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Dieses Thema hat 291 Antworten
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 Pausierende und abgebrochene Fortsetzungen!
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Gretchen81 Offline

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10.03.2009 14:29
Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten
1. Kapitel: E viva Espagna

Der Flieger landete auf der Insel Mallorca und Gretchen stieg zusammen mit ihrem Bruder aus.
Der ist immer noch nicht glücklich darüber dass er unbedingt mit seiner Schwester in die Ferien musste. Eigentlich wollte er Frauen klarmachen und nicht seiner depressiven Schwester beim Heulen zu sehen. Zu dem nervte sie ihn schon nach den ersten fünf Minuten: „Mein Gott ist das Heiss hier. Dabei haben wir doch schon Ende Oktober.“ „Geht das jetzt die ganze Zeit so weiter?“ Fauchte Jochen sie an. Sie sah ihn unschuldig an und wollte gerade ihrem Bruder eine Antwort geben da wurde sie angerempelt: „Hei, wie wäre es mit einer Entschuldigung!“ Schreit sie demjenigen hinterher. Der dreht sich abrupt nach ihr um und lächelt sie an: „Brauchst dich nicht zu Entschuldigen.“ Am liebsten würde sie ihm an die Gurgel springen. (Dieses Arschloch, mit seinen zerissenen Jeans und der Flieger Sonnenbrille hält der sich wohl für Ober Cool.) Als er sich wieder umdrehte und davon ging, sah sie ihm nach. (Na, obwohl einen knackigen Hintern, hat der Mann aber schon.) „Schwesterherz. träumst du? Hier dein Gepäck.“
Er hielt ihr ihre riesen Tasche hin, doch diese sieht immer noch dem Mann mit der Sonnenbrille nach. „Also wenn du meinst ich mach auch noch deinen Diener dann täuscht du dich.“
Motzt Jochen und knallt ihr die Tasche vor die Füsse. „Spinnst du.“ Endlich ist sie aus ihrer Starre raus und bemerkte dass sie sich langsam beeilen müssen. Da ihr Bus sicher nicht auf sie wartet. Kaum im Hotel angekommen waren auch schon die ersten Probleme da.
Das Hotel war überbucht und den beiden blieb nichts anderes übrig als ein Zimmer zu teilen.
Jochen jammert den ganzen Weg ins Zimmer. „Hätte ich nur nie was gesagt das ich Urlaub machen will. Dann könnte ich jetzt in aller Ruhe am Strand Torten angraben. Stattdessen muss ich auch noch das Zimmer mit meiner Schwester teilen.“ Wütend schmiss er seine Tasche auf eines der Betten.
Auch Gretchen ist nicht gerade erfreut darüber sich ein schäbiges kleines Zimmer zu teilen.
Aber so schreien wie ihr Bruder über die verpassten Flirt Möglichkeiten würde sie nie.
(Ich brauche so oder so etwas abstand zu den Männern. Kein Liebeschaos mehr.)
Nach dem die beiden ausgepackt haben machen sie sich nach Unten. Jochen will gleich auf zur Schinkenstrasse und Gretchen setzte sich lieber mit einem Buch an den Stand.
Nur einen Sonnenschirm zu finden am späteren Nachmittag gestaltet sich schwieriger als gedacht. Endlich fand sie einen etwas abseits liegenden Platz der anscheinend noch frei war.
Sie setzte sich auf den Stuhl und fing in ihrem Buch an zu lesen. Sie hatte sich absichtlich für einen möglichst dicken Wälzer entschieden. Und etwas das sie möglichst nicht an zu Hause erinnern sollte. Doch schon nach den ersten Seiten wurde ihr klar dass es nicht wirklich klappte.
Immer wieder sah sie Marc vor sich und die Blicke die er ihr in den letzten Tagen zu warf oder Mehdi wie er stolz von seinem Familienglück erzählte. All diese Worte stachen immer wieder mitten in ihr geschundenes Herz. Nur schwer konnte sie sich auf die Zeilen konsentrieren, immer wieder verschwammen sie vor ihren Augen. Bis sie kurz vor dem Eindunkeln von einer Männerstimme angesprochen wurde. „Das ist ein Privat Strand. Sie dürfen hier nicht sein.“
Verwirrt dreht sie sich um und vor ihr stand der Mann vom Flughafen. Immer noch hatte er seine zerissene Jeans an. Nur sein Hemd war weit nach unten geöffnet und ihr Gesicht spiegelte sich in seiner Sonnenbrille. Schnell suchte sie ihre Sachen zusammen: „Entschuldigen sie bitte. Das wusste ich nicht. Werde gleich gehen. Nicht das ihre Chefs noch sauer sind.“
Er lächelt sie an und nahm seine Sonnenbrille ab. (Oh Gott hat der schöne blaue Augen und das Grübchen im Kinn. Nein, Gretchen spinnst du? Kommt gar nicht in Frage du flirtest jetzt nicht mit dem.) Er sprach sie an: „Machen sie sich keine Sorgen der Besitzer wird nicht sauer auf mich.“ Gretchen schluckte eine Runde. Sie konnte seinem Blick einfach nicht ausweichen und starrte ihn beinahe an. (Brustbehaarung ist ja so Männlich.) „Ehm, ja dann ist ja gut. Ich geh dann mal in mein Hotel. Vielleicht sieht man sich ja irgendwo.“ Sie lächelt ihn an und ging davon. Er sah ihr noch nach und sagte zu sich selbst: „Das glaub ich auch.“



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Gretchen81 Offline

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10.03.2009 15:03
#2 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

In Berlin hatte Marc gerade einen heftigen Streit mit Gabi, diese Stand urplötzlich mit Sack und Pack vor seiner Wohnungstüre und wollte bei ihm einziehen. „Sag mal spinnst du? Was soll der Scheiss. Schlimm genug das du mich zu dieser Verlobung gezwungen hast aber hier einziehen wirst du mit Sicherheit nicht.“ Die Krankenschwester drückte sich bestimmt an ihm vorbei in die Wohnung. „Muss ich zuerst mal mit dem Herrn Professor reden und ihm erzählen wie gut sein Oberarzt wirklich ist?“ Der Chirurg warf die Türe ins Schloss und hasste sich selber dafür, dass er jemals diese Frau angefasst hat.
Er musste plötzlich an Gretchen denken die Hals über Kopf plötzlich Urlaub genommen hatte und für eine Woche weggefahren war. Gerne wäre er wie sie einfach fort. Egal wo hin nur nicht hier in dieser Beschissenen Situation. Verdammt, wie war er nur darein geraten. Und warum hatte er plötzlich immer das Verlangen Gretchen nah zu sein? Mehr als zuvor schon.
Gabi sah sich in dessen am Ziel ihrer Träume angelangt. Den Mann den sie liebte hatte sie jetzt an ihrer Seite und bald würde sie ihn auch noch heiraten. Auch wenn sie nie etwas für Kinder empfand so war sie sichtlich stolz alles zu haben. Kind und Mann.

Bei Familie Kaan schien für alle Aussenstehenden das Glück wieder eingezogen zu sein. Am meisten Freute sich natürlich Lilli darüber ihre Mama wieder zu haben. Doch Mehdi zog sich immer mehr von seiner Familie zurück. Auch Anna blieb das nicht ganz verborgen. Als Lilli in den Kindengarten gegangen war beschloss sie mit ihrem Mann zu reden. „Mehdi bitte bleib.“ Sie rollte zu ihm hin. „Ich weiss dass unsere Momentane Situation dich belastet. Wenn du lieber mit dieser Gretchen zusammen wärst, ich stelle mich euch mit Sicherheit nicht in den Weg.“
Sie sah in Verständnisvoll an und er wusste nicht was er darauf sagen sollte. Darum ergänzte sie: „Du liebst sie das weiss ich. Warum hast du mich überhaupt wieder nach Hause genommen. Ich zerstöre doch nur dein Leben.“ Er musste sich setzen. „Ja, ich liebe Gretchen. Sie ist einfach wunderbar, vielleicht zu Wunderbar. Du bist Lillis Mutter ich konnte dich doch nicht ins ungewisse schicken. Den egal wie weh du mir mit der Affäre mit Meier gemacht hast, so verbindet uns doch immer noch etwas.“ Anna griff nach seiner Hand und streichelte sie. „Du bist der Traummann und ich hab dich nicht verdient. Aber diese Gretchen scheint mir richtig für dich zu sein. Kämpf um sie, erkläre ihr warum du so gehandelt hast. Sie wird dich sicher verstehen.
Und was Marc angeht. Wir wussten beide dass es ein Fehler war und wir wollten dir davon erzählen. Doch dann ist der Unfall passiert.



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Gretchen81 Offline

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10.03.2009 15:43
#3 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten
Gretchen machte sich auf ihrem Hotelzimmer bereit fürs Nachtessen und wartete ungeduldig auf ihren Bruder. Kurz vor Zehn Uhr kam er auch endlich. Ihr Magen hing schon fasst auf dem Boden und dementsprechend war auch ihre Laune. „Endlich, zieh dich schnell um wir gehen etwas essen.“ Jochen war heftigst am lallen und wollte nicht mit seiner Schwester ins Hotel eigene Restaurant gehen. Statt dessen überredete er sie das sie mit ihm auf Beizen tour kam.
(Aber nur damit jemand auf dich aufpasst. Hab keine Lust auf eine Moralpredigt von meinem Vater wenn dem Zwerg was passiert.)
Als Jochen dann in eine Bar marschierte und gleich wieder was zu trinken bestellte, holte sich Gretchen zuerst mal etwas zu essen und setzte sich auf einen der Barstühle und versuchte sich die Bratwurst schmecken zu lassen. Nur wurde sie häufig angegrabscht oder geschubst das ihr irgendwann der Appetit wirklich verging. Gelangweilt sah sie sich das treiben auf den Tanzflächen an. Und wie sich alle wild gehen liessen. (Morgen will ich aber was anderes machen. Könnte mir ein Auto mieten und mal die Insel erkunden.)
Kurz vor Mitternacht beschloss sie zurück ins Hotel zu gehen und ihren Bruder seinem Schicksal zu überlassen. Was auch immer das sein würde, denn im Moment hing er knutschend an einer Engländerin. Und Gretchen konnte sich schon vorstellen wo das enden würde. Darum wollte sie so schnell wie möglich zurück ins Hotel bevor Jochen das Zimmer für sich in Anspruch nahm.
Auf dem Weg zum Ausgang wurde sie erneut angerempelt und viel direkt rückwärts in die Arme eines Mannes. Er lächelte sie an und sie erkannte den Mann vom Strand wieder. „So schnell sieht man sich wieder.“ Grinste Gretchen ihn an. Er half ihr wieder hoch und meinte: „Die Insel ist aber auch klein. Wollten sie gerade gehen?“ Gretchen nickte und wollte sich wieder nach draussen bewegen als der junge Mann sie zurück hielt. „Das können sie mir jetzt aber nicht antun. Jetzt sind wir uns zum 3. Mal über den Weggelaufen da schulden sie mir mindestens einen Drink.“
Gretchen sah ihn an und gab nach als sie sein lächeln sah. „Also gut. Aber nur ein Getränk, dann geh ich.“ Er reichte ihr die Hand: „Einverstanden. Ich bin übrigens Felix.“ Gretchen schüttelte seine und sagte das sie Gretchen hiesse. „Also Gretchen was möchtest du gerne zu trinken?“ Sie zuckte mit den Schultern. „Etwas Fruchtiges vielleicht. Keine Ahnung.“ Er drehte sich zum Barkeeper um und bestellte: „Mike, einmal ein Bier und einmal was fruchtiges für die nette Frau hier.“ Er deutete auf Gretchen und die war überrascht das Felix den Namen des Personals kannte: „Du bist wohl öfters hier.“ „Ab und zu ja. Wenn ich auf der Insel bin besuch ich auch meine Kollegen hier.“ Gretchen fand ihr gegenüber mehr als Interessant und der Cocktail den er ihr reichte war mehr als lecker. „Du arbeitest also auch in einer Bar?“ Er nahm einen Schluck von seinem Bier und lächelt sie danach an: „So ungefähr.“
Aus einem Cocktail wurden zwei, dann drei und immer weiter. Gegen morgen wollte dann Gretchen wirklich nach Hause. Felix liess sich nicht davon abhalten sie nach Hause zu bringen. „Man weiss nie was hier für gestalten rum laufen gegen Sonnenaufgang.“ Sie gingen zusammen am Strand entlang als die Sonne langsam über dem Horizont empor kroch.
„Wie friedlich das aussieht.“ Gretchen blieb stehen und beachtete das Schauspiel. Er liess seine Jacke auf den Sand fallen und bat ihr an sich zu setzen. Gemeinsam sassen sie am Strand. Unweit von ihnen hörten sie ein Geschrei. „Idiot. Fuck you“ Klang eine weibliche Stimme dahinter kam ein junger Mann: „Himmel, du wolltest doch auch.“ Die Männerstimme kam Gretchen mehr als bekannt vor. Es war Jochen und das andere war die Engländerin mit der er Mund zu Mund Beatmung geübt hat. Als er Gretchen sah erschrak er und dreht sich sofort um und ging in die andere Richtung. „Immer wieder erstaunlich, was für Typen hier am Strand rum laufen.“ Bemerkte Felix, die junge Ärztin nickte nur und sah wieder aufs mehr raus. Als er ein leichtes schlottern ihrer seits feststellte legte er seinen Arm um sie. (Oh, nein. Keine Kuscheltour bitte. Ich weiss nicht wie lange ich ihm wieder stehen könnte.) Schnell zog er den Arm wieder zurück als er ihre ablehnende Haltung bemerkte: „Ich bring dich jetzt besser in den Hotel. Ist ja auch schon ganz schön früh.“ Mehr als ein „Mmh“ brachte sie nicht über ihre Lippen.
Vor dem Hotel verabschiedete er sich mit einem Hände druck. (Noch nicht einmal der Versuch mich zu küssen. Obwohl ich wollte ja auch keinen. Aber versuchen hätte er trotzdem dürfen.) Er war schon wieder halb auf der Strasse als er sich umdrehte und zurückkam. „Wenn du Lust hast könnte ich dir die Insel zeigen. Morgen, eh heute Nachmittag vielleicht.“ Sie lächelte ihn an und nickte: „Wäre nett. Das wollte ich eh gerne mal machen.“ Mit einem Strahlen im Gesicht ging er davon. Und Gretchen schwebte gerade wegs nach oben.



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Gretchen81 Offline

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10.03.2009 17:59
#4 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

In ihrem Zimmer setzte sie sich zuerst noch einwenig auf den Balkon. Von Jochen war keine Spur zu sehen. Sie kramte ihr Tagebuch heraus.
Die letzten paar Stunden hab ich zum ersten Mal nicht an Berlin und die Männer die dort Wohnen gedacht. Kein Marc und kein Mehdi. Felix ist auch nicht so Arrogant wie ich beim ersten Zusammentreffen gedacht hatte. Wenn er nicht gewesen wäre. Dann wäre ich sicher wieder deprimiert im Bett gelegen und hätte mir in der Nacht die Augen ausgeheult. Er tut mir im Moment einfach nur gut. Und zu alle dem will er nicht gleich etwas von einem sondern ist zurückhalten. Ja, man könnte beinahe sagen er ist ein Gentleman. So werde mich jetzt noch einwenig aufs Ohr legen. Will am Nachmittag zusammen mit Felix die Insel erkunden. Wird sicher spassig.

Danach legte sie sich endlich schlafen. Mit einem lächeln auf dem Gesicht schlief sie ein.
Die nächsten Tage waren wie sie sich es vorgestellt hatte. Sie verbrachte die meiste Zeit mit Felix und Jochen verbrachte die meiste Zeit am Ballermann.
Ihre Urlaubsbekanntschaft schaffte das was kein Buch schaffen konnte. Er lenkte sie von ihren Gedanken an die letzten Wochen ab. Gegen ende der Woche kamen sie sich immer näher.
Nach einem Abend Spaziergang am Strand verabschiedet sich die beiden von einander. Doch dieses Mal nicht einem Hände druck. Sie kamen sich immer näher, bis sich schliesslich ihre Lippen berührten. Zuerst unsicher und sanft. Dann wurde dieser Kuss immer Leidenschaftlicher. (Was mache ich hier eigentlich. Ich wollte mich doch auf keinen Mann mehr einlassen.) Doch sie konnte sich einfach nicht von ihm lösen. Sie wurden immer fordernder. Er drückte sie sanft gegen die Mauer die das Hotelgrundstück von der Strasse abtrennte. Ihr Herz fing an zu rassen und sie hatte das Gefühl sich selber nicht mehr zu kennen. Sie lösten sich für einen Moment von einander und sahen sich in die Augen. Zu ihrer Erstaunung setzte Felix an ihr etwas zu sagen: „Du musst etwas von mir wissen.“ (Oh Gott, er ist verheiratet. Ich wusste es doch. Falle immer wieder auf Männer rein die ihr Herz schon verschenkt haben.) Beinahe wären ihr die Tränen in die Augen geschossen weil sie wieder an Marc und Mehdi denken musste. Doch Felix beruhigte sie: „Nein, ich bin nicht verheiratet. Aber ich hab dir etwas verschwiegen.“
(Er ist Schwul. Dumme Idee sonst würd er mich wohl kaum küssen.) Er liess sie los und sah zu Boden. „Ich hab dir nie gesagt wie ich heisse und was ich von Beruf bin. Das hat einen Grund.“ Gretchen sah in ungläubig an: „Wieso, bist du ein Prinz oder so was?“



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Gretchen81 Offline

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10.03.2009 18:17
#5 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten
Er lachte und schüttelte den Kopf. „Nein, das bin ich nicht. Aber meine Eltern sind sehr reich und ich bin der Haupterbe. Und die meisten Frauen wollen, wenn sie meinen Namen hören nur mein Geld und nicht mich. Darum verschweige ich ihn lieber.“ Die junge Ärztin stand nur mit offenem Mund da als sie das alles gehört hatte. Er hatte ihr das alles verschwiegen weil er glaubte sie sei auch so eine, die nur Geld wolle und das kratzte sehr an ihr. Als er sich ihr wieder nähern wollte entzog sie sich ihm. „Ich kann das nicht. Es ist vielleicht besser wenn ich jetzt gehe.“ Sie lief regelrecht vor ihm davon. Sie fühlte sich verarscht und das wollte sie definitiv nicht mehr. Erst auf ihrem Zimmer merkte sie, dass sie immer noch nicht wusste wie er hiess und das sie ihn sehr wahrscheinlich nie wieder sehen würde. Jochen, der seit langem Mal wieder auf seinem Zimmer war, sah wie seine Schwester langsam an der Wand entlang nach unten glitt bis sie schliesslich auf dem Boden sass. „Gretchen geht’s dir nicht gut?“
Sie sah ihn geistesabwesend an. (Was ist wenn Felix der Mann meiner Träume ist und ich ihn jetzt einfach so ziehen lasse?) Sie stand auf und rannte nach unten. Doch von ihrem Felix war nichts mehr zu sehen. „Scheisse. Wieso konnte ich nur so dumm sein.“ Sie dreht sich wieder um und will zurück ins Hotel da zieht ein kleiner junge an ihrem Rockzipfel. „Ola, bist du Gretchen?“
Sie nickte und der kleine Junge gab ihr eine Karte. Sie wollte ihn noch fragen woher er die hatte aber er rannte bereits wieder davon. Sie betrachtete die Karte genauer. Es war eine Visitenkarte von ihm. Auf der Rückseite hatte er eine Nachricht hinterlassen: „Wenn du mal einen Kaffee trinken willst, ruf mich an.“
Erleichtert ging sie wieder nach oben und packte noch ein paar Sachen zusammen da sie am nächsten morgen einen Frühen Rückflug hatten.
Jochen verstand immer noch nicht warum seine Schwester sich so seltsam verhielt. Fand aber auch dass es ihm eh egal wäre und ging schlafen.
Mitten in der Nacht wurde sie wach und sie schlich sich auf den kleinen Balkon zusammen mit ihrem Handy. Sie nahm die Karte von Felix und schrieb ihm eine SMS:
DANKE FÜR DEINEN KLEINEN BOTEN. ES TUT MIR LEID DAS ICH EINFACH ABGEHAUEN BIN. ES WAR EINWENIG VIEL. MELDE DICH DOCH WENN DU IN BERLIN BIST.
GRETCHEN



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Gretchen81 Offline

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11.03.2009 07:56
#6 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

2. Kapitel: Home Sweet Home

Franz Haase wartete am Berliner Flughafen ungeduldig auf seine beiden Kinder. So ganz alleine ohne Frau und Kinder fühlte er sich einsam. Noch nicht einmal Elke wollte etwas von ihm hören, als er sie angerufen hatte, drückte sie ihn immer wieder weg.
Wenigsten hatte er bald wieder seine Kinder.
Endlich kamen sie durch die grosse Glastüre auf ihn zu. Gretchen machte immer noch das gleiche Traurige Gesicht wie bei ihrem Abflug und Jochen hatte sich eine dunkle Sonnenbrille auf die Nase gesetzt und lief nur sehr schleppend.
Gretchens laune hatte sich in den letzten Stunden wieder verschlechtert. Sie hatte gehofft noch etwas von Felix zu hören. Doch kein Lebenszeichen kam von ihm.
Während der Fahrt nach Hause herrschte beklemmte Stille. Franz versuchte diese aufzuheitern.
Kälbchen schön das du wieder da bist. Im Krankenhaus geht’s drunter und drüber. Meier bringt es noch fertig alle Assistenzärzte rauszuekeln, niemand kann ihm etwas recht machen. Die beschweren sich am laufenden Band bei mir. Scheinbar vermisst er seine beste Assistenzärztin.
(Marc vermisst mich? Das glaube ich nicht. Das einzige was der Vermisst, das er einen weniger hat zum runter Buttern oder zum Verarschen.)
Zu Hause angekommen wollte sie nur noch eins ruhe. Denn ab morgen wäre es wieder damit vorbei und sie müsste wieder den beiden Männern in die Augen sehen. Dir ihr mehr wehgetan hatten als jeder andere. Sie zog ihr Tagebuch aus ihrer Reisetasche und schrieb noch einwenig.

Felix hat sich immer noch nicht gemeldet. Ist es zu viel verlangt wenigstens ein OK zu schreiben.
Vielleicht hält er mich immer noch für so eine die nur etwas von ihm will weil er Geld hat.
Wie ich auf so was achten würde. Menno, warum sind Männer so kompliziert.
Mein Vater ist auch nicht besser. Er musste mir ja unbedingt von Marc erzählen.
Was mich mal wieder zum Nachdenken bringt. Warum entschuldigt sich der Idiot permanent bei mir und betont er liebe Gabi. Aber sobald ich nicht da bin schreit er das halbe Krankenhaus zusammen. Was hat Gabi nur an sich, anfang zwanzig und schon bald verheiratet. Und ich ende als alte Jungfer. Ich werde im nächsten Jahr 30 Jahre und bin noch nicht halb meinem Ziel näher gekommen. Bin ich zu wählerisch. Ach quatsch. Ich hab mich nur mit den falschen Männern eingelassen das ist es. Hiermit halte ich meine Pläne fürs nächste Jahr fest.
Ich werde Heiraten und vor allem werde ich Marc Meier endgültig vergessen.



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Gretchen81 Offline

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11.03.2009 08:50
#7 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Am nächsten morgen klingelt ihr Wecker sie gnadenlos aus dem Bett. Mühsam stand sie auf und schleppte sich unter die Dusche. Als sie wenig später die Treppe runter ging sagte sie sich immer wieder. (Du schaffst das, und jetzt lächle sonst sehen die dich nur bemitleidenswert an.)
Doch als sie ihren Bruder sah wusste sie wer wohl mehr bemitleidenswert war.
Seine Augenringe und die geröteten Augen sprachen Bände. Sie konnte sich ein lachen nicht verkneifen. (Schadenfreude ist doch die schönste Freude.)
Fröhlich Pfeifend, wohl wissend das Jochens Kopf brummte, strich sie ihr Schokobrötchen und machte sich nach dem 3. dann auch auf den Weg zur Arbeit.
Ihre Laune verschlechterte sich dann aber abrupt als sie im Aufzug auch noch gleich auf ihren Alptraum traf. Mehdi lächelt sie an und wünschte ihr einen guten morgen. Die junge Ärztin lächelte etwas gequält zurück und drückte die Türschliessung. Nur leider etwas zu langsam.
Denn Marc stellte noch schnell seinen Fuss zwischen die Türe und stellte sich an die andere Seite neben Gretchen. (Warum muss so was immer wieder mir passieren? Was hab ich angestellt?)
Mehdi hatte sich vorgenommen um Gretchen zu kämpfen und als er Marcs Blick sah der Gretchen von der Seite anstarrte. Wusste er dass er es so schnell wie möglich machen musste. „Ehm Marc?“ Begann er und lehnte sich lässig an die Fahrstuhlwand. Der Chirurg sah ihn verwirrt an und Dr. Kaan fuhr fort: „Anna hat mir alles von eurem One-Night-Stand erzählt.“ (Wie bitte Marc hat mit Mehdis Frau geschlafen?) Es war schon so was wie Seelenbalsam als der Frauenarzt das entsetzte Gesicht von Gretchen sah. „Mir soll es egal sein. Ich habe damit abgeschlossen. Du hattest Recht. Sie war es nicht wert. Also wenn du mal nichts vorhast. Wir könnten ja wie früher Mal ein Bier zusammen trinken.“ Gretchen war mehr als erstaunt. Marc hatte seinen Freund hintergangen und nun bat der ihm auch noch an alles zu vergessen. Bewundernd sah sie ihn an. Das bemerkte Marc. Am liebsten wäre er alle Wände hoch gegangen. Gretchen war also noch nicht über Kaan hinweg und die Tatsache dass er anscheinend nichts mehr von seiner Frau wollte bekräftige seinen Glauben das auch der immer noch auf Gretchen stand. Jetzt hatte er also ein neues Problem. Wie wurde er Gabi und Kaan los. Und vor allem hämmerte es in seinem Kopf, was mache ich wenn Gretchen auch noch erfährt das Gabi schwanger ist. Dann wäre er mit Sicherheit unten durch bei ihr.
Die Türen öffneten sich und Gretchen stieg aus. Marc sagte noch schnell, laut genug das Gretchen es hören konnte: „Das mit dem Bier sollten wir wirklich mal machen.“



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Gretchen81 Offline

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11.03.2009 10:52
#8 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Gretchen war verwirrter als zuvor. Ihr Herz machte ein Luftsprung als sie gehört hatte das Mehdi doch nicht wieder glücklich würde mit seiner Frau. Aber sie wollte doch gar nicht mehr über ihn nachdenken. Und was war mit Marc. Es war ja nichts neues das er jedes weibliche Wesen flachlegte was willig war. Aber warum tat das noch mehr weh als ohne hin schon. Lag es daran das er noch nicht einmal vor der Frau seines Freundes die Finger lies.
Sie ging sich umziehen. Selbst während der anschliessenden Visite war sie immer noch abwesend und hing ihren Gedanken nach. Sie bemerkte noch nicht einmal Marcs Blicke. Der beobachtete sie die ganze Zeit und verfluchte sich selbst. Sabines Blick wanderte immer wieder zwischen den beiden Ärzten hin und her. Liebend gerne hätte sie die Ärztin darauf angesprochen aber diese Verschwand in der Pause sofort Richtung Cafeteria.
Gretchen wollte nur noch eins als sie in der Pause war. Schokolade. Auch wenn ihr diese nicht Klarheit geben konnte wie sie ihren Problemen aus dem weg gehen konnte so beruhigte sie diese doch sehr.
Genüsslich biss sie ihn ihre heiss geliebte Köstlichkeit und hätte sich auch beinahe dran verschluckt als sie eine Stimme hinter sich hörte: „Na, schmeckt sie den wenigstens.“
Schnell wischte sie sich den Mund ab und drehte sich um. Mehdi lächelte sie an und sie lächelte zurück. In ihr kribbelte es und als sie in seine tiefen braunen Augen sah, fühlte sie sich seltsamerweise auf der Stelle geborgen. Als Gretchen nicht auf seine Frage reagierte stellte er sie erneut: „Gretchen? Wollen wir uns nicht an einen Tisch setzen?“ „Hmm, ja gerne.“
Mehdi konnte sich beinahe sein grinsen nicht mehr abschrauben. Wochen lang hatte er versucht ihr aus dem Wegzugehen und dabei ging es ihm jedes Mal mies, wenn er ihre traurigen Augen sah. Jetzt war so was wie ein leuchten in ihren Augen, dass ihm die Hoffnung gab das sie doch noch etwas für ihn Empfand. Sie unterhielten sich über Gott und die Welt. Gerade als er sie Fragen wollte ob sie den vielleicht mal mit ihm etwas unternehmen wollte. Platzte Marc dazwischen.
Der hatte sie ein paar Minuten beobachtet doch als er sah wie Mehdi zu einer Frage ansetzen wollte, konnte er seine Eifersucht nicht mehr zurück halten. „Mitkommen sofort.“
Verwirrt sah Gretchen ihn und dann Mehdi an. „Mir stehen aber noch 2 Minuten Pause zu.“
„Notfall sofort, keine Widerrede.“ Herrschte der Oberzart sie an.
Sie verabschiedet sich vom Frauenarzt und schon wurde sie von ihrem Chef mitgezerrt. (Mein Gott was ist den jetzt los. Da fang ich endlich an wieder normal mit Mehdi umzugehen dann kommt Marc wie ein Trampeltier angerannt und zerrt mich mit.)



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11.03.2009 11:30
#9 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Im Aufzug riss sie sich von ihm Los. „Ist das neu das du deine Assistenzärzte persönlich zum Notfall holst. Oder ist mein Pieper defekt?“
Marc der über seine Reaktion immer noch selber erstaunt war, antwortete verwirrt: „Notfall, welcher Notfall?“ (Spinn ich jetzt oder er.) „Also gibt es gar keinen Notfall. Und warum bitte hast du mich aus der Cafeteria gezogen?“
Der Chirurg versuchte cool zu wirken, innerlich jedoch kochte er: „Ich wollte dich nur beschützen. Dr. Kaan hat dich doch belästigt.“ Gretchen fing an zu lachen. „Na und? Vielleicht wollte ich ja belästigt werden? Und vor allem was geht dich das an du liebst ja deine Gabi.“
Die Fahrstuhltüre öffnete sich und jemand wollte einsteigen. Marc drückte schnell wieder den schliessen Knopf und ergänzte: „Sie ist hoch ansteckend. Nehmen sie den nächsten Aufzug.“
„Jetzt ist aber genug was willst du?“ Schrie ihn Gretchen beinahe an. Der Oberarzt drückte den Stopp-Knopf und drehte sich zu ihr um. „Ich liebe Gabi nicht.“ Sagte er leise.
Die Assistenzärztin war vollends verwirrt. Ihr Puls schlug Purzelbäume und sie wusste nicht wie sie aus dieser Situation wieder raus kommen sollte. (Was soll ich tun. Gerade noch dachte ich daran mit Mehdi mal wieder auszugehen und jetzt. Ich weiss nicht was ich mache wenn Marc mir noch näher kommt.) Und er kam ihr näher. Bis sie sich schliesslich nur noch wenige Zentimeter von einander entfernt waren. Vorsichtig näherten sich Marcs Lippen ihren. Und sie küssten sich.
Zum erstaunen des Oberarztes liess sie ihn tatsächlich zu. (Ich will hier nie mehr raus.)
Doch ihr Wunsch wurde nicht erfüllt ein tatsächlicher Notfall wurde gemeldet und sie lösten sich von einander. Als der Fahrstuhl dann endlich im Erdgeschoss ankam stand Gabi vor der Türe.
Gretchen lief auf der Stelle rot an. Sie hatte das Gefühl das diese Frau ihre Gedanken lesen könnte. Und Gabi verstand sofort was dieser Gesichtsausdruck bei ihrem Verlobten zu bedeuten hatte. Schnell ging sie auf ihn zu umarmte ihn und säuselte genug laut das es auch Gretchen hören konnte. „Ich war gerade bei meiner Frauenärztin. Mit UNSEREM BABY ist alles in Ordnung.“
(Baby! Ich bin schon wieder auf ihn reingefallen.) Marc sah sie flehend an und wollte ihr nachgehen doch Gabi hielt ihn auf. Gretchen machte sich schnellsten auf Richtung Notfalleingang und drehte sich nicht einmal mehr nach ihm um. Wenn sie ihm jetzt in die Augen gesehen hätte, dann hätte sie ihre Tränen nicht mehr zurück halten können.
Gordon begrüsste sie freundlich: „Schön sie wieder zu sehen Frau Doktor wie war den ihr Urlaub?“ Sie jedoch schnauzte ihn regelrecht an: „Geht sie gar nichts an. Was ist mit dem Patienten?“ Gordon und Sabine sprangen beinahe einen Schritt zurück und starrten sie an.
Endlich hatte es auch Marc geschafft Gabi loszuwerden. Er versuchte so professionell zu wirken wie immer doch er hatte nicht mit Gretchen gerechnet. Sie wusste inzwischen das nötigste und hatte den Patienten bereits übernommen. „Was ist den passiert.“ Kühl und abweisend gab seine Assistentin zur Antwort. „Autounfall verdacht auf Milzriss und inneren Blutungen.“ Er wollte noch sagen dass er ihr hilft das Bett in den OP zu fahren doch stattdessen fuhr sie ihm über den Fuss.
Sabine musste lachen als sie das schmerzverzerrte Gesicht ihres Chefs sah. „Sabine haben sie nicht gehört? OP vorbereiten aber Zackig.“
Während der OP berührten sie sich immer wieder aus versehen und die Assistenzärztin hätte jedes Mal schreien können. Am Ende des Tages wollte sie einfach nur noch nach Hause.
Dort gab es keinen Mehdi und vor allem kein Marc der sie immer wieder verarschen konnte.



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11.03.2009 13:46
#10 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Zu Hause angekommen rannte sie direkt in ihr Zimmer und schmiss ihre Tasche in eine Ecke.
Sie griff nach ihrem Tagebuch:

Wie kann ich nur so dämlich sein. Es ist ja vielleicht möglich das Marc Gabi nicht liebt. Aber das bedeutet gar nichts. Denn eigentlich liebt er doch eh nur sich selbst und sonst niemanden.
Warum kann er mich aber nicht einfach in ruhe lassen. Es gibt doch genug andere die sofort mit ihm weiss ich was anstellen würden. Ist das vielleicht sein Problem? Will er mich unbedingt nur weil ich ihn immer weg gestossen habe? Würde also bedeuten wenn er mich auf seiner Liste abstreichen kann dann lässt er mich in Ruhe? Das wäre zwar ein Versuch wert, nur hab ich immer noch das Problem mit meinem Herzen. Das schlägt eindeutig am schnellsten bei ihm. Bei Felix waren es so was wie kleine Fliegen die in mir rum flogen bei unserem Kuss. Bei Mehdi sind es eindeutig Schmetterlinge. Und bei Marc stürzt eine ganze Felswand ein und überrollt mich und das seit Jahren. Als ich ein Kind war und Marc mich immer wieder ärgerte meinte meine Mutter immer. „Der macht das nur weil er dich so lieb hat. Das ist so bei Jungs die können ihre Gefühle eben nicht zeigen.“ Von wegen der wollte mich nur ärgern. Und ich hab den Blödsinn von meiner Mutter auch noch geglaubt. Ganz schön naiv von mir.
Zurück zum Thema. Vielleicht sollte ich wirklich einfach nur einmal Spass haben und dann wäre das Thema gegessen. Denn auf Dauer ist das Gezerre von ihm an mir schlimmer als ein kurzer heftiger Schmerz. Und was mach ich mit Mehdi. Der versteht das mit Sicherheit schon mal gar nicht.
Okay Plan Marc loswerden wird vorerst auf Eis gelegt. Ich ruf lieber mal Mehdi an und frag ihn ob er morgen vor der Arbeit schon was vorhat. Könnten ja was gemeinsam Frühstücken.


Mit diesen Gedanken schloss sie das Buch und griff nach ihrem Handy welches aber nirgends zu finden war. „Scheisse.“ Entfuhr ihr, sie hatte ihr Handy im Krankenhaus liegen gelassen. Jetzt blieb ihr nichts anderes übrig als ihn vom Festnetz aus anzurufen. Sie schlich nach unten so dass weder ihr Vater noch ihr Bruder sie hörte. (Wie war noch mal seine Handy Nr. Warum hat man den immer alles nur auf dem Handy gespeichert.) Ihr blieb nichts anderes übrig als im Telefonbuch die Nummer zu suchen. Leider stand dort nur die Festnetz Nummer und keine Handy-Nummer. Sie hoffte so sehr nicht gleich Anna am Telefon zu haben. Doch auch dieser Wunsch wurde nicht erfühlt Anna nahm das Telefon ab. Und freute sich tatsächlich darüber Gretchen am anderen Ende zu hören. „Sie suchen sicher meinen Mann. Der ist noch im Krankenhaus. Oder probieren sie es doch auf dem Handy.“ Gretchen war das ganze Peinlich und sie sagte nur sehr zaghaft dass sie im Moment die Handy Nummer nicht zur Hand hätte. Frau Kaan gab ihr diese schnell und legte danach auf. Jetzt war ihr das ganze dann doch sehr seltsam. Und Gretchen wusste nicht ob sie Mehdi wirklich noch um Neun Uhr abends anrufen wollte oder nicht. Schliesslich gab sie ihrem Herzen einen Ruck und wählte die angegebene Nummer.
Der Frauenarzt nahm ab und war freudig überrascht ihre Stimme zu hören und sagte auch prompt zu für ein gemeinsames Frühstück morgen früh.



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11.03.2009 15:18
#11 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

3. Kapitel: Es kommt immer anders

Am frühen Morgen treffen sich Mehdi und Gretchen in der Cafeteria.
Diese Nacht hatte Gretchen noch schlechter geschlafen als ohne hin schon. Sie hatte am morgen sogar das Gefühl es wäre besser Mehdi abzusagen, denn wenn er sich vielleicht Hoffnungen machte auf alte Zeiten, wäre das nicht fair. Denn im Moment wusste sie selber nicht recht was sie wollte.
Also versuchte sie behutsam auf das Thema Freundschaft hinzuleiten. Zu ihrer Erstaunung klappte das besser als geplant: „Ich glaub es ist wichtig das ich dir jetzt etwas sage.“ Fing sie an und er sah sie Erwartungsvoll an. „Im Moment brauche ich einen Freund mehr als alles andere. Ich hoffe du verstehst das. Meine Gefühle sind komplett durcheinander und ich weiss nicht was ich wirklich für dich oder sonst jemanden empfinde.“ Der Gynäkologe sah sie verständnisvoll an: „Du meinst Marc oder?“ (Steht das auf meiner Stirn geschrieben oder was?) Sie sah ihn mit offenem Mund an und er ergänzte: „Gretchen ich liebe dich noch immer und egal wie lange du brauchst ich bin für dich da. Auch als Freund und als Freund sehe ich Marcs Blick den er dir zu wirft und deinen. Du kannst mir nichts vormachen, auch wenn ich es nicht gerne sage. Ich weiss das zwischen euch beiden etwas ist.“ „Oh und wie da was ist bei ihm. Ich hab manchmal wirklich nur das Gefühl der provoziert mich weil ich ihn immer abgewiesen habe.“ Mehdi wirkte fast schon erleichtert. „Ihr habt also nie?“ Gretchen machte grosse Augen. „Wann den bitte? Als ich mich auf ihn einigermassen ein liess machte er dieser Gabi einen Antrag. Danach hatte ich ehrlich gesagt keine Lust mehr. Bin eben nicht gerne das dritte Rad am Wagen.“ Mehdi fing an Gedanken verloren in seinem Kaffee zu rühren. „Oh. Entschuldige das weißt du ja schon. Und dann noch die Nummer gestern. Da hat mich doch Marc hier weg gezerrt. Nur um mir nachher zu sagen das er Gabi gar nicht liebt. Ich war so kurz davon alles zu vergessen und wieder auf ihn reinzufallen. Gott sei, dank kam ein Notfall. Musste dann noch mit anhören dass Gabi schwanger sei. Das war zuviel für mich. Glaub mir ich seh Marc garantiert nicht mehr an.“ Sie musste fast etwas schmunzeln wenn sie an ihre Idee vom Abend dachte. „Warum lachst du?“ Fragte Mehdi als er mal wieder von seiner Tasse hoch sah. Er konnte nicht bestreiten das es ihm weh tat das Gretchen so offen mit ihm über Marc sprach. Aber was sie ihm dann erzählte tat noch mehr weh. „Ich dachte an gestern Abend. Da hatte ich die Idee warum Marc mich immer wieder an macht. Der will mich nur auf seiner Liste abhacken. Dann würde er mich sicher in Ruhe lassen. So wie all die anderen Frauen vorher.“ „Ich weiss nicht du bist nicht der Typ für One-Night-Stands.“ Gab er ihr zur Antwort. „Ja schon klar das hast du mir schon mal gesagt. Aber dieses Hin und her halte ich nicht mehr aus. Dann sag mir bitte was ich tun soll.“ Mehdi trank seinen Kaffee aus und stand auf: „Wenn ichs mir recht überlege wäre es vielleicht doch gar keine Schlechte Idee schlaf mit ihm und du weißt was für ein Arsch er ist.“ (He, spinn ich jetzt. Vorhin hat er mir gesagt dass er mich liebt und jetzt will er mich ins Bett eines anderen stecken.) Sie hätte sich nach dieser Ansage beinahe an ihrem Brötchen verschluckt. Mehdi taten seine Worte jetzt schon leid. Eigentlich wollte er das gar nicht sagen aber er war zu verletzt darüber das sie anscheinend schneller auf Freundschaft umschalten konnte als er. Und mit ihr über andere Männer reden konnte er einfach nicht. Darum ging er lieber.



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Gretchen81 Offline

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11.03.2009 15:53
#12 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Gretchen machte sich auf dem Weg zum Stationszimmer ihre Gedanken. Warum konnte sie nicht einfach genau das gleiche für Mehdi empfinden wie für sie. Er war doch einfach nur perfekt. Okay, vielleicht nicht ganz. Denn an seinem Finger war immer noch sein Ehering und seine Frau inkl. Kind wohnte unter dem gleichen Dach wie er. Zudem wollte er sich wegen genau dieser Frau das Leben nehmen und genau wegen dieser Frau hatte er regelrecht geheult.
Im Stationszimmer wäre sie beinahe mit Schwester Sabine zusammen geprahlt. Diese hatte Nachtschicht und wollte nach Hause gehen. „Gut dass ich sie noch treffe Frau Doktor. Ihr Handy hat die halbe nach geklingelt.“ Gretchen nimmt sich das Telefon aus dem Schrank. „Ja, ich weiss hatte es mal wieder vergessen.“ Sabine sah sie neugierig an, dann platzte die Frage aus ihr raus: „Wer ist eigentlich dieser Felix?“ (Die hat doch nicht schon wieder.) „Entschuldigen es wollte nicht aufhören zu klingeln. Da dachte ich nehme besser mal ab.“ Die Ärztin war sauer auf sich weil sie das Ding nicht mitgenommen hatte und somit Felixs anruf verpasste und sauer auf die Krankenschwester die einfach sich in Fremdesachen einmischte. „Und was hat er gesagt?“ Sagte sie mit einem zickigen Unterton. „Ja, ehm, er meinte das er ihre Nachricht erst heute, Beziehungsweise gestern gelesen hätte und sich wieder melden würde wenn er wieder auf dem Festland sei. Was bedeutet das den?“ Gretchen verräumte ihre Sachen in den Schrank und zog ihren Kittel an: „Das bedeutet das sie das gar nichts angeht. Verstanden? Und jetzt einen schönen Tag.“ (Diese Frau ist Neugieriger als meine Mutter. Unglaublich das es so was überhaupt gibt.)



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11.03.2009 15:54
#13 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten
...



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11.03.2009 16:42
#14 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Gerade als sie sich ihren verpassten Anrufen und SMS widmen wollte kam Marc rein. Seine Laune war dank Gabi auf dem Tiefpunkt. Sie hatte ihm zu Hause mal wieder die Hölle auf Erden bereitete. Weil sie das Gefühl hatte das er etwas mit Gretchen am laufen hatte. Sie war sogar der Meinung dass er mit ihr Sex im Aufzug hatte. Darauf hätte er gerne mit einem schön wärs geantwortet. Doch das hätte sie nur noch wütender gemacht. Und sie hatte ihm schon genug Porzellan um die Ohren geworfen.
Als Gretchen Marc sah klappe sie schnell ihr Handy wieder zu. (Soll ich oder soll ich nicht. Na ja, entweder es klappt oder es geht tierisch in die Hose. Mehr wehtun als jetzt kann es eigentlich nicht.) Sie stellte sich neben ihn und versuchte möglichst verführerisch zu klingen. „Und was hast du heute noch alles vor?“ Damit hatte Marc nach der Nummer mit dem Fuss überrollen und dem ignorieren vom Vortag nicht gerechnet. Er sah sie erstaunt an: „Eh, ja. Arbeiten vielleicht und du soviel ich weiss auch.“ (He, was ist den jetzt krumm.) Er machte einen Schritt von ihr weg. Nur um nicht doch eventuell den heissen Kaffee abzubekommen der vor ihm stand. Er wusste dass er Gretchen mal wieder verdammt wehgetan hatte und dass sie in der Regel nachtragend war.
Die Assistenzärztin versuchte es noch einmal mit einer Nettigkeit. Aber die klang eher gereizt weil wirklich nett konnte sie beim Thema Gabi nicht sein: „Und wie geht’s den Gabi, ist ihr am Morgen immer schön übel? So morgen Übelkeiten sind ja auch nicht immer angenehm.“
Der Oberarzt sah sie verstört an, kurzer Hand zog er sie ausser Sichtweite des Gangs in eine Ecke. „Sag mal was soll das jetzt? Ich hab dir gestern doch gesagt… Ach was solls. Wie es Gabi geht ist mir Scheiss egal und erst recht was dieses Kind angeht. So und jetzt hältst du mich für das noch grössere Arschloch. Aber weißt du was, es ist mir egal.“ Es war ihm nicht egal was sie dachte aber es war ihm wirklich egal was Gabi machte.
Gretchen wusste nicht wie sie mit der Information umgehen sollte. Eigentlich wollte sie doch ihren Plan Marc durchziehen aber bei der Aussage verging ihr alles.
Wie konnte jemand so herzlos gegenüber einem ungebornen Kind sein. Und vor allem verstand sie nicht warum Marc diese Frau überhaupt heiraten wollte.



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12.03.2009 08:14
#15 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Sie wurde einfach nicht schlau aus ihm. Er warf ihr vor das sie rum zickte aber er war schlimmer. Seine Launen war an diesem Tag schlimmer als alles andere. Keiner konnte ihm etwas recht machen. Er schrie Gretchen und Sabine gleichermassen an. Obwohl die Assistenzärztin ihn ja in Sachen Sabine wirklich noch verstehen konnte. Denn die schoss einen Vogel nach dem anderen ab.
Verwusstelte Patientenakten und verwechselte die Medikationen. „Schwester Sabine haben sie eigentlich auch Hirn oder pfeift bei ihnen der Wind ohne widerstand durch die Ohren?“ Das war genug für die Sensible Frau. Heulend rannte sie aus dem Patienten Raum. „Also Marc, du weißt doch das sie sensibel ist.“ Die junge Ärztin stellte sich vor Marc hin und sah ihn verachtend an. „Ja, was denn. Wenn sie so weiter macht hat sie irgendwann einen Patienten auf dem Gewissen.“
Der Patient im Raum zuckte zusammen und meinte kleinlaut: „Das machen sie schon richtig Herr Doktor.“ Der Oberarzt fühlte sich bestätigt und meinte: „Wenigstens einer der Vernünftig ist.“
„Männer!“ Entfuhr es Gretchen. Wieder strafte sie ihren Chef die nächsten paar Stunden mit Verachtung. In der ganzen Zeit gingen ihr die Worte von Mehdi und Marc nicht aus dem Kopf. Sie musste dringend noch mal mit Mehdi sprechen. Zwischen zwei OP schlich sie sich auf die Gynäkologische Station und klopfte dort an die Türe von Dr. Kaan. Er bat sie hinein und war erstaunt darüber sie so schnell wieder zu sehen. Aber auch immer noch sauer. Beim Gedanken daran das sie wirklich vor hatte mit Marc zu schlafen. Und als sie dann auch schon beim ersten Satz den Namen des Chirurgen fallen liess war es für ihn definitiv vorbei mit der Gelassenheit.
„Gretchen ich kann das nicht.“ Sie sah ihn verwundert an. „Ich kann nicht dein Freund sein. Auf jeden fall nicht so. Ich liebe dich zu sehr und jedes Mal wenn du von Marc anfängst hab ich das Gefühl zu sterben.“ Dieses Gefühl kannte die junge Frau nur zu gut. Denn so ging es ihr die letzten Tage und Wochen. Dennoch schwieg sie und Mehdi fuhr fort. „Was deine Schnapsidee angeht mit Marc zu schlafen um ihn zu vergessen. Ich hab dir schon mal gesagt. Du bist nicht der Typ dafür und du tust dir mit so einer Aktion mehr weh als mit sonst was. Und jetzt bitte geh.“
Er beförderte sie sanft vor die Türe.
Die Assistenzärztin war sauer. Wie konnte er nur so was sagen. Immer wieder musste sie hören das sie der Typ „Wahre Liebe“ sei. Sogar Marc hatte ihr das schon an den Kopf geschmissen.
Aber das mit der Wahren Liebe hatte nie geklappt also warum sollte sie da weiter machen.
Ihr Ergeiz war gepackt sie musste es sich selber und den anderen beweisen das sie nicht das brave Mädchen war für das sie alle hielten.



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12.03.2009 09:16
#16 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Mit schnellen Schritten machte sie sich auf Richtung OP im Vorbereitungsraum traf sie auch gleich auf Marc. Sie gab sich einen Ruck und sprach ihn an: „Marc“
Er sah sie an: „Ja, das ist mein Name. Warum siehst du mich jetzt so an?“ Ihr verschlug es die Sprache. (Hatte Mehdi vielleicht doch Recht? Ich kann das doch nicht.)
„Wird’s heute noch was oder was?“ Fragte er sie, verlegen dreht sie sich von ihm ab. „Könnten wir nach der OP reden?“ Dr. Meier fand seine Assistenzärztin mehr als seltsam. Zuerst blinzelte sie ihn am morgen verführerisch an und stellte dämliche Fragen. Dann stritt sie sich mal wieder vor einem Patienten mit ihm, was an und für sich normal war. Und jetzt wollte sie mit ihm reden, brachte aber anscheinend kein Wort raus. Während der folgenden OP wirkte sie abwesend und nachdenklich. Er musste sie mehrmals zu Recht weisen. Er motzte ja sonst auch immer mit ihr aber nur um sie zu ärgern. Nachher zitierte er sie regelrecht in sein Büro.
Zaghaft schloss die Assistenzärztin die Bürotüre ihres Chefs und setzte sich auf einer der Stühle gegenüber seinem Schreibtisch. „Du wolltest Reden also rede.“ Sie schwieg. „Du warst noch nie so unkonsentriert wie gerade eben. Was ist los?“ Er stand vor ihr wie ein Leutnant vor seinem Soldaten. Gretchen hatte das Gefühl sie müsste gleich 100 Liegestützen machen und einmal durch den Matsch robben. Marc lockerte seine Stellung und lehnte sich nun lässig an seinen Schreibtisch. „Ist es wegen heute morgen und meiner Aussage wegen dem Kind?“ (Das hätte ich beinahe schon vergessen.) Sie schüttelt den Kopf. „Oder vielleicht wegen Sabine? Ich hab hier die Verantwortung und ihre Kopflosigkeit geht wirklich auf keine Kuhhaut.“ Sie schüttelte aber mals mit dem Kopf. Es reichte dem Arzt. Er hatte keine Idee mehr warum sie mit ihm sprechen wollte. Darum stöhnte er genervt. Endlich fand die junge Frau ihren Mut und fing an: „Ich hab da eine Theorie was uns betrifft.“ Er sah sie erstaunt an: „Uns?“ „Ja, ich meine uns beide. Du kannst es doch nicht abstreiten das es so was wie ein uns gibt. Wir küssen uns immer wieder und wenn nicht immer wieder etwas dazwischen kommen würde dann hätten wir wahrscheinlich…“ Weiter wollte sie nicht erzählen den alleine schon der Gedanke daran mit Marc zu schlafen machte ihr Gänsehaut und immer mehr kam der Gedanke wieder hoch dass es ein Fehler war, was sie vorhatte.
„Okay, so gesehen gibt es ein uns. Aber was hast du jetzt für eine Theorie?“ Er hatte schon das Gefühl sie wüsste dass sie ihm nicht ganz so egal war wie er immer vorgab. „Ich denke du küsst mich nur um mich ins Bett zu kriegen. Schliesslich bin ich die einzige Frau die nicht einfach so mit dir in die Kiste gehüpft ist.“ Das stimmte zwar halbwegs aber nicht ganz. „Und?“ Er sah sie mit grossen Augen an. „Wenn wir also einmal miteinander schlafen würden. Dann könnten wir uns beide wieder auf unsere eigene Leben beschränken. Du dich mit der nächsten Schlampe. Und ich wieder auf die Suche nach der grossen Liebe gehen.“ Er glaubte sich verhört zu haben. Hatte Gretchen ihm gerade wirklich Sex angeboten? Und das ohne grossartiges Liebes hin und her?
Sie fing sich an aufzuknöpfen und fragte: „Gleich hier vielleicht. Dann haben wir es hinter uns.“
Er schüttelte ungläubig denn Kopf. Nicht das er nicht zu jederzeit scharf auf sie war. Aber so konnte das auf gar keinen Fall klappen und er wollte auch nicht dass es so klappen würde. Er zog sie vom Stuhl hoch und machte einen Knopf nach dem anderen an ihrer Bluse wieder zu. „Bitte, versteh mich jetzt nicht falsch. Ich würde lieben gerne mit dir Sex haben. Aber so geht das auf gar keinen Fall.“ Das zweite Mal für diesen Tag wurde sie von einem Mann raus geschmissen.
Sie verstand nicht warum Marc auf einmal nicht mehr wollte. Gestern hätte er noch alles mit ihr angestellt wenn der Notfall nicht gewesen wäre. Und jetzt als sie sich ihm anbot. Nada.



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12.03.2009 10:12
#17 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Beim Abendessen stocherte sie mehr oder weniger nur in ihrem Essen rum. Der Appetit war ihr gründlich vergangen. So ging sie nach dem sie die Küche aufgeräumt hatte ins Bett.
Doch schlafen konnte sie nicht. Sie schnappte sich ihr Tagebuch:

Glaube ich hab den grössten Fehler meines Lebens gemacht. Hab mich Marc als Sextoy angeboten und der hat mich rausgeschmissen. Wie soll ich ihm den bitte morgen in die Augen sehen. Schäme mich. Das mit dem unverbindlichen Sex war eine Schnapsidee, genau wie Mehdi gesagt hat.
Und bei ihm bin ich wohl auch unten durch. Er liebt mich. Er hat es heute gleich zweimal gesagt. Solange ich nicht definitiv das gleiche für ihn empfinde wie er für mich kann ich ihm nicht wieder unter die Augen treten. Ich bin Fett und Blöd. Das ist wohl die schlimmste Kombi überhaupt.
Hab plötzlich den unbändigen drang nach Schokolade. …
Scheisse, keine Schokolade mehr da, auch kein Eis oder sonstiges. Es muss dringend jemand Einkaufen gehen. Und das bin definitiv nicht ich. Schliesslich mach ich hier schon den Putzsklaven auch wenn das mich wenigstens vom Selbstmord Gedanken abbringt.
Was übrigens Felix angeht. Er will tatsächlich die nächsten paar Tage mal nach Berlin kommen. Wie ich mich und mein Talent im Umgang mit Männern kenne vergraule ich den auch noch gleich mit. Hab ihm vorerst mal eine SMS zurück geschickt und darin geschrieben dass ich mich wahnsinnig freue. Hoffentlich klang das in seinen Ohren nicht allzu armselig.



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12.03.2009 11:22
#18 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

4. Kapitel: Neuer Tag neue Abenteuer

Am nächsten Morgen am Frühstückstisch waren sich die Männer einig. Gretchen musste einkaufen gehen. „Warum muss ich eigentlich alles machen?“ Motzte sie die beiden an. Jochen grinste sie fiese an: „Weil du die Frau bist.“ Und Franz meinte nur: „Sie es als Übung an wenn du mal verheiratet bist.“ (Dabei schwingt er immer grosse Reden das ich nicht hinter den Herd gehöre. Aber sobald Mama nicht da ist muss ich ihren Job übernehmen.) Wütend schmiss sie das Geschirr in die Spüle. „Wenn das so ist. Dann wascht ihr heute ab. Ich muss ja schliesslich noch Einkaufen fahren.“ Sie griff sich die Autoschlüssel und rief zurück in die Küche. „Ich nehm Muttis Auto.“
Da sie schlecht die Lebensmittel im Auto lagern konnte bis nach dem Dienst würde sie später Einkaufen gehen.
Sie parkierte den Wagen auf dem Mitarbeiterparkplatz und ging dann Richtung Eingangsbereich.
Leider war sie nicht die einzige die den gleichen Weg zurücklegte. Auch Marc war gerade auf dem Weg zur Arbeit. Gretchen wusste nicht in welche Ecke sie sich am besten verkriechen sollte. (Was mach ich bloss, wenn er mich auf gestern anspricht.) Schweigend standen sie vor dem Aufzug.
Der Lift kam an und sie stiegen ein. Für beide war die Situation mehr als Merkwürdig.
Kurz bevor sie in der zweiten Etagen ankamen hielt er den Aufzug mithilfe des Stoppknopfes an. (Oh Gott, er hat es sich anders überlegt und will jetzt doch. Was hab ich eigentlich für Unterwäsche an?) Er dreht sich zu ihr um. „Ich glaube wir sollten etwas klären bevor wir mit der Arbeit anfangen.“ Die Assistenzärztin lief rot an. (Nein, woll eher doch nicht.) Er fuhr sich nervös durch die Haare und erklärte langsam: „Wir vergessen einfach unser Gespräch von gestern. Wenn etwas passiert, passierts, nicht mehr oder weniger.“ Schnell drückte er den Knopf nochmal und der Aufzug kam endlich in der gewünschten Etage an. (Was ist los mit Marc. Glaube nicht mehr wirklich daran das es an mir liegt. Etwas ist anders. Ich weiss nur noch nicht was.)



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12.03.2009 11:44
#19 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Fertig umgezogen kam die Assistenzärztin wenige Minuten später ins Stationszimmer. Dort war ein riesen Strauss weisser Rosen. Sie roch daran und fragte: „Wer hat den Geburtstag. Die sind ja wunderschön.“ Schwester Sabine deutete auf die Karte die darin steckte: „Anscheinend sind die Rosen für sie Frau Doktor.“ Überrascht nahm sie die Karte. (Die sind doch nicht schon wieder von Sabine. Nur weil ich sie verteidigt habe.)
Ein kleiner Vorgeschmack damit du mich nicht mehr all zu sehr vermissen musst.
Aber Achtung Rosen haben Dornen.
Gruss Felix

Sie konnte es nicht Fassen. Felix hatte ihr einen Blumenstrauss schicken lassen. „Wie süss.“
Der Oberarzt sah ebenfalls gleich den Strauss und machte eine dumme Bemerkung: „Lass mich raten, Hasenzahn, die Blumen sind mal wieder von einer dümmlichen Krankenschwester?“
Sabine grinste über beide Ohren: „Sind die Blumen von diesem Felix?“
Gretchen sah von den Rosen hoch und strahlte von einem Ohr zum anderen. „Ja, sie sind von Felix. Damit ich ihn nicht zu sehr vermisse.“
Marc hätte vor Eifersucht am liebsten das Grünzeug aus dem Fenster geschmissen. Er begriff langsam was hier los war. Gretchen dachte wenn sie mit ihm schlief würde er sie in ruhe lassen und sie könnte sich vollkommen auf ihren neuen Konsentrieren. Aber diese Rechnung hatte sie ohne ihn gemacht. Er würde alles machen um zu verhindern. Das sie einen anderen Mann liebte.
Den ganzen Tag beobachtete er sie heimlich. Er sah wie sie glücklich eine SMS nach der anderen Tippte und er bemerkte auch das sich Mehdi anscheinend selbst ins aus geschossen hatte.
Denn sie kamen sich nicht näher als ein paar Meter und die einzigen Worte die sie wechselten waren Hallo und Tschüss. Leider kam er auch nicht wirklich an sie ran. Denn auf jeden Satz den er ihr sagte, hatte sie eine passende Antwort parat. Sie schien wie ausgewechselt. Eine ganz andere Gretchen als am vor Tag. Himmel wie sollte er es nur schaffen das sie sich wieder nah genug kamen. Zu alle dem nervte Gabi ihn in jeder erdenklichen Pause. Baby da, Hochzeit dort.
„Herrgott Gabi lass mich mit dem Mist in frieden. Du weißt doch das ich eh nicht heiraten will.“
Er schob sie zur Seite und ging weiter. Gabi war wütend. Wie konnte er nur so etwas zu ihr sagen und das noch im Krankenhaus wo es jeder hören konnte. Sie brauchte dringend etwas um ihre nerven zu beruhigen. Und das einzige was bei ihr bis jetzt funktioniert hatte war Nikotin.
Also ging sie zum nächsten Fenster und rauchte eine Zigarette nach der anderen.



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12.03.2009 13:57
#20 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Mitten in der Arbeit kam Franz in ein Behandlungszimmer im Schlepptau einen jungen Mann. Gretchen war etwas verwundert darüber, denn eigentlich kümmerte sich ihr Vater nicht um die Praktikanten. „Dr. Meier könnten sie sich bitte in Zukunft um Dr. Lopez kümmern. Er ist erst seit kurzem Assistenzarzt bei uns und bei Dr. Rössel ist er im Moment einfach nicht gut aufgehoben. Da beinahe alle ihrer Assis zu ihm gewechselt sind fehlt ihm die Zeit sich intensiv um sie zu kümmern.“ Die Assistenzärztin konnte sich ein kichern nicht verkneifen. Denn Marc hatte es wirklich geschafft während ihrer Abwesenheit alle ihrer Kollegen zu vergraulen. Der Oberarzt blitzte sie böse an und wendete sich dann an den jungen Mann. „Tja, dann also willkommen in meinem Team. Und für den Anfang können sie hier sich gleich mal an Herrn Schneider versuchen. Sie werden doch einen normalen Bruch richten und gipsen können. Schwester Sabine hilft ihnen gerne.“ Franz war mehr als zu frieden als er die Gruppe wieder verliess. Einen Augenblick später ging auch Marc er fand sich für so was einfach eh zu schade. Gretchen indessen half lieber ihrem neuen Kollegen. Der war auch dankbar den wirklich viel hatte er bei Rössel bis jetzt noch nicht lernen können. Nach dem das Bein gerichtet und der Gips drauf war verliessen die beiden Assistenzärzte den Raum. Dr. Lopez reichte ihr die Hand. „Ich bin übrigens Edi.“ Gretchen lächelte ihn an und sagte ihren Namen. „Du bist aber ganz schön jung für ein Assistenzarzt.“
Edi zuckte mit den Schultern findest du. „Vielleicht sehe ich auch einfach nur jünger aus als ich bin. Denke mit 27 Jahren ist man doch nicht mehr ganz so das Kücken.“ (Der ist 2 Jahre jünger als ich. Was hab ich eigentlich zwischen durch gemacht. Sollte doch eigentlich weiter sein. Ach ja. hab mir versucht ein Leben mit Peter aufzubauen.) Wie konnte sie nur ein Mann von ihrem eigentlichen Ziel abbringen. Hätte sie wie Edi gleich nach der Doktorarbeit weiter gemacht hätte sie jetzt schon ihren Facharzt in der Hand. Ihre Laune besserte sich aber wieder als sie im Stationszimmer schon vom klingeln ihres Handys begrüsst wurde. Schnell rannte sie zu ihrer Tasche. Etwas ausser Atem nahm sie ab: „Haase.“
Felix: „Hallo Gretchen, wie geht’s?“
Gretchen: „Gleich wie vor einer Stunde. Gut.“
Sie fühlte sich wie ein Teenager der mit seinem Schwarm telefonierte.
Felix: „Hör mal ich krieg leider keinen Flieger heute. Es wird also frühestens Morgen Abend bis ich in Berlin bin.“
Gretchen: „Schade. Hatte mich schon so gefreut. Dann halt Morgen Abend.“
Felix: „Sei mir bitte nicht böse. Dafür bleibe nachher ein kleinwenig länger als erwartet.“
Gretchen: „Okay. Also bis morgen. Und nochmal danke für die Rosen.“
Felix: „Schon in Ordnung. Bis morgen.“
Marc der sich gerade einen Kaffee holen wollte musste fast einwenig schmunzeln als er das Telefongespräch verfolgt hatte. Denn Gretchen hatte anscheinend wirklich die Nachtschicht heute und morgen vergessen. Das war ein Glück für ihn.



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12.03.2009 14:36
#21 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Als Marc die Kaffeetasse etwas fester auf die Arbeitsfläche abstellte erschrak sich die Assistenzärztin erstmal fürchterlich. Sie hatte eigentlich gedacht alleine zu sein.
„Könntest du nachher noch schnell mit in mein Büro kommen. Ich muss mit dir noch ein paar Sachen durch gehen für die Nachtschicht heute und morgen.“
(Scheisse, das hatte ich ganz vergessen.) „Ehm, ich muss aber etwas früher gehen. Hab da noch ein paar Einkäufe zu erledigen. Können wir das nicht auch noch vor Schicht beginn erledigen.“
Er lächelte sie an: „Aber sicher doch. Muss auch noch ein paar Besorgungen machen.“
Gretchen konnte sich einen Spruch nicht verkneifen: „Ich dachte Gabi würde dir alles Besorgen.“
Er musste lachen. „Der war nicht schlecht wirklich.“ (Hat der gerade über einen Witz von mir gelacht.) Er ging mit einem lächeln aus dem Raum und die Assistenzärztin wusste nicht recht was sie jetzt machen sollte betreffend der Nachtschicht morgen. Sie konnte unmöglich Felix versetzen. Ihr kam eine Idee. Es war immer gut sich mit einem neuen Kollegen gut zu verstehen und das sollte sich gleich bezahlt machen. Im Lager am sortieren der Bandagen fand sie Edi schliesslich. „Edi ich hab da eine Frage. Könnte ich morgen Abend die Schicht mit dir wechseln. Ich mach dafür auch etwas für dich.“ Er sah sie entgeistert an: „Ich Nachtschicht. Aber da bin ich ja grössten Teils mit den Patienten alleine.“ „Eh, ja und wo ist da das Problem.“ Er lehnte sich zu ihr rüber. „Ich habe angst im Finstern.“ (Oh mein Gott und so was ist Arzt.)
„Im Krankenhaus ist es ja hell also tust du mir den Gefallen? Ich helfe dir dafür wieder beim nächsten Patienten.“ Dieses Angebot konnte Dr. Lopez nicht ausschlagen den er war immer noch sehr unsicher und vor allem machte ihm nicht nur die Dunkelheit angst sondern auch Dr. Meiers Ruf. Er nickte und Gretchen gab ihm einen kurzen Kuss auf die Wange. Sie huschte schnell in den Umkleideraum und zog sich um. Edi hingegen hielt sich noch Minuten später fasziniert die Wange.



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12.03.2009 15:41
#22 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten
Mit dem Einkaufswagen bewaffnet ging Gretchen durch den Lebensmittelladen. Da ihre Mutter normalerweise dafür zuständig war musste sie alles suchen vom kleinsten bis zum Grössten.
Nach langem suchen fand sie dann endlich die Milchabteilung. Nur der gewünschte Käse lag im obersten Regal und um da ran zu kommen musste sie wohl oder übel klettern. Sie stand auf ein Brett das eigentlich dafür gemacht war drauf zu stehen. Nur leider nicht für Stöckelschuhe. Kaum hatte sie den Käse in der Hand, verlor sie auch schon das Gleichgewicht. Alles rudern mit den Armen brachte nichts mehr. „Scheisse!“ Schrie sie noch während dem sie fiel. Doch zu ihrem Erstaunen fing sie jemand auf. Und diesen jemand kannte sie mehr als gut. „Sag mal gehst du immer so hoch hinaus?“ Marc hatte sie gerade noch im richtigen Moment aufgefallen und sie lag in seinen Armen. Ihr war das ganze schon wieder dermassen peinlich. „Normalerweise nicht. Danke fürs retten.“ Nach dem er sie immer noch in seinen Armen hielt und keine anstallten machte sie runter zu lassen, räusperte sie sich kurz: „Marc, ich glaub du kannst mich dann wieder runter lassen.“ „Oh, ja. Entschuldige.“ Er setzte sie auf den Boden ab und sie zog sich ihre Kleider wieder an Ort und stelle. (Gott sei dank ist im Moment nicht viel los. Und uns hat niemand gesehen.)
Sie warf den Käse in ihren Wagen und schaute dann in den ihres Chefs. „Warum bist du eigentlich genau hier einkaufen gegangen. Es ist doch noch ein dutzend andere die näher lagen.“ Er fuhr sich kurz durch die Haare und lächelte sie verschmitzt an. „Die haben hier halt das beste Sortiment.“
„Aha.“ sagte sie kurz und dreht sich um. So ganz zufällig war Marc tatsächlich nicht in diesem Laden gelandet. Aber das konnte er Gretchen unmöglich sagen. Mit einem gewissen Abstand folgte er ihr und packte ebenfalls fleissig ein paar Sachen in seinen Wagen.
Die Assistenzärztin wunderte sich immer mehr als sie ihrem Oberarzt häufiger als ihr lieb war über den weg lief. Kurz vor der Kasse fing sie wieder ein Gespräch mit ihm an. „Finde ja schon erstaunlich dass du selber einkaufen gehst. Aber noch erstaunlicher ist das du tatsächlich keine einzige Tiefkühlpizza oder Mikrowellen Nudeln in deinem Wagen hast.“ Er musste lachen. „Hast du geglaubt ich kann nicht kochen?“ Etwas verschmitzt gab sie zu das sie tatsächlich der Meinung war das er nichts ausser einem Spiegelei machen könnte. „Was hältst du davon wenn ich dir bei Gelegenheit mal beweise dass ich sogar ein sehr guter Koch bin?“ Jetzt erst wurde Marc klar, dass es ja gar nicht ginge. Da Gabi sich in seiner Wohnung festgesessen hatte. Und die würde wohl kaum zu lassen das er mit Gretchen zusammen einen schönen Abend hatte. Darum ergänzte er schnell: „Oh, Tschuldige ganz vergessen meine Küche wird ja renoviert.“ Sein gegenüber sah ihn an entgegnete: „Die Renovation heisst Gabi, stimmt’s?“ (Phu, könnte ihr tatsächlich dafür dankbar sein. Denn so muss ich nicht nein sagen.) Sie ergänzte noch: „Schade wäre sicher schön geworden. Kann man aber nichts machen. Kannst ja schlecht bei mir zu Hause kochen.“
Sein Gesicht erhellte sich und er grinste sie an: „Das ist die Idee. Deine Mutter ist ja im Moment so oder so nicht zu Hause und der Professor hat in einer Woche eine Tagung. Also perfekt um dich zu bekochen.“ (Warum konnte ich nicht einfach meine klappe halten. Da komm ich doch nie mehr raus. Und was erzähl ich Felix?) Schnell sagte sie: „Das geht nicht. Ich hab dann eine Verabredung.“ (Ich werde immer besser im Lügen.) „Du weißt jetzt schon dass du in einer Woche eine Verabredung hast? Respekt. Weißt du was nimm doch deinen Felix gleich mit. Kein Problem.“
(So jetzt sind mir die Argumente ausgegangen.) Zögernde schlug sie in Marcs Hand und lächelte ihn gequält an. Mit Felix konnte Marc zwar nichts anfangen an diesem Abend. Aber er hatte schon so eine Idee wie er den los werden würde.



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12.03.2009 18:11
#23 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Nach dem Einkaufen fuhr sie schnell nach Hause und verräumte die Sachen. Sie beschloss sich noch einwenig hinzulegen bevor ihre nächste Schicht anfing.
Etwas verschlafen stand sie dann ein paar Stunden später vor dem Büro ihres Chefs. (Was will er wohl noch besprechen. Und wie überzeuge ich ihn davon dass die Idee mit dem Kochen nicht gut ist.) Sie klopfte an und wurde herein geben. „Bitte setz dich doch.“ Sagte Marc zu ihr als sie die Türe hinter sich geschlossen hatte. Kaum hatte sie sich gesetzt fing er auch schon an. „Ich musste soeben aus dem Dienstplan erfahren dass du deinen Dienst für morgen Abend getauscht hast. (Na und. Hat er ja auch schon.) Das geht nicht. Dr. Lopez ist noch zu unerfahren das man ihn auf eine Nachtschicht los lassen könnte.“ (He!) Gretchen verstand überhaupt nichts mehr. Sie konnte vom ersten Tag an Nachtschichten schieben und bei Edi ging das plötzlich nicht. Sie bestand auf einer Erklärung und die bekam sie auch. „Himmel, du hast diesen Lopez doch gesehen. Der hatte schon bei einem einfachen Gips ein Problem. Und dann willst du den zusammen mit Sabine auf die Patienten loslassen.“ Recht hatte er ja, aber sie wollte sich doch einen schönen Abend mit Felix machen und eventuell da weiter machen wo sie auf Mallorca aufgehört hatten.
Zähne knirschend gab sie sich dann einverstanden, den Dienst wieder zurück zu tauschen.
Marc war zu frieden, er wusste doch genau das Gretchen sich Sorgen um die Patienten machen würde. Darauf hin nahm er noch die Patientenakten raus und ging die kurz mit Gretchen durch.
„Dann hätten wir ja jetzt alles. Ich geh dann wieder ins Stationszimmer.“ Die Assistenzärztin stand auf und ging ins Stationszimmer. Dort suchte sie erstmal ihr Handy und versuchte Felix anzurufen doch es kam nur die Mailbox. „Mist. Oh Tschuldigung. Gretchen hier. Ich wollte dir nur sagen dass ich morgen Abend Nachtschicht habe. Eh, Tschüss.“
Sie klappte ihr Handy zu und liess sich auf einen Stuhl fallen. (Warum muss so was immer mir passieren. Das morgen hätte so schön werden können. Aber nein. Der Job geht vor.)



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13.03.2009 07:56
#24 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Die Nachtschicht verlief relativ ruhig am Anfang was Gretchen irgendwie sauer machte. Denn wenn die nächste Nacht auch so verlaufen würde dann hätte das auch Edi geschafft. Und zu alle dem hatte sich Felix noch nicht einmal gemeldet. (Vielleicht ist er ja beleidigt weil ich keine Zeit habe.)
Sie war schon fast eingeschlafen vor lauter Langeweile da wurde sie durch ihren Pieper geweckt.
Oberarzt wie Assistenzärztin rennen in die Notaufnahme und das bild das sich ihnen zeigt ist schrecklich. Ein Betrunkener wurde auf der Strasse angefahren. Aufgrund des Alkoholpegels ist seine Situation noch gravierender. Nach der Tomografie und dem Röntgen gehen sie mit dem Mann sofort in den OP. Nach einer 3 Stündigen OP haben sie es zwar geschafft sämtliche Blutungen zu stillen und die Milz zu verkapseln jedoch ist unklar ob es das Unfallopfer schafft. Erschöpft kommen beide Ärzte aus dem Operationssaal. „Glaubst du er schafft es.“ Marc erinnert das ganze an seinen eigenen Unfall und es stimmt ihn nachdenklich. Er zuckt mit den Schultern. „Die Zeit wird’s zeigen.“ Schweigend gehen sie sich umziehen. Danach setzen sie sich auf das Sofa im Bereitschaftszimmer. (Nur noch 2 Stunden dann ist diese Schicht vorüber) Jeder der beiden sitzt in einer anderen Ecke der Couch. Nachdem sie sämtliche Zeitschriften schon fast auswendig kann, fragt sie Marc ob er ihr die Fernbedienung für den Fernseher geben könnte.
Er reichte sie ihr und sie schaltete an. Schon nachwenigen Minuten langweiliges Nachtprogramm wurden ihre Augen immer schwerer und schliesslich schlief sein. Dabei rutschte ihr Kopf nach links. Marc beobachtete sie eine Weile und sagte dann leise. „Das kann doch nicht bequem sein.“
Er rutsche näher ans sie heran und zog sie ganz runter. So das ihr Kopf auf seinem Schoss zum liegen kam. Ihr so nahe zu sein war ein seltsames Gefühl. Es machte ihm so was wie Gänsehaut.
Da auch Marc übermüdet war, ging es nicht lange und er schlief ein.
Nach mehr als 2 Stunden kam dann eine Krankenschwester in den Raum und wollte nur etwas aufräumen als sie die beiden Ärzte da so schlafen sah. Sie musste kichern. Es sah einfach zu niedlich. Aus versehen stiess sie einen Stapel Zeitungen um. Schnell machte sie sich wieder aus dem Staub. Sie kannte Dr. Meiers launen und wollte nicht schon am frühen morgen zusammen geschissen werden.
Allmählich wurden die beiden Wach. Gretchen war etwas irritiert über ihre Schlafposition. Und sah verwundert zu Marc hoch. Der streckte seine Arme zur Seite und gähnte: „Morgen.“
Sie rappelte sich auf. „Hab ich etwa die ganze zeit so an dir geschlafen?“ Er grinste sie an. „Nicht immer ab und zu hast du auch was gestöhnt. Aber das konnte ich nicht recht verstehen.“ (Oh Gott. Was hab ich den geträumt. Hoffentlich hab ich wenigsten Felix gestöhnt.) „Es klang irgendwie nach Ma… aber dann hast du so genuschelt.“ (Oh Nein, ich hab Marc gestöhnt. Kann es noch schlimmer kommen.) Sie stand auf und verliess fluchtartig den Bereitschaftsraum mit den Worten: „Ich seh dann noch mal nach dem Unfallopfer.“ Der Oberarzt konnte sein grinsen gar nicht mehr abschrauben. Er hatte ja selbst geschlafen wie sollte er Gretchen gehört haben. Aber anscheinend hatte sie tatsächlich von ihm geträumt sonst wäre sie nicht so fluchtartig davon gerannt.



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Gretchen81 Offline

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13.03.2009 08:48
#25 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

5. Kapitel: Felix ist da

Sie ging nicht mehr zum Patienten sondern auf dem schnellsten Weg nach Hause. Sie hatte nur noch wenige Stunden dann würde die nächste Schicht starten.
Am Mittag war sie dann wieder in der Klinik. Zwar nicht wirklich ausgeruht aber wenigstens frisch geduscht. Als sie Marcs grinsen schon von weitem sah wollte sie eigentlich nur noch weg. Doch sie konnte nicht da die Mittagsvisite anstand. Auch Edi grinste sie an. (Was hab ich dem bei dem Verbrochen das der mich so anstrahlt.) Beim Weg von einem Zimmer zum andern Fragte sie dann ihren jungen Kollegen. Der grinste sie an. „Wollte nur fragen ob das mit dem Gefallen immer noch gilt ob wohl wir die Schichten jetzt nicht getauscht haben?“ Gretchen seufzte beim Gedanken daran dass sie heute Abend arbeiten musste statt mit Felix zusammen zu sein. „Warum sollte das noch gelten. Du kannst mir ja auch nicht helfen.“ Schnauzte sie Dr. Lopez an. Der machte daraufhin ein trauriges Gesicht. Der Oberarzt jedoch war immer noch bester Laune.
Denn es war der erste Morgen seit langem an dem er Gabi nicht über den Weggelaufen war. Als er zu Hause angekommen war. War sie bereits verschwunden und hatte tatsächlich vor her noch aufgeräumt. Als die Visite vorüber war ging Gretchen zurück ins Stationszimmer um noch mal nach zusehen ob Felix vielleicht doch geschrieben oder angerufen hätte. Gedanken verloren sah sie auf ihr Handy als eine Männerstimme sie aus den Gedanken riss. „Warum kuckst du auf dein Telefon. Ich bin doch hier.“ Sie glaubte zu träumen doch als sie auf sah stand wirklich Felix vor ihr.
Ihre Knie wurden weich als sie in seine blauen Augen sah. Sie wusste nicht recht wie sie ihn begrüssen sollte. Denn eigentlich hatten sie sich bis jetzt erst einmal geküsst und sonst nur immer geredet. Diese Entscheidung nahm ihr Felix ab. Er zog sie zu sich ran und küsste sie lange und intensiv. Der Oberarzt der noch ein paar Unterlagen zurück bringen wollte konnte es nicht fassen was sich gerade vor ihm abspielte. Da Stand er also dieser Felix und er küsste gerade sein Gretchen. Und diese schien das auch noch sichtlich zu geniesen. Er hatte so gehofft das dieser Typ ein schmalbrüstiges etwas wäre wie dieser Günni auf dem Golfplatz. Aber nichts da. Der Mann war so gross wie er und durchtrainiert. Definitiv war das eine ernst zunehmende Konkurrenz in jeder Hinsicht.



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