahrscheinlich nie wieder auf die Beine gekommen. Da erst begriff er, dass sie diesen Mistkerl wirklich sehr geliebt hatte. Jedes Jahr zum Jahrestag seiner Flucht brach sie regelmäßig zusammen. Einmal wollte sie schon Tabletten nehmen, ein anderes Mal von einer Brücke springen, er konnte es beide Male gerade noch so verhindern. Und letztes Jahr wollte sie sich von der MS Deutschland stürzen, wenn sie nicht Harald Schmidt und Inka Bause rechtzeitig von der Reeling gezogen hätten. Marc musste sogar nach Kapstadt fliegen, um sie von dort abzuholen. Dem ZDF-Traumschiff-Team war sie ein zu großes Risiko geworden. Unzählige Therapeuten hatte sie in all den Jahren verschlissen. Elke war mit Antidepressiva ruhig gestellt. Sie wurde nie wieder die Alte. Sie ließ niemanden außer Marc an sich heran. Und jedes Jahr brach es dann aus ihr heraus … die Verzweiflung, all die unterdrückten Gefühle und ihre Schuldgefühle, von denen ihr Sohn aber nichts ahnte. Sie hatte ihn aus dem Haus getrieben und diese Gewissheit quälte sie bis zum heutigen Tag.

Elke Fisher hatte ihren Mann im Gegensatz zu Marc nie vergessen, was dieser sich bis heute nicht erklären konnte. Er brauchte immer Wochen, um sie wieder auf Spur zu bekommen. Das war bis zum heutigen Tag so geblieben. Hochs und Tiefs wechselten sich bei ihr ab. In unzähligen Dr. Rogelt-Bänden steckte seine Handschrift, weil sich mal wieder nicht aufraffen konnte, weiter zu schreiben, oder wieder einen ihre hypochondrischen Anfälle hatte. Er hasste seinen Vater dafür. Wegen ihm ist sie so geworden, so gefühlskalt, misstrauisch und zynisch gegenüber anderen Menschen. Und er selbst wahrscheinlich auch. War er deshalb unfähig, anderen seine Gefühle und sein wahres Ich zu zeigen, sich ganz zu öffnen? Wahrscheinlich ja.

Nur Gretchen hatte das verstanden. Sie war die Einzige, die er an sich heran ließ. Auch damals schon. Sie war die Einzige, die es geschafft hatte, hinter seine harte Fassade zu blicken, die sich ein Bild vom wahren Marc Meier gemacht hatte, den er doch so tief in seinem Herzen versteckt hatte, dass er ihn vielleicht selbst nie wieder gefunden hätte, wenn es sie nicht gäbe. Nur wenn er an sie dachte, sie sah, in ihrer Nähe war, selbst wenn er ihr gerade wieder einen Streich spielte, war er ein bisschen glücklich und fühlte sich weniger leer. Sie verstand ihn wie keine Andere. Nicht einmal seine Mutter hatte er so nah an sich heran gelassen. Auch wenn diese immer wieder versuchte, mit ihm über Olivier zu sprechen und die alten Geschichten aufwärmte. Aber er ließ es nicht zu. Er wollte das nicht hören. Es interessierte ihn nicht, was damals war. Er war ihm egal. Er hasste ihn. Deshalb war es für ihn schon immer eine Qual gewesen, wenn seine Mutter ihn Marc Olivier nannte. Er hasste diesen Namen. Aber jedes Mal traf es ihn wie ein Stich ins Herz, wenn sie ihn benutzte. Wollte sie ihn damit bestrafen oder was sollte das? Er hatte doch keine Schuld, dass sich sein Erzeuger verdrückt hatte. Oder etwa doch? Oder war es eine Strafe für sie selbst? Eine Art Selbstgeißelung? Dass sie immer und immer wieder an ihn erinnert werden wollte? Wollte sie ihn nicht vergessen? Marc konnte sich ihr Verhalten nicht erklären. Wie oft hatte er sie schon deswegen angeschrieen, aber sie hatte es nie wirklich verstanden. Seine Mutter hatte nie verstanden, dass er nie wieder etwas mit seinem Erzeuger zu tun haben wollte. Er war für ihn gestorben.

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Lorelei Offline

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24.12.2009 10:32
#232 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Dass sein Vater jetzt so urplötzlich wieder aus der Versenkung aufgetaucht war, hatte Marc Meier förmlich den Boden unter den Füßen weggezogen. Zwei Jahrzehnte lang kein einziges Lebenszeichen, kein Brief, keine Nachricht, so als ob es ihn nie gegeben hätte. Marc hatte mit der Zeit gelernt, mit diesem Verlust umzugehen. Er hat ihn hart werden lassen. Seinen Schutzpanzer hatte außer Gretchen nie jemand durchbrochen. Er war immer auf sich allein gestellt gewesen. Er hatte sich nie in etwas hineinreden lassen. Er war immer unabhängig und frei in seinen Entscheidungen. Das, was er bislang erreicht hatte, hatte er sich alles selbst erarbeitet. Dazu brauchte er keinen Vater.

Marc hatte lange mit sich gerungen, ob er wirklich noch seinen Lebenstraum, Arzt zu werden, realisieren sollte. Er hatte nie jemandem davon erzählt. Niemand wusste, dass er ein Medizinstudium plante und sich sogar für ein Stipendium beworben hatte, auch nicht die kleine Gretchen Haase, die er in der Schule immer terrorisierte. Eigentlich hatte er mit seinem Traum schon fast abgeschlossen und wollte sich für irgendeinen Mist wie Ägyptologie oder Sinologie einschreiben und wenigstens die ganzen Studentenpartys mitnehmen, seine Mutter wollte ihn sogar zu einem Germanistikstudium überreden - sie wollte wohl aus ihm den Robin Pilcher Deutschlands machen oder so - , wenn er damals nicht seinen Haasenzahn beobachtet und von ihren hochtrabenden Zielen gehört hätte, als Ärztin anderen Menschen zu helfen. Natürlich hatte er sich damals über ihre kindischen Vorstellungen vom Arztberuf lustig gemacht, aber ihre begeisterten Worte hatte er nie wieder vergessen. Seit sie ihn einmal auf dem Schulhof wiederbelebt hatte, war er beeindruckt und motiviert zugleich. Seitdem verschlang er in seiner Freizeit Medizinbücher. Es konnte ja nicht angehen, dass ein kleines Mädchen, das er nebenbei bemerkt eigentlich überhaupt „nicht“ leiden konnte, mehr Bescheid wusste als er.

Mit demselben Elan stürzte er sich dann doch einige Jahre später in sein Medizinstudium, aber nach den ersten Monaten kamen wieder die Zweifel in ihm hoch, ob das wirklich das Richtige für ihn wäre. Und dann hatte er sich als Spezialgebiet auch noch die Chirurgie ausgesucht. Er wusste auch nicht, warum er das getan hatte. Ausgerechnet die Chirurgie! Genau wie sein Vater, der an der HU von den Professoren noch immer als Koryphäe gefeiert wurde. Der beste Absolvent, den sie je hatten. Wie er es hasste. Jedes Mal floh er mit einer riesigen Wut im Bauch aus dem Hörsaal, wenn mal wieder seine Forschungen im Mittelpunkt der Vorlesungen standen. Im dritten Semester stand er kurz davor, alles hinzuschmeißen. Das alles hatte wieder tiefe Wunden bei ihm aufgerissen. Wie heute kämpfte er auch damals mit den Schatten der Vergangenheit. Allein schon der Geruch im Krankenhaus erinnerte ihn an seinen verhassten Vater. Als er seiner Mutter seinen Entschluss mitteilte, das Studium abzubrechen, war sie es schließlich gewesen, die ihn wieder aufgebaut und in die richtige Richtung gelenkt hatte. Er solle seinen Träumen und Zielen nachgehen ohne Rücksicht auf die anderen und sich selbst… „Ein Marc Meier gibt nicht auf! Hast du denn gar nichts von mir gelernt, Junge?“ … Er sei stark genug. Er könne es allen beweisen. Vielleicht könne er es so seinem Vater zeigen. Besser werden als er. … „Du hast das Zeug dazu. Noch dazu mit meinen Genen!“ … Und das wollte er dann auch. Er wollte es allen zeigen. Er wollte sich beweisen. Er wollte besser, schneller und erfolgreicher sein als die anderen und als sein Vater es damals gewesen war. In Rekordzeit und mit Summa cum Lauda schloss er schließlich sein Medizinstudium ab. Die Assistenzzeit im EKH - er hatte sich bewusst gegen die Charité entschieden, auch wenn sie ihn mit Kusshand genommen hätten, aber dahin wollte er nie wieder einen Fuß setzen - leistete er mit Bravour ab. Sein Mentor, Prof. Dr. Franz Haase, war begeistert von dem jungen talentierten Arzt und wollte ihn unbedingt an sein Krankenhaus binden. Und so wurde Dr. Marc Meier mit gerade einmal achtundzwanzig Jahren der jüngste und beste Oberarzt der Chirurgie, den Deutschland in jener Zeit zu bieten hatte. Das war jetzt genau fünf Jahre her. Der OP war sein Tanzbereich. Dort konnte er sich beweisen. Dort konnte er Gott sein. Nur dort fühlte er sich wirklich lebendig. Nur dort war er glücklich. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass das große Glück auch etwas ganz anderes sein konnte. Sein Job war sein Leben, bevor er Gretchen Haase wieder traf. Seine ganze Lebensenergie hatte er in seinen Beruf gesteckt, ohne jemals wieder einen Gedanken an seinen Vater zu verschwenden. Das hatte er alles allein erreicht. Ohne Vater. Er brauchte ihn nicht. Und jetzt erst recht nicht mehr. Dazu war es schon lange zu spät.



Hohoho ihr Lieben!!!

Auch wenn in meiner Geschichte nicht so recht Weihnachtsstimmung aufkommt (Sorry!!! Hab ich irgendwie verpasst, aber hätte eh nicht so richtig in die Handlung gepasst. Aber es gibt ja auch andere schöne FFs, die sich dem Thema angenommen haben!), wünsche ich euch allen dennoch ein wunderschönes verschneites besinnliches Weihnachtsfest und einen fleißigen Weihnachtsmann. Wer weiß, vielleicht war ich ja auch schon wieder fleißig! Eure Lorelei

Lorelei Offline

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25.12.2009 10:22
#233 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Guten Morgen,
so die Geschenke sind ausgepackt, die Plätzchen verdrückt und Santa Claus hat sich wieder an den Nordpol verabschiedet. Und irgendwer hat über Nacht den Schnee geklaut!!! Wenn ich den erwische! Es ist also wieder an der Zeit nach Berlin ins Elisabeth-Krankenhaus zu schauen, genauer gesagt auf die Intensivstation des EKH. Viel Spaß mit dem neuen Teil! Ich setze genau da an, wo der Flashback begonnen hatte, also bei Marc, der nach dem Gespräch mit Gretchen durch die Gänge schlurkst. Übrigens morgen erwartet euch endlich das vor einigen Tagen versprochene Wortgefecht. Also nur damit ihr euch schon mal mental darauf vorbereiten könnt, denn es endet unschön. Für wen, und wer mit wem und warum überhaupt, verrate ich aber noch nicht! Eure Lorelei



... Dr. Marc Meier war völlig in Gedanken versunken und hatte gar nicht gemerkt, dass er plötzlich auf der Intensivstation gelandet war. Erschrocken über sich selbst blickte er sich um. Das Fenster eines Zimmers zog ihn magisch an. Er zögerte. Sollte er wirklich? Er war ja sediert, also würde er nicht bemerken, wenn jemand im Zimmer wäre, dachte er. … Nur mal schauen, wie das Arschloch jetzt aussieht und dann gleich wieder verschwinden. … Er trat mutig ans Fenster und schaute hinein. Doch was er da zu sehen bekam, regte ihn dermaßen auf, dass er wutentbrannt die Tür aufriss. Sein jahrzehntelang vermisster Vater war nicht allein in seinem Zimmer. Eine ihm nur allzu bekannte Person hielt seine Hand. Erschrocken drehte diese sich zu ihm um…

E (überrascht): Marc Olivier!
M (auf 180): Das glaube ich jetzt nicht! Spinnst du! Du besuchst das Arschloch?
E (ertappt u. unsicher): Marc, Junge, ich…
M: Lass stecken! Ich will es gar nicht hören.

Noch bevor Elke ihren Satz zu Ende sprechen konnte, war er schon wieder wütend aus dem Zimmer gerauscht und hatte die Tür zuknallen lassen. Sie folgte ihm auf den Flur der Intensivstation und wollte sich erklären, doch ihr Sohn hörte ihr gar nicht zu. Er ließ sie einfach stehen und ging schnellen Schrittes zum Fahrstuhl, der gerade seine Türen öffnete. Gretchen trat heraus, sah Marc überrascht an, doch dieser nahm sie gar nicht wahr und huschte in den Aufzug. „Marc!“ rief sie ihm noch hinterher, doch da hatten sich die Türen des Aufzuges schon wieder geschlossen und er war verschwunden. Gretchen und Elke schauten sich an. Diesmal spürte die junge Assistenzärztin keinen Hass in ihren Augen wie sonst. Marcs Mutter blickte eher traurig und verletzt. Das kannte sie noch gar nicht von ihr. Elke sprach sie schließlich an…

E (besorgt): Wie geht es meinem Mann ... ähm Ex-Mann, also Olivier Meier? Wird er…?
G (professionell wie eh und je): Es geht ihm gut. Er ist soweit stabil. Wir haben ihn in ein künstliches Koma versetzt, damit seine inneren Verletzungen besser heilen können. Eine Rippe hatte die Lunge angerissen. Aber er wird wieder ganz gesund, Frau Fisher. Keine Sorge! Wenn der Heilungsprozess weiter so gut verläuft, dann werden wir ihn wahrscheinlich Anfang der nächsten Woche aus dem Koma holen. Sollen wir Ihnen dann Bescheid geben, Frau Fisher?

Elke nickte ihr dankbar zu und ging dann auch zum Aufzug. Gretchen blieb allein zurück…

Das war jetzt aber komisch. Wir haben zum ersten Mal ein ganz normales Gespräch geführt, also ohne Anschuldigungen, Bestechungen, Demütigungen und Giftpfeile. Man könnte ja fast meinen, dass der Drachen Gefühle hat. Sie hat also kein Problem damit, sich der Vergangenheit zu stellen. Aber was ist mit Marc? Die haben sich doch schon wieder angegiftet oder? Sonst wäre er doch nicht so schnell wieder abgerauscht. Ob er bei ihm im Zimmer war? Hmm … Zumindest ein erster Schritt, dass er überhaupt hierher gekommen ist. Also hat das ihn doch nicht so kalt gelassen, was ich ihm vorhin gesagt habe.

Dr. Haase betrat schließlich das Krankenzimmer von Prof. Dr. Dr. Oliver Mayer und schaute sich noch einmal dessen Werte an. Es war immer noch alles im grünen Bereich. Vielleicht könnte man ihn doch in wenigen Tagen aus dem künstlichen Koma holen. Und vielleicht würde sie dann endlich Antworten auf ihre vielen Fragen bekommen, dachte die junge Ärztin. Sie schaute sich den graumelierten Mann noch einmal kurz an und verließ anschließend sein Zimmer. … Er sieht so nett aus. Kann mir gar nicht vorstellen, dass so einer einfach so seine Familie im Stich lässt. Was ist da damals bloß passiert?

Lorelei Offline

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25.12.2009 17:08
#234 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Dr. Marc Meier stand seit geraumer Zeit im Treppenhaus des EKH am Fenster und rauchte eine Beruhigungszigarette nach der anderen. Er war mit den Nerven so ziemlich am Ende. Ihm fehlte nur noch die Zündschnur und er würde explodieren, dachte der junge Oberarzt. Tausend Fragen schossen ihm durch den Kopf…

Was macht die denn jetzt bei dem? Hält ihm auch noch sein Patschehändchen! Ey, wie tief ist die denn gesunken? Hat sie ihm etwa verziehen, was er uns angetan hat? Hat die sie noch alle? Wie kann sie nur? Heult jahrelang wegen ihm rum, treibt zehn Therapeuten zur Verzweifelung und jetzt hat die Mitleid, weil irgend so ein Idiot ihn ins Koma manövriert hat. Müsste dem eigentlich dankbar sein. Obwohl… bloß nicht, dann läge er ja nicht hier und ich hätte meine Ruhe. Mann, wieso muss mir nur immer so eine Scheiße passieren? Kann nicht endlich mal Ruhe sein? Nein, eine Tür geschlossen, dann geht schon die nächste auf. Wie ich es hasse! Boar, ich hab es so satt, mir über so eine Scheiße den Kopf zu zerbrechen.

Da fiel sein Blick plötzlich auf eine Person, die langsam die Treppe herunterkam...

Och nee!!! Die hat mir gerade noch gefehlt! Mir bleibt auch nichts erspart!!! Danke, lieber Gott! Mit Marc Meier kann man es ja machen! Der hält ja alles aus!! Scheiße ey, die soll ja schnell nen Abgang machen! Ey, wenn die mich anquatscht, kann ich für nichts mehr garantieren.


Na, wer stört denn da den Gedankenfluss unseres attraktiven Chirurgen? Des Rätsels Lösung gibt es morgen. Oder soll ich doch schon heute Abend? Viel Spaß beim Knobeln! Wettvorschläge bitte auf meiner Kommiseite hinterlassen! Ich wünsche euch noch einen schönen 1. Weihnachtstag. Eure Lorelei

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26.12.2009 01:24
#235 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

So für alle Nachtschwärmer unter euch kommt jetzt die Auflösung des kleinen Weihnachtsrätsels. Es hat übrigens mit der Sache zu tun, die während des kurzfristigen Verschwindens von Marc Meier passiert ist bzw. angeblich passiert sein soll. Zumindest eine ganz bestimmte Person glaubt das. Viel Spaß! Das ist nur die Einleitung dazu. Das versprochene Wortgefecht folgt danach. Eure Lorelei


Gaby Kragenow kam mit einem fetten Grinsen die Treppe herunter und konnte es natürlich nicht lassen, ihrem ehemals heiß geliebten Ex-Verlobten noch eins reinzuwürgen. … Hahaha, du Arschloch!!! Das ist doch die Gelegenheit, dem zu stecken, dass sein dicker Haasenzahn noch was mit Medhi am Laufen hat. … Sie hatte die ganze Nacht nicht schlafen können, weil sie immer wieder das Bild von den beiden vor Augen hatte, wie sie gestern Abend ziemlich befriedigt aus seinem Büro gekommen waren und es wahrscheinlich danach die ganze Nacht miteinander getrieben hatten. Das dachte Gaby zumindest. Und dieser Gedanke machte sie rasend vor Eifersucht. Da war sie gerade dabei, Dr. Kaan für sich zu erobern und dann grätschte ihr ihre alte Konkurrentin mal wieder dazwischen. Der Mann, den sie liebte, mit der Frau, die sie abgrundtief hasste, weil die ihr in der Vergangenheit schon so vieles kaputt gemacht hatte. Erst hatte sie ihr Dr. Meier weggenommen, was Gaby bis heute nicht verstehen konnte. Sie konnte es sich einfach nicht erklären, was der an der fetten Kuh fand. Dann hatte sie auch noch ihr Kind verloren, weil sie und er wahrscheinlich nicht rechtzeitig eingegriffen hatten. … Jeder Arsch wird hier gerettet, aber ich bin allen egal! … dachte sie. Hätte Dr. Haase ihr damals nicht Marc Meier weggenommen, wäre sie niemals auf diesen Idioten Kalle zugegangen und hätte vielleicht niemals ihr Kind verloren. Vielleicht wäre sie jetzt glücklich mit Marc verheiratet, hielte ihr Kind im Arm und sie hätte sich nicht in Dr. Kaan verliebt, der anscheinend auch nur wie alle anderen Arschlöcher auch mit jeder Frau vögelte, die ihm über dem Weg lief. Gaby gab Gretchen Haase die Schuld für alles, was in der Vergangenheit bei ihr schiefgelaufen war. Es machte sie rasend, dass der fette Haase immer alles bekam, was sie wollte und immer wieder von ihren Männern aus der größten Scheiße heldenhaft gerettet wurde. Aber ihr hatte nie jemand wirklich geholfen. Sie war immer auf sich allein gestellt. Sie hatte es so satt. Sie wollte doch auch nur einmal im Leben glücklich sein. Aber nein, Dr. Gretchen Haase schien ja das Glück für sich gepachtet zu haben. Dass sie ihr jetzt auch noch Medhi wegnahm, brachte bei Gaby endgültig das Fass zum Überlaufen…

Nee du fette Kuh, jetzt wirst du auch mal leiden! Ich werde dir das wegnehmen, was du am liebsten hast. Naja, du hast es ja auch irgendwie selbst provoziert. Hättest du doch mal die Finger von deinem Ex gelassen! Tja, und du Marc, jetzt ist endlich die Stunde der Rache gekommen. Marc Meier jetzt wirst du leiden und ich werde es genießen. Und wie ich es genießen werde! Das ist ja das Einzigste, was mir noch geblieben ist. Leider!
...

Lorelei Offline

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26.12.2009 13:00
#236 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo alle zusammen! Ich wünsche euch erst mal einen wunderschönen sonnigen 2. Weihnachtsfeiertag. Ob der jetzt im EKH so schön verläuft, möchte ich bezweifeln. Denn hiermit eröffne ich Phase 1 des Rachefeldzuges von Gaby. Viel Spaß! Und festhalten, es könnte eventuell scharf geschossen werden! Also verbal, was sonst! GLG Lorelei


Schwester Gaby sprach ihren Ex-Verlobten schließlich an. Marc wandte sich angewidert von ihr ab. Er hatte keinen Bock auf das dumme Geschwafel seiner kranken Ex. Ihn schüttelte es allein schon bei dem Gedanken, dass er mal mit ihr... Ich muss geisteskrank gewesen sein!!!

G (mit hämischen Grinsen): Na Marc, versteckst du dich schon vor deiner fetten Freundin? War ja klar! Ist ja auch gar nicht dein Kaliber.
M: Bitte? Hab ich dir erlaubt, mich doof von der Seite anzuquatschen? Nein!!! Also schieb Leine, du Dreckstück!!!
G: So gereizt? Hat dich wohl heute noch nicht rangelassen was? Naja, wenn man(n) sich Lisa Plenske ins Bett holt auch kein Wunder! Den Keuschheitsgürtel bekommst du nicht mal mit nem Schweißgerät auf was? Armer kleiner Dr. Meier!

Boar, noch ein Wort und ich geh ihr an die Gurgel! Obwohl… IIIhhh!!! Die würde ich nicht mal mit der Kneifzange anpacken. Nee, ich mach mir doch bei der nicht die Finger schmutzig! Und wer hier keinen Sex hat, ist ja wohl jemand ganz anderes, frustrierte Kuh!!!

M: Boar, halt einfach die Schnauze, blödes Dreckstück!
G: Wieso? Ist doch gerade so nett hier! Haben uns doch so lange nicht gesehen, Schaaatz!

Was?? Hat die sie noch alle???

Marc drehte sich schließlich doch zu ihr herum und lehnte sich lässig ans Fensterbrett. Gaby zwinkerte ihm verführerisch zu. Er verdrehte nur seine Augen und blickte sie angewidert an…

M: Ey, was soll das, Gaby? Willst du mich schon wieder anmachen? Der Ofen ist schon lange aus!
Eher geh ich ins Kloster, als dass ich die noch mal ranlasse. Iiiiiihhhhh!!!!
G: Würde dich ey nicht mal geschenkt zurücknehmen.
M: Ach? Is ja mal was ganz Neues.
G: Enttäuscht? Tja, jeder entwickelt sich weiter und lernt aus seinen Fehlern. Hast dich ja auch irgendwie verändert.
M: Bitte?
G: Ich weiß nicht, was es ist. Hmm … Irgendwie zahm … ein Waschlappen halt!
M: Ey, geht’s noch? Was soll die Scheiße hier?
G: Weißt du, eigentlich bin ich froh, dass ich dich los bin. Wenn ich gewusst hätte, dass mal so ein Weichei aus dir wird, wäre ich schon viel eher abgehauen.
M: Sag mal, spinnst du jetzt völlig! Ich bin ganz bestimmt kein Weichei ja! Und wenn ich mich recht erinnere, bist du, Stalkerin, nicht ganz freiwillig gegangen ne?

Meine Süße hat dir ja auf der Polizeiwache nen Arschtritt verpasst! Hmm… Wüsste schon gern, was sie denen da aufgetischt hat. Hat sie immer noch nicht erzählt. Muss ich mal bei Gelegenheit nachhaken. War schon geil, wie die blöde Schlampe dann an dem Abend bei mir abgerauscht ist. Hahaha!!

G: Naja, wie man’s nimmt. Das ist jetzt Geschichte!
M: Ach, hat Madame es endlich geschnallt? Gratulation zur Selbsterkenntnis!
G: Hach, wie ich ihn vermisst habe, deinen Sarkasmus. Das ist wahrscheinlich das Einzigste, was noch von deinem alten Ich übrig geblieben ist.
M: Boar Gaby, die Psychonummer steht dir nicht! Dafür bräuchtest du erst mal einen richtigen Schulabschluss und zwanzig Semester Studium und bis es soweit ist, sind wir eh schon alle in Rente! Also lass es lieber!
G: Danke, für die ausführliche Berufsberatung. Werde es mir mal bei Gelegenheit durch den Kopf gehen lassen.
Boar, die Alte checkt es einfach nicht! Wie blöd kann man eigentlich sein? Da ist ja die Sabsi ein Einstein dagegen! HAU ENDLICH AB DU DRECKSTÜCK!!!!! Hab genug andere Probleme an der Backe, als hier die Zeit mit dir zu verschwenden.
M: Wär’s das dann jetzt? Will noch in Ruhe eine rauchen, bevor ich in den OP muss. Also zisch ab!

Doch den Gefallen tat ihm die junge Krankenschwester leider nicht...

Lorelei Offline

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26.12.2009 17:08
#237 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

So Arschloch, genug der schönen Worte, jetzt kommt Phase 2. Dir wird dein dreckiges Lachen noch im Hals stecken bleiben!

G (hämisches Grinsen): Weißt du eigentlich, dass dir gerade jemand den Rang abläuft?
Boar, die hört einfach nicht auf zu quasseln, das blöde Miststück!!!
M: Bitte? Was denn für einen Rang?
G: Als Deckhengst des Krankenhauses!
M: Boar ey Gaby, hör auf mit dem Gossenslang!
G: Wieso? Es gab mal eine Zeit, da standest du darauf.
M: Ganz bestimmt nicht!
G: Oh doch! Ich sag nur Pathe.

Marc verdrehte nur die Augen… Boar Meier, wie konntest du nur mit der Schlampe?

G: Willst du gar nicht wissen, wen ich meine?
M: Nee, kein Interesse. Hatte schon genug Kliniktratsch in letzter Zeit. Aber die Sabsi hört dir bestimmt gerne zu, wo ihr doch jetzt so gerne zusammen Kaffee trinkt.
G: Hä? Woher weißt du das denn?
M: Stasi!
G: Wer?
M: Kennste nicht. Hast ja mit der Hauptschule aufgehört.
G: Ey geht’s noch!
M: Nee, stehst mir ja im Weg! Also mach dich endlich vom Acker! Geh doch zu deinem Deckhengst oder so! Dir hat es anscheinend lange niemand so richtig besorgt! Siehst ganz ausgetrocknet aus!
Arschloch!! Ich könnte dir dafür eine reinhauen, aber das hier ist viel subtiler.
G: Mach ich vielleicht. Wenn ich einen Termin kriege. Dem rennen ja zurzeit ALLE hinterher …
M: Na dann stell dich hinten an! Blöde Kuh!

Marc wandte sich wieder von ihr ab und schaute aus dem Fenster…

So mein Lieber, jetzt stopf ich dir dein dreckiges Maul!!! Viel Spaß!!!
G (laut): … auch der FETTE HAASE!!!
M (entsetzt): WAS????
Das glaube ich nicht!!!

Das hatte gesessen. Dr. Meier ließ seine Kippe fallen, drehte sich wieder zu ihr um und starrte ihr fassungslos ins Gesicht. … Treffer versenkt!!! Hahaha!!! … Gaby genoss es richtig, wie dem Oberarzt seine Gesichtszüge langsam entglitten und setzte nun zum finalen Todesstoß an…

G: Naja, ganz schön was los zurzeit auf der GYN!!!

Lorelei Offline

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27.12.2009 11:39
#238 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ob ihr wollt oder nicht, nun kommt der 3. Teil. Viel Spaß! Marc Meier wird den jedenfalls nicht haben! Der Arme!


Die Krankenschwester zwinkerte ihm provozierend zu und wollte gerade gehen, aber Dr. Meier packte sie plötzlich am Arm …

G: Ey, lass mich los, du Arschloch! Du tust mir weh verdammt!
M (schrie sie an): Was ist mit ihr und Medhi?
G (hämisches Grinsen): Oh, der Kandidat erhält 100 Punkte.
M: SPUCK ES AUS!!!
G (grinst): Ey, die hat dich ja wirklich unter der Fuchtel! Doch Waschlappen! Hab ich immer geahnt. Da muss ich der fetten Kuh sogar dankbar sein, dass sie unsere Hochzeit zerstört hat.
Ey ich breche dir gleich alle Knochen, wenn du nicht bald mit der Wahrheit rausrückst, du dreckige Schlampe!
M: WAS??? Gaby, kommt da noch ne Antwort oder soll ich sie aus dir herausprügeln? Ich hätte große Lust dazu.
G: Frag sie doch mal, was sie gestern Abend zwischen 23 und 24 Uhr so lange bei Dr. Kaan im Sprechzimmer gemacht hat.

WAAAS????? Das glaube ich nicht!! … Ähm … Das muss ja nichts heißen. Also sie sind ja befreundet und so. Das hat bestimmt alles nur einen ganz harmlosen Grund. Ganz bestimmt! … Das Dreckstück spielt sich doch hier nur auf. … Also Meier ruhig bleiben! Mach dich vor der jetzt nicht zum eifersüchtigen Trottel!!! NICHT VOR DER!!!

M (gespielt ruhig, aber innerlich brodelnd): Äh was meinst du?
So mein Lieber, jetzt gehst du KO!!!
G (grinst): Also wie Arbeiten sah das nicht aus. Heiße Doktorspielchen würde ich sagen!!! Hätte ich deiner Planschkuh gar nicht zugetraut. Die tut doch immer so als prüdes Landei. Aber nein!!! Dr. Kaan sah ziemlich befriedigt aus, als die beiden aus seinem Büro kamen. Und dein Haasenzahn hatte auch so ein komisches Grinsen im Gesicht! Muss ja bei dir nicht so gut laufen, wenn die sich schon nen Zweitlover suchen muss.

Seine gesamten Blutvorräte hatten sich mittlerweile im Gesicht von Dr. Meier gesammelt. Der Vulkan stand kurz vor dem Ausbruch…

WAAAAASSSSS??????? ALSO DOCH!!!!! ICH MACH IHN KALT!!!!

Der junge Chirurg war rasend vor Eifersucht. Er stieß Gaby, die er noch immer am Arm festhielt, von sich und rauschte wütend in den OP ab, wo er das erste Hühnchen rupfen wollte. Zurück im Treppenhaus blieb Schwester Gaby Kragenow, die ihren Triumph über Dr. Marc Meier sichtlich genoss, auch wenn er einen faden Beigeschmack hatte, denn schließlich war sie ja in Dr. Medhi Kaan verliebt, dem zweiten Akteur dieser eigentlich nicht vorhandenen Affäre. Aber das wussten ja weder Marc noch Gaby...


Oje, das könnte für den ein oder anderen böse enden! Ich wünsche euch jedenfalls einen wunderschönen Sonntag!! Eure Lorelei

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27.12.2009 17:51
#239 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

So meine Lieben, da werde ich euch mal nicht mehr länger auf die Folter spannen. Ärger steht definitiv ins Haus, also ins EKH. Gretchen wird noch einigermaßen gut wegkommen. Naja wie man's nimmt. Noch kann ER sich einigermaßen zusammenreißen. Er muss ja schließlich erst mal seinen Job machen. Darf ich vorstellen: „der eifersüchtige Gockel im OP“!!! Keine Sorge, ganz so schlimm wird es nicht. Äh noch nicht!!! Viel Spaß (oder auch nicht!)! Eure Lorelei


Während der OP würdigte Dr. Meier, der seine brodelnden Gefühle kaum im Zaun halten konnte, Gretchen keines Blickes. Rasend vor Eifersucht beleidigte er seine Assistenzärztin, wo er nur konnte. Der Oberarzt raunzte sie ständig von der Seite an, dass sie alles falsch machen würde…

„Haasenzahn, kannst du nicht mal anständig absaugen? … Nicht hier! Da! … Bist du blind oder was? ... Dann setz das nächste Mal deine hässliche Hornbrille auf! ... Du sollst da absaugen! … Das kann doch nicht so schwer sein! … Ey, es reicht! Gib schon her! … Gib den Sauger her!!! Und die Haken gleich mit! … Du sollst die Haken hergeben! Ich mach das alleine. … Haasenzahn, was glotzt du so blöde? … Naht zumachen! Aber zackig! Das wirst du wohl noch hinkriegen oder? … Alles Dilettanten hier!!!“

Dr. Haase tat schließlich das, was ihr vom Oberarsch befohlen wurde. Sie wollte sich nicht schon wieder mit ihm streiten, aber sie konnte sich sein ablehnendes und cholerisches Verhalten überhaupt nicht erklären...

Was ist denn mit dem los? Wieso ist der denn schon wieder so cholerisch? Wenn ich es nicht besser wüsste, benimmt der sich gerade wie ein eifersüchtiger Gockel. Aber wieso denn? Hab doch gar nichts gemacht.

Die Assistenzärztin schaute Schwester Sabine fragend an, die auch nur verwirrt mit den Schultern zuckte. Gretchen ließ sein Gezeter still über sich ergehen und deutete das alles als Reaktion auf die Anwesenheit seines Vaters...

Gut, wenn er nicht darüber reden will, bitte, aber muss er mich dann gleich hier so anraunzen vor versammelter Belegschaft? Der kann was zu hören kriegen! Mit mir nicht Dr. Meier!

Gretchen wollte ihren Freund nach der OP im Waschraum zur Rede stellen, aber Marc rauschte ohne ein weiteres Wort einfach ab... Der macht schon wieder dicht! Das gibt es ja nicht! GGGGGRRRR!!!!! ... Ok, er will also nicht mit mir darüber reden, aber er muss mit jemandem reden. Er kann doch nicht immer alles in sich hineinfressen. Kein Wunder, dass er hier hochgeht wie eine Rakete. So kann es auf keinem Fall weitergehen. Was mach ich denn jetzt? Hmm… Vielleicht...? Ich versuche es einfach mal. … dachte sie und griff nach ihrem Handy in ihrer Kitteltasche.

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28.12.2009 11:26
#240 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo alle zusammen! Ich wünsche euch erst mal allen einen wunderschönen Start in die letzte Woche des Jahres. So und dann werden wir mal den Vulkan zum Ausbruch bringen. Hier kommt der nächste Teil: „Der eifersüchtige Gockel schlägt zu!!!“ Könnte eventuell Verletzte geben. Also Rettungsassistenten und Krankenschwestern, die die Erstversorgung übernehmen wollen, melden sich bitte auf meiner Kommiseite!!! Viel Spaß! LG Lorelei


Dr. Marc Meier riss die Bürotür auf und stürmte wütend auf seinen mittlerweile ehemals besten Freund zu und haute ihm direkt eine rein. Medhi war so überrascht von dem plötzlichen Angriff, dass er überhaupt nicht reagieren konnte, mit dem Bürostuhl nach hinten umkippte und ihm sein Telefon im hohen Bogen aus der Hand fiel… „Medhi, bist du noch dran? … Komisch! … Aufgelegt!“

Der am Boden liegende Gynäkologe griff sich an seine Nase, die ein wenig blutete, und starrte seinem Freund fassungslos in sein wütendes knallrotes Gesicht...

MK: Spinnst du! Wofür war das denn?
MM (auf 360): DAS FRAGST DU NOCH, DU ARSCHLOCH???? ICH MACH DICH FERTIG!!!!
MK: Sag mal, geht’s noch? Komm mal wieder runter! Welche Laus ist dir denn über die Weg gelaufen?

Medhi stand langsam wieder auf, stellte den Stuhl wieder an seinen Schreibtisch und zupfte sich seine Kleidung zurecht. Doch die nächste Wutsalve seines Freundes ließ nicht lange auf sich warten...

MM (auf 340): LASS DIE FINGER VON IHR ODER ICH BRING DICH UM!!!
MK (verwirrt): Bitte?
Hat der sie noch alle? Was soll das denn?
MM (auf 320): Du verstehst schon!
Äh, nein, keinen Schimmer, was dem werten Herrn Doktor so gegen den Strich läuft!

Marc wollte schon wieder aus dem Büro rausstürmen, doch Medhi hielt ihn an der Tür auf und versperrte ihm den Weg...

MK (sauer): Ey, du sagst mir jetzt sofort, was das hier soll!
MM (auf 340): Willst du auch noch die andere Wange hinhalten? Bitte, wenn du unbedingt willst!

Der junge Oberarzt setzte schon zum nächsten Schlag an, als Medhi ihn am Arm packte und zu beruhigen versuchte. Marc schlug seine Hand weg und blickte ihm wütend ins Gesicht. Medhi hatte immer noch keinen Schimmer, was dieser Auftritt gerade zu bedeuten hatte...

MK: NEIN! Ich will jetzt eine Erklärung von dir! SOFORT!!!

Marc ging mit ausgestrecktem Zeigefinger auf seinen momentan ehemals besten Freund zu. Medhi wich einige Schritte zurück...

MK: Ey hör auf mit dem Scheiß! Du hast gar keinen Grund, mir hier so eine Szene zu machen.
MM (auf 360): Keinen Grund? KEINEN GRUND??? DU VÖGELST GRETCHEN UND ICH SOLL KEINEN GRUND HABEN, DIR EINE REINZUHAUEN???? ICH MACH DICH KALT, DU MIESES SCHWEIN!!!

....

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28.12.2009 16:45
#241 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Medhi musste sich setzen, denn er konnte gar nicht glauben, was sein Freund ihm da gerade an den Kopf geworfen hatte... Wie kommt der denn darauf?

MK: Bitte was? Ich soll was mit ihr…?
MM (auf 340): Du hast schon richtig gehört, du Arschloch! Ich weiß ES! Habt ihr gedacht, ich bekomm das nicht raus? Wie lange geht das schon? Hey, mach dein dreckiges Maul auf!
MK: Spinnst du jetzt völlig! Wie kommst du denn darauf?
MM (auf 320): Ihr hattet Zeugen!!!
MK: Zeugen?
MM (auf 300): Vielleicht solltet ihr das nächste Mal einfach abschließen. Nur so als kleiner Tipp.
MK (verwirrt): Das nächste Mal?
MM (auf 340): EY, JETZT REICHT’S!!! Wenn du sie noch einmal anfasst, dann … dann passiert was! Aber so richtig!
MK: Nur mal fürs Protokoll, jemand hat dir gesteckt, ich hätte hier mit Gretchen gepoppt?
MM (auf 320): Jaaa, ich bin nicht blöd, Medhi!
MK (grinst): Bist du das? Im Moment glaube ich schon!
MM (auf 300): WAS? Du kannst gleich noch eine haben!
MK (hält sich schützend die Hände vors Gesicht): Mann, reg dich mal ab! Also eigentlich müsste ich das ja als Kompliment auffassen, wenn du denkst, dass ich noch Chancen bei ihr hätte.
Hä??? … Was soll das denn jetzt heißen? Wie Chancen? Ich denke, die ham… ODER ETWA NICHT? … Hä???
MM (auf 180): Bitte?
MK: Ey, raffst du es nicht? Ich hatte nichts mit Gretchen! Das letzte Mal ist fast ein Jahr her, wenn nicht noch länger. Also Jahrzehnte vor eurer Zeit.
MM (verwirrt): Aber...
MK: Marc, ich weiß nicht, wer dir diesen Mist erzählt hat, aber er hat sich getäuscht. Das war nicht Gretchen, sondern…
Hä??? Wer denn dann?
MM: Was? Etwa die Hassi???
MK: Äh ja, der Kandidat hat 100 Punkte!! Aber erzähl das bloß nicht rum! Muss ja nicht gleich jeder wissen! Und sie hat auch einen richtigen Namen.
MM (wütend): Ich mach die Alte kalt!!
MK: Ey, spinnst du! Du lässt die Finger von Maria! Hast du verstanden!
MM (Puls wieder normalisiert, nur beim Wort Gaby schlug er wieder leicht nach oben): Ganz bestimmt! Die würde ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen. Nee, ich meinte doch das Drecksstück Gaby.
MK: Schwester Gaby?
MM: Ja!
MK (erstaunt): DIE hat dir das erzählt??? Was fällt der ein? Na die kann heute was zu hören kriegen!!!

Wieso macht die das? Wieso haut die mich so in die Tonne? Ich dachte, sie hätte sich geändert und macht nicht mehr so einen Intrigenscheiß. Der werde ich aber heute Abend mal gehörig den Marsch blasen, hier so einen Mist zu verzapfen. (MK)

Jetzt meldete sich bei Marc Meier das schlechte Gewissen. Ja, kaum zu glauben, aber er hat wirklich eins!!!

MM: Scheiße Medhi, ey das tut mir echt Leid! Ich bin so ein …
MK (grinst): Ja, weiß ich doch … ein Idiot!!
Scheiße, scheiße, scheiße! Ich bin so ein Trottel. Fall ich doch tatsächlich auf das Dreckstück rein. Die mach ich fertig! … Oh Gott, was hab ich nur getan? Die redet doch nie wieder ein Wort mit mir!
MM: Oh Gott und ich hab Gretchen gerade so was von fertig gemacht im OP!
MK: Was hast du? Spinnst du? Ey die macht mir die Hölle heiß, damit ich mit dir rede und du verzapfst hier so einen Mist.
Was? Hä? Wie jetzt reden?
MM: Wie meinst du das?
MK: Na wegen deinem Vater und so. Mann, die macht sich echt Sorgen! Weißt du, wie fertig sie gestern war, als du vom Erdboden verschluckt warst. Ey, die hat gedacht, du tust dir vielleicht was an! Und ich hab mir auch Sorgen gemacht. Mensch, wieso hast du denn nie etwas gesagt?

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29.12.2009 12:35
#242 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Marc musste schlucken. Er hatte gerade die beiden Menschen fertiggemacht, die ihm am nächsten standen und die ihm eigentlich nur helfen wollten...

MM: Sie hat …
MK: Ja und weißt du auch warum? Weil sie dich liebt! Unverständlicherweise!! Also was sollte das gestern?

Marc konnte ihm nicht antworten. Er sackte auf den Stuhl, der vor ihm stand, und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Medhi blickte ihn besorgt an...

MK: Hey, was ist denn los mit dir? Wieso tickst du so aus wegen deinem Vater?

Der junge Gynäkologe versuchte, ihn wegen seinem Vater anzusprechen. Gretchen hatte ihn am Telefon darum gebeten, weil er mit ihr nicht darüber reden wollte. Aber auch bei ihm machte er komplett dicht.

MM: Ich kann und will mir über den nicht den Kopf zerbrechen.
MK: Aber wieso denn? Was ist damals passiert?

Marc gab ihm keine Antwort. Olivier Meier existierte nicht für ihn. Medhi versuchte sein Glück erneut…

MK: Aber Verdrängen…
MM: Ja das funktioniert vielleicht bei dir nicht, aber bei mir in den letzten 20 Jahren ganz gut.
MK: Ach? Und was war das dann gestern? Hockst stundenlang apathisch im Regen und haust dann ab. … Das sind Signale, dass dir das doch nicht so am Arsch vorbei geht. Also komm, rede mit mir! Was ist damals passiert? Und was heißt hier zwanzig Jahre? Habt ihr euch etwa zwanzig Jahre lang nicht gesehen?
Och nee, jetzt fängt der auch noch damit an. Da hab ich echt keinen Bock drauf!
MM (abweisend): Das geht dich nichts an.
Boar dieser alte Sturkopf!!! Alles mit sich selbst ausmachen und ja keinen an sich heranlassen! Mann, du hast es tausendmal bewiesen, Selbstbeschiss funktioniert nicht! Wenn du so weiter machst, bist du sie schneller wieder los, als du denken kannst.
MK: Dann rede wenigstens mit Gretchen. Die zerbricht sich nämlich den Kopf wegen dir. Wenn ich dir noch etwas über Beziehungen beibringen kann, dann das Zauberwort Vertrauen. Und wenn du das nicht zulässt, dann ist sie irgendwann weg. Merk dir das! Und jetzt zisch endlich ab und versöhn dich! Du brauchst jemand Starkes an deiner Seite, wenn du dich doch endlich traust, die Vergangenheit in Angriff zu nehmen. Und sie ist definitiv die Starke in eurer Beziehung. Das hab ich gemerkt!
MM: Äh...
MK: Raus jetzt!!

Marc Meier verließ schließlich das Büro seines wieder besten Freundes. Er ging einige Schritte den Flur entlang und ließ sich dann an einer Wand zu Boden sinken...

Mann, in was für eine Scheiße hab ich mich da nur wieder geritten? Das kann doch nicht angehen, dass ich auf Gaby höre. Ey das Dreckstück mach ich fertig, mir so einen Wurm in den Kopf zu setzen. Und dabei wollen die beiden mir doch nur helfen. Aber ich brauche keine Hilfe. Verdammt! Ey, das Arschloch ist mir völlig egal. Der soll nur schnell auf die Beine kommen und hier endlich abhauen. Ich will endlich meine Ruhe haben. Ey, die ganze Grübelei macht mich so was von fertig. Ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. Stattdessen hau ich meinem Kumpel eine rein und mach meine Süße vor versammelter Mannschaft runter. Schöne Scheiße, Meier!!! Wenn du so weitermachst, bist du sie schneller wieder los, als du bis zehn zählen kannst. Ob Medhi Recht hat? Ist sie wirklich die Stärkere in unserer Beziehung? … Scheiße! Was soll ich denn nur machen?

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29.12.2009 16:14
#243 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Nach der Kopfwäsche von Dr. Kaan steht unserem attraktiven Chirurgen noch ein zweiter schwerer Gang nach Canossa bevor. Mal sehen, wie er sich schlägt. Naja, erst einmal kämpft er nur gegen den inneren Schweinehund und dann eventuell gegen eine vor Wut schäumende Assistenzärztin! Und keine Sorge, Gaby bekommt auch irgendwann mal ihr Fett weg, aber noch nicht so bald. Viel Spaß mit dem neuen Teil! Meine Kommiseite ist so leer!! Oder wollt ihr vor Sylvester keinen Zucker??? GLG Lorelei


Kurze Zeit später

Der sichtlich zerknirschte Dr. Meier betrat schließlich zögerlich das Stationszimmer der Chirurgie und warf Schwester Sabine, die an der Theke saß und überrascht von ihrem neuen Dr. Rogelt-Band, „Twilight. Dr. Dracula beißt zu!“, aufblickte, einen „Verziehen-Sie-sich-aber-zz!!!“-Blick zu, die daraufhin schnell aus dem Zimmer verschwand. Der Chirurg wandte sich nun seiner Assistenzärztin zu, die am Schreibtisch am Fenster saß und eifrig Akten bearbeitete. ... Ok, Augen zu und durch! Dackelblick, Entschuldigung und Erniedrigen, das ist wohl die einzige Methode, die jetzt noch was bei ihr bringt. Seh doch die Rauchsäule über ihrem Kopf. Die ist sauer, aber so richtig. Scheiße!! Warum bin ich auch so ein blöder eifersüchtiger verliebter Trottel? Ach ja, Selbstbeschimpfung hatte ich noch vergessen! ... Oh Gott, hoffentlich hört die mir überhaupt zu! Die haut mir doch gleich wieder eine runter oder? Macht sie doch immer so. Oder sie droht mir mit Sexentzug? Oder sie haut gleich ganz ab? Nein!!! ... Hätte ihr vielleicht doch Schokolade mitbringen sollen so als Bestechung oder so? Scheiße! Die hab ich nun selber schon aufgefuttert, weil ich seit ner halben Stunde hier um das Zimmer herumtanze. Ey, ich bin echt krank! Die frustrierte Hassi-Ziege hat auch schon so blöde gekuckt. Hat mich wohl mit Haasenzahn verwechselt, weil diesmal ich mit ner Tafel Schokolade am Automaten lehnte. Soweit ist es schon gekommen, dass ich meiner Süßen den Süßstoff wegfuttere!!! Dabei hasse ich doch Schokokram. Oh Gott, ich verwandle mich schon in Medhi und mutiere zum Frustfutterkönig! Hilfe!!! ... Meier, hör endlich mit den idiotischen Spinnereien auf und marschier zu ihr hin!! Aber ZZ!!! ... Ich trau mich nicht! ... Äh hallo, bist du ein Mädchen oder was? Wenn du heute Abend nicht allein in deine Koje willst, dann mach jetzt endlich dein verdammtes Maul auf, Meier! Ein kleines Sorry wird ja wohl nicht so schwer sein! ... Äh naja bei ihr schon!

Gretchen war immer noch sauer wegen seiner harschen Ansagen vorhin im OP und wollte ihn eigentlich den Rest des Tages mit Missachtung strafen ... Nicht mit mir Dr. Meier!!! So lass ich nicht noch mal mit mir reden!!! Wenn du mir schon nicht vertraust, was deinen Vater betrifft, so verlang ich wenigstens ein bisschen Respekt und Professionalität im OP. Wir sind schließlich erwachsen und nicht im Kindergarten! Wie die wieder alle im OP gekuckt haben. Die denken doch jetzt bestimmt, dass bei uns wieder Schluss ist oder dass ich wirklich nichts drauf hab als Ärztin. GGGGGRRR!!! Du blöder Gockel-Oberarsch!!! Ich lass dich zappeln, bis du schwarz wirst. Und glaub ja nicht, dass ich heute Abend mit zu dir gehe. Der Ofen ist aus. Hab die Zündhölzer vorhin vor Wut weggeworfen! Pah!!! Das hast du jetzt davon! So geht man nicht mit SEINER FREUNDIN um, du Vollpfosten. Du musst schon auf den Knien angekrochen kommen, damit ich dir das verzeihe. Nein, so lass ich mich nicht mehr von dir behandeln, Marc. Ich bin nicht mehr das kleine schüchterne Haasenzahn, das alles mit sich machen lässt. Nein, ich bin eine selbstbewusste, starke Fast-Chirurgin und ich mache keine Fehler im OP. Ich bin genauso gut wie du und ich kann mich wenigstens da drin beherrschen und raste nicht gleich grundlos aus. Wenn du unbedingt deinen Frust loswerden willst, dann geh boxen oder polier deine Matchbox-Autos oder was weiß ich, wo Gefühlskrüppel ihr Testosteron abbauen, aber lass mich damit in Ruhe. Sonst machst du irgendwann alles kaputt und das will ich nicht. Dazu lieb ich dich viel zu sehr. Aber bei aller Liebe, noch einmal so ein Auftritt und ich ... ja äh .... hmm ... was mach ich dann? Ihn im OP auflaufen lassen? Ihm vor allen Augen eine runterhauen oder mich bei Paps beschweren? Keine Ahnung!!! Aber dann wirst du mich kennen lernen, Freundchen. Ich bin mal gespannt, wie du aus der Nummer wieder rauskommen willst. Da brauchst du auch gar nicht mit dem Dackelblick oder sonst was kommen. Ich bleib hart. Außerdem will ich die Akten heute noch fertig kriegen. Mein richtiger Chef, PAPA, wird mir dankbar sein. Von dir hab ich ja noch nie ein kleines Danke gehört. Ach egal. So wo war ich? Frau Schmitz, ok Privatpatientin, die kommt auf den Stapel. Halmich, Regina, die ist gestern entlassen worden. ... Oh!!! ES kann doch reden! Welch Wunder!!! Da bin ich jetzt aber mal gespannt. Was kommt denn jetzt? Ich glaub, ich hab Halos? Hat er das jetzt wirklich gesagt? Das aus seinem Mund? ..., aber schon beim ersten Satz ihres Oberarztes wurde sie doch wieder weich und drehte sich zu ihm herum...

Lorelei Offline

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30.12.2009 09:42
#244 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Et voilà Haase vs. Meier die Erste!!! Viel Spaß!!


M (Dackelblick!!!): Gretchen, ähm ... du ... also ... es tut mir echt leid wegen vorhin. Ich wollte nicht so ausrasten, aber...

Oh, Marc Meier entschuldigt sich!!! Das gibt’s ja nicht!!! … Das ist ja glatt eine Meldung auf NTV wert oder zumindest eine kurze Notiz in der BILD auf Seite 20 unter der Werbung. … Er gesteht sich einen Fehler ein! Hmm … Hab ihn gut erzogen in den paar Tagen!

G (lächelt): Schon gut. Hab schon verstanden, was eigentlich mit dir los war.
Scheiße, die blöde Schlampe hat das tatsächlich schon im ganzen Krankenhaus rumerzählt. Die dumme Sau! Ich bring sie um ein für alle mal!!!
M: Äh die hat es wohl schon überall rumgetratscht was? Scheiße!!!

Hä? Wer hat was rumgetratscht? Weiß doch keiner, dass der Mann sein Vater ist. Ich hab nichts erzählt. Nicht mal Sabine ahnt etwas. Und die hat mich vorhin ganz schön auszuquetschen versucht. Bin aber hart geblieben. Ich glaube, das ist Marc ganz recht so.

G: Wer? Was? Das mit deinem Vater?

Hä? Was hat das jetzt mit meinem Alten zu tun? Weiß doch keiner. Hoffe ich! Das muss nun wirklich niemand wissen. … Heißt das jetzt, sie weiß das noch gar nicht? Medhi hat sich noch nicht bei ihr ausgeheult? Hmm…

M: Nee, das meine ich nicht.
G: Und was dann?
Ich glaube, ich halt mal lieber die Klappe! Wenn die hört, dass ich schon wieder grundlos auf Medhi losgegangen bin, dann rastet die wieder aus. Auf noch mehr Katastrophen hab ich echt keinen Bock!!!
M: Ach nix weiter.
Der verheimlicht mir doch etwas!!!
G: Was Marc? Waaas?

Na toll, sie wird nicht locker lasser! Kenn sie doch!!! Ok, dann raus mit der Sprache. Soll sie doch dann Gaby die Augen auskratzen! Muss ich mir dann wenigstens nicht mehr die Finger schmutzig mache.

M: Ähm … naja ... wie soll ich sagen? … Also Gaby hat da so ein Gerücht verbreitet.
Gaby? Wieso jetzt Gaby??? Und was für ein Gerücht???
G (neugierig): Was hat die?
Mehr sag ich aber nicht!
M: Schwamm drüber!
G: Nee, nee, ich will das jetzt hören! Also was?
Mann, wieso ist die immer so hartnäckig? Wenn sie so kuckt, kann ich nicht… Verdammt!!!
M: Äh … naja … ähm ... also ... dass du und Medhi … ähm … gestern Abend … na du weißt schon.
Hä??? Was ist denn mit Medhi?
G: Äh nein, weiß ich nicht.
Scheiße!!! … Mann, spuck es schon aus Meier! Sie wird dir schon nicht den Kopf abreißen! Oder etwa doch?
M (mit zugekniffenen Augen): Naja … ähm … dass da etwas zwischen euch gelaufen ist.
Puh, es ist raus!! Also Kopf einziehen und ihr Geschrei über mich ergehen lassen! Ein Meier hält das aus. Hab ja dreiunddreißig Jahre fleißig bei meiner Mutter trainiert!

WAAAAASSSSSS???????
G (stinksauer): WAAAAASSS??? Hat die den Arsch offen???
Was? Hat sie das wirklich gerade gesagt? HAAAASENZAAAAAHN!!!! … Ich liebe es, wenn sie so temperamentvoll und vulgär ist. RRRRRrrrrr… Das macht mich an!
M (grinst): Äh so könnte man das auch sagen.

Marc war überrascht über ihren Temperamentsausbruch und sah wieder das Funkeln in ihren Augen, das er so sehr an ihr liebte...


Ja, ja, Herr Doktor Meier, denk ja nicht, dass es damit schon gegessen wäre!! Dieses war der erste Streich und der zweite folgt sogleich. Naja dann heute Abend irgendwann, je nachdem wie ich es schaffe. Bin jetzt erst mal ne Weile unterwegs. Eure Lorelei

Lorelei Offline

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30.12.2009 15:17
#245 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hab’s doch schneller geschafft. Hier Haase vs. Meier die Zweite. Viel Spaß!!! Liebe Grüße an meine Leser und Kommentatoren. Eure Lorelei


Doch Gretchen schaute ihren Liebsten vorwurfsvoll an...

Das war also doch ein Gockelauftritt vorhin im OP!!! Ich fass es nicht. Hat er ernsthaft geglaubt, dass ich und Medhi…? Wie kann er das überhaupt nur denken? Ich liebe doch nur ihn und niemand Anderes. Das hat doch auch Medhi kapiert. Naja, er versucht es zumindest. … Oh Gott, hoffentlich war er noch nicht bei ihm! Will nicht wissen, wie der jetzt aussieht! Marc hätte ihn doch windelweich geprügelt. Der arme Medhi! Immer kriegt er alles ab. … Aber nicht mit mir mein Lieber! Mir im OP so eine Eifersuchtsszene hinzulegen! Na warte!

G (sauer): Und nun zu dir, mein Lieber. Du glaubst ihr den Scheiß auch noch? Spinnst du?
War ja klar, dass sie so reagiert. Jetzt bin ich wieder der Böse! Der Böse, der den armen Medhi verprügelt. Scheiße!!!
M (Unschuldsmiene!!!): Äh ... nein!
Das klang mir jetzt aber nicht sehr überzeugend! Wieso glaubt er das? Vertraut er mir denn nicht?
G: Sag mal, vertraust du mir nicht? Wie kannst du überhaupt nur denken, dass ich noch mal mit Medhi…?
Ich weiß es doch auch nicht. Ich hab halt manchmal immer noch die Angst, dass sie vielleicht lieber mit ihm… Ach ich weiß doch auch nicht.
M: Äh tut mir leid, natürlich vertrau ich dir, aber bei Medhi seh ich halt rot.
G: Aber wieso denn? Unser Verhältnis ist doch längst geklärt.

Naja, deinerseits vielleicht, also hoffe ich doch mal, aber er … er ist doch immer noch total in dich verschossen. Sieht doch ein Blinder mit Krückstock! Der lauert doch auch nur auf den nächsten Schnitzer von mir. Und wie man gerade gesehen hat, kommt der bestimmt. … Was ist, wenn du irgendwann merkst, dass er doch besser … Ach Scheiße, dieser Gedanke macht mich noch wahnsinnig! … Mann Meier, was heulst du hier denn so rum? Dein Selbstmitleid ist ja nicht mehr auszuhalten! Bist du ein Mann oder eine Memme? Sie sagt, sie liebt dich, also ist das auch so. Da kann auch ein Frauenarzt nichts dagegen tun.

M: Aber …
G: Was aber?
M: Ähm … naja … ich hab halt manchmal das Gefühl, dass er noch … dass du ihn vielleicht … ähm naja … dass ihr vielleicht ... ähm ... doch besser zusammenpassen würdet und … ach ich weiß doch auch nicht.
Was? Aber wieso denkt er das denn?
G (erstaunt): Bitte? Wie kommst du denn darauf?
M: Naja … ähm … das mit uns … das ist doch total chaotisch. Und wir sind doch total verschieden und … und dann ist ja auch noch das, was in der Vergangenheit war und so … Ach Scheiße verdammt!

Mann, wieso bin ich denn jetzt so rührselig? Das bin ich doch sonst auch nicht.

Dass er solche Selbstzweifel und Verlustängste hat, das wusste ich ja gar nicht. Aber er muss doch merken, dass ich ihn gerade weil er so ist, wie er ist, so sehr liebe. Mich wirst du nicht mehr los, das verspreche ich dir, Marc Meier.

G: Aber das ist doch gerade das Schöne daran.
M: Wirklich?
G: Ja!
M: Ach ich denke halt manchmal, dass … wenn … ach scheiße … ich will halt nix falsch machen, aber irgendwie mach ich dann doch wieder alles falsch. … Medhi ist da ganz anders. Er weiß ganz genau, wie er mit dir umgehen muss. Er kennt dich halt viel besser. … Das macht mir halt manchmal Angst irgendwie … Ach ich weiß doch auch nicht. Blöd ne?

Gratulation Meier, du bist doch ein Weichei!!! Heulst hier rum wie ein Mädchen!! Also echt jetzt!!!

So emotional kenne ich ihn ja noch gar nicht! Irgendwie schon süß, dass er sich solche Gedanken macht. Er hat Angst, mich zu verlieren. Das zeigt mir doch, wie sehr er mich liebt. Aber er muss sich doch keine Sorgen wegen Medhi machen. Ich will doch nur dich, du Idiot!

G: Hey, ich will nicht Medhi, ich will dich, du Idiot! Ich wollte immer nur dich! Schon mein ganzes Leben lang.
M: Wirklich?
Ja natürlich!!! Von der erste Minute an!
G: Komm mal her!
M (leise): Was?

Gretchen nahm ihn in den Arm und schaute ihm tief in die Augen...

G: Ich liebe dich! Weißt du das denn nicht? Wir stehen doch erst am Anfang. Wir müssen erst einen Rhythmus miteinander finden, uns kennen lernen, mit allen Macken und so. Das braucht halt alles seine Zeit. Aber du machst es mir ja auch nicht leicht, wenn du dich so vor mir verschließt. Ich hatte gestern eine Scheißangst um dich. So kannte ich dich gar nicht. Und dann machst du mich heute die ganze Zeit nur runter. Ich hasse das!
M: Ich ja auch! Tut mir leid!
G: Schon gut. Weiß ja jetzt, was mit dir los ist. Aber du musst dich mir auch ein wenig öffnen, sonst funktioniert das nicht mit uns beiden! Und ich will, dass das funktioniert. Hörst du? Weil ich dich liebe.
M: Ich dich doch auch.
G: Also keine Ausraster mehr wegen deinem Vater und vor allem keine Eifersuchtszenen mehr wegen Medhi?
Ich versuch’s ... äh irgendwie!
M: Versprochen!
Endlich hat er es kapiert! Juhu!!!
G (strahlt): Gut! Dann küss mich jetzt endlich, du Gockel du!!!

Dieser verlockenden Aufforderung kam Dr. Meier natürlich gerne nach. Die beiden versanken in einem langen, ganz sanften und zärtlichen Kuss. Die dunklen Wolken verzogen sich wieder und die Tür zum siebten Himmel war wieder weit geöffnet, zumindest für Marc Meier und Gretchen Haase.

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Lorelei Offline

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30.12.2009 23:43
#246 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ja, die Liebe kann so schön sein!!! Aber es bleiben halt auch manche auf der Strecke, wie die folgenden Episoden zeigen werden. Ich sage nur „Liebeskummer lohnt sich nicht…“!!! Viel Spaß!! Und Kommis nicht vergessen! Freu mich! Eure Lorelei


Dr. Medhi Kaan kam gerade am Stationszimmer vorbei, als sich die beiden wieder versöhnten. Er hörte Gretchens Liebesbekundung und musste wieder einmal schwer schlucken. Einmal mehr wurde ihm schmerzlich bewusst, dass er sie für immer an seinen besten Freund verloren hatte. Diese bittere Erkenntnis traf ihn wieder mitten ins Herz und machte ihm schwer zu schaffen. Er wollte sie ja vergessen. Aber mit dem Vergessen war das so eine Sache, v.a. weil es immer wieder er war, der die beiden in die richtige Richtung lenken musste, wenn bei ihnen mal wieder Stunk war. … Scheiße Mann, ich kann das nicht mehr! Ich halt das nicht mehr aus! Die beiden so zu sehen, das … Verdammt!!! … Er wollte nur noch weg. Weg von ihr, weg von ihm, weg von seinen trüben Gedanken.

In dem Moment kam Dr. Maria Hassmann den Gang entlang. Sie lächelte ihn verführerisch an. Er lächelte kurz zurück. … Ok, ich muss sie ein für alle mal vergessen! Jetzt!!!! … Medhi schnappte sich die junge Frau, blickte sich kurz um, ob jemand sie beobachtete und schob sie in die Wäschekammer, wo er sie nach allen Regeln der Kunst stürmisch verführen wollte. Maria war ganz überrascht, dass er auch so leidenschaftlich sein konnte. Eine ganz neue Seite an ihm, die sie noch nicht kannte, aber die ihr sehr gefiel. Bisher musste sie ihn immer in gewisser Weise dazu drängen. Dass er jetzt einmal selbst die Initiative ergriffen hatte, machte sie mehr als an und so gab sie sich ihm voller Leidenschaft hin. Es kam zu einer wirklich heißen Begegnung zwischen den beiden Ärzten.

Während Medhi nur seinen Herzschmerz betäuben wollte, verliebte sich die junge Neurologin immer mehr in ihren attraktiven Liebhaber. Erstmals dachte sie darüber nach, ob aus ihrer stürmischen Affäre vielleicht doch irgendwann einmal mehr werden könnte. Ein Gedanke, der dem jungen Gynäkologen zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht in den Sinn kam.

...

Lorelei Offline

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31.12.2009 00:43
#247 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Nach einigen heißen Minuten sanken die beiden erschöpft auf den Wäscheberg hinter sich. Maria grinste den heißblütigen Mann neben sich an…

MH: Wow Medhi … ähm … das war … ähm wow! Hätte nicht gedacht, dass du auch so sein kannst!
Wow, das war so geil!! Wahnsinn!! Ich will mehr davon Medhi!! Unbedingt!!! Uuuuhhh, ich kann nicht mehr!!

Na toll, was für ein Kompliment. Sie hat dich also auch immer nur für ein Weichei gehalten. Gratulation Medhi Kaan! Jetzt hast du die Bestätigung. Du bist ein Looser auf ganzer Linie. Sie wird das auch bald merken und ist weg, wie all die anderen vor ihr auch.

MK: Hmm. Bin halt doch nicht der langweilige Frauenarzt, der es zuhause nur unter der Bettdecke treibt, wie ihr alle denkt.
Was hat der denn? Wieso ist der denn jetzt so beleidigt? Hat es ihm etwa nicht gefallen? Oh Gott, war ich so schlecht? Ich dachte eigentlich, ich sei gut gewesen.
MH: Das habe ich nie gesagt.

Aber gedacht! Das denkt ihr doch alle von mir. Deshalb ist Anna zu ihren Freiern gegangen und Gretchen hat sich Sexgott Meier an den Hals geworfen. Wie ich ihn dafür hasse! Was hab ich denn falsch gemacht, dass sie mich nicht will? … Och Medhi, heul jetzt nicht rum! Du steckst schon wieder ganz tief drin in der Deprischeiße. Ey kuckt dich doch mal um! Du hast eine heiße sexy Frau neben dir liegen, hattest gerade grandiosen Sex und du suhlst dich trotzdem im Selbstmitleid! Mann, raff dich endlich auf! Das Leben geht auch ohne SIE weiter. Das hast du doch das ganze letzte Jahr auch geschafft. Was ist denn jetzt anders?

MK: Ach egal.
Der kann doch nach der Nummer eben nicht so mies drauf sein! Was hat der denn?
MH: Hast du schlechte Laune?
Nein, hab ich nicht! Sieht man doch, ich bin das blühende Leben! … Scheiße, es hat doch nicht gewirkt. Ich denke immer noch nur an SIE!!! Verdammt!!!
MK: Nee, mir geht’s gut.
MH: Wirklich?
Der hat doch was!
MK: Wäre ich dann hier?
Was ist der denn jetzt so schnippisch? Ist ja schlimmer als der Meier manchmal!
MH: Also ich war schon überrascht, dass du mich so … äh … überfallen hast.
MK: Hatte halt Bock!

Das war alles? Der hatte einfach nur Bock??? Das enttäuscht mich dann doch ein wenig. Komisch! Gefällt mir gar nicht, dass er jetzt so ist. Wenn ich nicht wüsste, dass das Medhi ist, könnte man denken, dass es der Meier ist, also der alte Meier, der noch nicht am Haasen hing. … Gut, ich habe die Erfahrung nie gemacht. Gott sei dank ist mir das Trauma erspart geblieben! Aber ich könnte mir vorstellen, dass der so seine ganzen Schlampen abgefertigt hat. Hmm… Was ist denn nur mit Medhi los? Wo ist sein süßes Lächeln hin? Wo sind seine charmanten Komplimente? So eine Nummer wie jetzt, das ist doch nicht Medhi!

Boar ey Medhi, geht’s noch? Wie redest du denn mit ihr? Sie ist doch nicht irgend so eine Bordsteinschwalbe, die du abgeschleppt hast und nach vollzogenem Akt wegwirfst wie ein Stück Dreck. Ey, das bist doch nicht du! Was ist los mit dir? Wenn du so weiter machst, bist du sie auch gleich noch los! Das ist Maria! Eine tolle Frau! Sie hat mehr verdient, als nur eine schnelle Nummer in der Besenkammer!!!

MH: Ach?
Ich hab keine Lust mehr auf das Gequatsche. Mir geht’s schon beschissen genug. Da muss ich nicht auch noch durchdiskutieren, wie das gerade war. Es war geil und Punkt!
MK: So ich werd dann mal wieder.

Medhi stand auf und begann, sich wieder anzuziehen. Maria schaute ihm enttäuscht zu…

MH: Du willst schon gehen?
Können wir nicht noch ein bisschen kuscheln und so? … Äh Maria, wie bist du denn drauf? Seit wann willst du denn danach noch kuscheln? … Ich will doch nur noch eine Weile seine Nähe spüren, in seinen starken muskulösen Armen liegen, seinen Herzschlag hören, seinen warmen Atem auf meiner Haut spüren, ihn riechen. Was ist denn falsch daran? … Äh … Oh Gott, ich glaube, ich bin verknallt!!! Hilfe!!! Wie konnte das denn passieren???

MK: Bin im Dienst. Hab gleich noch nen Kaiserschnitt.
MH: Ach so. Schade! Ähm wenn du willst, also wir können … ähm das hier … ähm heute Abend gerne wiederholen. Sarah ist bei ihren Großeltern. Also ich hab sturmfrei.

Bitte, bitte, bitte, komm!!! … Ey Maria, Betteln steht dir nicht!!! … Oh Gott, ich bin nicht nur verknallt, ich benehme mich schon wie ein verliebter Teeny! Das geht ja mal gar nicht. Sofort das Schmachten einstellen!!! Ey, was soll er denn jetzt von mir denken?

Oh, sie würde noch mal wollen, obwohl ich gerade so blöd zu ihr war? Äh was soll ich denn jetzt davon halten? … Also das mit ihr ist schon geil äh schön und so, aber ... Hmm… Ich weiß nicht. Soll ich? … Oh! … Mist, ich bin doch heute noch … Das hätte ich ja fast vergessen. … Oh Gott, was soll ich ihr denn jetzt sagen? Ich kann ihr doch nicht sagen, dass ich noch mit Gaby verabredet bin. … Gut, ist ja eigentlich kein richtiges Date. Sie braucht ja nur Hilfe beim Möbelschrauben. Aber das klingt doch schon irgendwie komisch oder?

MK: Hab schon was vor.
MH (enttäuscht): Ach? Was denn, wenn ich fragen darf?
Mist!!! Was sag ich ihr denn jetzt?
MK: Äh nix Besonderes. Nur ein Bierchen mit nem Kumpel… also ein alter Schulfreund ist in der Stadt. Hab ihn lange nicht gesehen. Könnte spät werden.

Schaaaade!!! … Maria, jetzt ja nicht deine Enttäuschung zeigen! Er hat ein eigenes Leben. Ihr seid nicht zusammen. Also kannst du auch nicht erwarten, dass er jeden Abend für dich bereit steht. Du wolltest ja nur eine Affäre. Also musst du jetzt auch damit klarkommen! … Scheiße!!!

Medhi, hast du sie noch alle? Wieso belügst du sie? Du bist so ein schlechter Lügner! Das hat sie sicherlich gemerkt. Sie ist doch nicht blöd. … Mann, was ist denn los mit dir? Wieso machst du das? … Ich weiß es doch selbst nicht. Aber wenn sie wüsste, dass ich bei Gaby bin, dann denkt sie doch … Ach keine Ahnung. Noch mehr Katastrophen kann ich echt nicht gebrauchen! Mir geht’s grad beschissen genug wegen … Scheiße Medhi, nicht daran denken! Ablenken!! So wie eben. Das hat dir gut getan. Und heute Abend dann etwas körperliche Betätigung bei Schwester Gaby. Irgendwie kriegst du Gretchen schon aus deinem Kopf. Liebschaften und Freundschaften pflegen! Das ist der richtige Weg. Hoffentlich!!

MH (leicht enttäuscht, aber nicht beunruhigt): Ach so! Na dann wünsche ich dir viel Spaß heute Abend.
MK (lächelte gequält): Äh ja danke.

Maria zog sich jetzt auch wieder an, dann presste sie den attraktiven Gynäkologen gegen die Tür und gab ihm noch einen heißen Abschiedskuss, den er auch mit großer Leidenschaft erwiderte. Und schon schlichen sie sich ungesehen aus der Wäschekammer, beide mit einem fetten Grinsen auf dem Gesicht.

Lorelei Offline

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31.12.2009 10:57
#248 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Gretchen und Marc betraten am Abend seine Wohnung oder besser gesagt torkelten sie knutschend in sein Wohnzimmer. Sie hingen mit den Lippen aneinander. Marc hielt ihre Taille fest umschlossen und schob sie in das Zimmer, als Gretchen mit ihrem Rücken plötzlich gegen einen harten Gegenstand stieß. Erschrocken öffnete sie die Augen, löste sich von den Lippen ihres Freundes und drehte sich um. Das Liebespaar stand direkt vor Medhi, der gerade zur Tür hinaus wollte und dabei mit Gretchen zusammengestoßen war. Sch…!!! … dachten alle drei und schauten sich beschämt an. Marc nahm sofort die Finger von seiner Freundin. Er konnte am traurigen Gesichtsausdruck seines Freundes lesen, dass dieser immer noch Probleme damit hatte, dass er jetzt mit Gretchen zusammen war. Und nach der Fastschlägerei heute Nachmittag hatte er etwas wieder gut zu machen und wollte nicht noch mehr darauf herumreiten. Und irgendwie war er ihm ja auch dankbar, dass er ihm mal wieder einen Arschtritt verpasst hatte, um sich mit Gretchen zu versöhnen. … Woher nimmt der nur die Kraft? Ihm geht’s scheiße, aber dennoch hilft er mir mit meiner Süßen. Danke Alter!!! … Medhi atmete einmal mehr tief durch und begrüßte die beiden mit einem eher gequälten Lächeln...

MK: Na wieder versöhnt?
G: Äh ja. Hallo Medhi!

Oh Gott, das war ja mal wieder eine Glanzleistung von uns. Peinlich!!! … Äh woher weiß er das eigentlich, dass wir uns gestritten haben, also dass Marc heute so eine Aufstand gemacht hat? Oder war er etwa doch bei ihm? Das ist doch ein Kratzer an seiner Nase? Der war gestern Abend noch nicht da! Marc wird doch nicht? ... Natürlich hat er!!! Ich kenn ihn doch. Der hat auch bei Medhi einen Gockelauftritt hingelegt!!! Mann Meier, willst du mich jetzt als Fettnäpfchenmeister ablösen oder was? Der arme Medhi!

MM: Oh, du bist ja da?
Ok. Die wollen anscheinend alleine sein. Schöne Scheiße auch! Mann, ich ertrag das einfach nicht, dass sie ihn so glücklich anstrahlt. So hat sie mich nie angesehen. Bloß weg hier!!!
MK: Äh ja ... nein, also ich bin schon aufm Sprung. Hab noch was vor. Bin dann mal weg.

Medhi schnappte sich seinen Autoschlüssel und griff nach der Werkzeugkiste, die neben der Eingangstür stand. Marc wunderte sich... Was hat der denn vor?

MM: Ach? Mit Werkzeugkiste? Was wird das denn? Willst du bei der Hassi ein Rohr verlegen?
Hahaha!!!!
G: Maaarc!
M (grinst): Was denn?

Oh Mann, allein die Vorstellung ist so was von krank! (MM)

Ich will gar nicht wissen, was er mit Maria vorhat. Naja, Hauptsache er ist glücklich. (G)

Das muss Meier nun wirklich nicht wissen. Entweder würde er mir eine Standpauke halten oder er würde sich schlapp lachen. Naja, die zweite Variante ist wohl logischer für ihn. Aber war doch eine gute Idee, dass ich ihr zugesagt habe. So muss ich die beiden nicht ertragen, wie sie hier… Bloß nicht daran denken! Sonst schaltet sich wieder dieses blöde Kopfkino ein. Wie ich es hasse! Also hau schnell hier ab! (MK)


MK: Schönen Abend noch.
G: Du auch.
MM (grinst): Tschüß! Und tue nichts, was ich nicht auch tun würde.
Der wieder! (G/ MK)

Medhi zog schnell die Tür hinter sich zu und Gretchen und Marc waren nun allein in seiner Wohnung...


Behaltet das mit dem Handwerker Medhi mal im Hinterkopf! Da kommt bald noch etwas sehr sehr sehr Interessantes nach. Wir bleiben aber vorerst in der Meierschen Wohnung. Da bleibt es nämlich auch spannend! Teil 1 stell ich dann vielleicht noch rein, aber nur wenn ich heute noch ein paar Kommis bekomme. Bin doch ein kleinwenig enttäuscht, das gestern so wenig kam. Eure Lorelei

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31.12.2009 16:12
#249 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo meine Lieben,

wie versprochen, einen habe ich noch für euch. So zum Jahresabschluss habe ich mir gedacht, schenke ich euch noch einen kleinen witzigen Meier-Haase-Dialog. Ihr wisst, was das bedeutet? Viel Spaß! Die Fortsetzung folgt dann im neuen Jahr!!!

Ich möchte mich auch noch einmal ganz herzlich bei allen meinen Lesern und fleißigen Kommentatoren für eure Treue bedanken. Ihr seid die Besten! Danke!

ICH WÜNSCHE EUCH ALLEN EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR!!! WIR SEHEN UNS DANN NÄCHSTES JAHR AN DERSELBEN STELLE!!! Eure Lorelei



Kaum war die Tür ins Schloss gefallen, hatte Marc seine Hände wieder an die Taille seiner bildhübschen Freundin gelegt und zog sie ganz nah an sich heran. Sie konnte sich nicht dagegen wehren, wollte sie ja auch eigentlich gar nicht, und schon waren seine Lippen wieder auf ihren und eine minutenlange Knutscherei begann. Irgendwann lösten sich die beiden wieder und Dr. Meier startete seinen Eroberungsfeldzug...

M: Und was machen wir beiden Hübschen jetzt mit der sturmfreien Bude? Also ich hätte da schon so eine Idee.

Marc zwinkerte ihr spitzbübisch zu. Gretchen lächelte verführerisch zurück…

Kann mir schon denken, was du willst, aber mein knurrender Magen ist leider stärker als du! Armer kleiner Dr. Meier!

G (grinst): Ich auch.
Hach… sie versteht mich ohne Worte! Wie geil ist das denn! Und jetzt ab in meine Liebeshöhle, du Luder!!
M: Na dann! Den Weg in mein Schlafzimmer kennst du ja ne?
Natürlich kenn ich denn! Ich weiß sogar, wie es unter deinem Bett aussieht, mein Lieber! Aber ich habe leider etwas anderes vor, du Casanova du.
G: Äh ich hatte eigentlich an die Küche gedacht.
Uuuhhh, mein heißes Luder will es also mit Gott aufm Küchentisch treiben!!! Juhu!!! Na gut, wenn du das unbedingt willst, mein scharfer Haasenzahn. Also dass sie auf solche Gedanken kommt, schon geil!!!
M (grinst): Auch ne Idee. Dann komm!

Dr. Meier schob Dr. Haase voller Vorfreude in die Küche und schaute sie dann eindringlich an, als sie am Küchentisch lehnte…

Na Haasenzahn, bereit für eine Spritztour mit Gott?

Oh, was hat der denn auf einmal für einen Blick drauf? Den kenn ich doch. Das ist doch … Nein, das ist doch der „Ich-vernasch-dich-gleich-hier-auf-der-Stelle“-Blick!!! Wie kommt der denn darauf, dass ich jetzt mit ihm hier…? Hab doch überhaupt keine Signale gesendet! Nicht dass ich wüsste. … Nee, mein Lieber, das kannst du knicken. Jetzt nicht! Ich sterbe gleich vor Hunger. Hab durch den ganzen Stress heute noch gar nichts weiter gegessen. Kein Wunder, dass meine Mutter denkt, ich sehe so dünn aus. Das ist alles deine Schuld, Dr. Meier! Obwohl müsste das ja auch irgendwie positiv sehen, so brauche ich keine neue Diät mehr. Mach ja jetzt die Marc-Meier-Diät! Die macht nicht nur schlank, sondern auch süchtig.

G: Und was gibt’s?
Hä???
M: Wie was gibt’s?
Speed- oder Loveboat, meine Liebe? Das ist deine Entscheidung!!! Obwohl ich wäre ja für Speedboat! Noch länger halte ich das nämlich nicht mehr aus. Ich will dich jetzt und hier!!!
G: Na zu essen!
WAS???
M (verwirrt): Wie essen?
G: Was wir essen wollen?
Wie? Die denkt ans Essen? Das ist nicht wahr oder? Wie kann sie denn ans Essen denken, wenn Gott vor ihr steht?
M (enttäuscht): Äh du meinst also wirklich …?
G: Marc, du hast mich zu dir nach Hause eingeladen, also musst du auch etwas zu essen da haben. Hab nämlich Hunger!

Och nee, sie will wirklich nur essen! Das gibt es ja nicht!!! Verdammt!!! Good Bye, little äh big Meier!!! Landeerlaubnis verweigert!

Hihi! Ich glaube, er ist enttäuscht, dass ich nicht gleich mit ihm in die Kiste gesprungen bin. Was hat der denn gedacht? Dass wir es hier auf dem Küchentisch treiben oder was? … Uuuhh, nicht daran denken, sonst wirst du wieder rot, Gretchen!

...

Lorelei Offline

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01.01.2010 10:51
#250 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

HAPPY NEW YEAR alle miteinander!!!! Auch im neuen Jahr erwarten euch spannende Geschichten. Und die nächste steckt schon in den Startlöchern. Viel Spaß mit Teil 2 aus der Meierschen Wohnung. Eure Lorelei


Nach dem ersten Schock hatte sich der sichtlich geknickte Dr. Meier wieder ein wenig abgeregt...

M (enttäuscht): Du willst also wirklich jetzt essen?
Also echt jetzt, lässt die mich wirklich wegen einem Essen stehen??? Ist das zu fassen?
G: Ja doch. Was sonst? Also was hat der Chefkoch anzubieten?
Mist!!! Sie will es wirklich!! Och nö!!!!! ... Ok, ergebe mich mutig meinem Schicksal. Aber nachher bist du fällig, junge Dame!
M: Äh weiß nicht. Mal sehen, was Medhi so eingekauft hat.

Marc öffnete den Kühlschrank... Leer!!! ... Scheiße!! ... Das Mädchen hat schon wieder den Kühlschrank leer geputzt!!! Boar, der nervt vielleicht mit seinen Frustfutterattacken!! ... Und nun? ... Äh ... Was mach ich denn jetzt??? ... Wenn sie jetzt nichts zwischen die Zähne kriegt, dann bekomm ich nachher nicht... Scheiße!! ... Am Ende will sie dann noch irgendwohin essen gehen oder so! Da hab ich echt keinen Bock drauf. Ich hab eher Bock auf etwas ganz Anderes, Haasenzahn!!! ... Ey, was grinst die denn schon wieder so dämlich?

G (grinst): Jetzt sag nicht, dass Medhi dir den Haushalt schmeißt?
Hä? Macht die sich gerade über uns lustig? Das geht ja mal gar nicht!
M: Äh natürlich! Hat er selbst angeboten, nachdem es in den ersten zwei Wochen abends immer nur Pizza gab.
G (grinst): Schon klar!
Männer!!!!
M: Was soll das denn jetzt heißen?
G: Typische Junggesellenbude halt.
M: Na und?
G: Aber denk nicht mal daran, dass ich dir dann das Hausmütterchen mache wie Medhi. Das kannst du vergessen.
Ich bin zwar mit Bärbel Haase verwandt, die regelmäßig den Preis der Hausfrau des Monats in unserem Viertel abstaubt, aber das Gen ist mir Gott sei dank nicht vererbt worden. Ich komme nach Papa und das ist auch gut so. Ey, ich putz dem doch nicht die Wohnung. Soweit kommt’s noch!
M (grinst): Äh hatte ich eigentlich schon gedacht. Ist so eine Klausel im Mietvertrag, weißt du. Wer bei Gott wohnt, verpflichtet sich zum Einkaufen, Kochen, Putzen und Waschen. Bei dir mache ich aber eine Ausnahme. Da muss noch eine Zusatzklausel rein, also was die mehrmals täglichen Verpflichtungen im Schlafzimmer betrifft und so.
Boar, das glaube ich jetzt nicht!!! Macho!!!
G (empört): Was? Maaarc!!!
M (grinst): Kannst ja immer noch einen Rückzieher machen! Also ich würde Medhi ungern ziehen lassen. Der kocht spitzenmäßig. Der Kühlschrank ist immer gut gefüllt. ... Äh wenn er nicht gerade wie heute ne Fressattacke hatte!!! ... Die Wohnung war noch nie so sauber. Man kann sogar vom Fußboden essen. Und meine Hemden waren noch nie so glatt gebügelt. Weiß ja nicht, wo noch so deine Talente liegen … also außer im Bett natürlich … und … ähm … im äh OP und so? Ich meine, ich gehe ja auch ein gewisses Risiko ein, wenn ich dir hier Asyl gewähre.

GGGGRRRR!!! Also wenn er den OP nicht noch erwähnt hätte, dann hätte er sich aber eine gefangen. Obermacho!!! ... Und was heißt hier „ein Risiko eingehen“? Du wirst mich noch anbetteln, dass ich hier einziehe, Herr Doktor!!!

Ach ich liebe es, sie so aufzuziehen. Sie geht dann immer hoch wie eine Rakete. Das macht mich an! Ich krieg dich schon in die Kiste, Haasenzahn! Wobei mir der Küchentisch eigentlich immer mehr gefällt. Hmm… Wäre schon geil!! Mal sehen, ob es sich ergibt! Der Abend ist ja noch jung.

G: Ach? So siehst du das also? Also wenn du so weitermachst, überlege ich mir das wirklich noch einmal. Medhi würde sich bestimmt freuen, wenn er bleiben kann. Und Mamas Kochkünste sind ja auch nicht zu verachten. Da bleibe ich doch gerne noch eine Weile zuhause.
Nein, will ich eigentlich nicht!!! Ich will bei dir bleiben!!!

Was??? Niemals!!! Du kommst hierher, wo du hingehörst, Fräulein! Keine Widerrede!
M: Hey!
G (grinst): Was denn?
M: Kommt gar nicht in die Tüte. Ich lass dich nämlich hier nie mehr weg!

Hach… wie süß!!! Gretchen, der ist wirklich total in dich verschossen!!! Wie geil ist das denn!!! Er will mich immer bei sich haben! Hach… ich dich auch, mein Schatz. ... Aber das mit dem Kochen, Bügeln und Putzen kannst du knicken! Wozu hat man äh Frau denn die Emanzipation erfunden? Selbst ist der Mann, mein Lieber!!! ... Nebenbei bemerkt, ich kann nämlich gar nicht kochen, bin im Bügeln völlig untalentiert - wäre schade um deine schönen Hemden! - und ich hasse putzen wie die Pest! Dir bleibt also gar nichts anderes übrig, als das selber zu machen! Ha!!!

G (grinst): Ach und wieso?
Jetzt bin ich aber gespannt!!

Scheiße! Jetzt hat sie dich aber am Wickel, Meier! Mist!!!
M (nervös!!!): Ähm … naja … also …
G: Sie werden doch nicht etwa rot, Herr Doktor?
M: WAS? Nein!

Oh Gott, Meier reiß dich zusammen! Was ist denn los mit dir? Das ist nur Haasenzahn! Hallo Haaaaaasenzaaaaahn!!! Du wirst doch wohl mit Haasenzahn fertig werden? Zieh jetzt nicht den Schwanz ein ja! Du bist immer noch ein Mann! Also!

G (grinst): Du willst mich also immer bei dir haben?
M: Äh…
Nicht weich werden Meier!!! Denk an deine Eier!!!
G: Sag jetzt nichts Falsches!
M: Hmm … muss ich mir erst mal gründlich überlegen.
G: Ey!
Der wieder!!! Immer noch den Macho geben, obwohl er sich schon längst verraten hat!!!
M: Natürlich will ich dich immer bei mir haben. Was denkst du denn?
Lusche!!! ... Gratulation Meier, jetzt ist die Käfigtür zugefallen. Sie hat den Schlüssel!!! Verdammt!!

Hach… ich will ja hier auch nie wieder weg!
G (schmachtend): Ich kann auch keine Sekunde mehr länger ohne dich sein!
M: Das ist ja auch gut so.

...

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