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Lorelei Offline

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Beiträge: 7.270

10.12.2010 12:53
#851 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hey ihr Lieben! Nachdem ich meinen kurzen, aber sehr erfolgreichen Ausflug in die hohe Schauspielkunst beendet habe , habe ich euch wieder einen neuen spannenden Teil zusammengezimmert. Wir nähern uns gemächlich wärmeren Temperaturen. Ihr habt es so gewollt. Hier habt ihr den ersten Blick durchs Schlüsselloch! Aber ihr bräuchtet vielleicht noch eine Taschenlampe, wenn ihr überhaupt etwas sehen wollt. Viel Spaß u. schönen Start ins WE! Eure Lorelei





Gretchen Haase huschte derweil über die dunklen Flure des östlichen Bereichs der Klinik. Sie blieb schließlich vor einer schmalen Tür stehen, schaute sich einmal nach allen Seiten um, zupfte ihre Kleidung noch einmal zu Recht, strich sich mit einer Hand durch ihre Lockenmähne, die sie heute offen trug, fasste sich an ihr wild pochendes Herz und drückte mit einem süßen Lächeln auf den Lippen die Klinke herunter. Der Raum, den sie betrat, war stockduster, aber es roch noch genauso sehr nach Vanilleduftkerzen wie das letzte Mal, als sie hier gewesen war und sich heimlich in der Mittagspause mit ihrem charmanten Oberarzt zu einem kleinen Schäferstündchen getroffen hatte. Sie tastete vorsichtig an der Wand entlang nach dem Lichtschalter. Weil sie ihn nicht gleich fand, rief sie leise in die Dunkelheit...

GH: Marc, bist du hier?

Doch es blieb mucksmäuschenstill. Nur das Rauschen des eisigen Windes, der durch die Baumwipfel im nahe gelegenen Park fegte, war zu hören. Allmählich wurde es der jungen Assistenzärztin unheimlich, so ganz allein im Dunkeln im leer stehenden Ostflügel des EKH. Und es war bitterkalt. Wieso hatte sie vorhin eigentlich ihren Mantel ausgezogen? fragte sie sich jetzt kopfschüttelnd. Sie wusste doch, dass in diesem Gebäudeteil aus Spargründen eigentlich keine Heizung lief. Sie zitterte und strich sich mehrmals über ihre Arme. Gretchen wollte nicht mehr länger auf ihren verspäteten Casanova warten. Sie zog ihr Handy aus der Kitteltasche und wollte gerade Marc anrufen, um zu fragen, wo er denn bliebe, als sich im gleichen Moment eine kalte Hand auf ihrem Mund legte und eine andere auf ihren properen Hintern. Gretchen erschrak sich zu Tode und ließ ihr Handy fallen.

Das Objekt ihrer Begierde war nämlich doch ganz nah und hatte sich hinter der Tür versteckt, als diese sich langsam geöffnet hatte. Marc Meier verfolgte nämlich einen fiesen Racheplan, weil seine Süße ihn vorhin am Telefon so lange hingehalten hatte. Er wollte sie eigentlich erschrecken, hatte sich aber im letzten Moment doch dazu entschlossen, sanfter vorzugehen. Er kannte doch seinen süßen Angsthaasen ganz genau. Gretchen würde wahrscheinlich das ganze EKH zusammen brüllen und ihr kleines Versteck würde dann entdeckt werden. Deshalb hatte er sich auf Zehenspitzen herangeschlichen und vorsichtig seine rechte Hand auf ihren Mund gelegt. Er hatte mit seiner leisen Vorahnung recht gehabt. Sein Haasenzahn schrie plötzlich wie am Spieß, als wäre Freddy Krüger persönlich hinter ihr her. Marc geriet leicht in Panik und versuchte den Schreihals zu beruhigen, indem er die andere Hand auf ihren Po legte und diesen sanft streichelte. Aber genau das Gegenteil war der Fall. Der Angsthaase quiekte so laut, dass selbst seine schallschützende Hand machtlos dagegen waren. Eine andere Taktik musste schnell her. Er drehte sie, zog seine Hand langsam von ihrem Mund weg und wollte gerade seine feurigen Lippen auf die ihren legen, als er urplötzlich und völlig unerwartet die Bodenhaftung verlor und sich alsbald in der Kissenlandschaft zwei Meter weiter wieder fand.

Die dreiste Hand an ihrem Hinterteil hatte bei Dr. Haase nämlich einen Reflex ausgelöst und hatte ihre vor langer Zeit erworbenen Selbstverteidigungskünste wieder wachgerufen, was Dr. Meier nun schmerzhaft erfahren musste, als sie ihn über die Schulter nahm und zu Boden schmiss. Jetzt war es Marc Meier, der laut lospolterte...

MM: Oaaahhhh......Haasenzahn, verdammt, willst du mich umbringen? Oaaaahhhh!!!!
Oh, oh!

Gretchen hielt sich schockiert ihre Hand vor den Mund und brauchte zwei Sekunden, um zu realisieren, wen sie da gerade auf die Matten äh.... in die Kissen geworfen hatte. Ihr Herz, aufgeputscht durch das Adrenalin, das durch ihre Venen schoss, pochte wie verrückt. Sie starrte in die Dunkelheit...

GH: Marc?
MM (grummelig): Nee, Axel Schulz! JA VERDAMMT! ... Oaaaaahhhh, mein Rücken!!!
Das kann auch nur mir passieren.

Gretchen tastete vorsichtig an der Wand entlang und fand endlich den Lichtschalter, den sie sofort herunterdrückte. Das Licht flackerte kurz, dann erleuchteten die Neonröhren endlich den kleinen Raum, der früher einmal ein Behandlungszimmer gewesen war und seit einiger Zeit von zwei liebestollen Ärzten als geheimes Liebesnest zweckentfremdet wurde. Gretchen schaute zu dem Kissenmeer herunter und erkannte schließlich, was sie gerade getan hatte. Sie hatte Marc Meier flachgelegt! Wie sie es schon in der Schule mit Karsten Neumann getan hatte, damals im Sportunterricht, als sie, tollpatschig wie sie nun mal war, vom Schwebebalken auf ihn geflogen war. Oder wie sie es vor einem Jahr mit Mehdi Kaan getan hatte, der sie heute noch deswegen aufzog und wegen seiner Pseudorückenschmerzen klagte. Sofort lief sie auf Dr. Meier zu, der sich mit schmerzverzerrtem Gesicht wieder aufgerichtet hatte und sich mit einer Hand über den Rücken fuhr, kniete sich vor ihn hin, tätschelte seine andere Hand und schaute ihn besorgt an...

GH: Oh Marc, Schatz, es tut mir so leid. Tut dir was weh?
MM (stöhnt u. meckert rum): Ich hab doch geahnt, dass du mich irgendwann mal ins Grab bringen würdest.
GH: Wieso hast du denn nichts gesagt? Ich hab dich doch gerufen. Dann hätte ich nicht...
Du verdirbst auch jedem den Spaß echt!
MM (fällt ihr ins Wort): Auch wenn ich auf dich fliege, heißt das noch lange nicht, dass du mich fliegen lassen sollst. Wenn schon, dann bin ich der Pilot.

Marc sah seine Liebste mit funkelnden Augen an, richtete sich auf, packte ihre Hände, drehte sich mit ihr und drückte sie jetzt in die Kissen....

GH (protestiert): Maaahhaaarc!!!
MM (säuselt ihr verführerisch ins Ohr): Du musst mir Recht geben, dass ich jetzt eine ganz besondere Spezialbehandlung benötige.
Idiot!
GH (muss unweigerlich lächeln und kuschelt sich an ihn): Du bist unmöglich. Also tut dir nichts mehr weh?
MM (löst sich einen Zentimeter von ihr): Doch!
GH (schaut ihn voller Sorge an): Wo?
MM (nimmt ihre Hand u. legt sie lächelnd an sein Herz, das immer noch in Höchstgeschwindigkeit rast): Hier!
GH (schaut auf ihre Hand, dann in seinen leuchtend grünen Augen hin u. her): Oh!

Gretchen schmolz regelrecht dahin, als sie sein pochendes Herz ganz deutlich unter ihrer Hand spürte, und schmachtete Marc jetzt ganz verträumt an. Der verliebte Oberarzt nutzte die Gunst der Stunde, dass seine Liebste einmal sprachlos war und presste seine glühenden Lippen auf die ihren. Anfangs noch ganz sachte und zärtlich, dann immer wilder und leidenschaftlicher küssten sich die beiden Liebenden. Seine Rückenprobleme hatte Marc längst schon wieder vergessen. Und auch Gretchen war längst in andere Sphären abgetaucht....

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.270

10.12.2010 23:25
#852 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Na seid ihr schon heiß auf den nächsten Blick durchs Schlüsselloch? Na da will ich euch auch nicht mehr länger auf die Folter spannen. Aber den Jüngeren unter euch muss ich leider das Licht ausknipsen äh... die Taschenlampen wegnehmen, meine ich. FSK18! (zumindest im ersten Teil ) Also Vorsicht! Ich sehe alles. Allen anderen wünsche ich jetzt viel Vergnügen u. eine ! Lorelei




In Sekundenschnelle hatten sich die beiden verknallten Ärzte ihrer Kleider entledigt. Marc hatte seine große Liebe dann sanft auf die weichen Kissen gebettet und sich über sie gebeugt. Sie streichelten sich gegenseitig ganz zärtlich und gefühlvoll, küssten sich immer und immer wieder, tollten über die Kissenlandschaft, kicherten und schmusten miteinander. Marcs warme Lippen wanderten gierig über Gretchens grazilen Hals, zu ihrem üppigen Dekolletee und verharrten schließlich an ihren weichen Brüsten, die er mit seiner geschickten Zungenspitze sanft liebkoste. Seine flinken Chirurgenhände wanderten währenddessen über ihren mit einer dicken Gänsehaut überzogenen Körper immer tiefer, bis sie im Paradies landeten und dort ein aufregendes Spiel begannen, das Gretchen alle Sinne raubte. Sie wand sich unter seinen zärtlichen Berührungen, krallte ihre Fingernägel in eins der dunkelroten Kissen und stöhnte erst ganz leise, dann immer lauter, als er ihre erogenste Zone mit seiner Fingerkunst verwöhnte. Gretchen rieb ihren bebenden Körper voller Verlangen an dem seinen, wollte ihn endlich ganz spüren. Marc spürte, wie sie immer ungeduldiger wurde und ihre Hände fest gegen seinen Po drückte. Er lächelte, als sein Kopf sich von ihren weichen Hügeln löste und wieder langsam nach oben wanderte. Er knabberte an ihrem Ohrläppchen und raunte dann mit heiserer Stimme in ihr Ohr...

MM: Willst du das wirklich, Haasenzahn?
GH (ihre Stimme klingt erregt und leicht brüchig, als sie diesen Satz leise haucht): Ja, flieg mich zu den Sternen, Marc!

Marc lächelte zufrieden, schaute ihr einmal mehr intensiv in ihre wunderschönen funkelnden blauen Augen, die so viel Liebe und Verlangen ausstrahlten, und säuselte ebenso leise, bevor er seine Lippen wieder auf die ihren legte...

MM: Dein Wunsch sei mir Befehl.

Und so liebten sie sich schließlich ganz gefühlvoll und zärtlich, voller Liebe und Leidenschaft bis zur Extase, als sie endlich in den weiten Himmel entflogen und die Sterne zum Greifen nah waren.

Nach unglaublich aufregenden Minuten lagen sie sich glücklich und verschwitzt in den Armen. Marc hatte die Decke etwas hochgezogen, weil Gretchen zu zittern begonnen hatte. Es war immer noch kalt in dem sterilen Behandlungsraum, der in eine orientalische Märchenlandschaft verwandelt worden war. Aber Gretchen kuschelte sich an den warmen Körper ihres unglaublichen Liebhabers und ihr war schnell wieder warm. Sie sahen sich verliebt in die Augen, streichelten sich zärtlich über ihre Wangen, gaben sich hin und wieder ein kleines Küsschen und genossen den schönen Moment zusammen zu sein. Gretchen drehte sich schließlich etwas zur Seite und stützte ihren Kopf auf ihrem linken Arm, um Marc besser in die Augen sehen zu können und sprach ihn verträumt an...

GH: Das war schön.
MM (drückt sie noch näher an sich heran u. lächelt verliebt): Hmm!
Ich liebe unsere kleinen geheimen Rituale. Ich will nie wieder hier weg. Aber das wäre dann doch etwas unverschämt unseren Patienten gegenüber.
GH (hält eine Hand an seine Brust u. sieht ihn plötzlich ernst an): Aber wir sollten jetzt vielleicht langsam mal aufstehen und rüber gehen, hmm?
Nö! Ich will hier nie wieder weg. Ich will dich für immer so festhalten.
MM (schlingt seine Hände um ihre Taille u. zieht sie an sich heran): Noch fünf Minuten.
GH (lächelt): Du bist ja süß!
MM (schlägt abrupt die Augen wieder auf u. sieht sie gespielt beleidigt an): Hey nicht frech werden, Fräulein! Ich habe vorhin schwerste Rückenschäden erleiden müssen. Ich brauche jetzt Schonung!
GH (lacht u. gibt ihm einen kleinen Klaps auf den Po): Sicher!
MM (funkelt sie an): Eh!
Er ist so süß, wenn er so verschmust ist. Ich will ihn nie wieder loslassen. Dem Antrag auf fünfminütige Verlängerung wird stattgegeben.
GH (legt ihren Kopf auf seine Brust u. streicht gefühlvoll über seinen festen Bauch): Du Marc?
MM (genießt ihre Zärtlichkeiten in vollen Zügen u. schließt seine Augen wieder): Hmm?
GH: Wie war’s eigentlich beim Sport?
MM (grinst schweinisch): Nicht annähernd so anstrengend wie gerade eben.
GH (hebt ihren Kopf etwas an, schaut ihn schockiert an u. schlägt ihm ein Kissen ins Gesicht): Boah!
MM (lacht): Doch ist wahr! Du hast mich gerade zweimal zu Boden geworfen. Ich wusste gar nicht, was für Kräfte in dir stecken.
GH (steckt ihm die Zunge raus): Blödmann!
MM (drückt ihren Kopf wieder auf seine Brust u. streicht ihr eine Strähne aus dem Gesicht): Und Mehdi spielt nun mal wie ein Mädchen.
GH (blickt zu ihm hoch, ohne ihren Kopf von seinem wild pochendem Herzen zu lösen): Geht’s ihm gut?
Wenn man ihn mal kräftig durchschütteln würde, vielleicht schon. Aber ich halt mich da jetzt raus. Ist sein Ding.
MM: Er wird die Niederlage verkraften.
GH (mit ernster Stimme): Marc, ich meine psychisch.
Naja er ist etwas verrückter als sonst, aber es lässt sich noch aushalten. Die Betonung liegt auf noch.
MM (seufzt): Er ist halt Mehdi.
GH (dreht sich, legt sich auf seinen Bauch u. schaut ihm direkt ins Gesicht): Ich hab mir was überlegt.
MM (rollt mit den Augen, weil er Böses ahnt): Oje! Was kommt jetzt?
GH: Wir sollten ihn an Weihnachten mit zu uns nehmen. Ich will nicht, dass er allein zuhause hockt und ins Grübeln gerät. Meine Eltern sind auch einverstanden.
MM: Haasenzahn, hältst du das wirklich für eine gute Idee, ihm ausgerechnet deine Familie anzutun?
GH (funkelt ihn böse an): Was soll das denn heißen? Ich mache mir nur Sorgen. Das ist das erste Weihnachten ohne... ohne...
Nicht heulen, Gretchen!
Ach Liebes, du kannst nicht die ganze Welt retten.

MM (streichelt ihr sanft über den nackten Arm): Ich weiß. Du... du solltest ihn selber fragen, ob er das überhaupt möchte. Also Weihnachten feiern im Allgemeinen. Ich glaube nämlich kaum, dass er überhaupt Bock darauf hätte. Und er wollte, soviel ich weiß, eh Dienst schieben.
Er muss trotzdem mal raus. Ich meine es doch nur gut mit ihm.
GH (nachdenklich): Hmm! Aber so zwei drei Stunden nur zum Abendessen könnte er ja schon abzweigen oder?
MM (zuckt mit den Schultern): Wie gesagt, da musst du ihn schon selber fragen.
Ehrlich gesagt, glaube ich, er hat sich noch überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, in seinem beschissenen Gefühlsrausch oder was auch immer er gerade lebt.
GH (entschlossen): Das werde ich tun.
Ach Mann, diese Frau ist einfach unglaublich. Man(n) muss sie einfach lieben. Ihre ganze fürsorgliche und liebevolle Art. Ein Herz für jeden. Selbst für den größten Depp der Nation. Hach... Sollte ihr vielleicht doch mal wieder ein paar Nettigkeiten entgegenbringen. Sagen wir mal so, ein Tanz auf diesem beschissenen Spießerspießroutenlauf könnte ich ihr ja einräumen. Aber einen auf schwulen Prinzen machen und ihr den Schuh hinterher tragen, das kann sie schon mal vergessen.
MM (lenkt auf ein anderes Thema ab): Und äh... deine Shoppinghorrortour mit der Stasi-Sabsi war erfolgreich?
GH (strahlt ihn begeistert an): Jaaaa! Du wirst mich auf der Stelle fragen, ob ich dich heiraten will, wenn du mich in meinem neuen Kleid siehst.
MM (reißt die Augen weit auf u. lässt die Kinnlade fallen): Bitte?
Ok, ich streiche den Tanz. Sonst zerrt sie mich wirklich noch...... Nee, nee, nee!
GH (grinst noch mehr, als sie seinen schockierten Gesichtsausdruck bemerkt, u. streicht ihm verführerisch mit dem Zeigefinger über seine nackte Brust): Und wenn nicht, dann spätestens, wenn du siehst, was ich noch so gekauft habe.
Nein! Und sie ist doch ein verruchtes Luder. Streiche immer noch den Tanz, also zumindest den auf dem Ball. Muss die Verhandlungen mit den Anzugträgern schleunigst über die Bühne bringen, um meine Frau... äh... Haasenzahn nach Hause abzuschleppen, um mit ihr dort ganz andere Verhandlungen zu beschleunigen.
MM (mustert sie mit gierigen Augen): Jetzt wird es aber interessant. Was denn?
Als ob ich dir das verraten werde, Schatz. Ausgepackt wird erst, nachdem du mich den ganzen Abend und die ganze Nacht über die Tanzfläche geschwungen hast. Hihi!
GH (grinst ihn breit an): Also mal abgesehen von den Manschettenknöpfen für meinen Vater, die er sich schon so lange gewünscht hat, dem Wellness-Gutschein für meine Mutter in diesem neuen Spa am Wannsee und dem Buch „Medizinstudium für Dummies“ für meinen kleinen Bruder....
Also jetzt schlägt’s dreizehn!
MM (richtet sich auf u. packt ihre Handgelenke): Haasenzahn!
Oh, oh, der Tiger rührt sich. Ich packe noch eine Schippe drauf. Hihi!
GH (blitzt ihn mit feurigen Augen an): Mach dir mal keine Gedanken, Schatzi, ich schreibe auf die Grußkarten auch deinen Namen mit drauf. So brauchst du dich nicht extra noch um Weihnachtsgeschenke für meine Familie zu kümmern. Was hältst du eigentlich davon, wenn wir Jochen noch zusätzlich zu dem Buch die Teilnahme an einer unserer OPs schenken, damit er mal hautnah erleben kann, worauf er sich da eingelassen hat?
MM (hat genug von ihren Spielchen, dreht sich mit ihr, wirft sich auf sie u. beginnt sie durchzukitzeln): Haasenzahn! Ich will jetzt sofort eine Antwort auf meine Frage.
GH (windet sich lachend unter seinem aufregenden Körper): Neiiiiinnnn!!! Maaaahhaaarc!!! Hör auf!!!
MM (startet die nächste Kitzelattacke): Niemals.

Doch plötzlich ertönten beide Pieper in ihren Taschen. Marc hielt in seiner Bewegung inne, stöhnte genervt und zog ein ziemlich langes Gesicht. Gretchen, erleichtert, dass er aufgehört hatte, sie zu ärgern, krabbelte unter ihm durch zu ihrem Kittel und zog ihren Pieper heraus...

GH: Notaufnahme!
MM (fährt sich mit einer Hand übers Gesicht): Scheiße!

Gretchen nahm seine Hand und zog ihn mit hoch. Sie suchten ihre Klamotten zusammen und sprangen schnell in ihre Sachen. Dr. Haase war dabei aber schneller als Dr. Meier! Die blonde Assistenzärztin stand schon samt Kittel und zusammengebundenen Haaren an der Tür, als Marc immer noch gemächlich mit seiner Hose kämpfte. Sie schüttelte ungläubig den Kopf, grinste ihn frech an, ging schließlich noch einmal auf ihn zu, drückte dem überraschten Mann einen kleinen Kuss auf die Wange und flüsterte anschließend verführerisch in sein Ohr....

GH: Ich geh schon mal vor, Schatz. Ach und was deine Frage betrifft, schon mal was von Victoria Secrets gehört?

Marcs Kinnlade klappte in Zeitlupe nach unten. Gretchen löste sich von ihm und ging zur Tür, deren Klinke sie jetzt langsam herunterdrückte. Zufrieden spürte sie im Nacken, dass der Tiger nun endlich aus seinem Winterschlaf erwacht war. Dieser sah ihr nämlich sprachlos hinterher. In seinem Kopf spielte sich nämlich gerade ein nicht ganz jugendfreier Film ab...

MM: Du kleines Luder!

Gretchen lachte, öffnete die Tür und verschwand. Sekunden später folgte der perplexe Oberarzt seiner Assistenzärztin in die Notaufnahme, wo sie den Rest des Nachmittags verweilten und ein Blitzeisopfer nach dem anderen versorgen mussten.

Lorelei Offline

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11.12.2010 16:32
#853 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben! Ich hoffe, ihr seid noch nicht vom Winde verweht? Zu euren Fragen: liebste Kate, auf was für Gedanken du kommst? Natürlich hat Dr. Meier eine extra Putzkraft engagiert. Was denkst du denn! Und nein, ich bin nicht mit der Omma von Bora verwandt. Hab extra noch mal meinen Stammbaum gecheckt. Und ja, die Konzentration von Dr. Meier könnte nun etwas gestört sein. Ich hoffe, für ihn und die Patienten, dass er die richtigen Beine eingipst. Aber ich spare mir den Blick in die Notaufnahme, sonst würde Weihnachten vielleicht doch noch auf Ostern fallen und das will ich euch nicht antun. Aber es geht jetzt auf jeden Fall mit einem weiteren unkonzentrierten Mann weiter, der überraschend Besuch bekommt. Viel Spaß! Lorelei




An anderer Stelle in der Klinik schlich gerade eine brünette Schöne um ein ganz besonderes Zimmer herum. Doch dieses Mal zögerte sie nicht. Egal was war, sie wollte unbedingt Gewissheit, warum ER gestern so feige wieder abgehauen war, ohne sich noch einmal bei ihr zu melden, und sie mal wieder eine schlaflose Nacht allein verbringen musste. Gabi klopfte vorsichtig an die Tür. Sie lauschte gebannt und vernahm schließlich ein lautes „Herein!“. Er war also doch schon da. Sabine hatte Recht gehabt. Die schöne Krankenschwester hasste die Tage, an denen sie nicht gemeinsam Dienst hatten. Sie hatte ihn heute Morgen so vermisst. Eigentlich vermisste sie ihn immer. Und heute ganz besonders, aber nicht nur, weil es heute Vormittag hier drunter und drüber gegangen war und insgesamt sieben Geburten zu verzeichnen waren und sie bis jetzt gerade einmal zehn Minuten Pause gehabt hatte, nein, v.a. nach allem, was gestern zwischen ihr und ihrem süßen Oberarzt geschehen war. Sie hatten sich endlich geküsst. Das hatten sie zwar schon oft, aber nicht so. So intensiv und so voller Gefühl. Später hatten sie geknutscht wie schon lange nicht mehr. Sie hätten sich fast geliebt, wenn er doch noch zu ihr gekommen wäre. Warum nur hatte er sich anders entschieden? Sie suchte Antworten auf die vielen Fragen, die in ihrem Kopf herumschwirrten und sie fast wahnsinnig machten. Mit klopfendem Herzen drückte Gabi die Klinke langsam herunter und öffnete die Tür. Zögerlich trat sie in das Büro ihres Vorgesetzten. Dieser saß am Schreibtisch und schien beschäftigt zu sein, schaute aber überrascht auf, als er erkannte, wer ihm da einen unerwarteten Besuch abstattete. Sein Herz schlug augenblicklich höher, als sie langsam auf seinen Tisch zukam. Sie sah so schön aus, dachte er und legte den Stift beiseite. Schüchtern sah Gabi ihre große Liebe an, als sie vor seinem Schreibtisch zum Stehen gekommen war und die Übergabeprotokolle darauf ablegte. Auch sie war sehr aufgeregt. Mehdi war schließlich der Erste, der etwas sagte, wenn auch eher angespannt....

MK: Hallo Schwester Gabi!
GK: Dr. Kaan!

Beide mussten plötzlich loslachen. Das war doch albern, wie sie sich hier benahmen. Über das Professionelle waren sie doch schon längst hinaus. Also zögerte Gabi auch nicht. Sie ging um den großen Schreibtisch herum. Mehdi rollte mit seinem Sessel sicherheitshalber ein Stück nach hinten. Er wusste ja nicht, was sie vorhatte. Sie sah nämlich sehr entschlossen aus. Und das war sie auch. Sie parkte ihren süßen Hintern ganz dreist und unverschämt auf seiner Arbeitsplatte, ließ ihre Beine vom Tisch herunterbaumeln und lächelte ihren verdutzt dreinblickenden Chef zuckersüß an, so dass sein Herz gleich wieder etwas schneller wummerte. Der gefühlsverwirrte Oberarzt schaute die brünette Schönheit intensiv an. Gabi sah müde aus. Hatte sie eine stressige Schicht gehabt? fragte er sich besorgt. Sie hatte ihren sexy Minirock heute gegen weiße Hosen und einen eng anliegenden Rollkragenpullover getauscht. Gefahr gebannt, dachte er und schüttelte gleich wieder den Kopf. Seine alberne Verliebtheit machte ihn noch ganz kirre. Doch er lächelte sie weiterhin an. Mehdi konnte gar nicht anders...

MK (aufgeregt): Was... was gibt’s?
GK: Och nichts Besonderes. Ich wollte nur mal nach dir schauen, bevor ich hier die Biege mache, und hab dir gleich die Übergabeprotokolle von der Gerlach mitgebracht.
MK (eine leichte Enttäuschung schwingt in seiner Stimme mit): Danke! Du... du hast heute zeitig Schluss?
Leider! Aber wenn du mich ganz lieb fragst, bleibe ich vielleicht bei dir.
GK (flirtet ihn an): Hmm! Wenn du mit mir arbeiten willst, musst du schon die Dienstpläne anders legen.
MK (verlegen): Entschuldige!
GK (zwinkert ihm zu): Ach macht nichts. Ein freier Nachmittag ist ja auch nicht schlecht. Obwohl ich den schon gerne mit dir verbracht hätte.
Oh! Ich sollte vielleicht endlich Tacheles reden?
MK (setzt sich in seinem Sessel aufrecht hin, faltet seine Hände u. wirkt plötzlich viel ernster): Gabi...
GK (merkt den plötzlichen Stimmungsumschwung in seiner Stimme u. spricht ihn ganz direkt auf gestern an): Ich hab gehofft, du kommst gestern Abend noch bei mir vorbei.
Wie soll ich ihr das nur erklären?
MK (windet sich nervös heraus): Ich... ich hatte doch Doppelschicht.
Du bist so ein elender Feigling, Kaan!
GK (schaut ihn traurig an, weil er sie anflunkert): Ich hab dich gesehen.
MK (überrascht): Oh!
GK: Ich stand am Fenster und hab auf dich gewartet, aber du hast nicht geklingelt. Wieso?
MK (die Schamesröte steht ihm ins Gesicht geschrieben): Gabi, ich... ich weiß nicht... Es tut mir leid.
Er hat doch Angst!

Mehdi senkte verlegen seinen Blick. Wieso war es nur so schwer, sich ihr zu erklären? fragte er sich immer wieder. Gabi nahm schließlich Kopf nickend seine Entschuldigung an. Sie spürte, dass er schon wieder grübelte, erhob sich vom Schreibtisch und ging den einen Schritt, der sie noch voneinander trennte, auf ihn zu. Mehdi schaute sie mit großen Augen an. Sein Herz klopfte immer schneller. Sie würde doch nicht? ... Doch! Gabi setzte sich auf seinen Schoss, legte ihre Arme um seinen Hals und sah den überrumpelten Mann tief in die Augen. Er konnte sich nicht mehr rühren und schaute gebannt zwischen ihren wunderschönen braunen Augen hin und her, die ihn treu anstrahlten. Sie lächelte sanft, als sie ihn zögerlich ansprach...

GK: Wenn dir das gestern zu schnell ging, dann...
MK (unterbricht sie): Nein, nein, das... ähm... ich wollte... ich wollte dich küssen.
GK (streicht ihm liebvoll über die Wange u. senkt dann ihre Lippen auf die seinen): Das ist gut!

Sie küssten sich zärtlich auf den Mund. Es war nur ein Moment, keine fünf Sekunden lang, aber für beide fühlte er sich an wie eine kleine Ewigkeit. Zaghaft strich Mehdi ihr über ihre langen Haare. Gabi lächelte ihn glücklich an und senkte langsam ihren Kopf, um ihn auf seiner starken Brust zu betten. Sie spürte seinen deutlich beschleunigten Herzschlag. Das war ihr Antwort genug. Sie schlang ihre Arme um seine Taille und schmiegte sich wie ein verschmustes Kätzchen an ihn. Er roch so gut, stellte sie fest und schloss ihre Augen. Sie sog seinen betörenden Duft auf, als sei es ihr Lebenselixier. Sie roch so gut, stellte auch Mehdi fest und drückte die zauberhafte junge Frau noch ein bisschen enger an sich heran. Sie fühlte sich so gut an. Mehdi schloss seine Augen.

So verharrten sie einen Moment lang, bis Gabi, ohne ihn anzusehen, weil es gerade so kuschelig an seiner Brust war, ihn auf ein anderes Thema lenkte, das ihr seit dem Aufeinandertreffen mit den Weightwatcher-Zwillingen vorhin in der Umkleide nicht mehr aus dem Kopf ging. Seit wann war sie eigentlich so kitschig veranlagt und träumte von einem romantischen Abend auf einem Ball? fragte sie sich verwirrt. Da spürte sie Mehdis wild pochendes Herz in seiner Brust und wusste es wieder. Er war es!

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.270

12.12.2010 10:19
#854 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Na, seid ihr heute auch alle mit einem Lächeln aufgewacht? Ich hab den Trailer zur neuen Staffel gesehen und kann es kaum noch erwarten, dass es endlich los geht. Ich wünsche euch allen einen schönen dritten Advent und jetzt ganz viel Spaß mit dem nächsten Teil. Eure Lorelei




GK (krault verträumt seine Brust): Duuu?
MK (hat die Augen geschlossen u. streichelt ihr sanft über den Arm): Hmm?
GK (rückt vorsichtig mit ihrem Anliegen heraus): Gehst du eigentlich dieses Jahr auf den Ärzteball?
Nanu? Wie kommt sie denn darauf?
MK (schaut sie überrascht an): Ist der denn schon wieder?
Er weiß es noch gar nicht?
GK (hebt ebenso überrascht ihren Blick): Hast du die Einladung noch nicht gesehen?
MK: Wann soll die denn gekommen sein?
GK: Na ich hab dir doch gestern die Post auf den Tisch gelegt.
MK (sieht zu seinem Schreibtisch rüber u. erkennt den unberührten Stapel): Oh! Ich bin gestern nicht mehr dazu gekommen, die Post durchzuschauen.
GK (legt beruhigt ihren Kopf wieder auf seine Brust): Ach so! ... Und?
MK: Was und?
GK (versucht nicht aufgeregt zu wirken, ist es aber): Gehst du... gehst du hin?
Oh! Heißt das, sie...? Will sie etwa...?
MK (ahnt, worauf sie hinaus will, lenkt aber ab): Ich glaube nicht.
GK (hebt ihren Kopf leicht an, um ihm in die Augen sehen zu können): Nicht?
Aber wieso denn? Ich würde so gerne mit dir...
MK (schüttelt entschlossen den Kopf): Nein!
GK (fragt mit zusammengebissenen Lippen nach): Und warum, wenn ich fragen darf? Hast du Dienst?
MK (kratzt sich am Hinterkopf): Das weiß ich, ehrlich gesagt, gar nicht. Wann ist er denn überhaupt?
GK (sieht ihn zuversichtlich an): Diesen Freitag, glaub ich.
MK (fährt sich mit der flachen Hand über sein Gesicht): Oh! Das wusste ich nicht.
GK (ihre Enttäuschung schwingt in ihrer Stimme mit): Du hast Dienst!
MK: Ja!
Scheiße!
GK (wagt einen erneuten vorsichtigen Vorstoß u. malt dabei verträumt Kreise auf seiner Brust): Aber du... du könntest den schon tauschen und...
MK (fällt ihr ins Wort, nimmt ihre Hand in seine u. streichelt diese sanft; dabei schaut er sie ernst an): Gabi, hör zu, das ist nicht der einzige Grund, warum ich nicht dahin will.
Es ist meinetwegen oder? Ich bin ihm peinlich. Klar! Oh was für ein Skandal. Dr. Kaan führt die Krankenhausschlampe groß aus. Wie kann er sich nur auf so eine einlassen?
GK (tief enttäuscht): Oh!
MK (erkennt ihre Enttäuschung u. drückt versöhnlich ihre Hand): Das hat nichts mit dir zu tun.
GK (schaut überrascht auf u. äußert ihre Vermutung): Ist es...? Es ist wegen.... (sie schluckt) ... Gretchen oder? Aber das mit euch ist doch schon so lange her und du hast doch gemeint, dass du über sie hinweg bist.
Schon komisch! Sie kennt dich richtig gut.
MK (streichelt ihr sanft über die Wange): Das bin ich auch. Wirklich! Ich freu mich für die beiden. Aber...
GK: Aber was?
MK (leise): Die Erinnerungen bleiben.
Vor einem Jahr war ich der glücklichste Mensch der Welt und ich möchte den Ärzteball, also zumindest den schönen Ausgang, immer so in Erinnerung behalten.

Oh Gott! Ich bin so eine blöde Kuh! Klar, der Ärzteball. Da sind die doch letztes Jahr zusammengekommen.

GK (senkt leicht enttäuscht wieder ihren Kopf auf seine Brust): Verstehe!
MK (streichelt ihr über den Rücken u. spricht mit sanfter Stimme): Hey, das Tanzen läuft uns doch nicht weg. Es läuft uns eher hinterher.
GK (schaut dann doch noch einmal irritiert auf): Wie meinst du das jetzt?
MK (lacht): Ich hab vorhin Brad getroffen.
GK: Oje!
MK: Er hat uns quasi erneut zwangsverpflichtet.
GK (zögerlich): Du willst immer noch mit mir...?
Ja, unbedingt! Wenn wir zusammen tanzen, dann ist das wie... wie... Ich kann es kaum beschreiben. Es ist einfach schön.
MK (fällt ihr schnell ins Wort u. sieht ihr tief in die Augen): Du bist doch mein Baby! Und mein Baby tanzt nur mit mir.
GK (stupst ihn in den Arm u. lacht dabei): Du bist albern!
Aber dafür liebe ich dich. Wie konnte ich nur denken, dass er Angst hat. Er braucht nur Zeit, um aufzutauen.
MK: Ich zitiere halt gern. Aber ich habe den Dienstag fest notiert.
Ich freu mich so. Mit ihm zu tanzen ist das Schönste auf der Welt. Naja fast! Das wird nur von Sex mit ihm getoppt.
GK (schmiegt sich wieder an ihn u. fährt mit einer Hand verführerisch über seinen gestählten Brustkorb): Aber bis Dienstag ist noch lange hin.
MK: In einer Woche.
GK (säuselt verführerisch): Ich würde gerne schon eher mit dir........ üben.
Ok, jetzt wird es definitiv zu warm hier.
MK (sein Herz klopft plötzlich ganz verrückt): Nur üben?
GK (schaut mit funkelnden Augen zu ihm hoch): Hast du Angst, dass ich etwas anderes mit dir vorhabe?
MK (wird immer nervöser): Angst nicht unbedingt....
Ich glaube nur, dass ich dir bald nicht mehr widerstehen kann.
GK (sieht ihm direkt in die Augen u. erkennt seine erneuten Zweifel): Mehdi, ich will dich wirklich zu nichts drängen.
Ich will doch nur wissen, woran ich bin.
MK (seufzt u. blickt sie plötzlich ernst an): Das ist es nicht.
GK (schaut in seinen Augen gespannt hin u. her): Was dann? Ich spür doch, dass ich dir nicht egal bin.
MK (streichelt ihr gefühlvoll über die Wange): Das bist du ganz bestimmt nicht. Ich... ich hab dich... unheimlich gern.
Oh Gott, ja! Er liebt mich!
GK (drückt ihm einen gefühlvollen Kuss auf die Lippen, kuschelt sich dann zufrieden an ihn u. schließt ihre Augen): Ich hab dich auch gern, Mehdi.
MK (fasst sich verwirrt an seine Lippen, die gerade von ihr geküsst worden sind, lächelt verträumt, wirkt aber Sekunden später plötzlich wieder sehr ernst): Ich weiß! Und das ist auch das Problem. ... Also nein, nicht Problem! Äh... Nicht dass du jetzt denkst, du wärst das Problem. Nein, du... du bist toll. Ich bin es! Ich bin das Problem. Die ganze Zeit schon. Ich... ich wollte nie, dass es so kompliziert wird. Ich bin doch selber total überrascht und überfordert zugleich, dass es jetzt so ist, wie es ist. ... Also mit uns. ... Es ist einfach passiert. Es hat mich regelrecht umgehauen, als du... als wir... gestern... (beißt seine Lippen zusammen) ... Ähm... Du weißt schon. Und... ich kann einfach nicht mehr klar denken, wenn du da bist, kann nicht mehr rational handeln, mach mich völlig zum Idioten. Du weißt ja gar nicht, was gestern noch war. Nachdem wir... ähm... du weißt schon, bin ich während der OP mit Marc eingeschlafen.... Naja, jetzt nicht richtig eingeschlafen, ich hab... geträumt... ich hab die ganze Zeit an dich gedacht und hab überhaupt nichts mehr mitbekommen ... und musste mir danach wieder seine blöden Sprüche anhören. Vorhin auch schon wieder. Aber egal! ... Der Punkt ist... Ähm... Ich... ich hab dich nicht nur gern, Gabi. Ich glaube, da ist mehr... viel... viel mehr zwischen uns. Und das ist das Problem, weil ich auch... (ringt nach den richtigen Worten, aber sie kommen ihm alle falsch vor) ... Ähm... Ich weiß nicht, wie ich dir das sagen soll. Ich will dir nicht wehtun. Ich will eigentlich nur das Beste für dich, Gabi, aber ich muss ehrlich zu dir sein. ... (traut sich nicht, sie anzusehen, geschweige denn zu berühren u. fährt sich nervös mehrmals durch seine Haare) ... Da ist noch... sie! Ich weiß, du willst das nicht hören und ich fühl mich auch wirklich schäbig deswegen, aber... (atmet noch einmal tief durch u. sagt es dann doch) ... Ich... bin auch in... Ähm... also ich denke, ich bin... in euch beide ... verliebt. Ich weiß, dass klingt völlig verrückt und das kann auch für nichts eine Entschuldigung sein. Aber ich will, dass du das weißt. Ich hab nie gedacht, dass so etwas möglich ist. Ich dachte immer, das wäre nur eine Erfindung der Film- und Fernsehindustrie, aber es ist wahr. Ich fühl mich hin und her gerissen zwischen euch. Deshalb konnte ich nicht... also bin ich gestern wieder gegangen. Verstehst du?

Lorelei Offline

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12.12.2010 16:57
#855 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hey ihr süßen Schneehaasen , ich danke euch für eure Kommis. Tja, ich glaube auch, dass Gabi genauso reagieren würde, wie ihr vermutet, wenn sie es denn mitbekommen hätte. Liebe Grüße u. schönen Adventsabend noch. Lorelei




Mehdi hatte endlich alles ausgesprochen, was ihm momentan auf der Seele lag, auch auf die Gefahr hin, dass Gabi ihn jetzt verachten könnte. Er hätte es doch nur noch schlimmer gemacht, wenn er weiter geschwiegen hätte. Aber die sonst um kein Wort verlegene Krankenschwester blieb ungewohnt ruhig nach seinem Geständnis. Kein Gezeter! Keine Ohrfeige! Nichts! Der verwirrte Frauenarzt schaute vorsichtig nach unten. Die schöne Frau in seinen Armen antwortete nicht. Ein schlechtes Zeichen, dachte er und wurde immer unruhiger. Mehdi fühlte sich mies. Wie konnte er ihr das nur antun? Er hatte sie doch unheimlich gern. Und dann erzählte er ihr, dass er auch noch Gefühle für eine andere Frau hatte? Wie blöd konnte man(n) eigentlich sein? Er erinnerte sich wieder an die Szene in seinem Sprechzimmer vor ein paar Wochen, als sie ihm schon einmal seine Unentschlossenheit vorgeworfen hatte, als sie herausgefunden hatte, dass er sich immer noch mit Maria traf. Sie hatte gezetert und getobt und ihm ein Ultimatum gestellt. Er hatte es verstreichen lassen. Und jetzt steckte er mittendrin in dem Schlamassel und wusste keinen Ausweg. Er, der sanftmütige Gynäkologe, der sonst immer für jedes weibliche Problem eine Lösung parat hatte, wusste einfach nicht, wie es weitergehen sollte. Er war ein Schwein. Fast so schlimm wie der alte Marc Meier, nur mit dem feinen Unterschied, dass er tiefe Gefühle für beide Frauen hatte. Gefühle, die aber gleichzeitig den Verrat an der anderen bedeuteten und bei einer, im schlimmsten Fall bei allen drei, in einem Tränenmeer enden würden. Mehdi schloss für einen Moment seine Augen und versuchte, seine Gedanken zu sortieren, atmete dann tief durch und sah Gabi jetzt an. Er stutzte. Sie konnte doch nicht...? Doch! Er spürte ihren gleichmäßigen ruhigen Atem an seinem Hals. Ihr Kopf war auf seinem Oberkörper gebettet. Ihre rechte Hand lag ruhig auf seiner linken Brust, direkt über seinem Herzen. Sie hatte die Augen geschlossen. Sie schlief!

http://www.youtube.com/watch?v=hvn7TCxCsgg

Mehdi wusste im ersten Moment nicht, was er denken und fühlen sollte, schüttelte aber dann trotz der angespannten Situation schmunzelnd den Kopf. Da hatte er sich hier gerade einen abgemüht, ihr sein Herz auszuschütten und sie hatte überhaupt nichts davon mitbekommen. Doch er war weder verzweifelt noch erleichtert, vielmehr verzaubert von dem Anblick, der sich ihm bot. Sie war schon eine Süße, seine Gabi. Wie ein kleines Mädchen hing sie an ihm. Die ganze Situation kam ihm so vertraut vor, als würden sie jeden Tag so ihre Pausen verbringen. Und es fühlte sich verdammt gut an. Der verliebte Halbperser sah die schlafende Schönheit ganz verträumt an und streichelte ihr vorsichtig über den Kopf. Sie gab ein leises Glucksen von sich, schlief aber weiterhin den Schlaf der Gerechten...

Was machst du nur mit mir, Gabi? Ich fühle mich so sehr zu dir hingezogen. Gegen nichts auf der Welt würde ich diesen Moment jetzt eintauschen wollen. Was soll ich nur mit dir machen?

Mehdis Gedanken schweiften wieder ab. Es fühlte sich so gut an, sie im Arm halten zu dürfen, so richtig, so als ob sie genau dahin gehörte. Am liebsten würde er das immer tun wollen. ... Wieso zögerst du dann noch, dachte Mehdi irritiert. ... Vielleicht ist sie es ja und nicht... In dem Moment sprang plötzlich sein Pieper an und riss Dr. Kaan aus seinen Gedanken. Er stellte ihn schnell ab, weil er nicht wollte, dass die schlafende Schöne aufgeweckt wurde, aber da war es auch schon zu spät. Es rührte sich wieder Leben in ihrem Körper. Gabi streckte ihre Arme aus, hob langsam ihren Kopf und öffnete ihre Augen. Mehdi lächelte sie verschmitzt an.

GK (wischt sich verwirrt den Sand aus den Augen): War was?
MK (schmunzelt): Das kann man wohl sagen. Also dass du mich für so einen Langweiler hältst, hätte ich nicht gedacht.
GK (richtet sich abrupt auf u. starrt ihn schockiert an): Was? Nein, oh Gott, nein! Du bist alles andere als langweilig, Mehdi.
Sie ist so süß!
MK (lacht): Gut zu wissen! Aber du bist trotzdem eingeschlafen.
GK (schaut ihn empört an): Bin ich nicht!
MK (grinst sie an u. stupst an ihre Nase): Doch! Oder was habe ich.... (stockt plötzlich u. schaut sie nun gebannt u. leicht nervös an) ... gerade gesagt?
Ich weiß nicht, ob ich die Kraft finde, das noch einmal zu wiederholen.
GK (schaut fragend in seinen Augen hin u. her u. wird rot dabei, weil ihr etwas klar wird): Ich... ich weiß... Oh Gott, ich bin wirklich eingeschlafen?
Wie peinlich! Was denkt er denn jetzt von mir?
MK: Ja! Hattest du eine anstrengende Schicht?
GK(sieht ihn eher gequält an): Kann man wohl sagen. Ohne dich läuft hier nichts rund.
MK (lächelt u. hält seinen Pieper hoch): Dann werd ich mal schauen, was anliegt. Meine Assistenzärztin hat mich gerade angepiept. Ein Neuzugang!
GK (schaut ihn traurig an u. kuschelt sich noch einmal an ihn): Oh! Du musst gehen?
Ich will nicht, dass du gehst. Is grad so bequem hier.
MK (streicht ihr lächelnd über den Rücken): Du kannst dich ruhig hier hinlegen, wenn du müde bist.
Er ist so süß.
GK (drückt ihm einen kleinen Kuss auf den Mund, rutscht dann von seinem Schoss herunter, zupft ihren Kittel zu Recht u. lehnt sich an seinen Schreibtisch): Ich hab eh gleich Feierabend.
MK (erhebt sich ebenfalls von seinem Stuhl u. überlegt, ob er sie doch noch einmal auf sein Geständnis von eben ansprechen soll, aber er verliert den Mut): Ach so!
GK (beißt sich auf ihre Unterlippe u. sieht ihn gespannt an): Aber ich kann noch bleiben, wenn du magst. Du ... du kommst doch wieder?
Und wenn ich später mit ihr rede? In aller Ruhe?
MK (lächelt): Ich denke schon! Ich brauch dich doch...
Oh!
GK (macht große Augen; ihr Herz schlägt über vor Glück): Echt?
MK (beendet nervös seinen Satz, als er merkt, was er gerade preisgegeben hat): ... noch! Ähm... die Frau vom Jugendamt hat sich für später angekündigt.
Das hätte ich ja fast vergessen. Scheiße!
GK (besorgt): Oh! Schon?
MK: Also wenn du immer noch planst, dich um Chantal und die Kleine zu kümmern, dann hätte ich dich dann gerne bei dem Gespräch dabei.
GK (nickt ihm zu): Sicher! Wann?
MK: In einer Stunde.
GK: Weiß sie schon Bescheid?
MK: Nein, ich wollte gleich noch bei ihr vorbeisehen, aber jetzt muss ich erst mal nach dem Notfall schauen.
GK: Ich geh zu ihr und gebe Bescheid.
MK: Ok! Dann mache ich mich jetzt mal auf den Weg.

Mehdi lächelte sie an, zögerte einen Moment und gab ihr dann doch einen kleinen Abschiedskuss auf den Mund. Er löste sich schließlich von ihr, streichelte noch einmal sanft über ihre gerötete Wange und ging dann langsam zur Tür. Gabi, noch völlig umnebelt von dem Kuss, drehte sich zu ihm um...

GK: Ich warte dann hier.

Mehdi, der ebenso gerötete Wangen hatte, nickte ihr zu und traute sich dann doch noch....

MK (nervös): Ähm... Wenn du... also falls du später noch Zeit hast, ich glaube, wir sollten ... reden.

Ohne eine Reaktion von ihr abzuwarten, drehte er sich um und verschwand aus der Tür hinaus. Gabi sah ihm einen Moment lang hinterher, seufzte und machte sich so ihre eigenen Gedanken, was er wohl noch von ihr wollte, dann ließ sie sich in seinen Chefsessel fallen, mit dem sie sich verträumt im Kreis drehte... Hach... Wir sind uns so nah. Ich glaube, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er endlich ganz zu mir steht. Es war so schön, in seinen Armen zu liegen. So geborgen und beschützt. Ich will das für immer haben, dachte sie, schloss ihre Augen und ließ sich von den Millionen Schmetterlingen in ihrem Bauch zur Wolke 7 tragen.

Lorelei Offline

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13.12.2010 10:52
#856 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Ja, ich weiß, ich weiß, er hat wieder gekniffen und ich kann auch noch nicht versprechen, dass es zu einem erneuten klärenden Gespräch kommen wird, denn ihm wird noch jemand äh... ein sehr spezielles Pärchen in die Quere kommen. Bitte nicht böse sein, weil ich euch so mit den Kaanschen Gefühlswirren quäle. Ich krieg die Kurve noch. Äh... Hoffe ich. Ich wünsche euch trotzdem viel Vergnügen mit dem nächsten Teil. Schönen Wochenstart. Eure Lorelei




Einige Zeit später

Nach einer anstrengenden, aber glücklich verlaufenen Zwillingsgeburt und einem ebenso gut verlaufenen Gespräch mit der Sozialarbeiterin im Fall Chantal Kunze wollte Dr. Kaan einen Moment durchatmen und betrat das Stationszimmer der Chirurgie, goss sich einen Kaffee ein und wühlte in Sabines Schokoladenschüssel nach Milky Ways, die er sich in seine Kitteltasche packte. Nervennahrung brauchte er jetzt, bevor er sich später erneut mit Gabi traf. Der aufgeregte Gynäkologe hatte gar nicht bemerkt, dass er nicht allein in dem Raum war. Doch plötzlich hörte er hinter sich seinen besten Kumpel, Dr. Marc Meier, laut lospoltern...

MM: Boah! Ich fass es nicht. Du hast geschummelt! Das kann gar nicht sein, dass du schon wieder... Du hast die Karten manipuliert. Anders ist das hier gar nicht zu erklären.
SH (lacht aus vollem Herzen u. klatscht immer wieder vor Freude in ihre Hände, weil sie ihren liebsten und besten Freund schon wieder geschlagen hat): Hihi! Ich hab gewonnen. Ich hab gewonnen. Ich hab gewonnen.
MM (verschränkt eingeschnappt seine Arme u. lehnt sich auf seinem Stuhl zurück; doch er hält das hämische Gelächter des kleinen Zwergs nicht lange aus u. fuchtelt plötzlich wie wild vor ihrem Gesicht herum): Eh du kleines... GGGRRR.... Monster! Ich will sofort eine Revanche. Und diesmal mische ich die Karten. Klar?
SH (beruhigt sich wieder u. schaut MM mit großen Augen an): Okidoki!

Mehdi drehte sich wie in Zeitlupe um. Das kam ihm nämlich schon spanisch vor. Marc und Kinder? Das war ja wie saure Gurken mit Schlagsahne. Der Grinch und fröhliche Weihnachten. Und tatsächlich! Der Gynäkologe stutzte. Der sonst so kinderfeindlich gesinnte Oberarzt der Chirurgie saß tatsächlich mit einem kleinen dunkelhaarigen Mädchen, das ihm irgendwoher bekannt vorkam, aber er wusste nicht woher, am runden Tisch und war auf seine Karten fixiert. Mit der Kaffeetasse in der Hand trat er neugierig an das seltsame Paar heran...

MK (grinst): Na Marc, willst du mir deine neue Freundin nicht vorstellen?
MM (knirscht mit den Zähnen): Kaan?

Marc lugte überrascht über den Kartenrand und hob dabei eine Augenbraue. Er hatte seinen besten Freund nämlich noch nicht bemerkt, so konzentriert war er auf das Spiel mit der kleinen Hassmann gewesen, die ihm seine Erzfeindin vorhin dreist mit den Worten „Ich bin dann mal kurz weg“ in die Arme gedrückt hatte. Kurz? Von wegen! Das war mittlerweile über eine Stunde her. Und Haasenzahn, welche ihm die Plage, die ihn die ganze Zeit mit so einem nervigen Frage-Antwort-Spiel an den Rande des Wahnsinns getrieben hatte, Gott sein Dank abgenommen hatte, als sich der Schäfer mit seinem kleinen delikaten Problemchen verabschieden wollte und er ihm die Entlassungspapiere unterschrieb, hatte sich auch gleich wieder verdünnisiert. Wir würden ja miteinander klar kommen, hatte sie gemeint und ihn dabei hämisch angegrinst. Pah! Nichts war klar! Die kleine Rotzgöre zog ihn nämlich gerade so richtig ab. Schlimmer noch als der Fuchs beim letztjährigen Pokerturnier, aber da war er hackedicht gewesen. Hätten sie um Kohle gespielt, wäre er schon längst arm wie eine Kirchenmaus. Aber das würde er sich nicht bieten lassen. Nicht von einem Kind! Nicht von einem Mädchen! Und erst recht nicht von einer Hassmann! Diese glückliche Fügung des Schicksals, in Form eines dicken Frauenarztes, kam ihm daher gerade recht. Seine Augen formten sich zu kleinen Schlitzen und er grinste seinen Kumpel hinterlistig an....

MM: Nicht dumm rumquatschen, Kaan! Hinsetzen und mitmachen!
MK (lacht ihn aus): Hast du Angst, von einem Kind geschlagen zu werden?
Eh jetzt werd mal nicht frech, du... du... frauenverschlingendes Möchtegern...etwas!
SH (mustert den großen fremden Mann, der sich gerade neben sie an den Tisch setzt, ganz genau, lächelt ihn dann an, als sie ihn als nett eingestuft hat u. plappert munter drauflos): Er hat schon DREIMAL verloren.
MM (verteidigt sich): Hab ich nicht!
SH: Hast du wohl!
MK (lacht): Na vielleicht könnt ihr wirklich einen Schiedsrichter gebrauchen, hmm?
MM (trotzig): Sag ich doch.
Wäre doch gelacht, wenn wir die kleine Kröte nicht zusammen fertig machen könnten.

Mehdi stellte seinen Kaffeepot auf dem Tisch ab und nahm die Karten auf, die Marc gerade mit grimmiger Miene verteilte...

MK: Was spielt ihr überhaupt?
SH (mit großer Begeisterung in ihrer Stimme): Uuuuuuuuuuunooooooo!!!
MK (lächelt die Kleine an u. sieht dann provozierend zu MM): Ah... Du weißt schon, dass ich ein ungeschlagener Meister darin bin oder Marc?
MM (sieht ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an): Pff... Das musst du uns erst beweisen. Du spielst ja eigentlich für deine Verhältnisse auch ganz gut Squash, aber heute Morgen hätte dich sogar Haasenzahn mit ihrer linken Hand geschlagen.
MK (legt MM grinsend eine Karte hin, nach der dieser vier Karten ziehen muss): Eh! ... Wo steckt die überhaupt?
Dieser Arsch!
MM (funkelt ihn böse an u. zieht grummelig die vier Karten): Verabschiedet gerade das verhinderte Liebespaar.
MK (stutzt u. legt eine neue Karte ab; MM muss aussetzen): Muss ich das verstehen?
MM: Noch nicht mitbekommen, wir haben die Bauern im Haus!
MK: Bitte?
SH (macht große Augen u. lässt Mehdi jetzt zwei Karten ziehen): Echt? So mit Tieren und so?
MM (schmunzelt): Nee, die Pferde haben sie im Stall gelassen. Einiges anderes wäre vielleicht auch besser gewesen.
SH (lässt Mehdi wieder zwei Karten ziehen, der dem aber zuvorkommt u. nun Marc vier Karten ziehen lässt): Schade!
MM (stöhnt genervt, weil er schon wieder ziehen muss): Eh! Habt ihr euch gegen mich verschworen?

Mehdi und Sarah schauten erst sich an, dann lachten sie plötzlich gleichzeitig laut los. Ein richtig herzhaftes Lachen, das über den halben Flur der Chirurgie schallte und eine Person aufmerksam werden ließ...

Lorelei Offline

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13.12.2010 23:39
#857 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Sie lehnte sich an den Türrahmen zum Stationszimmer und schaute verträumt zu dem Tisch in der Mitte, an dem ihre kleine Tochter gerade mit Dr. Meier und ihrem Herzblatt, Dr. Kaan, Karten spielte. Wieso nur hatte sie solange gezögert? Offenbar verstanden sich die beiden doch blendend. So wie Sarah ihn anstrahlte und zusammen mit ihm lachte. Es würde funktionieren, dachte Dr. Hassmann bewegt. Die rührende Szene brannte sich richtig in ihr Herz und sie musste unentwegt lächeln. Das fiel auch Dr. Haase auf, die gerade das untrennbare Flitterpaar, Narumol und Joseph, die Entlassungspapiere vorbeigebracht hatte und nun ihren Marcilein von der kleinen Sarah erlösen wollte. Er sollte ja nur ein wenig mit ihr üben, für den Fall der Fälle, und nicht gleich ein Trauma fürs Leben davontragen. Der hatte vielleicht vorhin einen Aufstand gemacht, nur weil sie mal zehn Minuten weg musste. Aber anscheinend hatte er sich doch noch mit der Situation arrangiert. Gretchen stellte sich neben Maria und sah ebenfalls ganz verträumt zu ihrem Liebsten, der mit Sarah scherzte. Marc konnte wirklich gut mit Kindern, auch wenn er immer das Gegenteil behauptete. Das steckte einfach tief in ihm drin. Sie legte eine Hand auf Marias Schulter, die sich daraufhin erschrocken zu ihr umdrehte, und sprach sie leise an....

GH (flüstert): Sind die drei nicht süß zusammen?
MH (muss ihr beistimmen, die Szene war einfach nur rührend u. erweichte auch ihr Herz): Hmm!
Sarah mag ihn. Vielleicht ist es doch endlich an der Zeit? Er ist soweit oder?

Maria überlegte nicht lange, warf Gretchen einen entschuldigenden Blick zu und stieß sich dann von der Tür ab. Sie schlich leisen Schrittes langsam auf den Tisch zu. Mehdi saß mit dem Rücken zu ihr und konnte sie somit nicht sehen. Marc dagegen schon! Seine Verlierer-Miene erhellte sich augenblicklich... Jetzt wird es aber spannend! ... Er lehnte sich trotz miesen Blattes entspannt zurück und grinste seinen ahnungslosen Kumpel breit an. Verwundert nahm dieser seine veränderte Haltung wahr...

MK: Na, doch noch ein gutes Blatt bekommen, Meier?
MM (grinst Maria an, die ihn daraufhin böse anfunkelt u. ihren Zeigefinger auf ihre Lippen legt, um ihm zu verdeutlichen, dass er ja die Klappe halten soll): Och die Umstände sind eigentlich nicht übel.
Also mal abgesehen von dem jungen Mann, der sich gerade an dich heranschleicht. Upps, nein, das Gesicht... Es muss eine Gewitterziege auf der Pirsch sein. Hahaha! Auf was du alles so stehst? Unfassbar!
MK (hat mittlerweile nur noch eine Uno-Karte in der Hand): Da muss ich dich leider enttäuschen, Marc. ... (legt die letzte Karte auf den Stapel u. grinst MM triumphierend an) ... Uno!
Dir wird dein Lachen gleich im Hals stecken bleiben, wenn du merkst, dass dein Liebchen Nummer zwei hinter dir steht. Hach... wird das ein Spaß!

Doch Marc verzog keine Miene und starrte stattdessen auf die neuerdings kurzhaarige Neurologin, die nun direkt hinter dem Objekt ihrer Begierde stand und ihre rechte Hand vorsichtig auf seinen Rücken legte und ihn sanft streichelte. Mehdi zuckte erschrocken zusammen und schloss für eine Zehntelsekunde seine Augen. Er spürte, wie sich langsam von seinem Rücken aus eine Gänsehaut über seinem gesamten Körper ausbreitete, und drehte sich schließlich zu der Verursacherin herum. Sein Herzschlag setzte für einen Moment aus, als er erkannte, wer da gerade hinter ihm stand und ihn zärtlich berührte. Verstört blickte er einen Moment länger auf ihre neue Frisur, dann aber in ihre wunderschönen Augen, die ihn glücklich anstrahlten...

MK: Maaa... Maria!
MH (lächelt ihn an): Glückwunsch! Meine Sarah schlägt sonst niemand im Uno-Spielen.
MK (schaut verwirrt zwischen MH u. SH hin u. her): Deine.... Sarah? ... Du... du... bist...? Oh!

In dem Moment kreischte die Kleine auch schon los, warf ihre Karten über den Tisch und sprang ihrer Mutter freudestrahlend an den Hals. Maria ließ ihre Hand wieder von Mehdis Rücken fallen und nahm ihre Tochter in die Arme....

SH: Mami! Mami! Ich hab Marc DREIMAL geschlagen.
MM (funkelt SH böse an): Eh! Gar nicht wahr!
SH (streckt ihm frech die Zunge raus): Doch!
Diese Göre! GGGRRR!!!
MH (lacht u. gibt ihrer Tochter einen Kuss auf die Stirn): Dann muss ich dich wohl auch beglückwünschen, Schatz.
MM (eingeschnappt): Eh!

Nun kam auch Gretchen auf das kleine Grüppchen zu...

GH (zu den Hassmanns): Aber Vorsicht, er ist ein schlechter Verlierer!
MM (blitzt sie an): Haasenzahn!
Hihi! Doch bist du!

Gretchen zwinkerte ihrem geliebten Oberarzt frech zu und stellte sich hinter seinen Stuhl. Sie legte ihre Arme um seinen Hals, senkte ihren Kopf und gab ihm einen kleinen tröstenden Schmatzer auf die Wange, der Marc aber nicht genug war. Er schnappte nach ihren Händen und hielt sie fest umschlossen. Glücklich schmiegte sie sich an ihn. Mehdi blieb währenddessen ungewohnt still. Seine Gefühle fuhren mal wieder Achterbahn. Er beobachtete gebannt Maria und ihre kleine Tochter. Sie waren sich so ähnlich, nicht nur äußerlich, sondern in ihrer ganzen Art. Eigentlich hätte er es gleich wissen müssen, dass sie zu Maria gehörte. Wieso hatte Marc denn nichts gesagt? Das hätte ihm jetzt die Peinlichkeit erspart. Er wusste überhaupt nicht, was er sagen sollte. Und da war ja auch immer noch das schlechte Gewissen wegen Gabi, das er in jeder Faser seines Körpers spürte. Die Neurochirurgin setzte Sarah schließlich wieder auf den Boden ab, pflanzte sich auf ihren Stuhl, nahm sie auf ihren Schoss und umschloss sie fest mit ihren Armen. Wange an Wange saßen sie jetzt da und lächelten. Die beiden sahen so glücklich aus, dachte Mehdi verträumt und sah die beiden einfach nur an. Maria genoss derweil die intensiven Blicke ihres Herzblattes und plauderte mit ihrer Tochter...

MH: Ihr hattet also Spaß, hmm?
SH (klatscht begeistert in ihre Hände u. sieht dann zu MK): Ja! Aber ich muss mich jetzt auch äh... reh... rehwanschen, weil... weil der Mann da gewonnen hat.
MH (strahlt MK verliebt an): Der Mann heißt Mehdi, Schatz!
SH (macht große Augen u. schaut den nachdenklichen Mann jetzt ganz genau an): Oh! Der... der Mädchendoktor, Mami?
MH (haucht nur leise): Ja!
Sie hat ihr von mir erzählt?
MK (erwacht schließlich aus seinen Gedanken u. sieht die beiden etwas verlegen an): Äh... Entschuldige, Sarah, ich.... ich hätte mich vorhin vorstellen sollen. Ich bin der Mehdi.

Mehdi reichte der kleinen Sarah seine riesige Hand, die sie zögerlich, nachdem sie einen kurzen Blick auf ihre Mutter und dann auf Gretchen geworfen hatte, die ihr zunickte, schüttelte. Sie lächelte ihn kurz frech an, griff dann über den Tisch und sammelte die Spielkarten ein. Sie drückte sie Marc zum Mischen in die Hand. Dieser stöhnte nur genervt, weil er eigentlich gehofft hatte, dass er die Kleine nach der Familienzusammenführung endlich los wäre, woraufhin Gretchen ihm einen kleinen Klaps auf den Hinterkopf gab...

MM (sieht sie böse an): Eh!
SH (blickt gespannt zu ihrem großen Freund): Jetzt gewinne ich aber.
MM (schaut zu MH, die ihn nur hämisch angrinst): Da du ja jetzt einen neuen Spieler gefunden hast, kann ich ja gehen.
GH: Marc!
SH (springt sofort vom Schoss ihrer Mutter herunter, läuft schnell um den Tisch herum u. sitzt Sekunden später bei dem verdutzten Chirurgen auf dem Schoß): Nein!
MM (schaut vorwurfsvoll zu ihr herunter u. hält sie mit einer Hand am Bauch fest, damit sie nicht noch runterplumpst): Ja sag mal!
Gott, ist das süß! (GH)
Die Kleine hat ja einen richtigen Narren an ihm gefressen. Ich wusste gar nicht, dass die sich kennen. (MK)
Hmm.... Das ist meine Chance! (MH)

MH (wirft GH einen kurzen unmissverständlichen Blick zu, steht von ihrem Stuhl auf u. beugt sich provozierend zu Marc rüber): Das willst du doch sicherlich nicht auf dir sitzen lassen, Meier, von einem Kleinkind geschlagen worden zu sein oder?
Dieses Biest! GGGRRR!!!!
MM (faucht leise u. mit zusammengebissenen Zähnen zurück): Das kriegst du alles irgendwann mal wieder.
Och um mit meinem Mehdi allein zu sein, nehme ich sogar deine Rachegelüste in Kauf.
GH (nimmt Marias Platz ein u. sieht ihren motzenden Freund herausfordernd an): Aber nicht heute. Ich verteilte die Karten.
Äh... Haasenzahn, was wird das jetzt?
MM (reicht ihr widerwillig die Karten): Du kannst Uno?
GH (zwinkert ihm verführerisch zu, so dass ihm gleich wieder ganz anders wird): Marc, du weißt doch, in mir stecken viele versteckte Talente.
Ja und die werde ich heute noch aus dir herauskitzeln. Das ist schon mal so sicher wie das Amen in der Kirche.
MM (räuspert sich mehrmals umständlich, woraufhin ihm Sarah, die immer noch auf seinem Schoss sitzt, besorgt mehrmals auf den Rücken klopft, weil sie denkt, er hätte sich verschluckt): Eh, sag mal, hörst du auf jetzt! ... (Sarah zieht verlegen ihre Hand weg u. sieht ihn jetzt herzzerreißend mit großen Kulleraugen an, so dass er gar nicht anders kann u. ihr kurz über den Kopf wuschelt; sie strahlt sofort wieder u. er wendet sich seufzend an GH) ... Das musst du mir erst beweisen.
GH (grinst ihn frech an): Gerne!
MH (hat dem peinlichen Geturtel der beiden eine Weile geduldig zugehört, ergreift aber nun das Wort, weil sie ja noch etwas vorhat): Wie dem auch sei, ich... wir... Also äh... Könntet ihr noch mal eine Weile auf Sarah aufpassen?
GH (nickt ihr wissend zu): Sicher!
Wie süß! Sie will mit Mehdi allein sein. Hach... Für die Liebe helfe ich doch gerne aus.
MM (schockiert): Was?
GH (besänftigend): Marc, Maria und Mehdi haben doch noch etwas äh... zu besprechen.
MM: Ich wüsste nicht was.
Nur weil die ihn ficken will, mach ich ihr doch nicht den Babysitter. Pff... Kann sie vergessen!
MH (nimmt Mehdis Hand u. zieht den überrumpelten Frauenarzt von seinem Stuhl hoch): Das geht dich auch nichts an, Meier. Aber danke, dass du solange auf meine Süße aufpasst.
MM (sieht irritiert zu, wie MH seinen Freund zur Tür zieht): Eh! Das war noch nicht ausdiskutiert.
GH: Marc, jetzt lass sie doch!
Und der dumme Idiot sagt überhaupt nichts dazu? Was hat die mit ihm gemacht? Ihn hypnotisiert? Scheiße! Wieso immer ich? Warum ist das ausgerechnet jetzt so ruhig in der Notaufnahme? Vorhin war hier der Teufel los. Könnten nicht noch ein paar Glatteisopfer eingeliefert werden? Ich will handwerken. Sofort!
MK (weiß nicht, wie ihm geschieht u. hakt nervös nach): Was hast du vor?
MH (lächelt ihn zuckersüß an): Komm mit!

Mehdi folgte der schönen Brünetten zögerlich auf den Flur hinaus. Er konnte nichts dagegen tun. Maria hatte etwas an sich, das ihn immer noch wie magisch anzog. Und so gingen sie zusammen in Richtung Aufzug...

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14.12.2010 13:59
#858 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen! Gehe ich recht in der Annahme, dass euch die aktuellen Kaanschen Entwicklungen nicht besonders zusagen? Ich weiß gar nicht, was ihr habt. Ist doch gar nichts passiert. Naja, ich glaube, ich schiebe erst mal einen versöhnlichen Martchen-Teil dazwischen. Viel Spaß mit der Kleinfamilie Meier! Eure Lorelei




Dr. Meier verfluchte seinen liebeskranken Volltrottelfreund, was sich in einem lauten Seufzer entlud. Er setzte dann seine kleine Freundin wieder auf dem Boden der Tatsachen ab und zeigte mit einer Hand auf den freien Stuhl ihm gegenüber...

MM: Setz dich wieder hin! Ich will nicht, dass du mir in die Karten schaust.
SH (pflanzt sich lachend auf den zugewiesenen Stuhl): Du wirst ja eh verlieren.
GH (lacht ebenfalls): Genau!
MM (funkelt die beiden Mädels böse an): Eh!
Das ist eine hinterlistige Verschwörung. Ich werde mich an dir rächen, Kaan. Das schwöre ich hiermit feierlich.
SH (nimmt ihre Karten auf, die Gretchen gerade verteilt hat u. schaut neugierig zu ihr rüber): Was hat Mami denn mit Mehdi vor?
MM (kleinlaut): Na die wird ihn jetzt hoffentlich ordentlich...
GH (reißt schockiert die Augen weit auf): Maaarc!
... hart rannehmen und ihm wieder Verstand einflößen. Und wehe er heult mir noch mal wegen dem Dreckstück vor! Dann würde meine Rache erbarmungslos werden. Ich hocke hier doch nicht umsonst mit dieser Nervensäge rum, wenn er dann doch wieder umschwenkt. Das sind schließlich kostbare Minuten, in denen ich Leben retten und Haasenzahn wegen ihrer sündigen Wäsche belästigen könnte.
MM (rollt mit den Augen): Äh... ja, was Ärzte halt zu besprechen haben.
Geht doch!
SH (akzeptiert seine Antwort u. legt eine schwarze Karte ab): Ach so!
MM (schimpft u. zieht vier Karten vom Stapel): Du kleine Kröte!
Und ob er ein schlechter Verlierer ist! Er ist so süß, wenn er sich aufregt. Aber es heißt doch immer, Pech im Spiel.... Hach... ja! Liebe!
GH (legt lachend eine Karte ab): Tja, da hast du wohl endlich mal deinen Meister gefunden.
MM (gestikuliert wild mit den Händen herum): Pff... Das hier ist definitiv das letzte Spiel. Hab keinen Bock mehr.
GH (zieht ihn auf): Ich wusste gar nicht, dass wir hier „Mensch, ärgere dich nicht spielen“?
Und du Haasenzahn kriegst heute auch noch dein Fett weg.
SH (lässt MM wieder vier Karten ziehen u. schaut mit großen Augen zu GH): Habt ihr das auch da? Wir könnten auch....?
MM (zählt eingeschnappt seine mittlerweile fünfzehn Karten in der Hand u. faucht sie an): Nichts da! Nein!
Spielverderber!
GH (lächelnd zu SH): Was hältst du davon, wenn wir nach dem Spiel mal zu den Babys rübergehen, hmm?
SH (klatscht begeistert in ihre Hände u. verliert dabei fast ihre letzten beiden Karten): Oh ja!
MM (wird immer grummeliger): Das ist jetzt nicht dein Ernst?
Das ist verdammt noch mal Kaans Job und nicht unserer.
GH (hat ebenfalls nur noch zwei Karten): Doch! Ich glaube, du könntest auch ein paar Minuten Entspannung gebrauchen.
MM (hebt ungläubig eine Augenbraue): Bitte? Da wüsste ich aber bessere Therapien als schreiende Gören.
Er ist unmöglich echt!
SH (schreit plötzlich laut auf u. klopft dabei mehrmals auf den Tisch): Uno!!!
MM (kuckt kurz betröppelt aus der Wäsche u. schmeißt schließlich seine Karten entnervt auf den Tisch): Na super!
Scheißtag heute!
GH (sammelt die Karten zusammen u. schaut dann auffordernd zu MM): Also was ist jetzt?
MM (rafft sich auf): Das kriegst du alles wieder, das ist dir schon klar oder?
GH (steht lachend auf, nimmt Sarah an die Hand u. zwinkert ihm zu): Das will ich ja wohl hoffen.
MM (sprachlos): Boah!
Sie ist so ein Luder! Unfassbar! Das mit Victoria Secrets das klären wir aber noch!
SH (versteht die Zusammenhänge nicht u. hat ihre ganz eigene Theorie, worüber ihre beiden Betreuer gerade sprechen): Ach? Liegt euer Baby auch da?
MM (reißt schockiert die Augen weit auf u. muss sich am Tisch festhalten): Bitte was?
GH (ist auch kurz irritiert): Äh... wir haben noch kein....
MM (fällt ihr schnell ins Wort u. stellt es sofort klar): Und das wird auch noch lange so bleiben.
Tzz.... Soweit kommt’s noch.
GH (wirft MM einen enttäuschten Blick zu u. geht dann mit Sarah zur Tür): Marc!
Na toll! Der Hoffnungsschimmer von vorhin ist wieder dahin.
SH (dreht sich noch einmal fragend zu MM um): Wieso?
MM (kratzt sich hinterm Ohr u. folgt den beiden auf den Flur hinaus): Äh... Naja... wieso... nicht.
Das ist echt nicht mein Thema. Boah und Haasenzahn kuckt auch schon wieder wie ein angeschossenes Reh. Eh wir waren uns doch einig, dass das nicht sein muss..... also jetzt.
SH: Ihr seid aber schon voll alt.
MM (sprachlos): Was?
GH (versucht es ihr zu erklären, während sie den Gang zur Gynäkologie hinter laufen): Sarah, Schatz, weißt du, manchmal wartet man noch ein bisschen, bis man sich sicher ist, dass man das wirklich will.
SH: Versteh ich nicht. Mami hat mich gleich gewollt.
GH (streicht ihr liebevoll über den Kopf): Ja, weil du auch so eine süße Schnecke bist.
MM (fühlt sich gezwungen auch noch etwas dazu zu sagen u. geht vor SH in die Knie): Es ist halt noch nicht der richtige Moment da, weißt du. Ich und Gretchen, wir haben ziemlich lange gebraucht, bis wir äh... zusammengekommen sind. Wir wollen halt noch ein bisschen Zeit alleine... also nur miteinander verbringen.
Oh! Das war ja richtig gefühlvoll. Hach... Marc! Du bist der beste, tollste, verständnisvollste, liebevollste Mann und vielleicht irgendwann Familienvater, den ich kenne.
SH: So wie Mami mit Mehdi?
Ok!? Hier steig ich aus.
GH (weiß nicht, was sie sagen soll u. schaut Hilfe suchend zu MM, der sich wieder erhoben hat): Äh...
MM (zwinkert SH zu): Naja fast.
Wenn er sich denn mal entscheidet, was wohl noch Jahre dauern wird.
SH: Das ist gut.

Sarah nahm zufrieden Marcs Hand und ließ sich von ihm zum Fenster des Säuglingszimmers bringen. Er hob sie sogar auf seine Schultern, damit sie besser sehen konnte. Gretchen lehnte sich daneben an die Wand und schaute den beiden verträumt zu... Vielleicht ist der richtige Moment ja gar nicht mehr so lange hin?

Lorelei Offline

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14.12.2010 21:46
#859 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

In der Zwischenzeit hatte Maria ihren Mehdi in die Cafeteria entführt. Eigentlich hatte sie gehofft, ihm im Aufzug noch etwas näher zu kommen. Aber kurz bevor sie den heute ihr gegenüber extrem zurückhaltenden Mann küssen konnte, hatte Schwester Sabine mit ihrer Eroberung Günni Gummersbach den Fahrstuhl betreten und sie und Mehdi in ein belangloses Gespräch verwickelt. Warum musste diese Nervensäge auch immer im ungünstigsten Moment auftauchen? dachte Maria verzweifelt, ließ sich aber nichts anmerken und stellte sich ihrem neuen Kollegen vor, den sie bisher nur vom Namen her kannte. Und so war das verhinderte Pärchen schließlich unfreiwillig in der Cafeteria gelandet. Komischerweise schien Mehdi das aber ziemlich recht zu sein. Er hatte sich dann schnell in die wartende Schlange an der Essensausgabe eingereiht, während Maria sich nur einen Kaffee aus dem Automaten geholt und sich im hinteren Teil des Speisesaals an einen Tisch gesetzt hatte, wo sie geduldig auf ihn wartete. Nach endlosen Minuten stieß er dann auch endlich zu ihr. Er hatte ein Tasse Capuccino und ein großes Stück Schokoladenkuchen auf seinem Tablett. Er hatte ihr charmanterweise auch einen Teller mit einem kleineren Stück mitgebracht. Lächelnd schob er ihn zu ihr rüber und setzte sich dann auch an den Tisch....

MH (lächelt ihn an): Danke, aber eigentlich mag ich solche Kalorienbomben nicht so sonderlich.
MK: Ach komm, du kannst es dir doch leisten, Maria. Der ist wirklich lecker. Die machen hier gerade österreichische Woche und das ist eine Original-Sachertorte.
MH (dreht den Teller skeptisch hin und her, nimmt sich dann doch die Gabel u. bricht sich ein kleines Stück ab, das sie sich dann zögerlich in den Mund schiebt): Was du nicht sagst?
MK (schiebt sich auch gerade die Gabel in den Mund): Lecker oder?
Nicht so lecker wie du!
MH (nickt u. nimmt sich noch ein Stück, denn der Kuchen war wirklich ein Traum): Hmm!
Dafür muss ich wieder drei Stunden Joggen! Oder wir suchen uns ein freies Zimmer und haben hemmungslosen Sex? Aber irgendwie scheint er heute nicht in Stimmung zu sein. Was er wohl hat?
MK (mit vollem Mund): Und... wasch... wolltescht du von mir?
Dich, du Idiot!
MH (legt ihre Gabel beiseite, schaut ihn eine Weile verliebt an, bemerkt dabei, dass er einen Schokokrümel am Mundwinkel kleben hat, streicht diesen mit ihrem Zeigefinger weg u. leckt sich dann lasziv die Schokolade vom Finger): Kannst du dir das nicht denken?
Ooooohhh!
MK (ihm wird ganz anders bei dem sinnlichen Anblick; er fasst sich an seine Lippe, lächelt u. senkt verlegen seinen Blick u. stochert dann nervös in seinem Kuchen herum): Ähm... ja!?
Er ist so süß, wenn er verlegen ist. Zum Anknabbern!
MH (startet einen weiteren Annäherungsversuch u. legt verführerisch lächelnd ihre Hand auf seinen Oberschenkel, woraufhin er zusammenzuckt, die Gabel fallen lässt u. sie mit großen Augen anschaut): Ich wollte mal nach dir schauen, ob du auch keinen Blödsinn machst.
MK (gerät langsam ins Schwitzen u. sein Puls rast immer schneller): Oh!
Sie ahnt etwas oder? Ich muss endlich mit ihr reden! Ich kann das nicht länger...
MH (streichelt verführerisch sein Bein hoch): Ich dachte, du antwortest noch auf meine Nachricht gestern.
Oh! Das... das hab ich ja ganz vergessen. Ich war da gerade... bei... Oh! ... Du bist so ein mieser Mistkerl, Kaan. Das kann so nicht mehr weitergehen.
MK (schluckt schwer, ringt nach Worten u. schaut immer wieder nervös auf ihre Hand auf seinem Oberschenkel): Ich hab... ich muss...
MH (stützt ihren Kopf mit ihrem Arm u. schaut MK verführerisch an): Warst du so beeindruckt von meinem Anblick?
Äh... was?
MK (sieht sie irritiert an, weil er mittlerweile den Faden verloren hat): Dein... deine Haare...?
Gott wie niedlich. Hab ich ihn schon so verwirrt? Eine perfekte Ausgangskonstellation, um ihn zu fragen.
MH (streicht sich mit ihrer freien Hand über ihre neue Kurzhaarfrisur): Gefällt’s dir?
MK (schaut sie an): Es... ist... anders.
MH: Gut oder schlecht anders?
MK (lächelt sie an u. legt seine Hand auf ihre, die immer noch auf seinem Oberschenkel parkt): Natürlich gut anders. Du... du siehst wunderschön aus, Maria.
MH (lächelt zurück u. verschränkt unter dem Tisch ihre Finger mit seinen): Danke! Das wollte ich hören.
MK (wird endlich etwas lockerer u. lässt ihre Berührung zu): Hast du Sarah die Klinik gezeigt oder warum seid ihr hier?
MH: Sie ist nicht das erste Mal hier. Ich wollte nur ein paar Unterlagen holen, nach einem Patienten schauen und natürlich nach dir.
MK (lenkt verlegen ab): Oh! Und da hast du dir ausgerechnet Marc als Babysitter ausgesucht?
MH: Ich hab ihn mir nicht ausgesucht. Sarah war’s selber. Sie ist leider Gottes total in ihn verknallt.
MK (verschluckt sich an seinem Kaffee, löst seine Hand aus Marias Griff u. hustet hinter vorgehaltener Hand laut los, bis seine hübsche Kollegin ihm mehrmals zärtlich über den Rücken streicht u. er verstummt): Echt jetzt?
MH (lacht): Naja, mir soll es recht sein. So haben Gretchen und ich beide was davon.
Ich ganz viel von dir und sie kann ihren Marcischnuckiprinzen auf Kinderfeindlichkeit äh... -freundlichkeit testen.
MK (nimmt sich wieder ein Kuchenstück u. schiebt sich die Gabel in den Mund): Er lernt mit. Bei meiner Lillymaus hat er sich noch total dämlich angestellt, aber sie hat ihn trotzdem vergöttert...
MH (fällt ihm schnell ins Wort u. ergreift seine Hand, die nun ruhig neben der Gabel auf dem Tisch liegt): Willst du jetzt wirklich über Meier reden?
Oh! Ich muss... Ich wollte doch...
MK (schüttelt verlegen den Kopf): Nein, nicht wirklich. Ich hatte die große Dosis schon heute Morgen.
... endlich mit ihr reden. Marc hat vollkommen Recht. Ich muss herausfinden, an wem mir mehr liegt. Und ich muss mit offenen Karten spielen. Ich muss ihr von ihr erzählen, auch wenn es sie verletzen wird und ich vielleicht damit alles kaputtmache, was zwischen uns ist. Aber wie fange ich an? Ich... Verdammt, wieso fällt mir das so schwer?
MH (mustert mit Argusaugen seinen muskulösen Oberkörper u. leckt sich lasziv über die Lippen): Ich hab schon gehört, dass du mit ihm trainieren warst.
Weil ich... ich... Was? Wie? Training? Oh!
MK (bemerkt ihre gierigen Blicke u. wird etwas rot): Naja, trainieren ist jetzt übertrieben, eigentlich...
Ok, so kommen wir nicht weiter. Direkt ist immer noch die beste Technik.
MH: Mehdi?
MK: Ja?
MH (streichelt ruhig über seine Handinnenfläche u. sieht ihm dabei direkt in die Augen): Hast du am Freitag schon was vor?
MK (schaut sie überrascht an): Oh!
Sie...sie will auch? Das hätte ich mir gleich denken können. Sie will bestimmt eine Revanche wegen letztem Jahr. Was mache ich denn jetzt? Unter den ganzen komplizierten Umständen kann ich doch nicht....
MH (sieht ihn gespannt an u. hält seine Hand fest umschlossen): Und?
Wieso muss das Leben nur so kompliziert sein? Ich will dir wirklich nicht wehtun, Maria, aber...

Lorelei Offline

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15.12.2010 13:55
#860 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Wer ein Winterwonder(horror)land erleben möchte, dem empfehle ich heute eine Reise ins Osterzgebirge. Ich stelle euch schnell den neuen Teil rein, dann muss ich auch schon wieder raus schippen. Eingeschneite Grüße. Lorelei




MK (atmet tief ein u. sagt es dann einfach): Ich muss arbeiten.
Was ist das denn für eine Ausrede? Zählt nicht.
MH (gibt sich mit dieser Antwort nicht zufrieden u. sieht ihm verführerisch in die Augen, während sie gefühlvoll mit ihrer Fingerspitze über seine Hand streicht, Finger für Finger): Das wird sich doch sicher noch ändern lassen oder? Ich suche nämlich noch nach einer charmanten Begleitung für den Ärzteball.
MK (zieht seufzend seine Hand von ihr weg u. schaut sie ernst an): Ich kann wirklich nicht, Maria.
MH: Ich hab noch einen gut bei dir wegen letztem Jahr.
MK (hat ein schlechtes Gewissen): Ich weiß, wie das letztes Jahr gelaufen ist, das war...
MH (fällt ihm schnell ins Wort): Schwamm drüber!
MK (sieht sie erleichtert an, aber bleibt hart): Es geht nicht, Maria. Der Dienstplan steht. Und an dem Tag feiert doch Frau Dr. Gerlach mit ihrem Sohn Kindergeburtstag. Das steht schon lange fest. Ich kann nicht tauschen und ehrlich gesagt... hatte ich eh nicht vor, dahin zu gehen.
MH (grinst): Auf den Kindergeburtstag?
MK (ist nicht zum Spaßen zumute): Nein, den Ärzteball.
Wieso wehrt er sich denn so dagegen? Da steckt doch noch mehr dahinter?
MH (ist dann doch enttäuscht): Wieso? Aber doch nicht wirklich wegen letztem Jahr? Ich hab dir doch schon längst verziehen, dass du mich an dem Abend sitzen gelassen hast.
Als ob ich nicht gewusst hätte, dass du sie nur mit mir eifersüchtig machen wolltest.
MK (senkt seinen Blick): Trotzdem!
Oder ist es doch wegen ihr? Hat das denn nie ein Ende?
MH: Du willst dir nicht antun, wie Gretchen mit dem Meier übers Parkett fegt, hmm?
MK (blickt überrascht auf): Gretchen geht auf den Ärzteball?
MH: Ja!
Marc hat das heute Morgen gar nicht erwähnt.
MK: Das wusste ich gar nicht. Marc hasst eigentlich solche Veranstaltungen.
Ich hätte den Chef ja auch gern vertreten, aber mich fragt ja keiner in dem Saftladen hier.
MH: Er wurde sozusagen von höchster Instanz berufen.
MK (steht auf dem Schlauch): Hä?
MH (stöhnt): Das Meierlein darf auf dem Event Chef spielen und der Haase seine First Lady.
MK: Bist du neidisch?
MH: Wärst du das nicht?
MK: Der Professor vertraut ihm.
MH (verschränkt seufzend die Arme): Ja, leider. Und deshalb müssen wir auch ein Gegengewicht bilden.
MK (hebt eine Augenbraue): Bitte?
MH: Naja jetzt rein theoretisch.
Was rede ich hier eigentlich für einen Blödsinn? Konzentrier dich! Ja, das ist etwas schwierig, denn er sieht mal wieder so was von heiß aus.

Sie gibt keine Ruhe. Ich finde es ja süß, dass sie mit mir gehen will, aber ich kann nicht. Ich hab vorhin erst Gabi abgesagt. Es fühlt sich einfach nicht richtig an, wenn ich jetzt mit ihr gehen würde. Es geht einfach nicht. Das würde doch alles nur noch komplizierter machen.


Mit einer gehörigen Portion schlechtem Gewissen, das sich bei jedem Gedanken an die sexy Krankenschwester noch verdreifachte, versuchte Dr. Kaan weiterhin aus der Sache wieder herauszukommen. Aber er hatte nicht mit der Hartnäckigkeit einer verliebten Neurologin gerechnet, die entschlossen war, an jenem Ballabend den Deckel endlich zuzumachen.....

MK: Maria, ich würde wirklich gerne, aber...
MH (zieht ihren letzten Joker): Kein Aber! Außerdem schuldest du mir noch etwas. Und damit meine ich nicht eine Entschädigung für deine Abfuhr letztes Jahr.
MK (überrumpelt von ihrer Entschlossenheit): Oh!
MH (lächelt ihn zuckersüß an u. tätschelt erneut seine Hand): Oder hast du schon deine Einzugs- äh... Handwerkersause mit dem Haasen und dem Meier vergessen? Die Wette! Ich hab noch immer einen Wunsch bei dir frei und den fordere ich jetzt von dir ein.
Wie konnte ich das vergessen? Wie konnte ich überhaupt vergessen, was wir zusammen erlebt haben? Vielleicht hat sie Recht. Ich wollte doch mehr Zeit mit ihr verbringen, sie noch besser kennen lernen, herausfinden, was das zwischen uns ist und dann weitersehen... Vielleicht wäre der Ärzteball ja doch die Gelegenheit. Ich weiß es nicht. ... Oh, mir schwirrt so der Kopf. ... Nein, das geht nicht, erst muss ich es ihr sagen! Das ist nur fair.
MK (ringt nach Worten): Maria...
MH (lässt ihn gar nicht erst zu Wort kommen u. säuselt verliebt in sein Ohr): Und ich habe heute Morgen ein sündhaftteures Kleid besorgt. Du hast also gar keine andere Wahl. Du kannst nur noch ja sagen.
Was machst du nur mit mir?
MK (muss plötzlich lachen): Du bist dir deiner Sache ziemlich sicher, hmm?
Ich krieg immer alles, was ich will. Und im Moment will ich nur dich.
MH (rückt noch ein Stückchen näher an ihn heran u. drückt seine Hand): Vielleicht! Also was ist jetzt, Mehdi? Ich will doch nur wieder etwas mehr Zeit mit dir verbringen, schön essen, reden, tanzen, knutschen. Ich hab das mit dem Vermissen nämlich ernst gemeint.
Und dieser Abend wird sicherlich die perfekte Einstimmung für die Wiederholung meines Geständnisses neulich. Wir müssen endlich klare Verhältnisse schaffen. Dieses Hin und Her ist doch nichts Wahres. Ich will endlich mit dir zusammen sein. Willst du das nicht auch?
MK (sieht ihr tief in die Augen): Ich hab dich doch auch vermisst.
Aber....
MH (schaut erwartungsvoll in seinen Augen hin u. her): Dann gehen wir zusammen? Bitte! Ich glaube, wir sollten endlich mal...
MK (vollendet ihren Satz): ... reden?
MH: Unter anderem, ja!
MK (überlegt noch einmal eine Minute lang, dann sagt er doch leise zu): Ok!
Ich muss endlich herausfinden, was ich wirklich will. Vielleicht hilft mir ja dieses Date. Wenn wir offen alles ansprechen, dann... dann... Ja, so machen wir das.

Maria kuschelte sich zufrieden einen Moment lang an den Arm ihres Liebsten, lächelte ihn verliebt an, nahm dann ihre Gabel wieder in die Hand und aß glücklich das Stück Torte auf. Dann sahen sie sich eine Weile einfach nur Händchen haltend an. Jeder hing seinen eigenen Gedanken nach, bis Maria irgendwann die Stimme erhob...

MH: Vielleicht sollten wir Meier endlich mal von meiner Schnecke erlösen, hmm?
MK (immer noch in Gedanken): Hmm!

Mehdi trank seinen Cappuccino aus, stand auf und schaffte das Tablett weg, während Maria am Ausgang auf ihn wartete....

Lorelei Offline

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15.12.2010 22:46
#861 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo noch mal! Das ist ja lieb, dass ihr euch schon um Mehdis Weihnachtsgeschenke sorgt. Mal sehen, was sich machen lässt. Die Bidis unter euch sollten jetzt vielleicht besser die Augen zu machen. I'm so sorry!




Zur gleichen Zeit trat eine müde Krankenschwester im 7. Stock aus dem Fahrstuhl. Sie war nach dem leidigen Besuch der Sozialarbeiterin noch eine Weile bei Chantal geblieben und hatte alles Nötige mit ihr besprochen, denn morgen würden sie und die kleine Celine aus dem Krankenhaus entlassen werden. Gabi, die morgen eigentlich frei gehabt hätte, würde die beiden mittags abholen, mit der Teenymutter noch restliche Besorgungen machen und dann ihre Wohnung kindgerecht gestalten. Denn ganz so vorbereitet, wie sie anfangs behauptet hatte, war die junge Mutter noch nicht. Sie hätte ja eigentlich auch noch einen ganzen Monat Zeit gehabt, die restlichen Sachen zu besorgen, aber ihre kleine Tochter besaß schon jetzt einen Dickkopf und hatte es sich anders überlegt. Und das Jugendamt wollte natürlich auch ihre Lebensumstände überprüfen und hatte sich für nächste Woche bei Chantal zuhause angemeldet. Gabi würde ihr natürlich auch dabei mit Rat und Tat zur Seite stehen. Es machte ihr Freude, sich um den Teeny zu kümmern. Das erste Mal in ihrem Leben tat sie etwas Sinnvolles und Nichteigennütziges und es machte sie richtig stolz. Aber sie hatte die beiden auch schon längst in ihr Herz geschlossen. Doch jetzt war sie hungrig. Seit dem Frühstück hatte Gabi nichts mehr zu sich genommen. Deshalb wollte sie, bevor sie sich gleich mit Mehdi traf und dann nach Hause fuhr, noch schnell eine Kleinigkeit in der Kantine essen. In ihrem Kühlschrank herrschte eh Ebbe und es waren ja gerade Österreichische Wochen in der Cafeteria, wie Schwester Sabine ihr vorhin mit großer Begeisterung vorgeschwärmt hatte. Gedanken verloren trat Gabi aus dem Aufzug. Sie blickte zufällig nach vorn zum Eingang der Cafeteria und wollte gerade loslaufen, als sie noch in der Bewegung erstarrte. Was sie nämlich genau dort an der Tür sah, hinterließ einen tiefen Stich in ihrem Herzen. Ihr Mehdi hielt Maria Hassmann gerade die Tür auf, scherzte mit ihr und sie fummelte die ganze Zeit an seinem Kittel herum. Gabi wusste nicht, was sie in dem Moment denken oder fühlen sollte. Sie wusste nur eines: weg! Sie versteckte sich hinter einer Säule, fasste sich an ihr Herz und hoffte inständig, dass sie sich vertan hatte, dass er dort nicht mit dieser frustrierten Ziege stand, dass er sie in den Wind geschossen hatte, dass er nicht mehr an sie dachte, dass er sie vergessen hatte, aber da hörte sie auch schon ihre immer näher kommenden Schritte und ihre deutlich hervorstechenden Stimmen. Die Hassmann flirtete ungeniert mit dem attraktiven Halbperser. Gabi wurde schlecht und sie hielt sich eine Hand vor den Mund. Sie rührte sich nicht. Sie konnte sich nicht mehr bewegen. Sie war zu einer Salzsäule erstarrt. Sie atmete nicht. Ihr Herzschlag setzte aus. Und als sie ein paar wenige Wortfetzen dieser offensichtlichen Turtelei mitbekam, riss es ihr förmlich den Boden unter den Füssen weg. Mit allerletzter Kraft hielt sie sich mit einer Hand an der Marmorsäule fest, die ihr Schutz bot............

MH (versucht immer wieder vergeblich seine Hand zu greifen): Ich freu mich.
MK (geht nicht darauf ein, weil er sich von Kollegen beobachtet fühlt, die Richtung Cafeteria laufen u. die zu tuscheln beginnen, nachdem sie an den beiden vorbei gelaufen sind): Ich... mich... auch.
Er freut sich sie zu sehen? Aber... Was ist denn mit unserem Treffen? Hat er mich schon vergessen?
MH (bleibt plötzlich vor ihm stehen u. sieht ihn direkt an): Du weißt schon, dass ich dich diesmal nicht wieder loslassen werde.
Was hat das zu bedeuten? Hat er sich etwa für sie entschieden? Wie... wie kann er das tun? Wir haben uns doch vorhin noch glücklich in den Armen gelegen? Hat er das schon vergessen? Bedeutet ihm das nichts? Bedeute ich ihm nichts?
MK (hat wieder ein furchtbar schlechtes Gewissen): Wie das letztes Jahr auf dem Ärzteball gelaufen ist, das... das tut mir wirklich leid. Ich hätte dir gleich sagen sollen, dass ich in Gretchen verliebt war und ich eigentlich sie fragen wollte.
Gretchen? Der Ärzteball? Oh! Der Ärzteball! Das glaube ich jetzt nicht. Er geht mit DER auf den Ball und mir tischt er so eine scheinheilige Ausrede auf. Und ich hab auch noch Verständnis gezeigt. Wie blöd kannst du eigentlich sein, Gabi?
MH (grinst ihn an u. geht rückwärts weiter): Ach Schwamm drüber! Hauptsache ich bekomme dieses Jahr den letzten Tanz.

Die beiden hatten mittlerweile den Fahrstuhl erreicht. Seine Türen öffneten sich gerade. Sie ließen die Fahrgäste vorbei und stiegen ein. Dieses Mal waren sie allein in der kleinen Stahlkammer. Gabi lugte vorsichtig hinter der Säule hervor und sah ihnen nach. Aber was sie dann beobachtete, ließ sie endgültig von der rosaroten Wolke fallen, auf der sie die letzten drei Tage geschwebt war...

MH (packt ihm am Kragen seines Kittels u. kommt ihm gefährlich nah): Und ich wüsste, wie du das alles wiedergutmachen könntest.

Im gleichen Moment schlossen sich auch schon die Türen. Gabi drehte sich um und ließ sich an der Säule langsam zu Boden sinken. Sie hatte keine Kraft mehr in den Beinen. Ihr Schmerz saß so tief. Ihr Herz blutete. Ihre Augen brannten. Erste Tränen suchten ihren Weg nach oben. Sie versuchte sie zu verdrängen, aber sie war einfach zu schwach und ließ sie schließlich zu. Wie konnte sie nur so blind sein? dachte sie verzweifelt. In den letzten glücklichen Tagen hatte sie keinen Gedanken mehr verschwendet an ihre lästige Nebenbuhlerin. Sie hatte doch seine Liebe ganz deutlich gespürt bei jeder einzelnen Berührung. Vorhin in seinem Büro doch auch. Sie hatte in seinen Armen gelegen, hatte sich geborgen und beschützt gefühlt. Endlich war sie am Ziel ihrer Träume angelangt, hatte sie geglaubt. Und er war doch auch glücklich gewesen. Das hatte sie ganz genau gefühlt. Und jetzt? Wieso tat er ihr das an? Warum traf er sich immer noch mit ihr, nach allem, was sie miteinander hatten? Das konnte doch alles nicht wahr sein? Immer mehr Tränen sammelten sich in ihren Augen. Sie hatte es nicht einmal gemerkt. Still liefen sie ihre Wange hinunter und waren Ausdruck ihrer tiefen Verzweifelung. Sie wusste nicht, wie lange sie schon so da hockte. Sie war unfähig, sich zu rühren. Ihre Arme hatte sie um ihre Knie geschlungen. Ihren Kopf hatte sie darauf gebettet. Sie hatte die Augen geschlossen. Nie mehr wollte sie aufwachen. Doch plötzlich wurde Gabi durch eine Stimme aus ihrer Verzweifelung gerissen...

GT: Gabi, mein Gott, alles ok mit dir? Wieso sitzt du denn hier auf dem kalten Boden? Aber... aber du weinst ja. Was ist denn passiert? Kann ich dir irgendwie helfen?

Durch einen dicken Tränenschleier schaute die Krankenschwester vorsichtig nach oben und erkannte das besorgte Gesicht von Gordon Tolkin, der sich zu ihr heruntergebeugt hatte und nach ihre Hand greifen wollte. Sie zog sie weg und fauchte ihn an...

GK: Niemand kann mir helfen. Verpiss dich Gordon!
GT: Aber...
GK (mit tränenerstickter Stimme fleht sie ihn an): Bitte! Geh!

Gabi wischte sich am Ärmel ihres Kittels ihre letzten Tränen, inklusive ihres Make-ups, weg. Dann versuchte sie sich mit ihren letzten Kraftreserven aufzurichten. Sie stützte sich an der Säule ab. Gordon reichte ihr hilfsbereit seine Hand. Sie wollte sie erst wegschlagen, ergriff sie aber dann doch. Sie zupfte ihren Kittel zu Recht, ärgerte sich über die dunklen Make-up-Spuren auf dem weißen Stoff und sah den blonden Sanitäter dann aus verheulten Augen an. Sie nahm das Taschentuch, das er ihr jetzt reicht, dann doch dankbar an, schnäuzte einmal, tupfte sich noch einmal die Augen trocken und warf es dann in den Papierkorb neben dem Aufzug. Sie atmete noch einmal tief durch, dann sprach sie ihn zögerlich an...

GH: Danke! Aber das hier bleibt unter uns.
GT (schaut sie liebevoll an): Natürlich! Du weißt, wenn du mich brauchst, ich bin immer da für dich.
GK (sieht ihn eine Weile stumm an, dann nimmt ihre Miene plötzlich einen ernsten Zug an): Wenn du mir wirklich helfen willst, dann wüsste ich schon was.





Leute, ich weiß, einige von euch würden mich jetzt wahrscheinlich am liebsten lynchen, aber ein guter Cliffhanger muss schließlich auch schocken oder? (Und im Vergleich zu dem Schocker, dass Gretchen damals tatsächlich Arschlexis geheiratet hat, sind das doch nur Peanuts.) Apropos Cliffhanger, morgen geht es dann mit einem kleinen Zeitsprung von drei Tagen endlich mit dem vor langer Zeit angekündeten Ärzteball los. Der wird euch hoffentlich für die Qualen der letzten Wochen entschädigen. Denn vielleicht kommt ja alles doch noch ganz anders? Wer weiß, wer weiß!? Liebe Grüße u. einen schönen Winterabend noch. Eure Lorelei

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16.12.2010 14:33
#862 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Tada! Es ist endlich soweit. Die Sonne scheint. Und es ist höchste Zeit für den Ärzteball! Viel Spaß mit dem Einstiegskapitel. Euer Schneehaaserl




Drei Tage später

Dr. Kaan stand bereits seit ungefähr zehn Minuten im kalten Flur seines Hauses und wartete angespannt auf seine hübsche Begleitung. Nervös zupfte er an seiner Krawatte herum, knöpfte sich dann seinen dunklen Mantel zu, schlang einen schwarzen Schal um seinen Hals und geriet wieder ins Grübeln, wie er es schon die letzten Tage immer wieder getan hatte. Irgendwie hatte er ein mulmiges Gefühl dabei, wenn er an den heutigen Ärzteball dachte. Er freute sich zwar auf einen schönen Abend mit seinen liebsten Kollegen und Freunden und auch auf das Zusammensein mit Dr. Hassmann, aber irgendetwas störte ihn und ließ sein Magendrücken, das er schon den ganzen Tag über verspürt hatte, immer größer werden. Doch plötzlich ging das Licht im Treppenhaus an und riss ihn aus seinen Gedanken. Mehdi schaute sich irritiert um. Er hatte gar nicht gemerkt gehabt, dass es ausgegangen war. Er hörte Schritte. Klappernde Damenstiefel, die immer näher kamen. Er sah nervös zur Treppe hoch. In dem Moment kam sie auch schon um die Ecke, blieb stehen und strahlte ihn an. Mehdi stockte der Atem. Sie sah atemberaubend schön aus. Die letzten Zweifel, ob es richtig war, sie zu begleiten, lösten sich mit einem Mal in Wohlgefallen auf. Er ging langsam auf die Treppe zu. Sie schritt elegant die letzten Stufen hinab. Mit jedem Schritt wurde sie langsamer und nervöser. Das heute war der entscheidende Abend, dachte Maria Hassmann aufgeregt. Heute würde sie ihn endlich an die Kette legen. Sie grinste bei dem Gedanken und blieb direkt vor ihrem Herzblatt stehen. Er nahm lächelnd ihre Hand, gab ihr ein kleines Handküsschen, so dass sie kichern musste, und drehte sie einmal um ihre eigene Achse, um sie zu bewundern. Marias Herz schlug über vor Glück angesichts dieses kitschigen Moments. Die schöne Oberärztin trug ein sexy geschnittenes trägerloses schwarzes Cocktailkleid, das ihr bis zu den Knien reichte und ihre weiblichen Konturen perfekt zur Geltung brachte. Ein schwarzes Seidentuch, das sie sich um den Hals gewickelt hatte, rundete das Ganze ab. Ihren dunkelblauen Wintermantel hielt sie in ihren Händen. Sie wollte vor ihrem Schatz schließlich einen großen Auftritt hinlegen und der schien auch die richtige Wirkung bei ihm erzielt zu haben. Mehdi konnte sich gar nicht an ihr satt sehen, räusperte sich aber dann verlegen, als er merkte, dass er sie doch einen Moment zu lange angestarrt hatte. Er nahm ihr den dunklen Mantel ab und hielt ihn ihr gentlemanlike hin, damit sie hineinzuschlüpfen konnte, was sie dann auch tat. Maria lächelte ihn dankbar an...

MH: Danke! Und was ist mit meiner Begrüßung?
MK (fährt sich nervös über den Nacken): Oh ja!

Mit geröteten Wangen senkte Mehdi seinen Kopf und wollte seinem hübschen Gegenüber ein kleines Begrüßungsküsschen auf die Wange drücken. Doch die verliebte Neurologin schaltete schnell, nahm seinen Kopf in beide Hände und küsste ihn zärtlich auf den Mund. Mehdi war völlig überrumpelt, aber stieg wehrlos in den sanften Kuss ein. Sekundenlang streichelten sich ihre Lippen. Als sie aber mit ihrer Zungenspitze ungeduldig um Einlass bat, löste sich der nervöse Oberarzt schwer atmend von ihr und räusperte sich...

MK: Wir... wir sollten jetzt los, wenn wir nicht zu spät kommen wollen.
MH (klammert sich an seinem Schal fest u. lächelt ihn verliebt an): Och... du, wenn ich mir das so recht überlege, Bälle werden doch auch überschätzt. Wir könnten doch...? Ich hab oben noch eine Flasche von dem leckeren Chianti. Wir ... wir könnten es uns doch auch hier gemütlich machen, hmm?
Ich würde so gerne mit dir alleine sein, Mehdi.
Oh, oh! Heute will sie es aber wirklich wissen.

MK (fühlt sich etwas überfahren u. weiß nicht, was er denken soll): Und... der Wetteinsatz? Ich dachte... Ich... Wir... Du wolltest doch...
MH (säuselt ihm verführerisch ins Ohr): Du als Gynäkologe müsstest doch eigentlich wissen, dass Frauen minütlich ihre Meinung ändern oder?
Aber... Ich kann das nicht.
MK (versucht sich aus der gefährlichen Situation herauszuwinden): Komm! Ich hab dir einen schönen Ballabend versprochen und ich halte mein Wort.
Hmm... Ok, er gibt sich ja wirklich Mühe, auch wenn er immer noch etwas verkrampft wirkt. Aber nach ein paar Gläsern Champagner wird er sicherlich lockerer werden und dann können wir das hier immer noch nachholen.
MH (lässt ihn los u. schaut ihn nun zuckersüß an): Na gut! Aber nur, wenn du mich auf der Stelle noch einmal küsst.
MK (lächelt verschämt u. gibt ihr einen kurzen Kuss auf den Mund): Ok!
Was ist denn heute los mit ihm? Hab ich eine ansteckende Krankheit oder warum hält er sich so zurück?
MH (etwas enttäuscht, als er sich schon so schnell wieder von ihr löst): Das war schon alles? Ich dachte, wir haben das schon mal besser hinbekommen.
Ach ich weiß doch auch nicht, was mit mir los ist.

Mehdi, der etwas rot geworden war, sagte nichts weiter dazu und nahm ihre Hand. Gemeinsam verließen sie das Mehrfamilienhaus und stiegen in seinen Wagen.


Ein paar Kilometer weiter ging der Aufbruch eher schleppend voran. Dr. Meier saß mittlerweile seit einer geschlagenen Dreiviertelstunde fertig angezogen - im dunklen perfekt sitzenden Anzug mit blauem Hemd, inklusive dunkler Krawatte, und bereits im schwarzen Mantel und mit Schal - auf der weißen Couch im Wohnzimmer und wartete ungeduldig auf seine zauberhafte Ballprinzessin. Er wartete und wartete und wartete und wartete, bis dem versetzten Prinzen irgendwann der Kragen platzte und er in Richtung Schlafzimmer rief...

MM: Haasenzahn, wenn du nicht bald in die Pötte kommst, ist das Büffet leer geräumt, ehe wir dort ankommen. Willst du das wirklich riskieren?
GH (ruft genervt zurück): Jaaaaa!? Ich brauche nur noch die passenden Schuhe und dann kann’s losgehen.
MM (schaut betröppelt aus der Wäsche): Das hast du vor einer Stunde auch schon gesagt. Ich dachte, du hättest welche? Du bist doch gestern nach Dienstschluss extra noch mal in die Innenstadt gefahren und hast dir neue besorgt. Wo liegt das Problem? Reinschlüpfen und los jetzt! .
GH: Ja, aber irgendwie gefallen die mir nicht.
Das glaube ich jetzt nicht.
MM: Du hast sie gekauft!
GH: Gestern sahen die aber auch noch gut aus.
MM (verständnislos): Und heute nicht oder wie?
GH: Nein!
Frauenlogik! Ich versuche es erst gar nicht, es verstehen zu wollen.
MM: Haasenzahn, die sehen jeden Tag gleich aus.
GH (erklärt ihm die weibliche Sicht der Dinge): Nein, tun sie nicht. Die Lichtverhältnisse hier sind ja auch ganz anders als im Laden.
Ich fass es nicht. Sie hat auch für jeden Mist ne Erklärung. Unfassbar!
MM (gereizt): Herr Gott noch mal, das interessiert doch keinen.
GH (trotzig): Mich schon! Ich will hübsch für dich aussehen.
MM: Haasenzahn, du bist hübsch!
GH (schmollt): Das sagst du doch nur so. Du hast mich doch noch gar nicht gesehen.
MM (fährt sich mit einer Hand übers Gesicht): Ja, aber doch nur, weil du seit geschlagenen vier Stunden Bad und Schlafzimmer blockierst. Ich musste mich sogar an der Spüle in der Küche rasieren.
GH (regt sich gleich wieder künstlich auf): Iiiihhh!! Marc, das ist unhygienisch. Ich hoffe, du hast die Haare auch wieder weggemacht?
MM (hat die Schnauze voll): So jetzt reicht’s! Wir hauen jetzt ab und wenn du barfuss gehen musst.

...

Lorelei Offline

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16.12.2010 22:59
#863 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Für meine treuen Seelen!



http://www.youtube.com/watch?v=Y5lO4hEAJHU


Marc sprang mit Schwung vom Sofa auf und lief entschlossenen Schrittes zum Flur. Da traf es ihn plötzlich wie ein Blitz und er blieb wie angewurzelt stehen. Ein echter Engel schwebte gerade auf ihn zu. In einem himmelblauen Traum aus weicher Seide, das bei jedem Schritt von ihr leicht nach hinten wehte. Ihre goldenen Locken fielen leicht wie Schneeflocken auf ihre nackten Schultern und schimmerten wie tausend Sterne und strahlten mit dem silberglitzernden Band, das das Kleid im Nacken zusammenhielt, um die Wette. Ihr wunderschönes Lächeln glich dem Strahlen der Sonne. Und ihre Augen leuchteten wie das azurblaue Wasser eines Südseeatolls. Sie raubte ihm regelrecht den Atem. Mit offenem Mund starrte er dieses makellose Wesen von Kopf bis Fuß an und dachte an das, was sie ihm vor ein paar Tagen spaßeshalber zugeflüstert hatte. In diesem Moment hätte er sie wirklich vom Fleck weg geheiratet. Auf einer Klippe über dem Meer. Sie wären auf einem weißen Ross in den Sonnenuntergang geritten. Sie hätten sich bei Mondschein am Strand von Tahiti geliebt. Sie hätten sich dort ein kleines Strandhaus gekauft, nur von Luft und Liebe gelebt und irgendwann vier Kinder in die Welt gesetzt. Happy End forever. Marc schüttelte ungläubig den Kopf. Er hatte eindeutig zu oft, die Bücher seiner Mutter Korrektur gelesen. Er konzentrierte sich schnell wieder auf die blonde Venus, die vor ihm stand. Sie war so unvergleichlich schön. Marc merkte in seiner Trance gar nicht, wie Gretchen ihm etwas hinhielt und ihn mehrmals ansprach. Er hörte ihre engelsgleiche Stimme nicht. Er sah sie einfach nur an und war geblendet von ihrer Schönheit und dem wahnsinnigen Glücksgefühl, diese wahrhafte Prinzessin als seine Freundin titulieren zu dürfen. Doch das zauberhafte Lächeln des blonden Engels erlosch schnell wieder und wich nun einem ungeduldigen Blick...

GH (wird etwas lauter): Maaarc, die weißen oder die blauen?
MM (völlig woanders): Hmm?
GH (hält ihm zweipaar Schuhe auf Augenhöhe hin): Welche sehen besser aus?
MM: Was?
GH (tippt ziemlich genervt mit ihrem nackten rechten Fuß auf dem Parkett herum): Die Pumps, Marc!
MM (wacht langsam aus seinem wunderschönen Traum auf): Was für Dinger?
GH (schaut ihn irritiert an): Boah Marc, sag mal, wo warst du denn gerade?
MM (seufzt): Im Himmel!
GH: Hast du getrunken? Marc, du wolltest doch heute fahren.
MM (ist dann doch endlich wieder in der Realität angekommen u. starrt sie ziemlich verwirrt an): Äh... was?
GH (hält ihm noch einmal die Schuhe hin): Welche sind schöner?
Das ist jetzt nicht ihr ernst? Dafür holt sie mich aus dem Paradies zurück? Neiiiiiin!!!
MM (mustert ungläubig das Schuhwerk, weil er ehrlich gesagt nicht versteht, was sie von ihm will): Äh... beide... sind... schön.
GH (gibt sich mit dieser Antwort nicht zufrieden): Und welche sind am schönsten?
MM: Haasenzahn!
GH (hält die weißen hoch): Die passen doch besser zu dem Kleid oder?
MM (wird langsam ungeduldig): Ja! Können wir dann endlich?
GH (hält jetzt die dunkelblauen hoch): Und die nicht oder wie?
Boah! Bin ich Al Bundy? Was wird das hier?
MM: Die sind auch schön, hab ich doch gesagt.
GH (zeigt auf die dunkelblauen Schuhe): Also die?
MM: Herr Gott noch mal, jaaa! Von mir aus.
GH (hält ihm noch mal die weißen hin): Und was gefiel dir jetzt an den weißen nicht?

Marc schüttelte nur fassungslos den Kopf, drehte sich auf der Stelle um, pflanzte sich auf die Couch im Wohnzimmer, legte seine Füße auf den Couchtisch und schaltete den Fernseher an. Gretchen lief ihm hinterher und zeterte auch schon los...

GH: Was wird das denn jetzt? Marc, wir müssen los. Ich will nicht zu spät kommen. Wie sieht das denn aus, wenn der Chef des Elisabeth-Krankenhauses nicht pünktlich erscheint. Das wäre doch ein gefundenes Fressen für die von der Charité. Du weißt doch, was mein Vater gesagt hat...
MM (verschränkt seine Arme vor seinem Körper und lümmelt auf dem Sofa): Ja, das weiß ich noch, aber du scheinst das vergessen zu haben.
GH: Was soll das denn heißen?
MM (sieht sie wieder an): Dass wir deinetwegen noch zu spät kommen.
Äh... Damit könnte er eventuell Recht haben. Upps! Und welche Schuhe jetzt?
GH (wird etwas rot u. lenkt ein): Ok! Dann nehme ich eben die weißen.
MM (schaltet den Plasmafernseher wieder aus u. erhebt sich von der weißen Couch): Na endlich!

Marc schritt gemächlich zur Tür, nahm ihren Mantel von der Garderobe und hielt ihn ihr schon mal hin, während sie sich die Pumps anzog und diese nun skeptisch musterte...

GH: Ich weiß nicht. Bei dem Wetter da draußen, sollte ich vielleicht...
Oh nein! Nicht schon wieder! Also die härtere Gangart.
MM: Nichts da!

Marc packte unvermittelt sein Mädchen an der Hüfte, hob es hoch und warf es sich über die Schulter...

GH (zetert, strampelt u. flucht): Marc Meier, sag mal, hast du den Verstand verloren? Lass mich sofort runter!
MM (öffnet grinsend die Wohnungstür u. tritt hinaus): Nö!
Du... du Neandertaler! Was soll denn das?
GH (fleht ihn an, als er die Tür abschließt): Marc, mein Kleid, das wird ganz knittrig. Bitte!
MM (ignoriert gekonnt ihre Einwände u. marschiert mit ihr auf dem Arm in die Tiefgarage, nickt einem Nachbarn zu, der verdutzt zu den beiden schaut u. dabei seinen Autoschlüssel herunterfallen lässt): Jetzt hör auf zu meckern! Sind ja gleich da.

Marc setzte die zappelnde Furie vorsichtig neben seinem Volvo ab, legte ihr ihren Mantel über die nackte Schulter, damit sie nicht fror und hielt sie nun an beiden Händen fest. Gretchen blieb ruhig und sah in seinen sie liebevoll anstrahlenden Augen hin und her. Marc strich ihr zärtlich eine Strähne aus dem Gesicht, die sich wohl bei der ruppigen Entführung verirrt hatte und lächelte sie sanft an....

MM: Wenn du nicht die ganze Zeit wegen deiner beschissenen Schuhe rumgezickt hättest, hätte ich dir schon längst gesagt, dass du heute atemberaubend schön aussiehst.
Oh!
GH (ihre Wangen nehmen einen zarten Hauch von Rosé an): Echt?
MM (legt seine warme Hand an ihre Wange u. schaut in ihren leuchtenden Augen hin u. her): Wie ein Engel! Mein Engel!

Gretchen strahlte ihren charmanten Entführer glücklich an. Marc konnte gar nicht anders. Sanft bettete er seine Lippen auf den ihren. Ein unendlicher Kuss begann. Naja fast, er endete abrupt, als Gretchen nämlich Hundegebell vernahm und leicht zusammenzuckte...

MM (drückt beruhigend ihre Hand): Keine Angst, ich beschütz dich!

Die Schönheit lächelte ihn an. Gentlemanlike öffnete der charmante Oberarzt zuerst die Beifahrertür und half ihr mit dem langen Kleid beim Einsteigen, huschte dann schnell um den Wagen herum und stieg ein, denn er hatte mittlerweile auch den kleinen Kampfhund seines Nachbarn entdeckt, der schon wieder herrchenlos in der Tiefgarage streunte. Er startete den Wagen und fuhr los. .......... Auf zum Hotel Aden am Potsdamer Platz, wo in wenigen Minuten der diesjährige Berliner Ärzteball eröffnet werden sollte...

Lorelei Offline

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17.12.2010 16:02
#864 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Zwanzig Minuten später hatte das verliebte Ärztepaar den Veranstaltungsort erreicht und stand nun an der Garderobe. Marc half seiner Süßen gerade aus ihrem Wintermantel und bewunderte erneut völlig fasziniert ihren makellosen Körper in diesem atemberaubenden langen Ballkleid. Gretchen spürte seine intensiven Blicke und schmiegte sich an ihn...

GH (haucht verführerisch): Und gefällt dir das, was du siehst?
Oh Mann! Diese Frau ist die pure Sünde echt. Lass uns den Ball hinschmeißen und wieder nach Hause fahren. Und da werde ich dich nicht nur aus dem Mantel schälen.
MM (streichelt mit der Fingerspitze ihren nackten Arm hoch): Haasenzahn, du weißt schon, dass du heute gefährlich lebst?
Äh... Ich sollte ihn vielleicht mal schnell wieder auf den Boden der Tatsachen herunterholen, bevor hier noch etwas passiert, das definitiv nichts mit dem Ärzteball zu tun hat.
GH (löst sich von ihm u. schaut ihn an): Und du weißt hoffentlich noch, was du heute zu tun hast?
MM (beugt sich zu ihr herüber u. raunt ihr mit erregter Stimme ins Ohr): Sicher! Dich aus diesem sündhaften Kleid...
Oooohhh!!!
GH (tritt sicherheitshalber zwei Schritte zurück u. streicht sich mit einer Hand über ihren Arm, auf dem sich die Haare aufgerichtet haben): Maaarc!
MM (grinst sie anzüglich an): Das ist definitiv meine Hauptaufgabe heute.
Er kann es nicht lassen.
GH (verschränkt abwehrend ihre Arme vor ihrem Körper): Nein, deine Hauptaufgabe ist es, mit mir durch die Nacht zu tanzen und nebenbei meinem Vater noch einen Gefallen zu tun.
MM (zwinkert ihr zu): Na ob ihm gefallen würde, was ich heute noch mit seinem Kälbchen vorhabe.
GH (wird langsam sauer angesichts seiner Anzüglichkeiten): Marc, ernsthaft jetzt!
MM (seufzt): Du verdirbst auch jedem den Spaß.
GH: Wie war das noch mal, erst die Arbeit, dann das Vergnügen? Also zieh dich endlich aus!
MM (für einen kurzen Moment sprachlos, dann grinst er sie schweinisch an): Was? ... Woah! Du legst aber ein Tempo vor. Gefällt mir.
Toll, Gretchen, vielleicht legst du dir vorher besser die richtigen Sätze zurecht, hmm?
GH (wird rot u. pflaumt ihn an): Den Mantel, Marc!
Hahaha! Oh du bist so süß, weißt du das eigentlich?

Marc griente seine verlegene Freundin breit an und kam ihrer charmanten Aufforderung augenblicklich nach, indem er sich ganz langsam, einen Joe Cocker-Song summend, aus seinem Mantel blätterte und dabei äußerst zufrieden registrierte, wie sich ihre Wangen immer tiefer färbten und sich ihre Augen weiteten, weil sie jede seiner Bewegungen ganz genau studierte. Er konnte sich denken, was für ein Film da gerade in ihrem Kopf abgespult wurde. Deshalb streckte er ihr auch noch provozierend sein äußerst leckeres Hinterteil entgegen, als er sich umdrehte und die beiden Mäntel der Garderobiere herüberreichte. Gretchen strich sich verlegen über ihre erhitzten Wangen, um sich wieder zu beruhigen und machte sich dann noch einmal vor dem großen Wandspiegel zurecht. Marc näherte sich ihr wieder, legte seine Hände an ihre Taille und flüsterte ihr etwas ins Ohr...

MM: Du siehst heute hammermäßig scharf aus, Haasenzahn. Also hör auf an dir herumzufummeln, sonst übernehme ich das.
GH (muss unweigerlich lächeln): Das klang aber vorhin noch romantischer.

Der Oberarzt drückte seiner wunderschönen Assistentin einen kleinen Kuss auf die Wange und schmiegte sich dann von hinten an sie. Seine Arme verschränkte er vor ihrem Bauch. Wange an Wange sah sich das Traumpaar des EKH im Spiegel in die Augen und strahlte vor Glück...

MM (flüstert ihr leise zu): Romantisch genug?
GH (dreht sich zu ihm um, legt ihre Arme um seine Taille u. lächelt ihn verträumt an): Ja!

Gretchen wollte ihrem Romantikkönig gerade einen Kuss auf dem Mund geben, als ihr jemand hinter ihm ins Auge fiel, der gerade die Treppe hochkam. Sie löste sich abrupt von ihrem Liebsten, der sie nun wegen der unnötigen Unterbrechung verdutzt anstarrte, und winkte der Person zu...

GH: Mehdi! Hier sind wir.
Kaan? Na super! Der hat mir gerade noch gefehlt. Der macht auch jede Stimmung kaputt.

Sichtlich enttäuscht, dass die zärtlichen Zungenspiele ausgeblieben waren, drehte sich der abgewiesene Chirurg ebenfalls in die Richtung um, in die Gretchen blickte. Dr. Kaan erklomm gerade die letzte Stufe, dicht gefolgt von Dr. Hassmann, als er seinen Namen rufen hörte und sich in der Eingangshalle umblickte. Als er seine schöne Ex-Freundin erkannte, hielt auch er einen Moment lang den Atem an. Erst als Maria besitzergreifend nach seiner Hand griff, wachte er aus seiner Starre auf, lächelte seine Begleiterin verschämt an und ging dann mit ihr auf das Kollegenpaar zu. Marc, der Mehdis Schmachtblick durchaus mitbekommen hatte, legte demonstrativ seinen Arm um Gretchens Taille. Mehdi und Maria blieben vor den beiden stehen und begrüßten sie freundlich...

MK (reicht GH seine Hand): Gretchen, wow, also du siehst heute traumhaft schön aus.
GH (löst sich von ihrem Freund u. gibt Mehdi unter vier eifersüchtigen Augen zwei kleine Begrüßungsküsschen auf die Wange): Alter Charmeur! Danke!

Gretchen strahlte ihren charmanten Ex-Freund einen Moment lang an. Er sah gut aus in seinem hellen Anzug. Dann wandte sie sich an Maria, die sie überraschend ebenfalls mit zwei Küsschen auf die Wange begrüßte...

GH: Guten Abend, Maria!
MH (überrumpelt): Äh... Hallo!

Marc begrüßte seine beiden Kollegen nur mit einem stummen Kopfnicken und wartete ungeduldig darauf, dass die albernen Begrüßungsrituale ein Ende hatten. Mehdi half seiner hübschen Begleitung gentlemanlike aus dem Mantel und reichte ihren und seinen über die Theke zur Empfangsdame. Dann standen alle vier wie bestellt und nicht abgeholt in der Empfangshalle herum und wussten nicht so recht, was sie jetzt sagen und tun sollten. Doch die peinliche Stille wurde urplötzlich durch das Auftauchen einer tollpatschigen Krankenschwester aufgelockert, die die letzte Treppenstufe nicht richtig erwischt hatte, weil sie ihre Frau Doktor erkannt hatte und nun hektisch nach ihr winkte...

SV: Huhu, Frau Doktor!

... und dabei ins Stolpern geraten war. Dr. Kaan und Dr. Gummersbach, ihr charmanter Begleiter, der hinter ihr die Treppe hochgegangen war, konnten sie gerade noch rechtzeitig auffangen, bevor sie den Boden geküsst hätte...

SV (bekommt ganz rote Wangen, als sie die beiden Kavaliere anschaut): Oooohhh! Danke!

Das nenne ich mal einen Vöglerischen Auftritt nach Maß.

Mehdi lächelte die blonde Krankenschwester freundlich an, begrüßte sie und ihren Begleiter per Handschlag und stellte sich dann wieder zu seinen Freunden. Sabine und Günni folgten ihm und begrüßten die anderen. Als sich Sabine ihres Mantels entledigte, staunten die anwesenden Männer nicht schlecht. Die sonst so unauffällig wirkende Krankenschwester trug ein cremefarbenes Abendkleid, das in Wellen bis zum Boden reichte. Ein goldener Gürtel schmückte ihre Taille und eine goldene Kette mit einem kleinen Mond als Anhänger zierte ihren Hals. Sie sah hübsch aus. Günni konnte seine Augen gar nicht von ihr abwenden. Marc und Mehdi warfen sich vielsagende Blicke zu. Maria nickte anerkennend. Und Gretchen lächelte verträumt...

GH: Sabine, ich habe doch gesagt, das ist genau das Richtige für Sie.
SV (lächelt verlegen): Danke, Frau Doktor. Aber Sie sehen auch sehr hübsch aus.
MM (rollt genervt mit den Augen u. drängelt): Wenn wir hier endlich mal fertig wären, könnten wir dann mal rein gehen?
GH (legt ihre Hand auf seinen Unterarm): Marc, jetzt entspann dich mal. Warum denn die Hektik?

Marc sagte nichts darauf, schnappte sich stattdessen Gretchens Hand und zog sie in den großen Ballsaal, der festlich in goldenen Farben geschmückt war. Die anderen folgten den beiden und staunten nicht schlecht, als sie sich umsahen. Vier große goldene Kronleuchter hingen an der Decke und ließen den Saal in einem unvergleichlichen Licht erstrahlen. An einem Ende des Raumes stand ein riesiger Weihnachtsbaum, mit goldenen Kugeln geschmückt, der angesichts der Jahreszeit natürlich nicht fehlen durfte. Am anderen Ende war eine große Bühne aufgebaut. Heute würde nämlich Livemusik gespielt werden. Die Band, die in schwarz und dunkelrot gekleidet war, stimmte sich bereits ein. Aus den verschiedenen Eingängen, drei an der Zahl, strömten immer mehr Ballgäste in schönen Abendroben in den Saal. Das Festbuffet war an der großen Fensterfront aufgebaut, aus der man die bunten Lichter des belebten Potsdamer Platzes bewundern konnte. Gretchens Augen begannen zu leuchten, als sie mit Marc im Arm eine kleine Runde drehte. Plötzlich wurde sie jedoch von jemand angesprochen...

J (grinst GH breit an): Na Schwesterherz, schon wieder Hunger? Gott sei Dank sind wir rechtzeitig da, bevor du das ganze Buffet leergeräumt hast.
Ich drehe ihm den Hals um, aber schön langsam, so als ob man ein nasses Handtuch auswringen würde.

Vor Wut schnaufend drehte sich Gretchen zu ihrem kleinen Bruder um und wollte schon losschimpfen, aber als sie merkte, dass er nicht allein vor ihr stand, blieb sie stumm und schaute ihn stattdessen fragend an...

J (wird etwas rot, als er seine neue Freundin vorstellt): Darf ich vorstellen, das ist Kristin. Meine... Freundin. Kristin, das sind meine große Schwester... (er grinst sie an; ihr schwant Böses) ... Margarethe und ihr Macker... (als er Marcs tötenden Blick wahrnimmt, korrigiert er sich schnell) ... äh... Freund, Dr. Marc Meier.

Marc und Gretchen musterten die dunkelhaarige Schönheit, die etwa Anfang zwanzig war und ein lilafarbenes eng anliegendes Minikleidchen trug, mit einem sehr gewagten Schlitz im Rock, der knapp unterhalb ihres Pos endete. Marc nickte Jochen anerkennend zu, während Gretchen der neuen Freundin ihres Bruders die Hand reichte...

GH: Sehr erfreut! Aber ich glaube, wir kennen uns oder?
K (nickt ihr zu): Ja, ich bin Lernschwester auf der Inneren.
GH: Ah! Daher! Du kannst mich ruhig Gretchen nennen.
K: Gerne!

Mit einem schüchternen Lächeln wollte die junge Frau nun auch dem attraktiven Oberarzt die Hand reichen, aber dieser war schon gelangweilt weitergegangen. Seufzend schauten sie und Gretchen ihm hinterher. Marc hatte sich zu Mehdi gesellt, der sich und Maria gerade an der Sektbar zwei Gläser Champagner besorgte....

MM: Also die Hassi, hmm?
MK (nickt zögerlich): Ja, Maria!
MM: Ehrlich gesagt hätte ich damit nicht mehr gerechnet.
MK (leise): Ich auch nicht.
MM (sieht ihn verwundert an): Das klingt jetzt nicht gerade sehr begeistert.
MK (zögert einen Moment u. schaut zu ihr rüber): Doch, doch! Sieh sie doch mal an!

Marc sah zu den Tischen rüber, die auf der anderen Seite des Raumes aufgestellt waren, wo sich die schöne Neurologin gerade angeregt mit zwei Kollegen unterhielt. Er gab es nur ungern zu, aber der enge schwarze Fummel stand ihr, er brachte perfekt ihre weiblichen Kurven zur Geltung und passte auch irgendwie zu ihrer neuen Kurzhaarfrisur, die er eigentlich nicht sonderlich leiden konnte. Als Maria merkte, dass sie beobachtet wurde, lächelte sie kurz in Mehdis Richtung...

Gott ist die verknallt.
MM (dreht sich Augen rollend wieder zu Mehdi um, der Marias Schmachtblick ausweicht): Also ist Gabi jetzt abgeschrieben?
Wenn ich das nur wüsste.
MK (sieht ihn aus traurigen Augen an): Ich weiß nicht, was mit ihr ist. Seit drei Tagen ist sie wie vom Erdboden verschluckt. Sie geht nicht an ihr Handy und... ich weiß nicht warum.
Wird wohl spitzgekriegt haben, was du hier abziehst. Naja besser ist’s!
MM: Na dann sei froh, dass sie zuerst die Reißleine gezogen hat. Das wäre eh nicht gut gegangen.
MK (seufzt): Ach Marc!
Aber ich vermiss sie so. Ihre Stimme, ihre Nähe, einfach alles.

Oh, oh! Das klingt nicht gut. Der hat so was ekelhaft Wehleidiges in seiner Stimme, wie damals, als er noch Haasenzahn hinterher getrauert hat.

MM: Eh! Jetzt reiß dich mal zusammen und hör auf, hier so eine miesepetrige Stimmung zu verbreiten, sonst hetzte ich dir Haasenzahn auf den Hals. Die ganze Ballgeschichte hier ist eh schon so zum Kotzen. Und ich hab keinen Bock, dir auch noch die Stange halten zu müssen.
MK (nimmt die beiden Gläser in die Hand, die ihm der Kellner gerade reicht, lächelt MM gequält an u. geht, ohne noch etwas dazu zu sagen): Ich werd dann mal rüber gehen.
MM: Hmm!
Ich glaube, er hat Recht. Das ganze hier ist eh nur mit ganz viel Alk zu ertragen.

Marc ließ seinen besten Freund ziehen, nahm sich ebenfalls zwei Gläser Champagner und ging zurück zu seiner Liebsten, die sich immer noch angeregt mit ihrer „Schwägerin“ und Jochen unterhielt...

MM (reicht ihr ein Glas): Hier!
GH (nimmt es dankbar entgegen u. strahlt ihn an): Oh! Wie aufmerksam von dir.
MM (lächelt u. stößt mit ihr an): Bin ich doch immer.
Er kann so süß sein, wenn er will.

Jochen und Kristin verabschiedeten sich von den beiden und gingen ebenfalls zur Sektbar rüber. Im selben Moment trat ein etwas wohlbeleibter Mann Mitte Fünfzig mit Designerbrille auf der Nase an das Mikrofon auf der kleinen Bühne und begrüßte die Ballgäste mit einer längeren, hochtrabenden, die Fortschritte in der Medizin in den höchsten Tönen lobenden, aber sehr langweiligen Rede. Marc und Gretchen sahen sich an und entschlossen sich, zu den Tischen rüber zu gehen und setzten sich zu Mehdi und Maria, die schon Platz genommen hatten und stießen mit den beiden auf einen schönen Abend an.....

Lorelei Offline

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18.12.2010 12:31
#865 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen! Dann werden wir den Ballabend mal in Schwung bringen, hmm? Viel Spaß! Schönen Samstag. Euer Schneehase




http://www.youtube.com/watch?v=F1r6GcPqFSo


Die engagierte Band spielte ruhige Jazzstücke, während sich die Gäste des Ärzteballs dem Buffet widmeten. Gretchen und Mehdi hatten natürlich reichlich zugeschlagen und ließen sich nicht von den spitzen Kommentaren ihrer Begleitungen aus der Ruhe bringen. Es musste schließlich alles gekostet und bewertet werden, gaben die beiden schmunzelnd zurück und widmeten sich wieder der Punktevergabe und dem Essen. Marc und Maria konnten nur ungläubig mit dem Kopf schütteln und ließen die beiden ihr Ding machen. Sie waren eh viel zu sehr damit beschäftigt, ihre beiden Liebsten von der Seite verstohlen anzuschmachten. Marc hing wie gefesselt an Gretchens knallroten Lippen und ihrem unverwechselbaren ansteckenden Lachen, das immer wieder herzhaft ertönte, wobei er aber nicht wirklich mitbekam, welche Sinnlosigkeiten sein Haasenzahn gerade mit seinem besten Freund teilte. Und auch Maria nahm erleichtert wahr, dass Mehdi nach ein zwei Gläschen Champagner endlich lockerer wurde und herzhaft mitlachte. Er hatte die ganze Zeit so verkrampft gewirkt, schien mit den Gedanken ganz woanders zu sein und war ihren Berührungen jedes Mal ausgewichen. Aber jetzt schien er endlich aufzutauen. Wie gebannt schaute die verliebte Neurologin auf seine kleinen Lachfältchen an den Augen und musste unweigerlich auch lächeln.

Es herrschte eine recht ausgelassene Stimmung an dem Vierertisch. Die vier Ärzte scherzten miteinander, erzählten sich lustige Anekdoten aus dem Klinikalltag und von früher und stießen immer wieder miteinander an. Als Maria und Gretchen zufällig auf den letztjährigen Ärzteball zu sprechen kamen, auf dem sich die beiden noch spinnefeind waren, verschlug es Marc und Mehdi kurzfristig die Sprache. Vor allem Dr. Meier konnte kaum glauben, dass sich sein unschuldiger Haasenzahn mit einer anderen Frau um seinen besten Kumpel geprügelt hatte. Gabi hätte er das zugetraut. Aber ihr? Was hatte dieser Knallkopf nur an sich, dass sich die Frauen sogar fast die Haare ausrissen, um ihn zu kriegen? Unfassbar! War sie damals wirklich so verknallt in ihn gewesen? überlegte er hin und her, während er Mehdi und Gretchen, die sich verlegen anlächelten, als sie an letztes Jahr zurückdachten, argwöhnisch musterte. Das bedurfte unbedingt erneuter ausgiebiger Recherchen, aber erst wenn sie alleine waren. Zu Hause, im Meierschen Liebesrefugium, würde er sich seine Süße mal ordentlich zur Brust nehmen. Und außerdem war die Vorstellung zweier catchender Frauen schon sehr animierend. Den Schlamm dachte er sich einfach mal dazu. Auch Dr. Kaan war sehr überrascht zu hören, was seine schöne Kollegin damals schon alles veranstaltet hatte, nur um bei ihm bleiben zu dürfen. Deshalb war Gretchen also damals so plötzlich verschwunden? fragte er sich und rief sich den Ballabend noch einmal in Erinnerung. Unter anderen Umständen, wenn er damals nicht rettungslos in Gretchen verliebt gewesen wäre, vielleicht wäre er ja schon längst mit Maria zusammen. Dann hätte es dieses ganzen Gefühlchaos nicht gegeben, das ihm allmählich die letzten Kräfte raubte. Aber Gabi spukte auch jetzt noch unentwegt in seinem Kopf herum. Während die anderen laut über die alberne Toiletten-Geschichte lachten, wurde Mehdi wieder wehmütig, als er daran zurückdachte, wie nah sie sich noch vor ein paar Tagen gestanden hatten. Er dachte an das Herzklopfen, die Schmetterlinge und den wunderschönen Kuss. Wieso hatte sie auf seine vielen Nachrichten nicht geantwortet? Er wollte doch mit ihr reden, ihr alles erklären, aber sie hatte ihre Verabredung platzen lassen. Er war sogar spätabends noch bei ihr, aber sie war nicht zuhause gewesen. Und als sie am Mittwoch Chantal und die Kleine abgeholt hatte, war er gerade im Kreissaal gewesen und hatte sie verpasst. Sie hatte keine Nachricht für ihn hinterlassen. Wieso meldete sie sich nicht? Was war nur geschehen? Drei schlaflose Nächte hatte er nun hinter sich und war immer noch nicht schlauer. Niemand wusste, was mit ihr war, nur dass sie sich ein paar Tage Urlaub genommen hatte. Wieso hatte sie nichts gesagt? War er ihr plötzlich egal? Hatte ihr der Kuss nichts bedeutet? War sie wirklich nur auf eine Nacht aus gewesen und da er ihr das nicht geben konnte, hatte sie nun genug von ihm? Er hatte es nicht geglaubt. Auch von ihr ging mehr aus. Das hatte er spätestens gemerkt, als sie im Büro in seinen Armen eingeschlafen war. Ihr Blick und ihr süßes verlegenes Lächeln, nachdem sie aufgewacht war, hatten mehr als tausend Worte gesagt. Er hätte ihr alles gebeichtet. Dass er sich hin und hergerissen fühlte, dass er sich verliebt hatte, dass er noch Zweifel hätte und Zeit bräuchte, um das alles zu verstehen und einzuordnen, aber auch um herauszufinden, was da noch mit der anderen war. Aber dieses Gespräch hatte nie stattgefunden, denn sie war nicht mehr in seinem Büro, als er mit einer gehörigen Portion schlechtem Gewissen aus der Cafeteria zurückgekehrt war. Er war erst beunruhigt gewesen, als sie nicht auf seine erste Nachricht reagierte, dann verzweifelt, als sie sich auch nach zwei Tagen immer noch nicht gerührt hatte. Er hatte viel Schokolade gegessen, kannte das Nachtprogramm von RTL mittlerweile in und auswendig. Er hatte sie furchtbar vermisst. Er hatte sie immer wieder angerufen. Er hätte der anderen abgesagt. Aber irgendwann hatte er aufgegeben, zu hoffen, dass sie sich zurückmeldete. Der gefühlsverwirrte Oberarzt hatte wirklich lange daran gezweifelt, ob es richtig war, trotz alledem mit Maria hierher zu kommen, nur um sich zu beweisen, dass er auch für sie immer noch Gefühle hatte. Und die hatte er. Dazu musste er ihr nur lange genug in die Augen schauen und es kribbelte wieder etwas in seinem Bauch. Doch irgendetwas fehlte. Er konnte es nicht definieren. Aber es ließ ihn nicht los und schlug ihm trotz der ausgelassenen Stimmung aufs Gemüt. Mehdi war so in Gedanken versunken, dass er gar nicht merkte, wie sich seine drei Tischpartner, einer davon sehr, sehr widerwillig, von ihren Plätzen erhoben und ihn jetzt auffordernd anschauten...

MH (reicht ihm ihre Hand): Mehdi, kommst du auch?
MK (starrt irritiert zu den drei hoch): Hmm?
Wo bist du heute nur mit deinen Gedanken? (MH)
MM (packt ihn unvermittelt an der Schulter u. zerrt ihn von seinem Stuhl hoch): Alter, also alleine mache ich mich hier nicht zum Affen. Also beweg deine Hufe!
Wow! Mit welchem Enthusiasmus du mich zum Tanzen aufgefordert hast, Marc. Wahnsinn! (GH)
GH (rollt mit den Augen): Marc!
MM (blitzt sie an): Ja was? Ich hatte nicht vor...
GH (schnappt sich blitzschnell seine Hand, bevor er noch etwas Falsches sagt u. zieht ihn zur Tanzfläche): Ist gut jetzt, Schatz! Du darfst mich auch unzüchtig berühren, wenn dir das besser gefällt.
Geil! Zu diesem Angebot sag ich nicht nein.
MM (hebt skeptisch eine Augenbraue u. mustert ihren aufregenden Körper von der Haarspitze bis zu ihren Pumps): Echt jetzt?
Ich hab doch gewusst, dass meine Reize immer bei ihm wirken. Hihi!
GH (zwinkert ihm verführerisch zu): Vielleicht!

Maria nahm lächelnd Mehdis Hand und folgte den beiden sich neckenden Kollegen zur Tanzfläche, die sich langsam immer mehr mit Paaren füllte. Sie schlang ihre Arme vorsichtig um seinen Hals und schmiegte sich an ihn. Zögerlich legte Mehdi seine Hände an ihre Taille und begann sich langsam mit ihr zum Takt der Musik zu bewegen. Irgendwie hatte er ein Déjà-Vu. Er fühlte sich genauso wie letztes Jahr, als er mit ihr getanzt hatte.

http://www.clipfish.de/musikvideos/video...-back-to-black/

Auch Dr. Meier hatte sich widerwillig auf die Tanzfläche zerren lassen und legte nun, wie von seinem Haasenzahn herausgefordert, Hand an. Natürlich mit einem festem männlichen Griff direkt an ihren wohl proportionierten Po, wo seine talentierten Fingerchen auch hingehörten. Gretchen rollte ungläubig mit den Augen und schaute ihn vorwurfsvoll an, aber Marc lachte nur und presste seinen Astralkörper an ihren, so dass ihr kurz schwindelig wurde. Die überrumpelte Frau seufzte, legte ihren Kopf an seine Schulter und ließ sich schließlich doch gehen. Langsam und eng umschlungen schwebte das Traumpaar über das Parkett. Aus dem Augenwinkel heraus sah Gretchen, wie auch Günni Sabine zum Tanz aufforderte. Es gestaltete sich anfangs noch recht holprig mit den beiden, weil sie nicht recht wussten, wo sie sich berühren sollten und den Takt fanden sie auch nicht gleich. Gretchen musste kurz auflachen. Marc schaute sie fragend an. Sie blickte zur Seite. Er folgte ihrem Blick und musste dann auch schmunzeln. Da hatten sich wirklich zwei gesucht und gefunden. Gretchen blickte weiter durch die Reihen. Jochen tanzte mit seiner Kristin und stellte dabei eine überraschend gute Figur dar. Dr. Fuchs führte eine hübsche Rothaarige über das Parkett. Dr. Rössel tanzte ganz elegant und stilsicher mit seiner Frau. Und Mehdi hielt seine Maria im Arm. Gretchen schaute den beiden eine Weile interessiert zu. Sie waren schon ein schönes Paar, aber irgendwie machte Mehdi einen traurigen, eher abwesenden Eindruck. Das war ihr vorhin schon aufgefallen. Wo er wohl mit seinen Gedanken war? Hoffentlich nicht bei dem Ball letztes Jahr. Hätten wir doch bloß nicht darüber gesprochen, dachte sie jetzt, wurde aber im selben Moment plötzlich aus ihren Gedanken gerissen, als Marc sie plötzlich schwungvoll herumwirbelte....

http://www.youtube.com/watch?v=zmYMkl1Grzc

Gretchen lächelte und ließ sich von Marcs plötzlich erwachter Euphorie anstecken. Und auch Mehdi war insgeheim froh darüber, dass keine Schmusenummer mehr gespielt wurde und die Umarmung sich lockerte. Irgendwie fühlte er sich unwohl. Er hatte das nicht erwartet. Marias Nähe erdrückte ihn zunehmend, aber er versuchte sich nichts anmerken zu lassen und wirbelte sie jetzt ebenfalls gekonnt über das Parkett...

Lorelei Offline

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19.12.2010 11:06
#866 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ich wünsche allen meinen Lesern, den stillen und den kommentierenden, einen wunderschönen 4. Advent und jetzt viel Spaß mit dem nächsten Teil. Eure Lorelei




Nach ein paar zum Teil sehr gewagten Tänzchen hatten sich die beiden Pärchen wieder von der Tanzfläche zurückgezogen. Dr. „John Travolta“ Meier hatte ja auch noch einen Spezialauftrag zu erfüllen, woran ihn seine Lieblingsassistenz erinnerte, als sie ihm die beiden Sms zeigte, die ihr Vater ihr noch geschickt hatte, bevor er mit seinem Butterböhnchen in Barcelona an Bord eines Kreuzfahrtschiffes gegangen war. Missmutig hatte sich der zum Übergangschef des EKH berufene Oberarzt zusammen mit Dr. Hassmann, die es sich natürlich nicht nehmen lassen wollte, auch ihren Senf zur Neuausrichtung ihrer Arbeitstätte beizutragen, zu den Mitgliedern des Verwaltungsrates begeben, die ein paar Tische weiter saßen, und stieß mit ihnen zunächst an, bevor er auf die Pläne von Prof. Haase zusprechen kam. Gretchen und Mehdi hatten sich dagegen entschlossen, sich aus dem Geschäftlichen herauszuhalten und widmeten sich lieber der Dessertbesprechung. Während die blonde Assistenzärztin begeistert bei der Sache war und sich sogar noch einen Nachschlag von dem äußerst delikaten Mousse au Chocolat gegönnt hatte, stocherte der liebesverwirrte Frauenarzt nur abwesend in seiner Dessertschale herum. Was machte er eigentlich hier? fragte er sich immer wieder und schweifte mit seinen Gedanken ab. Verwundert über seine nachdenkliche Miene hakte Gretchen schließlich nach...

GH: Mehdi, ist alles in Ordnung mit dir?
MK (in Gedanken): Hmm? Was?
GH (beugt sich besorgt zu ihm rüber): Alles ok bei dir?
MK (lächelt sie gequält an u. schiebt sich einen Löffel Mousse in den Mund): Alles klar, ja.
Und wieso glaube ich ihm das nicht?
GH: Aber irgendetwas bedrückt dich doch?
MK (weicht ihrem besorgten Blick aus u. konzentriert sich auf das nächste Dessert, ein Zitronentörtchen): Es... ist... nichts. ... Lecker oder?
Er lenkt ab!
GH (geht nicht darauf ein): Du kannst mit mir über alles reden. Ich hoffe, das weißt du.
MK (schaut von seinem Teller auf): Danke, das ist lieb von dir, aber... ich muss das selber klären.
Wenn ich nur wüsste wie?
GH (sieht ihn jetzt neugierig an): Was ist denn? Hast du dich mit Maria gestritten?
MK (schüttelt den Kopf): Nein, mit ihr ist eigentlich alles toll.
Eigentlich! Wenn nur nicht...
GH: Das klingt mir aber sehr nach einem Aber?
MK (kann sich nicht mehr länger verstellen): Es... ist... kompliziert.
Kompliziert? Aber ich dachte, die beiden wären glücklich. Sie wirkten zumindest immer so.
GH (zwinkert ihm zu): Du sprichst hier mit der Expertin für komplizierte Geschichten. Vergessen?
Hach... Gretchen! Du schaffst es immer wieder.
MK (muss dann doch lächeln): Du bist ja süß.
GH (lächelt ihn ebenfalls an, wird dann aber schnell wieder ernst): Also wo drückt der Schuh?

Gretchen legte ihren Löffel beiseite, schob ihre beiden noch unangetasteten Desserts auf den Nachbarplatz, legte ihre Unterarme auf den Tisch und schaute ihren bedrückten Freund fragend an. Mehdi sah sein blondes Gegenüber lange an und haderte mit sich. Sollte er ihr wirklich alles sagen? Was würde sie dann von ihm denken? Würde sie es verstehen? Wahrscheinlich nicht. Er schloss für einen Moment seine Augen, lehnte sich zurück und atmete tief ein, dann schaute er in ihr besorgtes und gleichzeitig verständnisvolles Gesicht und begann dann doch leise zu sprechen....

MK: Es... ist... so. Ich... bin... Ich... hab mich... Ähm...

Mehdi stockte wieder. Er wusste einfach nicht, was er sagen sollte, wie er beschreiben sollte, was er gerade fühlte, weil es sich nur schwer in Worte fassen ließ. Er hatte Maria gern, keine Frage. Sie war eine tolle und aufregende Frau. Und wären die Umstände anders, dann würde er den Abend hier sicherlich auch genießen, denn mit ihr konnte man wirklich viel Spaß haben, aber da war immer noch dieses große Aber, das über seinem Kopf schwebte. Gabi Kragenow! Sie bedeutete ihm mehr, viel, viel mehr, als er sich bislang eingestehen wollte. Das wurde ihm umso mehr klar, je länger er von ihr getrennt war und nicht wusste, was mit ihr war. Er dürfte eigentlich nicht hier sein. Er war mit der falschen Frau hier. Diese Erkenntnis traf ihn wie ein Faustschlag und er brauchte einige Sekunden, um zu realisieren, was das zu bedeuten hatte. Gretchen beobachtete gespannt jede Regung ihres besten Freundes, der offenbar nach den passenden Worten rang oder irgendeinen inneren Kampf ausfocht. Tiefe Sorgenfalten zogen sich über seine Stirn. Sein Blick war leicht glasig und er schien ganz weit weg zu sein. Sie hatte ihn selten so sprachlos gesehen. Es war irgendwie wie damals auf der Dachterrasse, als er in die Sterne kuckte, als sie sich ihm annähern wollte und er ihr dann schließlich von seinem Selbstmordversuch und Anna erzählte. Wieso fiel es ihm denn so schwer über seine Gefühle zu sprechen? Klar, er war ein Mann, aber er war Mehdi und der war doch bekanntlich anders als andere Männer. Sie hatte immer seine Offenheit geschätzt. Er wusste doch, wie die Frauenwelt tickte. Wieso machte er es sich dann so schwer? Für sie war es doch immer offensichtlich gewesen, dass Maria und Mehdi verliebt ineinander waren. Sehr seltsam, dachte Gretchen und schaute ihn intensiv an. Doch plötzlich horchte sie auf.

http://www.youtube.com/watch?v=RD8s6w_COYM&feature=related

Ein Lächeln zog sich über ihr Gesicht. Mit Schwung sprang sie von ihrem Stuhl auf, nahm Mehdis Hand, der überrascht zu ihr aufsah und überhaupt nicht verstand, was jetzt los war, und zog ihn von seinem Stuhl hoch...

MK (überrumpelt): Was ist denn?
GK (sieht ihn zuckersüß an, zwinkert ihm zu u. zieht ihn auf die Tanzfläche): Hast du es nicht gemerkt?
MK (sieht sie mit großen Augen an, als sie eine Hand an seine Hüfte u. die andere in seine Hand legt): Äh... Was denn?
GK (grinst ihn an): Ich glaube, du musst dich unbedingt mal etwas entspannen, Mehdi. Du bist doch völlig verkrampft. Und ich denke, das ist genau das richtige Lied dafür.
MK (lauscht einen Moment der Musik, sieht sie dann perplex an u. muss dann auch lächeln): Unser Lied!
Gretchen, du bist echt unglaublich!
GH (erwidert sein Lächeln): Ja, unser Lied! Weißt du, Abba hilft in allen Lebenslagen.
MK (lacht u. führt sie nun gekonnt über die Tanzfläche u. beruhigt sich dabei auch wieder): Wenn du meinst?
GH (grinst ihn breit an u. lässt sich von dem fantastischen Tänzer führen): Dr. Haase hat immer Recht.
MK (schüttelt lachend den Kopf): Marc färbt bei dir ab.
GH (schmunzelt): Tja, manchmal muss ich eben zu den harten Methoden greifen, um zu erfahren, was los ist.

Mehdi verstummte für einen Moment und ließ sich von seiner Freundin und der langsamen Musik treiben, dann schaute er sie plötzlich wieder mit ernster Miene an. Sie erwiderte seinen Blick. Mehdi hatte endlich den Mut gefunden, es ihr zu sagen. Er gestand ihr zumindest einen kleinen Teil seines Geheimnisses, das ihn die ganze Zeit nicht losließ...

MK (blickt ihr vorsichtig in die Augen): Gretchen... ich... ich... hab... mich... verliebt!
Ich wusste es.
GH (strahlt ihn glücklich an u. drückt ihn vor lauter Freude an sich): Aber das ist doch toll. Ich hab immer gewusst, dass ihr gut zusammenpassen würdet.
Hat sie das echt?
MK (lächelt verlegen u. schiebt sie ein Stück weit von sich): Danke, aber das ist es nicht.
GH (schaut ihn jetzt irritiert an): Wie nicht?
MK (hält mit dem Tanzen inne u. sieht sie nachdenklich an, als er sich erklären will): Weißt du, Gretchen, ich... ich dachte auch, dass... sie... und ... ich, dass das wirklich... Ähm... Es gab da diesen Moment und... ich... hab echt geglaubt, dass es das war und... ich... Ähm... Du kennst mich... Eigentlich hab ich immer gleich gewusst, wenn ich eine Frau gesehen habe, dass ich... dass sie...
GH (ahnt, was er sagen will u. beginnt wieder langsam mit ihm zu tanzen, als sie seinen Satz beendet): Dass sie die Richtige ist?
MK (leise): Ja.
GH: Naja manchmal funkt es eben auch erst später. Ich meine, klar die Vorstellung von der Liebe auf den ersten Blick, das hat schon etwas Romantisches und es ist ein unbeschreibliches Gefühl, aber der zweite oder dritte Blick kann doch auch schön sein.
Oder der tausendste! Warum hab ich das nicht schon viel früher gemerkt? Sie war doch immer vor meiner Nase.
MK (gerät leicht ins Träumen): Es hat mich einfach umgehauen. Ich hab das nicht erwartet.
Oh! Ihn hat es ja wirklich voll erwischt. Ich hab ihm das so gewünscht. Ich freu mich so für ihn.
GH (lächelt): Die Liebe kommt immer dann, wenn man es am wenigsten erwartet. Oder hättest du je geglaubt, dass ich doch noch mit Marc zusammenkommen würde?
MK (schaut sie beschämt an, weil er lange Zeit gehofft hat, dass das nicht passieren würde): Ähm... Da fragst du... den Falschen.
GH (blickt ihn liebevoll an): Ach komm, wir sind doch jetzt Freunde. Ich dachte, das mit uns hätten wir hinter uns gelassen?
MK: Ja schon, aber ich glaube kaum, dass Marc begeistert wäre, wenn er hört, dass wir gerade zu unserem Lied tanzen.
GH (lacht): Ach mittlerweile steht er da drüber. Und was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß. Außerdem geht es hier ja auch nicht um uns und das, was war, sondern um das, was noch kommt. Hast du es ihr schon gesagt?
MK (seufzt): Ich... Es ist... wie gesagt ... kompliziert.
Männer! Kein Arsch in der Hose!
GH (schaut ihn herausfordernd an): Ich wusste gar nicht, was für ein Feigling du bist. Du hast es mir gleich an unserem zweiten Tag an den Kopf geworfen.
Ich fand das unheimlich süß und genau richtig in dem Moment.

Und das war zu früh! Das weiß ich heute.

MK (blickt sie leicht wehmütig an): Sieh, was es uns gebracht hat.
GH (streicht ihm über den Arm): Ach Mehdi, in der Liebe muss man mit offenen Karten spielen, sonst wird das nichts.
MK (seufzt): Ich weiß. Ich versuch’s ja, aber...
GH (aufmunternd): Wenn du sie wirklich liebst, dann kannst du ihr das auch sagen. Vielleicht wartet sie nur darauf.
MK (denkt an Gabi): Das wag ich zu bezweifeln. Sie redet doch nicht mit mir.
Hä?
GH (schaut erst verwirrt zu MH rüber, dann ihn an): Äh... Das mag vielleicht daran liegen, dass sie gerade mit Marc und den anderen verhandelt.
MK (irritiert): Mit Marc? Aber wieso? Sie ist doch gar nicht... Oh!
Sie denkt, dass... Kaan, du bist so ein Idiot!
GH (grinst ihn plötzlich an): Meine Güte, dass du so durch den Wind bist, hätte ich nicht gedacht. Aber vielleicht kriegst du ja jetzt die Gelegenheit ihr zu sagen, was du zu sagen hast.

Mehdi schaute sie fragend an. Gretchen lächelte nur, ließ seine Hand los und übergab sie ihrer Kollegin, die gerade mit hochroten Kopf und leicht panischen Blick angerauscht kam...

MH: Mehdi, du musst mir bitte helfen!

Lorelei Offline

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19.12.2010 20:25
#867 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Einen habe ich heute noch für euch. @ Katha: Ich habe mich sehr gefreut, dass du dich zurückgemeldet hast. Lernen geht natürlich vor. Mit deiner Vermutung könntest du übrigens eventuell Recht haben. Naja fast. Wir werden sehen. Und jetzt viel Spaß (oder auch nicht! Sorry! Ich entschuldige mich schon mal im Voraus, falls ich jetzt eure Nerven strapaziere. ) mit dem nächsten Teil! Aktuelle Wetterlage: Es schneit und stöbert! In diesem Sinne noch einen schönen Abend. Eure Lorelei




http://www.youtube.com/watch?v=G0Bwtn3n64c


Maria schob den überraschten Gynäkologen noch etwas weiter in die Mitte der Tanzfläche zwischen die einzelnen tanzenden Paare. Mehdi wusste überhaupt nicht, wie ihm geschah und sah sie dementsprechend perplex an...

MK: Was ist denn? Ist der Teufel persönlich hinter dir her oder was ist los?
MH: Sozusagen.

Die aufgeregte Oberärztin warf noch einen letzten Blick hinter sich, verdrehte die Augen, legte dann blitzschnell ihre Arme um Mehdis Nacken und zog ihn ganz nah an sich heran. Mehdi war gefangen von ihrer ganzen einnehmenden Art, die ihm kaum Zeit zum Denken gab und mit der er in diesem Moment nicht wirklich umzugehen wusste. Vielleicht war es doch so langsam an der Zeit, klare Verhältnisse zu schaffen. Er konnte nicht mehr...

MK (nervös): Maria, ähm... wir sollten... reden.
MH (gehetzt): Später!
MK: Aber...

Ohne Vorankündigung presste die verliebte Ärztin plötzlich ihre weichen Lippen auf die Seinen. Mehdi, dem die ganze Situation mittlerweile ziemlich unangenehm war, versuchte sich von ihr zu lösen, aber sie hielt ihn fest umschlungen. Sie brauchte ihn so sehr in diesem Moment. Lange Worte wären da nur hinderlich gewesen.

Gretchen, die sich wieder an ihren Tisch gesetzt hatte, schaute den beiden verträumt zu.... Er hat’s ihr gesagt! Hach... wie schön! ... Plötzlich spürte die schöne Blonde eine Hand auf ihrer nackten Schulter. Sie drehte sich um und begann augenblicklich zu strahlen...

GH: Marc!
MM (setzt sich neben sie u. nimmt lächelnd ihre Hand in seine): Na, hast du mich schon vermisst?
Und wie!
GH (verschränkt ihre Finger mit seinen): Nein, keine Spur.
Lügnerin!
MM (gespielt beleidigt): Was?
GH (zeigt mit ihrer freien Hand zur Tanzfläche): Schau doch mal!
MM (folgt ihrem Blick): Was denn? ... Oh!
Also ich werd nicht mehr schlau aus ihm. Vorhin noch wegen dem Dreckstück rumheulen und jetzt knutscht er mit der Gewitterziege. Ich geb auf!
GH (sieht ihn mit leuchtenden Augen an): Er hat mir alles gesagt.
MM (blickt sie erstaunt an): Im Ernst?
GH: Ja.
Und sie ist nicht ausgeflippt?
MM (kann es kaum glauben): Alles alles?
GH (irritiert): Wieso kuckst du denn jetzt so komisch?
MM (schaut zu MK u. MH, die immer noch knutschen): Äh... Ich hätte nicht gedacht, dass er es jemals tun würde.
GH: Wieso? Was ist denn da Seltsames daran?
Er liebt sie. Sie liebt ihn. Also alles paletti.
MM (hakt dann doch noch mal nach): Du hast kein Problem damit?
GH: Nein, ich freu mich für ihn.
MM (sprachlos): Echt jetzt?
Ich hätte nie gedacht, dass sie so cool reagieren würde.
GH: Wieso sollte ich ein Problem damit haben, dass er sich verliebt hat?
Weil drei einer zu viel ist vielleicht?
MM: Naja, das ist schon eine seltsame Konstellation.
GH (schaut noch mal zu dem offensichtlich glücklichen Paar rüber): Findest du? Aber wir haben doch schon geahnt, dass da mehr läuft?
Sie hat es gewusst?
MM (hebt eine Augenbraue an): Hast du?
Ich verstehe überhaupt nicht, was er jetzt hat.
GH: Marc, ich bin doch nicht blind.
Eh! Mir trägt sie alles Mögliche monatelang nach und wenn der Knallkopf zwei Weiber gleichzeitig fickt, sagt sie nichts? Nicht mal zu Gabi, der Quelle allen Übels?
MM: Mich wundert es nur, dass du das so locker nimmst.
GH: Hast du was gegen die beiden?
Äh... Es ist Gabi! Das personifizierte Böse, wie meine Mutter so schön sagen würde.
MM: Naja, ich hab eigentlich gehofft, nie wieder was mit der zu tun zu haben.
Und ich hab gedacht, die beiden verstehen sich jetzt endlich etwas besser. Mehdi zuliebe.
GH (seufzt): Wann legst du endlich deine Vorbehalte ab? Sie ist doch nett.
Nett? Sag mal, habt ihr Brüderschaft getrunken, als du die paar Wochen ihre Chefin warst oder wie?
MM: Nett ist die kleine Schwester von Scheiße.
Boah, ich fass es nicht.
GH (weist ihn zurecht): Marc, sprich nicht so von ihr!
Oder schlimmer noch: Ist sie jetzt deine neue Busenfreundin? Nee, echt jetzt, die kommt mir nicht noch mal ins Haus.
MM (gereizt): Mein Gott, wenn es doch die Wahrheit ist.
Er ist unmöglich echt. Wie kann nur jemand so unfähig sein, soziale Kontakte zu pflegen? Und ich dachte, er sei mittlerweile auf einem guten Weg.
GH: Also ich hatte den Eindruck, ihr hättet euch ganz gut verstanden.
MM (reißt die Augen weit auf u. starrt sie entsetzt an): Bitte?
Das ist höchstens ein Waffenstillstand. Wenn überhaupt.
GH (sieht zu den beiden eng umschlungen Tanzenden): Schau sie dir doch mal an! Die passen doch super zusammen.
Gabi und Mehdi? Nee!!!
MM (sieht sie mit offenem Mund an): Äh... eine kleine Frage, wen genau meinst du jetzt?
Aber so viel getrunken hat er doch noch nicht, dass er die beiden nicht erkennt?
GH (klärt ihn auf): Na Mehdi und Maria, wen den sonst?
MM (der Groschen fällt endlich): Äh... jaaa!?
Boah echt, die Sache schlägt mir so langsam aufs Gemüt. Der Idiot hat also mal wieder gekniffen und nur die Hälfte erzählt, hä? Hätte mich auch gewundert.
GH: Ich glaube, er hat’s ihr gerade gesagt.
Das glaube ich kaum.
MM (schaut wieder zu dem knutschenden Paar): Dafür ist sie aber ziemlich ruhig geblieben.
GH (sieht ihn fragend an): Na ich finde das die einzig logische Reaktion auf so ein Geständnis.
Ich nicht.
MM (schüttelt fassungslos den Kopf): Woah die geht aber wirklich ran.
Sag ich doch.
GH (schwärmt): Also ich finde es süß.
Also ich steig hier aus. Das ist mir definitiv zu viel Soap für heute.
MM (dreht sich wieder zu seiner Süßen um): Versteh einer die Frauen. Gerade eben waren wir noch im Gespräch mit den Sesselfurzern vertieft. Die karrieregeile Zie... (korrigiert seine Wortwahl, als er ihren vorwurfsvollen Blick bemerkt) ... äh... Neurochirurgin musste ja unbedingt auch ihren Senf dazu geben, obwohl sie von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Aber egal. Wenn sie meint, sich als ebenbürtige Chefin aufspielen zu müssen, die sie nicht ist, bitte, soll sie’s machen. Am Ende entscheidet eh dein Vater. Äh... Jedenfalls wollte Dr. Müller gerade was wegen der Finanzierung sagen, da hat sie plötzlich ihre Äuglein weit aufgerissen, ist rot angelaufen, hat sich auf der Stelle umgedreht und ist wortlos in eure Richtung gegangen.
Seltsam! Sie wirkte schon irgendwie gehetzt. Hmm?
GH (zuckt mit den Schultern): Vielleicht hat sie ja gespürt, dass Mehdi ihr etwas Wichtiges sagen wollte.
MM (lacht spöttisch auf): Pff... So viel weibliche Intuition hätte ich ihr nicht zugetraut.
GH: Marc!
Stimmt doch! Manchmal glaube ich, sie ist mehr Mann als Mehdi. Und jetzt noch die Haare...
MM (blickt noch einmal zur Tanzfläche u. bleibt mit seinem Blick an einem gut gekleideten Mann hängen): Ich glaube eher, das hängt mit dem Typen da zusammen, der gerade auf die beiden zugeht. Der hat sie vorhin die ganze Zeit schon so komisch angestarrt.
GH (dreht sich ebenfalls zur Seite u. mustert den groß gewachsenen Mann): Kennst du den?
MM (zuckt mit den Schultern u. sieht sie ratlos an): Weiß nicht. Aber irgendwoher kommt der mir bekannt vor.
Ich komm noch drauf.
GH (ihr ist der Mann unheimlich): Was er wohl von ihr will?
Hoffentlich ist das kein Stalker. Ich kenn das ja von Peter. Das kann sehr lästig werden.

Wie gebannt schauten die beiden Ärzte nun zu dem befreundeten Paar, das immer noch fest umschlungen miteinander tanzte. Endlich hatte Mehdi es geschafft, sich von Marias heißblütigen Lippen zu lösen und atmete aus. Der Kuss war so ganz anders als die vorhergehenden gewesen. Sehr sanft und gefühlvoll, aber auch irgendwie ängstlich und schutzsuchend. Und wieso klammerte sie sich so sehr an ihn? Sie war doch überhaupt nicht der Typ dafür. Ahnte sie vielleicht doch, was in ihm vorging? Er brauchte Klarheit. Mehdi räusperte sich mehrmals umständlich und schaute Maria nun ernst an, die schon wieder zu einem Kuss ansetzen wollte...

MK (weicht ihr aus): Maria, das.... das geht so nicht. Du kannst mich nicht einfach so ohne Vorwarnung küssen.
MH (nähert sich wieder seinen Lippen u. flüstert geheimnisvoll): Bitte, spiel mit!
MK (schaut sie verdutzt an): Was meinst du? Ich... ich kann das nicht mehr so.

Maria sah ihn flehend an und presste sich wieder an seinen muskulösen Körper. Sie ignorierte seine Einwände und wollte ihn gerade küssen, aber da hörte sie auch schon hinter sich die unvermeidliche unheilvolle Stimme, der sie gehofft hatte, entgehen zu können...

„Bloody Mary? Ich glaub es ja nicht. Du bist es wirklich!“

Lorelei Offline

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20.12.2010 15:53
#868 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Nachdem ich gestern Abend für viele unfreiwillige Lacher gesorgt habe , die sehr inspirierend waren - Vielleicht entwickle ich ja noch was in die Richtung. Es scheint ja gut anzukommen. -, geht es jetzt weiter im Text... äh... auf dem Ball der Bälle. Tja wer ist wohl der unheilvolle Fremde? Und was hat es mit dem Spitznamen auf sich? Heute lernen wir nach Mitzi und Günni ein weiteres Mitglied des neuen DD-Cast kennen. Er wird bei mir aber nur einen kleinen Gastauftritt haben. Es sei denn, ihr wollt ihn behalten. Dann muss ich mir was überlegen. Jedenfalls wird er bei mir eine etwas andere Rolle einnehmen, als Bora sie in 3 x 06 vorgesehen hat. Und jetzt viel Spaß! Liebe Grüße von eurer wieder mobilen Lorelei



http://www.youtube.com/watch?v=wCcJuN47UcY


Maria schloss für eine Sekunde ihre Augen und hoffte inständig, dass das alles nur ein böser Albtraum war, dass sie sich getäuscht hatte, dass er es nicht war, den sie vorhin neben einer blonden Zwanzigjährigen am Eingang hat stehen sehen, als er mit seinem unverwechselbaren widerlichen Charme mit diesem pinkgekleideten Flittchen flirtete, und dass er sie nicht gerade eben mit seiner tiefen markanten fiesen Stimme angesprochen hatte, die bei ihr immer noch eine Gänsehaut hervorrief. Aber als sie dann plötzlich seine große behaarte Pranke auf ihrer nackten Schulter spürte, war es bittere Gewissheit. Sie zuckte zusammen, löste sich abrupt von ihrem Tanzpartner und ließ ihre Arme schlaff herunterhängen. Er war es tatsächlich! Dabei hatte sie diesen Mistkerl doch niemals wieder sehen wollen. Maria zitterte am ganzen Leib und schlug seine dreiste Hand sofort von ihrer Schulter. Sie drehte sich nicht um. Sie wollte nicht in die fiese Fratze ihrer Erinnerung blicken. Die Neurochirurgin konzentrierte sich stattdessen auf das Hier und Jetzt und klammerte sich umso mehr an ihren charmanten Gynäkologen, der so ganz anders war, als die Person, die gerade hinter ihr stand und ihr wahrscheinlich auf den Hintern glotzte, wie er es immer getan hatte. Sie hatte es immer gehasst. Sie hatte ihn gehasst und sie hasste ihn immer noch. Am liebsten wäre sie jetzt mit Mehdi weglaufen, ganz weit weg, irgendwohin, wo sie glücklich sein könnten, wo sie ihm endlich sagen könnte, was sie für ihn empfand und wo aus dem Hier und Jetzt eine Zukunft werden könnte. Aber ihre Beine waren so schwer wie Blei. Sie konnte sich nicht bewegen. Wenn Mehdi sie nicht festgehalten hätte, wäre sie wohlmöglich gefallen. In ein tiefes Loch, das sie verschlungen hätte. Dr. Maria Hassmann war regelrecht erstarrt, weil die Vergangenheit so urplötzlich auf sie einschlug, als sie doch eigentlich gerade ihre Zukunft planen wollte mit dem Mann, in dessen schützenden Armen, sie sich gerade befand und die sie nie wieder verlassen wollte.

Mehdi, der nicht wirklich verstand, was hier gerade vor sich ging, schaute beunruhigt zwischen seiner schönen Tanzpartnerin, die nach den liebevollen Küssen gerade eben plötzlich aschfahl im Gesicht geworden war und sich nun Rettung suchend dicht an ihn drängte, und dem fremden, nicht unattraktiven Mann im schwarzen Armanianzug hin und her, der wohl dasselbe Alter hatte wie sie beide auch, ein sehr ausdrucksstarkes Gesicht aufwies, seine dunkelbraunen Haare wie ein schmieriger Mafioso zurückgegelt hatte, einen verwegenen Dreitagebart und ein fieses Grinsen auf dem Lippen trug, das ihn ihm sofort unsympathisch machte. Er spürte Marias innere Unruhe und legte zur Beruhigung seine Hand an ihre Wange. Sie schaute dankbar zu ihm auf. Wenn sie ihn nicht hätte?

MK (flüstert): Wer ist das?

Maria senkte ihren Blick für einen Moment, nahm seine Hand von ihrer Wange, drückte sie kurz und wand sich dann zum Gehen. Sie wollte keine Sekunde länger in SEINER Gegenwart verweilen, die ihr ein widerliches Ekelgefühl bescherte. Sie wollte nur noch weg. Bloß weg von diesem elenden Mistkerl, der ihr Leben von einem Tag auf den anderen aus den Fugen geraten ließ.

MH (ignoriert IHN gekonnt): Niemand! Komm, lass uns gehen.
MK (sieht sie irritiert an, dann blickt er kurz zu dem Mann hinter ihr, der immer noch dieses fiese Grinsen trug, das Mehdi zunehmend störte): Ok!? Wenn du magst.
MH (lächelt ihn verliebt an): Danke!

Doch Maria hatte die Rechnung ohne die fiese Grinsebacke gemacht, die sich ihr und Mehdi nun in den Weg stellte, so dass sie ihm nicht mehr ausweichen konnte und sie gezwungen war, ihn doch anzublicken, und sie erneut ansprach und an Dinge erinnerte, die sie längst in der Schublade V für Vergangenheit verschlossen hatte. Eigentlich hatte sie geglaubt, sie hätte den Schlüssel weggeworfen, aber offenbar gab es doch noch einen Zweitschlüssel...

CS (verschränkt cool seine Arme vor seinem Körper u. zwinkert ihr zu): Niemand? Bezeichnet man so die Liebe seines Lebens?
Dieser Arsch! Was bildet der sich eigentlich ein?

Die Liebe ihres Lebens? Wer zum Teufel ist der Kerl?



.......

Lorelei Offline

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21.12.2010 09:35
#869 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Guten Morgen, ihr lieben Schneehaasen! Wer es immer noch nicht gemerkt hat, ja, es handelt sich tatsächlich um Dr. Cedric Stier (ein Lob an Bora für diesen geilen Namen! ) Ähm... ja und in welcher Verbindung er zu Dr. Maria Hassmann steht, das erfahrt ihr jetzt. Viel Spaß! Aktuelle Wetterlage: Dichtes Schneetreiben! Öfter mal was Neues! Liebe Grüße von eurer eingeschneiten Lorelei




Maria schnappte wie ein Fisch nach Luft. Ohne Mehdis Hand loszulassen, fuhr die toughe Neurologin herum und fauchte der unverschämten Person ihre ganze Verbitterung entgegen....

MH: Cedric, ich bitte dich. Du, die Liebe meines Lebens? Entschuldige, wenn ich lache. Ich hab ganz vergessen, was für ein überheblicher und arroganter Mistkerl du bist. Du glaubst auch immer noch, die Welt dreht sich nur um dich und du seiest der einzig Wahre, hmm?
CS (verzieht keine Miene u. schaut sie einfach nur mit hochgezogenen Augenbrauen an): Hmm... So oder so ähnlich hast du es mir mal geschworen, ja.
MH (platzt bald der Kragen): Das glaubst du ja wohl selbst nicht.

Mehdi, der den Ausbruch seiner in seiner Gegenwart meist wohlbesonnenen Begleiterin gespannt verfolgt hatte, schaute die beiden Streithähne nun ziemlich verdattert an und verstand nicht wirklich, worum es hier ging...

MK (spricht sie zögerlich an): Maria, willst du mir nicht sagen, wer....?
MH (dreht sich zu ihm um, lächelt ihn kurz entschuldigend an u. krallt sich umso fester an seiner Hand fest): Nein, lass uns bitte gehen. ... (sieht abfällig an Cedric herunter) ... Der ist es überhaupt nicht wert, auch nur ein Wort mit ihm zu wechseln.
MK (will es aber wissen): Aber wer...?
CS (fällt dem Halbperser dreist ins Wort, ohne ihn anzusehen): Ach komm schon, Mary? Der alten Zeiten willen.
MK (sieht MH fragend an): Mary?
Ich hasse es, wenn er mich so nennt. Beim nächsten Mal spürt er meinen Handabdruck auf seiner Wange. Wie damals, aber diesmal umso fester, so dass er es niemals wieder vergisst und uns endlich in Ruhe lässt.
MH (faucht ihn an): Du sollst mich nicht so nennen.
CS (grinst sie an): Früher hast du das gerne gehört.
MH (trotzig): Tzz.... In einer längst vergessenen Zeit vielleicht.
Ok, sie waren zusammen. So viel steht schon mal fest. Und es ist unschön geendet.
CS: Ach so lange ist das noch gar nicht her.
MH (hilft ihm nach): Vier Jahre, Cedric.
Vier Jahre? Oh! Das heißt... er ist... Oh!
CS (mustert jetzt argwöhnisch den nachdenklichen Oberarzt neben ihr): Ist das dein Neuer?
MH (kuschelt sich demonstrativ an Mehdis Arm): Das geht dich nichts an.
CS: Ich hab schon gehört, dass du immer noch verzweifelst versuchst, einen abzubekommen, Mary.
Ich bring ihn um, aber schön qualvoll. Damals hat das noch nicht geklappt, aber heute schon.
MK (hat genug von den Unverschämtheiten seines Gegenübers u. baut sich vor ihm auf): Also jetzt hören Sie mal...
CS (schaut ihn herausfordernd an): Ja, ich bin ganz Ohr.
Was ist das eigentlich für ein widerlicher Kerl? Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass die beiden mal... Aber genug ist genug!
MH (legt beruhigend ihre Hand auf seinen Unterarm): Mehdi, lass gut sein. Er ist es nicht wert.
CS (grinst die beiden an): Lass mich raten, so wie der aussieht, hast du ihn bei einer Begleitagentur gebucht, hmm?
MH (funkelt ihn böse an): Leck mich, Cedric!
CS (zwinkert ihr anzüglich zu): Gerne!
AAAAARRRGGGG!!!!
MH (weiß sich nicht zu helfen u. droht ihm mit hoch erhobenem Zeigefinger): Eh!
CS (mustert MK eindringlich): Du standest ja schon immer auf den eher dunklen Typ. Hat der überhaupt eine Aufenthaltsgenehmigung?
Ok! Jetzt reicht’s.

Mehdi platzte allmählich auch der Kragen. Was nahm sich diese impertinente Person eigentlich heraus? Er ließ Marias Hand los und kam Dr. Cedric Stier, seines Zeichens Oberarzt der Neurochirurgischen Abteilung an der Charité Berlin, bedrohlich nahe. Der einen halben Kopf kleinere Mann wich tatsächlich einen Schritt zurück und sah den muskulösen Halbperser nun mit hochgezogener Augenbraue gespannt an. Sein unverschämtes Grinsen zog sich immer noch über sein ganzes Gesicht. Mehdi hätte es ihm am liebsten aus dem Gesicht geschlagen, aber das war nicht seine Art. Er war Diplomat. Er erhob seine rechte Hand und fuchtelte damit vor ihm in der Luft herum...

MK: Also erstens, bin ich weder heimlich über die Grenze gemacht, also mal abgesehen von der die mal Deutschland geteilt hat, noch von irgendeiner Partneragentur, im Internet oder sonst irgendwo gebucht worden. Das hat meine äußerst charmante Begleitung... (er lächelt Maria verschmitzt an u. küsst ihren Handrücken) ... überhaupt nicht nötig.
Gott ich liebe diesen Mann!
CS (völlig unbeeindruckt): Hoho! Und wer sind Sie dann, wenn ich fragen darf?
MH (legt ihre Hand auf seine Brust): Mehdi, du musst nicht....
MK (sieht erst MH, dann CS an): Doch, doch! Lass mich ausreden, Maria. ... Wir sind Kollegen, wenn Sie es genau wissen wollen.
Nur Kollegen? Mehdi, was....
CS (grinst MH wieder schadenfroh an): Och hat sich einer deiner erbarmt, hmm, Mary, damit du nicht alleine hier dastehst? Wie nett!
Dieses Arschloch!
MK (blitzt ihn an): Ich muss doch sehr bitten. Es ist doch wohl selbstverständlich, dass ich meine... meine... (Maria schaut ihn gespannt an. Mehdi überlegt noch einen Moment, ob er das jetzt wirklich sagen soll, sieht den spöttischen Blick seines Gegenüber u. sagt es dann doch; sein dummes Gesicht ist es ihm wert) ... Lebensgefährtin hierher begleite.
Lebensgefährtin? Das hat er jetzt nicht wirklich gesagt? Oh Gott, ich könnte dich knutschen, Mehdi.
CS (lacht spöttisch laut auf): Lebensgefährte? Mary, wo hast du denn den Spießer aufgegabelt?
Aber davor bringe ich IHN erst mal um!
MH (verschränkt eingeschnappt ihre Arme vor ihrem Körper, geht auf die kleine Flunkerei ihres Liebsten ein, die ihrer Meinung nach ja eigentlich gar keine Flunkerei ist; vielleicht hat bei Mehdi ja auch ein bisschen Wunschdenken mitgespielt, als er das behauptet hat, denkt sie): War ja klar, dass du eine glückliche Beziehung für spießig hältst, Cedric. Aber für jemanden, der noch nie eine geführt hat und sich, wenn es ihm zu langweilig wird, gleich die nächstbeste Dumme sucht, auch kein Wunder.
CS (wirkt tatsächlich für eine Zehntelsekunde getroffen, setzt dann aber wieder sein typisches Grinsen auf): Ich wusste gar nicht, dass du noch so an mir hängst?
Eh geht’s noch? Oh, ich vergaß, dass er schon immer in seiner eigenen Realität gelebt hat mit ihm als oberste Gottheit, die Frau anbeten muss.
MH (sieht ihn abfällig an): Pff... Das glaubst du ja wohl selbst nicht. Aber wie ich sehe, bleibst du deinen Mustern treu. Oder wo hast du deine Frischangetraute gelassen?
CS (für einen kurzen Moment sprachlos, weil sie direkt ins Schwarze getroffen hat): Das sind wieder Dinge, die dich nicht angehen, Maria.
Wusste ich es doch!
MH (lacht spöttisch auf): Verstehe! Lass mich raten, sie weiß gar nicht, wo du dich gerade herumtreibst?
CS: Doch!
MH (hebt eine Augenbraue): Klar, sie hütet brav die Frucht deiner Lenden, du hast ihr aufgetischt, dass der werte Herr Oberarzt seinen Pflichten nachgehen und auf dem Ärzteball Präsenz zeigen muss, aber in Wahrheit suchst du dir hier Frischfleisch, weil sich die aufregende Sexbombe zuhause plötzlich in eine biedere Hausfrau und Mutter verwandelt hat. Kommt mir irgendwie bekannt vor. Oder wer ist der pinke Teeny da, der dir die ganze Zeit auf den Arsch starrt?
CS (schmettert ihre Vorwürfe cool ab): Neidisch?
AAARRGG!!! Dieser Mann ist einfach das Letzte!
MH (schaut auf ihn von oben herab): Pff... Sicher nicht! Du tust mir nur leid, Cedric. Und deine Frau mir mittlerweile auch.
Ich hab sie gewarnt, aber sie wollte ja nicht auf mich hören. Naja, hätte ich auch nicht. Dumme Kuh!
CS: Oh! Das sind ja ganz neue Töne.
MH (in sich ruhend): Ich bin nur froh, dass ich damals rechtzeitig die Reißleine gezogen habe. Und ich hoffe, für deine Angetraute, sie kapiert auch bald, was für ein Mensch du wirklich bist. Du wirst dich nie ändern und irgendwann als alternder Playboy enden. Leb wohl, Cedric! ... (dreht sich zur Seite u. schaut MK an) ... Komm Mehdi, lass uns zu Gretchen und Marc rübergehen. Die warten doch schon auf uns.
MK (hat dem allen gespannt gefolgt u. nickt ihr jetzt verunsichert zu): Ok!?
CS (will noch etwas sagen, aber ihm fehlen die Worte): Maria?
Ach auf einmal? Du hast dir diesen Weg ausgesucht, Cedric. Also komm klar damit. Sarah und ich brauchen dich nicht.
MH (will eigentlich gehen, aber dreht sich noch ein letztes Mal zu ihm um): Spar’s dir, Cedric! Ach und danke der Nachfrage. Deiner Tochter geht es hervorragend. Ohne dich! Sie wird übrigens nächstes Jahr eingeschult. Falls du dich doch an den Kosten beteiligen willst, du kennst ja meine Kontonummer.

Mehdi spürte die Verbitterung in ihrer Stimme und drückte ihre Hand ein bisschen fester. Sie nahm seinen Beistand dankbar an und konnte sogar schon wieder etwas lächeln, als sie ihren Arm um seine Taille legte. Der charmante Frauenarzt warf noch einen letzten abfälligen Blick auf den perplexen Ex-Ehemann seiner hübschen Begleitung, der plötzlich ganz klein geworden war, und ging dann mit Maria zu seinen Freunden rüber, die eng umschlungen nebeneinander saßen und die beiden neugierig anschauten. Sie hatten nämlich die seltsame Szene mit großem Interesse verfolgt und brannten darauf, zu erfahren, wer dieser fremde Mann war. Stumm ließ sich die aufgewühlte Neurologin auf ihren Stuhl nieder. Mehdi tat es ihr gleich und hielt weiterhin ihre Hand....

Lorelei Offline

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21.12.2010 22:18
#870 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Oh ich habe heute extrem gute Laune (habe gerade ungefähr fünfzig Mal den neuen Trailer gesehen und analysiert ) und deshalb gibt es den nächsten Teil schon jetzt. Ist in XXXL, weil ich irgendwie keine Stelle gefunden habe, wo ich ihn hätte trennen können. Viel Spaß u. schönen Abend noch! Euer Schneehaase





MK (schaut MH besorgt an): Alles ok mit dir?
Das mit ihrem Mann hat sie alles mehr mitgenommen, als sie zugeben will.

Wieso musste ER ausgerechnet hier auftauchen? Ausgerechnet jetzt, wo endlich alles mal gut läuft! Die letzten Jahre hat ihn die ganze Schose hier doch auch nie interessiert und ich war froh, ihn nicht sehen zu müssen. Und jetzt? Die ganze Stimmung ist dahin. Dabei wollte ich doch nur einen schönen Abend mit Mehdi verbringen. ... Scheiße! ... Ach egal, ich lass mich doch nicht von DEM runterziehen. Pff... Das hätte er wohl gerne, dass sich die ganze Welt mal wieder nur um IHN dreht. Aber nicht mit mir! Nicht mit mir! Ich konzentriere mich jetzt auf das, was ich habe und das ich nie wieder loslassen werde.

MH (noch etwas neben der Spur quält sie sich zu einem zögerlichen Lächeln und schaut in die drei fragenden Gesichter): Klar alles bestens. Es ist nur... Ich glaube, ich könnte jetzt einen Schnaps vertragen.
MK (schaut sie sprachlos an): Was?

Genauso irritiert schauten sich jetzt auch Gretchen und Marc an und blickten dann zu ihrer durcheinander wirkenden Kollegin, aus deren eher gequälten Lächeln mittlerweile ein breites Grinsen geworden war. Die blonde Assistenzärztin konnte ihre Neugier mal wieder nicht im Zaun halten...

GH: Wer war der Mann eigentlich?
Boah Haase! Womit hab ich die eigentlich verdient? (MH)
MK (kommt Maria zuvor, weil er ahnt, dass es ihr vielleicht unangenehm wäre): Niemand!
Du bist ja lieb! Aber ich steh da drüber. (MH)
MH (legt ihre Hand auf seinen Arm, lächelt ihn kurz dankbar an u. schaut dann zu Gretchen, der sie gegenübersitzt): Ach lass schon, Mehdi! Auch wenn ER mich und Sarah vor alle Welt verleugnet, kann ruhig jeder wissen, dass das da drüben mein werter Herr Ex-Ehemann ist.
Ach du Scheiße! (MM)
Sie nimmt es ja wirklich cool? Das hätte ich nicht erwartet. (MK)

GH (sichtlich überrascht): Oh!
Den hatte ich mir eigentlich ganz anders vorgestellt. (GH)
MM (schaut noch einmal zu CS rüber, der immer noch an derselben Stelle steht u. jetzt zu den vier Ärzten rüberschaut, und der ihm komischerweise irgendwie bekannt vorkommt, aber er weiß einfach nicht woher): Wie nett!
MH (sieht MM ermutigend an): Recht hast du. Nett im Sinne von die kleine Schwester von Scheiße... oder so. Also was ist jetzt? Lust auf eine Runde Ramazotti?
Mann, muss die verbittert sein! (MM)
Es macht ihr doch zu schaffen! (MK)

MM (grinst sie an): Aber immer!
Warum eigentlich nicht? (GH)
GH (zwinkert ihrem Schatz zu): Marc, wärst du dann bitte so nett?
MM (schaut sie verständnislos an): Wieso denn ich wieder?
GH (schaut ihn zuckersüß und Wimpern klimpernd an): Weil du ein Gentleman bist!
MK (kleinlaut u. mit einem frechen Grinsen auf dem Gesicht): Das wüsste ich aber!
MM (funkelt ihn an): Eh!
Pass bloß auf, was du sagst, Mann! Ich hab dich in der Hand... mit deinen ganzen äh... Dings... äh... Affären oder was auch immer! (MM)
MK (steht auf u. sieht ihn auffordernd an): Komm, ich helfe dir auch?
MM (zuckt mit den Schultern): Na von mir aus.

Missmutig stand der junge Chirurg schließlich auf, warf seiner Süßen noch einen wehleidigen Blick zu und ging dann mit seinem Kumpel im Schlepptau zur Bar rüber, wo sie sich anstellen mussten und dabei ins Plaudern gerieten...

MM: Also Kaan, was war da wirklich?
MK (sieht ihn fragend an): Was soll wirklich gewesen sein?
Boah eh, manchmal bist du echt so begriffsstutzig wie eine Frau.
MM (grinst u. macht eine Kopfbewegung zur Tanzfläche hin): Na diese Beschützernummer da drüben.
MK (versucht abzulenken u. dreht sich zum Barkeeper um): Äh... Nichts weiter.
MM (glaubt ihm kein Wort): Ach komm schon!
MK (dreht sich seufzend wieder zu ihm um): Ja mein Gott, du weißt ja gar nicht, was sich dieser Mistkerl alles herausgenommen hat und da... da hab ich sie eben verteidigt. Hättest du auch gemacht.
Sicher nicht!
MM (grinst ihn breit an): Uuuuhhh, wie ritterlich!
War ja klar, dass du das wieder nicht verstehst.
MK (rollt mit den Augen): Marc!
So aber jetzt mal Butter bei die Fische, du Robin Hood für Arme!
MM (verschränkt cool seine Arme vor seinem Körper u. schaut ihn direkt an): Du hast gekniffen.
MK (versteht es falsch u. verteidigt sich): Hab ich nicht! Ich hab ihn doch...
MM (schüttelt den Kopf): Boah! Nicht bei dem Spacko.
MK (sieht ihn fragend an): Ich weiß nicht, was du...
MM (fällt ihm ungeduldig ins Wort u. klärt ihn auf): Haasenzahn denkt jetzt, ihr seid das neue Traumpaar des EKH. Würde mich nicht wundern, wenn sie es gleich überall herumerzählt.
Verdammt!
MK (senkt seinen Blick): Das würde sie nicht.
MM: Ja, sie vielleicht nicht, aber die ungefähr zwanzig Ärzte und Kollegen, die euch beim öffentlichen Knutschen beobachtet haben.
MK (knickt ein): Scheiße!
Oh Mann, ihm ist echt nicht zu helfen.
MM (lacht ihn aus): Naja, wenn es das ist, was du willst, dann kannst du ja auch drüberstehen.
Was soll ich denn jetzt machen?
MK (schaut ihn plötzlich ernst an): Ich hätte es ihr fast gesagt.
MM (spöttisch): In tausend Jahren nicht.
MK (dreht sich eingeschnappt zur Seite): Doch! Wenn dieser Kerl nicht gewesen wäre, dann...
MM (schaut ihn provozierend an): Was dann? Hättest du Schluss gemacht oder wie?
MK (leise): Wir sind ja noch nicht mal richtig....
MM (hebt eine Augenbraue): Sicher!? Wie auch immer euer aktueller Status ist, ich seh da mittlerweile auch nicht mehr durch.
MK (atmet einmal laut aus u. macht ihm dann ein überraschendes Geständnis): Naja dieser Cedric glaubt jetzt jedenfalls, ich sei ihr Lebensgefährte.
Oh Mann, das wird ja immer besser.
MM (schüttelt lachend den Kopf): Na dann herzlichen Glückwunsch! Du reitest dich immer weiter rein.
MK (sieht ihn wehleidig an): Ich weiß. Aber... ich meine... ich hab’s ihr ja auch irgendwie versprochen.
MM (ihm klappt fassungslos die Kinnlade herunter u. er schnappt nach Luft): Was? Hast du ihr etwa auch gleich nen Antrag gemacht oder wie? Eh Alter, das ist DEFINITIV der falsche Weg.
MK (gestikuliert wild in der Luft herum): Quatsch! Marc, vergessen, die Wettauslosung.
Was denn für eine Wette? Wovon zum Teufel...? Oh! Scheiße! Ich muss ja auch noch... Hab ich eigentlich die Reservierung schon bestätigt? Äh...
MM (denkt nach, dann fällt es ihm plötzlich wie Schuppen von den Augen u. er hakt nach): Ah ja!? Wie... äh... dings... äh... romantisch! Was du alles für Opfer bringst, um deine Weiber glücklich zu machen? Äh... Moment mal, dieser Typ heißt wie noch mal?


Währenddessen sprach Gretchen ihre Kollegin noch einmal auf die merkwürdige Szene mit ihrem Exmann gerade eben an...

GH: Du bist nicht gut auf ihn zu sprechen, hmm?
MH (holt tief Luft u. sieht sie eher gequält an): Ich hab ja auch allen Grund dazu oder?
Stimmt! Wie taktlos, Gretchen!
GH (senkt verlegen ihren Blick, schaut dann zur Seite u. blickt verstohlen zu CS rüber): Ich versteh das nicht. Sarah ist sein Kind und sie ist wirklich eine süße Maus und er interessiert sich nicht die Bohne für sie? Unmöglich so was!
Wir kommen klar. Wir brauchen ihn nicht. Auf so einen Vater kann meine Maus verzichten.
MH (weiß nicht warum, aber sie gerät plötzlich ins Plaudern): Tja, so war er schon immer. Ihm war immer ein Dorn im Auge gewesen, dass ich so kurz nach unserer Hochzeit gleich schwanger geworden bin. Das ging ja völlig konträr zu seinen hochtrabenden Plänen. Studium und Facharzt in Rekordzeit, dann ne lukrative Stelle angeln. Karriere und immer nur Karriere.
GH (kann ihre Klappe nicht halten): Das kommt mir irgendwoher bekannt vor.
MH (sieht sie vorwurfsvoll an, aber plaudert munter weiter, weil sie sich einfach mal Luft verschaffen muss): Ja, kuck nicht so! Klar hatte ich auch Ziele und meinen Zehnpunkteplan. Sarah war nicht geplant, aber von der ersten Sekunde an, als ich das Ultraschall in meinen Händen gehalten habe, habe ich sie geliebt. Und ich habe das alles irgendwie hinbekommen. Schwangerschaft und Studienabschluss, Krabbelgruppe und Assizeit. Für sie, damit sie es später mal leichter hat. Obwohl Cedric mir dabei nicht wirklich eine Stütze war, weil er sein eigenes Ding gedreht hat. Tja mit Konkurrenz aus der eigenen Familie konnte er halt auch nicht. Er hat es bis heute nicht verwunden, dass ich besser war, dass meine Forschungen mehr Renommee eingebracht haben. Ich habe mir einen Namen gemacht, während er sich immer noch mit fremden Lorbeeren schmückt. Er ist ein Blender. Ehrgeizig bis zum Geht-nicht-mehr, aber wenn er selbst gefragt ist, schiebt er andere vor und wenn ihm etwas in die Quere kommt, was ihm nicht passt oder seine Pläne über den Haufen wirft, dann geht er ohne Wimpernzucken darüber hinweg. Andere Menschen sind ihm dabei egal. Selbst seine eigene Familie. Aber bewundert werden will er trotzdem. Aber dafür hat er ja seine billigen Flittchen, die er wie die Motten anzieht. Ich hätte es von Anfang an wissen müssen, dass das mit uns niemals funktioniert hätte.
GH (hat ihr lange geduldig zugehört u. schaut sie nun mitfühlend an): Das tut mir leid.
MH (lächelt sie kurz an): Muss es nicht. Cedric ist ein Schwein. Punkt und aus.
GH (sieht sie fragend an): Cedric?
MH (nickt nur stumm): Hmm!
GH (blickt neugierig zu ihr rüber): Aber du hast ihn schon geliebt?
Ok, also so langsam reicht es. Was hat mich eigentlich geritten, ausgerechnet ihr das von IHM zu erzählen? Ich wollte doch nie wieder einen Gedanken auf ihn verschwenden. Schluss jetzt!
MH (verdreht genervt die Augen): Oah Gretchen, bitte!
Upps! Das ging zu weit. Dass ich auch nie meine Klappe halten kann.
GH (sieht verlegen auf die Tischplatte): Ok, Ok! Tut mir Leid, ich wollte dir nicht zu nahe treten.
Ich kenn dich ja nicht anders.
MH: Schon ok. Ich war halt jung und naiv. Hab mich wie alle anderen auch von ihm blenden lassen. Er hat schon etwas Charismatisches an sich, dem man sich nur schwer entziehen kann und naja... jeder erwischt mal einen Frosch.
GH (seufzt): Wem sagst du das! Und wie hast du ihn...?
MH (überlegt einen Moment, aber erzählt es ihr dann doch): Tja, am Tag meiner letzten Facharztprüfung bin ich etwas eher nach Hause gekommen, weil alles super gelaufen war. ... Mit Summa cum laude, du verstehst? ... (Gretchen rollt mit den Augen) ... Jedenfalls war ich bepackt mit Blumen, Diplom und Champagner. Ich hab wirklich gedacht, er wäre stolz auf mich und würde sich mit mir freuen. Ich hatte ihn ziemlich vernachlässigt in der heißen Prüfungsphase und wollte... naja alles nachholen, was wir verpasst haben. Aber er hatte seine Freizeit von mir offensichtlich auch ausgiebig genutzt. Auf seine Weise. ... (Sie holt tief Luft. Gretchen spürt ihre Anspannung u. sieht sie verständnisvoll an.) ... Tja, ich hab ihn dann inflagranti mit unserer zwanzigjährigen Nanny in unserem Ehebett erwischt.
Oh Gott!
GH (hält sich schockiert ihre Hand vor den Mund): Nein!
Ich hätte ihn auf der Stelle kastrieren sollen. Dann hätte die Frauenwelt ein Schwein weniger.
MH (leicht wehleidig, aber sie fängt sich schnell wieder): Doch! Und ich blöde Kuh hab sie auch noch ins Haus gebracht. Sie war Praktikantin in derselben neurologischen Abteilung, in der ich meine Assistenz gemacht habe. Ich hab sie gemocht. Sarah hatte sie gern. Und mein Exmann eben auch. Das lief anscheinend schon länger. Aber egal. Ist lange her.
GH (traut sich fast nicht zu fragen): Und ... Sarah?
MH (merkt, wie die Wut auf ihn wieder in ihr aufsteigt): Tja das hat das Fass dann endgültig zum Überlaufen gebracht. Sie lag friedlich in ihrem Kinderbett und hat geschlafen, während die beiden nebenan gefickt haben.
GH (fassungslos): Was für ein Arschloch!
MH (stimmt ihr bei u. erzählt weiter): Ich hab noch am selben Tag unsere Sachen gepackt, hab mir Sarah geschnappt und bin zu meiner Mutter gezogen.
GH: Du bist ausgezogen? Ich hätte ihn rausgeschmissen.
Aber vorher hätte ich ihn noch umgebracht, seine Leiche zerstückelt und den Ratten bei den Mülltonnen zum Fraß vorgeworfen.
MH: Keine zehn Pferde hätten mich noch da behalten. Außerdem war das Haus seins. Es war noch nicht mal abbezahlt. Jedenfalls hab ich am nächsten Tag in der Charité gekündigt, die Scheidung eingereicht und hab bei deinem Vater angeheuert.
GH (sichtlich beeindruckt): Wow! Ich wüsste nicht, ob ich den Mut gehabt hätte.
MH: Du hast doch nach Alexis auch neu angefangen?
Ja schon, aber wir sind damals friedlich auseinander gegangen, also mal abgesehen von der Schießerei mit seiner äh... „Mutter“ in dem Restaurant und seinen ganzen Lügen und Betrügereien.
GH (lächelt u. hakt neugierig weiter nach): Stimmt! Und jetzt? Mit... Mehdi? Wie läuft...
Ok, ich hab ihr definitiv zu viel erzählt.
MH (fällt ihr ins Wort): Du bist aber überhaupt nicht neugierig, hmm?
GH (wird etwas rot u. starrt ertappt die Tischplatte an): Ich will doch nur sicher gehen, dass es ihm gut geht. Hast du ehrliche Absichten?
Boah! Was wird das denn? Bist du seine Mutter?
MH (sieht sie sprachlos an): Oh komm, Gretchen bitte!
GH (schaut sie beschämt an): Ich frag ja nur. Nicht jeder versteht, was es mit eurem Schwebezustand auf sich hat.
Und so komisch wie er sich in letzter Zeit benimmt, da kann man ja mal nachhaken. Ich mach mir doch nur Sorgen.

Sie hat Recht. Ich muss ihn endlich festnageln. Wenn er mir nur nicht immer wieder ausweichen würde.

MH (sieht sie entschlossen an): Das will ich ja auch ändern.
GH (ihre Augen beginnen zu leuchten): Ehrlich?
MH (blickt verträumt zu ihm rüber): Ja!
Wie süß! Oh, ich freu mich so.
GH (in ihrer Euphorie kaum zu bremsen): Und worauf wartest du dann noch?
Darauf, dass er endlich mal zu Potte kommt. Ich werd einfach nicht schlau aus ihm.
MH (schaut immer wieder zur Bar rüber, wo Mehdi mit Marc quatscht): Weißt du, manchmal da ist er so weit weg und dann bin ich mir nicht mehr so sicher, ob er auch das gleiche will.
GH (blickt ebenfalls zu den beiden rüber): Ich weiß, was du meinst. Das war mit uns damals auch nicht anders.
MH (wird plötzlich traurig): Er ist mal so und dann wieder so. Vorhin da hatte ich das Gefühl, dass er eigentlich gar nicht hier sein möchte. Ich hätte ihn vielleicht nicht so überrumpeln sollen mit der Einladung.
GH (überrascht): Du hast ihn gefragt?
MH: Frag mich nicht, was das für ein Kampf war. Ich hab auf den Wetteinsatz gesetzt, weißt du.
GH: Oh!
Ich hab ja auch noch einen Wunsch bei ihm frei. Hmm... Und bei Marc sowieso. Da fällt mir ein... Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass er etwas ausheckt.
MH (gerät ins Schwärmen): Aber dann gerade eben, da war er wieder so lieb und aufmerksam. Wie er vor Cedric zu mir gestanden hat, das war schon ein unglaublich schönes Gefühl.
Ich will das behalten. Ob er das mit der Lebensgefährtin vielleicht doch ein Stück weit ernst gemeint hat? Ich würde sofort ja sagen.
GH (lächelt): Er hat dich wirklich gern, glaube mir.
Sie wird es wissen. Als seine... beste... ähm... wie auch immer... Freundin.
MH (fragt zögerlich nach): Hat er mal was zu dir gesagt?
Ok, hier breche ich ab. Das muss er schon selber klären.
GH (beißt sich auf ihre Unterlippe u. versucht sich nichts anmerken zu lassen, auch wenn sie seine Worte von vorhin noch genau im Kopf hat): Ich misch mich da nicht ein.

Im gleichen Augenblick ertönte hinter ihr eine wohlbekannte sexy Stimme und riss die beiden Freundinnen aus ihrem delikaten Gespräch....

MM: Worin mischst du dich nicht ein? Das wäre ja mal ganz was Neues.
GH (blitzt ihn an): Marc!

Marc und Mehdi kamen nämlich gerade mit vier kleinen Gläsern und einer Flasche Ramazotti zurück, die auch sogleich geöffnet wurde. Die Männer setzten sich wieder an den Tisch und stießen mit ihren beiden Frauen an...

MM (bringt auch noch ganz beiläufig etwas zum Thema ein): Ich glaube, ich weiß jetzt, woher ich diesen Typen kenne.
Oh Gott! Bitte nicht! (MH)
GH (nippt vorsichtig an ihrem ersten Gläschen): Da bin ich aber gespannt.
MH (rollt mit den Augen u. kippt sicherheitshalber das ganze Glas hinunter): Können wir das leidige Thema nicht endlich mal lassen? Verdirbt nur die Stimmung.
MK (kippt vom schlechten Gewissen getrieben ebenfalls das ganze Glas herunter): Eben!
MM (lässt keine Einwände gelten u. erzählt munter drauflos, nachdem auch er sein Glas auf ex geleert hat): Der hat mit mir studiert, war, glaube ich, zwei oder drei Semester über mir, was jetzt nicht heißt, dass der besser gewesen wäre als ich. Das war nämlich keiner. ... (alle rollen mit den Augen u. trinken noch ein Glas) ... Aber die linke Sau hat mir in einem Seminar, das war irgendwas zu neurochirurgischen Operationstechniken, wenn ich mich recht erinnere, äh... meine Forschungsergebnisse geklaut und sie für seine ausgegeben. Da ist eigentlich noch eine Abreibung fällig. Und die kriegt er jetzt auch.
GH (legt ihre Hand auf seinen Unterarm, als er aufstehen will; er bleibt sitzen u. schaut sie verliebt an): Marc!
MH (grinst MM an u. nimmt das nächste Glas): Ja, das klingt mir sehr nach meinem Mann.... äh... Ex.
MM (stößt mit ihr an u. bechert auch noch einen): Ich fass es nicht. Eh wie viele Jahre schuften wir jetzt schon zusammen und ich wusste nicht, dass du mit dem Stier verheiratet bist?
MH: War, Meierlein, die Betonung liegt auf WAR! Und jetzt lasst endlich gut sein. Der Mistkerl ist es nicht wert, dass überhaupt über ihn geredet wird.
MM (feixt): Hast du damals seinen Namen getragen..... Maria Stier?
Hahaha! Mehdi sollte vielleicht öfters mal rot tragen! Hahaha!
GH (weist ihn zu Recht): Marc!
MM (blickt unschuldig in die Runde): Ich frag ja nur. Also es erklärt zumindest, warum du jetzt soviel Wert auf den ‚Hassmann’ legst. Männer sind wohl ein rotes Tuch für dich?
MH (zwinkert ihm zu): Das betrifft nur eine Kategorie von Männer.
MM (beugt sich grinsend zu ihr rüber): Uuuuhhh, jetzt wird es aber interessant.
MH (blitzt ihn an): Du stehst auch auf der Liste.
MM (lacht u. nimmt sich noch ein Glas): Klar!
MK: Und ich?
MH (wird etwas rot u. trinkt aus Verlegenheit noch ein Gläschen): Natürlich nicht.
Du stehst auf einer ganz anderen Liste, Schatz.
MM (schaut zufällig Richtung Bar u. ihm fällt etwas auf, dass er seiner neuen Kumpeline unbedingt mitteilen will): Aber die Braut, die dein Verflossener da am Start hat, die ist schon....
MK/GH (synchron): Maaarc!
Kein Taktgefühl! Blöder Idiot!
MM (hebt lachend seine Arme u. stößt dann erneut mit seinen drei Freunden an): Ok, ok, na dann nastarowje!


http://www.youtube.com/watch?v=juHMvf5eNYQ

Lorelei Offline

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22.12.2010 16:45
#871 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Was? Ich bin schockiert! Ihr wollt Schlägereien und Knutschereien auf dem Ärzteball? Mit Knutschereien könnte ich eventuell dienen. Alles andere, mal sehen! Viel Spaß mit dem nächsten Teil. Lasst euch nicht zu sehr stressen im Weihnachtsendspurt. Eure Lorelei




http://www.youtube.com/watch?v=ZSK9kkM7GL4&feature=related


Nach dem vierten Glas, das bei dem einen oder anderen schon tüchtig seine Wirkung zeigte, sprang Dr. Meier plötzlich wie von der Tarantel gestochen auf, schnappte sich das zarte Händchen seiner nicht minder betüddelten Ballprinzessin und zog sie auf die Tanzfläche...

MM (grinst sie anzüglich an u. dreht sie einmal im Kreis, so dass ihr fast schwindelig wird): So Puppe, jetzt zeigt dir der Dr. Meier mal, was er so drauf hat.
Ok, jetzt ist er definitiv verrückt geworden. ... Huch!
GH (rollt mit den Augen, als er sie noch einmal herum schwingt u. so weit nach hinten herunter beugt, dass ihre Haare Bodenkontakt bekommen): Maaarc, du bist betrunken!
Nö! Ich bin doch ast- äh... stab- äh... stocknüchtern!
MM (zieht sie wieder zu sich hoch u. blickt sie mit seinem unwiderstehlichen Dackelblick an): Na und? Du schwankst doch auch schon, Haasenzahn. Deshalb muss ich dich jetzt auch ganz fest an mich drücken, damit du mir nicht aus den Latschen kippst.
Er ist so ein süßer Knallkopf echt!

Marc presste seine schmunzelnde und mittlerweile völlig sprachlose Freundin gegen seine starke männliche Brust, in der sie deutlich seinen beschleunigten Herzschlag wummern spürte, parkte seine talentierten Chirurgenhände auf ihrem properen Hintern und begann sich langsam mit seinem blauen Engel, der seine Arme fest hinter seinem Nacken verschränkt hatte, zu bewegen. Kein Blatt Papier hätte mehr zwischen die beiden verknallten Ärzte gepasst, die sich unentwegt anlächelten und tief in die Augen blickten. Mehdi und Maria hatten nur sprachlos mit dem Kopf geschüttelt, als die beiden ihren Auftritt hingelegt hatten und sahen ihnen nun eine Weile zu......

MH: Die beiden sind echt unglaublich.
MK (seufzt): Wem sagst du das?
MH (grinst ihn plötzlich an): Du gibst mir rechtzeitig Bescheid, falls ich ähnliche Tendenzen aufweise, hmm?
MK (schaut sie eher nachdenklich an): Das mag ich mir nur schwer vorstellen.
Och so eine Schmusenummer wäre eigentlich gar nicht mal so schlecht jetzt.
MH (zwinkert ihm verführerisch zu): Ich kann mich auch gehen lassen.
MK (lächelt kurz, lenkt dann aber schnell wieder vom Thema ab u. wird ernster): Ich weiß. Geht’s dir wirklich gut? Ich meine... wegen deinem Ex?
MH: Er ist mir völlig egal.
Du zählst jetzt.
MK: Ich dachte nur, weil du vorhin ziemlich neben der Spur warst.
MH: Das war nur der erste Schockmoment. Er gehört schon lange nicht mehr zu meinem Leben und das ist auch gut so. Auf so einen Vater kann Sarah echt verzichten.
MK (nickt ihr zu): Verstehe!
MH (schaut ihn aufmunternd an): Jetzt kuck nicht so! Mir geht es fantastisch. Wirklich! Komm, lass uns auch noch mal tanzen gehen!

Maria reichte ihm ihre zarte Hand und wollte mit ihm zusammen aufstehen, aber Mehdi zögerte noch. Es gab ja immer noch etwas, das schwer auf seiner Seele lag und vor dem er sich eigentlich nicht mehr länger drücken wollte...

MK (zögerlich): Eigentlich wollte ich ja...
MH (bleibt sitzen u. schaut ihn fragend an): Ja?
...mit dir reden. Aber nachdem, was gerade hier passiert ist, glaube ich nicht, dass das jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist.
MK (kneift wieder): Ach nichts.
MH (kurz irritiert, dann strahlt sie ihn aber auch schon wieder an): Ich lasse mir jedenfalls meine gute Laune nicht von so einem drittklassigen Schmalspurcasanova, der den Gong noch nicht gehört hat, kaputt machen. Komm! Machen wir Martchen Konkurrenz!
Hach... Maria, was soll ich nur machen? Du... du bist so toll und ich... ich bin so ein Idiot.

Die schöne Neurologin stand auf, nahm Mehdis Hand und ließ sich von ihm zur Tanzfläche begleiten, wo sie sogleich ihre Arme um seinen Hals legte und sich gefühlvoll an ihn schmiegte. Sie ignorierte bewusst die neugierigen Blicke ihres Exmannes, der mit seiner jungen Begleitung an der Sektbar stand und unentwegt zu ihr herüberstarrte. Sein ewiges Grinsen war einem nachdenklichen Blick gewichen. Über die albernen Scherze seiner Kurzzeitaffäre konnte er nicht mehr lachen. Maria schloss währenddessen ihre Augen, genoss in vollen Zügen seine Wärme und ließ sich von Mehdi führen, dessen Gedanken aber mal wieder in eine ganz andere Richtung davon schwebten.


http://www.youtube.com/watch?v=c1V5Wk9gb4U&feature=related


Am anderen Ende des Saales ging die Umarmung aber noch einen Tick liebevoller vonstatten, wenn man das behaupten konnte. Eng umschlungen tanzten Dr. Marc Meier und Dr. Gretchen Haase miteinander und zogen die Blicke der anderen Ballgäste auf sich. Der eine oder andere, der einen der beiden kannte, begann schon hinter vorgehaltener Hand zu tuscheln. Sanfte Chirurgenhände wanderten immer wieder über die zarte alabasterfarbene Haut ihres unbedeckten Rückens, den eine leichte Gänsehaut zierte, zu ihrem properen Hintern, wo sie schließlich ihre Parkposition einnahmen und in den Massagemodus wechselten. Und auch Gretchen strich ganz verträumt Marcs Wirbelsäule entlang, die sie durch den dünnen hellblauen Hemdstoff ertasten konnte. Ihren Lockenkopf hatte sie auf seiner starken Schulter gebettet. Und ihre Augen waren geschlossen, ebenso wie die seinen. Ihre Gedanken waren frei. Gretchens Vorstellungen von einem romantischen Cinderella-Ballabend mit ihrem Liebsten wurden heute bei weitem übertroffen. Sie hätte nie gedacht, dass er sich so gehen lassen würde und v.a. so lange mit ihr hier aushalten würde. Mittlerweile war die dritte Stunde angebrochen und er hatte noch nicht einmal gequengelt, dass er nach Hause möchte. Nein, er tanzte sogar mit ihr, freiwillig wohlgemerkt, was er doch eigentlich immer verabscheut hatte. Aber der verliebte Oberarzt gab sich heute ohne zu mucken große Mühe, diesen ‚ihren’ Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Und das war er in der Tat. Dieser Ballabend war wirklich magisch, nahezu perfekt, und kam nicht annähernd an Gretchens kühnste Träume heran, die sie mit vierzehn Jahren in ihrem Tagebuch festgehalten hatte, nachdem sie gesehen hatte, wie glücklich ihre Eltern waren, als sie von ihren ersten Ball zurückgekommen waren. Gretchen ‚Haasenzahn’ Haase musste einfach lächeln, weil sie so überglücklich war. Ihrem gutaussehenden Partner ging es da nicht anders und er drückte sie noch ein bisschen enger an sich heran. Das unbestrittene Traumpaar des Elisabeth-Krankenhauses und des Abends schwebte regelrecht in einer anderen Welt, bis Dr. Meier plötzlich wieder zum Landeanflug ansetzte, seiner Süßen einen kleinen hauchdünnen Kuss auf ihre benetzten Lippen hauchte und anschließend seinen Klammergriff lockerte. Er grinste seine atemberaubend schöne Freundin, die perplex ihre Augen geöffnet hatte, weil ihr Kuschelbär ihr nicht mehr nah genug war, jetzt mit seinem unverwechselbaren Lachen an...

MM: Na Prinzessin, endlich zufrieden?
GH (strahlt mit dem goldenen Kronleuchter um die Wette): Jaaa!
MM (lächelt sie verliebt an): Das ist gut.
Allein für dein Strahlen ist mir diese ganze Mühe hier wert.
GH (schmiegt sich wieder an ihn u. schaut ihm ebenso verliebt ins Gesicht): Wie ist eigentlich euer Gespräch mit den Leuten vom Verwaltungsrat gelaufen?
Ach lass doch das Geschäftliche! Das ist in diesem Moment völlig unwichtig, nur du zählst. ... Wie lange brauchen die Trottel eigentlich noch? Die ham doch gemeint nach dem Song. Dilettanten!
MM: Was glaubst du denn? Ich bin schließlich der Beste.
GH (grinst ihn an): Schleimer!
MM (funkelt sie an): Eh!
GH: Also kann mein Vater stolz auf dich sein?
MM: Ist er doch eh immer.
Dieser Angeber!
GH: Hey, ja nicht so überheblich, mein Lieber.
MM: Naja was draus wird, sehen wir ja dann im Januar.
GH (neugierig): Wieso?
MM: Na da kommen dann alle Parteien an einen Tisch. Die Sesselfurzer, dein Paps, die Architekten, Finanzheinis und die Elite des Hauses.
Also ich!
GH (zufrieden): Das ist gut.
MM: Die Hassmann kümmert sich um die Organisation.
GH (ist sehr stolz auf ihn): Siehst du, ihr könnt also doch miteinander.
MM (hebt eine Augenbraue): Bitte? Ich wollte die nur ruhig stellen. Die musste sich ja auch unbedingt mit einmischen.
GH: Marc, das Zauberwort heißt doch schließlich Teamarbeit.
Pah! Die frustrierte Ziege, die wohl bald noch frustrierter sein wird, wenn sie das mit ihrem Mehdisschätzelein spitzkriegt, ist doch immer noch auf den Sessel des Professors scharf. Aber da hat sie die Rechnung ohne mich gemacht. Die Sitzgelegenheit kriegst du nicht wieder.
MM (hat genug von dem Thema): Ja, ja, is gut jetzt. Kümmern wir uns erst mal um das, was nach der Arbeit kommt.
GH (sieht ihn fragend an): Hmm?
MM (grinst sie anzüglich an u. fährt mit einer Hand verführerisch ihren nackten Arm entlang): Das Vergnügen!
GH (reagiert trotzig): Ach Marc, ich will jetzt noch nicht gehen.
Sie denkt auch nur an das Eine. Unmöglich die Kleine!
MM (lacht): Hab ich das behauptet?
Nanu? Was denn dann?
GH (stutzt): Nicht?
Na zumindest noch nicht gleich. Könnte sich aber eventuell in ein paar Minuten ändern. ... Endlich haben es die Castingverlierer hinbekommen. Halleluja! Blödes Pack! ... So und wehe, du gehst mir jetzt nicht gleich an die Wäsche, Hasenzahn!
MM (flüstert ihr ins Ohr): Horch mal!
GH (versteht noch nicht gleich, was er von ihr will): Hä?
Ach Haasenzahn, manchmal bist du echt nicht von dieser Welt. Und ich dachte immer, du seiest die größte Träumerin auf Erden. Da will man mal alles richtig machen und du stehst auf dem Schlauch. Unfassbar!


http://www.youtube.com/watch?v=eJLvSxy9jvo&feature=fvw


Gretchen starrte ihn fragend an, während Marc immer breiter grinste, sein Mädchen an seine starke Brust drückte und langsam seine Hüften zum Takt der Musik bewegte. Plötzlich wurden ihre Augen immer größer. Ein Strahlen legte sich auf ihr Gesicht und sie schaute ihren Romantikkönig schwerverliebt an...

GH: Du bist so süß! Aber du weißt schon, dass du damit endgültig deinen Ruf ruinieren könntest?
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert!
MM (grinst sie immer noch an): Deshalb hab ich damit ja auch abgewartet, bis zwei Drittel der Anwesenden genügend Alkohol im Blut hat.
GH (schüttelt schmunzelnd den Kopf): Spinner!
MM (zieht eine beleidigte Schnute): Eh!
GH (schaut ihm plötzlich tief in die Augen): Danke für den schönen Abend, Marc!
MM (räuspert sich verlegen): Ach gar nichts für.
GH (legt ihre warme Hand an seine Wange u. streichelt langsam darüber): Doch! Du weißt, wie viel mir das bedeutet hat, dass du mit mir hierher gekommen bist.
MM (schließt für einen Moment seine Augen u. genießt ihre sanfte Berührung): Hmm!
Ich würde jeden Scheiß für dich tun, Süße. Soweit hast du mich schon.
GH: Ich weiß doch, dass dich das viel Überwindung gekostet hat und...
Ok, das wird mir dann jetzt doch zu wehmütig. Genug ist genug! Sonst geh ich am Ende noch als schwuler Balletttänzer aus dem Saal.
MM (nimmt ihre Hand, drückt sie kurz u. führt sie wieder an seine Seite): Lass gut sein, Schatz. Mittlerweile muss dir ja wohl klar sein, dass schon ein Wackler mit deinem kleinen Zeh reichen würde, um mich rumzukriegen.
Oooohhh!!!
GH (schaut ihn mit funkelnden Augen an): Echt?
MM (senkt beschämt seinen Blick): Echt!
Wie süüüüüüüsssss!!!
GH (sieht in seinen so viel Liebe ausstrahlenden Augen hin u. her): Marc, ich liebe dich.
Ich dich auch!
MM (das ist ihm dann doch zu viel der Rührseligkeit): Äh... Ja, ja, genug mit den Sentimentalitäten. Stehblues ist angesagt.
Ach ich weiß doch, was du mir damit sagen willst.

Das ließ sich Gretchen natürlich nicht zweimal sagen. Sie legte ihre Arme wieder um seinen Nacken und presste ihren atemberaubenden Traumkörper an den seinen. Ihm blieb für einen kurzen Moment echt die Spucke weg, als sich seine schöne Freundin aufreizend an ihm rieb und er deutlich die Konturen ihrer unverblümten Weiblichkeit durch den dünnen Stoff ihres blauen Kleides spürte, das er ihr am liebsten an Ort und Stelle vom Leib gerissen hätte. Er versuchte sich angesichts der Lokalität und der Gesellschaft am Riemen zu reißen und nicht daran zu denken, wie sie wohl ohne Ballkleid aussehen würde. Ein unmögliches Unterfangen, wie er bald feststellen musste. Er konnte es nicht lassen. Sie zog ihn wie magisch an. Und so legte der renommierte Oberarzt seine Hände an den Hintern seiner nicht minder bekannten Assistenzärztin, den er nun sanft massierte. Die Luft brannte, als sich ihre Augen trafen. Sekunden später konnten sie es nicht mehr lassen und begannen ausgiebig zu knutschen.

Lorelei Offline

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23.12.2010 21:02
#872 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Sorry, I’m late. Ihr wartet bestimmt schon sehnsüchtig auf einen neuen Teil. Aber Weihnachten ohne mittlere Katastrophen gibt es anscheinend nicht. Aber jetzt ist endlich Klarschiff gemacht und ihr bekommt euren verdienten Teil mit der einen oder anderen Überraschungen zwischendrin. Ich hoffe, es gefällt. Bei mir geht schließlich niemand verloren. Nicht wundern am Anfang wegen der gleichen Musik wie gestern, aber wir stecken noch genau in derselben Szene drin, nur eben an andere Stelle im Saal. Viel Spaß!



http://www.youtube.com/watch?v=eJLvSxy9jvo&feature=fvw


Auch Maria Hassmann schmiegte sich immer enger an ihren unverschämt gutaussehenden Tanzpartner, strich ihm immer wieder zärtlich über den Rücken und schaute ab und an verliebt in sein nachdenkliches, leicht abwesendes Gesicht. Natürlich genoss der attraktive Gynäkologe es, eine schöne Frau im Arm zu halten, aber seine Gedanken waren schon längst wieder ganz woanders. Die verknallte Neurochirurgin suchte aber das Gespräch, so dass er schneller wieder auf den harten Boden der Tatsachen zurückkam, als er gehofft hatte...

MH: Also der Musikgeschmack der Veranstalter lässt auch jedes Jahr zu wünschen übrig.
MK (weiß angesichts der Bedeutung dieses Liedes): Ähm... das liegt nicht an den Veranstaltern, sondern eher an den äh... (sieht zu seinen besten und liebsten Freunden rüber; ihm verschlägt es fast die Sprache angesichts dieses Anblicks, aber er sammelt sich schnell wieder u. räuspert sich peinlich berührt) ... illustren Gästen.
MH (steht auf dem Schlauch): Wie meinst du das jetzt?
MK (schmunzelt): Schau mal nach rechts!

Maria drehte ihren Kopf zur Seite und sah, wie sich eins der anwesenden Ärztepaare leidenschaftlich abschleckte, so dass es selbst ihr, der eigentlich nie etwas peinlich war, fast die Schamesröte ins Gesicht trieb und das musste bei ihr schon etwas heißen...

MH (dreht sich fassungslos wieder zu MK herum): Oh! Haben die kein Zuhause?
Die beiden sind einfach unverwechselbar.
MK (freut sich aufrichtig u. ohne Wehmut für die beiden): Also ich finde es niedlich, welche Mühe er sich macht.
MH (sieht ihn leicht schockiert an): Bitte? Oh! Sag jetzt nicht, dass er....? Nein! Das glaube ich nicht. Und ich dachte immer, bei ihm läuft nur Metallica im OP?
MK (lacht): Tut es ja auch. Aber das ist ihr Lied. Das hast du aber nicht von mir.
MH (rollt mit den Augen): Na dass sie keinen Geschmack hat, wusste ich ja, aber er?
MK (schaut noch einmal kurz zu den beiden rüber): Das hat was mit früher zu tun. Abiball!
Gott wie albern!
MH (lenkt das Thema wieder auf das Wesentliche, nämlich ihren Traummann, u. schmiegt sich an ihn): Ah ja!? Und wir, haben wir auch ein Lied?
MK (überfordert): Äh... weiß nicht.
MH (sieht ihn eindeutig an): Na das wird sich schon finden lassen, hmm? Wir haben ja alle Zeit der Welt.
Ok, ich glaube, jetzt ist der Moment gekommen, um... um... naja halt DER Moment. Oh Gott, wie soll ich ihr das nur erklären?
MK (wirkt plötzlich sehr ernst u. nimmt ihre Hände in seine; er ringt nach den passenden Worten): Maria, können wir...
MH (hat aber etwas ganz anderes im Sinn u. lächelt ihn verführerisch an): Ja, können wir.

Ohne Vorwarnung drückte die schöne Neurologin ihrem verdutzen Mehdi einen Wahnsinnskuss auf den Mund. Doch er zierte sich und löste sich schnell wieder von ihr...

MK (errötet etwas u. versucht sich zu sammeln, was sich als schwierig gestaltet, weil der erneute Kuss ihn natürlich nicht kalt gelassen hat): Was... war... das?
Ein Schritt in die richtige Richtung, damit du endlich den Weg findest. Den Weg zu mir! Ok, Maria, du hast vorhin definitiv ein Glas zu viel abbekommen. So viel Pathos steht dir nicht!
MH (schaltet einen Gang zurück, weil sie merkt, wie verwirrt er schon wieder ist): Ähm... Ich wollte nur... danke sagen, weil du vorhin ähm... mitgespielt hast. War schon eine blöde Situation.
In der Tat! Was hab ich mir nur dabei gedacht? Damit hab ich es doch nur noch komplizierter gemacht oder?
MK (lächelt verschämt u. streicht sich über seine geküssten Lippen): Das hab ich doch gerne getan. Das ist doch selbstverständlich.
MH (wirkt plötzlich etwas ernster): Finde ich nicht. Du hättest das nicht tun müssen, Mehdi. Ich wäre mit Cedric auch so klar gekommen.
MK (fährt sich mit einer Hand über den Nacken): Ich glaube, er hat den Denkzettel nötig gehabt. Seine Sprüche und sein dämliches Grinsen waren ja nicht auszuhalten.
MH (seufzt): Wem sagst du das.
Hoffentlich hat er endlich kapiert, dass er schon längst keine Rolle mehr bei mir spielt.
MK (lächelt sie charmant an): Also ich bin immer für dich da, falls du wieder mal einen Beschützer brauchst.
Er ist so süß!
MH (sieht verträumt in seinen Augen hin u. her): Immer?
MK (nickt verschämt): Hmm! Wozu hat man denn Freunde.
Nanu? Das sind ja ganz neue Töne.
MH (irritiert): Freunde? Wenn ich mich recht erinnere, dann hast du dich als mein Lebensgefährte ausgegeben.
Oh, oh!!!
MK (wird sich erst jetzt so richtig der Konsequenzen bewusst u. wird wieder etwas rot): Äh... ja. Das war jetzt aus der Situation heraus.
Das glaube ich dir nicht.
MH (zwinkert ihm verführerisch zu u. treibt ihn damit in die Enge): Keine Hintergedanken dabei gehabt?
Ok, jetzt wird es echt brenzlig hier.
MK (weiß für den Moment nicht, wie er sich verteidigen soll): Äh...
MH (merkt, dass es ihm peinlich ist u. versucht ihn zu beruhigen): Keine Angst, ich nagele dich hier nicht gleich darauf fest. Das können wir immer noch später besprechen. Also in aller Stille ohne neugierige Kollegen und Ex-Ehemänner.
Bei mir im Schlafzimmer! Schön mit Kerzen, sinnlicher Musik, Champagner. Nur du und ich!

Oh Gott! Sie hat das alles wirklich total in den falschen Hals gekriegt. Ich wollte ihr doch nur helfen und nicht... Was mache ich denn jetzt? Das läuft alles völlig aus dem Ruder. Ich muss es ihr sagen! Ich muss ihr sagen, dass ich auch in Gabi verliebt bin. Bevor noch mehr Missverständnisse auftreten.

MK (gerät immer mehr ins Schwitzen u. versucht sich zu erklären, bekommt aber mal wieder die Zähne nicht auseinander): Maria, ich... ich muss...
MH (legt ihren Zeigefinger an seinen Mund): Sssht!!! Lass uns einfach den Moment genießen!

http://www.youtube.com/watch?v=jS8IZcx7tJY

Maria drückte sich wieder an ihren verschüchterten Begleiter, legte ihre Hände an seine Hüfte und bettete ihren Kopf auf seiner Schulter. Sie schloss ihre Augen. Das war einfach das perfekte Lied zum Kuscheln, dachte sie verträumt. Das gleiche dachte sich auch Gretchen Haase, die sich nach einer heftigen Knutscherei mit Marc Meier atemlos an seine starke Schulter gelehnt hatte und sich nun von ihm führen ließ. Ihre Knie waren ganz weich geworden. Umso fester musste sie sich an ihren süßen Freund klammern. Noch ganz vernebelt ließ sie ihre Augen durch den Raum schweifen. Ihr Blick blieb an einem Pärchen hängen, das draußen auf dem Balkon stand. Sie kniff ihre Augen zusammen, um sie besser erkennen zu können. Sie staunte. Ihr Herz schlug gleich ein paar Umdrehungen schneller. Es handelte sich um Sabine Vögler und Dr. Gummersbach, die ganz nah beieinander standen, erst in den Sternenhimmel schauten, dann sich eine Weile anblickten und plötzlich geschah es. Wie in Zeitlupe kamen ihre Köpfe aufeinander zu und sie gaben sich ihren ersten zarten Kuss auf den Mund. Gretchen war ganz gerührt und wischte sich eine kleine Freudenträne aus dem Augenwinkel. Sie lächelte und schmiegte sie sich noch etwas enger an ihren Liebsten, der ihre betörende Nähe in allen Zügen genoss. Nur einer der Anwesenden im Ballsaal des „Aden“ fühlte sich in diesem gefühlvollen Augenblick sehr unwohl in seiner Haut: Dr. Mehdi Kaan! Er hielt eine Traumfrau in seinen Armen, um die ihn jeder beneiden würde, aber glücklich war er trotzdem nicht. Die Situation konnte verzwickter nicht sein. Er hatte immer wieder versucht, mit ihr zu reden, ihr zu erklären, was mit ihm los war, aber anscheinend schien alle Welt sich heute gegen ihn verschworen zu haben. Aber je länger er dieses unabdingbare Gespräch hinausschob, umso mehr verlor er auch den Mut. Schließlich würde es alles kaputtmachen, was sie hatten und er wollte ihr doch niemals wehtun. Während Maria Hassmann glücklich in seinen Armen von einer gemeinsamen Zukunft träumte und ihr unverschämter Exmann neidisch zu ihr herüberblickte, ließ der gefühlsverwirrte Frauenarzt seinen Blick durch den Raum schweifen. Er blieb an Martchen hängen, wie er seine beiden liebsten Freunde im Scherz immer nannte. Sie strahlten so viel Glück aus. Der Gefühlslegastheniker Marc Meier hatte tatsächlich das gefunden, was er, der Frauenversteher Mehdi Kaan, immer gesucht hatte. Wieso konnte er nicht auch so glücklich wie Marc und Gretchen sein? Oder wie die Frischverliebten Dr. Gummersbach und Sabine Vögler, die sich immer noch auf dem Balkon im Arm hielten und angesichts ihres magischen Moments völlig Zeit und Raum vergessen hatten? Wieso hatte er sich nicht ganz auf Maria Hassmann einlassen können, die offensichtlich Gefühle für ihn hegte? Wieso konnte er diese nicht auch erwidern? Wann hatte er sie verloren? Er hatte doch lange geglaubt, verliebt in sie zu sein. War er das wirklich nicht mehr? War er es überhaupt je? Warum sonst hätte er Gefühle für eine andere Frau entwickeln können? Er verstand es einfach nicht. Alles wäre doch perfekt gewesen. Aber anstatt der schönen Oberärztin spukte eine ganz andere aufregende Frau in seinem Kopf herum. Die ganze Zeit, jede Minute, jede Sekunde, so auch jetzt. Was war das nur mit ihr? Wieso ließ sie ihn nicht los? Und warum war sie von einem Tag auf den anderen so plötzlich verschwunden? Hatte sie sein Geständnis vielleicht doch mitbekommen, als sie in seinen Armen zu schlafen schien? Warum hatte sie dann nichts gesagt? Mehdi konnte sich keinen Reim darauf machen. Wo war sie nur? seufzte er. Doch plötzlich.... Der verliebte Oberarzt stockte und sah wie gelähmt über Marias Schulter zu einem der Eingänge. Eine wunderschöne brünette schlanke Frau in einem eng anliegenden tief ausgeschnittenen dunkelgrünen bodenlangen Abendkleid betrat soeben den Ballsaal. Sie schaute sich suchend um. Die Schönheit raubte ihm förmlich den Atem und jegliches Rhythmusgefühl in den Beinen, denn an Tanzen war nicht mehr zu denken. Er tippelte unkoordiniert auf der Stelle von einem Fuß auf den anderen. Zu mehr war er einfach nicht mehr fähig in seiner Trance. Seine ungekrönte Ballkönigin hatte ihn völlig in ihren Bann gezogen. Er musterte sie fasziniert von Kopf bis Fuß und blieb an ihrem makellosen Gesicht hängen. Trotz der Entfernung nahm er jedes Detail ihres zarten Wesens wahr, das sich schon längst still und heimlich in sein Herz geschlichen hatte. Sie lächelte nicht, doch ihre Lippen leuchteten glutrot. Ihre Augen funkelten wie tausend Sterne und wirkten eine magische Anziehungskraft auf ihn aus, der er sich kaum entziehen konnte. Sie fesselte ihn von Sekunde zu Sekunde mehr. Er konnte seinen Blick nicht von ihr abwenden. Sie erschien ihm wie eine Erscheinung des Himmels. Insgeheim hatte er es gehofft, doch jetzt, wo sie tatsächlich wie aus dem Nichts aufgetaucht war, konnte er es kaum begreifen. Sie war hier! Seine Gedanken fuhren Achterbahn. Er ließ sie nicht aus den Augen. Sie sah so schön aus. Ihre langen Haare waren ungewohnt gelockt und zu einem Zopf gebunden, der seitlich locker über ihre nackte Schulter hing. Sie schaute in seine Richtung. Sein Herzschlag setzte aus. Ihre sehnsüchtigen Blicke trafen sich und ein Funkenfeuerwerk ungekannten Ausmaßes - heller noch als das Sylvesterfeuerwerk über dem Brandenburger Tor - setzte ein, das den Festsaal in ein unvergleichliches Licht versetzte und nur für die beiden sichtbar war. Alle anderen Anwesenden verblassten. Es gab nur noch sie beide. Mehdi und Gabi!




Aufgrund der allgemeinen Katastrophenlage hier kann ich euch nicht versprechen, dass morgen ein Teil kommen wird. Es tut mir wirklich leid, aber es hat sich hier alles verzögert. Das was heute noch erledigt werden sollten, musste auf morgen verschoben werden. Der Baum muss noch geschmückt werden und und und..... Ihr kennt das ja. Deshalb wünsche ich euch schon jetzt einen schönen Heiligabend und ein besinnliches Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben. Und ich bedanke mich noch mal von ganzem Herzen bei allen meinen Lesern, den stillen wie den kommentierenden, für eure Treue.

Eure Lorelei

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25.12.2010 14:24
#873 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Ich hoffe, ihr habt ein wunderbares Fest mit euren Lieben verbracht. Jetzt geht es mit unseren Lieblingen weiter. Viel Spaß auf dem Ärzteball! Ach und meine liebe ELB, bevor ich es wieder vergesse: Thank you for the music and your support! (Ich nehme immer noch gerne neue Vorschläge entgegen.) Ich wünsche euch allen noch einen schönen 1. Weihnachtsfeiertag. Eingeschneite Grüße von eurem Schneehasen




http://www.youtube.com/watch?v=uS870zCCAwM


Mehdis Blick hing wie gefesselt an der wunderschönen Krankenschwester, die noch immer regungslos am Eingang des Ballsaales stand und zu ihm rüber schaute. Sie sah heute so anders aus, stellte er nach einer Weile stiller Sehnsucht fest. Elegant und divenhaft. Eine gestandene junge Frau stand dort und zog die Blicke sämtlicher anwesender Männer auf sich. Sie wirkte sinnlich, aber gleichzeitig auch sehr zerbrechlich. Irgendwie unnahbar, aber dennoch unglaublich faszinierend. Mehdi konnte ihren Gesichtsausdruck nicht richtig deuten. Dazu stand sie zu weit weg und das Licht im Saal war zu dunkel. Aber sie lächelte nicht. Gabi Kragenow stand einfach nur da, hielt ihren schwarzen Clutch in ihren Händen vor ihrem Bauch fest umschlossen und schaute emotionslos zu ihm herüber. Es fiel ihm zwar auf, aber er schenkte dem keine großartige Bedeutung, denn seine Gedanken überschlugen sich in dem Moment in seinem Kopf. Er dachte wieder an neulich, als sie sich in seinem Büro sehnsüchtig geküsst hatten und er sie nicht wieder loslassen wollte. Sein Herz schlug wild und ungleichmäßig in seiner Brust. Seine rehbraunen Augen strahlten in ihre Richtung. Er freute sich so sehr darüber, sie nach Tagen der unerklärlichen Funkstille endlich wieder zu sehen. Ihr ging es offenbar gut. Er spürte deutlich die Erleichterung in seinem verkrampften Körper, die ihn entspannen ließ. Der Oberarzt hatte seine Stationsschwester so furchtbar vermisst. Das wurde ihm erst jetzt wieder intensiv bewusst. Er hatte sich so sehr nach ihr gesehnt, dass es ihm sogar körperliche Schmerzen bereitet hatte. Außer Schokolade hatte er nichts essen können. Sein Magendrücken war manchmal unerträglich geworden. Nächtelang hatte er wach gelegen und gegrübelt. Und jetzt traf ihn die Erkenntnis wie ein Schlag ins Gesicht. Wie konnte er überhaupt nur jemals einen einzigen Zweifel an seinen aufrichtigen Gefühlen für sie hegen? Sie war es! Er wollte sie. Und sie ihn? Sein Puls begann sich zu überschlagen, als er bemerkte, wie die verführerische Schönheit langsam auf ihm zukam und sich einen Weg durch die tanzenden Pärchen bahnte. Wie sie jeden einzelnen Schritt im Takt der Musik setzte, ganz langsam, elegant, damenhaft und ihn dabei mit ihrem entschlossenen Blick fixierte, so als ob sie ein Lasso nach ihm geworfen hätte und ihn nun langsam zu sich hin ziehen würde. Und tatsächlich spürte er, wie auch er sich wie von einem magischen Band zu ihr hingezogen fühlte. Und plötzlich standen sie sich gegenüber. Auge in Auge. Körper an Körper. Sie waren sich wieder so nah. Er hatte es so vermisst, ihre wärmende Nähe zu spüren. Mehdi lächelte verschämt, als auch die letzten Zentimeter, die sie noch voneinander trennten, von Gabi überbrückt wurden. Er verlor sich regelrecht in ihren funkelnden Augen. Die schöne Krankenschwester sah ihn ruhig an, streckte ihren Arm aus und legte ihn um seinen Nacken, um ihn näher an sich heranzuziehen. Sein Herz klopfte. Er spürte ihren warmen Atem an seinem Hals, der ihm eine unglaubliche Gänsehaut bescherte. Er sog ihren verführerischen Duft auf, der ihn regelrecht besinnungslos machte. Völlig umnebelt nahm Mehdi wahr, wie Gabi nach seinen beiden Händen griff und ihre Finger mit seinen verschränkte. Er schaute sie erwartungsvoll an. Sie lächelte sanft. Ihre Rehaugen strahlten ihn in einer Tiefe an, die er nie zuvor bei ihr wahrgenommen hatte und die ihn nun umso mehr berührte. Sie war es! fuhr es ihm plötzlich wieder in den Sinn. Der verliebte Frauenarzt konnte gar nicht anders. Langsam senkte er seinen Kopf und hauchte mit rauer leicht brüchiger Stimme ein leises, kaum hörbares „Endlich!“ in ihre Ohrmuschel. Mehdi bemerkte, wie sich dabei die Haare auf ihrem nackten Arm aufstellten und sie ihre Augen schloss. Sie seufzte ebenfalls ein leises sehnsüchtiges „Endlich!“. Gefangen von ihrer sanften Stimme überbrückte er auch die letzten trennenden Millimeter, drohte dabei fast wahnsinnig zu werden, weil ihre betörende Nähe ihn völlig durcheinander brachte, und bettete schließlich seine sehnsüchtigen Lippen auf den ihren, die so weich und zart wie Buttercremetorte waren. Gabi erwiderte seinen Kuss ganz sanft und gefühlvoll und legte dabei automatisch ihre Arme um seinen Hals. Mehdi spürte deutlich die Liebe, die sie ausstrahlte und sein Herz überschlug sich regelrecht vor Glück. Die Schmetterlinge in seinem Bauch tanzten wie wild um die Wette. Sie war es! Er legte ganz vorsichtig seine linke Hand an ihre schmale Taille, die andere an ihre Wange, die er nun sanft streichelte, während er sie weiter liebevoll küsste. Sie schmeckte so verboten süß wie ein Sahnebaiser, dachte er verträumt und legte seine ganze Sehnsucht und seine tiefen Gefühle in diesen einen unendlich langen Kuss, der niemals wieder aufhören sollte. Völlig verwirrt raunte er heiser ein leises „Ich liebe dich“, als sie sich nach einer Weile atemlos voneinander lösten und sich tief in die Augen sahen. Sie strahlte so viel Glück und Geborgenheit aus, dass es ihn fast umhaute. Sie war es! Auch Gabi war sehr aufgewühlt und klammerte sich regelrecht an seinem gestählten Körper fest, strich ihm immer wieder sanft über den Rücken, biss sich auf ihre Unterlippe und sah ihn an. „Endlich hast du Idiot es auch kapiert.“ sagte sie plötzlich und man hörte deutlich die Erleichterung in ihrer Stimme heraus. Mehdi verschlug es förmlich die Sprache und er starrte sie einen Moment lang stumm an. Er verlor sich in ihren braunen Augen, die ihn voller Liebe anstrahlten und ihm die Bestätigung gaben, die er insgeheim gesucht hatte. „Ich...“ Mehdi wollte noch etwas erwidern, aber da hatten sich Gabis hungrige Lippen auch schon wieder auf seinen Mund gelegt.....


http://www.youtube.com/watch?v=Lvcqt_4NOds&feature=related

Lorelei Offline

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26.12.2010 14:29
#874 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hey ihr Lieben! Ich freue mich tierisch, dass euch der letzte Teil überwiegend gut gefallen hat. (Und wieder mit einer unfreiwilligen Comedyeinlage meinerseits. Ich danke meinen aufmerksamen Fans und einer ganz besonders. Ich nehme das mit der Oma zurück. Mit deinen Adleraugen kannst du mindestens erst Anfang zwanzig sein. ) Aber warum gleich wieder die Skepsis? Hmm... Ich weiß gar nicht, was ihr meint. Aber hier habt ihr ihn endlich, einen weiteren aufschlussreichen Teil aus dem Ballsaal. Viel Spaß u. einen schönen 2. Weihnachtstag wünscht euch eure Lorelei.




Dr. Kaan drohte überzuschäumen vor Glück. Er hätte die ganze Welt umarmen können, entschied sich aber stattdessen, die schöne Frau in seinen Armen noch enger an sich zu drücken. Nie, nie wieder würde er sie loslassen. Sein Herz trommelte wie wild gegen seine Brust. Das fiel auch seiner nicht minder verträumten Tanzpartnerin auf, die ihre rechte Hand locker an seine linke Brust gelegt hatte, immer wieder gefühlvoll darüber strich und gar nicht mehr aufhören konnte zu lächeln. Die verliebte Frau glaubte sich endlich am Ziel ihrer Träume, denn das Herz ihres Liebsten schlug offenbar nur für sie und ihres pochte im gleichen Takt. Ihr schien das Antwort genug zu sein auf ihre vielen ungestellten Fragen. So richtig ins Reden gekommen, was nun wirklich Sache war, waren sie ja noch immer nicht. Aber das würden sie nachholen. Jetzt wollte sie erst einmal den Flug zur Wolke 7 in vollen Zügen auskosten. Sie kuschelte sich seufzend noch ein bisschen enger an ihn und wollte diesen aufregenden und gleichzeitig sehr gefühlvollen Mann nie wieder loslassen. Er gehörte ihr. Obwohl sie ihren Kopf auf seiner starken Schulter gebettet hatte und sie ihm damit eigentlich ganz nah war, erreichte ihre vertraute Stimme den verliebten Oberarzt wie aus weiter Ferne... „Dein Herz schlägt.“ Mehdi, der noch in ganz anderen Sphären schwebte, murmelte ein leises „Ja!“ und legte seine Hand auf ihre, die immer noch auf seiner Brust ruhte und strich mit dem Daumen zärtlich darüber. Sie zitterte und schaute vorsichtig zu ihm hoch. Hatte sie ihn doch endlich soweit? Erwiderte er ihre Gefühle? Maria Hassmann wagte es nicht nachzufragen und genoss noch einen weiteren Moment seine aufregende Nähe, aber dann siegte doch ihre Ungeduld und sie sprach ihn erneut an...

MH (verträumt): Fühlt sich gut an.

Als er ihre ungewohnt sanfte Stimme endlich erkannt hatte, riss der Gynäkologe plötzlich seine Augen, die bis soeben geschlossen waren, weit auf und starrte die schöne Neurologin, die ihn verliebt anlächelte, perplex an. Hatte er das etwa alles nur geträumt? Den Kuss? Sie? Das konnte doch nicht sein. Es hatte sich doch so echt angefühlt.

MK: Ma... Maria?

... kam es stockend aus ihm heraus. Die Angesprochene musste schmunzeln. Er sah einfach zu süß aus, wenn er verträumt war...

MH: Ja, so heiße ich. Wo warst du nur gerade mit deinen Gedanken?
MK (sprachlos): Äh...
Oh Gott! Das... das kann doch nicht sein? Ich... Wie...? Hä?

Der verwirrte Oberarzt wusste nicht, wie ihm geschah. Er war völlig durcheinander. Er konnte keinen vernünftigen Gedanken mehr fassen. Er lockerte den Knoten seiner Krawatte. Ein fetter Kloß hatte sich in seinem Hals gebildet. Panisch schaute er sich um. Schweißperlen standen auf seiner Stirn. Sein Blick suchte wieder den Eingangsbereich, aber da war SIE nicht mehr. Die Enttäuschung lähmte ihn regelrecht. Er bekam keine Luft. Die Beklemmung drückte schwer auf seiner Brust. Er musste hier weg. Sofort! Mehdi nahm seine Hände von ihrer Taille und sah Maria entschuldigend an...

MK: Ich muss... ich...
MH (sieht ihn verunsichert an): Alles ok mit dir? Du bist auf einmal so blass.
MK (ringt panisch nach Worten u. flieht): Die Luft.... stickig. Ich ... Entschuldige, ich... ich muss.... einen Moment.... raus.

... sagte es und ließ eine betröppelte Ärztin auf der halbleeren Tanzfläche stehen, die gerade noch etwas sagen wollte...

MH (wird immer leiser): Aber was...? Was hast du denn auf einmal? Und... was hast du eigentlich mit „endlich“ gemeint? ... Mehdi?

Verwirrt sah Maria ihrem flüchtenden Herzblatt hinterher, als er den Ballsaal verließ, schaute sich dann kurz um, merkte, dass ihr verhasster Exmann sie wieder beobachtete und plötzlich anfing breit zu grinsen, warf ihm einen vernichtenden Blick zu und ging dann zu Gretchen rüber, die in der Nähe der Bühne stand und sich gerade angeregt mit Dr. Rössel und seiner Frau unterhielt.

Lorelei Offline

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26.12.2010 20:54
#875 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ok, Ok, ihr kriegt noch einen. Ich kann das ja so nicht stehen lassen und bevor ihr wieder mit mir schimpft , muss ich wohl etwas aufklären. Ja, er hat geträumt, sorry, aber nicht alles! Diesen Teil widme ich dem lieben Dornröschen, das endlich die Kurve gekriegt hat. Image and video hosting by TinyPic Und ich danke dir für deinen Mörderkommi. Das bedeutet mir sehr viel. Und natürlich verzeihe ich dir schon mal im Voraus. So ich wünsche euch allen jetzt viel Spaß.
LG Lorelei





Mehdi rannte derweil regelrecht die Treppenstufen des Foyers hinab, lief atemlos durch die Drehtür und blieb vor dem Eingang des „Aden“ stehen. Er nahm einen tiefen Atemzug, legte seine Hände auf seine Knie und beugte sich etwas nach vorn. Der Halbperser merkte nicht, dass er beobachtet wurde. Er richtete sich nach einigen Sekunden wieder auf und schüttelte den Kopf. Was war das gerade gewesen? Hatte er jetzt schon Halluzinationen von ihr? Das hatte sich so verdammt echt angefühlt. Er spürte noch immer Gabis weiche Lippen auf den seinen und strich sich verträumt darüber. Doch plötzlich wurde er von einer ihm sehr vertrauten Stimme aus den Gedanken gerissen. Dieser leicht spöttische Unterton konnte nur einem gehören: Marc Meier!

MM: Na Kumpel, nimmst du jetzt schon Reißaus von deiner äh... Alibilebensgefährtin oder was auch immer sie für dich ist? War ja irgendwann zu erwarten.

Mehdi war so durcheinander, dass er nicht weiter auf seinen blöden Spruch einging, und weiterhin stur geradeaus starrte. Marc, der etwas abseits an eine Säule gelehnt stand und genüsslich eine Zigarette geraucht hatte, trat nun an ihn heran. Er wunderte sich, warum sein bester Freund überhaupt nicht auf ihn und seine lockeren Späße reagierte, und fuchtelte nun mit seiner freien Hand vor ihm herum...

MM: Huhu, Erde an Träumer?

Also wenn das so weiter mit ihm geht, muss ich ihm wohl doch noch eine Einweisung in die Geschlossene schreiben. Der ist ja komplett weggetreten. Was hat die blöde Ziege nur mit ihm angestellt?

Nach einer weiteren stummen Minute regte sich dann doch wieder Leben in Mehdi. Naja wie man’s nimmt. Dr. Meier verstand nämlich nicht gleich, was die Stimme aus dem Jenseits ihm mitteilen wollte...

MK (kehrt von ganz weit weg langsam zurück): Ich hab sie gesehen.
MM (verdreht die Augen u. fährt sich mit seiner freien Hand über sein Gesicht, als er doch merkt, worauf er hinaus will): Ok!? Naja sie war ja auch nicht zu übersehen.
MK (sieht ihn plötzlich mit klaren Augen an): Ich meine nicht Maria.
MM (plötzlich ebenso ernst): Ich auch nicht.
MK (irritiert): Wie mei...

Mehdi stockte in seiner Rede und schaute seinen Freund mit offenem Mund an. In seinen verknoteten Gehirnwindungen ratterte es gewaltig...

Heißt das etwa, ich hab sie mir nicht eingebildet?

MK (weitet plötzlich seine Augen): Sie... ist... hier?
Hat der was genommen? Der glasige Blick! Wie bei einem Junkie!
MM (kratzt sich am Hinterkopf u. sieht ihn verdutzt an): Äh... hab ich doch gesagt.
Oh mein Gott!
MK (tritt einen Schritt näher an ihn heran u. sieht ihn leicht flehend an): Wirklich?
Verdammte Scheiße, was hat dieses Miststück nur mit meinem Mehdi gemacht? Ich will ihn verdammt noch mal wiederhaben. Er soll endlich wieder normal werden. Na gut, ganz normal war er ja nie, aber wenigstens ein bisschen.
MM (schüttelt fassungslos den Kopf): Mein Gott, ein Blick auf sie und du mutierst zum sabbernden Kleinkind.
SIE IST HIER!
MK (merkt, wie sein Herz plötzlich wieder auf Dauerlaufmodus umschaltet u. fasst sich an seine Brust): Aber ich dachte... sie... Ich... ich hab nicht halluziniert?
Das war definitiv ein Glas zu viel vorhin.
MM: Naja du machst nicht gerade den Eindruck, als ob du noch in dieser Welt bist.
MK (reagiert nicht auf seinen Spruch u. wird plötzlich hektisch): Wo ist sie?
Er ist echt nicht mehr zu retten.

Ohne eine Antwort abzuwarten, drehte sich der verliebte Frauenarzt um, rannte in Windeseile durch die Drehtür, die sich hinter ihm noch ein paar Mal im Kreis drehte, als er schon längst im Foyer mit klopfendem Herzen die Treppenstufen hoch war. Marc klappte die Kinnlade herunter und schüttelte nur ungläubig mit dem Kopf, schnipste dann seine aufgerauchte Kippe weg, die heute irgendwie einen faden Beigeschmack hatte, und folgte dem liebeskranken Trottel. ... Dieses Luder hat ihn völlig verrückt gemacht, seufzte er, als er die Drehtür anschob. Das Unheil, vor dem er ihn eigentlich immer wieder gewarnt hatte, nahm also seinen Lauf. Es könnte eventuell möglich sein, dass bald ein begnadeter Chirurg von nützen sein würde, dachte Dr. Meier schmunzelnd und lief gemächlich die Treppe hoch. Er sah seinen liebestrunkenen Freund schon von weitem an einer der Türen zum Ballsaal gelehnt stehen, wie er völlig abwesend auf die recht offenherzige Rückenfront einer sexy Brünetten starrte... Der sabbert ja schon wieder. Bäh! Obwohl... Marc rümpfte seine Nase, als er näher an ihn herantrat und blickte nun ebenfalls zur Sektbar rüber, vor der gerade Gabi Kragenow stand. Eins musste man ihr lassen, dachte er. Die verführerische Venusfalle wusste ganz genau, wie man die Männer um den Verstand brachte. Er kam nicht umhin, ebenfalls einen Moment lang auf Gabis knackigen Hintern zu starren, der in dem engen dunkelgrünen Ballkleid besonders gut zur Geltung kam, räusperte sich aber dann schnell wieder, schüttelte seinen Kopf über die Absurdität des gerade erlebten Moments und klopfte Mehdi nun aufmunternd auf die Schulter. Dieser zuckte zusammen und drehte sich augenblicklich zu ihm um. Sein Blick sprach tausend Bände. ... Scheiße! ... Marc seufzte und richtete ein stilles Stoßgebet an die Decke. Der Frauenflüsterer hatte sich wohl entschieden.

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