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 Erfindet eure eigene Fortsetzung!
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Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

12.11.2009 10:19
#151 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten


Die beiden zogen sich wieder an...

M: Und ähm …?
G: Was?
M: Willst du das hier nicht wieder zurück?

Hmm, weiß nicht! Vielleicht könnte ich … Naja ich wollte mich ja rächen für den Knutschfleck, aber er hat mich ja nicht an seinen Hals gelassen! … Der hat sich vielleicht gewunden!! Komplexe, dass ich seinen Adoniskörper verschandeln könnte!! Dabei kann einen schönen Mann nichts entstellen!!! … Hmm, vielleicht könnte ich ja so … dann kann er den ganzen Tag an nichts anderes denken und ich lass ihn zappeln … hmm … ja, ich quäle ihn! Ja das mache ich! Das wird ein Spaß!!

G (grinst): Nein! War doch ein kleines Geschenk! Hast du dir reichlich verdient!!

Schockiert starrte Marc in das Gesicht seiner Freundin …
Meint sie das ernst? Oh … mein … Gott!!!
M (stotternd und sichtlich nervös): Bitte? … Ähm … Das heißt aber … dass du … ähm … den ganzen Tag …

Oh, wie entsetzt er kuckt!! Zu geil!!! Naja, ein komisches Gefühl ist das schon!!! Aber ich sollte doch mal aus mir herausgehen, mal was Verrücktes tun!!! Außerdem ist das ein saugeiles Gefühl zu wissen, dass ich ihn so ganz wuschig machen kann!!

G: Was denn? Sie werden ja rot, Herr Doktor!
M: Ähm…
G (grinst): So sprachlos jetzt?
Hihi!! Würde sagen, mal wieder 1:0 für Gretchenhausen gegen Meiercity!!

Das Luder!! Wie soll ich denn dann im Büro einen klaren Gedanken fassen, wenn ich weiß, dass sie … ähm … keine Unterwäsche trägt. Das ist Folter!!! FOLTER!!!

M: Äh also wir sollten dann mal…
G: Du bist immer noch rot!
Hach wie schön, er leidet!! Aufsaugen Gretchen für schlechte Zeiten!!

M: Bin ich nicht!!
Bin ich doch!!! Verdammt! Meine Pulsfrequenz durchbricht gerade die Schallmauer!! Sie macht dich fertig Alter!! Haasenzahn macht dich fertig!! Wie kann sie denn nur so grausam sein? Ich bin doch ihr Freund!! Das macht man doch nicht!! DAS MACHT MAN NICHT MIT MARC MEIER!!!!
G: Und ob!!

Dass ich ihn so fertig machen kann!!! Auf so subtile Weise!!! Wahnsinn!!! Männer!!! … Ich weiß gar nicht, was mit mir los ist. Ich bin doch sonst nicht so! Hoffentlich hol ich mir jetzt keine Blasenentzündung … Eh, das denkst du jetzt nicht im Ernst! Solche Gedanken macht sich doch Britney Spears auch nicht! Oh Gott, jetzt vergleich ich mich schon mit der Schlampe!! … Bin ich jetzt eine Schlampe, weil ich ihm ähm … meinen Slip gegeben habe - Gott sei dank hatte ich nicht meine Snoopy-Unterhose an. Das wäre vielleicht peinlich geworden. Aber hatte die rote Spitzenunterwäsche an. Die hat ihn schon auf Rügen so angemacht!! - und es mit ihm hier in der Wäschekammer ähm … also gemacht habe? … Nein, ich will ihn doch nur durcheinander bringen. Das ist meine Art der Rache. So rächen sich Frauen!!! Er lässt mich ja nicht an seinen Hals ran, sonst hätte ich ihm auch so ein Teil verpasst. So muss er eben jetzt leiden! … Oh wie er kuckt! Er ist entsetzt, dass ich so gemein sein kann … dass ich überhaupt so sein kann!! Bin ich ja auch ein wenig über mich selbst. Es macht aber auch tierischen Spaß!! Hmm … Nora Tschirner hatte ja auch keine Unterwäsche an und sie hat damit Til Schweiger rumgekriegt!! Und der ist ja bekanntlich noch schlimmer drauf als Marc Meier!!! Also der soll sich mal nicht so haben!!


So heute gibt es leider nur einen Teil!! Sorry!!! Aber dafür hab ich für euch am WE eine kleine Überraschung!! Auf vielfachen Wunsch wird es einen langen Rückblick in die Vergangenheit geben!! Aber mehr verrate ich jetzt noch nicht!! Wie immer bedanke ich mich bei meinen fleißigen Kommischreiberlingen!! Freu mich auf mehr!! Eure Lorelei

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

13.11.2009 10:11
#152 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten


Ich dachte, es wäre mal wieder an der Zeit für einen Flashback in Gretchens Vergangenheit. Passt zwar nicht so ganz hierein, aber ich wusste auch nicht, wo ich ihn sonst später einbauen könnte. Er ist etwas länger geraten, als eigentlich geplant (deshalb mehrere Teile auf mehrere Tage verteilt). Tja wenn ich einmal anfange, da kommen halt immer mehr Ideen hinzu. Eigentlich sollte es ja nur um die Szenen im letzten Drittel gehen (Ihr werdet dann schon merken, welche ich meine.). Aber alles hat nun mal eine Vorgeschichte und die musste auch erzählt werden. Bin gespannt, was ihr davon haltet. Danach geht es natürlich in der Wäschekammer weiter. Marc Meier braucht halt eine Weile, um seine Fassung wieder zu finden, nachdem ihn Gretchen gerade so verwirrt hat. Deshalb haben wir genug Zeit, um in der Vergangenheit zu kramen! Viel Spaß!!! Kommis erwünscht!!!

Eure Lorelei



Flashback Teil 1

Hach schon verrückt, dass ich ihm so den Kopf verdrehen kann. Wer hätte das gedacht? Früher auf dem Schulhof hat er mich nie wahrgenommen. Ich war wie Luft für ihn, wenn er mich nicht gerade wieder vor allen fertig gemacht hat. Und ich war trotzdem die ganze Zeit in ihn verliebt. Es gab einfach kein Heilmittel gegen Meieritis. Da konnte ich mit Ulla Schmidt (unfreiwillig im Schrank!!!) rumknutschen oder mit Karsten (naja auch eher unfreiwillig, musste ja mein Image reinwaschen!!!!), aber ich bekam Marc Meier einfach nicht aus meinem Kopf und erst recht nicht aus meinem Herzen. Wenn ich ihn dann wieder in der Hofpause mit irgend so einer blöden Kuh knutschen sah, brach jedes Mal eine Welt für mich zusammen. Manchmal hatte ich echt das Gefühl, dass er das absichtlich gemacht hat. Ich weiß auch nicht, wie ich darauf komme.
Eines Tages, ich glaube ich war damals gerade 16 Jahre alt, kam ich nach Bio auf den Schulhof - Ich hatte gerade einen spannenden Vortrag über Unfallchirurgie gehalten, alle waren begeistert bis auf meine Lehrerin, Frau von der Leyen … Hätte vielleicht nicht so detailliert über mögliche Verletzungsarten erzählen und die bluttriefenden Opferbilder zeigen sollen … Naja, sie musste sich übergeben! … Im Nachhinein hat sich dann rausgestellt, dass sie schwanger war, mal wieder, aber das ist eine andere Geschichte - … Wo war ich? Ach ja! … Bin also gut gelaunt auf den Hof getreten (Hatte übrigens doch noch eine eins dafür bekommen!! Bin halt die Beste!!) und erblickte Marc Meier, wie immer lässig am Klettergerüst stehen. Er sah wie immer unheimlich scharf aus!!! Jeans, Lederjacke, verwuscheltes Haar!!! Jedenfalls stand er alleine da mit Fluppe im Mund. Hach … er hätte wirklich Werbung für Zigaretten machen können! Sah genauso aus, wie der Typ auf dem einen Werbeplakat von … Mist, ich komm nicht drauf!!! Aber egal!! Ich schweife mal wieder ab! … Also Marc Meier, der heißeste Typ der Oberstufe, ach was sag ich, der heißeste Typ von ganz Berlin, der heißeste Typ des ganzen Planeten stand also wie jeden Tag auf dem Spielplatz unserer Schule … Er wirkte irgendwie nachdenklich … Ich beobachtete ihn ein Weile (also wie immer!!), als er mich plötzlich direkt anschaute. … Weiß auch nicht, der Blick war irgendwie anders als sonst … Nicht hämisch und böse, sondern irgendwie traurig und sehnsüchtig!!! … Naja, hab ich mir wahrscheinlich eingebildet … Als er merkte, dass ich ihn auch ansah, drehte er sich schnell weg, schnappte sich die nächstbeste Tussi, die gerade an ihm vorbeilief und knutschte sie ab. Ich war mal wieder am Boden zerstört. Mein Hochgefühl, dass er mich endlich mal wahrgenommen hatte, wieder dahin. Wollte er mich damit quälen? Was sollte das?
Natürlich kamen mir gleich wieder die Tränen. Bin ja ein Haase!! Ich wollte nur noch weg. Ich drehte mich schnell um, machte das Schultor auf und betrat wieder das Gebäude. Ich war wütend und verletzt, mal wieder, und knallte die Tür mit voller Wucht zu, ohne zu bemerken, dass noch jemand durch die Tür wollte. Ich hörte nur noch jemanden laut aufschreien und dann zu Boden knallen … Toll hatte mal wieder das nächste Fettnäpfchen erwischt. Gretchen Haase in Bestform!! Alle schauten mich an und lachten. Kenn ich ja nicht anders. … Tja, mein Helfersyndrom setzte sich natürlich sofort in Gang. Als zukünftige Medizinerin war es ja meine Pflicht zu helfen. Bückte mich also zu der Person am Boden. Sie hielt sich die Nase. Es blutete ohne Unterlass. Ich hielt ihm ein Tempo hin und sagte, dass er sich nicht bewegen sollte. Musste ja sichergehen, dass er nicht noch mehr verletzt war. Wollte ja keinen Querschnitt riskieren!!! Und da sah ich sie plötzlich … diese unglaublich blauen Augen! Ich war hin und weg und starrte ihn nur noch verträumt an … Erst als er wieder „Aua!“ rief, wachte ich auf. Hatte mit meinem Taschentuch zu fest auf seine Nase gedrückt. Dass Männer auch so wehleidig sein müssen!! - „Tut mir leid! Geht’s wieder?“ Ich schaute nach, ob er nicht auch noch eine Kopfverletzung davongetragen hatte. Aber es schien alles in Ordnung zu sein. Er schaute mich nur mit seinen großen wunderschönen Augen an und sagte kein Wort...

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

13.11.2009 17:10
#153 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Flashback Teil 2

Dafür meldete sich aber jemand anderes zu Wort: „Na Haasenzahn, wieder zu stürmisch gewesen!! Aber du musst die Männer nicht gleich KO schlagen, die fallen eh schon ins Koma bei deinem Anblick!“ GGGGgggggrrrrr!!! Marc Meier!! Der fand die Situation mal wieder zu witzig!! Ja, wie ich gelacht habe!! Knutsch doch mit deiner blöden Kuh weiter!! Ich muss hier Leben retten. Das ist schließlich meine Berufung … dachte ich. Da hörte ich plötzlich eine Stimme neben mir: „Schon gut. Das war meine eigene Schuld! Wollte die Tür noch erwischen, aber die hat mich dann voll getroffen! Danke für die nette Erstversorgung!“ Ich drehte mich überrascht zu ihm um. Er lächelte mich verschmitzt an … Wow, dieses Lächeln, diese sanfte Stimme! Aber sie klang auch irgendwie komisch. Mit Akzent! Wo er wohl herkam? Hmm … Ich lachte ihn verlegen an. - „Gern geschehen!“ - „Also wenn es hier so schöne Krankenschwestern gibt, dann bleib ich gern noch länger hier!“ Wie süüüüßßßß!! Ich fand das unheimlich süß von ihm!! Wer war er? Wo kam er so plötzlich her? Und wieso klopfte mein Herz so sehr in seiner Gegenwart? Der mysteriöse Neue! Wie aufregend!! Tja, geheimnisvolle Fremde ziehe ich ja bekanntlich immer magisch an (wie dann auch bei Medhi und Alexis)!!
- „Hahaha!!! Krankenschwester ist gut! Mehr wird aus der eh nicht!! Hahaha!! Trampel vom Dienst!!!! Aber schön ist die Vogelscheuche bestimmt nicht!!! Hast wohl doch was am Kopp abbekommen!!“ Aber ich nahm die bissigen Kommentare von Marc Meier gar nicht mehr wahr und sah nur diesen unheimlich gut aussehenden Jungen vor mir. Er stand auf, reichte mir die Hand, damit ich auch aufstehen konnte. Ein Kavalier! Wie süß!! Und das an unserer Schule? Ich musste im falschen Film sein. Er fasste sich wieder an seine Nase, aber es hatte aufgehört zu bluten. Er bedankte sich noch einmal bei mir. Betreten schaute ich zu Boden. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass alle mich also uns anstarrten. Und das mochte ich ja mal gar nicht. Ich hasste es im Mittelpunkt zu stehen. Ich wollte gehen, aber er hielt immer noch meine Hand fest. Das fühlte sich unheimlich gut an. - „Ich bin Sven.“ sagte er dann plötzlich. Sven also. Er schaute mich immer noch mit großen fragenden Augen an. Oh, musste ihm ja auch sagen, wer ich war. „Gretchen Haase“ sprudelte es dann aus mir heraus. - „Schön dich kennen zu lernen.“ -„Ebenfalls.“
Da kam plötzlich Frau von der Leyen auf uns zugestürmt … „Ach, da sind Sie ja! Wir warten schon sehnsüchtig auf Sie! Oh, was ist denn hier passiert? Was ist denn mit Ihrer Nase? Margarethe Haase, was hast du schon wieder angestellt? Marc Meier!! Oder haben Sie ihm eine verpasst?“ -„Was? Ey, ich bin unschuldig! Wenn der zu blöd ist, eine Tür zu öffnen. Trottel!!!“ Ich warf Marc einen bösen Blick zu. -„Ey, was ist denn jetzt mit dir? Glotz nicht so blöd!“ -„Arschloch!“ -„Arzttochter!“ Frau von der Leyen achtete nicht weiter auf unser Gekeife und setzte ihre Rede fort. -„Gut, da wir gerade alle hier sind, dann kann ich euch auch gleich euren neuen Mitschüler vorstellen! Sven Sørenson. Er kommt aus Schweden und wird für das nächste Halbjahr unsere Schule besuchen. Ich hoffe, ihr heißt ihn herzlich willkommen.“ Sven schaute in die Runde. Alle nickten ihm zu. Ich war begeistert! Es gab also auch gut aussehende, blonde, blauäugige Typen neben Marc Meier, die auch noch charmant und aufmerksam waren. Und sein Akzent einfach zu süß!! Sein Blick blieb schließlich an mir haften. Ich errötete leicht. Ich weiß auch nicht warum. Wahrscheinlich lag es daran, dass ich mich ein kleinwenig in ihn verkuckt hatte. Ich bekam gar nicht mehr mit, wie jemand hinter mir in Lachen ausbrach. -„Hahaha! … Ein Lappe!!! … Ein Lappen!!! … Ein Waschlappen!!! … Hahaha!!“ Aber mir war egal, was Marc Meier dachte. Zum ersten Mal seit sechs Jahren war er mir völlig egal. Denn es gab jetzt Sven.



Fortsetzung gibt's morgen!!

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

14.11.2009 11:00
#154 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Flashback Teil 3

Sven ging zwar nicht in meine Klasse - er war schon in der Oberstufe, dasselbe Alter wie Marc -, aber wir freundeten uns dennoch an. Wir trafen uns immer in der Hofpause. Er erzählte mir viel von seiner Heimat. Ich war begeistert. Außer Berlin und Rügen hatte ich ja noch nicht viel gesehen. Er war nett, charmant und aufmerksam. Brachte mir sogar jeden Tag Schokolade mit. Ein Traummann eben. Ich fühlte mich großartig. So viel Aufmerksamkeit war ich ja nicht gewohnt. Und meine Mitschüler schauten vielleicht. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich wäre in dem Jahr nicht beliebt gewesen. Ja, ich war nicht mehr das uncoole dicke Mädchen, das allein in einer Ecke stand. Nein, ich war beliebt, weil ich mit dem mysteriösen Neuen befreundet war. Die Mädels waren vielleicht neidisch!! Naja auch kein Wunder, er sah ja auch zum Anbeißen aus. Marcus Schenkenberg in jung!! Der kam doch auch aus Schweden oder?? Hach Schweden ist einfach ein tolles Land: Abba, Roxette (meine Lieblingsband zu der Zeit), H&M und Ikea. Und die Männer da … toll!!
Irgendwann trafen wir uns dann auch häufiger nach der Schule. Ich zeigte ihm Berlin, meine schönsten Ecken. Wir hatten Spaß, lachten viel, konnten über alles reden. Es faszinierte ihn, dass ich schon genau wusste, dass ich später einmal Ärztin werden wollte. Er hatte auch schon mit dem Gedanken gespielt, war sich aber noch nicht ganz sicher. Er wollte nach dem Abi erst mal eine Art Freiwilliges Soziales Jahr im Krankenhaus machen so zum Reinschnuppern, ob das etwas für ihn sei. Ich redete ihm zu. Ich hatte irgendwie das Gefühl, meinen Seelenverwandten gefunden zu haben. Es war eine tolle Zeit.
Naja, ihr seid jetzt bestimmt neugierig, ob das mit uns noch weiter ging? … Es ging weiter!!! Sven war jetzt schon drei Monate da. Mittlerweile war Frühling geworden. Eines Tages stand er nachmittags bei uns vor der Tür. Mit einer Rose in der Hand!!! Der Anblick war einfach zu süß! Meine Mutter war natürlich sprachlos. Noch nie hatte bei uns ein Junge vor der Tür gestanden. Sie hatte schon die Hoffnung aufgegeben, ob das mit mir überhaupt jemals was werden würde. Egal. Jedenfalls fragte er ganz offiziell auch bei meinem Vater, ob er mich ausführen dürfte. Gott, war ich vielleicht aufgeregt. Mein erstes richtiges Date! (Die verschwendete Zeit mit Karsten im Kino zählt ja nicht!!!) Eine Stunde lang fegte ich durch mein Zimmer, bis ich etwas Gescheites zum Anziehen gefunden hatte. Er saß in der Zwischenzeit im Wohnzimmer auf der Couch und wurde von meiner Mutter ausgequetscht. Der Arme!! Naja, ich kam dann endlich doch runter. Hatte einen knielangen schwarzen Rock und meine Lieblingsbluse an. Meine Haare trug ich offen. Ich sah erwachsen aus. So fühlte ich mich auch. Naja, wenn man mit Marcus Schenkenberg ausgeht! Meine Mutter quietschte nur vor sich hin, flüsterte mir noch zu, dass ich aufpassen sollte, dass mir nichts in den Ausschnitt rutscht. Wobei ich ja eigentlich gar keinen hatte. Naja, meine Mama halt. Paps rief uns noch zu, dass ich spätestens 22 Uhr wieder zuhause sein sollte. Sven nickte ihm zu. Wir stiegen in seinen Wagen, er war ja schon volljährig (ein erwachsener Mann wollte mit mir ausgehen!! Wahnsinn!!!), und wir fuhren in die Innenstadt. Wir gingen in ein kleines schwedisches Restaurant. Wusste gar nicht, dass es so was hier überhaupt gab. Es war nett da. Wir waren beide sichtlich nervös. Ich bekam kaum einen Bissen runter, was ja sonst nicht meine Art war. Auch er war still. Sonst quatschte er immer ununterbrochen, konnte mir sogar Konkurrenz machen. Es war alles ziemlich verkrampft. Ob das bei allen ersten Dates so läuft? Keine Ahnung!! Woher auch? Hatte ja noch keine Erfahrung darin.
Dann kam schon der Nachtisch (irgendetwas Schwedisches! Hab ich vergessen!) und wir hatten immer noch nicht geredet. Ich weiß nicht warum, aber ich legte plötzlich meine Hand auf den Tisch. Passierte irgendwie automatisch. Er schaute mir in die Augen und ergriff dann meine Hand. Ein Schauer durchzog meinen Körper. Ich bekam überall Gänsehaut. Ich schaute ihn an und mir flutschte ein „Endlich!“ raus. Endlich? Gretchen, echt peinlich! Aber er lachte mich nicht aus, sondern nahm auch noch meine andere Hand. Wir spielten mit unseren Händen und lächelten uns an. Das war so schön. Dann sagte er plötzlich: „Weißt du eigentlich, dass du unheimlich süß bist!“ - „Echt?“ - „Ja, das wollte ich dir eigentlich schon die ganze Zeit sagen, aber irgendwie war nie der passende Moment dafür.“ Oh!! Er fand mich also süß! Das kleine pummlige Gretchen aus der Unterstufe? Konnte das gar nicht glauben. Warum gerade mich? Für mich hatte sich doch sonst noch nie ein Junge interessiert (außer Karsten, aber der zählt nicht!). Naja sah halt nicht wie Claudia Schiffer aus. Immer noch mit Brille und Zahnspange. Leider! Aber irgendetwas musste ihm ja an mir gefallen haben. Ich wusste es nicht. Hätte ihn vielleicht mal fragen sollen.
Ich wusste nicht, was ich ihm antworten sollte. Ich überlegte eine Weile … - „Ich dich auch!“ huschte es dann plötzlich über meine Lippen. Ich fand ihn ja auch süß. Er lächelte mich an. -„Hab ich gemerkt.“ -„Und warum hast du nie etwas gesagt?“ -„Naja, war halt auch unsicher.“ - „Wieso?“ - „Naja, ich hab da so ein paar Geschichten gehört!“ - „Geschichten?“ -„Ja, dass du…“ -„Dass ich was?“ - „Ähm dass du in diesen Obermacho aus der 12. verknallt bist!“ -„Was? Meinst du etwa…?“ Oh Gott, er hatte es gemerkt. Ich versuchte, mich rauszureden. -„Äh nein, da hast du etwas falsch verstanden.“ -„Aber seine Sprüche?“ -„Ja, der braucht halt immer jemanden zum Quälen und ich hab die Arschkarte gezogen.“ - „Ach? Bei uns in Schweden sagt man, was sich liebt, das neckt sich!“ Ach wirklich? Da auch? dachte ich. Aber das war ja in meinem Fall völlig unmöglich. Marc Meier kannte ja keine Gefühle, geschweige denn würde er mich jemals lieben. „Völliger Blödsinn!“ sagte ich. -„Wirklich?“ - „Ja, ich bin nur seine Zielscheibe mehr nicht!“ Leider! -„Soll ich mal mit ihm reden, dass er das lassen soll?“ - „Nein!“ Oh Gott, nein bitte nicht! Dann würde mich Marc bis an mein Lebensende quälen. Kannte ihn doch. -„Das ist ja auch schon weniger geworden.“ War es ja auch irgendwie. Hab nach der siebten Klasse aufgehört, jede Gemeinheit mitzuzählen! Also wenn ich jetzt mal so grob schätzen würde, war es tatsächlich etwas weniger geworden. Nur noch eine Gemeinheit pro Tag! - „Wenn du meinst!“ Sven war wieder beruhigt.
Komischerweise hatte ich, seit Sven hier war, gar nicht mehr so oft an ihn gedacht. Hatte ich mich tatsächlich von Marc Meier gelöst? Anscheinend ja. Denn das Herzklopfen verursachte mittlerweile jemand anderes. Wir ließen das leidige Thema Marc Meier schließlich fallen und redeten über Gott und die Welt. Die ganze Anspannung war verflogen. Die Vertrautheit der letzten Wochen wieder da. Wir sind dann noch ins Kino gegangen. Den Film hab ich vergessen, weil ich die ganze Zeit nur ihn angeschaut habe. Ich konnte einfach nicht fassen, dass ich tatsächlich mit einem Mann im Kino saß. Wie oft hatte ich mir das vorgestellt. Naja in meiner Vorstellung war immer Marc Meier derjenige welche. Aber die Zeiten waren vorbei. Jetzt gab es nur noch Sven und mich. Und dann passierte es. Er küsste mich ganz sanft und zärtlich. Kein Vergleich zu den schlabbrigen Versuchen von Karsten. Nein, es war einfach wunderbar. Ich fühlte mich wie im Himmel. Ich konnte gar nicht genug davon bekommen. Wir haben dann ziemlich wild rumgeknutscht, also für meine Verhältnisse. Haben gar nicht mitbekommen, dass die Vorstellung schon längst vorbei war. Die haben uns dann rausgeschmissen. War mir komischerweise auch gar nicht peinlich. Konnte die ganze Zeit nicht aufhören, zu grinsen. Gott sei dank war es noch nicht so spät. Sven lieferte mich pünktlich zuhause ab. Ein Gentleman halt! Er gab mir noch einen unglaublichen Abschiedskuss und fuhr dann nach Hause.
Hach, ich hatte endlich meinen ersten richtigen festen Freund. Kein imaginärer (Marc), weiblicher (Ulla) oder Schein-Freund (Karsten), sondern real in Fleisch und Blut und er küsste unheimlich gut. Ein Schwede halt! Von dem Tag an waren wir unzertrennlich. Die haben vielleicht gekuckt in der Schule, als wir da am nächsten Tag Hand in Hand aufgekreuzt sind. Und vor allem Marc Meier!!! Er starrte uns richtig entsetzt an. Kein doofer Spruch wie „Hast du auch endlich mal einen abbekommen? Armes Schwein!“ Nichts! Schon irgendwie seltsam. Naja, egal. Hab nicht weiter darüber nachgedacht. Wer weiß, was dem wieder über die Leber gelaufen war! … Sven hatte mich zuhause abgeholt - machte er seitdem jeden Tag. Jedes Mal brachte er mir eine kleine Aufmerksamkeit mit, mal einen Schokoriegel, mal ein Blümchen oder ein vierblättriges Kleeblatt. Hach, ich hatte ihn schon gern! Ich fühlte mich saugut, so erwachsen und endlich auch als Frau wahrgenommen. Ja, ich hatte einen Freund. Und das musste ich natürlich jedem auf die Nase binden. Ganz besonders einer ganz bestimmten Person!!! Ihr könnt euch denken, wen ich meine.

...

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

14.11.2009 23:02
#155 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Flashback Teil 4

In der Hofpause schnappte ich mir meinen Freund und wir verschwanden hinter der Hecke am Spielplatz, eigentlich offizielles Marc-Meier-Territorium, aber das wusste Sven ja nicht. Wir saßen also auf der Bank und haben wild rumgeknutscht. Naja, er war auch nur ein Kerl, also seine Hände wanderten dann doch ab und zu mal zu verbotenen Stellen, aber ich wollte mich ja auch ausprobieren und er küsste einfach zu gut, dass ich immer alles um mich herum vergaß. Bis mich plötzlich jemand aus meinen Tagträumen riss ...
- „Ey, was soll das, Haasenzahn? Was macht ihr hier?“ Ich schaute ihm provozierend in die Augen. Sven wollte schon die Finger von mir nehmen, aber ich hielt ihn im Klammergriff. - „Na wonach sieht es denn aus Marc?“ Er musste schwer schlucken und schaute uns mehr als schockiert an. Ich hatte ihm noch nie so schlagfertig geantwortet. Es fühlte sich gut an. -„Äh das ist meine Bank!“ -„Da steht immer noch nicht dein Name drauf. Und heute ist das meine also Svens und meine Bank. Also würdest du uns bitte allein lassen, sind beschäftigt!“ Ich funkelte ihn böse an und wandte mich dann wieder meinem Freund zu, der mich überrascht ansah. Im Augenwinkel sah ich noch, wie Marc langsam rot anlief und wütend davon stapfte. Das war ein saugeiles Gefühl. Ich glaube, das war das erste Mal, dass ich ihn verbal geschlagen hatte. Damit konnte er bekanntlich noch nie umgehen. Seitdem ging er mir aus dem Weg. Naja, er machte gerade sein Abi, hatte also keine Zeit, aber irgendwie dachte ich schon, es wäre auch ein wenig wegen mir. Wenn wir uns mal sahen, ignorierte er mich komplett, es kamen keine blöden Sprüche mehr. Gut, wenn ich mit Sven unterwegs war, kam ab und zu mal ein „Agneta und Björn“, aber lustig war das jetzt nicht. Niemand hat gelacht. Naja, mir war es egal. Marc Meier war passé. Ich hatte jetzt Sven.
Aber auch die schönste Zeit sollte irgendwann einmal zu Ende gehen. Es waren nur noch ein paar Tage, dann sollte er wieder zurück nach Schweden fahren. Ich fühlte mich furchtbar. Er auch. Wie sollte das funktionieren, er in Schweden und ich hier in Berlin? Ich ging ja noch zur Schule, war noch nicht volljährig, also durchbrennen ging auch nicht. Wir beschlossen einfach, die letzten Tage in vollen Zügen zu genießen. Wir verbrachten jede freie Minute zusammen, gingen aus, ins Kino, in den Zoo, aufs Take-That-Konzert im Olympiastadion (noch in Originalbesetzung, also mit Robbie!!), ich traute mich sogar mit ihm ins Schwimmbad, obwohl ich mir geschworen hatte, erst mit zehn Kilo weniger wieder ein Schwimmbad zu betreten, aber Sven beruhigte mich, indem er sagte, dass er jeden Zentimeter an mir liebte. Hach, er war einfach ein Schatz. Der perfekte Mann eben. Für unseren letzten Abend hatten wir uns etwas ganz Besonderes überlegt. ES sollte endlich passieren. Wir hatten gewartet. Irgendwie fühlte ich mich noch nicht dazu bereit. Weiß nicht, ob es immer noch die stille Hoffnung war, es irgendwann doch mit Marc zu erleben. Ich weiß es nicht. Sven war verständnisvoll. Er gab mir die Zeit, die ich noch brauchte. Er liebte mich, dessen war ich mir ganz sicher. Und ich war ja auch verliebt und wie!
Der Abend verlief dann doch etwas anders, als ich erwartet hatte. An dem Tag war auch der Abiball - Marcs Jahrgang! Oh Wunder, er hatte tatsächlich sein Abi geschafft! Wer weiß wie? Aber das interessierte mich an jenem Abend nicht, denn ich hatte ja noch etwas vor. - Man hatte Sven auch zum Abiball eingeladen, so zum Abschluss seines Austausches. Und er hatte mich als seine Begleiterin ausgewählt. Ich war tierisch aufgeregt. Ich trug ein wunderschönes rotes Abendkleid. Die Haare trug ich wieder offen. Ich sah toll aus und fühlte mich auch toll. … Lag vielleicht auch daran, dass ich einen Tag vorher endlich die leidige Zahnspange los war! Juhu!! … Sven war natürlich hin und weg. Immer wieder sagte er, ich sei das schönste Mädchen hier im Raum. Ein Charmeur halt! Aber ich fühlte mich auch super. Ich war bereit für alles, was an diesem Abend noch auf mich zu kommen würde. Aber auf eines war ich dann doch nicht gefasst...



Danke für die Kommis!!!! Morgen folgt der letzte Teil des Flashbacks!

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

15.11.2009 11:01
#156 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Wie versprochen gibt es heute den letzten Teil. Abiball 1995. Viel Spaß!!! Und werft wie immer mit Kommis um euch!! Danke schon mal!


Flashback Teil 5

Es war kurz vor 23 Uhr. Wir wollten schon fast abhauen, tanzten aber noch ausgiebig zu den LaBoom-Songs … Sven war übrigens ein ausgezeichneter Tänzer … naja, jedenfalls tanzten wir gerade eng umschlugen. Ich hatte meine Augen geschlossen, hörte nur das eine Lied „Dreams are my Reality“ und sog Svens Duft ein. Er roch einfach zu gut. Naja ich schweife schon wieder ab … Jedenfalls klopfte plötzlich jemand auf Svens Schulter und fragte: „Darf ich auch mal?“ Sven ließ mich los. Da erwachte ich erst und sah, wer diese Person war. Ich war mehr als überrascht und schaute ihn nur mit riesigen Augen an, da ich nicht glauben konnte, dass er es tatsächlich war. Sven ließ uns allein und entfernte sich von der Tanzfläche. Und dann spürte ich plötzlich seine warmen starken Hände, die meine ergriffen. Ein Schauer durchzog mich. Er zog mich ganz eng an sich. Mein Herzschlag setzte für eine Sekunde aus. Seine Hände umfassten meine Taille. Ich roch sein Aftershave. Ich habe den Geruch bis heute nicht vergessen. Ich legte meine Arme um seinen Hals und meinen Kopf an seine Schulter, schloss meine Augen und genoss diesen einzigartigen Moment. Ich fühlte mich um Jahre zurückversetzt. Da war wieder dieses Gefühl wie damals im August 1989. Er war es!! Der Junge vom Spielplatz!! Marc Meier, der wahre Marc Meier, der immer meine Träume beherrscht hatte! Er hielt mich fest im Arm, so wie ich ihn damals, und wir bewegten uns langsam zum Takt der Musik. Ich bekomme noch heute Gänsehaut, wenn ich an seine Berührung denke. Ihn so nah spüren zu dürfen, brachte mich fast um den Verstand. Davon hatte ich die letzten sechs Jahre immer geträumt. Ich fragte mich, ob Träume wirklich Realität werden konnten, so wie es in dem Lied gerade besungen wurde...
Doch plötzlich wurde ein anderer Song gespielt: Scooter „Hyper hyper!“ Ey, wie konnten die diesen Moment so zerstören!!! Ich hätte den DJ erwürgen können!! Marc ließ mich augenblicklich los, sah mich einen Moment lang an und ich ihn. Er sagte kein Wort, schüttelte den Kopf und ging dann davon, ohne sich auch nur einmal wieder umzudrehen. Ich sah noch, wie er sich eine Flasche Bier schnappte und zur Tür hinaus verschwand. Das war das letzte Mal, dass ich ihn in der Schule gesehen habe. Er hatte seinen Abschluss nun in der Tasche und sollte für immer aus meinem Leben verschwinden. Ich wusste nicht, wie mir geschah. Ich stand bestimmt noch minutenlang regungslos auf der Tanzfläche, bis mich Sven erlöste.
Hatte ich das gerade geträumt? Hatte ich wirklich gerade mit Marc Meier getanzt? Mit dem Marc Meier, der meine Schulzeit zur Hölle gemacht hatte? War das jetzt seine Art, sich von mir zu verabschieden oder was sollte das? Die letzte Gemeinheit, mich verwirrt auf der Tanzfläche stehen zu lassen? Mich noch einmal komplett blamieren vor Sven und den Anderen? Weil ich mich mal wieder hab gehen lassen, ihn umarmt habe? Oh Gott, hatte ich tatsächlich Marc Meier umarmt und ihn verträumt angegrinst? … Ja, das hatte ich! Ich versuchte, mir jede Sekunde dieses dreiundfünfzig Sekunden langen Tanzes einzuprägen und für die Ewigkeit zu bewahren. Für ihn war es bestimmt nur eine blöde Wette gewesen, die er verloren hatte. Noch einmal allen beweisen, was er alles mit Haasenzahn anstellen konnte. Oder war da doch mehr? War er etwa eifersüchtig? Auf Sven? Weil wir glücklich waren? Mir war schon aufgefallen, dass er uns manchmal so komisch anstarrte. Ich wusste nicht, was ich davon halten sollte. Hab es dann einfach ignoriert. Wie er mich immer.
Naja, so hatte ich mir jedenfalls den Abend nicht vorgestellt. Ich wollte doch nicht noch mal über ihn nachdenken. Ausgerechnet über ihn! Ich saß noch lange Zeit an unserem Tisch und mir ging die Szene einfach nicht aus dem Kopf. Sven bemerkte, dass ich nachdenklich war. Er dachte wahrscheinlich, dass es wegen ihm und unserem Abschied war. Er nahm mich in den Arm und hielt mich still fest. Da begriff ich endlich, dass ich mich emotional von Marc Meier lösen musste. Das hatte in den letzten Monaten ja schon gut funktioniert. Ich hatte ihn nicht beachtet und nicht weiter über ihn nachgedacht. Ich hatte weder auf seine Sprüche reagiert, noch trat ich in die Fettnäpfchen, die er mir stellte. Ich hatte ihn tatsächlich aus meinem Herzen verbannt. Und jetzt war er auch sprichwörtlich von der Bildfläche verschwunden. Ich würde ihn nicht mehr jeden Tag sehen. Er war weg. Endgültig. Ich interpretierte den Tanz als eine Art Metapher. Als Metapher für unseren Abschied. Mit einer Umarmung hatten wir uns kennen gelernt und mit einer Umarmung würde es enden. Ich war endlich frei. Frei für eine neue Liebe, auch wenn sie nur eine Nacht halten würde. Ich küsste Sven und gab ihm zu verstehen, dass ich jetzt gehen wollte.
Er hatte ein Zimmer in einem kleinen Hotel reserviert. Bei seinen Gasteltern oder bei mir zuhause wäre nicht gegangen. Meinen Eltern hab ich gesagt, dass ich bei Steffi übernachten würde. Eine Nachabisause hab ich gesagt. Wenn die gewusst hätten, was ich in der Nacht eigentlich vorhatte … Naja was soll ich groß sagen? ES passierte wirklich! Sven war zärtlich und einfühlsam, so wie es sich jede Frau bei ihrem ersten Mal wünschen würde. Es war schön, nicht sensationell (wie jetzt mit Marc), einfach nur schön. Genauso schön wie die Zeit, die wir in den letzten sechs Monaten miteinander verbracht hatten.
Am nächsten Tag dann der Abschied. Ich wollte erst nicht mit zum Flughafen, ich hasste tränenreiche Abschiede, aber Sven hatte regelrecht gebettelt. Und bei seinem Dackelblick konnte ich nicht nein sagen. Ich glaube, wir haben eine halbe Stunde lang nur geknutscht, Tränen liefen uns die Wangen hinunter und dann winkte er mir ein letztes Mal zu und war weg. Weg aus Berlin. Weg aus meinem Leben. Ich war wieder allein. Aber die wunderbaren Erinnerungen an die letzten sechs Monate ließen mich nicht verzweifeln. Ich war und blieb glücklich. Wir telefonierten regelmäßig und schrieben uns lange Briefe. Ich konnte sogar meine Eltern überreden, unseren jährlichen Winterurlaub diesmal in Schweden zu verbringen. Sven und ich verbrachten wunderschöne Tage, auch voller Liebe und Zärtlichkeit, aber wir wussten beide, dass das nicht für die Ewigkeit war. Ich hatte noch zwei Jahre bis zum Abi, er würde im Sommer mit dem Studium beginnen. Er hatte sich doch entschlossen, Medizin zu studieren. Mein Verdient! War ich stolz!! Er meinte, wenn es Schicksal mit uns beiden wäre, dann würden wir uns irgendwann wieder sehen. Ich glaubte ihm, gab ihm einen letzten langen Kuss und stieg dann ins Flugzeug. Ich habe ihn nie wieder gesehen.


Lorelei Offline

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15.11.2009 11:28
#157 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten


Vielleicht sollte ich ihn doch mal googlen? Mich interessiert schon, was aus ihm geworden ist. Naja mal sehen. Das Schicksal hatte anscheinend andere Pläne mit mir. Es schickte mich wieder in die Arme des Mannes, den ich eigentlich für immer vergessen wollte. Ja, so langsam glaube ich wirklich, dass das Schicksal mit uns ist. Vielleicht fühle ich mich deshalb so geborgen. Mache deshalb so verrückte Sachen wie eben. Um ehrlich zu sein, ich könnte das auch nur bei ihm! Ich weiß auch nicht warum. Weil ich ihm bedingungslos vertraue und er mir? Weil gerade er bei mir Seiten weckt, von denen ich gar nicht wusste, das ich sie überhaupt habe? Weil ich mich ihm ganz öffnen kann und zwar nur ihm? Hmm … Hach, es ist alles genau richtig, so wie es jetzt ist. Ich liebe ihn. Er ist mein Leben. Ich möchte ihn nicht mehr missen. Nie mehr.

Schon komisch, woran man sich alles erinnert, wenn man warten muss. Aber er kommt ja nicht aus den Puschen. Das kam er ja noch nie. Immer musste ich auf ihn warten. Mein ganzes Leben lang! Jetzt schon wieder. Er schaut immer noch total verwirrt. Der Arme!! Rache erfolgreich würde ich meinen!! Ob das mit dem Arbeiten heute noch was wird? Wahrscheinlich nicht!! Naja, ich werd ihn dann doch mal aus seinen süßen Tagträumen (von MIR!!!) wecken...



Morgen geht's dann in der Wäschekammer weiter. Gretchen wird ihren Marc schon wieder aus dem Koma holen!! Ich hoffe, euch hat der kleine Rückblick in ihre Jugend gefallen? Freu mich über eure Kommis. LG Anke

Lorelei Offline

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16.11.2009 09:41
#158 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Zurück in die Gegenwart. Zurück in den Waschsalon. Quatsch. In die Wäschekammer, wo ein betröppelter Marc Meier immer noch seine Freundin anstarrte und mit den Gedanken mal wieder ganz woanders war als im EKH...


G: So kommst du jetzt mal endlich!
M: Ich … kommen? Äh …
G: Ja, deine Akten warten!!
M: Akten?
G: Hallo jemand da? Marc, wo bist du denn schon wieder mit deinen Gedanken?
M: Ich ähm … ich …

Oh, er ist ganz wuschig!! Wie geil ist das denn!!! Ich hab Marc Meier den Kopf verdreht!! Und wie!!! Das muss ich unbedingt meinem TB erzählen. Das glaubt mir sonst niemand!!!

G (grinst): Kann mir das schon denken, Herr Dr. Meier. Aber jetzt nicht!! Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!!
M: Ähm …

Er ist immer noch weggetreten? Ich hab Marc Meier komplett verwirrt!! Das gibt es ja nicht!! Aber wir müssen jetzt wirklich mal los.

G: Mann, dann gib mir das Teil eben wieder her, wenn du dann wieder klar denken kannst!!

Was?? Oh Gott, jetzt hast du dich vor ihr total zum Trottel gemacht!! Die denkt doch jetzt, ich bin scharf auf sie!! Naja, kann es auch schwer leugnen. Bin ich ja auch. Und wie!! Würde am liebsten jetzt schon wieder. Aber ich kann mich doch nicht schon wieder von ihr so um den Finger wickeln lassen. Sonst denkt sie noch, sie hätte die Hosen an! Obwohl … wäre in der Situation jetzt vielleicht gar nicht mal so schlecht. Oh Mann, jetzt sag ich schon, dass sich eine Frau wieder anziehen soll. Bin ich krank??? Meier, was hat sie nur aus dir gemacht?? Einen liebeskranken Trottel, der nach ihrer Pfeife tanzt!! Ich bin weich geworden!!! Verdammt!! Aber wenn ich daran denke, dass sie keine … Wahnsinn!! Ich will … Nein, reiß dich zusammen!! Sie ist nur eine Frau!!! Du lässt dir jetzt nicht von ihr den Kopf verdrehen! Jetzt ist arbeiten dran! Sie hat ihren Kittel an, also … Wenn sie nur nicht so heiß im Kittel aussehen würde! Verdammt!!!

M: Bitte? Hey, ich bin völlig klar im Kopf!! Und das hier (wedelte mit ihrem roten Slip vor ihrer Nase herum) gebe ich nie wieder her!!

Kommt in meine Schublade, ganz weit oben! Oder lasse ich ihn gleich im Kittel? Hmm … Schon ein geiler Gedanke!!! Aber so wie du gerade drauf bist, stehen die Chancen hoch, dass er dir irgendwann aus der Tasche fällt, vielleicht sogar noch vor die Füße ihres Vaters!! Oh Gott, bloß nicht!! Dann lieber doch die Schublade!! Muss Gretchen aber nicht wissen!! Werde die BHs der anderen Schnecken lieber vorsorglich entsorgen, bevor sie sie noch findet. … Die spioniert doch so gerne! Und jetzt wo sie immer so oft mit der Stasi-Sabsi zusammenhängt! … Das wäre eine Katastrophe!! Die würde ausrasten und sofort Schluss machen! Also ab jetzt sammle ich nur noch deine Unterwäsche, mein scharfer Haasenzahn!!

Ja klar mein Schatz! Hab deinen glasigen Blick gesehen! Brauchst vielleicht doch noch fünf Minuten im Aufwachraum was?

G: Gut, dann können wir ja endlich gehen.
M: Ja dann!

Marc wollte schon zur Tür hinaus, als Gretchen ihn noch einmal ansprach...
G: Du Maaarc!!
M: Was?
Was will sie denn noch?? Mir auch noch ihren BH geben?? Oh Gott!! Die Frau macht mich fertig!!! Dann mach ich aber für heute Feierabend!! Das halt ich dann doch nicht aus!!!
G: Sehe ich schlimm aus?
Hääää??????
M: Was? Nein! Wieso?
G: Die Haare und so? War doch gerade etwas stürmisch!!!

Er strich ihr sanft über ihre blonde Mähne und lächelte sie verliebt an...
M: So ist es perfekt!
G: Danke. Lieb von dir!
Ich liebe es, wenn er so ist!! Ich habe immer gewusst, dass er auch so sein kann!

Oh, ich liebe ihre wilde Mähne. Wenn sich ihre Haare während wir … also … sich andere Wege suchen und ich sie auf meinem Körper spüre, dann krieg ich immer Gänsehaut. Schon krass ey!! Jetzt schon wieder!! Und dabei hab ich ihr nur durch die Haare gestreift!!

Gretchen gab ihm ein kleines Küsschen auf die Wange. Sie lugten zur Tür hinaus, ob jemand auf dem Gang zu sehen war.
M: Niemand zu sehen! Also raus!


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Lorelei Offline

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16.11.2009 15:03
#159 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten


Die beiden verließen schließlich die Wäschekammer. Marc nahm Gretchen in den Arm und sie liefen zusammen den Gang hinunter zu seinem Büro. Seine Hand wanderte demonstrativ zu ihrem Po...

G: Marc!
Der kann es einfach nicht lassen! Macho!!
M: Was?
G: Wenn das jemand sieht!
M (grinst): Na und? Weiß doch jeder, wie ich drauf bin!
G: Eben!
M: Du gönnst mir auch gar keinen Spaß was?
G: Nein. Den hattest du die letzten Jahre genug!
M: Also solchen Spaß hab ich jetzt nicht gemeint?
G: Den meinte ich ja auch nicht!
M: Ach so!

Marc blieb plötzlich stehen, nahm ihren Kopf zwischen seine Hände und schaute ihr tief in ihre strahlendblauen Augen.

M: Hab ich dir heute eigentlich schon gesagt, dass ich dich liebe?
Oh!! Wie süüüüüüßßßßßß!!! Er sagt es einfach so. Schmacht … Ich dich auch, mein Schatz!! Mir brechen gleich die Knie weg!! Hach …
G: Äh nein! Kann ich aber nicht oft genug hören!
M: Das reicht jetzt erst mal für eine Weile!
Oh Gott, du bist wirklich weich geworden! Jetzt sagst du ES ihr schon in der Öffentlichkeit!! Was sollte das? … Ich weiß es nicht! Es sprudelte einfach aus mir heraus.
G: Marc!!!
Naja, einmal ist besser als keinmal!

Marc zog sie ganz eng an sich heran und küsste sie. Gretchens Herz schlug Purzelbäume, seins aber auch! Image and video hosting by TinyPicImage and video hosting by TinyPic Minutenlang standen sie nur so da. Sabine stand an der Tür zum Stationszimmer, als sie die beiden entdeckte. Hach, wie schön!! Die beiden lieben sich wirklich!! Das ist ja schöner als alle Dr.-Rogelt-Romane zusammen! Mit einem Lächeln auf den Lippen hüpfte sie in das Zimmer.

Die beiden lösten sich schließlich wieder. „Das war schön!!“ sagte Gretchen und schaute ihn verträumt an.
M (grinst): Hmm. Im Büro gibt’s noch ganz viel mehr davon.
Jajajajajaja!!!!
G: Wirklich? Na dann ganz schnell da rein!


Liebestrunken stürzten die beiden regelrecht in sein Büro und fielen wieder übereinander her. Ihre Kittel fielen auf den Boden...
„Marc ich…“
„Jetzt nicht!“

Sie torkelten zu seiner Couch. Marc legte sie sanft darauf und glitt über sie. Er hörte nicht auf, sie mit Küssen zu bedecken. Sie wehrte sich nicht gegen die stürmische Eroberung ihres Oberarztes und genoss seine Berührungen in vollen Zügen. Die Arbeit war das letzte, woran die beiden gerade dachten. Gretchen schloss ihre Augen... Hach herrlich, ich bin im Himmel!!

„Maaarc!“
„Jetzt nicht, hab ich gesagt.“
„Aber ich hab doch gar nichts gesagt!“
„Was?“

Erstaunt schaute Marc Gretchen in die Augen. Sie blickte ihn an und schüttelte den Kopf...

Lorelei Offline

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17.11.2009 00:10
#160 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben,
nachdem der ein oder andere (und eine ganz besonders!!!) so dringend nach Fortsetzung gerufen hat, will ich mal nicht so sein und stell den neuen Teil jetzt schon rein! Nicht, dass ihr die Nacht vor Neugier nicht schlafen könnt! Das habt ihr aber nur einer Person zu verdanken:
Liebes Tinchen, diesen Teil widme ich ganz besonders dir, weil du mich so hartnäckig genervt hast, wer wohl die geheimnisvolle Person sein könnte, und ich dich so gequält und es doch nicht verraten habe. Großes Sorry!! Ich hoffe, du warst mir nicht allzu böse. Aber du warst ganz nah dran. Medhi ist es schon mal nicht!!! Da bleibt eigentlich nur eine übrig!
Herzlichen Glückwunsch an all diejenigen, die richtig lagen. Als Hauptpreis bekommt ihr und alle anderen natürlich auch jetzt die Auflösung. Die ersten beiden Worte verraten es eigentlich schon!!! Sind ja auch schwer zu übersehen!! Schnallt euch an!! Ein Schlagabtausch in mehreren Runden steht an. Ob den alle überleben werden? Hmm… Wer weiß! Viel Spaß!!! Die Kommiseite muss ich ja nicht mehr erwähnen oder? Ein kleiner Nachtgruß von Eurer Lorelei




„MAAAARCCC OLLLIVVVIIIEEERRR!!!!“

Scheiße, dachten beide gleichzeitig. Sie drehten sich erschrocken um. Blitzschnell nahm Marc seine Finger von seiner Freundin und sprang auf.

M: Mutter!
G: Frau Fisher!!!
Peeeeiiiinnnlich!!!

Gretchen stand mit hochrotem Kopf von der Couch auf und zupfte ihre Kleidung zurecht. Sie stellte sich ängstlich neben ihren Freund und erwartete ein Donnerwetter, womit sie nicht ganz Unrecht hatte...

E (schockiert): Marc Olivier, was wird das hier? Was machst du mit dieser ... mit dieser Person da?
M (lässig grinsend): Wonach sieht es denn aus, Mutter?
G (peinlich berührt): Marc!

Gretchen blickte ihn böse an und seine Mutter geiferte los...

E (auf 180): Willst du mich ins Grab bringen??? Mein Herz!! Oh Gott, ich hyperventiliere!!! Ich krieg keine Luft!!! Marc Olivier!!!
M (verdrehte die Augen): Boar Mutter, nenn mich nicht Olivier!!!
E: Willst du jetzt etwa dieser ... dieser ...
G: Dieser was, Frau Fisher?

Gretchen bleib ruhig!! Das ist deine Schwiegermutter … also irgendwann dann mal … vielleicht … ähm in ferner Zukunft. Die wirst du so schnell nicht mehr los! Leider! … Es sei denn wir gehen mal wieder ins Fitnessstudio!! … Nein, keine so gute Idee!! … Also arrangier dich damit! Sei freundlich und nett, zeig dich von deiner Schokoladenseite!! … Oh Gott, wenn ich daran denke, dass sie und mein Vater … Mir wird schlecht!!

E: ... dieser billigen Person hinterherlaufen?? Mach dich doch nicht lächerlich!!!
G (sauer): WAS???
Hat die mich gerade billige Person genannt???? Ich bring sie um!! Sie ist ja wirklich ein Schwiegermonster!!!
M: Mutter, halt den Rand ja!!
E: Wie redest du denn mit mir? Ich bin immer noch deine Mutter!!!
M: Ja, leider!!!
E: Marc O... das ist nicht dein Ernst!! Ich lag nicht dreiundzwanzig Stunden mit quälenden Höllenschmerzen mit dir in den Wehen, damit du mir jetzt so etwas vorsetzt!!! Nicht mit der!!! Warum denn nicht?? (G) Hast du vergessen, dass sie mich fast umgebracht hat? Die ist gemeingefährlich!!!

WAS??? Das nächste Mal schlag ich aber besser zu! … Upps, hab ich das gerade wirklich gedacht? … Friedlich bleiben Gretchen!! … Aber bei der Frau … GGGGRRRRR!!!!

Boar Mutter, ich könnte ihr an die Gurgel gehen!!! Hätte Haasenzahn damals doch richtig zugehauen!!!

M: Das ist mein voller Ernst, Mutter. Und sie hat auch einen Namen. Darf ich vorstellen, Dr. Gretchen Haase, meine Freundin!!! Ihr kennt euch ja bereits.

Marc nahm demonstrativ Gretchens Hand in seine...
Er hat mich seiner Mutter als seine Freundin vorgestellt. Er steht zu mir!! Hach, er liebt mich!!!

Das Gesicht von Frau Fisher verfinsterte sich. Tiefe Furchen zogen sich auf ihrer Stirn. Da hätte auch kein Botox mehr geholfen...
E: DEINE WAS??? Marc, ich hab dir schon einmal gesagt, dass das völlig indiskutabel ist!

Was?? Er hat schon mal mit ihr über mich geredet?? Wann das denn??? Also ist er doch schon viel länger in mich verknallt!!! Das gibt es ja nicht!! Wenn ich das gewusst hätte!!! Hach … Hat er sich etwa bei ihr wegen mir ausgeheult?? Nee oder?? Das glaub ich ja nicht! Das heißt ja, dass er es wirklich ernst mit mir meint oder? Wenn er sich wegen mir mit seiner Mutter anlegt!!

M: Mir ist egal, was du davon hältst. Gretchen ist meine Freundin und ich liebe sie!!

Er liebt mich!!! Er hat es ihr gesagt!! Dem Drachen höchstpersönlich!!! Ich könnte ihm um den Hals fallen, aber dann würde wahrscheinlich gleich ein Messer in meinen Rücken gerammt! Bloß nicht!!! Oder sie erschlägt mich mit einem Dr. Rogelt-Band. … Ist bestimmt schon mal vorgekommen! Muss ich Sabine mal fragen! … Also ruhig bleiben und einfach nur zuschauen! Hach… mein Schatz!! Mein tapferer Held!!!

E (schrie entsetzt): DU LIEBST SIE???? DIE DA??? (zeigte verächtlich mit dem Finger auf Gretchen) Deine dicke untalentierte Assistenzärztin? Bist du verrückt geworden? Außerdem … Oh Gott, sie ist die Tochter von Franz!!! … Nein, Marc, das geht nicht!!! Das geht auf gar keinen Fall!! Und überhaupt was redest du denn hier von Liebe? Liebe ist ...

M: ... ja Liebe ist ein Gefühl, das du nicht kennst!!! Ach ich vergaß, du weißt ja gar nicht was Gefühle sind, Mutter!! Und nenn sie nicht dick!!! Sie ist genau richtig, so wie sie ist, verstanden!! Und sie ist bei weitem die talentierteste Ärztin hier im Haus!! Also hör auf mit deinem theatralischem Scheiß!!

Ich kipp gleich vom Stuhl, äh wenn ich sitzen würde … Er liebt mich, so wie ich bin!! Hach … und ich dachte immer, dass es ihm … naja dass es ihm etwas ausmacht, dass ich etwas stärker gebaut bin als seine magersüchtigen Ex-Schlampen. Und er findet mich talentiert!!! Er hat mich Ärztin genannt!!! Zum ersten Mal!!! Juhu!! Er akzeptiert doch Göttinnen neben sich!! Was ist das heute?? So viele Komplimente auf einmal!! Ob das nicht zu viel für mein Ego ist? … Nein!!! Kann nicht genug davon bekommen. So oft wird er mir so etwas bestimmt nicht sagen. Also aufsaugen!! Mehr davon Schatz!!!

...

Lorelei Offline

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17.11.2009 10:53
#161 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Danke an meine fleißigen Schreibbienen. Hier kommt Runde 2 Elke Fisher vs. Dr. Marc Meier feat. Dr. Gretchen Haase. Viel Spaß!!!


Elke Fisher raste vor Wut. Die Worte ihres Sohnes hatten sie zutiefst verletzt, was sie sich aber nicht anmerken ließ, denn Gefühle, ja sie besaß wirklich welche, zeigte sie nie in der Öffentlichkeit. Diese Blöße würde sie sich niemals geben. Sie sah in Gretchen Haase die Schuldige für den Gefühlsausbruch ihres Sohnes und sie beschloss, alles zu unternehmen, um diese Beziehung zu torpedieren. Franz’ Tochter würde ihr nicht den Sohn wegnehmen. Niemals! Aber insgeheim ahnte sie schon, dass da mehr dahinter stand als sonst. Denn so wie jetzt hatte Marc noch keine seiner Affären verteidigt. Konnte es sein, dass er diese Frau wirklich liebte? Sie hatte schon immer die Blicke ihres Sohnes zu seiner Assistenzärztin argwöhnisch beobachtet. Ihr war schon aufgefallen, dass er sie anders ansah als andere Frauen. Aber ihr Junge verliebt? Nein, das konnte nicht sein. So hatte sie ihn nicht erzogen. Da musste also mehr dahinter stecken. Doch sie würde es schon herausfinden, denn sie war schließlich Elke Fisher, Erfolgsautorin und Mutter.

E: Marc Olivier!!
M (auf 180): Ey, noch einmal Olivier und ich schmeiß dich endgültig raus!
E: Junge, was hat sie mit dir gemacht? Womit erpresst sie dich?
Die spinnt doch!! Ich erpresse ihn doch nicht!! Heiße ich Gaby Kragenow???
G (sauer): Bitte? Jetzt gehen Sie aber zu weit!
E (schaute sie verächtlich von oben herab an): Mit Ihnen rede ich doch gar nicht! Außerdem führe ich hier gerade ein Gespräch mit meinem Sohn! Das geht Sie wohl gar nichts an! Also verschwinden Sie!!

Also das glaube ich ja nicht!! Wie kann sie nur…? Aaaahhh!!!! Mich kriegst du hier nicht weg, du … du … du Hexe du!!!

M: Sag mal, geht’s noch! Gretchen geht nirgendwohin verstanden! Sie gehört jetzt zur Familie! Obwohl eigentlich kann man das bei uns ja gar nicht als Familie bezeichnen.

Ja, den Eindruck habe ich aber auch! … Aber Moment, hat er gerade gesagt, ich gehöre jetzt zu seiner Familie? Das heißt doch … Oh Gott!!! Ich bin jetzt offiziell eine Meier!!!! Naja, offiziell noch nicht ganz, aber vielleicht bald! Hach … Inneres Freudentänzchen!! ICH BIN EINE MEIER!! JUHU!!!

Gretchen lächelte still vor sich hin …
E: Was lachen Sie denn jetzt so dämlich? Junge, was hat die Stalkerin gegen dich in der Hand?
Was?? Hat die gerade Stalkerin gesagt???? Boar!!! Die Hexe!!
M: Mutter, das ist nicht Gaby!! Also hör auf mit dem Scheiß!!!
E: Ich war froh, dass du die endgültig entsorgt hattest und jetzt kommst du mir mit der da? … Oh Gott … sag nicht … nein … sag nicht … du hast es befruchtet???? … Da geht es hin mein hart verdientes Geld in die Schokoladenfabrik!!!

BITTE WAS???? BEFRUCHTET??? Die hat sie ja nicht mehr alle!!!

Oh, das klang jetzt gar nicht mal so schlecht!! Hmm, wo hab ich es denn … Elke griff in ihre Handtasche und holte ihr Diktiergerät heraus und schaltete es ein … „Monique aß schon wieder! Sie war immer am Essen … Da ging es hin ihr hart verdientes Geld in die Schokoladenfabrik!!“ Ja, das ist gut! Elke grinste still in sich hinein und steckte ihr Diktiergerät wieder in ihre Tasche. Ihr Sohn kochte vor Wut …

M: So jetzt reicht’s!! RAUS!!! SOFORT!! UND LASS DICH HIER NIE WIEDER BLICKEN!!! HAST DU VERSTANDEN!!!
E (blieb ruhig): Du hast mir noch keine Antwort gegeben!!!

GGGGGRRRRR!!!!!! Ich bring sie um!!! Es geht nicht anders!!! Das müssen die Richter doch verstehen oder??? Notwehr!!! Zum Schutz meines Seelenheils und meiner Nerven!! Die kann echt nicht meine Mutter sein!!! Nein, das kann nicht sein!! Ich bin vertauscht worden!!! Ganz bestimmt!!! Werde mir meine Geburtsurkunde schnappen und Nachforschungen im Krankenhaus anstellen. Ich werde nicht eher ruhen, bis mir jemand bestätigt, dass ich nicht der Sohn dieser Irren bin!!! … Mutter, es reicht echt!!! Ich kann nicht mehr!! Die macht mir noch alles kaputt!!! Die soll mich endlich ein für alle mal in Ruhe lassen!! Ich pack das sonst nicht mehr!! Dann könnt ihr mich gleich in die Klapse einweisen! Und diesmal ist ganz bestimmt nicht Haasenzahn schuld, nein es war immer meine Mutter!!!

...

Lorelei Offline

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18.11.2009 00:42
#162 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Etwas spät (sorry!), aber er kommt noch! Der Kampf ist noch lange nicht zu Ende. Runde 3 im Schlagabtausch ist hiermit eröffnet...


M: MUTTER!!! Und wenn schon, das würde dich nichts angehen. Du hast dich nicht um mich gekümmert, also wird es dir auch egal sein, was mit deinen potentiellen Enkelkindern passiert. Die Betonung liegt hier auf potentiellen Enkelkindern ja!! Ich hoffe, du hast das jetzt verstanden! Und jetzt mach, dass du hier rauskommst, sonst vergesse ich mich!!!

Oh Gott, er kann sich Kinder mit mir vorstellen!!! Ist das zu fassen!!! Mein Marc will doch Kinder!! Jippi!!! Inneres Freudentänzchen. Aber seine Mutter lad ich auf keinem Fall zu den Kindergeburtstagen ein!! Das kann er vergessen!!!

E (verletzt): Marc, ich hab mich sehr wohl um dich gekümmert! Ich war immer eine gute Mutter!
M: Ach? Hab ich nicht mitbekommen! Du warst doch ständig auf Lesereise oder bei deinen tausend Liebhabern. Du hast mir Scheine zugesteckt, wenn du deine Ruhe haben wolltest. Macht das eine liebende Mutter?

Was ist das nur für eine Rabenmutter??? Also hat er sich doch immer einsam gefühlt!! Deshalb ist er so geworden. Aber mein Schatz, ab sofort bist du das nicht mehr. Ich werd dich niemals allein lassen!!

E: Marc, das ist doch nicht wahr! Ich habe alles für dich getan. Ich habe dein Studium und deine Forschungen bezahlt und …
M: Ja, aber etwas Entscheidendes hat gefehlt!
E: Jetzt fang nicht mit deinem Vater an!
Sein Vater??? Jetzt bin ich aber neugierig.
M: Och nee Mutter, mit dem brauchst du mir jetzt auch nicht kommen. Der ist doch kein Deut besser! Aber er hat damals wahrscheinlich genau das Richtige getan und ist abgehauen. Hätte ich vielleicht auch schon viel früher machen sollen!!
E: Marc Olivier!!!
M: Nee, Mutter, ein für alle mal, du mischst dich nicht mehr in mein Leben ein! Hast du verstanden? Ich hab jetzt mein Glück gefunden!! Hab ja wegen dir fast zwanzig Jahre dafür gebraucht. Das machst du mir nicht kaputt!
Er ist glücklich!! Weil ich da bin!! Hach … ich liebe dich auch mein Schatz!!

Marc nahm Gretchen in den Arm und küsste sie zärtlich auf den Mund. Anschließend sah er ihr tief in die Augen. Gretchen verstand sofort, was er ihr damit sagen wollte, und hauchte ein leises „Ich liebe dich auch!“

E: Aber Marc, ich …
M: Ich will dich nicht mehr sehen! Hau einfach ab!!
E: Aber …
M: VERPISS DICH ENDLICH!!!

Gretchen versuchte ihn zu beruhigen. Sie merkte, dass die Wut wieder in ihm hochstieg …
G: Marc, kannst du nicht …? Sie ist doch deine Mutter!!
M: Das sind genau die richtigen Worte, die sie hören muss. Sonst kapiert die das nie!

Frau Fisher hatte verstanden. Sie nahm ihre Tasche und ging zu Tür. Sie drehte sich noch einmal zu ihrem Sohn um …
E: Ich habe dich immer geliebt, Olivier. Das weißt du. Meld dich, wenn du wieder zur Vernunft gekommen bist!

Dann warf sie Gretchen einen bitterbösen Blick zu …
E: Was haben Sie nur aus meinem Sohn gemacht? Das wird noch ein Nachspiel haben!
M: RAUS, hab ich gesagt!

Und Elke Fisher verschwand endlich zur der Tür hinaus. Marc atmete erleichtert auf. Sie macht mich wahnsinnig, wenn sie so ist! Ich könnte sie dafür hassen! Er ballte eine Faust, als er an das Gespräch eben zurückdachte. Warum kann sie nicht? Wieso ist sie so? Und das alles vor ihren Augen! Das wollte ich nicht! Scheiße ey!!! Gretchen legte ihm beruhigend die Hand auf die Schulter.

G: Das wird schon wieder!
M: Nee, das kann sie vergessen!

Gretchen wollte gerade noch etwas sagen, da sprang die Tür noch einmal auf. Elke Fisher reloaded!!!

Lorelei Offline

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18.11.2009 09:40
#163 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Et voilà Elke Fisher reloaded. Tja, so schnell werden die beiden sie nicht los. Eine Erfolgsautorin gibt sich niemals geschlagen, erst recht nicht, wenn es um ihren Sohn und Dr. Rogelt geht... Viel Spaß!!! Freu mich über euer Feedback!


M (von 0 auf 180): Was willst du denn noch?
E (ruhig und mit einem verzerrten Lächeln auf ihren Lippen!!!): Marc, Junge, der Roman, könntest du vielleicht…? Ich hab dir das Manuskript auf den Tisch gelegt!
Die Frau ist echt unglaublich! Wie kann sie denken, dass er jetzt noch ihren Mist durchliest.
M: Hast du sie noch alle?
E: Marc ich bitte dich!
M: Ok ok, aber nicht vor nächster Woche!

Was? Wieso? Hä???? Wieso gibt er ihr denn jetzt nach! Jetzt versteh ich gar nichts mehr! Der hat sie doch gerade noch angeschrieen und rausgeschmissen und jetzt sind sie wieder lammfromm? Hääääää??????????????????

E: Einverstanden! Dann bis nächste Woche! … Ach, wieso kommst du … äh von mir aus auch ihr (widerwillig!!!) … nicht nächsten Freitag zum Abendessen? Dann können wir das mit dem Roman besprechen und wir (sie blickte Gretchen an) uns mal näher unterhalten.

Was? Das glaub ich jetzt nicht! Wieso ist die denn jetzt so scheißfreundlich?

Gretchen schaute Marc verwundert an, der wiederum seine Mutter angriente …

M: Gebongt!
WAAAASSS????? Der kann doch nicht einfach so für uns zusagen! Ich will nicht zu der!! Nur über meine Leiche!!!
G: Äh … ich weiß nicht … ähm …
M: Natürlich kommst du mit! Wüsste nicht, dass du am Freitag etwas vorhättest. Oder ist da dein Weight-Watchers-Treffen?
G: Bitte???

Elke konnte sich ein Lachen nicht verkneifen…

Was??? Spinnt der jetzt! Wieso ist er denn jetzt wieder so sarkastisch! Und dann auch noch vor seiner Mutter! Wie die mich jetzt hämisch angrinst! Die lacht mich doch aus oder? … Nee, das kannst du vergessen! Ich geh da nicht hin! Niemals!

E: Gut, dann sehen wir uns nächsten Freitag. Aber seid pünktlich!

Frau Fisher wollte gerade zur Tür hinaus, da fiel ihr noch etwas ein...

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18.11.2009 14:13
#164 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten


E: Ach, Frau Dr. Haase …
Was denn noch? Kann die nicht einfach die Biege machen? Ich kann nicht mehr! Das war zu viel Schwiegermutter für einen Tag!!!
G (schüchtern): Ja?
E: Haben Sie eigentlich schon die Rechte an ihrer Geschichte verkauft?
Hä??? Was denn für Rechte? Was denn für eine Geschichte?
G: Bitte? Ich versteh nicht.

Och nee, das Katastrophenschiff, meine Mutter, hat abgelegt!! Ich hätte ihr das letzte Woche energischer sagen sollen. Aber noch energischer? Hätte ich ihr eins überbraten sollen? … Hmm … Wäre mal besser gewesen!

M: Mutter, das ist jetzt nicht dein Ernst? Ich hab dir schon einmal gesagt, du sollst sie damit in Ruhe lassen!
Hä? Was meinen die denn?
G: Marc? Was? Ich versteh nicht!
E: Ich wollte doch nur mal fragen! Kostet ja nichts! Also noch nicht!
Hä?? Ich muss nachhaken!
G: Was? Äh was wollten Sie mich fragen, Frau Fisher?
M: Gretchen, ey lass es! Das willst du gar nicht wissen!

Was mischt der sich denn jetzt ein? Ich kann für mich selbst sprechen, Dr. Meier! Ich bin eine erwachsene, unabhängige Frau, die alleine entscheiden kann, was gut und richtig ist. Und ich will das jetzt wissen!!!

G: Und ob ich das wissen will!
Och nee, jetzt macht sie wieder auf bockiges Kind!
M: Bitte! Wenn du unbedingt willst! Aber ich hab dich gewarnt!
G: Marc, was soll denn das? … Also Frau Fisher, was wollten sie von mir wissen?
E: Frau Dr. Haase, ich wollte Sie eigentlich nur um die Rechte ihrer Millionärsgeschichte bitten.
G: Bitte was?
Was hat sie gesagt? Millionärsgeschichte? Hä??? Was will die Irre von mir??

Gretchen schaute fragend zu ihrem Freund, der nur mit dem Kopf schüttelte …
M: Du wolltest ja nicht auf mich hören! Bitte, jetzt hast du den Salat!
E: Sie wissen schon! Wie sie auf den falschen Millionär hereingefallen sind, ihn geheiratet haben, Ihre Schwiegermutter Sie fast umgebracht hat und …

Was? Hat die sie noch alle!! Ich bring gleich meine neue Schwiegermutter um!!! … Die will ernsthaft die Sache mit Alexis äh Frank, seine Betrügereien, meine gescheiterte Katastrophenhochzeit, etwa auch die Ebolaseuche, Mechthild, oh Gott der Abend im Restaurant, der Schuss... Mit einem Schlag waren die Erinnerungen wieder zurück. Gretchen schloss ihre Augen und schüttelte ihren Kopf. Sie zitterte...

G: Ähm … also das geht nun wirklich niemanden etwas an.
E (scheißfreundlich!!): Ich bitte Sie, Liebes, diese Geschichte ist so unglaublich!!! Das ist fantastisches Material für Dr. Rogelt. Das lieben meine Leserinnen. Da steckt Pathos dahinter, Leidenschaft, Betrug und Mord!! Ich sehe das leuchten, meine Liebe, ich sehe das leuchten!!
G: Bitte? Also nein wirklich ich will das nicht!
Oh Gott, bitte, ich will das nicht. Sie soll mich endlich in Ruhe lassen!!!

Abwechselnd schaute Gretchen zwischen Marc und seiner Mutter hin und her und konnte nicht glauben, in was sie da hineingeraten war ...

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19.11.2009 12:58
#165 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

So die letzte Runde Elke Fisher ist angebrochen. Viel Spaß!! Freu mich auf Kommis!


Doch Elke Fisher blieb hartnäckig an der Story ihres Lebens dran. Sie roch schon den Preisregen und sah sich als Gewinnerin auf einer Bühne neben Hera Lind und Rosamunde Pilcher stehen. Sie musste diese Geschichte haben um jeden Preis.

E: Kind, was wollen Sie dafür haben? Ich zahle jeden Preis!
Mutter lässt nicht locker! Ich fass es nicht!! Die Arme!! Aber warum fragt sie auch nach! Meine Mutter wird niemals aufgeben!! Sorry!! Kann nichts machen!!
G: Jeden Preis?
Die ist ja noch durchgeknallter, als ich dachte. Die kann doch nicht ernsthaft glauben, dass ich ihr meine Lebenstragödie verkaufe! Niemals!! So viel Geld hast du gar nicht!!!

Doch die Erfolgsautorin gab nicht auf. Das hatte sie noch nie getan. Sie bekam schließlich immer ihren Willen und so setzte sie auf ihren nächsten Trumpf...

E: Von mir aus heiße ich Sie auch herzlich in unserer Familie willkommen!
Was?? Will die mich jetzt etwa bestechen?? So will ich aber nicht aufgenommen werden!! So nicht!!! Dann bleibe ich lieber für immer ein Haase!!!

M: Mutter, es reicht jetzt!
Hach, danke mein Held in goldener Rüstung! Bring die böse Hexe zur Strecke!!! Egal ob sie deine Mutter ist!!! Gib’s ihr, Marc!

E: Wieso denn? Ist doch ein guter Deal! Ich würde euch in nichts reinreden!
M (erstaunt): Wirklich? Hmm ...

Dann wäre ich sie los und könnte endlich mein Ding machen. Dann wären auch die blöden Freitagabendessen erledigt. Da würde ich Gretchen sowieso nie hinbekommen. … Nie mehr Rogelt-Korrektur, nie mehr Buchpräsentationen und Lesungen, nie mehr Angegrabbele von ihrer ekelhaften Lektorin!!! Yes!!! Endlich!!! … Hmm … Ist wirklich eine Überlegung wert!

G (sauer): Marc!! Du überlegst jetzt nicht ernsthaft…?
Der glaubt doch nicht ernsthaft, dass ich da mitmache! Niemals!! Das ist mein Leben!!!
M: Was denn? Ist doch eine Überlegung wert!
Spinnt der jetzt auch??? Als ob du nicht genauso gelitten hättest wie ich!! Hast doch zusammen mit Medhi im Selbstmitleid gebadet, weil ich jemand anderes … ach egal.
G (stinksauer): Hey, ich hab fast zwei Monate gebraucht, um diese ganze Geschichte hinter mir zu lassen. Und ich glaube, dir ging es in der Zeit auch ziemlich beschissen! Hast ja die ganze Zeit in deinem Büro rumgeheult, weil ich mich nicht gemeldet habe!!

Was? Das stimmt doch gar nicht!! Hab mich doch nur vor dem blöden Rössel versteckt und … ach egal. Naja vermisst hab ich sie schon. Aber ein Marc Meier heult nicht!!! Niemals!! Medhi hat geheult!! Ich nicht!!!

M: Ey, das hab ich nicht!
G: Hast du wohl!!
Hat mir doch Sabine erzählt!!
E (grinst): Ok, das ist mir jetzt zu viel Kindergarten. Anscheinend habt ihr auch noch etwas zu klären. Also denken Sie über mein Angebot nach!! Wir sehen uns dann nächste Woche! Tschüß!!
M: Ja, du mich auch, Mutter! Ach, hast du eigentlich deinen Band „Sex im Alter“ schon fertig? Würde mich schon interessieren. Also ich meine für unsere Patienten auf der Demenzstation und so.

Elke schnaufte nur wütend und verschwand schnell zur Tür hinaus ...

Lorelei Offline

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19.11.2009 13:53
#166 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten


Endlich!! Gott hat ein Erbarmen mit mir! Halleluja!! … Scheiße, Haasenzahn ist immer noch sauer!!! Ok, muss sie unbedingt besänftigen. Aber wie? Hmm … Dackelblick aufsetzen und tief in die Augen schauen! Funktioniert immer! Hmm … und meine Mutter schlecht machen. Auch ne Variante … Mal sehen …

G (immer noch sauer): Marc, was sollte das eben? Denkst du etwa ernsthaft, ich verkaufe deiner Mutter mein Elend!
M: Nein, natürlich nicht! Ich hab ihr unseren Standpunkt schon einmal klar gemacht.
G: Unseren Standpunkt?
M: Ja.
G: Wann?
M: Letzte Woche war sie schon einmal da und wollte mit dir darüber reden. Hab sie hochkant rausgeworfen. Die denkt wohl, sie kann sich alles erlauben? Hätte nicht gedacht, dass sie noch mal hier aufschlägt. Tut mir wirklich leid! Ich wollte nicht, dass du wieder an das leidige Thema erinnert wirst!

Das war schon lieb!! Mein Beschützer!!! Hätte ich nicht gedacht. Früher hätte er auf der Geschichte ewig rumgehackt und seine Witze gerissen, bis ich irgendwann heulend davongerannt wäre, aber jetzt… Er hat verstanden, dass ich darüber nicht mehr reden möchte. Er kennt mich doch schon ganz gut!!

Ich hab einfach keinen Bock, dass sie wieder an die ganze Scheiße erinnert wird. Ich will sie nie wieder so fertig sehen, so voller Verzweiflung und Leid. Das verkrafte ich nicht! Ihre Augen waren so leer, ihr ganzes zauberhaftes, fröhliches Wesen war weg. Der Gedanke, dass dieser Kerl sie angefasst hat, egal ob er sie geliebt hat oder nicht, macht mich rasend! Wenn ich das alles eher gewusst hätte, ich hätte ihn umgebracht und seine „Mutter“ gleich mit. Wenn Gretchen da drin etwas passiert wäre, oh Gott, dann hätte ich auch nicht mehr weiterleben wollen. Diese eine Sekunde, wo Medhi sagte, sie sei tot, das war der schlimmste Moment in meinem Leben. Gut, es hatte am Ende die alte Schachtel erwischt, aber trotzdem … Seit dem Tag weiß ich, dass ich sie nie wieder loslassen möchte. Ich will nicht, dass irgendwer ihr wieder Leid zufügt. Also Mutter kann sich ihren Rogelt in den Arsch stecken. Ich lass nicht zu, dass mein Gretchen noch mal gequält wird. Niemals!!!

G: Und was hast du ihr gesagt?
M: Dass du das nicht willst.
Das ist alles? Hmm…
G: Ach, und das hat sie einfach so hingenommen?
Nee, sonst wäre sie ja nicht noch mal hier aufgeschlagen. Aber das nächste Mal kann die was erleben!
M: Naja, du kennst ja meinen Tonfall manchmal.
G: Ähm ja, ok, hab verstanden!
Er hat sie angebrüllt und rausgeschmissen!! Naja, hat aber doch nicht so richtig gewirkt, sonst hätte die ja jetzt nicht noch mal davon angefangen!
M: Die ist doch nur scharf auf die Tantiemen.
G: Ja, ich hab auch schon die Dollarzeichen in ihren Augen gesehen.
M: Du wärst jetzt reich, weißt du das eigentlich?
Reich?? Quatsch!!!
G: Äh nein. Wieso? Wie viel hätte die denn ausgespuckt?
M: Na schon ein paar hundert …
G: Ein paar hundert Euro?
Naja, hätte ich mir vielleicht doch überlegen sollen! Dann könnte ich mir endlich die neuen Manolo Blaniks leisten! Oder hätte ich mich gleich in Schuhen bezahlen lassen sollen?
M (lacht): Nein, ein paar hunderttausend.
G (schockiert): HUNDERTTAUSEND???
HUNDERTTAUSEND EURO??? Das sind … äh … wie viele Schuhe sind das denn jetzt???
M: Äh ja, also ich kenn mich wegen ihr ein bisschen mit dem Geschäft aus. Also du hättest vielleicht auch ne halbe Million rausschlagen können.
G: EINE HALBE MILLION??? ... FÜNF ... HUNDERT ... TAUSEND EURO???

Das war zu viel für Gretchens Vorstellungskraft ...

Lorelei Offline

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20.11.2009 09:35
#167 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten


M: Äh ja!
G: Du spinnst doch!
M: Nein!! So wie die Geschichte in den Medien breitgetreten wurde, vielleicht sogar noch mehr. Kann mir gut vorstellen, dass das ihr bester Rogelt geworden wäre.
… wenn ich die entscheidenden Kapitel schreiben würde bestimmt!!
G: Das ist doch verrückt!!
Der hat sie doch nicht mehr alle!!! Mein Leben ist doch keine halbe Million wert! Mein Leben ist unbezahlbar!!
M: Nein ist es nicht! Die Verlage und Filmproduzenten lecken sich doch die Finger nach so einem Stoff.

Hmm … vielleicht sollte ich selbst? Wäre eine Überlegung wert! Aus der Sicht des Helden, der die Prinzessin aus den Klauen des bösen Börsenheinis und ihrer Schwiegerhexe gerettet hat. Naja, stimmt zwar nicht ganz, aber man kann ja alles beschönigen!! Hmm würde auch die Hauptrolle spielen!! Wenn Megan Fox oder Angelina Jolie den weiblichen Part übernehmen, bin ich dabei!!

G: Ey, ich verkauf doch denen nicht mein Leben. Dann glaubt noch jeder, ich sei eine Lachnummer.
M: Naja.
G: Was soll das denn jetzt heißen? Bin ich eine Lachnummer?
M: Äh nein!
G: Du hast mir zu lange überlegt!
M: Ey Gretchen, jetzt komm mal wieder runter!
G: Was kann ich denn dafür, dass mein Leben immer im Chaos endet.
M (grinst): Siehst du, das würde sogar als Stoff für eine Fernsehserie herhalten.
G: Spinnst du?

M: Eine bildhübsche, neurotische Assistenzärztin mit leichtem Hang zur Schokosucht auf der Suche nach ihrem überaus attraktiven, hochtalentierten und rattenscharfen Oberarzt oder so. Hmm … Lass mich mal überlegen … der Titel? … Hmm … „Was Frauen wollen“ oder noch besser „Der Arzt, dem die Frauen vertrauen“ … Nee, das ist es noch nicht! Es geht ja nicht um mich, sondern um dich, also … hmm … vielleicht … „Haasenjagd“? … Nee, das ist zu albern! … Hmm … oder … „Dr. Gretchen Haase. Ärztin aus Leidenschaft“ … Oh ja und was für eine leidenschaftliche Frau das ist!! (Er zwinkerte ihr verschmitzt zu, sie schüttelte nur den Kopf und lachte. Quatschkopf!) … Oder warte! Das ist noch besser: „Das Tagebuch der Dr. Gretchen Haase“ mit ganz versauten, erotischen Kommentaren über ihren hammergeilen Oberarzt! … Ja, das ist es!! Hmm … Jeden Montagabend nach GZSZ. Die perfekte Zielgruppe oder? Der perfekte Sendeplatz, um kleinen Mädchen die Schamesröte ins Gesicht zu treiben … Hahaha … Zu geil ne?

G: Sehr witzig, Marc!
M: Ja, hast Recht! Könnte auch eine Comedyserie werden.
G: Wenn schon Dramacomedie!
M: Oder so!
Beide mussten lachen…

G: Also du meinst, ich sollte mir das doch überlegen?
M: Weiß nicht. Wenn du dich zur Ruhe setzen willst?
G: Quatsch!
M: Kannst es dir ja noch überlegen. So leicht gibt meine Mutter eh keine Ruhe!

Na toll anstatt dass sie mich als ihre Schwiegertochter in die Arme schließt, bin ich jetzt ihr neues Forschungsobjekt! Herzlich Glückwunsch, Dr. Gretchen Haase!!

G: Wenn du meinst! Aber was ich noch fragen wollte ... ähm was sollte das gerade mit deiner Mutter? Ihr faucht euch an, du schmeißt sie raus und dann kommt sie als zahmes Lahm wieder rein und will, dass du ihr Manuskript liest? Und du sagst nix weiter dazu und bist auch ganz ruhig. Du warst doch gerade noch auf 180. Und dann lädt die mich auch noch mit zum Essen ein. Ich dachte, sie hasst mich. Also ich fand das schon alles irgendwie seltsam.
M: Das ist normal bei uns!
G: WAS? Soll das heißen, das geht immer bei euch so zu?
M: Jep!!! Willkommen in der Familie Meier!!!

Oh Gott, wo bin ich da nur reingeraten? Willst du dir das wirklich antun? Wegen ihm? … Ja, hab keine andere Wahl! Ich lieb ihn nun mal und da muss man äh Frau wohl oder übel einige Hindernisse überwinden, auch wenn diese Elke Fisher heißen!!


Kommis wie immer gern gesehen!

Lorelei Offline

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20.11.2009 16:03
#168 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Einen hab ich noch von unserem Chaospaar! Viel Spaß!!!


G: Und meinst du, sie wird mich irgendwann akzeptieren?
M: Nein!
WAS???? Oh Gott!!
G: Ey, das kannst du doch nicht einfach so sagen!
M: Wieso nicht? Is halt so!
Ja, was soll ich machen, das ist nun mal so!!
G: Na du machst mir ja Mut! Wie soll ich das denn überleben?
M: Nur mit Schutzschild und ganz viel Alkohol!!!
G: Marc, ernsthaft!!!
M: Ja was denkst du denn? Du hast sie doch eben erlebt! Sie ist immer schon so gewesen und das wird sich auch nicht ändern, nur weil du immer auf Friede-Freude-Eierkuchen machen willst. Wir sind halt nicht die perfekte altbackene Familie Haase, wo es sonntags Hasenbraten und Spieleabend gibt!
G: Das hat dir das letzte Mal aber gefallen. Gib’s zu!
M: Naja, war ja auch neu für mich! Das kenn ich so nicht!
Das gibt’s ja nicht! Rabenmutter!!!
G: Na dann müssen wir wohl öfters mal bei meinen Eltern aufschlagen.
Was? Niemals!!! Da geh ich nie wieder hin!!!
M: Nee, kannste vergessen! Das Frühstück gestern hat mir gereicht. Außerdem kuckt mich deine Mutter seitdem so komisch an.
… und kommt auf so bescheuerte Ideen wie Heiraten und so nen Quatsch!! Bloß nicht!!
G (grinst): Ach, weil sie dich nackt gesehen hat?
M: Hey grins nicht so! Das war mir peinlich!
Ja, das war mir wirklich peinlich! Ausnahmsweise!! Bei alten Schachteln macht Marc Meier eben mal eine Ausnahme. Das ist dann selbst Marc Meier peinlich!! Die Zielgruppe für meinen Adoniskörper liegt zwischen 17 und 33 und nicht bei 75!!
G: Ach, das dir mal was peinlich ist!
M: Sehr witzig!
G: Ja das war die Situation wirklich!
M: Haasenzahn!!!
G: Dann nimm das nächste Mal eben ein Handtuch mit!
M: Es wird kein nächstes Mal geben.
G: Und ob es das wird!
Das hab ich dir zwar noch nicht gesagt, aber bei uns ist sonntags immer Familientag. Da wirst selbst du nicht drumherumkommen, mein Lieber!! Du gehörst ja jetzt auch zur Familie Haase!
M: Bitte?
G: Du musst doch lernen, wie das alles richtig funktioniert.
M: Wie was funktioniert?
G: Na ein stinknormales Familienleben.
Die spinnt doch!!! Was soll ich denn damit?
M: Ach und wieso sollte ich?
G: Naja für uns! Für die Zukunft, wenn wir mal …
M: Wenn wir mal was, Haasenzahn?
G: Na du hast vorhin mit den Enkelkindern angefangen!

Ach daher weht der Wind!! Hätte ich mir ja gleich denken können!! Hab vorhin zu viel von mir preisgegeben! Verdammt!! Jetzt denkt sie gleich … Tja Gretchen Haase wie sie leibt und lebt und träumt!

M: Ach und da denkt Madame gleich, sofort an die Produktion!
G: Ey!! Hab ich nicht!!
Naja, vielleicht schon!! So ein kleiner Marci wäre schon irgendwie toll!! Er war ja schon als Kind so süß!! Obwohl … ein Mädchen wäre mir vielleicht sogar noch lieber! Dann stünde das Verhältnis 2:1. Ja, das ist besser!! Marc Meier lass uns jetzt sofort ein Kind zeugen!!
M: Ich kenn dich doch. Hab ganz genau dein Strahlen gesehen.
G: Hab ich das?
M: Du wärst fast abgehoben.
G: Naja, so etwas hört man ja nicht so oft aus deinem Mund.
M: Was?
G: Na dass du dir Kinder vorstellen könntest.

Oh Mann, die Frau macht mich wahnsinnig!! Die hört auch nur das, was sie hören will! Ich hab „potentiell“ gesagt!! Jetzt fängt sie schon mit Kindern an!! Hört die jetzt schon ihre Uhr ticken oder was? Also ich hör nix!!

M: Äh also das hab ich so jetzt nicht gesagt und außerdem geht mir das dann jetzt doch zu schnell … ähm … können wir nicht erst mal zusammenziehen und dann ähm ...
G: … in hundert Jahren mal wieder darüber reden?
M: Ja so in etwa!
G: Na schönen Dank auch!!

...

Lorelei Offline

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21.11.2009 11:02
#169 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten


Also doch keine Kinder! Schnief … Aber was hab ich erwartet? Dass er sich gleich auf mich stürzt und wir in neun Monaten eine Familie sind? Das ist Marc Meier!! Ja leider!! Marc Meier und Kinder, das ist wie ... wie ... Verdammt, mir fällt nicht mal ein Vergleich ein!! Tja, diese Kombination gibt es anscheinend nicht! Und wird es wohl nie geben!

Oh Mann, worauf hab ich mich da bloß eingelassen? Beziehung, Familie, Kinder ... Will ich das überhaupt alles? Bin ich dann noch ich? Ich hab mir doch noch nie Gedanken über so was gemacht. Warum auch? Stand halt nie auf meinem Lebensplan. Genauso wenig wie du auf meinem Lebensplan gestanden hast, Haasenzahn! Dich will ich natürlich nicht mehr missen, aber die anderen Schritte ... Ich kann das doch noch nicht so schnell entscheiden. Will ich das wirklich? Bin ich schon soweit? Werd ich überhaupt jemals soweit sein? Ich weiß es einfach nicht. Wir haben doch gerade erst zwei turbulente, chaotische Wochen hinter uns gebracht und davor zwei Jahrzehnte Rumgeeiere, weil ich mich nie entscheiden konnte. Mann, ich weiß doch auch nicht, was ich machen soll. Das ist schon süß, dass sie sich das alles mit uns vorstellen kann, dass sie denkt, dass wir das zusammen hinbekommen. Woher nimmt sie nur die Sicherheit? Ich hab halt noch viel zu viel Angst, dass das mit uns doch noch schief laufen könnte, was ich natürlich nicht hoffe, aber ... ach ich weiß doch auch nicht. Ich will halt keine Fehler machen. Dafür ist mir das mit uns viel zu wichtig. Aber gerade mit solchen Sachen trete ich bei ihr immer treffsicher ins nächste Fettnäpfchen. Das macht mich wahnsinnig!!! Die mit ihren Turbogängen!!! Und dabei kann sie noch nicht mal richtig Auto fahren! Kann sie es nicht bei ihrem Dreigängefahrrad belassen?

...

Lorelei Offline

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21.11.2009 11:41
#170 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten


M: Jetzt sei doch nicht gleich wieder beleidigt! Wir sind noch nicht mal zwei Wochen zusammen und du legst schon den nächsten Turbogang ein. Können wir nicht erst mal unsere Zweisamkeit genießen, mit meiner Mutter fertig werden und mit dem Scheiß Aktenberg hier?

Ja, er hat ja schon recht irgendwie, aber trotzdem ... Ich bin schon dreißig. Irgendwann muss ich ja mal mit der Zukunftsplanung anfangen, ehe es zu spät wird. Man kann ja nicht ewig in einer Schockstarre verharren wie er immer. Ich weiß ja, dass das alles für ihn Neuland ist. Ist ja seine erste richtige Beziehung und so. Aber wie lange soll ich denn noch warten? Ich will nun mal eine Familie mit dir. Davon träume ich schon, seit ich ein kleines Mädchen bin. Und jetzt stehe ich kurz davor. Da überspringt man eben manchmal ein paar Schritte, weil allein schon die Vorstellung, das mit dir zu erleben, das größte Glück für mich ist!

G: Äh ja, tut mir leid, aber manchmal ...
M: ... geht’s mit dir durch! Das hab ich schon gemerkt!
Na hoffentlich ist das Thema jetzt vom Tisch! Das könnte ich jetzt echt nicht gebrauchen!!
G: Hey!!
Darf man denn keine Träume haben?

M: Arbeiten, meine Liebe!! Sofort!! Danach können wir ja schon mal mit dem Üben anfangen! Das macht ja bekanntlich am meisten Spaß!
Üben?? Was denn üben?? Und wofür?? … Oh!! … Meint er etwa…? Wie soll ich das denn jetzt wieder interpretieren? Dass er doch…? Nein, das glaube ich nicht! Der will wahrscheinlich einfach nur poppen! Mehr nicht! Ja, so wird es sein!
G: Bitte?
M (zwinkert ihr zu): Na du weißt schon!
Ja, ich hab Recht!! Kenn doch meinen Pappenheimer! Naja, besser als nichts!!
G (grinst): Ach! Na wenn das der Herr Doktor sagt, müssen wir das wohl so machen!

...

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21.11.2009 17:02
#171 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten


Marc setzte sich an seinen Schreibtisch und vertiefte sich in die erste Akte, als Gretchen ihn noch einmal vorsichtig ansprach...

G: Duuuu Maaaarc?
Och nee, die gibt einfach keine Ruhe!! Das ist doch unglaublich!! Wie können die nur so viel quatschen??? Frauen!!!
M (leicht genervt): Was denn noch?
G: Hast du das vorhin ernst gemeint?
M: Was?
G: Na dass … ähm dass du dich von deiner Mutter nicht geliebt gefühlt hast?
Was wird das denn jetzt?? Bärbel Schäfer für Arme??
M: Och nee Gretchen, muss das jetzt sein? Ich will da nicht weiter darüber reden.
G: Solltest du aber vielleicht!
Was soll das denn jetzt? Therapiestunde?? Soll ich mich jetzt auf die Couch legen oder was? Obwohl … wenn sie sich mit drauflegt!!!
M: Was soll das? Willst du mir jetzt eine Familientherapie aufdrängen?
G: Naja, wenn es was bringt!

Wäre vielleicht eine Überlegung wert!! Er darf einfach nicht alles in sich hineinfressen. Das mit seiner Mutter muss ausdiskutiert werden. Das ist doch keine normale Mutter-Sohn-Beziehung!! Das geht doch so nicht!! Außerdem muss er mal über seine Gefühle sprechen!! Könnte sich positiv auf unsere Beziehung auswirken! Hmm … vielleicht sollte ich mal mit Dr. von Hirschhausen reden. Der kennt vielleicht … Nee, Gretchen, wie bist du denn drauf? Da macht ein Marc Meier nie mit!! Kenn ihn doch! Naja war auch nur so eine Idee!! Ich bin halt zu harmoniebedürftig!!

M: Eh, spinnst du jetzt völlig! Das funktioniert nicht. Und ich will das nicht!
G: Woher willst du denn wissen, dass es nicht funktioniert? Oder habt ihr etwa?
M: Ähm …
Nee oder? Die ham wirklich!! Das ist ja mal ein Ding!!
G: Habt ihr! Ja und?
M: Was und?
G: Marc, willst du darüber reden?
M: Nein verdammt!!! Lass uns endlich arbeiten, sonst krieg ich den Scheiß hier nie fertig. Dein Vater dreht sonst am Rad!

Och wie kann man nur so nerven!! Die Frau ist unglaublich!! Dass die auch jeden Scheiß bequatschen muss!! Ey, ich geh doch wegen meiner Mutter nicht zum Therapeuten!! Der hat sie ja damals auch nicht wieder hinbekommen, nachdem mein … aber egal. Marc Meier braucht keinen Psychofutzi!! Marc Meier ist perfekt, so wie er ist!!! Also Haasenzahn, halt einfach deine Klappe!!! Du verdirbst sonst noch die ganze Stimmung!!

Er macht es wieder! Er macht wieder dicht!! Jetzt versteh ich erst, wieso er so ist, wie er ist. Diese Hass-Liebe zwischen den beiden ist ja kaum auszuhalten! Ich dachte immer die beiden haben ein enges Verhältnis, so wie er sie immer betüddelt, aber sie … diese Hexe … Er konnte ihr anscheinend nie etwas recht machen. Wie kann man nur so grausam zu seinem Sohn sein. Und ich reg mich immer über meine Eltern auf. Dabei kann ich mich glücklich schätzen, so ein intaktes Familienleben zu haben. Armer Schatz, von nun an wird alles anders. Das verspreche ich dir. Ich werde dir so viel Liebe schenken, wie du verdient hast.

G: Ich wollte doch nur… Ok, dann lass ich es eben! Aber man kann nicht alles in sich hinein fressen. Selbstbeschiss funktioniert nicht!!
M: Ey jetzt quatschst du schon wie Medhi!
G: Wieso?
Was hat denn Medhi jetzt damit zu tun? Mit ihm redet er darüber und mit mir nicht oder was?
M: Das geht dich nichts an!
G: Marc, Vertrauen gehört auch zu einer Beziehung.
Oh Mann, sie hört einfach nicht auf zu quatschen!! Jetzt muss ich die Zeile schon wieder von vorne lesen!! Aaaahhh!!
M (genervt): Gretchen willst du jetzt quatschen oder arbeiten?
G: Gut, dann halt ich eben die Klappe, wenn Monsieur nicht reden will! Bitte!

Wieso kann er nicht über seine Gefühle reden? Ich seh doch, dass ihn das vorhin schon sehr bewegt hat. Naja, vielleicht sollte ich das doch erst mal ruhen lassen!

Gott sei dank. Sie gibt endlich Ruhe!!

Lorelei Offline

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22.11.2009 10:29
#172 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Einen ganz lieben Gruß an meine fleißigen Schreibbienen! Ich hab noch ganz viele Dialoge in petto, keine Sorge! Aber jetzt sollten die beiden wirklich mal wieder an ihre Arbeit denken oder? Viel Spaß mit dem neuen Teil! Wünsch euch einen wunderschönen sonnigen Sonntag. Eure Lorelei


M: Willst du da noch ewig Wurzeln schlagen? Ich dachte, du wolltest mir helfen?
G: Natürlich. Wo soll ich anfangen?

Gretchen nahm sich einen Stuhl und setzte sich neben ihren Oberarzt an den Schreibtisch ...

M: Machst du bitte die Jahrgänge 2008 und 2009? Da warst du ja schon hier. Ich mach die davor! Die Bewertungsbögen hab ich schon fertig.
G: Ach, kann ich die mal sehen?
M: Ach nee, Madame ist neugierig, was Gott über sie geschrieben hat?
G: Nein, bin ich nicht!
Doch bin ich!! Frau kann nie genug Lob hören!! Bin ja schließlich seine beste Assistenz!!
M: Türlich!! Muss dich aber enttäuschen…
Was?? Oh Gott, der kann mir doch keine schlechte Bewertung geben! Ich war doch gut. Die Beste!! Außerdem bin ich seine Freundin!! Das kann er doch nicht machen!
G: Bitte? Aber ich bin doch gut!!!
M: Denkst du vielleicht!
Die Arme!! Jetzt denkt sie wirklich, dass ich ihr so etwas antun könnte!! Das ist meine Rache für dein Rumgenerve, Haasenzahn!!
G: Was? Aber das kannst du doch nicht machen!
M: Ey, das war ein Scherz!! Ich wollte nur sagen, dass ich die Papiere nicht mehr hier habe. Die tippt gerade Sabine ab und komm jetzt ja nicht auf die Idee, sie auszuquetschen. Das geht dich nichts an. Die sind für den Professor. Also deinen Vater. Der wird dich dann schon zusammenstampfen.
G: Was? Marc!!!
M: Jetzt mach endlich deine Arbeit! Sonst wird das mit dem Kuscheln dann nix!
G (grinst): Du willst kuscheln??? Wie süß!!! Kenn ich ja gar nicht so von dir!!
Aaaahhhh!! Sie macht mich wahnsinnig!! Kommentare ausblenden! Hat doch früher auch immer gut funktioniert!
M: Haasenzahn, jetzt ist genug ja!!
G: Fünf Euro!!!
M: Bitte?
G: Du hast das Wort gesagt, also fünf Euro!!
M: Willst du mich jetzt ausbeuten? Ich dachte, das macht schon dein Vater mit deinem mickrigen Gehalt!!

Gretchen funkelte ihn böse an...
G: Du hast mir versprochen, du sagst es nicht mehr, also wäre ich dafür, dass wir eine Gemeinheitenkasse einführen!
M (lacht): Eine was?
G: Für jede Gemeinheit zwei Euro und für jedes Haasenzahn fünf Euro. Dann kann ich mir am Monatsende endlich die neuen Manolo Blaniks leisten!!

Gretchen lachte ihn verschmitzt an. Marc griff sich an den Kopf ...
Die ist echt unglaublich! Ich fass es nicht! Was geht nur immer in deinem süßen kleinen Kopf vor sich?
M: Das ist jetzt nicht dein Ernst?
G: Doch!! Hab ein Schmerzensgeld verdient!! Das bist du mir schuldig nach den ganzen Quälereien in den letzten zwanzig Jahren.
M: Aber dafür hatte ich mich doch schon entschuldigt, wenn du dich erinnerst!!!
G: Ach und du denkst, so eine lappische Entschuldigung reicht da aus?
M: Haasenzahn!!
G: Zehn Euro!!

Marc verdrehte die Augen...
M: Ok, du gibst ja sonst keine Ruhe.
G: Ja, da hast du vielleicht Recht!
M: Jetzt hör auf zu grinsen!! Vorschlag: Ich kauf dir deine beschissenen Schuhe und damit sind wir diesen Monat erst mal quitt. Und du regst dich dann auch nicht auf, falls mir doch noch mal ein H… o.ä. rausrutschen sollte!
Hmm … Soll ich???
G (grinst): Hmm … Deal!!!

Juhu!!! Ich habe Marc Meier bezwungen!! Gretchenhausen siegt über Meiercity und hat sogar noch ein Paar Schuhe rausgeschlagen!! Das Leben kann so schön sein!!

Ey Alter, wie kannst du dich nur so leicht geschlagen geben? Du bist weich geworden!! … Mag ja sein, aber sie hält endlich die Klappe!! … Jep, verstehe!!


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22.11.2009 15:02
#173 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

@ Tinchen, was das Arbeiten betrifft, da könntest du eventuell recht behalten!!! Wir nähern uns übrigens dem "Abendessen", wenn du verstehst, was ich meine!!! Und allen anderen wünsche ich natürlich auch ganz viel Spaß mit dem neuen Teil.


Gretchen sprang auf und setzte sich auf seinen Schoss, legte ihre Arme um seinen Hals und küsste ihn stürmisch ...
Ok, arbeiten kann ich wohl für heute vergessen!! Aber was soll’s? Das hier ist viel schöner!!
M (grinst): Dass ihr Weiber auch so leicht zu manipulieren seid. Kauf ihr ein paar Schuhe und sie ist ganz willig!!
G: Marc!!!
M: Was denn? Ist doch wahr!!!
G (empört): Ich bin nicht käuflich!
M: Und warum sitzt du dann jetzt auf meinem Schoss? ... Ohne Unterwäsche!!!
G (wird rot): Ähm ...

Neeeeiiiinnnn!!!! Das hatte ich ja glatt vergessen! Was er jetzt schon wieder von mir denkt??? Der denkt doch jetzt, dass ich immer und überall … also … nein!! So eine bin ich nicht!! … Oh Gott, ich stand ohne Unterwäsche vor seiner Mutter!!!

M: Ja, da bist du jetzt sprachlos was? Aber wenn du schon mal hier sitzt, dann …
Ja, er denkt es wirklich!!!
G: Marc!! Du willst jetzt nicht ernsthaft?
Und ob, Haasenzahn!! Du hast mich schon wieder scharf gemacht!! Du wolltest es ja nicht anders!!!
M (grinst): Eigentlich schon!! Oder hast du noch nicht gemerkt, dass du den großen Meier aktiviert hast?
G (tomatenrot): Ähm...

Ja das hab ich schon!! … Der ist echt unglaublich. In einem Moment ist er todtraurig wegen seiner Mutter, dann stinksauer auf sie, dann konzentriert auf die Arbeit, dann meckert er rum, weil ich mal über seine Gefühle reden will und im nächsten Moment steht der kleine Meier wieder stramm. Ich fass es nicht!! Der kann doch nicht ernsthaft glauben, dass ich jetzt also mit ihm … Kann er vergessen!!

Marc strich ihr die Haare aus dem Nacken und küsste ihren Hals...
Verdammt er macht es doch!! Ich kann nicht mehr klar denken, wenn er das macht!! Und ich wollte doch hart bleiben … Ich wollte doch … Ich äh … Oh verdammt, warum eigentlich nicht!!!

Gretchen setzte sich jetzt richtig auf seinen Schoß und versuchte seine Hose zu öffnen.
M: Hallo! Wer ist denn jetzt auf einmal so stürmisch?
G: Halt die Klappe!!

Hach, ich kann es noch!! Ich bin halt der Beste! Wenn ich meine Ruhe haben will, einfach begrabschen und sie hält die Klappe!!! Und ich bekomm auch noch was dafür!! Genial!! Mein scharfer Haasenzahn!!

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22.11.2009 20:32
#174 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben. Will mal nicht so sein. Weil heute Sonntag ist und Jessi sich das so gewünscht hat , gibt es noch einen Teil heute. Ein kleines Highlight, wenn ich das ganz bescheiden sagen darf! Vielleicht sollte ich auch noch etwas aufklären. Irgendwie hat es sich rumgesprochen, dass es ein Abendessen geben würde. Das ist aber nicht der Fall. Das war eigentlich nur ein kleiner Insider zwischen Tinchen und mir. Sorry, falls ihr das missverstanden habt. Es wird kein Abendessen zwischen den beiden geben. Sorry!! Aber wer trotzdem wissen will, was dahintersteckt, hier die Auflösung: "Abendessen" war als Synonym für "Nicht-Arbeiten" gemeint, also das was in der nächsten Episode passieren oder auch nicht passieren wird. Oh jetzt hab ich schon zu viel verraten. Also hier folgt der neue Teil. Viel Spaß!! Eure Lorelei



Ein Kleidungsstück nach dem anderen fiel langsam zu Boden. Marc saß nur noch mit freiem Oberkörper da, den Gretchen mit stürmischen Küssen bedeckte. Er hatte die Augen geschlossen und gab sich ganz den Zärtlichkeiten seiner Freundin hin. Das war eigentlich sonst nicht seine Art, denn er gab ungern die Zügel aus der Hand, doch bei ihr konnte er ganz er selbst sein und sich völlig fallen lassen. Ein ganz neues Gefühl, das er in vollen Zügen genoss. Die beiden waren so in ihre Doktorspielchen vertieft, dass sie gar nicht bemerkten, wie sich die Bürotür langsam öffnete. Erst als es „platsch“ machte, schreckten sie hoch und drehten sich überrascht um. Sie blickten in das hochrote, schockierte Gesicht von Schwester Sabine, die ihre Unterlagen hatte fallen lassen. Sie bückte sich und versuchte hektisch die Papiere zusammenzusuchen, ohne die beiden weiter anzusehen. Sie stotterte dabei: „Ich … ich … ich … die Bögen … also Bewerbungen … äh quatsch … Bewertungen … äh also getippt … ähm … geben … also… ja … äh jetzt … und so…“ Marc platzte allmählich der Kragen, da Sabine keine Anstalten machte, wieder zu gehen...

M: SABINE, ABGANG ABER SOFORT!!!!
S (rot wie eine Tomate): Aber … aber …
M: RAAAAAUUUUUSSSSS!!! Sind am Vögeln! Also zischen Sie ab!! Aber ZZ!!! Und die nächste Stunde kommt hier keiner rein! Verstanden!!!
G: Maaaaaarc!!

Dass er auch immer so ausfällig werden muss!! … Oh, ich liebe es, wenn er so ist … so … so männlich und scharf und … ach … SABINE HAU ENDLICH AB!!! Ich will meinen Marci!!! JETZT!!!!

M: Ja, was denn? Willst du, dass sie mitmacht oder was? Nee!!! Aber nicht mit mir und dem großen Meier!!
Der wäre sonst für immer traumatisiert! Und das dürfen wir nicht riskieren!!!
S: Mit wem?
M: SABSI RAUS ODER ES KNALLT!!!

Sabine zuckte zusammen und ließ vor Schreck die Unterlagen wieder fallen. Sie trat einen Schritt zurück und knallte mit voller Wucht mit dem Hinterkopf gegen die geschlossene Tür. „Aua!!“ Sie fasste sich an ihren Kopf, tastete mit der anderen Hand hektisch nach der Klinke, die sie dann nach sekundenlanger Suche endlich auch erwischte, und flüchtete schließlich mit hochrotem Kopf aus dem Büro ihres Oberarztes.

Endlich!!!! Erleichtert wandte sich Marc wieder seiner Freundin zu...

M: Boar ist das zu fassen!!! Wie blöd kann eigentlich jemand sein!!! … So und nun zu uns beiden Hübschen!! Wo waren wir gerade?

Gretchen grinste ihn verführerisch an und zog ihm seine Hose und seine Boxershorts runter. Mannomann, mein lieber Scholli, die geht heute vielleicht ran!! Wie geil!!!

M (grinst): Ach da waren wir also? Hmm … Bereit für eine Runde Speedboat mit Gott?
G (lacht): Und wie!!!
M: Na dann!!

Er zog sie auf seinem Bürostuhl in die richtige Position und wollte gerade mit dem Boot ablegen, als es an der Tür klopfte. Marc ließ seinen Kopf auf Gretchens Schulter fallen...

M: Ey, das ist jetzt nicht wahr oder??? Kann man hier nicht mal in Ruhe vögeln!!
G: Marc, nicht so laut!!


Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

23.11.2009 10:04
#175 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Danke danke danke für die lieben Kommentare. Es freut mich immer, wenn die Geschichte so gut ankommt. Hab mich ja auch beim Schreiben kaum halten können. Tja, was soll ich sagen, die beiden haben halt kein gutes Timing. Oder sollten zumindest mal ans Abschließen denken. Aber jetzt ist es zu spät! Hätten sie es doch lieber beim Arbeiten belassen. Ärger steht in der Luft. Das kann ja nur eines bedeuten. Na könnt ihr euch jetzt denken, wer stört??? Nur so viel, es wird keine Bootstour mehr geben. Sorry!!! Viel Spaß (oder auch nicht) mit dem neuen Teil. Wünsch euch allen einen guten Wochenstart. Eure Lorelei


Es klopfte erneut...

M (laut): Ich hab gesagt, wir wollen nicht gestört werden! ALSO ZISCH AB!!

F: Was erlauben Sie sich??? MEEEEIIIIEERRRR!!!!

Scheeeeiiiißßßßeee!!!!!

Mittlerweile hatten Franz und Bärbel Haase sein Büro betreten und starrten entsetzt zum Schreibtisch, wo ihre Tochter fast nackt (nur noch im BH und Rock!!!) auf ihrem nackten Oberarzt (!!!) saß. Schockiert und peinlich berührt blickten die beiden in die wütenden Augen ihres Chefs bzw. Vaters und seiner Frau, die sich vor Scham umgedreht hatte, aber dann doch immer wieder über ihre Schulter zum nackten Marc Meier blickte...

M (verlegen): Äh Herr Professor! … Frau … Frau … äh Haase!

Der bringt mich um!!! … Ich bin meinen Job los!!! Verdammt!! … Oh Gott, jetzt hat mich ihre Mutter auch noch in Aktion gesehen!! Scheiiiißßßße!!! … Ich muss hier weg!! Aber wie?? … Scheiße, bin ja nackt!!! Verdammt!!! Jetzt bräuchte ich diese Specialunit aus der Cola-Werbung, die den Kerl aus einer ähnlich peinlichen Situation gerettet hat. … Aber nee, sind ja nicht im Fernsehen! Schöne Scheiße aber auch!!!

G (rot wie eine Tomate): Mama! … Papa!

Oh Gott wie peinlich!! … Mama, Papa!!! … Oh nein … ich … ich … ich sitze nackt (!!!!) … ähm … auf ihm … und er ist auch nackt (!!!) … Das heißt … Oh Gott … Neeeeeeiiiiiinnnnnn!!!! … Genau die Situation, die ich immer vermeiden wollte! Was die jetzt von mir denken? … Marc Meier hat ihre Tochter in ein Sexmonster verwandelt!!! Aaaahhhh!!! Ich möchte am liebsten im Erdboden versinken und nie wieder auftauchen!!! … Warum konnten wir uns nur nicht zusammenreißen? Das gibt ein Donnerwetter!

Gretchen schämte sich in Grund und Boden. Sie bedeckte sich schnell mit Marcs Kittel, der ihr aber viel zu groß war. Langsam erhob sie sich von seinem Schoss, blieb aber so stehen, dass ihre Eltern nicht die ganze Pracht von Marc Meier genießen konnten. Dieser zog sich schnell seine Boxershorts und seine weiße Hose wieder hoch, blickte sich hektisch nach seinem rosa Poloshirt um, das er schließlich an der Gardinenstange hängen sah und anzog. Gretchen wickelte sich regelrecht in Marcs Arztkittel. Ihr war die ganze Situation unheimlich peinlich. Sie konnte ihren Eltern nicht in die Augen sehen und blickte verschämt zu Boden.

Oh Gott, was mach ich denn jetzt??? Mama und Papa haben gesehen … ähm … wie ich … ähm mit ihm … Neeeeeiiiiinnn!!! Papa bringt ihn um!! Oder noch schlimmer, er schmeißt ihn raus!! Ich werde ihn nie wieder sehen!! Das ist mein Ende!!!

Auch Marc Meier war ganz verlegen und das musste schon was heißen, denn ihm war doch bekanntlich nie etwas peinlich. Mit hochrotem Kopf lehnte er sich versucht lässig ans Fensterbrett, rutschte aber mit seinem Ellenbogen immer wieder ab. Er traute sich weder Gretchen noch seinem Chef in die Augen zu schauen. Er fixierte mit seinem Blick die weiße Wand über der Couch.

Der schmeißt mich raus! Der schmeißt mich hochkant raus, ganz bestimmt! Ich krieg ein Leben lang Hausverbot im EKH. Und ich werde Gretchen nie wieder sehen! Mein Leben ist am Arsch!!!

...

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