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Lorelei Offline

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Beiträge: 7.456

15.01.2011 12:40
#901 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

So meine Lieben, nach Bidi gibt es heute wieder eine Dosis Martchen in love. Es geht an derselben Stelle weiter, wo wir am Donnerstag aufgehört hatten. Viel Vergnügen! Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Eure Lorelei




Etwa zur selben Zeit im Aufzug des „Aden“

Dr. Meier drängte seine rotzfreche Freundin in eine Ecke des Aufzuges und positionierte seine muskulösen Arme rechts und links von ihrem Kopf...

MM: Wie hast du mich gerade genannt?
GH (lacht u. versucht ihm auszuweichen, indem sie unter seinem Arm durchhuscht): Priiiinz Eiiiiiseeeeenheeeerz!
MM (dreht sich überrascht herum, als sie ihm entwischt): Also... Frechheit! Ich werd dir zeigen, wo mein Eisen hängt.
GH (gespielt ängstlich aus der anderen Ecke): Uhhh!!! Jetzt hab ich aber Angst.
MM (funkelt sie verlangend an): Solltest du auch.
Oh, oh, der Tiger!

Marc ging schnurstracks auf Gretchen zu. Wie ein kleines Kätzchen schlich sie an der Wand entlang und versuchte sich ihm zu entziehen, aber diesmal entwischte sie ihm nicht. Sie konnte ja auch nirgendwohin fliehen. Schließlich befanden sie sich gerade in einem Aufzug. Der Tiger griff blitzschnell nach Gretchens Arm, drängte sie dann gegen die kalte Stahlwand und fixierte ihre zappelnden Hände über ihrem Kopf. Die schöne Gefangene wehrte sich nicht und genoss es regelrecht, von dem männlichsten aller männlichen Körper bedrängt zu werden. Ihre Augen blitzen auf, als sich ihre Blicke trafen. Die Luft brannte. Gretchen presste aber ihre Lippen zusammen, als Marc versuchte, ihr einen Kuss abzukaufen. Aber irgendwann brach auch ihr letzter Widerstand, denn er drückte sie jetzt mit seiner ganzen Manneskraft gegen die kühle Stahlwand. Die eingekesselte Frau spürte deutlich seine Erregung und schnappte nach Luft. Ihr Brustkorb bebte. Ein gieriges Augenpaar fuhr über ihren erhitzten Körper. Dr. Meier hatte die kleine Furie gebändigt und lächelte zufrieden. Doch als seine feurigheißen Lippen verlangend über die ihren streiften und ein leises Seufzen aus ihrem Mund entfuhr, öffneten sich plötzlich die Fahrstuhltüren und lenkten die beiden von ihrem Vorhaben ab. Sie hatten ihre Etage erreicht. Marc drehte überrascht seinen Kopf herum und sah zu der offenen Tür. Dabei lockerte sich sein Griff um Gretchens Handgelenke. Sie nutzte die günstige Gelegenheit und stahl sich auf und davon. Der erregte Oberarzt konnte gar nicht so schnell kucken, da war sie auch schon aus dem Aufzug heraus gerannt und lief nun den langen Flur vor. Er klappte seine Kinnlade herunter und schüttelte ungläubig den Kopf. Diese verrückte Frau war wirklich unberechenbar. In der einen Minute eine märchenhafte scheue Prinzessin, eine Minute später ein sinnlicher und verführerischer Vamp. Und was sollte der Abgang jetzt? Die Braut, die sich nicht traut oder wie? Marc sah ihr verdutzt hinterher, als sie sich am Ende des Ganges noch einmal zu ihm umdrehte, ihn anlächelte und dann um die Ecke verschwand. Sein Haasenzahn hatte definitiv zu viele Märchen gelesen und zu viele Kitschfilme gekuckt. Wenn sie wieder zuhause wären, würde er erst mal das Bücherregal von den Grimms und Andersons dieser Welt befreien und dann ihre DVD-Sammlung nach Romantic Comedys filzen. Aber jetzt hatte der unfreiwillige Märchenprinz erst einmal einen anderen Job zu erledigen. Es galt den Sattel zu schnallen. Marc hob die beiden Wintermäntel vom Boden auf, die aufgrund der unbändigen Leidenschaft der beiden vorhin herunter gefallen waren, holte die Zimmerkarte aus seiner Hosentasche heraus und studierte die Zimmernummer, dann stieg er gemächlich aus dem Aufzug. Er sah sich den Zimmerplan auf der gegenüberliegenden Wand an und ging dann rechts den Flur runter, wo ihr Hotelzimmer liegen sollte. Gretchen, die mal wieder ohne Navi unterwegs war, hatte nämlich den falschen Gang genommen. Der coole Oberarzt steckte die Chipkarte in den dafür vorgesehenen Schlitz und dann wartete er und wartete und wartete. Nach ungefähr zehn Minuten kam eine völlig abgehetzte und aus allen Löchern keuchende blonde Frau auf den attraktiven Mann zu, der lässig an der Zimmertür lehnte, und ließ sich erschöpft in seine starken Arme fallen....

GH (sieht ihm enttäuscht ins Gesicht): Wieso bist du mir denn nicht nach?
Sehe ich etwa aus wie dieser alte Sack, wie hieß der noch mal, ach ja... Richard Gere? Nee! Und seit wann rennt Gott ner Frau nach? Is ja eher andersrum der Fall, ne.
MM (zeigt mit seiner rechten Hand auf die Zimmernummer neben seinem Kopf): Äh... weil unser Zimmer hier ist. Keine fünf Meter vom Fahrstuhl entfernt.

Upps! Naja ich war noch nie gut als Pfadfinderin. Ständig hab ich mich verlaufen oder bin vom rechten Weg abgekommen. Verflixter Orientierungssinn! Ich bin ja damals in der Sechsten beim Waldausflug in diesem doofen Abflussrohr stecken geblieben, mit meinem Hintern wohlgemerkt (!), weil Marc gemeint hatte, dass darin der letzte Schatz versteckt sein würde, den wir suchen sollten. Ich hätte es gleich wissen müssen, als Marc mich überraschend als Erste in sein Team gewählt hatte. Ich war doch sonst immer diejenige, die am Ende übrig blieb und die keiner in seinem Team haben wollte. Das war doch pure Absicht von ihm. Er hatte mich ja noch nicht mal die Schatzkarte lesen lassen, weil er meinte, Mädchen fehle der nötige Orientierungssinn für solche schwierigen Abenteuer und ich lieber den Meister persönlich ranlassen sollte. Gut! Ich hab ihm geglaubt, hatte ich doch tags zuvor einen Artikel im Ärzteblatt von meinem Vater gelesen über die Unterschiede im räumlich-visuellen Vorstellungsvermögen zwischen Männern und Frauen. Männer sind in der Wegfindung seit jeher den Frauen überlegen. Sie waren früher schließlich die Jäger gewesen und mussten ja auch wieder in ihre Höhlen zurückfinden. Und ich kann bis heute noch keine Straßenkarte richtig lesen, aber egal. Marc und die Clique um Susanne haben mich dann jedenfalls einfach dort zurückgelassen. Den ganzen Nachmittag. Im Regen! Wenn Karsten und Mama, die sich um das Catering meiner Pfadfindergruppe gekümmert hatte, sich nicht irgendwann Sorgen gemacht hätten, wo ich abgeblieben war, hätte ich wahrscheinlich die ganze Nacht noch dort dringesteckt. Oh Gott, zwischen Regenwürmern, Ratten, Wölfen und Bären. Gibt es eigentlich Bären im Berliner Westen? Äh... Aber verhungert bin ich Gott sei dank nicht. Als Survival-Expertin hatte ich vorsorglich zwei Schokoriegel in meine pinke Regenjacke gesteckt. Also ich finde ja, man sollte dringend den Umfang solcher Rohre überdenken, um ähnliche tragische Schicksale zu verhindern. Und mein Hintern war ganz und gar nicht so dick, wie Mama immer auf sämtlichen Familienfeiern erzählt! Pah! Äh... ja, so viel dazu.

GH (wird etwas rot, als sie seinem Blick folgt u. senkt dann verlegen ihren Kopf): Oh! Du hättest mir aber ruhig Bescheid geben können.
Wo bliebe denn dann der Spaß?

Ich bin durch das halbe Hotel gerannt und fast in der Hotelküche gelandet, wenn die nicht verschlossen gewesen wäre, weil ich dachte, er... Och menno! Von wegen Prinz Charming! Er ist und bleibt der coole Prinz von Bel Air.
MM (grinst sie verschmitzt an): Hättest ja auch nicht weglaufen müssen. Was sollte das überhaupt?
Ich fand das romantisch! Aber er kapiert ja mal wieder rein gar nichts.
GH (schmollt): Du hast mich dazu provoziert.
MM (lacht): Ach? Hab ich das? Du suchst doch sonst immer nach Ausreden, wenn ich dich zum Joggen mitnehmen will.
GH (löst sich von ihm u. verschränkt eingeschnappt ihre Arme): Das ist etwas ganz anderes.
Hmm... Find ich nicht.
MM (verschränkt ebenfalls seine Arme u. lehnt sich gegen die Tür): Ah ja!? Und warum sollte ich deiner Meinung nach nachts um halb vier durch ein Hotel rennen und dessen friedlich schlummernde Gäste wach machen?
Upps! Hab ich etwa so einen Krach gemacht? Wie peinlich! Oh Gott, wenn mich jemand gesehen hat.
GH (funkelt ihn an): Das nennt man Eroberung, Marc.
MM (amüsiert sich königlich u. stößt sich von der Tür ab): Aha! Ich nenn das Abschleppen. Und jetzt komm, Weib! Ich kenn noch ne bessere Art, den Gästen hier den Schlaf zu rauben.
GH (empört sich): Maaarc!

Gretchen kreischte kurz auf, als ihr äußerst frivoler Prinz sie plötzlich über seine Schulter warf und neandertalermäßig in das Hotelzimmer verfrachtete...

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.456

16.01.2011 14:24
#902 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Na, wollt ihr mehr? Gut! Die nächste Dosis ist startbereit. Schönen sonnigen Sonntag! Eure Lorelei




Marc kickte mit dem Fuß die Tür zu, öffnete sie aber eine Sekunde später wieder, um mit einem gewagten Balanceakt - Gretchen hing ja immer noch zappelnd auf seiner Schulter und er hielt sie nur mit einer Hand am Hinterteil fest - noch das äußerst wichtige „Do not disturb!“-Schild anzubringen. Als er das Hotelzimmer ein zweites Mal betrat, wobei er aufgrund des Ungleichgewichts und der Schwerkraft etwas in Schräglage geriet, war er etwas unachtsam und so touchierte Gretchens Kopf leider den Türrahmen und sie schriee dementsprechend erneut laut auf...

GH: Aua!
Scheiße! Das wollte ich nicht. War sie schon immer so schwer? Äh... Was frag ich eigentlich?
Irgendwie fühlt sich romantisch anders an.

MM (nuschelt): Tschuldigung!
GH (hält sich mit einer Hand ihren Hinterkopf): Das üben wir aber noch mal.
MM (beißt die Zähne zusammen): Sehr witzig.
Ich kann mir schon denken, woran du gerade wieder denkst. Vergiss es!

Langsam ließ der aus der Puste geratene Chirurg seine angeschlagene Freundin im Flur herunter. Dann schloss er die Tür und machte das Licht an, um weitere potentielle Unfallgefahren auszumachen. Als nächstes wollte er Gretchens Kopf untersuchen, falls sie sich doch wehgetan hatte, aber seine neugierige Freundin war bereits ein paar Schritte weitergegangen und staunte nicht schlecht, als sie die schicke Inneneinrichtung des Hotelzimmers sah...

GH: Wow!

Gretchens Augen glänzten wie die eines Kindes am Weihnachtstag. Das war ein Traum oder, dachte sie bewegt und stieß sich von der Wand ab, an der sie sich einen Moment abgestützt hatte, und schaute sich nun in der großzügig geschnittenen Suite um. Vor der riesigen Fensterfront, die von der einen Ecke des Zimmers bis zur anderen reichte und von der eine Glastür auf eine große Terrasse führte, von der man einen fantastischen Blick über Berlin in Richtung Fernsehturm hatte, stand eine gemütliche dunkelrote samtene Polsterecke mit Goldverzierung am Rahmen. Rechts und links davon standen zwei große Grünpflanzen. Auf der Seite gegenüber thronte ein riesiger Plasmabildschirm über einem Sekretär aus edlem dunklem Holz. Die begeisterte Frau ließ ihre Handtasche fallen und lief mit offenem Mund durch das ganze Zimmer, während Marc still im Flur an der Wand gelehnt stehen blieb und ihre Begeisterung in Form von großen glänzenden Augen verträumt beobachtete. Es war doch eine gute Idee gewesen. Spontan war immer noch am besten, dachte er stolz. Gretchen schaute sich als nächstes das riesige elfenbeinfarbene Badezimmer an, wo eine große mit goldenen Wasserhähnen verzierte Badewanne mit Whirlpoolfunktion stand. Dann lief sie weiter in das geräumige Schlafzimmer, das in denselben dunkelroten Farben gestaltet worden war wie die Vorhänge und die Couchgarnitur in dem Zimmer nebenan und in dessen Mitte ein riesiges Kingsizebett stand. Auch hier zeigte eine große Fensterfront auf das nächtliche Berlin. Edle Möbel aus dunklem Holz rundeten das ganze noch ab. Die junge Ärztin war hellauf begeistert. Sie rannte zurück in den Salon und blieb direkt vor ihrem großzügigen Freund stehen, der sie verlegen anlächelte und immer noch kein Wort gesagt hatte...

GH (mit wässrigen Augen u. gebrochener Stimme): Du bist doch verrückt!
Tja, eine andere Erklärung gibt es wohl nicht!
MM (lächelt sie an): Verrückt nach dir vielleicht.
Oooooooohhhhhh wiiiiiiiiiiiieeee süüüüüüüüüsssssssss!!!!!
GH (fällt ihm glücklich um den Hals u. knutscht ihn ab, dann schaut sie ihn aber ernst an): Können wir uns das überhaupt leisten?
MM (drückt sie ganz fest an seine Brust u. grinst sie an): Ich bin Oberarzt, vergessen? Ich kann alles.
GH (macht sich aber trotzdem so ihre Gedanken): Ja aber...
MM (legt seinen Finger an ihre Lippen u. schaut sie intensiv an): Shht! Ich will kein Gemecker hören. Ich dachte, ich gönn uns mal was. Das haben wir uns verdient.
V.a. ich nach dem ganzen Stress heute.
Er ist so lieb. Doch ein Prinz! Mein Prinz!

GH (schaut sich noch einmal in dem großen Raum um): Aber gleich die Suite?
MM (grinst sie breit an): Es ist die Honeymoon-Suite.
GH (sieht ihn ungläubig an): Oh! .... Ooooooh!
Ich... kipp... weg!
Ok, das war, glaube ich, zu viel aufgetragen.

MM (muss schnell etwas klarstellen): Lass die Brautmagazine stecken, Haasenzahn! Es war das einzige noch freie Zimmer hier.
GH (ein bisschen Enttäuschung schwingt schon mit): Oh!
Schade! Das wäre dann wirklich die Sahnehaube auf der Torte gewesen heute.
MM (schlingt seine Arme um ihre Taille u. zwinkert seiner träumenden Freundin zu): Aber ich bin eigentlich ganz zufrieden damit. Ich muss doch meiner anspruchsvollen Prinzessin die richtige Kulisse bieten.
Quasi als Schlossersatz oder so? Gott, was rede ich hier eigentlich für eine schwule Scheiße. Ihr Märchenfieber scheint ansteckend zu sein. Muss dringend ein Gegenmittel dafür entwickeln.
GH (schaut ihn fragend an): Wofür?
MM (schüttelt grinsend den Kopf): Haasenzahn, also manchmal zweifele ich echt daran, dass du wirklich Akademikerin bist. Ich dachte mir, wir machen da weiter, wo die eigentlichen Märchen immer aufhören.
Oh! Juhu! Äh... Ok, nicht zuviel Euphorie zeigen. Obwohl...
GH (grinst jetzt auch über beide Backen u. schmiegt sich kätzchengleich an Marcs Traumkörper): Du bist so unglaublich süß.

Bevor Marc wieder wegen ihrer unpassenden Wortwahl Einspruch einlegen konnte, presste Gretchen auch schon ihre weichen sinnlichen Lippen auf die seinen und küsste ihren süßen Machomärchenprinzen nahezu besinnungslos. Die beiden drehten sich im Raum. Der sonst so starke und coole Oberarzt taumelte nach hinten und landete gerade noch rechtzeitig, bevor ihm die Beine wegknickten, auf dem roten Sofa. Er legte sich mit dem Rücken darauf, schmiss die störenden Kissen auf den Boden und zog seine aufreizende Freundin auf sich drauf. Sie lösten den Kuss nicht. Stattdessen intensivierten sie ihn noch. Minutenlang schmusten sie wild und hemmungslos miteinander, bis Gretchen ihre auf dem Bauch liegende Stellung immer unangenehmer wurde und sie zu zappeln und strampeln begann. Marc öffnete verwundert seine Augen und schaute sie an...

MM: Alles in Ordnung?
GH (rutscht unter akrobatischen Verrenkungen von ihm runter, streckt sich einmal u. richtet anschließend ihr zerknittertes Kleid): Mit dem Kleid... irgendwie... ist das zu eng...
MM (richtet sich auf der Couch auf u. mustert seine vor ihm stehende hibbelige Freundin mit hochgezogener Augenbraue von Kopf bis Fuß): Hättest du vorhin mal lieber nicht so am Buffet zugeschlagen.
GH (wirft ihm einen bösen Blick zu): Boah Marc!
MM (verdreht die Augen u. nuschelt leise): Tschuldigung!
GH (ihr bodenlanges Kleid sitzt wieder wie es sollte u. sie schaut Marc an): Ich meinte eigentlich, es ist unbequem... in der äh... Lage und bei dem Schnitt....
MM (bekommt leuchtende Augen, weil er sich Gretchen jetzt ohne Klamotten vorstellt): Dann zieh’s aus!
GH (zögert): Äh...
MM (schaut sie verlangend an): Was ist? Ich hätte auch große Lust, es dir vom Körper zu reißen, aber dann meckerst du nur wieder rum, wie beim letzten Mal, du weißt schon, als das Rote, das du letztes Jahr beim Hochzeitstag deiner... äh... egal, weil es ein Vermögen gekostet hat...
GH (lässt sich seufzend wieder neben ihm aufs Sofa fallen u. sieht ihn von der Seite vorwurfsvoll an): Hat es ja auch.
MM (blickt ihr lange u. intensiv in die Augen): Also was ist? Du schuldest mir eh noch was?
GH (sieht ihn ungläubig an): Bitte?
Nicht dass ich wüsste! Er hatte doch die Geschlechterkampf-Wette verloren. Hmm... aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass das noch nicht die Überraschung ist, die er heimlich plant. Das hier ist zwar auch wunderwunderschön, aber sieht mir eher nach einem spontanen Einfall aus.
MM (lehnt sich entspannt auf dem Sofa zurück u. grinst sie mit ausziehenden Blicken an): Na einen Einblick in Victorias Geheimnis. Mit der Andeutung hast du mich neulich ziemlich heiß gemacht.
Oh Gott ja! Victoria’s Secrets! Hätte ich bloß nichts gesagt.
GH (ziert sich noch): Marc!
MM (beugt sich zu ihr rüber, streicht ihr mit einer Hand verlangend übers Knie u. haucht ihr dabei verführerisch ins Ohr): So ein kleiner Striptease hätte die gleiche Wirkung.


....

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.456

17.01.2011 10:44
#903 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Leute, ich weiß echt nicht, was ich sagen soll. Ihr macht mich wirklich total verlegen, wenn ich mir eure Kommis so durchlese. Ich hab da nämlich manchmal so meine Zweifel, ob ich die Figuren so gut hinbekomme, wie ihr immer behauptet. Ich danke euch. Euer Feedback motiviert wirklich ungemein. So und nun kommen wir so langsam mal ans Eingemachte. Die Kücken brauchen ihre Sonnenbrillen übrigens noch nicht aufsetzen! Was den Striptease anbelangt, Katha, mit deinem Verdacht hast du natürlich recht, aber in manchen Momenten muss man auch mal über seinen Schatten springen. Es ging mir aber in der Szene weniger um das Erotische, sondern v.a. um das Komödiantische. Wir sprechen ja hier von Gretchen Haase, ne. Aber keine Angst, es kommt jetzt keine Neuaufführung von Romeo und Julia. Aber jetzt genug gelabert. Zurücklehnen und genießen! Das macht der Meier nämlich auch!

Ich wünsche euch einen guten Start in die 3. DD-Woche. Ein neidvoller Blick geht auch heute wieder in den Süden zu den ORF-Empfängern. Viel Spaß!

Liebe Grüße, eure Lorelei





Gretchen starrte Marc mit schockierten Augen an, der sich wieder lässig an die Lehne zurückgelehnt hatte und sie nun herausfordernd ansah. Aber dann bemerkte sie nach einer Weile, dass ihr der Gedanke gar nicht mal so übel erschien. Vor ein paar Wochen hatte sie es ja im betrunkenen Zustand nach dem Klassentreffen sogar vor ihren ehemaligen Schulkameraden schon einmal gemacht und das sah gar nicht mal so schlecht aus, wie sie auf Marcs Handyvideo gesehen hatte, bevor sie dieses gelöscht hatte, damit es nicht in fremde Hände geriet oder er sonst etwas damit anstellen konnte. Sie grinste ihn plötzlich mit funkelnden Augen an und stand vom Sofa auf. Jetzt starrte Marc sie sprachlos an.... Sie macht das doch jetzt nicht wirklich? Haaaasenzaaaahn!?

GH: Gut!
MM (klappt fassungslos die Kinnlade herunter): Im ernst jetzt?
Ja, das hättest du jetzt nicht von mir gedacht, hmm Marci? Ich ja ehrlich gesagt auch nicht von mir. Und nun? Wie ging das noch mal mit dem sexy Catwalk? Brust raus, Bauch rein, Rücken gerade und Kopf leicht schräg halten für eine schmalere Silhouette.
GH (versucht möglichst selbstbewusst zu wirken): Ich hab dich heute schon genug leiden lassen mit dem ganzen Ballbesuch und so weiter. Vielleicht sollte ich mich wirklich mal bei dir revanchieren?
MM (seine Augen flackern wie Pingpongbälle hin u. her, als er sie ansieht u. sich nicht rühren kann): Äh ja!?
Hihi! Dass ich das noch erleben darf, dass er mal völlig sprachlos ist. Gefällt mir irgendwie!

Gretchen lächelte ihren sprachlosen Machofreund noch einmal zuckersüß an, trat dann hinter den Couchtisch zurück und lehnte sich lässig an die gegenüberliegende weiße Wand. Marc, immer noch um Fassung ringend, aber gleichzeitig gespannt wie ein Flitzebogen, machte es sich derweil auf der Couch gemütlich und wartete aufgeregt der Dinge, die gleich geschehen würden. Der bis über beide Ohren verliebte Mann betrachtete die blonde Versuchung völlig fasziniert, wie sie sich mehrmals mit ihren filigranen Händen über ihren atemberaubenden Traumkörper strich. Das hellblaue Ballkleid schmiegte sich wie eine zweite Haut an ihren schlanken perfekten Körper. Gretchen wellte den weiten Rock ein wenig und zeigte Bein. Dabei lächelte sie verführerisch. Marc erwiderte ihr Lächeln und beobachtete interessiert jede einzelne Bewegung von ihr. Langsam schlüpfte die Verführerin aus ihren weißen Pumps und warf sie schwungvoll in Marcs Richtung. Der eine Schuh landete noch sicher vor dem breiten Sessel, der andere nahm jedoch eine kleine weiße Vase samt Orchidee mit, die auf dem Couchtisch gestanden hatte. Marc fing diese geistesgegenwärtig gerade noch rechtzeitig auf und stellte sie zusammen mit den weißen Pumps sicherheitshalber außer Reichweite hinter das Sofa. Peinlich berührt fasste sich Gretchen an ihren Mund...

GH: Tschuldigung!
Peinlicher geht’s echt nicht!
Gott, ist sie süß!

MM (lacht): Is ja nichts passiert. Mach weiter!
Ich... ich weiß nicht! ... Na gut, ich hab es nun mal angefangen, da muss ich es auch zu Ende bringen. Das hält er mir sonst noch jahrelang vor. Außerdem bin ich kein Hase!

Da leider die Musik, und damit auch der notwendige Rhythmus, fehlte, sah das Ganze alles etwas holprig aus, was Gretchen veranstaltete. Hinzu kam ihre zunehmende Aufregung, die sie auch ein wenig hemmte. Aber Marc sah begeistert dabei zu, wie seine schöne Freundin langsam ihre Hüften kreiste, sich über ihre Brüste strich und ihre Hände in den Nacken legte, um ihre wilde Lockenmähne anzuheben. Ihm lief regelrecht das Wasser im Mund zusammen und er rutschte immer unruhiger auf der Couch hin und her. Das wiederum gab Gretchen die notwendige Bestätigung, die sie gebraucht hatte, um weiterzugehen. Sie gewann zunehmend an Selbstsicherheit und begann langsam sich zu entkleiden. Sie löste den Knopf des silbernen Halsbandes, das ihr Kleid im Nacken zusammen hielt und klappte es nach vorne. Marc hielt den Atem an und ließ die Schönheit nicht mehr aus den Augen. Die ersten Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn. Er zog sich sein Jackett aus und legte es über die Armlehne des Sofas. Ihm wurde immer wärmer. Er lockerte hektisch den Knoten seiner Krawatte, um wieder Luft zu bekommen. Schließlich nahm er sie ganz ab und legte sie auf den Couchtisch vor ihm ab. Gretchen spürte zufrieden seine innere Unruhe. Aber auch ihr Herz klopfte ihr immer mehr bis zum Hals. Sie biss ihre Lippen zusammen und sah vorsichtig zu Marc, der sich wieder ein bisschen entspannt hatte und sie zuversichtlich anlächelte. Also machte Gretchen weiter mit ihrem aufregenden Spiel. Sie lächelte ihren Liebsten an und zog tänzelnd im Zeitlupentempo den Reißverschluss ihres Kleides an der Seite herunter. Marc schaute ihr gebannt dabei zu. Er sah kurz ihren BH durchblitzen und richtete sich kerzengerade auf der Couch auf. Ein fetter Knoten hatte sich in seinem Hals gebildet und er schnappte nach Luft. Er ließ sie nicht eine Sekunde mehr aus dem Auge, um ja nichts zu verpassen. Er wischte sich seinen Schweiß von der Stirn und faltete angespannt seine Hände auf seinem Schoss zusammen. Sein Puls beschleunigte sich. Gretchens’ lief bereits im Marathonmodus und ihr Herz arbeitete unkontrolliert. Ihre Gedanken überschlugen sich. Sie blickte noch einmal zu ihrem schmachtenden Freund und zögerte noch einen Moment. Als sie aber seinen fesselnden Blick wahrnahm, fühlte sie sich schön und mit neu gewonnenem Mut nahm sie schließlich ihre Hände vom Kleid und breitete ihre Arme aus. Das bodenlange hellblaue Satinkleid rutschte wie eine Feder ihre glatte Haut hinab. Marcs Augen weiteten sich bei dem verführerischen Anblick. Ihm kam es so vor, als ob das Kleid in Zeitlupe heruntergerutscht wäre. Jeden Zentimeter, den es freigelegt hatte, musterte er akribisch. Vor seinem inneren Auge wiederholte sich dieses sinnliche Spiel mindestens zwanzig Mal und er lächelte verträumt. Anschließend schlüpfte Gretchen aus dem Kleid heraus, hob es vom Boden auf und legte es sorgsam über die Lehne des Stuhls, der vor dem Sekretär stand. Dann schaute sie verlegen zu ihrem immer noch sprachlosen Freund rüber. Sie wusste nicht wohin mit ihren Händen und legte sie schließlich auf ihren flachen nackten Bauch. Marc sah sie immer noch völlig fasziniert an. Die schönste und aufregendste Frau der Welt stand da vor ihm in einem Hauch von Nichts in hellblauer Spitze. Ihr BH war trägerlos. In der Mitte zierte ihn eine kleine weiße Perle, auf die Marc nun gebannt schaute. So musste es im Himmel sein, dachte er verträumt und konnte sich gar nicht an ihr sattsehen. Gretchen, deren Wangen ein bisschen Rouge angenommen hatten, lächelte zufrieden, aber auch ein wenig stolz auf sich selbst. Ihr Marcischnuckiputzi war auch zu leicht zufrieden zu stellen. Das animierte sie zu mehr. Die halbnackte Aphrodite legte noch einen Gang zu und bewegte sich nun ganz langsam und lasziv auf Marc zu. Ihr sexy Catwalk haute ihn dann vollends um. Sein Mund klappte herunter und er starrte sie an wie ein Wesen aus einer anderen Welt. Sein Verstand schaltete in den Sparmodus, als diese verführerische Venus immer näher auf ihn zukam. Sein Herz rutschte ihm in die Hose, als sie ihren zarten Fuß neben ihm auf das Sofa setzte. Seine Augen weiteten sich, als sie ganz langsam Millimeter für Millimeter ihren Nylon-Strumpf herunterrollte und das aufregende Spiel einen Augenblick später mit dem anderen Bein wiederholte. Marc musste die obersten Knöpfe seines blauen Hemdes öffnen, um wieder Luft zu bekommen, und fuhr sich mehrmals mit der flachen Hand über seinen verschwitzten Brustkorb, als sich der verführerische Vamp kurz leicht nach vorn beugte und sich seine Augen an ihrem bebenden Busen festsaugten. Aber gänzlich war es um ihn geschehen, als sie sich schließlich rittlings auf seinen Schoss setzte und sich mit ihrer geballten puren Weiblichkeit gegen seinen erhitzten Oberkörper presste. Er schnappte hörbar nach Luft. Seine Gedanken fuhren Achterbahn. Sein Blick hing wie gefesselt an ihren üppigen Brüsten, die direkt auf Augehöhe waren. Ihr Brustkorb bebte gewaltig. Und auch in seinem Körper bebte es. Der Vulkan brodelte. Gretchen stellte zufrieden fest, dass sie Marc nun völlig in der Hand hatte und schaute ihn provozierend an. Ihre Hände wuselten durch seine Haare, als sie endlich das Wort erhob...

GH: Und entsprach das in etwa dem, das du erwartet hast?

Marc starrte seiner aufregenden Freundin verwirrt ins Gesicht. Sein Sprachvermögen lief ebenfalls nur noch auf Sparflamme...

MM: Äh...

Gretchen lächelte triumphierend... Strike!

GH: Also ja! Gut, dann kann ich ja wieder...

Sie wollte gerade wieder aufstehen, als sie plötzlich von zwei starken Händen am Hintern gepackt wurde und wieder gegen seinen aufgeheizten Körper gepresst wurde. Jetzt blieb ihr die Luft weg. Sekunden später spürte sie auch schon Marc heiße Lippen an ihrem Hals, genau an der Stelle, die sie immer ganz verrückt machte. Sie schloss ihre Augen und neigte ihren Kopf ein wenig. Sie seufzte leise, als seine betörenden Lippen langsam nach oben wanderten, kurz an ihrem Ohr hielten, ihr Ohrläppchen verwöhnten und er dann mit heiserer Stimme hineinhauchte....

MM: Du überraschst mich immer wieder neu.
GH: Macht dir das Angst?
MM: Im Gegenteil! Das macht mich erst richtig heiß.

Gretchen drehte ihren Kopf zur Seite und grinste Marc frech an, dann packte sie seinen Kopf mit beiden Händen und zog ihn ganz nah zu sich heran. Ihre Zunge tänzelte erst spielerisch auf seinen glühenden Lippen, dann drang sie tief in seine Mundhöhle ein, dass er glaubte den Verstand zu verlieren. Er erwiderte ihren sündigen Kuss mit purer Leidenschaft und startete ein aufregendes Spiel. Ehe sie sich versah, lag sie auch schon unter Marc, der sie überall zu küssen und zu streicheln begann....

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.456

18.01.2011 16:44
#904 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen ihr Zuckersüchtigen!

Und habt ihr immer noch nicht genug? Dachte ich mir! Jetzt kommt sozusagen das Tüpfelchen auf dem I! Deshalb ist es mal wieder an der Zeit, den Kücken unter euch ein striktes Leseverbot zu erteilen. Ich setze mal FSK 18. Es kann sich aber auch stellenweise auf 25 erhöhen oder zwischendrin auf 12 fallen. Und wehe ihr haltet euch nicht daran. Ich mache Stichproben! Den Volljährigen wünsche ich aber auf jeden Fall ganz viel Vergnügen! Morgen kommt aus bekannten Gründen mal kein neuer Teil von mir. Ob am Donnerstag was kommt, kann ich auch noch nicht so genau sagen. Der Geburtstagsmarathon fängt an (also nicht meiner, sondern bei Family & Friends ) und ich kann jetzt noch nicht abschätzen, ob ich es schaffen werde, wenn ja, dann sehr spät. Aber dieser XXL-Martchen-Teil hier - ich hab beschlossen, ihn nicht zu trennen - wird euch sicherlich für die kleine Pause entschädigen.

Ich wünsche uns allen morgen einen fantastischen Fernsehabend.

Liebe Grüße, Lorelei





Der liebeshungrige Oberarzt behielt zunächst die Oberhand und verwöhnte seine Liebste nach allen Regeln der Kunst. Sanft strich er ihre langen Haare aus dem Nacken und fuhr erst mit seinen kalten Fingerspitzen, dann mit seinen heißen Lippen ganz langsam ihren grazilen Hals hinab. Gretchen, die ihre Augen geschlossen hatte, stöhnte leise, als er schließlich an ihrer Halsbeuge verharrte und seine Zunge zum Einsatz kam. Zärtlich umfuhr sie diese erogene Zone und ließ eine Schauerwelle unendlichen Ausmaßes bei der jungen Frau auslösen. Gretchen streckte ihm verlangend ihren von einer Gänsehaut überzogenen Körper entgegen. Marc legte seine linke Hand unter ihren Rücken und zog sie zu sich hoch. Wieder fanden sich ihre Lippen und sie küssten sich erst gefühlvoll und sanft wie ein leichter Windhauch, dann immer leidenschaftlicher und fordernder wie ein tosender Sturm. Dabei gingen ihre unruhigen Hände auf Wanderschaft und erkundeten den Körper des jeweils anderen. Gretchen öffnete die letzten Knöpfe von Marcs blauem Hemd, fuhr anschließend mit ihren magischen Händen über seinen muskulösen Oberkörper nach oben und schob den dünnen Stoff langsam über seine breiten Schultern. Ihre weichen Lippen benetzten seinen Brustkorb, was auch bei ihm eine Gänsehautlawine ungekannten Ausmaßes auslöste. Er legte seinen Kopf in den Nacken und stöhnte leise, während sie seinen Hals liebkoste und gleichzeitig das Hemd seine starken Arme hinab gleiten ließ. Marc streifte es schließlich ab und warf es unachtsam neben das Sofa. Dann konzentrierte er sich wieder auf seine atemberaubende Venus, die mit ihren zarten Händen durch seine Haarpracht wühlte und ihren Liebsten dabei verführerisch anlächelte. Marc drückte ihren nackten Oberkörper ganz fest gegen seinen. Er erschauderte. Es erregte ihn sehr, ihre bebenden vollen Brüste, die nur von einem Hauch aus Nichts aus hellblauer Spitze verhüllt waren, auf seiner nackten Haut zu spüren. Seine Lippen fanden wieder die ihren und vereinigten sich zu einem sinnlichen Kuss, der eindeutig nach mehr rief. Marcs feine Chirurgenhände strichen ganz langsam in kreisenden Bewegungen ihren Rücken hinab und Gretchens Arme verschränkten sich in seinem Nacken. Sie wollte ihm ganz nah sein. Im Kuss vereint schwang die junge Frau plötzlich ihr rechtes Bein über ihn und setzte sich auf seinen Schoss. Marc öffnete kurz seine Augen und sah verwirrt in das funkelnde blaue Meer, das ihn sehnsüchtig anstrahlte. Sein Herz klopfte ihm bis zum Hals und er atmete schwer, als Gretchen ihn gegen die Sofalehne drückte. Und seine unbändige Lust stieg immer weiter. Gierig presste er seine Lippen wieder auf die ihren, so dass Gretchen fast glaubte, den Verstand zu verlieren. Ihre Zungen tänzelten wild und hemmungslos miteinander. Endlich fanden Marcs suchende Hände ihr Ziel, nämlich den Verschluss ihres teuren Spitzen-BHs. Er öffnete ihn sogleich mit geschickten Fingern und zog das trägerlose Kleidungsstück schwungvoll von ihrem Körper, bevor er es achtlos auf den Boden warf. Gretchen zitterte und sah in seinen blitzenden Augen hin und her. Er erwiderte ihren sehnsuchtsvollen Blick. Gretchens Schmetterlinge im Bauch tanzten im Takt ihres wild pochenden Herzens und sie konnte gar nicht mehr aufhören zu lächeln. Marcs Hände legten sich nun an ihre Taille, die er sanft mit kreisenden Fingerbewegungen massierte, während er die nun oben rum völlig unbekleidete Frau ganz genau betrachtete. Und wie jedes Mal, wenn er sie so sah, wie Gott sie geschaffen hatte, haute es ihn regelrecht um. Sie war so unfassbar schön. So natürlich, rein und unschuldig. Eine leichte Röte zierte Gretchens Gesicht, als sie bemerkte, wie ihr Liebster sie musterte. Marc lächelte sanft und streichelte zärtlich ihre Wange, um seiner verlegenen Freundin die Unsicherheit zu nehmen. Gretchen lächelte zurück und fuhr ebenso liebevoll mit ihrer Hand über seine Wange. Es folgte ein kurzer gefühlvoller Kuss voller Liebe und Sinnlichkeit, der die Schöne zurück ins Märchenland katapultierte und auch Marcs Sinne tief berührte. Er öffnete seine Augen und blickte in ihr makelloses Gesicht, das so viel Liebe und Vertrauen ausstrahlte, so dass sein Herz wie wild zu klopfen begann. Dann senkte sich sein Blick und er wurde auf etwas anderes aufmerksam, was sein Blut in Wallung geraten ließ. Der Tiger hatte Feuer gefangen. Sein Blick hing wie gefesselt an ihren prallen Brüsten. Er konnte sich nicht zurückhalten, senkte seinen Kopf und setzte seine feurigen Lippen auf ihr Dekolletee. Gretchen erschauderte, öffnete für einen Moment ihre Augen, um sie gleich wieder zu schließen und zu genießen, und legte ihren Kopf in den Nacken. Mit klopfendem Herzen wanderte Marc mit seinem Mund immer tiefer. Gretchen stöhnte leise und gleichmäßig, als ihr zärtlicher Verführer mit seiner Zungenspitze ganz sachte über ihre Hügellandschaft wanderte. Dabei strichen seine magischen Hände unkontrolliert über ihren Rücken und landeten schließlich auf ihrem nur mit einem hauchdünnen Höschen bedeckten Hintern, den er nun sanft knetete, während sein Kopf in der Mulde zwischen ihren Brüsten versank. Gretchen genoss die zarten Streicheleinheiten ihres gefühlvollen Märchenprinzen in vollen Zügen, der sich alle Zeit der Welt nahm, um sie zu verwöhnen und glücklich zu machen. Doch allmählich steigerte sich auch ihre Lust. Sie wollte mehr. Ungeduldig rutschte die bis in die Haarspitzen erregte Frau auf seinem Schoss hin und her und versuchte seine Gürtelschnalle zu lösen. Weil das nicht sofort gelingen wollte, ruckelte sie etwas stärker an dem schwarzen Leder, was wiederum Marc auf den Plan rief, der langsam seinen hochroten Kopf aus dem Paradies zurückzog und seiner hibbeligen Freundin nun irritiert in ihr hochkonzentriertes Gesicht schaute. Dann folgte er ihrem Blick und schüttelte amüsiert den Kopf....

MM: Äh... Was genau veranstaltest du da?
GH (kurz angebunden zerrt sie weiter an seinem Gürtel): Frag nicht so doof! Mach lieber mit!
Boah! Dieses kleine Luder! Ich fass es nicht!
MM (kann sich sein Lachen nicht verkneifen): Ich bin mit Feuereifer dabei.

... sagte er mit frecher Stimme, fuhr dabei mit seinen geschickten Fingerchen ganz langsam in ihren Slip und rieb noch einmal kräftig seine Hände an ihrem äußerst leckeren Hinterteil, was wiederum Gretchen aufhorchen ließ. Sie löste ihre Hände von Marcs lästigem Gürtel und funkelte ihn böse an....

GH: Also das ist ja wohl....

Marc lachte nur, als er seine Hände aus der verbotenen Zone zurückzog und ihr nun das Wort nahm...

MM: Komm, Haasenzahn! Wir gehen rüber. Ich hab nicht einen Haufen Schotter ausgegeben, damit wir es dann nur auf so ner blöden Holzpritsche treiben, die unseren Hochleistungssport dann eh nicht aushält.
GH (läuft vor Empörung rot an): Marc Meier!
Dieser ungehobelte blöde sexsüchtige Macho... Arsch! GGGRR!!!
Oh Gott, sie ist so heiß, wenn sie wütend ist. Zum Auffressen!

MM (grinst sie anzüglich an u. packt nun erst recht mit beiden Händen ihren Po): Jep! Schön, dass du meinen Namen noch kennst. Halt dich fest!
GH (sieht ihn ziemlich verwirrt an): Also.... Äh... Was...?

Marc rollte nur genervt mit den Augen, legte ihre langen Arme um seinen Hals und stand dann unter höchster Kraftanstrengung von der Couch auf. Gretchen, die eigentlich vorgehabt hatte, das noch auszudiskutieren, wusste nicht, wie ihr geschah, aber sie ließ es ohne Murren zu, dass er sie jetzt in seine Höhle verschleppte. Sie verschränkte ihre Beine hinter seinem Rücken und hielt sich krampfhaft an seiner Schulter fest. Ihr charmanter Entführer lächelte zufrieden, gab ihr mit seiner Nase einen kleinen Eskimokuss, der sie auflächeln ließ, und trug seine widerspenstige Prinzessin schließlich ins Schlafzimmer rüber...

MM (murmelt): Na geht doch!
GH (schwärmt verträumt): Das ist ja doch wie im Honeymoon.
Boah nee!
MM: Halt die Klappe!

Gretchen schmiegte ihren Kopf an seine Wange und lächelte glücklich vor sich an. Marc, den ihre Nähe zunehmend verwirrte, ging es genauso. Auch er strahlte wie ein Honigkuchenpferd vor sich hin. Als er das große Kingsizebett erreicht hatte, setzte er seine schöne Braut ganz behutsam darauf ab. Er wollte sich gerade seinen Rücken kurz strecken, um seine Wirbel wieder einzurenken, da hörte er plötzlich einen seltsamen Schrei von seiner Freundin....

GH: AAAAAAHHHHH!!!! Waaaas ist daaas? Ich wiiill hiiiier ruuuuunter.
Hä? Was ist denn jetzt schon wieder falsch? Eh ich komm hier nie zum Schuss, wenn das so weitergeht. Du machst mich fertig echt!

Marc, der sich mit einer Hand seinen schmerzenden Rücken hielt, drehte sich verdutzt zu ihr herum. Diese heftige Reaktion konnte er sich nämlich überhaupt nicht erklären. Da wollte er ihr den Himmel zu Füßen legen und ihr war das immer noch nicht recht. Versteh einer die Frauen! Aber ebenso wenig konnte sich der Oberarzt jetzt die seltsamen Verrenkungen erklären, die die blonde Schöne gerade vor ihm veranstaltete. Ihm klappte die Kinnlade herunter und er starrte sie fassungslos an. Wie eine verunglückte Schildkröte versuchte die nackte Frau heftig strampelnd vom Rücken hoch zu kommen, wurde aber immer wieder zurückgeworfen. Aber ein Wasserbett war nun mal nicht jedermanns Sache und Gretchen Haases’ ganz bestimmt nicht. Amüsiert betrachtete der attraktive Chirurg das seltsame Schauspiel seiner süßen Freundin, was diese noch wütender werden ließ....

GH: Jetzt glotz nicht so blöd und hilf mir, verdammt noch mal! Ich werd hier sonst noch seekrank.
MM: Seekrank?

Da war es dann ganz um Marc Meier geschehen. Er brach in schallendes Gelächter aus, hielt sich den Bauch vor Lachen und krümmte sich immer wieder nach vorn. Dieser skurrile Anblick und dann ihr Spruch dazu waren einfach zu göttlich. Doch Gretchen war überhaupt nicht zum Lachen zumute. Sie war den Tränen nahe, den Tränen der Wut und der Verzweifelung um genau zu sein...

GH (faucht ihn an): Das ist nicht witzig, Marc Meier. Wenn du mich nicht sofort hier runter holst, dann... dann reiche ich die Scheidung ein.
MM (versucht seinen Lachkrampf in den Griff zu kriegen; kann es aber nicht verhindern zu grinsen, als er sie anspricht): Haa... haa... Haasenzahn, wir sind nicht verheiratet!
GH (funkelt ihn trotzig an): Das spielt keine Rolle. Das hier ist die Honeymoon-Suite. Also zählt das quasi auch.
MM (hört auf zu lachen u. kratzt sich verwirrt am Hinterkopf): Oh Mann! Deine Logik muss man(n) nicht verstehen.
GH (flehend, fast weinerlich): Bitte, Marc!

Marc seufzte und erbarmte sich schließlich ihrer...

MM: Ok, das kann man sich ja nicht mehr mit ansehen hier.

Der hilfsbereite Oberarzt reichte ihr seine Hand und zog die Schildkröte vom Rücken hoch. Dann setzte er sich neben sie auf die Bettkante und stützte seine Freundin mit einer Hand am Rücken, damit sie nicht gleich wieder umplumpste. Eigentlich hatte Gretchen gehofft, dass er sie ganz von diesem teuflischen Bett hochzog. Deshalb zeigte sie sich auch nicht dankbar, sondern schaute ihn immer noch böse von der Seite an...

GH: Lass uns nach Hause fahren!
MM (sieht sie mit offenem Mund an): Du willst jetzt nicht ernsthaft nach Hause fahren, nur weil dir das Bett nicht passt?
GH (verschränkt eingeschnappt ihre Arme): Doch! Oder wo gedenkt der Herr sonst zu schlafen?
MM (lacht sie verschmitzt an): Äh... Eigentlich hatte ich nicht unbedingt an schlafen gedacht. Und du vor zwei Minuten auch nicht.
Können wir nicht ENDLICH da weitermachen, hmm?
GH (schmollt): Jetzt denke ich aber anders.
MM: Es ist nur ein Bett, Haasenzahn!
GH (ist die Sache ziemlich unheimlich): Aber es wackelt.
Du bist süß!
MM (lacht): Na dann passt es sich ja an unsere rhythmische Sportgymnastik an.
GH (sieht ihn empört an u. gibt ihm einen Klaps auf den Hinterkopf): Maaarc!
Ja, schlag mich nur, Haasenzahn. Umso mehr will ich dich.
MM (fährt verführerisch mit seinem Zeigefinger ihre Wirbelsäule entlang u. merkt zufrieden, wie sie eine Gänsehaut davon bekommt u. unruhiger wird): Du weißt ja gar nicht, wie aufregend das sein kann... so ein Wasserbett.
GH (schlägt sauer seine Hand weg): Du musst jetzt nicht mit deinen Erfahrungen prallen.
MM (seufzt u. verdreht seine Augen): Hab ich doch gar nicht.
GH (sieht trotzig zur Seite): Hast du wohl.
Dass sie auch immer alles in den falschen Hals kriegt.

Marc nahm ihre Hände in seine und streichelte diese sanft. Langsam drehte Gretchen ihren Trotzkopf wieder zu ihm herum. Er lächelte sanft und sah ihr tief in ihre strahlendblauen Augen, so dass sie gleich wieder Herzklopfen bekam. Sie versuchte aber stark zu bleiben und das Kribbeln in ihrem Bauch zu ignorieren, damit sie sich nicht gleich wieder von ihm einlullen ließ. Aber sein unwiderstehlicher Dackelblick drohte ihre selbst auferlegten Vorsätze schnell wieder zu brechen und das wusste er auch...

MM: Schatz, schließe doch einfach deine Augen und lass es auf dich wirken.
Dein ‚Schatz’ zieht bei mir nicht! Pah!
GH (blitzt ihn an): Ich lasse gar nichts wirken.
Mann, hätte ich gewusst, dass sie so einen Aufstand machen würde, hätte ich das mit dem Zimmer gleich gelassen. Zuhause wären wir doch jetzt schon längst am ficken. Scheiße eh! Da gehst du einmal auf ihre Bedürfnisse und Wünsche ein, machst den Romantikgockel und ihr ist es auch nicht recht. Argh! Ok, ruhig bleiben! Einen Versuch noch!
MM (sieht sie eindringlich an): Nicht? Nicht mal das hier?
GH: Marc, jetzt werd nicht anzüglich!
MM (lacht): Äh... du wirst anzüglich, Haasenzahn. Ich hatte eigentlich das hier gemeint.

Marc führte Gretchens Hand direkt an sein Herz. Die überrumpelte Frau machte große Augen, als sie seinen schnellen Herzschlag spürte. Auch ihres setzte wieder zum Dauerlauf an. Tief bewegt sah Gretchen nun Marc in seine strahlendgrünen Augen. Er lächelte. Auf einmal verspürte sie ein furchtbar schlechtes Gewissen. Ihr Schatz gab sich hier wirklich so große Mühe und sie machte mit ihrem hysterischen Anfall die ganze schöne Stimmung kaputt... Du bist so eine blöde Kuh, Gretchen Haase!

GH (streichelt seine Hand u. sieht ihm entschuldigend in die Augen): Es tut mir so leid. Manchmal da werde ich so schnell hysterisch, wenn ich etwas nicht kontrollieren kann.
Manchmal ist noch untertrieben.
MM (streichelt ihr liebvoll über die Wange): Gerade eben hast du doch perfekt kontrolliert.
GH (sieht in seinen Augen hin u. her): Ehrlich?
MM: Süße, dein Strip hat sich für immer in mein Hirn gebrannt.
Wie die vielen Male auch, in denen du mich einfach umhaust.
GH (kann schon wieder lächeln): Ich dachte, das wäre währenddessen abgeschaltet gewesen.
MM (starrt sie einen Moment sprachlos an, bevor er kontert): Eh! Jetzt werde hier mal nicht frech, Fräulein.
Hihi! Hach... er ist so toll.

Gretchen sah Marc plötzlich ernst an, legte ihre warme Hand an seine Wange und streichelte diese sanft mit ihrem Daumen...

GH: Ich liebe dich!
MM (hält den Atem an, weil es wie Musik in seinen Ohren klingt u. lächelt sie dann verliebt an): Und ich dich erst! Also was ist jetzt? Lässt du mich dich hier lieben?
Jaaaaa!!!
GH (schmiegt sich grinsend an seine starke Brust): Auf deine Gefahr hin.
Wer mit dir lebt, lebt immer gefährlich.
MM: Also ich bin seetauglich!
GH (lacht, als ihr plötzlich eine Episode von früher in den Sinn kommt): Ich muss dich wohl nicht an den Schulausflug in der Achten erinnern, als wir im Spreewald...
Ach du Scheiße! Da hat sie meine geile Jacke ruiniert, weil sie mich ja so zum Kotzen gefunden hat.
MM (grinst sie wissend an u. legt einen Arm um ihre Schulter): Ja, das ruhigste Gewässer Deutschlands und du hast trotzdem über der Reling gehangen. Obwohl ham die Kähne überhaupt eine Reling?
Schon faszinierend. Ein Stichwort und er weiß immer noch alles. Dabei sagt man doch immer, Männer seien so vergesslich. Ich muss ihm damals wirklich schon viel bedeutet haben.
GH (sieht ihn irritiert an): Weiß nicht! Aber ich hab dir deine Lederjacke ruiniert.
Ja, das war wirklich eklig! Was Magensäure so anrichten kann.
MM (zwinkert ihr zu): Die war mir eh schon zu klein geworden und war völlig out of trend.
Ich fand sie immer sexy an ihm.
GH (presst ihre Lippen zusammen u. sieht ihn verlegen an): Weißt du eigentlich, dass ich die aufgehoben habe.
MM: Echt?
GH (wird etwas rot): Hmm!
Du bist doch verrückt. Die hatte ich doch in eine Mülltonne geworfen. Sie muss sie also... Nein!?
MM (lächelt verschmitzt): Ich hab immer gewusst, dass du einen Schrein von mir hattest.
Oh Gott! Woher?
GH (leugnet es vehement und wird noch etwas röter im Gesicht): Gar nicht wahr!
MM (grinst sie breit an u. irgendwie ist er auch ein bisschen stolz): Sicher! Ich hab doch die mit Herzchen verzierten Kisten auf eurem Dachboden gesehen.
Oh nein! Und ich hab sie doch extra in die hinterste Ecke geschoben und mit Tüchern verhängt.
GH (schmollt): Du bist blöd!
Und du bist süß. Aber damals hab ich diese ganze Aufmerksamkeit doch gar nicht verdient gehabt, so blöd wie ich immer zu dir war. Ich war so ein Idiot. Ich hätte das alles hier schon längst haben können, wenn ich nur etwas mutiger gewesen wäre.
MM (zieht sie auf): Nee, das stand eigentlich nicht da drauf. M+G aber schon.
Ich brauche ein neues Versteck. Wenn er mitkriegt, was ich noch so alles von ihm aufgehoben habe. Oh Gott, dann reicht er die Scheidung ein, also falls wir mal... irgendwann... äh ja.
GH (zickig): Bild dir da mal ja nichts darauf ein!
MM (kann es nicht lassen): Naja, als Gott ist es schon verständlich, dass Frau einen Altar baut und...
GH (blitzt ihn an): Halt die Klappe, Marc!

Marc lachte sie frech an. Ihm verging aber sein Lachen schnell wieder, als Gretchen ihn plötzlich sanft auf das wackelige Bett drückte und sich vorsichtig auf ihn legte...

MM (verwirrt u. erregt zugleich): Was wird das jetzt?
GH: Ich bekämpfe meine Seekrankheit.
Diese Frau ist echt unglaublich.
MM (grinst u. streicht ihr dabei zärtlich über ihren nackten Rücken bis hin zum Po): Soso! Dann brauche ich dir wenigstens kein Rezept ausstellen.
Blödmann!

Gretchen lachte herzhaft auf und gab Marc einen sanften Kuss auf den Mund, den der gierige Mann schnell in eine längere Knutscherei ausdehnte. Langsam drehte er sich mit ihr auf die Seite. Das große Wasserbett ging jede ihrer zaghaften Bewegungen mit. Marc bemerkte Gretchens beunruhigenden Gesichtsausdruck und sah sie liebevoll an, als er ihr über ihre Wange strich. Er hatte eine Idee, wie er sie von dem Ungetüm ablenken könnte...

MM: Schon mal Sex am Strand gehabt?
GH (schaut ihn peinlich berührt an): Maaarc!

Also nicht! GsD! Ich will gar nicht wissen, was sie und dieser Arschlexis damals in ihren Scheißflitterwochen auf den Malediven getrieben haben. Äh... ganz, ganz falscher Gedanke, Meier! Natürlich haben die es nicht getrieben, sondern haben nur Sightseeing gemacht und sich gegenseitig aus Büchern vorlesen. Was sonst?

Was fängt er denn jetzt wieder damit an? Ich dachte, die Expartner hätten wir durch. Wieso will er dann auf einmal wissen, wie ich und Alexis auf den Malediven am Strand... Hach... das war so schön und romantisch. Äh... ganz, ganz falscher Gedanke, Gretchen! Du denkst jetzt nicht an andere Männer, wenn du mit Marc schlafen willst. Also das geht ja wohl gar nicht.


MM (fasst sich verlegen an den Hinterkopf): Ich meine ja nur. Also stell dir einfach vor, du liegst in einer klaren warmen Sommernacht NACKT mit einem hammermäßig geilen Typen, also mit MIR ... (Gretchen kann sich ihr Lachen nicht verkneifen; Marc schaut daraufhin verwirrt in ihr Gesicht, setzt seine Theorie aber dann schnell fort), am Strand einer kleinen unzugänglichen Bucht. Nur wir beide und unsere unbändige Leidenschaft...
Hach wie in der blauen Lagune! Ich sehe es schon vor mir. Schöööön!!!
GH (zieht ihn auf): Du zitierst jetzt aus einem Roman deiner Mutter oder?
Boah! Dieser Frechdachs! Na warte, pass bloß auf, wenn dann der Sturm aufkommt!
MM (funkelt sie böse an): Halt die Klappe, wenn Dr. Meier seine Therapiestunde hält.

Gretchen drehte sich jetzt auf ihren Bauch und grinste ihren Möchtegerntherapeuten frech an...

GH: Ok!?
MM (erzählt weiter): Na geht doch! Also die Fakten: Wir liegen nackt am Strand, wälzen uns im heißen Sand und machen wild und hemmungslos rum. Die Brandung kommt langsam auf uns zu. Zuerst werden nur unsere Füße nass, beim nächsten Mal unsere Beine, dann unser ganzer Körper. Aber es stört uns nicht, weil wir ja am rumknutschen und fi... äh... und mehr sind. Dann schwappen immer mal wieder ein paar Wellen über unsere sich wild liebenden Körper. Das Wasserbett hier stellt quasi...

Marc wollte gerade zu seiner nächsten Erklärung ansetzen, als er plötzlich ein lautes Stöhnen neben sich vernahm...

GH: Hmm...

Der attraktive Oberarzt drehte sich zur Seite und erstarrte regelrecht. Eine atemberaubend schöne nackte Meerjungfrau wälzte sich aufreizend zwischen den Laken hin und her, so dass das Bett immer mehr schwankte, und regte seine Sinne gehörig an. Gretchen hatte ihre Augen geschlossen und sah besagten Strand und die Lagune direkt vor sich. Sie spürte den weichen warmen Sand unter ihrem nackten Körper, dann vernahm sie die erste Welle, woraufhin sie sich leicht von der einen Seite zur anderen drehte. Der von diesem sinnlichen Anblick völlig überwältigte Chirurg schüttelte ungläubig den Kopf... Jetzt schippert die einfach ohne mich los. Unfassbar! Na warte! Dich krieg ich noch. ... Schnell schlüpfte der zurückgelassene Oberarzt aus seiner Hose und seiner Boxershorts und warf sich in den heißen Sand zu seiner blonden Venus, die bereits im Paradies angekommen schien und die wilde Natur in vollen Zügen genoss. Marc beugte sich über ihren Rücken und fuhr mit seinen Händen die Konturen ihres perfekten Körpers entlang. Gretchen erschauderte. Vorsichtig strich er ihre Haare aus dem Nacken und legte eine Halspartie frei, auf die er nun seine heißen Lippen setzte und sie zärtlich verwöhnte. Sie seufzte, stöhnte aber dann einen Augenblick später plötzlich laut auf, als er ihr unerwartet einen Liebesbiss versetzte und an der empfindsamen Haut ihres Halses sog. Schauerwellen schossen durch ihren ganzen Körper und sie klammerte sich an ihrem Kopfkissen fest. Marc, der ebenso erregt von diesem Moment und ihrer Reaktion war, ließ schließlich von ihr ab und wanderte mit seinen brandgefährlichen Lippen weiter nach oben. Er knabberte an ihrem Ohrläppchen und raunte dann heiser in ihr süßes kleines Ohr, so dass sie überall eine Gänsehaut bekam...

MM: Und hörst du es?
Das Meer!
GH (verträumt u. ganz weit weg): Ja!
MM (flüstert): Ich auch.

Zufrieden wanderte Marc nun mit seinem Mund langsam Millimeter für Millimeter ihren Körper hinab. Jede einzelne Stelle ihres entzückenden Rückens wurde von ihm zärtlich geküsst und er streichelte dabei sanft mit der Fingerspitze ihre Wirbelsäule entlang. Gretchen, die ihren Kopf seitlich auf ein weiches Kopfkissen gebettet hatte, lächelte glücklich. Sie fühlte sich, als würde sie sanft hin und her gewogen, als läge sie tatsächlich mit ihrem nackten Körper im Meereswasser, das sie sanft umspielte. Marc merkte, dass sie sich zunehmend entspannte und das Wasserbett angenommen hatte, und ging weiter. An ihrem äußerst verführerischen Hinterteil angekommen, das man aufgrund des komplett durchsichtigen hellblauen Höschens nun wirklich nicht als bekleidet bezeichnen konnte, musste er hörbar nach Luft schnappen. Diese Frau war wirklich die Sünde pur. Die wahre Eva. Der verbotene Apfel, in den man hinein beißen musste und das wollte er auch. Ganz vorsichtig griff er mit zittrigen Händen nach dem Bund des sündigen Höschens und zog den dünnen Slip ganz langsam über ihren Po, dann ihre Beine hinab und streifte ihn über ihre Füße, die sich gerade immer tiefer in den warmen Sand vergruben. Marcs Körpertemperatur hatte mittlerweile tropische Ausmaße angenommen. Er kniete neben ihr und fuhr sich mit einer Hand über seine schweißnasse Stirn, in die immer wieder ein paar Haarsträhnen fielen, die er einfach nicht bändigen konnte. Er ließ es schließlich sein und betrachtete nun verträumt die zauberhafte Rückenansicht seiner Liebsten. Er lächelte. Sein Herz pochte wie wild. Marc senkte seinen Kopf und stützte seine Hände auf dem schaukelnden Bett ab. Zaghaft bettete er seine weichen Lippen erst auf ihrer linken, dann auf der rechten Pobacke, die er jeweils sanft mit seiner Zunge liebkoste. Es erregte ihn sehr, sie auf diese Weise zu verwöhnen. Gretchen schnurrte unter ihm wie ein frischgeborenes Tigerbaby. Das war so ein irres Geräusch, das seine Sinne noch zusätzlich reizte. Der Schalk packte ihn und er biss zärtlich in ihre rechte Po-Backe. Gretchen stöhnte laut auf. Ihre Fingernägel krallten sich tief in ihr Kopfkissen. Ihre Zehen verkrampften sich. Ein gigantischer Orgasmus durchströmte ihren Körper und sie wand sich auf dem Bett hin und her. Sie fühlte sich, als würde sie gerade von sanften Wellen aufs offene Meer hinausgetragen, um Sekunden später mit einer riesigen Welle zurück an den Strand getragen zu werden... direkt in die Arme ihres unglaublichen Liebhabers. Marc hatte das sinnliche Schauspiel einen Moment fasziniert beobachtet und auch in ihm regte sich etwas. Er wollte sie so sehr. Nachdem ihr Wellenritt etwas abgeklungen war, wanderte er mit seinen Lippen Zentimeter für Zentimeter nach oben, bis er ihren Nacken erreicht hatte, den er sanft küsste und auch dort noch einmal gefühlvoll hinein biss. Gretchen stöhnte auf und drehte sich langsam zu ihrem heißblütigen Vampir herum. Sie legte sich auf ihren Rücken und sah ihren Liebsten, der seine Augen an ihrer puren Schönheit weidete, verlangend an. Ihr Blick sprach Bände und ließ das Tropenfieber gänzlich bei ihm ausbrechen. Gierig stürzte Marc sich auf sie und küsste sie voller Verlangen. Die Wellen nahmen zu. Das spürte auch Gretchen unter sich, aber diesmal hatte sie keine Angst vor der wogenden Bewegung des Bettes. Sie lag doch am Strand von Tahiti. Sie fühlte den heißen Sand unter ihren Füßen. Sanft umspielte das Meerwasser ihren Körper, der gerade von unzähligen Küssen übersät wurde. Marcs Hände waren überall und nirgendwo. Gretchen ließ sich vollends auf ihn ein und genoss mit geschlossenen Augen seine zärtlichen Berührungen. Sie spürte, wie er sich zwischen ihre Schenkel legte, wie seine Hände ihre Seiten hoch wanderten und dann ihre Brüste umspielten und wie seine Zunge ihren Mund umtänzelte und flehend um Einlas erbat, den sie natürlich gewährte. Ihre Sehnsucht war schließlich auch grenzenlos. Sie wollte ihn ganz spüren. Im innigen Kuss vereint fühlte die verliebte Frau, wie ihre Waden nun vom Wasser umspielt wurden, wie sich das Wasser dann wieder zurückzog und sie plötzlich eine gewaltige Welle erfasste, die sie fast ins Meer zu ziehen drohte, wenn sie nicht von dem starken Körper ihres Liebhabers festgehalten werden würde, der ihre Hände mit sanfter Gewalt in den Sand drückte. Als die nächste große Welle kam, verstärkte Marc den leidenschaftlichen Kuss und drang gleichzeitig ganz gefühlvoll in sie ein. Gretchen stöhnte laut auf. Der Wind trug ihren Sirenenschrei über das offene Meer. Sie vergrub ihre Finger tief in den nassen Sand, als er sich langsam in ihr zu bewegen begann. Wieder prallte eine Welle an die sich zärtlich liebenden Körper. Marc schnappte nach Luft, dann legte er seine feuchten Lippen an ihren Hals, den er sanft mit unzähligen kleinen Küssen verwöhnte. Gretchen stöhnte leise und legte einen Arm um seine Taille. Sanft strich sie über seinen muskulösen angespannten Rücken und seinen knackigen Po, während er sich gefühlvoll vor- und zurückbewegte und ihren Körper erzittern ließ. Schnell passte sich Marc dem Rhythmus der am Strand berstenden Wellen an. Mal langsam und sanft, mal schnell und stürmisch stieß er tief in sie vor und schickte seine Geliebte ins Paradies und zurück, dann pausierte er wieder und streichelte ihren mit tausenden Wasserperlen bedeckten Traumkörper und küsste die salzigen Tropfen von ihren Knospen, wenn das Wasser in weiter Entfernung ruhig vor sich hin plätscherte. Gretchen strich dabei zärtlich über seinen Rücken und küsste ihn immer wieder voller Liebe auf den Mund. Doch dann schlug die Natur erbarmungslos zurück. Als die nächste gewaltige Welle hereinbrach, krallte sie sich Schutz suchend mit ihren Fingernägel tief in seiner Schulter fest und Marc wagte einen weiteren tiefen Vorstoß, der sie in den Wind schreien ließ. Ein tropischer Sturm kam auf. Riesige meterhohe Wellen prallten gegen das Kliff vor der Küste und ließen den Boden erzittern. Es regnete Sturzfluten. Doch die beiden merkten es nicht. Sie waren nur auf sich konzentriert. Über ihren Köpfen tobte der Sturm und auch in den Körpern der Liebenden tobte ein heftiger Orkan. Wie eine Naturgewalt, immer schneller und forscher liebte er sie, bis sie sich plötzlich gleichzeitig aufbäumten, gegen den Sturm riefen, die Blitze am Himmel zucken sahen und sich dann schließlich erschöpft und klitschnass in die Arme fielen. Der nasswarme Sand fing sie auf. Der Orkan legte sich genauso schnell, wie er aufgekommen war. Der Himmel zog auf. Tausende glitzernde Sterne zierten das Firmament. Das Wasser war ganz ruhig, als wäre nie etwas gewesen. Nur die im Gleichtakt schlagenden Herzen der beiden Liebenden waren zu hören. Sie schauten Händchen haltend in den Himmel und zählten die Sterne, die um ihre Köpfe herum tanzten, dann drehten sie sich zur Seite und sahen sich an. Marc lächelte und strich ihr eine nasse Strähne aus dem Gesicht und klemmte sie hinter ihr Ohr. Gretchen lächelte verträumt und rutschte ganz nah an ihn heran. Sie schlang ein Bein um seine Hüfte und eine Arm um seine Taille und schmiegte ihren erhitzten Körper an den seinen. Marc legte seine linke Hand auf ihre Hüfte und streichelte diese sanft. Ihre Gesichter waren ganz nah. Ihre Nasen berührten sich schon fast. Und sie schauten sich einfach nur glücklich in die Augen.

Lorelei Offline

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20.01.2011 21:13
#905 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Da bin ich wieder. Frisch und munter. Schwer begeistert von der letzten DD-Folge () und ziemlich bewegt von euren überwältigenden Kommentaren zum letzten Teil. Ich hab euch furchtbar lieb. Ich hoffe, ihr wisst das. Ihr könnt euch sicherlich denken, dass es jetzt an anderer Stelle weitergeht. Ich habe lange überlegt, ob ich das jetzt so bringe oder nicht, weil ich auch nicht die Gefühle einer gewissen Dame verletzen möchte. Aber nachdem die beiden so lange gebraucht haben, zusammenzukommen, verdienen sie auch eine würdige Liebesszene. Deshalb empfehle ich meinem hochgeschätzten Teufelchen vielleicht eine Sonnenbrille aufzusetzen. Und die Kücken unter euch, mit denen ich eigentlich schimpfen müsste, weil sie sich hier wiederholt nicht an die Vorschriften halten , muss ich auch heute wieder ausklammern. Sorry! FSK 21! Allen anderen wünsche ich nun ganz viel Spaß mit Bidi in love. Das ist für euch, Prinzesschen und Spatzemuckel! Für eure Hartnäckigkeit. In Liebe, Lorelei




Auch ein anderes Liebespaar lag sich gerade glücklich in den Armen. Eng aneinander gekuschelt hielten sich Mehdi und Gabi fest und schauten sich einfach nur tief in die strahlenden Augen. Die letzten Stunden liefen wie ein Film vor ihrem geistigen Auge ab und beide mussten unweigerlich lächeln, als sie daran zurückdachten......


Heftig knutschend waren die beiden frisch Verknallten in ihre Wohnung gestürzt, nachdem Gabi ewig dazu gebraucht hatte, um den Schlüssel ins Türschloss zu stecken. Aber das konnte sich schon mal schwierig gestalten, wenn man einen heißen Oberarzt an den eigenen Lippen kleben hatte, der sie gar nicht mehr loslassen wollte. Aber das wollte sie ja auch nicht mehr. Nie wieder würde sie Mehdi hergeben, das schwor sie sich in diesem aufregenden Moment. Und in einer kurzen Atempause hatte sie es dann tatsächlich geschafft, den Schlüssel herumzudrehen und die beiden fielen in ihre Wohnung ein. Im wahrsten Sinne des Wortes! Mehdi hatte gerade seine heißen Lippen wieder auf die ihren gedrückt und schob Gabi knutschend rückwärts in die dunkle Wohnung. Aber die Krankenschwester geriet mit ihren elf Zentimeter hohen Highheals plötzlich ins Stolpern und zog ihren Casanova mit. Das Resultat war, dass sich die beiden lachend auf dem Fußboden wieder fanden. Der überraschte Oberarzt schaute sich um und musste unweigerlich schmunzeln, als er die Verursacher dieses kleinen Malheurs bemerkte. Sie waren über einen Berg Schuhe gestolpert, die wild verstreut hinter der Wohnungstür gelegen hatten. Gabi hatte sich einfach nicht entscheiden können, welche sie zum Ärzteball anziehen sollte und hatte ein riesiges Chaos hinterlassen, als sie viel zu spät aufgebrochen war. Und jetzt war ihr diese ganze Sache furchtbar peinlich. Doch Mehdi hatte ganz charmant mit einem zuckersüßen Lächeln darauf reagiert. Er hatte sich aufgerappelt und der schönen Frau gentlemanlike aufgeholfen. Gabi, deren Wangen einen zarten Hauch von Rosé angenommen hatten, schloss die Haustür und schob mit ihrem Fuß - sie hatte mittlerweile ihre mörderischen Highheals ausgezogen - den Schuhberg in eine Ecke. Dann standen die beiden einen Moment still im dunklen Flur ihrer kleinen Zweizimmerwohnung und waren plötzlich irgendwie befangen, den nächsten Schritt zu tun. Die aufgeregte Krankenschwester, die das peinliche Schweigen nicht mehr länger ertragen konnte, hatte dann die Initiative übernommen, hatte das Licht angemacht und wollte ihrer attraktiven Begleitung zur Auflockerung den versprochenen Kaffee servieren. Also machte sie sich auf in ihre kleine Kochnische. Sie stand schon an der Kaffeemaschine, als sie plötzlich Mehdis warme Hand auf ihrer spürte, der sie langsam zu sich herumdrehte. Wie gefangen starrte sie in sein liebevolles Gesicht, das so viel Gefühl ausdrückte, dass es sie förmlich umhaute. Ihr Herz klopfte wie verrückt. Und die Schmetterlinge in ihrem Bauch tanzten einen wilden Salsamix. Die verliebte Frau biss sich verlegen auf ihre Unterlippe und wurde tatsächlich ein bisschen rot. Das kannte sie gar nicht von sich. Mehdi lächelte nur und strich ihr zärtlich über die gerötete Wange. Sie schloss für einen Moment ihre Augen. Seine Wärme hüllte sich wie eine Decke um ihren Körper. Sie spürte seinen heißen Atem auf ihrer Haut, als er mit seinen Lippen kurz über ihre Wange strich, mit seiner Nase ihre Nase berührte und ihr dann einen zärtlichen Kuss auf den Mund gab, der ihr förmlich den Boden unter den Füßen wegzog. Sie öffnete ihre Augen und sah ihn an. Sie nahm dieses besondere Funkeln in seinen Augen war und merkte, wie es in ihrem Körper zu prickeln begann. Sie erwiderte seinen verlangenden Blick. Daraufhin knöpfte der sanfte Gynäkologe ganz langsam Knopf für Knopf Gabis Mantel auf, den sie in der anfänglichen Aufregung schlichtweg vergessen hatte auszuziehen, und schob ihn vorsichtig von ihrer Schulter. Er rutschte zu Boden. Beide achteten nicht darauf, denn ihre Augen hatten den jeweils anderen völlig in ihren Bann gezogen. Wie hypnotisiert sah Mehdi diese Traumfrau an und lächelte unentwegt. Gabi errötete, als er plötzlich sagte, wie wunderschön sie doch sei und dabei zärtlich über ihre nackte Schulter strich. Verlegen lächelte sie ihn an. Sie war es nicht gewohnt, dass man ihr solche charmanten Komplimente machte und wusste nicht so recht, wie sie damit umgehen sollte. Mehdi nahm ihr diese Entscheidung ab, als er sie ganz sanft und zärtlich und voller Gefühl küsste. Gabi streichelte gefühlvoll seine Wange und erwiderte seinen Kuss voller Liebe. Und Mehdi spürte einmal mehr, dass sie es wirklich ernst mit ihm meinte. Sein Herz schlug über vor Glück. Langsam schob die junge Krankenschwester auch seinen schweren Wintermantel von seiner Schulter. Sein Jackett, das sie blitzschnell aufgeknöpft hatte, folgte ihm sogleich auf den Boden. Ihre Küsse wurden mit einem Mal immer leidenschaftlicher, was ihr Gegenüber in vollen Zügen genoss. Gabis Hände wanderten begierig über seinen muskulösen Rücken, der sich unter dem dünnen Stoff seines weißen Hemdes abzeichnete, rieben sich an seinem knackigen Hintern und fuhren dann von hinten in seine Anzughose. Mehdi erschauderte und legte, getrieben von seiner Lust, seine glühenden Lippen an ihren Hals, den er nun sanft liebkoste. Gabi genoss es sichtlich, wie er sie berührte und auch ihre Lust stieg von Minute zu Minute an. Sie zerrte sein Hemd aus der Hose, riss gierig alle Knöpfe auf und strich es ihm nun unter wilden Küssen auf seinen nackten Oberkörper herunter. Mehdi stöhnte auf und legte seinen Kopf in den Nacken, als sie ihn mit ihren verführerischen Lippen verwöhnte. Auch ihn packte schließlich die Leidenschaft. Unkontrolliert strichen seine sanften Gynäkologenhänden über ihren kurvenreichen Körper, ertasteten wie selbstverständlich den Reißverschluss ihres bodenlangen dunkelgrünen Ballkleides, das sich ebenfalls Sekunden später neben seinem Hemd und den Jacken auf dem Boden der Küche wieder fand. Der erregte Frauenarzt schluckte schwer, als er den fast unverhüllten Traumkörper seiner schönen Stationsschwester bewunderte. Sexy schwarze Spitzenunterwäsche und dunkle Netzstrümpfe zierten ihren nackten Leib und machten ihn ganz verrückt. Sein Puls raste. Sein Herz klopfte ihm bis zum Hals, als sich die sexy Hexy an seinen erhitzten Körper schmiegte, mit ihren sinnlichen Lippen seinen Hals empor fuhr, an seinem Ohrläppchen zärtlich knabberte und dann verrucht in sein Ohr hauchte, ob ihm denn der Anblick gefiele. Er schnappte nach Luft. Was war das für eine Frage? Ihr Anblick haute ihn natürlich um. Seine Gedanken fuhren Achterbahn. Und überall in seinem Körper prickelte es. Als Antwort packte der starke Arzt die überraschte Frau plötzlich am Hintern und hob sie hoch. Ihr Herzschlag setzte für einen Moment aus. Dann lächelte sie und schlang ihre schlanken Beine um seine Hüfte. Sie legte ihre langen Arme um seinen Nacken und presste sich ganz eng an ihn. Ihre Nähe machte ihn schier wahnsinnig. Und auch Gabi drohte den Verstand zu verlieren, so nah war er ihr. Sie schmiegte ihre Wange gegen seine. Mehdi trug das zauberhafte Wesen ins Schlafzimmer und setzte sie vorsichtig auf ihrem Bett ab. Sein Herz trommelte wie wild gegen seine Brust. Er rührte sich nicht und blieb wie angewurzelt vor dem Bett stehen, das er noch vor ein paar Wochen zusammengezimmert hatte. An jenem Abend hatte alles mit ihr begonnen. Damals wusste er noch nicht, wohin das alles führen würde, aber jetzt war er glücklich über den Ausgang. Mehdi blickte verliebt auf die sich nun lasziv auf den weinroten Laken räkelnde junge Frau, die ihm den Atem raubte. Er war wie erstarrt. Gabi, die sehnsüchtig auf ihn wartete, richtete sich schließlich wieder auf und rutschte zur Bettkante vor. Sie sah ihren Traumprinzen liebevoll an. Mehdi Kaan war einfach ein unglaublicher Mann. Eben noch wild und animalisch wie ein sibirischer Tiger, dann wieder schüchtern und zurückhaltend, wie ein kleiner Junge, der nicht wusste, was er als nächstes tun sollte. Gabi fand das unheimlich süß. Sie liebte diese Art an ihm. Ach eigentlich liebte sie alles an ihm. Vorsichtig griff sie nach seiner Hand. Erst jetzt wachte der Träumer wieder auf und sah ihr in ihre strahlenden braunen Augen. Die schöne Frau lächelte ihn voller Liebe an und zog ihn zu sich aufs Bett. Gerne kam er dieser charmanten Einladung nach. Ganz behutsam legte sich Mehdi auf sie und begann sie am ganzen Körper zu küssen und zu streicheln. Gabi genoss es sichtlich, wie er sie mit seinen Streicheleinheiten verwöhnte. Wie lange hatte sie doch darauf verzichten müssen, dass er sie wieder berührte und ihr seine Liebe schenkte? War es anfangs nur ein Traum gewesen, schien es nun endlich Wirklichkeit zu werden. Er war tatsächlich bei ihr. In ihrem Bett! Das musste ausgekostet werden, dachte sie mit klopfendem Herzen. Gabi drehte Mehdi vorsichtig auf den Rücken und begann nun selbst damit, ihn mit ihrer Zunge zu verwöhnen. Ganz gefühlvoll strich sie über seinen nackten Brustkorb, biss zärtlich in seine Brustwarzen, so dass er kurz aufstöhnen musste und sich im Bettlaken festkrallte, dann wanderte sie Zentimeter für Zentimeter tiefer, über seinen durchtrainierten Bauch und fuhr dabei mit ihrer Fingerkuppe sein sich abzeichnendes Sixpack entlang. Mehdi bekam eine fette Gänsehaut auf seinem ganzen Körper und sein Herz überschlug sich regelrecht. Er hatte seine Augen geschlossen und ließ sich völlig gehen. Er überließ ihr das Kommando, was sie auch ausgiebig auskostete. Gabi richtete sich auf, als sie seinen Hosenbund erreicht hatte. Sie grinste Mehdi verführerisch an, als sie ganz langsam die Schnalle seines Gürtels lockerte und dann den Knopf und den Reißverschluss seiner Hose öffnete. Sie spürte zufrieden, wie Mehdi unter ihr immer unruhiger wurde. Es gab ihr irgendwie ein Gefühl von Macht und das reizte sie sehr. Die verführerische Venusfalle machte ganz langsam weiter und Mehdis Anspannung wuchs. Sie senkte ihr Haupt und küsste den zarten Flaum unterhalb seines Bauchnabels, während ihre Finger ein letztes Mal über seinen perfekten Oberkörper strichen und rötliche Furchen hinterließen. Ein tiefer Seufzer entfuhr seinem Mund. Gabi schaute kurz auf und lächelte zufrieden. Der sichtlich erregte Oberarzt drückte seinen Kopf ins Kopfkissen und fuhr mit seinen Armen ruhelos über die Bettdecke. Er hob sein Becken leicht an, damit sie ihm seine Hose abstreifen konnte, was sie auch als nächstes tun wollte. Gabi glitt ganz langsam mit ihren warmen Händen von hinten in seine Hose, ertastete seine Boxershorts, grinste verschmitzt vor sich hin, als sie mit ihren neugierigen Fingerchen dort hinein fuhr und sie an seinem heißen Hinterteil parkte. Mehdi rang nach Luft und zitterte am ganzen Körper. Ihr verbotenes Spiel war einfach der Wahnsinn, dachte er und die letzten Gehirnregionen schalteten ihren Betrieb ab. Sanft massierten ihre filigranen Hände seinen knackigen Po und auch ihr wurde dabei ganz anders. Schweißperlen liefen ihre Stirn hinab. Ihr Puls raste. Und sie fühlte dieses ganz spezielle Kribbeln in ihrem Körper aufkommen. Sie wollte ihn endlich ganz spüren. Mit leichter Enttäuschung merkte Mehdi, wie Gabi plötzlich ihre Hände wieder aus seiner Anzughose zog und an das Bettende vor rutschte. Er öffnete seine Augen und sah wehmütig in ihre Richtung. Doch Gabi funkelte ihn verführerisch an und er spürte sofort, dass sie etwas plante. Sein Herzklopfen nahm zu. Die brünette Venus beugte sich wieder über ihn. Sein Blick traf ihre üppige Oberweite und blieb daran haften. Dann packte Gabi urplötzlich den Bund seiner Hose und zog sie samt Boxershorts mit einem Ruck herunter, so dass der erschrockene Oberarzt fast glaubte, ihm bliebe sein Herz stehen. Achtlos warf sie die hinderlichen Kleiderstücke auf den mit Teppich ausgelegten Fußboden und lächelte ihren Liebsten wieder mit funkelnden Augen an. Er erwiderte ihren fesselnden Blick und wartete angespannt auf das nun Folgende. Doch dann stand die aufregende Verführerin plötzlich vom Bett auf. Der nackte Frauenarzt sah ihr verwundert dabei zu und richtete sich auf. Er lehnte sich an die Wand am Kopfende des Bettes. Es war dunkel und er konnte sie kaum erkennen. Doch plötzlich sah er einen kleinen Feuerschein. Gabi zündete ein paar weiße Kerzen auf dem Fensterbrett an. Mehdi bekam ganz leuchtende Augen, als er das vernahm, und es rührte ihn sehr. Sie war also doch nicht so unromantisch, wie sie immer behauptete. Im flackernden Lichtschein der Kerzen sah sie einfach atemberaubend schön aus, stellte er fasziniert fest. Er konnte sich gar nicht an ihr satt sehen. Langsam kam die Bewunderte wieder auf das Bett zu und setzte einen Fuß darauf ab. Mehdi erstarrte regelrecht, als sie ganz langsam den schwarzen Nylonstrumpf von ihrem Bein rollte und ihn lachend in seine Richtung warf und das aufregende Spiel dann mit dem anderen Bein auch noch wiederholte. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals und sein Puls war schon längst nicht mehr messbar. Seine Augen weiteten sich, als sie plötzlich katzengleich auf ihn zu robbte. Kurz vor seiner Nase blieb sie dann stehen. Sein Atem setzte aus, als sie sich nun auf seinen Schoß setzte, seine Hände nahm und auf ihren Hintern legte. Er konnte sich nicht mehr rühren und sah sie einfach nur völlig fasziniert an. Also musste Schwester Gabi wieder die Initiative übernehmen. Gefühlvoll fuhren ihre magischen Hände über seinen gestählten Oberkörper. Sie beugte ihren Kopf leicht nach vorn. Der seitliche Zopf kitzelte seine Haut. Ihre Hände wuschelten durch seine Lockenmähne. Und mit einem unerwarteten Ruck zog sie plötzlich seinen Kopf mit beiden Händen zu sich hin und legte ihre sinnlichen Lippen auf die seinen. Gabi küsste ihn mit einer solchen Hingabe, dass er alles um sich herum vergaß, wer er war, was für einen Beruf er hatte, welcher Wochentag gerade war. Und endlich erwachte er aus seiner Schockstarre und stieg mit großer Leidenschaft in ihren heißen Kuss ein, dass es ihr auf einmal alle Sinne raubte. Alles drehte sich. Sterne tanzten um ihren Kopf und sie vergaß völlig, wo sie war. Das Einzige, was sie noch wusste, war, dass sie diesen Mann begehrte, ihn über alles liebte und nie wieder loslassen wollte. Und Mehdi fühlte dasselbe. Gabi war die Frau, die er wollte und um keinen Preis mehr hergeben würde. Stürmisch drehte er sie nun auf den Rücken und legte sich auf sie. Gabi lächelte glücklich, als er endlich das Ruder übernahm. Sie schloss ihre Augen und gab sich ihm hin. Im Kuss vereint, gingen seine magischen Hände auf Wanderschaft. Er streichelte mit der Fingerkuppe über ihren schlanken verführerischen Hals und über ihr atemberaubendes bebendes Dekolletee, dann ertastete er ihre noch von sündiger Spitze verhüllten C-Cup-Brüste und knetete diese sanft und gefühlvoll. Gabi schnurrte unter ihm. Mehdi löste den Kuss und folgte nun auch mit seinen Lippen den Weg seiner Hände. Langsam strich er die Träger ihres BHs von ihrer Schulter, küsste ihr Schulterblatt und schob seine Hände langsam unter ihren Rücken. Er öffnete den Verschloss ihres schwarzen Spitzen-BHs und streifte diesen geschwind ab. Der verliebte Mann weidete sich am sinnlichen Anblick ihrer heftig auf und ab bebenden Brüste. Dann senkte er seinen Mund auf ihre zarten Knospen, die sich schon durch seine sanften Berührungen aufgerichtet hatte. Gabi stöhnte vor Lust laut auf, als er ihre Brustwarzen mit seiner Zungespitze gefühlvoll verwöhnte und dann vorsichtig daran saugte. Sie krallte ihre Fingernägel tief in ihr Bettlaken und wand sich heftig unter seinem aufregenden Körper. Mehdi spürte deutlich ihre zunehmende Erregung und spielte sein Spiel aber noch ein bisschen weiter, denn es reizte ihn sehr. Langsam wanderten seine feurigen Lippen tiefer und streichelten ihren flachen Bauch. Seine Fingerspitzen hatten derweil bereits ein anderes Ziel erreicht und Gabi zitterte gewaltig, als sie spürte, wie sich seine feinfühlige Hand ganz vorsichtig in ihren String schob. Als seine Lippen nun auch das Paradies erreichten, war es gänzlich um sie geschehen. Heftige Schauerwellen schossen wie Fontänen durch ihren Körper und ließen sie laut und unkontrolliert aufstöhnen. Mehdi, der schon aus beruflichen Gründen ganz genau wusste, was er hier tat, hielt mit seinen Streicheleinheiten inne. Er griff nach dem Bund ihres knappen Höschens und schob dieses ganz vorsichtig über ihr erhitztes Becken. Gabi, die noch immer selig diesen unglaublichen Orgasmus genoss, nahm es gar nicht wahr, wie ihr göttlicher Liebhaber ihren schwarzen String auszog und zu Boden warf. Erst als sie vernahm, wie er ihr linkes Bein packte, einmal zärtlich in ihren großen Zeh biss und dann langsam küssend ihr Bein hoch wanderte, wachte sie aus ihrem erotischen Traum auf. Denn die Realität war einfach viel zu aufregend, um das alles zu verpassen. Mehdi verwöhnte auch ihr rechtes Bein auf diese sehr zärtliche Weise. Gabi wurde immer unruhiger. Ihre Erregung nahm nie gekannte Ausmaße an. Von der Lust gepackt, griff sie schließlich in seine Haare und zog seinen frech grinsenden Kopf nach oben. Ohne Umschweife presste sie ihre glühenden Lippen auf die seinen und raubte ihm mit diesem Kuss seinen Verstand. Gleichzeitig öffnete sie erwartungsvoll ihre Schenkel. Allzu gern kam der sanfte Frauenarzt ihrer verlockenden Einladung nach und legte sich zwischen ihre Beine. Als sie ihren leidenschaftlichen Zungenkuss kurz unterbrachen, um nach Luft zu schnappen, schaute Mehdi Gabi eine Sekunde tief in die Augen. Sie erwiderte seinen sehnsuchtsvollen Blick. Völlig überwältigt von der tiefen Liebe, die ihre schönen Augen ausstrahlten und die sein Herz wie ein Feuerball traf, drang er zärtlich in sie ein. Gabi schloss ihre Augen und gab sich ihrer großen Liebe ganz hin. Sie liebten sich voller Gefühl und mit purer Leidenschaft und mit unerwartet großer Ausdauer stundenlang und ohne Pause. Für beide wirkte es wie eine Offenbarung. Die Offenbarung, dass sie zusammengehörten und nichts und niemand sie mehr trennen konnte.

Lorelei Offline

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21.01.2011 17:19
#906 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Weil es so schön war, habe ich noch einen gefühlvollen Bidi-Teil für euch. Er schließt direkt an die Eingangssequenz des letzten Teils an. Ihr könnt also eure Sonnenbrillen wieder abnehmen. Viel Spaß u. liebe Grüße!

Eure Lorelei

PS: Kate, du hast mich heute musikalisch wieder inspiriert.




http://www.youtube.com/watch?v=ZlXOx52Pxao


Gerade erst waren sich die beiden Verliebten völlig erschöpft und ausgepowert in die Arme gefallen und hatten ihre nass geschwitzten Körper ganz eng aneinandergeschmiegt. Sie konnten sich nicht voneinander lösen. Es ging einfach nicht. Sie gehörten nun mal zusammen, so auch jetzt. Sie hatten sich die Bettdecke über ihre zitternden Leiber gezogen und atmeten erst einmal aus. Ganz langsam kamen ihre wild pochenden Herzen zur Ruhe. Ihr Puls beruhigte sich allmählich wieder. Doch das glückliche Strahlen stahl sich nicht aus ihren geröteten Gesichtern. Sie waren sich ganz nah, Nase an Nase, und sahen sich noch immer einfach nur an. Und es war schön. Mehdi, der vor lauter Glückshormonen überzuschäumen drohte, lächelte sein schönes Gegenüber unentwegt an. Seine Gedanken überschlugen sich. Er hätte nie gedacht, dass er nach Gretchen Haase jemals wieder so intensiv für jemanden empfinden könnte und es haute ihn auch jetzt noch um, dass die Richtige doch eigentlich die ganze Zeit schon direkt vor seiner Nase gewesen war, aber er hatte sie nicht gesehen. Umso mehr hatte er jetzt das dringende Bedürfnis, sie anschauen zu müssen. Jeden Millimeter ihres makellosen Gesichtes prägte er sich für die Ewigkeit ein. Und Gabi ging es da ähnlich. Auch jetzt, Stunden später, konnte sie ihr Glück kaum fassen. Er hatte sich nach diesem ganzen quälenden Hin und Her tatsächlich für sie entschieden! Für die junge Frau war das alles noch irgendwie surreal. Deshalb musste sie sich an ihm festhalten und ihn immer wieder anschauen, um endgültig zu realisieren, dass das hier wirklich kein Traum mehr war. Das war alles echt und wunderschön. Diese ihre schönste Nacht würde sie wahrscheinlich nie wieder vergessen. Sie spürte noch immer überall auf ihrer Haut seine heißen Lippen und seine zärtlichen Hände, die sie an Stellen gestreichelt hatten, die noch kein Mann zuvor bei ihr berührt hatte. Und dabei hatte sie doch immer gedacht, sie sei sehr erfahren. Er verstand wirklich sein Metier, schoss es ihr plötzlich durch den Kopf und sie musste unweigerlich breit grinsen... Du bist so albern, Gabi Kragenow! ... Mehdi, der ihr gerade eine nasse Strähne aus dem Gesicht strich und sie anschmachtete, bemerkte ihre Veränderung...

MK: Fühlst du dich gut?
GK (strahlt ihn mit leuchtenden Augen an u. schmiegt sich noch enger an ihn): Bombastisch!
MK (muss dann auch schmunzeln): Oh! Das nehme ich dann mal als Kompliment auf.
Angeber!
GK (streichelt verträumt über seinen Arm, der über der Bettdecke liegt): Kannst du auch.
MK (lächelt verlegen): Jetzt schmeichelst du mir aber.
Er ist so süß, wenn er sich so schüchtern gibt. Ich liebe es!
GK: Ich glaube, du kannst ein paar Bauchpinseleien ganz gut vertragen.
MK: Findest du?
GK (verliert sich wieder in seinen schönen Augen u. beginnt unweigerlich zu schmachten, als sie an die vergangenen Stunden zurückdenkt): Hmm!
Du bist süß, weißt du das eigentlich? Wie konnte ich das nur so lange übersehen?

Mehdi lächelte verträumt und gab seiner süßen Geliebten einen kleinen zarten Kuss auf den Mund, den sie begeistert erwiderte. Sie strahlte ihn mit leuchtenden Augen an, was auch sein Herz gleich wieder ungleichmäßig schlagen ließ. Sie war einfach wunderbar, dachte er und fuhr mit seiner Hand langsam ihre Seite entlang. Gabi genoss es sichtlich und seufzte leise...

GK: Sag mir, dass das kein Traum ist!
MK (sieht sie verschmitzt an): Soll ich dich wieder kneifen?
GK (schließt kurz vor Peinlichkeit die Augen, weil sie an die Szene vor ein paar Stunden zurückdenkt u. lacht dann aber schnell wieder): Nein! Was Netteres!
MK (hebt skeptisch seine Augenbraue): Was Netteres? So was von... der Art hier?

Mehdi beugte sich lächelnd über ihr Gesicht und gab ihr einen atemberaubenden Zungenkuss, der die Ebenen zwischen Traum und Realität verschwimmen ließ. Gabis Sinne entschwanden. Sie verhakte ihre Beine mit seinen, während sie sich ganz nah an seine nackten aufregenden Oberkörper schmiegte und seinen Rücken kraulte...

GK (seufzt): Hmm... gefällt mir.

Mehdi drückte seine schöne Geliebte vorsichtig mit dem Rücken in die Laken und legte sich auf sie. Die Bettdecke verrutschte und blieb nur knapp oberhalb seines Pos hängen. Zärtlich strich der verliebte Oberarzt ihren nackten Arm entlang, beobachtete fasziniert, wie sich ihre kleinen Härchen aufrichteten und lächelte Gabi an...

MK: Und was gefällt dir noch so?
Oh Gott, du machst mich völlig verrückt, wenn du so bist. Ich will mehr davon.
GK (funkelt ihn verführerisch an): Mehdi Kaan, du kannst wohl nie genug kriegen, hmm?
MK (geht auf ihren kleinen Flirt ein): Momentan? Hmm? Eher nicht!
Es stimmt einfach. Ich kann einfach nicht genug von ihr kriegen. Sie ist der Wahnsinn!

Und schon hatte der charmante Oberarzt wieder seine heißen Lippen auf die ihren gesetzt. Gabi erwiderte seinen feurigen Kuss mit voller Liebe und streichelte ihm dabei zärtlich über seinen muskulösen Rücken. Sie schmusten eine Weile miteinander und rollten auf dem breiten Bett hin und her, bis ihnen die Puste ausging und sie zumindest die Lippen wieder voneinander lösten. Ihre verhedderten Körper zu entwirren, dazu fehlte ihnen die Kraft. Und so hielten sie sich einfach weiterhin nur im Arm und sahen sich verliebt in die Augen. Schlafen konnten die beiden eh nicht. Zu aufregend waren die letzte Nacht und der Verlauf des gestrigen Abends, der für beide irgendwie überraschend gekommen war und ihre Gedanken beherrschte. Vor allem der jungen Krankenschwester ging eine Sache nicht mehr aus dem Kopf. Deshalb sah sie ihren Liebsten auch plötzlich ernst von der Seite an...

GK: Du... Mehdi?
MK (sieht sie gespannt an, da er ihre Veränderung im Gesichtsausdruck bemerkt hat): Hmm?
GK (wird plötzlich nervös, weil ihr diese Sache wirklich sehr am Herzen liegt): Wie... wie geht es jetzt weiter?
Wenn ich das nur wüsste. Von heute an ist alles anders.
MK (versucht die angespannte Situation aufzulockern, scheitert aber): Hmm... da heute Samstag ist und wir beide frei haben, würde ich sagen, ausschlafen.
GK (richtet sich auf, stützt sich mit einer Hand auf der Bettdecke ab u. bleibt ernst): Mehdi, im ernst jetzt, was...was ist das jetzt genau mit uns?
MK (richtet sich ebenfalls auf u. sieht sie ebenso ernst an; dabei nimmt er ihre Hand in seine u. streichelt diese sanft): Alles, was ich weiß, ist, dass ich.... dass ich mit dir zusammen sein möchte.
GK (sieht aufgewühlt in seinen Augen hin u. her): Ehrlich? Ohne Rücktrittsversicherung?
MK (lächelt sie aufrichtig an u. streichelt zärtlich über ihre Wange): Gabimaus, für mich gibt es kein Zurück mehr.
Das heißt... er... er will... MICH... wirklich! Oh... mein...Gott!

Gabi, die ihr Glück kaum fassen konnte, brach urplötzlich in Tränen aus. Sie wusste überhaupt nicht, wie ihr geschah. Das war ihr noch nie passiert. Dieses ganze Gefühlschaos der letzten Wochen hatte sie mittlerweile total gefühlsduselig gemacht und sie hasste es, dass sie es nicht kontrollieren konnte. Hektisch versuchte sie ihrer Tränen Herr zu werden, aber ohne Erfolg. Mehdi schaute sie deshalb verunsichert an. Diese heftige Reaktion hatte er nämlich nicht von ihr erwartet...

MK (versucht die aufgelöste Frau zu beruhigen): Hey! Was ist denn? Wieso weinst du denn jetzt?
Scheiße verdammt!
GK (völlig überfordert von ihren überschäumenden Gefühlen): Keine Ahnung. Ich... ich...
MK (wischt ihr die Tränen mit dem Daumen weg): Jaaa?
GK (sieht ihm direkt in die Augen): Ich... ich bin nur so... glücklich. Ich hab nicht erwartet, dass das noch...
Ich auch nicht! Wenn ich gewusst hätte, was ich ihr bedeute, dann.... dann... Ich weiß nicht, ich hätte vermutlich alles anders gemacht. Ich werde das alles wieder gut machen. Ich werde ihr beweisen, wie ernst mir das mit uns ist.
MK (nimmt ihren Kopf in seine Hände u. gibt ihr einen zärtlichen Kuss auf den Mund, um sie von seiner Aufrichtigkeit zu überzeugen): Shht! Es ist alles gut. Alles ist gut!
GK (hat sich von ihrem Gefühlsausbruch wieder etwas beruhigt, aber letzte Zweifel bleiben): Glaubst du wirklich, dass das mit uns.... dass das funktioniert? Wir sind doch beide total verschieden. Wie... Feuer und Wasser. Ich meine, du kennst mich. Du weißt, wie ich mal war. Ich kann nicht versprechen, dass ich... Was ist, wenn ich wieder... Weißt du, bisher hab ich noch jede Beziehung kaputt gemacht, wenn man das überhaupt Beziehung nennen konnte.
MK (versucht ihr die Zweifel zu nehmen): Dann wird das eben die Erste sein, die hält.
GK (schaut ihn erstaunt an): Wie kannst du dir auf einmal so sicher sein?
Gestern wollte er noch die Gewitterziege! Was ist, wenn er irgendwann denkt, er habe die falsche Entscheidung getroffen? Alle sind irgendwann gegangen, wenn sie genug von mir hatten, wenn sie eine andere kennen gelernt oder wenn ihre Frauen ihnen die Pistole auf die Brust gesetzt hatten. Ich würde es nicht überleben, wenn er geht.
MK (legt seine Hand an ihre Wange u. sieht sie liebevoll an): Es gibt nie eine Garantie, aber momentan fühlt sich einfach alles richtig an und das ist doch schon mal die Basis oder?
Er... er will es tatsächlich mit mir versuchen! Ich fass das nicht. Bin ich wirklich am Ziel meiner Träume? Kann das wirklich alles wahr sein?

Gabi sah Mehdi lange und intensiv in seine rehbraunen Augen, die so viel Vertrauen und Geborgenheit ausstrahlten, und dachte darüber nach, was er gerade gesagt hatte. Monatelang hatte sie gehofft und gebetet, dass es endlich passieren würde und jetzt war es tatsächlich passiert. Alles ging auf einmal so schnell. Sie kam kaum noch hinterher. Unzählige Gedanken strömten in ihrem Kopf umher. Natürlich gab es keine Garantie für das ganz große Glück. Aber ebenso wenig gab es eine Garantie für den nächsten großen Flop in ihrem Leben. Sie hatte gekämpft. Sie hatte nicht aufgegeben. Sie hatte geduldig gewartet bis zur letzten Minute. Jetzt wurde sie endlich belohnt für ihre Mühen und ihr Leid. Vielleicht stand das Schicksal doch endlich auch mal auf ihrer Seite. Er wollte sie. Und sie wollte ihn doch auch, so sehr wie nichts zuvor in ihrem Leben. Sie wollte endlich mal alles richtig machen. Und das wollte sie auch jetzt tun, als sie ihre große Liebe erneut zögerlich ansprach...

GK: Mehdi?
MK (sieht zunehmend nervös zwischen ihren Augen hin u. her, weil sie nicht gleich auf seine Rede geantwortet hat): Hmm?
Ok, du sagst es ihm einfach und gut ist. Offenheit und Vertrauen sind schließlich immer eine gute Basis, also... wenn er jetzt nicht gleich wegläuft, weil ihm das doch zu viel wird. ... Oder lasse ich es doch? ... Nein, du machst das jetzt!
GK (ernst): Es gibt da noch etwas, das ich dir verschwiegen habe.
MK (irritiert u. interessiert zugleich): Dann schieß mal los!
GK (wirkt zunehmend nervös, weil ihr dieses Gespräch wirklich wichtig ist): Also ich meine, ich... ich hab dir nicht die Wahrheit gesagt.
MK (beunruhigt): Wie meinst du das jetzt?
GK (holt tief Luft u. versucht es ihm zu erklären): Als ich behauptet habe, dass ich dich... also dass ich mich in dich verliebt habe.
MK (sein Herz bleibt stehen u. er sieht panisch in ihren Augen hin und her): Aber...
Hat sie mir ihre Gefühle etwa nur vorgespielt? Das glaube ich nicht. Die letzten Stunden, das war echt! Wie kann sie dann sagen, dass sie nicht in mich verliebt ist? Ich versteh das nicht. Ich schütte ihr mein Herz aus und sie schlägt mit der Keule zurück. Was soll das?

Oh Gott, was redest du denn da?

GK (legt beruhigend ihre Hand an seine Wange, weil sie ihm seine Verunsicherung nehmen will): Hey, brich nicht gleich in Panik aus! Du... du verstehst mich völlig falsch. Ich... äh... Als ich gesagt habe, dass ich mich in dich verliebt habe, habe ich ein bisschen... geflunkert. ... (Mehdi dreht verletzt seinen Kopf zur Seite, aber Gabi legt nun auch die andere Hand an seine Wange u. zwingt ihn so, sie wieder anzusehen) ... Ich dachte, ich warte erst mal ab. Was ist, wenn er es sich doch noch anders überlegt und einen Rückzieher macht? Ich wollte dich ja auch nicht gleich mit meinen Gefühlen überrollen. Also habe ich... äh... untertrieben.
MK (versteht nun gar nichts mehr): Untertrieben?
GK (sieht ihm tief in die Augen u. gesteht ihm ohne ein äußeres Zeichen von Aufregung ihr tiefstes Inneres): Mehdi, ich bin nicht in dich verliebt. Also... doch ... schon! Ähm... Was ich eigentlich sagen will... Das geht bei mir schon lange über eine kleine Verknalltheit hinaus. Ich glaube fast, dass ich noch nie zuvor so empfunden habe wie jetzt, weil ich erst jetzt gelernt habe, was es heißt, richtig zu lieben. Und das tue ich, Mehdi. ... Ich.... liebe dich!

Lorelei Offline

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22.01.2011 16:39
#907 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

http://www.youtube.com/watch?v=iJe3osgk8Vc&feature=related


Gabi senkte verlegen ihren Kopf, als es endlich ganz ausgesprochen war. Sie spürte, wie ein riesiger Felsbrocken von ihrem Herzen abfiel, aber sie traute sich nicht, Mehdi anzusehen, weil sie immer noch Angst hatte, dass er vielleicht doch noch einen Rückzieher machen könnte. Doch ihre Sorge blieb völlig unbegründet. Das Letzte, woran der Gynäkologe jetzt dachte, war ein Rückzug. Sein Kopf war wie leergefegt. Mehdi blickte die schöne Frau in seinem Arm wie erstarrt an. Es dauerte einen Moment, bis alle ihre liebevoll gewählten Worte bei ihm so angekommen waren, wie sie gemeint waren. Immer wieder hörte er ihren letzten entscheidenden Satz in seinem Kopf. Und je öfter er ihn hörte, umso höher schlug auch sein Herz. Sie liebte ihn! Sie war nicht nur verliebt! Sie liebte ihn wirklich! Die ganze Zeit schon! Seine Sinne hatten ihm also doch keinen Streich gespielt. Ihre Blicke, ihre Gesten, ihre Reaktionen gestern Abend und heute Nacht, das war echt. Gabi Kragenow liebte Mehdi Kaan!

Als ihr Herzblatt nicht gleich auf ihr Liebesgeständnis antwortete, verließ Gabi endgültig jeglicher Mut. Sie hätte es nicht sagen sollen. Klar war er jetzt vollkommen überfordert. Wer wäre das nicht? Gabi ließ ihn los und rutschte ans Bettende hoch, wo sie sich an die Wand lehnte und sich für ihre eigene Blödheit in Gedanken ohrfeigte. Dann sah sie doch noch einmal vorsichtig in seine Richtung. Mehdi hatte sich noch immer nicht gerührt. Das war ihr Antwort genug...

GK (zögerlich): Du... du musst jetzt nichts drauf sagen. Vielleicht war es auch der falsche Zeitpunkt. Ich will nur, dass du weißt, was in mir vorgeht.

Jetzt erwachte der völlig gerührte Oberarzt endlich aus seiner Liebestrance. Er drehte sich um und rutschte zu ihr hoch. Sie sah traurig aus. Wieso war sie auf einmal traurig? Mehdi nahm ihre Hand und drückte sie an seine Brust, wo sie seinen beschleunigten Herzschlag spüren konnte...

MK: Es war genau der richtige Moment, Gabi.
Aber ich glaube dir nicht. Im Nachhinein betrachtet wäre mir das auch zu viel.
GK (sieht ihn verständnisvoll an): Ich will dich zu nichts drängen.
MK (blickt ihr tief in die Augen): Aber das tust du nicht. Mir geht es doch genauso.
GK (sieht ihn tief bewegt an): Ehrlich?
MK (öffnet nun auch sein Herz): Hör mal! Ich war wie... wie geblendet in den letzten Wochen und Monaten. Ich wollte das nicht sehen, obwohl die Gefühle wahrscheinlich insgeheim schon längst flackerten. Ich habe das alles nicht an mein Herz gelassen, weil... weil ich es ganz für... für meine Lillymaus offen halten wollte. Aber... sie kommt nicht mehr zurück.
GK (den Tränen nah drückt sie seine Hand u. sieht ihn einfühlsam an): Sag so was nicht. Sie wird wiederkommen. Ganz bestimmt!
MK (wischt sich eine Träne aus dem Augenwinkel u. holt tief Luft): Das ist lieb, dass du das sagst. Aber... Ok, das... das ist jetzt auch nicht der Punkt. Ähm... Ich... Weißt du, ich wollte nie wieder jemanden so nah an mein Herz lassen. Ich hatte Angst, mich wieder ganz auf jemanden einzulassen, der mich dann doch irgendwann wieder allein zurücklässt. Ich glaube nicht, dass ich das packen würde. Ich bin nicht so stark, wie du vielleicht denkst. Ich stand schon einmal am Abgrund und bin gesprungen. Aber diesen schrecklichen Fehler will ich nie... nie wieder begehen. Weißt du, ich wollte doch nur sicher sein. Wahrscheinlich hab ich deshalb auch so lange gezögert mit einer Entscheidung. Und dann haben mich die Gefühle einfach überrollt. Ich konnte das alles überhaupt nicht einordnen und hab dich dabei auch noch vor den Kopf gestoßen. Das wollte ich nicht.
GK: Ich habe dir verziehen.
Womit hab ich dich eigentlich verdient?
MK (lächelt sie kurz an u. spricht dann mit ernster Stimme weiter): Dafür bin ich dir auch sehr dankbar. Die letzten Tage war ich nur am überlegen gewesen, was nun gut und richtig ist. Dabei hatte sich mein Herz schon längst entschieden. Und zwar genau in dem Moment, als wir uns am Medikamentenschrank geküsst haben.
Oh!

Gabi hatte ihm tief bewegt zugehört und lächelte ihn nun zaghaft an, weil sie nicht wusste, was sie sagen sollte. Mehdi, der von seiner eigenen Offenheit ebenfalls überrascht, aber gleichzeitig auch stolz war, dass er endlich ganz genau wusste, was er wollte, legte seine zitternde Hand an ihre leicht gerötete Wange, streichelte diese sanft und sah ihr tief in ihre rehbraunen Augen...

MK: Ich liebe dich doch auch.
Er... Oh!

Gabi war völlig überwältigt, als sie es tatsächlich auch aus seinem Mund gehört hatte, und wieder bildeten sich dicke Tränen in ihren Augenwinkeln, die sie versuchte herunterzuschlucken, weil sie noch etwas dazu sagen wollte....

GK (sieht in seinen Augen hin u. her): Du... du musst dich nicht verpflichtet fühlen, das zu wiederholen. Ich kann verstehen, wenn du noch Zeit...
MK (legt auch die andere Hand an ihre Wange u. sieht ihr tief in die Augen): Ich meine immer alles so, wie ich es gesagt habe. Weißt du das denn nicht?
GK (seine Worte treffen sie mitten ins Herz u. sie sieht ihn sprachlos an): Aber...? Du.... Ich... Ich kann gar nicht fassen, dass du es so ernst mit mir meinst.

Mehdi, der selbst kaum fassen konnte, was er hier tat oder sagte, sah zwischen ihren wunderschönen wässrig schimmernden Augen hin und her. Er verlor sich regelrecht darin und wusste, dass seine Entscheidung die einzig richtige war. Er liebte sie. Sie liebte ihn. Das war alles, was zählte. Seine Gefühle übermannten ihn schließlich und er zog ihren Kopf ganz nah zu sich heran. Gabi, deren Herz Purzelbäume schlug, spürte schon seinen warmen Atem auf ihren Lippen und schloss erwartungsvoll ihre Augen, als er noch drei letzte Worte hauchte...

MK: Ich auch nicht!

... und ihr anschließend einen innigen Kuss auf ihren süßen Mund drückte, um seiner Aussage Nachdruck zu verleihen. Die Botschaft war endlich angekommen. Zärtlich strich die überglückliche Frau ihm über seine Wange und erwiderte seinen Kuss mit voller Liebe. Die beiden rollten zur Seite und aus dem gefühlvollen Kuss, der ihre Liebe besiegeln sollte, ließen die von ihren übermächtigen Gefühlen überwältigten Liebenden schnell eine leidenschaftliche Knutscherei erwachsen. Sie sanken wieder auf das Bett zurück, verknoteten ihre Körper und läuteten die zweite Phase ihrer Liebesnacht ein, wobei man eigentlich schon sagen konnte, dass es bereits Morgen war, denn es dämmerte am Horizont und die ersten Lichtstrahlen des Tages fielen durch das schmale Fenster in das Schlafzimmer auf die sich zärtlich Liebenden.

Lorelei Offline

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23.01.2011 11:10
#908 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben! Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Sonntag und jetzt viel Spaß mit der neuesten Episode. @ Aza: Du hattest mir mal eine Frage gestellt. Ich glaube, dieser Teil und die nächsten sind die Antwort darauf. Danke für die Inspiration. Ich hatte eigentlich erst etwas anderes vor, aber dann kam dein Geistesblitz. Liebe Grüße, Lorelei




Ein paar Stunden später

Es war schon kurz nach zehn Uhr morgens, als man ein erstes Rascheln aus dem abgedunkelten Schlafzimmer vernahm und ein lautes Gähnen hinterher. Dann streckte sich ein langer nackter Arm aus dem mit dunkelblauer Satinbettwäsche bezogenen Bett und tastete nach dem Nachtschränkchen, aber anstatt den Wecker traf er die leere Flasche Tecilla, die darauf gestanden hatte und die nun polternd zu Boden fiel. Ein gekrächztes „Scheiße“ kam aus ihrem Mund, dann schlug sie die Bettdecke zurück, die sie sich bis über ihren Kopf gezogen hatte, um zu schauen, was für ein seltsames Geräusch das gerade gewesen war. Man sah nur ihren Kopf. Ihre Haare waren total zerwuschelt und standen nach allen Seiten wild ab. Sie versuchte sich aufzurichten und machte einen Katzenbuckel. Sie hatte auf dem Bauch gelegen. Doch sie hatte nicht dir Kraft, um aufzustehen und sank wieder erschöpft auf das warme weiche Bett. Jeder Körperteil tat ihr weh. Sie drehte ihren Kopf auf ihrem Kopfkissen zur Seite. Ihre Augen hatte sie immer noch geschlossen. Sie fühlten sich an, als seien sie zusammengeschweißt. Sie konnte sie nicht öffnen. Plötzlich stöhnte sie laut auf und fasste sich mit einer Hand an ihre Stirn. Erst jetzt verspürte sie den stechenden Schmerz in ihrem Kopf, der sie zusätzlich lähmte. Was war hier los? fragte sie sich irritiert. Sie drehte sich unter heftiger Kraftanstrengung auf den Rücken und zog sich die Bettdecke wieder über den Kopf, denn das presslufthammermäßige Klicken ihres Weckers machte sie schier wahnsinnig. War der schon immer so laut gewesen? Wenn sie je wieder zu Kräften kommen würde, würde sie ihn als erstes aus dem Fenster schmeißen. Sie stöhnte wieder, als die nächste Schmerzattacke kam und legte beide Daumen an ihre Schläfen, um diese sanft zu massieren. Es verschaffte ihr tatsächlich ein bisschen Linderung. Sie versuchte sich zu entspannen, aber nun hatte sich ihr Denkapparat eingeschalten und startete eine Rekonstruktion der letzten Nacht. Was war nur passiert? Wo kamen die beschissenen Kopfschmerzen her? So viel konnte sie doch gestern auf dem Ball nicht getrunken haben, dass sie jetzt vollkommen fertig war? Der Ärzteball! Einzelne Sequenzen des Abends schossen ihr wieder durch den Kopf und der Schmerz setzte wieder ein. Hatte sie sich etwa betrunken? Wann? Und wo? Und vor allem wieso? Eine riesige Lücke klaffte an jener Stelle in ihrem Gedächtnis und je stärker sie versuchte, sich zu erinnern, umso heftiger wurden die Kopfschmerzen. Sie lugte mit einem Auge vorsichtig unter der Bettdecke hervor, kniff ihre Augen aber aufgrund der extremen Helligkeit, die ihren Kopf fast explodieren ließ, schnell wieder zusammen. Die kleinen Männchen mit den Hämmerchen schlugen erbarmungslos zu. Es war unerträglich. Und irgendwie war ihr auch schlecht. Sie schlug dann doch irgendwann die Decke auf und legte ihre Arme darüber, öffnete vorsichtig ihre Augen und gewöhnte sich unter quälenden Schmerzen an das grässliche Tageslicht. Sie schaute zur Seite zum Nachtschränkchen. Ihr Digitalwecker zeigte bereits 10.23 Uhr. „Scheiße!“ Sie stöhnte wieder. Aufstehen war angesagt. Sie brauchte dringend etwas gegen ihre Kopfschmerzen. Sie schwang ein Bein seitlich aus dem Bett, aber eine Sekunde später legte sie es schnell wieder zurück, griff nach der dunkelblauen Bettdecke und hob sie vorsichtig hoch. Mit weit aufgerissenen Augen starrte sie fassungslos unter die Decke. Wieso war sie komplett nackt? Sie schlief doch nie nackt! Es sei denn... Sie sank wieder auf ihr Kopfkissen, zog die Bettdecke bis unter ihr Kinn und fasste sich an ihre Stirn. Ihre Gedanken rasten wie ein F1-Rennwagen durch ihre Gehirnwindungen, aber sie konnte sich keinen Reim daraus machen. War sie nicht allein gegangen? Ganz vorsichtig tastete ihre Hand auf die linke Seite ihres Bettes. Schockiert stellte sie fest, dass da tatsächlich etwas war. Das fühlte sich doch... Sie tastete genauer über die Bettdecke. Das fühlte sich doch wie der Körper eines Mannes an, eines gut gebauten Mannes, stellte sie nach einer ersten akribischen Untersuchung fest. Sie hielt den Atem an, als sie ihren Kopf langsam zur Seite drehte. Nur seine dunklen verwuschelten Haare lugten unter der Bettdecke hervor. Sie brauchte einen Moment, um zu realisieren, wer der ruhig schlafende Mann war. Sie beobachtete fasziniert, wie sich die Decke ganz langsam und gleichmäßig auf und ab bewegte, dann begann sie plötzlich zu lächeln. Nein, sie strahlte regelrecht. Er war zu ihr zurückgekehrt! Die Sehnsucht hatte ihn also doch noch zu ihr geführt. Ihr Herz klopfte. Nach seinem abrupten stillen Abgang gestern Abend hatte sie damit nun wirklich nicht mehr gerechnet. Glücklich schmiegte sie sich von hinten an seinen Traumkörper. Er schlummerte sanft. Sie lächelte. Es war doch noch alles beim Alten. Sie hatte den ganzen Abend über so ein ungutes Gefühl gehabt, das sie sich nicht wirklich erklären konnte. Und als er dann einfach so ohne ein Wort gegangen war, war sie einfach nur enttäuscht gewesen. Ein romantisches Date, das er ihr ja wegen seiner verlorenen Wette versprochen hatte und das sie neulich von ihm endlich eingefordert hatte, verlief nun wirklich anders und wieder hatte sie ihm nicht sagen können, was sie fühlte. Sie hatte ihn für einen feigen Hund gehalten, weil er sich klammheimlich aus den Staub gemacht hatte, als es ernst wurde. Er wollte doch eigentlich auch reden. Das hatte er ihr doch am Tisch noch gesagt, aber dann war er weg gewesen. Aber das konnten sie ja immer noch nachholen. Jetzt war er ja hier, bei ihr, wo er hingehörte. Alles war in Ordnung. Naja fast! Bis auf die Tatsache, dass sie es offensichtlich noch ordentlich haben krachen lassen letzte Nacht, wovon sie aber rein gar nichts mitbekommen hatte. Seltsam! Sie richtete sich ein wenig auf und stützte sich auf ihren Unterarmen ab. Sie schaute sich in ihrem Schlafzimmer um, in dem es aussah, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Die Klamotten lagen überall wild verstreut auf dem Boden. Neben ihrem Bett lag eine leere Flasche. Ach das war das Geräusch von vorhin gewesen, dachte sie und blickte nun zur anderen Seite. Auf seinem Nachtschränkchen stand ebenfalls eine halbleere Tecilla-Flasche. .... Mein Gott, was haben wir gestern noch gemacht? Das ist doch überhaupt nicht seine Art, sich volllaufen zu lassen. Hmm... meine schon! Gut, also ich hab schon mehrmals erlebt, wie er zum Tier wird... also... im Bett, aber so? Äh... krass! ... Sie versuchte sich mit aller Kraft zu erinnern, aber da war einfach nichts. Sie konnte sich nicht an die letzte Nacht erinnern, weder wann er gekommen war, noch was sie angestellt hatten. Sie konnte das doch nicht alles vergessen haben? Hatte sie etwa einen Filmriss? Sie fasste sich wieder an ihre Stirn und blickte in seine Richtung. Wie konnte sie nur eine aufregende Nacht mit Dr. Kaan verpassen? fragte sie sich immer wieder und schüttelte ungläubig den Kopf. Sie musste aber dabei feststellen, dass es ihr im Zusammenspiel mit ihren pochenden Kopfschmerzen nicht gut tat. Sie schloss ihre Augen wieder und versuchte ganz ruhig zu atmen. Der Schmerz ließ nach. Dafür gewann nun die Sehnsucht überhand. Sie rutschte wieder an ihn heran und legte einen Arm auf seinen unter der Bettdecke versteckten Körper. Sie spürte seine vertraute Nähe und seufzte leise...

MH: Ich hab dich so vermisst!

Plötzlich spürte Maria, wie sich etwas auf der anderen Hälfte ihres Bettes rührte. Der Mann in ihrem Arm drehte sich zu ihr herum. Dabei rutschte die Bettdecke ein Stück herunter und gab endlich sein Gesicht preis...

Lorelei Offline

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24.01.2011 14:34
#909 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen! Erst einmal danke an meine Kommentatoren und auch an die neuen Leser. Da bin ich aber froh, dass ihr nicht gleich vom Stuhl gekippt seid. Ja, alle haben mehr oder weniger eine aufregende Nacht verbracht. Da kommt bei mir die Frage auf, was war eigentlich mit Sabine und Günni? Nee, keine Angst, auch wenn es die eine oder andere gerne lesen würde, es kommt nicht noch ein FSK-Teil mit den beiden. Vielmehr geht es jetzt darum, wie Maria auf ihren Überraschungsgast reagiert. Und schlimmer geht es immer! Viel Spaß! Und schönen Wochenstart. Ach und liebe Ösis, euch wünsche ich natürlich einen fantastischen Fernsehabend. Liebe Grüße, Lorelei




Der attraktive Mann, der schon eine Weile länger wach gewesen war, als Maria gedacht hatte, und ihre betörende Nähe in vollen Zügen ausgekostet hatte, grinste sein hübsches Gegenüber, dem jegliche Farbe aus dem Gesicht entwichen war, frech an...

CS: Du wolltest mir ja nicht glauben, dass du nicht von mir loskommst.

Maria fuhr erschrocken zurück, als sie realisierte, wer da gerade neben ihr lag, und fiel auf der anderen Seite aus dem Bett. Sie blieb einen Moment wie erstarrt auf dem Bettvorleger liegen und wünschte sich nichts sehnlicher, als dass das nur ein böser Alptraum war und sie gleich durch das Weckerklingeln erlöst werden würde, aber dann hörte sie erneut seine fiese tiefe Stimme, die ihr jedes Mal einen Schauer über den Rücken laufen ließ...

CS: Was machst du denn da unten? Yoga?

.... und ihre Seifenblase zerplatzte endgültig. Anstatt ihres persischen Traumprinzen lag der schlimmste Fehler ihres Lebens in ihrem Bett und erdreistete sich in ihren eigenen vier Wänden, ihrem Schutzhort, seine blöden Machosprüche zu reißen. Aber nicht mit ihr! Eine unendliche Wut packte sie. Sie ballte ihre Hände zu Fäusten und rappelte sich langsam auf. Cedrics fieses Grinsen wurde jedoch noch breiter, als seine Ex-Frau sich ihm in ihrer ganzen natürlichen Schönheit präsentierte. Viel zu spät bemerkte Maria, warum er das tat, schaute an sich herunter und sah peinlich berührt, dass sie komplett nackt vor ihm stand. Sie griff hektisch nach ihrer Bettdecke, die sie nun verkrampft vor ihren unverhüllten Körper hielt. Ihr Ex-Mann lachte nur....

CS: Hey, ich kuck dir schon nichts weg, Mary. Ich kenne deinen rattenscharfen Körper in und auswendig. Vergessen?

Marias Wangen färbten sich tiefrot, aber nicht vor Scham, und sie wurde noch wütender, als Cedric plötzlich seine Bettdecke zur Seite schob, provozierend zu ihr schaute und sich mit einem Bauchklatscher auf ihre Bettseite schmiss und ihr so seinen nackten knackigen Hintern präsentierte. Sie riss ihre Augen weit auf und wich einen Schritt zurück. Dabei fiel sie fast über die leere Tecilla-Flasche, die neben dem Bett lag und die sie nun voller Wut in eine Ecke ihres Schlafzimmers kickte. Sie war deswegen kurz abgelenkt, drehte sich aber schnell wieder um und starrte nun fassungslos auf den unverschämtesten Menschen, den sie kannte. Er war tatsächlich nackt! So wie sie auch! Also... In ihren Gehirnwindungen ratterte es gewaltig, aber alles Hin und Herüberlegen kam zu demselben schrecklichen Ergebnis. Nein, niemals! ... redete sie sich ein. Das konnte nicht wahr sein. Ihr Mund klappte in Zeitlupe nach unten und sie schnappte nach Luft. Sie stand kurz vorm Hyperventilieren. Cedric genoss es sichtlich, dass er seiner „Bloody Mary“ mit seinem gewagten Auftritt völlig die Fassung geraubt hatte. Ja, sein gestählter Astralkörper hatte schon immer diese ganz besondere Wirkung auf Frauen gehabt. Er zwinkerte seiner Ex-Frau zu. Maria wusste nicht, was sie sagen geschweige denn denken sollte. Nach zwei Worten brach ihre Stimme weg....

MH: Cedric! Was...?
CS (lächelt sie unverschämt an u. denkt nicht mal daran, seine nackten Tatsachen zu verdecken): Einen wunderschönen guten Morgen....... Schaaatz!

Maria fühlte sich wie in einem schlechten Film. Sie brauchte einige Sekunden, um ihre Souveränität wieder zu erlangen. Sie rückte sich ihre Bettdecke zurecht, weil sie seine schmierigen Blicke auf ihrem Körper spürte, wovon ihr schlecht wurde, und fauchte ihn schließlich in ihrer bekannt liebenswürdigen Art an....

MH: RAUS aus MEINEM Bett!
CS (kann sich ein Lachen nicht verkneifen u. versucht ihre Hand zu ergreifen): Nö, also ich finde es eigentlich ganz gemütlich hier. Komm du wieder rein!
MH (schlägt seine dreiste Hand weg u. geht auf Sicherheitsabstand): Also... Du hast ja wohl den Verstand verloren.
CS (zwinkert ihr anzüglich zu): Ich gebe zu, ich stand ein paar Mal letzte Nacht kurz davor, ja.
Oh... Gott... nein!

Maria schnappte nach Luft. Ihre Finger verkrampften sich um ihre Bettdecke, die zu verrutschen drohte. Ihre Gedanken fuhren Achterbahn. Erinnerungsfetzen schossen durch ihren Kopf. Bilder, die ihr nichts sagten, aber mit ihm und ihr in der Hauptrolle.... Sie hatte ihr schwarzes Cocktailkleid noch an. Er seinen Angeberanzug. War das ihre Küche, in der sie saßen? Was machte sie denn da? War das...? Plötzlich hielt sie eine Zitrone in ihrer Hand und eine Tecillaflasche an ihrem Mund... Dann Dunkelheit. Ihr wurde schlecht. Alles drehte sich. Sie starrte zu ihrem Ex, der sie immer noch frech angrinste und sich ihre Bettdecke wegdachte. Das konnte doch nicht sein? Nein, nie und nimmer! Selbst wenn er der letzte Mann auf Erden wäre nicht, sprach sie sich immer wieder zu. Cedric genoss es, seine Ex-Ehefrau so leiden zu sehen und setzte noch einen drauf...

CS: Du hast nichts von deinem Können verlernt. Eine Aerobic-Stunde ist nichts dagegen.

Das brachte das Fass dann endgültig zum Überlaufen. Maria Hassmann explodierte....

MH: HALT DEN RAND! Ich hab gesagt, RAUS!
CS (bleibt unberührt liegen): Warum denn auf einmal so zickig? Gestern Abend warst du noch wesentlich netter zu deinem.... Mann.
MH (auf 180): EeeeeexxxxX! Ich weiß nicht, was gestern war, aber das...
CS (schmunzelt): Filmriss, hmm?
MH (kurzzeitig verwirrt u. aus dem Konzept gebracht): Das.... tut jetzt ... auch nichts... zur Sache. Sieh zu, dass du Land gewinnst! Aber zackig!
CS (lacht u. bleibt liegen): Also du lässt nach, Mary. Früher hättest du nach einer Flasche Tecilla nicht schlapp gemacht.
MH (ihr platzt der Kragen u. sie faucht ihn wie eine Furie an): Du bist so ein Schwein, Cedric. Mich abfüllen und dann...
CS (richtet sich auf, zieht seine Bettdecke über seinen Schoss, als sie ihren „Ich kastrier dich gleich, wenn du nicht sofort etwas überziehst“-Blick aufsetzt u. verteidigt sich): Woah! Woah! Woah! Du hast angefangen.
MH (ihre Stimme geht drei Oktaven höher u. sie zeigt ihm den Vogel): Bitte? Bei dir piept’s wohl! Ich hab die Tür zugeschlagen.
CS (lehnt sich entspannt an die Wand am Bettende u. deutet auf seine Nase, die eine leichte Blutkruste ziert): An meine Nase wohlgemerkt, die übrigens immer noch sauweh tut. Kannst du vielleicht noch mal schauen, ob ... also falls sie doch gebrochen ist.
MH (zickig hoch 3): Geschieht dir recht!
CS (grinst): Dafür hast du dir aber ganz schön Sorgen gemacht, als ich blutend am Boden lag.

Ich hätte ihm noch zusätzlich in die Eier treten und ihn dann auf der Treppe liegen lassen sollen. Die Botschaft wäre sicherlich angekommen. Die Ohrfeige hatte er ja auch nicht verstanden. Was fällt ihm auch ein, mich einfach so zu küssen? Der hat sie doch nicht mehr alle! ... Er... er hat mich geküsst? ... Ooohhh! ... Danach hab ich ihm... zu Recht... eine gescheuert und ihm die Tür vor der Nase zugeschlagen. ... Scheiße ja! ... Aber woher hätte ich denn ahnen können, dass der Idiot seinen beschissenen Fuß dazwischen hält. Die Tür traf ihn mit voller Wucht. Ich will nicht wissen, was die Postfrau heute Morgen gedacht hat, als sie die Blutlache im Schnee entdeckt hat. ... Scheiße eh, wieso hab ich ihn mit hoch genommen? Warum bin ich überhaupt in seinen Wagen gestiegen? Ich hätte es wissen müssen. Das war doch einer seiner fiesen Pläne? ... Ganz genau! ... Dieses Arschloch! ... Eigentlich müsste ich ihn deswegen anzeigen. Wegen Hausfriedensbruch. Sexueller Nötigung und was weiß ich sonst noch, was er mit mir angestellt hat. ... Oh Gott, ich will es gar nicht wissen.

MH (ihre Stimme überschlägt sich fast): Was hab ich? Du spinnst ja! Mit deinem Geheule hättest du fast Frau Schmidhuber im Dritten aufgeweckt und die ist eigentlich taub.
CS (verschränkt seine Arme u. sieht sie herausfordernd an): Ah immer besorgt um ihren guten Ruf, die Frau Doktor.
Ich... bring... ihn... um! Oder besser, ich breche ihm doch noch die Nase. Er sieht noch nicht so richtig entstellt aus mit seinen Kratzern da. Ich hätte mehr Schwung holen sollen.
MH (fährt ihn empört an): Ach leck mich, Cedric!
CS (grinst sie dreckig an): Hmm.... das hab ich schon heute Nacht.
MH (verzieht angewidert ihr Gesicht): Oah!!! Du bist so widerlich!
CS (startet einen erneuten Angriff u. beugt sich zu ihr rüber): Und du ziemlich heiß, wenn du so rumzickst.
Geht’s noch? Was soll das? Will er etwa...? Da sind wohl gestern bei dem Sturz doch ein paar Gehirnzellen zu viel kaputtgegangen. Obwohl... so viele waren da eh nicht mehr da.
MH (aufgebracht): Ich zicke rum? Eh... du schleichst dich unter fadenscheinigen Gründen in meine Wohnung, füllst mich ab und ver...
CS (verteidigt seinen „guten“ Ruf): Eh das war ganz anders, Maria. Du hast mich verarztet, weil ich geblutet habe wie ein Schwein. Und dann bist du mit den Flaschen gekommen. Zur Betäubung hast du gesagt. Du warst definitiv in Trinklaune. Das kannst du nicht leugnen. Ich habe dir nur Beistand geleistet. Ich meine, ich kenn dich ja, wenn du zu viel getrunken hast.
MH (blitzt ihn an): Du hast es ausgenutzt!
Schwein!
CS (weist jegliche Schuld von sich u. sieht sie verschmitzt an): Ich war auch betrunken.
MH (fährt ihn wütend an): Ach und das gibt dir das Recht, mich... Du bist echt das größte Arschloch, das es gibt. HAU ENDLICH AB, verdammt noch mal! Ich will nichts mehr mit dir zu tun haben. Ein für alle mal!
CS (ihm bleibt urplötzlich sein Grinsen im Hals stecken): Aber...?
MH (legt noch einen nach): Sag mal, wieso kapierst du das nicht? Das hier ist NIE passiert.
CS (getroffen, aber versucht cool zu bleiben): Du kannst es nicht rückgängig machen.
MH (kalt): Aber vergessen hab ich es ja schon.

Das hatte gesessen.

CS (weicht enttäuscht ihrem eiskalten Blick aus): Gut, wenn du das so siehst?

Cedric schlug die Bettdecke zurück, rutschte zu seiner Bettkante und stand auf, wobei er ihr erneut die ansehnliche Rückenfront seines nackten Astralkörpers präsentierte. Maria schaute einen Moment zu lange verstohlen auf seinen knackigen Hintern, drehte sich dann aber beschämt um und starrte die weiße Wand mit den Kinderfotos ihrer Tochter an. Ihr ganzer Körper bebte vor Wut. Sie verfluchte sich selbst, aber v.a. ihn, für ihren bescheuerten Ausrutscher und schwor endgültig dem Alkohol ab. Der geknickte Neurochirurg zog sich derweil langsam seine schwarze Calvin-Kline-Unterhose an. Er drehte sich noch einmal zu seiner schweigenden Ex-Frau um und bemerkte geknickt, dass sie ihm ihren Rücken zugekehrt hatte. Er hatte endlich verstanden, aber dennoch wollte er noch etwas loswerden....

CS: Aber ich fand es schön.

Maria, die seine Worte und die Wehmut, die in ihnen lag, durchaus vernommen hatte, schwieg. Das war ihm Antwort genug. Er schnappte sich seine Hose, die halb unter dem Bett lag, setzte sich und wollte gerade in das erste Bein schlüpfen, als er plötzlich ein Geräusch vernahm und innehielt. Die schöne Neurologin zuckte erschrocken zusammen, als sie eine Tür ins Schloss fallen hörte und kurz drauf ein fröhliches Stimmchen erklang...

SH: Mami, Mami!

Jetzt war Cedric wie erstarrt und stammelte nur einen Namen leise vor sich hin...

CS: Sarah!

Lorelei Offline

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25.01.2011 08:07
#910 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Guten Morgen! Heute bin ich mal etwas früher dran.

@ Vanny: Natürlich schreibe ich nichts ohne Grund. Aber was mit Cedric wird, ob er noch verliebt ist, wie hier einige denken, das weiß ich noch nicht so genau. Ich weiß nur, wie es jetzt weitergeht. Aus ein bisschen Spaß kann schnell ernst werden. Denn mit einer Begegnung mit seiner Tochter hat er nicht gerechnet, als er sich in Marias Bett geschlichen hat. Aber es kommt noch dicker für Maria. Wenn schon, dann die ganze Packung, hmm!

@ Andie: Ich bin ganz und gar nicht Anti-Maria gestimmt. Das wirst du schon noch merken. Was deine Frage wegen Sarah betrifft, sie war zwei, als er ging. Da werden kaum Erinnerungen zurückgeblieben sein.

Ich hoffe, ihr seid mir nicht böse, dass bis Mittwoch kein Martchen-Teil mehr kommt. Ich will erst mal die Geschichte hier zu Ende bringen und dann geht’s auch ganz bestimmt im Hotel mit unseren Süßen weiter. Viel Spaß u. schönen Tag noch! Lorelei






Marias Herz blieb stehen. Sie schloss für eine Sekunde ihre Augen. Das konnte doch jetzt echt nicht wahr sein, dachte sie verzweifelt und hätte sich am liebsten eine Grube gegraben, in der sie sich verstecken könnte, aber vorher hätte sie IHN aus dem Fenster geschupst. Er könnte ja die Regenrinne runterkraxeln und wenn er sich dabei alle Knochen brechen würde, hätte er auch seine gerechte Strafe bekommen. Das war eine absolute Katastrophe. Die aufgewühlte Frau fuhr sich durch ihre kurzen Haare, die nach allen Seiten wild abstanden, und wusste im ersten Moment nicht mehr weiter. Sarah durfte ihn nicht sehen, nicht IHN! Aber es sollte noch dicker für die nervöse Oberärztin kommen. Denn plötzlich ertönte noch eine weitere Stimme aus dem Flur, die sie endgültig in Panik ausbrechen ließ...

HH: Maria, wo steckst du? Ich muss gleich wieder los. Dein Vater parkt nur in der zweiten Reihe.

Mutter! ... Prima! ... Zwei Katastrophen an einem Tag und dabei ist noch nicht mal Mittag.

Maria ließ die Bettdecke fallen, die sie vor den anzüglichen Blicken ihres verhassten Ex-Mannes um ihren Körper gewickelt hatte, und schlüpfte schnell in ihren schwarzen Morgenmantel, der an der Tür hing. Dann drehte sie sich noch einmal zu Cedric um, der sie völlig konsterniert ansah und sich nicht wirklich von der Stelle rührte, und fauchte ihn leise an....

MH: Wage es ja nicht, auch nur einen Schritt vor die Tür zu setzen! Keinen Mucks!

Cedric sagte nichts und nickte nur stumm. Er ließ sich auf das Bett zurückfallen und atmete schwer. Seine Gedanken überschlugen sich. Auf eine Begegnung mit seiner ehemaligen Schwiegermutter und seiner Tochter war er nun wirklich nicht vorbereitet gewesen. Maria warf ihm noch einen bösen Blick zu und öffnete dann vorsichtig die Schlafzimmertür und trat in den schmalen Flur hinaus. Sie schloss die Tür leise hinter sich. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Nur nichts anmerken lassen, redete sie sich in Gedanken Mut zu und schaute nach vorn in Richtung Wohnzimmer. In dem Moment kam auch schon ihre komplett in lila gekleidete kleine Tochter auf sie zu gestürmt und fiel ihr um den Hals. Sie drehten sich einmal im Kreis und Sarah begann hektisch zu plappern, während sie sich herzlich an ihre Mutter drückte...

SH: Mami, Mami, es war soooo schööön bei der Omi. Wir haben Plätzchen gebacken.
MH (räuspert sich mehrmals umständlich u. versucht möglichst cool zu bleiben): Schön.... schön!

... brachte sie nur gequält hervor und schob sie vorsichtig in Richtung Küche vor, in der sie ihre Mutter vermutete...

MH: Hallo Mama!
HH (wirkt gehetzt): Kind, da bist du ja.

Sie ging auf ihre Tochter zu, gab ihr ein Begrüßungsküsschen auf die Wange und musterte sie nun argwöhnisch von Kopf bis Fuß...

HH (vorwurfsvoll): Bist du gerade erst aufgestanden?
Super! Miss Marple in Aktion! Ich hab’s geahnt!
MH (versucht sich möglichst unauffällig herauszureden u. zupft ihren Morgenmantel zu Recht): Ähm... ja, ich hab ... den Wecker nicht... gehört.
HH (bleibt skeptisch): Soso! Muss wohl eine rauschende Ballnacht gewesen sein?
Schön wär’s! Gott, ich würde alles dafür tun, wenn statt IHM Mehdi hier wäre.
MH (hält sich bedeckt): Hmm!

Jetzt wurde auch die kleine Sarah hellhörig, die sich gerade aus der Keksdose, die ihre Oma auf dem Küchentisch abgestellt hatte, ein Plätzchen herausgefischte und nun ziemlich ungeschickt versuchte die Dose wieder zu verschließen. Sie ließ sie schließlich entnervt stehen und stellte sich schmatzend zu ihrer Mutter, an deren Morgenmantel sie nun zupfte. Sie streckte ihren Kopf nach oben und schaute sie neugierig an...

SH: Hast du einen echten Prinzen gesehen?
Den Prinzen hab ich vergrault und bin dafür in die Falle des Teufels geraten. ... Oh Gott, Mehdi! Was mache ich denn jetzt mit ihm? Das verzeiht er mir doch nie.

Maria seufzte laut auf, was ihre Mutter verwundert zu Kenntnis nahm, ging vor Sarah in die Knie und strich ihr kurz über ihr langes braunes Haar...

MH: Schatz, ich hab dir doch erklärt, dass da nur Ärzte waren.
SH (denkt angestrengt nach u. strahlt sie plötzlich an): Oh! War Maaarc auch da?
Gott, hört das denn nie auf? Warum ausgerechnet er? Er ist auch nicht viel besser, als... egal!
MH (rollt mit den Augen u. richtet sich wieder auf): Ja!
HH (wird hellhörig und fragt neugierig nach): Marc? Ist das der Kollege, mit dem du dich neuerdings triffst? Wann lernen wir ihn denn endlich mal kennen? Sarah schwärmt ja nur so von ihm.
Verdammt! Dass sie auch nie ihre Klappe halten kann.
MH (fühlt sich in die Mangel genommen u. wiegelt daher schnell ab): Äh... nein, also... äh... das ist nicht... Marc Meier ist nur ein Kollege und der ist auch schon vergeben.
HH: Oh! Kind, du musst dich ranhalten. In deinem Alter findet man nicht mehr so leicht jemanden.
Also das ist jetzt nicht wahr? Nicht die Diskussion wieder!
MH (spürt wie ihre Kopfschmerzen wieder stärker werden u. spricht ziemlich patzig weiter): Jaaa!? Ich bin ja auch dran... quasi. Also jetzt nicht an Marc, sondern an äh.... aber das ist ja auch egal. Außerdem ist das mein Leben. Ich entscheide, mit wem ich zusammen sein will und mit wem nicht.
HH: Jetzt reagiere doch nicht gleich wieder so verbittert.
MH (platzt gleich der Kragen): Ich bin NICHT verbittert!
SH (hat auch noch etwas zu sagen): Was ist verbittert, Mami?
HH (klärt sie auf): Unglücklich.
MH (fassungslos): Mama!
SH (sieht besorgt zu ihrer Mutter hoch): Oh! Bist du unglücklich, Mami?
Ich halte das echt nicht mehr länger hier aus.
MH (versucht die Ruhe zu bewahren u. lächelt Sarah kurz gequält an): Nein, bin ich nicht. Ähm... Sarah, lässt du mich und Oma bitte mal kurz allein? Dein Fred wartet doch sicherlich schon sehnsüchtig auf dich.
SH (hüpft begeistert auf u. ab): Oh ja! Darf ich ihn füttern?
MH: Ja, aber nur eine Möhre.

Sarah zog fröhlich mit dem Gemüse in der Hand von dannen und Maria baute sich sauer vor ihrer Mutter auf...

MH: So und jetzt zu uns. Mama, ich hab dir schon so oft gesagt, du sollst ihr nicht solche Flausen in die Ohren setzen.
HH (ist sich keiner Schuld bewusst): Ich mache mir doch nur Sorgen. Das Kind braucht einen Vater.
MH: Wir sind bislang auch ganz gut alleine gefahren.
HH: Du weißt, dass Kinder, die ohne Vater aufwachsen, später...
Ok, jetzt reicht’s!
MH (fällt ihr aufgebracht ins Wort): Mutter!
HH: Schon gut! Ich sag ja nichts.
MH (atmet erleichtert aus): Geht doch!
Wenn du dann bitte jetzt verschwinden würdest! Und wie krieg ich jetzt das Arschloch aus der Wohnung, ohne dass Sarah was merkt?

Während Maria ins Grübeln geriet, schaute sich ihre Mutter in der unordentlichen Küche um. Sie schüttelte fassungslos den Kopf. Leere Schnapsgläser reihten sich auf der Spüle. Daneben Zitronenscheiben. Und unter dem Küchentisch lagen eine umgefallene Blumenvase, zwei schwarze Pumps, eine Strumpfhose und eine Männersocke. Sie hob diese unter den entsetzten Blicken ihrer Tochter auf. Erst jetzt fiel ihr auf, dass ein teures Jackett über der Stuhllehne hing. Sie deutete darauf und hielt Maria mit der anderen Hand die Socke hin...

HH: Kannst du mir das hier bitte erklären?
Scheiße!

Lorelei Offline

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26.01.2011 00:32
#911 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen zusammen! Wie versprochen jetzt schon der nächste und gleichzeitig letzte Teil von den Hassmann-Frauen und dem Kuhmann. Viel Spaß und einen fantastischen DD-Mittwoch wünsche ich euch. Liebe Grüße u.

Eure Lorelei





Maria schwieg und drehte beschämt ihren Kopf zur Seite. Das war definitiv der zweitschlimmste Tag in ihrem Leben, nach dem Aufdecken der Affäre ihres Mannes, nun Exmannes, der gerade in ihrem Schlafzimmer wie auf heißen Kohlen saß. Er hatte seine Hose bereits angezogen. Sein Oberkörper war immer noch frei. Er hielt nachdenklich sein Hemd in seiner Hand und starrte ins Leere. Was zum Teufel hatte er sich nur hierbei gedacht, schoss es immer wieder durch seinen Kopf. Natürlich wie immer nichts! Er wollte Spaß haben und dass man den mit ihr haben konnte, hatte er nicht vergessen. So wie er sie nicht vergessen hatte. Sie hatte ihn gereizt. Er hatte gar nicht anders gekonnt. Er musste sie haben. Und er bekam immer alles, was er wollte. An die Konsequenzen hatte er dabei nicht gedacht.

Cedric wurde aus seinen Gedanken gerissen, als plötzlich hinter ihm die Tür aufsprang. Er dachte, es sei Maria, die ihm grünes Licht zur Flucht geben wollte, stand vom Bett auf und drehte sich herum. Aber es war nicht Maria! Als er erkannte, wer da in der Tür stand, blieb sein Herz stehen und längst verdrängte Bilder von früher schossen durch seinen Kopf.... Seine schöne Mary mit riesiger Babykugel, die unter ihrem weißen Kittel hervorblitzte. ... Der Kreissaal, als er zum ersten Mal dieses kleine Bündel Mensch auf dem Arm gehalten hatte und wie die Kleine ihn angelächelt hatte. ... Und der Moment, als er vor vier Jahren das letzte Mal an ihrem Bettchen gestanden hatte und für immer gegangen war. Bis jetzt! Cedric konnte nichts sagen. Er starrte sie nur völlig überwältigt an. Groß war sie geworden. Wie schnell doch die Zeit verging. Er hatte sie das letzte Mal gesehen, da war sie gerade einmal zwei Jahre alt. Sie war ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten. Wunderschön. Einzigartig. Perfekt. Die kleine Sarah blieb an der Tür stehen und musterte den großen Fremden argwöhnisch, dann sprach sie ihn an...

SH: Wer bist denn du?
CS (sprachlos): Sarah?
SH (lacht): Nee, das bin doch ich! Was machst du denn auf Mamis Bett? Bist du müde?
CS: Äh....

Dem sonst nie um ein Wort verlegenen Oberarzt verschlug es förmlich die Sprache. Beschämt schaute er zwischen dem Bett und ihr hin und her. Dann merkte er plötzlich, dass er ja halbnackt vor der Kleinen stand und streifte sich schnell sein Hemd über, das er vor lauter Aufregung nur ziemlich ungeschickt zuknöpfte. So konnte er unmöglich vor seine Tochter treten. Seine Tochter! Er konnte gar nicht aufhören, sie anzusehen.


Derweil hatte Marias Mutter genug von der Schweigeminute ihrer Tochter. Die Indizien waren doch eindeutig...

HH (mit vorwurfsvollem Unterton): Du hast einen Mann hier?
Leugnen wäre wohl zwecklos oder?
MH (sie versucht es trotzdem): Quatsch... also...
HH (fällt ihr aufgebracht ins Wort): Lüg mich nicht an!
War so klar! Aber was soll ich einer Polizistin im Ruhestand auch vormachen.

Sie ließ angewidert die Socke fallen, kam mit hoch erhobener Hand auf Maria zu und setzte zu ihrer Moralpredigt an....

HH: Wie lange soll das noch so weitergehen mit dir und deinen wechselnden Männerbekanntschaften?
Welche wechselnden...?
MH (bleibt der Mund offen stehen): Mama, also jetzt übertreibst du aber!
HH (regt sich künstlich auf): Ich übertreibe? Du bist sechsunddreißig Jahre alt und nicht sechsundzwanzig, Maria. Du trägst Verantwortung. Du hast eine Vorbildrolle für deine Tochter zu erfüllen.
MH: Denkst du, ich wüsste das nicht.
HH: Wir hatten eine Abmachung.
MH (genervt): Mama!
HH: Jetzt rede ich! Ich kann ja verstehen, dass du gewisse Bedürfnisse hast. Ich bin ja auch nur eine Frau. Aber muss es denn unbedingt hier in der Wohnung sein? Was soll Sarah denn denken, wenn hier ständig fremde...
MH (fällt ihr ins Wort, um etwas klarzustellen): Was heißt denn hier ständig? Ich halte mich an die Abmachung. Seit vier Jahren hat kein Mann mehr meine Wohnung von innen gesehen. Also...
HH (kommt langsam wieder runter, schaltet aber schnell auf ein anderes Thema): Soll das heißen, es ist dir ernst mit diesem Frauenarzt? Ist er...?

Sie deutete mit ihrem Arm in Richtung Schlafzimmer. Maria holte tief Luft...

MH: Mama, wenn es soweit ist, sag ich dir Bescheid.
HH (lächelt plötzlich u. drückt Marias Hand): Kind, wieso hast du das denn nicht gleich gesagt? Ich freu mich doch, wenn du wieder glücklich bist.
Ich wünschte, ich wäre es. Ich wünschte, er wäre hier. Wieso bist du nicht hier, Mehdi? Ich brauch dich so.
MH (versucht sie abzuwimmeln): Ja ähm... du... äh... hast du nicht gemeint, Papa würde unten in der zweiten Reihe parken?
HH (schaut auf ihre Armbanduhr u. wird hektisch): Oh Gott, ja, ich muss... Wir haben doch heute unseren Wohlfühltag, weißt du. Das kann ich dir und deinem... äh...ja... nur wärmstens empfehlen.

Maria verdrehte nur genervt ihre Augen und schob ihre Mutter Richtung Wohnungstür. Dort angekommen, drehte sich diese aber noch einmal um und rief nach ihrer Enkelin...

HH: Sarah, willst du deiner Oma nicht auf Wiedersehen sagen?
Verdammt! Werd ich sie denn nie los?

Aber Sarah antwortete nicht. Verwundert trat ihre Oma in den Flur. Maria folgte ihr und ahnte bereits großes Unheil, als sie bemerkte, dass die Schlafzimmertür offen stand...

Dieser Mistkerl! Wieso kann er uns nicht endlich in Ruhe lassen? Er hatte sich so entschieden. Wieso muss er auf einmal für Unruhe stiften? Ich will das nicht. Ich will das alles nicht!

... dachte sie verzweifelt, während sie Blut und Wasser schwitzte und sich an ihrer Mutter vorbeidrängelte, um vor ihr besagte Tür zu erreichen. Sie hielt sich am Türrahmen fest und schaute mit ängstlicher Miene in das Zimmer. Ihre schlimmste Befürchtung bewahrheitete sich leider. Sarah stand tatsächlich ihrem Vater gegenüber und dieser trug nur eine Socke. Maria wollte das Schlimmste noch verhindern und betrat das Schlafzimmer. Sie legte eine Hand auf die Schulter ihrer Tochter, die sich daraufhin zu ihr umdrehte und sie anlächelte. Maria wollte sie unbedingt von ihm losreißen und zusätzlich verhindern, dass ihre Mutter ihren missratenen Ex-Schwiegersohn zu Augen bekam und dann möglicherweise noch mehr Fragen stellte. ...

MH: Sarah, Oma möchte...

Aber da war es auch schon zu spät und ihre Mutter betrat die Bühne. Sie hielt sich eine Hand an ihr Herz, als sie erkannte, wer da neben dem zerwühlten Bett stand und sein Hemd ziemlich ungeschickt zugeknöpft hatte. Sie zählte eins und eins zusammen. Doch ehe die schockierte Frau etwas sagen konnte, war Cedric aus seiner Schockstarre erwacht und schaute sie verwirrt an...

CS: Hannelore?
HH: Das ist jetzt nicht wahr?

... richtete sie vorwurfsvoll an ihre Tochter, die am liebsten im Erdboden versunken wäre und sich an Sarah festklammerte, die neugierig zwischen den ganzen Erwachsenen hin und her kuckte. Maria versuchte zu retten, was noch zu retten war...

MH: Mama, ich kann dir das erklären. Es ist nicht so, wie es scheint.
HH (sieht mit strafendem Blick zwischen MH u. CS hin u. her): Ach ist das so?

Nun mischte sich auch Sarah ein, der es in den Fingern kribbelte, um zu erfahren, was für ein lustiges Spiel sie hier spielten...

SH: Mami, wer ist denn der nackte Mann?
HH (verschränkt ihre Arme u. funkelt MH an): Ach nackt war er auch?
Scheiße! Ich komme hier nie wieder raus.
MH (traut sich nicht, Sarah die Wahrheit zu sagen): Sarah, das ist... ähm...
CS (kommt ihr zuvor): Niemand!

Cedric war an die drei Hassmann-Frauen herangetreten und hatte mutig eingegriffen. Maria sah ihn entgeistert an...

MH: Was?
CS (beugt sich aufgeregt zu seiner Tochter herunter): Deine Mama hat mir nur geholfen.

Er zeigte auf die Blutflecken auf dem Ärmel seines weißen Hemdes. Sarah riss ihre Augen ganz weit auf und starrte ihn an...

SH: Oh! Du hast dir wehgetan?
CS (lächelt sie zaghaft an u. richtet sich auf, um zu gehen): Ja! Ähm... Ich werd dann mal... gehen.

... sagte er in Richtung von Maria, die ihn immer noch sprachlos ansah. Er nickte Hannelore zu, die fassungslos dabei zusah, wie er sich an ihr vorbeiquetschte und den Flur vorging. Sie schaute zu ihrer Tochter, die ihren Blick auf den Boden gesenkt hatte und versuchte, ihre Gedanken zu sortieren, dann zu ihrer Enkelin, die dem Fremden nachlaufen wollte...

HH (ergreift Sarahs Hand): Sarah, zeigst du mir noch schnell, Fridolin?
SH (die Ablenkung wirkt): Omi, mein Kaninchen heißt Fred.
HH (lächelt sie kurz an u. schiebt sie zur Tür raus): Oh ja! Deine Mutter hat hier, glaube ich, noch etwas zu klären.

... sagte sie vorwurfsvoll im Gehen und verschwand dann mit Sarah in deren Kinderzimmer. Maria hielt sich am Türrahmen fest und atmete laut aus. Dann ging sie langsam zur Wohnungstür, an der Cedric bereits stand, seinen Mantel überzog und in seine Lackschuhe schlüpfte. Sie blieb vor ihm stehen und sah ihn einfach nur emotionslos an...

MH: Wieso hast du das gesagt?
CS (richtet sich auf u. sieht sie an): Ich habe verstanden, dass ich nicht mehr dazu gehöre. Ich wollte nicht noch zusätzlich für Chaos sorgen, wenn sie erfährt, wer ich wirklich bin.
MH (leise u. kaum hörbar): Danke!
CS (lächelt kurz, dann senkt er seinen Blick): Es tut mir leid. Ich weiß nicht, was da gestern... Ich...
MH (kann ihm nicht in die Augen sehen, als sie ihm ins Wort fällt): Schon gut!
CS (leise): Es ist nie passiert!
MH (blickt ihm dann doch wieder in sein Gesicht, das einen leichten Schimmer von Wehmut trägt, u. wiederholt ebenso leise seine Worte): Es ist nie passiert!
CS (räuspert sich verlegen u. greift nach der Türklinke): Ich verschwinde dann mal lieber, bevor Hannelore noch ihre Dienstpistole zieht.
MH: Sie ist seit einem Monat im Ruhestand.
CS (erstaunt): Ach?
MH (verabschiedet sich betont kühl): Ja! Ähm... dann... leb wohl!
CS (verunsichert): Leb wohl?
Es ist besser so. Damals wie heute.
MH (hat den fragenden Unterton durchaus bemerkt): Cedric, geh zu deiner Frau und deinem Kind! Beweise ihr, dass du doch Verantwortung übernehmen kannst. Irgendwann muss Schluss sein mit deinen..... Eskapaden.
Mach nicht dieselben Fehler wie mit Sarah.
CS (hat noch etwas auf der Seele, bekommt es aber nicht über die Lippen): Aber ich... da ist noch...
MH (lässt ihn nicht ausreden u. will endlich einen Schlussstrich ziehen): Lass gut sein!
CS (akzeptiert ihre Entscheidung): Ok!? Dann ... leb wohl!

Maria sagte nichts weiter darauf. Cedric drehte sich um und öffnete die Tür. Im Hausflur blickte er aber doch noch einmal wehmütig zu seiner Ex-Frau...

CS: Du hast sie gut hingekriegt. Ein aufgewecktes Mädchen. Und genauso wunderschön wie ihre Mutter.
MH (ist für einen kurzen Moment sogar etwas gerührt): Cedric...
CS (unterbricht sie lächelnd): Sag nichts! Es ist einfach besser so, wie es ist.

Er drehte sich um und stieg langsam die Treppe hinab. Maria sah ihm nachdenklich hinterher, wurde aber dann von ihrer Mutter aus ihren Gedanken gerissen...

HH (sauer u. enttäuscht zugleich): Ich hätte dich nicht für so dumm gehalten.
MH (mehr zu sich selbst als zu ihr): Ich mich auch nicht.
HH (schaut sie fassungslos an): Heißt das, dass ihr wieder...?
MH (wacht endlich aus ihren Gedanken auf): Was? Nein, um Gottes Willen, nein! Da ist nichts, wirklich.
HH: Sie würde es nicht verstehen.
MH (leise): Ich weiß. Mach dir bitte keine Sorgen, ok. Das sind nur Erinnerungen.
HH (hat immer noch so ihre Zweifel, aber nickt ihr schließlich zu): Hmm!
MH (verabschiedet sich von ihr): Gib Papa einen Kuss von mir!
HH: Mach ich!

Hannelore drückte ihre Tochter noch einmal an ihre Brust und ging. Maria schloss die Tür hinter ihr, lehnte sich dagegen und rutschte dann daran herunter, als ihr die Beine wegbrachen.... Was war das gerade? ... Sie senkte ihr Gesicht in ihre Hände und schüttelte immer wieder den Kopf. Das war einfach nicht passiert. Man sollte Vergangenheit Vergangenheit lassen. Plötzlich hörte sie ihre Tochter rufen, die sie doch eigentlich immer nur beschützen wollte...

SH: Mami, kommst du spielen?
MH: Gleich Schatz, ich geh nur schnell noch duschen und dann bin ich gleich bei dir.
SH: Okidoki!

Maria quälte sich vom Boden hoch und ging zum Esstisch rüber, auf dem ihr Handy lag. Sie drückte mit zittrigen Fingern aufs Display. Keine neuen Nachrichten. Er hatte sich immer noch nicht gemeldet. Insgeheim war sie sogar froh darüber. Denn sie wusste nicht, wie sie ihm das hier hätte erklären sollen. Sie verstand es ja selbst nicht. Die verwirrte Neurologin griff nach der Kette um ihren Hals und strich gedankenverloren über seinen Schlüssel, den sie als Anhänger trug und den sie als Pfand für sein Herz behalten hatte. Er fühlte sich kalt an. Sie ließ ihn los und ging ins Badezimmer. Sie ließ ihren Morgenmantel achtlos auf den Boden fallen und stieg unter die Dusche. Während das heiße Wasser ihre Haut herunter lief, hatte sie nur noch einen Gedanken im Kopf... Sie wollte nur noch weg! Verschwinden! Unsichtbar werden! Alles vergessen!

Lorelei Offline

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28.01.2011 21:01
#912 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Guten Abend ihr Lieben! Es geht weiter. Mit ! Es ist zwar nur was Kleines, aber der Dialog, der danach kommt, ist noch nicht so das Wahre, da muss ich noch mal drüberkucken. Deshalb nur die Einleitung zur neuen Szene. Damit die Suchtis unter euch nicht auf dem Trockenen sitzen bleiben. Ich hatte es ja versprochen. Ich hoffe, ihr habt Freude daran, neben Marc Meier aufzuwachen. Ich wünsche euch allen noch einen entspannten Abend und ein wunderschönes Wochenende. Eure Lorelei




In einer anderen Ecke von Berlin, genauer gesagt in einem der Luxustempel der Innenstadt, fand das Erwachen nach einer ereignisreichen Nacht wesentlich entspannter und gefühlvoller statt. Marc lag schon eine ganze Weile wach und sah seinem wunderschönen Dornröschen verträumt beim Schlafen zu. Er traute sich nicht, sich zu bewegen, was sich auf einem Wasserbett aber sehr schwierig gestaltete. Sein rechter Arm, auf dem er lag, war mittlerweile eingeschlafen und das Kribbeln machte ihn wahnsinnig. Doch er rührte sich keinen Millimeter. Er wollte seiner holden Maid ihren Schönheitsschlaf gönnen. Schließlich waren sie erst in den frühen Morgenstunden eingeschlafen, was überwiegend seine Schuld war, weil er einfach nicht genug von ihr bekommen konnte. Und für sie nahm der tapfere Prinz doch gerne alle Schmerzen dieser Welt auf sich, solange er sie nur beobachten konnte. Gleichmäßig bewegte sich die rote Bettdecke auf und ab. Gretchen schlief ganz ruhig und unschuldig. Ihre goldenen Haare waren zu allen Seiten auf dem Kopfkissen ausgebreitete und kitzelten ihn an der Nase, aber es störte ihn nicht. Der verliebte Chirurg lächelte einfach nur glücklich vor sich hin. Sie war unvergleichlich schön, wenn sie schlief. Ein wahrer Engel. Mein Engel, dachte er ganz gerührt, verdrehte aber eine Sekunde später seine Augen, als er merkte, dass er schon wieder schwule Schmachttendenzen aufwies. Das war schon nicht mehr normal dieser ganze Gefühlscocktail, der sich in seinem Körper ausbreitete, sobald er sie nur ansah oder an sie dachte, und jede noch so kleine Zelle mit ihrem unheilbaren Liebesvirus infizierte. Wenn es sich nicht so unsagbar gut anfühlen würde, dann hätte er schon längst eine medizinische Studie an sich selbst durchgeführt, um ein Gegenmittel zu finden. Jetzt musste der coole Machooberarzt dann doch über seine albernen Hirngespinste lachen. Diese Frau machte ihn noch ganz weich in der Birne. Aber er liebte sie nun mal von der Haarspitze bis zu ihrem kleinen Zeh. Scheiß auf ein Gegenmittel! Dann bin ich eben schwul und weich und... wie... Mehdi! Boah nee, echt jetzt! ... Marc schloss seine Augen und versuchte noch eine Runde zu schlafen, aber es ging einfach nicht. Sie war so nah. Er spürte ihre Wärme, ihre Liebe. Und sein Herz klopfte so laut, dass an Schlaf eh nicht mehr zu denken war. Marc sah die blonde Schönheit wieder an und verharrte so einen Augenblick lang. Aber irgendwann konnte er einfach nicht mehr anderes. Er wollte sie unbedingt berühren. Ganz vorsichtig strich Marc der schlafenden Prinzessin, die zusammengerollt vor ihm lag, die blonde Lockenmähne aus ihrem verführerischen Nacken, benetzte seine Lippen und beugte sich langsam zu ihr vor. Sein linker Arm wanderte unter die Bettdecke. Während er seinen Mund gefühlvoll auf die empfindsame Haut ihres Halses setzte und ganz sanft darüber fuhr, legte sich seine Hand auf ihren flachen nackten Bauch und ließ die Schlafende erzittern. Eine Schauerwelle durchfuhr ihren Körper und Gretchen wachte langsam durch seine zarten Berührungen auf. Sie seufzte leise, als er ihren Hals immer und immer wieder zärtlich küsste und sie seinen warmen Atem auf ihrer Haut vernahm. So wachte Frau doch gerne auf, dachte Gretchen ganz verträumt und legte ihre Hand auf seine, die auf ihrem nackten Bauch ruhte. Sie verschränkte ihre Finger mit seinen und zog seinen warmen Körper noch näher an sich heran. Sie behielt ihre Augen geschlossen und genoss es, wie er ihren Nacken mit seinen heißen Lippen verwöhnte, sich von hinten an sie presste und seine Beine mit ihren verhedderte. Sie füßelten miteinander, was beide zum Lächeln brachte. Auch Marc Meier genoss die morgendlichen Spielereien mit seiner Süßen in vollen Zügen. Sie roch so verführerisch. Er konnte gar nicht anders. Er musste sie berühren, sie schmecken, sie riechen, ihr einfach nah sein. Und das leichte Schaukeln des Wasserbettes machte es noch zusätzlich aufregend. Das dachte sich auch Gretchen Haase, die ihre anfängliche Seekrankheit als geheilt abstempelte und sich trotz sanften Wellengangs an ihren Liebsten schmiegte. Vorsichtig drehte Marc sein Mädchen auf den Rücken und beugte sich über sie. Kurz bevor er ihre Nasenspitze erreichte, hielt er inne und betrachtete intensiv Gretchens Gesicht. Morgens war sie noch schöner als zu jeder anderen Tageszeit, schoss es ihm durch den Kopf und er lächelte sie verliebt an. In dem Moment öffnete Gretchen zaghaft ihre Augen und war erstaunt über den liebevollen Blick, mit dem Marc sie ansah. Ihr Herz schlug augenblicklich etwas höher und sie strahlte ihn ebenso verliebt an. Einen Augenblick lang sahen sie sich einfach nur tief in die Augen, die mehr sagten als tausend Worte. Dann senkte Marc endlich seinen Kopf und gab Gretchen einen innigen Guten-Morgen-Kuss, der von liebevollen Zärtlichkeiten begleitet war.

Lorelei Offline

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29.01.2011 14:53
#913 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hach ja, wer möchte nicht neben Marc Meier im Bett aufwachen, hmm? Viel Spaß mit dem nächsten Teil. Und schönen Samstag. LG Lorelei




Nach einem Moment tiefster Nähe legten sie sich auf die Seite, hielten sich eng umschlungen im Arm und schauten sich verliebt in die Augen. Die Flugzeuge in Gretchens Bauch hörten gar nicht wieder auf, Loopings zu fliegen und sie lächelte ihren süßen Märchenprinzen ganz verträumt an. Und Marc grinste seine Liebste verschmitzt an, als er ihr einen wunderschönen „Guten Morgen“ wünschte...

MM: Na, Dornröschen, gut geschlafen?
GH (schmiegt sich lächelnd noch enger an ihn u. schwärmt): Wie auf Wolken.
MM (zieht eine Augebraue nach oben u. sieht sie an): Auf Wolken? Eher wie auf Wellen oder?
GH (überlegt kurz u. grinst ihn dann an): Oder so ja.
MM (grinst sie noch breiter an u. zieht sie auf): Keine Angst gehabt, dass dich das Ungetüm runterschupst?
GH (hat seine Anspielung durchaus verstanden, aber zieht ihn jetzt selber auf): Marc, seit wann beleidigst du dich eigentlich selbst?
MM (kurzzeitig verwirrt, weil er nicht gleich checkt, dass sie ihn veräppelt): Haasenzahn! Das Bett!
GH: Ach so! Naja, ist ja auch nur ne größere Hängematte.
MM (kann sich sein Lachen nicht verkneifen): Aus der du sicherlich gefallen wärst.
Hätte bestimmt süß ausgesehen.

Stimmt! Wie die bei uns im Garten, die Papa zwischen Kirsch- und Apfelbaum gespannt hatte! Oder war das Birne? Hmm... Jedenfalls habe ich gegen diese blöde Hängematte immer den Kampf verloren. Nicht nur, dass ich mindestens hundert Mal da rausgefallen bin, mit vierzehn habe ich mich mal so darin verheddert, dass unser Nachbar mit der Heckenschere kommen musste. Gott, war das peinlich. Aber meine Eltern waren nicht da. Und es fing an sinnflutartig zu regnen. Was hätte ich denn sonst machen sollen? Das war auf jeden Fall „ihr“ Ende. Liegestühle sind eh viel bequemer und praktischer, also falls süße Jungs mal ihre Fußbälle in unseren Garten geschossen hätten und man nicht wie ein nasser Fisch im Netz gehangen hätte. Oh Gott, man stelle sich nur vor, Marc hätte mich so vorgefunden. Dann hätte er mich sicherlich nicht geküsst. Er hätte sich nie in mich verliebt. Und wir würden jetzt nicht in diesem tollen Luxusbett liegen.

GH (wird etwas rot): Quatsch, sicher nicht!
MM (zwinkert ihr zu): Ich kenn doch meinen kleinen Tollpatsch!
GH (funkelt ihn an): Eh! Nur weil wir damals... Äh... Woher weißt du eigentlich, dass wir früher im Garten eine Hängematte hatten?
Weil ich dich mindestens zehnmal da hab raus plumpsen sehen, als ich... Och nee, nicht dass sie noch denkt, ich hätte sie beobachtet. Das hab ich nicht! Aber irgendwo hab ich bestimmt noch ein Beweisfoto. Hmm...
MM (lenkt schnell ab): Äh... hat dein Vater mal erwähnt.
GH (schmollt): Was hat der? Ist ja schlimmer als die Rohrgeschichte, die meine Mutter immer zum Besten gibt.
Deshalb meide ich Familienfeiern, wo es nur geht. Spätestens nach dem dritten Glas Wein fängt sie nämlich immer damit an. Argh!
MM (kann sich sein freches Grinsen nicht verkneifen): Die ich ja hautnah miterleben durfte.
GH (kuckt ihn böse an): Wofür du eigentlich noch eine Abreibung verdient hättest.
MM (zwinkert ihr anzüglich zu): Hey, hey, Abreibung klingt gut! Irgendwie schmutzig.

Marc kam seiner süßen Freundin gefährlich nahe, legte seine dreisten Hände an ihren wohlproportionierten Po und rieb provozierend seinen nackten Körper an ihrem, so dass Gretchen gleich ganz anders wurde. Sie machte ganz große Augen und sah ihn dementsprechend empört an...

GH (versucht sich vergeblich aus seinem Klammergriff zu befreien): Marc Meier, lass deine schmutzigen Witze oder ich schups dich hier runter!
MM (provoziert sie grinsend): Schaffst du eh nicht
GH (funkelt ihn an): Willst du es darauf ankommen lassen?
MM (tätschelt ihren Hintern u. fordert sie heraus): Klar!? Ich steh drauf, wenn du so ruppig zu mir bist.
Er macht mich wahnsinnig. Aber ich kann ihm nie böse sein.
GH (verdreht die Augen): Blödmann!
MM (setzt seinen unwiderstehlichen Dackelblick auf u. streichelt ruhig über ihren Rücken): Ach komm schon her, hmm! Die alten Geschichten sind es doch nicht wert, dass wir uns deswegen die Stimmung vermiesen.
Er hat ja Recht. Erschreckenderweise hat er immer Recht, aber das werde ich ihm ganz bestimmt niemals auf die Nase binden.
GH (legt eine Hand auf seinen nackten Oberkörper u. schmiegt sich an ihn): Na gut. Aber du warst trotzdem gemein.
MM: Wenn du jetzt den Gemeinheitenspruch hören willst, dann hast du dich aber geschnitten.
Hach... Schade! „Addiere meine Gemeinheiten...“ Wie er nur auf so was Schönes kommt? Ich muss Sabine mal fragen, ob sie nicht doch noch irgendwo das Original hat oder es zumindest aus dem Gedächtnis heraus skizzieren kann.
GH (himmelt ihn an): Dann sag was Schönes!
MM (lacht): Dass ihr Frauen auch immer und überall Komplimente hören wollt!
GH (grinst ihn an): Ist ja auch unser gutes Recht oder. Für die ganzen Strapazen, die wir für euch auf uns nehmen.
MM (seufzt u. streicht ihr durch ihre langen Haare): Ach Haasenzahn...
GH (schaut ihn gespannt an): Jaaaa?
MM (sieht sie verliebt an): Du bist süß, wenn du morgens so bockig bist.
GH (seufzt): Ich wollte eigentlich etwas anderes hören.
Ich weiß!
MM: Ach? Was denn? Dass ich seit Stunden wach liege und dich anschaue, weil du so schön ausschaust, wenn du schläfst?
GH (erstaunt): Hast du?
Ok!? Jetzt hat sie dich aber.... nicht!
MM (räuspert sich einmal): Jetzt bild dir mal nichts ein. Du träumst wohl noch.
GH (sieht ihn total gerührt an, dann zieht sie aber plötzlich ihre Bettdecke über den Kopf): Gott, wie süß! Du hast mich beobachtet! Aber..... Oh Marc, ich sehe morgens furchtbar aus.
MM (zieht die Decke wieder runter u. sieht seine verlegene Freundin an): Quatsch! Du nervst vielleicht furchtbar, aber du siehst alles andere als furchtbar aus. Ich... ich mag dich so.
GH (schaut ihn mit wässrigen Augen an): Echt?
Das mit deinen ewigen Selbstzweifeln das treibe ich dir schon noch aus. Das ist ja nicht auszuhalten. Du bist perfekt, basta!
MM: Musst du immer alles hinterfragen, was ich sage? Können wir nicht einfach noch ein bisschen... rummachen?
Er liebt mich so, wie ich bin. Hach...
GH: Ok!
MM (sieht sie skeptisch an): Ok!?
Wo ist der Haken?
GH (grinst ihn an): Jetzt hinterfragst du aber.
MM: Boah mit dir macht man echt was mit.
GH: Dafür liebst du mich ja!
MM (stöhnt): Ich hasse es, wenn du Recht hast.

Gretchen schaute ihr Herzblatt schwerverliebt an und presste ihre weichen Lippen auf die seinen, um seinem versteckten Liebesgeständnis Taten folgen zu lassen, dem der junge Oberarzt auch allzu gerne nachkam. Aus einem gefühlvollen Kuss voller Liebe wurde schnell pure Leidenschaft. Marc zog die nackte Frau auf seinen Schoss und strich ihr verlangend über ihren aufregenden Körper. Ohne großes Vorspiel wollten sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen, da ertönte plötzlich aus dem Nebenzimmer ein Handyklingeln. Das Liebespaar ignorierte es anfangs und schmuste ungestört weiter, aber es hörte einfach nicht auf zu klingeln. Entnervt löste sich Marc von Gretchens heißen Lippen....

MM: Boah Haasenzahn, dein Klingelton ist echt scheiße!
GH (irritiert): Wieso? Es ist bald Weihnachten. Also...
MM: Aber Wham? Das ist... echt... abtörnend.
GH (rutscht beleidigt von seinem Schoss herunter u. will aufstehen): Wenn du meinst? Ich stell es aus!
MM (hält sie auf u. legt sie mit dem Rücken aufs Bett, dann beugt er sich über sie): Nichts da! Du weichst mir hier nicht von der Stelle.
GH (grinst ihn an): Ich dachte, du hältst es nicht mehr aus?
Ich halte etwas ganz anderes nicht mehr lange aus.
MM (zwinkert ihr zu u. will weitermachen, womit er begonnen hat): Wenn du wüsstest, was ich alles aushalte.
GH (legt ihre Hand auf seine nackte Brust u. richtet sich auf): Marc! Was ist, wenn es wichtig ist? Es scheint dringend zu sein.
MM (drückt sie wieder aufs Bett u. legte sich auf sie): Scheiß drauf! Nichts ist wichtig am Samstagmorgen außer ein kleines Morgennümmerchen mit dir.
GH (schupst ihn empört von sich runter): Boah Marc! Ich bin nicht dein Nummerngirl, klar!
MM (stöhnt genervt auf u. fährt sich durch die Haare): Ja was?

Plötzlich ertönte noch eine zweite Melodie aus dem Zimmer nebenan. Gretchen sah Marc daraufhin schadenfroh an...

GH: Knight Rider ist aber auch ziemlich aus der Mode gekommen.
MM (jetzt ist er der Beleidigte): Was? Knight Rider ist Kult.
GH (zwinkert ihm zu): Wham auch!
MM: George Michael ist schwul.
GH (kontert wie aus der Pistole geschossen): Und David Hasselhoff ist Alkoholiker.
MM (sieht sie ungläubig an u. hat dem nichts weiter hinzuzufügen): Touché!
Strike! Gretchenhausen erzielt erneut einen Heimsieg gegen Meiercity!
GH: Du gibst es freiwillig zu?
MM (hat genug von den albernen Spielchen): Haasenzahn, wenn beide Handys gleichzeitig klingeln, dann hat das bitte was zu bedeuten?
GH (schaut ihn peinlich berührt an): Oh ja! Die Klinik!
MM: Eben!

Die beiden sahen sich kurz an und sprangen gleichzeitig aus dem Bett, wobei Gretchen sich dabei etwas ungeschickt anstellte, da sie die Schwingungen des Wasserbettes nicht erwartet hatte und so mit der Nase zuerst auf dem Bettvorleger landete...

MM (kann sich sein Lachen nicht verkneifen): Alles in Ordnung, du Bruchpilotin?
GH (stirbt gerade vor Peinlichkeit, aber versucht sich nichts anmerken zu lassen): Sehr witzig, Marc!
MM: Jep! So sah es auch aus. Wie war das noch mal mit der Hängematte?

Gretchen warf ihm nur einen giftpfeilgetränkten Blick zu und rappelte sich dann auf. Marc grinste seine tollpatschige Freundin schadenfroh an und reichte ihr dann doch gentlemanlike seine rechte Hand, um ihr hoch zu helfen. Sie lächelte ihn verlegen an, schnappte sich das Bettlaken und wickelte es um ihren Körper, während Marc, nackt wie er war, vor ihr in den Salon stolzierte. Gretchens Augen blieben an seinem knackigen Hinterteil kleben und sie geriet unweigerlich ins Schwärmen. Sie wurde aber von „Last Christmas“ schnell wieder auf die Erde zurückgeholt und folgte ihm schließlich. Sie schnappte sich ihre Handtasche und begann darin zu wühlen, während Marc sein klingelndes Handy aus seiner Manteltasche fischte. Er rollte mit den Augen, als er die Nummer erkannte... Der hat wohl den Arsch offen, jetzt hier anzurufen! .... Im gleichen Moment hatte Gretchen auch schon ihr rosa Handy gefunden und war, ohne darauf zu schauen, drangegangen...

GH: Dr. Gretchen Haase. Hallo?

Lorelei Offline

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30.01.2011 14:00
#914 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Ich wünsche euch einen schönen sonnigen Sonntag und viel Spaß mit dem nächsten Teil. Den werden Martchen wohl eher nicht haben. Starke Nerven sind nun gefragt. Die eine oder andere hatte mal wieder den richtigen Riecher! Liebe Grüße, Lorelei




Auch Marc drückte nun seufzend die grüne Hörertaste, hielt sein Handy ans Ohr und ließ sich lässig auf die Couch fallen, während sich Gretchen in den großen gemütlichen Sessel daneben setzte und erstaunt in das Telefon sprach, als sie den Anrufer oder besser gesagt die Anruferin erkannte....

GH: Mama?

MM: Dad!

... sagte der junge Chirurg mehr genervt als erfreut über den überraschenden Anruf seines Vaters. Gretchen und Marc rollten gleichzeitig mit den Augen und sahen sich einen kurzen Moment wehleidig an, während sie am anderen Ende der Leitung von ihren Eltern zugequatscht wurden. Marc ließ seinen Kopf hängen und hörte nur mit einem halben Ohr zu, was Olivier zu berichten hatte. Der Anblick seiner fast hüllenlosen Freundin neben ihm war eh viel aufregender. Gretchen rückte mit ihrer freien Hand das Bettlaken zurecht, das sie sich um ihren Körper gewickelt hatte und das zu Marcs großer Begeisterung ein wenig verrutscht war, als ob ihre Mutter durch ein Ding der Unmöglichkeit ihre spärliche Bekleidung hätte erahnen können und sie gerade vorwurfsvoll ansah, weil sie um die Mittagszeit noch im Bett lag und einen nackten Mann neben sich hatte. Gut, sie waren eigentlich im Salon eines Luxushotelzimmers und nicht mehr im Schlafzimmer, aber es machte keinen großen Unterschied. Bärbel Haase hatte sie quasi inflagranti erwischt. So fühlte es sich jedenfalls für ihre Tochter an. Selbst Gretchens Gesicht verfärbte sich ein wenig ins Rosafarbene. Marc fand das einfach nur süß und er lächelte sie an. Dann wurde er aber doch von der tiefen Stimme seines Vaters abgelenkt, der mittlerweile zum zehnten Mal den Namen seines Filius durch den Hörer gerufen hatte, und konzentrierte sich auf das Gespräch, so wie Gretchen auch...

GH (klingt ziemlich genervt): Ja, Mama! Das ist mir schon... Aber du hast doch gestern Abend schon angerufen und gesagt, dass ihr gut angekommen seid. ... Du musst nicht jeden Tag... Oh! ... Echt? ... Da seid ihr? Aber wart ihr gestern nicht noch... Ach so! So schnell geht das? ... Also ich bin jetzt auch nicht so geographisch bewandert. Du weißt doch, dass ich in Erdkunde nie... Aha! ... Schön! ... Hmm... Hmm... Hmm... Und was macht Papas Übelkeit? ... Das hätte er sich doch denken können, dass er... Ich meine, er hält es ja nicht mal lange auf einem Ausflugsschiff auf der Spree aus und dann gleich so eine große... Dir eine Freude machen? Äh.... Ja, schon irgendwie süß von ihm. ... Und dir gefällt.... Schön! Dann können wir ja jetzt auch auf... Marc?

Marc, der gerade unfreiwillig mit seinem enthusiastischen und vor Glückshormonen strotzenden Vater die ersten Urlaubserlebnisse bequatschte, schaute kurz zu seiner Süßen rüber, als er seinen Namen vernahm. Sie lächelte nur gequält und machte mit ihrer Hand eine schnatternde Ente nach, weil ihre Mutter einfach nicht aufhören wollte zu quasseln. Marc lächelte kurz und konzentrierte sich wieder auf sein Gespräch, während Gretchen völlig entnervt in ihr Handy sprach...

GH: ... Ja, natürlich hat er sich benommen. Was denkst du denn? Er ist doch kein... Wie der perfekte.... Ja, es war wunderschön. Romantisch und... Ja, die waren auch da. ... Zusammen ja. ... Aber Mama, das geht dich nichts an. Das ist sein Le... Nein! ... Äh... Jochen? ... Jaaa! ... Nett! ... Ja, eben nett im Sinne von... nett! ... Das musst du ihn fragen, Mama. ... Zuhause denke ich. Du und äh... eigentlich wollten wir gerade... Natürlich sind wir schon in der Klinik. ... Muss ja nicht gleich alles wissen. ... Äh... Was? Wieso? Was will Papa denn...? ... Hallo Papa! ... Ja, alles super. ... Ich denke... schon. Könnt ihr das nicht...? Ok, aber... Ja, ich frage ihn. Moment!

Gretchen drehte sich zu Marc um und hielt ihm plötzlich ihr Handy hin. Er kuckte nur komisch zwischen ihrer Hand und ihren Augen hin und her, machte eine hinhaltende Handbewegung und sprach weiterhin unberührt, aber ziemlich genervt in sein Telefon....

MM: Dad, du weißt, dass mich das einen Scheiß interessiert, wo ihr gerade seid und was sie... Nee, das musst du mir nicht erzählen. ... Booooaaahhh!!! ... Sie ist so. Das müsstest du doch eigentlich wissen. ... Hätteste mal das Kleingedruckte gelesen, hmm. Lesereise heißt... Jaaa! Sei froh, dass die Stasisabsi nicht darunter ist. ... Du weißt nicht, wer... Boah Schwester Sabine! Die, die dir die Tür zugehalten hat, als du Mutter zurück... auch egal. ... Ja, wenn dir langweilig ist, dann geh golfen. ... Wie die haben keine Golfanlage an Bord? Was’n das für ein kleiner Kutter? ... Ja, ja, ja! ... Oh bitte, erspar mir die schmutzigen Details! Euer Sexleben... Eh, ich hab noch nicht gefrühstückt. ... Im Bett... also jetzt auf der Couch. ... Erträglich! Die Musik war scheiße. Das Essen ekelig. Die Gäste nervig und... Natürlich hab ich... Was denkst du, warum wir im Hotel geblieben sind. ... Klar! Ich weiß doch, was sie... Eh halt dich mit deinen beschissenen Ratschlägen zurück. Ich hab selber... Nein, natürlich nicht. Ich bin doch nicht bescheuert. Nur Mehdi ja, aber der ist... Nein, musst du nicht. Alles in trockenen Tüchern. ... Weil ich ein Profi bin. ... Eh machst du dich gerade über mich lustig? Du... Ja, dann kannst du ja auch endlich auflegen, wenn sie gerade ins Zimmer... Bitte, sie ist meine Mutter. ... Sag ihr das und nicht mir. Ich hab, wie gesagt, noch nichts im Magen und ... Aha! Ich hoffe, du hast genug Kohle auf dem Konto, wenn du sie... Das ist mir egal! ... Boah! ... Jetzt halt die Klappe! ... Hmm... Aber Hauptsache ihr seid halt... na Dings ... hier... äh... glücklich? ... Was? Wieso? ... Nee! ... Eh ich will nicht mit der quatschen. Sie ist..... Mutter! ... Ja, bestens. Ohne dein nerviges... Ich bin nicht gereizt! Ich bin nur... Was? ... Ja, schön, dass du mich mal wieder nicht ausreden lässt. Vielleicht solltest du das bei deinen Fans... Wow! Du glaubst ja gar nicht, wiiiie begeistert ich bin. Aber dass der Dampfer überhaupt fährt mit so viel zusätzlichem Ballast in Form deiner Schinken... Ironisch? Ich? Nie! ... Jetzt hör auf so doof zu quatschen! Ich hab noch was vor. ... Haasenzahn! ... Das ist nicht beleidigend. Sie heißt so. ... Früher schon, aber das hat dich ja nicht... Boah jetzt... Du weißt schon, dass wir noch in den Friedensverhandlungen stecken, die ich jeder Zeit abbrechen könnte, wenn du... Weil du nervst vielleicht! ... Ja, sorry, sie ist mir im Moment wichtiger als...

Gretchen, die dem Ganzen eine Weile gelauscht hatte, wurde allmählich ungeduldig, da ihr Vater am Handy auch drängelte, und sprach ihren Liebsten etwas lauter an...

GH: Marc, es ist wichtig. Papa, will dich sprechen!
MM (irritiert, aber gleichzeitig auch erleichtert, weil die Chance gekommen ist, seine Mutter abzuwürgen): Wieso das denn?

Gretchen zuckte mit den Schultern und hielt ihm immer noch ihr rosa Handy hin. Marc sah sie verwirrt an und plötzlich hatte er eine Idee...

MM: Äh... Mutter, wenn du quatschen willst, ich gebe dir Haa... äh... meine Freundin. Und tschüß!

Marc funkelte die perplexe Ärztin an, die ihre Augen weit aufriss und ihren Kopf schüttelte, um ihm zu signalisieren, dass sie keine Lust hatte, mit seiner Mutter zu telefonieren, und reichte ihr sein Telefon. Er ignorierte ihren fassungslosen Gesichtsausdruck mit einem breiten Grinsen. Gretchen blitzte ihn daraufhin böse an. Wohl oder übel tauschten beide ihre Telefone...

GH (übertrieben freundlich): Frau Fisher! ... Oh natürlich, Elke. Hallo! Wie ist denn euer Urlaub so? ... Ach so, Lesereise, was sonst!
Aber hatte Olivier nicht irgendetwas von zweitem Honeymoon gesagt? Hmm...

MM (atmet einmal tief durch u. hält dann das rosa Handy seiner Freundin an sein Ohr, in das er nun ehrfurchtsvoll hineinspricht): Herr Professor... also äh... Franz? Was kann ich für dich tun? ... Ja, alles ist gut verlaufen. ... Nee, alles wie besprochen. ... Ich bin zuversichtlich. Die haben ihr Interesse signalisiert. Das Finanzkonzept war ja auch schlüssig und... Im Januar! Die Hassi äh... Frau Doktor Hassmann kümmert sich darum. ... Ja! Teamwork. Natürlich, das... das ist doch mein zweiter Vorname.

Gretchen schaute kurz zu ihrem Oberarzt rüber und musste unweigerlich grinsen... So ein Schleimer! ... Aber Elke Fisher lenkte sie schnell wieder in eine andere Richtung. Die Erfolgsautorin war ebenfalls in Plauderlaune...

GH: Oh! Schön! Ich wollte ja auch schon immer mal eine machen, wenn ich nicht so leicht seekrank werden würde. ... Ja! ... Und stört es dich nicht, dass deine Fans auch an Bord sind und somit ständig um dich... Aha! ... Das ist praktisch, ja. Und Ol... Ja, kann ich machen. Sie ist ja... Ja! ...

MM: Bitte? ... Oh! Äh ja... Die Üblichen halt... Nee, der hat die Rede gehalten und... Naja, der war ja noch nie der große Redner. ... Hmm? ... Äh... Franz jetzt schmeichelst du mir aber. Ich weiß gar nicht, was ich... Oh! ... Atemberaubend schön! ... Ja, ähm... danke! Dann... dann wünsche ich dir... also euch noch einen schönen... Was? Aber wieso... was? ... Bärbel? Hallo!

Marc ließ den Kopf hängen, als er die nervige Stimme seiner Schwiegermutter in spe vernahm... Scheiße!

GH: Er? Ähm... Ich weiß nicht, ob ich dir... Nein, das meint er doch nicht so. Im Grunde genommen... Du weißt ja, wie er... Ja! ... Oh! Na dann wünsche ich euch natürlich einen schönen Landausflug und noch eine schöne Weiterreise. ... Danke! ... Auf Wiederhören!
Boah kann die nerven!

MM (sichtlich überfordert von Bärbels Hartnäckigkeit): Äh... ich? Aber Jochen ist doch schon... Denkst du nicht, dass er... Okaaay, ja, wir fahren vorbei und schauen nach dem Rechten. ... Keine Partys, klar! ... Jaaa, ich denke an den Baum. ... Und die Gans liegt in der linken Gefriertruhe... neben dem Schokoeis. Ja, ich glaube, das wird sie schon nicht verfehlen, ne. Schönen... Ja, du... also ihr auch! Und tschüß!
Boah kann die nerven!

Beide drückten gleichzeitig die rote Taste und atmeten laut aus, als sie ihre Handys auf den Glastisch legten und sich anschließend zurücklehnten. Sie schauten sich wehleidig an...

MM: Eltern! Eine Plage, sag ich dir.
GH (nickt ihm zu): Wem sagst du das! Stell dir mal vor, die würden jetzt zusammen auf demselben Kreuzer hocken.
MM (reißt vor Schreck seine Augen ganz weit auf): Oh bitte, mal den Teufel nicht an die Wand!
Dann müsste ich neben der beschissenen Weihnachtsfeier bei euch auch noch ne Beerdigung organisieren.
GH (muss dann selber mit dem Kopf schütteln): Nee, das wäre echt zu verrückt. Aber schon komisch, dass sie beide dieselbe Idee mit der Kreuzfahrt hatten und die schippern ja auch in derselben Gegend. Hmm... Aber egal. Zufall eben!
MM: Genau!

Gretchen stand von ihrem Sessel auf und ging zu Marc rüber und kuschelte sich in seine starken Arme, was er dankbar annahm und mit einem kleinen Kuss in ihren Nacken quittierte. Sie drehte ihr Gesicht zu ihm herum und lächelte ihn verliebt an. Im Nu hatten sich ihre Lippen wieder gefunden und ein aufregendes Zungenspiel begann. Sie sanken auf die Couch und machten genau da weiter, wo sie vorhin im Schlafzimmer aufgehört hatten. Marc wollte seine verführerische Freundin gerade von ihrem störenden Bettlaken befreien, das sie sich um ihren Körper gewickelt hatte, als es plötzlich an der Tür klopfte. Der verhinderte Verführer ließ seinen Kopf auf ihre nackte Schulter fallen. Gretchen sah Marc verwundert an, als es erneut klopfte...

GH: Wer ist das denn jetzt?

Lorelei Offline

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31.01.2011 14:44
#915 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ach ja die lieben Eltern! Eigentlich hätten sich die beiden jetzt einen Moment Ruhe verdient oder? Hmm... Kann ja auch eine angenehme Überraschung sein, die da vor der Tür steht? Aza hat mal wieder völlig ins Schwarze getroffen. Herzlichen Glückwunsch! Und jetzt viel Spaß mit dem neuen Teil. Ich wünsche euch einen schönen Wochenstart und den Österreichern wieder einen netten Fernsehabend. Liebe Grüße, Lorelei




Marc sagte nichts darauf, sondern quälte sich langsam vom Sofa hoch und wollte zur Tür gehen. Doch Gretchen rief ihn panisch zurück...

GH (zeigt mit ausgestrecktem Arm auf ihn): Marc, du kannst doch nicht so die Tür öffnen.

Der nackte Mann drehte sich wieder um und sah an sich herunter, dann stemmte er seine Hände an seine Hüfte und grinste die aufgeregte Frau mit stolzgeschwellter Brust provozierend an...

MM: Wieso denn nicht?

Das glaube ich ja jetzt nicht. Ist der jetzt verrückt geworden? Plustert sich auf wie so ein stolzer Gockel! Also wirklich! Er kann doch nicht .... also soooo .... nackt die Tür öffnen! Ich will nicht, dass ihn jemand so sieht. Nur ich allein darf ihn so sehen. Jawohl! ... Oh Gott, er sieht wieder so verdammt heiß aus. Wahnsinn! ... Niiiiicht ablenken lassen! ... Zu spät!

Gretchens stahlblaue Augen weiteten sich bei diesem aufregenden Anblick, der sich ihr gerade bot. Sie schluckte schwer, aber konnte ihren Blick nicht von seinem Traumkörper abwenden. Ihr Puls raste. Schweißperlen bildeten sich auf ihrer Stirn. Das Blut schoss in ihren Kopf. Sie leuchtete wie eine überrote Tomate, aber sie versuchte, sich nichts anmerken zu lassen und nicht allzu bewusst seinen durchtrainierten Körper von Kopf bis Fuß abzuchecken. Aber Marc Meier merkte ganz genau, wohin seine Freundin die ganze Zeit betont unauffällig starrte, was sein breites Grinsen noch zusätzlich vergrößerte. Die nervöse junge Frau strich sich hektisch eine unsichtbare Strähne aus dem Gesicht und räusperte sich mehrmals ziemlich umständlich, um ihre Stimme wieder zu finden, dann antwortete sie ihm schließlich mit gesenktem Blick und leicht stotternd...

GH: Weil du... du... du nackt... also... keine Sachen... anhast.
MM (muss unweigerlich schmunzeln, weil sie so süß aussieht, wenn sie verlegen ist, aber kann es nicht lassen, sie noch mehr zu provozieren): Na und?
GH (hebt vorsichtig ihren Blick u. sieht ihm entgeistert ins Gesicht, senkt ihn aber gleich wieder, weil sie merkt, dass er sich gerade königlich über sie amüsiert, was ihr Peinlichkeitsradar noch weiter nach oben steigen lässt): Und wenn das das Zimmermädchen ist?
MM (cool): Stört mich nicht.
Boah dieser... GGGRRR!
GH (wird langsam wütend): Mich aber!
MM (kann es einfach nicht lassen): Wieso?
GH (in Erklärungsnot): Weil... weil... Jetzt zieh dir endlich was an, Marc!
Du bist göttlich, Haasenzahn! Weißt du das eigentlich?
MM (lacht u. setzt noch einen drauf): Insgeheim träumen die Putzfeen hier doch davon, hinter verschlossenen Türen ein Prachtexemplar von einem Mann zu entdecken.
Also jetzt reicht’s!
GH (funkelt ihn böse an u. schießt zurück): Ich sehe aber keins.
MM (gespielt entsetzt, aber immer noch obenauf): Was? Und wieso sabberst du dann gerade die Couchgarnitur voll?
GH (verschränkt beleidigt ihre Arme u. lehnt sich an die Couchlehne zurück): Tue ich nicht!
Tust du wohl! Und ich liebe es.
MM (lacht immer noch): Süße, das ist ihr Job. Ich denke mal, wenn man an die... ich betone... Honeymoonsuite ... anklopft, muss man schon mit nackten Tatsachen rechnen oder? Gönn ihnen doch den Spaß!
GH (sprachlos): Also... Du bist unmöglich!
MM (grinst): Jep! Und damit wir hier endlich mal zu Potte kommen, mach ich jetzt die Tür auf.

Ohne eine Antwort seiner Süßen abzuwarten, schnappte sich der Oberarzt eins der dunkelroten Couchkissen, die auf dem Boden lagen und hielt es sich vor sein bestes Stück. Dann ging er unter den fassungslosen Blicken seiner schönen Assistenzärztin, die an seinem Hintern klebten, zur Tür. Eine halbe Minute später kam er auch schon wieder zurück. Ohne Kissen! Stattdessen schob er ein kleines Wägelchen vor sich her. Gretchen blieb der Mund offen stehen...

GH (zeigt mit ausgestrecktem Arm auf den reichlich gedeckten Servierwagen): Du... du hast...
MM (lächelt sie verschmitzt an, als er den Wagen neben der Couch parkt u. seiner sprachlosen Freundin ins Wort fällt): Jep! Gekocht!
GH (strahlt ihn wie die Sonne an): Gott, wie süß! Du hast an Frühstück gedacht. Wann hast du das denn...?
MM (fährt sich mit einer Hand nervös übers Gesicht): Hab ich gestern gleich mitbestellt.
Mann, jetzt reiß dich mal zusammen! Das ist doch kein Ding, hier ein paar Brötchen zu besorgen. Echt jetzt! Stay cool, Meier!
GH (himmelt ihn an): Oh!
MM (weiß im ersten Moment nicht, was er als nächstes tun soll u. steht etwas hilflos neben dem Servierwagen): Äh... Ist es dir recht so, wenn wir hier essen? Also ähm... Frühstück im Wasserbett ist, glaube ich, keine so gute Idee... äh... bei deinem nervösen Magen... und so.
Wie aufmerksam von ihm! Er ist so ein Schatz! Wahnsinn!
GH (völlig überwältigt von der schönen Überraschung): Du bist unglaublich!
Mann, jetzt hör auf, hier so ein Fass aufzumachen. Ist doch nichts dabei. Ich hab halt auch Kohldampf. Nach DER Nacht auch kein Wunder!
MM (grinst): Ich weiß.

Marc, der seine zwischenzeitlich abhanden gekommene Coolness wieder gefunden hatte, zwinkerte seinem Haasenzahn zu, legte die beiden Handys zur Seite und tischte auf: Orangensaft, einen Kakao und einen Kaffee, verschiedene Brötchensorten, Marmelade, Honig, Nutella, Erdnussbutter, Cornflakes für sich selbst, zwei Schokocroissants für seine Naschkatze und eine Schale Erdbeeren, die ließ er aber zur großen Verwunderung von Gretchen auf dem Servierwagen stehen...

MM (grinst sie breit an u. fläzt sich neben sie auf die Couch): Für später!
GH (sieht ihn etwas irritiert an): Später? Aber.... Wir haben Dienst, wir können nicht ewig hier...
Wenn’s sein muss, bleibe ich auch für immer mit dir hier. Ist gerade irgendwie... ja äh... schön, ne.
MM (schüttet sich Milch in seine Müslischale u. lehnt sich damit zurück an die Lehne): Der Chef sagt, es reicht auch, wenn wir erst später im EKH aufkreuzen.
GH (perplex): Papa hat das erlaubt?
MM (verschluckt sich an seinem Müsli u. hustet einmal laut auf): Äh... nö! Aber ich!
GH (hat sich gerade ein Schokohörnchen aus dem Korb genommen u. nimmt es auseinander u. sieht ihn nun vorwurfsvoll an): Jetzt lass mal nicht gleich den großen Boss raushängen, nur weil Papa mal zwei Wochen nicht da ist.
MM (muss dann doch den Chef- äh... Oberarzt raushängen lassen): Liebes, wenn ich den Boss raushängen lassen würde, dann hättest du gleich nach dem Ball noch im Kleid wieder im OP gestanden. Also Klappe halten und iss! Sonst kommst du mir noch völlig vom Fleisch ab bei der ganzen Akrobatik hier.
GH (sieht ihn entrüstet an): Eh!

Marc grinste sie frech an und schob sich dann sein Kräftemüsli in den Mund. Gretchen schüttelte nur fassungslos mit dem Kopf und widmete sich nun ebenfalls dem reichlichen Frühstücksbüffet. Er hatte sogar an eine kleine rote Rose gedacht, die nun in einer Vase in der Mitte des Glastisches thronte. Wie konnte sie ihm da lange böse sein, wenn er ihr so ein tolles Frühstück geschenkt hatte. Nachdem Marc aufgegessen hatte, lehnte er sich entspannt zurück, legte seinen Arm auf die Sofalehne und beobachtete aus dem Augenwinkel heraus seine süße Naschkatze, die heute Morgen einen ordentlichen Appetit aufzuweisen hatte. Nach der anstrengenden Nacht auch kein Wunder, dachte er sich und begann unweigerlich breit zu grinsen. Das bemerkte auch Gretchen, die augenblicklich etwas Farbe ins Gesicht bekam. Sie drehte ihren Kopf zu ihm herum und sah ihn misstrauisch an...

GH: Ist was?
MM (grinst noch mehr, als er wie gebannt auf ihre verführerischen Lippen starrt): Du... hast da was?
GH (verwirrt): Wa...

Doch ehe sie nachfragen konnte, hatte Marc sich auch schon zu ihr vorgebeugt und mit seinem Zeigefinger den Klecks Nutella von ihrem Mundwinkel gewischt und sich danach seinen Finger abgeleckt. Gretchen lächelte ihn an und errötete noch ein bisschen mehr. Sie strich sich verlegen über ihren Mund und spürte wieder dieses unvergleichliche Kribbeln, das nur Einer bei ihr auslöste. Und eben dieser Eine fand sie einfach nur zum Knutschen süß in diesem Moment und kam seinem Verlangen augenblicklich nach. Er zog seine überraschte Naschkatze auf seinen Schoss und schleckte ihren verführerischen Mund ab, nur um sicherzugehen, dass nicht irgendwo noch ein Krümmelchen oder Schokolade daran klebte. Sie schmeckte genauso süß, wie er gedacht hatte und sein Herz schlug augenblicklich ein paar Umdrehungen schneller, als sie ohne Umschweife in die innige Knutscherei einstieg. Gretchen legte ihre Arme um seinen Nacken und schmiegte sich verführerisch an seinen erhitzten Körper, der einen regelrechten Temperaturschock erlitt, weil eine Gänsehautwelle nach der anderen ihn durchfuhr. Irgendwann lösten sie ihre Lippen wieder voneinander und Gretchen sah Marc ganz verklärt und mit klopfendem Herzen an...

GH: Lass uns das wieder machen!
MM (noch völlig außer Atem und verwirrt u. auf ihre süßen Lippen fixiert): Das tun wir doch eh ständig und ich gebe zu, ich kann nicht genug davon bekommen.

Und schon hatte er seine gierigen Lippen wieder auf die ihren gesetzt zu einem unglaublich intensiven Kuss, der Gretchen für einen kurzen Moment in den Himmel und zurück schickte. Völlig durcheinander klärte sie ihn über ihr Anliegen auf. Zumindest versuchte sie es, denn seine Gedanken gingen eher in eine andere Richtung...

GH: Äh... Ich meinte eigentlich so eine spontane Nacht.
MM (grinst sie anzüglich an): Süße, unsere Nächte sind immer spontan... und heiß... und wild und...

Er legte seine warmen Hände an ihren Hintern und presste ihren weichen Körper gegen den seinen und flüsterte ihr dabei etwas ins Ohr, das ihr sofort wieder die rote Farbe ins Gesicht trieb. Nur mit großer Mühe fand die blonde Frau ihre Fassung wieder....

GH: Jaaa, ääähhh... schooon... Alsoooo... ääähhh... Du... du verstehst mich falsch. Also ein bisschen nur. Ääähhh... Ich meinte eigentlich das hier... so einen spontanen Ausbruch aus dem Alltag. Ob jetzt der Ärzteball oder die Nacht mit Frühstück im Hotel. So was halt.

Gretchen sah ihn zuckersüß an. Marc lächelte nur...

MM (ist derselben Meinung): Klar!
GH (überrascht): Echt? Ohne Gemecker wegen unseren Finanzen? Du sparst doch auf...
Ach Süße, für dich würde ich mein letztes Hemd hergeben.
MM (zwinkert ihr zu, als er sie unterbricht): Muss ja nicht immer gleich ein Luxustempel sein.
Eine Hütte am See würde auch genügen.
GH: Aber wir sind doch gerade in einem?
MM (streichelt verführerisch ihren Arm entlang u. sieht ihr in die fragenden Augen): Jep! Und da das lange, lange, lange nicht noch mal passieren wird, müssen wir das hier auch ausgiebig auskosten.
GH (sieht ihn ungläubig an): Wie meinst du das jetzt? Aber wir müssen doch... Die Patienten!
Scheiß auf die Patienten! Wozu gibt’s Assis für die Drecksarbeit? Gott hat heute mal Pause und etwas ganz anderes vor.
MM (ist nicht aus der Ruhe zu bringen u. kontert cool): Es ist Wochenende. Vor Montag stehen keine größeren OPs an. Die Bude ist heute eh voller nerviger Besucher mit ihren beschissenen Fragen. Und Big Boss ist nicht da. Was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß.
GH (muss dann doch über seine Lockerheit schmunzeln): Also wenn Papa von deiner Einstellung wüsste, hätte er sicherlich jemand anderes als seine Vertretung bestimmt.
MM (lacht): Och du, der wirkte doch am Telefon auch ganz entspannt.
Stimmt! Den Urlaub haben sich die beiden wirklich verdient nach dem turbulenten Jahr. Hmm... Eigentlich hätte ich ja auch Lust, mal wieder wegzufahren. Aber Marc spielt da bestimmt nicht mit, v.a. jetzt nicht, wo er Chef spielen darf. Hmm... Ach was soll’s? Außerdem ist das hier ja auch quasi schon eine Reise ins Paradies. Gestern noch im Märchenreich und in der Blauen Lagune und heute im Schlaraffenland. Der Kakao war ja mal so was von lecker. Was das wohl für eine Sorte ist? Hmm... Sollte mich mit dem hier zufrieden geben. Ich finde es wirklich schön so. Und Marc wirkt auch vollkommen tiefenentspannt. Ich hätte ja nie gedacht, dass ich ihm mal wichtiger sein würde als sein Job. Hach... er ist einfach toll!
GH (grinst ihn frech an): Weil du dich eingeschleimt hast.
MM (funkelt sie an): Eh! Gar nicht wahr! Außerdem gilt seine Hauptsorge eh nur dir. Und da er mir hunderttausend Mal gedroht hat, dass ich dich gefälligst glücklich machen soll, werd ich das jetzt auch tun.
Oh, oh!
GH (lacht): Ich glaube, er hat das in einem anderen Zusammenhang gesehen.
MM: Ich sehe das aber in diesem Zusammenhang hier.
Spinner! Aber ein unheimlich süßer!

Marc stand mit ihr im Arm vom Sofa auf, schnappte sich die Schale Erdbeeren vom Servierwagen, die er seinem überrumpelten Haasenzahn in die Hand drückte, die ihn jetzt ganz irritiert ansah und sich an ihm festklammerte, und ging mit ihr zum Badezimmer...

GH: Marc, was hast du vor?
MM (grinst vor sich hin): Die sanitären Einrichtungen hier testen.
GH (gibt ihm einen kleinen Klaps auf den Hinterkopf): Boah Maaarc!

Der charmante Entführer lachte nur, schloss mit einem gekonnten Fußkick die Tür und setzte seine widerspenstige Prinzessin vor der riesigen Badewanne ab. Er stellte das Wasser an und sah seine skeptische Freundin nun grinsend an...

MM: Die ham nen Whirlpool. Siehst du?
GH (schüttelt fassungslos den Kopf): Super, Marc!
MM (mehr als begeistert von seiner Idee): Eben! So und jetzt runter mit deinem Cleopatrafummel hier!

Mit einem Ruck hatte Dr. Meier das störende Bettlaken von ihrem atemberaubenden Körper gezogen. Gretchen blitzte ihn daraufhin mit funkelnden Augen an, sagte aber nichts weiter dazu. Zu aufregend war auch für sie dieser Moment. Marc verstand es als stilles Einverständnis und hob sie vorsichtig in die Whirlwanne. Dann stellte er die Wasserdüsen an. Gretchen seufzte auf, als sie den Widerstand verspürte, aber entspannte sich schnell und genoss das Massagegefühl durch die blubbernden Luftblasen im warmen Wasser. Dann stieg auch Marc zu ihr in die Wanne. Er setzte sich hinter sie und schlang seine Arme und Beine um ihren Körper, um seiner Traumfrau ganz nah zu sein. Gretchen schloss ihre Augen und legte ihren Kopf an seine starke Schulter. Er schmiegte sich an sie und griff mit einer Hand in die kleine Schüssel mit Erdbeeren, die er auf dem Beckenrand abgestellt hatte. Er stupste mit der süßen Frucht an ihr kleines Stupsnäschen, woraufhin sie lächeln musste, dann fuhr er damit zärtlich ihre Wange entlang und schließlich über ihre sinnlichen Lippen, die sich ganz langsam öffneten, um sie aufzunehmen. Marc wiederholte das Spiel ein paar Mal, naschte auch selber die eine oder andere Erdbeere und Gretchen genoss es, neben der sanften Wassermassage, von ihm ganz liebevoll gefüttert und immer wieder zwischendrin geküsst zu werden.

http://www.youtube.com/watch?v=TIoKndN05xc

GH (seufzt): Mmmhhh!
MM (bekommt eine Gänsehaut von ihrem leisen zufriedenen Stöhnen u. streicht ihr mit einer Beere wieder verführerisch über ihre vollen Lippen): Und zufrieden mit dem Ende deines Märchens?
Jaaaa! Aber ich will, dass es niemals aufhört.
GH (dreht ihren Kopf zur Seite, um ihn anzusehen): Gehört das hier nicht mit zum Anfang?
MM (sieht in ihren Augen hin u. her u. verliert sich regelrecht darin): Wenn du meinst! Ich kenn mich da nicht so sehr aus.
Dafür, dass er sich nicht mit Märchen auskennt, hat er doch wahre Prinzenqualitäten bewiesen. Ein wunderbarer Ball mit Freunden. Einen schwarzen Ritter bekämpft. Verhandlungen geführt. Ein märchenhafter Tanz bis in die frühen Morgenstunden. Und eine aufregende Nacht in einem Himmelbett. Schöner kriegen es nicht mal die Gebrüder Grimm oder Richard Curtis hin.
GH (ganz verträumt): Hmm! Das ist das schönste Märchen von allen. ... Danke!

Gretchen kuschelte sich in Marcs warme Arme. Der verliebte Oberarzt lächelte nur still vor sich hin und küsste ihren Nacken. Die spontane Überraschungsnacht im Hotel konnte somit als voller Erfolg abgebucht werden. Die beiden Verliebten verbrachten noch einen schönen entspannten späten Vormittag mit Wasserspielen im Badezimmer. Kurz nach dreizehn Uhr verließen sie schließlich das Hotel „Aden“ und fuhren schnell nach Hause, um sich für den Dienst umzuziehen, den sie eine Stunde später auch gut gelaunt antraten. Es wurde eine ruhige Schicht.

Lorelei Offline

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01.02.2011 17:35
#916 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Ja, wir sind endlich durch. Der Ärzteball kann als abgeschlossen abgehakt werden. Hat ja auch lange genug gedauert. Aber es freut mich sehr, dass ihr diese Episode so gut angenommen habt. Danke noch mal für eure tollen Kommis. So und nun weiter geht’s. Während Martchen schon längst der Alltag wieder hat, geht es bei Bidi noch sehr entspannt zu. Viel Vergnügen jetzt mit dem nächsten Teil von der Mehdi-Front! Ach und Vorsicht: akute Zuckerschockgefahr!

Liebe Grüße u. ganz viel Spaß morgen Abend mit dem Original. (Ich pausiere morgen wieder.) Eure Lorelei




Zwei Tage später

Ein leises Summen war zu hören, dann das Klirren von zwei Tassen, die auf einem harten Untergrund abgestellt wurden, anschließend das Fließen von Wasser, dann wieder das seltsame tiefe Summen, das wohl einen Ohrwurm darstellen sollte, aber sie kam einfach nicht darauf, welcher es sein könnte. Außerdem war der Anblick, der sich ihr gerade bot, bei Weitem interessanter als die musikalische Untermalung. Musik in Liebesszenen wurde eh viel zu sehr überschätzt. Außerdem hatte sie noch nie darauf geachtet. Sie mochte ja nicht mal Liebesfilme. Obwohl sie nach diesem aufregenden, einzigartigen, unvergesslichen Wochenende, während dem sie allein von Luft und Liebe gelebt hatte, ihre Meinung darüber grundlegend geändert hatte. Vielleicht hatten „Notting Hill“ und „Tatsächlich Liebe“ ja doch Recht? Es gab sie wirklich, die große, einzig wahre Liebe, mit der plötzlich alles anders und wunderschön war. Sie hatte sie tatsächlich gefunden, nach unzähligen Pleiten in ihrem Leben und ohne groß danach gesucht zu haben. Einfach so! Aber das wahre Leben war bei Weitem aufregender als irgendein kitschiger Hollywood-Schmachtfetzen, der an den entscheidenden Stellen immer zu Ende war, oder eine nervige Liebesschnulze, die er wohlmöglich gerade vor sich hin summte. Er hatte einen furchtbaren Musikgeschmack, aber das war ihr in diesem Moment egal. Seine sexy Stimme klang wie die schönste Musik, die sie je gehört hatte, in ihren Ohren und sie ließ ihr Herz gleich wieder höher schlagen, das ja eh schon in den letzten beiden Tagen im Rekordmodus lief und wohlmöglich alle EKGs der Welt gesprengt hätte. Es war einfach ein unbeschreibliches Gefühl, es zu erleben, zu spüren, zu wissen, dass man geliebt wurde. Sie musste unweigerlich lächeln und fasste sich an ihr Herz, das wieder einmal überschäumte vor lauter Glück. Und dieser Anblick hier, der sich ihr gerade bot, war einfach nur aufregend und unbezahlbar. Da kamen alle Hugh Grants und Ashton Kutschers dieser Welt nicht im Entferntesten heran. Hier stand wirklich ein realer nackter Mann in ihrer Küche! Und was für einer! Groß, gut gebaut, muskulös, braungebrannt, dunkles lockiges zerzaustes Haar. Gott persönlich! Zumindest in ihren Augen. Naja vielleicht nicht ganz. Einen kleinen Makel hatte der zu einem Ohrwurm seine Hüften locker schwingende Adonis dann doch. Die hässliche rote Unterhose mit den Automotiven störte ein wenig das göttliche Bild, verdeckte sie doch seinen perfekt geformten, knackigen Prachthintern. So musste die junge Frau eben auf ihre Erinnerungen zurückgreifen. Gabi Kragenow lehnte sich seitlich an den Türrahmen und schaute ganz verträumt zu Mehdi Kaan rüber, der mit dem Rücken zu ihr stand und gerade Wasser in ihre Kaffeemaschine füllte. Die Anspannung fiel von ihr ab. Er war immer noch da. Kurzfristig hatte die brünette Krankenschwester wirklich Panik gehabt, dass er es sich doch noch anders überlegt und das Weite gesucht hätte, nachdem sie gerade eben ohne ihn in ihrem Bett aufgewacht war. Es war das erste Mal in den knapp fünfundfünfzig Stunden gewesen, die sie nun mehr oder weniger offiziell zusammen waren, dass sie sich nicht fest in den Armen gehalten hatten. Und es fühlte sich einfach nur furchtbar an. Kalt und einsam. Und das wollte die verliebte Frau nie wieder haben. Deshalb stieß sie sich auch schnell von der orangefarbenen Wand ab und ging auf ihren Traummann zu, der einen Hüftschwung aufzuweisen hatte, der Elvis Presley in nichts nachstand. Mehdi hatte sie noch nicht bemerkt und kippte gerade den letzten Löffel Kaffeepulver in die Maschine, als sich plötzlich zwei schlanke Frauenarme um seine Taille schlangen und er ihren warmen Atem an seinem Hals vernahm. Augenblicklich schlossen sich seine Lider und er schmiegte seine Wange gegen die ihre. Ein wohliger Schauer durchfuhr seinen Körper. Gabi ging es genauso. Sie lächelte glücklich, als sie seine Wärme endlich wieder spürte. Er fühlte sich so gut an. Sie beschloss, ihn nicht mehr loszulassen. Mehdi lächelte ebenfalls und ließ den Kaffeelöffel fallen. Er genoss ihre Nähe in vollen Zügen und sog ihr betörendes Parfum ein. Die verliebte Frau presste sich von hinten an seinen durchtrainierten Körper und schloss ihren charmanten Oberarzt mit ihren Armen ganz fest ein. Ihre weichen Lippen strichen für einen Bruchteil von einer Sekunde über seinen Hals. Dann raunte sie plötzlich verführerisch in sein Ohr, so dass er eine Gänsehaut bekam...

GK: Wann habe ich dir eigentlich erlaubt unser Bett zu verlassen?

Der eingekesselte Frauenarzt schmunzelte und drehte sich langsam zu seiner frechen Stationsschwester um. Er sah ihr direkt in ihre strahlenden Augen, die ihn förmlich umhauten, weil sie so voller Liebe und Sehnsucht waren. Sein Herz klopfte wie wild und ihre Nähe machte ihn völlig verrückt...

MK: Brauche ich dafür eine Erlaubnis?
GK (schmiegt sich an ihn u. säuselt voller Überzeugung): Ja!
Du bist ja süß!
MK (lacht): Oh! Aber... Ich wollte ... eigentlich nur ... Frühstück machen.
Wie süß von ihm!

Gabi lockerte ihre Umklammerung und schlang nun ihre Arme um seinen Nacken, den sie sanft kraulte, stellte sich auf ihre Zehenspitzen und gab ihrem Liebsten einen zärtlichen Eskimokuss auf seine Nase. Dann schaute sie ihm tief in die Augen und säuselte verliebt...

GK: Mmmhhh! Frühstück im Bett! Klingt sehr verführerisch.

Mehdi, der völlig fasziniert in ihren Augen hin und her schaute, strich ihr mit seiner freien Hand übers Haar und lächelte sie ebenso verliebt an...

MK: Nicht so verführerisch wie du.

Gabis rehbraune Augen funkelten ihn an. Ihr fesselnder Blick sagte mehr als tausend Worte. Mehdi senkte seinen Kopf und Gabi schloss erwartungsvoll ihre Augen. Dann küssten sie sich endlich ganz sanft und gefühlvoll. Der verliebte Oberarzt schlang seine starken Arme um Gabis zierliche Taille und zog sie ganz nah zu sich heran. Zärtlich umspielten sich ihre Zungen und ein Kribbeln durchfuhr ihre beiden Körper. Sie drehten sich einmal im Halbkreis und stießen gegen den Küchentisch. Mehdi hob Gabi ganz vorsichtig hoch und setzte sie darauf ab. Sie umschlang sofort seine Hüfte mit ihren langen, schlanken Beinen und zog den aufregenden Mann noch näher zu sich heran. Mit der einen Hand stützte Mehdi ihre Taille. Die andere ruhte an ihrer Wange. Sie küssten sich bald immer leidenschaftlicher. Gabis zarte Hände strichen gefühlvoll über seinen nackten muskulösen Rücken und hinterließen einen Gänsehautfilm auf seiner Haut. Aber auch der zärtlichen Verführerin lief ein Schauer nach dem anderen über den Rücken. Sie konnte nicht genug von seinen heißen Küssen bekommen. Und ihm ging es da genauso. Minutenlang schmusten die beiden Verliebten miteinander und vergaßen völlig Raum und Zeit und auch, dass die Kaffeemaschine noch immer nicht angestellt worden war. Ihr gemeinsames Frühstück war ihnen egal. Nur sie beide zählten in diesem Moment. Die Zeit stand für die beiden seit zwei Tagen still und sie wünschten sich nichts sehnlicher, als dass diese innigen Momente zusammen nie enden würden. Irgendwann mussten sie aber doch ihre Lippen voneinander lösen und schnappten nach Luft. Stirn an Stirn hielten sie sich fest und sahen sich tief in die Augen...

MK (lächelt sie verliebt an u. streichelt ihre Wange): Hab ich dir eigentlich heute schon einen schönen Guten-Morgen gewünscht?
GK (erwidert sein strahlendes Lächeln u. zwinkert ihm zu): Nein, nur gezeigt.
MK (gibt ihr einen kurzen innigen Kuss auf den Mund u. sieht sie dann verschmitzt an): Dann ist ja gut.
GK (flirtet ihn an): Bekomme ich diesen besonderen Service jetzt jeden Morgen?
MK (lächelt): Wenn du magst?
GK (schmachtet ihn an): Unbedingt!
MK: Dann hab ich wohl keine andere Wahl.
GK (grinst): Nein, hast du nicht.
Ich lasse dich nämlich nie wieder hier weg.
MK: Und habe ich dir heute schon gesagt, wie wunderwunderschön du bist?
GK (beißt sich auf ihre Lippen u. sieht ihn verliebt an): Nein!
MK (sieht zwischen ihren Augen hin u. her): Dann muss ich es wohl jetzt nachholen.

Mehdi senkte seinen Kopf ein wenig, strich ganz behutsam mit seinen warmen Lippen über ihre gerötete Wange, ihre Stirn, die andere Wange, ihre Nase und verharrte schließlich einen Hauch einer Sekunde auf ihren weichen Lippen. Gabi schloss erwartungsvoll ihre Augen und gab sich seinen sanften Zärtlichkeiten hin. Er wanderte weiter und fuhr nun über ihren zarten Hals bis zu ihren süßen Ohrläppchen, in das er zärtlich hinein biss. Gabi seufzte leise und neigte ihren Kopf. Dann verweilte sein verführerischer Mund an ihr Ohr, in das er ganz leise hineinhauchte...

MK: Du bist wunderschön, Gabi.

Seine Angebetete lächelte und wurde tatsächlich ein bisschen rot. Seine schönen Komplimente gingen ihr immer runter wie Öl. Sie konnte nie genug davon bekommen. Die verliebte Krankenschwester legte ihre rechte Hand an seine Wange und streichelte diese zärtlich mit ihrem Daumen. Im Nu küssten sie sich wieder. Dieses Mal stürmischer und fordernder. Mehdis sanfte Gynäkologenhände fuhren dabei ganz langsam ihre nackten schlanken Oberschenkel hoch. Gabi erschauderte, als sie ihren Po erreichten, diesen sanft massierten und dann unter ihr weites Hemd wanderten und dieses leicht nach oben schoben. Ihr Herz klopfte ihr in diesem Moment bis zum Hals. Doch der sanfte Verführer öffnete plötzlich seine Augen, löste den Kuss und sah die schöne Venus verwundert, aber auch leicht amüsiert an...

MK: Sag mal, ist das mein Hemd?
GK (grinst ihn frech an): Was dagegen?
MK (lächelt u. mustert sie ganz akribisch): Nö! Steht dir!
GK (beißt sich auf ihre Unterlippe u. sieht ihn ganz verführerisch an): Und wieso knöpfst du mir es dann auf, wenn es mir doch so gut steht?
Weil du mir ohne noch viel besser gefällst!
MK (macht unberührt damit weiter u. lächelt sie dabei verschmitzt an): Weiß nicht.
Oh Gott, ich liebe es, wenn er so unaufgefordert fordernd wird.
GK (streckt sich ihm verheißungsvoll entgegen, als er ganz langsam Knopf für Knopf sein Hemd öffnet): Herr Doktor, Sie nehmen es aber wirklich sehr genau mit einer eingehenden Untersuchung.
MK (seine Stimme klingt immer erregter): Ist doch mein Job.
GK (hält die Anspannung kaum noch auf u. sieht ihn verlangend an): Macho!

Mehdi lachte laut auf. Auch er spürte, dass die Luft brannte und nur noch ein kleiner Funke genügte, bis der Raum restlos in Flammen stand. Er hatte gerade ihren letzten Knopf geöffnet und schob das weiße Hemd nun vorsichtig über ihre Schulter. Es rutschte sofort ihre dünnen Arme hinab und landete auf dem Küchentisch. Der Anblick ihres nackten Oberkörpers war atemberaubend und jedes Mal auch wieder neu für ihn. Lasziv räkelte sich die brünette Venusfalle auf dem schmalen Tisch und funkelte ihren Geliebten mit gierigen Augen an. Verlangend musterte Mehdi jeden Zentimeter ihres perfekten Körpers, den sie leicht nach hinten gebeugt hatte. Ihre langen Haare streiften die Tischplatte. Ihm lief regelrecht das Wasser im Mund zusammen, als er sie so sah. Er konnte gar nicht anders. Er musste sie jetzt berühren, sie küssen, streicheln, lieben. Langsam wanderten seine Fingerspitzen ihre Seite entlang. Zielsicher fanden sie ihren Weg zu ihren perfekten Brüsten. Sie zitterte und beobachtete ganz genau, was er tat. Er streichelte sie ganz sanft und gefühlvoll. Mit seinen Augen verfolgte er konzentriert jede einzelne seiner Handbewegungen. Sie stöhnte leise und streckte sich ihm verheißungsvoll entgegen. Gabi wollte mehr. Sie schlang ihre Beine noch enger um seine Hüfte. Sie spürte deutlich, wie erregt er war. Gabi richtete sich auf, sah ihm einen Moment verlangend in seine funkelnden Augen, kitzelte mit ihrer Nasenspitze die seine, dann küsste sie ihn stürmisch und unmissverständlich. Mehdi stieg sofort darauf ein. Gabis flinke Hände huschten über seinen nackten Rücken und gingen schließlich auf Tauschstation in seiner knallroten Boxershorts, die alsbald zu Boden rutschte. Sie presste sich an ihn und knetete aufreizend seinen knackigen Po und trieb auch seine Pulsfrequenz damit in die Höhe. Er wollte sie so sehr. Mit einem Ruck hatte Mehdi sie wieder hochgehoben und taumelte mit ihr im leidenschaftlichen Kuss vereint durch die Küchenzeile. Für einen kurzen Moment orientierungslos fand er dann doch irgendwie den Ausgang und den Weg zur Couch im Wohnzimmer, auf die er sich mit ihr sanft niederließ und wo sie sich für die nächste halbe Stunde ganz ihrer frisch entflammten Liebe widmeten....

Lorelei Offline

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03.02.2011 16:38
#917 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Folge verdaut , also kann es hier auch wieder weitergehen. Viel Spaß! Eure Lorelei



http://www.youtube.com/watch?v=DY1UFI9DARM&feature=fvst


Eine Weile später lagen sich die beiden glücklich in den Armen. Gabi hatte ihren Kopf auf Mehdis starke Brust gebettet und kraulte ihn verträumt. Er lag mit dem Rücken an der Couchlehne und hatte eine braune Decke über ihre sich abkühlenden Körper gezogen. Sanft strich er mit seinem Zeigefinger ihren nackten Arm entlang, der über der Decke lag. Eine zarte Gänsehaut zog sich daraufhin über ihren Körper. Beide lächelten zufrieden vor sich hin. Immer wieder drehte Gabi ihren Kopf zur Seite, um ihren Liebsten anzusehen. Er erwiderte ihre verliebten Blicke mit einem strahlenden Lächeln und küsste sie zärtlich auf den Mund. Daraufhin schmiegte sich die schöne Krankenschwester noch enger an seinen warmen Körper, der ihr soviel Geborgenheit und Halt gab, wie sie es noch nie zuvor in ihrem Leben von einem Mann erfahren hatte. Mehdi schlang seine Arme um sie und drückte sie an sein Herz, das wie verrückt in seiner Brust schlug. Er gab ihr einen kleinen Kuss auf ihr Haupt, strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht und sah sie schwerverliebt an...

MK: Ich liebe dich!

... sagte er plötzlich ganz leise und aus voller Überzeugung, so dass es Gabi tief berührte. Ihr verträumtes Lächeln wurde noch breiter und ihr Herz tanzte vor überschäumendem Glück. Sie drehte sich und lag nun auf Mehdis Bauch. Sie legte ihr Kinn auf seine starke Brust und schaute zu ihm hoch. Seine leuchtenden Augen hauten sie förmlich um...

GK (ganz verträumt): Sag es noch mal!

Mehdi lächelte und richtete sich etwas auf, um ihr einen kleinen Kuss auf die Nasenspitze zu geben, was sie zum Kichern brachte. Dann wiederholte er sein Liebesgeständnis mit sanfter Stimme und sah ihr dabei tief in die Augen...

MK: Ich liebe dich, Gabi Kragenow.

Gabis Augen blitzten auf vor Glück und sie positionierte ihren Kopf wieder direkt über seinem Herzen, welches sie in seiner Brust heftig vibrieren spürte....

GK: Ich dich auch, Mehdi Kaan!

Mehdi, der sein Glück kaum fassen konnte, strahlte sie an und zog ihren Kopf nun zu sich hoch. Wieder vereinten sich ihre Lippen zu einem zärtlichen Kuss voller Liebe, der gar nicht mehr aufhören wollte. Danach lagen sie sich in den Armen und streichelten sich ganz verträumt. Doch plötzlich drehte sich Gabi zur Seite und sah ihr Herzblatt mit ernster, leicht nachdenklicher Miene an. Verwundert sprach der verliebte Oberarzt die Schöne darauf an...

MK: Was ist?
GK: Nichts! Es ist nur...

Mehdi bemerkte ihren nachdenklichen Ton und streichelte beruhigend ihren Arm, woraufhin sie ihm direkt in seine schönen rehbraunen Augen blickte...

MK: Ja?

Gabi seufzte und wurde tatsächlich etwas rot im Gesicht, weil ihr ihre albernen Gedanken jetzt irgendwie doch peinlich erschienen. Sie überlegte hin und her und entschied sich dann doch, ihm zu gestehen, was ihr gerade durch den Kopf ging...

GK: Ähm... Hier.... Also hier auf dem Sofa... haben wir auch... zum ersten Mal...
MK (versteht, was sie ihm damit sagen will u. lächelt sie aufmunternd an): Ich weiß! Aber keine Angst. Diesmal haue ich nicht ab.
GK (wieder beruhigt): Das will ich ja wohl hoffen. Ich lass dich nämlich nicht mehr gehen.
MK: Nicht?
GK (kuschelt sich an ihn u. streicht ihm gefühlvoll über seine Brust): Nie, nie mehr!
Es gibt keinen anderen Ort, an dem ich jetzt lieber wäre als bei dir, Gabi.
MK: Dann muss ich wohl hier bleiben.
GK: Genau!
MK (blickt ihr tief in die Augen): Ehrlich gesagt, will ich auch gar nicht mehr hier weg.
GK (sieht gerührt in seinen schönen Augen hin u. her): Echt?
MK: Echt! Ich fühl mich unglaublich wohl bei dir.
Ist das ein Traum?
GK: Das ist schön.
MK (lächelt): Finde ich auch.

Einen Moment herrschte wieder Stille zwischen den beiden und sie sahen sich einfach nur verliebt in die Augen, bis Mehdi irgendwann wieder das Wort erhob. Denn ein Gedanke hatte ihn seit Freitagnacht nicht mehr losgelassen...

MK: Darf ich dich etwas fragen?
GK (richtet sich etwas auf u. sieht ihn neugierig an): Klar, alles was du willst.
MK (wirkt plötzlich nervös): Wann... wann hast du es gemerkt?
GK (versteht erst nicht, worauf er hinaus will): Was denn?
Was mache ich eigentlich hier? Ich kann sie das doch nicht fragen. Oder?
MK (schaut vorsichtig in ihre Augen): Naja ähm... dass du... also dass da mehr zwischen uns...
Oh! Er... Oh!
GK (hat endlich verstanden u. blickt ihn verlegen an): Wann ich mich in dich verliebt habe?
MK (wird ganz verlegen u. senkt seinem Blick): Ähm... ja.
Ich hätte sie nicht fragen sollen.
GK (grinst ihn verschmitzt an): Du bist ja ganz schön neugierig!
Was hab ich mir nur dabei gedacht?
MK (wird tatsächlich etwas rot u. wiegelt sofort wieder ab): Du... du musst nichts sagen, wenn du nicht magst.
Ich weiß nicht. Das ist schon irgendwie intim. Gut, wir waren gerade intim und sind es noch, wenn man bedenkt, dass wir nackt zusammen unter einer Decke liegen, was nebenbei bemerkt wunderwunderschön ist. Aber... Nein, das ist mir peinlich. Ich kann ihm das nicht sagen. Außerdem hat diese Geschichte schon einen extrem kitschigen Touch. Wer weiß, was er dann von mir denkt? Ich bin doch eigentlich niemand, der von Helden träumt. Aber er... er war... er ist... Nein!
GK: Eigentlich sollte Frau ja schon ein paar Geheimnisse für sich behalten oder?
MK (erstaunt): Ein paar?
Na super! Jetzt denkt er gleich wieder, ich würde ihm sonst was verheimlichen.
GK (grinst ihn an): Hmm! Macht die Sache ja auch irgendwie geheimnisvoller. Findest du nicht?
Sie macht es aber echt spannend. Verdammt, wieso hab ich nie etwas gemerkt? Wenn ich nur wüsste... Ob sie damals schon...? Aber das wäre doch verrückt. Das müsste ich doch gemerkt haben. Schließlich haben wir zusammen gewohnt. Sie hatte mir doch Asyl angeboten. Mit Hintergedanken? Nein, das glaube ich nicht. Das war schon aus Mitleid oder aus Freundschaft oder wie auch immer.
MK (kann seine Neugier nicht bremsen; er muss es einfach wissen): Stimmt! Aber ... interessieren würde es mich schon... irgendwie. Warst du... Also warst du damals schon...? Ich meine, als wir uns ein Zimmer im Studentenwohnheim geteilt haben?
Oje! Das scheint ihn schon schwer zu beschäftigen. Was verspricht er sich denn davon, wenn er es weiß?
GK (sieht ihn seufzend an): Ach Mehdilein... Damals hatte ich alles andere im Kopf, als mich zu verlieben. Und wenn doch, dann hätte ich sicherlich nicht dich auf dem Plan gehabt. Ich war schwanger. Marc wollte mich nicht und hatte mich gerade rausgeschmissen. Und ich hatte plötzlich so einen Schwachmatten an der Backe, der nicht kapieren wollte, dass er nur ein unbedeutender Onenightstand war. Zwar mit weit reichenden Folgen, aber er war mir egal.
MK: Aber er hat dich geliebt. Er wäre ein guter Vater...
GK (fällt ihm schnell ins Wort, weil sie das nicht hören möchte): Ach komm, Mehdi, wir wissen doch beide, dass das ohne Liebe nie funktioniert hätte. Trotz gemeinsamen Kind. Du hast doch deine Frau auch nur aus Verantwortungsbewusstsein zurückgenommen. Du hast selber gesagt, dass ihr auf Dauer nicht mehr glücklich geworden wärt. Mit Kalle wäre das auch so geworden.
MK (stimmt ihr nachdenklich bei): Hmm! Was ist eigentlich aus ihm geworden?
GK (wirkt plötzlich kalt u. verbittert): Er hat mein Baby auf dem Gewissen. Ich hoffe, er geht an seinen Schuldgefühlen zugrunde.
MK (schockiert über ihren heftigen Gefühlsausbruch): Gabi!
GK (fängt sich schnell wieder u. sieht ihn entschuldigend an): Tut mir leid. Ich weiß ja, dass niemand dafür kann. Weder du, noch Marc und Gretchen oder Kalle. Aber es fühlt sich halt besser an, wenn man... naja... du weißt schon.
MK (streichelt ihr versöhnlich über den Arm u. sieht sie liebevoll an): Verstehe! Aber du bist gesund. Du kannst doch immer noch eine Fußballmannschaft Kinder bekommen.
GK (muss dann doch lächeln u. hakt investigativ nach): Hättest du denn gerne eine Fußballmannschaft?
Oh!!!
MK (ist dann doch leicht überfordert von der überraschenden Wende im Gespräch): Ähm... Du ... Also... ich mag eigentlich keinen Fußball.
Was wohl dann soviel heißt, dass er keine Kinder will. ... Irgendwie bin ich jetzt enttäuscht. ... Quatsch! Nee, enttäuscht ist das falsche Wort. Ach ich weiß doch auch nicht. ... Naja, das war vielleicht dann doch etwas zu früh, das überhaupt anzusprechen. ... Hätte er mal nicht so eine Andeutung gemacht! Aber war schon lieb gemeint. Also auf mich bezogen. Hmm... Aber er? Nein! ... Und solange er seine Lilly nicht wieder hat, wird das wohl eh kein Thema sein. ... Wieso ist das denn jetzt überhaupt für mich ein Thema? Ich kann doch jetzt nicht ernsthaft schon über Kinder nachdenken? Hallo, wer bin ich denn?
GK (merkt, dass es für dieses Thema noch eindeutig zu früh ist): Tut mir leid. Ich wollte dir nicht zu nahe treten.
Über noch ein Kind hab ich nie nachgedacht. Obwohl... doch... schon! Mit Gretchen hätte ich mir einen ganzen Stall voll vorstellen können. Aber da war die Ausgangslage noch eine andere. Meine Lillymaus war noch da. Sie hat sich immer ein Geschwisterchen gewünscht. Aber jetzt? Ich will sie nicht ersetzen. Ich will sie wiederhaben. Hmm... Und wenn Gabi doch Kinder haben will? Geht das nicht auf einmal viel zu schnell? Ich weiß doch gerade erst, was ich will und da sind noch so viele andere Baustellen. Lilly, Maria, die Schulden,... Aber ich will sie ja auch nicht enttäuschen. Ach ich weiß doch auch nicht.
MK (lächelt sie an, aber sie merkt, dass es aufgesetzt ist): Bist du nicht.
Ich kenn dich doch. Mich würde nicht wundern, wenn du jetzt komplett dicht machst. Wieso hab ich auch diesen blöden Satz gesagt? Ich wollte doch nur witzig sein und auf einmal ist alles wieder so verkrampft und ernst. Ich will das nicht.
GK (lenkt schnell vom Thema ab): Also du wolltest wissen, wann ich gemerkt habe, dass mein Oberarzt doch ganz nett... also mehr als nett ist?
MK (die Ablenkung wirkt; er sieht sie ganz überrascht an): Du musst nicht...
GK (lässt sich nicht, davon abhalten): Wenn schon, denn schon! Aber du darfst nicht lachen.
Ok!? Was kommt jetzt?
MK (sieht sie gebannt an): Jetzt wird es aber interessant. Hast du mich etwa heimlich beim Umziehen beobachtet?
Woah! Was war das denn? Denkst du wirklich, ein Blick auf deinen makellosen Adoniskörper genügt, dass es mich völlig umhaut? Naja... jetzt ja schon! Aber damals wusste ich ja noch nicht, was mich erwartet. Was versteckst du dich auch in deinen hässlichen Schlabberklamotten?
GK (schüttelt ungläubig den Kopf u. funkelt ihn an): Jetzt werde hier mal nicht zum selbstverliebten Gockel, ja!
MK (lacht): Ich kenne meine Wirkung auf Frauen.
Ok!? Wer ist das und was hat er mit meinem Mehdi gemacht?
GK (klappt die Kinnlade herunter): Sicher! Ich glaube, ich kann dich in Zukunft nicht mehr mit deinen Patientinnen alleine lassen.
MK (zieht sie auf u. hat einen Heidenspaß dabei): Eifersüchtig?
Das hättest du wohl gerne, was? Die Zeiten peinlicher Eifersuchtsszenen sind ja jetzt GsD vorbei. Also hoffe ich mal.
GK (blitzt ihn an): Nein!
MK (glaubt ihr kein Wort u. gibt ihr einen kleinen Kuss auf dem Mund): Sicher!?
Ich bin alles andere als eifersüchtig.
Sie ist so süß.

GK (gespielt eingeschnappt): Ich glaube, ich lasse das doch mit meinem Geständnis.
MK (setzt seinen unwiderstehlichen Dackelblick auf, der sie immer schwach werden lässt): Oh bitte, ich hab’s dir auch gesagt.
Na toll! Was soll ich dazu sagen? Ich renne dir seit Monaten wie eine verzweifelte Kuh hinterher und Monsieur merkt erst letzte Woche ganz zufällig beim Tanzen, dass er sich doch mehr vorstellen kann. Hmm... Wir hätten schon viel früher zum Salsa gehen sollen, wenn ich gewusst hätte, welche Wirkung das bei ihm hat.
GK (sieht ihn leicht vorwurfsvoll an, auch wenn das eigentlich nicht bezweckt ist): Ja, aber das ist ja auch etwas ganz anderes. Du hast viel zu lange gebraucht, um...
MK (plötzlich wieder ernst): Doch so lange schon?
Scheiße!
GK (sieht peinlich berührt zur Seite): Ach Mehdi...
MK (schließt beschämt seine Augen u. flüstert leise): Ich bin ein Idiot.
GK (blickt ihn dann doch wieder an): Das kann ich voll und ganz so unterstreichen. Du weißt ja gar nicht, wie oft ich mich völlig zum Affen gemacht habe wegen dir.
MK (in seinen Gehirnwindungen rattert es gewaltig): Oh!
GK (räuspert sich u. will das Thema lieber heute als morgen abhaken): Aber Schwamm drüber!
Sie hat mich damals schon geliebt!

Dr. Kaan wurde plötzlich so Einiges klar und er sprach sie auch unvermittelt darauf an...

MK: Du hast das geplant?
GK (sieht ihn ziemlich verwirrt an): Was? Mich in dich zu verlieben? Oh nein, sicher nicht. Das... das hab ich echt nicht geplant.
MK: Nein, ich meine den Abend hier. Damals, als ich dir beim Umzug mit den Möbeln geholfen habe. Warst du da schon...?
Scheiße, er hat’s gemerkt!
GK (senkt verlegen ihren Blick): Vielleicht.
Oh mein Gott!
MK (fasst sich an seine Stirn): Deshalb dein Aufzug... also das Negligé?
Oh Gott, er hat es nicht vergessen. Ich sterbe hier.
GK (wird rot, versucht es sich aber nicht anmerken zu lassen): Ich dachte, du hättest es gar nicht wahrgenommen?
MK (verlegen): Doch, doch! Also ich wusste die ganze Zeit überhaupt nicht, wo ich hinschauen sollte.
GK: Vielleicht hättest du mir einfach nur lange genug in die Augen schauen sollen?
MK (sieht ihr direkt in die Augen): Ja, vielleicht.
Oh Mann, sie war verliebt in mich und ich hab das schamlos ausgenutzt. Gut, ich hab es nicht gemerkt, aber trotzdem... Ich fühl mich furchtbar.
GK: Du warst der erste Mann, der nicht darauf angesprungen ist.
Ok, so genau wollte ich das nun wirklich nicht wissen.
MK: Ach, du hast schon öfter fremde Männer damit in deine Wohnung gelockt?
Na toll, klar, dass er das jetzt denkt. Du versaust hier gerade echt alles.
GK (sieht ihn unschuldig an): Das Teil hatte ich nur für dich gekauft.
Aber schon süß, was für Gedanken sie sich damals schon gemacht hat und ich Idiot merke das noch nicht mal.
MK (muss unweigerlich lächeln): Oh! Vielleicht solltest du es bei Gelegenheit mal wieder anziehen.
Ok!? Vielleicht versaue ich es mir doch nicht gerade. Was wird das denn jetzt? Er flirtet doch mit mir!
GK: Was? Um fremde Männer in meine Wohnung zu locken?
MK: Nein, natürlich nicht! Ich meine, äh... für mich. Stand dir nämlich hervorragend.
Er flirtet doch!
GK (schmunzelt): Du hast doch hingekuckt?
MK (schaut sie völlig unschuldig an): Ich bin auch nur ein Mann.
Auf einmal?
GK (grinst): Ich fand es eigentlich ziemlich süß, wie du dich damals verhalten hast.
Wie ein schüchterner Schuljunge, der zum ersten Mal eine nackte Frau gesehen hat.
MK: Ach? Als ich dann doch über dich hergefallen bin?
Ok, streiche Schuljunge und ersetze es durch Möchtegernmacho. Gefällt mir irgendwie. Dieser Mann ist völlig unberechenbar. Muss wohl doch damit zusammenhängen, dass er so viel mit Frauen zu tun hat.
GK (lacht): Das auch. Ich meinte eigentlich davor.
MK: Ich glaube, ich war ganz schön überfordert von der Situation.
GK: Denkst du, ich nicht?
Ich wollte keinen Fehler machen und hab dann doch alles falsch gemacht. Du bist eben nicht wie alle anderen Männer. Obwohl mich dein spontaner Überfall auf der Couch dann doch sehr überrascht hat.
MK (hat immer noch ein schlechtes Gewissen): Ich hab dich ausgenutzt.
GK (zwinkert ihm zu): Ich wollte mich ausnutzen lassen.
MK: Gabi...
GK (hält ihren Zeigefinger vor seinen Mund, um ihm seine völlig unnötigen Schuldgefühle auszureden): Hör mal, wir haben das geklärt, ok. Wir hatten einen blöden Start. Das gebe ich zu, aber wenn es nicht so gekommen wäre... also mit unserer heimlichen Affäre ... dann... naja ... ich weiß nicht, ob wir dann an dem Punkt jetzt hier angekommen wären.
Vielleicht hat sie Recht. Wahrscheinlich hätte ich mich nie auf sie eingelassen. Ich hatte sie doch nie auf dem Plan.
MK: Hmm! Aber trotzdem... ich hätte merken müssen, dass du Gefühle für mich hast.
GK (schmiegt sich an ihn): Du hast es doch noch rechtzeitig gemerkt.
MK (sieht sie mit treuen Augen an): Ja, nach drei Monaten Eiertanz.
GK (grinst): Ich hätte es nicht schöner ausdrücken können. Naja, wenn ich es mir so recht überlege, sind es bei mir sogar viereinhalb Monate.
Oh Gott! Nicht mal Marc bin ich so lange hinterher gerannt.
MK (sieht sie völlig erstaunt an): Echt? Aber...
Das hätte ich jetzt nicht erwartet.
GK (richtet sich auf, zieht die Decke mit, die sie sich bis über die Schulter hoch zieht u. sieht ihn ernst an): Ok, ich sag dir das jetzt, aber du darfst das niemals auch nur irgendjemand erzählen, schon gar nicht Marc oder deiner äh... Gretchen.
MK (setzt sich neben sie, rutscht mit unter die Decke, legt einen Arm um sie u. sieht sie gespannt an): Du machst es aber spannend.
GK (eindringlich): Mehdi, bitte!
MK (lächelt sie an u. gibt ihr einen kleinen Kuss): Versprochen!

....

Lorelei Offline

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04.02.2011 14:46
#918 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Danke ihr Lieben für euer Feedback. Auch die stillen Leser seien an dieser Stelle von mir gegrüßt. Ich hoffe, ihr seid mir nicht allzu böse, dass ich das mit Bidi noch etwas in die Länge ziehe, anstatt euch Martchen en masse zu geben (das kriegt ihr auch noch ), aber ich wollte halt gerne auch noch etwas zu Gabis Vergangenheit bringen (Ich hatte das ja bei Maria schon vor langer Zeit mal gemacht. ). Aber irgendwie passt das hier dann doch nicht so richtig rein, wie ich gedacht habe , deshalb belasse ich es nur bei Andeutungen und konzentriere mich mehr auf Altbekanntes aus meiner Geschichte, was die Entwicklung ihrer zarten Gefühle für einen gewissen Oberarzt betrifft. Ist ja als Auffrischung auch ganz gut. Ob ich dann später noch mal detaillierter auf ihre Vorgeschichte zu sprechen komme, das weiß ich noch nicht. Vielleicht passt es ja mal an irgendeiner Stelle. Oder eben auch nicht. So und jetzt genug der Vorrede. Viel Spaß mit Gabis Geständnis und dem Einblick in ihr Seelenleben. Liebe Grüße u. guten Start ins Wochenende. Lorelei




Gabi kuschelte sich in Mehdis Arme, die er vor ihrem Bauch verschränkt hatte, legte sich ein paar Sätze zu Recht, holte noch einmal tief Luft und begann dann langsam zu erzählen, ohne ihn dabei direkt anzusehen, was ihr Geständnis sonst erschwert hätte. Er beobachtete sie dagegen umso genauer. Schließlich ging es hier um etwas Besonderes, nämlich den Beginn ihrer Liebe. Gebannt lauschte er jedem Wort von ihr...

GK: Weißt du noch, als ich in der von Buren-Villa eingesperrt war?
MK (irritiert): Ja, aber was hat das jetzt...?
GK (unterbricht ihn, um es ihm zu erklären; sie ist selber überrascht, wie leicht u. selbstverständlich ihre Worte plötzlich fließen): Lass mich bitte ausreden! Sonst verliere ich den Faden und äh... egal. Also... diese ganze Entführungsgeschichte hat mich wachgerüttelt, weißt du. Ich hatte damals so eine immense Wut in meinem Bauch. Eigentlich auf alles und jeden und wahrscheinlich vor allem auch auf mich selbst, weil ich mal wieder vor dem Nichts stand. Ich hatte alles verloren. Erst Marc und meinen Traum von einem glücklichen Familienleben, das eigentlich die ganze Zeit nur eine riesige Seifenblase gewesen war. Dann mein Baby, das ich trotz der ganzen Probleme wirklich gewollt habe. Meine ganze Zukunftsperspektive. Alles ging den Bach runter, während anderen das Glück regelrecht zuflog, ohne groß dafür etwas tun zu müssen. Und ich dachte, ich könnte mir mit der Million von Alexis von Buren ein schönes und besseres Leben erkaufen. Ich wollte damals nur noch weg aus Berlin. Was hielt mich denn noch hier? Mein Job bestimmt nicht. Den hatte ich doch eh nur begonnen, weil mich niemand anderes genommen hatte. ... Jedenfalls war der angebliche Millionär meine Fahrkarte. Das dachte ich zumindest. Eigentlich hätte ich es gleich, als ich herausgefunden hatte, dass er nur ein Fake war, wissen müssen, dass das nur schief laufen konnte. Aber ich bin trotzdem in die größte Scheiße meines Lebens getreten. Die alte Hexe von Buren hat mich überrumpelt, entführt und eingesperrt. Sie wollte mich sogar umbringen lassen, weil ich zu viel wusste. Weißt du, ich lag gefesselt und geknebelt in diesem dunklen stickigen Gang und dachte wirklich, mein letztes Stündlein hätte geschlagen. In diesen Minuten wurde mir so Einiges bewusst. Ich hab zum ersten Mal so richtig über mein bisheriges Leben nachgedacht und dabei festgestellt, dass da nichts war. Nichts von Wert. Keine Liebe. Ich hatte keine Familie mehr. Meine wenigen Freunde hatte ich alle vergrault. Mein Baby war tot. Und nach Marc waren alle Männer für mich gestorben. Niemand hätte mich vermisst oder hätte überhaupt bemerkt, dass ich weg war, wenn Sabine nicht zufällig über mich gestolpert wäre. ... Ich hab mich nicht mal bei ihr und Gretchen bedankt. Naja... Ähm... Weißt du, ich hatte bisher noch nichts Richtiges in meinem Leben geleistet, weder privat noch beruflich. Ich hatte stattdessen immer nur Scheiße gebaut. Allen voran die Sache mit Marc, dem Unfall, wo ich keine erste Hilfe... äh... und die Hochzeitserpressung. Aber... egal. Das ist jetzt nicht wichtig. Der Punkt ist... Mir ist in diesem Moment klar geworden, dass ich völlig allein da stand. Selbst wenn es mit der Kohle geklappt hätte und ich nach Cannes ausgewandert wäre, ich wäre immer allein gewesen. So wie mein ganzes bisheriges Leben schon. Weißt du, was für ein beschissenes Gefühl das war? Zu wissen, dass man versagt hat und man mit der Erkenntnis dann die Radieschen von unten anschauen geht. Ok, das war jetzt vielleicht etwas makaber ausgedrückt, aber du verstehst, was ich meine. Mein ganzes Leben war für’n Arsch. ... Meine Mutter wollte mich schon nicht und hat mich mit siebzehn vor die Tür gesetzt, weil sie dachte, ich würde ihren neuen Lover anmachen. Dabei war er es doch, der mir immer an die Wäsche wollte. Aber mir glaubte ja keiner. Mir hat noch nie jemand irgendetwas geglaubt oder an mich geglaubt. Ich musste mich immer alleine durchgeschlagen. Nach der Schule hatte ich sogar den bescheuerten Traum, mit meinem Aussehen Karriere zu machen. Aber bei GNTM bin ich nicht mal in die Auswahlrunde gekommen. Und das Gesicht von „Kerima“ wurde auch jemand anderes. Mich wollte keiner. Gut, doch schon! Zum Ficken war ich immer gut genug. Aber wenn ich mehr wollte, haben die Männer immer sofort das Weite gesucht. Aber ich will jetzt auch nicht zu weit ausholen mit meinem beschissenen Leben. Mir geht es doch hier eigentlich um etwas ganz anderes. ... Nämlich um uns! ... Ich lag also in diesem vermoderten und verschimmelten Geheimgang in der von Buren-Villa und hatte Todesangst. Richtige Todesangst. Und in solchen Momenten sagt man doch immer, dass Bilder aus dem eigenen Leben in Zeitlupe an einem vorbeiziehen würden wie in einem Film oder so. Aber ich hab mich nicht als Kind im Sandkasten gesehen oder bei einem Kindergeburtstag mit rosa Torte. Nicht mal meine erste Liebe hab ich gesehen oder Marc. Nein... ich hab dich gesehen, Mehdi! Komischerweise waren da nur Bilder von dir.... wie wir uns zum ersten Mal bei meinem Vorstellungsgespräch gesehen haben, wie du mich angelächelt hast und mir ohne Vorbehalte den Job, für den ich, wie wir beide wissen, überhaupt nicht qualifiziert war, gegeben hast; wie wir zusammen im Kreissaal oder im OP gestanden haben; wie du mich mal in deinem Büro zusammengeschissen hast, weil ich Patientenakten vertauscht hatte; wie wir zusammen im Schwesternzimmer Kaffee getrunken und uns über Belanglosigkeiten unterhalten haben; wie du mir ins Gewissen geredet hast, als ich schwanger war und nicht mehr weiter wusste; wie wir im Schwesternwohnheim zusammen Karten gespielt haben und uns halb totgelacht haben über Stefanies Vorliebe für Flusspferde; und ... als mein Leben auf der Kippe stand, wie du meine Hand gehalten hast, als ich in den OP geschoben wurde und wie du mich dann getröstet hast, als ich nach der ... *schluck* .... Fehlgeburt zusammengebrochen bin und nicht mehr aufhören konnte zu weinen; und von all unseren langen Gespräche danach. Du warst immer für mich da, Mehdi, obwohl ich dich nie darum gebeten habe. Du hast mir Mut gemacht, hast mich zu Recht gewiesen, aber hast mir nie Vorwürfe gemacht, wenn ich wieder Scheiße gebaut habe. Du hast mir Hoffnung gegeben, als ich keine mehr hatte. Ich weiß nicht, wie ich das einordnen soll und ob ich damals schon realisiert habe, dass da von meiner Seite her mehr Gefühle dabei waren. Ich glaube eher nicht. Ich hatte Angst. Ich hatte so gehofft und gebetet, dass du mir da raus hilfst. Ich meine, diese Erinnerungen mussten ja auch irgendetwas bedeuten. Und dann... dann bist du tatsächlich aufgetaucht wie Phönix aus dem Nebel und hast mich aus dem Wald getragen. Das hatte schon irgendwie etwas Magisches, auch wenn ich zu dem Zeitpunkt noch völlig neben mir stand. Ich weiß es nicht. Es kann sein, dass ich mich genau in diesem Moment in dich verliebt habe. Zumindest habe ich es nicht bewusst gespürt. Das kam später. Jedenfalls hatte ich nach dieser Entführung immer das Bedürfnis, dir nah zu sein, wollte mit dir reden und hab dich irgendwie mit ganz anderen Augen gesehen. Zum ersten Mal bin ich gerne auf Arbeit gegangen, weil ich wusste, dass du da warst. Ich weiß nicht. Ich glaube, jetzt so im Nachhinein... ja, es war schon ... Liebe. ....... Oh Gott, was rede ich hier eigentlich? Das klingt alles wie aus einem albernen Kitschroman von Marcs Drachenmutter.

... durchbrach Gabi plötzlich den kurzen Moment der Stille, der entstanden war, als sie realisierte, was sie da gerade alles offenbart hatte. Sie fuhr sich verlegen über ihr Gesicht, traute sich aber nicht, Mehdi anzuschauen, hatte sie doch gerade eben mehr von sich preisgegeben, als sie eigentlich gewollt hatte. Aber seine Reaktion überraschte sie dann aber doch....

MK: Ich fand’s schön! Irgendwie romantisch.

Mehdi hatte Gabi die ganze Zeit tief bewegt zugehört. Dass die Reise in die Vergangenheit soweit zurückging, hatte er nicht erwartet. Und insgeheim schämte er sich gerade in Grund und Boden, weil er ihre tiefen Gefühle in dieser für sie schwierigen Phase überhaupt nicht wahrgenommen hatte, weil er nur mit sich selbst und seinen verletzten Gefühlen beschäftigt gewesen war. Sie liebte ihn die ganze Zeit schon und er hatte sich ihr gegenüber wie der letzte Vollidiot benommen.

GK (lächelt ihn beschämt an u. stupst ihn in die Seite): Du machst mich ganz gefühlsduselig. Weißt du das eigentlich?
MK (zieht sie lächelnd in seine Arme u. gibt ihr einen kleinen Kuss auf den Nacken, bevor er wieder eine nachdenkliche Miene aufsetzt): Ach Gabimaus, wenn ich doch schon eher geahnt hätte...
GK (fällt ihm schnell ins Wort u. sieht ihn ernst an): Hätte das irgendetwas an der Situation geändert?
MK: Ich weiß nicht. Vielleicht.
GK (dreht sich jetzt ganz zu ihm um): Ich glaube nicht, Mehdi. Du warst damals noch völlig auf Gretchen fixiert, die es ja auch ziemlich beschissen erwischt hatte mit ihrem Betrügergatten und der meuchelnden Schwiegerhexe.
MK (will sich verteidigen, kommt aber nicht dazu): Aber...
GK (lässt ihn nicht zu Wort kommen): Wir wissen doch beide, dass du damals noch nicht soweit warst, dich wieder neu zu verlieben. Und ich musste ja auch erst mal herausfinden, was das mit dir war. Diese aufkommenden Gefühle haben mich doch auch überrollt. Schließlich warst... bist du mein Chef und so was wie ein guter Freund. Ich hab anfangs gedacht, das wäre nur so eine läppische Schwärmerei. Ich war ja auch noch völlig durcheinander von dem, was passiert war. Ich wollte austesten...
MK (unterbricht sie u. schaut sie völlig entgeistert an): Du wolltest mich austesten?
GK (rudert schnell zurück, als sie merkt, wie zweideutig der letzte Satz gewesen ist): Nein, also... ich meine... also... eher mich. Und dann... Ähm... wie soll ich sagen? Ich hab nicht erwartet, dass mich unsere erste Nacht dann so dermaßen umhaut.
MK: Oh!
GK (lächelt verlegen): Ich glaube, so richtig verliebt habe ich mich in dich an dem darauf folgenden Wochenende. Weißt du noch? Das du bei mir verbracht hast.
Oh! Ich hab ihr damit Hoffnungen gemacht! Aber...
MK: Ich fand das Wochenende auch schön.
GK (zwinkert ihm zu): Weil du unglaublich guten Sex hattest?
MK (nimmt ihre beiden Hände in seine, verschränkt seine Finger mit ihren u. sieht sie ernst an): Gabi, darum ging es mir nicht.... in erster Linie. Also... ich meine... ich war gerne mit dir zusammen. Das war immer so.
GK (sieht in seinen Augen hin u. her u. verliert sich darin): Das hab ich immer gespürt.
Deshalb habe ich die Hoffnung auch nie aufgegeben.
MK (erstaunt): Echt?
GK (lächelt ihn verliebt an): Hmm! Ich glaube, mir war noch nie zuvor in meinem Leben etwas so wichtig wie du.
MK (schmilzt regelrecht dahin bei ihren süßen Worten): Oh! Wow! Ich ... ich fühl mich unendlich geschmeichelt.
GK (schmiegt sich glücklich an ihn u. schließt ihre Augen): Ich war noch nie zuvor so glücklich wie jetzt in diesem Moment.
MK (lächelt sie an u. gibt ihr einen kleinen Kuss auf den Mund): Ich bin auch glücklich.
GK (streichelt seine Wange): Ich bin so froh, dass endlich alles geklärt ist.
MK (seine Miene verdunkelt sich wieder u. er nimmt ihre Hand): Naja... noch nicht ganz.
Scheiße! Sie!
GK (weiß, worauf er hinaus will; ihr Lächeln versiegt): Du meinst...?
MK (senkt beschämt seinen Blick): Ich rede mit ihr.
Nichts soll mehr zwischen uns stehen.
GK (hebt sein Kinn an, damit er sie wieder ansieht, u. strahlt ihn an): Aber nicht jetzt! Jetzt will ich unbedingt noch mehr davon.

Gabi zwinkerte ihrem nachdenklichen Freund frech zu und beugte sich zu ihm rüber. In einem innigen Kuss vereint, sanken sie wieder auf die Couch und schmusten miteinander. Aus einem Kuss wurden schnell zwei, dann mehrere und auch die Leidenschaft stieg von Minute zu Minute an. Ihre Gefühle fuhren Achterbahn. Doch bevor es wieder zum Äußersten kommen konnte, wurden sie von einem jähen nervtötenden Klingeln unterbrochen. Es ging von Mehdis Handy aus, das vor ihnen auf dem Couchtisch lag und durch die Vibration über die Glasplatte tanzte. Das Liebespaar richtete sich erschrocken auf und sah sich an...

GK (fleht ihn sehnsüchtig an): Nicht drangehen!
MK (sieht sie fragend an): Nicht?

Gabi legte einen herzzerreißenden Schmollmund auf und schüttelte hektisch den Kopf, was Mehdi zum Lachen brachte, dann senkte sie ihre sinnlichen Lippen wieder auf die seinen. Eine willkommene Ablenkung dachte ihr Geliebter und zog die nackte Frau auf seinen Schoss. Er streichelte gefühlvoll ihre Seite entlang, während sie sich immer leidenschaftlicher küssten. Die verliebte Krankenschwester schmiegte sich an seinen muskulösen Oberkörper und legte ihre Arme um seinen Nacken. Nichts und niemand sollte sie jetzt von ihrem Vorhaben abhalten. Nichts ... außer ... Mark Medlock, der nach einer kurzen Pause erneut erklang und dieses Mal nicht wieder aufhören wollte, seinen Sommerhit zu trällern. Frustriert senkte Gabi wieder ihre Arme, löste den Kuss und sah Mehdi wehleidig an. Dieser seufzte nur und blickte sie entschuldigend an, als er sein klingelndes Handy in die Hand nahm, um es auszuschalten. Aber da erkannte er die Nummer und hielt in seiner Bewegung inne. Er zeigte seiner hübschen Freundin das Display. Gabi ließ ihren Kopf hängen und stieg enttäuscht von seinem Schoss herunter. Sie wickelte sich die Wolldecke um ihren Körper und setzte sich in die andere Ecke der Couch, winkelte ihre Beine an und sah demonstrativ schmollend in die andere Richtung, während Mehdi doch die grüne Taste betätigte und nach einem langen Atemzug in sein Handy sprach...

Lorelei Offline

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05.02.2011 17:28
#919 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen! Ich hoffe, ihr seid nicht alle vom Winde verweht. Draußen geht ja echt die Post ab. Und bevor mir das Dach über dem Kopf wegfliegt, stelle ich noch schnell den neuen Teil rein. Viel Spaß! So viel vorweg, nein, es ist nicht Maria! Liebe Grüße u. schönen Samstag. Eure Lorelei




MK: Ma....

Doch der unverschämte Anrufer ließ ihn gar nicht erst zu Wort kommen und schrie regelrecht in das Handy, so dass Mehdi es mit ausgestrecktem Arm von seinem Ohr weg halten musste und sogar Gabi, die etwas abseits von ihrem Liebsten in der Couchecke saß, hören konnte, was er sagte...

MM: KAAN, BEWEG DEINEN FETTEN ARSCH GEFÄLLIGST IN DIE KLINIK! ABER ZZ!!!

Umpf! Die Brüllstimme traf den sanften Gynäkologen wie ein Schlag ins Gesicht. Sie gehörte Dr. Marc Meier, der die beiden Verliebten mit seinem lauten Organ unvermittelt aus dem Paradies direkt zurück in die Realität katapultierte. Doch Mehdi blieb überraschenderweise die Ruhe selbst, während seine Freundin nur genervt mit den Augen rollte und dachte, was für ein blöder Arsch...

MK: Guten Morgen, lieber Marc! Ich freue mich sehr über deinen unerwarteten Anruf, aber ich würde dich das nächste Mal bitten, noch etwas lauter in den Apparat zu sprechen. Dich hört man noch nicht in Potsdam.
MM (angefressen): Eh verarschen kann ich mich selber.

Mehdi lachte laut auf... Touché! Dann hakte er ebenso ruhig und besonnen nach...

MK: Was ist los, Marc? Warum ru....?
MM (fällt seinem Freund schreiend ins Wort): WAS LOS IST? Sag mal, hast du mal auf die Uhr geschaut?
MK (lehnt sich entspannt an die Sofalehne zurück u. bleibt ganz ruhig): Wieso?
MM (platzt gleich der Kragen): Boah eh, Alter! Es ist Montagmorgen kurz nach zehn und laut Plan müsstest du eigentlich schon seit zwei Stunden fremde Frauen von unten ankucken. Aber du checkst wohl gerade eine andere in derselben Region ab. ... (kann sich ein dreckiges Grinsen nicht verkneifen u. wird ironisch) ... Entschuldige die Störung.
MK (ignoriert den sarkastischen Unterton u. fasst sich an seine Stirn, dann fällt sein Blick auf seine Armbanduhr): Scheiße!

Es ist schon Montag? Aber...? Mein Dienst! Verdammt! Ich bin seit Stunden überfällig. Das ist mir echt noch nie passiert.

Gabi, die ihren Liebsten die ganze Zeit von der Seite aus beobachtet hatte, schaute ihn ganz verwundert an, als er sich über sein Gesicht fuhr und leicht verzweifelt aussah. Sie rutschte zu ihm heran, legte ihre Arme um seine Taille und ihren Kopf an seine Schulter. Er wurde dadurch kurz von Marc abgelenkt und lächelte Gabi verliebt an, die seinen schmachtenden Blick in der gleichen Intensität erwiderte. Aber er wurde schnell wieder von der genervten Stimme seines besten Freundes ins Hier und Jetzt zurückgeholt...

MM: Ja, Scheiße! Kannste laut sagen! Ihr hättet bei eurem Sexmarathon vielleicht auch mal die Uhr im Blick halten sollen. Aber ich kann schon verstehen, dass du bei ihr lieber woanders hin...
MK (fällt im aufgebracht ins Wort): Maaarc!

Marc hatte sein Ziel erreicht. Er lachte kurz laut auf, wurde aber schnell wieder ernst. Schließlich war er, Gott persönlich und jüngster, talentiertester und erfolgreichster Chirurg des Landes, momentan zum stellvertretenden leitenden Direktor des Elisabeth-Krankenhauses berufen und hatte Sorge zu tragen, dass alle seine Schäfchen, die ja eigentlich die Schäfchen seines Professors und Schwiegervaters in spe waren, aber dieses klitzekleine Detail störte nur seine Vita, an ihrem angestammten Platz waren...

MM: Ja, Marc! Schön, dass noch ein paar Restgehirnzellen übrig geblieben sind, die meinen Namen erkennen. Obwohl... Dr. Meier, dein Chef und Meister, wäre mir momentan lieber gewesen.
MK (langsam ziemlich genervt): Boah Meier, was soll das?
MM (startet seine chef- äh oberärztliche Moralpredigt): Eh ich hab hier eine Klinik zu führen und wenn sich das halbe Personal entscheidet, einfach so blau zu machen, dann bleibt das wieder an mir hängen.
Na super! Hab vergessen, dass er immer unausstehlich arrogant und größenwahnsinnig wird, wenn er einmal für fünf Minuten Chef spielen darf. Wann kommt der Professor eigentlich wieder?
MK (rollt mit den Augen): Jetzt reg dich ab, Mann. Ich komme ja gleich.
MM (verzieht sein Gesicht): Wäh! So genau wollte ich es gar nicht wissen.
MK (sauer): Maaarc!
MM (lacht): Und sag deiner ... äh.... Dings hier...
MK: Freundin, Marc, das schöne Wort heißt Freundin.

Gabi, die den beiden Streithähnen amüsiert zugehört hatte, hörte abrupt auf zu lachen und riss ihre Augen ganz weit auf... Hat er gerade...? Hat er...? Er hat... Das F-Wort! Oh mein Gott! Ja, ja, ja!!!! ... Ihr Herz schlug Purzelbäume. Unmengen von Glückshormonen nahmen von ihrem Körper Besitz. Und plötzlich fing die verliebte Krankenschwester an, wie eine Sonne zu strahlen und ihre Augen begannen zu funkeln wie tausend Sterne. Am anderen Ende der Mobilfunkleitung hörte man dagegen nur ein leises Grummeln und dann einen kleinen Rumms. Dr. Meier hatte seinen Kopf auf die Tischplatte im Stationszimmer knallen lassen und murmelte etwas in seinen nicht vorhandenen Bart, so dass sein bester Kumpel es Gott sei dank nicht hören konnte...

MM: Is das zu fassen? Was für eine Scheiße eh! Der hat sie doch nicht mehr alle.

So ganz konnte sich Marc noch nicht mit den neusten Entwicklungen abfinden. Es wollte einfach nicht in seinen Kopf. Was hatte sie nur mit ihm gemacht, dass er schon jetzt völlig von ihr abhängig war? Freundin! Tzz... Volltrottel! Er schüttelte immer wieder den Kopf. Konnten sie es nicht erst mal langsamer angehen lassen nach dem ganzen peinlichen Hin und Her? Warum denn immer gleich das ganze Paket? fragte er sich verwirrt. Marc gestand es sich nur ungern ein, aber er machte sich immer noch ein wenig Sorgen. Obwohl er doch eigentlich spätestens seit Freitagnacht genau mit dieser Entwicklung hätte rechnen müssen. Er hatte ihm schließlich auf dem Ärzteball gehörig in den Arsch getreten. Was tat man nicht alles Bescheuertes, damit der beste Kumpel, der einzigste, den man hatte, glücklich war? ... Glücklich mit Gabi! Ausgerechnet mit der? Das passt doch hinten wie vorne nicht! Scheiße eh! Soll er machen. Ich halt mich da in Zukunft raus. ... Nachdem sich der besorgte Oberarzt einigermaßen wieder beruhigt hatte, richtete er langsam seinen Kopf auf und sprach mit gequältem Gesichtsausdruck weiter in sein Handy...

MM: Ja, ähm... wie... auch... immer. Sag ihr, dass sie ihren Knackarsch auch her schwingen soll. Ich lass mich nämlich nicht noch mal von Oberdrache Brinkmann runterputzen. Ist das klar?
MK (genervt): Jaaa, Herr Oberfeldwebel!
MM (stinkig): Eh, jetzt werd mal nicht frech ja. Ich hab noch diverse Druckmittel gegen dich in der Hand. Vergiss das nie!

Mehdi wollte noch etwas zur Verteidigung erwidern, wurde aber plötzlich von anderer Seite auf sehr schöne Art und Weise abgelenkt...

MM: Ma.... Gaaabi, niiicht!

Nachdem die brünette Krankenschwester das ultimative Wort „Freundin“ und damit die offizielle Bestätigung für ihre Beziehung zweimal aus seinem Mund gehört hatte und sie ihren inneren Freudentanz beendet hatte, hatte Gabi einfach nicht mehr anders gekonnt. Sie musste ihren überschäumenden Gefühlen einfach freien Lauf lassen und wollte sich auf ihre Art für Mehdis Vertrauen und seine Liebe bedanken. Sie ließ die kuschelig warme Wolldecke, in die sie sich vor ein paar Minuten eingewickelt hatte, von ihrem makellosen Traumkörper herunter rutschen und schmiegte sich nun wie eine Raubkatze von hinten an ihren Liebsten heran, der mit einer Attacke ihrerseits nicht gerechnet hatte und dementsprechend nervös reagierte, küsste seinen Nacken und strich verlangend mit ihren filigranen Händen über seinen gestählten Brustkorb. Mehdi wurde ganz anders, als er ihre nackten weichen Brüste an seinem Rücken vernahm. Ihm wurde heiß und kalt zugleich und seine Konzentration ließ schwer nach. Er räusperte sich mehrmals und versuchte, sich aus ihren Schlingen zu winden. Aber vergeblich! Hartnäckig trieb Gabi ihre Verführungskünste weiter voran. Mehdi entfuhr ein leiser Seufzer, als ihre Hände tiefer gingen. Der völlig überrumpelte Frauenarzt war aber nicht der Einzige, dem plötzlich ganz anders zumute war. Marc verzog angewidert sein Gesicht und hielt sein Handy von seinem Ohr weg. Er wollte gar nicht wissen, was die beiden gerade trieben. Die Geräusche, dass sie es gerade trieben, waren ja eindeutig genug. Nach einer kurzen, aber heftigen Übelkeitsphase fing er sich wieder. Und so motzte er noch ein letztes Mal in Oberarschmanier in sein Handy, bevor er entnervt auflegte...

MM: Kommt endlich zu Potte, ihr... ihr Liebeskranken! Spätestens in ner Stunde steht ihr hier auf der Matte, sonst gibt es ne Abmahnung. Damit spaße ich nicht. Ich hab die nächsten zwei Wochen das Sagen hier, vergesst das nicht. Und bei mir gibt es keine Schonwäsche. Klar? Übrigens... Haasenzahn vertritt dich gerade auf deiner Station beim Windelnwechseln, aber ich brauche sie gleich noch dringend im OP. ... So Ende der Durchsage! Und tschüß!
MK: Geeeeht klaaaar, Maaaarc.

... sprach Mehdi noch mit ziemlich erregter Stimme in sein Telefon, aber da hatte sein bester Freund und momentaner Chef bereits wieder aufgelegt. Er schmiss sein Handy zur Seite und drehte seinen Kopf nach hinten. Gabi lächelte ihn verführerisch an und presste urplötzlich ihre zarten Lippen auf die seinen. Mehdi war völlig überrumpelt, als er sich plötzlich mit dem Rücken auf der Couch wieder fand und sein Körper von unzähligen heißen Küssen bedeckt wurde. Er spürte, dass sie mehr wollte und er hätte liebend gern da weiter gemacht, wo sie vor Marcs Weckruf aufgehört hatten, aber er unterband pflichtbewusst die aufregenden Zungenspiele seiner schönen Freundin, die sich mittlerweile auf seinen Schoss gesetzt hatte, richtete sich auf und nahm ihre zarten Hände in seine. Gabi wollte aber unbedingt weiter knutschen und beugte sich wieder vor. Mehdi wich ihr geschickt aus und sah die Verführerin jetzt eindringlich an...

MK: Gabimaus! Nicht! Wir müssen...
GK (schmiegt sich aufreizend an seinen Oberkörper, fährt mit ihren Händen gefühlvoll seinen muskulösen Rücken entlang u. sieht Mehdi verlangend an): ... uns küssen! Unbedingt!
MK (es fällt ihm wirklich schwer, ihr zu widerstehen, als sie erneut versucht ihn zu küssen): Das ... ist ... süß, aber... ehrlich. Wir sind seit zwei Stunden über der Zeit und Marc rotiert schon.
GK (lässt sich nicht aus der Ruhe bringen u. fährt nun mit ihren heißen Lippen seinen Hals entlang, was ihn einen tiefen Seufzer entfahren lässt): Tut ihm mal gut.
MK (entzieht sich ihr irgendwie, packt sie an den Schultern u. schiebt sie etwas von sich weg): Nein, ernsthaft Gabi. Bitte!
GK (langsam genervt): Der spielt sich doch nur auf.
MK: Wenn der Professor da wäre, gäbe es erst Recht Ärger.
Scheiße ja. Er hat ja Recht. Aber es war gerade so schön. Das ganze Wochenende eigentlich! Wie ein Traum. Ich will nicht, dass das schon wieder vorbei ist.
GK (schmollt): Spielverderber!

Lorelei Offline

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06.02.2011 17:27
#920 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Schönen Rest-Sonntag euch allen. Einen Teil habe ich noch von den beiden, dann geht’s endlich wieder ins Krankenhaus. Viel Spaß! Liebe Grüße, Lorelei




Gabi stieg von ihm herunter und ließ sich auf das bequeme Sofa fallen. Die Decke zog sie sich wieder über ihren unverhüllten Körper. Mehdi, dem es auch sichtlich schwer fiel, zum Alltag zurückzukehren, lächelte seinen süßen Trotzkopf kurz aufmunternd an, dann stand er von der Couch auf und ging zur Küchenzeile rüber, wo er seine Sachen zusammensammelte...

MK: Das läuft uns doch nicht weg.
GK (setzt sich aufrecht hin u. zieht ihre Decke hoch): Im Moment läufst nur du weg.
MK (dreht sich zu ihr um): Ach Mensch, Süße! Ich laufe nicht weg. Ich ziehe mich nur an.
Das kommt aufs Gleiche hinaus.

Mehdi hatte sich bereits seine Boxershorts und seine Anzughose übergezogen und trat wieder ins Wohnzimmer, wo er sich in den Sessel setzte und seine Socken und Schuhe anzog. Gabi machte aber noch keine Anstalten, sich für die Arbeit anzukleiden. Sie hatte sich aufs Sofa gelegt, die Beine unter der Decke angewinkelt und sah ihrem Herzblatt wehmütig zu...

GK: Das gefällt mir trotzdem nicht.

Mehdi blickte auf und bemerkte das enttäuschte Gesicht seiner süßen Freundin. Er seufzte und stand auf. Mit seinem Hemd und seinem Jackett in der Hand ging er zu ihr rüber. Vor dem roten Sofa blieb er stehen und ging in die Hocke. Er sah Gabi, die nur ihren Kopf unter der Decke hervorblitzen ließ, direkt in ihre schönen rehbraunen Augen und strich ihr zärtlich über die Wange...

MK: Maus, wir hatten doch ein unvergessliches Wochenende.
GK (richtet sich auf u. antwortet ziemlich trotzig): Du sprichst schon in der Vergangenheit!
MK (nimmt schmunzelnd ihre beiden Hände u. streichelt diese sanft mit dem Daumen, wobei er sie liebevoll ansieht): Mir gefällt das doch auch nicht. Ich würde auch viel lieber mit dir auf der Couch liegen bleiben, anstatt Dienst zu schieben, aber...
GK (seufzt): Spar’s dir, Mehdi! Ich hab schon verstanden. Der Alltag hat uns wieder.
Ich hasse es.
MK (lächelt): Eben!
GK (schaut ihn plötzlich zuckersüß an): Es ist nur... Er kam so plötzlich und unerwartet.
Das stimmt! Das ging alles so schnell. Ich konnte noch gar nicht richtig realisieren, dass wir jetzt tatsächlich zusammen sind, dass sie mich wirklich aufrichtig liebt, die ganze Zeit schon, und was sie alles Schönes gesagt hat. Das ist alles noch so unwirklich. Wie ein Traum. Ein wunderschöner Traum, der nie enden soll.
MK: Marc hatte schon immer ein echt beschissenes Timing.
Ja, der blöde Arsch ist mal wieder an allem Schuld. Eigentlich hab ich so langsam Schmerzensgeld von ihm verdient.
GK (kann schon wieder lachen): Du bist albern.
MK (lächelt sie verschmitzt an): Und du unglaublich süß. Ich liebe es, wenn du so lachst. Also... Bereit?
GK (seufzt schwer u. steht schließlich zusammen mit ihm auf): Hab ich eine andere Wahl?
MK (grinst sie an u. gibt ihr einen kleinen Handkuss): Nein!

Mehdi ließ ihre Hände los, nachdem sie endlich aufgestanden war, und schlüpfte nun in sein Hemd. Gabi wickelte ihre Decke um ihren nackten Körper, weil ihr etwas frisch wurde. Wehmütig sah sie ihrem Liebsten dabei zu, wie er die letzten Knöpfe seines Hemdes schloss, das sie ihm am liebsten gleich wieder vom Leib gerissen hätte....

GK: Und was machen wir jetzt?
MK (sieht sie perplex an): Äh... Arbeiten gehen.
GK: Ja schon. Ich meine... in der Klinik... wegen uns?
MK (versteht, worauf sie hinaus will): Oh! Ähm...

Mehdi zog gerade schwungvoll sein Jackett über, verharrte aber dann in seiner Bewegung und geriet ins Grübeln. Gabi bemerkte seine Unsicherheit...

GK: Du willst es geheim halten oder?

Ich weiß, dass das nicht fair ist und am liebsten würde ich es in alle Welt hinausschreien, aber es geht einfach nicht. Noch nicht!

Nachdem er seinen linken Arm in den Ärmel seines Jacketts gezwängt hatte, sah er seine Freundin mit ernster Miene an. Sein Blick sprach Bände. Traurig senkte Gabi ihren Kopf. Doch Mehdi reagierte blitzschnell und nahm ihr Gesicht in beide Hände. Sie sah ihm direkt in seine stechenden Augen, die unendliche Liebe ausstrahlten...

MK: Wärst du sehr böse, wenn wir...
GK (fährt ihm enttäuscht dazwischen): Also doch!
Sie ist enttäuscht. Ich will nicht, dass sie enttäuscht ist. Aber was soll ich denn machen?
MK (lässt sie los u. versucht es ihr auf möglichst schonende Art u. Weise zu erklären): Es ist nur... Ich möchte zuerst mit ihr reden, ihr alles erklären. Ich will nicht, dass sie irgendetwas hintenherum erfährt. Verstehst du?
Scheiße! Warum muss er auch so ein Gutmensch sein? Ich kann ihm gar nicht böse sein. Aber da ist immer noch so ein ungutes Gefühl. Ich kann es nicht beschreiben.
GK (kann ihre Enttäuschung trotzdem nicht ganz verbergen): Ja, ist schon klar.
MK (sieht sie eindringlich an): Du bist mir doch böse?
GK (schüttelt leicht den Kopf): Nein, nur... ach auch egal. Eigentlich bin ich die Heimlichtuerei mit uns ja schon gewohnt. Und irgendwie ist es ja auch aufregend.
MK (noch nicht ganz überzeugt): Meinst du?
GK (grinst ihn plötzlich an): Klar! Heimliche Treffen in der Besenkammer und...
MK (erleichtert, dass sie es doch so locker nimmt u. fällt ihr lachend ins Wort): Jetzt bist du aber albern!

Gabi lachte ebenfalls und legte ihre Arme um seinen Nacken und sah ihren Liebsten ganz verliebt an....

GK: Du nennst es albern, ich praktisch.
MK (dreht sich mit ihr im Kreis, ohne sie aus den Augen zu lassen): Ach? Inwiefern?
GK: Weißt du, das Hauptproblem ist eigentlich ein ganz anderes.
MK (verwirrt): Wie meinst du das?
GK (schmachtet ihn an): Naja, ich weiß nicht, ob ich es in der Klinik lange aushalten kann, dich nicht küssen zu dürfen.
Oh! Wie süß!
MK (grinst sie verliebt an): Hmm... Das ist wirklich ein grundlegendes Problem.
GK (erwidert seine verliebten Blicke): Eben! Deshalb sollten wir noch einmal ausgiebig...
MK (senkt seinen Kopf, um sie zu küssen): Finde ich auch.

Die beiden tänzelten knutschend zur Wohnungstür, wo Mehdi sich schließlich schweren Herzens von seiner süßen Maus losriss und seinen Wintermantel von der Garderobe nahm. Gabi wollte ihn aber nicht gehen lassen. Mehdi schaute sie verwundert an...

MK: Sag mal, willst du dich nicht auch endlich fertig machen?
GK (zwinkert ihm zu): Ich bin eine Frau. Ich brauche etwas länger.
MK (grinst): Oh! Verstehe! Dann muss ich wohl bei deinem Chef ein gutes Wort für dich einlegen. Hmm?
GK: Das wäre nett ja. Ich komme nach.
MK (lächelt sie an): Ok, dann fahr ich jetzt erst mal schnell nach Hause, um mich umzuziehen. Ich glaube, es würde Aufsehen erregen, wenn ich so im EKH auftauchen würde.

Gabi schaute an ihm herunter und zwinkerte ihm frech zu...

GK: Du solltest öfters solche Anzüge tragen. Macht dich irgendwie sexy.
MK (grinst): Danke! Die braune Decke steht dir aber auch gut.
GK (gibt ihm einen kleinen Klaps auf den Arm u. lacht): Blödmann!
MK (zieht seinen Wintermantel an): Wir sehen uns dann gleich in der Klinik.
GK (schmachtet ihn an): Ja!

Die beiden sahen sich noch ein letztes Mal tief in die Augen und gaben sich einen innigen Abschiedskuss, aus dem schnell wieder eine längere Knutscherei wurde. Sie konnten sich einfach nicht voneinander trennen, obwohl sie sich doch gleich im EKH wieder sehen würden. Zu schön waren die Erinnerungen an die letzten Stunden und Tage. Aber Mehdi schaffte es dann doch irgendwie, die Türklinke zu fassen zu kriegen und drückte diese herunter. Langsam öffnete er die Tür und versuchte dabei, sich von Gabis weichen Lippen zu lösen. Doch die verliebte Frau hielt Mehdi sowohl mit ihren Armen als auch mit ihren Lippen fest umschlungen. Rückwärts trat der Oberarzt mit ihr im Arm aus der Tür in den kalten Hausflur. Aber sie spürten die Winterkälte nicht, heizten sie sich doch gerade gegenseitig mit ihren leidenschaftlichen Küssen ein. Doch plötzlich spürte Mehdi dann doch etwas... nämlich einen Widerstand, der ihn verwundert seine Augen öffnen ließ. Und als auch noch eine freche Mädchenstimme erklang, wachte auch Gabi endgültig aus ihrem schönen Traum auf und löste sich von Mehdis sinnlichen Lippen...

CK: Ach nee! Sieh mal einer an!

Der überraschte Frauenarzt ließ seine schöne Freundin los und drehte sich abrupt herum. Vor ihm stand ein knallbunt gekleidetes Mädchen mit einem dick verpackten Baby auf dem Arm und grinste den perplexen Mann ziemlich unverschämt an. Augenblicklich schoss ihm das Blut ins Gesicht. Er drehte seinen Kopf zu Gabi herum, die ebenso verdattert in den Flur starrte. Mit ihr hatte sie nun wirklich nicht gerechnet. Es war nämlich Chantal Kunze, die dort im Hausflur stand und ihr freches Grinsen einfach nicht aus dem Gesicht bekam...

CK: Komm ich etwa ungelegen?
MK (sprachlos): Äh...
GK (nicht minder überrascht): Nein, also nein... komm... komm rein, Chantal! Wir... äh... sind hier fertig.

Die junge Mutter kam Gabis Aufforderung nach, blieb aber im Türrahmen stehen. Sie konnte sich ihr Lachen nicht verkneifen. Die beiden Erwachsenen waren einfach zu süß und verhielten sich wie bei verbotenen Spielen ertappte Teenys. Einfach herrlich!

CK: Sieht mir aber nicht danach aus.

Gabi warf ihr einen giftigen Blick zu, damit sie ihre Klappe hielt, was sie dann auch tat. Und Mehdi rang immer noch nach Fassung. Er räusperte sich mehrmals umständlich, sah abwechselnd zwischen seiner Patientin und seiner Stationsschwester hin und her und entschloss sich schlussendlich das Weite zu suchen. Er war ja eh spät dran.

MK: Ja, also ich muss dann...

Gabi lächelte ihn kurz an, was Mehdi ermunterte, doch noch etwas zu sagen...

MK: Du... du kannst dir ruhig Zeit lassen. Ich muss eh noch... und dann... also ich klär das mit Schwester Stefanie und.... Dr. Meier.
GK: Ok! Tschüß, Bär... äh... Dr. Kaan.

Chantal musste sich sehr zusammenreißen, nicht gleich vor Lachen zusammenzubrechen. Die Show, die die beiden bis über beide Ohren Verknallten hier abzogen, war definitiv comedypreisverdächtig. Mehdi sah noch einmal unsicher zwischen den beiden Frauen hin und her und sprach die junge Mutter der Höfflichkeit halber doch noch an...

MK: Und Ihrem Baby geht’s gut, Chantal?
CK: Logo! Pennt gerade. Wie Sie sehen können, Dr. Kaaaaan.
MK (schaut sich die Kleine kurz an, lächelt u. will sich dann auch von ihr verabschieden): Gut, dann... wir sehen uns ja dann eh nächste Woche bei dem Termin mit dem Jugendamt.
CK (nickt ihm zu, auch wenn ihr der Gedanke Kopfzerbrechen bereitet): Hmm! Tschüß Onkel Doc!
MK (sieht sie kurz irritiert an, dann wendet er sich ein letztes Mal seiner Freundin zu): Tschüß Schwe... äh... Gabi!

Gabi sah ihn unsicher an und tippelte von einem Fuß auf den anderen. Mehdi, dem die Begegnung mit seiner Patientin ziemlich unangenehm war, aber dem Gabis scheuer Anblick das Herz zerriss, entschied sich dann doch zum Frontalangriff. Er beugte sich plötzlich nach vorn und gab seiner überraschten Freundin noch einen süßen Abschiedskuss auf den Mund, streichelte zärtlich über ihre Wange, lächelte dann in die Runde und huschte anschließend die Treppe hinunter. Die verliebte Krankenschwester sah ihrem süßen Oberarzt mit großen Augen sehnsüchtig hinterher. Chantal lachte nur und schob ihre völlig abwesende Freundin in die Wohnung und schloss leise die Tür, immer darauf bedacht, dass ihre kleine Tochter nicht aufwachte. Sie fläzte sich mit ihr zusammen auf das Sofa und blickte amüsiert zu Gabi, die immer noch wie erstarrt an der Tür stand...

CK: Hast du den Supermannblick oder warum starrst du die Tür so an?

Keine Reaktion!

CK (verdreht die Augen u. wird doch etwas lauter): Jetzt hör auf, ihm hinterher zu schmachten, Gabi, und komm her! Ich will alle Details hören, auch die Schmutzigen.
GK (erwacht aus ihrer Trance): Was?

Gabi stich sich verlegen über ihre gerötete Wange, drehte sich um und lächelte Chantal kurz verschämt an, dann kam sie zu ihr rüber und setzte sich in den Sessel ihr gegenüber. Ihre neue Freundin konnte gar nicht aufhören zu grinsen und starb fast vor Neugier...

CK (ungeduldig): Jetzt erzähl schon! Ich bin so was von gespannt. Weißt du, ich hatte mir echt Sorgen gemacht, weil du dich seit Freitag nicht mehr gemeldet hast. Ich dachte schon, dein Plan ist völlig schief gelaufen und du liegst hier betrunken in deiner eigenen Kotze. Aber nee, offenbar hattest du nur den heißesten Typen Berlins zwischen deinen Schenkeln liegen. Gratulation!
GK: Eh!

Gabi riss schockiert ihre Augen tellerweit auf und sah die freche Göre, die kein Blatt vor den Mund nahm, empört an. Aber dann musste sie plötzlich doch selber lachen. Die Kleine erinnerte sie irgendwie auch an sich selbst früher. Wahrscheinlich hatte sie sie deshalb auch so gern. Die Krankenschwester lehnte sich lässig zurück, legte ihr breitestes und zufriedenstes Grinsen auf und begann bereitwillig die Kaansche-Kragenowsche Liebesgeschichte zu erzählen. Zumindest die Kurzversion. Sie musste schließlich auch noch zum Dienst erscheinen.

Lorelei Offline

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07.02.2011 17:30
#921 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Einen wunderschönen Start in die neue Woche wünsche ich euch und den ORF-Zuschauern heute Abend viel Spaß mit der neuen Folge. *neidisch in den Süden blick* Da ich euch in letzter Zeit vielleicht etwas zu sehr mit einem bestimmten Paar genervt habe, wobei ich es eigentlich als einen guten Ausgleich zum Original empfinde, wo sie gänzlich zu verschwinden drohen , kommt nun die nächste „Pärchensituation“. Viel Vergnügen! Eure Lorelei




Eine Stunde später im Elisabethkrankenhaus

MM: SABINE!

... schallte es wie üblich lautstark über die Flure der chirurgischen Abteilung des Elisabethkrankenhauses. Dr. Meier, seines Zeichens Oberarzt und momentaner Stellvertreter seines Schwiegervaters in spe, stand in der Tür zum Schwesternzimmer und schaute sich mit genervtem Gesichtsausdruck in den Räumlichkeiten um, aber die treue Seele des Hauses glänzte mal wieder mit Abwesenheit....

MM: Boah wo steckt die schon wieder?

Marc machte auf der Schwelle kehrt und wollte gerade wieder zurück in sein Büro gehen, da lief er direkt und ohne Vorwarnung in die gesuchte Krankenschwester rein, die über den Flur angehetzt kam und vor ihrem Oberarzt nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Peinlich berührt schaute sie vorsichtig hoch in das wütende Gesicht des Chirurgen, der sich seinen Kittel zu Recht rückte und sie mit Blicken zu töten versuchte...

SV (stammelt nervös): Tschuldigung!
MM (grimmig): Ja, wenn Sie mal im Job auch immer so ein Tempo hinlegen würden!
SV (wird rot u. versucht sich zu erklären, aber bekommt aus Angst mal wieder keinen anständigen Satz heraus): Ich ähm... äh...
MM (genervt): Ja, was? Kommt da noch was raus oder ist das mal wieder nur heiße Luft?

Schwester Sabine wurde immer kleiner vor der angsteinflössenden Autoritätsperson und hätte sich am liebsten im nächsten Mäuseloch verkrochen, wenn es Mäuselöcher im EKH geben würde. Nach einer peinlichen Schweigeminute, in der sie versuchte, ihre Stimme wieder zu finden, und mit starrem Blick auf ihre Füße sprach die eingeschüchterte Frau ihren Vorgesetzten schließlich leise an...

SV (mit zittriger Stimme): Herr... Doktor... Meier, Sie... Sie haben mich gerufen?

Aber Dr. Meier stand schon längst nicht mehr vor der trantüddeligen Schwester, wie sie erschrocken bemerkte, als sie ganz, ganz vorsichtig ein Auge hob. Der ungeduldige Oberarzt hatte nicht mehr länger auf eine Antwort der Stationsschnecke warten wollen und war zur Kaffeemaschine rübergegangen, um sich ein Aufputschgetränk einzuschenken, das er jetzt dringend benötigte, um die nächsten Stunden im OP zu überstehen, doch die Kanne war leider schon leer, wie er frustriert feststellen musste. Deshalb reagierte Marc auch ziemlich gereizt....

MM: Boah! Läuft hier denn gar nichts in dem Saftladen?
SV (tritt schüchtern an ihn heran): Wie meinen? Der Kaffee? Der ist... alle! Ich kann neuen...
MM (dreht sich herum u. baut sich bedrohlich vor ihr auf, so dass sie gleich wieder einen Schritt zurücktritt u. gegen den Schreibtisch an der Durchreiche stößt): Der Kaffee ist sekundär, Schwester Sabine! Wo zum Teufel haben Sie die ganze Zeit gesteckt?
SV (wird wieder rot): Äh... ich... ich war... also...
MM (fährt ihr ungeduldig dazwischen): Ach auch egal! Wo sind die Werte von Herrn Schuster? Ich warte seit einer Stunde darauf.
SV (reißt die Augen ganz weit auf, weil sie merkt, dass sie heute Morgen mal wieder die Hälfte vergessen hat): Oh!
MM (rollt mit den Augen): Ja, oh! Also... ich warte.

Sabine konnte dem stechenden Blick ihres Chefs nicht länger standhalten und senkte schuldbewusst ihren Kopf. Sie sah auf seine weißen Schlappen und bemerkte, wie er ungeduldig damit auf und ab tippte. Plötzlich wurde sie hektisch und lief zu ihrem Arbeitsplatz rüber, wo sie versuchte Herr zu werden über das Chaos, das auf ihrem Schreibtisch herrschte...

SV (ihre Stimme überschlägt sich fast): Äh.... Moment.... Herr Doktor.

Dr. Meier, der immer noch die leere Kaffeekanne in seiner rechten Hand hielt, schaute Schwester Sabine fassungslos dabei zu, wie sie völlig planlos und übereifrig ihren Schreibtisch aufräumte oder besser gesagt abräumte. Patientenakten, Krankenscheine und diverse Entlassungspapiere flogen wild durcheinander und ein Teil der Unterlagen fand sich auch alsbald auf dem Boden wieder. Die tollpatschige Krankenschwester versuchte, aufgeregt wie sie war, die Papiere schnell wieder einzusammeln, brachte damit aber erst recht alles durcheinander. Der wartende Oberarzt schüttelte nur ungläubig den Kopf, drehte sich weg und schob die gläserne Kanne wieder in die Kaffeemaschine. Dann ging er zum runden Tisch in der Mitte des Zimmers rüber, lehnte sich lässig dagegen, schnappte sich einen Apfel aus dem Obstkorb und biss genüsslich hinein. Augen rollend beobachtete er weiterhin seine blonde Stationsschwester, wie sie am Boden herumkroch, ihm ihren dicken Hintern entgegenstreckte, so dass er sich gleich wieder wegdrehte, und die Patientenakten sortierte, aber die, die ihr Oberarzt brauchte, immer noch nicht gefunden hatte. Sabine geriet immer mehr ins Schwitzen und ihre Hände zitterten. Das war heute definitiv nicht ihr Tag, obwohl er doch eigentlich ganz gut begonnen hatte.

Hervorragend, phantastisch, traumhaft, um genau zu sein. Denn ihr charmanter Verehrer hatte sie überraschenderweise heute Morgen von zu Hause abgeholt und sie waren gemeinsam in seinem Auto zur Arbeit gefahren. Es war das erste Mal überhaupt gewesen, dass sie von einem Mann abgeholt wurde und von was für einem: Dr. Günther Gabriel Gregorius ‚Günni’ Gummersbach. Der Pathologe und Rechtsmediziner ihres Vertrauens. Der einfühlsame Mittdreißiger hatte ihr Herz im Sturm erobert mit seiner ganzen verrückten Art, seinen Phobien, seinem Ordnungszwang, seinem Reinlichkeitsfimmel, seinem schrägen Gesang, wenn er sich unbeobachtet fühlte (sie hatte ihn schon öfters heimlich dabei beobachtet), seiner Vorliebe für Sciencefiction-Serien, die sie noch nicht kannte, aber gerne kennen lernen würde, seinem niedlichen Gestotter, wenn er nervös wurde, seinen kurzen, prägnanten, alles sagenden Sätzen voller Weisheit und seiner mutigen Direktheit. Er hatte von Anfang an keinen Zweifel daran gelassen, dass er sie wirklich gern hatte. Sie! Sabine Vögler, die unscheinbare, tollpatschige, in den Augen anderer seltsame Krankenschwester. Von ihm fühlte sie sich endlich wahrgenommen und akzeptiert, so wie sie war. Zwar ebenso verrückt und durchgeknallt, aber liebenswürdig und mit einem großen Herzen. Das hatte er ihr schon so oft gesagt und er meinte es wirklich ehrlich. Als Dr. Gummersbach sie am Freitag zum Ärzteball ausgeführt hatte, war es schließlich ganz um sie geschehen gewesen. Das war mit Abstand der schönste Abend, den sie je erlebt hatte. Noch heute bekam sie weiche Knie, wenn sie daran zurückdachte, wie sie sich zum ersten Mal auf dem Balkon des „Aden“ geküsst hatten. Einfach so, spontan, ohne Hintergedanken, aus der romantischen Situation des Augenblicks heraus. Und es war magisch gewesen. Heute Morgen hatte er sich aber höflich zurückgehalten. Wie ein wahrer Gentleman! Aber wahrscheinlich auch, weil er nicht so genau wusste, wo sie jetzt standen. Sabine wusste es ja selbst nicht. Waren sie jetzt zusammen? Ihr fehlte die Erfahrung, um das beurteilen zu können. Die verliebte Frau hatte sich nicht getraut, ihn zu fragen und war stumm in seinen Wagen eingestiegen. Schüchtern hatte sie immer wieder während der Fahrt zu ihm rüber geschaut, während er stur geradeaus auf die Straße geschaut hatte. Er war ein guter Fahrer und beachtete die Straßenverkehrsordnung ganz akribisch. Er fuhr exakt 50 km/h, wie vorgeschrieben, und wartete immer genau drei Sekunden, bevor er an einer Ampel mit Abbiegepfeil abbog. Er fuhr sparsam und bedacht und schaltete an jeder roten Ampel den Motor aus. Sabine war hin und weg von ihm. Und die schwarze Lederjacke, die Günni heute Morgen getragen hatte, hatte es ihr wirklich angetan. Er sah so gut aus, schwärmte sie innerlich. Mit einem wahren Hochgefühl hatte sie dann die Klinik betreten und war wie auf Wolken durch deren Gänge geschwebt, hatte jeden einzelnen Patienten, den sie traf, herzlich umarmt und geknuddelt, so dass dieser sie erst verdattert angestarrt, dann aber freundlich zurückgelächelt hatte, als er das ansteckende Strahlen in ihren Augen erkannt hatte. Sabine war gelöst und unbeschwert wie nie zuvor. Doch jetzt war nichts mehr übrig geblieben von diesem unglaublichen Hochgefühl.

Immer wieder lugte die nervöse Schwester vorsichtig zu ihrem ungeduldigen Oberarzt, der sie mit seinen Argusaugen durchbohrte, dass sie glaubte, sie würde schrumpfen oder gleich ganz unsichtbar werden. Insgeheim wünschte sie sich das auch. Warum hatte sie heute Morgen auch nicht besser aufgepasst? Die Visite hatte noch gut funktioniert, auch wenn Dr. Meier ziemlich gereizt war, weil seine Lieblingsassistenzärztin nicht dabei war, weil sie Dr. Kaan auf der Gynäkologie vertreten musste. Er hatte seine beiden anderen Assistenten in gewohnter Manier heruntergeputzt und sie war eigentlich ganz gut weggekommen. Er hatte sie sogar einmal kurz gelobt, wenn sie sich recht erinnerte. Sie hatte dann am Computer gesessen und für ihn diverse Akten vervollständigt, aber dann war ‚ihr’ Dr. Gummersbach ins Stationszimmer gekommen und hatte sie von ihrer Arbeit abgelenkt. Sie hatte alles stehen und liegen gelassen und war mit ihm frühstücken gegangen. Es war eh längst Zeit für eine Frühstückspause gewesen. Dabei hatten sie dann völlig die Zeit vergessen, weil sie über Gott und die Welt geredet hatten. Doch plötzlich hatte Schwester Stefanie vor ihrem Tisch gestanden und hatte ihr und Günni mit angesäuerter Miene einen minutenlangen Vortrag gehalten über vernachlässigte Dienstpflichten und dass heute anscheinend jeder, ob Oberarzt oder Schwester, tat, was er wollte, und hatte ihr dann in einem schrillen lauten Kreischton, so dass es auch jeder in der Cafeteria mitbekommen konnte, mitgeteilt, dass der Meier schon das ganze Krankenhaus zusammenbrüllen würde wegen ihr und dass sie sich nicht noch einmal von diesem unverschämten „Wombat“ herunterputzen lassen würde. Da hatte Sabine dann schweren Herzen die Hand ihres charmanten Verehrers loslassen müssen und war schnurstracks ins Stationszimmer der Chirurgie geeilt.

Und jetzt war sie hier, aber ihr Kopf war immer noch bei ihm und so fand sie sich nicht wirklich an ihrem Arbeitsplatz zurecht. Und die stechenden Blicke ihres unsensiblen Oberarztes machten es auch nicht leichter. Sie hatte sich aber mittlerweile wieder aufgerichtet und die neu sortierten Papiere auf einen Stapel auf die linke Seite ihres Schreibtisches gelegt. Ihre beiden Astroblätter, die sie zwischen den Akten gefunden hatte, versuchte sie möglichst unauffällig in ihrer Handtasche, die auf dem Stuhl vor dem Tisch lag, verschwinden zu lassen. Dr. Meier würde sich ja eh nicht für sein „Liebeshoroskop für das neue Jahr“ interessieren, obwohl es ihm und seiner Assistenzärztin ein aufregendes Jahr mit Höhen und Tiefen und einem glücklichen Ende verkündete. Dann dachte die Hobbyastrologin plötzlich an ihre eigene Prophezeiung und musste einen Moment lang schmunzeln. Bei ihr standen alle Zeichen auf das ganz große Glück. Und wieder fing ihr Herz heftig an zu flattern. Genauso wie vorhin, als Günni sie kurz zur Begrüßung umarmt hatte. Im selben Augenblick fand die verliebte Krankenschwester Günnis Grußkarte wieder, die er neulich in ihren Geburtstagsblumen versteckt hatte und hielt diese nun verträumt an ihr Herz. Dr. Meier glaubte, seinen Augen nicht zu trauen, als er diese ungewohnte Geste bemerkte...

MM: Äh... Was wird das jetzt genau?

... fragte er ziemlich verwirrt, als die verliebte Krankenschwester auch noch begann, leise ein Lied vor sich hin zu summen, das fast so wie die Titelmelodie von „Star Trek“ klang. Sabine zuckte erschrocken zusammen. Peinlich berührt steckte sie die Karte weg und durchsuchte weiterhin ihren Arbeitsplatz nach der ominösen Akte. Da fiel ihr plötzlich etwas ein und sie lief zu den Personalfächern rüber. Hatte sie die Papiere nicht doch vorhin in sein Fach gelegt? Marc stöhnte nur und bekam große Lust, etwas zu zertrümmern. Aber leider war nichts Brauchbares in der Nähe. Chef zu sein, war schon ein Scheißjob, wenn die Angestellten nicht spurten, dachte er verzweifelt und warf den Rest seines mittlerweile aufgegessenen Apfels mit einer gezielten Armbewegung in den Mülleimer neben der Tür zur Umkleide. Er stieß sich vom Tisch ab und ging zu Sabines Schreibtisch rüber, der tatsächlich wieder einigermaßen aufgeräumt war, um selber nachzuschauen. Seine Adleraugen sahen bekanntlich mehr als das blinde Huhn da drüben. Sein Blick blieb an einem Gegenstand hängen, als er die einzelnen neu sortierten Patientenakten durchging und überrascht feststellte, dass diese nun, bis auf eine, tatsächlich vollständig waren. Ihr Chaos musste man(n) nicht verstehen, dachte er. Vielleicht sollte er ihren Spitznamen noch einmal überdenken? Wäre sie tatsächlich bei der Stasi gewesen, dann wäre die DDR wahrscheinlich schon etliche Jahre eher zusammengebrochen. Jetzt musste Dr. Meier doch tatsächlich lachen. Aber beim Anblick eines Romans seiner Mutter, den Stasi-Sabsi hinter dem Computer auf dem Fensterbrett versteckt hatte, verspürte er sofort ein heftiges Magenziehen. Sein freundliches Lachen versiegte. Dr. Rogelt, Bd. 15, „Fesseln der Liebe“, las er auf dem Titel und schüttelte sprachlos den Kopf. Liebend gern würde er jetzt jemanden fesseln und knebeln, dachte er und schaute wieder zu Sabine rüber, die immer noch schwer beschäftigt schien. Sie zuckte zusammen, als er sie schließlich in bekannter Oberarschmanier anmotzte. An irgendwem musste er schließlich seine durch die literarischen Ergüsse seiner Mutter hervorgerufene schlechte Laune auslassen...

MM: Wenn möglich heute noch, Sabine! In einer halben Stunde ist die OP. Es wäre also nicht schlecht, wenn wir die richtigen Blutwerte hätten. Finden Sie nicht?
SV (immer hektischer u. mit hochrotem Kopf): Äääähhh... Jaaawooohl, Herr... Doktor. Ich... ich find sie schon... noch... irgendwie.
MM (richtet seinen Blick an die Decke u. murmelt verzweifelt in seinen nicht vorhandenen Bart): Sicher!? Womit hab ich das nur verdient?

MK: Man hat’s nicht leicht als Chef, hmm?

... erklang plötzlich die fröhliche Stimme von Dr. Mehdi Kaan hinter ihm, der gerade seinen Kopf aus der Umkleide ins Stationszimmer steckte und seinen sichtlich genervten Kumpel frech angrinste. Marc stöhnte entnervt auf und drehte sich langsam zu ihm um...

MM: Du hast mir auch noch gefehlt!
MK (grinst noch mehr): Ich hab dich auch vermisst, Marc.
MM (funkelt ihn böse an u. geht langsam auf ihn zu): Eh!

Dr. Meier wollte das nicht auf sich sitzen lassen und gerade zum ultimativen Schlagabtausch ansetzen, als plötzlich Schwester Sabine hinter ihm laut aufkreischte, und er irritiert herumfuhr...

SV: Herr Doktor... Herr Doktor, ich... habe... sie! Die Mappe von Herrn Schuster! Sie lag in Ihrem Fach.
MM (starrt sie fassungslos an): Halleluja! Ich rufe schnell die „Bild“ an und verkünde die weltverändernde Neuigkeit.

Sabine, die im ersten Moment ziemlich verwirrt dreinblickte, strahlte ihren Chef nun treudoof an und wedelte mit der entsprechenden Akte in der Luft herum. Marc konnte diesen Anblick nicht mehr länger ertragen und schnauzte sie unhöflich an...

MM (zeigt mit ausgestrecktem Arm zur Tür): Ja, was? Wollen Sie da Wurzeln schlagen oder was? Der Patient fährt sich nicht allein in den OP.
SV (nickt ihm pflichtbewusst zu): Oh! Jawohl, Herr Doktor!

Schwester Sabine wollte gerade das Schwesternzimmer verlassen, als Dr. Meier sie noch einmal zurückrief, weil ihm noch etwas eingefallen war...

MM: Stopp!
SV (dreht sich leicht ängstlich zu ihm um): Ja?
MM: Da Sie eh gerade unterwegs sind.... Sehen Sie den Stapel Berichte, die auf der Theke liegen? Hochbringen in die Verwaltung! Aber zackig!
SV: Jawohl!

Sabine nickte ihm treu ergeben zu und nahm die Finanzberichte, an denen Dr. Meier den halben Vormittag gesessen hatte, auch noch in ihre Hand...

MM: Ach und Sabine, wenn Sie damit fertig sind, Gummersbach anrufen! Er soll die Niere hochbringen. OP 2.

Die blonde Krankenschwester begann augenblicklich zu strahlen, als sie den Namen ihres Herzblattes vernahm, woraufhin sich ihr Oberarzt schnell umdrehte und die Augen verdrehte. Er wollte schließlich nicht blind werden.

SV (wirkt plötzlich sehr aufgekratzt u. fröhlich): Wird erledigt, Herr Doktor.

... sagte sie noch und verschwand dann aus der Tür hinaus. Marc sah ihr kurz hinterher und fuhr sich sichtlich erleichtert übers Gesicht. Chef zu sein, war schon schwer!

Lorelei Offline

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08.02.2011 16:42
#922 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ok, irgendwie bin ich auch sehr für Harmonie. (Danke für deinen tollen Kommentar, liebe Limona! Das bedeutet mir echt viel. Der Teil heute ist für dich!) Deshalb geht es jetzt auch mit unserem Lieblingstraumpaar weiter! Viel Spaß! Wir sehen uns dann am Donnerstag wieder, falls ich dann schon wieder fähig bin zu atmen. Leider lässt es sich anscheinend doch nicht vermeiden, nichts von der euphorischen Stimmung hier mitzubekommen. Wie wird das dann erst nächste Woche werden? Hilfe! Ich muss weg. Eure Lorelei





MM: Boah na endlich! War das ne schwere Geburt. Alles muss man selber machen eh. ... So und jetzt zu uns, Me... Mehdi?

Marc wollte gerade seinem besten Freund und Kollegen, den er noch immer hinter sich glaubte, eine erneute oberärztliche Moralpredigt wegen seines Zuspätkommens halten, aber sein potentielles Opfer war nicht mehr da. Verwundert betrat er die Umkleide, wo er Mehdi auch tatsächlich vorfand. Der verliebte Frauenarzt stand mit dem Rücken zu ihm vor seinem geöffneten Spind, wo er sich gerade seinen Kittel herausholte, und schwang *in Frauenaugen* sexy seine eingerostete Hüfte. Und dabei summte und pfiff er fröhlich ein Liedchen vor sich hin.

http://www.youtube.com/watch?v=b0kSpfAoyZs

Dr. Meier blieb fassungslos der Mund offen stehen...

Boah! Wo man hinkuckt nur verknallte Dorfdeppen hier! Brauche dringend ein Gegenmittel!

Der sichtlich irritierte Chirurg lehnte sich seitlich an den Türrahmen und beobachtete den vor Glück überschäumenden Gynäkologen argwöhnisch, aber auch leicht amüsiert. Mehdi konnte noch nie gut tanzen. Deshalb hatte er ihn früher zu Studentenzeiten auch nur ungern auf Partys mitgenommen. Es sollte schließlich niemand erfahren, dass dieser oberpeinliche Steve-Urkel-für-Arme-Verschnitt zu ihm gehörte. Marc versuchte die schrecklichen Bilder von damals schnell wieder zu verdrängen und sprach den Halbperser im spöttischen Ton an...

MM: Trainierst du jetzt heimlich für „Let’s dance“ ? Oder was soll dein albernes Rumgehampele? Hat was von einem Spastiker!
MK: Marc!?

Mehdi fuhr ertappt herum und sein verliebtes Summen verstummte augenblicklich, ebenso verschwanden der lockere Hüftschwung und die Bilder seiner hübschen neuen Freundin, die er soeben noch vor seinem geistigen Auge gesehen hatte. Marc griente ihn derweil breit an und verschränkte seine Arme vor seinem Körper. Er wechselte nun in den Autoritätston. Schließlich hatte er hier das Sagen und das wollte er seinem Kumpel auch unbedingt spüren lassen. Außerdem machte es noch immer tierischen Spaß ihn zu verarschen...

MM: Du kommst reichlich spät, mein Freund.
MK (räuspert sich peinlich berührt, aber fängt sich schnell wieder, als er Marcs verräterisches Grinsen bemerkt): Äh... ich bin doch immer noch im geforderten Zeitlimit.
MM (zieht eine Augenbraue nach oben): Naja! Zeit ist relativ, ne. Du weißt aber schon, dass du die drei Fehlstunden nacharbeiten musst oder?
MK (versucht sich zusammenzureißen, um nicht laut loszulachen, denn Marc verhält sich ungewohnt oberlehrerhaft u. das ist eigentlich überhaupt nicht seine Art u. peinlich zugleich): Natürlich! Obwohl ich in den letzten Wochen eigentlich schon viel vorgearbeitet habe und meine Überstunden....
MM (zieht auch noch die zweite Augenbraue hoch u. fällt ihm ins Wort): Äh... untergrabe hier mal nicht meine Autorität. Was ich sage, ist Gesetz.
MK (verleiert seine Augen u. nimmt ihn nicht wirklich ernst): Ah ja!?
Wann kam noch mal der Professor wieder? Muss ich gleich mal Gretchen fragen.

Dr. Kaan ließ seinen Kumpel weiterhin Chef spielen und drehte sich um, um seine Spindtür zu schließen. Dr. Meier beobachtete ihn argwöhnisch dabei...

MM: Äh... Ich rede mit dir.
MK: Ich höre dir doch zu.

... murmelte der attraktive Halbperser, der mit seinen Gedanken noch ganz woanders war und gerade versuchte möglichst lässig in seinen weißen Kittel zu schlüpfen, was natürlich nur schief gehen konnte, denn er verhedderte sich mit seinem rechten Ärmel. Diese unfreiwillige Comedyeinlage seines besten Freundes ließ Dr. Meier seine oberlehrerhafte Moralpredigt schnell wieder vergessen....

MM (feixt): Brauchst du Hilfe? Soll ich ne Schwester holen? Ach nee, hast ja jetzt deine eigene persönliche, die dir aus den äh... in die Klamotten hilft, ne. Wo ist die eigentlich abgeblieben? Ich dachte, ihr seid jetzt äh... unzertrennlich?
Gott, was für eine beschissene Vorstellung!
Er kann’s nicht lassen.

MK (hat es dann doch irgendwie geschafft, unelegant seinen Kittel anzuziehen u. knöpft diesen nun mit hochrotem gesenkten Kopf zu): Ja, das sind wir, Marc! Danke der Nachfrage. Aber... Ähm... also sie kommt... später.
MM (grinst ihn schweinisch an): Ist mir schon klar, dass sie noch kommt.
MK (hat seine Fassung wieder gefunden u. sieht Marc nun sauer an): Mann, jetzt lass den Scheiß mit deinen anzüglichen Sprüchen!
MM (hebt seine unschuldigen Hände in die Höhe u. zieht Mehdi weiterhin auf): Äh... wenn schon, dann denkst du gerade anzüglich. Aber das kann ich schon verstehen. Muss ja ein extrem heißes Wochenende gewesen sein, wenn dir jetzt selbst die leichtesten Bewegungsabläufe nicht mehr gelingen wollen.
MK (hat keine Lust auf seine Späße u. sieht ihn ernst an): Marc!
Spielverderber! Versteht der denn gar keinen Spaß mehr? Diese neue Situation kann man doch nur mit Humor nehmen.
MM (amüsiert sich gerade königlich): Was? ... Oh! Ich soll die Klappe halten, hmm? ... Ich sage schon nichts.
MK (vorwurfsvoll): Dann kuck auch nicht so blöd! Ich weiß, was du denkst.
Versuche dich mal nicht in einen Feingeist hineinzuversetzen! Außerdem denke ich nicht, sondern versuche gerade zu akzeptieren. ... Irgendwie!
MM (lässig): Was denke ich denn, deiner Meinung nach?
MK (lehnt sich seufzend gegen seinen Spind): Dass ich einen riesigen Fehler mache?
Oh! Denkt der das etwa doch? Hmm... Die Hoffnung stirbt zuletzt!
MM (cool): Also für Kunstfehler bin ich nicht zuständig, da musst du dich schon an die juristische Abteilung wenden.
MK: Eh!

Mehdi hatte genug von Marcs unlustigen Scherzen, weil er sich seine gute Laune sicherlich nicht von ihm zerstören lassen wollte, und ließ ihn genervt stehen. Warum konnte er es nicht einfach akzeptieren und sich für ihn mit freuen? War das zu viel verlangt? Der enttäuschte Halbperser quetschte sich an dem grinsenden Mann vorbei und betrat das Schwesternzimmer. Er ging zielstrebig auf die Kaffeemaschine zu und wollte sich einen Kaffee nehmen, da er heute Morgen noch keinen genossen hatte, aber leider war die Kanne immer noch leer...

MK: Wieso ist denn hier schon wieder der Kaffee alle?

... fragte er eher sich selbst als seinen unverschämten Kollegen. Dieser war ihm gefolgt und lehnte sich nun lässig an die Spüle neben ihn...

MM: Tja, wenn man drei Stunden zu spät zum Dienst erscheint, kann es schon mal vorkommen, dass einem andere den Kaffee weg saufen. Die Frühstückspäuschen sind schon alle durch und die Stasi-Sabsi ist... naja, haste ja gerade erlebt, ne.
MK (sieht ihn eher gequält an): Du wirst mir das auf ewig aufs Brot schmieren oder?
MM (grinst ihn breit an): Sicher! Wenn du willst, meißle ich dir das auch noch auf deinen Grabstein.
MK (würde den Blödmann am liebsten loswerden): Hast du als Neuchef nicht eigentlich viel zu tun?
MM (ist die Ruhe selbst): Nö! Eigentlich nicht. Ich delegiere, weißte.
MK (schüttelt den Kopf u. dreht sich schmunzelnd zu ihm um): Mann, du bist echt unglaublich.
Wieso kann man ihm eigentlich nie länger als fünf Minuten böse sein?
MM (grinst): Och! Du, ich gebe das Kompliment gerne zurück.

Mehdi hatte mittlerweile die Kaffeemaschine wieder aufgefüllt und der Kaffee lief durch. Er blieb wartend neben seinem Kumpel stehen und geriet wieder ins Träumen über das vergangene Wochenende. Marc rollte nur genervt mit den Augen, als er den verklärten Blick seines Freundes bemerkte, der nur eines bedeuten konnte, und konnte es nicht lassen, noch einen Spruch rauszuhauen...

MM: Du siehst heute echt unglaublich beschissen aus.
MK (wacht unweigerlich aus seinem schönen Traum auf, aber bleibt ruhig u. lässt sich nicht von ihm ärgern): Deine Komplimente waren auch schon mal besser.
MM: Ich mache nie Komplimente und schon gar nicht Männern, wobei du ja nicht wirklich in diese Kategorie... Äh... egal. Das war lediglich eine Feststellung. Du wirst alt! Kannst du bei so einer jungen... äh... Dings hier... Freundin überhaupt mithalten?
So ein Idiot! Manchmal möchte man ihn liebend gern gegen die Wand klatschen.
MK (ignoriert seine Anspielungen wegen seines Alters, schließlich ist man nur so alt, wie man sich fühlt u. er fühlt sich gerade wie Anfang zwanzig u. genießt das Hochgefühl): Marc, ich weiß, du würdest gerne hören, was wir so die letzten zwei Tage...
MM (verzieht angewidert sein Gesicht u. hebt schutzsuchend seine Arme): Oh, Gott bewahre! Bitte nicht!
MK (grinst ihn an): Weißt du, ein Gentleman schweigt und genießt. Aber vielleicht nur so viel zu deiner Beruhigung: Geschlafen haben wir fast nicht.
Äh... das wollte ich nun wirklich nicht so genau wissen. Bäh! Das Luder und der Hengst!? Ja, klar!? Angeber!
MM: Das erklärt die Augenringe.
MK (zwinkert ihm frech zu): Damit kann ich leben. Ansonsten fühle ich mich fit wie ein Turnschuh.
Meine Güte, was eine Überdosis Sex so alles bewirkt? Der ist ja wie ausgewechselt. Gefällt mir!
MM: Gut zu wissen, dann machst du beim nächsten Mal Squash nicht so schnell schlapp.
MK: Mal sehen, ob ich in nächster Zeit überhaupt Zeit dafür finden werde.
Liebeskranker Trottel! Der ist ja schon völlig abhängig. Gefällt mir nicht!

Marc schüttelte ungläubig den Kopf. Mehdi lachte nur und drehte sich um. Der Kaffee war nämlich endlich durchgelaufen. Er nahm sich zwei Tassen aus dem Regal und goss sich und Marc von dem aufputschenden Heißgetränk ein. Er reichte ihm eine Tasse, die Marc stumm und undankbar annahm, und setzte sich damit an den runden Tisch. Marc folgte ihm und setzte sich dazu. Nach einer kurzen Schweigeminute sprach er ihn ungewohnt unsicher an...

MM: Also ziehst du das mit ihr jetzt wirklich durch?
MK (sieht kurz zu ihm rüber): Zweifelst du immer noch?
Ach ich weiß doch auch nicht. Komisch ist es schon.
MM (weicht seinem Blick aus): Äh... Eigentlich warst ja immer du derjenige, der gezweifelt hat.
MK (rührt nachdenklich mit dem Löffel in seinem Kaffee herum): Ich hätte es gleich wissen müssen.
MM (irritiert): Was? Dass sie gut im Bett ist, haste doch schnell mitgekriegt und ausgiebig ausgetestet.
MK (seufzt u. sieht ihn ernst an): Marc, ich rede hier von tiefen aufrichtigen Gefühle und nicht von Sex.
MM (rollt mit den Augen u. kann sich den Spruch einfach nicht verdrücken): Ich dachte, bei euch Mädels geht das einher?
MK (schüttelt leicht den Kopf): Ach Marc! Und ich dachte, nach mittlerweile vier Monaten mehr oder weniger glücklicher Beziehung wüsstest du, was ich meine.
MM (fühlt sich gleich angegriffen): Was heißt denn hier mehr oder weniger?
MK (schmunzelt): Das musst du schon selber wissen.
Blöder Arsch! Wir sind glücklich! Mehr als glücklich! Jawohl! Pah!
MM (greift ihn an): Dein dämliches Grinsen sieht übrigens echt scheiße aus.
MK (grinst ihn breit an): Ich passe mich nur meiner Umgebung an.
MM (sichtlich verwirrt): Hä? Was soll das denn heißen?

Mehdi zwinkerte ihm nur stumm zu, lehnte sich lässig auf seinem Stuhl zurück und nahm noch einen Schluck aus seiner Kaffeetasse. Der grübelnde Chirurg tat es ihm gleich. Doch plötzlich schoss er herum und funkelte sein Gegenüber böse an, denn er hatte endlich Mehdis Andeutung verstanden und die traf ja wohl mal überhaupt nicht auf ihn zu...

MM: Der größere verknallte Dorfdepp bist ja wohl eindeutig du!
Hätte das Gespräch aufzeichnen sollen! Als Beweismittel, das ich bei einer eventuellen Martchen-Hochzeit offen legen könnte. Gretchen würde mich dafür lieben, wenn ich ihr die Aufzeichnung geben würde. Marc Meier hat sich tatsächlich in aller Öffentlichkeit, also ich zähle mich jetzt mal als Öffentlichkeit, als verknallter Dorfdepp geoutet! Yeah!
MK (schmunzelt): Ich muss ja meinen Ruf wahren, ne? Aber ich glaube, du stehst mir in nichts nach.
MM (verschränkt beleidigt seine Arme): Bullshit!
MK (lacht u. zieht ihn weiter auf): Auch wenn ich mit meinen Gedanken vielleicht ganz woanders war, habe ich schon mitbekommen, wie sehr du sie am Freitag angebetet hast.
MM (verteidigt seinen guten Machoruf): Hab ich nicht! Das war rein beruflich.
MK (lacht noch mehr): Sicher!? Deine Romantikoffensive ist natürlich rein beruflich!
Von was für einer Scheiße redet der da eigentlich? Hat eindeutig zu viel gevögelt, wobei die wichtigen männlichen Gehirnzellen wahrscheinlich alle abgetötet worden sind!
MM: Was denn für eine schwule Romantikoffensive? Ich hab sie nur in ein Hotelzimmer abgeschleppt, wie es sich für einen echten Mann gehört.
MK (überrascht): Hast du?
MM (wird die Angelegenheit dann doch allmählich peinlich): Äh... Das geht dich nichts an.
MK (lehnt sich zufrieden zurück u. nippt an seinem Kaffee): Mensch, du legst dich für einen Anti-Romantiker aber wirklich schwer ins Zeug. Hast du nicht auch über die Feiertage etwas ge...
Hätte ich ihn bloß nicht gefragt, was er davon hält!
MM (fährt ihm schnell dazwischen): Halt die Klappe! Die Wände hören mit. Das hab ich dir im Vertrauen gesagt. Ich will nicht, dass sie irgendwas mitkriegt. Klar?
MK: Sorry! Ich weiß von nichts. Aber echt, gefällt mir, wie du mit ihr umgehst. Und ich kann nur noch mal sagen, mit dem, was du vorhast, triffst du bei ihr mitten ins Herz.
Hoffentlich!
MM (wird das dann doch zu sentimental): Findest du? Ääähhh... Jetzt hör auf mit dem schwulen Gerede! Wird ja richtig peinlich hier.
MK (kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen): Ok!?
Idiot! Das muss dir nun wirklich nicht peinlich sein. Eine Frau wie Gretchen muss man einfach auf Händen tragen und ihr alle Sterne vom Himmel holen. Und was du vorhast, das ist schon irgendwie... wow! Hätte ich nicht erwartet. Aber ehrlich gesagt hätte ich auch nie gedacht, dass er wirklich dazu fähig ist. Machomann ist endlich erwachsen geworden. Wurde auch mal Zeit. Ich kann mich schließlich nicht ewig um ihn kümmern. Ich hab jetzt schließlich eine neue wunderschöne Aufgabe, der ich mich voll und ganz widmen werde. Hach... Ob sie schon da ist?

Lorelei Offline

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11.02.2011 11:05
#923 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben! Na da habe ich euch wohl mal wieder zu früh heiß gemacht, hmm? Überraschung? Was für eine Überraschung? Ich halte es wie Mehdi. Ich weiß von nichts. Ich weiß nur, dass es jetzt mit dem zweiten Teil von unseren Lieblingsärzten weitergeht. Viel Spaß u. schönen Start ins WE! LG Lorelei




Abermals schwiegen sich die beiden Männer an und tranken wortlos ihren Kaffee, bis überraschenderweise ausgerechnet Marc Meier das Wort ergriff und das Thema wieder in eine andere Richtung rückte und das mit ernstem Hintergrund...

MM: Und du bist dir diesmal wirklich sicher?
MK (grinst ihn an, um die plötzlich angespannt wirkende Situation locker zu halten): Ach auf einmal doch schwules Gerede?
MM (geht diesmal nicht darauf ein, weil er sich ernsthaft Gedanken um seinen besten Freund macht): Mann, eh, du weißt, wie ich das meine. Bei Anna und Gretchen hast du dich auch ziemlich schnell verrannt.
MK (wird dann auch wieder ernster): Ich habe mich nicht verrannt, Marc. Ich habe beide geliebt von der ersten Minute an.
MM (stöhnt genervt auf, weil das Gespräch wieder ins Sentimentale abrutscht u. er gewisse Dinge auch nur ungern hört): Boah, lass den Pathos weg, sonst wird mir noch schlecht!
MK: Du hast mich gefragt!
Hätte ich es mal gelassen.
MM (rollt mit den Augen): Aber wir sprechen hier von GABI. Das ist dir schon klar?
MK (seufzt): Ach Marc, wann legst du endlich den alten Groll ab? Dann würdest du nämlich erkennen, was für eine wunderbare, sanfte, gefühlvolle, tiefsinnige Frau dahinter steckt.
Boah, setze mal für ein paar Minuten deine rosarote Brille ab, du liebeskranker Dorfdepp! Das ist ja nicht auszuhalten, echt. Tiefsinnig? Dass ich nicht lache. Berechnend und egoistisch trifft’s besser. Die hat sich doch nicht von einen Tag auf den anderen um 180 Grad gedreht, nur weil sie in dich verknallt ist? Tzz...
MM (hebt skeptisch seine Augenbrauen): Äh... Aber du meinst schon noch unsere Gabi, die Stationsschla... (er bricht den Satz lieber sicherheitshalber ab, als er Mehdis bösen Blick wahrnimmt), äh... die den Preis als schlechteste Krankenschwester ever bekommen würde, wenn wir nicht die Stasi-Sabsi hätten, und nicht einen Klon von ihr? Wer weiß, vielleicht hat sie ja ne ... (er zeigt Gänsefüßchen an) ... „gute“ Zwillingsschwester?
MK: Marc, jetzt werde nicht albern! Natürlich reden wir über ein und dieselbe Person. Sie ist... Ich kann es dir gar nicht richtig beschreiben. Es ist ... einfach schön mit ihr. So unbeschwert. Ich fühle mich endlich wieder frei und ohne Druck. Ich bin einfach nur glücklich und du weißt, wie schwer mir gefallen ist, das zuzulassen und nicht immer nur an Lilly zu denken. Ob du’s glaubst oder nicht, Gabi macht mich glücklich. Sie ist toll. Ich weiß, du denkst, ich betrachte mal wieder alles nur durch eine rosarote Brille. Aber das ist nicht so. Ich bin völlig klar und Herr meiner Gedanken. Wir sind uns nah. Gerade heute Morgen, da haben wir...
MM (nachdem er ruhig zugehört u. auch verstanden hat, hebt er wieder abwehrend seine Hände): Eh ich hab gesagt, keine schmutzigen Details, sonst reihere ich gleich in die offene Wunde meines Patienten. Apropos, ich muss gleich los in den OP.
MK (wird etwas lauter, weil Marc mal wieder alles ins Lächerliche zieht): Mann, wir haben geredet! Weißt du so richtig und... ich habe Dinge erfahren, die...
MM (fällt ihm grinsend ins Wort): War ja klar, dass sie mehrere Leichen im Keller hat.
MK (funkelt ihn an): Hat sie nicht! Sie ist ganz anders, als du denkst.
MM (kann seine kleinmädchenhaften Schwärmereien bald nicht mehr hören): Ich glaube, deine Scheibe hat mittlerweile einen Sprung.
Wieso versteht er das nicht?
MK (versucht es ihm irgendwie zu erklären, weil ihm wirklich wichtig ist, dass er es versteht): Ich weiß, dass das mit uns vielleicht auf einmal ziemlich schnell geht, aber... Was ich eigentlich sagen will, da ist auf einmal so eine vertraute Nähe zwischen uns, so als ob wir schon die ganze Zeit zusammen wären.
MM (zwinkert ihm frech zu): Wart ihr ja auch quasi... also nur in der Horizontalen.
MK (weist ihn sauer zu Recht): Marc!
MM (gibt schließlich klein bei): Ja, is gut, ich hab’s kapiert.
MK: Gut! Und ich möchte dich bitten, in Zukunft deine blöden Sprüche zu unterlassen. Weißt du, ich liebe diese Frau und es tut mir weh, wenn du so über sie redest. Ich weiß, dass sie kein Engel ist, aber eine Teufelin ist sie erst recht nicht. Sie hat einen guten Kern und wenn du sie besser kennen und nicht ständig ablehnen würdest, dann würdest selbst du das erkennen.
MM (die Botschaft ist angekommen; er senkt betreten seinen Blick): Sorry, ich bin da wohl mal wieder zu weit gegangen. Ich wollte doch nur sicher gehen, dass du weißt, was du... Ähm... Aber ich hab’s jetzt wirklich gecheckt. Ok?
MM (lächelt ihn zufrieden an): Ok!

Aber Marc war noch nicht ganz zufrieden, denn es gab ja da noch ein klitzekleines gravierendes Problem, an das er seinen besten Freund vielleicht mal erinnern sollte, falls er diese schwerwiegende Tatsache in seiner glückshormongesteuerten Euphorie vergessen hatte...

MM (hakt zögerlich nach): Und was sagt ähm... die Kandidatin hinter dem verschlossenen Tor Nummer 2 zu der ganzen Neuentwicklung? Die war ziemlich angefressen, als du so still und heimlich aus dem Hotel abgehauen bist.

Mehdi Kaan hatte Maria Hassmann natürlich nicht vergessen und er war auch fest entschlossen, mit ihr das zu klären, aber in diesem Moment traf ihn Marcs Andeutung wie ein Schlag ins Gesicht...

MK (fasst sich an seine Stirn): Scheiße!
MM: Dito! Keine Sorge, ich hab ihr gesagt, du hättest einen Notfall im EKH gehabt. Sie hat’s geschluckt und ist kurz nach dir gegangen.
Sie ist verletzt! Zu Recht! Ich verspreche ihr einen romantischen Abend mit allem Drum und Dran, wie sie ihn sich gewünscht hat. Aber anstatt meinen Wetteinsatz anständig über die Bühne zu bringen, habe ich die ganze Zeit nur eine andere Frau im Kopf. Und anstatt ihr meine wahren Gefühle zu gestehen, suche ich den einfachen Weg, lasse sie ohne ein Wort stehen und verschwinde mit Gabi. Du bist so feige! Ein feiger Mistkerl! Und dafür wird sie dich hassen.
MK (schämt sich): Danke, aber... Ich hätte sie nicht anlügen sollen.
MM (runzelt die Stirn): Äh... Das habe ich ja dann übernommen.
MK (sieht ihn ernst an): Ich habe Gabi versprochen, mit ihr zu reden.
MM (schmunzelt): Ach drückt sie dir die Pistole schon auf die Brust? Ich hab nichts anderes von ihr erwartet.
MK: Aber das ist doch nur fair. Weißt du, ich will einfach, dass nichts mehr zwischen uns steht.
MM (verdreht seine Augen): Klar!?
MK (sieht ihn fragend an): Du glaubst mir nicht?
MM: Doch, doch! Hast ja im Prinzip auch keine andere Wahl. Es sei denn, du lässt dich wieder von ihr...
MK (fällt ihm schnell ins Wort): So sprunghaft bin ich nicht.
MM (lacht): Das sagt mir derjenige, der es wochenlang mit zwei Hasen gleichzeitig getrieben hat und am Ende nicht mehr wusste, wo ihm der Kopf steht.
MK (beleidigt): Marc!
MM (lehnt sich entspannt zurück u. erklärt es ihm): Wortlaut Mehdi Kaan, letzten Dienstag, Sportstudio, Ortszeit 12.20 Uhr: Glaubst du, dass man(n) sich in zwei Frauen gleichzeitig verlieben könnte?
MK (wird etwas rot): Äh... Ja, das war vielleicht...
MM (beendet grinsend den Satz für ihn): Bescheuert!
Ich war so ein blöder Idiot!
MK: Aber ich weiß jetzt, was... also wen ich will.
MM (verschränkt seine Arme u. sieht ihn durchdringend an): Na dann ist ja gut.
MK (entschlossen): Deshalb werde ich auch mit Maria reden. Heute noch! Ich will nicht, dass sie hintenrum irgendwas mitbekommt.
MM (beugt sich neugierig zu ihm rüber): Ach? Ihr fahrt die Heimlichkeitschiene?
Kann ja nur schief gehen!
MK (schaut ihn beschämt an): Noch! Aber ich werde in der Pause zu Maria gehen.
MM (grinst): Gut zu wissen! Ich gebe in der Notaufnahme Bescheid, dass sie schon mal ein paar Blutkonserven mehr bereithalten. Wie war noch mal deine Blutgruppe?
MK (sauer): Marc, das ist nicht witzig.
Doch eigentlich schon! Naja, ich hab’s versucht. Scheiße eh, das geht nicht gut aus. So abgebrüht ist die, glaube ich nicht, dass sie das einfach so hinnimmt. Die ist ja auch ziemlich in ihn verschossen. Also ich will nicht in seiner Haut stecken.
MM (leise): Ich weiß. Du hast Schiss oder?
MK (sieht ihn wehmütig an): Ich mache damit alles kaputt.
MM: Tja, das hättest du vorher wissen müssen.
Stimmt! Aber ich war ja schon ein bisschen in sie verliebt, glaube ich.
MK: Ich will nicht, dass sie mich hasst.
Das wird sich wohl nicht umgehen lassen.
MM (versucht ihn aufzumuntern): Mann, sie ist taff. Sie wird das schon überleben. Wer Cedric ‚ich bin der Größte und krieg sie alle’ Stier überlebt hat, ist hart im Nehmen.
MK: Sie hat schon so viel durchgemacht und jetzt komme ich und würge ihr noch eins rein.
Das verzeiht sie mir nie. Ich hätte es nie so ernst werden lassen dürfen. Ich habe doch gespürt, dass sie Gefühle für mich hat und ich Idiot habe... Aber... für einen Moment habe ich wirklich gedacht, ich würde sie auch erwidern.
MM: Mann, jetzt vergiss deine beschissenen Schuldgefühle! Reiner Tisch ist immer gut.
MK: Ja, du hast ja Recht.
MM (schaut kurz auf seine Armbanduhr u. merkt, dass es Zeit ist zu gehen): Siehste, Dr. Meier hat immer Recht. Und er ist gut in seinem Job, saugut, um genau zu sein. Das werde ich jetzt auch beweisen. Obwohl... vielleicht lasse ich sogar meine äußerst begabte Assistentin mal ans Skalpell. Hmm... Mal sehen! Ich muss jetzt los.
MK (lächelt ihn an): Ok! Danke fürs Zuhören!
MM: Äh ja, kein Ding! Schickst du mir Haasenzahn gleich runter in den OP-Bereich?
MK: Sicher!

Die beiden Männer nickten sich zu, erhoben sich von ihren Stühlen und stellten ihre leeren Tassen in die Spüle. Mehdi drehte sich schon zum Gehen um, da klopfte ihm Marc auf die Schulter und hielt noch ein paar aufmunternde Worte für seinen Freund breit...

MM: Du machst das Richtige.
MK (lächelt kurz u. geht zur Tür): Danke!
MM (legt noch einen lockeren Spruch nach, weil ihm das hier viel zu emotional und unmännlich geworden ist): Deine verknallte Grinsevisage gefällt mir übrigens wesentlich besser als dein ewiges Rumgeheule.

Mehdi rollte mit den Augen, hob seine rechte Hand zum Abschied und verließ das Schwesternzimmer. Das Gespräch mit seinem besten Freund, der sich nur sehr selten und vor Fremden schon mal gar nicht ernst und sensibel zeigte, hatte ihm wirklich gut getan und hatte ihm auch Mut gemacht. Alles würde sich regeln. Alles würde gut werden. Mit dieser Überzeugung schritt er in Richtung Gynäkologie, um seinen Dienst anzutreten. Marc blieb allein im Stationszimmer zurück und schüttelte den Kopf, als er an die vergangenen Minuten zurückdachte. Mehdi war eindeutig der verknalltere Dorfdepp, stellte er für sich fest und lächelte zufrieden.

Lorelei Offline

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12.02.2011 14:05
#924 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Schönen Samstag, ihr Lieben! Bussi! Eure Lorelei




Doch kaum war der eine Liebeskranke abgerauscht und Dr. Meier spürte wieder einen Hauch von Normalität aufkommen, denn er hörte in der Ferne das Martinshorn eines Krankenwagens, kam auch schon die nächste angerauscht...

SV (außer Atem): Herr ... Doktor ... Meier, der Patient wäre dann bereit und Günni... aaaalsoooo Doooktooor Gu.... Gu... Gummersbach hat gerade die Niere gebracht.

Schwester Sabine lächelte ihren Oberarzt schüchtern an. Dieser verdrehte nur genervt seine Augen und richtete seinen Blick kurz für ein Stoßgebet gen Decke, als er das seltsame Leuchten in den Augen seiner tollpatschigen Stationsschwester wahrgenommen und eins und eins zusammengezählt hatte... Boah, was ist das hier? Eine Klinik oder die Partnerbörse? Nee, nee, nee! Genug mit der Kinderkacke hier!

MM: Äh... ja, komme gleich. Dr. Kaan löst gerade Haasenz... äh... Dr. Haase ab. Dann kann es auch schon losgehen.
SV: Ich geh dann schon mal vor.
MM: Na das hoffe ich ja wohl.

Die blonde Krankenschwester verdünnisierte sich schnell wieder, was ihr Chef erleichtert zur Kenntnis nahm. Er wollte ihr eigentlich in den OP-Bereich folgen und stand auch schon in der Tür, doch dann fiel ihm ein, dass er noch sein Handy holen wollte, welches er heute Morgen im Spind vergessen hatte, und betrat deshalb schnell die Umkleide. Marc öffnete seinen Schrank und wühlte seine Manteltaschen durch, zog schließlich sein Telefon heraus und schaute aufs Display, während er mit einem Fußtritt die Spindtür wieder zuknallte. Ein nicht angenommener Anruf! Er erkannte die Nummer seiner Mutter, die wohl wieder unsinnige Urlaubsgrüße, die er nicht hören wollte, auf seine Mailbox gesprochen hatte und rollte genervt mit seinen Augen, als er die Nachricht mit einer Fingerbewegung einfach löschte. Seine Augen blitzten aber eine Sekunde später auf, als er noch etwas entdeckte, nämlich eine Sms von seiner Süßen, die er sofort öffnete und mit klopfendem Herzen las: „Ich vermisse dich so. Hier bei Mehdi ist überhaupt nichts los. Freu mich gleich auf die OP mit dir. Kuss, Haasenzahn.“

MM (strahlt über das ganze Gesicht): Süß!

...murmelte er leise und lächelte verliebt, als er die süße Nachricht seiner Freundin noch weitere fünf Mal las und anschließend schloss. Dann strich er zärtlich mit seinem Daumen über ihr Foto, das sein Display zierte und das sie in dem atemberaubend schönen blauen Abendkleid zeigte, welches sie letzten Freitag auf dem Ärzteball getragen hatte. Aber Marc Meier wurde schnell wieder aus seinen Träumereien über tanzende Prinzessinnen und stürmische Nächte am Strand von Tahiti gerissen, denn er hörte plötzlich ein Geräusch hinter sich. Verschämt steckte der verliebte Chirurg sein Handy in seine Kitteltasche, setzte seine arrogante Oberarztmaske wieder auf und drehte sich langsam herum. Das Geräusch, das sich als ein fröhliches Summen herausstellte, wurde immer lauter und kam ihm irgendwoher bekannt vor. Hatte er das nicht gerade eben erst gehört? Ein Déjà-Vu, dachte er. Ein ziemlich beschissenes Déjà-Vu, das auch noch von schlechtem Musikgeschmack zeugte! Und er hatte Recht mit seiner Vermutung, nur dass die krächzende Stimme, bei der Dieter Bohlen sicherlich das Casting von DSDS vorzeitig abbrechen und aus dem Fenster springen würde, diesmal zur besseren Hälfte seines besten Freundes gehörte und nicht von ihm selbst kam, was die Qualität aber auch nicht wesentlich gesteigert hätte. Gabi Kragenow betrat nämlich gerade die Umkleide und summte das gleiche Lied vor sich hin wie ihr Oberarzt und - Marc schluckte bei dem Gedanken - Freund ein paar Minuten zuvor, aber ab und zu kamen auch noch ein paar Wortfetzen dazu, die sicherlich zu Ohrenkrebs führen würden, wenn man eine Überdosis davon abbekommen würde...

GK: Love is in the air. Lalalalalalala. Love is in the air. Lalalalalalala. Efriwer Ei luk araund. Lalalalalalala.

Marc schlug sich fassungslos eine Hand vors Gesicht. Er hatte damals schon ihr Katzengejaule unter seiner Dusche kaum ertragen können und hatte immer das Weite gesucht, wenn sie auf Brittney Spears für Arme gemacht hatte. Aber der musisch gequälte Chirurg konnte sich bald ein Schmunzeln doch nicht mehr länger verkneifen. Gabi war ja mindestens genauso verknallt wie der Dorfdepp, stellte er zufrieden fest, während er sie weiterhin intensiv beobachtete, wie sie sexy mit ihren Hüften schwingend in ihrem Spind kramte, ihre Handtasche darin verstaute, ihren Wintermantel auf einem Kleiderbügel aufhängte und ihren weißen Kittel herausholte, den sie sich sofort überstreifte. Sie brach ihre Bühnenperformance schließlich ab. Vor dem kleinen Spiegel, der an ihrer Spindtür hing, kontrollierte sie ihre Frisur - Sie trug heute einen lockeren Pferdeschwanz -, dann ihr Make-up. Sie zog ihre Lippen mit einem rosafarbenen Lipgloss nach und lächelte zufrieden über ihr Resultat. Dann schlug die schöne Krankenschwester die Spindtür zu und drehte sich langsam herum, um zu gehen. Sie war in Eile, aber nicht nur, weil sie drei Stunden zu spät zum Dienst erschienen war und Oberschwester Stefanie sicherlich irgendwo auf der Lauer lag, sondern auch weil die Sehnsucht sie antrieb. Noch nie zuvor hatte sich Schwester Gabi so sehr auf ihren Arbeitstag gefreut. Gleich würde sie ihn wieder sehen. Ihr Herz klopfte wie verrückt, als sie an Mehdi dachte und sie konnte gar nicht mehr aufhören zu lächeln. Verträumt knöpfte sie ihren Kittel zu, als ihr plötzlich etwas in die Augen fiel und sie in ihrer Bewegung innehielt. Die weißen Schlappen kannte sie doch. Langsam hob sie ihren Kopf. Gabis gute Laune verschwand sofort, als sie erkannte, wer ihr da gerade gegenüberstand und sie hämisch angrinste. Ausgerechnet der, dachte die brünette Krankenschwester irritiert. Was glotzt der denn so blöde? fragte sie sich, als ihr die intensiven Blicke ihres verhassten Exverlobten auffielen. Sie blieb in der Tür zum Schwesternzimmer stehen und funkelte ihn selbstbewusst an...

GK: Marc? Also wenn ich nicht wüsste, dass du eine Freundin hast und du mich hasst, würde ich fast behaupten, du glotzt mir gerade auf den Arsch.
MM (überrascht von ihrer Schlagfertigkeit, zwinkert er ihr zu): Das hättest du wohl gerne.
GK (verzieht ihr Gesicht): In deinen Träumen nicht! Ich würde dich eher für unzurechnungsfähig erklären.
MM (grinst sie an): Och du, ich würde da eher jemand anderen für unzurechnungsfähig erklären.
Dieser Arsch! Er kann es echt nicht lassen. Aber du wirst nie und nimmer verhindern können, dass wir zusammen sind und es auch bleiben werden.
GK (funkelt ihn böse an): Wenn du damit auf Mehdi anspielen willst, dann muss ich dich leider enttäuschen. Er weiß, was er tut.
Naja, da bin ich mir manchmal nicht so sicher.
MM (sieht sie durchdringend an): Und weißt du es?
Was soll denn die Frage jetzt?

Die verunsicherte Krankenschwester zögerte einen Moment mit ihrer Antwort. Marc Meier war schließlich der Letzte, mit dem sie über ihre Beziehung zu Mehdi sprechen wollte und sie hasste sein arrogantes vorwurfsvolles Grinsen, dass ihr sagte, lass bloß die Finger von ihm, sonst mache ich dich fertig. Aber wieso sollte sie sich vor ihm rechtfertigen? Im Prinzip ging es ihn ja überhaupt nichts an. Das war schließlich ihr Leben, Mehdis und ihres. Obwohl, immerhin war er sein bester Freund und diese Tatsache würde sich auch in Zukunft nicht vermeiden lassen. Wenn sie mit ihrem Traummann zusammen sein wollte, müsste sie sich auf kurz oder lang auch mit diesem Idioten hier auseinander setzen müssen. Vielleicht sollten sie endlich ein für alle mal ihre Differenzen beiseite legen? Und ehrlich gesagt, war sie die immer währenden Schlammschlachten mit ihm ziemlich leid. Gabi verschränkte ihre Arme vor ihrem Körper und lehnte sich mit dem Rücken gegen die geschlossene Tür zum Stationszimmer. Dann sprach sie ihn mit ernster Miene an...

GK: Ok, dann spuck deine Sprüche endlich aus! Damit wir es hinter uns haben.
MM (zuckt mit seinen Schultern u. bleibt cool): Ich hab nichts gesagt.
GK (blitzt ihn an, weil sie ihn durchschaut): Aber gedacht!

Marc, der lässig an seinem Spind lehnte, funkelte sie an. Klar würde er ihr am liebsten die Meinung geigen, aber wenn er das tun würde, riskierte er wohlmöglich noch die Freundschaft mit Mehdi und das wollte er nie wieder geschehen lassen. Die Zeit, als sein bester und einziger Freund ihm die „Affäre“ mit Anna nachgetragen hatte, war schlimmer gewesen, als er sich das jemals offen eingestanden hätte. Den Fehler würde er nicht noch mal begehen. Ob er wollte oder nicht, er musste sich mit der Situation, wie sie jetzt war, abfinden. Sie tat ihm gut. Nur das zählte. Und er wollte Vergangenheit endlich Vergangenheit sein lassen. Und so lächelte er sie freundlich an, als er plötzlich auf sie zu ging und vor ihr stehen blieb. Gabi schaute ihn verwirrt an, als er sie wieder ansprach...

MM: Dass du zu spät bist, das muss ich dir wohl nicht sagen oder?
GK: Marc, die Chefarztpose steht dir überhaupt nicht, wenn ich das sagen darf. Ich meinte eigentlich etwas ganz anderes.
MM (völlig unbeeindruckt, grinst er sie an): Ach und was, wenn ich fragen darf?
GK (verwundert, dass er so ruhig, sie würde fast behaupten nett, bleibt): Äh... Dass ich die Finger von ihm lassen soll, vielleicht?
Guter Gedanke!
MM (sieht sie eindringlich an): Denkst du das?
GK (wird allmählich sauer, weil er immer Gegenfragen stellt): Nein, du denkst das!
MM (lässt sie immer noch auflaufen, weil es ihm tierischen Spaß macht, sie so verwirrt zu sehen): Tue ich das? Wüsste nicht, dass du nebenbei einen Psychokurs belegt hättest.
GK (hat allmählich genug von seinen Spielchen): Marc, verdammt, was soll das?
MM (grinst): Was soll was?
Ok, das reicht! Dann eben kein Frieden. Aber ich hab’s zumindest versucht.
GK (will gehen): Also so langsam wird mir das echt zu blöd hier. Ich hab eh noch zu tun.

Gabi stieß sich von der Tür ab und wollte sich an ihrem unverschämten Exfreund vorbeiquetschen, aber dieser versperrte ihr mit cooler Pose den Weg...

MM: Da stimme ich dir voll und ganz zu. Schwester Stefanie würde das, glaube ich, auch gerne sehen, wenn hier jeder endlich seinem geregelten Dienst nachgeht und sich weniger ... anderen äh... Dingen widmet.
GK (rollt genervt mit den Augen): Ja, dann lass mich bitte vorbei?
MM (grinst sie an): Wow! Kannst ja richtig freundlich sein.
Was hat der denn heute Morgen gefrühstückt?

Gabi starrte ihr Gegenüber ungläubig an. Marc wollte sie gerade vorbeilassen, hielt sie aber dann doch noch ein letztes Mal zurück und positionierte seinen linken Arm neben ihrem Kopf. Er war ihr ganz nah, was die junge Krankenschwester noch mehr verwirrte...

GK: Was soll das? Willst du mich jetzt anmachen oder wie?
MM (muss kurz auflachen, weil allein die Vorstellung schon völlig abwegig ist): Oh bitte Gabi, der Zug ist ja wohl schon vor Ewigkeiten abgefahren. Aber eins sage ich dir...
GK (gereizt): Was, Marc?
MM (hebt jetzt drohend seinen rechten Zeigefinger u. fuchtelt damit vor ihrem Gesicht herum): Sollte ich irgendwie mitbekommen, dass du ihn in irgendeiner Weise verarschst, dann... dann gnade dir Gott, dann wirst du dir wünschen, nie hier angefangen zu haben.
Ich hab doch gewusst, dass noch was kommen würde. Arsch!
GK (durchaus eingeschüchtert versucht sie cool zu bleiben): Marc!
MM (sieht ihr direkt in die Augen): Haben wir uns verstanden?

Marc nahm seine Hand weg und trat zwei Schritte zurück, was Gabi zum Luft holen nutzte. Insgeheim hatte sie genau mit so einer Reaktion von ihm gerechnet, aber nicht dass sie so energisch und ehrlich ausgesprochen werden würde. Sie las deutlich seine Sorge heraus, was sie schließlich dazu verleitete, etwas klarzustellen....

GK: Marc, ich habe nicht vor ihn zu verarschen oder irgendwie weh zu tun. Ich liebe ihn, ob du’s glaubst oder nicht. Und ich werde alles, wirklich alles dafür tun, dass er glücklich ist und es auch bleibt, weil... weil er mich auch glücklich macht.

Der sonst so toughe Oberarzt war sichtlich beeindruckt von Gabis emotionaler Rede. Sie meinte es tatsächlich ernst. Alles andere hätte er auch nicht akzeptiert. Aber er würde sie trotzdem im Auge behalten.

MM: Na dann!

... sagte er nur, drehte sich um und verließ ohne ein weiteres Wort die Umkleide. Gabi schaute ihm verwundert hinterher, schüttelte dann den Kopf und folgte ihm auf den Flur hinaus. Aber Marc war schon im Aufzug verschwunden. Nachdenklich lief sie den Flur vor und bog dann in den Gang zur Gynäkologie ein... Marc wird auch immer seltsamer, seitdem er im Liebesrausch ist. Aber mir soll’s Recht sein. Jetzt lässt er uns hoffentlich in Ruhe.

Lorelei Offline

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13.02.2011 14:14
#925 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

So Nachschub für die Hibbeligen unter euch. Der Countdown läuft. Noch drei Tage! Ich werde verrückt! Da ich mich unbedingt ablenken muss, war ich wieder mehr oder weniger fleißig am Schreiben. Ich hoffe, es gefällt. Liebe Grüße u. einen schönen, leider winterlichen Sonntag wünsche ich euch. Eure aufgekratzte Lorelei




Einige Minuten zuvor auf der Gyn

Dr. Gretchen Haase verabschiedete gerade eine schwangere Patientin, als die Tür des Sprechzimmers geöffnet wurde und ein über beide Backen glücklich strahlender Dr. Mehdi Kaan hinein trat. Er lächelte erst Gretchen, die überrascht aufschaute und ihm zunickte, dann die Patientin freundlich an und hielt dieser gentlemanlike die Tür auf, was die junge Frau mit einem kleinen Lächeln quittierte...

GH: Auf Wiedersehen, Frau Krüger! Wir sehen uns dann... äh... Sie sehen dann beim nächsten Termin... Me... äh... Dr. Kaan.

Die junge Assistenzärztin schüttelte verwirrt ihren Kopf bei dem Blödsinn, den sie gerade von sich gab und schaute verlegen zu Mehdi, der seiner Patientin alles Gute wünschte und hinter ihr die Tür schloss. Der verliebte Gynäkologe drehte sich wieder herum, grinste seine schöne Exfreundin verschmitzt an und drückte ihr einen kleinen Begrüßungsschmatzer auf die rechte Wange, woraufhin sich die überraschte Frau über die Backe strich und Mehdi noch verwirrter anschaute. Ohne etwas zu sagen, schoss sie herum und ging wie selbstverständlich auf Dr. Kaans Chefsessel zu und setzte sich. Der charmante Oberarzt schaute ihr verwundert nach, schmunzelte und setzte sich ihr gegenüber. Sein glückliches Strahlen war nicht mehr wegzudenken und erhellte den kleinen Raum. Das fiel auch Gretchen auf, die sich wieder gefangen hatte und ihr Gegenüber nun argwöhnisch musterte. Irgendetwas war anders! Aber was?

GH: Und jetzt zu dir, Mehdi Kaan. Wo waren wir denn heute Morgen, hmm?

... fragte sie mit einem gespielt vorwurfsvollem Unterton und leicht grinsend und lehnte sich dabei im Chefsessel entspannt zurück. Ihre direkte Frage erwischte Mehdi aber auf kaltem Fuß. Er wurde etwas rot im Gesicht und rutschte unruhig auf seinem Stuhl hin und her und bekam keinen anständigen Satz zustande...

MK: Äh... also... äh...

Verwundert schaute die Blondine ihren besten Freund an, der seinen Blick gesenkt hatte. Wieso machte er denn jetzt so ein großes Geheimnis daraus? Da war doch nichts dabei. Sie war doch auch schon öfters zu spät gekommen. Gut, auf ihn traf das eher weniger zu. Mehdi war eigentlich immer derjenige, auf den man sich hundert Prozent verlassen konnte. Deshalb hakte die neugierige Frau auch sofort nach, als er nicht gleich antwortete...

GH: Du kommst doch sonst nie zu spät auf Arbeit? Hast du verschlafen?

Mehdi, der, seitdem er das Zimmer betreten hatte, mit sich haderte, ob er Gretchen nicht gleich alles erzählen sollte, wusste sich im ersten Moment nicht anders zu helfen und bejahte ihre Frage. Es entsprach ja auch quasi der Wahrheit, auch wenn sie nicht wusste, dass er nicht allein verschlafen hatte...

MK (nickt ihr verlegen zu): Äh... ja.
Ist das süß! Mehdi ist ja ganz verlegen!
GH (schaut ihn zwar kurz verwundert an, aber gibt sich mit dieser Antwort zufrieden): Oh! Ist mir neulich auch erst passiert. Aber pass bloß auf, dass dich Marc nicht erwischt. Das kann er nämlich gar nicht leiden. Ist halt doch ein kleiner Spießer.
MK (muss dann auch schmunzeln, denn sie hat so was von Recht): Ich hab ihn schon gesehen.
GH (erstaunt): Ach? Aber dafür strahlst du immer noch eine gewisse Ruhe aus.
MK (wird etwas rot u. versucht abzulenken): Du sollst übrigens gleich in den OP runter kommen, hat er gesagt.
GH: Oh!?

Gretchen schaute auf ihre Armbanduhr und merkte, dass es wirklich schon höchste Zeit war. Die Assistenzärztin stand von ihrem Sessel auf und trat um den Tisch herum. Aus Höflichkeit erhob sich Mehdi ebenfalls von seinem Stuhl. Er wirkte sichtlich nervös und wusste nicht so recht, ob er ihr jetzt doch gleich die ganze Wahrheit gestehen sollte. Er wollte seine beste Freundin einfach nicht mehr länger anlügen und ihr die wichtigste Neuigkeit in seinem Leben verschweigen. Er fühlte sich eh schon schlecht deswegen. Sie würde es schon verstehen, oder? Zögerlich sprach er Gretchen schließlich an...

MK (schaut abwechselnd in ihre Augen u. dann wieder auf seine Schuhe): Hättest du vielleicht noch einen kleinen Moment für mich? Ich... ich muss dir noch etwas sagen.
Nanu?
GH (schaut ihn überrascht, aber interessiert an): Ja, ein paar Minütchen hätte ich noch. Was gibt’s denn?

Gretchen lehnte sich an seinen Schreibtisch, während Mehdi nervös im Zimmer auf und ab tigerte, was sie argwöhnisch werden ließ. Wieso war er denn auf einmal so nervös? Es schien wichtig zu sein, dachte sie und sah ihn fragend an. Mehdi schwebte so viel durch den Kopf, dass er gar nicht wusste, wo er überhaupt anfangen sollte. Doch plötzlich blieb er stehen, holte tief Luft und schaute ihr dann ernst in die Augen...

MK: Die Sache ist die.
GH (fällt ihm besorgt ins Wort): Was ist denn? Du wirkst auf einmal so ernst.

Gretchen brachte ihn dadurch fast aus dem Konzept. Er geriet zunehmend ins Schwitzen...

MK: Ja äh... Es gibt da etwas, das ich dir verschwiegen habe.
GH (erstaunt): Oh! Was denn? Du klingst aber sehr geheimnisvoll.
MK (senkt verlegen seinen Kopf): Es tut mir leid, dass ich dir das noch nicht eher gesagt habe, aber ... ich musste erst einmal selber herausfinden, was da... genau... ist.
GH (so langsam dämmert es ihr, worauf er hinaus will): Oh! Du meinst...? Aber das weiß ich doch schon längst!
MK (starrt sie völlig perplex an): Was? Hat... hat Marc etwa...?
Wieso hat er vorhin nichts gesagt?

Jetzt schaute Gretchen ihren besten Freund ebenso verdutzt an...

GH: Wie? Marc wusste das? Aber warum hat er denn nichts gesagt?
MK (schämt sich immer mehr, weil er ihr nie etwas von Gabi erzählt hat): Weil... weil ich ihn darum gebeten habe.
Hä? Also jetzt verstehe ich gar nichts mehr. Mehdi hat es mir doch am Freitag noch selbst gesagt, dass er in Maria verliebt ist. Offenbar hat er es ihr ja jetzt endlich gebeichtet. Aber wieso darf das keiner wissen? Warum macht er denn so ein großes Geheimnis daraus und zieht Marc auch noch mit rein? Sehr mysteriös! Er war doch eigentlich immer derjenige, der sehr offen seine Gefühle gezeigt hat.
GH: Ok!? Ich verstehe das zwar nicht so ganz, weil du weißt, dass du mit allem, was du auf dem Herzen hast, immer zu mir kommen kannst.
MK (sieht sie verschämt an): Ja, ich weiß. Ich kann mich nur entschuldigen.
GH (sieht ihn liebevoll an): Aber das musst du nicht. Ich freu mich doch für dich.
MK (erstaunt): Ehrlich?
Ich hätte eigentlich erwartet, dass sie mir den Kopf abreißt.
GH (nimmt seine Hände in ihre): Mehdi, alles was ich mir immer für dich gewünscht habe, ist, dass du wieder glücklich bist und dass du es bist, ist ja wohl offensichtlich, so wie du heute strahlst.
Ach Gretchen!
MK (lächelt sie an): Danke! Ich hätte auch nie gedacht, dass es mich noch einmal so erwischen könnte.
Oh wie ist das schön! Sie ist die Richtige!
GH (strahlt ihn glücklich an): Du hast es verdient. Und ich freu mich, freu mich, freu mich wirklich für dich.

In ihrer Euphorie konnte Gretchen nicht mehr länger an sich halten und umarmte den überraschten Gynäkologen herzlich. Im selben Moment ging die Tür auf und die beiden Freunde bekamen Gesellschaft. Gabi Kragenow stand mit einem Stapel Patientenakten in der Tür und ihr strahlendes vorfreudiges Lächeln erstarb augenblicklich, als sie erkannte, wen ihre große Liebe da gerade zärtlich an sich drückte. Sie versuchte ihr aufkommendes Gefühl der Eifersucht zu unterdrücken, als sie bemerkte, wie Mehdis Ex ihm mehrmals gefühlvoll über den Rücken strich. Das hatte sicherlich gar nichts zu bedeuten, dachte Gabi. Eine freundliche Begrüßung vielleicht? Oder Dankbarkeit, weil sie für ihn eingesprungen war? Aber je länger diese zärtliche Umarmung dauerte, umso unruhiger wurde die Krankenschwester. Sie musste jetzt einfach einschreiten. Gabi räusperte sich einmal laut, um auf sich aufmerksam zu machen, und sprach die beiden schließlich mit leicht brüchiger Stimme an...

GK: Stör ich?

Die beiden Ärzte fuhren sofort auseinander und schauten überrascht zur Tür, wo die brünette Krankenschwester, die heute ein eher unauffälliges Jeans-T-Shirt-Ensemble unter ihrem offenen Kittel trug, die Akten an ihren Bauch presste und ihre Arme darum verschränkt hatte. Mehdi spürte sofort ihren leicht angesäuerten Blick und lächelte sie verschämt an. Doch als sich ihre Blicke trafen, war Gabi ganz schnell wieder versöhnt und schmolz regelrecht dahin. Diese Augen machten sie noch wahnsinnig. Sie konnte gar nicht anders, als ihn anzulächeln. Das bemerkte auch Gretchen irritiert, die ihre Kollegin kurz und knapp begrüßte und sich dann wieder zu Mehdi umdrehte, der ein seltsames Leuchten in seinen Augen aufwies. Sie störte sich nicht daran, nein, im Gegenteil, es berührte ihr Herz. Mehdi war endlich wieder glücklich und das war alles, was zählte.

GH: Hallo Gabi! ... Ähm... Mehdi, lass uns später reden. Bei einem Kaffee oder so. Ich muss jetzt wirklich in den OP, bevor Marc wieder...

In dem Moment ging ihr Pieper los. Sie hielt ihn grinsend hoch und sprach dann weiter, während sie sich mit beiden Händen am Schreibtisch abstützte...

GH: ... Du siehst, ich werde schon sehnsüchtig erwartet. Bis später!
MK: Bis später!

Sie stieß sich vom Schreibtisch ab, winkte Mehdi noch einmal kurz zu und ging dann zur Tür. Gabi nickte ihr kurz zu und ließ ihre Kollegin vorbei. Dann öffnete die blonde Ärztin die Tür und ließ die beiden in Mehdis Büro allein zurück.

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