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Lorelei Offline

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Beiträge: 7.456

23.04.2010 10:23
#526 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

MM (grinst): Tja Alter, das sind dann wohl die bösen Nebenwirkungen deiner ach so tollen Dreiecksbeziehung ... äh nee -affäre oder was auch immer. Stalkende Zicken auf halb acht!
MK (dreht sich zu ihm um u. faucht ihn an): Halt die Fresse!
Oh Mann, jetzt ist er auch noch beleidigt. Selber Schuld, wenn du so ne Tour fährst. Das Dreckstück gibt sich nun mal nicht mit der Warteposition zufrieden. Das sollte dir eigentlich mittlerweile klar sein. Aber Moment, seit wann... äh... die reden wieder miteinander? Ich dachte, nach der krassen Sache neulich hätte er endlich seinen Schwanz eingezogen!?
MM (fixiert ihn mit seinem Blick): Ich dachte, da läuft nichts mehr nach der Horrornummer neulich in deinem Büro?
Hätte ich ihm das bloß nicht erzählt.
MK (fährt ihn wütend an): Das geht dich nichts an ja.
MM (faucht zurück): Ach auf einmal nicht. Erst bei mir ausheulen und jetzt motzen. Tzz... ich hab’s so satt.
MK (seufzt laut): Gut, wenn du es unbedingt wissen willst. Ich war Samstagnacht bei ihr.
Ach nee? Ich fass es nicht! Unverbesserlich!
MM (grinst): Oh! Wie kommt’s?
MK (fährt sich durch die Haare): Mann, weiß ich doch auch nicht. Ich stand plötzlich vor ihrer Tür und naja...
... bist hungrig über sie hergefallen?
MM (grinst anzüglich): Schon klar! Hat sie irgendnen Voodoozauber aufgeführt oder was?
MK: Sehr witzig!
MM: Ist es in der Tat. Du bist also wieder bei ihr schwach geworden? ... (schüttelt ungläubig den Kopf) ... Der Geist ist willig, aber das Fleisch nicht oder so.
MK: Mann, lass deine blöden Sprüche ja!
Ist schon kompliziert genug.
MM: Is ja gut. Willst du mir jetzt etwa wieder vorheulen, wie schrecklich es war oder was?
Der steht ja neuerdings auf die Domina-Nummer und die hat die blöde Schlampe definitiv drauf. Woher ich das weiß? Äh... kein Kommentar!
MK: Nein, war es nicht, im Gegenteil, es war sehr schön. Um ehrlich zu sein, eher phänomenal.
MM (verdreht angewidert die Augen): Äh so genau wollte ich das jetzt eigentlich nicht wissen.
Ich muss mal schnell kotzen gehen.
MK (setzt sich aufs Fensterbrett u. schaut ihn mit verklärtem Blick an): Ich bin gerne mit ihr zusammen, weißt du.
Oh Mann, dem ist echt nicht zu helfen. So ein Idiot!
MM: Äh ja, ich sag mal lieber nichts weiter dazu, weil ich das eh nicht verstehen kann, was du an der findest.
MK (schwärmt): Das ist einfach ihre ganze Art. Ich kann es kaum beschreiben.
Oh Gott! Ich will es gar nicht wissen. Die hat ihn verhext. Anders ist das nicht zu erklären.
MM: Ja verrückt eben!
MK: Eh!
MM: Und was ist jetzt mit der Hassi? Lässt du sie jetzt sitzen oder was? Aber so wie die dich vorhin angestiert hat...
... die hätte dich doch am liebsten auf der Stelle wild angesprungen und vernascht, wenn wir nicht gewesen wären. Notgeile Kuh!
MK (seufzt): Mit ihr bin ich auch gerne zusammen. Du hast sie ja gerade erlebt. Eine Wahnsinnsfrau eben. Findest du nicht?
Naja! Geschmackssache! Irgendwie ist mir schon wieder schlecht.
MM: Äh ja, die Betonung liegt auf wahnsinnig.
MK (schaut ihn sauer an): Red nicht so über sie ja!
Oh Mann, der ist wirklich nicht mehr zu retten. Der will das wirklich durchziehen!? Der hält sich echt zwei Hühner gleichzeitig!? Unglaublich!
MM (hebt beschwichtigend die Hände): OK, ok! Du willst also alles beim Alten belassen oder wie? Versteh ich das richtig? Mal hier und mal da naschen, he?
Macht mich ja schon irgendwie stolz, wenn es nicht gerade um die dummen Puten gehen würde.
MK (zuckt kurz mit den Schultern): Ich weiß es doch auch nicht. Ich weiß nur, dass sie mir irgendwie gut tun. Beide!
Der ist echt irre! Aber soll er ruhig machen. Hauptsache er hält mich da raus. Sonst kriege ich noch mehr Magenprobleme.
MM: Aha! Aber trotzdem, das hältst du auf Dauer nicht durch. Oder soll ich dir vielleicht besser Viagra verschreiben? Hab noch ein paar Packungen da. ... Also äh... im Giftschrank ... in meinem Sprechzimmer, versteht sich. ... Äh ja... wo sonst!
MK (blickt ihn erst böse an, springt dann vom Fensterbrett herunter u. nimmt sich die nächste Kiste vor): Eh! ... Lassen wir das Thema, ok? Wir wollen ja hier auch noch fertig werden oder?
Er lenkt vom Thema ab. Ok, vielleicht auch besser so. Wenn ich ne Komödie sehen will, gehe ich auch lieber ins Kino.
MM: Okaaay!

...

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.456

23.04.2010 17:05
#527 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen! And the winner is... Wie sollte es auch anders sein.... Viel Spaß! Lorelei



Währendessen waren die beiden Frauen im Wohnbereich schon so gut wie fertig. Mit vereinten Kräften stellten sie gerade die Möbel an den Platz, wo sie ihrer Meinung nach gut zur Geltung kommen würden. Danach befreiten sie die Couch und die beiden Sessel von der lästigen Folie und begutachteten schließlich ihr Gesamtkunstwerk...

G (schaut MH stolz an): Sieht gut aus oder?
MH (nickt): Hmm... gar nicht mal so übel. Hätte ihm so guten Geschmack gar nicht zugetraut.
G: Ich schon.
MH (verdreht die Augen): War ja klar.
G: Und jetzt?
MH: Hmm... Ich spionier mal schnell und dann sehen wir weiter.
G (hält sie auf): Was? Aber wir sollten doch nicht...?
MH (reißt sich los u. grinst sie an): Wieso? Kriegen die doch eh nicht mit. Sind doch nicht multitaskingfähig wie wir. Wenn Männer erst mal mit ihrem Spielzeug spielen, bekommen die nichts mehr mit, was in ihrer Umwelt passiert. Also!?
G (grinst): Wenn du meinst!? Aber sei vorsichtig!

Und schon war Maria auf Zehenspitzen im Flur verschwunden, um fünf Sekunden später grinsend zurückzukommen. Gretchen verstand ihren Blick sofort und auch auf ihrem Gesicht zeichnete sich ein breites Siegergrinsen ab. Sie hatten gewonnen. Frauen an die Macht! Sie wollte schon einen Freudentanz aufführen und schreiend das Schlafzimmer stürmen, als sie plötzlich und völlig unerwartet von ihrer Kollegin an der Schulter gepackt und still und leise aus der Wohnung geschoben wurde. Im Hausflur fragte die überrumpelte Assistenzärztin dann nach...

G: Was ist denn? Wo willst du denn jetzt auf einmal hin? Ich dachte, die beiden sind noch nicht fertig. Also können wir sie doch auch auflaufen lassen. Ich freu mich schon so sehr auf Marcs Gesicht.
Und ich erst!
MH: Sind sie ja auch noch nicht. Die brauchen noch mindestens eine halbe Stunde.

Was echt? Luschen! Oh Marc, diesen Sieg werde ich dir noch im Altersheim aufs Butterbrot schmieren. Juhu! Erneuter triumphaler Sieg von Gretchenhausen gegen Meiercity! Äh... featuring Hassmannvillage oder so. Ach… „The winner takes it all, the loser is standing small...“ Wie ging noch mal der Text? Hmm... Oder vielleicht ist “We are the champions” sogar noch besser. Das trällern die doch immer bei Fußballspielen. Damit kann ich Marc noch mehr ärgern. Hihi!

G (grinst): Ja und? Umso peinlicher wird es für sie.
MH: Eben!
G (schaut sie verwirrt an): Hä?
MH (rollt genervt mit den Augen): Mann, Haase, wir legen noch eine Schippe drauf!
G (noch verwirrter): Hä? Wie meinst du das jetzt? Was hast du vor?


....

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.456

24.04.2010 10:17
#528 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Tja was haben wohl die Mädels vor? Ideenvorschläge wie immer auf meiner Kommiseite hinterlassen - die fühlt sich so leer in letzter Zeit. Aber jetzt schauen wir erst mal ins Schlafzimmer zu den Männern, die von ihrem baldigen Glück noch nichts ahnen. Viel Spaß! LG Lorelei



Eine dreiviertel Stunde später ließen sich die beiden attraktivsten und heißesten Oberärzte des EKH im Kaanschen Schlafzimmer völlig erschöpft auf Mehdis Bett fallen...

MK (atmet schwer u. schaut zur Decke): Fertig!
MM (stöhnt leise u. zieht sein T-Shirt hoch, um sich den Schweiß von der Stirn zu wischen): Ja, aber fix und fertig!
MK (wischt sich auch mit seinem Poloshirt über die schweißnasse Stirn): Stimmt!
MM (dreht sich zu ihm herum): Das sagen wir aber den beiden Weibern nicht.
MK (grinst ihn an): Natürlich nicht.
MM (richtet sich wieder auf u. lauscht): Is schon verdächtig ruhig da draußen oder?
MK (spitzt ebenfalls die Ohren): Hmm... aber muss ja nichts heißen.
Schon komisch! Hat sie die Hassi tot gequatscht? Schön wär’s! So Haasenzahn, gleich ist die Stunde der Sieger und dann ist Zahltag. Yeah! Oh, ich freu mich so. „We are the champions, my friend, we keep on fighting to the end...“
MM (grinst siegesgewiss): Die wollen ja bloß nicht zugeben, dass sie es ohne uns nicht schaffen.
MK (ebenfalls mit breitem Siegergrinsen auf den Lippen): Eben! So dann lass uns noch schnell die Kartons zusammenräumen und zum Container raus bringen.
MM (salutiert): Okidoki Chef! Und dann werden wir den Mädels heldenhaft zu Hilfe eilen.
Is schließlich mein Job ne!? (MM)
MK: Die Rolle gefällt mir.
MM (lacht): Siehste! Frauen wie die stehen nämlich auf den starken, maskulinen, nach Schweiß triefenden Helden, also echte Kerle, die noch nach harter, männlicher, körperlicher Arbeit riechen und ordentlich nageln können. Also äh... ich meine, mit dem Akkuschrauber umgehen können und den Hammer schwingen und so.
Ja, darf ich vorstellen: das beschränkte Meiersche Weltbild des selbst ernannten größten Machos der Bundesrepublik. Ich behalt mal lieber für mich, dass er wohl besser den OP-Schrauber benutzen sollte, als sich als Möbelbauer zu verdienen. Würdest schnell pleite gehen, Mann. (MK)

Mehdi grinste ihn nur an, sprang vom Bett auf, packte anschließend seinen Werkzeugkoffer zusammen und begann dann, die Pappkartons in kleine, transportable Stücke zu zerlegen. Marc sah ihm eine Weile zu, bis ihm vor Müdigkeit die Augen zufielen. Sein Freund warf ihm daraufhin einen leeren Karton aufs Bett, was ihn sofort wieder aufwachen ließ. Der Oberarzt richtete sich erschrocken auf, funkelte seinen grinsenden Kumpel böse an und warf den Karton lachend zurück. Marc gähnte einmal laut und quälte sich dann nach endlosen Minuten auch endlich aus dem Bett. Er streckte sich kurz - ihm tat jeder einzelne kleine Muskel im Körper weh, was ihn kurz aufstöhnen ließ - und half schließlich Mehdi doch noch mit der Pappe. Nachdem das Kaansche Schlafzimmer so einigermaßen bewohnbar gemacht worden war und sich der Frauenarzt zufrieden umgeschaut hatte, schnappten sich die beiden Männer die Kartonteile und gingen leise schelmisch grinsend auf Zehenspitzen den kleinen Flur Richtung Wohnzimmer vor. Die beiden freuten sich wie kleine Kinder, ihre beiden Frauen nun zu erschrecken und mit dem triumphalen Sieg der Männer zu überraschen, aber als sie das Wohnzimmer erreicht hatten, fiel ihnen selbst vor Schreck die Pappe aus den Händen und ihre Unterkiefer klappten in Sekundenschnelle zu Boden...

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.456

24.04.2010 19:41
#529 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen noch mal! So Chaos beseitigt, ersten Sonnenbrand geholt und angegrillt, jetzt ist endlich Zeit für den nächsten Teil aus der Kaanschen Wohnung. Freut mich, dass es euch gefällt, dass die Machomänner verloren haben. Aber geschieht ihnen ja auch recht ne. So dann schauen wir doch mal, wie Gretchen und Maria ihre Herzblätter auflaufen lassen. Viel Spaß u. schönen Samstagabend noch! Lorelei



Mit weit aufgerissenen Augen starrten die beiden Männer fassungslos zu ihren beiden Freundinnen, die mit übereinander geschlagenen Beinen schelmisch grinsend am Esstisch saßen, auf dem brennende Kerzen, zwei dampfende Pizzas und drei Flaschen Rotwein standen. Maria stieß gerade mit Gretchen auf ihren Triumph an und nahm sich, ohne die Verlierermannschaft aus den Augen zu lassen, einen großen Schluck aus ihrem Rotweinglas. Ihre Kollegin tat es ihr gleich. Dann schauten sie sich kurz an, drehten sich wieder zu den Männern um und schrieen gleichzeitig mit einem breiten Siegeslachen auf dem Gesicht los....

MH/G: GEWONNEN!

Die beiden Ärztinnen genossen ihren Triumph sichtlich. Die dummen Gesichter ihrer Macho- und Möchtegernmachomänner waren Gold wert und wurden natürlich auch sofort bildlich festgehalten. Maria hatte schnell ein Foto mit ihrem Handy geschossen. Damit hatte sie endlich ein Mittel in der Hand, um Dr. Meier öfters mal eins reinwürgen zu können. Und ein Bild mehr vom süßen Dr. Kaan war ja auch nicht schlecht. Auch Gretchen machte es sichtlich Spaß, ihren süßen Macho gehörig auflaufen zu lassen...

G (grinst die beiden schadenfroh an): Wo bleibt ihr denn so lange? Wir warten hier schon seit einer halben Ewigkeit. Die Pizzen werden kalt.
MH (dreht sich zu G um): Ja, das ist deine Hauptsorge was?
G (stupst sie in den Arm): Eh!
MK/MM (sprachlos u. mit Schnappatmung): Äh...

Mehdi und Marc konnten kaum glauben, was sie im Wohnzimmer sahen. Die beiden Frauen hatten nicht nur alle Möbel vorschriftsmäßig und einigermaßen stabil zusammengebaut und sogar an ihren von Mehdi vorhergesehenen Platz gestellt, nein, sie hatten auch die restlichen Kisten und Taschen aus den beiden Autos geholt, teilweise sogar ausgeräumt, d.h. zumindest Mehdis Dekoartikel aufgestellt. Ein paar seiner Bücher standen bereits im Regal, der Fernseher und die ganzen Hightechartikel waren angeschlossen und sie hatten sogar noch etwas zum Essen besorgt. Die Männer standen wie zu Salzsäulen erstarrt vor Gretchen und Maria, unfähig etwas zu sagen geschweige denn überhaupt zu reagieren, und die beiden Ärztinnen genossen dieses Gefühl der Macht und des Sieges in vollen Zügen...

MH (mit breitem Grinsen auf dem Gesicht): Na sprachlos? Dass ich das mal erleben darf, dass der Meier seine große Klappe hält. Herrlich!
Ja, das ist wie Geburtstag, Weihnachten und Ostern zusammen. (G)
G (grinst wie ein Honigkuchenpferd): Hihi! Finde ich auch.
MM (immer noch völlig perplex u. unfähig, etwas zu sagen): Äh...
Och der Arme! Das ist soooo süüüüß, wie betröppelt er aus der Wäsche kuckt! Ich kann nicht anders... (G)
G (hält es schließlich nicht mehr aus, springt von ihrem Stuhl auf u. fällt MM stürmisch um den Hals): Och, du armer, armer Schatz! Jetzt weißt du wenigstens, wer hier wirklich die Besten sind ne!?
MH: Genau!

Ohne eine Antwort von Marc abzuwarten, knutschte Gretchen ihren Freund wild ab, was diesen natürlich endlich aus seiner minutenlangen Schockstarre erwachen ließ. Er schlang seine Arme um sie und strich immer wieder ihren Rücken entlang, was eine fette Gänsehaut bei ihr hervorrief. Gierig suchte seine Zunge nach der ihren und verschmolz zu einem leidenschaftlichen Kuss. Auch Maria funkelte ihren geliebten Mehdi triumphierend an, der immer noch fassungslos mit dem Kopf schüttelte und in sein Wohnzimmer starrte. Sie stand schließlich ebenfalls von ihrem Stuhl auf, quetschte sich an dem sich wild abschleckenden Paar vorbei und ging langsam auf ihren Traummann zu, der sie nun auch ansah...

MH (schaut ihm in die Augen): Tja, das hättest du wohl jetzt nicht erwartet, he? Ich stecke voller Überraschungen, mein Lieber. Merk dir das!
MK (schluckt schwer u. schaut sie nervös an): Äh... das... das hab ich mir schon gedacht.

Maria zwinkerte ihm verführerisch zu, kam ihm immer näher und packte ihn schließlich am Kragen seines Poloshirts. Sie zog ihn mit einem Ruck, der sein Herz für eine Zehntelsekunde aussetzen ließ, ganz nah an sich heran, so dass er schon ihren warmen Atem auf seinem Gesicht spüren konnte. Ihre feurig funkelnden Augen fesselten ihn. Mehdi konnte nicht anders. Er musste sie einfach küssen....

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.456

25.04.2010 11:00
#530 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöle! Weil ihr so lange auf dem Trockenen gesessen habt und heute Sonntag und Bombenwetter ist, gibt es jetzt einen extralangen Martchen-Teil. Es könnte sein, dass mir auch stellenweise die Zuckertüte aus der Hand gerutscht ist. Sorry! Kommt auch nicht wieder vor! (Scherz!) Viel Spaß! Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Sonntag! Lorelei



Das andere Pärchen hatte sich mittlerweile wieder voneinander gelöst und lächelte sich nun schwerverliebt an. Marc nahm seine Freundin an die Hand, zog sie zur Couch in der Mitte des Wohnzimmers und ließ sich erschöpft darauf fallen. Gretchen setzte sich auf seinen Schoss und schmiegte sich an ihn, indem sie ihre Arme um seinen Hals schlang. Immer wieder fuhr sie ihm durch sein Haar, während er sie mit der einen Hand an der Taille festhielt und mit dem Daumen der anderen Hand zärtlich über ihre Wange strich und sie einfach nur verträumt anschaute. Ein Blick in ihre wunderschönen himmelblauen Augen und er hatte völlig vergessen, warum sie eigentlich hier waren. Dr. Meier war einfach nur glücklich und zufrieden, nach der harten, schweißtreibenden „Hör mal, wer da hämmert!?“-Aktion, die ihm im Nachhinein eigentlich doch sehr viel Spaß gemacht hatte, seine Herzallerliebste im Arm zu halten, egal ob er nun verloren oder gewonnen hatte. Dr. Haase wartete dagegen ungeduldig auf das Meiersche Urteil zu ihren handwerklichen Künsten, auf die sie wirklich sehr stolz war...

G (schaut ihn erwartungsvoll an): Und was sagst du?
MM (leicht abwesend): Hmm!? Zu was?
G (zeigt mit einer Handbewegung in den Raum): Na hierzu.
MM (schaut sich kurz um, kratzt sich dann am Kopf u. blickt sie wieder an): Äh... nix!
G (grinst triumphierend): Marc Meier ist also tatsächlich sprachlos!? Dass ich das mal erleben darf. Muss ich gleich rot im Kalender markieren.
Sie wird mich ewig damit aufziehen. Sie hat diesen „Gretchenhausen schlägt Meiercity“-Blick drauf. Oje! Womit hab ich das nur verdient?
MM (seufzt leise u. rollt mit den Augen): Gewöhn dich nicht daran, Süße!
G (lacht verschmitzt): Och gefällt mir eigentlich ganz gut so.
MM (stupst mit dem Zeigefinger an ihre Nase): Hehe!
G (streichelt ihm zärtlich über die Wange u. schaut ihn mit großen Kulleraugen an): Und was ist jetzt mit meiner Überraschung?
MM (gespielt unwissend): Überraschung? Was für eine Überraschung?
G: Marc, das weißt du ganz genau! Die Verlierer schulden den Gewinnern einen Wunsch. Das war so die Abmachung.
MM (grinst): Also davon weiß ich nichts.
G (boxt ihm in die Seite): Hey!
MM (gespielt beleidigt): Au! Musst du mich immer gleich schlagen?
Das hast du ja nicht anders verdient, wenn du hier auf dummen Jungen machen musst. Du wirst nicht drumherumkommen, mein Lieber. Bin froh, endlich mal was gegen dich in der Hand zu haben. Darauf warte ich schon seit der fünften Klasse.
G (lacht): Na das sind anscheinend die einzigen Argumente, die bei dir wirken. Apropos schlagen, WIR haben EUCH geschlagen.
Trommelwirbel, Nationalhymne und Konfettiregen bitte!
MM (blickt ihr erst grinsend ins Dekolletee, dann ins Gesicht): Du wieder mit deinen schlagkräftigen Argumenten he!? Aber was hier den Gewinner anbelangt, da bin ich mir noch nicht so sicher.
Hä? Ist doch klar wie Kloßbrühe! Das ist doch nur wieder die Meiersche Verwirrtaktik, um nicht zugeben zu müssen, dass die Frauen doch das stärkere Geschlecht sind. Aber nicht mit mir!
G: Wieso? Eh Maria und ich haben eindeutig gewonnen, das musst selbst du eingestehen.
Niemals! Gott verliert nie, er hat nur schlechte Tage und das heute war definitiv einer davon.
MM (bleibt cool): Ich gestehe schon mal gar nix, meine Süße. Es war doch eigentlich ausgemacht, dass ihr, wenn ihr fertig seid, zu uns hinter ins Schlafzimmer kommt. Seid ihr aber nicht! Also ich würde das hier eindeutig als Rechtsbruch deuten.
G (nimmt ihre Arme von seinem Hals u. stemmt ihre Hände in ihre Hüfte): Püh... hier wird gar nichts umgedeutet, mein Lieber. Wir waren eine dreiviertel Stunde eher fertig als ihr. Dafür gibt es auch Beweisfotos mit Uhrzeit. Und außerdem dachten wir, wenn wir das Wohnzimmer noch etwas wohnlicher gestalten würden, wäre es noch peinlicher für euch.
MM: Tzz... Wenn hier etwas peinlich ist, dann ist das die schwule Deko hier. Das geht ja mal gar nicht.
G (lacht): Lass das mal nicht Mehdi hören.
MM (schaut zum knutschenden Paar am Eingang): Kriegt der eh gerade nicht mit.
G (schaut auch zu den beiden u. muss unweigerlich lächeln... Gott, wie süüüüß!!!): Stimmt! Aber trotzdem, du musst schon zugeben, dass wir euch um Nasenlängen voraus waren.
Scheiße ja! Aber niemals offen zugeben! Das wäre dein Todesurteil. Oberste Meierregel: Niemals Frauen Recht geben!
MM (grummelt leise): Äh... Aber nur weil Mehdi die ganze Zeit quatschen musste. Da geht irgendwann die Konzentration flöte, verstehste!?
Ja klar!? Das eigene Versagen auf andere abschieben. Kenne ich ja nicht anders von dir.
G (grinst ihn an): Hmm... wenn du meinst!? Aber du hast es zugegeben!
Scheiße!
MM (funkelt sie an): Hab ich nicht!
G: Hast du wohl!
MM (verschränkt beleidigt die Arme): Nein!
Ach du Kindskopf! Das ist so süß, wenn du so bist. Auch wenn er es niemals zugeben wird, ich will trotzdem ein Geständnis. Also schön weiter quälen.
G (schaut ihn herausfordernd an): Sag, dass ich die Beste bin!
Boah! Einmal die Siegesstraße entlang gewatschelt und schon denkt sie, sie könnte sich alles herausnehmen. Aber damit triffst du bei mir auf Granit.
MM: Vergiss es! Niemals!
Dann muss ich eben zu anderen Methoden greifen.
G (kneift ihn wieder in den Arm): Eh!
Vielleicht sollte ich doch mal die Nummer von Amnesty International heraussuchen. Hier mitten in Berlin werden Menschen auf bestialische Weise gequält. Das geht doch nicht. Männer haben schließlich auch Rechte!
MM (blitzt sie böse an u. reibt sich die schmerzende Stelle): Au! Wenn schon, dann bist du nur die Beste im „Männer quälen und um den Verstand bringen“.
Gott, wie süß! Ich könnte dich abknutschen.
G (grinst u. küsst ihn kurz auf den Mund): Gut, damit gebe ich mich mal ausnahmsweise zufrieden. Und was sagst du nun?
MM (schaut sie verwirrt an): Hä? Zu was jetzt?
G (zeigt mit dem Arm in den Raum): Na zu unserem Meisterwerk hier.
MM (blickt sich um u. runzelt die Stirn): Naja ein Meister ist hier sicherlich nicht vom Himmel gefallen. Schwul halt, mädchenhaft, dekolastig, duftkerzenmuffig, eben typisch Mehdi. Habt ihr euch vorher abgesprochen? So irgendein Geheimfrauendingenszeichen? Anders ist das hier nicht zu erklären.
G (funkelt ihn triumphierend an): Nein, das ist einzig und allein das Werk zweier talentierter, emanzipierter, handwerklich begabter Ärztinnen mit gutem Geschmack und Sinn für Ästhetik.
MM (skeptisch): Naja!
Ich würde ja vor jedes Adjektiv noch ein un- setzen, aber ich halt mal lieber die Klappe. Mein Arm tut schon genug weh!
G (beleidigt): Was soll das denn heißen?
MM (lacht): Na nix! Glück gehabt eben.
Mehdi steht nun mal unverständlicherweise auf alles, was von euch kommt.
G (schaut ihn erwartungsvoll an): Du gibst es also zu?
MM: Äh... was?
G (rollt genervt mit den Augen): Maaaarc! Na dass wir gewonnen haben.
Niemals! Nicht in tausend Jahren!
MM (cool): Äh... nö!
G (quengelt): Komm schon oder soll ich dich noch mal schlagen?
Boah! Jetzt kommt die mir tatsächlich so!? Ist das zu fassen?
MM (zwinkert ihr anzüglich zu u. fährt ihr langsam mit der Hand über den Hintern): Wenn du darauf stehst, gerne, aber dann bitte bei uns zuhause, wenn wir alleine sind und... na du verstehst schon.
Ich glaube ja eher, dass du da drauf stehst, mein Lieber.
G (lacht): Spinner!
Äh das war ein ernst gemeinter Vorschlag, da gibt es nichts zu lachen.
MM (hebt drohend den Zeigefinger): Hey! Auch wenn wir hier vielleicht eventuell ausnahmsweise mal nicht die Schnellsten waren, heißt das noch lange nicht, du könntest mich jetzt unentwegt beleidigen.
G: Machst du doch auch immer.
Gar nicht wahr!
MM: Also ich hab mich jedenfalls in letzter Zeit zurückgehalten.
G (zieht die Augenbraue hoch): Ach wirklich? Hab ich gar nicht mitbekommen. Hmm... Da muss ich erst mal eine Weile darüber nachdenken.
MM (kitzelt sie): Hey!
Oh nein, Meiersche Kitzelattacke! Schnell Ausweichmanöver starten!
G (windet sich unter seinen Kitzeleien u. hält ihn schließlich völlig außer Atem mit einer Hand, die sie ihm auf die Brust gelegt hat, auf Abstand): Stopp! Ok, du kannst mich ja mit meinem Wunsch besänftigen. Vielleicht überlege ich es mir dann noch mal.
MM (spielt mal wieder den Unwissenden): Äh... von was für einen Wunsch sprichst du da eigentlich?
G: Marc, das weißt du ganz genau und du warst mit diesem Wetteinsatz einverstanden. Also hör auf, hier den Dummen zu spielen.
Scheiße! Ich werde wohl nicht drumherumkommen können. So ein Mist verdammter!
MM (verdreht die Augen): Na gut! Aber muss das wirklich sein?
G (lächelt triumphierend): Ja, Wettschulden sind ja bekanntlich Ehrenschulden.
MM (zieht die Augenbrauen nach oben): Äh... keine Ahnung. Wo hast du denn den Blödsinn her?
G: Als ob du das nicht wüsstest! Das ist doch auch so ein vorzeitliches Männergesetz oder so. Du schuldest mir einen Wunsch! Basta!
MM (stöhnt laut auf): Na super! Und was wünscht sich Dornröschen jetzt?
Romantikdinnerpicknick am See oder was? Bäh! Da steh ich ja mal so gar nicht drauf. Gott sei dank ist bald Winter und diese Option fällt weg. Aber so wie sie kuckt, hat sie noch tausende ähnlich peinliche Alternativen in Petto. Scheiße!
G (grinst): Weiß nicht! Muss ich mir erst mal genau überlegen.
Es soll ja schon auch eine kleine Strafe für ihn sein. Rache ist ja bekanntlich süß, mein süßer Macho!

Och nee, sie will mich auf jeden Fall leiden sehen. Das seh ich doch an ihrem Blick! Hilfe!

MM: Also das heißt, ich muss mich jetzt nicht gleich zum Trottel machen?
G (lacht): Nein. Ich warte auf den geeigneten Moment, den Wunsch von dir einzufordern. Und dann wird auch nicht gemeckert, Herr Doktor Meier. Verstanden?
Na super! Also darf ich mir jetzt in nächster Zeit keinen Schnitzer erlauben, weil sie mir dann sofort aufs Butterbrot schmieren würde, dass sie mich in der Hand hat! Scheiße! Mehdi das ist alles deine Schuld! Du mit deinem beschissenen Umzug! Ich werd mich rächen! Obwohl, die doofe Wette war ja eigentlich Hassis Idee. Hmm... Fang ich eben bei der an.
MM: Oje! Du hast doch schon was vor oder, Haasenzahn? Das lese ich dir doch schon an der Nasenspitze ab.
Natürlich! Schon faszinierend zu sehen, wie gut er mich kennt. Hach...Seufz...Träum... Obwohl ich mich ja auch gerne von ihm überraschen lassen würde. Ich weiß ja, dass er das kann. Unser Liebesnest im Ostflügel und seine romantische Aktion letzten Freitag sind ja die besten Beispiele dafür. Hmm.... Aber das kann ich mir ja noch überlegen. Das Wichtigste ist erst mal, dass ich ihn in der Hand habe und Zeugen habe ich auch dafür, falls er wieder versucht, gegenzusteuern. Ich kriege schon noch irgendwie meine wohl verdiente Romantiküberraschung.
G (grinst): Vielleicht!
MM (setzt seinen Dackelblick auf u. schaut ihr tief in die Augen): Komm schon, sag es!
Damit ich mich seelisch und moralisch auf meine nächste Demütigung einstellen kann.
G (funkelt ihn an u. streichelt ihm zärtlich über den Oberkörper): Verrat ich nicht.
Da kannst du mir noch so lange und so tief in die Augen schauen. Das wirkt bei mir nicht. Naja äh zumindest manchmal nicht. Hmm.... Irgendwie gefällt mir die Idee jetzt immer mehr, dass er sich selbst etwas überlegen muss.

Och menno! Jetzt spielt sie ihren Triumph gekonnt aus. Scheiße! Aber das macht sie schon auch irgendwie verdammt sexy. RRRRRRR!!! Komm du mir nach Hause! Dann ist Zahltag.

MM (stöhnt): War ja klar!
G (lacht): Ok, hör zu, eine Chance gebe ich dir.
MM (schaut sie verdutzt an): Wie jetzt? Um aus der Nummer wieder rauszukommen oder was?
G: Das hättest du wohl gerne, was? Aber nein, daraus gibt es keinen Ausweg.
MM (lässt die Schultern hängen): Na toll. Dann nützt mir auch deine so genannte „Chance“ nichts. Was meinst du eigentlich damit?
G: Hmm... Überrasche mich halt. Irgendwann, irgendwo, irgendwie, aber es muss schon romantisch, traumhaft und unvergesslich werden.
Ich hab’s geahnt! Ich bin so was von im Arsch echt.
MM (rollt mit den Augen): Du immer mit deinen hohen Ansprüchen!
Das sagt gerade der Richtige!?
G (schmiegt sich wie ein Kätzchen an ihn): Tja, ich bin nun mal eine Frau und die verdient nach diesem triumphalen Sieg auch eine ganz besondere Aufmerksamkeit durch ihren Verliererfreund.
MM (schiebt sie etwas von sich, um ihr ins Gesicht zu schauen): Eh, nenn mich nie wieder Verlierer ja!
G (lacht): Wieso? Das ist doch eine Tatsache.
Boah! GGGRRRR!!!
MM (eingeschnappt): Halt die Klappe! Das, was hier heute passiert ist, bleibt in diesen vier Wänden. Verstanden!
G (grinst): Wieso? Angst um dein Image? Aber auch Gott hat mal einen schlechten Tag.
Hat er nicht! Nur schlechte Spielpartner!
MM (funkelt sie an): Das zahle ich dir irgendwann heim. Dass das mal klar ist.
Bin seit zwanzig Jahren nichts anderes von dir gewohnt, Schatz.
G: Damit habe ich schon gerechnet, aber den Triumph hier, den kannst du mir nicht nehmen.
MM (seufzt): Du wirst mich noch in hundert Jahren damit aufziehen oder?
G (lacht): Nun ja, vielleicht nicht mehr in hundert Jahren, aber so in den nächsten Wochen und Monaten und vielleicht Jahren. Hmm... vielleicht schreibe ich auch einen Artikel für die „Emma“... „Zehn Schritte um euren Machofreund ...“
MM (fällt ihr schnell ins Wort): „... in den Wahnsinn zu treiben.“
So ein Idiot echt, aber ein so charmanter, dass einem schon wieder die Knie schlackern.
G: Hey! Auch ein toller Titel. Ich dachte da aber eher an weibliche Handwerkstipps oder so.
Die Frau ist echt unglaublich. Einmal in ihrem Leben gewonnen und jetzt hält sie sich für die Allergrößte. Na warte! Das treib ich dir schon wieder aus.
MM: Tja, wenn du so ein begnadetes Talent in diesen Dingen hast, kannst du ja die nächste Hüftgelenk-OP im Alleingang machen. Schrauben sind ja jetzt dein Metier, he!
G: Sehr witzig, Marc. Aber ich nehme die Herausforderung gerne an.
MM (lacht): Ich wische dir dann auch freiwillig das Knochenmark aus dem Gesicht.
G: Och, du bist so lieb zu mir. Womit habe ich das nur verdient?
MM: Na wenn ich damit um meine Wettschulden noch herumkomme.
Plumper Versuch, mein Lieber.
G (tippt ihm mit dem Finger auf die Brust) Hey! Wir sind noch lange nicht quitt, Schatz. Und Bestechungsversuche wirken bei mir schon mal gar nicht.
Werden wir ja noch sehen.
MM (umfasst ihre Taille u. schaut ihr tief in die Augen): Ich liebe es, wenn du so biestig, schlagfertig und fordernd bist. Macht dich unheimlich sexy!
Was echt? Oh! Achtung: Schleimangriff!
G (lächelt verschmitzt): Danke! Aber Komplimente bringen dich hier auch nicht weiter.
Scheiße! Sie hat dich durchschaut. Hat alles seine Nachteile, dass sie dich so gut kennt.
MM (lässt sie wieder los u. zieht eine beleidigte Schnute): Och, jetzt bin ich aber beleidigt. Das war eigentlich ernst gemeint, aber wenn du keine mehr willst, bitte, dann halte ich mich eben in Zukunft damit zurück. Steh da eh nicht so drauf.
G (legt ihre Arme wieder um seinen Hals u. funkelt ihn an): Hey! Untersteh dich! Ich kann nämlich nie genug davon bekommen.
Weiß ich doch, du unersättliches Raubtier!
MM (lächelt verliebt): Hehe! Wie lange willst du eigentlich noch quatschen? Will lieber knutschen.
Hmm... sehr gute Idee, Schatz! Komm her!
G (schmiegt sich noch enger an ihn u. beginnt ihn leidenschaftlich zu küssen): Ich auch.

Lorelei Offline

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26.04.2010 10:03
#531 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Gestern gab es Zucker von Martchen, heute von unserem Mariechen und Mehdi. Image and video hosting by TinyPic Ich hoffe, ihr habt Freude daran. Für diejenigen, die Gaby favorisieren, tut es mir im Moment echt leid. Aber vielleicht kommen da ja auch noch mal bessere Zeiten. Also irgendwann dann mal. Es ist noch lange nichts entschieden. Was die Wünsche anbelangt, das wird bei Gelegenheit in die Story eingebaut, aber noch nicht jetzt gleich. Liebe Grüße und schönen Wochenstart. Lorelei




Während das eine Pärchen gerade in eine andere magische Welt entschwand, wachte das andere aus einem unglaublich schönen Traum wieder auf. Mehdi löste sich nach einem minutenlangen atemberaubenden Kuss mit heftigem Herzklopfen verwirrt von seiner bildschönen Kollegin und heimlichen Geliebten, die ihn nun mit ebenso großem Herzklopfen und schlackernden Knien verliebt anstrahlte...

MH: Und beeindruckt?
MK (noch leicht abwesend): Hmm!? Äh... Ich ... ich bin immer ... beeindruckt ... äh... von ... von deinen Küssen.
Oh Gott, wie süß ist das denn? Er ist ja völlig weggetreten. Meinetwegen!? Aber ich muss schon zugeben, seine Küsse sind auch nicht ohne. Ich kann mich kaum noch auf den Beinen halten.
MH (lächelt verträumt): Das hatte ich eigentlich nicht gemeint, aber danke für das schöne Kompliment. Du warst aber auch nicht schlecht.
MK (errötet leicht u. schaut sie völlig verwirrt an): Was? Ähm... wie? Nicht?
MH (schlingt ihre Arme wieder um seinen Hals u. schaut ihm in die Augen): Was ist denn los? Einen Euro für deine Gedanken.
Was? Meine Güte, was ist denn auf einmal los mit mir? Ich kann keinen klaren Gedanken fassen, wenn sie so nah vor mir steht. Mmmhhh... sie riecht so gut und ihr Kuss... der war ... der Wahnsinn!
MK (schüchtern): Meine Gedanken? Äh... Ich weiß nicht... Äh... Ich bin...
MH (fällt ihm grinsend ins Wort): Was? Überrascht? Beeindruckt? Völlig verwirrt? Aber kann ich schon verstehen, dass dir die Sprache wegbleibt, wenn du zugeben musst, dass wir Frauen das stärkere Geschlecht sind.
Oh das!? Das hatte ich fast schon wieder vergessen.
MK (lächelt verschämt): Das wusste ich auch vorher schon.
MH: Wirklich? Das sagst du jetzt doch nur, um dich bei mir einzuschleimen oder?
MK (schüttelt leicht den Kopf): Nein, ich meine das ernst. Wenn man tagtäglich mit Frauen zu tun hat, weiß man, wozu ihr fähig sein könnt.
MH (lacht): Oh! Ich bin beeindruckt von deiner weisen Erkenntnis, Herr Doktor. Kannst dem Meier gerne etwas davon abgeben.
MK (lacht): Och der kriegt sein Fett schon von Gretchen weg.
MH (schaut kurz zum diskutierenden Pärchen auf der Couch u. dann wieder in seine rehbraunen Augen): Ja, das könnte sein. Und was ist mit mir?
MK (versteht nicht, was sie meint): Hmm!?
MH (streichelt zärtlich mit der Fingerspitze über seinen Nacken): Was kriege ich von dir?
MK (nervös): Oh! Du... du meinst den Wetteinsatz, hmm?
MH: Ja!
MK: Weiß nicht. Was stellst du dir denn so vor?
MH (streicht ihm verführerisch über den Brustkorb): Lass dir was Schönes einfallen!
MK (erstaunt): Ich? Ich soll dich überraschen?
MH (nickt): Hmm! Der Wetteinsatz war, dass ich jetzt einen Wunsch bei dir freihabe. Also überrasch mich!
MK (leicht überfordert): Oh! Ähm... Na gut. Wenn ... wenn du das so willst?
MH (haucht ihm verführerisch ins Ohr): Bin schon sehr gespannt, was du dir einfallen lässt.
Am liebsten hätte ich ja ein Liebesgeständnis von ihm, aber Frau kann ja nicht gleich alles auf einmal bekommen oder? Auch wenn es schön wäre. Aber er ist noch nicht soweit. Leider! Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass es egal, was er mit mir vorhat, unvergesslich wird. Denn jede Minute, die ich mit ihm verbringen darf, ist unvergesslich für mich. So kitschig, wie das klingen mag, aber es ist nun mal so.

Oh Gott! Wo krieg ich denn jetzt auf die Schnelle eine gute Idee her? Soll ja auch etwas Besonderes werden. Das hat sie schließlich verdient.
MK (mit leichter Panik im Blick): Jetzt?
MH (grinst): Wenn du jetzt schon eine Idee hast, gerne?
MK (zögert): Äh...
Also nicht! Schade!
MH (streichelt ihm sanft über die Wange): Hey! Überanstrenge dich nicht! Das muss ja auch nicht gleich heute sein. Ist eh schon ganz schön spät geworden.
MK (nickt erleichtert): Stimmt!
MH: Also irgendwann, irgendwie, irgendwo. Du wirst den passenden Moment dafür schon finden.
MK (lächelt): Ok! Ich überlege mir was.
MH (schlingt ihre Arme wieder um seinen Hals u. küsst ihn kurz auf den Mund): Ich freu mich. Aber lass mich nicht zu lange warten.
Ich bin schon viel zu aufgeregt deswegen. Oh Gott, ich entwickle mich wirklich in seiner Gegenwart in kürzester Zeit zurück zu einem verknallten Teeny. Peinlich!
MK: Würde ich nie tun.
MH (grinst über beide Backen): Krieg ich das schriftlich?
MK (stupst mit dem Finger an ihre Nase): Hey nicht so frech, junge Dame!
MH (lässt ihn los u. tritt einen Schritt zurück): Schon gut. Lassen wir das. Und wie findest du jetzt dein neues Wohnreich? Alles zu deiner Zufriedenheit, Herr Doktor?
MK (stellt sich neben sie, nimmt ihre Hand u. schaut sich um): Um ehrlich zu sein, ich bin wirklich sehr beeindruckt, wie genau ihr meine Vorstellungen getroffen habt.
Es gefällt ihm! Juhu!
MH (schaut ihn glücklich an): Siehste! Ich kenn dich schon ganz gut oder?
Ja schon komisch oder?
MK (lächelt sie an): Hmm!? Aber wir hatten ja neulich hier auch schon ausführlich geplant ne?
Oh Gott ja, mein peinlicher, aber sehr effektiver Auftritt als Femme fatale im Trenchcoat!
MH (errötet leicht, als sie an die erste Nacht mit ihm in seiner noch leeren Wohnung zurückdenkt): Das weißt du noch?
Natürlich! Ich träume fast jede Nacht von deinem verführerischen Auftritt.
MK (umfasst mit beiden Händen ihre Taille u. zwinkert ihr zu): Wie sollte ich diese Nacht je wieder vergessen!?
MH: Das hoffe ich doch nicht.
MK (grinst sie anzüglich an): Und ich hab schon gedacht, du würdest heute wieder den schwarzen Trenchcoat tragen.
Oh Gott! Aber du weißt ja noch nicht, was ich heute drunter trage, mein Lieber.
MH (schmiegt sich verführerisch an ihn): Hättest du das denn gewollt?
Oh Mann! Jetzt wird es aber ganz schön warm hier.
MK (beginnt zu schwitzen u. räuspert sich nervös): Ähm... vielleicht!
Gut zu wissen! Beim nächsten Mal vielleicht.
MH (löst sich wieder von ihm u. grinst ihn an): Tja, Pech gehabt! So einen Auftritt bekommst du nur, wenn ich etwas von dir will.
Oh Gott!
MK (verunsichert): Und das heißt, jetzt willst du mich nicht mehr oder wie?
Gott, wie kommt er denn auf den völlig abwegigen Gedanken? Ich will dich immer, an jedem Ort, zu jeder Zeit und für immer und ewig. Wann kapierst, du Idiot, das endlich mal, he?
MH (lacht): Nein, so meine ich das doch gar nicht, du Dummerchen. Ich habe ja schon bekommen, was ich wollte.
MK (starrt sie völlig verwirrt an): Hä?
Wieso stehen Männer eigentlich immer so auf dem Schlauch? ... Ach so, weil sie Männer sind.
MH: Na an jenem Abend wollte ich dich nur ein wenig in die richtige Richtung lenken, also dass du die Wohnung auch wirklich nimmst.
Frau muss schließlich auch ab und zu mal egoistisch sein. Und ich lasse mir doch nicht die Chance entgehen, dass er in meine Nähe zieht.

So ist das also? Du kleines, hinterhältiges Biest!

MK (funkelt sie an): Soso!? Du wolltest mich also nicht nur hinterhältig verführen, sondern gleichzeitig auch noch indirekt beeinflussen, he? Du Manipulatorin du!
MH (grinst verführerisch): Sozusagen! Und es hat ja auch hervorragend funktioniert. Aber du bist ja auch so leicht rumzukriegen.
Was? Na warte! Das ruft nach Rache.
MK (packt sie bei den Handgelenken u. verschränkt diese hinter ihrem Rücken u. hält sie so im Klammergriff): Hey! Das war schon ganz schön hinterhältig von dir.
MH (wehrt sich nicht dagegen, sondern schmiegt sich noch enger an ihn): Hast dich ja auch nicht sonderlich dagegen gewehrt. Ganz im Gegenteil.
Wie hätte ich mich denn wehren sollen? Bei deinen Verführungskünsten! Oh Gott, ich werd schon wieder schwach. Du schaffst mich, Maria. Weißt du das eigentlich? Kann mir mal jemand sagen, wie ich dieser Wahnsinnsfrau widerstehen soll?
MK (immer nervöser): Ähm ja! Kann sein.
Gott, ist das ein geiles Gefühl zu wissen, dass er mir nicht widerstehen kann. Was will Frau denn mehr? ... Naja, er könnte eigentlich schon so langsam mal gefühlstechnisch etwas in die Pötte kommen. Ich will doch nur wissen, ob er genauso empfindet wie ich. Ich steh ja sonst nicht so auf diesen ganzen Kitsch- und Liebesschmachtkram, aber zu hören, dass er mich auch liebt, wäre das größte Geschenk der Welt. ... Oh Gott! Wie furchtbar einfältig! Du bist echt weich geworden, Maria. ... Naja, ich bin auch nur eine stinknormale Frau mit stinknormalen Bedürfnissen, die sich nach ein bisschen Glück und der großen Liebe sehnt.
MH (plötzlich sehr ernst): Bereust du es?
MK (zieht ihre Hände wieder nach vorne, streichelt mit den Daumen darüber u. schaut ihr dabei tief in die Augen): Nein! Keine Minute.
Ehrlich? Also wenn ich ein Haase wäre, würde ich jetzt vor Freude in die Luft springen. Aber lieber nicht. Die beiden grinsen auch schon so dämlich zu uns. Wehe, die fängt jetzt irgend so ne Rede an, von wegen, sie hätte es immer gewusst, dann muss ich dich leider umbringen, meine Liebe. Ist vielleicht gar keine schlechte Idee wegen möglicher Rückfallgefahren seitens von Mehdi. Was rede ich hier eigentlich für bescheuertes Zeug? Muss an dieser albernen Krankheit liegen. Scheiß Nebenwirkungen!
MH (strahlt ihn glücklich an): Schön! Also ähm... zurück zum eigentlichen Thema. Gefällt dir nun dein neues Wohnzimmer?
MK (drückt ihr einen kleinen Kuss auf die Wange u. strahlt sie an): Ja! Perfekt!
MH (fühlt sich geschmeichelt): Danke!
MK: Das ist eigentlich mein Text! Wie habt ihr das alles nur so schnell hinbekommen?


...

Lorelei Offline

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27.04.2010 09:58
#532 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Irgendwie habe ich das Gefühl, die Kombi Mehdi + Maria kommt nicht so gut an, hmm? Wieso eigentlich? Also ich finde die beiden ganz niedlich zusammen. Aber bevor ich jetzt wieder Einwände von der Gaby-Fraktion bekomme, geht’s nun weiter im Text. Es hat sich erst mal ausgeschmachtet. Lassen wir die vier Ärzte wieder aufeinander treffen. Viel Spaß! Und ich würde mich natürlich über Kommis freuen. Kritik ist auch willkommen. Will es ja schließlich besser machen. Seid gedrückt. Lorelei



Das war dann auch das Stichwort für Dr. Meier, dem nach einer minutenlangen Knutscherei förmlich die Luft weggeblieben war und der nun mit seiner Freundin verliebt auf dem Kaanschen Sofa kuschelte und mit einem Ohr, ebenso wie Dr. Haase, dem süßen Liebesgeflüster von Dr. Kaan und Dr. Hassmann gelauscht hatte, da auch mal genauer nachzuhaken. Denn auch ihm kam es ziemlich spanisch vor, wie es die Frauen überhaupt schaffen konnten, das Kaansche Wohnzimmer in so kurzer Zeit so herzurichten, während er und Mehdi jetzt als Verlierer dastanden. Eine Tatsache, die seiner Meinung nach nur schwer, ja eigentlich überhaupt nicht, zu akzeptieren war...

MM (schaut gespannt zu MH u. MK, die immer noch eng umschlungen neben der Wohnungstür standen): Das würde mich aber auch mal interessieren.

Erschrocken, dass sie anscheinend beobachtet und belauscht worden waren, ließen Maria und Mehdi sofort voneinander ab und schauten nun verlegen zu dem Liebespaar auf der dunkelblauen Couch, das sie erwartungsvoll angrinste. Da Gretchen noch immer in Triumphstimmung und nach der aufregenden Knutscherei mit ihrem heiß geliebten Marc noch zusätzlich aufgekratzt war, klärte sie ihren Machofreund natürlich sofort darüber auf....

G: Tja Schatz, noch nie davon gehört, dass Frauen multitaskingfähig sind?
MH (gibt von weitem auch ihren Senf dazu): Genau!
MM (kratzt sich am Kopf u. blickt zwischen G u. MH gespielt unwissend hin u. her): Äh nee, noch nie davon gehört. Was soll das sein?
Das ist doch mal wieder so typisch Marc „Macho“ Meier. (G)
G (mit aufgesetztem Lachen): Das habe ich mir schon gedacht. Wenn du mehr darüber wissen willst, dann schlag doch bei Gelegenheit mal bei Wikipedia nach!
MM (grinst): Nee kein Bedarf an gefährlichem Halbwissen!
G: Wie du meinst, aber ich dachte eigentlich, Gott lernt immer gerne mal etwas Neues dazu. Aber das würde wahrscheinlich deine vorevolutionäre Weltsicht in ihren Grundfesten zerstören, hä!?
Also Haasenzahn hat heute wirklich die Weisheit mit Löffeln gefressen. Unglaublich! Redet von Multitasking! Tzz... gerade du müsstest eigentlich wissen, dass du nicht gerade das beste Beispiel für diese alberne, weibische, unverifizierte Hypothese bist. Frauenlogik! Aber wer versteht schon die seltsamen Thesen einer Gretchen Haase? Also ich nicht! Da wären wir wieder bei der Idee, einen Langenscheidt Haase-Deutsch/ Deutsch-Haase getreu den Mottos von Mario Barth herauszugeben. Äh... ich schweife schon wieder ab. Haasenzahn kuckt auch schon so komisch. (MM)
MM (funkelt sie an): Hehe!
MH (nähert sich zusammen mit MK der Couch): Und Meier geben Sie es nun zu?
MM (schaut sie verwundert an): Was?
MH (grinst ihn triumphierend an): Dass wir das stärkere Geschlecht sind.
MM (verschränkt belustigend die Arme u. mustert sie abfällig): Nö! Stand nicht im Wettvertrag, dass ich mich zu so einer unwahren Äußerung herablassen soll.
MH (fühlt sich mal wieder von ihm herausgefordert u. versucht zu kontern): Boah Sie... Sie...
MM (fällt ihr grinsend ins Wort): Ja, was bin ich? Sexy? Schlagfertig? Talentiert? Gott? Ein Genie? Besser als Sie?
Also das ist ja wohl..... GGGGGRRRRR!!! Wann stopft dem endlich mal jemand sein freches Schandmaul? (MH)
MH (ringt immer noch nach den passenden Worten): Sie ... furchtbarer Egomane und ... und schlechter Verlierer.
Oh, na das war ja mal so richtig schlagfertig, Maria! Gratuliere! Vorschlag: Nicht so viel mit Mehdi rumknutschen und stattdessen mal wieder dein Hirn einschalten! (MH)
Hahaha! Muss ich jetzt etwa Angst haben oder was? Nee! Hassi, du warst auch schon mal besser. Also wer ist hier der/ die wahre Verlierer(in), hä? (MM)

MM (funkelt sie böse an): Bitte? Also ich bin hier ganz bestimmt kein...
G (unterbricht seine bevorstehende Schimpftirade): Maaarc!
MM (dreht sich zu ihr um): Was ist? Ich schulde dir nur diesen bescheuerten Wunsch. Mehr nicht.
Is schon schlimm genug. (MM)
G (seufzt): Na ich hoffe, du vergisst das nicht.
Na du wirst mich sicherlich tagtäglich oder wohlmöglich stündlich daran erinnern. Ich kenn dich doch. (MM)
MH (hat sich mittlerweile wieder beruhigt): Und was ist mit mir?
MM (schaut sie verdutzt an): Was soll mit Ihnen sein?
Außer dass Sie irre sind, überhaupt kein chirurgisches Talent besitzen und nen furchtbaren Männergeschmack haben! (MM)
MH (verschränkt die Arme u. blickt ihn eindringlich an): Mein Wunsch!
Ist die Panne? (MM)
MM (schaut kurz zu MK u. dann wieder zu MH): Dafür ist der Frauenflüsterer zuständig. Nicht mein Revier.
MK: Hey!
MH (grinst MM süffisant an): Also soweit ich mich zurückerinnern kann, haben wir abgemacht, dass die Gewinner bei den Verlierern einen Wunsch frei haben. Und da es zwei Gewinner und zwei Verlierer gibt, muss es dementsprechend auch zwei Wünsche geben. Also für jeden Gewinner zwei, meine ich.
Hmm... Sie hat Recht. Daran hab ich ja noch gar nicht gedacht. Super! (G)
Hmm... wäre logisch. (MK)
Die spinnt doch? (MM)

MM (runzelt die Stirn): Die Betonung lag auf einen Wunsch.
MH: Könnte man so interpretieren oder eben auch anders.
MM: Boah, ich schulde Ihnen mal gar nichts ja!
Als ob ich mit der frustrierten Karrierezicke was machen würde. Bäh! Da zieht sich ja alles bei mir zusammen. Soll das ne heimliche Anmache sein oder was? Schön Essen gehen und dann... Igitt! Fürs Begatten ist definitiv der persische Schah zuständig. Also lass mich bloß in Ruhe, du Irre! (MM)
G (meldet sich nun endlich auch zu Wort): Marc, aber sie hat schon Recht.
MM (entsetzt): Bitte? Fällst du mir jetzt etwa in den Rücken oder was?
G: Nein, ich folge nur den Fakten. Ein freier Wunsch bei dir und einer bei Mehdi.
Man äh... Frau kann ja nie genug Wünsche bei jemandem frei haben ne!? (G)
Niemals! Der geht nicht mit dir aus oder was auch immer. Der trinkt nicht mal alleine nen Kaffee mit dir. Dass das mal klar ist. (MM)

MM (läuft langsam rot an u. schaut böse zwischen G u. MK hin und her): Was? Der schuldet dir mal gar nichts. Ist das klar!?
Welcome back, du Gockel, du! Also so langsam wird das Meiersche Schauspiel echt interessant. Fehlt nur noch das Popcorn. Apropos Essen, wollten wir nicht essen? (MK)
Hach... und schon ist er wieder eifersüchtig. Tzz... er wird es nie lernen. Aber schon süß! (G)
G (grinst): Wieso?
MM (gerät ins Stocken): Äh...
Das würde mich aber auch interessieren. Hach... ich liebe es, ihn zu ärgern. Und ich weiß auch schon wie. (MK)
MK (lächelt G an): Also ich würde dir gerne jeden Wunsch von den Augen ablesen, Gretchen.
Was wird das, wenn es fertig ist, du Arschloch? (MM)
Äh... Mehdi, was soll das? (MH)

G (lächelt zurück): Och danke, das ist aber lieb von dir. Ich komme gern darauf zurück.
WAAAAS?? Nur über meine Leiche. (MM)
MM (sauer): Wirst du nicht!
Werd ich doch! (G)
Hahaha! Ich hab ihn an den Eiern! Du bist so ein Trottel echt. Was geht eigentlich in deinem beschränkten Hirn vor sich? Denkst du wirklich, ich würde sie dann abschleppen oder was? Es sei denn Gretchen würde... Ach quatsch, was denke ich mir da eigentlich? Sie würde nicht! Sie liebt nun mal unverständlicherweise den idiotischen Gockel da. (MK)

MK (grinst ihn an): Wieso?
G (wirft MK einen wissenden Blick zu u. schaut dann MM durchdringend an): Das frage ich mich aber auch.
Scheiße Mann! Du machst dich gerade wieder völlig zum Affen! Das ist dir klar oder? (MM)
MM (rutscht unruhig auf der Couch hin u. her u. stammelt verlegen): Weil... weil... na weil...
G (durchbohrt ihn mit ihrem Blick): Jaaaa?

Lorelei Offline

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27.04.2010 16:54
#533 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

MM (fasst sich nervös an die Stirn): Weil ich ... äh nun ja ... also ich allein bin... bin dein ... dein äh... Wunscherfüller. Ist das klar?
G (strahlt ihn an u. küsst ihn spontan auf die Wange): Och das ist aber süüüüß!
Ich schwebe davon. Einmal zu den Sternen und zurück. Hach...Träum...Seufz... (G)

Peiiiiiiiinliiiiiiich! Sieh, was du aus mir gemacht hast, Haasenzahn! Einen jämmerlichen, bemitleidenswerten Waschlappen. Scheiße! Ich will nur noch hier weg. (MM)

Schon faszinierend, zu sehen, zu was Marc alles fähig ist. Das war ja richtig süß! Der coole Macho mal ganz weich. Weicher als Weichspüler würde ich sagen. (MK)

Mein Gott, das war ja richtig niedlich. Die hat ihn ja wirklich komplett umgekrempelt. Armes Schwein! (MH)

MH (grinst): Meier, hätte nicht gedacht, dass Sie so ein Romantikweichei sind.
Was? Du blöde... blöde Schnepfe! (MM)
MM (funkelt sie böse an): Bin ich nicht!
Oh doch, das bist du. (MH)
MK (grinsend zu MH, aber mit stetem Blick auf MM): Der markiert nur mal wieder unnötigerweise sein Revier.
Was? Ich mach dich so was von fertig, wenn du und Gretchen... GGGGRRRRR!!! (MM)
MM (sauer): Mach ich nicht!
Doch machst du! Aber ich liebe es, wenn du solche Besitzansprüche hast. Wobei du das mit Mehdi eigentlich wirklich so langsam mal lassen könntest. Das ist mittlerweile echt albern. (G)
MH (grinst noch mehr): Ach? Na wenn das so ist!? Also ich habe nichts dagegen, wenn du sie mal zum Eis einlädst, Mehdi.
MK/MM (gleichzeitig): Bitte?
G (lächelt): Äh ein Eis wäre mir aber noch zu wenig.
Wenn schon, dann darf es auch ein bisschen mehr sein. (G)
MM (entsetzt): Was?
MK (lächelt sie an): Ich überlege mir was Passendes, ok?
MH (schaut MK verdutzt an): Äh...
So hatte ich das jetzt eigentlich nicht gemeint. Eh ich will nicht, dass du und sie... Äh... Scheiße! (MH)
MM (mit einem „Ich warne dich!“-Blick zu MK): Eh!
Was denn? Stelle ich so eine Gefahr für dich dar? Muss ich mich jetzt deshalb geschmeichelt fühlen oder wie? Ist doch alles nur ganz harmlos gemeint. Tzz... Meier! (MK)
G (ignoriert den wütend dreinblickenden MM u. lächelt MK an): Freu mich!
MK: Ich mich auch!
Eh! Das kann doch jetzt echt nicht wahr sein!? Du gehst mit dem Schmalspurgigolo nirgendwohin! (MM)
MM (holt tief Luft u. will MK die Meinung geigen): Aber...
MH (unterbricht ihn schelmisch grinsend): Ach und Meier, also ich lasse mich ganz bestimmt nicht, mit nem läppischen Eis abspeisen.
MM (verwirrt): Bitte was?
MH: Na mein freier Wunsch bei Ihnen.
Ist die blöd? Hat die sich selbst operiert und die Hälfte ihres Hirns, falls sie überhaupt eins hatte, vergessen, wieder rein zu tun? (MM)
MM (zeigt verunsichert mit dem Finger auf sie): Äh... Das ist nicht Ihr Ernst?
MH (grinst): Doch! Gleiches Recht für alle.
MK: Eben!
G: Stimmt!
Scheiße! Ist das jetzt ne Verschwörung oder was? Das ist heute echt nicht mein Tag. Zum in die Tonne treten. Ich hätte gar nicht erst aufstehen sollen. Dann wäre mir einiges erspart geblieben. (MM)
MM (stöhnt u. rollt genervt mit den Augen): Und was wollen Sie von mir?
MH (mustert ihn argwöhnisch von oben nach unten): Hmm... was will ich wohl von Ihnen?
Bäh! Zieht die mich jetzt mit ihren Blicken aus oder was? Iiiihhh!!! Fühl mich schon ganz nackt! (MM)
MM (zwinkert ihr leicht ängstlich zu): N’unmoralisches Angebot? Vergessen Sie’s!
Das meint sie doch nicht ernst oder? Nee, quatsch! Sie will ihn doch nur provozieren. Oder? (G)
MH (kommt ihm gefährlich nahe u. beugt sich zu MM, der noch immer auf der Couch sitzt, nach unten, so dass er beste Aussicht auf ihr Dekolletee hat): Och wie schade!
Äh... Hilfe! Angriff einer gefährlichen Karrierezicke! Blick schnell abwenden! Scheiße, geht nicht. Is wie bei nem Unfall, man muss einfach hinkucken. Ich bin blind! (MM)
Was wird das denn? Sie kann doch nicht...? Maaaarc! (G)

MK (leicht beunruhigt): Maria!
MH (richtet sich wieder auf u. wirft MK lächelnd kurz einen „Ich will doch bloß spielen!“-Blick zu u. grinst MM dann triumphierend an): Von Ihnen selbst will ich ganz bestimmt nichts, nicht in tausend Jahren, aber ich komme auf jeden Fall irgendwann darauf zurück, dass Sie mir noch etwas schulden.
MM (stöhnt laut auf): Scheiße!
G: Marc!
MM (blitzt sie böse an): Ja was? Wegen dir, schulde ich der jetzt was.
G: Wegen mir?
Der spinnt doch! So waren doch die Regeln oder nicht? (G)
MM: Ja, weil du ja unbedingt auf deinen blöden Wunsch bei deinem ach so tollen Ex beharrt hast.
Was soll das denn wieder heißen? Deine Eifersucht wird langsam echt albern. (MK)
G (seufzt): Marc, hast du vergessen, was ich wegen den Wettschulden gesagt habe?
MM (verschränkt beleidigt die Arme u. dreht sich von ihr weg): Ach vergiss es!
MH (hakt neugierig nach): Was denn? Dass Wettschulden Ehrenschulden sind?
G: Ja!
MM (lehnt sich auf der Couch zurück u. starrt abwesend zur Decke): Pfff...
MH (wendet sich wieder MK zu): Na ich hoffe, du vergisst das auch nicht, Mehdi.
MK (schaut ihr tief in die Augen): Würde ich nie tun.
*seufz* ... Ich weiß! (MH)
Nimm dir mal ein Beispiel an ihm, Marc! (G)
Waschlappen! (MM)

MM (senkt seinen Blick wieder u. schaut genervt in die Runde): War ja klar!
MK (setzt sich neben ihm auf die Couch u. schlägt ihm freundschaftlich auf die Schulter): Ach komm, lass uns nicht streiten! Die beiden haben gewonnen und das müssen wir wohl oder übel akzeptieren.
MM (murmelt grummelig in seinen nicht vorhandenen Bart): Hmm!
G (führt ein Stoßgebet gen Himmel): Na endlich!
Dass er sich auch immer so schwer tun muss mit persönlichen Niederlagen!? (G)
MH (grinst die beiden Männer an): Krieg ich das schriftlich?
Ein Schuldschein, mit dem ich immer wieder vorm Meier rumwedeln könnte, wäre ja nicht schlecht, ne!? (MH)
MK: Maria!
MH (verdreht die Augen): Man wird ja mal fragen dürfen.

...

Lorelei Offline

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28.04.2010 09:33
#534 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Na wollt ihr noch mehr oder habt ihr schon genug vom Chaosquartett? Ich weiß, die Szene in der Kaanschen Wohnung ist wirklich etwas lang geraten, aber ich war so in Fahrt. Sorry! Sind noch etwa drei oder vier Teile und dann wird es auch wieder etwas zuckriger. Aber jetzt erst mal viel Spaß mit dem nächsten Streich. Eure Lorelei



G (schaut zu MK rüber): Und bist du zufrieden, Mehdi? War meine Idee, wie wir die Möbel aufstellen.
Ach nee!? So ist das also? (MK)
Scheiße! Jetzt könnte ich wirklich mal ein Mäuseloch gebrauchen. Gott wie peinlich! Was denkt er denn jetzt von mir? (MH)

MK (wirft MH einen „Da hat sich wohl jemand mit fremden Lorbeeren geschmückt?“-Blick zu): Ach?
MH (blickt verlegen weg): Äh...
Süß! Sie wird ja richtig rot! (MK)
MK (zu G): Ja, gefällt mir alles sehr gut. Danke!
Schleimer! (MM)
MM (stänkert mal wieder): War ja klar, dass du alles lobst, was von ihr kommt, ne.
Also es reicht jetzt langsam mal, Marc! (MK)
G (boxt ihn einmal mehr in den Arm): Marc!
Au! Du Biest! Lass das endlich mal! Was denken denn die anderen, wenn du mich hier immer drangsalierst? (MM)
MM (rollt mit den Augen): Sorry! Äh... is ja ganz nett geworden.
Nett im Sinne von „scheiße“, versteht sich! Schlimmer noch als in unserer alten Studentenbude damals, aber da konnte ich ja immer mal wieder heimlich etwas von dem hässlichen Kram wegschmeißen. Wenn er mal gefragt hat, wo das eine oder andere Teil abgeblieben ist, hab ich immer behauptet, meine Betthäschen hätten ein Souvenir von mir mitnehmen wollen. Da hat er zwar immer blöde gekuckt, aber er hat nicht weiter nachgehakt. So ein treudoofer Idiot! (MM)
MK (zu den Mädels): Aber ihr hättet wirklich nicht die ganzen schweren Kisten aus den Autos holen brauchen. Das hätten wir doch zusammen machen können.
MH: Och das erspart uns diese Woche das Fitnessstudio.
G (grinst ihn verschmitzt an): Genau! Und irgendwie mussten wir uns ja beschäftigen, wenn ihr ewig nicht fertig werdet.
MH (grinst ebenfalls triumphierend): Eben!
MM (eingeschnappt): Eh!
MK (strahlt die beiden an): Danke!
MH (lächelt ihn verführerisch an): Immer wieder gern.
Aber dann sind wir hoffentlich alleine. (MH)
MK (schaut ihr in die Augen): Ich komme darauf zurück.
MH: Na das ich hoffe doch.
Also das Gesäusel zwischen den beiden geht mir vielleicht tierisch aufs Schwein! (MM)
Von wegen das sei nur ne lockere unverbindliche Sexaffäre, da sprühen doch eindeutig die Funken. Bin doch nicht blind. (G)

G (steht schließlich von der Couch auf u. schaut in die Runde): So äh... da das jetzt endlich mal geklärt wäre, könnten wir doch endlich auch mal essen, ehe die Pizzen noch ganz kalt werden.
MK (springt auch vom Sofa auf): Superidee! Ich habe einen Bärenhunger.
MM (grinst): Na das musste ja von euch beiden kommen.
G (dreht sich beleidigt von ihm weg u. geht zum Esstisch): Pah!
MK (folgt ihr u. setzt sich ebenfalls an den Tisch): Also wenn du keinen Hunger hast, ich esse dein Stück gerne mit, Marc. Kann ich gut gebrauchen, ich musste ja fast alles selber machen, ne.
MM: Eh!
Verräter! (MM)
MH (setzt sich ebenfalls an den Tisch u. wirft MM aber noch einen verächtlichen Blick zu): Schon klar!
G (dreht sich auch noch mal zu MM um): Das habe ich mir auch gedacht.
Was? Das riecht eindeutig nach Verschwörung! Aber nicht mit mir. (MM)
MM (steht beleidigt von der Couch auf, geht zum Esstisch u. baut ich vor den dreien auf, die ihn nun erwartungsvoll anstarren): Eh! Gar nicht wahr! Also das Bett habt ihr mir zu verdanken.
MK: Äh... das war eigentlich....
MM (fällt ihm ins Wort): Halt die Fresse!
MH (funkelt MM an): Oh! Da muss ich wohl vorher noch mal die Schrauben kontrollieren.
MK (räuspert sich verlegen): Äh...
MM (setzt sich nun auch an den Tisch u. fährt MH an): Eh! Ja nicht beleidigend werden!
MH (mit Unschuldsmiene): Bin ich doch gar nicht. Ich bin nur um Mehdis Sicherheit besorgt.
MM (zwinkert ihr anzüglich zu): Nicht nur um seine, was?
Blöder Arsch! (MH)
MK (stupst ihn in den Arm): Eh!
Was denn? Weiß doch eh jeder, dass ihr’s treibt wie die Karnickel. (MM)
MM (reibt sich die schmerzende Stelle u. grinst ihn an): Ok, ok, ich halt schon die Klappe. Hab schließlich auch tierischen Kohldampf.
Na endlich! (MK/MH/G)
G (nimmt sich ein Stück kalte Pizza auf ihren Teller u. schaut zu den Männern): Eigentlich müssten die Verlierer ja noch ne Rede halten.
MM (schaut sie verdutzt an, als er sich ebenfalls ein Stück Pizza nimmt): Bitte? Die Verlierer? Wohl eher die Gewinner!
Oh! Äh... Recht hat er. War ja anders herum, upps, aber egal! (G)
G (grinst ihn an): Oh, danke, du hast es endlich zugegeben, dass die Frauen das stärkere Geschlecht sind.
MM (lässt das Pizzastück auf seinen Teller plumpsen u. schaut sie mit großen, funkelnden Augen an): Hab ich nicht!
G: Doch hast du! Aber du weißt ja, dass ich bei dir auch zwischen den Zeilen lesen kann.
Oh Mann, sie ist heute wirklich unausstehlich. Ob ich das wirklich auf Dauer aushalten werde? Hilfe! (MM)
MH (nimmt sich ein Stück Pizza u. schaut MM gespielt mitleidig an): Oh Gott, Sie Armer!
MM (seufzt laut auf u. beißt dann von der Pizza ab): Da sehen Sie mal, was ich tagtäglich zu ertragen habe.
G (beleidigt): Marc!
MK (blickt zwischen MH u. MM hin u. her u. isst dabei): Wollt ihr das mit dem albernen Sie nicht endlich mal lassen?
MM (schaut ihn verwundert an): Bitte?
MH (mustert MM argwöhnisch): Weiß nicht!
MM (schaut sie von oben herab an): Bin auch noch skeptisch, was das betrifft.
G: Na wenn ihr euch darin schon einig seid, dann spricht ja eigentlich gar nichts mehr dagegen oder?
Niemals! (MM)
MM (fühlt sich überrumpelt): Äh...
Naja, hab heute einen guten Tag und Aussicht auf eine phantastische Nacht, da werde ich mal nicht so sein. Wird mich schon nicht umbringen. Hab ihn ja jetzt eh in der Hand. (MH)
MH (reicht MM die Hand): Hmm!? Ok!
Soll das jetzt ein Friedensangebot sein oder was? Hmm... Aber leiden kann ich sie trotzdem nicht. (MM)
MM (schaut erst skeptisch auf ihre Hand, drückt sie aber dann doch zögerlich u. zieht seine schnell wieder zurück): Wenn’s unbedingt sein muss!? Aber auf den Brüderschafts- äh... Schwesternschaftskuss verzichte ich dankend.
Will schließlich nicht den Rest des Abends auf dem Klo verbringen. (MM)
MH (zwinkert ihm verführerisch zu): Och wie schade! Dabei hätte ich so gerne mal gewusst, ob das alles so stimmt, was dein Haasenzahn uns immer wieder vorschwärmt.
MK (leicht geschockt): Bitte?
Was... was soll das denn jetzt? (MK)
G (ebenfalls schockiert): Was? Aber Maria!?
Oh Gott! Bitte nicht! (G)
MM (geht grinsend auf ihr Spiel ein): Was schwärmt sie denn immer so von mir?
G (errötet): Marc!
MM (schaut sie grinsend an u. wendet sich dann wieder MH zu): Was denn? Das würde mich schon brennend interessieren.
Oh Gott! Ich will sofort im Erdboden versinken! (G)
MH (blickt kurz zu G, dann grinst sie MM an): Och das hätte ich Ihnen... äh... dir erzählt, wenn wir uns geküsst hätten, aber jetzt will ich auch nicht mehr. Nein danke!
Da würde mir ja die Lust auf Mehdi vergehen. Nee, das riskiere ich mal lieber nicht. (MH)
MM (zwinkert ihr zu): Na Gott sei dank! Aber Sie... äh... du verpasst was!
MK: Meier!
MM (blickt zwischen MK u. G hin u. her): Was denn? Ist doch wahr. Fragen wir doch mal die Expertin, hä!
G (wird die Situation allmählich mehr als peinlich): Marc!
Spielverderberin! (MM)
MM (lacht): Na gut, dann eben nicht.
Gott sei dank! Noch ein Spruch mehr und ich wäre gegangen. (G)
G (atmet erleichtert aus u. erhebt nun ihr Weinglas): Dann lasst uns jetzt endlich mal anstoßen! Auf den schönen Abend und Mehdis neue Wohnung.
MK (erhebt ebenfalls sein Glas u. schaut dankbar in die Runde seiner besten u. engsten Freunde): Gerne! Danke noch mal, dass ihr alle geblieben seid und mich nicht unter den ganzen Kisten begraben gelassen habt.
Hätten wir es mal lieber gemacht. (MM)
G/ MH (lächeln beide): Gerngeschehen!
MM (genervt): Eh Mehdi, hast du nicht noch was anderes da, so ein Bier oder so?
MK (grinst ihn an): Sorry, bin erst vor vier Stunden hier eingezogen.
MM (seufzt): Na toll!
MH (reicht ihm ein Weinglas, das er schlussendlich auch in die Hand nimmt): Sorry Meier, aber Bier konnten wir jetzt auf die Schnelle leider nicht besorgen.
G: Ja, wir haben nur schnell oben Marias Kühlschrank geplündert.
Boah Haase, das sollte unter uns bleiben. (MH)
MM (grinst zu den Mädels u. lehnt sich entspannt auf dem Stuhl zurück): Ach so ist das also? Das ist ja interessant. Wann wart ihr eigentlich wirklich fertig?
MH/G (schauen sich an): Äh.... Kein Kommentar! Die Sieger schweigen und genießen!

Lorelei Offline

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29.04.2010 10:29
#535 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Es wurde schließlich für alle Beteiligten noch ein recht netter und unbeschwerter Abend in der neuen Kaanschen Herberge. Nach dem gemeinsamen Pizzaessen zog die kleine Ärzterunde auf die Couch und die Sessel in der Mitte des Wohnzimmers um, wo sie lachend, scherzend und diskutierend nach und nach die drei Flaschen Rotwein leerten. Alle schienen locker und gelöst und verstanden sich recht gut. Selbst Dr. Meier und Dr. Hassmann hatten ihr ewiges Kriegsbeil zumindest für diesen Abend begraben, auch wenn kurzzeitig eine heftige Diskussion über die neusten chirurgischen OP-Techniken entbrannt war und auch das leidige Streitthema der Nachfolge von Prof. Haase eher zwiespältige Meinungen hervorrief. Aber bevor ein richtiger Machtkampf zwischen den beiden Karrieristen ausbrechen konnte und wohlmöglich das frisch eingerichtete Kaansche Wohnzimmer in Mitleidenschaft gezogen hätte, hatten die beiden Streitschlichter neben ihnen rechtzeitig eingegriffen und mit geschickten Mittelchen die Streithähne ablenken können. Tja, wozu so eine kleine unbeobachtete Streicheleinheit, den Rücken entlang Richtung Po-Region, nützlich sein konnte, dachten Gretchen und Mehdi schmunzelnd, als sich Marc und Maria schnell wieder beruhigten und sich verschmust an ihre jeweiligen Partner schmiegten. Nach einem kleinen Kuss, einem weiteren Glas Wein und einem kurzen wohlwollenden Waffenstillstand-Blick zur Konkurrenz waren alle schnell wieder Freunde. Dr. Meier und Dr. Hassmann mussten kichernd feststellen, dass sie sich eigentlich gar nicht so unähnlich waren und in vielen Dingen, v.a. was Job und Karriere betraf, die gleichen Standpunkte vertraten. Auch Mehdi und Maria, die zusammen auf der Couch saßen, verstanden sich wieder einmal mehr als blendend. Immer wieder warfen sie sich verstohlene Blicke zu und berührten sich mehr gewollt als unbewusst. Der attraktive Frauenarzt hatte Schwester Gaby, die noch vor drei Stunden sehnsüchtig mit ihm telefoniert und ihm ein Lächeln auf die Lippen gezeichnet hatte, anscheinend schon wieder völlig aus dem Gedächtnis gestrichen. Er fühlte sich seit langem endlich mal wieder völlig entspannt und gelöst. Nach Wochen und Monaten der Verzweifelung und des Selbstmitleids konnte er endlich wieder frei heraus lachen und scherzen. Er taute inmitten seiner drei besten und engsten Freunde regelrecht auf. Dazu beigetragen hatten aber auch die legendären Meierschen „Jellyshots“, die er mit Marc zusammengebraut hatte. Nachdem nämlich sämtliche Alkoholvorräte in Marias Wohnung geplündert worden waren und nur noch eine Flasche Wodka übrig geblieben war und die beiden Oberärzte in der Hassmannschen Küche, die sie zu Recherchezwecken aufgesucht hatten, mehrere Packungen Götterspeise entdeckt hatten, waren die beiden auf die geniale Idee gekommen, diese mit dem Wodka zu vermischen. Mit diesen „Jellyshots“ hatte Marc Meier schon zu Studentenzeiten die geilsten Partys in seiner alten WG mit Mehdi geschmissen. Die Mädels staunten nicht schlecht, als die Jungs anstatt mit Alkoholnachschub mit einer süßen Nachspeise aus der Hassmannschen Wohnung zurückkamen. Maria hatte den beiden nur ungern ihren Schlüssel gegeben, aber ein Blick in Mehdis sanfte Augen hatte sie dann doch weich gekocht. Und dass sie dafür nun so belohnt werden würde, damit hatte die Neurochirurgin nun wirklich nicht gerechnet. Die beiden Ärztinnen strahlten ihre Männer begeistert an, denn ein leichtes Hungergefühl hatte sich zwischenzeitlich wieder bei beiden bemerkbar gemacht, während sich Mehdi und Marc darüber heimlich ins Fäustchen lachten, dass ihre Frauen tatsächlich dachten, das sei nur eine gewöhnliche Götterspeise. Aber kaum hatten sie die Schüsseln auf dem Couchtisch abgestellt, stieg Maria der Geruch von Wodka in die Nase und sie stellte die beiden aufgebracht zur Rede. Zum einen war sie sauer, weil die beiden die teure Wodkaflasche, ein Geschenk eines ehemaligen, stinkreichen, russischen Verehrers, die sie sich eigentlich für schlechte Zeiten aufgehoben hatte, zweckentfremdet hatten und zum anderen weil ihr plötzlich einfiel, dass die Götterspeise ja für den Kindergeburtstag ihrer kleinen Tochter am nächsten Wochenende gedacht war. Gott sei dank übernachtete Sarah heute Abend bei ihrer Oma, dachte Maria erleichtert, und bekam von alledem nichts mit. Insgeheim ahnte sie auch, dass die beiden Machos in ihrer Küche eventuell ein Schlachtfeld hinterlassen hatten. Aber Mehdi beruhigte sie schnell wieder, dass sie alles, so wie sie es vorgefunden hatten, hinterlassen haben und Marc klärte die beiden Mädels anschließend über seine Eigenkreation, die so genannten „Jellyshots“, auf. Die Frauen schauten zwar nun doch eher skeptisch auf die glibberige bunte Speise, die vor ihnen auf dem Tisch stand, aber nachdem die Männer todesmutig probegekostet und es überlebt hatten, trauten sie sich schließlich auch, ein paar Löffel davon zu nehmen. Das anfängliche Ekelgefühl fiel schnell ab und die Wirkung des Wodkas setzte ein, was zu einer weiteren Auflockerung der Stimmung im Kaanschen Wohnzimmer führte. Gretchen und Mehdi kamen aus dem Lachen gar nicht mehr heraus und machten sich einen Spaß daraus, Marc immer wieder mit seiner Eifersucht aufzuziehen und die peinliche Begegnung der drei im Meierschen Badezimmer letzten Samstag diente ihnen als Steilvorlage dafür, um ihren Freund bis aufs Blut zu provozieren. Leider vergaßen die beiden Spaßvögel darüber hinweg, dass sie sich mit dem Meister des Sarkasmus und Zynismus angelegt hatten und dieser konterte, dass Gretchen und Mehdi die Ohren schlackerten. So erfuhr auch Maria endlich, mit welchen Späßen und Streichen Marc Meier seine Liebste und seinen besten Freund in der Schulzeit bzw. in der Studienzeit gedemütigt und gequält hatte. Mehdi und Gretchen hatten schließlich keine andere Wahl, als die weiße Fahne in Form eines Tempotaschentuchs zu zücken und reumütig aufzugeben, ehe ihr Freund mit den extrapeinlichen Anekdoten kam. Mehdi, dem allmählich der Wodka in Geleeform zu Kopf stieg, zog als Erster die Notbremse und schob seinen Kumpel, der eh draußen eine rauchen wollte, zur Tür hinaus. Vorm Haus teilten sich beide eine Friedenszigarette, an der Marc aber mehr zog als Mehdi, der ja eigentlich Nichtraucher war. Der Gynäkologe, der an der frischen Luft wieder einigermaßen einen klaren Kopf bekam, machte seinem besten Freund klar, dass er doch endlich seine alberne Eifersucht lassen solle, wenn er es sich mit seiner Süßen nicht verscherzen wolle, und erklärte einmal mehr, dass er jetzt wirklich über Gretchen hinweg sei und fügte lachend hinzu, dass er sich ihr auch nicht noch einmal nackt in den Weg stellen würde. Es sei denn, sie würde das wollen, sagte er noch leise, wofür er einen Fußtritt und einen bösen Blick seines Freundes kassierte. „Scherz!“ stöhnte Mehdi auf. „Na das hoffe ich ja wohl.“ antwortete Marc grinsend und zog erneut an seiner Kippe. Diese potentielle Gefahr war ja nun durch Mehdis neue Wohnung eh gebannt, dachte der Chirurg erleichtert, aber ganz würde er seine Eifersucht auf ihn wahrscheinlich wohl trotzdem nicht loswerden. Er konnte es sich selbst nicht erklären, warum er gerade wegen ihm immer wieder so heftig reagierte. Er vertraute ihm doch und glaubte seine Beteuerungen, dass da nichts mehr war. Marc schüttelte kurz den Kopf, atmete einmal mehr tief durch und zog das letzte Mal an seiner Zigarette, bevor er sie wegschnippte. Die beiden Oberärzte blieben noch eine Weile schweigend draußen stehen und sogen die kalte Novemberluft ein. Das offene Männergespräch hatte auch Maria Hassmann mitbekommen und gespannt mitverfolgt, die am offenen Fenster gestanden hatte, um ebenfalls ihren wodkaumnebelten Kopf wieder frei zu kriegen, und deren Herz in diesem Moment regelrecht Purzelbäume schlug. Sie konnte ihr Glück kaum fassen. Mehdis Herz war anscheinend endlich wieder frei. Frei für sie? fragte sie sich aufgeregt, schloss das Fenster leise wieder und drückte der verdutzten Gretchen Haase einen dicken Knutscher auf die Wange. Auf ihre anschließende Frage, was das gerade sollte, bekam sie aber keine Antwort von ihrer Kollegin, da dieselbige sich rücklings aufs Sofa geschmissen, die Augen geschlossen hatte und in einen süßen Tagtraum verfallen war. Die blonde Assistenzärztin schüttelte nur leicht den Kopf und schob das verrückte Verhalten ihrer Kollegin auf die „Jellyshots“, die auch bei ihr gehörig Wirkung zeigten. Jetzt stellte sie sich an das Wohnzimmerfenster und atmete die kalte Luft ein und schon ging es ihr wieder besser. Aber das Teufelszeug würde sie sicherlich nicht noch einmal anrühren. Auch Maria hatte sich mittlerweile wieder beruhigt, als die beiden Männer zurück ins Zimmer kamen. Während sich Marc in den Sessel fläzte und seine zuckersüße Freundin auf seinen Schoss zog, machte es sich Mehdi neben Maria auf dem Sofa bequem, die sich nun verliebt an ihn kuschelte. Ihr Blick hing für den Rest des Abends wie gefesselt an ihrem Traummann, der ebenfalls ihre Nähe sichtlich genoss. Das fiel auch Gretchen auf, obwohl sie immer wieder von Kuscheleinheiten ihres liebeshungrigen Freundes abgelenkt war... Von wegen da geht nicht mehr, dachte sie schmunzelnd und schmiegte sich noch enger an ihren geliebten Marc Meier. Sie freute sich für die beiden. Vielleicht würde ja doch noch etwas Ernstes aus dieser angeblichen „Affäre“ werden. Sie gönnte Mehdi von ganzen Herzen eine neue Liebe und Maria schien es wirklich ernst mit ihm zu meinen....

Lorelei Offline

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30.04.2010 09:01
#536 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hey ihr Lieben! Danke für eure lieben Kommentare. Motiviert ungemein. Genauso wie „Zimmer frei“-Kucken, wie ihr sicherlich gemerkt habt. Ich weise übrigens jegliche Plagiatsvorwürfe von mir. Ich fand das mit den „Jellyshots“ (die hießen doch so oder?) ganz witzig und hab mir schon während der Sendung gedacht, das würde doch auch super in die kleine spontane Einzugsparty bei Mehdi passen. Mir fehlte eh noch eine schöne Überleitung zum Ende der Szene. Ja, das Ende ist endlich nah. Tja und ob die teuflischen Jellyshots tatsächlich so wirken wie bei Flo, Christine und Götz, ob noch lustige schweinische Reime gereimt wurden, ob Marc und Maria das ewige Kriegsbeil tatsächlich begraben haben, ob Maria bei Mehdi landen kann oder Gretchen bei Marc oder doch alles anders kommt, erfahrt ihr jetzt. Achtung: akute Lachflashgefahr zu Beginn, wird aber gegen Ende wieder romantischer. So genug gequatscht, viel Spaß mit dem Rest aus der Kaanschen Wohnung und einem kleinen Teilchen aus der Meierschen Wohnung. Aber freut euch mal nicht zu früh. Liebe Grüße Lorelei




Irgendwann weit nach Mitternacht machten sich der Alkohol und die Müdigkeit allmählich bei allen Beteiligten bemerkbar. Es war mittlerweile ruhig geworden in der Kaanschen Wohnung. Die Gespräche waren verstummt. Marc und Maria waren kurz vorm Einnicken und hatten sich an die Schultern ihrer Liebsten angelehnt. Gretchen und Mehdi warfen sich kurz einen Blick zu, dass der Abend jetzt wohl für beendet erklärt werden könnte und so rüttelte die blonde Assistenzärztin nun vorsichtig an ihrem geliebten Schatz und teilte ihm mit, dass sie jetzt gerne gehen möchte, aber Dr. Meier machte keinerlei Anstalten, gehen zu wollen...

MM (gähnt laut u. schaut verschlafen in die Runde): Schon? Is doch grad soooooo schöööööön hier, ne Mehdilein?
Oh Mann! Erst muss er dazu gezwungen werden, hier zu bleiben und jetzt will er nicht mehr gehen. Na super! Wie war noch gleich dein Partymotto früher? „Wir machen durch bis früh halb zehn.“ Vergiss es! Jetzt ist Schicht im Schacht. (MK)
MK (müde u. genervt): Ja, freut mich wirklich, dass es dir hier bei mir so gut gefällt, Schatzilein, aber habt ihr mal auf die Uhr geschaut?
MM (richtet sich auf u. zuckt mit den Schultern): Nö wieso?
*stöhn* ... Marc, pack deinen Krempel zusammen und verschwinde endlich! (MK)
G (blickt kurz zu MK, dann wieder zu MM): Marc, es ist wirklich spät. Wir sollten jetzt gehen.
Uuuhhh! Na da hat’s aber jemand jaaaanz eilisch, nach Hause zu kommen. Isch weisch auch warum, Süüüüße! (MM)
MM (grinst sie anzüglich an): Naaa juuut! Wir können ja dann noch zuhause...
G (verdreht die Augen u. unterbricht ihn leise, bevor er noch etwas Peinliches sagt): Ja vielleicht, falls wir es bis dahin schaffen.
*stöhn* .... Er ist total betrunken. (G)
MM: Wat soll dat denn heiiischen? Also isch bin fit wie n’ Turnschuuuh!
Ja das seh ich an deinen glasigen Augen, Schatz. (G)
MK (zieht die Augenbraue hoch u. lacht): Wirklich? Worüber haben wir denn die letzte halbe Stunde gequatscht?
MM (kratzt sich am Kopf u. überlegt angestrengt): Ääääähhh....
Keine Ahnung! War grad sooooo kuscheligelisch mit meinem süüüüßen Haaaaaasenzaaaaahn. Isch weisch auch schon, wie wir es uns noch kuscheligelischer machen können. Nämlisch in meinem kuscheligelischen warmen Bettchen. Juhu! Nischt wie wech hier! (MM)
MK (grinst): Siehste!
Der ist voll wie ein Eimer! Ob ich sie alleine mit ihm nach Hause schicken kann? Ich hab da so meine Bedenken. Betrunkene Meierleins sind kein Zuckerschlecken. Ich spreche da aus Erfahrung. Oh Gott, wenn ich da an unsere Partys früher zurückdenke, da war das heute ein Kaffeekränzchen dagegen. (MK)
MM (zieht beleidigt eine Schnute): Naaa uuund!? Euer Hausfrauendingenskramgequatsche interessiert misch eh nisch die Bohne, duuuuu Määäädchen.
Ja, schon klar, Schatz! (MK)
Oje! Wie krieg ich den nur nach Hause? Hilfe! (G)

G (rollt genervt mit den Augen, steht auf u. zieht sich ihre Jacke an): Marc, kommst du jetzt?
MM (erhebt sich langsam vom Sessel, er schwankt gewaltig): Jaaa doch! Nur kein Schress, Schatzilein! Duuu krieschst dann schon noch deine Dosis geballten Maaarc Meiiier. Keine Sorge!
Äh... also das will ich nun wirklich nicht wissen. (MK)
Oh Gott! Jetzt wird es echt peinlich. Maaarc! (G)
Selbst wenn der besoffen unter ner Brücke liegen würde, würde er immer noch an die nächste Nummer denken. Tzz... typisch Mann! (MH)

G (peinlich berührt): Marc!
MK: Ja, erst nicht mit herkommen wollen und dann nicht mehr gehen wollen, Marc.
Wieso schmeischt duuu misch denn jetzt rausch? Wir sind doch beschte Kumpels. Das macht man doch nisch mit Gott. Wieso hascht duuu misch denn nisch mehr liiiiieb, Mädi? Isch hab disch doch voll gern, Mann. Isch sooo gemütlisch hier und so. Is voll wie früher. (MM)
MM (versucht sich seine Jacke anzuziehen, als er daran scheitert, hilft ihm G dabei): Woher hätte isch denn ahnen können, dass das sooo spaschisch wird, hä!? Bei euch Spiiiieschern.
MK: Hey!
Er ist echt reif für die Ausnüchterungszelle. Naja, wen wundert’s, hat ja früher schon kaum was vertragen. Also wer ist hier das Mädchen, hmm? (MK)
MH (hat das Meiersche Schauspiel eine Weile gelangweilt beobachtet u. steht nun auch langsam vom Sofa auf): Was heißt hier spießig? Wir sind alles, nur nicht spießig. Ganz im Gegenteil.
MK (lächelt MH zu): Eben!
MM (schaut sich kurz um u. rümpft die Nase): Naja!?
G (genervt): Marc!
MM (salutiert ihr, gerät dabei aber ins Schwanken u. hält sich am Sessel fest): Jep? Bin voll startklar.
Voll ja, startklar wohl eher nicht. Ich gebe es ungern zu, aber der Haase tut mir im Moment echt leid. (MH)
MH (grinst schadenfroh): Naja, sieht eher nicht danach aus.
MM (funkelt MH böse an u. sucht dann hektisch mit seinem Blick G): Pah! Schatzileinchen, esch kann loschgehen.
G (steht bereits an der Tür u. gibt MK ein Abschiedsküsschen auf die Wange): Tschüß Mehdi. Danke für den schönen Abend.
MK (streicht sich kurz unbewusst über die von G geküsste Stelle auf seiner Wange u. lächelt): Och, gar nichts für! Eigentlich müsste ich mich ja für eure mehr oder weniger tatkräftige Hilfe bedanken.
G (lächelt ebenfalls): Das haben wir doch gerne gemacht.
MH (hat sich mittlerweile neben MK gestellt u. himmelt ihn an): Ehrensache.
MM (torkelt mit roten Backen u. glasigen Blick auf die drei an der Wohnungstür zu u. hält sich dann am Türrahmen fest): Eh, wat soll dat denn heiiischen? Weschen mir haste jetzt überhaupt n’Bett unterm Kopp und zum Fi**** äh... Schlafen. Isch war schon tatkräftisch ja!
Im auf dem Bett liegen und mir bei der Arbeit zuschauen, hä? (MK)
MK (grinst den betrunkenen Oberarzt an): Natürlich!
MH (grinst ebenfalls): Ja, im Weinschlürfen und im Jellyshots vernichten, ne!?
MM (klopft sich stolz auf die Brust u. kommt ihr näher, als sie eigentlich will): Na du doch och, Mariechen. Außerdem musschten die Reste ja noch wech, ne, wegen Schlechtwerden oder so.
Boah hat der ne Fahne! Is ja widerlich. (MH)
MH (ebenfalls leicht angeschäkert): Jep! Da haste Recht, Meierleinchen.
MM (grinst): Siehste, isch hab immer Rescht.
MK: Äh ich glaube, Götterspeise wird nicht so schnell schlecht. Hätte ich noch ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren können.
MM (fuchtelt wild mit den Armen vor ihm herum): Nö, nö, nö, mein Lieber, damit du dat dann alles selber vernischtest, nö, wäre viiiel zu schade drum.
MH: Eben!
MK (verschränkt beleidigt die Arme): Eh!
Ihr gönnt mir auch kein kleines Vergnügen, hä!? (MK)
G (ignoriert kopfschüttelnd die Schnapsdrosseln, öffnet langsam die Wohnungstür u. wendet sich noch einmal MK zu): Und denk daran, Mehdi, was du in der ersten Nacht in einer neuen Wohnung träumst, das geht auch in Erfüllung.
MK (schaut sie verdutzt an): Ach? Echt?
MH: War das nicht eher in nem neuen Bett?
Upps! Äh... Keine Ahnung. Hätte vielleicht Sabine besser zuhören sollen! (G)
G (kichert verlegen): Äh ... kann auch sein. Aber das hat er ja auch neu. Also wirkt ... äh... doppelt!
MM (hält sich den Bauch vor Lachen u. schaut MK dabei an): Tja, doppelt gemoppelt hält besser, wat Mehdischätzilein?
Oh nein! (MK)

Hahaha!!! Duuu Schischolo! Na dann teschte mal deine neue Spiiielwiiiese ordentlisch ausch! Ob der die Schaby och noch zu ner Teschtverführung einscheladen hat? Bäh!!! Lieber nisch daran denken. Mir is schon janz komisch. (MM)


Der stark beschwipste Dr. Meier lachte sich schlapp und wäre fast zu Boden gerutscht, wenn Gretchen ihn nicht mit all ihrer Kraft am Kragen seiner Lederjacke halten und mit ihrem Körper gegen den Türrahmen stemmen würde. Mehdi verstand sofort, worauf sein bester Kumpel mit dieser eher zweideutigen Aussage hinwollte und warf ihm einen „Halt-ja-deine-Klappe!“-Blick zu, was diesen noch mehr zum Lachen brachte... Hahahaha! Isch kann nisch mehr. Aua! Wat sacht eischentlisch das Drecksstück dazu, dass der jetzt hier bei der Hasschi wohnt und die gleisch vöschelt? ... Gretchen konnte ihren lachenden und sich windenden Freund kaum noch halten und schaute angesichts des ihr völlig unverständlichen Meierschen Lachflashs verwundert und Hilfe suchend zu Mehdi, der nur peinlich berührt mit den Schultern zuckte und Marc nun ebenfalls mit einer Hand am Arm festhielt... Stay cool, Kaan! Nix anmerken lassen. Er ist ja gleich weg. Äh... Wenn Gretchen ihn hier wegbekommt.

MK (mit gequältem Lächeln zu G): Äh... Gut zu wissen!
MM (hat sich wieder einigermaßen berappelt, löst sich aus dem Klammergriff der beiden u. zieht G zur Tür hinaus, dreht sich aber noch einmal kurz zu MK u. MH um): Naaa daaaann noch viiiiel Spaaaasch bei der Bettschymnaschium… äh quatsch … upps, bin wohl doch leischt angetrunken, wat? Kann gar nisch sein. Isch hab doch gar nisch so viel getrunken. Komisch! … Äh... Bettschymnaschtik… genau ... dat wollte isch sachen.
G (wird die Situation allmählich sehr peinlich): Maaarc!
MK (sauer): Meier!
MH (bleibt cool u. grinst MM an): Danke! Euch auch eine süße Nacht. Und Gretchen, denk an die Träume!
Was ist denn jetzt los? (G)
G (verdutzt): Ach? Seit wann glaubst du denn an so was?
Die rennt doch sonst immer weg, wenn Sabine mit den Karten kommt. (G)
Seitdem mein Traum endlich Wirklichkeit wird. (MH)

MH (schaut sie durchaus freundlich an): Hat mir ne nette Assi erzählt.
G (völlig verwirrt): Huch, heute so nett zu mir? Was ist denn der Anlass?
Also wenn sie etwas getrunken hat, ist sie echt viel entspannter. Gefällt mir.

Anstatt ihr eine Antwort zu geben, seufzte Maria einmal kurz und blickte dann einmal mehr verträumt zu Mehdi, der sie kurz anlächelte. Diesen sehnsüchtigen Blick ihrer Kollegin verstand dann auch Gretchen sofort und musste unweigerlich schmunzeln...

Oh Mann, die ist ja mal wirklich bis über beide Ohren verknallt! Also doch! Ich hab’s gewusst. Von wegen das sei doch nur Spaß, ich will doch nur spielen, das sei alles nur völlig unverbindlich, einfach nur wilder, leidenschaftlicher Sex ohne Gefühle oder irgendwelche Verpflichtungen. Natürlich! Hab ich ihr auch sofort abgenommen. Meine Güte! Da steht ein vollkommen anderer Mensch vor mir. Sie kann ja sogar richtig nett sein. Vielleicht können wir doch irgendwann mal so etwas wie Freundinnen werden. Also ich würde mich freuen. Das heute hat richtig Spaß gemacht. Aber jetzt sollten wir wirklich so langsam mal gehen. Die beiden haben doch sicherlich noch etwas Besseres vor.

G (grinst): Verstehe! Na dann!
MM (schaut verwundert zwischen MH u. G hin und her): Hä?
G (streichelt ihm sanft über die Wange u. nimmt dann seine Hand): Schatzi, das ist ein Frauending.
MM (zuckt mit den Schultern): Ach so! ... (u. brüllt dann durchs ganze Treppenhaus zu MH/MK) ... Tschüüüüüssiiiii, ihr süüüüßen Turteltääääubleiiiiiin.
Nein, ich kenne den Typen überhaupt nicht. Muss sich an der Tür geirrt haben. (MK)

Oje! Der ist wirklich voll bis an den Rand. Wie kriege ich denn den bis nach Hause? Ich hab ja auch getrunken. Also das Auto müssen wir wohl stehen lassen, ob er will oder nicht. Naja das Schrottteil klaut eh keiner! Hmm... muss wohl ein Taxi her. ... Ach so. Bin ich blöd. Das hat doch Mehdi schon vor einer halben Ewigkeit für uns gerufen. Ich glaube, ich hab auch einen im Tee. Diese teuflischen Geleegötterspeisendinger oder wie die hießen hauen aber auch wirklich rein. Hilfe! Mir ist immer noch ganz warm. Äh... Wo war ich? Ach so! Verabschieden und dann ab ins Bett mit Marc. Juhu! Also falls wir es überhaupt bis dahin schaffen. (G)

G (zu MK u. MH, die an der Tür stehen u. sehnsüchtig darauf warten, dass die beiden endlich das Weite suchen): Tschüß ihr zwei!
MH (winkt ihr zu): Ja macht’s gut!
MK (lächelt u. schließt langsam die Tür): Ciao! Kommt gut nach Hause.


Und schon fiel die Wohnungstür ins Schloss. Maria und Mehdi atmeten erleichtert aus... Endlich allein! ... dachten beide gleichzeitig und schauten sich nun lange und intensiv in die Augen. Keiner sagte etwas. Die Luft schien zum Zerreißen gespannt. Ein Funke hätte genügt und hätte eine leidenschaftliche Kettenbewegung in Gang gesetzt, doch nichts dergleichen geschah. Die brünette Neurochirurgin, die an der Tür lehnte und sich verunsichert auf die Lippe biss, fühlte sich plötzlich wieder wie mit sechzehn nach ihrer ersten Verabredung mit ihrem Schwarm und wusste vor lauter Aufregung nicht so recht, ob sie es wagen konnte, noch einen Schritt weiter zu gehen, und entschied sich stattdessen schweren Herzens lieber doch zu gehen, weil auch ihr geliebter Mehdi keine Anstalten machte, irgendetwas zu sagen, geschweige denn zu tun. Sie löste sich schließlich von seinem alles durchdringenden Blick und durchbrach die unerträgliche Stille zwischen den beiden...

MH (räuspert sich verlegen): Du... Ähm... Ich werd dann auch mal hoch gehen. Ist wirklich spät geworden und ich... ich muss ja morgen auch früh raus. Also... ähm...
Wieso macht er denn jetzt nichts? Er war doch vorhin auch nicht so zurückhaltend. Ich will nicht gehen.

Maria traute sich nicht, ihm wieder in die Augen zu schauen und öffnete langsam seine Wohnungstür, als sie plötzlich Mehdis warme Hand auf ihrem Arm spürte. Ihr Herzschlag setzte für einen kurzen Moment aus, um dann umso schneller zu schlagen. Sofort zog sich eine fette Gänsehaut ihren Arm hoch und verbreitete sich wie eine Welle auf ihrem gesamten Körper. Mehdi schloss mit der anderen Hand wieder leise die Tür, drehte die dunkelhaarige Frau langsam zu sich herum und presste sie mit ihrem Rücken sanft gegen die Tür hinter ihr, die ihr als Stütze diente. Denn sie konnte sich kaum noch auf den Beinen halten, so sehr schlackerten ihre Knie. Mehdi stand nun direkt vor ihr. Nur Millimeter trennten ihre Körper voneinander. Er nahm ihre Hände in seine und streichelte zärtlich mit seinen Daumen über ihre Handrücken. Er lächelte. Maria erhob ihren Blick und sah nun in seine wunderschönen großen rehbraunen Augen, die sie sehnsüchtig anfunkelten, und verlor sich darin. Wenn sie nicht schon unsterblich in ihn verliebt gewesen wäre, spätestens jetzt wäre es um sie geschehen gewesen. Ein kleines Wort durchbrach letztendlich die Stille dieses magischen Moments und brannte sich für immer in ihr Gedächtnis und in ihr wild pochendes Herz...

MK: Bleib!


Währendessen hatte es Gretchen irgendwie geschafft, ihren betrunkenen Freund an seinem Volvo vorbei Richtung Straße zu lotsen, wo bereits seit geraumer Zeit ein Taxi auf die beiden wartete. Es wurde eine ruhige Fahrt, denn Marc Meier war, nachdem die beiden eingestiegen waren, sofort eingeschlafen und zwar so tief und fest, dass die blonde Ärztin den Taxifahrer schließlich auch noch um Hilfe bitten musste, um ihn in seine Wohnung zu hieven. Genervt und mit Berliner Schnauze vor sich hin schimpfend zog der Taxifahrer dann schnell wieder ab. Gretchen zog Marc, der nun auf der Couch - weiter hatten sie es nicht geschafft - seinen Rausch ausschlief, vorsichtig die Jacke und die Schuhe aus und deckte ihn anschließend liebevoll mit einer Wolldecke zu. Sie gab ihm noch einen kleinen Kuss auf die Stirn und ging dann selbst ins Schlafzimmer, wo sie sich nach diesem langen und anstrengenden Tag erschöpft aufs Bett fallen ließ. Eigentlich hatte sie sich die erste Nacht nach dem Auszug von Mehdi Kaan in Marcs Wohnung ganz anders vorgestellt, aber sie konnte sich die jetzige Situation ja auch schön träumen. Sie zog sich schnell aus, schlüpfte in ihr geliebtes M-Shirt und mummelte sich dann in Marcs Bettdecke ein. Gretchen lag zwar nicht zum ersten Mal in seinem Bett und es war auch nicht die erste Nacht, die sie hier verbrachte, aber es war das erste Mal, dass die Wohnung offiziell nur ihnen beiden gehörte. Und wie sagt man so schön, das, was man in der ersten Nacht in einer neuen Wohnung träumte, erfüllte sich auch. Und so träumte sich Gretchen Haase in ihren schönsten Märchentraum. Ob er wohl Wirklichkeit werden würde?

Lorelei Offline

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01.05.2010 10:23
#537 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Hier habt ihr frisch aus der Schreibfabrik den nächsten Teil. Gretchens Märchentraum kann ich euch leider nicht bieten (Stellt euch einfach das Übliche vor! Also Prinzessinnen, Schlösser und Türme, Marc in der grünen, engen Peter Pan-Strumpfhose usw. ), dafür aber den Morgen danach. Es gibt Zucker! Aber nicht den Zucker, den vielleicht viele von euch gerne sehen möchten, aber kann ja noch kommen. (Ich arbeite da gerade an einer Szene, aber psst! ) Nur Geduld! Marc muss ja erst mal seinen Rausch ausschlafen, ne!? Ach und der Gaby-Fraktion rate ich, die nächsten Teile vielleicht besser nicht zu lesen. Jetzt gibt es nämlich eine geballte Dosis verknallte Neurologin. Kate, du musst jetzt wirklich ganz stark sein, aber ich hab mich zurückgehalten, zumindest was die Details der Nacht anbelangt. Und nun viel Spaß! Liebe Grüße u. schönen 1. Mai noch. Eure Lorelei



Am nächsten Morgen

Für Maria Hassmann hatte sich ihr Traum schon längst erfüllt. Sie lag in den Armen ihres heiß geliebten Traummannes und fühlte sich einfach nur glücklich und geborgen. Sie hatte endlich das gefunden, was sie immer gesucht und nach den ganzen Enttäuschungen in ihrem bisherigen Leben nicht mehr für möglich gehalten hatte: die große Liebe. Und das war Mehdi Kaan für sie. Dieser ahnte zwar noch nichts von seinem Glück, aber Maria war fest davon überzeugt, ihn bald ganz für sich erobert zu haben. Sie fühlte, dass sie kurz davor stand, seine zarte, zerbrechliche Hülle endlich zu knacken. All die Zeichen und Signale, die er ihr sendete, da konnte sie doch nicht falsch liegen. Die letzte Nacht mit ihm hatte ihr einmal mehr gezeigt, dass da auch von seiner Seite aus eindeutig mehr war als nur unverbindlicher Sex. Seine funkelnden Augen, wenn er sie nur ansah. Ein so fesselnder Blick, der tief in ihre Seele blickte und ihr Herz tief bewegte. Seine unglaublich zärtlichen Berührungen, die sich wie ein Seidentuch um ihren gesamten Körper wickelten. Sie fühlte sich ihm so nah. Gleichzeitig spürte sie aber auch seine Zurückhaltung, was seine Gefühle betraf. Seine Verletzungen saßen tief und lähmten ihn, sich ihr ganz zu öffnen. Das wusste sie. Was er in den letzten zwei Jahren durchgemacht hatte, hätte selbst den stärksten Mann brechen können. Sein ganzes bisheriges Leben war wie ein Kartenhaus über ihm zusammengebrochen. Und kaum hatte er sich freigeschaufelt, einen neuen Weg eingeschlagen und damit begonnen, ein Neues aufzubauen, wurde wieder eine Karte gezogen und es fiel wieder in sich zusammen. Seine Zerbrechlichkeit und Verzweifelung gingen auch ihr sehr nahe. Deshalb konnte sie seine Haltung, was ihre „Beziehung“ anbelangte, auch verstehen und zeigte Verständnis dafür. Hauptsache er war jetzt bei ihr. Allein das zählte im Moment. Er war wieder auf einem guten Weg, sein Tief endlich zu überwinden und sie wollte ihm gerne dabei helfen. Klar Mehdi Kaan hatte seine Macken und eine LKW-Ladung an Problemen, allen voran seine traurige Vergangenheit, die sich oft in seinem Gesicht widerspiegelte, wenn er sich unbeobachtet fühlte, aber er war stark. Er hatte das alles jetzt hinter sich gelassen und wollte neu anfangen. Ein kompletter Restart ohne wenn und aber. Vielleicht auch mit ihr? Nichts wünschte sich Maria Hassmann sehnlicher als das. Für die brünette Oberärztin war Dr. Kaan einfach perfekt. Er war charmant, zuvorkommend, einfühlsam, zärtlich, einfach ein liebevoller, treuer Kuschelbär, an dessen starker Schulter Frau sich anlehnen konnte und sich sofort geborgen fühlte, aber er konnte auch ein wilder, ungezähmter Tiger sein, so leidenschaftlich, stürmisch, heißblütig und auch geheimnisvoll. Nicht zu vergessen, er sah auch wahnsinnig gut aus, zum Anbeißen eben. Und der attraktive Frauenarzt liebte Kinder. Eine Eigenschaft, die bei der Ärztin über allem anderen stand. Sarah würde ihn lieben, das wusste die allein erziehende Mutter. Deshalb hatte Maria ihr gegenüber auch diesmal kein Geheimnis daraus gemacht, dass sie im Krankenhaus einen netten Mann kennen gelernt hatte. Früher hatte sie es immer vermieden, ihre Affären und potentiellen Beziehungskandidaten mit nach Hause zu nehmen und ihrem Kind vorzustellen, einerseits weil die meisten Männer dann sofort wieder Reißaus genommen hätten und andererseits weil sie einfach Angst davor hatte, Sarah würde sich vielleicht zu sehr an einen von ihnen gewöhnen und würde eine erneute Trennung nicht verkraften. Damals vor fünf Jahren, als ihr Mann sie verlassen hatte, war das Mädchen noch zu klein gewesen, um das alles zu verstehen und im Nachhinein war Maria auch dankbar dafür. Aber dennoch sehnte sich ihre Tochter nach einer Vaterfigur und zwar so sehr, dass sie sich sogar letzte Woche Dr. Meier an den Hals geworfen hatte, weil sie dachte, er sei der ominöse Fremde, in den sich ihre Mutter verliebt hatte. Ihr fehlte halt die männliche Bezugsperson im Leben und so faszinierte Sarah jedes männliche Wesen, das ihr einigermaßen nett erschien. Vom Postboten über ihren Kindergärtner bis hin zum Oberarsch des EKH. Aber Marc ‚Macho’ Meier und nett? Hmm... Maria musste schmunzeln bei diesem Gedanken. Und jetzt, wo Mehdi hier im Haus wohnte, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie sich auch begegnen würden. Die Kleine brannte darauf, ihn endlich kennen zu lernen und stellte jeden Tag neue Fragen zum Traumprinzen ihrer Mutter. Aber war Mehdi schon soweit? Das mit Lilly war jetzt ein halbes Jahr her. Würde eine Begegnung mit ihrer Tochter bei ihm vielleicht alte Wunden aufreißen? Maria wusste es nicht. Und deshalb war sie immer noch sehr unsicher, ob sie es wagen könnte, einen Schritt weiter zu gehen und ihn in ihr und Sarahs Leben einzubinden. Die Neurologin zerbrach sich schon seit Tagen den Kopf darüber und kam immer wieder zu demselben Ergebnis. Es war noch zu früh. Vielleicht war es doch besser, erst einmal nur den Moment zu genießen, einfach nur bei ihm zu sein, ihn zu spüren, zu riechen, seine Nähe zu fühlen. Sie beschloss erst einmal abzuwarten, bis er einen Schritt auf sie zuging. Und Mehdi schien ihr gegenüber doch endlich aufzutauen, dachte sie. Zum ersten Mal hatte er offen zu ihr gestanden, zwar nur vor den beiden Nervensägen, die sich seine besten Freunde schimpften und die eh schon über ihr kleines Tête-à-Tête Bescheid wussten, aber es war schon irgendwie anders, als noch vor ein paar Wochen, als die beiden sie inflagranti in der Meierschen Wohnung erwischt hatten und Mehdi sich vor Scham am liebsten im nächsten Erdloch verkrochen hätte und nie wieder hervorgekommen wäre. Aber jetzt schämte er sich nicht mehr und küsste sie sogar ohne Hemmung vor den Augen seiner einst so geliebten Ex-Freundin. Hatte er sie wirklich endlich vergessen, wie er gegenüber Marc behauptet hatte? Das wäre zu schön, um wahr zu sein. Ein paar Mal hatte sich die Neurologin gestern dabei ertappt, darüber nachzudenken, wie es wohl wäre, wenn sie wirklich so richtig zusammen wären ohne die ganzen Heimlichtuereien und Versteckspiele. Sie war sogar ein bisschen neidisch auf das Glück von Marc und Gretchen gewesen. Wie vertraut und zärtlich die beiden miteinander umgingen, das Gleiche hätte sie auch gerne mit Mehdi. Maria Hassmann war über sich selbst überrascht, zu welch tiefen und aufrichtigen Gefühlen sie doch fähig war. Eigentlich wollte sie sich doch nie wieder ganz auf einen anderen Menschen einlassen. Zu tief saß noch der Betrug ihres Ex-Mannes. Aber Mehdi Kaan weckte Gefühle in ihr, die sie nicht mehr für möglich gehalten hatte. Deshalb gab es für sie auch kein Zurückhalten mehr, als er sie gestern Abend zur späten Stunde noch bat bei ihm zu bleiben, weil er die erste Nacht in seiner neuen Wohnung nicht allein verbringen wollte. Das fand sie so unheimlich süß und es war so ehrlich und von ganzen Herzen gemeint, da konnte sie nicht nein sagen. Aber allein schon ein Blick in seine wunderschönen, rehbraunen Augen hätte ihr genügt und sie wäre sowieso schwach geworden. So sehr hatte er sie schon in seinen Bann gezogen. Sie hatte keinen eigenen Willen mehr, wenn sie in seiner Nähe war. Jahrelang hatte sie trainiert, nie die Kontrolle über ihre eigenen Gefühle zu verlieren, und immer ihre harte Fassade aufrecht erhalten, aber jetzt reichte es schon aus, dass sie ihn nur in der Ferne sah und alle Vorsätze waren wie weggeblasen. Ihr Verstand setzte dann aus und sie dachte nur noch mit ihrem Herzen. Und so erlebte Maria erneut eine unglaublich schöne Nacht mit ihm. Mehdi war so zärtlich und einfühlsam gewesen wie noch kein Mann bei ihr zuvor. Sie hatte sich ihm komplett hingegeben, weil sie ihm wirklich vertraute und über alles liebte. Stundenlang hatten sie ihren Gefühlen freien Lauf gelassen. Es war kein Vergleich zu den kurzen, aufregenden, schnellen Nummern mit ihm, zu denen sie sich immer im EKH hinreißen ließ. Diese wilde Seite an ihm, diesen schlummernden Vulkan, der dann immer mit großen Eruptionen ausbrach, liebte sie zwar sehr, aber der sanfte, gefühlvolle Dr. Kaan, der hatte es ihr dann doch noch mehr angetan. Genau in diesen Mann hatte sie sich so sehr verliebt, dass sie schreien könnte vor Glück. Noch jetzt ließen sie die Gedanken an die letzte Nacht erschaudern. Am ganzen Körper spürte sie wieder die Gänsehaut, die nur er bei ihr hervorzurufen vermochte. Langsam strich sie sich über die Stellen, die er letzte Nacht so sanft und intensiv berührt hatte. Es gab keinen Zentimeter an ihrem Körper, den er nicht gestreichelt und mit seinen sanften Lippen berührt hatte. Dieser Gedanke trieb selbst der sonst so toughen und coolen Oberärztin eine zarte Schamesröte ins Gesicht. Mit jedem Tag mehr, den sie mit ihm verbringen durfte, liebte sie ihn umso mehr. Völlig überwältigt von ihren eigenen Gefühlen kuschelte sich die bis über beide Ohren verliebte Frau noch enger an ihren noch immer schlafenden Traummann. Sie wollte ihr Glück festhalten. Sie wollte ihn nie wieder loslassen. Und sie wünschte sich nichts sehnlicher, als dass er genauso für sie empfand, wie sie für ihn. Noch vor ein paar Tagen war Maria völlig überfordert von dieser gewaltigen Gefühlswelle gewesen, die auf einmal auf sie losbrach, aber allmählich verließ sie die Angst davor. Sie vertraute ihm. Es gab keinen Zweifel für sie. Sie war sich sicher, dass Mehdi Kaan der Richtige war. Nur mit ihm wollte sie alt werden. So pathetisch das auch klingen mochte, aber sie fühlte es nun mal so. Also was sollte daran falsch sein? Mit verklärtem Blick strich sie nun sanft über seinen starken Arm, dann über seine muskulöse Brust und seinen weichen Bauch. Da Mehdi mit dem Rücken zu ihr lag, küsste sie erst seine Schulterblätter, dann seinen Nacken und ging dabei langsam mit ihrer Hand seinen Rücken hinunter und verharrte schließlich an seinem knackigen Hintern...

Lorelei Offline

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02.05.2010 09:46
#538 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Sorry, da hatte ich doch echt an ner ganz blöden Stelle aufgehört oder? Den Rest reiche ich jetzt nach. Viel Spaß! Äh... ist am Anfang recht skurril. Bitte nicht zu viel hineininterpretieren! Obwohl mich schon interessieren würde, was ihr darüber denkt. Ach und habe ich eigentlich die Maria-Skeptiker jetzt endlich mal überzeugt? Oder favorisiert ihr immer noch Gaby? Die wird sich nämlich in nächster Zeit etwas rar machen. Oder besser gesagt Mehdi bei ihr. Hat mit der Episode zu tun, die ich bald eröffnen werde. Ich bin gespannt auf euer Feedback und wünsche euch einen schönen Sonntag! Eure Lorelei



Durch die zarten Berührungen seiner süßen Geliebten wachte auch Mehdi Kaan so langsam aus seinen wirren Träumen auf. ... Er konnte sich nicht mehr genau daran erinnern. Da waren nur noch Traumfetzen, die allmählich verblassten, je wacher er wurde. Mehdi wusste nur noch, dass er in einem riesigen Bett gelegen hatte, das komischerweise mit rosa Bettwäsche bezogen war. So eine hatte er doch gar nicht, schoss es ihm verwirrt durch den Kopf. Er hatte jedenfalls wie eben auch friedlich und zufrieden vor sich hin geschlummert, war dann aber urplötzlich hoch geschreckt, als er mehr als zwei Hände, die eindeutig nicht zu ihm gehörten, auf seinem nackten Körper gespürt hatte. Plötzlich tauchten an der Bettkante die Köpfe von Gretchen, Maria, Gaby und Anna auf, die ihn alle verführerisch anlächelten, dann langsam und lasziv wie Raubkätzchen auf sein Bett krochen - sie waren ebenfalls nackt -, ihn packten und dann an ihm zu ziehen begannen. Mehdi konnte sich irgendwie losreißen, sprang aus dem Bett und rannte, nackt wie er war, aus dem Haus, das seltsamerweise sehr große Ähnlichkeit mit seinem alten Haus hatte, das er vor über einem halben Jahr verkauft hatte. Er lief im Adamskostüm durch die Straßen Berlins und an jeder Straßenkreuzung tauchten plötzlich unzählige Frauen in Brautkleidern auf, die seinen Namen riefen und ihm dann nachliefen. Panisch beschleunigte der flüchtende Oberarzt seinen Schritt. Er drehte sich mehrmals um und sah ängstlich, dass die Masse an Frauen kontinuierlich zunahm. Auch Gretchen, Maria, Gaby, Anna, Sabine, ja sogar Schwester Stefanie waren ihm dicht auf den Fersen und führten den Brautzug nun an. Völlig außer Atem erreichte Mehdi schließlich einen See. Er blickte sich hektisch um. Von allen Seiten kamen die Frauen auf ihn zu gelaufen. Es gab keinen Ausweg mehr. Alle Fluchtwege waren versperrt. Ihm blieb nur der schmale Steg, der auf den See hinausführte. Langsam ging er immer weiter rückwärts den Steg entlang. Plötzlich fiel sein Blick auf eine große alte Weide, deren lange Äste bis ins Wasser reichten. In der Baumkrone sah er jemanden heftig winken und hörte diese Person lauthals lachen. Erst beim genaueren Hinsehen erkannte Mehdi ihn. Es war sein bester Freund, Marc Meier, der einen schwarzen Anzug mit Krawatte trug, mit einem Zylinder wedelte und ihn nur schelmisch angrinste. Er rief ihm noch irgendetwas zu, aber Mehdi konnte es nicht mehr hören, denn im selben Moment hatte er das Ende des Stegs erreicht, das Gleichgewicht verloren und war ins Wasser gestürzt. Er fuchtelte noch kurz wild mit den Armen und rief um Hilfe, dann tauchte er unter. Sekunden später wachte Mehdi schweißgebadet wieder in demselben rosa Bett auf. Er blickte sich panisch um und vergewisserte sich, dass er noch lebte. Er war allein in dem ihm unbekannten Zimmer. So schien es zumindest zunächst, doch dann wurde plötzlich die Tür aufgerissen und drei kleine Mädchen, unter ihnen auch Lilly, sprangen aufs Bett und umarmten ihn stürmisch. Mehdi war so überwältigt und verwirrt von der ganzen Situation, dass er die Frau, die mit einer Tasse in der Hand am Türrahmen lehnte und die Szenerie glücklich beobachtete, nur schemenhaft wahrnahm. Er versuchte zwischen seinen wild umhertollenden Mädchen krampfhaft einen Blick auf die Schattenfrau zu erhaschen, doch es gelang ihm nicht. Dann spürte er plötzlich wieder zarte Frauenhände auf seinem Körper und war abrupt in die Realität zurückkatapultiert. Was war das denn Seltsames? dachte er noch und dann waren auch die letzten Traumfetzen aus seinem Gedächtnis verschwunden. ... Mehdi ließ seine Augen noch einen Moment lang geschlossen und gab sich Marias sanften Zärtlichkeiten ganz hin. Schauerwellen durchfuhren seinen Körper, als sie seinen Rücken entlang strich und sein Herz schlug einen Takt zu schnell für seine Verhältnisse. Aber er ließ sich davon nicht verunsichern, sondern genoss ihre zärtlichen Berührungen und das Gefühl, nicht allein zu sein, in vollen Zügen. Ein zartes Lächeln zeichnete sich auf seinem Gesicht ab, je tiefer sie mit ihren Händen wanderte. Auf diese Weise würde doch jeder Mann gerne geweckt werden, dachte er schmunzelnd. Langsam drehte er sich zu ihr herum und öffnete seine Augen, die nun ihren Blickkontakt suchten. Maria ließ sich nicht davon aus dem Konzept bringen, dass er anscheinend schon eine Weile stumme Mumie gespielt hatte und lächelte ihn verträumt an. Ihre Hände behielt sie da, wo sie sie gerade geparkt hatte, nämlich an seinem süßen Po. Mehdi schaute sie lange und intensiv an, ohne etwas zu sagen. Er fühlte sich gut, sorgenfrei, irgendwie geborgen. Er konnte es auch nicht so genau beschreiben. Der Halbperser strich ihr liebevoll durch ihre dunklen verwuschelten Haare. Dann verharrte seine Hand einen Moment lang an ihrer Wange, die von seinem Daumen zärtlich gestreichelt wurde. Eine Berührung, die ihr durch und durch ging. Maria verlor sich regelrecht in seinen faszinierenden braunen Augen. Sie konnte sich nicht von seinem fesselnden Blick lösen. Irgendetwas war anders an diese Morgen. Sie konnte nicht genau definieren, was es war. War er vielleicht glücklich mit ihr? Sie war es auf jeden Fall. Maria wünschte sich, dass dieser Moment niemals enden würde, dass sie jeden Morgen so nebeneinander aufwachen und sich im Arm halten könnten. Es fühlte sich so richtig an. So echt. Endlich hatte sie ihren Traumprinzen immer in ihrer Nähe. Sie könnte jeder Zeit zu ihm gehen, wenn er das auch wollte. Sie war ja auch immer noch im Besitz seines Zweitschlüssels, den sie sicherlich nie wieder hergeben würde, genauso wenig wie diesen faszinierenden Mann neben sich. Maria bettete ihren Kopf vorsichtig auf seiner starken Brust. Sie konnte seinen Herzschlag hören. Ein unbeschreibliches Gefühl, das ihr Herz noch höher schlagen ließ. Mehdi, dessen Blick immer noch an ihren dunklen Augen gefesselt war, legte seine Hände um ihre Taille und hielt sie einfach nur fest. Er spürte, wie sie eine Gänsehaut davon bekam und das ließ auch ihn nicht kalt. Er spürte ebenfalls ein wohlig warmes Gefühl in seiner Magengegend. Er würde vielleicht nicht unbedingt behaupten, er wäre verliebt, auch wenn es sich vielleicht so anfühlte, sondern wohl eher einfach nur glücklich, dass er nicht mehr ganz so allein und einsam auf der Welt war wie in den vergangenen schrecklichen Monaten. Denn diese unendliche Einsamkeit, die er seit dem Verlust seiner kleinen Tochter und seiner einzig wahren großen Liebe tagtäglich spürte, erdrückte ihn schon manchmal sehr und zog sich wie ein kaltes Band um sein gebrochenes Herz. Deshalb war er unendlich froh darüber, diese faszinierende Frau in seiner Nähe zu wissen. Sie hatte das Band ein wenig gelockert. Und so drückte Mehdi sie umso fester an sein Herz, um sicherzugehen, dass sie auch wirklich da war...

Lorelei Offline

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03.05.2010 09:06
#539 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Na, noch Interesse an einem weiteren Blick ins Kaansche Schlafzimmer? Also ich schon. Viel Spaß! Zwei Teile noch (inklusive diesen) und dann gibt’s auch wieder eine geballte Dosis Martchen. Versprochen! Ich wünsche euch einen schönen Wochenstart. Eure Lorelei




MK (flüstert ihr leise ins Ohr): Ich bin froh, dass du da bist.

Maria war dermaßen überwältigt von seinem Geständnis, dass sie nichts darauf erwidern konnte. Sie hob ihren Kopf ein wenig, um ihm besser in die Augen sehen zu können und strahlte ihn minutenlang einfach nur verliebt an. Ihr Herz klopfte wie verrückt und ihre Gefühle fuhren mal wieder Achterbahn. Sie fühlte es. Sie war verliebt wie nie zuvor. Und sie machte sich Hoffnungen. ... Ob er vielleicht doch endlich bereit für mehr ist? ... fragte sie sich immer wieder, aber sie traute sich nicht, Mehdi, der zwischenzeitlich wieder die Augen geschlossen hatte, darauf anzusprechen. Die Angst, dass er sie vielleicht doch noch abweisen könnte, wenn sie ihn mit ihren eigenen Gefühlen so bedrängte, war einfach noch zu groß. So beließ sie es bei einer in ihren Augen eher zwanglosen Frage...

MH (kuschelt sich noch mehr an ihn u. krault verträumt seine Brust): Woran denkst du?
MK (öffnet die Augen, nimmt eine lange Strähne ihres Haares in die Hand u. spielt verträumt damit): An nichts!
Es ist so schön mit ihr.
MH: Wirklich?
Er hat doch was? Das fühle ich doch.
MK (streichelt über ihre Wange u. schaut sie an): Hmm!
Sehr gesprächig, Dr. Kaan.
MH (hakt vorsichtig nach): Du wirkst aber schon irgendwie nachdenklich. Hast du was?
Woher weiß sie das?
MK (lächelt, senkt seinen Kopf ein wenig u. küsst sie kurz auf den Mund): Nein! Alles in Ordnung. Naja vielleicht bis auf das Chaos, das ihr gestern in meinem Wohnzimmer veranstaltet habt.
Was? Boah! Na warte, du Spaßvogel!
MH (stupst ihn in die Seite): Hey! Ohne uns würdest du jetzt wie ein Penner zwischen den ganzen Kartons auf dem Boden liegen.
MK (lacht herzhaft): Wie ein Penner also? Seh ich wirklich so schlimm am Morgen aus?
Nein, ganz im Gegenteil, du siehst einfach zuckersüß aus. ... Oh Gott, und so was von mir? Ich bin echt rettungslos verloren! Jetzt schmachte ich ihn schon wie so ne blöde verliebte Kuh an! Hilfe! Solche Frauen hab ich doch immer gehasst. Aber was soll ich machen? Ich bin es nun mal. Ich liebe ihn!
MH (stützt sich mit den Ellenbogen auf seiner Brust ab, legt ihre Hände unter ihr Kinn u. schaut ihn durchdringend an): Hmm... lass mich dich mal genauer ansehen! Hmm... naja mit deinen verwuschelten Haaren und deinem Dreitagebart eigentlich schon so ein bisschen.
Naja eigentlich macht ihn das schon sexy. So verwegen und männlich! Einfach RRRRRRRR!!!

Was? Also diese Frau ist echt der Wahnsinn.
MK (lacht u. stupst ihre Nase): Hey! Nicht so frech, junge Dame.
MH (lacht ebenfalls u. streicht zärtlich über seine Bartstoppeln): Nur Spaß, Mehdi! Steht dir wirklich.
MK: Echt?
MH (nickt leicht u. küsst ihn kurz auf den Mund, bevor sie sich wieder an ihn schmiegt): Hmm!
Wie Hugh Jackman, nur viel, viel besser.
MK (drückt sie an sich u. wirkt plötzlich sehr nachdenklich): Aber irgendwie ist es schon komisch.
MH (dreht sich auf den Bauch u. blickt fragend zu ihm hoch): Was?
MK: Na das mit der Wohnung. Das ging dann doch alles schneller, als ich gedacht hätte.
Aber ich dachte doch, er will die Wohnung. Bereut er es etwa schon wieder?
MH (leichte Enttäuschung schwingt in ihrer Stimme mit): Hättest du es lieber vorgezogen, weiterhin in der Besucherritze vom Haasen und vom Meierlein zu liegen?
Eh! Also das ist ja wohl die Höhe!
MK (funkelt sie an): Nein, ganz bestimmt nicht.
MH (grinst): Siehste!
MK (schmunzelt kurz u. wird dann wieder nachdenklicher): Aber trotzdem fehlt etwas.
Fühlt sich immer noch nicht wie ein Zuhause an.
MH (überspielt ihre Verunsicherung gewohnt sarkastisch): Oh! Was denn? Die Gardinen, damit uns die Nachbarn nicht mehr beim Sex beobachten können?

Bitte sag, dass es eine Frau ist, dass du mich immer an deine Seite haben möchtest, dass du mit mir zusammen sein willst! Sag, dass du mich liebst! Bitte, bitte, bitte! ... Oh Gott, wie verzweifelt bin ich eigentlich? Jetzt bettele ich schon um seine Liebe! Wie erbärmlich, Maria! Wo ist dein Selbstwertgefühl geblieben? Hast du das vor seiner Tür zurückgelassen? Komm endlich wieder zu dir.

Du wieder! Das ist nicht witzig.


MK (schaut sie plötzlich sehr ernst an): Nein, das ist es nicht. Es ist vielmehr... Es... Also ... Ähm... Ich meine eigentlich ... Teil 1 meines Neustarts, also meines neuen Lebensplanes, scheint mit der neuen Wohnung erfüllt und ich bin auch wirklich zufrieden damit, aber das Wichtigste fehlt halt noch.
Oh! Meint er etwa wirklich mich damit? Oh mein Gott! Macht er mir vielleicht doch noch eine Liebeserklärung? Oh bitte ja! Ich liebe dich doch auch. Hmm... Wie kitzle ich das am besten aus ihm heraus, ohne dass ich mich selbst blamiere?
MH (hakt zögerlich nach): Du...du hast einen Lebensplan? So etwas habe ich auch.
Und du stehst unangefochten auf Platz 1 all meiner Pläne und Ziele!
MK (überrascht): Echt? Und wie sieht der aus? Ledige, willige, unschuldige Männer abzuschleppen und hinterhältig zu verführen, hä?
Boah, was er schon wieder denkt!? Oh Gott, er hält mich doch nicht etwa wirklich für so eine? Das war vielleicht früher so, aber jetzt will ich doch nur noch dich, du Idiot. Wieso merkst du das denn nicht?
MH (grinst verschmitzt): Unter anderem!
MK (lacht): Das hab ich mir schon gedacht.
MH (hakt neugierig nach): Und wie sieht dein Lebensplan jetzt so genau aus, also der zweite Teil? Du hast ja gemeint, das Wichtigste fehlt noch zu deinem Neuanfang.
Hoffentlich meint er mich damit. Jetzt wird es wirklich ernst, Maria.
MK (wirkt plötzlich wieder sehr nachdenklich u. ernst): Weißt du, ich habe das alles so lange vor mir her geschoben, habe es nicht an mich heran gelassen, weil ich es einfach nicht wahrhaben wollte, und habe mir eingeredet, dass alles schon irgendwann wieder gut werden würde. Irgendwie habe ich es auch verdrängt, keine Ahnung, weil ich gehofft habe, das löst sich schon von alleine, aber das wird es nicht, Maria. Ich bin viel zu lange vor meinen Problemen davon gerannt, habe mich sogar mit Tabletten und Schokolade betäubt, aber damit ist jetzt endgültig Schluss. Ich muss endlich selbst etwas unternehmen. Sonst werde ich nie wieder glücklich werden.
MH (blickt verunsichert zu ihm hoch): Was... was meinst du damit, Mehdi?

....

Lorelei Offline

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03.05.2010 23:01
#540 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hey! Ich habe wieder etwas Vorrat angehäuft und gönne euch deshalb heute ausnahmsweise einen zweiten Teil! Tja, was hat Dr. Kaan wohl vor? Das erfahrt ihr jetzt. Es wird auf jeden Fall wieder etwas ernster. Ich glaube, danach versteht ihr auch, worauf ich mit meinen Andeutungen vom WE hinwollte, also von wegen Mehdi würde sich in nächster Zeit rar machen. @ Pinklady, du hattest mal wieder den richtigen Riecher.




MK (blickt sie mit leicht wässrigen Augen an): Meine Lillymaus!
Ich will sie wiederhaben. Ich werde alles dafür tun. Und wenn ich dafür bis ans Ende der Welt laufen muss.

Natürlich! Wie konnte ich das denn vergessen?

MH (richtet sich auf u. schaut ihn verständnisvoll an): Oh! Und was hast du jetzt vor?
MK (seufzt): Ich weiß es nicht.
MH: Du hast doch gesagt, es gäbe keine neue Spur.
MK (schüttelt traurig den Kopf): Nein, die gibt es ja auch nicht. Die Spur verliert sich in München.
MH: In München? Willst du sie jetzt dort suchen?
MK: Nein, das würde nichts bringen. Außerdem haben meine Eltern dort schon alles auf den Kopf gestellt. Und der Detektiv ... Also ich habe vor Monaten einen Detektiv auf die beiden angesetzt. Aber es gibt keine neuen Erkenntnisse. ... *seufz* ... Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der auch nichts mehr bringt. Der frisst nur mein Geld, äh... naja wohl eher Marcs Kohle, und macht sich wahrscheinlich nen schönen Lenz damit.

Ich muss das endlich selbst in die Hand nehmen. Das hätte ich von Anfang an machen sollen. Wenn ich nur nicht so neben mir gestanden hätte. Wenn die Scheiß-Zuhälter Gretchen nicht bedroht hätten. Wenn ich die Tabletten nicht... Ach hätte, wäre, wenn bringt doch nichts. Taten müssen her!

So viel hat er mir noch nie darüber erzählt.
MH (verdutzt): Wie jetzt der Meier?
MK (klärt sie auf): Na Marc bezahlt ihn. Also eigentlich hat er ja den Detektiv angeschleppt. Ist wohl ein alter Schulfreund. Keine Ahnung. Er verlangt zwar nur den Freundschaftspreis, aber nach sechs Monaten ohne wirklich neue Ergebnisse kommt schon ein ganz schönes Sümmchen zusammen. Ich werde Marc wahrscheinlich ewig in der Schuld stehen.
Aber wenn er mir nicht geholfen hätte, dann... Ich bin ihm einfach unendlich dankbar dafür.

Du armer Schatz! Wenn ich dir nur auch irgendwie helfen könnte.

MH: Ähm... das hätte ich dem gar nicht zugetraut, dass er doch menschliche Züge hat.
MK (verzieht seine Mundwinkel zu einem kurzen Lächeln): Ich dachte, das hättest du gestern mitbekommen.
MH (lacht): Naja, da war ich betrunken und er auch.
MK (richtet sich auf u. lehnt sich an die Wand am Kopfende des Bettes): Aha!? Jedenfalls kann ich nicht mehr nur still rumsitzen und warten. Das habe ich schon viel zu lange getan. Ich halt das nicht mehr länger aus. Ich will sie wiederhaben. Verstehst du das? Ohne sie bin ich doch nur ein halber Mensch. Vielleicht sollte ich selber noch mal...
MH (rückt zu ihm hoch u. fällt ihm ins Wort): Du willst sie also doch suchen gehen?
MK: Ja!
MH: Und wo willst du da ansetzen? Ich meine, du sagst ja selber, dass es keine Anhaltspunkte gibt.
MK (fährt sich aufgeregt durch die Haare): Ich weiß doch auch nicht. Anna kommt doch kaum alleine klar. Das war schon immer so. Sie muss jemanden haben, der ihr hilft oder geholfen hat.
MH (überlegt ebenfalls): Meinst du? Und wen?
MK (zuckt mit den Schultern): Keine Ahnung! Vielleicht irgendjemand aus ihrer Vergangenheit. Irgendwelche alte Freunde oder Verwandte, was weiß ich. ... Obwohl.... (hält plötzlich in seiner Rede inne u. gerät ins Grübeln)
MH: Was?
MK: Naja mir hat sie immer erzählt, dass sie ganz allein auf der Welt sei und es niemanden mehr aus ihrer Familie gäbe.
Die Mitleidstour also! Tzz... blöde Kuh!
MH: Und das heißt?
MK: Sie ist im Kinderheim aufgewachsen. Ihre Eltern sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen, als sie drei war.
MH: Oh! Das ist echt schlimm.
Ok, sie hatte eine Scheiß-Kindheit, aber das gibt ihr noch lange nicht das Recht, so mit ihm umzuspringen. Er hat sie geliebt und sie... GGGGRRR!!! Ich könnte sie umbringen. Die blöde Schlampe hat also das arme, unschuldige, einsame, Mitleid heischende Opfer gespielt und er ist auf ihre Masche reingefallen. Tzz... dass Männer auch immer den Helden spielen müssen, um uns Frauen zu retten. Die Nutte hat seine Naivität schamlos ausgenutzt. So sieht es doch aus oder?
MK (plötzlich wieder sehr nachdenklich): Aber...
MH (schaut ihn fragend an): Was ist?
MK (blickt ihr plötzlich direkt in die Augen): Das hat sie zumindest immer behauptet.
MH: Glaubst du ihr das etwa nicht? Du meinst, sie hat gelogen?
MK (lässt erst die Schultern hängen u. dann platzt der ganze Frust aus ihm heraus): Woher soll ich denn wissen, was echt war und was gelogen? Ich war fast zehn Jahre mit einer Nutte verheiratet und habe nichts gemerkt. Keine Anzeichen, kein Zweifel, nichts! Alles schien immer perfekt zu sein. Zu perfekt im Nachhinein! Eigentlich weiß ich gar nichts über sie. Sie ist eine völlig Fremde für mich. Die Frau, die ich kannte, hätte mir Lilly nicht weggenommen. Und das werde ich ihr niemals verzeihen.
Armer Schatz! Du hast so viel durchgemacht und ich ... ich fühl mich einfach nur hilflos. Wenn ich könnte, würde ich sie für dich an den Haaren herbeischleifen und aus ihr herausprügeln, wo die Kleine ist. ... Äh... Maria, keine Gewalt unter Frauen! Das ging schon letztes Jahr mit dem Haasen ziemlich schief. ... Verdammt, bleib ernst! Er braucht dich jetzt.
MH (streichelt ihm sanft über die Wange, um ihn zu beruhigen): Und jetzt?

Ich weiß es nicht. Ich würde am liebsten auf der Fernbedienung auf Rückspulen drücken, bis an die Stelle, wo sie in den Zug steigt, dann sprinte ich hin und reiße ihr Lilly noch rechtzeitig aus den Armen. Happy End und fertig. Wenn es nur so einfach wäre. Scheiße Mann, was soll ich denn machen? Wo soll ich nur ansetzen? Verwandtschaft fällt flach. Freunde hatte sie kaum welche, außer unsere gemeinsamen, und die haben wir schon vor einem halben Jahr alle abgeklappert, aber die wussten auch nicht mehr über ihre Vergangenheit als ich. Sie hat uns allen etwas vorgespielt. Allen außer... Hmm... Ist definitiv einen Versuch wert!

Mehdi überlegte kurz, dann ging ihm plötzlich ein Licht auf...

MK: Marc!

Maria schaute ihn nur verwundert an, als er plötzlich wie von der Tarantel gestochen aus dem Bett sprang, in seine Boxershorts schlüpfte, nach seiner Jeans griff, sein Handy rausfischte und damit das Schlafzimmer verließ. Sie rief ihm noch hinterher, doch das hörte er schon gar nicht mehr....

MH: Hä? Wieso denn Meier? Was hat der denn jetzt damit zu tun?




Nicht wundern, ich habe Annas Vergangenheit ein bisschen umgedeutet. Mir ist erst im Nachhinein aufgefallen, als ich letzte Woche die alten Folgen geschaut habe, dass ihre Eltern eigentlich noch am Leben sein müssten. In Folge 7, Staffel 1 sagt ja Maria, dass Annas Eltern ihrer komatösen Tochter immer Pralinen schicken würden. Das hatte ich nicht mehr im Kopf, als ich angefangen habe, diese Episode zu schreiben und ich will das jetzt auch nicht alles noch mal ändern. Also nicht wundern, bei mir ist Anna Kaan Vollwaise, im Heim aufgewachsen und.... Weitere Details aus ihrem Leben folgen bald. Wenn schon tragische Familiengeschichte, dann so richtig. Ich hoffe, euch gefällt's.

Eure Lorelei

Lorelei Offline

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04.05.2010 10:51
#541 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen! Bevor es mit Mehdi weitergeht, gibt es wie versprochen endlich eine gehörige Portion Martchen. Darauf wartet ihr doch schon so lange, ne!? Mal sehen, ob der feine Herr Doktor wieder nüchtern ist und was dann noch so alles passiert. Ach so und alle Fans von Flashbacks dürfen sich jetzt freuen, ich habe wieder einen kleinen Feinen für euch eingebaut. Viel Spaß! LG Lorelei




Etwa zur gleichen Zeit am anderen Ende der Stadt spürte eine junge, blonde, in süßen Träumen im Grimmschen Märchenreich versunkene Assistenzärztin plötzlich eine eiskalte Hand an ihrer Wange und erschrak fürchterlich.... „AAAAAAAHHHHH!!!!“ schrie sie laut auf und mit einem Mal saß sie aufrecht im Bett und ihr äußerst attraktives Gegenüber, der sich nachts zu ihr ins Bett geschlichen hatte, weil ihm die Couch dann doch etwas zu unbequem erschien und er ohne seinen Haasenzahn ohnehin immer sehr unruhig schlief, und der nun durch ihren Schrei mit aufgeschreckt worden war, schaute sie nur völlig verdutzt an...

M (motzt verschlafen u. verkatert): Eh geht’s noch!? Was’n los? Was brüllst du denn so? Aaaahhh... mein Schädel! ... (er fasst sich an seinen Brummschädel u. stöhnt auf) ... So viel Dezibel vertrage ich am Morgen noch nicht. Und meine Nachbarn sicherlich auch nicht. Die denken sonst noch, ich würde hier ohne Narkose Frankensteins geheime Experimente nachmachen.
Oh Gott! Bin ich vom Lastwagen überfahren worden? Boah geht’s mir beschissen. Ich könnte kotzen. Ach nee, hab ich ja letzte Nacht schon, als ich gerade noch rechtzeitig zur Kloschüssel gekrabbelt bin. Aaaaahhhh!!!! Mein Kopf platzt gleich. Ich glaube, ich sterbe.
G (schaut ihn mit großen Augen u. offenem Mund an): Maaarc!? Wo... wo kommst du denn auf einmal her?
Ich dachte, er würde noch mindestens die nächsten drei Tage im Delirium liegen und nicht von der Couch zu kratzen sein.
M (kratzt sich verwirrt am Kopf): Äh... Zufällig wohne ich hier. Vergessen?
G (sichtlich verwirrt): Ja... Nein ... aber wir haben dich doch im Wohnzimmer abgeladen.
M (kann sich an nichts mehr erinnern u. hakt nach): Hä? Wer wir?
Ach nee, der werte Herr Oberarzt kann sich also an nichts mehr erinnern!? Das gibt’s doch nicht.
G (grinst schadenfroh): Na der Taxifahrer und ich. Du wolltest seinen Wagen als Ausnüchterungszelle verwenden und das gefiel dem älteren Herren überhaupt nicht.

Ach du Scheiße! Filmriss! Eh ich weiß nix mehr! Was zum Teufel ist denn passiert? Waren wir nicht bloß beim Weichei-Gigolo? Oder sind wir dann noch irgendwo anders abgestürzt? Aber Haasenzahn sieht ganz normal aus. Also sexy und bildschön wie immer. Kann also nicht sein. Hmm... Denk nach, Meier, was war gestern? ... Äh... Sind zu Mehdi gefahren, die blöde frustrierte Karrierezicke war auch da, ham seine beschissenen Möbel zusammengeschraubt und ... Äh... scheiße, die Mädels ham gewonnen und uns auf ganzer Linie auflaufen lassen. Mir droht wieder so ne peinliche oberschwule Romantiknummer. Na toll! Du hättest sie abfüllen sollen und nicht dich selber, Mann! Vielleicht hätte sie dann die Sache mit den albernen Wünschen und so vergessen. Och nee, jetzt steh ich auch noch bei der liebeskranken Hassi in der Schuld. Vollkatastrophe Meier! Äh... hab ich wirklich mit DER Brüderschaft getrunken? Oh Gott! Aber geknutscht haben wir nicht oder? ... Hmm... würde aber zumindest erklären, warum ich danach so voll war. ... Nee, nee, nee kann gar nicht sein! Niemals! Nicht mal mit drei Promille intus würde ich DIE anpacken. Bäh! Und an eine mädchenhafte Watschen vom eifersüchtigen Frauenarzt und Zickenschlammcatchen wegen mir würde ich mich sicherlich erinnern. ... Was war noch? Verdammt, konzentrier dich! Ok! Hmm... dann war ich mit dem Gigolo in Hassis Spießerwohnung - da ist Mehdis Wohnung cool dagegen (!) - und hab mit ihm meine legendären Jellyshots gemixt. Die ham wir dann mit den Mädels vernichtet.... Jo, das war’s. Mehr weiß ich nicht. War demnach ein stinknormales Treffen mit dem Frauenflüsterer.

M (fasst sich an den schmerzenden Kopf u. versucht sich zu erinnern): Upps! Und da habt ihr mich...? Oh! Scheiße! Was war denn in der Plörre von der Hassi drin, dass ich solche Aussetzer habe? Passiert mir doch sonst nie.

Ja klar!? Als ob du noch nie völlig abgestürzt wärst, Herr Doktor Meier!? Soll ich dich vielleicht an das Schulfest 94 erinnern? Als du und dieser ... wie hieß der noch gleich... Jürgen oder Detlev, keine Ahnung, nackt auf den Tischen getanzt habt und Frau Schneider sich dann so an ihrer Boole verschluckt hat, dass der Notarzt kommen musste. Und dann kamst du auch noch AUF MICH zu getorkelt, nackt wie Gott dich geschaffen hatte wohlgemerkt (!!!), und wolltest mir wahrscheinlich wieder irgend nen blöden Spruch reindrücken, weil tanzen wolltest du bestimmt nicht mit mir. Oder etwa doch? Quatsch! Du wärst dazu eh nicht mehr in der Lage gewesen, weil du einen Meter vor mir dann plötzlich wie ein Stein nach vorn umgekippt bist und mir im wahrsten Sinne des Wortes die Füße geküsst hast. ... Oh Gott und ich hatte die hässlichen Ökosandalen meiner Mutter an! Wie peinlich! ... Erschrocken trat ich einen Schritt zurück. Alle johlten laut auf, als sich der coolste Junge der Schule vor dem uncoolsten Mädchen der Schule besoffen auf den Boden geschmissen hat und dann mitten auf der Tanzfläche den Schlaf der Gerechten schlief. Naja, war wohl eher ungerecht, weil ich ja eigentlich schon gerne mit dir getanzt hätte. Also äh... wenn du etwas angehabt hättest. Ich meine, ich hätte ja gar nicht gewusst, wo ich dich hätte anfassen sollen. Gott war mir das alles peinlich und ich war mal wieder knallrot wie eine Tomate. Unsicher trat ich von einem Bein auf das andere und schaute mich leicht panisch im Saal um. Keiner unserer Mitschüler oder Lehrer machte Anstalten, dir helfen zu wollen. Also musste ich doch wohl oder übel ran. Das war dann wieder die zukünftige Ärztin in mir. Jedenfalls setzte sofort mein angeborenes Helfersyndrom ein und ich hockte mich neben dich. Ich wollte ja nicht riskieren, dass du an deinem eigenen Erbrochenen erstickst oder so. Ich habe meine Strickjacke ausgezogen, die mit den Katzenköpfen wohlgemerkt, und habe sie dir über deinen süßen nackten Knackarsch gelegt, den ich wohl dann doch eine Minute zu lange angestarrt habe und der meinen Blutdruck noch weiter nach oben trieb. Äh... Hätte mich sonst nur in meiner ... äh... Konzentration gestört, wenn er ... also sein... sein Hintern ... äh... unbedeckt geblieben wäre. Puh, es herrschten vielleicht Saunatemperaturen in der Schulaula. Warum musst es ausgerechnet an dem Tag so warm sein? Ich habe dich dann vorsichtig mit zittrigen Händen in die stabile Seitenlage gebracht, habe dir dann deine nass geschwitzten Haare aus dem Gesicht gestrichen - ein Wahnsinnsgefühl übrigens - und habe dafür gesorgt, dass du wieder frei atmen konntest. Mund-zu-Mund-Beatmung war diesmal leider nicht notwendig. Schade! Aber ich hätte mich eh nicht getraut, weil wieder so viele um uns herumstanden und naja dein Atem roch jetzt nicht gerade sehr angenehm. Eher wie vermodernder Fisch oder die Socken von vorgestern! Ich blieb aber trotzdem neben dir sitzen. Irgendjemand musste es ja tun. Natürlich nur zur Sicherung der Vitalfunktionen! Warum auch sonst!? Das Grüppchen gierige Gaffer um uns herum - vor sich hin sabbernde Tussis von der siebten bis zur zwölften, die ihn wahrscheinlich auch gerne erstversorgt hätten, aber einfach zu blöd dazu waren - war GSD bald wieder verschwunden. Es lief wohl gerade ein guter Song, keine Ahnung, hab ich nicht mitbekommen, weil ich nur Augen für dich hatte. Für diesen jungen, gut gebauten, heißen, nackten Gott! Mir wurde heiß und kalt zugleich bei deinem traumhaften Anblick und ich war wirklich kurz vorm Hyperventilieren, aber ich riss mich so gut es eben ging zusammen. Immer professionell bleiben, Gretchen! Als angehende Ärztin musste man schließlich auch solche ... wunderschönen ... Aussichten ertragen äh... aushalten können, wollte ich sagen. Ich hockte also eine Weile neben der Meierschen Schnapsleiche - gab später noch riesigen Ärger, weil du und deine Clique wohl die Boole mit Wodka gestreckt hattet - und beobachtete fasziniert, wie sich dein Brustkorb ruhig und gleichmäßig auf und ab bewegte. Ich war regelrecht hypnotisiert von dir, naja du warst ja auch nackt ne, und wollte dir nur einmal kurz über deine Wange streicheln. Wenigstens nur einmal deine Haut mit meiner Fingerkuppe berührt haben. Mehr wünscht sich Frau doch nicht. Meine Hand bewegte sich schon voll automatisch auf dein Gesicht zu. Ich konnte nichts dagegen tun. Es war wie ein Reflex, so als ob meine Hand schon immer dahin gehört hätte. Aber dann fiel mein Blick zufällig auf den Eingang der Aula und ich sah, wie der Notarzt für Frau Schneider eintraf und besann mich wieder und zog sie schnell zurück. Ich wollte schon aufstehen, als mich plötzlich eine starke Hand am Arm packte und mich zurückhielt. Ich drehte mich wie in Zeitlupe langsam wieder zu dir um und sah nun in die glasigen, leicht schielenden, tiefgrünen Augen des betrunkenen Oberschülers, der mir leise etwas zuflüstern wollte. Ich beugte mich also mit heftigem Herzklopfen zu dir herunter und lauschte gebannt deinen Worten, die mich wieder einmal mitten ins Herz trafen... „Wieso bischt duuu immer sooo liiieb zu mir? Isch bin sooo n’Arsch, aber duuu bischt trotzdem immer nett zu mir. Dat geht sooo nischt. So kriesch isch disch doch niiiie ausm Kopp, Haaschenzaaahn. Duuu und isch... Dat... Dat geht... Äh... Isch... Isch bin... bin voll...“ Weiter kamst du leider nicht, weil plötzlich mein Vater direkt vor uns stand und grimmig auf den betrunkenen Jungen neben mir blickte. Er hatte ihn natürlich sofort erkannt und auch den sehnsüchtigen Blick, den ich ihm wieder einmal zuwarf. Ich stand beschämt vom Boden auf, zupfte meine Kleider zurecht und drehte mich schnell um, um hier schleunigst zu verschwinden. Im selben Moment hörte ich nur noch ein seltsames Glucksen und Stöhnen und dann meinen Vater laut losschimpfen. Marc Meier hatte ihm tatsächlich gerade auf seine neuen Schuhe gekotzt. Ich wäre am liebsten im Erdboden versunken und wollte da nur noch weg. Papas Gesicht sprach nämlich Bände. Ich wollte mir eine weitere peinliche Standpauke von ihm ersparen und verließ schnell die Aula, ohne mich auch nur einmal zu den beiden umzudrehen. Aber ich hätte so gerne gewusst, was du mir noch sagen wolltest, Marc. Man sagt ja immer, Betrunkene würden immer die Wahrheit sprechen. ... „So kriege ich dich doch nie aus dem Kopf, Haasenzahn!“, hat er gesagt. Das hat er tatsächlich gesagt? Das habe ich nicht geträumt!? Der obercoole Marc Meier aus der Elften musste also ständig an mich denken!? AN MICH! Gretchen Haase, den größten Tollpatsch der Nation und die Oberloserin der Schule. Ich konnte mein Glück wirklich kaum fassen und hakte eine Woche später vorsichtig bei dir nach, als ich dir deine Hausaufgaben zurückgab, aber du hast mal wieder alles cool auf deine typische Meierart abgestritten. Du konntest dich angeblich an nichts mehr erinnern, weder an das, was du gesagt, noch an das, was du getan hattest. Du wusstest nur noch, dass MEIN Vater dich, nackt wie du warst, an den Ohren raus zum RTW geschleppt und eine Standpauke verpasst hatte, die sich gewaschen hatte, und hast mir deswegen heftige Vorwürfe gemacht. ... Oh Gott, man muss sich das nur mal vorstellen, mit meiner grauen Katzenkopfstrickjacke um seine nackte Hüfte gewickelt! Papa, wie konntest du nur!? Äh... wo ist eigentlich die Jacke abgeblieben? Die habe ich nie wieder gesehen! Hmm... egal! ... Du hast dich jedenfalls nicht mal bei mir bedankt, dass ich dir mal wieder das Leben gerettet hatte. Stattdessen hast du mich nur wieder ausgelacht und mir einmal mehr gesagt, wie scheiße du mich doch finden würdest und dass es das erste und letzte Mal gewesen sei, dass ich dich so zu Gesicht bekommen hätte. Ich solle doch das Bild deines nackten Adoniskörpers für die Ewigkeit speichern, weil so einen hammergeilen Typen wie dich gebe es kein zweites Mal und ich würde ja eh nie einen abbekommen. Machoarschloch! dachte ich nur. Dann hast du mich heulend allein hinter der Hecke auf dem Spielplatz der Schule stehen gelassen. Aber du hast dich noch einmal kurz zu mir umgedreht. Ich weiß auch nicht, was es genau war, aber es lag so etwas wie Wehmut in deinem Blick, so als ob es dir leid tun würde, was du mir gerade an den Kopf geschmissen hattest. Hmm... Egal! Ist schon lange her. ... Aber auch heute noch bist du unheimlich süß, wenn du etwas getrunken hast. Deine rhetorischen Fähigkeiten sind echt zum Schießen. Dann dieser Silberblick, der ist echt Gold wert. Und wie du jetzt schon wieder rumstammelst, weil du nichts mehr weißt. Einfach nur geil!

Lorelei Offline

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05.05.2010 13:44
#542 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Irgendwie habe ich das Gefühl, ihr wart ganz schön auf Martchen-Entzug oder? Na dann wollen wir mal schnell weiter im Text, ne!? Viel Spaß! Und vielen lieben Dank an meine Kommentatoren. Eure Lorelei



G (grinst): Marc, das lag wohl weniger an Marias leckeren Wein, sondern eher an euren komischen Geleeschüssen oder wie die Dinger hießen, die du in dich reingeschaufelt hast, als sei es Sahnepudding gewesen. Außerdem war das doch ganz teurer französischer Rotwein. Hundert Euro die Flasche!
M (schaut sie ungläubig an): Bitte was? Eh, erstens sind meine Jellyshots völlig harmlos ja. Und überhaupt, wo hat die denn die ganze Kohle dafür her? Die verdient doch weniger als ich.
Vermute ich jetzt mal, oder? Ich bin schließlich der Beste im EKH!
G (zuckt mit den Schultern): Hmm... Keine Ahnung! Mir hat sie gesagt, sie hätte den von einem ihrer Verehrer geschenkt bekommen.
Das war doch jetzt die Singlekreuzfahrtgeschichte oder? Sie hat gestern so viel erzählt, das konnte man sich doch nicht alles auf einmal merken. Das Wodkazeug hat sie echt locker gemacht und ihre Zunge gelöst. Und wie Mehdi gekuckt hat. Herrlich! Maria und ihre Männergeschichten also echt ohne Worte. Sie ist wirklich ein weiblicher Marc Meier! Ich hoffe, Mehdi bekommt jetzt keine Angst vor ihr.
M (grinst): Oh Mann, und da hängt die Luxusgöre sich jetzt an den armen Schlucker. Tzz... dumme Sau!
G (funkelt ihn erst böse an u. zwinkert ihm dann zu): Maaarc! Tja, wo die Liebe hinfällt, ne!
M (zieht die Augenbraue hoch): Liebe? Naja!?
Wenn du wüsstest, was der gerade abzieht. Äh... Ich sag mal lieber nix dazu. Sonst bekomme ich nur noch mehr Kopfschmerzen.

Wieso ist er denn jetzt auf einmal so skeptisch? Das war doch gestern offensichtlich, was zwischen den beiden läuft.
G: Also so wie sie ihn gestern angehimmelt hat, würde ich schon sagen, dass sie...
M (fällt ihr schnell ins Wort): Interpretiere da mal nicht so viel rein, Süße!
Oh Mann, das arme Schwein! Wenn die nun auch noch in ihn verknallt ist, hat der Frauenflüsterer echt ein riesiges Problem.
G: Wieso?
M: Die vögeln doch nur!
Das glaube ich nicht.
G: Aus so einer lockeren Affäre kann ja schnell auch was Ernstes werden.
M (runzelt die Stirn): Pfff... Woher willste das denn wissen? Hast du da etwa Erfahrungen drin?
Wohl kaum!

Wie kommt er denn darauf? Die einzige Affäre, die ich je hatte und immer noch habe, ist die mit dem Schokoautomaten.
G (gespielt beleidigt): Nein, habe ich nicht! Aber warum denn nicht? Komm, so wie die beiden miteinander umgehen, da steckt doch mehr dahinter. Das fühle ich doch.

Ja, ja, Gretchen Haases Gespür für die Traumpaare dieser Welt oder was. Oje! Du kleine naive Romantikprinzessin! Naja, aber da könnte schon etwas dran sein, so wie die gestern aneinander hingen. Da war schon mehr als nur sexuelle Spannung im Raum. Hmm... Ach keine Ahnung! Ich kapier eh nicht, was gerade bei dem für ein Film abläuft. Ich wette, heute erwische ich ihn wieder mit dem Dreckstück in der Besenkammer oder wo auch immer.

M (grinst): In deiner Märchenwelt vielleicht.
Muss er das immer ins Lächerliche ziehen?
G (seufzt): Ach Marc, kannst du nicht einmal ein bisschen romantisch sein?
M (cool): Nö! Kennst mich doch.
Ja, leider!
G (schaut ihn eindringlich an): Gönnst du ihm denn keine neue Liebe?
Doch, solange er die Griffel von dir lässt. ... Äh Meier, du hast ihm versprochen, endlich damit aufzuhören. ... Ja doch, ich versuch’s ja. Irgendwie halt. Ich muss ihm nur noch das Testosteronpulver und die ganzen Pheromondüfte wegnehmen, die er neuerdings versprüht, dann... Boah, du bist echt krank eh!
M: Er muss sich ja nicht gleich verlieben, hä!? Er sollte lieber erst mal sein eigenes Leben wieder in den Griff kriegen, bevor er sich in die nächste Katastrophe stürzt.
G: Wieso Katastrophe? Wenn er die Richtige findet!?
Oh Mann! Der Möchtegernmacho sollte lieber erst mal rausfinden, was bzw. wen er überhaupt will. Sein Doppelagentenstatus steht ihm nämlich wirklich nicht. Und die beiden Hühner erst recht nicht. Ausgerechnet DIE? Als ob eine von denen die Richtige wäre!? Tzz... da gibt es Weißgott Bessere.
M (legt seine Hände an ihre Taille u. zieht sie eng zu sich heran): Ach komm, lassen wir das leidige Thema! Das kann uns doch eigentlich auch egal sein. Sag mir lieber, ob wir hier irgendwo Aspirin haben?

Hmm... Vielleicht hat er Recht. Ich sollte mich nicht so viel in sein Leben einmischen. Das geht mich ja auch eigentlich nichts an. Mehdi kriegt das schon selber irgendwie auf die Reihe. Hat mich schließlich auch rumgekriegt. Naja nachdem er ewig lang rumgedruckst hatte. Egal! Das ist Vergangenheit. Aber ich muss schon sagen, die beiden wären wirklich ein schönes Paar. Die waren so süß gestern. Upps, ich schweife schon wieder ab. Marc kuckt auch schon wieder so komisch. Jetzt muss ich mich erst mal um meinen schwerkranken Schatz kümmern.

G (grinst u. wuschelt ihm durch seine Haarpracht): Och hat der arme Schatz etwa einen kleinen Kater?
Hey! Nicht frech werden, ja! Ich leide hier Höllenqualen.
M (lächelt gequält): Äh... wohl eher ein Kätzchen. Also hast du...?
G (zuckt mit den Schultern u. schaut ihn schadenfroh an): Woher soll ich das denn wissen? Ist ja schließlich deine Wohnung!
M (stöhnt u. lässt den Kopf hängen): Na toll!
Hach... der Arme! Muss wohl doch Schwester Margarethe ran.
G: Komm mal her, Schatz!

...

Lorelei Offline

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06.05.2010 09:13
#543 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ihr wollt Schwester Margarethe sehen? Ihr kriegt Schwester Margarethe! Mal sehen, welche Therapie bei dem schwierigen Patienten anschlägt. Zu Risken und Nebenwirkungen.... Viel Spaß! LG Lorelei.



Gretchen zog ihren „schwer kranken“ Patienten ganz nah an sich heran und gab ihm einen zärtlichen Kuss auf den Mund, den sie zu seiner Ernüchterung schnell wieder löste. Sie presste ihn anschließend in sein Kopfkissen zurück, was er mit einem anzüglichen und hoch erfreuten Grinsen kommentierte. Dann setzte sie sich auf seinen Schoss und beugte sich leicht zu ihm hinunter und begann, sanft seine Schläfen zu massieren, was ihn auch sichtlich entspannte und langsam den pochenden Schmerz in seinem Kopf löste. Dafür pochte ein anderes Organ umso heftiger in seinem Körper... das Meiersche Herz.

M (stöhnt leise; hält die Augen geschlossen): Mmmhhh... Krieg ich das jetzt jeden Tag?
Das hättest du wohl gerne, was?
G (grinst schelmisch): Nein!
M (reißt die Augen auf u. schaut sie Mitleid suchend an): Was? Wieso denn nicht?
G (steigt wieder von ihm herunter u. legt sich dicht neben ihn): Na ich hoffe doch mal, dass du nicht regelmäßig ins Delirium fällst.
M (gespielt beleidigt): Eh, das waren nur zwei Gläser ja.
Natürlich! Die teuflische Götterspeise zählt ja nicht als Alkohol, ne!?
G (lacht): Korrektur: zwei Flaschen Rotwein und fünf riesige Schüsseln Jellyshots.
M (richtet sich abrupt auf, lehnt sich an die Wand hinter ihm u. verschränkt eingeschnappt seine Arme): Was? Gar nicht wahr!
Ja, ja, leugne du nur, du Schnapsdrossel. Ich habe Zeugen und Beweisfotos.
G (lehnt sich ebenfalls an die Wand an u. schaut ihn an): Und ob! Du und Maria habt den Wein doch fast im Alleingang vernichtet und die Reste der Götterspeise habt ihr auch noch gierig verschlungen.
M (schüttelt den Kopf): Tzz... hab mir schon gedacht, dass die ein Alkproblem hat.
G: Marc!
M (lacht sich schlapp): Muss sich wohl den Dicken schön saufen. Hahaha!
G (kneift ihn in die Seite): Marc, du bist unmöglich.
M (dreht seinen Kopf zu ihr u. schaut sie plötzlich ernst an): Bin ich das?
Oh! Was ist denn jetzt mit ihm? Wie er mich anschaut... Ich... äh... Was wollte ich noch mal sagen?
G (verliert sich in seinen Augen u. rutscht näher an ihn heran): Ja!
M (schlingt seine Hände um ihre Taille u. zieht sie wieder auf seine Schoss): Und ziehst du trotzdem mit so einem gemeinen, unmöglichen Schuft zusammen?
Jaaaaaaa!
G (hält sich gespielt nachdenklich den Zeigefinger unters Kinn u. kann ihr glückliches Lachen kaum noch unterdrücken): Hmm.... Muss ich mir erst noch mal genau überlegen.
Na warte! So nicht, meine Liebe.
M (dreht sie mit einem Ruck auf den Rücken u. wirft sich auf sie): Hey, du Biest!
Huch... jetzt greift er aber zu unfairen Mitteln. Gefällt mir!
G (grinst ihn frech an): Warum fragst du eigentlich? War doch alles geklärt oder nicht?
Äh... nur so zur Sicherheit. Äh... Dass du’s auch ja nicht vergessen hast. Also dass du zu mir gehörst und so. ... Eh Meier, dir ist echt nicht mehr zu helfen.
M (schaut ihr in die Augen u. schmunzelt über sich selbst): Nur so!
Natürlich! Gib’s zu, du kannst es gar nicht mehr aushalten, bis ich endlich ganz hier eingezogen bin. Ich nämlich auch nicht.
G (nimmt all ihre Kraft zusammen u. rollt ihn wieder von sich runter u. setzt sich nun selbst wieder auf ihn drauf): Nur so? Sag mal, willst du mir damit sagen, dass ich endlich meinen ganzen Kram holen soll?
Ja verdammt! ... Äh... das hab ich jetzt nicht wirklich gedacht oder? Du willst sie tatsächlich in deine heiligen Hallen lassen? Für immer? ... Äääähhhhh jaaaaa! Die hat sie doch eh schon im Sturm erobert. Wie mich auch. ... Eh, jetzt redest du aber echt schwules Zeugs, Mann!
M (verschränkt seine Arme hinter seinem Kopf u. schaut die auf ihm hockende wunderschöne blonde Frau betont cool an): Weiß nicht, was du meinst.
Und ob du das weißt.
G (kitzelt ihn): Marc, das weißt du ganz genau.
Oh jetzt wird sie aber ganz fies. Kitzelattacke. Also kleinbeigeben, bevor es noch peinlicher wird. Ausnahmsweise.
M (zögerlich): Naja, jetzt wo er endlich weg ist und so, da könntest du ja so eventuell... äh... ne!?
Also doch. Er gibt es zu. Na dann ab zu meinen Eltern!
G (strahlt über beide Backen u. ergänzt seinen unvollständigen Satz): ... da soll ich jetzt hier einziehen, damit der kleine Marci nicht mehr ganz so alleine ist, hmm?

Boah du Biest! Aber du hast ja Recht. Ich kann mir ein Leben ohne dich einfach nicht mehr vorstellen. Ich will, dass du immer bei mir bist, Haasenzahn. Tag für Tag, Stunde um Stunde, einfach jede einzelne Minute. Ich will neben dir aufwachen, dich küssen, wann immer ich will, mit dir kuscheln, Dummheiten machen, mit dir vorm Fernseher lümmeln, dich einfach nur still im Arm halten und neben dir einschlafen. Jeden verdammten Tag meines restlichen Lebens.

M (richtet sich auf u. schaut ihr tief in die Augen): Ok! Lass uns Nägel mit Köpfen machen!
Oh mein Gott! Er meint doch jetzt nicht etwa? Nein, das kann nicht sein. Oder etwa doch?

....

Lorelei Offline

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06.05.2010 21:59
#544 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen! Ich habe mir kurzfristig überlegt, den Teil hier doch heute schon reinzustellen. Die unzumutbaren Temperaturen, die gerade draußen herrschen, sind ja nicht mehr auszuhalten, deshalb muss ich ganz dringend etwas für die Klimaerwärmung tun. Also zumindest darauf hinarbeiten. So dann schaumer mal, was Marc eigentlich mit dem "Nägel mit Köpfen machen" gemeint hat oder ob ich mich tatsächlich verschrieben habe und es eigentlich heißen sollte, er hat nur das Nageln im Kopf ( Pinklady166). Viel Spaß! Eure Lorelei



G (hakt verunsichert nach): Oh! Aber du... du meinst jetzt ... meinen Einzug damit ... oder?
M (sichtlich verwirrt): Äh... ja! Was sonst?
Schade! Aber das wäre ja auch zu verrückt, wenn er wirklich... Ach Quatsch! Marc Meier doch nicht. Nicht jetzt! Aber irgendwann hoffentlich schon!

Hab ich was Falsches gesagt?

G (ebenso verwirrt): Äh ja ... genau das. Und?
M: Und was?
G (fixiert ihn mit ihrem Blick): Wann?
Na am liebsten sofort, aber dann müsste ich dich ja aus dem Bett lassen und das kommt mal gar nicht in die Tüte.
M (nimmt ihre Hand u. spielt verträumt damit): Na was hältst du vom kommenden Wochenende?
Oh Gott! Jetzt doch so schnell? Das... das ist ja der Wahnsinn. Ich... ich muss packen. Ich muss eine Liste machen. Ich muss...
G (ihre Augen leuchten vor Glück): Ist das dein Ernst?
M (kratzt sich leicht verlegen am Kopf u. schaut zögerlich zu ihr): Ääääähhh jaaaa!? Du hast doch am Samstag frei und ich könnte es ja auch irgendwie hinbiegen, dass ich auch..., hmm?
Gott wie süß! Er hat sich ja wirklich Gedanken gemacht.

Gretchen strahlte ihren Freund begeistert an, schlang ihre Arme um seinen Hals und küsste ihn stürmisch. Das war ihm Antwort genug... Wow! Na da freut sich aber jemand! Und ich mich erst! Das ist echt verrückt! Hmm... hör niemals wieder damit auf, Haasenzahn! ... Während Marc zärtlich über ihren Körper strich, löste sie sich wieder von seinen feurigen Lippen. Die beiden legten sich wieder auf die Kissen zurück. Die blonde Assistenzärztin schmiegte sich ganz eng an ihren Oberarzt, der verträumt mit dem Zeigefinger ihren Arm entlangfuhr, und schmiedete schon eifrig Pläne...

G (in Gedanken): Oh ja! Ich könnte ja auch Papa fragen, ob wir noch seinen Kombi kriegen, da passt mehr rein als in deinen Volvo.
Oh Mann! Worauf lasse ich mich da eigentlich ein? Die nimmt doch ihren ganzen rosa Hausstand mit oder? Hilfe! Das war gestern mit Mehdi schon ne Katastrophe. Äh... Apropos Mehdi....
M (rollt mit den Augen): Okaaay! Apropos, mein Wagen. Der steht doch nicht etwa immer noch in dieser unzumutbaren Gegend?
G (blickt ihn betreten an): Äh ja!
M (fasst sich an den Kopf): Oh Gott! Das heißt, ich muss vorm Dienst noch dahin. Scheiße!
G (streichelt ihm zärtlich über die Wange u. schaut ihm verliebt in die Augen): Och du Armer! Da haben wir ja gar nicht mehr so viel Zeit...
Oh! Na hui, was geht denn jetzt ab? Aber gefällt mir!
M (fällt ihr grinsend ins Wort, dreht sie auf den Rücken u. beugt sich leicht über sie): ... um die sturmfreie Bude gehörig einzuweihen, was?
Hmm... Er hat es erfasst. Juhu!
G (lacht begeistert u. streicht ihm mit dem Finger über seine nackte Brust): Du kannst auch nur an das Eine denken, was?
M (gleitet vorsichtig auf sie drauf u. fährt fordernd mit seinen Händen über ihren Körper): Na du hast doch damit angefangen.
Äh... könnte sein. Aber niemals zugeben! Zu viel Bestätigung tut seinem Ego nicht gut. Aber meinem schon!
G (stupst ihn leicht an die Nase): Hey! Und was ist mit deinen Kopfschmerzen?
M (hält kurz inne): Kopfschmerzen? Was denn für Kopfschmerzen?
Ja, ja, erst den wehleidigen Schwerstkranken mimen, aber sobald Sex im Raum steht, ist man(n) wieder fit. Unglaublich!
G: Marc!?
M (grinst): Sind plötzlich wie weggeblasen. Also komm schon her!



... to be continued

Lorelei Offline

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07.05.2010 11:22
#545 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ihr habt es so gewollt. Augen zu und durch! Also Fenster öffnen, kaltes Wasser, Kühlakkus, Fächer und ganz viel Schoki bereitstellen! Achtung: FSK16-Gefahr! Eigentlich nichts für die frühe Uhrzeit, aber ich will mal nicht so sein. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich diesmal wirklich schwer damit getan habe, da wir ähnliche Szenen schon so oft hatten und ich ungern etwas wiederholen wollte, sonst wird es ja auf die Dauer irgendwann langweilig, aber ich hoffe, es ist mir wieder einigermaßen gelungen, euch zu befriedigen. Diese Szene habe ich nur wegen euch eingeschoben, war nicht geplant, sondern von euch hartnäckig gefordert. So und jetzt zurücklehnen und genießen! Eure Lorelei




Marc zog seine wunderschöne Freundin wieder zu sich hoch, nahm ihren Kopf in seine starken Hände und benetzte ihre süßen Lippen mit einem zärtlichen Kuss, der all ihre Sinne berührte. Wie in Trance schloss Gretchen ihre Augen und öffnete leicht ihren Mund, um der auf ihren Lippen tanzenden Meierschen Zunge Einlass zu gewähren. Eine gewaltige Explosion durchfuhr ihren Körper, als sich ihre Zungenspitzen zaghaft berührten. Sie griff in seinen Nacken und zog Marc noch näher zu sich heran. Eng umschlungen sanken sie wieder aufs Bett zurück und es begann ein reges Zungenspiel, das mit der Zeit immer leidenschaftlicher und fordernder wurde. Die Hände der beiden Liebenden konnten nicht stillhalten und wanderten über den Körper des jeweils anderen. Immer wieder strich Gretchen zärtlich seinen muskulösen Rücken entlang, während seine Hände langsam unter ihr T-Shirt krabbelten und es immer weiter nach oben schoben, bis er ihre Brüste erreicht hatte, die er nun sanft massierte. Bald gab für beide kein Halten mehr. Marc löste sich von ihren Lippen und zog seine Liebste abrupt zu sich hoch, was ihr Herz für einen kurzen Moment aussetzen ließ. Sie schaute ihm in seine funkelnden, gierigen Augen und hob langsam ihre Arme, damit er sie von seinem lästigen M-Shirt befreien konnte, das von ihm auch sofort achtlos in eine Ecke des Zimmers geschmissen wurde. Wieder einmal musste er schmunzelnd erkennen, dass sie nichts darunter trug, was sein Feuer noch weiter anheizte, und so bedeckte er nun begierig ihren Oberkörper mit feurigen Küssen. Sein Kopf versank in der Mulde zwischen ihren weichen warmen Brüsten. Gretchen stöhnte laut auf, als er mit seiner Zunge über ihre Brustwarzen fuhr, zärtlich daran saugte und dann leicht hineinbiss. Lustvoll bäumte sich ihr Körper unter der bebenden Last ihres Freundes auf. Sie schlang ihre Beine um seine Hüfte und vergrub ihre Hände in seinen Haaren, während er völlig in ihrer Weiblichkeit versunken war. Immer wieder küsste und streichelte er sanft ihre vollen Brüste und vergaß jegliches Zeit- und Raumgefühl. Seiner Freundin, die seine Zärtlichkeiten in vollen Zügen genoss, ging es da nicht anders. Ihre Becken drückten aufeinander und Gretchen konnte deutlich seine Erregung spüren, was sie schier wahnsinnig machte. Sie hielt es kaum noch aus vor Lust und wollte ihn endlich ganz spüren. Aufgeregt begann sie, an seiner Jeanshose zu nesteln, die er immer noch trug. Vorsichtig löste die blonde Frau seinen Gürtel und zog ihn mit einem Schwung aus den Schlaufen der Hose und warf ihn zu Boden. Marc drehte sich jetzt auf den Rücken und beobachtete in freudiger Erwartung seine leidenschaftliche Freundin, die gekonnt seine Hose öffnete und sie ihm zügig auszog. Nun waren beide nur noch in Unterwäsche bekleidet. Gretchen krabbelte lasziv aufs Bett zurück und setzte sich auf seinen Schoß, wo sie immer noch deutlich seine Erregung spüren konnte. Sie blickte ihn mit feurigen Augen an und fuhr mit ihren Händen gefühlvoll über seinen muskulösen Oberkörper. Dann drückte sie ihn zurück aufs Laken und begann, mit ihrem Mund langsam über seine Brust und seinen Bauch zu wandern. Ein leises Stöhnen entfuhr ihm, als sie mit ihrer Zunge immer weiter südlicher ging und schließlich ihr Ziel erreichte. Marc konnte nicht mehr an sich halten, als ihre Hand plötzlich in seiner Boxershorts verschwand und mit dem prächtigen „kleinen“ Dr. Meier Freundschaft schloss. Er zog ihren Kopf zu sich hoch und gab ihr erneut einen unglaublich leidenschaftlichen Kuss auf den Mund, der sie alles um sich herum vergessen ließ. Sie war wie Wachs in seinen Händen und zerschmolz regelrecht innerlich. Minutenlang verharrten sie in diesem intensiven Kuss. Der Puls ging hoch, der Atem wurde schneller und ihre Herzen drohten vor Glück aus der Brust zu springen. Die Erregung der beiden stieg ins Unermessliche. Sie tobten und rollten wild knutschend über das Bett, bis sie es schließlich nicht mehr länger aushalten konnten. Hektisch zogen Marc und Gretchen ihrem Partner das letzte kleine Stückchen Stoff aus, das sie noch voneinander trennte, und verharrten einen kurzen Moment lang. Sie blickten sich tief in die Augen und verloren sich darin. Es war ein so intensiver Blick, der keiner weiteren Worte bedurfte und einmal mehr bestätigte, wie sehr sie sich doch liebten. Dann legte sich Gretchen langsam zurück aufs Bett und Marc glitt vorsichtig auf sie, ohne auch nur einmal seinen Blick von ihren faszinierenden himmelblauen Augen zu lösen. Er strich dabei sanft die Rundungen ihres wunderschönen makellosen Körpers nach, bis seine Lippen wieder die ihren erreicht hatten. Er küsste sie sanft. Sie erwiderte seine Zärtlichkeiten mit voller Liebe, öffnete ihm langsam ihre Schenkel und gebot dem Loveboat nun bereitwillig Einlass. Mit einer Hand stützte Marc sich jetzt auf dem Bett ab, während er mit der anderen ihre Hüfte ergriff und seine Liebste noch näher zu sich heranzog. Dann spürte Gretchen ihn auch schon in sich und stöhnte lustvoll auf, als er sich langsam zu bewegen begann.... Einmal mehr erlebten die beiden ein unglaublich schönes, unvergessliches Feuerwerk der Gefühle, das ihre unendliche Liebe besiegelte.

Lorelei Offline

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07.05.2010 17:21
#546 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Nachschlag gefällig? Bitte schön! Und Danke für eure lieben Kommentare. Bin immer noch ganz rot im Gesicht und das liegt sicherlich nicht nur an der folgenden Episode. Und liebe Kate, ich hoffe, dein Läppi hat beim Eisbaden keinen Frostschaden bekommen. Schönen Abend noch. Eure Lorelei



Nachdem sie gemeinsam den Höhepunkt erreicht hatten und das Loveboat wieder sicher in den Hafen der Liebe eingelaufen war, lagen sich Marc und Gretchen schmusend im Arm. Nie wieder sollte dieser wunderschöne Moment enden. Beide wünschten sich von ganzem Herzen, dass jeder Morgen auf diese zauberhafte Weise beginnen würde und träumten glücklich von ihrem gemeinsamen Leben in ihrer von nun an gemeinsamen Wohnung. Zweifel gab es keine mehr. Alle Hindernisse schienen überwunden. Nichts und niemand konnte sie mehr trennen. Von seinem Glück und seiner tiefen Liebe für seinen bildschönen Haasenzahn überwältigt, konnte Marc nicht aufhören, sie immer und immer wieder zärtlich zu küssen. Gretchen genoss seinen Gefühlsflash in vollen Zügen und erwiderte seine Küsse mit großer Leidenschaft. Einem zweiten aufregenden Mal, diesmal in Speedboatgeschwindigkeit, stand nichts mehr im Wege... nichts ... außer einem plötzlich hartnäckig klingelnden Handy. Doch auch das tat der Leidenschaft der beiden verliebten Ärzte keinen Abbruch. Der junge Chirurg ließ sich von seinem Vorhaben nicht abbringen und bearbeitete weiterhin konzentriert den Körper seiner hübschen Assistenzärztin mit stürmischen Küsse. Diese hatte sich schon längst in ihre Traumwelt verabschiedet und kostete seine intensiven Berührungen genüsslich aus. Das laute Stöhnen der beiden Liebenden, als sie erneut aufs weite Meer hinausfuhren, übertönte für eine Weile die „Knight Rider“-Titelmelodie seines immer noch klingelnden Handys. Leidenschaftlich schlugen minutenlang die Wogen im Meierschen Schlafzimmer über, bis die beiden Verliebten sich schließlich erschöpft und zufrieden in die Laken fallen ließen. Nass geschwitzt und schwer atmend hielten Marc und Gretchen sich im Arm und lächelten sich nur überglücklich an. Es dauerte einen Moment, bis sie sich in der Realität wieder gefunden hatten und plötzlich doch dieses seltsame Geräusch wahrnahmen, das so gar nicht zu der magischen Stimmung passte, die gerade im Meierschen Schlafzimmer herrschte. Der Anrufer erwies sich zu ihrem Leidwesen als äußerst zäh und schien überhaupt nicht auf die Idee zu kommen, dass Oberärzte und ihre Assistentinnen früh am Morgen vielleicht gerne anderen Tätigkeiten nachgehen wollten, als aus dem Bett geklingelt zu werden. Als das Telefon aber auch nach über zwanzig Minuten immer noch nicht aufhörte, zu klingeln, schnaufte Dr. Meier schließlich laut auf und ließ dann doch ziemlich genervt von Dr. Haase ab, die ihn nur traurig ansah, als er aufstand, nach seiner Jeans griff und nun in seiner Hosentasche nach seinem Handy kramte. In diesem Moment hasste er seine frühere Lieblingsserie wie die Pest. Wenn das jetzt nicht wirklich wichtig wäre, also so etwas in der Art wie brennendes EKH, Medizinnobelpreis oder eine äußerst schwierige Tumor-OP, die nur er meistern könnte, dann würde er den Anrufer mit Sicherheit erst äußerst schmerzhaft foltern und dann umbringen. Als Marc aber den Namen des Teilnehmers las, der ihn so hartnäckig beim Liebesspiel störte, ließ er sich zurück aufs Bett plumpsen und wurde noch wütender. Und das ließ er seinen Gesprächspartner auch deutlich spüren, als er schließlich doch die grüne Taste drückte und das Handy an sein Ohr hielt...

Lorelei Offline

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08.05.2010 09:56
#547 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Tja, es war, glaube ich, nicht so schwer zu erraten, wer dieser böse (eigentlich ganz liebe) Anrufer ist. Ich hoffe, ihr und Marc verzeiht ihm, denn es geht schließlich um eine ernste Angelegenheit. Und jetzt viel Spaß mit dem neuen Teil. Schönen Samstag! Lorelei




MM (schreit laut ins Handy): Verdammte Scheiße, was soll das? Hast du den Arsch offen?
Scheiße, ist der sauer! Äh... hätte vielleicht doch nach zehn Minuten Dauerklingeln auflegen sollen, aber es ist nun mal wichtig, verdammt! Ihr könnt doch auch später noch... Oh Gott, denk nicht mal daran, Kaan, was die beiden wohl gerade gemacht haben! Also Augen zu und durch! Der wird dich schon nicht gleich umbringen!
G (legt ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter u. flüstert leise): Marc!
Wird wohl Mehdi sein oder?
MK (leicht eingeschüchtert angesichts der Meierschen Laune, aber hält an seinem Vorhaben fest): Äh Sorry! Ich bin’s nur! Ich... ich wollte... äh...
Ich bring ihn um!
MM (verdreht die Augen u. behält seinen lauten Ton bei): Boah Mehdi, muss das sein? Ist gerade ... (schaut zu G, die sich von hinten an ihn schmiegt) ... äh... echt ungünstig. Hast du überhaupt mal auf die Uhr geschaut? Kannst du nicht...?
MK (gibt ihm nicht die Chance, sich weiter aufzuregen u. fällt ihm schnell ins Wort): Marc, es ist wichtig. Ich komme in zwanzig Minuten vorbei. Ich muss dich dringend etwas fragen. Ich bringe auch Brötchen mit, ok? Bis gleich!
MM (ihm platzt die Hutschnur): Äh.... WAS? Hast du sie noch alle!? Du kannst doch nicht.... Ey!

Doch sein Freund hatte bereits wieder aufgelegt...

MM: Äh... hallo!? Bist du noch dran? Mehdi?
Tickt der noch ganz sauber? Ne halbe Stunde Dauerterror machen und dann nach vier Sätzen wieder auflegen. Geht’s noch? Und was heißt hier, er will mich etwas fragen? Wie er beide Hennen gleichzeitig befriedigen kann, ohne dass die eine von der anderen etwas mitbekommt oder was? Boah Alter! Kann das nicht bis später in der Klinik warten? Scheiße! Wieso hab ich mir eigentlich diesen Verrückten als besten Kumpel ausgesucht? Ich muss damals geisteskrank gewesen sein.
MM (schmeißt sein Handy schwungvoll aufs Nachtschränkchen, flucht kurz vor sich hin u. blickt sehnsüchtig zu G, die ihren Kopf auf seiner Schulter gebettet hat): Kaan! Der ist vor nicht mal fünfzehn Stunden hier ausgezogen und hat jetzt schon Sehnsucht? Der ist doch krank echt.
Blöder Arsch! Immer muss er mir die Tour vermasseln. Das kriegst du wieder, das schwör ich dir, Alter.

Marc ist so süß, wenn er sich so künstlich aufregt.

G (grinst): Ist doch niedlich, wenn er dich schon vermisst.
Wer würde das nicht tun!? Obwohl Mehdi!? Hmm... muss schon wichtig sein, wenn er so hartnäckig durchklingelt. Oh Gott, hoffentlich ist nichts passiert.
MM (funkelt sie an): Eh! Ich dachte, wir verbringen noch nen schönen Vormittag im Bett, bevor wir mittags zum Dienst müssen.
Hach jaaaa!
G (lächelt ihn an): Ja, das wäre wirklich schön, Schatz, aber wenn es wichtig ist?
MM (murmelt sauer vor sich hin): Tzz... wichtig!? Du bist jetzt wichtig und nichts anderes. ... Vermerk an mein Tagebuch: ICH bin Marc WICHTIG! Ich bin das Wichtigste auf der Welt für ihn. Hat er selber zugegeben, ohne sich groß zu winden. Gut, äh... Letzteres habe ich jetzt noch spontan dazugedichtet, aber er hat es ja auch so gemeint, ne!? JUHU! Ich bin ihm wichtig! Dreimal Salto rückwärts! ... Wer weiß, was der wieder für ein Wehwehchen hat? ... Zickenterror deluxe wahrscheinlich! Ha! Wahrscheinlich ist das Dreckstück da nachts noch aufgetaucht, ist über den Balkon gekrochen, hat das Fenster aufgebrochen und hat die beiden beim Vögeln erwischt oder wahrscheinlich noch mitgemacht. Bäh! Widerlich! Denk nicht mal daran, Meier! Hat der überhaupt nen Balkon? Nee ne? War Parterre! Hmm... umso leichter konnte die lästige Stalkerin bei ihm eindringen. Die eifersüchtige Kuh wird ihm sicherlich ganz schön die Hölle heiß gemacht haben und Hassi wohlmöglich an den Haaren aus dem Bett gezerrt und nackt aus der Wohnung geschmissen haben. Hahaha! Geiles Bild übrigens! ... Oh Gott, wo kommt eigentlich meine blühende Phantasie her? Ach ja, bin ja der Sohn meiner Mutter. Mutter! Die hat heute noch gar nicht angerufen. Ach so, war ja besetzt, weil Mehdi unbedingt nen Notruf absetzen musste. Danke Mann! ... Mist und ich muss ja auch noch meine Karre da holen. Scheiße! Die hätte er auch gleich mitbringen können. ... Blödes Arschloch!
G (schlingt von hinten ihre Arme um ihn u. haucht ihm verführerisch ins Ohr): Ach Schatz, wir können doch alles später nachholen, hmm? Läuft doch nicht weg. Hast mich doch jetzt für immer an der Backe.
Ja schon! Och menno! Ich wollte doch nur mit dir zünftig deinen Einzug zelebrieren. Scheiße!
MM (schmollt): Hmm!
Och jetzt ist er wieder beleidigt. Als ob wir uns gerade nicht schon verausgabt hätten. Er kann nie genug von mir kriegen. Marc Meier ist sexsüchtig nach mir! Das hätte mir früher niemand geglaubt. Das glaubt mir ja heute noch kaum jemand. Aber egal! Was interessiert mich die Meinung der Anderen. Hauptsache wir sind glücklich und wohnen zusammen. Oh mein Gott! Ab Samstag wohnen wir auch so richtig offiziell zusammen. Wow, das ist ein unglaublich tolles Gefühl.
G (dreht seinen Kopf zu sich herum u. schaut ihn nun liebevoll an): Weißt du was? Du kümmerst dich jetzt um Mehdi und seine Problemchen und ich fahre gleich mal zu meinen Eltern. Ich bräuchte eh wieder frische Klamotten. Außerdem könnte ich dann schon ein paar Sachen zusammenpacken. So verschwenden wir am Samstag nicht so viel Zeit, hmm? Und Mama muss ich ja auch noch seelisch und moralisch darauf vorbereiten, dass ich am Wochenende endgültig ... und das ist auch definitiv das letzte Mal, das schwör ich hiermit feierlich ... ausziehen werde und da willst du bestimmt nicht dabei sein. ... Er erträgt ja schon kaum eine Heulsuse und wenn wir dann auch noch im Doppelpack... Lieber nicht! ... Und Papa, der...
MM (fällt ihr grinsend ins Wort): Die wird das schon verkraften. Du warst doch eh die letzten Tage immer hier bei mir. Der wird gar nicht auffallen, dass du auf einmal weg bist.
G (lacht): Da kennst du meine Mutter aber schlecht.
MM: Äh... Ich will sie ja auch nicht besser kennen.
Wirst du aber müssen, Schatz, sie wird schließlich deine Schwiegermutter und die Lieblingsoma deiner Kinder.
G (leicht eingeschnappt): Marc!
MM (gibt ihr grinsend einen Klaps auf den Po u. steht vom Bett auf): Na gut! Dann zieh Leine! Nicht dass du noch mit Mehdi ins Quatschen gerätst, dann haut der nämlich nie wieder hier ab.
Au! Du Schuft! Das kriegst du wieder.
G (kneift ihn ebenfalls in den Hintern, den er ihr entgegengestreckt hatte, u. steht auf): Vielleicht hat er ja nur etwas vergessen.
Aua! Artete das jetzt wieder in Gewalt aus oder was? Du willst also die harte Tour? Kannste gerne heute Abend haben, du Luder.
MM (mustert seine nackte Freundin von oben nach unten u. murmelt leise, aber nicht leise genug): Ich kann mir schon denken, was er vergessen hat.
G (schaut ihn verwundert an): Was denn?
Na was wohl!? Fängt mit G an und reimt sich auf naives Entchen.
MM (wendet ertappt seinen Blick von ihr ab): Äh... das verstehst du nicht.
Tzz.... Männer! Sprechen immer in Rätseln, wenn sie überhaupt mal die Güte haben, etwas zu sagen.
G (dreht sich um u. sammelt nun ihre Klamotten zusammen): Aha!? Ich bin dann mal schnell im Bad, ok?
MM (grinst): Die Betonung liegt auf schnell, Haasenzahn. Ich will auch noch unter die Dusche, bevor der hier aufkreuzt und mir meine kostbare Zeit mit seinem langweiligen Gelaber stielt.
Kannst ja mitkommen, wenn du mich lieb fragst. Wobei wir dann wahrscheinlich doch nicht so schnell fertig werden würden. Hmm... dann lieber doch nicht. Schade! Chance vertan, Marc Meier!
G (funkelt ihn provozierend an): Ich bin immer schnell, Marc.
MM (lacht): Ja, du Trantüte.
G: Eh!

Und schon traf Marc ein Kopfkissen am Kopf. Er hob es auf und warf es schnell zurück, aber traf leider nur ins Leere, denn Gretchen hatte sich schon still und heimlich aus dem Zimmer geschlichen und war im Bad verschwunden. Dr. Meier stöhnte auf... Hätte mich wenigstens mal fragen können, ob ich mitkommen will. Naja, wer nicht will, der hat schon. ..., zog sich schnell eine Boxershorts über und ging in die Küche, um die Kaffeemaschine einzuschalten. Dann nahm er seine Zigarettenschachtel vom Couchtisch und stellte sich ans Fenster im Wohnzimmer, um seine erste Beruhigungszigarette des Tages zu rauchen, während Dr. Haase schnell duschte und sich morgenfertig machte. Fünfzehn Minuten später hatte die blonde Frau nicht nur das Badezimmer, sondern - nach einem kurzen, aber intensiven Kussstopp bei ihrem halbnackten Traummann - auch schon die Meiersche Wohnung verlassen, um zuhause ihren baldigen Umzug vorzubereiten und den beiden Männern hier ihren Freiraum zu geben. Sie war zwar neugierig, was Mehdi von Marc wollte, aber er hatte nun mal ihn und nicht sie angerufen, also hatte sie auch kein Recht, sich da einzumischen. Gretchen schwang sich fröhlich strahlend auf ihr Fahrrad und fuhr davon...

Lorelei Offline

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09.05.2010 11:31
#548 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hey ihr Süßen! Das wird heute ein schöner Sonntag. Woher ich das weiß? Na er beginnt mit einem nackten Marc Meier unter der Dusche! Das Wasser perlt langsam seinen gestählten Körper hinab.... Dann schaltet mal alle schön euer Kopfkino ein, meine Lieben! Gut, wenn das erledigt ist, dann können wir ja nun mit der eigentlichen Episode beginnen. Viel Spaß! Ach und nicht vergessen, heute ist Muttertag! LG Lorelei




Marc stellte gerade das Wasser in der Dusche ab, als es auch schon an seiner Haustür klingelte... Scheiße! Muss der so überpünktlich sein? Mädchen! Noch nie was vom akademischen Viertel gehört? ... Er stieg aus der Duschkabine, nahm sich ein Handtuch und trocknete sich schnell ab, dann zog er sich eine Boxershorts an und lief barfuss zur Tür, öffnete diese und verschwand, ohne Mehdi auch nur angesehen zu haben, wieder im Badezimmer...

MM (im Gehen): Kannst reinkommen. Bin gleich fertig.
MK (steckt den Kopf zur Tür rein u. blickt ihm verwundert nach): Okaay!?

Hab ich ihn jetzt aus dem Bett geholt oder was? Aber ich hab doch vor über ner halben Stunde hier angerufen und bin extra etwas langsamer gefahren, um ihm genügend Zeit zu geben. Naja, der Meier war ja am Morgen noch nie der Schnellste. Hmm... Gretchen scheint nicht da zu sein. Schade! Hätte schon gern ihre Meinung zu der Geschichte gehört. Die Meiersche Schnapsleiche hat sie wohl gestern ziemlich abgeschreckt. Geschieht ihm recht.

Der attraktive Frauenarzt betrat schließlich hämisch grinsend seine alte Wohnung, stellte die Brötchentüte auf den Esstisch im Wohnzimmer ab, entledigte sich seiner Jacke, die er über einen Stuhl legte, und ließ sich dann auf die weiße Couch fallen. Er fuhr sich kurz durch seine Haare und wartete nun angespannt darauf, dass sein Kumpel endlich wieder aus dem Badezimmer auftauchte...

MK (ruft in den Flur): Ist der Kaffee schon fertig? Oder soll ich welchen ansetzen?
MM (aus dem Bad rufend, dessen Tür einen Spalt offen steht): Eh ich bin kein D-Zug ja. Wenn du hier mitten in der Nacht aufkreuzt! Aber ... Kaffee ist schon fertig.
MK (überrascht): Oh!

Dr. Meier kam nach ein paar Minuten ins Wohnzimmer zurück. Er hatte schnell eine schwarze, eng anliegende Hose übergezogen und im Gehen folgte nun ein blaues Hemd, das er gerade zuknöpfte. Dr. Kaan rümpfte kurz seine Nase und hielt den Atem an, als die starke Duftwolke des Meierschen Aftershaves, in dem er anscheinend gebadet hatte, seine Nasenflügel erreicht hatte und grinste ihn nun verschmitzt an....

MK: Mitten in der Nacht also?
MM (stöhnt): Für mich ja! Oder hast du vergessen, wann wir gestern oder besser gesagt heute Morgen bei dir los sind?
MK (grinst noch mehr): Ich hätte ja vermutet, du hättest das vergessen, so voll wie du warst.
MM (verschränkt beleidigt die Arme): Eh! War ich nicht! Und überhaupt ... was willst du eigentlich so zeitig hier? Schon Sehnsucht nach mir?
MK (zieht kurz die Mundwinkel nach oben u. wird dann wieder ernster): Ja, das auch, Schatz, aber es geht um etwas anderes.
Oje! Ich will es gar nicht wissen.
MM: Aha!? Hast du was vergessen?

...fragte er beiläufig und verließ auch schon wieder das Zimmer, ohne eine Antwort seines Freundes abzuwarten. Sein Weg führte ihn schnurstracks in die Küche. Der Kaffee musste ja mittlerweile durch sein, dachte er. Mehdi rief ihm noch hinterher...

MK: Nein, ich habe nichts vergessen, aber...

... Der Gynäkologe wollte gerade weiter sprechen, als er von Marc unterbrochen wurde, der mit zwei vollen Kaffeebechern zurückkam, die er nun auf dem Esstisch abstellte...

MM (genervt): Ja, was ist dann? Hat die Hassi dir ihre Liebe gestanden, will jetzt sieben Kinder, n’Haus mit Pool und Karpfenteich am Wannsee und du weißt jetzt nicht, wie du sie abschießen kannst?

... gab Marc gewohnt sarkastisch von sich und war im selben Moment auch schon wieder aus dem Zimmer verschwunden. ... Boah, du Arsch!, dachte Mehdi beleidigt.

MK (ruft ihm hinterher): Eh! Bleib mal bitte ernst ja! Und wenn du nicht immer wieder abhauen würdest, hätte ich es dir auch schon längst gesagt und mir blieben deine dummen unnötigen Kommentare erspart.

Boah, welche Laus ist dem denn über den Weg gelaufen? Der war gestern noch viel entspannter. Was soll denn die ernste Miene heute? Schlechten Sex gehabt? Naja bei der Hassi!? Uah!

... dachte der junge Chirurg angewidert, als er erneut sein Wohnzimmer betrat, mit zwei Tellern und Besteck in der einen Hand und in der anderen drei Tupperdosen balancierend und darauf stand auch noch die Lättadose. Mehdi schüttelte nur schmunzelnd den Kopf... Will der etwa im Zirkus anfangen? Unglaublich!

MK: Ach nee, aus dir wird ja doch noch ne richtige Hausfrau, Schatz. Hat die Zeit mit mir doch was gebracht. Ich bin so stolz auf mich ... äh dich.
Arschloch! Ich schmeiß dich gleich im hohen Bogen zur Tür raus, wenn du nicht endlich mal die Klappe aufbekommst und sagst, was Sache ist.
MM: Pah, vergiss es! Sind nur die Reste von deinem schwulen Frühstücksgelage gestern.
MK: Hmm!?

Marc stellte die Sachen auf dem Esstisch ab und fläzte sich nun breitbeinig auf einen Stuhl. Mehdi stand vom Sofa auf und setzte sich ihm gegenüber an den Tisch....

MM (nippt kurz an seinem Kaffee u. schaut ihn nun erwartungsvoll an): Ja, was ist nun? Hab nicht ewig Zeit.

Mehdi seufzte laut auf, nahm sich ein Brötchen aus der Tüte, das er ein Weilchen völlig abwesend in seinen Händen hin und her drehte, bis er schließlich ein kleines Stück davon abbrach und in den Mund steckte. Nachdem er ein zweites Stückchen hinuntergeschlungen hatte, blickte er seinen besten Freund plötzlich mit ernster, sorgenvoller Miene an, was diesen umso mehr verunsicherte, ... Eh! Was ist denn mit dem los? Der hat doch was? Das ist doch kein lockeres Wir-haben-uns-alle-so-lieb-Freundschaftsfrühstück. ... und verriet endlich das Anliegen seines so unerwarteten Besuches...

MK (atmet noch einmal tief durch u. schaut ihm nun direkt in die Augen): Was weißt du über Anna?


.....

Lorelei Offline

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09.05.2010 19:39
#549 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo noch mal! So dann kommen wir jetzt allmählich dem geheimnisumwogenen Leben der Anna Kaan ein Stückchen näher, also falls Marc wirklich etwas über sie weiß oder überhaupt Bock auf das Thema hat. Hab mir gedacht in Form eines Männergesprächs kommt das alles etwas lockerer rüber. Ich hoffe, euch gefällt’s. Viel Spaß mit dem ersten Teil und schönen Rest-Sonntag noch! Lorelei



Marc richtete sich abrupt auf seinem Stuhl auf und schaute seinen Freund völlig überrascht an, denn mit diesem Thema hatte er nun wirklich nicht gerechnet...

MM: Äh was? Anna? Wieso kommst du denn jetzt schon wieder damit? Ich dachte damit wären wir durch. Ich hab dir doch schon vor Monaten alles erzählt.
MK (nickt ihm kurz zu u. blickt ihn durchdringend an): Ja schon, aber vielleicht fällt dir ja noch was ein, was wichtig sein könnte.
Wichtig? Wofür?
MM (kratzt sich am Kopf u. beginnt zu überlegen; verschiedene, undurchsichtige Bildfetzen erscheinen vor seinem geistigem Auge): Äh... weiß nicht. Wieso... wieso gerade jetzt?
MK (stützt sich mit den Ellenbogen auf dem Tisch ab und beugt sich leicht in Marcs Richtung vor): Ich werde sie jetzt selber suchen.
Hat der jetzt den Verstand verloren? Ach nee, der hat ja noch nie welchen gehabt.
MM (rutscht auf die Stuhlkante vor, stemmt seine Arme auf den Tisch ab u. fixiert ihn ungläubig mit seinem Blick): Bitte? Auf einmal? Eh die sind vor sechs Monaten abgehauen.
MK (rutscht unruhig auf seinem Stuhl hin und her): Mann, das weiß ich selber. Es ist nur so, dass ich... ich kann nicht mehr nur still zuhause rumhocken und abwarten. Diese Ungewissheit macht mich noch wahnsinnig. Verstehst du das nicht? Ich muss endlich selber was tun. Ich würde es ewig bereuen, wenn ich nicht alles versucht hätte.
Oh Mann, jetzt kriegt er auch noch den Theatralischen. Womit hab ich das nur verdient? Ich hätte ihn vorhin am Telefon abwimmeln sollen, wenn er nicht so schnell wieder aufgelegt hätte.
MM (unsicher wie er auf seine Ansprache reagieren soll, schaut er ihn kurz an, zieht eine Augenbraue hoch u. nippt anschließend an seinem Kaffee): Ah ja!?
MK (schaut ihn hoffnungsvoll an): Also?
MM (hält seinem erwartungsvollen Blick nicht stand, nimmt sich ein Brötchen aus der Tüte u. beißt ab): Alscho wasch?
Kannst du das nicht verstehen? Mann Marc!
MK (etwas enttäuscht): Marc!?
MM (leicht genervt): Ja was?
MK (wird allmählich sauer angesichts des Meierschen Desinteresses): Boah, muss ich dir jetzt etwa alles aus der Nase ziehen?
MM: Äh... Geht’s auch nen Ticken ruhiger?
MK (stöhnt u. meckert weiter): Ja, wenn du hier nicht länger auf sturen begriffsstutzigen Esel machen würdest.
So schon mal gar nicht, mein Lieber.
MM: Eh!
MK (wieder etwas ruhiger): Gehen wir noch mal alles haarklein durch.
Boah! Nee! Keinen Bock! Bringt doch eh nix. Wann kapierst du das endlich?
MM (schaut ihn mit großen Augen an u. lässt sein angeknabbertes Brötchen auf den Teller fallen): Was? Wie alles? Spinnst du?
MK: Marc, ich bitte dich. Sie wird ja nicht ohne Grund gerade zu dir gegangen sein, um sich Kohle zu besorgen. Mann, sie hat dir vertraut. Du hast sie damals da rausgeholt. Also!?
Ich hätte mich damals einfach nicht auf die ganze Geschichte einlassen sollen, dann würde mir jetzt so Einiges erspart bleiben. Und ihm sowieso! Aber ok, wenn’s denn unbedingt sein muss? Aber dann ist endgültig Schluss mit der Scheiße. Ich will nichts mehr mit der blöden Schlampe zu tun haben. Und du solltest dich auch endlich damit abfinden, dass sie nicht mehr zurückkommen wird. So schlimm das auch ist, Mann.
MM (stöhnt u. fährt sich durch seine Haare): Du willst also noch mal alles wissen, also wie das mit ihr und mir damals angefangen hat?
Ja verdammt! Hättest du sie mir nur niemals vorgestellt, Marc, dann wäre jetzt alles... Nein, was denke ich denn da? Sonst gäbe es ja Lilly gar nicht, also... das einzig Gute in meinem Leben, das ich bisher zustande gebracht habe. Die einzige Konstante in meinem Leben. Mein einziger Rückhalt! Und jetzt ... ohne sie ... da ist alles nur noch ... irgendwie aus den Fugen geraten, ein einziges Chaos, kompliziert und ... ach ich weiß doch auch nicht... beschissen! Ja, das trifft es eigentlich ganz gut.
MK (schluckt schwer u. schaut ihn dann flehend an): Ja! Vielleicht hat sie dir ja noch irgendetwas erzählt, etwas dem du damals nicht so viel Bedeutung geschenkt hast. Jedes auch noch so kleine Detail aus ihrer Vergangenheit könnte ein Hinweis darauf sein, wo sie vielleicht jetzt stecken könnten.
Boah, der hat vielleicht Nerven! Eh das ist fast zehn Jahre her. Als ob ich mir da jedes kleinste Detail von ihr gemerkt hätte. Wenn sie nicht deine Frau gewesen wäre, hätte ich die Schnalle doch schon längst vergessen, so wie die anderen auch.
MM: Na du musst es ja wissen.
MK (fährt ihn beleidigt an): Eh! Wer hat mir denn fast zehn Jahre verschwiegen, dass ich mit ner Nutte verheiratet bin, hä? Also ein bisschen Entgegenkommen hätte ich schon von dir erwartet.
Komm mir ja nicht so ja! Wie ich die Gewissensbissnummer hasse! Aber nicht aufregen, Meier! Er steckt mal wieder, also eigentlich wie immer, in einer Ausnahmesituation. Bleib ruhig! Sonst kommt er noch mit der Heulsusetour und die ertrage ich noch weniger.
MM (hebt abwehrend die Hände): Ja, ja, lass stecken! Ich weiß selber, dass das Scheiße war.
Danke, dass du es mal zugegeben hast, Marc.
MK (verschränkt die Arme u. lehnt sich zurück): Das hoffe ich doch wohl.
MM (trotzig): Boah, hörst du mal auf zu stänkern! Willst du es nun wissen oder nicht?
MK: Ja!
MM (verschränkt ebenfalls die Arme): Na also!
MK (nimmt einen Schluck Kaffee u. schaut ihn dann ruhig u. erwartungsvoll an): Dann schieß mal los!
Boah, womit hab ich das nur verdient?


....

Lorelei Offline

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10.05.2010 12:44
#550 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Viel Spaß mit dem nächsten Teil. Ist vielleicht alles etwas langatmig geworden (hab ihn deshalb noch mal geteilt), aber dafür sehr aufschlussreich. Freu mich auf euer Feedback. Nicht wundern, ich habe Mehdis Reaktion in Klammern geschrieben, da ich die Dialogform gerne beibehalten wollte. Marc erzählt ja schließlich. Liebe Grüße u. schönen Wochenstart. Lorelei




MM (trinkt seinen Kaffee aus u. atmet danach tief durch): Ok, dann aber gleich ganz von Anfang an und alles in einem Rutsch. Nicht dass du später noch mal angekrochen kommst und mich zutexten willst. Da hab ich echt keinen Bock drauf.
Genug ist genug!

Verdammt Marc, das ist nicht lustig. Ich würde dich nicht fragen, wenn es nicht wichtig wäre.

MK: Maaarc!
MM (funkelt ihn an): Ja was!? Ist doch wahr! Und ich will keine Zwischenrufe, blöden Kommentare oder sonstige Heulkrämpfe, wenn’s ans Eingemachte geht! Dein Gepolter und Geflenne war schon vor nem halben Jahr nicht auszuhalten.
MK (eingeschnappt): Eh!
Kann ja nicht jeder so abgebrüht und gefühlskalt sein wie du, Marc!
MM (grinst ihn provozierend an): Ach und falls du dir Notizen machen willst, Haasenzahn hat bestimmt noch irgendwo ihren rosa Katzenblock rumliegen.
MK (wird lauter u. ungeduldiger): Mann, fang endlich an, du Arsch!
MM (lehnt sich lässig zurück): So schon mal gar nicht ja! Also halt die Klappe!
MK (kurz vorm Explodieren): Maaarc!
Ok, er ist genug weich gekocht. Dann fangmer mal an, ne. Ok, Anna Kaan! Anna Kaan? Welche Schublade war das noch mal? Hmm....
MM (grinst ihn süffisant an): Ich hab Klappehalten gesagt! ... (Mehdi verschränkt beleidigt die Arme und schaut kurz weg, bevor er seinen Freund wieder leicht wehleidig anblickt. Das Startzeichen für Marc Meier!) ... OK, du willst also etwas zur tragischen Vergangenheit deiner innig geliebten Nu... äh... Dingens hier... äh... Frau hören? ... (Mehdi verzieht das Gesicht und sieht ihn herausfordernd an.) ... Gut! ... (Marc grinst ihn an und beginnt mit seiner Erzählung.) .... Also ich hab Anna, oder wie sie sich damals nannte Chantal LaFleur ... allein schon bei dem Namen hätte ich stutzig werden müssen, aber naja egal..., Mitte Februar 1999 auf diesem wichtigen Ärztekongress in Berlin kennen gelernt. Du weißt schon, als ich meinen Professor und späteren Doktorvater, also den Pfeilschläger, als Hiwi begleitet habe. Da durfte ja eigentlich nicht jeder mit, aber da ich nun mal der beste Student war, den er jemals hatte ... (Mehdi stöhnt kurz auf, was Marc mit einem kurzen bösen Blick kommentiert.)..., hat er eine Ausnahme gemacht und mich mitgenommen. Zum Kontakte knüpfen und so. Du weißt ja, Vitamin B ist schließlich das A und O ne!? Ich meine, es waren ja auch wirklich große Koryphäen da, selbst aus den Vereinigten Staaten und Israel. Die Vorträge waren der Hammer und ich hab auch echt viel gelernt. ... (Mehdi rückt ungeduldig auf seinem Stuhl hin und her und macht einen leicht genervten Gesichtsausdruck.)... Aber das interessiert dich ja nicht so sonderlich ne, so wie du gerade kuckst. ... (Marc grinst ihn wieder an und setzt zügig seine Rede fort.)... Ok, die Nutten äh... Hostessen haben wir am letzten Abend getroffen. Also Anna und die anderen heißen Mädels waren offiziell als Hostessen da oder als Escort, wie auch immer, aber es wusste eigentlich jeder, naja bis auf die naiven Studenten, die ihre Profs begleiten durften, dass sie inoffiziell als Callgirls fürs Amüsement der teilnehmenden Ärzte engagiert worden sind. Is wohl gang und gäbe bei solchen Kongressen. Egal! Jedenfalls... Ach so... Äh... Also mit den naiven Studenten hab ich jetzt nicht mich gemeint. Damit das klar ist. ... (Mehdi lässt sich zu einem kurzen Lacher hinreißen, den Marc beleidigt zur Kenntnis nimmt.) ... Eh! Ich hab gleich gemerkt, dass da was oberfaul war, so notgeil wie die sich sofort an uns ran geschmissen haben. An uns beide! Du kennst ja den Pfeilschläger. Den packt doch noch nicht mal seine eigene Ehefrau an, so hässlich und fett, wie der ist. Ja und bei mir war es ja eh sonnenklar, ich sah und sehe nun mal hammermäßig geil aus und jedes weibliche Wesen, ob Nutte, Studentin oder verzweifelte Hausfrau, zwischen fünfzehn und fünfundvierzig steht auf mich ... (Mehdi wirft ihm einen leicht spöttischen Blick zu und zieht eine Augenbraue nach oben, was Marc aber bewusst ignoriert.) ... Gut, man hat mir schon angesehen, dass ich noch etwas zu jung war, um dort als echter Arzt oder Professor durchzugehen. Hab’s aber trotzdem behauptet. Kam bei deiner Anna super an. ... (Mehdi runzelt die Stirn und blickt kurz weg.) ... Die war wahrscheinlich heilfroh, die Sahneschnitte unter den ganzen Ärzten abgegriffen zu haben und nicht an so nen hässlichen, leichenblassen, fetten, alten Zwerg geraten zu sein, die da in Scharen rumliefen. Wir sind dann zusammen mit zwei ihrer ... (Marc zeigt Gänsefüßchen an.) ... „Kolleginnen“ an der Hotelbar gelandet. Wir verstanden uns ganz gut und haben ein paar Cocktails getrunken. Anna hat ziemlich heftig mit mir geflirtet, obwohl heiß gemacht trifft es eher ... du verstehst schon, zufällige Berührungen an den erogenen Zonen eines Mannes, Dauerlächeln und freie Aussicht auf die Alpen, das knappe Outfit tat ihr Übriges ... und sie hat mich ausgequetscht, was meinen Beruf und meine Forschungen und so betraf. War wohl deren Nuttenmasche, Interesse zu heucheln, um ihre Freier, auch die Schüchternsten unter den Ärzten, schneller in die Kiste zu kriegen. Keine Ahnung! Hatte ja vorher noch nicht wirklich Erfahrungen mit Nutten, also ich meine mit echten! ... (Mehdi muss schwer schlucken und schaut wieder kurz weg. Die so ungewohnten Bilder, die er von seiner einst so geliebten Frau vor seinem geistigen Auge sieht, verletzen ihn zutiefst und eine Welle an Gefühlen, eine Mischung aus Enttäuschung, Verzweifelung, Wut, aber auch Ekel, bricht sich wieder Bahn, genauso wie schon vor über einem halben Jahr, als er so urplötzlich und unerwartet mit dieser bitteren Wahrheit konfrontiert worden war, die so gar nicht in seinen Kopf gehen wollte, denn so unglaublich schien ihm die Aufdeckung der wahren Identität seiner Frau, der Frau, der er vor fast zehn Jahren aus tiefer Liebe und aus der Überzeugung heraus, dass sie die Richtige sei, das Jawort gegeben hatte, der Mutter seines Kindes. Mehr ist sie nicht mehr für ihn. Das wird ihm in diesem Moment einmal mehr schmerzlich bewusst. Er hätte vielleicht irgendwann verkraften können, dass sie eine Affäre mit seinem besten Freund gehabt hätte, aber das hier ist einfach zu viel. Er könnte ihr niemals verzeihen, dass sie ihn all die Jahre angelogen hatte, ihm ein perfektes Leben vorgespielt hatte, ein Leben, das es so nie gegeben hat, und nun mit seiner über alles geliebten Tochter auf der Flucht ist. Den traurigen Gesichtsausdruck seines Freundes, der mittlerweile wie ein Häufchen Elend auf seinem Stuhl lümmelt, nimmt auch Marc wahr. Ein leichtes Gefühl von schlechtem Gewissen macht sich wieder in seinem Bauch bemerkbar. Aber Mehdi will nun mal die ganze Wahrheit, also muss er da jetzt durch, so seine Meinung. Und so setzt er ohne Umschweife seine Erzählung fort.) ... Beim alten Pfeilschläger schien diese Taktik perfekt anzuschlagen, denn er ist ziemlich schnell mit den beiden anderen Nutten abgezogen. Das hab ich aber nicht mehr so genau mitbekommen, weil Anna bei mir auch einen Zahn zugelegt hatte und wir in einer Ecke der Bar schon ziemlich wild und nicht jugendfrei rumgeknutscht hatten. Und ich dachte immer, Nutten dürften nicht küssen. Hmm.... Egal! Sie hatte es jedenfalls echt drauf, Mann. Holla die Waldfee! ... (Mehdi reißt die Augen auf und man kann seine tiefe Verletztheit deutlich erkennen, die noch größer wird, als Marc peinlich berührt weiter spricht.) ... Äh... Sorry, Mehdi! Ich... ich wollte nicht... Äh... Naja, sie hat mich halt ziemlich heiß gemacht. Du weißt ja, wie sie sein kann, ne. ... (Marc zwinkert ihm kurz zu. Mehdi schaut ihn zwar kurz an, aber dann schnell wieder weg. Er kann ihm im Moment nicht in die Augen sehen und das ist seinem Freund in dieser Situation auch eher recht.) ... Und wir sind dann halt auch ziemlich schnell in einem Hotelzimmer gelandet. Aber ich erspar dir lieber die schmutzigen Details, bevor du mir noch eine runterhaust. .... (Mehdi verzieht kurz gequält seine Mundwinkel, als Marc ihn eher hilflos denn provozierend angrinst, weil ihm die ganze Geschichte dann doch zunehmend unangenehm wird. Wer will schon gerne hören, wie der beste Freund mit der eigenen Frau...? Er ist ja schließlich auch nicht sonderlich erfreut darüber, dass sein Kumpel mit seinem Haasenzahn während ihrer kurzen, aber dennoch intensiven zweiwöchigen Beziehung nicht nur Händchen gehalten hat. Marc kommt mittlerweile so einigermaßen damit klar, abgesehen von den ein oder zwei Eifersuchtsanfällen pro Tag. Aber würde Mehdi damit klarkommen oder würde er wieder heulend zusammenbrechen wie vor sechs Monaten, als er ihm schon einmal aus einer Bierlaune heraus alles erzählt hatte? Marc mustert ihn genau. Bis jetzt zeigt sein Kumpel noch keine irgendwie deutbare Reaktion. Sehr ungewöhnlich für ihn. Zu gern hätte er die unangenehme Stimmung irgendwie aufgelockert. Aber lockere meiertypische Sprüche wären in der angespannten Situation, die gerade im Meierschen Wohnzimmer herrscht, wohl eher unangebracht und so beschließt Marc, einfach ohne Umschweife weiterzuerzählen. Mehdi bleibt auch weiterhin äußerlich ruhig und gefasst, während es innerlich in ihm unaufhörlich brodelt.) ...

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