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Dieses Thema hat 1.102 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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Dornröschen Offline

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17.07.2009 20:46
#926 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Doch beide waren in diesem Moment so verwirrt, dass sie nicht dazu in der Lage gewesen wären. Stattdessen schauten sie sich einfach nur weiterhin ganz tief in die Augen. Dabei wurde ihr immer klarer, dass es mittlerweile fast unmöglich wurde ihre Gefühle zu unterdrücken. Ihr Verstand schrie eindeutig: “NEIN!!” Doch ihr Herz sprach dagegen. Deshalb stiegen ihr dann auch unwillkürlich die Tränen in die Augen. Nein! Nicht heulen! Er darf das nicht sehen!!! Sie drehte sich schnell von ihm weg, wischte sich die Träne aus dem Gesicht und meinte anschließend leise: “Mach́s gut.”
“Soll ich...dir noch helfen?” fragte Marc schließlich und deutete auf seinen schlafenden Sohn.
“Nein...Danke...Geht schon...” sagte sie und öffnete die Beifahrertüre. Der Oberarzt hielt sie nochmals zurück und versuchte zu einer Erklärung anzusetzen: “Gretchen...Ich...Ich weis...” Sie unterbrach ihn allerdings schnell.
“Ich...bin im Moment...” Sie brach ihren Satz ab, stöhnte stattdessen leise und stieg anschließend aus. Marc saß immer noch perplex da und fragte sich was sie ihm gerade sagen wollte. Gretchen öffnete dann die Kofferraumklappe und lud die ganzen Sachen aus. Anschließend wollte sie dann auch noch Jan-Luca nehmen, merkte aber schnell, dass das schier unmöglich war. Genauso wie Marc. Der stieg nämlich daraufhin schnell aus und nahm seinen Sohn aus dem Kindersitz auf seinen Arm. Der Kleine zuckte zwar kurz, kuschelte sich aber dann an die Schulter seines Vaters und schlief friedlich weiter.
“Ja...äh dann...bringst du ihn...am besten...schnell ins Bett. Bevor er noch wach wird.” sagte die junge Ärztin etwas verlegen bei Anblick dieses Bildes und ging anschließend schnell zur Türe.
Nachdem Gretchen oben aufgeschlossen hatte begrüßte Kati sie schon mit einem lautstarken “Hallo!” Wie aus einem Mund kam von den Eltern nur ein: “SCHHHHHHH!!!” Worauf sich alle drei erstmal gegenseitig ansahen. Anschließend ging Marc mit seinem Sohn auf dem Arm in dessen Zimmer und legte ihn dort vorsichtig ins Bett.
“Danke.” sagte die junge Blonde leise als sie dazu kam.
“Kein Problem.” kam von dem Oberarzt mit einem kleinen Lächeln. Er schaute nochmal zu seinem Sohn und dann zu Gretchen. Und in diesem Moment wurde ihm eins klar: Er liebte diese beide Menschen über alles und konnte sich ein Leben ohne die beiden nicht mehr vorstellen. Deshalb müsste er für diese kleine Familie kämpfen!


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17.07.2009 21:17
#927 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Gretchen...Ich...Ich muss dir was sagen...Ich...Heute...”
Doch die junge Ärztin ließ nicht aussprechen, hielt ihm stattdessen den Finger auf die Lippen und meinte: “Schhh....Lass uns Zeit...okay?” Abschließend verschloss sie seine Lippen dann mit einem kurzen, aber dennoch zärtlichen Kuss.
Kati, die sich heimlich hinter die Türe gestellt hatte, bekam das mit und freute sich im Stillen, dass ihre Mission “Familienzusammenführung” anscheinend erfolgreich war. Der Rest wäre jetzt nur noch ein Kinderspiel dachte sie und nahm sich vor später noch ein ausführliches Gespräch mit ihrer Freundin zu führen. Das setzte sie dann auch direkt in die Tat um, nachdem Marc die Wohnung verlassen hatte und Gretchen immer noch an der Türe zum Kinderzimmer gelehnt stand. “Darf ich dir ne Frage stellen, ohne dass du mir gleich wieder an die Gurgel springst?!” fragte Kati dann mit ein wenig Ironie in der Stimme.
Von der junge Ärztin kam nur ein abwesendes “Hmmm...” weil sie immer noch mit ihren Gedanken woanders war. Heute waren wir tatsächlich so was wie ne richtige, kleine, glückliche Familie, aber ob das auf die Dauer mit uns eine Zukunft hat? Ich weis es nicht... Außerdem hab ich immer noch Laura im Hinterkopf...AHHHH!!! Das alles macht mich einfach nur wahnsinnig!! Nachdem Kati dann feststellte, dass Gretchen wieder einigermaßen aufnahmefähig zu sein schien, stellte sie dann auch prompt ihre Frage.
“Worauf willst du noch warten? Ich meine...Wo genau ist dein Problem?”
“Würdest du sowieso nicht verstehen...” war der knappe Kommentar ihrer Freundin dazu, bevor sie zu ihrem Zimmer ging und sie einfach stehen ließ.
“Da hast du vollkommen recht! Ich versteh es echt nicht!”
“Siehst du!” meinte Gretchen und schloß ihre Zimmertüre. Kati beschloß dann auch erstmal sie in Ruhe zu lassen und setzte sich im Wohnzimmer auf die Couch. Als sie aber kurz darauf zur Toilette wollte und von weitem schon ihr schlurzen hörte entschied sie sich doch dazu nochmal mit ihr zu reden. Die junge Frau öffnete leise die Türe und begab sich anschließend zum Bett. Nachdem sie sich vorsichtig auf die Bettkante gesetzt hatte, legte sie ihre Hand auf die Schulter der jungen Ärztin und fragte mit ruhiger Stimme: “Hey! Was ist los?” Von ihrer Freundin kam jedoch keine Reaktion.


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17.07.2009 21:52
#928 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Ich will dir...euch doch nur helfen.” Da Gretchen in dem Moment mehr als verzweifelt war fauchte sie Kati an: “Klar! Das willst du ja immer nur! Deshalb auch solche Schwachsinnsaktionen, die dann immer in der totalen Katastrophe enden! So wie jetzt auch wieder! HERZLICHEN DANK AUCH FRAU LANGE!!!” Mittlerweile saß sie aufrecht im Bett und tötete ihre Freundin mit ihrem Blick. Die wehrte sich auch prompt dagegen.
“Scheiß mich nicht so blöd von der Seite an! Was kann ich dafür, wenn du dein Leben nicht im Griff hast!!”
“Ich hatte alles im Griff! Bis...Wenn du mich nicht zu diesem bescheuerten Ausflug gedrängt hättest, wär das alles gar nicht passiert!!”
“Was ist denn passiert?” fragte Kati äußerst interessiert und beugte sich ein Stück zu ihr rüber.
“Wir haben uns geküsst...” sagte die junge Ärztin eher abwesend und hätte sich im nächsten Moment am liebsten selbst dafür in den Hintern gebissen! Jetzt wird sie keine eher keine Ruhe geben, bis ich ihr alles haarklein erzählt hab! Ich bin SO blöd! Dafür brauch ich schon ne Genehmigung...bei so viel Doofheit!!!
Und so war es auch! “Ihr habt euch...geküsst?? Erzähl!!” fragte Kati und konnte sich dabei ihr Grinsen kaum aus dem Gesicht halten. Da hatten sich die rundgerechnet 50 Euro für die karten doch bezahlbar gemacht!
Währenddessen kam Marc auch zu Hause an. Er war ebenfalls ziemlich verwirrt und hatte sich die ganze Zeit über gefragt was Gretchen mit ihren Worten meinte. Seine Verwirrung war dann komplett als er die Türe zu seiner Wohnung aufgeschlossen hatte und Laura gleich auf ihn zugestürmt kam, ihn umarmte und regelrecht abknutschte. “Ich hab dich so vermisst!!” Der Oberazt war zunächst einmal nicht in der Lage zu reagieren geschweige denn etwas zu antworten. Denn eigentlich war er mit seinen Gedanken noch bei Gretchen. Das merkte dann auch seine Freundin. Sie ließ sofort von ihm ab und blickte ihn fragend an. “Was ist los? Ist was passiert?” Marc sah sie eine Weile nur an und dachte nach. Sollte er ihr endlich sagen, dass er Gretchen immer noch liebte und sie deshalb auch mit der jungen Ärztin betrogen hatte, woraus dann ein Kind, um genauer zu sein Jan-Luca, entstanden war? Und dass er vorhatte um diese kleine Familie zu kämpfen?


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17.07.2009 22:26
#929 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Ja mein Gott! Ich BIN schwach geworden! Jetzt zufrieden?!” erwiderte Gretchen zickig.
Kati schüttelte nur ungläubig mit dem Kopf. “Süße...Darum geht́s doch hier gar nicht!” Sie legte den Arm um Gretchen.
“Tschuldigung...Ich bin einfach nur so...verwirrt...und...”
“Und was?”
“Ach! Auch egal jetzt!”
“NEIN! Es ist NICHT egal! Hörst du?”
“Ich...weis einfach nicht was ich machen soll! Dieser Kuss...da unter dem Wasserfall...der war so...Es fühlte sich so verdammt richtig an, obwohl es doch eigentlich total falsch ist! Verstehst du?”
“Nein...nicht so ganz.”
Gretchen stöhnte. Daraufhin fasste Kati sie an beiden Schultern, so als ob sie sie mal kräftig durch schütteln wollte und meinte: “Gretchen! Es IST doch richtig! Ihr liebt euch doch verdammt! Was ist daran bitte falsch?”
“Einfach alles! Die Umstände, der Zeitpunkt...Er ist mit Laura zusammen und er hat sie doch schon einmal mit mir betrogen! Ich will einfach nicht, dass wieder passiert! Kannst du das denn nicht verstehen?”
Diesmal war es Kati, die schwieg. Stattdessen musterte sie ihre Freundin nur mit ihrem Blick.
“Ich weis doch selbst wie schlimm das ist, wenn man einen Menschen so sehr liebt und dann von ihm enttäuscht wird! Ich habe solche Frauen immer abgrundtief gehasst und jetzt...bin ich selbst so eine!”
“Nein! So eine bist du nicht! Das stimmt nicht!”
“Doch! Genauso...Eine....Schlampe halt!”
“Quatsch! Red dir sowas ja nich ein! Immerhin geht das ja wohl nicht nur von dir aus! Dazu gehören immer zwei! Marc liebt dich genauso wie du ihn!”
“Mag sein...aber trotzdem...”
Eine Weile herrschte Schweigen zwischen den Beiden.


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17.07.2009 22:48
#930 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Nur mal angenommen...du würdest morgen zu ihm gehen und ihn vor die Wahl stellen...Was glaubst du wohl...Für wen er sich entscheiden würde? Für Laura oder für dich und Janni??”
Gretchen schwieg.
“Keine weiteren Fragen euer Ehren!”
“Aber ich kann doch nicht...”
“Wieso denn nicht? Gretchen! Jeder hat eine zweite Chance verdient! Und ihr verdient sie allemal!!” Ob sie wirklich Recht hat? Ich kann doch nicht einfach so mir nichts dir nicht bei ihm aufkreuzen und sagen: “Laura oder wir beide!” Das geht doch nicht! Wieder herrschte Schweigen. Nach einiger Zeit stand Kati dann auf und meinte: “Denk mal drüber nach. Hmm?” bevor sie das Zimmer verließ und ihre Freundin mit ihren Gedanken und Ängsten alleine ließ.
“Laura...Ich...”begann Marc schließlich, brach seinen Satz dann aber ab und meinte: “Ich bin nur müde...sonst nichts.” Im nächsten Moment verfluchte er sich zwar selbst dafür in Gedanken: “Verdammter Feigling!!”, jedoch brachte er es aus irgendeinem Grund einfach nicht fertig Laura zu sagen was er wirklich dachte und fühlte. Deshalb antwortete er auch, als sie ihn misstrauisch ansah und fragte: “Ist das...wirklich alles?” nur mit einem kurzen “Jep!” und verschwand anschließend sofort im Schlafzimmer.
Laura setzte sich noch eine Weile auf die Couch und schaute fern. Dabei griff sie nochmals nach ein paar Unterlagen. Dann müsste sie ihm eben morgen von den aus ihrer Sicht super Neuigkeiten und Plänen für die Zukunft erzählen, die sie mit im Reisegepäck hatte.
Immer wenn Gretchen verzweifelt war und keine Antwort auf all ihre Fragen wusste, zog sie ihr Tagebuch zu Rate und vetraute ihm alles an. So auch an diesem Abend.


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17.07.2009 23:18
#931 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Liebes Tagebuch,
Bin gerade mehr als verwirrt und somit auch verzweifelt. Grund hierfür: MARC MEIER!!
An sich ja nichts neues...ich weis...aber trotzdem muss ich diese Gedanken und auch Ängste, die mich gerade quälen irgend jemandem anvertrauen, bevor ich noch wahnsinnig werde!!
Um es gleich vorneweg zu sagen: Meine schlimmsten Befürchtungen sind leider eingetreten...Mit anderen Worten: Meine Fassade ist gebrochen und ich musste heute schmerzlich erkennen, dass ich Marc trotz allem immer noch liebe!
Aber am besten von vorn...Wie du ja weist stand heute dieser “Familienausflug” an. Wie von mir schon befürchtet endete dieser in der absoluten Katastrophe! Soll heißen: Marc und ich haben uns geküsst! Es war schön...keine Frage...Okay...Eigentlich war es glaub ich der bisher beste Kuss meines Lebens! Alles hat einfach gestimmt in diesem Moment und ich konnte gar nicht anders als schwach zu werden. Ja! Ich verfluche mich selbst dafür...aber ich war einfach willenlos! Nur hab ich jetzt ein Problem...Denn auch bei ihm schien dieser Kuss nicht ohne Folgen geblieben zu sein. Er wollte nämlich nachdem wir vor meiner Wohnung angekommen waren mit mir reden. Womit wir dann auch gleich bei meinem Problem wären...Ich will ihn zurück und ihm scheint es da anscheinend irgendwie nicht anders zu gehen...denke ich...oder vielleicht hoffe ich das auch nur...Na ja...auch egal. Aber mein bzw. UNSER Problem ist weiblich, über 30, brünett und heißt Laura...mit anderen Worten...seine derzeitige Freundin. Denn ich will keine Affäre! Dafür bin ich einfach nicht gemacht! Ich glaube immer noch an die große und einzig wahre Liebe...und das mit über 30 noch...oh man! Hatte dann eben noch ein hübsches kleines Gespräch mit Kati und die hat mir geraten endlich reinen Tisch zu machen. Anders ausgedrückt: Ich soll zu ihm gehen und ihn vor die Wahl zwischen Laura und Jan-Luca und mir stellen und das ihrer Meinung nach am besten noch gestern! Aber das ist einfacher gesagt als getan. Ich kenne Marc! Wenn man ihn unter Druck setzt...da kann er gar nicht drauf! Wer weis also wie er sich endscheiden würde... Aber wenn ich es mir so recht überlege...Ich hab eigentlich gar keine andere Wahl! Okay...Die hätte ich schon...Ich könnte es auch einfach so lassen wie es bisher ist, aber das würde nie gut gehen...Wegen Janni werden wir unser Leben lang mit einander zu tun und ich habe ehrlich gesagt nicht den Eindruck, dass sich an meinen Gefühlen für ihn irgendwas ändern wird. Das war in den letzten 22 Jahren nicht der Fall, also warum dann in den nächsten 22? Also scheidet vergessen schon mal definitv aus...Deshalb wäre es dann auch nur eine Frage von Zeit bis wir Sex miteinander hätte und er Laura erneut mit mir betrügen würde. Nein! Dann doch lieber reinen Tisch...


Nachdem sie dann ihr Tagebuch wieder geschlossen hatte, fasste sie den Entschluss gleich morgen zu ihm zu gehen und ihren Plan in die Tat umzusetzen. Schließlich schlief sie dann ein.


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17.07.2009 23:44
#932 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Da Jan-Luca an diesem Morgen ausnahmsweise mal lange schlief und sie noch ziemlich müde war, wurde dann aus Morgens fast Mittag bis sie sich in die Klinik begab.
Als in der zweiten Etage aus dem Aufzug stieg schnupperte sie erstmal die Krankenhausluft, die ihr so fehlte. Wird wirklich Zeit, dass ich langsam wieder anfange zu arbeiten. Lange halte ich das nämlich nicht mehr aus nur zu Hause zu sitzen! Sie wollte gerade zu dem Büro des Oberarztes, als Sabine sie auf dem Flur traf. “Hallo Frau Doktor! Schön sie nochmal zu sehen!” Die Schwester schaute kurz an ihr herunter und fügte mit einem Lächeln noch hinzu: “Gut sehen sie aus!”
“Danke gleichfalls!” erwiderte Gretchen und wollte weiter gehen. Doch Sabine ließ ihr keine Chance und forderte sie dazu auf mit ihr im Stationszimmer einen Kaffee zu trinken. “So wie in guten alten Zeiten.” meinte sie.
“Okay. Aber ich hab wirklich nicht viel Zeit!” meinte die junge Blonde und folgte der Schwester anschließend. Wie zu erwarten dauerte es aber dann doch länger. Denn Sabine wollte alles wissen... wie immer! “Wie geht es denn dem Kleinen?” fragte sie.
“Gut. Sehr gut.”
“Kann er denn schon laufen?”
“Ja. Seit ein paar Wochen.”
“Haben sie vielleicht...ein Bild von ihm?”
“Äh...ja Moment.” Gretchen ging kurz in die Umkleide und kramte in ihrer Tasche nach ihrem Portemoinee. Deshalb bekam sie auch gar nicht mit, dass Laura aus dem Aufzug stieg und sich zu Marćs Büro begab.


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18.07.2009 00:18
#933 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Nachdem sie Sabine dann fast die ganze Lebensgeschichte ihres Sohnes inklusive “Beweismaterial” offenbart hatte meinte sie dann: “So. Jetzt muss ich aber wirklich. War schön mit ihnen zu plaudern. Bis demnächst!” Daraufhin stellte sie ihre Kaffeetasse auf den Schreibtisch und verließ schnell das Stationszimmer. So. Jetzt aber schnell zu Marc. Will es endlich hinter mich bringen! Wie er wohl reagieren wird? Auch wenn sie es sich nicht eingestehen wollte, aber mit jedem Schritt dem sie seinem Büro näher kam wuchs die Angst und auch somit die Zweifel in ihr. Vor der Türe angekommen, stellte sie dann fest, dass diese nur angelehnt war. Ob er gar nicht da ist? Diese Vermutung erwies sich dann als falsch, als sie von drinnen Stimmen hörte. Es waren die von Laura und Marc. Laura ist bei ihm. Dann kann ich jetzt unmöglich darein! Stattdessen entschied sie sich lieber dazu vor der Türe stehen zu bleiben und dem Gespräch zu lauschen. Ich weis...Das ist etwas unkoventionell, aber vielleicht krieg ich so raus wie es zwischen den beiden läuft und wie Marc zu der ganzen Sache steht...vielleicht redet er ja mit ihr darüber... Doch diese Hoffnung zerplatze in dem Moment als sie Laurás Stimme erneut hörte: “Überleg doch mal was sich da uns beiden für Chancen bieten! Ägypten ist längst nicht so arm und zurück gebleiben wie alle vermuten. Im Gegenteil! Die haben da unten Kliniken und Universitäten...da können wir nur von träumen! Die besten Ärzte werden dort ausgebildet! Und du bist schon der Beste...also...würden die sich die Finger nach dir lecken!”


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18.07.2009 00:52
#934 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Was?! Ägypten?? Bitte lieber Gott! Sag, dass das nicht wahr ist?! Aber leider war es die Realität! Denn als sie vorsichtig durch den Türspalt lugte sah sie wie Laura ihm ein Prosperkt unter die Nase hielt. Er blätterte kurz darin und meinte: “Hmm...Scheint wirklich nicht schlecht zu sein!” “Sag ich doch!” erwiderte die junge Frau. Anschließend setzte sich zu ihm auf den Schoß und umarmte ihn. “Glaub mir...Das wird toll! Wir müssten uns nur sehr schnell entscheiden!” “Wie schnell?” wollte Marc wissen. “Der Leiter der Ausgrabungsstätte hat mir eine Frist von zwei Wochen gesetzt zum überlegen...aber lieber wäre ihm wenn ich nächste Woche schon anfangen würde.” Gretchen hatte eindeutig genug gesehen und gehört! Wie im Trance ging sie zum Aufzug und merkte dabei gar nicht, dass Sabine sie nochmals ansprach. Nachdem sich die Türen des Lifts öffneten stieg sie ein und fuhr nach unten. Als sie dann endlich in ihrem Wagen saß legte sie sich im Sitz zurück, schloß die Augen und atmete erstmal tief durch. Ich hab zu lange gewartet...Jetzt ist alles zu spät! In wahrscheinlich noch nichmal 14 Tagen werde ich und Jan-Luca ihn nie wiedersehen! Bei diesem Gedanken schossen ihr unweigerlich die Tränen in die Augen und liefen ihr anschließend wie ein Wasserfall die Wangen herunter.
Unterdessen ging das Gespräch im Büro des Oberarztes weiter. “2 Wochen nur?!” fragte Marc entsetzt.
“Ja...Wieso? Ist das ein Problem für dich?”
“Na ja...Ehrlich gesagt...Das geht mir doch alles ein bisschen schnell...Ich meine...Das ist ja nicht mal nur eben Urlaub für 2 Wochen oder so...”
“Hey! Du bist doch sonst immer so spontan!” meinte sie und gab ihm einen leichten Knuff in die Seite.


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18.07.2009 01:27
#935 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Ja..schon...aber....Was ist zum Beispiel wenn was schief geht?”
“Ach! Was soll denn schon schief gehen?”
“Ich weis nicht...”
“Marc! Diese Ausgrabungsstätte zu bekommen....das ist eine Chance, die bekommt man nur einmal im Leben! Weist du...wie schwer es ist als Archäologe überhaupt eine eigene Ausgrabungsstätte zu bekommen?”
“Äh...Nein?! Woher auch?”
“Sämtliche meiner Kollegen würden dafür weis Gott was tun! Und ich bekomm sie mal so einfach auf dem Silbertablett serviert! Dass ich da nicht lange überlege ist doch wohl klar oder?!”
“Okay...Ich kanńs mir ja mal genauer anschauen....” sagte er und deutete auf das Propekt, welches auf seinem Schreibtisch lag.
Gretchen entschied sich dann schließlich dazu nach Hause zu fahren, da nun so wieso alles keinen Sinn mehr hatte. Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und fuhr anschließend los. Unterwegs verfluchte sie sich dann selbst. Gretchen Haase...Du bist echt so naiv! Was hast du gedacht? Dass er ewig auf dich wartet?! Marc Meier doch nicht! Tja! Selbst Schuld! Und das schlimmste daran ist, dass Jan-Luca jetzt für deine grenzenlose Doofheit bluten muss! Jetzt ist nämlich genau das eingetreten was ich von Anfang an vermeiden wollte! Wie erklär ich ihm das bloß? Er hängt doch so an Marc! Verdammt!!!
Als sie in die Wohnung zurückkam versuchte sie sich so gut wie nichts anmerken zu lassen. Sie nahm Kati den kleinen Jan-Luca ab und setze ihn in den Buggy. Gretchen brauchte jetzt einfach etwas frische Luft um ihren Kopf frei zu kriegen. Außerdem war ihr klar, dass sie es nie so gut vor ihrer Freundin verbergen konnte wenn sie etwas bedrückte. Also hieß ihre Devise: NIX WIE WEG!!!


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18.07.2009 02:23
#936 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Draußen angekommen ging sie dann mit ihrem Sohn in den Park. Da sie niemanden anderen hatte sprach sie mit Kleinen. Okay...Eigentlich war es eher ein Monolog, weil er noch nicht wirklich viel dazu beitragen konnte mit seinen eineinhalb Jahren.
“Jetzt sind wir wohl doch bald wieder alleine mein Kleiner. Aber wir schaffen das! Da bin ich mir sicher!” Oder doch nicht! Ach! Es muss einfach gehen! Ist jetzt eh nix mehr dran zu ändern! Jan-Luca sah seine Mutter an , als ob er wirklich verstehen würde, was sie ihm da gerade versuchte zu erklären. “Ich weis...Ich werde ihn auch vermissen! Aber ich bin selbst Schuld! Der einzige der mir jetzt noch bleibt bist du! Und ich würde dich um nichts in der Welt wieder hergeben wollen!” Als es langsam dunkel wurde beschloss sie dann nach Hause zu gehen.
Marc saß nach Feierabend mit einer Flasche Bier auf der Couch. Der Fernseher lief zwar nebenbei, aber seine Gedanken waren ganz wo anders. Plötzlich stand er auf und nahm sich das Propekt der Klinik aus der Tasche. Alexandria Faculty of Medicine stand darauf. Er blätterte es erneut durch und sah sich diesmal alles genauer an, als er es heute Mittag getan hatte, und war wirklich angenehm überrascht. Diese Klinik war wirklich um Längen besser und professioneller, als es das Elisabeth-Krankenhaus je sein könnte und dass obwohl sie quasi in der Wüste lag. Laura hatte also somit Recht und es wäre wirklich eine große Chance. Aber um welchen Preis?


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18.07.2009 02:53
#937 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Dazu kam dann noch, dass 2 Wochen wirklich keine lange Zeit waren, um eine vernümpftige Entscheidung zu treffen. Als er nach einigem hin und her überlegen dann zu keinem Ergebnis kam, entschloss er sich dazu seinen Freund Pascal anzurufen, um ihn um Rat zu fragen. “Hy Pascal! Wie geht́s?” fragte er dann, nachdem sich sein Studienkollege nach einiger Zeit gemeldet hatte.
Pascal: Hey! Lebst du auch noch?!
Marc (lachte): So gerade noch!
Pascal (lachte ebenfalls): Wieder Trouble mit den Weibern?
Marc: Ja und nein.
Pascal: Wie jetzt?! Entweder ja oder nein?! Ich dachte mit Laura lief es so gut...hast du mir letztens erzählt?!
Marc: Tut es auch...
Pascal: Aber?...Mensch Marc! Jetzt spucḱs schon aus!
Marc: Ich hab ein Problem...
Pascal: Welches?
Daraufhin erzählte der Oberarzt ihm von Laurás Plänen und der Klinik, in der er wahrscheinlich in naher Zukunft arbeiten würde. Dabei ließ er allerdings Gretchen und die Kleinigkeit, dass er mittlerweile selbst Vater war komplett aus. Deshalb fiel Pascaĺs Reaktion auch freudig aus.
Pascal: Mensch! Ich freu mich für euch! Und zu dieser Klinik...
Marc: Ja?
Pascal: Ich hab davon schon viel gutes gehört...ein Kollege von mir ist vor zwei Jahren auch dahin gegangen und er sagte er hätte es bis heute nicht bereut! Die arbeiten da sehr am medizinischen Fortschritt und es soll da auch sehr viele spannende Forschungsprojekte geben! Außerdem ist die Bezahlung...also für die Verhältnisse da unten...extrem gut! Da biste wirklich noch ein Gott in Weiß und vor allem wenn du aus dem Ausland kommst!


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18.07.2009 03:16
#938 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Marc: Hmmm...
Pascal: Na! Begeisterung hört sich aber anders an...Was ist dein Problem?
Wieder überlegte er, ob er ihm auch noch den Rest erzählen sollte, entschied sich aber dann aus irgendeinem für ihn in dem Moment unerklärlichen Grund dagegen.
Marc: Ich weis nicht...Auswandern...das will gut überlegt sein...
Pascal: Guck mich an! Ich war mir damals auch erst unsicher, aber inzwischen denke ich, dass es die beste Entscheidung war, die ich je treffen konnte!
Marc: Schon, aber...Ägypten ist nicht mal eben um die Ecke wie die Schweiz!
Pascal: Okay...Stimmt schon, aber was hält dich denn hier in Deutschland? Du hast weder Familie...okay...deine Mutter, aber die...naja...kein Kommentar...Noch irgendwelche anderen Verpflichtungen!
Marc: Kann schon sein...
So langsam ging Pascal ein Licht auf.
Pascal: Oder ist es...wegen ihr?
Treffer versenkt!!! Marc wusste natürlich wen sein Freund mit “ihr” meinte. Deshalb beschloss er dann auch schnell das Thema zu wechseln.
Marc: Quatsch! Aber sag mal...Was gibt́s denn bei dir so neues?
Pascal: Nix besonderes...Sophie wächst und gedeit und mit Yvonne ist auch noch alles in Butter!
Marc: Freut mich für euch...Ja...Ich bin dann auch mal wieder weg....Laura kommt gerade
Pascal: Aha?! Okay...dann bis demnächst.
“Wer war denn das?” fragte Laura dann nachdem er aufgelegt hatte und gab ihm einen Kuss. “Ein Freund.” war die knappe Antwort des Oberarztes. “Aha?!” Sie sah zum Couchtisch und entdeckte das Prospekt der Klinik.
“Und? Was sagst du? Sieht doch toll aus, oder?” fragte sie ihn mit einem zuckersüssen lächeln.


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18.07.2009 03:52
#939 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Ja. Hätte ich echt nicht gedacht.”
“Hab ich ja gleich gesagt! Deshalb hab ich im Vorfeld auch schon mit dem Leiter der Klinik, Professor Thagdisi, gesprochen und er meinte du solltest ihm deine Unterlagen zuschicken.”
“Du hast was?!”
“Ja. Und er war sehr angetan von dir!”
Marc sprang plötzlich von der Couch auf. “Ich hab mich doch noch gar nicht entschieden!!”
Die junge Frau hab schützend die Hände. “Ist ja gut! Ich hab́s ja nur gut gemeint!”
“Ja! Und das war schon zu viel!” meinte Marc, ging ins Schlafzimmer und ließ sie einfach sitzen, kommentiert durch ein lautes Türknallen.
Das ganze war ihm einfach alles zu viel! Er musste innerhalb weniger Tage eine Entscheidung treffen, die wahrscheinlich sein ganzes Leben verändern würde und sie plante schon alles bis ins kleinste Detail und ließ ihm noch nicht mal die Gelegenheit auch mal seine Meinung dazu zu sagen. Deshalb reagierte er auch nicht, als Laura wenig später vor der mittlerweile verschlossenen Türe stand und meinte er solle öffnen. Es war ihm ehrlich gesagt ziemlich egal, wie und wo sie die Nacht verbringen würde...hauptsache sie quatschte ihn nicht ständig voll!
Als er am nächsten Morgen zur Arbeit wollte saß Laura bereits am Frühstückstisch und bat ihn sich zu ihr zu setzen. “Keine Zeit!” kam von ihm nur. Doch die junge Frau wollte mit ihm noch mal in Ruhe über alles reden und ließ nicht locker.
“Marc...Warte mal.”
“Was ist?”
“Es...Es tut mir leid, dass ich das einfach so über deinen Kopf hinweg entschieden habe, aber ich hab mir echt nichts böses dabei gedacht.” Von dem Oberarzt kam keine Reaktion. Deshalb fuhr sie dann auch fort: “Ich weis natürlich, dass es alleine deine Entscheidung ist, ob du mitkommst oder nicht...Und ich weis auch, dass du hier sehr viel aufgeben müsstest...und wenn dir das unsere Beziehung nicht wert ist, dann sag es einfach....dann muss ich damit leben...irgendwie...”


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18.07.2009 16:53
#940 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Der Oberarzt stöhnte kurz und meinte: “Lass mir einfach Zeit...Ich kann so was nicht von heute auf morgen enscheiden.”
“Okay....versteh ich.”
Anschließend verließ er die Wohnung und fuhr zur Klinik.
Es vergingen ein paar Tage und der Tag der Entscheidung rückte somit immer näher. Gretchen hatte in der zwischen zeit ebenfalls eine Entscheidung getroffen. Wenn er wirklich meint Ägypten wäre seine Chance, dann werde weder ich noch Jan-Luca ihm dabei im Wege stehen.
Um die entgültige Trennung für ihren Sohn einigermaßen erträglich zu machen entschied sie sich dann dazu den Kontakt zu Marc weitesgehend einzustellen. Ich meld mich einfach nicht mehr. Und wenn er anruft...ja dann hab ich ein Problem. Aber wird er so wieso nicht tun...Ist bestimmt zu sehr mit den Vorbereitungen für Ägypten beschäftigt. Ich könnt jetzt schon wieder heulen wenn ich nur daran denke...
Nur leider machte ihr das Schicksal abermals einen dicken Strich durch die Rechnung. Denn als sie an einem Nachmittag mit Jan-Luca spazieren ging, hielt plötzlich ein Auto neben ihr an. Der Fahrer des Wagens ließ die Scheibe herunter und meinte: “Hey! Lange nicht gesehen!” Scheiße! Marc! Was sag ich denn jetzt? Natürlich hatte sie die Stimme des Oberarztes auch ohne sich umzudrehen sofort erkannt und überlegte nun fieberhaft was sie jetzt tun könnte. Jan-Luca hingegen war da spontaner. Er kletterte irgendwie aus seinem Wagen und lief auf das Auto zu, um Marc zu begrüßen. “Na du kleiner Teufel!” sagte der Oberarzt mit einem Lächeln und stubse dabei seinem Sohn kurz an die Nase. Der lachte daraufhin ausgelassen und versuchte anschließend irgendwie ins Auto zu kommen. “Mit!” sagte er kurz, als das nicht so klappte wie er wollte. Gretchen wurde das ganze dann schnell zu viel.


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18.07.2009 20:06
#941 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Äh...Wir müssen dann auch mal wieder weiter...Bis...” Ja! Bis wann eigentlich? Ist ja nur noch heute und morgen dann...Vielleicht nie mehr? Nein Gretchen! Einfach nicht drüber nachdenken! “Mach́s gut.” sagte sie dann zu Marc und wagte es dabei ihn nicht einmal anzusehen. Anschließend wandte sie sich ihrem Sohn zu und versuchte ihn mit den Worten: “Komm Janni! Wir müssen weiter!” vom Auto weg zu ziehen. Marc merkte dann schnell, dass sie sich irgendwie komisch verhielt und fragte auch gleich an Ort und Stelle nach.
“Ist was?”
“Nee! Was soll sein?”
“Weis nicht...du bist so...komisch?!”
“Das bildest du dir ein!”
“Ganz bestimmt nicht! Also...was ist los?”
Der fragt mich allen ernstes was los ist?! Will sich einfach so aus dem Staub machen und hat noch nicht mal die Courage dazu mir davon auch nur ein Sterbenswörtchen zu sagen! Finde ich reichlich unfair...auch und vor allem seinem Sohn gegenüber! Wo er ihn doch angeblich soo MAG!! Gerne hätte sie ihm in dem Moment genau das an den Kopf geknallt. Aber aus irgendeinem Grund ließ sie es bleiben und erwiderte stattdessen: “Wie ich bereits gesagt hab...NIX!” Marc merkte dann auch schnell, dass es keinen Sinn hatte mit ihr weiter darüber zu reden. Das war genau der Grund, warum er sich so unsicher war. Denn Gretchen änderte irgendwie ständig ihre Meinung. Erst kam sie fast täglich mit Jan-Luca vorbei und jetzt hatte sie wieder fast 2 Wochen nichts von sich hören lassen. Er wurde aus dieser Frau einfach nicht schlau! Deshalb stöhnte er dann kurz und erwiderte: “Wie du meinst...”


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18.07.2009 22:26
#942 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Gut! Wenn du uns dann bitte endschuldigen würdest!” meinte sie, schnappte sich anschließend ihren Sohn, setzte ihn zurück in den Wagen und ging weiter.
Marc überlegte eine Weile. Schließlich fuhr er dann im Schritttempo neben ihr und Jan-Luca her. Was will der denn noch?
“War sonst noch was?”
“Ja...äh...Ich wollte fragen, ob du....also...” Er atmete noch mal tief durch. “Hättest du eventuell Lust und Zeit mit zu kommen? Zu mir?”
Scheiße verdammt! Das war genau das was ich verhindern wollte!
“Äh...Eigentlich hab ich keine Zeit...Ich muss...” Ja...Was muss ich denn? Mensch! Mir muss doch was einfallen! “Einkaufen...ja genau!” sagte sie dann schließlich.
Marc sah sie ungläubig an. Er hatte längst gemerkt, dass da etwas faul war. “Einkaufen? Ohne Auto?”
“Ja! Ich brauch nicht viel...und da dachte ich...ich schon die Umwelt mal ein bisschen und erledige das zu Fuß...Weist ja Abgase, CO² und so...” Hoffentlich kauft er mir das jetzt ab...
Tat er nicht! “Ich glaub dir kein Wort! Du willst nur nicht...aus irgendeinem Grund!”
“Quatsch! Ich hab wirklich keine Zeit! Außerdem hat Jan-Luca auch langsam Hunger!”
“Willst du mich jetzt verarschen oder was?!” So langsam wurde der Oberarzt sauer. “Erst einkaufen, jetzt hat er Hunger...Was stimmt denn jetzt?!”
Von Gretchen kam aber keine Reaktion.
“Dann sag doch ganz einfach, dass du keinen Bock hast! Aus welchen Gründen auch immer!”
Wieder schwieg sie.
Das brachte Marc dann komplett zu ausrasten und er schrie sie an: “Herrgott nochmal! Was hab ich dir denn jetzt schon wieder getan?! So langsam geht mir dein ewiges hin und her tierisch auf den Zeiger!!!”


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19.07.2009 00:24
#943 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Wenn ich dir so auf den Zeiger gehe wie du sagst...wieso fährst du dann immer noch neben mir her?!” fragte Gretchen mit äußerst zickigem Unterton.
“Weist du was? Du kannst mich mal!” meinte der Oberarzt und war mittlerweile auf 180. Genauso wie Gretchen. Sie schrie zurück: “Ja dann HAU DOCH AB!! Mir egal!”
“Du hast sie ja nich mehr alle!!”schrie er zurück.
“DANKE! Das Kompliment geb ich gerne zurück! DR. MEIER!!!” fauchte sie erneut.
“Wieso ich?! Erst machst du einen auf heile Familie, dann willst du es auf einmal doch langsam angehen lassen und jetzt meldest du dich tagelang nicht! Findest du das normal?!”
Gretchen wollte gerade zu einem erneuten Schlagabtausch ansetzen, als Jan-Luca plötzlich anfing zu weinen. Wie auf Knopfdruck verstummten beide und sahen zu ihrem Sohn. Wir sollten uns wirklich nicht streiten vor ihm...Das ist doch nicht gut für ein Kind! Eine Zeit herrschte peinliches Schweigen.
“Ja...äh...Ich werd dann auch mal wieder.” sagte Marc plötzlich. Gut. Vielleicht habe ich doch etwas überreagiert...


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19.07.2009 00:55
#944 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Marc...Warte mal...”
“Was denn noch?”
“Ich...Ich hätte vielleicht doch ein bisschen Zeit. Wenn du noch willst...”
Er schaute sie erst zwar misstrauisch an, meinte aber dann: “Okay...Steigt ein!” Anschließend öffnete er die Beifahrertüre. Jan-Luca rannte direkt um den Wagen rum und saß noch bevor Gretchen reagieren konnte. “Ich kann auch laufen.” meinte sie dann.
“Quatsch! Nimm ihn für das kurze Stück auf n Schoß und gut is!” erwiderte Marc.
Schließlich stieg sie dann doch noch dazu und die drei begaben sich zu Marćs Wohnung.
Dort angekommen nahm Gretchen auf der Couch Platz.
“Willst du was trinken?” fragte Marc sie dann auch gleich.
Die junge Ärztin nickte kurz und entschied sich für ein Glas Wasser.
Nachdem sie dann einen Schluck davon getrunken hatte sah sie sich kurz in der Wohnung um. Irgendwas schien anders dort zu sein als sonst. Jetzt weis ich! Hier sind fast keine Sachen mehr! Na ja...wahrscheinlich schon alles in Koffern oder so... Sie hatte wirklich Mühe ihre Tränen zurück zu halten. Da kam es ihr dann auch ganz recht, dass Marćs Handy klingelte, er sich kurz endschuldigte und anschließend den Raum verließ. Am besten ich denk einfach nicht mehr darüber nach... Aber das war leichter gesagt als getan! Plötzlich hörte sie dann Marćs Stimme: “Schwester Sabine! Kann das nicht wer anders machen?” Anschließend stöhnte er dann kurz und meinte: “Na schön! Ich komme...”
“Ich muss nochmal kurz weg.” sagte er dann als er zurück ins Wohnzimmer kam.
Gott sei Dank! Meine Gebete wurden doch einmal erhört! Und jetzt...nix wie weg!!


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19.07.2009 01:38
#945 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Kein Problem. Bin dann weg!” meinte sie und stand von der Couch auf.
“Nein...Du brauchst nicht zu gehen...Ich meine...dauert nich lange...10 Minuten höchstens.” Auf gar keinen Fall!
“Macht mir aber nix. Hab eh noch was zu tun...zu Hause.”
“Bitte....bleib!” forderte Marc dann noch einmal und sah ihr dabei in die Augen.
“Okay, aber...”
“Danke.” sagte er dann noch kurz und verließ anschließend seine Wohnung. Warum kann ich nie nein sagen? Ist echt schlimm! Jetzt sitz ich hier...in dieser fast-leeren Wohnung und warte darauf, dass der gnädige Herr wieder kommt! Super echt! Während sie so da saß, dachte sie erneut über alles nach. Heute wird wahrscheinlich das letzte Mal sein wo wir uns sehen....irgendwie kaum vorstellbar...
Jan-Luca ging in der Zeit wieder auf “Entdeckungstour” durch die Wohnung. Das merkte dann auch Gretchen als sie wiedermal einen kurzen Knall aus dem Arbeitszimmer vernahm. Oh nein! Nicht schon wieder! Sie sprang sofort von der Couch auf und begab sich so schnell wie möglich zu ihrem Sohn. Gott sei Dank hatte der Kleine diesmal nur einen Ordner runter geschmissen. Sie hob ihn auf und meinte zu ihrem Sohn: “Du sollst dem Pa....” Sie stockte kurz, weil sie plötzlich etwas entdeckt hatte, als sie gerade den Ordner auf den Schreibtisch zurück legen wollte. Es war ein Brief und er sah bei näherem hinsehen ziemlich wichtig aus. Medizinische Fakultät von Alexandria... übersetzte sie kurz. Mittlerweile hielt sie das Din A4 Blatt in der Hand und fragte sich, ob sie das wirklich lesen sollte. Schließlich tat sie es dann in der Hoffnung, dass vielleicht doch alles ein riesengroßer Irrtum wäre.


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19.07.2009 02:13
#946 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Dear Dr. Meier,

Thanks for the quick submission of your documents and certificates.
How I was able to recognize your references, you are already a few years in your proffession and also highly qualified.
Therefore, I am extremely hereby to announce that we have you welcome off the 15th February in our team of sorgeons Alexandria Faculty of Medicine.
We hope to cooperate and remain until further notice

Yours sincerely,

Prof. Dr. med. Abdhul Thagdisi
Director of the Alexandria Faculty of Medicine


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19.07.2009 02:43
#947 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Einige Zeit stand Gretchen nur geschockt da, immer noch mit dem Brief in der Hand und starrte Löcher in die Luft. In diesem Moment konnte sie nichts fühlen, an nichts denken, ja, noch nicht mal richtig atmen! Sie hatte den Eindrück als ob ihr jemand die Kehle zuschnürt und ihr den Boden unter den Füßen wegzieht! Dabei hatte sie gerade jetzt das dringende Bedürfnis einfach nur laut zu schreien. Aber es ging nicht. Nach einiger Zeit erwachte sie dann langsam wieder aus ihrer Strarre. Aber auch nur weil ihr Sohn sie am Hosenbein zog und ihr etwas hin hielt. Wieder waren es Papiere und bei näherem hinsehen erkannte sie dass es Flugtickets waren...datiert auf den morgigen Tag um 12:31 Uhr. Jetzt ist es endgültig! Er wird es also tatsächlich tun! Morgen um die Zeit sitzt er bereits im Flugzeug auf dem Weg nach Ägypten. Den Weg in ein neues Leben...eines ohne Jan-Luca und auch ohne mich...Und ich bin Schuld...Ich ganz allein!! Da sie in dem Moment mehr als nur verzweifelt war schaffte sie es dann auch nicht mehr ihre Tränen zurück zu halten. Es war ihr auch egal, ob Marc vielleicht jeden Moment wieder kommen und sie so sehen würde. Erneut wanderte ihr Blick dabei durch den Raum, der schon mehr als leergeräumt schien. Anschließend warf sie außerdem einen kurzen Blick durch die angelehnte Schlafzimmertüre und konnte schon die gepackten Koffer entdecken. Schließlich legte sie dann beides zurück auf den Schreibtisch und machte sich mit ihrem Sohn auf den Weg ins Wohnzimmer. Ich muss schleunigst hier weg! Bevor ich noch durchdrehe! “Jan-Luca! Komm! Wir gehen!” meinte sie zu ihrem Sohn, nahm sich anschließend ihre Tasche und wollte so schnell wie möglich die Wohung verlassen.
Doch gerade in dem Moment als sie die Türe öffnen wollte, drehte sich der Schlüssel im Schloß und Marc kam zurück. Der sah sie erstmal erstaunt an, als sie mit Kind und Tasche vor ihm stand.
“Gretchen? Wo willst du denn jetzt hin?”
“Ich....Ich muss....dringend weg!”
Marc verstand gar nichts mehr. Er sah sie an und bemerkte dabei ihre mehr als glasigen Augen. Deshalb legte er kurz die Hand an ihre Schulter und fragte mit ruhiger Stimme: “Hey! Was ist denn auf einmal los mit dir?”
Warum tust du uns das an? Du Idiot!! Gerne hätte sie ihn in dem Moment genau das gefragt. Aber sie konnte es einfach nicht! Sie war einfach noch zu geschockt. Deshalb stotterte sie auch als sie ihm dann endlich eine Antwort gab: “Es...Es ist....nichts...wirklich!” Doch der Oberarzt bleib skeptisch. Gerade als sie zur Türe raus wollte, hielt er sie am Arm zurück.
“Das glaub ich dir einfach nicht!”
Gretchen schwieg und sah zu Boden. Dabei hatte sie nun wirklich Mühe ihre Tränen zurück zu halten. Marc machte ihre auf ihn wirkende sture Art schier wahnsinnig! Deshalb packte er sie dann auch an den Schulter, schaute ihr in die Augen und meinte fastschon verzweifelt: “Gretchen! Nun rede doch endlich mit mir!!”


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19.07.2009 03:13
#948 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Doch die junge Frau konnte einfach nicht. Zu tief saß der Schmerz, die Enttäuschung aber auch die grenzenlose Wut, die sie in dem Moment verspürte. Sie schaute ihn ebenfalls mit Tränen in den Augen an und brachte ein leises: “Mach́s gut...” über ihre Lippen. Anschließend nahm sie Jan-Luca an die Hand und verschwand ohne ein weiteres Wort aus der Wohnung.
Das waŕs dann wohl...für immer! Da sie so langsam realisierte, dass das gerade eben wahrscheinlich das letzte Mal war, dass sie mit ihm gesprochen und ihn gesehen hatte, war sie nun auch nicht mehr in der Lage dazu ihre Tränen zurück zu halten. Wie im Trance rannte sie so schnell es mit Jan-Luca möglich war die Treppen herunter.
Marc stand noch vor der Türe und fragte sich was das gerade eben war. Dieses “Mach́s gut.” klang für ihn irgendwie so endgültig und das machte ihm plötzlich schreckliche Angst, auch wenn er nicht ahnen konnte, dass sie längst bescheid wusste. Er ließ seinen Blick durch die Wohnung schweifen. Bei den bereits gepackten Koffern blieb sein Blick haften und er realisierte in diesem Moment zum ersten Mal so richtig, dass das gerade das letzte Mal gewesen sein könnte, dass er seinen Sohn und Gretchen wieder sieht. Die ganze Unsicherheit brach aus ihm heraus und er ließ sich erstmal seufzend auf die Couch fallen.
Unterdessen trat Gretchen unten im Haus gerade durch die Türe nach draußen, als ihr Laura entegegen kam.
“Frau Dr. Haase? Hallo?!” Ihr Blick ging von Gretchen zu dem Kleinkind welches die junge Ärztin an der Hand hatte. Sie wusste nicht warum, aber irgendwas sagte ihr, dass sie dieses Gesicht schon einmal gesehen hatte.
“Hallo.” sagte Gretchen kurz und wollte weiter.
Laurás Blick fiel zurück zu der jungen Blonde. Dabei bemerkte sie ihre glasigen Augen und fragte: “Alles in Ordnung mit ihnen?” Die junge Ärztin sagte zunächst nichts. Sie sah Laura nur an. Sie hat ihn mehr verdient als ich! Sie war da...als ich gefehlt hab...also hat sie ein Recht darauf glücklich zu werden...mit ihm...auch wenn es weh tut. Da muss ich durch! Irgendwie...
Laurás Blick fiel derweil immer von einem zum anderen. Plötzlich kam ihr die Erinnerung dann langsam. Um sicher zu gehen, dass sie mit ihrem Verdacht richtig lag, fragte sie dann: “Sie haben einen Sohn? Wusste ich ja gar nicht! Wie alt ist er denn?”
“Fast 2. Aber ich muss...Ich muss jetzt auch wirklich weiter.” meinte Gretchen schnell und verschwand durch die Türe. Laura schaute den beiden noch einige Zeit hinterher. Außerdem rechnete sie im Stillen nach und ihr Verdacht bestätigte sich in dem Moment. Das da damals auf dem Bild in seinem Handy war gar nicht der Sohn seiner Cousine, sondern sein eigener! Genauer gesagt der von Gretchen und ihm!!


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19.07.2009 23:34
#949 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Nochmal schaute sie den beiden hinterher und konnte es immer noch nicht so richtig glauben...vielleicht wollte sie es einfach auch in dem Moment nicht wahrhaben, dass Marc sie tatsächlich fast 2 Jahre hintergangen hatte. Das musste sie erstmal verdauen! Deshalb ging sie auch zurück zu ihrem Wagen und fuhr anschließend davon, anstatt wie geplant oben in der Wohnung zusammen mit ihrem Freund die letzten Vorbereitungen zu treffen. Während sie einfach nur sinnlos durch Berlin fuhr, kamen ihr unweigerlich die Tränen. Wie konnte er ihr so was nur antun? Plötzlich erinnerte sie sich wieder an die Sache damals mit Eric. Der hatte sie auch ständig hintergangen und sie sie hatte sich eigentlich damals nach der Trennung geschworen, dass ihr so etwas nie wieder passiert. Und nun stand sie schon wieder vor den Scherbenhaufen einer Beziehung und wahrscheinlich auch ihres Lebens. Dabei war sie sich so sicher gewesen, dass Marc anders war.
Der saß immer noch auf der Couch und überlegte ebenfalls, anstatt wie eigentlich geplant seine restlichen Unterlagen in die Kisten zu packen. Bis vor ein paar Stunden war er sich noch so sicher gewesen, dass Ägypten die richtige Entscheidung wäre. Aber nun stellte er alles in Frage. Denn die Tatsache, dass er Gretchen und vor allem seinen Sohn wahrscheinlich entgültig verlieren würde, hatte er bis dato geschickt von sich weggeschoben. Der Oberarzt hatte nur die positiven Aspekte gesehen, die dieser Schritt mit sich brachte. Oder aber er wollte einfach nicht an die Konsequenzen denken. Denn “Ägypten” war einfach und Marc hatte bis jetzt immer in seinem Leben den einfachen Weg gewählt. Nur bei Gretchen hatte er ein paar mal eine Aussnahme gemacht und war dabei gehörig auf die Nase gefallen und von ihr enttäuscht worden. Das war es auch was er ständig im Hinterkopf hatte. Auch wenn es mittlerweile schon Jahre her war, aber die Szene damals im Aufzug bei dem Heiratsantrag hatte er bis heute nicht vergessen und nach voll ziehen konnte er es ehrlich gesagt auch nicht wirklich.


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20.07.2009 00:03
#950 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Das mit Gretchen war einfach kompliziert...SIE war ihm zum kompliziert! Doch auch wenn sie zickig, launisch und schwierig war...Es gab da eine Tatsache, die sich nicht verleugnen und auch nicht so einfach verdrängen ließ: Er liebte sie! Ja...Und seinen Sohn sowieso! Der konnte ja schließlich am wenigsten für die beschissenene Situation zwischen seinen Eltern! Eigentlich wollte er ja nie Kinder, aber inzwischen konnte und wollte er sich ehrlich gesagt ein Leben ohne diesen dunkel-blonden kleinen Teufel mit seinem nickigen Blick wenn er wiedermal etwas ausgefressen hatte nicht mehr vorstellen!
Unterdessen kam auch Gretchen endlich mit Jan-Luca zu Hause an. Der kleine Junge hatte nämlich unterwegs angefangen zu weinen und wollte zurück zu Marc. Immerhin verstand er gar nicht warum seine Mutter plötzlich einfach gegangen war. Nur eines spürte er...dass irgendwas zwischen den beiden schief lief. Gott sei Dank! Keiner da... dachte sie nachdem sie einen vorsichtigen Blick in die Wohnung geworfen. Ihr Sohn ging derweil in die Küche und öffnete den Kühlschrank. “Hast du Hunger mein Schatz?” fragte die junge Mutter. Jan-Luca nickte kurz und erwiderte: “Ja!” “Moment.” meinte Gretchen und schmierte ihm anschließend ein Brot mit Nutella. Während sie ihm dann wenig später am Esstisch gegenüber saß und ihm dabei zu sah wie er sein Brot verputzte dachte sie erneut nach. Wie soll ich ihm, dass bloß jemals erklären? Er hat sich ja jetzt schon geweigert, als wir gegangen sind! Wie soll das erst werden wenn Marc nicht mehr da ist? Am besten hätte ich doch nie diesen Kontakt zugelassen! Ich wusste es! Der kleine Junge riss sie dann aus ihren Gedanken. Er hielt ihr sein schon etwas angeluschtes Nutella-Brot hin und sagte: “Mama auch!” Die junge Blonde verneinte kurz und quälte sich dabei kurz ein Lächeln raus. Gleichzeitig lief ihr dabei aber wieder eine Träne die Wange runter. Das merkte auch ihr Sohn. Er sah sie mit seinen leuchtend grünen Augen an und meinte: “Mama weint!” “Ja mein Schatz. Die Mama weint...” antwortete sie leise und mit Tränenerstickter Stimme. Da er immer nur weinte wenn er sich verletzt hatte, dachte das Kleinkind bei seiner Mutter wäre es genauso. Deswegen stand er auf und ging zu ihr. “Mama aua!” meinte er und griff anschließend mit seiner kleinen Hand nach ihrer und pustete kurz. “Wieder gut.” sagte er dann mit einem süßen lächeln wie nur er es konnte.


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