Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Willkommen im Doctor´s Diary Fan-Forum!
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 1.606 Antworten
und wurde 490.456 mal aufgerufen
 Erfindet eure eigene Fortsetzung!
Seiten 1 | ... 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 36 | ... 65
Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

16.10.2010 09:21
#776 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen meine Süßen! Ich glaube, es wird langsam mal Zeit, dass ich auflöse, was Gabi von Mehdi will. Ach ich Dummerchen, das wissen wir doch schon. Ja, was hat Gabi wohl dann mit ihrem Mehdilein vor? Nein, mein liebes Karmegeenchen, sie schleppt ihn nicht ins Stadion. Erstens ist gerade Winterpause und zweitens ist der Fußballfreund hier wohl eher Marc Meier oder? Und nein, Azamaus, Gabi ist, glaube ich, nicht der Typ für einen aufregenden Bingoabend. Mein Teufelchen war aber schon nah dran, aber nur fast. Ein Spielabend mit Tabu und Twister ist es leider nicht, wobei das mit dem Körperverknoten Gabi sicherlich gefallen hätte. (Ich behalte die Idee mal im Kopf. ) Lange Rede, kurzer Sinn, hier ist der nächste Teil. Viel Spaß! Eure Lorelei




Mehdi schloss den Wagen ab und stand nun hilflos auf dem Gehweg. Gabi kam um das Auto herum und stellte sich neben ihn. Er schaute sie erwartungsvoll an...

MK: Und verrät’s du mir jetzt, was wir hier wollen?
GK (zeigt lächelnd auf das große Gebäude vor ihnen): Hab ich doch gesagt.... ein bisschen Spaß. ... Party!
Party? Naja, ich weiß nicht, da hab ich eigentlich nicht so große Lust drauf.
MK (mustert argwöhnisch das Türschild): „Mauerwerk“? Was ist das? Eine Disko?
GK (grinst ihn frech an): Mehdi, man merkt, dass du wirklich schon lange nicht mehr aus warst. Das ist einer der angesagtesten neuen Clubs Berlins.
Hmm... Ob das der richtige Ort ist, um mit ihr zu reden? Na ich weiß nicht.
MK (hebt seine Augenbrauen u. äußert seinen Unmut): Ah ja!? Du, Gabi, also ehrlich gesagt, ist mir wirklich nicht so nach lauter Musik und Tanzen. Außerdem ist es gerade mal kurz nach halb sechs nachmittags.
Spaßbremse!
GK: Na und? Noch nie etwas von Afterworkparty gehört?
MK (bleibt skeptisch): Ja schon, aber...
GK (hält entschlossen an ihrem Plan fest u. lockt ihn mit einem sexy Augenaufschlag): Nix aber! Jetzt sei doch nicht so eine Mimose, Mehdi! Komm schon!? Mir zuliebe?
MK (atmet laut aus u. sieht sie direkt an): Ok! Meinetwegen!
Sie wird eh keine Ruhe geben, bis sie mich rumkriegt. Also äh... jetzt wegen der Disko. Äh... Dem Club und so. Was sonst!?

Gabi ergriff freudestrahlend Mehdis Hand und zog ihn zu der großen schweren Eisentür. Der fünfunddreißigjährige Oberarzt hatte keine Chance, sich gegen ihr jugendliches Temperament zu wehren und gab schließlich nach. Hier würde es sicherlich irgendwo eine ruhige Ecke geben, um mit ihr über das zu reden, was er ihr zu sagen hatte, dachte er und legte sich schon einmal ein paar passende Phrasen zurecht. Es gab kein Zurück mehr. Der in schwarz gekleidete und sichtlich frierende Türsteher öffnete den beiden freundlich die Eingangstür. Und so betraten die beiden das „Mauerwerk“, gaben ihre Jacken bei der hübschen blonden Garderobiere ab und stiegen dann langsam die große Metalltreppe hinab. Mehdi schaute sich mit großen Augen um. Für die frühe Uhrzeit war schon sehr viel los in dem Berliner Szeneclub. Ein bunt gemischtes Publikum vom tanzenden Teeny beim ersten Date bis zu Mitvierzigern im schicken Designeranzug beim Geschäftsessen. Gabi führte ihren attraktiven Begleiter Richtung Bar...

GK: Was willst du trinken?
MK: Ich weiß nicht.
GK (lächelt ihn an): Gut, dann entscheide ich eben für uns. ... (wendet sich an den etwas pummligen Barkeeper, der die beiden neugierig mustert) ... Für mich einen „Sex on the beach“ und für meine charmante Begleitung einen ... „Orgasmus“, bitte.

Mehdi verschluckte sich und begann laut zu husten. Als er sich wieder beruhigt hatte, sah er Gabi mit hochrotem Kopf an. Sie kicherte und schaute ihn mit Unschuldsmiene an...

GK: Was hast du denn? Die heißen nun mal so.

Mehdi blickte beschämt zu Boden und sagte nichts weiter dazu... Worauf hast du dich hier nur eingelassen, Mann? Du bist definitiv in ihre Falle getappt! Dann sieh mal zu, wie du hier wieder ohne Blessuren herauskommst, Kaan.

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

16.10.2010 17:40
#777 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo noch mal!

@ Pinklady: Ich hab mir schon gedacht, dass du dich danach benannt hast und nicht nach der bekannten Apfelsorte. Was deine Anmerkung betrifft, ich glaube, ich habe schon die zu Gabi passenden Cocktails ausgewählt. Zombie u. Bloody Mary wären wohl eher was für Sünni / Güne (mir fällt gerade auf, dass es für dieses süße Pärchen gar keine gute Namenskombi gibt. Ich hoffe, das ist kein schlechtes Omen. Ich muss mal in die Karten schauen.)

Ach und die möglichen Namensähnlichkeiten der Lokalitäten und potentieller Statisten sind rein zufällig. Ja, wer’s glaubt, ne!? Wer war noch mal Leon und Verena? So da das jetzt geklärt wäre, geht es jetzt mit zwei in Gedanken versunkenen Gästen weiter. Ihr habt Recht, das mit dem Reden könnte zum Problem werden. Viel Spaß u. schönen Restsamstag noch. Eure Lorelei





Nachdem die beiden ihre Cocktails bekommen hatten, setzten sie sich auf die Barhocker und stießen mit ihren Gläsern an...

MK (schaut sie zögerlich an): Und worauf wollen wir anstoßen?
GK (blickt ihm tief in die Augen u. verliert sich beinahe wieder darin): Hmm... auf einen schönen Abend ... und auf unsere ... äh... ganz besondere ... „Freundschaft“.
MK (lächelt sie an u. hält ihr sein Glas hin): Ja, auf unsere Freundschaft.
GK (stößt mit ihm an u. sagt leise u. verträumt): Auf uns!

Jeder nippte nun an seinem Cocktail und schaute sich in dem großen, in dunklen Farben gehaltenen Club um. Die beiden vermieden jeglichen Blickkontakt. Auch wenn sie es niemals offen zugeben würde, Gabi war sehr nervös und wollte nichts falsch machen, nachdem ihre Annäherung vorhin in seinem Sprechzimmer so in die Hose gegangen war. Zu wichtig war ihr der Abend mit ihrem Traummann. Doch ihr ging es nicht darum, Mehdi wieder in ihr Bett zu kriegen, auch wenn der Gedanke daran verlockend war, weil sie es liebte, mit ihm zu schlafen. Vielmehr wollte sie einfach nur ein bisschen Zeit mit ihm verbringen. Zeit außerhalb der Klinik, ohne weißen Kittel und neugierige Kollegen oder den blöden Sticheleinen eines Marc Meiers. Und sie wollte ihn aus seiner Lethargie reißen, in die er gefallen war, seitdem er von seiner erfolglosen Suche nach seiner Tochter zurückgekehrt war. Sie hatte das alles vorhin nicht nur so dahin gesagt, dass sie sich Sorgen um ihn machte, um ihn rum zu kriegen. Nein, Gabi hatte jedes Wort ernst gemeint. Sie wollte ihre heimliche Liebe endlich wieder lachen sehen, ihm ein Stück weit Lebensfreude zurückgeben. Dafür war doch dieser Ort hier ideal, dachte sie. Eine ungezwungene Atmosphäre, nette Leute und gute Musik. Aber Gabi Kragenow wäre nicht Gabi Kragenow, wenn sie nicht auch ein bisschen an ihre eigenen Bedürfnisse denken würde. Natürlich wollte sie ihm auch emotional wieder etwas näher kommen. Wie groß die Sehnsucht nach ihm wirklich in ihr war, hatte sie heute Morgen schmerzlich erfahren, als der charmante Oberarzt sie erst unbeabsichtigt umgenietet und sich dann so liebevoll um sie gekümmert hatte. So wie er hat sich noch nie jemand um sie gesorgt. Es fühlte sich so gut an, so geborgen und irgendwie beschützt. Und seine zärtlichen Berührungen hatten wieder das Feuer in ihr entfacht, das sie seit Monaten in sich trug und das sie unentwegt zum Träumen verleitete. Gerade in solchen Momenten spürte die junge Frau wieder, dass sie Mehdi wirklich aufrichtig liebte und ihm nah sein wollte, auch wenn er in dieser Hinsicht ihr gegenüber noch sehr zurückhaltend blieb. Aber das würde sich schon wieder legen, hoffte die verliebte Krankenschwester. Gabi wollte diesen Abend nutzen, um ihren Traumprinzen besser kennen zu lernen. Sie hatten zwar ein paar Wochen im Schwesternwohnheim zusammen gewohnt, aber wirklich viel Zeit hatten sie da nicht zusammen verbracht. Und in der heißen Phase ihrer Affäre hatten sie auch eher weniger miteinander geredet. Aber Gabi wollte ihre „Beziehung“ auf eine neue Ebene stellen. Sie wollte Mehdi beweisen, dass mehr in ihr steckte als die verführerischen 90-60-90 im knappen sexy Outfit. Sie wollte erfahren, was er dachte, was ihn bewegte, wie er sich fühlte. Sie wollte sich mit ihm richtig unterhalten, nicht nur über Belanglosigkeiten oder den Klinikalltag, aber eine Unterhaltung wollte einfach nicht in Gang kommen. Es war zum Verzweifeln.

Auch Mehdi Kaan war sichtlich nervös und wusste überhaupt nicht, was er tun, geschweige denn sagen sollte. Alles, was er sich vorhin zurechtgelegt hatte, war wie weggeblasen. Einerseits fand er es ja schön, Zeit mit ihr zu verbringen, andererseits hatte er Angst, worauf das alles hinauslaufen könnte. Er kannte Gabi mittlerweile gut genug und wusste insgeheim, dass das mit einem lockeren aufmunternden Abend unter „Freunden“ nur ein Vorwand für sie war. Aber ein Vorwand wofür? Was hatte sie nur mit ihm vor? fragte er sich immer wieder und schaute dabei verstohlen zu ihr. Und Mehdi plagte das schlechte Gewissen. Er dürfte eigentlich gar nicht hier sein. Er ging mit einer anderen, wahnsinnig attraktiven und aufregenden Frau auf eine Party, während die Frau, in die er glaubte verliebt zu sein, mit ihrem Kind alleine zuhause saß und von alledem nicht die geringste Ahnung hatte. Er hätte sich niemals in diesen ganzen Schlamassel bringen dürfen, schoss es ihm durch den Kopf. Das würde ihm jetzt das eine oder andere Problem ersparen. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn Maria jemals dahinter kommen würde, dass ihn mit Gabi einmal mehr als nur Freundschaft und ein kollegiales Verhältnis verbunden hatte. Und wie sollte er seinem schönen Gegenüber nur beibringen, dass er sich gegen sie entschieden hatte? Der nervöse Arzt nahm wieder einen großen Schluck aus seinem Glas. Die Wirkung des Alkohols machte sich langsam bemerkbar. Ihm wurde zunehmend wärmer und er öffnete den obersten Knopf seines schwarzen Hemdes. Oder lag das allein an der Anwesenheit einer hübschen brünetten Krankenschwester, mit der er in der Vergangenheit schon das eine oder andere verbotene Doktorspiel veranstaltet hatte? Als er daran zurückdachte, wurde ihm noch heißer. Wieso musste er ausgerechnet jetzt wieder daran denken? fragte er sich verwirrt. Er durfte das doch nicht denken! Er war ihr Vorgesetzter, sie seine Angestellte. Er wollte Freundschaft. Und sie? Spielte er mit dem Feuer, wenn er jetzt hier bei ihr bleiben würde?

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

17.10.2010 00:23
#778 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Für die Nachtschwärmer unter euch gibt es jetzt schon den neuen Teil. Es kam die Frage auf, was Martchen eigentlich gerade machen. Natürlich das, was sie am liebsten machen.

Ja, was denkt ihr denn? ... Natürlich operieren!!!
So und jetzt geht's weiter mit Bidi. Viel Spaß u. Eure Lorelei




Gabi wurde zunehmend unruhig. Ihr schöner Plan einer lockeren und zwanglosen Unterhaltung mit ihrem Liebsten schien zum Fiasko zu geraten. Das peinliche Schweigen machte sie schier wahnsinnig. Was sollte sie nur tun, um diese angespannte Situation aufzulockern? Sie nippte wieder an ihrem Cocktail - auch bei ihr machte sich der Alkohol langsam bemerkbar - und drehte sich zur Seite. Wie der Zufall es wollte, schaute auch Mehdi gerade zu ihr herüber und diesmal sah er nicht gleich wieder weg. So traute sich die verliebte Frau schließlich doch, ihn anzusprechen...

GK: Und gefällt’s dir hier?
MK (sein Blick wandert durch den Raum): Ja, ist ganz nett. Warst du schon öfter hier?
GK: Nein, das ist auch für mich das erste Mal. Ich wollte schon länger mal hierher. Hat sich nur nie ergeben.
MK: Aha!

Und wieder setzte das trennende Schweigen ein. Jeder zutschte gedankenverloren an seinem Strohhalm und wusste nicht, was er noch sagen sollte. Gabi hielt die angespannte Situation nicht mehr länger aus... Seit wann ist es denn so verkrampft zwischen uns? Wir konnten doch immer reden. Aaaaaaahhhh!!! Wenn nicht bald etwas passiert, raste ich noch aus. Ich muss ihm endlich diesen sperrigen Stock aus dem Hintern ziehen! Und ich weiß auch schon wie. ... Die schöne Krankenschwester stellte ihr leeres Glas auf dem Tresen ab und sprang von ihrem Hocker herunter. Mit einem strahlenden ansteckenden Lächeln stellte sie sich direkt vor Mehdi, der sie jetzt verunsichert mit großen Augen anschaute und sich hinter seinem Cocktailglas versteckte...

GK (reicht ihm auffordernd ihre Hand): Komm, lass uns tanzen!
Das wird ihn sicherlich auflockern.
MK (klammert sich an sein Glas u. zögert): Du... Ich... Also eigentlich hab ich nicht so große Lust dazu.
Mann, was ist denn heute los mit ihm? Hat er etwa solche Angst vor mir? Ich will doch nur mit ihm tanzen.


http://www.youtube.com/watch?v=NVRreyfxGGo


GK (fordert ihn erneut heraus): Ach komm schon! Sei kein Spielverderber! Ich liebe dieses Lied.
MK (schüttelt langsam den Kopf): Geh du nur. Ich... ich schau lieber zu.
Was hat er denn jetzt? Er ist doch sonst nicht so zurückhaltend.
GK (versucht ihn zu provozieren): Ich wusste gar nicht, dass du schon so steif in den Knochen bist, alter Mann.
MK (sprachlos über so viel Dreistigkeit): Eh nicht so frech, Fräulein Kragenow ja! So alt bin ich noch nicht.
Hmm... Das scheint zu wirken. Er taut langsam auf. Dann setze ich eben noch einen drauf.
GK (funkelt ihn mit feurigen Augen an): Beweis es mir!

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

17.10.2010 13:20
#779 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

ihr Lieben!
@ Aza, du hast so was von Recht. No Comment! Bevor ich hier nicht endlich mal ein Wörterbuch bekomme, enthalte ich mich jeglichem Kommentar. Einen schönen sonnigen Sonntag wünsche ich euch! Eure Lorelei




Woah! Also so langsam wird mir das hier dann doch zu heiß!
MK (bleibt standhaft): Gabi, bitte, ich will nicht, ok! ... Vielleicht später.

Enttäuscht gab die junge Frau schließlich auf... Tja, wer nicht will, der hat schon.

GK (zickig): Ok, aber beschwere dich dann nicht, wenn ich hier mit dem erstbesten Tänzer verschwinde.

Gabi blitzte den Tanzmuffel noch einmal an, drehte sich dann um und warf ihre langen Haare nach hinten und stöckelte allein auf die Tanzfläche. Dabei wackelte sie betont sexy mit ihrem aufregenden Hinterteil. Mehdi sah ihr hinter... Gratulation, Kaan, jetzt ist sie eingeschnappt! Aber was soll ich denn machen? Es ist einfach besser so. Wer weiß, was sonst passiert wäre, wenn ich sie erst... Nein, nicht daran denken! Du willst Maria! Also Schluss mit der Wankelmütigkeit! Aber Gabi hat immer noch so eine unerklärliche Anziehung auf mich. Ich versteh das nicht. Aber das darf einfach nicht sein. Das muss aufhören. Wenn sie wiederkommt, muss ich es ihr endlich sagen. Ich will einfach nicht, dass sie sich falsche Hoffnungen macht. Also falls sie sich Hoffnungen macht. Ich weiß ja eigentlich überhaupt nicht, was sie von mir will. Sie kann doch jeden haben. Warum lässt sie mich nicht los? ... Der verwirrte Oberarzt seufzte leise vor sich hin und dachte angestrengt darüber nach, wie er ihr am Schonensten beibringen könnte, dass er ihre Affäre nicht wiederaufleben lassen würde, weil er sich für Maria Hassmann entschieden hatte. Diese Entscheidung hatte er schon vor Wochen auf seiner verzweifelten Odyssee in Italien getroffen und er hatte sich gut dabei gefühlt. Sie war seine ständige Begleiterin gewesen, auch wenn sie Hunderte von Kilometern voneinander getrennt hatten. Er fühlte sich ihr nah. Alles war irgendwie vertraut mit ihr, so als ob schon immer alles so zwischen den beiden gewesen wäre. Er wusste, bei ihr konnte er sich fallen lassen. Sie verstanden sich auch ohne große Worte. Sie wäre der starke Felsen, wenn er der Verzweifelung wieder nahe wäre. Das hätte ihm schon viel eher klar sein müssen. Sie war es doch gewesen, die ihn, zwar mit unkonventionellen Mitteln, über den schlimmsten Liebeskummer seines Lebens hinweg geholfen hatte. Und erst durch sie hatte er den Mut gefunden, eigenhändig nach seiner Tochter zu suchen. Vielleicht war sie ja endlich die Richtige? Ohne überhaupt nach ihr gesucht zu haben, war sie die ganze Zeit schon so nah gewesen. Er musste es doch versuchen, ob er mit seiner Vermutung richtig lag.


http://www.youtube.com/watch?v=8Fd6jggfoS0


Und Gabi? Was war das mit ihr? Ein wilder Sturm der Leidenschaft, der ihn kurzfristig vom rechten Weg abkommen lassen hat? Er wusste es nicht. Vom ersten Moment an, als er in ihrer Wohnung schwach geworden war, konnte er sich nicht wirklich erklären, was das zu bedeuten hatte. Aber sie schwirrte immer noch unerklärlicherweise in seinem Kopf umher. Mehdi zog wieder an seinem Strohhalm und beobachtete gedankenverloren, wie sich Gabi aufreizend zu der Musik bewegte. Die schöne Krankenschwester stach aus der Masse der Tanzenden heraus und er war nicht der einzige Mann im Raum, der sie in diesem Moment beobachtete. Doch Gabi bekam davon nicht viel mit, da sie mit ihrem Blick ihren charmanten Begleiter an der Bar fixierte und versuchte, sich betont verführerisch zu bewegen. Die verliebte Frau war sich sicher, dass sie ihn so, auf kurz oder lang, herumkriegen würde. Wenn es mit dem Reden schon nicht klappte, dann eben mit der Körpersprache, dachte sie. Er hatte ihr schließlich noch nie widerstehen können. Warum also heute? Und sie lag gar nicht mal so unrecht mit ihrem Verdacht. Denn je länger Mehdi die verführerische Frau beim Tanzen beobachtete, umso weniger gelang es ihm, seinen Blick von ihr abzuwenden. Sie sah so wunderschön in diesem Moment aus. Leicht wie eine Feder tänzelte sie durch den Raum. Wie eine Erscheinung des Himmels erleuchtete sie die dunkle Tanzfläche. Mehdi lehnte sich mit dem Rücken an die Theke und sah Gabi einfach nur an. Die anderen Personen um sie herum nahm er gar nicht mehr wahr. Ihre Augen leuchteten im Dunkel des Kellerraums, der nur durch flackerndes Laserlicht erhellt wurde. Gabi lächelte sanft. Sie gab sich ganz der Musik hin und schloss ihre Augen. Ihre Hüften bewegten sich aufreizend zum schnellen Rhythmus der Musik. Immer wieder musste Mehdi auf ihre schlanken Beine schauen, die von knielangen Stiefeln bedeckt waren. Sie trug einen knappen schwarzen Minirock. Seine Augen wanderten über ihren wohlgeformten Hintern langsam nach oben, über ihren entzückenden Rücken, der in einem glitzernden Silbertop steckte, dann zu ihren perfekten Brüsten, die in dem gewagten Ausschnitt leicht auf und ab wippten und ihm kurzfristig den Atem raubten. Ihm wurde heiß und kalt zugleich. Unruhig rutschte er auf seinem Hocker hin und her. Verbotene Gedanken schlichen sich wieder ein, denen er doch gerade eben noch abgeschworen hatte. Er nippte wieder an seinem Cocktail und versuchte wegzuschauen, aber er konnte es einfach nicht. Sie zog ihn immer mehr in ihren Bann. Jetzt hob Gabi langsam ihre Arme, fuhr sich mit ihren Händen einmal durch ihre langen glatten Haare und streckte sie schließlich in die Höhe und schwang sie leicht hin und her zum Takt der Musik. Mehdi war regelrecht gefangen von dieser faszinierenden Schönheit. Gabi bemerkte mit Genugtuung seinen stechenden Blick und freute sich innerlich wie verrückt, dass ihr Plan anscheinend doch noch begann, aufzugehen. Die schöne Tänzerin setzte noch einen drauf, um ihren Traummann endgültig anzulocken, und fuhr mit ihren Händen aufreizend die Seiten ihres Körpers entlang. Mehdi stockte der Atem. Erst als der Barkeeper hinter ihm sich das dritte Mal laut geräuspert hatte, konnte er sich endlich von dieser aufregenden Aphrodite wegreißen und drehte sich um...

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

17.10.2010 19:46
#780 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Der freundliche junge Mann hinter dem Tresen sprach Mehdi schließlich an...

T: Wolln’se noch wat trinken, Mister?
M (schaut ihn ziemlich perplex an): Äh... was?
T (zeigt auf sein Glas): Na Ihr Glas is doch leer. Wolln’se noch ma datselbe? N’Orgasmus, hmm?
M (wischt sich den Schweiß von der Stirn u. sieht ihn immer noch leicht abwesend an): Was? Oh! Äh... Nein, danke! Geben Sie mir lieber ein alkoholfreies Bier.
Ich muss dringend wieder nüchtern werden. Sofort!
T (grinst ihn an): Jet klar, Mister.

Der kräftig gebaute Barkeeper griff unter die Theke und holte eine Bierflasche hervor, öffnete diese und reichte sie seinem Gast...

T: Hier! Bitteschön!
M: Danke!

Mehdi nickte ihm freundlich zu, setzte die Flasche an seinen Mund und nahm einen großen Zug. Die Abkühlung brauchte er jetzt... Ich muss endlich wieder einen klaren Kopf bekommen. Was ist nur los mit mir? Wieso zieht sie mich so an? Ich muss doch endlich damit abschließen. Wie soll das denn sonst mit einer Freundschaft klappen? Und erst auf Arbeit? ... Eine Stimme riss ihn aus seinen irregeleiteten Gedanken....

T: Ne heiße Freundin ham’se da am Start.

... sprach ihn der junge Mann hinter dem Tresen unvermittelt an. Mehdi verschluckte sich an seinem Bier, wischte sich seinen Mund mit dem Handrücken ab und sah ihn verdutzt an....

M (seine Wangen färben sich leicht rosa, als er kurz zu der tanzenden Venusfalle schaut u. dann wieder zum grinsenden Barkeeper): Äh... Wir... wir sind nicht.... Also... Das... das ist nicht meine Freundin.
Wie kommt der überhaupt darauf? Das ist doch völlig abwegig.
T (grinst ihn breit an): Nich? Dann erstes Date, wa?
Indirekt ja schon! ... Quatsch!
M (gerät seltsamerweise noch mehr ins Stammeln): Äh... nein, also... äh... das ist... also wir sind ... Kollegen.
Wenn ich mir das immer wieder vorsage, glaube ich es am Ende auch.
T (mustert die schöne Frau noch einmal eingehend): Wow! Also wenn ick Sie wäre, wäre diese Schönheit da schon lange nich nur ne Kollegin.
Wem sagt er das!? Äh... was? Kaan, denk nicht mal im Traum daran.
M (fühlt sich allmählich unwohl in seiner Haut): Entschuldung, also ... das ist ja wohl....
T (hebt unschuldig seine Hände): Ey, sorry Mann, ick wollte Ihnen nich zu nahe treten.
M (akzeptiert seine Entschuldigung u. nimmt einen erneuten Schluck aus der Flasche): Ja, is gut.
T (kann sein freches Mundwerk immer noch nicht halten): Und die schöne Lady is wirklich nur ne Kollegin? Also wie die immer hierher kieckt und Sie sie anschauen, könnte man schon denken, dass...
Wieso kann der nicht endlich seine Klappe halten? Das hier ist alles schon kompliziert genug.
M (unterbricht seine gewagte These): Also, auch wenn Sie das überhaupt nichts angeht, ich bin ihr Chef und sie ist meine äh... Untergebene. Mehr nicht!
T (schaut skeptisch zwischen den beiden hin u. her): Ah ja!? Dann is das hier sozusagen n’ Bissnissmeeting, wa?
M (rollt genervt mit den Augen, weil er einfach keine Ruhe gibt): Nein! Sie ist Krankenschwester und ich bin ihr Oberarzt.
T (beginnt dreckig zu grinsen, als er G wieder ins Visier nimmt): Krankenschwester? Darf man fragen, welche Klinik? Also wenn bei Ihnen solche Schwestern rumlofen, da werd ick doch gerne mal krank.
Muss er sie so anstarren?
M (wendet sich entnervt von ihm ab u. trinkt sein Bier): Äh ja, tun Sie, was Sie nicht lassen können.
Hauptsache er lässt mich endlich in Ruhe mit seinen Theorien. Ich muss mir endlich überlegen, was ich Gabi sagen soll. Also jetzt wegen mir und Maria. Oder sollte ich erst mit ihr reden? Ich weiß ja gar nicht, wie sie zu uns steht. Obwohl... heute Morgen war ich mir schon sicher, dass sie auch will. Das fühlte sich so gut an. Ein Stück weit Normalität. Und das ist genau das, was ich momentan brauche. Dieses komplizierte Hin und Her muss endlich aufhören. Sonst werd ich noch verrückt.
T (wirft einen kurzen Blick nach hinten u. schaut dann noch mal zu MK, der ihn anscheinend ignoriert): Oh, ich muss dann mal wieder. Mein Chef ruft.
M (leise zu sich selbst): Gott sei Dank!


http://www.youtube.com/watch?v=hZoJe-MJgfE&feature=related


Mehdi, der immer noch mit dem Rücken zur Tanzfläche saß, was die sexy Krankenschwester zunehmend nervte, atmete erleichtert auf, als der quasselnde Barkeeper sich in den hinteren Bereich des Clubs verdrückte und jetzt von einer hübschen Blondine ersetzt wurde, die ihn freundlich anlächelte. Der Frauenarzt lächelte zurück und setzte seine Bierflasche wieder an. Mehdi traute sich nicht, sich wieder umzudrehen, aber er spürte Gabis feurige Blicke ganz genau im Rücken. Er versuchte sie zu ignorieren. Immer mehr kam er zu der Erkenntnis, dass es doch keine gute Idee war, mit seiner ehemaligen Geliebten hierher zu gehen. Ihre Anziehungskraft war immer noch ungebrochen. Was sollte er nur dagegen tun? Während seine Gedanken wieder in weite Ferne rückten, setzte sich eine attraktive dunkelhaarige Frau in einem schwarzen Minikleidchen auf den freien Barhocker neben ihn. Sie bestellte bei der blonden Barkeeperin einen bunten Cocktail, schlug ihre schlanken Beine übereinander und sah sich dann im Raum um. Ihr Blick fiel sofort auf den attraktiven braungebrannten Mann neben sich. Er gefiel ihr. So sprach sie ihn auch prompt an...

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

18.10.2010 10:20
#781 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen! Äh... wollt ihr wirklich den nächsten Teil? *vorsichtig um die Ecke guck* Ok, dann will ich euch die neue Frau in Mehdis Leben mal vorstellen. Es ist eine bekannte Unbekannte. Wenn sie euch gefällt, dann behalte ich sie auf Vorbehalt im Cast drin. Äh... Ich glaube, ich verdünnisiere mich jetzt erst mal. Hab die Rettungsweste schon an. Tschö! Ich tauche dann mal ab. Lorelei




Frau (mit strahlendem Zahnpastalächeln u. sexy Augenaufschlag): Hallo schöner Mann! So alleine hier?
MK (mustert die schöne Frau kurz eingehend u. schaute sie verunsichert an): Äh... hallo!?
Frau: Darf ich mich zu Ihnen setzen?
Äh... Sie sitzt doch schon!
MK (nickt ihr lächelnd zu): Sicher! Ist ein freies Land.
Frau (ignoriert die leichte Abneigung, die in seiner Stimme mitschwingt u. sucht das Gespräch): Gefällt Ihnen das „Mauerwerk“? Ich bin ja das erste Mal hier.
MK: Ich auch. Ist ganz nett.
Frau (zwinkert ihm verführerisch zu): Ja, vor allem die Männer hier.
Oh Mann! Ich glaube so langsam, ich werde heute auf die Probe gestellt. Wieso?
MK (errötet leicht u. fühlt sich geschmeichelt): Äh... das kann ich leider nicht beurteilen.
Frau (flirtet ungeniert weiter): Ich spreche doch gerade mit so einem charmanten Exemplar.
MK (schaut verlegen zu Boden): Oh!?
Also so langsam wird das hier echt brenzlig.
Frau (findet seine Zurückhaltung sehr süß u. schaltet einen Gang zurück): Entschuldigung, ich habe mich Ihnen noch gar nicht vorgestellt. Ich bin die Mitzi.
Mitzi wie Miezekatze? Passt irgendwie zu ihr.

Mitzi reichte Mehdi ihre Hand. Er schüttelte sie höflich, zog seine Hand aber schnell wieder zurück, als sie begann mit ihrem Daumen über seinen Handrücken zu streichen, und griff nach seiner Bierflasche...

MK (stellt sich ebenfalls kurz vor, dann nippt er an seinem Bier): Mehdi! Also mein Name ist Mehdi.
Mitzi (lächelt ihn freundlich an): Das ist aber auch ein ungewöhnlicher Name. Wo kommen Sie denn her, wenn ich fragen darf?
MK (erwidert ihr Lächeln): Ich bin waschechter Berliner.
Mitzi (mustert ihn erneut eingehend): Nein, echt?
MK (klärt sie auf, als er ihre Skepsis heraushört): Mit persischen Wurzeln.
Mitzi (beeindruckt): Oh, das klingt aber interessant. Ich habe ja schon gehört, dass Berlin eine Multikultistadt sein soll.
MK (stimmt ihr bei): Und Sie? Wo kommen Sie her? Sie sprechen doch mit Akzent oder?
Mitzi (wird etwas verlegen): Ja, das Österreichische ist nur schwer wegzukriegen. Da müssten Sie erst mal meinen Bruder hören.
MK: Sie kommen aus Österreich? Und was verschlägt Sie dann in die deutsche Hauptstadt, wenn ich fragen darf?
Mitzi (lächelt): Dürfen Sie! Also ich begleite meinen Bruder. Er besucht hier ein paar Freunde von früher. Er hat lange Zeit in Berlin gelebt, aber dann hat’s ihn wieder in die alte Heimat gezogen. Naja, ich kann es nicht wirklich verstehen, wie er dieser aufregenden Metropole den Rücken kehren konnte, aber ich nutze jetzt die Gelegenheit, um mir die deutsche Hauptstadt genauer anzuschauen. Ich fange hier nämlich im Frühjahr an zu studieren.
MK: Ach?
Mitzi: Ja, Soziologie.
MK: Interessant.
Mitzi (schaut ihm in die Augen): Wissen Sie, ich interessiere mich sehr für das Zwischenmenschliche.
MK (sieht sie irritiert an): Ah ja!?
Mitzi: Ich werde mich wahrscheinlich auf Paarbeziehungen spezialisieren.
MK: Oh!
Mitzi (sieht ihn durchdringend an): Genauer gesagt, geht es mir um die Frage, warum Männer in der Regel nicht monogam leben können. Was denken Sie darüber?
Ich glaube, jetzt ist der Moment gekommen, in dem ich flüchten sollte.
MK (geschockt u. überfordert zugleich): Äh... eine äh... sehr gewagte These.
Mitzi (grinst ihn frech an): Finden Sie? Wie halten Sie es denn mit der Treue?
Oh Gott! Heute läuft definitiv etwas schief. Ich muss hier weg.
MK (wird langsam nervös): Also das ist mir dann doch etwas zu persönlich.
Mitzi (ihr vergeht ihr Lächeln u. sie fährt einen Schritt zurück): Entschuldigung, ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten. Mein Bruder sagt ja auch immer, ich sollte nicht immer so direkt sein. Dumme Angewohnheit. Äh... Ok, Themenwechsel. Was machen Sie denn so? Außer abends die Berliner Szeneclubs unsicher zu machen.
Wenn die wüsste, dass ich seit fast einem Jahr nicht mehr aus war.
MK: Also ich bin Arzt.
Mitzi (erstaunt): Ach echt? Sie sehen gar nicht so aus. Hmm... Gut, mein Bruder eigentlich auch nicht. Der ist nämlich auch Arzt. Also jetzt noch nicht richtig. Mal sehen, ob er überhaupt jemals die Assizeit schafft. Er ist nämlich bei seiner letzten Stelle rausgeflogen. Ich hab ihm ja schon immer gesagt, dass er nicht zur Medizin taugt. Landwirtschaft, das wäre sein Ding, aber er wollte ja nicht auf mich hören. Tun Brüder ja im Allgemeinen nicht. Aber egal. Ich merke, ich rede schon wieder zu viel. Wissen Sie was? Lassen Sie uns tanzen gehen?
MK (überrumpelt): Äh...

Noch ehe Dr. Kaan etwas darauf sagen konnte, war Mitzi Knechtelsdorfer auch schon von ihrem Hocker aufgesprungen und sah ihn jetzt auffordernd an....

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

18.10.2010 23:03
#782 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Oh, oh, ich traue mich ja gar nicht den nächsten Teil reinzustellen. Irgendwie habe ich den Eindruck gewonnen, ihr mögt die Mitzi nicht so sehr. Wieso eigentlich? Is doch eigentlich ne ganz Nette. Ich werde sie mal in die Schublade stecken, vielleicht brauche ich sie ja später noch mal. So und jetzt viel Spaß mit dem nächsten Teil. Ach und Hase, ich krieg dich schon noch soweit, dass du deine Klappe wieder weit aufreißt. Könnte ja mit Erdbeeren locken! Eure Lorelei




Doch Mehdi zögerte und sah die dunkelhaarige Schönheit entschuldigend an...

MK: Ähm... Mitzi? Um ehrlich zu sein, also eigentlich bin ich gar nicht allein hier.
Mitzi (hebt überrascht ihre Augenbrauen): Oh! Aber Sie sitzen doch schon eine ganze Weile hier allein.
Mein Fehler!
MK (leicht verlegen): Ja schon, aber ich bin kein großer Fan vom Tanzen und meine... äh... (schaut kurz zur Tanzfläche u. sucht verzweifelt mit seinen Augen Gabi, findet sie aber nicht) ...
Mitzi (verschränkt ihre Arme vor ihrer Brust u. hakt enttäuscht nach): Freundin?
MK (fährt sich beschämt mit einer Hand über seine Brust u. sieht sie an): Äh... so was in der Art.
Mitzi: Ah!? Damit wäre dann wohl auch die Frage von vorhin beantwortet.
MK (steht auf dem Schlauch): Bitte?
Mitzi: Wegen der Treue!
MK (seine Wangen färben sich blassrosa): Oh!
Mitzi (sieht ihn anerkennend an): Exemplare wie Sie sind wirklich selten geworden.
MK (fühlt sich irgendwie geschmeichelt): Ähm... danke!
Danke? Danke wofür? Dafür dass ich wochenlang zweigleisig gefahren bin und mich nicht entscheiden konnte? Und jetzt, wo ich mich entschieden habe, wieder in Versuchung geführt werde? Vielleicht hat sie mit ihrer Theorie doch Recht. Was für ein Armutszeugnis für die Männerwelt!
Mitzi (schaut in die Richtung, in die er unentwegt kuckt): Aber Sie meinen nicht diese heiße Braut in dem kurzen Fummel, die hier alle brauchbaren Männer anzieht?
MK (schaut sie perplex an): Bitte?
Mitzi (zeigt mit einer Hand Richtung Tanzfläche): Na, die da, die brünette Sexbombe ist die einzige Frau auf der Tanzfläche und um sie herum nur sabbernde Männer.
MK (seine Stimme klingt eine Oktave höher): Was?

Mehdi drehte sich entsetzt um und schaute noch einmal mit zusammengekniffenen Augen in das gleißende Licht der bunten Scheinwerfer, die die Tanzfläche beleuchteten. Und tatsächlich! Seine Gabi tanzte allein unter zahlreichen attraktiven jungen Männern, die sie anzumachen versuchten.


http://www.youtube.com/watch?v=8fj2HVYlD_4&feature=related


Dieser Anblick schnürte dem sensiblen Oberarzt regelrecht den Hals zu und er bekam nur noch schwer Luft. Mitzi bemerkte, die Veränderung in seinem Gesicht und grinste ihn frech an...

Mitzi: Also wenn ich Sie wäre, Mehdi, würde ich mich schleunigst zu ihr hin bewegen, schlechter Tänzer hin oder her, bevor sie doch noch ein anderer schnappt. Oder haben Sie meine Theorie vergessen? Wissen Sie, es gibt auch so eine Kategorie Frauen, die das mit der Monogamie nicht so ernst nehmen, und ich würde Ihre Freundin, also ich kann mich auch irren, dazu zählen, so aufreizend wie die sich bewegt. Tanzen gilt ja in den meisten Kulturkreisen als Vorstufe zum Geschlechtsakt.
Das ist doch jetzt nicht ihr Ernst?

Mehdi schaute die angehende Soziologiestudentin mit großen Augen ungläubig an. Dann stellte er seine leere Bierflasche auf der Theke ab und stand auf... Aber sie hat Recht. Ich hätte sie nicht allein gehen lassen sollen. Außerdem wollte Gabi ja mit mir den Abend verbringen und nicht mit irgendwelchen pubertierenden Machojungs, die ihr nicht das Wasser reichen können. Sie ist verdammt noch mal meine Freu... äh... Krankenschwester! ... Der wachgerüttelte Oberarzt nickte Mitzi zum Abschied freundlich zu, die ihn daraufhin kurz anlächelte und sich dann zur anderen Seite umdrehte, weil sie neben sich einen weiteren attraktiven Kerl entdeckt hatte, und ging schließlich mit langsamen Schritten auf die Tanzfläche zu....

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

19.10.2010 09:53
#783 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

http://www.youtube.com/watch?v=nv2oTtAm4oM
http://www.myvideo.de/watch/7106005/Keri_Hilson_I_Like



Seltsamerweise war Mehdi Kaan überhaupt nicht aufgeregt. Eigentlich mochte er seit den Querelen mit Marc um Gretchen keine Hahnenkämpfe oder sonstige Ringkämpfe um eine schöne Frau, vor allem auch nicht um eine, die eigentlich nur eine gute Freundin sein sollte. Dennoch bahnte sich der entschlossene Oberarzt einen Weg durch die tanzenden Männer, die ihn argwöhnisch musterten und von oben herab anblickten. Ja, sie waren die coolen Machos und er der weichgespülte Waschlappen, der nie und nimmer so eine heiße Braut abbekommen würde. Aber darin sollten sie sich bald täuschen. Mehdi stand nun direkt vor Gabi, die zunehmend genervt wirkte wegen der aufdringlichen Kerle, die sie überhaupt nicht interessierten, aber als sie ihren tapferen persischen Schah vor sich sah, begannen ihre Augen augenblicklich wieder zu leuchten. ... Endlich! Ich hab so lange auf dich gewartet! ... Mehdi lächelte sie verschmitzt an und reichte ihr unter den ungläubigen Blicken der anderen Männer seine Hand, die sie freudig entgegennahm. Einer der coolen Machos neben ihm wollte noch eine Ansage machen, ihm blieb aber der Satz im Hals stecken, als er sah, wie die attraktive Frau ihre Arme hinter dem Nacken des dreisten Waschlappens verschränkte und sich gefühlvoll an ihn drückte...

GK: Da bist du ja endlich.... SCHATZ.

... sagte sie frech und schaute dabei in die doofen Gesichter der Herrenriege um sich herum, die sich urplötzlich in alle Richtungen auflöste. Mehdi sah ihnen irritiert hinterher, dann blickte er wieder in Gabis wunderschöne Augen, die ihn glücklich anstrahlten...

MK: Alles in Ordnung?
GK (zieht eine beleidigte Schnute): Also wenn du nicht bald gekommen wärst, hätte ich meine Selbstverteidigungskünste anwenden müssen.
MK (lacht): Ich wusste gar nicht, dass du das kannst. Aber sorry, ich musste mir erst äh... Mut antrinken.
GK (schaut ihn durchdringend an): Ah ja!? Oder war dir diese schwarze Tussi da drüben zu aufdringlich und du bist vor ihr in meine Arme geflüchtet?

Gabi zwinkerte ihm zu. Mehdi drehte seinen Kopf zur Seite und schaute zur Bar rüber, wo sich Mitzi gerade angeregt mit einem gut trainierten, glatzköpfigen jungen Mann unterhielt.... Die lebt wohl auch nach ihren Theorien? Gut, dass ich ihr noch entkommen konnte. Nur hat sie mich damit quasi direkt in die eigentliche Falle geführt. Hmm... Gabi riecht so gut!

MK: Sie hat mir nur die Augen geöffnet, dass ich hier mal nach dem Rechten schauen soll.
GK (grinst ihn verschmitzt an): Lügner!
Ich kenne diesen Typ von Frau. Die hätte ihn doch am liebsten an Ort und Stelle vernascht. Hmm... Wer würde das nicht wollen. Oh! Er fühlt sich so gut an.
MK (legt seine Hände zaghaft an ihre Taille u. bewegt sich mit ihr im Takt der Musik): Das ist die reine Wahrheit. Außerdem mag ich das Lied.
GK (lächelt ihn verträumt an): Ich auch. Hab ich als Klingelton.
MK: Ach? Echt? Ich auch!
GK (strahlt ihn wieder verliebt an u. schmiegt sich ganz eng an ihn): Ich weiß.

Die beiden tanzten jetzt eine ganze Weile ausgelassen miteinander, lachten und hatten viel Spaß zusammen. Mehdi hatte sein eigentliches Anliegen schon längst wieder vergessen und ließ sich von Gabis Lebensfreude anstecken. Und die schöne Krankenschwester genoss es sichtlich, dass sie ihren Traummann ungeniert berühren konnte...

GK: Du hast mich doch angelogen.

... sagte sie plötzlich und Mehdi hielt erstaunt inne. Er wurde nervös. Wusste sie etwa doch, dass er Maria wieder näher gekommen war und er eigentlich vorhatte, sie zu wählen? Die Stunde der Wahrheit war wohl dann doch schneller gekommen, als er gehofft hatte....

MK (räuspert sich einmal u. schaut sie ernst an): Gabi, ich muss dir etwas sagen.

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

19.10.2010 17:33
#784 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Gabi schaute ihn erst mit großen Augen an, dann musste sie aber plötzlich loslachen...

GK: Ach, gibst du es jetzt doch zu, dass du eigentlich doch wahnsinnig gut tanzen kannst?
MK (klappt überrascht die Kinnlade herunter): Oh! Du meinst... Äh... (schnappt nach Luft u. sieht sie irgendwie erleichtert an) ... Naja, ich... ich war, wie du vermutet hast, schon länger nicht mehr aus.
Sie weiß es also noch nicht! Wieso fühl ich mich jetzt so erleichtert? Ich muss es ihr ja eh noch sagen. Also? Ach ich weiß doch auch nicht.
GK (schaut ihm in die Augen): Hast nichts verlernt.
MK (wird leicht rot): Ach komm!?
Wie süß! Er wird ja richtig rot.
GK (grinst): Was denn? Wieso so bescheiden? Dass südländisches Temperament in dir steckt, wusste ich schon länger.
Oh Mann! Sie legt es echt darauf an oder? Hilfe! Was mache ich denn jetzt?

Gabi zwinkerte ihrem Tanzpartner frech zu. Mehdi wurde wieder leicht warm, weil sie Erinnerungen in ihm auslöste, die er sich eigentlich versagt hatte. Die Gefahr war groß, dass er ihrem Charme erliegen würde. Und damit hatte er nicht Unrecht.


http://www.youtube.com/watch?v=YdXJCtg-aPY


Die schöne Krankenschwester ging jetzt aufs Ganze. Da gerade ein langsames Lied gespielt wurde, schmiegte sie sich wieder ganz eng an ihren Tanzpartner. Ihre filigranen Hände kreisten erst langsam über Mehdis Rücken und lösten bei dem jungen Mann eine gewaltige Gänsehautspur aus, dann platzierte sie diese ganz dreist auf seinem knackigen Hintern. Der überraschte Gynäkologe wusste überhaupt nicht, wie ihm geschah. Eigentlich wollte er schnell von der Tanzfläche flüchten, aber seine Beine bewegten sich nicht von der Stelle. Sie gehorchten ihm nicht mehr und hatten beschlossen sich von Gabi Kragenow führen zu lassen, die ihren Kopf jetzt ganz sachte an seine starke Schulter legte und ihre Augen schloss. Mehdi war gefangen von ihrem aufregenden Körper, ihrer unwiderstehlichen Aura, dem schönen Lied. Er schaltete für einen kurzen Augenblick seinen Verstand aus und ergab sich der ausweglosen fesselnden Situation. Gabi kostete seine Nähe dagegen in vollen Zügen aus. Sie spürte seinen immer schneller werdenden Herzschlag in seiner Brust und seinen warmen Atem auf ihrem Gesicht. Sie lächelte glücklich und sog seinen verführerischen Duft regelrecht auf, streichelte sanft über seinen muskulösen Rücken und seinen knackigen Po. Das war einfach der perfekte Moment. Mehdi Kaan war der perfekte Mann. Und wieder einmal fühlte sie tief in ihrem wild pochenden Herzen, dass es für sie nur ihn geben konnte. Sie wollte ihn nie wieder loslassen. Und als sie merkte, dass auch er sich endlich entspannte, eine Hand auf ihren Rücken legte und sanft darüber strich, war sie einfach nur glücklich. Sie wünschte sich, dass dieser zauberhafte Moment niemals enden würde. Doch leider endete er schneller, als sie gedacht hätte. Nach einer unvergesslichen Minute, die sie in Mehdis starken Armen gelegen hatte, ging plötzlich das Licht wieder an und die Stimme von Rihanna erlosch. Stattdessen erklang die tiefe Stimme des Clubbesitzers, der auf einer kleinen Bühne am Mikrophon stand und sich an seine Gäste wandte...

JB: Hallo zusammen! Ich freue mich riesig über das große Interesse an unserem ersten Salsatanzkurs heute Abend.

Mehdi schaute Gabi verdutzt an, die gerade ihre Arme von seinem Hals nahm und ihn ebenso irritiert ansah...

MK: Hast du das gewusst?
GK (schüttelt mit dem Kopf): Nein!

John Bachmann sprach weiter und zeigte mit einer großen theatralischen Geste zur Treppe...

JB: Ich will euch jetzt auch nicht länger auf die Folter spannen. Hier ist er endlich, der einzigartige, unvergleichliche... Äh ja.... also der Gastgeber des kleinen Einführungskurses in lateinamerikanische Rhythmen.... Braaaaad Darneeeeell!

Die zahlreichen Gäste vor der Bühne begannen zu klatschen und ein aufgedrehter athletischer junger Mann mit kurzen blonden Haaren und Dreitagebart kam zwei Stufen auf einmal nehmend die Treppe herunter gerannt. Mehdi und Gabi sahen sich an und verstanden sich sofort auch ohne große Worte... Nichts wie weg hier!

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

20.10.2010 11:04
#785 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo meine Lieben! Angesichts des trüben Wetters da draußen, habe ich heute etwas Erheiterndes für euch. Schon komisch, dass keiner gemerkt hat, wer da der Tanzlehrer ist. Viel Spaß! Und danke noch mal für das tolle Feedback jeglicher Art. Eure Lorelei




Dabei hatten die beiden Flüchtenden leider nicht bedacht, dass der einzige Fluchweg die eiserne Treppe war, auf deren letzten Stufe sich der Tanz- und Fitnesspapst Brad Darnell gerade gestellt hatte und frohen Mutes in die Menge an Tanzsüchtigen schaute....

B (zeigt mit Zeige- und Mittelfinger das Peace-Zeichen): Hi Folks! Meine Name is Brad. And wir sind today alle hier um zu lörnen das Tanzen nach lateinamerikanische music. Also schnappt euch your Partner and wir fangen sofort an.

Gabi und Mehdi wollten sich an Brad vorbeiquetschen und die Treppe hoch gehen, hatten aber nicht mit der Dreistigkeit und der Hartnäckigkeit eines amerikanischen Salsa-Liebhabers gerechnet, der den beiden den Weg versperrte...

B: Oh! And wen sehen meine Augen here? What a nice Paar. Your’re going to be my Vortänzer. Come on!
MK (klappt schockiert die Kinnlade herunter): Was?

Brad drängte die beiden etwas von der Treppe weg. Mehdi schaute ihn ungläubig an und auch Gabi war sehr unwohl bei dem Gedanken, hier ungefragt als Versuchskaninchen missbraucht zu werden...

GK: Wir wollten eigentlich gerade... gehen.

Die Krankenschwester schaute sehnsüchtig die Treppe hinauf, wurde aber im gleichen Moment von Brad, der ihr überhaupt nicht zugehört hatte, am Handgelenk gepackt und zusammen mit Mehdi, der aufgrund des Überraschungsmoments jeglichen Wehrmechanismus vergaß, auf die Mitte der Tanzfläche gezogen. Der dreiste Amerikaner grinste die beiden frech an und richtete dann seinen Blick zum DJ-Pult...

B: Ok, Guys, take your position. DJ, play the music, please.


http://www.youtube.com/watch?v=Mv1ZsSrE03o


Als die ersten Salsa-Klänge ertönten, stellte sich Brad hinter Mehdi, fasste ihm ungefragt mit beiden Händen an die Hüfte, womit er zwar einen bösen Blick von dem überrumpelten Oberarzt kassiert bekam, aber unberührt weitermachte und sich nicht von der Stellte rührte....

B: Ok, what’s your name?
MK (ist die Situation sehr unangenehm): Mehdi! Ähm.. würden Sie bitte...
B (unterbricht ihn spöttisch lachend): What? Mädi? Sounds like girl in german. Are you a girl or a real man? ... (Mehdi schaute ihn entsetzt an. Er war sprachlos angesichts dieser unverschämten Dreistigkeit.) ... Sorry, I’m just kidding. You have to bewegen your Hüfte. That’s the most important thing. Klar?
MK: Äh...

Brad drückte seine beiden Hände kräftig an Mehdis Hüfte und führte ihn zum Takt der Musik. Mehdi hätte ihm am liebsten eine ins Gesicht geschlagen, aber da er eine ruhige Natur war, verwarf er den Gedanken schnell wieder und ergab sich seinem ausweglosen Schicksal. Und siehe da, Brad ließ von ihm ab. Wesentlich entspannter begann der Halbperser zögerlich seine eingerostete Hüfte nach der temperamentvollen Musik zu bewegen. Aber Brad stand immer noch direkt hinter ihm und kaum hatte er einen falschen Schritt gesetzt, spürte er auch schon wieder seine schmierigen Hände an verbotenen Zonen...

B (schmiegt seinen Körper von hinten an MK): Oh! That feels good! Do you feel it?
Ich wünschte, ich würde überhaupt nichts fühlen. Ich glaube, das ist die Strafe dafür, dass ich verbotenerweise mit Gabi ausgegangen bin. Klar, Gott straft mich. Zu recht!

Brad lockerte seine Umklammerung wieder und griff nun nach Mehdis Hand...

B: And now put your right Hand auf die Hüfte der hübschen Frau. What’s your name?

.... sprach er die brünette Krankenschwester an, die das lustige Schauspiel der beiden Männer ungläubig mit offenem Mund beobachtet hatte. An Mehdis verzerrtem Gesichtsausdruck konnte sie erkennen, wie unangenehm ihm das alles hier war. Gabi litt mit ihm mit. Zögerlich antwortete sie dem aufdringlichen Tanzlehrer....

G: Gabi!
B (lächelt sie breit an): Ok, Gaby, and you put your left hand on his Schulter. And with the other hand fasst ihr euch an die Hand an. Klar?

Die beiden unfreiwilligen Versuchskaninchen taten, wie ihnen befohlen wurde. Ihnen blieb auch gar nichts anderes übrig, weil alle Augenpaare im Raum auf die beiden gerichtet waren.

B: Gut! Are you ready?
MK (zeigt nicht wirklich Motivation): Äh ... eher ni...
B (ignoriert seinen Einwand u. schaut zu den Paaren, die sich um die beiden positioniert haben): Ok, Guys, look at die beiden! Sie macken vor. Die Grundschritt is really easy. Feel the music! Don’t think, just dance!

Die ersten Paare begannen daraufhin zu tanzen. So auch Mehdi und Gabi. Anfangs wirkte alles noch etwas steif und verkrampft. Sie fühlten sie sich ziemlich unwohl dabei, da sie ja eigentlich dazu gezwungen worden waren, aber dann nach einer Weile, als sie den Dreh raus hatten, liefen ihre Bewegungen fließender und sie gaben sich der temperamentvollen Musik schließlich hin. Die beiden bewiesen großes Talent. Umso mehr sie merkten, dass sie doch tanzen konnten, hatten sie auch sichtlich Spaß miteinander. Mehdi und Gabi schauten sich immer wieder an, lachten fröhlich und der Gynäkologe wirbelte seine Partnerin gekonnt hin und her. Brad Darnell stand währenddessen am Rand und beobachtete Kaugummi kauend die einzelnen Paare, lief zu dem einen oder anderen hin, half ihnen bei der Tanzstellung und wippte selber mit den Füßen zur Musik. Dann fiel ihm ein sehr ungelenkes Pärchen auf. Er machte seinem Unmut lautstark Luft...

B: Nein! What are you doing? Do you really mean this is tanzen? Bitte um Frage, wenn du nich kannst die Choreographie. Look at me! You have to bewegen die Hüfte. That’s the thing right in the middle where your Wiener Schnitzel mit Pommes endet. Klar? Kreise mit die Hüfte, Junge. Oh my God, Jesus! Was soll ick macken, hä? Ick geb auf. Look at Gaby and Mädi. Die macken alles richtig. That’s real Leidenschaft and Rhythmusfeeling.

Mehdi und Gabi brauchten tatsächlich keine Hilfestellung mehr. Sie tanzten, als hätten sie nie etwas anderes getan. Es war eine Wonne, den beiden dabei zuzusehen. Auch Brad beruhigte sich wieder und sah den beiden begeistert zu...

B (schwärmt): Oh, they macken mick really stolz. They are meine Schüler. That’s my brilliant work. That’s the so called German Elite. Ick bin so gut.

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

20.10.2010 23:22
#786 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Guuuuddddnnnn Aaaammmmddd!!! Sorry, ist dann doch etwas später geworden. Aber ich saß bis gerade eben mit dem Wörterbuch vor meiner Kommiseite und hab versucht den Buchstabensalat zu entziffern, hab aber gerade erst festgestellt, dass ich das falsche Wörterbuch gegriffen habe. Ich gebe mich euch geschlagen, mein Prinzesschen u. mein Karmegeenchen. Ich bin sehr froh, dass die Eiszeit endlich wieder vorbei ist. Dann möchte ich ein neues Mitglied in meinem Leserclub begrüßen: Welcome Julie. Tja, das hättste nicht gedacht von Mehdi hmm? Wenn du wissen willst, wie es soweit kommen konnte und was mit Martchen ist, dann musst du schon die ganze Story lesen und nicht nur eine Seite. Und zu guter Letzt möchte ich mein -chen ganz lieb drücken. Sie ist heute extra bei diesem Wetter auf den Blocksberg geflogen und hat den Zaubertopf geklaut. Danke Schatz! Ich verschiebe die Auswahl aber auf morgen. So und jetzt geht es endlich weiter im Text. Hier ist mir ein bisschen mein Romantikherz durchgegangen. Image and video hosting by TinyPic Viel Spaß u. Eine glückliche Lorelei




Nach einer Weile sprach Gabi ihren talentierten Tanzpartner an...

GK (ihn anhimmelnd): Und bist du mir noch böse, dass ich dich hierher geschleift habe?
MK: Sieht das so aus, als ob ich böse auf dich wäre.

Mehdi lächelte sie charmant an und wirbelte sie nun gekonnt zweimal im Kreis herum, dass ihr fast schwindelig wurde und sie sich noch mehr an ihm festklammern musste. Sie war völlig verzaubert... Mehdi, was machst du nur mit mir?

GK (atemlos): Von wegen, du bist ein schlechter Tänzer.
MK (grinst verschmitzt u. schwingt sie herum): Ich zeige meine Talente nur ganz besonderen Menschen.
Hmm... Wenn er so gut drauf ist, dann...
GK (schaut in seinen strahlenden Augen sehnsüchtig hin u. her): Oh! Bin ich so jemand?
... dann geht da auf jeden Fall noch was. Dich lasse ich heute nicht mehr los, mein Schatz.

Jetzt wurde dem tanzenden Oberarzt, der die letzten anderthalb Stunden wie im Rausch verbracht hatte, die Situation dann doch etwas zu brenzlig... Was mache ich denn hier? Das geht doch nicht. Du musst aufhören mit ihr zu flirten! Sonst kommst du nie von ihr los. Wenn es nur nicht so viel Spaß machen würde, mit ihr zu tanzen, mit ihr zu lachen. Ihre Lebensfreude ist so ansteckend. Sie ist so toll. Ich kann gar nicht anders. Aber... Er lockerte seinen Griff ein wenig und schaute verlegen zu Boden. Er suchte nach Worten...

MK: Ähm... Gabi...
Scheiße! Er steht kurz davor, wieder einen Rückzieher zu machen oder? Verdammt! Das muss ich verhindern.
GK (streicht ihm beruhigend über den Arm u. schaut ihm direkt in die Augen): Lass nur! Lass uns die schöne Stimmung nicht durch irgendwelche lange Reden kaputtmachen. Wir sind hier, völlig ungezwungen, also mal abgesehen davon, dass uns dieser Fitnessguru erst hierzu zwingen musste. Äh... egal. Wir haben Spaß zusammen, tanzen, lachen. Da ist doch nichts dabei.
Sie hat Recht. Eigentlich tue ich nichts Verbotenes. Wir sind Freunde, die einen schönen Abend zusammen verleben. Außerdem wollte ich schon länger mal wieder Salsa tanzen gehen, seit Anna nicht mehr...
MK (bricht seinen Gedankengang ab, bevor er wieder in traurige Stimmung verfällt, u. lächelt GK zaghaft an): Stimmt!
Ok! GsD! Gerade noch so gerettet. Er rennt nicht gleich wieder weg. Er bleibt bei mir! Hach... ja!
GK (erwidert sein Lächeln): Gut! Und jetzt schwing mich noch mal ordentlich herum. Zeigen wir’s den Bewegungslegasthenikern hier, was wir noch so alles drauf haben.
Oh Mann, sie hat ein Temperament wie zwanzig Latinas. Wie schafft sie es nur, mich immer und immer wieder zu überreden?
MK: Aber ich muss dich jetzt nicht wie Patrick Swayze hochheben oder?
Hach.... Das wäre schon toll.
GK (lacht): Hmm... Also an sich gar keine so schlechte Idee.
Na du bist ja verrückt!
MK: Eh! Denk an meinen Rücken!
GK (zwinkert ihm anzüglich zu): Der hat doch schon so Einiges ausgehalten. Vergessen?
Ok!? Sie tut’s schon wieder. Bleib ruhig! Nicht darauf eingehen!
MK (wird leicht rot u. lenkt verlegen ab): Ähm... ja also äh... die spielen hier ja auch kein „Dirty Dancing“.
GK (grinst ihn frech an u. schaut dann kurz zu B): Noch nicht! Aber so wie der aussieht, zieht der sich den Schinken mindestens zweimal täglich rein.
MK (blickt auch kurz zur Seite): Mal den Teufel...


http://www.youtube.com/watch?v=WpmILPAcRQo


Mehdi hielt abrupt inne, weil in dem Moment die ersten Töne des oscarprämierten Duetts von Bill Medley und Jennifer Warnes erklangen und Brad Darnell die Bühne des „Mauerwerks“ erklomm und an das Mikro trat...

MK (wird immer leiser u. starrt überrascht zur Bühne): ... nicht an die Wand.
GK (rollt mit den Augen, als sie zur Bühne schaut): Zu spät!

Beide seufzten laut auf, als der Tanzlehrer mit stolzgeschwellter Brust das Wort übernahm...

B: So meine Lieben. Das seien die letzte Song for tonight. Thanks for the fantastic Tanzabend. Ihr ward brilliant. And now, zeigt mal, was ihr so draufhabt! Let’s dance dirty!

Während Brad das sagte, kreiste er verführerisch mit seiner Hüfte und fuhr sich immer wieder mit einer Hand über seinen muskulösen Brustkorb, der durch das knallrote Hemd, das er bis zum Bauchnabel geöffnet hatte, durchschimmerte. Mehdi und Gabi, die gar nicht bemerkt hatte, dass sie noch immer Händchen hielten, drehten sich angewidert weg und sahen sich jetzt hilflos an...

MK: Und jetzt? Doch wegrennen?
GK (schüttelt den Kopf u. schaut ihn verliebt an): Machen wir das Beste aus der Situation. Ich mag den Film irgendwie.
Tanz mit mir, Mehdi! Ich will dich ganz nah bei mir spüren.
MK (lächelt): Ich auch. Aber das mit der Hebefigur lassen wir besser weg.
GK (gespielt eingeschnappt): Spielverderber!
MK: Hey!
GK (grinst): Ja, alter Mann!

Mehdi funkelte seine freche Tanzpartnerin daraufhin gespielt böse an, dann nahm er ihre zarte Hand und führte sie an seinen Mund. Er gab Gabi einen kleinen Handkuss und sah ihr dabei tief in die Augen und zog sie schließlich wieder in die Mitte der Tanzfläche. Brad, der gerade mit Mitzi Knechtelsdorfer vorbeiwirbelte, lächelte das schöne Pärchen zufrieden an und setzte dann zu einer Hebefigur an. Die Österreicherin kreischte laut auf. Mehdi bekam das aber gar nicht mit. Mit einer gekonnten Drehung um die eigene Achse stellte er Gabi in Position. Ihr Herz schlug Purzelbäume in diesem Moment und sie sah ihn ganz verträumt an. Schließlich begannen sie den letzten Mambo des Abends zu tanzen und hatten wahnsinnig viel Spaß dabei.

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

22.10.2010 10:27
#787 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Sorry Leute, ich hatte Schwierigkeiten, ins Internet zu kommen. (Problem ist noch nicht gelöst!) So is das nu ma uffm Doorf! Sch...UMTS! Von wegen Highspeed. Eine Weinbergschnecke ist schneller als das, was da gestern war, also als ich es dann endlich doch mal für fünf Minuten rein geschafft habe. Ich hoffe, ihr habt die kleine Zwangs- oder wohl eher Erholungspause gut überstanden? Ich hatte eigentlich gestern schon vorgehabt, das Bidi-Thema abzuschließen. (Keine Sorge, nur vorerst. ) Drei Teile fehlen noch. Aber ich will das nicht noch künstlich in die Länge ziehen. Ihr wollt ja schließlich auch mal wieder etwas von Martchen hören. Deshalb gibt es die letzten Teile gleich in einem Rutsch. Viel Spaß u. Dankeschön noch mal an meine fleißigen Kommibienchen! (Welcome auch die Neuen unter uns! ) Ihr seid die Besten. Eure Lorelei




GK: Oh, ihr seien so eine sweet Paar.
MK: Ihr seid heute die einzige Lichtblick in meine Leben.
GK: Ihr solltet das Tanz professional macken. That’s real Leidenschaft and emotion pur.
MK: No, I’m not kidding. I really mean it ernst.

Mehdi und Gabi gickelten und kicherten auf dem Nachhauseweg. Sie mussten immer wieder unterbrechen, weil sie nicht mehr konnten vor Lachen. Mehdi hatte seinen Wagen vor dem Club stehen gelassen und begleitete seine Kollegin in dieser kühlen, klaren Dezembernacht nach Hause. Sie wohnte ja nur eine Straße weiter.

GK: You have to bewegen die Hüfte. That’s the thing right in the middle where your Wiener Schnitzel mit Pommes endet. Klar?
MK (hält sich den Bauch vor Lachen): Hör auf! Ich kann nicht mehr.
GK (lacht immer noch aus ganzem Herzen): Der war echt nicht von dieser Welt.
MK (beruhigt sich langsam wieder u. wischt sich die Tränen aus den Augen): Aber es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht.
GK: Das fand ich auch.
Ich wünschte, der Abend würde nie zu Ende gehen.

Die beiden waren stehen geblieben und schauten sich jetzt an. Sie standen direkt vor Gabis Haustür. Plötzlich kippte die aufgelöste Stimmung von gerade eben und beide wirkten irgendwie wieder ernster. Betretenes Schweigen setzte ein. Unsicher tippelte Gabi vor dem Hauseingang auf und ab. Auch Mehdi war sichtlich nervös... Ich sollte jetzt besser gehen, dachte er aufgewühlt und wollte sich von seiner hübschen Begleitung verabschieden....

MK: Danke für den schönen Abend, Gabi.
Geh nicht!
GK (schaut ihm direkt in die Augen): Den können wir gerne mal wiederholen.
Ja, das wäre schon schön. Das war mit Abstand der beste Abend seit langem.
MK (lächelt sie charmant an): Vielleicht!

Gabi spielte aufgeregt mit ihrem Schlüssel in der Hand. Sie wusste nicht, was sie noch sagen sollte. Gerade eben war alles noch so unbeschwert und unverkrampft gewesen und jetzt das genaue Gegenteil. Mit einem Sicherheitsabstand von einem Meter stand ihr Traumprinz vor ihr auf der untersten Treppenstufe, hatte seine Hände tief in seinen Jackentaschen vergraben und schaute unsicher zu ihr hoch. Aber die schöne Krankenschwester wollte sich jetzt noch nicht verabschieden und das teilte sie ihrer charmanten Begleitung auch ohne Umschweife mit, als sie die drei Stufen wieder langsam hinunterschritt und direkt vor ihm stehen blieb. Mehdis Puls ging schneller, als sie so nah vor ihm stand und ihn liebevoll anschaute. Der verwirrte Oberarzt konnte nicht anderes, er musste ihr einfach tief in die Augen sehen und das vertraute Gefühl von vorhin stellte sich wieder ein. Was machte sie nur mit ihm? schoss es ihm durch den Kopf. Er hielt den Atem an, als sie schließlich zögerlich das fragte, was er sich insgeheim auch wünschte, aber niemals eingestehen würde....

GK (schaut ihn durchdringend an): Willst du.... willst du vielleicht noch ... mit hoch kommen .... auf... einen... Kaffee?
Bitte! Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein, Mehdi!


http://www.youtube.com/watch?v=zWGGc14lZzY&feature=related


Mehdi sah aufgewühlt zwischen Gabis wunderschönen grünbraunen Augen hin und her. Ihr mehr als eindeutiges Angebot war sehr verlockend und er stand wirklich kurz davor, dem auch nachzugehen. Die Stimme des kleinen Teufelchens auf seiner linken Schulter schrie lauthals... „Ja, tue es! Du willst es doch auch. Den ganzen Abend lang schon.“ Aber die Stimme des kleinen Engelchens zu seiner Rechten, sein Gewissen, machte sich ebenfalls lautstark bemerkbar... „Nein, tue es nicht. Du hast dich doch schon entschieden. Schwenk nicht wieder um. Mach nicht alles kaputt, was du dir gerade aufzubauen versuchst.“ Mehdi fühlte sich hin und her gerissen. Ein Gefühl, dem er eigentlich entkommen wollte, das sich aber nun umso stärker in ihm breit machte. In seinem Kopf drehte sich alles. Sollte er seinem heimlichen Verlangen nachkommen, das er heute den ganzen Abend über schon versucht hat zu verdrängen? Aber er wollte doch nicht wieder in alte Muster zurückfallen. Heute sie, morgen sie, schlechtes Gewissen inklusive, das ihn aufzufressen drohte. Nein! Er hatte doch eigentlich vorgehabt, Gabi heute endlich zu sagen, dass sich in seinem Leben etwas grundlegend verändert hatte und er war sich doch so sicher gewesen, dass er sich richtig entschieden hatte. Noch heute Morgen hatte er sich kaum von Maria Hassmann trennen können. So schön war sie, so aufregend, so verständnisvoll. Er war doch wirklich glücklich gewesen, nachdem sie gestern wieder zueinander gefunden hatten. Er hatte sich doch eigentlich längst für sie entschieden, dachte er. Oder etwa doch nicht? Wieso fühlte er sich dann so sehr zu Gabi hingezogen? Mehdi wusste es nicht. Aber eins wusste er. Er konnte das hier nicht tun, auch wenn die Versuchung noch so groß war. Wo sollte das denn hinführen? Er hatte es schon viel zu lange so laufen lassen. Es ging einfach nicht mehr. Das war doch nicht er. Er hatte doch von Anfang an gewusst, dass er nicht der Typ für eine heimliche Affäre war und für zwei erst recht nicht. Damals war er verzweifelt gewesen. Er hatte Trost gesucht und war da irgendwie hineingerutscht. Er hatte nicht groß nachgedacht. Das Gefühl, doch begehrt zu werden, war einfach größer gewesen als die Bedenken, die schon damals da waren. Aber jetzt wurde es allmählich ernst. Er konnte nicht mehr so weitermachen. Das schlechte Gewissen Maria gegenüber war einfach stärker als die tiefe Sehnsucht nach dieser aufregenden Frau, die ihm heute Abend mal wieder völlig den Kopf verdreht hatte. Er hatte heute schon viel zu viel Nähe zugelassen, als er sich eigentlich hätte erlauben dürfen. Er musste endlich konsequent bleiben, auch wenn Gabis Nähe - sie legte gerade ihre Arme um seine Taille und zog ihn ganz nah an sich heran - ihn zunehmend verrückt machte. Er würde noch den Verstand verlieren, wenn er jetzt nicht endlich ging. Mehdi legte seine zitternden Hände auf ihre und schob diese langsam wieder von seinem Körper weg. Er trat einen Schritt zurück. Die bis über beide Ohren verliebte Frau schaute ihn mit großen Augen fragend an. Sie verstand an seinem gesenkten Blick sofort, was er ihr damit sagen wollte...

MK: Also dein Angebot ist wirklich ... verlockend, aber... ich glaube, das wäre ... keine so gute Idee.
GK (schaut ihn enttäuscht an): Wieso?
Bitte, bitte, bitte, sieh mich nicht so an. Mir fällt das doch auch nicht leicht.

Mach es mir doch nicht so schwer, Mehdi. Ich will dich! Und ich spür doch, dass du mich auch willst.

MK (weiß nicht, was er sagen soll u. stammelt nervös weiter): Gabi, ich... ich...
Verdammt! Wieso kann ich ihr das nicht sagen?
GK (wagt einen letzten verzweifelten Versuch, ihn zum Bleiben zu überreden): Und wenn der Kaffee auch wirklich nur Kaffee meint.
Ich will doch nur, dass du bei mir bleibst. Du musst nicht mit mir schlafen, wenn du nicht willst. Bleib einfach nur bei mir heut Nacht!

Du bist ja süß! Aber trotzdem! Das muss einfach aufhören. Es tut mir leid.

MK (hält ihrem eindringlichen Blick nicht länger stand u. schaut auf seine Armbanduhr): Auch dann nicht. ... Es ist wirklich schon spät. ... Wir haben beide morgen Frühschicht und...
Wieso will er mich denn nicht? Er hat mir vorhin so viele Zeichen gegeben, dass er immer noch Interesse hat. Sehr großes Interesse sogar! Wie er mich berührt hat und wie wir getanzt haben, das hatte doch was zu bedeuten. Das war Leidenschaft. Das waren Gefühle. Das war Liebe. Das bilde ich mir nicht nur ein. Das war nicht nur die Musik. Oder ging ihm das heute doch zu schnell? Aber noch mehr Gänge zurückschalten, das schaffe ich einfach nicht. Dazu will ich ihn einfach zu sehr. ... Ich werd einfach nicht schlau aus dir, Mehdi Kaan.
GK (gibt schließlich enttäuscht nach): Ok!

Mehdi atmete erleichtert aus und sah zu, wie die Zurückgewiesene die drei Treppenstufen wieder nach oben ging und ihren Hausschlüssel ins Schloss steckte. Gabi zögerte, schloss für eine Sekunde ihre Augen und drehte noch einmal ihren Kopf zu ihrem ewigen Herzblatt um. Überrascht weiteten sich ihre Augen, denn das Objekt ihrer Begierde stand plötzlich direkt hinter ihr und lächelte sie sanft an, so dass ihr Herz augenblicklich ein paar Takte schneller schlug...

GK (flüstert): Mehdi!
MK (ebenso leise): Gabi!

Mehdi legte seine warme Hand an ihre Wange und streichelte zärtlich mit seinem Daumen über ihre samtweiche Haut. Gabi ließ den Schlüssel wieder los und schloss ihre Augen. Sie hielt ihren Kopf leicht schräg und genoss diesen kurzen innigen Moment in vollen Zügen. In jede Faser ihres Körpers drang dieses wohligwarme Gefühl. Ihn zu spüren, zu riechen, das war das Größte für sie. Mehr konnte sie im Moment wohl nicht von ihrer großen Liebe erwarten. Mehdi hatte einfach nicht anders gekonnt. Ein unsichtbares Band hatte ihn regelrecht zu ihr hin gezogen. Er war machtlos dagegen gewesen. Er musste sie noch einmal berühren, bevor er endgültig ging. Sein Herz schlug unregelmäßig, als er sie streichelte, ihres dafür umso schneller. Gabi öffnete ihre Augen wieder und sah ihrem Liebsten tief in seine rehbraunen Augen, die ungewöhnlich funkelten und sie so sehr fesselten, dass sie ihren Blick nicht mehr abwenden konnte. Sie war machtlos gegen das Gefühl, das immer mehr Besitz von ihr ergriff. Sie wusste es, spätestens jetzt hätte sie sich unsterblich in ihn verliebt. Mehdi erwiderte ihren sehnsüchtigen Blick und neigte leicht seinen Kopf in ihre Richtung. Seine wohlgeformten Lippen kamen ihren gefährlich nahe. Gabi hielt die Luft an und sah erwartungsvoll in seinen Augen hin und her. Sie spürte seinen warmen Atem schon auf ihren Lippen und schloss jetzt ihre Augen. Überall in ihrem Körper prickelte es. Mehdi stand kurz davor, sie tatsächlich auch zu küssen. Alles in ihm schrie danach, aber sein Verstand war einfach stärker als die Unvernunft. Er drehte ihren Kopf ein wenig zur Seite und gab ihr einen sehnsuchtsvollen Abschiedskuss auf die Wange. Gabi erschauderte. Eine Gänsehaut überzog ihren ganzen Körper. Mehdi verharrte einen Moment lang, drückte seine Wange an ihre und streichelte mit zitternder Hand über ihren grazilen Hals. Sein Atem ging schwer. Er drehte seinen Kopf ein wenig, stupste mit seiner Nase gegen ihre Wange, dann ließ er sie langsam los. Seine Fingerkuppen strichen noch ein letztes Mal zärtlich über ihre Wange, dann fasste er sich verlegen an seine Lippen und fuhr mit der flachen Hand über sein Gesicht. Sein Herz klopfte ihm bis an den Hals. Er war völlig verwirrt. Was war das gerade, fragte er sich immer wieder. Gabi, die insgeheim gehofft hatte, dass noch mehr nachkommen würde, öffnete schließlich ihre Augen und sah ihren Liebsten, der rote Wangen bekommen hatte, verdutzt an. Alles in ihr schrie danach, dass er sie endlich richtig küssen sollte, doch er tat es einfach nicht. Mehdi, der einigermaßen wieder in die Realität zurückgefunden hatte, trat einen Schritt zurück und lächelte sie verschämt an. Gabi hielt sich an der Türklinke fest, denn ihre Knie waren weich wie Wackelpudding und sie konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Sie sah ihn mit pochenden Herzen an und wartete gespannt auf mehr. Doch Mehdi, der sich überhaupt nicht erklären konnte, was das gerade gewesen war, ging langsam rückwärts die drei Treppenstufen hinunter. Sein schmachtender Blick haftete aber noch immer an ihr. Völlig überfordert von der Situation verabschiedete er sich von der wunderschönen Krankenschwester...

MK: Schlaf schön..... Gabi!
Ich kann aber ohne dich nicht schlafen, Mehdi. Bitte, bitte, bitte bleib!
GK (haucht leise sehnsüchtig seinen Namen, doch er hört es nicht mehr): Mehdi!

Mehdi hatte sich bereits umgedreht und lief wie in Trance den Gehweg bis zur nächsten Kreuzung vor. Gabi hielt sich eine Hand an ihre Wange, auf der sie noch immer seine zarten Lippen spürte. Das wohlig warme Gefühl in ihrer Magengegend verstärkte sich noch. Sie schaute ihm lange und sehnsüchtig hinterher, bis er in den Nebelschwaden der kalten Dezembernacht verschwand. Sie seufzte laut auf, griff mit zittrigen Händen nach ihrem Schlüssel und drehte ihn herum. Sie öffnete die Tür und betrat ihren Wohnblock. Was die schwerverliebte Frau nicht bemerkte, war, dass Mehdi an der Hausecke stehen geblieben war und sich noch einmal umgedreht hatte. Er schaute sehnsüchtig in die Richtung, in der er Gabi vermutete. Er fasste sich an sein Herz, fuhr sich aufgewühlt durch seine Haare, schüttelte den Kopf und bog schließlich in die nächste Straße ein.

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

22.10.2010 23:52
#788 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen! Ich glaube, es wuppt wieder. GsD! Will ja nicht, dass ihr noch mal auf dem Trockenen sitzen bleibt. Da euch der letzte Schmachtteil so sehr gefallen hat, hab ich noch einen kleinen oder doch eigentlich eher größeren Leckerbissen für euch. Als kleines Dankeschön für meine treusten Seelen. Ein bisschen Martchen nach so langer Abstinenz muss ja auch mal wieder sein oder? Viel Spaß mit dem ersten Teil dieser aufregenden Episode. DAs wird ein heißes Wochenende. Eure Lorelei aus dem Tal der Ahnungslosen




Derweil am anderen Ende der Stadt

Nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag lag Dr. Gretchen Haase schon im Bett und blätterte im Schein der kleinen Nachttischlampe in ihrem Tagebuch. Eigentlich war an den letzten beiden Tagen wieder so viel passiert, dass sie wohlmöglich Stunden gebraucht hätte, um das alles aufzuschreiben, aber dafür war sie einfach zu müde. Ein paar kleine Stichwortsätze müssten für heute genügen, dachte sie und gähnte einmal laut. Sie zückte ihren rosa Hello-Kitty-Stift und fing an zu schreiben...


Hallo mein liebes Tagebuch,

ich fasse mich kurz. Bin einfach zu müde. Ein Notfall jagte den nächsten heute.

Also das ist passiert:

Beim Speeddating von Marc Meier aufgerissen worden!!! Image and video hosting by TinyPic
Marc mit seiner Mutter versöhnt. (Waffenstillstand! )
Olivier liebt seine Elke (sie ihn übrigens auch! ) und ist bei uns ausgezogen.
Mehdi geht’s endlich besser. Bin ich froh!
Und Sabine hat sich total verknallt.

Details folgen später.

Dein Gretchen.



Gretchen legte den Stift beiseite und schloss das goldene Schloss ihres Tagebuchs mit dem kleinen Schlüssel ab, hob die Matratze leicht an und versteckte das Buch darunter, robbte dann an die Bettkante, kuckte unter das Bett und klebte den kleinen goldenen Schlüssel mit Klebeband unter den Lattenrost. Dass sie dabei seltsame akrobatische Verrenkungen vollführte, bemerkte die blonde Frau nicht, dafür aber Marc Meier, der in diesem Moment das Schlafzimmer betrat und am Türrahmen stehen blieb. Er kam direkt aus der Dusche und hatte nur ein knappes blasslila Handtuch um seine Hüften gewickelt. Sein muskulöser Oberkörper glitzerte. Wassertropfen tropften von seinen nassen Haaren, die zerzaust wild vom Kopf abstanden, und perlten nun seine glatte Haut hinab. Seine Augen funkelten verdächtig, als er amüsiert, aber auch etwas erregt beobachtete, wie seine kleine Geheimniskrämerin ihm ihren Prachthintern entgegenstreckte, der nur von einer knappen rosafarbenen Panty mit Katzenaufdruck verhüllt war. Dem Chirurgen lief nun nicht nur das Wasser seinen gestählten Oberkörper hinab, sondern auch im Mund zusammen. Dieser aufregende Anblick war einfach zu verlockend. Wie in Zeitlupe bewegte sich Gretchens wohlgeformtes Hinterteil hin und her und ließ bei Marc Meier einen nicht ganz jugendfreien Film ablaufen. Ein Film, der sofort verfilmt werden müsste, schoss es ihm durch den Kopf. Er stieß sich mit einer Hand vom Türrahmen ab, drehte sich um und verschwand noch einmal blitzschnell aus dem Zimmer. Fünf Minuten später stand er wieder an derselben Stelle wie gerade eben, nur eben mit ein paar nützlichen Utensilien in der Hand. Sein Haasenzahn hatte sich dagegen nicht von der Stelle gerührt, denn der Klebestreifen wollte einfach nicht halten. Sie hing immer noch auf halb acht, halb auf, halb unter dem Bett. Gretchen friemelte gerade mit einer Hand einen neuen Streifen von der Rolle ab, drückte diesen dann auf den Schlüssel und presste ihn anschließend an den Lattenrost. Endlich hielt er. Erleichtert atmete sie auf. Gretchen war richtig ins Schwitzen geraten und wollte sich gerade wieder aufrichten, als sie plötzlich zwei wohl bekannte Hände auf ihrem Hinterteil wahrnahm, die gefühlvoll daran rieben und dann langsam nach vorne wanderten, unter ihr rosa Top schlichen und sich auf ihren Bauch legten. Doch richtig ins Schwitzen geriet sie erst, als sie schwungvoll von den dreisten Meiergriffeln nach hinten gezogen wurde und gegen seinen muskulösen Körper stieß. Denn ihr Liebster war nass und splitterfasernackt und presste sie eng an sich, damit sie spüren konnte, wie sehr er mittlerweile schon von ihr erregt worden war. Ihr Blut geriet augenblicklich in Wallung, was sich zuerst an ihrer mehr als gesunden Gesichtsfarbe bemerkbar machte. Ihr Herz raste. Eine Gänsehautwelle nach der anderen durchfuhr ihren Körper, weil der gemeine Schuft immer wieder an ihren Hals pustete. Marc hatte seine Liebste nun vollständig zurück auf die Matratze gezogen und kniete hinter ihr. Während seine Hände langsam unter ihrem Top nach oben krochen, spürte sie schon seine heißen Lippen in ihrem Nacken und schloss automatisch ihre Augen. Er hatte direkt an ihrer empfindsamsten Stelle angesetzt. In Sekundenschnelle war sie ebenso erregt wie der unverschämte Oberarzt, dessen Hände sich mittlerweile auf ihre Brüste gelegt hatten und diese sanft kneteten. Sie stöhnte leise, was Marc zufrieden zur Kenntnis nahm. Ein zartes Händchen griff nun nach hinten und fuhr ihm durch sein nasses Haar. Gretchen packte seinen Hinterkopf und drückte ihn leicht nach vorn. Er ließ von ihrem graziösen Hals ab. Sie drehte ihren Kopf ein wenig, sah ihm kurz, aber intensiv in seine feurigen Augen und presste ihre Lippen schließlich auf die seinen. Der atemberaubende Zungekuss sollte erst der Anfang eines aufregenden Spiels werden....

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

23.10.2010 15:48
#789 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen meine Lieben! Na, seid ihr bereit für den, Kate würde sagen, Handschellenteil? (Schnucki, ist der Notarzt schon bestellt? ) Es ist aber, glaube ich, besser, wenn ich euch die geballte Dosis Martchen dosiert gebe. Äh... Senkt das Herzinfarktrisiko bei den älteren Generationen der Forumsstöberinnen. Das hier ist nämlich nichts für die Jüngeren unter euch. Achtung: FSK 21! Haltet euch bitte daran, sonst war das hier die letzte Szene dieser Art! (Ich muss mal etwas härter durchgreifen, wenn sich hier keiner der Kücken daran hält! .... Spaaaaaß!!! Aber lasst euch nicht erwischen! ) So und jetzt viel Spaß, ihr Süchtigen! Lorelei




Gefesselt von dem himmelblauen Meer ihrer Augen zog Marc seine Liebste in die Mitte des Bettes. Gretchen, die ihren Blick auch nicht von ihm abwenden konnte, setzte sich mit einem verlangenden Lächeln auf den Lippen auf seinen Schoss und fuhr ihm anschließend mit beiden Händen durch seine Haare. Doch die nassen Strähnen waren einfach nicht zu bändigen und fielen immer wieder in sein Gesicht. Gretchen schmunzelte darüber und strich zärtlich über seine Stirn und seine Wange. Marc drückte seine aufregende Freundin eng gegen seine nackte Brust und streichelte mit seinen magischen Händen unter ihrem Top über ihren Rücken hinab zu ihrem Hintern. Seine Finger schoben sich langsam in ihre Unterhose und kreisten gefühlvoll über ihre Pobacken. Gretchen stöhnte leise und lehnte ihre Wange an seine. Immer wieder küssten sie sich, mal sanft und zärtlich, mal leidenschaftlich und stürmisch. Gretchens Fingerspitzen strichen zärtlich über seinen nackten Rücken und hinterließen bei ihm eine Gänsehautspur, die sich über seinen ganzen Körper zog. Ganz behutsam gingen die beiden miteinander um und schauten sich immer wieder sehnsüchtig in die Augen. Gretchen hob schließlich ihre Arme und so konnte Marc ihr das dünne blassrosa Top über den Kopf ziehen und in eine Ecke des Schlafzimmers werfen. Er lächelte verliebt, als er die blonde Schönheit, nackt wie Gott sie geschaffen hatte, vor sich sah. Zärtlich strichen nun seine sanften Chirurgenhände über ihren unverhüllten Oberkörper. Marc konnte sich gar nicht an ihr satt sehen...

M (flüstert): Du bist so schön, Haasenzahn, so wunderwunderschön.
G (lächelt verliebt u. schmiegt sich an ihn): Hmm... damit ist es bewiesen.
M (streichelt sie verträumt weiter): Was denn?
G (grinst ihn frech an): Das, was ich dir heute Morgen gesagt habe.
M (seufzt): Haasenzahn, du sagst viel, wenn der Tag lang ist.
Ja, ist das denn zu glauben?
G (gespielt beleidigt sieht sie ihn an): So hörst du mir also zu, hmm?
Och menno!
M (leicht genervt schaut er ihr jetzt ins Gesicht): Boah, Haasenzahn, du willst jetzt nicht im Ernst in diesem Moment eine Grundsatzdiskussion anzetteln? Mann, wir haben endlich wieder sturmfrei. Also lass uns das auskosten.
Wie Recht er doch hat! Aber das werde ich ihm niemals auf die Nase binden. Hihi! Oooooohhhh!!!

Marc legte seine feurigen Lippen wieder an ihren Hals und küsste sie. Gleichzeitig steuerten seine Hände wieder die Poregion an.

G (provoziert ihn erneut): Da schon wieder!
M (löst seine Lippen wieder von ihr u. schaut sie sauer an): Was, verdammt?
G (grinst ihn breit an): Du bist doch verschmust!
Boah! Dieses Luder! Na warte!
M (sieht sie erst sprachlos an, dann will er sich rächen): Boah! Das hast du jetzt von deinem Schmusimusikram. Jetzt bist du fällig.
Oh, oh! Jetzt habe ich den Tiger geweckt. Hilfe!

Mit einem Ruck hatte Marc Meier die lachende Frau mit dem Rücken auf die Matratze geschupst und lag jetzt über ihr. Er begann eine Kitzelattacke, die es wirklich in sich hatte. Gretchen wand sich unter seinen fiesen Berührungen und konnte sich bald nicht mehr einkriegen vor Lachen. Alles tat ihr weh. Vom Zwerchfell bis zum kleinen Zeh. Aber geschlagen geben würde sie sich nicht. Niemals! Marc genoss es sichtlich, wie sie sich unter ihm heftig bewegte. Es reizte ihn ungemein und erregte ihn immer mehr, so dass er schon bald kurz davor stand, sich zu ergeben, um ein anderes wesentlich aufregenderes Spiel zu beginnen...

M (hockt atemlos auf ihr): Gibst du dich endlich geschlagen?
G (kriegt ebenfalls kaum noch Luft): Niemals!

Gretchen versuchte mit aller Kraft, ihn auf den Rücken zu drehen, aber hatte gegen den starken Herkules nicht den Hauch einer Chance...

M (funkelt sie an): Du Biest! Na warte!

Marc gelang es schließlich, ihre Handgelenke zu fassen und fixierte ihre Arme über ihrem Kopf. Nun war Gretchen handlungsunfähig. Ihr Brustkorb bebte heftig auf und ab und fing Marcs gierige Blicke auf. Sie zappelte noch kurz, aber kaum waren seine feurigen Lippen mit ihren zarten Brustwarzen vereint, wurde auch sie merklich ruhiger. Sie stöhnte leise wie eine Babytigerin und schloss ihre Augen. Gretchen streckte ihm ihren Oberkörper entgegen und genoss sein aufregendes Zungespiel in vollen Zügen. Marc lockerte schließlich seinen Griff um ihr Handgelenk, als er spürte, wie sie sich langsam unter ihm entspannte. Seine Hände wanderten begierig ihre Konturen entlang, während seine geschickte Zunge ihre Knospen zum Sprießen brachte. Er liebte es sehr, sie zwischen seinen Zähnen zu spüren. Er konnte einfach nicht genug davon bekommen. Sein Atem ging immer schneller. Sein Mund löste sich nach endlosen Minuten von ihren weichen Hügeln und wanderte langsam tiefer, über ihren flachen Bauch zu ihrem Bauchnabel, den er eine Weile mit einem zärtlichen Zungenspiel verwöhnte, dann wieder nach oben zu ihren vollen Brüsten, ihrem grazilen Hals, ihre süßen Lippen. In einem innigen Kuss vereint, steuerte seine rechte Hand, nachdem sie minutenlang im Hochgebirge gerastet hatte, langsam das Paradies an, durchquerte erst eine flache Ebene, besichtigte dann einen zart bewachsenen Olivenhain, bis sie schließlich eine stille Lagune erreichte, an deren Ufer sie sich niederließ. Nach einer intensiven ersten Begehung des Geländes, tauchten die Finger schließlich vorsichtig ein. Eine Welle löste sich vom Ufer aus. Ein zarter Windhauch war zu spüren, der dem leisen Stöhnen einer Frau glich. Sie gingen tiefer. Die Temperatur erhöhte sich von Minute zu Minute. Die sanften Wellen nahmen zu. Ein Sturm kam auf. Die heftigen Böen warfen die Person, zu der die magischen Hände gehörten, zu Boden. Er lag jetzt im warmen Sand und spürte, wie sich langsam ein weicher Frauenkörper auf ihn legte und seinen Adamskörper mit unzähligen gierigen Küssen bedeckte. Seine nackte Eva war wild und zügellos. Wie ein Tornado der Kategorie vier fegte sie über ihn hinweg. Atemlos sah er dabei zu, wie sie ihr schlankes Bein über seine Hüfte schwang, sich aufrichtete, ihre Arme in die Luft streckte und sich ungezähmt mit ihm vereint bewegte. Immer schneller und ekstatischer kreiste sie auf seinem Becken und schickte ihn in eine andere Welt. Beide hatten in den verbotenen Apfel gebissen und wurden auf einer Welle getragen aus dem Paradies verbannt.

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

24.10.2010 10:06
#790 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Dankeschön! Ihr seid so süß! Und eine ganz besonders. Julchen, diesen Teil widme ich dir, weil du mir heute morgen so eine süße Überraschung gemacht hast. Viel Spaß mit den beiden Schnuckelchen und schönen Sonntag! LG Lorelei




Nach unglaublichen Minuten lagen Gretchen und Marc erschöpft nebeneinander. Der Oberarzt drehte sich auf die Seite, stützte seinen Kopf mit einer Hand ab und lächelte die blonde Schönheit neben sich glücklich an...

M: Wow!
G (grinst ihn frech an u. kuschelt sich an seinen warmen Körper): Nanu, auf einmal so sprachlos, Herr Doktor?
Du bist unglaublich, Haasenzahn! Weißt du das eigentlich?
M (muss unweigerlich schmunzeln): Also dafür, dass du noch vor einer Stunde vor Erschöpfung nicht mit mir duschen wolltest, steckt noch ganz schön viel Lebensenergie in dir.
G (läuft rot an): Maaarc!
Oh Mann, Haasenzahn, du bist wirklich unglaublich...... süß!
M (grinst dreckig): Also was du gleich wieder denkst, du kleines Ferkelchen. Hab eigentlich nicht meinen Zauberstab gemeint.
G (stupst ihn empört in den Arm u. dreht sich weg): Blödmann!
M (schlingt seine Arme um sie u. zieht sie ganz nah an sich heran): Ach, komm schon, Süße. War doch bloß Spaß.
G (eingeschnappt): Marc, du weißt, ich mag es nicht, wenn du so mit mir redest.
Madame Prüderie ist wieder da. Ich liebe sie.
M (sucht ihren Blick u. lächelt sie sanft an): Ich hab doch gar nichts weiter gesagt, außer, dass ich es wunderschön fand. ... Wieder alles gut?

Marc gab seiner schmollenden Süßen einen kleinen Kuss auf die Nasenspitze und schaute ihr tief in ihre strahlendblauen Augen. Gretchen sah ihn noch einmal vorwurfsvoll an, dann begann sie zu lächeln und schmiegte sich wieder in seine starken Arme...

G: Wieso kann ich dir nie lange böse sein?
M (grinst): Weil du gerade ein göttliches Erlebnis hattest?
G: Maaarc!
M: Ich meine ein Erlebnis mit Gott.
G (richtet sich mit funkelnden Augen wieder auf): Eh!
M: Ok! Weil du mich liebst?
G (dreht ihren Kopf ein wenig, schaut ihm kurz in seine funkelnden Augen u. küsst ihn dann auf den Mund): Ja!
Ich dich doch auch!

Nach einem minutenlangen zärtlichen Kuss löste sich Marc kurz von seiner Liebsten und kroch unter ihren ungläubigen Blicken zur Bettkante vor. Diesmal streckte er ihr sein leckeres Hinterteil entgegen. Sie konnte ihren Blick nicht davon abwenden....

G: Was suchst du denn da?
M (hebt kurz seinen Kopf u. dreht sich grinsend zu ihr um): Neugierig sind wir wohl gar nicht, was?
G (grinst ihn breit an): Nö!
M (schaut sie frech an): Dachte ich mir. Da du mir vorhin einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht hast und was für einen....
G: Maaarc!
M: Hast du!
G: Idiot!
M: Ja, ja schieb es nur auf mich, aber eigentlich warst du es, die mich...
G (fällt ihm schnell ins Wort, bevor es noch peinlicher wird): Jetzt ist aber gut ja!
M: Oh! Schade! Dann hab ich mir ganz umsonst die Mühe gemacht.

Marc schaute seine Liebste gespielt enttäuscht an und robbte wieder zum Kopfende hoch, schlug die Bettdecke über sich zu, drehte sich noch einmal zu seinem verdutzt dreinblickenden Haasenzahn um, streckte seinem Arm aus und kam ihr dabei gefährlich nahe, grinste sie frech an, als er sich über sie beugte und ihre Nachttischlampe ausmachte, dann drehte er sich auf die andere Seite um...

M: Nacht!
G (perplex): Äh... was wird das jetzt?
M (murmelt): Also der gebildete Mensch von heute würde wohl sagen, es nennt sich schlafen. Dient der Regeneration, weißt du.
G (leise zu sich selbst): Also das glaube ich ja jetzt nicht.
Kannst du aber, meine Süße! Hahaha!

Gretchen Haase dachte an alles andere, aber nicht ans Schlafen. Sie richtete sich wieder auf, schaltete die Nachttischlampe an und blickte jetzt auf den sexy Rücken ihres Machofreundes. Doch dieser rührte sich nicht mehr... Der kann doch jetzt nicht einfach wegpennen! Ich will das jetzt wissen!

G (krault verführerisch seinen Rücken): Marc, wie meinst du das, du hättest dir Mühe gemacht? Für was denn?
Das läuft ja wie am Schnürchen. Du bist so leicht zu durchschauen, Süße.
M (grummelig): Morgen!
G: Nein jetzt! Was hast du da vorn unter dem Bett?

... fragte die junge Ärztin, schlug die Bettdecke auf und kroch langsam zur Bettkante vor. Doch die neugierige Frau kam nicht weit, denn plötzlich wurde sie von einer starken Hand am Fuß gepackt und zurückgezogen...

M: Nichts da, Madame!
G (kreischt erschrocken auf, weil sie sich plötzlich auf dem Rücken wiederfindet): Aaaahhhh! Maaarc!!!

Marc, der nur so getan hatte, als sei er gerade am einschlafen, war stattdessen hellwach und robbte sich jetzt auf den Körper der zappelnden Frau. Seine beiden Hände platzierte er rechts und links von ihrem Kopf. Er funkelte sie an, während sie ihn laut anfauchte...

G: Maaarc, lass mich los!
M: Niemals!
Er ist so gemein. Ach was wundert mich das?
G (gibt ihren Widerstand auf, da sie eh keine Chance gegen ihn hätte): Dann sag mir wenigstens, was du unter dem Bett hast?
So leicht mache ich es dir nicht, Haasenzahn.
M (sanft): Schließe deine Augen!
G (perplex): Wieso?
M (stöhnt): Haasenzahn, nicht ständig fragen, einfach mal machen. Entspann dich!
G (trotzig): Ich bin entspannt!
Boah diese Frau macht mich fertig echt.
M: Nein, bist du nicht. Und wenn du weiter so rumzappelst, werde ich noch bleibende Schäden davontragen.
G (hört auf zu zappeln u. dreht ihren Kopf eingeschnappt zur Seite): Du bist blöd.
M (legt eine Hand unter ihr Kinn u. dreht ihren Kopf wieder in seine Richtung, damit sie ihn anschauen kann): Und du bist eine kleine Zicke.
G (beleidigt): Eh!
M (stöhnt): Haasenzahn, ich weiß überhaupt nicht, warum ich mir ständig diese Mühe mit dir mache, wenn du hier immer solange rumzickst und wir dann eh nicht mehr dazukommen.
G (ihre Neugier ist geweckt): Wozu kommen?
M: Boah! Du tust es schon wieder.
G: Was?
M: Du schaffst es echt noch, dass ich keinen Bock mehr darauf habe.
Und das hat bisher noch keine Frau geschafft.
G: Worauf?
M (blitzt sie böse an): Haasenzahn!
G: Ok, ich bin ja ruhig und entspannt. Siehst du, ich habe sogar meine Augen geschlossen.

Gretchen hatte tatsächlich ihre Augen geschlossen, blinzelte aber immer wieder, um zu schauen, was ihr Liebster mit ihr vorhatte...

M (schmunzelt): Ein Auge zu zählt aber nicht!
G: Marc, du macht mich ganz hibbelig.
M: Und du mich wahnsinnig! Aber ich zieh das jetzt durch.
G (nuschelt): Waaaa....?

Gretchen spürte plötzlich den Oberlehrerfinger auf ihrem Mund liegen. Sie verstummte augenblicklich und behielt ihre Augen diesmal geschlossen. Dafür machte sich aber ihr Herz lautstark bemerkbar. Was hatte Marc nur mit ihr vor? Und wieso rutschte er jetzt wieder von ihr herunter? Die nackte Frau zitterte, als er ganz von ihr abließ. Dann hörte sie plötzlich ein seltsames Klirren neben ihrem Ohr und ein leises Fluchen ihres aufregenden Verführers, der gerade ein Tablett mit süßen Köstlichkeiten auf dem Bett absetzte. Dabei waren die beiden Champagnergläser zusammengestoßen. Das teure Prickelwasser war übergeschwappt und hatte sich auf die Erdbeeren und Weintrauben verteilt. Gretchen wurde allmählich unruhig, weil Marc überhaupt nichts sagte und ihr immer kälter wurde, weil sie seinen warmen Körper vermisste. Der Oberarzt hockte sich jetzt neben das Tablett, biss sich auf seine Unterlippe, als er die nackte Venus vor sich betrachte, die zu schlafen schien und von einer Ganzkörpergänsehaut überzogen war. Ihr Brustkorb bewegte sich im schnellen Rhythmus auf und ab und auch sein Herz schlug höher, als er daran dachte, was er gleich mit ihr vorhatte.....

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

24.10.2010 19:44
#791 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Guddn Aaammd! Sehr interessant, was für Vorkehrungen ihr da schon getroffen habt. (Katemausipupsiplumsel, deine Quader könnten eventuell schmelzen. ) Na, mal sehen, ob ihr die braucht. Viel Spaß mit dem neuen Teil! Eure Lorelei




G: Marc, bist du noch da?

... fragte die aufgeregte junge Frau nach einer Weile unsicher nach und riss den träumenden Casanova aus seinen heißen Phantasien. Er beugte sich über ihr wunderschönes Gesicht und gab ihr einen zärtlichen Kuss auf ihren süßen Mund. Gretchen lächelte daraufhin glücklich. Marcs Lippen wanderten zu ihrem Ohr, in das er jetzt verführerisch hineinhauchte...

M: Bereit für einen kleinen.... Mitternachtssnack?
G: Was?

Gretchen versuchte ihre Augen zu öffnen, aber Marc reagierte blitzschnell und verdeckte ihr Blickfeld mit seinem Kopf, der sich wieder ihren vollen Lippen näherte und ihr einen atemberaubenden Kuss aufdrückte. Automatisch schlossen sich wieder ihre Lider und sie wollte ihre Arme um seinen Hals legen. Marc konnte ihr gerade noch so entwischen. Schließlich hatte er doch einen Plan. Da er sich aber denken konnte, dass sein neugieriges Häschen sicherlich mehrmals so einen dreisten Versuch starten würde, musste er zu anderen Mittelchen greifen. Aber er war vorbereitet. Er nahm ihr lilafarbenes Halstuch vom Sessel, der neben dem Bett stand, und band ihr damit vorsichtig die Augen zu. Gretchen reagierte dementsprechend irritiert...

G: Marc, was hast du vor?
M: Haasenzahn, ich hab dich gewarnt. Da du einfach nicht deine Klappe und deine Äuglein schließen willst, muss ich eben härter durchgreifen.
G (schmollt): Du bist gemein.
M (flüstert ihr zärtlich ins Ohr): Bin ich das? Eigentlich dachte ich, ich wäre dein Romantikkönig der Welt.
G (bekommt wieder eine Gänsehaut u. heftiges Herzflattern): Oh!
Jaaa, das ist er.
M: Du kannst dir sicherlich denken, dass ich das für eine ganz, ganz lange Zeit das letzte Mal tun werde.
Will ja nicht gänzlich verweichlichen hier. Am Ende bin ich dann wie Mehdi und das... Nee, echt nicht!
G (bekommt wieder einmal alles in den falschen Hals): Was? Du... du willst nicht mehr mit mir schlafen? Aber wieso denn? Was hab ich denn getan?

Marc hörte ein verdächtiges Schniefen und seufzte laut auf... Scheiße!

M: Haasenzahn, wie kommst du bloß auf diese bescheuerte Idee, dass ich nicht mehr mit dir schlafen will? Nach dem grandiosen Erlebnis gerade eben.
Mensch, mit dir macht man(n) echt was mit.
G (schluchzt u. streicht sich über ihre mit dem Tuch verdeckten Augen): Aber...?
M (streichelt sanft über ihre Wange): Mann, das war ein Scherz. Ich wollte dich ärgern, weil du immer das letzte Wort haben musst und du mich als verschmust beschimpfst, was ich übrigens ganz und gar nicht bin, klar. Das war doch gar nicht ernst gemeint. Eigentlich wollte ich dich ja überraschen. Aber dann hat mich dein Anblick vorhin so überrumpelt, da konnte ich mich nicht mehr länger zurückhalten. Wie es immer ist, wenn ich dich sehe. Dann setzt etwas bei mir aus. Weil... weil ich dich über alles liebe. Und ich wollte dir etwas zurückgeben, weil du immer... weil du halt immer für mich da bist, egal, welche Scheiße gerade passiert, mein Dad mit meiner Mutter poppt, ihr peinlich den Hof macht und jetzt auch noch mit ihr zusammenzieht. Und weil du halt immer willst, dass es mir gut geht, wofür ich dir wirklich dankbar bin. Du bringst mich sogar dazu, mich mit meiner Mutter auszusprechen, obwohl du genau weißt, wie schwer mir das gefallen ist. Du bist immer für mich da und manchmal denke ich, ich hab dich gar nicht verdient. Und meine ganzen Sprüche, ob ich nun dem Kaan wegen irgendner bescheuerten Kleinigkeit den Arsch aufreißen will oder dir aus Versehen was reindrücke, dann weißt du doch, dass ich das eigentlich nicht so meine, wie es im ersten Moment klingt. Aber das bin nun mal ich und du hast mich ja auch so haben wollen und ach scheiße... du weißt, was ich dir damit sagen will.
Gott, ist dieser Mann toll! So eine spontane Liebeserklärung, obwohl ich ihn gar nicht dazu gedrängt habe. Wow! Ich bin im Himmel.
G (völlig überwältigt): Ich liebe dich auch, Marc.

Gretchen legte eine Hand in seinen Nacken und zog den vor Glück strahlenden jungen Mann ganz nah an sich heran und küsste ihn zärtlich auf den Mund. Nach einer Weile lösten sich ihre Lippen wieder voneinander. Marc schaute seine Traumfrau liebevoll an und kontrollierte noch einmal das Tuch, das er ihr um die Augen gebunden hatte...

M: Und versprichst du mir jetzt, dass du einfach mal deine Klappe hältst und genießt?
Was hat er nur mit mir vor? Ich bin so was von aufgeregt. Ich hyperventiliere gleich. Aber das kommt, glaube ich, nicht so gut. Ich muss... Entspann dich, Gretchen! ... Ich bin entspannt!
G (nickt leicht mit dem Kopf): Ja! Ich bin sehr gespannt auf deinen kleinen Snack.
M (grinst): Naja, ich würde es eher ein sinnliches Menü nennen.
G (bekommt noch mehr Herzklopfen, als sie eh schon hat): Oh!

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

25.10.2010 13:10
#792 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

So meine Lieben , angesichts der fröstelnden Temperaturen da draußen, habe ich mir gedacht, ich lege noch ein paar Kohlen nach. Ich hoffe, es gefällt. Ich wurde gebeten, die FSK-Einschränkung nach oben zu drehen. Dem werde ich hiermit nachkommen. Ist vielleicht auch besser so. Deshalb: FSK 25!!! Aber ich weiß ja, dass sich die Kücken daran halten, ne. Diesen Teil widme ich meinem lieben Teufelchen (Du wirst wissen warum, wenn du zwischen den Zeilen liest.), das mir täglich aufs Neue meine dringend benötigten Medikamente frei Haus liefert. Danke auch noch mal für deine tollen Sigis. Bussi! So und jetzt viel Spaß, ihr Süchtigen. Es dürfte eigentlich erst nach 21 Uhr gesendet werden, aber ich will euch ja nicht länger auf die Folter spannen. Eure Lorelei




http://www.youtube.com/watch?v=pV11oDLtlmc



Gretchen verstummte augenblicklich, denn seine Worte klangen sehr verheißungsvoll. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, als sie sich langsam wieder auf den Rücken legte und auf die Dinge wartete, die gleich geschehen würden. Aufgewühlt fuhr sich Marc noch einmal über sein Gesicht, dann fiel sein Blick auf seine bildschöne Freundin, die ruhig neben ihm lag und gespannt darauf wartete, dass er mit der Vorspeise begann. Sanft strich er mit der Fingerkuppe über ihren angespannten Körper, der alsbald von einer Gänsehaut überzogen war. Lächelnd griff er in die kleine Schale neben sich und nahm sich eine einzelne Erdbeere heraus. Zärtlich fuhr er damit über ihr erhitztes Dekolletee, ihre vollen Brüste, ihre harten Knospen, ihren flachen Bauch, dann wieder nach oben, ihren schlanken Hals entlang, bis er ihre zarten Lippen erreicht hatte. Gretchen hatte schon längst gemerkt, womit Marc das Liebesmenü eröffnet hatte und öffnete voller Vorfreude ihren Mund. Sie tippte schon mit ihrer Zungespitze an der süßen Frucht, als ihr frecher Verführer sie abrupt wegzog, sich selber in den Mund steckte und sie genüsslich kaute. Gretchen zog einen beleidigten Schmollmund und Marc musste unweigerlich grinsen. Er griff nach der nächsten Beere und tunkte diese in die zweite Schüssel, die voller Schlagsahne war, nahm sie heraus und stupste damit an ihr süßes Näschen, das nun eine kleine weiße Sahnehaube trug. Marc lachte über das ganze Gesicht, als Gretchen unsicher ihr weißes Stupsnäschen rümpfte. Schnell küsste er ihr die süßen Spuren von der Nase. Dann legte er die Erdbeere vorsichtig an ihren leicht geöffneten Mund. Heißhungrig schnappte sein verführerischer Haasenzahn diesmal schnell zu und ließ sich die süße Frucht und die Sahne genüsslich auf der Zunge zergehen. Marc küsste anschließend mit seinen heißen Lippen die Schlagsahnereste von ihrem Mund. Auch wenn Gretchens Augen verhüllt waren, so spürte er ihre verlangenden Blicke ganz genau. Sie wollte mehr! Und so wiederholte er dieses aufregende Spiel erneut. Nur diesmal wollte auch er mehr davon haben. Marc nahm die Schüssel mit der Sahne in die Hand und tauchte seine Finger in die süße Sünde. Er verteilte mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen jeweils einen Kleckser auf ihre Brustwarzen. Gretchen erschauerte, als sie den kalten Schaum auf ihrer Haut spürte. Den Rest verteilte er auf ihrem Bauch und malte damit ein Herz um ihren Bauchnabel. Gretchen lächelte verliebt, als sie merkte, was er da mit seinen Fingern schrieb. Ihr Verlangen stieg und sie packte Marcs rechte Hand, die mit Sahne völlig voll geschmiert war. Sie führte sie an ihren Mund. Finger für Finger zutschte sie ihm nun verführerisch die süße Sünde von der Hand. Dem coolen Verführer wurde ganz anders dabei. Heiße Schauerwellen durchfuhren seinen Körper und er vergaß beinahe, dass er ja eigentlich sie verführen wollte und nicht andersherum. Gretchen grinste ihn breit an, als der erste Hauptgang beendet war, und streckte ihm nun ihr Zuckerschnütchen entgegen. Diese verlockende Einladung ließ sich der Oberarzt natürlich nicht nehmen und küsste sie hingebungsvoll. Nachdem sie sich nach endlosen Minuten wieder voneinander gelöst hatten, war nun Marc wieder an der Reihe. Zärtlich strich er mit der nächsten Erdbeere ihren Hals hinab und umfuhr schließlich die in Sahne getauchten Brustwarzen. Gretchen schnurrte leise wie ein frisch geborenes Kätzchen und krallte ihre Fingernägel in das Laken. Dann bekam auch sie endlich das, wonach sie sich so sehr sehnte. Marc klemmte sich die mit Sahne besetzte Beere zwischen die Zähne und näherte sich wieder ihrem Mund. Das war der süßeste Kuss, den die blonde Frau jemals bekommen hatte. Er wiederholte dieses sinnliche Spiel ein weiteres Mal. Aber das Sahneherz auf ihrem Bauch, um das wollte er sich selber kümmern. Nachdem er ihre zarten Knospen sanft mit seiner Zunge sauber geschleckt hatte, bearbeitete er nun ihren Bauch. Eigentlich war der liebeshungrige Oberarzt kein großer Fan dieses süßen Eierschaums, aber diese aufregende Gelegenheit ließ er sich nicht nehmen. Ganz behutsam und Zentimeter für Zentimeter fuhr er mit seiner Zungespitze über ihren flachen Bauch. Gretchen bebte unter ihm und stöhnte immer mehr. Als er mit seinem süßen Mahl fertig war, zog sie ihr süßes Schleckermäulchen an den Haaren nach oben und küsste ihm die restlichen süßen Spuren aus dem Gesicht. Minutenlang verschmolzen ihre Zungen zu einem leidenschaftlichen Spiel. Längst hatte er sich auf sie gelegt und fuhr immer wieder mit seinen Händen ihre Konturen nach, während ihre Hände langsam Millimeter für Millimeter seinen Rücken hinab glitten und schließlich auf seinem Po verharrten. Atemlos richtete er sich irgendwann wieder auf, nahm eins der Champagnergläser in seine Hand und trank es mit einem Zug aus. Er brauchte diese erfrischende Abkühlung jetzt, denn sein süßer Haase machte ihn ganz verrückt. Gretchen, die gierig nach mehr Küssen war, zog seinen Kopf wieder zu sich hinunter und küsste ihn leidenschaftlich. Als sie spürte, dass seine Lippen nach Champagner schmeckten, löste sie sich wieder und richtete sich mit ihm im Arm auf...

G (haucht ihm leise ins Ohr): Ich will auch.
M (atemlos): Warte!

Marc lockerte seine Umarmung und griff nach der Champagnerflasche, die neben dem Bett stand. Er drehte sich schnell wieder zu ihr um und schaute seinen Haasenzahn intensiv an. Er wusste ganz genau, was die blonde Schönheit mit den verbundenen Augen jetzt von ihm wollte. Gretchen öffnete leicht ihr Plappermaul und Marc goss vorsichtig ein bisschen Schampus hinein. Ihr Mund schäumte über und das Prickelwasser lief langsam ihren grazilen Hals hinab. Das kalte Kribbeln auf ihrer Haut ließ sie kurz zusammenzucken. Marc war völlig gefesselt von diesem sehr erotischen Anblick, wie der Champagner langsam über ihr Dekolletee perlte und sich ein kleines Rinnsal zwischen ihren Brüsten bildete. Er bemerkte gar nicht, dass er die Flasche noch immer leicht schräg hielt und immer mehr Prickelwasser ihr eigentliches Ziel verfehlte und ihren Körper hinablief. „Maaarc“ sagte Gretchen schließlich halb hustend, weil ihr Mund nicht mehr Schampus aufnehmen konnte. Der Angesprochene erlöste die nasse Schönheit und stellte die Flasche verwirrt auf das Nachtschränkchen. Er konnte seinen Blick nicht von ihrem nun golden glitzernden Körper abwenden. Er drückte sie sanft in die Kissen und senkte seine Lippen auf ihren feuchten Körper. Er schlürfte die kleinen prickelnden Perlen genüsslich von ihrer weichen Haut. Es war ein berauschendes Gefühl für ihn, das seine Phantasie immer mehr anregte. Gretchen genoss es sichtlich seine Zunge im Zusammenspiel mit dem prickelnden Champagner zu spüren und sie wollte mehr. Sie hatte sich mit ihren Ellenbogen auf das Bett gestützt und ihren Kopf leicht in den Nacken geworfen. Marc konnte nicht anders. Er griff erneut nach der Flasche und ließ etwas von dem Inhalt über ihr Dekolletee laufen. Gretchens Körper wand sich unter der prickelnden Abkühlung und sie streckte sich ihm entgegen. Fasziniert beobachtete Marc, wie das kleine Rinnsal aus tausend Perlen die Mulde hinab lief und sich in ihrem Bauchnabel sammelte. Er stellte die Flasche wieder ab und stürzte sich jetzt auf sie. Er schlürfte das Prickelwasser aus ihrem Bauchnabel und umkreiste diese erogene Zone langsam mit seiner Zungespitze. Gretchen stöhnte vor Lust und fuhr mit ihren Händen durch seine Haare. Er richtete sich wieder auf und rutschte, die letzten Tropfen ableckend, wieder nach oben, bis er ihre Lippen erreicht hatte und sich wieder mit ihr in einem weiteren atemberaubenden prickelnden Kuss vereinte. Schwer atmend löste er sich irgendwann von ihr und machte sich nun an den dritten und letzten Gang. Ohne seinen Blick von seiner wunderschönen Venus abzuwenden, griff er neben sich auf das Tablett und nahm nun die kleine Weinrebe in die Hand, mit der er kurz aufreizend über ihr Dekolletee strich und sie erneut erschaudern ließ. Lächelnd zupfte er eine der Trauben ab und streichelte damit ihre vollen Lippen. Gretchen lächelte, als sie spürte, womit er sie diesmal verführen wollte und öffnete augenblicklich leicht ihren Mund. Ganz langsam ließ er die Weinbeere hinein gleiten. Vorsichtig biss Gretchen ab. Marc hing völlig gefesselt an ihren Lippen. Gretchen ließ sich die Weintraube genüsslich auf der Zunge zergehen. Sie wollte mehr. Sie hielt ihren Mund weit geöffnet und wartete darauf, dass ihr Geliebter sie mit der nächsten Traube verwöhnte, was er auch sogleich nachholte. Irgendwann nahm sie ihm die Weinrebe aus der Hand und begann ihn zu füttern. Auch er ließ sich die Weintrauben genüsslich schmecken. Als die letzte vertilgt war, griff Gretchen in Marcs Nacken und zog sein Gesicht wieder ganz nah an ihres. Ganz sanft strich sie ihrem Verführer mit ihrer Zunge über seine Lippen. Marc erschauderte. Seine Prinzessin schmeckte so süß und sinnlich und auch er wollte mehr davon. Ganz sachte legte er seine Lippen auf ihre und stupste mit seiner Zungenspitze an ihren Mund und flehte um Einlass. Für Gretchen war es eine Genugtuung, dass es ihr mal wieder gelungen war, ihn mit einer einzigen zarten Berührung um den Verstand zu bringen. Aber sie wollte ihn unbedingt spüren und so gebot sie ihm schließlich bereitwillig Einlass. Seine Zunge fing an ihre leicht zu streicheln. Sie erwiderte die zarte Berührung und so küssten sie sich in eine andere Welt. Aus der anfänglichen zärtlichen Verführung wurde schnell unbändige Leidenschaft. Gretchen schupste Marc schließlich von sich runter und beugte sich nun über ihn. Ihre langen Haare kitzelten sein Gesicht. Und wieder vereinten sie sich zu einem betörenden Kuss, der eindeutig nach mehr schrie. Schwer atmend ließ sie schließlich von ihm ab. Da sie immer noch ihre Augen verbunden hatte, musste sie danach tasten. Aber sie hatte Glück, denn Marc ahnte, was diese atemberaubende Göttin mit ihm vorhatte. Alles in ihm schrie danach, dass sie mit ihm dasselbe Spiel spielte. Er griff zur Seite, nahm die Champagnerflasche in die Hand und reichte sie ihr. Lächelnd nahm sie sie entgegen. Mit klopfendem Herzen richtete sie sich auf und schob ihre Augenbinde etwas nach oben, damit sie sah, was sie hier eigentlich tat und bei ihrem Talent für Fettnäpfchen nicht aus Versehen daneben goss und die Bettwäsche nicht noch mehr versaute. Sie wollte ihm schließlich dasselbe aufregende Prickeln verschaffen, das sie eben genießen konnte. Marc hatte sich mittlerweile mit den Ellenbogen auf das Bett aufgestützt und wartete begierig darauf, dass sie mit der Verführung begann. Langsam goss sie den Champagner über seinen durchtrainierten Oberkörper. Es war wirklich ein gigantisches Gefühl, wie das prickelnde Lustwässerchen langsam seine Haut hinunterperlte. Gretchen weitete ihre Augen bei diesem sehr verführerischen Anblick und stellte die mittlerweile leere Flasche auf das Nachtschränkchen ab. Sie merkte nicht, dass sie den Schrank um wenige Millimeter verfehlt hatte und die Flasche zu Boden fiel. Ihr Blick hing wie gefesselt an dem glitzernden Oberkörper ihres Freundes. Jetzt gab es auch für sie kein Halten mehr. Gretchen senkte ihre heißen Lippen und fuhr mit ihrer Zunge über seinen Bauch, schlürfte den Schampus aus seinem Bauchnabel und wanderte langsam nach oben und leckte dabei die prickelnden Perlen von seiner Haut. Sie ließ keinen Zentimeter aus. Leise stöhnte Marc auf. Er ließ sich völlig gehen und gab sich der verführerischen Venusfalle ganz und gar hin. Schließlich hatte sie wieder seinen Mund erreicht, der leicht geöffnet war. Sie nahm diese verlockende Einladung bereitwillig an und küsste ihn so leidenschaftlich und stürmisch, dass er wirklich für einen Augenblick keine Luft mehr bekam. Von wilder Leidenschaft gepackt drehte er sein Mädchen jetzt auf den Rücken und glitt vorsichtig über sie. Er musste sie jetzt einfach spüren. Marc löste sich von ihren feurigen Lippen und wanderte zu ihrem Ohr, in das er nun leise hineinhauchte. Dabei schob er ihr Halstuch wieder über ihre Augen.

M: Du machst mich ganz verrückt, Haasenzahn. Jetzt gleich nicht erschrecken.

Gretchen wollte noch etwas erwidern, aber da spürte sie ihn schon in sich und nur noch ein lauter Seufzer verließ ihren Mund. Ganz sanft und zärtlich liebten sie sich die halbe Nacht.

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

26.10.2010 10:08
#793 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Leute, ihr macht mich wirklich ganz verlegen. Danke für eure lieben Worte. Und weil ihr immer so lieb zu mir seid, bin ich es auch zu euch. Heute lernen wir etwas über die täglichen Morgenrituale von Martchen kennen. Viel Spaß! LG Lorelei



Am nächsten Tag


http://www.youtube.com/watch?v=3YcNzHOBmk8


Wie jeden Morgen um kurz vor halb acht betraten Dr. Marc Meier und Dr. Gretchen Haase zusammen Händchen haltend das Elisabeth-Krankenhaus. Und wie jedes Mal waren sie ein paar Minuten vor ihren Kollegen da, um noch ein wenig ungestört im Aufzug zu knutschen. Ungeduldig warteten die beiden auch heute wieder im Erdgeschoss auf den Fahrstuhl, warfen sich immer wieder verliebte Blicke zu, verschränkten ihre Finger miteinander, sahen sich sehnsüchtig an, erröteten leicht, weil sie daran denken mussten, dass sie die letzte Nacht wieder nur sehr wenig Schlaf abbekommen hatten, räusperten sich verlegen, lächelten sich wieder an und stolperten schließlich liebestrunken in den Aufzug, sobald dieser seine Türen geöffnet hatte. Marc drängte seinen Haasenzahn in die hinterste Ecke des beengten Raumes und sobald die Türen wieder geschlossen waren und sie sicher waren, alleine zu sein, stürzte er sich gierig auf sie und knutschte sie leidenschaftlich ab. Gretchen kostete diese innigen Momente am Morgen jedes Mal aufs Neue aus und presste sich verliebt an seinen starken Körper. Und auch Marc liebte es sehr, mit seiner süßen Assistentin ausgiebig zu knutschen, bevor der Dienst begann und sie sich schweren Herzen den Rest des Tages zusammenreißen mussten.

Die Meier-Haaschen morgendlichen Knutschfahrten hatten sich mittlerweile zu einem alltäglichen Ritual entwickelt. Da der Schichtwechsel noch bevorstand, die Patienten gerade mit dem Frühstück versorgt wurden und noch lange keine Besuchszeit war, hatten die beiden Verliebten den Aufzug meistens für sich allein. Und so kam es auch manchmal vor, dass sie drei- oder viermal sämtliche Etagen nach oben und wieder nach unten fuhren, ohne von den Lippen des jeweils anderen abzulassen. So war es auch heute wieder der Fall. Gerade erreichte der Fahrstuhl bereits zum dritten Mal das Erdgeschoss und Marcs Lippen hingen wie festgetackert an denen von seiner bildhübschen Assistenz. Zärtlich strichen seine Hände immer wieder über ihren aufregenden Körper. Er hatte die Knöpfe ihres schwarzen Mantels schon während der ersten Fahrt gelöst und positionierte jetzt seine rechte Hand an seinem Lieblingskörperteil von ihr. Er schob sie dreist von oben unter ihren Pulli und legte sie auf ihre von einem zarten Spitzen-BH verhüllte linke Brust. Er knetete sie sanft und küsste sein Mädchen jetzt immer leidenschaftlicher. Gretchens Sinne schwanden und auch Marc war schon längst in einer anderen Welt angekommen. Die Temperatur im Aufzug stieg kontinuierlich an. Das musste auch der Besucher feststellen, der gerade mit einer großen Arzttasche in der rechten Hand im Erdgeschoss eingestiegen war. Er hatte die beiden kurz angelächelt, als er erkannt hatte, wer sich da in der Ecke innig küsste, und wollte das glückliche Paar bei ihrer Lieblingsbeschäftigung nicht stören und verhielt sich mucksmäuschenstill. Aber als er im Spiegel neben sich zufällig sah, was das goldene Händchen seines besten Oberarztes gerade mit seiner Tochter vorhatte, musste er dann doch eingreifen. Was zu viel war, war einfach zu viel. Er war schließlich auch ihr Vater. Franz Haase, dessen Kopf mittlerweile vor Scham rot angelaufen war, räusperte sich mehrmals laut, denn beim ersten Mal hatten es die beiden nicht gehört. Gretchen löste sich schließlich von Marcs feurigen Lippen und schaute vorsichtig über seine Schulter nach vorn. Sie erschrak, als sie ihren Vater neben der Etagenanzeige an der Tür stehen sah, lief augenblicklich knallrot an und versuchte sich verschämt hinter ihrem muskulösen Oberarzt zu verstecken. Doch dieser hatte noch nichts von dem unerwarteten Besucher bemerkt und wollte unberührt da weitermachen, wo er gerade begonnen hatte und spitzte wieder seine glühenden Lippen. Gretchen wich ihm aber empört aus und klapste ihm auf seine sündige Hand, die daraufhin langsam aus dem warmen Paradies hervorkam und sich an ihre Hüfte legte. Marc schaute seine süße Freundin fragend an, erkannte verwirrt, dass ihr Kopf mittlerweile die Farbe einer überreifen Tomate angenommen hatte und sich seltsamerweise immer wieder komisch nach vorn bewegte. Irritiert sprach er sie an...

M: Haasenzahn, was...

Dr. Meier wurde aber von der tiefen und bedrohlich klingenden Stimme seines Chefarztes und Eventuellschwiegervaters unterbrochen...

F: MEIER!

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

27.10.2010 10:33
#794 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben! Ihr denkt also, jetzt gibt es einen Anschiss, der sich gewaschen hat? Hmm... mal sehen! Aber interessante Informationen werden auf jedem Fall aufgedeckt. Viel Spaß mit den ertappten Teenys. Eure Lorelei





Ach du Scheiße! ... Marc hielt sich ertappt eine Hand vor den Mund und drehte sich langsam und in Zeitlupe um. Er blickte nun direkt in das leicht vor Zorn gerötete Gesicht seines Mentors, der ihn böse anfunkelte. Der sonst so coole und souveräne Chirurg fühlte sich gleich wieder wie ein kleiner Schuljunge, der etwas ausgefressen hatte, und das hatte er in der Tat. Seine sündigen Hände verschwanden blitzschnell von Gretchens Körper und er vergrub sie tief in seinen Manteltaschen. Marc hielt dem väterlich strengen Blick nicht lange stand und schaute schließlich verlegen auf seine Füße. Gretchen hatte sich mittlerweile ihre Kleidung wieder gerichtet und strich sich immer wieder peinlich berührt über ihr Haar, das Marcs Chirurgenhände vorhin zerzaust hatten. Sie versuchte Kontenance zu bewahren, auch wenn sie am liebsten im Erdboden versunken wäre, und begrüßte ihren Vater mit einem freundlichen, aber aufgesetzten Lächeln. Doch sie konnte ihm aus Scham nicht lange in die Augen sehen...

G: Hallo ... Papa!
F (wieder ruhiger u. wesentlich entspannter schaut er die beiden an): Guten Morgen, Kälbchen! ... Marc!
M (nuschelt verlegen): Morgen ... Professor!
Verdammte Axt! Wieso haben wir nicht den anderen Aufzug genommen? Oder warum haben wir keinen Umweg über den Ostflügel gemacht? Der drückt mir doch heute bestimmt zur Strafe wieder seinen ganzen Aktenkram auf. Wie letzten Dienstag, als er uns im Energieraum erwischt hat. Scheiße!

Franz musste unweigerlich schmunzeln, weil die beiden Verliebten wie ertappte Teenys mit hochroten Köpfen vor ihm standen und von einem Fuß auf den anderen tapsten, ohne ihn auch nur anzusehen. Er ließ die beiden eine Weile wie auf brennenden Kohlen sitzen und durchbohrte sie mit seinen strafenden Blicken. Als er dann doch noch zu einer Rede ansetzen wollte, erreichte der Aufzug gerade seine Etage und die Türen öffneten sich. Marc und Gretchen atmeten erleichtert auf. Doch noch waren sie nicht erlöst. Der Professor stellte sich zwischen die geöffneten Türen und schaute die beiden ohne eine Miene zu verziehen an...

F: Wenn ihr später Pause habt, möchte ich euch beide bei mir im Büro sehen.
Oh, oh!
G (rechnet mit dem Schlimmsten): Aber....
F (im gewohnten Chefarztton wird er lauter): Hier wird nicht widersprochen! Ist das klar!?
M (kleinlaut): Ja, Chef!
G (nickt eingeschüchtert): Hmm!
F (dreht sich lächelnd um): Gut! Dann... weitermachen!
G (sieht ihm verwirrt hinterher): Äh...
Das hat er jetzt nicht echt gesagt?

Und schon war der Professor auch schon um die Ecke verschwunden und Gretchen drehte sich fragend zu Dr. Meier um, der auch nur mit den Schultern zucken konnte. Die Türen schlossen sich und der Fahrstuhl setzte sich wieder in Gang...

M: Ich dachte, wir hätten ihn mittlerweile heruntergehandelt, was das Knutschen im EKH betrifft. Wieso denn dann gleich wieder ne Standpauke?
Ich hab es so satt. Als ob ich mich vor den Patienten nicht zurückhalten könnte. Pff....
G: Marc, du hattest deine Hand in meinem BH, als er hereingekommen ist.
M (cool u. selbstbewusst): Na und? Stand eigentlich nicht in seiner Verbotsliste, soweit ich mich zurückerinnern kann. ... Außerdem hatte ich kalte Hände.
G (schüttelt ungläubig den Kopf): Das erklärt natürlich alles.
M (grinst sie breit an): Ja, die sind übrigens immer noch kalt. Also komm her!

Marc packte Gretchen am Kragen ihres Mantels und zog sie wieder ganz nah an sich heran. Seine Zunge tänzelte bereits auf ihrem geschlossenen Mund und es verlangte Gretchen wirklich alles ab, seinem Verlangen Einhalt zu gebieten. Sanft, aber bestimmt legte sie ihre rechte Hand auf seine Brust und schob ihn etwas von sich weg...

G: Marc, nicht! Wen wieder jemand kommt!?
M (haucht ihr verführerisch ins Ohr u. drückt sich an sie): Im Moment kommt nur einer.
G (schupst ihn empört von sich): Boah... Maaarc!
M (genervt): Och Mann, Haasenzahn, gönn mir doch die kleine Ablenkung. Der Tag wird schon beschissen genug. Es ist arschkalt. Es nieselt. Also gibt’s Reifglätte. Die werden uns heute hier die Bude einrennen. Wie gestern auch. Alte nörgelnde Rentnerinnen, die auf ihren fetten Arsch geplumpst sind.
G (weist ihn zurecht): Marc!
M (legt seinen Dackelblick auf): Und du hast mir versprochen, dass du ganz doll lieb zu mir bist heute.
Man... äh... Frau muss ihn einfach lieb haben.
G (grinst ihn an): Das bin ich immer.
M: Gar nicht wahr, wenn du mich jetzt nicht endlich küsst.
G (lächelt): Du bist unverbesserlich, weißt du das?
M (zwinkert ihr zu): Ich hab noch so ein paar andere Talente auf Lager.
G (lenkt schnell ab, um nicht doch noch schwach zu werden): Ich weiß. Kommst du wirklich damit klar, Marc?
M (legt seine Hände wieder fordernd auf ihre Taille u. kommt mit seinem Kopf näher): Äh... womit jetzt? Es gibt keinen besseren Küsser als mich.
Wie wahr! Hach...
G (lacht): Ja, Schatz, ich weiß, aber das meine ich nicht.
M (presst sie gegen die Aufzugwand u. schmiegt sich verlangend an sie): Ach komm, fang jetzt bitte nicht wieder damit an. Dads Anruf vorhin hat mir schon meinen Morgenespresso verdorben.
G (lässt sich nicht verwirren u. bleibt ernst): Was denkst du darüber?
M (lässt entnervt von ihr ab u. lehnt sich seufzend neben sie an die Wand): Na wenn er denkt, er kann es zwei Wochen mit ihr auf nem Boot aushalten. Bitte! Ist sein Leben!
G (rollt mit den Augen u. sieht ihn von der Seite an): Das ist kein Boot, Marc, sondern ein riesiges Kreuzfahrtschiff.
M (zuckt gleichgültig mit den Schultern): Egal! Solln’se nur machen. Hauptsache mir bleibt eine Weile dieser fürchterliche Veknallte-Rentner-Anblick erspart.
Tief in seinem Herzen freut er sich doch, dass sich seine Eltern wieder gefunden haben.
G (gerät ins Schwärmen): Hach... Also ich finde das so romantisch. Zwei Wochen durchs warme Mittelmeer schippern, jeden Tag woanders an Land gehen, Diner bei Mondschein auf dem Deck, ein Geigenspieler spielt ihr Lied,...
M (hört ihr ungläubig zu): Das da wäre?
G: Is doch scheißegal, Hauptsache sie genießen ihren zweiten Frühling.
Ich könnte kotzen!
M (verzieht angewidert sein Gesicht): Boah, wenn ich das schon höre. Ich glaube, er hat das Kleingedruckte nicht gelesen. Das ist eine von ihren beschissenen Leserreisen. Da wimmelt es nur so von fanatischen Fans. Ein Wunder, dass Sabine noch nicht ihren Urlaub eingereicht hat.
G: Na und? Dann verbinden die beiden eben Berufliches und Privates. Tun wir doch auch.
M (schaut sie ungläubig an): Ich bitte dich, Haasenzahn, das ist doch eine ganz andere Baustelle.
G: Findest du?
M (seufzt laut auf): Egal! Hoffentlich sind die Reederer gut versichert, wenn sie wieder mal vom Schiff springen will.
G: Maaarc!
M: Ja, was? Ist doch wahr! Wenn sie länger als zwei Tage an dem gleichen Ort ist, kriegt sie immer Klaustrophobie und tickt völlig aus.
G: Du hast vergessen, dass sie ihren Ruhepol dabei hat. Wo ist nur dein Sinn für Romantik geblieben?
M (grinst sie anzüglich an): Den hast du mir gestern von meinem Körper geschleckt.
Oh Gott, oh Gott!
G (wird rot): Maaarc!
M: Apropos schlecken, wir ham noch ein paar Minuten. Lass uns noch ne Runde Aufzug fahren, hmm?
Er ist unverbesserlich! Aber das liebe ich so sehr an ihm.

Marc zwinkerte seiner Freundin frech zu und drängte sie wieder in die hinterste Ecke des Fahrstuhls. Er platzierte seine beiden Hände neben ihrem Kopf und schaute sie verlangend an. Gretchens Knie wurden weich, als sie in seine funkelnden Augen blickte. Marc beugte sich ein wenig nach vorn. Seine Lippen kamen ihren wieder gefährlich nahe. Gretchen seufzte nur und ließ sich schließlich darauf ein. Die beiden unternahmen noch eine letzte Runde ihrer aufregenden Knutschfahrt, bis im Erdgeschoss wieder die Türen aufgingen und sie Gesellschaft bekamen....

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

28.10.2010 13:01
#795 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Und hinter Tür eins versteckt sich.... Tada! Das Lesen müsst ihr schon selber übernehmen. Viel Spaß auf der letzten Fahrt. Eure Lorelei




Die beiden bekamen davon aber überhaupt nichts mit. So vertieft waren sie in ihre innigen Küsse. Marc streichelte zärtlich über Gretchens Gesicht, während sie ihre Arme hinter seinem Nacken verschränkt hielt und sich ganz nah an seinen Körper presste. Doch auch der dritte Fahrgast merkte nicht, dass er sich gar nicht allein im Fahrstuhl befand. Er blieb an der Tür stehen, drückte die Sieben und beobachtete abwesend, wie sich die Türen langsam schlossen. Er gähnte einmal leise hinter vorgehaltener Hand und schloss dann während der Aufzugfahrt seine Augen. Er hatte die ganze Nacht wach gelegen. Dementsprechend zerknautscht sah er auch aus. Aber er bekam sie einfach nicht aus seinem Kopf. Immer wieder hatte er die Bilder von gestern Abend vor seinem geistigen Auge. Wie sie langsam im Laserlicht tanzte und ihn dabei mit diesem unvergleichlich süßen Lächeln anstrahlte. Wie er dann mit ihr im Arm zu wilden Salsarhythmen herumgewirbelt war und sie sich immer wieder an ihn geschmiegt hatte. Wie sie sich angefühlt hatte. Ihre zarte, samtweiche Haut. Ihr warmer Atem an seinem Hals. Ihr pochender Herzschlag, wenn er sie mehrmals um ihre eigene Achse gedreht hatte und sie sich dann an seiner Schulter festgeklammert hatte. Wie sie zusammen gelacht hatten. Wie sie schließlich zusammen in die kalte Nacht hinausgestolpert waren und er sie nach Hause gebracht hatte. Und dann dieser aufwühlende Moment vor ihrer Haustür. Immer und immer wieder musste er daran denken. Was war nur in ihn gefahren? Wieso hätte er sie fast geküsst? Und warum hatte er sich die halbe Nacht vorgestellt, was gewesen wäre, wenn er sie doch geküsst hätte? Mehdi seufzte laut auf, als seine Gedanken weiter abschweiften. Und dieses ungewöhnliche Geräusch bekam dann auch das knutschende Paar hinter ihm mit. Gretchen und Marc öffneten ihre Augen. Sie drehten sich gleichzeitig um und waren überrascht, ihren besten Freund hier zu sehen. Wo kam der denn so plötzlich her? dachten beide verwirrt. Und wieso hatte er denn nichts gesagt? Das übernahm nun Gretchen Haase. Sie löste sich aus Marcs kuscheligen Armen, der sie daraufhin leicht enttäuscht ansah, ging auf Mehdi zu und tippte ihm schließlich auf die Schulter...

G: Mehdi!?

Der Angesprochene wurde abrupt aus seinen wirren Gedankengängen gerissen, zuckte kurz zusammen und schaute nun überrascht zur Seite. Wo kam denn der blonde Engel so plötzlich her? fragte er sich verwirrt und lächelte sie zaghaft an. Dann drehte er sich um und sah auch Marc, der ihm cool wie immer zunickte...

MK: Gretchen? ... Marc? Ich... ich hab euch gar nicht bemerkt.

... sagte Dr. Kaan dann zögerlich, wobei er auch etwas rot im Gesicht wurde. Jetzt grinste Dr. Meier ihn frech an, stieß sich von der Wand ab und platzierte sich direkt neben seinem Haasenzahn an der Tür...

MM: Waren ja auch beschäftigt.

Dafür kassierte der taktlose Oberarzt einen bösen Blick seiner schönen Freundin, die sich dann mit leicht geröteten Wangen wieder Mehdi zuwandte....

G: Du siehst müde aus. Hast du schlecht geschlafen?
Vor ihr kann man sich überhaupt nicht verstellen. Sie liest in einem wie in einem Buch. Ob sie ahnt, dass...? Nein, woher auch. Es sei denn, Marc hat...? Nein, das würde er nie tun.
MK (schaut sie gequält an): Eher gar nicht.
Oh! Der Arme!
MM (wirft dreckig grinsend einen spitzen Kommentar dazwischen): Ne heiße Nacht gehabt, hä?
Ich bin so stolz auf dich, Mann.
G (weist MM zurecht, der trotzdem nicht aufhört zu grinsen u. seinen Freund zu mustern, dann schaut sie MK etwas besorgt an): Maaarc! ... Was war denn los, Mehdi?
Ich kann ihnen das nicht sagen. Marc würde mich auslachen und Gretchen würde es nicht verstehen. Ich versteh’s ja selbst kaum.
MK (lenkt ab): Nichts! ... Muss am Vollmond liegen.
Ich wusste gar nicht, dass schon wieder Vollmond ist.
Boah, der hört sich an wie die Stasi-Sabsi. Mann, muss es ihm scheiße gehen.

G (nickt ihm verständnisvoll zu): Ah verstehe!

Marc schaute Gretchen ungläubig an, dann richtete sich sein Blick wieder auf seinen besten Freund und Kollegen, der die Schultern hängen ließ und den beiden nicht in die Augen sehen konnte und stattdessen die Etagenanzeige fixierte, in der Hoffnung, bald die Cafeteria zu erreichen...

MM (grinst): Du wirst Sabine immer ähnlicher.
G (stupst ihn in den Arm): Marc!

Doch der Aufzug hielt anstatt im siebten erst im dritten Stock. Die Türen gingen auf und eben jene Schwester Sabine, über die gerade noch die Rede war, stand plötzlich vor den drei Ärzten....

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

29.10.2010 14:08
#796 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Morgen Mädels! Ich war ja total baff, als ich heute morgen in mein Postfach geschaut habe und 11 Kommis gefunden habe. So viele hatte ich, glaube ich, bisher noch nie am Stück. Danke, ihr Süßen! Ich weiß, die Mehrzahl von euch wünscht sich dringend eine Entscheidung an der Kaanschen Frauenfront, aber ich arbeite da auf ein bestimmtes Ereignis hin und das dauert noch. Also nur Geduld. Alles... wird... gut! In einer fernen Zukunft natürlich. So und nu geht's im Aufzug weiter. Müsste der letzte Teil aus dieser Szene sein. Bin zu faul zum Nachkucken. Hab Muskelkater vom Fensterputzen. Viel Spaß und schönen sonnigen Freitag wünsche ich euch. Eure Lorelei





Die blonde Krankenschwester begrüßte die drei nun freudestrahlend und gewohnt euphorisch...

S: Oh, Frau Doktor, Herr Doktor und Herr Doktor Kaan! Einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich Ihnen.
MM (gleich tierisch von S genervt): Wenn man vom Teufel spricht.
Also irgendwann schaffe ich es schon noch, ihm Manieren beizubringen.
G (wirft MM einen bösen Blick zu u. lächelt dann S an): Das wünsche ich Ihnen auch, Schwester Sabine.
MK (nickt der Schwester ebenfalls freundlich zu u. macht ihr Platz): Guten Morgen! Wollen Sie mitfahren, Schwester Sabine?
S (lächelt MK an): Ja, ich wollte noch schnell...
MM (fährt ihr abrupt dazwischen): Nix da! In fünf Minuten ist acht! Lackieren Sie sich Ihre Fußnägel später. Klar?
Korrektur: wo keine sind, werden auch nie welche sein. Argh!!!
G (rollt mit den Augen, denn der charmante Prinz von eben hat sich wieder in einen ungehobelten Oberarzt verwandelt): Marc, jetzt lass sie doch.
M (ignoriert den Einwand seiner Assistenz u. motzt S in gewohnt unfreundlichem Ton an): Liegen die Patientenakten für die Visite schon bereit?
S (wird immer kleiner): Das wollte ich ... gleich ... machen.
MM (funkelt sie böse an u. zeigt mit dem Zeigefinger Richtung Stationszimmer): Nicht gleich, jetzt! Aber zack zack!
Ok!? Er wird sich nie ändern, zumindest nicht was den Oberarsch betrifft. Also wenn ich dann mal hier Oberärztin bin, dann wird hier ein anderer Ton wehen. Das ist schon mal klar.
S (gibt aus Angst klein bei): Jawohl, Herr Doktor.

Sabine drehte sich auf der Stelle um und lief in rasender Geschwindigkeit wieder zum Schwesternzimmer vor. Dr. Haase sah ihr kurz nach und drehte sich dann aufgebracht zu ihrem unverschämten Oberarzt um...

G: Marc, geht das vielleicht auch etwas freundlicher?
MM (ist sich keiner Schuld bewusst u. schaut sie herausfordernd an): Nö! Die halbe Stunde Schonfrist ist vorbei. Auch für dich, Frau Dr. Haase.
Boah! Dieser Idiot!
G: Was soll das denn jetzt?
MM (stellt sich zwischen die offenen Fahrstuhltüren u. hält wild gestikulierend eine Oberarztrede): Haasenzahn, sobald hier die Türen aufgehen, bin ich dein Boss ja und du meine Assistenz. Wir haben klare Regeln aufgestellt.
G (seufzt u. schaut ihn mit großen Augen an): Ja schon.
MM (grinst sie an u. schaut auf seine Armbanduhr): So in einer Minute ist acht. Du bereitest zusammen mit Sabine die Visite vor.
G (schaut ihn fragend an, als sie sich an ihm vorbei auf den Gang der Chirurgie drängt, er ihr aber nicht folgt): Steigst du nicht mit aus?
MM (zwinkert ihr anzüglich zu u. schenkt ihr sein unwiderstehliches Lächeln): Nach der aufregenden Fahrt eben brauche ich erst noch eine Zigarette.
Ich fass es nicht. Macho! Wenn er nur nicht so süß wäre.
G (funkelt ihn böse an, dann schaut sie verlegen zu MK, der die beiden neugierig beobachtet): Du bist unmöglich!
MM (provoziert sie): Sie, Haasenzahn! Jetzt ist acht. Ach und ich würde ... Ihnen ... heute raten, gewissenhaft vorzugehen, Frau ... Dr. ... Haase.
Ich hasse das blöde „Auf Arbeit siezen wir uns aber“-Gehabe wegen seiner blöden Autorität. Tzz... ist doch albern. Wissen doch eh alle, dass wir zusammen sind. Selbst die Patienten, die wir noch nicht kennen, haben nach fünf Sekunden gemerkt, was da zwischen uns ist. Und was soll das überhaupt heißen?
G: Ich bin immer gewissenhaft, Herr ... Dr. ... Meier.
Sie ist so süß, wenn sie sich echauffiert.
MM (hebt skeptisch seine Augenbrauen): Sicher!? Ich hab dir das nicht gesagt, weil du ja mit Druck nicht besonders gut umgehen kannst, aber...
G (schaut ihn böse an): Eh!
MM: ... aber ich habe Post von deiner Uni bekommen. Die nächste Bewertung für deinen Facharzt steht an. Ich werde dich heute prüfen.
Oh Gott!!!
G (lässt entsetzt ihre Mundwinkel hängen): Was? Heute? Aber das... das kannst du doch nicht machen?
MM (verschränkt seine Arme u. lehnt sich seitlich gegen die Aufzugtür): Eigentlich schon. In meinem Vertrag, und in deinem übrigens auch, steht, dass ich dein Ausbilder bin.
Das ist ja gerade das Schlimme daran.
G (gerät dann doch ein wenig in Panik): Verdammt, wieso hast du mir das nicht gesagt, Marc? Ich hätte gestern lernen sollen, anstatt...
Oh jetzt wird es interessant.
MM (setzt sein dreckigstes Grinsen auf): Jaaa?
Oh nein, jetzt hat er mich wieder. GGGRRR!!!
G (läuft knallrot an u. tippelt nervös von einem Fuß auf den anderen): Na du weißt schon... hm... hm...
Und ob ich das noch weiß. Das hat sich für immer und ewig in mein Hirn gebrannt, mein süßes Früchtchen.

Äh... ich glaube, das ist nicht für meine Ohren bestimmt.


Mehdi, der beschämt merkte, in welche Richtung sich das Gespräch der beiden gerade wieder entwickelte, beschloss schnell das Weite zu suchen...

MK (an die beiden gewandt, die sich daraufhin gleichzeitig zu ihm umdrehen): Äh... nur mal eine kleine Zwischenfrage. Äh... wollt ihr das noch länger ausdiskutieren? Wenn ja, dann nehme ich wohl besser die Treppe, weil ich eigentlich vor meinem Dienst noch schnell etwas frühstücken wollte.
MM (blickt grinsend zu G, dann geht er wieder zu seinem Kollegen in den Aufzug): Äh... wir sind hier fertig.
Was? Aber er kann mich doch jetzt nicht so stehen lassen?
G (schaut mit offenem Mund zu, wie MM zurück in den Aufzug geht): Marc?
MM (dreht sich noch einmal Augen rollend zu ihr um): Dr. Meier! ... Haasenzahn, du führst heute die Visite und leitest die beiden Blinddarm-OPs. Das ist wirklich Pipifax. Das weißt du. Also reg dich ab. Du weißt, dass ich bei dir keine Sonderregelung machen kann. Ich behandele alle Assis gleich und das heißt auch, dass ab und zu auch mal eine unangekündigte Prüfung stattfindet. Klar?
G (knickt ein): Ja, Herr Oberarzt.
Na toll! Ich würde viel lieber weiter mit ihm Aufzug fahren, anstatt... Aber ich krieg das hin. Bin schließlich ein Haase und kein Angsthase. Also das würde jetzt Papa sagen. Hihi!
MM (grinst): Gut!
G (winkt MK zu): Bis später Mehdi.
MK (nickt ihr zuversichtlich zu): Tschüß, Gretchen. Du schaffst das schon!
G (lächelt): Danke!
Das kann ich gebrauchen. Marc wird mich quälen, das sehe ich doch schon an seinem Gesicht. Blöder, blöder... Chef! GGGRRR!!!

Gretchen warf ihrem süßen Oberarzt noch einen kurzen vielsagenden Blick zu, dann drehte sie sich um und lief geknickt zur Umkleide vor. Die Aufzugtüren schlossen sich wieder. Mehdi stellte sich zu Marc, der lässig an der Wand lehnte und sich schon mal eine Zigarette aus der Schachtel friemelte...

MK: Ist schon nicht leicht, Berufliches und Privates zu trennen, hmm?
MM (seufzt laut auf): Wem sagst du das? Aber ich will halt nicht, dass die anderen denken, nur weil wir zusammen sind und sie die Tochter vom Chef ist, dass sie irgendwelche Vorteile hat.
MK (nickt ihm anerkennend zu): Verstehe!
Außerdem weiß ich doch, dass sie gut ist. Sie soll sich mal nicht so haben.

Warum verläuft mein Leben eigentlich nicht in so geregelten Bahnen wie bei den beiden?


Der Rest der Fahrt verlief dann eher wortkarg. Jeder hing seinen eigenen Gedanken nach, in denen jeweils eine Frau die Hauptrolle spielte...

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

30.10.2010 10:21
#797 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Eine Minute später erreichte der Aufzug den siebten Stock. Dr. Meier verließ als Erster das enge Stahlgefährt und öffnete mit Schwung die Tür zur Cafeteria, die er schnellen Schrittes durchquerte. Dr. Kaan schlurfte ihm auf dem Fuße hinterher, nur eben ungefähr 50 km/h langsamer als sein Freund und Kollege. Marc hatte schon fast die rettende Glastür zur Dachterrasse erreicht, wo er seine Sucht befriedigen wollte, als ihm jemand zu seiner Rechten ins Auge viel. Er blieb abrupt stehen und drehte seinen Kopf zur Seite, um sich zu vergewissern, wen er da sah. Nämlich jemand, von dem er sich wünschte, sie hätte schon vor Monaten die Konsequenzen aus ihrer verhängnisvollen Affäre gezogen und hätte gekündigt. Aber nein, das unverschämte Luder versuchte nun von einer anderen Seite, sich wieder in sein Leben zu drängen oder besser gesagt in das Leben von jemanden, der ihm sehr viel bedeutete und für den er sich deswegen verantwortlich fühlte. Abfällig blickte der Chirurg nun zu der brünetten Krankenschwester, die allein an einem Tisch am Fenster saß, dort ihren Morgenkaffee schlürfte und mit einem Löffel abwesend in ihrem Frühstücksmüsli stocherte. Plötzlich erhellte sich ihr für ihre Verhältnisse ungewöhnlich unauffällig geschminktes Gesicht. Sie hatte ihren dunkelhaarigen Traumprinzen schon von weitem erkannt und strahlte ihn jetzt schwerverliebt an. Marc bemerkte ihren schmachtenden Blick und wem er galt, stöhne leise auf und drehte sich zu seinem besten Freund um, den er immer noch hinter sich glaubte. Er öffnete seinen Mund und starrte ungläubig zu dem gefühlsverwirrten Halbperser. Dieser war nämlich zwei Tische weiter stehen geblieben und erwiderte tatsächlich zaghaft Gabis fürchterliche Schmachtblicke. Argwöhnisch schaute Marc zwischen den beiden hin und her... Was geht denn hier ab? ... Mehdi, der nach einem Moment peinlich berührt wieder zu sich gekommen war, war mittlerweile an Gabis Tisch herangetreten und lächelte sie jetzt schüchtern an...

MK: Hallo!
GK: Hallo!

Beide sahen sich tief in die Augen, als sie sich kurz begrüßten, und schmachteten sich weiterhin an. Von Gabi gewollt, von Mehdi eher unbewusst. Sie dachten mit klopfendem Herzen an den gemeinsamen Abend gestern. Dr. Meier konnte bei diesem Anblick nur mit dem Kopf schütteln, packte seinen träumenden Kollegen schließlich an seiner Schulter und schob ihn schnell zur Tür hinaus auf die Dachterrasse, um ihn aus den Fängen der brünetten Venusfalle zu befreien und ihm in der kalten Dezemberluft die notwendige Abkühlung zu verschaffen. Am Geländer blieb er schließlich stehen, löste seine Hände von dem überrumpelten Frauenarzt und zündete sich cool seine Zigarette an. Mehdi, der sich gegen die dreiste Entführung überhaupt nicht wehren konnte, weil sie einfach zu schnell und unerwartet gekommen war, fauchte ihn jetzt sauer an...

MK: Was sollte das denn eben?
Also ich hätte schon ein bisschen mehr Dankbarkeit für meine spontane Rettungsaktion von ihm erwartet.
MM (grinst ihn frech an u. bläst ihm eine Rauchsalve ins Gesicht, woraufhin MK aufhustet u. MM dann noch böser anschaut): Danke Marc, dass du mich mal wieder vor einer riesigen Dummheit bewahrt hast.
Hat der sie noch alle? Was für eine Dummheit denn?
MK (schaut ihn völlig perplex an): Spinnst du?
MM (grinst noch mehr): Nö! Aber du vielleicht.
MK: Was?
MM (will wissen, was hier gespielt wird): Was war das gerade?
MK (steht tatsächlich auf dem Schlauch): Was war was?
MM (rollt mit den Augen): Boah, das peinliche Rumgeschmachte gerade.
Ich hab nicht geschmachtet. Völliger Blödsinn!
MK (wird ungewollt ein wenig rot, versucht es aber, zu verdrängen): Ich weiß nicht, wovon du redest.
MM (schüttelt den Kopf): Klar!?
Ich hab doch Augen im Kopf.
MK (verteidigt sich dann doch, weil er dem durchdringenden Blick von MM nicht standhält): Ich hab sie nur freundlich begrüßt, Mann.
Sicher!? Wenn ich nicht dazwischen gegangen wäre, hättest du sie doch vor allen Augen abgeschleckt. So sieht es nämlich aus.
MM (hat genug von dem leidigen Thema): Ja, is ja gut. Ich hab’s kapiert.
Nur du anscheinend nicht.

GsD! Er fragt nicht weiter nach. Das könnte ich jetzt echt nicht gebrauchen. Ich bin schon durcheinander genug.


Jetzt herrschte eine Weile Stillschweigen zwischen den beiden attraktiven Ärzten. Beide lehnten mit dem Rücken am Geländer. Marc zog immer wieder an seiner Zigarette, während Mehdi versuchte nicht zum Fenster der Cafeteria zu schauen, aus dem Gabi ihn die ganze Zeit mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen anschaute. Er war richtig erleichtert, als sein bester Freund plötzlich ohne aufzuschauen anfing zu reden...

MM: Mein Dad ist jetzt völlig durchgeknallt und will mit meiner Mutter in die zweiten Flitterwochen fliegen.
MK (schaut ihn verdutzt, aber dennoch verständnisvoll an): Oh!
MM (erzählt leise weiter): Ich weiß echt nicht, was ich davon halten soll. Weißt du, ich hab mit dem ganzen Familyscheiß abgeschlossen gehabt und die beiden jetzt so zu sehen... Ach ich weiß doch auch nicht.
Das ist doch krank. Kreuzfahrt der Liebe würde wohl meine Mutter dazu sagen. Ich könnte kotzen.
MK: Warte doch erst mal ab. Vielleicht funktioniert es ja diesmal.
Das ist ja gerade die Schlimmste aller Vorstellungen.
MM (seufzt u. schaut ihn wehleidig an): Pff... Deinen Optimismus hast du dir wohl auch von Gretchen abgekuckt, hmm?
MK (muss unweigerlich lachen): Ich war schon immer ein optimistischer Mensch.
Klar!? Deshalb gehst du ja auch zum Psychodoc, ne!
MM: Ah ja!? Dein „Alles wird gut!“-Gerede kannste dir für deine Weibergeschichten aufheben.
MK (beleidigt): Eh!
MM (hat eine Methode gefunden, um ihn zu ärgern): Apropos, wo ist eigentlich deine Hassi abgeblieben? Schon wieder dunkle Wolken im Paradies?
MK (tut unschuldig): Wie kommst du denn darauf?
Da stimmt doch was nicht. Gestern schwebte er noch mit so einem dämlichen Honeymoon-Grinsen durch die Flure und heute himmelt er das dreckige Luder an.
MM (mustert ihn argwöhnisch): Weiß nicht, sag du’s mir! Seit gestern muss ich nämlich auch noch ihre Station übernehmen. Als ob ich nichts Besseres zu tun hätte.
MK (klärt ihn auf): Sie muss auf ihre Tochter aufpassen. Der Kindergarten ist abgebrannt, äh... quatsch, steht unter Wasser. Rohrbruch oder so. Sie hat auf die Schnelle keine Betreuung für die Kleine gefunden und hat sich deshalb Urlaub genommen.
MM: Ah ja!? Tja, das ist der Nachteil daran, wenn du dir eine mit Kind anlachst. Augen auf bei der Partnerwahl.
MK (weist ihn zurecht): Marc!
MM (genervt): Ja was? Ist doch wahr!
Die ist genauso wenig die Richtige für dich wie das blöde Miststück, die dich gerade wie eine dämliche Kuh anstarrt. Kuck gefälligst woanders hin! Ich fühl mich schon wieder total gestalkt von ihr.
MK (verteidigt sie): Maria ist eine tolle Mutter.
Och nee, jetzt kommt der mir so. Bäh!
MM (verleihert die Augen): Oh komm! Du träumst jetzt nicht schon von einer neuen Familie, jetzt wo die alte...
MK (weist seinen Verdacht energisch zurück): Nein!
MM (fällt ein Stein vom Herzen): Gut! Hätte mich auch gewundert.
Das wäre nämlich das Letzte, was er jetzt gebrauchen könnte. Das erinnert ihn doch nur daran, was er mal hatte und zieht ihn noch mehr runter. Warum muss er sich auch immer gleich verknallen? Der ist echt schlimmer als ne Frau echt! Ein paar Mal poppen ist noch nicht gleich Liebe, du Idiot. Kann er nicht einmal sein Singleleben genießen? Nee, immer gleich Familyplanung und so. Das ist doch zum Kotzen.

Wieder herrschte betretenes Schweigen zwischen den beiden. Marc zog genüsslich an seiner Fluppe und musterte aus dem Augenwinkel heraus argwöhnisch seinen besten Freund. So ganz überzeugt war er nämlich noch nicht von dem, was er gerade gesagt hatte und irgendwie wirkte er unglücklich oder bedrückt auf ihn. Das Aufgedrehte von gestern war verschwunden und wieder dem Nachdenklichen gewichen. Irgendetwas stimmte doch nicht mit ihm. Marc durchbrach schließlich die Stille...

MM: Also dafür, dass du sie vorgestern wieder in deine Höhle abgeschleppt hast, hält sich deine Euphorie heute ganz schön in Grenzen.

Als Mehdi nicht darauf antwortete, dachte sich der neugierige Oberarzt nichts dabei und redete unbedarft weiter...

MM: Was ist los? Hat sie dir nen Antrag gemacht oder wieso bist du so schweigsam heute?

Doch Mehdi antwortete immer noch nicht. Das kam dem Chirurgen dann doch spanisch vor und er sah seinen stummen Kollegen jetzt eindringlich an. Dieser blickte abwesend zur Fensterfront der Cafeteria. Ein kleines Lächeln lag auf seinem Gesicht... Hat der wieder seine Tabletten genommen oder wieso grinst der so dämlich? ... Verwundert schaute Marc ebenfalls zur Cafeteria. Jetzt verstand er erst Mehdis verträumten Blick und schüttelte mit dem Kopf... Das gibt’s doch nicht. Dieser blöde Idiot! Fällt er jetzt doch wieder auf ihre Masche rein oder was soll das? ... Er sah eine Weile ungläubig zwischen den beiden hin und her, dann hielt er die peinlichen Schmachtblicke nicht mehr länger aus und stellte seinen Kumpel aufgebracht zur Rede....

MM: Läuft da doch wieder was zwischen euch?

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

31.10.2010 09:43
#798 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Einen wunderschönen Feiertag wünsche ich! Und viel Spaß mit den beiden Schnuckis vom EKH! Eure Lorelei





Doch Mehdi reagierte immer noch nicht auf die gottesgleiche Stimme des dunkelhaarigen Chirurgen neben ihm. Er war gefangen von Gabis strahlendem Lächeln, das trotz der eisigen Kälte des Dezembertages sein Herz erwärmte und ihn ebenfalls zum Lächeln brachte, und hatte so nicht gemerkt, dass Marc ihn mehrmals angesprochen hatte. Dieser hatte schließlich genervt die Schnauze voll, nachdem er mehrmals, ohne irgendeine Reaktion oder ein Augenzucken zu erzielen, mit einer Hand vor Mehdis Gesicht herum gewunken hatte, und trat ihm jetzt volle Wucht auf den Fuß. Der erschrockene Frauenarzt schoss sofort herum und sah seinen Freund erbost an...

MK: Aua! Sag mal, spinnst du jetzt total!
MM (schaut ihn völlig unschuldig an u. zieht lässig an seiner Zigarette): Ich nicht, aber du anscheinend doch.
MK (versteht nicht, was er von ihm will): Hä?
Ok, anscheinend sind gerade durch die teuflischen Blicke noch die letzten vorhandenen Gehirnzellen weggebrannt worden.
MM (zeigt mit einem Kopfnicken Richtung Cafeteria): Oder was sollen die Schmachtblicke?
Schmachtblicke? Was...? Oh Gott! Ich hab doch nicht...? Er hat doch nicht...? Verdammt, was ist nur los mit mir heute?

Mehdi lief sofort rot an und drehte sich beschämt zum Geländer um, um Marc nicht in die Augen sehen zu müssen...

MK: Ich weiß wirklich nicht, was du meinst.
MM (schüttelt fassungslos den Kopf u. lehnt sich seitlich neben ihn ans Geländer): Ach komm, ich bin doch nicht blöd. Ich sehe doch, was hier abgeht.
MK (versucht abzulenken u. schaut stur geradeaus zu den kahlen grauen Baumwipfeln gegenüber vom EKH): Hier geht überhaupt nichts ab.
Was soll da auch überhaupt abgehen? Da ist nichts. Da kann auch gar nichts sein, also wenn da was wäre.

Marc glaubte ihm kein Wort und drehte sich so, dass er in Mehdis knallrotes verräterisches Gesicht sehen konnte, das ihm genau die Bestätigung gab, die er gesucht hatte...

MM (grinst ihn frech an): Wenn das so wäre, dann solltest du vielleicht dieses alberne Glühen in deinen Augen abstellen.
Was denn für ein Glühen? Der spinnt doch!
MK (räuspert sich verlegen u. versucht cool zu kontern): Ich wusste gar nicht, dass du mir immer so tief in die Augen schaust, Marc, Schatz.
Sehr witzig! Ich lach dann später. Auf deiner Beerdigung, nachdem die Gewitterziege mitbekommen hat, was hier abgeht. Und hier geht definitiv was ab.
MM (verdreht genervt die Augen): Eh, jetzt lass den Scheiß! Da läuft doch was?
Quatsch! Nur weil ich sie vielleicht ein bisschen zu lange angeschaut habe, als ich sollte? Blödsinn!
MK (verschränkt trotzig die Arme): Nein!
Seit wann leugnet er das denn? Vor mir braucht er sich doch nicht zu verstellen. Ich krieg das doch eh mit.
MM (lässt ihn nicht in Ruhe u. hakt weiter nach): Ach komm, ich kenne doch diesen Blick. Und so wie du dich gerade verhältst, hmm, so reagierst du immer, wenn du mit der zusammen warst. ... (so langsam dämmert es ihm) ... Ah... Jetzt verstehe ich erst, was du vorhin damit gemeint hast, du hättest diese Nacht kein Auge zubekommen. Du hast sie wieder geknallt! ... (mit offenem Mund sieht er MK jetzt an)
Ich fass es nicht. Und ich dachte, er wäre auf einem guten Weg.
MK (fährt ihn aufgebracht an): Was? Nein! Da war nichts.
Ich glaube dir kein Wort.
MM: Eh dir kannst du vielleicht was vormachen, aber mir nicht.
Na super! Aber ich kann ihm das nicht sagen. Ich weiß doch, was er dann wieder denkt. Du machst einen gewaltigen Fehler, blablabla... Das weiß ich selber, aber ich kann nun mal nicht aufhören, an sie zu denken.

Mehdi beschloss, einfach gar nichts weiter dazu zu sagen und verstummte. Auch eine Antwort, dachte Marc und hakte weiter investigativ nach...

MM: Ich dachte, du fällst nicht mehr auf die herein. Hast du neulich nicht gemeint, du bist in Hassi verknallt?
Bin ich ja auch. Denke ich. Also es fühlt sich jedenfalls so an. Hmm.... Ich sollte vielleicht mehr Zeit mit ihr verbringen. Klar, das wird es sein. Kaum ist sie mal nicht da, passiert mir das mit Gabi. Erst läuft sie mir vor die Faust und dann... dann tanzen wir durch die Nacht. Nein, Schluss damit! Ich muss aufhören, daran zu denken. Denk an Maria!
MK (leise u. mit gesenktem Blick): Ja.
Wow! Das klang aber neulich euphorischer. Vor zwei Tagen wollte er mir noch eine reinhauen, weil die blöde Ziege mich gezwungen hatte, ihr Händchen zu halten. Gut, es diente einem guten Zweck, also bei mir, bei ihr ja eigentlich auch, wenn er nur nicht immer so eine Scheiße bauen würde. IDIOT!!!
MM: Ja und? Was soll das dann hier? Ich dachte, du hättest sie gestern umgenietet und nicht sie dich. Oder... nee? Du hast ihr doch eine Sonderbehandlung verpasst?
Eh was denkt er eigentlich von mir? Dass ich mich bei jedem süßen Augenzwinkern von ihr schon auf sie stürze? Gut, in dem Traum heute Nacht war es schon so, dass ich... Nein, das hat überhaupt nichts zu bedeuten!
MK: Nein, da war nichts. Ich hab sie nur erstversorgt.
MM (hebt skeptisch die Augenbrauen): Sicher!?
Deshalb hattest du ja auch die ganze Zeit die eine Hand auf ihrem Knie und die andere in ihrem malträtierten Gesicht. Haasenzahn, würde mich nen Kopf kürzer machen, wenn ich so mit unseren Patientinnen umgehen würde. Die flippt doch schon aus, wenn mich eine auch nur schräg von der Seite anlächelt. Hach... sie ist so süß, wenn sie eifersüchtig ist.
MK: Mann, jetzt hör auf, mir ständig irgendetwas einzureden, was da überhaupt nicht ist. Wir sind Freunde. Mehr nicht.
Freunde, klar!? Harry und Sally waren ja auch Freunde, ne, nur dass er wesentlich beschissener aussah als du. Hmm... wobei, wenn ich mir dich mal so anschaue, so ein gutes Bild machst du heute auch nicht.
MM (kann sich sein spöttisches Lachen fast nicht mehr verkneifen): Ah ja!? Und das weiß das Dreckstück auch?
MK: Eh, du sollst sie nicht so nennen.
Also doch! Aber wieso gibt er nicht zu, dass er sie wieder bespringt? Ist ihm das jetzt doch peinlich oder wie? Dem ist echt nicht zu helfen.
MM (muss dann doch grinsen): Du tust es schon wieder.
MK: Was?
MM: Du verteidigst sie.
MK: Na, wenn du sie ständig beleidigst.
MM: Alter, ich weiß nicht, ob du es schon wusstest, aber Männer und Frauen können nicht befreundet sein und mit einer wie Gabi schon recht nicht.
MK: Mit Gretchen bin ich auch befreundet.
Ja, leider. Ihr müsst mich ja auch immer wieder daran erinnern, wie es dazu gekommen ist. Bäh!
MM (funkelt ihn böse an): Das ist ja auch eine völlig andere Geschichte.
MK: Finde ich nicht.
Du kannst mich mal!
MM: Mann, deine Gabi wartet doch nur auf eine Gelegenheit, dass du wieder schwach wirst.
Naja, äh... den Eindruck hatte ich ja auch teilweise, aber wir haben uns schon zurückgehalten. Also äh... Sie war doch die Erste gewesen, die gestern von Freundschaft geredet hat. Oder?
MK (schüttelt energisch den Kopf): Quatsch! Also gestern da...
MM (fährt ihm dazwischen): Ach nee? Also doch!
Ich hab’s doch gewusst. Und er hat sie doch geknallt!
MK (merkt, was er gerade gesagt hat, aber hält die Bälle flach): Nein, da war nichts. Wirklich!
Außer dieses unglaubliche Gefühl, während wir getanzt haben, und dann dieser Moment vor ihrer Haustür, als wir fast... Verdammt, ich denke schon wieder daran.
MM (beugt sich neugierig zu ihm rüber): Was war da nicht?
MK (versucht erfolglos abzulenken): Jetzt lass mich doch endlich in Ruhe mit deinen albernen Verdächtigungen.
Nö, jetzt erst recht!
MM: Na wenn du nicht sagst, was los ist, kann ich mir das ja auch nur alles zusammenreimen. Also was war da gestern noch mit Gabi? Sie hat dich doch noch angemacht nach eurem äh... stürmischen Aufeinandertreffen und der Tamponpflege, hmm?

....

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

01.11.2010 09:27
#799 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Marc schaute seinen Kumpel jetzt durchdringend an. Dieser seufzte nur laut und packte dann doch endlich stockend aus...

MK: Also gut, du gibst ja sonst eh keine Ruhe.
MM (zieht zufrieden an seiner Kippe): Eben!
MK: Wir waren gestern noch weg.
MM (schaut ihn irritiert an): Wie weg? Hat sie doch noch nen Schönheitschirurgen gebraucht, nachdem du sie ausgeknockt und mit Tampons versorgt hast?
Hahaha! Das war ja auch ne geile Szene. Werd ich niemals wieder vergessen.
MK (ignoriert seinen spöttischen Kommentar u. erzählt langsam weiter): Wir waren in so einem neuen Szeneclub in Mitte.
Nee jetzt? Die Bilder werden ja immer besser.
MM (lacht sich schlapp): Du in einem Szeneclub? Hahaha! Wo liegt der Fehler im System?
Du Arsch!
MK (dreht sich eingeschnappt weg): Eh jetzt lass den Scheiß! Willst du das jetzt hören oder nicht?
MM (verschränkt seine Arme vor seinem Körper u. lehnt sich entspannt an das Geländer): Na dann, schieß mal los! Das Luder hat dich mit ihren Bewegungen ganz heiß gemacht, stimmt’s?
Wieso kann er seine blöden Kommentare nicht endlich mal lassen?
MK: Mann, das war ein ganz lockerer, ungezwungener Abend.
MM (grinst): Passt ja zu eurer lockeren und ungezwungenen Affäre.
MK (beugt sich zu ihm rüber): Eh ich hab doch gesagt, dass da nichts war.
MM (glaubt ihm immer noch nicht): Klingt aber nicht so.
MK: Sie hat sich halt Sorgen gemacht.
Dass du ihr wegläufst? Zu recht! Hättest du es mal getan, dann wäre mir dieses alberne Gespräch hier erspart geblieben.
MM (hebt skeptisch die Augenbrauen): Bitte? Ob ihr Marktwert noch funktioniert?
MK (fährt ihn genervt an): Marc! Um mich, du Vollpfosten!
MM: Na auch zu Recht oder? Vorgestern bist du noch...
Ja, vorgestern war noch alles in Ordnung. Das Gleichgewicht.
MK (fällt ihm schnell ins Wort, bevor er noch etwas sagt, mit dem er eventuell recht haben könnte): Ja, ich weiß. Aber darum geht es nicht, weil... weil wir nur Freunde sind und sie wollte halt, dass ich mal wieder aus dem Büro rauskomme und unter Leuten bin. Verstehst du?
Mit wem war er weg? Mutter Theresa? Klingt jetzt nicht unbedingt nach Gabi. Eher nach dem absoluten Gegenteil. Die plant doch was?
MM (sieht ihn ungläubig an): Ah ja!? Äh... nö, eigentlich nicht so richtig. Das ist eigentlich sonst nicht so ihre Masche. Eigentlich füllt sie einen erst ab, räkelt sich dann aufreizend auf der Tanzfläche und anschließend geht’s zur Sache, wahlweise sogar noch an Ort und Stelle.

Ob sie das mit ihm schon...? Nein, nicht daran denken! Außerdem war das zwischen den beiden ja was ganz anderes als wie mit uns. Da ging es doch nur um... um... naja darum halt. Aber was ist das dann mit uns? Fing ja auch irgendwie so an. Aber sie hat es eigentlich gestern nicht darauf angelegt. Gut, sie hat gefragt, ob ich noch mit hochkommen will, aber das war ja auch eher aus dem Moment heraus. Den ganzen Abend lang war sie doch eher zahm und zurückhaltend. Also eher süß und... Naja, beim Tanzen war sie schon temperamentvoll und heiß und ich glaub schon, dass sie.... Ach ich weiß doch auch nicht, was das mit uns ist. Wieso lässt sie mich nicht los?

MK: Marc, es geht nicht immer nur darum.
Äh... ich dachte eigentlich schon. Oder warum springst du sonst mit der in die Kiste?
MM: Und worum geht es dann?
MK (seufzt): Wenn ich das nur wüsste.
Hä? Der steht doch mal wieder völlig neben sich. Was hat die mit ihm angestellt?
MM (macht sich dann doch ein wenig Sorgen): Was hat sie gemacht, dass du heute wieder so... so... na so durch bist?
MK (leise): Nichts.
MM (schaut ihn ungläubig an): Wie nichts?
MK (traut sich dann doch, ihm direkt in die Augen zu sehen): Es ist nichts passiert, wenn du das denkst. Das war einfach nur ein wunderschöner Abend. Wir hatten so viel Spaß bei dem Kurs. Ich hätte nie gedacht, dass ich mit ihr so viel lachen könnte.
MM (wird hellhörig): Was’n für ein Kurs?
MK: Salsa.
Ach du Scheiße!
MM (gestikuliert mit seinen Händen vor seinem Körper herum): Salsa? Du meinst jetzt... diesen albernen Paarungstanz?
MK (klärt ihn mit einem verräterischen Leuchten in den Augen auf): Salsatanz ist Leidenschaft, Marc.
Ok! Jetzt ist er völlig durchgeknallt. Wenn er jetzt noch mit den Wassermelonen kommt und nicht die Titten von Gabi meint, weise ich ihn ein.
MM (verdreht die Augen): Hmm.... Kommt am Ende aufs Gleiche hinaus.
Knatter, knatter!
MK: Marc!
MM: Ja was? Ist doch wahr. Wir wissen doch alle, dass gute Tänzer auch gute Liebhaber sind.
MK (starrt ihn sprachlos an): Ich wusste gar nicht, dass du tanzen kannst, Marc?
Jetzt werd hier mal nicht frech, Alter! Obwohl... das zeigt mir, dass er doch noch nicht ganz den Verstand verloren hat.
MM (grinst): Oh danke fürs Kompliment. Gretchen kann dir das sicher bestätigen.
MK (verzieht das Gesicht): Ich will das gar nicht hören.
MM: Und ich dein wehleidiges Geflenne auch nicht. Mein Gott, dann bist du eben wieder mit ihr in der Kiste gelandet. Ist doch nichts Neues.
MK (energisch): Nein!
MM (versteht ihn falsch): Eben!
MK: Mann, ich hab nicht mit ihr geschlafen.
MM (perplex): Wie jetzt? Ich denke doch? Oder hast du keinen hochgekriegt?
Boah, dieser blöder Arsch!
MK: Ich wollte nicht.
MM: Nicht?
Jetzt verstehe ich gar nichts mehr.
MK: Marc, ich will nicht, dass das wieder so läuft wie vor meiner Reise.
MM: Ich dachte, du hättest immer Spaß gehabt.
MK (senkt seinen Blick): Das ist einfach nicht richtig.
Kriegt er jetzt den Moralischen oder was?
MM: Ein bisschen Spaß hat noch nie geschadet. Es sei denn, es wird ernst.
MK (schaut ihn wieder an): Es ist ernst, Marc!
Was? Oh Gott!!!
MM (seine Stimme geht eine Oktave höher u. er schaut ihn sprachlos an): Mit Gabi?
Hat er jetzt völlig den Verstand verloren? Der kann doch nicht ernsthaft daran denken, mit dem personifizierten Bösen eine teuflische Verbindung einzugehen?
MK: Mit Maria!
Wie jetzt? Jetzt doch? Hä?
MM (sichtlich überfordert): Ah ja!? Und wieso reden wir dann die ganze Zeit über das Dreck... äh... Schwester Gabi?
MK (lässt die Schultern hängen u. starrt geradeaus): Weil... ach ich weiß doch auch nicht.
Also ich kapiere jetzt gar nichts mehr. Vielleicht sollte ich aufgeben, ihn verstehen zu wollen. Das ist ein unmögliches Unterfangen. Bin froh, mit Müh und Not den süßen Haasen zu verstehen, aber das hier toppt alles, was ich jemals mit ihr erlebt habe.
MM: Komm, da steckt doch noch mehr dahinter. Du kannst mir nicht sagen, dass ihr gestern nur ein paar Cocktails gezischt und eure lahmen Hüften gestreckt habt?
MK: Doch schon, wirklich, aber...
MM: Aber was?
MK (seufzt u. schaut betreten zu Boden): Ich krieg sie nicht aus meinem Kopf.
Scheiße!
MM (seufzt): Das hab ich mir schon gedacht.
MK (schaut kurz Richtung Fenster; Gabi beobachtet ihn immer noch; dann wieder zu MM): Weißt du, ich war mir so sicher, dass das mit Maria das Richtige wäre und ich fühl mich auch wirklich wohl bei ihr und ich denke auch, dass sie das gleiche will, aber...
Ach du Scheiße!
MM (schaut ihm in die Augen u. äußert seinen Verdacht): Sie ist nicht so aufregend wie das kleine Luder da drüben?
Doch! Maria ist wirklich toll und aufregend, einfach perfekt. Aber Gabi halt auch irgendwie.
MK (blickt ihn wehleidig an): Ach ich weiß doch auch nicht.
MM: Du steckst echt in der Scheiße, Alter.
MK: Wem sagst du das!? Es gab da gestern so einen Moment... der... der ging mir richtig durch und durch...
Oh Gott! Es steht doch schlimmer um ihn, als ich dachte.
MM (unterbricht ihn): Alter eh, ich will das echt nicht hören.
MK: Ich hab die ganze Nacht wach gelegen und hab mir überlegt, was gewesen wäre, wenn ich sie doch geküsst hätte.
Mir wird schlecht! Das klingt ja fast so, als ob... als ob er... Nee, bitte nicht! Ich hab schon die Horrorbeziehung meiner... meiner Eltern zu verkraften. Nee, das ist echt zu viel des Bösen.
MM: Ich glaube kaum, dass es dir dann besser ginge.
Er hat Recht. Wenn ich sie geküsst hätte, wäre ich bestimmt mit hoch gegangen und wir hätten sicherlich... und das schlechte Gewissen wäre heute nicht mehr zu ertragen. Das kann ich Maria nicht antun.
MK (seufzt): Stimmt! Tut echt gut, mit jemanden darüber zu reden.
Hat er keine anderen Freunde, die er mit seinen Problemchen nerven kann? Na gut, Haasenzahn hätte ihm sicherlich die Hölle heiß gemacht, v.a. seitdem sie jetzt mit der Hassi irgendwie ... weiß der Teufel warum... befreundet ist.
MM: Äh ja, nur dass mich dein Liebeschaos wirklich nicht die Bohne interessiert.
Na schönen dank auch. Ich dachte, wenigstens du als... als quasi Experte wüsstest, wie ich aus dem ganzen Schlamassel wieder herauskommen könnte.
MK: Ich hab nie gewollt, dass das so chaotisch wird. Ich war doch auch gar nicht auf der Suche. Ich wollte mich ja auch nie wieder verlieben. Nach Gretchen, da wollte ich...
Och nee, nicht die Leier wieder. Das ertrag ich jetzt echt nicht.
MM (fällt ihm schnell ins Wort): Ja, ja, ich versteh schon. Ganz viel Spaß, unverbindlichen Sex, mal hier und da. Du hast nur den richtigen Moment verpasst, dich auszuklinken, Alter. Eine Gabi wirst du so schnell nicht los, wenn die mal Witterung aufgenommen hat. Und Freundschaft kannste gleich knicken. Die weiß doch gar nicht, wie man das buchstabiert.
Und wer will schon mit so einer befreundet sein?
MK: Ich weiß doch auch nicht, was gut und richtig ist, aber ich kann das auf jeden Fall nicht so weiterlaufen lassen.
MM: Na dann sag ihr endlich, was Sache ist. Sag ihr, dass du ... warum auch immer... in Hassi verknallt bist. Dann wird sie dich schon in Ruhe lassen. Naja... Schlimmstenfalls zieht sie noch so eine Nummer wie mit mir durch.
MK: Ich hab’s ja gestern versucht, aber...
MM (kommt ihm zuvor): ... aber dann hat sie dir mit ihren heißen Hüften völlig den Kopf verdreht.
MK (nickt ihm beschämt zu): Ich konnte ihr aber widerstehen.
Wow! Was für ein Fortschritt. Kriegst nen Verdienstorden dafür.
MM: Alter, wenn sie’s drauf anlegt, dann wirst du das nicht lange durchhalten.
MK (seufzt): Ich weiß.
Dem ist wirklich nicht zu helfen.
MM: Dann bleib halt konsequent, Mann.
MK: Und wie soll ich das, deiner Meinung nach, machen?
Wieso werde ich eigentlich immer wieder in so eine Scheiße reingezogen? Steht „Therapeut“ auf meiner Stirn? Nein!
MM (zuckt mit den Schultern): Was weiß ich denn? Es ist vielleicht nicht gut, dass sie ständig vor deiner Nase herumtanzt.
MK: Sie arbeitet bei mir.
MM: Genau das ist das Problem, Alter.
Also ich war damals froh, dass sie nicht auf meiner Station gearbeitet hat. Auch wenn sie das nicht davon abgehalten hat, ständig bei mir aufzukreuzen. Ich hab das gehasst!
MK (schaut ihn entsetzt an): Aber ich kann sie doch nicht rausschmeißen, nur weil sie mich verwirrt.
Doch! Also ich würde es tun!
MM: Und was willst du dann machen? Dir weiter einreden, ihr seid nur Freunde, bis ihr euch irgendwann doch die Klamotten vom Leib reißt und die Hassi euch dabei erwischt? Alter, vielleicht solltest du dir erst mal überlegen, was du überhaupt willst.
MK: Das tue ich doch schon die ganze Zeit.
Mein Gott, so langsam glaube ich, du willst dich gar nicht entscheiden.
MM (stachelt ihn an): Weiß eigentlich deine Hassi, worüber du dir die ganze Zeit den Kopf zerbricht? Ach nee, ich vergaß, die hütet ja ihren Plagegeist.
MK (macht ihm Vorwürfe): Ich fühl mich schon mies deswegen. Da musst du mich nicht ständig daran erinnern.
MM: Na besser ist, es erinnert dich mal jemand daran.
MK: Ich hab mich schon vor langer Zeit entschieden.
Sicher!?
MM (hebt skeptisch seine Augenbrauen): Nur komisch, dass ich noch nichts davon gemerkt habe. Oder warum redest du die ganze Zeit über Gabi und nicht über diejenige welche, die angeblich dein kleines zerbrochenes Herz erobert hat? Denk mal darüber nach! Ich muss jetzt los, ehe mir Haasenzahn wieder blöd kommt.

Marc drückte seine Kippe aus und schnipste sie mit einem Finger über das Geländer, nickte Mehdi kurz zu und ließ ihn dann stehen. Der verwirrte Frauenarzt schaute ihm betröppelt hinterher... Aber er hat Recht. Eigentlich müsste ich die ganze Zeit an Maria denken und nicht an sie. Wieso ist das nicht so?

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

02.11.2010 09:09
#800 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Leute, Leute, Leute, ihr macht mich echt fertig. Aber ich freue mich trotzdem über jeden einzelnen Kommi von euch. Und da ich hart im Nehmen bin, ertrage ich auch konstruktive Kritik jeglicher Art. Aber dass jetzt schon gar keine Martchen-Szenen mehr erwünscht sind, hat mich dann schon überrascht. Gut, dann werde ich mal mit dem Mehdilein weitermachen, damit wir Zentimeter für Zentimeter langsam vorankommen. Viel Spaß mit dem neuen Teil! LG Lorelei




Mehdi atmete noch einmal tief durch und sog die kalte Luft in seine Lungen auf, dann folgte er seinem Freund und Kollegen zurück ins Warme. Dr. Meier war aber schon längst aus der Cafeteria verschwunden, nachdem er sich noch einen Kaffee mitgenommen hatte. Mehdis erster Blick fiel sofort wieder auf seine hübsche Stationsschwester, die noch immer an ihrem Fensterplatz saß und ihn liebevoll anlächelte. Mit klopfendem Herzen winkte sie ihr Herzblatt zu sich. Dr. Kaan zögerte einen Moment, dann ging er doch auf die brünette Schönheit zu, die ihm seit gestern Abend unentwegt im Kopf herumspukte. Gabi sprach ihn auch direkt an...

GK: Willst du dich nicht zu mir setzen?

Mehdi war im ersten Moment überrascht und wusste nicht so recht, was er jetzt tun sollte. Einerseits wollte er ja ihrer anziehenden Aura entkommen und nach dem aufwühlenden Gespräch mit Marc umso mehr, andererseits was war schon dabei, wenn er sich kurz mit ihr unterhielt. Das gebot doch schon die Höfflichkeit, wenn sie ihn freundlich zu sich zitierte. Sie waren schließlich Kollegen und irgendwie auch Freunde. Und eigentlich war es auch allerhöchste Eisenbahn, dass er endlich mal Klartext mit ihr sprach, auch wenn er nicht wusste wie. Mehdi tippelte nervös vor ihrem Tisch herum und schaute sich unsicher im Speisesaal um. Außer den beiden saßen am Eingang noch zwei Schwesternschülerinnen, die ihre Köpfe zusammengesteckt hatten und immer wieder kicherten, wahrscheinlich weil Marc „the body“ Meier gerade an den beiden vorbeistolziert war, dann aber plötzlich panisch aufsprangen, weil sie auf die große Wanduhr über der Eingangstür geschaut hatten, und nun in schnellen Schritten die Cafeteria verließen. Und in der Mitte des Raumes saß mit dem Rücken zu ihnen ein einzelner junger Mann in einem weißen Kittel an einem Tisch. Er hatte stoppelkurze Haare und blätterte Gedanken versunken in einem Buch. Doch immer wieder schaute er einen Moment auf und blickte sehnsüchtig zum Eingang. Mehdi glaubte, in ihm den Neuen erkannt zu haben, in den sich Schwester Sabine offensichtlich verkuckt hatte. Ansonsten war niemand weiter zu sehen, auch nicht an der Essensausgabe. Man hörte nur das Klirren von Geschirr aus der Küche. Ohne es überhaupt bemerkt zu haben, hatte sich Mehdi auf den freien Stuhl gegenüber von Schwester Gabi gesetzt, wie er gerade irritiert feststellte. Schüchtern schaute er sie nun an und drehte nervös Däumchen. Die schöne Krankenschwester war dagegen überglücklich, dass er sich doch noch zu ihr gesetzt hatte, und versuchte nun ein Gespräch in Gang zu bringen...

GK: Willst du auch noch etwas frühstücken?
MK (abwesend): Hmm?
Gott, wie süß! Er ist ja völlig neben der Spur. Ob das meinetwegen ist? Er hat ja vorhin auch die ganze Zeit hierüber geschaut, bis der blöde Idiot ihn zutexten musste. Ob sie über mich geredet haben? Der Arsch hat ihm doch bestimmt wieder irgendeinen Mist eingeredet.
GK (schaut ihn fragend an): Soll ich dir einen Kaffee holen?
Was mache ich eigentlich hier? Ich... ich kann nicht mit ihr reden. Es geht einfach nicht. Was soll ich ihr denn sagen? Sorry Gabi, der Abend gestern war wirklich schön, unglaublich wunderschön sogar, aber ich bin in Maria verliebt und will mich nicht mehr mit dir treffen, obwohl ich immer wieder an dich denken muss und letzte Nacht sogar von dir geträumt habe. ... Scheiße, ich kann das nicht.
MK (sieht sie leicht verwirrt an, senkt beschämt seinen Blick, schaut sich noch mal im Raum um u. dann auf seine Armbanduhr): Äh... nein, danke. Eigentlich wollte ich ja schon noch was Kleines essen, aber es ist schon spät und ich... ich sollte vielleicht doch...
Geh nicht! Wieso muss er immer vor mir wegrennen? Bin ich so furchtbar?

Mehdi wollte gerade wieder aufstehen, weil ihm ihre Nähe dann doch zu viel wurde, aber Gabi legte blitzschnell ihre rechte Hand auf seine, mit der er sich auf dem Tisch abstützen wollte, und hielt ihn auf...

GK (schaut ihn mit leuchtenden Augen an): Bleib doch noch. Ich bin hier gleich fertig.
MK: Äh...

Seiten 1 | ... 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 36 | ... 65
 Sprung  
Unsere offiziellen Partner
Türkisch für Anfänger
Weitere Links
Xobor Forum Software von Xobor.de
Einfach ein Forum erstellen