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Dieses Thema hat 1.606 Antworten
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Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

16.02.2010 07:29
#376 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Et voilà, wie versprochen, der erste Teil aus der Cafeteria. Viel Spaß! Und haltet euch sicherheitshalber an der Stuhllehne o.ä. fest. Will nicht riskieren, dass ihr am frühen Morgen vom Stuhl kippt! Eure Lorelei



Währenddessen traf Oliver Mayer in der Cafeteria auf eine traurige Dr. Haase. Er setzte sich zu ihr an den Tisch. Sie bemerkte ihn erst nicht, weil sie so in ihren Gedanken vertieft war. Als Oliver sie ansprach, zuckte sie kurz zusammen und schaute dann direkt in die strahlendgrünen Augen des attraktiven älteren Chirurgen. Er lächelte sie verschmitzt an. Sie versuchte auch ein Lächeln auf ihr Gesicht zu zaubern, aber so richtig gelang es ihr nicht. Zu viel beschäftigte sie in dem Moment. Ihre Gedanken waren bei seinem Sohn, von dem er immer noch nicht wusste, dass er ganz in seiner Nähe war. Sie atmete kurz tief durch und versuchte sich nichts weiter anmerken zu lassen. Die beiden kamen schnell wieder ins Gespräch. Oliver flirtete mal wieder meierlike mit der jungen Dame, die ihn so beeindruckt hatte. Aber heute war Gretchen blind für seinen unwiderstehlichen Meier-Charme, der eigentlich jede Frau schwach werden ließ. Oliver fragte sie schließlich, warum sie so traurig war und Gretchen beschloss, ihm endlich die Wahrheit zu sagen...

O (Meier-Lächeln): Warum sind Sie denn so traurig, liebe Frau Doktor Haase? Bei dem schönen Wetter heute.
G (in Gedanken): Oh! Ich habe Sie gar nicht kommen gesehen, Herr Professor. W... was haben Sie gesagt?
O: Ich dachte, wir wären schon bei Oliver gewesen?
G (immer noch etwas abwesend): Oh ja, natürlich, ich ... ich war nur in Gedanken. Entschuldigung.

Ruhig Gretchen, reiß dich zusammen! Schlimm genug, dass du gerade vor Sabine zusammengebrochen bist, aber vor ihm darf dir das nicht passieren. Dann stellt er Fragen und... Nein! ... Ach, mittlerweile ist mir das eigentlich auch schon ganz egal. Wenn Marc doch endlich...

O: Was schlägt Ihnen denn so aufs Gemüt, schöne Frau?

Ich kann nicht mehr. Ich will das nicht mehr. Ich will nicht mehr lügen und schweigen. Ich kann das einfach nicht. Ich muss das jetzt sagen, sonst platze ich noch. Der Sturkopf wird sonst nie seine Klappe aufbekommen. Tut mir leid, Marc, aber das muss jetzt sein.

G (blickt ihm mit ernstem Gesichtsausdruck direkt in die Augen): Sie!
O (überrascht): Ich?
G (immer noch ernst): Ja Sie!
O (unsicher): Aber wieso mache ich Sie denn traurig? Ich dachte, wir verstehen uns ganz gut. Bin ich Ihnen irgendwie zu nahe getreten? Wenn ja, dann tut es mir wirklich leid.
Er ist so lieb und verständnisvoll. Alles Seiten, von denen sich Marc mal eine Scheibe abschneiden könnte. Oliver ist wirklich anders als er. Da steckt so viel Mitgefühl und Ehrlichkeit in seinen Aussagen. Er kann kein schlechter Mensch sein, so wie Marc immer behauptet.
G: Nein, das ist es nicht Oliver. Es gibt da ein paar Dinge, die Sie noch nicht über mich wissen.
O (überrascht u. neugierig zugleich): Oh! Und das wäre?
Ok Gretchen, du sagst es jetzt einfach. Was ist schon dabei? Irgendwann werden die beiden dir dankbar sein. Hoffe ich mal.
G: Es tut mir leid, dass ich erst jetzt damit rausrücke, aber ich wusste halt auch nicht, wie ich mich Ihnen gegenüber verhalten sollte. Das ist alles so eine komische Situation.

Oliver war überrascht über ihre Aussage. Was hatte das zu bedeuten? Wieso wusste sie nicht, wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollte? Hatte sich die junge Frau etwa in ihn verliebt? Er kannte ja seine Ausstrahlung. Er hatte auch hier schon unzählige Angebote von Krankenschwestern bekommen. Und er war ja auch irgendwie beeindruckt von der bildschönen Ärztin vor seinen Augen, die sich so rührend um ihn kümmerte, die ihn jeden Morgen so freundlich begrüßte, der er einfach so sein halbes Leben erzählt hatte. Er wusste auch nicht, warum er das getan hatte. Sie hatte so eine warme Ausstrahlung, die Geborgenheit ausdrückte. Er vertraute ihr. Einfach so, ohne groß zu hinterfragen. Im Grunde genommen wusste er ja überhaupt nichts über sie, außer dass sie wunderschön und eine hervorragende Ärztin und Chirurgin war, die mit Menschen umzugehen wusste, die den Patienten ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Er hatte sie ja jetzt lange genug beobachten können. Und da war auch so eine seltsame, geheimnisvolle Seite an ihr, die ihn irgendwie faszinierte. Er wusste auch nicht, was es war. So als ob sie noch etwas vor ihm zu verbergen hatte. War es das? War sie tatsächlich in ihn verliebt? Aber hatte sie nicht gesagt, sie sei liiert? Und überhaupt war sie nicht doch ein bisschen zu jung für ihn? Sie könnte doch seine Tochter sein. Wie alt mochte sie sein? Ende zwanzig vielleicht. Aber dennoch konnte er ihr nicht widerstehen. Er wollte unbedingt wissen, was sie ihm zu sagen hatte. Oliver legte seine Hand auf ihre und schaute ihr tief in die Augen...

O: Was ist denn mit Ihnen, Gretchen? Ich darf doch Gretchen zu Ihnen sagen?
Ja, warum eigentlich nicht. Er ist ja auch irgendwie mein Schwiegervater, also rein theoretisch. Was sonst?
G (sichtlich nervös): Ja natürlich. Ich ... ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, also... ähm...
Gretchen, raus damit, spuck es endlich aus! Dann hast du es hinter dir!
O: Sie werden ja ganz verlegen, Frau Doktor. Aber ich kann das schon verstehen. Ich bin ja selbst sehr beeindruckt von Ihnen.
Hä? Was wird das denn jetzt?
G (verwirrt): Äh wie ... wie meinen Sie das jetzt?
O (grinst verschmitzt): Na, ich kann schon verstehen, dass eine junge Ärztin wie Sie zu jemandem wie mir aufsieht, sich vielleicht verliebt und...



Ja die Meier-Männer!!! Sehr von sich selbst überzeugt was? Na dann regt euch mal schön auf! Ihr wisst ja wo!

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

16.02.2010 16:07
#377 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Woh! Was hat er gerade gesagt? Verliebt? Ich? In ihn? Meinen Schwiegervater? Spinnt der jetzt? Wie kommt er denn darauf? Habe ich irgendwelche Signale gesendet? ... Nein, nicht dass ich wüsste. Und außerdem ist der Sendebetrieb bei mir eh gerade mehr als gestört. Also was die Leitung zu Marc Meier betrifft. ... Oliver ist definitiv verrückt geworden! Hätte vielleicht doch noch mal ein CT machen sollen! Und wieso greift er nach meiner Hand? Eh, das gibt es ja nicht. Sein Ego ist ja noch größer als das von ... oh mein Gott ... als das von Marc!!! Ok, es ist nicht zu leugnen, die beiden sind definitiv verwandt! Aber das hier geht dann doch zu weit. Ich fang doch nichts mit seinem Vater an.

G (zieht ihre Hand wieder weg): Bitte? Äh Entschuldigung, ich glaube, Sie verstehen da etwas ganz falsch, Oliver.
O (macht ihr schöne Augen): Was denn, meine Schöne?
Oh Gott! Hilfe! Jetzt geht er aber in die Offensive!
G: Bitte, hören Sie auf damit!
O (Meier-Grinsen): Womit denn?
G: Na mit mir zu flirten! Das geht nicht.
O (setzt sein schönstes Lächeln auf): Wieso denn nicht? Also ich finde es sehr schön im Moment. Und bei einem so attraktiven Gegenüber wie Ihnen da kann man(n) ja gar nicht anders.
G (errötet leicht): Äh ja ... also ich... äh...
Gott, wieso krieg ich die Klappe nicht auf? Er verwirrt mich einfach! Das geht doch nicht. Hilfe!
O (grinst): Und Sie haben ja auch damit angefangen.
Gar nicht wahr! Ich flirte doch nicht mit Marcs Vater. Hallo?!
G (empört): Bitte? Nein, das habe ich nicht!
O: Oh doch, das haben Sie!
Ich fass es nicht! Er ist wie Marc. Ein attraktiver, selbstverliebter Macho, der sich für unwiderstehlich hält. Das ist doch verrückt. Wie werde ich den denn wieder los?
G: Nein, habe ich ganz bestimmt nicht. Sie haben das völlig falsch verstanden. Und außerdem geht das nicht, weil äh... weil ich...
Gretchen, verdammt, sag es einfach!
O: Weil Sie?
G: Äh....
O: Sie sind doch nicht etwa in festen Händen oder?
Gott sei dank, er hat es endlich kapiert! Halleluja! Also der kann ja mal hartnäckig sein! Also wenn Marc damals so aufdringlich gewesen wäre, dann wäre ich überglücklich gewesen, aber sein Vater, nee, das geht ja mal gar nicht.
G: Doch!
O: Oh! Und warum flirten Sie dann hier wie eine Weltmeisterin mit mir?
Wie bitte? Das habe ich nicht. Ey sein Ego toppt ja wirklich noch das von Marc! Unfassbar!
G (empört): Bitte? Das habe ich nicht!
O: Doch, das haben Sie!
Jetzt fängt der schon wieder so an. Auf die kindisch-bockige Tour. Also die beiden sind sich schon ganz schön ähnlich. Ein Ego wie ein Tanker und stur wie ein Esel. Aber nicht mit mir, Herr Professor!
G: Das habe ich nicht, Oliver. Sie haben damit angefangen. Aber das ist auch egal. Ich muss Ihnen jetzt etwas sagen. Das hätte ich Ihnen vielleicht schon sagen sollen, als Sie vor ein paar Tagen aufgewacht sind.
O (grinst): Da bin ich jetzt aber gespannt.
G (ernst): Wissen Sie überhaupt, wer ich bin?
O (verunsichert): Äh, natürlich. Sie sind Dr. Gretchen Haase, eine bildschöne Frau und angehende Chirurgin hier im Elisabeth-Krankenhaus. Warum fragen Sie?
G: Ja, das stimmt, aber nicht nur.
O: Wie meinen Sie das?
G: Ich bin... also ... nein, ich muss das anders sagen.
O (verwirrt): Bitte? Ich verstehe nicht.
Ok Gretchen, durchatmen! Und sag es endlich!
G: Ich kenne Ihren Sohn!

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

16.02.2010 22:53
#378 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Für einen kurzen Moment herrschte Totenstille im Raum und die beiden schauten sich einfach nur an. Als die Information endlich das Gehirn von Prof. Mayer erreicht hatte, riss dieser plötzlich die Augen auf und fragte zögerlich...

O: Oh! Sie ... Sie wissen, wer...?
G (nickt): Ja! Ich weiß, ich hätte Ihnen das schon viel eher sagen sollen, auch als Sie mir das alles über ihre Familie erzählt haben, aber ich konnte nicht, äh... ich wollte abwarten, ob er ... also ob er ... äh naja freiwillig zu Ihnen geht und mit Ihnen redet, aber...
O (unterbricht sie aufgeregt): Das heißt... er... er weiß also, dass ich hier bin?
G: Ja! Er ist... äh... also Marc ist hier Oberarzt in der Chirurgie.
O (sprachlos): Oh!
G: Er ist mein Chef und ähm naja wir ... wir sind zusammen.
Ok, es ist endlich raus! Puh! Er hat es ja eigentlich ganz gut aufgefasst oder? Er ist nicht vom Stuhl gekippt!
O (überrascht): Sie und mein Sohn?
G (lächelt): Ja, wir sind ein Paar.
Hoffe ich mal noch.
O (überwältigt): Aber ... aber ... das ... das heißt, er ... er ist wirklich HIER?
G: Ja!
O (hält sich die Hand vor den Mund): Oh mein Gott! Er weiß...? Er arbeitet hier? War er ... ich meine, als ich ... war er mal...?
G (schüttelt den Kopf): Nein! Oder naja mal kurz, glaube ich. Wir waren in der Notaufnahme, als Sie eingeliefert wurden.
O (erstaunt): Er ... er hat mich behandelt?
G (schüttelt den Kopf): Nein! Er ist... äh ... Hören Sie, ich habe eigentlich kein Recht, Ihnen das alles zu erzählen. Das ist eine Angelegenheit zwischen ihnen beiden, aber ich konnte Sie einfach nicht mehr länger anlügen, jetzt wo wir uns näher kennen gelernt haben. Ich wollte einfach nur ehrlich mit Ihnen sein.
O (nickt verständnisvoll): Verstehe! Er ist gegangen oder?
G: Ja.
O (mit traurigen Augen): Er will mich nicht sehen?
G (traurig): Nein! Es tut mir leid!
O (sichtlich enttäuscht, aber gefasst): Verstehe! Ich habe nichts anderes von ihm erwartet.
G: Ich weiß, Sie sind jetzt enttäuscht, aber ich kann es auch nicht ändern. Ich habe alles versucht, aber er ist halt stur wie ein Esel und...
O (unterbricht sie): Gretchen, Sie müssen mir das nicht erklären. Ich habe genau mit dieser Reaktion gerechnet. Er wird mir nicht verzeihen. Dafür ist es längst zu spät.
G: Aber wenn er erst einmal die ganze Geschichte kennen würde, also von Ihnen, dann...
O: Er wird mir nicht zuhören wollen und erst recht nicht glauben.
Stimmt! Mir hört er ja auch nicht zu.
G: Ja, damit haben Sie nicht Unrecht. Ich habe es ja auch schon oft genug versucht, aber er will mir einfach nicht zuhören. Es tut mir leid!
O (blickt sie liebevoll an u. drückt dankbar ihre Hand): Ich danke Ihnen.
G (perplex): Wie jetzt? Ich habe Sie so lange angelogen und...
O (fällt ihr ins Wort): Danke für Ihre Ehrlichkeit! Jetzt weiß ich wenigstens, dass es ihm gut geht. Er ist Arzt geworden, wie er es sich immer erträumt hat. Er hat eine wunderschöne, zauberhafte Freundin, die ihn aufrichtig liebt. Das macht mich glücklich.
G (mit leicht wässrigen Augen): Und wenn Sie einen Schritt auf ihn zugehen würden? Er ist unten im 3. Stock, Zimmer 301.
O (schüttelt traurig den Kopf): Wie Sie schon gesagt haben, er würde mir gar nicht zuhören wollen. Er würde mir wahrscheinlich die Tür vor der Nase zuschlagen. Es war keine gute Idee, hierher zu kommen. Es ist zu spät. Es ist definitiv zu spät. Ich sollte wieder nach Hause fliegen.



Ok, die Wahrheit ist endlich raus, aber wird Oliver wirklich schon so schnell aufgeben? Das weiß im Moment eigentlich nur....... ICH. LG Lorelei

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

17.02.2010 09:48
#379 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

G (energisch): Nein!
O: Bitte?
G: Gehen Sie nicht! Tun Sie ihm das nicht noch einmal an. Er ist verletzt. Er weiß nicht, wie er mit der Situation umgehen soll, aber im tiefsten Inneren spüre ich, dass er ... dass er...
O (unterbricht sie): Sie müssen ihn sehr lieben?
G (strahlt): Oh, ähm ja das tue ich.
O: Sie kennen ihn gut?
G: Ja, manchmal vielleicht sogar besser, als er sich selbst. Deshalb denke ich ja auch ... also Sie sollten ihm Zeit geben.
O (mit einem leichten Hoffnungsschimmer in den Augen): Meinen Sie?
G: Ja! Marc braucht halt immer etwas länger, was Gefühlssachen betrifft.
O (überrascht): Ach? Inwiefern?
Upps!!! Aber unsre Lebensgeschichte erzähle ich ihm jetzt nicht. Dazu ist hoffentlich irgendwann einmal Zeit. Darum geht es ja jetzt auch gar nicht.
G: Äh ich spreche da aus eigener Erfahrung, aber das ist eine längere Geschichte. Wissen Sie, ich denke, es wird schon alles gut werden. Das habe ich irgendwie im Gefühl.
Oh Gott, jetzt höre ich mich schon wie so eine esoterische Ratgebertussi im Fernsehen an. Ja, alles wird gut! Der Spruch hat Medhi ja auch nicht viel geholfen. Aber irgendwie sagt man doch solche Sachen, wenn man jemanden wieder aufbauen will oder? Hmm... Wäre ich doch mal in die Psychologiekurse an der Uni gegangen, dann wäre ich jetzt schlauer.
O (lächelt zaghaft): Da wollte ich eigentlich Sie aufbauen, weil Sie eben so traurig waren und jetzt bauen Sie mich hier auf.
G (lacht): Dient ja alles irgendwie demselben Zweck.
O: Wie meinen Sie das?
G: Dem Familienfrieden!
O: Oh! Gibt es denn da Probleme ... also äh ... zwischen Ihnen und meinem Sohn?
Oh Gretchen, jetzt hast du dich aber verraten. Auch egal, bleibt ja in der Familie.
G: Naja, wie man’s nimmt. Marc ist halt ein Sturkopf und versteht nicht, dass man es eigentlich nur gut mit ihm meint.
O: Und das muss ich jetzt verstehen?
G (lacht): Nein!
O (lacht): Also ich muss schon sagen, mit Ihrer direkten ehrlichen Art hat mein Sohn wohl nicht viel zu melden was?
Schön wär’s! Aber seine Klappe ist nun mal größer als meine.
G: Sehr witzig, Oliver! Aber vielleicht haben Sie Recht. Ich würde sagen, er steckt gerade wieder in einer seiner bockigen Phasen, da ist mit ihm nur schlecht Kirschenessen.
O (lacht): Verstehe! Das ist mein Sohn. So war er früher auch schon. Wenn ihm etwas nicht passt, zieht er sich in seine eigene Welt zurück und lässt niemanden an sich heran. Aber lange hält er das nicht durch zumindest nicht bei Menschen, an denen ihm etwas liegt.
Und ich dachte immer, dieses Verhalten hätte er sich erst nach dem Verlust seines Vaters angeeignet. Nein, er war schon immer so. Das ist ja mal ein Ding.
G (nachdenklich): Er war früher schon so?
O: Ja! Woran denken Sie?
G: Ach nichts.
O: Wirklich? Mittlerweile glaube ich, Sie schon recht gut zu kennen und sehe, wenn Sie etwas bedrückt.
G: Sie und Marc sind sich gar nicht so unähnlich.
O (perplex): Wirklich?
G: Ja, nur dass er ein völlig anderes Bild von Ihnen im Kopf hat.
O: Wie meinen Sie das?
Ok, jetzt oder nie! Die Wahrheit muss auf den Tisch.
G: Darf ich Ihnen eine sehr persönliche Frage stellen?
O (verunsichert): Äh natürlich. Ich habe Ihnen ja schon mein halbes Leben ausgebreitet, also warum nicht?
G: Äh ja. Also ... bitte seien Sie mir nicht böse, wenn ich das jetzt frage, aber ich muss das wissen oder naja eigentlich müsste Marc das wohl eher wissen, aber das geht ja jetzt irgendwie schlecht... also äh...
O: Schießen Sie los! Ich verspreche Ihnen, ich werde Ihnen auch nicht böse sein.
Äh das werden wir ja dann sehen. Kenne ja die Meiers und weiß, wie sie auf unangenehme Fragen reagieren. Ok Gretchen, Kopf durch die Wand!!!

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

17.02.2010 13:05
#380 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

G (blickt ihm mit ernster Miene direkt in die Augen): Haben Sie... haben Sie Ihre Frau betrogen?
O: Bitte?
G: Sie haben das schon richtig verstanden.
O (schaut sie verunsichert an): Also wie ... wie kommen Sie denn darauf?
G: Das ist die Version, die ihr Sohn kennt.
O (bestürzt): Wie ... wie meinen Sie das? Denkt er etwa ... denkt er... ich hätte seine Mutter betrogen und wäre deshalb gegangen?
G: Naja so ungefähr. Also ich kenne auch nicht alle Details. Ich habe ja auch Ewigkeiten gebraucht, bis Marc überhaupt mal mit der Sprache rausgerückt ist, was damals passiert ist. Aber so viel ich weiß, hat seine Mutter ihm erzählt, dass Sie wohl äh ... naja... also ... äh häufig außer Haus waren ... äh und wohl mit so einigen Krankenschwestern...
Oh Gott, ist das peinlich! Ich hätte das nicht fragen dürfen. Das gehört sich einfach nicht.
O (aufgebracht): Das hat sie allen Ernstes behauptet? Das Biest! Ich habe mir schon gedacht, dass sie ihm wohl eine andere Version unserer Trennung aufgetischt hat, aber dass sie ihre Drohung wirklich wahr macht, das hätte ich nie für möglich gehalten. Wie konnte sie mir das nur antun?
G (überrascht): Sie hat Ihnen das angekündigt?
O: Ja! Aber ich dachte, das wäre nur eine leere Drohung, damit ich Marc bei ihr lasse.
G: Sie wollten ihn also wirklich mitnehmen?
O: Ja, natürlich. Das habe ich Ihnen doch erzählt.
G: Ja schon, aber... wissen Sie, das sind so viele neue Informationen. Die Geschichten widersprechen sich auch so sehr. Ich wusste halt auch nicht, wem ich mehr Glauben schenken sollte.
O (enttäuscht): Gretchen, glauben Sie mir etwa nicht?
G (unsicher): Doch. Aber ... ach ich weiß doch auch nicht.
O: Gretchen, hören Sie, Sie müssen mir glauben, ich habe meine Frau immer geliebt. Von der ersten Minute an, die wir uns kannten. Ich hätte sie niemals betrogen. Sie war meine große Liebe, auch wenn sie das am Ende wahrscheinlich nicht mehr so empfunden hat. Sie war diejenige, die ... die mein Vertrauen missbraucht hat.
Sie hat ihn betrogen oder? Sie ist doch ein männermordendes Biest! Das habe ich immer gewusst, schon damals, als sie und Papa... Uhhh ganz, ganz blöder Gedanke, Gretchen.
G (atmet tief durch): OK, dann versichern Sie mir jetzt und hier noch einmal, dass sie mir gestern die Wahrheit erzählt haben!
O: Warum sollte ich Ihnen nicht die Wahrheit erzählen? Ich wusste doch gar nicht, wer Sie eigentlich sind, als ich Ihnen meine Lebensgeschichte im Vertrauen erzählt habe.
Stimmt! Er hat Recht! Ich bin so blöd. Wieso glaube ich ihm nicht? Wieso auf einmal diese Zweifel? Er braucht sich doch vor einer ihm völlig fremden Person nicht verstellen. Er hat die Wahrheit gesagt. Das heißt, Elke Fisher muss ihren Sohn wirklich angelogen haben. Wieso hat sie das gemacht? Hat sie Oliver wirklich so gehasst? Sie hat ihm den Sohn weggenommen. Oh Gott, das muss Marc doch wissen!!!
G (beschämt): Ja, Sie haben ja Recht. Tut mir leid. Natürlich glaube ich Ihnen.
O (erleichtert): Danke! Gretchen, was hat Marc Ihnen noch alles gesagt?

Und so berichtete ihm Gretchen schließlich das, was ihr Marc über die ganze Geschichte anvertraut hatte. Oliver hörte ihr aufmerksam zu. Sie erzählte ihm, dass sein Sohn dachte, dass er und seine Mutter ihm immer egal gewesen seien, weil für ihn seine Karriere immer an erste Stelle gestanden hätte, dass es Streit wegen der Stelle in Harvard gegeben habe und dass er danach von einem Tag auf den anderen ohne ein Wort des Abschieds gegangen sei und nie wieder etwas von sich hören gelassen habe. Und dass wohl seine zahlreichen Affären auch ein wichtiger Aspekt bei der Trennung gewesen seien...

G: ... aber ich glaube, am meisten belastet Marc die Tatsache, dass Sie ihn im Stich gelassen haben. Seiner Mutter ging es wohl sehr schlecht nach der Trennung und er muss sich wohl ziemlich überfordert gefühlt haben mit der ganzen Situation. Ich kann schon nachvollziehen, dass es schwer für ihn war, von einem Tag auf den anderen auf sich allein gestellt zu sein mit dieser Frau als Mutter. ... Tut mir leid, ich kenne Elke Fisher leider nur ... naja ... äh eher im Negativen. ... Was soll ich noch sagen? ... Vielleicht nur so viel: Marc hat Sie nicht mehr als liebenden Familienvater im Kopf, der Sie wohl Ihren Erzählungen nach auch gewesen sind, sondern als ... es tut mir leid, wenn ich das jetzt so ausdrücken muss - er würde es wahrscheinlich genauso sagen - ... äh als Windhund, Lügner und eiskalten Karrieremenschen, dem die eigene Familie am Arsch vorbei geht.

Oliver blickte ihr fassungslos ins Gesicht und musste schwer schlucken. Er konnte nicht glauben, was er da gerade von der blonden Ärztin gehört hatte. Wieder einmal stürzte eine Welt für ihn zusammen. Ihm wurde immer bewusster, dass sein Sohn ihm niemals glauben würde, nach allem was Elke ihm wohl jahrelang eingetrichtert hatte. Die Tatsache, dass Marc ihn tatsächlich hasste, ließ ihn schier verzweifeln. Erste Tränen suchten sich ihren Weg nach außen...

O (verzweifelt): Er hasst mich!

Lorelei Offline

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17.02.2010 14:31
#381 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Leider ja! Aber das kann ich ihm doch nicht so sagen. Er bricht mir hier noch völlig zusammen. Was soll ich nur tun?
G (streicht ihm tröstend über die Hand): Oliver, hören Sie, auch wenn es vielleicht im ersten Moment so scheint, weil ... naja er kennt nun mal nur die Version seiner Mutter, aber im tiefsten Inneren da sind bestimmt noch die Gefühle und Erinnerungen aus seiner Kindheit mit Ihnen. Ganz tief drin weiß er, dass Sie ihn lieben.
O (blickt sie mit traurigen Augen an): Meinen Sie wirklich?
G (lächelt): Ja! Mit Marc Meier und seinen unterdrückten Gefühlen kenne ich mich bestens aus. Wenn er erst einmal die Wahrheit kennt, dann wird er Ihnen verzeihen. Ganz bestimmt.
O: Gretchen, da spricht die liebende Frau aus Ihnen, da sieht man alles mit einer rosaroten Brille, aber ich sehe da klarer. Er hält mich für einen Lügner und Betrüger. Wie soll er mir dann meine Version der Ereignisse abnehmen?
G: Ich rede mit ihm.
O: Aber Sie haben doch selber gemeint, dass er komplett abschaltet, wenn Sie ihn auf mich ansprechen.
G: Ja schon, aber...
O: Gretchen, das ist wirklich lieb von dir ... äh Ihnen.
G (lächelt und reicht ihm ihre Hand): Belassen wir es doch beim du! Ich bin Gretchen.
O (gibt ihr zaghaft die Hand): Gut, wenn du willst? Ich bin Oliver... ach quatsch wir sind in Deutschland, sag ruhig Olivier zu mir. Du weißt schon die Amis und europäische Namen... eine Endlosdiskussion.
G: Schon klar.
O: Wo war ich? Ach ja. Hör zu Gretchen, ich finde das sehr anständig von dir, dass du zwischen uns vermitteln willst, aber es ist einfach zu spät. Ich komme ganze zwanzig Jahre zu spät. Ich will nicht, dass du wegen mir noch mehr Probleme mit Marc hast.
G: Aber das ist doch nicht wegen dir.
O (mit ernstem durchdringendem Blick): Gretchen!
Mist! Woher weiß der das schon wieder?
G (nickt schüchtern): Ja, du hast Recht. Wir haben da so ein paar Kommunikationsprobleme zurzeit.
O: Meinetwegen?
G (leise): Ja!
O: Gretchen, ich will nicht, dass ihr euch wegen mir streitet.
G: Aber...
O: Ich will, dass ihr glücklich seid. Hörst du! Er will mich nicht in seinem Leben haben. Das habe ich akzeptiert.
G: Aber ich akzeptiere das nicht. Es muss doch einen Weg geben, dass er dir zuhört?
O: Und welchen, junge Dame?



Na Ideenvorschläge?

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

17.02.2010 23:08
#382 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Tja einen Weg gibt es schon, aber ob der dann auch funktioniert? Viel Spaß mit dem neuen Teil und sorry noch mal, dass sich das alles so hinzieht, aber es muss ja schließlich alles auf den Tisch ne? Und wenn wir dann irgendwann mal durch alles durch sind (dauert aber noch!), dann könnte ich eventuell auch deiner dringenden Bitte nachkommen, liebste Kate. Hab nämlich Angst vor einer Sommergrippe. Schönen Abend noch. Lorelei



Ach ich weiß doch auch nicht. Es muss etwas sein, das beweist, dass Olivier ihn nicht vergessen hat, etwas, wovon Marc nichts wissen kann, weil... Moment mal, hat er gestern nicht irgendetwas von Briefen erzählt, die er ihm geschrieben hat?

G: Die Briefe!
O: Bitte?
G: Du hast gestern erzählt, du hättest ihm jedes Jahr einen Brief geschrieben.
O: Ja, das habe ich, aber die sind alle zurückgekommen.
G: Eben! Irgendjemand muss sie doch zurückgeschickt haben oder? Ich meine, Frau Fisher wohnt ja immer noch an derselben Adresse. Oder stand auf den Briefen, Empfänger verzogen oder Ähnliches?
O: Nein!
G: Also?
O: Was also?
G: Olivier, bist du schwer von Begriff! Wie Marc manchmal, aber egal. Marc hat gemeint, du hättest dich nie wieder gemeldet. Nicht einmal einen Abschiedsbrief hättest du hinterlassen.
O (aufgebracht): Aber das stimmt doch nicht. Ich habe ihm einen Brief auf sein Bett gelegt, in dem ich ihm alles erklärt habe und darin stand auch, dass ich ihn irgendwann zu mir holen würde.
G: Oh! Marc hat nie einen Brief erwähnt.
O: Nicht?
G: Nein! Wahrscheinlich weil er ihn nie zu Gesicht bekommen hat, genauso wenig wie all die anderen Briefe, die du ihm geschrieben hast.

Wenn ich die Frau nicht schon hassen würde, dann würde ich es spätestens ab jetzt tun. Wie konnte sie ihm das nur antun? Sie hat sein Leben kaputt gemacht. Sie hat ihm den Vater vorenthalten. Marc wäre vielleicht ganz anders geworden, wenn er Kontakt mit Olivier gehabt hätte. Oh Gott, nicht auszudenken... Gretchen, jetzt nicht zu viel hineininterpretieren. Hätte, wäre, wenn... bringt nichts. Marc ist ja trotzdem ein Prachtexemplar geworden, naja nur gefühlstechnisch halt nicht. Aber das biege ich schon wieder hin. Jetzt wird alles gut!

O (sauer): Elke!!!
G: Ja, das war auch mein Gedanke.
O: Irgendwie habe ich es ja immer geahnt. Ich wollte es nur nicht wahrhaben, weil ich immer noch dieses andere Bild von ihr im Kopf habe.
G: Anderes Bild?
O: So wie sie früher war also als Teeny und Twen.
G: Das tut mir leid.
O (fassungslos): Sie hat ihm nicht nur ein Lügenmärchen über mich aufgetischt, nein, sie hat ihm auch die ganzen Briefe vorenthalten. Wie konnte sie nur? Und ich habe immer gedacht, dass Marc einfach nichts mehr mit mir zu tun haben wollte. Ich habe das schließlich akzeptiert und dann irgendwann die Hoffnung aufgegeben.
G (drückt seine Hand u. blickt ihm direkt in die Augen): Olivier, aber jetzt ist die Hoffnung da.
O: Wie meinst du das?
G: Hast du die Briefe noch?
O: Ja natürlich!
G: Aber nicht bei dir oder?
Das wäre ja auch zu schön, um wahr zu sein.
O: Doch, habe ich!
G (überrascht): Was echt? Ja dann, her damit!
O: Bitte? Gretchen, ich kann dir doch die Briefe nicht geben. Das ist privat.
Das ist jetzt nicht sein Ernst oder?
G: Olivier, nicht für mich, für Marc.
O: Für Marc?
G: Sag mal, bist du jetzt begriffsstutzig geworden oder was?
O: Wie redest du denn mit mir?
G: Genauso wie ich den Meiers immer einen Arschtritt verpasse.
O: Bitte? So redest du mit meinem Jungen?
G (grinst): Na du weißt ja nicht, wie er immer mit mir redet. Muss mich ja auch irgendwie durchsetzen.
O: Aha! Und du bist sicher, dass ihr wirklich zusammen seid?
Naja, im Moment eher weniger, aber die Chancen auf Besserung sind ja jetzt da. Hoffe ich.
G (lacht): Ja, Topf auf Deckel wie man so schön sagt oder äh... naja so ähnlich halt. Aber egal! Ich gebe ihm die Briefe und dann werden wir weitersehen. Also wo hast du sie?
O: In meiner Reisetasche. Und du denkst wirklich, dass er mit mir reden wird, wenn er die Briefe gelesen hat, wenn er sie überhaupt anrührt?
Ja das mit dem Lesen wird noch eine schwierige Angelegenheit. Und wenn ich ihn einsperren, fesseln und sie ihm laut vorlesen muss, diesmal wird er mir zuhören.
G: Und wenn ich ihn dazu zwingen muss, er wird sie lesen. Das verspreche ich dir.
O: Woher nimmst du nur diesen Optimismus?
G (lacht): Zwanzig Jahre hartes Training, das sich am Ende ausgezahlt hat.
O: Muss ich das verstehen?
G: Erzähle ich dir vielleicht irgendwann mal in einer ruhige Minute.
O: Gretchen?
G: Ja?
O (nimmt ihre Hand): Danke! Ohne dich wüsste ich nicht...
G (streichelt sanft über seine Hand): Schon gut. Ich will doch auch nur, dass er glücklich ist.
O (lächelt): Das ist er. Mit so einer zauberhaften Freundin wie dir.
G (grinst): Schleimer!
O: Hey!
Upps! Gretchen, hallo, wie redest du denn mit ihm?
G (verlegen): Tut mir leid. Alte Gewohnheit.
O: Aha!?
G: Komm, lass uns gehen!
Dann will ich mal die beiden Sturköppe zusammenführen. Und diesmal Marc Meier wirst du mich anhören!

Die beiden standen von ihrem Tisch auf. Gretchen merkte, dass Olivier immer noch unsicher war. Sie nahm ihn tröstend in den Arm... „Hey, wir kriegen das hin. Alles wird gut!“ ... Olivier lächelte sie voller Hoffnung an und die beiden verließen schließlich nach über zweistündiger Unterhaltung zusammen die Cafeteria.

Lorelei Offline

Mitglied


Beiträge: 7.349

18.02.2010 09:53
#383 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Die Mission „Familienfrieden“ kann also beginnen. Was in der Theorie alles so einfach klingt, sieht in der Praxis leider ganz anders aus. In der Zwischenzeit ist nämlich noch etwas passiert, wovon Gretchen und Olivier nichts ahnen und woran die Mission eventuell noch scheitern könnte. Ich kann so gemein sein, ne? Bitte nicht böse sein! ... *Dackelblick* ... Dafür wird es aber jetzt auch wieder etwas lustiger. Viel Spaß mit der neuen Episode, die auf der Dachterrasse spielt. Und ahnt ihr es schon? Der ein oder andere von euch hatte ja bereits die Vermutung. Lorelei



Was Gretchen und Olivier nicht bemerkt hatten, war, dass Marc die beiden schon seit geraumer Zeit heimlich von der Dachterrasse aus beobachtet hatte, wie sie sich seit über einer Stunde angeregt miteinander unterhielten. Er kochte vor Wut, aber auch vor Eifersucht, weil Gretchen sich mal wieder ungefragt in sein Leben einmischte und sein Erzeuger sich scheinbar an sie heranmachte. Er wusste ja noch von damals, wie leicht Olivier Frauen um den Finger wickeln konnte. Wie er ihn dafür hasste. Aber dass sein Haasenzahn wirklich auf den alten Sack hereinfiel, machte ihn rasend. Der alte Charmeur hatte zwischenzeitlich seine Hand auf ihre gelegt und das passte seinem Sohn ganz und gar nicht. Marc drückte schon fast sein Gesicht platt an der Fensterscheibe zur Cafeteria. Er würde am liebsten hineinstürmen und auf ihn einprügeln, aber dann müsste er sich ihm ja stellen und das wollte er auch nicht. Und so war er auf der Dachterrasse geblieben, rauchte eine Zigarette nach der anderen und ließ die beiden keine Sekunde aus den Augen... Dieser miese Arsch!!! Wie der sie anmacht! Und jetzt lächelt sie auch noch zurück! Hat die sie noch alle? Was soll das? Oh, ich würde ihn am liebsten umbringen. Am liebsten ganz langsam den Hals umdrehen! Er muss leiden! Und du kriegst auch noch dein Fett weg, Haasenzahn. Mich so zu hintergehen. Das lasse ich nicht mit mir machen! NICHT MIT MIR!!!

In seinem Wahn bemerkte Marc gar nicht, dass er nicht mehr allein auf der Terrasse war. Der junge Chirurg wurde von seinem besten Freund aus seinen Gedanken gerissen....

MK: Alter, was machste denn solange hier draußen? Is arschkalt. Komm mit rein!


...

Lorelei Offline

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18.02.2010 11:42
#384 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

So meine Lieben, das ist der Auftakt zu einer längeren Szene mit unseren beiden Lieblingsgockeln. Wird spaßig!!! Ich wollte die ganze Meiergeschichte auch mal wieder etwas auflockern und wer passt da am besten hin, natürlich unser Frauenversteher Medhi Kaan. Viel Spaß!



Medhi hatte ebenfalls schon eine Weile in der Cafeteria gesessen, aber nicht mit Blick auf Gretchen und ihren Patienten, die ein paar Tische hinter ihm saßen, sondern mit Blick auf die Terrasse, wo er einen unruhigen, hibbeligen und quarzenden Marc Meier stehen sah. Er hatte ihn jetzt schon fast eine halbe Stunde lang beobachtet. Verwundert, warum sein Freund so lange in der Kälte draußen verharrte und wie besessen in die Cafeteria starrte, aber auf sein Winken überhaupt nicht reagierte, war er aufgestanden und nach draußen gegangen. Er sprach ihn schließlich an. Marc schreckte auf, denn er hatte ihn gar nicht kommen gesehen, denn sein Blick war ja an den Tisch von Gretchen und Olivier gefesselt...

MM (gereizt): Scheiße ey, musst du mich so erschrecken?
MK: Erschrecken? Ey ich steh seit fünf Minuten hinter dir, aber du rührst dich nicht. Was’n los?
Peinlich Meier! Jetzt stehste wieder wie so ein verknallter, eifersüchtiger Dorfdepp da. Ausgerechnet vor dem! Also nichts anmerken lassen!
MM: Äh nichts.
MK (zieht die Augenbraue hoch): Nichts? Und wegen nichts starrst du wie hypnotisiert seit einer halben Stunde in die Cafeteria?
MM: Hast du MICH beobachtet?
MK: Hast DU mich beobachtet?
MM: Ey, verarschen kann ich mich selber!
MK (grinst): Das seh ich!
MM: Ey, lass mich in Ruhe ja!
MK: Bitte! Aber ich bringe dir dann nicht die heißen Wickel ans Bett, wenn du dir hier ne fette Grippe einfängst.
MM: Hast du sie noch alle? Du hörst dich an wie meine Mutter. Obwohl... nee, die würde mich im Regen stehen lassen. Ach auch egal.
MK: Ey was redest du denn da für gequirlte Scheiße?
MM: Du doch auch.
MK: Sorry, hab mir nur Sorgen gemacht.
MM: Ey wieso macht sich eigentlich jeder ständig Sorgen um mich? Mir geht’s gut!
Ja klar! Das sieht man!
MK: Das kannste deiner Schwiegermutter erzählen. Dir geht’s nicht gut. Irgendwas ist doch los? Zoff mit Gretchen?
MM (grinst gequält): Das hättest du wohl gerne was?
MK: Meier, es reicht ja! Ich wollte nur freundlich fragen, was mit dir los ist und du fährst mich hier grundlos an. Also?
MM: Also was?
MK: Warum läufst du hier wie ein Irrer auf und ab und rauchst eine Kippe nach der anderen und riskierst sogar deinen Gesundheit, die dir doch sonst immer so heilig ist?
MM: Mann, dann schau doch selbst!
MK: Hä?

Wild gestikulierend zeigte Marc in die Cafeteria...

MK: Ja und?
MM (auf 180): Brauchst du ne Brille?
MK: Da sitzt Gretchen. Und?
MM (aufgebracht): Das fragst du noch?
Was hat er denn?
MK (blickt wieder in die Cafeteria): Sieht aus wie ein Patient, mit dem sie da redet. Was ist also dein Problem? Oder bist du etwa eifersüchtig? Bist du jetzt schon auf alle männlichen Patienten eifersüchtig, die sie behandelt oder was? Das ist doch schon krankhaft, was du hier abziehst.
MM (mit hochrotem Kopf): Ich bin nicht eifersüchtig ja!
Schon klar! Das lese ich dir doch an der Nasenspitze ab. Ich hätte nie gedacht, dass er so einer ist. Also wirklich! Als ob er Gretchen nicht vertrauen könnte. Hallo, die hat doch nur Augen für dich, du Idiot!
MK: Was dann? Der Kerl ist doch gar nicht ihr Typ. Der ist doch schon fast fünfzig.
MM: Dreiundfünfzig!
MK (blickt ihn verwundert an): Hä? Woher weißte das denn so genau? Kennste den etwa?
MM (gequälter Blick): Leider!
MK: Und das heißt?
MM (zeigt mit der rechten Hand wieder in die Cafeteria): Darf ich vorstellen, mein Erzeuger!
MK (überrascht): Oh!
Das ist also Marcs Vater! Das ist ja mal ein Ding. Sah auf den Fotos im Internet ganz anders aus. Hmm... scheint doch ganz nett zu sein. Und wieso macht der jetzt hier so nen Aufstand deswegen? Mir erzählt ja keiner was. Gretchen hat auch nur Andeutungen gemacht, was es mit seinem Vater auf sich hat. Wieso erzählt mir eigentlich nie jemand etwas?
MM: Jep!
MK: Und wo liegt jetzt dein Problem?
MM (aufgebracht): Hallo, das ist mein Erzeuger!
MK: Ja und? Ist doch schön, wenn die beiden sich verstehen.
MM (auf 180): Ham die dir ins Hirn geschissen?
MK: Ey, werd jetzt nicht beleidigend ja!
MM (wild gestikulierend): Mann, der macht die an!!!
MK (zeigt ihm den Vogel): Du spinnst doch! Ich denke, dass ist dein Vater?
MM: Eben!
MK (verwirrt): Hä? Und das heißt? Hat der genauso nen Verschleiß wie du früher oder was?
MM: Ja!!!
MK (reißt die Augen auf und starrt in die Cafeteria): Im Ernst?
MM: Ja, was denkst du denn, warum meine Mutter den rausgeschmissen hat?
Scheiße!!! Das gibt es ja nicht!
MK: Na woher soll ich das denn auch wissen? Erzählst mir ja nie was. Ich weiß doch auch nur, dass der ein bekannter Chirurg ist und im Amiland ganz schön Karriere gemacht hat und so. Harvard, Yale, Princeton und ein paar große Krankenhäuser. Schon beeindruckend!
Was? Woher? Das kann nicht sein!
MM: Hä? Woher weißte das denn alles?
MK: Google!
MM: Wer?
MK: Sag mal lebst du hinterm Mond oder was? Wie hast du eigentlich deinen Abschluss geschafft? Bei Ebay ersteigert?
MM (stinksauer): Ey geht’s noch! Es ist ernst hier, verdammt!
MK: Komm schon, du glaubst doch nicht ernsthaft, dass sich dein Alter an Gretchen ranmacht?
MM: Und wonach sieht das da aus?

Marc zeigte wieder in die Cafeteria, wo Gretchen plötzlich über Oliviers Hand strich und diese festhielt...

MK (reißt die Augen auf): Ich fass es nicht!
MM (schüttelt fassungslos den Kopf): Ich auch nicht!

Und schon klebten zwei Nasen an der Scheibe. Nun beobachteten zwei eifersüchtige Gockel das vertraute Pärchen in der Cafeteria und dachten sich ihren Teil...



Wenn schon kompliziert, dann so richtig, was?! Bitte seid mir nicht böse, aber der Comedyfaktor muss doch auch noch gewahrt bleiben oder? Es bleibt lustig mit den beiden, denn sie kommen im nächsten Teil noch auf eine andere Sache zu sprechen, die euch sicherlich auch brennend interessieren wird. Aber den gibt's erst heute Abend. Liebe Grüße. Eure Lorelei

Lorelei Offline

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18.02.2010 20:47
#385 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

... Haasenzahn, was zum Teufel soll das? Wieso machst du das? Wieso hältst du seine Hand? Das hat der doch gar nicht verdient. Der ist ein Arschloch! Das musst du doch merken. Scheiße ey, der hat ihr doch irgendwas eingeredet oder? Dieses miese fiese Schwein!!! Und jetzt lächelt sie den auch noch an. Geht’s noch? Is ja auch so witzig, was? ... Boar, was mache ich hier eigentlich? Hänge hier an der Scheibe und beobachte die beiden. Wie so ein Trottel! Soweit hast du mich schon gebracht! GGGRRR!!! ... Marc trat von der Fensterscheibe zurück, fluchte kurz leise vor sich hin und schüttelte dann den Kopf. ... Ich mach mich doch hier nicht zum Affen! Für niemanden! Haasenzahn wird schon noch ihr Fett wegkriegen. Und der sowieso. Den mach ich fertig. ... Um sich abzuregen und ein wenig abzulenken, fragte der junge Chirurg schließlich Medhi über seine Frauengeschichten aus. Sein Freund trat ebenfalls vom Fenster zurück, verdrehte kurz die Augen, stütze sich auf das Geländer ab und schaute nach unten. Marc reagierte verwundert und stellte sich neben ihn...

MM: Was’n los? Schon so geschafft von den beiden Puten?
MK: Sehr witzig Marc!
Na witzig ist das auf jeden Fall! Medhi als Frauenverführer mit Harem! War das früher in Persien so üblich? Kommen jetzt die Gene durch oder was? Hahaha!!! Definitiv im falschen Film!
MM: Na spuck schon aus! Du hast doch was? Vor ein paar Tagen hast du noch wie ein Honigkuchenpferd gestrahlt, wenn die Hassi vorbeigestiefelt kam und nun ziehst du wieder so eine Fresse.
Is mir völlig unvorstellbar, wie man auf die abfahren kann! Also echt!
MK (nachdenklich): Ach ich weiß doch auch nicht. Ich versteh mich ja selber nicht im Moment.
Was’n mit dem los? Schon wieder im tiefen Deprital oder was? Bloß nicht! Hab keinen Bock, den da wieder rauszuziehen. Mir geht’s ja selber beschissen wie nie.
MM: Wie meinst du das jetzt? Weil du unverständlicherweise auf die Hassi stehst?
MK: Nicht nur.
Wie nicht nur? Hä?
MM: Medhi, du sprichst mal wieder in Rätseln. Flaute im Bett oder was?
Naja so wie der rumhurt in letzter Zeit. Is sein Körper ja gar nicht mehr gewohnt! Nach tausend Monaten Enthaltsamkeit.
MK: Was? Nein, ganz bestimmt nicht. Ganz im Gegenteil.
Oh Gott, was soll das denn heißen? Der hat doch nicht...? Ey, der hat doch nicht wirklich mehr Sex als ich? Geht ja mal gar nicht.
MM: Bitte? Was soll das denn heißen? Dass die an jeder Ecke auf dich lauert und dich anfällt oder was?
MK: Sie nicht!
Oh Gott! Bitte nicht!!! Bitte nicht DIE!!!
MM: Wie jetzt? Wer dann?
MK (errötet): Äh...
Scheiße! Doch DIE!!! So ein Mist! So ein blöder Idiot!
MM (schüttelt fassungslos den Kopf): Nee Medhi echt, du bist doch nicht schon wieder auf das Dreckstück reingefallen?
MK (blickt betreten zu Boden): Doch!
MM (haut sich mit der flachen Hand gegen die Stirn): Alter! Verdammte Scheiße noch mal. Du verbrennst dir die Finger, das sag ich dir.

Schon zu spät! Ich dachte echt, Maria ist es, also nachdem wir die letzten Tage so viel Spaß hatten. Es fühlte sich so gut an mit ihr. Und dann steht vorhin Gaby wieder vor mir und mein Hirn setzt aus. Scheiße ey, jetzt stecke ich wieder mitten drin in der Zwickmühle. Ich kann beiden nicht widerstehen! Das ist doch nicht normal.

MK: Das weiß ich selber, Mann. Weißt du, das mit Maria, das war der Hammer in den letzten Tagen...
Oh Gott, ich kotz gleich.
MM (hebt abwehrend die Hände): Erspar mir die Details!
MK: Aber dann stand vorhin Gaby bei mir im Büro...

Bin ihr nach letztem Wochenende aus dem Weg gegangen. War wohl dann doch das schlechte Gewissen, weil das mit Maria passiert war. Keine Ahnung. Gut, dass hier so viel los war und wir nicht weiter miteinander reden mussten. Naja bis sie dann vorhin... Mann o Mann! Was für ein Anblick! Ich konnte ihr nicht widerstehen.

MM: Ja kann passieren, wenn man unbedingt mit der zusammenarbeiten muss.
Ich hätte die schon lange rausgeschmissen. Wegen Inkompetenz und Dämlichkeit. Ach wegen allem halt. Blödes erpresserisches Miststück! Ich mach die fertig, wenn die mit Medhi dasselbe abzieht!
MK: Ich bin ihr in den letzten Tagen so gut es eben ging aus dem Weg gegangen. Hatte ja auch viel zu tun. Also sechzig Babys in vier Tagen ey das ist echt Rekord.
MM (verdreht die Augen): Ich will das gar nicht wissen.
MK: Naja jedenfalls lag ich vorhin ziemlich groggy bei mir auf der Patientenliege und...
Oh, alles klar! Sie hat ihn vergewaltigt! Wie sie’s immer macht. Dreckige Schlampe!
MM (grinst): ... und dann hat die sich ganz dreist neben dich gelegt, an dir rumgefummelt und der kleine Kaan konnte sich nicht mehr dagegen wehren was?
MK (wird rot): Äh... woher ... äh woher weißt du das?
Also doch!!! Idiot!
MM (grinst): Das ist ihre Masche.
MK: Hä?
MM: Mann, wie blöd bist du denn? So kriegt sie dich immer rum. Spreche da aus eigener Erfahrung.
Leider! Ich versteh’s bis heute nicht, wie ich mal mit der... Bäh!!! Ich könnte jedes Mal kotzen, wenn ich daran denke.

Sie macht das immer so? Und ich dachte... Äh eigentlich hab ich nicht viel gedacht in dem Moment. Scheiße! Wieso macht sie das mit mir? Ich kann nicht klar denken, wenn sie vor mir steht. Konnte mich danach im Kreissaal kaum konzentrieren, weil sie mich immer so verführerisch angeschaut hat. Verdammt!!! Und was mach ich mit Maria? Hab schon wieder fünf SMS auf meinem Handy. Wusste nicht, was ich schreiben sollte... „Sorry hab gerade mit Gaby im Büro rumgemacht, aber wie wär’s mit nem Quickie später in der Kaffeepause.“ ... Nee Medhi echt, das geht ja mal gar nicht. Das kannst du nicht bringen. Werd wieder normal, verdammt! ... Ja gerne, wenn mir mal jemand den Weg zurück zeigen könnte! ... Medhi, du bist definitiv kurz vorm Durchdrehen.

MK (verzweifelt): Scheiße! Weißt du, in dem einen Moment da denkst du nur an die eine und dann siehst du die andere und alles andere ist gelöscht.
Hä???
MM: Äh muss ich das jetzt verstehen?
MK: Verstehst du nicht, ich hab mit beiden gleichzeitig was.
Ham die dem ins Hirn geschissen?
MM: Na und? Was ist da jetzt neu dran? Soweit warst du doch letzte Woche auch schon, als du dich bei mir ausgeheult hast.
MK: Aber das geht doch nicht!
MM: Wieso? Bist du mit einer fest zusammen?
MK: Nein!
MM: Na also. Was soll’s? Mach dich doch mal locker! Ein bisschen Spaß tut dir gut. Hast die letzten Tage ziemlich entspannt gewirkt.
Echt? Is mir gar nicht so aufgefallen. Obwohl... doch hab mich eigentlich ganz gut gefühlt.
MK: Aber...
MM: Kein aber, Alter! Pack das schlechte Gewissen weg und hab Spaß! Du willst ja keine von denen heiraten.
Wer würde das schon wollen?
MK: Trotzdem hintergehe ich sie doch irgendwie.
Boar, der mit seinen Prinzipien! Ein schlechtes Gewissen ist echt unsexy. Und bei den Puten lohnt sich das schon mal gar nicht.
MM (verdreht die Augen): Habt ihr irgendwelche Regeln aufgestellt wegen Fremdvögeln?
Oh Gott, wie sich das anhört? Bin ich echt schon zu so einem Machoarsch mutiert? Oh Gott, bin ich jetzt wirklich schon sein Alter Ego? Wie konnte das denn passieren? Bodyswitch oder was? Hilfe!
MK: Äh nein, ich glaube nicht. Alles ganz locker ohne Verpflichtungen.
Und das kam jetzt wirklich aus seinem Mund? Das hat jetzt echt mein Medhi gesagt? Boar Alter, du machst mich mächtig stolz! Steckt doch noch ein Rest Mann in dem Waschlappen.
MM: Na also! ... Moment mal. Und das hat Gaby auch so gesagt?
Da ist doch irgendwo ein Haken? So verknallt und besessen wie die von ihm ist! Das hab ich mir doch neulich nicht nur eingebildet. Das hab ich doch in ihren Augen gelesen. Iiiiihhhh, ich hab der in die Augen geglotzt! Bin ich bescheuert? Ach so, war ja für nen guten Zweck. Naja, viel gebracht hat es ja nicht. Hat ihn ja schon wieder rumgekriegt. Dummer Idiot!
MK: Ja, so in etwa war ihr Wortlaut.
Das glaube ich nicht. Obwohl so hat das damals mit ihr auch angefangen. Ganz blöder Gedanke, Meier! Schnell wieder löschen! Das ist alles nie passiert!
MM (skeptisch): Wirklich? Du weißt ja, wie das bei mir und Gaby geendet ist. Pass bloß auf, dass die dir kein Balg anhängt oder du vorm Traualtar endest!
MK (sauer): Meier, geht’s noch? Außerdem kann man das doch gar nicht vergleichen, in dich war sie ja verliebt.
Äh und in dich nicht oder was? Hab sie doch letztens in der Cafeteria gesehen. Der Blick hat doch Bände gesprochen. Muss ich dem das jetzt sagen? Am Ende denkt der noch, dass er auch verknallt ist und fängt wirklich was mit der an. Bloß nicht!!! Die kommt mir nicht ins Haus. Ich brauche ganz dringend ein zweites Sicherheitsschloss!
MM: Äh ja... also... wie dem auch sei, pass trotzdem auf, dass die nicht zu sehr klammert! Ich hab ein ungutes Gefühl bei der. Aber eins muss man ihr lassen, vögeln kann sie.
MK (empört): Meier!
Mann, wieso ist der denn heute so unentspannt! Is ja nicht auszuhalten. Moment mal, der is nach Sex mit der immer so oder? Das war doch letzte Woche genauso. Bei der Hassi neulich wäre der doch am liebsten gleich noch mal drüber gesprungen oder? Interessanter Gedanke! Also ist er doch noch nicht ganz verloren. Naja wobei die Hassi...? Egal! Als ob ich mir über die Gedanken machen würde. Bin doch nicht blöd.
MM (hebt beschwichtigend die Hände): Ruhig Brauner! Also von meiner Seite besteht da überhaupt kein Interesse. Bei beiden nicht. Ich hab noch Geschmack.
MK: Hahaha! Ich lach dann später.
MM (grinst ): Mann, Mann, Mann, hätte nicht gedacht, dass du mal was mit zweien gleichzeitig am Laufen hast.
MK (stöhnt ): Ich auch nicht.

Lorelei Offline

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19.02.2010 11:23
#386 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Mooorschn!!! Kann es sein, dass ihr ganz heiß auf die Fortsetzung seid? Na, da will ich mal nicht so sein. Hier habt ihr den nächsten Teil von unserem "Männerzirkus"! Viel Spaß! Und DANKESCHÖN für die vielen
lieben Worte in den letzten Tagen. Ihr seid die Besten! Lorelei




MM (mit dreckigem Grinsen): Und habt ihr mal nen flotten Dreier ausprobiert? Is bestimmt nicht zu verachten. ... Weißt du damals auf der Uni... Kannst du dich noch an... wie hießen die noch gleich... erinnern? Ach is auch egal. Jedenfalls ich muss schon sagen, also das war echt... Holla die Waldfee! ... Obwohl naja bei deinen Kandidatinnen...? ... Nee!!! Wääähhh!!!! Wäre echt nichts für mich.
MK (mit einem Blick, der töten könnte): Meier!!!

Völlig unentspannt und verklemmt, der Junge! Der soll es doch einfach genießen. Sind wahrscheinlich die einzigen Weiber, die noch auf den abfahren. Also wenn der so weiter in sich reinschaufelt... Ne kleine Wampe hat er ja schon. Und der Jüngste ist er ja auch nicht mehr! Wie war das noch gleich, fünf Jahre kann er noch rumficken und dann... Nee, dann is er ja schon vierzig! Uhh, das arme Schwein!!!

MM (hebt abwehrend die Hände): Ok, ok! Ich halt schon die Klappe. Obwohl eines würde mich dann schon noch interessieren.
Was will er mir denn jetzt noch reinwürgen?
MK (genervt): Was?
MM (grinst): Wie kriegste das eigentlich hin, dass keine etwas von der anderen merkt? Und wo poppt ihr überhaupt? Also bei uns zuhause warst du ja noch mit keiner, gut bis auf die Hassi neulich, als wir von Rügen wiederkamen. Und wenn du da jemals mit dem Dreckstück auftauchst, fliegst du, das sag ich dir jetzt schon mal. Die betritt nicht noch mal meine Wohnung. Hab wochenlang zum Desinfizieren gebraucht.
MK: Meier!
MM: Krieg ich nun noch ne Antwort oder soll ich die Puten mal fragen? Könnte für dich peinlich werden!
Der hat sie doch nicht mehr alle. Gut, ich ja auch nicht! Is eh ein Wunder, dass das noch nicht aufgeflogen ist bei meinem Talent fürs Lügen und Verheimlichen.
MK: Ey! ... Du willst das nicht ernsthaft wissen oder?
MM (grinst): Doch! Vielleicht kann ich ja noch was vom Meister lernen?
MK (grinst): Ach, ich dachte, der wärst du?
Jo, bin ich ja auch und werd es auch immer sein.
MM (grinst): War ich ja auch, aber die Stellung als neuer Hengst im Stall hast du ja jetzt inne, ne? Übrigens die süße neue Anästhesistin hat auch schon nach dir gefragt. Wann sind denn wieder Termine bei dir frei? Leite ich gerne weiter!
Hahaha! Ich lach mich kaputt! Ich kann nicht mehr! Aua! Mein Zwerchfell!
MK (funkelt ihn böse an): Hast du sie noch alle?
MM (lehnt sich lässig ans Geländer u. grinst ihn an): Das müsste ich eigentlich dich fragen, aber egal. Also wie läuft das so ab? Na bei Gaby weiß ich ja, die treibt es gerne in Abstellkammern und so.
Was? Echt? Da war ich jetzt eigentlich immer nur mit Maria. Äh ja...
MK (grinst): Ach? Danke für die Info, aber ich ziehe da lieber mein Büro oder ihre Wohnung vor. Ist wesentlich bequemer, weißte.
Boar, ich fass es nicht! Der vögelt tatsächlich in diesem komischen Stuhl! Ich muss mal schnell kotzen gehen.
MM (grinst): So ist das also? Hat sie dich also wieder in ihren Stall gezerrt?
MK (grinst): Bin auch nur ein Mann, ne?

Was’n jetzt los? Versucht der jetzt einen auf Macho zu machen? Junge, da brauchste jahrelanges Training, bis du mal annähernd soweit bist! Aber die Ansätze sind ja ganz ok! Frauenauswahl 5-, aber Umsetzung ne glatte 3. Insgesamt würde ich dir ne 4 geben, aber is ausbaufähig.

MM: Da hatte ich in der Vergangenheit so meine Zweifel, aber wenn ich jetzt sehe, was du neuerdings so abziehst. Respekt! Endlich lebst du mal deine Sexualität aus. Wurde auch mal Zeit! Bin stolz auf dich!!!
Der kann es echt nicht lassen. Arsch!!!
MK: Sehr witzig, Marc!
MM (grinst): Jo, das ist es in der Tat. Dr. Medhi Kaan, der Arzt, dem die Schlampen und Karrierebiester vertrauen.
Hahaha!!! Der war gut! Aua! Mein Zwerchfell!
MK (eingeschnappt): Ach, leck mich doch!
MM (grinst): Ich glaube, das übernehmen eh gerade andere für mich. Aber danke der Nachfrage.
MK: Du bist so ein Arschloch echt!
MM: Das sagt mir derjenige, der gerade zwei Weiber gleichzeitig beglückt. Und ich dachte immer Polygamie sei verboten?
MK: Hast dich doch auch jahrelang nicht daran gehalten ne.
MM: Gefällt mir dein neues Selbstbewusstsein.
MK (grinst): Danke! Das Ergebnis harter Arbeit.
MM (grinst): Ja, ja, das kann ich mir denken. Morgens die Gaby zum Frühstück, mittags ein Quickie mit der Hassi im Büro und dann abends schließt sich der Kreis wieder, was?
MK: Sozusagen!
MM (ihm klappt die Kinnlade runter): Wie jetzt? Echt? Meeedhi!!!
MK: In deinen Träumen vielleicht. So krass ist es nicht, aber schon nah dran. Bin zurzeit mal wieder völlig durcheinander deswegen. Ich kann den beiden einfach nicht widerstehen. Es geht einfach nicht. Ich weiß, das klingt verrückt, aber... Ach scheiße, ich weiß doch auch nicht, was mit mir los ist.
MM (grinst): Klarer Fall von Hormonüberschuss oder so. Ey wie lange hattest du vorher keinen Sex mehr gehabt? Drei Jahre?
MK (empört): Eh! Ein dreiviertel Jahr! Du weißt schon, dass ich und Gretchen...
Ein Wort mehr und ich bring dich um!!!
MM (von 0 auf 180): Woh, woh, woh! Sag jetzt ja nichts Falsches!
Eifersüchtiger Trottel!
MK (hebt abwehrend die Hände): Ok, ok! Ich wollte es ja nur gesagt haben.
Arschloch!!!
MM: Irgendwann musstest du ja mal Druck ablassen. Alles andere wäre ungesund. Wobei fast ein Jahr ohne Sex wirklich völlig ungesund und wider die Natur ist.
MK (grinst): Ach? Und wer ist ein halbes Jahr lang Gretchen hinterher gerannt? Wüsste nicht, dass ich dich da in der Zeit mit irgendeiner anderen Frau gesehen hätte.
Peiiiinlich!!!
MM (ertappt): Äh ... das tut hier nichts zur Sache.
MK (grinst): Natürlich!
MM: Alter, du machst das schon ganz richtig so. Lass dich einfach mal nur gehen! Hab Spaß ohne dich gleich wieder zu verlieben! Nur nicht zu viel ... äh Gefühlsdingens und so investieren. Umso schneller kannst du die dummen Hennen auch wieder abschießen.
MK (zweifelt): Aber...
MM: Kein aber! Ich hab dir schon tausendmal gesagt, dass du dich nicht gleich in jede Schnalle verknallen sollst. Das bringt nur Ärger. Und bei den beiden Kandidatinnen sowieso.
MK: Ach? Spricht da jetzt wieder der Frauenversteher aus dir oder was?
MM (grinst): Ja, sozusagen.
MK: Und da spricht jetzt nicht der eifersüchtige Gockel, weil dein Vater gerade an deiner Süßen gräbt?
MM (räuspert sich): Äh neiiin!!! Nur zwanzig Jahre Erfahrung im Frauenabschleppen.
MK: Aha!!!

...

Lorelei Offline

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19.02.2010 15:49
#387 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Einen hab ich noch. Männerzirkus die Dritte! Viel Spaß!!!



MM: Und was gibt’s sonst noch so Neues?
Oh Gott, ich hör mich schon wie so ein altes Tratschweib an! Eindeutig viel zu viel Zeit mit dem Frauenflüsterer verbracht. Muss ihn loswerden! Kann jetzt nicht mal eine von den Hennen vorbeigeflattert kommen und den abschleppen oder so? Krieg schon gar nicht mehr mit, was die in der Cafeteria machen. ... (wirft einen kurzen Blick in die Cafeteria) ... Scheiße, die quatschen immer noch. Was ham die sich denn so lange zu erzählen? Es kotzt mich an!
MK: Naja, du bist mich bald los.
Hä? Was hat er gesagt? Wie los sein? Macht er jetzt doch nen Abgang? Super! Na dann zieh Leine!
MM: Hä?
MK: Ich hab endlich eine Wohnung gefunden.
Was??? Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Halleluja!!! Obwohl... und was ist dann mit meinem Kühlschrank? Meinen Hemden? Meinem Fußboden? Image and video hosting by TinyPic
MM: Im Ernst?
MK: Ja, bei Maria im Haus. Ist zwar ne mickrige Einzimmerwohnung im Erdgeschoss, aber so für den Anfang reicht’s. Hab ja eh nicht so viel Kram. Weißte ja.
Wie geil! Juhu! Haasenzahn kann einziehen!!! ... Ach Scheiße, lieg ja mit ihr im Clinch. So ein Mist verdammter!
MM: Cool! Moment mal... bei DER im Haus? Super! Dann haste ja immer was zum Poppen da, ne?!
Oh ja! Wenn ich da an letzten Sonntag denke, dann... Wow!!! Muss unbedingt wiederholt werden. ... Oh Gott, jetzt denke ich schon wieder an Maria, obwohl ich gerade erst mit Gaby.... Ich bin definitiv verrückt geworden.
MK: Meier! Aber stimmt! Hat sich schon bewährt.
Oh Gott! Das ist nicht sein Ernst oder? Bäh!!! Wie widerlich!!! Ich dachte, das heißt Wohnungsbegehung und nicht Wohnungsbegattung? Der Typ ist echt irre! Rettungslos verloren!
MM: Nee ne? Obwohl ich will es lieber gar nicht wissen. Und wann gedenkt der Herr dann, die Koffer bei mir zu packen?
MK (zuckt mit den Schultern): Äh du keine Ahnung. Naja so nächste Woche vielleicht. Mal sehen. Wenn ich es schaffe. Hab dann erst wieder frei. Muss jetzt erst mal ein paar Doppelschichten schieben. Die Gerlach ist krank und...
MM: Wie du meinst!
Na hoffentlich krieg ich das bis dahin wieder mit Gretchen hin. ... (blickt wieder in die Cafeteria) ... Scheiße, die sitzen immer noch da. ... Äh Moment mal... was soll das denn jetzt? Geht’s noch?
MK: Ich hoffe doch, ich kann dann mit deiner tatkräftigen Unterstützung rechnen?

Doch Marc hörte ihm schon gar nicht mehr richtig zu, denn er sah, wie Gretchen plötzlich seinen Vater umarmte und sein Blutdruck schoss wieder in die Höhe... Was hat das denn jetzt zu bedeuten? Das miese Arschloch! Ich bring ihn um! Niemand fasst meine Süße an! NIEMAND!!!! Und du schon mal gar nicht! ... Er wollte schon in die Cafeteria stürmen, um die beiden zur Rede zu stellen, aber da waren sie auch schon verschwunden... Scheiße!!! Wo sind die denn jetzt auf einmal hin? ... Medhi fuchtelte derweil wild mit den Armen vor seinem Freund herum, aber dieser reagierte überhaupt nicht...

MK (laut): Alter?
MM (abwesend): Hmm?
MK (laut): Hey, hörst du mir überhaupt zu?
MM: Nö! Muss los. Man sieht sich.
MK: Äh hallo, wir waren hier noch nicht fertig!

Doch Marc war schon in der Cafeteria verschwunden. Medhi schüttelte nur den Kopf... Der hat sie echt nicht mehr alle. Ja, da können wir uns ja zusammen tun. Und wer schleppt jetzt meine Kisten? Ey, ich krieg dich schon noch so weit. ... Er verließ ebenfalls die Dachterrasse und setzte sich wieder an seinen Tisch in der Cafeteria, um weiter zu essen. Leider war sein Auflauf mittlerweile kalt geworden... Ach Scheiße!

Lorelei Offline

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19.02.2010 22:14
#388 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Guten Abend meine Lieben!

Dann schalten wir doch jetzt mal direkt in das Büro von Dr. Meier ne! Darauf wartet ihr doch alle schon gespannt oder? Wir können aber auch noch ne Weile bei Medhi in der Cafeteria sitzen bleiben, wenn ihr das wollt? Na gut, dann doch lieber Meier vs. Haase die Erste! Viel Spaß (oder auch nicht) mit dem neuen Teil! Eure Lorelei




Wenig später

Nach dem langen Gespräch mit Olivier Meier war sich Gretchen Haase umso mehr sicher, dass sie Vater und Sohn auf die Sprünge helfen musste. Die beiden sollten sich endlich aussprechen. Und diesmal würde sie sich nicht von Marc beschimpfen und rausschmeißen lassen. Heute sollte definitiv der Tag der Wahrheit sein. Das hatten Gretchen und das Schicksal so beschlossen. Ohne Anzuklopfen stürmte die blonde Assistenzärztin in das Büro ihres Oberarztes. Sie wollte endlich Klartext reden, nicht nur wegen Olivier, sondern auch wegen seinem abweisenden Verhalten in den letzten Tagen. So wie jetzt konnte es schließlich nicht mehr weitergehen. Sie marschierte schnurstracks auf seinen Schreibtisch zu, stemmte ihre Hände in die Hüfte und blickte ihn durchdringend an... So Marc Meier, jetzt wirst du mir zuhören! Basta! Und wegrennen is nicht! ... Marc blickte verwundert von seinen Unterlagen auf... Scheiße, wie ist die denn drauf? Die is ja mal so richtig geladen. Püh, is mir egal. Mit dir rede ich doch nicht. Nimm doch meinen Erzeuger! Ihr habt euch doch so gerne! Boar, ich könnte kotzen, wenn ich daran denke. … Dr. Meier, der immer noch sauer und eifersüchtig wegen seiner Beobachtungen gerade eben auf Dachterrasse war, raunzte sie auch direkt an...

MM (laut): Sag mal, hakt’s jetzt völlig bei dir? Noch nie was von Anklopfen gehört?
G (laut): Oh der werte Herr Doktor redet wieder mit mir. Korrektur er brüllt mich wieder an. Schön! Kenn ich ja nicht anders von dir.
Oh Gott! Was wird das denn jetzt für ein Auftritt? Hat die wieder ihre Tage oder was? Lass mich bloß in Ruhe!
MM (genervt): Haasenzahn, was willst du eigentlich?
G (ruhiger): Mit dir reden!
Toll! Aber ich nicht mit dir nach der Nummer eben.
MM (funkelt sie böse an): Is ja mal was ganz Neues! Was ist es denn diesmal? Sind die Schokoautomaten leer oder was?
GGGGGRRRRR!!!! Er kann es nicht lassen! Aber heute bin ich immun gegen deine nichts sagenden Sprüche.
G: Deinen Sarkasmus kannst du dir heute sparen! Es ist ernst.
Ja, das ist es in der Tat!
MM (hebt seine Hände): Uhh, da bekomm ich aber Angst.
Verdammt! Wie soll ich denn mit ihm reden, wenn er wieder so ist?
G: Marc es reicht ja! Ich weiß ja, dass dir das ganze Thema am Arsch vorbei geht und ich habe das auch respektiert und nichts weiter gesagt, aber so wie das jetzt läuft, geht es echt nicht mehr weiter.
MM: Du sagst es!
G: Da sind wir uns ja wenigstens einmal einig.
MM: Stimmt!
G (tippt mit dem rechten Fuß auf und ab): Ich warte!
MM: Worauf?
G: Äh na vielleicht auf eine Entschuldigung.
Ich soll mich bei dir entschuldigen? Wofür? Dafür, dass du dich von meinem Alten anmachen lässt oder was? Du solltest dich bei mir entschuldigen!
MM: Wieso?
Er versteht es nicht! Wie kann man nur so sein?
G: Das fragst du jetzt nicht ernsthaft?
MM: Doch!
G: Für dein Verhalten in den letzten Tagen.
Wieso sollte ich? Du warst doch genauso abweisend.
MM: Bitte? War doch alles normal.
Normal? Nein, war es nicht, du ignoranter, gefühlskalter Arsch!!!
G (sauer): Ach? War es das? Mich tagelang anschweigen und ignorieren und dann im OP anschreien, das nennst du also normal? Also ich verstehe unter einer normalen Beziehung etwas anderes.
MM (verdreht die Augen): Stellst du jetzt gleich wieder unsere Beziehung in Frage oder was?
Wie das nervt, verdammte Scheiße noch mal!

Ja, wenn du mich so behandelst. Aber ich mach da nicht mehr mit, Marc. Irgendwann sind auch meine Kräfte am Ende.
G (mit traurigem Blick): Haben wir denn noch eine?
Scheiße! Sie zweifelt wirklich oder? Verdammt, ich bin so ein Idiot! Wir haben doch noch eine oder?
MM (leicht panisch): Äh jaaa!!!
Naja, so überzeugend klang das jetzt nicht. Aber so wie er jetzt kuckt!? Er ist auch unsicher oder? Hat er denn gar nicht gemerkt, wie sehr mich die ganze Situation belastet? Das muss er doch merken.
G: Das habe ich aber in den letzten Tagen nicht gemerkt.
Ich auch nicht. Scheiße! Und jetzt? Was ist, wenn sie wirklich Schluss machen will? Das pack ich nicht. Das will ich auch nicht. Ich will doch mit dir zusammen sein, verdammt!
MM: Äh...
Meier verdammt, mach endlich deine Klappe auf, sonst ist sie weg!
G (wild gestikulierend): Gut, du willst dich also nicht entschuldigen? Bitte! Kenn ich ja nicht anders von dir. Aber ich lass mich von dir nicht mehr so behandeln. Verstehst du das? Nur weil du Probleme mit der ganzen Situation hast, heißt das nicht, du kannst das alles an mir auslassen. Du denkst vielleicht ich habe ein dickes Fell, weil ich schon so vieles von dir ertragen habe, aber irgendwann ist einfach das Maß voll. Hast du das verstanden?
Oh Gott, ich bin so ein blöder Idiot!
MM: Ja! Aber wenn du ständig auf der Sache rumhakst, obwohl du ganz genau weißt, dass ich nichts mehr damit zu tun haben will, da platzt mir halt manchmal der Kragen. So bin ich eben. Du sollst dich einfach nicht mehr ständig in mein Leben einmischen!
Er versteht es nicht!
G (enttäuscht): Ach so siehst du das also? ICH mische mich in DEIN Leben ein? Ich dachte, wir würden jetzt UNSER Leben teilen?
MM: Tun wir doch.
G: Davon habe ich bisher aber noch nicht viel gemerkt. Oder hast du einmal gefragt, wie es mir bei der Sache geht? Nein, stattdessen hakst du ständig auf mir rum oder redest gar nicht mehr mit mir. Was soll denn das? Wieso vertraust du mir nicht? Ich will euch doch nur helfen.
MM: Euch?
G: Ja, euch! Marc, dein Vater ist kein schlechter Mensch.
Das glaube ich jetzt nicht. Der hat sie echt eingelullt, das miese Arschloch!
MM (eingeschnappt): Wenn mein Erzeuger so ach so toll ist, dann nimm doch ihn.
Was hat er denn jetzt wieder?
G: Bitte? Was soll das denn jetzt, Marc?
MM: Ich hab euch gesehen.
G: Was?
MM: In der Cafeteria.
Ach nee, hat er uns etwa nachspioniert? Von wegen die Sache geht ihm am Arsch vorbei.
G: Ach? Hast du uns etwa beobachtet?
Na toll, jetzt stehste wieder als Trottel da. Super! Was ist nur aus dir geworden, Meier?
MM (unruhig): Äh nein, war nur zufällig auf der Dachterrasse eine rauchen.
G (zieht ungläubig eine Augenbraue hoch): Ach? Zwei Stunden lang?
Peinlich Meier echt, hängst zwei Stunden da draußen ab wegen ihr!!! Diplom zum Dorfdepp mit Bravur bestanden!
MM (ertappt): Äh... war so schönes Wetter!
Ich glaube ihm kein Wort. Dem passt es nicht, dass ich mich mit Olivier so gut verstehe. Das ist es doch!?
G (grinst): Natürlich! Bei fünf Grad steht man doch gerne draußen auf der Dachterrasse was?
MM (gequältes Grinsen): Jep! Nur die Harten kommen in den Garten.
Spinner!!! ... Gretchen nicht schwach werden! ... Jaaa!!! ... Komm endlich auf den Punkt!
G: Aha! Wie dem auch sei, wir haben uns nur unterhalten und ich habe ein paar interessante Dinge gehört, die dich vielleicht interessieren könnten.
MM: Tzz... Unterhalten ja schon klar!
Begrabscht hat er dich, das miese Schwein!
G: Ja und?
MM: Und warum die Umarmung?
Ach, daher weht der Wind? Ich fass es nicht!
G: Bist du eifersüchtig?
MM (ertappt): Neiiin!
Den Tonfall kenn ich doch! Er ist tatsächlich eifersüchtig auf seinen Vater. Das gibt’s doch nicht! Ist er jetzt verrückt geworden?
G: Du bist auf deinen Vater eifersüchtig?
Scheiße! Meier, peinlicher geht es echt nicht mehr!
MM (laut): Nein, bin ich nicht verdammt! Der geht mir am Arsch vorbei. Aber werdet doch glücklich miteinander, wenn ihr euch so gut versteht.
Hat der sie noch alle? Denkt er wirklich, ich würde...
G (schüttelt den Kopf): Dir ist echt nicht mehr zu helfen, Marc. Also so langsam bin ich mit meinem Latein wirklich am Ende.
MM: Dann lern eben ne andere Fremdsprache!
G: Marc, wirklich es reicht! Ich versteh dich einfach nicht. Wieso willst du dir nicht helfen lassen?
MM: Weil ich keine Hilfe brauche, verdammt noch mal. Mir geht’s blendend.
Das sieht man! Du bist genauso unglücklich wie ich auch.
G: Ja so blendend, dass du selbst in deinem Vater einen Kontrahenten siehst. Nur zu deiner Information und von mir aus kannst du dich auch darüber aufregen. Ja, er hat mit mir geflirtet am Anfang. Aber dann habe ich ihm gesagt, wer ich bin und...
Ich hab’s gewusst. Das miese Schwein! Ich bring ihn um! ... Moment mal, sie hat WAS?
MM (stinksauer): DU HAST WAS?

...

Lorelei Offline

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20.02.2010 09:48
#389 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen! Ich hätte jetzt für euch Haase vs. Meier die Zweite im Angebot. Auch wenn ihr es nicht gerne seht, der Tiefpunkt ist definitiv erreicht. Sorry! Ob es zum Äußersten kommt... Ich sag mal nichts dazu, sonst werden mir wieder Schläge angedroht. Hab letzte Nacht sehr unruhig geschlafen. Viel Spaß mit der Haaschen Kopfwäsche. Lorelei.



G: Ich habe ihm gesagt, wer ich bin, dass du hier arbeitest und dass wir zusammen sind.
Nein, das hast du nicht?! Du hast mir doch versprochen, dass...
MM (aufgebracht): Hast du sie noch alle?! Das geht den einen feuchten Kehricht an.
G: Marc, ich wollte und konnte ihn nicht mehr länger anlügen. Bitte sei nicht böse deswegen! Du weißt doch, wie sehr ich Lügen hasse.
MM (sauer): Ich hab dich nie darum gebeten.
G: Ach und warum darf dann niemand wissen, dass er dein Vater ist?
MM: Weil das niemanden etwas angeht.
G: Mich auch nicht?
MM: Das ist eine andere Sache.
G: Marc, du hast mir im Vertrauen gesagt, was damals passiert ist und ich habe Verständnis gezeigt, aber ich sehe mir nicht mehr länger mit an, wie du dich an der Sache kaputtmachst, wie du uns damit kaputt machst.
Wie meint sie das denn jetzt?
MM (unsicher): Uns?
G: Ja uns, Marc! Ich ertrage das nicht mehr, dass du mich von dir wegstößt, sobald es Probleme gibt. Wir sind zusammen. Da bespricht man seine Sorgen miteinander, findet Lösungswege, hört einander zu, aber du machst mal wieder komplett dicht und willst alles mit dir selber ausmachen. Weißt du überhaupt, wie weh du mir damit tust? Ich dachte, du hättest das mit der Offenheit und dem Vertrauen verstanden. ... Hab ich ja auch, aber das Thema is halt... ggggrrrr!!!! ... Soll das jetzt immer so ablaufen, dass du dich zurückziehst und mich ignorierst, sobald ich dir mal meine Meinung sage oder dir helfen will? Wenn ja, dann sehe ich, auch wenn es mir schwer fällt, keine Zukunft für uns. ... Wie sie sieht keine Zukunft für uns? Will sie etwa...??? Aber... aber... das kann sie doch nicht machen. Ich lieb sie doch!!! ... Du bist so ein verdammter Egomane, Marc. ... Was? Aber das stimmt doch nicht! ... Gut, das wusste ich vorher schon, aber ich dachte, du hättest dich wenigstens ein wenig geändert. Für mich. Aber da habe ich mich wohl getäuscht, du bist fast noch schlimmer als vorher. Dass du mir Vorwürfe machst, nur weil ich mir Sorgen um dich mache, und mir auch noch irgendetwas unterstellst wegen deinem Vater, das ist echt die Höhe. Dir ist echt nicht mehr zu helfen, Marc. Was soll ich denn noch alles machen, bis du es endlich kapierst? Jedenfalls lasse ich mich nicht mehr von dir wie Dreck behandeln. Ich liebe dich, das weißt du, egal ob du gut oder mies drauf bist, und ich habe auch Verständnis dafür, dass die Geschichte mit deinem Vater nicht leicht für dich ist, ginge mir wahrscheinlich auch nicht anders, aber wenn du weiter so mit mir umspringst, dann... dann... *schluchz* ... ich kann es nicht aussprechen. Es tut einfach zu weh. ... Aber ich wollte doch nicht... Scheiße! Scheiße! Scheiße! ... Verstehst du, ich mache da nicht mehr länger mit. Du hast dich doch schon einmal geöffnet. Wieso hast du jetzt auf einmal solche Angst? ... Ich hab keine Angst, verdammt! Ich will nur nichts mehr mit ihm zu tun haben. Das ist alles. Aber du kapierst das ja nicht. ... Wenn du wüsstest, was er mir alles gesagt hat, dann würdest du vielleicht anders denken. ... Ganz bestimmt nicht! Er hat ihr also ein Lügenmärchen aufgetischt, das miese Schwein. Und sie glaubt ihm auch noch! Wie kann sie dem nur glauben? Hat sie vergessen, was er mir alles angetan hat? ... Marc, du bist einfach nur feige genauso wie dein Vater auch.

...

Lorelei Offline

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20.02.2010 14:13
#390 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ok, dann werde ich euch jetzt mal erlösen. Hier habt ihr den nächten Teil Haase vs. Meier. Die Talsohle ist überwunden, naja fast, der Frust ist zumindest von einer Seite raus. Und wie Dr. Meier darauf reagiert? Kommt es zum Äußerstem? Verdient hätte er es ja. Oder hab ich doch noch eine kleine Prise Zucker auftreiben können? Schaut selbst! Lorelei



MM (eingeschnappt): Ich bin nicht feige ja! Und woher willst du das über ihn überhaupt wissen?
G: Weil ich mich lange mit ihm über euch unterhalten habe.
Sie hat das nicht gemacht?! Sie hat nicht mit dem über mich gequatscht?!
MM (aufgebracht): Du hast was? Du hast kein Recht dazu!
G (verletzt): Was? Ich bin deine Freundin, ich habe alles Recht dazu. D... das ... das bin ich doch noch oder? In den letzten Tagen hatte ich nämlich nicht das Gefühl...

Gretchen brach schließlich in Tränen aus.... Scheiße, ich wollte doch nicht mehr wegen ihm heulen! Verdammt!!! ... Das ließ auch Marc nicht kalt... Scheiße! Ich bin so ein Arschloch!!! Ich will doch nicht, dass du wieder wegen mir weinst, Schatz. ... Er stand von seinem Stuhl auf, ging um den Schreibtisch herum und näherte sich ihr. Zaghaft nahm er ihre Hände in seine. Er schaute ihr mit seinem typischen Marc-Meier-Dackelblick tief in die Augen....

MM: Haasenzahn, es tut mir leid. Alles!!! Natürlich bist du noch meine Freundin. Ich liebe dich doch. Vergiss das bitte nie!
Er liebt mich noch! Ich dich doch auch, Schatz!
G (schluchzend): Das habe ich in letzter Zeit nicht gemerkt.

Marc nahm sie daraufhin in den Arm und wischte ihr zärtlich mit dem Daumen eine Träne von der Wange...

MM: Hey Schatz, bitte hör auf zu weinen ja! Ich ertrage das nicht, wenn du wegen mir heulst. Ich wollte das nicht. Ich weiß doch auch nicht, was mit mir los ist. Ich... äh... Verstehst du nicht, das ist alles nicht leicht für mich. Ich kann nicht einfach zu ihm hingehen und die letzten zwanzig Jahre vergessen lassen. Es geht einfach nicht. Ich hasse ihn. Ich kann da nicht hin. Von mir aus kannst du das auch feige nennen. Aber das ist nun mal so. Ich will das einfach nicht.
G: Hass ist auch ein Gefühl, Marc. Du solltest mit ihm reden und ihm zuhören, was er zu sagen hat. Wirklich. Dann denkst du vielleicht anders über ihn.
MM (reißt sich wieder von ihr los u. geht einen Schritt zurück): Niemals!
G (blickt ihn eindringlich an): Marc, ich glaube, da sind ein paar Dinge, von denen du nichts weißt und die solltest du mit ihm oder deiner Mutter klären.
MM (verwirrt): Mit meiner Mutter?
Wie jetzt meine Mutter? Hat sie jetzt auch noch heimlich mit ihr geredet oder was? Wie kann sie nur? Mann, wieso muss sie sich da immer einmischen? GGGRRR!!! ... Meier ruhig bleiben, reg dich nicht schon wieder darüber auf! Sonst fängt die ganze Scheiße wieder von vorne an und das willst du ja nicht riskieren oder? ... Nein!
G: Ich glaube, sie hat dir nicht die ganze Geschichte erzählt oder zumindest ein paar Tatsachen äh verdreht, aber das geht mich ja eigentlich auch nichts an. Das musst du mit ihr bereden.
Das glaube ich jetzt nicht!
MM: Hat er dir irgendwelche Märchen erzählt?
G: Nein, hat er nicht. Mit Geschichtenerzählen kennt sich bei euch, glaube ich, jemand anderes viel besser aus. Ich glaube deinem Vater. Er ist damals nicht ohne Grund gegangen, Marc. Und es ist ihm auch nicht leicht gefallen. Aber die Umstände haben ihn nun mal dazu gezwungen. Er hat dich keineswegs vergessen, wenn du das immer gedacht hast. Er liebt dich.
Die Umstände? Schon klar!!! Der hat sie wirklich eingelullt. Das Schwein!!!
MM: Ach? Und wieso sollte ich das glauben?
G: Weil es die Wahrheit ist.
Die Wahrheit? Dass ich nicht lache! Der hat doch noch nie die Wahrheit erzählt.
MM: Haasenzahn, mein Erzeuger wusste schon immer, wie er die (er zeigt Gänsefüßchen an) „Wahrheit“ zu seinen Gunsten rücken kann.
Er glaubt mir nicht. Gut, nach dem was ihm seine Mutter anscheinend alles erzählt hat, auch kein Wunder. Würde mir wahrscheinlich auch nicht anders gehen. Aber er muss mir ... äh ihm endlich zuhören. Marc hat ein Recht auf die Wahrheit.
G: Wieso sollte er mich anlügen, Marc? Als er mir die ganze Geschichte über euch erzählt hat, wusste er weder wer ich bin, noch dass ich dich kenne.
Wie jetzt? Ich dachte, sie hätte ihm erzählt, dass wir zusammen sind? Ich versteh das alles nicht.
MM: Ach?
G: Wieso sollte er einer ihm völlig Fremden eine Lüge auftischen? Er hätte doch gar keinen Grund dafür gehabt.
Hmm... Stimmt schon irgendwie. Aber dem glaube ich kein Wort. Der wollte sie doch nur mit seiner Mitleidstour rumkriegen. Ach der arme alte Mann und sein verlorener Sohn! Ich kotz gleich!
MM: Der hat dich doch auch nur mit seinem Charme eingelullt, wie er es immer gemacht hat.
G (grinst): Tja, dem Meier-Charme konnte ich ja noch nie widerstehen.
MM: Bitte?
G: Marc, im Ernst, du solltest wirklich mit ihm reden.
MM: Das kann ich nicht.
G: Dann lies wenigstens die hier!

....

Lorelei Offline

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20.02.2010 16:40
#391 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Gretchen holte die Briefe seines Vaters hervor und legte sie auf seinen Schreibtisch. Marc blickte sie verwundert an...

MM: Was ist das?
G: Briefe!
MM: Ach nee? Da wäre ich jetzt nicht drauf gekommen. Was soll ich damit?
G: Das sind Briefe von ihm.
Hä? Ja und? Als ob ich die lesen würde! Niemals!
MM: Ja und? Will er darin um Absolution bitten oder was? Kann er vergessen. Die werde ich ihm niemals erteilen. Er hat bei mir verschissen für immer!
G: Marc, er hat dich nicht vergessen. Nie!!! Er hat dir jedes Jahr einen Brief geschrieben.
Das glaube ich nicht.
MM: Ach? Und warum hat er sie nicht abgeschickt?
G: Doch das hat er. Sie sind alle ungeöffnet zu ihm zurückgekommen.
MM: Was?

Er schaute sie mit großen fragenden Augen an... Was hat das zu bedeuten?

G: Marc, ich kann nur spekulieren und ich will hier auch niemanden anschuldigen, dazu habe ich kein Recht, aber jemand wollte wohl, dass du die Briefe nicht erhältst und hat sie ihm zurückgeschickt.
MM: Was?
Das glaube ich nicht. Mutter hat doch nicht... Nein, hat sie nicht. Er lügt!
G: Lies sie einfach, Marc! Ich bitte dich. Vielleicht denkst du dann anders über ihn und bist vielleicht doch dazu bereit, dich ihm zu stellen. Er würde sich freuen. Er wartet doch nur auf dich, Schatz. Wir haben ihn übrigens heute verlegt. Bitte sei nicht böse deswegen. Er liegt jetzt hier bei uns im Zimmer 308.
Nein, das hat sie nicht gemacht!? Wie konnte sie nur?
MM (sauer): Was? Du hattest kein Recht dazu. Ich bin immer noch der Chef hier und ich entscheide, wer auf meine Station kommt und wer nicht. Und der schon mal gar nicht!
Ich glaube, ich verschwinde dann mal lieber, ehe er mich noch weiter anmault. Er wird die Briefe lesen. Da bin ich mir sicher. Das lese ich in seinen Augen. Oh hoffentlich wird endlich alles gut.
G (küsst ihn auf die Wange und geht): Ja schon klar. Ich bin dann mal weg.
MM (blickt ihr überrumpelt hinterher): Hey, wir waren noch nicht fertig. Äh... Haasenzahn?

Doch Dr. Haase hatte bereits das Büro ihres Oberarztes verlassen. ... Da hat die den einfach hierher verlegen lassen! Ich fasse es nicht! Das Biest! Und jetzt haut sie schon wieder ab und lässt mich allein... allein mit... Marc ließ sich in seinen Stuhl zurückfallen und blickte nachdenklich auf den kleinen Stapel Briefe auf seinem Schreibtisch. Er haderte mit sich. Sollte er sie wirklich lesen? Was würde sich dann ändern? ... Wahrscheinlich alles!

Lorelei Offline

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21.02.2010 09:51
#392 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Guten Morgen! Dann will ich euch nicht mehr länger auf die Folter spannen. Und die Geschichte soll ja auch vorankommen ne? Dann schauen wir doch mal, was Marc Meier jetzt macht. Ich erspar euch eine längere Einleitung und komme gleich zum Wesentlichen: Den Briefen! Äh naja zumindest einen Brief stell ich euch vor. Viel Spaß u. schönen Sonntag noch. Lorelei



Erst nach Stunden griff Marc zögerlich nach dem ersten Brief seines Vaters und begann langsam zu lesen...


Sonntag, 10. August 1989

Marc, mein lieber Junge,

es tut mir alles so unendlich leid. Ich weiß, es muss schwer für dich sein. Es gibt keine Entschuldigung, es gibt keine Worte, die meinen Entschluss entschuldigen lassen. Ich weiß, du wirst mich nicht verstehen, du wirst mir vielleicht auch niemals verzeihen, dass ich letzte Woche einfach so gegangen bin. Ich verzeihe es mir ja selbst nicht, aber es ging nicht anders. Ich musste gehen. Deine Mutter und ich, das geht einfach nicht mehr. Das hast du sicherlich selbst gemerkt. Wir können dir nicht mehr länger die heile Welt vorspielen. Es ist nun mal nicht mehr so. Wir haben uns getrennt und wir werden uns scheiden lassen. Ich weiß, das ist für ein Kind nur schwer zu verstehen, wenn sich die eigenen Eltern trennen, aber genauso wenig wollten wir unsere Streitigkeiten weiterhin auf deinem Rücken austragen. Das hast du nicht verdient. Ich will doch, dass du glücklich bist, mein Junge. Bitte denke nicht, dass ich euch nicht lieben würde, denn das tue ich über alles. Du musst wissen, ich liebe deine Mutter und das werde ich immer tun, aber manchmal kann man eben nicht zusammen sein, obwohl man sich liebt. Junge, du musst mir glauben, ich liebe dich. Du bist alles für mich, das Beste, was ich jemals zustande bekommen habe. Geh deinen Weg. Erfüll dir deine Träume. Du bist ein starker Mensch. Du kannst alles erreichen, was du willst. Da bin ich mir sicher. Ich werde immer stolz auf dich sein. Weißt du noch, was ich dir an dem Morgen gesagt habe? Ich bin immer bei dir! Du wirst nie allein sein! Und das bin ich auch, Marc. Meine Gedanken sind immer bei dir, auch wenn uns jetzt ein riesiger Ozean trennt. Ja, du hast richtig gehört. Ich habe die Stelle in Harvard angenommen. Meine neue Adresse und die Telefonnummer findest du auf dem Briefumschlag. Du kannst dich jeder Zeit melden. Ich bin immer für dich da. Marc, wir werden uns wieder sehen. Das verspreche ich dir. Irgendwann wenn du alt genug bist, dann komme ich dich holen. Aber jetzt musst du bei deiner Mutter bleiben. Bitte, sie braucht dich. Und ein Kind gehört nun mal zu seiner Mutter. Bitte, verzeih mir! Ich liebe dich!

Dein dich über alles liebender Vater.

PS: Ich würde mich riesig freuen, wenn du mir schreiben würdest. Ich schreibe dir bald zurück.



... Immer wieder las Marc die letzten Zeilen seines Vaters. Die ersten Tränen drangen in den Kanal... Er liebt mich! ... Aber wieso dann...? ... Und wo kommen die Briefe so plötzlich her? Wieso hat sie sie mir vorenthalten? ... Er wollte mich holen? Aber wieso ist er dann nie...? ... Er liebt mich! ... Aufgewühlt ließ er den Brief fallen, stand auf und stellte sich ans Fenster. Er schaute hinaus. Es war ein schöner, wenn auch kalter Tag. Die Sonne schien. Goldener Herbst wie man so schön sagt. Alles erstrahlte in gold und rot. Das war ihm in den letzten Tagen überhaupt nicht aufgefallen. Seine Gedanken flogen davon. Er verstand es einfach nicht. Hatte seine Mutter ihn wirklich die ganze Zeit angelogen? Das konnte nicht sein. Sie war doch selbst verzweifelt gewesen. Das konnte sie ihm doch nicht alles vorgespielt haben. Das passte doch alles hinten wie vorne nicht. Er lehnte sich aufs Fensterbrett. Bilder aus seiner Kindheit rückten wieder in seine Erinnerung... Bilder, die er in die hinterste und dunkelste Ecke seines Herzens verbannt hatte... Bilder aus einer Zeit, als alles noch so glücklich mit seinem Vater schien... die Ausflüge an den Wannsee und in den Grunewald, seine Besuche bei ihm in der Klinik, die Grillorgien im Garten, das gemeinsame Lachen an Geburtstagen und Weihnachten, aber auch die Bilder und Gefühle von jenem Tag im August vor zwanzig Jahren, der alles veränderte, die innere Leere, die er damals gespürt und die ihn sein halbes Leben lang begleitet hatte. Ein Teil seines Herzens hatte ihm immer gefehlt. Er hatte das alles nie wirklich an sich heran gelassen. Er hatte damals sofort eine riesige Mauer um sich herum aufgebaut und jetzt durch den ersten Brief, den er gelesen hatte, war ein riesiger Riss entstanden. Konnte er es wagen, noch mehr Risse entstehen zu lassen? Er drehte sich vom Fenster wieder zum Schreibtisch und schaute auf den Stapel. Er zögerte noch einen Moment, setzte sich dann wieder und nahm sich den nächsten Brief...

Lorelei Offline

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21.02.2010 12:41
#393 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Olivier Meier war in der Zwischenzeit von der Intensivstation auf ein normales Zimmer verlegt worden und zwar auf die Station seines Sohnes. Dr. Haase hatte ihn begleitet und sich dann zu ihm ans Bett gesetzt. Sie berichtete ihm, dass sie Marc seine Briefe gegeben hatte. Olivier wirkte sehr angespannt. Gretchen ging es da nicht anders...

O (unruhig): Und was meinst du, wird er kommen?
G: Ich weiß es nicht. Er war ziemlich aufgebracht und verwirrt. Aber ich denke schon, dass er sie lesen wird. Ich habe das in seinen Augen gesehen.
O: Verstehe! Und zwischen euch ist wieder alles ok? Ich will wirklich nicht, dass ihr euch meinetwegen streitet. Ich habe schließlich schon genug angerichtet.
G (lächelt): Ja, ich denke schon. So langsam weiß ich, wie ich mit ihm umzugehen habe.
O: Du liebst ihn sehr oder?
G (strahlt): Ja, schon mein ganzes Leben lang.
O (überrascht): Oh! Seid ihr schon so lange zusammen?
Schön wär’s! Naja in meinen Gedanken eigentlich schon immer.
G (peinlich berührt): Was? Nein... äh eigentlich nicht. Aber verliebt war ich schon immer in ihn. Schon damals in der Schule. Marc hat halt etwas länger gebraucht.
O (neugierig): Das heißt?
G: Naja, eigentlich sind wir jetzt erst seit drei Wochen so richtig zusammen.
O: Oh! Das überrascht mich jetzt aber schon.
G (lächelt): Lange Geschichte.
O: Ich habe Zeit. Also ich würde schon gerne hören, wie ihr euch... also wie es ihm all die Jahre ergangen ist.
Oh! Soll ich wirklich? Ich weiß nicht.
G (unsicher): Äh ich weiß nicht.
O: Bitte, Gretchen! Ich möchte so gerne etwas mehr über ihn erfahren.
G: Verstehe! Äh... ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll. Obwohl doch! Es ist schon irgendwie verrückt, denn unsere beiden Leben, Olivier, hängen auch irgendwie zusammen. Also so indirekt halt. An dem Tag, wo du sein Leben verlassen hast, bin ich nämlich in seines getreten.
O (perplex): Oh!!!

Gretchen lächelte stolz und begann schließlich von ihrer ersten Begegnung auf dem Spielplatz vor zwanzig Jahren und der gemeinsamen Schulzeit mit Marc zu erzählen. Oliver hörte ihr gebannt zu. ... Also war er wenigstens nicht ganz so allein all die Jahre. Das macht mich glücklich. ... Die blonde Ärztin unterbrach ihre Geschichte allerdings schon nach ein paar Minuten wieder, denn ihr war eine Person am Fenster ins Auge gefallen...

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21.02.2010 17:46
#394 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Tja wer steht da wohl am Fenster? Ist jetzt wirklich endlich die Stunde der Wahrheit gekommen? Seht selbst! Es wäre vielleicht ratsam, vorher noch ein paar Taschentücher bereit zu halten. Will keine Überschwemmungen riskieren. Lorelei



Marc Meier stand draußen auf dem Gang der Chirurgie am Fenster des Krankenzimmers seines Vaters und schaute vorsichtig hinein. Er sah Gretchen am Bett des Mannes sitzen, der ihn vor zwanzig Jahren allein gelassen hatte, den er all die Jahre aus seinem Herzen verbannt hatte, aber dessen Anwesenheit im EKH er jetzt nicht mehr länger ignorieren konnte und auch nicht mehr wollte. Nachdem er auch noch die letzten Briefe seines Vaters gelesen hatte, hatten ihn die Sehnsucht und die Suche nach Antworten genau hierher geführt. Wie gebannt starrte Marc auf den älteren Herrn, der sich angeregt mit seiner Freundin unterhielt. Gretchen lächelte Olivier freundlich an und dieser verfolgte aufmerksam, was sie zu erzählen hatte. Doch plötzlich hatten ihre Augen seine gefunden und sie schaute lange zum Fenster zu ihrem Freund. Sie stand schließlich von ihrem Stuhl auf. Olivier folgte ihrem Blick und auch er erkannte plötzlich, wer da draußen am Fenster stand. Marc fühlte sich ertappt und ging einen Schritt zurück, doch sein Blick war immer noch an seinen Vater gefesselt, der ihn jetzt anlächelte. Marc konnte in dem Moment weder denken noch reagieren. Er stand wie festgewurzelt da. Vater und Sohn sahen sich das erste Mal seit über zwanzig Jahren, wenn auch nur aus der Ferne. Olivier brach in Tränen aus. Auch Marc ließ der Anblick nicht kalt. Seine Augen begannen zu schmerzen und wurden wässrig. Ja, die Meier-Tränen, die nur selten bzw. eigentlich nie das Tageslicht erblickten, suchten ihren Weg nach außen. Dieses Mal konnte Marc sie nicht aufhalten und so liefen die Ersten auch schon seine Wange hinunter. Gretchen hatte ebenfalls Tränen in den Augen. Als sie bemerkte, dass ihr Freund zögerte, ging sie zu ihm auf den Flur hinaus und sprach ihn an. Er zuckte kurz erschrocken zusammen, als sie ihm auf die Schulter tippte...

G: Marc, Schatz, willst du mit reinkommen?
M (unsicher): Ich … ich weiß nicht.

Gretchen strich ihm liebevoll die Tränen von der Wange...

G: Soll ich bei dir bleiben?

Gretchen nahm seine Hand. Marc blickte in ihre wunderschönen blauen Augen, die mit Tränen gefüllt waren und ihn zuversichtlich anstrahlten, und er nickte ihr schließlich zögerlich zu. Sie gab ihm einen Kuss auf die Stirn...

G: Schatz, du musst keine Angst haben. Ich bin bei dir. Außerdem geht es ihm auch nicht anders.
M: Wirklich?
G: Ja! Komm!

Sie führte ihn schließlich in das Zimmer seines Vaters. Er zitterte am ganzen Körper und hielt ihre Hand fest gedrückt. Sie schritten langsam auf sein Bett zu. Olivier betrachtete seinen mittlerweile erwachsenen Sohn ganz genau. Er war stolz...

O: Groß bist du geworden!

Er lächelte ihn an. Tränen liefen seine Wange hinunter. Marc war wie erstarrt und brachte keinen Ton heraus. Wenn Gretchen ihn nicht festgehalten hätte, wäre er schon längst wieder aus dem Zimmer gerannt. All die unterdrückten Gefühle bahnten sich ihren Weg nach oben, auch ihm kullerten wieder Tränen die Wange hinunter. Er versuchte, sie zu unterdrücken, aber es ging einfach nicht. Gretchen gab ihm einen kleinen Kuss auf die Wange und strich sie ihm zärtlich weg. Sie lächelte ihn an...

G: Ich lass euch dann mal allein.

Doch Marc hielt sie fest und schaute ihr tief in die Augen. Gretchen verstand seinen Blick sofort...

M: Nein, bitte bleib!
G: Gut, wenn du das willst, Schatz.
O: Marc, ich…

Stockend begann Olivier seine Rede, die er jahrelang für ein mögliches Wiedersehen mit seinem Sohn geprobt hatte, aber in dem Moment, als er ihm wirklich gegenüberstand, fielen ihm die Worte einfach nicht mehr ein, da er gebannt seinen mittlerweile dreiunddreißigjährigen Jungen betrachtete, den er ganze zwanzig Jahre lang nicht gesehen hatte. Marc wich seinen Blicken aus und stellte sich mit dem Rücken zu ihm ans Fenster. Er ertrug seinen Blick einfach nicht, doch gehen konnte er auch nicht. Er wollte sich anhören, was sein Vater ihm nach all den Jahren der Trennung zu sagen hatte. Würde es Olivier gelingen die harte Schale seines Sohnes aufzubrechen?

Lorelei Offline

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21.02.2010 21:10
#395 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hey ihr Lieben
wollte den Teil eigentlich erst morgen reinstellen, aber nach den lieben Worten von euch (bin immer noch ganz rot im Gesicht ) kann ich nicht anders. Hier habt ihr den Monolog von Olivier. Könnte eventuell sein, dass wieder Überschwemmungen drohen. Marcs Reaktion darauf gibt's aber erst morgen. Schönen Abend noch. Lorelei




O (nervös): Marc, ich weiß, es gibt keine Entschuldigung für das, was ich dir und deiner Mutter angetan habe, aber ich will es trotzdem versuchen. Es tut mir leid. Es tut mir so unendlich leid. Ich erwarte nicht, dass du mir verzeihst. Das kann ich nicht von dir verlangen. Das würde wahrscheinlich niemand tun. Ich verzeihe mir ja selbst nicht, dass ich dich im Stich gelassen habe, dass ich dich all die Jahre allein gelassen habe. Aber bitte hör mir zu! Lass es mich erklären! Ich weiß, dass es für Erklärungen eigentlich schon viel zu spät ist, aber ich möchte es trotzdem tun. Es gab für mich damals keinen anderen Weg als den, den ich gegangen bin. Die Ehe mit deiner Mutter war gescheitert und das war schon ein hartes Brot, an dem ich zu knabbern hatte. Nach all den Jahren festzustellen, dass von der großen Liebe nichts mehr übrig geblieben war, das war ein Schock für mich. Ich ließ es nicht an mich herankommen, verdrängte den Gedanken, vernachlässigte euch beide noch mehr, aber ich konnte das alles nicht begreifen und wollte es auch nicht. Ich war verzweifelt, wusste nicht mehr weiter, klammerte mich an die winzigkleine Hoffnung, dass wir vielleicht in den USA eine zweite Chance haben könnten, aber ich habe viel zu spät erkannt, dass Elke schon lange ein anderer Mensch geworden war. Du hast ja unsere Streitigkeiten mitbekommen. Ich musste mich entscheiden. Karriere oder Familie. Ich wollte beides, aber das ging nun mal nicht. Selbst wenn ich in Deutschland geblieben wäre, wäre doch sicherlich nichts beim Alten geblieben. Wahrscheinlich hätte Elke dich mir auch hier entzogen. Ich weiß es nicht. Und ich will sie auch nicht weiter anschuldigen. An der Trennung haben wir schließlich beide einen Anteil gehabt. Ich habe durch meine Arbeit den Blick auf das Wesentliche verloren: Euch! Das habe ich aber erst erkannt, als es längst zu spät war. Marc, ich kann nur erahnen, was dir deine Mutter alles erzählt hat, aber eines musst du wissen, ich habe sie niemals betrogen. Ich habe deine Mutter immer geliebt. Das musst du mir glauben. Sie war diejenige, die mein Vertrauen missbraucht hat. Ich war blind vor Liebe und habe nicht gemerkt, dass ihr mittlerweile andere Dinge wichtiger geworden waren als wir. Marc und wenn du denkst, dass ihr ... dass du mir egal gewesen bist, dann stimmt das nicht. Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben. Ich habe dich immer geliebt. Ich habe dich nie vergessen. Ich habe jeden einzelnen Tag an dich gedacht. Das musst du mir glauben. Ich hätte alles dafür getan, dass wir in Kontakt bleiben, aber die Briefe ... du hast sie doch gelesen oder? ... sie sind alle ungeöffnet zurückgekommen. Ich habe gedacht, dass du mich nicht mehr liebst, dass du nichts mehr mit mir zu tun haben willst und habe dann irgendwann die Hoffnung aufgegeben. Ich habe es akzeptiert. Ich dachte, ich kann irgendwie damit leben, dass du auf der anderen Seite des Ozeans lebst, deinen Weg gehst, den du ja offensichtlich gegangen bist. Und ich bin sehr stolz auf dich. Aber ich konnte nicht mehr länger mit dieser Ungewissheit leben. Nicht zu wissen, ob du glücklich bist, was du gerade machst, ob du vielleicht manchmal an mich denkst, das hat mich fertig gemacht. Welchen Sinn hat ein Leben, wenn das Wichtigste, das größte Glück, nicht bei einem ist? Statt zu leben, habe ich nur noch gearbeitet, nur um nicht weiter an meine Schuldgefühle denken zu müssen. Und die habe ich. Jeden einzelnen Tag. Ich würde am liebsten die Zeit zurückdrehen, alles anders machen, es besser machen, aber das geht nun mal nicht. Es ist nun mal so gekommen und wir können es nicht ändern. Ich weiß, es ist nicht zu entschuldigen, dass ich zwanzig Jahre für diese Erkenntnis gebraucht habe. Aber ich war einfach feige, hatte Angst. Ich hatte Angst vor der Gewissheit, dass du mich vielleicht hasst. Dass das jetzt hier alles so gekommen ist, mit dem Unfall und so, das halte ich nicht für einen Zufall. Vielleicht wollte es das Schicksal so. Keine Ahnung. Ich glaube ja eigentlich nicht an so etwas. Aber das Schicksal hat mich nun mal direkt zu dir geführt. Ich bin dankbar dafür. Und ich bin überglücklich, dich wieder zu sehen. Ich weiß nicht, was ich noch alles sagen soll. Jahrelang habe ich mir überlegt, was ich dir wohl sagen würde, wenn wir uns wieder sehen, aber jetzt ist alles weg. Das Einzige, was ich dir noch sagen möchte, ist, dass ich dich liebe, mein Sohn. Ich liebe dich über alles.

Lorelei Offline

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22.02.2010 09:42
#396 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Oh Gott, seit gestern renne ich nun schon mit einem knallroten Gesicht durch die Gegend und ihr seid schuld! Das soll jetzt kein Vorwurf sein, nein, ganz im Gegenteil, ich bin einfach nur baff und bewegt, dass euch die ganze Wiedersehensgeschichte so gut gefallen hat. Ich dachte eigentlich, dass mir das Dramatische und Emotionale überhaupt nicht liegt. Hab mir da auch ganz schön die Zähne ausgebissen. Danke für eure lieben Worte , die wohl nach dem folgenden Abschnitt wieder ins Gegenteil umschlagen werden. Marc reagiert auf Oliviers Rede, naja wie soll ich sagen, eben so wie er immer reagiert. Leider! Aber schaut selbst! Ich hoffe, ihr seid nicht allzu sehr enttäuscht. Aber das hat alles seine Gründe, warum das jetzt so abläuft. Und ich habe ja immer gesagt, ihr braucht einen langen Atem.



Nach seiner langen Rede atmete Olivier erst einmal erleichtert aus. Er hatte sich alles von der Seele geredet, was ihn all die Jahre belastet hatte. Zögerlich blickte er nun zu seinem Sohn, der immer noch mit dem Rücken zu ihm stand. Marc sagte kein Wort. Er stand nur starr neben seiner Freundin, die hilflos zu Olivier blickte, hielt ihre Hand fest und schaute aus dem Fenster. Er konnte ihn nicht ansehen. Es schmerzte zu sehr. Er hatte noch nicht die Kraft, ihm ins Angesicht zu blicken. Die Briefe, seine liebevollen Worte, das alles verwirrte ihn. War sein ganzes bisheriges Leben auf einer Lüge aufgebaut? Er hätte mit seinem Vater leben können? Er hatte ihn nicht vergessen, wie er immer geglaubt hatte. Er war ihm nie egal gewesen. All die Jahre hatte er sich das immer wieder eingeredet und so seinen Hass auf ihn ins Unermessliche steigen lassen. Nur so konnte er das alles damals verarbeiten. Er hatte ihn aus seinem Herzen ausgeschlossen. Das hatte er alles in dem Glauben getan, dass sein Vater nichts mehr von ihm wissen wollte. Aber dem war nie so gewesen. Er wollte ihn tatsächlich immer bei sich haben. Er hätte ihn vielleicht sogar zu sich geholt, wenn er die Chance dafür gehabt hätte. Marc wäre sicherlich mitgegangen. Sein Leben wäre dann völlig anders verlaufen. Vielleicht wäre er ja tatsächlich glücklich gewesen. Vielleicht wäre er dann nie so geworden. Er hätte ein ganz normales Leben führen können ohne seine verrückte, depressive Mutter. Sein Vater hatte also genauso gelitten wie er in den ganzen Jahren. Er liebte ihn. Er hat ihn immer geliebt. Marcs Hals schnürte sich zu. Er bekam keine Luft. Er musste hier raus. Sofort. Ohne ein Wort zu sagen ließ er Gretchen los und rauschte plötzlich aus dem Zimmer. Sein Vater und seine Freundin schauten ihm verwundert hinterher und dann sich an. Olivier war sichtlich enttäuscht. Er glaubte, seinen Sohn für immer verloren zu haben. Marc würde ihm niemals verzeihen. Dessen war er sich nach dieser Reaktion sicher. Gretchen, die sich seine plötzliche Flucht auch nicht wirklich erklären konnte, versuchte ihn zu trösten...

G: Olivier, gib ihm Zeit. Er muss das alles erst einmal verdauen.
O: Meinst du? Ich glaube nicht, dass er wiederkommt.

Unendlich traurig ließ Olivier seinen Kopf auf das Kopfkissen sinken. Gretchen nahm seine Hand und streichelte sanft darüber...

G: Marc wird wiederkommen.
Ja, das wird er. Ab jetzt wird alles anders. Ganz bestimmt!

Die beiden lächelten sich an. Die Zuversicht in ihren Augen zu lesen, gab auch Olivier die Hoffnung zurück. Aber eine gewisse Sorge blieb bestehen. Warum war er ohne ein Wort davon gerannt? Und wohin? Was die beiden aber nicht ahnten, Marc war nicht ohne Grund so schnell abgehauen. Er hatte gespürt, wie eine unbändige Wut in ihm aufstieg. Er hatte noch ein Hühnchen zu rupfen und zwar mit seiner Mutter...



Aber bis es zu einem Showdown mit Elke Fisher kommt, dauert es noch ein Weilchen. Sorry! Dazwischen kommt nämlich noch eine längere Cafeteria-Szene, die ein paar andere Personen wieder in den Vordergrund rückt. Ich hoffe, ihr habt Verständnis dafür. Der Spannung wegen! Dafür wird es aber auch wieder etwas lustiger. Liebe Grüße. Lorelei

Lorelei Offline

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22.02.2010 16:24
#397 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Et voilà der erste Teil der versprochenen Cafeteria-Szene. Viel Spaß!



Aufgewühlt betrat Gretchen Haase wenig später die Cafeteria und holte sich erst einmal drei Stück von dem leckeren Schokoladenkuchen, den es heute gab. Den brauchte sie aber auch nach dem ganzen emotionalen Stress wegen ihrer Meier-Männer. Sie wollte wenigstens für einen kurzen Moment auf andere Gedanken kommen, andere Menschen sehen, fröhliche Gesichter, einfach nur den Klang anderer Stimmen hören. Die blonde Ärztin schaute sich um und entdeckte einen alten Freund, der ihr in den letzten Tagen anscheinend aus dem Weg gegangen war, was sie auch verwundert hatte, aber in ihrer Sorge um Marc ganz vergessen hatte. Sie setzte sich mit einem Lächeln einfach ganz dreist zu ihm an den Tisch. Medhi blickte überrascht auf und lächelte sie an...

MK: Gretchen!
G: Hey Medhi! Ich darf doch oder?
MK (strahlt): Natürlich! Du doch immer. Lange nicht gesehen. Wie geht’s dir?
Den Umständen entsprechend. Nee, das klingt doof. Erschöpft, angeschlagen, besorgt, aber auch ein wenig hoffend, dass sich endlich alles zum Guten wendet. Also insgesamt gesehen schon gut, also besser als die letzten Tage, wesentlich besser. Äh ich glaube, das ist zu lang für eine Antwort oder?
G: Genau dasselbe wollte ich dich auch fragen.

Die beiden lachten. Gretchen nahm sich ein Stück von ihrem Kuchen auf die Gabel. Medhi tat es ihr gleich. Er hatte ebenfalls drei Stück Schokoladenkuchen auf seinem Teller...

MK: Tja, war viel los diese Woche.
G: Du sagst es.
MK: Der Meier, hmm?
G (nickt): Hmm.
MK: Dreht mal wieder am Rad was?
G: Ja. Aber ich glaube endlich ist ein Lichtblick am Horizont.
MK: Wie meinst du das? Der war doch heute Mittag noch am Durchdrehen, weil er dich hier mit seinem Vater sitzen gesehen hat.
Er war also doch eifersüchtig. Mein Marc eben.
G: Ich weiß. Hat mir schon ne Ansage gemacht.
Dieser verdammte Idiot!!!
MK (schüttelt den Kopf): Ich fass es nicht. Wieso lässt du dir das immer wieder gefallen? Wenn ich du wäre, hätte ich dem schon lange eine runtergehauen oder ihn ne Weile links liegen gelassen.
G: Tja, das mit dem Anschweigen haben wir Gott sei dank wieder hinter uns.
MK: Ihr habt wirklich nicht miteinander geredet? Hat er gar nicht erwähnt.
Deshalb war er wohl so am Durchdrehen? Ich bekomm gar nichts mehr mit, seitdem ich... Äh ja. Muss sich ändern.
G: Kennst ihn doch. Marc gesteht sich doch keine Fehler ein.
MK: Stimmt! Und was machst du jetzt? Ihr könnt doch jetzt nicht immer so nebenher tanzen. Das habt ihr das ganze letzte halbe Jahr schon gemacht. Und da war er schon kaum zu ertragen.
Er war ein Frack! Schlimmer noch als ich! Aber das behalte ich mal für mich.
G: Er ist auf einem guten Weg.
MK (verwirrt): Ach? Ihr redet also doch wieder miteinander oder wie jetzt?
G (stolz): Ich habe ihn endlich rumgekriegt.
Was? Äh... Oh Gott! Das will ich gar nicht wissen.
MK (leicht geschockt): Bitte? Aber du meinst jetzt nicht...? Gretchen, das will ich gar nicht hören.
G (lacht): Medhi, nicht was du denkst.
MK: Ja und was dann?
G (strahlt glücklich): Er war bei IHM.
MK (überrascht): Nee, jetzt echt? Wie hast du das denn geschafft?

Gretchen erzählte Medhi nun ausführlich von ihrem Gespräch mit Olivier, den Briefen und von der ersten Begegnung zwischen Marc und seinem Vater gerade eben. Medhi blieb der Mund offen stehen... Endlich! Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Dann scheint ja endlich alles gut zu werden. Aber hätte nicht gedacht, dass da so eine Geschichte dahinter steckt. Wieso hat er nie etwas gesagt? Ich hätte ihm doch geholfen. Naja, is ja dann wohl jetzt ihr Job was? Und den scheint sie ganz gut zu machen. Sie weiß ganz genau, wie er tickt. Passen halt doch super zusammen. ... Leider! ... Medhi hör auf, zu hoffen. Es ist vorbei! ... Ich weiß.

G: ... und er hat nichts weiter dazu gesagt. Er ist einfach ohne ein Wort aus dem Zimmer gerauscht. Genauso wie letzte Woche, als er aus der Notaufnahme geflüchtet war.
MK: Das muss ja nichts heißen.
G (besorgt): Und wenn doch. Ich habe dir das nicht erzählt, aber so fertig wie er da war, als ich ihn gefunden habe, so habe ich ihn noch nie gesehen. Ich habe halt Angst, dass er wieder zusammenbricht, sich verkriecht oder was weiß ich. Die letzten Tage waren schon schlimm genug für mich und jetzt das wieder. Ich weiß doch gar nicht, wo er hin ist. Er geht nicht an sein Handy. Ich habe schon in seinem Büro und im Stationszimmer geschaut und im... äh ja, also da war er nicht. Medhi, ich mach mir wirklich Sorgen.
MK: Hey, ganz ruhig!

Gretchen lief die erste Träne die Wange hinunter, die sie sich schnell peinlich berührt wegwischte. Medhi strich ihr tröstend über die Hand...


Diese zärtliche Geste blieb nicht unbeobachtet. Denn im selben Moment hatten zwei eifersüchtige Hühner die Witterung aufgenommen. Die eine hatte gerade die Cafeteria betreten und blieb wie festgewurzelt am Eingang stehen, als sie die Annäherung zwischen den beiden Ärzten beobachtete, und die andere stand gerade auf der Dachterrasse und rauchte eine, als sie die beiden entdeckte. Maria und Gaby starrten wie gebannt zum Tisch von Medhi und Gretchen...


MK: Gretchen, er muss das erst einmal alles verdauen. Ist schließlich ein ganz schöner Hammer die ganze Geschichte. Also mir ginge es da nicht anders.
G: Ja, vielleicht hast du ja Recht. Ich hoffe so sehr, dass die beiden sich endlich wieder vertragen. Die beiden sind sich so ähnlich.
MK (interessiert): Ach? Inwiefern? Der unwiderstehliche Meier-Charme was?
G (grinst): Auch!
MK: Was?
Oh Gott, noch einer von der Sorte! Hilfe!
G: Willst du das wirklich hören?
MK: Natürlich. Ich höre dir doch immer gerne zu. Das weißt du doch.

Medhi strahlte sie an. Und Gretchen begann, begeistert zu erzählen. Aber bald wich Medhis Aufmerksamkeit, denn er spürte böse Blicke im Nacken. Zögerlich drehte er sich um und sah Gaby, die gerade von der Dachterrasse aus die Cafeteria betrat und ihn böse anfunkelte. ... Scheiße!!! ... Medhi drehte sich schnell wieder um. In dem Moment fiel sein Blick auf einem Tisch am Eingang. Dort saß Maria, die mit einem nicht minder bösen Blick ebenfalls auf seinen Tisch starrte. Der junge Gynäkologe senkte den Blick... Scheiße!!!



Ihr ahnt es vielleicht schon, bald wird es unangenehm für unseren attraktiven Frauenarzt. Nur Geduld, der Zickenkrieg wird bald eröffnet. Das war nur die Eingangssequenz. Gönnen wir doch Medhi noch einen kurzen Moment der Ruhe. Den hat er sich verdient, vor dem, was dann noch alles kommen mag. Der Arme! Ihr wisst ja, wohin ihr euch wenden könnt, um tröstende Worte für ihn zu hinterlassen. Eure Lorelei

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22.02.2010 22:08
#398 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Gaby Kragenow hatte sich mittlerweile an einen Tisch in der hinteren Ecke der Cafeteria gesetzt und kochte vor Eifersucht, aber nicht nur wegen Dr. Haase, die sich anscheinend angeregt mit ihrer Affäre unterhielt, sondern vor allem auch wegen Maria Hassmann. Denn Gaby hatte über drei Ecken herum erfahren, dass Medhi sich eine neue Wohnung im Haus dieser frustrierten Neurologin angeschaut hatte. Sie wollte ihn zur Rede stellen. Dieser Mann gehörte ihr. Niemand sollte ihn ihr wegnehmen und schon gar nicht die. Sie hatte doch eigentlich selbst vorgehabt, ihn zu fragen, ob er nicht bei ihr einziehen wolle. So als eine Art WG mit angenehmen Nebeneffekten. Aber diese Chance schien jetzt vertan und das machte die junge Krankenschwester rasend...

Gleichzeitig hatte auch Dr. Maria Hassmann ihre Affäre ins Visier genommen. Sie saß an einem anderen Tisch direkt am Eingang mit bestem Blick auf Medhi und Gretchen. Sie kochte vor Eifersucht. Hatte er nicht gemeint, sie würden sich nicht mehr so häufig sehen? Und wieso saßen sie jetzt schon wieder zusammen und lachten so herzlich miteinander? Was war denn da so lustig? Und wieso streichelte er ihr zärtlich über die Hand und strahlte sie schon wieder so verliebt an? Sie hatte doch gedacht, dass diese Phase endlich vorbei war, vor allem nach den letzten Tagen, wo er fast jede Minute seiner wenigen Freizeit mit ihr verbracht hatte. Das alles konnte er doch nicht schon wieder vergessen haben? Und wieder stieg die Wut in ihr auf, die Wut auf diese blöde blondgelockte Assistenzärztin, die anscheinend immer noch sein Herz besetzt hielt. Nein, diesmal würde die ihr nicht die Tour vermasseln. Diesmal nicht! Medhi gehörte zu ihr und zu niemand Anderem...

Dr. Medhi Kaan schwitzte derweil Blut und Wasser. Er spürte die Blicke der beiden Frauen von allen Seiten. Aber warum machte ihn das so nervös? Konnte er nicht in aller Ruhe mit einer guten Freundin in der Cafeteria sitzen und einfach nur quatschen? Gut, an das „gute Freundin“ musste er sich noch gewöhnen. Die Umpolung von seiner großen Liebe auf „nur“ Freundin dauerte halt seine Zeit. Aber er hatte damit abgeschlossen. Und angesichts der Tatsache, dass Gretchen die ganze Zeit nur über Marc Meier sprach, blieb ihm ja auch nichts anderes übrig. Aber dennoch fühlte er sich unwohl. Gretchen durfte einfach nichts davon erfahren, dass er gerade mit zwei Frauen gleichzeitig beschäftigt war. Was würde sie denn dann von ihm denken? Dass er nur so über sie hinwegzukommen glaubte? Dass er jetzt zum neuen Macho-Meier mutiert war? Hatte sie den alten frauenverschlingenden Meier nicht immer gehasst? Würde sie ihn dann auch hassen, wenn sie davon erführe? Er hatte sich wirklich in eine verfahrene Situation manövriert. Und die Tatsache, dass die beiden Kandidatinnen in unmittelbarer Nähe saßen und ihn argwöhnisch beobachteten, machte es für ihn nicht leichter. Irgendetwas braute sich zusammen. Das spürte er instinktiv und das machte ihn nervös. Während Gretchen plapperte und plapperte, hing Medhi seinen Gedanken nach... Scheiße! Das fliegt auf. Ganz bestimmt. Die beiden sind doch in Angriffslaune. Das spür ich doch bis hierher. Mann, wieso mach ich das überhaupt? Ich hätte mich gar nicht erst darauf einlassen sollen. Dann hätte ich jetzt nicht diese Probleme. Medhi Kann und eine Affäre! Tzzz... Korrektur: zwei Affären! Das ist doch verrückt! Das bin doch nicht ich. Das war doch vorprogrammiert, dass das in einer Katastrophe enden würde. Und das Armageddon steht jetzt wohl kurz bevor. Toll, dann kann ich mich auf drei Stationen nicht mehr blicken lassen: Chirurgie, Neurologie und meiner eigenen. Superleistung, Medhi! Bleibt nur noch ein Ausweg: Auswandern! Heute noch! Scheiße!



Ach ja, unser „Frauenflüsterer“ hat es wirklich nicht leicht. Der Arme!!! Aber noch ist ja Ruhe vor dem Sturm. Schönen Abend noch! Eure Lorelei

Lorelei Offline

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23.02.2010 15:36
#399 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Bevor der Sturm aber wirklich aufkommt, möchte ich noch auf ein Thema zu sprechen kommen, das ich bislang noch gar nicht weiter angeschnitten habe, das aber dennoch für den weiteren Verlauf der Geschichte nicht vergessen werden darf. Ich dachte, das passt eigentlich ganz gut jetzt hierein. Es handelt sich um ein ernstes Thema, das Medhi schwer belastet, auch wenn es gerade nicht den Anschein danach hat. Selbstbeschiss eben! Aber alles holt einen irgendwann wieder ein, besonders wenn man so eine besorgte Freundin hat, die von seinen anderen "kleinen" Problemchen nicht die geringste Ahnung hat. GLG Lorelei



Gretchen war mittlerweile aufgefallen, dass Medhi ihr überhaupt nicht richtig zuhörte und ziemlich abwesend seinen Kuchen in immer kleinere Krümel zerbröselte. Sie hakte schließlich nach, was ihn bedrückte. Der attraktive Gynäkologe kam noch mehr ins Schwitzen und stotterte verlegen herum...

G (laut): Meeeedhi!!! Du hörst mir ja gar nicht richtig zu! Alles in Ordnung bei dir? Ist irgendwas?
MK (schreckt ertappt aus seinen Gedanken auf): Was? ... Neiiin! ... Nichts! ... Alles in Ordnung! ... Nur ... äh... etwas überarbeitet.
Toll Medhi, jetzt belügst du schon deine große Liebe. Du bist so ein mieser Arsch! Und hör endlich auf, sie als deine große Liebe zu bezeichnen. Das ist sie nicht mehr und wird es auch niemals wieder sein! ... Ja, leider!
G (skeptisch): Wirklich? Medhi, du kannst mir ruhig sagen, wenn dich etwas bedrückt. Ich weiß, ich war in letzter Zeit wirklich ne schlechte Freundin. Das tut mir leid.
MK: Muss es nicht. Marc hat ja auch nen Berg Probleme hinter sich hergeschleppt. Schon klar, dass der erst mal abgebaut werden muss.
G: Aber du bist jetzt nicht beleidigt deswegen oder?
MK: Nein. Quatsch!
G: Aber du wirkst wirklich etwas traurig und niedergeschlagen. Ist was?
MK (pampig): Nein, hab ich doch gesagt.
Ich kann ihr das nicht sagen. Sie wird das nicht verstehen.

Die völlig ahnungslose Ärztin glaubte ihm nicht, denn sie kannte ihn gut genug. Sie vermutete, was sein Problem sein könnte und sprach ihn direkt darauf an...

G: Ist es wegen Lilly?

Medhi blickte überrascht auf und schaute in ihre fürsorglichen Augen. Er erkannte ehrliches Interesse an seinem Leben. Das hatte ihm gefehlt. Aber er war in letzter Zeit so abgelenkt gewesen durch seine beiden Frauen, dass er überhaupt keinen Gedanken mehr daran gelassen hatte. Dafür schämte er sich jetzt. Wie konnte er sie nur vergessen? Seine kleine Tochter! Eine kleine Träne bildete sich in seinem Auge, was auch Gretchen nicht verborgen blieb. Jetzt strich sie ihm tröstend über seine Hand, was den Blutdruck zweier anwesender Frauen wieder nach oben trieb...

G: Sie hat bald Geburtstag, nicht?
MK (nickt traurig): Hmm.

Medhi konnte nichts sagen. Die Erinnerungen krochen wieder in ihm hoch. In ein paar Wochen würde seine Tochter - und er war immer noch fest davon überzeugt, dass sie seine Tochter war, egal, was Anna auch behauptet hatte - acht Jahre alt werden und er könnte nicht dabei sein. Zum ersten Mal! Und wieder spürte er einen tiefen Stich in seinem schon allzu malträtierten Herzen...

G (blickt ihn liebevoll an): Wir werden sie schon finden. Ganz bestimmt!

Er sah sie mit großen wässrigen Augen an...

MK: Meinst du wirklich?
G: Ja, natürlich! Du darfst einfach nicht die Hoffnung aufgeben, Medhi.
MK: Aber der Detektiv hat immer noch keine heiße Spur. Wahrscheinlich hat sich Anna schon längst ins Ausland abgesetzt. Dann werden wir sie niemals finden.
G: Hat er denn überhaupt schon etwas herausgefunden?
MK: Naja, auch nicht viel mehr, als ich schon wusste. Ihr Zug ging nach München. Die beiden scheinen auch wirklich dort ausgestiegen zu sein. Die Überwachungskameras am Bahnhof haben sie aufgenommen, aber dann verliert sich ihre Spur. Meine Eltern haben schon alles Mögliche in die Wege geleitet. Du kennst ja meine Mutter. Aber weder die Plakataktion in München und Umgebung, noch der Aufruf auf BR und im Lokalradio haben etwas gebracht. Sie sind wahrscheinlich gleich wieder in irgendeinen Zug gestiegen. Irgendwohin. Auf nimmer Wiedersehen.
G: Und wenn ihr doch die Polizei einschaltet?
MK (schüttelt den Kopf): Das hat meine Mutter auch schon gesagt. Aber dann kommt die ganze Sache mit ihrem Job im Rotlichtmilieu heraus, du weißt schon. Vielleicht kommt dann auch noch was nach, weil sie die Nutte abgestochen hat. Die kann sie ja immer noch anzeigen, auch wenn ich sie und ihren Zuhälter ausgezahlt habe. Ich will einfach nicht, dass Lilly da noch weiter mit reingezogen wird. Außerdem hat mein Vater ganz gute Kontakte zur Polizei. Er ist ja Staatsanwalt am Münchner Gericht. Er hat einen Freund beim Vermisstendezernat. Die wissen schon Bescheid, aber halt alles inoffiziell.
G: Verstehe!
Das ist alles so schlimm! Wie schafft er das nur? Ich wüsste nicht, ob ich jeden Tag mit dieser Ungewissheit leben könnte.
MK: Ich kann nur hoffen, dass der Detektiv noch was bringt. Ey, das zieht sich jetzt schon über ein halbes Jahr hin. Wenn Marc ihn nicht bezahlen würde, hätte ich schon längst aufgegeben.
G (überrascht): Marc bezahlt den Detektiv? Das wusste ich ja gar nicht.
Wie lieb von ihm! Er ist doch ein Held. Mein Held!

MK: Ja! Du weißt doch, wie es um meine Finanzen steht. Ich habe nichts mehr, weil ich ihre verdammten Nuttenschulden begleichen musste. Alles ist weg. Ich musste sogar an das Ausbildungsgeld von Lilly rangehen. Das verzeih ich mir nie. Alles, was ich mir seit dem Studium mühsam aufgebaut habe, ist weg. Erst musste ich unser Haus verkaufen, um Annas Behandlung und die Rhea zu bezahlen, dann die Wohnung wegen ihrer beschissenen Schulden. Dabei hat sie die Rhea wahrscheinlich gar nicht mehr nötig gehabt. Ey wer weiß, wie lange die mir schon auf der Nase herumgetanzt ist? Von wegen gelähmt! Sie konnte die ganze Zeit laufen. Eins kann man ihr lassen, schauspielern konnte sie wirklich. Scheiße!!! Wie blind kann man eigentlich sein! Und wie blöd! Sie hat mir ja auch neun Jahre lang die liebe, treue, Ballett tanzende Ehefrau vorgespielt. Ich war so ein Idiot. Ich hab ja nicht mal nachgefragt, warum ich sie nie auf der Bühne tanzen gesehen habe. Ich musste ja immer auf Lilly aufpassen, wenn sie ihre Auftritte hatte. Und jedes Mal wenn ich es doch einrichten konnte, kam sie mit irgendeiner fadenscheinigen Ausrede. Ich hab mir nichts dabei gedacht. Ich hab ihr geglaubt, weil ich sie geliebt habe. Wahrscheinlich ist sie abends, wenn ich dachte, sie hätte einen Auftritt, immer in diese Table-Dance-Bar gegangen und hat andere Männer aufgeheizt und mehr... Boar, ich will gar nicht daran denken. Und danach kroch sie wieder scheinheilig zu mir ins Bett. Ist das zu fassen! Wie kann man sich nur so in einem Menschen täuschen? Das war eine völlig fremde Frau, die da jahrelang neben mir lag. Die Anna, die ich glaubte zu kennen, hätte niemals behauptet, Lilly sei nicht von mir. Ich spür doch, dass sie meine Tochter ist. Ich war bei ihrer Geburt dabei, hab sie gewickelt, hab sie aufwachsen gesehen. Sie ist meine Tochter! Sie hat meine Augen, das verschmitzte Lächeln meines Vaters, Mamas Haare. Denkt sie wirklich, ich bin so blöd und glaube ihr das? Warum macht sie das? Und dann ist sie tatsächlich so dreist und plündert auch noch unser gemeinsames Konto, nur um irgendwo neu anfangen zu können. Ja wegrennen, das kann sie. So wie sie es vor anderthalb Jahren schon einmal getan hat. Haut mit gepackten Koffern einfach so ab und fährt gegen den nächsten Baum. Weißt du, wie beschissen es mir in der Zeit danach ging. Sie lag im Koma. Die Ärzte sagten mir, sie würde wahrscheinlich nie wieder aufwachen. Ich stand mit Lilly plötzlich alleine da und da war dieses beklemmende Gefühl, dass sie mich verlassen wollte und ich wusste nicht warum. Ich konnte mir überhaupt nicht erklären, wieso sie so plötzlich weg wollte. Was hatte ich denn falsch gemacht, dass sie mich nicht mehr wollte? Ich hab mir wochenlang das Hirn darüber zermatert. Alles war doch immer in Ordnung gewesen. Sie hatte mir die heile Welt vorgespielt und die brach mit einem Mal über mir zusammen. Weißt du, die Gewissheit, dass sie mich betrogen hatte und abhauen wollte, ja sogar Lilly zurücklassen wollte, das hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Und ich hab in meiner Trauer und Verzweiflung den größten Fehler meines Lebens begangen. Du weißt doch noch, was ich dir damals auf dem Dach gesagt habe oder?

Oh Gott, der Selbstmordversuch!!!
G (mit wässrigen Augen): Ja. Medhi, du musst das nicht...

MK: Doch! Ich war so egoistisch in dem Moment. Sie war nicht mehr da und ich wollte auch nicht mehr. Ich habe für nen kurzen Moment die Kontrolle verloren und sogar meine Lillymaus vergessen. Das werde ich mir nie verzeihen. Und Anna ist Schuld! Wenn sie mir das alles irgendwann einmal gestanden hätte, also das mit ihrer Vergangenheit und so, vielleicht wäre dann das alles nicht passiert. Ich kann nicht sagen, ob ich dann noch mit ihr zusammengeblieben wäre, wahrscheinlich nicht, aber wir hätten doch zusammen eine Lösung finden können. Aber dass sie riskiert hat, dass Lilly da mit reingezogen wird, das kann ich ihr nicht verzeihen. Diese Nutte hat ja auch Lilly bedroht. Oh Gott, was ist, wenn Lilly gesehen hat, wie Anna sie mit dem Messer verletzt hat! Ich mag gar nicht daran denken. Und was macht Anna? Sie rennt wieder weg, anstatt sich dem Leben zu stellen und Verantwortung zu übernehmen. Selbst wenn es zu einer Verhandlung gekommen wäre, ich hätte ihr doch beigestanden. Kennt sie mich so schlecht, dass sie das nicht weiß. Ach scheiße! Sie hat mir alles genommen und dabei meine ich nicht das Materielle, das kann man irgendwann ersetzen. Mir ist egal, dass die Wohnung und das ganze Geld weg sind. Anna hat mir das Liebste genommen, was ich habe, meine Lillymaus. Sie ist mein Leben! Ich will sie wiederhaben. Verstehst du das, Gretchen?

G (streichelt sanft über seine Hand): Natürlich! Medhi, du darfst einfach nicht aufgeben! Irgendwann werdet ihr euch wieder sehen. Ganz bestimmt!

Oh Gott, Gretchen jetzt ja nicht heulen! Das ist alles so schlimm! Das hat er alles in sich reingefressen. Kein Wunder, dass er so fertig ist. Da kommen mir meine kleinen Probleme ganz banal vor. Ich muss ihm irgendwie helfen. Ich habe ihn viel zu lange damit alleine gelassen. Von wegen best friends, ich habe immer nur Marc vor mir gesehen, ohne auch mal nach links oder rechts zu schauen. Das geht so nicht, Gretchen!

MK (blickt sie traurig an): Gretchen, es tut mir leid. Ich wollte dich nicht damit belästigen, gerade jetzt, wo du mit den beiden Meiers zu kämpfen hast, aber es musste einfach mal raus. Ich weiß auch nicht.
G (lächelt u. drückt seine Hand): Schon gut! Ich bin immer für dich da, Medhi. Ich hoffe, du weißt das. Du kannst immer zu mir kommen, wenn du reden willst ja! Du bist nicht allein.
MK (lächelt): Danke!
Sie ist ein Engel!
G: Ich bin wirklich froh, dass du das endlich mal alles rausgelassen hast. Ich habe mir wirklich Sorgen gemacht.
MK: Du hast dir Sorgen um mich gemacht?
G: Natürlich! Medhi, du bist mein bester Freund. Denkst du, mir ist egal, wie es dir geht?
MK: Nein, natürlich nicht. Ich meine, nach all dem, was passiert ist und...
G: Wir sind doch noch Freunde oder? Jetzt, wo ich und Marc...
MK: Gretchen, mach dir bitte keinen Kopf! Ich komm damit klar. Wirklich! Wie war das? Best friends forever?
G (lacht): Ja, best friends forever.

Gretchen nahm ihren besten Freund jetzt in den Arm und strich ihm tröstend über den Rücken. Er genoss es sichtlich. Ein großer Stein fiel ihm von Herzen. Auch wenn es ihm Lilly nicht näher brachte, so fühlte es sich doch gut an, endlich einmal über alles gesprochen zu haben. Er wusste auch nicht, warum das gerade jetzt alles in ihm hoch kam, aber er wusste, er konnte Gretchen vertrauen. Sie verstand ihn, wie niemand anderes und das schätzte er so sehr an seiner besten Freundin. Ja, beste Freundin, an dieses Wort musste er sich noch gewöhnen, aber er akzeptierte, dass sie nie mehr als das für ihn sein würde. Gretchen ließ ihn schließlich wieder los und strahlte ihn an. Er tat es ihr gleich.


Leider brachte die freundschaftliche Annäherung der beiden Ärzte zwei eifersüchtige Frauen auf den Plan. Und diese sprangen plötzlich gleichzeitig von ihren Stühlen auf, kamen auf Medhi und Gretchen zu und setzten sich ohne zu fragen ganz dreist an deren Tisch…



Bald ist showtime!!! Noch einmal schlafen!

Lorelei Offline

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24.02.2010 09:54
#400 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Guten Morgen, hiermit eröffne ich jetzt den heiß ersehnten Zickenkrieg. Ist zwar nicht die feine Art von mir, ihn nach dieser emotionalen Gefühlsbeichte auf zwei eifersüchtige Hühner loszulassen, aber die folgende Episode war schon länger so geplant. Es ist eine sehr lange Szene, deshalb wieder mehrere Teile, aber es muss ja vieles durchdiskutiert werden und wenn drei Frauen erst einmal anfangen zu reden und zu zanken, die Krallen ausfahren... Ihr versteht schon! Viel Spaß mit Runde eins im Kampf um Dr. Kaan! Also falls ihr Medhi trösten oder ihm bei den Ausgrabungsarbeiten für ein Loch, in dem er verschwinden könnte, helfen wollt, ihr wisst ja, wohin ihr euch wenden könnt. Liebe Grüße u. danke für die Kommis! Lorelei.



Gretchen und Medhi blickten verwundert von ihren Kuchentellern auf, als sich die beiden Frauen so unerwartet an ihren Tisch gesetzt hatten... Was soll das denn jetzt? Gaby hat sich doch noch nie an meinen Tisch gesetzt. Und was hat Maria mit der am Hut? Irgendwie hab ich das Gefühl, dass die beiden ziemlich geladen sind. Aber wieso? Was ist denn los? ... fragte sich die blonde Assistenzärztin unwissend der amourösen Aktivitäten ihres besten Freundes, während Medhi, der sich plötzlich zwischen seinen drei heiß geliebten Frauen wieder fand, sein letztes Stündlein auf sich zukommen sah... Die kratzen mir die Augen aus. Ganz bestimmt. Und Gretchen wird nie wieder ein Wort mit mir wechseln. Das ist mein Ende. ... Missverständnisse und Streit lagen in der Luft. Der junge Gynäkologe schaute nervös immer wieder von der einen zur anderen Frau. Und die beiden aufgebrachten Furien hatten nur ihn im Visier...

Maria (grinst): Na, stör ich?
Gretchen (verwundert): Äh ja, eigentlich schon. Das ist ein privates Gespräch.
Maria (skeptisch): Privat?
Das hättest du wohl gerne, du blödes, blödes Blondchen! (MH)

Maria schaute Mehdi durchdringend an, der auf seinem Stuhl immer kleiner wurde. Im gleichen Moment hatte sich auch Gaby zu den drei an den Tisch gesetzt...

Gaby (grinst MK provozierend an): Ich darf doch oder?
Oh Gott! Hilfe! (MK)
Medhi (eingeschüchtert): Äh ja... also...
Gretchen (blickt erst zu GK, dann zu MH): Äh was wird das jetzt, wenn ich fragen darf?
Sind die jetzt verrückt geworden? (GH)
Maria (zu MK): Bekomm ich noch eine Antwort?
Gretchen (zu MH): Bitte? Was geht Sie das an, was ich mit Me... mit Dr. Kaan zu besprechen habe?
Gaby (neugierig): Worum geht’s denn?
Maria: Was Privates!
Gaby (MK böse anfunkelnd): Ach? Du ... äh Sie führen hier ein Privatgespräch, Dr. Kaan? Das ist ja mal interessant.
Maria (verschränkt ihre Arme u. lehnt sich zurück): Ja, das finde ich aber auch.
Medhi (schwitzt): Äh ja... also das ist so... äh...
Maria: Kommt da noch was, Medhi?
Hilfe!!! (MK)
Was ist denn mit der los? (GH)
Gretchen: Das geht nun wirklich zu weit, Maria.
Maria (funkelt GH böse an): Hassmann!
Gretchen: Bitte?
Maria: Für Sie immer noch Dr. Hassmann.
Die ist definitiv verrückt geworden! (GH)
Gretchen: Das ist doch albern, Maria. Heute hü morgen hott?!
Maria: Na und?
Gaby (mit durchdringendem Blick zu MK): Also was gibt es denn so Neues, Dr. Kaan?
Oh Gott! Hilfe! Womit habe ich das nur verdient? ... Äh ja wahrscheinlich weil ich das nicht anders verdient habe. Alles rächt sich irgendwann einmal. Aber warum ausgerechnet jetzt? Ich will hier weg!(MK)
Medhi (nervös): Was? Äh nix!
Gaby (skeptisch): Nichts?
Das kannst du deiner Oma erzählen, Medhi. Hier ist doch was im Busch. Und ich will eine Erklärung, was es mit der Wohnung auf sich hat. Und zwar noch heute! (GK)
Medhi: Ja!
Gaby: Also ich habe da etwas anderes gehört.
Oh Gott, sie weiß ES doch nicht etwa oder? Ich bin tot! (MK)
Maria (neugierig): Ach was denn?
Gaby (MH böse anfunkelnd): Das wissen Sie ja wohl ganz genau.

Blöde Kuh! Du kriegst ihn nicht in dein Haus! Niemals! Medhi gehört mir. Merk dir das! (GK)

Was ist denn mit der dummen Schlampe los? Und was hat die überhaupt hier zu suchen? Mit der rede ich doch nicht! (MH)

Sie weiß ES!!! Wo sind die Notausgänge? Ich muss hier weg! (MK)

Also irgendwie bin ich gerade im falschen Film. Was zum Teufel ist hier los? Zickenterror Teil 3 oder was? (GH)


...

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