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Lorelei Offline

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Beiträge: 7.274

10.04.2010 00:07
#501 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ich kann es echt nicht erklären, warum ich mich gerade auf ihn - diesen verrückten, liebeskranken, trotteligen, hässlichen, fetten, aber dennoch unheimlich liebenswerten Strebertypen - eingelassen habe, so unterschiedlich wie wir waren. Keine Ahnung. Irgendwie war er wie ein Bruder, den ich nie hatte. Klingt jetzt pathetisch, aber ist irgendwie so. Mehdi war für mich der erste richtig gute Freund und er ist es immer geblieben, auch wenn es Höhen und Tiefen gegeben hat, wobei die Tiefen eher dominierten. Keiner hatte sich je getraut, mir offen seine Meinung ins Gesicht zu sagen. Alle anderen haben immer gekuscht, haben versucht, sich bei mir einzuschleimen, damit sie dazugehörten zum erlesenen Marc-Meier-Fanclub, wollten cool sein, wollten durch mich Mädels kennen lernen oder von mir die Prüfungsaufgaben für das nächste Examen, weil ich später auch der Hiwi vom Professor war. Wie hab ich diese Heuchler und Schleimer gehasst. Aber im Prinzip war ich ja selber auch einer von ihnen, wenn es um meine Karriere ging. Keiner außer Mehdi hatte je hinter die lockere, coole Fassade gekuckt und ich wollte das auch nicht. Meine Karriere und mein eigenes Leben waren mir immer wichtiger als irgendwelche unnötigen Freundschaften. Ich wollte mein eigenes Ding machen. Keiner sollte mir irgendwelche Steine in den Weg legen. Das hätte sich eh keiner getraut. Alle hatten Respekt vor mir. Selbst die Professoren und Dozenten kuschten vor mir, da ich mehr Talent und Wissen zusammengetragen hatte als die alle zusammen. Hätte ich Mehdi nicht gehabt, hätte ich wahrscheinlich irgendwann wirklich die Bodenhaftung verloren. Nur vor ihm konnte ich mich so geben, wie ich wirklich war. Ich wusste auch nicht, warum das so war. Ich musste mich nicht großartig verstellen. Wir verstanden uns auch ohne Worte. Das war manchmal schon richtig unheimlich. Nur er durfte mir sagen, was er dachte und was ihn an mir störte, was jetzt nicht heißt, ich hätte jemals auf ihn gehört. Würde ich nie tun. Dafür hatte er auch wirklich viel einstecken müssen, also an Sprüchen und so. Mehr als Haasenzahn es je getan hat. Aber Mehdi sah darüber mit einem lachenden Auge hinweg. Er wusste, dass das meistens im Spaß gemeint war. Ich glaube, keiner, nicht mal meine Mutter, kannte mich besser als er. Mehdi hätte vielleicht doch lieber auf Psychoklempner machen sollen. Denn als er mir irgendwann steckte, dass er sich wohl doch auf Frauenheilkunde und den ganzen Firlefanz spezialisieren wollte, da blieb mir mein Brötchen quer stecken. Der Typ war echt irre. Aber ich mochte ihn. Ich konnte nichts dagegen tun. Ich mag dieses verdammte Arschloch. Egal welche Scheiße er oder ich verzapft haben oder noch verzapfen werden, er war, ist und wird es wahrscheinlich auch immer sein, mein bester Freund, und ich will ihn nicht missen. Schon damals nicht. So sind aus den eigentlich geplanten vier Wochen tatsächlich drei Jahre geworden, bis ich ihm auf meiner Milleniumssilvesterparty ausgerechnet Anna Koslowski vorstellen musste. Ich könnte mich heute noch dafür ohrfeigen. Denn an Sylvester 1999/2000 nahm das Unheil seinen Lauf...

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.274

10.04.2010 10:45
#502 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ich hätte ihm das gleich von Anfang an sagen sollen, wer sie wirklich war oder besser gesagt, womit sie bis vor kurzen ihren Lebensunterhalt verdient hatte. Das bereue ich noch heute. Woher sollte ich denn auch wissen, dass das mal so beschissen ausgehen würde. Aber die beiden schienen glücklich. Endlich hatte der hässliche Streber mal eine abbekommen. Gut, äh... sie war ne ehemalige Nutte, aber... naja egal. Vielleicht konnte er ja noch was lernen ne!? Aber wie hätte ich denn vorherahnen können, dass der liebeskranke Idiot gleich Nägel mit Köpfen machen würde. Was musste der sich denn auch gleich immer in jede Schnalle verknallen, die ihm mal schöne Augen machte? Warum denn immer gleich Liebe? Was Unverbindliches hat doch auch seinen Reiz und ist wesentlich stressfreier. Mehdi wird es nie lernen! Der mit seiner bescheuerten Theorie „Ich seh eine und die ist die Richtige!“ Tzz... Mädchen! Ich hab ihn zwar für verrückt erklärt, als er nach zwei Wochen schon mit ihr zusammenziehen wollte und mich dafür aus unserer gemeinsamen Wohnung geschmissen hat, aber da steckte ich ja auch gerade in meiner blinden FFE-Phase, denn ein paar Wochen zuvor, war mir Nina über den Weg gelaufen. Was das mit ihr war, konnte ich auch nicht genau sagen, bis Mehdi es mir direkt ins Gesicht geworfen hat. Ich sei verliebt. So ein Blödsinn. Wir waren ein paar Mal aus, hatten geilen Sex, aber mehr auch nicht. Gut, irgendwie fühlte ich mich gut, wenn ich mit ihr zusammen war. Sie ging mir nicht so leicht auf die Nerven wie all die anderen Schlampen vor ihr, bei denen ich mich immer am nächsten Morgen aus der Wohnung geschlichen und nie wieder gemeldet habe. Ich dachte öfters an sie. Sie sah hammergeil aus, war tough und selbstbewusst. Sie wusste ganz genau, was sie wollte und war nicht auf den Mund gefallen. Mit ihrer Schlagfertigkeit war sie mir manchmal wirklich ebenbürtig, muss ich leider zugeben. Und ausgerechnet der Frauenflüsterer, der unwissentlich mit ner Nutte zusammen war, musste mir erklären, was das für seltsame Gefühle waren, die sich in mir regten. Toll, ich hab daraufhin erst mal ein paar Wochen nicht mehr mit ihm geredet, erstens weil er mich aus unserer WG geschmissen und durch Anna ersetzt hatte und damit Regel Nr. 1, dass uns keine Frau jemals auseinander bringen würde, gebrochen hatte, zweitens weil er mir so nen albernen Quatsch unterstellt hatte. Ich bin Nina dann auch erst mal aus dem Weg gegangen. Das mit ihr war mir dann doch unheimlich geworden. Außerdem hatte ich eh keine Zeit, weil ich mir eine neue Bleibe suchen musste. Meine erste eigene Bude für mich ganz alleine. Die würde ich ganz gewiss mit niemand teilen. WGs waren echt scheiße, vor allem, wenn man mit solchen blöden Idioten wie Mehdi Kaan gestraft war. Die Zeiten waren definitiv vorbei. Uni- und Jobmäßig lief es auch Bombe. Durfte zum ersten Mal in den OP. Leider nur zukucken bei nem Blinddarm und danach durfte ich die Gedärme wegräumen und den OP-Bereich sauber durchwischen, aber Hauptsache ich war im OP gewesen. Ich wusste sofort, hier gehörst du hin. Das ist dein Tanzbereich. Und mein Ehrgeiz wuchs ins Grenzenlose. Bald waren auch meine Profs und Kommilitonen davon überzeugt, dass ich der Beste war. Ein geiles Gefühl übrigens. Was meine anderen Gefühle betraf, das mit dem Aus-dem-Weg-Gehen gestaltete sich leider als äußerst schwierig, weil Nina Psychologie studierte und ich ausgerechnet in diesem Semester zwei Scheine für diesen Psychokram brauchte. Na toll. Es kam, wie es kommen musste, wir landeten wieder in der Kiste und ich fand es schön. Tja und so probierte ich es halt mal aus, diesen Beziehungskramquatsch, auf den Mehdi so schwor. Die ersten Wochen lief es auch ganz gut. Lag vielleicht auch daran, dass wir die Finger nicht voneinander lassen konnten und die meiste Zeit im Bett verbrachten und so nicht viel miteinander reden mussten.

Mit Mehdi hatte ich in jener Zeit kaum zu tun. Der schwebte ja gerade in anderen Sphären. Und ein verliebter Kaan ist ja bekanntlich noch weniger zu ertragen als ein vor Liebeskummer zerfließender Kaan. Es interessierte mich eigentlich auch nicht sonderlich, was er so mit seiner hauseigenen Nutte anstellte, bis eines Tages ein Herzinfarkt in meinen Briefkasten geflattert kam. Der Vollidiot wollte doch tatsächlich die Schlampe heiraten und ich sollte ihnen als Trauzeuge alles Glück dieser Welt wünschen. Eh die kannten sich gerade mal drei Monate. Hallo!? Der war doch völlig verrückt geworden. Ich fühlte mich miserabel und irgendetwas veranlasste mich, das drohende Unheil noch zu verhindern. Auf dem Junggesellenabschied hatte ich ihn extra in den Stripschuppen geführt, in dem Anna früher ihr Tanzbein geschwungen hatte und wollte ihm die ganze Wahrheit über seine ach so feine Verlobte stecken. Aber ich konnte es nicht. Er kaute mir und seinen Kumpels, alles angehende Gynäkologen (Ich war definitiv in der Hölle!), ein Ohr ab, wie toll sie doch sei, wie sehr er sie liebte, wie glücklich er doch war, dass sie die Richtige sei und er mit ihr alt werden wollte. Blablabla.... Mein Hals schnürte sich zu. Ich konnte ihm das nicht sagen. Er wäre daran zerbrochen. So suchte ich stattdessen noch einmal das Wort mit Anna, dass sie ihm endlich ihre dubiöse Vergangenheit gestehen solle, denn ihre Lebenslüge würde sie früher oder späterer ganz bestimmt einholen, aber sie flehte mich unter Tränen an, ihm nichts zu sagen. Sie schwor mir hoch und heilig, dass sie ihn nicht verarschen würde, dass sie es ernst meinte, dass sie ihn wirklich über alles liebte, dass sie den ganzen Mist hinter sich lassen wollte und dass er der Richtige war. Und so tat ich eben das, was ein guter Trauzeuge nun mal machte, ich gab ihnen meinen Segen. Und ich hab geschwiegen. Die ganzen verdammten neun Jahre lang. Tja, die Hochzeit war wirklich ganz ok. War übrigens meine erste. Hatte schon befürchtet, dass es zu kitschig werden würde - ich kannte ja meinen Mehdi -, aber es war ganz nett. Nach zwei Flaschen Rotwein intus ertrug man auch so nen Kitschmist. Aber wie sollte es auch anders sein auf Hochzeiten, die eigene Freundin (Ja ich hatte mich getraut und versuchte seit knapp sechs Wochen die erste Beziehung meines ach so kurzen Lebens.) fing den Brautstrauß. Und da fing das ganze Elend erst so richtig an. ....

Lorelei Offline

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11.04.2010 09:31
#503 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Drei Tage später stand Nina mit ihren Koffern vor meiner neuen Junggesellenwohnung und wollte anscheinend für immer bleiben. Das konnte nur schief gehen, ahnte ich bereits, aber ich ließ sie trotz meines flauen Gefühls im Magen rein. Schon am zweiten Tag ging sie mir dermaßen auf den Senkel, dass ich freiwillig Nachtschicht auf der Pathe schob, wo ich gerade ein Stationspraktikum machen musste. Prof. Haase hatte mich dazu genötigt. Wenn ich nicht alle Stationen seines Krankenhauses durchlaufen würde, würde er mir am Ende meines Studiums keine Assistelle in der Chirurgie anbieten. Er war übrigens wirklich ihr Vater. Das hatte ich schon an meinem ersten Tag im EKH erfahren, als ich in seinem Büro meinen Praktikumsvertrag unterschrieb und ihr Bild auf seinem Schreibtisch stehen sah. Seitdem musste ich wieder öfters an sie denken. Komisch! Naja Prof. Haase hat mir dann irgendwann mal in einer Kaffeepause voller Stolz von seiner Tochter erzählt. Und so erfuhr ich, dass Haasenzahn mittlerweile auch studierte. Medizin. Ihr ewiger Traum. Ich hätte nie geglaubt, dass sie das wirklich durchziehen würde. Ich dachte ja immer, sie sei völlig talentfrei und ihr ganzes kindisches Gerede von „Leben-retten“ und so sei nur dummes Geschwätz gewesen. Aber nein, das kleine, schüchterne, dicke Haasenzahn wollte doch tatsächlich Ärztin werden. Ich konnte es nicht fassen und musste insgeheim schmunzeln, woraufhin mich der Professor so komisch ankuckte. Ich blickte leicht eingeschüchtert weg, nahm einen Schluck Kaffee und hakte dann zögerlich nach, da mir seine Tochter auf dem Campus noch nicht begegnet war. Die Neugier hatte dann doch gesiegt. Schließlich hatte ich ja alle Schnecken unserer Fakultät schon abgecheckt und Haasenzahn war da definitiv nicht dabei gewesen. Gerade sie hätte ich doch sofort wieder erkannt oder? So viel konnte sie sich doch nicht verändert haben in den fünf Jahren, die wir uns nicht mehr gesehen haben. Ich hätte ihn mal lieber nicht gefragt, weil Prof. Haase nun gemerkt hatte, dass ich sie wohl kannte. Es dauerte einige Minuten, in denen es gewaltig in seinen Gehirnwindungen ratterte. Dann lief sein Kopf rot an und er wiederholte plötzlich fünfmal hintereinander in einer extremen Lautstärke meinen Nachnamen, dass die Wände des EKH ins Schwanken gerieten... „MEIER..... Sie sind das?“ Sein Gesicht verfinsterte sich und am nächsten Tag fand ich mich auf der Pathe wieder. Leicht enttäuscht musste ich auch hinnehmen, dass Haasenzahn nicht in Berlin, sondern in Köln studierte. Naja wahrscheinlich nen schlechten Abischnitt gehabt und hat es so nicht an die HU geschafft. Die nahmen ja bekanntlich nur die Elite ne!? Nun ja, so chauffierte ich eben nachts die Leichen im EKH hin und her, während Nina meine Wohnung komplett auf den Kopf stellte. Ich erkannte sie schon gar nicht mehr wieder, als ich eines Tages von der Arbeit/Uni nach Hause kam und dachte, ich hätte die falsche Wohnungstür aufgeschlossen. Überall stand plötzlich so ein fürchterliches Grünzeug rum, hässliche Panoramafotos von ihrem letzten Mallorca-Urlaub hingen an den Wänden, die Fernbedienung lag auf dem Fernseher und nicht in der Sofaritze und sie hatte es doch allen ernstes gewagt, meine heißgeliebte Modellautosammlung in eine Kiste unters Bett zu verbannen und hatte dafür so hässliche Engelsfigürchen in die Vitrine gestellt. Selbst auf der Klospühlung saß so ein widerliches Ding. Wir hatten einen furchtbaren Streit und ich bin dann wütend abgerauscht. Das wurde mir einfach alles zu viel. Ihre Nähe erdrückte mich regelrecht. Ich wollte mit Mehdi einen draufmachen, aber der schwebte ja noch immer in anderen Sphären. Honeymoon in Bella Italia! Scheiße! Also zog ich alleine los. Am Ende der durchzechten Nacht war ich nicht mehr ganz so alleine, denn ich wachte in einem fremden Bett auf. Ihren Namen hatte ich schnell wieder vergessen, aber sie war die Erste, mit der ich Nina betrogen hatte, und es sollten noch zahlreiche weitere folgen. Das Schlimmste daran war, dass ich keinerlei Schuldgefühle ihr gegenüber hatte. Was hatte das zu bedeuten? Ich wusste es nicht. Ich nahm jedenfalls mein altes Party- und Weiberpensum wieder auf, das ich schon im ersten Semester ausgelebt hatte. Irgendwie musste ich ja meinen ganzen Frust wieder loswerden, der sich mittlerweile angestaut hatte. Das Hauptstudium und die Stationspraktika (Prof. Haase hatte beschlossen, mich zu quälen. Wohl als Rächer des kleinen gequälten Haasenzahns oder so! Aber ich ließ mich nicht klein kriegen und das hat den Professor am Ende auch beeindruckt.) waren schon nervenaufreibend genug, da brauchte ich nicht noch eine an allem nörgelnde Freundin, die mich zunehmend in meinen Freiheiten einengte und anscheinend schon ihr Nest bauen wollte. Denn eines Tages sprach sie mich nach einer Versöhnungssexnummer, die ich immer gern geschätzt habe, denn Nina war wirklich gut im Bett, plötzlich ohne Vorwarnung auf Kinder an. Ich war so schockiert, dass ich im ersten Moment nichts sagen konnte. Sie wollte unbedingt noch während ihres Studiums schwanger werden, weil es dann noch die und die Vergünstigungen oder so geben würde und wenn sie sich nach dem Studium um die ersten Jobs bewerben würde, wäre das Kleine schon aus dem Gröbsten raus. Ich dachte wirklich, ich wäre im falschen Film. Wie ein Fahrrad guckte ich sie an und fuhr sie schließlich an, ob sie nicht mehr alle Tassen im Schrank hätte. Erschrocken wich sie zurück. Ich war zwar schon öfters ihr gegenüber laut geworden, aber diesmal rastete ich völlig aus. Ich gab ihr klar und deutlich zu verstehen, dass ich kein Kind wollte, nicht jetzt und auch in Zukunft nicht. Eh wir waren gerade einmal ein paar Wochen zusammen und sie kam mir schon damit. Hallo!? Kannte sie mich wirklich so schlecht? Eingeschnappt packte Nina ihre Sachen und ging. Zwei Wochen lang war dann absolute Funkstille. Ich muss ehrlich gestehen, ich habe sie nicht wirklich vermisst. Ich ging wie gewohnt meinem Job und meinem Studium nach und vögelte mal hier und da rum, was mir schließlich zum Verhängnis werden sollte. Ich hatte auf ner Campusparty mal wieder ne süße Erstsemesterin abgeschleppt und wir waren gerade zugange, als ich plötzlich meine Wohnungstür hörte. Nina wollte anscheinend noch mal reden. Sie hatte sich die letzten Tage bei ihren Eltern versteckt und über uns nachgedacht. Sie hatte wohl verstanden, dass das noch zu früh war, aber kapiert hatte sie es nicht wirklich, dass das nicht das Leben war, welches ich mir vorstellte. Wie ich mir mein Leben vorstellte, erfuhr sie schließlich, als sie die Schlafzimmertür öffnete und uns in eindeutiger Pose vorfand. Ihren schockierten Gesichtsausdruck hab ich nie wieder vergessen. Ich rannte ihr noch hinterher. Ich wusste auch nicht warum, vielleicht weil sie mir doch etwas bedeutete und sie eine Erklärung verdient hatte. Ich fand sie in der Küche. Sie wirkte gefasst und weinte nicht. Auch nicht, als die Kleine hinter mir auftauchte und mir sagte, ich hätte gar nicht erwähnt, dass ich eine Freundin habe und dann zur Tür hinaus verschwand. Ich setzte mich zu Nina an den Küchentisch und erwartete ein Schimpftirade oder Ohrfeigen oder was auch immer, aber nichts dergleichen kam. Sie schaute mich nur bitterenttäuscht an und sagte dann mit ernster Stimme… „Das ist also dein wahres Gesicht, Marc? Gut, dass ich das noch rechtzeitig erkannt habe, bevor wirklich etwas passiert wäre.“ „Äh das ist dasselbe Gesicht wie immer, Nina.“ „Das ist ein echt fieses Gesicht, Marc. Ich hatte wirklich geglaubt, das mit uns könnte was werden. Gut, ich hätte vielleicht nicht gleich mit dem Kinderthema kommen sollen, das war wirklich zu früh, aber ich dachte wirklich, dass ich dir etwas bedeuten würde.“ „Aber das tust du doch.“ erwiderte ich. Das war nicht mal gelogen, ich mochte sie schon, aber es war halt keine Liebe. Was Liebe wirklich bedeutet, hab ich erst viele Jahre später erfahren. Nina schüttelte nur verletzt den Kopf. „Marc, verkauf mich nicht für dumm. Ich weiß von deinen ganzen Affären. Denkst du etwa, ich wüsste nicht, dass du auf den ganzen Partys, die du in letzter Zeit besucht hast, eine Frau nach der anderen abgeschleppt hast. Die ganze Fakultät zerreißt sich schon das Maul darüber, dass der alte Marc Meier endlich wieder back is.“ Scheiße, dachte ich nur. Das hieß dann wohl, dass endgültig Schluss war. „Nina, so bin ich eben. Das war nie anders.“ „Doch in den ersten Wochen unserer Beziehung, da warst du noch ganz anders. Ich dachte, ich kenne dich. Ich hab wirklich geglaubt, dass du dich geändert hättest. Für mich. Was ist passiert, dass du jetzt wieder den alten Macho raushängen lässt?“ Das war dann wohl der Zeitpunkt, um Klartext zu reden und klarzustellen, dass das Beziehungsexperiment ausgiebig getestet worden ist und für untauglich befunden wurde. Zumindest, was mich betraf. „Nina, ich bin erst dreiundzwanzig. Ich bin noch nicht bereit für diesen ganzen Beziehungs- und Familienkram, den du dir in deinem süßen Köpfchen vorstellst, wenn ich es überhaupt jemals sein werde. Wahrscheinlich eher nicht. Das hab ich dir oft genug gesagt. Ich weiß überhaupt nicht, wie du darauf kommen konntest, dass wir eine Familie gründen könnten. Eh ich stecke mitten im Studium und dann ist erst mal Karriere angesagt. Ich will mir einen Namen machen. Das weißt du doch. Daraus habe ich nie ein Geheimnis gemacht.“ „Ja, aber ich dachte halt, ich würde dir wenigstens ein bisschen was bedeuten. Ich hab es hingenommen, dass du mir nie gesagt hast, dass du mich auch liebst. Ich dachte, das würde mit der Zeit noch kommen. Aber wahrscheinlich hast du mich nie wirklich geliebt. Ich war so blind. Ich hätte auf die Warnungen meiner Freundinnen hören sollen. ‚Der ist ein Womanizer. Der legt alles flach, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Der wird sich nie ändern. Der ist beziehungsunfähig.’ Und es stimmt! Aber wahrscheinlich musste ich es erst mit eigenen Augen sehen, um es auch wirklich zu kapieren, was der halbe Campus hinter vorgehaltener Hand schon längst tuschelt. Das ist so erbärmlich, Marc. In unserem Bett!“ „Äh das ist immer noch mein Bett ja.“ Upps, das hätte ich mal lieber nicht sagen sollen, weil sie danach erst so richtig in Fahrt kam. „Tzz... da ist es schon wieder.“ „Äh was?“ fragte ich verwirrt. „Meins, meins, meins... Ich hatte nie eine Chance bei dir. Den einzigen Menschen, den du liebst, Marc, bist du selber. Du mit deiner ach so heiligen Karriere und dem Gotteskomplex. Ich hätte es gleich wissen müssen. Du wirst dich nie ändern, Marc. Wahrscheinlich wirst du noch in zehn Jahren die Bildchen aus den Duploriegeln sammeln und deine Autosammlung anhimmeln. Werd endlich erwachsen, du selbstverliebtes Arschloch! Sonst stehst du irgendwann alleine da. Und das wirst du, wenn du so weitermachst und auf den Gefühlen Anderer herumtrampelst. Du merkst es ja noch nicht mal, wie du mit deiner ganzen Art Andere verletzt. Du tust mir wirklich leid, Marc.“ Mit diesen Worten stand sie schließlich auf und ging. Am Wochenende darauf holte sie ihren restlichen Kram ab und verschwand aus meinem Leben. Klar haben mich ihre Worte nachdenklich gemacht, aber es tat mir nicht leid, dass es so gekommen war. Ich hatte halt andere Vorstellungen vom Leben. Ich sah meine Zukunft im Krankenhaus in der Metropole und nicht hinter nem Kinderwagen in der Vorstadt. Ich war nun mal kein Beziehungstyp. Und ich hätte nie gedacht, dass ich jemals einer werden würde. Ich war nun mal nicht wie Mehdi. Und das war auch gut so. Er hat mir zwar kurz versucht den Kopf zu waschen, nachdem das mit Nina auseinander gebrochen war. „Du mit deinen Scheiß-Affären, das wird dir irgendwann mal das Genick brechen, echt.“ schimpfte er. Nina hatte sich ja unbedingt bei Anna Kaan ausheulen müssen. Weiber! Aber Mehdi wusste aus eigener Erfahrung, dass man mich nicht verbiegen konnte. Auch unsere Wege sind dann erst mal auseinander gegangen. Der angehende Frauenarzt wechselte die Uni. Er hatte ein Stipendium an der renommierten Uni Heidelberg angeboten bekommen. Tja auf seinem ganz speziellen Gebiet wollte er anscheinend auch der Beste werden. Konnte ich ihm nicht mal verübeln. Ich war stolz auf ihn. Jedenfalls verloren wir uns für eine Weile aus den Augen...

Lorelei Offline

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11.04.2010 19:46
#504 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Fünf Jahre später - ich hatte gerade meine Assizeit im EKH beendet und meine Vollstelle als jüngster Oberarzt der Chirurgie angetreten - stand er plötzlich unerwartet vor mir. Im Aufzug des EKH! Ich konnte es echt nicht glauben. Wir schauten uns nur an und fielen uns dann in die Arme. Für die Schwestern um uns herum musste das ein ziemlich seltsames Bild gewesen sein, aber mir war das in dem Moment egal. Ich hatte meinen Freund wieder. Und der ehemalige fette, trottelige Typ mit Hornbrille und Karohemden sah verdammt gut aus. Ein Südländer wie er im Buche steht. Die eine oder andere Krankenschwester himmelte ihn sogar an. Aber an seinem Finger glänzte noch immer derselbe Ehering. Das mit Anna hatte also tatsächlich funktioniert. Hätte ich nicht gedacht. Sie hatten sogar mittlerweile ein dreijähriges Kind, wie Mehdi mir stolz erzählte. Ein Mädchen. Na das passte ja. Und er arbeitete doch tatsächlich seit diesem Tag als neuer Oberarzt der Gyn im EKH. Ich muss zugeben, ich war echt stolz auf ihn und er auch auf mich. Dem fiel wirklich die Kinnlade runter, als ich ihm selbstbewusst unter die Nase rieb, dass ich mit gerade einmal achtundzwanzig Jahren schon Oberarzt der Chirurgie war. Zur Untermauerung meiner Behauptung hielt ich ihm extra noch den fetten Artikel aus dem Fachblatt der Chirurgen hin... „Von wegen Ärztemangel. Deutschlands jüngster Oberarzt, Dr. Marc Meier, geht seinen Weg.“ Mehdi beglückwünschte mich und wir gingen in die Cafeteria einen Kaffee trinken. Es war so, als ob er nie weg gewesen wäre. Seit diesem Tag hingen wir wieder wie Pech und Schwefel zusammen, verbrachten unsere Pausen zusammen, tranken ab und zu mal ein Feierabendbierchen oder gingen zum Squash, weil er komischerweise Golf nicht mochte. Was für ein Arzt war der denn? Ach so, ja, alles klar, Gynäkologen tickten wohl anders. Jedenfalls lief es wirklich super zwischen uns, bis zu dem Tag vor zwei Jahren, an dem plötzlich Anna völlig aufgelöst vor meiner Wohnungstür gestanden hatte und nur irgendetwas stammelte, von wegen man hätte sie gefunden und sie müsse sofort untertauchen. Und sie fragte mich allen Ernstes, ob ich ihr fünftausend Euro leihen könnte. Das war der Anfang vom Ende meiner Freundschaft mit Mehdi. Wie konnte es nur soweit kommen? Ich hätte sie aufhalten sollen, das weiß ich heute, aber stattdessen gab ich ihr das, was sie von mir verlangte, und ich ließ sie ziehen. Zwei Tage später las ich dann in der Zeitung von einem schweren Unfall auf einer Landstraße in Brandenburg. Eine junge Frau war gegen einen Baum gefahren. Sie wurde wohl von einem Unbekannten von der Straße abgedrängt. Fahrerflucht. Das Opfer war Anna Kaan. Ich hatte Urlaub gehabt und meine Mutter zwangsweise auf einen Termin bei ihren Verlegern in Leipzig begleitet. Deshalb hatte ich nicht mitbekommen, was im EKH los war. Da ich zu allem Überfluss auch noch mein Handy vergessen hatte, erfuhr ich erst drei Tage später, dass mir mein bester Freund völlig verzweifelt ungefähr hundert Nachrichten auf der Mailbox hinterlassen hatte. Ich fuhr sofort in die Klinik. Mehdi stand noch immer völlig neben sich und war kaum ansprechbar, als ich Annas Krankenzimmer betrat. Er fiel mir sofort heulend in die Arme und flehte mich an, etwas zu tun. Ich sei doch der Beste. Aber ich konnte ihm nicht helfen. Auch Gott hatte seine Grenzen. Sie lag im Koma. Man hatte wirklich alles für sie getan, was die Medizin hergab. Es sah nicht gut aus, dass sie jemals wieder aufwachen würde, wie mir meine Kollegen aus der Neurologie bestätigten. Und ausgerechnet mich bat man, ihm diese Nachricht zu übermitteln. Das war eine der schmerzhaftesten Stunden meines noch so jungen Medizinerlebens. Ich weiß, eigentlich sollte man als Arzt das alles nicht so nah an sich heranlassen, das tat ich eigentlich nie, weil ich die Patienten nicht als Menschen sah, aber was sollte ich machen. Er war mein bester Freund. Sie war seine Frau, auch wenn sie wirklich Scheiße gebaut hatte. Das hatten die beiden nicht verdient. Ich setzte meine einigermaßen professionelle Oberarztmaske auf und brach ihm das Herz. Das sollte nicht das letzte Mal gewesen sein.

Lorelei Offline

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12.04.2010 13:18
#505 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Mehdi nahm diese Nachricht ungewöhnlich gefasst auf. Insgeheim hatte er es wahrscheinlich schon selbst geahnt. Er war schließlich auch Arzt. Er schaute mich kurz traurig an, nahm seine Tasche und verließ wortlos ihr Krankenzimmer und anschließend die Klinik. Man hatte ihn freigestellt. Schließlich hatte er nun noch so Einiges zu regeln, auch was seine kleine Tochter betraf. Mir schnürte es den Hals zu, ihn so zu sehen, aber ich ließ ihn ziehen. Ich machte damals einen weiteren riesengroßen Fehler. Ich zog mich zurück und ließ ihn in seiner Verzweifelung allein, weil ich einfach nicht mit der Situation umzugehen wusste. Ich hatte riesige Schuldgefühle, weil ich all die Jahre geschwiegen hatte. Und ich schwieg weiterhin. Niemand wusste, dass sie vor ihrem tragischen Unfall bei mir gewesen war und warum sie überhaupt abhauen wollte. Er hätte es nicht verstanden. Wenn ich gewusst hätte, wie es ihm in den Tagen und Wochen danach wirklich ging, dann hätte ich vielleicht... Aber das ist jetzt im Nachhinein nur Spekulation. Tatsache ist, ich war in seiner schwärzesten Stunde nicht für ihn da und das würde mich wahrscheinlich noch bis ins Grab verfolgen. Jedenfalls kam ich eines Tages wie gewohnt in die Klinik - Der Unfall war mittlerweile über ein viertel Jahr her und Mehdi arbeitete auch seit ein paar Wochen wieder. - und spürte schon am Eingang, dass hier irgendetwas faul war. Und im Stationszimmer hörte ich dann zum ersten Mal die Gerüchte, dass Dr. Kaan weg sei, krank oder was auch immer. Das ließ mir einfach keine Ruhe, aber er ging nicht an sein Handy. Ich hatte ein ganz mulmiges Gefühl, aber niemand wusste wirklich, was mit ihm war.

Etwa ein halbes Jahr später stand Mehdi dann plötzlich völlig unerwartet vor meiner Wohnungstür, so als ob nie etwas gewesen wäre. Aber da war definitiv etwas gewesen, wie ich mit Erschütterung feststellen musste. Er bat mich um Verschwiegenheit. Er war die letzten Monate in Köln in psychiatrischer Behandlung gewesen. Ich konnte kaum fassen, was er mir alles erzählte. Der Grund für sein plötzliches Verschwinden war ein Selbstmordversuch gewesen. Er hatte eine Überdosis Schlaftabletten genommen. Wenn seine Mutter und Lilly ihn nicht rechtzeitig gefunden hätten, dann wäre Schicht im Schacht gewesen. Ich bin ja eigentlich jemand, der hart im Nehmen ist, aber wie er die Worte seiner kleinen Tochter wiederholte, die wohl verzweifelt an ihm gerüttelt hatte, „Papa, Papa, wach doch auf!“, da musste ich wirklich schwer schlucken und ich war kurz vorm Losheulen echt. Solche Gefühle hatte ich noch nie gehabt. Warum hab ich nicht gemerkt, dass es ihm so scheiße ging? Gerade mir hätte doch was auffallen sollen. Ich hab doch schon mit meiner Mutter alle Phasen der Depression mehr als einmal durchgemacht. Aber er hatte sich anscheinend so gut verstellt, dass selbst seine Eltern nichts gemerkt hatten, bis es fast zu spät war. Mehdi erzählte das alles mit so einer Lockerheit und einem Lächeln auf den Lippen, dass mir einfach die Sprache wegblieb. Meine Schuldgefühle stiegen nunmehr ins Unermessliche. Hätte ich nur damals die Wahrheit gesagt, dann wäre das alles nicht passiert. Mehdi bemerkte mein schockiertes Gesicht und beruhigte mich, dass ich mir keinen Sorgen machen solle, ihm ginge es gut, er sei wirklich über den Berg. Ich glaubte ihm. Jetzt ging es nur noch darum, dass er seine Lilly wiederbekam, die zurzeit noch bei seinen Eltern in Bayern war. Seinen Job im EKH hatte er behalten können. Niemand hatte gewusst, wo er wirklich war und so sollte es auch bleiben. Mehdi hatte nur den Professor darüber informiert, dass er nach dem Unfall seiner Frau erst einmal ein paar Monate Ruhe bräuchte, um für seine Tochter da zu sein, die nun ohne Mutter aufwachsen müsste. Prof. Haase hatte Verständnis dafür gezeigt und ihn auf unbestimmte Zeit freigestellt. Ich schwor mir an jenem Abend, dass ich ihn nie wieder in so einer Situation allein lassen würde. Ich nahm dafür sogar in Kauf, dass Anna unserer Freundschaft schon wieder bedrohte, diesmal zwar nur indirekt als Notiz in meinem kleinen schwarzen Adressbuch, aber das reichte schon aus. Ich dachte, dass Mehdi vielleicht eher damit klarkommen würde, wenn er dachte, wir hätten eine Affäre gehabt und sie hätte ihn wegen mir verlassen wollen, als dass die ganze Wahrheit über ihre Nuttenvergangenheit rausgekommen wäre. Ich wollte ihn und Lilly doch nur schützen. Ich hatte halt Angst, er würde dann komplett zusammenbrechen, wieder zu Tabletten greifen oder von der nächsten Brücke springen. Das wollte und konnte ich nicht riskieren. Er war doch noch viel zu labil. Deshalb riskierte ich lieber meine einzige wahre Freundschaft. So projizierte er seinen Hass nicht so sehr auf die Frau, die er liebte, sondern auf mich. Ich hielt das schon aus. Er schlug ja auch zu wie ein Mädchen. Nur um meinen Wagen war es schade, aber das war unwichtig. Das war ja nur ein Blechschaden. Unserer Freundschaft schien dagegen unreparabel gestört. Ich würde schon allein klarkommen, dachte ich mir. War ja schon immer so gewesen. Und so lebte eben jeder sein eigenes Leben weiter. Mehdi war bald wieder der Alte. So schien es zumindest äußerlich. Wie es in ihm drin aussah, keine Ahnung, wir redeten ja nicht mehr miteinander. Wir gingen uns so gut es eben ging aus dem Weg, bis plötzlich dieser blonde Engel in unser Leben geflattert kam und es in einer Weise bereicherte, die ich mir nie hätte vorstellen können. Mehdi blühte in ihrer Gegenwart regelrecht auf. Er hatte sein Lachen wieder gefunden, war schlagfertig und selbstbewusst. Ich wusste sofort, dass er sich verliebt hatte, dazu kannte ich ihn zu gut, und ich war tierisch neidisch auf die enge Beziehung, die die beiden pflegten, ob es jetzt Freundschaft oder Liebe war. Es gefiel mir nicht und es machte mich rasend, die beiden zusammen zu sehen. Aber wenn sie nicht gewesen wäre, vielleicht hätten Mehdi und ich nie wieder zusammengefunden. Eifersucht hin oder her. Eines steht fest, nichts und niemand soll je wieder unsere Freundschaft bedrohen. Das schwöre ich.




Hallöchen. Das war’s nun endlich, also was den Rückblick betrifft. Ich hoffe, der „kleine“ feine Kaan-Meier-Flashback hat euch gefallen, auch wenn er sehr lang geworden ist. Sorry! Aber ich denke mal, das erklärt ganz gut, was diese sehr spezielle Freundschaft zwischen den beiden so unterschiedlichen Charakteren ausmacht. Noch einmal ein riesengroßes Dankeschön an meine fleißigen Kommentatoren, aber auch an meine stillen Leser. Ich kann es immer noch kaum fassen, dass ihr es schon so lange mit mir aushaltet. Dicken KNUUUUTSCHAAAA u. seid gedrückt. Eure Lorelei

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.274

13.04.2010 00:39
#506 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben! Zur späten Stunde noch ein Schmankerl von mir. Jetzt geht's nämlich endlich wieder zurück in die Realität. Ich hoffe, ihr habt nicht vergessen, wo wir stehen geblieben waren. Gretchen sitzt immer noch mit Marc am Frühstückstisch und Mehdi kümmert sich gerade um die Geburtenstatistik der Stadt Berlin. Tja und Mehdis und ganz viel später auch Gretchens Umzug müssen ja auch noch geregelt werden, ne. Aber alles der Reihe nach. Viel Spaß mit dem neuen Teil mit ganz viel Martchen. Eure Lorelei




Marc Meier hatte mittlerweile seine Ellenbogen auf den Esstisch gestemmt und hielt seinen Kopf in seinen Händen. Er war völlig in Gedanken gesunken und schwelgte grinsend in alten Erinnerungen, während Gretchen Haase ihren verträumt dreinblickenden Freund nur erwartungsvoll von der Seite anschaute und immer noch auf eine Antwort auf ihre Frage wartete. Als er aber nach zehn Minuten trotz Schäkerblick ihrerseits, einem Winkkonzert vor seiner Nase und einem Trommelsolo auf dem Tisch noch immer nicht reagierte, riss ihr schließlich der Geduldsfaden. Die blonde Frau zupfte heftig am Ärmel seines grauen Pullis und fuhr ihn laut an....

G: Maaarc! Wo bist du denn mit deinen Gedanken? Ich habe dir eine Frage gestellt

Marc zuckte daraufhin kurz zusammen. Sein Kopf rutschte aus seinen Händen und wäre beinahe auf die Tischplatte geknallt, aber er konnte den Aufprall gerade noch so verhindern und richtete sich schließlich auf. Er streckte seine Arme, gähnte einmal laut und strich sich dann über seine Hände, die eingeschlafen waren. Er lehnte sich anschließend auf seinem Stuhl zurück und drehte seinen Kopf zu seiner Freundin, die ihn immer noch erwartungsvoll anschaute...

MM (noch leicht abwesend): Hmm?
G: Ob du ihn vermissen wirst?
MM (verwirrt): Wen?
Mein Gott, ist er schwer von Begriff. War er in Sekundenschlaf verfallen oder was war das?
G (genervt): Meeeehdi!
Ach so, den! Äh... ja natürlich! Boah, ich war ja völlig weggetreten. Was war das denn? Das war ja richtig flashbackmäßig. Unheimlich! Aber jetzt Schluss mit den ganzen peinlichen Sentimentalitäten. Haasenzahn kuckt schon so komisch.
MM (verdreht die Augen u. grinst dann meierlike): Vielleicht! War als Haushälterin ganz gut zu gebrauchen.
Das ist wieder so typisch Marc Meier. Nicht zugeben, was er wirklich denkt. Pfff....
G (lacht): Lass ihn das bloß nicht hören!
MM: Ach das weiß er doch. Deshalb habe ich ihn doch vor ein paar Monaten eingestellt. Tja, jetzt brauche ich wohl erst mal die „Gelben Seiten“.
G (verdutzt): Wieso?
MM (grinst): Naja, ich brauche ja jetzt ne neue Putze, ne Köchin,...
Das ist nicht sein Ernst oder? Boah Marc!
G: Das würde dir wohl gefallen, was, Marc?

Natürlich! So ne Nacktputze wäre doch nicht schlecht! Aber den Job könntest du auch gerne übernehmen, Haasenzahn. Nur so eine winzige weiße Schürze um deinen geilen Körper gewickelt, ein Häubchen auf und dann mit deinem süßen Hüftschwung durch die Wohnung wirbeln! Jo, das würde schon heiß aussehen.

MM: Naja, mir wird wohl nichts anderes übrig bleiben, ne. Nach all dem, was ich so von deiner Mutter gehört habe, bist du ja nicht so talentiert, also was Haushalt und Küche und so betrifft. Also müssen da schon Profis ran.
Boah! Das ist ja wohl die Höhe! Das hat Mama ihm nicht gesagt oder? GGGGRRRR!
G (verschränkt eingeschnappt die Arme): Bitte? Gar nicht wahr.
MM (grinst): Natürlich! Soll ich dir den Wortlaut deiner Mutter wiedergeben?

Nein! Bitte nicht! Ich kann es mir schon fast denken. Mir ist bisher noch jedes Essen angebrannt. Selbst die einfachsten Sachen wie Nudeln bekomme ich nicht hin. Blödes al dente! Pfff... Wird auch alles überschätzt. Dann ist mir letztens erst mein Lieblingspulli beim Waschen auf Kindergröße geschrumpft. Hatte aus Versehen auf Kochwäsche gedrückt. Blöd ne!? War abgelenkt gewesen. Marc hatte mich gerade angerufen. Nicht zu vergessen die drei Arztkittel, die jetzt einen zarten Rosaton tragen. Einer davon war von Papa! Der hat vielleicht getobt. Also ich persönlich habe ja nichts gegen Rosa. Selbst Marc trägt manchmal rosa Poloshirts und die stehen ihm super. Warum muss im Krankenhaus auch immer alles weiß sein? Das macht doch so blass. Ein paar Sommertöne wären doch auch nicht schlecht. Würde auch viel herzlicher auf unsere Patienten wirken. Papa war aber weniger begeistert über meine Rede über die Trendfarben 2009. Er musste nämlich noch mit seinem rosa Kittel zum Sitzungstreffen des Verwaltungsrats. Das war der einzige Saubere, den er noch im Schrank hatte. Will nicht wissen, wie die da gekuckt haben. Ich weiß doch auch nicht, wie das passieren konnte, aber mir ist irgendwie mein rotes Spitzenunterhöschen mit in die Maschine reingerutscht. Das muss Marc mir wieder heimlich zugesteckt haben. Von wegen er trägt es immer mit Stolz bei sich. Pfff... Naja jedenfalls, wenn Mama nie da ist, um sich um ihre häuslichen Pflichten zu kümmern, die ihr doch immer so hoch und heilig waren, dann kann das ja mal passieren. Und weil sie neuerdings nur noch in der Klinik ist (Obwohl das doch nur ein Halbtagsjob ist. Wo treibt die sich eigentlich die ganze Zeit rum? Schwester Stefanie hat auch schon so einen Hals auf sie und weil ich mit ihr verwandt bin, auf mich auch!), hat sie Papa und mich zum Putzdienst verdonnert. Die spinnt doch! Mit den Konsequenzen dieses Zwangsarbeitsdienstes muss sie nun leben. Selber Schuld! Ist nämlich leider ganz blöd ausgegangen. Hätte beinahe Papa erschlagen, als ich die Treppe gewischt habe. Habe ich schon erwähnt, dass ich alles, was mit Putzen zu tun hat, abgrundtief hasse? Außerdem ist es echt gefährlich. Ich bin nämlich auf der obersten Stufe irgendwie mit meinem Hintern an den Eimer gestoßen. Der ist dann mit großem Gepolter die Stufen hinunter gefallen, als Papa gerade die Treppe hoch wollte. Er konnte sich gerade noch mit einem riesigen Hechtsprung in den Flur retten. Nass ist er trotzdem geworden. Seitdem hat er auch Probleme mit den Knien. Das wirft er mir jetzt jedes Mal vor, wenn wir uns auf der Treppe begegnen. Und Mama hat mir seitdem jegliche Hausarbeit strengstens verboten. Das dreckige Wischwasser hatte nämlich ihre neuen Gardinen eingesaut. Sie musste sie wegschmeißen. Naja und der Eimer hatte auch noch Mamas Lieblingsvasen mitgerissen, die von Oma Hildegard. Das tat mir ja auch furchtbar leid, aber meine Hände sind halt eher für filigranere Tätigkeiten wie im OP geschaffen als für den blöden Haushalt. ... Oh Gott, wie soll das nur hier mit Marc werden? Hilfe! Hmm... Vielleicht brauchen wir doch eine kochende Putzfrau? Aber sie muss alt, dick und hässlich sein. So Mutter Beimer mäßig. Sicher ist sicher! Nicht dass er auf die Idee kommt, eine Nacktputze einzustellen. Wenn schon, dann einen Nacktputzer!

Lorelei Offline

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13.04.2010 16:33
#507 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

G (funkelt ihn an): Untersteh dich!
MM (grinst schelmisch): Was wenn nicht?
G (ihre Augen formen sich zu kleinen Schlitzen): Hmm... Da du neuerdings die Ratschläge meiner Mutter so schätzt, könnte ich ihr ja auch Bescheid geben, dass sie zwei, nein besser viermal die Woche vorbeikommt, um zu kochen, zu putzen und um deine Unterhosen zu bügeln.
Oh Gott! Bloß nicht! Die kommt hier net rein! Brauche ganz dringend ein zweites Sicherheitsschloss! ... Notiert!
MM (mit leichter Panik in der Stimme): Was? Wehe!

Hihi! Jetzt habe ich ihn aber! Immer schön mit Mama drohen, dann gibt er Ruhe. Super! Aber trotzdem, ich habe mein Leben lang davon geträumt, mit ihm zusammen zu sein, habe mir in den schönsten Farben ausgemalt, wie es wohl wäre, mit ihm zusammen zu leben, und jetzt, wo ich kurz davor stehe, dass mein ewiger Traum endlich Wirklichkeit wird, bekomme ich doch irgendwie Angst. Ich weiß auch nicht, warum. Was ist, wenn es nicht funktioniert, wenn ich ihm auf die Nerven gehe - das sagt er ja oft genug - und er irgendwann genug von mir bekommt? Ich würde das nicht aushalten können. Er sagt zwar immer, dass er es keine Minute mehr ohne mich aushält und das macht mich ja auch überglücklich, aber was ist, wenn dieses überschwängliche Gefühl irgendwann nachlässt, der Alltag einkehrt und er merkt, dass das doch nicht das Leben ist, was er sich vorgestellt hat... Diese Gedanken machen mich noch wahnsinnig. Wieso jetzt? Ich freu mich doch eigentlich so sehr darauf, hier endlich einzuziehen und mit ihm zu leben, dass ich aller fünf Minuten Luftsprünge machen könnte. Ich wohne ja eh schon quasi hier. Oder wann war ich das letzte Mal zuhause bei meinen Eltern? Hmm... Letzte Woche oder? Ist eigentlich auch egal! Ob er sich auch solche Gedanken macht? Meint er seine Sprüche ernst oder ist es einfach nur der übliche Meiersche Spaß? Ich weiß es nicht. Aber es verunsichert mich schon, dass er mir das alles nicht zutraut. Wahrscheinlich kennt er mich auch schon viel zu gut und hat nun Angst um seine Hemden und seine Designerküche. Damit könnte er eventuell auch Recht behalten. Wie soll das nur werden mit meinen beiden linken Händen? Er ist doch so ein Perfektionist und ich bin das überhaupt nicht, zumindest nicht was den Haushalt betrifft - also im OP bin ich schon perfekt; dass das mal klar ist. Ich trete doch schon in Fettnäpfchen, wo überhaupt keine sind. Murphys Gesetz eben. Und er hatte ja schon immer einen Heidenspaß dabei, mir extra welche zu legen. Das wird das Chaos pur. Ich sehe das schon kommen. Oh Gott! Aber will er das überhaupt? Dass ich ihm hier den ganzen Haushalt und so schmeiße und uns ein gemütliches Nest baue? Ich glaube ja, auf so eine klammernde, ihn ständig beobachtende und ihm alles hinterher tragende Klette steht er überhaupt nicht. Marc Meier braucht seine Freiräume, sonst fühlt er sich gleich eingeengt und rennt weg. Hab ihn ja mit Gaby erlebt. Oh Gott, jetzt vergleiche ich mich schon mit der! Das war doch eine ganz andere Situation mit der fiesen, hinterhältigen Erpresserin. Aber die hat bei ihm bestimmt nicht auf brave Hausfrau gemacht. Dazu wäre die doch nie fähig. Und ich bin nun mal auch nicht das perfekte Hausmütterchen wie meine Mutter. Das will ich ja auch gar nicht sein. Wer will das schon? Wir haben die Emanzipation schließlich nicht umsonst erfunden, um dann doch wieder in die alten Rollenmuster zurückzufallen. In der Chirurgie habe ich mich ja auch durchgesetzt, also so gut es eben geht, also je nachdem, was er mich machen lässt und er lässt mich ja jetzt auch viel mehr machen als früher. Er akzeptiert mich zwar noch nicht ganz als ebenbürtige Ärztin, aber irgendwann bestimmt. Also so in ferner, ganz, ganz ferner Zukunft, in einer anderen Galaxie. Aber trotzdem habe ich den Anspruch, dass auch unser zukünftiges gemeinsames Leben hier schön wird, genauso schön wie die letzten dreieinhalb Wochen mit ihm. Der Traum muss einfach weitergehen und soll niemals enden. Ich will für immer mit ihm zusammen sein. Ich will nicht, dass der Alltag uns in die Quere kommt. Ich will, dass alles so bleibt, wie es jetzt ist, so aufregend und überraschend, so neu und unerwartet, so Marc und Gretchen eben. Ich will doch nur mit ihm glücklich sein. Mehr will ich doch gar nicht. Und ich will ihn glücklich machen. Aber womit gibt sich der selbst ernannte Gott, Egomane und Ewig-Junggeselle Marc Meier zufrieden? Das ist die Million-Dollar-Frage. Wenn ich das nur wüsste, dann wäre ich wirklich reich. Aber ich will mich ja auch nicht großartig für ihn verbiegen. Macht er ja auch nicht. Er sagt ja immer, er liebt mich, weil ich eben so bin, wie ich bin. Das ist schon ein unglaublich schönes Gefühl. Hmm... Vielleicht sollte ich mir auch nicht so viele Gedanken darüber machen, sondern es einfach auf mich zukommen lassen. Mein Leben mit Marc Meier! Wir haben es ja noch nicht einmal richtig versucht. Einen Versuch ist es doch wert. Warum also diese ständigen Zweifel? Ich weiß es nicht. Ich habe so lange auf ihn gewartet, da ist es doch egal, dass hier noch ein paar dreckige Teller herumstehen, dass die Wäsche noch nicht gebügelt ist oder wer dann den Kochlöffel schwingt. Hauptsache wir haben uns. Das andere kommt schon. Habe ja damals bei meiner ersten OP mit ihm auch gedacht, dass das mit uns niemals funktionieren würde und jetzt ergänzen wir uns perfekt ohne viele Worte. Ich werde mich aber trotzdem bemühen. Zumindest Initiative zeigen. Damit er wenigstens irgendwann seine spitzen Kommentare seitens meiner hausfraulichen Qualitäten lässt. Ich könnte ja bei Mehdi nen Kochkurs machen. Der kocht doch so lecker. Naja und für den Rest? Hmm... Vielleicht doch Mama? Nee quatsch, lieber nicht. Das hatte ich lange genug und irgendwann muss auch mal Schluss sein. Gretchen, du bist dreißig. Du musst endlich alleine klarkommen. Das schaffen doch Millionen andere Frauen auch und die sind weitaus jünger als du. Und in Köln ging das doch auch. Ja, da hat aber Peter den Haushalt für uns geschmissen. Und bei Alexis äh Frank hatten wir Personal. Das war schon ganz schön praktisch. Oh Gott, bin ich wirklich so unselbständig? Das gibt’s doch nicht! Wie soll das denn in Zukunft werden? Ich meine, wir werden doch bestimmt auch irgendwann Kinder haben und die kann ich ja auch schlecht abschieben, weil ich nicht weiß, wie ich das Hipp-Gläschen aufbekomme. Ich will das ja auch alles selber machen. Ich kann das ja auch. Ich bin schließlich eine starke, selbstbewusste, emanzipierte Frau und Chirurgin. Also Gretchen Haase, es ist wirklich an der Zeit, endlich erwachsen zu werden. Jawohl! Tschakka, Gretchen! Hmm... Ob es wohl an der Volkshochschule Kurse im „Wie führe ich die perfekte Beziehung im Alltag und im Job“ oder „Haushaltsführung für Dummies“ oder so gibt? Da müsste ich aber heimlich hingehen, sonst lacht Marc sich scheckig. Kann ja Mehdi fragen, ob er mitkommt.

Lorelei Offline

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14.04.2010 09:52
#508 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hey ihr Süßen! Ja, Gretchen macht es sich mal wieder schwerer, als es eigentlich ist. Aber wir kennen sie ja nicht anders ne!? Viel Spaß mit dem neuen Teil. Und großes Dankeschön an Kate für diese emsländisch-sächsische Koproduktion. Ich hoffe, du bist zufrieden mit meiner Auswahl? Hätte gerne alles genommen, aber das wäre dann wahrscheinlich zu viel für den armen Dr. Meier geworden. Liebe Grüße. Lorelei




G (schaut ihn ernst an): Traust du mir das alles wirklich nicht zu, Marc?
Och Mensch Süße! Jetzt zweifele doch nicht gleich wieder an dir. War doch nur im Spaß gemeint. Obwohl naja, ich kenn dich doch. Du ziehst doch die Fettnäpfchen schon automatisch an. Ich hab schon ein bisschen Angst um meine Hemden und meine Modellautosammlung. Ach quatsch, was rede ... äh denke ich denn da? Wir kriegen das schon irgendwie gebacken. Sind schließlich erwachsene Leute, ein super Team und erfolgreiche Ärzte, also ich zumindest. Hauptsache du bist bei mir, Haasenzahn. Nur das zählt.
MM (blickt sie eindringlich an): Weiß nicht. Zuhause bist du doch immer von deiner Mutter betüddelt worden und bei deinem *kotz* ... (er zeigt Gänsefüßchen an) ... „Millionär“ hattet ihr Butler und Diener und allen Pipapo. Also da kann man(n) schon auf solche (falschen) Schlussfolgerungen kommen. War nicht böse gemeint, ok?
Na toll, kann er Gedanken lesen?
G: Also in Köln mit Peter hat das alles eigentlich ganz gut funktioniert.
Boah noch so ein beschissener Verflossener, an den ich nicht erinnert werden möchte. Penner!
MM: Na der Typ war ja auch Kinderarzt oder? Der hatte nicht so hohe Ansprüche.
G (funkelt ihn böse an): Eh!
MM (hebt abwehrend die Hände): Ok, ok, ich halt schon die Klappe. Das wird schon irgendwie klappen mit uns beiden. Keine Sorge! Hab ne gute Haftpflicht! .... Boah Maaarc! Was soll das denn wieder heißen? Obwohl besser ist es schon. Ich erzähle ihm mal lieber nicht von dem Millionenschaden, den ich in der von Buren Villa verursacht habe. Hat Marc hier eigentlich Brandmelder? Nen van Gogh hat er ja nicht. .... Und falls du mir die Küche abfackelst, gibt es ja zur Not immer noch die Cafeteria im EKH, wobei die Qualität da auch so langsam zu wünschen übrig lässt. Hmm... dann doch lieber den Lieferservice. Hab ein Dauerabo beim Italiener um die Ecke. Wir können uns aber auch nur von Luft und Liebe ernähren. Da hätte ich auch nichts dagegen.
Gott wie süüüß!!! Ich kann einfach nicht auf ihn böse sein.
G: Sehr witzig, Marc.
MM: Wird es bestimmt.
Mit dir an meiner Seite wird es ganz bestimmt nie langweilig werden. Das ist schon mal klar wie Kloßbrühe. Oh Mann, ich bin schon wieder unfreiwillig auf den Schmachtmodus umgestiegen. Wo war noch mal der Schalter für den Normalmodus? Verdammt, du bringst mich völlig aus dem Konzept, Haasenzahn.
G (schaut ihn durchdringend an): Du willst also immer noch, dass ich... dass ich hier wirklich einziehe?
MM (unsicher): Was soll denn die Frage jetzt? Ich dachte, wir wären uns einig. Ich hab doch sogar deinen Vater gefragt und das war schon pei..... (fasst sich nervös an die Stirn)... Äh... willst du... *schluck*... willst du etwa nicht mehr? Aber... aber ich dachte... ich meine, du wolltest doch immer.... Und die letzten Tage waren doch so schön und äh...

Oh Gott, was hab ich denn jetzt schon wieder falsch gemacht, dass sie nicht mehr will? Das ist kein Spiel verdammt. Ich will das nicht mehr. Dieses ständige Hin und Her. Das haben wir lange genug durchgezogen und haben uns beide dabei beschissen gefühlt. Verdammt, ich will, dass du bei mir bleibst. Für immer! Wieso kapierst du das nicht, dass ich das alles mit uns wirklich ernst meine. Marc Meier ohne Gretchen Haase, das funktioniert einfach nicht. Das wäre ja wie Charles ohne Camilla, wie Heidi ohne Ziegenpeter, wie Lagerfeld ohne Pferdeschwanz, wie Pommes Schranke ohne Ketchup und Mayo oder eben wie Haasenzahn ohne Schokolade. ... Oh Gott, jetzt bist du wirklich schwul geworden, Meier.

Lorelei Offline

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14.04.2010 16:31
#509 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ich will doch nur sicher gehen, dass du das auch wirklich willst, Schatz, und ich mich hier mit meinen romantischen, kleinmädchenhaften Vorstellungen vom Zusammenleben und von der Liebe nicht wieder völlig zum Deppen mache.

G (genauso nervös): Ja schon, aber wenn dir das alles zu schnell geht... also äh... Ich... ich will dich wirklich nicht dazu drängen. Wir können uns auch noch Zeit lassen, wenn du willst.
Sie will sich Zeit lassen? Aber wieso das denn auf einmal? Haben wir nicht schon genug Zeit verplempert in den letzten Monaten und Jahren?
MM (schaut ihr liebevoll in die Augen): Klar haben wir ganz schön den Turbo eingelegt in letzter Zeit, aber... aber das ist doch auch verständlich oder? Ich meine, das mit uns, dieses ständige Hin und Her in den letzten Monaten, das hat uns so viel unnötige Zeit und Energie gekostet, da will ich halt... ähm... verdammte hacke... ich will halt, dass du ... dass du immer bei mir bist. Verstehst du das denn nicht?
Gott war das schön! Natürlich verstehe ich das. Ich fühle doch genauso.
G (strahlt überwältigt): Das ist das Schönste, was du mir je gesagt hast, Marc.
MM: Das sagst du jedes Mal, wenn ich dir was sage.
G (lacht): Es überrascht mich halt jedes Mal aufs Neue, dass du, gerade du, so etwas Schönes zu mir sagen kannst. Da gab es auch schon andere Zeiten.
MM (nachdenklich): Hmm! Da hast du Recht und das tut mir auch leid. Das weißt du ja. Aber was ist nun?
G (schaut ihn verwundert an): Was?
MM: Na das mit dem Zusammenleben und so.
G (grinst): Du meinst unsere WG!?
MM: Boah Haasenzahn, das soll keine WG werden ja.
Weiß ich doch. Ich will es nur noch einmal aus deinem Mund hören, Schatz.
G (grinst): Nicht? Was denn dann?
Unser Zuhause verdammt!
MM (verdreht leicht genervt die Augen): Du bist heute wieder unausstehlich, weißt du das?
G (lacht): Gewöhn dich schon mal daran.
Na super, jetzt weiß ich auch wieder, warum ich mich so lange dagegen gesträubt habe.
MM (fasst sich mit der Hand an den Kopf): Oje! Vielleicht sollte ich es mir doch noch mal überlegen.
Untersteh dich! Mich wirst du nie wieder los.
G: Eh! Es gibt kein Zurück mehr, mein Lieber. Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen.
MM (lacht): Kriege ich das schriftlich?
G: Wenn du mich nicht jedes Mal zur Schnecke machst, wenn hier was schief läuft.
MM: Naja, bei einem Bügeleisenabdruck auf meinen Armanihemden werde ich schon sauer werden. Dann musst du blechen, das sag ich dir jetzt schon. Kannst schon mal mit dem Sparen anfangen.
Nicht mit mir, Freundchen!
G: Vergiss es! Dann musst du sie eben selber bügeln.
MM: Bitte? Sag mal, hast du überhaupt vor, hier irgendeinen Finger krumm zu machen?
G (hält sich gespielt nachdenklich den Zeigefinger unters Kinn): Wenn du mich so fragst, hmm... nein!
MM (lacht): Dacht ich mir! Kommt gar nicht in die Tüte, junge Dame! Wenn ich abends nach getaner Gottesarbeit nach Hause komme, dann steht hier gefälligst das Essen auf dem Tisch. Damit das mal klar ist!
G (lacht): Das hättest du wohl gerne, du Neandertaler. Aber du hast vergessen, dass wir immer zusammen Dienst haben und so auch zusammen nach Hause kommen würden. Und wer kocht dann?
MM: Ich bestimmt nicht. Dann muss ich wohl den Dienstplan ändern.
G (funkelt ihn an): Wehe! Das traust du dich eh nicht.
MM (schaut sie provozierend an): Willst du wetten?
G (lehnt sich entspannt zurück): Muss ich nicht.
MM: Wieso?
G: Dann müsstest du ja ohne mich im OP auskommen. Gott ohne Göttin? Willst du das wirklich?
Mist, jetzt hat sie dich aber an den Eiern.
MM (gerät ins Schwitzen): Äh... eigentlich... äh... nicht!
Juhu! Erneuter Sieg von Gretchenhausen gegen Meiercity! Ich bin so gut!
G (grinst): Siehste! Außerdem kann ich nicht kochen. Da würdest du wahrscheinlich freiwillig im EKH bleiben wollen und das möchte ich lieber nicht riskieren.
Die Frau ist echt unglaublich.
MM (stöhnt): Oh Mann! Na das kann ja was werden mit uns beiden, hmm?
G (nickt u. schaut ihm dann tief in die Augen): Hmm! Aber Hauptsache wir sind zusammen.

Stimmt! Ich freu mich so unendlich darauf mit ihr zu leben. Das ist doch verrückt. Bei Nina und Gaby wäre ich am liebsten jeden Tag schreiend aus dem Fenster gesprungen, aber bei ihr ist das ganz anders. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als sie immer bei mir zu haben. Auch wenn sie manchmal nervt ohne Ende, ich kann mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Ich liebe sie.

MM (lächelt verliebt u. nimmt ihre Hand): Stimmt!
G (strahlt ihn verträumt an u. streichelt sanft seine Hand): Wir kriegen das schon irgendwie hin.
MM (schaut ihr tief in die Augen u. verliert sich darin): Meinst du?
Ich weiß es einfach. Jetzt ist er wieder so unglaublich sanftmütig und süß. So liebe ich ihn.
G (strahlt ihn an): Ja!

Und zur Untermauerung ihrer gewagten These drückte Gretchen ihrem Liebsten einen zärtlichen Kuss auf dem Mund, der von ihm mit voller Liebe erwidert wurde. Nach einigen Minuten löste sie sich aber wieder von ihm, lächelte ihn verträumt an, stand auf und drückte ihm dann das schmutzige Geschirr in die Hände, welches noch auf dem Esstisch gestanden hatte... Müssen wir uns eben die Arbeit teilen. Teamwork wie im OP auch. Dort funktioniert es ja auch. Also Erziehungsmaßnahme Nummer 1: Macho zur Hausarbeit animieren. Könnte eventuell schwierig werden, aber ich liebe ja Herausforderungen.

MM (schaut völlig verdutzt auf die Teller in seiner Hand): Äh was soll ich damit?
G: Noch nie etwas von Abräumen gehört?
MM: Nö! Ich interessiere mich nicht für Frauenarbeit.
G: Boah Marc, an deiner Einstellung müssen wir noch schwer arbeiten.
MM (mit dreckigem Grinsen auf den Lippen): Anstatt zu arbeiten, wüsste ich was Besseres.

Schon klar! Aber damit kriegst du mich nicht immer rum, Marc Meier. Das wirst du noch lernen müssen, mein Lieber. Jetzt wird hier erst mal aufgeräumt, sonst wird das heute Nachmittag mit dem Umzug nichts. Und was wir in der Zwischenzeit machen, bis Mehdi wieder da ist, hmm... da fällt mir bestimmt auch noch was Schönes ein.

Marc hatte die dreckigen Teller mittlerweile wieder auf den Tisch abgestellt, war ebenfalls von seinem Stuhl aufgestanden und hatte Gretchen an ihren Po gefasst, um seinem Vorschlag Nachdruck zu verleihen. Der Oberarzt presste sie gegen den Esstisch und versuchte sie zu küssen, während eine Hand von ihm schon gefährliche Regionen ertastete, was die junge Frau fast schwach werden ließ. Aber als er sie plötzlich hochhob und auf dem Tisch absetzte und seine feuerheißen Lippen immer tiefer wanderten, schaltete sich ihr Verstand doch noch rechtzeitig wieder ein. Die blonde Ärztin drückte ihren erregten Freund energisch von sich, sprang wieder vom Tisch herunter und hielt ihn mit ausgestrecktem Arm auf Abstand, als er einen erneuten Eroberungsangriff starten wollte....

G (grinst): Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, mein Lieber!
Boah, du Biest! Ich hoffe, die zieht jetzt nicht jedes Mal hier so ne Show ab. Bloß nicht! Worauf hab ich mich da nur eingelassen? Oje, oje! Mit Mehdi war alles so viel leichter.

Der bereits schwer atmende Chirurg verdrehte genervt die Augen und ließ schließlich von Gretchen ab. Er warf seiner bildschönen Freundin einen „Du-bist-trotzdem-gleich-fällig!“-Racheblick zu, nahm die schmutzigen Teller wieder in die Hand und ging damit leise vor sich hin grummelnd in die Küche. Gretchen sah ihm lachend hinterher... Geht doch! Erziehungsmaßnahme erfolgreich erprobt.

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15.04.2010 10:07
#510 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen! Dickes Bussi an alle meine lieben Kommentatoren und Leser. Und viel Spaß jetzt mit dem Trio Infernale! Achtung: Gefahr von akuter Zwerchfelllähmung. LG Lorelei



Am frühen Nachmittag war der Umzugsservice Meier-Kaan schon rege zu Gange. Im Wohnzimmer stapelten sich bereits die ersten Kisten und die beiden heißesten Oberärzte des EKH waren gerade in Mehdis Zimmer dabei, seine letzten Habseligkeiten in Umzugskartons zu verstauen. Marc schimpfte die ganze Zeit nur genervt vor sich hin, während Mehdi sich innerlich schon auf seine neue Wohnung freute und die spitzen Kommentare seines besten Freundes seit geraumer Zeit gekonnt ausblendete... Das wird ein kompletter Neuanfang. Jetzt wird alles gut. Erst neue Wohnung, dann Frauenproblematik lösen und hoffentlich bald Lilly wieder in die Arme schließen. ... Wie in Trance legte er ein Buch nach dem anderen in eine Kiste, als Marc schließlich der Kragen platzte und er sich angesäuert vor ihm aufbaute...

MM (fuchtelt mit den Händen vor ihm herum): Eh Mehdi, hast du nicht gemeint, du hättest nur zwei Kisten? Und jetzt sitzen wir nach zwei Stunden immer noch hier rum und sind nicht fertig. Hab echt keinen Bock mehr.
MK (seufzt leise u. blickt auf): Jetzt hab dich doch nicht so, du Mädchen. Dafür dass das alles ist, was ich noch besitze, ist es wirklich nicht viel.
Boah die Mitleidstour kann er sich echt sparen.
MM (stöhnt): Nicht viel? Hast du die Kartons im Keller vergessen? Wie willst du das alles in unsere beiden Karren kriegen?
MK: Mit Feingefühl.
MM (zieht eine Augenbraue hoch): Ah ja! Hör auf mit deinem Hausfrauengeschwafel und hilf mir hier lieber! Is echt schwer!
MK (grinst): Was denn? Schon keine Kraft mehr? Wie war das noch gleich, du gestählter, muskelbepackter Hänfling?
MM (beleidigt): Eh du Arschloch, ich hau dir das Zeug gleich um die Ohren, wenn du weiter so dämlich quatschst.
MK (lacht): Na ob du die Kraft hast, die Kiste allein hochzuheben?
Na warte! Jetzt zeige ich’s dir, du ... du Trantüte du!
MM (mit bösem Blick): So jetzt reicht’s!
Was hat der denn jetzt schon wieder für ein Problem? War doch nur Spaß. Auf seine Kosten! Hat er ja auch mal verdient oder? Oh! Äh... ich glaube, ich bin dann mal...........weeeeeeeeg!

Marc ließ Kiste Kiste sein, richtete sich auf, streckte sich und ging schließlich wild gestikulierend auf seinen Freund los, der das drohende Unheil noch rechtzeitig erkannte und schnell Richtung Wohnzimmer verschwand. Der Chirurg lief ihm wild schnaufend und schimpfend hinterher. Die beiden rannten nun um die weiße Couch, auf der übrigens Gretchen saß und gelangweilt fernsah, weil man oder besser gesagt die Männer ihr verboten hatten, auch nur einen Finger krumm zu machen. Beide hatten ihre Tollpatschigkeit gefürchtet und so hatte sie es sich eingeschnappt im Wohnzimmer vor dem Fernseher gemütlich gemacht und schmollte. Sie dachte nicht einmal daran, in nächster Zeit auch nur ein Wort mit einem von beiden zu wechseln. Stattdessen schaute sie mit einer Schachtel Ferrero Küsschen in den Händen eine alte Folge der „Gilmore Girls“. Aber jetzt schaltete sie den Fernseher aus, denn das Schauspiel, das die beiden Männer gerade boten, war wesentlich amüsanter als jede Comedy-Sendung auf Sat1. Sie lehnte sich entspannt zurück und beobachtete grinsend die beiden Streithähne, die um sie herum tänzelten... Also manchmal könnte man wirklich denken, die sind noch im Kindergarten. Tzz... Männer und ihre albernen Rituale! ... Die blonde Frau brach schließlich in lautes Gelächter aus und hielt sich bald den Bauch vor Lachen. Die Szene erinnerte sie irgendwie an Hugh Grant und Colin Firth, die in diesem einen Film mitspielten, dessen Titel Gretchen vergessen hatte - Es ging auf jedem Fall um eine dicke Frau, das wusste sie noch, aber deren Verehrer waren um einen Brunnen gerannt und schließlich darin gelandet. - Aber die Verrenkungen, die Marc und Mehdi gerade machten, waren irgendwie fast dieselben und urkomisch. Sie konnte nicht anders. Sie musste einfach lachen. Das irritierte auch die beiden sprintenden Männer. Mehdi blieb plötzlich abrupt stehen und schaute verwundert zu Gretchen, die sich auf dem Sofa wälzte und immer wieder mit der flachen Hand auf die Kissen einschlug. Leider hatte Marc nicht bemerkt, dass sein Freund stehen geblieben war und rannte so ungebremst und mit voller Wucht gegen den Gynäkologen. Und so fanden sich die beiden attraktivsten und klügsten Oberärzte des EKH schließlich auf dem Boden des Meierschen Wohnzimmers wieder und kabbelten dort weiter unter der scharfen Beobachtung einer blonden Assistenzärztin, die ihre Fassung nach ein paar Minuten heftiger Lachflashs wieder gefunden hatte und nun geschafft vom Sofa aufstand. Sie stellte sich direkt vor die beiden Ringer und pfiff laut in ihre Finger. Die Jungs ließen sofort voneinander ab - Mehdi saß auf Marc und zog gerade mit der einen Hand an seiner Haarpracht und mit der anderen an seinem T-Shirt, während sein Kontrahent immer wieder versuchte gegen die Stahlbrust des Frauenarztes zu schlagen, leider ohne irgendeine Reaktion seines Gegners zu erzielen, bis er schließlich genervt aufgab - und blickten in das errötete Gesicht von Dr. Gretchen Haase, die ihre Hände in die Hüften gestemmt hatte und nun laut lospolterte...

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15.04.2010 17:30
#511 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

G: Maaarc, Meeehdi, das ist doch albern. Ihr benehmt euch wie im Kindergarten.
MM (schupst MK von sich runter, setzt sich in den Schneidersitz u. zeigt nun mit dem Zeigefinger auf ihn): Er hat doch angefangen.
MK (klopft ihm eingeschnappt auf den Finger): Gar nicht wahr!
MM (bockig): Hast du wohl!
Ist das zu fassen? Wie die Kleinkinder echt!
G (beugt sich zu den beiden am Boden hockenden Männern herunter u. zieht eine Schnute): Och, der kleine Mehdi hat dem kleinen Marci sein Spielzeug weggenommen, was?
Boah Haasenzahn! Das ist albern, wir nicht! Und überhaupt, das ist ein Männerding und geht dich ja wohl mal gar nichts an, Mary Poppins.
MM (runzelt die Stirn): Machst du dich etwa über uns lustig?
G (lacht gekünstelt): Das schafft ihr schon selber. Mr. Bean ist eine Schnarchnummer gegen euch.
MK (schaut sie verdutzt an): Bitte?
MM (steht auf u. grinst sie an): Ja, wir sind halt in jeder Lebenslage die Besten ne!?
Tzz... Immer noch einen lockeren Spruch auf den Lippen. Mein Marc eben!
G (skeptisch): Naja!
MK (steht ebenfalls auf u. zupft sich seine Kleidung zurecht): Sorry, da ist wohl was mit uns durchgegangen oder so!
Wie immer! Das kenne ich ja nicht anders von euch beiden Pappnasen.
G (lacht): Schon klar! Mehdi, willst du eigentlich heute noch fertig werden? Wenn ja, dann sollte wir langsam mal...
MM (stellt sich neben sie u. schaut sie verdutzt an): Wir?
G: Ja, anscheinend fehlt euch doch die weibliche Führung.
MM (lacht spöttisch): Bitte was? Du kriegst noch nicht mal ne Packung Klopapier gestemmt und willst jetzt hier Kartons schleppen?
G (blickt ihn empört an): Marc, also... das ist ja wohl... (flucht leise vor sich hin u. wendet sich nun beleidigt MK zu)... Was liegt an, Mehdi?
Äh hallo, Haasenzahn, huhu, hier spielt die Musik. Die ignoriert mich! Eh, geht’s noch?
MK (überlegt): Äh naja, du könntest die drei Reisetaschen und die Klamottentüten ins Auto schaffen, also in Marcs Volvo. Da passt ja eh nicht so viel rein. Einfach irgendwie in die Ecken stopfen oder so.
MM (schreit entsetzt auf): Was? Hast du sie noch alle?
MK: Jetzt hab dich doch nicht so!
MM (geht mit erhobenen Zeigefinger auf ihn zu u. stupst an seine Brust): Eh wenn da ne Schramme reinkommt, dann bist du so was von tot.
MK (lacht): Mann, da sind nur Klamotten drin, du Trottel.
MM (aufgebracht): Eh, nenn mich nie wieder Trottel, sonst....
Also die beiden sind echt... äh... unglaublich zusammen. Wie Ernie und Bert! Oder Dick und Doof. Äh nee, wer wäre denn dann der Dicke und wer der Doofe? Sind sie ja beides nicht. Hmm... oder vielleicht ... Ja, das ist es... wie Walter Matthau und Jack Lemmon... ja das trifft es eigentlich ganz gut.
G (legt beruhigend ihre Hand auf seine Schulter): Ruhig Brauner! Ich pass schon auf dein Schätzchen auf!
MM (schmollt): Das will ich ja wohl hoffen.

Männer und ihre Autos also echt ohne Worte! Außerdem fällt eine kleine Schramme mehr an deinem verbeulten Schrotthaufen eh nicht auf. Hast doch noch nicht einmal gemerkt, dass ich neulich beim Einparken auf dem Supermarktparkplatz mit dem Seitenspiegel sanft eine Straßenlaterne gestreift habe. Also da ist nichts weiter passiert, aber der Spiegel wackelt seitdem schon verdächtig, also wenn man da jetzt dran kommt. Aber muss er ja nicht wissen.

Gretchen gab ihrem beleidigten Freund ein kleines Küsschen auf die Wange, drehte sich um und schnappte sich Marcs Autoschlüssel vom Schlüsselbrett und die erste Reisetasche, die neben der Wohnungstür stand und verschwand damit aus der Meier-Kaanschen Wohnung. Nachdem die Tür ins Schloss gefallen war, wandte sich Mehdi ebenfalls von seinem Freund ab, der verdutzt zur mittlerweile geschlossenen Wohnungstür starrte und sich mit einer Hand die Wange hielt, auf der er noch immer Gretchens Lippen spürte, und ging mit einem zarten Lächeln im Gesicht in sein Zimmer zurück, um fertig zu packen. Marc erwachte aus seiner Trance, atmete noch einmal tief durch und folgte ihm dann seufzend einige Sekunden später.... Kann mir mal einer sagen, warum ich die Scheiße hier mitmache? Ich bin echt zu gut für diese Welt.

MM (lehnt sich an den Türrahmen u. schaut MK an): Ok, dann pack halt mit an! Deine ganzen Frauenzeitschriften sind echt schwer, Mann.
MK (blickt auf u. lacht): Geht doch! Das sind übrigens Medizinbücher.
MM: Wer’s glaubt!?

Lorelei Offline

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16.04.2010 09:41
#512 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Eine Stunde später waren schließlich doch noch alle Habseligkeiten von Dr. Kaan in den beiden Autos verstaut. Während Mehdi noch einmal durch die Wohnung streifte, um zu schauen, ob er auch nichts vergessen hatte und Marc bereits ziemlich genervt am Steuer seines Volvos saß und ungeduldig auf das Lenkrad trommelte, schnappte sich Gretchen den letzten kleinen Karton aus Mehdis ehemaligen Zimmer und zukünftig wieder Marcs (und nach Haasscher Überzeugungsarbeit vielleicht auch Gretchens) Arbeitszimmer. Als sie die Tür schließen wollte, stolperte sie über die Schwelle und ihr fiel der Karton unglücklicherweise aus der Hand... Mist! Nicht dass was kaputt gegangen ist. ... Hektisch sammelte sie den Inhalt wieder zusammen. Es waren nur Kleinigkeiten, Erinnerungsstücke, unter anderem auch Fotos von Lilly, die Gretchen gerührt anschaute und dann wieder behutsam in die Kiste legte. Sie wollte gerade wieder vom Boden aufstehen, als sie noch ein anderes Bild oder besser gesagt mehrere kleine Bilder in einem halb unter dem Flurteppich liegend entdeckte. Es handelte sich um die gemeinsamen Fotos von ihr und Mehdi aus dem Automaten. Gerührt, dass ihr Ex-Freund ihre Bilder aus glücklichen Tagen aufgehoben hatte, blickte sie sie an und musste unweigerlich lächeln. In dem Moment trat Mehdi aus der Küche und schaute verwundert zu der am Boden knienden Frau....

MK (räuspert sich): So ich glaube, ich habe jetzt alles.
G (steckt das Foto schnell wieder in den Karton, steht auf u. lächelt ihn an): Ja, das ist der letzte Karton.
MK (lächelt zurück): Gut, dann können wir ja jetzt.
G (geht auf ihn zu u. drückt ihm die Kiste in die Hand, die er dankbar annimmt): Hmm! Und wirst du es vermissen?
MK (streicht sentimental über den kleinen Karton in seiner Hand): Was? Marc oder die WG?
G (lacht): Beides!
MK: Schon ein wenig, aber verrat’s ihm nicht.
G (beugt sich zu ihm): Ich sag dir mal was, insgeheim ist er auch traurig, dass du gehst.
Weiß ich doch. Mittlerweile weiß ich seine speziellen Meierschen Zeichen zu deuten.
MK: Meinst du? Ich glaube ja, er ist eher froh, dass er mich endlich los ist und du hier deine Zelte aufschlagen kannst.
G (lächelt): Hmm! Damit hast du vielleicht Recht. Aber er hat schon gerne mit dir zusammengewohnt.
Ich auch. Das war irgendwie wie in alten Zeiten in unserer Studentenbude. Das war auch ne geile Zeit.
MK (grinst): Weil ich ihm den Haushalt geschmissen habe?
G (grinst): Auch! Aber vor allem weil er dich gerne hat. Würde er aber niemals zugeben.
MK (lacht): Stimmt! Und du denkst wirklich, du hältst es auf Dauer mit ihm hier aus?
Oh ja, ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen. Mein gemeinsames Leben mit Marc Meier. Wie das klingt!? Hach... Ich kann es noch immer kaum fassen, dass das jetzt tatsächlich Wirklichkeit wird. Wahnsinn!
G (verträumt): Ich freue mich schon mein ganzes Leben darauf.
Äh ja, das habe ich mir schon gedacht. So genau wollte ich das eigentlich nicht wissen. Hätte ich mal lieber nicht gefragt. Fühlt sich schon irgendwie komisch an, wenn sie so von ihm schwärmt. Aber da muss ich wohl oder übel durch. Sie lieben sich und das ist auch gut so. Wenn ich es mir immer und immer wieder vorbete, wird es mein Herz hoffentlich auch endlich mal kapieren. Der klare Schnitt jetzt, der muss einfach sein. Ein Neuanfang ohne wenn und aber! ... Und *seufz* ohne Gretchen!
MK: Oh!
Okaaaay, ich glaube, Mehdi ist die falsche Person für so ein Gespräch. Er ist noch nicht soweit, dass ich ihm hier so von Marc vorschwärme. Mehr Taktgefühl, Gretchen! Naja, aber er hatte ja auch gefragt.
G (peinlich berührt): Äh ja .... also .... ich weiß schon, wie ich mit ihm umgehen muss, wenn du verstehst, was ich meine.

Schon klar! Sie weiß ganz genau, wie er tickt und an welchen Knöpfen sie drehen muss, um ihn um den Finger zu wickeln. Schon faszinierend! Wenn er mit ihr zusammen ist, dann ist er ein völlig anderer Mensch. Dann ist er ganz er selbst. Selbst ich habe ihn in all den Jahren nur selten so erlebt. Hätte nie gedacht, dass es mal jemand schaffen würde, seinen harten Kern zu knacken. Jetzt kenne ich ihn schon fast dreizehn Jahre, aber so offen und liebenswert hat er sich noch nie jemandem gezeigt. Warum auch immer. Hab ihn ja noch nie verstanden. Wer kann das schon? Doch Gretchen anscheinend schon. Sie tut ihm gut. Definitiv. Das freut mich für ihn und auch für sie, naja eigentlich für seine ganze Umwelt. Je weniger Dr. Meier motzt, umso besser.

MK (lacht): Das habe ich gemerkt. Aber ich warne dich vor, er kann manchmal echt ein unausstehlicher Kotzbrocken sein. Dann solltest du dich lieber schnell verkrümeln. Zur Not hast du ja noch mein altes Zimmer und bei mir in der neuen Wohnung bist du auch immer gerne willkommen.
Das habe ich ihr jetzt nicht wirklich vorgeschlagen oder? Verdammt Kaan, was verstehst du unter den Worten Abstand und Neuanfang nicht? ... Das war rein freundschaftlich gemeint.

Mehdi, ich glaube, du hast vergessen, dass ich ganz genau weiß, wie unausstehlich und gemein er manchmal sein kann. Sechs Jahre gemeinsame Schulzeit und über ein Jahr Assizeit bei ihm sind wohl Erfahrung genug oder? Mein Schutzpanzer ist hart genug. Keine Sorge! Und ich habe ja auch noch so meine Mittelchen und Wege, um ihm das auszutreiben. Aber das behalte ich mal besser für mich.
G: Das ist lieb. Danke! Aber ich hoffe, dass ich das nicht brauchen werde.
MK: Das wünsche ich dir auch.
G (lächelt): Danke! Was jetzt aber nicht heißt, ich würde dich nicht gerne besuchen wollen.
Wenn es wieder so leckeren Kuchen von seiner Mutter gibt, bin ich sofort zur Stelle.

Ja, das wäre schön.

MK (lächelt zurück): Schon klar. Ich habe das schon so verstanden. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich es wirklich kaum glauben kann, dass Marc tatsächlich freiwillig und ohne Vorbehalte mit einer Frau zusammen ziehen will.
Das ist mit Nina damals schon echt blöd gelaufen und von Gaby rede ich mal lieber gar nicht. Meier, bau bloß keinen Scheiß! Wenn du das versaust, dann kriegst du es mit mir zu tun. Das schwör ich dir!

Ich kann es auch kaum fassen. Noch vor einem halben Jahr hätte ich jeden, der behauptet hätte, ich würde mal mit Obermachoarsch Dr. Meier zusammenziehen, den Vogel gezeigt. Und jetzt ist er ganz lammfromm, bekommt sogar Panik bei dem Gedanken, dass ich vielleicht doch noch einen Rückzieher machen könnte. Das ist so süß! Dabei habe ich immer gedacht, er wäre derjenige, der den Rückwärtsgang einlegen würde, sobald es eng für ihn wird. Wie man sich doch in einem Menschen täuschen kann.


G (strahlt vor Glück): Ich auch nicht! Aber er hat ja regelrecht darum gebettelt und du weißt ja, wenn er seinen Dackelblick aufsetzt, kann ich ihm nur schwer widerstehen. Dann muss ich jetzt wohl in den sauren Apfel beißen.

Diese Frau ist wirklich unglaublich! Sie hat den Meier komplett von innen nach außen umgekrempelt. Wenn ich daran denke, was er früher für Reden geschwungen hat, von wegen, er würde sich niemals die Eier abschneiden, sich in einen Käfig sperren oder überhaupt irgendetwas von einer Frau sagen lassen. Tja Meier, herzlich Willkommen im Club der liebeskranken Volltrottel und Weicheier. Brauchst auch keinen Eintritt bezahlen, der ist nämlich kostenlos, dafür ist die Mitgliedschaft aber lebenslänglich.

MK (lächelnd, aber dennoch wehmütig): Ich kann echt nicht glauben, dass ich das jetzt wirklich sage, aber ... ihr ... ihr beide ... ihr passt wirklich super zusammen. ... *schluck* ... Deckel auf Topf eben!
Habe ich das wirklich gerade gesagt? Oh Mann! Naja, aber ich will ja auch endlich einen Schlussstrich unter die ganze Geschichte ziehen, sonst komme ich nie von ihr los. Wir sind NUR Freunde und das ist auch gut so.

Gott, war das lieb von ihm. Ich könnte heulen. Danke Mehdi! Du bist wirklich ein unglaublich toller Mann. Wenn Marc nicht wäre, dann wären wir sicherlich glücklich geworden. Die Frau, die dich mal abbekommt, zieht ein großes Glückslos. Ich hoffe, du findest bald dein Glück. Niemand hat es mehr verdient als du.


G (gerührt): Ehrlich?
MK (lächelt): Ehrlich!

Die beiden schauten sich lange und intensiv in die Augen. Auch wenn Gretchen vorhin noch kurz gedacht hatte, dass ihr Ex-Freund vielleicht doch noch an ihr hing, schließlich hatte er ihre gemeinsamen Fotos zu den Sachen von Lilly gelegt, konnte sie jetzt in seinen Augen lesen, dass er es wirklich ernst meinte. Er war anscheinend über sie hinweg. Denselben Gedanken hatte auch Mehdi. Auch wenn er schon wieder drohte, sich in ihren wunderschönen blauen Augen zu verlieren und es ihn immer noch schmerzte, die beiden glücklich zusammen zu sehen, gab es nun mal nur diesen einen Weg. Er musste endgültig mit seinem alten Leben abschließen, um in Zukunft wieder glücklich werden zu können, was immer die Zukunft auch für ihn bereitstehen hatte. Die neue Wohnung sollte ein Symbol für seinen Neuanfang sein, einen Neuanfang ohne seine geliebte Tochter, ohne seine große Liebe und ohne seinen besten Freund, der gerade in diesem emotionalen Moment ins Zimmer geschneit kam, sich vor den beiden aufbaute und sie nun wütend anschnauzte....

Lorelei Offline

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16.04.2010 15:57
#513 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo ihr Süßen! Was ihr gleich wieder denkt!? Der Meier ist doch nicht eifersüchtig! Viel Spaß mit dem nächsten Teil. LG Lorelei



MM (mehr als ungeduldig mit dem rechten Fuß tippend u. die Arme vor seiner Brust verschränkend): Kommt ihr endlich mal! Ich frier mir unten den Arsch ab und ihr haltet hier noch ein Kaffeekränzchen. Hab echt keinen Bock mehr.
G (genervt): Marc!
MK (genervt): Ja doch! Nur keine Panik. Hab mich nur noch von der Wohnung verabschiedet.
MM (schaut ihn ungläubig an): Bitte? Hast du noch den Fußboden geküsst oder was?
Der ist doch irre der Typ, aber das war er ja schon immer!
MK (lacht): Sehr witzig Marc! War echt ne schöne Zeit mit dir hier.
Oh Gott, jetzt fängt der schon wieder so an. Bleib mir bloß vom Hals, du sentimentaler Waschlappen!
MM (verdreht die Augen): Äh ... jetzt ja nicht gleich wieder sentimental werden! Hab immer noch ein Trauma von deiner schwulen Umarmung heute Morgen.
Hab dich auch lieb, Meier!

Marc ist echt ein emotionaler Krüppel. Da kommt noch ganz schön viel Arbeit auf mich zu. Will ich mir das wirklich antun? ... Jaaaaa, ich will und wie ich will!

MK (schüttelt lachend den Kopf): Schon klar! Wir können dann.
G (schaut zwischen den beiden Männern hin und her): Ja, lasst uns endlich fahren.
MM (dreht sich um u. hält den beiden die Tür auf): Sag ich doch!

Die drei wollten gerade zur Wohnungstür hinaus, als plötzlich das Telefon klingelte...

MM (genervt): Boah, das ist jetzt echt nicht wahr oder?
MK: Dann lass es doch klingeln, Mann! Wir sollten wirklich los, bevor es dunkel wird.
G: Finde ich auch!
MM (schiebt die beiden zur Tür hinaus): Na dann!

Doch der Anrufer erwies sich als äußerst hartnäckig, so dass Marc dann doch entschied, lieber ranzugehen. Es könnte ja die Klinik sein, dachte er. Massenkarambolage, Virusepidemie oder der passende Vorwand, um dem Kaanschen Umzugsstress doch noch zu entgehen. Gottes Werk war schließlich bei jeder Gelegenheit die passende Ausrede. Mit einer Kopfbewegung zeigte er den beiden an, dass sie schon vorgehen sollten und griff nach dem Telefon, während Gretchen und Mehdi ihm zunickten und zur Tür hinausgingen....

M (genervt): Beim Umzugsservice Meier-Kaan.
E (verwirrt): Bitte? Marc Olivier, bist du das?
Och nee!

Als Dr. Meier die Stimme seiner Mutter erkannte, ließ er seinen Kopf hängen und legte sofort ohne ein weiteres Wort wieder auf. Er fuhr sich aufgewühlt durch die Haare... Die hat vielleicht Nerven! Muss die hier ständig eine auf Stalkerin machen? Das nervt. .... Es war nicht das erste Mal, dass Elke Fisher in den letzten Tagen bei ihrem Sohn angerufen hatte. Und es war nicht das erste Mal, dass Marc sofort wieder aufgelegt hatte. ... Vielleicht sollte ich die Nummer ändern? Sie soll mich endlich in Ruhe lassen, verdammt. Ich dachte, sie hätte das gestern endlich kapiert, dass ich sie nicht mehr sehen geschweige denn hören will. Sture Frau! ... Der junge Oberarzt stand noch eine Weile völlig in Gedanken versunken neben dem Telefon, als plötzlich die Wohnungstür wieder aufging und ein blonder Lockenkopf durch den Türspalt kuckte...

G: Kommst du, Schatz?
M (noch leicht abwesend blickt er sie an): Äh ja, natürlich.
G: Wer war denn das am Telefon?
M: Niemand! Äh... niemand. Wahrscheinlich wieder mal ... äh... verwählt.
G: Oh! Das kommt in letzter Zeit häufig vor, hmm?
M (nachdenklich): Hmm! Leider!

Gretchen drückte ihrem Freund ein kurzes Küsschen auf den Mund, nahm seine Hand in ihre und zog ihn zur Tür hinaus...

Lorelei Offline

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17.04.2010 10:00
#514 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Etwa eine halbe Stunde später erreichte der voll gepackte Meier-Kaansche Fuhrpark das Mehrfamilienhaus in der Frauenhoferstraße, in der Mehdis neue Wohnung lag. Die beiden Männer parkten ihre Autos direkt vor dem Eingang und stiegen aus. Nase rümpfend betrachtete Marc Meier das mehrgeschossige Gebäude... Oh Mann, das arme Schwein! Schlimmer noch als damals unsere WG in dem Abbruchhaus. Ich würde ihm glatt schon wieder Asyl anbieten. Äh... wenn Haasenzahn nicht wäre. Tja, Pech gehabt, Kaan! ... Er nahm Gretchen in den Arm, die mittlerweile auch ausgestiegen war und sich nun ebenfalls umschaute.... Schön hier! ... Marc wandte sich seinem besten Freund und Ex-Mitbewohner zu, der mit dem Rücken zu ihm stand und in seinem Kofferraum kramte....

MM (grinst): Is schon ein Abstieg ne!? Im Vergleich zu meiner geilen Designerwohnung an der Spree.
Marc kann es nicht lassen! GGGRRR!!! (G)
Hat ja nicht jeder nen Goldesel im Keller, du arrogantes Arschloch! (MK)


Mehdi zog seinen Kopf wieder aus dem Kofferraum hervor und stieß sich denselbigen dabei an der offenen Heckklappe. ... Aua, verdammt! Das ist alles deine Schuld, Meier. ... Er rieb sich die schmerzende Stelle am Hinterkopf und drehte sich beleidigt zu seinem immer noch grinsenden Freund um...

MK: Eh! Wir sind hier immer noch in Mitte und nicht in Neukölln ja!
MM: Na Gott sei dank auch! Dahin wäre ich bestimmt nicht mitgekommen.
G (löst sich aus seiner Umarmung u. schaut ihn vorwurfsvoll an): Maaarc!

Wieso kann er eigentlich nie seine Sticheleien lassen? Ist ja schon schlimmer als mit mir damals. Also ich finde die Gegend hier gar nicht mal so schlecht. So schön ruhig. Da drüben ist ein kleiner Park, da ein Spielplatz. Also kinderfreundlich. Lilly würde sich sicherlich hier wohl fühlen, wenn sie dann hoffentlich bald wieder da ist. Ich wünsche mir das so sehr. Sie fehlt mir. Und dahinten ist ja auch schon gleich die Klinik. Ist doch super! Dann hat er es ja nicht weit und kann auch mal zu Fuß zur Arbeit kommen. Täte seiner Figur gut. Und ich kann auch öfters mal auf Kaffee und Kuchen vorbeikommen.

MM (verdreht die Augen): Gut, ich halt ja schon die Klappe. Dann zeig mal her, das Loch, in dem du jetzt haust.
G: Maaarc!
MK: Meiiier!

Beleidigt schnappte sich Mehdi einen kleinen Karton aus dem Kofferraum. Marc und Gretchen taten es ihm gleich. Stumm folgten sie ihm zur Haustür. Mehdi wollte diese gerade aufschließen, als sie ihm stürmisch entgegenkam und fast seine Nase touchierte. Der junge Gynäkologe wich erschrocken einen Schritt zurück, trat dabei aber leider auf Marcs Fuß, der direkt hinter ihm gestanden hatte und ihn nun böse anfunkelte und absichtlich seinen Karton fallen ließ, in dem sich aber Gott sei dank nichts Zerbrechliches befand. Mehdi ignorierte seinen schimpfenden Freund und konzentrierte sich stattdessen auf die Übeltäterin der gefährlichen Haustürattacke....

Lorelei Offline

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17.04.2010 19:38
#515 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen noch mal! Tja, wer ist wohl die gefährliche Attentäterin, die unseren Mehdi fast umhaut? Ist eigentlich nicht schwer zu erraten, wohnt schließlich zwei Etagen über ihm. Und Pinklady, also wenn ich mich recht erinnere, müsste Marc wissen, dass sie auch da wohnt (Vielleicht erinnerst du dich an die Dachterrassenszene, als zwei eifersüchtige Gockel Olivier u. Gretchen beobachtet haben.), Gretchen glaube ich aber nicht. Aber ist ja auch nicht so wichtig. Viel Spaß jetzt mit dem nächsten Teil. Eure Lorelei



Freudestrahlend wollte Dr. Maria Hassmann ihren neuen äußerst attraktiven Nachbarn in die Arme schließen, als sie bemerkte, dass dieser gar nicht allein vor der Tür stand. Hinter seinem Rücken entdeckte sie nämlich ihren verhassten Konkurrenten, Dr. Marc Meier, und Mehdis Ex-Freundin, Dr. Gretchen Haase, die ihr ebenso wenig lieb war, da sie genau wusste, dass ihr Geliebter ihr immer noch mehr nachhing, als er immer behauptete. Und schon war ihr strahlendes Lächeln wieder verschwunden. Die Enttäuschung war der Neurochirurgin förmlich ins Gesicht geschrieben, aber sie bewahrte Contenance... Das kann doch jetzt echt nicht sein Ernst sein? Muss der ausgerechnet die mit hierher bringen? Was soll denn das? Eh ich habe mich den ganzen Tag schon auf ihn gefreut, mich stundenlang gestyled und hübsch gemacht und jetzt das. So ne Scheiße!

MH (lächelt gequält): Mehdi! Da bist du ja endlich! Ich habe schon befürchtet, du kommst gar nicht mehr. ... (schaut verächtlich zu seinem Umzugsteam) ... Was ... was machen DIE denn hier?
MK (strahlt sie an): Hey du! Ich habe uns ein bisschen Verstärkung mitgebracht.
Na super! Die bleiben anscheinend auch noch länger! Nix mit Schäferstündchen in der neuen Wohnung. So ein Mist verdammter! Und ich habe extra die neuen Dessous angezogen, die ich mir letzte Woche gekauft habe. Wieso kann eigentlich nie etwas nach Plan laufen? Verdammt! (MH)
MH (zeigt angewidert auf die beiden Ärzte hinter ihm): Ausgerechnet die?
Was soll das denn heißen? (G)
Och die Arme, da kann sie gar nicht gleich ihren süßen Hengst bespringen. Das tut mir aber leid! Allein schon für ihr blödes Gesicht hat es sich gelohnt, mit hierher zu kommen. Hahaha! Wie geil! (MM)

MM (grinst sie anzüglich an): Na Hassi, enttäuscht, dass dein Süßer nicht allein gekommen ist? Sorry, aber uns gibt es leider nur im Dreierpack!
Boah, der war gut! Ich lach mich schlapp! Ihr Gesicht super! (MM)
Arschloch! (MH)
Kann er sich nicht einmal wie ein normaler Mensch benehmen? (G)
Ach auf einmal wieder auf netten Kumpel machen oder was? (MK)

G (funkelt ihn an): Maaarc! ... (und lächelt dann freundlich MH an)... Hallo Maria!
MH (mit aufgesetztem Lächeln): Hallo!
MM (sichtlich genervt): War’s das dann jetzt mit dem unnötigen Begrüßungs- und Balzritual? Eh wie lange sollen wir hier noch wie bestellt und nicht abgeholt rumstehen? Is arschkalt verdammt.
MK: Mann, nur keine Hektik! Wir haben doch alle Zeit der Welt!
G: Eben!
Zeit? Eh ich bleibe hier nicht länger als nötig? Dass das mal klar ist! Die Gegend hier ist völlig undiskutabel. (MM)
MM (verschränkt die Arme): Ich nicht!
MH (grinst): Wieso? Noch verabredet?
MM (blickt zu G, die ihn verwundert anschaut): Sozusagen!
Püh, kann er vergessen! Jetzt bleibe ich erst recht hier! Strafe muss sein, so wie der sich hier benimmt. Neandertaler! (G)
Gott sei dank! Dann haut doch endlich hier ab! Ich will mit Mehdi alleine sein. Ich habe ihn seit gestern Mittag nicht mehr geküsst. Ich leide schon unter Entzugserscheinungen. Oh Gott, ich hoffe, das sagen sich andere verknallte Idiotinnen auch. (MH)

MH (grinst): Verstehe! Na dann bringen wir es mal hinter uns.
MK (nickt ihr zu): Hmm!
G: Mehdi, ich bin schon so gespannt auf deine neue Wohnung.
MK (lächelt verschämt): Ach, die ist doch nichts Besonderes.
MM (grinst): Eben! Na dann zeig uns mal das Mäuseloch!
Arschloch! (MK)
G (stupst MM in den Arm): Maaarc!
Au, du kleines Biest! Musst du mich immer und überall schlagen? Wenn du so weitermachst, muss ich dich noch bei Amnesty International melden. Na warte! Du kannst dann noch was erleben, Süße, das schwör ich dir. (MM)

Und schon waren die vier Ärzte in dem Mehrfamilienhaus verschwunden. Mehdi schloss seine Wohnungstür auf und wollte seine Freunde schon voller Stolz in sein neues Reich bitten, als ihn fast der Schlag traf... Das darf doch wohl nicht wahr sein!? ... Er drehte sich sofort wieder um und schaute Maria direkt ins Gesicht, die hinter ihm am Türrahmen lehnte und ihn verträumt anblickte...

MK: Maria, kommst du bitte mal!

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18.04.2010 13:22
#516 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen! Tja, was hat Maria wohl angestellt? Kleine Erinnerung: Es gab doch mal so ein ominöses Telefonat, nach dem Mehdi Maria um einen Gefallen gebeten hat. Das kläre ich als nächstes auf. Ach und Kate, tut mir leid, dass du unter Zuckermangel leidest (ich bei deiner FF übrigens auch), ich kann dir da aber leider auch nicht weiterhelfen, denn die Episode in Mehdis Wohnung könnte eventuell etwas länger dauern. Sorry! Trotzdem wünsche ich viel Spaß mit dem nächsten Teil u. allen einen schönen sonnigen Sonntag! Eure Lorelei



Maria trat nach Mehdis eher harschen Bitte in den Flur seiner Wohnung, dicht gefolgt von Gretchen und Marc, die die ersten Umzugskisten dort abstellten und sich nun neugierig das neue Reich ihres Freundes anschauen wollten. Mehdi schmiss hinter ihnen die Wohnungstür mit einem Knall zu, so dass alle erschrocken zusammenzuckten, und zog seine völlig überrumpelte und verwirrt drein blickende Geliebte am Ärmel ihres tief ausgeschnittenen roten Pullovers ins Wohnzimmer, wo er sie schließlich losließ, sich schnaufend vor ihr aufbaute und nun wild mit den Armen im Raum hin und her fuchtelte. Die Neurochirurgin verstand überhaupt nicht, was dieser Auftritt, der dem eines Flugbegleiters bei der Erklärung der Sicherheitshinweise vor dem Start eines Flugzeugs ähnelte, zu bedeuten hatte. Sie folgte mit ihrem Blick den wilden Armverrenkungen des schweigenden und anscheinend verrückt gewordenen Mannes und sah sich so auch in dem Raum um. In der Mitte des Wohnbereiches standen eine noch in Folie eingepackte dunkelblaue Couch und zwei Sessel in derselben Farbe. Drumherum lagen mehrere größere Kisten und Pakete mit der Aufschrift eines allseits bekannten Möbelhauses. Während das verliebte Pärchen Meier-Haase einen kurzen Gang durch die Kaansche Wohnung machte, die ja nun wirklich nicht groß war, blickte Mehdi seine Kollegin und Geliebte stinksauer an. Seine Halsschlagader pulsierte richtig und sein Kopf nahm so langsam die Farbe einer überreifen Tomate an. Er atmete schwer. Allmählich taten ihm auch die Arme weh und er stemmte sie stattdessen lieber in seine Hüfte. Er fixierte die brünette Frau mit seinem durchdringenden Blick, aber noch immer kam keinerlei Erklärung von ihr, warum seine neue Wohnung im Chaos versunken war. Doch Maria starrte ihn nur verwundert an, denn sie hatte nicht den Hauch einer Ahnung, was ihn plötzlich so sehr aufregte. Vorsichtig hakte sie schließlich bei ihm nach....

MH (mit Unschuldsmiene): Was ist denn los?
MK (laut aufbrausend): Was los ist? WAS LOS IST?

Die Oberärztin wich angesichts der Schärfe seiner Worte einen Schritt zurück und sah ihn sprachlos an. Der Gynäkologe wandte sich von ihr ab und lief nun aufgeregt und mit den Armen wild gestikulierend durch sein Wohnzimmer, das eher einem Lagerhaus denn einem bewohnbaren Raum glich. Immer wieder stieß er mit dem rechten Fuß gegen die großen Möbelkisten und fluchte vor sich hin. Maria schaute ihm nur sichtlich verwirrt zu, ebenso Marc und Gretchen, die sich nach einem kurzen Kussstopp im Badezimmer mittlerweile zu ihr gesellt hatten und sie nun fragend anblickten, aber sie zuckte nur mit den Schultern, denn sie konnte sich sein aufbrausendes Verhalten nicht wirklich erklären....

MH (zögerlich): Was hast du denn auf einmal?
MK (kurz vorm Explodieren): Was ist das?

Er hielt inne und zeigte nun auf die riesigen Pakete, die im Wohnzimmer verteilt standen...

MH (kleinlaut): Na deine Möbel.
MK (schnippisch): Meine Möbel, he?
Was ist denn auf einmal los mit ihm? So kenne ich ihn gar nicht. (MH)
MH (unsicher): Äh ja.
MK (verschränkt die Arme u. schaut sie mit vor Wut funkelnden Augen an): Also ich sehe nur Kisten.
MH (versteht nicht, was er von ihr will): Ja und?
MK (fährt sie stinksauer an): Kannst du mir mal verraten, warum die noch nicht zusammen gebaut sind?
Was? Also das ist ja wohl die Höhe! (MH)
MH (schnappt hörbar nach Luft u. schaut ihn entrüstet an): Wie bitte? Eh, jetzt hör mir mal zu, du... du wild gewordener Pavian ... (Marc u. Gretchen können sich ein Lachen nicht verkneifen, verschränken gleichzeitig die Arme u. verfolgen grinsend das Schauspiel der beiden) ... du hast gesagt, ich soll die Leute vom Möbelhaus reinlassen, aber nicht dass ich dir hier deine blöden Möbel zusammenbauen soll.
Der hat sie doch nicht mehr alle! (MH)
MM (hält sich den Bauch vor Lachen): Hahaha! Das will ich sehen.
G (legt ihre Hand auf seine Schulter): Marc!
MK/MH (mit bitterbösen Blick zu MM): Meier, Klappe halten!
MM (hebt abwehrend die Hände): Is ja gut! ... (leise zu G) ... Wie ein altes Ehepaar die beiden, echt!
G (grinst; leise zu MM): Stimmt!
MK (wesentlich ruhiger als zuvor zu MH): Äh... nicht du, aber die vom Möbelhaus.
MH (steht auf dem Schlauch): Hä?
MK (seufzt laut): Die sollten die Möbel nicht nur liefern, sondern auch gleich aufbauen.
So ne Scheiße verdammt! (MK)
MH: Oh, das hab ich nicht gewusst, Mehdi.
Weil ich Idiot dir das nicht gesagt habe. Oh Gott und ich mache sie hier auch noch so zur Schecke. Wie konnte ich nur? (MK)
MK (streicht ihr liebevoll über den Arm): Tut mir leid, ich wollte dich nicht so anfahren. Kannst ja nichts dafür. ... (leise zu sich selbst murmelnd) .... Kann nicht einmal was nach Plan laufen? So ein Mist verdammter.
MM (lacht): Tja Mehdi, dumm gelaufen. Da musst du wohl jetzt selber ran. Aber du kennst dich ja aus mit ... (blickt zu MH) ... (Schreck-)Schrauben.
MK (sauer): Halt die Klappe! Na die können was erleben!
MM (schaut ihn verwirrt an): Hä? Wer jetzt? Ich? Äh...

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18.04.2010 19:47
#517 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Mehdi wandte sich von seinem Freund ab und zog sein Handy aus seiner Jackentasche, während sich Gretchen, Marc und Maria gleichzeitig auf seine Couch plumpsen ließen. Es gab ein lautes quietschendes Geräusch, da die Couch noch in Folie eingehüllt war, welches die drei unweigerlich zum Lachen brachte. Die drei Ärzte des EKH schlugen synchron die Beine übereinander, verschränkten die Arme und beobachteten nun interessiert, wie ihr Freund hektisch im Zimmer auf und ab lief und in sein Handy brüllte...

MK (immer aufbrausender am Telefon): ... Das nennen Sie Dienst am Kunden? Wir hatten doch abgemacht.... Das hatte ich ihrer blonden Kollegin letzte Woche gesagt.... Ja, sie hat das auch notiert. ... Natürlich bin ich mir sicher. ... Ja, aber... Und was mache ich jetzt mit den.... Wie? ... Was soll das heißen, das ist nicht Ihr Problem? .... Hören Sie, ich bin Arzt. Ich habe nicht die Zeit, um.... Wie das ist Ihnen egal? Ich habe bei Ihnen eine Kundenkarte und... Eh! ... Aufgelegt! .... Unverschämtheit!

Stinksauer pfefferte der Halbperser sein Handy auf den Tresen, der den Wohn- vom Küchenbereich trennte, fuhr sich aufgeregt durch die Haare und fluchte immer noch laut.....

MK: Servicewüste Deutschland, echt!

Wütend trat er gegen eine der Kisten, die ihm im Weg standen, um kurz danach laut aufzujaulen....

MK (flucht): Au!!! Scheiße verdammt! GGGGGRRRR!!!

Amüsiert betrachteten seine drei Helfershelfer den zeternden Frauenarzt....

MM: Hahaha! Alter, nun reg dich mal ab, ehe du dir noch alle Knochen brichst! Bin heute nicht im Dienst und hab keinen Bock, dich wieder zusammenzuflicken. Würde eh nix mehr bringen.
Hoffnungsloser Fall!
MK (funkelt ihn wütend an): Lass mich bloß in Ruhe, du Arschloch.

Das war das Signal für den Chirurgen, um zu gehen. Er sprang von der Couch auf und wandte sich nun seiner Freundin zu...

MM: Gut, dann können wir ja jetzt auch gehen! ... (reicht G die Hand, um ihr beim Aufstehen behilflich zu sein) ... Haasenzahn, kommst du? ... (dreht sich dabei noch einmal kurz zu MK um)... Ach und Mehdi, hol gefälligst deinen Kram aus meiner Karre, aber ZZ! Damit wir hier zügig verschwinden können.
Die Idee gefällt mir! (MH)
Was hat er denn jetzt schon wieder? Wieso gehen? Mehdi braucht uns doch jetzt. (G)

G (schlägt seine Hand aus u. bleibt sitzen): Marc!
Was ist denn jetzt schon wieder falsch? (MM)
MM (stöhnt): Ja was? Will hier nicht ewig versauern.
Er kapiert es nicht! Würdest du deinem Freund gefälligst mal deine Hilfe anbieten, du ignoranter Arsch!? Das ist schließlich ein Notfall. (G)
MK (hat sich wieder etwas abgeregt u. tippt MM auf die Schulter): Marc, warte mal! Es tut mir leid, ich bin einfach nur sauer und geladen, weil schon wieder alles schief läuft.
Wie so vieles in deinem Leben. (MM)
MM: Das ist nicht mein Problem.
MK (seufzt): Das haben die am Telefon auch gesagt. Scheiße, wie soll ich denn jetzt den ganzen Mist alleine zusammenbauen?
Mir doch egal! (MM)
G/MH (gleichzeitig): Wir helfen dir!
MM (schaut die beiden Ärztinnen verdutzt an): Bitte was?
Ham die jetzt den Arsch offen? Was soll das denn? Der Mütter-Theresa-Hilfsverein zur Rettung hoffnungsloser Idioten oder was? (MM)
MK (strahlt die beiden Frauen an): Echt? Das würdet ihr wirklich für mich tun?
G (lächelt): Natürlich! Das ist doch selbstverständlich.
MH (ebenfalls mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht): Eben! Das kriegen wir schon zusammen hin.
MK (erleichtert): Danke!
MM (beugt sich zu G herunter u. flüstert leise): Komm schon, Haasenzahn, wir wollten doch noch....
Kann mir schon denken, was du willst, aber das kannst du mal getrost vergessen, mein Lieber. (G)
G (fällt ihm ins Wort): Marc, Mehdi braucht jetzt unsere Hilfe. Also!?
Und ich nicht oder was? Wir haben doch schon den ganzen Tag mit seinem Umzugsscheiß verplempert. Irgendwann ist auch mal genug. Das Weichei kommt schon alleine klar. Hat ja noch seine Haremsdame hier. Die wartet doch auch nur darauf, dass wir hier endlich verschwinden. Und ich tue ihr mal ausnahmsweise gerne diesen Gefallen. Uah! Gut, dass das keiner gehört hat. Ich dachte halt, wir verbringen noch nen schönen Abend im Bett, wenn wir schon mal gemeinsam frei haben, Haasenzahn. Das ist schon selten genug. (MM)
MM (schaut sie enttäuscht an u. versucht, sie umzustimmen): Aber...
G (unterbricht ihn wieder): Nix aber!
Och menno!
MH (grinst): Meier, ihr Sexleben können Sie auch ein anderes Mal pflegen!
Je schneller wir hier fertig sind, umso schneller können wir... also ich und Mehdi... äh ja... Außerdem wäre es nicht schlecht, wenn wir diesmal ein Bett hätten und das müssen wir ja erst noch zusammenzimmern. (MH)
MM (aufgebracht): Bitte? Also das ist ja wohl....
Blöde Schnepfe! (MM)
G: Marc!
Kann er nicht einmal über seinen Schatten springen und nicht ständig nur an Sex denken. (G)
MK (mit Dackelblick): Bitte Mann!
Boah der mit seinen blöden Rehaugen! Deine Mitleidstour zieht bei mir nicht, Alter! Und Haasenzahn, lass den Schäkerblick! Der wirkt bei mir eh nicht! ... *seufz* ... Na gut! Zur Völkerverständigung und zum Erhalt des Friedens mit Haasenzahn ziehe ich eben die weiße Flagge und drücke ausnahmsweise mal ein Auge zu. Aber das ist das erste und letzte Mal. Dass das klar ist! Ich bin einfach zu gut für diese Welt. (MM)
MM (verdreht die Augen): Boah! Ihr nervt echt! Eh aber an meine kostbaren Chirurgenhände lasse ich keine rostigen Nägel und Hämmer heran. Dass das mal klar ist ja!
Weichei! (MH)
Ich habe nichts anderes von dir erwartet, Mann. (MK)
Ja, wäre schade drum. (G)

MH: Jetzt zieren Sie sich doch nicht so, Meier.
MK (lacht): Ja, du Mädchen.
Püh vergiss es! So nicht mein Lieber! Dann eben doch nicht. Ich bin dann mal weg! Macht doch euren Scheiß alleine. Wollte eh noch das Metallica-Konzert auf MTV kucken. Und tschüß! (MM)
MM (dreht sich um u. will gehen): Ihr könnt mich alle mal! Ich gehe.
Jetzt spielt er wieder die beleidigte Leberwurst! Tzz... Wie ein Kleinkind echt! (G)
Das ist doch kindisch, Marc. Selber immer und immer wieder austeilen, aber selbst nichts einstecken können. (MK)
Was das denn für ne Lusche? Große Töne spucken, aber nichts dahinter. Hab ich immer gewusst. (MH)

G (verdreht genervt die Augen): Marc!
MK (ergreift ihn an der Schulter, um ihn aufzuhalten): Mann, dann hältst du eben nur die Bretter, wenn ich die zusammentackere. Kann ja wohl nicht so schwer sein.
MH: Eben! Das kann ja selbst meine kleine Tochter.
Irgendwann stopfe ich der mal das Maul! Blöde Kuh! (MM)
G: Komm schon, Schatz!
Mann, drei gegen einen ist echt unfair. GGGGRRRRR! (MM)
MM (dreht sich wieder zu den drei um u. atmet tief durch): Okaaaay, dann mache ich es eben. ... (tippt MK auf die Brust u. zeigt dann zu den Frauen auf dem Sofa) ... Bild dir bloß nichts darauf ein, Kaan! Mit den zwei Weibern wäre das ja eh nichts geworden.
Was? Boah Maaarc! (G)
Machoarsch! (MH)

MK (lächelt): Danke, Mann! Ich schulde dir was.
MM: Ich komme irgendwann darauf zurück.
G (empört): Was soll das denn heißen? Traust du uns das etwa nicht zu?
MH (funkelt MM böse an): Denken Sie etwa, wir könnten keinen Nagel gerade in die Wand hauen?
Äh naja, ich habe ja wirklich noch keinen gerade in die Wand gekriegt. Das verrate ich aber mal lieber nicht. Ich kann ja noch üben, ne! (G)
Jep! Handwerkliches Geschick hat die Evolution schließlich nicht für den unterlegenen Part der Menschheit vorhergesehen. Lackiert euch lieber die Fingernägel, schaut GNTM oder bringt uns ein Paar Bierchen! Das hier ist ein Job für echte Männer. (MM)

MM (verschränkt die Arme u. blickt die beiden Damen süffisant an): Ja, das denke ich!
Machoarsch! Dem werde ich es zeigen! (MH)
MH (blickt ihn provozierend an): Na, wenn Sie sich da mal nicht täuschen, Meier.
MM (nähert sich MH u. schaut sie herausfordernd an): Was soll das werden? Ein kleiner Wettkampf? Wer kriegt die meisten Nägel in die Wand? Können Sie gerne haben.
Ist der jetzt verrückt geworden? (G/MK)
MK (leicht panisch): Spinnt ihr jetzt? Lasst ja meine Wände in Ruhe!
G: Marc!
MH (blickt zwischen den beiden Männern hin und her): Nein, das meine ich nicht, Mehdi. Keine Sorge! Aber warum eigentlich nicht, Meier. So ein kleiner Wettkampf zwischen Männern und Frauen. Was halten Sie davon?
Bitte was? Nein, ich habe mich geirrt. Beide sind verrückt geworden! (G)


....

Lorelei Offline

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19.04.2010 09:15
#518 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

MM (lacht spöttisch): Wenn Sie unbedingt verlieren wollen, Frau Dr. Hassmann!?
MH (steht von der Couch auf u. baut sich siegessicher vor MM auf): Werden wir sicherlich nicht, Herr Dr. Meier.
Die spinnt doch? Die werde ich so was von fertig machen, dass sie freiwillig von ihrer Bewerbung um den Chefarztposten zurücktritt. (MM)
MM (funkelt sie siegesgewiss an): Wollmer wetten?
MH (funkelt selbstbewusst zurück): Gerne!
Also jetzt reicht es wirklich! (G)
G (unsicher zu MH): Also Maria, ich weiß nicht...
MH (dreht sich zu ihr um): Nur nicht so bescheiden, Frau Dr. Haase. Die beiden schlagen wir doch mit links.
MM (zieht die Augenbrauen nach oben u. lacht): Bitte? In Ihren Träumen vielleicht.
MH (grinst ihn an): Angst, von einer Frau geschlagen zu werden?
MM (baut sich mit Stolz geschwellter Brust vor ihr auf u. stemmt seine Hände in die Hüfte): Ganz bestimmt nicht!
Ich mach dich alle! (MH/MM)
MK (hakt vorsichtig nach): Äh... was soll das werden, wenn ich fragen darf?
MH (lächelt ihn an): Ich und Gretchen zeigen euch, wo der Hammer hängt.
MK/ G (gleichzeitig): Bitte was?
Die ist doch verrückt geworden. Ich mache da nicht mit. Kann sie vergessen. (G)
Womit habe ich das nur verdient? (MK)
Hahaha! Dass ich nicht lache! So du kleine Möchtegernemanze, jetzt zeige ich dir mal, was die Evolution wirklich vorhergesehen hat. Scheiß auf die Emanzipation! Das hier ist ein Job für richtige Männer. Mist, dass ich nur Mehdi hier als Unterstützung habe. Wo kriege ich jetzt auf die Schnelle nen echten Kerl her? (MM)

MM (geht auf ihre Provokation ein): Gut, wie ihr wollt! Und wie soll dieser kleine Geschlechterkampf genau aussehen?
Äh... hallo!? Wir sind auch noch hier! Könntet uns wenigstens mal fragen, ob wir da überhaupt mitmachen wollen! ... Nämlich NICHT! (MK/G)
MH (grübelt u. schaut sich dabei im Zimmer um): Hmm... lass mal überlegen.
MM (verdreht genervt die Augen): Na das kann ja dauern!
Weiber! (MM)
MH: Eh! ... Ok, ich hab’s. Wir haben hier doch zwei Zimmer oder?
MK (versteht nicht, was sie will): Äh ja! Und?
MH (blickt zwischen den Männern u. Gretchen, die immer noch auf der Couch sitzt, hin und her): Nun ja, ihr nehmt euch eins vor und wir das andere.
Oh Gott! Das ist nicht ihr Ernst? (G)
MK (überfordert): Äh was jetzt?
MH: Ihr Männer nehmt das Schlafzimmer und ich und der Haase übernehmen den Wohnbereich.
G (entsetzt):Was?
Nur über meine Leiche! Ich mache hier nicht mit bei diesem albernen Emanzipations- oder Konkurrenz- oder Was-auch-immer-Kampf. (G)
Die ist doch irre! (MM)
Meine schöne Wohnung! Hilfe! (MK)
Was kucken die denn jetzt so blöde? Ist doch ne Superidee oder? (MH)

MM (zeigt ihr den Vogel): Sie sind doch verrückt! Aber gut! Sie haben schon so gut wie verloren.
MH (blickt MM herausfordernd an): Das werden wir ja noch sehen.
Hilfe! Das muss doch noch irgendwie verhindert werden können. (G)
G (steht von der Couch auf u. fasst MH am Arm an): Maria, also ich... ich glaube, das ist keine so gute Idee.
MK (atmet erleichtert auf): Das denke ich aber auch.
MH (schaut erst verführerisch zu MK u. dann herausfordernd zu G): Warum denn so ängstlich, Mehdi? Wir wollen doch nur dein kleines Möbelproblem lösen. ... Komm schon Gretchen, das wäre doch die perfekte Gelegenheit, um deinem Machomann mal gehörig das Maul zu stopfen.
Hat die sie noch alle? (MM)
MM (funkelt sie böse an): Eh!
Naja eigentlich hat sie ja schon Recht. So oft bekomme ich so eine Gelegenheit sicherlich nicht. Wäre schon schön, ihm zu zeigen, dass seine Machosprüche längst überholt sind. Aber da wäre ja noch mein kleines Handicap, von dem Maria nichts weiß, Marc aber schon: Meine zwei linken Hände, die sich immer dann bemerkbar machen, wenn es um handwerkliches Geschick oder den Haushalt geht. Verflixt! Das kann nur schief gehen! Aber es ist schon sehr verlockend. Och menno! (G)
G (gibt zögerlich nach): Hmm... na gut! Warum eigentlich nicht.
MK (sprachlos): Äh....
MM (schaut sie ungläubig an): Was?
Sie ist damit einverstanden? Warum das denn auf einmal? Doch nicht etwa, um mir wirklich mal...? Nee, das schafft sie eh nicht. Gut, wenn sie unbedingt die nächste katastrophale Niederlage haben will, bitte, kann sie haben. Aber allein dieser dilettantische Versuch hier muss später noch bestraft werden. Das wird ein Spaß! (MM)
G (grinst erst MM, dann MK selbstbewusst an): Ich bin einverstanden mit der kleinen Wette. Wie sieht es bei dir aus, Mehdi? So ein kleiner Geschlechterkampf unter Freunden, hmm?
Oh Mann, wo bin ich da nur hineingeraten? Ich dachte, ich packe schnell meinen Kram zusammen, ziehe um und lege mich dann in mein neues bereits fertig zusammengebautes Bett. Schön wär’s! Aber nein, Meier und Maria müssen ja ihren Kleinkrieg aus dem EKH zu mir in meine kleine bescheidene Hütte verlegen. Und Gretchen mischt nun auch noch da mit. Ich habe keine andere Wahl! (MK)
MK (seufzt u. schaut die drei an): Äh ja, wenn ihr unbedingt meint!? Ich habe nur Angst um meine Möbel.
MH (schaut ihn liebevoll an): Musst du nicht. Ich bin Profi.
MK/ G (skeptisch): Wirklich?
Bei was? Beim Nerven ohne Ende? Beim Zurschaustellen ihres nicht vorhandenen chirurgischen Talents? Oder beim Dumme-Idioten-Abschleppen? (MM)
MM (zieht die Augenbraue hoch): Ja klar. Wer’s glaubt!?
Arschloch! Du wirst dich noch wundern, was ich so alles draufhabe. (MH)
MH: Also in meiner Wohnung steht kein Möbelstück, das ich nicht selber zusammengeschraubt habe.
G (staunt begeistert): Echt? Wow!
MK: Ich bin beeindruckt.
Was für eine Frau! Wahnsinn! (MK)
Das nehme ich ihr nicht ab. Die doch nicht! Nur weil sie ab und an mal nen Schädel aufschraubt, muss das nicht heißen, sie könne mit nem Akkuschrauber umgehen. Never! (MM)

MM (lacht spöttisch): Tzz... War wahrscheinlich ein Lego-Bausatz, he?
MH (mit aufgesetztem Lächeln): Nein! Ich habe mich jedenfalls besser angestellt als die Typen in der Hornbacher-Werbung. ... Ja, ja, jippi, jippi, yeah! Hahaha! Ich glaube ihr kein Wort. (MM) ... Also was ist nun, Meier? Schiss zu verlieren?
MM (fühlt sich herausgefordert u. verteidigt sich): Bitte? Niemals.
Bin schließlich Gott ... im OP, in Gretchens Bett, im Frauenflüsterer-Verarschen, im dumme-Puten-beleidigen und äh ... im handwerklichen Bereich ... äh ... sicherlich ... also ganz bestimmt ... auch! Und Gott verliert nie. Und gegen Weiber erst recht nicht. Zieht euch schon mal warm an, Mädels! (MM)
MH (grinst): Gut!
Dein riesiges Ego wird dir noch im Hals stecken bleiben. Ich hoffe, du erstickst dran! (MH)
MM: Aber eine Frage hätte ich dann doch noch.
MH: Und die wäre, Mr. Neunmalklug?
Blöde Kuh! (MM)
MM: Was kriegt eigentlich der Gewinner? Für nichts mache ich mir nämlich meine Goldhände bestimmt nicht schmutzig.
Dachte ich mir. (MH)

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Lorelei Offline

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19.04.2010 15:48
#519 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

MH (selbstbewusst): Eine Lektion, dass Frauen doch das stärkere Geschlecht sind!
G (stellt sich neben sie u. grinst zusammen mit ihr MM an): Genau!
Ach nee, sieh mal einer an, jetzt wird sie aufmüpfig. Schatz, die Niederlage wird dir noch teuer zu stehen kommen. (MM)
MM: Ha, dass ich nicht lache! Nee, also das ist mir noch zu wenig.
G: War ja klar!
MM: Ey!
MH: Und was stellen Sie sich als Wetteinsatz so vor, Dr. Meier?
Scheiße, ne geile Idee muss her! Aber zackig! (MM)
MM (denkt angestrengt nach): Hmm... keine Ahnung!
Erst große Töne spucken und dann keine Idee, he? Hmm... da muss wohl ich wieder den rettenden Engel spielen. (G)
G: Na, wie wäre es denn damit. Die Gewinner, also wir, haben bei den Verlierern einen Wunsch frei.
MM: Bitte?
MK: Und wie soll dieser Wunsch aussehen?
G (grübelt): Hmm.... Weiß nicht. Das überlegen wir uns dann, wenn es soweit ist. Also wenn wir gewonnen haben.

Hmm... ein Wunsch? Das hätte ich dem Haasen gar nicht zugetraut. Vielleicht komme ich ja auf diese Weise näher an Mehdi heran. Wir müssen einfach gewinnen. (MH)

Ein Wunsch also! Das ist ja mal wieder so typisch Haasenzahn. Och mir würde schon so der eine oder andere Wunsch einfallen. Die Romantiknummer kannst du schon mal getrost vergessen, Schatz, denn die Männer werden siegen. (MM)

Eigentlich hätte ich da auch schon so eine Idee. Auf jeden Fall etwas für den Romantikkönig der Welt. Den spielst du doch so gerne, Schatz. Ihr müsst einfach verlieren. (G)

Tja, ich habe eigentlich nur einen Wunsch auf der Welt, aber den könnt ihr mir nicht erfüllen. Leider! (MK)


MH (nickt ihr genugtuend zu): Einverstanden.
MK: Ich bin auch damit einverstanden.
MM (zu G): Ok! Aber dann wird auch nicht gemeckert, was den Wunsch anbelangt.
Ich kann mir schon denken, was dir da wieder vorschwebt. Kannst du schon mal getrost wieder vergessen, mein Lieber. (G)
G (funkelt ihn an): Würde ich nie tun.
MM (lacht): Schon klar.
Die Signallampen stehen bei ihr doch schon wieder auf rot. Aber du kannst noch so viel zetern und meckern, dann wird dem Dr. Meier nicht widersprochen. Ich krieg dich. Gott geht schließlich immer die Siegesstraße entlang. (MM)
MH: Ok, wenn das dann geklärt wäre, Handschlag drauf!
MM (grinst): Vier Fäuste für ein Halleluja!
G: Sehr witzig, Marc!
MH (verdreht die Augen): Na schlagt schon ein, will nicht bis Mitternacht hier hocken.
MM: Da stimme ich Ihnen ausnahmsweise mal zu.
MH: Gut zu wissen! Also!?
Boah muss die immer das letzte Wort haben. Die geht mir so was von auf den Sack! (MM)

Die vier Ärzte schlugen also mit der rechten Faust gegeneinander....

MK: Top die Wette gilt!
MH (schüttelt ungläubig den Kopf): Boah, noch so ein Komiker. Freut euch bloß nicht zu früh.
MM (grinst anzüglich): Und ihr freut euch schon mal darauf, dass ihr morgen nackt durchs EKH laufen dürft.
G (entrüstet): Maaaarc!
MH (sauer): Meier!
MM (lacht): Sorry, aber der Scherz musste einfach sein.
Wäre ja auch ein geiler Anblick oder!? Also zumindest Haasenzahn! (MM)
MK: Gut, wenn das dann endlich geklärt wäre!? Und äh wie soll das jetzt hier genau ablaufen, Maria?


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20.04.2010 08:53
#520 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

MH: Na ihr kümmert euch um dein Schlafzimmer, also Bett, Kleiderschrank, Nachtschränkchen und was du sonst noch da reinstellen willst und wir gestalten dir ein schönes gemütliches Wohnzimmer.
MK (leicht skeptisch): Hmm!?
MM (schüttelt den Kopf): Na das kann ja was werden.
MH: Wird es definitiv, Herr Doktor.
Dir stopfe ich definitiv das Maul! Arschloch! (MH)
Boah halte bloß endlich die Klappe, du blöde frustrierte Kuh! (MM)

MK: Einverstanden! Dann seid ihr fürs Wohnzimmer zuständig, also die drei großen Bücherregale, die Kommode, die TV-Bank, den Couch- und den Esstisch usw. zusammenbauen, ok? Ach und ihr könntet auch gleich die Couch und die Sessel von der lästigen Folie befreien, hmm?
G/MH: OK!
MM (schaut MK ungläubig an): Eh das ist doch ungerecht. Die kriegen den Pippifax und wir das schwere Zeug.
MH: Och nun haben Sie sich doch mal nicht so! Dafür haben wir viel mehr zusammenzuschrauben als ihr.
MK: Mann jetzt reg dich ab. Das geht schon so klar.
MM: Du findest auch alles gut, was aus ihrem Mund kommt oder?
Die hat dir doch bei euren ständigen Sexorgien das Hirn vernebelt! (MM)
MK (sauer): Boah jetzt komm mir nicht so ja! Oder willst du die Verantwortung dafür übernehmen, wenn die Mädels den schweren Kleiderschrank auf den Kopf kriegen würden?
MM (kleinlaut): Äh nee!
Bei Haasenzahns Tollpatschigkeit durchaus vorstellbar. (MM)
MH (verteidigt die Ehre der Frauen): Würden wir nicht. Unterschätze uns mal nicht, mein lieber Mehdi. Wir können gerne auch die Zimmer tauschen?
G (entsetzt): Was? Nein!

Ich würde definitiv vom Kleiderschrank erschlagen werden! Wie damals in meiner Kindheit, als Papa versucht hat (die Betonung liegt auf versuchen!), meinen neuen Kleiderschrank zusammenzuschrauben, sich dabei böse auf den Daumen gehauen und vor Schreck das obere Brett losgelassen hat, das mir dann auf den Kopf gefallen ist, weil ich ihm zu Füßen saß und ihm mal wieder etwas von dem bösen fiesen älteren Schüler vorgeheult habe, der mich immer gequält hat, aber in den ich trotzdem unsterblich verliebt war. Äh... ich schweife ab. Wo war ich? Ach so! Bitte nicht das Schlafzimmer!

MM (grinst): Hätte nichts dagegen.
G: Marc!
MK: Jetzt hört auf damit, es bleibt, wie es ist. Ihr hier und wir da.
MM (stöhnt): Wenn’s denn unbedingt sein muss!?
MH: Ok! Wer zuerst fertig ist, meldet sich im Zimmer der anderen.
G (blickt die Jungs eindringlich an): Einverstanden! Aber ihr dürft zwischendrin nicht kucken kommen.
Hättest du wohl gerne, was? Aber ich würde dich doch so gerne erstversorgen, Schatz, wenn du dir auf den Finger gehauen hast. (MM)
MM (grinst): Auch nicht, wenn ich kreischende Schreie höre, weil ihr von einem Regal erschlagen worden seid?
MK: Marc!
G: Sehr witzig, Marcilein! Das wird nicht passieren, weil wir behutsam und mit Feingefühl vorgehen werden. Und wir kommen auch nicht rein, wenn du dir auf den kleinen Finger gehauen hast und vor Höllenschmerzen heulst wie ein kleines Mädchen.
MM (fuchtelt wild mit dem Zeigefinger vor ihr herum): Boah! Na warte! Euch werden wir es zeigen! Die Zeit läuft! Komm Mehdi, die machen wir alle.
Tzz... jetzt ist er wieder in seiner männlichen Ehre gekränkt. Oh Mann, womit hab ich das nur verdient? Ich wollte doch nur ne neue Wohnung und keinen Haufen quengelnder und streitender Kleinkinder. (MK)

Mehdi sah Marc nur kopfschüttelnd hinterher, wie dieser im Schlafzimmer verschwand. Von weitem hörte man ihn bald fluchen....

MM: Scheiße Mehdi, komm endlich!

Mehdi zuckte kurz mir den Schultern, warf den beiden Damen in seinem Wohnzimmer noch ein kleines Lächeln zu und verließ dann auch den Raum. Völlig planlos blickte Gretchen nun zu ihrer Kollegin, die sich schon auf den Boden gesetzt hatte und den ersten Karton aufriss....

G: Und jetzt?
MH: Hinsetzen und mitmachen!
G (unsicher): Aber....
MH (schaut genervt auf): Boah Haase, Du wirst doch wohl schon mal ein Regal zusammengeschraubt haben oder nicht!?
G (stammelt verlegen): Äh... um ehrlich zu sein, äh... eher nicht.
Na super! Nur die Hülle von Tine Wittler! Das kann ja was werden. (MH)
MH (stöhnt): Was? Na toll, das kann ja heiter werden. Ok, nehmen Sie den Karton da. Das ist der Couchtisch, da müssen nur noch die Beine angeschraubt werden. Das werden Sie ja wohl hinbekommen oder? Aber Vorsicht, der ist aus Glas. Nicht dass der zerbricht. Würde sieben Jahre schlechten Sex bedeuten und das wollen sie ja sicherlich nicht riskieren oder.
Die Frau ist echt... GGGGGRRRRR! (G)
G (wirft ihr einen bösen Blick zu, salutiert u. setzt sich dann ebenfalls auf den Boden): Yes sir, äh girl, na du verstehst schon.
MH (fasst sich an die Stirn u. macht ein Stoßgebet gen Himmel): Oh Gott, womit habe ich das nur verdient?
Ich wollte doch nur mit Mehdi gehörig Einzug feiern und jetzt hab ich ne Verrückte mit ihrem testosterongeschädigten Machooberarschfreund am Hals. Das Leben ist so ungerecht. (MH)


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20.04.2010 22:40
#521 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Sorry, etwas verspätet, aber er kommt noch, der erste Teil von "Heimwerken mit Dr. Meier". Viel Spaß! LG Lorelei



Und so werkelten die vier Ärzte des EKH in Mehdis neuer Wohnung bis in die späten Abendstunden. Die beiden Männer kamen recht zügig voran, auch wenn Dr. Meier immer wieder laut vor sich hinfluchte, weil die eine oder andere Schraube nicht da sitzen wollte, wo Gott sie hinhaben wollte. Tja, handwerkliches Geschick außerhalb des OP-Bereichs war den Meiers leider nicht in die Wiege gelegt worden. Dr. Kaan grinste derweil immer wieder schadenfroh vor sich hin, wenn Marc mal wieder kurz vorm Ausrasten war. Gekonnt hatte der Frauenarzt Schrank Nummer eins fast im Alleingang zusammengebaut, während sein Kollege und Freund an dessen Bett beinahe verzweifelte...

MM (stöhnt genervt): Boah Alter, ich glaube, das wird heute nix mit ner heißen Nacht mit deiner frustrierten Möchtegernhandwerkerin.
MK (blickt verwundert auf): Bitte?
MM (flucht): Mann die Scheißschrauben, das geht nicht, verdammt noch mal. Wo hast du das beschissene Bett her? Vom Sperrmüll? Hättste mal besser ein paar passende Schrauben mitgeklaut.
MK: Eh das ist schwedische Qualitätsarbeit ja.
MM (schüttelt den Kopf): Tzz... als ob die von Ikea was von Qualität verstehen würden, wenn die ständig bei Mondlicht im Blümchenkleid und mit Blumenkrönchen im Haar um nen beschissenen Baum tanzen.
MK (genervt): Mann Meier, stell dich nicht so an ja!
MM (bockig): Ich stell mich nicht an.
MK: Dann lies dir die Bauanleitung genauer durch! Ist kinderleicht, wie man an meinem Schrank auch sieht.
MM: Tzz... kinderleicht? Das war doch nur Glück bei dir. Nur weil du dir früher hundertmal jede Folge von „Hör mal wer da hämmert“ reingezogen hast, musst du hier nicht gleich großspurig einen auf Tim Taylor machen.
MK (lacht): Ich würde ja eher sagen, dass du das Talent von ... aber egal! Ich kenne halt die Kniffs und Tricks. Zeig mal die Anleitung her!
MM: Vergiss es! Ich mach das alleine. Außerdem braucht Gott keine Bausanleitungen. Gott weiß und kann schließlich alles.
MK (lacht): Das sieht man.
MM: Eh! Gott wird nicht beleidigt oder willst du seine Faust spüren?
MK (verdreht die Augen u. stöhnt leise): Nein, aber wäre nett, wenn Gott mal seine zwei linken Hände zusammennimmt und endlich an die Arbeit geht und nicht ständig hier dummschwätzt. Sonst musst du morgen nackt durchs EKH rennen.
MM: Das wird nicht passieren, Alter. Die Mädels haben doch sicherlich noch nicht mal die Kartons aufgekriegt.


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21.04.2010 09:45
#522 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Doch die Frauenmannschaft zeigte durchaus mehr handwerkliches Geschick, als ihnen die beiden Männer im Schlafzimmer zutrauen würden. Naja, zumindest Dr. Maria Haasmann. Dr. Gretchen Haase konnte nur staunen, mit welcher Leichtigkeit und in welcher Geschwindigkeit ihre Kollegin die drei Regale zusammengebaut hatte, während sie immer noch mit Bein Nummer drei vom Couchtisch kämpfte...

G (schnauft erschöpft u. wischt sich den Schweiß von der Stirn): Sag mal, Maria, machst du das eigentlich öfter?
MH (arbeitet konzentriert weiter ohne aufzusehen): Was?
G (zeigt mit dem rechten Arm auf die Regale): Na das hier.
MH (blickt auf): Naja als allein erziehende Mutter und emanzipierte Frau muss man sich schließlich in allen Lebenslagen zu helfen wissen, ne!?
G (schwer beeindruckt): Verstehe!
Sie ist schon eine tolle Frau. Wenn sie nur nicht immer so mürrisch und unfreundlich wäre. (G)
MH (genervt): Jetzt kuck nicht so blöde und mach weiter! Wir wollen doch schließlich vor den Schlaffis fertig werden oder?
Und schon zeigt sie wieder ihr wahres Gesicht. Aber sie hat ja Recht. Marc Meier, dir werde ich es... also äh wir... zeigen. Ich will schließlich meinen Wunsch haben. (G)
G (wendet sich wieder dem Tisch zu u. schraubt das letzte Bein fest): Äh... ja natürlich.
MH: Na also! Ich nehme mir dann mal die Kommode vor. Du dann den Esstisch, ok?
G: Ok!
Das kriege ich nie hin. (G)
Wenn die weiter so langsam ist, wird das nie was. Scheiße! Aber ich brauche diesen Wunsch unbedingt! (MH)


Gretchen verdrehte nur leicht panisch die Augen. Handwerkliche Fähigkeiten lagen ihr einfach nicht. Da war sie wie ihr Vater, der nicht einmal eine Glühbirne richtig einschrauben konnte. Ihre Talente lagen eindeutig im chirurgischen Bereich, wo sie sich jetzt am liebsten hinwünschte. Aber sie wollte ja die Wette gegen die Männer nicht verlieren. Deshalb atmete sie noch einmal kurz tief durch und stand schließlich auf. Sie drehte den Couchtisch auf seine Füße herum. Stolz musste sie feststellen, dass die Beine tatsächlich hielten. Sie hatte es tatsächlich hinbekommen. Es hatte zwar fast eine dreiviertel Stunde gedauert, aber das war ihr momentan egal. Gretchen Haase war glücklich, diesen Beitrag für die Emanzipation geleistet zu haben, und wollte schon einen Freudentanz aufführen, als ihr Blick wieder an Maria Hassmann hängen blieb, die sie nur böse anfunkelte und mit der rechten Hand auf die nächste Kiste verwies. Gretchen stöhnte leise und widmete sich nun dem Aufbau des Esstischs...

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21.04.2010 16:07
#523 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Im Schlafzimmer wurde auch weiterhin fleißig gewerkelt. Mittlerweile hatten die beiden Mehdis neues Bett mit vereinten Kräften hergerichtet. Der Gynäkologe hatte das Elend nicht mehr länger mit ansehen können und hatte seinem besten Kumpel eine helfende Hand angeboten, die dieser zunächst noch vehement ausgeschlagen hatte, aber Marc musste schließlich einsehen, dass er allein nicht mehr weiterkam. Gottsein war schließlich doch nicht alles. Um sein angeknackstes Ego wieder einigermaßen wieder aufzuladen, konnte es der Chirurg natürlich nicht lassen, Mehdi auf seine außerberuflichen Aktivitäten anzusprechen....

MM (hat sich auf das fertige Bett geschmissen u. grinst ihn anzüglich an): Na mit wem wird das hier eingeweiht? Stehen die Weiber schon Schlange?
MK (dreht sich verwundert zu ihm um): Bitte?
MM: Bist ja Lattenrosttests mittlerweile gewöhnt ne. Ich sag nur das Dreckstück und deine speziellen Umzugssonderdienstleistungen. Kann man äh Frau dich eigentlich regelmäßig buchen? Was verlangst du denn so für die Stunde? Hast du schon ne Homepage, um deine Dienste anzupreisen? Ich kenn da jemanden, der macht dir nen guten Preis.
Hahaha! Wie geil! Sein Gesicht! (MM)
Arschloch! Kann der nicht endlich mal seine dämlichen Sprüche lassen? Ich hätte ihm das niemals von den beiden erzählen sollen. Jetzt hab ich den Salat. Damit wird er mich doch noch in hundert Jahren aufziehen. Scheiße! (MK)

MK (wirft ihm einen bitterbösen Blick zu): Eh! Halt die Klappe ja!
Junge, wenn du mir immer solche Steilvorlagen lieferst, kann ich nun mal nicht anders. Kennst mich doch! (MM)
MM: Mein Gott, is ja gut. Du verstehst auch keinen Spaß mehr was?
Ein Wort mehr und ich zieh dir dieses Brett hier über die Rübe! (MK)
Spaßbremse! Seit der seinen Harem pflegt, ist der völlig unentspannt. Und ich dachte immer, bei viel Sex sei eher das Gegenteil der Fall. Irgendwas macht der falsch? Hmm... Muss wohl doch an der Frauenauswahl liegen. Selber Schuld! (MM)


Mehdi ignorierte die plumpe Bemerkung seines besten Freundes, atmete tief durch, um sich wieder zu beruhigen, und widmete sich nun dem Aufbau des zweiten Kleiderschranks. Marc verdrehte nur die Augen, stand langsam vom Bett auf, streckte sich kurz und nahm sich auch die nächste Kiste vor...

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22.04.2010 10:06
#524 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Im Wohnzimmer war es mittlerweile ruhig geworden. Konzentriert arbeiteten die beiden Ärztinnen an der Verschönerung des Kaanschen Wohnreichs. Während Maria erleichtert war, dass ihre nervige Kollegin endlich mal ihre Klappe hielt, ging Gretchen die Stille zunehmend auf die Nerven...

G: Duuu Maria? Meinst du, Mehdi hat hier irgendwo ein Radio rumstehen? Ein bisschen Musik wäre doch nicht schlecht, dann geht die Arbeit auch viel schneller voran.
MH (stöhnt genervt): Ruhe! Ich muss mich konzentrieren ja! Außerdem wärst du auch nicht schneller und geschickter, wenn Robbie hier ein Privatkonzert geben würde.
G (beleidigt): Eh! Kann ja nicht jeder so ein handwerkliches Geschick haben wie du.
MH (grinst sie süffisant an): Tja das ist mir genauso wie mein bemerkenswertes chirurgisches Talent schon in die Wiege gelegt worden.
Also ihr Ego steht dem von Marc in nichts nach! Unglaublich!
G: Ach echt? Erzähl mal!
MH (verwundert): Bitte?
Was will sie denn jetzt schon wieder? Welchen Knopf muss man eigentlich bei ihr drücken, dass sie endlich mal ihre nervige Klappe hält?
G: Na jetzt, wo wir hier so eng aufeinander hocken, können wir uns doch auch ein bisschen unterhalten. Ich würde gern mehr über dich erfahren.
MH (verdreht die Augen): Aber ich nicht.
G (enttäuscht): Wieso denn nicht?
MH (dreht sich wieder von ihr weg u. arbeitet weiter): Darum!
Wieso ist sie denn immer so verschlossen? War doch nur freundschaftlich gemeint.
G: Das ist doch albern. Warum sträubst du dich denn so dagegen?
Boah! Muss die ausgerechnet jetzt einen auf HSENBF* machen? Da hab ich echt keinen Bock drauf. Du bist die letzte, mit der ich befreundet sein möchte.
MH (stellt sich dumm): Ich weiß nicht, wovon du redest. Aber das war ja schon immer so.
G: Wir könnten doch Freundinnen werden.
Neiiiin!!! Die Frau nervt ohne Ende. Wieso kapiert sie das nicht, dass ich daran nicht den Hauch von Interesse habe? Schlimm genug, dass ich tagtäglich daran erinnert werde, wie sehr Mehdi sie noch anhimmelt. Da fang ich doch keine Freundschaft mit der an. Bin doch nicht lebensmüde. Außerdem würde sie mich sicherlich irgendwann tot quatschen.
MH (abweisend): Kein Interesse. Ich hab dir schon einmal gesagt, dass ich nicht viel von Mädchenfreundschaften halte.
G: Und warum ist das so, wenn ich fragen darf?
GGGRRRR!!! Weil mir bisher noch jede meiner ach so tollen „Freundinnen“ den Freund/ Ehemann ausgespannt hat. Also lass mich bloß in Ruhe mit deinem scheißfreundlichen Getue.
MH: Das geht dich nichts an. Können wir dann endlich mal hier weiter machen?
G: Ich dachte eigentlich, wir verstehen uns ganz gut.
Boah sie hört einfach nicht auf.
MH (schnippisch): Dachtest du vielleicht.
Was ist denn passiert, dass sie so eine negative Haltung hat?
G: Wieso bist du denn jetzt wieder so abweisend?
Weil du nervst ohne Ende!
MH (genervt): Boah, kannst du nicht endlich mal deine Klappe halten!?
G: Nein, ich will das jetzt klären. Wieso bist du so zu mir? Ist es wegen Mehdi?
Na super! Sie hat es gemerkt. Wieso kann ich mich nie zurückhalten, wenn es um ihn geht?
MH (dreht sich überrascht zu ihr um): Was soll das denn jetzt mit dem zu tun haben?
G (fixiert sie mit ihrem Blick): Ich weiß nicht. Sag du es mir!
Mist! Mist! Mist!
MH (überlegt krampfhaft, was sie sagen könnte): Äh...
Ok, ich glaube, das ist genau ihr wunder Punkt. Also nachhaken, Gretchen Marple.
G: Naja, ich habe halt manchmal den Eindruck, als seiest du irgendwie eifersüchtig ... äh... also auf mich.
Na ist ja auch verständlich, so wie er noch an dir hängt und wie du immer um ihn herumscharwenzelst. Aber niemals zugeben, Maria! Eine Hassmann ist nicht eifersüchtig. Diese alberne Gefühlsregung existiert nicht in unserem sonst so perfekten Genpool.
MH (verstellt sich): Bitte? Ganz bestimmt nicht!
G (zieht die Augenbraue hoch): Nicht? Aber...
Ok, ok, schnell eingreifen, sonst hakt die noch mehr nach. Das könnte eventuell sehr peinlich für dich werden. Und vor der gebe ich mir ganz bestimmt nicht die Blöße. Vor DER nicht!
MH (fällt ihr schnell ins Wort): Haase, ich weiß zwar nicht, was du in deiner beschränkten Sichtweise glaubst, beobachtet zu haben, aber da ist nichts. Mehdi und ich haben eine lockere, völlig unverbindliche Affäre. Mehr nicht! Mir ist es piepegal, was er sonst noch so in seiner Freizeit macht ... also äh... mit dir oder Meier oder sonst wem.
Naja solange du nicht wieder nackt in seinem Badezimmer stehst, aber die Gefahr ist ja jetzt endlich gebannt. Gott sei dank!
G (bleibt skeptisch): Und das soll ich dir glauben?
Das klang neulich noch ganz anders. In deinem ach so tollen Lebensplan war doch jedes zweite Wort Mehdi. Also was soll ich davon halten, liebe Frau Doktor?

Eh wieso glaubt mir die blöde Kuh das nicht?

MH: Ja! Das ist nur geiler, wilder, unverbindlicher Sex! Glaub’s mir oder glaub’s mir nicht!
Äh... so genau wollte ich das jetzt eigentlich nicht wissen. Aber trotzdem, da ist doch mehr zwischen den beiden!? Das spür ich doch. So sehr, wie sie jetzt unbedingt auf diesem albernen Affärenstatus beharrt. Da ist doch was faul!
G: Ihr würdet aber super zusammenpassen.
Was? Echt? Und das von ihr? Wow! Das hätte ich jetzt nicht erwartet. ... Äh... Geht’s noch, Maria!? Du wirst ihr nicht recht geben ja!
MH (schüttelt energisch den Kopf): Tzz... Willst du uns jetzt etwa verkuppeln oder was? Vergiss es!
Wenn du das willst? Gerne!
G (lacht): Nein, das muss ich, glaube ich, nicht mehr. So wie ihr euch manchmal anschaut oder im Stationszimmer rumknutscht.
Scheiße! Sie hat uns doch nicht etwa...? Aber wir waren doch immer vorsichtig.
MH (fragt zögerlich nach): Du... du hast uns gestern gesehen?
G: Ja, so wie die halbe Klinik auch.
Was? Scheiße, scheiße, scheiße! Warum können wir uns ... äh naja eher ich mich ... auch nie zurückhalten? Aber er ist so heiß und wenn er mich mit diesen wahnsinnig weichen, sanften Lippen küsst, dann vergesse ich immer alles um mich herum. Oh Gott! Jetzt zerreißen die sich doch bestimmt das Maul über uns. Ich will das nicht. Das mit Mehdi geht niemanden etwas an.
MH (schockiert): Was?
G (grinst schadenfroh): Wenn ihr es unbedingt für euch behalten wollt, also eure so genannte ... (sie zeigt Gänsefüßchen an) ... „Affäre“, dann solltet ihr vielleicht nicht unbedingt im EKH und erst recht nicht im Stationszimmer... äh ja... du verstehst schon. Ihr habt uns, also Marc und mich, jedenfalls vom Thron gestoßen und seid nun Tratschthema Nummer 1. Es werden schon Wetten darauf abgeschlossen, wann ihr es endlich öffentlich macht.
Scheiße! Das ist nicht wahr oder?
MH (räuspert sich verlegen u. fährt sie an, um ihre Nervosität zu überspielen): Äh... habt ihr nichts Besseres zu tun, als ständig dumm rumzutratschen?
Ha! Jetzt habe ich sie aber! Juhu!
G (grinst): Na wenn ihr uns solche Steilvorlagen liefert.
GGGGRRRR!!! Ok, Maria, ruhig bleiben! Nicht darauf eingehen! Dann wird eben heute darüber geredet, bitte, wenn ihr nichts anderes zu tun habt. Aber die Nachrichten von heute sind ja morgen schon wieder vergessen. Dann baut der Meier wieder irgend nen Scheiß und die Sache ist gegessen. Also nicht aufregen, Maria! Schadet nur deinem Teint.
MH: Eh! Und jetzt noch mal zum Mitschreiben für „Dummies“, die nicht zwischen langweiliger 0815-Beziehung und heißer, leidenschaftlicher Affäre unterscheiden können: Das mit Mehdi ist NUR Sex ja. Deine romantischen pilcherischen Kleinmädchenfantasien von Liebe, Glückseligkeit und sie tanzten im Sommerregen über eine Blumenwiese kannst du dir echt sparen.

Solange Mehdi noch nicht offen zu mir steht, ist es eh besser, es bleibt so, wie es jetzt ist. Er ist noch nicht soweit. Und selbst wenn er es wäre, würde ich dir das ganz bestimmt nicht auf die Nase binden. Dir nicht! Und die ganze Heimlichtuerei hat ja auch was Aufregendes und sehr Erotisches. Nur dass es jetzt nicht mehr ganz so heimlich ist. Mist! Ob er das weiß? Das gefällt ihm ganz bestimmt nicht, dass über ihn geredet wird. Hoffentlich setzt ihn das jetzt nicht zusätzlich unter Druck und er zieht sich zurück. Nein, das darf einfach nicht passieren. Ich hab ihn doch sooooo gern. Ich kann nicht ohne ihn. ... Oh Gott, jetzt hab ich schon wieder auf den Schmachtmodus umgeschaltet! Hilfe! Verliebtheit ist echt ne beschissene Krankheit. Gott sei Dank können Haasen keine Gedanken lesen. Das wäre jetzt mein Todesurteil.

Mein Gott, die Frau ist echt hoffnungslos verloren. Ich nehme ihr das jedenfalls nicht ab. So wie sie ihn vorhin angestrahlt hat. Also ich habe definitiv himmlische Geigen spielen gehört. Und das lag sicherlich nicht daran, dass Marc mir mal wieder ungefragt an den Hintern gegriffen hat.

G (schaut sie eindringlich an, um vielleicht doch noch ein eindeutiges Zeichen bei ihr lesen zu können): Wenn du das meinst?
MH (weicht ihrem Blick aus u. schaut zu Boden): Jaaa, meine ich. Und jetzt mach dich endlich wieder an die Arbeit, sonst wird das hier nichts! Du hast mich noch nicht erlebt, wenn ich eine Niederlage erleide. Verstanden?
Oh Gott, war das eine Drohung? Äh... ich halte vielleicht doch besser mal die Klappe.

Gretchen Haase lächelte sie unsicher an und machte sich sofort über die nächste Kiste her, während sich Maria Hassmann sichtlich erleichtert von ihr abwandte und versucht konzentriert an der TV-Bank weiterschraubte, die allmählich Formen annahm. Das Gespräch hatte sie schon mehr aufgewühlt, als sie zugeben würde. War es wirklich so offensichtlich, dass sie ihn liebte? fragte sie sich verunsichert. Aber vor ihrer Kollegin und Intimfeindin wollte sie sich diese Blöße nicht geben. Die Neurologin war zwar in Dr. Kaan verliebt, aber das ging nun wirklich nur sie und ihn etwas an. Sie brauchte keine Hilfe oder dämliche Liebestipps für die Eroberung ihres emotional vorbelasteten Traummannes und von seiner Ex schon mal gar nicht. Obwohl es Maria schon ein wenig schmeichelte, dass sich Gretchen sie und Mehdi gut als Liebespaar vorstellen könnte. Aber sie schüttelte den Gedanken schnell wieder von sich und konzentrierte sich wieder voll und ganz auf das Duell gegen Dr. Meier. Es kehrte schließlich wieder Ruhe in das Kaansche Wohnzimmer ein, die aber plötzlich durch das ferne Klingeln eines Handys durchbrochen wurde...


*

Na seid ihr drauf gekommen? Nicht? dann habt ihr hier die Auflösung: HSENBF = „Haase sucht eine neue beste Freundin“.

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.274

22.04.2010 20:41
#525 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Guten Abend ihr Lieben! Einen Teil habe ich noch für euch, falls ihr den überhaupt haben wollt!? Tja wer ruft wohl an? Und wen? Da fehlt doch noch eine(r) in der illustren Runde oder? Na dann viel Spaß mit dem nächsten Teil. Die Auflösung, wer das Match „Heimwerken leicht gemacht“ gewinnt, rückt langsam näher. (Morgen!) Danke an meine fleißigen Kommentatoren u. ganz liebe Grüße an alle meine Leser. Fühlt euch gedrückt. Lorelei



Es war Mehdis Handy, das sich so lautstark in der ganzen Wohnung bemerkbar machte, aber der Gynäkologe zögerte noch ranzugehen, als er las, wer sich da bei ihm meldete. Genervt von dem hartnäckigen Klingeln - nicht jeder mochte nämlich Marc Medlock Songs als Klingelton - fuhr Marc ihn schließlich an....

MM: Boah, geh endlich ran, Mehdi! Das nervt tierisch und stört meine Konzentration.

Der Oberarzt schraubte nämlich gerade mehr oder weniger geschickt am Schreibtisch seines Kollegen und Freundes herum. Der Angesprochene warf ihm einen „Halt-bloß-deine-Klappe!-Blick zu und stellte sich dann ein wenig abseits ans Fenster. Er drehte Marc den Rücken zu, atmete noch einmal tief durch und drückte schließlich doch die grüne Taste. Leise flüsterte er ins Telefon, was seinen neugierigen Umzugshelfer natürlich dazu veranlasste, den Schraubenzieher fallen zu lassen und die Ohren zu spitzen. Er ahnte, wer am anderen Ende der Leitung sein könnte und musste unweigerlich schmunzeln... Der Mehdi, der Mehdi, der Mehdi! Alter Gigolo! ... Dr. Meier sollte mit seiner Vermutung durchaus nicht Unrecht behalten...

MK (leise): Ja, Kaan?
GK (überschwänglich): Hey Mehdi! Ich bin’s.
MK (muss unweigerlich lächeln, als er ihre Stimme hört): Hey!

Och nee, geht jetzt ein Liebesgesäusel los oder was? Ich könnte kotzen. (MM)

GK (verwundert): Du bist so leise.
MK (fasst sich nervös an die Stirn): Oh! ... *räusper* ... (etwas lauter) Tut mir leid. Ähm... Was gibt’s?
GK (verträumt): Och eigentlich nichts. Ich wollte nur mal deine Stimme hören.
Gott wie süß ist das denn? (MK)
MK (lächelt): Echt?

Och nö! Die säuseln wirklich! Wo war noch mal das Badezimmer? (MM)

GK (haucht verführerisch): Hmm! Ich dachte, du kommst vielleicht noch bei mir vorbei.
MK (wird immer nervöser): Oh! Ähm... das ... das tut mir leid. Aber wir sind hier noch nicht ganz fertig. Du weißt doch, dass ich heute umgezogen bin.
GK (misstrauisch): Ja, das habe ich mitbekommen. Was heißt wir?
MK: Ja, also ich und ein paar Freunde.
GK (skeptisch): Freunde, hmm? Der Meier?
MK: Hmm! Und Gretchen und... (er bricht sicherheitshalber ab)
Maria lass ich mal lieber weg, sonst wird sie nur wieder sauer. (MK)
Scheiße, die Hassi ist auch da oder? Mist verdammter! Warum kann die ihn nicht endlich in Ruhe lassen? Die hat sich bestimmt wieder an ihn rangeschmissen. GGGGRRRR!!! (GK)

GK (eifersüchtig): Na toll. Die also auch!?
MK: Gaby, hör mal ... Scheiße, jetzt habe ich mich verraten. Meier grinst auch schon wieder so dämlich. Ich höre schon seine blöden Kommentare. ... lass uns morgen reden, ok!?

Also doch! Es ist tatsächlich das Dreckstück. Na das kann ja noch lustig werden. (MM)

GK (enttäuscht): Morgen? Weiß nicht, ob ich es so lange aushalten kann. Du fehlst mir.
MK (überrascht u. weiß nicht, was er sagen soll): Oh!

Ich fehle ihr? Was hat das denn jetzt zu bedeuten? Sie ist doch sonst nicht so emotional. Aber schon irgendwie süß, dass sie das gesagt hat. Haben uns ja heute auch nur kurz gesehen. Hat nicht mal für einen Kuss gereicht. Oh Gott, jetzt denke ich schon wieder darüber nach, obwohl Maria nebenan sitzt. Das muss aufhören. (MK)

Säuselt die ihm gerade irgendwas Schweinisches ins Ohr oder warum ist der plötzlich stumm wie ein Karpfen? Obwohl... nee, eigentlich will ich das gar nicht so genau wissen. Bäh! Mir ist auf einmal ganz schlecht. (MM)


GK: Du bist gestern schon so schnell aus der Klinik verschwunden und heute warst du auch nur kurz da.
Ich war verwirrt, weil ich gestern Maria schon wieder so nah gekommen war. Die Knutscherei im Stationszimmer hat mich ganz schön umgehauen. Ich musste halt mal wieder durchatmen. Ich weiß doch auch nicht. Naja und packen musste ich ja auch noch. (MK)
MK: Du weißt doch der Umzug.
GK: Ja leider! Du hättest mich ja auch um Hilfe bitten können. Ich hätte mich gerne für neulich revanchiert.
Auf meine ganz spezielle Weise. (GK)
Das ist lieb, aber... (MK)

MK (nervös): Du weißt doch, warum das nicht geht.

Ok, anscheinend bettelt die dumme Sau gerade um eine Inspektion der neuen Kaanschen Liebeshöhle. Tja, Kaan, man(n) kann eben nicht alles auf einmal haben, ne. Hahaha! (MM)

GK (enttäuscht): Ja wegen deiner anderen Schnecke.
Sie ist doch sauer! Läuft ja prima, Mann! (MK)
MK: Das hat nichts mit ihr zu tun, ok. Sie hilft mir doch bloß.

Ha! Und jetzt weiß die dumme Pute auch noch, dass die Hassi hier ist. Herrlich! Mehdi, du tust mir echt leid. Die Furie wird dich morgen umbringen. Und wer muss dann das Blut wegwischen? (MM)

GK (eifersüchtig): Fragt sich nur wobei.
MK (liebevoll): Hey, jetzt sei doch nicht gleich wieder beleidigt. Ich bin froh darüber, dass die drei da sind. Die vom Möbelhaus haben echt Scheiße gebaut und...
GK (eingeschnappt): Das ist mir egal. Ich leg jetzt auf.
MK: Bist du irgendwie sauer?
GK (gespielt cool): Nein, nur... Es ist alles ok.

Die ist doch tierisch eifersüchtig oder? Die kratzt ihm garantiert bei der nächsten Gelegenheit die Augen aus oder fährt wieder so ne Rachesexnummer wie neulich. Aber anscheinend steht der Idiot da drauf. Tzz... Er wird es nie lernen. Aber was kümmert’s mich? (MM)

Er merkt doch eh nicht, dass ich vor Eifersucht gleich an die Decke gehe. Blöder Idiot! Wieso muss er sich immer von ihr helfen lassen? Wieso vertraut er ihr mehr als mir? Wir waren uns gestern Morgen nach der traumhaften Nacht noch so nah. Er konnte kaum die Finger von mir lassen und für einen kurzen Moment hab ich echt gedacht, jetzt ist es endlich passiert: er hat sich auch verliebt. Tzz... wieder nur Wunschdenken! Und jetzt zieht er sich schon wieder zurück. Warum macht er das? Sie lässt er an seinem Leben teilhaben, mich nicht. Da kann Frau schon mal sauer werden. Aber die kriegt ihn nicht. Niemals! Mir wird schon noch etwas einfallen, um ihn wieder von ihr wegzulocken. Mehdi, Schatz, du gehörst mir. (GK)

MK: Bis morgen ok?
GK: Hmm!

Ohne ein weiteres Wort legte Gaby Kragenow schließlich auf. Mehdi fuhr sich nervös durchs Haar und legte sein Handy aufs Fensterbrett. Er stützte sich darauf ab und schaute nachdenklich aus dem Fenster. Leise, aber nicht leise genug, fluchte er „Scheiße!“, während Marc ihn nur spöttisch ansah....

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