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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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Dornröschen Offline

Gynäkologe:


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25.02.2009 11:55
Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

So...Da meine zweite Story ja nun zu Ende ist, hab ich in Zusammenarbeit mit Anna eine neue Fortsetzung geschrieben.
Selle jetzt mal "zum Test" den ersten Teil rein. Über Kommi´s würden wir uns natürlich sehr freuen

Viel Spaß beim lesen wünschen Anna & Vanny
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Liebes Tagebuch,
Hätte nie für möglich gehalten was sich in drei Monaten alles ändern kann. Bin erst vor 2 Tagen mit Mama aus Indien zurück gekommen und würde am liebsten direkt wieder dahin zurück. Ich hatte es ja insgeheim befürchtet, deshalb hab ich mich auch schnell aus dem Staub gemacht, als ich fest gestellt hab, dass es keinen Sinn hat... aber geschockt war ich trotzdem. Marc hat Gabi tatsächlich geheiratet und mir damit jegliche Hoffnung auf ein Leben mit ihm genommen. Habe einmal den Fehler gemacht und mich auf einen verheirateten Mann eingelassen. Das passiert mir kein zweites Mal! Als er heute Morgen ins Stationszimmer kam und mich sah, hat der mich angeguckt als ob ich ein Gespenst wär. Hat anscheinend nicht damit gerechnet, dass ich wiederkomme. Ehrlich gesagt, wenn ich gewusst hätte, was mich hier erwartet, hätte ich das auch nicht getan. Die Arbeit in Indien war genau das richtige für mich. Kein lästiger Papierkram oder irgendwelche Kostenabwicklungen und Dokumentationen, aber dafür sehr nette und dankbare Patienten, sowie auch nette hilfsbereite Kollegen. Besonders Alex. Ein Traumann sag ich dir. Ich wäre beinahe bei ihm schwach geworden, aber meine Mutter wollte ja unbedingt wieder nach Hause, weil sie meinte, dass sie Papa jetzt lange genug zappeln lassen hätte. Also hiess es dann vorgestern ab in den Flieger zurück nach Berlin und auch zurück zu Marc und Mehdi. Und somit zurück zu meinem alten Problem. In Indien war alles einfach, aber jetzt wo ich beide wieder jeden Tag sehen muss, kommen sämtliche Erinnerungen wieder hoch. Ach ich schaff das schon. Augen zu und durch!


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Dornröschen Offline

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25.02.2009 13:29
#2 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Gretchen schob ihr Tagebuch schnell unteŕs Bett, weil es plötzlich an der Türe klopfte und Bärbel reinkam.
Bärbel: “Kommst du essen?”
Gretchen: “Ja. Komme gleich.”
Bärbel: Gut. Aber beeil dich. Ich hab dein Lieblingsessen gekocht und Schokopudding gibt́s auch.”
Schokopudding mhhh...genau das was ich jetzt brauche.
Nachdem ihre Mutter die Türe geschlossen hatte, stieg die junge Ärztin aus dem Bett, zog sich ihre rosa Plüschpantoffeln an und ging ebenfalls runter ins Esszimmer. Dort sah sie ihrem Vater ungläubig dabei zu, wie er seiner Frau half den Tisch zu decken. Also entweder ist der krank oder der “Denkzettel” hat wirklich was bewirkt. Bärbel forderte sie dazu auf sich zu ihnen zu setzen, was sie dann auch tat.
Franz: Und Kälbchen? Wie war dein erster Tag in der Klinik heute?
Einfach nur schrecklich. Ich will wieder nach Indien!
Gretchen: Ja. Ganz okay soweit.
Franz: Ich bin auch froh, dass du wieder da bist. Das in Indien war ja wohl auch nicht wirklich was für dich. Du gehörst an den OP-Tisch und nicht in den Busch!
Hat der ne Ahnung!
Gretchen: Ja ja. Ich muss dann auch mal ins Bett. Hab ja morgen wieder Frühdienst.
Bärbel: Aber Kind! Du hast doch noch garnichts angerührt und gleich gibt́s noch Schokopudding.
Gretchen: Hab sowieso keinen Hunger und susserdem bin ich müde.
Anschliessend stand sie auf und ging die Treppe hoch.


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Dornröschen Offline

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25.02.2009 17:57
#3 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten
Bärbel: Weist du was mit unserer Tochter los ist? Sie war als sie zu mir nach Indien kam schon so komisch.
Franz: Ach! Das bildest du dir bestimmt nur wieder ein. Sie muss sich halt nach drei Monaten Busch erst wieder an den Ablauf in der Klinik gewöhnen. Ich wusste ja gleich, dass es keine gute Idee war, aber du hast ja zugesagt.
Bärbel: Was hätte ich denn machen sollen? Sie war völlig fertig, als sie mich angerufen hat. Hätte ich sie im Stich lassen sollen?
Franz: Lass und nicht schon wieder Streiten.
Bärbel: Du hast Recht. Aber ich mach hier halt Sorgen um das Kind.
Franz: Glaub mir. Das ist bestimmt nur die Unstellung.
Auch wenn Frau Haase nickte, aber beruhigt war sie immer noch nicht. Denn das letzte mal, als Gretchen auf ihren heissgeliebten Schokopudding verzichtet hatte, war als sie Peter, nachdem er fremdgegangen und die Hochzeit geplatzt war, zum Abendessen eingeladen hatte. Auch wenn ihre Tochter ihr mindestens 1000 mal versichert hatte, dass sie nicht mehr in Marc Meier verliebt wäre, weil er eine andere heiratet, kannte sie sie besser und wusste, dass das gelogen war. Deshalb nahm sie sich vor Gretchen in der nächsten Zeit genauer im Auge zu behalten.
Währendessen lag Gretchen wieder auf ihrem Bett und schrieb weiter in ihr Tagebuch:

Liebes Tagebuch,
Eben nachdem ich aufgehört hatte zu schreiben, rief meine Mutter mich zum Abendessen. Mit der Aussicht auf eine leckere Schüssel Schokopudding hab ich mich dann nach unten gequält. Ein Fehler! Denn mein Vater meinte sofort mich vollquatschen zu müssen. Da hatte ich natürlich überhaupt keine Lust drauf. Als er dann auch noch indirekt meine Arbeit in Indien schlecht machen wollte, reichte es mir dann und ich bin gegangen. Na toll! Wegen ihm bin ich jetzt nicht zu meinem Schokopudding gekommen, obwohl ich mich so darauf gefreut hatte. Aber so wie ich Mama kenne hat sie bestimmt eine kleine Schüssel im Kühlschrank für mich aufbewahrt. Werd gleich wenn alle schlafen mal runter gehen und mir die holen. Hab nämlich keine Lust auf ein Gespräch mit meiner Mutter, über meine nicht vorhandenen Beziehungen. Da kommt sowieso immer nur das selbe bei raus: “Gretchen du gehörst an den Herd und nicht an den OP-Tisch.” oder “Gretchen! Ich würde mich sehr freuen wenn ich bald Oma werden würde.” Ich kanńs bald echt nicht mehr hören! So mach jetzt Schluss. Hab gerade die Schlafzimmertüre gehört und das heisst, dass meine Eltern im Bett sind und ich mir meinen Schokopudding holen kann...


Fortsetzung folgt...


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Dornröschen Offline

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25.02.2009 20:53
#4 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

...
Also der Hunger auf Schokopudding ist mir für heute gehörig vergangen. Ich hät́s wissen müssen! Ich hatte gerade die Türe des Kühlschranks geöffnet und suchte nach der Schüssel mit dem Pudding, als meine Mutter hinter mir stand. Natürlich fragte sie wieder sofort was eigentlich mit mir los wäre. Hatte endlich den Pudding gefunden und wollte damit verschwinden. Aber sie hielt mich zurück und bat mich sich zu setzen. Weis immer noch nicht wie ich so blöd sein konnte mich darauf einzulassen. Schiebe es jetzt einfach mal auf den akuten Glukosemangel. Naja auf jeden fall dauerte es nicht lange und sie fing wieder mit ihrer Mitelidsmasche an. Damit kriegt sie mich immer rum und das weis sie ganz genau! Klappte auch diesmal wieder hervorragend. Leider...Irgendwie ist mir blöden Kuh dann rausgerutscht, dass ich mit dem Gedanken spiele mich in ein anderes Team versetzen zu lassen. Natürlich hat sie mich gefragt warum. Meinem Schweigen hat sie dann irgendwie entnommen, dass es was mit Marc zu tun hat. Warum hab ich ihr das auch nur alles damals in Indien erzählt? Könnte mich immernoch dafür ohrfeigen! Wie erwartet hielt sie mir natürlich daraufhin einen ellenlangen Vortrag, von wegen, dass man die Finger von verheirateten Männer lassen sollte. Na toll! So schlau bin ich auch! Das brauchte sie mir wirklich nicht zu sagen. Aber das war ja noch nicht alles. Das Beste kommt noch. Die hatte doch tatsächlich vor mich mit Leonard zu verkuppeln. Zur Erklärung: Leonard, oder Leo Langweilig wie ich ihn immer nenne, ist der Sohn einer Bridgepartnerin meiner Mutter. Er ist schon seit ein paar Jahren scharf auf mich, ich aber nicht auf ihn. Er sieht zwar nicht ganz so schlecht aus, wie Günni, ist dafür aber noch 3 mal langweiliger als er und das will schon was heissen! Ist aber auch kein Wunder bei dem Beruf. Er ist Investmentbänker und meine Mutter meint er sei ne gute Partie, weil er nicht schlecht verdient. Tschuldigung, aber da nehm ich lieber sagen wir mal nen Verkäufer oder so. Der verdient zwar wesentlich weniger, aber wenn der mehr Feuer im Hintern hat, nehm ich das gerne in Kauf. Naja auf jeden fall schlug meine Mutter vor, dass sie mal ein Treffen mit ihm organisieren könnte. Natürlich hab ich ihr gleich gesagt, dass sie das vergessen könnte. Sagte ihr ausserdem, dass die Nase voll von Männern hätte, weil die sowieso alle gleich wären. Und weist du was die zu mir sagte? Ich bin bald vom Stuhl gekippt! Was die Nachbarn denken würden, wenn ich ständig mit anderen Frauen unterwegs wäre und keinen Mann hätte. Und dass nur weil ich vorgestern mit Sabine was trinken war, um mich abzureagieren. Die spinnt doch! Hab ihr dann klargemacht, dass sie keine Angst zu haben bräuchte, dass ich jetzt lesbisch werde und bin gegangen. Fazit: Zu meinem Schokopudding bin ich immer noch nicht gekommen, aber ehrlich gesagt ist mir der Hunger nach so einem Gespräch gehörig vergangen! Werd jetzt schlafen gehen und mich schon mal auf den morgigen Tag vorbereiten. Das wird bestimmt wieder spaßig!


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26.02.2009 06:54
#5 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Gretchen legte das kleine rote Buch wieder in ihren Nachttisch und versuchte zu schlafen. Ich verstecke es lieber woanders. So wie meine Mutter im Moment wieder drauf ist, wird sie es bestimmt wieder lesen, nur um zu erfahren wie es ihrer Tochter geht. Da kann ich ihr eine klare Antwort drauf geben: Beschissen!!! Also stand sie wieder auf und suchte ihr Zimmer fieberhaft nach einem Verstek ab. Schliesslich steckte sie es dann in den Kleiderschrank unter ihren ganzen Pullovern. Hier wird sie ja bestimmt nicht reingucken. Hoffte sie im Stillen, legte sich zurück ins Bett und schlief endlich ein.
“Aufstehen Traumfrau, Aufstehen Traumfrau!” schrie der Wecker am nächsten Morgen. “Halt die Klappe!” murmelte sie und gab ihm einen Schlag. Anschliessend drehte sie sich wieder rum. “Du liegst ja immer noch im Bett! Los komm! Papa wartet schon!” schrie Jochen, der ins Zimmer gestürmt kam. Scheisse! Wie spät ist es? Ich muss noch mal eingenickt sein! Dachte sie, sprang aus dem Bett und hechtete ins Bad. “Beeil dich!” forderte ihr Bruder und verliess das Zimmer. Da fängt der Tag ja schon gut an. Verspricht ja nur besser zu werden! Fluchte Gretchen, als sie schnell in ihre Klamotten sprang und die Treppe runterhetzte. “Willst du denn garnichts frühstücken?” fragte Bärbel, als sie schon fast zur Türe raus war. Haha witzig! Wie denn? “Nein! Ich ess in der Klinik!” rief sie noch und verschwand sofort, noch eher ihre Mutter was sagen konnte.
“Morgen Frau Doktor. Dr. Meier sucht sie schon überall.” teilte ihr Sabine mit, nachdem sie das Stationszimmer betreten hatte. “Ja. Ich hab verschlafen.” murmelte die junge Ärztin und nahm sich erstmal einen Kaffee. In dem Moment kam Marc ebenfalls rein.
Marc: “Da bist du ja. Komm! Wir müssen zur Visite!”
Gretchen (ironisch): “Ich wünsche dir auch einen wunderschönen guten Morgen, Marc!”
Marc (abwesend): Ja ja später...
Hat der mir überhaupt zugehört?? dachte sie und blieb noch einige Zeit verdutzt neben Sabine stehen. Die beiden Frauen sahen sich fragend an.
Gretchen: Ist der immer so?
Sabine (jammerte): Ach Frau Doktor. Sie haben ja keine Ahnung was ich in den drei Monaten alles mitgemacht habe, in denen sie nicht da waren.
Die junge Ärztin wollte gerade fragen wie sie das gemeint hätte, aber Marc kam zurück und fragte in einem etwas ungehaltenen Ton: “Ja. Kommst du jetzt vielleicht? Hab nicht den ganzen Tag Zeit!”
Gretchen (stöhnte): “Ja komme ja schon.”
Sabine (leise): Ich erzähle es ihnen später in der Mittagspause. Cafeteria? Um 12?
Die junge Ärztin nickte kurz und folgte dann ihrem Oberarzt bevor der nochmal kam und sie anmeckerte.


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26.02.2009 16:23
#6 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Nachdem Marc sie zum wiederholten Male vor den Patienten während der Visite angeschnautzt hatte, reichte es ihr dann. Ich muss mir doch nicht alles gefallen lassen?! Kurzerhand packte sie ihn am Kittel und zog ihn auf den Flur. “Kannst du mir mal sagen was das soll?!” wollte sie wissen. Gretchen war auf 180, aber das schien Marc nicht weiter zu stören, denn er gab ihr nur kühl zur Antwort: “Mach deine Arbeit ordentlich, dann brauch ich mich nicht aufzuregen und du brauchst mein Gemeckere nicht zu ertragen.” Bitte was?! “Mein lieber Marc, ich mache meine Arbeit immer ordentlich. Bis jetzt hat sich noch niemand beschwert!” erwiederte sie schon ein bisschen zickig. “Ja, das war vielleicht in dem Buschcamp da so, aber hier bist du wieder in Berlin und hier gelten andere Massstäbe! Merk dir das!” motzte er. Gretchen beschloss weiter nichts dazu zu sagen und wollte ihn einfach stehen lassen.
Marc: “Äh...wo willst du jetzt hin?”
Gretchen: “Auf die Toilette, oder ist das jetzt auch schon verboten?”
Im Waschraum schmiss sie sich dann erstmal eine eiskalte Ladung Wasser ins Gesicht. Wenn das jetzt den ganzen Tag so geht dreh ich durch! Der ist ja noch schlimmer als vorher! Hat Gabi ihn nicht drangelassen oder was? Aber obwohl glaub ich eher nicht, die ist doch immer geil. Passen halt zusammen die beiden. Nachdem sie sich wieder ein wenig beruhigt hatte, ging sie zurück zu Marc, um auch noch den Rest der Visite irgendwie hinter sich zu bringen.
Nach einer weiteren Stunde zwischen blöden Bemerkungen und komischen Blicken konnte sie dann endlich ihr Mittagspause in der Cafeteria geniessen. Wie war verabredet sass Schwester Sabine bereits dort und wartete auf die junge Ärztin. Nachdem sie sich einen Kakao geholt hatte, nahm sie gegenüber von Sabine Platz. Die konnte es kaum erwarten ihr Anekdoten unter die Leute zu bringen und plapperte sofort drauf los.
Sabine (jammerte): Also die letzten drei Monate waren die Hölle...und ich bin froh, dass sie endlich wieder da sind!
Na also ich nicht!


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26.02.2009 19:52
#7 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Gretchen (erstaunt): Wieso denn?
Sabine: Dr. Meier und seine Launen waren vorher schon kaum zu ertragen, aber als dann auch noch die Polizei hier aufgetaucht ist, wars ganz vorbei...
Die Polizei war in meiner Abwesendheit hier? Weswegen denn?
Sabine bemerkte das fragende Gesicht der Assistenzärztin und setzte zu einer Erklärung an.
Sabine: Wegen dem toten Radfahrer waren die hier...
Gretchen (erstaunt): Sie meinen den Mann ohne Namen, den Dr. Meier an dem einen Morgen mit reingebracht hat?
Sabine: Genau den! Es hat sich im nachhinein rausgestellt, dass er Patrick Heinen hiess und auch noch Familie hat. Seine Frau war hier und wollte uns verklagen...
Gretchen: Wieso das denn? Was können wir dafür, wenn den ein LKW- Fahrer einfach hier abliefert. Wir haben unser Möglichstes getan.
Sabine: Ja, aber es gab einige Ungereimtheiten...
Wie? Ungereimtheiten?
Gretchen: Wie meinen sie das?
Daraufhin erzählte Sabine Gretchen in Grobfassung von den Ermittlungsereignissen der letzten Wochen, da die beiden Frauen ja nicht so viel Zeit hatten, darüber ausführlich zu reden.
Sabine: Bis jetzt tappen sie noch völlig im Dunklen. Nachdem Dr. Meier den LKW-Fahrer beschreiben musste, hat die Polizei mit Aufrufen in der Zeitung und im Radio nach ihm gesucht, aber bis jetzt hatten sie noch keinen Erfolg. Der schient wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Also wenn sie mich fragen, ist das alles sehr misteriös...
Das ist wirklich merkwürdig...
Sabine: Und was mir auch merkwürdig vorkommt...Gabi und Dr. Meier hockten immer bevor die Polizei kam, um den Herrn Doktor zu befragen, zusammen.
Gretchen: Was ist denn daran bitte merkwürdig? Die beiden sind frisch verheiratet! Leider... Da verbringt man halt jede freie Minute miteinander! Das ist normal!
Die Schwester lehnte sich daraufhin etwas zu ihr herrüber, damit das was sie jetzt sagte niemand anderes mitbekam.


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Dornröschen Offline

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27.02.2009 16:19
#8 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Sabine: Eben nicht! Denn sonst ist Dr. Meier die ganze Zeit auf Abstand gegangen...regelrecht geflohen ist er vor Gabi. Nur als plötzlich die Ermittlungen begannen, hat er sie ständig in sein Büro zitiert. Einmal hab mitbekommen, wie Gabi zu ihm sagte: “Keine Angst. Du hast dich an deine Abmachung gehalten also halt ich mich auch an meine.” Ich weis nicht was sie damit gemeint hat...
Gretchen (entsetzt): Sie haben die beiden belauscht???
Sabine: Also belauscht würde ich das nicht unbedingt nennen...ich bin nur zufällig vorbeigekommen und hab das mit angehört.
Weŕs glaubt!
Sabine: Und diese Hochzeit....ich sage ihnen...da haben sie echt was verpasst. Das ganze Krankenhaus redet von nichts anderem mehr!
Ich hab bestimmt nichts verpasst! War froh, dass ich das alles nicht mitbekommen hab!
Gretchen: Waren sie auf der Hochzeit?
Sabine: Ja. Gabi hatte ja die halbe Belegschaft eingeladen. Hätte sie lieber mal gelassen. Denn sie war wochenlang Gesprächsthema Nr.1 hier und ist es teilweise immer noch.
Also auch wenn mich Gabi nicht wirklich interessiert, aber solangsam macht sie mich neugierig!
Gretchen: Wieso? Was ist denn passiert? Ist ihr Kleid gerissen oder was?
Sabine: Wenn es nur das gewesen wäre...
Gretchen: Nun sagen sie schon! So schlimm kann es ja wohl nicht gewesen sein...
Sabine: Naja. Wenn sie es nicht schlimm nennen, wenn der Brätigam auf einmal mitten in der Feier spurlos verschwunden ist. Also ich hab ja schon mal was von Brautentführung gehört, aber dass man das neuerdings mit dem Mann macht, war mir neu! Aber es wird ja alles moderner, anscheinend auch die Hochzeiten. Mit dem Fortschritt kommt ja manja nicht mehr mit!
Marc ist abgehauen? Scheint ja nicht gerade scharf auf Gabi zu sein. Aber naja viellicht hat er an der nächsten Ecke ne bessere gefunden und ist bei der hängen geblieben...


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Dornröschen Offline

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27.02.2009 18:53
#9 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Gretchen: Tja das ist dann wohl so.Wer weis wo er war....
Sabine: Also nach der Fahne zu urteilen, die er am nächsten Morgen hatte, würde ich auf Weinkeller tippen... oder Schnappsbrennerei.
Der ist besoffen zur Arbeit gekommen? Da war mein Vater aber bestimmt nicht begeistert.
Das was Gretchen dachte sprach die Schwester aus.
Sabine: Ihr Vater war natürlich sehr sauer und hat ihn auf der Stelle nach Hause geschickt.
Nun konnte Gretchen wirklich nichts mehr sagen. Sie sass nur noch mit offenem Mund da.
Sabine: Ich hab ja gesagt, es ist in ihrer Abwesenheit viel passiert. Deshalb bin ich froh, dass sie wieder da sind. Dann wird es hoffentlich mal wieder etwas ruhiger hier.
Gretchen: Hoffen wiŕs.
Anschliessend nahm die junge Ärztin ihr leere Tasse, stellte sie auf den Wagen mit dem schmutzigen Geschirr und ging zurück auf die Station.
Bin mal gespannt womit mein feiner Herr Oberarzt mich jetzt schon wieder schikanieren will... dachte sie als sie sich auf den Weg in den OP machte.
“Hasenzahn!” sagte Marc, als sie in den Vorbereitungsraum kam. Ich hab́s geahnt! “Auch wenn es im Busch keine geregelten Arbeitszeiten gab, aber hier gibt es Zeitpläne....und da hat sich jeder dran zu halten! Auch DU!!” Was hab ich denn jetzt schon wieder falsch gemacht?! Sie versuchte sich zu rechtfertigen und sagte: “Aber ich hab doch...” Jedoch liess ihr Oberarzt sie garnicht erst ausreden und erwiederte harsch: “Ich hab keine Zeit für sowas! Die OP wartet!” “Ist ja gut!!” entgegnete sie auch etwas lauter, weil sie so wütend war, blieb noch eine Weile stehen und sah ihm hinterher. Was hat den eigentlich gestochen? Kann er nicht im normalen Ton mit mir sprechen? Hat er doch vorher auch!! An der Türe zum Operationssaal drehte er sich nochmal um, machte eine Handbewegung richtig Tür und sagte: “Ja was ist jetzt? Heute noch!” Anschliessend ging er rein. Die junge Ärztin sagte nichts mehr dazu, schütelte leicht mit dem Kopf und folgte ihrem Chef.
Auch während des Eingriffs war es nicht besser. Marc meckerte in einer Tour mit ihr. Dennoch liess sich nicht davon beeindrucken. Sie gab ihm garkeine Antwort und konzentrierte sich statdessen um so mehr auf den Patienten. Das war neu für den Oberarzt. Bisher hatte sie ihm immer kontra gegeben, doch jetzt schien sie ihn zu ignorieren. Das passte ihm ganz und garnicht! Deshalb suchte er regelrecht die Fehler. Gretchen war froh, wie die OP nach eineinhalb Stunden endlich zu Ende war. Gott sei Dank! Noch länger mit dem dadrinne und ich wäre schrieend rausgelaufen!!
Dachte sie, während sie nach dem zunähen den OP verliess. Jetzt brauch ich erstmal Schokolade!!


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28.02.2009 10:23
#10 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Die junge Ärztin nahm sich Geld aus ihrer Tasche und ging in die Cafeteria. Dort begenete sie dann auch zu ersten Mal Mehdi wieder. Er sass an einem der Tische und wunk ihr zu, dass sie sich zu ihm setzen sollte. Oh nein!! Nicht der auch noch!! Trotzdem ging sie nachdem sie sich einen Schokoriegel gezogen hatte zu ihm und setzte sich mit an den Tisch.
“Wie geht́s dir?” fragte der Gynäkologe und wollte wissen wie es in Indien war. Auf jeden fall tausend mal besser als hier!! “Schön.” kam von Gretchen daraufhin nur. Auch wenn sie überhaupt keine Lust auf ein Gespräch hatte, blieb sie höflich und fragte: “Und wie geht́s dir so?” “Auch gut. Danke.” erwiederte Dr. Kaan und versuchte mit ihr irgendwie ins Gespräch zu kommen. Erst unterhielten sich die beiden aus alter Gewohnheit, doch als es dann auch um persönliche Dinge ging, blockte Gretchen schnell ab. Was mach ich hier eigentlich?! Ich bin doch eigentlich immer noch sauer auf ihn! Genauso wie auf Marc! Deshalb sprang sie auf einmal von ihrem Stuhl auf mit den Worten: “Ja. Ich muss dann auch mal wieder.” Anschliessend verliess sie blitzartig die Cafeteria und liess ihn eiskalt sitzen. Der Gynäkologe wunderte sich über diese Reaktion, denn ein paar Minuten vorher war doch noch alles in Ordnung gewesen. Er wusste beim besten Willen nicht was er diesmal wieder falsch gemacht hatte. Schliesslich stand er ebenfalls auf, brachte sein Tablett weg und ging zurück auf seine Station.
Wieso lass ich mich immer einsülzen? Das ist eindeutig ein Fehler! Deswegen verarschen mich auch alle nur! Muss das ganz dringend ändern! Ich muss lernen zu sagen was ich denke! Nahm sie sich vor, als sie im Stationszimmer am Schreibtisch sass und ihre Berichte in die Akten schrieb. Als sie ihre Arbeit beendet hatte, zog sie sich um und fuhr nach Hause. “Margarethe? Bist du das?” fragte Bärbel, als die junge Ärztin zur Tür rein kam und kam als sie keine Antwort bekam von der Küche in den Flur. Gretchen wollte sich gerade unbemerkt die Treppe hochschleichen, um in ihrem Zimmer endlich ihren Frieden zu finden. “Warum antwortest du denn nicht?” fragte die alte Frau ihre Tochter. Weil ich heute einfach nur meine Ruhe haben will und nichts und niemanden mehr sehen kann! “Tschuldigung hab́s nicht gehört.” sagte sie kurz und wollte hochgehen.
Soviel zum Thema: Das sagen was man denkt! Doch ihre Mutter hielt sie zurück und schlug ihr vor mit ihr zusammen einen Kaffee zu trinken. Och nee! Das hab ich jetzt absolut keine Lust drauf! “Mama. Sei mir nicht böse, aber ich bin echt kaputt und will nur noch schlafen.” erwiederte sie und ging dabei unbemerkt wieder eine Stufe höher, um sich ihrer Mutter zu entziehen. “Gut. Dann vielleicht ein anderes mal.” sagte die alte Frau etwas enttäuscht. Gretchen nickte nur kurz und sagte: “Hmm.” Anschliessend ging sie dann hoch in ihr Zimmer. Endlich allein! Dachte sie, liess sich sofort auf ihr Bett fallen und schaute eine Zeit lang einfach nur an die Decke. Warum bin ich nicht einfach in Indien geblieben? Was Alex wohl jetzt gerade macht?


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28.02.2009 13:25
#11 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Mittlerweile war es schon spät geworden. Nachdem Marc seinen Aktenkram endlich erledigt hatte, beschloss er heute mal früher als sonst nach Hause zu fahren. Da nervte ihn dann zwar wieder Gabi, aber die würde er dann wieder ignorieren, wie sonst auch immer. Das einzige was er jetzt noch wollte, war eine kühle Flasche Bier und ein ordentlicher Actionfilm zum abreagieren dachte er während er zu seiner Wohnung fuhr, in die Gabi kurz vor der Hochzeit einfach mit eingezogen war. Doch als er in die Türe kam traute er seinen Augen nicht. Da stand Gabi doch tatsächlich am offenen Fenster und rauchte eine Zigarette. “Äh...du weist aber schon, dass das ungesund füŕs Kind ist, oder?” sprach er sie direkt an. Als die Schwester seine Stimme hörte, warf sie schnell die Kippe weg und drehte sich erschrocken um. Zunächst stellte sie sich dumm und fragte: “Was meinst du?” Nachdem der Oberarzt merkte, dass sie ihn für dumm verkaufen wollte, wurde er wütend und sagte etwas lauter: “Du weist ganz genau wovon ich spreche! Wie rücksichtslos kann man sein?!” Gabi erkannte, dass sie auf frischer Tat ertappt worden war und meinte: “Ich muss auf niemanden mehr Rücksicht nehmen.” Marc schaute sie erstaunt an und fragte sie wie sie das meint. “So wie ich es gesagt habe.” Nun verstand er überhaupt nichts mehr. “Ich dachte du wärst schwanger!” sagte er nur. Sie erwiederte nur: “Nicht mehr.” und wollte gehen. Doch der Oberarzt hielt sie am Arm zurück und verlangte eine Erklärung: “Wie nicht mehr? Seit wann weist du das und wieso?” wollte er wissen. Von ihr kam nur: “Schon länger.” Und fügte noch hinzu: “Du kannst also beruhigt sein. Ich hab abgetrieben.” Marćs Wut auf sie wurde daraufhin immer grösser. Er kam sich total verarscht von ihr vor. Erst sagte sie, dass sie dieses Kind unbedingt haben wolle, da es ihr gemeinsames wäre und als sie verheiratet waren, trieb sie es eiskalt ab und hielt es noch nicht mal für nötig ihm auch nur ein Sterbenswörtchen davon zu sagen. Wenn er sie jetzt gerade nicht “erwischt” hätte, wüsste er es aller Wahrscheinlichkeit nach immer noch nicht. “Du hast bitte was?! Und das sagst du mir erst jetzt?!” sprudelte es aus ihm heraus. Gabi jedoch blieb ganz locker und meinte: “Worüber regst du dich eigentlich so auf? DU wolltest das Balg doch sowieso nicht. Also freu dich...haste ein Problem weniger.” Es stimmte schon was sie sagte. Er wollte dieses Kind ja auch nicht, aber das hatte sie wohl vorher auch wenig gestört, also warum hatte sie das gerade jetzt gemacht? Fassungslos über soviel Skrupellosigkeit sagte er nur: “Gabi...du bist wirklich...das Letze!” und wollte gehen. Daraufhin stöhnte die junge Frau, kam auf ihn zu und sagte: “Meine Güte! Wenn du unbedingt darauf bestehst...machen wir halt ein Neues.” Dabei wanderte ihre Hand seinen Rücken entlang. Sie wollte ihn küssen, doch Marc stiess sie von sich und fegte sie an: “Vergiss es!! Bevor ich dich nochmal anpacke, mach ich es mir lieber selbst!!” Nachdem die Schwester das gehört hatte fragte sie zickig: “Haste jetzt keinen Bock mehr auf mich oder was?” Von dem Oberarzt kam nur: “Schön, dass du es endlich kapiert hast.” Gabi schmiss ihre Haare zurück, erwiederte beleidigt: “Gut. Wie du meinst...weist ja wo du mich findest.” und ging ins Schlafzimmer. Marc nahm sich anschliessend eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank und setzte sich vor den Fernseher.


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28.02.2009 14:06
#12 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Am nächsten Morgen kam Bärbel dann ins Zimmer, um ihre Tochter zu wecken. Sie wollte sie zutexten, aber Gretchen blockte sofort ab. Anschliessend stand die junge Ärztin schnell auf und ging genervt ins Bad. Als ob ich nicht schon genug Probleme hätte. Nein! Jetzt nervt mich noch meine Mutter! Sie wuschelte sich schnell ihre Haare zu einer halbwegs anständigen Frisur zurecht, legte ihr übliches Make-Up auf und zog sich um. “Willst du nichts essen” fragte Bärbel, als sie hörte, dass ihre Tochter zur Türe raus wollte. “Ess in der Klinik.” kam von Gretchen daraufhin nur, bevor sie die Türe hinter sich schloss.
“Morgen Frau Doktor.” begrüsste sie Sabine wie immer freundlich. Doch die junge Blonde schmiss ihre Tasche auf den Schreibtisch und erwiederte nur grimmig: “Morgen.” Sabine hätte nur zu gerne gewusst, warum sie schon wieder schlechte Laune hatte, aber sie traute sich einfach nicht zu fragen. Nachdem Gretchen sich umgezogen hatte kam schon Marc ins Stationszimmer und forderte sie wie immer eigentlich im Befehlston dazu auf ihm zur Visite zu folgen. Warum kann er nicht einmal in einem normalen Ton mi mir reden? Ist es denn zuviel verlangt wenn ich ein wenig Respekt erwarte? Dachte sie, verdrehte die Augen kurz und folgte ihrem Chef. Während der Visite war eigentlich alles wie immer. Marc gab Anweisungen und die "Sklaven" folgten brav. Besonders auf Gretchen schien er es heute wiedermal abgesehen zu haben. Sie konnte ihm nichts recht machen. Lange liess sie diese Schikanen über sich ergehen, um ihm die Freunde der Genugtuung nicht zu lassen, aber in einem der letzten Zimmer platze ihr dann doch der Kragen. „Marc! Glaub mir nur einmal, wenn ich dir sage, dass wir ein CT machen solten!“ versuchte sie ihren Oberarzt davon zu überzeugen, dass sie mit ihrer Diagnose richtig lag. Doch der sah es garnicht ein zu zu geben, dass auch er vielleicht mal einen Fehler machen könnte und erwiederte: „Ich bin hier der Chef, also wird getan was ich sage!“ Das darf doch wohl echt nicht wahrsein?! Wie kann man nur so stur sein?! Ein Wort ergab das andere und die beiden diskutierten vor dem Patienten und den übrigen Angestellte, welche Diagnose die richtige wäre. Gretchen versuchte ihm ein paar mal zu erklären, warum er falsch lag, doch Marc sah das nicht ein. Er sagte immer nur, dass sie sowieso keine Ahnung hätte und lieber den Mund halten solle. „Was zum Teufel ist denn hier los?“ wollte Franz wissen, der plötzlich das Zimmer betreten hatte und die Disksussion mitbekam.


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01.03.2009 14:15
#13 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Beide Ärzte versuchten sich zu erklären und keiner liess den anderen zu Wort kommen. Schliesslich reichte es dem Professor dann und er forderte in strengem Ton: „Maragrethe, Meier! Mitkommen!“ beide schmissen sich daraufhin einen bösen Blick zu und dachte sich seinen Teil. Nachdem Franz ihnen durch eine Handbewegung zu verstehen gegeben hatte, dass sie ihm in sein Büro folgen sollten, gingen beide zur Türe und liefen ihm hinterher. Na toll!! Jetzt bekomm ich wegen dem auch noch einen Anschiss von meinem Vater! Recht herzlichen Dank auch Dr. Meier!!
In seinem Büro angekommen verlangte er von beiden, dass sie sich setzten sollten und fing auch gleich an. „Ich mach´s kurz...was sollte das da gerade eben?“ Wie auf Kommando redeten die beiden gleichzeitig drauf los. Jeder versuchte diese Sitution irgendwie zu erklären, doch Franz verstand kein Wort. Schliesslich reichte es ihm dann und er brüllte durch den Raum: „RUHE VERDAMMT NOCHMAL!!“ das zeigte dann auch endlich Wirkung. Beide waren sofort still und sahen den Professor erstaunt an. Nach einer Weile sagte er dann mit deutlich ruhigerer Stimne: „So und jetzt nochmal von vorn.“ Als er feststellte, dass beide wieder etwas sagen wollten, fügte er noch hinzu: „Und diesmal einer nach dem anderen...Meier! Sie zuerst!“ War ja klar, dass er zu seinem besten Oberarzt hält! Und ich bin wieder die Doofe, die alles abkriegt! Wetten? Nachdem Marc die Sache aus seiner Perspektive geschildert hatte, sah Franz seine Tochter fordernd an und fragte: „Und was hast du dazu zu sagen?“ Hallo?! Sind wir jetzt hier vor Gericht oder was? Ich muss mich doch wohl nicht dafür rechtfertigen anderer Meinung wie Mister *Ich bin Gott in weiss und kann eh alles besser* zu sein! Die junge Ärztin verteidigte sich natürlich sofort und sparte damit nicht an Kritik. „Und sowas müsst ihr ausgerechnet vor den Patienten austragen??“ fragte Franz nachdem er sich alles angehört hatte und schaute beide Ärzte dabei mehr als vorwurfsvoll an. Die beiden Streithähne sagten nichts dazu. Gretchen knubbelte nervös an ihren Fingern rum und Marc wagte es nicht den Professor auch nur einmal anzusehen. Der Chefarzt sah das als Schuldeingeständnis an und forderte beide dazu auf ihre Probleme miteinander in Zukunft ausserhalb der Klinik zu lassen. „Ihr seid ein Team! Also benehmt euch auch so!“ forderte er. Nachdem beide schon an der Türe waren sprach er sie nochmals an: „Und damit ihr das in Zukunft lernen könnt, werdet ihr diese Woche die Nachtschicht übernhehmen...zusammen!“ Marc und Gretchen sahen erst sich an und dann den Professor. WAS?! Das kann doch wohl unmöglich sein Ernst sein?! Ich mit dem? Eine ganze Woche! Dann dreh ich durch! Dachte Gretchen nur und blieb wie angewurzelt stehen. „Und nun zurück an die Arbeit!“ forderte Franz nachdem er das gesehen hatte. „Jawohl Herr Professor.“ kam von dem Oberarzt nur noch kleinlaut bevor er das Büro verliess. Was für ein Schleimer!!!


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02.03.2009 10:54
#14 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Auf dem Weg zurück auf die Station sagten beiden nichts mehr. Am liebsten hätte sie ihrem Oberarzt den Hals rumgedreht. So sauer war Gretchen. Doch um nicht noch einen Anschiss von ihrem werten Herrn Vater zu bekommen, beschloss sie lieber nichts mehr dazu zu sagen. In der Pause liess sie ihren Frust dann an ihrem Tagebuch ab:

Liebes Tagebuch,
Komme gerade von meinem Vater und bin kurz vorm explodieren. Habe dank Marc eben einen Anschiss von ihm bekommen! Kam mir echt vor wie beim Verhör. War froh wie ich wieder da raus war. Aber das Beste kommt ja noch... Stell dir vor...Der hat uns beide doch tatsächlich zu einer Woche Nachtdienst verdonnert...zusammmen...damit wir wieder lernen miteinander im Team zu arbeiten, hat er gesagt. Ich kann dir jetzt schon sagen, das gibt Mord und Totschlag! Nachts ist kaum einer hier und er wird bestimmt keine Gelegenheit auslassen, um mich zu schikanieren!! Aber ich werde mir das nicht gefallen lassen! Er ist zwar mein Chef, aber ich bin nicht seine Sklavin, die er herumkommandieren kann!!


Sie legte das Buch wieder weg und setzte sich im Stationszimmer an den Schreibtisch, um noch ein paar Akten zu bearbeiten, als Marc erneut reinkam. Er nahm sich einen Kaffee und stellte sich hinter sie. Kontrolliert der mich etwa? Gretchen drehte sich kurz zu ihm um und fragte: „Ist was?“ „Äh...nein.“ sagte der Oberarzt schnell und verschwand wieder. Was hat der denn? Mann! Bin ich froh, wenn dieser Tag heute endlich vorbei ist! Aber leider waren es bis zum Feierabend noch ein paar Stunden und in der Zeit hatte sie sogar noch eine OP. Bevor ich das über mich ergehen lasse, brauch ich erstmal Schokolade! Deshalb machte sie sich auf den Weg in die Cafeteria und holte sich erstmal eine kleine Tafel. Auf dem Weg in den OP ass sie diese dann genüsslich. Als sie in den Vorbereitungsraum kam, war Marc auch schon da. Er grinste sie an und kam auf sie zu. Was will der von mir und warum grinst der so? Da sonst niemand da war, hatte sie schon die Befürchtung, er würde ihr wieder zu nahe kommen. Dennoch blieb sie wie angewurzelt stehen als er schliesslich genau vor ihr stand. Ein paar Sekunden lang sagten beide nichts und sahen sich nur an. Doch dann wischte der Oberarzt an ihrem Mund vorbei und sagte, nachdem ihn die junge Ärztin fragend angesehen hatte: „Solltest dir vielleicht überlegen deine Schokolade in den Pausen zu essen.“ Anschliessend liess er sie einfach stehen und ging in den Operationssaal. Wie peinlich! Sie wusch sich schnell die Hände und zog ihre OP-Kleidung an. Dann folgte sie ihm auch. Während des Eingriffs hielt Gretchen bewusst Abstand von ihrem Oberarzt. Umso froher war sie, als die OP endlich beendet war und sie gehen konnte. Gott sei Dank! Das war für heute die letzte! Noch 10 Minuten länger und ich wäre durchgedreht! Die junge Ärztin ging sich umziehen und fuhr anschliessend nach Hause.


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02.03.2009 11:52
#15 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

„Was war denn heute in der Klinik mit dem Dr. Meier los?“ wollte Bärbel wissen, nachdem Gretchen zur Tür reinkam. Woher weis sie das denn jetzt schon wieder? „Nichts besonderes.“ entgegnete sie kurz angebunden. „Wieso habt ihr euch dann so gestritten? Papa...“ weiter kam Frau Haase nicht, denn Gretchen unterbrach sie: „Rein berufliche Angelegenheit!“ Bärbel schaute sie erstaunt an und setzte erneut zu einer Frage an: „Aber...“ Wieder liess ihre Tochter sie nicht zu Wort kommen und meinte: „Ich geh jetzt auch schlafen. Bin müde. Ausserdem hab ich ja morgen Nachtsschicht.“ „Ja, willst du denn nichts essen?“ wollte ihre Mutter wissen. Doch Gretchen verneinte kurz und ging dann die Treppe hoch in ihr Zimmer.
Sie schmiss sich auf ihr Bett und schlief auch gleich ein. Am nächsten Tag stand die junge Ärztin gegen Mittag auf. Sie ging erstmal duschen und zog sich anschliessend an. Nachdem sie sich zurück ins Bett gelegt hatte, nahm sie ihr Tagebch und begann zu schreiben:

Liebes Tagebuch,
Würde am liebsten wieder zurück in mein Bett kriechen. Wenn ich an die Nachtschicht heute Abend denke wird mir jetzt schon schlecht! Warum muss sowas immer mir passieren?? ich wollte ihm doch eigentlich aus dem Weg gehen und stattdessen lass ich mich wieder von ihm provozieren, aber das bekommt er zurück! Habe nämlich gerade einen Entschluss gefasst: Ich werde in Zukunft kein einziges Wort mehr mit Marc Meier wechseln! Dann kann auch keiner mehr was sagen und wir können uns nicht mehr zoffen. Werde diese eine Woche Nachtschicht irgendwie hinter mich bringen und dann nie wieder! Zum Glück ist Sabine ja auch noch da. Obwohl ein vernümpftiges Gespräch kann man mit der ja auch nicht führen, hat ja nur ihren Dr. Rogelt im Kopf. Also ich hab ja auch keinen Mann, aber um sich sowas reinzuziehen muss man schon echt verzweifelt sein!


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02.03.2009 13:25
#16 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Nachdem sie das kleine rote Buch wieder weggelegt hatte, machte sie sich daran ihren Bericht weiter zu schreiben, den sie schon seit Tagen vor sich herschob. Gegen Abend ging sie dann langsam nach unten. Bevor Bärbel allerdings dazu kam sie erneut auf ihren Streit mit Marc anzusprechen, zog sie es lieber vor schleunigst zu verschwinden.
Im Aufzug traf sie dann auch dann auch noch direkt auf ihn. Gretchen ging nachdem sie eingestiegen war sofort in die hinterste Ecke und schaute ihn auch nicht an. Während der Fahrt nach oben fiel nicht ein einziges Wort zwischen den beiden. Die Stille schien die junge Blonde beinahe zu erdrücken. Hoffentlich sind wir bald da. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam der Lift dann endlich in der zweiten Etage an und beide stiegen aus. Marc verschwand nachdem er sich einen Kaffee genommen hatte sofort in sein Büro und Gretchen ging zu Sabine. Die wollte sie auf Marc´s Verhalten ansprechen, aber als sie nur seinen Namen aussprach blockte die junge Ärztin ab und sagte ihr klipp und klar, dass sie diesen Namen für die nächsten paar Tage nicht mehr hören wolle, weil Marc an der Situation schuld wäre. Sabine beschloss vorerst lieber nichts dazu zu sagen, um sich keinen zusätzlichen Ärger einzuhandeln. Die Nacht verlief relativ ruhig, bis auf ein paar kleinere Notfälle hatten die beiden nicht viel zu tun. Marc nutzte die Zeit um den ungeliebten Papierkram zu erledigen und Gretchen schrieb an ihrem Bericht weiter.
„Gib mir mal die Akte von Frau Schneider..“ forderte der Oberarzt nachdem er wieder ins Stationszimmer gekommen war. Doch Gretchen gab ihm keine Antwort und schrieb weiter an ihrem Bericht. Daraufhin wurde der Oberarzt wütend und sagte etwas lauter: „Hasenzahn! Träumen kannst du zu Hause, hier wird gearbeitet!“ So nicht mein Lieber! Die junge Ärztin schaute daraufhin kurz von ihren Unterlagen auf und meinte: „Schwester Sabine. Würden sie Dr. Meier bitte sagen, dass ich nicht schlafe, sondern ebenfalls arbeite. Er ist nämlich nicht der einzige hier, der was tut.“ Sabine und Marc schauten beiden gleichermassen erstaunt, nach dieser Aussage. „Was soll die Scheisse?“ wollte der Oberarzt aufgebracht wissen und fügte noch hinzu: „Wir sind doch hier nicht im Kindergarten!“ Wieder wandte die junge Blonde sich der Schwester zu und meinte: „Sagen sie Dr. Meier, dass er seine Witzchen lassen kann, mit dem Kindergarten hätte er ja schliesslich angefangen!“ Sabine sass nur an ihrem Schreibtisch, schaute abwechselnd vom einen zum anderen und sagte nichts dazu. Nachdem Gretchen ihm immernoch keine Antwort gegeben hatte und wieder seelenruhig an ihrem Bericht weiterschrieb, reichte es dem Oberarzt dann endgültig. Er sagte nur: „Gut. Wie du meinst...“ und ging zurück in sein Büro. Erst als Marc nicht mehr zu sehen war, fragte Sabine die junge Blonde was das gerade zu bedeuten hatte. „Wenn wir nicht miteinander reden, können wir uns auch nicht streiten.“ erwiederte Gretchen teilnahmlos und schrieb dabei an ihrem Bericht weiter. „Ja, aber soll das denn ewig mit ihnen beiden so weiter gehen. Das ist doch auch keine Lösung!“ kam von Sabine mehr als entsetzt. Die junge Ärztin legte daraufhin ihre Papiere beiseite und schaute die Schwester an. „Achja...und was ist ihrer Meinung nach eine Lösung? Einfach so tun als ob nix gewesen wäre und mich weiter von ihm rumscheuchen lassen! Oder was?“ fragte sie zickig. Sabine versuchte sie irgendwie zu besänftigen und sagte: „Er meint das nicht so.“ Wie bitte?! Seit wann nimmt die den in Schutz?? „SIE haben doch immer gesagt, er wird sie nie ändern!“ warf sie ihr vor. Die Schwester versuchte daraufhin zu einer Erklärung anzusetzen: „Ja...das stimmt, aber das war bevor...“ weiter kam Sabine nicht denn Gretchen nahm ihren Bericht wieder zur Hand und meinte, dass sie jetzt für sowas keine Zeit hätte und weiterarbeiten müsste.


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02.03.2009 14:42
#17 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Marc sass in der zwischenzeit noch immer in seinem Büro und ärgerte sich über den Computer. Gut. Eigentlich mehr über Gretchen, aber auch etwas über sich selbst. Er sah zwar ein, dass sie nach dem was passiert war nicht einfach so zur Tagesordnung über gehen könnte, aber andererseits...was verlangte sie? Immerhin hatte er ihr nie irgendwas versprochen. Er hatte sie zwar geküsst, aber das hatte er ja schon öfters gemacht und die anderen wollten auch nicht gleich eine Liebeserklärung von ihm! Wofür machte sie dann so einen Aufstand? Aber gut. Wenn sie es so wollte, würde sie es so kriegen, dachte er sich. Die restliche Nachtschicht verlief soweit ganz ruhig. Also zumindestens von der Arbeit her, denn auch Marc machte nun das selbe wie Gretchen und benutzte Sabine als Medium, um ihr etwas zu sagen. Die Schwester wusste garnicht, wo sie noch hinhören sollte. Nachdem ihr nach 3 Nächten fast der Kopf zerplatzte, reichte es ihr dann endgültig. Wenn die beiden streiten wollte, bitteschön, aber nicht auf ihrem Rücken. „Frau Doktor Haase und Dr. Meier. Bitte in Zimmer 214 kommen!“ ertönte es aus dem Lautsprecher. Marc sass in seinem Büro und guckte erstaunt, als er das hörte, stand aber auf und begab sich dorthin. Auch Gretchen tat das selbe. Sabine hatte sich hinter einer Pflanze im Flur versteckt und beobachtete, ob die beiden auch gemeinsam dort hingingen. „Hier ist ja garkeiner.“ stellte die junge Ärztin fest und wollte gerade wieder gehen. Aber als sie die Klinke runterdrückte war die Türe verschlossen. Was soll das denn? Sie guckte durch die Glasscheibe und sah Sabine auf dem Flur. Gretchen klopfte dagegen und schrie: „Schwester Sabine!“ Die drehte sich auch kurz um und kam dann an die Türe. „Die Türe klemmt irgendwie. Rufen sie den Hausmeister!“ bat sie. „Das werde ich nicht tuen!“ erwiederte die Schwester entschieden. Bitte was?!


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02.03.2009 21:21
#18 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Gretchen ruckelte an der Türklinke und forderte: „Machen sie sofort die Türe wieder auf!“ Anschliessend schaute sie zu Marc, der sich mit verschrenkten Armen das Schauspiel ansah und keifte: „Würdest du bitte auch mal was dazu sagen!“ Der Oberarzt zog die Augenbraue hoch und meinte: „Ach! Redeste jetzt auf einmal wieder mit mir?!“ Na toll! Wir sitzen hier fest und der weis nix besseres als beleidigt zu spielen! Typisch!! „Das ist doch jetzt völlig egal! Viel wichtiger ist es jetzt das wir hier rauskommen!“ Nun mischte sich Sabine auch wieder ein und meinte durch die Türe: „Sie wollen da wieder raus?“ Ohne auf eine Antwort zu warten, fuhr sie fort: „Dann reden sie endlich in Ruhe miteinander und benehmen sich wie zwei erwachsene Menschen!“ Ich soll was?! Ich bin erwachsen! Das sagt mir ausgerechnet die Richtige! Wieder wandte sie sich Marc zu und forderte: „Auf mich hört sie nicht! Sag du es ihr!“ Daraufhin stöhnte er kurz und ging ebenfalls zur Türe. „Schwester Sabine! Machen sie sofort die Türe auf!“ forderte auch er schliesslich. Doch das bekam die Schwester garnicht mehr mit, denn sie war schon ins Stationszimmer zurückgegangen. Denn als Gretchen durch die Glasscheibe lugte sah sie die junge Frau nirgendwo mehr. Das darf ja wohl echt nicht wahrsein?! Die ist einfach gegangen! Fluchte sie im Stillen und lief im Zimmer auf und ab. Marc, der sich in der zwischenzeit auf den Boden gesetzt hatte, folgte ihr mit seinem Blick und sagte schliesslich: „Kannst du auch mal fünf Minuten still sitzen? Davon kommen wir auch nicht hie raus!“ Ach ne! Das weis ich auch! Sie sagte garnichts dazu und ging stattdessen zum Fenster. Nachdem sie es geöffnet und kurz rausgesehen hatte, fragte der Oberarzt: „Und was soll das jetzt? Willste gucken wie weit es nach unten ist und springen oder was?“ und lachte dabei. Wenn der jetzt nicht gleich ruhig ist, vergess ich mich! Wieder gab sie keine Antwort darauf. Deshalb fügte er hinzu: „Wir können ja die Bettlaken zusammenknoten oder klettern, aber du hast es ja nicht mit Sport.“ Dabei hatte er wieder dieses unverschähmte Grinsen im Gesicht, welches sie zur Weissglut brachte. Er fängt schon wieder an! Jetzt reicht́s!! Sie wandte sich ihm zu, stütze ihre Hände in der Taille ab und schaute ihn vorwurfsvoll an. „Hat der Herr vielleicht zur Abwechslung auch mal nen besseren Vorschlag?!“ fragte sie mit reichlich Ironie in der Stimme und auch ein wenig genervt. Marc stöhnte daraufhin leise und meinte in seiner gewohnten Lässigkeit: „Hast sie doch gehört. Wir sollen uns einig werden...also gehorchst du mir in Zukunft endlich?“ Wie war das?? Ich bin doch kein Vieh, dass man dressiert?! Gretchen schaute ihn provozierend an und erwiederte: „Eher friert die Hölle zu!!“ Der Oberarzt lachte nach dieser Aussage einfach nur laut.


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03.03.2009 07:05
#19 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Erst sah sie ihn wütend an, aber dann lachte sie mit. Erstaunt über ihre eigene Reaktion verstummte sie ganz plötzlich. Auch Marc hörte kurz danach auf zu lachen und beide sahen sich einfach nur einen Moment an, sagten aber nichts. Die junge Blode unterbrach das Schweigen und fragte: „Warum ist das so schwierig mit uns?“ Wieder herrschte Schweigen. Nach einiger Zeit streckte sie ihm die Hand entgegen und schlug ihm vor: „Waffenstillstand?“ Erst sah der Oberarzt sie erstaunt an, gab ihr aber dann auch seine Hand und sagte kurz: „Okay.“
Sabine sass in der Zwischenzeit im Stationszimmer und war vollkommen in Dr. Rogelt vertieft. Nach einiger Zeit legte sie das Buch kurz weg, um zu gucken, ob die beiden Streithähne mittlerweile endlich zur Vernumpft gekommen waren. Vorsichtig lauschte sie an der Türe und war sichtlich zufrieden, nachdem sie keinen Mucks mehr hörte. Auf die Gefahr hin, dass wenn sie jetzt die Türe öffnen würde ihr die beiden wahrscheinlich an den Hals springen würden, beschloss sie kurzerhand sie die Nacht über da drin zu lassen und ging zurück ins Staionszimmer.
Lange Zeit sassen Gretchen und Marc nebeneinander und sagten nichts. Mittlerweile war es schon 3 Uhr Nachts und der jungen Ärztin fielen zwischendurch immer wieder die Augen zu. Die Stille und das nichtstun machten sie einfach müde. Schliesslich beschlossen sie beide zu schlafen. Es gab da nur ein klitzekleines Problem. In dem Zimmer stand nur ein Bett. Also müssten sie entweder beide in einem schlafen, oder einer auf dem Boden. „Leg dich hin...ich bleib hier sitzen.“ schlug der Oberarzt schliesslich vor. Das ist ja ganz nett, aber ich kann ihn doch nicht auf dem Boden schlafen lassen! Hmm... Nach reiflicher Überlegung entschied sich dann dazu, ihm vorzuschlagen, dass er sich mit ins Bett legen könnte. Von dem Oberarzt kam daraufhin nur ein erstauntes: „Gut?!“ Anschliessend legte er sich mit sich zu ihr ins Bett. Lange Zeit sagten beide nichts. Schliesslich legte Marc vorsichtig seinen Arm unter ihren Kopf und sah ihr in die Augen. Oh Gott! Was mach ich hier eigentlich? Wir haben eben noch ausgemacht keine Annäherungsversuche mehr und jetzt...lieg ich hier mit meinem Chef in einem Bett! Ich darf auf keinen Fall einschlafen! Sie rutschte wieder ein Stück weg, so dass sie sich kaum berührten., so gut wie das in dem engen Bett möglich war. Marc merkte wohl, dass es ihr unangenehm war und nahm seinen Arm daraufhin schnell beiseite. Erst gelang es ihr noch die Agen offen zu halten, aber nach einer Stunde konnte sie sich nicht mehr gegen die Müdigkeit wehren und schlief einfach ein. Der Oberarzt beobachtete sie noch eine Weile. Er konnte es sich nicht erklären, aber irgendwie gefiel ihm die Nähe zu seiner Assistenzärztin. Als sie tief und fest zu schlafen schien kuschelte er sich an sie und schloss irgendwann auch die Augen.


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03.03.2009 10:37
#20 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Kurz vor Schichtende am nächsten Morgen ging Sabine dann wieder zu dem Zimmer und warf einen vorsichtigen Blick durch die Glasscheibe. „Es geht doch!“ sagte sie zufrieden und schloss leise die Türe auf. Wecken wollte sie die beiden allerdings nicht, weil sie dann garantiert einen Anschiss wegen dieser Aktion zu erwarten gehabt hätte. Liegen lassen konnte sie sie aber auch nicht. Denn spästestens wenn der Professor zur Visite gekommen wäre und die beiden so gesehen hätte, wäre er ausgerastet und das wollte sie dann doch nicht. Sie überlegte einige Zeit und schliesslich kam ihr die Idee. Sie ging ins Stationszimmer, piepte Gretchen an und machte sich anschliessend schnell aus dem Staub.
Huch! Was ist das denn? Dachte die junge Ärztin als sie von dem schrillen Geräusch aus ihren Träumen gerissen wurde. Noch im Halbschlaf griff sie nach ihrem Pieper in ihrer Kitteltasche und schlug Marc dabei ausversehen ihren Ellenbogen gegen die Nase. Erst als der Oberarzt aufsprang und „au“ schrie bemerkte sie ihn. Was mach ich hier eigentlich...mit ihm?! Oh Gott! „Sag mal...hast du sie nicht mehr alle!“ meckerte Marc und hielt sich die Nase fest. „Ja. Tschuldigung war nicht mit Absicht.“ kam von der jungen Ärztin nur, während sie aufstand. "Wäre ja wohl auch noch schöner!" motzte der Oberarzt. Doch das bekam sie garnicht mehr richtig mit, denn langsam kam ihr wieder alles in den Sinn und sie hatte nur einen Gedanken: SABINE!!! Ich bring sie um! Deshalb machte sie sich auch auf dem schnellsten Weg zum Stationszimmer.


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04.03.2009 11:10
#21 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Doch als sie dort ankam und nach der Schwester fragte, sagte ihre Kollegin ihr, dass sie bereits nach Hause gegangen wäre. Hat sich also schnell aus dem Staub gemacht! Nützt ihr aber garnichts! Spätestens heute Abend wird sie mir einiges erklären müssen!! dachte sie und ging sich umziehen. Marc schaute ihr noch einige Zeit hinterher und ging dann auch in sein Büro, um nach Hause zu fahren. Gabi war Gott sei dank nicht da. Die hatte Frühschicht. Er legte sich auf die Couch, um noch ein paar Stunden bis zur nächsten Schicht zu schlafen, aber irgendwie gelang es ihm einfach nicht einzuschlafen. Deshalb stand er nach einer Zeit wieder auf und schaltete den Fernseher ein.
Auch Gretchen ging es nicht anders. Nachdem sie bestimmt 5 Minuten lang gedankenverloren ihr Nutellabrötchen angestarrt hatte, fragte Bärbel sie was mit ihr los wäre. Erst als ihre Mutter sie ein zweites Mal ansprach, reagierte die junge Ärztin und erwiederte: „Nichts Mama....war einfach nur ne anstrengende Nacht.“ Anschliessend stand sie auf, liess ihr Schokobrötchen liegen und ging hoch in ihr Zimmer. Bärbel blieb verdutzt am Tisch sitzen und schaute ihr nur noch hinterher. Warum wirft er mich immer so aus der Bahn? Das gibt’s doch nicht! Dachte sie und liess sich auf́s Bett fallen. Sie wollte einschlafen, da in 6 Stunden wieder die nächste Schicht begann. Aber nachdem sie sich ein paar mal hin und her gewälzt hatte, gab sie es auf und schrieb anstatt zu schlafen in ihr Tagebuch:

Liebes Tagebuch,
Ich hab́s von vornerherrein gewusst, dass das mit dem Nachtdienst keine so gute Idee war. Fast die ganze Woche über haben Marc und ich uns nur gestritten. Naja...eigentlich haben wir uns eher über Sabine angegiftet. Das hat ihr dann nämlich anscheinend gestern Abend gereicht. Denn sie hat uns beide in ein leeres Zimmer gelockt und einfach die Türe abgeschlossen! Dachte ja erst noch an ein Versehen, aber als sie dann durch die Türe sagte, dass sie sie erst wieder öffnen, würde wenn wir uns einig geworden wären, wusste ich: Das war Absicht!!! Ich schwöre dir wenn ich die in dem Moment zu packen gekriegt hätte, wär ich ihr wahrschienlich an den Hals gesprungen. Marc stand einfach nur in der Ecke und wartete auf die Dinge, die da kamen. Würde fast behaupten dem hat das auch noch gefallen, denn er unternahm keinen Versuch uns aus dieser misslichen Lage zu befreien. Das einizige was kam war ein Haufen voller neunmalkluger Sprüche. Wie immer!! Hab ihm dann die Meinung gesagt und weist du was er dazu sagte? Ich solle ihm in Zukunft gehorchen. Ich hab echt gedacht ich hör nicht richtig! War so sauer und sagte zu ihm, dass bevor ich das tuen würde, die Hölle einfriert, also nie! Und was macht der? Lacht mich dreist aus! Ich kann es mir nicht erklären, aber irgedwie fand ich meinen Spruch selbst lustig und hab mitgelacht. Dann haben wir uns einige Zeit lang angesehen und sagten nichts mehr. Auf meine Frage, warum das Verhältnis von uns so schwierig wäre, bekam ich keine Antwort von ihm. Hätte ich mir ja eigentlich denken können...er redet ja nie viel wenn es um solche Sachen geht! Aber so konnte die Situation auch nicht bleiben Immerhin arbeiten wir zusammen und da ist so was nicht gerade förderlich. Deswegen schlug ich ihm einen Waffenstillstand vor zu den Bedingungen: Er hält sich mit seinen blöden Sprüchen zurück und ich bin nicht mehr so rechthaberisch. Ich mein er ist ja nicht umsonst Oberarzt. Hat seine Zulassung ja wohl kaum in der Lotterie gewonnen! Aber zurück zum Thema: Er stimmte zu und wir gaben uns die Hand. Einige Zeit sassen wir einfach nur so da...neben einander und keiner sagte irgend etwas. Diese Stille machte mich ganz müde und ich merkte wie ich immer kurz einnickte. Hätte zu gerne geschlafen, aber in dem Zimmer war nur ein Bett und mit ihm zusammen, das wollte ich nicht. Irgendwie wollte ich es dann aber doch und so lagen wir nach einiger Zeit zusammmen in dem engen Bett. Plötzlich legte er auch noch seinen Arm um mich. Es war ein schönes gefühl...keine Frage...aber es tat auch verdammt weh, denn ich wusste das das nur für den einen Moment sein würde und das wollte ich nicht! Marc muss das wohl gemerkt haben, denn er nahm seinen Arm schnell weg, nachdem ich ein Stück zur Seite gerutscht war. Ich hab mir in dem Moment echt Mühe gegeben, dass ich nicht einschlafe, aber die Müdigkeit war stärker. Heute Morgen weckte mich dann mein Pieper. Wusste im ersten Moment garnicht was los war und bemerkte auch Marc erstmal nicht neben mir. Erst als ich in meine Kitteltasche griff und ihm dabei eins auf die Nase gab, stellte ich fest, dass wir wohl die ganze Nacht Arm in Arm geschlafen haben. Wollte dann da nur noch weg! War mir ehrlich gesagt ein bisschen peinlich. Was denkt der denn jetzt von mir? Bestimmt ist es wieder eine Genugtuung für ihn, dass ich doch wieder „angekrochen“ gekommen bin. Wie soll ich denn jetzt in Zukunft mit ihm umgehen? Er ist mein Chef und noch dazu verheiratet! In solche Situationen kann auch nur ich geraten...


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04.03.2009 12:19
#22 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Sie legte das Buch wieder weg und beschloss doch noch etwas zu schlafen. Schliesslich gelang ihr das auch. Aber nach ungefähr 3 Stunden klingelte sie der Wecker wieder gnadenlos aus dem Bett. Gott sei Dank ist das heute die letzte Nachtschicht! Dachte sie und quälte sich aus dem Bett.
Im Stationszimmer angekommen erfuhr sie dann, dass Sabine kurzfristig den Dienst getauscht hatte. „Da hat wohl einer mächtig Angst, was?“ sagte Marc mit einem grinsen, nachdem er ebenfalls dazugekommen war. Schwester Klara schaute die beiden nur erstaunt an und meinte: „Nein. Sie sagte mir, dass sie heute Abend etwas vor hätte.“ Weŕs glaubt! Beide Ärzte schauten sich an und dachten wohl in dem Moment das gleiche. „Wenn du gleich Zeit hast, komm bitte in mein Büro. Hab noch was zu klären.“ sagte Marc schliesslich und verschwand. Wie? Klären? Was ist denn jetzt schon wieder? Hoffentlich meint der nicht „unsere Nacht“!!
Nachdem sie ihre Arbeit erledigt hatte machte sie sich mit einem komischen Gefühl im Bauch auf den Weg zum Büro ihres Chefs. Zaghaft klopfe sie an die Tür und wartete darauf, dass er sie hereinbat. Nachdem er das getan hatte, öffnete sie langsam die Türe und steckte ihren Kopf durch die Türe. „Was ist denn?“ wollte sie wissen. Marc erhob sich von seinem Stuhl und bat: „Komm rein und setz dich.“ Okay?! Was kommt jetzt? Dachte sie und trat vorsichtig ein. Nachdem sie Platz genommen hatte begann der Oberarzt auch sofort zu sprechen: „Hmmm...da du ja jetzt schon fast ein Jahr hier arbeitest, dachte ich dass es an der zeit für dich wäre, ein paar mehr Aufgaben im OP zu übernehmen als nur saugen und zunähen.“ Du machst deine Sache wirklich gut“ sagte er leise und fügte noch schnell hinzu: „Und ausserdem bist du ja hier um etwas zu lernen.“ Moment mal...kam das jetzt wirklich gerade aus seinem Mund? Ich fass es nicht! „Gerne.“ kam von Gretchen daraufhin begeistert, bevor sie aufstand und zur Türe ging. Dort sprach Marc sie nochmals an. Sie drehte sich erneut um und fragte: „War noch was?“ Erst zögerte Marc aber dann fragte er sie, wie weit sie eigentlich mit ihrem Bericht wäre. „Ich komm gut vorran.“ kam von der jungen Ärztin daraufhin nur. „Wenn du Hilfe brauchst...“ weiter kam er nicht, denn sie unterbrach ihn sofort und meinte: „Ich schaff das schon allein.“ Warum ist der auf einmal so nett zu mir? Eigentlich war sie froh, dass sie sich im Moment mit Marc gut verstand, aber dass er plötzlich wieder ihre Nähe suchte irritierte sie doch mehr als sie zugeben wollte. Deshalb wollte sie auch so schnell wie möglich verschwinden. Als sie sich jedoch an der Türe nochals umdrehte schien es ihr fast so, als ob er etwas enttäuscht über ihre Antwort war. Deshalb fügte sie noch hinzu: „Aber danke füŕs Angebot.“ und lächelte ihn freundlich an. Marc lächelte kurz zurück und Gretchen ging nun endgültig.


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04.03.2009 14:49
#23 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Hoffentlich war das gestern kein Fehler. Es ist zwar gut, dass wir nicht mehr streiten, aber seine Nähe tut mir weh! Sie setzte sich im Stationszimmer an den Schreibtisch und versuchte an ihrem Bericht weiterzuschreiben. Doch wirklich konzentrieren konnte sie sich darauf nicht. Immer wieder musste sie an Marc denken. Ihr Herz sagte *ja* aber ihr Verstand eindeutig *nein*!
„Was machst du denn hier?“ fragte Marc mehr als unfreundlich, als Gabi sein Büro betrat. Die junge Frau kam auf ihn zu und umschlang ihn von hinten. „Ich wollte mal sehen was du so machst.“ sagte sie und streichelte ihm dabei über den Rücken. Marc rollte mit seinem Stuhl von ihr weg und meinte: „Ja. Das hast du ja jetzt getan und wie du siehst bin ich beschäftigt!“ Anschliessend wandte er sich wieder der Akte zu, die vor ihm lag. Gabi liess daraufhin von ihm ab und erwiederte mehr als vorwurfsvoll: „Fragt sich nur womit.“ Der Oberarzt schaute kurz auf und stöhnte: „Mit der Akte von Herrn Fassbender.“ Er nahm seine Hand kurz weg, so dass die Schwester freie Sicht auf die Papiere hatte und fügte noch hinzu: „Willste vielleicht noch lesen, damit du mir glaubst?“ dabei grinste er sie unverschähmt an. In der Hoffnung sie endlich loswerden zu können, arbeitete er seelenruhig weiter und tat so als ob sie garnicht mehr da wäre. Tatsächlich zeigte das Wirkung. „Verarschen kann ich mich auch alleine!“ erwiederte Gabi eingeschnappt, warf den Kopf in den Nacken und verliess das Büro. Nachdem sie die Türe geschlossen hatte, liess der Oberarzt den Kugelschreiber fallen und stützte sich seinen Kopf mit den Ellenbogen auf der Schreibtischplatte ab. Womit hatte er sowas nur verdient? Die, zu der er sich mehr und mehr hingezogen fühlte, also Gretchen, wich ihm ständig aus und Gabi, die fiel ihm auf den Wecker, wo sie nur konnte! Gut. Er hatte sie geheiratet, aber nur weil er keine andere Wahl hatte. Den wahren Grund sollte Gretchen jedoch nie erfahren, dann würde er lieber Gabi weiter ertragen. Marc wurde durch seinen Pieper aus seinen Gedanken gerissen, genauso wie Gretchen. Beide Ärzte standen sofort auf und begaben sich anschliessend in die Notaufnahme.


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04.03.2009 17:42
#24 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Gordon begrüsste sie mit den wichtigsten Fakten und konnte es wieder einmal nicht lassen der jungen Ärztin ein Kompliment zu machen, was Marc natürlich ganz und garnicht in den Kram passte. Aber ausser einem bösen Blick und ein entsetztes „Bitte?!“ brachte er nichts heraus. Gretchen sagte nichts dazu, weil ihr die Situation wieder ein wenig peinlich war und wandte sich stattdessen dem Patienten zu. „Wie ist denn das passiert?“ fragte sie und beugte sich dabei zu ihm runter. Der etwa 60-jährige alte Mann antwortete ihr daraufhin, dass er die Treppe runter gefallen wäre, weil er sich vorher das Licht vergessen hatte einzuschalten. Im Untersuchungsraum angekommen ordnete Marc dann nach der Untersuchung eine Rötgenaufnahme an und Gretchen nahm dem Patienten Blut ab. „Das sieht mir nach einen glatten Bruch aus.“ murmelte der Oberarzt vor sich hin, as er sich die Bilder anschaute, die die Schwester ihm kurz zuvor gebracht hatte. „Und was heisst das jetzt?“ fragte der alte Mann etwas ängstlich. Gretchen ging zu ihm und erklärte: „Ihr linkes Bein ist gebrochen. Sie bekommen jetzt einen Gips und...“ weiter kam sie nicht, denn Marc unterbrach sie: „Und dann können sie sich zu Hause von ihrer Frau verwöhnen lassen.“ dabei zwinkerte er ihm zu. Die junge Ärztin warf ihm einen bösen Blick zu und wandte sich wieder dem Patienten zu. „Haben sie denn jemanden der sich um sie kümmert?“ fragte sie. Doch der alte Mann schüttelte mit dem Kopf und meinte, dass seine Frau vor 2 Jahren plötzlich verstorben wäre und er allein leben würde. Wie schrecklich! Daraufhin ging sie zu Marc und stiess ihn leicht an. Leise fragte sie dann, ob sie den Mann nicht ein paar Tage stationär aufnehmen könnten. „Normalerweise geht das nicht. Das weist du!“ erwiederte der Oberarzt. „Ja. Ich weis...aber er ist ganz allein und hat niemanden, der sich um ihn kümmert.“ versuchte sie zu erklären. Doch von Marc kam nur trocken: „Ja und? Dafür gibt’s ambulante Pflegedienste oder willst du das noch übernehmen?“ Dabei grinste er sie wieder an. Nachdem sie ihm vorgeworfen hatte, dass er unsensibel und kaltherzig wäre, stimmte der Oberarzt schliesslich stöhnend zu. „Aber nur ein paar Tage...sind ja schliesslich ein Krankenhaus und kein Hotel hier!“ fügte er noch hinzu und ging raus. Solangsam lernt er... dachte die junge Ärztin und ging wieder rüber zum Patienten, um ihm zu erklären, dass er doch ein paar Tage bleiben würde. Der alte Mann bedankte sich für alles und Gretchen ging auch, nachdem sie die Schwester, der Notaufnahme angewiesen hatte ihm einen Gips anzulegen und anschliessend auf die Station zu bringen.


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Dornröschen Offline

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04.03.2009 19:07
#25 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Die letzte gemeinsame Nachtschicht ging dann auch schnell vorbei und gegen 7 Uhr morgens machten sich beide Ärzte jeweils auf den Weg nach Hause. Im Aufzug trafen sie schliesslich aufeinander. Gretchen rutschte, nachdem sie gemerkt hatte, dass Marc sie die ganze Zeit über komisch ansah, in die äusserste Ecke des Fahrstuhls und betete, dass sie bald unten wären. Warum guckt der mich die ganze Zeit so an? Er hat doch ne Frau, die zu Hause auf ihn wartet! Als sich die Türen des Lift́s öffneten machte sie so schnell wie möglich, dass sie rauskam und ging schon fast im Laufschritt zu ihrem Fahrrad. Da es mittlerweile schon November war und auf den Strassen Glatteis lag, bot Marc ihr an sie kurz nach Hause zu fahren. „Geht schon. Danke.“ kam daraufhin von der jungen Ärztin schnell, bevor sie auf ihr Rad stieg. „Okay. Wie du meinst.“ sagte der Oberarzt und wollte zu seinem Auto gehen. „Ja dann. Schönen Feierabend noch ne?“ sagte Gretchen und fuhr davon. Puh! Das ging ja gerade nochmal gut! Noch so ne Situation und ich weis nicht mehr ob ich wiederstehen kann, die Versuchung ist einfach zu gross! Aber ich muss! Will ja schliesslich keine Schlampe sein, die eine Ehe kaputt macht! Dachte sie auf dem Weg nach Hause. Dort angekommen ging sie direkt hoch auf ihr Zimmer, schmiss ihre Tasche und die Schuhe in die nächste Ecke und zog sich um. Sie lag noch keine 10 Minuten im Bett, da war sie auch schon eingeschlafen. Gott sei Dank musste sie erst morgen früh wieder in der Klinik sein.


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