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 Erfindet eure eigene Fortsetzung!
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Lorelei Offline

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Beiträge: 7.456

08.03.2010 13:34
#426 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Na gut, ihr habt es so gewollt. Nun zurück zu unserem Traumpaar, wo es hoffentlich weniger dramatisch zugeht wie auf der Gyn gerade eben. Nach den ganzen Qualen, die ich euch in den letzten Wochen zugemutet habe, haben wir doch alle ganz, ganz viel Zucker verdient oder? Ich habe ja was wieder gut zu machen ne!? Viel Spaß mit der neuen Episode und der ersten Prise Zucker. Eure Lorelei




Etwa zur selben Zeit betrat ein über beide Backen strahlender, überglücklicher Dr. Marc Meier sein Büro. Das letzte Mal, dass er sich so lebendig, locker und gelöst gefühlt hatte, war als er Gretchen Haase seine Liebe gestanden und nach endlosen qualvollen Monaten in seine Arme geschlossen hatte. Doch heute hatte er jemand anderen nach vielen Jahren der Trennung endlich wieder in die Arme geschlossen. ... Ich hab ihn wieder! ... sagte er sich immer wieder leise vor sich hin, weil er es einfach nicht fassen konnte. Wenn er nicht der obercoole Machooberarzt gewesen wäre, hätte er es durchaus in Erwägung gezogen, hüpfend und schreiend durch die Gänge des EKHs zu rennen, die um diese Uhrzeit menschenleer waren. Aber das hätte wahrscheinlich Oberschwester Stefanie auf den Plan gebracht und schlecht gelaunte, Ärzte hassende Wombatzicken hätte er in seinem Glücksrausch nicht ertragen können. Er fühlte sich gut, fantastisch, grandios, als hätte Deutschland gerade die Fußballweltmeisterschaft gewonnen, als hätte Martin Schmidt tatsächlich Gold bei Olympia geholt, als hätte es Michael Schuhmacher doch noch einmal allen Neidern gezeigt und zum achten Mal den Weltmeistertitel erobert. Marc ging schnellen Schrittes auf seinen Schreibtisch zu. Er wollte nur noch seinen Autoschlüssel schnappen und dann verschwinden. Gretchen wartete doch sicherlich schon auf ihn und er wollte sie so schnell wie möglich in die Arme schließen und abknutschen für das, was sie für ihn und Olivier getan hatte. Hatte er früher noch darüber gespottet, war er sich nun sicher, sie war tatsächlich Mutter Theresa. Er schüttelte heftig den Kopf.... Nee, der Vergleich ist echt bescheuert. Sie ist ein Engel. Ja, genau das ist sie. Mein süßer Traumengel! ... Mit einem Lächeln auf den Lippen wollte er schnell wieder aus dem Büro rennen. Er war auch schon an der Tür angekommen, da fiel ihm plötzlich etwas ins Auge. Marc hatte kein Licht angeschaltet, deshalb hatte er sie auch nicht sehen können. Aber der Lichtstrahl, der nun durch die halb geöffnete Tür vom Flur in das Zimmer strömte, fiel direkt auf das Gesicht einer schlafenden Göttin. Der junge Arzt musste unweigerlich lächeln, schloss die Tür wieder, ging zum Schreibtisch und schaltete die kleine Bürolampe an. Mehr Licht brauchte er nicht. Gretchen Haases Anwesenheit allein erhellte den Raum. Langsam ging er auf die Couch zu, auf der sein Haasenzahn friedlich schlummerte. Jetzt erst sah er es und hätte beinahe laut losgelacht, aber er wollte sie ja nicht wecken. In Ermangelung einer Decke hatte sich die blonde Assistenzärztin den Kittel ihres Oberarztes geschnappt und sich darin eingemummelt. Sie sah einfach zu süß aus in diesem Moment, dachte der junge Chirurg. Er hockte sich vor die Couch und schaute in ihr engelsgleiches Gesicht. Er wollte es erst nicht, er wollte sie eigentlich nur still beobachten, aber seine Hand war dann doch schneller als sein Verstand. Sanft strich er ihr über die Wange. Sie zuckte kurz zusammen und Marc zog seine Hand sofort wieder zurück, aus Angst, dass sie vielleicht wach werden könnte und ihn dann anschnauzen würde, dass er ihren Schönheitsschlaf störe oder so, wobei sie den doch überhaupt nicht nötig hatte, sie war doch perfekt, so wie sie war, dachte der verliebte Oberarzt. Aber nein, Gretchen schlief weiter tief und fest. Sie hatte sich nur umso fester in seinen Kittel gekrallt... Tja, den muss ich wohl dann Medhi zum Bügeln mitgeben, dachte er schmunzelnd. ... Haasenzahn, was mach ich nur mit dir? Willst du die ganze Nacht hier liegen bleiben? Dann meckerst du morgen früh wegen Rückenschmerzen rum. Hmm... Ich hab keine andere Wahl. Ich bin Oberarzt und muss mich wohl oder übel um das Wohl meiner Patienten kümmern..... Marc näherte sich grinsend ihrem Gesicht. Er spürte schon ihren warmen gleichmäßigen Atem auf seiner Haut. Sein Kopf näherte sich ihren vollen Lippen und er bettete seine darauf. Sanft küsste er sie wach und streichelte ihr dabei zärtlich über die Wange. Langsam rührte sich wieder Leben ihn ihrem Körper, doch so richtig wach war sie noch nicht. Sie hauchte nur leise... „Marc! Oh, Marc!“ ... und drehte sich auf die andere Seite. Verdutzt beobachtete der Angesprochene das Schauspiel... „Äh, was wird das jetzt, Haasenzahn? Hallo!? Süße!?“ ... Doch keine Reaktion ihrerseits. Stattdessen hörte er nur einen lauten Schnarcher, der eher wie ein angeschossenes grunzendes Wildschwein klang, das gerade seinen letzten Atemzug gemacht hatte, gefolgt von einem geseufzten „Maaaaaaaarc!“ und dann kuschelte sie sich wieder in seinen Kittel und schlief selig weiter... Wie krass ist das denn! Haben jetzt meine Küsse gar keine Wirkung mehr bei ihr oder was? Oh Gott!!! Nur weil wir uns mal drei Tage lang nicht geküsst haben? Und was soll das Gemarce? Sie zieht es lieber vor von mir zu träumen, als das prachtvolle, hammermäßig geile Original anzuschmachten. Was ist hier los? .... Oh! ... Sie träumt von mir!!! Wie süß ist das denn? Äh... hab ich gerade süß gesagt? ... Scheiße Mann, es ist schon spät. Wir sollten wirklich so langsam mal hier abhauen. Du hast es nicht anders gewollt, Haasenzahn. ... Er stand aus der Hocke auf und quetschte sich nun unsanft mit auf die Couch. Grinsend wartete er darauf, dass sich seine Süße endlich zu ihm umdrehte...

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.456

08.03.2010 17:38
#427 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Wollt ihr mehr? Upps, da ist mir doch glatt gerade mein Zuckerdöschen runtergefallen! Viel Spaß mit dem nächsten Teil! Lorelei



M (flüstert ihr ins Ohr): Sag mal Haasenzahn, wieso muss man(n) hier eigentlich immer schlafende Prinzessinnen wach küssen?
Aber den Job übernehme ich ja immer gerne ne?!
G (noch nicht ganz wieder da): Hä?
M (verschränkt gespielt eingeschnappt die Arme): Und dann dreht sich Dornröschen auch noch von ihrem Prinzen weg. Also ich finde das jetzt nicht sehr charmant. Das macht man nicht mit Gott! Gott wird sofort stürmisch abgeknutscht! Ist das klar!
Oh Gott, ist die süüüß!!! Sie steckt immer noch in so einer Nebenwelt und weiß nicht, was gerade passiert. Oh, am liebsten würde ich sie jetzt abknutschen. Aber die Gefahr, dass sie dann vor Schreck ausschlägt, ist zu groß und ein blaues Auge kann ich nun wirklich nicht gebrauchen. Mein Astralkörper wird nicht verschandelt!
G (verwirrt): Marc?
M (grinst): Nee, Peter Pan, der Wendy entführen will.
G (noch verwirrter): Was?
Sie ist komplett weggetreten! Süüüüüßßßß!!!! Dann muss ich eben zu anderen Mitteln greifen.
M (haucht ihr verführerisch ins Ohr): Haaaasenzaaaahn!!!!! Musst du erst noch an einem Schokoriegel schnuppern, damit du endlich wach wirst? Hab aber leider keinen dabei. Ich dachte eigentlich, meine Wenigkeit reicht dir aus.

Gretchen Haase räkelte und streckte sich, gähnte einmal laut und drehte sich dann verwundert um. Ein verschmitzt grinsender Oberarzt saß direkt neben ihr. Doch die junge Ärztin war immer noch mehr in einer Traumwelt als in der Realität. Sie blinzelte und erkannte ihn endlich doch. Sie streckte sich wieder und wischte sich den Sand aus den Augen. Dann lächelte sie ihn verschlafen an und kuschelte sich an seinen rechten Arm...

G: Marc!
M (grinst verschmitzt): Mein Gott, musst du weit weg gewesen sein. Warst du im Schlaraffenland am Schokoladenbrunnen oder was? Und was hab ich da gesucht, he?
G (immer noch total verwirrt): Wie du? Hä?
Gott, ist die süß! Noch ganz verschlafen. Hach... Seufz... Träum... Schmacht...
M: In deinem Traum!
Oh Gott, hab ich etwa im Schlaf geredet? Oh nein, wie peinlich!
G (leicht verlegen): Wieso solltest du in meinem Traum sein?
Haasenzahn, ich bin immer in deinen Träumen! Und das ist auch gut so. Hoffentlich hab ich was Schweinisches angestellt.
M (grinst): Weil du laut meinen Namen gestöhnt hast und Gott immer dort ist, wo er hingehört.
Oh Gott, wie peinlich! Ich hab doch im Schlaf seinen Namen gesagt. ... Äh... Wie meint er das, ich hätte gestöhnt? Das hab ich doch nicht wirklich oder? Oh nein!!! Und dann kuschele ich auch noch mit seinem Kittel. Damit wird er mich noch ewig aufziehen. Nein!
G (errötet): Wie? Äh... Ich habe nicht gestöhnt.
Natürlich! Erst gegrunzt, dann gestöhnt! Hahaha!
M (lacht): Nee, aber so laut geschnarcht wie zwanzig besoffene Piraten in ner Spelunke.
Neiiiiin!!! Das wird ja immer schlimmer. Ich will sofort im Erdboden versinken. Ich dachte, das mit dem Schnarchen hätte sich seit der Pubertät gelegt. Oh Gott, ich kann nie wieder neben ihm schlafen. Nein! Der Horror!
G (empört): Was? Nein, ich schnarche nicht!
M (zieht die rechte Augenbraue hoch): Natürlich!
G (eingeschnappt): Wieso machst du dich eigentlich schon wieder über mich lustig?
Weil’s Spaß macht. Du dann immer so schön ausflippst. Weil du dann so niedlich die Nase rümpfst und auf beleidigte Leberwurst machst. Das hab ich schon immer an dir geliebt.
M: Mach ich doch gar nicht. Aber ich war schon ein kleinwenig beleidigt, dass du dich nach meinem atemberaubenden Dornröschenkuss gleich wieder weggedreht hast. Das macht man nicht mit Gott!!!

Wie Dornröschenkuss? Aber das hab ich doch geträumt! Ich war doch in diesem schiefen Turm ohne Tür eingesperrt. Du bist wie Reinhold Messner den Turm hochgeklettert und dann durchs Fenster gesprungen. Du hattest übrigens grüne Strumpfhosen an und die braune Lederjacke, die du manchmal in der Schule getragen hast. Du sahst irgendwie wie Robin Hood oder so aus. Nur der Bogen hat gefehlt. Dafür hattest du aber ein Stethoskop um den Hals hängen. Du hast mich abgehorcht. Ich lag in einem traumhaftschönen Prinzessinnenbett und schlief den Schlaf der Gerechten oder so. Das war übrigens das gleiche Bett, das ich neulich erst im Ikeakatalog gesehen habe. Komisch! Und dann hast du dich über mich gebeugt und geküsst. Ich hätte schwören können, dass wir dann wie Peter Pan und Wendy durch das Zimmer geschwebt sind. War das wirklich echt? Aber wo sind deine Strumpfhosen abgeblieben? Die haben deinen knackigen Hintern so richtig gut zur Geltung gebracht!

G (verwirrt): Was? Du hast mich geküsst?
M (grinst triumphierend): Jep!
Und ich will das unbedingt wiederholen.
G (mit verträumten Blick): Und ich dachte, ich hätte das nur geträumt.
M (schaut sie verliebt an): Also hast du doch von mir geträumt?
Wie geil ist das denn!
G (grinst ihn frech an): Vielleicht!
Also doch! Hach, bin ich gut. Ich beherrsche schon ihre Träume. Muss schon ne gute Nummer gewesen sein, wenn sie jetzt so verliebt kuckt.
M (grinst stolz): Ach so ist das also! Was machst du eigentlich noch hier? Du hast doch schon seit Stunden Dienstschluss.
G: Ich habe auf dich gewartet. Da muss ich wohl dann eingenickt sein.
M (grinst): In meinem Kittel?
G (grinst ihm frech ins Gesicht): Brauchte ja einen Ersatz für das Original!
Gott, wie süß!!
M (lacht u. blickt ihr verliebt in die Augen): Ach? Und würde Dornröschen jetzt auch das Original küssen wollen?
JAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!!!!
G (schaut ihm tief in die Augen): Unbedingt!

.....

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.456

09.03.2010 09:46
#428 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Marc zog sie auf seinen Schoss und schlang seine Arme um ihre Taille. Gretchen legte ihre Arme um seinen Hals und die beiden versanken schließlich in einem nicht enden wollenden zärtlichen Kuss. Der ganze Stress und der Streit wegen Olivier, die vielen bösen Worte, alles war mit einem Mal vergessen und verziehen. Marc löste sich schließlich wieder von ihr und schaute mit ernster Miene in ihr glücklich strahlendes Gesicht...

M (leise): Danke!
Äh Erde an Gretchen, hat er das gerade wirklich gesagt? Hat sich Marc Meier tatsächlich bei mir bedankt? Das muss ein Traum sein. Ja genau, ich liege immer noch in dem Turm und er hat sich bedankt, dass ich ihn rangelassen ... äh quatsch... reingelassen habe.
M (nimmt ihre Hand in seine u. schaut ihr tief in die Augen): Danke, dass du so hartnäckig geblieben bist.
Oh! Er hat es wirklich gesagt! Er hat „danke“ gesagt. Kein „Schulde ich dir was?“ oder Ähnliches. Nein, das traditionelle deutsche Wort, das jeder außer Marc immer benutzt, um sich bei jemandem für etwas zu bedanken. Ich werd bekloppt!
G (streichelt ihm zärtlich über die Wange): Marc, du musst dich nicht...
M (fällt ihr ins Wort): Doch! Ich hab mich in den letzten Tagen wie ein Idiot benommen, weil ich es einfach nicht sehen wollte. Danke, dass du mir endlich die beschissene Brille abgenommen hast.
Er hat es noch mal gesagt! Dreimal „Danke“ von Marc Meier! Er meint es wirklich ehrlich.
M: Alles, was ich gesagt oder getan habe, was dich vielleicht verletzt hat, das tut mir unendlich leid. Das wird nie wieder vorkommen. Das verspreche ich dir. Und wenn doch, dann kannst du mir von mir aus auch sofort eine runterhauen oder was weiß ich.
Hmm... Kann ich das schriftlich haben?
G (grinst): Da stehst du ja drauf was?
Na toll, ich bin hier gerade in so was wie einem emotionalen Ausbruch und sie macht sich darüber lustig. Hab doch gewusst, dass dieses ganze Gefühlsgequatsche und so scheiße ist. Was mach ich hier eigentlich?
M (beleidigt): Haasenzahn, bitte, ich meine das ernst, verdammt. Ich bin hier gerade in so was wie einer Entschuldigung oder so. Und da du so etwas nicht sehr oft von mir zu hören bekommen wirst, würde ich dir raten, einmal die Klappe zu halten und mir zuzuhören ja!?
Oh! So ernst kenne ich ihn ja gar nicht. Er hat es endlich kapiert. Er ist tatsächlich ein menschliches Wesen. Ich bin so gut! Hach... mein positiver Einfluss hat einen normalen Menschen aus ihm gemacht!
G (blickt beschämt zu Boden): Ok!
Geht doch! Äh ja...weiter im Text.
M (schaut ihr direkt in die Augen): Gretchen, ich hab es jetzt wirklich kapiert und werde mich in Zukunft bemühen, also so gut es eben geht, naja ... eben der Partner zu sein, den du verdienst hast. Ich will mit dir UNSER Leben teilen. Du verstehst schon... hier äh... Dingens... so Sorgen und Probleme teilen und über alles reden und so. Keine Geheimnisse und kein Anschweigen mehr. Also ich versuch’s zumindest irgendwie halt. ... Aber du weißt ja, dass ich und ... äh eine normale Beziehung ... also äh ... dass ich da halt nicht so wirklich Erfahrungen drin habe und dass es bestimmt öfters mal ... naja äh Stunk oder so geben könnte, aber ich versuch mich zu beherrschen und nicht gleich wieder stur dagegen zu halten. Ich will das wirklich mit uns. Ich will, dass es funktioniert. Ich will nicht, dass du noch mal Zweifel bekommst also wegen uns. Denn da gibt es wirklich nichts, woran du zweifeln musst. Ich meine es echt ernst und du weißt doch ganz genau, was ich für dich empfinde.

Mann Meier, jetzt haste dich mal wieder komplett vor ihr ausgezogen, also seelisch und so. Damit hast du wirklich den letzten Rest Eier abgegeben. ... Ach scheiß drauf, war ja für nen guten Zweck. Ich will nun mal wirklich, dass das mit uns klappt. Ich will mich nie wieder so beschissen fühlen wie die letzten Tage. Ich will sie glücklich machen, denn sie macht mich nun mal glücklich. Und das, was sie für mich und Dad getan hat, das werde ich ihr nie vergessen. Sie ist ein Engel. Und Engel verdienen Gottes völlige Hingabe und Zuwendung. ... Gott Meier, tief drinnen bist du doch ein sentimentaler Waschlappen echt!

Mein Gott, ich schmelze dahin. Das war, glaube ich, das Ehrlichste, was er mir je gesagt hat. Er meint es wirklich ernst. Er will, dass das mit uns klappt. Er kann sich tatsächlich eine Zukunft mit mir vorstellen und er ist sogar bereit, sich für mich zu ändern...äh soviel wie er eben kann. Aber das ist doch schon mehr als ich je erwartet hätte. Wahnsinn! Marc ist ja komplett umgekrempelt. Was hat Olivier mit ihm gemacht? Ihn geschüttelt und gerüttelt und hat dabei einen echten zivilisierten, normalen Menschen entdeckt? ... Danke!!!

G (strahlt): Ja, das weiß ich Marc. Ich dich auch! Wir kriegen das hin.
M (unsicher): Wirklich?
G: Ja. Ich wünsche mir doch nichts mehr, als mit dir zusammen zu sein.
M (schaut ihr tief in die Augen u. verliert sich darin): Ich auch.
G (bekommt wässrige Augen): Ehrlich?
M (nickt): So ehrlich, wie das hier.
G (leise): Was?

Marc gab ihr daraufhin einen zärtlichen Kuss auf den Mund, den Gretchen voller Liebe erwiderte. Sie kuschelte sich ganz eng an ihn. Marc schlang seine Arme um ihre Taille und hielt sie einfach nur fest. Nie wieder wollte er sie loslassen. Wange an Wange saßen sie nun auf der Couch in seinem Büro...

G (blickt ihm verliebt in die Augen): So sentimental heute, Herr Doktor?
M (grinst verschmitzt): Selbst Gott hat manchmal solche Tage.
G (lacht): Spinner! Hat Olivier die Moralpredigten, die dir in den letzten zwanzig Jahren gefehlt haben, nachgeholt oder woher kommt dein Umdenken?
Na toll, sie macht sich doch über dich lustig. Hättste mal nix weiter gesagt, Meier. Jetzt hält sie dich doch für ein Weichei. Scheiße!
M: Sehr witzig, Haasenzahn! Nein, du wirst es nicht glauben, aber ich bin da selbst drauf gekommen.
G (überrascht): Oh!
Ich glaube, ich schwebe. Er will das wirklich mit uns. Er meint es tatsächlich ernst. Marc Meier will eine stinknormale Beziehung mit Gretchen Haase. Wobei normal bei uns wohl eher relativ ist oder? Aber ich bin trotzdem mächtig stolz auf ihn, dass er endlich einsieht, was wichtig ist. Und dafür liebe ich ihn.
M (stolz wie Bolle auf sich selbst): Jep, da biste jetzt platt was. Ich kann auch normal sein.
Wie gesagt, normal ist eher relativ. Aber schon beeindruckend, wie schnell er Fortschritte im menschlichen Umgang macht. Toll!
G (lacht): Hmm... Kannst mir ja den Schalter zeigen, den man bei dir drücken muss, um die Normalstufe zu aktivieren.
M (mit dreckigem Grinsen): Also bei mir gibt es nur einen Schalter, den du umklappen musst. Und ich glaube, den kennst du ganz genau.
G (verdreht die Augen): Maaarc!
Er ist noch der Alte. Gott sei dank! Und ich dachte, ich muss ihn irgendwo wieder umtauschen.
M (grinst): Was denn?
Ich wollte das Gespräch doch nur wieder auf eine normale Stufe bringen.

....

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.456

09.03.2010 17:42
#429 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Danke für eure lieben Kommis. Ihr wärmt mir das Herz bei diesem kalten Wetter. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ihr zuckerabhängig seid?! Gut, dass ich eine neue Zuckertüte besorgt habe. Und was heißt hier, Gretchen soll den Schalter umlegen? Was denn für einen Schalter? Ich weiß nicht, was ihr meint. So genug gequatscht. Viel Spaß mit dem neuen Teil. Ist der letzte aus Marcs Büro. Danach geht's nach Hause. Liebe Grüße Eure Lorelei.



Nach einigen weiteren intensiven Küssen richtete Gretchen ihren Blick noch einmal auf ihren Freund, der sie glücklich im Arm hielt...

G (wieder mit ernstvoller Miene): Habt ihr euch versöhnt?
M (nickt): Hmm!
G (lächelt): Schön!
M (lächelt glücklich): Ja, das ist es in der Tat.
Hätte ich heute Morgen noch nicht für möglich gehalten. Ich kann kaum glauben, dass ich ihn wirklich wiederhabe.

Hach ... Er ist glücklich. Das macht mich auch glücklich. Es war doch gut, dass ich den Sturköppen so hartnäckig immer wieder in den Hintern getreten habe.
G: Wohin bist du eigentlich so lange verschwunden? Wir haben uns wirklich Sorgen gemacht.
Scheiße! Hätte vielleicht doch was sagen sollen, aber ich konnte in dem Moment einfach nicht. Da war ich nicht ich selbst. Ich musste doch erst... Nee, keinen Gedanken mehr an die verschwenden!
M (blickt sie ernst an): Ich habe abgerechnet.
Oh! Er war also bei seiner Mutter! Hab ich mir irgendwie schon gedacht. Oje! Was da wohl war? Nicht dass jetzt die nächste Katastrophe droht?
G (mit sorgenvoller Miene): Oh! Äh... willst du darüber reden?
M (schüttelt den Kopf, wirkt gefasst): Lass gut sein, Haasenzahn! Sie hat es nicht anders verdient.
Ich bin fertig mit ihr und Punkt!
G (streichelt ihm sanft über die Wange): Verstehe!
Er wirkt ziemlich gefasst. Ich hätte gedacht, er flippt aus oder so. Hat sich wahrscheinlich schon bei ihr ausgetobt. Will gar nicht wissen, wie sehr die beiden sich angeschrieen haben. Elke Fisher werde ich wohl erst mal nicht wieder sehen. Naja, ist vielleicht auch besser so. Er muss das erst mal sacken lassen, was sie ihm angetan hat. Ich würde ihr auch nicht verzeihen wollen. Sie hat es wirklich nicht anders verdient.
M (unsicher): Äh und du willst jetzt nicht gleich die nächste Mutter-Theresa-Aktion starten, mich retten, sie retten, uns retten oder so?
Was er gleich wieder denkt?
G: Nein! Wie du schon gesagt hast, sie hat es nicht anders verdient. Was sie euch angetan hat, das lässt sich nicht so leicht verzeihen. Ich glaube, sie muss selber erst mal kapieren, was sie alles angerichtet hat.
M (nachdenklich): Hmm!
Oh! Das hätte ich jetzt nicht erwartet. Hatte schon Angst, sie will jetzt die FFE-Mission „Rettet-Elke-Fisher“ starten, aber ohne mich. Die kann mich mal! Soll sie doch schmoren, bis sie schwarz wird. Mich sieht die nie wieder. Ich hab ja dich und Dad. Das reicht mir, um glücklich zu sein.

Ich glaube, das ist ein Thema, das wir nicht mehr so schnell wieder aufgreifen werden. Ist vielleicht auch erst mal besser so. Da muss erst mal ein wenig Gras darüber wachsen. Obwohl... auch wenn er jetzt vielleicht den Starken markiert, das macht ihn schon zu schaffen. Statt seinem Vater, hat er jetzt seine Mutter verloren. Naja nicht verloren, aber schon irgendwie ... Hach ist das kompliziert. Schluss jetzt! Darüber sollte ich mir jetzt nicht den Kopf zerbrechen. Marc hat seinen Vater wieder und das ist auch gut so.

G: Und äh habt ihr euch gut unterhalten ... also du und Olivier?
Miss Neugierig schnüffelt also schon wieder. Na warte!
M (grinst): Jep! Haben die ganze Zeit über dich gelästert.
G (erst schockiert, aber dann auch grinsend): Was? ... Äh... ich habe von den Meiers nichts anderes erwartet.
Nanu! Sie geht gar nicht auf die Barrikaden. Was ist hier los?
M (lacht): Sag mal, du hast ihn schon ganz schön um den Finger gewickelt oder? So wie er von dir schwärmt.
Ja, da hat er Recht. Oh Gott, Olivier schwärmt von mir? Wie soll ich denn das jetzt schon wieder interpretieren?
G (grinst): Tja, die Meier-Männer können mir halt nicht widerstehen.
WAS? Wie meint sie das denn jetzt? Der hat sie doch angemacht oder?
M (leicht verwirrt): Was? Äh... wie hast du das eigentlich vorhin gemeint, als du gesagt hast, er hätte mit dir geflirtet?
Er ist immer noch eifersüchtig! Wie süß!
G (lacht ihn verschmitzt an): Na so wie ich es gesagt habe. Hab halt eine anziehende Wirkung auf attraktive, charmante, von sich selbst überzeugte Männer.
Oh Gott! Seit wann strotz die denn so vor Selbstbewusstsein? Und was heißt hier Männer? Was soll der Plural?
M: Äh... ich glaube, da muss ich wohl noch mal ein ernstes Wort mit ihm reden.
Oh nein! Das muss ich verhindern!
G: Nein, komm, lass ihn! Wir haben das schon geklärt.
M (zieht die Augenbraue hoch): Ach? Habt ihr das? Aber er war schon ganz schön aufdringlich was?
Hab ich ja in der Cafeteria gesehen.

Tja Marc, da schlagen wohl die Gene durch.
G (grinst): Da kannst du dir ruhig mal eine Scheibe von abschneiden.
Was soll das denn jetzt heißen? Also charmanter, aufdringlicher, schärfer, heißer und geiler, das bin ja wohl eindeutig ich.
M: Bitte?
G (grinst): Also so das Charmante, das hat schon was. Wenn ich nicht schon rettungslos verloren wäre, dann...
M (fällt ihr ins Wort): Hey, hey, hey, komm mal gar nicht auf solche Gedanken ja!
Und was heißt hier rettungslos verloren? ... OH!!!

Tja, mit Konkurrenz konnte er ja noch nie umgehen und wenn die jetzt auch noch aus den eigenen Reihen kommt! Herrlich! Wie er schon wieder mit der Nase zuckt. Gott, zum Verlieben! Aber das bin ich ja schon! Hihi!
G: Aber ich fand das schon süß, wie eifersüchtig du auf ihn reagiert hast.
Um das hier mal klarzustellen, ICH BIN NICHT EIFERSÜCHTIG! Und auf den Rentner schon mal gar nicht.
M (verschränkt beleidigt die Arme): War ich nicht!
Gott, ist der heute wieder süß!!! Und ob der eifersüchtig war! Er ist doch auf jedes männliches Wesen eifersüchtig, das mich auch nur schief von der Seite anschaut. Hach... Ich liebe es, wenn er solche Besitzansprüche hat. Ich glaube, ich bin nicht die Einzige hier, die rettungslos verloren ist.
G (lacht): Natürlich! Und was habt ihr sonst noch so besprochen außer eueren Flirtpraktiken bei mir?
Boah, jetzt wird sie aber aufmüpfig. Seit wann hält sie sich eigentlich für unwiderstehlich? ... Gott, wenn sie weiter so kuckt, werd ich bald schwach. ... Scheiße, sie ist wirklich unwiderstehlich! Was hat sie gleich noch mal gefragt? Äh...
M (räuspert sich): Äh... halt so alte Anekdoten und so ausgetauscht, was man halt so macht, wenn man sich ewig lange nicht gesehen hat. Lass uns da aber ein anderes Mal darüber reden ok? Es ist echt spät.
G (schaut auf ihre Armbanduhr): Ja, du hast Recht. Lass uns nach Hause fahren.
Juhu!!! Inneres Freudentänzchen!!! .... Äh hallo Meier? Noch jemand zuhause? Was war das denn? ... Äh...keine Ahnung! Freu mich halt irgendwie oder so.
M (strahlt): Und du bist dir sicher, dass du mit zu mir willst?
G (strahlt ihn glücklich an): Ja, ich lass dich nie wieder allein.
Ich will nie wieder eine Nacht ohne dich sein, mein Schatz.

Oh Gott, ich hab richtig Herzklopfen. Verdammt, was machst du nur mit mir Haasenzahn?
M (grinst): Richtige Antwort!

Gretchen lächelte ihn glücklich an, nahm seinen Kopf zwischen ihre beiden Hände und küsste ihn sanft auf den Mund. Wie sehr hatte sie das in den letzten Stunden und Tagen vermisst. Zärtlich streichelte Marc ihr über die Wange, stand schließlich auf, nahm ihre Hand und die beiden verließen sein Büro und anschließend die Klinik.


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Lorelei Offline

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Beiträge: 7.456

10.03.2010 09:55
#430 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Zehn Minuten später saßen die beiden auch schon in seinem weißen Volvo und fuhren nach diesem mehr als anstrengenden Tag, der Marcs Leben so urplötzlich um hundertachtzig Grad gedreht hatte, nach Hause. Noch immer hatte der junge Oberarzt ein zartes Lächeln auf den Lippen. Alle Probleme und Sorgen, die ihn noch heute Morgen fast um den Verstand gebracht hatten, hatten sich letztendlich in Wohlgefallen aufgelöst. Er war glücklich. Einfach nur glücklich. Ein unglaubliches Gefühl, das er bislang nur sehr selten erlebt hatte. Aber heute war es umso stärker da. Es sollte nie wieder weggehen, wünschte er sich. An jeder roten Ampel musste Marc zu seiner zauberhaften Freundin rüberblicken, die ihn auch immer wieder verstohlen anlächelte und ihre Hand auf seine rechte Hand gelegt hatte, die den Schaltknüppel fest im Griff hielt. Nach einer Weile des Schweigens platzte es plötzlich aus ihm heraus...

M: Ich liebe dich, Haasenzahn.

Doch von Gretchen Haase kam keine Reaktion auf diese wohl ehrlichste Liebesbekundung, die er ihr jemals gesagt hatte. ... Hä? Wieso kommt denn jetzt nichts von ihr? Nicht mal ne wilde Fummelei am Steuer wie sonst immer. Komisch! ... An der nächsten roten Ampel schaute der verdutzte Oberarzt schließlich zu ihr rüber und erkannte den Grund für ihr beharrliches Schweigen. Die junge Ärztin war wieder ins Land der Träume verschwunden. Marc musste unweigerlich wieder lächeln... Mein Dornröschen! ... Fünf Minuten später erreichten sie schließlich seine Wohnung. Er nahm seine süße schlafende Prinzessin auf den Arm und trug sie ins Haus, wovon sie überhaupt nichts mehr mitbekam. Sie schlief tief und fest. Marc legte sie vorsichtig aufs Bett in seinem Schlafzimmer, zog sie bis auf die Unterwäsche aus und deckte sie dann liebevoll zu. Er blieb noch eine Weile auf der Bettkante sitzen und schaute seine schlafende Freundin verliebt an... Den hast du dir verdient nach dem ganzen Kummer, den ich dir bereitet habe. Das tut mir alles so schrecklich leid. Ich war so ein blöder, sturer Idiot. Ich schwöre dir, das kommt nicht noch mal vor. Keine bösen Worte mehr, kein Anschweigen, Ignorieren oder Anschnauzen. Und nie wieder getrennte Betten ja! Ich kann doch ohne dich nicht schlafen. Und jetzt schlaf schön, meine süße Prinzessin! Und träum was Schönes! Von mir natürlich! Dass das mal klar ist, ja! ... Er gab ihr noch einen sanften Kuss auf die Stirn und verließ anschließend das Schlafzimmer. Nach diesem aufregenden Tag konnte Marc Meier nicht einfach so schlafen gehen. Er war noch viel zu aufgedreht. Er ging in den Keller und kramte eine kleine Pappkiste hervor, die er mit nach oben nahm. Er fläzte sich damit und mit einer Bierflasche, die er sich noch aus dem Kühlschrank geholt hatte, auf die Couch im Wohnzimmer und öffnete die Schachtel. Sie enthielt Fotos.... Bilder aus seiner Kindheit. Bilder, die er sich geschworen hatte, nie wieder anzusehen, aber die er jetzt umso glücklicher anschaute. Bilder, die er das letzte Mal vor über zwanzig Jahren gesehen hatte, die er so lange auf dem Dachboden seiner Mutter versteckt hatte, aber bei seinem Auszug aus dem Elternhaus nach dem Abi trotzdem mitgenommen hatte. Er wusste damals auch nicht warum. Jetzt wusste er es umso besser. Vielleicht hatte er innerlich immer gehofft, dass sein Vater irgendwann zu ihm zurückkehren würde. Ein Strahlen zeichnete sich auf seinem Gesicht ab, als er das erste Foto in die Hand nahm und wehmutig anblickte....

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.456

10.03.2010 16:15
#431 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Marc Meier wühlt also wehmütig in alten Fotos. Und was macht die schlafende Prinzessin? Kommt sie vielleicht einem großen Geheimnis auf die Spur? Viel Spaß mit dem neuen Teil.



Hach... Maaarc, Schaaatz! Endlich bist du gekommen, um mich zu befreien. Nimm die Leiter! Geht schneller. So lang sind meine Haare nun auch wieder nicht. ... Da bist du ja endlich! Küss mich, mein holder Prinz! ... Mit einem zarten Lächeln auf den Lippen schlief Gretchen Haase im Bett von Marc Meier und träumte gerade wieder ihren Rapunzeltraum. Sie drehte sich unbewusst auf die Seite, auf der immer ihr Freund lag und wollte im Schlaf nach ihm greifen, aber da war niemand neben ihr. Abrupt wachte sie aus ihren süßen Träumen auf. ... „Marc!?“ Sie öffnete ihre Augen. Sie brauchte eine Weile, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Dann blickte sie wieder neben sich, doch die linke Seite des Bettes war tatsächlich leer. Das beunruhigte sie ein wenig. Gretchen rief wieder in die Dunkelheit... „Marc!?“ Doch sie bekam keine Antwort. Sie schaltete schließlich die Nachttischlampe an, stand auf und bemerkte da erst, dass sie nur ihre Unterwäsche anhatte. ... Hä? Wieso hab ich denn nur...? Und wie bin ich überhaupt hierher gekommen? Wir waren doch bei ihm im Büro. Ich war auf seiner Couch eingeschlafen. Es war schon spät. Wir sind dann in sein Auto gestiegen und losgefahren, sind am Potsdamer Platz vorbeigefahren und dann... dann.... Nichts! Hä? ... Oh! Ich muss wohl wieder im Auto eingenickt sein und er hat mich dann ins Bett getragen. Gott, wie romantisch! Mein Held! Und ich bekomm mal wieder nix mit. Super! Glanzleistung Gretchen Haase! Und wo ist er jetzt? Warum schläft er nicht bei mir? Es ist doch schon kurz nach zwei. Er hat doch morgen wieder Dienst. ... Sie zog sich schnell eine Jogginghose und das M-Shirt von Marc über und ging barfuss ins Wohnzimmer, wo sie ihren Liebsten dann auch tatsächlich vorfand. Er schlief tief und fest auf der Couch. Nun ja zumindest ein Teil von ihm. Sein Kopf und sein Oberkörper waren auf den Sofakissen gebettet. Der Rest hing schlaff wie ein nasser Sack auf dem Boden. Gretchen nahm seine Beine hoch und legte sie auf die Couch. Liebevoll deckte sie ihn mit einer Wolldecke zu. Sie wollte ihm noch schnell über die Wange streichen und dann wieder ins Bett gehen, da bemerkte sie, dass er ein Foto in der Hand hielt. Neugierig wie sie war, nahm sie es ihm aus der Hand und schaute es an. Sie musste unweigerlich lachen. Es war ein Bild von ihm und seinem Vater beim Angeln. Da musste er wohl sieben oder acht Jahre alt gewesen sein. ... Gott, wie süß er war! Und der Hut! Zum Brüllen echt. Viel zu groß! Und diese Ähnlichkeit. Unglaublich! Olivier sah früher wirklich genauso aus wie Marc jetzt. Krass! .... Plötzlich fiel ihr auf, dass noch mehr Fotos quer über den Couchtisch und den Fußboden verteilt lagen. Sie sammelte sie auf, setzte sich in den Sessel und schaute sie an. Bei jedem neuen Bild lächelte sie... Gott, war er ein süßes Baby. Wie er da nackt auf dem Bärenfell liegt. Zu süß! Ob unsere Kinder auch mal so... Äh Gretchen Haase, nicht gleich wieder mit dem Träumen anfangen ja! ... Ja doch! Also nächstes Foto! ... Oh nein, Marc beim Fasching!!! Wie alt wird er da wohl sein? Hmm... Sieht aus wie im Kindergarten. Nein, sein Marienkäferkostüm toppt noch mein Biene-Maja-Kostüm, als ich vier war. Herrlich! Damit werde ich ihn noch aufziehen! Juhu! Endlich habe ich etwas gegen ihn in der Hand. ... Oh Schulanfang! Wie niedlich! Die Zuckertüte ist ja größer als er selbst. Er kann sie kaum halten. Hihihi! Hmm... und seine Eltern wirken ganz glücklich auf den Bildern. Elke Fisher sieht ja richtig nett aus. Wie Olivier sie anstrahlt. Er hat sie wirklich sehr geliebt. Da schien alles noch in Ordnung gewesen zu sein. Wie konnte das alles nur passieren? Wie konnte sie das den beiden nur antun? Sie scheint doch auch glücklich gewesen zu sein. Ich habe sie noch nie so strahlend lächeln gesehen. Hmm... Oh ein Hochzeitsbild der beiden. Wahnsinn! Nein, ist das etwa der Eifelturm? Die haben ja in Paris geheiratet. Wie romantisch! Könnte ich mir auch gut vorstellen. ... Gretchen, nicht gleich wieder Hochzeitspläne schmieden. Marc hat gerade genug gelitten. Äh ja! Hat ja alles noch seine Zeit. ... Oh, auf dem Bild ist er schon älter. So kenn ich ihn. Hmm... Ach, sein dreizehnter Geburtstag! Das muss kurz bevor Olivier gegangen ist, aufgenommen worden sein. ... Der Arme! Seine ganze Kindheit hat er in dieser kleinen Schachtel versteckt. Und ich habe eine riesige Truhe zuhause unter dem Bett, wo nicht mal alles reingepasst hat. Hach... Seufz... Gretchen blickte kurz zu ihrem schlafenden Prinzen, legte dann die Fotos wieder in die kleine Schachtel und wollte schon wieder aufstehen, da sah sie, dass noch eins unter dem Sofa hervorblitze. Sie hob es auf und stutzte... Hä? Aber... das gibt es doch nicht! Wie? Hä? ...



Tja, was hat sie da wohl entdeckt? Bin sehr gespannt auf eure Vorschläge. Wer richtig liegt, bekommt morgen die Auflösung frei Haus geliefert. Liebe Grüße Lorelei

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11.03.2010 10:03
#432 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Vielen Dank für eure Kommis. Ihr hattet Recht mit euren Vermutungen und bekommt auch alle einen Bienchenstempel in eure Hefte, dass ihr so gut aufgepasst habt. Ich dachte, dass mit den Fotos sei vielleicht schon in Vergessenheit geraten. Na dann will ich euch nicht mehr länger auf die Folter spannen. Viel Spaß im Kindergarten! Ihr versteht dann schon, worauf ich damit hinaus will.



... Aber ... aber ... d... da... das bin doch ICH!!! Wieso hat Marc ein Foto von mir in dieser Schachtel? ... Gretchen musste sich wieder setzen und starrte gebannt auf das Bild, dann zum schlafenden Marc Meier und wieder auf das Bild ... Das ist doch bei uns im Garten. Nein, das ist der Sommer 1992. Das... das war an DEM Tag. Ich habe noch den Eisbecher auf dem Schoss. An dem Tag hat er mich geküsst. Aber wieso... wieso hat er ein Foto von mir? Was hat das zu bedeuten? ... Sie war so in Gedanken versunken, dass sie gar nicht merkte, wie sie aus Versehen mit ihrem Fuß an den Couchtisch stieß und damit die leere Bierflasche zu Fall brachte. Erschrocken wachte sie aus ihren Gedanken auf. Sie war aber nicht die Einzige. Auch Marc schreckte durch das plötzliche Klirren hoch... Hä? Was war das? Au! Mein Rücken! Scheiße! Bin ich etwa auf der Couch eingepennt? ... Er streckte sich und blickte sich um. Erst jetzt bemerkte er, dass er nicht mehr allein im Wohnzimmer war...

M (schaut verwundert zum Sessel): Haasenzahn?

Gretchen blickte ihn erstaunt an und hielt ihm das Foto vor die Nase...

M (immer noch völlig verschlafen): Was ist?
G (fuchtelt aufgeregt mit dem Bild herum): Woher hast du das Foto?
M (verwirrt, da er immer noch nicht ganz da ist): Welches Foto?
G (hält das Foto direkt vor seine Nase): Marc, das hier. Das von mir.
Scheiße!!! Wo hat sie das her? Genau dieses eine Foto hat in meiner Sammlung immer gefehlt. Scheiße, hat sie etwa auch die anderen gefunden? Aber die sind doch in der anderen Box im Keller? Woher sollte sie das wissen? Ich verstehe gerade gar nichts mehr. Und hör auf so zu starren, Haasenzahn! Das macht mich ganz nervös. Was ist, wenn sie wirklich die ganzen Fotos entdeckt hat? Oh nein, dann ist alles aus. Ich muss nach Timbuktu auswandern. Verdammt, was mach ich denn jetzt? Sie wird ganz bestimmt nicht locker lassen. Kenn sie doch. Hmm... einfach leugnen!!!
M (spielt den Unwissenden): Von dir? Äh... ich hab keine Fotos von dir. Aber du kannst mir gerne mal eins von dir geben, wenn du willst. So für die Brieftasche oder den Schreibtisch oder so.
Eh Meier, peinlicher geht’s ja wohl gar nicht was?!

Hach... er will ein Foto von mir. Wie süß! ... Äh Moment, der lenkt doch ab oder? Nachhaken, Gretchen Marple!
G: Marc, lenk nicht ab. Das Bild lag zwischen den anderen Fotos hier. Also woher hast du das?
Scheiße!

Marc schämte sich und druckste rum. Er wollte ja schließlich nicht, dass sie herausfand, dass er sie früher immer heimlich beobachtet und fotografiert hatte, und versuchte sich herauszureden, was ihm aber leider nicht gelang. Seine Freundin war schließlich Gretchen Haase und die ließ sich nicht mehr so leicht hinters Licht führen....

M (gespielt empört): Hast du etwa spioniert?
G (leicht beleidigt): Nein, habe ich nicht. Die Bilder lagen öffentlich zugänglich auf dem Tisch hier und ich habe nur darüber geschaut.
Ja klar! Sie hat die Bilder eingesaugt. Oder warum liegen die sonst jetzt alle ordentlich in der Schachtel? Die hatte ich doch vorhin auf den Tisch gelegt.
M (grinst): Weil du mal wieder neugierig warst.
G: Ja, ich gebe es ja zu. Aber das beantwortet noch immer nicht meine Frage. Warum hast du ein Foto von mir von dem Tag, an dem wir uns zum ersten Mal geküsst haben?

Scheiße! Warum ist das ausgerechnet in der Kiste gelandet? Jahrelang hab ich nach dem blöden Foto gesucht, hab sogar bei Mutter noch mal den Dachboden und den Keller umgekrempelt, aber genau das Bild hab ich nicht wieder gefunden. Gerade das Foto, was ich am liebsten hatte. Von dem Tag, an dem ich sie das erste Mal geküsst hatte. Gott, was war ich für ein sentimentaler Trottel! Krank echt! ... Scheiße! Und jetzt bin ich aufgeflogen. Aber ich kann ihr das von den Bildern doch nicht sagen. Was denkt sie denn dann von mir? Dass ich feige war und nicht zu meinen Gefühlen gestanden habe, die wohl offensichtlich doch immer schon da waren? Das weiß ich auch selber. Die hebt doch ab, wenn sie das erfährt. Oh, der supercoole Marc Meier aus der Oberstufe stand auf das kleine unscheinbare Mauerblümchen. Nee, vergiss es Haasenzahn. Da musst du mich schon fesseln und knebeln und mit heißem Wachs übergießen, bis ich das mal zugebe. Also nie!

M (zuckt unschuldig mit den Schultern): Äh...keine Ahnung.
G (schaut ihn eindringlich an): Das ist keine Antwort, Marc.
Mann, warum gibt die nie Ruhe! Das nervt!
M (genervt): Was weiß ich denn? Hab die Kiste seit über zwanzig Jahren nicht mehr angerührt. Ich wusste nicht, was da drin ist.
Ich glaube dir kein Wort!
G: Du wusstest ganz genau, dass da Bilder von früher, also von deinen Eltern und dir drin sind. Aber das erklärt immer noch nicht, warum da auch ein Foto von mir ist. Hast du mich etwa damals heimlich fotografiert?
Scheiße, scheiße, scheiße! Einfach strikt leugnen! Was bleibt mir auch anderes übrig?
M (leicht nervös): Quaaatsch! Wie...wie kommst du denn darauf? Hätte ich niiiie gemacht. So was Idiotisches! Ich konnte dich doch damals gar nicht leiden, also... äh...
Der lügt doch! Wie der gerade nervös stammelt! Ich fass es nicht! Marc Meier hat mich doch tatsächlich heimlich beobachtet und fotografiert! Wie süß!!!
G (grinst über beide Backen): Wirklich? Also ich habe da jetzt einen anderen Eindruck.
Das ist es! Er war damals doch schon in mich verliebt. Deshalb der Kuss. Und das Foto. Vielleicht als Trophäe oder so? Ich glaube, ich träume. Also habe ich mir das damals doch nicht alles eingebildet. Das war echt! Wahnsinn!!!

Scheiße!!! Sie ist schon kurz vorm Abheben. Jetzt denkt sie doch, dass ich damals schon... Verdammt!
M (verdreht die Augen): Komm, bild dir jetzt ja nichts darauf ein ja!
G (grinst): Was sollte ich mir denn einbilden, Marc?
Also doch! So wie er stammelt und rumdruckst! Oh mein Gott! Marc Meier war damals schon in mich verliebt! Wie geil ist das denn?
M (räuspert sich verlegen): Äh... nichts. Und jetzt gib mal den Fetzen her!

Marc sprang vom Sofa auf und wollte ihr das Foto entreißen, aber sie hielt es wie einen großen Schatz fest umklammert. Für sie schien das große Geheimnis gelüftet. Sie war glücklich, denn jetzt wusste sie endlich, dass auch früher schon Gefühle bei Marc im Spiel gewesen waren, auch wenn er es immer noch strikt leugnete. Aber sie ignorierte es, denn die Tatsache stand fest. Er hatte sie damals heimlich fotografiert und sie hielt den Beweis in ihrer Hand. Warum hätte er das sonst tun sollen? Es konnte nur die eine Erklärung geben. Ihr Herz schlug Purzelbäume und sie grinste wie ein Honigkuchenpferd. Sie hatte so viel Adrenalin im Blut, dass sie die kleine Rangelei mit ihrem Liebsten um das Foto zunächst ohne Probleme gewann....

G (grinst triumphierend): Nein, das ist mein Foto. Da du es offenbar nicht kennst, gehört es mir.
Boah, das Biest! Aber nicht mit mir!
M (funkelt sie an): Nichts da.
G (schaut ihn eindringlich an): Warum?
M (bockig): Darum!
G: Marc, das ist doch jetzt kindisch.
M (rangelt wieder mit ihr u. schnappt sich das Bild): Ist es nicht. Und jetzt gib schon her!
G (gibt sich geschlagen, was das Foto betrifft): Warum kannst du es nicht einfach zugeben?
Weil es da nichts zuzugeben gibt. Basta!!!
M (gibt sich betont unwissend u. cool): Was denn?
Warum kann er das nicht einfach sagen? Ich kann es doch auch. Ist doch nichts dabei.
G (seufzt): Dass du mich beobachtet, fotografiert und geküsst hast, weil du in mich verliebt warst.
Jetzt bin ich aber mal gespannt, wie er sich da rausreden will. Die Tatsachen sprechen doch schon für sich. Du warst in mich verliebt! Das ist doch offensichtlich!

Scheiße! Wieso weiß sie das denn jetzt alles? Wie soll ich denn da wieder rauskommen? Hmm... welche Taktik hat sich bei ihr immer bewährt?
M (eingeschnappt): Ach, denk doch, was du willst!

Marc stand auf und flüchtete genervt ins Schlafzimmer, dessen Tür er hinter sich abschloss. Gretchen blickte ihm verwundert hinterher. Als sie hörte, dass er den Schlüssel umgedreht und sie somit ausgesperrt hatte, war sie sehr verunsichert. ... Hä? Wieso? Spinnt der? .... Sie lief zum Schlafzimmer und klopfte vorsichtig. Doch keine Reaktion...

G: Marc, was soll denn das? Mach die Tür auf! Das ist doch albern.

Sie klopfte immer wieder an die Tür, aber er öffnete sie nicht...

G (eingeschnappt): Gut, du willst mir also nicht sagen, was es mit dem Foto auf sich hat. Bitte! Dann lass ich es eben. Aber du musst schon zugeben, dass es komisch ist, wenn ich da ein Bild von mir finde. Da fragt man halt nach. Tut mir leid. Ich halte jetzt auch die Klappe. Aber bitte mach die Tür wieder auf.

Doch nichts geschah. Die Tür blieb verschlossen. Gretchen legte ihr Ohr an die Tür, um zu lauschen, aber sie hörte nichts... Der hat sich doch nicht wirklich hingelegt? Das gibt es doch nicht. Der kann mich doch nicht hier draußen stehen lassen. ... Sie klopfte erneut...

G: Marc, bitte mach die Tür wieder auf! ... GGGGGRRRR!!! Er macht nicht auf. Wie ein kleines trotziges Kind. Was soll denn das? Tzz... Männer echt! ... Gut, du willst also schmollen. Dann nehm ich eben die Couch. Aber gib mir wenigstens die Bettdecke und ein Kissen raus. Will morgen nicht beim Orthopäden landen.

Doch noch immer passierte nichts. Nach dem zehnten Klopfen wollte Gretchen schon endgültig aufgeben und zurück ins Wohnzimmer gehen, als die Tür plötzlich doch noch aufsprang und was sie da zu sehen bekam, verschlug ihr die Sprache...



Tja, was raubt ihr wohl den Atem? Ideenvorschläge? Ihr wisst ja, an welche Adresse ihr die schicken könnt. Und wenn ihr ganz lieb fragt, kommt vielleicht auch noch ein Teil heute. Ich glaube, den wollt ihr bestimmt nicht verpassen. LG Lorelei

Lorelei Offline

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11.03.2010 21:07
#433 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Noch einmal ein großes Hallo! Komisch, irgendwie lässt die Beteiligung an meinen kleinen Rätseln so langsam nach. Aber ich will ja meine treuen Seelen nicht auch noch vergraueln, deshalb kommt heute noch was. @ Kate: auch wenn es während der ganzen Marc-Olivier-Meier-Versöhnungsgeschichte keine VS-Szene zwischen Marc und Gretchen gab, obwohl du immer wieder hartnäckig eine gefordert hast und ich trotzdem standhaft geblieben bin (dickes Sorry! ), hoffe ich doch, dich mit dieser „kleinen“ feinen Episode (in mehreren Teilen! Alles Gute dauert halt etwas länger! Du verstehst schon!) gnädig zu stimmen. Die ist nur für dich! Äh und für alle anderen Leser und Kommentatoren natürlich auch, die so lange mit mir durchgehalten haben. Mein kleines Dankeschön an euch! Viel Spaß mit Part 1! Seid alle gedrückt. Eure Lorelei




Ein nur mit Boxershorts bekleideter Oberarzt hielt seiner Assistenzärztin die Tür in eine Traumwelt auf. Überall im Raum verteilt standen große weiße Kerzen, die das Meiersche Schlafzimmer in einem märchenhaften Licht erstrahlen ließen. Mit offenem Mund und Tränen in den Augen betrat Gretchen das romantisch dekorierte Zimmer. Sie schaute auf den Boden, dann zum Bett. Überall lagen rote Rosenblätter verstreut. Leise hörte man im Hintergrund Lovesongs aus dem Radio. ... Gott, wie romantisch! Ich kipp gleich weg! Das ist ein Traum oder? Wie hat er das gemacht? Er war doch nur ein paar Minuten hier drin. ... Mit stolz geschwellter Brust und einem frechen Grinsen auf den Lippen schloss Marc die Tür hinter ihr, lehnte sich an den Türrahmen und beobachtete seine Freundin, der es wohl angesichts seiner kleinen Romantikaktion die Sprache verschlagen hatte. ... Super! Ablenkungsmanöver geglückt! Gott, wie süß sie gerade schaut. Ich könnte sie mit Haut und Haaren auffressen. ... Meier, du bist doch ein elendes Weichei geworden. ... Na und? Solange es funktioniert! ... Gretchen drehte sich schließlich völlig überwältigt zu ihrem Freund um und blickte in seine strahlenden grünen Augen, die sie anfunkelten...

G (stammelt): Wie... woher... wie hast du das gemacht?
M (grinst): Hmm... n’ Feuerzeug genommen und Kerzen angezündet und hier äh ... Grünzeug... äh... Rosen ausgezupft! Fertig ist die Liebeswiese!
Hach... das ist er, mein Marc! Ich schmelze dahin. Er schafft es auch immer wieder, mich zu überraschen, wenn man überhaupt nicht damit rechnet. Dafür liebe ich ihn.
G (strahlt ihn an): Sehr witzig Marc!
M (lächelt verschmitzt zurück): Bin ich doch immer.
Könnte mich glatt daran gewöhnen.
G: Ich meine, wie hast du das so schnell hinbekommen? Du warst doch nur kurz hier drin und... äh... Das musst du doch geplant haben?

Peinlich aber wahr! Irgendwie musste ich ja die verzwickte Situation der letzten Tage wieder kitten. Die letzte Nacht ohne sie war furchtbar und... ach ich weiß doch auch nicht. Warum hat Medhi auch so viele Frauenfilme rumliegen? Echt! Doch ein Mädchen! Da kommt man halt auf bescheuerte Ideen um halb vier Uhr morgens. Aber is nun mal alles anders gekommen, als ich geplant hatte. Dank meines Vaters! Da musste ich jetzt eben schnell improvisieren. Irgendwie halt. Aber scheint ja ganz gut anzukommen. Naja, bin ja auch der Beste ne!?

M (räuspert sich verlegen): Äh ja... also die Kerzen hab ich schon länger da.
Is nicht mal gelogen.

Marc Meier hat Kerzen im Haus!!! Was ist falsch an dieser Aussage?
G (grinst ihn an): Ach, um willige Frauen zu bezirzen, was?
Boah! Was die wieder denkt?
M (grinst): Auch!
G (leicht schockiert): Was?
Und ich dachte, das hat er bisher nur für mich gemacht. Das enttäuscht mich schon ein wenig. Wer weiß, mit wie vielen Frauen er hier schon... Stopp Gretchen, ganz, ganz falscher Gedanke! Das war der alte Marc Meier. Der neue liebt nur dich allein. Und das hat er nur für dich gemacht, um sich mit dir zu versöhnen.

Oh Gott, schnell das Ruder rumreißen! Nicht, dass sie wieder irgendnen Mist denkt. Als ob ich so nen Kitschkram jemals für irgendne Tussi gemacht hätte. Bin doch nicht bescheuert. So was hat nur mein Haasenzahn verdient. Allein für ihr strahlendes Gesicht war es das wert. Also das heißt überhaupt nicht, dass ich irgendwie verweichlicht wäre oder so. Nee, ganz bestimmt nicht! Die Geste zählt oder so. Und vielleicht springt ja auch noch was für mich heraus.

M (hebt beruhigend die Hände): Nee, also äh ... die hab ich neulich Sabine aus dem Spind geklaut.
Spinner! Er hat die doch extra für mich besorgt oder? Juhu! Er ist doch ein kleiner Romantiker! Wusste ich immer schon. Gott, wie ich ihn dafür liebe. Ich könnte ihn jetzt auffressen mit Haut und Haaren. Er ist soooooooooooooooo süüüüüüüüüüüüüüß!!!!
G (grinst): Ich glaube dir kein Wort.
War klar!
M (gespielt beleidigt): Denk doch, was du willst.
Die dumme Nuss hatte nun mal noch nen Sack davon im Stationszimmer rumliegen. Warum auch immer? Da greift ein Dr. Meier doch beherzt zu.
G: Und wann hast du die Rosen besorgt?
Upps, jetzt wird es echt peinlich!

Der nächste Blumenladen ist doch meilenweit entfernt. Er müsste schon Superman sein, um so schnell welche aufzutreiben. Die Rosen sind ja auch noch ganz frisch. Wo er die wohl her hat?
M (grinst verschmitzt): Auch geklaut! Du glaubst gar nicht, was Patienten alles für nen Scheiß rumliegen lassen.
Der hat doch nicht wirklich....? Ist der irre?
G (lacht): Soso! Da musst du aber jedes einzelne Zimmer im EKH durchstöbert haben?

Naja fast! War auf der Gyn und hab ein paar Zimmer durchgeschaut. Wo sonst findet man so viele Frauen und verliebte Trottel, die ihnen Grünzeug mitbringen, weil sie gerade gekalbt haben? Wie blöd sind die eigentlich? Wegen der Keime oder so dürfen die doch gar keine mitbringen. Hat Mehdi mal erwähnt. Und da hab ich eben den einen oder anderen Rosenstrauß mitgenommen, der im Wartezimmer und im Schwesternzimmer stand. Gott sei dank war der Frauenflüsterer gerade nicht auf Station. Hat doch was Gutes, dass der gerade so viel rumfickt.

M: Äh... dafür hab ich meine Leute.
G (zuckt mit der Augenbraue): Wirklich!?
Meint er das wirklich ernst? Hmm... er würde doch nie freiwillig einen Blumenladen betreten, eher geht er auf die Gyn und besorgt sich dort ein paar Rosen.
M (zwinkert ihr zu): Weißt du, manche Leute würden für Gott alles tun.
G (lächelt): Ach, ist das so?
M (grinst verschmitzt): Jep! Du doch ganz besonders.

Damit könnte er durchaus Recht haben. Allein schon, wenn er so kuckt. Hach... ich werde schwach. Meine Knie sind schon nur noch Wackelpudding. Also wenn er nicht bald herkommt und mich in den Arm nimmt, breche ich wirklich noch weg. Hach Marc... Küss mich! Zieh mich aus! Wirf mich aufs Bett! Ich will die Rosenblätter auf meiner Haut spüren. Ich will dich spüren. ... Oh Gott, ich habe schon wieder erotische Fantasien von ihm. Hilfe! Nicht rot werden, Gretchen! Muss wohl daran liegen, dass wir seit vier Tagen nicht mehr... Oh Gott! Ist das wirklich so lange her? Muss sich sofort ändern!

G (grinst): Da ist aber jemand von sich selbst überzeugt.
M (zwinkert ihr anzüglich zu): Konntest du mir je widerstehen?
Äh... Nein!!! Oh Gott, ich gebe ihm doch nicht so eine Bestätigung. Nicht in dieser Situation, wenn er einmal romantisch ist. Aber wenn er mich weiter so anstarrt, dann kann ich bald für nichts mehr garantieren. Standhaft bleiben, Gretchen! Äh... zumindest für einen kurzen Moment.
G (gespielt nachdenklich): Hmm... mir fallen da schon ein paar Sachen ein. Also...
Nichts da, du Luder! Jetzt wirst du nach allen Regeln der Kunst vernascht.
M: Halt die Klappe!
Ok, er will jetzt Sex!!! Hmm... Will ich auch? ... Diese Frage existiert nicht in Anwesenheit von Marc Meier, also nackt, äh fast nackt! ... Oh Gott ja, ich will!!! Ich kann ihm wirklich nicht widerstehen. Komm her, Schatz!!!
G (mit Schäkerblick): Geht das auch ein bisschen freundlicher?
Oh! Sie will es hinauszögern! Sie will spielen! Gut, wenn du unbedingt spielen willst! Macht mich umso schärfer. Du kannst mir nicht entkommen, Haasenzahn. Nicht nach vier Tagen Enthaltsamkeit. Scheiße eh! Wirklich so lange? Muss sich sofort ändern!
M (grinst): Nö! Wenn man ... äh Frau mir die Klamotten klaut und mir Dinge unterstellen will, die früher vielleicht gewesen sein könnten, dann nicht.
G: Vielleicht oder tatsächlich?
Er war in mich verliebt damals. Definitiv! Das kitzle ich jetzt aus ihm heraus, ob er will oder nicht.
M: Ich hab den Konjunktiv benutzt.
G: Muss ja nichts heißen.
Muss die so hartnäckig sein? Ich geb das nicht zu. Niemals. Können wir nicht lieber endlich mal...
M (verschränkt eingeschnappt die Arme): Ach glaub doch, was du willst.
G (lächelt glücklich): Das tue ich auch. Und ich habe dir schon einmal gesagt, dass ich fest davon überzeugt bin, dass da früher schon mehr zwischen uns war. Weißt du, ich halte mich da an die Worte eines unbekannten, aber sehr talentierten Schriftstellers, der gesagt hat, ich solle alle seine Gemeinheiten addieren und da in diesem einem Jahr ganz besonders viele waren, kann es für mich nur den einen Schluss geben...
Die Frau ist echt unglaublich! Hätte ich das nur nie geschrieben. Ich blöder, verknallter Trottel! Scheiße, jetzt hab ich mich schon wieder selbst beleidigt. GGGGRRR!!! Sieh an, was du aus mir gemacht hast, Haasenzahn!
M: Der da wäre?
G (grinst ihn verschmitzt an): Du warst bis über beide Ohren in mich verschossen und hast den Kuss genauso genossen wie ich auch.
Scheiße ja! Ich spür die Eiscreme manchmal heute noch. Das ist doch verrückt. Hmm... hab ich eigentlich Eis im Haus? Man(n) könnte doch auch...
M (schaut sie durchdringend an): Hab ich das?
G: Oh ja! Seitdem ich dir auf dem Schulhof gesagt hatte, dass ich eine außerordentlich gute Küsserin bin, hast du doch nur das Eine gewollt. Vielleicht bist ja gerade deswegen immer hinter mir hergeschlichen und hast mich heimlich geknipst. Du wolltest mich küssen!
Sie hat dich so was von an den Eiern, Mann! Aber niemals zugeben, ja! ... Natürlich nicht! Bin ja nicht blöd.
M: Eingebildet sind wir wohl gar nicht oder?
Ich habe ja vom Meister gelernt. Außerdem habe ich noch genau vor Augen, wie du mich ... also meine Lippen... auf dem Schulhof angestarrt hast, als ich dir das von mir und Karsten und dann von Ulla erzählt habe. Du hast doch schon fast gesabbert. Und zwei Monate später standest du bei uns im Garten. Ha!!! Da gibt es nur die eine Erklärung. Der beste Küsser der Welt wollte austesten, wie die beste Küsserin, auch wenn ich das damals nur behauptet habe, küsst. So ist es nämlich.
G (grinst): Nein! Aber es ist doch schon komisch, dass du ein Foto von genau dem Tag hast. Du sammelst doch gerne Trophäen oder?
Oh! Ich, Gretchen Haase, war eine Trophäe von ihm! Äh was heißt hier „war“? Sie ist es immer noch und wird es immer sein. Hihi!!!

Keine Trophäe, viel mehr! Aber das sag ich dir nicht. Pa!!!
M (lacht): Ach und da denkst du jetzt, ich hätte dich deshalb fotografiert?
Er hat es zugeben! Juhu!
G (grinst triumphierend): Ja! Du hast es zugeben.
Scheiße! Leugnen!!!
M: Ich hab gar nichts, Haasenzahn. Und jetzt Schluss damit! Gibt was Schöneres als in der Vergangenheit zu wühlen.
Ich mach mich doch hier nicht ohne Gegenleistung mit der Kitschnummer zum Affen. Also Klamotten runter! Aber zackig!

...

Lorelei Offline

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12.03.2010 09:49
#434 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

G (grinst wohl wissend seiner Anspielung): Was denn?
M (stöhnt): Du machst mich fertig, weißt du das?
Juhu! Er ist wieder völlig von der Rolle! Ich bin so gut! Na dann streng dich mal an. So schnell lasse ich mich nämlich nicht verführen. Was jetzt nicht heißt, dass ich nicht verführt werden will.
G (grinst): Ja, immer wieder gern geschehen.
Mann, was ist denn heute mit ihr los? Seit wann ist sie denn schlagfertiger als ich? Geht ja mal gar nicht!
M (genervt): Kannst du nicht einmal deine Klappe halten, wenn man(n) sich hier solche Mühe macht und solchen Kitschkram auffährt, nur um...
Wie süß, er ist genervt, weil ich ihn nicht gleich anspringe. Och der Arme! Er hat später ganz viel Liebe verdient!
G (grinst): Um was?
Die macht dich fertig, echt! Das lässt du dir von einer Frau gefallen? Hallo?! Sie ist nur eine Frau ja! Klare Worte müssen her, sonst wird das ja hier nie was.
M: Noch nie was von Versöhnungssex gehört?
So ist das also? Versöhnungssex! Hmm... ein sehr verführerischer Gedanke. Und er gibt sich ja wirklich Mühe. Statt zu quatschen hätte er mich ja auch gleich anfallen können. Das hat er jetzt davon.
G: Doch!
M: Und?
G: Was und?
Mein Gott, Haasenzahn, na was wohl!?
M: Interesse, dich daran zu beteiligen?
Und wie!!!
G (grinst): Weiß nicht.
Das gibt es doch nicht! Wieso ziert die sich denn jetzt so? War doch eigentlich alles geklärt oder?
M (gereizt): Boah Haasenzahn, du nervst!
Och!!! Jetzt weiß er nicht mehr weiter. Dann kommt immer die „Ich-nerve-so-dolle“-Rede. Ich glaube jetzt ist die Schmerzgrenze für ihn erreicht. Vielleicht sollte ich ihn doch nicht mehr länger zappeln lassen. Am Ende will er vielleicht gar nicht mehr. Das kann ich auf gar keinem Fall riskieren.
G (gespielt eingeschnappt): Ich nerve also? Das nennst du also romantisch, hmm?
M (verdreht die Augen): Na wenn du hier ständig auf unsexy machst.
G (empört): Bitte? Was heißt denn hier unsexy?
M (lacht): Naja, es gibt bestimmt Männer, die nicht gerade darauf abfahren, dass ihre Frauen in Männerklamotten vor ihnen stehen.

Gretchen blickte an sich herunter und fing an zu lachen... Oh Gott, er hat Recht! Er gibt sich hier solche Mühe und ich steh hier in seinen schlabberigen Jogginghosen und seinem M-Shirt. Aber ich liebe nun mal dieses T-Shirt. Nichts will ich lieber tragen als das.

G (blickt ihn verführerisch an): Na wenn das Original lieber vorzieht im Wohnzimmer zu nächtigen, da brauchte ich halt ... äh Ersatz.
Oh Gott, wie süß ist das denn!?
M (grinst verliebt): So ist das also.
G (schaut ihm tief in die Augen): Genau! Ich liege nicht gerne alleine in diesem Bett.
M (seufzt): Ich auch nicht.
Oh, er hat mich vermisst oder?
G: War das jetzt eine Anspielung auf letzte Nacht?
Ja, ich will nie wieder ohne dich einschlafen, Haasenzahn! Nie wieder, hörst du!
M (blickt ihr verliebt in ihre strahlendblauen Augen): Vielleicht!
Hach...ich krieg richtig Herzklopfen, wenn er so kuckt. Ich will auch nie wieder ohne dich einschlafen, Schatz.
G: Ich habe dich auch vermisst.
Sie hat mich vermisst!!! Juhu!!!
M (verliert sich in ihren Augen): Ehrlich?
G (nickt): Hmm!

Gretchen legte ihre Arme um seinen Hals, stellte sich auf die Zehenspitzen und küsste ihn zärtlich auf den Mund...

Wahnsinn!!! Ihre Küsse schmecken nach Erdbeeren und Himbeeren. Hmm... lecker! Ich will mehr! Ich will nicht, dass das jemals aufhört.
M (verträumt): Mmmh... Krieg ich mehr davon?
G (lächelt verliebt und küsst ihn erneut): Vielleicht! ... Du Maaarc?
M (schon leicht abwesend): Hmm?
G (schaut ihm in die Augen): Das ist wirklich eine süße Überraschung.
Ihr gefällt es! Juhu! Hat sich die ewige Dr. Rogelt-Leserei wenigstens einmal ausgezahlt. Bäh!!! Ganz, ganz blöder Gedanke, Meier. Die Zeiten sind definitiv für immer vorbei.
M (legt seine Hände um ihre Taille u. schaut sie an): Naja, hab ja auch was wieder gut zu machen oder?
Wie schön! Er hat es eingesehen. Ich hab ihn schon gut erzogen, meinen Marci!
G (zieht ihn ganz nah an sich heran): Stimmt! Dann gib dir mal Mühe!
Boah! Das kleine Luder will es tatsächlich wissen oder? Da steh ich drauf!
M: Ey! Ich geb mir immer Mühe ja!
Naja! Obwohl... doch eigentlich schon. Aber das binde ich ihm ganz bestimmt nicht auf die Nase. Sonst wächst sein Ego wieder ins Unermessliche. Lieber nicht! So wie er gerade ist, hab ich ihn am liebsten.
G (funkelt ihn an): Wirklich?
Was? Sie hat heute definitiv viel zu viel Selbstvertrauen getankt. Muss gestoppt werden. Ich gebe hier den Ton an. Ist das klar! Das ist meine Verführungsaktion und nicht deine.
M (fasst ihr provokativ an den Hintern): Wie lange hast du eigentlich noch vor, nur zu quatschen?
Uhh, jetzt geht er aber ran. Jippie yeah!!! Aber einen drück ich ihm schon noch rein. Hihi!
G (grinst): Aber du hast doch gesagt, wir sollten in Zukunft mehr miteinander reden.
Was? Nein! Meier, Eigentor! Wieso hast du das vorhin nur gesagt? Jetzt wird sie dich bis ans Ende deiner Tage zuquatschen. Viel Spaß! Scheiße!!!
M (lässt kurz den Kopf auf ihre Schulter fallen u. schaut sie dann wehleidig an): Äh... das ist jetzt nicht dein Ernst oder?
G (kann sich ihr Lachen kaum noch verkneifen): Doch! ... Och, der Arme! Jetzt denkt er wirklich, dass seine Verführungsaktion gestorben ist oder? Hmm... da muss Dr. Haase jetzt wohl ran. ... Ok, ok, ich glaube, ich wüsste da auch noch was Besseres als reden.
Das Luder! Das war Absicht oder? Na warte!
M (grinst): Ach? Was denn?

...



Ich quäle euch schon oder? Das tut mir aber leid. Aber gut Ding will nun mal Weile haben oder so! Eure Lorelei

Lorelei Offline

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12.03.2010 17:47
#435 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Da wir alle angesichts der vorherrschenden Wetterlage endlich ein bisschen wärmere Temperaturen gebrauchen könnten, werde ich versuchen, mit der nachfolgenden Episode den Frühling hervorzulocken oder zumindest den Schnee zu schmelzen. Ich hoffe, das Experiment gelingt. Es könnte eventuell stellenweise heiß werden, deshalb rate ich den Jüngeren unter euch, lieber die Augen zuzuhalten! FSK 16!!! Allen anderen wünsche ich viel Spaß und schönen entspannten Abend noch. Eure Lorelei



Gretchen schmiegte sich verführerisch an ihren Freund, der sie in freudiger Erwartung einfach nur angrinste. Seine Hände verharrten immer noch auf der Po-Position...

G (haucht ihm ins Ohr): Wenn dich deine Klamotten an mir so stören, dann zieh sie mir doch aus!
Oh Mann!!!
M (grinst sie frech an): Nichts lieber als das.

Und schon wanderten seine Hände gierig über ihren Körper. Dabei fiel ihm erst auf, dass sie unter seinem T-Shirt keinen BH anhatte. Sein Blutdruck stieg augenblicklich in Rekordgeschwindigkeit nach oben... Oh ... mein ... Gott! ... Gretchen musste unweigerlich lachen, als sie seinen verdutzten Gesichtsausdruck sah...

G (presst ihren Körper eng an den seinen): Überrascht? Aber irgendwie musste ich dich doch spüren und riechen, wenn das Original lieber auf der Couch pennt.
M (blickt sie verlangend an): Du Luder!
G (haucht): Küss mich, Tiger!

Dieser Aufforderung kam der junge Oberarzt bereitwillig nach. Wild knutschend fielen die beiden aufs Bett. Seine Hände wanderten unter ihr T-Shirt und liebkosten ihren weichen Busen. Gretchen bekam eine Gänsehaut. Sie strich zärtlich über seinen nackten Rücken, was bei ihm ebenfalls eine Gänsehaut hervorrief. Er zog sie zu sich hoch, blickte ihr tief in die Augen und strich dabei immer weiter ihren Oberkörper hoch. Gretchen hob ihre Arme und so konnte Marc ihr das lästige Kleidungsstück über den Kopf ziehen und in die nächste Ecke werfen. Der Anblick ihres nackten, üppigen Busens ließ sein Blut in Wallung geraten. Er konnte sich kaum noch zurückhalten. Gierig bedeckte er ihren Bauch und ihren Busen mit feurigen Küssen. Gretchen ließ sich auf das Bett zurückfallen und bebte vor Lust. Sie schloss ihre Augen und ließ sich ganz auf seine Zärtlichkeiten ein. Zärtlich bedeckte Marc jeden Millimeter ihres Körpers mit unzähligen Küssen. Ihre Haut brannte unter seinen feurigen Berührungen. Mittlerweile hatte er ihren Hals erreicht und saugte sich daran fest, während seine Hände sanft über ihren Rücken strichen. Genau an der Stelle an ihrem Nacken vergaß sie immer alles um sich herum und das wusste Marc nur zu genau. Gretchen war schon längst in eine andere Welt abgetaucht, eine Welt, in der es nur sie und Marc Meier und ihre Liebe gab. Als er dann schließlich ihr Ohrläppchen erreicht hatte und lustvoll daran knabberte, gab es auch für Gretchen kein Halten mehr. Die blonde Frau schubste ihn zur Seite, so dass er nun auf dem Rücken lag und setzte sich auf ihn drauf. Sie begann nun seinen Oberkörper mit heißen Küssen zu bedecken. Marc grinste anfangs wegen ihres stürmischen Überfalls, aber je mehr er ihre Küsse und ihre wilde Mähne auf seiner Haut spürte, umso mehr breitete sich ein unbeschreibliches Glücksgefühl in ihm aus. Er, Marc Meier, Sexgott und Obermacho, der nie gerne die Zügel aus der Hand gab, ließ sich komplett fallen und genoss die Zärtlichkeiten seiner bildschönen Freundin in vollen Zügen. Jeder Kuss von ihr hinterließ eine Brandspur, die sich in Wellen über seinen ganzen Körper ausstrahlte. Und je weiter südlicher ihre Lippen wanderten, umso stärker stieg die Erregung in ihm auf. Wieder packte ihn die Leidenschaft. Er schnellte hoch, packte sie an der Taille und drehte sie sanft wieder auf den Rücken. Hektisch löste er die Bänder der Jogginghose und zog sie ihr aus. Der Anblick ihrer nackten, schlanken Beine und des äußerst knappen roten Slips machten ihn fast wahnsinnig. Zaghaft küsste er die Stelle, die noch von dem winzigen, dünnen Stoff bedeckt war. Gretchen stöhnte vor Erregung laut auf. Mit zittrigen Händen umfasste er den Rand ihres Slips und zog ihn langsam herunter. Und jeden Millimeter, den das Stück Stoff herunterrutschte, bedeckte er mit einem feurigen Kuss. Gretchen krallte sich vor Erregung in das Kopfkissen fest. Endlich hatte Marc den Slip über ihre Füße gezogen und auf den Boden geworfen. Dazu gesellten sich jetzt auch seine Boxershorts. Gretchen ahnte, dass es gleich zum Äußersten kommen würde und ließ sich in freudiger Erwartung komplett fallen. Doch nichts geschah. Verwundert öffnete sie ihre Augen. Marc stand vor dem Bett und betrachtete fasziniert die wunderschöne Frau vor ihm, die auf Rosenblättern gebettet war, die sich lasziv vor ihm räkelte, die sich ihm komplett hingeben wollte, weil sie ihn über alles liebte und ihm grenzenlos vertraute, IHM, dem früheren größten Frauenhelden Deutschlands, der jede hätte haben können, doch insgeheim immer nur die Eine gewollt hatte, dem beziehungsunfähigsten Mann, den man sich vorstellen konnte, der sich jetzt tatsächlich auf das Abenteuer „Beziehung“ eingelassen hatte, dem selbstverliebten, ignoranten Arschloch, der sich bisher immer nur um sein eigenes Leben und seine Karriere geschert hatte und dem andere völlig egal gewesen waren, doch dem jetzt tatsächlich eine Frau wichtiger als alles andere war, dem kleinen Feigling, der sich so lange keine Gefühle eingestehen wollte, Gefühle, die eigentlich schon immer da waren. Marc Meier konnte kaum fassen, welches Glück er doch hatte. Er hatte die Liebe seines Lebens gefunden und würde sie nie wieder loslassen...

Lorelei Offline

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13.03.2010 10:32
#436 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Guten Morgen ihr Lieben! Ihr wollt mehr? Ihr kriegt mehr! Ich habe wieder eine ganze Zuckertüte für euch bereit stehen! Also falls euch das so langsam zu viel wird, wegen Zuckerschock und Hitzewellen oder so, dann müsst ihr mir das sagen. Leider hat das mit dem Wintervertreiben irgendwie noch nicht so ganz funktioniert. Da muss ich wohl heute Abend noch eine Schippe drauflegen was? Ganz lieben Dank an meine immer fleißigen Kommentatoren, auch an die neuen. Ich weiß gar nicht, womit ich euch verdient habe. Liebe Grüße auch an meine stillen Leser. Eure Lorelei



Gretchen richtete sich auf und rutschte an die Bettkante, vor der ihr Liebster regungslos stand und sie einfach nur anstarrte...

G (verwundert): Alles in Ordnung?
M (in Gedanken): Hmm? ... Oh, ja, jetzt schon. ... Haasenzahn?
G (schaut ihn fragend an): Ja?

Marc zog seine Freundin vom Bett zu sich hoch, hielt sie an der Taille fest und strich ihr mit einer Hand eine Strähne aus ihrem wunderschönen Gesicht. Gretchen lächelte ihn verliebt an. Seine Hand verharrte an ihrer Wange und er blickte ihr tief in die Augen. Er verlor sich regelrecht in diesem himmelblauen Meer. Überwältigt von seinen eigenen Gefühlen gestand er seiner Traumfrau einmal mehr, dass er sie über alles liebte...

M: Ich ... ich liebe dich wie verrückt.

Oh mein Gott! Ich krieg richtig Herzklopfen. Das klang so... ich weiß auch nicht. Ich glaube, das kam aus tiefsten Herzen. Ich könnte heulen vor Glück. Er liebt mich wie verrückt! Und ich ihn erst!

Gretchens Augen wurden wässrig. Sie streichelte ihm zärtlich über die Wange und blickte tief in seine funkelnden grünen Augen...

G: Marc, ich liebe dich auch von ganzem Herzen.
M (schaut sie mit großen Augen an): Ehrlich?
Was hat er denn auf einmal?
G (streichelt ihm wieder sanft über die Wange): Natürlich liebe ich dich. Das habe ich schon immer getan und werde es auch immer tun.
Womit habe ich dich nur verdient, Haasenzahn?
M: Auch wenn ich manchmal wirklich ein Arsch bin?
G (lächelt ihn an, nimmt seine Hand u. hält sie an ihr Herz): Dann ein bisschen weniger, aber mein Herz gehört nun mal vollständig nur dir.
M (strahlt sie glücklich an): Meins auch. Also äh... das gehört nur dir.
Oh Gott, der ist ja heute butterweich. Was ist denn passiert?

Scheiße, was ist denn auf einmal los mit mir? Was soll denn der sentimentale Kram? So bin ich doch sonst auch nicht. Hilfe! Muss dringend wieder die Normalstufe finden.

Gretchen legte ihre Arme um seinen Hals und zog ihn ganz nah an sich heran...

G (strahlt): Das war das Schönste, was du mir je gesagt hast.
Ehrlich? ... Mein Gott Meier, reiß dich mal wieder zusammen! Du hast die heißeste Frau des Universums am Hals hängen, nackt wohl gemerkt, und schwingst hier solche Reden? Hallo?! Konzentrier dich mal wieder aufs Wesentliche ja!
M (peinlich berührt): Gott, ich weiß auch nicht, was gerade los ist. Halt mich jetzt bloß nicht für ein Weichei ja!
Was er wieder hat? Ich fand das eben sehr süß!
G: Würde ich nie tun!
M: Ich hab schließlich einen Ruf zu verlieren.
G (grinst): Du wieder! Aber soll ich dir mal was verraten, auch Bruce Willis kann manchmal ganz weich sein.
Oh Gott! Sie machst sich über mich lustig oder? Das geht doch nicht! Das kann sie doch nicht mit mir machen. Nicht jetzt und in dieser Situation, also eigentlich nie. Und dann ausgerechnet der? Ist der nicht schon langsam gestorben?
M (runzelt die Stirn): Du vergleichst mich jetzt aber nicht mit dem alten Knacker?
G (grinst ihn frech an): Nein, du bist schließlich einzigartig und unvergleichbar.
M (grinst): Krieg ich das schriftlich?
G (blickt ihn verführerisch an u. packt ihm an den Po): Nein, aber was hältst du davon, wenn du mir beweist, wie einzigartig und unglaublich du bist.
Oh mein Gott! Sie ist heute einfach zum ... zum... Auffressen. Gott, ich will dich Haasenzahn.
M (überrascht über ihr forsches Herangehen): Haasenzahn! Du gehst aber ran!
Hat ja auch alles seinen Grund, Marci Schatzi Mausi. Ich will dich!
G (grinst): Muss ich ja, wenn du hier Sinnkrisen kriegst, anstatt...
M (unterbricht sie mit einem dreckigen Grinsen auf den Lippen): ...anstatt es dir ordentlich zu besorgen?
Boah Meier, du mit deinen vulgären Ausdrücken! GGGRRR!!! Ich has... nein, eigentlich steh ich schon irgendwie darauf. Bin halt doch ein böses Mädchen! Und das will jetzt spielen. Oh Gott, wie sich das schon wieder anhört!? Als hätte ich nur Sex im Kopf. Aber ich will ihn nun mal. Jetzt! Allein seine warme nackte Haut auf meiner zu spüren, macht mich schon ganz wuschig.
G: Äh... ich hätte das vielleicht etwas feinfühliger ausgedrückt, aber im Endeffekt kommt es ja schon auf dasselbe hinaus.
Oh mein Gott, hab ich das wirklich gerade gesagt? Er hat doch ein Sexmonster aus mir gemacht.

Oh Mann, sie macht mich echt fertig. Sie hat mir für den Spruch nicht mal eine runtergehauen, nicht mal ein empörter Blick. Sie will es genauso sehr wie ich auch. Wie geil! Komm her! Ich will dich! Jetzt! Oooohh... Allein schon ihre warme weiche Haut auf meiner zu spüren ... ich kann nicht mehr klar denken, echt.
M: Du bist so unglaublich.
G (grinst): Danke. Da passen wir ja perfekt zusammen.
M (grinst): Stimmt.


....

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13.03.2010 20:07
#437 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ok, ich glaube, es ist jetzt wirklich an der Zeit, dass wir ... äh Gretchen und Marc... ordentlich Versöhnung feiern oder? Na dann will ich euch diese so lange heiß ersehnte Szene nicht mehr länger vorenthalten. Aber Vorsicht: FSK 16! Und nicht rot werden ja! Könnte eventuell stellenweise heiß werden. Also besser vorher Fenster öffnen! Und morgen früh wachen wir dann alle auf und der Schnee ist weg und stattdessen finden wir eine blühende Frühlingswiese. Juhu! Naja schön wär’s! Viel Spaß jetzt!




Marc küsste sie daraufhin zärtlich auf den Mund und schon fielen die beiden eng umschlungen wieder aufs Bett zurück. Ihre Küsse wurden immer leidenschaftlicher. Doch Marc wollte sich Zeit lassen. Er wollte jeden einzelnen Millimeter ihres atemberaubenden Körpers erkunden, was Gretchen in vollen Zügen genoss. Sie legte sich zurück, schloss ihre Augen und krallte sich im Kopfkissen fest. Die Lust zerriss sie fast. Noch nie hatte sie jemand so intensiv berührt. Jeder Kuss von ihm brannte auf ihrem Körper und sie musste sich wirklich zusammenreißen, sich nicht sofort auf ihn zu stürzen. Frau musste schließlich auskosten, wenn Marc „Macho“ Meier einmal die Schmusetour fuhr. Doch auch dieser genoss es, sie so intensiv zu spüren. Jede Berührung und ihre Reaktion darauf sog er auf und speicherte sie für die Ewigkeit. Doch je näher er subtropischeren Gefilden kam, umso mehr spürte auch er die Erregung. Noch hielt er sich zurück, wartete auf den perfekten Moment, um sie glücklich zu machen. Das war sein oberstes Ziel. Sein Haasenzahn sollte diese Nacht nie wieder vergessen. Und das würde sie auch nicht. Als er mit seinem Kopf in ihrem Schoss versank, stöhnte Gretchen laut auf. Sie bebte vor Erregung. Ein unglaubliches Glücksgefühl durchfuhr in Wellen ihren Körper. Zufrieden blickte Marc auf. Die Meiersche Zunge hatte mal wieder ein Meisterwerk vollbracht. Langsam wanderten seine Lippen auf dem sich vor Lust windenden Körper seiner Freundin wieder gen Norden. Seine Zunge umspielte ihre Brustwarzen. Gretchen krallte sich vor Lust in das Bettlaken. Seine Lippen wanderten ihren Hals hoch, verharrten dort einen Moment lang, um anschließend ihr Ohrläppchen anzusteuern, in das er zärtlich hinein biss. Gretchens Hände strichen über seinen Rücken und hinterließen eine Gänsehautspur. Sie presste seinen Körpern immer enger an den ihren. Sie wollte ihm ganz nah sein, ihn spüren, ihn nie wieder loslassen. Marc ging es da nicht anders. Schließlich positionierte er seine warmen Lippen auf den ihren, die leicht geöffnet waren und bereitwillig seine Zunge empfingen. Die beiden verschmolzen in einem unglaublich lustvollen Kuss, der alle Dämme brechen ließ. Seine Arme umschlangen ihren Körper. Gretchens Fingernägel krallten sich in seinen Rücken. Sie öffnete langsam ihre Schenkel und ließ das Loveboat endlich in den Hafen einlaufen. Beide stöhnten laut auf, als sie sich so eng vereint spürten. Langsam begannen sie sich zu bewegen wie im Rhythmus von Meereswellen, die sanft an den Strand gespült wurden. Ihre Lippen blieben vereint. Mit den Händen streichelten sie sanft über den Körper des jeweils anderen. Doch dann wurde ihr Atem schneller, ihr Blutdruck ging nach oben, ihr Herzschlag erhöhte sich und auch ihre Bewegungen nahmen an Fahrt auf. Das zarte Lüftchen, das die Wellen an den Strand gespült hatte, entwickelte sich allmählich zu einem gewaltigen Sturm, der das Meer aufwühlte und das Wasser gegen die Klippen schlagen ließ. Es war ein richtiger Orkan, der da durch das Meiersche Schlafzimmer fegte. Das pure unendliche Glück durchströmte die beiden, als sie endlich von einer riesigen Woge getragen gleichzeitig den Hafen erreichten. Erschöpft und glücklich hielten sie sich nach diesem unglaublich intensiven Erlebnis in den Armen. Sie schauten sich einfach nur in die Augen und spürten, dass der Andere in dem Moment genau das gleiche empfand. Die tiefste und aufrichtigste Liebe, die sie jemals gekannt hatten...



Ich hoffe, ich bin euren hohen Ansprüchen gerecht geworden? Weiß nicht, ob ich das später in meiner Geschichte noch einmal toppen kann. Aber ich werde auch in Zukunft mein Bestes versuchen. Schönen Abend noch und süße Träume! Eure Lorelei

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13.03.2010 23:55
#438 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Vielen Dank für eure lieben Worte. Ihr macht mich ja ganz verlegen. Weil ihr so lieb zu mir seid, bin ich es auch zu euch und schenke euch jetzt noch den nächsten Teil mit ganz viel Sonnenschein. "Der Morgen danach!" Ich hoffe, ihr habt Freude daran. Eure Lorelei



Es war Samstag am späten Vormittag. Die Sonne schien und einzelne Strahlen trafen auf das Gesicht einer jungen, blonden, in süßen Träumen verweilenden Ärztin und kitzelten sie so langsam wach. Noch im Halbschlaf strich sie sich immer wieder über das Gesicht. Leicht genervt säuselte sie dann... „Nein, lass das, Marc! Ich will noch schlafen!“ ... Sie drehte sich auf die andere Seite und versuchte weiter zu schlafen. Doch sie hatte die Rechnung nicht ohne Marcs Nachbarn gemacht. Plötzlich ertönte in der Wohnung über ihr eine Bohrmaschine. Sie hielt sich die Ohren zu. ... „Das kann doch jetzt echt nicht wahr sein. Müssen die mitten in der Nacht ihre dämlichen Bilder an die Wand tackern. Marc, mach doch was! Das soll aufhören.“ ... Doch von ihrem Liebsten kam keine Reaktion. Stattdessen setzte die Bohrmaschine erneut an... „Maaaaarc!“ ... Leicht angesäuert drehte sich Gretchen zu seiner Bettseite um. Langsam öffnete sie ihre Augen und schaute verträumt neben sich, aber das Bett war leer. Erschrocken richtete sie sich auf und rief seinen Namen... „Maaaarc???“ .... Doch keine Reaktion. ... Hä? Wo ist er denn? ... fragte sich die blonde Frau. Verwirrt und noch völlig verschlafen schaute sie sich in seinem Schlafzimmer um. Die Bettdecken und Kissen lagen auf dem Fußboden, ebenso der Grossteil der Rosenblätter. Die Kerzen waren alle heruntergebrannt. Gretchen war nur in das dünne Bettlaken gewickelt. Sie fröstelte leicht, zog die Bettdecke und ein Kissen aufs Bett und ließ sich zurückfallen. Sie mummelte sich in die Decke ein und dachte verliebt grinsend an letzte Nacht. Sie hatten sich bis in die frühen Morgenstunden unzählige Male geliebt, mal sanft und zärtlich, voller Gefühl und Zärtlichkeiten, dann wieder stürmisch und leidenschaftlich, schnell und zügellos. ... Das letzte Mal muss wohl Speedboat gewesen sein, so wie es hier aussieht. Gott war das schön! Wie er mich berührt hat! Der Wahnsinn! ... Sie spürte noch immer seine zärtlichen Hände und seine feurigen Küsse auf ihrer Haut. Gretchen schloss ihre Augen. Sie war schon fast wieder eingenickt, als die Sonne plötzlich wieder hinter den Wolken hervorkam und ihr nun direkt ins Gesicht schien. Sie rümpfte leicht die Nase, aber das ließ die Sonnenstrahlen auf ihrer Haut leider nicht vertreiben. Sie war definitiv wach gekitzelt. Sie richtete sich seufzend wieder auf und blickte auf die leere Bettseite neben sich. ... Er fehlt mir so! Hab gar nicht gemerkt, dass er sich rausgeschlichen hat. ... Sie schaute auf den Wecker auf seinem Nachtschränkchen. ... Schon elf Uhr. Natürlich ist er schon längst in der Klinik. Na toll, er ist arbeiten und ich habe frei. Das ist so ungerecht. Vielen Dank Papa! Das verzeih ich dir nie! ... Eingeschnappt ließ sie sich wieder auf das Kissen zurücksinken. Doch irgendetwas fühlte sich komisch an. Es raschelte. Sie fasste unter das Kissen und holte einen kleinen Zettel hervor... Hä? Wo kommt der denn jetzt her? ... Oh mein Gott! Der ist ja von Marc! ... Mit einem Ruck saß sie aufrecht im Bett und betrachtete das kleine Stück Papier in ihrer Hand... Er hat mir einen Liebesbrief dagelassen. Wie süß!!! Gut, es ist nur ein gelbes Post-it, aber man ... äh Frau nimmt ja alles, was sie kriegen kann. ... Aufgeregt und mit Herzklopfen las sie immer wieder seine Zeilen und ein verliebtes Grinsen zeichnete sich auf ihrem Gesicht ab...

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14.03.2010 10:39
#439 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen! Ihr wollt also wissen, was auf dem Zettel stand, hmm? Nun gut, weil ihr es seid, da lüfte ich eben das Geheimnis um Marcs „Liebesbrief“. Ich hoffe, es ist meierisch genug geworden. Viel Spaß und schönen Sonntag! Eure Lorelei



Hey du liebeshungrige Tigerin (Gretchen errötete leicht), ich würde mich ja liebend gern den ganzen Tag mit dir im Bett wälzen (Jetzt war sie tomatenrot), aber der Dienst ruft. Leider! Gott hat nun mal auch noch andere Pflichten, als dich glücklich zu machen (Ihr Herz lief einen Marathon), und da die kleine Göttin (Sie grinste) heute schon nicht hier ist, kann ich die Station ja nicht Dilettanten überlassen! (Da hat er Recht!) Schlaf schön aus, Dornröschen! Und sammle neue Kräfte für die kommende Nacht! (Ihr Gesicht war nun dunkelrot) Das Kraftpaket findest du auf dem Nachttisch (Sie schaute zu ihrem Nachtschränkchen, wo ein üppiges Frühstücksbuffet inklusive Schokohörnchen auf sie wartete. ... Oh mein Gott! Er ist ein Schatz!). Also mach dir nen schönen Tag bei mir! Und spioniert wird nicht! Dr. Meier merkt alles. Findest ja eh nix! (Das werden wir ja noch sehen!)

Kuss Marc

PS: Nachdem du den ollen Zettel jetzt hundertmal gelesen hast
(Woher weiß er das?), kannst du ihn auch endlich verbrennen. (Niemals! Der kommt in mein TB.) Dass der mir ja nicht in fremde Hände gerät! Und denk ja nicht, dass das irgendwie ein Liebesbrief oder so ist! So was Schwules schreibe ich nicht! (Natürlich!) ILD (Ich dich auch!)


Gretchen hielt den kleinen Zettel an ihr Herz und ließ sich vor lauter Glück zurück aufs Kopfkissen fallen. Sie seufzte laut auf und träumte für einen kurzen Moment wieder vor sich hin, natürlich nur von dem EINEN und der letzten Nacht. Doch dann kroch plötzlich der Geruch von Kaffee in ihre Nase und sie blickte wieder auf ihren Nachttisch. Dr. Marc Meier hatte doch tatsächlich Frühstück vorbereitet. Wer hätte gedacht, dass er zu so etwas fähig wäre? ... Wie süüüüüüüüüüüüüüüüüüßßßßßßßßßßßß!!!!!!!!!!!!! Ich hab ihn schon gut erzogen. So will ich immer geweckt werden. Gut, also er müsste dann schon neben mir liegen! Das kriegen wir auch noch hin. Aber das hier ist einfach ein Traum. ... Gretchen Haase schwebte regelrecht und war verliebter denn je. Nach DER Nacht und der süßen Überraschung am Morgen auch kein Wunder. Die junge Assistenzärztin richtete sich auf, wickelte sich in das Bettlaken, nahm sich die Thermoskanne, goss sich einen Kaffee ein und frühstückte dann ausgiebig im Bett. Marc hatte tatsächlich an alles gedacht, was das Herz begehrte... Kaffee, Orangensaft, Schokohörnchen, Croissants, ihre Lieblingshimbeermarmelade und sogar ein riesiges Nutellaglas. Und auf der Mitte des Tabletts stand eine kleine Vase, aus der sie eine einzelne Rose anblickte. ... Gott, wie süüüüüßßßß!!! Er ist doch ein kleiner Romantiker. Das kann er nach der Nummer nicht mehr leugnen. Oh, ich lieb dich so, Marc Meier! ... Nach dem leckeren Frühstück zog sie wieder Marcs M-Shirt und seine Jogginghose an, brachte das Tablett in die Küche und räumte dann das Schlafzimmer auf. Anschließend ging sie duschen und machte sich morgenfertig oder wohl besser gesagt mittagsfertig. Mittlerweile war es bereits halb eins. Sie schnappte sich dann ihre rosa Tasche und setzte sich damit ins Wohnzimmer. Sie kramte darin und holte ihr Tagebuch hervor, das schon seit Tagen sehnsüchtig auf einen neuen Eintrag wartete. Sie zückte ihren Kuli und begann schließlich zu schreiben....

Lorelei Offline

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14.03.2010 16:06
#440 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo noch mal! Es gab lange Zeit keinen Tagebucheintrag von mir... äh von Gretchen Haase. Hier habt ihr einen. Ist quasi eine Zusammenfassung der letzten beiden turbulenten Wochen. Ich hoffe, euch gefällt’s? Ist etwas lang geraten, aber Gretchen muss ja eh Zeit totschlagen, bis ihr Liebster wiederkommt ne!? Viel Spaß! Lorelei



Mein liebes Tagebuch,
es tut mir so leid. Ich hatte einfach in den letzten Tagen nicht die Zeit oder eher den Nerv zu schreiben. Sorry! Aber ich gelobe Besserung. Naja, wenn Marc mich lässt. Nein, ich liege nicht in Marc Meiers Bett. Nicht mehr! Obwohl ich es nach DER Nacht eigentlich nie wieder verlassen wollte. Hach...Träum...Seufz...Schmacht... Es war soooooo schöööööööööön!!! Wir haben uns die ganze Nacht geliebt. Es war so unglaublich. Die Details lasse ich mal weg. Mir fehlen einfach die Worte, um das alles zu beschreiben. Ich bin so unendlich glücklich. Noch gestern Morgen habe ich gedacht, dass ich das vielleicht nie wieder sein würde. Wir hatten zum ersten Mal, seitdem wir zusammen sind, eine Nacht getrennt verbracht und es war furchtbar. Ich habe ihn so vermisst. Wir waren wirklich am Tiefpunkt angekommen. Wir haben nicht einmal mehr miteinander geredet. Ich habe mich so elend gefühlt. So einsam und allein. Ich kann doch nicht ohne ihn, aber... Oh, aber du weißt ja noch gar nicht, warum ... und was alles in den letzten Tagen passiert ist. Wo fang ich da am besten an? Hmm... Marcs Vater ist wieder da!!! ... Ja, er hat tatsächlich einen. Zwanzig Jahre waren die beiden getrennt, weil seine Mutter ihn... Nein, über diese Person werde ich hier ganz bestimmt nichts schreiben. Sie ist für uns beide gestorben, auch wenn das jetzt schlimm klingt, aber es ist nun mal so. Was sie den beiden angetan hat, das kann man nicht so einfach verzeihen. Tut mir leid! Vielleicht irgendwann einmal, wenn etwas Gras über die Sache gewachsen ist. ... Aber zurück zu Marcs Vater. Er wurde nach einem schweren Autounfall bei uns eingeliefert. Ich habe ihn zusammen mit Rössel operiert. Marc fühlte sich dazu nicht in der Lage. Naja auch kein Wunder, wenn sein Vater nach zwanzig Jahren so urplötzlich vor ihm steht... äh eher liegt. Wir hatten ihn nach der OP in ein künstliches Koma versetzt, aber er hat sich recht schnell wieder erholt. Gott sei dank! Jedenfalls war Marc mehr als geschockt gewesen. So habe ich ihn noch nie erlebt. Ich habe ihn völlig apathisch im strömenden Regen auf der Dachterrasse gefunden. Nachdem er mir dann gestanden hatte, dass der Notfall sein Vater war, ist er einfach weggerannt und war für Stunden verschwunden. Ich bin fast umgekommen vor Sorge. Ich habe ihn dann tief in der Nacht völlig fertig auf „unserem“ Spielplatz gefunden. Er ist in meinen Armen zusammengebrochen und hat bitterlich geweint! Marc Meier! Es war wie damals, als wir uns kennen gelernt haben. Da hatte ich ihn ja auch trösten müssen. An diesem Tag war sein Vater ja abgehauen. Aber ich will jetzt auch nicht zu weit ausholen. Du kennst ja die Geschichte über unsere erste Begegnung in und auswendig. .... Ich habe mir jedenfalls wirklich große Sorgen um Marc gemacht, vor allem auch als er dann am nächsten Tag wieder auf obercoolen Machooberarzt gemacht hat, so als ob überhaupt nichts gewesen wäre. Seine Fassade war perfekt. Niemand hat gemerkt, was wirklich in ihm vorging. Aber in seinen Augen habe ich immer lesen können, dass ihn die ganze Sache doch belastete. Ich habe ihn immer wieder darauf angesprochen und er hat mir dann auch endlich von seinem Vater erzählt und was damals passiert ist. Das war wirklich eine sehr emotionale Nacht. Ich dachte echt, er wäre über den Berg. Aber als Olivier - ja ich duze ihn, weil ich mich mit ihm sofort super verstanden habe - aus dem Koma erwacht war, fiel Marc wieder in alte Muster zurück. Rummaulen, anschnauzen, stur vom Thema ablenken und mich komplett ignorieren. Die letzten vier Tage waren echt schlimm. Ich habe tatsächlich wieder wegen ihm geheult, obwohl ich das doch nie wieder wollte. Marc zog sich wieder in seine eigene Welt zurück und wollte nicht mit mir darüber reden. Und ich muss ehrlich zugeben, ich habe wirklich gezweifelt, also an unserer Beziehung, wenn er mich in so einer wichtigen Familiensache ausschließt. Ich habe ihm dann gestern eine harsche Ansage gemacht und ich glaube, das hat ihn endlich zum Nachdenken gebracht, dass er so nicht mit mir umzuspringen hat. Ja, vor Marc Meier zu heulen und mit Schlussmachen zu drohen funktioniert anscheinend immer. Marc hat jedenfalls den Bogen noch einmal gekriegt. Gestern Abend haben sich die beiden dann endlich in die Arme geschlossen und ausgesprochen. Wir haben alle geheult wie die Schlosshunde. Marc auch! Aber das bleibt unser Geheimnis. Will ja seinem Ruf nicht schaden. Ein Meier heult schließlich nicht, du verstehst schon! Aber zu Marcs Vater.... Prof. Dr. Dr. Olivier Meier oder amerikanisch Oliver Mayer - Er ist auch Chirurg wie Marc! Einer der Besten der Welt übrigens! Von ihm hat Marc eindeutig sein Talent, also zumindest was die Arbeit betrifft. - ist wirklich ein lieber Mensch. Das habe ich gleich bei unserer ersten Begegnung gemerkt. Wir haben uns stundenlang über Gott und die Welt unterhalten. Hach... Sein Charme und sein verschmitztes Lächeln... aber du weißt ja, ich schreibe hier nicht über andere Männer. Außerdem ist er ja Marcs Vater. Aber Olivier hat schon mit mir geflirtet und zwar heftig und das hat mir, ehrlich gesagt, auch irgendwie geschmeichelt, aber da wusste er ja noch nicht, dass ich seinen Sohn liebe. Egal! Ich will jetzt auch nicht zu weit ausholen. Die beiden Wochen werde ich eh nicht so schnell wieder vergessen. Jedenfalls ist Marc seit gestern Abend wie ausgewechselt. Ich glaube, er ist wirklich glücklich. Er hat so ein funkelndes Strahlen in seinen Augen. Das hatte er vorher noch nicht. Aber ich liebe es. Ich konnte meinen Blick nicht von ihm wenden. Marc hat mir jedenfalls letzte Nacht eine romantische Überraschung bereitet und was für eine. Damit habe ich echt nicht gerechnet. Ich habe ja erst gedacht, dass er mich von meinem Verdacht ablenken wollte. Ich hatte ihn nämlich vorher schlafend auf der Couch gefunden mit Kinderfotos in der Hand und darunter war auch eins von mir. Das hat mich umgehauen. Wieso hat Marc Meier ein Kinderfoto von mir? Es war ein Foto von mir als vierzehnjähriger Teeny mit einem riesigen Eisbecher in der Hand bei uns im Garten. Er muss es, kurz bevor er mich geküsst hat, geschossen haben. Na da fragt Frau doch mal hartnäckig nach, was das zu bedeuten hat. Wie er dann rumgedruckst hat! Süüüüüüüüüüüüßßßß!!!! Jetzt bin ich mir ganz sicher, dass er schon früher in mich verliebt war. Wieso hätte er denn sonst heimlich ein Foto von mir schießen sollen? Das ist so ein unglaubliches Gefühl, zu wissen, dass er mich schon damals geliebt hat. All die fiesen Gemeinheiten ergeben jetzt einen Sinn. Man sagt doch immer, was sich liebt, das neckt sich. Aber er will es einfach nicht zugeben. Warum? Da ist doch nichts dabei. Ich habe doch immer gespürt, dass da mehr zwischen uns war als die ganzen Gemeinheiten. Aber anstatt mir eine gescheite Antwort zu geben, ist er aufgesprungen, hat mir das Bild aus der Hand gerissen und hat sich im Schlafzimmer eingeschlossen. Hallo?! Was sollte ich denn davon halten, dass er sich wie ein kleines bockiges Mädchen verhält? Ich konnte ja nicht ahnen, dass er hinter der verschlossenen Tür eine wunderschöne Überraschung für mich vorbereitete. Dann ging plötzlich die Tür auf und ein halbnackter Marc Meier (!!!) stand vor mir. Allein schon das lenkt mich immer ab, aber dann sah ich ins Schlafzimmer und war echt sprachlos. Ja wirklich, Marc Meier ist ein heimlicher Romantiker, auch wenn er das niemals offen zugeben würde. Aber das bleibt unser Geheimnis. Du weißt schon, sein Machoruf ist ihm doch heilig. Jedenfalls hatte er das Schlafzimmer mit Rosenblättern ausgelegt und überall standen weiße brennende Kerzen. Es war wie in dem einen Traum, den ich, seit ich vierzehn war, immer wieder geträumt habe. Ja und wie die Nacht mit ihm dann war, habe ich ja schon zu Beginn angedeutet. Er war so zärtlich und einfühlsam. Ich spür noch jetzt seine Lippen überall auf meinem Körper. Gott, ich kriege schon wieder eine Gänsehaut. Hilfe! So nah habe ich mich ihm noch nie gefühlt. Und ich habe ganz genau in seinen Augen gelesen, dass er genauso fühlt. Er liebt mich wirklich von ganzen Herzen. Und allein das schon zu begreifen, das ist der Wahnsinn. MARC MEIER LIEBT MICH WIE VERRÜCKT!!! Genau das hat er zu mir gesagt. Wenn ich mir das nicht immer wieder sagen würde, könnte ich es nicht glauben. Es ist so ein unbeschreibliches Gefühl. Ich lebe meinen Traum. Den Traum, den ich schon seit zwanzig Jahren träume. Er ist endlich Realität geworden. Und ich hätte mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, wie schön das wirklich werden würde. Das soll niemals wieder aufhören. Hach... Ich schwebe immer noch! Leider bin ich heute Morgen ... äh heute Mittag ... ohne ihn aufgewacht. Er war schon in der Klinik. Ich vermiss ihn jetzt schon so sehr. Hoffentlich geht der Tag schnell rum. Ich will ihn wieder in meinen Armen halten, ihn nie wieder loslassen. Aber die Arbeit geht nun mal vor! Als kleine Entschädigung hat Marc mir doch tatsächlich einen Liebesbrief dagelassen. EINEN LIEBESBRIEF!!! Gut, es ist eigentlich nur ein gelbes Post-it und er selbst bezeichnet es auch nicht als Liebesbrief, würde er nie tun, ist schließlich ein Macho und Machos schreiben keine kleinen schwulen Zettelchen, aber es fühlt sich definitiv wie ein Liebesbrief an. Ich klebe ihn gleich noch hier rein. Ich will ihn ja nicht verlieren. Das ist schließlich sein Erster, den er mir geschrieben hat. JUHU!!! Marc Meier schreibt tatsächlich kleine Liebesbotschaften, wieder ein Geheimnis, das wir lieber für uns behalten. Du weißt ja, Marc und sein Ruf. Aber solange ich weiß, wie er wirklich hinter seiner Oberarztfassade ist, ist das schon in Ordnung. Das hat schon was, dass ich allein weiß, dass er auch ganz anders sein kann. Tja und er ist nun mal mein Romantikkönig der Welt, der mich überrascht, wenn man überhaupt nicht damit rechnet. Dafür liebe ich ihn über alles. Er hat mir heute sogar Frühstück gemacht, obwohl er zeitig raus musste und kaum geschlafen hatte. Wegen mir wohlgemerkt! Hihi!!! Dass er mich nach den ganzen schlimmen Tagen noch so überraschen kann, damit hätte ich nie gerechnet. Gut, eine ordentliche Versöhnung hatte ich schon verdient, aber dass die dann so werden würde? Hach ja... Träum... Seufz... Aber es ist schon toll, dass er sich bei mir entschuldigt hat für sein abweisendes Verhalten in letzter Zeit und er hat sich DREIMAL dafür bedankt, dass ich ihm in den Arsch getreten habe wegen seinem Vater. Aber anders versteht ein Meier nun mal nicht, was im Leben wirklich zählt. Marc hat mir versichert, dass er mich über alles liebt und dass er das mit uns unbedingt will. Er will mit mir UNSER Leben teilen. Ist das nicht der Wahnsinn? Er hat sich meine Rede ganz schön zu Herzen gehen lassen. Er hat gesagt, dass er der Partner für mich sein will, den ich verdient habe, dass er bereit ist, sich zu ändern, eben so viel, wie er kann, aber das ist doch schon was. Er will in Zukunft sogar mit mir reden, wenn es mal wieder Probleme oder so gibt. Und die wird es bei uns bestimmt geben. Wir sind ja schließlich kein normales Paar! Marc Meier will tatsächlich reden!!! Ich hätte nie damit gerechnet, dass er von selbst auf den Trichter kommt. Ich bin so stolz auf ihn. Äh und auch auf mich. Ich habe ihn schon gut erzogen ne!? Und ich bin mir wirklich sicher, dass wir das zusammen schaffen werden. Ich war mir noch nie so sicher wie jetzt, dass das mit uns klappen wird. Er liebt mich. Er vertraut mir. Er bindet mich in sein Leben ein. Er will mit mir zusammen leben. Was will ich denn mehr? Und Marc gibt sich wirklich Mühe. Die ganzen Überraschungen sind doch wunderbare Gesten dafür, dass er es wirklich ernst mit uns meint. Hach... Er ist sooooooo süüüüüüüüß! Und wie verlegen er ist, wenn er sich doch mal von seiner heimlichen romantischen Seite zeigt. Zum Knutschen! Er würde es zwar nie zugeben, aber ihm gefällt das doch auch. Allein schon sein verträumter Blick, als er beobachtet hat, wie ich auf seine Überraschung reagiere, der sagt doch schon alles. Ich liebe ihn von Tag zu Tag mehr. Es ist alles richtig so und es fühlt sich so gut an mit ihm. Ich bin... nein wir sind glücklich. So soll es immer sein! Ich freu mich schon so sehr darauf, wenn ich hier auch endlich einziehe und unser gemeinsames Leben dann so richtig beginnt. Halt dich fest, Marc hat doch tatsächlich meine Eltern um Erlaubnis gefragt, ob ich bei ihm einziehen darf, und hat mir vor meinem Vater ein unglaubliches Liebesgeständnis gemacht. Das war so was von süß und von Herzen ehrlich gemeint. Das haben auch meine Eltern gemerkt. Mama hat ihn schon adoptiert. Das hätte ich nie für möglich gehalten, so wie sie immer gegen ihn gewettert hat. Ich glaube, sie plant schon heimlich die nächste Traumhochzeit, aber soweit sind wir noch lange nicht. Das habe ich ihr auch deutlich gemacht. Außerdem müssen wir doch erstmal den Testlauf machen, ob das mit uns auf engstem Raum überhaupt dauerhaft funktioniert, also der ganze Alltag und so. Davor habe ich schon ein wenig Angst. Nicht dass ich ihm irgendwann auf die Nerven gehe oder so. Ich meine, wir sind ja schon beruflich immer zusammen und dann auch noch zuhause. Ich will ihn ja auch nicht irgendwie bedrängen, auch wenn ich eigentlich keine einzige Minute mehr ohne ihn verbringen möchte. Ob es ihm genauso geht? ... Naja aber zurück zu meinen Eltern. Sie haben ihn endlich akzeptiert. Das ist so toll. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, Papa hatte nach Marcs Rede Tränen in den Augen. Er ist einverstanden, dass wir zusammenziehen. Das ist das schönste Geschenk, das er mir machen konnte. Naja Papa mochte ihn, glaube ich, schon immer und das nicht nur als sein bester Oberarzt, sondern eher auch wie sein zweiter Sohn. ... Apropos Sohn? Was macht eigentlich Jochen zurzeit? Von dem habe ich ja schon seit Ewigkeiten nichts mehr gehört? Studiert der eigentlich noch in Köln? Keine Ahnung! Ach auch egal! Der wird schon irgendwann wieder angekrochen kommen, spätestens wenn er wieder Geld braucht. ... Und ich weiß nicht, ich glaube ja, Marc mag die beiden auch ein wenig, naja Papa wohl mehr als Mama, aber er hat sich wohl bei uns gefühlt. Er hatte an dem Abend tatsächlich Spaß mit meiner Familie. Er ist jetzt ein waschechter Haase! Juhu!!! Aber das würde sich Marc natürlich niemals eingestehen. Aber aufziehen werde ich ihn trotzdem damit. Hach... es ist so viel passiert in den letzten Tagen. Ich weiß gar nicht, was ich noch alles schreiben soll. ... Obwohl vielleicht doch. Ich habe mich gestern lange mit Medhi unterhalten. Ich glaube, es geht ihm immer noch nicht gut. Er sah ziemlich mitgenommen aus. Er hat sich zwar für mich und Marc gefreut, aber er wirkte dann schnell ziemlich abwesend. Die Sache mit Lilly macht ihm noch schwer zu schaffen. Ja auch kein Wunder. Seit Monaten hat er keine Nachricht von Anna und Lilly. Wie konnte Anna ihm das nur antun? Er hat sie geliebt und sie hat ihn die ganze Zeit belogen und betrogen und haut dann auch noch mit seiner Tochter ab, behauptet sogar, dass sie nicht seine Tochter sei! Hallo?! Geht’s noch! Das kann selbst den stärksten Mann brechen. Er tut mir so leid! Medhi hat mir dann alles erzählt, seinen ganzen Frust und seine Gefühle. Ich habe mich so hilflos gefühlt. Wie soll ich ihm denn helfen? Bei der Suche wohl kaum. Er hat ja einen Detektiv engagiert, den übrigens Marc bezahlt. Das hat mich sehr überrascht. Er ist doch ein heimlicher Held. Naja, ich denke, ich helfe Medhi wohl am besten, wenn ich immer für ihn da bin und ihm zuhöre, wenn er reden will. Ich muss wieder mehr ein Auge auf ihn werfen. Ich bin mir nicht sicher, ob er die Glückspillen noch nimmt. Manchmal hat er schon noch diese seltsamen Stimmungsschwankungen. Ob das damit zusammenhängt? Und er darf das einfach nicht mehr alles in sich reinfressen. Er hat schon ein bisschen zugenommen, habe ich das Gefühl. Das soll jetzt nicht heißen, dass er fett geworden ist, nein, ganz bestimmt nicht, aber doch schon ein bisschen rundlicher im Gesicht und um den Bauch, aber er ist immer noch ein attraktiver Mann, keine Frage. Aber wenn er so weitermacht... So wie er gestern in der Cafeteria geschaufelt hat. Ob ich mal wieder mit ihm zu Weight Watchers gehen soll? Er braucht dringend einen Anker. Apropos Cafeteria, als ich dort mit Medhi saß, ist etwas ganz Seltsames passiert. Gaby und Maria haben sich zu uns gesetzt. Das allein war schon seltsam genug, aber wie sie dann versucht haben, ihn auszuquetschen und wie sie mich die ganze Zeit angeschaut haben. Da lag etwas Böses in ihren Blicken. Keine Ahnung. Bei Maria denke ich ja, dass sie vielleicht ein wenig eifersüchtig auf mich ist, auch wenn sie dafür eigentlich überhaupt keinen Grund hätte. Erstens bin ich ja mit Marc zusammen und Medhi hat das akzeptiert. Zweitens sind Medhi und ich nur best friends. Wir haben ja auch nur geredet über Marc und Lilly und das geht die beiden Zicken ja wohl überhaupt nichts an. Und drittens besteht sie doch immer darauf, das kleine Tête-à-Tête mit Medhi als heiße Affäre zu bezeichnen. Wobei ich da so meine Zweifel habe. Medhi ist doch nicht der Typ für eine Affäre. Oder will sie vielleicht doch mehr von ihm? So wie sie ihn manchmal anschaut. Das sieht schon irgendwie verträumt und verliebt aus. Und während der letzten OP war sie komischerweise total nett zu mir, hat mich viel alleine machen lassen und auch viel erklärt. So ist sie doch sonst nie! Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, sie war glücklich. Hmm... komisch! Wenn ich nur wüsste, ob sie es wirklich ernst mir ihm meint. Medhi hätte schon eine neue Liebe verdient. Er braucht eine starke Person an seiner Seite, die ihn wieder aufbaut, die ihm hilft, mit der ganzen Situation fertig zu werden und die ihn bei seiner Suche nach Lilly unterstützt. Aber ob Maria wirklich die Richtige dafür ist? Ich weiß es nicht. Nach ihrem Auftritt gestern wohl eher nicht. Aber auch Gaby war ziemlich seltsam drauf. Ich glaube ja, sie wollte mich nur provozieren oder ärgern, keine Ahnung. Sie ist wohl immer noch eifersüchtig wegen Marc. Aber das ist doch schon Monate her. Kann sie uns nicht endlich in Ruhe lassen? Wird Zeit, dass sie auch mal einen neuen Mann kennen lernt. Vielleicht gibt sie ja dann endlich Ruhe. Medhi braucht jedenfalls Ruhe und keine keifenden Weiber um sich herum. Ich glaube, ich muss doch ein bisschen mehr auf ihn aufpassen. Oder vielleicht sollte ich Marc auf ihn ansetzen? Dass sie vielleicht mal wieder irgend so ein Männerding machen. Hmm... Bowling, Golfen oder Holzhacken oder so, aber wehe die gehen in einen Stripclub!!! ... So das war jetzt genug Info für dich oder? Und jetzt? Was mache ich jetzt? Bis Marc kommt, ist es noch ewig hin. Naja, werde schon noch was finden, womit ich mir die Zeit vertreiben kann. Hmm... er ist ja nicht da. Also könnte ich doch schon ein bisschen spionieren. Hat er mir zwar verboten, aber ein bisschen umschauen schadet doch nicht oder? Hat er doch in meinem Kinderzimmer neulich auch gemacht, so wie mein Kleiderschrank aussah! Soll er ruhig. Ich habe ja nichts zu verbergen. Und er? Hmm... neugierig bin ich schon. Ich will ja nicht die ganze Wohnung umkrempeln. Nur mal schauen, was man alles verändern könnte, wenn ich dann erst mal hier eingezogen bin. Hier muss unbedingt mehr Farbe rein. Die sterilen weißen Wände gefallen mir überhaupt nicht. Das macht die Wohnung irgendwie kalt und das passt zu diesem heißblütigen Mann ja eigentlich überhaupt nicht und zu mir auch nicht. Habe ich schon erwähnt, dass ich mich schon riesig auf das Zusammenleben mit ihm freue? Und ich glaube ja, er freut auch. Er gibt mir ja immer wieder durch die Blume zu verstehen, dass er mich vermisst. Und ich ihn erst. Kann nicht schon Abend sein? Hach Marc....

Ich melde mich dann bald mal wieder, wenn es etwas Neues zu berichten gibt.

Dein Gretchen

Lorelei Offline

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15.03.2010 09:28
#441 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Ich wünsche euch einen fantastischen Wochenstart und jetzt viel Spaß mit der neuen Episode, „Gretchen allein zuhause“. Sorry, aber so schnell kommt Marc nicht wieder nach Hause, was jetzt nicht heißt, dass er heute nicht mitspielt. Liebe Grüße Lorelei




Gretchen war mittlerweile langweilig geworden. Ohne ihren Liebsten wusste sie einfach nicht, was sie mit sich und ihrer freien Zeit anfangen sollte. Sie hatte Tagebuch geschrieben, ein bisschen aufgeräumt, ihre Mutter angerufen und sich etwas zum Mittagessen gemacht. Sie hatte jeden Winkel der Meierschen Wohnung inspiziert. Ihr war aber nichts Besonderes aufgefallen. Er hatte anscheinend keine Geheimnisse vor ihr, was sie schon etwas stutzig machte. Hatte er etwa vorher aufgeräumt und alles verschwinden lassen, was ihn in Bedrängnis bringen könnte? Nicht einmal ein paar Playboyhefte oder seine Pornosammlung hatte sie gefunden. Dabei war sie sich so sicher gewesen, dass er so etwas besitzen würde. Er war ja schließlich Marc Meier! Auch die Schachtel mit den Kinderfotos hatte er vorsorglich weggeräumt. Dabei wollte sie doch so gerne noch einmal ihr Foto sehen - den Beweis dafür, dass er sie schon immer geliebt hat. Aber Pustekuchen! So hatte sie sich schließlich damit begnügen müssen, in ein paar Schubladen und Schränken zu blicken, aber sie hatte nichts weiter gefunden, außer einer Packung Ferrero Küsschen, die sie nun genüsslich auf dem Sofa verdrückte. Es war ja sonst niemand zum Küssen da. Da musste sie sich eben damit zufrieden geben. Gretchen musste bei ihrer intensiven Wohnungsinspektion feststellen, dass Marc anscheinend sehr penibel und ordentlich war, also völlig konträr zu ihrem chaotischen Lebensstil. Sie ahnte, dass das Leben mit ihm ein Abenteuer werden würde, aber sie freute sich riesig darauf.

Die blonde Ärztin hatte sich schließlich auf der Wohnzimmercouch in eine Decke gewickelt und schaute fern. Aber das Nachmittagsfernsehprogramm gab auch nichts weiter her. Nur seltsame Dokusoaps, in denen Kinder Kinder bekamen; peinliche Gerichtsshows, in denen schlechte Schauspielstudenten den letzten Respekt vor ihrem Metier verloren und sich mit anderen mäßig talentierten Schauspielschülern Streitigkeiten am Maschendrahtzaun lieferten; an den Haaren herbeigezogene Telenovelas aus der bayrischen Provinz, wo Felix, Alexander oder Lukas mit bescheuerten Intrigen und ganz viel billigen Kitsch um das Herz von Emma, Hildegard oder Sandra kämpften; und die tausendste Wiederholung der Gilmore Girls, wo sie schließlich hängen blieb... Seitdem Jess da nicht mehr mitspielte, war die Serie auch nicht mehr so toll. Rory hätte den nehmen sollen! Der hatte doch irgendwie auch Ähnlichkeit mit Marc oder? Und wer will schon so ein blondes Millionärssöhnchen mit so nem albernen Namen... Hundsberger!? Hallo?! Wer heißt denn so? Naja, am Ende stand die Kleine wieder alleine da, aber sie durfte mit Obama auf Tour. Das ist doch schon was. Sie macht Karriere und ihre Mutter, Lorelei, hat tatsächlich ihre ewige große Liebe abbekommen. Hmm... also eigentlich doch gar nicht so schlecht. Nur Marc äh quatsch Jess hat gefehlt. ... Och menno, mir ist so langweilig! ... Gretchen schaltete den Fernseher wieder aus und setzte sich aufrecht auf die Couch. Sie schaute auf die Uhr. Erst 15.30 Uhr. Sie entschloss sich, einen Wellnessnachmittag mit allem Drum und Dran einzulegen. Irgendwie würde sie die fünf Stunden noch rumkriegen, bis Marc endlich Dienstschluss hatte.

Nach der Plünderung der nächstgelegenen Drogerie betrat Gretchen nun das Meiersche Badezimmer. Nach Maniküre und Pediküre, einem Gesichtspeeling und einer Intensivhaarkur ließ sie sich auch noch ein Schaumbad ein. Sie zog sich aus und stieg in die Wanne. Sie genoss das warme Wasser auf ihrer Haut, schloss für einen kurzen Moment ihre Augen und wünschte sich nichts sehnlicher, als dass Marc bei ihr wäre. Sie nahm schließlich ihr Handy vom Fensterbrett und wählte seine Nummer. Nach fünfmaligem Klingeln nahm ein ziemlich genervter Oberarzt ab. Gerade heute, wo seine talentierteste und beste Assistenz nicht da war, war im EKH die Hölle los. Ein Notfall nach dem anderen kam rein. Und so fluchte Marc am Telefon auch schon in gewohnter Manier rum...

M (schreit genervt ins Handy): WAS IST?
G (haucht verführerisch ins Telefon): Hey Schaaaatz!
Haaaaaaaasenzaaaaaaaaahn!!! Juhu!!! Tut das gut, ihre Stimme zu hören. Das Irrenhaus hier macht einen noch wahnsinnig! Ich wünschte, sie wäre hier!
M (seine Miene erhellt sich und seine Stimme wird sofort ruhiger): Haasenzahn?! Was gibt’s? Hab nicht so viel Zeit. Hier ist die Hölle los.
Er braucht mich!!! Hach....
G: Oh! Brauchst du Hilfe?
M: Nee du, bleib mal ruhig zuhause! Gott kommt auch mal ohne dich aus.
Schaaaaaade! Aber er ist bestimmt nur zu stolz, um zuzugeben, dass er mich braucht.
G (leicht enttäuscht): Wie du meinst!
M (grinst): Hast dir doch einen freien Tag verdient. Nach DER Nacht!!!
Der wieder! Hach... Das war so schön!!! Seufz... Träum... Ich wünschte, er wäre hier. Ich vermiss ihn so!
G (kichert verlegen): Äh ja, da hast du vielleicht Recht. Deshalb habe ich mir ja auch ein Entspannungsbad eingelassen.
M (Sein Blutdruck steigt augenblicklich nach oben. Er stottert.): Du ... du ... du liegst ... äh ... in der Badewanne? ... In ... in ... in meiner Ba... Ba...Badewanne?
G: Ja! Wo sonst?
M (Sein in unmessbare Bereiche gestiegener Hormonspiegel blockiert sein Sprachzentrum): Äh...
Oh ... mein ... Gott!

Dr. Meier war plötzlich ganz ruhig am Apparat und verfiel in einen süßen Tagtraum... Sein Haasenzahn, nackt wie Gott sie geschaffen hatte, in seiner Wanne. Ein äußerst verführerischer Anblick! Ein fettes Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus. Er lehnte sich zurück und seufzte laut auf. Schwester Sabine, die auch mit im Stationszimmer saß, blickte verwundert von ihrem Dr. Rogelt Band 15, „Die nackte Verführung“, auf. ... Was hat er denn auf einmal? Geht’s ihm nicht gut? Wen hat er denn da am Telefon? ... Gretchen wurde allmählich unruhig, weil sie gar nichts mehr von ihrem Liebsten hörte....

G: Marc, bist du noch dran?

Keine Reaktion.

Das ist aber komisch. Ist er jetzt umgekippt, weil ich ihm gesagt habe, was ich gerade mache? Oh nein! Er muss wiederbelebt werden und ich bin nicht da. So ein Mist aber auch! Oder ist er sofort aus der Klinik gestürmt und schlägt hier gleich auf? Hmm... welch verführerischer Gedanke! Oh ja, ich will dich hier haben, Marc! Jetzt!!!

Auch bei Gretchen breitete sich ein Strahlen auf ihrem Gesicht aus. Sie verfiel in einen süßen Tagtraum...

Lorelei Offline

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15.03.2010 16:01
#442 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Inzwischen im Stationszimmer der Chirurgie...

S (besorgt): Herr Doktor?
M (abwesend): Hä?
S (laut): Herr Dr. Meiiier?
M (verwirrt): Was? Gretchen?
G (am Telefon): Ja? Marc?
S: Nein, ich bin’s doch.
M (entsetzt): Was?

Marc riss abrupt seine Augen auf und blickte in das Gesicht von Schwester Sabine, die sich über ihn gebeugt hatte... Aaaaahhh!!! Die Sabsi!!! Wo kommt die denn jetzt her? Hilfe!!! Bloß weg hier!!!

S: Alles in Ordnung mit Ihnen? Sie sehen so blass aus.

Doch Dr. Meier gab ihr keine Antwort darauf, sondern sprang auf und flüchtete vor der neugierigen Krankensschwester schnell in die Umkleide. Er schloss die Tür hinter sich und setzte sich auf die Bank... Rettung in letzter Sekunde!

Auch Dr. Haase war mittlerweile wieder aus ihren Träumen aufgewacht...

G: Marc, bist du noch dran?
M: Ja, jetzt sind wir allein.
Hä? Wie allein?
G: Ach?
M: Die Stasi-Sabsi!
G (lacht): Verstehe!

So und nun zu dir, du Zuckerschnute!!! ... Oh Gott, hab ich gerade Zuckerschnute gedacht? Haasenzahn erschieß mich! Peinliche Kosenamen gehen ja mal gar nicht. Bin doch nicht bescheuert. ... Konzentration Alter! ... Ja wie denn? Sie liegt in meiner Wanne ... NACKT .... und ich bin hier! So ein Mist aber auch!!!

M (mit fettem Grinsen im Gesicht): Du liegst also nackt in meiner Badewanne! Soso!
G: Nein, in Klamotten.
M (verwirrt): Was? Wieso? Hä?
Hihi!!! Der glaubt auch jeden Mist!
G (lacht): Das war ein Scherz, Marc!
Boah, das Luder!!!
M: Wieso liegst du NACKT in meiner Wanne ... OHNE MICH?
G (grinst): Na, wenn der werte Herr Oberarzt lieber arbeiten geht!
Das hast du jetzt davon!
M: Eh! Das hab ich mir nicht ausgesucht.
Dein Vater hat doch die Dienstpläne extra so gelegt, um mir eins auszuwischen oder? Der hat mich, glaube ich, immer noch im Visier trotz meiner peinlichen Offenbarung neulich. Wahrscheinlich wird er nie Ruhe geben. Noch in zwanzig Jahren nicht. Schöne Scheiße aber auch!
G (haucht verliebt): Ich wünschte, du wärst jetzt hier!
Oh Mann!!! Und ich erst!!! Jetzt hat sie mich aber volle Breitseite erwischt. Allein der Gedanke, dass sie gerade... Wahnsinn!!!
M (Ihm wird heiß bei dem Gedanken. Er stottert.): Äh ja ... ich auch ... also ich... ich wäre auch gerne bei dir.
Uhhh!! Ich glaube, ich habe ihn jetzt ganz schön ins Schwitzen gebracht. Der bringt ja gar keinen klaren Satz mehr zusammen. Hihi!!! Wie süß!!!
G (grinst): So nervös Herr Doktor?
M (errötet): Äh nein!
Ja nix anmerken lassen, Alter!

Ich glaube ihm kein Wort!
G (lacht innerlich): Natürlich!

Und wie nervös er ist! Allein die Vorstellung, was ich gerade mache, macht ihn ganz wuschig. Das spür ich doch. Juhu!!! Wie geil ist das denn? Gretchen Haase, du hast es echt drauf, den coolsten Macho der Welt um den Verstand zu bringen. Hach... ich bin so stolz auf mich!

Damit hatte Gretchen durchaus nicht Unrecht. Allein die Vorstellung, dass sie gerade in seiner Badewanne lag, machte Marc Meier schier wahnsinnig. Sein Blutdruck hatte gerade die Schallmauer durchbrochen und in seiner Phantasie erschienen nicht ganz so jugendfreie Bilder... Oh Mann, ich will sie!!! Jetzt!!!

Lorelei Offline

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15.03.2010 17:58
#443 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Es schneit schon wieder wie verrückt! Image and video hosting by TinyPicImage and video hosting by TinyPic Und da ich das überhaupt nicht mehr ertragen kann, muss ich meine Wut an euch auslassen. Nein, quatsch. Ich stell euch nur noch einen Teil rein. Wie immer mit der Mission "Frühling". Viel Spaß. Lorelei




Auch Gretchen Haase brachte die Sehnsucht fast um den Verstand...

G (haucht sehnsüchtig): Wann kommst du?
Ich will dich bei mir haben!!!
M (verwirrt): Kommen? Äh...
G: Marc, alles in Ordnung?
M: Ja!
Nein verdammt! Ich würde am liebsten nach Hause stürmen und zu dir in die Badewanne springen, mein Schatz. Was denkst du denn?
G: Du bist so wortkarg!
M: Äh ... bin ich das?

Na auch kein Wunder! Ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. Das Bild werde ich wohl heute nicht mehr los. Meine scharfe Badenixe!!! Sie hat es einfach drauf, mich komplett zu verwirren. Wie schafft sie das nur immer?

G (haucht): Ja! Wie lange muss ich noch auf dich warten, Schatz?
Oh Gott, allein ihre Stimme. Das macht mich fertig!!! Ich will zu ihr!!! Jetzt!!!
M: Äh also ... äh hier ist echt die Hölle los. Massenkarambolage auf der Avus. Bin gerade erst aus dem OP raus. Also ich denke mal, ich muss wohl die ganzen vier Stunden hier noch absitzen. Bei einem sieht es echt kritisch aus. Ich kann hier wirklich nicht weg. Leider!!!
G (Die Enttäuschung schwingt in ihrer Stimme mit.): Schade! Und ihr braucht wirklich keine Hilfe? Ich könnte sofort da sein.

Oh Gott, nein, bitte nicht!!! Dann seh ich wahrscheinlich die ganze Zeit nur eine nackte Venus vor mir stehen. Oje, das würde ich dann doch nicht aushalten! Und für die Patienten wäre das dann ihr Todesurteil. Ich könnte keinen geraden Schnitt mehr tätigen. Also bleib lieber wie und wo du gerade bist. Es reicht schon, dass du meine Phantasie so anregst. Wenn du jetzt in real hier wärst, dann könnte ich für nichts mehr garantieren. Dann würde ich wahrscheinlich gleich im OP über dich herfallen. Oh Gott, allein die Vorstellung! Der Wahnsinn!!!

M: Nein! Lass mal! Wir kommen schon klar.
G (enttäuscht): Gut wie du meinst! Dabei wollte ich mich doch eigentlich noch bei dir bedanken.
M: Bedanken?
G (lächelt verträumt): Na für die schöne Überraschung heute Morgen.
Peinlich Meier! Du bist echt schon zum Weichei mutiert! Ey, machst ihr Frühstück und schreibst so nen schwulen Zettel. Echt, du bist unrettbar verloren!
M (peinlich berührt): Äh... gar nichts für.
G: Doch Marc! Das war soooo schööön! Wusste gar nicht, dass in dir so ein Romantiker steckt. Obwohl... doch ... nach letzter Nacht eigentlich schon.
Dein Image is für’n Arsch, Mann!
M (räuspert sich verlegen): Äh ja... äh nein... also... äh... verrat’s keinem, sonst muss ich dich leider umbringen!
Er ist so süß, wenn er das nicht zugeben will, dass ihm das auch gefällt. So ist er halt und wird es auch immer bleiben: ein kleiner süßer Macho. Aber die kleinen Überraschungen zwischendurch, die sauge ich bis ins kleinste Detail auf, mein Schatz. Ich will mehr davon!
G (lacht): Kann ja unser kleines Geheimnis bleiben, aber nur unter der Bedingung, dass du mich jetzt öfters mal mit so einem leckeren Frühstück überraschst.
Ich hab’s gewusst. Jetzt stellt sie Forderungen!
M (grinst): Du Erpresserin!
G (grinst): Anders komme ich ja nicht an mein, wie sagst du immer so schön, Romantikkitschdingens, ne?
Sie ist so süß echt! Ich könnt sie knutschen.
M (lacht): Da könntest du eventuell Recht haben.
G: Siehste!
M: Sonst noch was?
G: Ja!
M (verdreht die Augen): Oje! Was kommt denn jetzt noch?
G (schwärmt): Das mit den Liebesbriefen hast du auch schon super drauf.
Oh Gott!!! Hätte ich das mal gelassen. Was hat mich da nur geritten? War ja klar, dass sie dann darauf rumreitet. Und was heißt hier Liebesbrief? Gar nicht wahr. Nur ein kleines Post-it, mehr nicht!
M: Was denn für Liebesbriefe? Wüsste nicht, dass ich jemals so was verfasst hätte. Wird auch in Zukunft nie passieren.
Schon klar. Jetzt leugnet er wieder. Das Beweisstück ist schon archiviert, mein Lieber.
G (grinst): Soll ich ihn dir vorlesen?
Bloß nicht! Schlimm genug, dass du mich zu so was gebracht hast. Keine Ahnung, was da heute Morgen in mich gefahren ist! Bin ich Hugh Grant oder was? Nee!
M (fleht): Bitte nicht! War ja nur ein alberner Zettel.
Nein, war es nicht, Schatz. Das war der schönste Liebeszettel, denn ich je bekommen habe. Ich will mehr davon.
G (verträumt): Also ich fand das eigentlich ganz süß.
Ich hab’s gewusst, das kostet dich das letzte Stück Männlichkeit. Jetzt bist du offiziell ein Waschlappen.
M: Ey, das böse S-Wort nicht in meiner Gegenwart ja!
G: Wieso? Hab mich doch daran gehalten. Du bist doch gar nicht hier.
Leider!!!

Oh Mann, sie macht mich fertig!
M: Stimmt!
G: Jetzt fehlen nur noch vierundvierzig und wir sind quitt!
M (verwirrt): Bitte? Was fehlt? Und wieso vierundvierzig?
G: Na Liebesbriefe! Genauso viele - also naja, eigentlich sind es ja fünfundvierzig Stück - habe ich damals an dich geschrieben.
Was geht eigentlich in ihrem süßen Köpfchen vor sich? Ich schreib ihr doch nicht vierundvierzig alberne Zettel? Bin ich schwul oder was? Kann sie vergessen!
M: Ich schreib dir doch nicht vierundvierzig Zettel. Außerdem existieren deine Briefe nicht mehr, also muss ich schon mal gar nichts!
Gut, das stimmt schon, ich habe sie ja verbrannt, aber doch nur weil ich damals dachte, dass das mit uns nichts mehr wird. Aber das ist doch jetzt egal. Es geht schließlich ums Prinzip.
G: Doch musst du! Die Briefe existieren noch, zwar nur als Kopie, aber es gibt sie noch. Ich habe die nämlich alle nachgeschrieben.
M: Bitte was?
G: Ja, richtig gehört. Die kenne ich nämlich noch alle in und auswendig.
Das hat sie nicht wirklich gemacht oder? Das ist doch verrückt! Gut, das ist sie ja wirklich, also muss schon was dran sein oder? Oje! Die Frau ist echt ein Phänomen!
M (perplex): Oh!!! Krieg ich die auch mal zu lesen?
Das hättest du wohl gerne.
G (mit ernster Stimme): Nein!!!
M (leicht enttäuscht): Wieso denn nicht? Ich dachte, die wären alle für mich.
G: Sind sie ja auch.
M: Also!!!
Her damit, Haasenzahn!

Nein, das ist doch peinlich. Ich war damals ein verknallter Teeny. Peinlich genug, dass ich die aus der Erinnerung noch einmal aufgeschrieben habe. Keine Ahnung warum? Wahrscheinlich weil ich so schockiert über mich selbst war, dass ich sie tatsächlich verbrannt hatte. Er war doch immer Teil meines Lebens gewesen. Ich konnte doch nicht so mit den Erinnerungen an ihn umgehen. Gut dass der Wortlaut noch in meinen alten TBs stand. Also was ich damals gedacht habe, echt ohne Worte!!! Wenn er die in die Hände gekriegt hätte, wäre meine Schulzeit die Hölle geworden. Definitiv!

G: Marc, ich war ein verliebter Teeny, als ich die geschrieben habe. Das ist mir peinlich.
Na und? Will trotzdem wissen, was du früher über mich gedacht hast und was für heiße Phantasien du über mich hattest. Und die hattest du definitiv. Wenn ich mich da an die Bravo-Geschichte zurückerinnere.
M: Dann hättest du sie auch nicht noch mal aufschreiben müssen.
G: Das sind Erinnerungen, Marc. Die zerstört man nicht.
M: Aber du hast sie trotzdem verbrannt.
G: Ja schon, aber doch nur, weil ich dich endlich vergessen wollte.

Schlimm genug! Weißt du überhaupt, wie beschissen es mir in dem Moment ging, als du mir den Umschlag gegeben hast mit deinen verbrannten Liebesbriefen an mich. Ich wollte dir gerade meine Liebe gestehen und du gibst mir das ohne Vorwarnung. Am Ende lag mein verbranntes Herz nämlich auch mit in dem Umschlag. ... Boah, nicht weiter daran denken, das zieht einen echt runter. Außerdem ist das eh Vergangenheit und sie konnte mich ja nicht vergessen. Gott sei dank!

M: Konntest du aber nicht.
G: Stimmt.
M: Ich möchte sie trotzdem lesen.
G: Maaarc!
M: Haaaaaasenzaaahn!
G: Wieso kann ich dir eigentlich nichts abschlagen?
Weil ich dir auch nichts abschlagen kann. Sag ich dir aber nicht!
M (grinst): Weil man Gott nichts abschlagen kann! Elftes Gebot, weißte!
Er ist unverbesserlich!
G (lacht): So ist das also? Hmm... Ok, aber nur unter einer Bedingung!
Oje, was kommt denn jetzt?
M (verdreht die Augen): Die da wäre?
G: Ich bekomme meine restlichen vierundvierzig Liebesbriefe von dir.
Die ist doch verrückt! Das mach ich nicht. Da kann sie lange drauf warten. Dann eben nicht. So neugierig bin ich dann auch wieder nicht auf ihre intimen Gedanken von früher. Reicht doch, dass ich weiß, dass sie schon immer auf mich scharf war.
M (leicht eingeschnappt): Gut, ähm also dann krieg ich sie wohl doch nie zu lesen. Naja auch egal, war ja eh nur Kindergartengeschwärme.
G (grinst): Wenn du das denkst!?
Oh Gott, was soll das denn jetzt heißen? Was hat sie denn geschrieben? Dass sie mich am liebsten hinter der Hecke auf dem Schulspielplatz vernaschen wollte oder was? Äh... wenn ich das gewusst hätte! ... Meier, schmutzige Gedanken einstellen! Das waren unschuldige, kleine Briefchen, mehr nicht, nach dem Motto „Willst du mit mir gehen? Ja, nein, vergiss es, bin ja nicht blöd“ oder so.

Ich krieg ihn schon noch soweit und wenn es bis zu unserer Rente dauert. Die Neugier wird irgendwann bei ihm siegen. Ich kenn ihn doch.
M (neugierig, aber lässt sich nichts anmerken): Ja, das denke ich.
G (lacht): Och, da stehen aber auch ein paar andere interessante Dinge drin. Vielleicht erinnerst du dich ja an den Bravo-Leserpreis, den ich in der Achten gewonnen habe?
M: Äh ja!
Die Erstes-Mal-Geschichte im Heu ... mit mir!
G (grinst schelmisch): Basiert auf einem Brief, den ich mal an dich geschrieben habe.
Das glaube ich ja nicht. Quatsch! Das meint sie doch nicht ernst oder?

Ha, jetzt habe ich ihn! Stimmt zwar nicht ganz, aber egal! Bis er die vierundvierzig Briefe fertig hat, hat er die Geschichte eh wieder vergessen.
M (räuspert sich): Äh... im Ernst?
Hach! Herrlich! Er kommt um vor Neugier! Gut so!
G (grinst): Weiß nicht. Wenn du das herausfinden willst, musst du dich schon an deinen Schreibtisch setzen.
Du Biest!!!
M: Erpresserin!
G (lacht): Was tut man nicht alles für die Liebe, nicht?
Die Frau ist einfach unglaublich!!!
M (grinst): Äh ja... aber ich ziehe da eigentlich körperliche Betätigungen der geistigen vor.
Schon klar! Mein kleiner Sexgott! Aber das mit der Romantik, das bringe ich ihm schon noch bei. Die Ansätze sind ja bei ihm schon da und die sind wirklich nicht schlecht.
G: Natürlich! Aber ich mag beides eigentlich ganz gern!
M (grinst): Ach? Und im Moment?
G (haucht verführerisch): Weiß nicht, finde es doch heraus!
Oh Gott, Haasenzahn!!! Wie soll ich nur die nächsten vier Stunden ohne dich überleben? Hmm... Ach scheiß drauf!!! Ich will sie jetzt! Also bleibt nur die eine Möglichkeit.

....

Lorelei Offline

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16.03.2010 09:51
#444 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Guten Morgen! Was Marc wohl vorhat? Image and video hosting by TinyPic Nur soviel: etwas typisch Meiersches! Oh, wie schön, ich sehe in strahlende Gesichter! (@ Pinklady166, also was du schon wieder denkst? Wie kommst du denn darauf? Auf so etwas würde der Meier doch niiie kommen! Freu dich mal nicht zu früh!) So und jetzt viel Spaß! LG Lorelei




M: Haasenzahn, äh... ich hab gerade Pause, also wir könnten das Telefonat noch eine Weile fortsetzen, also nur wenn du willst. Ich müsste dafür aber in mein Büro gehen. Bin noch in der Umkleide.
Hä? Wieso muss er denn dafür ins Büro?
G: Wieso denn?
M (grinst): Naja, ich will ja nicht, dass die Sabsi nebenan vom Stuhl kippt, wenn wir hier jetzt heißen Telefonsex machen.
WAAAAAAAAAAASSSSSSS????????

Gretchen fiel fast das Handy ins Wasser. Schwer schockiert hakte sie nach...

G (tomatenrot): WAS??? Du ... du ... du willst...?
Oh Gott! Telefonsex?! Das kann er doch nicht ernst meinen oder? ... Doch der meint das ernst! Todernst! Ist ja Marc Meier! Hilfe, ich werde rot. Gut, dass er das jetzt nicht sieht. Er würde doch gleich wieder loslachen, wie schüchtern und verklemmt ich doch bin. Bin ich aber nicht! Aber so einen Schweinkram mache ich nicht! Niemals! Kann er vergessen! Nicht mit mir!
M (mit dreckigem Grinsen auf den Lippen): Jaaa! Die Vorstellung, dass du gerade nackt in der Wanne liegst, wie sich der Schaum so langsam um deinen rattenscharfen Körper wickelt, hmm... also das macht mich wirklich an.
Oh Gott! Was mache ich denn jetzt? Und ich habe das ja selber irgendwie angezettelt. Ich hätte ihm das gar nicht sagen sollen. War ja klar, dass Marc Meier da heiß läuft! Oje!!! Ich will das nicht. Hilfe!!!
G: Maaarc!!!
M (grinst): Was denn, du heißes Luder?
Oh Gott!
G (empört): So was mache ich nicht!

Oje, Madame Prüderie ist zurück! Mist! Gerade, wenn es spannend wird! Die ist doch jetzt bestimmt knallrot im Gesicht! Ich kenn sie doch! Aber das ist ja auch wieder zu süß!!! Also wenn sie so schüchtern und verklemmt ist, da könnte ich sie immer abknutschen. Ein Bild für die Götter eben. Und da ich selber einer bin, ist es ja auch nur für mich bestimmt! Hmm... ein bisschen reizen werde ich sie aber trotzdem noch. Das Verklemmte, das trainiere ich ihr schon noch ab.

M: Wieso denn nicht?
Ich will das nicht! Ich kann das ja auch gar nicht! Wüsste gar nicht, was ich da sagen soll. Würde keinen Ton rausbekommen! Und dann hält er mich erst recht für prüde!
G (eingeschnappt): Darum!
Oh Mann, sie ist einfach zuckersüß im Moment. Schade, dass ich das gerade nicht in real sehen kann!
M (lacht): Haasenzahn, ich dachte, das mit der Prüderie hätte sich mittlerweile gelegt. Oder soll ich dich mal daran erinnern, was du in den letzten Tagen so alles mit mir angestellt hast. Also jugendfrei war das nicht! Also dein sexy Büroauftritt neulich, also der war schon preisverdächtig. Den werde ich sicherlich nie wieder vergessen. Oder die Nummer mit der nicht vorhandenen Unterwäsche! Also ich trage deinen Slip immer mit Stolz bei mir.

Oh Gott, erinnere mich bloß nicht daran. Keine Ahnung, was mich da geritten hat. Hmm... Obwohl... das war schon toll, wie er da die Fassung verloren hat, als ich wie Dita von Teese oder wie die heißt in sein Büro gestiefelt kam und mich dann lasziv auf seinem Schreibtisch geräkelt habe... Oh nein, und die Nummer in der Wäschekammer! Da hat mein Hirn aber vollkommen ausgesetzt. Ich habe keinen Schimmer, warum ich das gemacht habe. Naja, ich wollte ihn ja schon irgendwie reizen und das hat ja auch super funktioniert. Er war völlig weggetreten. An Arbeiten war an dem Tag nicht mehr zu denken. Und wie wir dann im Büro... Oje, jetzt wird es aber wirklich heiß hier in der Wanne! Hab doch gar kein Wasser nachgelassen.

G: Maaarc! Ich bin nicht prüde ja! Das habe ich ja schon mehrmals eindrucksvoll bewiesen, so wie du dich gerade erinnerst. Aber nein, ich will das jetzt nicht.
Äh ... Wie meint er das eigentlich, er trägt meine Unterwäsche immer mit Stolz bei sich?

Na gut, dann eben nicht. Schade!
M: Aber der Ansatz war schon gut.
G (unsicher): Was? Wie ... wie meinst du das?
Oh Gott, was kommt denn jetzt?
M (grinst): Das verruchte Hauchen ins Telefon hast du schon drauf!
G (tomatenrot): WAS?
Hä? Was meint er denn? Hab doch ganz normal gesprochen.
M: Also dem kleinen äh großen Dr. Meier hat das sehr gefallen!
G (mit tiefem Dunkelrot im Gesicht): Maaarc!!!!
Oje, ihr ist echt nicht mehr zu helfen! Aber heute Abend wirst du mich in real kennen lernen, meine junge Dame. Mich hier so ohne Vorwarnung aufzuheizen. Das geht so nicht. Das macht man nicht mit Marc Meier. Das muss bestraft werden!!!
M (lacht): Schon gut. Reg dich ab! Dann eben nicht. Ist in real eh viel geiler.
Was? Oh Gott! Er wird über mich herfallen wie ein ausgehungertes Tier!!! Hilfe!!!
G: Maaarc!!!
Oh Mann, sie ist schon wieder auf 180! Hmm... das macht mich an! Und wie mich das anmacht! Das wird eine heiße Nacht, meine Liebe!
M (grinst): Ja?
G: Hör auf damit!
M (lacht): Ok, ok!!! Aber bleib so!
G: Wie?
M: Na bleib so, wie du gerade bist, bis ich nach Hause komme!
Oh Gott! Ja, ich will!!! ... Gretchen Haase, was war das denn eben? ... Äh weiß nicht! ... Das klang ja so, also ob du auch ... Oh ja, und wie ich will!!! Allein die Vorstellung ... wir beide ... hier ... in der Wanne... Juhu!!! Komm nach Hause, Schatz!!! Sofort!!!
G (haucht verführerisch ins Telefon): Na dann beeil dich! Die Göttin wartet schon!
Oh Mann!!!

Lorelei Offline

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16.03.2010 17:24
#445 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo noch mal. Ihr hättet wohl alle gerne, dass Marc Meier schnell nach Hause fährt, bevor das Badewasser kalt wird, hmm? Da muss ich euch wohl enttäuschen. So schnell geht das leider nicht. Was sollen denn die Patienten denken, wenn der diensthabende Oberarzt einfach so ohne triftigen Grund verschwindet? Das geht doch nicht. Aber im Gegenzug habe ich wieder eine schöne Comedyszene für euch bereitstehen. Kann eigentlich nur mit zwei Personen zusammenhängen, ne!? Wenn ihr euch da mal nicht täuscht! Viel Spaß! Lorelei




Eine fette Gänsehaut breitete sich nach ihren letzten Worten auf dem Körper des Oberarztes aus. ... Oh Mann! Sie hat dich! Sie ist einfach ne Wucht! Einfach unglaublich! Mein Haasenzahn! ... Dr. Meier legte sich mit dem Rücken auf die Bank in der Mitte der Umkleide. Er hielt immer noch sein Handy ans Ohr, obwohl Gretchen schon vor einer Weile aufgelegt hatte. Er hatte die Augen geschlossen und träumte verliebt grinsend vor sich hin... Mein süßer Haasenzahn. Hach...Seufz...Träum...

Marc war so in seiner eigenen kleinen Welt verschwunden, dass er gar nicht bemerkte, wie sich die Tür zur Umkleide langsam öffnete und Medhi hereingepoltert kam. Dieser musste sofort lachen, als er seinen Freund so abwesend und debil vor sich hergrinsend auf der Bank liegen sah. Der junge Chirurg rührte sich nicht, auch nicht als Medhi absichtlich die Tür seines Spindes laut zuknallen ließ... Wie geil!!! Der ist ja komplett weggetreten! Wer hat ihn denn so fertig gemacht? ... Na so verknallt wie der grinst, kann es ja nur Gretchen gewesen sein. Mann, dass der sich wirklich mal so verlieben würde, hätte ich nicht für möglich gehalten. Aber Gretchen ist nun mal ne Wucht. Die haut jeden um. ... Medhis Gesicht nahm plötzlich einen traurigen Zug an, als er daran zurückdachte, wie glücklich er einmal mit dieser bildschönen, zauberhaften, blonden Ärztin gewesen war. Aber er schüttelte den Gedanken schnell wieder ab. Das war Vergangenheit. Das hatte er endlich verstanden. Die beiden waren glücklich. Das war nicht zu übersehen. Und er gönnte den beiden ihr Glück. Ob er das auch jemals wieder finden würde? Er wusste es nicht. Im Moment war er weiter davon entfernt als je zuvor. Gaby und Maria waren sauer auf ihn und das konnte er auch verstehen. Was er mit den beiden abzog, war ja auch nicht die feine englische Art. Er wusste ja selber nicht, warum er das machte, er hasste sich selbst dafür, aber er konnte nicht anders. Er konnte einfach nicht die Finger von ihnen lassen. Kaum war eine von beiden in seiner Nähe, setzte sein Verstand komplett aus. Dass er die beiden Frauen damit zutiefst verletzte, dass er sie hinterging, das wusste er. Das hatte er an Gaby Reaktion gestern deutlich gemerkt. Er wollte ihr ja auch nicht wehtun. Er mochte sie doch. Sie faszinierte ihn. Ihre ganze Art. Mal zurückhaltend und schmusig, dann wieder wild und raubtierhaft, einfach unberechenbar. Und der Sex mit ihr war einfach grandios. Er konnte nicht genug davon bekommen. Der Reiz des Verbotenen machte ihn irgendwie an. Klar hatte Medhi gestern Abend Blut und Wasser geschwitzt, als Maria plötzlich im Raum gestanden hatte und Gaby immer noch weitergemacht hatte. Das hatte ihn trotz alledem sehr erregt und auch verwirrt. Ähnlich erging es ihm mit Maria. Sie war schon eine klasse Frau, so unkompliziert und stark. Sie wusste ganz genau, was sie wollte, und war dabei auch manchmal so verletzlich und zart. Sie faszinierte ihn. Wie sie ihn bei der Wohnungsbesichtigung verführt hatte, das war schon unglaublich gewesen. Immer wieder musste er daran denken. Also dass sie nur sexy Spitzenunterwäsche unter ihrem Trenchcoat trug, damit hatte er wirklich nicht gerechnet. Diese Frau überraschte ihn immer und immer wieder. Er konnte ihr einfach nicht widerstehen. ... Das ist doch verrückt! Wie kann man auf zwei Frauen gleichzeitig stehen? Wie soll ich mich da je entscheiden können, wenn beide so unglaublich sind? ... Medhi fasste sich an die Stirn. Er konnte sich nicht entscheiden. Er kam einfach nicht von beiden los. Es ging einfach nicht. Und ehrlich gesagt, wollte er es auch nicht. Er musste sie einfach haben, auch wenn sein Hirn sich heftig dagegen wehrte und ihn mit einem schlechten Gewissen quälte.

Der Gynäkologe schüttelte immer wieder den Kopf.... Eh Medhi, mach dich jetzt nicht verrückt deswegen! Einfach nicht weiter daran denken! Die beiden tun dir gut und fertig! Lass dich nicht davon runterziehen! Schau dir lieber den Meier an! ... Ja schon geil, wie er da wie eine Schildkröte auf dem Rücken liegt mit ausgestreckten Armen und Beinen. Das muss festgehalten werden! ... Medhi öffnete seinen Spind und holte sein Handy heraus und zack war ein Foto vom verknallten Meier auf seiner Speicherkarte... Alter, damit werde ich dich noch aufziehen. Jetzt bin ich mal dran. Hmm... wäre aber auch ne geile Idee für eine Hochzeitszeitung ... also falls die mal ... also hoffentlich noch nicht bald... also so in zehn Jahren oder so ... heiraten ... äh ... Medhi, denk nicht mal daran, sonst bekommst du wieder deinen stressbedingten... Äh ja. Gretchen bekommt den eh nicht so schnell rum. Da müsste sie schon... Neiiiin! Nicht daran denken! Da vergehen noch Jahre. Ganz bestimmt! ... Gut, bin wieder beruhigt. Aber Strafe muss schon sein! Jetzt hol ich ihn mal aus seinen süßen Träumen.... Er knallte die Spindtür erneut mit voller Wucht zu und sprach seinen Freund schließlich in einer etwas zu lauten Tonlage an...

MK: NA MEIERLEIN, wer hat dich denn so KO gehauen?
MM (verwirrt): Wer? Wie? Was?

Erschrocken schreckte Marc Meier hoch, ließ dabei sein Handy fallen und schaute verwirrt in das Gesicht seines besten Kumpels, der sich grinsend über ihn gebeugt hatte... Wo kommt der denn so plötzlich her? Und was grinst der so dämlich?

MK (grinst schadenfroh): Eh, du warst ja völlig weggetreten. Auf welcher Wolke warst du denn davon geschwebt?
Oh Gott!!! Peiiiinlich!
MM (peinlich berührt, aber zeigt sich betont cool): Was? Hast du sie noch alle? Was brüllst du überhaupt hier so rum? Und ich hab weder geschlafen noch geträumt ja!
MK: Schon klar! Eh, ich hätte hier mit der Kettensäge kommen können und du hättest immer noch dämlich grinsend vor dich hin geratzt!
Was? Eh, ich hab nicht dämlich vor mich hingegrinst, du blöder Arsch! Ich nicht! So etwas macht ein Marc Meier nicht! Das war nur ne Entspannungsübung, mehr nicht! Yoga und so!
MM (sauer): Kann man hier nicht mal fünf Minuten seine Ruhe haben? Ist das zuviel verlangt? Stand bis eben im OP. Die Massenkarambolage. Hast du sicherlich gehört?
MK: Ja, hab ich. Aber das ist sicherlich kein Grund, dermaßen zu grinsen.
MM (eingeschnappt): Ich grinse doch nicht!
MK (grinst): Doch tust du!
Scheiße! Meier, sofort Grinsen einstellen! ... Mist! Funktioniert nicht. Hab die ganze Zeit das Bild von ihr vor Augen. Verdammt! Ich will zu ihr!
MM (laut): Tue ich nicht!
Und ob, du verliebter Trottel!
MK: Du grinst immer noch!
MM (beleidigt): Ach, leck mich doch am Arsch!
MK: Nee du, das wäre jetzt nicht der erste Gedanke, den ich hätte, wenn ich dich so sehe.

Eh, das macht ja wirklich Spaß, den so aufzuziehen. Hätte schon früher damit anfangen sollen. Wie geil! Der geht ja richtig hoch wie ne Rakete. Das ist für all die Gemeinheiten, die du mir in den letzten dreizehn Jahren angetan hast. Endlich hab ich eine Methode gefunden, mich an dir zu rächen.

MM (funkelt ihn wütend an): Eh, hast du sie noch alle!?
Mann, wie ist der denn heute drauf? Der ist doch sonst nicht so sarkastisch! ZU MIR!!! Der macht sich lustig oder? Der macht sich ÜBER MICH lustig! Das kann er doch nicht machen. Ich bin doch sein Kumpel. Das macht man doch nicht. Das macht man nicht mit Marc Meier! Das muss gerächt werden. Aber wie? ... Scheiße, wieso fällt mir kein Spruch ein? So ein Mist!

Hahaha! Ich hab ihn an den Eiern! Einfach zu geil! Oh, der ist aber mal so richtig sauer. Dass der auch keinen Spaß versteht. Also echt! Austragen kann er, aber selbst was einstecken? Nein! Na komm, Friedenspfeife rauchen!


MK (hebt beschwichtigend die Hände): Kommste mit, was futtern? Könntest vielleicht ne kleine Stärkung vertragen, so wie du aussiehst.
Arschloch!!! Boah, ich mach ihn so was von fertig! Also irgendwann dann mal. Hab ja dann noch was vor. Da täte eine kleine Stärkung nicht schlecht. Mal sehen, ob Dr. Meier heute Nacht noch einmal den Weltrekord brechen kann. Aber das hat ja der süße kleine Haasenzahn auch nicht anders verdient.
MM (grinst MK an): Ja, Mutti!!!

Die beiden verließen daraufhin die Umkleide und gingen zusammen in die Cafeteria.

Lorelei Offline

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16.03.2010 23:03
#446 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Sorry, bei mir wird nicht an der Uhr gedreht! Es geht immer schön der Reihe nach. Und weil ihr immer so lieb zu mir seid , gibt es jetzt noch den nächsten Teil der frechen Männerrunde. Diesmal aus der Cafeteria. Viel Spaß! Lorelei




Die beiden attraktivsten Ärzte des EKH saßen jetzt schon eine ganze Weile in der Cafeteria beim Essen. Sie hatten beide jeweils zwei riesige Teller mit verschiedenen Pastasorten und zwei Schokoladenpuddings vor sich stehen. Beide wollten neue Kräfte sammeln (für ihre Frauen versteht sich!)...

MK (blickt verwundert von seinem Teller auf): Hast du wirklich so nen riesigen Appetit oder was soll das? Du isst doch sonst nicht so viel.
MM (grinst u. mampft): Kräftetanken!
MK: Aha! Hast du noch nen OP-Marathon vor dir oder was?
MM (lacht innerlich): Äh ... so was in der Art!
Tja, ein ganz spezieller Marathon! Oh ja! Aber das willst du bestimmt nicht wissen! Ist besser so!
MK (isst weiter): Soso! Und was gibt’s so Neues?
Boah echt, der ist wirklich ein Mädchen! Der quatscht mehr als Haasenzahn und Stasi-Sabsi zusammen!
MM (zuckt mit den Schultern u. isst weiter): Nix!
MK (verwundert): Wie nix?
MM: Na nix halt!
MK: Mann bist du heute gesprächig!
MM: Wollte ja auch meine Ruhe haben.
MK (zickig): Dann hättest du auch nicht mitkommen brauchen.
MM (funkelt ihn an): Eh, was zickst du mich denn jetzt so von der Seite an?
MK (eingeschnappt): Ich zick dich nicht an!
MM: Ja klar, du Mädchen.
MK (beleidigt): Ach, halt doch die Klappe!
MM (lacht): Danke. Genau das wollte ich erreichen.
Arsch!!!

Eingeschnappt stocherte Medhi jetzt in seinen Nudeln herum... Was’n das für schlabberiges Zeug? Die waren auch schon mal besser! Sind die von letzter Woche oder was?

Marc beobachtete ihn aus dem Augenwinkel heraus... Was geht denn dem heute so auf den Sack? Der zieht vielleicht ne Fresse! Ham die Weiber ihn heute noch nicht rangelassen oder warum ist der so frustriert? ... Wäääähhhh, was ist das denn? Das ist ja ekelhaft! Sollen das Nudeln sein? Oder ist das Erbrochenes aus Pädiatrie? Schmeckt jedenfalls so! Iiiiiiiiiihhhhhhhhh!!!!!!! ... Marc verzog angewidert sein Gesicht und schob die Teller von sich weg. Medhi tat in dem Moment genau das gleiche. Beide fingen an, herzhaft zu lachen und schnappten sich ihren Pudding...

MK: Tja, die Küche hat sich heute mal wieder selbst übertroffen!
MM: Jep! Da ham die auf der Inneren dann wenigstens was zu tun!
Hahaha!!! Viel Spaß beim Magenauspumpen!!!
MK: Und wie geht’s dir sonst so? Hat sich das mit deinem Vater jetzt geklärt?
MM (nickt): Hmm!
MK (blickt ihn fragend an): Und?
MM: Alles ok!
Mann ist der heute gesprächig!
MK: Das heißt? Habt ihr euch ausgesprochen?
MM: Ja!
Der kriegt einfach die Zähne nicht auseinander.
MK: War ja auch ne krasse Geschichte, die deine Mutter da abgezogen hat. Also wenn ich du wäre, dann...
Eh woher...?
MM (fällt ihm ins Wort): Eh, woher weißt du das alles so genau? Warst du dabei? ... Nicht, dass ich wüsste!
MK (löffelt seinen Schokopudding): Gretchen hat mir davon erzählt.
Na klar, alte Tratschtante!
MM: War ja klar, dass sie mal wieder ihre Klappe nicht halten konnte.
MK: Na wenn du deine nicht aufbekommst.
MM (schaut ihn böse an): Eh!
MK: Sei ihr bitte nicht böse! Für sie war das doch auch nicht leicht.
Da hat er Recht. Sie hat ganz schön was einstecken müssen. Das wollte ich nicht.
MM (nachdenklich): Das weiß ich auch.
MK (blickt ihn eindringlich an): Alles ok bei euch?
MM (löffelt seinen Pudding): Ja!
MK (mit gequältem Lächeln): Schön! Wo steckt sie eigentlich? Hab sie heute noch gar nicht gesehen.
MM (strahlt plötzlich wie ein Honigkuchenpferd): Sie hat heute frei.
Ich wünschte, ich auch! Ob sie immer noch in der Wanne liegt?
MK (leicht enttäuscht): Ach?
Schade! Irgendwie vermisse ich schon unsere Gespräche. War schön, dass sie mir gestern so lange zugehört hat. Das musste einfach alles mal raus. Ich weiß doch auch nicht. Naja zumindest die eine Geschichte. Die Andere... äh lieber nicht weiter darüber nachdenken.

Ein fettes Grinsen breitete sich wieder auf Dr. Meiers Gesicht aus, das Dr. Kaan verwundert zur Kenntnis nahm...

Mann, der ist wirklich ganz schön verknallt! So wie ich damals auch. Naja, Gretchen ist ja auch ne klasse Frau. Ja, das ist sie. Eine Traumfrau eben! Hach... Was würde ich dafür geben, wenn... Ach quatsch, hör auf zu träumen! Du weißt ganz genau, dass der Zug schon lange abgefahren ist. Die beiden gehören nun mal zusammen. Sieht man doch. Der ist schon wieder komplett weggetreten!

MK: Was grinst du denn schon wieder so?
MM (abwesend): Was?
MK (grinst): Was zeichnet denn so ein Strahlen auf dein Gesicht?
MM (peinlich berührt): Äh....

Huch, jetzt hab ich doch tatsächlich schon wieder geträumt! Das gibt es ja nicht! Ich bin ja schon schlimmer als Haasenzahn! Ist das etwa ansteckend? Oh Gott!!! Meier, werd mal wieder normal! Wie der mich schon wieder anglotzt! Scheiße! Der denkt sich doch auch wieder seinen Teil! Aber wenn der wüsste, was Gretchen gerade... Nee, das sag ich ihm mal lieber nicht. Sonst kommt der bloß wieder auf dumme Gedanken. Bin froh, dass der das endlich gerafft hat, dass sie für immer für ihn tabu sein wird. Soll der doch jetzt seine Hühner knallen! ... Mist! Wenn ich mich hier wenigstens abseilen könnte. Aber nein, geht ja nicht. Rössel steht immer noch im OP. Scheiße!!! Ich komm hier nicht weg.

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Lorelei Offline

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17.03.2010 10:04
#447 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

MK: Mein Gott, bist du verknallt! Dass ich das noch erleben darf.
MM (leicht errötet): Was? Eh!
Oh Gott, wie peinlich!!! Meier stell sofort das Grinsen und Schmachten ein! Das geht ja mal gar nicht! Wird Zeit, dass du mal wieder an deine Eier denkst!
MK (lacht): Kannst du ruhig mal zugeben!
MM (gereizt): Was geht dich das an?
MK: Was bist du denn gleich wieder so gereizt? Freu mich doch für euch.
MM (zieht eine Augenbraue hoch): Wirklich?
Naja, ich weiß nicht. Insgeheim hofft der doch immer noch oder? Die dummen Puten sind doch nur die Warteposition oder? So schräg wie der gerade drauf ist. Ich werd einfach nicht schlau aus ihm. Obwohl wann bin ich das je gewesen?
MK (schaut ihn direkt an): Natürlich! Also läuft es gut bei euch?
Hach.... Jaaaaaaa!!! Es ist soooooo schööööön im Moment!!! ... Meier, ich hab gesagt, Schmachten einstellen! ... Upps! Was ist bloß los mit mir?
MM (strahlt ungewollt): Ja ... äh ... ich weiß auch nicht, was das genau ist, aber wenn sie da ist oder wenn ich nur an sie denke, dann ... dann bin ich glücklich ... äh irgendwie halt. Verrückt oder?
MK (lächelt): Nö! Ist doch schön.
So was hätte ich auch gern wieder. Stattdessen häng ich jetzt in dieser blöden Kiste fest. Ohne Ausweg. Verdammt! Naja, hab ich mir ja auch irgendwie selber eingebrockt. Ich wollte es ja so. Da muss ich wohl jetzt irgendwie durch.

Scheiße!!! Was erzähl ich dem denn hier so nen Schmachtkram? Bin ich Haasenzahn oder was? ... Oh Gott, sie hat dich wirklich komplett umgedreht! Hilfe! Wo ist die verdammte Umschalttaste?
MM (fuchtelt mit den Armen vor ihm herum): Boah eh Medhi, wenn du das irgendjemandem erzählst, dann bist du tot!

Der wieder! Dass er gleich wieder so eine Staatsaffäre daraus machen muss, nur weil er einmal über seine Gefühle spricht. Tzz... Meier! Also ich finde es schön, dass er mir mal ehrlich ins Gesicht sagt, was er für sie empfindet und ich ihm nicht immer alles aus der Nase ziehen muss wie in den vergangenen Monaten. Wobei das doch immer offensichtlich war. Sieht doch jeder, wie verknallt er ist. Aber er muss immer noch seinen albernen Machoruf wahren! Idiot! Sie hat dich doch schon lange gezähmt. Nur du hast es noch nicht gemerkt. Du bist weich geworden, Meier! Weich wie Buttercremetorte! Hmm... geiler Gedanke! Was ham die heute eigentlich noch für Kuchen da? Hab immer noch Hunger!

MK (grinst): Was denn?
MM (ernst): Versprich es einfach!
MK (verdreht die Augen): Ok!
MM (stammelt nervös): Ich ... also ... das ist echt verrückt, aber so verknallt war ich noch nie. Ach was sag ich verknallt. Ich liebe diese Frau. Von Tag zu Tag mehr.
MK: Oh!!!

Medhi war sichtlich überrascht über dieses intime Geständnis seines besten Freundes. Klar, er hatte die beiden beobachtet. Ihr Umgang miteinander, da deutete vieles darauf hin, dass Marc heftig in sie verschossen war. Das hatte er schon sehr früh erkannt, wahrscheinlich sogar noch eher als Marc Meier selbst. Aber dass er sie wirklich von ganzen Herzen liebte, das hatte er noch nie offen zugegeben. Aber man sah es ihm schon an der Nasenspitze an. So hatte er seinen Freund noch nie gesehen. Bei keiner seiner unzähligen Frauen - und Medhi hatte schon viele Kandidatinnen kommen und gehen gesehen - hatte Marc je so ein Strahlen in den Augen wie jetzt. Tja, die beiden gehörten wohl wirklich zusammen. Das war Medhi auch jetzt wieder bewusst geworden. Und zum ersten Mal spürte er keinen Schmerz mehr, wenn er daran dachte, dass er Gretchen tatsächlich für immer an seinen besten Freund verloren hatte. War er wirklich schon über sie hinweg? Klar, er dachte ab und zu noch an sie und er freute sich immer, wenn er sie sah und sie miteinander sprachen, aber das Gefühl war anders als früher. Anscheinend war er wirklich endlich dabei, sie zu vergessen, denn mittlerweile spukten zwei andere Frauen in seinem Kopf herum, die ihm ganz schön den Atem und die letzten Kräfte raubten...

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17.03.2010 14:32
#448 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Scheiße! Jetzt hab ich mich vor Medhi komplett zum Eumel gemacht. Die Frau hat dir wirklich komplett den Kopf verdreht! Verdammt! Kein Wunder, dass er so grinst. Der lacht mich aus. Marc Meier macht Liebesgeständnisse. Eh geht’s noch? Werd wieder normal!

MK (freut sich ehrlich für ihn u. lächelt): Ja, also das einmal aus deinem Mund zu hören, also... äh...
MM (blickt peinlich berührt weg): Ja, ja mach dich nur lustig!
MK: Mach ich doch gar nicht. Der moderne Mann steht heute zu seinen Gefühlen.
Oh Gott, was redet der denn für schwules Zeug?
MM (schaut ihn ungläubig an): Ach? Wo hast du das denn gelesen? In der neuen „Freundin“?
MK (grinst): Nee, so was weiß man(n)!

Der hat sie doch echt nicht mehr alle! Der hat eindeutig viel zu viel Zeit mit den ganzen dummen Weibern verbracht. Eh wenn ich hier erst mal Chef bin, dann bekommt der nen richtigen Job von mir. Einen Job für richtige Männer. Medhi muss doch gerettet werden! So schräg, wie der im Moment drauf ist.

MM (zieht eine Augenbraue hoch): Aha!
MK: Jetzt schau doch nicht so skeptisch. Gretchen hat immer geahnt, dass mehr in dir steckt. Ich wollte ihr das nie so recht glauben, weil ich dich ja auch schon ein paar Jährchen kenne, aber wenn ich jetzt so das Resultat sehe, dann hatte sie wohl immer Recht.
Was? Oh Gott!!! Er ist wirklich eine von ihnen! Äh... was denn für ein Resultat? Ich bin doch so wie immer.
MM (unsicher): Wie meinst du das?
MK (grinst): Das fragst du vielleicht bei Gelegenheit mal deine Süße.
MM (kratzt sich verlegen am Kopf): Ja ähm ... sie ist schon ne Wucht, ne?
MK (lächelt): Ja, das ist sie.
MM (beugt sich zu ihm hin u. flüstert): Weißt du, aber das sage ich jetzt nur dir und wenn du das weitererzählst, kannst du dir nen neuen Job suchen, äh ... ich glaube, ich hab sie schon immer geliebt. Das ist mir erst jetzt so richtig klar geworden.
Was? Meint der das ernst? Aber...
MK (perplex): Wie meinst du das, du hast sie immer schon geliebt? Seit ihrem ersten Tag hier oder was? Aber du hat sie doch ohne Tour runter gemacht. Oder meinst du jetzt, auch schon früher zu Schulzeiten? Hast du sie da nicht immer fertig gemacht? Gretchen hat da mal so was erwähnt.
MM (fasst sich an den Kopf): Ja schon. Ach ich weiß doch auch nicht, was damals mit mir los war.

Gretchen hatte Recht, ich war ein ignorantes Arschloch, das nichts fühlte, dass nichts fühlen wollte, das zu feige war, zuzugeben, dass sie mir doch mehr bedeutet hat. Stattdessen hab ich sie fertig gemacht, sie geärgert, sie bis aufs Blut gereizt und schlimmer noch, ich bin ihr sogar heimlich hinterher, hab sie beobachtet und fotografiert, weil ich es manchmal ohne sie nicht mehr ausgehalten habe, aber eingestanden hab ich mir meine Gefühle nie. Bis jetzt! Obwohl ich doch damals schon auf dem Spielplatz gespürt habe, dass sie etwas ganz Besonderes ist. Ach, ich war einfach feige, unreif, unsicher, was weiß ich.

MK: Musstest den großen Macker spielen was?
MM (ertappt): Äh...
MK (lacht): Also doch.

So ein Idiot! Er hätte sie doch schon früher haben können. Stattdessen hat er sie ohne Tour runtergemacht und gedemütigt. Also die Nummer mit den Mädchenduschen, die sie mir erzählt hat, war schon echt krass. Was für ein Arschloch! Alter, sie war in dich verliebt. Da macht man so was nicht. Man wirft doch so eine Liebe nicht einfach so weg. ... Scheiße, und ich hab genau dasselbe getan, als ich mich gegen sie und für Anna entschieden habe. Ich war so blöd. Aber egal, dafür ist es nun mal zu spät. Leider! Ich muss jetzt damit leben.

MM (versucht sich wild gestikulierend zu erklären): Mann, das war die Penne. Da war das halt so.
Wenn meine Kumpels gemerkt hätten, dass ich sie eigentlich mochte, das wäre mein Ende gewesen. Der große coole Marc Meier liebt das kleine unscheinbare, dicke, bebrillte und bespangte Haasenzahn. Ich wäre doch die Lachnummer der ganzen Schule gewesen.
MK: Also ich hab keine kleinen Mädchen fertig gemacht.
MM: Na, du warst ja auch selber eins von ihnen.
MK: Eh!
Frechheit!
MM (grinst stolz): Weißt du eigentlich, dass sie von mir ihren ersten Kuss bekommen hat?

Das mit Ulla Schmidt im Schrank zählt ja nicht und der verklemmte Karsten Neumann erst recht nicht. Haasenzahn kann mir viel erzählen. Den hat sie nie und nimmer geküsst. Die ham doch nur so getan. Bin ja nicht blöd. Und außerdem zählt nur ein Kuss von Marc Meier! So ist es nämlich!

Was? Das glaube ich jetzt nicht!
MK (verwirrt): Wie jetzt? Ich dachte, ihr wart nicht zusammen.
MM: Waren wir ja auch nicht.
Leider!
MK (rutscht neugierig mit dem Stuhl näher zu ihm): Ja und? Wie konnte das dann passieren?
MM (lehnt sich verträumt zurück): Ich weiß es doch auch nicht. Ich hab sie einfach gesehen und konnte dann nicht anders.
Verstehe! Sie war schon als Kind unwiderstehlich. Alles andere hätte mich auch gewundert.

...

Lorelei Offline

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17.03.2010 18:11
#449 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Lust auf einen klitzekleinen Gefühlsflashback von Marc Meier? Gut, dann beame ich euch jetzt zurück in jenen magischen Sommer 1992. Diese Szene hatten wir zwar schon, aber noch nicht mit Tiefgang. Viel Spaß! Ach und falls euch das zu viel verknallter Meier in letzter Zeit ist, dann müsst ihr mir das sagen! Ich kann auch anders. Lorelei



Sie sah so süß aus, wie sie da im Garten im Liegestuhl saß und diesen riesigen Eisbecher verdrückte. Ich wollte ja eigentlich nur kurz nach ihr schauen, wie schon so oft in der Vergangenheit. Gott, wie habe ich die Sommerferien immer gehasst. Sechs beschissene Wochen, in denen ich sie nicht täglich sehen und ärgern konnte. Scheiß Sehnsuchtsmist! Ich wollte doch eigentlich nur schnell ein Foto von diesem zauberhaften Wesen schießen, das mir komischerweise nicht mehr aus dem Kopf ging, und dann zum Fußball gehen, aber plötzlich stand ich schon vor ihr. Irgendetwas hat mich zu ihr hingezogen. Ich weiß doch auch nicht, was es genau war. Wie sie mich angesehen hat! Diese Augen! Dieser sehnsüchtige Blick! Ich war verloren. Wie festgetackert stand ich vor ihr und starrte gebannt auf ihre vollen, süßen, eiscremebedeckten Lippen. Ich konnte meine Augen nicht von ihr wenden. Es ging einfach nicht. Da stand ich nun, der coolste Schuljunge Berlins, der für seine genialen Sprüche weltbekannt war, und war einfach nur sprachlos. Ich wusste echt nicht, was ich sagen sollte. Mir fiel nur das ein, was ich immer zu ihr gesagt habe, aber ich habe kein Wort ernst gemeint. Ich fand sie überhaupt nicht scheiße, nein, im Gegenteil, sie war wunderschön. Ein kleiner Engel eben. Und dann war da diese hartnäckige Stimme in meinem Kopf, die mir immer und immer wieder zuflüsterte, dass ich sie doch endlich küssen sollte. Ich konnte nicht anders. Ich musste es einfach tun. Ich wollte sie spüren, ich wollte wissen, wie sie schmeckte und ob ihre Behauptung stimmte, dass sie eine gute Küsserin sei. Und das war sie in der Tat. Auch wenn es nur ein klitzekleiner Kuss war, ein zarter Windhauch, der meine Lippen gestreift hatte, nur eine Momentaufnahme, die man lediglich in Zeitlupe überhaupt wahrnehmen konnte, so war es doch ein unbeschreibliches Gefühl, das mich die nächsten Tage und Wochen, nein, eigentlich bis heute nicht mehr losgelassen hat. Es war ein Kuss für die Ewigkeit. Auch wenn es nicht mein Erster gewesen ist, an den ich mich ehrlich gesagt überhaupt nicht mehr erinnern kann, habe ich Gretchens Kuss nie vergessen, weil ich sie nicht vergessen konnte und wollte.

MK (nachdenklich): Das hat sie nie erzählt.

Die Verbindung zwischen den beiden geht wirklich tiefer und weiter zurück, als ich gedacht hätte. Das mit mir und ihr wäre nie gut gegangen, selbst wenn das mit Anna nicht passierte wäre. Wir hätten vielleicht ein paar wunderschöne, glückliche Monate verbracht, aber irgendwann wäre sie doch zu Marc gegangen. Sie hat mich nie so geliebt, wie sie ihn liebt. Das ist echt ein beschissenes Gefühl. Aber ich muss irgendwie damit klarkommen. Ich muss!

MM (grinst): Du musst ja auch nicht alles wissen.
Na schönen Dank auch! ... Medhi, nicht gleich wieder die beleidigte Leberwurst spielen. Das ist alles gut so, wie es jetzt ist. C’est la vie!
MK: Na dass sie damals schon in dich verschossen war, weiß ich schon.

Ja, das war sie. Und wie verschossen sie war! Irgendwie hat mich das ja auch geschmeichelt, aber ich konnte das doch nicht zulassen. Was hätten denn die anderen gedacht? Die ham sich doch schon zereumelt, weil die kleine Rotzgöre mir immer an der Backe hing. Ich konnte sie noch so scheiße behandeln, aber sie war immer da, auch in meinem Kopf. Verrückt! Wenn ich damals nur nicht so feige gewesen wäre, wer weiß, was dann aus uns geworden wäre.

MM (nachdenklich): Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich es tun. Ich würde alles anders machen.
MK: Oh!
Oh Mann, der meint es wirklich ernst!
MM: Weißt du, die ganze Zeit, die wir verloren haben. Eh zwanzig Jahre, das ist doch krass.
MK (leicht geschockt): Äh… so wie du redest, klingt das ja fast so, als ob du… äh… willst du... willst du... sie etwa ... *schluck* ... h...hei...heiraten?
Oh Gott, bitte nicht! Ich komm damit klar, dass sie zusammen sind. Aber wenn die jetzt auch noch heiraten, nee, das pack ich nicht.

...

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.456

18.03.2010 11:24
#450 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallöchen! Das hättet ihr wohl alle gerne, was? Marc Meier ist zwar im Gefühlsrausch, aber ob er wirklich schon zu so einem Schritt bereit wäre? Außerdem wäre ja dann meine Geschichte schon zu Ende und ich habe doch noch so viel zu erzählen. Und deshalb werden wir jetzt erst mal noch ein paar weitere intime Geständnisse aus unseren Lieblingsärzten entlocken. Viel Spaß! LG Lorelei



Mann, wieso denken denn alle immer gleich an Hochzeit und den ganzen Kram? Das geht dann doch zu weit. So wie es jetzt ist, ist es doch auch schön. Ich sag ja nicht, dass ich das für die Zukunft komplett ausschließen würde (Hab ich das gerade wirklich gedacht? Oh Gott!), aber jetzt schon muss nun wirklich nicht sein. Können wir nicht erst mal nur unsere Zweisamkeit genießen? Einfach nur Gretchen Haase und Marc Meier. Das ist doch schon perfekt!

MM (schüttelt heftig den Kopf): Was? Äh nein! Wie kommst du denn darauf?
Gott sei dank! Er will nicht! Hätte mich jetzt auch wirklich gewundert! ... Ausatmen, Medhi!
MK (schaut ihn mehr als erleichtert an): Äh... Marc Meier quatscht hier von seiner großen Jugendliebe, von Gefühlen und man sieht dir an der Nasenspitze an, wie verknallt du bist.
MM (schaut sich hektisch um): Oh Gott, ist das so offensichtlich?
Scheiße! Ich muss mich zurückhalten. Genau das wollte ich immer vermeiden. Ich wollte nie so ein verliebter Trottel werden, der seiner Freundin auf Schritt und Tritt hinterherdackelt. Eh bin ich Medhi oder was? Nee, soweit kommt’s noch!
MK (grinst): Ja.
MM (leise): Scheiße!
Oje, jetzt kriegt er wieder Panik! Dem ist echt nicht zu helfen!
MK: Eh ist doch ok. Gretchen ist nun mal ne Traumfrau. Ich versteh dich da voll und ganz.
Äh... Moment mal, will der mir damit sagen, dass er immer noch...?
MM (unsicher): Aber du rennst ihr jetzt nicht mehr hinterher oder? Wenn ja, dann müssen wir das jetzt endlich ein für alle mal klären.
Äh ... will der mich jetzt zum Duell im Morgengrauen auffordern oder was? Welche Waffen brauche ich denn da? Pistole, Gewehr, Taschenmesser, Gummiknüppel oder doch lieber ein Skalpell? Hilfe! Also der und seine Eifersucht! Peinlicher geht es echt nicht! Man kann es auch übertreiben!
MK (hebt abwehrend die Hände): Nee du, ich hab schon genug andere Probleme an der Backe, als mir jetzt wieder einen peinlichen Hahnenkampf mit dir zu liefern.
Nicht dass wir uns wieder aufm Klo kabbeln und der Knechtelsdorfer kommt rein! Gott sei dank arbeitet der nicht mehr hier. Das war echt peinlich!

Probleme? Die Puten oder? Meine Fresse! Was hat er denn jetzt schon wieder angestellt?
MM (beugt sich neugierig zu ihm): Ach? Und die wären?
Scheiße! War ja klar, dass er nachhakt! Aber was soll’s? Mit wem sollte ich sonst darüber reden? Er weiß ja eh schon Bescheid. Also Kopf einziehen und die nächste Moralpredigt oder wohl eher eine „Ich-hab’s-dir-doch-gesagt“-Rede über mich ergehen lassen.
MK: Aber nicht lachen ja?
Oje, was kommt denn jetzt? Hat der sich noch ne Irre angelacht? Dem ist echt nicht mehr zu helfen! Gigolo!!!
MM (verdreht die Augen): Ok! Was hast du denn jetzt schon wieder angestellt?
MK (blickt beschämt auf den Tisch): Ähm ... also ... naja ... Maria hätte mich gestern fast mit Gaby erwischt.

Marc Meier blieb der Mund offen stehen und er starrte seinen Freund fassungslos an.... Boah eh, ich fass es nicht!

MM: Boah Alter, du lässt auch nichts anbrennen, was? Das war doch abzusehen, dass das mal passieren würde.
MK: Meinst du?
Ist der bescheuert? Natürlich!
MM: Äh ja! So eine Scheiße kommt immer irgendwann raus. Erst Recht, wenn du dich hier in der Klinik nicht unter Kontrolle hast. Also mach Schluss und werde wieder normal!

Der hatte seinen Spaß, aber langsam ist wirklich mal Schluss. Ich erkenne ihn schon gar nicht mehr wieder. Der treuliebe, trottelige Medhi ist mir dann doch lieber als die peinliche Machovariante. Steht ihm ganz und gar nicht. Außerdem scheint er psychisch mal wieder am Ende zu sein. Was ham die Weiber nur mit ihm gemacht? Obwohl will ich das wirklich wissen? ... Nee! Mir ist schon schlecht von den ekelhaften Nudeln!

Schlußmachen? Das hab ich mir ja auch schon überlegt, vor allem nach Gabys Reaktion gestern Abend, aber ich kann einfach nicht. Ich weiß doch auch nicht warum.

MK: Aber...
MM (blickt ihn durchdringend an): Wo liegt dein Problem, Medhi? Abschießen und fertig! Kann ja nicht so schwer sein? Oder bist du in eine verknallt? ODER ETWA IN BEIDE?
Der ist nicht zu retten! Der ist echt nicht mehr zu retten!
MK (nachdenklich): Nein! Ach... weiß nicht. Keine Ahnung.
Eigentlich will ich mich ja auch nicht wieder verlieben. Man sieht ja, was dabei rauskommt. Nichts als Verletzungen und am Ende ist man wieder allein. Ich will das nicht mehr.
MM (verwirrt): Wie du weißt das nicht?
Der verknallt sich doch sonst immer gleich! Mr. Ich-seh-eine-Frau-und-die-ist-die-Richtige-oder-so.
MK (verzweifelt): Denkst du, ich hab mich das nicht auch schon hundertmal gefragt.
MM: Ja und?
MK: Ich weiß es einfach nicht.
Früher hab ich immer gleich gewusst, die ist die Richtige, die oder keine, aber bei Gaby und Maria da ist einfach nichts. Ich fühl nichts, außer vielleicht... naja äh... diese sexuelle Anziehung halt. Das ist doch verrückt! Was ist nur los mit mir?
MM: Und dann poppst du jetzt weiter mit beiden, bis du es weißt oder was? Eh das ist doch krank!
Hab ICH das wirklich gerade gesagt? Was ist denn mit mir los? Sonst verleite ich ihn doch immer zum Sex. Und jetzt? Oh Gott, ich bin doch schon verweichlicht oder? Hilfe!
MK: Das weiß ich selber. Aber wenn eine von beiden vor mir steht, dann ... dann setzt mein Verstand aus. Dann weiß ich nicht mehr, was ich tue.
Oh Mann! Die ham dem echt den letzten Rest Verstand rausgevögelt! Unglaublich!
MM (grinst): Schon klar!
MK (verzweifelt): Das ist nicht witzig, Mann!
So langsam läuft das echt aus dem Ruder! Sieht man ja an gestern.

Jetzt heul nicht rum, du Waschlappen! Du hast es doch so gewollt.

MM (schüttelt fassungslos den Kopf): Oh Mann, du hast dich wirklich ganz schön in die Scheiße geritten.
Hahaha!!! Geritten!!! Hahaha!!! ... Meier, bitte, ein bisschen mehr Respekt und Mitleid für den armen Wicht! ... Nee, schaff ich nicht, die Situation ist einfach zu albern!
MK (geknickt): Das weiß ich auch. Gaby hat mir auch schon die Pistole auf die Brust gesetzt.
Oh jetzt wird es echt ernst! Scheiße!
MM (geschockt): Wie jetzt? Sag bloß, die hat rausbekommen, dass du auch noch regelmäßig die Hassi bespringst?
MK: Sie hat eins und eins zusammengezählt!
Ach du Scheiße! Der ist echt am Arsch!
MM (verwundert): Und du lebst noch?
MK (grinst gequält): Wie du siehst!
MM: Ich hätte echt gedacht, die reißt dich in Stücke, filettiert dich und wirft den Rest von dir den Wölfen vor.
Hab ich ja auch gedacht!
MK: Sehr witzig!
MM (ernst): Nee, ist es nicht! Mann, die macht dich fertig!
MK: Hat sie schon!
Wie jetzt? Aber er sieht doch noch ganz gut aus. Kein blaues Auge, keine blauen Flecken, keine gebrochenen Rippen! Oder markiert der hier nur den Starken!?
MM (verwirrt): Hä? Aber du lebst doch noch!
Ja, die Betonung liegt auf „noch“. So wie sie heute drauf ist, werde ich das Gefühl nicht los, dass da noch was nachkommt. Scheiße!
MK (schaut ihn gequält an): Naja ich stand wirklich schon einem Herzinfarkt nahe.
MM (noch verwirrter): Ja und? Siehst doch noch ganz ok aus. Also kann es ja auch nicht so schlimm gewesen sein. Also was hat sie gemacht?
Das ist doch überhaupt nicht gabylike, dass die ihn so leicht davon kommen lässt. Oder ist die doch nicht so verknallt in ihn, wie ich dachte? Aber der wird es doch nicht egal sein, dass es noch ein zweites Hühnchen gibt. Gaby teilt doch nicht und erst recht keinen Mann, selbst wenn er nur ne Affäre oder so ist.
MK (errötet): Äh... naja...
Der kriegt das Maul nicht auf! Scheiße, was kommt denn jetzt? Die hat ihn doch fertig gemacht oder? Armes Schwein! Jetzt bin ich aber wirklich mal gespannt!
MM (mit forderndem Blick): Was, Medhi, was?
MK (blickt betreten zu Boden): Sie hat es auf die Spitze getrieben.
Was? Äh und das heißt?
MM (komplett verwirrt): Hä? Alter, du faselst!
MK (kneift die Augen zusammen): Na sie hat weitergemacht, obwohl sie genau wusste, dass Maria nebenan saß.
Neiiiin!!! Das glaube ich ja nicht.
MM (ihm klappt die Kinnlade runter): Wie? Die hat dich...? Ihr habt...? Im Ernst? Wo zum Teufel wart ihr denn?
MK (verlegen): Äh...bei mir im Sprechzimmer hinter dem Patientenpavillon.

Nee ne, ist das zu fassen? Da vögeln die seelenruhig und die Gewitterzicke hockt daneben und dreht Däumchen!!! Unglaublich! Eh so was hatte nicht mal ich drauf früher! Obwohl... naja... da war doch mal die eine Geschichte mit der Dozentin an der Uni. Wie hieß die noch gleich? ... Ach, auch egal. Wir ham im Nebenraum vom Hörsaal rumgemacht, wo gerade eine Vorlesung lief. „Menschliche Anatomie“ oder so. Sind dann leider irgendwie auf den Knopf vom Lautsprecher gekommen und alle im Hörsaal ham uns beim Rammeln gehört. Das nenne ich dann mal Sexualkunde in der praktischen Anwendung oder so. Gott sei dank hat uns keiner erkannt. Nina saß nämlich auch in dem Hörsaal! Äh... ganz, ganz blöde Geschichte echt!

MM (fassungslos): Willst du mir damit sagen, dass ihr hinterm Vorhang seelenruhig gerammelt habt und die Hassi hat nix mitbekommen?
Hatte die Ohropax drin oder was? Eh Gaby kann stöhnen, dass die Wände wackeln! ... Uah, lieber nicht mehr daran denken, sonst wird mir schlecht!
MK (blickt beschämt auf den Tisch): Ja! Gott sei dank auch! Nicht auszudenken, wenn ... Aber Gaby hat dabei keinen Mucks von sich gegeben.
Der hat echt mehr Glück als Verstand! Unfassbar!
MM (grinst): Oh! Ja, in entscheidenden Situationen kann sie wirklich die Klappe halten.
Sonst hätte man uns wohl auch öfter im EKH erwischt. Gott sei dank ist das nie geschehen!
MK (empört): Meier!
MM (schüttelt den Kopf) Alter, die Geschichte ist so was von krass, echt! Da ist die Aktion mit Haasenzahn neulich bei ihren Eltern gar nichts dagegen!
MK: Waaas?
Upps!!! Die Badezimmeraktion muss er nun wirklich nicht wissen. Hmm... könnte aber mal wiederholt werden! Jetzt wo sie schon in der Wanne liegt. Hach... Wenn ich doch nur hier weg könnte!
MM (wiegelt panisch ab): Äh...nix weiter! Mann, Mann, Mann, mit Gaby ist echt nicht zu spaßen. Ich hoffe, du hast die Lektion jetzt endlich gelernt.
MK: Was meinst du?
Ist der bescheuert?
MM: Don’t fuck in the company!
MK: Das sagt gerade der Richtige!
MM (fuchtelt wild mit den Armen): Eh! Zwischen Haasenzahn und dem Dreckstück liegen Welten ja. Außerdem kenne ich sie schon mein halbes Leben, also...
MK: Ja, das stimmt schon. Sorry!
MM: Und was machst du jetzt? Schießt du sie ab?
MK (blickt unsicher zu Boden): Äääähhhh...

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