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Lorelei Offline

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Beiträge: 7.270

11.05.2010 09:34
#551 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Viel Spaß mit dem nächsten Teil aus dem Leben von Chantal LaFleur von unserem Lieblingsgeschichtenerzähler Dr. Marc Meier. Bin auch immer wieder darüber überrascht, wie viel er am Stück reden kann. Dickes Bussi an all meine Leser und Kommentatoren. LG Lorelei



... Naja so hat das halt alles angefangen. Am nächsten Morgen hat Anna dann die Karten auf den Tisch gelegt und mir ein paar Hundert Mark abgezockt. Edelnutte eben! Konnte ich ja nicht ahnen. Aber ich muss schon sagen, sie war wirklich ihr Geld wert. ... (... sagt er ohne groß nachzudenken und mit einem fetten zufriedenen Grinsen im Gesicht. Mehdi funkelt ihn jetzt doch böse an, was Marc nervös zurückzucken lässt. Er hebt abwehrend seine Hände, um sein Verhalten zu rechtfertigen... Upps! Meier vorher Kopf einschalten, wenn du was sagen willst. Er hat wieder DEN Blick drauf, genau wie damals auf der Toilette. Ok, Schadensbegrenzung, bevor er doch noch auf dich losgeht. ) ... Äh... Sorry! Aber du wolltest ja alles ... also äh... Ich halt schon die Klappe. ... Ok, weiter im Text. Ich hab sie dann zufällig ein paar Monate später auf einer Release-Party meiner Mutter wieder getroffen. „Dr. Rogelt. Notfall im Bordell“ oder so. Hahaha! Passte ja wie die Faust aufs Auge. ... (Marc beginnt herzhaft zu lachen. Mehdi muss auch kurz schmunzeln, wirft ihm dann aber sofort einen „Bleib-ernst-du-Arsch!“-Blick zu, den Marc mit einem kleinen Seufzer kommentiert. ... Du verstehst auch keinen Spaß mehr, hä? Naja, so gut war der dann vielleicht doch nicht.) ..... Anna hat da so nen schmierigen alten Geldsack begleitet. Literaturpapst oder wer auch immer. Is ja auch scheißegal. Jedenfalls hab ich ihn meiner Mutter vorgestellt. War wohl großer Fan von ihr. Keine Ahnung! Und du weißt ja, wie meine Mutter andere vereinnahmen kann. Jedenfalls war Anna ziemlich dankbar, dass ich sie da weggelotst hatte. Du kannst dir sicherlich denken, wie dankbar sie mir war. ... (Marc zwinkert ihm anzüglich zu, woraufhin Mehdi wütend zurückfaucht... „Marc!“. ... Mein Gott, sei doch nicht so überempfindlich! Sie war Nutte! Weißt du doch jetzt mittlerweile. ... Der Angesprochene verdreht nur einmal kurz seine Augen und fährt betont cool fort.) ... Naja Anna hat dann DANACH ziemlich viel erzählt. Hatte wohl irgendwie das Bedürfnis, sich ihr beschissenes, verkorkstes Nuttenleben von der Seele zu reden. Keine Ahnung! Warum Frauen auch immer so viel quatschen müssen? Ausgerechnet bei mir! Stand vielleicht Therapeut auf meiner Stirn geschrieben? ... (Mehdi zieht eine Augenbraue nach oben und sieht ihn durchdringend an. Marc seufzt kurz.) ... Nun ja, sie hat halt erzählt, dass sie den Job nur übergangsweise machen würde, also solange bis sie genug Kohle für so ne bescheuerte Ballettschule in Hamburg oder so zusammen hätte und schwärmte dann dämlich vor sich her grinsend von ihrer zukünftigen Ballerinakarriere. Tzz... Naives Gör! ... (Mehdi wirft ihm wieder einen bösen Blick zu.) ... Ja, das war sie doch oder? Sonst wäre sie doch nie in die ganze Scheiße reingerutscht. Sie sagte dann, dass das mit dem ... (Er zeigt Gänsefüßchen an.) ... „Escort“ halt ein Job wie jeder anderer auch sei und eben auch sehr gut bezahlt, v.a. dann wenn sie auch zu MEHR bereit wäre. Bald hätte sie das nötige Kleingeld zusammen, um aus dem Geschäft auszusteigen. Doch dann fing sie plötzlich ohne Vorwarnung an zu flennen und musste unbedingt ihr ganzes Seelenleid bei mir rauskotzen. Das hat vielleicht abgeturnt, sag ich dir. Also wenn selbst Nutten nicht verstehen, dass man(n) nur auf Sex aus war. Pfff... (erneut ein böser Blick von Mehdi) ... Sie hat sich an meinen Hals gehängt und schluchzend erzählt, dass sie irgendwie da reingerutscht sei. Wie das halt so passiert, wenn man jung, ohne Kohle und allein auf der Welt sei. Ziemlich theatralisch, hmm? Sie hätte sich ihr Leben wirklich anders vorgestellt, aber es war nun mal so gekommen. Anna war mit sechzehn aus dem Heim abgehauen mit irrsinnigen Mädchenträumen von einer großen Ballettweltkarriere. Tzz.... Die hatte vielleicht Nerven, dachte ich mir damals. Sie hat sich dann eine Weile mit Gelegenheitsjobs, also Kellnern und Zeitungen austragen, über Wasser gehalten und ist dann durch irgend so nen Typen, in den sie wohl schwer verknallt war, in die Frankfurter Szene abgerutscht. Keine Sorge, also Drogen hat sie wohl nicht genommen. Hat sie zumindest behauptet. Aber sie hat in schmierigen Clubs halbnackt an der Stange getanzt und wurde von alten Säcken angemacht, die mal mit ihr ne Nummer schieben wollten. Du verstehst schon, die Lolitamasche und so. Sie war ja zu der Zeit auch noch minderjährig. Naja und die Bank- und Börsentypen sind ja auch bekanntlich die Schlimmsten ne. ... (Er schaut kurz zu seinem Freund auf der anderen Seite des Tisches. Mehdi ist mittlerweile ganz ruhig geworden. Er hört ihm auch zu, aber wirkt eher abwesend. In seinen Gedanken hört er immer wieder Annas sanfte Stimme, wie sie über ihr Leben erzählt, als sie sich kennen lernten, dass sie nach dem Abi das Heim verlassen hätte, in dem sie aufgewachsen war, nachdem ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen waren, als sie drei Jahre alt war, dass sie dann nach Hamburg gegangen wäre und dort ihre Ballettausbildung an einer renommierten Schule absolviert hätte, dass sie nach ihrem Abschluss erst mehrere Engagements in Hamburg und dann auch in Berlin hatte, wo sie sich dann schließlich auf Marcs Sylvesterparty 1999/2000 begegnet sind. Sie schien an jenem verhängnisvollen Abend so lebensfroh und erzählte begeistert von ihrem angeblichen Beruf, den sie über alles liebte. Er war sofort von ihr verzaubert gewesen. Liebe auf den ersten Blick! War denn wirklich alles nur gelogen gewesen? Hat sie ihm auch ihre Liebe nur vorgespielt? Diese Fragen kreisen in Mehdis Kopf umher und lassen ihn nicht mehr los.) ... Anna hat sich anfangs noch geziert, war wohl doch nicht so tough und abgebrüht wie heute, aber ihr ach so toller Freund hat sie dann irgendwann doch zu mehr überredet. Sie ließ es über sich ergehen. War ihm wohl hörig und konnte nicht nein sagen. Was weiß ich!? Der hatte wohl das große Geschäft gewittert. Naja Anna war jung und sah ja auch verdammt heiß aus. Reiche Geschäftsleute gab es dort genug, die gerne ein paar Scheine locker machten, um so eine Kleine zu vögeln. Von der Kohle, die sie dann als Lolitanutte verdient hat, hat sie aber kaum was gesehen, das hat alles ihr Zuhälterfreund eingestrichen. Hat ihr vorgelogen, dass er es für später anlegen würde und wenn genügend zusammen wäre, würden sie zusammen nach Hamburg gehen, um ihren Traum einer Ballettkarriere zu verwirklichen. Er würde ihr dann den Manager machen und so. Tzz... naiv! Wahrscheinlich hat der das Geld selber verzockt und versoffen. War jedenfalls eine ziemlich ausweglose Situation für sie. Naja wie’s halt so läuft ne!? Aber ganz so naiv und liebesblind war Anna dann wohl doch nicht. Sie hat wohl irgendwann gemerkt, was für ein Arsch der war, hat ihm dann ihre hart erarbeitete Kohle zurückgeklaut und ist mit einer ihrer „Kolleginnen“ abgehauen und die haben sich tatsächlich bis Hamburg durchgeschlagen. Zu dem Zeitpunkt muss sie so um die achtzehn gewesen sein. Sie wollte sich dort an der einen oder anderen Ballett- oder Musicalschule vorstellen und dann in ein besseres, seriöses Leben starten, muss aber ne ziemliche Pleite gewesen sein. Naja wer nimmt schon so eine? Ohne Schulabschluss und mit der Vergangenheit! Jedenfalls war ihr großer Traum wie eine Seifenblase zerplatzt und ihr ging auch bald die Kohle wieder aus. So ist sie dann durch ihre Ex-Kollegin wieder in ihr gewohntes Milieu zurückgerutscht. Kannst dir ja denken wo. ... (Marc grinst Mehdi kurz an, der ihm wissend zunickt und ihm weiter gebannt zuhört.) ... Anna hat dann auf der Reeperbahn wieder in nem Strippclub getanzt. Dort hat sie dann auch diesen Abdul oder wie der hieß kennen gelernt. Der wollte sein Geschäft expandieren und nen neuen Laden in Berlin aufmachen, natürlich für die exquisite Kundschaft versteht sich, und sie ist mitgegangen, dumm wie sie war. Anna träumte halt immer noch davon, die große Kohle zu machen, dann irgendwann ihr Abi nachzuholen und doch noch irgendwie beim Ballett zu landen. Obwohl sie dafür eigentlich schon viel zu alt war. Das muss sie schließlich auch irgendwann ernüchternd festgestellt haben. Tja und sie war nun in diesem Milieu gefangen. Einmal Nutte immer Nutte! Sie fand sich damit ab. War halt ihr Job. Hmm... Mehr fällt mir jetzt auch nicht dazu ein, was sie noch an dem einen Abend erzählt hat. ... (Marc schaut Mehdi an, der ihm kurz zunickt, aber mit den Gedanken anscheinend wieder ganz woanders ist, und fährt weiter fort.) ... Jedenfalls haben wir uns ab da an ein paar Mal getroffen, aber privat, also Sex ohne Bezahlung. War eh grad klamm. Die Kleine hatte sich anscheinend in mich verliebt. ... (Mehdi schaut ihn jetzt mit großen Augen an. Marc seufzt nur.) ... Ja, guck nicht so! Das war nun mal so. Was kann ich denn dafür, dass sich gleich jede Schnalle in mich verknallt? ... (Mehdi verschränkt beleidigt die Arme und schaut weg.) ... Ich weiß doch auch nicht so genau, was genau sie in mir gesehen hat, aber ich hab das so interpretiert, also zumindest dann im Nachhinein. Damals hab ich nicht weiter darüber nachgedacht, war halt ne kleine Sexaffäre, mehr nicht. ... (Mehdi dreht sich ihm wieder zu. Marc erzählt beruhigt weiter.) ... Das mit uns ging dann so bis etwa Mitte Juni, glaube ich, dann war sie auf einmal von einem Tag auf den anderen verschwunden und hat sich nicht mehr gemeldet. Hat mich zwar anfangs gewundert, weil eigentlich schoss ich ja immer die Frauen ab, wenn ich keinen Bock mehr hatte, aber mir sollte es recht sein. Ich hatte es eh gerade auf meine Dozentin abgesehen. Also ich hatte mich dann wieder voll und ganz aufs Studium und so konzentriert. Ich hatte sie auch schon fast wieder vergessen, so wie jede andere Schnalle auch, mit der ich mal was hatte. Aber im Herbst stand Anna plötzlich völlig unerwartet bei mir vor der Wohnungstür, völlig verheult und ganz, ganz übel zugerichtet. ...

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.270

12.05.2010 13:28
#552 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Was sollte ich denn machen? ... (Marc gestikuliert wild mit seinen Armen vor Mehdi herum, dessen Interesse wieder steigt, der näher an ihn heranrückt und nun gebannt jedes Wort seines Freundes verfolgt.) ... Hippokratischer Eid und so! Ich hab Anna dann aufgenommen und erst mal ihre Wunden versorgt. Ich konnte sie ja kaum so wieder auf Straße schicken. Sie zitterte wie Espenlaub, war völlig traumatisiert und faselte immer wieder, dass sie sie nicht finden dürfen. Ich hab sie dann erst mal in deinem Zimmer untergebracht. Du glänztest ja gerade mit Abwesenheit. Dein Auslandssemester in Italien, du erinnerst dich? ... („Hmm!“ Mehdi nickt kurz.) ... Sie hat sich über eine Woche nur in deinem Zimmer verkrochen, nichts gesagt und nichts gegessen. Aber dann brach es an einem Abend aus ihr heraus. Sie hat sich mir regelrecht an den Hals geschmissen und hat mir schluchzend erzählt, was los war und mich um Kohle gebeten. Echt dreist oder? Sie wollte endlich aus dem Milieu raus. Ein neues bürgerliches Leben starten oder so. Sie konnte da eh nicht wieder zurück. Anna schuldete ihrem Zuhälter über 250.000 DM. .... (Mehdi horcht auf. Genau dieselbe Summe sollte er zehn Jahre später, in Euro wohlgemerkt, an ihren ehemaligen Zuhälter zurückzahlen, was ihn tief in die roten Zahlen gerissen hat, dessen Schwelle er aber GSD seit etwa einem Monat wieder erreicht hat. Er war zwar immer noch ziemlich abgebrannt, aber Annas Schulden waren alle mittlerweile beglichen.) .... Ja, da hatte es selbst mir die Sprache verschlagen. Die Kleine hatte es faustdick hinter den Ohren, dachte ich im ersten Augenblick, aber dann berichtete sie mir heulend und völlig verzweifelt, warum sie solche Schulden hatte. Und irgendwie tat sie mir dann doch leid. Da hatte ein Deal mit irgend so nem russischen Millionär nicht geklappt. Eine gehörige Menge Koks spielte da wohl auch eine Rolle, aber so genau wusste sie das nicht. Sie kannte nur ihre Rolle in dem dreckigen Spiel. Den Typen bespaßen und zufrieden stellen. Aber der schmierige Sack wollte Sachen von ihr, die sie nicht bereit war zu machen, also ziemlich hartes Zeug und so. Anna wusste sich nicht anders zu helfen, hat ihm ins Allerheiligste getreten und ist bei Nacht und Nebel abgehauen, aber die Hiwis von ihrem Zuhälter hatten sie am nächsten Tag auf der Straße schon wieder aufgegriffen, sie bedroht und übel zugerichtet. Sie hatten ihr eine Woche Zeit gegeben, um die ganze Kohle zu besorgen, die ihnen durch die Lappen gegangen war, sonst würden sie sie kalt machen. Da bekam selbst ich es mit der Angst zu tun. .... (Marc blickt Mehdi plötzlich sehr ernst an.) .... Anna war völlig verzweifelt und wusste nicht mehr weiter. Und ausgerechnet MICH sah sie wohl, warum auch immer, als ihren Retter in der Not an. Tzz... Weiber! Aber war ich Krösus? Mann, ich war doch selber noch Student. Ich war chronisch blank und die paar Kröten, die mir meine Mutter zusteckte und die ich im EKH als Praktikant verdiente, reichten bei weiten nicht aus, um ihre Mörderschulden zu begleichen. Und so weit ging meine Nächstenliebe dann doch nicht. Ich kannte sie doch gar nicht, ich fühlte mich nicht für sie verantwortlich und ehrlich gesagt bereute ich es in dem Moment, sie überhaupt kennen gelernt zu haben. Sie zog mich damit doch auch in die Scheiße. Eh wenn das rausgekommen wäre, meine Karriere wäre im Arsch gewesen. Aber ich konnte sie doch auch nicht wieder vor die Tür setzen und diesen irren Typen ausliefern. Zur Polizei wollte sie auch nicht. Hat vielleicht noch mehr Dreck am Stecken gehabt, als wir alle denken!? Keine Ahnung! Anna hat mich regelrecht angefleht, ihr irgendwie zu helfen. Ja, die Mitleidstour! Wie ich die hasse! Sie konnte halt nirgendwo anders hin und kannte auch niemanden weiter in Berlin. Ich sei ihr einziger Freund und sie würde mir vertrauen. Blablabla! .... (Marc legt ein ziemlich genervtes Gesicht auf.) ... Frag mich nicht warum, das weiß ich bis heute nicht, aber ich hab sie weiter bei mir wohnen lassen. Also man kann sagen, sie ist für eine Weile von der Bildfläche verschwunden und in unserer WG untergetaucht. So verrückt das klingen mag! ... (Mehdi nickt ihm anerkennend zu.) .... Anna hatte Angst, dass ihre Zuhälter sie doch noch finden und zur Verantwortung ziehen würden, und blieb die erste Zeit nur in der Wohnung, was mir mit der Zeit wirklich echt auf den Senkel ging. Frauen und Männer können nicht zusammenleben. Diese bittere Erkenntnis gewann ich damals. Nirgendwo hatte man(n) seine Ruhe. Sie war einfach überall und dann auch noch so verdammt anhänglich. Ständig suchte sie meine Nähe, wollte kuscheln, ich aber nur Sex, wenn überhaupt. ... (Mehdi verzieht sein Gesicht. Marc spricht unberührt weiter.) ... Das hab ich ihr dann irgendwann auch mal ausdrücklich klargemacht. Komischerweise hat sie das auch sofort kapiert. Hmm.... Nutte eben! War wohl doch nicht so verknallt in mich, wie ich dachte. Naja, war vielleicht auch besser so. Anna hat mich dann in Ruhe gelassen. Mit Ausnahme der einen oder anderen Nummer, die wir mal zwischendurch geschoben haben. ... (Mehdi schaut ihn schockiert an. Marc grinst nur schelmisch.) ... Ja, mein Gott, du wolltest doch alles wissen. Wir hatten halt auch so unsere kleinen Bedürfnisse. Und auf dem engen Raum ..... zusammen... Äh.... Und sie war ja auch verdammt heiß, Mann. Also lass deine alberne Eifersucht stecken! Du wusstest doch, dass wir mal... naja du verstehst schon. ... (Marc legt den Kopf leicht schräg und fixiert ihn mit seinem Blick. Mehdi beruhigt sich zwar schnell wieder, aber der Gedanke, dass die beiden wirklich mal etwas miteinander hatten und sie gerade ihm in dieser schwierigen Situation so vertraut hatte, schmerzt ihn schon. Marc seufzt und versucht sich zu erklären.) ... Eh, deine Anna hat mir wirklich nichts bedeutet. Kannste mir glauben, Mehdi. ... (Mehdi nickt ihm zu und Marc setzt seine Erzählung beruhigt fort.) ... Aber es war schon ganz praktisch, dass sie meinen Haushalt geschmissen hat. Mit der Zeit fiel ihr halt die Decke auf den Kopf. War ja auch verständlich. Sie wollte sich ja auch unbedingt beschäftigen. Anna wollte endlich etwas für ihre Zukunft tun und hat sich dann auch fürs Fernabi angemeldet. Hatte wohl immer noch die leise Hoffnung, dass es doch noch irgendwann mit ihrer Tanzkarriere klappen könnte, wenn sie erst mal die Voraussetzungen dafür geschaffen hätte. Naja besser war’s. ... (Marc schüttelt kurz den Kopf und fährt fort.) ... Es ging ihr nach ein paar Wochen wieder ganz gut. So gut, dass ich sie endlich rausschmeißen konnte. Ich wollte sie ja auch nicht ewig an der Backe haben. Kam bei meinen Schnecken übrigens nicht so gut an, dass bei mir so eine sexy Frau wohnte. Ja, ja, die leidige Konkurrenz! Aber wem sag ich das? Du bist ja jetzt auch der Experte drin, ne!? ... (Marc zwinkert ihm anzüglich zu, was Mehdi, der genau weiß, worauf sein Freund mit dieser Andeutung hin will, mit einem mehr als bösen Blick kommentiert.) .... Also ich hab ihr ein Zimmer in ner WG von nem Kumpel besorgt und auch nen kleinen Nebenjob in der Unimensa, damit sie wieder regelmäßig an Kohle kam, um ihre Miete und ihre Fernkurse zu bezahlen. Sie fiel da auch nicht sonderlich auf. Alle dachten, sie sei eine von ihnen, also auch eine Studentin. Wir haben das auch nicht richtig gestellt. Die Tarnung war perfekt. So war langsam Gras über die Sache gewachsen, dachten wir. Und auf meiner hammergeilen Millenniumssylvesterparty hat sie sich dann zum ersten Mal wieder richtig unter Menschen getraut. Anna fühlte sich sicher. Wir hatten von ihren Zuhältern nichts mehr gehört. Sie tanzte locker und unbeschwert in das neue Jahrtausend und in ihr neues nuttenfreies Leben. Tja und als erste Amtshandlung fiel sie so einem Trottel in die Arme, der sie gleich abschleppen musste. ... (Mehdi reagiert einmal mehr beleidigt und kneift ihm in den Arm. „Eh!“ Marc grinst nur meierlike und verschränkt sicherheitshalber seine Arme vor seinem Körper.) ... Naja du kamst plötzlich von deinem Italientrip wieder nach Hause und anstatt mir von den heißen Italienerinnen zu berichten, verknallst du dich trotz meiner Warnung ... Ich betone hier noch einmal ausdrücklich, ich hab dich vor ihr gewarnt! .... sofort in sie und Anna unverständlicherweise auch in dich. ... (Marc rollt mit den Augen, während Mehdi wieder in Erinnerungen an jene verhängnisvolle Sylvesternacht schwelgt.) ... Tja und den Rest, den kennste ja selber, ne. Dass sie dir nie erzählt hat, was früher war, dafür kann ich nichts. Es wäre ihr Job gewesen, dir das alles zu beichten und das hab ich ihr auch oft genug gesagt, aber sie hatte halt so viel Schiss davor, dich zu verlieren, dass sie eben geschwiegen und euch die heile Familienwelt vorgespielt hat, bis die Vergangenheit sie schließlich eingeholt hat. That’s life! ... (Marc seufzt und schaut Mehdi nun Verständnis suchend an.) ... Und ich.... ich hab dir nichts gesagt, weil... weil ... naja ... sie hat mich darum gebeten oder eher angefleht. Ihr ward glücklich und die Nuttensache schien längst Vergangenheit zu sein. Also warum alte Geister heraufbeschwören? Und ehrlich gesagt, hatte ich im Laufe der Jahre die ganze Geschichte auch wieder vergessen.

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Lorelei Offline

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13.05.2010 10:23
#553 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Mehdi hatte die ganze Zeit ruhig und gefasst den ausführlichen Bericht seines besten Freundes verfolgt, zumindest hatte er es versucht, aber innerlich brodelte es in ihm. Annas wahre Lebensgeschichte hatte ihn aufgewühlt und wieder Wunden aufgerissen, die noch lange nicht verheilt waren. Aber er brauchte die Gewissheit. Wie könnte er in ein neues Leben starten, wenn das alte noch wie ein Schatten über ihm lag und jede Erinnerung daran ihn wieder in das tiefe Loch zog, in dem er seit Monaten gefangen war. Abgeschlossen hatte er noch lange nicht damit und er würde es wahrscheinlich auch nie, wenn er Anna und Lilly nicht finden würde, wenn er nicht wüsste, dass es ihnen zumindest gut ginge. Marc war derweil froh, endlich die leidige Geschichte abgehakt zu haben und hatte sich wieder auf seinem Stuhl zurückgelehnt. Er beobachtete nun argwöhnisch seinen in Gedanken versunkenen Freund aus den Augenwinkeln heraus und kaute nebenbei an seinem Brötchen. Insgeheim rechnete der Chirurg noch mit einem Kaanschen Ausbruch, einem Heulkrampf oder was auch immer, aber es kam keinerlei Reaktion von Mehdi, der gedanklich noch einmal alles durchging, was ihm Marc gerade eben nun schon zum zweiten Mal berichtet hatte. Noch vor einem halben Jahr konnte der Gynäkologe das alles nicht wirklich begreifen. Er ließ es nicht an sich heran, weil er einfach noch nicht die Kraft dazu hatte, zu verstehen, dass sein ganzes bisheriges Leben auf einer Lüge aufgebaut war. Sein Traum von einem glücklichen, unbeschwerten, stinknormalen Familienleben war von einem Tag auf den anderen wie eine Luftblase zerplatzt. Erst fand Mehdi diese ihm völlig unbekannte, durch Messerstiche schwer verletzte Frau in seiner Küche und Annas leeren Rollstuhl im Flur, dann machte ihm Gretchen Vorwürfe wegen der angeblich durch ihn so zugerichteten Person und Marc faselte irgendetwas von wegen, seine Frau sei eine Prostituierte gewesen. Das konnte doch alles nicht wahr sein? Nicht seine Anna! Die vernünftigste, liebenswerteste und zauberhafteste Person, die er kannte. Das musste einfach wieder einer dieser widerlichen Scherze seines ex-besten Freundes sein. Deshalb war er ja auch auf der Toilette auf ihn losgegangen und wenn Knechtelsdorfer mit seiner seltsamen Rede nicht dazwischen gegangen wäre und ihn abgelenkt hätte, dann hätte er Marc fertig gemacht, aber so richtig. Niemand denunzierte seine Frau auf solch schamlose Weise und er schon mal gar nicht. Er nicht! Mehdi war fertig mit ihm. Nie wieder wollte er ein Wort mehr mit diesem miesen Scheißkerl wechseln, der keine Skrupel hatte, die Ehefrau seines angeblich besten Freundes zu verführen. Die Tatsache, dass die beiden früher, vor seiner Zeit mit Anna, mal etwas miteinander hatten, das war ihm schon immer ein Dorn im Auge gewesen, jetzt wusste er auch warum, aber sie hatte immer behauptet, dass das Vergangenheit sei und dass Marc ihr nie wirklich etwas bedeutet hätte. Mehdi hatte ihr das immer geglaubt, bis er vor einem dreiviertel Jahr zufällig ihren Namen in Marcs Flittchenkatalog entdeckt hatte. Da kamen ihm die ersten Zweifel, dass seine Ehe vielleicht doch nicht so perfekt war, wie er immer geglaubt hatte, aber fragen konnte er sie damals nicht. Anna lag seit dreizehn Monaten im Koma. Aber dass da viel mehr dahinter steckte, als nur eine heimliche Affäre mit dem größten Arschloch der Nation, damit hätte er nie im Leben gerechnet. Es wollte einfach nicht in seinem Kopf rein. Erst als diese miesen Typen ihn in seinem Büro verprügelt hatten und ihr Geld zurückverlangten, wusste er, dass an Marcs Nuttengeschichte wohl doch etwas dran sein müsste. Und als sein Freund ihm dann im OP endlich die ganze Wahrheit sagte und diese Sophie seine Version bestätigte, brach für ihn eine Welt zusammen. Er hatte für diese Lügnerin und Betrügerin die Liebe seines Lebens, seinen blonden Engel, ziehen lassen. Und anstatt sich ihrer Verantwortung zu stellen, haute Anna einfach wieder ab mit dem Liebsten, was ihm noch geblieben war, seiner Lilly. Dieser Schmerz war unerträglich für ihn. Deshalb hatte er die Dummheit begangen und zu diesen Glückspillen gegriffen, die die Leere, die er tagtäglich in sich spürte, nicht wirklich stillen konnten, sondern es eigentlich nur noch schlimmer machten. Alles schien ihm zu entgleiten, allen voran sein Gretchen, die lieber diesen schmierigen Millionär als ihn geheiratet hatte. Seine Arbeit, die ihm neben seiner Familie immer alles bedeutet hatte, machte ihm auch nicht wirklich mehr Spaß. Er nahm sie nur noch durch einen Schleier wahr und erledigte sie wie ferngesteuert. Erst diese ganze Virusgeschichte, so dramatisch sie auch war, schließlich hätte sie ihm fast das Leben gekostet, hatte ihn wieder in die Realität zurückkatapultiert und zum Nachdenken gebracht. Das Leben musste schließlich weitergehen, auch wenn es ihm schwer fiele. Das hatte ihm auch Marc immer wieder an den Kopf geworfen. Diese Geschichte und die verloren geglaubte Liebe zu Gretchen Haase hatte auch die beiden Freunde wieder einander näher gebracht. Und in der ersten Nacht, die Mehdi in seiner neuen WG mit Marc verbrachte, hatte derselbige ihm schließlich alles erzählt, was er über Anna wusste. Nach fünf Bieren, einer vergossenen Träne, drei flehenden Bitten und zehn Schimpftiraden seinerseits wohlgemerkt! Verstehen konnte Mehdi die ganze Geschichte damals noch nicht so wirklich, erst heute sah er klarer, aber der Schmerz war derselbe geblieben. Anna hatte all die Jahre gelogen, ihm und Lilly etwas vorgespielt und als sich die Schlinge um ihren Hals immer weiter zuschnürte, hatte sie den einfachsten Weg gesucht, um aus der Sache wieder herauszukommen. Sie war abgehauen und ihr bis dahin völlig ahnungsloser Ehemann stand nun da, ohne Kind, aber dafür mit tausenden Fragen, die eigentlich sie hätte beantworten müssen. Und nun blieb ihm nur noch sein bester Freund, der Einzige, der die wahre Seite seiner Anna kannte.

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Lorelei Offline

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13.05.2010 16:08
#554 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hey ihr Süßen! Ich hoffe, ihr genießt alle den freien Tag! Ich habe wieder etwas zusammenbekommen, deshalb gibt es heute ausnahmsweise einen zweiten Streich. Und da heute Männertag ist, passt doch eine weitere Episode der illustren Männerrunde wie die Faust aufs Auge. @ Kristin, wie Recht du schon wieder hast! Jetzt wird der Meier ausgepresst wie eine Zitrone. Viel Spaß! Liebe Grüße. Eure Lorelei




Nachdem Marc erschöpft, aber zufrieden seinen Beitrag geleistet und seinen Vortrag über „Das Mädchen Anna K.“ endgültig beendet hatte und sich nun ausgiebig seinem Frühstück widmete, das seit über einer Stunde unberührt vor ihm auf dem Tisch gestanden hatte, bekam Mehdi, der während Marcs Rede zum Stillschweigen verdonnert worden war, endlich die Gelegenheit, noch einmal genauer bei ihm nachzuhaken, denn die zündende Idee, wo er mit der Suche nach seiner Familie ansetzen könnte, war ihm während Marcs Erzählung noch nicht wirklich in den Sinn gekommen...

Was kuckt der denn jetzt so komisch?
MM (verunsichert wegen MKs durchdringenden u. musternden Blick): War’s das dann? Hab Hunger!
MK: Noch nicht ganz.
MM (verdreht genervt die Augen): Boah, was denn noch?
MK (schaut ihn fragend an): Hmm... Hat sie dir vielleicht noch mehr aus ihrem Leben vor der ... *schluck* ... Prostituiertengeschichte erzählt? Ist dir vielleicht noch irgendetwas aufgefallen, was mir weiterhelfen könnte?
Boah macht der jetzt einen auf Horatio Caine oder was? Hilfe!
MM (zuckt unschlüssig mit den Schultern): Nö! Naja halt nur das, was sie an dem einen Abend über sich erzählt hat. Hat mich auch ehrlich gesagt nicht so sonderlich interessiert und ich hab da nicht weiter nachgehakt. Wieso auch? Ansonsten haben wir nicht so viel gequatscht, wenn du verstehst, was ich meine. .... (grinst u. zwinkert ihm zu)
Du Arsch! Das musst du mir nun wirklich nicht jedes Mal auf die Nase binden. Oder soll ich mal wieder dein Auto rammen, hä?
MK (schaut ihn böse an): Eh! Ich will es gar nicht hören, Mann!
MM (hebt beschwichtigend die Arme): Besser so!
Hoffentlich hält er jetzt endlich mal die Klappe! Das ist definitiv viel zu viel Stress am frühen Morgen oder äh... fast Mittag! Mehdi Kaan am Morgen bringt Kummer und Sorgen! Das wusste ich schon, als ich vorhin seinen Namen auf dem Handydisplay gelesen habe.
MK (atmet einmal tief durch u. hakt dann weiter nach): Aber ihr habt fast zwei Monate unter einem Dach gewohnt. Hat sie denn wirklich nichts weiter erzählt? Über ihre Eltern, Freunde und Verwandte vielleicht?
MM (wird langsam sauer angesichts seiner Hartnäckigkeit): Nein, verdammt! Sie hat halt nur immer von dieser scheiß Ballettschule geschwärmt und das war’s. Keine Ahnung! Du warst doch mit ihr verheiratet und nicht ich.
MK (wird auch so langsam sauer, weil er nicht weiterkommt): Ja, aber woher soll ich denn wissen, was echt und was gelogen war, Marc?
MM: Das fragst du mich?
MK: Ja! Mann, sie hat dir doch auch vertraut, sonst hätte sie sich nicht von dir helfen lassen.
MM (trotzig): Hätte sie es mal gelassen.
MK: Marc!
MM: Ja ist doch wahr. Dann wäre dir und mir ganz schön viel Scheiße erspart geblieben. Was versprichst du dir eigentlich davon, jetzt wieder in ihrer Vergangenheit zu wühlen? Das bringt doch jetzt eh nix mehr.
Sie ist weg und kommt nicht mehr wieder. So langsam solltest du dich damit abfinden, Mann.
MK: Na einen Hinweis auf alte Freunde oder Verwandte vielleicht. Was weiß ich? Vielleicht gibt es ja doch irgendjemanden, der ihnen hilft, also zu dem sie vielleicht hin sind.
Kann schon sein. Allein kam die dumme Pute ja noch nie klar. Aber woher soll ich denn wissen, wo sie jetzt steckt? Bin ich Hellseher? Is mir auch eigentlich so ziemlich egal. Du bist besser dran ohne sie, Alter.
MM (nickt verständnisvoll u. grübelt): Hmm!? Und?
MK (zuckt mit den Schultern): Weiß nicht. Sie hat nie viel erzählt, was früher war. Deshalb frag ich dich ja.
Hätte ich doch nur mehr nachgehakt. Verdammt! Ich war so blöd, so naiv, so blind ... vor Liebe. Das passiert mir nicht noch mal.
MM: Du kannst dir ja denken warum.
MK (der ganze Frust bricht schließlich aus ihm heraus): Mann, wieso hat mich das nie stutzig gemacht, dass sie nie von ihren Eltern oder der Zeit im Heim erzählt hat oder der Zeit, bevor wir uns kennen gelernt haben? Sie hat dann immer sofort vom Thema abgelenkt. Die Vergangenheit spiele doch keine Rolle und so, nur unsere gemeinsame Zukunft zählt. Tzz... wieso ist mir nur nie etwas aufgefallen? Ich hab ja nicht mal nachgehakt, wenn es wieder einmal nicht geklappt hatte, dass ich sie live sehe, also auf der Bühne meine ich. Oder wenn ich sie gefragt habe, wie ihr Abend gelaufen ist, dann kamen immer nur kurze, nichts sagende Kommentare zu ihren ... (er zeigt Gänsefüsschen an)... „Ballettauftritten“. Wer weiß, wo sie in der Zeit war, in der sie immer behauptet hat, sie würde arbeiten. Scheiße! Meinst du... sie ... ist dann immer noch ... ähm... in ... in diesen Club gegangen und hat andere... (er bricht den Satz ab, weil es ihm zu schwer fällt, es auszusprechen)
Scheiße Mann! Ich hätte es ihm sagen müssen!
MM (schaut ihn durchaus mitfühlend an): Ich glaube nicht. Sie hat mir damals hoch und heilig versprochen, dass sie das nicht mehr macht. Außerdem hatte sie viel zu viel Schiss, dass die Typen sie doch noch finden.
MK (blickt ihm direkt in die Augen): Wirklich?
MM (lächelt zaghaft): Ich denke schon.
MK (eher zu sich selbst, denn zu MM): Wieso hab ich nur nie etwas gemerkt? Ich war so blöd...
Äh ja, das hast du jetzt gesagt!
MM (grinst): Du warst halt verliebt und blind vor Liebe. Da sieht man eben nur das, was man sehen will ... oder so.
Bist du ja immer, wenn es dir eine angetan hat.
MK (lässt sich zu einem eher gequälten Lächeln hinreißen): Ja, danke für die ausführliche psychologische Analyse, Herr Doktor. Du bist ja neuerdings DER Experte in Liebesdingen ne!?
Naja solange er noch sarkastische Spitzen von sich geben kann, ist er noch nicht ganz verloren. GSD!
MM (grinst ihn verschmitzt an): Immer wieder gern. Aber die heutige Therapiesitzung erkläre ich hiermit für beendet. Schlägt mir sonst noch auf den Magen und ich hab heute noch nen echt langen Dienst vor mir.
Und ich hoffe eine lange „Nachtschicht“.
MK: Eh! Genug jetzt, ja? Mir geht’s schon beschissen genug.
Das seh ich. Wenn er nicht mal sein Frühstück verschlingt, dann muss es ihm echt schlecht gehen. Boah, wenn ich die Schlampe erwische, dann mache ich kurzen Prozess mit ihr.
MM (hakt zögerlich nach): Und du... du hast wirklich nichts geahnt oder?
Das fragt er jetzt nicht wirklich oder? Hast du mir nicht zugehört? Bohr nur weiter in der Wunde, das kannst du ja so gut, du ignorantes Arschloch.
MK: Nein woher auch? Sie hat sich eine perfekte Pseudoidentität aufgebaut, die sie am Ende wahrscheinlich auch noch selbst geglaubt hat. Die perfekte, biedere Hausfrau und Mutter auf der einen Seite und die bildschöne, talentierte Balletttänzerin auf der anderen Seite...
Du hast sexy, scharfe, heiße, geile Nutte vergessen! Upps! Meier, das ist nicht witzig. Naja zumindest manchmal ... schon.
MM (fällt ihm wenig taktvoll ins Wort): ... von der noch niemand jemals etwas gehört hat, die du nie auf der Bühne gesehen hast und die...
MK (unterbricht ihn wütend): Hättest ja mal was sagen können, du Arsch.
MM (wird sauer, da er ihm schon wieder Vorwürfe macht): Eh, ich hab dir schon mal erklärt warum, ja!
MK (lässt zunehmend seinen Frust an ihm aus): Ja, aber war trotzdem scheiße von dir. Spätestens als sie im Koma lag, hättest du...
MM (fällt ihm wieder aufgeregt ins Wort): Scheiße Mann, du weißt ganz genau, wie labil du damals warst. Wie hättest du denn reagiert, hmm? ... (ihm platzt schließlich der Kragen u. er gestikuliert wild mit den Armen vor ihm herum) ... Deine liebe, perfekte Traumfrau Anna, deine heilige, unantastbare Ehefrau, die Ex-Nutte auf der Flucht vor ihren Zuhältern! Das hätte dir doch noch den Rest gegeben. Und dann warst du ja auch plötzlich verschwunden, tauchst erst nach Monaten wieder auf und gestehst mir dann locker flockig so ganz beiläufig, dass du dich... dass du dich.... (er bricht wieder ab, weil es ihm schwer fällt, auszusprechen, dass sich sein Freund mit Tabletten das Leben nehmen wollte) ... na du ... du weißt schon.
Scheiße eh, das macht mich wirklich fertig.

Er hat ja Recht, aber trotzdem... Du warst ... bist mein Freund, verdammt! Du hättest mir das sagen müssen.
MK (wieder etwas ruhiger, aber mit einer Träne im Auge, die er sich schnell wegwischt): Ich hätte dich gebraucht, Mann.
Ich bin so ein Arsch echt. Ich hätte ihn nicht allein mit der Geschichte lassen sollen. Dann hätte er vielleicht nicht... Ach scheiße!
MM (schaut beschämt weg u. spielt nervös mit seinen Fingern): Ja, ich weiß und das tut mir auch... ähm ... verdammt leid, aber du... du kennst mich doch. In solchen Dingen bin ich nun mal nicht so gut und ... ach scheiße.
Stimmt! Aber schön, dass er es mal zugegeben hat. Ach es bringt doch eh nichts, dass ich ihm schon wieder Vorwürfe mache. Das bringt mir Lilly auch nicht schneller wieder. Er hat sich entschuldigt und er hat mir alles erzählt, was er weiß. Mehr kann ich von ihm nicht verlangen. Ich glaube, er hat seine Lektion gelernt, dass er ein beschissener Freund war.
MK (blickt ihn liebevoll an): Is ja gut! Wir haben das schon oft genug durchgekaut und ich habe dir verziehen.
Echt? Er verzeiht mir einfach so, ohne große Worte? Gott, der Typ ist echt zu gut(herzig) für diese Welt. Ich hab ihn gar nicht verdient. ... Boah nee, Meier, jetzt wirst du echt weich. Du bist wie er, nur noch weichgespülter. Unglaublich!
MM (blickt ihm zögerlich in die Augen): Wirklich?
Natürlich! Was denkst du denn? Dass ich dir doch noch irgendwann in der Pathe auflauere und dich wie Klitschko vermöbele? Hmm... wobei der Gedanke ist gar nicht mal so...
MK (lächelt kurz): Ja!
Danke Mann!
MM (lächelt zaghaft zurück) Und jetzt? Wie ist der Plan?
Ich habe absolut keinen Schimmer! Was habe ich mir nur dabei gedacht? Dass ich bei seiner Erzählung DIE Erleuchtung bekomme, genau das Puzzelstück, welches mich direkt zu ihnen führt? Tzz... Wenn es nur so einfach wäre. Das ist das wirkliche Leben und keine Krimiserie auf RTL wie Monk und Co, wo schon ein weggeworfenes Taschentuch reicht und der Ermittler weiß, wo die Packung Tempos gekauft wurde. Hach... Was soll ich nur machen? Wo soll ich ansetzen? Ins Milieu wird sie wohl kaum zurückgegangen sein. So blöd ist sie nicht. Aber was dann? ... Hmm... vielleicht... hmm...

Lorelei Offline

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14.05.2010 10:36
#555 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Dann schaumer mal, ob Mehdi wirklich die zündende Idee hat. Ich hoffe, die ganze Geschichte um Anna K. ist euch nicht zu verworren und kompliziert? Aber ich kann ja auch nicht alles sofort auf dem Präsentierteller liefern, ne. Also dann viel Spaß jetzt mit dem neuen Teil! Wir sind übrigens mit der Männerrunde fast durch, aber nur fast. LG Lorelei




MK (rührt Gedanken versunken mit dem Löffel in seinem kalten Kaffee): Meinst du, das stimmt mit dem Kinderheim?
MM (verwirrt): Was... was für ein Kinderheim?
Denkt er jetzt etwa, Anna hätte die Kleine im Heim abgegeben oder was? Wie kommt er denn auf die bescheuerte Idee? Wieso sollte sie das tun?

Das ist jetzt nicht wahr oder? Wie kann einer wie er eigentlich Chirurg werden, wenn er sich nicht mal fünf Minuten aufs Wesentliche konzentrieren kann?

MK (schaut ihn jetzt direkt an): Boah Marc! Hallo!? Na sie ist doch im Heim aufgewachsen.
MM (denkt angestrengt nach): Ach ja!?
Ja, ich glaube, sie hat das erwähnt oder? Na und?
MK (seufzt): Denkst du, das war auch gelogen? Also dass sie Waise ist und so. Aber sie hat dir ja auch dieselbe Geschichte erzählt, also... hmm!?
Hmm... naja ist zumindest die einzige Parallele der beiden Storys, die sie verbreitet hat. Aber woher soll ich denn wissen, ob das stimmt?
MM (überfordert): Was weiß ich denn? Ich bin zwar Gott, aber alles weiß ich auch nicht.
MK (angesäuert): Die Gottnummer kannst du dir bei mir echt sparen, Marc. Ich bin nicht Gretchen, die du damit beeindrucken kannst. Es ist ernst verdammt.
MM (eingeschnappt): Eh! Denkst du, ich hab das nicht kapiert?
MK (verschränkt die Arme u. mustert ihn): Da bin ich mir manchmal nicht so sicher bei deinem ignoranten, desinteressierten, unsensiblen Verhalten immer.
Willst du mir jetzt etwa schon wieder Vorwürfe machen? Eh, es reicht jetzt echt!
MM (beleidigt): Boah, erspar mir deine Moralpredigten ja! Ich hab mich tausendmal dafür entschuldigt, dass ich nichts gesagt habe. Ich kann das nicht mehr rückgängig machen, auch wenn ich es gerne wollte.
MK: Mann, ich will doch nur nen winzigkleinen Anhaltspunkt, wo ich ansetzen kann.
MM: Verdammt, ich weiß nicht mehr. Ich hab dir alles erzählt, was ich weiß. Wirklich!
Denkst du etwa, ich könnte sie irgendwie herzaubern oder einmal schnipsen und sie stehen plötzlich vor deiner Tür? Bin ich Harry Potter oder was?
MK (mit sanfter, ruhiger Stimme): Das glaube ich dir doch, aber... Ach ich weiß doch auch nicht. ... *seufz* ... Hast du vielleicht eine Ahnung, wo sie damals hinwollte? Also ich meine vor zwei Jahren vor ihrem schweren Autounfall.
MM (hat sich mittlerweile wieder beruhigt, aber schüttelt unwissend den Kopf): Du, keine Ahnung! Wirklich! Anna stand plötzlich abends vor meiner Tür und hat nur gesagt, dass sie ab sofort für eine Weile untertauchen müsste, weil die Typen von früher sie aufgespürt hätten. Sie meinte noch, dass ich ein Auge auf dich und Lilly halten solle. Die Zuhälter wüssten nichts von euch, aber man konnte ja nicht sicher sein. Sie schien ziemlich gefasst, hat nicht mal geheult oder so. Sie hat wahrscheinlich schon damit gerechnet, dass das irgendwann einmal passieren würde. Aber ihre ganze Flucht war wohl dann doch ziemlich planlos und ein Schnellschuss. Schließlich hing sie ja dann drei Stunden später am Baum. Äh... sorry! Klang jetzt etwas makaber. Äh... Was noch? Hmm... Also Anna hat mich noch um Kohle angehauen. Fünftausend Euro! Mehr konnte ... und wollte ... ich auf die Schnelle nicht locker machen. Die habe ich ihr dann gegeben und weg war sie.
MK: Verstehe! ... Wieso eigentlich?
Ach was weiß ich denn? Keine Ahnung!
MM (fasst sich an den Kopf, wirkt zunehmend unsicher, aber schaut ihm dann nach einem kurzen Moment des Überlegens direkt ins Gesicht): Äh... naja, ich wusste ja wie gefährlich die sind und.... ich dachte halt, es wäre vielleicht besser, sie verschwindet gleich ganz, als dass sie dich und die Kleine da mit reinzieht. Ham ja am Ende gesehen, wohin das geführt hätte. ... Sorry Mann!
Ich an seiner Stelle hätte vermutlich genau das gleiche getan. Sie wollte uns da nie mit rein ziehen, aber am Ende hat sie es doch getan. Durch ihre ganzen Lügen und ihr jahrelanges Schweigen! Hätte sie doch nur einmal die Karten offen auf den Tisch gelegt ... Gut, ich hätte ihr dann wahrscheinlich den Kopf abgerissen und sie verlassen, aber wir hätten vielleicht zusammen eine Lösung finden können ..., dann wäre vieles vielleicht anders gekommen. ... Verdammt Anna! Wo zum Teufel steckt ihr?
MK (nickt ihm zu u. gerät dann wieder ins Grübeln): Hmm!? Also stehen wir wieder bei Null?
Äh... waren wir je weiter als null? Ich glaube nicht.
MM: Sozusagen! Ich kann dir da echt nicht weiterhelfen, Mehdi, so gerne ich das wollte.
MK: Ich weiß.
Also lass die Scheiße endlich ruhen und komm wieder zur Tagesordnung zurück! Das Leben geht auch ohne sie weiter. Du hast ja in den letzten drei Wochen eindrucksvoll zur Schau gestellt, wie gut du mittlerweile klarkommst. Ich sag es nur ungern, aber die beiden (Nackt-)Schnecken haben dir echt gut getan. Also warum jetzt plötzlich dieser Rückschlag?

....

Lorelei Offline

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14.05.2010 17:27
#556 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hey! Was ist los? Sind mir mittlerweile die Leser abhanden gekommen? Und dabei war ich doch so froh, endlich wieder etwas Vorrat angehäuft zu haben, der über eine Woche reicht. Nun gut, ich mache trotzdem weiter. Der hier ist für dich, liebe Kristin, für deine Treue. LG Lorelei





MM: Wieso spielst du jetzt eigentlich Privatdetektiv? Ich dachte den Job hat Detlev übernommen?
MK (fährt sich durch die Haare): Ja schon, aber was hat der mir bisher gebracht? Die beiden sind nach München gefahren und dort verliert sich ihre Spur. Das weiß ich schon seit Monaten. Und das hat nicht er herausgefunden, sondern mein Vater mit seinen Kontakten.
MM (hakt nach): Denkst du, Detlev dreht Däumchen oder was?
MK (zieht skeptisch die Augenbrauen hoch): Weiß man’s?
Das ist ja wohl die Höhe! Eh! Ich hab mir den Arsch aufgerissen, damit er deinen tragischen, hoffnungslosen, unlösbaren Fall übernimmt. Und ich bin ja wohl derjenige, der hier seine Unkosten zahlt. Wiedersehen macht übrigens Freude, Mehdi! Das gilt auch für die Kohle, die ich deiner Nuttenfrau in den Arsch geschoben habe. Also ich hätte schon ein bisschen Dankbarkeit verdient, wenn ich schon deine Familie finanziere.
MM (verteidigt die Ehre seines ehemaligen Schulfreundes): Eh, Detlev kann man vertrauen ja! Der einzig normale Mensch, der damals auf meiner Penne war.
Ohne ihn hätte ich das ganze Elend dort nicht ertragen und mit keinem konnte man besser Party machen als mit ihm. Oh Gott, wenn ich daran denke, wie wir in der Elften beim Schulfest nackt auf den Tischen in der Aula getanzt haben und ich dann Haasenzahn vor die Füße gefallen bin... Oh äh... ganz, ganz peinliche Geschichte, Meier! Hätte ihr damals im Suff beinahe meine Liebe gestanden. Na das wäre was geworden. Oh Gott! Drama Baby! Äh... Upps, ich schweife schon zu weit ab. Wo war ich? Ach ja mein Freund Detlev Soost, der beste Privatdetektiv Berlin Marzahns!
MK (lehnt sich über den Tisch u. grinst ihn verschmitzt an): Der Einzige?
Boah du Arsch! Das zahl ich ihm heim. Ich hätte ihm niemals erzählen sollen, dass ich früher schon in sie verknallt war. Wehe der steckt das Gretchen, dann bring ich ihn um.
MM (stöhnt u. blickt verschämt weg): Jaaaa, neben .... Haasenzahn, okaaaay!? ... *räusper* ... Äh .... Außerdem ist das immer noch meine Kohle ja. Ich wollte dir nur helfen, indem ich ihn auf die beiden angesetzt habe.
Schlechtes Gewissen halt! Würde ich ihm gegenüber aber niemals zugeben.
MK: Und dafür bin ich dir ja auch auf ewig dankbar, aber...
MM: Aber was?
MK: Ich kann einfach nicht mehr nur rumsitzen und auf seinen nächsten Anruf warten, dass seine Recherchen mal wieder, wie schon so oft, im Sande verlaufen sind. Das macht mich noch wahnsinnig, nichts tun zu können.
Boah nee, drück jetzt ja nicht wieder auf die Tränendrüse, du Waschlappen! Ablenkungsmanöver einleiten, Meier!
MM (lehnt sich lässig zurück u. grinst ihn anzüglich an): Ich dachte, du wüsstest jetzt so langsam, wie du dir die Zeit vertreiben kannst.
Nee ne!? Der denkt doch jetzt nicht etwa...? MEIIIIER! Du ... du ... GGGGRRRR!!!!! ... unsensibler Mistkerl!
MK (beleidigt): Boah Marc, lass den Scheiß! Die Mädels tun hier nichts zur Sache ja. Mann, verstehst du das denn nicht? Ich muss selber was tun. Das bin ich Lilly schuldig.
Boah auf was für einen Heiligentrip ist der denn jetzt schon wieder? Der Typ ist mir echt ein Rätsel. Hmm... war er eigentlich schon immer. Schlimmer als ein Mädchen echt!
MM (seufzt): Und deshalb kramst du jetzt in Annas Vergangenheit oder was?
MK (schaut stöhnend zur Decke u. hebt die Arme): Halleluja! Er hat’s erfasst.
Sehr witzig, Jesus von Nazareth! ... Aber ernsthaft, was ist jetzt Sache?
MM (verleiert die Augen): Hmm!? Und jetzt?
MK (zuckt niedergeschlagen mit den Schultern): Ich weiß es nicht. Ich dachte, du könntest...
MM (fällt ihm ins Wort): Was? Mit dir auf Pilgerfahrt gehen? Alle Stripclubs der Nation abklappern? Wobei... Hmm... gar keine so schlechte Idee.
Spinner!
MK: Eh, bleib ernsthaft jetzt! Und außerdem glaube ich kaum, dass sie noch mal in das Geschäft einsteigen würde.
Also ich weiß nicht. Da bin ich mir jetzt auch nicht mehr so sicher.
MM (skeptisch): Und wenn sie Kohle braucht? Die Ersparnisse, die sie dir geklaut hat, werden ja nicht ewig reichen.
Das stimmt schon, aber DAS? Nein! Das glaube ich nicht. Anna wird doch wohl noch einen Funken Anstand besitzen, dass das sicherlich nicht der Ort ist, wo Lilly sein sollte.
MK (überzeugt): Nein, das macht sie nicht mehr.
MM: Woher willst du das wissen?
MK: Weil ich daran glauben will, Mann! Außerdem würden DIE sie dann sicherlich finden und... NEIN!
Stimmt! So blöd wird sie dann doch nicht sein.
MM (nachdenklich): Hmm... vielleicht hast du Recht. Das Risiko würde sie sicherlich nicht noch mal eingehen. Hab ja gesehen, wie fertig die sie damals gemacht haben. Und Detlev hat ja auch schon mehrfach das Milieu in Berlin, München, Hamburg und Frankfurt abgeklappert.
MK: Eben! Niemand kennt sie oder hat sie gesehen. Also müssen wir woanders ansetzen. Deshalb dachte ich ja eigentlich an die Zeit davor.
MM (sichtlich verwirrt): Wovor?
MK: Na bevor sie ins Milieu abgerutscht ist. Also die Zeit im Heim.
MM (weiß nicht, was er davon halten soll): Ah ja!? Und?
MK: Sie hat dir wirklich nichts weiter darüber erzählt oder?
Och nee, wieder die Leier! Eh, hört der denn nie auf? Schlimmer als jedes Mädchen echt!
MM (stöhnt genervt): Nein, verdammt! Nur dass sie da abgehauen ist, weil sie es nicht mehr länger dort ausgehalten hat. War halt wie Knast oder so. Was weiß ich denn? Außerdem standen wir uns auch nicht so nahe, dass sie mir so ne gefühlsduselige Geschichte erzählt hätte.
MK: Ja ok, das hab ich schon verstanden.
MM (trotzig): Gut! Wird auch Zeit!
MK (denkt nach): Vielleicht sollte ich es wirklich in dem Heim versuchen?
MM: Meinst du?
MK: Hmm!? Vielleicht finde ich da ja einen Anhaltspunkt, wo ihre Eltern herkamen oder irgendetwas anderes. Vielleicht alte Freunde aus dem Heim, bei denen die beiden vielleicht unterkommen konnten. Ich weiß doch auch nicht.
MM (grübelt ebenfalls): Hmm!? Is ne Überlegung wert. Na dann fahr doch in dieses Dingens ... äh... Heim. Is doch ne echte Spur. Wird doch bestimmt noch irgendwelche Unterlagen von früher geben. Das sind doch auch so ne Korinthenkacker. Die heben doch sicher jeden Scheiß auf. Da wird es bestimmt noch irgendnen Vermerk über Anna Koslowski geben.
MK (hoffnungsvoll): Meinst du wirklich?
Boah, kuck mich nicht so wehleidig an!
MM: Du wolltest doch nen Rat. Also da hast du ihn.
MK (immer noch unschlüssig): Hmm! Aber trotzdem...
MM (stöhnt): Was denn noch?
Der Typ ist echt anstrengender als zehn Frauen auf einmal. Unglaublich! Da war seine Berufswahl vielleicht doch richtig.
MK (fragt zögerlich): Vielleicht könntest du trotzdem noch mal...
MM (zunehmend genervt): WAAAS?

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Lorelei Offline

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15.05.2010 09:49
#557 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ja, was will Mehdi denn noch, hmm? Der Fall ist schwieriger als jede OP oder? Habt ihr noch Ausdauer? Hier kommt die letzte Runde des Männergesprächs. Viel Spaß! Freu mich wie immer über alle Kommentare (Kritik ist auch willkommen.). Danke! Liebe Grüße. Eure Lorelei




MK (kommt ohne Umschweife auf den Punkt): Weißt du noch, wie ihre früheren Kolleginnen hießen? Also außer dieser Sophie, aber zu der wird sie ja sicherlich nicht gegangen sein.
Sie hat schließlich Anna erpresst und bedroht.

Was wird das denn jetzt? ... Äh... Sophie? Das war jetzt die mit dem Messerblock oder? ... Ja, Mehdi konnte noch nie gut lügen! ... Also das war die mit dem kleinen Jungen mit den kaputten Beinen. David hieß er, glaube ich. Der Arme! Die Mutter ne Nutte und der Vater n’Pfaffe! Das nimmt denen doch keiner ab, dass der nur ihr „Bruder“ ist. Tzz... Hab das mit dem Zölibat eh noch nie verstanden. Er wahrscheinlich auch nicht.

MM: Nee! Warum?
MK (rückt näher an ihn heran u. hakt intensiv nach): Komm schon Marc, du hast doch bisher von allen deinen Frauen die Nummern behalten.
Äh... was soll das denn bitte heißen?
MM (fixiert ihn mit seinem Blick u. lehnt sich lässig zurück): Äh... wenn du jetzt auf mein kleines schwarzes Buch anspielst, da muss ich dich leider enttäuschen.
MK (verdutzt): Wieso?
MM (grinst ihn stolz an): Das existiert nicht mehr.
Sorry! Hättest du vorher noch ein paar Nummern rausschreiben wollen? War doch ne Weile in deinem Besitz. Hättest du es nur mal gemacht, Alter. Nun ist es zu spät. Hähä!
MK (leicht schockiert): Bitte?
Das glaube ich ja nicht. Der schmeißt doch nie und nimmer seine Trophäensammlung weg. Doch nicht Marc Meier!
MM (cool): Das brauche ich nicht mehr. Um ehrlich zu sein, hab ich es eigentlich nie gebraucht.
Die Mädels kamen eh immer von alleine angekrochen. Also musste ich mir auch nie die Finger wund telefonieren.
MK (aufgebracht): Aber jetzt schon, Marc!
MM (stöhnt): Sorry! Woher sollte ich denn wissen, dass du mal die Nummern von ein paar Nutten brauchst?
Boah allein der Gedanke ist schon zum Schießen. Dr. Mehdi Kaan, halbpersischer Haremsführer und der Arzt, dem die Nutten vertrauen. Hahaha! Kommt gut auf ner Visitenkarte. Schenk ich ihm vielleicht zum Vierzigsten. Is ja nicht mehr lange hin, ne!? Hahaha! Wie geil!

Scheiße, jetzt ist alles aus. Wieso grinst der denn jetzt so dämlich?

MK (eingeschnappt): Marc! Das ist nicht witzig.
MM (grinst): Doch eigentlich schon.
MK: Mann, wieso musstest du das wegwerfen?
MM: Äh... hab ich doch gesagt, weil ich es nicht mehr brauche. Hab ja jetzt meine Traumfrau gefunden.
Haasenzahn hätte mir die Augen ausgekratzt, wenn sie das Teil gesehen hätte.
MK: Schön, dass du es mal zugibst.
MM (kratzt sich verlegen am Kopf): Äh... ja ne!?
Du bist so ein Weichei, Meier. Echt!
MK (grummelt leise in seinen Dreitagebart): Scheiße Mann!
Äh... galt das jetzt dem Büchlein oder Haasenzahn?
MM: Im Übrigen ich hab es nicht weggeschmissen, sondern verbrannt.
Wenn das jemand gefunden hätte! Eh, ich überlass doch meine durch jahrelange intensive Recherche erarbeitete Adresssammlung nicht irgendwelchen Wichsern. Sollen die mal lieber selber sammeln. Wobei auf die Anzahl an Nummern kommt wahrscheinlich eh keiner. Gut so!
MK: So genau wollte ich das jetzt auch nicht wissen.
MM (kleinlaut): Du hast doch gefragt.
MK (rollt mit den Augen): Und was ist nun? Also wegen den anderen Nu... äh ... du verstehst schon?
Boah, kann mir mal einer sagen, wieso ich das hier mache?
MM (stöhnt): Mann, ok, hör zu! Ich kann mich mal umhören, wenn du willst, aber versprechen kann ich dir nicht, dass das was bringt. Also die eine wollte da auch raus. Anna hat ihr damals geholfen. Mehr weiß ich auch nicht. Sie hat, glaube ich, dann ne kleine Bar in Prenzlau aufgemacht.
MK: Würdest du das wirklich für mich tun?
Wenn du dann aufhörst mich zu nerven!?
MM: Aber nur weil du es bist und damit du dann auch endlich mal Ruhe gibst. Nervt echt tierisch. Solltest bei der Soko Berlin anfangen.
MK (strahlt ihn dankbar an): Danke Mann!
MM (peinlich berührt winkt er ab): Kennst ja meine Kontonummer.
MK (tippelt aufgeregt mit den Fingern auf dem Tisch): Ok, super, dann haben wir ja jetzt einen Plan.
Was’n für n’Plan? Hab ich was nicht mitbekommen? Wie er schon wieder kuckt!? Tzz... Der ist echt nicht von dieser Welt. Wie Monk, nur noch bescheuerter, aber ohne Komplexe! Wobei... doch ... also Komplexe hat er schon. Äh... aber das würde jetzt zu weit gehen.
MM (zieht die Augenbrauen hoch): Plan?
MK (rutscht unruhig auf seinem Stuhl hin und her): Na du machst dich auf an den Prenzlauer Berg und ich...
MM (unterbricht ihn hektisch u. hebt dabei seinen Zeigefinger): Äh... Moment mal! Ich soll... jetzt? Bist du bescheuert? Ich muss dann gleich zum Dienst und du eigentlich auch, wenn ich dich erinnern darf.
MK (fasst sich an seine Stirn): Scheiße ja! Aber .... aber ich muss das klären. Ich muss da hin.
MM (verwirrt): Hä? Wohin?
MK (entschlossen): Ich fahr nach Frankfurt.
MM (noch verwirrter): Wie? Jetzt? Wieso Frankfurt? Main oder Oder?
MK (klärt ihn auf): Ihr Kinderheim war, glaube ich, in der Nähe von Frankfurt am Main.
Ok, jetzt dreht er endgültig durch! Er darf die Bodenhaftung nicht verlieren.
MM: Äh... aber da wird es ja wohl nicht nur eins geben oder hast du die genaue Adresse?
MK: Nein, hab ich nicht. Dann klappere ich die eben alle ab.
MM (schüttelt ungläubig den Kopf): Du bist echt verrückt!
MK (schaut ihn plötzlich sehr ernst an): Ohne meine Lilly bin ich nur ein halber Mensch, Mann.
Hör mir auf mit der Mitleidstour, verdammt! Zieht einen nur runter!
MM (rollt mit den Augen): Ok, hab verstanden. Aber ruf besser auch Detlev an. Zu zweit seid ihr schneller und der hat sicherlich mehr Ahnung von Investigation und so einem CSI-Zeugs.
Alleine kommt Mehdi eh nicht klar. Besser ist, jemand passt auf ihn auf, damit er keine Scheiße baut. ... Gott, ich hör mich schon an wie sein Vater!
MK (überlegt kurz, greift dann nach seiner Jacke, die über einem Stuhl hängt, u. kramt in der Jackentasche nach seinem Handy): Ja, gar keine schlechte Idee. Ich muss nur... Irgendwo hatte ich seine Nummer.
MM (bremst ihn in seinem Enthusiasmus): Äh... eine Frage noch. Du willst aber jetzt nicht gleich los oder?
MK (entschlossener denn je): Doch natürlich! Jede Minute ohne sie ist verschenkte Zeit.
Oh Gott! Er ist definitiv reif für die Klapse.
MM (seufzt): Ja, ja, hör mir auf mit dem sentimentalen Kram! Aber du hast da ein klitzekleines Problem vergessen.
MK (schaut ihn verdutzt an): Hmm!?
MM (grinst triumphierend): Na die plärrenden Plagen auf deiner Station vielleicht.
MK (fährt sich wieder nervös durch die Haare): Scheiße! Was mache ich denn jetzt? Das Problem ist, ich bekomme dieses Jahr keinen Urlaub mehr. Der ist draufgegangen für die Zeit nach der Virusgeschichte, als ich zur Regeneration an der Nordsee war.
MM (cool): Wo ist da das Problem?
MK: Äh hallo!? Hast du nicht zugehört, was ich gerade gesagt habe? Urlaub is nicht! Außerdem sind wir bei uns eh unterbesetzt. Ich kann eigentlich gar nicht weg. Scheiße!
MM (lehnt sich lässig zurück): Na und? Dann feierst du eben krank. Wozu sind wir Ärzte!?
MK (unschlüssig): Spinnst du? Ich kann doch nicht...
Spießer!
MM (lehnt sich wieder nach vorne u. schaut ihn an): Willst du jetzt deine Lillymaus, ja oder nein?
MK: Ja!
MM (grinst): Gut, dann stellt dir der herzensgute Dr. Meier jetzt ein Attest aus
MK (strahlt ihn überrascht an): Das würdest du tun?
Äh... ja! Ich frag mich nur, warum. Wahrscheinlich bin ich doch weich geworden. Aber das heute ist definitiv das letzte Mal. Marc Meier will be back soon!
MM: Jep! Also was hätten wir denn gerne? Tropisches Virus? ... (Er grinst ihn frech an, während sein Freund nur das Gesicht verzieht) ... Scherz! Aber war gut oder? ... Ne schöne Magendarmgrippe? Oder Windpocken? ... Ja! Das kommt auf der Plärrstation bestimmt gut!
Er ist verrückt! Ich kann das doch nicht wirklich machen. Das geht doch nicht. Andererseits... ich muss es tun.
MK: Eh! Die hatte ich aber schon. Steht auch in meiner Akte.
MM: Na super! Auch noch wählerisch der Herr? Hmm... was dann? Was ist mit ... hmm... hmm... hmm... mit Pfeifferschen Drüsenfieber? Da liegt man schön lange flach. Wie lange wirst du brauchen? So zwei Wochen erst mal, hmm?
MK (unsicher): Also ich weiß nicht. Wenn das rauskommt?
Feigling!
MM: Sei doch nicht so ein Mädchen, Mädi! Wieso sollte das rauskommen, hmm? Also ich kann schweigen wie ein Grab. Zur Tratschfraktion gehören andere. Außerdem hast du damit auch noch ne gute Erklärung, um dich von deinen sexhungrigen Hühnern fern zu halten.
MK: Eh!
MM (grinst): Ich wollte es nur gesagt haben. Wird ja nicht ohne Grund auch „Kusskrankheit“ genannt. Also wildes, nicht jugendfreies Rumknutschen im Stationszimmer is nicht! Sagt der Onkel Doktor.
Och da tun mir das Dreckstück und die Hassi mal ... so überhaupt ... NICHT... leid! Hahaha!

Mann lass den Scheiß!

MK (zögert noch): Ich weiß nicht. Können wir es nicht bei einem einfachen grippalen Infekt belassen?
MM: Feiger Hund! Bei ner läppischen Grippe wärst du nach ein paar Tagen wieder fit und so hättest du noch ein bisschen Spielraum. Eh das ist Großraum Frankfurt, da seid ihr nicht gleich nach zwei Tagen mit allen Heimen durch.
Da hat er schon Recht, aber ich hab trotzdem ein ungutes Gefühl.
MK (nickt ihm dann doch zögerlich zu): Hmm!
MM (zufrieden): Na also.
MK (schaut ihn ernst an): Ich bin dir auf ewig was schuldig, Marc.
MM: Ich hoffe, du vergisst das nie.
Du hast jetzt so viele Schulden bei mir, die sind alle gar nicht in Geld aufzuwiegen.
MK: Danke Mann!
Boah, jetzt ja nicht heulen ja! Is schon gut so, Alter. Ich hoffe, das ganze Theater bringt was. Wenn er die Kleine wiederhätte, wäre er sicherlich viel entspannter und würde mich ENDLICH in Ruhe lassen. Hab schließlich auch noch andere Patienten ... und eine ganz Spezielle. Hach... Haasenzahn! Erlös mich von dem nervigen Spinner!

Mehdi stand schließlich mit wiedergewonnener Entschlossenheit und vollen Mutes von seinem Platz auf, lief um den Esstisch herum und umarmte spontan seinen besten Freund, der sich schnell wieder aus der erneuten Zuneigungsattacke seines Kumpels befreite und zu seiner Arzttasche flüchtete, die neben dem Sofa stand, um seinen Attestblock herauszuholen. Im selben Moment öffnete sich langsam seine Wohnungstür....

Lorelei Offline

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16.05.2010 10:48
#558 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Tja wer stört wohl jetzt die Männerrunde? Kann eigentlich nur Eine sein, aber sie ist nicht allein. Viel Spaß u. schönen Sonntag! Eure Lorelei




... und Gretchen Haase betrat mit einem großen Koffer, den sie hinter sich herzog, die Meiersche Wohnung, dicht gefolgt von ihrem Vater, der ebenfalls eine Reisetasche in der Hand hielt, die er nun im Flur abstellte. Franz Haase nickte kurz den beiden Männern im Wohnzimmer zu, die völlig verdutzt dreinblickten, und schaute sich nun kurz im zukünftigen Zuhause seiner Margarethe um. Ihm tat es im Herzen weh, seine kleines Mädchen nun endgültig ziehen zu lassen, aber sie war erwachsen und ging ihren eigenen Weg und der führte nun mal direkt und ohne Umleitung zu seinem besten Oberarzt, in dessen Hände er sie zu seiner eigenen Überraschung wirklich gerne gab, denn Marc Meier hatte in letzter Zeit oft genug bewiesen, dass er es mit seiner Tochter wirklich ernst meinte und sie über alles liebte. Also gab es auch für ihn keinen Grund mehr, ihm Steine in den Weg zu legen, auch wenn er es liebte, seinen besten und talentiertesten Chirurgen schwitzen zu sehen, ihn zu gern mit Aktenarbeit einzudecken oder die OP-Planung wegzunehmen. Aber Franz hatte Marc als Lebenspartner von Gretchen akzeptiert, eigentlich schon von dem Moment an, als er ihn zu ihr nach Rügen geschickt hatte. Das glückliche Strahlen in seinen Augen hatte der Chefarzt nie wieder vergessen. Tiefe Liebe hatte sich darin widergespiegelt. Anscheinend konnte nur Marc Meier sein Kälbchen glücklich machen. Peter Lohmann oder Alexis von Buren hatte Franz nie wirklich leiden können, zu Recht, wie sich im Nachhinein herausgestellt hatte. Es sollte also tatsächlich ihre ewige Jugendliebe sein. Und jetzt war es soweit. Die beiden Verliebten hatten ja bereits angekündigt, zusammenziehen zu wollen. Dass das jetzt doch so schnell vonstatten gehen würde, das hätte er zwar nicht erwartet, aber es war gut so. Die beiden hatten in den vergangenen Monaten so viel durchgemacht und nach all den Jahren endlich zueinander gefunden. Franz hätte es selbst nie für möglich gehalten, dass sich die albernen Schwärmereien und Träumereien seiner Tochter von diesem Flegel, mit denen sie ihren Vater damals fast zur Weißglut getrieben hatte, doch noch bewahrheiten würden. Wer hätte das gedacht? Gretchen selbst wohl am wenigsten. Aber die beiden waren jetzt glücklich und wollten jede Minute zusammen sein. Was will ein Vater denn mehr? Er will doch nur, dass sein Kind glücklich ist. Und das war es in der Tat. Ihm ging jedes Mal das Herz auf, wenn er die beiden zusammen sah. Gut, sie sollten vielleicht ihre Liebe nicht so intensiv im EKH pflegen, aber was sollte er groß dagegen sagen und ehrlich gesagt wollte er es auch lieber nicht so genau wissen, was die beiden noch so alles hinter seinem Rücken im EKH trieben. Die unschöne Begegnung in Meiers Büro vor ein paar Tagen hatte ihm schon gereicht und fast einen Herzinfarkt bei ihm ausgelöst. Aber die beiden waren bis über beide Ohren ineinander verliebt. Genauso sehr wie er damals in seine Bärbel. Auch sie konnten damals kaum die Hände voneinander lassen. Dieser Gedanke zauberte ein Lächeln auf seine Lippen. Und so hatte Prof. Haase die baldige Trennung von seinem geliebten Kälbchen akzeptiert, auch wenn es wehtat, dass nun ein anderer Mann den Fensterplatz in ihren Herzen eingenommen hatte. Gott sei dank war seine Frau heute Morgen nicht zu Hause gewesen. Das hätte sicherlich in einem Tränenmeer geendet, dachte er schmunzelnd. Aber Gretchen hatte ja nur erst einmal ein paar Sachen geholt. Der eigentliche Auszug würde erst am Samstag stattfinden. Wie in drei Gottes Namen bringe ich das nur meinem Butterböhnchen bei? grübelte Franz.

Marc Meier reagierte genauso überrascht auf den plötzlichen Besuch seines Chefs wie Mehdi Kaan, der von seinem Stuhl aufsprang, um die beiden zu begrüßen. Als er sich an Marc vorbeiquetschen wollte, hielt dieser ihn noch kurz am Arm fest und flüsterte ihm leise zu... „Krankstellen Kaan!“ Mehdi verstand nicht sofort, was sein Freund ihm eigentlich damit sagen wollte, und schaute ihn mit großen fragenden Augen an. Marc fluchte angesichts der in diesem Moment völlig unnötigen Begriffsstutzigkeit des Frauenarztes nur kurz in sich hinein... So ein Idiot, echt! Tue auf wehleidig, Mann! Kannst du doch eigentlich so gut. Haasenzahn flippt doch schon aus, wenn dich ne Mücke gestochen hat. Hmm... Müsste dann eigentlich auch schnell den Professor überzeugen oder? Ach Scheiße! Wieso bringt die den mit? Ausgerechnet jetzt! ..., riss seine Augen auf und deutete dann mit seiner Hand auf seinen Hals. Das verstand dann auch sein Freund endlich.

...

Lorelei Offline

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16.05.2010 19:30
#559 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ob Mehdi jetzt wirklich sein schauspielerisches Talent entdeckt? Mag ich zu bezweifeln. Aber er hat ja den besten Schauspieler der Welt neben sich stehen, ne!? Vielleicht hilft der ihm ja aus der Patsche. Aber zunächst steht unsere Chaosqueen im Mittelpunkt. Viel Spaß! Und schönen Abend noch. Lorelei




Während sich Marc und Mehdi in geheimer Zeichensprache unterhielten und der Professor sich kurz im Meierschen Wohnzimmer umblickte, lief Gretchen, die mittlerweile ihren Koffer ebenfalls im Flur abgestellt hatte, bereits auf ihren Ex-Freund zu, um ihn zu begrüßen....

G (umarmt MK freundschaftlich): Hey Mehdi! Du bist ja noch da. Freut mich.
Äh... Haasenzahn, Griffel weg von dem Kranken hier! (MM)
MK (nickt ihr nervös zu, als sie die Umarmung löst, räuspert sich kurz u. setzt ein eher gequältes Lächeln auf): Hallo! Gretchen! Herr ... *schluck* ... Professor!
Was hat er denn? Er sieht ja gar nicht gut aus. Die teuflischen Jellyshots müssen ihm auch ganz schön zugesetzt haben. Marc, das Zeug will ich nie wieder sehen. (G)
F (wundert sich zwar, seinen besten Gynäkologen hier vorzufinden, aber nickt den beiden Männern trotzdem recht freundlich zu): Dr. Kaan! ... Marc!
MM (lächelt ebenfalls eher gequält): Äh... Franz! Haasenzahn? Das... das ging aber fix bei dir.

Ja, ich wollte mich unbedingt beeilen, damit wir jetzt noch ein paar Minuten für uns haben. Aber daraus wird ja wohl jetzt nichts mehr. Warum Papa auch unbedingt mit hochkommen wollte? Mist! Haasche Inspektion würde ich sagen. Aber so ist er nun mal, mein Papa. Immer um mein Wohlergehen besorgt. Oder er wollte nur mal den stadtbekannten ehemaligen Meierschen Sündenpfuhl sehen? Hihi! Aber dass Mehdi noch da ist, finde ich schön. Was er wohl von Marc wollte? Muss etwas Ernstes sein? Haben ja kaum etwas vom Frühstück angerührt. Aber umso besser für mich. Hihi! Also ich könnte schon noch ein zweites Frühstück vertragen. Mamas Kühlschrank gab ja komischerweise nicht wirklich was her. Wo sie bloß schon wieder steckt? Hat sie heute nicht erst Spätschicht? Hmm... seltsam! Aber war vielleicht besser so, dass sie nicht da war. Sie hätte mir doch sicherlich erst einen Vortrag gehalten, dass das mit dem Auszug noch viel zu früh sei und wir nichts überstürzen sollen und so weiter. Und dann hätten wir geheult wie die Schlosshunde. Nun also erst am Samstag. Oh Gott, Marc wird mich umbringen, wenn er im Tränenmeer versinken muss. Sollte unbedingt wetterfeste Kleidung mitnehmen. (G)

Sie hätte sich diesmal ruhig ein bisschen mehr Zeit lassen können und vor allem nicht mit ihrem Alten hier aufkreuzen. Was will der denn hier? Muss der ausgerechnet jetzt seinen väterlichen Kontrollbesuch machen? Scheiße! Der nimmt dem Frauenflüsterer sicherlich nicht ab, dass er aus allen Löchern pfeift. (MM)

G (schaut kurz zu ihrem Gepäck, dann lächelnd zu den drei Männern in der Mitte des Wohnzimmers): Ja, ich habe nur schnell ein paar Sachen in den Koffer geschmissen. Mehr nicht! Und Papa war so freundlich, mich wieder herzufahren.
F (zieht eine Augenbraue hoch): Ein paar Sachen? Sie hat ein Trümmerfeld hinterlassen.
G (empört): Papa!
MM (zwinkert G belustigt zu): Hab ich mir schon gedacht.
G (beleidigt): Eh! Gar nicht wahr!
Natürlich! Nehm ich dir sofort ab, Miss Chaosqueen. Ich kenn doch deinen Kleiderschrank. Einmal Tür auf und man(n) ist begraben. Hahaha! (MM)
F (lacht, schaut sich kurz skeptisch im Wohnzimmer um u. fixiert dann MM mit seinem väterlichen Blick): Und ihr wollt das wirklich jetzt schon durchziehen?
Och nee, der will ihr das doch jetzt nicht schon wieder ausreden oder? Was muss ich denn noch machen, bis er es endlich kapiert? Noch so ne peinliche Rede wie neulich schwinge ICH sicherlich NICHT. Hat mich schon einmal meine Eier gekostet. (MM)

Och Papa, lass das doch endlich! Es ist, wie es ist. Ich bleibe hier und basta! Denn hier gehöre ich hin. Zu MEINEM Marc! (G)



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Lorelei Offline

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17.05.2010 08:49
#560 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

G: Papa, ich dachte, das hätten wir neulich geklärt?
F (lächelt sie erst liebevoll an u. blickt dann wieder mit ernster Miene zu MM): Haben wir ja auch. Ich wollte nur sichergehen, ob Marc sich der Sache bewusst ist, auf die er sich hier einlässt.
Was soll das denn jetzt heißen? (G)
Äh... ja ... also die meiste Zeit schon. Jetzt aber eher weniger. Hilfe! (MM)

G (verschränkt eingeschnappt die Arme vor ihrem Körper u. funkelt ihren Vater an): Bin ich jetzt nur noch eine Sache oder was?
Also was so die Besitzverhältnisse und so anbelangt ... äh ... gehörst du eigentlich schon mir .... also zu mir. (MM)
F (blickt sie fürsorglich an): Kälbchen, so meine ich das doch gar nicht und außerdem rede ich gerade mit deinem Chef... äh... Freund.
Na toll! Hab ich hier überhaupt noch etwas zu sagen? (G)
Tja Meier, genau das habe ich damit gemeint. Die ganze unbezwingbare Naturgewalt, die sich Gretchen Haase nennt. Da braucht man(n) schon starke Nerven. (F)

MM (hat seine Andeutung durchaus verstanden): Ich bin mir durchaus bewusst, worauf ich mich einlasse, Herr Professor, also äh... Franz. Und ich... also ich... ich freu mich wirklich darauf.
Immer schön schleimen und einschmeicheln, Meier! Und außerdem hab ich den kleinen Hurrikan ja schon oft genug bezwungen. Ich hab da schon so meine Methoden. Die behalte ich aber mal sicherheitshalber für mich. (MM)

Naja ganz so überzeugend klang das jetzt nicht gerade, Schatz. Da war deine Rede bei meinen Eltern neulich weitaus schöner. Aber er scheint sich wirklich zu freuen. Das ist doch die Hauptsache.(G)

Gut so! Alles andere würde mich auch wundern. Unser Wirbelwind braucht einen starken Partner an ihrer Seite und das ist er in der Tat. Und wehe du wirfst schon nach einem Monat das Handtuch, Meier! Dann bekommst du es mit mir zu tun. Meine Cholesterinwerte kennst du ja. (F)

Schon irgendwie komisch zu sehen, wie gut die beiden sich mittlerweile verstehen. Gut als Oberarzt und Chirurg hat er ihn schon immer geschätzt, aber als Mensch wohl eher nicht. Anscheinend gehört Marc schon so richtig zu ihrer Familie. ... *seufz* ... Was mache ich eigentlich noch hier? Ich gehör hier doch gar nicht hin. Ich sollte mich jetzt auf meine eigene Familie konzentrieren. Wenn ich heute Nachmittag noch fahre, wäre ich gegen Abend in Frankfurt und könnte schon morgen früh mit der Suche beginnen, aber dafür brauche ich erst mal die Adressen der ganzen Kinderheime dort. Also erst mal bei Google recherchieren, dann packen und... oh ich muss diesen Soost noch erreichen. Ok, der Reihe nach... mich hier schleunigst verdrücken, nach Hause fahren .... Oh Gott, ich hab Maria vorhin einfach so stehen lassen oder besser gesagt liegen gelassen. Ob sie noch da ist? Wäre schon schön, aber... Nein, wohl eher nicht! Sie hat doch heute Frühschicht. Äh... Wo war ich? Ach so! Zu Hause die Adressen im Internet suchen, Hotel buchen, Soost anrufen, Maria vielleicht auch, dann packen und los geht’s.... (MK)

Während Mehdi gedanklich schon völlig in der Planung seiner Suche vertieft war, hatten Marc und Franz ihre Unterhaltung beendet und beide schauten nun ebenso wie Gretchen zu Dr. Kaan, der am Esstisch lehnte und den Boden mit seinem Blick fixierte...

F (sichtlich zufrieden zu MM, dann blickt er zu MK): Gut! ... Und Sie, Dr. Kaan, was machen Sie hier? Ich dachte, Sie seien ausgezogen?


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Lorelei Offline

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17.05.2010 17:00
#561 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Einen Teil habe ich heute noch. Für die Heimkehrerin! Damit dir diese Woche der Lesestoff nicht ausgeht! Lorelei



Scheiße! (MM/MK)
MK (wird abrupt aus seinen Gedanken gerissen u. schaut erst nervös zu MM, dann zu F): Äh... das ist so... äh...
Okaaay! Kaansche Sprachblockade! Hmm... könnte man eventuell als Symptom deuten. Ok, dann lass mal den Onkel Doktor ran, du Schlaffi! (MM)
MM (erkennt MKs Unsicherheit u. spricht sicherheitshalber für ihn weiter): Ist er ja auch. Aber ihm geht’s nicht so gut und da wollte er äh... nur noch mal vom Profi ... äh... die Bestätigung haben, ob sein Anfangsverdacht stimmt.
Oh Gott, das war mal überhaupt keine Glanzleistung von dir, Meier. Das würde ich mir nicht mal selber abnehmen. (MM)
Danke, Mann! Ich hätte kein Wort mehr rausbekommen. (MK)

G (schaut MK besorgt an): Dir geht’s nicht gut? Was hast du denn? Gestern ging’s dir doch noch...
Oh nein, Gretchen! (MK)
Och nee, Haasenzahn, schränk mal bitte deine Mutter-Theresa-Gefühle ein! Die hat der nämlich nicht verdient! Damit das mal klar ist! (MM)

MM (fällt ihr schnell ins Wort): Äh... Dass er gestern angeschlagen wirkte, musst du doch bemerkt haben, Schatz.
Oh Gott, nein! Ich bin so ein Trampel. Wieso hab ich denn nichts gemerkt? (G)
G (kuckt MK beschämt an): Was? Nein! Wieso hast du denn nichts gesagt, Mehdi, dann wären wir doch...?
F (hakt neugierig nach, bevor G ihren Satz beenden kann): Was war denn gestern?
Upps! Glanzleistung, Haasenzahn! Ablenkungsmanöver einleiten! (MM)
Oh nein! Und jetzt? Der Professor denkt doch jetzt sicherlich, ich wäre gestern abgestürzt und mir ginge es deshalb nicht gut. Oh Gott! Dann erlaubt er mir nie, mir ein paar Tage frei zu nehmen. Meier, das war eine Scheißidee. Ich sollte ihm die Wahrheit sagen. Er wird mir schon nicht den Kopf abreißen. Er hat doch sicherlich Verständnis für Familienangelegenheiten und so. (MK)

MK (zunehmend nervöser): Äh...
MM (übernimmt wieder das Reden für ihn): War halt alles zu viel für ihm. Der Umzug. Der ganze Trubel gestern und dann die verschleppte Erkältung ... äh... ja ne!? ... (zwinkert kurz MK zu, der nur ungläubig mit dem Kopf nickt)
Mein Gott, kann der lügen wie gedruckt. Unglaublich! Ich wäre schon längst eingebrochen. (MK)
Verschleppte Erkältung? Also er wirkte doch gestern ziemlich gesund. Er hat doch sogar hier wild mit Marc gekabbelt und das „Hör-mal-wer-da-hämmert-Geschlechter-Duell“ hat ihm doch auch sichtlich Spaß gemacht. Und er hat genauso viel gebechert wie wir alle und naja mit Maria hat er doch auch die ganze Zeit rumgeknutscht. Das hätte er doch nicht, wenn er... Hmm... komisch! Also er war eigentlich wie immer. Gut so gegen Ende hat er dann ziemlich abgebaut, aber wir waren ja alle ziemlich fertig. Wegen deinem Glibberzeug übrigens, lieber Marc! Obwohl... eigentlich hat er ja schlechter ausgesehen als Mehdi. Aber trotzdem... Mehdi hätte doch was sagen können. (G)

MK (räuspert sich): Genau!
G (mustert MK jetzt ganz genau): Du siehst wirklich nicht gut aus.
Ja, schön, dass es dir endlich auch mal auffällt, Schatz! (MM)
Äh... seh ich wirklich so schlecht aus? (MK)

F (nimmt MK ebenfalls genauer unter die Lupe u. wendet sich dann MM zu): Da stimm ich ihr bei. Ganz blass um die Nase, Schweiß auf der Stirn, ständiges Räuspern... Wie lautet Ihre äh... deine genaue Diagnose, Marc?
Der springt echt darauf an? Ich werd nicht mehr! Ok, reiß dich zusammen! Sachlich und professionell bleiben! (MM)
MM (doch leicht nervös): Äh... nun ja .... grippeähnliche Symptome, leichtes Fieber, Gliederschmerzen, Müdigkeit, eine leichte Entzündung der Mandeln und die Lymphknoten scheinen auch ein wenig geschwollen. Also ich würde auf Mononucleosis infectiosa tippen, aber könnte auch... also ich müsste noch....
Pfeiffersches Drüsenfieber? Das klingt nicht gut! (G)
G (geht auf MK zu, der zurückweicht): Lass mal deine Lymphknoten fühlen, Mehdi!
Oh nein! Jetzt fliegt es auf! Ich kann Gretchen nicht anlügen. (MK)
Äh... Haasenzahn, du packst mir den Frauenflüsterer ganz bestimmt nicht an. (MM)

MK (blickt panisch zu MM, dann zu G): Gretchen äh...
MM (forsch zu G): Seit wann kritisierst du denn meine Diagnosen, Frau ASSISTENZärztin?
G: Tue ich doch gar nicht. Ich wollte doch nur...
MM: Nichts da, du lässt die Finger von ihm! Sonst liegst du bald auch noch flach.
F (mustert MK): Eben! Damit ist nicht zu spaßen, Kälbchen. Dr. Kaan, Sie sind ab sofort bis auf weiteres krankgeschrieben.
Das ist wirklich besser! Der Arme! Ich werde später noch mal bei ihm vorbei schauen. (G)
Ha! Wie geil! Das läuft ja wie am Schnürchen. (MM)
Er glaubt uns wirklich? Aber ich hab trotzdem ein ungutes Gefühl bei der Sache. Wenn das rauskommt? Ich hätte vielleicht doch gleich die Wahrheit sagen sollen, v.a. zu Gretchen, aber nun ist es zu spät. Jetzt ist das Siegel des Chefs drauf. Scheiße! (MK)

MK (lächelt ihn gequält an): Äh danke, Herr Professor! Aber meine Station, ich meine, ich muss....
F (nickt ihm anerkennend zu u. blickt dann kurz zu G): Siehst du Kälbchen, selbst im Krankheitsfall noch um seine Patienten besorgt. So lob ich mir das! Aber keine Sorge, Dr. Kaan, darum kümmere ich mich schon.
Was soll denn die Lobeshymne jetzt? Ich dachte, der Professor sei immer schlecht auf Kaan zu sprechen. Ich glaub das ja nicht, macht einen auf krank und der Chef höchstpersönlich segnet es ab. Unglaublich! Der hat mehr Glück als Verstand! (MM)
Das ist mir jetzt echt unangenehm! (MK)

MK: Danke, Herr Professor!
F: Nichts für! Gehen Sie jetzt nach Hause! Ruhen Sie sich aus! Krankenschein können Sie nachreichen. Abtreten!
MK (blickt noch mal zögerlich zu MM, der ihn schelmisch angrinst): Okaaay!?
Kommt da jetzt wirklich nichts mehr nach? Er glaubt uns das einfach so? (MK)
G (schaut MK fürsorglich an): Wenn du etwas brauchst, Mehdi, ich kümmere mich darum, ok?
Sie ist so lieb zu mir. Ich ruf sie dann an und sag ihr, was ich eigentlich vorhabe. Das bin ich ihr schuldig. Sie soll sich nicht unnötig Sorgen machen. (MK)
Geht’s noch? Der Gigolo in geheimer Mission kommt schon alleine klar ja! (MM)

MM (fixiert MK mit seinem Blick): Das wird schon nicht nötig sein. Dr. Kaan kommt schon allein klar.
Was soll das denn jetzt? Ist er etwa eifersüchtig? Jetzt reicht’s echt. Mehdi ist krank! Ich mache mir doch nur Sorgen, verdammt. (G)
Den eifersüchtigen Gockel kannst du jetzt echt stecken lassen, Marc! (MK)

MK (stimmt ihm aber bei, um weitere Diskussionen zu vermeiden): Hmm!
G (funkelt MM an): Entschuldige bitte, ich mache mir nur Sorgen ja. Das wird ja wohl erlaubt sein.
Wieso macht sie sich eigentlich immer Sorgen um ihn und um mich nicht, hä? (MM)
MM (rollt mit den Augen): Ja ja, jetzt reg dich doch....
G (sauer): Doch ich rege mich auf, Marc.
Boah was soll das denn jetzt? (MM)
MK (fällt den beiden Streithähnen ins Wort): Ist schon gut Gretchen. Im Moment brauche ich wirklich nichts. Danke!
G (schaut ihn immer noch besorgt an): Wenn du meinst? Aber wenn etwas ist, dann ruf an!
MK (lächelt): Mache ich!
MM (verschränkt angefressen die Arme): Pfff....
Ach macht doch, was ihr wollt. Mir doch egal! (MM)
F (hat das Schauspiel eine Weile beobachtet u. überlegt jetzt): Kälbchen!?
G (verdreht die Augen): Papa, du sollst mich nicht so nennen, wenn wir....
Also in Gegenwart der beiden! Das ist mir peinlich! (G)
Och ich find das eigentlich ganz niedlich. (MM/MK)

F: Gretchen! Wenn du unbedingt etwas tun möchtest, dann könntest du vielleicht Dr. Kaans Vertretung übernehmen.
G/MM (starren ihn überrascht an): Bitte was?


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18.05.2010 14:48
#562 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Ich weiß, es ist vielleicht etwas weit hergeholt, Gretchen, die ja nur Assistenzärztin ist, vorübergehend die Gyn übernehmen zu lassen, aber das hat zum einen dramaturgische (Ich plane da noch so eine kleine feine Szene in Mehdis Büro.) und zum anderen finanztechnische Gründe. Die Finanzkrise betrifft ja auch die Kliniken, Einsparungen wohin man sieht, da muss selbst der Professor tricksen, wenn plötzlich seine besten Kräfte „krank“ werden, ne!? Welche Argumente Franz noch auffährt, seht ihr ja gleich. Wie wird wohl der Oberarzt auf den plötzlichen Verlust seiner Lieblingsassistenz reagieren? Und ob Gretchen dann vielleicht vom Babyvirus befallen wird (@ Kate: deine Vorahnungen werden mir langsam unheimlich!), kein Kommentar! Schaut selbst! Viel Spaß mit dieser Episode hier. Dickes Bussi an all meine Kommentatoren und an meine stillen Leser! Eure Lorelei




Ich? Aber ich bin doch dafür überhaupt nicht qualifiziert. Noch nicht! Gut, ich habe schon oft im Kreissaal ausgeholfen und ich kenne die Abläufe, aber eigenverantwortlich eine ganze Station leiten? Das kann Papa doch nicht wirklich ernst meinen? (G)

Äh... Sie ist zwar gut, aber ihr gleich die Verantwortung für eine ganze Station ... und auch noch ausgerechnet DIE Station ... in die Hände zu drücken? Das würde ja heißen, sie wäre mir dann... äh... irgendwie ... ebenbürtig. Äh... nicht gut! Außerdem wäre sie ja dann den ganzen Tag da und ich müsste allein... Das gibt’s doch nicht. Da verschaffe ich dem hier ein Alibi, damit er seine Nuttenfrau aufspüren kann und was ist der Dank? Ich steh ohne meine beste Assistenz im OP! Find ich ... doof! (MM)

F (erklärt seine Entscheidung): Du hast doch Dr. Kaan schon so oft assistiert...
MM (fällt ihm ins Wort): Nicht so oft wie mir.
G: Marc!
F (ignoriert seine Zwischenbemerkung u. wendet sich wieder seiner Tochter zu): ... Und du hast während deines Studiums längere Zeit auf der Gynäkologie des Uniklinikums Köln gearbeitet. Also du kennst die Abläufe und auf die Schnelle würde ich eh keinen besseren Ersatz für Dr. Kaan finden. Das wäre doch die einfachste Lösung, nicht? Es ist doch auch nicht für lange. Frau Dr. Gerlach ist doch auch noch da. Und bei Fragen kannst du jederzeit zu mir kommen, Kälb... Gretchen. Traust du dir das zu?
G (leicht überfordert): Ja schon, aber...?
Ich freu mich ja auch, dass er mir so ein Vertrauen entgegenbringt, aber bin ich dem wirklich schon gewachsen? (G)
F (erst zu G, dann zu MK): Kein aber! Du wolltest doch immer Verantwortung übernehmen. Hier hast du die Gelegenheit dazu. Das wäre doch die beste Vorbereitung für das, was dich später einmal erwartet, wenn ich nicht mehr... *räusper* ... Und wenn du dich gut anstellst, würde ich mich dafür einsetzen, dass das auch in deine Benotung mit eingeht. Also? Dr. Kaan, trauen Sie ihr das zu?
MK (lächelt): Ich würde ihr alles zutrauen.
Schleimer! (MM)
Hmm... ich kann es ja mal versuchen. Und wenn es schief geht .... Oh Gretchen ganz, ganz schlechter Gedanke! ..., dann kann ich es ja immer noch auf den Chef persönlich schieben. Oder auf Marc, der mir während der ersten Monate hier, nie wirklich etwas zugetraut hat. Das kratzt am Selbstbewusstsein einer Frau! Aber jetzt habe ich ja die Gelegenheit, es allen und vor allem dir zu zeigen. Tschaka Gretchen! Ich kann das. Das Vertrauen meines Vaters und von Mehdi ist mir erst mal Ansporn genug. Vorerst! (G)

G (glücklich über das Vertrauen, das man ihr entgegenbringt): Danke!
Na toll! War ja klar, dass sie nicht nein sagen kann, wenn der Kaan ihr auch noch in den Arsch kriecht. (MM)
MM (leicht angesäuert): Schon klar! Und was ist mit meiner Station? Ich meine, wenn jetzt auch noch die zweite Assistenz wegfällt, dann....
Er traut mir das nicht zu oder? (G)
F (professionell wie eh und je): Im Moment stehen keine größeren Operationen an und im Notfall bin ich ja auch noch da. Außerdem kommen am Donnerstag die neuen Assistenzärzte frisch von der Uni, also...
MM (stöhnt laut auf): Och nee, nicht auch noch Frischlinge!
Das ist mein Ende! (MM)
G: Marc!
F: Meier!
Upps, das hätte ich wohl leise sagen sollen. Mir bleibt auch nichts erspart. (MM)
F (funkelt ihn an): Ich kann es mir auch noch anders überlegen und Gretchen übernimmt die Chirurgie und du die Gynäkologie.
Oh Gott! Nein! Hilfe! Nicht in tausend Jahren geh ich auf die Plärrstation zu den hysterischen Hühnern. Nee!!! Dann könnte ich mich auch gleich einweisen lassen. (MM)

Hahaha! Das würde ich schon gerne sehen, Meier! (MK)


Allein der Gedanke ist schon zum Schießen. Marc ‚Macho’ Meier im Kreissaal! Hihi! Wobei ... die Geburt im Fahrstuhl vor ein paar Monaten war schon ein einschneidendes Erlebnis für mich. Wie professionell und schnell er da gehandelt hat, obwohl ihm das alles zuwider war. Das war schon toll. Und ich war mächtig stolz auf ihn. Aber so panisch wie er gerade kuckt, lässt er sich niemals darauf ein. Ist vielleicht auch besser so. Für ihn, für mich, für Mehdi und v.a. für die Frauen und die kleinen Würmchen da. (G)

MM (lenkt schließlich ein): Okaaay, einverstanden! Also dass Gretchen auf die Plärr... äh... Gyn geht, meine ich. Äh ja... was sonst? Aber nur solange der Kaan „krank“ ist, Haasenzahn.
Danke für dein Vertrauen oder was auch immer, Schatz! Der Arme wirkt aber schon ein bisschen angefressen, dass er mich für eine Weile los ist. Hach.... er vermisst mich jetzt schon. Ist das nicht süß? (G)
F (schaut zufrieden zwischen seinen Ärzten hin und her): Gut, wenn das dann geklärt wäre? Dr. Kaan, Sie verschwinden nach Hause, aber sofort! Und ihr beide habt ja eh gleich Dienst. Soll ich jemanden mitnehmen?
MK (verabschiedet sich von allen): Nicht nötig! Und danke noch mal! Ich werd dann mal so langsam... (zieht seine Jacke an u. geht zur Tür) ... Tschüß zusammen! Gretchen! Herr Professor! Marc, ich melde mich dann ... äh... später noch mal bei dir, ok? ... (wirft ihm einen „Du verstehst schon!“-Blick zu u. öffnet die Wohnungstür)
Och nee, lass mal lieber! Die Dosis Kaan heute hat mir ehrlich gesagt gereicht. (MM)
MM (zwinkert MK grinsend zu, der schon fast zur Tür raus ist): Okaaay!? Bis dann!
G (ruft MK noch hinterher, dann fällt die Tür ins Schloss): Tschüß Mehdi! ... Und Papa, wenn du bitte einen Moment warten würdest, dann kommen wir gleich mit.
MM (blickt sie entgeistert an): Äh ... Was? Wieso?
G (blickt ihn durchdringend an): Maaarc!
WAAAS??? Eh ich fahr ganz bestimmt nicht mit meinem Schwieger... äh Chef mit! Nee! ... Oh! Jetzt weiß ich, worauf sie hinaus will. Scheiße! ... Kaaan!!! (MM)
MM (der Groschen fällt endlich): Ach so! Mein Auto steht ja noch... Äh ... Also ich bin gerade ohne Wagen also äh... es wäre wirklich nett von dir, wenn wir mitkommen könnten, Franz.
F (lächelt kurz): Gut! Ich warte!
G (zupft MM am Ärmel seines Hemdes u. schaut ihn eindringlich an): Marc, kommst du bitte mal!
Was’n jetzt noch? Auf Zärtlichkeiten, wenn der Papa nebenan hockt, hab ich äh... dann doch eher keinen Bock! Is mir zu gefährlich. Nicht dass ich dann doch noch auf der Gyn lande. Aber was kuckt sie denn so komisch? (MM)
MM (leiert mit den Augen): Jep! Komme!

Marc folgte seiner süßen Freundin ins Schlafzimmer, während Franz Haase langsam durch die Meiersche Wohnung schritt, die bald das neue Zuhause seiner geliebten Tochter sein würde, und sich genauer umschaute. Im Schlafzimmer angekommen, fragte Gretchen dann auch sofort nach, denn irgendetwas war ihr spanisch vorgekommen, was Mehdi betraf...

G (leise flüsternd): Ok, was ist wirklich los?
Scheiße! Sie ahnt was oder?
MM (stellt sich dumm): Hmm!? Ich weiß nicht, was du meinst?
G: Mit Mehdi! Er ist doch nicht wirklich krank oder? Papa könnt ihr vielleicht etwas vormachen, aber mir nicht. Also was wird hier gespielt?
Na super! Hat sie den siebten Sinn oder was?
MM: Gretchen, ich kann dir das erklären, aber...

Dr. Meiers Erklärungsversuch wurde aber von seinem Chef und Schwiegervater in spe unterbrochen, der bei seiner kleinen Wohnungsbesichtigung nun das Meiersche Schlafzimmer erreicht hatte und seinen Kopf durch den Türspalt steckte...

F (ungeduldig): Kommt ihr jetzt endlich? Wir sind schon spät dran. Und der Chef kommt nie zu spät. Ist das klar!?
G (genervt): Ja, Papa!
MM (nicht minder genervt): Ja, Chef! ... (leise zu G) ... Ich erzähl dir das später, ok?
G (nickt ihm zu): Ok!
Da bin ich aber mal gespannt.
F: Was?
G: Nichts! Wir kommen, Papa!

Und keine Minute später hatten die drei die Meiersche Wohnung auch schon verlassen, um zusammen in die Klinik zu fahren.

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19.05.2010 11:35
#563 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hey! Natürlich kennt Gretchen ihre Männer in und auswendig, da würde auch eine mehrjährige Schauspielausbildung der beiden nichts bringen. Sie würde sie trotzdem durchschauen. Schaumer mal, wie sie jetzt auf Marcs Geständnis reagiert. Viel Spaß! Eure Lorelei




Nur wenig später erreichten die drei Ärzte auch schon das Elisabeth-Krankenhaus. Professor Haase verschwand schnell in seinem Büro, während Marc und Gretchen zusammen die Umkleide aufsuchten, um sich für ihren bevorstehenden Dienst umzuziehen. Gretchen nutzte sofort die Gelegenheit, dass sie allein in dem Zimmer waren, um bei ihrem Freund noch einmal genauer nachzuhaken, was die seltsame Szene vorhin mit Mehdi sollte. Der Chirurg stöhnte kurz auf, während er seinen Kittel anzog und erklärte ihr schließlich ohne Umschweife den äußerst schwierigen Fall „Mehdi Kaan“ in der Kurzversion, was von seiner Freundin mit einem ungläubigen Blick und einem kurzem „Ach?“ kommentiert wurde. Sie schloss ihren Spind und warf sich ebenfalls ihren Kittel über, den sie schnell zuknöpfte. Dann ging sie zu Marc rüber, der lässig an den Spinden lehnte und sie beobachtete. Sie nahm ihn spontan in den Arm und gab ihm einen kleinen Kuss auf den Mund...

M (überrascht): Womit hab ich den denn verdient?
G (strahlt ihn an): Weil du ihn unterstützt.
M (zieht eine Augenbraue hoch u. legt seine Hände um ihre Taille): Ah ja? Aber ich fahr doch gar nicht mit.
G (schlingt ihre Arme um seinen Hals u. schmiegt sich an ihn): Aber du bist für ihn da. Also steckt doch noch eine Portion normaler Mensch in dir?
Ich bin so stolz auf ihn. Ich könnte ihn abknutschen! Hmm... mach ich vielleicht noch.

Was soll das denn heißen?

M (löst sich von ihr u. schaut sie an): Eh! Ich bin normaler als normal ja!
Natürlich! Voll normal ne!? Also eure seltsame „Ich mach mal eben auf krank“-Aktion schon oder wie?
G (skeptisch): Naja!? Aber ...

Gretchen boxte ihren Freund und Oberarzt völlig unvorbereitet in den rechten Arm, woraufhin dieser aufstöhnte und sich die schmerzende Stelle rieb....

M (funkelt sie böse an): Aua! Was soll das denn jetzt?
Die Frau ist echt völlig unberechenbar. Hab doch gar nichts gemacht. Also diesmal, glaube ich!?
G (vorwurfsvoll): Die Idee mit dem Krankmachen kann ja nur aus deinem Spatzenhirn stammen oder?
Oooch! Das ist ja wohl....
M (schnauft beleidigt auf): Eh! Sag mal, wie redest du denn mit deinem Vorgesetzten?
G (stemmt ihre Hände an ihre Hüfte u. baut sich vor ihm auf): So wie er es für diese bescheuerte Idee verdient hat! Außerdem haben wir erst in zwei Minuten Dienst. Also rede ich mit dir, so wie ich will. Verstanden?
M (völlig überrumpelt von ihrem plötzlichen Anfall an enormer Selbstsicherheit ihm gegenüber, die er so gar nicht von ihr gewohnt ist): Äh....
Ha! Da bist du sprachlos was? Gut so! Aber ich bin noch lange nicht mit dir fertig, mein Lieber.
G (stutzt ihn weiter zurecht): Ihr hättet meinen Vater auch einfach fragen können. Oder denkst du etwa, er hätte für diese Angelegenheit kein Verständnis gehabt? Ich dachte, du kennst ihn mittlerweile ganz gut.
M (schluckt): Ja schon! Aber... Ach... das war halt so ne spontane Idee und... mein Gott, es ist doch nicht aufgeflogen.
G (läuft aufgeregt im Zimmer auf und ab u. gestikuliert wild mit ihren Armen vor ihm herum): Jetzt vielleicht noch nicht, aber hast du mal darüber nachgedacht, was ist, wenn Papa nachfragt, wie es ihm geht oder ihm vielleicht einen Krankenbesuch abstattet und Mehdi ist dann nicht da?
Upps!
M (stöhnt genervt): Als ob dein Vater den besuchen würde.
G (bleibt vor ihm stehen u. funkelt ihn an): Weiß man’s!? Du weißt ja, für ihn sind wir im EKH alle eine Familie und da kümmert man sich eben umeinander.
Boah hör mir mit dem Scheiß auf!
M: Mann, jetzt mach doch kein Trara da draus! Sei doch froh, dass Mehdi endlich mal den Hintern hochbekommt. Obwohl... der Plan ... naja.
Stimmt! Vielleicht hilft ihm das ja auch irgendwie, wenn er selbst etwas tut. Also so für die Psyche und so. Immer nur abzuwarten würde mich auf die Dauer auch fertig machen. Ich glaube, ich würde auch jedem kleinem Fünkchen nachgehen. Und so schlecht ist der Plan doch auch nicht oder?
G (wieder etwas ruhiger schaut sie ihn erwartungsvoll an): Meinst du, es ist keine so gute Idee, was er vorhat?
Ach ich weiß doch auch nicht. Es gibt ihm auf jeden Fall Hoffnung, aber was ist wenn... Umso enttäuschter ist er dann, wenn die Suche nix gebracht hat.

Aber bevor Marc seiner Liebsten darauf antworten konnte, ging langsam die Tür auf und eine überaus neugierige und tratschsüchtige blonde Krankenschwester betrat die Umkleide...

S: Wer hat was vor?

Die beiden Ärzte schauten sich nur an und verdrehten die Augen.... Sabine!

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19.05.2010 17:37
#564 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Wie versprochen kommt jetzt noch der zweite Teil. Sabinchen ist wieder da!!! Habt ihr sie vermisst? Also ich schon! Deshalb wünsche ich euch jetzt ganz viel Spaß mit unserer lieben Stasi-Sabsi in Bestform. Lorelei




M (im gewohnten harschen Oberarztton): SIE! Visite! Aber zackig!
S (weicht eingeschüchtert einen Schritt zurück u. stößt mit ihrem Hintern an die offene Tür zum Stationszimmer): Aua! ... Aber...
M (schmunzelt über ihre Dämlichkeit): Nix aber! Also hopp, hopp! Und du Haasenzahn, viel Spaß heute beim Kinderkriegen!

Schwester Sabine, die der harschen Aufforderung ihres Chefs gefolgt war und schon wieder halb zur Tür hinaus war, horchte auf und drehte sich noch einmal ungläubig zu ihren beiden Kollegen um....

S (macht große Augen): Oh! Sie... Sie.... Sie... aber man sieht doch noch gar nichts!?
Boah nee, die ist echt dümmer als Stroh!

Nein! Glaubt sie jetzt etwa, dass ich...? Also...

G (schüttelt ungläubig den Kopf): Sabine, ich bitte Sie!
MM (fällt G ins Wort und schreit S laut an): Nicht ihre eigenen, Sie Vollidiotin, sondern die vom Kaan.
S (zuckt kurz zusammen u. schaut ihn weiterhin wie ein Fahrrad an): Oh! Ich wusste gar nicht, dass er Vater wird.
Er schenkt Leben, er nimmt Gehirn.

Ich fass es nicht. Da fällt selbst mir nichts mehr ein.

M (haut sich fassungslos gegen die Stirn, schnappt nach Luft u. schaut sie dann gespielt ernst an): Ja, der wird Vater! Deshalb glänzt er ja auch mit Abwesenheit heute und Haasenzahn ... äh... Dr. Haase übernimmt seinen Job für ein paar Tage.
G (tadelt ihn): Marc! Erzähl hier nicht so einen Blödsinn!
M (zeigt mit dem Finger auf S): Na DIE hat doch damit angefangen.
G: Sie hat auch einen Namen, Marc!
M (stöhnt genervt): Ja, das Dummerchen vom Dienst!
Marc Meier, du unsensibler... GGGGRRRR!!!

Als Gretchen sah, wie sich langsam immer mehr Tränen in den Augen von Schwester Sabine sammelten und sie immer lauter schluchzte, ging die blonde Ärztin auf sie zu und nahm sie tröstend in den Arm. Marc, den sie mit einem bösen vorwurfsvollen Blick strafte, stöhnte nur und schüttelte den Kopf...

G (tätschelt ihren Rücken u. lässt sie dann los): Sabine, nehmen Sie ihn bitte nicht so ernst. Er hatte wohl heute Morgen einen... äh... sehr schlechten Start in den Tag. Äh... Linker Fuß und so. ... (grinst M schelmisch an, dem der Mund offen stehen bleibt) ... Liegt wohl noch am Alkohol von gestern. Er verträgt ja auch nichts.
Du Biest! Ich vertrage sehr viel, nur eben keine nervigen kleinen Schwestern und Assistentinnen am Morgen, die heute wohl die Weisheit mit Löffeln gefressen haben.
M (verschränkt beleidigt die Arme): Eh!
Außerdem fing der Tag sehr viel versprechend an, Haasenzahn. Daran wirst du dich doch hoffentlich noch erinnern oder? Erst durch den Frauenflüsterer hat sich das Blatt in die andere äh ... eher negative Richtung gewendet. Ja, Mehdi ist an allem Schuld!
S (schaut G treudoof an, die Tränen sind mittlerweile wieder versiegt): Oh! Haben Sie gestern gefeiert?
Also ich glaube, es gibt niemanden, der neugieriger ist als Schwester Sabine. Unglaublich! Gib ihr ein bisschen Tratsch und alles ist wieder gut.

Boah Stasi-Sabsi, Klappe halten! Das geht Sie nen Scheißdreck an.

G (kichert verlegen): Äh... Sozusagen! Dr. Kaan ist doch gestern umgezogen, wissen Sie.
S: Ach? Davon habe ich gehört ja.
G: Sabine, was ich noch sagen wollte. Äh... Wenn irgendetwas ist, also falls ... (sie schaut kurz zu M, der ziemlich genervt dreinblickt) ... Dr. Meier mal wieder...
Da bin ich aber mal gespannt.
M (unterbricht sie grinsend): Ja ich höre!
Upps! Jetzt ist er sauer oder? Hmm... mir doch egal!
G (grinst zurück): ... mal wieder einen seiner ... äh... typischen Aussetzer hat, dann finden Sie mich heute und in den nächsten Tagen auf der Gyn.
Aussetzer? Was für Aussetzer? Also ich bin ja wohl immer freundlich und nett. Zu ... fast jedem!
S (schmunzelt kurz u. hakt dann nach): Wieso denn? Was ist denn mit dem Herrn Doktor Kaan?
So jetzt reicht’s echt mit dem Kaffeeklatsch hier. Ich bin immer noch der Chef hier und ich hab das Sagen! Ist das klar!?
MM (ist das Gequatsche seiner beiden Kolleginnen leid u. fährt S scharf an): Krank! Und jetzt Visite, aber zz! ZIEMLICH ZÜGIG!!! ... (blickt kurz zu G) ... Ich komme gleich nach!
S (schaut kurz zu G, die ihr zunickt, u. verlässt anschließend die Umkleide Richtung Stationszimmer): Jawohl, Herr Doktor!

...

Lorelei Offline

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20.05.2010 10:27
#565 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Freut mich, dass ihr gestern Spaß hattet. Tja unser Sabinchen ist schon nicht von dieser Welt oder? Aber sie ist ja jetzt davon geschwebt und unsere beiden Lieblingsärzte sind wieder allein. Was da so alles passieren kann? Achtung: akute Zuckerschockgefahr! Viel Spaß mit der neuen süßen Episode! Ist etwas länger geraten als sonst. Ich hoffe, ihr verzeiht mir das. Aber ich wollte die Szene ungern trennen. Wäre schade drum! Liebe Grüße. Eure Lorelei




Marc schmiss mit einem gekonnten Fußtritt, der Ballack blass aussehen lassen würde, die Tür hinter der nervigen Krankenschwester zu und nutzte die Gunst der Stunde, dass die beiden endlich wieder allein waren, für einen Meierschen Frontalangriff. Gretchen konnte gar nicht so schnell kucken, da hatte er sie schon mit vollem Körpereinsatz gegen einen der Spinde gepresst....

G (quietscht völlig überrascht von der Meiersche Attacke laut auf): Maaarc! Was soll denn das?
Das wirst du schon sehen, du kleines Biest, du. Strafe muss schließlich sein. Niemand lässt Gott ungestraft so auflaufen. Verstanden?
M (hält sie an ihren Handgelenken fest, die er hinter ihrem Rücken verschränkt u. funkelt sie an): Was für Aussetzer meinst du eigentlich, hmm? Das gefällt dem Dr. Meier aber überhaupt nicht, dass seine Assistenz ihm so auf der Nase herum tanzt.
Uuuh! Ich hätte ihn nicht so provozieren sollen. Er will sich rächen. Kann er aber vergessen. Nicht hier und nicht jetzt! Auch wenn das gerade noch so aufregend ist.
G (versucht sich lächelnd aus seinem Klammergriff zu befreien u. windet sich heftig, hat aber gegen seinen festen Handgriff nicht den Hauch einer Chance; sein verführerisches, ihr die Sinne raubendes Aftershave tut sein Übriges): Tue ich doch gar nicht. Aber du könntest schon etwas netter sein. Also zu Sabine, meine ich.
Äh... und zu mit jetzt auch. Gott, dieser Duft sollte verboten sein.

Vergiss es! Nicht in tausend Jahren!

M (lässt die zappelnde Frau in seinen Armen nicht los u. presst seinen bebenden Körper noch enger an den ihren, woraufhin sich ihr Herzschlag noch um ein Vielfaches beschleunigt): Pfff... wenn die hier so nen Stuss erzählt.
G (windet sich noch einmal kurz u. gibt schließlich erschöpft den aussichtslosen Kampf auf): Hättest mich ja ausreden lassen können, dann wären gar nicht erst solche Gerüchte entstanden.
M (lockert seinen Griff ein wenig, als er merkt, dass sie aufgegeben hat u. sich nicht mehr länger gegen ihn wehrt u. fährt langsam mit einer Hand ihren Rücken entlang): Wie die überhaupt auf den Scheiß kommt?
G (legt ihre Arme um seinen Hals u. zieht ihn noch näher an sich heran; ihr Herz klopft wie verrückt u. ihr Atem geht schneller): Das ist doch die logische Schlussfolgerung, weil wir jetzt ein Paar sind.
Das ist jetzt Frauenlogik oder? Die muss ich nicht verstehen.
M (auch sein Atem geht schneller; seine Hand wandert Richtung Po): Ah ja!? Und da denkt die dumme Kuh gleich, ich hätte dir nen Braten in die Röhre geschoben.
Vielen Dank Marc! Jetzt ist die romantische Stimmung dahin. Ach menno!
G (lässt ihn enttäuscht wieder los u. schlägt seine fordernde Hand von ihrem Hintern): Marc, das kann man auch etwas netter ausdrücken.
Oh nein, Haasenzahn, du denkst doch nicht etwa schon wieder...? Womit hab ich das nur verdient? Wenn ich gewusst hätte, dass das heute wieder einer dieser verrückten nervigen Tage werden würde, dann wäre ich sicherlich gleich im Delirium liegen geblieben. Ich brauche ganz dringend eine Zigarette.
M (stöhnt): Nee, kann man(n) nicht! Und du, wehe du kommst hier wieder auf dumme Gedanken, wenn du jetzt ständig auf der Plärrstation rumrennst.
Ach so? Da liegt also der Hund begraben. Der Herr Doktor kriegt schon wieder Panik. Na super!
G (grinst): Was denn für Gedanken?
Das weißt du ganz genau, du Träumerin. Dein GZSZ-Happy-Family-Kram!
M (stöhnt): Haasenzahn!
G (reißt die Augen auf u. funkelt ihn provozierend an): Maaarc! ... Na etwa Schiss?
Boah jetzt provoziert sie aber!
M (legt wieder vorsichtig eine Hand an ihre Taille): Das hat nichts mit Schisshaben zu tun ja.
Das ist gesunder Menschenverstand. Man sieht ja wo das alles hinführt, wenn man sich Mehdi anschaut.
G (schaut ihm direkt in die Augen u. legt ihre Hand auf seine, die an ihrer Taille ruht, woraufhin er kurz zusammenzuckt, weil er denkt, sie wolle sie wegstoßen): Womit dann?
M (stammelt nervös vor sich hin): Och Mann ... Haasenzahn ... müssen wir das jetzt unbedingt ... also diese unnötige Diskussion führen?
Ja müssen wir, Schatz! Ich will ja auch wissen, was Sache ist und ob du dir das irgendwann doch vorstellen kannst.
G: Du hast damit angefangen.
M (trotzig): Hab ich nicht. Das war Sabine.
Hach... Er kann sich das noch nicht vorstellen! Aber was habe ich denn erwartet? Marc Meier eben!
G (seufzt leise u. ergreift auch noch seine andere Hand): Ach Marc! ... Keine Panik! Ich werde schon nicht wegen einer Woche auf der Gyn vom Babyvirus infiziert werden.

Wobei ... die Gefahr besteht eigentlich schon! Wenn ich da an die kleinen Würmchen denke... Hach... Träum... Seufz... Upps! Äh...Ruhig bleiben, Gretchen! Das hat alles noch seine Zeit. Aber so in ein paar Monaten... Hach... Gretchen, hör auf zu träumen! Marc bräuchte schon eine Gehirnwäsche, bis er zu diesem einschneidenden Schritt bereit wäre. Blöder Idiot!

Oh doch wirst du! Ich kenn dich doch! Da wird man(n) schon mal leicht nervös.

M (streichelt zärtlich mit dem Daumen über ihren Handrücken): Da bin ich mir bei dir nicht so sicher!
G (drückt seine Hand etwas fester u. lässt sie dann los): Marc! ... Lassen wir das ok? Ich muss jetzt los. Dr. Gerlach und mein Papa warten sicherlich schon wegen der Übergabe und der Einweisung auf mich. Also...

Gretchen drehte sich um und wollte schon gehen, als Marc sie plötzlich am Arm packte und zurückhielt...

M (lächelt verschmitzt): Einen Moment noch!
G (aufgeregt u. mit heftigem Herzklopfen): Was denn?
Oh Gott! Wie er mich schon wieder anschaut! Ich kipp gleich weg.
M (legt seine starken Hände wieder an ihre Taille u. zieht sie ganz nah an sich heran): Wenn du es schon vorziehst, heute nicht mit mir den OP zu teilen, dann habe ich doch zumindest als Entschädigung einen ordentlichen Abschiedskuss verdient oder?

Ooooooohhhhhhh jaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!

Wie ein verschmustes kleines Kätzchen schmiegte sich die über beide Backen verliebt strahlende Assistenzärztin an ihren Oberarzt, legte eine Hand auf seine starke Brust und spürte dabei sein wild pochendes Herz, das ihrem, was seine Geschwindigkeit betraf, in nichts nachstand und verlor sich schließlich in seinen wunderschönen grünen Augen, die sie feurig anfunkelten...

G: Marc, du bist soooo süüüüß!

Sexy und heiß wären mir lieber! Aber sie ist ja selber in diesem Moment so unglaublich süß. Oh Mann, diese ganzen Süßeleien machen einen noch ganz kirre.

Marc lächelte nur. Er nahm eine Hand von ihrer Taille und strich ihr mit der Fingerspitze erst den Arm, dann zärtlich den Hals hoch, was eine Gänsehaut bei ihr auslöste, die sich langsam vom Nacken abwärts über ihren ganzen Körper ausbreitete. Gretchen schloss ihre Augen und legte ihren Hals leicht schräg in freudiger Erwartung auf die feurigen Meierschen Lippen, die sich gleich sanft darauf betten und sie in den Himmel entführen würden. Sie spürte schon seinen warmen Atem in ihrem Nacken, denn sein Mund war nur noch Millimeter entfernt, und sie lächelte verträumt. Ihr Liebster wusste ganz genau, dass sie nur darauf wartete, dass er endlich ihre erogenste Zone, die er noch mit dem Zeigefinger mit kreisenden Bewegungen fixierte, mit seiner Zunge liebkoste. Fasziniert nahm er wahr, wie sich sein Haasenzahn immer enger an ihn schmiegte, ihre zarten Hände planlos über seinen Rücken strichen und dabei immer langsamer wurden. Sie schien allmählich in eine andere Welt zu entschwinden, was sein Herz noch höher schlagen ließ. Was für ein geiles Gefühl war es doch, zu lieben und wiedergeliebt zu werden, dachte er begeistert. Aber anstatt seine Lippen endlich ganz auf ihren wunderschönen grazilen Hals zu senken, hauchte er nur kurz über diese erogene Stelle an ihrer Halsbeuge, was bei ihr dennoch dieselbe Wirkung erzielte, als wenn seine Lippen sie wirklich berührt hätten. Ein leises Stöhnen entfuhr ihren vollen Lippen und Schauerwellen machten sich in ihrem Körper breit, die sie fast um den Verstand brachten. Zufrieden lächelte Dr. Meier und wanderte dann hauchend zu ihrem Ohr, in das er verführerisch säuselte...

M: Ich hoffe, du vergisst das nicht zwischen den ganzen kreischenden hysterischen Müttern ... und ... Gaby!

Mit einem Mal wurde Dr. Haase aus ihren erotischen, Dr. Rogelt bei Weiten toppenden, FSK18-zensierten Gedanken gerissen... Danke Marc für diesen Eimer eiskalten Wassers! Du Schuft! Das war gerade soooooo schöööööön. Wieso machst du das kaputt? Ich will hier noch nicht weg. Und jetzt erst recht nicht. ... Oh Gott! Ich muss mit Gaby arbeiten? Ich muss kündigen!

G (atmet leicht enttäuscht aus u. legt ihre Stirn an seine): Die musst du nun wirklich nicht erwähnen.
Aktion Haasenzahn komplett zu verwirren, geglückt! Bin halt immer noch der Beste! Rache ist Blutwurst, Süße! Aber schön war es trotzdem. Hach... Ich will nicht, dass sie geht und dann auch noch in die Höhle der biestigen, mehdigeilen Schlampe.
M (grinst schadenfroh): Tja du hast es so gewollt.
G (legt ihre Arme um seinen Hals u. schaut ihn schmollend an): Papa hat das so gewollt.
Jedem das, was er verdient, Haasenzahn! Selber Schuld, wenn du mir untreu wirst.
M (streicht mit seinen Händen ihren Rücken entlang u. löst wieder eine Gänsehautlawine bei ihr aus): Hättest ja auch nein sagen können.
Nicht aufhören! Hör niemals damit auf, Marc!
G (seufzt): Und mit welcher Begründung?
M (hält sie ein Stückchen auf Abstand u. schaut ihr verschmitzt grinsend in die Augen): Hmm... dass dich nur die Arbeit mit Gott befriedigt... und zwar in allen Lebenslagen.
Du bist unmöglich, Marc!
G (schlägt ihm leicht auf den Arm u. schaut ihn empört an): Maaarc!
Au! Du bist so süß, wenn du wütend wirst. Das macht mich an.
MM (zieht sie so nah an sich heran, dass kein Blatt Papier mehr dazwischen passt): Halt die Klappe und küss mich endlich!

... hauchte Marc ihr noch zärtlich ins Ohr, bevor die beiden in einem innigen Kuss versanken, der sie für einen Moment vergessen ließ, wo sie gerade waren. Sie hielten sich noch ein Weilchen im Arm und schauten sich intensiv in die Augen, dann löste sich Gretchen schweren Herzens von ihrem Freund...

G (hält seine Wange u. streichelt zärtlich mit dem Daumen darüber): Schatz, ich muss jetzt wirklich gehen. Wir können ja dann zusammen Mittag essen, hmm?
M (lächelt sie verliebt an u. nimmt ihre Hand in seine): Liebend gern, aber ich wollte eigentlich die Mittagspause nutzen, um schnell meine Karre von Mehdi zu holen und ich wollte auch noch mal bei ihm reinschneien, wenn er noch nicht über alle sieben Berge ist.
G (grübelt kurz u. strahlt ihn dann an): Hmm... Weißt du was? Ich komme mit.
M: Äh...ok!? Von mir aus.

Gretchen gab ihrem geliebten Oberarzt noch schnell einen kleinen Kuss auf die Wange, strich dann mit ihrer Hand darüber und verabschiedete sich. Ihr Weg führte sie ohne Umschweife auf die Gynäkologische Station des EKH, wo ihr Vater und Dr. Gerlach schon auf sie warteten, um sie in ihre Aufgaben einzuweisen. Marc folgte seiner süßen Freundin auf den Gang und schaute ihr noch lange verträumt hinter, obwohl sie schon längst um die nächste Ecke verschwunden war... Was machst du nur mit mir, Haasenzahn? seufzte er und ein verliebtes Lächeln zauberte sich auf sein sonst so miesepetriges Gesicht. Seine Gedanken schweiften ab und er lehnte sich seitlich an den Türrahmen, den er mit einer Hand festhielt. Erst als Schwester Sabine, die völlig entzückt von der rührenden Abschiedsszene ihrer beiden Lieblingsärzte war (Sie hatte gelauscht!), ihn nun schon zum dritten Mal laut angesprochen hatte, kam ihr Oberarzt so langsam wieder zu sich...

S: Herr DOKTOR, können wir dann?
M (noch völlig abwesend u. verliebt grinsend streichelt er den Türrahmen): Hmm!? ... Ja, gleich! ... Gleich! Ich... ich brauche noch ... einen Moment...
... um meine Grobmotorik neu zu justieren.
S (völlig gerührt von dem verliebten Arzt strahlt sie diesen an): Das sehe ich.
Wie niedlich! Wozu brauche ich Dr. Rogelt, wenn ich hier täglich das erleben darf? Hach... ist das schön!

Was? Oh! Scheiße! Ich hab wieder geträumt und das in aller Öffentlichkeit! Vor DER? Verdammt! Das gibt’s doch nicht. Haasenzahn, das wird ein Nachspiel haben! Und was glotzt die blöde Kuh jetzt wie ein Fahrrad bei Regen? GGGRRRR!!! Reiß dich zusammen, Mann! So ein kleiner Flirt kann mich doch nicht so aus der Bahn werfen!? Hach... Haasenzahn war so... so... hach... Eh! Hör endlich auf zu schmachten, du elender Waschlappen, sonst geht deine Autorität noch ganz flöten! Schlimm genug, dass Haasenzahn dir schon so leicht auf der Nase herumtanzen kann. Wenn jetzt auch noch die blöde Stasi-Sabsi...


M (wieder in der Realität angekommen, streckt sich u. haut S sofort in gewohnter Oberarschmanier an, was aber diesmal gründlich daneben geht): JA, WAS IST? YOGA STATT ARBEIT, SABINE!
S (schmunzelt): Wenn Sie meinen, Herr Doktor?
Was hab ich gesagt?

Erst jetzt schaute Dr. Meier auf und blickte in das über beide Backen strahlende Gesicht seiner tollpatschigen, treudoofen Krankenschwester. Er merkte, wie sich langsam alles Blut, das sein Körper aufzuweisen hatte, in seinem Kopf sammelte. Denn Sabine war nicht die Einzige, bei der er aufgrund geistiger Umnebelung unbeabsichtigt einen Lachflash ausgelöst hatte. Peinlich berührt blickte Marc sich zögerlich auf dem Gang der Chirurgie um, auf dem zu dieser frühen Stunde schon reichlich Verkehr herrschte. Leider, wie er ernüchtert feststellen musste. Zwei junge Lernschwestern, die hinter ihm gestanden hatten, kicherten wie kleine Schulmädchen über den niedlichen Wortverdreher des attraktiven Oberarztes, für den sie heimlich schwärmten. Und Dr. Rössel, der gerade auf dem Weg zum OP war, musste sich an der starken Schulter von Schwester Stefanie abstützen, um nicht aufgrund seines heftigen Lachkrampfes zu Boden zu rutschen. Diese wies ihn zwar mit einem tötenden Blick in seine Schranken, woraufhin er aus Angst, dass sie sie ihm vielleicht abhaken könnte, seine Hand schnell wieder von ihrer Schulter nahm und sich nun stattdessen lachend den eigenen Bauch hielt, aber auch die ewig schlecht gelaunte Oberschwester konnte sich kaum noch halten...

SB: Seit wann bieten Sie denn Yogakurse an, Sie unmögliches Wombat Sie?

Gratulation Meier, jetzt hast du auch offiziell die Stelle als liebeskranker Dorfdepp des EKHs von Mehdi übernommen. ... Rückzug!

Es gab nur selten Situationen, in denen Marc Meier sich wünschte, augenblicklich im Erdboden zu versinken, aber das hier war definitiv eine von ihnen. Er versuchte, sich nichts anmerken zu lassen und relativ cool zu bleiben. Eine gehörige Portion Arroganz und Ignoranz würde die kichernde Menge schon ruhig stellen, hoffte er inständig, aber eine leichte Röte schlich sich dennoch in sein Gesicht. Er räusperte sich einmal kurz und riss dann der immer noch verzückt dreinblickenden Sabine eine Mappe aus der Hand, überflog diese kurz, warf dann den Spaßvögeln um sich herum einen bitterbösen „Verpisst-euch-ihr-Drecksäcke-oder-es-gibt-eine-Abmahnung!“-Blick zu, woraufhin alle kopfschüttelnd und immer noch grinsend sicherheitshalber schnell das Weite suchten, und steuerte schnurstracks das erste Patientenzimmer an, in dem er auch sofort verschwand, aber aus dem er nach einer Sekunde wieder den Kopf herausstreckte und Sabine, die immer noch wie festgewurzelt vor dem Stationszimmer verharrte, zu sich rief...

M: SABINE, wenn möglich HEUTE noch!

Die blonde Krankenschwester kam seiner Aufforderung augenblicklich nach und nahm ihre kurzen Beine in die Hand, stieß aber bei ihrem Sprint fast den Wagen um, auf dem die Mappen für die Visite lagen. Sie fing sich aber noch rechtzeitig, kicherte einmal verlegen, rückte ihren Kittel zurecht und folgte dann ihrem Oberarzt in das Zimmer... Hach... Die Frau Doktor tut dem Doktor Meier richtig gut. Er ist schon viel netter geworden.

Lorelei Offline

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21.05.2010 13:18
#566 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ich freu mich riesig, dass euch die letzte Folge so gut gefallen hat. Sie war auch eins meiner persönlichen Highlights. Vielen Dank an alle meine Kommentatoren für eure lieben Worte, aber auch an alle stillen Leser! Ohne euch hätte ich schon längst aufgegeben. Aber im Moment fluppt es so richtig. Ich hoffe, ihr habt auch weiterhin viel Spaß an meiner Geschichte. Fühlt euch gedrückt! Eure Lorelei




Dr. Gretchen Haase hatte sich relativ schnell auf der Gynäkologie eingelebt. Die Situation dort kannte die junge Ärztin ja, die große Verantwortung, die nun in Dr. Kaans Abwesenheit auf ihr lastete, dagegen eher weniger. Es schüchterte sie zwar schon ein wenig ein, aber sie wusste, dass sie es schaffen würde. Der Ehrgeiz war ihr zwar nicht mit in die Wiege gelegt worden, in diesem Sinne kam sie wohl doch eher nach ihrer Mutter, aber die Herausforderung hier reizte sie dann schon. Sie musste zwar die wichtigsten Entscheidungen noch immer von oben absegnen lassen, sprich von ihrem Vater oder der zweiten stationsleitenden Oberärztin, Frau Dr. Gerlach, denn an ihrem Status als Assistenzärztin hatte sich ja nichts geändert, aber ansonsten hatte sie tatsächlich freie Hand. Und sie war mächtig stolz darauf, dass sie endlich allen beweisen konnte, was wirklich in ihr steckte, allen voran ihrem Machooberarzt, der ihr diesmal nicht in ihre Diagnosen und Entscheidungen hineinquatschen konnte oder ihr ihre Fachkompetenz absprach, aber zu dem dennoch ihre Gedanken des Öfteren abschweiften. Aber ein bisschen Sehnsucht würde ihrer Beziehung sicherlich gut tun. ... Wenn ich dann jedes Mal so gefühlvoll von meinem Schatz verabschiedet werden würde, dachte Gretchen schmunzelnd. Die blonde Ärztin saß jetzt schon eine ganze Weile an Mehdis Schreibtisch und bereitete die Sprechstunde vor, die nach der Visite beginnen sollte, als plötzlich Dr. Maria Hassmann ohne Anzuklopfen in „ihr“ Büro reingeschneit kam. Ohne auch nur einmal aufzuschauen, stürmte die brünette Oberärztin auf den Schreibtisch in der Mitte des Zimmers zu und ließ sich dann auf den freien Stuhl davor fallen. Ohne Umschweife richtete sie ihr Wort an ihre „unsichtbare“ Kollegin, denn sie vermutete ja eigentlich eine ganz andere Person auf der anderen Seite des Bürotischs, die ihr sehr am Herzen lag, nein, die ihr Herz in einer Art und Weise berührt hatte, wie noch kein Mann zuvor...

MH (noch völlig in Gedanken schaut sie langsam auf u. stutzt dann abrupt): Mehdi, können wir noch mal reden wegen heute Morgen? Du warst so schnell weg und ... Oooooohhhhh!!!

Völlig überrascht blickte die Neurochirurgin nun in das Gesicht ihrer blonden Kollegin, die sie nicht minder überrascht anschaute. Mit ihrem Zeigefinger deutete Maria ungläubig auf die junge Ärztin...

MH: Äh... was machst du hier? In Mehdis Büro? An seinem Schreibtisch? In seinem Stuhl?
G (grinst sie spitzbübisch an): Hey Maria! Überrascht? Ich arbeite jetzt hier!
MH (zieht ungläubig die Augenbrauen hoch u. starrt G völlig entgeistert an): Bitte was? Wie? Du? Und wo ist...? Ich verstehe nicht ganz.

Das kann nicht sein! Hab ich gestern was verpasst? Sie ist doch jetzt nicht wirklich seine neue Assistenzärztin? Oh Gott! Dann wäre sie ja immer hier und... Nein, bitte nicht! Das darf einfach nicht sein. Wo ist die versteckte Kamera? Ja, gleich kommt Mehdi um die Ecke gesprungen oder dieser komische blonde Zwerg von der ARD. Die wollen mich doch sicher nur verarschen. Aber wieso?

Meine Güte! Sie ist ja völlig durch den Wind. Warum wohl? Hihi! Das ist doch jetzt die Gelegenheit, um sie mal ein kleinwenig zu ärgern. Macht sie doch auch ständig mit mir.


G (lehnt sich lässig in ihrem Stuhl zurück u. grinst sie an): Er hat gekündigt und mir seinen Stuhl überlassen. Will wohl eine Weltreise machen, zu sich selbst finden und so. Aber das ist ja auch verständlich, dass er sich endlich mal eine Auszeit gönnt. Er hat ja auch eine ziemlich schwere Zeit hinter sich. Findest du nicht?
MH (sichtlich schockiert u. mit Schnappatmung): WAS?

NEIN! Das glaube ich nicht. Der kann doch jetzt nicht einfach so abhauen. Nicht nach der Nacht und... Wir sind uns doch auch emotional näher gekommen. Er kann doch nicht... Hab ich ihn etwa zu sehr bedrängt und jetzt in die Flucht geschlagen? Neiiiin!!! Mehdi, ich brauche dich doch verdammt noch mal.

Hihi! Hach... So etwas wollte ich schon immer mal machen. Jetzt ist sie komplett verwirrt. Herrlich! Aber ehe sie mir hier noch ganz vom Stuhl kippt, kläre ich das mal besser auf.

G (lacht herzhaft): Seit wann glaubst du mir denn so was?
Sie muss ihn schon sehr lieben. Ihr ist ja richtig die Panik ins Gesicht geschrieben. Sie will ihn nicht verlieren. Das macht sie schon ein wenig menschlicher.

Hat die mich etwa verarscht?

MH (ihre Stimme geht aufgebracht eine Oktave höher): Eh! Das war ein Scherz?
G (grinst immer noch): Natürlich! Was denkst du denn? Und nein, ich werde nicht seine Nachfolgerin, Assistenzärztin oder was auch immer. Ich vertrete ihn nur. Was war denn heute Morgen?
MH (versucht ihre Gedanken zu sammeln u. reagiert dementsprechend verwirrt): Was?
G (beugt sich leicht nach vorne u. legt ihre Arme auf dem Tisch ab): Du bist gerade hier mit einem Affenzahn reingestürmt und hast gesagt, du wolltest mit ihm wegen heute morgen reden. Was Wichtiges?
MH (faucht sie wütend an, weil sie dummerweise auf ihren Scherz hereingefallen ist): Das geht dich einen Scheißdreck an.

Oh sie ist sauer! Aber so richtig! Hab ich mir etwa zu viel herausgenommen? Aber ich fand das schon lustig.

Das zahl ich dir heim, du ... du blöde Kuh. Mich verarscht man nicht, verstanden! Und erst recht nicht, wenn es mit Mehdi zusammenhängt. Wo zum Teufel steckt der eigentlich? Sie spielt sich ja hier schon wie die Chefin höchstpersönlich auf. Schreckliche Verstellung!


G (grinst): Oh wieder die Alte? Und ich dachte nach dem Gelage gestern, sehen wir dich erst in ein paar Tagen wieder.
MH: Hey! Abgeschossen hat sich ja wohl dein Freund und nicht ich.
G: Aber du hast genauso zugegriffen wie er.
MH (beruhigt sich allmählich wieder u. lehnt sich auf dem Stuhl zurück): Pah! ... Na und du, hast du die Leiche noch irgendwie nach Hause bekommen?
G: Natürlich! War eine ruhige Fahrt.
MH (lacht): Der schläft wohl gerade seinen Rausch aus, was? Und du hast den günstigen Zeitpunkt genutzt, um ihn sitzen zu lassen, also ... äh... zumindest beruflich. Mutig, mutig, so eine Neuorientierung!
Sehr witzig, Maria!
G (lässt sich nicht durch ihre sarkastischen Spitzen aus der Ruhe bringen): Das hier ist nur vorübergehend, bis Mehdi wieder da ist. Ich kann ja Marc auch nicht so lange alleine lassen. Du weißt ja, ohne mich ist er doch völlig aufgeschmissen.
Das ist mir doch egal! Aber was ist mit Mehdi? Ich muss das wissen.
MH (mit einer Mischung aus wachsender Besorgnis, innerer Unruhe und auch Neugier beugt sie sich über den Tisch u. schaut G eindringlich an): Wieder da ist? Was ist denn los? Wo steckt er überhaupt?
Oh! Sie macht sich wirklich Sorgen um ihn. Wie süß! Ob ich ihr sagen soll, was wirklich los ist? Hmm... ich weiß nicht.
G (entscheidet sich für die offizielle Version, die sie ihr nüchtern mitteilt): Krank! Mein Vater hat mir bis auf weiteres Mehdis Vertretung übertragen.
Das kann nicht sein!
MH (zieht skeptisch die Augenbraue hoch): Krank? Aber er sah doch heute Morgen eigentlich noch ganz fit aus.
... trotz sexueller Höchstleistungen letzte Nacht.

Ach? Sieh mal einer an. Sie hat also bei ihm die Nacht verbracht. Soso!

G (beugt sich ebenfalls nach vorn u. hakt neugierig nach): Ach? Woher weißt du das denn so genau?
Gretchen, ich weiß ganz genau, dass du weißt, dass ich...dass wir... Ach auch egal. Unser Liebesleben geht dich nämlich nichts an!
MH (genervt): Soll ich dir jetzt etwa jede Einzelheit unserer fantastischen Nacht berichten, so als ob wir echte Freundinnen wären, die über ihre Männer tratschen oder was?
Sind wir das denn nicht?
G (grinst): Wenn du reden willst, gerne!
Nee, bloß nicht! Hab mich eh gestern schon zum Trottel gemacht mit meiner albernen Verliebtheit. Kein Wunder, dass die hier so bohrt und ihre blöden Scherze macht. Verdammt!
MH (abweisend): Vergiss es! Außerdem kennst du ja schon seine außerordentlichen Talente im Bett, ne!?
Leider! Scheiße, daran wollte ich mich nun wirklich nicht mehr erinnern, dass die beiden mal mehr als... Schluss jetzt damit, Maria!
G (verdreht die Augen u. blickt schüchtern auf die Tischplatte): Äh ja!
MH (cool): Was denn? Auf einmal wieder so schüchtern?
G (verlegen): Also das geht mich ja auch eigentlich nichts an.
Sie hat es erfasst. Halleluja!
MH (stimmt ihr bei u. hakt dann weiter nach): Eben! Also was ist jetzt wirklich mit ihm, Gretchen?
Sie hat mich noch nie Gretchen genannt. Sie macht sich wirklich Sorgen um ihn. Ich sollte ihr die Wahrheit sagen. Sie ist schließlich seine... seine... seine was eigentlich?
G (beugt sich zu ihr u. erzählt schließlich leise alles): Offiziell ist er krankgeschrieben. Pfeiffersches Drüsenfieber! Das ist auch von meinem Vater abgesegnet, auch dass ich ihn hier vertrete. Aber inoffiziell hat er vor, nach seiner Frau und seiner Tochter zu suchen. Bitte sag meinem Vater nichts! Das könnte sonst Ärger geben, weil wir ihn angeflunkert haben. Und auch sonst weiß das niemand außer mir und Marc.
Verstehe! Ich hatte schon so ein komisches Gefühl, dass er das vorhat, als er heute Morgen wie von der Tarantel gestochen aus dem Haus gestürmt ist und mich sitzen gelassen hat... also in seiner Wohnung allein gelassen hat, meine ich.
MH: Also doch!
G (überrascht): Du weißt davon?
MH (schaut sie ernst an): Ja, wir haben vorhin lange darüber geredet, dann ist er plötzlich aufgesprungen und zum Meier gerast.
G: Ja, die haben wohl eine Art Plan gesponnen. Jedenfalls will Mehdi jetzt zu dem Heim in Frankfurt fahren, wo Anna angeblich aufgewachsen ist. Vielleicht findet sich ja ein Hinweis auf alte Freunde von da oder es gibt doch noch irgendwelche Familienangehörige, zu denen sie vielleicht hin sind. Ich hoffe, es bringt was. Er macht sich so große Hoffnungen.
Das hoffe ich auch. Ich will, dass er endlich wieder glücklich ist.
MH (gerät ins Grübeln): Hmm! Verstehe!
G (ebenfalls nachdenklich): Unglaublich, was seine Frau ihm alles vorgemacht hat und er hat nichts gemerkt. Sie kam doch immer so nett rüber. Wer hätte gedacht, dass da so eine Geschichte dahinter stecken könnte.
Die Netten sind immer die Schlimmsten! Blöde...
MH (denkt über das nach, was MK ihr am Morgen alles erzählt hat u. murmelt leise vor sich hin): Schlampe!
G: Äh ja! Ich hätte das jetzt nicht so direkt ausgesprochen, aber irgendwie ja schon.
Er muss sie einfach finden. Ohne seine Lilly ist er doch nur ein halber Mensch. Ich vermisse sein glückliches Strahlen so sehr. Das ist mit den beiden verschwunden. Hach... Das ist alles so traurig. Ich könnte schon wieder losheulen.
MH (grummelnd): Hmm!

Grübelnd saßen sich die beiden Frauen eine Weile gegenüber und jede hing ihren eigenen Gedanken nach, die überwiegend aus der Sorge um Mehdi bestanden, bis plötzlich abrupt die Bürotür aufgerissen wurde...

Lorelei Offline

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22.05.2010 10:09
#567 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Tja, wer kann das wohl sein, hmm? Ich sag nur Zickenkrieg! (Liebe Kristin, du hattest mal wieder recht! ) Viel Spaß! Eure Lorelei



... und Schwester Gaby mit einen verschmitzten Lächeln auf den Lippen das Büro ihres Chefs und heimlichen Liebhabers betrat. Auch sie hatte nicht gesehen, wer sich eigentlich in seinem Sprechzimmer befand, da sie einen Stapel Akten vor ihrem Körper trug, den sie mit ihrem Blick fixierte. Die junge Frau war heute wieder einmal extrem sexy gekleidet, was die beiden Ärztinnen, die erschrocken aufblickten, neidisch zur Kenntnis nehmen mussten. Gaby trug Highheals, die ihre langen Beine noch schlanker erscheinen ließen, als sie schon waren, und perfekt zu ihrem sehr kurzen schwarzen Minirock passten, der ihren runden Po betonte, und ein enges rotes Top mit tiefem Ausschnitt, darüber ihren weißen Kittel, den sie extra offen gelassen hatte. Warum sollte sie auch die Reize verdecken, die sie ausmachten und die bisher noch jeden Mann um den Verstand gebracht hatten? Und einen ganz besonders! Gaby hatte ein klares Ziel vor Augen und war heute definitiv nicht nur in Flirtlaune. So einige ihrer männlichen Kollegen und auch einige Patienten hatten den Atem angehalten oder vor lauter Faszination ihre Krücken fallen gelassen, als diese fleischgewordene Männerfantasie an ihnen vorbeigeschwebt kam und die Raumtemperatur im EKH augenblicklich anstiegen ließ. Zwei junge Pfleger, die gerade dabei waren, das Frühstück an die Patienten zu verteilen, fuhren mit ihren Wagen zusammen und man hörte über die halbe Station 3 das Scheppern der Kaffeetassen, die beim Zusammenprall zu Boden gefallen waren, sowie das Gezeter von Schwester Stefanie, die die beiden Tollpatsche so kräftig zusammenschiss, dass diese sich zu den echten Wombats nach Tasmanien wünschten. Doch die liebeshungrige Krankenschwester hatte von alledem nichts weiter mitbekommen, denn ihre Gedanken kreisten nur um den Einen, der ihr Herz im Sturm erobert hatte. Eigentlich war sie ja noch sauer auf Mehdi gewesen, weil er sie gestern so schnell am Telefon abgefertigt hatte und die Tatsache, dass ihre lästige Konkurrentin und seine dicke Ex-Freundin ihm beim Umzug geholfen hatten, trug nicht wesentlich zu ihrer Laune bei. Deshalb sollte Dr. Kaan heute leiden. Das war ihr Plan. Sie würde ihn mit ihren aufreizenden Bewegungen heute um den Verstand bringen. Dessen war sich Gaby sicher. Irgendwie würde sie diese furchtbare Person, die ihn ihr wegzunehmen versuchte, schon aus seinem süßen Kopf bekommen. Schließlich war sie Gaby Kragenow und sie kannte Mittel und Wege, um einen Mann endgültig den Kopf zu verdrehen. Genau jetzt wollte sie geschickt ihre erste Attacke starten, worauf sie sich schon wie ein kleines Kind freute. Und so redete die verliebte Krankenschwester auch einfach drauflos, ohne aufzusehen, wen sie da eigentlich ansprach...

GK (lächelt verführerisch, beugt sich leicht nach vorn, damit ihre beiden aussagekräftigsten Argumente auch so richtig gut zur Geltung kommen u. blickt dann langsam auf): Mehdi, wegen gestern, kannst du bitte... Oooohhhh!!!!

OH NEIN!? Was... was zum Teufel machen DIE denn hier an SEINEM Schreibtisch? Und wo steckt er überhaupt?

Völlig schockiert, ihre beiden ärgsten Konkurrentinnen in der Gunst um Dr. Mehdi Kaan in seinem Büro vorzufinden, ließ sie den Aktenberg, den sie auf ihrem Arm trug, zu Boden fallen. ... Scheiße! fluchte sie leise vor sich hin und kniete sich dann auf den Boden, was mit ihrem engen Rock, den sie immer wieder zurecht zupfen musste, nicht ganz so einfach erschien, und sammelte schließlich hektisch die Papiere zusammen. Sie war völlig durch den Wind, weil sie mit diesem Hindernis bei der Eroberung ihres Oberarztes nun wirklich nicht gerechnet hatte, und umso mehr Zeit brauchte sie auch dafür, die Akten wieder zu sortieren. Die beiden Ärztinnen beobachteten eine Weile amüsiert die verstörte, mittlerweile rot im Gesicht angelaufene Frau am Boden, sahen sich kurz schmunzelnd an, standen dann gemeinsam vom Tisch auf und gingen auf die brünette Schwester zu, um ihr mit den wild verstreuten Zetteln zu helfen. Nun ja zumindest Dr. Haase machte Anstalten, sich ebenfalls zu bücken und hob die letzten beiden Akten auf. Die Krankenschwester und die Ärztin erhoben sich schließlich wieder, strichen ihre Kleidung zu Recht und sahen sich nun an. Gaby, der die ganze Situation ziemlich unangenehm war, nickte ihr dennoch dankbar zu und nahm die beiden Akten entgegen, die Gretchen ihr jetzt reichte. Die blonde Assistenzärztin lächelte sie zaghaft an, während sich Dr. Hassmann schon zur Tür begeben hatte und von dort Gaby, die mit dem Rücken zu ihr stand, noch einen abfälligen Blick zuwarf... Schlampe! Muss die hier so halbnackt und nuttig vor ihm rumstolzieren? Passt mir irgendwie gar nicht. Gott sei Dank ist er heute nicht da und muss dieses modische Elend nicht ertragen. Also ich hätte das billige Flittchen schon längst rausgeschmissen. Gibt es denn keine Kleidervorschriften in der Klinik? Wo hat die den Fummel her? Auf dem Wühltisch bei KIK gefunden oder ner Professionellen abgekauft? Widerlich! Ich hau ab! Mir wird ganz schlecht von dem Anblick. Soll sich doch Gretchen mit der rumschlagen. Viel Spaß noch! ... Sie öffnete die Bürotür einen Spalt und drehte sich noch einmal kurz zu Dr. Haase um...

MH: Du Gretchen!? Wenn du etwas mehr weißt, sagst du mir dann Bescheid?
G (lächelt): Natürlich!

Maria nickte Gretchen freundlich zu und verschwand anschließend zur Tür hinaus. Die zickige Krankenschwester wollte sie sich dann doch nicht länger antun. Sie konnte sich auch nicht erklären, was es genau war, aber jede Begegnung mit ihr fühlte sich irgendwie unangenehm für sie an. Kopfschüttelnd lief die Neurologin Richtung Aufzug. Die Visite auf ihrer Station stand an.


Lorelei Offline

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23.05.2010 10:20
#568 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hey ihr Süßen! Ich wünsche euch allen wunderschöne, hoffentlich nicht ganz so trübe Pfingsten wie bei mir! Das mit der Sonnenverteilung muss der Wettergott aber noch mal üben! Viel Spaß jetzt mit dem nächsten Teil. Eure Lorelei



Zurück in Dr. Kaans Büro blieben Gaby Kragenow und Gretchen Haase, die sich immer noch gegenüberstanden und sich unsicher musterten. Die Krankenschwester wunderte sich über das plötzliche freundschaftliche Verhältnis zwischen den beiden Frauen, die sich doch sonst immer unentwegt anzickten, aber noch mehr über die Anwesenheit von Mehdis Ex in seinem Büro und er selbst schien gar nicht da zu sein, obwohl er doch schon seit über einer Stunde Dienst hätte. .... Seltsam, dachte Gaby beunruhigt. Auch Gretchen wusste nicht so recht, wie sie mit der Frau umgehen sollte, die ihr und Marc so übel mitgespielt hatte und mit der sie nun gezwungen war, zusammenzuarbeiten. ... War das überhaupt möglich? fragte sie sich verunsichert. Zu viel war in der Vergangenheit zwischen ihnen beiden vorgefallen. ... Erst Gabys Affäre mit Marc, die Gretchen jegliche Zuversicht genommen hatte, jemals mit ihrer großen Jugendliebe glücklich zu werden; dann ihre erzwungene Hochzeit, aus der sie ihn herausboxen musste, weil Marc zu feige gewesen war, zu dem zu stehen, was er verbockt hatte; und dann ihre hinterhältige Erpressungsgeschichte mit den von Burens, die Gaby fast das Leben gekostet hätte, wenn Gretchen und Sabine sie nicht rechtzeitig gefunden hätten, wofür sich die erpresserische Krankenschwester noch nicht einmal bei ihnen bedankt hatte. Aus verschmähter Liebe, Hass oder Rache oder was auch immer, weil Gaby sie für den Verlust ihres Babys verantwortlich gemacht hatte und weil sie Gretchen ihr Glück nicht gegönnt hatte, hatte sie ihr verschwiegen, dass sie keinen Millionär, sondern einen Betrüger geheiratet hatte. Ohne Gaby Kragenow hätten sie und Marc sicherlich schon viel länger glücklich sein können, dachte die junge Ärztin. Freundinnen würden sie sicherlich in diesem Leben nicht mehr werden. Aber wer wollte schon mit dieser unmöglichen Person befreundet sein? ... Also ich nicht! ... Und irgendwie wurde Gretchen auch das Gefühl nicht los, dass die intrigante Krankenschwester noch immer eifersüchtig auf sie war. So begegnete sie ihr immer noch mit großer Vorsicht und einem gesundem Misstrauen. ... Sicher ist sicher! ... Aber dass Gaby eher Gretchens enge Freundschaft mit Mehdi ein Dorn im Auge war als ihre glückliche Beziehung mit Marc, davon ahnte die blonde Ärztin nicht das Geringste. Sie schob ihre skeptischen Gedanken wieder weit von sich und atmete einmal tief durch. Irgendwie würde sie sich schon mit Gaby arrangieren können. Dr. Haase war nun mal während Mehdis Abwesenheit quasi ihre Chefin und so musste sie sich ihr gegenüber auch verhalten. Der Gedanke, dass sie nun diejenige war, die „oben“ war, gefiel der talentierten Ärztin immer besser und gab ihr das nötige Selbstvertrauen, um mit der biestigen Schwester fertig zu werden. Gretchen setzte sich wieder an „ihren“ Schreibtisch, auf Mehdis Chefsessel wohlgemerkt, was von einem noch skeptischeren Blick Gabys kommentiert wurde. ... Hier ist doch was oberfaul. Wieso sitzt DIE an SEINEM Platz? fragte sie sich völlig verunsichert. Ein ungutes Gefühl machte sich in ihr breit und drohte, sie förmlich aufzufressen. Dr. Haase hatte sich mittlerweile in Gedanken genug Mut zugesprochen und erhob nun als Erste das Wort, so professionell, wie es eben in Gegenwart dieser Frau ging. Sie räusperte sich einmal kurz und schaute nun Schwester Gaby direkt an, die immer noch wie festgewurzelt vor dem Schreibtisch stand, ihre langen künstlichen Fingernägel in die Aktenmappen bohrte und Gretchen anstarrte, als sei sie eine Außerirdische...

GH (mit aufgesetztem Lächeln): Schwester Gaaaby, wie kann ich Ihnen weiterhelfen?
Du mir? Bin ich jetzt im falschen Film oder was?
GK (hält krampfhaft die Akten an ihre Brust u. versucht sich ihre Unsicherheit nicht anmerken zu lassen): Bitte? Wenn schon, dann kann mir nur mein CHEF weiterhelfen.
GH (grinst triumphierend): Der oder besser gesagt DIE sitzt direkt vor Ihnen. Also?
GK (ihre aufgesetzte Coolness beginnt zu bröckeln u. sie schaut G entsetzt an): Was?
GH (redet seelenruhig weiter u. genießt ihre Machtposition): Ich werde bis auf weiteres Dr. Kaan vertreten.
Das ist ein schlechter Scherz oder? Das kann nur ein Scherz sein! Das muss ein Scherz sein!
GK (zieht skeptisch die Augenbrauen hoch): Sie?
GH (stolz): Ja!
GK (sagt ohne groß nachzudenken das, was sie gerade denkt): Wollen Sie mich verarschen?
Also so nicht ja!
GH (fühlt sich angegriffen u. schlägt mutig zurück): Also Schwester Gaby nicht in diesem Ton bitte! Ein bisschen mehr Respekt gegenüber Ihren Vorgesetzten hätte ich schon von Ihnen erwartet.
Die spinnt doch!
GK (kann immer noch nicht recht glauben, was G ihr gerade gesagt hat): Komm schon Gretchen, das kann doch nicht dein Ernst sein?
Wieso glaubt sie mir das nicht? Drücke ich so wenig Autorität aus? Kann sie gerne haben.
GH: Doch! Und ich würde es lieber sehen, wenn Sie mich Dr. Haase nennen würden. Zumindest solange ich hier IHRE Chefin bin.
Chefin? Du? Das ist ein Albtraum! Ein schrecklicher Albtraum! Klar, ich schlafe noch! Wach auf, Gaby!
GH (da GK auf ihre Ansage nicht reagiert, setzt sie diese ohne Umschweife fort): Also was liegt an, Schwester Gaby? ... (deutet auf die Mappen in ihrer Hand) ... Sind das die Akten für die Visite gleich? Ich würde die vorher gerne durchgehen wollen, damit ich über das Wichtigste informiert bin.
Ich werde mir von dir sicherlich nichts sagen lassen. So weit kommt’s noch, du Professorentöchterchen.
GK (faucht GH an): Ich bin nicht befugt, von stationsfremden ASSISTENZärzten Anweisungen anzunehmen.
Also das ist ja wohl die Höhe! So nicht, mein Fräulein!
GH (fühlt sich in ihrer Autorität bedroht u. verteidigt sich vehement): Gaby, was soll denn das jetzt? Das ist mit meinem Vater und Mehdi, also Dr. Kaan, so abgesprochen. Also ich bitte Sie...
GK (fällt ihr ungläubig ins Wort): Mehdi hat das abgesegnet? Also ich meine Dr. Kaan?
GH (selbstbewusst): Ja!
Das kann nicht sein. Wieso? Mehdi! Wo steckst du bloß? Du kannst mich doch nicht mit DER alleine lassen!
GK: Aber Sie sind doch NUR Assistenzärztin.
Ich drücke wirklich keine Autorität aus oder? Das gibt’s doch nicht. Wenn sie mich schon nicht ernst nimmt, wer dann?
GH (fühlt sich gekränkt, lässt sich aber nichts anmerken u. bleibt betont cool): Danke, dass Sie mich noch einmal an meinen Status erinnern, SCHWESTER Gaaaby, aber in meinem Ausbildungsvertrag steht auch, dass ich darin geschult werden muss, eine Station eigenverantwortlich zu leiten. Kommt ja früher oder später eh auf mich zu, wenn dann mein Vater hier nicht mehr... *räusper* ... Ja, der blöden Kuh noch mal schön unter die Nase reiben, wem hier eigentlich der ganze Laden gehört! Also meinem Vater! Und somit ja indirekt auch irgendwie mir, ne!? Also dann später mal! Und meine erste Amtshandlung wird dann sein, diese knappen billigen Fummel zu verbieten, die sie immer trägt. Was sollen denn die Patienten denken, wenn die hier so... so nuttig, ja genau das ist das passende Wort dafür, rumläuft? Also wieso Mehdi da noch kein Machtwort gesprochen hat? Komisch! Hmm... Wo war ich? Ach ja! ... Also das hier ist doch das perfekte Terrain zum Üben.

Sie meint das wirklich ernst! Scheiße! Ich muss Mehdi anrufen. Ich mache alles, von mir aus auch in der Pathe bei ner Obduktion die Messer wetzen, aber mit DER zusammenarbeiten? Niemals! Nur über meine Leiche!
GK: Naja!? Sie müssen es ja wissen.
Sie nimmt mich trotzdem nicht ernst. GGGRRR!!! Also von DER lasse ich mich bestimmt nicht unterkriegen. Tschaka Gretchen! Du schaffst das! Du bist schon mit schlimmeren nervigen Patienten, Machooberärzten und biestigen Schwestern fertig geworden. Jawohl!
GH: Gut, da das jetzt endlich geklärt wäre, können wir ja zum Tagesgeschäft zurückkommen.
Na toll! Hab ich eine Wahl?

Wohl oder übel musste Gaby akzeptieren, dass ihre alte Erzfeindin ab sofort als ihre neue Chefin fungierte. Es war ja nur übergangsweise, hoffte sie inständig. Die brünette Krankenschwester versuchte professionell zu bleiben und ihre Abneigung gegenüber der blonden Ärztin nicht zu zeigen, auch wenn es ihr schwer fiel. Irgendwie würde man sich schon arrangieren können, dachten beide. Nach ein paar Minuten des Anschweigens informierte Gaby sie schließlich über die aktuellen Fälle und sie besprachen, wenn auch etwas verkrampft, das heutige Tagesprogramm. Die beiden wollten gerade zur Visite aufbrechen, als Dr. Haase aber plötzlich angepiept wurde. Sie wurde im Kreissaal erwartet. Gretchen war dann doch ein wenig aufgeregt, denn es war das erste Mal, dass sie eigenverantwortlich einen Eingriff vornehmen würde, auch wenn es „nur“ ein Kaiserschnitt war. Aber im Leben einer angehenden Ärztin war das schon ein einschneidendes Erlebnis. Auf dem Weg zum Kreissaal ging sie noch einmal gedanklich alle wichtigen Schritte durch, was sie wieder beruhigte und ihr die notwendige Sicherheit gab. Sie war eine gute Ärztin, das wusste sie. Auch Gaby, die Gretchen begleitete, hing ihren Gedanken nach, denn eine Frage brannte ihr schon die ganze Zeit auf der Seele. Was war eigentlich mit ihrem geliebten Mehdi? Und so nutzte sie die günstige Gelegenheit, als sich die beiden im Waschraum steril machten, um bei Gretchen vorsichtig nachzufragen...

GK (zögerlich): Gretchen, ich meine Dr. Haase, was... was ist eigentlich mit Dr. Kaan? Also es kommt ja eher selten vor, dass er mal nicht zum Dienst erscheint. Ist äh... irgendetwas ... passiert?

Die Assistenzärztin wunderte sich zwar über das plötzliche Interesse der biestigen Krankenschwester für Mehdi, die sich doch eigentlich sonst nicht sonderlich für ihre Mitmenschen interessierte, aber da Gretchen wusste, dass die beiden ein recht enges berufliches und auch irgendwie freundschaftliches Verhältnis pflegten, warum auch immer, gab sie ihr schließlich die Antwort, die sie gesucht hatte, zumindest die offizielle Version, denn seine Suche nach Lilly und Anna ging nun wirklich niemanden weiter etwas an, außer Mehdi selbst und seine engsten Freunde. ... Außerdem hat Marc gemeint, dass wir in der Angelegenheit gefälligst unsere Klappe halten sollen. ... Mehdi hatte ihn und somit auch alle Mitwisser schließlich um Stillschweigen gebeten und dieser Bitte würde auch seine Ex-Freundin nachkommen. Gretchen blickte kurz vom Waschbecken auf und schaute in das erwartungsvolle Gesicht von Schwester Gaby, die neben ihr stand. Dann senkte sie ihren Blick wieder und wusch sich weiterhin ihre Hände...

GH (cool): Der ist ... äh... krank.
GK (besorgt): Krank? Was... was Schlimmes?
Oh Gott! Ich muss zu ihm!
GH (leicht nervös): Äh nein, nur äh... ansteckend. Deshalb wäre es nicht so gut, wenn er ... äh ... hier arbeitet und ... äh... Sie verstehen schon.
Sehr überzeugend, Gretchen. Wahnsinn!

Oh! Mein armer Schatz!

GK (nickt ihr zu): Hmm!

Mit dieser Antwort gab sich Gaby, die bereits ihre Schwestern-OP-Kluft angelegt hatte, zunächst zufrieden und stieß die Tür zum Kreissaal auf, in dem sie schließlich verschwand. Sie würde ihren geliebten Mehdi später anrufen, um Genaueres zu erfahren, was wirklich mit ihm war, und ihm vielleicht nach Dienstschluss einen kleinen Krankenbesuch abstatten. ... Ich hab schon so meine Mittelchen und Wege, um dich wieder gesund zu kriegen, mein Süßer! dachte Gaby verliebt grinsend. Gretchen schlüpfte derweil in ihre OP-Kleidung und freute sich wie ein kleines Kind auf ihren ersten Einsatz auf der Gyn als leitende Ärztin... Auch noch Zwillinge! Das ist ein gutes Omen! dachte sie freudig strahlend und betrat ebenfalls den Kreissaal.

Lorelei Offline

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24.05.2010 09:57
#569 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

So dann schauen wir doch heute mal, ob sich Dr. Meier schon von seinem Liebestrottelouting vor ein paar Stunden erholt hat oder ob er sich noch eine weitere Dosis Peinlichkeiten abholen wird? Aber vielleicht ist es ja auch jemand ganz anderes, der sich peinlich aufführen wird? Na verwirrt? Auf jeden Fall treffen in den nächsten Teilen zwei Schwerverliebte aufeinander, was jetzt nicht heißen muss, dass die beiden ineinander verliebt wären. Noch verwirrter? Viel Spaß jetzt mit dem ersten Teil dieser Szene! Ich freu mich wie immer auf Feedback aller Art. Ist in letzter Zeit etwas zurückgegangen. Ich bedanke mich aber trotzdem bei all denen, die sich tagtäglich die Mühe machen, das zu kommentieren, was ich hier so verzapfe. Fühlt euch gedrückt! Eure Lorelei




Ein paar Stunden später öffnete sich leise die Tür von Dr. Kaans Büro und eine Person betrat schelmisch grinsend und auf Zehenspitzen schleichend das Zimmer. Langsam bewegte sich Dr. Meier auf den Schreibtisch zu. Er war in geheimer Mission unterwegs, denn er wollte seine Liebste überraschen und in ihre wohlverdiente Mittagspause entführen. Es war heute überraschenderweise wenig los gewesen auf der Chirurgie und so hatte er ein bisschen mehr Zeit übrig, als er vorher eigentlich eingeplant hatte. Umso besser, dachte er. Zu Mehdi könnten sie ja immer noch später fahren. Der Oberarzt plante nämlich eine Entführung der besonderen Art und zwar in ihr geheimes Liebesnest im Ostflügel der Klinik. Sein Haasenzahn, der ihm doch mehr auf seiner Station gefehlt hatte, als er jemals offen zugeben würde, hatte schließlich etwas wieder gut zu machen, seitdem ihn jetzt alle im EKH für einen liebeskranken Trottel hielten. Selbst sein eigener Vater hatte ihn während der Visite so komisch von der Seite angestarrt. Dieser hatte nämlich die lustige Szene auf dem Flur auch mitbekommen und konnte es nicht lassen, seinen verliebten Jungen damit aufzuziehen, was Marc eigentlich nichts weiter ausgemacht hätte, wenn nicht seine dämlich vor sich hin grinsende Stationsschwester und zwei seiner Kollegen mit anwesend gewesen wären, die hinter seinem Rücken immer wieder leise feixten. Statt seinem Vater schnippisch entgegen zu schießen, entschloss er sich lieber zum geordneten Rückzug. Ein peinlicher Auftritt pro Tag reichte ihm nämlich. Aber eine kleine Strafe musste dann schon sein. Und so ließ er diesmal Schwester Sabine den Verbandswechsel bei seinem Vater durchführen, was diese begeistert zur Kenntnis nahm, denn zum einen war es das erste Mal überhaupt, dass ihr Oberarzt ihr etwas alleine zutraute und zum anderen lernte man ja gerne einen weltbekannten Chirurgen, den Ex-Ehemann ihrer Lieblingsautorin und den Vater ihres Lieblingsoberarztes kennen. So viele Fragen brannten doch auf ihrer neugierigen Seele, die jetzt endlich gestillt werden konnten, hoffte sie voller Vorfreude. Doch Olivier stöhnte nur genervt und sichtlich leidend auf und warf seinem Sohn einen bösen Blick zu, als dieser grinsend sein Zimmer verließ. Irgendwie ahnte Prof. Meier, dass der Verbandswechsel heute nicht ohne Schmerzen vonstatten gehen würde. Aber ein Meier kannte ja bekanntlich keinen Schmerz und so biss er die Zähne zusammen. Den Rest des Vormittags hatte Marc dann in seinem Büro über den liegen gebliebenen Akten zugebracht, hauptsächlich um sich vor der kichernden Meute zu verstecken, die jetzt anscheinend auf den Yoga-Trip gekommen war. Aber viel geschafft hatte er nicht, denn immer wieder schweiften seine Gedanken zu jener blonden Assistenzärztin ab, die ihm so sehr den Kopf verdreht hatte, dass er mittlerweile schon selbst darüber lachen musste, wie peinlich er sich doch wegen ihr benahm. Aber sollten doch die blöden Idioten denken, was sie wollten. Hauptsache sie kapierten endlich, dass die heißeste, süßeste und wunderschönste Ärztin des Universums zu ihm gehörte. Zu ihm ganz allein! Das war doch nur der pure Neid, der aus ihnen sprach. Also zum Teufel damit! Dann war er eben ein verknallter Dorfdepp! Alles war gut, solange sie bei ihm war. Und das war genau der Punkt, der heute leider schwer einzuhalten war. Es war ungewohnt für ihn, dass dieser blonde Wirbelwind nicht über seine Gänge huschte und alle Patienten und ihn mit ihrem ganzen Wesen verzauberte. Marc hatte sich schnell eingestehen müssen, dass er sie wirklich vermisste. Und das schon nach drei Stunden! Naja eigentlich hatte er es schon nach drei Minuten gespürt, aber das würde ‚Macho’ Meier natürlich niemals zugeben. Außerdem fluppte die Arbeit irgendwie besser, wenn sie da war, denn sie kannte jeden seiner Schritte meistens schon im Voraus und so gingen die Handgriffe gleich wie von selbst ineinander über. Und sein Job machte wesentlich mehr Spaß, wen sie ihren Senf dazugab und er mit seinen flotten Sprüchen kontern konnte. Eigentlich hatte Marc ja vorgehabt, in der Umkleide auf sein Mädchen zu warten, um dann gemeinsam bei Mehdi vorbei zu schauen, ob er sich wirklich heute schon in geheimer Mission auf und davon machen wollte, aber diese alberne Sehnsuchtsgeschichte hatte ihn doch tatsächlich schon eine Stunde früher auf „ihre“ Station geführt. Ein bisschen Knutschen und Kuscheln und vielleicht noch mehr war schließlich genau das, was er nach der ersten Hälfte seiner mehr als anstrengenden Schicht brauchte. Und so schritt Dr. Meier in freudiger Erwartung immer näher auf den Schreibtisch in der Mitte des Sprechzimmers zu, den er schließlich auch erreichte. Er stütze sich darauf ab und versuchte, zu erkennen, was sein Haasenzahn gerade machte, denn es war verdächtig ruhig in dem Zimmer. Mehdis Chefsessel war zum Fenster gedreht. Nur zwei attraktive, unendlich lange Beine waren zu erkennen, die überkreuzt auf dem Fensterbrett lagen, aber seltsamerweise so gar nicht zu Gretchen zu passen schienen, ihm aber dennoch irgendwoher bekannt vorkamen. Aber er verwarf diesen bizarren Gedanken sofort wieder, denn seine Vorfreude war einfach größer. Marc vermutete, dass sein süßer Haasenzahn mal wieder in ihre märchenhafte Traumwelt abgetaucht war. Und so schlich er sich vorsichtig um den Tisch herum und stand nun direkt hinter dem Bürostuhl. Mit klopfendem Herzen und spitzbübisch grinsend hielt er schließlich der Person, die darin friedlich schlummerte, mit seinen starken Händen die Augen zu. Diese erschrak fürchterlich, genauso sehr wie er selbst, als er realisierte, wer da eigentlich in dem Sessel saß. „Meeehdi!?“ schriee die so plötzlich aus dem Schlaf gerissene junge Frau in einem schrillen Kreischton auf. ... Hä? Wieso Mehdi? Und wieso hört sich Haasenzahn wie...? Och nee!

Lorelei Offline

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25.05.2010 09:37
#570 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hey ihr Süßen! Ihr habt Recht, die Zusammenarbeit von Gretchen und Gaby könnte durchaus stressig werden, aber Gretchen hat ja GsD jemanden, der sie dann trösten kann und der sie ganz schön dolle vermisst, wie der letzte Teil bewiesen hat. Aber vielleicht sollte Marc doch ab und zu mal die rosarote Brille absetzen, um zu erkennen, wer da eigentlich vor einem sitzt. Die meisten von euch haben richtig getippt. Sie ist es tatsächlich! Jedenfalls wendet sich jetzt das Blatt, was die Peinlichkeiten betrifft. Aber Vorsicht Schlagabtausch! Viel Spaß damit! Dickes Bussi an meine Kommentatoren und alle stillen Leser! Eure Lorelei




MM (überrascht u. gleichzeitig entsetzt): Gaby!?
Mir bleibt auch nichts erspart heute!
GK (sichtlich enttäuscht, denn sie hatte vermutet, dass es Mehdi sei, der ihr die Augen zuhält u. reagiert dementsprechend sauer): Marc!? Was zum Henker...
Das ist nicht wahr oder? Ich hab gerade so süß von Mehdi geträumt, wie wir zusammen in meinem Bett liegen, er mich zärtlich streichelt und... Verdammt! Ausgerechnet ER! Anscheinend will mich heute jeder zur Weißglut treiben. GGGRRR!!!

Angewidert zog Marc sofort seine beiden Hände wieder von ihrem Gesicht, strich sie an seinem Kittel ab und wich ein paar Schritte hinter den Schreibtisch zurück. Gaby drehte sich währenddessen mit ihrem Stuhl zu ihrem verhassten Ex-Verlobten um und funkelte ihn böse an...

GK: Och, da muss ich dich leider enttäuschen. Pummelchen ist noch im Kreissaal. Aber kannst gerne mit mir Vorlieb nehmen, wenn du willst.
Mir wird schlecht.
MM (verzieht angewidert sein Gesicht): Vergiss es! Was machst du eigentlich hier?
GK (kleinlaut): Arbeiten!
Ha! Dass ich nicht lache! Als ob du hier jemals deine Hände schmutzig gemacht hättest!? Eigentlich haben nur noch ein billiges Klatschblatt und ihre Nagelfeile gefehlt und das Klischee vom Krankenschwesterdummchen wäre erfüllt gewesen. Obwohl... das Bild hier tut es eigentlich auch.
MM (zieht eine Augenbraue hoch u. erwidert spöttisch): Ach!? Und deshalb inhalierst du Kaans Kittel?
Scheiße!

Wie geil! Jetzt hab ich sie aber.


Gaby blickte ertappt an sich herunter und ihr fiel peinlich berührt wieder ein, dass sie sich vorhin den Kittel ihres Chefs geschnappt hatte, den sie auf der Patientenliege hatte liegen sehen, und ihn übergezogen hatte, um ihrem Geliebten irgendwie nah zu sein. Jetzt verfluchte sie sich für ihr albernes kindisches Verhalten. Hatte sie sich jetzt schon zum verknallten Teeny zurückentwickelt? Vom Peinlichkeitsfaktor her, definitiv ja! Aber in den letzten zwei Tagen hatten die beiden sich kaum gesprochen und nur einmal kurz gesehen. Da kam Frau schon mal auf solch bescheuerte Ideen. Sie vermisste ihn schrecklich. Und jetzt war ihr heiß geliebter Schatz auch noch krank. Gaby fixierte mit ihrem Blick wieder die Wanduhr, in der Hoffnung ihre Schicht würde dadurch schneller rumgehen und sie könnte endlich zu ihm. Mehdi brauchte sie doch. Sie wollte sich doch um ihn kümmern, so wie es sich für eine ordentliche Freundin auch gehörte. Gut, sie war eigentlich nicht seine feste Freundin, denn sie waren ja nicht zusammen. Noch nicht! Aber dieses winzige unbedeutende Detail würde sich doch in hoffentlich baldiger Zukunft ändern lassen, hoffte sie. Und schon geriet die brünette Krankenschwester wieder ins Träumen, lehnte sich in den Sessel zurück und ein süßes Lächeln zauberte sich augenblicklich auf ihre Lippen, bis sie urplötzlich ein seltsames Quietschen und dann ein Poltern hörte und aus ihren Schwärmereien in Sekundenschnelle in die Realität zurückkatapultiert wurde. Dr. Meier hatte sich nämlich auf den Stuhl ihr gegenüber fallen lassen und seine Füße auf Mehdis Schreibtisch gelegt. Er grinste sie immer noch über beide Backen an, was die junge Frau zunehmend verunsicherte. Ausgerechnet vor ihrem verhassten Ex, der ihre Liebe mit Füßen getreten hatte, schien sie sich wieder wie der letzte Trottel zu benehmen, fluchte Gaby verzweifelt in sich hinein. Und dieser genoss es sichtlich, die offensichtlich bis über beide Ohren verknallte Krankenschwester auflaufen zu lassen....

MM (grinst): Och schon solche Sehnsucht, hmm?
Oh Mann, die ist so was von verknallt in ihn. Unglaublich! Kein Wunder, dass Mehdi jetzt freiwillig untertauchen will. Die Frau ist ja nicht auszuhalten.
GK (eine leichte Röte ziert ihr Gesicht, die sie mit Zickigkeit kaschiert): Halt die Klappe, Marc!
Uuh! Volltreffer, du verliebte Kuh! Hahaha!

Verdammt! Lass mich in Ruhe, du blöder Arsch!


Peinlich berührt zog Gaby schnell Mehdis Kittel aus und warf diesen achtlos auf den gynäkologischen Stuhl neben ihr. Dann schnappte sie sich ihren eigenen Kittel und setzte sich wieder in den Chefsessel. Nun stockte auch Marc Meier kurz der Atem, denn erst jetzt hatte er ihr äußerst knappes sexy Outfit bemerkt...

Meine Güte! Die will es aber wissen. Mann oh Mann! Wenn die hier jeden Tag so rumläuft, kann ich schon verstehen, dass Mehdi völlig durch den Wind ist und die Finger nicht von ihr lassen kann. Sie ist echt heiß! Boah nee, was denke ich hier eigentlich!? Hallo!? Das ist das Dreckstück, das dich zur Hochzeit erpresst hat, dir ein Kind unterschieben wollte und die Haasenzahn das mit dem Betrügermillionär nicht gesteckt hat! Intrigantes Miststück! Liga billig und willig oder so. Mehdi muss definitiv aus der Aura dieser Venusfalle raus. Hoffentlich kommt er auf seinem kleinen Frankfurttrip von diesem irren Trip hier runter. Die Frau ist so was von dreist. Widerlich!

MM (mustert sie abfällig): Wow! Womit hab ich denn diesen Anblick verdient? Ist dir der Stoff ausgegangen? Naja als Krankenschwester verdient man ja auch nicht so viel, ne!? Aber nur zu deiner Information, von mir aus kannst du dich hier ganz nackt ausziehen, lässt mich völlig kalt.
Ach wirklich? Wollen wir doch mal sehen! Früher konntest du doch deine Hände gar nicht bei dir behalten, wenn ich so etwas anhatte.
GK (will sich gerade ihren eigenen Kittel überziehen, aber hält in der Bewegung inne, beugt sich leicht nach vorn, folgt seinem Blick zu ihren Brüsten u. grinst ihn jetzt verführerisch an): Käme auf den Versuch an!


...

Lorelei Offline

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26.05.2010 10:35
#571 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Ihr wollt Schlagabtausch? Ihr kriegt Schlagabtausch! Oder hätte sich Gaby vielleicht doch vor Marc ausziehen sollen, hmm? Was wohl Gretchen oder Mehdi dazu gesagt hätten, wenn die plötzlich in das Zimmer geplatzt wären? Ich könnte das noch schnell umschreiben, wenn ihr wollt!? Nee, nee, Scherz! Das wäre dann auch mir zu viel des Guten. Deshalb geht’s jetzt im gewohnten Ton weiter mit den beiden Ex-Verlobten. LG Lorelei



Boah nee! Billige Schlampe! Kaum ist Mehdi mal nicht da, da macht die sich auch schon an den nächsten ran. Tzz... typisch! Miststück!
MM (hebt abwehrend die Arme u. verzieht angewidert sein Gesicht): Sorry! Hab schon die halbe Nacht gereihert. Das erspar ich mir lieber.
Arschloch! Und wieso starrst du mir dann die ganze Zeit auf die Titten, hmm?
GK (zieht beleidigt ihren Kittel an u. knöpft ihn sicherheitshalber bis oben zu): Tja hab mir schon gedacht, dass du den Anblick deines Moppelchens nicht lange ertragen würdest.
Eh! Wehe du wagst es noch mal, so etwas in Gretchens Richtung zu sagen, dann mach ich dich so was von fertig! Deinen wunden Punkt kenne ich ja mittlerweile. Hmm... Ach was soll’s? Hat sie nicht anders verdient.
MM (lässt sich von ihr nicht provozieren u. lehnt sich lässig zurück): Och du, das waren eigentlich nur die Nachwirkungen der geilen Party gestern.
Hä? Der geht auf die Beleidigung seiner fetten Planschkuh nicht ein? Stört mich irgendwie! Und was denn für eine Party? Er meint doch nicht etwa...? Aber Mehdi hat doch gemeint, es seien nur ein paar Leute da gewesen. Also Hanni und Nanni und das frustrierte blöde Karrieremiststück?
GK (horcht auf u. hakt sofort nach): Ach du warst feiern?
MM (grinst triumphierend): Jep! Mehdi hat ne coole Einweihungsparty geschmissen. Da ging’s echt ab.
GK (zieht skeptisch die Augenbraue hoch): Mehdi?
Also doch! Oh nein! Sag mir jetzt ja nicht, was gestern beim Umzug noch so alles gelaufen ist! Ich will es gar nicht hören. Wenn er mit ihr rumgemacht hat, bring ich sie um. GGGRRR!

Oh! Na da hat aber jemand angebissen. Herrlich! Na dann noch schön weiter drin rum stochern! Mann, das macht echt Spaß, die dumme Pute zu ärgern. Hätte ich früher schon machen sollen, dann wäre mir Einiges erspart geblieben.

MM: Sag bloß, er hat dich nicht eingeladen? Und ich dachte, ihr seid jetzt so dicke?
Naja zumindest einer von beiden.
GK (versucht cool zu bleiben): Sind wir ja auch! Ich hatte nur ähm... zu tun. Also Dienst und so.
MM (grinst wissend, dass sie die Unwahrheit sagt): Ach?
Ich glaube dir kein Wort. Du hast doch gekocht vor Eifersucht, weil die verknallte Hassi auch da war und ihre Chance eindrucksvoll genutzt hat. Also das muss man ihr schon lassen. Die weiß auch, wie man den Frauenflüsterer um den Finger wickeln kann.
GK (versucht sich nichts anmerken zu lassen, aber so langsam steigt dann doch die Eifersucht in ihr hoch): Jaaaa! Und ähm... wer war noch so alles da?
Ha! Jetzt hab ich sie aber! Super!
MM (grinst schelmisch): Och war ne kleine Runde, aber die hatte es in sich.
GK (sichtlich verwirrt): Das heißt?
MM: Na so neugierig?
GK (verleiert die Augen): Maaarc!
MM: Ja, ich kenne mittlerweile meinen Namen, liebe Gaby.
GGGGRRRR!!!!
GK (ungeduldig): Mann, nun sag schon!
MM (grinst): Dass die Hassi auch da war, hast du ja bei deinem peinlichen Kontrollanruf sicherlich mitbekommen, ne?
Oh nein! Er weiß davon!? Mehdi hat es ihm gesagt? Warum macht er das? Marc hält mich doch jetzt erst recht für den letzten verknallten Trottel. Aber was interessiert mich eigentlich, was der blöde Idiot denkt. Ich interessiere mich ja auch nicht für seine oberpeinliche Affäre mit dem dicken Haasen.
GK: Ich habe ihn nicht kontrolliert. Das war äh... dienstlich.
Dienstlich? Hahaha! Ich kenne ja deine ganz speziellen Sonderdienstleistungen. Wie viel verlangst du denn so pro Stunde, hä? Boah nee, ich kann nicht mehr! Hahaha!
MM (versucht, sich das Lachen zu verkneifen): Ja klar!? Aber gekocht hast du trotzdem.
GK: Essen muss ja wohl jeder.
Is die blöd?
MM: Ich meinte eigentlich vor Eifersucht.
GK (schüttelt heftig den Kopf): Tzz... ich bin nicht eifersüchtig!
Doch nicht auf diese blöde, blöde Karriereziege! Mehdi wird schon noch merken, dass die überhaupt nicht zu ihm passt. Die... die will doch nur seinen Körper und... Boah Gaby, nicht weiter darüber nachdenken! Denk an deinen Blutdruck! Lass dich nicht von ihm provozieren!
MM (glaubt ihr kein Wort): Natürlich! Deshalb fragst du mir hier ja auch Löcher in den Bauch.
Scheiße!
GK: Du hast doch mit dem Thema angefangen.
MM: Und was willste noch so wissen? Dass wir ihm geholfen haben, seine hässlichen Spießermöbel zusammenzubauen, dass wir zusammen Pizza gegessen und uns mit Alk zugedröhnt haben, alberne Spielchen gespielt haben oder dass wir uns alle super miteinander verstanden haben ... vor allem die Hassi mit DEINEM Mehdi? Die ist eigentlich gar nicht so ne Null wie ich immer dachte, muss ich ehrlich zugeben.
Immer schön Salz in die Wunde träufeln! Oh! Sie wird auf einmal ganz blass um die Nase. Was sie wohl hat? Davonschwimmende Felle wohlmöglich? Herrlich!

Oh nein, sie hat ihn doch rumgekriegt! Ich kratz dieser blöden Kuh die Augen aus! GGGRRR!!!

GK (versucht ihre zunehmende Unsicherheit mit einem lockeren Spruch zu überspielen): Tja dann kannst du sie ja auch flachlegen ne! Die fehlt doch noch in deiner Sammlung.
MM: Ach nö du! Den Job übernimmt schon ein anderer.
Treffer versenkt!

Nein! Ich will das nicht hören. Wie kann er mir das nur antun?



....

Lorelei Offline

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27.05.2010 15:02
#572 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen! Riesiges Dankeschön an meine Kommentatoren. Es ist immer wieder faszinierend, was ihr euch so denkt. Nein, liebe Kristin, auch wenn Marc gerade den Salzstreuer erwischt hat, hat das vorerst keine Auswirkungen auf den körperlichen Zustand seines Haasenzahns (Das mit dem Kindersegen kannte ich noch gar nicht, aber gut zu wissen! ). Tja und der von dem Vorsitzenden der Gabi-Mehdi-Fraktion angekündigte Protest hat mich jetzt auch nicht sonderlich beeindruckt , aber ich befürchte der könnte nach einem der nächsten Teile noch zunehmen. Dann werde ich wohl doch so langsam mal meine Anwälte einschalten müssen, ne!? So aber genug gescherzt. Jetzt geht es weiter mit dem nächsten Teil. Der letzte Schlagabtausch! Die beiden bekommen nun auch noch Gesellschaft. Viel Spaß!




Marc zwinkerte seiner Ex-Verlobten provozierend zu, denn er wusste ganz genau, dass er damit ihren wunden Punkt getroffen hatte, denn die Verletztheit, die sich jetzt in ihren Augen widerspiegelte, war selbst für ihn offensichtlich, aber Gaby versuchte weiterhin, ihm gegenüber cool zu bleiben. Die Blöße wollte sie ihm nämlich nicht geben, auch wenn die Eifersucht sie allmählich von innen aufzufressen drohte...

GK: Das... das tut mir aber leid ... für dich.
Und für dich erst! Ob sie wirklich so tough und cool ist und darüber hinwegsieht, dass er die Hassi parallel vögelt?
MM: Dafür dass du’s ihm auch gerne besorgen würdest, bleibst du aber ganz schön cool.
Scheiße! Lass mich endlich in Ruhe, du Arsch! Wieso musst du ständig darauf rumreiten? Ich dachte, wir seien mittlerweile quitt. Ich hab echt keinen Bock mehr auf den ganzen Scheiß hier!
GK (schluckt u. atmet dann einmal tief durch): Na und? Wir... wir sind ja nicht zusammen. Und äh... jeder kann machen, was er will.
Und wieso glaube ich dir das nicht so ganz? Du willst doch mehr!
MM (skeptisch): Ach? Wow! Und ich hätte gedacht, du siehst schon kleine Kiddies um euch herumtanzen, ein Häuschen im Grünen, Karpfenteich, Happy Family und so.
Er hat dich durchschaut! Scheiße, scheiße, scheiße! Aber niemals zugeben. Das wäre dein Todesurteil, Gaby.
GK (mit quietschender, leicht gereizter Stimme): Marc, ich bitte dich! Wie kommst du denn auf den Schmarn?
Hmm... Warum wohl? Weil du total in ihn verschossen bist und mit ihm dieselbe GZSZ-Scheiße abziehen willst wie mit mir. So ist es nämlich!
MM (grinst): Weiß nicht. Sag du’s mir!
Scheiße!
GK (funkelt ihn böse an): Du bist doch bloß neidisch auf ihn, weil er jetzt das auslebt, was dir nun verwährt bleibt, weil du neuerdings einen auf monogam machst und lieber die fette Plansche bumst.
MM (wütend): Hüte deine Zunge, du Dreckstück! Sie ist immerhin jetzt deine... Chefin.
Vielen Dank, dass du mich auch noch daran erinnern musst, du Arschloch. Warum muss mich heute eigentlich jeder quälen? Das hab ich doch gar nicht verdient, verdammt.
GK (schnippisch): Vorübergehend bis Mehdi wiederkommt.
MM (grinst): Wenn er wiederkommt.
Oh Gott!
GK (entsetzt): Was ... was soll das denn heißen?
Hahaha! Das wird ja immer besser. Grandioser Schachzug, Meier! Du bist immer noch der Beste!
MM (cool): Nix! Vielleicht schult er ja gerade um und nimmt sich dann ein Büro neben dem von der Hassi.
GK: Du spinnst doch!
Der verarscht mich doch nur!?
MM: Naja!? Ich bin jedenfalls nicht der- bzw. diejenige, die sich hier Hoffnungen auf etwas macht, das nie passieren wird.
GK: Was willst du mir damit sagen?
MM: Nix! Ich hab nur Augen im Kopf.
GK (mittlerweile auf 180): Boah Marc! Nerv mich nicht!
Du machst mir das mit ihm nicht schlecht. Mehdi ist gerade dabei, sich in mich zu verlieben. Das spüre ich doch. Die Nacht vor zwei Tagen war doch der beste Beweis dafür. Ihr werdet euch noch alle wundern, wie sehr er mir schon verfallen ist. So ist es nämlich!
MM (lacht spöttisch): Du solltest dich vielleicht besser auf ner anderen Station nach einem geeigneten Oberarzt zum Heiraten umschauen. Hmm... wer bleibt da eigentlich noch übrig? Hmm... Sind alle verheiratet oder irgendwie anderweitig liiert. Hmm... Moment! Ja genau! Günni auf der Pathe ist doch noch solo. Aber da solltest du dich auch lieber beeilen! Die Sabsi hat, glaube ich, ein Auge auf ihn geworfen. Ach und nur so als Tipp, ich denke mal, der steht nicht so sehr auf nackte, sondern eher auf blasse Haut. Also deine täglichen Solariumsbesuche und deine Nuttenfummel ... (er mustert sie noch einmal von oben bis unten) ... kannst du dir bei ihm sparen!
GGGGGGGGGRRRRRRRRRRRRRR!!!!!!!!!!!!!!!!!! Wie konnte ich nur jemals auf diesen Typ Mann stehen? Blödes Arschloch!
GK (sauer): Eh! Lass die Sprüche ja! Mehdi hat vielleicht was mit der Hassi am laufen, aber mehr auch nicht.
Vielleicht? Das ist eine Tatsache, meine Liebe. Eh so wild wie die gestern aufeinander waren, da geht eindeutig noch mehr.
MM: Wenn du meinst!?
GK (ihre Verunsicherung ist ihr mittlerweile deutlich anzumerken): Jaaaa, meine ich. Er hat sich nicht entschieden.
MM (zieht die Augenbrauen hoch): Hmm!?
Oder etwa doch? Ist er deshalb heute nicht zum Dienst erschienen und lässt sich vertreten, nur um mir nicht in die Augen sehen zu müssen? Nein, das bilde ich mir nur ein. Marc will mich doch nur provozieren.
GK: Marc, verdammt, was willst du eigentlich?
Und jetzt der Todesstoß! Ich kann so fies sein. Yeah!
MM: Nix, sagte ich doch bereits. Aber ich habe die beiden gestern studiert und...
GK (fällt ihm aufgewühlt ins Wort): Und was?
Bitte nicht, bitte, bitte nicht!
MM: Wie du sicherlich aus eigener Erfahrung weißt, bin ich in solchen Dingen ja eigentlich nicht gerade der Experte, aber dass da eindeutig mehr zwischen den beiden läuft, als sie immer behaupten, das erkenne selbst ich. Also kannst du dir schon einmal ne Großpackung Tempos besorgen.
GK (starrt ihn ungläubig an u. hält sich an dem letzten Funken Hoffnung fest, den sie noch in sich trägt): Das glaube ich nicht. Du weißt doch gar nicht, was für eine enge Bindung zwischen uns herrscht.
Gott! Was redet die da eigentlich für eine gequirlte Scheiße? Enge Bindung!? Pfff... Alles, was er von dir will, ist ficken, mehr nicht.
MM (zuckt mit den Schultern u. lümmelt lässig auf seinem Stuhl): Ach glaub doch was du willst. Ist mir eigentlich auch so ziemlich egal.
GK (schreit ihn schon fast an, so verzweifelt u. verletzt ist sie, weil ihre Hoffnung immer mehr schwindet): Du bist so ein Arsch echt. Du machst mir das nicht kaputt ja!
Ach das schaffst du schon selber! Mehdi hat echt was Besseres verdient als dieses hysterische Weibsstück!

Gabys Verzweifelung brach immer mehr aus ihr heraus, was Marc nur mit seinem typischen selbstgefälligen Grinsen kommentierte. Von Eifersucht getrieben, die sie allmählich aufzufressen drohte und die ihr die Hoffnung auf eine baldige glückliche Beziehung mit Dr. Kaan nahm, wurde der Streit der beiden immer lautstärker ausgetragen und brachte schließlich auch Dr. Haase auf den Plan, die nach ihrem zweiten Einsatz im Kreissaal gerade glücklich und zufrieden „ihr“ Büro betreten hatte und nun ungläubig zu den beiden Streithähne an „ihrem“ Schreibtisch schaute. ... Was geht denn hier ab? ... Wütend stellte die blonde Ärztin die beiden zur Rede...




Schaut mal bitte auch auf meiner Kommiseite vorbei! Ich habe da noch eine kleine Anfrage an euch. Nichts Schlimmes und es tut auch nicht weh. Eure Lorelei

Lorelei Offline

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28.05.2010 13:12
#573 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Danke für eure Ideen (v.a. Kate )! Das motiviert ungemein. Also falls euch noch mehr einfällt, immer her damit! Mal sehen, inwieweit ich das eine oder andere mit einbringen werde. Dank euch hat mich die Muse wieder geküsst und ich habe auch schon ein bisschen was geschrieben. Aber jetzt geht es erst mal weiter mit der wütenden Dr. Haase, einem grinsenden, vor Schadenfreude strotzenden Oberarzt (Sorry, Marc ist vielleicht doch einen Tick zu gemein geworden, aber er und Gaby werden sicherlich auch in einem anderen Leben keine Freunde mehr!) und einer verzweifelten Krankenschwester. Eure Lorelei




GH: Was ist denn hier los? Habt ihr sie noch alle? Euch hört man bis auf den Flur raus. Nebenan ist das Säuglingszimmer, falls ihr das vergessen habt und... (blickt zu GK) ... genau da sollten Sie eigentlich gerade sein. Ich brauche noch die Werte von Jonas und Lisa Sommer. Wenn möglich heute noch!
Uuh! Ich steh ja drauf, wenn Haasenzahn die Chefin raushängen lässt. RRRRRR!!! ... Naja Hauptsache die hohle Nuss macht endlich nen Abflug hier! Soll sie doch bei den Plärrplagen ihrem nicht vorhandenen Familienglück mit dem Frauenflüsterer nachtrauern oder vortrauern oder was auch immer. Tzz... dumme Sau!
GK (insgeheim erleichtert, von MM erlöst worden zu sein, springt sie vom Stuhl auf u. verabschiedet sich genervt): Ja, ja! Bin ja schon weg.
Bloß weg hier! Nicht dass die noch auf die Idee kommen, vor mir peinlich rumzuknutschen oder sich anschmachten oder was auch immer. Nee, ich hab schon genug andere Probleme, als mir das auch noch anzutun.

Gaby warf Marc noch einen letzten bitterbösen Blick zu, der von ihm nur mit einem breiten Siegergrinsen erwidert wurde, und verließ beleidigt Dr. Kaans Sprechzimmer... Dieser miese Arsch! Wieso gönnt er uns das nicht, was wir haben? GGGRRR!!! Das sind doch nur seine typischen blöden Sprüche, um sich an mir zu rächen. Mehr steckt da nicht dahinter. Er will mich doch nur auf Teufel komm raus provozieren und ich, doofe Kuh, wäre beinahe darauf reingefallen. Aber da hat er sich bei mir geschnitten. Das, was zwischen mir und Mehdi vor sich geht, geht weitaus tiefer, als ihr alle denkt. Wir sind uns emotional näher gekommen. Das habe ich doch gespürt. Das bilde ich mir nicht ein. So wie er mich immer anschaut, da ist definitiv mehr. Du bringst mich nicht aus dem Konzept, du blöder Arsch. Mehdi wird mich auch lieben. Er ist schon auf dem besten Weg dahin. Jawohl! ... Aber dennoch begann der Zweifel so langsam an ihr zu nagen. Die Worte ihres Ex-Freundes ließen Gaby dann doch nicht so kalt, wie sie sich einzureden versuchte. Die beiden Männer waren schließlich eng befreundet. Was wäre, wenn da doch mehr dahinter stecken würde? Wenn Marc vielleicht doch Recht hätte? ... Und wenn es doch gefunkt hat zwischen den beiden? Wenn selbst Marc das mitgekriegt hat. Und diesem Gefühlslegastheniker muss man ja eigentlich immer erst mit dem Finger darauf hinweisen, wenn jemand verliebt ist. Was ist, wenn Marc mir auf diese Weise indirekt mitteilen sollte, dass Schluss ist? Vielleicht ist Mehdi deshalb heute untergetaucht? Aber ist er wirklich so feige, dass er mir das nicht ins Gesicht sagen kann und mir ausgerechnet Marc als Boten schickt? Nein, das ist nicht Mehdis Art. So gut kenne ich ihn schon. Er weiß doch ganz genau, wie schlecht ich auf Marc zu sprechen bin. Verdammt! Ich weiß überhaupt nicht, was ich noch denken soll. Das darf einfach nicht sein. Ich will nicht, dass Schluss ist. Das mit uns kommt doch gerade erst so richtig in die Pötte. Aber der Flurfunk vermeldet auch nichts Gutes. Für die Tratschtanten à la Sabine steht doch schon fest, wer „Martchen“ - Was für ein alberner Name!? Muss wohl von der dummen Kuh stammen!? - als neues Traumpaar ablöst. Und wenn er sie wirklich schon in aller Öffentlichkeit geküsst hat, so wie Sabine behauptet, dann... dann... Oh Gott, ich darf ihn nicht verlieren. Ich will ihn nicht verlieren. Ich liebe ihn doch. ... Gedanken verloren lief die verliebte Krankenschwester den Gang der Gynäkologie entlang und schlich sich schließlich in ein leeres Patientenzimmer. Die kleinen Quälgeister konnten ruhig noch ein paar Minuten warten. Außerdem ließ Gaby sich von der dicken untalentierten Möchtegern-Ärztin ganz bestimmt nicht sagen, was sie zu tun und zu lassen habe. Sie stellte sich ans Fenster und schaute hinaus. Es war ein trüber verregneter Tag. Genauso trüb wie ihre Stimmung gerade. Gaby zog schließlich ihr Handy aus ihrer Kitteltasche und wählte Mehdis Nummer. Sie brauchte einfach die Gewissheit, sonst würde sie noch verrückt werden... Schon wieder besetzt! Verdammt! Mit wem telefoniert er denn die ganze Zeit? ... Es war nicht das erste Mal, dass sie heute seine Nummer gewählt hatte, aber jedes Mal ging nur seine Mailbox ran oder es war besetzt. Es war wie verhext. So als ob eine höhere Macht verhindern wollte, dass die beiden zusammenkamen. Niedergeschlagen ließ sie sich auf das leere Bett neben dem Fenster fallen und schloss ihre Augen... Wieso ist das nur so kompliziert mit uns, Mehdi? Ich will doch genau dasselbe wie du auch... Liebe, Glück und Geborgenheit. Das kann doch nicht so schwer sein. ... Sie seufzte, krallte ihre Fingernägel in das Kopfkissen, das noch von der Schutzfolie umhüllt war, und fiel in einen unruhigen Mittagsschlaf.

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Lorelei Offline

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29.05.2010 10:16
#574 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben! Ja, ja, ja, Gaby hat es schon nicht leicht. Getreu dem Tagesmotto „Yoga statt Arbeit“ liegt sie nun einsam und allein in einem leeren Zimmer. Ich kann schon mal vorweg sagen, es kommt an dem Tag noch dicker für sie. (Ich schicke schon mal vorsichtshalber ein fettes Sorry an die Gaby-Mehdi-Fraktion! @ Schleumel: vielleicht ist es ja doch Bärbel. Muss ich mir mal durch den Kopf gehen lassen. ) Aber vorher gibt es noch etwas anderes. Lust auf eine geballte Dosis Martchen? Hier habt ihr sie! Von sauer bis lustig und stürmisch bis romantisch alles dabei. Ich hoffe, ihr seid mir nicht allzu böse, dass dieser Teil etwas länger geraten ist als gewöhnlich, aber das ist dann auch erst mal der letzte Martchen-Teil, also vorerst! Liebe Grüße u. schönes Wochenende! Eure Lorelei




Nachdem Schwester Gaby das Büro von Dr. Kaan verlassen hatte, ging Dr. Haase auf den Schreibtisch in der Mitte des Zimmers zu und baute sich - ihre Hände in die Hüften stemmend - direkt vor Dr. Meier auf, der immer noch gemütlich in seinem Stuhl lümmelte, amüsiert vor sich hin grinste und seine Füße auf dem Tisch geparkt hatte. Gretchen platzte der Kragen...

G: Marc Meier, nimm sofort deine dreckigen Botten von Mehdis Schreibtisch!
Uuh! Sie ist auch noch auf Krawall gebürstet! Da steh ich drauf! Komm her, du Luder!
M (grinst sie schelmisch an u. kommt ihrer Aufforderung augenblicklich nach): Also erstens sind das nur meine weißen Krankenhausschlappen und keine Gummistiefel, zweitens sind die nicht dreckig, sondern niegelnagelneu und drittens würde ich lieber etwas ganz anderes hier auf dem Tisch nehmen.

... Marc sagte es, sprang dann von seinem Stuhl auf und hatte Gretchen, die heftig dagegen protestierte, auch schon sofort in seinen Klammergriff genommen und stumm geküsst, bevor sie überhaupt etwas erwidern konnte. Er presste sie mit seinem ganzen Körper gegen den Schreibtisch, wischte diesen mit einer Armbewegung leer und wollte sie hochheben. Aber die kleine Furie in seinen Armen wehrte sich mit Händen und Füße und schaffte es nach einer kleinen Rangelei, ihm doch noch zu entkommen, indem sie einfach auf Tauchstation ging und unter den Schreibtisch krabbelte. Marc konnte ihr nur ungläubig dabei zuschauen, stöhnte dann laut auf und gab schließlich entnervt auf. Vorerst! ... Dieser Frau ist echt nicht zu helfen. Da will man(n) ihr nur was Gutes tun und sie zickt rum. Aber ich krieg dich schon noch, Kleines. ... Gretchen flüchtete schnell auf die andere Seite des Schreibtisches, kam dort grinsend wieder hervor gekrochen und ließ sich dann erschöpft auf ihren Bürostuhl fallen, den sie ganz nah an den Tisch heranfuhr. Sie wusste ja nicht, ob ihr liebeskranker Oberarzt noch eine zweite Attacke starten würde. Sicher ist sicher, dachte sie schwer atmend und mit heftigem Herzklopfen. ... Jetzt brauch ich erst mal Schoki. Wo hat Mehdi eigentlich seine ganzen Schokivorräte versteckt? ... Es war jedes Mal ein harter Kampf, den Avancen ihres attraktiven Freundes zu widerstehen, aber ehe hier nicht geklärt war, was das gerade mit seiner verrückten Ex sollte, würde sie nicht nachgeben, auch wenn sie nur allzu gerne gewollt hätte. Heute nicht! Heute würde sie standhaft bleiben. Er hatte sich eh schon viel zu viel herausgenommen. Das sollte nicht auch noch belohnt werden. Sie würde ihn zappeln lassen... Es kann doch nicht angehen, dass er jedes Mal ankommt und gleich wie ein wildes Tier über mich herfallen will. Ich bin schließlich eine erwachsene, moderne, selbstbewusste Ärztin, die sich nimmt, was sie will ... äh... und die sich nichts nimmt, wenn sie nicht will oder so, .... und kein billiges, jederzeit williges Sexobjekt wie... ja wie die halt! Was war hier überhaupt los? Hat die ihn etwa wieder angemacht und er hat sie auflaufen lassen? Eh, wenn die ihn auch nur angepackt hat, dann... dann lernt die mich aber als Chefin kennen. Jawohl! Obwohl... Nein, das glaube ich nicht. Das muss etwas anderes gewesen sein. Sie war ja völlig aufgelöst, als sie gegangen ist. Sie war auch schon den ganzen Tag so komisch. Mal ruhig und konzentriert, also für ihre Verhältnisse ganz professionell bei der Arbeit, dann plötzlich völlig abwesend und in Gedanken versunken und dann wenn man sie darauf angesprochen hat, wieder total zickig und kratzbürstig. Ob das an mir liegt? Dass sie nicht begeistert sein würde, wenn ich jetzt hier arbeite, war ja klar. Ich bin ja auch nicht sonderlich begeistert darüber, dass ausgerechnet sie hier ist. Aber egal! Kann sie ja schlecht rausschmeißen. Sie macht ja ihren Job ganz ordentlich, also wenn man sie fünfmal dazu aufgefordert hat. Und sie ist ja schließlich Mehdis Lieblingsschwester, warum auch immer. ... Und Marc? Oh Gott! Wie er schon wieder kuckt! Er ist so scharf und... Eh Gretchen, reiß dich zusammen! Nicht schwach werden, auch wenn die Versuchung noch so groß... Ach was Versuchung? Die kann ich auch mit Schoki befriedigen! Habe gerade Mehdis Schokischublade entdeckt. Wieso habe ich eigentlich so etwas nicht? Muss sofort im Stationszimmer eingerichtet werden. Frag ich Sabine dann mal. Ja und die hier... äh... Sorry Mehdi, die wird deine Abwesenheit nicht überleben. ... dachte Gretchen, als sie genüsslich von einem Schokoriegel abbiss und die Schreibtischschublade wieder schloss.

Marc hatte durchaus kurzfristig mit dem Gedanken gespielt, seine widerspenstige Freundin erneut anzugreifen und auf seine ganz spezielle Meier-Art zu zähmen, denn je mehr sie sich dagegen sträubte, umso mehr wollte er sie auch. Aber an Gretchens Gesicht konnte er deutlich ablesen, dass sie jetzt alles andere als in Stimmung war. ... Na toll! Erst heiß machen und dann wieder der Eimer Wasser! Diese Frau ist echt unberechenbar! Aber das liebe ich ja so sehr an ihr. Dieser verdammte Teufelskreis echt! GGGRRR!!! Taucht die einfach unter dem Tisch ab und streckt mir ihr heißes Hinterteil entgegen. Als ob mich das nicht anmachen würde, nein, ganz im Gegenteil, du Luder. Und jetzt kuckt sie schon wieder wie die Unschuld vom Lande, die man(n) hätte schänden wollen. Und wie gern ich das getan hätte. Yeah! ... Ach menno! Wieso kann ich nicht der Schokoriegel in deiner Hand sein, Haasenzahn? ... dachte er verträumt, als sie genüsslich an ihrem Duplo knabberte und dabei die Augen schloss. Marc seufzte laut auf, ließ kurz den Kopf hängen und ging dann ebenfalls um den Schreibtisch herum, was Gretchen kurz unsicher zusammenzucken ließ. Ohne ihn aus den Augen zu lassen, rollte sie „ihren“ Chefsessel noch näher an den Tisch heran, an dem sie sich nun mit ihren Fingern festkrallte. ... Der wird doch jetzt nicht etwa...? Nein! ... Oh! ... Aber die blonde Ärztin beruhigte sich schnell wieder, als ihr Oberarzt sich nur lässig an den Tisch lehnte und ihr nun mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen in ihre strahlend blauen Augen schaute, so dass sie sich sofort wieder in den seinen verlor und sich eine gewaltige Schmetterlings-Armada erneut Richtung Haasche Bauchregion aufmachte. ... Ach Marc! Was machst du nur mit mir? ... Gretchen versuchte, sich einigermaßen zu konzentrieren und ihre Gefühle zu sortieren und schaute ihren Freund erst einmal eher vorwurfsvoll an... Ihm ja nicht gleich das Gefühl geben, dass er sich alles erlauben kann. So nicht, Herr Doktor! Du verwirrst mich...........NICHT!

G: Marc, was sollte das eben? Das war völlig unangebracht. Das ist Mehdis Büro und... äh... Das... das geht doch nicht.

Sehr selbstbewusst, Gretchen! Jetzt denkt er doch gleich wieder, ich sei das prüde Landei. Mist! Brauche ganz dringend einen Ratgeber „Flotte Sprüche, um Machos cool und selbstbewusst zu kontern und in ihre Schranken zu verweisen und dabei immer noch fantastisch und verführerisch auszusehen“ oder so. Gibt’s das überhaupt?

Aber auch wenn sie so schüchtern und unsicher ist, ist sie so was von süß! Hach... Träum... Seufz... Verdammt, ich hab das S-Wort wieder benutzt!


M (verschränkt grinsend seine Arme): Na und!? Der lässt doch hier auch nichts anbrennen.

Wenn Mehdi gesehen hätte, wie die dumme Schlampe heute wieder völlig rollig und nuttig rumläuft, dann hätte er die doch sofort auf dem Gynstuhl besprungen. Iiihhh!!! Widerliche Vorstellung!

Das will ich gar nicht wissen. Nein, ich will mir das gar nicht erst vorstellen. Mehdi doch nicht! Obwohl... ich hatte da ja mal früher, also kurz bevor wir auf dem Ärzteball zusammengekommen sind, so einen Traum, wie wir hier... äh...


G (verzieht kurz ihre Mundwinkel nach oben u. versucht sich zu konzentrieren): Äh... das... das geht uns ja wohl überhaupt nichts an.

Gut so! Du würdest sonst vom Glauben abfallen, wenn du wüsstest, was hier so alles abgeht. Der Raum hier ist wie verhext. Jede halbwegs intelligente, aber auch die überhaupt nicht intelligenten weiblichen Wesen - Mehdi ist ja auch nicht gerade wählerisch! - verknallen sich hier in den unter Testosteronüberschuss leidenden, Pheromone versprühenden, frauenverstehenden, etwas pummligen, halbpersischen Möchtegern-Gigolo. Äh... war vielleicht doch keine so gute Idee, sie hier arbeiten zu lassen. Nicht dass sie noch... Hmm... Wobei... er ist ja dann nicht da und eigentlich kann da ja auch nichts passieren... Äh... Und die Aura, die hier überall zu spüren ist, springt ja auch nicht gleich auf sie über oder? Hier ist ja GsD eh kein großer Männerverkehr, glaube ich, also kann ich schon beruhigt sein und... Äh... Gott, was denke ich mir da eigentlich für eine Scheiße zusammen? Bin ich jetzt total bescheuert geworden? Was denn für ne Aura? Muss etwas in dem Kaffee von der Sabsi gewesen sein. Die hing doch vorhin schon wieder zauberstabschwingend über so einer Hokuspokus-Zeitung und wollte mir ihr neustes (Nicht)-Wissen mitteilen, so dass ich gerade noch rechtzeitig den Rückzug antreten konnte. Äh... Wo waren wir?

M (grinst immer noch): Wenn du meinst!?
G (funkelt ihn an): Marc, was sollte das gerade mit Gaby?
Scheiße!
M (cool): Spaß!
Wie bitte? Was denn für Spaß? Spaß-haben-Spaß oder Spaß-machen-Spaß?
G (sauer): Spaß!? Marc, musst du sie immer unnötig provozieren? Ich muss jetzt mit ihr zusammenarbeiten und das ist nicht gerade das Schönste, was ich mir im Moment vorstellen kann. Und wenn sie jetzt schon wieder sauer auf dich und damit bestimmt auch auf mich ist, dann...
Och Mann, was du schon wieder denkst!? Ich hab der blöden blinden Kuh nur die Augen geöffnet, mehr nicht! Scheiße, dass ich ihr das nicht sagen kann, will Mehdi ja auch nicht unnötig kompromittieren.
M (fällt ihr ins Wort): Na und!? Die tut schon niemanden was. Außerdem ist sie eher auf jemand anderes sauer als auf dich.
... und mich. Upps! Ich glaube, ich hab Mehdi jetzt ziemlich reingeritten oder? Äh... Gut, dass er heute noch abhaut. Gaby wird ihn umbringen wollen.
G (versteht nicht ganz): Das heißt?
Meier, Klappe halten!
M (wiegelt schnell ab, weil es ihm dann doch zu heiß wird): Äh... Egal!
Da war doch was? Wieso will er mir das nicht sagen?
G (schaut ihn durchdringend an): Aber sie war ganz schön aufgebracht. Was sollst du ihr nicht kaputt machen?
Scheiße! Sie hat doch mehr mitgekriegt, als ich gedacht hätte. Ich kann ihr das nicht sagen. Sie dreht doch mir und Mehdi den Hals um, wenn sie von seinem Doppelpass hört.
M (stöhnt genervt): Nix! Die dumme Kuh hat nur wieder irgendwas in den falschen Hals gekriegt und da ist sie halt ausgetickt. Kennen wir ja nicht anders von ihr.
G (misstrauisch): Aha? Und was?
Verdammt! Ablenkungsmanöver!
M: Ach lassen wir die blöde Kuh doch! Mach mal Platz!
G (schaut ihn fragend an): Hmm!?

Marc schob Mehdis Chefsessel mit seinem Fuß ein Stück zurück, reichte seiner Liebsten dann die Hand, damit sie aufstehen konnte, dem sie auch nachkam, und setzte sich dann mit ihr auf dem Schoss in den Sessel. Gretchen schmiegte sich sofort an ihn...

M (mit sanfter Stimme): So ist besser oder?
G (verträumt): Ja!
Wieso kann ich ihm eigentlich nie lange böse sein? Er ist soooo süüüüßßß!!!

Gut, sie ist endlich beruhigt. Meine süße Stubentigerin, du!

M (schaut sie liebevoll an): Alles ok?
G (verschränkt ihre Arme hinter seinem Rücken u. drückt ihn noch enger an sich, dass ihm fast die Luft wegbleibt): Hmm?
Huch... na da hat mich wohl doch jemand vermisst. Hach... schön! Es tut so gut, sie so nah zu spüren. Ihr Herz schlägt ganz schnell. Ihre Haut ist so weich. Und sie riecht so verdammt gut! Verdammt! Sie hat dich mal wieder volle Breitseite erwischt.
M (räuspert sich nervös): Na hier so auf der Plärrstation und so? Kommst du klar?
G (strahlt begeistert): Ich bin wie geschaffen für diesen Beruf.
Oh Gott! Nicht gut!
M (stöhnt): Ich hab es befürchtet. Willst du jetzt etwa auf Gynäkologie umschwenken oder was?
Och wie süß! Er hat Angst, mich zu verlieren. Aber so schnell wirst du mich nicht los.
G (schwärmt): Nein, keine Sorge! Aber so zwischendurch ist das schon mal schön. Ich hab vorhin Zwillinge auf die Welt geholt. Das war schon ein wundervolles Erlebnis.
M (verleiert die Augen): Äh ja... also ich find das ja alles ganz, ganz ekelhaft. Der arme Vater tut mir jetzt schon leid.
Er wird sich nie ändern. Blöder Idiot!
G (seufzt): Ach Marc! ... Was... was machst du eigentlich schon hier? Wollten wir uns nicht in der Umkleide treffen? Hast du mich etwa schon vermisst?
Mist! Niemals zugeben, Mann!
M (nervös): Äh... neiiin! War nur äh... wenig los und da... da dachte ich halt ... äh... ja ... schau ich mal vorbei, ob hier äh... noch alles steht und so. Ich meine, ich hab ja auch eine Verantwortung Mehdi gegenüber und als ... als dein Ausbilder und so, ne!?
Und wie er mich vermisst hat! Ist das süüüüüüüüüüüüüßßßßßßßßßßßßß!!!!!!!!!!!
G (lächelt verliebt): Ach?
Sie glaubt dir kein Wort, du liebeskranker Idiot! Verdammt!
M (legt seinen Zeigefinger unter ihr Kinn, um ihren Kopf leicht zu heben, damit er ihr direkt in die Augen sehen kann): Ich wollte dich ja eigentlich zum Üben entführen, aber jetzt wird die Zeit dann doch etwas knapp.
G (steht auf dem Schlauch): Üben?

Marc deutete mit einer Kopfbewegung zu den Babyfotos, die an der Pinnwand hingen. Das verstand dann auch Gretchen, die sich noch enger an ihn kuschelte, zärtlich über seine Brust strich und ihn verliebt anlächelte...

G: Du bist so süß!
Also das böse S-Wort werd ich wohl nie aus ihren Wortschatz kriegen. Dabei gibt es doch so geile Synonyme wie superscharf und supersexy oder so.
M (räuspert sich verlegen): Ja äh... ich meinte eigentlich nur Üben! Vergiss das nicht! Und jetzt... äh... Also sollten wir dann mal los. Du weißt schon, Karre holen und nach unserem „schwerkranken“ Patienten sehen.
Schade! Üben oder nur hier sitzen und kuscheln wäre schon schön, aber ich will schließlich auch noch mal mit Mehdi reden, bevor er fährt.
G (löst sich schweren Herzens von ihm u. steht von seinem Schoss auf): Hmm!
M (steht ebenfalls auf u. lächelt sie an): Vorher Stopp beim Döner um die Ecke?
G (grinst): Pommes Schranke wäre mir lieber.
M (lacht): Auch gut, du kleine gierige Raupe!
G (stupst ihn in den Arm): Hey! Aber dann nehmen wir Mehdi gleich ne Portion mit, hmm?
M (grinst): Oder auch gleich zwei oder drei! Nicht dass er verhungert auf seinem Schimanski-Trip.
G: Sehr witzig Marc!
M: Immer wieder gern. Kommst du?
G (nimmt seine Hand): Ja!

Arm in Arm verließen die beiden Dr. Kaans Büro und anschließend das EKH und machten sich auf den Weg zu ihrem besten Freund.

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30.05.2010 02:34
#575 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hey meine Lieben! Da wir heute alle Lena sind , gibt es schon jetzt denn nächsten Teil. Für die Nachtschwärmer unter euch. Viel Spaß! Den Besuch der beiden bei Mehdi erspar ich euch, würde eh nur alter Kaffee aufgewärmt werden. Stattdessen habe ich jetzt etwas Schöneres für euch, also zumindest für die Nicht-Gaby-Mehdi-Fraktion. In den nächsten beiden Teilen wird es nämlich sehr gefühlvoll. Der Abschied naht. Also Taschentücher zücken. Könntet ihr eventuell gegen Ende der Szene gebrauchen. Liebe Grüße u. einen wunderschönen Sonntag! Lorelei




Am frühen Nachmittag machte sich eine brünette Oberärztin schnell auf den Weg nach Hause. Schon den ganzen Tag über war sie eher unkonzentriert bei der Sache gewesen, da ihre Gedanken immer wieder zu ihrem Traummann abgeschweift waren, der den Entschluss gefasst hatte, seine seit Monaten verschollene Tochter jetzt auf eigene Faust zu suchen. Von ihrer blonden Kollegin und mittlerweile schon so etwas wie Freundin hatte Maria vorhin erfahren, dass sich Mehdi noch heute auf den Weg nach Frankfurt am Main machen wollte. Noch mit ihrem Kittel bekleidet war sie kurz nach 15 Uhr aus dem Krankenhaus gestürmt und mit ihrem Auto die paar Straßen bis nach Hause gerast. Leider war sie dann doch einen Tick zu schnell unterwegs gewesen, denn schon nach der zweiten Kreuzung hatte es klick gemacht und sie war geblitzt worden, aber das war der verliebten Frau egal gewesen. Hauptsache sie könnte ihren Liebsten noch einmal kurz sehen und in die Arme schließen, bevor er abreiste. Und Fortuna war ihr tatsächlich hold, denn sie erwischte Mehdi gerade noch rechtzeitig auf dem Parkplatz vor ihrem Haus. Schnell stellte sie ihren Wagen ab, schnappte sich ihren Mantel von der Rückbank, sprang heraus und lief auf Mehdis Auto zu, das ein paar Meter weiter geparkt war. Dieser hatte seine hübsche Kollegin und heimliche Geliebte noch gar nicht bemerkt und wollte gerade den Zündschlüssel herumdrehen, als plötzlich heftig an sein Seitenfenster geklopft wurde. Er schaute auf, ließ es herunter und erkannte erfreut, dass es Maria Hassmann war, die ihn so hartnäckig auf sich aufmerksam machen wollte. Sofort zauberte sich ein zartes Lächeln auf seine Lippen...

MK: Maria!
MH (stützt ihre Arme am Fensterrahmen ab, beugt sich leicht in den Wagen hinein u. strahlt ihn an): Hey! Du willst doch nicht etwa ohne ein Wort hier abhauen?
Upps! Wie konnte ich das vergessen?
MK (lächelt beschämt): Entschuldigung! Ich wollte dich ja noch anrufen, aber in der ganzen Hektik...
MH (zieht eine enttäuschte Schnute): ... hast du mich vergessen?
Du elender Schuft! So leicht entkommst du mir aber nicht.
MK (beugt sich mit Dackelblick zum Fenster): Verzeihst du mir?
Natürlich! Wie könnte ich nicht, wenn du so kuckst! Hach... zu süß!
MH (funkelt ihn verführerisch an): Weiß nicht.
MK (lächelt verschwörerisch u. kommt ihr noch näher): Vielleicht wenn ich...
MH (erkennt das schelmische Funkeln in seinen Augen u. schaut ihn verzaubert an): Wenn du was?

Mehdi grinste seine Geliebte verschmitzt an, die, je näher er ihr kam, umso größeres Herzklopfen bekam. Er löste seinen Gurt und ergriff mit beiden Händen ihren Kopf, den er vorsichtig durch das geöffnete Fenster näher zu sich heran zog und dann küsste er sie mit einer Leidenschaft, dass ihr regelrecht die Beine wegzukippen drohten und sie sich am Fensterrahmen seines Wagen festhalten musste, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Minutenlang zeigten sie sich ihre Zuneigung, bis sich Mehdi schließlich aus Atemnot wieder von ihr löste....

MK (lächelt sie verträumt an): Wieder alles gut?
MH (völlig hin und weg krallt sie sich an seinem Wagen fest): Hmm!?
Sie ist so süß! Ich mag gar nicht fahren.
MK (legt zögerlich eine Hand an ihre Wange): Hey, du Träumerin! Ich... ich bin schon viel zu spät dran. Ich muss jetzt los.
Nein! Noch nicht! Nur noch eine Minute! Bitte!
MH (kommt langsam wieder zu sich): Verstehe!
MK: Ich würde dir wirklich gerne noch alles erklären, aber...
MH (nimmt seine Hand u. streichelt mit ihrem Damen über seinen Handrücken): Musst du nicht, Mehdi. Gretchen hat mir schon alles erzählt.
MK (überrascht): Ach? Hat sie?
Wie lieb von ihr!
MH (lächelt ihn an): Ja! Ich... also ich wünsche dir viel Glück!
MK (lächelt zurück): Danke!

Maria beugte sich wieder ein Stück weit in den Wagen hinein und strich ihm sanft über seine Wange, woraufhin er seine Augen schloss, und dann küsste sie ihn erneut zärtlich auf den Mund. All ihre Liebe legte sie in diesen einen Kuss, der den Abschied bedeutete. Es fiel ihr schwer ihn ziehen zu lassen, aber sie konnte ihm ja schlecht verwehren, nach seiner Tochter zu suchen. Sie wollte doch auch, dass er sie wieder fand. Sie wusste doch, dass Lilly ihm alles auf der Welt bedeutete. Doch zumindest diesen einen Moment konnte sie festhalten. Auch Mehdi genoss ihren unglaublich gefühlvollen Kuss in vollen Zügen. Irgendwie gab er ihm Zuversicht und auch Hoffnung. Er konnte nicht so richtig einordnen, was er in diesem Moment genau fühlte, aber er war unendlich froh darüber, dass diese zauberhafte Frau ihn noch erwischt hatte und er sich von ihr verabschieden konnte. Sie würde ihm fehlen. Als die beiden sich endlich wieder voneinander gelöst hatten, verharrten sie einen Moment lang. Sie schauten sich intensiv in die Augen, so als ob jeder der beiden herausfinden wollte, was der andere gerade dachte. Beide lächelten dabei. Schließlich war es Mehdi, der als Erster wieder zu Worten fand...

MK: Findest du das albern, was ich vorhabe?
MH: Quatsch! Nein! Das ist genau richtig so. Du musst das tun, sonst wirst du dich ewig damit quälen, nicht alles versucht zu haben.
Wie recht sie doch hat.
MK (lächelt): Das ist genau der Gedanke hinter der Sache. Selbst wenn es nicht klappen sollte... *schluck* ... Ich meine, es ist ja nicht wirklich eine Spur, sondern eher nur so eine fixe Idee...
MH (streicht ihm liebevoll über die Wange): Hey! Red dir das bitte nicht ein!
Und wenn ich doch zu viele Hoffnungen da rein lege? Ich weiß nicht, ob ich es aushalten könnte, wenn ich mit leeren Händen zurückkommen würde.
MK (seufzt): Ich hätte das schon viel früher angehen und nicht Fremden überlassen sollen.
MH (nimmt seinen Kopf in ihre beiden Hände u. schaut ihm einfühlsam an): Ach Mehdi! Hätte, wäre, wenn... das bringt doch nichts. Du machst genau das Richtige. Und ich finde das sehr mutig von dir.
MK (schaut ihr tief in die Augen): Ehrlich?
MH (küsst ihn zärtlich): Ehrlich.
Sie ist so lieb. Ich hätte nie gedacht, dass sie so sein könnte.
MK (wieder hoffnungsvoll): Ich hoffe so sehr, dass das was bringt. Wenn wir dort nur einen Hinweis finden könnten.
Vielleicht hilft es mir ja auch zu verstehen, wer diese Frau war, mit der ich fast zehn Jahre lang Tisch und Bett geteilt habe.
MH (lächelt ihn zuversichtlich an): Das hoffe ich auch. Alles wird gut, ganz bestimmt, Mehdi!
MK (schaut sie liebevoll an u. streichelt ihr über die Wange, wo seine Hand dann eine Weile verharrt): Wenn ich dich nicht hätte.
Oh... mein... Gott! Hat er das wirklich gerade gesagt?
MH (zerschmilzt fast bei seinen Worten u. kann nicht aufhören, zu lächeln): Ich hoffe, du vergisst das nicht!
Ganz bestimmt nicht! Wie könnte ich denn eine Frau wie dich vergessen?
MK (lächelt): Danke für dein Verständnis!
MH (blickt beschämt zu Boden): Gar nichts für!
MK (schaut sie plötzlich ganz ernst an u. nimmt ihre Hand in seine): Doch Maria! Jetzt hau ich schon wieder ab, obwohl wir uns gerade... äh...
Oh! Will er jetzt etwa sagen, das wir...? Ich breche zusammen.
MH (fällt ihm aufgeregt u. mit wild pochendem Herzen ins Wort): ... angenähert haben?
Ja, irgendetwas ist plötzlich anders zwischen uns. Ich kann es auch nicht so genau beschreiben, aber ich würde schon gerne herausfinden, was es ist, auch wenn es gerade ein ziemlich ungünstiger Zeitpunkt dafür ist.
MK (blickt sie schüchtern an): Hmm! Irgendwie schon ... oder?
Oh Gott! Er spürt es auch! Dass da... dass da doch mehr zwischen uns ist. Ich bin im Himmel. Ich könnte vor Glück schreien, wenn nur die Situation hier nicht so traurig wäre. Das ist kein gutes Timing. Aber ich würde trotzdem gerne wissen, was er denkt.

...

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