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 Pausierende und abgebrochene Fortsetzungen!
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Gretchen81 Offline

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17.03.2009 14:45
#51 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Die junge Ärztin sah ihrem Vater nur entsetzt nach. Wie konnte er nur sie und Marc als eingespieltes Team, ja sogar als Vorbild ansehen. (Schöne Vorbilder sind wir.) Der Oberarzt zupfte sie an der Jacke. „Kommst du, oder willst du weiter von deinem Millionensöhnchen träumen.“ Sie sah ihn trotzig an: „Weisst du was, wenn ich vor die Wahl gestellt werde beaufsichtigen von Durchgeknallten Zivis und Praktikanten und dann noch du dazu, dann entscheide ich mich eindeutig für die Tagträume mit Felix als Hauptdarsteller. Du kannst dir gar nicht vorstellen wie zärtlich und liebevoll er ist.“ Er schüttelte nur den Kopf und ging wortlos davon. Sie verfluchte noch mal kurz ihren Vater und folgte dann ihrem Oberarzt in den Saal der Neben dem Krankenhaus lag. Er gehörte einer Privatperson der diesen ab und an auch an das Krankenhaus vermietete. Als sie endlich ankamen waren die Aufbau und Dekorationsarbeiten bereits im vollen Gange. Die Bühne Stand und die Tische waren bereits aufgereiht.
„Und was sollen wir da bitte noch machen. Es steht ja schon alles.“ Fragte sich der Oberarzt laut, seine Assistenzärztin verdrehte die Augen. „Wie wäre es mit Dekoration. Was ich gehört habe gibt es noch eine Lounge mit Sofa und so weiter. Das fehlt also auch noch. Und natürlich der Baum.“ Jochen der ebenfalls zum Dekorieren verdammt wurde sah seine Schwester und Marc. Er ging grinsend auf sie zu. „Na, mal wieder zusammen kochen?“ Marc verstand nicht was er mit dieser Frage anfangen sollte und Gretchen drohte ihrem Bruder: „Hältst du bitte die Klappe! Da du ja anscheinend nichts zu tun hast kannst du dich um den Weihnachtsbaum kümmern.“ Er schnitt eine Grimasse und verzog sich nach draussen um den Baum zu holen.
„Und was machen wir jetzt. Du willst doch nicht ernsthaft dass ich anfange zu dekorieren. Seh ich aus wie eine Tunte.“ „Ach, wirklich. Ich dachte du hättest eine feminine Seite. Da sie deine Mutter anscheinend nicht hat.“ Er sah sie wütend an. „Hei, wie wäre es wenn du deinen Arsch mal bewegen würdest. Die Sofas müssen auch noch aus dem Keller geholt werden. Sie sah ihn ungläubig an. „Ich soll mit dir Sofas aus dem Keller hoch schleppen?“ Er grinste sie böse an: „Wer grosse Reden schwingen kann, der kann auch schleppen.“



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Gretchen81 Offline

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17.03.2009 15:09
#52 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Im hinteren Bereich des Saals war ein grosser Warenaufzug der direkt in den Keller führte. Als Gretchen aber daran vorbei zur Treppe ging hielt er sie auf: „Hast du echt geglaubt das wir die Dinger tragen müssen. Wir nehmen den Lift.“ Sie schüttelte den Kopf: „Du glaubst doch nicht ernsthaft ich steig mit dir in dieses Ungetüm. Nein danke.“ Er nahm den Aufzug und sie die Treppe. Unten angekommen suchten beide als erstes die Ledersofas die schon letztes Jahr gebraucht wurden. In einer verstaubten Ecke fanden sie diese dann auch in Plastik eingepackt damit ihnen nichts passieren konnte. Plötzlich sprang eine Maus zwischen den Sofas hervor. Gretchen stiess einen Schrei aus und klammerte sich an Marc. Der genoss es sichtlich. Schnell löste sie sich wieder. „Die kleine Maus hat mehr angst vor dir als du vor ihr. Also stell dich nicht so. Hilf mir besser schieben. Die Polstergarnitur hat nämlich rollen.“
Zögerlich machte sie sich daran das Ungetüm Richtung Fahrstuhl zu schieben. Immer wieder schaute sie sich um und versuchte im halbdunkel die Maus zu entdecken. Doch diese liess sich erstmal nicht mehr blicken.



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Gretchen81 Offline

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17.03.2009 15:29
#53 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten
Als sie alles im Aufzug hatten wollte sie wieder raus und die Treppe nehmen. Nur dumm das Marc schneller war und die Türe schon wieder geschlossen hatte bevor sie raus konnte. Da war sie also mit ihm mal wieder alleine. Und ihr schoss schon wieder die Erinnerungen durch den Kopf. Wie sie sich immer näher kommen und küssen, wie sie ihm die Hose öffnet. (Nein, weg damit sofort. Ich denke nicht daran. Es ist vergangen und ein einmaliger Fehltritt. Ich heirate einen anderen Mann.)
Doch die Erinnerung ging nicht weg, das erste was weg ging war der Strom für den Aufzug.
Der Elektriker war oben im Saal gerade dabei die Beleuchtung und die Musikanlage mit dem Stromnetz zu verknüpfen als er aus versehen einen Kurzschluss im Sicherungskasten auslöste.
Gretchen schrie wie am Spiess als der Lift anhielt und das Licht ausfiel.
Marc der am anderen Ende des grossen Aufzugsstand macht sich sorgen: „Gretchen geht’s dir gut?“ Ihre nerven lagen blank und sie schrie ihn an: „Du fragst ob alles in Ordnung ist!?! Ich wollte ja nicht mit diesem Mistding fahren! Nichts ist in Ordnung. Verdammt noch mal.“ Marc suchte sein Feuerzeug und hoffte damit einwenig Licht ins Dunkel zu bringen. Er arbeitete sich durch die Sofas durch und setzte sich zu Gretchen die inzwischen an der Wand zu Boden gesunken war.
„Beruhig dich, ich bin ja da. Die schalten den Strom sicher gleich wieder an.“ Sie wollte sich aber nicht beruhigen. „Ja, du bist da. Wie du immer da bist, wenn ich alleine bin. Genau wie diese verfluchte Erinnerung an den Abend bei mir zu Hause.“ Das Feuerzeug wurde langsam heiss und so musste er es kurz ausschalten. „Ich dachte es war so schlecht dass man sich nicht daran erinnern braucht.“ Er musste schmunzeln als er an ihren Auftritt in seinem Büro dachte.
„Es war das Beste was mir je passiert war.“ Sagte sie leise und verbarg ihr Gesicht zwischen den Händen. „Dito“ sagte er genau so leise wie sie. „Was?“ Er schluckte und setzte an zu einem Geständnis: „Gretchen, du bist für mich keine Nummer.“ Sie konnte und wollte es nicht glauben. „Dann war ich halt ein Kreuzchen auf deiner Liste. Ich habe es aufgegeben dir immer nach zu trauern. Werde Felix heiraten und eine Familie gründen. Irgendwann wird ich uns schon vergessen haben. Und dann endlich glücklich sein.“ Er glaubte sich verhört zu haben. „Moment mal noch mal zum Mitschreiben, du warst und wirst für mich nicht irgendeine sein. Und wie war das noch mal, du willst diesen Juppie heiraten?“ Sie antwortete mit fast schon weinerlicher Stimme: „Er hat mich gestern gefragt und ich hab ja gesagt.“ Er drehte sich zu ihr um so dass er im Halbdunkel in ihr Gesicht sah. „Warum sagst du ja, wenn du ihn gar nicht liebst?“ Sie schloss die Augen und hoffte dass ihre Tränen nicht zu sehen waren. „Wer sagt dass ich ihn nicht liebe?“ Er konnte nicht anders, als diese Frage mit einem Kuss zu beantworten. Er nahm ihren Kopf in seine Hände und küsste sie zärtlich. Danach sagte er: „Weil ich weiss, dass du mich liebst.“
Endlich hatte der Elektriker den Sicherungskasten repariert und stellte den Strom wieder an. Der Warenaufzug setzte sich wieder in Bewegung, nur das Licht flackerte noch eine weile nach.
Als die junge Ärztin dies bemerkte Stand sie schnell auf, richtete ihre Kleider und wischte sich ihre Träne weg. Bevor die Türen sich öffnete wollte Marc sie nochmals auf die vergangen paar Minuten ansprechen, doch sie blockte ab. „Extrem Situationen führen zu Extremen Reaktionen. Und gelten nicht.“ Mit diesen Worten stieg sie aus.



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Gretchen81 Offline

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17.03.2009 18:47
#54 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

9. Kapitel: Weihnachtsfeier

Marc stand einfach nur da und fühlte sich geohrfeigt. Er hatte ihr gesagt dass sie für ihn mehr als alles andere war und sie geküsst. Und was machte sie. Sie ging einfach und erklärte das alles als nicht passiert. Seine geduld war am Ende. Er wollte sie am liebsten Schütteln bis sie ihm sagte dass er Recht hatte und nur ihn wollte. Da er das aber schlecht machen konnte, zog er es vor sie halt mit anderen Mitteln dazu zubringen. Gretchen griff sich Jochen der mit seiner Arbeit schon fertig war und lieber den anderen bei der Arbeit zusah. „Die Sofas sind da drüben. Du wirst persönlich dafür sorgen das hier alles in einer Stunde picobello ist.“ Dann ging sie Richtung Ausgang. „Und was machst du?“ Rief er ihr nach. Doch sie gab ihm keine Antwort. „Sag doch gleich dass du deine Tage hast. Dann kann man dir wenigstens aus dem Weg gehen.“ Doch das hatte sie gar nicht mehr gehört. Sie war nach draussen nahe zu gerannt und musste erst einmal verschnaufen. Beim Fahrradständer fiel ihr erst auf das sie ja mit Felix gefahren war und gar nicht mit dem Rad. Fürs Taxi hatte sie kein Geld also nahm sie den Bus.

Zu Hause angekommen rannte sie auf ihr Zimmer. Dabei übersah sie die Koffer die im Flur standen. Bärbel die gerade erst angekommen war, sah verwundert aus der Küche raus: „Da war doch jemand.“ Als sie dann laute Musik (http://www.youtube.com/watch?v=jE6e-NaRo9Q&feature=related) hörte aus dem Zimmer ihrer Tochter, wusste sie dann wirklich dass jemand nach Hause gekommen war. Sie wollte rauf gehen und sie begrüssen. Aber sie beschloss zu warten bis sie von alleine wieder runter kam. Sie wusste noch zu gut was die laute Rockmusik zu bedeuten hatte. Denn jedes Mal wenn Gretchen als Teenager nach Hause kam, die Türen knallte und die Musik laut aufdrehte war Marc Meier der Grund. Also würde das auch jetzt der Grund sein, dachte sie sich.



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Gretchen81 Offline

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17.03.2009 19:32
#55 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Gretchen war durcheinander. Schon wieder war sie Marc so nah gewesen. Sie nahm ihr Tagebuch.

Warum muss ich immer wieder mit Marc alleine sein und warum muss er immer dann solche Sachen zu mir sagen die mich durcheinander bringen? Noch vor ein paar Stunden war ich mir absolut sicher das die Hochzeit mit Felix richtig ist. Bis mir Marc gestand dass ich keine Nummer für ihn war. Und auch nie sein werde. Was soll ich davon halten? Und dann noch dieser Kuss und er meinte das ich Felix gar nicht liebe sondern ihn. Hat er vielleicht einfach nur angst er könnte endgültig verloren haben weil ich JA zu Felix gesagt habe? Mir ist zum heulen. In einer Stunde soll ich strahlen und freundlich lächeln auf der Weihnachtsfeier.
Wie soll ich das bitte anstellen. Zu alle dem wird Felix dann mit Sicherheit meinen Vater um meine Hand bitten. Dabei weiss ich momentan noch nicht einmal mehr ob ich nochmals ja sagen würde.
Werde mich jetzt für diese hochgestochene Feier zurecht machen und hoffen das alles schnell vorbei ist.


Sie schaltete ihren CD Player wieder an und hörte weiter in einer Ohrenbetäubenden Lautstärke.
In der Hoffnung das es ihre Gedanken über klingen könnte.
(http://www.youtube.com/watch?v=K3ORuIBjjBU&feature=channel)



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Gretchen81 Offline

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18.03.2009 08:27
#56 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Gretchen geht ins Badezimmer und will unter die Dusche. Bärbel macht sich so langsam sorgen und sie geht nach oben. Im Badezimmer findet sie ihre Tochter. „Kind, was ist den los? Einen solchen krach hast du zum letzten Mal vor 10 Jahren gehört.“ Die junge Frau erschrickt fürchterlich als ihre Mutter die Hand auf ihre Schulter legt. „Mutti, was machst du den hier?“
Sie lächelt ihr Tochter an: „Das Frag ich mich auch. Ich komme wieder zurück und keiner Begrüsst mich.“ Gretchen nimmt ihre Mutter in den Arm und Bärbel fragt nochmals nach: „Was ist den jetzt passiert? Was hat Dr. Meier angestellt?“ Sie gehen zusammen in Gretchens Zimmer zurück und drehen die Musik ab. „Wie kommst du darauf dass etwas mit Marc ist?“ Ihre Mutter streicht ihr durchs Haar. „Mutter Instinkt. Nun erzähl.“ (Ich kann ihr doch jetzt nicht die Wahrheit sagen, sie würde mich umbringen. Obwohl das sehr verlockend klingt. Wäre damit alle Probleme los.) Also fing sie leise an zu erzählen, von Mallorca und Felix und schliesslich auch von dem Abend mit Marc. „Und vorhin hat mir Marc gesagt dass ich für ihn mehr war als eine Nummer. Mutti was soll ich jetzt tun. Felix wird heute sehr wahrscheinlich Papa um meine Hand bitten. Ich kann doch nicht einfach so tun als wäre nichts gewesen.“ Sie nahm ihre Tochter in den Arm: „Jeder macht Fehler und wahre Grösse ist es auch die Fehler des anderen zu akzeptieren.“ Gretchen sah ihre Mutter fragend an: „Heisst das ich soll Felix alles erzählen und hoffen das er mir verzeiht.“ Bärbel strich ihr über die Wange: „Vielleicht oder vielleicht solltest du jemand anderem verzeihen und auf dein Herz hören. Und jetzt zieh dir was Hübsches an. Wir wollen doch nicht zu spät kommen.“ (Tolle Antwort mit der kann ich auch nichts kaufen. Und in einer viertel Stunde kommt Felix und holt mich, pardon uns ab.) Sie verfluchte ihre Situation und griff sich ihr Kleider das sie raus gehängte hatte. Das schlichte schwarze Kleid das nur durch ein paar dezente Glitter Effekte raus stach gefiel ihr zwar inzwischen nicht mehr so. Aber auf die schnelle hatte sie nichts anderes zum anziehen.



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18.03.2009 08:56
#57 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Felix war überrascht Frau Haase an der Türe zu sehen und er liess sich nicht nehmen ihr gleich ein Kompliment zu machen: „Sie sehen richtig erholt und braungebrannt aus. Es freut mich sie kennen zu lernen.“ Bärbel musste schmunzeln. „Meine Tochter hat mir zwar von ihnen erzählt aber dass sie auch noch ein Charmeur sind, hat sie mir verschwiegen. Ich will ihnen nur eins sagen, bevor meine Tochter kommt, ich finde es schön das sie heiraten wollen. Aber vielleicht sollten sie sich doch etwas mehr zeit lassen.“ Felix verstand nicht recht was sie damit meinte und fragte nach.
„Nicht das ich sie nicht nett finde. Vor ein paar Wochen hätte ich auch sofort die Hochzeit organisiert. Aber inzwischen denke ich da einwenig anders. Verstehen sie Margarethe hat schon eine Menge dinge durch gemacht und ich möchte nicht das sie einen Fehler macht den sie nachher bereut.“ Er brachte nur ein zögerliches Okay raus und fand es sei besser dieser Frau einwenig aus dem Weg zu gehen. Als er Gretchen die Treppe runter gehen sah, war so oder so alles um ihn rum vergessen. Sie hatte einen Knielangen schwarzen Rock und ein Schwarzes Oberteil das leicht glitzerte mit einem Waffenscheinpflichtigen Ausschnitt. Er bot ihr den Arm an und führte sie nach draussen zum Wagen. Bärbel schloss schnell das Haus ab und folgte ihnen. Sie setzte sich nach hinten und schwieg während der ganzen Fahrt.
Beim Krankenhaus angekommen liess Felix die Frauen schon einmal aussteigen: „Ich suche noch schnell einen Parkplatz. Geht schon mal vor.“
Die beiden Frauen verabschiedeten sich und gingen nach drinnen.



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Gretchen81 Offline

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18.03.2009 11:42
#58 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Marc war schon etwas früher da gewesen. Er wirkte nervös und hatte sein Jackett schon verworfen. So stand er mit seinen schwarzen Hosen, dem weissen Hemd und seiner schwarzen schmalen Krawatte im Lounge bereich und hielt Ausschau nach einer ganz speziellen Ärztin.
Diese kam dann auch wirklich rein nur zu seinem erstaunen mit ihrer Mutter zusammen. Franz stürmte auf die beiden zu und umarmte seine Frau erstmal. Bärbel stiess ihn sanft von sich und meinte: „Franz bitte nicht so stürmisch. Ich bin zwar wieder zurück das heisst aber nicht das ich vergessen habe.“ Er begriff was sie damit meinte und zog die beiden Frauen zu den anderen Gästen. Was Gretchen unangenehm war sie wurde direkt von ihrer Mutter neben ihren Oberarzt geschupst. Sie versuchte ihn nicht anzusehen. Was ihr aber nicht wirklich gelang, als sie dann auch noch von ihrem Vater gelobt wurden für die schöne Dekoration, wollte sie nur noch weg. „Papa, mir war nicht so gut, darum bin ich früher gegangen das war nicht mein Werk. Marc und Jochen haben das alles gemacht.“ Franz lächelte sie an: „Kälbchen, sei doch nicht immer so schüchtern. Kannst ruhig auch mal gelobt werden, stimmts nicht Dr. Meier?“ Der hatte die ganze Zeit nicht wirklich zugehört und nur Gedankenverloren Gretchen angesehen. „Dr. Meier denken sie nicht auch das Gretchen sich auch mal ein Lob verdient hat?“ Marc nickte nur. Frau Haase fiel unterdessen der Mistelzweig auf der über ihren Köpfen hing. „Ach, wie schön. Sogar an den Mistelzweig habt ihr Gedacht.“ Marc und Gretchen sahen gleichzeitig nach oben. Er wusste das es nun seine Chance war. Er zog sie näher an sich und gab ihr einen Kuss. (Ich hasse meine Mutter)



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Gretchen81 Offline

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18.03.2009 15:03
#59 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Just in dem Moment kam Felix rein. Er dachte zuerst er hätte sich versehen als er Gretchen küssend mit ihrem Chef sah. Das fand er überhaupt nicht witzig und so machte er sich mit schnellen Schritten auf zwischen die beiden zu gehen. „Guten Abend.“ Dabei verschränkte er die Arme und sah die beiden an. „Oh je“ stöhnte Bärbel kurz. Sie wollte gerade sagen das sie sich doch nur geküsst haben wegen dem der Tradition. Doch Franz merkte schnell das sie das jetzt nichts anging und er seine Frau besser aus der Schusszone nahm. Um vom bevorstehenden Tumult abzulenken räusperte er sich kurz und bat seine Kollegen von der Lounge doch bitte in den angrenzenden Saal zu wechseln. Diese folgten ihm zwar, drehten sich aber immer wieder um umzusehen was dahinten vor sich ging und tuschelten.
Gretchen stand zwischen den beiden Männern Physisch wie Psychisch. Sie versuchte zu schlichten in dem Sie wiederholte was ihre Mutter sagte: „Das war nur wegen dem Zweig da oben. Du kennst doch bestimmt diese Dumme Tradition.“ Doch die Männer sahen sich böse an und Gretchen befürchtete schon das sie auf einander losgehen würden wie zwei ausgehungerte Wölfe. Und tatsächlich fing das Wort Gefecht auch schon an und Felix machte seinem ärger als erster Luft. „Von wegen Tradition, ich seh doch die ganze Zeit wie sie sich verhalten. Eifersüchtig ohne Ende. Sie können es wohl nicht ertragen wenn eine Frau nichts von ihnen will.“ Marc fühlte sich provoziert. „Ach, ja wirklich...“ (Nein, bitte tus nicht.) Die Assistenzärztin wusste was ihr Chef da gerade sagen will darum ging sie dazwischen und versuchte die beiden sofort zu trennen. „Marc, es ist gut. Komm Felix wir gehen besser an einen anderen Ort.“ Sie wurde von beiden Männern zur Seite geschupst. „Nein, nichts ist gut. Du glaubst also weil du Kohle ohne Ende hast und nie wirklich arbeiten musstest, das du darum einfach so zwischen uns trampeln könntest? Vergiss es.“
Felix ballte seine Fäuste bereits: „Wir lieben uns und das hat nichts mit meinen Eltern zu tun. Sie hätten sich früher entscheiden sollen. Jetzt ist es zu spät.“ „Du liebst sie vielleicht. Aber sie dich nicht.“ (Oh, nein, ich hörs schon grollen. Als nächstes bindet Marc dem auch noch auf die Nase das wir miteinander geschlafen haben.) „Woher wollen sie das wissen. Wir wollen zusammen ziehen und heiraten.“ Gretchen lief schon mal rückwärts weil sie wusste was Marc jetzt tat. „Woher ich das weiss. Weil ich sie besser kenne als jeder andere. Und sie liebt mich. Sonst hätte sie nicht mit mir geschlafen.“ Felix sah zu erst zu Marc dann zu Gretchen die verzweifelt versuchte die Fassung zu wahren. Inzwischen waren die Männer so laut das man im Saal jedes Wort verstehen konnte. „Das glaub ich jetzt nicht. Er lügt doch oder?“ Die Ärztin flüsterte: „Er hat mit allem recht. Nicht nur das ich mit Marc geschlafen habe, sondern auch das ich ihn liebe.“ dann fing sie an zu weinen.
Marc wollte zu ihr doch er wurde von einem Rechten haken von Felix ausgeknockt.



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Gretchen81 Offline

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18.03.2009 20:19
#60 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Die meisten im Saal hatten den Streit gehört und so sahen sie Franz fragend an. Doch der fühlte sich überfordert. Er musste gerade mit anhören das sein bester Oberarzt anscheinend mit seiner Tochter geschlafen hatte und das auch noch während dem sie einen Freund hat und er verlobt.
Gabi konnte sich beinahe nicht mehr auf dem Stuhl halten. Als dann auch noch einige ihrer Kolleginnen sie anstachelten, stand sie wie der Blitz auf und rannte in die Lounge.
Dort hatte sich Marc wieder auf die Beine geschafft und erhob seine Fäuste. Felix spottet: „Anderen die Frau ausspannen aber noch nicht einmal ordentlich einstecken können.“ Marcs Nase hatte heftig gelitten vom ersten Schlag und einwenig Blut ran bereits runter. Doch er konnte es nicht einfach auf sich sitzen lassen. „Ach, du willst unbedingt zum Kiefer Orthopäden.“
Er holte aus und dieses Mal landete er einen voll treffen. Felix hält sich schmerzverzerrt das Gesicht. Nun artet es in einer richtigen Schlägerei aus. Gabi will dazwischen gehen und wird auch glatt von Felixs Faust getroffen. „Ihr habt sie doch nicht mehr alle. Bin ich Froh das ich mich nicht mehr mit dir Rum ärgern muss.“ Dann dreht sie sich zu Gretchen um die wie ein Häufchen Elend auf dem Sofa sitzt und heult. „Du kannst ihn haben. Ich hab für ihn alles gemacht. Überleg dir gut ob du den da überhaupt willst.“ Hoch erhobenen Hauptes stolziert sie nach draussen.
Bärbel kann sich das Geschrei von draussen nicht mehr mit anhören. Wenn ihr Mann das nicht beenden will dann würde sie es selber machen. Sie stand auf sah noch ein letztes Mal ihren Mann vorwurfsvoll an und ging dann nach draussen. Franz wollte sie noch aufhalten: „Aber Butterböhnchen du kannst doch nicht?“ Jetzt starrten alle ihn an. „Könnten wir dann bitte mal das Essen serviert haben.“ Bärbel sah in der Lounge schon die ganze Bescherung. Als erstes ging sie zu ihrer Tochter. „Ach, Kind. Glaub mir es ist das Beste wenn die Wahrheit ausgesprochen ist.“ Dann drehte sie sich zu den prügelnden Männer um: „Nur was machen wir jetzt mit euch.“ Sie sah die Sektkühler und hatte eine Idee. Den Sekt nahm sie aus den Kübeln und dann warf sie eine volle Ladung Eiswasser gegen Marc und Felix. Und es wirkte. Die beiden hörten auf der Stelle auf und fluchten über das kalte Nass. Bärbel backte Marc am Arm und stellte ihn zu Gretchen: „Ich glaube ihr zwei solltet dringend mal Reden.“ Dann ging sie auf Felix zu reichte ihm ein Taschentuch: „Wischen sie sich mal das Blut aus dem Gesicht junger Mann. Wir sollten besser mal an die frische Luft gehen.“
Im Freien holte sie erstmal Tief Luft und versuchte dann ihm begreiflich zu machen, dass er von Anfang an auf einem verlorenen Posten gestanden hat. „Ich hab es eigentlich immer gewusst. Das die zwei etwas verbindet. Und in den letzten Wochen hat sich das noch mehr heraus kristallisiert. Wenn ich von ihnen gewusst hätte, dann hätte ich ihnen das alles erzählt bevor es soweit gekommen wäre. Aber bitte seien sie Margarethe nicht böse, den ich glaube im Grunde ihres Herzens liebt sie auch sie. Nur eben nicht so wie ihre Jugendliebe.“



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19.03.2009 20:01
#61 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Marc wischte drinnen Gretchens verlaufene Wimperntusche weg. „Du siehst echt Scheisse aus.“ Er versuchte sie zum Lachen zu bringen. Sie sah hoch zu ihm „Das Kompliment geb ich gern zurück. Du blutest ja.“ Sie sah sich seine Hand und sein Nase an. „Wenigstens kann deine Nase nicht mehr schiefer werden.“ Sie mussten lachen und Marc hielt sich seine Rippen. „Au, verflucht.“
„Wir sollten wohl zuerst rüber mal deine Rippen ansehen.“ Sie half ihm hoch und gingen dann ins daneben liegende Krankenhaus. Dort war nur eine kleine Bereitschaftsgruppe im Einsatz und niemand bemerkte. „Mir geht’s gut. Glaub mir es ist nichts.“ Sie setzte sich zu ihm auf die Untersuchungsliege und schwieg einfach nur. Marc räusperte sich und versuchte mit ihr zu reden. „Gretchen, es tut mir leid wegen vor hin, ich wollte eigentlich nicht so reagieren. Aber ich kann nicht mit ansehen wie du einen Fehler machst.“ Sie sah ihn an. „Es ist mein Leben und wer sagt dir das ich Felix nicht genauso, wenn nicht mehr liebe als dich?“ „Weil ich dich kenne. Wie denkst du solls jetzt mit uns weiter gehen?“ Sie schluckte. „Ich brauche Zeit. Ich kann jetzt nicht einfach alles auf Null stellen und mich auf dich oder sonst wer einlassen.“ Er strich ihr eine Strähne aus der Stirne, nahm ihr Gesicht zwischen seine Hände und küsste sie sanft. Als er sich von ihr löste, sagte er das er ihr Zeit geben würde: „Aber lass es nicht zu lange sein.“
Dann ging er aus dem Untersuchungsraum und liess Gretchen alleine zurück.



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Gretchen81 Offline

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21.03.2009 18:57
#62 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten
10. Kapitel: Weiss man den immer was man wirklich will

Als Bärbel zurück an den Tisch ihres Mannes kam. Wurde über all getuschelt über die Vorkommnisse im Foyer. Franz hätte am liebsten seine Kollegen aufgefordert still zu sein. Aber sie hätten nicht auf ihn gehört und trotzdem weiter gemacht. So sass er einfach da und seine Laune fiel immer mehr ins Bodenlose. Seine Frau versuchte das Ruder rumzureissen in dem Sie auf die Bühne ging und das Mikrofon packte. „Das ist eine Weihnachtsfeier also lasst uns doch ein Weihnachtslied anklingen.“ Die Band, die den Abend musikalisch untermalen sollte, sah zwar etwas überrascht einander an, stimmten dann aber gerne in „Oh du Fröhliche“ mit ein.
Der Wein floss in Strömen und schon bald sprach niemand mehr von den Vorangegangen Ereignissen.

Gretchen liess sich zu Hause rückwärts auf ihr Bett fallen. Ihre Gedanken flogen um die Vergangen stunden. Und sie fragte sich ob es wohl richtig war, Felix zu gestehen dass ihr Herz immer noch für Marc schlug.
Felix ging durch seine neue Wohnung die er eigentlich zusammen mit Gretchen teilen wollte. Sie war die erste Frau in die er vom ersten Moment an verliebt war. Bis jetzt hatte er nicht an Liebe auf den ersten Blick geglaubt, doch sie hat ihn eines besseren Belernt. Und jetzt schien alles schon vorbei. Frau Haase hatte ihn nachdenklich gestimmt. Konnte es wirklich sein das Gretchen in ihm einfach nur einen Ersatz gesehen hat, für etwas das bis anhin unerreichbar schien? Je länger er darüber nachdachte desto sicherer wurde er sich, er würde nicht so einfach Aufgeben. Ja, sie hatte ihn betrogen auch wenn es ihn sehr wahrscheinlich in seinen Gedanken immer verfolgen würde. Er liebte sie mehr als jede andere zu Vor.
Auch Marc war endlich in seiner Wohnung angekommen. Er hoffte das die Zeit die er Gretchen gegeben hatte ihr auch wirklich Klarheit bringen würde. Denn lange würde er es so nicht mehr aus halten. Er hatte noch nie um eine Frau kämpfen müssen, denn es war in seinen Augen auch noch nie eine das ganze Wert und jetzt liess er sich auf eine Prügelei ein. Das was in seiner Brust so verzweifelt nach Liebe schrie, hätte er am liebsten erstickt. Warum hatte er plötzlich solche Gefühle. Okay, er hatte die eigentlich schon immer für sie, nur konnte er sie da immer gut verstecken und verdrängen. Doch jetzt schien es beinahe so dass sie nicht mehr versteckt bleiben wollten. Er hätte ihr vorhin nur zu gerne gesagt wie sehr er sie liebte. Doch er konnte es gerade noch so unterdrücken. Denn zum Trottel machen wollte sich ein Marc Meier nicht. Was wäre wenn sie sich gegen ihn entscheidet. Dann wäre er für ewig der jenige der „ich liebe dich“ gesagt hat. Und das wollte er mit Sicherheit nicht.



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22.03.2009 15:55
#63 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Die ganze Nacht war Gretchen hell wach. Sie konnte einfach nicht aufhören an Felix verletztes Gesicht zu denken als sie ihm gestand dass Marc Recht hatte. Sie war schon fast so weit ihn anzurufen und ihn zu Fragen wie es ihm ginge. (Spinne ich jetzt komplett? Ich kann ihn nicht mitten in der Nacht anrufen. Und was sollte ich ihm sagen. Es tut mir leid?) Statt zu telefonieren, holte sie ihr Tagebuch raus und wollte das Chaos in ihrem Kopf aufs Papier bringen. Beim durchblättern der vor angehenden Seiten. Fiel ihr etwas auf. Verzweifelt blätterte sie hin und her. Zwischen „Oh mein Gott ich hab mit Marc geschlafen“ und dem gestrigen Abend fehlte etwas. Ihre Tage hatte sie bis jetzt mit einem Sternchen über dem jeweiligen Datum gekennzeichnet aber da war nichts. Keine Markierung. Wieso war ihr das nicht aufgefallen. Sie hatte mit der einen Pillen Packung aufgehört und nach einer Woche mit der neuen begonnen. Vor lauter stress im Krankenhaus und in ihrem Liebesleben war ihr das gar nicht aufgefallen.

Nein, nicht auch noch das! Kein Kind, nicht jetzt. In ein paar Tagen ist Weihnachten und einen Monat später werde ich dreissig. Zusätzlich weiss ich noch nicht einmal was oder wenn ich wirklich will und jetzt soll da auch noch ein kleines etwas dazu kommen. Bravo Gretchen. Wie konnte das nur passieren. Scheisse, was hat Jochen gesagt. Oh nein, der Fleck auf dem Sofa. Und was war bei Felix. Ich kann mich noch nicht einmal mehr erinnern ob wir zusätzlich verhütet haben.
Könnte auf der Stelle einfach nur losheulen.


Noch verzweifelter als ohne hin schon schliesst sie die Augen und eine Träne nach der anderen rinnt an ihrer Wange runter.



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22.03.2009 20:20
#64 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Am nächsten morgen stand sie verkatert auf. Sie war tatsächlich noch für ein paar Stunden eingeschlafen. Als sie angezogen runter ging zum Frühstücken wurde sie da bereits von ihrer Mutter erwartet. Bärbel reichte ihr wortlos ihre heisse Schokolade und die Brötchen. (Warum sagt die den nichts? Früher hätte sie gleich auf dem letzten Abend rum geritten.) Irgendwann fand sie dann, dass sie das Schweigen brechen sollte. „Jetzt fang schon an. Du willst doch die ganze Zeit was sagen.“ Die ältere Frau zuckte mit den Schultern. „Was soll ich den sagen? Ich mache dir garantiert keine Vorwürfe. Du und Dr. Meier ihr seit nun mal für einander geschaffen. Habt ihr euch den jetzt ausgesprochen und alles ist in Ordnung.“ Der Assistenzärztin wurde es übel beim Gedanken daran was sie in den nächsten Tagen und Wochen erwartete. Sie wurde immer blasser. „Margarethe du bist so blass. Geht’s dir nicht gut?“ Die junge Frau stand schnell auf, ihr Stuhl fiel krachend nach hinten und sie rannte die Treppe nach oben.
Bärbel folgte ihr auf dem Fuss und hielt ihr die Haare zurück als sie Kopfüber der Kloschüssel hing. Ein paar Minuten schwiegen sich Mutter und Tochter danach nur an. „Lass mich raten, ihr habt nichts geklärt und es gibt inzwischen ein anderes Problem?“
Gretchen vergrub ihr Gesicht zwischen ihren Händen. Das war für Bärbel eine eindeutige Antwort. „Bist du dir den sicher dass du Schwanger bist?“ Sie sah hoch und schüttelte den Kopf. „Also dann mach dir jetzt keinen Kopf und steh auf. Über ungelegte Eier sollte man nicht zu viel nachdenken. Du kannst heute meinen Wagen nehmen zur Arbeit. Und Kind, egal ob du dich für diesen Felix oder für deinen Oberarzt entscheidest, du sollst wissen das ich jederzeit für dich da bin.“
Sie wurde nochmals von ihrer Mutter gedrückt und dann machte sie sich für die Arbeit fertig.



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Gretchen81 Offline

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23.03.2009 09:00
#65 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Als sie auf den Parkplatz des Krankenhauses einfuhr sah sie schon den Mercedes von Felix. Am liebsten hätte sie gas gegeben und gleich wieder davon gefahren. Doch es half alles nichts sie musste sich ihm stellen ob sie wollte oder nicht. Sie parkierte und stieg aus. Felix stieg aus seinem Wagen aus und ging auf sie zu. „Morgen“ er versuchte sie anzulächeln doch es sah eher gequält als freundlich aus. „Morgen.“ Kam auch von der jungen Frau und sie sah mehr zu Boden als zu ihrem gegenüber. „Gretchen, ich will dir noch etwas sagen.“ (Das ich dir Weh getan habe und das du mich in die Hölle wünschst?) Doch Felix hatte nicht im sinn ihr Vorwürfe zu machen. „Jeder Mensch macht Fehler. Ich weiss nicht ob ich diesen Fehler vergessen kann, aber ich will uns nicht aufgeben. Gretchen ich liebe dich und ich will das du weißt das ich um dich kämpfen werde.“ Dabei sah er ihr in die Augen und sie fing mal wieder an zu träumen. Doch als er sie zärtlich küsste wachte sie unvermittelt aus ihrem Traum auf. „Das geht nicht… also … ich meine … ich kann nicht so tun als hätte ich meine Gefühle im Griff … es tut mir leid … Ich brauche Zeit.“ Mit diesen Worten verschwand sie so schnell wie sie konnte ins Krankenhaus. Bevor sich die Aufzugstüren schliessend konnten schlängelte sich Marc noch rein. Er hatte die Szene vor dem Eingang gesehen und dem entsprechend war seine Laune. Er versuchte sie zu ignorieren. (Ich wusste doch dass dieses Krankenhaus das reinste Mienenfeld ist.) Sie schwiegen sich bis zur ersten Etage an. Doch dann platzte Marc der Kragen. „Du entscheidest dich aber verdammt schnell.“ Sie sah ihn fragend an. „Wie kommst du darauf, dass ich mich entschieden hätte?“ Er sah sie wütend an und zeigte mit dem Finger auf sie. „Also dann gehört das rum knutschen mit diesem Geldsack also zu deinem Entscheidungsprozess? Dann herzlichen Glückwunsch, ich nehme dir die Entscheidung ab…“ Bevor er ausreden konnte ging die Türe auf und Gretchen rannte raus. Ihr war schon wieder schlecht und zu dem hätte sie ihn aussprechen lassen, hätte sie Mitsicherheit angefangen zu weinen.



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23.03.2009 09:16
#66 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Mit beiden Händen stützte sie sich am Waschbecken ab und sah in den Spiegel. Die Tränen hatte sie bereits weggewischt doch man sah ihr immer noch an das sie geweint hatte. Sie fühlte sich noch beschissener als am morgen als sie über der Kloschüssel hing.
Als jemand rein kam verzog sie sich in einer der Kabinen und schloss sich ein. Sie machte ihre Augen zu und ihre Erinnerungen stiegen zusammen mit den Tränen wieder hoch.

So langsam zweifle ich definitiv daran dass es einen Gott gibt. Denn wenn es ihn wirklich gibt dann hat er einen verdammt miesen Humor. Was soll ich den Machen. Ich muss die ganze Zeit zum Klo rennen und Marc versteht den Kuss den mir Felix gegeben hat auch noch total falsch. Würde am liebsten in sein Büro rennen und ihm sagen dass er ein Vollidiot ist und es für mich nur einen gibt. Und zwar ihn. Nur bin ich mir jedes Mal wenn ich auf Felix treffe so was von unsicher. Zudem was ist wenn ich wirklich schwanger bin. Obwohl ich mir inzwischen mehr als sicher bin, das ich bei Felix zusätzlich verhütet habe, besteht immer noch die Möglichkeit dass auch er bei einer potentiellen Schwangerschaft in Frage kommt. Schliesslich hab ich nur einmal mit Marc geschlafen und ein paar Mal mehr mit ihm. Himmel es braucht so verdammt viel damit alles stimmt für ne Schwangerschaft und bei mir soll es trotz Pille geklappt haben. Ich begreife die Welt nicht mehr.
Muss mir Klarheit verschaffen ob ich nun bin oder nicht.



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23.03.2009 10:48
#67 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Sie packte ihr Buch wieder in die Tasche und horchte ob noch jemand draussen war. Die Luft schien rein und so ging sie sich umziehen. Bei der anschliessenden Visite versuchte sie so gut wie es nur ging Marc aus dem weg zu gehen. Ihr reichten schon die Blicke ihrer Kollegen die an der Weihnachtsfeier waren. Sie kam sich jetzt endgültig vor als würde sie durch ein Feld voll mit Mienen laufen. Nach der Visite suchte dann Schwester Sabine mit ihr zu reden. „Frau Doktor, stimmt das wirklich was hier alle erzählen?“ (Sie weiss doch alles. Und Marcs leicht blaue Nase ist wohl kaum zu übersehen.) Sie beschloss sich erstmal dumm zu stellen, wer wusste schon was sonst noch so alles getratscht wurde. „Ich meine dass sie Dr. Meier wirklich lieben und das Gabi ihnen eine gescheuert hat?“ Sie atmete einmal tief aus und wieder ein. „Zu punkt eins ja das stimmt und Punkt zwei, wer erzählt den so etwas. Sie wollte zwischen Felix und Marc gehen und hat sich dabei eine eingefangen. Kann ich doch nichts dafür das die so dämlich ist und dazwischen geht.“
Sabine musste schnell feststellen das die Ärztin wohl sehr leicht reizbar war und sie darum nicht weiter nachfragen wollte. Sie hatte da noch ganz anderes gehört heute Morgen von den anderen Krankenschwestern. Zum Beispiel war von einer wüsten Schlägerei zwischen Gretchen und Gabi die rede in der Gabi Gretchen scheinbar sogar Haare ausgerissen hätte und sie sich gegenseitig als Schlampen bezeichnet hätten. Sabine konnte das aber nicht glauben. So beschloss sie erstmal das Waschweiber Geschwätz zu ignorieren. Gretchen versuchte möglichst unbemerkt in die Gyn zu kommen. Da sie wusste das es keine Schnelltest hier gab und ihr der Weg zur nächsten Apotheke zu weit war, musste sie in den sauren Apfel beissen und sich beim Gynäkologen blut abnehmen lassen. Zaghaft klopfte sie an die Türe. „Herein.“ Sie öffnete die Türe einen Spalt weit und sah das Mehdi alleine war. Keine Gabi in sicht. Sie ging rein und er bat sie doch platz zu nehmen.
„Wie kann ich dir helfen?“ Er versuchte möglichst gelöst zu wirken. Doch so wirklich gut gelang ihm das nicht. „Ich … ehm…“ Sie wusste nicht wie sie ihm am besten ihr anliegen erklären könnte. „Also wenn du zu einer Jahreskontrolle möchtest, dann würd ich dich gerne bitten dir einen anderen Frauenarzt zu suchen. Ich glaube nicht das ich das nämlich so einfach kann.“
Er sah noch nicht einmal von seinen Unterlagen hoch. „Nein. Das wollte ich nicht. Ich verstehe auch wenn du mir nicht helfen willst. Aber ich möchte dich um was bitten.“ Er sah nun hoch und bemerkte ihre verquollenen Augen. „Hast du geweint?“ Sie rollte mit den Augen und winkte ab. Doch sie konnte ihm nichts vormachen. Man sah ihr immer noch an das es ihr nicht wirklich gut ging. Da er nicht auf der Weihnachtsfeier war, weil er Notdienst hatte, wusste er auch nichts von der Geschichte Marc/Felix. Doch er konnte es sich so einigermassen vorstellen warum sie geweint hatte. Indessen riss sich Gretchen zusammen und fragte ihn kurz und schmerzlos: „Könntest du bei mir einen Schwangerschaftstest machen?“ Jetzt war er etwas aus der Fassung. „Bitte wie? Aber ich dachte du nimmst…“ Weiter kam er nicht den sie fiel ins Wort. „Du hast dich nicht verhört. Ich habe keine Ahnung wie so auch immer. Aber anscheinend bin ich inzwischen schon fast 2 Wochen überfällig und ich will wissen warum.“ „Okay“ sagte er nur und stand auf um die Utensilien aus dem Schrank zu holen.



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23.03.2009 11:40
#68 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten
Nach der Blutabnahme stand sie schnell auf und ging wieder zur Türe raus. Kaum war sie draussen ging sie nochmals rein. „Und Mehdi, könntest du mir möglichst schnell sagen wie es ausgegangen ist.“ Er nickte und sie ging wieder an die Arbeit. Die heute eine reine Qual war. Denn sie wurde vor gar nichts verschont. Immer wieder kamen Notfälle rein die sie nicht alleine behandeln durfte. Und sie dann Gezwungenerweise mit ihrem Oberarzt versorgen musste. Bei der letzten OP für diesen Tag, einer Hüftgelenkprothese war sie dann auch reichlich unkonzentriert.
Der Rüffel ihres Chefs lies auch nicht lange auf sich warten. „Himmel, Hasenzahn konsentrier dich oder du darfst persönlich den Angehörigen erzählen warum der Patient verreckt ist.“
Das reichte ihr nun wirklich. Eigentlich hätte sie in einer Situation wie dieser angefangen zu heulen und wäre zusammen geknickt. Doch sie wollte nicht länger die Launen ihres Oberarztes einfach so hinnehmen. Vor allem nicht da er so miese Laune hatte wegen ihr und einer falschen Schlussfolgerung. Sie riss sich zusammen und beendete die OP erfolgreich. Draussen schmiss sie ihre Sachen in den Container. „So geht das nicht wir müssen reden.“ Sie drehte sich abrupt zu ihm um und stand nur wenige Zentimeter von ihm entfernt. Sie konnte seinen Atem auf ihrem Gesicht spüren. Die Situation verunsicherte sie und sie ging lieber einen Schritt zurück. Für einen kurzen Moment lächelte er sie an. Dann verfinsterte sich sein Gesicht wieder. „Wenn du meinst? In fünf Minuten in meinem Büro.“ Ohne ein weiteres Wort zu sagen verliess er den Vorraum. Schwester Sabine sah sie fragend an, als die restlichen Kollegen verschwunden waren versuchte sie doch noch einmal mit der Ärztin zu reden. „Frau Doktor, ich verstehe einfach nicht warum sie und Dr. Meier sich nur anschweigen. Ich dachte es sei alles zwischen ihnen geklärt?“ Sie sah mal wieder ein das die Krankenschwester wohl nicht aufhören würde zu fragen, also beschloss sie ihr unter vier Augen einen Teil zu erzählen. Im Stationszimmer sah sie ob die Luftrein wäre, erst dann machte sie die Türe zu und beichtete Sabine was alles wirklich passiert war. Die Vermutung über die Schwangerschaft liess sie aber aus. Die Krankenschwester sass nach fünf Minuten immer noch mit offenem Mund da. „Aber wenn sie ihn doch lieben, warum sagen sie es ihm nicht einfach? Ich verstehe nicht was sie aufhält. Sie sind doch sonst nicht so.“ Gretchen schüttelt den Kopf. (Sie begreift immer noch nicht. Warum ich mich nicht einfach auf Marc einlassen kann. Gebe es besser auf.) Sie stand auf und wollte gehen. „Warten sie, ist es weil Gabi schwanger ist von Dr. Meier?“ (Ich wollte alles nur nicht an das auch noch erinnert werden. Scheisse, ich hab vergessen das ich mit Marc reden wollte.) „Vielleicht.“ Sagte sie schnell und machte sich auf den Weg Richtung Büro des Oberarztes.



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23.03.2009 13:14
#69 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

An der Türe, die nur angelehnt war, blieb sie stehen. Sie konnte hören das Marc mit jemandem Sprach. Da sie aber keine weitere Stimme hörte, nahm sie an das er am Telefon war.
Der Oberarzt telefonierte mit seinem Anwalt.
Marc: „Nein, ich werde keine Anzeige gegen Gabi machen.“
Max: „Okay, ist ja gut. Aber was ich nicht verstehe warum lässt du sie nicht als Zeugin aussagen. Sie könnte doch bezeugen das du nur das Beste wolltest.“
Marc: „Guter Witz Max. Wusste gar nicht das du unter die Komiker gegangen bist. Dieses Biest hat mich erpresst. Glaubst du im ernst die würde erzählen was wirklich passiert ist. Die wollte den liegen lassen. Kann mir gut vorstellen das sie den Spiess um drehen würde.“
Max: „Dann seh ich keine andere Möglichkeit mehr. Die Verhandlung ist am 27. Dezember um halb Zehn.“
Marc: „Gibt’s ne Möglichkeit dass ich meinen Führerschein vorläufig wieder kriege. So langsam hab ich genug vom Fahrradfahren. Das glaubt mir so oder so niemand mehr mit dem Fitness.“
Max: „Versuche da was zu drehen. Aber versprechen kann ich dir nichts.“
Marc: „Okay. Ich hör wieder von dir.“



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23.03.2009 13:49
#70 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten
Gretchen stand immer noch vor der Türe. (Gabi hat Marc erpresst? Und wen wollte sie liegen lassen?)
Sie wollte gerade gehen als der Oberarzt die Türe ganz öffnete und vor ihr stand. „Wie lange stehst du hier schon?“ „Lange genug, das ich jetzt ein paar Fragen habe.“ Gab sie ihm zur Antwort und er konnte sich sogar vorstellen was sie für Fragen hatte. Er zog sie regelrecht in sein Büro hinein und schloss dieses Mal die Türe richtig. „Stell schon die Fragen?“ Er wirkte nervös und verunsicherte damit sie gleich mit. „Ehm… also gut. Mit was hat dich Gabi erpresst und wenn wollte sie liegen lassen.“ Er erzählte ihr vom Tag des Unfalls und was passiert war. „Und als er gestorben war hat sie mir gedroht dass sie zur Polizei gehen würde und alles erzählen würde. Somit würde ich meine Zulassung verlieren.“ Sie verschränkte die Arme vor ihrer Brust. „Und du hast der geglaubt? Hätte dich für klüger gehalten. Aber nach der Geschichte von heute Morgen glaub ich das sofort.“ Für sie war damit das Thema gegessen. Sie wollte nur noch nach Hause und ihre Ruhe. Marcs nähe zu ertragen viel ihr immer schwerer. „Ich war verwirrt. Das ich dich vorher beinahe verloren hatte und dann unseren Kuss. Die haben mich aus der Bahn geworfen. Ich konnte nicht mehr klar denken.“ (Klingt ehrlich.) „Ich habe gesagt dass ich dir Zeit gebe. Aber ich kann es nicht. Auch wenn das heisst das du dich im Moment zu diesem von Althaus hingezogen fühlst und ich dich verliere. Lieber gebe ich dich auf als dich ganz zu verlieren.“
Das war für sie einer der ehrlichsten Momente überhaupt. Marc Meier hatte sie gerade freigegeben, weil er sie nicht verlieren wollte. Am liebsten hätte sie ihm jetzt in dem Moment gesagt das sie sich schon entschieden hatte und zwar für ihn. Egal was kommen würde. Doch ihr kam jemand dazwischen.



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23.03.2009 14:16
#71 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Gabi hatte vor paar Minuten die Labor Ergebnisse der Patienten abgeholt und wollte sie ablegen. Als ihr Gretchens Unterlagen in die Hand fiel. Sie konnte es nicht fassen. Die Ärztin hatte tatsächlich einen Schwangerschaftstest gemacht. Das Ergebnis war ihr in dem Moment egal. Sie war nur sauer das Gretchen anscheinend ohne Probleme nur schon den Verdacht hegen würde und sie musste für ihre Schwangerschaft tricksen. Ihr war es egal ob sie das Kind verloren hatte oder nicht den mit Windeln wechseln und mitten in der Nacht aufstehen um Fläschchen zu geben, konnte sie noch nie etwas anfangen. Um wenigsten aber noch einwenig etwas aus Marc raus zuziehen hatte sie ihm kein Wort gesagt und so getan als wäre alles in bester Ordnung. Sie nahm in den letzten Wochen zu da sie sich hemmungslos alles reingestopft hatte was ging. So konnte sie den Anschein aufrechterhalten dass sie wirklich noch immer Schwanger wäre.
Sie verräumte die Unterlagen rasch und machte sich auf in Richtung Chirurgie. Sie würde diesem fetten Hasen noch einen saftigen Breitschlag verpassen. Noch zu gut konnte sie sich an den Abend erinnern als sie ihrem Geliebten erzählt hatte dass sie schwanger sei. Danach hatte er sie nicht mehr angefast. Und egal wie das Resultat in Wirklichkeit war das würde jetzt auch ihrer Konkurrentin blühen.
Ohne anzuklopfen stapfte sie einfach in das Büro ihres Ex rein. Zu ihrem Erstaunen war der nicht alleine. „Auch gut.“ Sagte sie mehr zu sich selber und fing an. „Marc, ich muss dir etwas sagen.“ Der packte sie am Arm und wollte sie aus dem Zimmer schmeissen. „Hab ich dir nicht gesagt dass ich dich nie wieder sehen will.“ Sie riss sich los und stellte sich demonstrativ zwischen Marc und Gretchen. „Diesen Gefallen wird ich dir nicht tun. Schon erst recht nicht unserem Kind zu liebe.“ Sie ging einen Schritt zurück um nun neben Gretchen zu stehen. „Ich wusste gar nicht dass wir etwas gemeinsam haben.“ Die junge Ärztin wusste nicht auf was die Krankenschwester raus wollte. „Tja mein lieber Marc, vielleicht solltest du dir in nächster Zeit etwas mehr Gedanken machen zum Thema Verhütung.“ Sie strich Gretchen kurz mit einem fiesen grinser über den Bauch und dann ging sie wieder wie sie gekommen war.



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23.03.2009 15:04
#72 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

(Woher weiss die dass. Die Laborergebnisse. Nein, das darf nicht sein.) Marc stand wie angewurzelt da und wusste nicht wie er jetzt reagieren sollte. Er wollte keine Kinder. Zumindest nicht jetzt, in ein paar Jahren vielleicht. „Stimmt das?“ Wollte er wissen dabei sah er sie noch immer entsetzt an. „Denke schon.“ Sagte sie noch zweifelnd. Sie wollte ihm doch eigentlich gerade sagen das sie ihn will. Aber nun stand er da wie angewurzelt und starrte Löcher in die Luft. Sie konnte sich so in etwa vorstellen was er vom Gedanken Kinder kriegen hielt. Denn sie hatte sehr wohl im Unterton seiner Geschichte mitbekommen warum er zusammen mit Gabi in einem Auto gesessen hat als der Unfall passiert war. Sie schluckte ihren Kummer runter. „Es ist glaub ich besser wenn ich jetzt gehe.“ Er hielt sie zurück. (Bitte sag jetzt dass dich ein Kind freut.)
„Bleib bitte hier. Wir sind noch nicht fertig.“ Sie ging zurück zu einem der Stühle und setzte sich. Er tigerte auf und ab. „Jetzt bleib doch bitte stehen. Du machst mich noch wahnsinnig.“ Motzte sie ihn an, nach dem er schon fast eine Furche in den Boden gelaufen hatte. „Mir ist klar dass du von einem Baby garantiert nicht begeistert bist. Vor allem nicht da du schon Vater wirst. Darum will ich dich nicht länger aufhalten.“ Sie wollte aufstehen und gehen doch er hielt sie weiter zurück. Er nahm sich den anderen Stuhl und setzte sich zu ihr. „Gretchen, bitte versteh mich jetzt nicht falsch. Es liegt garantiert nicht an dir. Aber ich fühl mich noch nicht reif genug für Kinder.“ Er dachte schon sie würde wieder anfangen zu weinen. Doch sie hielt seinem Blick stand: „Hast du das Gefühl ich wünsche mir ein Kind? Ich kann mir noch nicht einmal erklären warum, wieso und von wem.“ Jetzt war er erstaunt. Wollte nicht jede Frau automatisch Kinder, Haus und Hund, und was meinte sie mit wem? Ihm ging im gleichen Moment ein Licht auf als er schon zur Frage an gesetzt hatte. „Oh. Du willst sagen als wir miteinander haben, hast du kurz vorher oder danach auch ungeschützt mit Felix geschlafen.“ Sie nickte sagte aber: „Nein, zumindest nicht ganz. Ich weiss dass ich bei Felix verhütet habe, also zusätzlich. Aber wenn schon die Pille unzuverlässig wird, dann ist es ein Kondom erst recht.“ Ihr Pieper ging los.
(Die Gyn. Was ist jetzt schon wieder. Reicht es nicht mir einmal das Leben zu versauen.)
„Tschuldigung, Notfall ich muss.“ Sie liess ihn alleine zurück und ging in die Gynäkologische Abteilung.



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23.03.2009 15:26
#73 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Mit einem unguten Gefühl in der Magengegend klopfte sie an die Türe von Dr. Kaan.
„Herein.“ Sie trat ein und er lächelte sie an. (Wieso lächelt der mich jetzt an. Freut ihn das etwa das ich schwanger bin.) „Bitte setz dich doch. Als erstes sag ich dir lieber gleich, der Test war negativ.“ „Ja, toll ich bin schwanger und weiss noch nicht mal von wem. Geh mich dann wohl besser gleich erhängen.“ Sie hatte die Stuhlgriffe schon in der Hand als Mehdi weiter sprach. „Du verstehst wohl immer alles genau anders rum. Du bist nicht schwanger. Aber mit deinen Hormonwerten stimmt tatsächlich etwas nicht. Du solltest mal die Pille wechseln.“ „He. Aber Gabi hat doch gerade eben…“ Der Frauenarzt sah sie fragend an: „Was hat Schwester Gabi?“
„Sie ist eben in Marcs Büro geplatzt und hat mir und Marc erzählt dass ich Schwanger wäre. Und dann noch erwähnt dass er sich eine neue Verhütungsmethode einfallen lassen soll.“
„So ein kleines Biest. Hätte ich ihr gar nicht zu getraut. Und ich hab mich schon gefragt wer die Unterlagen abgelegt hat und durcheinander gebracht hat. Willst du ihm jetzt die Entwarnung sagen?“
In dessen befand Marc das er besser nach Hause ging. Dieser Tag war einfach zu viel des guten. Zuerst musste er zu sehen wie Gretchen Felix küsst und dann auch noch das Kind, welches von ihm oder dem anderen sein konnte. Gedanken verloren ging er zum Fahrradständer und fuhr nach Hause. Als die Assistenzärztin ihren Chef suchte erklärte ihr einer der Pfleger das dieser bereits nach Hause gefahren sei. (Und jetzt? Ich muss mit ihm nochmals reden. Ich kann ihn doch nicht im glauben lassen das ich schwanger bin. Will ihn nicht verlieren…)



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23.03.2009 16:28
#74 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten
11. Kapitel: Verlieben, verlieren, vergessen, verzeihn

Sie parkierte das Auto ihrer Mutter vor Marcs Wohnung. Sie sass für eine weile einfach nur da und beobachtete die Kinder in der Nachbarschaft. Sie wollte Familie und Kinder aber einfach noch nicht jetzt. Sie fühlte sich zu jung und was hätte sie einem Kind schon gross zu bieten. Es war doch schön das Marc und sie der gleichen Meinung waren. Sie stieg aus und ging die Treppen rauf zur Wohnung des Oberarztes. Sie atmete noch einmal tief durch und drückte den Knopf der Klingel.
Die Türe öffnete sich und vor ihr stand er. Sie hätte ihn in dem Moment am liebsten umarmt und ihm auf der stelle gesagt das alles nur ne böse Intrige von Gabi war. Doch als neben Marc plötzlich eine Frau in einem hauch aus nichts auftauchte entglitten ihr sämtliche Gesichtszüge. „Danke, dass du mir Zucker geliehen hast. Und wenn du das nächste mal etwas süsses brauchst einfach klingeln. Du weißt ich bin immer unter dir.“ Die Unbekannte hauchte dem perplexen Marc einen Kuss auf die Wange und ging an Gretchen mit hoch erhobener Nase vorbei.
Die Assistenzärztin fragte sich in dem Moment gerade ob sie hier wirklich am richtigen Ort war.
„Ehm, du wolltest zu mir?“ fragte er sie dann nach dem sie sich eine weile schweigend gegenüberstanden. „Nein, zu deiner Barbie die immer unter dir ist.“ Antwortete sie schnippisch.
Da er schon ahnte was gleich kommen würde zog er sie vorsichtshalber schon mal in die Wohnung und schloss die Türe. „Bevor du mir jetzt den Kopf abreisst. Aber es ist nicht so wie du denkst dass es ist. Sie wohn wirklich in der Wohnung unter mir.“ „Ach, komm schon Marc. Du bist mir gegenüber keine Rechenschaft schuldig. Kannst meinetwegen alles Flachlegen was willig ist. Ich wollte dir eigentlich nur sagen das ich nicht schwanger bin.“ Gab sie ihm zickig zur Antwort und packte die Türklinke. Sie hatte vergessen dass Marc noch nie was von Treue gehört hatte und schon in der Schule alles durch hatte was hübsch und willig war. Und auf so was hatte sie keine Lust. Er hielt ihre Hand fest: „Das ist jetzt nicht dein Ernst. Du kommst hier her und dann willst du wegen einer dummen Nachbarin plötzlich wieder abhauen.“
„Lass mich los.“ Schrie sie ihn an. Doch er dachte nicht daran sie loszulassen. Stattdessen ignorierte er ihr gezanke und kam ihr immer näher. Er küsste sie und sie schien es tatsächlich zu geniesen. Er liess ihre Hand los, was sich aber eine Sekunde später als Fehler herausstellte. Sie holte aus und knallte ihm eine. „Vergiss es.“ schrie sie ihn an, so dass ihm beinahe das Trommelfell platzte und oben drauf schlug sie noch die Türe zu.



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24.03.2009 08:31
#75 RE: Fortsetzung Nr. 3 by Gretchen81 Zitat · Antworten

Sie rannte die Treppen runter und machte sich auf den schnellsten weg nach Hause.
Dort angekommen schmiss sie ihre Tasche in eine Ecke und setzte sich schmollend auf das Sofa im Wohnzimmer. Als sie realisierte worauf sie gerade sass, kamen ihre Erinnerungen an die gemeinsame Nacht mit Marc wieder hoch. (Muss mir unbedingt merken das ich keinen Sex mehr auf Möbelstücken haben sollte die nicht das Bett sind. So was reisst definitiv Wunden auf.)
Bärbel die gerade das Nachtessen vorbereitete kam mit der Kochschürze und einem Löffel in der Hand aus der Küche ins Wohnzimmer. „Kind, was ist den passiert. Bist du etwa…“ „Nein, bin ich nicht und jetzt lass mich in ruhe.“ zickte sie ihre Mutter an. „Ist ja schon gut. Sage kein Wort. Könntest du mir aber bitte noch die Sauce abschmecken?“ Sie gab ihr den Löffel und die junge Frau probierte. (Lecker. Ich hab ganz vergessen wie gut sie kochen kann.) „Und wie findest du es?“ „Mmh“ Die alte Frau lächelte zu frieden und ging wieder raus in die Küche.
Sie ging nach oben in ihr Zimmer.

Warum mach ich mir eigentlich die ganze Zeit immer nur Gedanken über das was sein könnte. Das hier und jetzt ist doch schon beschissen genug, da muss ich mir nicht noch zusätzlichen Emotionalen Balast aufladen der vielleicht gar nicht eintrifft. Ich bin nicht schwanger und auch niemandem etwas schuldig. Somit ist auch mir niemand etwas schuldig. Ich wollte mich auf Marc einlassen und hab dabei die Konsequenzen vergessen. Auch wenn er nichts mit der Barbie ein Stockwerk tiefer hat, so besteht immer die Gefahr. Ich kann damit nicht umgehen. An jeder Ecke steht eine andere die jederzeit alles mit ihm machen würde. Soviel Konkurrenzkampf ist nichts für mich. Vielleicht sollte ich es so locker sehen wie er mir immer gepredigt hat.
Ich bin beinahe 30 Jahre lang einem Ideal nach gerannt, das völlig unrealistisch ist.
Man muss heute nicht mehr unbedingt mit 30 verheiratet sein und Kinder haben. Es gibt genug Frauen auf dieser Welt die sich für Karriere entscheiden und gegen Familiengründung.
Und genau das wird ich jetzt. Ich werde niemanden heiraten nur weil ich Torschlusspanik habe.
Mehr Emanzipation ist mein persönliches Weihnachtsgeschenk an mich selber.
Alice Schwarzer wäre stolz auf mich.



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