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Lorelei Offline

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Beiträge: 7.274

27.12.2010 14:27
#876 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo ihr lieben Schneehasis! Wie ihr traut mir nicht? Ihr bekommt Magengeschwüre und wollt Schmerzensgeld? Wegen der Magenprobleme empfehle ich einen Besuch bei Dr. Meier im Elisabeth-Krankenhaus. Ansonsten ähm... ich werd mal schauen, ob es, wie Andie so schön formuliert hat, endlich zum Durchbruch, Befreiungsschlag oder Coup kommt. Aber erst einmal viel Spaß jetzt mit dem Gabiholicer und einer überraschenden Erkenntnis des Haaseholicers. Liebe Grüße u. einen gelungenen Start in die letzte Woche des Jahres. Eure Lorelei




Nach einem Augenblick peinlichen Schweigens fasste sich Dr. Meier ein Herz und sprach Dr. Kaan an, auch wenn es ihm schwer fiel. Aber er könnte es eh nicht verhindern und er hatte auch kein Recht dazu. Also würde er ihm der Freund sein, den er verdient hatte...

MM: Wie lange willst du noch hier dumm rumstehen, hmm?
Die Betonung liegt auf dumm!
MK (sieht ihn unschlüssig an): Ich weiß nicht, was ich...
Boah, diese verdammte Scheiße hier, warum tue ich mir das überhaupt an?
MM (versucht ruhig u. diplomatisch zu bleiben, auch wenn er nicht wirklich von dem überzeugt ist, was er jetzt sagt): Dann finde es heraus. Das ist ja nicht mehr mit auszuhalten, wie du ihr hinterher schmachtest.
MK (reagiert trotzig): Tue ich nicht.
Will der mich jetzt verarschen?
MM (funkelt ihn böse an): Tust du wohl! Also schieb deinen fetten Arsch jetzt endlich dahin!
MK (schaut ihn sprachlos an): Aber du... du hast doch immer...
Wann hast du jemals auf meine Meinung gehört, hmm? Weder bei Anna und dann bei Gretchen, noch bei den Puten hier. Also krall sie dir endlich, bevor ich dir noch die Schuhe voll kotze.
MM (fährt sich mit einer Hand über den Nacken, denn es fällt ihm schwer das jetzt zu sagen): Tue ich immer noch, aber... mein Gott, wenn sie es sein muss, bitte, dann muss sie es halt sein. Ist dein Leben! Aber wenn es schief läuft, ich hab dich immer gewarnt.

Ohne eine Reaktion seines liebeskranken Freundes abzuwarten, gab Marc ihm einen kleinen Schups nach vorn und Mehdi stolperte in den Ballsaal. Der überrumpelte Halbperser drehte sich erschrocken zu seinem Kumpel um, der ihn ohne eine Miene zu verziehen mit verschränkten Armen ansah. Was war das gerade? Hieß das etwa, dass er, nach allem was war, seine Entscheidung akzeptiert hatte? Keine Sticheleien, Hetztiraden und weitere Warnungen, dass er womöglich den größten Fehler seines Lebens machen würde? Nichts! Er erkannte Marc kaum wieder. Mehdi sah ihn einen Moment lang an, bis diesem das zu bunt wurde. Er schickte ihm einen bitterbösen Blick und verdeutlichte ihm mit einer flüchtigen Handbewegung, sich endlich zu verpissen. Mehdi nickte ihm stumm zu und drehte sich wieder um, was der junge Chirurg mit einem Kopfschütteln kommentierte. Was tat er hier eigentlich? Er schickte den einzigen Freund, den er hatte, tatsächlich in die Höhle der Löwin, aus der er selbst nur mittels Haascher List lebend entkommen war. Das konnte doch nicht gut gehen. Oder doch? Er grübelte und kratzte sich an der Narbe auf seiner Nase. Gabi hatte sich ja schon um ein paar Prozentwerte zum Positiven verändert, seitdem sie seinem besten Kumpel hinterher stieg. Sie bemühte sich, nicht nur was den Umgang mit Patienten und Kollegen betraf, denen sie neuerdings mit freundlicher und aufgeschlossener Miene entgegentrat, sondern v.a. auch um das Wohlergehen ihres Vorgesetzten, dem sie nach der leidigen Italiengeschichte tatsächlich die Zeit gegeben hatte, die er gebraucht hatte, um wieder einigermaßen auf den Damm zu kommen, naja zumindest was die Sache mit Anna und Lilly betraf. Sie bedrängte Mehdi nicht, ganz anders als bei ihm damals, wo sie ihm ständig auf die Pelle gerückt war und er sie am liebsten in das nächste Flugzeug nach Timbuktu verfrachtet hätte. Sie schien es wirklich ernst mit ihm zu meinen. Das war selbst ihm aufgefallen und ihm fielen solche peinlichen Liebesgeschichten eigentlich nie auf, weil es ihn einen Dreck interessierte. Deshalb war er vorhin auch geflüchtet, als Haasenzahn anfing von Stasi-Sabsi und dem Leichenfledderer zu schwärmen, die sich wohl vorhin auf dem Balkon abgeschleckt hatten. Bäh! Er hatte schließlich mit Mehdi und seinen Frauen schon genug Ärger am Hals. Das wollte er sich nicht auch noch antun, sonst müsste er noch den Rest des Abends auf der Toilette über der Kloschüssel verbringen. Und er musste doch hier auf seinen Kumpel aufpassen, falls eins der Luder ihre Krallen ausfuhr. Marc sah kurz zur Bar rüber, dann wieder zu seinem Freund, der immer noch unschlüssig zwei Meter vor ihm stand. Noch war alles ruhig, bis auf die schwachsinnige Musik vielleicht. Er dachte nach. Dass Gabi heftig in ihren Oberarzt verschossen war, war ja nicht zu übersehen, auch wenn er vielleicht der Einzigste war, der bisher davon wusste. Und Mehdi zeigte nun ähnliche schwachsinnige Tendenzen. Von wegen, er sei in zwei Weiber gleichzeitig verknallt! Ein Dreier im Bett, ja, durchaus vorstellbar, aber im Kopf? Marc hätte ihm am Dienstag fast aus Unzurechnungsfähigkeit die Approbation entzogen, als er ihm das im Sportstudio gebeichtet hatte. Das war doch völlig idiotisch. Er hatte doch ihre Blicke gesehen, als er sie tags zuvor beinahe inflagranti in der Kaanschen Praxis erwischt hatte. Er hätte fast die Feuerwehr gerufen wegen gefährlichem Funkenflug im EKH. Als ob das mit der Hassi das gleiche wäre. Pah! Was wollte er sich damit hier beweisen? Da war sogar eine Warzenentfernung bei einer alten Schachtel spannender als diese Pseudoliaison. Vorhin beim gemeinsamen Abendessen mit den dreien wären ihm fast die Füße eingeschlafen. Dann Marias ständige Grabbeleien unter dem Tisch. Wie blind war die eigentlich, dass sie nicht merkte, dass er da keinen Bock drauf hatte. Was hatte er nur an ihr gefunden? Gut, sie hatte Mehdi etwas abgelenkt, und dafür war er ihr eigentlich auch sehr dankbar, als er endlich seinen Haasenzahn klargemacht hatte und sie war für ihn da gewesen, als die Suche nach Lilly in Gang kam. Sie mag ja hinter ihrer kühlen Chirurginnenfassade menschlich ganz nett sein, aber ansonsten? So sensationell konnte der Sex ja wohl nicht gewesen sein, sonst wäre er nicht auch bei der Sexpertin Kragenow unter die Bettdecke gekrochen. Marc fuhr sich durch seine Haare. Mann, dieses leidige Theater mit dem persischen Harem zerrte wirklich an seinen Nerven. Damit musste endlich Schluss sein. Er konnte ja auch nicht ständig mit einem Defi neben ihm herlaufen, weil er jedes Mal Sorge hatte, dass er gleich einen Herzinfarkt erleiden würde, wenn er auf eins der Luder traf. Wenn er unbedingt Gabi haben wollte, dann musste es eben sie sein. Er würde es schon überlebt. Er hatte dreiunddreißig Jahre seine Mutter und ihre Neurosen überlebt. Er hatte Bärbel Haase überlebt, auch wenn es ihm immer noch sauer aufstieß, wenn er daran zurückdachte, dass sie ihn nach seiner ersten Nacht in der Haaschen Villa nackt unter der Dusche erwischt hatte. Und er würde auch noch ein zweites Mal Gabi Kragenow überleben. Mehdi zuliebe. Außerdem hatte er schon längst seinen Frieden mit ihr gemacht. Sie hatten beide Fehler damals gemacht und sich dafür entschuldigt. Irgendwann musste auch mal gut sein. Warum in der Vergangenheit leben, wenn das hier und jetzt zählte? Wenn sie Mehdi glücklich machte, dann würde er damit klarkommen. Er seufzte. Er war einfach zu gut für diese Welt. Aber ein paar Restzweifel blieben dennoch bestehen. Konnte das mit den beiden wirklich gut gehen? Was würde passieren, wenn sie es versauen und ihn irgendwann sitzen lassen würde? Und die Chancen darauf standen eher sechzig zu vierzig als fifty fifty. Wahrscheinlich würde Mehdi nie wieder auf die Beine kommen. Marc hatte ihn doch nur schützen wollen, als er immer wieder gegen sie Stunk gemacht und sich über ihre und seine Verknalltheit lustig gemacht hatte, aber Mehdi hatte einen eigenen Kopf, in dem es zwar drunter und drüber ging, aber wo sich offenbar nur ein Virus festgesetzt hatte. Marc fuhr sich erneut durch seine Haare, lehnte sich seufzend mit dem Rücken an den Türrahmen und sah Mehdi nach. Er würde sie auf jeden Fall im Auge behalten.

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.274

28.12.2010 12:33
#877 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben! Danke für die tollen Kommentare. Tja, Marc Meier scheint doch mehr Einfühlungsvermögen zu besitzen, als es vielleicht den Anschein hat. Ob das bei Dr. Kaan Eindruck gemacht hat? Wir werden sehen. Da werden wir mal so langsam die schwere Geburt einleiten, hmm. Aktuelle Wetterlage in Sachsen 10cm Neuschnee und -7 Grad, in Berlin Mitte frostig bis tiefgekühlt. Viel Spaß! Eure Lorelei





Der aufgeregte Gynäkologe schaute zur Bar, atmete noch einmal tief durch und setzte sich endlich in Bewegung. Langsamen Schrittes bahnte er sich einen Weg durch die Paare auf der Tanzfläche. Je näher er der Sektbar und damit auch seiner Liebsten kam, umso höher schlug auch sein Herz. Er fasste sich an seine Brust, rieb daran und versuchte sich zu beruhigen. Ein unmögliches Unterfangen, denn schon stand er direkt hinter diesem zauberhaften Wesen, das ihm den Verstand geraubt hatte, und es setzte erst recht zum Dauerlauf an. Gabi, die mit dem Rücken zu ihm stand, hatte ihn noch nicht bemerkt. Mit einem verträumten Lächeln im Gesicht betrachtete der verliebte Oberarzt ihre entzückende Rückenfront und hätte am liebsten Hand angelegt. Er spürte das dringende Bedürfnis, sie unbedingt berühren zu wollen, zum einen weil er ihre wärmende Nähe so sehr vermisst hatte, aber zum anderen auch um sich endgültig zu vergewissern, dass sie tatsächlich in Fleisch und Blut vor ihm stand und er sich das alles nicht schon wieder nur einbildete. Seine rechte Hand machte sich selbständig und bewegte sich unkontrolliert auf die nackte elfenbeinfarbene Haut ihres Rückens zu. Sie kreiste darüber, bis Mehdi plötzlich panisch realisierte, was er da gerade tat, sie schnell zurückzog und tief in seinen Hosentaschen vergrub und dabei etwas rot im Gesicht wurde. Ja, Dr. Mehdi Kaan war hypernervös in diesem Moment, weil er einerseits nicht wirklich wusste, was er jetzt sagen sollte, und andererseits weil er Angst vor ihrer Reaktion hatte. Er zögerte und drehte sich noch einmal Hilfe suchend um. Er bemerkte den genervten Gesichtsausdruck seines besten Freundes, der sich schließlich von dem feigen Hund abwandte und sich zu Gretchen und Maria begab, die mit dem Rücken zu ihm zusammen mit Dr. Rössel und Dr. Gummersbach und ihren jeweiligen Begleitungen an einem der hinteren Tische saßen. Mit einem fetten Knutscher überraschte er seine überrumpelte Freundin. Der Halbperser drehte sich inzwischen wieder zu seiner Herzdame um und betrachtete verlegen die verführerische Halspartie, die nicht von ihrem langen Zopf verdeckt war. Er stellte sich vor, wie er sie genau an der Stelle zärtlich küssen würde, wie sie darauf reagieren würde, wie sich eine zarte Gänsehaut bilden würde, die er mit seiner Fingerkuppe sanft streicheln würde, wie sie ihren Kopf etwas neigen würde und er dann... Äääähhhh... Mehdi bekam wieder leicht gerötete Wangen, strich sich darüber und versuchte sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Er schloss für eine Sekunde seine Augen, atmete noch einmal tief durch und sprach seine Traumfrau schließlich an...

MK: Gabi!

Wie in Zeitlupe drehte sich die schöne Krankenschwester zu ihrem Oberarzt um, musterte ihn kurz von Kopf bis Fuß, hob eine Augenbraue, legte eine Hand locker an ihre Hüfte und schaute ihn betont cool an...

GK: Dr. Kaan!?
MK (ignoriert den kühlen Unterton in ihrer Stimme u. lächelt sie verträumt an): Hallo!?
Gott, sie ist so schön!

Mehr brachte der verliebte Gynäkologe in diesem Moment nicht über seine Lippen. Gabi Kragenow hatte ihm mal wieder den Atem geraubt. Völlig fasziniert starrte er in ihr wunderschönes dezent geschminktes Gesicht und wartete gespannt auf eine Reaktion ihrerseits, die aber überraschenderweise ausblieb. Stattdessen drehte sich die stolze Frau wieder zu dem jungen Barkeeper um, der ihr gerade ein Champagnerglas reichte, das sie mit einem Lächeln dankbar entgegennahm. Nachdem Mehdi nach einigen Sekunden sein Sprachzentrum wieder gefunden hatte, sprach er sie erneut an. Die Aufregung in seiner Stimme war deutlich herauszuhören...

MK: Du ... bist... hier?

Gabi seufzte. Sie wollte ihm eigentlich ihre kalte Schulter zeigen, aber drehte sich dann doch langsam wieder zu ihm um. Sie nippte einmal an ihrem Champagner und konterte betont distanziert...

GK: Sieht so aus, ja.

Dr. Kaan wurde zunehmend unsicherer, weil seine Stationsschwester ihm ungewohnt kühl begegnete. Er lächelte verschämt und sah immer wieder auf seine Füße, dann wieder zu ihr. Wo war ihre ansteckende Fröhlichkeit abgeblieben? fragte er sich verwirrt. Stattdessen wirkte sie fast gelangweilt von ihm und tippte ungeduldig mit ihrem Fuß auf der Stelle auf und ab. Immer wieder schaute sie verstohlen zu den Eingängen, so als ob sie noch jemand erwartete. Der verunsicherte Oberarzt fasste sich an sein Herz und wagte einen erneuten Versuch, mit ihr ins Gespräch zu kommen, wobei er etwas ins Stottern geriet. Diese verdammte Aufregung, fluchte er leise in sich hinein...

MK (sieht sie bewundernd an): Du... also du... du wow ... du siehst heute wunderschön aus, Gabi.
GK (kontert recht zickig): Ach und sonst nicht oder wie?
MK (für den ersten Moment sprachlos, dann versucht er panisch sich zu erklären): Nein... also DOCH... du... du bist schön. Also ich... ich finde dich immer schön.
GK (hebt skeptisch ihre Augenbraue): Aha!?
MK: Ehrlich!

Gabi ignorierte den flehenden Unterton in seiner Stimme, nippte unbeeindruckt und ohne ihren Chef weiter anzuschauen an ihrem Glas und sah wieder zur Tür rüber, schluckte dann den Rest Champagner auf ex hinunter, drehte sich wieder zum Kellner um, dem sie ihr leeres Glas mit einem zauberhaften Lächeln zurückgab, und ließ Mehdi einfach stehen...

GK (beiläufig im Gehen): Ja ähm... danke. War nett zu plaudern. Man sieht sich.

Der perplexe Oberarzt schaute der Eisprinzessin mit offenem Mund hinterher...

MK (leise zu sich selbst): Was.... war.... das?

Er drehte sich Rat suchend zum Barkeeper um, der auch nur mit den Schultern zuckte und dann der sexy Lady mit einem dreckigen Grinsen hinterher schaute. Gabi ging schnurstracks zu einem der Eingänge und nahm ihre Abendbegleitung in Empfang....

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.274

28.12.2010 21:21
#878 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hey ihr Lieben! Ich schon wieder. Ich hab die Schippe weggeworfen, aber vorher hab ich noch einen neuen Teil ausgebuddelt. Weil mein (ich glaube ich werde jetzt ganz rot. ) Fanclub so herzzerreißend gebettelt hat. Ich hab euch fruchtbar lieb, das wisst ihr ja. So dann wollen wir mal sehen, wer sich hinter Tür Nr. 1 verbirgt. Es war ja nicht allzu schwer zu erraten oder? Einen Tipp hätte ich dann aber noch: Er öffnet gerne mit vollem Körpereinsatz verschlossene Türen und erwischt Machooberärzte inflagranti mit ihren Mietzen. (Aber in meiner FF ja GsD nicht!) Und jetzt viel Spaß! Eure Lorelei




Sehr gereizt fauchte die schöne Krankenschwester ihren unpünktlichen Kavalier an...

GK: Verdammt Gordon, wo bleibst du so lange?

Der blonde Sanitäter war sich keiner Schuld bewusst, musterte die aufregende Frau zum wiederholten Mal heute Abend eingehend und grinste sie nun verschmitzt an....

GT: Schon Sehnsucht gehabt?
Boah, ich dreh ihm den Hals um.
GK (stinksauer): Verdammt, lass den Scheiß! Ich hab unten zwanzig Minuten auf dich gewartet.

Gordon legte cool seinen Arm um ihre Schulter. Gabi schaute sich kurz im Saal um und als niemand sie beobachtete, schlug sie ihn unsanft weg....

GT: Es war einfach kein Parkplatz in der Nähe zu finden.
GK (platzt der Kragen): Das war so klar. Wieso musstest du auch ausgerechnet deinen Hippie-Bulli nehmen?
GT (zuckt mit den Schultern): Ja sorry, ich kann dir nun mal keinen Luxusschlitten bieten. Naja noch nicht. Ich arbeite daran. Die Alternative wäre der RTW gewesen. Hmm... Aber wenn ich mir das so recht überlege, wäre das gar nicht mal so schlecht gewesen. Du fährst ja gerne im Rettungswagen, ne?
Ich bring ihn um!

Gordon, der sich noch ganz genau an die wohl aufregendste Rettungsfahrt seines Lebens erinnern konnte, zwinkerte ihr anzüglich zu. Gabi, die diese dunkle Episode ihres Lebens am liebsten vergessen machen wollte, brodelte innerlich und warf ihm einen tötenden Blick zu, den er gekonnt mit einem charmanten Lächeln ignorierte...

GK (erhebt ihre rechte Hand zur Strafpredigt): Wehe, du redest noch einmal darüber! Ist das klar?
Das ist nie passiert.
GT (lacht): Naja ich hab ja auch nicht unbedingt reden gemeint.
GGGRRR!!! Ich hab es gewusst. Ich hab es von Anfang an gewusst, dass das heute so laufen würde. Toll Gabi, Gratulation für diesen gelungenen Glanzauftritt hier.
GK (ihre Augen formen sich zu kleinen Schlitzen): Gordon, reiz es nicht aus ja.
GT (stöhnt genervt): Mann, jetzt entspann dich doch mal.
GK (blitzt ihn an): Ich bin entspannt.
GT (leise): Merkt man.
Mann, und ich dachte, das würde ein lockerer Abend mit ihr werden. Endlich mal wieder, nachdem sie mich so lange hat zappeln lassen. Aber sie zickt die ganze Zeit nur rum. Das nervt verdammt noch mal.

Gabi versuchte sich einigermaßen zu beruhigen und sah ihn jetzt wesentlich ruhiger an. Aber sie fand immer noch etwas, an ihrem Begleiter auszusetzen...

GK: Wie siehst du überhaupt aus?

Die schöne Krankenschwester musterte den attraktiven Sanitäter mit skeptischen Blicken. Er trug einen legeren weißen Freizeitanzug und darunter ein buntes Hawaihemd... Will der einen auf John Travolta für Arme machen oder was soll das? Peinlicher geht’s nicht!

GT (dreht sich einmal für sie im Kreis u. sieht sie vor Selbstbewusstsein strotzend an): Fantastisch, findest du nicht?
Was hat der denn gefrühstückt?
GK (verschränkt trotzig ihre Arme u. hebt eine Augenbraue): Für eine Strandparty auf Honolulu vielleicht.
GT (grinst sie unverschämt an): Hmm... geiler Gedanke, wenn du einen knappen Honolulu-Bikini trägst.
Sieht sie heute nicht bombig aus? Der Wahnsinn!

Ok!? Es war definitiv ein Fehler, ausgerechnet ihn zu fragen. Aber was hätte ich sonst machen sollen? Etwa Gotthard Fuchs anbetteln, der mir wahrscheinlich mit Kusshand zugesagt hätte? Nee! Nicht mal für eine Million wäre ich noch mal mit dem ausgegangen, nach allem was damals war. Noch so ein Fehler!

GK (versucht cool Haltung zu bewahren): Gordon, verdammt lass deine billigen Anspielungen. Ich hatte gesagt, dass du dich schick machen sollst. Das ist ein Ball und keine 70er-Jahre-Dope-Gedächtnis-Studentenparty verdammt noch mal.
GT (unbeeindruckt): Du wolltest doch auffallen und bei Gott das tust du. Du siehst verdammt heiß aus, Gabi.
Er kann es nicht lassen.
GK (rollt genervt mit den Augen): Jetzt lenk nicht ab. Hast du keine Krawatte dabei?
GT (cool): Nö! Ich wusste nicht, dass hier Etikette angesagt ist. Außerdem hat man mich ja reingelassen. Also alles schick.
Ich wünschte, die Security hätte ihn draußen gelassen. Wobei dann würde ich ja wieder alleine hier stehen. Nein, diesen Triumph gönne ich ihm nicht. Dann lieber der Vollidiot!
GK (ihr ist die Nervosität dann doch für eine Sekunde anzumerken, als sie sich vorsichtig im Saal umschaut): Das glaubst du vielleicht.
GT: Was bist du denn so nervös jetzt?
GK (fängt sich wieder): Ich bin nicht nervös.
GT (glaubt ihr kein Wort u. zwinkert ihr zu): Klar! Ich hab dir ja vorhin einen angeboten zum Auflockern, aber du wolltest ja nicht.
Was? Das ist jetzt nicht wahr?
GK (fährt ihn aufgebracht an): Eh jetzt sag nicht, dass du... (schaut sich kurz um - sie bleiben unbeobachtet u. ungehört - u. spricht leise weiter) ... bekifft hier bist? Bist du völlig verrückt geworden? Deshalb kommst du zu spät?
Dieses Arschloch!
GT (wirft ihr einen anzüglichen Blick zu): Ich komme nie zu spät.
Warum in drei Teufels Namen hab ich ausgerechnet ihn gefragt? GGGRRR!!! Das geht so was von in die Hose. Was hab ich mir nur dabei gedacht?
GK (stupst ihn unsanft in den Arm u. faucht ihn an): Halt die Klappe!
GT (grinst immer noch): Du bist so nett zu mir.
GK (rollt mit den Augen u. dreht sich um): Bild dir mal nichts darauf ein. Und jetzt komm endlich!

Gabi setzte sich in Bewegung und ihr treuer Begleiter folgte ihr auf dem Fuße. Sie drehten eine kleine Gesehen-werden-Runde durch den Ballsaal, begrüßten den einen oder anderen Bekannten, blieben verwundert vor Schwester Sabine stehen, die ein Tablett mit alkoholischen Getränken in ihren Händen hielt, und musterten sie ungläubig von Kopf bis Fuß, gingen aber dann schnell weiter, als die Cleopatra in dem cremefarbenen Ballkleid zum Plaudern ansetzte. Gabi vermied es tunlichst, sich nach Mehdi umzuschauen, auch wenn die Versuchung groß war. Hatte ihr Eisprinzessinnenauftritt vorhin die richtige Wirkung bei ihm erzielt? Sie schnappte sich von einem vorbeikommenden Kellner ein Glas Champagner und trank es unter den ungläubigen Blicken von Gordon auf ex aus. Ein bisschen Mut antrinken hatte ja noch niemanden geschadet, dachte sie. Ja, Mehdi Kaan sollte heute leiden wie ein Hund und am eigenen Leib spüren, was es hieß, verloren zu haben. Sie musste es schließlich auch. Das war nur gerecht. Gabi stellte das leere Glas schwungvoll auf einen der Tische ab, ergriff zur großen Freude Gordons dessen Hand und zerrte ihn auf die Tanzfläche... It’s showtime!

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.274

29.12.2010 16:40
#879 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Doch die Aufmerksamkeit eines gewissen Arztes, die sich die enttäuschte Krankenschwester erhofft hatte, blieb aus. Dr. Kaan hatte sich nämlich nach ihrem wunderlichen Abgang vorhin zu den anderen Kollegen begeben, die in einer der hinteren Ecken angeregt miteinander diskutierten. Er setzte sich wortlos dazu, bekam aber nicht wirklich viel mit, worum es eigentlich ging. Irgendein spektakulärer Fall aus der Fachpresse, glaubte er aufgeschnappt zu haben. Viel zu sehr beschäftigte ihn nämlich der ungewöhnliche Auftritt von Gabi Kragenow. Wieso war sie so abweisend zu ihm und hatte ihn einfach kommentarlos stehen gelassen? Dabei wollte er ihr doch endlich etwas gestehen. Trübsinnig starrte der enttäuschte Oberarzt die Tischplatte an, während um ihn herum alle lachten. Dr. Meier, der die verhinderte Liebesszene im Augenwinkel mitbekommen hatte, nahm sich ein Herz und zog seinen verwirrten Freund von dem Hühnerhaufen weg - Schwester Sabine hatte sich nämlich mittlerweile auch wieder zu ihnen gesellt, hatte alle mit genügend Alkohol versorgt und hatte ohne Unterbrechung plappernd ihre Tarotkarten herausgezogen, was die anwesenden Männer der Runde zum Aufbruch veranlasste - und begab sich mit ihm zur Bar in der Nähe. Er bestellte zwei Biere und stellte sich mit Mehdi etwas abseits ans Fenster. Er reichte ihm die Flasche, die er dankbar, aber wortlos annahm. Er nippte kurz daran und starrte dann abwesend aus dem Fenster auf die bunten Lichter des Potsdamer Platzes. Marc sprach ihn schließlich an, aber er konnte sich den spöttischen Unterton in seiner Stimme nicht verkneifen. Irgendwie hatte er es ja geahnt, dass das genauso ablaufen würde...

MM: Sie hat dich eiskalt abblitzen lassen, was?
MK (dreht sich zu ihm um u. schaut ihn mit traurigen Augen an): Ich versteh das nicht. Das war überhaupt nicht sie.
MM (kann sich ein Lachen nicht verkneifen): Na du musst es ja wissen.
Das war die rachsüchtige Krankenschwester in Perfektion. Also alles wie immer. Obwohl sie war schon mal besser in Form. Aber ihr Ziel hat sie ja erreicht. Er steht mal wieder völlig neben sich. Ist ja auch nichts Neues.
MK: Sie war total distanziert. So kenn ich sie gar nicht.
So ein Idiot!
MM: Ähm... kannst du dir nicht denken warum?

Mehdi schaute ihn fragend an. Marc rollte nur mit den Augen angesichts der Dämlichkeit des angeblichen Frauenverstehers und machte eine Kopfbewegung nach rechts. Sein Freund folgte seinem Blick. Maria lächelte gerade zu ihm rüber und er verstand endlich. Er senkte verlegen seinen Blick und seufzte...

MK: Ich bin so ein Idiot.
Klar, dass sie sauer ist, wenn sie mich hier mit ihr sieht. Aber ich wollte doch... ich hätte es ihr doch erklärt, wenn sie... verdammt.
MM (grinst): Jep! Endlich hast du es kapiert. Wenn ich dir noch ein was über Gabi sagen kann, dann dass sie Konkurrenz nicht abkann und zwar in allen Lebenslagen.
MK (sieht ihn verzweifelt an): Was mache ich denn jetzt?
Sie wird doch nie wieder ein Wort mit mir reden.
MM (grinst immer noch über den verknallten Dummkopf u. nimmt einen Schluck aus seiner Flasche): Dich warm anziehen.
MK: Marc!
MM (gereizt): Ja, was? Du hast dich in den ganzen Schlamassel gebracht, dann sieh zu, wie du da wieder herauskommst.
Sie wird dich so oder so bluten lassen. Gut dass ich einen Notfallkoffer im Auto habe.

Der eingeschnappte Gynäkologe sagte daraufhin nichts mehr und nahm einen erneuten Schluck aus seiner Bierflasche. Gedankenversunken lehnte er sich an das Fensterbrett hinter ihm und schaute abwechselnd von Maria zu Gabi, die offenbar von Gordon Tolkin zum Tanzen aufgefordert worden war. Wann war der eigentlich gekommen? Er hatte ihn heute Abend noch gar nicht gesehen. Marc beobachtete den pingpongmäßigen Blickwechsel seines Kumpels und schüttelte den Kopf. Er hätte nie gedacht, dass es mal so weit kommen würde, aber er war definitiv mit seinem Latein am Ende. Mehdi war echt nicht mehr zu helfen. Die eine verknallte Irre, die er nicht wollte, versuchte ihn schon den ganzen Abend über mittels Bodycheck erfolglos in ihre Höhle zu ziehen und die andere, die definitiv irre war, die er aber wollte, war in ihrer Luderehre gekränkt und versuchte ihn hier auflaufen zu lassen. Das Unheil nahm definitiv seinen Lauf, dachte er und setzte seine Bierflasche wieder an seinen Mund. Wie Recht er damit hatte, stellte der ratlose Chirurg einen Augenblick später fest. Denn plötzlich tauchte eine der beiden Irren, nämlich Dr. Hassmann, neben ihm auf und sprach ihren Herzallerliebsten mit flehender Stimme an...

MH: Bitte rette mich!
MM (spöttisch): Schon wieder?
Definitiv irre! Die Beschützernummer mag ja bei ihm durchaus angebracht zu sein, aber von ihr hätte ich das jetzt nicht erwartet. Die tut doch immer so tough und selbst bestimmt. Pah! Weiber!

Maria warf Marc, der seine Flasche wieder an seinem Mund angesetzt hatte, einen bösen Blick zu und wandte sich wieder an Mehdi, der sie ziemlich konsterniert ansah...

MK: Was ist denn?
MH (rollt genervt mit den Augen, als sie noch einmal einen kurzen Blick zum Mädelstisch wirft, wo Gretchen, Sabine und Günni, der seinen Arm um die Schulter des blonden Plappermauls gelegt hat, sich gerade bekringeln vor Lachen): Die Stasi-Sabsi bringt mich noch um mit ihrem Gequatsche. Ihre Sterne stehen gerade ziemlich ungünstig, Frau Doktor. Passen Sie auf, ob der Weg, den sie gehen, nicht der Falsche ist. Bei dieser Mondphase hätte ich mir nicht die Haare geschnitten. Blablabla! Und die Krönung war ja ihre peinliche Kleinmädchen-Schwärmerei, als ihr Angebeteter mal kurz auf dem Klo war. Gut, ich muss zugeben, er sieht ja nicht übel aus, aber als ob mich interessieren würde, wie die Lippen eines Pathologen schmecken.
MM (verzieht angewidert seine Mundwinkel): Bäh!
MH (muss dann doch lachen u. stellt sich zu MK): Ja, genau meine Meinung. Also bitte komm, Mehdi.

Ohne seine Antwort abzuwarten, nahm sie ihrem überrumpelten Traummann die Bierflasche aus der Hand, drückte diese Marc in die Hand, der nun fassungslos zuschaute, wie seine liebesbedürftige Kollegin seinen idiotischen Kumpel völlig ohne Gegenwehr auf die Tanzfläche zog. Ihm war wirklich nicht mehr zu helfen. So ein Schlappschwanz, dachte Dr. Meier und nahm einen großen Zug aus seiner Bierflasche, bevor er sich wieder zu seiner süßen Freundin begab, sie in den Arm nahm und sie einfach nur glücklich an sich drückte. Die Liebe konnte ein Segen, aber auch ein Fluch sein.

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.274

30.12.2010 09:31
#880 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Guten Morgen! Ich hab es letzte Nacht leider nicht mehr gebacken bekommen, einen neuen Teil zu posten. Dafür gibt es aber heute wieder einen Doppelschlag. Ich soll ja in die Hufe kommen, sonst wird meine Geschichte zwangskonfisziert und das will ja wohl keiner von euch oder. Viel Vergnügen (oder auch nicht.)! Eure Lorelei




Währenddessen konnte es Gabi Kragenow dann doch nicht lassen, immer wieder verstohlen zu Mehdi zu schauen, der heute zu ihrem Nachteil einfach nur zum Anbeißen aussah in seinem perfekt sitzenden hellen Anzug, der ihre Phantasie gehörig anregte. Nur zu gern hätte sie ihm an seinen knackigen Hintern gepackt und leckte sich nun lasziv über ihre trockenen Lippen. Die schöne Frau verfluchte ihre lustvollen Gedanken, aber bei Gott dieses Schüchtern-Männliche gepaart mit diesem muskulösen Adoniskörper hatten nun mal eine unglaubliche Wirkung auf sie. Sie war immer noch schwer verliebt in ihn, auch wenn er ihr Herz gebrochen hatte. Sie konnte ihre Gefühle nicht von einem Tag auf den anderen abstellen, ignorieren aber schon. Das glaubte sie zumindest, als sie ihn nun mit möglichst emotionsloser Miene anstarrte. Gabi hatte seine verstohlenen Blicke in ihre Richtung durchaus wahrgenommen, aber sie war enttäuscht, dass er schon so schnell aufgegeben hatte und lieber mit dem Arschloch der Nation ein Bier zischte. Sie musste eine Schippe drauflegen, dachte sie. Deshalb hatte sie auch nichts gesagt, als Gordon mit seinen dreisten Sanitätergriffeln ihren nackten Rücken immer weiter hinunter glitt. Er hatte ihre Nichtgegenwehr als Aufforderung verstanden, weiter zu gehen. Und diese Gelegenheit ließ er sich nicht zweimal sagen. Zu lange hatte die schöne Krankenschwester ihn abblitzen lassen. Er hatte wirklich gelitten in den letzten Wochen, als sie ihn konsequent ignoriert hatte. Selbst der Besuch seines besten Kumpels und seiner heißen Schwester Mitzi, die ihm nicht nur einmal eine eindeutige Offerte gemacht hatte, konnte ihn nicht aufmuntern. Vielleicht war jetzt endlich seine Chance gekommen. Gabi war so verzweifelt gewesen, als er sie am Dienstag vor der Cafeteria gefunden hatte. Sie hatte ihm zwar nicht erzählt, was vorgefallen war, aber er konnte es sich denken. Dazu musste er nur ein paar Meter weiter kucken, wo Dr. Kaan und Dr. Hassmann eng umschlungen miteinander tanzten. Sie konnte ihn einfach nicht vergessen. Aber anscheinend wollte sie es jetzt endlich. Sonst hätte sie ihn doch sicherlich nicht gefragt, ob er Karten für den Ärzteball besorgen könnte. Der verknallte Rettungsassistent und Teilzeitplantagenbesitzer hatte seine Connections spielen lassen. Das Hanfgeschäft zahlte sich auch in dieser Hinsicht nützlich aus. Er hatte noch zwei Karten über einen Stammkunden besorgen können. Und nun waren sie hier. Gordon hielt tatsächlich seine aktuelle Traumfrau in seinen Armen. Und sie sah so verdammt heiß in diesem engen Fummel aus und fühlte sich auch fantastisch gut an. Er wäre ein Idiot gewesen, wenn er diese Gelegenheit nicht ausgereizt hätte. So strich er ihr verträumt über den Rücken, schnurstracks zu ihrem verboten sexy Hinterteil. Doch Gordon hatte sich zu früh gefreut. Plötzlich spürte er einen spitzen Absatzschuh auf seinem Fuß. Reflexartig zog er seine Hände von ihrem Po, trat einen Schritt zurück und starrte seine aufregende Tanzpartnerin entsetzt an...

GT: Was soll das denn?
GK (funkelt ihn böse an): Wage es ja nicht noch einen Zentimeter tiefer zugehen!
Oh! Dieses Widerspenstige steht ihr.
GT (zwinkert ihr zu): Irgendwo muss ich meine Hände schon hintun. Du hättest dir vielleicht ein bisschen mehr Stoff leisten sollen, Gabi.
Dieser Idiot! Wenn er so weitermacht, macht er noch alles kaputt.
GK (versucht angesichts der Örtlichkeit möglichst ruhig zu bleiben): Gordon, ich hab dich gebeten, mir diesen Gefallen hier zu tun. Das heißt aber nicht, dass das eine Einladung dazu ist, mich anzugrabbeln.
GT (grinst): Es schien dir aber gerade zu gefallen.
GGGRRR!!!
GK (faucht ihn leise an): Da täuschst du dich aber gewaltig, Gordon Tolkin. Außerdem....

Gabi war gerade im Begriff, den Tanz mit ihm abzubrechen, weil ihr das alles mittlerweile mehr als unangenehm wurde und sie nachdenken wollte, wie sie weiter vorgehen könnte, als ihr plötzlich ein Pärchen in der Nähe in die Augen fiel. Sie stockte abrupt mit Gordons Strafpredigt und spürte wieder einen tiefen Stich in ihrem Herzen, genau wie vor drei Tagen, als sie die beiden schon einmal zusammen gesehen hatte und es ihr förmlich den Boden unter den Füßen weggezogen hatte. Sie hatte sich daraufhin in ihrer Wohnung verkrochen, ihre Eisvorräte aufgebraucht und die ganze Nacht durchgeheult. Sie hatte sich lange mit ihrer neuen Freundin Chantal unterhalten, als sie die junge Mutter in den ersten beiden Tagen nach ihrer Entlassung betreut hatte. Es war eine willkommene Ablenkung gewesen, aber die freche Göre hatte natürlich sofort gespürt, dass etwas nicht mit ihr stimmte. Sie hatte ihr alles erzählt. Mit ihrer Reaktion hatte sie dann aber nicht gerechnet. Von einem Teeny musste sie sich sagen lassen, wie albern und kindisch ihr Plan doch sei, der ihr in den Sinn gekommen war, als Gordon sie auf dem Flur der Cafeteria getröstet hatte. Damit würde sie doch nur noch alles schlimmer machen. Sie würde nur noch mehr leiden, wenn sie sich dem aussetzte. Sie sollte das sein lassen und lieber in Ruhe das Gespräch mit ihm suchen. Aber die bitterenttäuschte Frau brauchte nun mal Gewissheit, was das mit den beiden war. Und zwar hier und jetzt! Doch Chantal hatte vollkommen Recht gehabt. Der Anblick der beiden traf Gabi wieder mitten ins Herz und sie kämpfte mit sich und den aufkommenden Tränen. Sie versuchte, sie zu unterdrücken und sich auf ihre Wut und ihre Rachegelüste zu konzentrieren. Wenn er Krieg haben wollte, bitte, den konnte er haben, fluchte sie in sich hinein und brachte sich in die richtige Stimmung. Sie würde ihn provozieren, ihn auflaufen lassen und ihn bloßstellen, damit alle Welt sah, dass der charmante, einfühlsame Frauenarzt auch nur ein Arschloch der Gattung Mann war. Aber dann, sie wusste nicht warum, überlegte es sich die verletzte Frau anders, positionierte Gordons Hände an ihre Hüfte, gab ihm mittels eines bösen Blicks zu verstehen, sie keinen Zentimeter wegzubewegen und begann wieder mit ihm zu tanzen. Dabei ließ sie Mehdi Kaan nicht aus den Augen, aber was sie dort sah, traf sie mitten ins Herz...

Lorelei Offline

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30.12.2010 17:17
#881 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo ihr Süßen! Wie versprochen hier der nächste Teil. Viel Spaß u. schönen Abend noch. Eure Lorelei




http://www.youtube.com/watch?v=KaaisZ8M5fU&feature=fvst


... und ließ sie nicht mehr los. Wieso schaute dieser Mistkerl, dieser unverschämte, lieblose..., dieser unverschämt gut aussehende liebevolle Mistkerl sie so gefühlvoll und mit einer solchen tiefen Sehnsucht an, dass es ihr eine dicke Gänsehaut bescherte, wenn er sich doch offensichtlich für die andere entschieden hatte, sie sogar gerade im Arm hielt und mit ihr tanzte? Ihre kühle Fassade bröckelte. Gabis anfänglich hasserfüllter und verzweifelter Blick wich nun einem nachdenklichen. Wieso machte er das? Warum machte er ihr mit diesem intensiven Blick wieder Hoffnungen, wo doch keine Hoffnung mehr bestand? Wieso ließ er sie nicht endlich los? Warum konnte sie nicht aufhören, an ihn zu denken, zu hoffen, nein, zu flehen, dass er sie doch mochte und mit ihr zusammen sein wollte? Wieso konnte sie ihn nicht einfach hassen, um mit dem ganzen Gefühlswirrwarr abzuschließen? Warum nur lag so viel Liebe in seinem Blick, so dass es ihr Herz wieder tief berührte? Er fesselte sie regelrecht. Auch wenn Gabi es nicht wollte, sie konnte ihre Augen nicht von dem attraktiven Halbperser abwenden. Und Mehdi ging es da nicht anders. Mit festem Blick versuchte er herauslesen, was gerade in dieser geheimnisvollen Frau vorging. Warum diese Kälte ihm gegenüber? Er spürte doch deutlich die tiefen Gefühle, die sie ihm entgegenbrachte. Er wollte doch nur mit ihr zusammen sein. Fühlte sie das denn nicht? Was konnte er tun, um ihr Herz wieder zu erwärmen?

Während beide mit jemand anderem tanzten, beherrschten ihre Gedanken doch einander, suchten ihre Seelen doch einander, wollten ihre Herzen doch nur zueinander. Und die Funken, die vor wenigen Minuten noch für immer erloschen schienen, sprühten erneut durch den in dunkles Licht getauchten Saal. Ihre Augen waren wie Magneten, fesselten, zogen einander an, hielten sie gefangen. Und ihre Herzen schlugen im Gleichklang, aber sie waren sich doch so fern.

Minutenlang schauten sie sich einfach nur sehnsuchtsvoll an, während sie sich langsam zum Takt der Musik bewegten, bis es die verzweifelt verliebte Frau nicht mehr länger aushielt. Gabi löste sich abrupt aus Gordons starken Armen und ließ ihn einfach kommentarlos stehen. Der auf der Tanzfläche zurückgelassene Sanitäter schaute ihr verdutzt nach, als sie Richtung Buffet ging. Auch Mehdi hielt abrupt mit dem Tanzen inne und sah ihr sehnsüchtig hinterher. Maria, die noch immer glücklich in seinen Armen lag, schaute daraufhin verwundert zu ihm hoch...

MH: Was hast du?
Ich kann nicht mehr!

Jetzt wusste er, was er zu tun hatte. Mehdi löste vorsichtig ihre Arme von seiner Schulter, hielt ihre zarten Hände einen Moment lang mit seinen fest, wobei er ihr auch eine Weile intensiv in die Augen sah, dann ließ er sie los und trat einen Schritt zurück. Er sammelte sich. Jetzt oder nie! Der Frauenarzt war plötzlich furchtbar nervös und fasste sich in seinen Nacken und fuhr mehrmals mit einer Hand darüber, während er seine schöne Kollegin weiterhin leicht wehmütig ansah. Sie war wunderbar, bildhübsch, von schlagender Intelligenz, mit sprühendem Humor, auf ihre ganz eigene Weise einfühlsam und sensibel, einfach perfekt, geboren, um sich in sie zu verlieben, aber, und das war die entscheidende Tatsache, er liebte sie nicht, jedenfalls nicht so, wie sie es verdient hätte. Sie verdiente jemanden, der mit ganzem Herzen dabei war, der sie jeden Tag wie auf Händen trug, der ihre kleine Tochter vergötterte, der ihr jeden Wunsch von den Augen ablas, der ihrer dominanten Art etwas entgegenzusetzen hatte, der ihre liebenswerte faszinierende sanfte Seite herauskitzelte, die sie vor anderen aus Selbstschutz die meiste Zeit versteckte, und der die tolle Frau hinter der toughen Chirurginnenfassade entdeckte. Er wünschte, er wäre dieser Mann, eine Weile hatte er es auch geglaubt, aber er war es nicht. Der sensible Oberarzt sah endlich klar. Er musste es endlich tun. Er musste Maria endlich alles sagen. Das war nur fair ihr gegenüber, auch wenn er sich damit möglicherweise für immer eine Freundschaft mit ihr verbaute. Mehdi sah in ihren funkelnden Augen hin und her. Er wollte sie wirklich nicht verlieren, aber er war immer ein aufrichtiger Mensch gewesen und sie verdiente die Wahrheit. Dieses ganze Hin und Her und die ganzen Heimlichtuereien hatten ihm nicht gut getan und das war auch nicht er gewesen. Er war weder ein Bad Boy oder Macho noch der Typ für lockere Affären und Dreiecksgeschichten. Damit musste endlich Schluss sein, bevor er sich noch alles kaputtmachte. Und dann musste er auch endlich klären, was mit Gabi war. Die Ungewissheit, ob er mit seinem unentschlossenen Verhalten auch bei ihr alles verspielt hatte, zerriss ihn fast. Wieso hatte sie ihn vorhin so lieblos abgefertigt, ihn aber trotzdem gerade eben mit ihren fesselnden Rehaugen sehnsüchtig angeschaut, so als ob sie nur darauf warten würde, dass er endlich einen Schritt auf sie zu tat, was er doch eigentlich die ganze Zeit schon tun wollte?

http://www.youtube.com/watch?v=JwvBeHbDL9Q&feature=related

Mehdi atmete noch einmal tief durch. Mit gefasster Stimme sprach er Maria schließlich an, die ihn erwartungsvoll ansah und nicht wirklich verstand, warum er schon wieder Abstand von ihr nahm.....

MK: Ich... Können wir reden?

Lorelei Offline

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31.12.2010 02:08
#882 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Guten Morgen! Danke für eure lieben Worte. Ihr seht, es deutet alles in eine Richtung. Aber noch ist es nicht ganz so weit. Auch auf die Gefahr hin, dass ich wieder einen übergebraten bekomme , stelle ich den nächsten Teil doch so rein, wie ich ihn geplant habe. Erklärung folgt später. Gute Nacht! Eure Lorelei




Gordon folgte seiner schönen Tanzpartnerin, die sich gerade Gedanken verloren am Buffet ihren Teller mit allen möglichen Leckereien voll lud und dabei nicht wirklich auf ihre sich selbst auferlegten Kaloriengrenzen achtete. Er schaute auf ihren prall gefüllten Teller, legte grinsend seinen Arm um ihre Schulter und zog sie etwas zu sich heran, woraufhin sie erschrocken herumschnellte und dabei zwei Schokotörtchen auf die weiße Tischdecke fallen ließ, und sprach sie auf seine typische unwiderstehlich charmante Art und Weise an...

GT: Hey, wieso haust du denn ab, hmm?

Die gefühlsverwirrte Krankenschwester ertrug seine Nähe und seine übertriebene Fröhlichkeit nicht, stieß ihn unsanft von sich weg und drückte ihm dabei ihren reichlich gefüllten Teller in die Hand...

GK: Warum lässt du mich nicht einfach in Ruhe?
GT (versteht die Welt nicht mehr u. klappt die Kinnlade nach unten): Aber...?
GK (sieht ihn plötzlich mit flehenden Augen an u. dreht sich dann wieder zum Buffet um, weil sie nicht will, dass irgendjemand ihre aufkommenden Tränen sieht, die sie mit Müh und Not versucht herunterzudrücken): Bitte!

Gordon sagte nichts weiter darauf und kam ihrer Bitte nach. Sichtlich enttäuscht lief er zur Bar rüber, holte sich ein Bier und setzte sich dann an einen leeren Tisch. Ziemlich frustriert schaufelte er sich das erste Tortenstück in den Mund, das auf ihrem Teller lag. So hatte er sich den Abend mit dieser unglaublich heißen Traumfrau sicherlich nicht vorgestellt. Ihr ging es nicht gut. Das hatte er schon bemerkt. Gordon wollte sie doch nur ein wenig aufmuntern, damit sie auf andere Gedanken kam. Mehr hatte er sich doch gar nicht erhofft. Gabi atmete erleichtert auf, als sie merkte, dass ihr Verehrer sie tatsächlich in Ruhe ließ. Aber dennoch lag ihr Herz schwer in ihrer Brust. Es war ein riesiger Fehler, hierher gekommen zu sein. War sie anfangs nur bitter enttäuscht darüber gewesen, dass Mehdi nicht mit ihr, sondern mit dieser blöden Karrierekuh hier war und auf glückliches Pärchen machte, wie es den Anschein hatte und wie Sabine ihr vorhin beim Smalltalk aufgekratzt erzählt hatte, und sie ihm am liebsten vor allen Augen ihren ganzen Schmerz und ihre Wut entgegen geschrieen hätte, weil er sie und ihre Liebe verraten hatte, beherrschte nun wieder die Unsicherheit ihre Gedanken. Es machte sie noch völlig verrückt, wenn er sie so ansah, so als ob da immer noch etwas war. Sie musste sich ablenken. Sie durfte sich einfach nicht noch mehr in ihn verlieben. Nachdem sie in den letzten drei Liebeskummer geplagten Tagen keinen Bissen herunter bekommen hatte, spürte sie jetzt umso mehr einen riesigen Heißhunger und wollte sich auf ihren Teller stürzen. Aber wo...? Wo war denn ihr verdammter Teller abgeblieben, fragte sie sich plötzlich und schaute sich irritiert um, bevor sie sich einen neuen Teller nahm und sich diesen diesmal mit etwas Gesundem belegte. Sie blieb nicht unbeobachtet, denn ein Augenpaar hatte sie ins Visier genommen...


Währenddessen hatte Mehdi endlich den Mut gefasst, Maria zu gestehen, was er fühlte. Er hatte sie in eine stille Ecke gezogen, um in Ruhe mit ihr reden zu können. Sie schaute ihn verheißungsvoll an. War jetzt etwa endlich der Moment der Wahrheit gekommen? fragte sie sich aufgeregt und dachte an ihr nächtliches ungehörtes Geständnis vor ein paar Tagen. Die verliebte Neurologin spürte, wie nervös er war, aber umso gespannter war sie auch, was er ihr zu sagen hatte. Sie lächelte ihn an, um ihn zu ermutigen, aber es fiel ihm schwer, wusste er doch um die Schicksalsträchtigkeit dieses Moments. Mehdi senkte seinen Blick und fixierte einen Punkt an der Wand hinter ihr. Er traute sich nicht, Maria in die Augen zu schauen. Stockend begann er schließlich zu sprechen und mit jeder Silbe klopfte ihr Herz umso mehr...

MK: Maria, ich... ich weiß nicht, wie ich dir das sagen soll, aber ... wenn ich es jetzt nicht tue, dann ... dann wird das hier alles noch viel komplizierter, als es eh schon ist und ich will das... nicht... mehr. Es ist so... (er holt tief Luft u. stammelt weiter) ... Ich hab... Ich bin... Ähm... Also... du weißt... also ich denke, dass du weißt ... äh... oder bemerkt hast, dass ich... dass ich dich wirklich unheimlich gern habe und ich die Zeit mit dir immer sehr genossen habe. Du bist eine tolle, aufregende Frau...

Maria hing wie gebannt an seinen Lippen und strahlte ihn an, spürte aber gleichzeitig auch einen gewissen Wehmut in seiner Stimme, den sie so noch nie zuvor bei ihm wahrgenommen hatte und der sie irgendwie beunruhigte. Die Einleitung eines Liebesgeständnisses klang doch anders oder? Sie fühlte eine unerklärliche Beklemmung in ihrer Brust, die sie schon einmal verspürt hatte, nämlich nach ihrer letzten Liebesnacht, wo sie ohne ihn aufgewacht war. Sie legte ihre Hand an ihr Herz und sprach ihn in seiner kurzen Redepause, in der er nach den richtigen Worten suchte, an...

MH: Du bist so ernst. Das klingt mir fast so, als ob du... das mit uns... Also das klang mir irgendwie sehr nach einem ... *schluck* ... Aber?

Mehdi senkte beschämt seinen Blick. Er fühlte sich so unglaublich schäbig. Er hatte nie gewollt, dass das so endete. Er hatte sie doch wirklich gern. Die verunsicherte Oberärztin bemerkte sein Zögern und nahm seine beiden Hände in ihre und zog ihn näher an sich heran, was nicht unbeobachtet blieb.

MH: Mehdi, kann ich auch etwas sagen? Ich....

Mehdi hielt ihre Hände fest umschlossen und sah ihr diesmal direkt in die Augen, als er ihr ins Wort fiel....

MK: Lass mich erst, bitte!
Ich muss das jetzt loswerden. Ein für alle mal.
MH (irritiert): Ok!?

Der Oberarzt wollte gerade zum ultimativen Geständnis ansetzen, als er plötzlich eine Person hinter Maria wahrnahm...

Lorelei Offline

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31.12.2010 14:04
#883 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen!

I’m so sorry! Ich weiß, ihr würdet mich wahrscheinlich gerade heute zum Jahreswechsel, wo man eigentlich nicht mit Altlasten ins neue Jahr gehen sollte, am liebsten in einer Rakete auf den Mond schießen, weil ich es noch immer nicht gebacken bekommen habe, die beiden sich aussprechen und die anderen sich näher kommen zu lassen, aber ich hab noch zwei Handlungsbögen drin, die ich ungern rausnehmen möchte und die wahrscheinlich die Emotionen noch etwas hochschaukeln werden. Aber wenn ich mich in den nächsten Tagen ranhalte, könnte ich es vielleicht doch bis zum heiligen Datum , den 5.1.2011, hinkriegen. Und weil heute Sylvester ist und ich schon lange nichts mehr in der Richtung gebracht habe, worüber ich mich eigentlich auch tierisch ärgere, gibt es heute noch einen XXL-Martchen-Teil für euch. Image and video hosting by TinyPic Ich hoffe, damit bringe ich euch ein bisschen in Stimmung für später und für nächsten Mittwoch.



Ich wünsche euch allen, den stillen und den lauten Lesern, einen schönen Sylvesterabend und einen guten Rutsch ins Neue Jahr, das, wie wir ja alle wissen und herbeigesehnt haben, grandios starten wird. Mal sehen, was es uns noch so zu bieten hat und vielleicht schaffe ich es ja auch endlich mal, für meine Geschichte einen guten Abschluss zu finden. Ich danke euch allen von ganzem Herzen, dass ihr mir schon so lange die Treue haltet, auch wenn ich es euch nicht immer leicht gemacht habe, und hoffe, ihr seid auch nächstes Jahr wieder zahlreich dabei, wenn es wieder heißt, die Frau Lorelei verteilt Kaugummis.

Ich drück euch alle ganz fest. Wir sehen uns 2011!

Eure Lorelei

PS: Das Lied passt vielleicht nicht so ganz zur Szene, aber der Ohrwurm hat sich festgesetzt und bringt mich seit Tagen nur noch zum Grinsen. Vorsicht, könnte ansteckend sein.



http://www.youtube.com/watch?v=7fh61ASxBN4



GH (flüstert): Marc, wenn uns jemand sieht?
MM (grinst sie anzüglich an u. rückt noch ein Stückchen näher an sie heran): Na und? Aus den zwei Drittel sind mittlerweile drei Viertel besoffene Ärzte geworden. Und der Rest macht wahrscheinlich gerade dasselbe. Kriegt also keiner mehr mit.
Diese Logik! Unfassbar! Naja er gehört ja auch zu den drei Viertel, ne.
GH (sieht ihn schmunzelnd an): Ich wusste gar nicht, dass du so ein Mathegenie bist.
Tja Naturwissenschaften haben mir schon immer gelegen, wobei Bio dann doch eher mein Spezialgebiet war und ist.
MM (zieht eine Augenbraue nach oben): Hey, hey, nicht frech werden, junge Dame. Sonst entziehe ich dir den Nachschub.
Das muss ich unbedingt verhindern.
GH (fleht ihn spielerisch an): Oh nein, bitte, bitte nicht!
MM (zwinkert ihr zu): Ich hab doch gewusst, dass du darauf abfahren würdest.
GH (grinst ihn breit an): Und wie!
MM: Du hast eben Geschmack.
GH (fährt mit ihrer Hand langsam seinen Arm hoch): Und du ein unvergleichliches Talent, an den ungewöhnlichsten Orten...
MM (fällt ihr schnell ins Wort): Haasenzahn, jetzt nicht anzüglich werden.
GH: Du hast damit angefangen.
Stimmt!
MM (sieht sie lüstern an): Du weißt ja gar nicht, wie scharf es mich macht, zu wissen, dass ich einen schlechten Einfluss auf dich habe.
Leider Gottes! Hoffentlich sind die hier wirklich alle besoffen. Nicht dass noch irgendjemand fähig ist, mit dem Handy ein Beweisfoto zu schießen, um es dann morgen ans Schwarze Brett zu tackern. Hmm... Sollte morgen unbedingt vor Schichtwechsel im EKH sein, um das Schlimmste zu verhindern, also falls es was zu verhindern gibt. Oder ich stoppe ihn jetzt. Wobei... die Versuchung ist schon groß. Hach... Was machst du nur immer wieder mit mir, Marc?
GH (funkelt ihn an): Marc!
Uuuuhhh, ich liebe es, wenn sie rot wird, weil sie merkt, dass ich doch recht habe.
MM (lacht): Nee, is wahr. Ich hätte echt nicht gedacht, dass ich dich hierzu bringen könnte.
GH (verzieht ihre Lippen zu einem Schmollmund u. beugt sich etwas zu ihm rüber): Macht ja auch wahnsinnig viel Spaß.
Oh ja und wie! Mach’s noch einmal, Haasenzahn!
MM (sieht sie intensiv an): Finde ich auch. Du bist die Sünde pur, weißt du das eigentlich?
GH (wird wieder rot): Ach Marc, du und deine Komplimente!
Sie ist so süß! Äh... scharf! Was sonst?
MM: Du meckerst doch immer, du würdest zu wenige abbekommen.
Das stimmt!
GH (lächelt ihn verliebt an): Du bist so süß, wenn du dir Mühe gibst, mich zu verwöhnen.
MM (hebt seine rechte Hand u. fuchtelt damit vor ihrem Gesicht herum): Hey, hey, hey, wie war das noch mal mit dem fiesen S-Wort?
GH (verleiert die Augen): Ja, ja, nicht in der Öffentlichkeit.
MM (nickt zufrieden): Eben!
GH: Aber irgendwie passt es ja schon gerade.
MM: Findest du?
GH (haucht verführerisch): Jaaa! Und ich will mehr!
MM (zwinkert ihr anzüglich zu): Uuuhhh! Du kannst wohl nie genug kriegen, hmm?
GH (beugt sich zu ihm rüber u. pustet ihm ins Ohr, wovon er eine Gänsehaut bekommt): Davon nicht! Gib’s mir!
Boah dieses kleine Luder, ich fass es nicht! Wie geil!
MM (grinst immer mehr): Oh ich wusste doch, dass es eine gute Idee war, mich todesmutig nach vorn zu preschen.
So ein Spinner!
GH: Ich werde dir auf ewig dafür dankbar sein.
MM (lacht): Krieg ich das schriftlich?
GH: Marc!
MM (grinst sie breit an): Na gut, aber dann mach es bitte genauso wie eben.
GH (runzelt die Stirn u. schaut sich nervös um): Ich weiß nicht.
Ach Süße, wer wird denn gleich wieder so prüde sein? Wir wissen doch beide, dass das bei dir absolut nicht der Fall ist.
MM (stöhnt genervt, weil er seinem Verlangen unbedingt nachkommen will): Haasenzahn, es kuckt doch keiner. Deshalb sind wir ja auch hier hinten ganz versteckt. Und wenn schon, dann giltst du eben ab sofort als süßestes Früchtchen der Berliner Ärzteschaft.
Oh Gott, bloß nicht! Werde morgen den ganzen Tag vorm schwarzen Brett verbringen.
GH (steckt ihre Zunge heraus): Blödmann!
MM (tätschelt ihr Knie u. schaut sie herausfordernd an): Na komm, tue’s für mich! Das sieht so geil aus und macht mich echt scharf.
Äh... Sollte vielleicht auch mal seinen Spind kontrollieren, nicht dass ich dort noch als Pin-up hänge.
GH (erhebt ihre rechte Hand zur Moralpredigt): Aber komm bloß nicht auf dumme Gedanken! Ich lass mich nämlich nicht noch einmal auf die Toilette zerren so wie neulich beim Speeddating.
Das werden wir ja noch sehen.
MM (grinst sie schweinisch an): Süße, wie soll ich nicht auf dumme Gedanken kommen, wenn du mir hier ständig von unseren heißesten Nummern vorschwärmst.
Oh nein! Fettnapfalarm vom Feinsten! Jetzt will er erst recht.
GH (verschränkt trotzig ihre Arme u. senkt ihren Blick): Hab ich nicht! Und ich glaube, wir lassen das jetzt lieber.
MM (legt seine Hand unter ihr Kinn, damit sie ihn wieder ansieht): Nichts ist! Erst heiß machen und dann kneifen, so läuft das nicht bei Dr. Meier.
GH (errötet): Marc!
MM: Sieh es doch quasi als Entspannungsübung.
GH (schaut ihn ungläubig an): Entspannungsübung?
Werde nie verstehen, was im männlichen Hirn vorgeht.
MM: Jep! Naja jetzt, wo die Stasi-Sabis endlich mal das Weite gesucht hat und wir alleine...
GH (fällt ihm ins Wort u. maßregelt ihn): Nenn sie bitte nicht so, Marc! Günni hat auch schon so komisch vorhin gekuckt.
MM (hebt misstrauisch seine Augenbrauen): Günni? Duzt DU DEN jetzt etwa?
GH: Ja! Wir haben sogar vorhin Brüderschaft getrunken.
MM (von 0 auf 180 u. mit erheblichen Farbwechsel im Gesicht): Bitte was? Wenn ich DEN zu fassen bekomme.
Oh weh! Er kann es nicht lassen. Macho!
GH (rollt mit den Augen angesichts seiner völlig übertriebenen u. unnötigen Eifersucht): Marc, jetzt reg dich ab. Das war völlig harmlos mit Gläseranstoßen und so. Mit Sabine hab ich das genauso gemacht.
MM (schüttelt fassungslos den Kopf): Boah nee, das ist nicht dein Ernst?
Was soll ich noch alles ertragen? Erst die Hassi, dann die Sabsi und wen als nächstes? Oh, ich hab Gabi vergessen. Aber da ER wohl eh nie den Arsch hoch kriegen wird, kann ich sie eigentlich von der Liste der nervigsten Freundinnen meiner Freundin streichen.
GH: Doch! Nach fast zwei Jahren, in denen sie mir immer treu und geduldig zur Seite gestanden hat, auch was dich betrifft, mein Lieber, war es höchste Zeit, dass ich ihr das anbiete.
MM: Aber du verlangst jetzt nicht auch von mir, dass ich... Eh... die ist meine Untergebene. Ich bin ihr Chef und... nee!
Wieso muss er denn gleich wieder eine Staatsaffäre daraus machen? Das war doch nur eine nette Geste.
GH: Das musst du selber wissen. Ich hab sie jedenfalls wirklich sehr gern und ich freu mich für sie, dass es mit Günni so gut läuft.
MM (rollt genervt mit den Augen): Ja, du freust dich ja auch, wenn in China ein Sack Reis umfällt.
Boah! Ignorant!
GH (blitzt ihn böse an): Ich interessiere mich eben für meine Mitmenschen, Marc. Solltest du vielleicht auch mal lernen.
MM (verteidigt sich mit stolz geschwellter Brust): Eh! Ich mache heute Abend nichts anderes.
GH: Ich allein zähle aber nicht.
MM: Jetzt werd mal nicht überheblich, Kleines. Ich war äh... in anderer Mission unterwegs.
GH (sieht ihn skeptisch an): Wie meinst du das denn jetzt?
Upps!
MM (sucht den Saal nach MK ab): Äh... Das wirst du schon noch mitkriegen.
Falls er jemals zu Potte kommt. Sieht nicht danach aus.
GH (bleibt misstrauisch): Aha! Sag mal, wo wir gerade bei Freundschaften sind, was läuft da eigentlich zwischen Mehdi und Maria schief?
Scheiße!
MM (versucht sich nichts anmerken zu lassen): Äh... wieso fragst du?
GH (sieht zu den beiden rüber): Naja, weiß nicht. Es ist ja so überhaupt nicht seine Art, so um den heißen Brei herumzureden, was seine Gefühle betrifft. Besonders glücklich sehen die beiden jedenfalls nicht gerade aus.
Eben! Warum zum Teufel steht er dann immer noch bei der Pute rum?
MM: Du... äh... lassen wir mal das leidige Thema. Das muss er schon selber irgendwie gebacken kriegen.
GH (nachdenklich): Ja, du hast recht.
MM (nimmt ihre Hand u. streichelt diese sanft; dabei schaut er ihr tief in die Augen): Also was ist jetzt? Noch ne Dosis?
GH (setzt ihr schönstes Lächeln auf, das ihn wieder einmal verzaubert): Jaaa!
MM (lächelt ebenso verliebt u. stupst ihre Nase mit seiner an): Du musst schon zugeben, dass das die weitaus bessere Alternative zu deiner Schokosucht ist oder?
GH (gespielt beleidigt): Willst du mir damit sagen, ich soll darauf umsteigen, weil du mich zu fett findest?
Och nee, nicht die Leier wieder!
MM: Nein, Gott bewahre, du bist genau richtig, so wie du bist. Was ich eigentlich damit sagen wollte, war, dass es wesentlich sinnlicher wirkt, dir dieses kleine Ding in den Mund zu schieben als eine halbe Tafel Zartbitter.
GH (lächelt verführerisch u. leckt sich über die Lippen): Schmeckt aber beides sagenhaft.
Boah, du machst mich fertig echt.
MM (grinst schweinisch): In meiner Hose bewirkt das eine aber mehr.
Dieser.... GGGRRR!!!
GH (empört): Marc, ich hab doch gesagt, keine Anzüglichkeiten mehr.
MM: Ok! Dann mach aber endlich deine süße Schnute auf, damit wir hier mal zu Potte kommen.
GH (seufzt u. kommt seiner charmanten Aufforderung nach): Du bist so romantisch.
MM: Klappe jetzt!

Gretchen lachte ihn nur schelmisch an, lehnte sich dann entspannt auf ihrem Stuhl zurück, schloss ihre Augen und wartete gebannt auf die Dinge, die gleich passieren würden. Marc schüttelte schmunzelnd den Kopf. Sein Haasenzahn war einfach unglaublich....... süß! Genauso wie die süßen Erdbeeren auf seinem Teller hier. Der verknallte Arzt nahm sich eine davon und führte sie ganz langsam an Gretchens Mund. Die blonde Venus leckte sich schon in freudiger Erwartung lasziv über ihre Lippen, was ihn sehr erregte, öffnete diese dann ganz langsam und empfing voller Begierde das süße Früchtchen, das sie genüsslich auf ihrer Zunge zergehen ließ. Gebannt verfolgte der Oberarzt das süße Schauspiel und ihm wurde ganz anders dabei. Mit zitternden Händen nahm er sich die nächste Erdbeere vom Teller und wiederholte das sinnliche Spiel, das seine Phantasie gehörig auf Touren brachte... Scheiß drauf und ob wir hier noch die Örtlichkeiten auschecken. Gott, du bist so heiß, Haasenzahn. Der Wahnsinn! ... Marc folgte dieses Mal den Weg der kleinen Beere mit seinem Mund. Er wollte sie gerade küssen, als ihm ein breit grinsendes Gesicht hinter seiner Freundin auffiel und er reflexartig nach hinten schnellte... Das darf doch jetzt nicht wahr sein. ... Aber es war schon zu spät!

SV: Oh! Stören wir?
MM (mehr als gereizt): Ja verdammt!
Die und ihr beschissenes Timing! Das macht die doch extra.

Auch Gretchen war mittlerweile aus ihrem persönlichen Schlaraffenland zurückgekehrt und wandte sich mit hochrotem Kopf an das junge Paar Vögler-Gummersbach, das die beiden verlegen anlächelte...

GH (versucht ihre Fassung wieder zu finden u. bittet die beiden mit einer Handbewegung doch Platz zu nehmen, dem sie auch sofort nachkommen): Natürlich nicht! Setzt euch doch wieder!
Boah nee, können die nicht die Friedhöfe der Umgebung abchecken gehen?
MM (frustriert u. grummelig, weil es das dann wohl war mit den süßen Früchtchen und einem anschließenden noch süßeren Besuch der Örtlichkeiten des Nobelhotels): Haasenzahn!
GG (peinlich berührt): Wir wollen wirklich nicht... ähm...
GH (ignoriert ihren wehleidigen Machofreund u. wendet sich mit einem freundlichen Lächeln an ihre neu gewonnenen Freunde): Quatsch! ... Erdbeere gefällig?

Marc sank auf seinem Stuhl zusammen und starrte wehmütig auf die letzte Erdbeere, die seine Freundin gerade Schwester Sabine reichte, die diese genüsslich in ihren Mund steckte und herunterschluckte. Das war zu viel für den armen Dr. Meier, der sich angewidert umdrehte und in den Saal blickte. Dabei fiel ihm etwas ins Auge, das ihm noch weniger gefiel als der Anblick einer schmatzenden und vor ekelhafter Glückseligkeit strahlenden Stationsschwester... Das gibt’s doch nicht!

Lorelei Offline

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01.01.2011 14:43
#884 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Happy New Year, ihr Lieben,

ich hoffe, ihr seid alle gut reingerutscht. Auch wenn ich jetzt wohlmöglich für den Kater sorgen werde , weiter geht’s mit Bidi (oder auch nicht ). Sorry! *duck u. weg*

Euer flitzender Schneehase




http://www.youtube.com/watch?v=xZMIpPqnrzg


Ein paar Minuten zuvor

Schwester Gabi stand immer noch mit einem Teller in der Hand am Buffet und knabberte Gedanken verloren an einer Karotte. Sie wusste einfach nicht mehr, wie es jetzt weitergehen sollte. Sie hatte sich das alles so schön ausgemalt; ihn ein bisschen eifersüchtig machen, etwas quälen, vielleicht provozieren, damit er endlich seinen süßen Arsch hoch bekam und kapierte, dass er dabei war sie zu verlieren, wenn er weiter seine Spielchen mit ihr trieb; damit er endlich verstand, dass er mit der Falschen Bälle besuchte, dass sie, Gabi Kragenow, die einzig Wahre war und dass sie ihn wirklich aufrichtig und von ganzen Herzen liebte; und damit er endlich begann um sie kämpfen, denn mit einer einfachen Entschuldigung würde sie sich diesmal nicht zufrieden geben. Unentschlossenheit, verlorenes Kind und Nuttenfrau hin oder her. Mehdi hatte sie viel zu sehr mit seinem Verhalten verletzt. Aber nichts, von ihm kam einfach nichts. So als ob neulich überhaupt nichts gewesen wäre. Als hätten sie nicht einen traumhaft schönen Abend miteinander verbracht und wie auf Wolken getanzt. Als hätten sie sich nicht geküsst. - Dieser Wahnsinnskuss voller Liebe und Gefühl, den sie einfach nicht aus ihrem Kopf bekam. - Als hätte er sie nicht auf seine süße charmante Weise zu einem Salsakurs eingeladen. Als hätten sie nicht wild geknutscht und fast eine Nacht zusammen verbracht. Als hätte er ihr nie gesagt, dass er sie gern hatte. Oder wie sollte sie sonst sein momentanes Desinteresse verstehen? Es hatte doch alles keinen Sinn mehr. Vielleicht war es doch besser zu gehen. Wenn ihm wirklich etwas an ihr liegen würde, hätte er doch bestimmt noch einmal einen Versuch gestartet, aber seit der Begegnung an der Bar vorhin, die sie ja aus taktischen Gründen abgeblockt hatte, um zu schauen, wie er reagierte, und den sehnsüchtigen Blicken aus der Ferne, kam er einfach nicht aus dem Knick. Wahrscheinlich war dieser Blick auch nur wieder Einbildung gewesen. Wunschdenken. Eine Fata Morgana. Mehr nicht. Er wollte sie nicht! Gut, dann konnte sie ja auch gehen. Die Hoffnung starb ja bekanntlich zuletzt und mittlerweile hatte sie keine Kraft mehr zu hoffen, dass er sich doch noch für sie entscheiden würde. Gabi konnte nicht mehr länger in seiner Nähe bleiben, ohne ihm nah sein zu dürfen. Es ging einfach nicht mehr. Es machte sie noch kaputt, ihn mit ihr zu sehen, wie er sie berührte, sie anschaute, mit ihr tanzte. Es ging weder ohne, noch mit ihm, dachte sie verzweifelt und biss erneut von ihrer Karotte ab.... Scheiß Liebe! Wer den Mist erfunden hatte, gehörte geteert und gefedert, ohne Wasser und Brot in einem Turm ohne Türen eingesperrt, aufgeknüpft und ertränkt, zerstückelt und verbrannt.

Aber bevor sich die unglücklich Verliebte noch mehr den Kopf darüber zerbrechen konnte, wurde sie von einer tiefen sehr erotischen männlichen Stimme angesprochen.... „Hallo schöne Frau, so alleine hier?“ ... Dass euch Typen auch nie ein anderer Spruch einfällt! GGGRRR!!! .... dachte die junge Frau verzweifelt, die momentan nicht sonderlich auf menschlichen Kontakt erpicht war. Denn jeder, der sie in dieser Verfassung ansprach, lebte gefährlich. Eigentlich wollte Gabi ihn ignorieren und sich ganz auf ihr Frustfuttern konzentrieren, aber irgendetwas hielt sie davon ab. Vielleicht konnte sie ja an ihm ihren ganzen Liebesfrust abreagieren. Das zauberte ihr sogar schon wieder ein kleines gehässiges Lächeln aufs Gesicht. Ganz langsam hob Gabi ihren Blick und wollte dem dreisten Kerl, der es gewagt hatte, sie in ihrem Liebeskummerbad zu stören, eine Abfuhr erteilen, die sich gewaschen hatte, musste dann aber zu ihrem Erstaunen feststellen, dass der hoch gewachsene Mann, der im dunklen Armani-Designeranzug vor ihr stand und sie charmant anlächelte, gar nicht mal so übel, eigentlich sogar fantastisch gut aussah.... Hmm... eigentlich genau mein Typ! ... Er hätte früher voll und ganz in ihr Beuteschema gepasst. Männlich, herb, mit perfekt sitzender Frisur. Gabi stellte ihren Teller ab und musterte den attraktiven Mittdreißiger jetzt eingehend von Kopf bis Fuß, was er mit Genugtuung zur Kenntnis nahm und sie ebenfalls mit seinen gierigen Blicken verschlang. Er hatte den sexy Vamp am Haken, glaubte er triumphierend und freute sich insgeheim auf einen aufregenden Abend und eine noch aufregendere Nacht. Ein kleiner Flirt und ein paar Schmeicheleien würden ihr und ihrem verletzten Herz vielleicht ganz gut tun, dachte die schöne Krankenschwester und sah ihr unverschämt gutaussehendes Gegenüber intensiv an. Im gleichen Moment fiel ihr Blick aber zufällig über seine Schulter in eine der hinteren Ecken des Saals. Sie riss ihre Augen weit auf und spürte, wie ihr Herz endgültig aufhörte zu schlagen. Wie konnte er ihr das antun? Ihr persischer Traumprinz verschwand nämlich gerade mit der Hassmann hinter der Bühne. Gabi streckte ihren Hals, um mehr zu erkennen, aber sie sah nur die frustrierte Gewitterziege im Profil, wie sie seine Hände in ihre nahm. Mehdi konnte sie nicht sehen, aber das wollte sie auch nicht. Das war’s! Ein fetter Kloß bildete sich in ihrem Hals und auch ihre Tränenkanäle arbeiteten wieder rege. Doch noch konnte sie verhindern, dass sie ans Tageslicht kamen, denn gleichzeitig stieg auch wieder eine unendliche Wut in ihr auf. Wut auf sich selbst, dass sie wieder seinem unwiderstehlichen Dackelblick verfallen war und ihm beinahe verziehen hätte, hätte er nur ein einziges Wort zu ihr gesagt. Aber vor allem auch Wut auf ihren undankbaren Geliebten, der anstatt ihr endlich eine Chance zu geben es anscheinend genoss, mit ihren Gefühlen Pingpong zu spielen, aber genug war genug... Das konnte doch jetzt echt nicht wahr sein. Dieses Arschloch! Aber jetzt erst recht! Und du bist ganz allein Schuld daran, dachte sie verbittert, setzte urplötzlich ihr schönstes, aber gleichzeitig gespieltes Lächeln auf und sprach den ihr fremden Mann an...

GH: Jetzt ja nicht mehr!

Lorelei Offline

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02.01.2011 10:06
#885 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Schande auf mein Haupt, da hatte ich groß angekündigt, doppelt zu posten bis Mittwoch, aber ich hab es gestern nicht mehr gebacken bekommen. Wegen so einem Virus, der gerade herumgeht und sämtliche Gehirnwindungen lahm legt. Er erzeugt so eine innere Unruhe, Konzentrationsstörungen und eine dringende Informationssucht und er äußert sich schließlich in lauten Schreien, wenn Ärztekittel über den Bildschirm huschen. Er ist stark ansteckend und bisher unheilbar. Da der Infektionsherd hier im Forum und bei einem gewissen Privatsender liegt, musste ich mich kurzfristig davon fernhalten, um mich zu erholen und meine Gedanken zu sortieren. Aber jetzt bin ich wieder fit und voll bepackt mit einem neuen Teil. Auf geht’s in die nächste Runde. Dieser Kampf wird kein leichter sein, weder für uns, für Mehdi, noch für Cedric. Was mit Dr. Cedric Stier (war ja nicht schwer zu erraten ) und Gabi ist oder wird oder nicht, erfahrt ihr leider erst im nächsten Teil. Zunächst kucken wir nämlich mal, wer da gerade Mehdis lang ersehntes Geständnis verhindert. Ihr kennt ihn nicht, naja, wobei, eigentlich ja schon.

http://www.youtube.com/watch?v=SEIKg2N9OXU

Viel Spaß! Eine DD-Infizierte im Endstadium





Inzwischen in der Nähe der Bühne

Der Oberarzt wollte gerade zum ultimativen Geständnis ansetzen, als er plötzlich eine Person hinter Maria wahrnahm, die ihn von dem, was er sagen wollte, ablenkte. Mehdi schaute den älteren Mann im unmodischen beigen Cordanzug misstrauisch an, kannte ihn aber nicht. Er wiederum schien ein reges Interesse daran zu haben, auf sich aufmerksam zu machen und fixierte die brünette Ärztin, die mit dem Rücken zu ihm stand und ihren verunsicherten Geliebten erwartungsvoll anstrahlte, mit seinem Blick. Dicke Sorgenfalten zogen sich über Mehdis Gesicht und er ließ seine Schultern hängen, während er gerade noch so einen Seufzer verhindern konnte. Warum er? Wieso konnte nicht endlich mal alles glatt laufen? War das jetzt die Strafe für sein Zögern, seine Unentschlossenheit, sein ausschweifendes Leben? Anscheinend wollte eine höhere Macht nicht, dass er glücklich wurde. Oder was hatte es sonst zu bedeuten, dass er schon wieder bei seiner Gefühlsoffenbarung, die ihm viel Überwindung kostete, unterbrochen wurde? Das konnte doch einfach nicht wahr sein, dachte er verzweifelt und schaute den Fremden eindringlich an, der gerade das Wort an Maria richtete...

B: Frau Dr. Hassmann, wie schön sie hier zu sehen.

... sprach die tiefe märchenerzählerhafte Stimme des Alten. Die schon von Mehdis ernstem Ton leicht verunsicherte Neurologin drehte sich abrupt um und starrte ungläubig in das rundliche Gesicht eines älteren Herrn. Sie riss ihre Augen weit auf und hielt sich eine Hand vor ihren Mund, als sie realisierte, um wen es sich handelte. Dann setzte sich plötzlich ein breites warmes Lächeln auf ihr Gesicht...

MH (erstaunt): Professor Brinkmann?

Dr. Kaan blickte irritiert zwischen den beiden hin und her.... Die kennen sich also doch? Und was ist mit...? Ich wollte doch nur... Und jetzt? Wie? Aaaahhh!!! Das gibt’s doch nicht. ... Der aufgewühlte Frauenarzt war wirklich verzweifelt und senkte seinen Blick. Er wollte es doch endlich loswerden, sein Herz befreien und endlich klare Verhältnisse schaffen, aber angesichts der Ehrfurcht einflössenden Autoritätsperson, die gerade vor ihm stand und ihn skeptisch musterte, war sein Herz mal wieder in die Hose gerutscht. Während er seine blank polierten Schuhe bewunderte, reichte Dr. Hassmann dem ergrauten Kollegen ihre Hand zur Begrüßung und drehte sich dann erfreut zu ihrem Herzblatt um, der daraufhin vorsichtig seinen Blick hob, und klärte ihn auf. Der ältere Herr war Professor Brinkmann, ihr Doktorvater und die Person, die die angehende Ärztin während ihres nervenaufreibenden Studiums immer gefördert hatte, obwohl sie wegen ihrer ungeplanten Schwangerschaft und der anschließenden Babypause längere Zeit aussetzen musste. Der Professor lud die beiden Kollegen an seinen Tisch ein, dem die beiden, Mehdi eher weniger, Maria dafür umso mehr, weil sie ihn immer sowohl beruflich als auch menschlich geschätzt hatte und er wie ein Großvater für sie war, gerne nachkamen. Aber der sonst so besonnene Gynäkologe saß dort wie auf glühenden Kohlen. Hilfe suchend schaute er sich immer wieder um. Marc schmuste gerade mit Gretchen, während sich Sabine und Günni peinlich berührt umdrehten, vom gemeinsamen Tisch aufstanden und die Tanzfläche eroberten. Und Gabi konnte er nirgendwo entdecken, was ihn zusätzlich beunruhigte. War sie etwa schon gegangen, bevor er ihr überhaupt sagen konnte, dass er sich von ganzem Herzen für sie entschieden hatte? Es war zum Verrücktwerden. Mehdi dachte wieder an den intensiven Blickkontakt vorhin, der seine Entscheidung für sie noch einmal vorangetrieben hatte, was sein Herz gleich wieder höher schlagen ließ, aber dann fiel ihm wieder ein, wie ihr Strahlen plötzlich erloschen war und sie sich abrupt umgedreht hatte. Sie war verletzt. Das hatte er deutlich gespürt. Aber das wollte er nicht. Er wollte nicht, dass sie wegen ihm verletzt war. Er wollte ihr doch alles erklären, aber die Umstände ließen es einfach nicht zu. Der nachdenkliche Oberarzt hörte nur mit einem Ohr zu, als Dr. Hassmann und Prof. Brinkmann über die guten alten Zeiten sprachen, bis er plötzlich einen Namen vernahm, der ihn aufhorchen ließ...

B (an MK gewandt): Was denken Sie, Dr. Stier, ist sie nicht eine begnadete Ärztin? Die beste Studentin und Habilitandin, die ich je hatte.
Wie hat er mich gerade genannt?
MK (starrt ihn sprachlos an): Äh ja also...
Oh Gott, wie peinlich. Er hält ihn für Cedric.
MH (wird etwas rot, als sie das Missverständnis aufzuklären versucht): Oh, nein, ähm... Herr Professor, entschuldigen Sie meine Unhöfflichkeit. Ich hab sie beide ja gar nicht richtig vorgestellt, aber ich war so überrascht gewesen, Sie nach so langer Zeit hier wieder zu sehen. Ähm... (sie schaut kurz zu Mehdi, der peinlich berührt den Tisch fixiert, dann wieder zum Professor) ... Das ist nicht Cedric Stier, äh... mein... Exmann. Wissen Sie, ich bin mittlerweile geschieden und das ist... Dr. Mehdi Kaan, Oberarzt der Gynäkologie am Elisabeth-Krankenhaus.
MK (sieht verlegen auf u. senkt seinen Blick gleich wieder, als Professor Brinkmann seinen neugierigen väterlich besorgten Blick auflegt): Äh... ja.

Was mache ich eigentlich hier? Das ist alles so surreal. Ich will doch nur zu Gabi. Stattdessen werde ich für Marias Ehemann gehalten. Super! Könnte der Stoff einer Comedyserie werden. In der Hauptrolle ein verpeilter, leicht übergewichtiger Frauenarzt mit Migrationshintergrund und familiären Supergau, der zwar für seine Patientinnen immer ein offenes Ohr hat, zu all ihren kleinen oder größeren Problemchen einen guten Rat hat, aber sein eigenes Leben nicht wirklich gebacken bekommt. Nur seinem Tagebuch vertraut er alles an. Das sollte ich vielleicht wirklich mal probieren. Gretchen hat es ja auch geholfen. Sie wirkt danach immer tiefenentspannt. Ich will das auch. Aber zuerst will ich hier weg.

B (sieht überrascht zwischen den beiden hin u. her): Oh! Elisabeth-Krankenhaus sagten Sie? Ach? Dann kennen Sie sicherlich auch meine älteste Tochter?

Maria und Mehdi schauten erst sich an, dann starrten sie ihn eine Weile fragend an, bis der Groschen endlich gefallen war. Das lenkte sogar den verzweifelten Oberarzt für einen kurzen Moment ab. Auch Maria musste schmunzeln...

MH: Die beste Oberschwester, die wir je hatten.
Einschleimen hat bei ihm immer geholfen.
B (mit stolzgeschwellter Brust): Ja, das ist sie.

Professor Brinkmann wollte darauf mit seinen beiden jungen Kollegen anstoßen und erhob sein Glas. Etwas missmutig kamen die beiden dem nach. Maria spürte die Anspannung, die von Mehdi ausging, aber sie versuchte ihr ungutes Gefühl vorerst zu verbergen. Dem Objekt ihrer Sorge ging es da nicht anders. Einfach abwarten und dann weitersehen, dachte er, aber er hatte die Rechnung nicht ohne den Professor gemacht, der offenbar in Plauderlaune war...

B (freundlich lächelnd zu MH): Dann erzählen Sie doch mal, wie geht es Ihnen und Ihrer kleinen Tochter? Wie alt ist sie denn jetzt?
MH (lächelt): Sechs Jahre!
B (freut sich aufrichtig): Wie schön! Ich bin immer noch sehr beeindruckt, wie sie das alles meistern mit Kind und Karriere.
MH (lächelt ebenso freundlich): Danke, mit guter Planung schafft man alles.
B (nickt mit dem Kopf auf u. ab): Ah! Sie haben also meine Tipps befolgt. Planung ist das A und O in unserem Zeit aufreibenden Beruf. Aber Sie haben ja, wie ich sehe, einen perfekten Mann an Ihrer Seite, der Sie hoffentlich entlastet und unterstützt.
MH (kuckt dumm aus der Wäsche): Äh....
Das passiert hier nicht wirklich oder?
B (redet unberührt weiter): Darf ich fragen, wie lange Sie schon miteinander verheiratet sind?
Ok, das passiert hier wirklich! Oder hängt hier irgendwo eine versteckte Kamera?
MK (verschluckt sich an seinem Sekt u. seine Stimme geht eine Oktave höher): Bitte?
Ok, das läuft hier etwas suboptimal. Er war ja früher schon ein wenig zerstreut, der Professor. Aber was ist denn mit Mehdi? Vorhin hatte er doch auch kein Problem damit, sich als meinen Lebensgefährten auszugeben. Er ist die ganze Zeit schon so komisch.
MH (verunsichert wegen seiner Reaktion klärt sie die Sache schnell auf): Oh... wir... also wir sind ... nicht ... verheiratet.
B (sieht die beiden erstaunt an): Ach? Und ich dachte... Sie wirkten so... Aber das sind wohl jetzt die modernen Zeiten. In meinem Alter versteht man das nicht mehr.
MH: Aber Sie sind doch nicht alt, Herr Professor.
B (lächelt sie an): Da schmeicheln Sie mir aber, Frau Dr. Hassmann. Aber ich bin seit drei Jahren in Pension.
MH: Oh, das wusste ich nicht.
B: Ich hatte ja immer gehofft, dass Sie später einmal meinen Stuhl übernehmen.
MH (peinlich berührt): Oh, Herr Professor, das... das wäre ähm...
Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. An die Option hatte ich gar nicht mehr gedacht, aber damals hatte ich gerade erst meine Oberarztstelle bei Prof. Haase bekommen, Sarah war gerade mal drei und wieder die Charité... Nein, das hätte nicht funktioniert.
B (fällt seinem sprachlosen Schützling wissend ins Wort): Aber offensichtlich haben Sie ja im Elisabeth-Krankenhaus ihr Glück gefunden. Ich bin wirklich stolz auf Sie.

Der weise Professor blickte kurz zu Dr. Kaan, der ihn nervös anschaute und seinen Kopf gleich wieder senkte, weil ihm die Situation immer unangenehmer wurde, dann zwinkerte er Dr. Hassmann zu, die ihn mit einem breiten Lächeln anstrahlte, weil er ja schon irgendwie Recht hatte. Ihre Karriereaussichten im EKH waren hervorragend, mal abgesehen von dem einen leidigen Konkurrenten, aber da war noch nicht das letzte Wort gesprochen, und sie hatte die Liebe wieder gefunden, als sie schon gar nicht mehr daran geglaubt hatte. Sie drehte ihren Kopf zu Mehdi und schmiegte sich an seine Seite. Er sah sie kurz an, als sie seine Hand in ihre nahm und sanft darüber streichelte. Er ließ es geschehen. Er wollte sie ja auch nicht vor ihrem Mentor bloßstellen. Prof. Brinkmann lächelte die beiden glücklich an. Eine Weile saßen sie einfach nur so da und plauderten noch ein wenig über ihre Karrieren, bis sich der Professor schließlich von den beiden verabschiedete, weil seine Frau zum Aufbruch drängte...

B: Passen Sie gut auf sie auf, Dr. Kaan. Solche Frauen wie Dr. Hassmann muss man festhalten. Meine ist auch so eine und wir sind jetzt seit über vierzig Jahren verheiratet.
MK (weiß nicht, was er sagen soll): Ähm...

Mehdi schluckte den fetten Kloß herunter, der sein Sprachzentrum blockierte und reichte ihm mit einem zaghaften Lächeln seine zitternde Hand zum Abschied. Prof. Brinkmann drückte die schöne Neurochirurgin herzlich an sich und ließ die beiden schließlich allein. Lächelnd sah sie ihm nach und Mehdi konnte endlich tief durchatmen...

MK: Er ist nett.
MH (dreht sich wieder zu ihm um): Ja, das ist er. Ich weiß nicht, ob ich es ohne ihn gepackt hätte.
MK (nachdenklich): Verstehe!

Maria schaute dem charmanten Gynäkologen verliebt in die Augen, dann stand sie plötzlich von ihrem Stuhl auf. Mehdi sah ihr mit großen Augen dabei zu...

MH: Wenn du mich bitte für einen Moment entschuldigen würdest.
MK (aufgeregt): Aber wir... Ich wollte doch...
... reden! Ich muss dir doch sagen, dass....
MH (stupst ihn lächelnd mit dem Finger an der Nase an): Gleich! Aber ... Ich müsste mal kurz für kleine hochbegabte Neurochirurginnen. Wir reden gleich, ok? Wenn du willst, wir können auch woanders hingehen, irgendwohin, wo wir ungestört sind?

Ich merke doch, dass dir irgendetwas auf der Seele liegt. Aber will ich das wirklich wissen? Er ist auf einmal so anders. So ernst und verschlossen. Dann wieder abwesend und mit den Gedanken ganz woanders. Ich kann mir das gar nicht erklären. Ach was! Ich bilde mir das wahrscheinlich alles nur ein.

Ich weiß nicht. Aber vielleicht wäre es doch besser. Dann kommt uns wenigstens keiner mehr in die Quere.


Mehdi nickte ihr stumm zu und sah ihr hinterher, als sie den Saal verließ. Er sank auf seinen Stuhl zurück. Das lief heute extrem suboptimal für ihn. Wenn das so weiterging, würde er nie zu Potte kommen. Aber er wollte das jetzt unbedingt klären. Er merkte doch, wie es ihm wieder auf den Magen schlug und legte seine Hand vorsorglich auf seinen Bauch. Er trank seinen Champagner aus und schaute sich anschließend im Ballsaal um. Plötzlich schoss er wie ein Blitz hoch, hielt sich aber noch mit einer Hand am Tisch fest. Das konnte doch nicht sein? Er kniff seine Augen zusammen, um besser sehen zu können. Der aufgewühlte Arzt hatte jemanden an der Cocktailbar entdeckt, den er lieber nicht entdeckt hätte und vor allem nicht in Beleitung der Frau, die ihm den Kopf verdreht hatte, die sein Leben von einer Sekunde auf die andere völlig auf den Kopf gestellt hatte, die er erobern wollte, die er insgeheim liebte. Doch ehe er sich genauer darüber Gedanken machen konnte, wie es dazu kommen konnte, wurde er von der Seite angesprochen. Er spürte eine feste Hand auf seiner Schulter und er wusste sofort, zu wem sie gehörte... Marc Meier!

MM (mit hämischen Unterton in der Stimme): Alter, also ich hatte ja vorhin die Hoffnung gehabt, dass du doch Eier in der Hose hast, aber so wie’s aussieht, hab ich mich wohl getäuscht.
MK (schlägt seine Hand weg u. blitzt ihn böse an): Marc!
MM (gereizt): Ja, ich weiß, wie ich heiße, du Depp. Beweg endlich deinen Arsch oder willst du, dass sie sich von dem Schleimscheißer einlullen lässt. Sieht nämlich fast danach aus, als hätte er sie bald soweit.
MK: Meinst du?
Boah dieser Idiot! Das ist doch genau ihr Beuteschema und sie seins.

Mehdi drehte sich um und schaute wie Marc wieder zur Cocktailbar rüber... Was... Was soll das denn? Wieso? ... Sein Herz verkrampfte sich. Sein Hals schnürte sich zu. Er fuhr sich mit seiner rechten Hand immer wieder über seinen Brustkorb, er räusperte sich mehrmals umständlich, aber er konnte seinen Blick nicht von dem Bild abwenden, das sich ihm gerade bot: Seine Gabi im offensichtlichen Flirt mit einem anderen. Sie lächelte ihn sogar an. Wie konnte sie nur? Und sie kicherte über seine Witze. Dieser Typ da war doch alles andere als witzig. Er war unverschämt, arrogant, ignorant, selbstverliebt, ein Mistkerl, ein Betrüger, ein Playboy und ein schlechter Vater. Wieso stieß sie mit so einem an? Und worauf? Jetzt legte sie auch noch ihre Hand auf seinen Arm. Ihm wurde schlecht. Und eine Frage setzte sich in seinem Hirn fest, die ihn fast wahnsinnig machte: Was zum Teufel wollte Gabi mit Marias Exmann?

Lorelei Offline

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02.01.2011 16:35
#886 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo die zweite! Ich glaube, so langsam sind wir im Ausnahmezustand angekommen. Ein einziges „Hallo“ reicht schon aus und man ist schon wieder völlig am durchdrehen. Deshalb fasse ich mich kurz: Viel Spaß mit der nächsten Szene! Schaumer doch mal, ob Dr. Kaan den Stier auf die Bretter haut. Man bedenke, es ist Mehdi, ne. Und falls es noch niemand gesehen hat. Da unten prangt eine fette 3. Liebe Grüße u. schönen Restsonntag noch. Lorelei




Derweil lehnte eben jene brünette Krankenschwester, die Dr. Kaans Gedanken beherrschte, am Tresen der kleinen Cocktailbar und schaute mehr oder weniger interessiert in das hübsche Antlitz eines sich für unwiderstehlich haltenden Oberarztes...

GK (gespielt beeindruckt): Was Sie nicht sagen?
CS (grinst sie die ganze Zeit breit an): Doch! Er war schon fast auf den Weg in die Pathe zur Organentnahme. Die Leute von Eurotransplant warteten schon mit dem Helli auf dem Dach, da kam plötzlich diese übermütige besserwisserische fette Assistenzärztin angerannt und meinte, er sei gar nicht hirntot. Ich hab ihr natürlich kein Wort geglaubt. Anfängerin eben! Aber wir kommen in das Zimmer und der Typ schlägt tatsächlich seine Augen auf und verlangt nach seiner Frau.
GK (rümpft ihre Nase, nippt an ihrem Cocktail u. sieht ihr attraktives Gegenüber intensiv an): Wow! Ich hab neulich erst so einen Fall im Fernsehen gesehen.
CS (lacht): Ja, aber solche Arztserien kommen doch nie an die Realität heran. Ich war nie zuvor so sprachlos gewesen, wie in dem Moment, als ich in die wachen Augen des Patienten geschaut habe. Und ich werde nie den triumphierenden Blick dieser kleinen dilettantischen Assistenz vergessen, die ich ein paar Minuten vorher noch am liebsten rausgeschmissen hätte.
GK: Ja, ich kenn das. Solche rechthaberischen Ärztinnen rennen auch bei uns herum. Eine Plage sag ich.
CS (stimmt ihr bei u. mustert Gabi noch einmal eingehend u. zufrieden stellend): Kann ich verstehen. Und in welchem Krankenhaus arbeiten Sie noch mal, Gabi?
War ja klar, dass der das nicht mitbekommen hat. Er starrt ja auch die ganze Zeit nur auf meine Titten.

Die trostflirtbereite Frau kam gar nicht dazu, die Frage ihres unverschämt gutaussehenden Gegenübers zu beantworten, weil ihr jemand zuvor kam. Nämlich Dr. Mehdi Kaan, der sich wie eine Erscheinung aus dem Nichts vor den beiden aufbaute...

MK (mit festem u. ernstem Blick): Im Elisabeth-Krankenhaus.
Meh... Oh mein Gott! ... Endlich! ... Was? Hab ich gerade ‚endlich’ gedacht? ... Hab ich nicht! Nein, nein, nein!

Wie von der Tarantel gestochen, schoss Gabi herum und hätte dabei beinahe ihren leckeren Cocktail verschüttet, den sie geistesgegenwärtig auf dem Tresen abstellte. Nun starrte sie mit offenem Mund in Mehdis angesäuertes Gesicht...

GK (sprachlos u. ungewollt nervös): Mehdi? Ähhhh.... Dr. Kaan?
Ok, ruhig bleiben! Zeig bloß keine Reaktion! Gleichgültigkeit! Jawohl!
CS (mustert den neuen Freund seiner Exfrau mit bitterbösem Blick): Ihr kennt euch?
MK (will stark u. selbstbewusst wirken u. verschränkt seine muskulösen Arme vor seinem Körper): Kann man wohl sagen, ja.
Gott, diese tiefe Stimme macht mich wahninnig. Und die Arme! Hat er wieder trainiert?
CS (schaut wegen dieser offensichtlichen Beschützernummer amüsiert zwischen den beiden EKHlern hin u. her): Ich hab schon gehört, dass bei euch im EKH so ein Familiending läuft.
MK (verzieht keine Miene): Neidisch?
Was wird das jetzt? Kampf der Titanen oder wie? Ist er... ist er etwa eifersüchtig? Was fällt dem eigentlich ein, jetzt erst damit zu kommen?
CS (hebt abwehrend seine Hände u. verzieht sein Gesicht): Gott, bewahre, nein! Ich bin schließlich Mediziner geworden und kein Familientherapeut.
MK (ignoriert seinen Konkurrenten u. stellt sich zwischen ihn u. seiner Herzdame, die er freundlich anlächelt): Gabi, könnte ich dich bitte einen Moment sprechen?
Pah! Das kann er vergessen. Der Zug ist endgültig abgefahren.... nach... nach nirgendwo.
GK (hat ihre Fassung schnell wieder gefunden u. schaut ihn nun betont cool an): Ich wüsste nicht warum.
War ja klar, dass sie so reagiert. Ich hab nichts anderes von ihr erwartet. Ok, dann alles oder nichts!
MK (sieht sie mit seinem unwiderstehlichen Dackelblick an u. merkt an ihren Augen, wie sie zögert): Es ist wichtig bitte!
Oh Gott, sieh ihm nicht zu lange in seine verdammten Rehaugen!
CS (mischt sich ungefragt ein u. will sich wieder zwischen die beiden stellen; Mehdi lässt ihn aber nicht): Sehen Sie nicht, dass sie beschäftigt ist.
MK (wirft ihm einen tötenden Blick zu u. wendet sich dann wieder an Gabi, die versucht ihn nicht anzusehen, aber doch immer wieder ihren Blick hebt): Ich habe nicht mit Ihnen gesprochen, Dr. Stier. Gabi, ich... ich muss dir etwas sagen.
Ach auf einmal doch oder wie? Ich will das nicht hören. Ich will nicht hören, wie du unserer Liebe keine Chance gibst. Das ertrag ich nicht.
GK (verschränkt trotzig ihre Arme vor ihrem Körper u. funkelt ihn an): Ach? Ich bin ganz Ohr.
Oh Mann, sie ist sauer und wie!
MK (wird dann doch wieder nervös, er kann nichts dagegen tun): Nicht hier.
Was soll das denn wieder? Oh, er will wohl nicht, dass alle Welt mitbekommt, dass der feine Herr Doktor in Wirklichkeit ein frauenverschlingendes Arschloch ist. Pah! Da hast du dich aber geschnitten.
CS (hat auch noch etwas zu sagen u. schaut ihn provozierend an; irgendetwas war hier doch oberfaul): Klingt ja spannend. Weiß Ihre Lebensgefährtin eigentlich, dass Sie hier andere Frauen bei ihren Flirts stören.
GK (ihr bleibt der Mund offen stehen u. sie sieht MK verletzt an): Le...Lebens...ge...fährtin?
Das ist jetzt nicht wahr! Das... Nein!
Oh Gott, nein!

MK (will das Schlimmste noch verhindern u. greift nach ihren Händen): Gabi, lass mich... Du verstehst das...
GK (schlägt seine Hände weg u. fällt ihm eiskalt ins Wort, dann wendet sie sich mit einem aufgesetzten Lächeln wieder Cedric zu, der die beiden argwöhnisch beobachtet u. sehr seltsame Schwingungen vernimmt): Dann geh doch zu ihr und lass mich endlich in Ruhe. ... Cedric, der Cocktail hier war ja nicht schlecht. Als nächstes sollten wir mal einen „Sex on the Beach“ versuchen.
... falsch. Verdammt! Sie kriegt das völlig in den falschen Hals. Und dieser Typ macht mich noch wahnsinnig.
CS (zwinkert ihr anzüglich zu u. drängt sich an MK vorbei): Gerne! Sie beweisen Geschmack, Gabi. Das ist mein Lieblingsdrink.
GK (versucht nicht mit den Augen zu rollen, weil er ihr eigentlich tierisch auf die Nerven geht): Das hab ich mir schon gedacht.
Na super! Er ist auch nur einer von dieser miesen Spezies, die sich Mann schimpft. Aber solange er mir Mehdi vom Hals hält, ist er gut genug. Jetzt hilft eh nur noch der Alkohol. ... Er ist wirklich mit ihr zusammen!

Als Gabi ihm wieder die kalte Schulter zeigte und ihn konsequent mit Missachtung strafte, schaute sich Mehdi seufzend und ratsuchend im Saal um. Marc ‚best friend ever’ Meier war sofort zu Stelle - er hatte in sicherer Entfernung das schlechte Schauspiel beobachtet - und klopfte seinem ehemaligen Studienkumpanen auf die Schulter, als dieser gerade zwei neue Cocktails für sich und seine sexy Gesprächspartnerin bestellen wollte...

MM: Cedric Stier! Altes Haus! Ich glaube, wir haben noch eine Rechnung offen.

Lorelei Offline

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03.01.2011 09:20
#887 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen!

@ Kate, ja, ich gebe es zu, ich bin trailergeschädigt und damit wir auch nicht noch mehdigeschädigt werden (übrigens deine Vorschläge gefallen mir gut, stehen in der engeren Auswahl ), geht es auch schon weiter im Text. Viel Vergnügen u. euch allen einen erfolgreichen Start in die DD-Woche. Eure Lorelei





Gabi und Cedric schossen sofort mit ihren Köpfen herum und schauten nun in das breit grinsende Gesicht des talentiertesten Chirurgen der Bundesrepublik...

GK (stöhnt genervt u. verdreht die Augen): Marc, was soll das?
Braucht Mehdi jetzt auch noch ein Schosshündchen oder was soll das?
CS (schaut ungläubig zwischen den beiden hin u. her): Was den kennst du auch?
MM (grinst ihn provozierend an): Wie’s aussieht, hast du mich nicht vergessen.
CS (funkelt ihn böse an u. geht einen Schritt auf ihn zu): Wie könnte ich dich vergessen. Du hast mir meine damalige Freundin ausgespannt.
Echt jetzt? Kann mich nicht daran erinnern.
MM (denkt angestrengt nach, dabei fällt ihm aber noch eine Tatsache ein, die sein ehemaliger Studienkollege immer verschwiegen hat): Äh... Warst du zu dem Zeitpunkt nicht schon verheiratet?
CS (der wunde Punkt ist getroffen): Äh...
Strike! Wie geil!
GK (stellt ihr Cocktailglas auf dem Tresen ab u. sieht CS ungläubig an): Du bist verheiratet?
Wieso muss ich auch immer an die ganzen Arschlöcher geraten? Hier muss irgendwo ein Nest sein. Was hab ich falsch gemacht, dass ich immer mit solchen Typen gestraft werde? Ich hab es so satt.
CS (in Erklärungsnot): Das... das ist schon lange her.
MM (nickt wissend mit dem Kopf u. grinst sich eins): Sicher!?
MK (bringt jetzt auch endlich seinen Senf ein u. schaut CS dabei ziemlich abfällig an): Also wenn ich mich recht entsinne, haben Sie doch erst vor kurzem wieder geheiratet.
GK (sieht schockiert zwischen CS u. MK hin u. her): Was?
CS (faucht MK sauer an): Ich weiß ja nicht, was Ihnen meine Exfrau so alles erzählt hat, aber das geht Sie einen Scheißdreck an.
Und ob es die Welt etwas angeht, dass er zwei seiner Ehefrauen mit Kind sitzen gelassen hat oder lässt oder wie auch immer.

Woher kennen die sich eigentlich? Das musste ja so kommen. Der einzige ansehnliche Kerl hier, neben Mehdi und Marc und... Hab ich gerade Marc gedacht? Nee echt jetzt! ... und ich muss ausgerechnet den abbekommen, den die beiden kennen. Super! AAAAAHHH!!!
GK (sieht CS durchdringend an): Mich würde aber schon interessieren, was er meint, Dr. Stier?
Heißt der wirklich so? Hätte ich gleich wissen müssen. Das kann ja nur eins bedeuten.
MM (grinst CS schadenfroh an): Jetzt steckst du aber schön in der Scheiße drin, was?
Macht echt Spaß, solche Arschlöcher auflaufen zu lassen. Auch wenn ich nie gedacht hätte, dass ich mal Gabi vor so einem Typen.... Nee, das ist nie passiert. Die Rolle schieb ich Mehdi in die Schuhe. Damit sie ihm auf ewig dankbar ist, ihn abknutscht, aber bitte erst, wenn ich draußen bin, und er es endlich mal gebacken bekommt mit seinen Weibergeschichten. Ich will auch endlich meine Ruhe haben. Eigentlich hatte ich mit Haasenzahn heute auch noch was vor.
CS (völlig unbeeindruckt): Das sagt gerade der Richtige. Du warst doch auch nie ein Kind von Traurigkeit?
Ach, du warst doch schon immer neidisch darauf, dass ich mehr Weiber abgeschleppt habe und eigentlich auf allen Gebieten mehr Erfolg hatte. Du hast mich nur schlecht imitiert. So sieht es nämlich aus. Ich hätte mich nämlich nicht mit Kindern festnageln lassen. Boah und dann steht der nicht mal dazu und vögelt munter weiter. So ein Arsch!
MM (hat nur noch ein spöttisches Lächeln für ihn übrig): Ja, zu Studienzeiten vielleicht, das gebe ich zu. Aber mit Mitte Dreißig wirkt es schon armselig, immer noch den jungen Flittchen nachzusteigen. Wo ist eigentlich der kleine pinke Teeny abgeblieben, mit dem du hier bist?
Hat der mich gerade Flittchen genannt? Ich bring ihn um und werfe seine Überreste den Schweinen zum Fraß vor. Moment mal... Exfrau, Frau, Teeny? Das ist nicht wahr!
GK (unter den zufriedenen Blicken ihre beiden Kollegen treibt sie Cedric in die Enge): Du bist gar nicht alleine hier?
CS (versucht sich zu erklären, scheitert aber kläglich): Äh... Gabi, können wir...
GK (blitzt ihn bitterböse an u. dreht sich um): Können wir nicht! .... Wieso muss ich immer nur an die Dreckschweine geraten? Das ist so... so...

... sagte sie immer leiser und mit gebrochener Stimme und entfernte sich von den drei perplexen Männern. Mehdi sah ihr nach. Marc musste ihm erst augenrollend einen Schups geben, damit er sich endlich dazu bequemte, ihr zu folgen. Der gefühlsverwirrte Frauenarzt drehte sich abrupt zu ihm um und sah ihn an. Mit einem Augenzwinkern gab Marc ihm zu verstehen, dass er sich um den letzten Bullen, den (Horn-)Ochsen äh... Stier kümmern würde. Mehdi lächelte ihn kurz an, strafte Cedric noch mit einem bösen Blick und folgte Gabi schließlich, die sich an der großen Fensterfront hinter einer Säule versteckt hatte und Trübsal blas.

MM (baut sich breitbeinig und mit gestrafften Schultern vor CS auf, der ihn ungläubig anstarrt): Und jetzt zu uns, du Arsch.
CS (hat GK hinterher geschaut u. rollt nun mit den Augen): Mann Meier, du wirst doch nicht immer noch wegen der Geschichte von damals sauer sein? So läuft das nun mal in unserem Metier.
Ach Scheiß drauf! Hier geht es schließlich ums Prinzip.
MM (erhebt seinen Zeigefinger u. tippt ihm damit provozierend auf seine Brust): Du hast mir meinen Notenschnitt von 1,0 damit versaut.
CS (lacht spöttisch auf): Oh wie furchtbar. Rufen wir die Notenpolizei an. Der Beste der Besten war doch nicht ganz der Beste.
MM (will ihn am Kragen seines Designeranzugs packen, doch CS weicht ihm geschickt aus): Arschloch!
Dir werd ich es zeigen.
CS (legt seine Hände an den Meierschen Brustkorb, um ihn auf Abstand zu halten): Lassen wir das! Du hast dich doch damals eh in dem anderen Seminar revanchiert und hast mir den Patienten geklaut. Wir sind quitt. Verrat mir lieber, was der Neue meiner Ex mit dieser heißen Schnecke zu schaffen hat.

Lorelei Offline

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03.01.2011 14:43
#888 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Tach! Der Ochse duscht mit Schleim und Schmiere! Hahaha! Du bist klasse, Andie. Äh... ich weiß, ihr würdet auch gerne das der Alphamännchen sehen (Klingt irgendwie nach einer Tierdokumentation! ), aber das war mir in dem Fall eher nebensächlich. (Sagen wir mal so, es geht auf jeden Fall noch eine Weile mit den beiden so weiter, bis ein rettender Engel auftaucht und einen von beiden am Ohr aus dem Saal schleift. Und Marc, der Held der Goldlöckchen und Luschen-Gyns sagt es ihm natürlich nicht, sonst hätte er sich die Mühe mit den Arschtritten auch gleich sparen können.) Ihr mögt mir bitte verzeihen, denn ich will ja mit Bidi vorankommen. Deshalb gibt es auch schon den nächsten Teil. Viel Vergnügen! Und ein fetter Knutscha geht heute an meine fleißigen Kommibienchen. Ihr seid echt Gold wert. Ihr haltet die Geschichte am Leben. Danke! Eure Lorelei




http://www.youtube.com/watch?v=rUe58PQMc6o&feature=related


Vorsichtig trat Dr. Kaan an das Fenster heran, an dem Gabi stand und nachdenklich auf die verschneiten Straßen hinunterblickte, und sprach sie leise an...

MK: Gabi?

Die unglückliche Krankenschwester seufzte und kämpfte mit ihren aufkommenden Tränen und der Gänsehaut, die sich über ihren gesamten Körper zog, nachdem sie seine sanfte Stimme gehört hatte. Sie schloss ihre Augen und flüsterte, ja flehte fast, so dass es ihm beinahe das Herz zerriss...

GK: Geh weg!
MK (leise): Ich kann nicht...
... ohne dich sein.

Ich ertrag das nicht mehr.


Seine flehende Stimme traf sie in Mark und Bein, doch sie wollte das aufkommende warme Gefühl in ihrem Bauch nicht zulassen. Es war einfach zu spät. Er hatte sich entschieden. Wieso konnte er nicht einfach dazu stehen und sie endlich in Ruhe lassen? Warum musste er sie noch zusätzlich quälen? War er so ein Sadist? Sah er nicht, dass er sie damit kaputt machte? Gabi rang mit ihren aufkommenden Tränen, gewann den Kampf und versuchte ihre Gedanken und Gefühle zu sortieren, um möglichst gleichgültig zu erscheinen. Sie schaute noch einmal in den nächtlichen Himmel über Berlin, so als ob sie sich irgendwie Beistand erhoffte, atmete dabei tief durch und drehte sich dann doch zu ihm um. Doch sie wich seinen faszinierenden Rehaugen aus, die sie sehnsuchtsvoll anstrahlten, um nicht doch noch schwach zu werden. Gabi sprach ihn schließlich im Flüsterton an, zu mehr war ihre Stimme in dem Moment noch nicht fähig....

GK: Du musst auch immer alles kaputt machen.
MK (sieht sie entschuldigend an, auch wenn sie ihm keines Blickes würdigt): Ich weiß und es tut mir auch leid, aber dieser Cedric ist nicht gut für dich.
Dass ich nicht lache! Und wer soll dann gut für mich sein, wenn du es auch nicht bist? Was fällt dir eigentlich ein, meinen Beschützer spielen zu wollen? Dazu hast du kein Recht. Du hast alle deine Rechte verspielt.
GK (dreht ihren Kopf zur Seite u. schaut ihn jetzt doch direkt ins Gesicht): Denkst du wirklich, ich wäre so blöd und hätte nicht gemerkt, dass das einer von den Typen ist, der sich Kerben ins seinen Bettrahmen ritzt.
MK (zögerlich): Warum hast du dann...?
GK (sieht ihn provozierend an u. verschränkt ihre Arme dabei): Vielleicht wollte ich ja eine Kerbe sein.
MK (getroffen): Das glaube ich dir nicht.
Ach komm, wir wissen doch beide, dass du mich nicht für eine Heilige hältst. Deshalb willst du mich doch nicht.
GK (schnippisch): Ich hab solche Arschlöcher schon immer angezogen wie die Schmeißfliegen. Vielleicht sollte ich mich ja damit zufrieden geben.
MK: Aber das ist doch Blödsinn. Du hast etwas Besseres verdient.
Komm mir nicht so, Mehdi! Ich hab gedacht, ich hätte die einzige Perle aus dem Meer gefischt, aber da hab ich mich gewaltig getäuscht. Du willst mich ja nicht. Also brauchst du dich hier auch nicht als Moralapostel oder Vater oder Bruder oder was weiß ich aufspielen. Ich werde auch alleine mit solchen Idioten fertig.
GK (sieht ihn jetzt durchdringend an): Eben!
Was soll ich denn noch machen? Sie gibt mir ja überhaupt keine Chance.
MK (tritt noch einen Schritt näher an sie heran u. sucht ihren Blick): Gabi, ich...
GK (weicht ihm aus, weil seine Nähe sie nervöser macht, als sie eigentlich will): Spar’s dir, Mehdi. Das kannst du dir für deine Lebensgefährtin aufheben.
MK (versucht es ihr zu erklären): Hör mal, wir sind nicht... also das war doch nur wegen ihrem unverschämten Exmann. Das ist irgendwie ausgeufert und dann konnte ich...
Was redet der denn da?
GK (fällt ihm irritiert ins Wort): Was denn für ein Exmann?
MK (klärt sie auf): Na dieser Cedric Stier, das ist doch Marias...
GK (schaut ihn ungläubig an, als sie ihm ins Wort fällt, und fasst sich dann an ihre Stirn): Das glaube ich jetzt nicht. Ich lasse mich von IHREM Exmann anmachen? Das passt ja zu diesem beschissenen Tag. Ich hätte wirklich nicht herkommen sollen.
MK (fragt sie zögerlich u. sieht sie dabei direkt an): Warum bist du...?
GK (lässt ihn nicht weiter zu Wort kommen u. spricht leise für ihn weiter): Das frage ich mich mittlerweile auch. Das ist alles ein riesiger Fehler. Ich... ich sollte gehen.
Was? Aber! Nein!

Gabi drehte sich um und wollte schleunigst verschwinden, wurde aber von Mehdi daran gehindert, der sie am Arm festhielt. Sie fuhr herum und fauchte ihn aufgebracht an...

GK: Lass mich los!
MK (sieht sie eindringlich an): Lass mich dir doch etwas erklären!
GK (ignoriert betont seinen fesselnden Blick u. versucht sich vergeblich loszureißen): Ich will deine Erklärungen nicht hören.
Ich will nie wieder ein Wort mit dir wechseln. Ich will nie wieder deine Stimme hören. Ich will dich nie wieder sehen!
MK (hält sie entschlossen fest): Bitte!

Mehdi sah der verzweifelten jungen Frau flehend ins Gesicht. Noch immer hielt er ihren Arm fest. Gabi schlug seine Hand mit letzter Kraft weg und trat zwei Schritte zurück, so dass sie mit dem Rücken an eine Marmorsäule stieß. Scheiße! fluchte sie. Mehdi folgte ihr die zwei Schritte und stand nun unmittelbar vor ihr. Gabi wusste keinen Ausweg mehr und tastete sich mit ihren Händen an der Säule entlang auf deren andere Seite. Der nicht minder verzweifelte Oberarzt folgte jedem Schritt von ihr und kesselte sie schließlich ein, als er einen Arm neben ihren Kopf an die Säule legte und ihr somit die letzte Fluchtmöglichkeit nahm. Gabis Herz schlug immer schneller, weil sie dass nicht wollte. Sie wollte weg. Weg von ihm, von seinen Rehaugen, seiner anziehenden Aura. Konsequent wich sie seinen sehnsüchtigen Blicken aus und zählte stattdessen die Knöpfe an seinem Jackett. Mehdi musste unweigerlich schmunzeln angesichts ihres Starrsinns und des inneren Kampfes, den jede Faser ihres steif gewordenen Körpers ausstrahlte. Sie war so unglaublich süß, wenn sie wütend war. Und ihr betörender Duft, der von ihrem grazilen Hals ausging, umnebelte auch seine Sinne. Er schaute sie an, bewunderte sie regelrecht. Und Gabi spürte seine intensiven Blicke ganz genau. Sie sah ihn nicht an, aber insgeheim wusste sie ganz genau, welche Stelle ihres Körpers er gerade ins Visier nahm, weil sich jedes Mal an anderer Stelle eine Gänsehaut bei ihr bildete. Eine zarte Röte schlich sich auf ihr Gesicht, was Mehdi ein kleines Lächeln aufs Gesicht zauberte. Gabis Puls raste. Ihre Gedanken überschlugen sich. Er machte sie wahnsinnig, aber sie konnte ihm nicht entkommen. Dr. Kaan hielt sie gefangen, sowohl mit seinem Körper, der ihr so nah war, dass sie fast glaubte ohnmächtig zu werden, als auch mit seinen sehnsuchtsvollen Blicken, die ihr tief in die Seele schauten. Gabi wusste nicht, wo sie hinsehen sollte und senkte ihren Blick auf ihre goldenen Highheals. Wenn sie sich nicht an der Säule festgehalten hätte, wäre sie vermutlich umgeknickt. Sie hatte Knie aus Wackelpudding und je näher er ihr kam, umso mehr verlor sie die Kontrolle über ihren Körper. Alles drehte sich. Sie flehte innerlich, dass er endlich damit aufhören sollte, aber das Gegenteil war der Fall. Der verliebte Oberarzt legte seine freie Hand unter ihr Kinn und hob es sanft an, damit sie ihm in die Augen sehen konnte. Die stolze Frau wollte das nicht und kniff ihre Augen fest zusammen. Mehdi lächelte sanft und strich nun mit seiner Hand höher und verharrte schließlich an ihrer Wange, die er zärtlich mit dem Daumen streichelte. Diese Berührung ging ihr durch und durch und ließ endgültig jeglichen Widerstand brechen. Gabi konnte es nicht verhindern. Sie war wie Wachs in seinen Händen und legte ihren Kopf leicht schräg in seine Handmulde. Die verliebte Krankenschwester, die ihre Augen fest geschlossen hatte, spürte, wie sein Kopf ihrem immer näher kam, und erschauderte, als sie seinen warmen Atem auf ihrer Haut wahrnahm. Was machte er nur mit ihr? Sie öffnete ihre Augen und sah direkt in das warme Paar funkelnder Augen, die sie mit einer solchen Intensität anschauten, die sie noch nie zuvor bei einem Mann gesehen hatte. Sie verlor sich regelrecht darin und seufzte leise...

GK: Was willst du von mir, Mehdi?

Ihre gefühlvolle Stimme erreichte ihn wie ein Windhauch. Mehdi sah in ihren wunderschönen braunen Augen hin und her, verlor sich regelrecht darin und überbrückte schließlich auch die letzten trennenden Millimeter. Sein Atem strich wie eine Feder ihren Hals entlang und verursachte eine fette Gänsehaut auf ihrem gesamten Körper, dann spürte sie ihn an ihrem Ohr. Sanft bettete er seine weichen Lippen auf ihrem Ohrläppchen. Sie zitterte. Gabi wollte sich erst wehren, aber sie konnte es nicht. Sie war wie gelähmt. Sie stand lichterloh in Flammen, als er in ihr Ohr hauchte...

MK: Di....

Mit letzter Selbstbeherrschung stieß sie Mehdi plötzlich von sich, sah ihm kurz flehend in seine verunsicherten Augen, denn er hatte mit dieser heftigen Reaktion nicht gerechnet. Mit gebrochener leiser Stimme sagte sie noch etwas, bevor sie aus dem Saal rannte...

GK: Ich kann das nicht!


http://www.youtube.com/watch?v=15uFb2wjxjg

Lorelei Offline

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04.01.2011 10:04
#889 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Der sichtlich irritierte Oberarzt tauchte hinter der Marmorsäule hervor und sah seiner flüchtenden Herzdame sehnsüchtig hinterher. Er fasste sich an seine Brust und lehnte sich mit dem Rücken an die Säule. Er schloss für einen Moment seine Augen. Wieso musste das nur so schwer sein?

Mit wehendem Kleid rannte Gabi aus dem Ballsaal hinaus und lief direkt Marc und Gretchen in die Arme, die sich vor der Tür gerade stritten, weil die blonde Schönheit ihren Liebsten kurz zuvor im Clinch mit Marias Exmann vorgefunden hatte, ihn, bevor sie sich noch geprügelt hätten, am Hemdkragen nach draußen gezerrt hatte und diesem nun gehörig den Kopf wusch. Irritiert schauten sich alle drei einen Moment lang an, bis sich Gabi aufgerappelt hatte und weiter den Gang hinunter rannte. Marc und Gretchen schauten ihr verwirrt hinterher und hatten ihren kleinen Zwist sofort vergessen...

GH: War... das... Gabi?
MM (kratzt sich am Kopf): Äh... Ich glaube schon, ja.
Was hat er denn jetzt schon wieder verbockt?
GH: Sie sah hübsch aus.
MM (räuspert sich): Kann sein. Ich hab da jetzt nicht so genau hingesehen.
GH: Na bei dem Tempo, das sie drauf hatte auch kein Wunder. Ich glaube, sie hat geweint.
Scheiße! Dieser Idiot!
MM (sieht noch einmal in Gabis Richtung u. bekommt mit, wie sie in ein Zimmer am Ende des Ganges flüchtet): Hat sie?
GH (nickt): Was wohl war? Ich hab gar nicht mitbekommen, dass sie überhaupt hier war.
Wäre sie bloß nicht hierher gekommen! Das ist mir echt zu viel Stress. Und was ist jetzt...?

Marc spürte plötzlich das dringende Bedürfnis, nach seinem besten Kumpel zu sehen. Irgendetwas lief hier immer noch gehörig schief. Da hatte er sich extra die Mühe gemacht, diesen Kuhmann abzulenken, damit er keine weiteren nervigen Fragen stellte und Mehdi freie Bahn bei seiner Schnecke hatte, und der Knallkopf hatte es anscheinend schon wieder nicht gebacken bekommen. Er schaute in den Saal hinein und erkannte ihn in einer der hinteren Ecken an einer Säule. Er fuhr sich gerade mit einer Hand übers Gesicht und sah mehr als verzweifelt aus...

MM (leise): Dieser Idiot!
GH (irritiert): Hast du was gesagt?
MM (versucht sich nichts anmerken zu lassen): Äh... Nö! Du, sag mal hast du die Hassmann irgendwo gesehen?
GH (sieht ihn fragend an): Äh... vorhin vorm Klo. Warum?
MM (zuckt unschuldig mit den Schultern): Nur so! Du, ich müsste da noch mal schnell was mit Mehdi bequatschen.
Nanu!
GH (neugierig): Was denn?
Jetzt sei doch nicht immer so neugierig! Das kann ich jetzt echt nicht gebrauchen.
MM (ringt erfolglos nach einer Ausrede): Äh... das kann ich dir nicht sagen.
Haben die beiden etwa Geheimnisse vor mir? Oh! Er hat es nicht vergessen!
GH (bekommt leuchtende Augen u. beugt sich lächelnd zu ihm herüber): Etwa wegen meiner Überraschung. Du planst doch was?
Scheiße! Das gibt’s doch nicht. Hat die einen Sensor für so was? Ich hab doch wirklich alles top secret gehalten. Hat sie etwa heimlich in meinem Schreibtisch gewühlt? Dieses kleine Biest! Aber darum geht es ja jetzt nicht. Erst mal Mission Kaan abschließen!
MM (seine Stimme geht eine Oktave höher, als er erfolglos abzulenken versucht): Ich? Ich weiß nicht was du meinst.
Er plant eine Überraschung! Ich muss wissen was.
GH (klimpert verführerisch mit ihren Wimpern): Sicher!?
Ablenkungsmanöver einleiten!
MM (versucht seiner neugierigen Freundin zu entkommen u. sieht sich hilfesuchend im Ballsaal um): Äh... Du, Haasenzahn, die Stasi-Sabsi wedelt schon wieder kräftig mit ihrer riesigen Pranke, vielleicht solltest du...
GH (maßregelt ihn): Marc, ein bisschen mehr Respekt, bitte! Ich hab dir schon einmal gesagt, dass du nicht so abfällig über sie reden sollst.
Mein Gott! Aber Ablenkungsmanöver erfolgreich angeschlagen!
MM (rollt genervt mit den Augen): Ja, ja, ja. Ich bin dann mal kurz... weg.

Gretchen nickte ihm zu und gab ihm noch einen kleinen sinnlichen Kuss auf den Mund und ging dann zu Sabine und Günni rüber, während Marc, der sich lächelnd über seine Lippen strich, sich in die andere Ecke des Saales aufmachte, um dem Häufchen Elend namens Mehdi Kaan dort gehörig in den Arsch zu treten...

MM (baut sich vor ihm auf u. sieht ihn oberlehrerhaft an): Was stehst du hier noch rum?
MK (lässt seine Schultern hängen u. sieht ihn eher gequält an): Ach es hat doch alles keinen Sinn. Sie will mich nicht.
Ich fass es nicht. Will der mich verarschen?
MM (schüttelt ungläubig mit dem Kopf u. weist mit einer Hand Richtung Ausgang): Ach und deshalb rennt sie heulend durchs Hotel?
Was?
MK (schaut mit weit aufgerissenen Augen zu ihm auf): Sie hat geweint?
MM: Die Sinnflut war nichts dagegen.
MK (verzweifelt u. mit furchtbar schlechtem Gewissen): Das wollte ich nicht. Ich wollte ihr doch sagen, dass ich sie...
MM (stöhnt genervt u. unterbricht sein wehleidiges Gerede): Ja, sag nicht mir das, sondern ihr!
MK (resigniert u. lässt seinen Hinterkopf gegen die Säule fallen): Es ist zu spät.
Boah dieser Schlappschwanz!
MM (gestikuliert wild vor seinem Gesicht herum): Herr Gott noch mal, es ist nie zu spät, um zu kämpfen. Das hat mir mal ein weiser Gynäkologe tagtäglich gepredigt und mich damit in den Wahnsinn getrieben, aber anscheinend hat er seine Weisheit bei der ganzen Rumvögelei mit seinen beiden Hühnern verloren.
MK: Marc!
MM (legt eine Hand an die Säule, um sich abzustützen u. schaut ihn angesäuert an): Stimmt doch! Es kann doch nicht so schwer sein, die drei Wörter zu sagen.
MK (verschränkt trotzig seine Arme): Das sagt gerade der Richtige.
MM (hebt bedrohlich seinen rechten Zeigefinger): Eh! Jetzt werd nicht frech ja. Du... du Lusche, du.
Er hat ja Recht, aber....
MK (ernüchtert): Der ganze Abend läuft schon katastrophal. Jedes Mal, wenn ich Maria sagen will, dass ich sie nicht... du weißt schon, kommt irgendwas dazwischen und dasselbe ist mit Gabi auch. Vielleicht will mir jemand da oben damit sagen, dass ich den falschen Weg gehe.
Was für eine Scheiße!
MM (gereizt): Boah Mehdi, hör auf mit dem schwulen Pathos. Du klingst ja schlimmer als meine Mutter bei der Groschenromanproduktion. Mann, das mit dem Funkenmariechen kannst du jeder Zeit klären. Sie wird es schon verkraften.
Gabi eher weniger mit ihrer labilen Psyche. Die hat doch schon mehr als einen Knacks weg, wenn sie nicht schon ganz plemplem ist.
MK (sieht ihn zweifelnd an): Denkst du?
MM: Sie ist tough. Sie hat ja auch diesen sexsüchtigen Pseudogott in weiß überlebt.
MK (fühlt sich trotzdem mies): Ich hab sie genauso verraten. Und Gabi auch. Kein Wunder, dass sie jetzt nicht mehr will.
MM (platzt bald der Kragen): Mann, mit dir macht man echt was mit. Schlimmer noch als die ganzen schwachsinnigen Dailys bei RTL. Stehst du jetzt auf Gabi?
MK (sieht ihm direkt in die Augen, als er mit voller Überzeugung antwortet): Ja!
MM: Ja dann, hinterher! Bevor es doch noch zu spät ist. Du weißt ja, sie neigt zu Kurzschlussreaktionen.
MK (zögert): Ich weiß doch gar nicht, ob sie mich noch will und wo sie hin ist.
Herrgott noch mal, muss der aus jedem Scheiß so ein Drama machen?
MM (grinst ihn breit an): Das eine kann ich dir verraten. Den Gang runter, das letzte Zimmer auf der linken Seite. Das andere musst du schon selber herausfinden und zwar ZZ.

Mehdi sah seinen besten Freund einen Moment lang ungläubig an und wusste plötzlich, was er zu tun hatte. Er richtete sich auf, um zu gehen, aber vorher wandte er sich noch ein letztes Mal an Marc, der ihn ziemlich erleichtert ansah...

MK: Marc?
MM (genervt): Was denn noch?
MK (lächelt ihn verschämt an u. will ihm auf die Schulter klopfen): Danke! Du bist der beste Fr...
Boah nee!
MM (weicht ihm aus): Ja, ja, gut jetzt, verpiss dich endlich! Deine Danksagung kannst du mir auch später noch auf mein Konto überweisen.

Mehdi lächelte ihn an und ging schließlich. Marc ließ seinen Kopf gegen die Marmorsäule fallen und atmete erleichtert aus... Herrgott, war das eine schwere Geburt. Hätte es nicht auch ein Kaiserschnitt getan? ... Er sah seinem Freund nach, wie er mit schnellen Schritten den Ballsaal verließ. Der Frauenarzt wollte in derselben Geschwindigkeit auch den Gang runtergehen, als sich plötzlich jemand vor ihm aufbaute und ihm am Weitergehen hinderte....

Lorelei Offline

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04.01.2011 17:21
#890 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Noch ein Tag! Die Aufregung steigt so langsam ins Unermessliche. Werde gleich noch die letzten Folgen der 2. Staffel schauen, aber vorher gibt es noch einen neuen Teil von mir. Auch wenn ihr es gehofft habt, es ist nicht die Hassmann. Es muss doch auch geklärt werden, wo die anderen alle abgeblieben sind, ne. Viel Spaß! Eine hibbelige Lorelei




Mehdi starrte ihn mit hoch gezogener Augenbraue fragend an. Es handelte sich nämlich um einen stinksaueren blonden Rettungsassistenten, der den perplexen Gynäkologen bedrohlich anfunkelte. Gordon hatte die heulende Krankenschwester nämlich gesehen, kurz bevor sie in einem Zimmer verschwunden war. Er hatte versucht mit ihr zu reden, um sie zu beruhigen und zu trösten, aber außer einem lauten Schrei, dass er sich gefälligst verpissen sollte, hatte er nichts von Gabi zurückbekommen. Und als er jetzt dem Oberarzt der Gynäkologie über den Weg gelaufen war, konnte er sich eins und eins zusammenzählen und beschloss, sie zu verteidigen...

MK: Gordon, was...?
GT (hebt bedrohlich seine rechte Hand u. kommt Mehdi gefährlich nah, so dass dieser einen Schritt zurücktritt): Jetzt, hören Sie mir mal zu, Sie... Sie Oberarzt Sie.
MK (starrt ihn sprachlos an, weil er nicht weiß, wie ihm geschieht): Äh...
Was ist denn in den gefahren?

Gordon ignorierte mutig die unterschiedlichen Autoritätsebenen und geigte Dr. Kaan ordentlich seine Meinung, wobei er auch etwas seinen eigenen Frust raus ließ, weil er nicht bei der schönen Krankenschwester landen konnte...

GT: Klappe, jetzt rede ich! ... (Mehdis Kinnlade klappt nach unten... Was wird das?) ... Ich weiß, in Ihrem Leben ist viel Scheiße passiert, man erzählt sich ja da so Einiges im EKH ... (Mehdi schaut ihn eher schockiert an... Danke, ich weiß selber, dass ich der größte Looser und Pechvogel der Nation bin, aber müsst ihr euch deswegen das Maul zerreißen. Ich hab es so satt.), aber das gibt Ihnen nicht das Recht andere auch so zu behandeln. ... (Mehdi schaut ihn jetzt perplex an, weil er nicht den Hauch einer Ahnung hat, worauf Gordon eigentlich hinaus will. Er hat nämlich, außer in der Notaufnahme, eigentlich kaum mit ihm zu tun. Umso verwunderlicher erscheint ihm daher sein theatralischer Auftritt gerade.) ... Sie ist eine tolle Frau und sie hat nach allem, das ihr widerfahren ist, weiß Gott etwas Besseres verdient als jemand, der nicht weiß, was er will. ... (Endlich ist auch bei Mehdi der Groschen gefallen... Spricht er jetzt von Gabi oder wie? Was nimmt der sich eigentlich heraus? Das geht ihn doch gar nichts an. ... Mehdi will etwas dazu äußern und hebt seine rechte Hand, aber Gordon kommt ihm zuvor und spricht atemlos weiter, auch wenn ihm das Folgende schmerzt.) ... Aber sie hat sich nun mal rettungslos in Sie verliebt. ... (Sie... Sie... Wow! ... Mehdi bleibt der Mund offen stehen. In seinen Gehirnwindungen rattert es gewaltig. Sein Herz klopft und seine Augen weiten sich.) ... Das mag Ihnen vielleicht egal sein, aber mir nicht. Ich hab mir das jetzt eine Weile angesehen und mir reicht es langsam. Wissen Sie überhaupt, wie sehr sie darunter leidet? ... (Mehdi wirkt getroffen und senkt verlegen seinen Blick... Ich muss endlich mit ihr reden. Ich muss ihr sagen, dass ich auch in sie verliebt bin und wie Leid mir das alles tut, dass ich solange gebraucht habe, um das zu kapieren. Ich muss zu ihr.) ... Wenn Sie hier die ganze Zeit mit Dr. Hassmann vor ihren Augen herummachen, geht das mich schon etwas an. Ich hätte sie eigentlich für einfühlsamer gehalten, Dr. Kaan. Gut, ich kann mich schon in Ihre Lage hineinversetzen. Sie sind ihr Boss. Ich wüsste auch nicht, wie mich verhalten sollte, wenn sich eine Angestellte unglücklich in mich verlieben würde. Klar stresst das das Arbeitsklima und den Umgang miteinander ungemein. Aber Sie als Experte auf dem Gebiet der Frauen müssten doch eigentlich wissen, wie man sich in solchen Fällen verhalten sollte. Haben sie überhaupt ein Gewissen? Wissen Sie gar nicht, dass sie damit noch mehr in der Wunde rumstochern. Ich erwarte von Ihnen einfach mehr Respekt ihr gegenüber. Sie sollten...

Mehdi, vom schlechten Gewissen fast erdrückt, hatte genug gehört und fiel dem sich in Rage redenden Sanitäter aufgewühlt ins Wort...

MK: Lassen Sie mich bitte auch etwas dazu sagen. Ich rechne es Ihnen hoch an, dass Sie sich Sorgen um Ihre Kollegin machen, aber das ist eine Sache, die nur mich und Frau Kragenow etwas angeht. Ich weiß sehr wohl, was ich zu tun habe. Und ich will mich gerade darum kümmern.
GT (sieht ihn überrascht an): Aber ich...
MK: Ich danke Ihnen, Herr Tolkin. Sie haben mir die Augen geöffnet.

... sagte Mehdi noch zu ihm und ließ ihn einfach stehen. In seinem Kopf ging es gerade drunter und drüber. Hatte Gordon gerade wirklich behauptet, Gabi sei in ihn verliebt? Sein Herz überschlug sich regelrecht vor Glück und mit neu gewonnener Entschlossenheit flitzte der ebenso verliebte Oberarzt den Gang hinunter. Gordon schaute seinem Kollegen sprachlos hinterher...

GT: Echt jetzt?

... schüttelte den Kopf und betrat dann den Ballsaal, wo noch allerhand los war. Er schaute sich um. Macho Meier riss gerade die schönste Blume des EKH aus einem Gespräch mit dem neuen Pathologen und der crazy Nurse Vögler, wedelte sie einmal im Kreis herum, drückte sie dann an sich und begann eng umschlungen mit ihr zu tanzen. Das hätte er ihm gar nicht zugetraut, dachte Gordon und rümpfte seine Nase. Schwester Sabine und der Gummersbach folgten den beiden auf die Tanzfläche. Sie sahen ziemlich lustig aus bei ihren seltsamen Verrenkungen. Da war doch love in the air oder? fragte sich der blonde Sanitäter irritiert, zog eine Grimasse und ging direkt zur Bar, bestellte sich ein Bier und lehnte sich dann mit dem Rücken an den Tresen. Er setzte die Bierflasche an seinen Mund und sah sich weiter um. Wieso bekam er eigentlich nie eine ab? Selbst der hässliche Sohn vom Chef hielt eine kleine Süße im Arm. Und er blieb mal wieder außen vor. Gabi war wohl doch unerreichbar für ihn, seufzte er und trank noch einen Schluck. Er hatte anfangs nur geglaubt, dass das eine einfache Schwärmerei von ihr war. Sie hatte ja auch viel durchgemacht in der Vergangenheit. Erst die leidige Geschichte mit dem Oberarsch, der sie nicht heiraten wollte, dann hatte sie ihr Kind verloren und zum Dank war sie auch noch entführt worden. Klar dass sie sich da an Personen klammerte, die ihr väterliche Fürsorglichkeit oder was auch immer entgegen brachten. Was anderes konnte das doch nicht gewesen sein, zumindest was Dr. Kaans Seite betraf. Gordon hätte nie gedacht, dass sie so dermaßen in ihren Chef verknallt sein könnte. Und dieser Trottel machte nicht daraus und krallte sich stattdessen den Eisbrocken Hassmann. Aber die Liebe ging nun mal oft beschissene Wege. In dem Moment sah er, eben jene Dr. Hassmann wieder den Ballsaal betreten. Sie sah sich suchend um. Also hübsch war sie ja schon, aber sein Fall war sie nicht. Er schaute ihr nach. Die Neurochirurgin ging auf die sich wild abschleckenden Dr. Meier und Dr. Haase zu, die, nachdem sie sich endlich voneinander trennen konnten, mit hochroten Köpfen nur mit den Schultern zuckten, dann wandte sie sich mit einem enttäuschten Blick von den beiden ab, deren Lippen sich sofort wieder fanden. Mein Gott, er hatte noch nie ein Paar gesehen, dass so dermaßen verknallt ineinander war, dass sie nirgendwo Finger und Lippen voneinander lassen konnte. Sucht euch doch gefälligst ein Hotelzimmer hier, wenn ihr es so bitter nötig habt, dachte er neidisch und trank noch einen Schluck aus seiner Bierflasche. Maria, deren Miene sich immer mehr verfinsterte, schaute sich derweil wieder im Saal um und kam dann direkt auf ihn und die Bar zu. Gordon nickte ihr nur kurz freundlich zu. Sie erwiderte es mit einem zaghaften Lächeln und bestellte sich einen alkoholfreien Cocktail. Im gleichen Moment stellte sich ein dunkler Typ neben die eisgekühlte Neurologin. War das nicht der Drecksack, der vorhin seine Gabi angegraben hatte? Gordon schüttelte den Kopf. Gabi war nie seine Gabi gewesen, nicht mal in dem Moment, als sie miteinander geschlafen hatten. Er seufzte. Das Leben war doch echt scheiße ungerecht. Er bekam noch ein paar Wortfetzen von Dr. Hassmann und dem Arschloch mit, dann entschied er sich zu gehen. War eh nicht seine Party hier. Er stellte die leere Bierflasche auf den Tresen und verschwand.

CS (mit spöttischem Unterton): Nanu, seit wann bist du den auf Alkoholfrei umgestiegen, Bloody Mary?
Der hat mir gerade noch gefehlt.
MH (versucht ihn zu ignorieren u. nippt an ihrem Cocktail): Kannst du mich nicht einfach in Ruhe lassen!
CS (rollt mit den Augen): Mein Gott, jetzt sei doch nicht nachtragend.
Der hat sie doch nicht mehr alle.
MH (zickig): Ich nachtragend? Dass ich nicht lache.
CS (stöhnt): Es tut mir leid, ok. Mein Auftritt vorhin war vielleicht nicht äh... angebracht.
MH (dreht sich weg): In der Tat.
CS (stupst sie am Arm an): Komm, lass uns was zusammen trinken, hmm?
Spinnt der jetzt völlig? Will der jetzt auf Gutfreund machen oder wie? Nach all den Jahren? Nicht mit mir!

Dr. Cedric Stier ignorierte die skeptischen Blicke seiner Exfrau und wandte sich an den Barkeeper, um seine Bestellung aufzugeben...

CS: Zwei Bloody Mary, bitte!
Eh! Wieso versteht er das nicht?
MH (dreht sich doch wieder zu ihm um u. legt ihre Hand für eine Zentelsekunde auf seinen Arm, dann zieht sie sie schnell wieder weg u. klammert sich an den Drink, den sie bereits in ihren Händen hält): Cedric, ich will nicht.
CS (schaut sie mit seinem unwiderstehlichen charmant-arroganten Lächeln an, aber ihr Herz erreicht es nicht): Es wird doch wohl erlaubt sein, auf die guten alten Zeiten anzustoßen.
Er ist definitiv verrückt geworden.

Mit einem dankbaren Kopfnicken nahm er die beiden blutroten Cocktails entgegen, die ihm der Barkeeper gerade reichte, und hielt Maria einen davon hin. Sie zögerte einen Moment und schaute sich noch einmal suchend im Raum um. Wo war Mehdi nur so plötzlich abgeblieben, fragte sie sich verzweifelt, nahm den Cocktail von Cedric dann aber doch an und zog einmal an dem Trinkhalm. Ihr Exmann lächelte zufrieden und tat es ihr gleich...

CS: Na also geht doch.
MH (zickig): Bild dir mal ja nichts darauf ein.

Beide gingen zur großen Fensterfront rüber und lehnten sich ans Fensterbrett. Maria vermied es tunlichst, Cedric auch nur eines Blickes zu würdigen. Sie fixierte stattdessen die Eingänge, in der Hoffnung Mehdi würde sie gleich von ihren Altlasten befreien. Aber er kam nicht.

CS (ahnt, was ihr gerade durch den Kopf geht): Na ist dir dein Beschützer schon abhanden gekommen.

Maria ging nicht darauf ein und ignorierte ihn weiterhin. Cedric ließ sich den Spaß aber nicht nehmen und stocherte weiter in der offenen Wunde. Sein wacher Verstand hatte schließlich ein paar interessante Beobachtungen gemacht...

CS: Also das mit diesem Familydings, was da in eurer Klink herrscht, ist schon ziemlich crazy. Dein ... *schluck* ... Lebensgefährte nimmt das ja auch ziemlich ernst.
Was will er mir denn damit sagen?
MH (erweicht sich dann doch, ihn für einen Moment anzusehen): Da du ja, wie wir wissen, von einem normalen Familienleben nicht den blassesten Schimmer hast, kann ich schon verstehen, dass du das nicht nachvollziehen kannst.
CS (grinst sie an): Also ist es normal, seine Angestellten vor unverschämten Kerlen wie mir zu beschützen?
MH (sieht ihn mit hochgezogener Augenbraue fragend an): In der Tat! Aber worauf willst du damit hinaus?
CS (verschränkt seine Arme, lehnt sich zurück u. wartet gespannt auf ihre Reaktion): Naja, ich fand es schon etwas seltsam, dass er diese heiße Braut vor mir weggeschnappt hat.
MH (weiß nicht, was er von ihr will): Was für eine Braut? Und wer jetzt genau?
CS (klärt sie grinsend auf): Dein Dr. Kaan oder wie der heißt! Ich hatte an der Bar eine süße Krankenschwester kennen gelernt.
MH (schaut ihn abfällig an): War ja klar.
Hätte mich auch gewundert, wen nicht.
CS: Naja es schien ihm jedenfalls nicht recht zu sein, dass ich mit ihr geflirtet habe.
MH (lässt sich nicht verunsichern): Tja, er kennt dich halt.
CS (wundert sich, dass sie so ruhig bleibt): Aber sie schien er auch gut zu kennen.
MH: Das EKH ist nun mal eine große Familie.
CS (sieht sie anzüglich an): Mit heißen Töchtern! Also diese Gabi war ja...
Was will die denn hier?
MH (wird dann doch etwas misstrauisch): Gabi sagst du?
CS (grinst sie an, weil er endlich die Reaktion hat, die er sich erhofft hat): Jep! Deinem Macker und seinem Schatten Meier schien es nicht gerade recht zu sein, dass sie sich mit mir unterhalten hat.
Schlampe! Da hat sie ja genau den Richtigen erwischt. Ich gönn ihn ihr.
MH (gibt sich unbeeindruckt): Sie ist seine Stationsschwester.
CS (versucht sie aufzustacheln): Und da bist du nicht eifersüchtig?
MH: Wieso sollte ich?
CS: Also wenn bei mir so ein heißes Eisen tagtäglich vor der Nase herumhüpfen würde...
MH (fällt ihm ins Wort): Du bist ja auch ein Schwein und Mehdi ist...
CS (spöttisch): Was? Der heilige Geist?
MH (hat genug von ihm u. seinen Sprüchen u. widmet sich lieber ihrem Cocktail): Lass es einfach, Cedric.
Wo bleibt Mehdi denn?
CS (ist das Lachen mittlerweile vergangen u. fragt sie nun direkt): Du bist also wirklich in ihn verknallt?
Geh nicht darauf ein!
MH (nippt an ihrem Cocktail u. sieht ihn kurz an): Er ist perfekt.
CS (sieht sie ernst an): Niemand ist perfekt.
Was wird das denn jetzt? Psychologie für Arme? Ich glaube, ich muss gleich kotzen.
MH: Du musst es ja wissen.
CS (blickt sie durchdringend an): Ich würde meine schöne Begleitung jedenfalls nicht so lange alleine hier herumstehen lassen.
Also so langsam mach ich mir wirklich Sorgen. Wo ist er nur abgeblieben? Er kann mich doch nicht mit dem alleine lassen!
MH (bemerkt seinen eindringlichen Blick, der ihr langsam unangenehm wird): Flirtest du etwa mit mir?
CS (sieht ihr direkt in die Augen u. lächelt dabei): Und wenn es so wäre?
Spinnt der jetzt?
MH (weicht seinem Blick aus): Dann sollte ich dir wohl eine Überweisung in die Klapse schreiben.
CS (geht nicht darauf ein u. bleibt ernst, weil er ihr etwas sagen möchte): Maria...
MH (fällt ihm schnell ins Wort, weil sie keine weiteren Annäherungen zulassen möchte): Ähm... Ich werd dann mal schauen, wo er bleibt. Danke für den Drink. Und tschüß!

Maria trank den letzten Schluck ihres Cocktails aus, reichte ihm ihr leeres Glas, stieß sich anschließend von der Fensterbank ab und ließ Cedric einfach stehen. Was bildete der sich eigentlich ein, nach all den Jahren absoluter Funkstille, auch seinerseits, wieder auf Gutfreund zu machen? Hatte er überhaupt keinen Anstand? Nein, hatte er nicht! Wie konnte sie das nur vergessen? Sie wollte ihn nicht mehr in ihrem und Sarahs Leben haben und basta. Der sitzengelassene Neurochirurg schaute ihr lächelnd hinterher. Dieses Unnahbare und Zickige hatte ihm schon früher sehr gefallen. Sie hatte nichts davon verloren. Seine Bloody Mary war einfach eine tolle und aufregende Frau, die nur schwer zu bändigen war. Und eins war ihm schon im ersten Moment klar gewesen. Dieser weichgespülte Frauenarzt - Ausgerechnet ein Frauenarzt! Der konnte ihr doch überhaupt nicht das Wasser reichen. - war nicht der Richtige für sie.

Lorelei Offline

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05.01.2011 01:26
#891 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Guten Morgen! Naja eigentlich müsste es ja noch gute Nacht heißen, aber ich kann vor Aufregung nicht schlafen (dieser Virus ist echt anstrengend ), deshalb gibt es schon jetzt die nächste Ladung Bidi. Ich hatte euch ja etwas versprochen, ne. Viel Spaß heute im DD-Rausch.

Eine hibbelige Lorelei





Mit Herzklopfen stand Dr. Mehdi Kaan seit ungefähr fünf Minuten vor der verschlossenen Tür, hinter der er seine Herzdame vermutete. Vorsichtig drückte er die Klinke herunter und öffnete langsam die Tür zum Glück, das hoffte er zumindest, und trat leise hinein. Der Raum war stockduster. War er hier überhaupt richtig? Er drehte sich verunsichert um und schaute noch einmal in den Flur hinaus. Vielleicht hatte Marc sich ja getäuscht? Die letzte Tür links, hatte er doch gesagt oder? Das war sie doch! Er schloss die Tür hinter sich und lehnte sich mit dem Rücken dagegen. Es war mucksmäuschenstill in dem kleinen Zimmer, das offenbar als Lager genutzt wurde, wie er feststellte, als sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Mehdi erkannte die Umrisse von Tischen, die querbeet im Raum standen, mit darauf abgestellten Stühlen. Er lauschte in die Stille. Es war wirklich nichts zu hören, außer die entfernten Klänge der Band aus dem Ballsaal. Falls Gabi wirklich hier drin gewesen war, dann war sie wohlmöglich schon längst wieder verschwunden, dachte er und resignierte. Er hatte es verbockt, aber so richtig. Er hatte viel zu lange gezögert. Kein Wunder, dass sie jetzt genug von ihm hatte und davonlief. Der verzweifelte Oberarzt ließ seinen immer schwerer werdenden Kopf gegen die Holztür fallen. Es gab einen kleinen Rumms, dann herrschte wieder Stille. Eine unerträgliche Stille. Mehdi blieb einen Moment so stehen und richtete seine Augen an die Decke, er seufzte leise und drehte sich dann herum, um nach der Klinke zu greifen. Er wollte gehen. Da hörte der Frauenarzt plötzlich ein Geräusch im Hintergrund und fuhr wieder herum. Es klang wie ein Wimmern, dann ein Schniefen und darauf folgte ein gemurmeltes ‚Scheiße’. Mehdis Gesicht erhellte sich. Sie war doch hier! Er stieß sich von der Tür ab und trat schwungvoll in den voll gestellten Raum. Und plötzlich hörte der verliebte Halbperser noch ein Geräusch, das die Stille durchbrach: sein wie wild gegen seinen Brustkorb trommelndes Herz, denn seine Aufregung stieg von Sekunde zu Sekunde mehr. Wo war sie? Vorsichtig ging er in die Richtung, aus der das Wimmern gekommen war. Doch er kam nicht weit, weil er mit einem der Tische kollidierte, da er wegen der Dunkelheit kaum etwas sehen konnte. Ein darauf abgestellter Stuhl wackelte gefährlich und fiel schließlich polternd zu Boden. Mehdi sprang vor Schreck einen Schritt zurück und fluchte in seinen nicht vorhandenen Bart...

MK: Verfluchter Mist, verdammter!

Und da erklang plötzlich eine engelsgleiche hauchdünne Stimme aus dem Hintergrund. So vernahm es jedenfalls der verliebte Gynäkologe, eigentlich klang diese Stimme nämlich eher verbittert und sehr gereizt, fast einem Krächzen gleich...

GK: Willst du mich jetzt auch noch umbringen? Glückwunsch, fast hättest du es geschafft.
MK (muss unweigerlich lächeln u. haucht fast ihren Namen): Gabi!

Der überglückliche Halbperser versuchte in der Dunkelheit zu erkennen, woher ihre Stimme gekommen war. Da fiel plötzlich ein Lichtstrahl vom Vollmond durch das schmale Fenster in eine Ecke des Raumes und er bemerkte eine zarte Gestalt, die wohl auf dem Boden gesessen hatte, an der Wand entlang huschen. Sie stieß dann aber an den Stuhl, den er versehentlich herunter gestoßen hatte, und fluchte wieder leise. Gabi blieb aber dann dort sitzen, zog ihre Knie an ihren Körper und verschränkte ihre Arme darum. Sie gab keinen Mucks von sich und wollte sich unsichtbar machen. Aber sie war alles andere als unsichtbar. Für Mehdi Kaan erleuchtete sie den ganzen Raum. Die alabasterfarbene Haut ihres Gesichts schimmerte verdächtig. Sie hatte geweint, stellte er mit Bestürzung fest und merkte, wie sich sein Magen wieder verkrampfte. Er war schuld an ihrem Leid und dafür, dass sie sich hier vor ihm versteckte und wahrscheinlich nichts mehr mit ihm zu tun haben wollte. Das hatte ihm ihre heftige Reaktion vorhin gezeigt. Aber er musste das jetzt endlich klären. Mehdi nahm seinen ganzen Mut zusammen und ging um die Tische herum, blieb direkt vor ihrem zusammengezogenen Körper stehen und nahm ungefragt und ohne etwas zu sagen neben ihr Platz. Gabi, die fassungslos dabei zugesehen hatte, wollte weiterrücken, aber der verdammte Stuhl blockierte immer noch ihren Fluchtweg. ‚Scheiße’, dachte sie abermals. Wenn sie abhauen wollte und das wollte sie wirklich, dann müsste sie über seine Beine steigen, die er gerade ausgestreckt hatte. Das machte er doch mit purer Absicht! Er würde sie sicherlich nicht gehen lassen. Das war so klar wie Kloßbrühe. Dann eben stumm aussitzen, bis er wieder den Schwanz einzog und verschwand, dachte die verzweifelte junge Frau. Gabi Kragenow saß mal wieder in seiner Falle und verfluchte sich dafür, dass sie heute überhaupt einen Fuß vor die Tür gesetzt hatte, dass sie überhaupt auf die abstruse Idee gekommen war, hier irgendetwas an der Situation ändern zu können, dass sie sich überhaupt jemals auf ihn eingelassen und sich unsterblich in ihn verliebt hatte, dass sie sich damals überhaupt im EKH auf seiner Station beworben hatte. ... Törichte Gabi, jetzt hast du den Salat! Wieso kann er mich nicht einfach in Ruhe lassen? ... Trotzig drehte sie ihren Kopf zur Seite und legte ihn auf ihre Knie. Dabei wischte sie sich auch noch einmal über ihre Wangen, um die restlichen Make-up-Spuren zu beseitigen, die ihr akuter Heulanfall vorhin verursacht hatte. Nicht dass er noch auf die völlig abwegige Idee kommen könnte, sie hätte seinetwegen geheult. Nein, eine Gabi Kragenow heulte nicht! Sie war stark. Wenn schon, dann brachte sie die Männer zum Heulen, aber nicht andersherum. Gabi versuchte ihre aufgewühlten Gefühle zu sortieren und sich zu konzentrieren.... Strafe ihn einfach mit Missachtung. Das wird er schon kapieren. Du hast verschissen, Mehdi Kaan! Ich will dich nicht mehr! ... Die unglücklich Verliebte wollte Mehdi weder sehen noch hören. Aber irgendetwas war seltsam an dieser ausweglosen Situation hier, stellte sie nach einer Weile fest. Sie drehte ihren Kopf noch einmal vorsichtig zur Seite und musterte den Verursacher des schlimmsten Liebeskummers ihres Lebens argwöhnisch. Der Halbperser hatte sich mit den Rücken an die Wand gelehnt, seine Augen geschlossen und seine Hände ruhten auf seinem Schoss. Wieso sagte er denn nichts? Er folgte ihr dreist in ihr Versteck und bekam wieder seine Klappe nicht auf! Mistkerl! regte sie sich innerlich auf. Ihr Kopf fuhr sofort wieder zur anderen Seite. Sie schmollte. Und sie schwieg. Genauso wie er. Minutenlang.

Während Mehdi offenbar die Ruhe weghatte und meditierte, wurde Gabi allmählich unruhig und betätigte ihre Gesäßmuskeln. Ihre verkrampfte Haltung war einfach zu unbequem. Und die Luxushotelbauer hatten hier auch einen beschissen harten Fußboden eingebaut. Stümper! fluchte sie und rutschte unruhig mit ihrem schmerzenden Hinterteil hin und her. Das bemerkte auch Mehdi im Augenwinkel, der sich nun traute, seinen Kopf zur Seite zu drehen und sie mit seinen faszinierenden rehbraunen Augen ruhig anschaute. Das war dann zu viel des Guten für die brünette Krankenschwester, deren aktuelle Gefühlslage im Sekundentakt wechselte, mal wütend und stinksauer, dann wieder enttäuscht und verletzt, dann wieder schmachtend und unsterblich verliebt. Seine Anwesenheit machte sie wahnsinnig. Und so nutzte sie ihre Wutphase auch, um ihn anzufauchen...

GK: WAS?
MK (bleibt ruhig u. schaut sie einfach nur an): Können wir jetzt reden?
Das könnte dir so passen. Tauchst hier ungefragt auf und verwirrst mich wieder total und... Nein, ich will das nicht mehr. Ich will nicht mehr hoffen. Ich will nicht mehr, dass eine einzige Berührung von dir meine ganze Welt durcheinander bringt.
GK (zickig): Ich hab doch gesagt, dass ich nicht reden will.
Also wir können auch die ganze Nacht diese Schweigenummer hier abziehen. Solange ich nur neben dir sitzen und dich ab und zu anschauen darf.
MK: Wir können auch die ganze Nacht hier so sitzen bleiben.
GK (funkelt ihn böse an): Das hättest du wohl gerne.
MK (lächelt sie charmant an): Ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen.
Was wird das denn jetzt?
GK (versucht ihr Herzklopfen zu unterdrücken): Ach komm!
MK (sieht sie intensiv an): Doch!

Gabi drehte sich zur Seite, um ihr Lächeln zu verbergen, das sie nicht mehr länger unterdrücken konnte, aber auch weil sie nicht wusste, was sie darauf erwidern sollte. Seine Nähe und seine sanften Worte brachten sie mal wieder völlig um den Verstand. Ihr Kopf war wie leergefegt und dementsprechend mangelte es auch an Schlagfertigkeit. Wie schaffte er das nur immer wieder? Wieder schwiegen sie sich an. Doch nicht lange. Am Übergang von der Enttäuschungs- zur Schmachtphase, die sie tunlichst vermeiden wollte, wandte sich Gabi doch noch einmal zu ihm um. Sie wollte das jetzt endlich wissen. Was war sie für ihn? Mehdi sah die Schönheit immer noch an. Sie errötete leicht, was sie zu vertuschen versuchte, indem sie sich mehrmals über ihr Gesicht strich. Ihre Hand zitterte. Sie verbarg sie hinter ihrem Rücken. Leise, kaum hörbar sprach sie ihn schließlich an...

GK: Wieso machst du das?

Lorelei Offline

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05.01.2011 14:34
#892 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ich packe meine Vorrede heute mal in den Spoilerkasten. Ist etwas länger geworden. Und ich möchte nicht, dass sie vom Text ablenkt.

Endlich, endlich, endlich ist es soweit! Anderthalb Jahre gingen ja auch irgendwie schnell rum, so im Nachhinein betrachtet. Aber ich war ja mit euch in guter Gesellschaft. Nur noch ein paar Stunden und das Warten hat endlich ein Ende. Und bis dahin versüße ich euch die Zeit mit der heiß ersehnten Fortsetzung im Kaanschen Liebesgeflüster. Schon mal vorweg, dieser Teil wird sehr emolastig sein und bringt noch nicht ganz das, was ihr euch vielleicht erhofft habt. Also nicht wundern, wo das versprochene Happy End abgeblieben ist. Es kommt. Es klopft sozusagen schon an die Tür. Aber ich hab mich etwas verplant. Die restlichen Ärzteballszenen liegen noch völlig unbearbeitet auf meinem Rechner und ich schaffe es in der allgemeinen Hysterie heute auch nicht mehr, sie in einen publizierbaren Zustand zu versetzen. Ich muss nämlich auch später gleich los. Ich bin nämlich dummerweise ausgerechnet heute am heiligen Datum als Kindermädel eingeteilt. (stand schon lange fest, bevor es ein Sendedatum von DD gab) Drückt mir die Daumen, dass die beiden (sie sind GsD schon pflegeleichter, also 5 und 7) ruhig in ihren Bettchen liegen bleiben und ich DD ohne Unterbrechungen genießen kann. Ich will ja schließlich keinen Spruch verpassen. Ich komme auch erst ziemlich spät nach hause, wenn ich Glück habe noch rechtzeitig zur Wiederholung. Ich bin also auch erst morgen wieder online. Schade eigentlich, denn ich hätte wirklich gerne heute noch mit euch über die erste Folge diskutiert. Den morgigen Tag werde ich dann nutzen, um mich auf den aktuellen Stand der Diskussionen und Kritiken zu bringen. Ich denke, ich werde viel zu lesen haben. Ich kann euch daher noch nicht versprechen, ob morgen gleich ein neuer Teil kommt, und wenn dann erst sehr spät. Ich meine, das Gesehene muss sich ja auch erst mal setzen, ne. Und ich weiß nicht, ob ich morgen überhaupt in der Lage sein werde, einen anständigen Satz zu verfassen, der euren hohen Ansprüchen genügt. So genug der langen Vorrede. Jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit der Aussprache und DEM Geständnis und natürlich heute Abend mit unseren Lieblingen.

Völlig entzückte Grüße. Eure aufgeregte Lorelei





http://www.youtube.com/watch?v=hPNgnNBQWHM


Mehdi sah Gabi erleichtert an, weil seine Taktik, sie erst einmal zur Ruhe kommen zu lassen, offenbar endlich Früchte trug und sie als Erste das Wort an ihn gerichtet hatte....

MK: Weil du mir sonst nicht zuhören würdest.
GK (seufzt u. sieht ihn direkt an): Mehdi, das meine ich damit nicht. Ich meine.... Wieso... wieso tust du mir das immer wieder an?
MK (schluckt schwer, da er die Verletztheit in ihrer Stimme spürt u. sieht sie reumütig an): Es tut mir leid.
GK (senkt enttäuscht ihren Blick u. spricht leise): Das reicht mir nicht.
MK (leise u. mit ebenso gesenktem Blick): Ich weiß.
Ich hab alles falsch gemacht. Sie wird mir nie verzeihen.

Wieder herrschte einen Moment lang peinliches Schweigen. Bis Gabi endlich den Mut gefunden hatte, ihm ihre Gefühle zu offenbaren...

GK (sieht ihn enttäuscht an): Ich frag mich immer wieder wieso. Weißt du, ich versteh das alles nicht. Macht es dir Spaß, mir immer wieder eins reinzuwürgen? Gibt es dir irgendeinen Kick oder was soll das?
Aber oh Gott nein!
MK (will etwas erwidern, kommt aber nicht zu Wort, weil Gabi nach einer kurzen Redepause einfach weiter spricht): Gabi, ich...
GK (lässt ihre ganze Enttäuschung raus): Willst du dir irgendetwas beweisen? Ach die knack ich auch noch. Ein paar Blicke hier, ein paar Berührungen und Küsse da. Bei ihr hab ich leichtes Spiel. Sie ist ja eh schon angeknackst.
MK (schockiert darüber, was sie von ihm denkt): Nein, du verstehst das völlig falsch.
GK (verbittert): Was soll ich daran bitte falsch verstehen? Den einen Tag liegst du bei mir in der Kiste, den nächsten Tag vögelst du sie auf ihrem Schreibtisch, in deiner Wohnung oder weiß Gott wo sonst noch. Ich will es gar nicht wissen. Um dann doch wieder bei mir aufzukreuzen. Weißt du, ich hab mir das viel zu lange angetan und ich will das nicht mehr.
Das macht mich kaputt. Du machst mich kaputt.
MK (sein schlechtes Gewissen wächst von jedem Satz mehr, den sie offen ausspricht): Ich weiß, wie das gelaufen ist, das ist unentschuldbar. Ich war damals... nicht... ich selbst. Ich...
Zum Ficken braucht es ja nicht viel. Hätte ich mich doch nie darauf eingelassen. Ich hab doch schon nach der ersten Nacht gewusst, als er sich still und heimlich aus der Wohnung geschlichen hat, dass das nie etwas mit ihm wird. Er will mich nicht. Punkt und aus. Ich hätte es gleich akzeptieren sollen. Aber nein! Ich dumme Kuh biete ihm auch noch eine unverbindliche Affäre an, weil ich ihn unbedingt in meiner Nähe behalten wollte. Ich muss geisteskrank gewesen sein.
GK (fällt ihm aufgeregt ins Wort): Das entschuldigt es aber nicht, Mehdi. Weißt du, ich erkenn dich gar nicht wieder. Wo ist der alte Mehdi Kaan abgeblieben? Ich dachte immer, der respektiert die Frauen, schon allein aus Berufsgründen, geht auf ihre Bedürfnisse ein, trägt sie auf Händen. Aber du... du... bist genau zu so einem Arschloch mutiert wie der Meier oder dieser Ochse da.
MK (sieht sie beschämt an): Ich fühl mich furchtbar deswegen.
GK (wird langsam wütend): Ach und was soll ich da sagen? Du hast dir das geholt, was du wolltest und ich war zu blöd, dir das auch noch zu geben, weil ich so... so... (sie bricht ihren Satz ab und sammelt sich neu, denn ein unbedarftes Liebesgeständnis, das hat er nun wirklich nicht mehr verdient) ... und dann hast du mich immer wieder links liegen gelassen. Haust einfach wochenlang ab und lässt mich im Regen stehen. War das fair?
MK: Nein, aber...
GK: Lass mich ausreden, ich weiß, was du sagen willst. Ich hab dir das ja auch verziehen. Ich mache dir keine Vorwürfe wegen deiner beschissenen Familienverhältnisse. Jeder hat sein eigenes Bündel zu tragen. Bei dir ist es die verschollene Familie und bei mir eine beschissene Kindheit. Aber ich mache dir Vorwürfe, weil du dein Seelenleid an mir ausgelassen hast. Ich hab kapiert, dass ich nur dein Trostpflaster war, wenn sich bei dir mal wieder der Boden unter den Füßen aufgetan hat.
MK (versucht sich zu verteidigen, weil er seine Fälle davonschwimmen sieht): Aber das stimmt doch gar nicht. Du warst nie...
GK (fällt ihm ins Wort): Ach komm, Mehdi, mach mir und dir doch nichts vor.
MK: Aber...
GK (lässt ihn nicht zu Wort kommen, denn es hat sich so einiges angestaut bei ihr und das muss einfach jetzt raus): Weißt du, ich weiß nicht, warum ich nie die Hoffnung aufgegeben und gewartet habe, bis es dir besser ging, bis du nicht mehr so durcheinander warst wegen der Italienreise. Vielleicht für Momente wie neulich. Ich hab echt geglaubt, du wärst endlich über den Berg. Das hat mir unser Abend im Mauerwerk gezeigt. Seit Wochen hab ich dich endlich wieder mal lachen gesehen und ich war glücklich.
MK (sieht sie eindringlich an): Das war ich auch.
GK: Das mag ja für den Moment gegolten haben. Aber trotzdem machst du weiter wie bisher. Aber ich hab genug von diesem ganzen Hin und Her und deinen Spielchen. In dem einen Moment küsst du mich und es reißt mir fast den Boden unter den Füßen weg, dann lässt du unsere Verabredung platzen. Ich hatte mich wirklich auf den Abend mit dir gefreut.
MK (sieht sie verlegen an): Ich... hatte... Angst.
GK (schaut ihn erst verständnisvoll an, wird dann aber schnell wieder ernst): Das hab ich mir gedacht. Deshalb hab ich ja auch immer noch gehofft und gebetet, dass du es endlich kapierst. Und dann küsst du mich wieder, sagst mir, wie gern du mich hast, hältst mich im Arm und ich denke, endlich. Endlich ist er soweit. Aber keine zwei Stunden später schlägst du mir unvermittelt ins Gesicht. Weißt du, wie weh mir das getan hat, dich mit ihr zu sehen und dann gehst du auch noch mit ihr hierher, obwohl du mir doch mit deinen fadenscheinigen Ausreden gesagt hast, dass du das nicht willst und ich blöde Kuh zeige auch noch Verständnis dafür. Aber damit ist jetzt Schluss! Ein für alle mal.
MK (sieht sie entschuldigend an): Es tut mir leid. Ich....
GK (hat die Schnauze voll): Und hör auf, dich ständig zu entschuldigen! Das macht es auch nicht leichter für mich.
Im Gegenteil. Ich könnte jedes Mal heulen. Aber das will ich nicht mehr.
MK (holt tief Luft und will ihr seine Sicht der Dinge erzählen): Kann ich bitte auch etwas dazu sagen?
Ich weiß nicht. Er hat es bisher immer wieder geschafft, mich irgendwie umzustimmen. Das packe ich nicht. Diesmal werde ich stark bleiben. Du kriegst mich nicht.
GK (verschränkt trotzig ihre Arme u. lehnt sich an die Wand zurück): Bitte, tue dir keinen Zwang an. Du würdest mich vorher eh nicht hier raus lassen.
Dann erzähl mir dein Märchen! Ich glaube dir eh kein Wort mehr.
MK (muss dann doch unfreiwillig schmunzeln): Das mag sein.
GK (blitzt ihn an): Das ist nicht witzig, Mehdi. Das ist kein Spiel hier.
MK (sieht sie ernst an): Das weiß ich auch. Ich wollte wirklich nie, dass du den Eindruck gewinnst, dass es mir nicht ernst ist.
Soll das heißen, dass er...? Dass er...? Er meint es ernst? ... Quatsch! Das ist genau der Grund, warum ich nicht mehr mit ihm zusammen sein kann, weil er genau weiß, welche Dinge er sagen muss, um Frau doch noch rumzukriegen. Aber das schaffst du nicht, weil ich dir nämlich nicht mehr glauben kann.
GK (fleht ihn an): Sag so was nicht!
MK (sieht sie eindringlich an u. sagt ihr endlich, was ihm die ganze Zeit schon auf dem Herzen liegt): Doch! Es ist mir ernst, Gabi. Todernst. ... (Gabi sieht ihn ungläubig an, sagt aber nichts dazu.) ... Ich kann verstehen, dass du mir das nicht verzeihen kannst, wie das mit uns bisher gelaufen ist. Andersherum würde ich es wahrscheinlich auch nicht tun. Und ich verzeih mir ja selbst nicht, was für einen Bockmist ich gebaut habe. ... (Gabi hört ihm gebannt zu. Sie hängt förmlich an seinen Lippen.) ... Die letzten Wochen, eigentlich ja das ganze letzte Jahr war nicht leicht für mich. Meine Frau lag im Koma, wachte völlig unerwartet doch wieder auf, war querschnittsgelähmt und dann wieder nicht, hat sich als Nutte herausgestellt und ist mit dem einzigen Schatz, den ich besitze, meiner Tochter, abgehauen. Mein ganzes bisheriges Leben hatte sich als eine Lüge herausgestellt und ich bin damit überhaupt nicht klargekommen. Ich stand schon wieder am Abgrund und hab keinen Sinn mehr gesehen. Ich hab mich mit Tabletten voll gepumpt, um zu vergessen, was war. Aber ich konnte es nicht vergessen. Auch jetzt nicht. Der wichtigste Teil von mir fehlt und wahrscheinlich hab ich wirklich einen Knacks weg deswegen. Im Grunde genommen lief bis jetzt alles schief in meinem Leben. Gretchen wollte mich nicht zurück und hat lieber einen Betrüger geheiratet und ich konnte nichts dagegen tun. Ich hab es akzeptiert, aber verdaut hab ich es nicht. Und jetzt ist sie mit meinem besten Freund zusammen. Ich hab lange daran zu knabbern gehabt, zu lange. Ich gebe zu, dass ich mich anfangs mit unserer Affäre abzulenken versucht habe. Das war ein Fehler. ... (Gabi sieht ihn verletzt an u. dreht ihren Kopf zur Seite.) ... Äh... Versteh das bitte nicht falsch. Ich meine damit, dass es ein Fehler war, dass wir uns auf diese Weise näher gekommen sind. Du hattest von Anfang an Recht, ich bin nicht der Typ für solche Geschichten. Aber es ist nun mal so gekommen, wie es ist und irgendwie bereue ich es nicht, dass ich dich dadurch besser kennen gelernt habe. Als Mensch, als tolle faszinierende Frau. Ich sehe heute vieles anders.
GK (hat ihm geduldig zugehört u. wagt es zögerlich zu sprechen): Wie... wie meinst du das?
MK (sieht ihr direkt in die Augen): Ich war blind, ignorant und unsicher, was das mit uns genau ist. Das ist mir erst in den letzten Tagen so richtig klar geworden. Ich hatte mir bis dahin eingebildet, dass wir vielleicht Freunde werden könnten.
Bitte komm mir nicht mit so was! Da pfeif ich drauf!
GK (verletzt): Wir können keine Freunde sein, Mehdi.
MK (senkt beschämt seinen Blick): Ich weiß.
GK (hat einen einsamen Entschluss gefasst): Dann verstehst du ja auch, dass ich so nicht weitermachen möchte.

Gabi stand plötzlich abrupt vom Boden auf. Mehdi sah sie irritiert an...

MK: Was hast du vor?
GK (rückt ihr Kleid zurecht u. richtet ihre Haare): Dass was ich schon die ganze Zeit vorhatte. Ich gehe.
MK (will sie aufhalten): Nein! Bitte nicht!

Mehdi sprang vom Boden auf und stellte sich ihr in den Weg. Er war doch noch gar nicht fertig mit seinem Geständnis. Gabi sah ihn daraufhin böse an und wollte sich an ihm vorbeidrängen, aber er hinderte sie daran...

GK: Mehdi, was soll denn das? Es ist alles gesagt.

Mehdi nahm ihre Hände in seine und schaute ihr tief in die Augen, als sie ihn für einen kurzen Moment ansah und dann ihren Blick wieder senkte und wie erstarrt auf ihre und seine Hände schaute...

MK: Nein, das ist es nicht.
GK (versucht verzweifelt wieder in den Besitz ihrer Hände zu kommen, wird aber an seiner Entschlossenheit daran gehindert): Was denn noch? Mehdi, ich kann nicht mehr. Ich ertrag das alles nicht mehr.
MK: Ich doch auch nicht.
GK (sieht ihn ernst an): Ach? Mehdi, du bist doch der Einzigste hier, der als Sieger hervorgeht.
MK (versteht nicht, was sie damit meint u. schaut sie fragend an): Wie meinst du das?
GK (ihre Stimme bricht ab, als sie das Folgende ausspricht): Du hast immer noch sie. Mir bleibt nichts.
MK (versucht ihr in die Augen zu schauen, aber sie sieht konsequent in eine andere Richtung): Aber ich will sie nicht.
Was? Was hat er gesagt?
GK (dreht sich dann doch wieder zu ihm um): Ach komm. Ich hab euch doch zusammen gesehen heute. Das Traumpaar des Abends.
MK (streichelt ihre Hand, die er immer noch hält u. sieht ihr intensiv in die Augen): Nicht für mich!
Was hat das zu bedeuten?
GK (sieht ihn verzweifelt an): Mehdi, du tust es schon wieder.
MK: Was?
GK (reißt ihre Hand von ihm los): Du bringst mich völlig durcheinander mit deinem Hin und Her.
MK: Es gibt kein Hin und Her mehr.
GK (versteht ihn völlig falsch u. sieht ihn provozierend an): Ja, das hab ich mittlerweile auch kapiert. Dann sag es doch endlich, damit wir es hinter uns bringen.
MK (versteht sie ebenso falsch, aber er hat einen Entschluss gefasst): Ok!?

Mehdi sah sie zwar etwas verwirrt, aber dennoch sehr entschlossen an. Seine anfängliche Nervosität war wie weggeblasen, weil er fest davon überzeugt war von dem, was er gleich sagen würde. Er lächelte sanft und schaute in ihren Augen hin und her, weil er unbedingt ihre Reaktion mitbekommen wollte. Er nahm ihre kleine Hand, was sie ihm widerstandslos gewährte, denn sie spürte instinktiv, dass die Stimmung gerade drehte. Was hatte das zu bedeuten? Wieso schaute er sie denn schon wieder so liebevoll an? Dieser unbeschreibliche Blick, dem sie sich nicht entziehen konnte und der ihr Herz höher schlagen ließ, obwohl sie es nicht wollte. Mehdi drückte sanft ihre Hände. Sie ließ es geschehen und schaute ihn ziemlich hilflos an. Wieso zögerte er denn noch? Konnte er nicht endlich sagen, ‚Es tut mir leid, Gabi, aber ich liebe die Hassmann, ich will nur mit ihr zusammen sein, sie heiraten, mit ihr in ein Haus im Grünen ziehen, mit ihr ein paar Plärrzwerge in die Welt setzen’? Aber da hatte sie sich gewaltig getäuscht, denn Mehdi sagte etwas ganz anderes...

MK: Gabi, ich hab mich in dich verliebt.

Lorelei Offline

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07.01.2011 17:02
#893 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben. Ich hoffe, ihr seid mir nicht böse, dass ich mir erlaubt habe, eine kleine Auszeit zu nehmen, aber ich glaube, eure und meine Gedanken waren eh gerade ganz woanders. Nachdem sich alles etwas gesetzt hat, hab ich mich aber auch wieder hingesetzt und fleißig weiter geschrieben. Hier geht’s jetzt weiter mit Gabis Reaktion auf Mehdis Offenbarung. Viel Vergnügen und schönes Wochenende. Eure Lorelei



http://www.youtube.com/watch?v=MEU_iiXcyPc&feature=related


Während Mehdi sie ganz ruhig ansah und auf eine hoffentlich positive Reaktion ihrerseits wartete, blickte Gabi sprachlos in seinen leuchtenden Augen hin und her. Es dauerte einige Sekunden, bis das Gesprochene endlich ihr Stammhirn erreicht hatte und einen Denkprozess in Gang setzte. Ihre Stimme stolperte, als sie Mehdi ziemlich konsterniert ansprach...

GK: Was... hast du... gesagt?

Der verliebte Gynäkologe lächelte verschmitzt und traute sich, seine rechte Hand, die noch bis soeben ihre gehalten hatte, vorsichtig an ihre Wange zu legen. Sie erschauderte, ließ es aber geschehen. Mit fester Stimme wiederholte er sein Geständnis, sah der perplexen jungen Frau dabei tief in die Augen und streichelte sanft mit dem Daumen über ihre Wange....

MK: Ich habe gesagt, dass ich mich in dich verliebt habe.
GK (sieht ihn mit offenem Mund an u. stammelt verwirrt irgendetwas Sinnfreies): Aber...? Du... Ich... Gerade... Äh... Wie jetzt?

Gabi konnte es immer noch nicht glauben. Sie hörte zwar immer wieder seine sanfte Stimme in ihrem Ohr, aber so richtig angekommen war die Botschaft noch nicht. Sie hatte sich seelisch darauf vorbereitet, dass er ihre heimliche Affäre oder was auch immer das mit den beiden gewesen war ad acta legen würde, aber auf ein so süßes und ehrliches Liebesgeständnis von ihm war sie überhaupt nicht gefasst gewesen, nicht nach dem aufwühlenden Gespräch gerade eben. Hatte er nicht irgendetwas von Freundschaft und dem Ende des ganzen Hin und Her gefaselt? Hätte sie ihm doch nur besser zugehört und nicht allzu sehr auf seine sinnlichen Lippen gestarrt, verfluchte sie sich im Nachhinein, bevor sie vollends ins Grübeln geriet. Hatte er gerade gesagt, dass er in sie verliebt sei? Kam das jetzt wirklich über seine Lippen? Oder träumte sie mal wieder? Gleich klingelte bestimmt der Wecker und sie würde hochschrecken, wie so oft in der Vergangenheit. Sie lauschte gebannt in die Stille des dunklen Raumes. Warum klingelte der verdammte Wecker nicht? fragte sie sich aufgewühlt, bis es ihr plötzlich wie Schuppen von den Augen fiel. Die Botschaft war angekommen! Er hatte ES tatsächlich gesagt! Die völlig überwältigte Krankenschwester starrte ihren Oberarzt mit großen Augen an und spürte das dringende Bedürfnis auch etwas zu erwidern, aber es kaum einfach nichts aus ihrem Mund. Ihr ganzer Körper war blockiert. Sie konnte sich nicht mehr rühren. Sie konnte ihn nur ansehen und in seinen Augen stand genau dasselbe geschrieben, das er eben verbal in kurzen prägnanten unmissverständlichen Sätzen verfasst hatte. Er war in sie verliebt! Gabi spürte seine warme Hand an ihrer Wange, die gefühlvoll von ihm gestreichelt wurde, und wie ihr Herz nach einem kurzen Aussetzer anfing immer schneller zu schlagen. Geschah das wirklich? Ihr wurde schwindelig. Sie musste sich irgendwo festhalten und griff instinktiv nach hinten und bekam an einer Tischkante Halt. Mehdi schmunzelte. Dass die sonst nie um ein Wort verlegene Frau so aus den Latschen kippen würde, hätte er nicht erwartet. Hatte sie denn nicht gespürt, was die ganze Zeit in ihm vorging? Er hatte ihr doch gerade sein Herz geöffnet, seine Sünden gebeichtet, sie um Verzeihung gebeten und ES endlich gesagt. Mehdi konnte es selbst kaum fassen und es ratterte gewaltig in seinen Gehirnwindungen, aber er empfand auch so etwas wie Stolz. Zum ersten Mal seit langem sah er wieder ganz klar. Das war der Weg, den er gehen wollte und das nur mit ihr zusammen. Er tat endlich das Richtige und es fühlte sich fantastisch an. Aber so langsam könnte sie schon etwas sagen, dachte er verwirrt. Hatte sie nicht verstanden, was er gerade gesagt hatte? Sollte er es noch ein drittes Mal wiederholen? Während er überlegte, streichelte er immer noch zärtlich ihre Wange und kam noch einen kleinen Schritt näher auf sie zu. Ihre Haut fühlte sich so weich an, so zart, ganz zerbrechlich. Der verliebte Mann konnte nicht damit aufhören, sie anzuschauen. Nie sah sie schöner aus wie heute Abend, dachte er verträumt und lächelte dabei. Nach einem für beide unendlich lang erscheinenden, aber dennoch schönen Moment des Schweigens sprach der Halbperser die stumme Schönheit noch einmal an. Es gab schließlich noch immer einige Dinge, die er auf seinem Herzen hatte und die er vorhin noch nicht sagen konnte, weil sie plötzlich aufgesprungen war, um zu gehen. Und vielleicht konnte er sie ja damit aus ihrer Schockstarre holen und sie überzeugen, dass er es ehrlich mit ihr meinte....

MK (wirkt dann doch wieder für einen Moment verlegen und unsicher): Gabi, hör mal, das kam vielleicht jetzt etwas äh... überraschend, aber du hast mir ja vorhin das Wort abgeschnitten und es lag mir schon auf der Seele, dir zu sagen, was ich fühle. Ich weiß, es kommt reichlich spät, aber es ist noch nicht zu spät. Ich spüre doch auch, dass da etwas Besonderes zwischen uns ist und das nicht erst seit heute. ... (Mehdi fährt sich mit einer Hand übers Gesicht und überlegt.) ... Vielleicht war ich es ja auch schon die ganze Zeit und hab es nur nicht gemerkt, weil... weil so viel in meinem Kopf umhergeschwirrt ist. ... (Er macht eine kurze Pause, um sich zu sammeln u. sieht ihr wieder direkt in die Augen; Gabi beobachtet ihn gespannt, aber ist immer noch unfähig etwas zu sagen.) ... Aber jetzt sehe ich endlich klar. Seit diesem unglaublichen Kuss neulich, der mir irgendwie die Augen geöffnet hat, kann ich nur noch daran denken... äh.... also an dich denken. ... (Gabi lächelt.) ... Es hat mich wie eine Welle überrollt und ich brauchte einen Moment, um zu verstehen, dass es wirklich das ist, was ich fühle. ... (Er macht wieder eine Denkpause u. sieht sie verlegen an; seine rechte Hand ruht immer noch an ihrer Wange; die andere hat er mittlerweile auf ihren Arm gelegt.) ... Und es ist so! Ich bin in dich verliebt! Und ich glaube... ganz schön doll. ... (Sie strahlt ihn an.) ... Die Schmetterlinge in meinen Bauch haben sich regelrecht eingenistet. Und jedes Mal, wenn ich dich sehe, dann setzt mein Herz zum Dauerlauf an, so dass ich manchmal denke, die auf der Cardio hätten reichlich Arbeit mit mir. ... (Mehdi legt lächelnd ihre Hand an seine linke Brust; Gabi schaut ihn mit immer größer werdenden Augen an, als sie spürt, wie schnell sein Herz schlägt.) ... Spürst du das? ... (Er sieht sie eindringlich an; sie errötet leicht und lächelt zaghaft.) ... Es ist mal wieder dabei die Schallmauer zu durchbrechen, nur weil du in meiner Nähe bist, einer Nähe, die ich nicht mehr missen will. Die letzten Tage, als ich nicht wusste, was mit dir war, das hat mich fertig gemacht. Ich konnte nicht mehr essen, nicht mehr schlafen und naja, es ist auch viel Bürokram liegen geblieben. ... (Mehdi schaut sie verlegen an.) ... Aber das ist unwichtig. Du bist wichtig. Du bist mir wichtig, Gabi. Und ich könnte mich selbst dafür ohrfeigen, was für ein Blindfisch ich die ganze Zeit gewesen bin. Ich weiß, dass ich es nicht wieder gut machen kann, dass ich dir dieses quälende Hin und Her mit ... *räusper* Maria zugemutet habe. ... (Gabi senkt ihren Blick.) ... Aber ich wusste einfach nicht, was da zwischen uns ist. Zeitweise hab ich sogar gedacht, dass ich euch beide ähm... (Er bricht peinlich berührt seinen Satz ab und sieht ihr entschuldigend in die Augen. Sie hat verstanden, was er damit gemeint hat und nickt ihm zaghaft zu, auch wenn es ihr schmerzt zu wissen, dass er die Hassmann wohl doch auch irgendwie gern gehabt hat oder noch hat.) ... Das tut mir wirklich aufrichtig leid, sowohl dir als auch ihr gegenüber. Ich hab das mit ihr völlig falsch eingeschätzt. Ich hab mir da wohl etwas eingebildet, was da gar nicht war oder zumindest nicht in dem Ausmaß, das es rechtfertigen würde, eine Beziehung einzugehen, aber ich hab daran festgehalten, weil... sich dieses Gefühl... so gut angefühlt hat und... ach ich weiß doch auch nicht ... weil ich sie eben sehr gern habe. ... (Gabi kann ihm nicht in die Augen sehen, aber Mehdi, der ihre Verletztheit spürt, hebt ihr Kinn an, damit sie ihm bei dem Folgenden in die Augen sieht.) ... Aber meine Gefühle für dich übertreffen bei Weitem das, was ich mir bei ihr eingeredet habe und ich verspreche dir, dass ich das mit ihr klären werde, in aller Ruhe. ... (Gabi lächelt kurz, was Mehdi erleichtert zur Kenntnis nimmt. Mit so viel Offenheit hat sie nicht gerechnet.) ... Ich hab es den ganzen Abend über immer wieder versucht, mit ihr zu reden, aber dann kam ihr Exmann dazu und naja... irgendwie... (Gabi legt beruhigend ihre Hand auf seine. Er lächelt verlegen.) ... Ich will da auch nicht weiter darüber reden, weil es hier um uns geht und ich will dich auch nicht mehr verletzen, als ich es eh schon getan habe.

Gabi, die immer noch irgendwo zwischen Realität und Traum schwebte, hatte ihm dennoch gebannt zugehört. Mit trockenem Mund versuchte sie etwas zu sagen...

GK: Schon gut!

Mehdi sah sie beruhigt an. Ihm war es wichtig, dass endlich alles ausgesprochen war zwischen den beiden. Da Gabi aber weiterhin nichts dazu sagte, erhob er einfach noch einmal das Wort und sah ihr dabei tief in die Augen...

MK: Das Einzigste, worum ich dich noch bitten möchte, ist eine zweite Chance. Ich weiß, die hab ich eigentlich nicht verdient, aber ich kann einfach nicht mehr ohne dich. Ich fühle mich ohnehin schon jeden Tag verloren, aber mit dir... da ist das anders. Du... du hast mir meine Lebensfreude wiedergegeben und dafür bin ich dir unendlich dankbar. Lass uns das Vergangene endlich vergessen und neu anfangen! Bitte gib mir noch diese eine Chance, Gabi, bitte!

Lorelei Offline

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08.01.2011 16:23
#894 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

So dann wollen wir die Sache mal weiter voranbringen, ne. Lehnt euch entspannt zurück und dann viel Spaß! Ach und Spatzelmuckel, danke für die musikalische Beratung. Ich hoffe, es passt. Liebe Grüße u. schönen Samstag! Eure Lorelei



http://www.myvideo.de/watch/326935/Extreme_More_Than_Words


Wie gebannt, aber auch etwas ängstlich hing Mehdi an Gabis Lippen und wartete darauf, dass sie diese öffnete, um ihm ihre Entscheidung mitzuteilen. Selbst wenn sie ihm jetzt eine endgültige Abfuhr erteilen würde, er würde irgendwie damit umzugehen wissen. Er könnte es auch durchaus verstehen, wenn sie nicht mehr wollte. Er hatte sich in den letzten Monaten einfach viel zu viel herausgenommen, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, dass sie eventuell Gefühle für ihn haben könnte. Mehdi wollte doch nur, dass endlich alles ausgesprochen war, dass alle Fronten geklärt waren. Aber was dann von seiner ersehnten Herzdame kam, überraschte ihn dann doch...

GK (sieht ihn mit verklärtem Blick an): Kneif mich bitte mal!
MK (schaut sie verdattert an): Bitte was?

Gabi lächelte ihren Traummann zuckersüß an. Eine nie gekannte Leichtigkeit durchzog ihren ganzen Körper. Sie fühlte sich, als ob sie schwebte. Lag das jetzt an der Überdosis Glückshormone, fragte sie sich verwirrt und senkte ihre Hand von seiner Brust, um ihr eigenes Herz unter Kontrolle zu kriegen. Nachdem Mehdis überwältigendes Liebesgeständnis - das schönste, das sie jemals von einem Mann bekommen hatte; eigentlich war es sogar das erste, das sie in so einer Form bekommen hatte, denn keiner ihrer Verflossenen hatte je so viel Liebe ihr gegenüber zum Ausdruck gebracht; denen war es doch immer nur darum gegangen, sie möglichst schnell in die Kiste zu bugsieren; keiner hatte es je ehrlich mit ihr gemeint - in ihrem Kopf angekommen war, traf es sie auch endlich mitten ins Herz. Es überschlug sich regelrecht vor Glück und am liebsten wäre sie mit ihm mit auf und abgehüpft, aber das wäre dann in dieser gefühlsgeladenen Stimmung doch etwas unpassend und peinlich gewesen. Er hätte ES wahrscheinlich sofort wieder zurückgenommen und hätte für immer das Weite gesucht. Aber nein, dieser blöde Knallfrosch hatte es tatsächlich geschafft, sie völlig aus dem Konzept zu bringen, im positiven Sinne natürlich. „Mehdi Kaan liebte Gabi Kragenow“, schriee ein Chor in ihrem Kopf und „Gabi Kragenow liebte Mehdi Kaan“, sprach eine sanfte Stimme hinterher, ihre eigene wohlgemerkt. Aber die letzten mikroskopischkleinen Zweifel mussten noch beseitigt werden und so sprach sie ihn im Flüsterton und mit zusammengepressten Lippen an...

GK: Na um festzustellen, ob ich träume oder nicht.
Oh!

Mehdis Augen leuchteten auf, aber er getraute sich nicht, sie zu berühren. Also tat sie es schließlich selbst und zwickte sich in ihren Arm. Mit ungläubigen Augen schaute der verliebte Oberarzt dem seltsamen Schauspiel zu und schmunzelte dann, als sie ihr Gesicht verzog, da es offenbar doch etwas wehgetan hatte. Er legte seine Hand fürsorglich auf ihren Unterarm und strich ihr zärtlich über die schmerzende Stelle. Gabi wurde augenblicklich ruhiger und sah ihn einfach nur verträumt an. Mehdi hob seinen Blick...

MK: Und was sagst du?

... fragte Mehdi unvermittelt mit aufgeregter Stimme. Gabi blickte in seinen Augen hin und her. Da war er wieder dieser intensive sehnsuchtsvolle Blick, der ihr jedes Mal den Atem raubte. So auch jetzt wieder! Sie sah ihn einfach nur an. Die schwerverliebte Frau merkte wie Mehdi zaghaft seine Hände an ihre Taille legte. Zitterte er etwa? fragte sie sich irritiert, aber konnte ihren Blick nicht von seinen faszinierenden Augen abwenden. Sekundenlang sahen sie sich so an, ohne etwas zu sagen. Das war auch nicht nötig, denn ihre Augen sprachen die Sprache der Liebe. Doch plötzlich blinzelte die brünette Schönheit und es schimmerte verdächtig. Besorgt legte Mehdi seine Hand an ihre Wange und wischte mit seinem Daumen die erste Träne weg, die langsam ihre Haut hinunter perlte...

MK: Was hast du?

Gabi, die überhaupt nicht verstand, was gerade mit ihr los war, drehte ihren Kopf beschämt einen Moment zur Seite und schnieft leise, bevor sie Mehdi wieder voller Liebe ansah und mit leicht gebrochener Stimme ansprach...

GK: Ich kann gar nicht glauben, dass du es wirklich ernst mit mir meinst, Mehdi?

Mehdi sah eine Sekunde in ihren schimmernden Augen hin und her, dann brachen sich seine Gefühle endgültig Bahn...

MK: Ich auch nicht!

Er nahm ihre kleine Hand und zog sie gefühlvoll zu sich heran. Gabis Herz setzte aus und sie sah ihn voller Sehnsucht an. Mehdi blickte noch einmal in ihre wunderschönen Augen, dann schloss er die eigenen, senkte seinen Kopf ein wenig, legte gleichzeitig seine Hände um ihr Gesicht, das ein zartes Rosé auf den Wangen trug, und presste seine Lippen schließlich auf die ihren. Ein Feuerwerk an Gefühlen setzte sich bei beiden in Gang. Die völlig überwältigte junge Frau schlang glücklich ihre Arme um seine Taille und drückte sich an seinen muskulösen Körper. Sie hatte ihn so sehr vermisst. Die beiden küssten sich, als hätten sie sich monatelang nicht gesehen. Erst voller Gefühl und Sehnsucht, dann immer leidenschaftlicher. Zärtlich umschmeichelten sich ihre Lippen. Mehdi streichelte ihr dabei immer wieder sanft mit einem Finger über ihren grazilen Hals, was sie erschaudern ließ. Gabi erwiderte seinen Kuss voller Liebe, die der Halbperser mit jeder Faser seines Körpers aufsog. Glücklich presste Mehdi sie an sich und strich ihr nun zärtlich über den Rücken, der wie er feststellte, zumindest teilweise, unbekleidet war. Sein Herz schlug ihm augenblicklich bis zum Hals. Sein Puls beschleunigte sich. Aber er wollte sie nie wieder loslassen. Ihr ging es ebenso. Das eben Gesagte setzte sich allmählich und machte Platz für die Leidenschaft. Gabis Zunge tänzelte verführerisch auf Mehdis Lippen und bat sehnsüchtig um Einlas, den er ihr auch sofort und ohne jegliche Gegenwehr gewährte. Er hatte schon längst jegliches Gefühl für Raum und Zeit verloren und ließ sich ganz auf sie ein. Tief drang ihre Zunge ein und nahm Mehdi beinahe die Luft zum Atmen, aber dann umtänzelte sie seine Zunge so spielerisch und aufregend und ein unbeschreibliches Glücksgefühl zog in Wellen durch seinen Körper. Leidenschaftlich erwiderte er ihren Kuss. Er konnte gar nicht genug davon bekommen. Gabi ging es da auch nicht anders. Verführerisch rieb sie ihren Körper an dem seinen und brachte ihn damit völlig um den Verstand. Seine Hände wanderten begierig über ihren nackten Rücken, den mittlerweile eine Gänsehaut zierte. Ihre Hände waren auch nicht untätig und strichen verlangend über seinen Rücken und positionierten sich schließlich auf seinem knackigen Po, was die Körpertemperatur bei beiden noch um ein paar Grad mehr ansteigen ließ.

Sie wussten nicht, wie lange sie sich ihrer frisch entflammten Liebe hingegeben hatten. Für beide fühlte es sich an wie eine kleine Ewigkeit. Aber wie es die Anatomie des menschlichen Körpers nun mal verlangte, benötigte er auch Sauerstoff. Man sagte ja nicht umsonst, von Luft und Liebe leben. Atemlos löste sich Gabi schließlich von Mehdis feurig heißen Lippen und sah ihn mit geröteten Wangen an. Ihr Puls raste, ebenso wie ihr Herz. Aber es gab da auch noch etwas, das bei ihr noch raus musste. Sie legte ihre Arme um Mehdis Nacken und berührte sanft mit ihrer Nasenspitze die seine. Er lächelte. Dieses unvergleichbare Lächeln, in das sie sich unsterblich verliebt hatte, beflügelte ihre Gedanken und so ließ sie es einfach raus...

GK: Du weißt ja gar nicht, wie wahnsinnig ich in dich verliebt bin.

... hauchte sie ohne Luft zu holen in sein Ohr. Und auch Mehdi hielt für einen Moment die Luft an...

MK: Echt?

Sein Herz schlug Purzelbäume in diesem Moment. Er hatte ganz vergessen, wie es sich anfühlte, wenn jemand das zu einem sagte. Mehdi hätte die ganze Welt umarmen können, entschied sich aber dafür, die schöne Krankenschwester im Arm zu halten. Gabi zwinkerte ihm verführerisch zu...

GK: Soll ich es dir noch einmal beweisen, Dr. Kaan?

Mehdi sah in ihren braunen Augen hin und her, die regelrecht Funken sprühten. Gabi wartete seine Antwort nicht ab und schritt zur Tat. Sie küsste ihn einfach auf den Mund und legte so viel Gefühl in diesen zärtlichen Kuss, dass es Mehdi regelrecht die Füße wegzog und er sich an ihrer Taille festklammerte. Ein minutenlanger Kuss begann, der die beiden Verliebten zurück ins Paradies schickte.

Lorelei Offline

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09.01.2011 14:12
#895 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen!

Danke für die Blumen, ihr Lieben. Ich weiß, ich hab Martchen etwas vernachlässigt in letzter Zeit , aber das hol ich nach, wenn hier alles in trocknen Tüchern ist. Eine Bidi-Szene habe ich nämlich noch für euch. Viel Spaß! Und ich wünsche euch allen noch einen schönen Sonntag.

Liebe Grüße, Lorelei





Aber auch der schönste Moment hatte irgendwann ein Ende, mussten die beiden Verliebten schmerzlich feststellen, als die laute Partymusik aus dem Ballsaal wieder an ihr Ohr drang und sie langsam aus ihrem persönlichen Traum aufwachen ließ. Beide öffneten gleichzeitig ihre Augen, lächelten sich kurz verträumt an und seufzten dann leise, als sie ihre engumschlungene Umarmung für zwei Sekunden lösten. Mehdi, der sich an einen der Tische gelehnt hatte, zog Gabi, die mit dem Rücken zu ihm ihr schönes dunkelgrünes bodenlanges Kleid gerade richtete und ihren seitlichen Zopf, der etwas außer Form geraten war, wieder über ihre linke Schulter legte, plötzlich mit einem Schwung, der sie aufseufzen ließ, zurück in seine Arme, die er nun um ihre Taille schlang und auf ihrem Bauch verschränkte. Sie lächelte glücklich und schmiegte sich an ihn. Eine Hand wanderte nach hinten an seine Wange, die sie sanft liebkoste. Mehdi lächelte und legte seinen Kopf auf ihrer Schulter ab. Die überglückliche Krankenschwester platzierte ihre Hände nun auf den seinen und verschränkte ihre Finger mit seinen. Einen Moment lang schwiegen sie sich an und genossen Wange an Wange die Nähe des jeweils anderen und die Tatsache, dass sie endlich zueinander gefunden hatten. Jeder hing seinen eigenen Gedanken nach, bis Gabi sich langsam in Mehdis Armen zu ihm umdrehte und ihm verliebt in die Augen schaute. Er erwiderte ihren sehnsüchtigen Blick und gab ihr einen kleinen Kuss auf den Mund, den Gabi auch allzu gern erwiderte. Doch sie löste sich schnell wieder von ihm, der sie daraufhin verwundert anblickte, und sah ihn fragend an. Eine Frage brannte ihr noch auf der Seele. Sie überlegte eine Sekunde, biss dann ihre Lippen zusammen und traute sich fast nicht zu fragen, wie es nun mit ihnen weitergehen sollte...

GK: Und jetzt?

http://www.youtube.com/watch?v=xKZjjqLvcC4

Der Halbperser sah sie an. Als er einen Augenblick zu lange zögerte, redete die junge Frau einfach ohne Umschweife weiter...

GK (wird etwas ernster): Und sag jetzt bitte nicht, du weißt es nicht. Dieses Wort wird ab sofort aus deinem Gedächtnis gestrichen!
MK (etwas überfordert, aber sie hat ja recht): Okaaay!? Ähm... Dann... dann lass uns hier verschwinden!
Das glaub ich ja jetzt nicht!

Gabi sah ihren auf einmal sehr entschlossen wirkenden Traumprinzen ungläubig an und zog eine Augenbraue nach oben, aber ihre anfängliche Skepsis wich schnell einem frechen Grinsen und sie stich ihm nun verführerisch über seinen gestählten Oberkörper. Sie spürte, wie sein Herz immer schneller schlug und er nervös immer wieder auf ihre Hand schaute....

GK (mit tiefer erotischer Stimme). Aber Herr Doktor, soll das etwa heißen, Sie wollen mit mir durchbrennen?
Oh ja, bitte ja, ich geh mit dir überall hin, Mehdi.

Mehdi verschluckte sich, schnappte kurz nach Luft und wurde dabei etwas rot im Gesicht, aber er fand seine Selbstsicherheit schnell wieder und lächelte sein hübsches Gegenüber charmant an...

MK: Wenn du es so nennen willst, Schwester Gabi.
Oh Gott, ich liebe diesen Mann.

Gabi grinste ihn breit an und zog seinen Kopf, in dem sich gerade wieder alles drehte, zu sich herunter. Ein kleiner Kuss besiegelte ihren Entschluss...

GK: Gut!

Sie löste sich wieder von ihm und ging schnurstracks zur Tür. Mehdi, der sich verträumt über seine Lippen strich, sah ihr verdattert hinterher...

MK: Aber... War das schon alles?
Ach nee, erst ewig nicht gebacken bekommen und jetzt will er gleich die volle Dosis? Hmm...
GK (lehnt sich mit dem Rücken an die Tür u. grinst ihn frech an): Mehdi, das war mit Sicherheit noch nicht alles. Aber so viel Süßes auf einmal ist vielleicht zu viel für dich. Man sieht das ja auch an deinem ausufernden Schokikonsum.
Also das gibt’s ja nicht! Dieser Frechdachs!

Mehdi stieß sich von dem Tisch ab und ging zu der frechen Krankenschwester rüber, die gar nicht aufhören konnte, ihn anzulächeln. Er blieb direkt vor ihr stehen und hob spielerisch seine rechte Hand...

MK (mit Funkeln in den Augen): Jetzt werd mal nicht frech, Fräulein! Ich finde meinen Körper gut so wie er ist.
GK (leckt sich lasziv über die Lippen u. streicht verführerisch mit dem Finger über seinen Brustkorb): Und ich erst.
Ok, jetzt wird es extrem heiß hier.
MK (ihm wird auf einmal ganz anders): Also bekomm ich noch einen?
Wie süß! Er kann gar nicht genug von mir bekommen! Das muss ich ausnutzen.
GK (nimmt eine Denkerpose an): Hmm... Nein, ich wollte mir deine restlichen Küsse eigentlich für später aufheben.
Wie schade!
MK (positioniert seine rechte Hand neben ihrem Kopf an der Tür u. grinst sie verschmitzt an): Ach so ist das also? Und wieso, wenn ich fragen darf?
Oooohhh! Jetzt wird es eng. Gott, hat er eine erotische Ausstrahlung. Ich kipp gleich weg. Äh... nicht schwach werden, Gabi!
GK (streicht mit ihrem Zeigefinger über seine vollen Lippen u. schaut ihm dabei direkt in seine leuchtenden Augen): Mit ein bisschen Sehnsucht schmecken deine Küsse noch viel besser.
MK (sieht gefangen zwischen ihren Augen hin u. her): Oh!
So gerade noch so wieder die Kurve gekriegt. Eine Sekunde länger und ich hätte mich vermutlich auf ihn gestürzt. Aber hier ist nicht gut. Ich will mit dir ganz alleine sein.
GK (zwinkert ihm zu u. schlüpft unter seinem Arm hindurch; sie nimmt die Klinke in die Hand u. drückt sie langsam herunter): Also in zehn Minuten an deinem Wagen ja?
MK (zögert): Äh... aber...?

Gabi ließ die Klinke los und sah ihren Liebsten wieder an, da sie gemerkt hatte, wie er zögerte. Sie konnte sich denken, was ihn bedrückte. Sie kam einen Schritt auf ihn zu, legte ihre rechte Hand an seine Wange und sprach mit sanfter Stimme...

GK: Ich weiß, woran du jetzt denkst und ehrlich gesagt will ich auch, dass du das mit... *schluck* ... ihr endgültig klärst, aber im Moment mag ich dich nur ungern wieder loslassen.
MK (lächelt sie an, wird aber schnell wieder ernst): Aber... Weißt du, ich hab ihr den Abend heute versprochen. Ich fühl mich nicht gut, wenn ich jetzt einfach so sang- und klanglos verschwinde.
GK (legt ihre Arme um seinen Nacken u. sieht ihm intensiv in die Augen): Das verstehe ich ja, aber wir haben gerade erst ähm... naja ... zusammengefunden und ich will das schöne Gefühl von gerade eben einfach beibehalten.
MK (streicht ihr sanft über den Rücken): Ich doch auch. Aber das läuft uns doch nicht weg.
Weiß man’s? Sie hat uns schon so oft alles kaputt gemacht und wenn er jetzt mit ihr redet, das gibt den Supergau. Ich seh’s schon kommen. Ich will das jetzt nicht.
GK (lockert ihre Umarmung u. nimmt seine Hand in ihre): Mehdi, ich kenn dich doch, du wirst dir die ganze Nacht den Kopf über sie zerbrechen und dich vor Schuldgefühlen nicht ganz auf das, was da noch kommt, einlassen können.
Wow! Ich wusste gar nicht, wie gut sie mich kennt.
MK (lächelt sie kurz an): Was kommt denn da noch?
Idiot!
GK (ist nicht zum Spaßen zumute u. sieht ihn ernst an): Mehdi, ernsthaft jetzt. Ich will jetzt nicht irgendwie egoistisch klingen, gut, vielleicht bin ich es auch ein wenig, aber es geht mir eher darum... also... um uns alle. Auch wenn es vielleicht bescheuert klingt, ich kann mich irgendwie auch in ihre Lage hineinversetzen. Sitzengelassen zu werden ist echt ein beschissenes Gefühl und ich wünsche das keiner Frau, selbst ihr nicht, auch wenn ich sie nicht leiden kann. Ich meine... also sie ahnt ja auch nichts von uns, glaube ich, und sie wird sicherlich aus allen Wolken fallen. Ich glaube nicht, dass das hier der geeignete Ort für ein solches Gespräch ist. Und ich möchte dich ja auch gerne in ganzen Stücken behalten. Sie wird dich in Stücke reißen. Da bin ich mir sicher. Klärt das bitte in Ruhe. Das wird schon allein nicht leicht werden.
MK (sichtlich beeindruckt von ihrer Rede): Ich weiß. Ich will sie ja auch nicht verletzen.
Das wirst du aber. Sie hat Gefühle für dich. Das seh ich doch.
GK (streichelt zärtlich über seine Wange): Das weiß ich doch, Schatz.
MK (sieht sie nachdenklich an): Ich hätte nie gedacht, dass ich mal in so eine Situation geraten würde.
GK: Ich ehrlich gesagt auch nicht. Also was denkst du? Wenn du mit ihr reden willst, ich kann das verstehen. Aber ich werde nicht auf dich warten.
MK (sieht sie erschrocken an): Aber...?
GK (lächelt ihn an u. streichelt erneut mit ihrem Daumen seine Wange): Hey keine Sorge, damit meine ich eigentlich vor dem Hotel. Ich warte maximal zehn Minuten, dann bin ich weg. Ist nämlich arschkalt da draußen.

Mehdi wusste im ersten Moment nicht, was er sagen sollte. Gabi sah ihn aber zuversichtlich an und gab ihm noch einen kleinen Kuss auf den Mund, dann ließ sie ihn los und drehte sich herum. Sie öffnete die Tür, schaute sich noch einmal um und warf ihrem Herzblatt eine Kusshand zu und verschwand aus der Tür hinaus. Sie ließ einen nachdenklichen Oberarzt zurück....

Lorelei Offline

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10.01.2011 09:30
#896 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben , ich weiß es wäre eigentlich nur fair, wenn Mehdi sofort mit Maria reden würde und der wahre Mehdi Kaan würde es auch so machen, aber aus dramaturgischen Gründen halte ich die (potentielle) Aussprache noch zurück, weil ich gerne das Zuckerniveau halten möchte und ich glaube noch ein emotional aufgeladenes Gespräch wäre zu viel des Guten, zumindest was die Ärzteballhandlung betrifft. Ich würde ihn nämlich gerne mal abschließen, um irgendwann auch mal an die Haasche Weihnachtsgeschichte heranzukommen. So viel dazu, jetzt kommen wir zum neuen Teil, in dem auch wieder lieb gewonnene Bekannte auftauchen. Endlich! Viel Spaß! Einen wunderschönen Start in die 2. DD-Woche wünsche ich. Eure Lorelei




Dr. Meier drehte die kleine Karte immer wieder in seiner Hand herum und grinste still vor sich hin, bevor er diese dann tief in seiner Hosentasche vergrub und gemächlich die große Treppe im Foyer hoch schlurfte. Er verzog sein Gesicht, als er einen viereckigen Gegenstand in eben dieser Hosentasche spürte und drehte sich auf einmal noch in der Bewegung wieder um, um die Treppe wieder hinunterzugehen. Er holte die Zigarettenschachtel schließlich hervor und wollte sich gerade eine Kippe herausfischen, als er unsanft angerempelt wurde und die ganze Packung fallen ließ. Er fluchte, ohne aufzuschauen, äußerst „charmant“ in Richtung des Übeltäters...

MM: Kannst du nicht aufpassen, du dumme Sau.

... nein, der Übeltäterin, stellte er im selben Augenblick fest, als die Worte schon ausgesprochen waren. Denn als er sich zur Schachtel herunterbeugte, fielen ihm die goldenen Highheals auf, die einen schlanken Fuß zierten. Doch Gabi war schneller als Marc, schnappte sie sich und reichte sie ihm mit einem breiten Zahnpastalächeln auf dem Gesicht...

GK: Tschuldigung!

Marc nahm die Zigarettenpackung wortlos mit hochgezogener Augenbraue entgegen. Die schöne Krankenschwester schaute ihren verdutzten Ex-Verlobten noch einmal kurz an und schwebte dann mit wallendem Kleid die Treppen hinab. Der Chirurg starrte ihr verwirrt hinterher und steckte sich dabei seine Zigaretten wieder in seine Hosentasche...

Was’n mit der los? Mit dem Glühen in den Augen könnte sie halb Berlin beleuchten.

Er kratzte sich an der Narbe auf seiner Nase, drehte sich um und ging die Treppenstufen wieder hoch. Seine Zigarettenpause war schnell vergessen. Außerdem würde ihm Gretchen eh wieder nur einen Vortrag halten, er würde zu viel rauchen, dabei hatte er sich doch schon zurückgenommen. Doch die eine oder andere Kippe gönnte er sich aber trotzdem immer wieder gerne. Marc fiel plötzlich eine Tür ins Auge, die sich gerade öffnete, und stutzte, als sie seinen besten Freund preisgab, der sich nun gegen die geschlossene Tür lehnte und ein ähnlich debiles Lächeln auf den Lippen trug wie die nervige Krankenschwester gerade eben. Schlaukopf Meier zählte eins und eins zusammen und setzte ein breites anzügliches Grinsen auf... Die Ferkel! Da ficken die während ner öffentlichen Veranstaltung in der Besenkammer. Krass! Hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Na wenn das mal nicht ein übles Nachspiel hat. So in neun Monaten! Hahaha! ... Zwei Stufen auf einmal nehmend, lief er die Treppe hoch und blieb am letzten Absatz stehen, denn Mehdi stand nun direkt vor ihm und zog sich gerade seinen Mantel über. Er wollte die Treppe hinabgehen, aber sein bester Freund wollte ihn nicht so einfach gehen lassen und versperrte ihm den Weg...

MM: Gratulation!

Mehdi hob seinen Blick und schaute ihn perplex an. Er hatte Marc nämlich noch gar nicht gesehen, weil er mit seinen Gedanken noch ganz woanders war, nämlich bei der schönen Frau, die auf ihn wartete. Er versuchte sich nichts anmerken zu lassen und betont cool zu wirken und verschränkte die Arme vor seinem Körper, als er seinem Kumpel antwortete, der ihn aber schon längst durchschaut hatte...

MK: Wofür?
MM (verschränkt ebenfalls die Arme u. sieht ihn eindringlich an): Hast du sie ENDLICH rumgekriegt?
MK (ohne eine Miene zu verziehen): Wen?
Boah ist der blöd?
MM (wird allmählich sauer): Kaan, lass den Scheiß!
Muss er denn immer gleich so empfindlich werden, wenn ich ihm mal nicht gleich alles erzähle? Das können wir doch auch mal später, so in ein paar Tagen oder so, bei einem kühlen Blonden besprechen. Ich muss ihr doch jetzt hinterher.
MK (versucht sich an Marc vorbeizudrängeln, der die ganze Treppe blockiert, aber leider ohne Erfolg): Ok! Wenn du mich dann bitte vorbeilassen würdest!
MM (macht sich extrabreit u. grinst ihn provozierend an): Muss wohl ein sehr befriedigendes Stelldichein gewesen sein, wenn du ihr gleich wie ein Schosshündchen hinterher dackelst.
Wobei... die Hündchenstellung, jo, also die hat sie definitiv drauf.
MK (verärgert): Marc Meier!
Kann der nicht einmal seine blöden Sprüche lassen. Das nervt!
MM (lacht sich innerlich schlapp): Äh... ich kenne meinen Namen, ja.
MK (hat so langsam die Faxen dicke): Auch wenn es dich eigentlich nichts angeht...
MM (fällt ihm ins Wort): Ach auf einmal? Eh ich hab mir heute den Arsch für dich aufgerissen, obwohl ich hier noch ein paar andere Jobs zu erledigen hatte und noch hab.
MK (rollt mit den Augen): Jaaa, dafür hab ich mich ja auch schon bedankt und ich rechne dir das hoch an. Also wenn du es jetzt genau wissen willst, ich ... wir...
MM (plappert dreist für ihn weiter): Ihr habt gebumst! Schon klar, der verklärte Blick von euch beiden sagt ja schon alles.
Also das ist ja wohl... dieser... ggggrrrr!!!
MK (gestikuliert mit einer Hand wild vor Marcs Gesicht herum): Eh! Es geht nicht immer nur um Sex, Marc.
MM (sieht irritiert zu einer älteren Dame, die gerade die Treppe hochkommt u. mit schockiertem Gesichtsausdruck, denn sie hat ein paar Wortfetzen des Männergesprächs mitbekommen und funkelt beide jetzt angewidert an, an ihm vorbeigehen will, was er auch mit gesenktem Kopf zulässt u. wendet sich dann wieder Mehdi zu, der ebenso peinlich berührt reagiert u. seinen Blick gesenkt hat): Äh... Klar!? Komm, du sabberst doch schon. Du wirst sie die ganze Nacht....
MK (fällt ihm jetzt aufgebracht ins Wort, weil ihn das nun wirklich nichts angeht): Eh jetzt hör auf damit, sonst erzähl ich dir nie wieder irgendetwas.
MM (grinst ihn an): Oh ja, da wäre ich dir sehr dankbar.
Dieser Arsch!
MK (straft ihn mit einem giftigen Blick): Marc!
MM (rollt genervt mit den Augen u. lehnt sich an die Wand): Na dann erzähl halt, bevor du noch platzt und ich meinen Designeranzug in die Tonne kloppen kann.
MK (lehnt sich seitlich neben ihn an die Wand): Wir haben uns ausgesprochen.
MM (dreht seinen Kopf in seine Richtung): Ah ja!? Das... ist... alles?
MK: Äh... das war schon sehr viel. Reden ist immer die Basis, Marc.
Gott, wie ich das hasse.
MM (hebt skeptisch eine Augenbraue): Aha! Kannst ja demnächst das Wort zum Sonntag sprechen, wenn du unbedingt reden willst.
Er wird es nie kapieren! Ich frag mich echt, wie Gretchen das immer aushält. Ich hätte schon manchmal das Handtuch geworfen. Aber man muss ihn einfach lieben. Muss was Genetisches sein.
MK (klärt ihn auf): Mann, ich meine damit, dass wir über alles gesprochen haben, was uns halt auf der Seele lag.
MM (sieht ihn ungläubig an): Alles alles?
MK: Ja!
MM (zeigt mit dem Finger auf ihn): Heißt das, du hast... eh du hast ihr nicht gesagt, dass du...?
MK (versteht, was Marc damit sagen will): Doch!
Boah nee, der ist doch vollkommen durchgeknallt!
MM (regt sich mal wieder völlig unnötig künstlich auf): Boah Alter, du kannst ihr doch nicht gleich als erstes die beschissenen drei Worte an den Kopf knallen. Hast du denn gar nichts von mir gelernt?
MK (blitzt ihn an): Hätte ich zwanzig Jahre warten sollen?
MM (sauer): Woah! Jetzt werd mal nicht frech ja. Aber du weißt schon, dass sie dich damit für immer in der Hand hat.
MK (cool): Na das hoffe ich doch.
MM (glaubt sich verhört zu haben): Äh... wie bitte?
Haben seine Deppenhormone nun gänzlich seinen eh schon beschränkten Verstand übernommen?
MK: Marc, ich will mit ihr zusammen sein. Hast du das denn immer noch nicht kapiert?
Ehrlich gesagt hab ich noch die winzig kleine Hoffnung gehabt, dass du dir’s doch noch anders überlegst. Ausgerechnet die! Ich glaube, ich muss mich dann abschießen gehen. Dieses Liebesgelaber geht mir vielleicht tierisch auf den Sack.
MM: Ja schon, aber meinst du nicht, dass das alles auf einmal ziemlich schnell geht? Wie kannst du dir so sicher sein?
MK (sieht ihm direkt in die Augen u. spricht aus ganzem Herzen): Weil ich sie liebe.
Boah! Ich brauche jetzt echt dringend was Alkoholisches. Das ist ja anders nicht auszuhalten hier.
MM (schüttelt den Kopf): Alter, das ist vielleicht die erste kleine Verliebtheit, die einen Dinge tun lässt, die äh... ja nicht mehr rational erklärbar sind, aber du kannst doch nicht schon ernsthaft von Liebe reden. Das ist Gabi, Mann!
MK (überzeugt von seinen übermächtigen Gefühlen): Doch! Nach dem Gespräch eben schon.
MM (hebt skeptisch eine Augenbraue): Was hat sie getan? Is sie nackt aus ner beschissenen Torte gesprungen oder hat sie dir gleich nen Antrag gemacht und die Ketten angelegt oder wie?
MK (seufzt u. bekommt einen verklärten Blick): Nein, das nicht, aber ich hab zum ersten Mal gespürt, dass sie es wirklich ernst mit mir meint. Verstehst du?
Ihre peinlich romantische Verknalltheit war ja auch kaum noch zu übersehen, also außer von dir, du Depp. Scheiße, die meinen das wirklich ernst.
MM (weiß zum ersten Mal wirklich nicht mehr, was er noch dazu sagen soll): Ok!?
MK (schaut ihn bittend an): Lässt du mich dann jetzt endlich vorbei? Sie wartet doch auf mich.
MM (macht ihm ohne Widerworte Platz): Und was ist mit... na du weißt schon wem? Lässt du sie jetzt einfach stehen?
MK (war schon im Begriff zu gehen, als er sich noch einmal zu ihm umdreht u. ihn ernst ansieht): Ich weiß, dass das nicht gerade die feinste Art ist.
MM: Sicher nicht!
Hmm... Aber ich würde es genauso machen. Obwohl... es wären ja eigentlich genug Ärzte da, die ihn wieder zusammenflicken könnten.
MK (seufzt): Ich weiß einfach nicht, wie...
MM (erträgt den wehleidigen Blick seines Freundes nicht mehr länger u. hat eine Idee): Warum fragst du dann nicht den Experten?
MK (runzelt die Stirn): Marc, das ist nicht witzig. Das war eine ernste Sache mit ihr. Ich kann das nicht hier zwischen Tür und Angel.
MM (kratzt sich am Hinterkopf): Ja, das ist mir schon klar. Ok, hör mal, ich überleg mir was.
MK (versteht nicht, was er will): Bitte?
Wieso tue ich mir das eigentlich immer wieder an? Ach so... weil er es alleine nicht auf die Reihe kriegen würde.
MM: Ich meine, ich kann es ja auch als dein äh... Dings hier... äh... na du weißt schon ... nicht verantworten, dass du dich schon wieder im Kreis drehst und dir alles kaputtmachst, weil sie dich sicherlich nicht leben lassen wird und naja der beste Chirurg glänzt heute mit Abwesenheit und ich will dich ja auch nicht den talentfreien Assis in der Notaufnahme überlassen und ehe du auch noch nen Schönheitsdoc aufsuchen musst, den du eh nicht bezahlen kannst, weil sie dich verpfuscht haben, dann....
MK (unterbricht ihn ziemlich gereizt): Maaarc!
MM (legt seine Hand hinter sein Ohr u. spannt die Lauscher): Ich hab dein Danke nicht gehört.
MK (grummelig und augenrollend): Jaaa, dann danke!
MM (grinst ihn breit an): Na geht doch! Und jetzt zisch endlich ab, bevor ich es mir noch anders überlege.

Mehdi nickte ihm dankbar zu, knöpfte sich seinen Mantel zu und schritt langsam die Treppe hinab. Doch Dr. Meier war noch nicht ganz fertig mit seiner Therapiesitzung und rief ihm nach...

MM: Ach und das ist das allerletzte Mal, dass ich dich aus der Scheiße ziehe. Ist das klar?

Mehdi drehte sich nicht noch mal um und hob nur seinen rechten Arm, dann verschwand er schnellen Schrittes durch Drehtür hinaus. Marc sah seinem Freund kopfschüttelnd hinterher... Verknallter Dorfdepp! Und wieder bleibt alles an mir hängen. Als ob ich nichts Besseres zu tun hätte. ... Er blieb an der Wand stehen und drehte in seiner Hosentasche verträumt das kleine Kärtchen. Doch ehe er sich versah, wurde er von einer engelsgleichen Stimme aus seinen Gedanken gerissen...

GH: Wen musst du aus der Scheiße ziehen?
Scheiße!

Lorelei Offline

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11.01.2011 09:41
#897 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Guten Morgen!

Sorry, der Zucker muss noch etwas warten, zunächst geht es erst mal mit dem in die Enge getriebenen Dr. Meier weiter. Viel Spaß! Eure Lorelei

PS: Was das ominöse Kärtchen betrifft, das wird noch nicht verraten. Damit ihr noch eine Weile knobeln könnt. Aber mit der schon oftmals angedeuteten und verschlüsselten Überraschung hat das an sich nichts zu tun.





Marc fuhr ertappt herum und blickte in das schönste Gesicht der Welt...

MM: Gretchen!
GH (sieht ihn verwirrt an): Wieso solltest du mich aus der Scheiße holen wollen?
MM (für den ersten Moment sprachlos): Äh...
Verdammt, wieso fällt mir nichts ein?
GH (sieht die Treppe hinunter ins Foyer u. ist mit ihren Gedanken schon einen Schritt weiter): War das gerade Mehdi?
Na super, das hat sie auch noch mitbekommen. Also so langsam muss ich einen Aufpreis von ihm verlangen. Scheiße, mir fällt immer noch nichts ein.
MM (sieht sich hektisch um u. bekommt immer noch keinen gescheiten Satz zusammen): Äh... hä?
GH (guckt ihn fragend an): Wo will er denn hin? Maria sucht ihn doch schon die ganze Zeit.

Und genau diejenige welche blickte in dem Moment um die Ecke, weil sie ihren Namen vernommen hatte...

MH: Habt ihr Mehdi gesehen?
Boah nee, die auch noch! Womit hab ich das nur verdient? Du schuldest mir ein Leben lang jede Woche einen Kasten Bier, Alter.
GH (kommt MM zuvor): Der ist, glaube ich, gerade zur Tür raus.
MH (sieht die beiden irritiert an): Was?
Doppel-Scheiße!
GH (sieht MM auffordernd an): Ja, Marc, sag doch auch mal was dazu.
MM (leicht überfordert u. bedrängt räuspert er sich nervös): Äh... ja, also...
MH (stirbt gleich vor Ungeduld): Soll ich dir das vielleicht noch aus der Nase ziehen oder was? Seit einer dreiviertel Stunde ist er wie vom Erdboden verschluckt.
MM (kommt zur alten Form zurück u. motzt sie an): Mann, jetzt reg dich ab ja!
GH (maßregelt ihn): Nicht in dem Ton, Marc!
MM (stöhnt genervt u. startet wenig erfolgreich seine Flunkerei): Boah! Irgendein Notfall halt.
MH (bleibt skeptisch): Notfall?
GH: Aber er hat doch heute gar keine Bereitschaft.
Scheiße! Warum müssen Frauen auch immer alles so genau wissen?

In die Enge getrieben, was er auch tatsächlich war, denn die beiden Frauen drängten ihn zurück an die kalte Wand, an die er sich nun klammerte, und starrten ihn hypnotisierend an, musste er seine Ausrede ein kleinwenig ausschmücken...

MM (gereizt): Was weiß ich denn. Ein schwerer Fall halt. Ich hab da nicht so genau zugehört. Der war die ganze Zeit schon nur am Telefonieren, aber die kriegen es wohl nicht gebacken. Anfänger halt. Kennt ihr ja. Da muss dann der Chef ran.
Du warst auch schon mal besser, Mann. Hauptsache, der Hühnerhaufen hat es geschluckt.
GH: Oh!

Marc ‚Münchhausen’ Meier fuhr sich erleichtert über sein Gesicht. Sie hatten es ihm abgekauft, naja fast....

MH (enttäuscht, weil ihr geplanter romantischer Abend mit Mehdi nun gänzlich gegen null läuft): Er hätte wenigstens etwas sagen können.
MM (kleinlaut): Ich sag’s dir doch gerade.
MH (verschränkt eingeschnappt ihre Arme u. irgendwie ist ihr auf einmal auch ziemlich kalt): Das ist was anderes.

Irgendetwas hier läuft doch gewaltig schief, das kann nicht nur an seinem Notfall liegen. Das ist doch überhaupt nicht seine Art, so sang- und klanglos zu verschwinden, ohne sich von mir zu verabschieden. Er war mir noch nie so fremd wie heute Abend. Dabei sollte es doch „unser“ Abend werden.

Marc spürte deutlich Marias Enttäuschung in ihrer Stimme mitschwingen und ein Funken schlechtes Gewissen flackerte auf, der aber sofort wieder erlosch, als Gretchen sich an seinen Arm schmiegte und ihn verliebt anstrahlte...

GH: Wenn das dann geklärt wäre, können wir ja auch wieder reingehen, hmm? Ich hab dich nämlich schon vermisst.
MM (lächelt sie verliebt an): Echt?
Nee, das ist mir jetzt echt zu viel.
MH (schaut noch einmal die Treppe hinunter zum Ausgang, in der stillen Hoffung, Mehdi würde doch wieder zurückkehren, was er natürlich nicht tut, dann wendet sie sich an das ekelhaft glückliche Paar): Aber ohne mich!
GH (lässt MM los u. sieht enttäuscht zu MH): Aber wieso denn?
MH (lächelt sie gequält an): Ist schon spät und irgendwie macht es auch keinen Spaß mehr hier.
Ich muss sie aufmuntern. Sie sieht so enttäuscht aus. Das kann ich kaum ertragen.

Gretchen, die sich nicht anders zu helfen wusste, trat Marc auf den Fuß, der sie daraufhin böse ansah...

MM (meckert): Eh!
GH (flüstert ihm ins Ohr): Mach doch was?
MM (hat überhaupt keinen Schimmer, was sie von ihm will): Was denn?
GH (leise): Dass sie nicht geht.
MM (verständnislos): Wieso? Wenn sie keinen Bock mehr hat.
GH (schaut ihn mit großen Kulleraugen an): Ich will nicht, dass sie traurig ist.
Mein Gott, du kannst nicht die ganze Welt retten. Das hier ist Mehdis Job und nicht unserer.
MM: Nicht mein Problem!
Wie kann er nur so gefühlskalt sein! Ärgert mich jetzt irgendwie.
GH (entschlossen): Doch das ist es! Sie ist unsere Freundin.
MM: Deine!
GH (schupst ihn energisch in Marias Richtung): Tanz mit ihr!
MM (reißt seine Augen weit auf u. sieht sie ungläubig an): Bitte?
Ist sie jetzt völlig verrückt geworden? Ich pack die doch nicht an! Bäh! Außerdem wollten wir doch... also ich wollte... Ich hab doch gerade... Verdammt!
GH: Na so quasi als Aufmunterung ... unter Kollegen.
MM (will nicht u. schmollt): Oh bitte, Gretchen, das...
GH (streicht ihm verführerisch über seinen Oberkörper u. macht einen süßen Schmollmund): Tue’s für mich... und für Mehdi.
Pah! Für den mache ich gar nichts mehr. Ich hab meinen Job schon erledigt. Punkt und aus!
MM (sprachlos): Ich tue hier nichts anderes.
GH (lässt ihn los u. verschränkt ihre Arme): Das merke ich aber nicht.
Boah! Jetzt ist sie schon wieder eingeschnappt. Das gibt’s ja nicht! Ok, was macht man(n) nicht alles für eine glückliche äh... Dings hier, ne. Also Mehdi Luschenkaan, dafür werde ich dich töten müssen. Mach dich schon mal auf was gefasst! Also genieße deine Stunden mit dem Dreckstück. Es werden deine letzten sein.
MM (gibt schließlich widerwillig nach): Boah, wenn’s denn unbedingt sein muss.
Na geht doch! Ich bin so gut... in Erziehungsdingen. Hihi!

Marc ging schließlich doch unter den zufriedenen Blicken seiner Freundin auf Maria Hassmann zu, die bereits an der Garderobe stand und gerade ihren Mantel holen wollte, und packte sie unsanft am linken Arm. Sie fuhr erschrocken herum...

MH: Wa...?
MM (fällt ihr grinsend ins Wort): Bock, mit mir das Tanzbein zu schwingen, Ha... äh... Maria?
Was ist denn in den gefahren?

Maria musterte ihn, als stünde ein Außerirdischer vor ihr, und auch Gretchen schüttelte fassungslos den Kopf. Das hätte man auch durchaus charmanter formulieren können, dachte sie.

MH: Ich glaube, du solltest so langsam mit dem Alkohol für heute aufhören, Meier.
Nee, im Gegenteil, jetzt muss ich erst richtig damit anfangen. Sorry Haasenzahn, Planänderung! Und dabei hatte ich mir so was Schönes überlegt. Scheiße, und ich hab schon ein paar Hunnis dafür hingeblättert.
MM: Sehr witzig! Nee, ich meine das ernst.

Die schöne Neurologin sah ihren uncharmanten Kollegen immer noch mehr als skeptisch an, nahm dann aber auch den verräterischen Blick ihrer blonden Assistenzärztin wahr und seufzte...

Die muss sich auch überall mit einmischen und auf heile Welt machen. Nervfaktor unendlich! Stattdessen könntest du mir lieber mal erklären, was gerade mit Mehdi abgeht. Du behauptest doch immer, ihr seid so dicke miteinander. Deine Theorien von vorhin haben sich ja nicht wirklich bewahrheitet. Leider! Ach ist doch alles Bockmist hier. Ich verschwinde.

MH: Ihr müsst mich nicht bespaßen, nur weil Mehdi gehen musste.
MM (die Erleichterung ist ihm ins Gesicht geschrieben u. er dreht sich zu Gretchen um): Na Gott sei dank!

Gretchen trat an die beiden heran und gab Marc einen kleinen Klaps auf den Hinterkopf für seinen Spruch eben...

GH: Marc!
MM (fasst sich an die schmerzende Stelle u. funkelt sie böse an): Eh!
Dass sie auch immer gleich zuschlagen muss. Mein Hirn fühlt sich schon ganz weich an von der ganzen Prügelei. Also bald verlange ich Schadenersatz.
GH (ignoriert seinen bösen Blick u. widmet sich Maria): Dann lass uns wenigstens noch etwas zusammen trinken, hmm?
MH (schüttelt den Kopf): Nein, danke, ich werd jetzt auch gehen. Ihr habt sicherlich noch etwas Besseres zu tun.

Maria zwinkerte Marc zu, der seine Hände wieder in seine Hosentaschen gesteckt hatte und mit der kleinen Karte spielte. Er grinste seine Kollegin an...

MM: Eben!

Gretchen warf Marc einen giftigen Blick zu, den er gekonnt ignorierte. Maria nahm ihren Mantel entgegen, den sie sogleich überstreifte. Gretchen, die ihr dabei zugesehen hatte, fasste sich ein Herz und umarmte ihre Freundin zum Abschied...

GH: Komm gut nach Hause!
MH: Danke! War ja an sich ein netter Abend.
MM: Erträglich!
MH (reicht ihm ihre Hand zum Abschied, die er auch kurz schüttelt): Das gebe ich gerne zurück.
GH (sieht sie verständnisvoll an): Mach dir mal keinen Kopf wegen Mehdi. Das ist sein Job.
Na wenn ihr wüsstet, was für einen Job er gerade erledigt.
MH (betrübt): Ich weiß.

Maria lächelte den beiden noch einmal zu, drehte sich dann um und stieg die große Treppe hinab. Die beiden sahen ihr nach. Dann wandte sich Gretchen herum, positionierte ihre rechte Hand an ihrer Hüfte und funkelte ihren Freund sauer an...

GH: Und jetzt zu uns! Könntest du nicht einmal netter sein!

Marc grinste sie amüsiert an, schnappte sich ihre zarte Hand und zog seine schmollende Freundin zu sich heran...

MM: Ok!?

Und bevor sie überhaupt darauf reagieren konnte, hatte er schon seine heißen Lippen auf die ihren gesetzt.

Lorelei Offline

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12.01.2011 00:38
#898 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo ihr lieben zuckersüchtigen Nachteulen ,

da wir heute endlich wieder aus diversen uns wohl bekannten Gründen im Ausnahmezustand leben, gibt's den neuen Teil schon jetzt. Was den Zucker betrifft, der kommt .... wohldosiert. Keine Sorge! Aber ich will ja bei euch keine Überdosis riskieren. Ich habe nämlich gerade den neusten Ausschnitt von der heutigen Folge gesehen und stehe selbst schon kurz vorm Zuckerschock. Deshalb gehe ich es etwas langsamer an. Viel Spaß jetzt u. v.a. heute Abend! Eure Lorelei





Ein paar Minuten zuvor auf dem hoteleigenen Parkplatz

Dr. Mehdi Kaan schritt in schnellen Schritten über den schneebedeckten Gehweg. Der frische Neuschnee knirschte unter seinen Füßen. Er sah sie schon von weitem. Lässig räkelte sich die brünette Schönheit an der Beifahrertür seines Wagens. Auch sie hatte ihn kommen sehen und augenblicklich zauberte sich ein breites Lächeln auf ihr makelloses Gesicht. Auch Mehdi lächelte, je näher er ihr kam. Er fühlte sich wie ein vierzehnjähriger Teenager kurz vor seinem allerersten Date mit dem Mädchen seiner Träume. Das Wummern in seiner Brust nahm wieder zu. Gabi Kragenow ging es da genauso. Ihre in weiße Handschuhe gehüllten Hände fassten wieder an ihre linke Brust... Gott, wir waren gerade mal zehn Minuten getrennt und es fühlt sich an, als wären es zehn Jahre gewesen, dachte die verliebte Frau verwirrt und wurde tatsächlich ein bisschen rot im Gesicht. Ein schöner Teint, dachte Mehdi, als er direkt vor ihr stehen geblieben war. Einen kurzen Augenblick sahen sie sich einfach nur in die Augen und lächelten sich an. Dann senkte der verliebte Oberarzt seinen Kopf und gab seiner Herzdame einen kleinen Kuss auf den Mund. Gabi schlang glücklich ihre Arme um seinen in einen schwarzen Mantel gehüllten Körper und erwiderte seine Zärtlichkeiten. Sie fühlte sich wie im Himmel und merkte gar nicht, wie dieser seine Schleusen öffnete und dicke Schneeflocken auf die Erde hernieder rieseln lies. Mehdi löste sich von ihr, als er ein Kitzeln auf seiner Haut vernahm und wischte sich mit einer Hand eine verirrte Flocke, die sich in seinen Wimpern verfangen hatte, weg. Gabi beobachtete ihn verträumt. Es war wirklich eine magische Nacht, dachte die schöne Krankenschwester, die sonst eigentlich nie ein Auge für romantische Momente hatte. Aber mit ihm war irgendwie einfach alles anders. Mehdi lächelte Gabi verliebt an und öffnete ihr jetzt die Beifahrertür. Wie ein perfekter Gentleman half er der Schönheit beim Einsteigen...

GK: Danke!

... hauchte sie nur leise in seine Richtung und ließ sich auf den Sitz fallen. Mehdi schloss die Tür und ging um den Wagen herum. Leider sah das eher weniger elegant aus, weil er plötzlich die Bodenhaftung verlor, ausrutschte und auf seinem gut gepolsterten Hinterteil landete. Gabi hielt sich ihre rechte Hand vor ihr lachendes Gesicht. Das sah einfach zu albern aus, wie er da wie eine Schildkröte alle vier Extremitäten nach oben streckte. Der dunkelhaarige Tollpatsch rappelte sich aber schnell wieder auf, rieb sich seinen schmerzenden Po und klopfte sich den Schnee von seinem Wintermantel. Dann öffnete er mit hochrotem Kopf die Fahrertür und setzte sich, ohne etwas zu sagen und mit stur nach vorn gerichtetem Blick. Ihm war das so unendlich peinlich, dass er sich nicht traute, sie auch nur anzusehen. Aber er nahm Gabis Blicke durchaus war, die ihn breit von der Seite angrinste, was er krampfhaft versuchte zu ignorieren...

GK (schadenfroh): Das nenne ich mal einen gelungenen Auftritt.
Ich glaube, ich hab’s nicht anders verdient gehabt.
MK (dreht seinen Kopf dann doch zur Seite u. lächelt Gabi verschmitzt an): Ich trainiere täglich hart dafür.
GK (schmunzelt): Das hab ich mir schon gedacht.
Hach... er ist so süß! Zum Knuddeln!

Mehdi drehte sich lachend wieder um, schnallte sich an und steckte den Schlüssel ins Zündschloss, doch noch zögerte er, ihn umzudrehen. Er schaute wieder zu Gabi rüber, die ihn neugierig ansah...

MK: Und jetzt?
GK: Was denn?
MK: Na wo willst du hin?
GK (beugt sich zu ihm herüber u. haucht ihm verführerisch ins Ohr): Oh, war das etwa die obligatorische Frage, zu dir oder zu mir?
Oh Gott!
MK (wird rot u. beißt seine Lippen zusammen): Äh... eigentlich... nicht.
Süß! Er ist verlegen.
GK (schaut ihn verdutzt an): Und uneigentlich?
MK (sieht sie beschämt an): Naja, ich dachte... das... das ging heute schon irgendwie... dann doch... schnell und...
GK (unterbricht ihn): Du willst einen Rückzieher machen?
MK (lässt den Schlüssel los u. nimmt ihre Hand): Nein, nein, ganz sicher nicht. Es ist nur... Wollen wir das Tempo nicht ein wenig herunterfahren und... naja... alles etwas ruhiger angehen?
Naja, eigentlich hab ich gehofft, dass wir endlich mal Fahrt aufnehmen.
GK (ihre Begeisterung lässt eher zu wünschen übrig, denn eigentlich würde sie ihm schon gerne nah sein, aber sie kann ihn verstehen u. zeigt Verständnis): Wenn du das magst?
MK (senkt den Kopf ein wenig): Hmm!
Ich will doch nur diesmal alles richtig machen und nicht gleich alles überstürzen.
GK (sieht ihn entschlossen an u. streichelt seine Hand): Ok! Dann lass uns einfach irgendwohin fahren, wo wir in Ruhe äh... reden können. Ich wüsste auch schon wohin.
MK (zieht seine Hand zurück u. dreht zufrieden den Zündschlüssel herum): Ich auch.

Mehdi lächelte Gabi noch einmal verliebt an, die sich gerade anschnallte, schaute in den Rückspiegel und dann in den Seitenspiegel, setzte den Blinker und bog in die Straße ein.


Im gleichen Moment trat eine zierliche in einen dunkelblauen Mantel gehüllte Ärztin aus dem Hotel, sog einen tiefen Zug der kalten Dezemberluft in sich auf und schaute sich dann um. Sie sah noch die Rücklichter eines dunklen Wagens, der in die Hauptstraße einbog, blickte dann in den Himmel, aus dem es dicke Flocken schneite. Maria zog ihren Mantelkragen hoch. Dann schritt sie langsam die Eingangstreppe des „Aden“ hinab und begab sich zum Taxistand nebenan, der aber leider zu dieser späten Stunde unbesetzt war. Sie fluchte leise vor sich hin und vergrub ihre kalten Hände in ihren weiten Manteltaschen. Die Mittdreißigerin ertastete zufällig ihr Handy und zog es heraus. Sie schaltete es ein. Keine neuen Nachrichten. Maria war mehr als enttäuscht. Er hatte sich nicht gemeldet. Sie tippte auf der Tastatur herum und hatte plötzlich Mehdis Nummer im Display. Sollte sie ihn anrufen und fragen, ob alles in Ordnung war? Sie schüttelte den Kopf. Dann dachte er vielleicht noch, sie sei eine anhängliche Klette und das war sie nun wirklich nicht. Sie war einfach nur frustriert, dass ihr Abend nicht so verlaufen war, wie sie es sich erhofft hatte. Wahrscheinlich war er ja auch gerade im Kreissaal und bekam eh keine Nachricht mit. Sie steckte ihr Handy schließlich seufzend zurück in ihre Manteltasche. Aber seltsam war es schon. Den ganzen Abend über, der ja eigentlich „ihr“ Abend hätte werden sollen, war Mehdi schon nicht ganz bei der Sache gewesen, außer vielleicht als er sie vor ihrem blöden Ex verteidigt hatte. Das war schon edel und ritterlich von ihm gewesen. Aber die Überforderung hatte sie ihm schon angesehen. Das war wahrscheinlich wirklich zu viel für ihn gewesen, wo der Abend doch eh schon nicht so prickelnd lief. Und jetzt hatte er das Weite gesucht. Wäre sie in seiner Situation gewesen, hätte sie vermutlich dasselbe getan. Anstatt eine Rolle zu spielen, hätte sie klären sollen, dass es für sie schon längst kein Spiel mehr war. Sie wollte ihn doch. Und er? Sie mussten endlich darüber reden, das stand auf jedem Fall für Maria fest.

Die Oberärztin war so in ihren Gedanken versunken, dass sie gar nicht bemerkte, wie ein schwarzer Sportflitzer neben ihr hielt und jemand die Scheibe des Beifahrerfensters herunterließ. Erst durch seine markante tiefe Stimme erkannte sie, um wen es sich handelte...

CS: Steig ein! Ich fahr dich heim.

Der hat mir gerade noch gefehlt!

Maria sah ihren verhassten Exmann ungläubig an...

MH (zickig): Ich denk nicht mal daran.
CS (gereizt): Mann, jetzt hab dich doch nicht so. Dein Macker hat dich doch offenbar sitzen gelassen.....
Also das ist ja wohl....
MH (fällt ihm trotzig ins Wort): Hat er nicht!
CS (bohrt genüsslich in ihrer offenen Wunde): Also ich hab ihn die letzte halbe Stunde nicht gesehen.
Stand ich unter seiner Dauerbeobachtung oder was? Was denkt der sich eigentlich?
MH (klärt ihn kurz u. bündig auf): Er muss arbeiten.
CS: Ah ja!? Also ich an seiner Stelle hätte delegiert. So eine schöne Frau wie dich lässt man doch nicht allein auf Bällen zurück.
Er kann es nicht lassen!
MH (funkelt ihn böse an): Hör auf zu schleimen, Cedric! Das wirkt bei mir nicht. Vergessen? Außerdem kommt gleich mein Taxi.
CS (schaut sich kurz um u. öffnet dann von innen seine Beifahrertür): Also ich sehe keins. Komm, steig schon ein! Du holst dir sonst noch den Tod.

Maria zögerte noch einen Moment und schaute auf ihre Armbanduhr, dann griff sie doch nach der Tür, die Cedric ihr mit ausgestrecktem Arm aufhielt...

MH (droht ihm, als sie sich setzt): Aber du behältst deine Finger bei dir!
CS (lacht u. hebt seine beiden Hände unschuldig in die Höhe): Was denkst du denn von mir?
Das Schlimmste aller Welt in deinem Körper vereint, was sonst!
MH (schließt die Tür u. schnallt sich an): Ich kenn dich.
CS (grinst sie noch einmal anzüglich an u. fährt dann mit quietschenden Reifen los): Ja, war schon eine geile Zeit damals auf der Uni. Gibt es eigentlich diesen Parkplatz im Wald noch, wo wir immer nach Vorlesungsschluss an dem Klettergerüst...
MH (reißt ihre Augen weit auf u. faucht ihn an): Halt den Rand, Cedric und konzentrier dich auf die Straße!
CS: Is ja gut!

Cedric beschloss, das keifende Weib vorerst in Ruhe zu lassen, legte beide Hände ans Lenkrad und bog in die Hauptstraße ein. Maria hatte ihren Kopf zum Fenster gedreht und schaute nachdenklich auf die vorbeiziehenden Autos. An einer Kreuzung schaute Cedric verstohlen zu seiner Exfrau. Er seufzte leise. Auch wenn sie eine Meisterin des Verstellens war, so sah er doch, dass sie unglücklich war. Und das bestätigte nur seinen Anfangsverdacht, dieser Frauenarzt war nicht der Richtige für sie.

Nach zehnminütiger Fahrt erreichten sie die Frauenhoferstraße. Ohne ein Wort zu sagen, stieg Maria aus und knallte die Beifahrertür zu. Sie sah zu Mehdis Wohnungsfester rüber. Es war dunkel. Sie seufzte und stieg die beiden Treppenstufen bis zum Eingang hoch. Sie wühlte in ihrer Handtasche nach ihrem Hausschlüssel und hatte nicht gemerkt, dass Cedric ihr gefolgt war. Sie steckte den Schlüssel gerade ins Türschloss, als sie plötzlich eine Hand auf ihrer spürte, die den Schlüssel hielt. Sie schlug die Hand weg und fuhr erschrocken herum. Ihr unverschämter Exmann stand keine zehn Zentimeter vor ihr und lächelte sie unwiderstehlich an...

MH: Was soll das, Cedric?
CS: Hast du nicht was vergessen?
Das glaube ich jetzt nicht.

Cedric platzierte seinen linken Arm direkt neben ihrem Gesicht an der Glastür und kesselte sie ein. Die überrumpelte Neurologin starrte ihn irritiert an...

MH: Aber sonst geht’s dir noch gut oder was?
CS (grinst sie verschmitzt an): Bestens ja!
MH: Also wenn du jetzt irgendein Zeichen der Dankbarkeit erwartest, das kannst du vergessen. Solche Gesten hast du nicht verdient. Nacht!

Maria schlug seinen Arm unsanft weg und schloss die Tür auf. Im gleichen Moment wurde sie von einer Hand herumgedreht und spürte plötzlich sinnlichheiße Lippen auf den ihren. Ihr Körper verkrampfte sich. Schockstarre! Sie riss ihre Augen weit auf. Ein Sekunde später schupste sie den dreisten Mann von sich weg und gab ihm eine schallende Ohrfeige. Dann fiel die Tür ins Schloss.

Lorelei Offline

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13.01.2011 16:20
#899 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen!

Na habt ihr gestern gut verdaut? Gut, dann ist heute auch bei mir Martchen-Time! Die volle Dosis! Ihr wolltet es ja nicht anders. Viel Vergnügen mit dem letzten ganz besonderen Tanz des Abends! Ich freue mich wie immer sehr über euer Feedback. Danke schon mal! Eure Lorelei




http://www.youtube.com/watch?v=qmi3EPUrw6g


Derweil brach im Ballsaal des „Aden“ der letzte Tanz des Abends an, den ein sehr verliebtes Ärztepaar sichtlich in vollen Zügen zu genießen schien. Schon seit einer knappen Viertelstunde hingen Dr. Marc Meier und Dr. Gretchen Haase wieder untrennbar aneinander geklebt, so dass kein Blatt Papier mehr zwischen die beiden gepasst hätte, wenn man es versucht hätte. Nun ja fast, sie hatten sich für ungefähr eine Minute noch einmal unfreiwillig voneinander lösen müssen, als sich der charmante Pathologe Dr. Günni Gummersbach und die vor Liebesglück überschäumende Sabine Vögler, die der verliebte Mann gar nicht mehr loslassen wollte, sowie Gretchens kleiner Bruder und dessen hübsche Begleitung, die die sturmfreie Haase-Villa für ihre eigenen privaten Zwecke auskosten wollten, von den beiden „Siamesischen Zwillingen“ verabschieden wollten. Aber kaum waren die beiden wieder allein, da hingen sie auch schon wieder aneinander und strahlten sich glücklich an. Gretchen und Marc waren mittlerweile eines der letzten Paare auf der Tanzfläche. Die Kellner des „Aden“ sammelten bereits die leeren Gläser ein und räumten das von der Ärztemeute reichlich geplünderte Buffet ab. Die Swing-Band packte währenddessen ihr Equipment zusammen und die Musik lief nur noch aus der Konserve. Aber die beiden Schwerstverliebten merkten es nicht, weil sie nur noch Augen füreinander hatten und sich mal langsamer, mal schneller von der Musik treiben ließen. Selbst der ewige Tanzmuffel Meier hatte Gefallen an den rhythmischen Bewegungen gefunden, die seine bezaubernde Freundin veranstaltete. Er konnte sich gar nicht an ihr satt sehen, wie sie aufreizend ihre Hüften bewegte, wie ihre langen goldenen Haare in Wellen über ihre nackte Schultern fielen, wie sie ihren verführerischen roten Mund leicht öffnete, um leise mitzusummen, und wie ihre üppige Oberweite aufregend auf und abwippte. Ihm blieb fast die Luft zum Atmen weg, als die blonde Venus auch noch begann, ihre zarten Hände über seinen Rücken und die Poregion zu kreisen und seinen schon wohl temperierten Körper gegen ihre aufgeheizte Weiblichkeit presste. Er schluckte schwer und versuchte die sexuellen Phantasien, die immer mehr aufkamen und jegliche FSK-Gesetze brachen, zu unterdrücken. Schließlich war immer noch einer seiner früheren, sehr geschätzten Uniprofessoren anwesend, wie er im Augenwinkel mitbekommen hatte, als sich seine Augen schlossen und er seine Wange gegen ihre Wange drückte und sich nur noch die Füße zum Takt der Musik bewegten, die immer leiser wurde. Seine Sinne entschwanden. Gefühlvoll kuschelte sich auch Gretchen an den aufregenden Körper ihres Liebsten und sog seinen berauschenden Duft ein. Auch sie schloss ihre Augen und träumte lächelnd vor sich hin...


http://www.youtube.com/watch?v=GjgO1N3AbYw&feature=related


Sie sah sich in der Mitte eines großen Ballsaals stehen, der so ganz anders aussah als der des Hotels, in dem sie sich doch gerade befand. Die Wände waren aus grauem Stein und reichten meterhoch, fast bis an den Himmel, glaubte sie, beeindruckt von der Kulisse, als sie ihren Kopf nach oben streckte. Mit Gold und Spitze verzierte Stoffbanner in dunklem Rot und Grün hingen an den Wänden herab. Irgendein Wappen war darauf abgebildet, das sie nicht kannte. Es sah fast so aus, als wären die Köpfe eines sich küssenden Paars darauf abgebildet und über ihnen thronten zwei Schwerter. Oder waren es zwei Skalpelle? fragte sich die blonde Schönheit verwirrt und sah sich weiter um. Mehrere große Kronleuchter aus Holz hingen von der Decke herab. Sie waren mit weißen Kerzen bestückt, die den ansonsten eher kühlen Raum in ein warmes wohliges Licht hüllten. An den Ecken des riesigen Saals standen große Fackeln, die zusätzliches Licht schenkten. Der Ballsaal hatte keine Fenster, stellte sie irritiert fest und spürte auf einmal eine seltsame innere Beklemmtheit in ihrer Brust. War sie etwa gefangen? Doch plötzlich vernahm sie seltsame Klänge, die sie noch nie zuvor gehört hatte. Gretchen drehte sich abrupt herum. Auf einem Balkon rechts oberhalb des Eingangs, der von zwei Dienern in Ritterrüstung versperrt war, spielte eine siebenköpfige in rot-schwarz gekleidete Kapelle märchenhafte Musik. Äh... Wieso standen da zwei Ritter, fragte sich die junge Maid in dem hellblauen mit silberner Spitze und weißen Perlen verzierten weitschweifigen Kleid, die erst jetzt bemerkte, dass sie etwas ganz anderes am Leib trug als noch gerade eben auf dem Berliner Ärzteball. Gretchen fühlte sich in eine andere Zeit zurückversetzt. Sie bewunderte ihr schönes Kleid, griff nach ihren hochgesteckten und mit Perlen verzierten Haaren und fühlte sich auf einmal wie eine echte Prinzessin. Sie strahlte. Die blond gelockte Schönheit drehte sich mehrmals im Kreis und breitete ihre Arme weit aus, stoppte aber abrupt, als sie plötzlich eine warme Hand auf ihrer verspürte. Sie öffnete langsam ihre Augen und hielt den Atem an. Da stand er direkt vor ihr: Der Prinz all ihrer Träume! Augenblicklich fingen ihre blauen Augen an zu strahlen und sie lächelte. Ihm ging es genauso. Marc führte sie in die Mitte der menschenleeren Tanzfläche. Sie waren nämlich das einzigste Paar im Saal. Er drehte die wunderschöne Prinzessin einmal im Kreis, dann nahm er auch ihre andere Hand und sie begannen zu den unmodernen Klängen der Kapelle zu tanzen. Gretchen glaubte zu schweben, so sanft führte ihr attraktiver Kavalier sie durch den Saal. Jeder Schritt saß perfekt und wirkte nicht einstudiert. Wie gefangen hing sie an seinen glasklaren grünen Augen, die sie feurig anfunkelten. Und wie gefesselt sah auch er sie an. Seine Cinderella! Sie tanzten ohne Pause und ohne auch nur einmal ihre Augen voneinander abzuwenden durch die Nacht, bis die Turmuhr plötzlich Mitternacht anschlug und die liebreizende Prinzessin zusammenzuckte. Der charmante Prinz strich ihr sanft und beruhigend über den Arm und sprach sie plötzlich in einem gänzlich nicht in diese Zeit passenden Ton an... „Keine Angst, Dornröschen! In meiner Story gibt’s kein Zeitlimit. Ist sozusagen open end hier. Und Ihre Kutsche verwandelt sich auch nicht in ein Kälbchen zurück. Zur Not borg ich Ihnen meinen Ferrari-Schlitten. Äh... Aber eigentlich würde ich es sehr zu schätzen wissen, wenn Sie, meine holde Maite äh... Maid, hier bleiben würden. Meine kleine bescheidene Hütte... also Schloss, ne, is auch your castle ... oder so. Sie dürfen auch von meinem Tellerchen löffeln und in meinem Bettchen pennen, äh... wenn ich auch daneben liegen und ein wenig an Ihnen herumschrauben darf.“ Gretchen sah ihren Prinzen mit offenem Mund an. Erst jetzt fiel ihr auf, dass Marc eine seltsame Frisur trug. Und hatte er etwa...? Sie musterte ihn von Kopf bis Fuß. Er hatte tatsächlich grüne Strumpfhosen unter seinem goldenen Wams an! Hmm... Diese brachten seinen eh schon sehr ansehnlichen Hintern perfekt zur Geltung. Marc folgte ihrem sabbernden Blick und sprang plötzlich erschrocken zwei Meter nach hinten, direkt vor den großen Wandspiegel, in dem er sich ungläubig von allen Seiten betrachtete... „Scheiße eh, den Kostümbildner verklag ich!“ Gretchen folgte lachend dem eitlen Gockel und stellte sich neben ihn vor den Spiegel. Sie nahm seine Hand. Er schaute sie überrascht an. Ihre tiefblauen Augen funkelten verliebt und ihre Haare glänzten gülden. Sie lächelte ihn verschmitzt an... „Keine Sorge, mein Prinz, ich nehm dich auch so.“ „Na das will ich ja wohl hoffen“, erwiderte Marc kleinlaut, dann wirbelte er sie einmal im Kreis herum, beugte sie nach hinten und drückte seine weichen Lippen auf die ihren. Sie verschmolzen zu einem unendlichen Kuss.


Gretchen schmiegte sich an ihn und seufzte leise....

GH: Hach.... Mein Prinz Eisenherz.
MM: Bitte?

Marc lockerte seinen Klammeraffengriff und sah seine Süße verdutzt an, die offenbar gerade in ganz anderen Sphären schwebte und überhaupt nicht auf ihn reagierte. Andere Mittel mussten her! Er grinste verschwörerisch, als er sie plötzlich schwungvoll im Kreis drehte, dann nach hinten herunterbeugte und schließlich seine gierigen Lippen auf die ihren legte. Verwundert nahm er wahr, wie sie sofort leidenschaftlich in den Kuss einstieg, aber er vergaß den Gedanken schnell wieder und konzentrierte sich auf das Wesentliche. Atemlos löste sich der verknallte Chirurg irgendwann von ihr und zog sie hoch. In dem Moment machte Gretchen auch wieder ihre Augen auf und sah ihren Traumprinzen mit glasigem Blick an, während sie sich mit beiden Händen an seine starke Schulter klammerte, um nicht umzukippen. Ihre Knie fühlten sich nämlich an wie Wackelpudding...

GH (haucht verträumt): Marc!?
MM (lächelt verschmitzt, weil die Träumerin gerade zu süß kuckt): Sag mal, eine Frage, wo warst du eigentlich gerade mit deinen Gedanken?
GH (schwebt immer noch in einer Zwischenwelt, aber das Bild vom Märchenschloss verschwimmt so langsam): Bei dir zuhause.
MM (irritiert): Äh... echt jetzt?
Na du gehst ja ran! Dabei hatte ich eigentlich etwas anderes mit dir vor.
GH (schwärmt): Ja, in deinem riesigen Schloss.
MM (noch irritierter): Die mickrige Bude?
GH (verschränkt ihre Arme noch enger hinter seinem Nacken u. schmiegt sich an ihn): Hmm!
Die ist ja vollkommen weggetreten! Krass!
MM (nimmt ihre Arme von seiner Schulter u. rüttelt die schöne Träumerin einmal kräftig durch): Haasenzahn!

Endlich wachte die holde Maid aus ihrem wunderschönen Märchentraum auf und starrte ihren grinsenden Traummann erschrocken an. Sie fasste sich an ihren Kopf und schaute sich verwirrt im Ballsaal um. Sie war wieder im Hier und Jetzt angekommen. Sie seufzte enttäuscht. Ein Kellner lief gerade an den beiden Turteltauben vorbei und schaute sie böse an, weil er gerne endlich Feierabend machen wollte. Marc nickte ihm entschuldigend zu und legte seine Hand auf Gretchens Unterarm. Sie blickte ihn wieder an, war aber immer noch ziemlich zerstreut...

GH: Oh!
Aus der Traum!
MM (lächelt): Na weilst du wieder unter uns?
Wie peinlich! Aber es hatte sich so echt angefühlt. Wie im Märchen!
GH (lenkt verlegen ab): Äh... ich war nie weg.
MM (amüsiert sich über ihre sich immer dunkler färbenden Wangen): Sicher!? Du äh... wer ist eigentlich dieser Prinz Eisenherz? Und wo finde ich ihn, um ihn umzulegen?
GH (sieht ihn verwirrt an u. fährt ihm plötzlich durch seine Haare): Ich glaube, du musst mal wieder zum Friseur.
MM (klappt die Kinnlade runter): Bitte?
GH: Sie sind schon ein bisschen lang geworden. Findest du nicht? Und so eine Angela-Merkel-Topffrisur steht dir nun wirklich nicht.
Ok, auf was für einem Trip schwebt sie denn jetzt gerade? Hat die etwa noch eine Packung von den Pillen, die wir Mehdi weggenommen haben? Ich wusste gar nicht, dass die zu Halluzinationen führen können. Dreckszeug!
MM (starrt sie völlig fassungslos an): Äh... Ich glaube, wir sollten Schluss für heute machen. Du verhältst dich sehr... sehr seltsam, also im Vergleich zu sonst.
Wieso? Ich fühle mich eigentlich so wie immer. Du bist komisch! Warum hast du eigentlich die sexy Strumpfhosen ausgezogen? Ich wollte doch eigentlich gerade....
GH (verfällt schon wieder ins Träumen u. Schmachten): Hach... Das war so ein schöner Traum.
.... und so lebendig! Sein Hintern hat sich total echt angefühlt. Muss ich gleich noch mal testen.
MM (grinst, als sie plötzlich Hand an seinem Allerwertesten legt): Äh... Das hab ich mir schon gedacht.
Wie hieß das Mittel noch mal? Das muss ich mir merken!
GH (lächelt ihn verträumt an u. beginnt wieder langsam mit ihm zu tanzen, obwohl die Musik eigentlich schon längst aus ist): Wir haben getanzt.
MM (runzelt die Stirn): Wir?
GH (legt ihren Kopf an seine starke männliche Brust u. seufzt leise): Ja! Das war so schön! Hach...
Was du alles so träumst! Na hoffentlich hatte ich keine schwule Hose an.
MM (lässt sich von ihr auch ohne Musik langsam über die Tanzfläche ziehen): Das haben wir doch hier auch.
GH (hat die Augen geschlossen u. murmelt): Ja schon, nur anders halt.
MM (hat langsam genug - er hat die genervten Blicke der wartenden Angestellten wahrgenommen - u. stoppt den romantischen Tanz abrupt): Aha! Du... äh... Komm, lass uns gehen! Die wollen hier dicht machen.
GH (öffnet langsam ihre Augen): Hmm?

Gretchen schaute sich um und errötete, als sie die wartenden Blicke der Hotelangestellten bemerkte. Marc hatte Recht. Sie waren tatsächlich die letzten Gäste im Saal. Die blonde Frau hakte sich bei ihrem charmanten Kavalier unter und ließ sich von ihm hinaus führen. Sie holten ihre Mäntel von der Garderobiere ab, die die beiden nur noch müde anlächelte und dann Feierabend machte. Wie die restliche Belegschaft auch, die nun in einer kleinen Gruppe an den beiden vorbeizog und die Treppe hinunterging. An eben jener Treppe, die ins Foyer des Hotels führte, blieben Marc und Gretchen stehen. Die Assistenzärztin wollte gerade in ihren Mantel schlüpfen, als ihr Oberarzt sie davon abhielt...

MM: Lass mal! Den brauchst du nicht.
GH (sieht ihn verständnislos an): Wieso? Marc, es ist kalt draußen. Wir haben Dezember.
MM: Ich weiß! Aber wir gehen nicht raus.
GH: Was soll das denn heißen?

Marc grinste seine perplexe Freundin frech an und zog plötzlich eine schwarze Karte aus seiner Hosentasche und hielt sie ihr hin...

GH (schaut kurz darauf, dann wieder Marc fragend an): Was ist das?
MM (kratzt sich nervös hinter dem Ohr): Naja, ich hab mir gedacht... ähm... ich gönn uns mal was.

Das war eine bescheuerte Idee!

Nanu? Was...?


Gretchen blickte ihn verdattert an, dann sah sie sich die Karte noch einmal genauer an und bekam plötzlich ganz große Augen...

GH: Aber das... das ist doch...
MM (versucht sich an einer Erklärung, was ihn ziemlich ins Schwitzen geraten lässt): Jep! Das ist es. Also... Ich bin eh nicht mehr so ganz nüchtern und du ja offensichtlich auch nicht mehr.... äh... und bevor wir Stunden in der Kälte auf ein beschissenes Taxi warten müssen. Also... ich meine... nur wenn du magst?
Gott wie süüüüsssssss!!! Das ist die Überraschung oder?

Gretchen überlegte nicht lange und sprang ihrem Liebsten an den Hals und gab ihm mehrere kleine Küsschen auf die Wange, dass es ihn fast umhaute...

GH (schmachtet ihn an): Ja, ich will.
Sie freut sich! Strike!
MM (will nicht ganz so euphorisch klingen, wie er eigentlich gerade ist, u. fasst sich kurz): Gut!

Marc drückte seiner zauberhaften Prinzessin noch einen sanften Kuss auf den Mund, dann schob er sie Richtung Aufzug. Während sie darauf warteten, schaute Gretchen ihn durchdringend von der Seite an...

MM (verunsichert): Was ist?
GH (legt ihre Arme um seinen Hals u. schmiegt sich gefühlvoll an ihn): Das war der schönste Abend meines Lebens.
Also mal abgesehen von dem allerallerallerschönsten Abend meines Lebens, als ich Marc auf der Strandpromenade auf Rügen in die Arme gefallen bin und wir uns geküsst haben. Hach...
MM (peinlich berührt): Ach komm! Jetzt übertreibst du aber. Das war doch nur ein oller Ringelpietz mit Tanz und Völlerei.
GH: Gib’s doch zu! Dir hat es schon Spaß gemacht, sonst hättest du nicht bis jetzt durchgehalten, wofür ich dir im Übrigen sehr dankbar bin.
Kannst mir ja deine Dankbarkeit gleich beweisen.
MM (grinst sie anzüglich an): Ich hatte ja auch ein Endziel vor Augen.
Blödmann!
GH (sieht ihn verführerisch an): Das da wäre?
Als ob du das nicht wüsstest.
MM (fährt mit einer Hand über ihren Po): Ist das nicht ersichtlich?
Er wieder! Das ist so typisch!
GH (gespielt vorwurfsvoll): Du hast das also alles nur mitgemacht, um mich am Ende in einem Hotelzimmer zu vernaschen?
Sie hat’s erfasst! Wo bleibt eigentlich dieser verdammte Aufzug?
MM (zwinkert ihr zu): Es hat sogar einen Whirlpool.
GH (eingeschnappt): Marc, du verdirbst den romantischen Moment.
Wieso? Nackt in der Wanne ist doch auch irgendwie romantisch!
MM: Ach Süße! Ich muss dich doch mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen, bevor du mir noch ganz davon schwebst wie gerade eben.
Wieso kann er nicht der charmante Prinz aus dem Märchen sein?
GH (schmollt): Manchmal ist ein bisschen Märchen im Leben gar nicht mal so schlecht.
MM (schaut sie ungläubig an): Soll ich dir jetzt den Prinz Charming machen oder was?
GH (grinst ihn mit strahlenden Augen an): Hmm... also wenn du mich so fragst....
Och nee!!!
MM (fällt ihr grinsend ins Wort): Äh... den Spruch mit der fetten Fiona, den lass ich mal besser weg, ne.
Dieser.... GGGRRR!!!
GH (stupst ihn aufgebracht in den Arm): Eh! Wage es ja nicht!
MM (lacht): Dann eben nicht.
GH (verschränkt ihre Arme u. dreht ihren Kopf zur Seite): Blödmann!
MM (nimmt seufzend ihre Hand u. dreht sie wieder in seine Richtung): Ok, wenn du es unbedingt wissen willst, der Abend war gar nicht mal so beschissen, wie ich es befürchtet habe.
Also mal abgesehen von Mehdis unendlichem Liebeschaos.
Ich hab’s gewusst. Dann kommt er bestimmt auch zum Frühlingsball mit. Juhu!

GH (lächelt ihn an u. gibt ihm einen kleinen Kuss auf die Nasenspitze): Geht doch!

Pling! Der Fahrstuhl öffnete seine Türen.

MM: Aber wenn du jetzt denkst, dass du mich auf jedes beschissene Society-Event in Berlin schleppen kannst, dann hast du dich aber geschnitten. Das hab ich jahrelang mit meiner Mutter durch und irgendwann muss auch mal damit Schluss sein.
Schade! Aber da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, mein Lieber.
GH (verstellt sich u. lächelt ihn unschuldig an): Das hab ich nicht gesagt.
MM (hat sie durchschaut): Aber gedacht.
Mist! Also manchmal ist er mir echt unheimlich. Kann der Gedanken lesen?
GH (schaut ihn verliebt an): Ich genieße jedenfalls den Moment. Ich fühle mich gerade wie im Märchen.
MM (rollt genervt mit den Augen): Ah ja!? Dann komm, Cinderella! Der Fahrstuhl ist da.
GH (zwinkert ihm frech zu u. schlüpft an ihm vorbei in den Aufzug): Ja, Prinz Eisenherz!

Lorelei Offline

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14.01.2011 14:21
#900 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen! So wenn ihr euch von dem letzten Zuckerteil erholt habt (Danke für die Kommis übrigens. Ihr seid so süß! ), kommt jetzt die nächste Ladung, aber zunächst von einem anderen Paar. Damit keine Fragen offen bleiben, wo die beiden inzwischen abgeblieben sind. Wenn euch das zuviel Kitsch ist, müsst ihr es sagen, dann fahre ich auch gerne wieder härtere Geschütze auf. Aber ich wollte euch einfach nur beweisen, dass Mehdi immer noch Mehdi ist. Ich hoffe, mir gelingt das hiermit. Viel Spaß! Eure Lorelei




Währenddessen irgendwo in Berlin Mitte

Die schöne Krankenschwester legte ihre Arme um Mehdis Nacken, stellte sich auf ihre Zehenspitzen und drückte ihm einen kleinen innigen Kuss auf den Mund, dann sah sie ihn entschuldigend an....

GK: Entschuldige, ich hab gedacht, die haben noch auf.
MK (hält sie an der Taille fest u. sieht sie intensiv an): Das macht doch nichts. Ich hätte vielleicht auch mal auf die Uhr schauen sollen.
GK: Und was machen wir jetzt?
MK (lächelt sie verschmitzt an): Hmm... Wir könnten das hier noch ein bisschen ausdehnen.

Mehdi neigte seinen Kopf ein wenig und fuhr mit seinen weichen Lippen gefühlvoll über Gabis Hals, woraufhin sie ihre Augen schloss und einfach nur genoss, dann wanderte er über ihre Wange direkt zu ihren heißen Lippen, die er nun stürmisch küsste...

GK (im siebten Himmel): Hmm... der Gedanke gefällt mir.
MK (atemlos): Mir auch.

Und so blieb das frisch verliebte Paar noch einem Moment länger vor der verschlossenen Tür des „Mauerwerks“ am Kolleplatz stehen, aber sie wussten sich zu beschäftigen. Erst durch ein lautes Räuspern wurden die beiden auseinander gerissen. Peinlich berührt schauten sie auf den etwas untersetzten älteren Mann mit strubbeligem Vollbart, ein Obdachloser, der die beiden anpumpen wollte. Mehdi drückte ihm einen Zehn-Euro-Schein in die Hand, den er dankbar annahm und dann weitermarschierte, legte anschließend seinen Arm um Gabis Schulter und schlenderte mit ihr ebenfalls weiter...

GK (schaut ihn verdutzt von der Seite an): Wo willst du hin? Dein Auto steht doch in der anderen Richtung.
MK (bleibt vor ihr stehen, nimmt ihre Hände in seine u. verschränkt seine Finger mit ihren): Ach, ich dachte, wir könnten noch ein bisschen spazieren gehen.
GK (sieht ihn ungläubig an): Spazieren gehen? Jetzt? Es ist mitten in der Nacht.
MK (lächelt sie an u. spielt weiter mit ihren Händen): Na und? Du weißt ja gar nicht, was man alles Nachts in den Straßen von Berlin entdecken kann.
GK (wenig begeistert): Was? Dreckige Obdachlose und heruntergekommene Drogenabhängige, die einen um ein paar Kröten anbetteln, frechdreiste Straßenkids, die einen anpöbeln und Kriminelle, die dir die Handtasche klauen.
MK (seufzt): Ich glaube, du wohnst in der falschen Gegend.
GK: Äh... ich wohne hier gleich um die Ecke, falls du es vergessen hast, und ich würde viel lieber....
MK (fällt ihr ins Wort u. setzt seinen unwiderstehlichen Dackelblick auf): Ach komm!
... mit dir unter meine warme Decke schlüpfen. Hach... wäre das schön.
GK (ihr Widerstand bröckelt, als sie in seine leuchtenden Augen sieht): Und was soll da jetzt so besonders dran sein, durch den matschigen Schnee zu stapfen und sich ne fette Grippe einzufangen?
Sie ist so unromantisch!
MK (sieht sie eindringlich an): Spürst du den Zauber nicht?
GK (schaut ihn verständnislos an): Was denn für ein Zauber?
Sie ist echt eine harte Nuss. Aber ich liebe Herausforderungen.
MK (lächelt sie an): Mach mal bitte deine Augen zu!
GK: Was?
MK: Tue’s einfach!
Meine Güte, was wird das hier? Irgend so ein peinlicher Titanic-Moment oder wie? Oh, Jack, ich will nicht, dass du absäufst. ... Aber na gut, ich bin offen für Neues. Wenn es ihm so viel bedeutet.

Gabi kam seiner Aufforderung schließlich widerwillig nach und schloss ihre Augen. Mehdi lächelte zufrieden und ließ ihre Hände los. Sie spürte, wie er sich hinter sie stellte, seine starken Gynäkologenhände an ihre schmale Taille legte und sie behutsam ein paar Schritte nach vorn gehen ließ. Vor dem Eingang zu einem kleinen Park blieben die beiden stehen. Der romantisch gestimmte Frauenarzt legte seine Hände auf ihren Bauch und positionierte seinen Kopf direkt neben ihrem süßen kleinen Ohr, in das er nun leise hineinhauchte, was sie erschaudern ließ. Sie legte ihre Hände auf die seinen.

MK: Was spürst du?
GK (ungeduldig): Kann ich die Augen jetzt öffnen?
MK: Nein!
GK (hat nicht wirklich Lust auf sein seltsames Spiel): Ach Mehdi, mir ist kalt und...
MK (pustet in ihr Ohr): Shhht! Genieß es einfach!
GK (überfordert): Was?
MK: Die Stille!
GK (dreht ihren Kopf nach hinten): Die Stille? Wir sind mitten in Berlin.
MK: Eben.
GK: Mehdi, ich versteh nicht...
MK (streichelt ihre Hände): Lass es einfach auf dich wirken!

Gabi drehte sich seufzend wieder um und horchte in die Dunkelheit. Und tatsächlich... es war nichts zu hören, außer dem ruhigen Rauschen der Baumwipfel und ihrem schnellen Herzschlag, der durch den attraktiven Mann, der ganz nah hinter ihr stand und sie in den Armen hielt, ausgelöst wurde. Die junge Frau wurde merklich ruhiger und entspannte sich, was auch Mehdi zufrieden zur Kenntnis nahm... Geht doch! Sich einfach mal fallen zu lassen.

MK (startet einen erneuten Versuch): Und was spürst du jetzt?
GK (hält ihre Augen immer noch geschlossen): Ich weiß nicht. Ich... Also es ist völlig ruhig und still. Irgendwie friedlich. Der Wind hat sich gelegt. Es riecht nach Schnee und nach.... frischen Brötchen.
MK (lacht): Hast du Hunger?
GK (zieht seine Arme noch enger um ihren Körper u. schmiegt sich an ihn): Nein, obwohl... wenn du mich so fragst...
MK: Jaaaaa?
Also Hunger hab ich schon, aber ganz anderen Hunger.
GK (grinst in sich hinein): Verrat ich dir nicht.
MK (schmunzelt): Soso! Und fühlst du noch etwas?
Dass ich dich jetzt am liebsten....
GK (lächelt verträumt): Eine ganze Menge.
MK (beugt sich über ihre Schulter nach vorn u. sieht sie verliebt an): Echt?
GK: Machst du das eigentlich oft, also nachts durch die Straßen Berlins zu laufen und...
MK (fällt ihr amüsiert ins Wort): Du lenkst ab.
GK (schüttelt den Kopf): Nein, ich möchte das wirklich gerne wissen.
MK (schmiegt sich an sie): Ok! Naja manchmal, wenn ich nicht schlafen kann oder wenn ich einen klaren Kopf bekommen will. Oder nach der Spätschicht lasse ich manchmal den Wagen stehen.
GK (kuschelt sich ganz eng in seine Arme): Verstehe! Ich find’s schön.
MK (lächelt zufrieden u. genießt ihre betörende Nähe): Dachte ich mir.
GK: Aber nicht, dass du jetzt denkst, du kannst mich zu so einer peinlichen Romantikerin umpolen, die bei Liebesschnulzen anfängt Wasserfälle zu heulen. Ich steh immer noch auf Comedy und Action.
MK (ernst): Ich hab nicht vor, dich in irgendeiner Weise zu ändern. Ich mag dich nämlich so wie du bist.
GK (bekommt Herzklopfen): Echt?

Die schöne Frau drehte sich in seinen Armen zu ihm um und öffnete langsam wieder ihre Augen, die sie die ganze Zeit über geschlossen gehalten hatte. Was sie dann sah, haute sie mal wieder völlig um. Dieser so viel Liebe ausstrahlende Blick hielt sie regelrecht gefangen und sie verliebte sich noch ein Stückchen mehr in den charmanten Halbperser, der sie fasziniert anschaute...

MK: Und was fühlst du jetzt?
GK (sieht in seinen Augen hin und her u. flüstert): Uns!
MK (völlig überwältigt von seinen Gefühlen): Ich auch.

Und ehe sie sich versah, hatte Mehdi sie auch schon an sich gedrückt und küsste sie minutenlang voller Gefühl, bis er irgendwann merkte, dass sie anfing zu zittern...

MK (besorgt): Ist dir kalt?
GK (nickt verschämt): Das Kleid ist glaube ich nicht für die Wintermonate gemacht.

Mehdi lächelte sie verständnisvoll an, öffnete seinen Mantel und zog ihn aus. Gabi schaute ihm ungläubig dabei zu....

GK: Aber was machst du denn da? Es ist doch viel zu kalt. Zieh dich wieder an!
MK: Keine Sorge. Mir ist momentan noch ziemlich warm.

Mehdi zwinkerte ihr zu. Sie schüttelte ihren Kopf, hielt aber den Atem an, als er immer näher kam, seine Arme um sie ausbreitete, wobei sie einen Hauch seines betörenden Aftershaves einatmete und drohte in Ohnmacht zu fallen, und seinen Mantel über ihre Schulter legte. Gabi sah ihren aufmerksamen Verehrer verträumt an, der ihr nun den Kragen zuhielt...

GK (leise): Danke!
MK (lächelt): Gern geschehen. Lass uns weitergehen, hmm!

Gabi hing gefesselt an seinen strahlenden Augen und fand ihre Fassung erst wieder, als Mehdi ihre Hand ergriff und sich in Bewegung setzte...

GK: Du legst dich aber heute mächtig ins Zeug mit deiner Romantiknummer hier.
War das zu viel?
MK (schaut sie lächelnd an): Stört’s dich? Also ich könnte auch wieder den Macho...
GK (bleibt abrupt stehen u. hebt drohend ihre rechte Hand): Untersteh dich!

Mehdi lachte. Gabi funkelte ihn daraufhin an, ließ seine Hand los und ging ein paar Schritte alleine weiter. Dann bückte sie sich und nahm sich ein bisschen Schnee in die Hand. Sie formte einen Schneeball und schoss ihm diesen direkt ins Gesicht, dann rannte sie lachend davon. Der überrumpelte Frauenarzt rappelte sich schnell wieder und hetzte ihr hinterher. Am Ausgang des Parks hatte er sie eingeholt, schnappte sich ihren Arm und wirbelte die freche Krankenschwester herum...

MK (außer Atem): Hey! Das war aber nicht nett.
Warst du ja auch lange Zeit nicht.
GK (schmiegt sich verführerisch an seinen bebenden Körper): Du hattest die Abreibung ja auch verdient.
Ich weiß!
MK (augenblicklich wieder ernst): Verzeihst du mir?
GK (sieht ihm verliebt in die Augen): Mehdi, ich hatte dir schon verziehen, als du die Scheißtür im Hotel aufgemacht hast.
MK (überrascht): Oh!
Und ich dachte, ich hätte sie schon verloren.
GK (merkt, wie er wieder ins Grübeln gerät u. legt ihre Hand beruhigend an seine Wange): Bärchen, alles ist gut, ok? Alles ist gut.

Mehdi sah bewegt in ihren Augen hin und her und lächelte sie schließlich glücklich an, was die verliebte Frau dazu verleitete, ihrem Liebsten wieder einen Kuss zu geben, der sich schnell in eine kleine Knutscherei steigerte. Nach einem Moment voller Zärtlichkeit gingen die beiden schließlich Arm in Arm weiter, bis sie Gabis Wohnung erreicht hatten...

MK (bleibt auf der obersten Treppenstufe stehen u. schaut sie verlegen an): Da wären wir also.
Schon?
Ich könnte ewig mit dir durch die Nacht laufen.

GH (tritt nervös von einem Bein auf das andere): Hmm!
MK (wirkt ebenfalls unsicher): Hat irgendwie etwas Déjà-Vu-mäßiges.
GH (reicht ihm seinen Wintermantel, den er zögerlich annimmt u. sich über seine Schulter legt, u. sieht ihn fragend an): Du meinst wegen neulich?
MK (senkt beschämt seinen Blick): Irgendwie ja.
Ich will aber nicht, dass es wieder so abläuft wie das letzte Mal und du gehst. Ich will, dass du bei mir bleibst.
GH (sieht ihn eindringlich an): Na ich hoffe doch, dass es nicht so ist.
MK: Wie meinst du das?

Mehdi schaute seine Liebste fragend an, als diese ihren Haustürschlüssel herauskramte und ins Schloss steckte. Sie biss ihre Lippen zusammen und drehte sich wieder zu ihm um....

GH (aufgeregt): Na weil... ähm... vielleicht willst du ja diesmal... mit... hochkommen ... auf... einen... Kaffee?

Gabi sah ihr Herzblatt erwartungsvoll, aber auch etwas ängstlich an. War das jetzt zu forsch gewesen? Brauchte er noch Zeit? Aber sie hatten doch heute alles geklärt. Oder nicht? Mehdi hatte endlich verstanden und lächelte sie verschmitzt an...

MK: Nein!

Die Krankenschwester glaubte sich verhört zu haben und starrte ihren Oberarzt ungläubig an...

GK: Was?
Aber jetzt, wo doch alles klar ist, wieso will er denn gehen? Hab ich irgendetwas falsch gemacht? Ihn irgendwie bedrängt? Ich werde einfach nicht schlau aus diesem Mann.

Mehdi legte beruhigend eine Hand auf ihren Arm, weil er ihre Unsicherheit bemerkt hatte. Aber sie hatte ihn völlig falsch verstanden...

MK (schaut sie liebevoll an): Eigentlich hab ich gehofft, dass ich nicht nur einen Kaffee bekomme.
GK (sprachlos): Mehdi!
Der geht ja auf einmal ran! Gefällt mir!
MK (funkelt sie charmant an): Ich bin von einem ganzen Frühstück ausgegangen.

Gabi schaute ihren süßen Möchtegernmacho fassungslos an. Dieser grinste nur frech.

GK: Sag mal, also den Spruch hast du doch wohl überhaupt nicht nötig.
MK (lacht u. lehnt sich lässig seitlich an die Haustür): Findest du? Ich wollte ihn schon immer mal ausprobieren, wie er so ankommt.
Also das gibt es ja nicht. Was ist denn in den gefahren?
GK (verschränkt ihre Arme u. lehnt sich seitlich vor ihn an die Tür): Mehdi, ich weiß, du bist in Dating-Geschichten nicht mehr so ganz auf dem neusten Stand, aber dieser Spruch liegt seit Jahrzehnten mit weitem Abstand an der Spitze der Sprüche, die Mann nicht bringen sollte, wenn er eine Frau ins Bett kriegen will.
MK (amüsiert sich königlich): Ach?
Sie ist so süß, wenn sie sich aufregt.
GK: Der liegt noch vor dem Terroristenspruch, der eigentlich verboten gehört.
MK: Den hätte ich fast gebracht, aber bei meiner Hautfarbe sollte man das besser unterlassen, nicht dass das am Ende einer ernst nimmt.
Also dieser Mann ist echt unglaublich. Einmal so, dann wieder vollkommen anders, aber jedes Mal unfassbar süß und charmant. Also wenn ich es nicht schon hundert Prozent wäre, würde ich mich gleich noch einmal in ihn verlieben.

Gabi konnte nicht mehr an sich halten und lachte herzlich auf. Ein so süßes und ehrliches Lachen, dass es Mehdi regelrecht verzauberte. Er erwiderte ihr strahlendes Lächeln und legte plötzlich eine Hand an ihre Wange. Sie verstummte augenblicklich und sah ihn an. Ein Blick, der Bände sprach und sein Herz tief berührte. Ohne ihre Augen von ihm abzuwenden, drehte die junge Frau den Schlüssel herum und öffnete die Tür, durch die sie nun rückwärts schritt...

GK: Ok, Frühstück ist drin, aber ich muss dich warnen, in meinem Kühlschrank herrscht gähnende Leere.
MK (grinst u. folgt ihr): Ich werd's überleben. Es sei denn...
Ok, was kommt jetzt noch?
GK (bleibt wie angewurzelt in der Tür stehen): Was?
MK (lächelt sie verliebt an): Wenn du mich nicht auf der Stelle küsst.
Dieser Knallkopf! Dieser süße, unverwechselbare, aufregende Knallkopf!

Gabi überlegte eine Sekunde gespielt angestrengt, aber sie hatte dem unwiderstehlichen Charme des Halbpersers einfach nichts entgegenzusetzen. Sie packte ihn am Kragen seines Jacketts und zog ihn in das Gebäude, presste ihn dann mit ganzer Kraft gegen die nun geschlossene Haustür und küsste ihn leidenschaftlich auf den Mund....

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