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 Erfindet eure eigene Fortsetzung!
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Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

27.01.2010 14:22
#326 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Na was bringt der Abend noch so für das junge Liebespaar, jetzt wo sich ihre Eltern verabschiedet haben? Lasst euch überraschen. Eure Lorelei



Bärbel und Franz ließen die beiden schließlich allein und gingen die Treppe hoch. Gretchen und Marc lehnten sich auf der Couch zurück, er legte seinen Arm um ihre Schulter. Sie schmiegte sich an ihn...

M: Und was machen wir jetzt? Fahr’n wir noch zu mir?
Hab keinen Bock hier schon wieder zu übernachten. Muss echt nicht sein. Nicht, dass die Alte mich schon wieder in der Dusche erwischt. Bäh!!! Bloß nicht!
G: Marc, ich bin müde. War ein anstrengender Tag.
M: Ja und jetzt?
G: Wir blieben hier!
M: Och nee, komm schon!
G: Marc, es ist schon halb drei Uhr nachts.
Was schon so spät? Hätte ich jetzt nicht gedacht. Ging ja doch schneller rum, als ich am Anfang gedacht habe. ... Naja dann muss ich wohl doch in den sauren Apfel beißen.
M: Ok!
G: War ein schöner Abend oder?
M (grinst): Nee, ich fand’s scheiße!
Ich glaube ihm kein Wort! Der hatte Spaß! Das hab ich doch gesehen. Marc Meier hatte tatsächlich Spaß mit meiner Familie!
G: Marc!
M (verdreht die Augen): Ok, war ja ganz nett.
Geht doch!
G (grinst): Jetzt bist du offiziell ein Haase!
Hilfe!!! Ich bin doch in der Hölle!
M: Äh bild dir mal darauf nichts ein ja.
Hihi!!! Hmm... damit kann ich ihn also nerven! Gut zu wissen.
G: Natürlich! Komm, lass uns auch schlafen gehen!
Oh ja!! „Schlafen“ ist eine sehr gute Idee!
M (anzügliches Zwinkern): Ja, dann lass uns mal ins Bett gehen!!! Du weißt doch noch, was ich dir vorhin ins Ohr geflüstert habe oder?
Oh Gott!! Der will doch nicht ernsthaft? Hat der sie noch alle?
G (empört): Marc, wir sind im Haus meiner Eltern.
M: Na und?
G: Ey, die schlafen nebenan.
M: Und?
G: Das mach ich hier nicht!
Das gibt’s ja nicht! Madame Prüderie ist wieder da. Das treib ich dir schon noch aus. Obwohl... eigentlich steh ich ja drauf, wenn sie sich so ziert. Das hat so was Verbotenes. Und für Gott gelten ja keine Verbote ne!?
M (grinst): Das werden wir ja sehen!
Ich werde hier ganz bestimmt nicht im Haus meiner Eltern!
G: Marc, du kannst gerne hier unten auf der Couch schlafen, wenn du willst.
M: Mann, bist du verklemmt!
GGGGRRRR!!! Dass er das auch immer denken muss. Ich kann das hier nicht. Es gibt nun mal auch Grenzen.
G: Ey, das bin ich nicht ja! Und das weißt du ganz genau. Aber willst du wirklich gleich wieder das Vertrauen meiner Eltern aufs Spiel setzen, wenn die uns hier ... äh halt dabei hören und so?
Dann musst du eben dein Schreien einmal unterdrücken, Haasenzahn, auch wenn ich das immer ziemlich geil finde.
M: Haasenzahn, ich glaube deine Eltern wissen, dass wir nicht nur Händchen halten. Oder soll ich dich an unser kleines Zusammentreffen vor ein paar Tagen erinnern.
Oh Gott!!! Und das war schon peinlich.
G: Marc, ich weiß, dass sie das wissen, aber deshalb müssen wir trotzdem nicht hier ja.
Mein Gott!!! Komplexe echt!!! Naja, bei der Mutter!
M: Ok, ok, dann eben nicht. Aber wir hauen morgen früh hier zeitig ab und holen dann alles in doppelter Ausführung bei mir nach.
G: In doppelter Ausführung?
M (grinst): Jep!
Der und sein Ego!!! Macho!! Aber so ein entspannter Sonntag im Bett mit ihm? Hmm... Klingt schon sehr verlockend.
G (grinst): Na, ob du das packst?
Was? Boar!!! Na warte!
M: Bitte? Haasenzahn, wer bin ich denn?
Marc Meier, süßer Macho, Sexiest Man Alive, Unterwäschemodell, Frauenverführer, Casanova, Sexgott, einfach der beste, tollste, liebste, heißeste Mann der Welt. Aber im Großen und Ganzen...
G (grinst): Jemand, der an Selbstüberschätzung leidet.
Boar, das Luder!
M: Hey! Keine Beleidigungen an den Sexgott ja.
G: Aber du weißt schon, dass morgen Sonntag ist.
M: Und? Umso mehr Zeit, die wir im Bett verbringen können.
Jaaaaa!!!!
G: Ich wollte eigentlich morgen ausschlafen.
M (grinst): Haasenzahn, den Schlaf kannst du ja am Montag im Bereitschaftsraum nachholen.
Oh Gott!!! Was hat er denn mit mir vor? Hilfe!!
G: Ja klar und dann kommt mein Oberarzt und pfeift mich wieder zusammen, weil ich im Dienst eingenickt bin.
Könnte sein!
M: Hmm... wenn du ganz lieb fragst, vielleicht legt er sich ja daneben.
Oooh!!! Wie süß!! Einverstanden!!
G (lacht): Du bist echt unverbesserlich!
M (grinst): Jep, ich weiß.
G: Die Sprüche gehen dir wohl nie aus oder?
M: Nö. Nicht im Zusammenhang mit dir!
G: Ey!!!
M: Du weißt doch, es macht mich unheimlich an, dich auf die Palme zu bringen.
G: Ja, hast ja dein ganzes Leben lang nichts anderes gemacht ne?
M (grinst): Stimmt! Denk dran, immer schön die Gemeinheiten addieren ne?!
Ich liebe dich auch, Marc!

...

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

27.01.2010 16:53
#327 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ihr hättet also gerne noch eine kleine "Nachtschicht" was? Hmm ... mal sehen!! Einen Teil habe ich jedenfalls noch und dann ist der Abend bei den Haases aber auch definitiv beendet! Viel Spaß! Eure Lorelei



G (kuschelt sich an ihn): Maaarc?
M: Hmm?
G: Ich fand das unheimlich süß, was du meinen Eltern gesagt hast.
Peeeeiiiiinliiiich!!!!
M (peinlich berührt): Äh ja. Sonst hätten die ja nie Ruhe gegeben ne?
Stimmt!
G: Ich hab dich noch nie mehr geliebt, wie in diesem Moment vorhin.
Was echt?
M (verlegen): Oh!
G (schaut ihm tief in die Augen): Ich liebe dich, Marc Meier, für immer und ewig!
M (lächelt): Für immer und ewig?
G: Ja!
M: Ich werd dich nicht mehr los oder?
G: Nein! Oder willst du mich etwa wieder loswerden?
M: Muss ich mir erst überlegen. ... Hmm... Nö!
Der kann seine Sprüche einfach nicht lassen, aber dafür liebe ich ihn.
G: Weißt du, Haasen sind sehr anhängliche Tiere und du bist ja jetzt auch einer ne!
Was? Echt unglaublich, was so in deinem süßen Köpfchen vor sich geht. Aber ein Haase bin ich bestimmt nicht!!! Soweit kommt’s noch! Ich bin ein Meier und das ist auch gut so.
M (grinst): Du bist echt unglaublich, weißt du das?
G (grinst): Ja!
Einzigartig, schlagfertig, talentiert, wunderschön und schwer verliebt. Und zwar in dich, Marc Meier!
M: Womit hab ich dich nur verdient?
G (grinst): Das frag ich mich auch manchmal.
Die Frau macht mich noch wahnsinnig, aber ich will keinen Tag mehr ohne sie sein.
M: Ey!
G: Weil du mich liebst!
M: Aha!
G: Ich warte!
M: Worauf?
G: Marc!
M: Du bist so süß, wenn du dich aufregst.
G: Ja, du aber auch.
M: Ich hab mich nicht aufgeregt!
G: Schon klar. Gib’s zu, vor ein paar Stunden wolltest du mich noch umbringen!
Jep! Das stimmt schon!
M: Naja, wenn man unvorbereitet und ohne Waffen in die Höhle des Löwen gezogen wird.
G (grinst): Aber du hast es ja ohne Schrammen überlebt.
Und du hast sogar ein wunderschönes Gastgeschenk bekommen: Mich!!!
M: Jep! Götter überleben alles, auch böse Schwiegermütter.
G: Sehr witzig, Marc. Aber du hast ja jetzt bei ihr ein Stein im Brett.
M: Meinst du?
G: Ja. Ich glaube, seit heute ist meine Mutter in dich verliebt.
Oh Gott !!! Hilfe!!!
M: Oje! Und was kann ich dagegen tun?
Hihi!!! Jetzt ist er perplex!! Zu geil!!
G: Na nix. Oder vielleicht doch.
M: Und?
G: Mich glücklich machen!
Hmm... fantastische Idee!
M (grinst): Ja, das können wir ja jetzt angehen ne?
G: Marc, ich meine das gefühlstechnisch und nicht sexuell.
M: Ach, ich dachte, das hängt bei dir alles zusammen?
Äh ja schon.
G: Marc!
M: Ich glaube, das war genug Gefühlsduselei für heute. Lass uns schlafen gehen, ok?
G: Ach, Monsieur will doch nicht mehr nach Hause flüchten?
M: Nö, Gott macht heute mal ne Ausnahme und erträgt sogar deine rosa Bettwäsche.
Boar!!!
G: Schön! Na dann komm!
M: Gretchen?
G: Hmm?
M: Ich liebe dich auch!
G (lacht): Das wollte ich hören.
M (grinst): Ich weiß!

Die beiden versanken in einem innigen Kuss und gingen dann ebenfalls schlafen.



Sorry, doch keine "Nachtschicht" geworden, aber Romantik und ganz viel Liebe tut es doch auch oder? Und ihr wisst ja noch nicht, was der nächste Morgen so bringt!

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

28.01.2010 12:26
#328 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen, da werden wir doch mal schauen, was am nächsten Morgen so in der Villa Haase passiert. Sehr viel!!! Das verrate ich schon mal vorweg! Und was die "Frühschicht" betrifft, nur Geduld!!! Die kommt!!! Bald!! Aber noch nicht heute!! Ich wünsche euch trotzdem viel Spaß mit dem neuen Teil. Eure Lorelei.



„Aufstehen, Traumfrau, aufstehen! ... Aufstehen, Traumfrau, aufstehen!!!“ ... Boar, was’n das für ne Scheiße? ... Marc Meier schlug langsam die Augen auf. ... Och nee, das kann doch nicht wahr sein oder? Sie hat doch nicht ernsthaft diesen blöden Wecker gestellt? Wollte sie heute nicht ausschlafen? Also ich schon! ... „Aufstehen, Traumfrau, aufstehen! ... Aufstehen, Traumfrau, aufstehen!!!“ ... Boar, gib Ruhe, du blödes Drecksding!!! ... Marc schlug mit voller Wucht mit seiner Faust auf den Wecker. Es war wieder still. Er wollte sich gerade zu seiner Freundin herumdrehen, da bemerkte er, dass diese gar nicht mehr im Bett lag. „Gretchen?“ Verwundert richtete er sich auf... Hä? Wo ist sie denn? Ey, das ist gerade mal acht Uhr!!! Überhaupt nicht meine Zeit. Wir sind doch erst vor vier Stunden ins Bett gegangen. Sie kann doch nicht schon wieder fit sein? Ich fühl mich, als hätte mich ein Laster überrollt. Und Bärbel Haase saß am Steuer!!! Ok, ok, ganz so schlimm, wie ich dachte, ist sie doch nicht. Haasenzahn hat Recht. Wenn sie getrunken hat, ist die ganz entspannt. Aber sie kommt trotzdem auf meiner Liste der nervigsten Personen direkt nach meiner Mutter auf Platz zwei. Aber wenn sie sich gut macht, dann rückt sie vielleicht irgendwann mal auf Rang drei, der im Moment von der Stasi-Sabsi besetzt ist. ... Hmm... Wo steckt meine süße Schnecke denn? Ist wahrscheinlich schon beim Frühstück? Kenn sie doch! Wenn sie nichts zu essen hat, ist sie unausstehlich. Na dann iss mal schön, aber nicht zu viel. Obwohl können wir ja nachher auf sehr schöne Weise wieder runtertrainieren. Oh ja!!! Aber ganz bestimmt nicht hier! Bin ja nicht lebensmüde. Am Ende hab ich doch noch ein Messer im Rücken stecken. Naja, wenn sie schon wach ist, dann können wir wenigstens zeitig hier wieder weg. Ich verbringe ganz bestimmt nicht meinen freien Sonntag in der Villa Haase. Einmal im Jahr reicht. Und das war gestern! Also nix wie weg!

Hmm... Obwohl ... wenn sie grad nicht hier ist, da könnte ich doch mal ... naja äh... mich ein kleinwenig umschauen und so. Is ja nix dabei oder? Das würde sie ja bei mir bestimmt auch machen, wenn sie die Gelegenheit dazu hätte. Und sie ist ja Miss Neugierig in Person! Hat ja schon einmal versucht, bei mir zu spionieren. Aber jetzt hab ich vorgesorgt. Bei mir wirst du nichts Verdächtiges finden, Süße. Sorry!!! Gabys Schlampenkram, den sie vergessen hatte, hab ich neulich erst zur Altkleiderspende geben, inklusive der BH-Kollektion meiner Verflossenen. Die Penner haben sich vielleicht gefreut! Hat sich ganz schön was angesammelt in den ganzen Jahren. Egal! Was soll ich noch damit? Und welcher bescheuerte Idiot sammelt solche Trophäen? Ey, ich war echt ein kranker Typ früher! Das kleine schwarze Adressbuch habe ich übrigens verbrannt und zwar an dem Tag, als ich beschlossen habe, um sie zu kämpfen. Ich will nichts mehr von meinem alten beschissenen einsamen Leben behalten. Hab eh nie eine der Tussen zurückgerufen. So verzweifelt war ich dann doch nicht. Oder hätte ich es doch Medhi vermachen sollen? Nee, der hat ja schon genug Puten am Hals. Äh ja... Ansonsten kann ich mir nichts vorwerfen. Denke ich mal. Und die Kiste mit Gretchens Kinder- äh nee Jugendfotos, die ist gut versteckt. Hab mir lange überlegt, ob ich sie ihr vielleicht irgendwann mal zeigen werde, aber ich glaube, ich lass das lieber. Dann kommen wieder bloß blöde Fragen, warum ich damals nie was gesagt habe. Und da ich selbst keine Antwort darauf habe, lass ich es lieber ganz. Obwohl ich schon Lust hätte, die Bilder noch einmal anzuschauen. Nach gestern, wo wir alle ihre Fotoalben durch sind. Sie war schon ein süßes Baby. ... Also wenn unsre Ki... Was denke ich denn da eigentlich für einen Blödsinn? ... Äh ja, weiter im Text. Gretchens Kinderfotos. Gut, als Kleinkind, war sie dann doch etwas moppelig. Also Babyspeck und so, aber schon süß. Ich glaube, Gretchen hat sich ein wenig geschämt, weil sie ganz schnell weitergeblättert hat. Komplexe sag ich! Dann kamen die älteren Bilder, also aus der Zeit, wo wir uns kennen gelernt haben. Da war sogar eins, auf dem sie dieses schräge Outfit trug, also das von unserer ersten Begegnung. Wahnsinn ist das lange her! Zwanzig Jahre!! Krass!! Also die Achtziger waren echt ne kranke Zeit! Wer trug schon lila Leggins, nen schwarzen Minirock, ein gelbes T-Shirt und nen rosa Glitzergürtel? Aber an Gretchen sah es schon irgendwie süß aus. Ich konnte mir natürlich ein Grinsen nicht verkneifen. Das fiel auch Gretchen auf. Ich glaube, sie hat ganz genau gemerkt, woran ich in dem Moment gedacht habe, weil sie sich dann so an mich gekuschelt und mich angelächelt hat. Tja, Haasenzahn, das hättste jetzt nicht gedacht, dass ich das noch weiß! Schon verrückt, woran man sich alles erinnert. ... Ab dieser Zeit, also als sie so zehn oder elf Jahre alt war, hab ich ja dann auch Fotos von ihr. Ich hab sogar eins, das hab ich zwei Tage nachdem wir uns kennen gelernt hatten, geschossen. Da war sie das erste Mal wieder zum Spielplatz gekommen. Es regnete in Strömen, aber sie schien glücklich zu sein. Sie tanzte durch den Sommerregen. Sie war zwar ein begossener Pudel und das Bild ist auch ziemlich scheiße geworden, aber ich fand die ganze Situation einfach zauberhaft. ... Äh ja, du warst schon ein Trottel, Meier. Anstatt mit ihr zu reden, bist du ihr heimlich mit dem Fotoapparat hinterher. Heute würde man so was stalken nennen, Alter! Is wohl doch besser, wenn ich wegen den Fotos die Klappe halte! ... Naja jedenfalls, haben die Haases mir tatsächlich alle zwanzig Alben gezeigt, die sie von ihr und Jochen hatten. Ja, das ist wirklich das Langweiligste, was es gibt. Aber ich hab sie mir alle angesehen. Denn es waren ja Bilder von ihr. Natürlich konnte ich es nicht lassen und hab ihr ab und zu ins Ohr geflüstert, dass sie früher wirklich scheiße ausgesehen hat. Sie ist natürlich sofort darauf angesprungen. Hab leider nicht bedacht, dass sie so ne hochhakigen Schuhe anhatte. Mein großer Onkel tut jetzt noch weh! Naja, sie hat schon ne Entwicklung gemacht, meine Süße. Ich würde jetzt nicht sagen vom hässlichen Entlein zum wunderschönen Schwan, einfach insgesamt halt. ... Meier, du bist ein Träumer echt! ... Während die anderen schon weiterblätterten, blieb ich an einem Foto hängen. Ich hab bestimmt ne halbe Stunde darauf gestarrt, weil es so wunderschön war. Es war ein Bild vom Abiball, also meinem Abiball, wo sie wie ein Engel in diesem traumhaftschönen roten Kleid erschien. Ich glaube, an diesem Tag hab ich sie zum ersten Mal so richtig wahrgenommen, also als Frau. Späte Einsicht, Meier, denn das war auch das letzte Mal, dass ich sie gesehen habe. Genau dieses Bild hatte ich dann fast zehn Jahre als Erinnerung im Kopf, bis ich sie dann im EKH wieder getroffen habe. Wahnsinn!!! Ich hab sie wirklich nie vergessen. Aber heißt das jetzt, dass ich wirklich früher schon in sie...? Ich weiß es nicht. Naja, jedenfalls erzählte Bärbel gerade wieder irgendeine peinliche Episode aus Gretchens Leben und davon gab es reichliche, davon kann ich ein Lied singen, aber ich hab ihr gar nicht richtig zugehört, und als alle weggeschaut haben, hab ich das Bild eingesteckt. Ja, peinlich, aber wahr!!! Was macht man halt nicht alles, als verliebter Trottel!!! Bekommt einen Ehrenplatz in meiner Kiste. ...

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

28.01.2010 21:12
#329 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Nach der Träumerei jetzt ein wenig Action. Marc Bond in geheimer Mission! Viel Spaß! Und noch ein Tipp vorweg: Setzt euch lieber! Akute Lachkrampfgefahr!!



So jetzt aber genug der Träumerei. Muss doch die Zeit nutzen, ehe sie wieder reinkommt, um ein wenig zu spionieren. ... Marc Bond in geheimer Mission! ... Meier, echt, du hast zu viele Bond-Filme gekuckt! ... Ja, aber nur wegen der Autos und den Weibern! ... Ach so! ... Und das tat Marc Meier dann auch. Sein erster Weg führte ihn an ihren Kleiderschrank, den er neugierig öffnete und dessen gesamter Inhalt sich sofort zu seinen Füßen warf... Oje, das Chaos pur!!! Und ich dachte immer, sie wäre so pingelig. Meine Fresse!!! Und was für nen Scheiß die hier hat. Wer zieht denn so was an? Hat die das überhaupt jemals angehabt? Gott sei dank nicht, dann wäre ich nämlich schreiend weggerannt. Wird man ja blind von. Oh, was haben wir denn da? Das ist doch das superscharfe Kleid vom Hochzeitstag ihrer Eltern. Wow!! Darin sah sie wirklich aus wie ne Prinzessin. Also ich hab nicht rumgeschleimt, wenn sie das gedacht hat, ich hab das ernst gemeint. Das muss sie unbedingt mal wieder anziehen. Das sieht so scharf aus. Da kommen ihre Möpse so richtig gut zur Geltung! Und Gretchen in rot sieht immer scharf aus!!! ... Oh!! ... Aha!! Das hätte ich jetzt echt nicht gedacht. Also ist sie wirklich nicht so fett, wie sie immer denkt. Größe 40 ist doch noch ok. Also es liegt schon im Grenzbereich, aber passt schon. Also zu ihr halt. Was jetzt nicht heißt, dass ich jetzt aufhöre, sie damit aufzuziehen. Das ist doch der größte Spaß, den ein Marc Meier haben kann!! Das bringt sie doch immer so schön auf die Palme. Und ich steh drauf, wenn sie immer so ausflippt. ... Er stopfte schließlich ihre auf dem Boden zerstreut liegenden Klamotten wieder in den Kleiderschrank und versuchte, die Tür zu schließen, was sich aber als äußerst schwierig erwies... Verdammte Scheiße, eh wieso geht das Drecksteil nicht zu? Wie hat die denn den ganzen Mist da rein bekommen? Unglaublich. Verdammt, das muss doch irgendwie gehen. Eh die prügelt mich windelweich, wenn die mich hier an ihrem Schrank erwischt. ... Marc Meier gelang es aber schließlich beim dritten Versuch, doch noch die Tür zu schließen. ... Gott sei dank!! Hier geh ich nicht noch mal ran. Am Ende werde ich noch erschlagen! Und ich will ganz bestimmt nicht die Schlagzeile der Bild lesen, „Deutschlands jüngster und attraktivster Oberarzt der Chirurgie unter dem Klamottenberg seiner Freundin erstickt!“... Hmm... Schaumer mal weiter. ... Marc öffnete jetzt ihre Wäscheschublade... Ok, auf in die heiligen Hallen!! Juhu!! ... Scheiße!! Zu früh gefreut!! ... Oh mein Gott!!! Was ist das denn? Da trug ja meine Oma schönere Wäsche!! Was ist das denn für ein Zelt? So was hab ich ja noch nie gesehen! Was ist das? So was hat sie doch noch nie angehabt. Gott sei dank! Damit hätte ich sie auch nicht in mein Bett gelassen. Da wird man ja impotent von!!! Ey, das zerstört komplett meine Vorstellung von ihr in schwarzer wahlweise auch roter Spitze, wie sie sonst immer trägt. Darin sieht sie immer rattenscharf aus. ... Kleiner äh großer Meier unten bleiben!!! Du bist später dran! Gut, ein Blick auf diese Bauchwegunterhosen oder wie die Dinger heißen und er ist eh tot. Mann Haasenzahn, aber so was kommt mir nicht in meine Wohnung. Ist das klar!! Und diese Kinderwäsche hier auch nicht. Welche normale Frau trägt denn so was? Also echt! Hello Kitty? Snoopy? Kermet? Echt!!! Muss ich dich das nächste Mal in der Kinderabteilung von Ikea abgeben oder was? ... Und was ist das hier? Oh Gott, das ist ja wie ein Strampelanzug für Erwachsene. Wusste gar nicht, dass es so was gibt! Und wozu gibt es das überhaupt? Völlig unpraktisch! Da kommt man(n) ja überhaupt nicht an die entscheidenden Stellen heran!!! Und auch noch in rosa und mit Katzenköpfen!!! Hilfe!!! Ich bin blind!!! Schnell wieder zu mit dem Fach!!! Sonst bekomm ich noch ein Trauma. ... Also Meier, notieren, an allen Jahrestagen, Geburtstagen und Weihnachten und wahlweise auch zwischendurch schenkst du deiner Süßen mal ein paar ordentliche Wäscheteile, also welche, die dich von null auf hundert hochfahren lassen!!! Ist notiert! ... Marc schaute sich weiter um und blieb an der Kommode hängen, auf der noch das Spielhaus mit den Barbiefiguren in Hochzeitskleidung stand... Ey, wie kindisch ist die denn? Spielt die echt noch mit Barbies? Wie krank ist das denn? Und wieso ham die Hochzeitsfetzen an? Sie hat wirklich ein Hochzeitstrauma!!! Oh Gott!! Moment, was ist das denn? ... Er nahm eine Karte in die Hand, die unter dem Hochzeitsbett lag. ... Hä? „Wir laden herzlich ein zur Hochzeit unserer lieben Tochter Dr. Margarethe Haase mit Alexis von Buren...“ ... *Kotz* ... Boar, das fass ich ja nicht! Was hat sie das denn noch hier rumliegen? Muss verschwinden!! ... Er zerknüllte die Karte, nachdem er den Namen des Bräutigams mit schwarzem Kuli durchgestrichen und sein Konterfei durchlöchert hatte. Er suchte einen Mülleimer, den er in dem ganzen Chaos, den Gretchens Kinderzimmer bot, aber nicht fand... Gut, dann lass ich das eben unauffällig unter dem Bett verschwinden. ... Er legte sich aufs Bett und rutschte an die Kante, um unter das Bett zu schauen. Da fiel ihm etwas ins Auge...



Tja, was er wohl entdeckt hat???

Lorelei Offline

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29.01.2010 00:09
#330 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ok, weil ihr so lieb gefragt habt, stell ich noch den Rest der Szene rein. Wollte ich eigentlich erst morgen machen, aber es ist ja jetzt schon morgen, ne?! Dann löse ich doch mal schnell das Geheimnis auf. Ihr hattet Recht!



Hey, was ist das denn? Ein verborgener Schatz? Mein Gott, Haasenzahn lebt wirklich in einer Märchenwelt!!! Das ist ja irre!! ... Marc zog die riesige Kiste unter dem Bett hervor und betrachtete sie ausgiebig... Was ist das? Und wieso ist das abgeschlossen? Mit fünf Sicherheitsschlössern!!! Hat sie etwa ein dunkles Geheimnis? Mein Haasenzahn? Ein dreckiges kleines Geheimnis? Huuuuu, wie mysteriös!! Wie geil! Aber hey, Moment, was steht denn da? ... „Streng verboten! Eigentum von Gretchen Haase! Wer es wagt, das Schloss zu öffnen, wird leider eines qualvollen und schmerzhaften Todes sterben!“ ... Also Haasenzahn echt, so viel Theatralik wegen so ner dummen Kiste? Und was sollen die ganzen Bravo-Aufkleber? Oh Gott, sie war Dirty-Dancing-Fan!!! Roxette!!! Und Take That!!! Bähhh!!! Das waren die Schlimmsten!!! Was hast du hier drin versteckt, Haasenzahn? Deine ganzen Bravo-Poster und Starschnitte? ... Apropos Bravo, da war doch noch so eine Geschichte? Egal!! ... Gott will wissen, was hier drin ist!! Man äh Frau hat keine Geheimnisse vor Gott!!! Gott weiß schließlich alles. Eigentlich! Aber was in ihrem süßen Köpfchen so vorgeht, bleibt mir immer ein Rätsel. Wahrscheinlich ist das ihre gesamte Fankollektion von sonst wem. Ist ihr wohl jetzt peinlich, dass sie früher für den und den geschwärmt hat und versteckt das alles hier drin. Irgendwelche verbotenen Gedanken oder Briefe an Robbie oder... oder... Oh!!! ... Es begann in seinen Gehirnwindungen zu rattern und er kam dem Geheimnis tatsächlich auf die Spur... Nee ne? Das ist es doch oder? Der größte Traum eines jeden Mannes, nee äh also von Marc Meier: Gretchens geheime Gedanken!!! Ihre Tagebücher!!! Ich werd bekloppt!!! So nah war ich denen noch nie!! Ob ich? Aber das dauert Stunden um die ganzen Schlösser zu knacken. Aber will ich überhaupt wissen, was sie über mich denkt bzw. gedacht hat? Ich behaupte jetzt einmal rotzfrech, dass es in den ganzen Büchern eh nur um mich geht. Um wen sonst? Das ist schon ne große Versuchung. Aber sie killt mich, wenn ich das machen würde. Ist ja irgendwie genauso wie mit meinen geheimen Fotos von ihr. Wenn sie das wüsste... Wenn ich alles wüsste, dann ... Zerstört das nicht die Illusion? Ich meine, es ist schon ein geiles Gefühl zu wissen, dass sie früher schon so in mich verschossen war, aber da wird ja auch nicht nur Positives drinstehen oder? Ich weiß nicht, ob das so gut wäre, wenn ich mich an die ganzen Gemeinheiten und Verletzungen erinnern würde und die waren ne Menge. Kein Wunder, dass sie so eine riesige Truhe braucht für den ganzen Stoff. Nee, Meier, das ist mir echt zu heiß. ... Und so schob Marc Meier die Kiste wieder zurück an ihren angestammten Platz unters Bett. Er legte sich wieder hin, schloss die Augen und dachte nach...



Er hat es nicht getan!!! Ja, der werte Herr Dr. Meier ist schon anständig geworden, also abgesehen von dem Spionieren in der Wäscheschublade. Kaum zu glauben, aber wahr. Früher war er nicht so oder? Das war jetzt der Wink mit dem Zaunpfahl auf das, was als nächstes folgt. Ich wünsche euch noch eine angenehme Nacht. Eure Lorelei

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

29.01.2010 15:21
#331 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

FLASHBACKALARM, meine Lieben!

Jetzt kommt der vor einiger Zeit versprochene Bravo-Flashback Vol. 2 aus der Sicht von Klein-Marci! Diesmal gleich in einem Rutsch. Wollte ihn ungern trennen. Da das ein sehr langer Teil ist, gibt es heute auch nur den einen. Viel Spaß damit! Eure Lorelei




Du hast dich schon verändert, Mann. Früher hättest du die Wände mit ihren geheimen Gedanken plakatiert, wie damals bei der Bravo-Geschichte. Weiß echt nicht, was mich da geritten hat? Aber das war nun mal lustig. Also was manchmal in ihrem süßen kleinen Kopf vorging, schon faszinierend. Aber im Heu? Bin ich der Pferdeflüsterer? Ich hasse Pferde! (Kindheitstrauma!!!) Da hatte sich doch tatsächlich das kleine, dicke, verklemmte, unschuldige Haasenzahn vorgestellt, wie sie’s mit mir im Heuschober macht. Echt, das hat mich wirklich umgehauen, als ich das gelesen habe. Ich meine, hey, die war doch noch n’kleines Kind. Also eigentlich ... äh für mich. ... Gut ... nein... eigentlich nicht mehr. Seit der Explosion in der Mädchendusche wusste ich ja ganz genau, dass sie schon lange kein kleines Mädchen mehr war. Hätte gut mit den Mädels aus meiner Stufe mithalten können, wenn sie nicht so fett gewesen wäre und die blöde Kussbremse und das Nasenfahrrad gehabt hätte. Mann, das hatte mich schon ganz schön verwirrt und dann musste ich auch noch lesen, dass sie unkeusche Gedanken von mir hatte. Die ganze Schule hat das gewusst. Naja, wenn sie auch so blöd war und denen ihren echten Namen verrät. Blond und blöd eben. Also das hab ich früher gedacht. Und die ganze Geschichte war natürlich die Steilvorlage für die nächste Gemeinheit von mir. Ich konnte also gar nichts dafür, wenn Haasenzahn die Fettnäpfchen immer gleich selbst mitgeliefert hat! Ich hab jedenfalls die ganze Schule mit ihrem Artikel plakatiert. War echt fies. Aber das haben nun mal alle von mir erwartet. Außerdem haben sich meine Kumpels eh alle deswegen lustig gemacht. War ja kein Geheimnis, dass die mir seit vier Jahren wie ne Schmeißfliege an der Backe hing. Haasenzahn war immer da und himmelte mich an, selbst wenn ich sie mit Dreck oder Wasserbomben bewarf, ihr Butterbrote ins Gesicht schmierte, ihr ein Bein stellte oder ihre Reifen zerstach. Am nächsten Tag kam trotzdem immer ein „Hallo Marc!“, begleitet von einem Lächeln, das vielleicht niedlich gewesen wäre, wenn einen die Zahnspange nicht schon längst abgetörnt hätte. Die Jungs haben mich ständig damit aufgezogen. Ey, ich hatte es auch nicht leicht in der Schule, wenn man auf Schritt und Tritt von so ner kleinen Rotzgöre verfolgt wird. Und ihr Schatten war immer hinter mir. Der war ja bei ihrem Körperumfang auch nicht zu übersehen. Und jetzt wollte die doch tatsächlich von mir entjungfert werden. Hallo, geht’s noch? War ja klar, wen sie mit dem „coolsten Typen der Schule“ gemeint hatte. Jeden Morgen haben meine Jungs mich deswegen doof angemacht... „Na schon mit dem kleinem Haasen im Stall gewesen?“ Und das war noch das Harmloseste, was die gesagt haben. Boar, das hat vielleicht genervt. Ich musste mich rächen. Und das hab ich ja dann auch getan. Ich hab nicht nur ihren Leserbrief in jeder Hofpause laut rezitiert, immer dann wenn sie gerade vorbeiging, sondern hab ihn auch vervielfältigt und überall in der Schule und Umgebung aufgehängt. Meine Kumpels haben vielleicht abgefeiert und mich als ihren Messias gelobpreist. Die beste Aktion, die ich je gebracht habe, nach der Sprengung der Mädchenduschen, sagten sie. Alle haben gelacht, als Gretchen das erste Plakat entdeckte und dann heulend wegrannte. Ich nicht! Ich hatte ein ganz komisches Gefühl im Bauch. Weiß auch nicht. Ich hab ihren enttäuschten Gesichtsausdruck jedenfalls nie vergessen. Heute tut mir das alles leid. Ich glaube, ihr ging es echt beschissen deswegen. Hat sich tagelang vor mir auf der Toilette versteckt. Hab sie auch mal in einem Klassenzimmer weinen gesehen. Das tat mir auch irgendwie weh. Keine Ahnung. Ich beschloss jedenfalls, am nächsten Tag die Plakate still und heimlich verschwinden zu lassen. Aber dazu kam es dann nicht mehr, weil die Nachricht die Runde machte, dass die Achten doch tatsächlich aufn Reiterhof fahren würden. Was’n Zufall!! Musste lachen und das schlechte Gewissen war wieder weg. War ja klar, dass dann alle dachten, sie würde da ihre Geschichte in die Tat umsetzen wollen. Aber nicht mit mir. War ja kein Achtklässler. Und überhaupt wäre ich ja niemals auch nur auf den Gedanken gekommen. War ja überhaupt nicht mein Beuteschema und dann auch noch viel zu jung. Achtklässlerinnen gingen ja wohl mal gar nicht und sie erst recht nicht. Ey mit Haasenzahn, hallo? Außerdem war Jungfrauenknacken so überhaupt nicht mein Niveau! Das war dann eher die Liga von Günni und Co. So ne Arschlöcher!!! ... Naja jedenfalls quatschte mich doch tatsächlich der Idiot Karsten so blöd von der Seite an. Ich hasse meine Mutter noch heute dafür, dass sie mir den aufgeschwatzt hat, nur weil sie so besser bei ihrer Verlegerin dastehen wollte. Er war ihr missratener Sohn. Völliger Hohlkopf. Trottel eben. Der wollte doch tatsächlich Tipps von mir wegen seinen Frauengeschichten. Dabei hatte der doch gar keine. Gut, er behauptete steif und fest, mit Gretchen Haase zu gehen, aber das hat dem doch keiner abgenommen. Also ich schon mal gar nicht. Der hat doch ernsthaft geglaubt, sie hätte ihn in dem Artikel gemeint. Eindeutig nicht zurechnungsfähig der Kerl! Und seit der Explosion in der Dusche schon mal gar nicht mehr. Seitdem hing der nur noch an ihrem Rockzipfel. Das hat vielleicht genervt! Und das Süßholzgeraspel von dem ging mir so aufs Schwein... „Hach ... Gretchen ist ja so toll, so klug, so hübsch, so süß... so blablabla!!“ ... *kotz* ... Als ob der sie mit der Pferdenummer rumbekommen hätte? Niemals! Das hätte Haasenzahn nie gemacht. So gut kannte ich sie dann doch. Aber ich hab ihm gut zugeredet. So was in der Art wie er solle das ganze Gefühlsdingens weglassen, is eh nur Quatsch und kompliziert, Selbstaufgabe eben, am besten auch gar nicht reden, sondern gleich handeln und so. Frauen wollen ja keine Freundin, sondern echte Männer. Machos und so, die ganz genau wissen, was Frauen wollen. Der Idiot hörte mir aufmerksam zu, hielt mich wohl für den Frauenguru schlechthin oder so. Gut, der war ich ja auch. Er hat zwar nicht explizit gesagt, dass er Gretchen mit seinen „Frauengeschichten“ meinte, aber so blöd war ich dann doch nicht. Sie war doch die Einzige, die sich mit dem abgab. Und er war der Einzige, der sich mit ihr abgab. War wahrscheinlich so ne Art Alibifreund oder was weiß ich, damit endlich die Geschichte mit dem Lesbenkuss vergessen war. Keine Ahnung. Ich riet Karsten jedenfalls, er solle es doch einfach mal versuchen, wenn sie sich das so vorstellt. Mann, hab ich gelacht, als der mit so nem dämlichen „Juhu-endlich-krieg-ich-doch-noch-eine-zum-Poppen-ab!“-Grinsen endlich aus dem Klassenzimmer abgezogen war. So ein Trottel! Hab schon genau vor Augen gehabt, wie die dem eine runterhaut. Hat sie dann ja anscheinend auch getan. Das machte sofort die Runde, dass sie den auf der Klassenfahrt abgeschossen hatte. Hab sofort einen inneren Freudentanz aufgeführt und ne Flasche Becks geext. Und ein Meier musste ja da auch noch mal genauer nachhaken. So investigativer Journalismus und so. Ich meine, das hat sich halt so ergeben. Sie stand so verloren aufm Spielplatz rum und ein Meier, angehender Arzt und Gott, kümmert sich natürlich um verlorene Seelen und so. Und dann hat sie doch tatsächlich behauptet, dass da doch was gelaufen sei. Hab ihr natürlich kein Wort geglaubt. Haasenzahn poppt doch nicht mit irgendwelchen dummen Idioten im Heu, wenn schon dann nur mit mir!!! ... Äh nee, das hab ich damals nicht gedacht!!! Das ist jetzt nur die Projektion meiner jetzigen Gefühle für sie auf früher. Äh ... muss ich das jetzt verstehen? ... Also jedenfalls war das eines der geilsten Wortduelle meiner Schulzeit mit ihr. Die ging ja mal so richtig ab wie’n Zäpfchen. Mein lieber Scholli. ... Das letzte Mal, dass die mich so angefahren hatte, war an ihrem ersten Schultag an meiner Schule gewesen, als ich das hässliche Entlein im rosa Tütü und mit Mordssonnenbrille hinter der Hecke auf meinem Stammplatz erwischte und sie steif und fest behauptete, wir würden uns kennen. Hab ich natürlich nicht zugegeben. Wieso sollte ich auch? Aber das ist eh eine andere Geschichte. ... Jedenfalls hat mich Haasenzahn wirklich runtergeputzt. Ich war bestürzt und verwirrt zugleich. Wirkte mein unwiderstehlicher Charme etwa bei ihr nicht mehr? Das war doch noch nie vorgekommen!!! Für nen kurzen Moment hab ich echt gedacht, dass sie wirklich ernstes Interesse an Karsten hatte. Also dass sie wirklich mit dem Schlecht-Küsser rumgeknutscht hatte, das fand ich echt widerlich. ... Hab ein paar Tage später mal ne kleine Umfrage unter den Mädels gestartet und plötzlich gaben die wirklich an, dass der gar nicht mal so schlecht sei. Eh, waren denn plötzlich alle verrückt geworden? Karsten galt sogar als cool. Jetzt konnte ich den nicht mal mehr aus meiner Clique schmeißen. So ne Scheiße aber auch!!! ... Jedenfalls ließ ich mich nicht von Haasenzahn verunsichern, auch nicht, als sie sagte, wie geil der Kuss mit Ulla damals gewesen sei. Da sagte die mir doch rotzfrech ins Gesicht, sie sei ne gute Küsserin. Als ob mich das interessiert hätte. Gut, leicht abgelenkt war ich dann schon, weil ich erst mal ihre Lippen inspizieren musste. Natürlich nur von weitem. War ja nicht verrückt! Als ob ich Haasenzahn hätte küssen wollen. Tzz... Naja, zwei Monate später bin ich dann doch leider schwach geworden, aber das lag nur an der Eiscreme und weil es so heiß war an dem Tag. Aber das ist auch eine andere Geschichte. ... Ein Marc Meier lässt sich doch nicht von IHR verwirren! Soweit kommt’s noch! Fuhr die mich doch tatsächlich an, ich sei ein armseliger kleiner unreifer Junge, der sich Bestätigung nur über Gemeinheiten sucht. Hallo? So spricht man nicht zu Gott!!! So nicht!!! Bin dann doch ein kleinwenig ausfällig geworden, aber so was lass ich nun mal nicht auf mir sitzen. Hab dann sogar Karsten in Schutz genommen. Keine Ahnung warum. Wahrscheinlich so ein Geschlechterkampfding oder so. 2:1 ist ja besser als 1:1. Jedenfalls war ich echt sauer auf sie. Und dann musste die mir auch noch vorschwärmen, wie ach so schön doch die ... *würg* ... Liebeserklärung von dem Flachwichser war. Na wenn sie so schön gewesen ist, wieso bist du dann nicht mit dem ins Heu gesprungen? Ey, die Kleine tickte doch nicht mehr ganz sauber. Als ob mich das interessiert hätte, dass Karsten sich die Eier abgehackt hatte. ... Na jedenfalls erfuhr unser kleiner Geschlechterkampf dann doch noch eine überraschende Wende. Haasenzahn hat dem liebeskranken Idioten dann noch mal so richtig eins reingewürgt und vor meinen Augen noch mal mit ihm Schluss gemacht. Zu geil!! Man hat nen richtigen lauten Knacks gehört. Muss wohl sein kleines zertretenes Herz oder so gewesen sein. Och, die arme Sau! Der tat mir ja auch ach so leid! Wer’s glaubt! Mann, hab ich abgefeiert. Die Situation war ja auch zu geil! Hätte er mir doch mal geglaubt, dass die ganze Gefühlsduselei Scheiße ist! Aber dann sagte Haasenzahn plötzlich etwas, das hat mich wirklich irgendwie verletzt oder so. Sie meinte, ich sei ein ignorantes Arschloch, das nichts mehr fühlt. Da hörte ich auch ein Knacksen an meinem Herzen. Dachte sie das wirklich? War es wirklich schon so weit gekommen? War ich wirklich schon so ein eiskalter Klotz? Und deshalb fragte ich sie auch direkt, woher sie wissen wollte, dass ich nichts mehr fühlte. Sie sagte nichts, sondern schaute mich nur ganz lange an. Und ich spürte es, sie blickte mir wieder tief in die Seele, wie damals auf dem Spielplatz. Ich war ihr schutzlos ausgeliefert. Sie hatte es wieder geschafft und legte mein Herz frei. Ich hörte es zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder klopfen. Wie machte sie das bloß? Woher wusste sie nur so viel von mir? Woher wusste sie, was ich gerade fühlte? Und ich fühlte definitiv in dem Moment. Das war wieder einer dieser Augenblicke, wo ich sie mit anderen Augen sah. Ich kann es nicht genau beschreiben. Auf der einen Seite fühlte ich mich frei und unbeschwert, irgendwie warm und geborgen, auf der anderen Seite verunsicherte mich diese ganze Situation mal wieder total. Und so tat ich das, was ich immer tat. Schnell wieder die Mauer hochziehen und das gelang mir am besten, indem ich sie mal wieder beleidigte. Aber gut fühlte sich das nicht an. Und dann warf sie mir noch einen Satz hinterher, der mich noch nachdenklicher machte. Sie sagte... „Wir werden ja sehen, wer in zwanzig Jahren einsam und allein in seiner Wohnung hockt und seiner verlorenen Chance nachtrauert.“... Das habe ich nie vergessen. Damals wusste ich noch nicht so richtig, was sie mir damit sagen wollte. Doch eigentlich wusste ich es schon, ich hab es nur verdrängt. Sie hat mich damit gemeint. Sie hat vorausgesehen, dass ich vielleicht mal so enden würde. Fast wäre es ja auch so gekommen. Denn ich saß ja wirklich wochenlang einsam und allein (gut nicht ganz, zusammen mit Medhi, dem es genauso ging wie mir) in meiner Wohnung herum und hab ihr hintergetrauert. Die beschissenste Zeit meines Lebens. Naja, es hat sich letztendlich doch nicht bewahrheitet. Zwanzig Jahre sind rum, gut, seitdem wir uns kennen gelernt haben, aber das zählt ja irgendwie doppelt. Jedenfalls hab ich es nicht mehr nötig, sie im Pferdestall zu verführen. Auch wenn es mich doch irgendwie geschmeichelt hat, dass sie sich gerade mit mir ihr Erstes Mal vorgestellt hat. Aber Heu und Stroh sind echt nichts für mich und meine Armani-Hemden! Sorry, Haasenzahn! Dann doch lieber... Hmm... Jo, das ist es! ...


Marc sprang vom Bett auf und machte sich auf die Suche nach seiner Liebsten. Sie war nicht weit. Er hörte schon das Wasser plätschern. Aber er hörte auch noch etwas anderes Seltsames, als er am Schlafzimmer ihrer Eltern vorbeiging... „Fraaaaanz!!!!“ ... „Buuuuuuuuttterböööööööhnchen!!!“ ... Bäh wie widerlich!!!! Wo ist die Löschtaste? Schnell drücken, das ist ein Notfall!! ... Er hielt sich die Ohren zu und marschierte schnurstracks zum Badezimmer, wo er seine Freundin vermutete. Vorsichtig öffnete er die Tür. Sie war nicht abgeschlossen... Haasenzahn wird es nie lernen! Aber das ist meine Chance! ...



Na was jetzt wohl kommt?

Lorelei Offline

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30.01.2010 10:40
#332 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ihr wollt also Zucker, was? Hmm... Mal sehen, was sich da machen lässt. Ich hab euch ja noch ne "Frühschicht" versprochen und ich halte gewöhnlich meine Versprechen. Es ist definitiv nicht Jochen, der da gerade im Bad ist. Aber wäre schon eine Überlegung wert gewesen. Also gut. Es ist eigentlich nichts für die frühe Stunde, aber der Einstieg in die Szene ist eh noch eher harmlos. Würde ihn deshalb noch mit FSK 12 umschreiben. Hab mich (noch) zurückgehalten. Tada!! Ihr habt lange danach geschrieen und jetzt kommt sie endlich, wenn auch an einem anderen Ort!!! Also viel Spaß mit dem ersten Teil im XXL-Format aus der Dusche! Eure Lorelei



Gretchen Haase stand seit geraumer Zeit unter der Dusche und genoss das warme Wasser auf ihrer zarten Haut. Sie bemerkte nicht, dass sich die Badezimmertür langsam öffnete und ein gewisser Marc Meier, seines Zeichens Frauenheld, Macho und Sexgott, mit einem frechen Grinsen auf den Lippen den Raum betrat. Eine Weile blieb er am Türrahmen stehen und beobachtete das zauberhafte Wesen vor seinen Augen. Warmer Dampf stieg aus der Dusche auf. Eine magische Aura umgab seine wunderschöne Venus. Sie summte leise vor sich hin und bewegte sich langsam zum Takt der Musik, die sie anscheinend im Ohr hatte. Marc musste lachen und war gleichzeitig verzaubert. Er schloss die Badezimmertür zweimal ab. ... Sicher ist sicher! ... dachte er und zog anschließend seine Boxershorts aus und warf sie zu Gretchens Sachen auf den Boden. Vorsichtig öffnete er die Tür zur Duschkabine und stieg zu ihr hinein. Noch hatte sie ihn nicht bemerkt. Er zögerte einen Moment. Fasziniert betrachtete er jeden einzelnen Zentimeter ihres wunderschönen Körpers, der schimmernd glänzte und von dem das Wasser perlte. Der junge Mann, völlig hingerissen und sprachlos, stand direkt hinter der attraktiven Frau, die er über alles liebte. Nur Millimeter trennten die beiden Liebenden. Langsam wanderten seine Hände um ihre Taille. Gretchen zuckte zusammen und drehte sich erschrocken zu ihm herum und blickte in sein frech grinsendes Gesicht... Marc Meier!!!

G: Sag mal, hast du sie noch alle, mich so zu erschrecken?
M (grinst): Sorry, ich konnte nicht anders.
Du warst so süß, so heiß, so rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr!!!!!!!!!!!
G: Du hast kalte Hände, verdammt!
Oh!!!
M: Also ich wüsste da etwas, was meine Temperatur wieder nach oben treibt.
G (empört): Spinnst du?
M (grinst): Nö! Ich wollte nur meiner wunderschönen Venus ein wenig Gesellschaft leisten. Sag mal, was hast du da eigentlich für nen Ohrwurm im Kopf? Sah heiß aus, wie du dich dazu bewegt hast.
Oh Gott, wie peinlich!!
G: Marc! Lass das! Ich bin gleich fertig.
M: Ach? Ich aber noch nicht.
Waaas? Hilfe!! Der will doch nicht etwa? ... Klar will der! Kenn ja meinen Pappenheimer! Aber nicht mit mir, Herr Doktor.
G: Maaarc!

Ach scheiß drauf, ich steh drauf, wenn sie erst so rumzickt und mir dann doch nicht widerstehen kann. Also auf in den Kampf!!! Diesmal entkommst du mir nicht, Haasenzahn. Ich will dich jetzt und hier!! Basta!!!

Marc presste seinen Körper eng an den ihren. Er bekam eine Gänsehaut, als er ihre warme weiche Haut auf seiner spürte. Mit seinen Händen zeichnete er die Konturen ihres Körpers nach. Er wanderte langsam mit seinen Lippen ihren Hals empor und sog ihren Duft auf... Hmm, sie riecht so gut! ... Und schon hatte Gretchen ihre Vorsätze vergessen, ihre Augen geschlossen und genoss ausgiebig die Zärtlichkeiten ihres Freundes... Oh Gott, er kann es nicht lassen. Genau an der Stelle kriegt er mich immer. Ooooooohhhh ja!!! Mehr!!! Mehr!!! Mehr!! ... Äh... Stopp!! Aber das geht doch nicht. Meine Eltern... wenn die ... äh... Hilfe!! ... Sie kam dann doch wieder zur Besinnung und versuchte sich mühsam aus seinem Klammergriff zu befreien, aber hatte gegen Marc Meier überhaupt nicht den Hauch einer Chance.

G: Maaarc!
M: Jetzt nicht!

Er bedeckte ihren Körper weiterhin mit zärtlichen Küssen. Seine Lippen erreichten schließlich ihr Ohrläppchen, an dem er zu knabbern begann. Leise flüsterte er ihr ins Ohr... „Ich will dich, Haasenzahn!“ ... Oh Gott!!! ... Ihre Knie wurden weich. Seine Hände strichen ihr langsam über den Rücken. Sie bekam eine Gänsehaut und ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Aber sie wehrte sich immer noch gegen den hartnäckigen Verführungsversuch ihres Oberarztes...

G: Doch jetzt, Marc! Wenn uns meine Eltern hören?
M (blickt sie grinsend an): Die hören uns bestimmt nicht.
G: Woher willst du das denn wissen? Meine Mutter hat einen ganz leichten Schlaf.
M (grinst): Die schlafen schon lange nicht mehr, Haasenzahn.
G: Was? Oh Gott, sie sind schon wach?
M (grinst): Das würde ich jetzt nicht unbedingt behaupten.
G: Hä? Marc, wie meinst du das?
M: Sagen wir mal so, die werden bestimmt nichts bemerken. Sind anderweitig beschäftigt.
G: Hä? Wie jetzt?
Die poppen!!! ... Bäh!! Was für ein widerlicher Gedanke!
M (grinst): Love is in the air!!!
Hä??? Also manchmal spricht er echt in Rätseln! Aber Moment...
G (verwirrt): Ich hab dir doch gar nicht gesagt, was für ein Lied ich im Kopf habe.
Hä? Wie jetzt? Hat sie wirklich? Äh... das ist ja mal krass!
M(verwirrt): Oh! Äh ... ja, Gott hört und weiß eben alles.
G: Aha!
M: Also komm schon! Lass dich doch mal gehen!
Nein!!! Hier und jetzt ganz bestimmt nicht!
G: Ich lass mich ganz bestimmt nicht gehen, wenn meine Eltern nebenan sind.
Boar, ich hab mir das so schön vorgestellt und jetzt zickt die hier rum!
M: Haasenzahn, kann es sein, dass du es noch nie mit nem Mann im Haus deiner Eltern gemacht hast?
Äh... neeeeiiiin!!! Bin ja nicht lebensmüde!!
G: Äh...
M (grinst): Ach nee? Sieh mal einer an. Ich hab Recht! Und da behauptest du immer, die Männer hätten sich hier die Klinke in die Hand gedrückt.
Hab ihr das eh nie geglaubt.

Na toll, er hat dich durchschaut. Jetzt hält er dich wieder für total verklemmt, aber das bin ich nicht!
G: Äh das haben sie ja auch irgendwie.
M: Ach? Inwiefern?
Die lügt doch!!

Scheiße!!! Eine Ausrede muss her!! Aber ich kann mich nicht konzentrieren, wenn er so nackt und so unheimlich scharf vor mir steht!!! Verdammt!!
G: Maaarc!
M: Haasenzahn, ich merke immer, wenn du mich anflunkerst.
Verdammt!! ... Ok, habe keine andere Wahl! Zugeben und im Erdboden versinken!!!
G: Gut, du hast Recht. Zufrieden? Aber das muss ja, nicht heißen, ich hätte nie Männerbesuche hier gehabt.
Ja klar, zum Kaffee und Kuchen mit deiner Mutter! Würde zumindest zu Medhi passen!
M: Schon klar! Ein ständiges Kommen und Gehen was?
G: Sozusagen. Also gegangen sind schon viele.
M (grinst): Aber gekommen noch keiner was? Das können wir ja noch ändern.
G (empört): Maaarc! Keine anzüglichen Sprüche im Haus meiner Eltern!
M: Boar, wie verklemmt bist du eigentlich? Deine Eltern treiben’s doch auch gerade wie die Karnickel oder die Butterbohnen oder so, also?
Was? Oh Gott!!
G (schockiert): Bitte was?
Na toll, jetzt ist die Stimmung erst recht im Keller. Super!! Und du nennst dich Frauenverführer, Meier? Dass ich nicht lache! Kommst hier mit ihren Eltern? Echt. Spitzentaktik!! So läuft Meier Junior bestimmt nicht heiß! Verdammt!!!
M: Du hast schon richtig gehört. Also wir sind vollkommen ungestört und ich würde jetzt gerne deine Gegenleistung einfordern wollen.
G: Ach? Daher weht der Wind?
M: Jep!
G: Ich weiß nicht.
Ich kann doch nicht wirklich? Hier?
M: Du weißt doch noch, was ich dir gestern ins Ohr geflüstert habe oder?
Ooooohhhh jaaaa!!!
G (grinst): Vielleicht!
Sie macht mich wahnsinnig!! Das macht sie doch absichtlich!!! So bringt sie den kleinen äh großen Meier immer auf Touren!!! Es gibt kein Entkommen mehr! Das ist dir doch klar oder?
M: Haasenzahn!!!
G: Ja, das weiß ich noch ganz genau.
Wusste ich’s doch! Das kleine Luder will es doch genauso sehr wie ich, auch wenn sie sich gestern noch geziert hat, dass wir diese kleine aufregende Episode von damals endlich zu Ende bringen. Und irgendwie hat es ja auch was Verbotenes, das hier bei ihren Eltern zu machen. Ein geiles Gefühl!! Ich meine, bei mir zuhause werde ich schließlich noch oft genug die Gelegenheit dazu bekommen. Hoffe ich mal. Wenn sie jetzt erst mal auf den Geschmack gekommen ist! Und das wird sie definitiv! Lernt schließlich beim Meister der Verführung! Oh ja!!!
M (grinst): Also ich meine, das würde sich doch anbieten, wo wir jetzt hier so rein zufällig zusammen unter der Dusche stehen ne?
Zufällig? Schon klar!!! Das war pure Absicht, du Casanova! ... Oh Gott, wenn er mich noch weiter so anschaut, dann kann ich ihm wirklich nicht mehr länger widerstehen. Aber will ich ihm überhaupt noch widerstehen? Die Luft brennt doch schon! Obwohl das Wasser noch läuft. Das ist genau wie damals bei ihm in der Dusche, nur dass wir da weniger geredet haben. Also halt endlich die Klappe Meier und nimm ich in den Arm! Ich will fliegen!!!
G: Hmm!
Wie soll ich das denn jetzt interpretieren? Also dass sich Frauen nie klar und deutlich ausdrücken können!
M: Und?
Er hat es nicht begriffen oder? Der selbsternannte Frauenverführer und Sexgott hat nicht verstanden, dass ich ihm die Starterlaubnis gegeben habe. Unfassbar!!! ... Gut, ich hätte das „hmm“ auch irgendwie lasziver und verführerischer rüberbringen können, aber er interpretiert doch sonst immer jedes kleine Zeichen von mir als Aufforderung zum Sex, selbst wenn es gar nicht so ist. Aber jetzt ist es so! Oder muss ich noch einen draufsetzen? Hmm... Naja, sonst kapiert er es nie oder? Und ich will hier auch nicht ewig unter der Dusche stehen. Dann wird die Haut schrumpelig und das mag ich gar nicht.
G: Und welche schlagkräftigen Argumente hast du noch so zu bieten, Herr Doktor?
Oh sie springt doch darauf an. Das Luder! Juhu!! ... Big Meier auf die Startbahn, aber zz!!!
M (grinst): Eigentlich nur eins, ein ziemlich großes.
Boar Meier!!! Noch nie was von romantischer Stimmung gehört? Dein übergroßes Ego kannst du heute ruhig mal zuhause lassen. Sonst mach ich hier nicht mit!
G: Maaarc!
M (verdreht die Augen): Ok! Also du willst so ein Dingens... hier äh... Romantikkitsch und so ... also Loveboat mäßig ne?
Oh ja, ich will!!
G: Klingt verführerisch!
Da hat sie Recht!
M: Ach? Dann schließe mal deine wunderschönen Augen und lass es auf dich wirken!
Oh Gott, was wird das denn jetzt? Mein Herz klopft wie verrückt. Bin ganz aufgeregt und mir brechen so langsam die Knie weg! Ich kann ihm nicht widerstehen. Ich will dich, Marc Meier!! Jetzt!!
G (verführerisch): Tja, wie kann ich dieser charmanten Aufforderung nur widerstehen?
Oh Gott, sie hat mich!! Die Stimme!! Der Wahnsinn!! Dann lassen wir mal das Loveboat von der Leine! Ich will dich, Haasenzahn!
M (grinst): Kannst du nicht!
G (grinst): Stimmt!
Oh ja, ich hab sie!!!


...

Lorelei Offline

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30.01.2010 19:54
#333 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hmm komisch, hätte gedacht nach der Szene kommen mehr Kommis! Naja vielleicht aber nach dem, was ich euch jetzt zu bieten habe? Angesichts der kalten Temperaturen da draußen helfe ich ein wenig nach, dass es wieder etwas heiß wird! Ich sage nur Duschszene reloaded!!! Deshalb muss ich das FSK-Alter leider ein wenig nach oben schrauben. Sorry für die jüngeren Leser! Aber jetzt ist wirklich FSK 16!!! Viel Spaß für die Älteren! Nicht rot werden!! Eure Lorelei



Gretchen schloss ihre Augen und begab sich in seine Hände. Marc zögerte noch einen kurzen Moment und schaute das faszinierende weibliche Wesen an, das ihm anscheinend völlig vertraute. Dann nahm er etwas Duschgel in seine Hände und begann damit sanft über ihren Körper zu streichen. Gretchen zuckte kurz zusammen, dann genoss sie seine zärtlichen Berührungen. An jeder Stelle, die er berührte und anschließend mit einem Kuss bedeckte, bekam sie eine Gänsehaut. Seine Hände wanderten langsam über ihre Schultern. Sein Zeigefinger strich ihr kurz über den Hals und dann küsste er genau die Stelle, an der er noch vor ein paar Tagen ein Zeichen gesetzt hatte. Gretchen bebte vor Erregung und biss sich auf die Unterlippe. Marc stellte sich nun hinter sie. Seine Hände strichen nun langsam ihren Rücken hinunter, massierten ihren Po, strichen langsam wieder ihren Rücken hoch, dann ihre Arme entlang, bis sie ihre Hände ergriffen und umspielten. Er stand nun ganz nah hinter ihr. Zusammen mit ihren Händen umschloss er ihre Taille. Er hielt sie einfach nur fest und bewegte sich langsam mit ihr im Takt des Ohrwurms, den sie vorhin gehört hatte. Seinen Kopf stützte er auf ihre Schulter ab. Leise flüsterte er ihr ins Ohr... „Ich liebe dich!“ Gretchen lächelte vor Glück. Langsam zog sie ihn mit ihrer Hand nach vorn, so dass sie sich jetzt gegenüber standen. Sie strich sanft über seine muskulöse Brust. Er bekam eine Gänsehaut. Ihre Hände wanderten weiter nach oben, bis sie sein Gesicht erreichten, das sie in ihre Hände nahm. Sie öffnete ihre Augen und schaute Marc liebevoll an. Sie blickte in seine Seele, tief in sein Herz, das im selben Takt wie ihr eigenes schlug und im Moment Höchstleistungen erbrachte, und sagte, dass sie ihn auch liebte. Dann küsste sie ihn erst ganz sanft und zärtlich, dann immer stürmischer und fordernder. Auch Marc packte die Leidenschaft. Er presste sie plötzlich gegen die kalten Fliesen, die sie kurz erschaudern ließen. Doch sie hörte nicht auf, ihn zu küssen. Er hob sie vorsichtig hoch. Ihre Beine umschlangen seine Hüfte. Er presste seinen Körper eng an den ihren. Als er ihre warmen weichen Brüste auf seiner Haut spürte, war er bis aufs höchste erregt. Sekunden später spürte sie ihn schließlich in sich. Sie stöhnte leise auf, legte ihre Arme um seinen Hals, ihre Finger krallten sich in seinen Rücken, als er langsam begann, sich zu bewegen. Die beiden Liebenden gaben sich einander voller Leidenschaft hin und schwammen auf einer Woge des Glücks, bis ihr Loveboat von einer sanften Welle getragen das Ufer erreichte...

Minuten später wickelte der glückliche Marc Meier seinen Haasenzahn in ein großes Badetuch und hielt sie einfach nur fest. Seinen Kopf stützte er auf ihrer Schulter ab. Wange an Wange standen sie einfach nur da mitten im Badezimmer der Villa Haase. Auch Gretchen strahlte vor Glück... „Marc, das war so schön.“... „Hmm!“ ... „Träumst du?“... „Bin noch nicht ganz wieder da.“... „Das merke ich.“ ... Dass sie sich liebten, bedurfte keiner großen Worte und so genoss Gretchen die Umarmung ihres Liebsten. Mit geschlossenen Augen tanzten die beiden den Liebeswalzer. Die Zeit stand still. Die Welt gehörte für einen kurzen Moment nur ihnen.

Lorelei Offline

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30.01.2010 23:45
#334 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Freut mich, dass euch der letzte Teil so gut gefallen hat. Ich hätte da eventuell noch einen kleinen Nachschlag für euch, damit euch auch schön warm bleibt. Auf in Runde 2! Bei Marc Meier ist ja auch nichts anderes zu erwarten oder? Viel Spaß!!! Damit entlasse ich euch in die Nacht. Lorelei



Doch irgendwann löste sich Gretchen dann doch schweren Herzens von ihrem Freund. Sie konnten ja nicht den liebenlangen Tag im Badezimmer ihrer Eltern verbringen. Marc setzte sich auf den Badewannenrand und beobachtete, wie sich sein Haasenzahn morgenfertig machte. Er musste lachen, als er sah, wie sie versuchte, ihre Haare zu bändigen. Der Fön schien an diesem Morgen stärker als sie zu sein. Aber irgendwann hatte sie es doch endlich geschafft. Wie sehr er doch diese wilde Lockenmähne liebte. Er stand auf und stellte sich hinter sie. Er schnappte sich eine Locke von ihr und wickelte sie um seinen Finger. Er sog den Duft ihres Haares ein. Er liebte diesen Geruch. Er würde ihn unter tausend Frauen sofort wieder erkennen. Er strich ihr übers Haar ... „Marc, lass das! Das kitzelt! Außerdem bin ich noch nicht fertig.“ ... „Nicht?“ ... „Nein.“ ... „Du bist doch wunderschön, so wie du bist, Haasenzahn. Weißt du das denn nicht?“ ... Gretchen lächelte ihn an... „Danke! Heute so charmant, Herr Doktor?“ ... „Bin ich doch immer.“ Er grinste sie an. „Natürlich!“ Sie zwinkerte ihm frech zu und setzte ihr Morgenschönheitsprogramm weiter fort. Marc beobachtete sie fasziniert, als sie begann sich einzucremen. Langsam strich sie ihr Bein hoch. ... Wahnsinn! ... Marc konnte nicht anders und schnappte ihr die Lotion aus der Hand... „Darf ich?“... „Ey, was soll das, Marc?“ fauchte sie ihn an. Doch er ließ sich nicht beirren und schon spürte sie seine starken Hände, die ihre Schulter massierten. Sie schloss ihre Augen und genoss seine sanften Berührungen... „Du bist ja ganz verspannt, Haasenzahn! Stress gehabt in letzter Zeit?“ ... „Tja, dann fragen Sie doch mal meinen Oberarzt, der mich die ganze letzte Woche getriezt hat.“... „Ach?“ ... Beide mussten lachen. Gretchen drehte sich mit ihrem Hocker zu ihm herum und blickte ihm lange in seine wunderschönen grünen Augen, die sie mal wieder in ihren Bann zogen. Sie nahm ihm die Lotion wieder aus der Hand und stellte sie aufs Regal... „Äh was wird das Haasenzahn?“ fragte Marc verunsichert. Gretchen sagte kein Wort, sondern stand auf und ließ ihr Handtuch fallen. Das verstand dann auch ein Marc Meier. Und Sekunden später spürte sie auch schon seine feurigen Lippen auf den ihren. Sie küssten sich immer leidenschaftlicher. Das Loveboat, eins der schnelleren Sorte, wollte einen neuen Hafen ansteuern. Marc hob sie hoch und presste sie gegen die Badezimmertür und wieder wurde ihr Liebesboot von einer Welle des Glücks davongetragen mit direktem Ziel „Siebter Himmel“. Leider standen ihrem Ziel diesmal ein paar gefährliche Riffs im Weg. Denn plötzlich klopfte es genau an der Tür, an der sie gerade lehnten und sich leidenschaftlich liebten. Erschrocken starrten sich die beiden Liebenden an, verharrten aber weiterhin in dieser Position. Es klopfte erneut und dann hörten sie eine Stimme...



Sorry, ich konnte nicht anders. Aber der Comedyfaktor muss ja auch gewahrt bleiben, nicht?

Lorelei Offline

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31.01.2010 10:01
#335 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

So jetzt kommt der lustige Teil dieser Episode. Viel Spaß!



F: Kälbchen?
Oh nein, Papa!

Scheiße!! Einfach Klappe halten und beten, dass der wieder abhaut.


Doch Franz klopfte weiter hartnäckig an die Tür...

F: Kälbchen, ich weiß, dass du da drin bist. Brauchst du noch lange?
Verdammt!!!
M (leise flehend): Sag was!
G (leicht panisch): Ja. Nein! Äh bin gleich fertig!
Äh ich ja noch nicht so wirklich, Haasenzahn!!!
F: Gut, aber beeil dich! Ich muss in einer Stunde in der Klinik sein und würde schon gerne vorher noch unter die Dusche springen.
G: Ja, Papa.

Marc und Gretchen warteten noch einen Augenblick. Franz war anscheinend wieder gegangen... Gott sei dank, er ist weg. So dann mal fertig werden ne, Haasenzahn?! ... Und die beiden gaben sich wieder ihrer Leidenschaft hin... Bis zum nächsten Riff!!!! ... Denn es klopfte erneut...

Och nee, kann der nicht mal Ruhe geben? Der Meister hat sein Meisterwerk noch nicht vollendet. Kann der nicht noch mal über seine Alte drüber springen? ... Boar Meier, nicht daran denken, sonst macht der Kleine äh Große schlapp! Konzentration Alter!

B: Margarethe? Tee oder Kaffee?
Oh nein, es ist Mama.

Och nee, nicht die! Da vergeht’s mir ja gleich. ... Durchhalten Meier!!
M (leise): Wimmel sie ab!
Weiß nicht, ob ich das schaffe. Ist ja meine Mutter!!!
G: Kaffee, Mama!
B: Und dein Marc?
Scheiße!!!
G: Äh...
M (leise): Was denkst du denn, was ich nach der Nummer hier brauchen werde, Schatz?
G (leise): Du weißt doch, ich mag es nicht, wenn du am Morgen schon Alkohol trinkst.
Boar, ist die fies!
M (leise): Ey!
B: Was hast du gesagt?
Scheiße!!!
G: Auch Kaffee, Mama.
B: Brauchst du noch lange? Dein Vater nörgelt schon.
G: Ja doch! So schnell geht das eben nicht!
M (leise): Eben!
G (leise): Maaarc!
B: Hast du etwas gesagt?
Mist!
G: Nein, Mama.
Nun geh doch endlich!
B: Soll ich deinen Marc wecken? Dann können wir alle zusammen frühstücken.

Marc schaut Gretchen panisch an... Neeeeeeiiiiiiiin!!!!!!!!!!!!!!!

G (laut schreiend-kreischend): NEEIIIINN!
B: Was brüllst du denn so? Ich bin doch nicht schwerhörig.
Oh, das war wohl zu viel des Guten! Verdammt!
G: Entschuldigung! Bitte lass ihn noch schlafen ok. Ich mach das dann schon.
B: Gut, wie du meinst.
Gott sei dank! Das war knapp.
B: Ach Margarethe?
Scheiße, zu früh gefreut.
B: Lässt du mich kurz rein? Ich habe, glaube ich, gestern meine Uhr liegen gelassen.
Hilfe!!
G (panisch): Nein!
B: Wieso denn nicht?
Äh weil ich und Marc gerade „dabei“ sind! Also wenn er mich noch länger halten kann. Ich glaube, ihm brechen gleich die Arme weg. ... Upps, muss ja Mama noch ne Antwort geben.
G: Weil... weil... äh ... weil ich gerade auf der Toilette bin.
Auf der Toilette? Hahaha!
B: Ach? Aber du klingst so nah, als ob du direkt an der Tür stehen würdest.
Boar, die ist ja schlimmer als die Sabsi. Unglaublich.

Hilfe!!
G: Mama, das schallt.
B: Das schallt?
Durchhalten Meier! Ja keinen Lachflash kriegen!
G: Jaaa!
B: Das ist mir noch nie aufgefallen.
Dumm wie Brot die Alte, echt!!! ... Haasenzahn, mach dich mal nicht so schwer, verdammt!!! Kann dich bald nicht mehr halten! Hätte vielleicht doch mal wieder ins Fitnessstudio gehen sollen!
G: Mama, ist gut jetzt ja. Kann mich sonst nicht konzentrieren.
Ich mich auch nicht!
B: Oh! Ich warte solange.
Verdammt!
Nein!!!

G: Mama, das musst du nicht.
B: Die Minute hab ich noch.
Oh nein!

Haasenzahn, mach verdammt! Big Meier spielt nicht mehr lange mit, wenn das so weitergeht.

G: Mama, das ... das wird ... äh... ne längere Sitzung!
Oh Gott, wie peinlich. Und das auch noch vor Marc. Der zereumelt sich doch schon wieder. Aber ich hatte nun mal keine andere Wahl.
M (leise/ grinst): Was?
Oh wie geil! Die Ausrede muss ich mir merken! Oh nein, die Arme läuft rot an. Sie kämpft! Und ich erst! Meier ruhig bleiben! Jetzt ja keinen Lachkrampf kriegen, das überlebt Meier Junior nicht.
B: Verstehe! Aber mach nachher bitte das Fenster auf ja! Ich setz dann mal Kaffee auf.
Gratulation Gretchen, peinlicher geht’s echt nicht! Fettnäpfchensoll ist voll bis an den Rand. Mit der Nummer wird mich Marc noch in hundert Jahren aufziehen!

Meier, stay cool!!! Nicht lachen!!! ... Ey verdammt, auch ein Gott kann sich nicht auf zwei Sachen gleichzeitig konzentrieren!!!
G: Gott sei dank!
Scheiße, das hab ich jetzt laut gesagt oder?
B: Was hast du gesagt?
G: Nichts, Mama. Bis gleich.
B: Ok. Bis gleich!
F: Was ist denn hier los?
Oh nein!!

Ey, das kann doch jetzt echt nicht wahr sein!

Die beiden ließen gleichzeitig den Kopf fallen und stießen zusammen. „Aua!“ sagte Gretchen leise. Marc rieb sich seine Stirn. Und die Fragerunde von Gretchens Eltern setzte sich fort...

F (besorgt): Kälbchen, ist irgendetwas?
B: Hast du dir wehgetan, Margarethe?
Neeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiinnnnnnnn!!!!
G (versucht die Nerven zu behalten): Nein. Da war nichts.
F: Aber das klang doch so, als ob...
G: Papa, Mama, verdammt, wenn ihr mich hier weiter so nervt, werde ich nie fertig.
Meine Rede!
B: Is ja gut! Ich mach dann mal Kaffee.
Gott sei dank!
F: Was bist du denn heute Morgen so muffelig? Pass bloß auf, dass du damit nicht den Meier vergraulst!
Ey, das glaube ich ja jetzt nicht!
G (empört): Papa!
F: In zehn Minuten seid ihr unten am Tisch! Ist das klar?! Soll ich den Meier wecken?
Ey, das hört einfach nicht auf. Verdammt!
G: Nein! Papa, bitte, lass ihn!
F: Gut! Bis gleich!

Das sich immer noch innig umarmende Liebespaar im Badezimmer hörte Schritte. Endlich hatten sich Gretchens Eltern wieder verabschiedet...

G: Ich glaube, er ist weg!
Gott sei dank! Ich breche gleich weg!!!
M (schwer atmend): Mann, war das ne schwierige Geburt!
G: Du sagst es! Wenn die mal in Fahrt sind, kann die keiner mehr stoppen.
M: Geht das bei euch immer so zu?
G: Ja! Jetzt weißt du auch, warum ich Männerbesuch bisher vermieden habe.
M: Verstehe! Meinst du, wir kriegen das hier noch zu Ende?
Unbedingt!!
G (grinst): Weiß nicht! Zeig’s mir!
Was? Haasenzahn? Die geht heute vielleicht ran! Geil!!! Ein kurzer Satz von dir und Meier Junior hat sich von den Strapazen eben wieder erholt. Also Meisterwerk vollenden!!!
M: Wow Haasenzahn! Also heute willst du es echt wissen was?
Ja verdammt! Ich halte das bald nicht mehr aus.
G: Weißt du, wenn man mir dir zusammen ist, da kommt man eben auf dumme Gedanken.
M: Dumme Gedanken? So siehst du das also? Also meine Gedanken sind definitiv nicht dumm.
G: Schon klar!
Ey keine Beleidigungen, wenn ich hier gerade meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehe.
M: Halt die Klappe! Der Meister muss sich konzentrieren.
G (grinst): Dann will ich ihn nicht davon abhalten.

Die beiden Liebenden waren mittlerweile vom Loveboat in ein Speedboat umgestiegen und umschifften so doch noch die gefährlichen Riffs und erreichten schließlich sicher den Hafen des Glücks. Leise und ungesehen schlichen sie sich danach schnell in ihr Zimmer, zogen sich an und saßen wenig später leicht errötet und mit einem fetten Grinsen im Gesicht doch noch pünktlich am Esszimmertisch, wo Bärbel und Franz Haase schon mit dem Frühstück auf die beiden warteten...

B: Margarethe, bist du krank? Du bist ganz rot im Gesicht? Und du siehst auch nicht gut aus, Marc.
M/G: Äääääääääääääääähhhhhhhhhhhhhh...
Oh Gott nein, die fängt schon wieder an! Das ist echt ein Irrenhaus hier! Herzlich Willkommen bei den Haases, Meier! Na das kann ja heiter werden.



Ich denke mal, hier kann ich jetzt getrost abbrechen. Ihr könnt euch sicherlich denken, dass das Frühstück für die beiden nicht sehr angenehm war und sie schleunigst aus dem Hause Haase verduftet sind und dann noch einen entspannten freien Sonntag allein ohne nervige Eltern bei Marc verbracht haben. Ich wünsche euch auch noch einen schönen Sonntag. Vielen lieben Dank für die Kommis. Ihr seid wie immer die Besten!! Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, heute noch einen Teil reinzustellen, da ich gleich los muss. Große Familienfeier. Liebe Grüße. Eure Lorelei

Lorelei Offline

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31.01.2010 22:27
#336 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Danke, danke, danke für eure lieben Worte. Weiß gar nicht, was ich sagen soll. Freut mich, dass euch die Szene so gut gefallen hat. Ich bemühe mich weiterhin, öfters mal wieder solche Szenen einzubauen. Aber als nächstes geht es erst mal wieder um unseren „Frauenflüsterer“, der sich doch tatsächlich von Schwester Gaby abschleppen lassen hat. Der Schlingel!!! Auch Medhi hat einen entspannten freien Sonntag im Bett verbracht, aber nicht in seinem!!! Die Schrauben sitzen jetzt definitiv wieder fest! Also zumindest die an ihrem Bett!!! Aber da gibt es ja auch noch eine andere Dame, die großes Interesse an ihm zeigt. Heute wagt Dr. Maria Hassmann einen erneuten Annäherungsversuch, nachdem ihre sexy Affäre in den letzten beiden Tagen eher abweisend zu ihr gewesen war und komischer Weise auch nicht zu erreichen war. Wo hat er bloß gesteckt? Viel Spaß mit der neuen Episode, die eventuell auch ein paar Wohnungsprobleme lösen könnte. Liebe Grüße Lorelei




Gegen Abend stand Dr. Medhi Kaan vor einem Mehrfamilienhaus in Berlin Mitte, ganz in der Nähe vom EKH, und klingelte an der Tür. Aus der Gegensprechanlage hörte er die Stimme einer jungen Frau... „Medhi? Einen Moment, ich bin gleich unten. Ich lass dich schon mal rein. Es ist gleich die erste Tür rechts vom Eingang.“ ... „Ok!“ erwiderte der junge Gynäkologe. Er hörte ein Summen und drückte die Tür. Das Licht ging an. Er betrat das mehrstöckige Gebäude und schaute sich um. Typisches Mehrfamilienhaus eben. Altbau. Ohne Fahrstuhl. ... Gut, dass die Wohnung im Erdgeschoss ist. ... dachte er erleichtert. Ein Kinderwagen, drei Fahrräder und eine Kiste mit Sandkastenspielzeug standen im Flur. ... Eigentlich auch nicht viel anders, als in dem Haus, in dem ich und ... Er brach den Gedanken schnell wieder ab, denn er schmerzte zu sehr. Über ein halbes Jahr war es nun bereits her, dass seine Frau mit seiner Tochter spurlos verschwunden war. Er schüttelte den Kopf und versuchte sich zu konzentrieren. ... Ok, Kaan, du denkst jetzt weder an dein altes Leben, noch an letztes Wochenende. Bleib cool! Das ist ein ganz normales Treffen zwischen Freunden, die halt ab und zu mal... Kaan auch daran wird jetzt nicht gedacht. Du willst einen Neuanfang und der wird definitiv nicht mit einer neuen Frau beginnen, sondern erst einmal mit einer neuen Bude. Mehr nicht. Ist schließlich schon kompliziert genug, wie das gerade läuft. Hmm... Hätte mich vielleicht mal beim Meier melden sollen. Nicht dass er sich wundert, wo ich das ganze Wochenende über war. Obwohl... nee lieber nicht, dann stellt er wieder so blöde Fragen und lacht sich schlapp. Ey, das muss nun wirklich niemand wissen, dass ich gerade direkt von Gaby komme. Scheiße, hoffentlich merkt Maria nicht, dass ich noch dieselben Klamotten wie am Samstag anhabe. Mist, jetzt denke ich schon wieder daran. ... Echt blöde Situation, in die du dich manövriert hast, Kaan. ... Und jetzt steh ich hier und will mir ne Wohnung in Marias Haus anschauen. ... Medhi, du hast echt ne masochistische Ader. ... Ja, das sagt Maria auch immer. Ey, das geht doch nicht, ich kann doch nicht wirklich die Wohnung hier nehmen. Wahrscheinlich klingelt sie dann jeden Abend hier und will... Oh Gott!! Wobei... so schlecht wäre das ja auch nicht, dann müsste ich nicht mehr alleine einschlafen. Das ist echt das Beschissene daran, wenn man Single ist. ... Medhi, hallo, jemand zuhause? Du wünschst dir jetzt nicht wirklich Maria in dein Bett, nachdem du gerade vierundzwanzig galaktische Stunden mit Gaby verbracht hast? Du bist echt nicht mehr zu retten! ... Scheiße!! Und Gaby wohnt ja auch gleich hier ein paar Straßen weiter. Super!!! Mach doch gleich nen Harem auf! Frustrierte verzweifelte Singles bitte melden! Frauenhoferstraße 7, Berlin Mitte. Dr. Kaan hilft euch gerne weiter! ... Ey Medhi jetzt drehst du wirklich durch oder? Mann, reg dich mal ab! Bleib ruhig! Schau dir die Bude an, denk dir ne Ausrede aus, warum du hier nicht einziehen kannst, und dann hau hier ab. Das wird ja wohl nicht die einzige freie Wohnung in ganz Berlin sein? ... Äh naja, die Einzige zu dem Hammerpreis und in der Lage! ... Ja, ja in der Lage! Drei Stockwerke unter Maria und fünf Straßen von Gaby! ... Nee, nur zwei Kilometer vom EKH! ... Aha! Medhi, was willst du eigentlich? ... Keine Ahnung! Einfach nur meine Ruhe verdammt!!! ... Ja, damit du wieder ins Grübeln gerätst, in Depressionen verfällst und im Selbstmitleid badest! ... Nein, das werde ich nicht!!! ... Natürlich! Und warum hast du dann immer noch die Glückspillen? ... Äh ... Im Giftschrank unter den Aspirin. Und sag jetzt nicht nur für den Notfall!!! ... Scheiße, ich weiß es doch auch nicht. ... Komm mal wieder runter und krieg endlich dein Leben wieder in den Griff! Und da helfen sicherlich keinen Glückspillen, Schokotorten oder Sextherapien. Also Glückspillen entsorgen, wieder zu Weight Watchers gehen und nächste Woche mal keine Frauen! Ist das klar! Du musst mal wieder klar denken. ... Na toll und wie soll ich das anstellen? Ich bin Frauenarzt!!!! ... Äh ja, hättste mal auf Meier gehört und nen ordentlichen Beruf gelernt. ... Sehr witzig! ... Was denke ich mir hier eigentlich für nen Mist zusammen? Sollte vielleicht mal wieder in den Gesprächskreis von Dr. E. von Hirschhausen gehen. Glück kommt nun mal selten allein. Oder wie war das? Ach auch egal. Dieses Engelchen-Teufelchen-Gequake geht mir vielleicht aufs Schwein! ... Ok, durchatmen, Kaan! Alles wird gut!!! ... Medhi Kaan hatte sich wieder einigermaßen beruhigt, lief im Flur auf und ab und schaute sich noch einmal um ... Ok, das muss sie sein oder? ... Rechts vom Eingang sah er die eben beschriebene Wohnungstür. Plötzlich hörte er Schritte... Stöckelschuhe, die in Windeseile die Treppe herunterkamen. ... Hmm ... ich glaube, jetzt kommt sie. Endlich! ... Und schon erschien die junge Dame, zu der die laut klimpernden Schuhe gehörten. Als sie ihn erblickte, erstrahlte ihr Gesicht... „Medhi!“ ... „Maria!“ Auch Mehdi lächelte, denn die junge Neurologin sah heute Abend atemberaubend schön aus. Sie hatte einen schwarzen Trenchcoat und schwarze Pumps an. Ihre dunklen Haare trug sie offen. Ein ungewohntes Bild, zumindest für Medhi. Für einen kurzen Moment war er sprachlos. Sein Blick haftete an ihren schlanken, endlos langen Beinen. ... Wow! Wahnsinn! Maria? Echt... äh wow ... also wirklich. Irgendwie wird es jetzt aber warm hier in dem kalten Flur. Hab gar nicht gesehen, dass hier Heizkörper sind. Äh... komisch! ... Maria lächelte triumphierend... Ich hab doch gewusst, dass so ein Auftritt bei ihm Wirkung zeigt. Wie der mich ansieht! Oh Gott... ich krieg ne Gänsehaut. Krass!! Komm schon Medhi, umarm mich, küss mich, fall über mich her, reiß mir den Trenchcoat vom Leib! Äh natürlich erst in der Wohnung. Will schließlich nicht negativ auffallen. Kenn ja meine Nachbarn. Und der neue äh also potentielle neue Nachbar is ja mal so was von heiß!!! ... Schließlich sprach Medhi sie an, als sie die letzten Stufen der Treppe erreicht hatte...

Lorelei Offline

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01.02.2010 09:47
#337 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

MK (grinst): Hast du heute noch was vor? Du siehst toll aus.
Juhu!! Hab doch gewusst, dass er darauf anspringt. Gut, hab ja auch drei Stunden zum Auftakeln gebraucht! ... Maria, peinlich!!! Das darf nie jemand erfahren! Bin ja keine Tussi wie die blöde Gaby!!!
MH (lächelt verführerisch): Danke! Naja, mal sehen, was der Abend noch so bringt ne?
Oh Mann, jetzt wird es aber wirklich heiß hier.
MK: Aha!
Mann, sie sieht echt scharf aus! Was sie wohl unter dem Mantel trägt? ... Ey, geht’s noch! Gestern Gaby, heute Maria oder was? Komm mal wieder runter! Kümmere dich erst mal um deine anderen Baustellen! Sprich: Wohnung ankucken! ... Ja, doch.
MH: Und bekomm ich keine ordentliche Begrüßung, Medhi?
Oh Gott!
MK (errötet leicht): Oh!

Medhi ging langsam auf sie zu, umarmte sie kurz und gab ihr erst ein Küsschen auf die eine Wange, dann auf die andere. Maria war ein wenig irritiert über seine Zurückhaltung... Hä? Heute so schüchtern? Hmm... komisch! Aber auch irgendwie wieder süß!

MH: Was? War das schon alles, Dr. Kaan?
Oh Gott!!! Aber wenn ich sie jetzt küsse, dann kann ich für nichts mehr garantieren. Sie ist so was von heiß! Verdammt!
MK: Äh... was hätten Sie denn gerne, Frau Dr. Hassmann?
Oh Gott!! Von wegen er kann nicht flirten! Mir brechen gleich die Knie weg. Hilfe! Und das liegt sicherlich nicht an den beschissen hohen Pumps.
MH: Medhi!
MK: Ok, ok!
Ich kann nichts dagegen tun. Ich bin machtlos. Ich kann ihr nicht widerstehen. Ich muss es einfach tun. ... Aber Medhi nicht gleich übertreiben ja! ... Oh Gott, was machst du nur mit mir, Maria?

Medhi zog sie am Kragen ihres Trenchcoats ganz nah an sich heran und schaute ihr tief in ihre rehbraunen Augen. Marias Herzschlag setzte für eine Sekunde aus, um dann umso schneller zu schlagen... Wow!!! Mein Herz klopft wie verrückt. Ich liebe es, wenn er so ist. Seine Augen!! Der Wahnsinn!! Küss mich doch endlich!! Ich halt das nicht mehr länger aus. ... Sein Kopf kam immer näher auf sie zu. Er schloss seine Augen... Siehst du Medhi, du kannst mir nicht widerstehen. Also warum zierst du dich erst so? Küss mi... ohhhh!!! ... Der junge Arzt gab ihr schließlich einen kurzen zärtlichen Kuss auf den Mund, aus dem Maria schnell eine längere Knutscherei machte. Aber dagegen hatte Medhi auch überhaupt nichts einzuwenden, ganz im Gegenteil. Die Luft brannte regelrecht. Das Licht ging aus und die beiden knutschten ausgiebig im Dunkeln weiter. Medhi presste sie gegen die Wand. Maria wuschelte ihm durch seine Mähne und genoss seine leidenschaftlichen Küsse in vollen Zügen. Erst als die Eingangstür plötzlich aufsprang, das Licht wieder anging und ein älteres Ehepaar den Flur betrat, ließen sie von einander ab. Beschämt blickten sie zu dem älteren Paar, das sie kurz anlächelte ... Also die Jugend von heute!!! Tzzz... So jung waren wir auch mal, Fritz! ... und dann die Treppe hochging. Maria strahlte Medhi an, der sie verlegen anlächelte, und zog einen kleinen silbernen Schlüssel aus ihrer Jackentasche...

MH: Tada! Der Schlüssel zu deinem Glück!
Maria, hallo? Was’n mit dir los? Ein bisschen weniger Romantikkitsch ja!!! ... Oh Gott, ich mach mich hier echt für ihn zum Affen! Was machst du nur mit mir Medhi?

Huch, wie ist sie denn heute drauf? So kenn ich sie ja gar nicht. Schon irgendwie süß!
MK (grinst): Ach? Da bin ich ja mal gespannt, was sich für eine Bruchbude hinter der Tür verbirgt.
MH: Ach, das denkst du also? Medhi, das ist ein anständiges Haus.
Ja klar, wahrscheinlich nur so ein Dreckloch, das schon seit Jahren leer steht und keiner haben will. Aber für den armen Schlucker Kaan reicht es wohl, was?
MK: Natürlich! Das haben wir ja gerade gesehen.
Boar Medhi!!! Hättest dich ja auch ein wenig zurückhalten können. Obwohl... nee das war genau richtig. Ich bin süchtig nach deinen heißen Küssen. Ich hoffe mal, da kommen heute noch ganz, ganz viele nach!! Oh ja!!!
MH (grinst): Na wenn du deine Finger nicht von mir lassen kannst.
Stimmt! Weiß ja auch nicht, was da in mich gefahren ist. Aber hat Spaß gemacht!
MK: Ey!
MH: Medhi, die Wohnung ist echt ok.
MK: Wirklich? Warst du schon mal da drin?
MH: Äh nein!

Medhi muss ja nicht wissen, dass ich den Typen, der hier vorher drin gewohnt hat, mal angebaggert habe. Auf diesem blöden, blöden Sommerfest der Hausgemeinschaft. Die sind hier ja schlimmer als der Professor mit seinem „Wir sind eine große Familie“-Gerede. Wieso machen die auch immer so nen Quatsch? Und die Bowle von Frau Schmidhuber, die haut nun mal rein. Da macht man halt dummes Zeug. Vor allem als frustrierte, verzweifelte, untervögelte Singlefrau Mitte Dreißig. ... Ey ich war nicht frustriert und verzweifelt ja, äh naja untervögelt vielleicht schon. Na und? Frau hat nun mal auch Bedürfnisse. Und wenn einem jeden Tag so ein Schnuckelchen über den Weg läuft... Woher sollte ich denn wissen, dass der erst zweiundzwanzig ist? Außerdem ist das doch zurzeit in, dass man sich nen Boytoy nimmt. Das hat Madonna ja auch gemacht und die ist wesentlich älter als ich, und auch diese, wie heißt die noch gleich, diese Tatortkommissarin, ach ja, Simone Thomalla, die auch ein ganzes Stück älter als ich ist. Gut, hätte den Typen vielleicht nicht gleich küssen sollen. Gerade in dem Moment kam nämlich seine Freundin um die Ecke. Das gab ein Theater. Aber der ist jetzt nicht wegen mir ausgezogen.

MK: Du hast die Wohnung noch gar nicht gesehen und lobst sie trotzdem in hohen Tönen?
MH: Äh naja, da hat zwar vorher ein Student drin gewohnt, aber das muss ja nichts heißen.
Ok, das sagt alles. Dann hab ich jetzt wenigstens ne Ausrede, um nicht hier einzuziehen. Es ist definitiv ein Dreckloch!
MK: Uhh, du machst mir Angst.
MH: Sehr witzig Medhi! Mach hinne! Will nicht ewig hier im Flur stehen. Wird mit der Zeit echt kalt.
Ich wüsste da ja auch etwas, was mir beim Aufwärmen helfen könnte, Herr Doktor.

Maria gab ihm den Schlüssel und er schloss schließlich die Tür zu seiner potentiellen neuen Wohnung auf...

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01.02.2010 16:34
#338 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Zehn Minuten später war die kleine Wohnungsbesichtigung auch schon wieder zu Ende. Die beiden Ärzte standen nun im großen Wohnzimmer. Maria lehnte am Fenster. Medhi blickte sich noch skeptisch um... Naja ganz so schlecht ist sie ja wirklich nicht. Die Wohnküche ist ganz ok. Das Badezimmer ist überraschenderweise sauber. Die Wände müssten noch gestrichen werden. Wirkt alles ziemlich trostlos. Naja würde ja zu meiner momentanen Stimmung passen. Ach ich weiß nicht. Fühlt sich nicht wie ein Zuhause an. Naja, das beim Meier ja auch nicht. Scheiße, und nun?

MH: Und was meinst du?
Bitte, bitte, sag ja!!!
MK (skeptisch): Weiß nicht! Ist nicht gerade groß.
Er zweifelt!! Sie gefällt ihm nicht!! Scheiße!!
MH: Aber das habe ich dir vorher schon gesagt.
MK: Ja, schon. Ich kann mir das halt alles nicht so richtig vorstellen äh so ohne Möbel.
Männer!!! Kein Blick für das Schöne!
MH: Wieso? Hier ne schöne Schlafcouch. Da die Schrankwand. Ein paar Bilder, ein Teppich und ein paar Pflanzen oder so. Und die Wohnküche steht ja schon. Kannste auch vom Vormieter übernehmen.
MK: Hmm. Du planst hier schon, als würdest du hier einziehen wollen.
Oh Gott!!! Scheiße!! Er hat es gemerkt. Ich muss mich zurückhalten. Ich dränge ihm ja die Wohnung schon richtig auf. Peinlich!!! Also Maria, reiß dich zusammen!!
MH (leicht verlegen): Äh ich wollte dir nur nen Eindruck geben, wie man sie gestalten könnte. Also Frauen können so was, weißt du.
Oh Gott, jetzt redest du schon wie so ne Ratgebertussi in der Kauflandzeitung.
MK: Aha! Naja, viel Kram hab ich ja eh nicht mehr.

Musste ja wirklich alles verkaufen, was ich besaß. Das nennt man dann wohl kompletter Neuanfang oder? Naja schlecht ist sie ja wirklich nicht. Mehr brauch ich ja auch nicht. Die Bude zu Studentenzeiten war ja auch nicht viel größer und da hab ich zusammen mit dem Meier gehaust. ... Scheiße ey, da baut man für seine Familie ein Haus, in dem man bis zum Lebensende glücklich und zufrieden leben wollte, das ich aber wieder verkaufen musste, weil ich sonst die Arztrechnungen von Anna nicht hätte bezahlen können, nimmt sich ne kleine Dreizimmerwohnung in Neukölln, weil mehr konnten wir uns zu dem Zeitpunkt nicht leisten und es war ja auch gemütlich, solange ich Lilly bei mir hatte, tja und dann musste ich die auch wieder verticken, um Annas Nuttenschulden zu bezahlen. Mir ist wirklich nichts mehr geblieben, bis auf zwei Koffer Klamotten und einer Kiste Erinnerungsstücke. Echt deprimierend, Medhi. Und jetzt hockst du fünfzehn Jahre später wieder in ner Studentenbude. Tolles Leben echt!

MH: Hast du was? Du schaust so traurig.
MK (lächelt gequält): Nee, alles ok. Geht schon wieder. War nur ein wenig in Gedanken.
Er will die Wohnung nicht oder?
MH: Und?
MK: Hmm?
MH: Nimmst du sie?
MK: Weiß nicht!
MH: So entscheidungsunsicher?
MK: War ich schon immer.
Hmm... ich glaube, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich ihn mal ein kleinwenig zu seinem Glück zwingen könnte. Und ich hab ja dann auch noch was davon. Hmm...
MH: Vielleicht könnte ich dir ja bei der Entscheidungsfindung behilflich sein.
MK: Inwiefern?
MH (lächelt verführerisch): Weiß nicht! Finde es doch heraus!

Maria flirtete Medhi offensiv an. Sie strich ihm kurz über die Wange, ging ein paar Schritte zurück und lehnte sich an die Wand neben der Tür. Sie lockerte den Gürtel ihres Mantels. Medhi verfolgte gebannt jede Bewegung von ihr. ... Was wird das hier? Was hat sie vor? ... Oh... mein... Gott!!! ... Schließlich öffnete sie den Trenchcoat und was der junge Arzt da zu sehen bekam, verschlug ihm die Sprache...

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02.02.2010 10:32
#339 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hallo zusammen,
ihr wollt also wissen, was Maria so unter ihrem Mäntelchen trägt was? Ihr Spanner!!! Naja, ihr könntet vielleicht Recht haben, viel ist es nicht! Aber bevor wir hier heiße Tatsachen sprechen lassen, durchleuchten wir einmal mehr Marias Liebesleben und wie das alles mit Medhi angefangen hat. Ich hoffe, euch gefällt’s! War mal wieder in Schreiblaune, wie ihr seht. Aber Rückblicke sind nun mal länger als andere Teile. Und ich habe mir gedacht, ich stelle gleich den ganzen Teil rein, weil ihr doch sicherlich auch so schnell wie möglich erfahren wollt, wie unser Casanova auf diesen Auftritt reagiert ne?! Viel Spaß! LG Lorelei




Maria stand vor ihm mit nichts unter ihrem Mantel an außer einem schwarzen Spitzen-Push-up-BH, einem schwarzen String und Strapsen, die die schwarzen Strümpfe hielten. Medhi kippte die Kinnlade bis zum Boden und er starrte die verführerische Frau vor seinen Augen mit offenem Mund an. Er konnte weder denken noch etwas sagen. Er schluckte schwer und sein Blut geriet in Wallung. Die Zimmertemperatur stieg rekordverdächtig nach oben. Selbst in einem Tropenhaus wäre es im Vergleich zu dieser Wohnung noch ziemlich kühl gewesen.

Maria spürte, dass sie den Mann, den sie liebte, in ihren Bann gezogen hatte. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Auch sie war aufgeregt, denn so einen Auftritt hatte sie noch nie hingelegt. Sie war selbst über sich überrascht. Was machte dieser Mann nur mit ihr, dass sie auf solche verrückten Ideen kam? Sie war doch sonst nicht so. Klar sie gab immer die toughe, selbstbewusste Karrierefrau, die sich einfach nahm, was sie wollte, aber was hatte ihr das bisher gebracht: Oberärztin der Neurologie mit Anfang Dreißig, ein paar kleine, unscheinbare Artikel in Fachmagazinen, aber der große Durchbruch war ihr bisher noch nicht gelungen. Doch der tolle Job war nun mal nicht alles. In stillen Stunden machte auch er sie nicht glücklich. Dann empfand sie wieder diese unendliche Leere. Sie war allein. Sie war eine allein erziehende Mutter. Maria hatte eine wunderschöne kleine Tochter, die sie über alles liebte und auf die sie mächtig stolz war. Sie war ihr größtes Glück und das Einzige, was ihr von ihrem bisherigen Leben, welches sie komplett vorgeplant hatte, übrig geblieben war. Vor vier Jahren war ihre heile Familienwelt, die sie sich immer erträumt hatte, wie ein Kartenhaus in sich zusammengebrochen: Die Scheidung von dem Mann, von dem sie geglaubt hatte, sie würden für immer zusammenbleiben. Ihre große Liebe, dachte sie. Vor Gott hatte er ihr die ewige Treue geschworen, um nur zwei Jahre später mit ihrer angeblich besten Freundin und Babysitterin durchzubrennen. Das Einzige, was ihr geblieben war, war ihre süße Tochter, ihr Job und ein Berg Schulden. Aus ihrem gemeinsamen Haus musste sie ausziehen, weil er die Raten nicht bezahlt hatte. So war sie in der kleinen Wohnung im dritten Stock in der Frauenhoferstraße gelandet. Den Glauben an die große Liebe hatte sie verloren. Sie war verbittert. Nur für ihre Tochter und im Job gab sie sich stark, aber innerlich war sie eine gebrochene Frau. Von den Männern hatte sie abgeschworen. Nach der Scheidung vor vier Jahren wollte sie niemanden mehr an ihr Herz lassen. Nie wieder wollte sie so verletzt und gedemütigt werden. Fast ein Jahr hatte sie gebraucht, bis sie zum ersten Mal wieder ausgegangen war. Doch auch bei diesem Date musste sie feststellen, dass alle Männer doch nur Arschlöcher waren. Nur eine kleine Nummer schieben und am nächsten Morgen waren sie wieder verschwunden. Zu dieser Zeit begann bei ihr das Umdenken. Warum nicht dasselbe mit denen machen? Was die konnten, konnte sie schon lange. Sie stürzte sich ins Singlepartyleben, lernte mal hier und da jemanden kennen, verbrachte eine kurze schöne Zeit mit ihnen, dann schoss sie sie wieder ab. Was Flüchtiges ohne Gefühle, mehr ertrug sie nicht. Doch irgendwann kam auch da der Punkt, dass sie das nicht wirklich befriedigte. Die zahlreichen Affären brachten ihr keine Erfüllung. Sie sehnte sich wieder nach der Geborgenheit einer intakten Familie. Ihre Tochter wurde auch älter und stellte Fragen, warum sie keinen Vater hatte. Und so begann wieder ihre Suche nach dem perfekten Mann fürs Leben. Natürlich müsste er schon solvent sein. Ein Millionär oder Bankier wäre schon ideal gewesen. Aber wie das so mit den Lebensplänen ist, irgendetwas kommt immer dazwischen. Und die Liebe sucht sich immer andere Wege.

Denn da stand er plötzlich vor ihr, der perfekte, kinderliebe, sensible Mann, den sie immer gesucht hatte. Er war charmant und witzig. Das war ihr gleich aufgefallen, als sie ihn im Fahrstuhl des EKH traf. Wieso war er ihr erst jetzt ins Auge gefallen? Sie waren sich doch schon so oft in der Klinik begegnet, aber so richtig gesehen hatte sie ihn erst in dem Moment. Sie war gleich von seinem Lächeln verzaubert gewesen. Und er war auch noch Gynäkologe. Er wusste also, was Frauen wollten. Leider hatte er den Nachteil einer im Koma liegenden Ehefrau und einer blonden zuckersüßen Frau, in die er offensichtlich bis über beide Ohren verknallt war. Alles hatte Maria versucht, als sie zusammen mit ihm auf dem Ärzteball war, aber wieder kam ihr dieses blöde Blondchen in die Quere und sie war mal wieder Luft für ihn. Gut, es war nicht die feine englische Art, sich mit ihrer Kollegin auf der Toilette um ihn zu zanken, aber sie wusste sich eben nicht anders zu helfen und da kam ihr der Rauchmelder ganz recht. Gretchen Haase war ausgeschaltet, dachte Maria und so tanzte und flirtete sie ausgiebig mit Dr. Medhi Kaan. Es fühlte sich so gut an, seine starken Arme zu spüren. Sie vergaß alles um sich herum. Sie wollte diesen Mann um jeden Preis und das nicht nur für eine Nacht, aber mit einer Nacht hätte es ja zumindest anfangen können. Leider sah er es wohl nicht ganz so und gab ihr einen Korb. Den ganzen Abend über hatte er mit ihr geflirtet, mit ihr getanzt, sie so zauberhaft angelächelt, sie spürte, dass da schon mehr zwischen ihnen war, aber dann war er plötzlich so kühl und abweisend gewesen, als sie vor ihrer Wohnungstür standen. Sie hatte sich so gewünscht, dass er noch mit hoch kommen würde, aber er wollte einfach nicht. Sie war enttäuscht. Er blieb charmant und verabschiedete sich auch höflich von ihr, der perfekte Gentleman eben, aber das Gefühl, verloren zu haben, machte ihr doch schwer zu schaffen. Maria gab sich betont cool, als sie am nächsten Morgen zusammen mit ihm und ihr (und Meier) im Fahrstuhl steckte und es mehr als offensichtlich war, dass die beiden die Nacht miteinander verbracht hatten. Medhi war ganz anders. So fröhlich und glücklich. Er strahlte richtig. Er wirkte irgendwie stark und selbstbewusst, aber das war nicht ihr Verdienst, sondern der vom Haasen gewesen. Er liebte diese Frau, das wurde ihr in diesem Moment schmerzlich bewusst. Sie hatte keine Chance. Und wieder musste sie sich von einem Traum verabschieden.

Verbittert stellte sie für sich fest, dass das mit der Liebe wohl nie wieder passieren würde. Diese ganze Gefühlsduselei hatte sie nur unglücklich gemacht. Sie wollte nur noch eines, einen reichen Schnösel, der ihr und ihrer Tochter eine sichere Zukunft bieten könnte. Leider verlief die Suche danach genauso erfolglos, wie die nach dem perfekten Ehemann. Zumal ihr schon wieder Gretchen Haase die Tour vermasselte und sich doch tatsächlich einen Millionär angelte, zwar einen falschen, aber er hatte mit den Millionen hantiert, die sie immer gewollt hatte. Maria stellte traurig fest, dass sie einfach kein Glück im Leben hatte. Und da lief ihr wieder Medhi Kaan über den Weg, der anscheinend auch nicht das Glück gepachtet hatte. Haase weg, Frau und Kind weg und anscheinend arm wie eine Kirchenmaus. Aber trotzdem wurde sie einfach das Gefühl nicht los, ihm irgendwie helfen zu müssen. Sie wusste selbst nicht, woher diese Samariterseite kam. Heute würde sie das wahrscheinlich als erste Anzeichen für eine zarte Verliebtheit deuten. Ein erstes Date mit ihm (naja im Prinzip war es ja schon das Zweite) wurde ein peinlicher Reinfall für beide. Vielleicht hatten beide ja einfach zu viele Erwartungen. Aber sein plumper Anmachversuch à la Meier war nun mal einfach nur peinlich und so überhaupt nicht medhilike. Maria war schockiert, was der ganze Liebeskummer und sein Selbstmitleid aus ihm gemacht hatten. Sie hatte ihm eine Ohrfeige gegeben und ihm geraten, erst mal wieder normal zu werden. Den Ratschlag hatte er wohl dann auch tatsächlich berücksichtigt, denn in der Klinik war er bald wieder der Alte. Selbst sein strahlendes Lachen war wieder da, wenn er über die Gänge huschte, weil Berlins Bevölkerungsstatistik mal wieder nach oben korrigiert werden musste. Natürlich hatte er immer noch traurige Phasen, v.a. dann als sich abzeichnete, dass der Meier wohl doch das Rennen machen würde.

Als Maria ihn dann eines Tages im Aufzug traf, konnte sie nicht anders und flirtete ihn offensiv an und diesmal stieg er auch voll darauf ein, zwar noch etwas schüchtern, aber er zeigte durchaus Interesse an ihr. Er schien mit Gretchen Haase abgeschlossen zu haben. So beschloss sie, es noch einmal bei ihm zu versuchen, diesmal mit Erfolg. Nach einer kleinen Flirtstunde in der Cafeteria noch an demselben Tag waren sie noch zusammen ausgegangen in eine kleine Cocktailbar. Und sie hatten wirklich Spaß miteinander. Medhi war locker und gelöst, wie schon lange nicht mehr. Und so gingen sie dann jeden Abend nach Dienstschluss noch einen trinken, redeten über Gott und die Welt und nach einer Woche „Dating“ überkam sie dann doch die Lust. Maria war sehr überrascht gewesen, als Medhi sie an diesem einem Abend vor knapp zwei Wochen plötzlich aus heiterem Himmel heraus geküsst hatte. Sie war ja sonst kein Mensch für Romantik und so, den Glauben daran hatte sie schon lange aufgegeben. Aber an jenem Abend war alles irgendwie perfekt. Es war eine klare Nacht, der Mond spiegelte sich in der Spree und dann dieser unbeschreibliche Kuss auf der Fußgängerbrücke über der Spree. In jener Nacht wusste sie noch nicht, was das alles zu bedeuten hatte, aber eines war ihr klar, sie wollte diesen Mann. Und so wurde aus diesem einen ersten zärtlichen Kuss schnell mehrere Küsse, leidenschaftliche Küsse, die schließlich vor Medhis Wohnungstür in einer wilden Knutscherei endeten. Sie torkelten in seine Wohnung, schafften es gerade noch bis zur Couch und gaben sich ihrer Leidenschaft hin. Nie zuvor hatte Maria so leidenschaftlichen Sex gehabt. Waren es die ganzen Enttäuschungen und verletzten Gefühle der Vergangenheit, die sie in diesen Rausch gebracht hatten? Die beiden wussten es nicht in diesem Moment. Für beide schien es der richtige Zeitpunkt gewesen zu sein. Aber wie das so ist mit solchen Momenten, sie werden meistens jäh unterbrochen. Und es mussten ja ausgerechnet Gretchen Haase und Marc Meier sein, die in ihre leidenschaftliche Liebesnacht platzten. Und schon war der neue Medhi wieder in seinen Kokon zurückgeschlüpft und trauerte wieder dieser blonden Frau nach, die immer noch sein Herz besetzt hielt. Aber eigentlich wollte Maria ja auch nicht sein Herz, zumindest noch nicht. Sie wollte einfach nur wieder spüren, dass sie eine begehrenswerte Frau war und sie wollte, dass er endlich von dieser Frau loskam und so schlug sie ihm das mit der Affäre bzw. der Sextherapie vor. Sie hatte sich anfangs nichts weiter dabei gedacht, wollte einfach nur ab und zu ein bisschen Spaß. Sie war schließlich auch nur eine stinknormale Frau mit gewissen Bedürfnissen. Und die täglichen Therapiesitzungen waren ja auch aufregend, aber irgendwie entwickelte sich das Ganze seit ein paar Tagen in eine Richtung, von der sie nicht zu träumen gewagt hätte. Ihr Herz schlug plötzlich schneller, wenn sie ihn sah.

Dass Maria viel mehr für ihn empfand, als sie sich bislang eingestehen wollte, ist ihr erst in den letzten Tagen so richtig aufgefallen. Klar, sie spürte schon immer einen kleinen Stich, wenn er Gretchen Haase so verliebt anhimmelte, aber sie hätte das niemals als Eifersucht definiert. Und sie vermisste ihn, wenn sie ihn mal einen Tag lang nicht gesehen hatte. Die letzten beiden Tage waren am schlimmsten gewesen. Er war mies drauf. Warum auch immer? Das hatte sie gemerkt. Aber dass er dann gar nicht mehr an sein Telefon ging, das hatte sie schon verunsichert. Irgendwie machte sie sich Sorgen. Sie konnte es sich auch nicht wirklich erklären. Und seit neuestem träumte sie auch von ihm. Und diese Träume waren manchmal so heiß, dass sie schweißgebadet aufwachte. Ihr wurde immer bewusster, dass sie diesen Mann begehrte und das nicht nur als kleine heiße Affäre, auf die sie sich eigentlich geeinigt hatten und die vielleicht in ein paar Wochen oder Monaten zu Ende sein würde, nein, sie wollte ihn bei sich haben. Sie wollte ihn immer in ihrer Nähe wissen. Sie wollte ihn ganz. Sie träumte von mehr als nur einer Affäre mit ihm. Vielleicht war er ja doch der perfekte Mann für sie. Maria liebte ihn mit jeder Faser ihres Körpers. Vielleicht könnte sie ja doch noch einmal das große Glück, die große Liebe erleben. Mit ihm! Die Hoffnung war da. Und die Chance vielleicht auch. Wenn er die Wohnung nehmen würde, dann wäre er zumindest schon einmal in ihrer Nähe. Wer weiß, was dann die Zukunft für die beiden bringen würde. Mit ihrem kleinen Auftritt hier wollte sie ihm nur die Entscheidung etwas erleichtern oder versüßen, wie auch immer. Zumindest wollte sie ihn in die richtige Richtung lenken... in ihre Richtung.

Lorelei Offline

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02.02.2010 21:21
#340 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Da es draußen gerade stürmt und schneit, hab ich jetzt noch was zum Aufwärmen für euch. Dann schaumer doch mal, ob sich Medhi tatsächlich in die richtige Richtung lenken lässt. Die Jüngeren unter euch sollten gegen Ende die Augen zuknipsen Viel Spaß und schönen Abend noch! Eure Lorelei



Maria lächelte ihn verführerisch an. Jeder Mann hätte sich vermutlich bei diesem heißen Angebot sofort auf sie gestürzt, doch Medhi war nun mal anders als andere Männer, wobei der ein oder andere vermutlich auch so reagiert hätte. Der attraktive Arzt war wie schockgefrostet, er rührte sich nicht und starrte sie einfach nur fasziniert an. Die Neurologin genoss seine offensichtliche Begeisterung in vollen Zügen. Schon lange hatte sie kein Mann mehr so angesehen. Doch in Marias Plan fehlten noch ein paar entscheidende Details. Deshalb schloss sie plötzlich den Mantel wieder und ließ einen ziemlich erregten, sichtlich nervösen, völlig überrumpelten Medhi Kaan einfach in der leeren Wohnung stehen und verschwand aus der Tür. Medhi wusste überhaupt nicht, wie ihm geschah. Er stand regungslos da und starrte zur Tür, an der gerade noch Maria Hassmann gestanden hatte. Hatte er das alles etwa nur geträumt? Erst ein Klingeln an der Tür erlöste ihn aus seiner Trance. Er öffnete die Tür. Maria stand davor, mit mehreren Decken, Kissen, einem Picknickkorb und einer Flasche Sekt. Grinsend ging sie an ihm vorbei. Medhi war noch immer perplex. Er räusperte sich... „Das hast du geplant oder?“ ... „Wer weiß?“ ... Sie lächelte ihn verführerisch an, während sie ihre Utensilien abstellte... „Ich habe doch gesagt, mal sehen, was der Abend noch so bringt.“ ... „Ach?“ ... Medhi lächelte und schüttelte den Kopf... Die Frau ist echt unglaublich! ... Maria war gerade dabei, den Korb auszupacken, als sie plötzlich am Gürtel ihres Mantels ruckartig hoch gezogen wurde... „Hey, nicht so stürmisch!“ ... „Das sagt gerade die Richtige. Mich hier so überrumpeln zu wollen...“ Er grinste sie verschmitzt an. ... „Hmm, so sieht’s aus, Herr Doktor. Interesse?“ ... Die junge Frau schaute ihn provozierend an. Mittlerweile standen sie ganz nahe beieinander. Sie konnte schon seinen warmen Atem spüren. Medhi gab ihr keine Antwort auf ihre Frage, sondern handelte lieber, wie Marc Meier wohl sagen würde. Er öffnete mit einem Ruck den Gürtel und anschließend die Knöpfe des Trenchcoats, welchen er ihr schließlich von der Schulter strich. Er packte mit der Hand ihren Oberschenkel, strich zärtlich darüber und legte ihr Bein um seine Hüfte. Schon taumelten sie gegen die Wand, die ihnen als Stütze diente. Seine brennenden Lippen wanderten über ihren leicht bekleideten Körper. Sie stöhnte laut auf... „Medhi!!“ Ihre Hände waren in seinen Haaren festgekrallt. Nach und nach entledigten sie sich ihrer Klamotten. Langsam sanken sie an der Wand zu Boden und gaben sich schließlich ihrer Leidenschaft hin. Die noch ungenutzte Wohnung wurde auf sehr schöne Weise zweckentfremdet...

Lorelei Offline

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03.02.2010 10:03
#341 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Nach einer leidenschaftlichen Nacht wachte Maria Hassmann am nächsten Morgen als Erste auf. Verliebt blickte sie den jungen Mann neben sich an, der immer noch seinen Arm um sie gelegt hatte und friedlich und mit einem süßen Lächeln auf den Lippen schlief. Sie kuschelte sich noch enger an ihn und strich ihm zärtlich über die Wange... Unsere erste gemeinsame Nacht!!! Naja äh also, dass wir nebeneinander aufwachen und so. Es fühlt sich unheimlich gut an. So sollte es immer sein. ... Sie wünschte sich, dass dieser Moment niemals enden würde. Plötzlich öffnete Medhi die Augen und schaute sie an. Sie errötete leicht, weil ihr die Situation doch ein wenig peinlich war. Ein Blinder hätte gemerkt, dass sie diesen Mann mehr als nur anhimmelte. Aber da sie sich seiner Gefühle für sie nicht sicher war, wollte sie sich nichts anmerken lassen. Sie wollte Medhi ja auch nicht irgendwie unter Druck setzen. Aber sie wünschte sich schon, dass er genauso für sie empfinden würde....

MK (grinst): Na du Verführungskünstlerin, gut geschlafen?
Was für eine Nacht!!! Unglaublich!!! Also so hätte ich Maria niemals eingeschätzt.

Oh Gott, was hab ich mir nur dabei gedacht? ... Verführungskünstlerin??? Aaaahhh!!! ... Aber es war schon schön. Einfach unglaublich!
MH (verlegen): Äh ja ... tief und fest.
MK: Ach!?
MH: Und du?
MK: Auch.
MH: Aha!
Oh Gott, Maria, peinlicher geht es echt nicht! Wo ist dein Selbstbewusstsein und deine Schlagfertigkeit hin? ... Ich kann nicht klar denken, wenn er neben mir liegt, also so nackt und so scharf und so.
MH: Und ähm was denkst du?
MK: Hmm?
MH: Wegen der Wohnung?
MK: Ach so. Äh weiß nicht!
Das gibt es doch nicht. Da versucht Frau alles um ihn zu überzeugen und er zögert immer noch.
MH: Soweit waren wir gestern auch schon.
MK (grinst): Stimmt! Nur wusste ich da noch nicht, was für eine aufregende Nachbarin mich hier erwartet.
Oh!!! Er findet mich aufregend?
MH (lächelt): Tja, die Wohnung gibt es nämlich nur im Komplettpaket.
Oh Mann!!! Sie ist echt ne Wucht!!!
MK (grinst): Ach, so ist das? Kann ich den Paragraphen noch einmal genauer überprüfen?
Hä? Wie jetzt?
MH (verwirrt): Äh welchen jetzt?
MK (haucht ihr ins Ohr): Dich!
Oh mein Gott!!!

Und schon spürte sie seine heißen Küsse auf ihrer Haut und konnte nicht mehr klar denken. Maria gab sich ihm wieder voller Liebe und Leidenschaft hin. Medhi kroch schon unter die Decke und wollte südlichere Gefilde ansteuern, als es plötzlich an der Tür klingelte. Verwundert schaute er Maria an, die sich mit der flachen Hand gegen die Stirn schlug... Scheiße!!!



Tja, wer da wohl stört? Immer wenn es gerade spannend wird!

Lorelei Offline

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03.02.2010 15:35
#342 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

MK (verwundert): Wer ist das?
Scheiße, wie konnte ich das denn vergessen? Ich bin so blöd!
MH: Herr Schwarzbecher.
MK: Wer?
MH: Unser... also mein Vermieter.
MK: Und was will der jetzt hier?
MH: Wir sind mit ihm um 9 Uhr hier in der Wohnung verabredet.
Was?
MK: Bitte? Aber woher wusste er, dass wir hier sein würden?
Oh Gott!!!
MH (beschämt): Äh ja, das ist so... also...
Oh!!! Sie hat das alles geplant oder? Sie hat ganz genau gewusst, dass ich ihr nicht widerstehen kann. Das Luder!
MK (grinst): Maria, sag mal, kann es sein, dass du das alles hier so geplant hast?
Oh nein! Wo ist das nächste Mäuseloch zum Verkriechen? Wie peinlich!!! Ein echtes Eigentor Maria. Was hab ich mir nur dabei gedacht? Du bist so verrückt nach ihm, dass du hier so ein Theater veranstaltest. Was soll er denn jetzt von mir denken? Du bist so blöd, Maria Hassmann!!!
MH: Naja... äh ...
Also doch! Die Arme, wie sie sich windet!! Hätte nicht gedacht, das ihr mal etwas peinlich sein würde. Aber das muss es doch nicht. Also ich fand das schon alles schön und aufregend und so. Sollte man unbedingt mal wiederholen!!!
MK (grinst): Verstehe! Dann sollte wir uns wohl schleunigst anziehen, das Chaos verstecken und ihn dann mal so langsam reinlassen oder? Nicht, dass er noch auf dumme Gedanken kommt.
Oh Gott!!
MH: Ja.

Und das taten sie dann auch. In Windeseile waren die beiden wieder angekleidet, auch wenn es bei Maria eigentlich nur wenig Stoff war. Die Decken, Kissen und der Picknickkorb, der übrigens nicht angerührt worden war, wurden in den Schränken der Einbauküche versteckt. Sie machten sich schnell noch zurecht. Medhi strich Maria durch ihre verwuschelten Haare. Sie zitterte...

MK: Kann es sein, dass dir ein wenig kalt ist?
MH: Ja.
MK (grinst): Dann hättest du dir wohl mehr anziehen sollen was?
Obwohl ... nee, eigentlich nicht! Is eigentlich genau richtig so. Da wird einem allein schon vom Hinschauen warm. Aber für sie ist es schon blöd. Naja, das hat sie nun davon, mich hier so zu verführen! Da muss ich sie wohl später noch mal wärmen! Oh ja, das mache ich.
MH: Sehr witzig, Medhi Kaan!
MK: Ja, finde ich auch.
Na toll, jetzt macht er sich über mich lustig! Super!
MH: Aber du hattest ja auch was davon, nicht?
MK: Äh ja.
Und wie! Ob sie das auch manchmal unter ihrem Kittel trägt? ... Medhi, Hormone runterschrauben!!! ... Jaaa!!!
MH: Also! Dann mach jetzt endlich die Tür auf. Wer weiß, was der sich schon denkt?
MK: Ist das nicht offensichtlich?
MH: Was? Oh Gott, seh ich irgendwie...
MK: Nein, alles perfekt. Wollte dich nur ein wenig aufziehen.
Boar Meeeedhi!!

Maria funkelte ihn böse an und öffnete die Tür. Mit einem aufgesetzten Lächeln begrüßte sie ihren Vermieter...

MH: Herr Schwarzbecher, entschuldigen Sie, dass wir Sie warten lassen haben. Aber ... äh wir hatten einen Notfall am Telefon und mussten aus der Ferne schnell ein paar Anweisungen geben. Wissen Sie, Medhi äh Dr. Kaan ist ja auch Arzt und äh...
Also schon süß, wie sie sich da rausredet. Schlagfertig ist sie ja. Bis auf das Dr. Kaan ist ja auch Arzt. Muss mich ganz schön zusammenreißen, nicht zu lachen.

Oh Gott, peinlich!!! Als ob der nicht wüsste, dass Medhi Arzt ist. Das hab ich ihm doch vorgeschwärmt. ... Dr. Kaan ist ja auch Arzt!!! Der Brüller echt Maria! ... Medhi verwirrt mich halt. Dass er vorhin schon wieder wollte und ... ach sein ganzer Charme. Ich werd schwach!!! ... Vielleicht sollte ich mich mal lieber konzentrieren. Sonst wird das hier noch peinlicher.


Eine viertel Stunde später verabschiedete sich Herr Schwarzbecher wieder. Maria schloss erleichtert die Tür hinter ihm und Medhi hielt den unterschriebenen Mietvertrag in der Hand... Auf in ein neues Leben! Es kann ja nur besser werden! ... Maria fuchtelte mit dem Wohnungsschlüssel vor ihm herum... Juhu!!! Er hat sie tatsächlich genommen.

MH (strahlt): Na, da darf ich dich ja jetzt offiziell als neuen Nachbarn begrüßen oder?
MK (grinst): Und wie sieht so eine Begrüßung unter Neunachbarn denn aus?
Oh Gott, wieso ist er denn heute so... äh so halt? Ich kann ihm nicht widerstehen. Wieso sollte ich auch? Wenn er so scharf auf mich ist. Muss man äh Frau ja ausnutzen, falls mal schlechtere Tage kommen. Also hoffentlich nicht! ... Maria, aufhören zu denken! ... Jaaaa!!!

Maria schaute ihn nur verschmitzt an und ließ ihren Mantel wieder fallen...

MK (grinst): Also wenn jede Begrüßung so aussieht, dann zieh ich doch gerne hier ein. Und gibst du mir jetzt auch meinen Schlüssel?
MH (verführerisch): Hol ihn dir doch!

Das tat er dann auch. Maria versuchte ihn noch vor ihm zu verstecken. Eine kleine Rangelei begann, aber Medhi war leider stärker als sie. Und so lagen sie sich schnell wieder in den Armen und setzten da an, wo sie in den frühen Morgenstunden aufgehört hatten. Leider klingelte dann irgendwann sein Handy...



Tja, immer wenn es gerade am schönsten ist. Blöde Sache, das mit den Handys was? Wer das wohl sein wird? Viel Spaß beim Knobeln. Ihr wisst ja wo. Eure Lorelei

Lorelei Offline

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03.02.2010 22:10
#343 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Dann werde ich mal das Rätsel auflösen. Kann ja eigentlich nur Eine sein oder? Viel Spaß mit dem neuen Teil. Liebe Grüße Lorelei



MH (flehend): Geh nicht ran!
MK (lächelt verschmitzt): Na ich muss. Hab eigentlich schon seit einer halben Stunde Dienst. Die fragen sich sicherlich, wo ich stecke.

Medhi kramte in seiner Hosentasche und holte sein Handy hervor... Scheiße!!! GABY!!! Die hab ich ja völlig vergessen. Oh Gott, wenn sie erfährt, wo ich gerade bin, was ich gerade gemacht habe, wenn sie überhaupt jemals etwas davon erfährt, die macht mich kalt!!! ... Ich kann doch da jetzt nicht rangehen oder? Ich meine..., aber wenn es dienstlich ist? Verflixt!... Scheiße, scheiße, scheiße!!! ... Ok, ruhig bleiben! Nichts anmerken lassen! Professionell bleiben! Aber was ist, wenn...? ... Medhi, du bist ein feiger, betrügerischer Hund! ... Supermotivation, Kaan! So lässt es sich doch locker telefonieren. ... Medhi zögerte, ranzugehen und starrte auf das Display...

MH (verwundert): Gehst du jetzt doch nicht ran? Wer ist es denn?
Den bring ich nämlich um, mich hier so abrupt aus seinen Armen zu reißen.

Scheiße! ... Ok, ich hab keine andere Wahl!
MK: Äh ja doch!

Er drückte schließlich die grüne Taste und stellte sich etwas abseits von Maria ans Fenster...

MK: Dr. Kaan!
G: Medhi, das weiß ich doch.
MK: Äh ja, was gibt’s?
G: Du hast mir gefehlt. Wo warst du letzte Nacht? Ich dachte, du kommst vielleicht noch mal bei mir vorbei. .... Verdammt!!! Ich hab’s gewusst! Sie ahnt etwas oder? Wie konnte ich nur? Wie konnte ich nur wieder bei Maria schwach werden? Äh genauso gut könnte ich fragen, wieso ich überhaupt bei Gaby schwach geworden bin. Hilfe!!! Medhi, jetzt ja nicht panisch werden, sonst bekommst du wieder deinen stressbedingten... Schade! Naja, jedenfalls ist hier gerade die Hölle los. Ich brauche dich!
Ok, es ist doch dienstlich! Gott sei dank!
MK (erleichtert): Was ist passiert?
G: Die Promis sind los.
MK: Bitte?
G: Deutschlands Top VIPs, naja wie man’s nimmt.
MK (genervt): Geht das auch auf deutsch und ohne dass man die letzte Bunte gelesen hat?
G: Was bist du denn so gereizt? Gestern Morgen warst du es auf jeden Fall nicht.
Oh Gott!
MK: Kommt da jetzt noch ne Antwort nach oder muss ich erst meinen Publikumsjoker anrufen?
G: Sehr witzig Medhi. Wusste gar nicht, dass in dir ein kleiner Comedien steckt?
Die Frau macht mich wahnsinnig!!!
MK: Schwester Gaaaaaaaaby!!!!
Scheiße, jetzt weiß Maria, mit wem ich telefoniere. Oh Gott, bitte, sie darf nichts merken.
G: Die Pochers und Beckers!
MK: Wer?
G: Medhi, liest du keine Klatschpresse?
MK: Nein!
G: Ok, die Sandy Meyer-Wölden und die Lilly Becker liegen in den Wehen.
MK: Scheiße!
G: Du sagst es. Du kennst doch sicherlich die Familiengeschichte der beiden? Der Becker ist vorhin schon auf den Pocher los. Der hatte wieder irgend so nen dummen Spruch gerissen und dann ham die gekabbelt und... ach egal. Es waren jedenfalls keine Privatpatientenzimmer mehr frei. Ich meine, bei beiden stand ja auch noch nicht der Termin an und jetzt liegen die beiden zusammen in einem Doppelzimmer. Ich konnte das ja auch nicht ändern. War kein anderes Zimmer mehr frei. Heute will anscheinend ganz Berlin ihre Kinder rausdrücken. Der Becker ist auf 180 und will dich schon verklagen, wenn du nicht bald hier aufschlägst. Wo zum Teufel steckst du? Du kommst doch sonst nie zu spät!
Mist! Mist! Mist!
MK: Äh sorry, ich bin sofort da. Wie weit ist der Muttermund?
G: MW drei Zentimeter, B liegt knapp vorn mit fünf Zentimetern.
MK: Scheiße!! Das kann noch Stunden dauern.
G: Ich weiß, bitte, beweg endlich deine süßen Hintern hierher!
MK: Ja doch!! Ist die Dr. Gerlach nicht da?
G: Doch! Aber die ist schon im Kreissaal eins. Die Zwillinge von der Huber.
MK: Verstehe! Bin in zehn Minuten da.
G: Schon? Aber vom Meier bis hierher sind es doch mindestens dreißig Minuten?
Scheiße!
MK: Äh... der Akku macht gleich die Biege. Bis gleich.

Er legte schnell auf... Geschafft!!! ... Medhi wischte sich den Schweiß von der Stirn. Maria schaute ihn verwundert an...

MH: Du musst los oder?
MK: Ja, anscheinend haben sich halb Berlin und die Highsociety entschlossen, heute ihre Kinder zur Welt zu bringen.
MH: Die Highsociety?
MK: Schau morgen in die Bild, dann weißt du mehr.
MH: Wer?
MK (grinst): Sei nicht immer so neugierig!
MH: Medhi!

Medhi hatte sich in der Zwischenzeit angezogen und stand bereits an der Tür...

MK: Bin dann mal weg! Ziehst du die Tür hinter dir zu?
MH: Ja, mach ich. Hab ja auch noch den Ersatzschlüssel!

Sie grinste ihn an und wedelte mit dem Schlüssel...

MK: Du Biest!!!
Sie macht mich wahnsinnig. Dass sie so hinterhältig ist? Da steh ich drauf!
MH (verführerisch): Darf ich den behalten?
Könnte ja irgendwann mal nützlich sein ne! Hihi!!
MK (grinst): Weiß nicht!
Den gebe ich aber nicht mehr her, Medhi!
MH (lacht): Ich dachte, du hast es eilig!
MK: Scheiße ja! Darüber reden wir noch! Ciao!
Ich gebe den trotzdem nicht mehr her!
MH: Tschüß!!

Und schon fiel die Tür ins Schloss. Maria sank auf die Kissen zurück, die auf dem Boden lagen und betrachtete verträumt den Schlüssel in ihrer Hand... Ich hab ihn oder? Den Schlüssel zu seinem Herzen! ... dachte sie verliebt grinsend und kuschelte sich in die Decke, die noch immer nach seinem Aftershave roch. Sie sog seinen Duft ein und schlief schließlich in Dr. Kaans neuem Reich ein.



Tja meine Lieben, hat Maria ihn wirklich schon am Haken? Zumindest stehen ihre Chancen nicht schlecht. Aber auch Gaby hat noch alle ihre Trümpfe in der Hand. Denn so schnell wird sich Dr. Kaan sicherlich nicht entscheiden, wenn er sich überhaupt entscheiden will. Sagen wir mal so, es steht 1:1. Medhis Frauengeschichten werden jetzt erst mal für eine Weile hinten angestellt, denn im Leben von Marc Meier gibt es ja auch noch so eine Sache die unbedingt geklärt werden müsste und die werden wir in langsamen Schritten als nächstes angehen. GLG Lorelei

Lorelei Offline

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04.02.2010 13:47
#344 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Ihr könnt es euch sicherlich schon denken, wir nähern uns mit großen Schritten wieder der Familiensaga der Meiers. Aber bis es wirklich soweit ist (und das wird dann kein Zuckerschlecken!!!), habe ich für euch noch ein paar lustige Episoden zur Auflockerung. Heute kommt etwas Verrücktes fürs Zwerchfell von unserer crazy Nurse, Spindknackerin, Kupplerin, Hanfteeköchin, Hellseherin und Tratschtante, kurz von unserer Stasi-Sabsi! Sabine ist doch in letzter Zeit viel zu kurz gekommen, deshalb auch mal wieder mehr von ihr. Viel Spaß! Eure Lorelei



Am Montagmorgen betrat eine gut gelaunte Dr. Gretchen Haase das Stationszimmer der Chirurgie, wo sie wie immer von einer aufgeregten Schwester Sabine stürmisch begrüßt wurde....

S (hyperaktiv): Frau Doktoooor, Frau Doktoooor, da sind Sie ja endlich!!!
Juhu!!! Schwester Sabine! Wie kann man eigentlich um die Uhrzeit schon so fröhlich sein?
G (leicht genervt): Äh ja, guten Morgen Schwester Sabine! Sie wissen aber schon, dass ich heute mit dem Rössel unterwegs bin?
Hä? Wieso denn mit dem Rössel? Großer Gott, die können sich doch nicht schon wieder gestritten haben? Wieso machen die sich das denn immer so schwer? Aber in meinen Karten stand doch gar nichts Auffälliges, außer vielleicht, dass es ein wenig Unruhe geben würde, aber die hat ja andere Hintergründe, glaube ich.
S: Oh ja, das habe ich in der ganzen Aufregung ganz vergessen.
Aufregung? Sie ist doch immer aufgeregt. Oder ist schon wieder Vollmond?
G: Aha! Was sind Sie denn heute so aufgedreht, Sabine? Ist der neue Dr. Rogelt rausgekommen oder was?
S (lacht): Was? Nein, Frau Doktor, der kommt doch erst in zwei Monaten heraus. Aber ich habe mir natürlich schon ein Exemplar im Internet bei Amazonas vorbestellt. Soll ich Ihnen auch eins reservieren?
Oh Gott, bitte nicht! Reicht schon, dass die verrückte Autorin meine Schwiegermutter in spe ist.
G: Nein danke, Schwester Sabine, das ist wirklich nicht nötig. Ich lese so etwas ... Bescheuertes ... nicht. Das wissen Sie doch.
S: Oh! Aber jetzt, wo Sie doch quasi mit der Frau Fisher verwandt sind, da müssen Sie doch...
G: Sabine, ich muss schon mal gar nichts. Also lassen wir das Thema.
Wäre ja noch schöner! Am Ende verlangt die noch, dass ich Korrektur lese. Nein danke!
S (enttäuscht): Na gut.
G: Und was steckt nun hinter Ihrer guten Laune?
S (legt sich den Finger auf die Lippen): Psst!!! Frau Doktor, das darf ja eigentlich niemand wissen.
Oje, was kommt denn jetzt?
G: Sie machen es aber spannend.

Sabine zog ihre Kollegin in die hinterste Ecke des Stationszimmers und flüsterte ihr aufgeregt ins Ohr...

S: D...D...Der Pocher ist im Haus!!!
G: Wer?
S: Na der Pocher!
G: Und wer soll das sein?
S: Frau Doktor, Sie kennen den doch. Latenight. Komiker.
G: Äh nein, sagt mir jetzt nichts.
S: Na der, der immer den Vollidioten spielt.
Keine Ahnung! Aber ich tue mal so, sonst hört die ja nie auf.
G (gespielt überrascht): Ach der!!!
S: Genau!
G: Ja und?
S: Aber Sie dürfen das nicht weitererzählen, sonst bekomm ich eins auf die Mütze.
Mach ich ganz bestimmt nicht! Warum auch? Bin ja keine Tratschtante. Den Job hat ja jemand anderes inne.
G: Versprochen!
S: Also die Schwester Hilde hat gemeint, dass die Schwester Nikola gesagt hat, dass Schwester Sigrun gehört hat, wie die Schwester Gaby am Telefon zu Dr. Kaan gesagt hat...
Boar, man kann es auch kompliziert machen oder?
G (verdreht die Augen): Schwester Sabine, Sie faseln!
S: Oh, tut mir leid, also äh er wird Vater.
G (schockiert): WAS? MEDHI?

Oh Gott!!! Das kann nicht sein!!! Wie...wie konnte das denn passieren? Und wen hat er...? Ist Anna etwa schwanger abgehauen und er hat das jetzt herausgefunden oder was? Moment mal... Schwester Gaby hat ihm das gesagt, aber das heißt ja... So ein Blödsinn! Medhi hat doch nichts mit Gaby!!! Nie im Leben!!!

S (fuchtelt wild mit den Händen): Nein! Also Frau Doktor, Sie haben mir nicht richtig zugehört. Der Pocher wird Vater!

Oh Gott, jetzt fällt mir aber ein riesiger Stein vom Herzen! Gretchen manchmal bist du echt dumm wie Stroh! Als ob Medhi jemanden geschwängert hätte. Der hat doch gar keine Freundin. Also soviel ich weiß. Das würde er mir doch erzählen oder? Und Maria, seine so genannte „Affäre“, die sah jetzt nicht so aus, als ob sie gleich ein Kind kriegen würde. Außerdem hat Medhi genug andere Baustellen, um die er sich erst einmal kümmern müsste.

G (sichtlich erleichtert): Gott sei dank!!! Alles andere wäre jetzt echt verrückt gewesen.
S (quietscht vor Lachen): Stimmt! Aber das darf niemand wissen, weil äh die von der Bild, die lungern schon.
G: Wie? Wer lungert?
S: Na die Papafritzen!
G: Die wer?
S: Na die mit den großen Objektiven.
G: Hä?
S: Mit den Kameras.
G: Oh, Sie meinen Paparazzis?
S: Sag ich doch!
Äh nein! Aber ich sag mal lieber nichts dazu!
G: Sonst noch was?
S: Ja!
Hätte ich doch bloß nicht gefragt!
G: Was, Schwester Sabine? Dr. Rössel wartet sicherlich schon auf mich.
S: Der Becker!
G: Sabine, ich habe jetzt wirklich keine Zeit zum Frühstücken. Das können wir gerne später nachholen, ok?
S: Wieso frühstücken?
G: Sie haben Bäcker gesagt!
S: Ja, habe ich.
G: Und?
S: Der wird auch Vater.
G: Was echt? Unser Bäcker wird Vater? Wusste gar nicht, dass der ne Freundin oder ne Frau hat? Außerdem, der ist doch schon mindestens siebzig oder?
S: Siebzig? Der Becker? Der ist doch höchstens vierzig!
G: Was? Herr Möbius ist doch nicht mehr vierzig.
S: Welcher Herr Möbius? Ich habe doch Becker gesagt.
G: Na der Herr Möbius von unserer Stammbäckerei.
Was? Also die Frau Doktor steht heute wirklich auf dem Schlauch!
S (lacht): Nein, der Boris Becker!
G: Oh, der?!

Wen interessiert’s? Den konnte ich noch nie leiden. Also mich interessiert da ja eher die Hollywood-Prominenz, also so der George und der Brad oder der Robbie, auch wenn der jetzt kein Schauspieler ist, aber wenn die mal hier auftauchen würden, also da würde ich schon gerne die Erstversorgung übernehmen. Hihi!!

S: Also auf der Gyn ist deshalb die Hölle los. Gaby musste ihre Frauen in einem Zimmer unterbringen. Und jetzt geht der Becker immer auf den Pocher los. Ein Tohuwabohu sag ich.
G: Wieso?
S: Na weil der doch seine Ex-Verlobte geschwängert hat.
G: Der Becker?
S: Nein, der Pocher! Haben Sie das nicht gehört? Der Becker wollte doch erst die Sandy in Wetten dass? heiraten, aber dann hat er sich umentschieden und seine Ex-Freundin zurückgenommen und geheiratet. Die sieht übrigens genauso aus wie seine Ex-Frau, die Naddel. Naja jedenfalls hat der Pocher dann seine Freundin, die Bätschelorette, für die Sandy verlassen und gleich geschwängert.
Oh Gott, und ich dachte, mein Leben sei schon kompliziert!
G: Aha!
S: Ja, und jetzt liegen beide Frauen in den Wehen. Bei uns im EKH! Also ich wusste gar nicht, dass Dr. Kaan so ein prominenter Frauenarzt ist.
Ich auch nicht!
G: Äh ja, er ist halt der Beste ne!?
Muss Marc aber nicht wissen!

...

Lorelei Offline

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04.02.2010 23:00
#345 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Zur späten Stunde noch ein kleiner Nachschlag von unserer Stasi-Sabsi. Viel Spaß!!!




S: Ja, das stimmt. Und wie geht es Ihnen? Sie strahlen so!
G (lächelt verlegen): Oh! Echt?
Fällt das echt so auf? Aber ich kann halt nach DEM Wochenende einfach nicht mehr aufhören zu grinsen. Das war ja auch sooooooooooo schööööööööön. Einfach alles. Hach... Seufz...Träum...
S: Ja! Sind Sie glücklich mit dem Herrn Doktor?
Oh Gott! Jetzt kommt die mir auch noch so. Sie hat definitiv viel zu viel Zeit mit meiner Mutter verbracht!!
G: Äh ja natürlich.
S (verträumt): Hach... das ist ja soooooo schööön! Sie sind ja auch soooooooo ein schöööööööööönes Paar. Das hab ich immer gewusst!
G: Ja äh, das sagten Sie bereits.
Peeeeiiinlich!
S: Ja, das haben mir ja auch meine Karten verraten.
Oh Gott!! Hilfe!! Hol jetzt bitte nicht die Karten raus, Sabine!
G: Das sagten Sie auch schon.
S: Und der Herr Doktor ist auch viel netter geworden. Ich hab jetzt sogar manchmal pünktlich Feierabend.
G: Ja ähm schön!
Ich muss hier raus!
S: Hatten Sie denn ein schönes Wochenende, Frau Doktor? Ich musste ja leider arbeiten. War schönes Wetter nicht?
Oh nein, sie hört nicht auf!
G: Ja!
Äh glaube ich jetzt mal. Waren ja nicht weiter draußen. Hihi!
S: Und?
Was will sie denn hören, dass wir den ganzen Sonntag im Bett lagen und so Einiges angestellt haben? Oh ja und was er so alles mit mir angestellt hat! ... Äh jetzt nicht wieder träumen, Gretchen, sonst wird es wirklich noch peinlich hier.
G: Na schön halt!
S: Mit dem Dr. Meier?
Also manchmal ist sie echt dumm wie Stroh!
G: Äh ja mit wem sonst?
S: Schön!
G: Ja schön! Ich muss dann so langsam mal los.
S: Wieso sind Sie denn heute eigentlich im Team vom Dr. Rössel?
Oh nein! Kann ihr ja kaum das von Marcs Vater erzählen. Dann macht mich Marc zur Schnecke.
G: Hat sich so ergeben. Marc äh Dr. Meier macht doch heute nur Aktenkram und ich muss ja noch meinen OP-Katalog voll kriegen.
S: Ach so, aber es stehen doch gar keine OPs heute an.
Upps!!! Stasi-Sabsi ermittelt!
G: Äh ja kann ja noch kommen. Jedenfalls muss ich mich auch noch um meine Patienten auf der IS kümmern.
S: Ach, meinen Sie diesen attraktiven amerikanischen Professor?
Woher weiß sie das denn schon wieder?
G: Äh auch!
S: Wissen Sie, ich hatte ja gestern Dienst auf der IS. Schwester Klara hat sich doch den Zeh gebrochen beim Inline-Skaten, also das ist ja mal überhaupt kein Sport für mich, jedenfalls bin ich für sie eingesprungen.
G: Ja und?
S: Dieser Herr Mayor, der erinnert mich irgendwie an jemanden. Ich weiß auch nicht.
Hilfe!
G: Professor Oliver Mayer!
S: Ach ja, genauso heißt er. Finden Sie nicht auch, dass er irgendwie Ähnlichkeit mit...
RAUS, Gretchen, RAUS!!!!
G: Sabine, ich muss dann mal. Tschüß!!!

Und schon war Dr. Haase aus dem Stationszimmer verschwunden, in dem eine verwirrte Sabine Vögler zurückblieb, die sich hektisch umschaute...

S: ... mit dem Herrn Doktor hat?
Äh huch, wo ist sie denn jetzt hin? Also diese Ärzte immer im Stress!!!

Sabine setzte sich an den Tisch in der Mitte des Zimmers und holte zum einen ein Brötchen aus der Bäckerei Möbius als auch den letzten Dr. Rogelt Band, „Twilight 2. Liebesgrüße aus Transsilvanien“, aus ihrer Tasche heraus. Sie biss genüsslich in ihr Brötchen und begann dabei zu lesen... Und er biss sich in ihren Hals fest und saugte ihr Blut... Sie stöhnte laut auf ... Boar Wahnsinn!!! ... Und Sabine biss erneut von ihrem Brötchen ab. Etwas rote Marmelade blieb an ihrem Mundwinkel hängen.

Lorelei Offline

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05.02.2010 10:19
#346 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Guten Morgen! Nachdem ich gestern eure Lachmuskeln so überstrapaziert habe, gibt's heute was fürs Herz! Aber nur was Kleines! Viel Spaß!!! Eure Lorelei



Gretchen Haase huschte derweil bereits über die Gänge der Chirurgie in Richtung Aufzug.... Bloß weg von Sabine. Wie kommt die nur darauf? Ich hab nie etwas gesagt. Und Marc bestimmt auch nicht. Hat die den siebten Sinn oder was? Oh Gott, das gibt erst ein Theater, wenn die herausfindet, dass das sein Vater ist. ... Sie war so in Gedanken versunken, dass sie gar nicht bemerkte, dass ihr seit ein paar Metern jemand hinterherlief. Am Fahrstuhl angekommen, konnte die Person sie endlich am Arm packen und herumwirbeln. Gretchen schrie erschrocken auf...

G: Marc Meier!!! Hast du sie noch alle?
M (grinst): Ja, jetzt schon.

Und schon presste er seine warmen Lippen auf ihre. Sie konnte ihm einfach nicht widerstehen, legte ihre Arme um seinen Hals und so knutschten sie eine Weile ausgiebig herum, bis Gretchen wieder zu Bewusstsein kam und merkte, dass sie mal wieder in aller Öffentlichkeit die Beherrschung verloren hatte...

G: Marc, nicht hier ja!
M: Wieso denn nicht?
G: Wenn mein Vater uns sieht?
M: Na und? Der weiß doch, dass wir uns lieben und da wird doch der ein oder andere Kuss erlaubt sein.
G: Aber nicht so einer, bei dem du mir gleich wieder die Klamotten vom Leib reißt.
Hmm... geile Idee!!!
M (grinst): Ach? So hast du das empfunden? Hmm... eigentlich gar keine schlechte Idee. Komm, lass uns im Aufzug verschwinden und ... na du weißt schon.
Hat der sie noch alle?
G: Maaaarc!!!
M: Hab dich doch nicht so!
G: Marc, der Rössel wartet schon auf mich. Ich muss wirklich los.
Na toll und schon ist die Stimmung dahin. Meier Junior hat sein Fahrwerk wieder eingefahren. Scheiße!!!
M: Also das gefällt dem Dr. Meier aber gar nicht, dass seine Assistenz ihm heute ihren Dienst verweigert und stattdessen lieber dem Rössel hinterherdackelt.
G: Bitte?
M: Du hast schon verstanden.
G (grinst): Sag mal, kann es sein, dass du mich vermisst?
Das hättest du wohl gerne, dass ich das zugebe. Aber das wird niemals geschehen!
M: Nö!!! Überhaupt nicht!!! Wollte nur ne kleine Nummer schieben!
GGGGGGGRRRRRRR!!! Machoarsch!!! So nicht, mein Lieber!!!
G (empört): Boar Marc, du müsstest dich mal hören!!!
M: Jetzt sei doch nicht gleich wieder beleidigt.
G: Na wenn du mir so kommst, wenn ich dir ne harmlose Frage stelle.
Harmlos? Bei dir ist keine Frage harmlos, Haasenzahn. Werd trotzdem mal zu Kreuze kriechen, sonst bekomm ich sie heute gar nicht mehr in den Aufzug... äh in die Kiste und so. Seufz... Was tut man(n) nicht alles für die Liebe?!
M (verdreht die Augen): Sorry, war nicht so gemeint!
Geht doch! Doch noch ein Rest Manieren da.
G: Und?
M: Was willst du denn noch?
G: Marc, ich hab dich was gefragt.
M (grinst): Ach?
G: Maaaaarc!!
Mein Gott, die Frau macht mich wahnsinnig!!!
M (lächelt verschmitzt): Und wenn es so wäre?
G (lacht): Ich vermisse dich auch, Marc!

Gretchen gab ihm noch einen kurzen Abschiedskuss und verschwand schnell im Aufzug, dessen Türen sich gerade geöffnet hatten. Marc konnte gar nicht so schnell reagieren. Die Türen schlossen sich schon wieder. Gretchen grinste ihn noch an und winkte mit der Hand, dann waren die Türen auch schon geschlossen... Das Biest!!!

Lorelei Offline

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05.02.2010 16:37
#347 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Hier habe ich eine weitere lustige Episode mit unserer herzallerliebsten Schwester Sabine. Der Leidtragende diesmal ist kein Geringerer als Dr. Marc Meier. Der Arme hat heute aber gar keinen guten Tag! Das ist nur der Auftakt zu einer ganzen Reihe unschöner Momente für ihn. Viel Spaß! Freu mich immer über eure Kommis. Danke! LG Lorelei.



Dr. Meier war dann doch ein wenig enttäuscht darüber, dass er heute nicht mit seiner bildschönen, talentierten und besten Assistenz zusammenarbeiten würde, was er aber niemals offen zugeben würde. Er beschloss, sich erst einmal aus dem Stationszimmer einen Kaffee zu holen und dann irgendwie den quälendlangen Tag in seinem Büro mit Aktenarbeit über die Runden zu kriegen. Im nächsten Moment verfluchte er sich schon für diese Entscheidung, denn als er das Schwesternzimmer betrat und grimmig einen Kaffee verlangte, sprang ihm eine ekelhaft fröhliche Schwester Sabine entgegen, die ihm freundlich begrüßte...

S (hibbelig): Herr Doktor, Herr Doktor, einen wunderschönen guten Morgen!
Herr Gott, wieso strafst du mich heute so? Die Laune von der ist ja mal überhaupt nicht zu ertragen!!! Ich könnte kotzen!!
M (genervt): Dito! Kaffee, Kaffee, Kaffee!!!! Aber ZZ!!!
S: Aber natürlich, Herr Doktor. Ich habe gerade Frischen aufgesetzt, müsste gleich durch sein.
Scheiße, jetzt muss ich auch noch warten! Was für ein beschissener Tag heute!!!
M (grummelig): Hmm.

Gelangweilt und genervt setzte er sich auf den Hocker am Tresen, möglichst weit weg von seiner Stationsschwester, in der Hoffnung nicht noch mehr von ihr zugequatscht zu werden. Aber Sabine wäre nicht Sabine, wenn sie nicht genau das machen würde...

S: Ach Herr Dr. Meier, Sie wissen ja gar nicht, was hier heute Morgen schon los war.
Als ob mich das interessieren würde. Kann die nicht einfach ihre blöde Klappe halten?
M: Ich will es auch gar nicht wissen.
S: Das Telefon klingelt ununterbrochen.
M: Na dann ziehen Sie eben den Stecker raus.
Dumme Nuss!
S: Aber das geht doch nicht. Was ist, wenn ein Notfall reinkommt?
M: Na dafür ist ja auch die Notaufnahme zuständig und nicht wir.
Das wäre ja auch noch schöner! Bin froh, dass ich in den nächsten Tagen keinen Dienst da schieben muss. Obwohl... ein paar Beine oder Arme abtrennen, da hätte ich schon Bock drauf. Irgendwas zersägen oder so. Am besten den notgeilen Sanitäter. Mit dem hab ich eh noch ne Rechnung offen, meinen Haasen immer so blöd anzumachen. Arschloch!
S: Äh ja... jedenfalls steht es nicht still. Wissen Sie, die von der Bild, die wollen ja unbedingt wissen, ob die Kinder schon da sind. Aber ich hab nichts verraten.
Hä? Hat die über das WE noch mehr Gehirnzellen verloren? Und ich dachte, da wäre eh schon nichts mehr da.
M: Welche Kinder? Und was für Bilder?
S: Na haben Sie denn die Pressemeute vor der Tür nicht gesehen?
M: Schon. Na und?
Gott wird doch immer so begrüßt!!!
S: Na die sind doch wegen der Babys da.
M (genervt): Sabine, was für Babys denn?
Als ob mich das interessieren würde. Wieso ist die verdammte Kaffeemaschine so langsam? Ich brauche KOFFEIN!!! JETZT!!!
S: Na die vom Pocher und dem Becker?
M: Der Möbius wird noch mal Vater? Meine Fresse! Das hätte ich dem alten Sack gar nicht zugetraut.
Naja mit Viagra geht und steht anscheinend alles!
S: Äh dasselbe hat die Frau Doktor auch gesagt.
M: Ach die war auch schon da?
S: Ja, sie hat die letzte Tasse Kaffee mitgenommen.
Ach so ist das? Du bist Schuld Haasenzahn!!! Wegen dir muss ich mir den Mist hier anhören!!! Das kriegst du alles wieder!!! Dem Oberarzt einfach den Kaffee klauen, echt!!! Das gibt Punktabzug in der Benotung!
M: Ach?
S: Aber ich meinte doch eigentlich den Boris Becker und den Oliver Pocher.
M: Wen?
Also wieso interessiert das denn hier keinen? Das sind doch wichtige gesellschaftliche Persönlichkeiten. Das muss die Welt doch erfahren oder?
S: Na Boris Becker, der Tennisspieler, und Oliver Pocher, der Komiker und Fernsehmoderator und was weiß ich noch.
Oh Gott, wer hat die denn hier reingelassen? Wahrscheinlich hat die Charité die nicht genommen. Die ham ja noch so was wie Anstand und Würde. Ja klar. Wer’s glaubt?
M: Ach die? Und was ist nun mit denen?
S (strahlt): Hach... die werden Vater. Ist das nicht schön?
Äh nee, ganz bestimmt nicht. Die armen Schweine! Da weiß man ja gar nicht, um wen man die Kinder mehr bemitleiden muss, ihre Publicity süchtigen Trottelväter oder ihre dummen, geldgeilen Muttertiere. Noch ne Generation von der Sippschaft muss nun wirklich nicht sein! Wozu gibt es denn Kondome? Naja, bei dem IQ von denen wohl auch dazu zu blöd gewesen!
M (gelangweilt): Äh wen interessiert’s?
S: Na mich.
Schon klar!!!
M: Seh ich so aus, als ob ich mich für Deutschlands Z-Prominenz interessieren würde?
S (verwirrt): Wieso Z?
M: Äh Z, der letzte Buchstabe des Alphabets, aber kennen Sie als Analphabetin wahrscheinlich nicht. Z wie ziemlich uninteressant und das Letzte, was Deutschland noch gebrauchen kann.
S: Sie müssen nicht beleidigend werden, nur weil die Frau Doktor heute auf einer anderen Station arbeitet.
M: Bitte?
Hat die den Arsch offen? Seit Haasenzahn hier arbeitet, denkt die dumme Pute, sie kann sich alles erlauben oder was?
S: Vermissen Sie die Frau Doktor?
M: Äh nein, wieso sollte ich auch?
Was geht die das an? Soll sich mal lieber um ihr eigenes Liebesleben kümmern. Ach nee, die hat ja keins, die hohle Nuss. Aber das heißt noch lange nicht, dass die hier weiterhin einen auf Amor machen muss. Das nervt!!!
S: Aber...
M: Sabine, gibt’s heute noch Kaffee oder muss ich bei Starbucks anrufen? Und wo sind die verdammten Akten für die Visite?
S: Äh direkt vor Ihnen auf dem Tresen wie immer.
Mist!!! Kann sie nicht mal für ihre Inkompetenz abmahnen! Scheißtag heute echt!
M: Oh äh ja, nicht gesehen.
S: Der Kaffee ist übrigens gleich durch.
M: Gott sei dank!
Und dann nix wie weg hier!
S: Sie sollten heute nicht so gereizt sein, Herr Doktor.
M: Bitte? Ich bin nicht gereizt!
S: Das wird ein guter Tag.
Oh Gott, was wird das denn jetzt? Sabsi die Wetterfee oder was? Nee!!!
M: Sagt wer? Der Wetterfuzzi im Radio oder was?
S: Na ich... äh naja ihr Horoskop und die Karten und so.
Herrgott, warum strafst du mich mit so ner blöden Kuh?
M: Bitte? Was geht Sie mein Horoskop an?
Als ob ich mich für diesen Voodookram interessieren würde? Oh Gott, nicht dass die so ne olle Puppe von mir hat, die sie mit Nadeln piesackt, wenn ich ihr mal wieder quer komme. Hab seit ein paar Tagen so ein Ziehen in der Schulter. Hilfe!!!
S: Na das lese ich doch immer.
Was? Die ist doch völlig gestört, die Alte.
M: Äh und wieso?
S: Na ich muss doch wissen, ob es Ihnen gut geht.
Definitiv nicht zurechnungsfähig!
M: Äh das sehen Sie doch auch so, da brauchen Sie nicht so nen Quatsch lesen.
S: Das ist kein Quatsch, Herr Doktor. Das ist todernst!
Und ob das Quatsch ist! Ist wahrscheinlich die Einzige, die sich diesen Astrosender reinzieht, wahrscheinlich auch die Einzige, die da immer anruft. Oh Gott, am Ende arbeitet die auch noch heimlich da!
M: Doch das ist alberner Hokuspokus. Außerdem sitzt da eh nur irgend ne verzweifelte Hartz4-Empfängerin oder Studentin oder was weiß ich wer, die sich für ein paar Kröten da ein paar alberne, sinnfreie Zeilen aus den Rippen leiert.
S: Ja, das mag vielleicht für die ganzen Frauenzeitschriften gelten, aber ich hole mir meine Horoskope von einer Professionellen.
Was??? Die ist irre!!! Die gehört definitiv in die Klapse!!!
M (grinst): Von ner Professionellen, schon klar! Und was sagt mein Horoskop? Ganz viel Sex in den nächsten Tagen ne?
S (errötet): Nein ... äh... nein ... äh....
M: Was? Kein Sex? Das glaube ich aber nicht. Also kann ihr Horoskop gar nicht stimmen.
Ich hatte, habe und werde ganz bestimmt sehr, sehr, sehr viel Sex haben!!!
S (stammelt verlegen): Ich ... ich ... äh ... also... die Horoskope ... äh die ... die erstellt eine ganz pro... pro... professionelle Wahrsagerin. Die... äh die hat das wirklich gelernt ... also äh... so beruflich halt ... äh in Rumänien ... bei ... bei den Zigeunern. Ist ... glaube ich ... selber eine. Eine sehr faszinierende Frau. Die liest Ihnen auch die Zukunft aus einer Glaskugel und aus dem Kaffeesatz ... oder waren das jetzt Teebeutel? ... äh ... hmm...
Oh Gott!!! Wahrscheinlich am Bahnhof Zoo in ner dunklen Ecke, am Gleis 9 ¾. Hahaha!!
M: Uhhhh, jetzt bekomm ich aber Angst!
S: Das müssen Sie nicht, Herr Doktor. Denn alles wird gut.
M: Aha!
S: Doch! Eine Versöhnung steht im Raum und Missverständnisse werden geklärt.
Was soll das denn jetzt heißen? ... Ey Meier, gar nicht darüber nachdenken!
M: So ein Blödsinn, Schwester Sabine! Erstens sind alle Missverständnisse bereits geklärt, zweitens muss ich mich mit niemanden versöhnen und drittens Sie lassen diesen ganzen Hokuspokus hier im Krankenhaus. Ist das klar!!! Wehe Sie kommen hier auf dumme Ideen und legen den Patienten die Karten oder so was.
S (ertappt): Aber woher wissen Sie?
Das ist jetzt echt nicht wahr oder? Ist die von allen guten Geistern verlassen?
M: Das ist jetzt nicht Ihr Ernst oder? Ich sage Ihnen das jetzt nur ein einziges Mal. Wenn ich Sie jemals wieder mit Karten oder Horoskopen oder anderem Zauberkram hier oder in einem Patientenzimmer erwische, dann fliegen Sie. Ist das klar! Das ist ein seriöses Unternehmen und keine billige Daily Soap!
Oh Gott, ich hör mich schon an wie der Professor! Definitiv zu lange bei den Haasen gewesen. Kommt nicht noch mal vor. Obwohl... der autoritäre Ton, ja, der steht mir eigentlich ganz gut ne!?
S (eingeschüchtert): Aber .... aber ich wollte doch nur...
M: IST DAS KLAR???
Hmm... hat auch immer wieder was Beruhigendes, die Stasi-Sabsi auflaufen zu lassen!!! Dann hält sie wenigstens die nächsten Tage ihre Klappe! Juhu!!!
S: Aber ihre Zukunft?
M: Die ist gesichert.
S: Ja, das wollte ich Ihnen auch sagen.
M: Äh ... wie dem auch sei, Sie lassen den Scheiß! Das können Sie von mir aus zuhause machen, auf dem Hexentanzplatz oder in nem Zelt aufm Alex oder was weiß ich wo, aber HIER NICHT. Und ich will jetzt endlich meinen KAFFEE, VERDAMMT!!!
S: Jawohl, Herr Doktor.

Sabine gab ihrem Oberarzt schließlich eine Tasse Kaffee in die Hand und er verschwand sofort aus dem Wahrsagerzelt... Alle irre heute! Echt! Kann man hier nicht mal in Ruhe nen Kaffee trinken? ... Nein, konnte man nicht, denn im nächsten Moment hörte er auch schon eine ihm nur allzu bekannte Stimme. Er ließ seinen Kopf hängen... Scheiße!!!

...

Lorelei Offline

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06.02.2010 12:40
#348 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Danke für die lieben Kommis!!! Freu mich riesig, dass euch die letzten Teile so gut gefallen haben. Dann werde ich jetzt mal nachlegen. Es bleibt spaßig. Also für uns. Für ihn nicht. Ihr lagt schon ganz richtig mit eurer Vermutung, wer der Quälgeist sein könnte. Na hört ihr sie schon rufen? Das zarte, sanfte Stimmchen. Naja, wohl eher das Gegenteil. Marc hat aber auch ein Glück heute! Ihr wisst ja, wo ihr tröstende Worte für ihn hinterlassen könnt.



Elke Fisher rannte keifend und mit ihrer Handtasche wedelnd auf ihren Sohn zu, der sich zwar noch hektisch nach einem Versteck umschaute, aber dazu war es schon zu spät, denn sie erreichte ihn bereits schwer atmend...

E: Marc Olivier!!! ... Da bist du ja!
Womit hab ich das nur verdient?
M (verdreht die Augen): Mutter!
E (atemlos): Junge ... deiner Mutter ... geht es gar nicht gut! ... Es geht mit mir zu Ende!
M (grinst): Gut zu wissen! Hast du schon dein Testament verfasst?
E: Marc Olivier, das ist nicht witzig.
Doch ist es! Definitiv ein schwerer Fall von Hypochondrie.
M: Mutter, noch mal zum Mitschreiben, NENN MICH NICHT OLIVIER JA!! Sonst geht’s wirklich mit dir zu Ende!
E: Junge, was bist du denn so gereizt?
M: ICH BIN NICHT GEREIZT!!!
E: Hat das etwa mit dieser unsäglichen Person zu tun?
Das ist jetzt nicht wahr oder? Sie kann es nicht lassen!
M: NEIN, VERDAMMT!
E: Wirklich? Junge, du musst mir doch sagen, wenn dich etwas bedrückt, wenn sie dir weh tut, dir das Herz bricht, dir ein Kind unterschiebt, dich zur Hochzeit zwingt, mit deinem hart verdienten Geld abgehauen ist...
Ich bring sie um!!! Das wäre dann eindeutig Notwehr. Sonst würde ich nämlich aus dem nächsten Fenster springen.
M (aufgebracht): MUTTER, STOPP!!! ES REICHT!!! Gretchen ist nicht Gaby. Sie ist ein herzensguter Mensch. Ich dachte, das hättest du langsam mal kapiert.
E: Ja, aber...
M: Ich liebe sie verdammt noch mal. Wieso... ey wieso kapierst du das nicht? Wir haben uns nicht getrennt, falls du das gedacht hast oder hoffst oder was auch immer, und das werden wir auch in Zukunft nicht. Also hör verdammt noch mal auf, sie ständig schlecht zu machen! Das hat sie nicht verdient.
E (verdreht die Augen): Is ja gut! Ich dachte nur, weil...
M: Ja klar! Das Denken solltest du mal lieber denen in unserer Familie überlassen, die sich damit auskennen. Also was zum Teufel willst du hier? Hat Medhi mal wieder deine Untersuchungsergebnisse vertauscht oder warum keifst du hier so rum?
E: Nein, wie kommst du denn darauf? Ich war doch erst letzte Woche bei Dr. Kaan. Alles in Ordnung.
M: Mutter, es interessiert mich nicht, wie weit deine Menopause vorangeschritten ist.
E: Meine was?
M: Mutter, schreibst du nicht irgendwelche Ärzteschmonzetten? Ich dachte, da wäre dir der ein oder andere Begriff so langsam mal geläufig. Willst du nicht dein Tonband mitlaufen lassen? ... Menopause, Wechseljahre, Zysten usw. ... alles Themen, die doch super in dein neuestes Werk „Sex im Alter“ passen würden.
Hahaha!!! Treffer versenkt!!
E (schnaufend): Marc Olivier, ich bin nicht in den Wechseljahren!!!
M (grinst): Natürlich!
E: Ich bekämpfe sie.
M: Ja klar, mit Botox oder was? Aber bei deiner letzten Behandlung muss irgendetwas ganz schön schief gelaufen sein. Seitdem hast du so ein komisches Zucken über dem linken Auge.
Hahaha!!!
E: Marc Olivier!!!! So lasse ich nicht mit mir reden!
M: Ich auch nicht!

Beide verschränkten die Arme und drehten sich eingeschnappt voneinander weg. Nach einigen Minuten hatte Elke ihre Fassung wieder gefunden...

E: Marc?
Oh!!! Sag bloß, sie hat es mal kapiert? Ein historisches Datum! Wo ist mein Blackberry? Muss ich gleich twittern! Ich hab meinen richtigen Namen wieder. Halleluja!!!

Er drehte sich wieder zu seiner Mutter herum...

M (genervt): Was Mutter?
E: Das Manuskript!
Ich hab’s gewusst. Sie interessiert sich nen Dreck für dich und dein Leben. Es geht immer nur um sie und ihren Mist. Ich hasse es!!!
M (verdreht die Augen): War ja klar, dass du mal wieder etwas von mir willst.
E: Junge, du hast es schon lange genug, ich brauche die Korrektur bis morgen.
M: Bitte? Was für ein Manuskript denn?
E: Das kannst du doch nicht vergessen haben? Das, das ich dir letzte Woche gegeben habe.
M: Äh ja.
Upps!!! Scheiße, vergessen!! Na und?
E: Vielleicht solltest du dir nicht so oft von deiner blonden Assistenzärztin den Kopf verdrehen lassen.
Und ob ich mir von ihr den Kopf verdrehen lasse. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde!!! Den Rest meines Lebens wird sie das tun.
M: Sie hat auch einen Namen.
E: Egal! Was ist nun mit dem Manuskript?
M: Wolltest du das nicht erst am Freitag haben?
E: Ja, aber Renate macht Druck. Kennst sie ja. Die Vampirgeschichte hat eingeschlagen wie eine Bombe und die wollen die Fortsetzung so schnell wie möglich herausbringen.

Oh Gott, die haben doch alle nen Schuss weg, dass die sich so nen Mist reinziehen. Vampir unterdrückt seinen Sextrieb äh nee Bluttrieb für so ein dummes kleines unscheinbares Mauerblümchen mit Kulleraugen. Ja klar!! Unglaubwürdig!! Die bildungsfremden Tussis nehmen meiner Mutter wirklich alles ab, auch dass dem Rogelt das abgehakte Bein, das irgendwo am Kilimandscharo vermodert ist, nachgewachsen ist, seitdem der als Vampir durch die Schlösser Transsilvaniens fegt und Jungfrauen flachlegt. Also echt... ohne Worte!!!

M: Na und? Was geht mich das an?
E: Junge, ich bitte dich! Es geht schließlich auch um dein Erbe. Ich kann dich immer noch aus meinem Testament streichen.
M (verdreht die Augen): Na gut, ich kann dir aber nichts versprechen. Hab noch ne wichtige OP vorzubreiten und...
E: Morgen Abend!
M (genervt): Ja doch!
Boar, der kann man es auch nie recht machen. Ich hasse es!

E: Wo warst du eigentlich das ganze letzte Wochenende? Du warst nicht zu erreichen. Und zuhause warst du auch nicht.
Die war bei mir? Is ja mal was ganz Neues.
M: Seit wann interessiert dich das denn?
E: Ich bin deine Mutter!
M: Davon hab ich aber noch nie etwas gemerkt.
E: Marc Olivier!
M: Elke!!!
E: Jetzt komm mir nicht so!
M: Na wenn du mir so kommst!
E: Bekomme ich nun noch eine Antwort oder nicht?

Als Marc sah, wer gerade am Ende des Ganges entlanglief, kam ihm eine Idee, wie er seine Mutter definitiv auf die Palme bringen und damit auch loswerden könnte...



Tja, was hat er jetzt vor und wen hat er da wohl gesehen? Die Person wird jedenfalls gleich auch noch zu der netten Familienrunde stoßen. Viel Spaß beim Knobeln und noch ein wunderschönes WE wünscht euch Lorelei.

Lorelei Offline

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06.02.2010 20:42
#349 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Na dann will ich euch den zweiten Streich Fisher vs. Meier nicht mehr länger vorenthalten. Viel Spaß und schönen Abend noch. Eure Lorelei.




M (grinst): Du willst also wirklich wissen, wie ich mein Wochenende verbracht habe?
E: Natürlich! Was fragst du denn jetzt so?
M (grinst): Na dann! Ich habe eine sehr schöne Zeit mit meinen ... Schwiegereltern verbracht.
Hahaha!!! Soll ich schon mal den Defi holen, Mutter? Meier, genialer Schachzug!

Die Farbe entwich aus Elkes Gesicht. Schockiert krallten sich ihre Fingernägel in ihr Gucci-Täschchen...

E (bleich und mit Schnappatmung): Du hast... WAS?
M: Hab ich doch gesagt. Ich war bei meinen Schwiegereltern.
E: Das ist nicht dein Ernst?
M (grinst): Doch!
Zu geil!! Wie die kuckt!!! Ich sollte vielleicht schon mal in der Notaufnahme Bescheid geben oder doch gleich in der Pathe?
E: Aber... aber... du kannst doch nicht...
M: Natürlich kann ich.
E: Junge, was hat sie gegen dich in der Hand, dass sie dich schon so weit hat?
Sie kapiert es einfach nicht. Ich liebe Gretchen, verdammt noch mal.
M: Mutter, du kannst es dir vielleicht nicht vorstellen, aber ich war gerne da.
E (aufgebracht): Bitte? Bei dieser Furie von Mutter? Die hat mich bedroht! Weißt du das denn nicht mehr? Die ist doch geisteskrank!
Auch nicht viel mehr als du auch! Tja, selber Schuld, man fischt nun mal nicht in fremden Gewässern, Mutter!
M: Die ist auch nicht viel schlimmer als du.
E (empört): Was?
M: Also Franz und Bärbel haben sich sehr gefreut, dass ich da war. War wirklich nett.
Hmm... besonders der nächste Morgen im Bad. Äh naja... bis auf den peinlichen Zwischenfall. Aber wir haben ja dann die Riffs erfolgreich umschifft. Oh ja!!! Das haben wir. Mann war das geil!
E (schockiert): Was? Du duzt die?
M: Natürlich! Sind doch meine Schwiegereltern!
Oh Mann, wie geil!! Sie qualmt schon!!! Hoffentlich gehen die Rauchmelder nicht an!
E: Hör auf mit diesem bösen S-Wort!
Ein anderes S-Wort ist schlimmer!
M (grinst): Wieso? Ist nun mal so.
E (schluckt schwer): Sag jetzt nicht, dass du sie wirklich gefragt hast? Bist du denn von allen guten Geistern verlassen?
Die glaubt echt...? Hahaha!! Na da lassen wir sie doch mal in dem Glauben. Ich meine, ich lüg sie ja nicht an, ich hab ja definitiv ne Frage gestellt, aber eben nicht DIE Frage! Bin ja nicht blöd!
M (grinst): Doch habe ich!
E (entsetzt): WAS?
M: Die Haases sind damit einverstanden.
E (hyperventilierend): Ich glaube das alles nicht. ... Es geht zu Ende ... es geht definitiv mit mir zu Ende. ... Ich krieg keine Luft. ... Ich muss sterben!!!

Also jetzt übertreibt sie wirklich! So viel Theatralik, nur weil ich mit Gretchen zusammenziehe? ... Ach so, weiß sie ja gar nicht. Sie denkt ja, dass wir... Zu geil! ... Und jetzt wird es erst so richtig lustig!!! Könnte jetzt Popcorn vertragen. Bei der Show!!!

F: Elke, übertreibst du da nicht schon wieder? Was ist es denn diesmal? Tuberkulose? Deine Wechseljahre? Das Herz? Obwohl... hast du überhaupt eins? Naja, wird wohl eher ein akuter Fall von Hypochondrie sein.

Stimmt!!! Also der Professor wird mir immer sympathischer!!! Das hätte auch so von mir kommen können. Zu geil!!! Es raucht schon über ihrem Kopf. Das war das letzte Mal der Fall, als die hier mit der Hochzeitseinladung von Gaby reingestürmt kam. Hahaha!!

Erschrocken über das plötzliche Auftauchen ihrer Ex-Affäre drehte sich Elke Fisher herum...

E: Franz? Was ... was machst du hier?
F: Ich weiß, wir haben nicht so viel miteinander geredet damals, aber ich dachte eigentlich, du hättest mitbekommen, dass ich hier Chef bin.
Hahaha!!! Franz, ich bin schwer beeindruckt!! Wusste gar nicht, dass der solche Sprüche klopfen kann. Super!
E (empört): Franz!
F: Für dich immer noch Professor Haase ja.
E: Jetzt sei nicht albern! Wie konntest du das zulassen?
F: Was?
E: Das mit unseren Kindern.
F: Wieso nicht? Die beiden lieben sich nun mal. Da sind wir als Eltern machtlos.
Eben!!
E: Bitte? Das ist eine lächerliche Affäre.
Das ist es nicht verdammt!!! Ey, wieso kapiert sie das nicht?
M (aufgebracht): MUTTER!!
F: Elke, wenn du deinen Sohn wirklich kennen würdest, dann wäre dir vielleicht aufgefallen, dass er schon seit Ewigkeiten in meine Tochter verliebt ist.
Äh... oh Gott, jetzt wird es echt peinlich. War das wirklich immer so offensichtlich?
E: Bitte? Das ist doch lächerlich.
M (sauer): Ach, du findest das also lächerlich? Ich sag dir mal was... Franz hat Recht.
E (perplex): Du bist schon länger in diese Person verliebt? Aber Junge, du warst doch noch nie...
F: Sie hat auch einen Namen.
E: Halt dich da raus, Franz!
M: Ich war, bin und werd es immer sein.

Jawohl, so ist es nämlich. Und mir ist egal, was du darüber denkst. Ich war dir ja eh schon immer egal. Nur wenn es um meinen oder deinen Job geht, dann kommst du angedackelt und heuchelst Interesse. Es kotzt mich an!!!

E (schüttelt den Kopf): Was hat sie nur aus dir gemacht? Das bist doch nicht du!
Und ob ich das bin! Du kennst mich gar nicht! Und so was schimpft sich Mutter!
F: Tja, dein Junge ist endlich erwachsen geworden und das ist auch gut so, sonst würde ich ihm nämlich meine Tochter nicht anvertrauen.
M: Bitte?
F (zu M): Ich habe deine Worte vom Samstag nicht vergessen, Marc, und das werde ich auch nicht.
M (peinlich berührt): Oh!!!
Halt jetzt bloß die Klappe! Also das muss Mutter nun wirklich nicht wissen!
E (aufgebracht): Ich wusste es! Wie konntest du nur?
F: Bitte?
E: Ich meine Marc Olivier!
M: Boar Mutter, NENN MICH NICHT OLIVIER!!!
E: Is ja gut! Du meinst es also wirklich ernst?
M: Ja!
E (schlägt sich die Hände vors Gesicht): Großer Gott!
M: Ja, das bin ich!
F: Meier!
M: Sorry!!
Alte Gewohnheit!
F: Also ich bin stolz auf ihn, dass er so einen mutigen Schritt geht.
E: Bitte? Er ist nicht dein Sohn ja.
Schön wär’s! Upps, das hab ich jetzt nicht wirklich gedacht oder?
F: Aber mein bester Oberarzt und mein Schwiegersohn in spe.
E: Du willst es also wirklich durchziehen, mein Junge, mit allen Konsequenzen?
M: Äh mit was für Konsequenzen denn?
E: Na du verstehst schon!
M: Äh nein.
E: Ich zahl dir dann aber nicht den Scheidungsanwalt.
GGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
F: Elke!!!
M: Mutter! Ey, geht’s noch?! Nur weil es bei dir nicht geklappt hat, heißt das noch lange nicht, dass das bei mir auch so laufen wird. Im Gegensatz zu dir und du weißt schon wem, lieben wir uns nämlich von ganzem Herzen. Und zu deiner Beruhigung und damit es keine weiteren Missverständnisse mehr gibt... Wir wollen nicht heiraten. Ich habe ihr keinen Antrag gemacht, falls du das gedacht hast.
E (wieder mit Farbe im Gesicht): Gott sei dank!!! Ich war schon einem Herzinfarkt nahe.
F: Elke! Was nicht ist, kann ja noch werden.
M: Äh...
E: Bitte? Franz, bring ihn jetzt nicht auf dumme Gedanken.
F: Im Gegensatz zu dir würde ich mich freuen, wenn es irgendwann einmal dazu kommen würde.
M: Oh!
Äh... jetzt entwickelt sich das aber in eine Richtung, wo das überhaupt nicht hingehen sollte. Hilfe!
E: Na soweit sind die beiden ja noch lange nicht, wenn überhaupt je. Aber wieso machst du dann solche Andeutungen, Marc?
M: Äh ich hab eigentlich nur gemeint, dass ich mit Gretchen zusammenziehen werde. Mehr nicht. Also ich hab ihre Eltern gefragt, ob Sie... aber is ja auch egal jetzt.
E: Bitte? Das ist nicht dein Ernst oder?
M: Eh, ich kann es dir wohl nie recht machen was?
F: Anscheinend nicht.
E (böser Blick zu F, dann zu M): Franz! ... Junge, ist das nicht viel zu früh? Ihr seid doch erst so kurz zusammen. Ihr kennt euch doch noch nicht so lange.
Ich fass es nicht! Kennt sie mich wirklich so schlecht?
F (schüttelt den Kopf): Elke, die beiden kennen sich schon ihr halbes Leben.
E: Franz, was redest du denn da für einen Blödsinn?
M: Das ist kein Blödsinn, Mutter. Wir sind zusammen zur Schule gegangen. Wenn du dich mal etwas weniger um Dr. Rogelt gekümmert hättest, sondern um mich, wüsstest du das vielleicht.
E (erstaunt): Sie ist auf deine Schule gegangen?
M: Ja!
E: Aber du hast nie etwas von ihr erzählt.
Upps, jetzt hat sie dich aber!
M (ertappt): Äh ja also ... warum sollte ich auch? Außerdem hast du mir ja nie richtig zugehört.
F: Meine Tochter ist schon seit damals in ihn verliebt.
M: Franz ... ähm ... das tut jetzt wirklich nichts zur Sache.
F: Ich denke schon.
E: Das ist doch albern. Das mit der Jugendliebe, das funktioniert doch auf Dauer nicht.
Zwanzig Jahre später vielleicht schon. Kein vielleicht! Das funktioniert definitiv!
M: Bei dir vielleicht nicht.
F: Bitte?
M: Ach nichts!
E: Willst du mir damit sagen, dass du schon früher...?
Scheiße, jetzt wird es echt kritisch. So langsam läuft das aus dem Ruder.
M: Äh ... ich muss dann mal so langsam weiter.
E: Junge, du lenkst ab.
F: Lass ihn doch, wenn er das nicht zugeben will.
M (nervös): Bitte? Äh da gibt es ja auch nichts zuzugeben.
F (lacht): Natürlich!
Der glaubt mir das nicht. Hat Gretchen ihm etwa diesen Floh ins Ohr gesetzt, dass ich früher schon...? Aber war ich ja... äh... ach ... keine Ahnung! Ich muss hier schleunigst verschwinden.
M: Aber...
F: Marc, hast du später ein paar Minuten für mich? Der Dienstplan für nächsten Monat müsste besprochen werden.
M: Natürlich, Herr Professor.
E: Jetzt fangt nicht mit blöden Dienstgesprächen an, ich will...
F: Elke, du hältst mal wieder meinen besten Oberarzt von seinen Pflichten ab.
Danke!!! Wenigstens einer hat’s kapiert!
M: Eben!
E: Ich muss doch sehr bitten.
F: Marc, du weißt Bescheid? Bis gleich.
M: Ja, bis dann.
F: Elke!
E: Ja du mich auch, Franz.

Prof. Haase verabschiedete sich von den beiden und ging zurück in sein Büro. Doch seine Mutter wurde Marc noch nicht so schnell wieder los...

Lorelei Offline

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07.02.2010 11:38
#350 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

M: War’s das dann? Muss wirklich los jetzt. Echte Notfälle behandeln.
E: Marc?
Was denn noch verdammt?
M (genervt): Mutter?
E: Wie geht es deinem Vater? Ist er schon aus dem Koma aufgewacht?
Das ist jetzt echt nicht wahr oder?
M (Blutdruck steigend): Bitte? Das ist jetzt nicht dein Ernst?
E: Doch, bitte, ich muss das wissen.
M (sarkastisch): Wieso? Damit du dann wieder in deinem Selbstmitleid ertrinken kannst, dir die Pulsadern aufschneidest, Tabletten schluckst oder von der MS Deutschland springst? Da muss ich dich leider enttäuschen. Die ist letzte Woche Richtung Australien ausgelaufen.
E: Marc Olivier!
M (genervt): Was, Mutter? Was?
E: Ich will doch nur wissen, ob er... ob es ihm gut geht.
M: Ach? Willst du ihm wieder sein dreckiges Patschehändchen halten oder was?
Ich könnte kotzen!
E (unsicher): Nein! Ich ... Marc, er taucht hier nach zwanzig Jahren auf und... äh...
M (unterbricht sie): Denkst du etwa, dass das was mit uns zu tun hat oder wie?
E: Ja, warum denn nicht?
Blödsinn!!!
M (schüttelt den Kopf): Quatsch! Der hat sich zwei Jahrzehnte lang nicht um uns geschert. Warum sollte er ausgerechnet jetzt...? Ist wahrscheinlich nur ein blöder Zufall, dass der gerade hier gelandet ist.
E: Marc, ich glaube nicht an Zufälle.
M: Seit wann das denn? Kannste dich ja gleich mit Sabine zusammentun.
E: Mit wem?
M: Deinem größten Fan!!! Aber da du dich ja nicht sonderlich für deine Mitmenschen interessierst, ist dir das gar nicht aufgefallen ne.
E: Marc, das ist doch nicht wahr. Ich interessiere mich sehr wohl für andere.
Ja klar, für dich und deinen besten Freund... den Wodka!
M (lacht hämisch): Nee, der einzige Mensch, der dich interessiert, bist du selber. Das war doch schon immer so. Deshalb kann ich auch nicht verstehen, warum du dich unbedingt wieder an den hängen willst nach allem, was er uns alles angetan hat.
E: Frauen können verzeihen, Marc.
Das hab ich bei irgendeiner dummen Kuh schon einmal gehört!!!
M: In welchem billigen Klatschblatt haste das denn gelesen?
E: Jetzt mach dich ja nicht lustig!
M: Ich fass es einfach nicht, dass du dem das verzeihen willst. Hast du ne masochistische Ader oder was? Der hat früher die halbe Charité und wahrscheinlich fast ganz Berlin durchgevögelt. Wahrscheinlich hat der auch schon ganz Amerika durch und schaut sich jetzt mal wieder in Deutschland um, was es für Frischfleisch gibt.
E: Marc, rede nicht so über deinen Vater!
Boar, ich glaube es ja nicht! Die ist doch nicht etwa immer noch...? Die hat sie echt nicht mehr alle. Definitiv wieder ein Fall für die Klapse.
M: Erzeuger Mutter, Erzeuger!!! Und ich rede über den, so wie es mir gefällt.
Er hat es ja auch nicht anders verdient. Das miese Arschloch!
E: Kannst du mir nun sagen, wie es ihm geht oder nicht?
M: Nein! Ich weiß es nicht und es interessiert mich auch nicht.
E: Aber du bist Oberarzt hier. Du musst doch wissen, wie es deinen Patienten geht?
M: Ich muss schon mal gar nichts. Er ist nicht mein Patient. Den hätte ich auch ganz bestimmt nicht angenommen. Außerdem liegt der auf der IS. Also nicht mein Problem!
E: Ja aber...
M (verdreht die Augen): Boar Mutter, wenn es dich so brennend interessiert, dann frag halt Gretchen. Ist ihr Patient.
E: Ach? Wenigstens eine, die sich um das Wohl unserer Familie kümmert!
Das glaube ich jetzt nicht.
M: Ach nee, und schon hast du sie wieder lieb oder was? Dein scheinheiliges Getue kotzt mich so was von an!
E: Marc, so nicht ja!
M: Ach auch egal. Bin dann mal weg.
Bloß weg hier, sonst vergesse ich mich noch!!!
E: Marc, warte! Also wo finde ich deine... deine...
M (grinst): Such dir was aus ... Assistenzärztin, Freundin, Geliebte, deine Schwiegertochter...
E: Du bist unmöglich, Marc.
M: Du auch!
E: Du bist wie dein Vater!
M. Na schönen Dank auch.
E: Also?
M: Mann, bist du so blöd oder tust du nur so?
E: Marc Olivier!
M: Sie ist auf der IS. Wo sonst?
E: Na geht doch! Bis später!
Ganz bestimmt nicht!
M: Ja, du mich auch.

Elke drehte sich um und stöckelte Richtung Aufzug. ... Endlich! Das hat mich jetzt mindestens ein Jahr meines kostbaren Lebens gekostet, echt! ... Kurz davor drehte sich seine Mutter aber noch einmal um...

E: Ach Marc?
Verdammte Scheiße!!!
M (genervt): WAS???
E: Denk an Dr. Rogelt!
Ganz bestimmt nicht!
M: Sonst noch was?
E: Ja! Freitagabend wie immer pünktlich um 19 Uhr. Und bring deine nette Freundin mit!
Oh Gott! Womit hab ich das nur verdient?
M (verdreht die Augen): Mal sehen!


... und schon war Elke Fisher im Fahrstuhl verschwunden und Marc konnte endlich ausatmen... ENDLICH!!! HALLELUJA!!! ... Er schüttelte den Kopf... Die hat wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank!!! Ey, warum muss mich heute eigentlich jeder nerven? Geht ja mal gar nicht! ... Er nahm einen Schluck aus seiner Kaffeetasse und spuckte den Inhalt eine halbe Sekunde später wieder aus... Bäh!!! Der ist ja eiskalt!!! So ein Scheißtag echt!!! ... Marc schmiss die Tasse samt Inhalt in den nächsten Papierkorb und ging wütend zum Aufzug. Der junge Chirurg war so genervt und fertig mit der Welt, dass er nur noch einen Ausweg sah. Es gab nur ein Mittel, um wieder einigermaßen runterzukommen, dachte er. Ganz viel Süßstoff! Er erreichte schließlich nach wenigen Minuten das Erdgeschoss. Vorm Schokoautomaten drehte er sich noch einmal um, ob ihn auch niemand dort beobachtete und drückte auf die Zartbittertaste. ... Ey soweit ist es schon gekommen, dass ich auf Schokientzug bin! Ist das zu fassen? Am Ende sagt Haasenzahn noch, ich bin wirklich schon ein waschechter Haase geworden. Nee, ganz bestimmt nicht. ... Er nahm sich die Tafel und biss einmal kräftig davon ab. Er lehnte sich an die Wand und schloss für einen kurzen Moment die Augen. ... Boar, was für’n Scheißtag! Hätte heute gar nicht erst aufstehen sollen. Aber Gretchen hat mich so süß geweckt. Da konnte ich halt nicht anders. ... Er biss noch einmal ab... Mmmh... hätte ich jetzt echt nicht gedacht. Werde wirklich ruhiger. Deshalb hängt sie also immer hier unten ab? Aber das jetzt hier muss sie nun wirklich nicht wissen. Dann zieht die mich deshalb vielleicht noch auf. Nee, nee, nee, nicht mit mir, meine Süße! ... Leider blieb der junge Arzt nicht mehr lange allein, denn auch eine andere Person hegte ein besonderes Bedürfnis nach Schokolade und sprach den in Gedanken versunkenen Mann schließlich an...



Tja wer das wohl ist? Viel Spaß beim Sonntagsrätsel! Ihr wisst ja, wo ihr eure Tipps abgeben könnt. Freu mich!!! Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag. Eure Lorelei

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