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Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

25.09.2009 23:29
#26 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Aber erst mal zurück zum 3. August 1989. Es war Sonntag und mir war langweilig. Also beschloss ich, ein bisschen durch die Straßen von Berlin zu laufen, wollte mir dabei auch gleich mal die neue Schule anschauen. Ich trug das Outfit, was ich mir für den ersten Schultag besorgt hatte. Wollte die Wirkung testen. Aber irgendwie fiel ich keinem auf. Was vielleicht auch daran lag, dass ich fast zwanzig Mädchen gesehen habe, die dasselbe Outfit anhatten. Gut, hätte vielleicht nicht das Sonderangebot von C&A nehmen sollen. Da sind wohl andere auf dieselbe Idee gekommen wie ich... Mist, aber ich lag im Trend... das ist gut so... ich zählte also doch zu den Coolen! Hmm, ein tolles Gefühl... Ich hüpfte nur noch durch die Straßen, womit ich einige komische Blicke auf mich zog. Aber das war mir egal. Ich war glücklich.

Am Ende der Straße sah ich einen Spielplatz. Ein Päuschen wäre ja nicht schlecht, dachte ich und ging dorthin. Niemand war zu sehen. Ich setzte mich an den Rand des Sandkastens und kramte mein Tagebuch heraus. Ich hatte es erst vor ein paar Tagen gekauft. Es war mein Erstes. Noch keine Seite war beschrieben. Heute sollte aber der Tag kommen, an dem ich die ersten Zeilen hineinschreiben würde... Ich wollte gerade meinen Dirty-Dancing-Füller zücken, als mir plötzlich ein Junge auffiel, der traurig auf der Schaukel saß. Er war vielleicht zwei oder drei Jahre älter als ich. Ich beobachte ihn eine Weile... Er saß einfach nur da und starrte vor sich hin... Ich war neugierig geworden... ich konnte es schon immer nicht ertragen, wenn jemand traurig war... also beschloss ich, ihn auf andere Gedanken zu bringen... ich wollte ihm ein bisschen von meinem Glücksgefühl abgeben... ja mein Helfersyndrom, das war schon damals sehr ausgeprägt! Also packte ich mein Tagebuch in meine Tasche und ging langsam auf ihn zu...

- „Darf ich?“ und zeigte dabei auf die andere Schaukel. Er reagierte nicht. Ich setzte mich trotzdem. Eine Weile saßen wir nur stumm nebeneinander. Hmm, was sollte ich nur mit ihm reden? Hatte noch keine Erfahrungen im Umgang mit Jungs, außer mit meinem Bruder, aber der zählte nicht, der ging ja noch in den Kindergarten. Eigentlich fand ich Jungs noch bis vor kurzem ziemlich doof. Sie waren gemein, laut und zogen mir ständig an den Haaren! Ich weiß auch nicht, was es war, aber an dem Tag war es irgendwie anders. Ich bewegte mich automatisch auf ihn zu, so als ob mich irgendetwas zu ihm hin zog...

Gretchen, irgendwas musst du ihm jetzt sagen! Hmm???? ... Ich kramte in meiner Tasche und holte einen Schokoriegel raus. - „Willste mal beißen?“ Da schaute er mich plötzlich an. Diese grünen Augen... Gretchen war hin und weg. Er nickte und biss ab. Sie lächelten sich an. Dieses Lächeln... Gretchen war wie verzaubert. - „Bist du öfters hier?“ Er nickte: „Hmm!“ Es war zwar nur eine Silbe, aber seine Stimme durchdrang Gretchen bis ins Herz.
- „Du siehst traurig aus! Willst du vielleicht darüber reden?“. Er schüttelte nur den Kopf und starrte wieder geradeaus.
-„Manchmal hilft es, wenn man mit jemanden Fremdes redet. Hab ich mal in so einem Psychologiebuch gelesen.“ Er schaute sie erstaunt an.
- „Kannste mir glauben, das funktioniert!“
Er zögerte, sagte dann aber ganz leise: „Mein Vater ist...“
Gretchen schaute ihn mit großen fragenden Augen an. Er konnte es sich nicht erklären, warum er mit ihr, einer völlig Fremden, einem kleinen Mädchen, darüber reden wollte. - „...ist einfach gegangen!“ Er schaute sie traurig an, eine Träne verfing sich in seiner Wimper.
Gretchen wusste nicht, was sie sagen sollte, sie stand auf und nahm ihn einfach in den Arm, um ihn zu trösten. Er ließ es geschehen. Einige Minuten hielten sie sich so... Gretchen genoss es sichtlich, ihr Herz schlug ihr bis zum Hals...
Doch dann ließ er sie plötzlich los und sprang auf. - „Ähm, ich muss dann mal... also ähm...“ (ihm war die Situation doch etwas unangenehm) und ging. Er drehte sich noch einmal um und sagte leise „Danke.“ Und verschwand um die Ecke.

Gretchen war wie in Trance... sie schwebte... sie lächelte und ließ sich auf die Schaukel zurückfallen... fiel dabei aber leider daneben! Gretchen wusste nicht, wer er war. Sie hatte nicht einmal seinen Namen. Aber sie wusste, dass er ihr Schicksal sein würde! Sie schlug ihr Tage-buch auf und notierte nur die vier Worte. „ICH habe mich VERLIEBT!!!“

Sie wollte ihn unbedingt wieder finden, ihren unbekannten Prinzen, der ihr Herz im Sturm erobert hatte. Aber wie? Berlin war eine riesige Stadt. Es waren die 80er, es gab noch kein Internet, wo man mal schnell eine Suchanzeige bei Schüler.vz reinstellt. Vielleicht Zettel an die Bäume tackern nach dem Motto „Kleine Madonna sucht ihren traurigen Prinzen!“ Nee, das geht gar nicht, dann hält der dich für total bekloppt! Sie beschloss, jeden Tag zum Spielplatz zu gehen. Irgendwann würde er schon wieder auftauchen, aber er kam die ganzen Ferien nicht wieder...

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

26.09.2009 00:09
#27 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

7. September 1989

Gretchen war traurig und deprimiert. Ihr Traumprinz war immer noch verschollen. Wie sollte sie nur den ersten Schultag in der neuen Schule überstehen? Ihre ganze glückliche Stimmung, die sie am Anfang der Ferien gespürt hatte, hatte sich ins Gegenteil verwandelt. Sie fühlte sich furchtbar, klein, dick und hässlich. Aber das hatte noch einen anderen Hintergrund...

Leider hatte ich die Kontaktlinsen nicht vertragen... schlimme Bindehautentzündung! Ich hätte vielleicht auch nicht bei Wind und Wetter auf dem Spielplatz rumhängen sollen! Aber was tut man nicht alles für die Liebe! Ich musste also mit roten Augen und einer riesigen Sonnenbrille zur Schule!!! Bei Paris Hilton ist das heutzutage normal, aber nicht Ende der 80er Jahre für ein elfjähriges Mädchen! (Hmm... obwohl im Nachhinein habe ich da vielleicht einen Trend geschaffen???) Aber es sollte noch schlimmer kommen. Zwei Tage vor dem Schulstart bekam ich beim Zahnarzt eine riesige Zahnspange verpasst. Ein Albtraum!!! Steve Urkel war nichts dagegen!!! Toll Gretchen, uncooler geht’s nicht! Die nächsten Jahre können ja nur der Horror werden...

Mit ziemlich gemischten Gefühlen stieg ich in den Schulbus. Alle Augen waren auf mich gerichtet, was wohl nicht nur an der riesigen Sonnenbrille gelegen haben muss, sondern auch daran, dass mich meine Mutter in dieses furchtbare rosa Kleid gesteckt hat, das mir Tante Elsa zum Geburtstag geschenkt hatte! - Ich hatte nicht mehr in die Leggins gepasst, weil ich vor lauter Frust, dass ich IHN nicht wieder gefunden habe, meinen gesamten Schokivorrat verputzt hatte (ich habe sogar noch den Weihnachtsmann von vor zwei Jahren gegessen!). Das Resultat war, dass ich in keine meiner Sachen mehr passte. Das einzige, was noch übrig war, war dieses rosa Zelt!!! - Miss Piggy lässt grüßen! ... Ich hörte schon die ersten Sprüche im Bus. Es würde ein Horrortag werden! Das wusste ich.
Fing auch gleich an, als ich aus dem Bus gestiegen war oder besser gesagt gefallen war (habe durch die Sonnenbrille nicht gesehen, dass noch eine Stufe kam!)! Alle haben gelacht...


Im Unterricht ging es dann auch gleich weiter mit den Peinlichkeiten. Mussten uns vor der Klasse vorstellen. Ich hasste so was! Ich hatte mir in den Ferien schon ein paar coole Sprüche ausgedacht, was ich vielleicht sagen könnte: „Hallo, ich bin die Gretchen, bin fast zwölf, wohne mit meinen Eltern und meinem kleinen Bruder in einer riesigen Villa in Berlin Mitte, mein Vater ist nämlich Oberarzt, und ich würde euch gerne mal alle zu mir nach Hause einladen, haben eine riesigen Pool (gut, hatten wir nicht, aber ich hätte Papa bestimmt noch dazu überreden können!), ach so, und ich bin ein riesiger Madonna-Fan, habe schon Karten für das Konzert im November.“ Alle wären beeindruckt gewesen und würden mich gerne als Freundin haben wollen... Aber nein, ich brachte nur heraus: „Margarethe Haase, elf Jahre alt, wohne in Berlin Mitte, mein Vater ist Arzt, meine Mutter Hausfrau, ich habe einen kleinen Bruder, ich mag Pferde!“ (obwohl ich die doch eigentlich nie mochte! Meine Mutter - Landesmeisterin in Juniorreitendings oder so - hatte mich immer da hingeschleift... Reiten macht schlank! Täte dir ganz gut, Gretchen!)... Wahnsinnig schlagfertig Gretchen echt!! Aber mir war in dem Moment einfach nichts Besseres eingefallen. Ich hörte das Tuscheln und Lachen der anderen. Mein Selbstbewusstsein lag am Boden. Selbst Archäologen hätten es nicht mehr ausgraben können! Ich war ein uncooler Looser! Der Tag war gelaufen! Schlimmer konnte es nicht mehr werden!

Konnte es doch!!! Denn meine Klassenlehrerin zwang mich die Sonnenbrille abzusetzen!!! ... Hatte gleich den Spitznamen „rosa Laborhase“ weg (wegen der roten Augen!) ... Ich hätte heulen können, wäre gar nicht aufgefallen, denn meine Augen tränelten eh schon von der Bindehautentzündung. Ich wollte nur noch hier weg, aber ging ja nicht. War ja erst die erste Stunde!


...

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

26.09.2009 13:13
#28 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

In der Hofpause stellte ich mich ganz abseits. Wollte nicht gesehen werden. Und vor allem nicht wieder in das nächste Fettnäpfchen treten. Hinter dem Spielplatz war eine Hecke, dahinter eine Sitzecke, dort setzte ich mich erst mal hin, nahm mein Tagebuch raus und schrieb nur die Worte „Alles Scheiße hier!!!“ Dass ich das auch laut gesagt hatte, hatte ich gar nicht gemerkt. Plötzlich hörte ich eine Stimme. - „Da stimme ich dir voll und ganz zu!“
Ich drehte mich um, sah aber niemanden. Komisch, jetzt hör ich schon Stimmen… Dachte mir aber nichts weiter dabei und träumte weiter vor mich hin.

- „Neu hier?“
- „Was?“
- „Ob du ein Frischling bist?“
- „Ein was?“
- „Eh bist du schwer von Begriff!“
Ich wusste immer noch nicht, wer das war. Ich stand auf, ging um die Hecke herum und da sah ich IHN... Johnny Castle, nein James Dean, nein David Hasselhoff in jung!!! Es war der Junge vom Spielplatz!!! Ich strahlte ihn an. Es gab doch einen Gott!!! Ich schaute zum Himmel und murmelte leise „Danke!“ Mein Leben ist heute doch noch nicht zu Ende! Es gab doch noch einen Lichtblick! IHN!!! Er ging auf meine Schule!! Das ist ja der Wahnsinn!!! Ich kann ihn jeden Tag sehen!!! Ich würde die Schulzeit doch überleben, denn es gab ja ihn!!!
Er lehnte lässig am Klettergerüst und zündete sich gerade eine Kippe an. Er wirkte irgendwie ganz anders als auf dem Spielplatz damals. Er trug ein blaues Shirt, eine enge Jeans und eine schwarze Lederjacke. Seine Haare waren ganz verwuschelt vom Wind. Er sah unheimlich scharf aus - darf man das als Elfjährige eigentlich schon denken??? -

Er musterte mich von oben nach unten. - „Also doch, Frischling!!!“
Ich wusste nicht, was ich ihm sagen sollte. Mir blieb einfach die Spucke weg.

- Und wie heißt du?
Oh Gott, stimmt, er kannte ja auch nicht meinen Namen! Aber ich brachte keinen Ton heraus.
- Du wirst doch wohl einen Namen haben oder?
Gretchen, du musst jetzt was sagen!!! Mir schlug das Herz bis zum Hals. Ich stotterte: - „Gree… Gree... Gretchen Haase!“ Oh Gott, wie peinlich, der denkt doch jetzt, ich bin behindert!
- Gretchen? Was ist das denn für ein bescheuerter Name?
- Abkürzung von Margarethe.
- Oje, bist du aus einem Fünfziger-Jahre-Heimatfilm entsprungen?
- Hä?? Nein, wieso?
- Naja, meine Uroma hieß genauso!
- Echt?
Wie toll, wir hatten etwas gemeinsam!!
- Ähm, ja, echt!
Ok, ich spreche ihn jetzt darauf an, er scheint noch nicht gemerkt zu haben, dass ich es bin.
- Ähm, erkennt du mich nicht?
- Sollte ich? Wüsste nicht, dass wir uns kennen!
- Vom Spielplatz!
Er blickte sich um. - „Ähm ja, wir sind auf einem Spielplatz... falls es dir noch nicht aufgefallen ist!“
Jetzt hatte es auch Gretchen bemerkt. - „Ach nein, den hier meine ich doch gar nicht!“
Er schaute sie immer noch fragend an. Oh, diese Augen... hmm... Gretchen aufwachen! Er hat dich etwas gefragt!
- Ich meine den ein paar Straßen weiter. Ich glaube, es war Ferdinand-Dingens-Straße oder so?
- Kenn ich nicht!
- Musst du aber!
- Eh, ich muss gar nichts!
- Doch du warst doch da!
- War ich nicht!
- Doch! Erinnerst du dich nicht? Die Schaukel? Ich hab dir einen Schokoriegel gegeben, weil du ganz traurig warst!
- Bitte was? Ich und traurig? Ich bin nie traurig!
- Muss dir nicht peinlich sein! Wir haben alle mal einen schlechten Tag!
- Sorry, echt, weiß nicht, was du meinst!
- Doch das warst du! Definitiv!
- Nein, war ich nicht!
- Doch! Du musst dich doch erinnern!
- Noch mal zum Mitschreiben Kleine, ich kenne dich nicht!!! Eh, langsam wird mir das hier echt zu albern!
- Mir auch!
- Na dann kannst du ja auch gehen!
Gretchen war enttäuscht. Er hatte sie nicht erkannt. Gut, mag vielleicht daran gelegen haben, dass ich jetzt etwas anders aussehe... Die Scheißbrille, die Zahnspange und das blöde rosa Zelt... Kein Wunder, dass er mich nicht gleich erkannt hat. Typen wie er kennen keine Mädchen wie mich! Ist ja klar! Aber einen Versuch starte ich noch.
- Ähm, also, ich sah damals noch etwas anders aus (Etwas? Ich war ein komplett anderer Mensch!!!), also… ähm …ohne Zahnspange und Sonnenbrille und so…
- Dann nimm sie doch mal ab!
Oh Gott, nee bloß nicht. Dann rennt der ja gleich schreiend davon.
- Nee, lieber nicht. Hab da gerade so eine allergische Sache und … ähm … vertrage die Sonne nicht so… also… ähm … (Das klang jetzt echt bescheuert!!!)
- Aha!
- Ok, ähm, erinnerst du dich dann vielleicht an ein junges Mädchen, Madonna-Outfit, also Leggins, schwarzer Rock, gelbes T-Shirt, keine Sonnenbrille? Klingelt’s jetzt?
Er schaute sie an.
- Wer soll das sein?
Oh Mann, der ist wirklich schwer von Begriff!
- Na, ich vielleicht!
Er lachte. - Das kann ich mir nur schwer vorstellen.
- Und warum, wenn ich fragen darf?
- Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber wie Madonna siehst du nicht aus. Eher wie Miss Piggy! Du hättest dich vielleicht mal im Spiegel anschauen sollen. Du siehst echt Scheiße aus!!
- Sag mal, spinnst du, das kannst du mir doch nicht einfach so sagen! Wir kennen uns doch gar nicht!
- Eben! Sie hat’s erfasst!
Ich war stinksauer.
- Eh, ich hab einen echt beschissenen Tag hinter mir und da muss ich mich nicht noch von so einem... ähm ... so einem ...
- So einem was?
- ... Vollidioten dumm anquatschen lassen!
- Ich soll dich angequatscht haben?
- Ähm, ja hast du!
- Davon träumst du vielleicht! Eh, ich quatsche doch keine kleinen dicken, hässlichen Mädchen im rosa Tütü an!!
Ich merkte, wie sich meine Augen langsam mit Tränen füllten. Nein Gretchen, jetzt fang nicht an zu heulen, nicht vor dem Arsch!!!
- Wenn du mich weiter so beschimpfst, dann ... dann ...
- Dann was? Holst du dann deine Ballettschuhe raus und tanzt mir was vor?
- ... dann passiert was, aber so richtig! (Ich bin so schlagfertig!!!)
- Uhhh, da bekomm ich aber richtig Angst!
- Lass mich in Ruhe!
Eingeschnappt ging ich zurück zur Bank. Doch er ließ nicht locker.
- Ich soll dich in Ruhe lassen? Du hast doch die ganze Zeit genervt!
- Was? Ich nerve!
- Ähm, ja!
Das war zu viel für Gretchen. Ihr Traumprinz hatte sich in einen Frosch verwandelt. Eben noch war sie glücklich, ihn endlich wieder gefunden zu haben, im nächsten Moment verfluchte sie den Tag, an dem sie ihn kennen gelernt hatte. Dieser Tag heute war definitiv der schlimmste Tag in ihrem Leben! Sie musste ihrer Wut und Enttäuschung einfach Luft machen.
- Wie konnte ich nur so blöd sein und glauben, dass du der Typ vom Spielplatz bist. Ich muss blind gewesen sein! Muss wohl an der Brille liegen. Es war jemand anders. Definitiv! Dieser Jemand wusste zumindest, was Gefühle sind. Aber davon bist du ja meilenweit entfernt!

Er musste schlucken. Er hatte diesen Tag einfach aus seinem Gedächtnis gestrichen. Denn das war sein schlimmster Tag im Leben. Sein Vater hatte an jenem Tag seine Familie verlassen. Einfach so ohne ein Wort. Er war einfach weg! Plötzlich waren all die Gedanken wieder da, die er bislang erfolgreich verdrängt hatte. Es machte ihn irgendwie wütend, dass sie, ausgerechnet sie, ihn so gesehen hatte. Er konnte nicht zugeben, dass er es war. Seine Gehässigkeit und seine Coolness waren nur sein Schutzschild.
- Ja, blond und blöd passt ja zusammen!
- Blöder Vollidiot! Verschwinde endlich! Ich will meine Ruhe haben!
- Du verschwindest! Das ist meine Bank!
- Bitte was? Ist hier dein Name eingraviert oder was? Die gehört doch der Schule.
- Mag sein, aber ich bin hier noch verabredet! Also zisch endlich ab! Will nicht mit dir gesehen werden. Das schadet meinem Ruf!
Es klingelte zur nächsten Stunde.
- Wessen Ruf?
- MARC MEIER! Und übrigens, ich hab hier das Sagen an der Schule, merk dir das! Also HAASENZAHN, mach dich endlich vom Acker!
Marc Meier!!! Der Name brannte sich regelrecht in Gretchens Hirn und in ihr Herz...


Es war am 3. August 1989, um exakt 16.55 Uhr, als ich Marc Meier das erste Mal gesehen und mich sofort in ihn verliebt habe. Ich habe ja schon oft von Liebe auf den ersten Blick gelesen, aber das fühlte sich real unheimlich gut an. Ich musste ihn wieder sehen. Wir gehörten einfach zusammen. Wir waren Seelenverwandte. Definitiv!

Am 7. September 1989, um exakt 9.42 Uhr habe ich wieder in diese zauberhaften grünen Augen geblickt. Es war Schicksal! Es war tatsächlich Liebe! Das Schicksal hatte uns wieder zusammengeführt. Wir würden immer zusammen sein. Nichts könnte uns trennen...

Um 9.58 Uhr war mir klar, dass ich ihn für den Rest meines Lebens hassen würde! Er war ein Vollidiot, ein arrogantes, gefühlskaltes Arschloch, ein Macho, ein unheimlich süßer, gutaussehender Macho!!!

Um 10.05 Uhr war mir klar, ich war immer noch verliebt!!!


...

Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

27.09.2009 10:52
#29 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Rügen

… und ich bin es immer noch, murmelte Gretchen leise vor sich hin.

Mittlerweile war bereits Abend geworden. Gretchen saß immer noch auf ihrem Felsen am Meer und dachte nach… über ihr bisheriges Leben … und über den Einen: Marc Meier!
Jetzt ist unsere erste Begegnung tatsächlich schon zwanzig Jahre her!! Wahnsinn!! Kann man jemandem so lange hinterherlaufen? Ich muss verrückt sein, noch immer dieser Illusion nachzuträumen. Schon damals konnte er nicht zeigen, dass er Gefühle hatte. War immer um seinen Ruf bedacht, dass er ja nicht verletzlich wirkt … Obwohl da gab es ja auch die Begegnung im Garten, als er mich einfach so geküsst hat … Da war doch was … das hab ich doch gespürt! Das kann doch nicht alles nur Wunschdenken gewesen sein? Ach Marc, warum bist du nur so kompliziert? Ich werd einfach nicht schlau aus dir!

Was ist das nur mit uns? Irgendwie schien unser Leben schon immer miteinander verbunden zu sein, auch wenn wir nie wirklich zusammen waren (abgesehen von den drei magischen Stunden!) … Warum hat uns das Schicksal denn sonst wieder zusammengeführt? Wir gehören zusammen nicht? Aber warum wurden uns so viele Steine in den Weg gelegt? Was hat das alles zu bedeuten? Dass wir doch nicht … Ach, ich weiß es nicht. Bin ich wirklich bereit, mich ganz auf ihn einzulassen, nach allem was war? Ein ständiges Auf und Ab der Gefühle, mal himmelhoch jauchzend, dann wieder zu Tode betrübt …
Sie sah wieder die Bilder aus der Vergangenheit (ihre erste Begegnung, dann die Demütigun-gen auf dem Schulhof, die Begegnungen im Krankenhaus, …) … 1000 Küsse, 1000 Tränen!!! Will ich das wirklich? Was ist, wenn er irgendwann merkt, dass das mit uns doch nicht das Richtige ist, er mich wieder betrügt, mich verlässt,… Ich weiß nicht, ob ich das noch einmal aushalten könnte. Kann man einen Marc Meier wirklich für immer an sich binden? Den Löwen zähmen? Irgendwann will auch der wieder in die freie Natur hinaus ...
Ach Marc, warum ist das nur so schwierig mit uns? Kann mir da oben irgendwer ein Zeichen geben? Haaaalllloooo?
Sie schaute zum sternenklaren Himmel… Nichts … Hach, diese Grübelei macht mich noch verrückt! Warum kann ich mich nicht entscheiden?

Marc Meier ist einfach nicht aus meinem Kopf zu kriegen!!! Ich liebe ihn, ob er will oder nicht! Es gibt einfach kein Allheilmittel gegen Marc Meier. Sie dachte an seine Worte an jenem Morgen. Er hatte Recht, ich habe auch Fehler gemacht, ich war blind und blöd, ich hab einfach die Zeichen nicht gesehen. Er hatte sich geändert! Für mich! Nur ich war die gleiche geblieben … die chaotische, neurotische Gretchen, die alles dreimal hinterfragen muss, anstatt sich einfach mal auf ihn einzulassen. Er war bereit! Das hatte er mir gesagt … auf seine Art! Und ich hab ihn einfach stehen lassen … Nicht er ist das Problem, sondern ich!!! Ja, das ist es!!! Ich bin das Problem!!! Ich bin ein Beziehungsmonster!!! Kein Wunder, dass er so reagiert … Oh Gott Gretchen, da öffnet sich eine Tür für dich, an der du seit Jahren vergeblich gerüttelt hast und du sperrst sie wieder zu und schmeißt den Schlüssel weg, nur aus Angst, wieder verletzt zu werden. Warum kann ich nicht einfach mal mutig sein? Einfach mal was riskieren? Nein, stattdessen renn ich weg und schließ mich wochenlang in mein Zimmer ein und jetzt versteck ich mich auf Rügen, hänge Kindheitserinnerungen nach, aber lande mit meinen Gedanken doch immer wieder nur bei ihm! Höre seine Stimme, wie er mir im Traum zuflüstert, dass er mich liebt. Und ich blöde Kuh, bring keinen Ton raus! Wieso? Mein ganze Leben lang renne ich diesem Traum hinterher: Marc Meier. Und als er endlich vor mir steht und dasselbe will, mache ich wieder dicht. Ich will das nicht mehr! Ich will kein ewiges Gefühlschaos mehr! Ich will doch einfach nur von ihm geliebt werden! Ich will endlich glücklich sein!

Es war ein Fehler, dass ich an jenem Morgen einfach weggerannt bin. Frank hatte Recht, man darf nicht ewig vor seinen Gefühlen davon laufen, das mach ich schon mein ganzes Leben. Vielleicht sollte ich mich einfach auf ihn einlassen und sehen, was passiert … Wir haben es ja noch nie richtig versucht! Er hat mir die Entscheidung überlassen. Aber wenn ich noch länger zögere, ist er vielleicht weg, endgültig! Nein, dass darf nicht passieren. Ich will ihn!!! Ich will Marc Meier!!! Gleich Morgen fahr ich zurück nach Berlin und werde es ihm sagen, ein für alle mal!!!

Oh, schon so spät! Ich sollte vielleicht mal zurück um Hotel gehen!


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Lorelei Offline

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27.09.2009 16:08
#30 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Immer noch in Gedanken ging Gretchen zurück zur Strandpromenade. Sie lehnte sich an das Geländer, schaute verträumt aufs Meer, in dem sich die Sterne spiegelten und lauschte dem Meeresrauschen. Der Wind wehte ihr eine Strähne ins Gesicht, sie streifte sich durchs Haar. Endlich war sie wieder ganz klar im Kopf, alle Zweifel und Unsicherheiten waren wie weggeblasen. Sie wusste endlich wieder, was sie wollte: ihren Traummann, dem sie schon seit der Schulzeit verfallen war. Morgen würde sie zurück nach Berlin fahren und sich endlich mit ihm aussprechen, ihm endlich sagen, was sie fühlte und sie hoffte inständig, dass er sie noch wollte. Sie schaute zum Himmel … Eine Sternschnuppe!!!! So wie damals am Hochzeitstag meiner Eltern, als Marc plötzlich bei uns im Garten stand … „und hast du dir was gewünscht?“ … Sie seufzte … Wenn er doch jetzt nur hier wäre? … und ließ sich ganz in einen Tagtraum fallen …

… Marc kam langsam die Strandpromenade entlang … blieb stehen, als er sie erblickte, und schaute sie einfach nur von weitem an... Da ist sie! Endlich hab ich sie gefunden! Gretchen sah ihn nicht. Sie hatte die Augen geschlossen und träumte sich wieder in ein Märchen … Marc ging weiter auf sie zu … Da hörte Gretchen plötzlich Schritte … sie drehte sich langsam um … sie sah nur einen Schatten, der langsam auf sie zu kam … Sie konnte nicht erkennen, wer es war … Es war dunkel, nur die Sterne funkelten, der Mond war hinter einer Wolke verdeckt … Gretchen wollte sich gerade wieder umdrehen, als der Mond plötzlich hervorkam und sein Licht die geheimnisvolle Person zu erkennen gab … Da sah sie ihn schließlich: MARC MEIER, die Liebe ihres Lebens!!!! … Er ist hier!!! Ich träume!!! … Er strahlte sie an … Langsam löste sie sich vom Geländer und ging auf ihn zu … immer schneller …

Wie in einem kitschigen Rosamunde-Pilcher-Film liefen die beiden aufeinander zu (in Zeitlupe!!!) … Gretchen breitete ihre Arme aus … sie strahlte über das ganze Gesicht … „MARC!!!“ rief sie und hüpfte immer schneller auf ihn zu … sie hatte dann aber doch einen Zahn zuviel drauf und rannte ihn um!!!

„Aua!!!“ schrieen beide gleichzeitig.
Es ist doch kein Traum! Er ist wirklich hier! Aber woher wusste er …?
- „Hey, nicht so stürmisch, Prinzessin!“
- „Oh, tut mir leid … in Träumen sieht das immer so romantisch aus!“
Er grinste sie an. - „Halt die Klappe!“
- „Was machst du überhaupt hier?“
- „Gretchen, du sollst die Klappe halten!“
- „Also im Film sieht das immer ganz anders aus!“
Marc stöhnte. - „Ok, soll ich noch mal zurückspulen, zurückgehen und noch mal angelaufen kommen???“
- „Ja, das wäre schön!!!“
- „Ey, das ist jetzt nicht dein Ernst oder?“
- „Doch!!! Wäre irgendwie schön!“
Marc verdrehte die Augen. - „Ok, aber das mache ich jetzt nur für dich!“ Er stand auf und ging zurück. Gretchen tat dasselbe. Also zurück auf Startposition!

Sie lief wieder auf ihn zu … erst langsam … dann immer schneller … und fiel ihm schließlich glücklich um den Hals. Er drehte sie zweimal um die eigene Achse, setzte sie ab und schaute ihr tief in die Augen, er strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht, nahm ihre Hand und sagte endlich die drei Worte, auf die Gretchen seit 20 Jahren gewartet hatte: „ICH LIEBE DICH!!!!“ - „Hast aber lange gebraucht!“ - „Halt die Klappe!“ Und sie versanken in einem langen leidenschaftlichen Kuss ...




Lorelei Offline

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Beiträge: 7.349

27.09.2009 17:03
#31 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

… Minutenlang vergaßen sie die Welt um sich herum. Es war magisch! ... Irgendwann lösten sie sich dann doch wieder und schauten sich einfach nur tief in die Augen … Beide lächelten … Gretchen lief eine Freudenträne die Wange hinunter … Marc wischte sie weg und hielt mit der Hand immer noch ihre Wange. Er küsste sie erneut …
- Wachgeküsst!!!
Marc lachte sie verschmilzt an … Gretchen strahlte über das ganze Gesicht. Sie konnte nicht glauben, dass er tatsächlich hier war. Gerade hatte sie noch geträumt und sich gewünscht, dass er hier sei ... Und dann stand er plötzlich wirklich vor ihr! Sie zwickte ihn in den Arm, um sicher zu gehen, dass es kein Traum war … Marc schrie auf.
- Au!! Was soll das denn? Ist das der Dank dafür, dass ich dir …
- Tschuldigung! Wollte nur sicher gehen, ob du auch wirklich hier bist!
- Soso! Ich wüsste da eine bessere Art und Weise, um das festzustellen!
Er lachte sie an und küsste sie erneut stürmisch … Gretchen genoss den Moment. Sie war glücklich. Endlich glücklich! Sie konnten sich nicht voneinander lösen. Zu schön war der Moment. Endlich wieder seine Nähe zu spüren, diese Vertrautheit, diese unendliche Sehnsucht stillen… Sie seufzte …
Marc: Alles ok?
Gretchen: Jetzt schon!
Marc streichelte ihr über die Wange. Gretchen schloss die Augen ...
Leise sagte sie: Marc, ich liebe dich!
- Ich weiß!
- Marc, woher wusstest du eigentlich, dass ich hier bin?
- Haben mir ein paar Vöglein gezwitschert!
- Wie meinst du das?
- Ich bin Marc Meier. Ich weiß immer alles!
- Marc!! Ich weiß ja, dass du ein ziemlich großes Ego hast, aber …
- Schon gut, werd mich zurückhalten!
- Und? Woher…?
- Man sagt doch immer, man soll dorthin gehen, wohin man sich sehnt!!!
- Du hast dich nach mir gesehnt?
Marc (leicht verlegen): Ähm … ich gebe es ungern zu, aber … ähm … ja! Irgendwie hast du mir gefehlt!
- Wirklich? Oh wie süüüüß!!!! Du wirst ja richtig rot!!!
- Ganz bestimmt nicht! Und überhaupt, ich bin nicht süß! Verstanden!
- Nein, gaaaarrr nicht!!! Sie zwinkerte ihm verschmilzt zu.
- Hey!!!
Das ließ er natürlich nicht auf sich sitzen und kitzelte sie durch …
- Nein, hey, aufhören!
- Erst wenn du das zurücknimmst!
- Niemals!
Er kitzelte sie weiter … Sie wehrte sich nicht und ließ es geschehen … sie lachte ...
- Ok, Stopp! Ich ergebe mich!
- Wirklich? Und nimmst du es zurück?
Gretchen überlegte kurz und sagte dann: Ok, Marc Meier ist nicht süß, er ist … ähm …, er ist …
- Gutaussehend, charmant, witzig und unheimlich sexy!!!
- Nee, das ist es noch nicht … hmm … er ist verliebt!!!!
Marc schaute sie an und küsste sie …
- Siehst du, ich hab immer Recht!
- Halt die Klappe!
- Und gibst du mir nun noch eine Antwort oder nicht? Hast du ins Navi als Zieladresse „Gretchen Haase“ eingegeben oder was? Was die Technik heute alles so möglich macht!
- So ungefähr!
- Echt jetzt?
- Naja, dein Vater und Medhi haben mir in dem Arsch getreten ...
-(G. erstaunt): Mein Vater???
- Jep!
- Da hättest du aber auch wirklich selbst drauf kommen können!
- Hey!!! Wer ist denn einfach abgehauen und hat sich wochenlang nicht gemeldet?
- (G. verunsichert): Ähm…
- Und? Kommt da noch eine Erklärung?
- Ähm, Marc, also, ich … ich musste doch erst mal über alles nachdenken und …
- Und? Wie lautet deine Entscheidung?
- Hast du das nicht gemerkt?
- Gretchen!!! Du änderst deine Meinung doch immer sekündlich!
- Marc!!! Das ist doch nicht wahr!
- Und ob!!! Ich kenne niemanden, der so neurotisch und entscheidungsunsicher ist wie du!
- (G. wütend): Marc!!! Wenn ich so scheiße bin, warum bist du dann überhaupt hergekommen???
- (M. ebenfalls wütend): Das glaube ich ja jetzt nicht!!! Du fragst mich tatsächlich, warum ich hier bin?
- Ja!
- (M. schreit wütend heraus): Warum? … Weil ich dich liebe, verdammt noch mal!!!! Soll ich ewig warten, bis du mal in die Pötte kommst!!!
- WAS? Das fragst ausgerechnet du???
- Langsam wird mir das echt zu blöd hier!
- (G. dreht sich enttäuscht weg): Mir auch!
- Haasenzahn!!! Willst du gleich wieder streiten??
- (G. traurig): Nein!
Gretchen zog eine Schnute. Marc konnte nicht anders und küsste sie erneut … Gretchen schwebte über den Wolken … der Streit eben war wie weggeblasen … Sie hatte weiche Knie … Herzklopfen ...
- Dein Herz schlägt aber schnell!
- Ja! Deins aber auch!
- Was??
- Kannst du ruhig mal zugeben! Sag es noch einmal!
- Was?
- Maaarc!!! Du weißt schon!!!
- Das ist jetzt nicht dein Ernst?
- Doch!!! Biiiiiiitttttte!!!
- Ich muss das jetzt jeden Tag sagen oder?
- Ja, dein ganzes Leben lang!
Sie strahlte ihn an.
- Ok, Haasenzahn … Marc Meier liebt Gretchen Haase!!! … Gut jetzt?
- Noch mal!!!
- Gretchen!!!
- Dann küss mich wenigstens!!!
Was er dann auch bereitwillig tat. Und die beiden versanken wieder in einem endlosen Kuss …


Comments please!!!

Lorelei Offline

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27.09.2009 17:59
#32 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Es war schon spät, als sie sich endlich lösten. Arm in Arm gingen sie zurück in Gretchens Hotel. Gretchen öffnete langsam die Zimmertür. Sie war aufgeregt, denn sie wusste, heute würde es passieren … Sie traten ein. Marc schaute sich um und musste laut loslachen…
M: Was ist das denn für eine Absteige? Ein Stundenhotel?
G: Marc, ich muss doch sehr bitten!!
M: Obwohl die Vorstellung mit dir in einem …
Er grinste sie provokant an. Gretchen schaute ihn entsetzt an.
G: Hey, sag mal, für wen hältst du mich eigentlich?
M: Hmm??? Mal überlegen!
G: Maarc!!! Du verdirbst die ganze romantische Stimmung!
M: Naja, die kommt in dem Dreckloch bestimmt nicht auf!
G: Hey, das war ne Notlösung. Musste kurzfristig das Hotel wechseln und das war das einzige, das noch freie Zimmer hatte.
M: Was ist passiert? Hast du denen die Küche leer gefuttert!!!
G: Sag mal, spinnst du!!! Willst du, dass ich dich wieder rausschmeiße!!!
M: Nein!!!!
G: Gut, dann halt die Klappe!
M: Ich mag es, wenn du so zärtlich mit mir sprichst!!!
Gretchen schaute ihn entsetzt an. Was wird das denn jetzt? Will der jetzt Dirty Talk machen oder was?
G: Ich hab schon immer gewusst, dass dich unsere Gemeinheiten und Streitereien anmachen!
Gretchen schaute ihn lasziv an. Hab ich das wirklich gerade gesagt? Oh Gott, ich verwandle mich in ein böses Mädchen …
M: Dich ja wohl auch oder?
G: Was?
M: Komm schon, du hättest mir doch jedes Mal gleich die Klamotten vom Leib gerissen, wenn ich dir wieder was reingedrückt habe …
Er grinst sie an.
G: Ganz bestimmt nicht! Das ist ganz allein deine dreckige Vorstellung!
M: Ja klar!

Gretchen war unsicher. Jetzt pflaumen wir uns schon wieder nur an. Es ist zum Verrücktwerden. Romantisch ist das nicht. Ich hab mir unser erstes Mal jedenfalls anders vorgestellt …

Marc ging es da nicht anders. Auch er war unsicher und versuchte mit seinen Sprüchen, die Stimmung wieder etwas lockerer zu gestalten, aber das ging wieder mal nach hinten los … Oh Mann, da versucht man, mal alles richtig zu machen, aber sie geht gleich wieder an die Decke!!! … naja, so gut waren die Sprüche jetzt wirklich nicht! … Meier, was nun? Auch er war aufgeregt und spürte die Anspannung im Raum. Er wollte ja nichts falsch machen. Das war schließlich Gretchen vor ihm und nicht irgend so eine Frau, die man mal schnell abschleppen konnte. Sie war ihm wichtig. Zum ersten Mal in seinem Leben bedeutete eine Frau ihm etwas.

Beide grübelten vor sich hin und sagten kein Wort. Gretchen schaute aus dem Fenster. Warum ist das nur so schwierig mit ihm? Marc setzte sich auf das Bett. Warum ist das nur so schwierig mit ihr?

...

Lorelei Offline

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27.09.2009 18:06
#33 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Schließlich war es Gretchen, die als erste die Stille durchbrach.
- Weißt du, warum ich mir gerade diesen Ort hier ausgesucht habe?
- Ähm, nein.
- Ich war schon als Kind immer gerne hier!
- Du warst als Kind schon einmal hier? Lief wohl damals schon finanziell nicht so gut bei deinen Eltern?
- Was? Musst du immer alles ins Lächerliche ziehen?
- Sorry, das hab ich nicht so gemeint!
- Ich habe hier die schönsten Sommer meiner Kindheit verbracht! Das ist mir erst in den letzten Tagen klar geworden.
- Und ich dachte immer, die schönsten Sommer waren die, als du den halben Tag bei mir vor der Haustür gestanden hast! (Er lacht!)
Gretchen musste schlucken. - Du hast das gemerkt? … ähm … du wusstest, dass ich das war?
- Natürlich! Die halbe Schule hat vor den Ferien Wetten abgeschlossen, wie oft du wohl dieses Mal bei mir vor der Matte stehst!
- Och, nee, das darf doch nicht war sein! Ich sag das Klassentreffen nächstes Jahr ab!!!
- Hey, war doch nur Spaß!
- Wirklich?
- Meine ganze Schulzeit war die Hölle und das alles nur wegen dir!
- Tut mir leid!
- Warum warst du immer so gemein zu mir?
- Ich weiß es nicht!
- Hat es dir Spaß gemacht, mich zu demütigen?
- Ja, nein, ähm, eigentlich nicht, ich weiß doch auch nicht, was damals mit mir los war …
- Ich hatte immer gehofft, dass irgendwann einmal der Junge vom Spielplatz wieder auftaucht, aber das ist nie geschehen! Bis heute!!!
- Was?
- Du verstehst mich schon.
- Ok, dann ist heute der Tag, an dem wir alles hinter uns lassen. Den Spielplatz, den Schulhof, den OP …
- Meinst du das wirklich ernst?
- Ich dachte, du bist hier, um die Vergangenheit endlich ruhen zu lassen. Fangen wir doch damit gleich heute an!
- Gibt es denn eine Zukunft? Also ich meine für uns?
- Ich bin hier!
- Wie meinst du das?
- Gretchen warum musst du immer alles hinterfragen?
- Weißt du, ich bin schon so oft auf die Nase gefallen und falschen Träumen hinterhergejagt...
- Vielleicht solltest du dann mal endlich damit aufhören, nur zu träumen und schauen, was die Realität dir zu bieten hat!
- Und was?
Marc lachte und küsste sie einfach ...

Lorelei Offline

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27.09.2009 18:13
#34 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten



Gretchen ließ es geschehen. Es war erst ein sanfter Kuss, zärtlich und voller Liebe... Marc zog sie immer näher an sich heran, streichelte ihr die Wange, küsste ihren Hals … Sie fielen aufs Bett … Die Küsse wurden immer stürmischer und leidenschaftlicher … Marcs Hände wanderten überall hin … Gretchen genoss es … sie knabberte an seinem Ohrläppchen … Ihre Hände öffneten langsam sein Hemd … Sie streichelte über seinen nackten Oberkörper … Auch er konnte sich kaum noch zurückhalten … Streifte ihr das Kleid vom Körper … küsste sie überall … Sie gaben sich ihrer Leidenschaft hin, ihrer so lange unterdrückten Leidenschaft …



So mehr nicht!!! Mit Bildern im Kopf funktioniert das auch ohne Text!!!

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Freu mich auf hoffentlich ganz viele Kommis!!! >>> Kommiseite!!!

Lorelei Offline

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02.10.2009 10:16
#35 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

So das Warten hat ein Ende!!! Es geht wieder weiter!!! Viel Spaß beim Lesen! Ich freu mich über euer Feedback!!!


Nach einer Woche Honeymoon auf Rügen

Liebes Tagebuch,
ja tut mir leid, hab mich lange nicht gemeldet, aber es ist halt viel passiert … Bin seit über einer Woche auf Rügen … war eigentlich als eine Art Selbstfindungstrip geplant nach den ganzen Ereignissen der letzten Zeit … aber irgendwie hat sich daraus jetzt ein Honeymoon-Urlaub entwickelt … Ja du hörst richtig, ich schwebe zur Zeit in anderen Sphären … Es ist wie ein Traum, der schönste Traum, den ich je hatte!!!! Ich könnte mich jedes Mal selbst kneifen, um zu sehen, ob das hier wirklich alles passiert …

Ich liege gerade mit MARC MEIER, dem Schwarm meiner Jugend, dem Fixpunkt aller meiner Träume, dem Sexiest Man Alive … im BETT!!!! Gut, eigentlich liegen wir schon seit einer Woche zusammen im Bett!!! Konnten uns nicht zügeln … Er ist so unglaublich … Hmm, wenn ich daran denke, wie er mir gerade … hmm … ach Wahnsinn!!! … Marc Meier ist ein richtiger Sexgott!!!! … Oje, hab ich das jetzt wirklich gesagt? Hoffentlich bekommt der nie mein Tagebuch in die Hände! Könnte ganz schön peinlich werden!!

Es ist wie im Traum! Er ist hier! Bei mir! Er hat mir gesagt, dass er mich LIEBT! MARC MEIER LIEBT MICH!!! Es war wie im Film, als er plötzlich vor mir stand! So hab ich mir das immer vorgestellt … wir laufen uns am Strand entgegen, umarmen uns stürmisch und küssen uns … Und was für ein Kuss das war!!! Wahnsinn!!! Hab jetzt noch weiche Knie, wenn ich daran denke … Ich hab die Welt um mich herum vergessen, alle Sorgen, Zweifel und Unsicherheiten … Es gab nur noch uns, Marc Meier und Gretchen Haase … auf das sie glücklich werden bis ans Ende ihrer Tage!

Ich kann es immer noch nicht glauben, ich bin tatsächlich mit Marc Meier zusammen!!! Ich habe ihn gebändigt, den beziehungsunfähigen, selbstverliebten, arroganten Obermacho Marc Meier, der noch vor kurzem alles gevögelt hat, das nicht bei drei auf den Bäumen war … außer mir!!! Marc Meier will mit MIR zusammen sein, der neurotischsten, chaotischsten Frau der Welt … Hmm … obwohl, so genau haben wir eigentlich unsere Beziehung noch gar nicht definiert! Haben ja nicht so viel geredet in den letzten Tagen, sondern … naja du weißt schon! Haben wir überhaupt eine Beziehung? Oder was ist das mit uns beiden? Ich glaube, ich werde ihn später mal darauf ansprechen …

So das war’s auch schon, mein liebes Tagebuch. Marc schläft noch! Will ihn noch eine Weile beobachten … er sieht so süß aus, wenn er schläft! Er zieht dann seine Nase immer so niedlich hoch und wie er sich am Kopfkissen festkrallt … süß!!! Ich liebe es, ihn einfach nur anzusehen … seinen nackten Oberkörper, seine starken Arme … Hmmm … Ich bin verrückt nach ihm!!! … Oh, er bewegt sich! Ich glaube, er wacht gleich auf! Ich pack dich erst mal weg, bevor er sieht, dass ich immer noch Tagebuch schreibe … Sonst haut der mir wieder irgendeinen Spruch rein … Bloß nicht!!!


Gretchen steckte ihr Tagebuch wieder in ihre Tasche und schob sie unters Bett. Sie legte sich wieder zurück ins Bett, kuschelte sich an Marc und schaute ihn einfach nur an …
- Eh, schau mich nicht die ganze Zeit an! Ich schlafe noch!
Marc war in der Zwischenzeit aufgewacht.
- Mach ich doch gar nicht! Ich schlafe auch noch!
- Natürlich! Mit offenen Augen!
Er drehte sich zu ihr um und lächelte sie verschlafen an.
Wie süß, er hat noch einen Kissenabdruck an der Backe!!! Sie grinste ihn an.
- Grins mich nicht so an!
- Wieso denn nicht?
- Wie kann man am frühen Morgen schon so ne gute Laune haben?
- Jahrelang trainiert! Wie sollte ich sonst immer deine miese Stimmung am Morgen bei der Visite ertragen, du Morgenmuffel du!!!
- Hey, ich bin kein Morgenmuffel!!!!
- Gar nicht, schon klar!!!
- Ohne fünf Espressi und drei Zigaretten geht bei mir gar nichts morgens …
- Wirklich? Lass mich mal nachschauen …
Gretchen hob die Bettdecke hoch …
- Hmm, also ich hab da einen anderen Eindruck!
Sie lächelte ihn lasziv an … Oh Gott, hab ich das jetzt wirklich gesagt!!! Marc Meier hat ein Sexmonster aus mir gemacht!!!
Das ließ sich Marc Meier natürlich nicht zweimal sagen, schnappte sich sein Gretchen und machte da weiter, wo sie letzte Nacht aufgehört hatten ...

Lorelei Offline

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02.10.2009 12:19
#36 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Wow, das war der beste Sex meines Lebens!!! Wie er mich berührt hat … hmm … Wahnsinn! Marc versteht seine Sache … Er ist einfach der Beste! (Aber das werde ich ihm niemals auf die Nase binden!! Wäre zu viel für sein Ego!!) Gut, er hat ja auch jahrelang mit hunderten von Schlampen trainiert … Oh Gott, du denkst jetzt nicht wirklich darüber nach, mit wie vielen Frauen Marc schon … Nee, ganz schlechter Gedanke, Gretchen! Du wolltest die Vergangenheit ruhen lassen!!! Also!!! Jetzt gibt es nur noch die Gegenwart und die heißt Marc Meier!!! … und Gretchen kuschelte sich noch enger in seine Arme.

Auch Marc genoss die Zweisamkeit mit ihr … ihre Nähe … ihr Geruch … Er konnte nicht genug von ihr kriegen. Er wusste nicht, was es war. War das die Liebe? Ein Gefühl, das er noch nicht kannte. Er konnte es nicht definieren. Er war gerne mit ihr zusammen. Er wollte sie nie mehr loslassen. Er war glücklich. Ja, das war es, Marc Meier war glücklich! Zum ersten Mal in seinem Leben! Er hatte sich zum ersten Mal voll und ganz auf eine Frau eingelassen. Und es tat ihm gut. Er war selbst darüber überrascht. Warum hatte er das nicht schon viel eher begriffen, dann wäre beiden vieles erspart geblieben. Marc lächelte sie an. Er konnte nicht anders. Er bekam sein Lächeln einfach nicht aus seinem Gesicht. Hör auf sie so anzuglotzen Meier, sonst denkt sie noch …!!! dachte er und schloss sie noch fester in seine Arme...

Aus Sekunden wurden Minuten, aus Minuten wurden Stunden, aus Stunden wurden Tage und schon war eine Woche vorbei. Beide hatten Zeit und Raum völlig vergessen. Sie genossen einfach den Moment, endlich zueinander gefunden zu haben … Aber auch die schönste Zeit geht irgendwann einmal zu Ende! ... Marcs Handy klingelte...
G: Och nö, nicht jetzt!!!
M: Ich lass es einfach klingeln.
Doch es hörte nicht auf.
G: Nee, das soll aufhören!!! Du hast übrigens nen echt bescheuerten Klingelton! (Knight Rider!!!)
M: Bitte was?
G: Kannst du dir nicht was Romantischeres aussuchen? Also ich passe ja meinen Klingelton immer meiner aktuellen Stimmung an.
M: Bitte? Und was heißt das jetzt im Moment?
G: Hmm, du könntest ja … hmm … mal überlegen … ja, das ist es … wie wäre es denn mit „All you need is love“ von den Beatles … jetzt wo du endlich begriffen hast, was …
M: Bitte?
G: Na, du weißt schon …
M: Bin ich Kai Pflaume??? Ich renne ganz bestimmt nicht mit so einem Klingelton im Krankenhaus rum … das untergräbt meine Autorität als Oberarzt!
G (lacht): Welche Autorität?
M: Na, sag mal, ich bin immer noch dein Chef!
G: Im Krankenhaus vielleicht!
M: Was soll das denn jetzt heißen? Dass du bei uns zuhause die Hosen anhast oder was??? Ganz bestimmt nicht!!!
G: Hey!!! Moment mal, hast du gerade „bei uns zuhause“ gesagt? Ich träume, er will mit mir zusammenziehen oder? Ganz ruhig bleiben … Warte auf seine Antwort … Nicht gleich ausflippen!!
M: Ähm, nein!!!
G: Doch hast du!
M: Nein, hab ich nicht!
G: Du willst mit mir zusammen wohnen!!! Gib’s zu!!!
M: Ähm … also … ja … ähm … nein … also das hab ich jetzt so nicht gesagt!
G: Aber indirekt!!!
M: Musst du immer alles zwischen den Zeilen deuten?
G: Ja, sonst versteht man ja nie, was ein Marc Meier gerade von einem will!
M: Bitte???
G: Naja, ich habe jahrelang deine Aussagen studiert und ich glaube, ich habe jetzt endlich den Code entschlüsselt!!!
Marc schaute sie entsetzt an. Womit hast du dir das jetzt nur wieder eingebrockt, sie ist ja noch durchgeknallter als ich dachte!!! Aber was sollte er machen, er liebte sie nun mal, auch gerade wegen ihrer verquerten Denkweise.
M: Aha, und dein Wörterbuch sagt jetzt, dass wir zusammenziehen sollen?
Gretchen nickte und wartete auf eine Antwort.
M: Ja, worauf wartest du denn jetzt?
Ist das jetzt ein ja? Soll ich wirklich? JA JA JA ICH WILL!!! Und fiel ihm um den Hals.
M: Ähm, was soll das jetzt?
G: Ja, ich will!!!
M: Hä??? Gretchen, also, ich wüsste nicht, dass ich dir gerade einen Antrag gemacht hätte!!!
G: Ich meine doch, ja, ich will bei dir einziehen!
Marc verdrehte die Augen. Ich komme wohl aus der Nummer nicht mehr raus! Die hört auch nur das, was sie hören will!!!
M: Ähm … also … ähm, ich glaube, da reden wir noch mal drüber, wenn wir wieder in Berlin sind.
G: Ok! Muss mir eh noch eine Strategie überlegen, wie ich es meinen Eltern schonend beibringe!
M: Was? Das mit uns?
G: Ja das auch. Aber das mit dem Ausziehen. Hatte ich ja eigentlich eh vor, wenn ich wieder in Berlin bin. Mit 30 noch bei meinen Eltern wohnen. Das geht gar nicht! Aber jetzt hab ich ja einen richtig guten Grund: Ich ziehe mit meinem Traummann zusammen!!

Sie konnte nicht anders und sprang vor Freude durch das Zimmer. Marc konnte nur still zusehen und wusste nicht, was er sagen sollte. Sie hatte ihn einfach überrumpelt. Hatte sie etwa doch die Hosen an? Oh Mann, ich werd sie nicht mehr los!!! Aber das will ich ja auch gar nicht! Ich liebe sie und da muss man wohl oder übel auch Kompromisse machen oder? Aber irgendwie bereitete das ihm auch ein wenig Angst. Wollte er das wirklich, eine Beziehung? Noch vor Monaten hätte er bei dem Gedanken den Kopf geschüttelt: Niemals!! Ich lass mir doch nicht die Eier abschneiden!!! Aber mit Gretchen war alles anders. Er fühlte sich geborgen, sicher und konnte sich fallen lassen und endlich so sein, wie er wirklich war, auch nur ein Mensch mit Gefühlen, wie jeder andere auch. Sie hatte die Mauer zum Einsturz gebracht. Sie hatte ihm die Maske weggerissen. Vor ihr musste er sich nicht mehr verstellen. Sie hatte ihn verändert...

Lorelei Offline

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02.10.2009 13:20
#37 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Gretchen hatte gemerkt, dass er nachdenklich wirkte.
G: Marc, alles in Ordnung?
M: Ja, alles prima.
G: Wirklich? Also ich hab das Gefühl, dass …
M: Nee, schon gut, alles ok!
Er lächelte sie an.
G: Aber irgendwas ist doch! Hab ich dich jetzt überrumpelt?
Sie traf den Nagel auf den Kopf.
M: Hmm, naja ein wenig!
Oh Gott, er will gar nicht!!! Und ich blöde Kuh, mach hier so einen Freudentanz! Ich wollte das doch ruhig angehen lassen und jetzt hab ich gleich wieder den Turbogang eingelegt und steh schon mit gepackten Koffern vor seiner Wohnung! Gretchen, mach jetzt bloß keinen Fehler, sonst ist er gleich wieder über alle Berge!!!
G: Oh, ähm, tut mir leid. Ich hab da wohl mal wieder zu viel hineininterpretiert. Ich …
M: Nein, es ist gut so.
G: Wirklich?
M: Ja!!!
G: Da fällt mir aber ein Stein vom Herzen. Also ich will dich wirklich nicht zu irgendwas drängen … Du bist ja nicht so der … ähm …
M: Was bin ich nicht?
G: Naja, ähm, der Beziehungstyp und so.
M: Meinst du?
G: Marc!!! Ich kenn dich jetzt seit 20 Jahren und du hast bisher nicht auf mich gewirkt, als ob du gleich ... ähm ...
M: Was?
G: … naja, ähm, das mit dem Zusammenziehen, Haus bauen, Baum pflanzen, Familie gründen und so … Oh Gott, das hast du jetzt nicht wirklich alles gesagt? Er rennt weg … ganz bestimmt!!
M: Naja, ähm, wenn du einen Gang runterschalten würdest, könnten wir das mit Punkt 1 erst mal versuchen … und ähm … dann sehen wir weiter. Meier, bist du jetzt verrückt geworden? Was wird das jetzt?

Gretchen schaute ihn erstaunt an. Hat er das jetzt wirklich gesagt? Marc Meier, der begehrteste Junggeselle von Berlin, will eine Beziehung? Eine richtige Beziehung? Mit mir? Er will mit mir zusammenziehen?? Das ist ein Traum!! Ich weiß es, ich wach gleich auf und das alles hier - der Abend am Strand, die fantastischen Nächte im Hotel und dieses Beziehungsgespräch - waren alles nur geträumt!!! Ja, so muss es sein! Ich sitze immer noch auf dem Felsen! Hab mir wahrscheinliche eine Lungeentzündung zugezogen und habe jetzt einen Fiebertraum!!!

Marc war verunsichert. Er hatte gedacht, sie würde sich auf ihn stürzen, ihn umarmen und … Aber sie schaute ihn nur entsetzt an und sagte kein Wort. Ich werde einfach nicht schlau aus dieser Frau! Sie macht mich wahnsinnig!!! Da geht man mal einen Schritt auf sie zu und sie fällt gleich ins Koma!!!
M: Gretchen, bist du noch da?
Keine Reaktion…
M: Hallo??? Planet an Erde!! Jemand zuhause???
G (leise): Zuhause???
M: Gretchen!
G: Was? Ähm … hast du das gerade ernst gemeint?
M: Mein voller Ernst!!!
G: Also sind wir jetzt so richtig zusammen? Mit allem Drumherum?
M: Hä?
G: Maarc!!!
M: Willst du jetzt nen Zettel haben, wo drei Kästchen drauf sind: willst du mit mir gehen? ja nein vielleicht?
G: Marc, ernsthaft! Wie würdest du das mit uns definieren?
M: Och nee, Gretchen, du musst auch alles durchdiskutieren was? Können wir nicht einfach …
G: Was?
M: … da weitermachen, wo wir vorhin aufgehört haben!
Er grinste sie an … schnappte sich ihre Hand und zog sie zurück ins Bett. Er küsste ihren Hals und ging langsam tiefer … Gretchen konnte sich kaum dagegen wehren …
G: Maarc!!!
M: Was denn noch?
G: Ich will doch nur wissen …
M (stöhnte und ließ von ihr ab): Ok, liebes Gretchen, jetzt zum Mitschreiben! Kannst ja dein Tagebuch unter dem Bett rausholen (sie schaute ihn entsetzt an. Sch… er weiß von dem TB!!!) und alles wortgenau mitschreiben!!! Also, liebes Gretchen, ja wir sind zusammen! Offizielle Bezeichnung: Wir sind ein Paar!!! Ja, irgendwie hast du mich dazu gebracht, dir meine Liebe zu gestehen. Ja, Marc Meier ist in dich verschossen!!! Und wenn es sein muss, bekommst du auch meinen Wohnungsschlüssel!!! Müsste dafür aber leider Medhi rausschmeißen! Ich weiß nicht, ob ihm das gefallen würde, wo er doch noch … ähm … Wo war ich? Ok, ähm… was soll ich noch sagen? Du hast mich!
G: Hä? Wie? Ich hasse dich?
M: Nein, ähm, du hast mich!! Also, du hast mein Herz!!!
Oh Gott, wie süüüüßßßß!!! Was für eine Liebeserklärung!!!! Ich habe sein Herz!!! Und er hat meins!!! Für immer!!! Sie fiel ihm um den Hals und küsste ihn leidenschaftlich … Sie machten genau da weiter, wo sie vorhin aufgehört hatten …

Lorelei Offline

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03.10.2009 09:41
#38 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Sie schliefen schließlich nebeneinander ein. Doch dann wurden sie plötzlich wieder von dem Handyklingeln geweckt. Marc griff nach seinem Handy...
G: Nein, nicht rangehen!
M: Hey, könnte vielleicht wichtig sein, so wie der nervt!
G: Nein, heute bin nur ich wichtig!
Gretchen schnappte sich ihn und küsste ihn. Doch das Handy klingelte weiter.
M: Ich will nur mal schauen, wer …
G: Nein, hier im Honeymoon gibt es keine Handys!!! Sind verboten!!!
Marc grinste sie an: Was? Im Honeymoon? Du denkst auch nur an das Eine!
G: Ja, fühlt sich zumindest so an …
Oh Mann, die Frau ist echt unglaublich!!! Er wollte gerade das Handy weglegen und sich auf sie stürzen, als es wieder klingelte. Er warf doch noch einen Blick darauf: Scheiße!!!!
G: Hey, was ist denn los?
M: Dein Vater!!!
G: Was? Mein Vater? Oh Gott!!! Was will der denn? Woher weiß er denn … ach so ja klar … er hatte es dir ja verraten!
M: Eh, ich muss da glaube ich rangehen!!!
Marc drückte die grüne Taste.
M: Meier!
Franz: MEEEEIIIIIEEERRR!!!!
Marc musste das Handy vom Ohr weg halten, weil Prof. Haase mit einer solchen Wut ins Handy brüllte. Gretchen musste schmunzeln, als sie das sah … Aber als sie ihren Vater dann immer noch brüllen hörte, wurde ihr dann doch ganz anders …
M: Ähm … hallo, Herr Professor! … Was…? … Ähm morgen schon! … aber … eine Woche… ja … ich weiß … oh, die ist schon rum … haben wir, ähm ich, gar nicht gemerkt … ähm … ja, Herr Professor … ja, morgen früh um acht … ja, ich bin pünktlich … hallo??? … Herr Professor??? … Sind sie noch dran?? … Aufgelegt!!!
Wie ein kleiner Schuljunge, der gerade von seinem Direktor ertappt wurde (und die Erfahrung kannte Marc Meier zur Genüge!!!), blickte er auf sein Handy, dann zu Gretchen, dann wieder auf sein Handy, dann auf seine Uhr. „Scheiße!!!“
G: Was ist denn los? Gab’s Ärger?
M: Kann man wohl sagen!
G: Was? Na sag schon!
M: Hab morgen wieder Dienst!
G: Morgen schon!! Aber du bist doch gerade erst …
M: Ja, aber dein Vater hat mir nur eine Woche freigegeben!
G: Eine Woche? Aber die ist doch noch nicht rum!
M: Doch ist sie!!!
G: Was? Kann nicht sein!
M: Schau doch, heute ist schon der …
G: Tatsächlich! Ich hab ganz die Zeit vergessen!
M: Ich doch auch! Aber du konntest ja nie genug kriegen!
G: Maaarc!!! Da waren wir wohl beide beteiligt oder?
M: Hmm!
Er lächelte sie an, gab ihr einen kurzen Kuss und fing an zu packen!
G: Was machst du da?
M: Packen!
G: Was? Aber du kannst doch nicht …
M: Ich muss!!!
G: Ich will nicht, dass du fährst!!! (sie schaute ihn traurig an)
M: Ich muss aber zurück nach Berlin!
G: Nein!! (sie zog eine Schnute, doch Marc reagierte nicht darauf und packte weiter!)
M: Hey, dein Vater schmeißt mich raus, wenn ich da morgen nicht auftauche!
G: Dann rufe ich ihn eben an und sage, dass ich dich hier brauche … Notfall oder so!
M (lacht): Notfall???
G: Ja, Notfall!!! Liebesnotfall!! Ich kann ohne meine Medizin hier nicht überleben!
M: Deine Medizin? Ich bin deine Medizin?
G: Ja, das bist du! Siehst du, meine Vitalzeichen werden schon immer schwächer … wenn du mir nicht sofort einen Kuss gibst!!!
Das ließ sich Marc natürlich nicht zweimal sagen und stürzte zu ihr aufs Bett. Er gab ihr einen langen leidenschaftlichen Kuss.
M: So, das muss reichen!
G: Nein!! Mehr!!!
Sie zog ihn wieder zu sich und küsste ihn erneut.
M: Hey, wenn du nicht bald damit aufhörst, komm ich hier gar nicht mehr weg!
G: Deshalb mach ich das ja auch! Ich will nicht, dass du gehst!!!
M: Ich ja auch nicht!!! Aber nach dem Anschiss letzte Woche und jetzt wo er weiß, dass wir … ähm … hier zusammen sind, da muss ich morgen auf der Matte stehen und Gutwetter machen!
G: Welcher Anschiss?
M: Lange Geschichte!
G: Ich hab Zeit!
M: Och Gretchen, ich aber nicht! Ich muss los, sonst verpasse ich den Zug. Ich erzähl dir das ein anderes Mal. Wo ist denn das verdammte Zugticket???
Gretchen erblickte es auf dem Nachttisch. Sie zögerte kurz und wollte es verstecken … Soll ich wirklich? Hmm … aber wenn mein Vater sauer auf ihn ist, wird er das mit uns nie akzeptieren … ich muss ihn wohl doch gehen lassen, auch wenn es schwer fällt!!!
G: Suchst du das vielleicht! (sie wedelte mit dem Ticket)
M: Du kleines Luder, du wolltest es verstecken, nicht?
G: Ähm, vielleicht!
M: Gib schon her.
G: Was krieg ich dafür? (Sie hielt das Ticket hinter ihrem Rücken versteckt!)
M: Gretchen!!!
G: Maarc!!
Marc ging zurück zum Bett und versuchte, es ihr wegzunehmen, aber sie konnte es immer wieder geschickt, vor ihm verbergen … Eine andere Taktik musste her, dachte sich Marc und begann sie zu küssen … erst die Wange, dann den Mund, dann den Hals … dabei wanderten seine Hände immer tiefer … Gretchen schloss die Augen und vergaß für einen Moment, dass sie immer noch das Ticket in der Hand hielt. Sie ließ es los und genoss die Zärtlichkeiten von Marc. Das war ihm natürlich nicht entgangen … Er küsste sie weiter und griff langsam nach dem Bahnticket … Er wusste genau, welche Knöpfe er bei Gretchen drücken musste, damit sie alles um sich herum vergaß! Das machte ihn auch irgendwie an. Meier du bist eben der Beste!!! Er sprang auf und packte die restlichen Sachen in seine Tasche …

Gretchen hatte immer noch die Augen geschlossen und stöhnte: Hach Marc, mach weiter … ich bin so sch…
Da wachte sie plötzlich auf. Hä, wieso? Wo ist? Hä?
G: Marc???
M: Immer wieder erstaunlich, wie schnell ich dich rumkriege!!!
G: Was? Hey!!
M: Ich liebe es, wenn du so entsetzt kuckst!
G: Marc!!! Du hast mich ausgetrickst!!
M: Jep!!! Macht immer wieder Spaß!!
G (traurig): Und du willst wirklich fahren?
M: Ich will nicht, ich muss!!!
Gretchen liefen die ersten Tränen die Wange hinunter. Er wischte sie mit dem Daumen weg.
M: Hey nicht weinen! Wir sehen uns doch bald wieder! Du machst dir hier noch einen Ruhigen und ich fahr zurück nach Berlin, beruhige deinen Vater, schmeiße Medhi raus, naja … ähm … ich werde ihn erstmal vorsichtig darauf ansprechen, ob er eventuell … also … du verstehst schon…
G: Aber nicht gleich wieder auf die Meier-Art!! Du weißt doch, wie sensibel er auf uns reagiert!
M: Die Meier-Art???
G: Naja, so brachial ehrlich und direkt und so. Er würde wieder Monate brauchen, um auf Spur zu kommen. Also sei liebevoll und … hmm… obwohl … weißt du was… ich mach das lieber selber!!!
M: Bitte?
G: Na, mit Medhi reden. Das ist schon lange überfällig.
M: Ähm, also, ich weiß nicht.
G: Sind Sie etwa eifersüchtig, Herr Dr. Meier???
M: Ähm... ich? Nee... ganz bestimmt nicht!
G (grinst ihn an): Türlich!!!
M: So, genug jetzt, muss gleich los!
Gretchen überlegte kurz.
G: Ok!!!
M: Ok??? Mehr nicht??? Also nach gerade eben hätte ich gedacht, unser Abschied fällt etwas länger aus!
G: Hättest du wohl gerne!
M. Gretchen!!!
G: Ok, ich komm mit!!!
M: Du kommst mit???
G: Ja, was soll ich denn noch hier!!! Ohne dich!!!
M: Hey, du kannst ruhig noch hier bleiben, entspann dich …
G: Willst du mich etwa schon wieder loswerden?
M: Nein!
G: Hast wohl Angst, dass in der Klinik etwas rumgeht?
M: Wieso sollte ich?
G: Naja, weil du und ich, also, weil wir...
M: Ja???
G: Na, weil wir jetzt zusammen sind! Also wenn dir das peinlich ist, dann können wir auch erst mal nur heimlich …
M: Ist es mir nicht! Und das aus deinem Mund! Ich hätte echt nicht gedacht, dass du das nicht gleich jedem unter die Nase reiben willst!
G: Wirklich? Dir ist das nicht unangenehm?
M: Nee, wieso? Dir etwa?
G: Ähm, naja … nach den ganzen Geschichten und so … und du kennst doch meinen Vater, der macht bestimmt gleich einen riesen Aufstand … Und erst Schwester Sabine! Ich kann ihr dämliches Grinsen schon sehen und wie sie es über die Flure rumposaunt … sie hätte es ja immer schon gewusst … dann das Getuschel und … ach ich weiß doch auch nicht!
M: Also ist es dir doch unangenehm? Dir ist es peinlich, mit Marc Meier gesehen zu werden!
G: Ist es nicht! Ich dachte nur, dein Ruf und so …
M (lacht): Du machst dir Gedanken über meinen Ruf? Der ist eh schon ruiniert!!!
G: Was? Hä? Wie meinst du das? Wegen mir??? (entsetzt!)
M: Schwamm drüber!
G: Nein, ich will das jetzt schon wissen!
M: Dann frag mal Schwester Sabine oder besser den Rössel … obwohl, den lieber nicht!!!
G: Marc ich versteh nur Bahnhof?
M: Ja, Bahnhof ist jetzt genau das Stichwort!
G: Maaarc!!!
M: Was???
G: Wieso ist dein Ruf ruiniert? Was ist passiert?
M: Du musst das mit uns nicht mehr rumposaunen!
G: Hä? Wieso?
M: Wissen eh schon alle!
G: Was? Wieso? Kann doch keiner wissen, dass wir hier …
M: Ja, das weiß ja auch keiner, aber dass ich dich … ähm … ach, quetsch einfach Sabine oder Dr. Rössel aus!
G: Hä?? Ich hör immer den Rössel! Seit wann hast du denn was mit dem am Hut?
M: Tja, nur soviel, jemand hat dich als Trottel vom Dienst würdig vertreten!
G: Hä??? Marc, wie meinst du das??? Und was heißt hier Trottel??
M: Schluss jetzt! Ich muss mich noch anziehen, der Zug geht in einer halben Stunde. Kommst du jetzt mit oder nicht?
G: JAAAA!!!
M: Na dann los!! Hopp hopp!!! Oder willst du so in den Zug steigen? Also den männlichen Passagieren würde das bestimmt gefallen … und mir erst!!!
Marc grinste sie an! Oh Gott, ich bin ja noch nackt!! In einer halben Stunde hat er gesagt! Oh Gott, dass schaff ich nie! ... duschen... zurechtmachen... packen... Hilfe!!! Sie sprang panisch vom Bett auf, blieb aber mit dem Fuß in der Bettdecke hängen und fiel aus dem Bett. Sch… verdammt!!! Marc amüsierte sich königlich. - „Wenn du so weitermachst, brauchen wir keinen ICE mehr, dann geht’s auch mit dem KW!!!“ - „Sehr witzig Herr Meier!!!“ Sie stürmte das Bad und kam überraschenderweise nach fünf Minuten wieder fertiggestylt heraus, griff ihre beiden Koffer und fing an, zu packen. Marc blieb der Mund offen stehen.
M: Ähm, wie hast du das denn gemacht? Hast du ne Zeitmaschine dabei??
G: Marc, wenn es darauf ankommt, können Frauen auch ganz anders!!!
M: Hä? Wenn es worauf ankommt?
G: Wenn man es schaffen will, dass es seinem Oberarzt einmal die Sprache verschlägt! Und hör auf jetzt, wir müssen gleich los!
M: OOOKKK!!!

Gretchen war gerade in Rekordtempo fertig geworden, als sie doch wieder ins Grübeln geriet.
G: Hmm...
M: Was ist denn noch? Willst du jetzt noch die leckeren Schokotörtchen aus der Hotelküche mitgehen lassen? Dafür haben wir nun wirklich keine Zeit mehr!
G: Nein, das ist es nicht.
M. Was dann?
G: Wegen dem Wohnen!
M: Gretchen, jetzt fang nicht schon wieder damit an!
G: Naja, ich hab mich jetzt eine Woche nicht bei meinen Eltern gemeldet und … ähm … Papa wird Mama bestimmt erzählt haben … ähm … dass wir … Was ich sagen will, eigentlich will ich nicht gleich wieder zu meinen Eltern! Du kennst ja meine Mutter, die macht gleich wieder ein riesen Theater und …
M: Willst du gleich mit zu mir?
G: Ähm, wenn ich darf?
M: Da gibt es nur ein klitzekleines Problem!!!
G: Was denn?
M: Namens Medhi!!!
G: Oh, den hab ich ja ganz vergessen!
M: Das ist auch gut so!!!
G: Also dann geh ich wohl doch lieber nach Hause.
M: Kommt gar nicht in Frage!!! Der muss endlich damit klar kommen, dass ich auch mal meine Freundin mit nach Hause bringe!
Gretchen grinste ihn an.
M: Was ist denn jetzt wieder?
G: Du hast meine Freundin gesagt!!
Marc griff sich an den Kopf: Womit hab ich dich nur verdient???
Gretchen ging auf ihn zu, küsste ihn und sie fielen aufs Bett ...

Drei Stunden später
- Ok, um acht geht der letzte Zug! Den kriegen wir noch...



Freu mich über Kommis!!!

Lorelei Offline

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03.10.2009 14:37
#39 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Kurz nach Mitternacht zurück in Berlin

Marc Meier und Gretchen Haase standen vor Marcs Wohnungstür. Er suchte nach seinem Schlüssel.
M: Scheiße verdammt, wo ist der verf… Schlüssel!!
G: Mach doch nicht so eine Hektik! Soll ich mal schauen?
M: Nee, der findet sich schon... Ach, da ist er ja!
G: Endlich!!! Bin hundemüde, will nur noch schlafen!
M: Schlafen? Du hast die ganze Zugfahrt geschlafen! Also ich hätte gedacht wir machen noch ähm ein bisschen rum!
G: Maaarc, du kannst wohl nie genug kriegen!!
M: Nein!!
Er umarmte sie und wollte sie küssen.
G: Ich dachte, du musst morgen um acht bei meinem Vater im Büro sein?
M: Ja schon, aber für eine kleine Nummer hätte ich schon noch Zeit!
Er grinste sie an.
G: Maarc!! Ich dachte, wir hätten uns auf Loveboat geeinigt und nicht auf Speedboat!
M: Haben wir das?
G: Ähm, ja … die ganze letzte Woche! Marc, ich bin wirklich müde!
M: Ok, ok … dann eben nicht!
G: Och, ist der kleine Meier jetzt enttäuscht??
M: Du machst mich wahnsinnig!!
G (grinst): Ich weiß!!! Und bekommst du das heute noch hin mit der Tür? Oder stehen wir morgen noch hier? Vielleicht sollte ich mal...
Gretchen schnappte sich den Schlüssel und steckte ihn ins Schloss...
M: Gut, dann hab ich jetzt ja die Hände frei um...
Er umarmte sie, küsste ihren Nacken, seine Hand wanderte langsam unter ihre Bluse, die andere Hand schob sich unter ihren Rock... Genau an der Stelle wird sie immer ganz wild!! „Marc!“ … Gretchen drehte sich langsam zu ihm um... Sie küssten sich immer leidenschaftlicher... Ihr Verlangen wurde immer stärker... Gretchen schloss die Augen... mit einer Hand hielt sie aber noch den Schlüssel und drehte ihn um... Die Tür sprang auf... Und Gretchen fiel rücklings ins Zimmer und Marc auf sie drauf! - „Aua!!!“ schrien beide gleichzeitig.
...

Lorelei Offline

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03.10.2009 14:43
#40 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

M: Hast du dir weh getan?
G: Nein, alles ok! Aber du solltest dir vielleicht mal überlegen, einen Flokati in den Flur zu legen. Und bei dir alles in Ordnung?
M: Bestens!!! Bin ja weich gelandet!
G: Hey!! (sie kniff ihn in den Arm)
M: Au!!! Gerade eben warst du aber zärtlicher!!!
G: Maarc!!
Plötzlich ein Rascheln hinter der Couch...
G: Hast du das auch gehört?
M: Was?
G: Na das eben! Hast du Mäuse?
Gretchen sprang vom Boden auf.
M: Bitte? Spinnst du? Seit Medhi hier wohnt, kann man vom Boden essen!
Plötzlich war ein Husten zu hören.
G: Aber das hast du jetzt schon gehört oder?
Marc schaltete das Licht an.
Marc: Medhi?
Keine Reaktion.
Marc: Medhi, ich weiß, dass du hinter der Couch hockst. Ich kann euch im Spiegel sehen!
Medhi murmelte: Scheiße!
Gretchen schaute fragend zu Marc: Wieso denn euch?
Er zeigte zum Spiegel.
G: Oh!!!!
Langsam tauchte Medhi Kopf hinter der Couch hervor. Er war nackt!!!
MK: Marc!
MM (grinste ihn an): Medhi!
G (peinlich berührt): Hallo Medhi!
MK (verlegen): Gretchen!
MM (laut): Frau Dr. Hassmann!!
Jetzt tauchte auch Maria hinter dem Sofa auf. Ebenfalls nackt!
MH: Meier!
G (erstaunt): Frau Dr. Hassmann?
MH (schaute G. provokant an): Frau Dr. Haase!
G: Was machen Sie denn hier?
MH: Wonach sieht es denn aus?
MK: Das ist jetzt wirklich nicht so, wie es aussieht... ähm...
MM (grinst): Ja, ja, schon klar!
MH: Was hast du denn auf einmal? Es ist doch offensichtlich, Medhi!
Maria sah Gretchen provokativ an: Wir hatten Sex!!!
Gretchen schaute sie entsetzt an, Marc nickte Medhi applaudierend zu, Maria triumphierte und Medhi wollte am liebsten im nächsten Erdloch verschwinden...

Lorelei Offline

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03.10.2009 15:05
#41 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Marc und Gretchen hatten tatsächlich Medhi und Maria inflagranti erwischt!!! Sie konnten sich gerade noch hinter der Couch verstecken, als die beiden ins Zimmer gepoltert kamen. Beide schauten Medhi und Maria überrascht an, die noch immer nackt hinter dem Sofa hockten. Das hätte ich jetzt aber nicht gedacht, dass Medhi sich so schnell trösten lässt! Und dann ausgerechnet von ihr? Gut, ich wollte ja, dass er wieder glücklich ist, aber mit Maria? Naja, ich weiß nicht! Medhi wich Gretchens Blicken aus. Was sie jetzt wohl von mir denkt? Marc konnte sich sein dreckiges Grinsen nicht verkneifen. Der Anblick war einfach zu köstlich. Was die beiden nicht wussten, ihre Rückenansicht war immer noch im Spiegel zu sehen! Die Hassi sieht von hinten gar nicht mal so übel aus!

MM: Na Medhi, alles Roger bei dir? Ach nee, ist ja die Hassi!!
MH: Ich muss doch sehr bitten! Für Sie immer noch Frau Dr. Hassmann.
MK (verlegen und mit rotem Kopf): Ja... ähm... wie du siehst, alles bestens! Bei dir ja anscheinend auch! Leider!!!!! Er sah traurig zu Gretchen, was auch Maria nicht verborgen blieb.
MM: Jep!!! Kann nicht besser sein! Nicht wahr, Schaaaatz!!! (Das „Schatz“ hatte er extra laut betont!) Er schaute erst zu Gretchen und grinste dann Medhi an. Die gehört jetzt zu mir, mein Lieber!
Gretchen sagte gar nichts. Ihr war die Situation zu unangenehm. Sie schaute verlegen zu Medhi, dann wieder zu Boden. Medhi wich ihrem Blick aus. Maria beobachtete die Blicke der beiden argwöhnisch. Er kann sie nicht vergessen! Wieso kann er sie nicht einfach vergessen?
MM: Gretchen, hallo, jemand zuhause? Schaaatz???
War ja klar, dass der jetzt einen auf Testosteron-Contest machen muss. Wer hat die bessere Beute abgeschleppt!!! Armer Medhi, ich wollte ihn doch erst in Ruhe darauf vorbereiten, dass ich und Marc jetzt, naja, zusammen sind. Er sieht so traurig aus!!!
Marc war irritiert, warum reagierte sie nicht auf ihn. Sonst sprang sie ihn doch immer gleich an, wenn er mal Schatz, Freundin, Paar, Beziehung o.ä. sagte. Und jetzt schaute sie einfach nur auf den Boden. Ob sie noch? Nein, das glaube ich nicht! Oder doch? So wie sie immer zu ihm blickt … Ist sie etwa eifersüchtig???
Auch Maria war enttäuscht, dass Medhi so auf die beiden reagierte. Sie muss nur mit dem Finger schnippen und er läuft ihr wieder wie ein Dackel hinterher und hat alles vergessen, was letzte Woche war! Er muss es endlich kapieren, dass er sie niemals haben kann!

MH: Na, Frau Doktor, da haben Sie es ja endlich doch noch geschafft, den Tiger zu zähmen!
MM: Bitte?
G: Ja ähm …
MH: Wurde auch mal Zeit. Das ständige Hin und Her war ja nicht mehr zum Aushalten! Ach und danke noch mal!
G: Danke? Wofür wollen Sie sich bedanken?
MH: Habe gerade 200 Euro gewonnen!
G: Ach so! Glückwunsch! Und bei was, wenn ich fragen darf? Und warum bedanken Sie sich da ausgerechnet bei mir?
MH: Naja, im Krankenhaus lief doch so eine Wette.
MM: Bitte was?
G: Eine Wette? Was denn für eine Wette?
MH: Ob Sie es schaffen, Marc Meier abzuschleppen!
G: WAS???
MM: Moment mal, ich habe sie abgeschleppt und nicht anders herum!!!
G: Sag mal, spinnst du!
MH: Ach, so ist das gelaufen? Aber das verraten wir keinem, will ja mein Geld haben!
G: Von wem?
MH: Bitte?
G: Auf wen ist der Mist gewachsen?
MH: Aber Frau Haase! Heute so vulgär! Muss schon sagen, das imponiert mir! Der Einfluss von Meier tut ihnen gut!
MM: Danke!
G: Marc!!!
MM: Was denn? Wo sie Recht hat, hat sie Recht!
Er wollte sie küssen. Sie zog sich aber von ihm weg.
G: Maria, was ist das für eine Wette und wer hat sie initiiert?
MH: Ach die Wette läuft schon seit über einem Jahr. Hab mit 1,50 € Einsatz angefangen. Nur so zur Gaudi, tut ja nicht weh. Aber nach der ganzen Sache da mit dem falschen Millionär, ihrer Hochzeit, der Schießerei und so… hat eigentlich auch keiner mehr damit gerechnet, dass sie ihn doch noch abbekommen! So ist der Jackpot immer weiter angewachsen… Ich und Schwester Sabine waren die Einzigen, die auf Sie gesetzt haben… Mist, dann muss ich ja mit ihr teilen…
G: Ach, Sabine hat da auch mitgemacht?
MH: Natürlich! War doch ihre Idee!!!
G: Was? Na die kann was erleben!
MH: Sie und der Meier! Wer hätte das gedacht! Da muss ich mir das ständige Rumgeheule nicht mehr anhören! Gott sei dank!
G: Ähm …
MH: Da weiß ja jetzt jeder, wo er hingehört!
Sie blickte zu Medhi. Er schaute weg.
MM: Ich muss schon sagen, also da haben Sie mal Recht, Frau Dr. Hassmann. Ausnahmsweise!
Er schaute ebenfalls zu Medhi, dann zu Gretchen. Sie wich seinem Blick aus.
MH: Maria!
MM: Maria?
MH: Ja, jetzt wo Sie mich schon nackt gesehen haben, da können wir uns auch gleich duzen!
MM (grinste sie an): Prima!
Was wird das denn jetzt? Gretchen schaute die beiden böse an.
MH: Frau Haase, ähm, Gretchen, keine Sorge, den würde ich nicht mal geschenkt nehmen!
MM: Bitte?
G: Das will ich auch schwer hoffen!
MH: Hab andere Pläne!
Sie blickte zu Medhi, der sich immer noch beschämt aus den Gesprächen raushielt. Ihm war es einfach unangenehm, dass Gretchen ihn und Maria erwischt hatte. Die Zeit mit Maria in den letzten Tagen war zwar schön... so unbeschwert und fröhlich hatte er sich lange nicht gefühlt und für einen kurzen Moment hatte er Gretchen auch vergessen, aber jetzt wo sie wieder vor ihm stand, zusammen mit ihm, da schlugen die Gefühle umso mehr zurück. Ihm war die Situation peinlich, gleichzeitig war er auch eifersüchtig auf Marc. Er fühlte sich furchtbar in dem Moment... Maria dagegen genoss den Triumph gegenüber Gretchen...

Lorelei Offline

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03.10.2009 15:56
#42 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

MH: Frau Haase, also ein wenig enttäuscht bin ich dann doch von Ihnen! Sie haben mir ja gar nicht verraten, wie gut er wirklich ist!
G: Bitte was?
Sie zwinkerte ihr zu und blickte dann zu Medhi und wieder zu ihr zurück.
G (lachte beschämt): Oh … ähm … Sie meinen? … Also das ist hier jetzt nicht der Moment, um … also …
MM: Hä? Wovon redet ihr beiden?
MK: Das möchte ich aber auch wissen!
G: Ähm... Frauenkram halt!
MM: Hä??
MH: Warum denn wieder so prüde, Frau Dr. Haase? Ich habe Ihnen den Triumph damals wirklich gegönnt und jetzt bin ich mal an der Reihe!!!
MK: Was?
Er und Marc tauschten verwunderte Blicke aus und hatten noch immer nicht verstanden, worum es eigentlich ging.
G: Ich bin nicht prüde! Das hab ich Ihnen schon einmal gesagt. Aber ich halte es nicht für angebracht, hier in Gegenwart von den beiden darüber zu reden!
MH: Aber Sie hätten ruhig sagen können, wie leidenschaftlich er ist!!!
G: Ja ähm …
Oh Gott, jetzt hab ich wieder die Bilder von damals aus der Küche im Kopf … wie er mir das Kleid vom Leib gerissen hat und … oh Gott, nein Gretchen, das ist vorbei!! … Hmm, ob das wohl seine Masche ist? Er macht auf zurückhaltend und sensibel und explodiert dann im Bett? Wenn ich mich hier so umschaue … die Klamotten sind überall verteilt … war damals bei uns genauso … Hör auf Gretchen, du denkst jetzt nicht darüber nach, wie der Sex mit Medhi war!!! Du bist jetzt mit Marc Meier zusammen! Und der ist auch ein Sexgott!! Hab ich gerade auch gesagt?? Nee Gretchen, echt jetzt!!!
MM (grinst): Nee jetzt, ihr redet hier nicht gerade darüber, was für ne Granate Medhi im Bett ist oder?
Medhi schaute ihn entsetzt an, dann Maria und dann Gretchen. Sie blickte ertappt zu Boden.
MH: Ja, und? Da ist doch nichts dabei! Da kann man doch mal darüber reden oder nicht? Wir sind doch hier unter uns!
Sie schaute Medhi provokant an. Er blickte verlegen weg.
G: Also wirklich Maria, das geht jetzt echt zu weit.
MM: Eh, du hast nicht mit der Hassi über… ähm … über… na du weißt schon … geredet?
G: Nein! … naja … ähm … eigentlich … vielleicht ein wenig!
MM (entsetzt): Das glaube ich jetzt nicht! Und … ähm … stimmst du ihr in ihrem Urteil überein?
G: Was? Marc, das geht dich ja wohl gar nichts an!
MM: Und ob mich das was angeht!
G: Wieso das denn?
MM: Ähm …
MH: Also Meier, das hätte ich jetzt nicht von Ihnen gedacht?
MM: Was?
MH: Sie sind ja noch prüder als ihre Freundin!
MM: Bitte? Das bin ich ganz bestimmt nicht!
MH: Sie sind ja richtig zum Weichei mutiert!!!
MM (wird langsam wütend!): Das bin ich nicht!
MH: Also ihr Ruf wird wirklich viel zu hoch bewertet!
MM: Bitte?
MH: Was haben Sie nur aus dem gemacht, Frau Dr. Haase?
MK: Ich glaube, es reicht jetzt Maria.
MH: Was hast du denn auf einmal?
G: Ich stimme da Medhi voll und ganz zu.
MM (mittlerweile auf 180): Was? Ich kann mich schon selber verteidigen! Was bilden Sie sich eigentlich ein, Sie … Sie … Schnepfe! Wahnsinnig schlagfertig, Meier, wirklich!!
MH (lacht): Schnepfe? Also ihre Beleidigungen waren auch schon mal origineller! Ich muss schon sagen, als arrogantes Oberarschloch waren Sie mir wesentlich sympathischer! Das Verliebtsein tut ihnen nicht gut, Meier!
MM: Tja, ich bin wenigstens glücklich verliebt!
Das saß erst mal. Er hatte an Medhis Blicken längst gemerkt, dass dieser der Sache mit Maria nicht so viel Herzblut schenkte, als mit Gretchen. Und das wusste auch Maria …

MH: Ich glaube, ich werde dann mal gehen …
G: Oh, das musst du nicht! Wir gehen!
MM: Bitte? Spinnst du! Das ist immer noch meine Wohnung!
G: Die beiden wollen alleine sein!
Gretchen schaute Medhi direkt an, er wich ihrem Blick aus.
MM: Gretchen aber…
G: Halt die Klappe und komm endlich!
MH (grinst): Na, Meier da hat aber jemand die Hosen an!
MM: Lieber welche an als gar keine, Frau Dr. Hassmann!!!
Maria bemerkte erst jetzt, dass sie immer noch keine Klamotten anhatte. Sch…!!!
MH: Ähm, könnten Sie vielleicht meine Sachen … also da … über der Spüle und …
MM (grinst): Den BH an der Küchenlampe!!!
MH: Ähm, ja.
Marc schnappte sich ihre Sachen und ging zur Couch. Gretchen schaute ihm entsetzt nach.
G: Marc!!!
MM: Was denn? Ich helfe doch immer gern hilflosen Frauen!
MH: Nun geben Sie schon her!!!
MM (hält die Sachen zurück): Was bekomm ich denn dafür?
MH: Bitte???
G: Maaaaarccc!!!!
MK: Meier, was soll das denn jetzt? Gib ihr endlich die Sachen!
MM: OK, aber ich hab jetzt was gegen Sie in der Hand Frau Doktor! Ich müsste morgen nur Schwester Sabine …
MH: Bitte? Ich hab kein Problem damit, wenn Sie das hier herumerzählen. Würde meinem Ruf gut tun und deinem auch! (schaute zu Medhi)
MK: Ähm, aber …
MH: Sie werden da schon größere Probleme haben… (sie schaute erst zu Gretchen, dann wieder zu ihm)
Hä, wieso glotzt die mich denn jetzt so an?
MM: Ich habe keine Probleme. Nicht dass ich wüsste.
MH: Also der Professor meinte schon!
MM / G: Was???
MH: Viel Spaß morgen in der Klinik!!
Gretchen flüsterte Marc zu: Was meint sie denn damit? Was war noch mit meinem Vater?
MM: Nichts, ich dachte eigentlich … ähm … lass uns später darüber reden.
G: Gut, dann lass uns aber jetzt endlich gehen! Also ich glaube, die beiden haben noch was zu bereden?
MM: Bitte? Woher willst du das denn wissen? Oder will Medhi immer danach reden?
G: Maaarc!!!
MM: Dann eben nicht! Also Medhi, für’s nächste Mal hängst du aber eine Krawatte an die Türklinke, damit ich weiß, dass du ne Schnalle da hast… Konnte ich ja nicht ahnen, dass du gleich… ähm … die Sau rauslässt, wenn ich mal nicht da bin!
G: Maaarc!!
MH: Meeeier, ich bin keine Schnalle, verstanden!!
MK: Meier, es reicht echt jetzt!!!
MM: Gut, dann wünsch ich euch beiden Turteltauben noch eine angenehme … ähm … stürmische Nacht!! (er zwinkerte Maria u. Medhi zu)
G: Tschüß!!
MH: Nacht!!!
MK: Nacht!!
Und Gretchen und Marc machten die Tür hinter sich zu.

...

Lorelei Offline

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04.10.2009 09:17
#43 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

So jetzt kommt noch der Nachtrag zu gestern! Viel Spaß!!! Freu mich immer über eure Meinung!!


Im Hausflur
G: Musste das sein?
M: Was denn?
G: Na das eben!
M: Wieso? War doch ganz witzig!
G: Marc!
M: Was hast du denn? Ist doch gut, dass er jetzt … ähm … naja über dich hinweg ist.
G: Meinst du?
M: Oder bist du etwa eifersüchtig?
G: Ich? Ähm… Nein!
M: Ja klar und ich bin blind oder was? Hab doch gesehen, wie du ihn angeschaut hast.
G: Ich hab ihn nicht angesehen!
M: Hast du wohl!
G: Marc, die ganze Situation eben war einfach… ach ich weiß doch auch nicht… irgendwie komisch.
M: Na dann weiß er eben jetzt, was Sache ist. Ist doch gut so.
G: Du musstest es ihm ja auch gleich auf die Nase binden.
M: Bitte? Eh, das war ja offensichtlich. Du hingst an meinen Lippen, als wir ins Zimmer gefallen sind!!!
G: Ähm… ja schon gut, aber ich wollte doch erst mit ihm reden.
M: Du wieder! Du musst auch alles tot quatschen! Oder was sollte das gerade mit der Hassi?
G: Was denn?
M: Na die Sache mit Medhi! … Und?
G: Was und?
M. Wer ist besser?
G: Marc! das ist jetzt nicht dein Ernst oder?
M: Doch! Du bist die Einzige, die uns beide… ähm…
G: Marc! Wirklich, dass geht dich nichts an!
M: Ich will das aber jetzt wissen!
G: Marc, was soll der Scheiß? Ihr immer mit euren blöden Testosteronvergleichen … wer hat den Größten, Längsten und ist am Besten?
M: Ja und?
G: Das werde ich dir ganz bestimmt nicht auf die Nase binden!
Waren beide sensationell, aber Marc lag mit einer Zehntelsekunde vorn … aber das wird er nie erfahren! Wäre zu viel für sein Ego!!! Soll der nur schmoren!!!
M: Haasenzahn!!
G: Wenn du mir so kommst schon gar nicht! Los lass uns endlich gehen, will nicht die ganze Nacht hier verbringen!
M: Und wo gehen wir jetzt hin? Um die Zeit lässt uns kein Hotel mehr rein. Außerdem ist eh grad Messe!
G: Zu meinen Eltern!
M: Was? Spinnst du? Ich geh doch nicht zu deinen Eltern! Dein Vater reißt mir den Kopf ab, wenn er mich bei dir erwischt! Und deine Mutter erst! Die hat mich erst letzte Woche hochkant rausgeschmissen.
G: Du warst bei mir zuhause?
M: Ähm ja ... irgendwo musste ich ja mit suchen anfangen!
G (grinst ihn an): Wie süß!!!
M: Was grinst du denn schon wieder? Und noch mal, ich bin nicht süß!!!
G: Ja klar! Dann lass uns endlich gehen.
M: Und du meinst wirklich?
G: Klar doch. Die schlafen bestimmt schon.
M: Aber!
G: Kein aber!! Komm endlich!!!

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04.10.2009 09:21
#44 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Inzwischen in Marcs Wohnung

Schweigend zogen sich Medhi und Maria wieder an. Medhi konnte ihr nicht in die Augen blicken. Maria war enttäuscht und wollte gehen.
MH: Ich geh dann auch mal.
MK: Warte!
MH: Was ist?
MK: Es tut mir leid!
MH: Was tut dir leid? Dass du mit mir geschlafen hast oder dass du danach den Haasen traurig angeschmachtet hast?
MK: Maria, ich …
MH: Ich verstehe schon, du bist noch nicht über sie hinweg! Aber ewig warte ich nicht!
MK: Ich weiß doch auch nicht, was das gerade war. Ich dachte, ich … Ich weiß ja, dass sie ihn … Ach Scheiße … Ich krieg sie einfach nicht aus meinem Kopf!
MH: Solltest du aber!!! Sie ist jetzt mit dem Meier zusammen!!! Sie wollte den immer schon!!! Auch damals, als ihr zusammen wart!!! Das solltest du langsam mal kapieren!!
MK: Was soll ich denn machen?
MH: Och Medhi, jetzt heul mich nicht voll! Das kann ich dir auch nicht sagen und will es auch gar nicht!
MK: Maria, ich … die letzte Woche … ähm … die war sehr schön… wirklich!
MH: Du redest schon in der Vergangenheit!
MK: Oh ähm, tut mir leid, ich …
MH: Medhi, hör auf, dich ständig zu entschuldigen! Sei endlich mal ein Mann!!! Dein Selbstmitleid ist ja nicht zum Aushalten! Ich geh jetzt. Wir sehen uns dann morgen in der Klinik. Ciao!
MK: Tschüss!
Scheiße, ich hab’s verbockt!!! Aber was müssen denn die beiden ausgerechnet heute hier aufkreuzen! … Wie schön sie aussah! … So voller Leben! … Wie sie gestrahlt hat … vor Glück! … Sie ist glücklich! … Aber nicht mit mir!… Sondern mit ihm! … Verdammt, hör endlich auf, an sie zu denken!!! Das hat doch die letzten Tage auch geklappt. Das war alles so locker und entspannt mit Maria. Kein Druck und nichts… Keine Angst, dass sie gleich davon läuft wegen einem anderen… Und ich verbau mir die Chance wieder… Nur durch einen Blick von Gretchen!

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04.10.2009 10:19
#45 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Zwei Uhr morgens in der Villa Haase

Marc und Gretchen schlichen sich leise ins Haus, gingen schnell die Treppe hoch in ihr Zimmer und schlossen die Tür hinter sich zu. Marc war das erste Mal in ihrem Zimmer. Oh Gott, ein (Alb-)traum in pink und rosa!!! Marc kriegte sich gar nicht mehr ein vor Lachen …
- Hey, nicht so laut, wenn meine Eltern dich hören!
- Sorry, aber der Anblick hier ist einfach zu köstlich! Disneyland ist gar nichts dagegen!
- Hey, das ist mein Kinderzimmer!
- Ja und du wohnst jetzt wie lange schon wieder hier? Und du bist nicht mal auf die Idee gekommen, mal was zu verändern?
- Nein, wieso? Ich find das schön so!
- Aha! Und ich soll hier schlafen? Kann ja heiter werden! Hoffentlich bekomme ich keine Albträume! Von Paris Hilton oder so!
- Ja, was hast du denn gedacht? Aber du kannst natürlich auch die Badewanne nehmen. Warte, ich geb dir noch ein Kissen und eine Decke mit. Die Tür gegenüber!
- Was? Spinnst du?
Marc schnappte sich das Kissen und es begann eine wilde Kissenschlacht … Erschöpft fielen sie schließlich auf ihr mit Hello-Kitty-Bettwäsche bezogenes Bett … Marc hielt sie einfach nur im Arm … „Ich liebe dich!“ … Er wusste auch nicht, warum er das auf einmal gesagt hatte, aber er war glücklich und es musste einfach raus … „Ich dich auch!“ … Arm in Arm schliefen die beiden schließlich ein.


Am nächsten Morgen
„Aufstehen, Traumfrau, aufstehen! Aufstehen, Traumfrau, aufstehen!!!“
- Hä? Was ist das denn?
Marc machte langsam die Augen auf und drehte sich verschlafen zu Gretchen um.
- Hmm? Morgen Schatz!! Das ist mein Wecker!!
- Dein was? Das ist ja wie im Gruselkabinett hier? Dass ich überhaupt hier schlafen konnte! Hab von rosa Hasen geträumt, die mir nachgelaufen sind!!
- Sehr witzig Marc! Ähm, du solltest so langsam mal ins Bad gehen, bevor meine Eltern aufstehen!
- Ja Chef! Aber vorher noch …
Er zog sie an sich heran und gab ihr einen atemberaubenden Kuss … Und ging anschließend ins Bad. Gretchen schaute ihm verträumt nach. Wahnsinn, ich glaube es immer noch nicht, dass wir wirklich zusammen sind! Und vor allem dass wir hier sind!!! Hoffentlich können wir uns dann irgendwie schnell rausschleichen … Wenn mein Vater ihn erwischt, dann gibt es ein Donnerwetter! … Aber schon komisch… er verrät ihm, wo ich stecke, also muss er ja mit uns einverstanden sein, und dann macht er ihm so einen Anschiss wegen der Arbeit!! Was da wohl vorgefallen ist? Hassi hat ja auch nichts weiter verraten … Ob sie noch bei Medhi ist? Hmm, war schon eine komische Situation gestern, ihn so zu sehen mit einer andern Frau … Aber das wollte ich ja! Ich will doch, dass er glücklich ist und mir nicht mehr länger nachtrauert … Aber seine Blicke gestern sprachen ja wohl Bände … Er ist noch nicht über mich hinweg!!! Arme Maria! Aber vielleicht mit der Zeit. Man sagt ja, die Zeit heilt alle Wunden... Sie ließ sich noch einmal zurück aufs Bett fallen und döste wieder ein.
Marc war währenddessen allein im Bad und duschte. (So und nun stellen wir uns alle mal den nackten Marc Meier vor, der unter der Dusche steht! Die Wassertropfen perlen seinem gestählten Körper hinunter... Kopfkino, meine Lieben!!! )
Doch er war nicht mehr lange allein...

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04.10.2009 16:56
#46 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Tja, wer wird wohl der Glückliche sein, der Marc Meier in seiner ganzen Pracht sehen darf??? Lasst euch überraschen!!!


Bärbel war von Geräuschen wach geworden. - „Einbrecher!!! Franz, hörst du nicht, da ist doch jemand!!“ Franz drehte sich wieder um und schlief weiter. - „Alles muss man selber machen!“ Sie stand auf und ging in die Küche. Wieder hörte sie Gepolter. - „Das kommt doch aus dem Badezimmer!!“ Sie nahm sich eine Pfanne und ging langsam die Treppe hinauf. „Ganz leise Bärbel!“ Vorsichtig öffnete sie die Badezimmertür und stürmte schreiend das Bad, wo sie plötzlich vor dem nackten Marc Meier stand, der gerade aus der Dusche stieg!!!

B: SIE??? Was zum Teufel machen Sie hier?
M: Ähm… Frau Professor!
Marc war die Situation äußerst peinlich. Er versuchte, sich ein Badetuch zu greifen, aber leider war keins da!!!
B: Raus hier, aber sofort!!! Und ziehen Sie sich gefälligst was an, SIE … SIE …
Bärbel schimpfte auf ihn ein. Gretchen wurde durch das Geschrei ihrer Mutter wach … Scheiße, Mama hat ihn… und rannte ins Badezimmer.
G: Mama, lass ihn!
B: Was macht DER hier in unserem Badezimmer und noch dazu NACKT!!!
G: Mama, wir sind jetzt zusammen! Da kann er ja auch mal bei mir übernachten oder?
B: Margarethe, das ist jetzt nicht dein Ernst! Er ist ein Lügner, ein Betrüger, ein Schürzenjäger!!! Weißt du denn nicht mehr, was er dir alles angetan hat? Wie oft du wegen ihm heulend in deinem Zimmer gehockt hast und ich dich trösten musste …
Marc war peinlich berührt. Sie hat gelitten wegen mir! Scheiße, das hab ich nicht gewollt!!!
G: Mama, ich liebe ihn! Das habe ich immer schon getan!
M: Und ich liebe Ihre Tochter!
Bärbel schaute ihn erstaunt an: Und wieso sollte ich Ihnen das gerade jetzt glauben? Sie wissen doch gar nicht, was Liebe ist, Herr Meier!
M: Weil es die Wahrheit ist und ich gerade nackt vor Ihnen stehe! Ich liebe Gretchen wirklich! Ich weiß, ich bin ein Idiot und habe ihre Liebe eigentlich gar nicht verdient. Es tut mir furchtbar leid, was ich in der Vergangenheit gesagt oder getan habe. Das habe ich alles nicht gewollt. Ich werde ihr niemals mehr wehtun. Das verspreche ich Ihnen!
Er hat es gesagt vor meiner Mutter! Ich könnte die ganze Welt umarmen … nee dann doch lieber ihn! Sie fiel ihm um den Hals.
M: Ähm, Gretchen, ich bin immer noch nackt und ich würde dann gerne weiter duschen oder mir wenigstens etwas anziehen, schon allein wegen deiner Mutter!
G: Oh, ähm, ja, natürlich.
B: Und Sie meinen das wirklich ernst?
G: Mama!
M: Ja!
B: Und das soll ich Ihnen glauben?
G: Mama, lass es gut sein! Siehst du das denn nicht, wir sind glücklich!

Franz betrat in dem Moment das Badezimmer.
F: Was zum Teufel ist denn hier los? MEEEIIIER??? Was machen Sie hier? Ziehen Sie sich gefälligst etwas an!!! Aber sofort!!! (schreit)
M: Ähm, ja Herr Professor.
Er quetschte sich durch die Tür und verschwand schnell in Gretchens Zimmer. Bärbel schaute ihm nach. Naja so übel sieht er ja gar nicht aus! Kann schon verstehen, dass er Gretchen nicht aus dem Kopf geht. Bei dem Knackarsch!!! Gretchen gab ihrem Vater einen Kuss auf die Wange, strahlte ihn an und folgte dann Marc.
B: Ich glaube, dass jetzt alles nicht!
F: Siehst du Butterböhnchen, ich hab dir doch gesagt, ein neues Kälbchen kommt zurück!!!

Lorelei Offline

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04.10.2009 17:31
#47 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Zehn Minuten später saßen alle zusammen am reichlich gedeckten Frühstückstisch der Familie Haase. Keiner sagte ein Wort. Gretchen verdrückte vor Nervosität ein Schokobrötchen nach dem anderen. Warum muss ich eigentlich immer so viel essen in Extremsituationen? Marc rührte verlegen in seinem Kaffeebecher. Er traute sich nicht aufzublicken. Er fühlte sich wie auf dem Präsentierteller. Vor allem dass Frau Haase ihn so anstarrte, machte ihn ganz nervös. Oh Gott, ich werde niemals wieder eine fremde Dusche benutzen oder zumindest vorher nachschauen, ob irgendwo ein Handtuch ist. Ich kann der nie wieder unter die Augen treten! Sorry Gretchen, aber ich kann leider zu keiner Familienfeier mitkommen, weil ich ständig denken muss, dass deine Mutter mich nackt sieht!!! Uah, ein schrecklicher Gedanke!!! Franz beobachtete seinen Oberarzt grimmig und schlug auf sein Frühstücksei ein. Auch Bärbel starrte Marc wütend an. Der Einzige, der sich über die Situation köstlich amüsierte, war Jochen!

Toll Gretchen, unter einem harmonischen Familienfrühstück verstehe ich etwas anderes. Sie hassen ihn! Das ist nicht zu übersehen. Sie werden ihn niemals akzeptieren! Warum sind wir bloß hierher gekommen? Das war eine ganz blöde Idee, Gretchen, wirklich! Marc ist ganz eingeschüchtert! Oh Gott, meine Mutter hat ihn unter der Dusche erwischt!!! Nein!!! Das ist so peinlich!!! Den bekomme ich nie wieder hierher!!! Und diese Stille jetzt macht mich ganz wahnsinnig!! Sie blickte ihre Mutter an. Die kann doch sonst nie ihre Klappe halten und heute hat sie ihre Zunge verschluckt oder was? War der Anblick von Marc so schrecklich? Also ich hab noch nicht gehört, dass eine Frau bei seinem nackten Körper die Flucht ergreift … Im Gegenteil! Obwohl … hey … das ist meine Mutter!!! Die darf ihn nicht nackt sehen!!!
Wenn Jochen nicht gleich sein dreckiges Grinsen einstellt, dann schlag ich es ihm aus dem Gesicht! Hilfe, ich will hier raus!!! Wo ist Dirk Bach, der mich hier rausholt … Ich bin ein Star hallo??? … Brauche dringend meine eigenen vier Wände! Dann würde mir so etwas erspart bleiben … obwohl … wenn ich jetzt bei Marc wäre, hätten wir glaube ich dieselbe Situation mit Medhi … Weiß nicht, was besser wäre?

Es war schließlich Bärbel, die das Schweigen durchbrach.
B: Und Gretchen, wie war dein Urlaub? Hast du dich gut erholen können und die ganze Geschichte hinter dich gelassen?
G: Ja Mama. Es war sehr schön.
Marc nickte ihr zu.
B: Woher wollen Sie das denn wissen?
M: Ich war auch da!
B: Bitte was? Aber woher? Ich habe Ihnen doch gar nichts gesagt!
F: Ich habe ihm gesagt, wo sie steckt!
B: Was? Bist du verrückt geworden? Wie konntest du ihm das sagen!
M: Dafür stehe ich ewig in Ihrer Schuld!
F: Ich hoffe, Sie merken sich das!
B: Franz, wie konntest du nur? Wie konntest du nur den Kuppler spielen, nach allem was war? Und nachdem er quasi bei uns eingebrochen ist?
G: Bitte was?
M: Ähm, das ist so nicht ganz richtig!
B: Ich rede hier, verstanden!
G: Mama!
B: Kommt einfach hierher, stürmt das Haus mit einer Rose in der Hand und sagt, dass er jetzt weiß, was er will … also wirklich … was sollte ich denn davon halten? Da hab ich ihn wieder vor die Tür gesetzt! Wie damals, als er schon einmal hier war und meinte, er wüsste doch, was das Richtige ist…
G: Wann?
B: Ach, Gretchen, die alte Geschichte!
G (laut): Wann war das?
B: Oh, das ist jetzt vielleicht ein halbes Jahr her. Das war, glaube ich, als der feine Herr von Buren die Anzeige für dich geschaltet hatte. Du warst so aufgeregt und …
G (mittlerweile auf 180!!!): Das ist jetzt nicht wahr oder? Wieso hast du mir das nicht gesagt? Dann … dann wären wir vielleicht schon viel länger zusammen! Oh Gott, und ich hätte nicht Alexis geheiratet … dann wäre das alles nicht passiert … Mama, wie konntest du nur!!
B: Gretchen, das war in dem Moment die richtige Entscheidung! Er hat dich doch immer nur verletzt. Er war verlobt, wollte diese Schwester Gaby heiraten… Ich musste dich doch schützen!
M: Das stimmt aber so nicht. Ich hatte Gaby an diesem Tag verlassen und wollte es Ihrer Tochter sagen, aber Sie haben mir ja die Tür vor der Nase zugeschlagen.
G: Mama, ich fass es nicht. Du hast mein Leben fast ruiniert, weißt du das?
B: Gretchen, jetzt übertreibst du aber!
G (schreit): Ich übertreibe? Ich übertreibe? Mal überlegen … ich habe mich auf einen Betrüger eingelassen anstatt auf meinen Traummann, der mich schon damals wollte, was ich aber nicht sehen konnte, weil mich eine bestimmte Person immer weiter in eine Richtung gedrängt hat; ich hab ihn aus einer Laune heraus geheiratet und den Menschen verletzt, der mir am wichtigsten ist; ich bin fast erschossen worden und hab mein ganzes Leben in Frage gestellt … Wir hätten schon so lange glücklich sein können! Stattdessen hab ich die schlimmste Phase meines Lebens durchgemacht …
Gretchen hatte sich so in Rage geredet, dass ihr die Tränen in Strömen die Wange hinunterliefen. Marc strich ihr über die Wange.
M: Hey beruhige dich! Jetzt ist doch alles gut!
Er nahm sie in den Arm. Gretchen brauchte eine Weile, um sich zu beruhigen. Sie atmete tief durch und sprach erneut ihre Mutter an.
G: Mama, ein für alle mal, du sollst dich nicht immer in mein Gefühlsleben einmischen! Das war schon bei Peter so und dann bei Alexis. Das ist mein Leben! Hast du verstanden! Ich weiß selbst, was richtig und wer der Richtige ist! Und jetzt lassen wir das endlich. Ich will mich nicht mehr streiten. Dafür ist mir die Zeit zu kostbar.

Gretchen lächelte Marc an: So und jetzt zu dir! Du warst also mit einer Rose hier? Hast du gar nicht erzählt!
M: Ähm… ja… war ne blöde Idee, nicht? War ja auch die von Medhi!
G: Bitte? Och… da ist Marc Meier einmal romantisch und ich bin nicht da! Musst du bei Gelegenheit mal wiederholen!
Sie nahm seine Hand und strahlte ihn verliebt an.
M: Ähm … wenn du das willst?
F: Meier, ich muss schon sagen, Sie überraschen mich immer wieder!
G: Papa, er hat auch einen Vornamen!
F: Soweit sind wir noch lange nicht, dass ich den duze!
B: Da stimm ich dir zu.
G: Mama!!! Wieso könnt ihr euch nicht einfach für mich freuen? Ist das zu viel verlangt?
B: Aber, das ist Marc Meier!
G: Mama, das weiß ich doch. Ich bin endlich am Ziel meiner Träume. Nach all den Enttäuschungen und falschen Entscheidungen hab ich endlich das, was ich immer wollte.
B: Wir machen und doch nur Sorgen! Wir wollen doch auch nur, dass du glücklich bist!
G: Aber das bin ich doch! Ich war nie glücklicher, aber ihr wollt das ja nicht sehen, stattdessen hackt ihr wieder auf ihm rum. Ihr habt gar nicht mitbekommen, dass er sich verändert hat! Und ich mich auch!
F: Doch das ist mir schon aufgefallen.
Er blickte Marc direkt an. Er verstand sofort, dass er die Sache in seinem Büro meinte.
F: Sie sind ein Kämpfer Meier, ähm Marc, das hat mir imponiert!
G: Bitte was?
B: Wie meinst du das, Franz?
F: Das ist eine Sache zwischen mir und ihm! Kommen Sie dann bitte mal mit in mein Büro?
G: Papa, was soll das denn jetzt?
F: Wir sind doch gleich im Krankenhaus verabredet. Das können wir auch hier erledigen, so muss ich deshalb nicht extra noch ins Büro.
B: Du gehst heute nicht in die Klink? Das ist ja mal was ganz Neues!
F: Ja, ich habe dir doch versprochen, dass ich ruhiger treten möchte. Und jetzt wo der Meier wieder da ist ...

Lorelei Offline

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04.10.2009 17:37
#48 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Beide Männer standen auf und gingen hoch in sein Büro.
F: Setzen Meier!
M: Ja, Herr Professor!
F: Dann hören Sie mir jetzt mal ganz genau zu, denn ich werde es nur einmal sagen! Auch wenn Sie jetzt vielleicht mit meiner Tochter zusammen sind, heißt das noch lange nicht, dass Sie einen Freifahrtsschein haben! Sie stehen immer noch auf meiner roten Liste und das noch vor dem Knechtelsdorfer!!! Und das muss was heißen! Im Übrigen müssen wir uns über den auch noch unterhalten! Ähm … Wo war? … Ach ja … Ein Schnitzer ihrerseits und Sie können sich Ihre Bewerbung um meinen Posten an den Hut stecken. Haben Sie verstanden? (er wird lauter) Es gibt schließlich noch andere talentierte Kollegen …
Marc saß zusammengeknickt vor seinem Chef, wie ein kleiner Junge, der gerade etwas ausgefressen hatte. Er konnte nichts weiter sagen als ein kurzes „Ja, Herr Professor!“
F: Gut, es ist gleich acht, ihr Dienst beginnt! Also lassen Sie sich nichts zu schulden kommen und damit meine ich nicht nur die Arbeit!!!


Marc kam die Treppe wieder herunter und wollte sich verabschieden. Gretchen sah ihn fragend an: Was wollte er von dir?
M: Ähm … nichts weiter … ging nur um eine schwierigen Patienten!
G: Ach so! Kannst du mir ja auf der Fahrt erzählen.
M: Bitte?
G: Na, ich komme mit!
M: Was? Aber das musst du nicht! Du hast doch noch frei! Mach dir doch einen schönen Tag!
G: Willst du mich schon wieder loswerden?
M: Nein, natürlich nicht, aber vielleicht willst du ja ähm was mit deinen Eltern machen? Sie haben dich so lange nicht gesehen!
G (leise): Schleimer!!!
B: Oh ja, das wäre schön! Wir haben so lange nichts mehr zusammen gemacht! Wir könnten doch …
G: Nein Mama, ist schon gut! Es wird Zeit, dass ich mein Leben wieder in den Griff bekomme und dazu gehört auch mein Job, den ich solange vernachlässigt habe und den ich über alles liebe. (sie schaute zu Marc) Neben dir natürlich! Ich will wieder arbeiten gehen!
B: Schade!
M: Gut, dann müssen wir jetzt aber los. Will ja nicht zu spät kommen. Sonst bekomme ich wieder Ärger mit meinem Chef.
In dem Moment kam Franz die Treppe hinunter. Er nickte ihm zu und die beiden verließen das Haus.

...

Lorelei Offline

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05.10.2009 10:06
#49 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Auf dem Parkplatz vor dem Elisabeth-Krankenhaus

- Und bist du aufgeregt?
- Nee! Wieso sollte ich? Ist doch mein Job!
- Naja, jetzt wo wir … ähm … zusammen … also … naja… ich meine … was die anderen wohl denken werden?
- Hmm … vielleicht sollten wir uns doch zusammenreißen?
- Was? Aber wieso denn jetzt? Gestern hast du noch gemeint, es macht dir nichts aus, wenn es alle wissen.
- Macht es ja auch nicht, aber …
- Es ist mein Vater, stimmt’s? Was hat er zu dir gesagt? Der hat dir doch eine Ansage gemacht. Hab ich an deinem Blick gemerkt, als du die Treppe runter kamst.
- Nein, das ist es nicht … obwohl … vielleicht … indirekt.
- Indirekt? Musst du immer in Rätseln sprechen?
- Ich will nur nicht, dass die anderen denken, ich hätte einen Vorteil bei der Bewerbung. Das ist alles!
- Hä? Was denn für eine Bewerbung? Willst du dich in einem andern Krankenhaus bewerben? Aber wieso das denn? Ich will nicht, dass du woanders hingehst!
Ihr kommen die Tränen. Sch… wieso macht er das???
- Hey, jetzt reg dich doch nicht gleich wieder auf! Es geht um den Chefarztposten!
- Den Chefarztposten? Aber wieso bewirbst du dich denn um den Job meines Vaters? Will er etwa aufhören? Das hat er mir gar nicht erzählt!
- Ja, er will 2011 in den Ruhestand gehen und er hatte mir seinen Job angeboten. Seine Stellvertretung in den letzten Wochen und während der Epidemie war eine Art Probelauf.
- Ja aber das ist doch super! Du bekommst den Job garantiert!
- Das glaube ich eher weniger! Hab bei ihm komplett verschissen!
- Hä? Wieso? Er war doch ganz nett zu dir! Und er hat dir gesagt, wo ich bin! Also muss er dich auch irgendwie gern haben… ähm auf seine Weise!
- Ja, mag vielleicht sein, aber davor hab ich die Arbeit echt schleifen gelassen … Gut, ähm, ich war ziemlich mies drauf (hauptsächlich wegen dir, Haasenzahn!!) … wir waren chronisch unterbesetzt durch die ganzen Ausfälle … naja, ist halt viel liegen geblieben … hab jedenfalls letzte Woche einen riesen Anschiss von deinem Vater bekommen und er hat sein Angebot wieder zurückgenommen. Jetzt bin ich nur noch einer von vielen Bewerbern. Hassi wetzt ja auch schon die Klingen, so wie sie gestern gegeifert hat … Beim geringsten Fehler meinerseits bin ich weg vom Fenster!
- Oh, aber ich kann noch mal mit ihm reden, wenn du willst! Er weiß doch, was er an dir hat! Du bist doch der Beste!
- Nein, das machst du nicht! Ich will das nicht! Ich muss das alleine schaffen! Ich habe mir bisher alles selber erarbeitet und das werde ich auch in Zukunft tun.
- Aber …
- Kein aber, ich will nicht, dass die anderen denken, ich hätte einen Vorteil, nur weil ich die Tochter des Chefs vögle, ok?
- Marc! Das heißt also, du willst das mit uns doch erst mal geheim halten?
- Hmm!
- Na gut, aber ich weiß nicht, ob ich mich zurückhalten kann!
- Ich auch nicht!
Er schaute sie an, nahm ihren Kopf zwischen seine Hände und küsste sie. Dann stiegen sie aus und gingen zum Eingang des Krankenhauses.
...

Lorelei Offline

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05.10.2009 10:32
#50 RE: Fortsetzungsphantasie Gretchen und ihre Männer Zitat · antworten

Im Fahrstuhl (Bin sehr gespannt was ihr davon haltet! Also haut in die Tasten! Ist übrigens nur der erste Teil, da kommt noch ganz viel nach!!!)


Marc und Gretchen betraten gemeinsam den Fahrstuhl. Die Türen schlossen sich. Marc lehnte sich lässig an die eine Wand, Gretchen an die andere Seite. Sie waren allein und schauten sich an. Ein gewaltiges Knistern war zu spüren, die Luft brannte schon regelrecht, wie damals als beide die Nacht im Fahrstuhl eingeschlossen waren und sich fast geküsst hätten. Irgendwie mussten beide gerade daran denken. Marc musterte sie von oben nach unten. Ein Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus. Er zog sie regelrecht mit seinen Blicken aus. Ich würde ihr am liebsten die Klamotten vom Leib reißen …

Gretchen ging es da nicht anders. Sie spürte seine Blicke auf ihren Körper. Sie bekam eine Gänsehaut … Wie er mich ansieht! Der denkt bestimmt gerade … Oh, er sieht so scharf aus, wie er da an der Wand lehnt … Wenn er mich jetzt nicht sofort … oh Gott, er kann Gedanken lesen … er kommt tatsächlich her!!! Sie grinste ihn verführerisch an.

Marc rückte immer näher an Gretchen heran. Er konnte nicht anders, er wollte sie … JETZT und HIER!!!! Er stand jetzt direkt vor ihr, stemmte seine Hände gegen die Wand und schloss sie damit ein. Er senkte seinen Kopf zu ihren Lippen ... Oh Gott, irgendwie hab ich gerade ein Déjà-Vu! Damals hab ich ihm noch eine runtergehauen und heute? ... hmm … Ich würde mich am liebsten auf ihn stürzen! … dieser Blick! … er will mich!!! … hier??? … oh Gott!!! … Ich bekomm ganz weiche Knie … Er ist so nah, ich spür schon seinen Atem … Mein Herz klopft wie verrückt … Ich kann nicht … Ich kann ihm nicht widerstehen! … Ich will ihn!!! … Jetzt!!! … Ich weiß nicht, wie ich diesen Tag durchstehen soll, ohne ihn küssen zu dürfen! … Marcs Lippen kamen immer näher. Gretchen war wie elektrisiert. Ich muss mich zusammenreißen! Kopf an Gretchen … Zurückweichen, sonst … Hilfe!!! …

G: Maaarc!!!
M: Was denn?
G: Wenn jemand reinkommt!
M: Na und?
G: Marc!
M: Das ist doch gerade das Aufregende daran! Erwischt zu werden! … hmm … das macht mich total an!
Hmm … irgendwie hat er Recht … das ist schon ganz schön aufregend … die Gefahr … das Verbotene … hmm … oh Gott, Gretchen, was hat er nur aus dir gemacht? … Du träumst von einer Nummer mit ihm im Fahrstuhl??? ... Oh ja, das tue ich!!!
Marc machte einfach weiter… er küsste ihren Nacken… seine Hände strichen über ihren Busen… Gretchen schloss die Augen und ließ es geschehen… Gegen Marc Meier war sie einfach machtlos! ... Doch als er sich immer stürmischer an sie drängte, wachte sie dann doch wieder auf …

G: Marc!!
M: Was?
G: Hör auf!
M: Wieso denn? Ist gerade so schön …
G: Ja schon, aber …
M: Nix aber!
G: Und unsere Vorsätze?
M: Vorsätze?
G: Keine Zärtlichkeiten im KH!!
M: Kannst mir ja eine runterhauen, wenn du nicht willst!
G: Mach ich auch, wenn du nicht gleich aufhörst!
M: Bitte, hab nichts dagegen!
G: Da stehst du wohl drauf oder Dr. Meier?
M: Und wie!!!

Er grinste sie an und drückte sie noch heftiger gegen die Wand. Er hob sie hoch … ihre Beine umschlangen seinen Körper … seine Hand wanderte ihren Oberschenkel immer höher … Sie küssten sich immer leidenschaftlicher … Ihr Verlangen wurde immer heftiger … Oh jaaaa Maaaarrrcccc!!!! Ich kann ihm nicht widerstehen!!! Es geht einfach nicht!!! Sie stöhnte seinen Namen … Ich werde diesen Tag niemals überleben! Ich werde wahrscheinlich schon nach zehn Minuten zu ihm ins Büro stürmen und über ihn herfallen!!! … Oh, er küsst so gut … Wahnsinn … Er weiß ganz genau, was ich will… hmm … „Maaarc!“ sagte sie zärtlich und wuschelte ihm wild durch sein Haar. Sie ließ sich ganz fallen …

Es machte ihn an, dass sie so willenlos war. Diese Frau ist unglaublich! Ich kann meine Griffel nicht von ihr lassen! … Wie soll ich nur den Tag überleben, ohne sie … Ich glaube, ich würde sie sofort im OP vernaschen! Sie sieht selbst in OP-Kleidung noch unheimlich scharf aus … Er strich ihr über den ganzen Körper. Seine Hand wanderte unter ihre Bluse … Er fühlte ihren Busen, der auf und ab bebte … Wahnsinn!!! … Sie wurden immer wilder … und vergaßen ganz und gar, wo sie gerade waren ... Die Leidenschaft ging mit ihnen durch … Da ging plötzlich die Fahrstuhltür auf ...

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