Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Willkommen im Doctor´s Diary Fan-Forum!
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 1.102 Antworten
und wurde 168.801 mal aufgerufen
 Abgeschlossene Fortsetzungen!
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | ... 45
Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

15.03.2009 10:03
#76 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Nach der OP fuhr sie dann nach Hause. „Margarethe! Warum um Himmels Willen willst du denn auszuiehen??“ empfing sie Bärbel direkt, nachdem sie es noch nicht mal geschafft hatte die Türe hinter sich zu schliessen. Oh Gott! Das kann ja heiter werden! „Hallo Mama. Ich freu mich auch dich zu sehen.“ sagte sie mit reichlich Ironie in der Stimme und zog ihre Jacke aus. Wieder sprach ihre Mutter sie an. „Du hast es doch gut bei uns. Warum willst du denn soviel Geld für eine eigene Wohnung bezahlen?“ wollte Frau Haase erneut aufgebracht wissen. Die kann Fragen stellen... „Weil ich alt genug bin vielleicht?“ entgegnete sie ihrer Mutter etwas zickig und genervt. „Ja, aber du hast doch noch garnicht deinen Facharzt und einen Mann hast du auch noch nicht. Ich dachte immer...“ Jetzt fängt die wieder damit an! Ich muss sie unbedingt stoppen, bevor sie mich doch noch bequtascht! „Mama! Wir leben im 21. Jahrhundert! Da braucht man nicht unbedingt einen Mann, um von zu Hause auszuziehen!“ Bärbel wollte gerade noch etwas sagen, aber die junge Ärztin liess sie garnicht erst zu Wort kommen und sagte: „Ich bin fast dreißig! Da wird es langsam Zeit, dass ich mal lerne auf eigenen Beinen zu stehen!“ Oh das war jetzt wohl was zu hart...aber anders versteht sie es ja nicht! Dachte sie als sie feststellte, dass Frau Haase nur noch geschockt und niedergeschlagen auf dem Sofa sass. Deshalb nahm sie sie kurz in den Arm und meinte: „Mama. Das ist der lauf der Welt, dass Kinder irgendwann ausziehen. Ausserdem bin ich ja nicht aus der Welt. Ich komme öfters vorbei und meine Türe steht auch immer auf.“ sagte sie nachdem sie sah, dass ihre Mutter in ihr Taschentuch schnäutzte. Oh wei! Hoffentlich war das mal kein Fehler! Befürchetete sie, nachdem Bärbel sie kurz anschaute und meinte, ob sie das wirklich ernst gemeint hätte. „Hast du denn überhaupt schon eine Wohnung?“ fragte die alte Frau nach einiger Zeit. „Nein. Noch nicht. Aber gleich morgen fang ich an zu suchen.“ erwiderte Gretchen entschlossen. „Lass dir ruhig Zeit Kind. Nichts überstürzen.“ meinte ihre Mutter daraufhin und lächelte sie an. Ja klar! Wenn es ihr nach ginge könnte ich mir noch mindestens 20 Jahre Zeit lassen! Als ihre Mutter dann anfing zu jammern, wie schön doch alles früher war und ihr nebenbei erzählte, dass Jochen ja demnächst auch noch das Haus verlassen würde, um in einer anderen Stadt Medizin zu studieren, wurde ihr dann alles zu viel und sie sagte Bärbel, dass sie jetzt ins Bett ginge, weil morgen wieder ein anstrengender Tag wäre.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

15.03.2009 10:43
#77 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Gott sei Dank! Ich dachte schon die wollte mir unsere ganze Familiengeschichte erzählen! Dachte Gretchen nachdem sie endlich in ihrem Zimmer war und die Türe geschlossen hatte. Da es mittlerweile wieder relativ spät war, legte sie sich ins Bett und wollte eigentlich schlafen. Doch plötzlich klingelte ihr Handy. Wer ist denn das jetzt noch um diese Zeit? Fragte sie sich, gaing aber trotzdem ran.

Gretchen: Haase...
Marc: Ich bińs...Marc
Gretchen (überrascht): Marc! Warum rufst du an?
Marc: Äh..ja..ich wollte eigentlich nur fragen ob du...
Warum druckst der denn so rum? Kennt man ja garnicht...
Gretchen: Ob ich was?
Marc: Naja...ob du Lust hättest was zusammen trinken zu gehen...
Hmm...soll ich oder soll ich nicht?
Marc: Gretchen? Noch da?
Gretchen: Ja..bin ich...
Marc: Und? Lust?
Wieso eigentlich nicht? Spricht doch nichts dagegen was mit einem Freund zu unternehmen...
Gretchen: Okay...
Marc: Gut..dann hol ich dich ab...
Gretchen: Okay.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

15.03.2009 19:04
#78 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Nachdem sie aufgelegt hatte, stürmte sie zum Kleiderschrank. Scheisse was zieh ich bloss an? Und meine Haare muss ich mir auch noch machen, und Make Up, und... überlegte sie und lief nervös von einer Ecke zur anderen. Doch plötzlich blieb sie stehen. STOP!! Wofür mach ich eigentlich so einen Aufstand? Ich geh nur mit nem Freund was trinken! Also reicht das “normale” Outfit völlig aus. Stellte sie fest und nahm sich ihren beigen Cordrock und einen braunen Pulli aus dem Schrank. Nachdem sie angezogen war, ging sie ins Bad. Haare offen oder hochgesteckt? Marc hat ja gesagt, dass es scharf aussieht wenn sie offen sind. Sie hatte gerade ihre Klammern entfernt, als sie sich wieder besann. Verdammt! Schon wieder! Gretchen Haase...nochmal...DAS IST KEIN DATE!! Auch wenn sie sich immer wieder vor Augen führte, dass es nichts besonders sei, hätte sie es doch gerne anders gehabt. Aber was solls...besser so, als wenn wir uns nur ankeifen oder ignorieren. Machte sie sich anschliessend wieder Mut und verliess möglichst unfällig das Haus. Sie stand gerade draussen, da kam der BMW schon um die Ecke. Gretchen war sehr nervös, als sie einstieg und sagte nur kurz: “Hallo.” Dabei sah sie ihn nur kurz an und dann direkt wieder weg. Der Oberarzt begrüsste sie ebenfalls und fuhr sofort los. “Wo geht́s denn hin?” fragte sie nachdem Marc eine ganze Weile durch die Stadt gefahren war und Schweigen herrschte. Er grinste sie daraufhin kurz an und meinte: “Das siehst du dann.” Na toll!! Da wär ich jetzt von selbst nicht drauf gekommen! Dachte sie und zog eine leichte Schnute. “Aber es wird dir gefallen.” fügte er deshalb noch schnell hinzu, nachdem er ihre Reaktion gesehen hatte. Naja..wenigstens etwas. Tröstete sie sich und sah wieder aus dem Fenster.
“So. Wir sind da.” sagte Marc schliesslich als er sich einen Parkplatz gesucht hatte. Sie gingen noch ein Stück durch die Innenstadt und Gretchen verfluchte sich im Stillen dafür, dass sie sich für die Stiefel mit dem extrahohen Absatz entschieden hatte. Nach einer Weile standen sie dann vor der Bar, die auf Gretchen alles andere als einladend wirkte. Truchillo? Hört sich für mich eher nach nem Stripclub an, als nach ner gemütlichen Bar. Also Freunde sein ist ja schön und gut, aber das geht eindeutig zu weit! Dachte die junge Ärztin und blieb kurz stehen.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

16.03.2009 06:40
#79 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Was ist? Kommst du?” fragte Marc, der schon vorrangegangen war. Na dann...auf in den Kampf! Wenn es mir nicht gefällt, sag ich einfach ich wär müde...das klappt immer! Überlegte sie sich und folgte ihm. Doch als sie reinkam wurde sie angenehm überrascht. Hey! Hier ist es echt gemütlich! Sieht man dem Schuppen von aussen garnicht an... wunderte sie sich und setzte sich mit ihrem Oberarzt an einem der Tische.
“Was willst du trinken?” fragte er sie. “Irgendwas ohne Alkohol.” entgegnete sie ihm daraufhin. Nachdem Marc einige Zeit später wieder zurück an den Tisch kam, gab er Gretchen ihr Glas und setzte sich ihr gegenüber. Beide sagten eine Weile lang nichts. Wenn sich ihre Blicke trafen, schaute Gretchen immer schnell zur Seite. “Ich find́s gut, dass wir endlich gelernt haben vernümpftig miteinander umzugehen.” sagte sie schliesslich, als sie bemerkte, dass ihr Oberarzt sie komisch anschaute. “Äh..ja..find ich auch.” erwiderte Marc und versuchte dabei zu lächeln. Denn eigentlich war eine Freundschaft, nicht das was er wirklich wollte, aber er wusste auch, dass wenn er sie jetzt wieder bedrängen würde, dass sie sich ganz entfernt und das wollte er auf keinen Fall. Deshalb spielte er das Spiel mit. Jedoch konnte er sich seine Blicke ihr gegenüber nicht wirklich verkneifen. Warum guckt der mich immer so an, als wollte er mich ausziehen und jeden Moment auf dem Tisch hier vernaschen? Dachte sie, schaute ihn fragend an und meinte: “Ist was?” “Nein. Ich bin mal gerade draussen...eine rauchen...bis gleich.” sagte der Oberarzt, stand auf und ging zur Tür. Hmm...ich glaube es war doch keine so gute Idee mit ihm wegzugehen. Überlegte sie, während sie alleine am Tisch sass.
Marc stand mittlerweile draussen und zündete sich seine Zigarette an. Er hatte wirklich versucht mit ihr normal umzugehen, aber immer wenn sie sich einigermassen näher kamen, verschaffte ihm das ein komisches Gefühl. Jedoch wusste er nicht ob Gretchen das genauso sah, denn ihre Aussage von eben war ja mehr als deutlich gewesen. Er drehte sich zum Fenster und warf einen kurzen Blick zu Gretchen. Für einen Moment lächelte er, aber als er im nächsten Moment einen Typen auf seine Assistenzärztin zu kommen sah, der sich dann auch noch zu ihr setzte und sie zu allem Überfluss auch noch gnadenlos anzubaggern schien, verging ihm das lachen schnell wieder. Schnell zertrat er die Zigarette, die er noch nicht mal zur Hälfte geraucht hatte und ging wieder rein.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

16.03.2009 07:15
#80 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten
Da er ihr keine Szene machen wollte, ging er einfach zu ihr rüber und fragte: “Lust zu tanzen?” Gretchen waren die Flirtversuche des Fremden ebenfalls sehr unangenehm und sie war eigentlich froh, als Marc kam um sie vor dem Typen zu retten. Auch wenn sie eigentlich die Nähe zu ihrem Chef nicht ertragen konnte, stimmte sie zu und ging mit ihm auf die Tanzfläche. Erst spielten ein paar schnellere Lieder und die zwei hatten Spaß. Während sie tanzten, erinnerte sich die junge Ärztin an die Hochzeitsfeier ihrer Eltern. Es könnte so schön sein mit uns, wenn Gabi nicht wäre...ich merk doch, dass da irgendwas zwischen uns beiden ist....ABER Gabi ist nun mal da und da lässt sich jetzt nix mehr dran ändern! Überlegte sie und wurde dabei fast ein bisschen traurig. Marc merkte das ebenfalls, sprach sie aber nicht darauf an. Dann folgte ein langsames Lied und Gretchen wollte die Tanzfläche schon wieder verlassen. Ich kann doch nicht mit ihm zu einem Schmusesong tanzen! So was machen doch normalerweise nur Verliebte! Dachte sie sich und löste sich. “Was ist?” fragte der Oberarzt. “Ich glaub ich setz mich wieder hin.” sagte sie schnell und drehte sich rum. Doch in dem Moment erblickte sie den Mann, der sie begrabscht hatte. Er sass immernoch am Tisch und schien schon sehnsüchtig auf sie zu warten, denn er zwinkerte ihr zu und signalisierte, dass sie wieder rüberkommen sollte. Was mach ich denn jetzt? Zu dem Kerl geh ich garantiert nicht und lass mich weiter begrabschen...aber zu Marc? Das steh ich nicht durch. So wie ich mich kenne werd ich garantiert wieder schwach und dann? Geht alles wieder von vorne los! Ihr Blick ging von der einen zur anderen Seite und sie wusste nicht was sie tun sollte.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

16.03.2009 15:46
#81 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Marc riss sie aus ihren Gedanken, in dem er sie schwungvoll zu sich zurück zog und sie so eng an sich zog wie es ging. Huch! Was war das denn jetzt? Dachte sie und schaute ihn nur fragend an. “Vielleicht kapiert er es dann endlich.” sagte er kurz und begann wieder mit ihr zu tanzen. Ob das wirklich alles ist? Aber okay. Da muss ich jetzt wohl durch! Ich werde stark sein! Ich schaff das! Machte sich Mut und lehnte sich ebenfalls an ihn ran. Das zeigte dann auch tatsächlich Wirkung bei dem Aufreisser und er verliess kurzerhand den Laden. “Ja...hat er...” sagte Gretchen kurz, räusperte sich und löste sich schnell von ihrem Oberarzt nachdem sie das beobachtet hatte. Mittlerweile war auch das Lied zu ende und sie setzte sich schnell zurück an den Tisch. “Ich glaube es ist besser wenn ich jetzt nach Hause fahre...morgen ist ja auch wieder Dienst.” sagte sie nachdem sie ihren Cocktail ausgetrunken hatte. “Ehm..hast wahrscheinlich Recht.” erwiederte Marc mit wenig Begeisterung, weil der Abend gerade so schön war. Denoch reichte er ihr ihre Jacke und die beiden gingen gemeinsam zurück zum Wagen.
“Ja dann...danke für den schönen Abend.” sagte Gretchen und stieg schnell aus, nachdem sie das Gefühl hatte, dass Marc ihr wieder zu nahe kommen wollte. “Ja..bis morgen dann.” hörte sie noch bevor sie die Autotüre schloss. Das war ja mal wieder ganz knapp! Ich hätte auf meinen Verstand hören sollen! Wusste gleich dass das ne Schnappsidee ist! Ärgerte sie sich über sich selbst, als sie später im Bett lag und versuchte einzuschlafen. Aber irgendwie gelang ihr das nicht so recht, denn tausend Gedanken kreisten ihr im Kopf rum. Irgendwann überkam sie dann aber doch die Müdigkeit und die Augen fielen ihr zu.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

16.03.2009 16:16
#82 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

So ab heute geht́s auf Wohnungssuche! Spornte sie sich an, nachdem sie aufgestanden war. “Wo warst du denn gestern abend noch so spät?” fragte Bärbel nachdem sie sich an den Frühstückstisch gesetzt hatte. Oh nein! Die kriegt auch alles mit! Was sag ich ihr denn jetzt? Am besten garnichts! Die junge Ärztin beschloss so zu tun als ob sie es nicht gehört hätte und gab einfach keine Antwort. Doch Frau Haase liess nicht locker und sagte ihr, dass sie sie gesehen hätte, wie sie in ein Auto stieg, nur welches konnte sie im dunkeln nicht erkennen. Ja zum Glück! “Och! Ich war mit ner Freundin was trinken. Musste mal raus.” sagte die junge Ärztin schnell, schlang ihr Brötchen runter und machte so schnell sie konnte, dass sie das Haus verliess. Gott sei Dank hat das bald ein Ende! Dann kann ich kommen und gehen ohne dass mir jemand blöde Fragen stellt! Freute sie sich im Stillen, als sie sich beim Kiosk die Zeitung holte.
“Na BILDest du dir gerade ne Meinung oder was?” fragte Marc, der unbemerkt in die Cafeteria gekommen war und sah, dass sie Zeitung las, was sie ja sonst nicht wirklich oft tat. Dabei grinste er sie an. Muss der mich so erschrecken? Fluchte sie im Stillen, da sie gerade dabei war eine weitere Anzeige zu lesen, die interessant sein könnte. “Nein. Ich suche ne Wohnung.” kam von ihr nur kurz, bevor sie sich wieder den Angeboten widmete. “Wie nix mehr Hotel Mama?” fragte der Oberarzt erstaunt und setzte sich zu ihr. “Nein. Wird Zeit, dass ich endlich mal auf eigenen Füssen stehe! Ich will unabhängig sein und eine eigene Wohnung ist schon mal der Anfang!” erwiederte sie entschieden. Marc grinste sie daraufhin an und meinte: “Du hattest doch Zoff mit deinem vater, stimmt́s?” Gretchen sah einen Moment lang verlegen zu Boden und wusste nicht recht was sie darauf antworten sollte, sagte dann aber schnell: “Das ist aber nicht der Grund! Ich will einfach mein eigenes Leben führen!” “Schon gut, schon gut.” wehrte der Oberarzt schnell ab und fügte noch hinzu: “Mich brauchst du nicht zu überzeugen! Ich find́s gut!” dabei zwinkerte er ihr kurz zu. Wenigstens einer der das so sieht! Dachte Gretchen und widmete sich wieder der Zeitung. “Zeig mal her! Was haben die denn da so?” fragte Marc und zog die Zeitung ein Stück zu sich rüber. Nur wiederwillig gab sie sie aus der Hand, denn eigentlich wollte sie keine Hilfe. Der Oberarzt las sich die Anzeigen durch, die sie bereits angekreutzt hatte und musste bei jeder seinen Senf dazu geben.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

16.03.2009 16:47
#83 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Die eine lag in einer schlechten Wohngegend und er sagte nachdem Gretchen ihn skeptisch anguckte: “Also wenn du willst, dass die Köter dir vor deine Wohnungtüre pissen...gerne.” und grinste dabei. Die andere war eine Altbauwohnung. “Ey da musste ja Angst haben, dass beim nächsten Windstoss das Dach flöten geht.” sagte er hierzu und entmutigte Gretchen dadurch immer mehr. Oh Gott! Irgendwie hatte ich mir das einfacher vorgestellt! Zu guter letzt gefiel ihm die Klimatisierte Wohnung auch nicht wirklich. “Die schreiben zwar klimatisiert, aber meinen dass die Fenster nicht dicht sind und es zieht wie Hechtsuppe.” Nachdem Gretchen ihn nur noch ratlos anguckte, meinte er, dass er Ahnung von sowas hätte. Schön für ihn! Bringt mich aber jetzt nicht wirklich weiter... “Na! So bist du mir aber nicht gerade ne Hilfe! Da find ich ja nie was!” beschwerte sie sich schliesslich, nachdem Marc an allem, was ihr im Ansatz hätte zusagen können, etwas auszusetzen hatte. “Pass auf! Das was in der Zeitung steht kannste sowieso vergessen und wenn du keine Ahnung von sowas hast, das merken die sofort und ziehen dich über den Tisch. Glaub mir.” versuchte er sein Gemeckere irgendwie zu erklären. Oh ja! Das hilft mir jetzt ungemein! Dachte sie und zog eine leichte Schnute während sie die Zeitung wieder wegsteckte. “Du brauchst halt einfach jemanden der Ahnung von der Sache hat und dir Tiṕs gibt. Dann wird das schon.” meinte der Oberarzt. Hat nicht jeder soviel Geld und kann es sich leisten, nem Immobilienmarkler die Provision hinterherzuschmeissen! Also ich zumindestens nicht! “Und woher bekomm ich diese TIP`S bitteschön?” fragte sie schliesslich. Marc grinste sie an und bot ihr an: “Hmmm...ich könnte dir bei der Suche etwas helfen.” Nach längerem Überlegen stimmte sie schliesslich zu und sie verliessen beide die Cafeteria, um zurück an die Arbeit zu gehen.
Am Nachmittag nach dem Dienst, kam Marc dann ins Stationszimmer und fragte ob Gretchen fertig wäre und sie los könnten. “Ja. Bin jetzt soweit. Moment.” entgegnete die junge Blonde und zog sich noch schnell ihre Schuhe an, bevor sie mit ihrem Oberarzt zusammen das Stationszimmer verliess. Sabine und Nico schauten sich gleichermassen fragend an und der neue Assisetenzarzt wagte es nach einiger Zeit eine Frage zu stellen, die ihn schon seit ein paar Tagen beschäftigte. “Sind die beiden...?” wollte er wissen und deutete dabei zur Türe. Auch wenn er seinen Satz nicht zuende gesprochen hatte, wusste die Schwester dennoch was er meinte und sagte nur mit dem gleichen ratlosen Gesicht: “Also soweit ich weis nicht.” und zuckte dabei leicht mit den Schultern. “Ich dachte ja nur....” meinte Nico etwas verwundert und ging zurück an seine Arbeit, die er wiedermal von Marc aufs Auge gedrückt bekommen hatte.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

16.03.2009 17:16
#84 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Wo geht́s denn hin?” wollte die junge Ärztin während der Fahrt wissen. “Zu jemandem, der sich damit auskennt.” kam von dem Oberarzt daraufhin nur. “Aha?!” erwiderte die junge Ärztin und schaute ihn fragend an. Nach 5 Minuten hielt er dann neben einem kleinen Bürogebäude an. Seiler& Partner Immobilien? Ich wusste es! Ich wollte doch keinen Immobilienmarkler! Zunächst wehrte sie sich, aber Marc überzeugte sie schliesslich doch und die beiden gingen gemeinsam rein. “Guten Tag. Was kann ich für sie tun?” fragte der junge Mann hinter dem Schreibtisch, stand kurz auf und gab beiden die Hand. Marc ergriff das Wort und erklärte ihm, wonach seine Assistenzärztin suchte. “Gut. Dann werd ich mal gucken, was wir passendes haben. Setzen sie sich doch bitte.” sagte der Makler und wies mit der Hand auf die beiden Stühle gegenüber von ihm. Die beiden Ärzte nahmen Platz und warteten, während der junge Mann etwas in seinen Computer eingab. Gretchen sah dem ganzen nach wie vor skeptisch entgegen und das zeigte sich auch in ihrem Blick, als sie auf die anderen Angebote, die ausgestellt waren schaute. Oh Gott! Wo bin ich denn hier gelandet! Ich wollte nur ne einfache kleine Wohnung, keinen Palast! Das kann ich mir doch von meinem mickrigen Gehalt garnicht leisten. Befürchtete sie im Stillen, sagte aber nichts weiter. Nach einiger Zeit zeigte der Makler ihr dann einige Objekte, die in Frage kommen könnten. Ich hab́s gewusst. Kaltmiete
800 €! Wie soll ich das bitte bezahlen?
Fluchte sie, als er ihr eine Wohnung in Berlin Mitte zeigte. “Und was sagen sie?” fragte er sie anschliessend nachdem sie ihn skeptisch anschaute. Ich kann doch jetzt nicht sagen, dass ich mir sowas nicht leisten kann! Wie steh ich denn dann da? Nach 2 weiteren Pleiten, kam sie dann zu dem Entschluss, dass sie doch besser in der Zeitung weitergesucht hätte und wollte gerade gehen, als der Makler sie nochmals zurückrief. “Ich hab da noch eine...aber da gibt es einen Haken.” sagte er schliesslich vorsichtig. Na toll! Das hört sich ja unheimlich vielversprechend an! Welchen denn? Sind keine Fenster drin oder die Wände verschimmelt oder was?


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

16.03.2009 17:38
#85 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Dann lassen sie es lieber.” meinte Gretchen und war schon fast an der Türe. Nun meldete sich auch Marc wieder zu Wort und meinte: “Welchen denn?” “Nun ja...die Eigentümererin des Hauses ist eine alte Frau und sie möchte die Wohnung nur an ein Paar vermieten, nicht an eine alleinstehende Person.” erklärte der Fachmann. Von dem Oberarzt kam daraufhin nur: “Wenńs nur das ist.” Haha! Der war gut! Wo soll ich mir denn bitteschön auf die schnelle einen Mann herholen. Einen backen kann ich mir ja wohl schlecht! Der hat echt Nerven! Dachte sie, als sie wieder im Auto sassen und zu dem Objekt fuhren. “Äh..Marc.Nur ne ganz klitzekeleine Frage...” begann sie vorsichtig. Marc drehte sich kurz zu ihr rüber und fragte: “Ja?” “Warum hast du eigentlich einen Besichtungstermin vereinbart? Hast doch gehört, was der gesagt hat, nur an ein Paar.” Der Oberarzt grinste sie nur an und sagte nichts. Okay?! Was hat er nun schon wieder vor?
Nachdem die alte Frau die beiden begrüsst hatte, ging sie auch gleich mit ihnen ins erste Obergeschoss des 3 Familienhauses und schloss die Wohnungstüre auf. “Dann schauen sie sich mal in aller Ruhe um.” meinte sie und blieb im Flur stehen. Noch zögerlich ging Gretchen durch die Wohnung. Also schön ist sie ja wirklich, das muss man sagen. Hier und da müsste man zwar neu streichen und tapezieren, aber das wär nicht so schlimm. Aber das nützt mir leider nichts. Dachte sie, als sie die hellen grossen Zimmer sah. Vom Balkon aus hatte man einen schönen Blick auf den kleinen Garten hinter dem Haus. Die Wohngegend war ruhig und alles sehr gepflegt. “Und wie gefällt sie ihnen?” fragte die Eigentümierin, nachdem die beide Ärzte sich alles angeschaut hatten. “Gut, aber...” weiter kam sie nicht, denn Marc fiel ihr ins Wort und fragte, wann man denn einziehen könnte. Was soll das? Der weis doch ganz genau, dass das nicht geht! “Wenn sie wollen sofort.” erwiederte die alte Frau und schaute dabei beide an. Moment mal..die denkt doch nicht etwa?


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

16.03.2009 18:36
#86 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Sie sind ein so schönes Paar und mir auf Anhieb sympathisch.” fügte sie noch hinzu. Doch! Tut sie! Sie wollte gerade klarstellen, dass Marc und sie kein Paar wären, als Marc ihr signalisierte, dass sie still sein sollte. Nachdem die alte Frau kurz weg war, um die Fenster wieder zu schliessen, sprach sie ihn an: “Was sollte das?” Doch er sagte nur sie solle einfach mitspielen. Super Vorschlag! Und was mach ich wenn ich alleine hier einziehe oder sie mich irgendwann mal fragt, wo er wäre? Der ist für 3 Jahre nach Afrika gegangen oder was? “Aber Marc...ich kann doch nicht...” wieder liess er sie nicht ausreden und entgegnete: “Du willst die Wohnung doch! Oder?” “Ja schon, aber...” wollte sie wiedersprechen. “Na dann spiel mit! Sonst wird das nix! Und du wohnst in 5 Jahren noch im Hotel Mama!” meinte der Oberarzt. Gretchen wollte gerade noch etwas dazu sagen, als die Eigentümerin wieder um die Ecke kam und fragte, ob sie sich nun entschieden hätten. “Wir nehmen sie.” meinte Marc und grinste. Hey! Ich hab doch noch garnichts gesagt! Dachte die junge Ärztin und schaute ihn nur entsetzt an. “Dann kommen sie morgen Nachmittag vorbei und unterschreiben den Mietvertrag. Dann bekommen sie auch die Schlüssel.” meinte die alte Frau, als sie sich anschliessend von den beiden verabschiedete. Im Auto sagte sie dann kein einziges Wort. Da sie morgen Spätdienst hatte, schlug der Oberarzt ihr vor, dass er sie dann morgen vor dem Dienst abholen würde, um mit ihr gemeinsam den Mietvertrag zu unterschreiben. Gretchen war immer noch total fassungslos und brachte nur ein kurzes “Hmm.” herraus, bevor sie die Türe schloss. Ich kann doch nicht mit ihm zusammen ne Wohnung mieten und so tun als wären wir ein Paar! Das fällt doch irgendwann auf! Und dann? Sitz ich wieder auf der Straße und muss zurück zu meinen Eltern kriechen. Und das will ich auf keinen Fall! Also werd ich Frau Kauel gleich anrufen und ihr die Sache erklären! Dachte sie und schloss die Türe auf.
“Wo warst du denn mit dem Dr. Meier?” fragte Bärbel sofort als sie reinkam und grinste sie an. Okay. Habs mir doch anders überlegt. Ist ja nur ne kleine Notlüge, was solls! Hab ja schon immer von einem Leben mit ihm zusammen geträumt, auch wenńs nur aufm Papier ist, aber immerhin etwas. Wenn ich nämlich noch länger hierbleiben muss, dreh ich durch! “Äh...da musst du dich verguckt haben.” versuchte sie sich schnell rauszureden, aber Frau Haase liess nicht locker und meinte, dass sie doch ganz genau seinen silbernen BMW gesehen hätte. Wo die überall drauf achtet! Ich glaub die ist mit ihrer Hausarbeit noch nicht ausgelastet, dass sie Zeit hat den ganzen Tag über am Fenster zu stehen und andere Leute zu beobachten. “Mama! BMẂs gibt́s viele. Du täuschst dich!” sagte die junge Ärztin schliesslich und ging so schnell sie konnte die Treppe hoch bevor ihre Mutter dazu kam noch weitere Fragen zu stellen.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

16.03.2009 20:08
#87 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Gott sei Dank! Endlich Ruhe! Dachte sie nachdem sie die Türe hinter sich geschlossen hatte. Anschliessend legte sie sich ins Bett und schrieb in ihr Tagebuch:

Liebes Tagebuch,
Habe langsam berechtigte Zweifel daran, dass Marc mit Gabi wirklich so glücklich ist, wie sie alle glauben lassen will. Denn irgendwie verbringt er mehr Zeit mit mir als mit ihr. Apropos...da fällt mir gerade ein...ich hab sie schon lange nicht mehr gesehen. Also nicht, dass ich besonders scharf drauf wäre, ihr über den Weg zu laufen, aber komisch ist es schon. Weis ja nicht, was in den drei Wochen wo ich in Frankfurt war, alles abgelaufen ist. Aber eins ist klar: Marc verhält sich seit meiner Rückkehr äusserst merkwürdig. Ob er sich vielleicht von ihr getrennt hat und sie abgehauen ist? Warum sollte er sonst gestern Abend noch spät anrufen, um mich zu fragen ob wir das trinken gehen, heute dann mit mir auf Wohnungssuche gehen und vor der Vermieterin noch so tun, als ob wir ein Paar wären? Ist schon alles merkwürdig find ich. Ach ja..das weist du ja noch garnicht. Habe seit heute eine Wohnung! Morgen können wir den Mietsvertrag unterschreiben und dann bekomm ich auch die Schlüssel. Ich muss zwar hier und da ein bisschen renovieren, aber das krieg ich schon hin. Kann ja nicht so schwer sein ein paar Tapeten an die Wand zu kriegen und ein bisschen drauf rum zu malen. Mache mir die Wohnung auf jeden fall total schön. Aber eins weis ich jetzt schon: Nie mehr Rosa! Es sei denn ich bekomm irgendwann mal ein Baby und es wird ein Mädchen. Aber das liegt noch in weiter Ferne. Erstmal geh ich jetzt einen Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Überlege mir gerade, ob ich mir nicht langsam mal ein Auto zulegen sollte, weil die Wohnung doch etwas weiter vom Krankenhaus entfernt ist. Marc hatte mir zwar eben angeboten, dass er mich mitnehmen würde, weil die Wohnung “zufällig” in der gleichen Gegend liegt, was mir nebenbei bemerkt auch ein bisschen komisch vorkommt, aber naja...hab ihm gesagt, dass das nicht nötig wäre und meinte ich würde weiterhin mit dem Rad fahren. Daraufhin konnte er es mal wieder nicht verkneifen zu sagen: “Hast Recht. Ist vielleicht auch besser so. Dann trainierste wenigstens die Kalorien ab, die so am Tag in dich reinstopfst.” Heisst mit anderen Worten: Ich bin fett und muss dringend abnehmen. Ich verstehs echt nicht! Im einen Moment ist er total nett und im nächsten haut er mir wieder einen blöden Spruch rein. Aber naja..muss ich ja auch nicht verstehen...hab mir ja eh geschworen, dass zwischen uns nix laufen wird. Auch wenn ich das gerne hätte, aber meine Prizipien verbieten das. Ich lass mich nicht eher auf ihn ein, bis er kommt und mir sagt, dass er sich von Gabi getrennt hat. So...und da das nie sein wird...warum auch immer...bleibt es bei der Freundschaft!


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

16.03.2009 22:50
#88 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Gretchen legte das Tagebuch weg und ging anschliessend runter in die Küche, um sich noch was zu essen zu holen. Zuvor schaute sie aber erstmal ob schon alle schliefen. Sie hatte Glück und sie konnte sich zusammen mit einer Packung Vanillieeis unbemerkt zurück auf ihr Zimmer schleichen.
So...wie schaffe ich es jetzt mich unbemerkt rauszuschleichen, ohne dass Mama schon wieder blöde Fragen stellt, wenn sie Marćs Auto sieht. Überlegte sie am nächsten Morgen. Plötzlich kam ihr eine Idee. Kurzerhand rief sie ihren Oberarzt an und sagte ihm, dass er sie nicht zu Hause sondern 2 Strassen weiter abholen sollte. “Okay?!” kam von dem daraufhin nur etwas erstaunt. “Ja. Ich muss vorher noch was erledigen und wäre ja qutasch...wegen dem Umweg mein ich jetzt.” versuchte sie schnell zu erklären. Damit gab er sich dann schliesslich zufrieden und sagte ihr, dass er dann um 14 Uhr da wäre. “Gut. Dann bis später.” erwiederte die junge Ärztin und legte auf. Das wäre geschafft! Wäre doch gelacht, wenn ich die nicht austricksten würde. Dachte sie sich und ging ins Bad, um sich fertig zu machen.
“Wo willst du denn nun schon wieder hin?” fragte Bärbel, nachdem sie die Türe gehört hatte und kam aus der Küche. “Ich wollte mal ein bisschen spazieren gehen. Frische Luft ist gut für Körper und Geist.” entgegnete sie, bevor sie rausging und ihre Mutter verdutzt stehen liess.
Pünktlich auf die Minute bog Marc dann auch um die Ecke. Sie fuhren zu dem Immobilienbüro, wo alles unter Dach und Fach gebracht werden sollte. Frau Kauel war auch schon da und wartete mit dem Mietvertrag auf die beiden. Sie begrüsste sie freundlich und legte ihnen das Dokument zum unterschreiben hin. Erst unterschrieb Marc, dann Gretchen. Es wurden noch einige Formalitäten geklärt und schliesslich kam es zur Schlüsselübergabe. Als die junge Ärztin gleich beide Schlüssel an sich nehmen wollte, hätte sie sich beinahe verraten. Denn die Vermieterin sah sie erstaunt an und meinte: “Ich denke doch, dass ihr Verlobter auch einen bekommen sollte. Oder nicht?” Mist! Ich wusste dass das nicht gutgehen kann! Jetzt schöpft sie sicher Verdacht! Deshalb sagte sie schnell: “Oh...tschuldigung...mein Versehen.” und lachte dabei gespielt, um aus der Situation irgendwie wieder rauszukommen. Das zeigte auch Wirkung und die alte Frau kaufte ihr das ab. Anschliessend gab sie Marc einen Schlüssel zu der Wohnung. Den muss ich mir gleich sofort irgendwie wiederholen. Dachte sie während sie Frau Kauel dabei beobachtete, wie sie dem Oberarzt den Schlüssel zu IHRER Wohnung in die Hand gab.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

17.03.2009 06:42
#89 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Nachdem sie alles erledigt hatten, verabschiedeten sie sich von einander und die beiden Ärzte gingen zurück zum Auto. Nachdem Marc während der ganzen Fahrt über keinerlei Anstalten machte, ihr den Schlüssel freiwillig zurück zu geben, beschloss sie ihn danach zu fragen. Tzz...der denkt garnicht daran mir den wiederzugeben. Auch wenn er “offiziell” dort mit einzieht, aber das geht ja mal garnicht! Dachte sie und fragte anschliessend kurz bevor sie am Krankenhaus ausstieg: “Äh Marc...hast du nicht was vergessen?” “Nö. Was denn?” kam von dem nur daraufhin. Okay. Entweder stellt er sich dumm, weil er den Schlüssel behalten will...warum will ich dann eigentlich garnicht wirklich wissen oder er hat́s wirklich vergessen. Überlegte sie, streckte ihm die offene Hand entgegen und meinte: “Den Schlüssel! Oder willste den etwa behalten?” Marc tat ganz überrascht und sagte: “Ach ja...DEN...hätt ich ja beinahe ganz vergessen...tschuldigung...hier.” Daraufhin holte er den silbernen Gegenstand aus seiner Jackentasche und gab ihn ihr in die Hand. Weŕs glaubt! Dachte sie nur und steckte ihn ein.
Der restliche Tag verlief dann noch relativ ruhig. Nachmittags war nie viel los und OṔs standen auch kaum an, also hatte Gretchen genügend Gelegenheit, um in irgendwelchen Katalogen zu blättern und sich passende Möbel auszusuchen. Doch dort fand sie nicht das wonach sie suchte. Deshalb beschloss sie ihren freien Tag morgen zu nutzen, um alles nötige zu erledigen. Ausserdem muss ich Mama auch irgendwie beibringen, dass ich ganz bald ausziehen werde. Hab ja selbst nicht damit gerechnet, dass das so schnell geht. Die ganze Zeit während des Dienstes überlegte sie, wie sie das ihrer Mutter schonend beibringen könnte, ohne dass sie wieder in Tränen ausbrach. Am späten Abend zog sie sich dann um und fuhr nach Hause. Heute sag ich es ihr aber nicht mehr...schläft ja eh bestimmt schon. Dachte sie und ging sofort in ihr Zimmer.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

17.03.2009 06:58
#90 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Am nächsten Morgen stand sie dann zeitig auf und ging runter, um zu frühstücken. Dort versuchte sie ihr dann vorsichtig zu erklären, dass sie wohl in zwei Wochen ausziehen würde, da das mit der Wohnung doch schneller geklappt hatte, als gedacht. Bärbel wäre beinahe der Bissen im Hals stecken geblieben. “Was? In zwei Wochen schon? Das ging aber jetzt wirklich schnell.” sagte sie und klang beim letzten Satz sehr wehmütig. “Ja. Ich hatte Glück.” Naja...eigentlich nennt man das ja eher Betrug...aber egal! “Ja dann...wirst du wohl so langsam mal anfangen müssen zu packen.” meinte Frau Haase und nahm einen Schluck von ihrem Kaffee. “Ja, aber zuerst muss ich mal renovieren und Möbel hab ich ja auch noch keine.” erwiederte die junge Ärztin. “Also wenn du einen Wohnzimmerschrank brauchst, wir haben ja noch die Anrichte von Oma in der Garage stehen...” Oh Gott! Nicht dieses alte Ding! “Weist du den, bei dem du immer meinstest der wäre zu gross für dein Zimmer.” versuchte ihre Mutter zu erklären. Ja!! Und das hab ich auch nicht ohne Grund gesagt! Ich hasse diese sperrige Teil und ausserdem bin ich keine 80! “Ja....mal sehen.” entgegnete Gretchen wenig begeistert. “Dann werd ich gleich heute mal Papa und Jochen bescheidsagen, dass sie ihn aus der Garage holen und schon mal in die Wohnung bringen.” sagte die alte Frau voller Tatendrang. Neiiiiin! Bloss nicht!! “Mama! Überstürz nichts. Ich will mich erstmal gleich nach ein paar Möbeln umschauen.” meinte die junge Ärztin und wollte aufstehen, um sich gleich auf den Weg zu machen. Doch Bärbel hielt sie zurück und meinte, dass man das doch prima verbinden könnte und sie gleich mitkommen würde. Na toll! Shoppen mit Mama! Na das kann ja heiter werden! Dachte sie und versuchte ihre Mutter irgendwie davon abzuhalten, aber Bärbel liess sich nicht überzeugen und sagte: “Komm. Das wird bestimmt lustig.” Oh ja! Und wie!! Ich sehs jetzt schon kommen. Sie wird mir wieder versuchen irgendwas anzudrehen, was ja ach so süss ist und ich bin dann wieder so dämlich und wehr mich nicht, weil ich sie nicht verletzen will! Dachte Gretchen und machte sich mit einer Schnute auf den Weg in die Garage, um das Auto ihrer Mutter rauszuholen.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

17.03.2009 07:17
#91 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Vor dem Möbelgeschäft angekommen, stiegen die beiden Frauen dann aus und gingen hinein. Gretchen hatte schon eine klare Vorstellung, wie ihre erste eigene Wohnung aussehen sollte. Hell, freundlich, modern und schlicht, dennoch aber auch etwas romantisch. Wie zu erwarten war ihre Mutter da ganz anderer Meinung. Nachdem sie mit ihr schon eine Endlosdisskusion bezüglich des Kleiderschrankes und des Bettes geführt hatte, reichte es ihr dann endgültig. Bei der Bettwäsche hatte sie ja noch nachgegeben, und die Blümchenbettwäsche von anno Tuback einfach in den Wagen gepackt, um nur endlich ihre Ruhe zu haben, mit dem Wissen, dass sie die bei nächster Gelegenheit sowieso an jemanden verschenken würde. Hmm...vielleicht Schwester Sabine? Die hat doch glaub ich bald Geburtstag und ich könnte mir vorstellen, dass die genauso tickt wie meine Mutter und sowas noch toll finden würde. Als sie dann aber bei den Gardinen standen und Bärbel ihr die rosa Vorhänge zeigte, war es vorbei mit der Mutter-Tochter-Liebe. “Mama! Was soll ich denn bitteschön mit rosa Vorhängen füŕs Wohnzimmer?” empörte sich lautstark, so dass sich die anderen Leute schon zu ihnen umdrehten. “Aber...” wollte die alte Frau gerade erklären, aber Gretchen liess diesmal erstgarnicht zu Wort kommen und blieb hart: “Nein! Keine schweinchenrosanen Vorhänge! Und damit basta!” Das zeigte dann auch bei Bärbel Wirkung und sie sagte vorerst nichts mehr. Zumindestens bis sie schliesslich bei den Sofás standen. Jetzt fängt die schon wieder an! Ich krieg die Krise! Dachte sie als ihre Mutter ihr allen ernstes weissmachen wollte, dass ein kackbraunes Sofa mit beigen Franseln und Bommeln dran genau das richtige für sie wäre. Aber natürlich! Die spinnt doch! Da fehlen dann nur noch die selbstgehäkelten Platzdeckchen und die Porzellanpuppen oben drauf und die Katastrophe ist perfekt! Auf gar keinen Fall nehm ich dieses Ding!

Damit ihr eine Vorstellung von dem Sofa habt, hab ich hier noch ein BildSo ne Naturkasttrophe wollte ich euch natürlich nicht vorenthalten


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

17.03.2009 07:37
#92 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Ne Mama! Das ist jetzt nicht dein Ernst oder?!” fragte sie und wirkte dabei möglichst empört, damit sie sie davon abbringen konnte. “Doch wieso denn nicht? Stell dir mal vor der alte Schrank von Oma, dieses Sofa und...” versuchte Frau Haase ihr zu erklären. Und ein dunkelbrauner Kacheltisch davor oder was? “Ne du Mama. Echt nicht!” sagte sie und liess die alte Frau einfach stehen. Ich hab gleich gewusst, dass das keine gute Idee war! Dachte sie und näherte sich nun den mordernen Möbelstücken. Bei einem Wohnzimmerschrank blieb sie dann stehen. Das ist genau das wonach ich gesucht hab! Den nehm ich! Dachte sie und malte sich schon in Gedanken aus, welches Sofa sie dazu nehmen würde.
“War das nicht gerade der Dr. Meier?” fragte die alte Frau als sie sich ihr näherte und blickte sich nochmal um. “Huhu Dr. Meier!” rief sie und wunk ihm zu als sie ihn schliesslich entdeckte. Oh mann! Mütter können so peinlich sein! Dachte Gretchen und lächelte gequält. Nachdem Marc kurz zurück gewunken hatte, ging Bärbel ein Stück auf ihn zu. “Mama! Was machst du da? Lass das!” flüsterte ihre Tochter ihr zu und versuchte sie davon abzuhalten zu Marc zu gehen. Doch die sah das garnicht ein und meinte: “Wieso denn? Man wird doch wohl nochmal kurz *Hallo* sagen dürfen?!” Sie kapiert́s einfach nicht! “Hallo Dr. Meier.” begrüsste Frau Haase den Oberarzt nachdem sie sich zu ihm gestellt hatte. Dieser drehte sich um und sagte erstaunt: “Frau Haase?!” Dann blickte er zu Gretchen, die in der zwischenzeit auch dazu gekommen war und nur verlegen zu Boden schaute, weil sie sich für ihre Mutter schämte, und grinste sie an. Na super Mama! Prima hinbekommen! Jetzt steh ich schon wieder da wie der letzte Trottel! Herzlichen Dank auch! “Marc?! Was machst du denn hier?” fragte die junge Ärztin. Oh Gretchen Haase...auf so ne blöde Frage kannst aber auch nur du kommen! Was soll er denn schon hier machen?! Bestimmt keine Forschungsarbeit über “Die stabilsten Matrazen Deutschlands”!! “Äh...ich brauch mal wieder ein neues Sofa...und du...suchst dir deine neue Wohnungseinrichtung aus?” fragte er. Neues Sofa? Ist das alte wohl schon durchgelegen oder soll ich besser sagen durchgevögelt! Möchte nicht wissen wieviel Miezen er darauf schon flachgelegt hat!


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

17.03.2009 08:43
#93 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Ja...” Eine Weile schwiegen sich die beiden an. Bärbel hatte das Gefühl, dass sie fehl am platze war und sagte deshalb: “Ich hab dahinten eine neue Badezimmergarnitur gesehen...die schau ich mir mal an.” Anschliessend deutete sie mit dem Finger zum anderen Ende des Ladens und verschwand auch sofort. Ja klar! Lass mich ruhig alleine! Erst schleppt sie mich hier hin und dann verdrückt sie sich! Mit der geh ich nie wieder irgendwo hin! Dachte sie und sah weiter verlegen zu Boden.
Ein Verkäufer erlöste sie dann schliesslich von dieser peinlichen Situation. Er stellte sich neben die beiden und fragte: “Kann ich ihnen irgendwie behilflich sein?” Gott sei Dank! Es gibt doch noch nette Leute! Gretchen drehte sich sofort zu ihm und sagte ihm, dass sie sich für diesen Wohnzimmerschrank dahinten entschieden hätte und nun noch ein passendes Sofa und einen Tisch dazu suchen würde. Daraufhin bat er sie ihm zu folgen. “Ja...ich muss dann auch mal wieder.” sagte sie und ging hinterher. Schliesslich entschied sie sich dann für ein Cremeweisses Ledersofa im Futonstil und einen einen kleinen Glastisch. Nachdem sie mit dem Verkäufer alle Formalitäten bezüglich der Lieferung und der Montage geklärt hatte, machte sie sich auf den Weg um ihre Mutter zu suchen. Denn sie wollte nur nach Hause. In der Teppichabteilung fand sie sie dann schliesslich. “Können wir dann?” fragte die junge Ärztin etwas genervt, darüber, dass sie gerade zwei mal quer durchs Geschäft gelascht war, um ihre Mutter endlich zu finden.
“Und hattet ihr noch Spaß?” fragte Bärbel schliesslich auf der Fahrt zurück nach Hause und hatte dabei wieder dieses zufriedene Grinsen im Gesicht, was Gretchen partout nicht abkonnte. Was denkt die von mir? Dass wir es in der Bettenabteilung wild getrieben haben oder was soll dann diese dumme Anspielung??? “Mama! Bitte!” empörte sie sich daraufhin. “Was denn? Man wird doch wohl nochmal fragen dürfen, ob ihr euch nett unterhalten habt.” erwiderte Frau Haase entsetzt über die pampige Reaktion ihrer Tochter. Oh ja! Und wie nett das war! Dachte Gretchen und stellte im Stillen schon die Tage. Wie lange sie ihre Mutter noch ertragen müsste. Denn durch ihre Eskapaden war fast der ganze Tag draufgegangen und dabei hatte sie doch noch so viel vor. Dann wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben als Morgen nach einem Auto zu gucken. Aber das sag ich ihr jetzt nicht, sonst kommt sie nachher noch auf die Idee da auch noch mitzufahren und dreht mir dann eine Ente oder noch schlimmer nen Trabbi an! Das heute war wieder mehr als peinlich genug! Dachte sie während sie hoch in ihr Zimmer ging.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

17.03.2009 09:51
#94 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Dort nahm sie dann erstmal ihr Tagebuch raus, um von diesem “tollen” Tag zu berichten:

Liebes Tagebuch,
Oh Mann! Ich kann dir garnicht sagen wie froh ich bin wenn ich endlich meine eigene Wohnung hab. Auch wenn das dann bedeutet, dass ich selber putzen, kochen und waschen muss. Aber immernoch besser als von meiner Mutter genervt zu werden. Heute hat sie ja mal wieder den Vogel abgeschossen! Sie wollte unbedingt mit mir Möbel kaufen gehen. Ich hab gleich geahnt, dass das wieder in einer mittleren Katastrophe endet und ich behielt wie immer Recht! Ich sehe immernoch dieses komische Sofa vor mir...den Anblick werd ich wohl so schnell nicht vergessen. Aber bin auch stolz auf mich! Habs endlich mal geschafft mich gegen sie durchzusetzen! Okay. Mal abgesehen von der Bettwäsche mit Blümchendruck aber dafür hab ich schon eine Verwendung. Und wenn sie kommt und danach fragt sag ich einfach die ist mir beim waschen verfärbt oder eingelaufen. Aber das war ja noch nicht alles. Wir stehen so in der Sofa-Abteilung und diskutieren. Da sieht sie Marc und winkt dem auch noch zu. Mann! War das peinlich! Wie die da fast durchs ganze Geschäft geschriehen hat. Ich kann dir sagen, hätte am liebsten den Bettkasten von dem Schlafsofa neben uns aufgemacht und hätt mich darin versteckt. Aber es kam ja noch schlimmer! Statt dann Ruhe zu geben geht die auch noch zu dem rüber und zieht mich gleich mit! Haben dann ein paar Worte miteinander gewechselt, wobei ich mich wieder extra-doof angestellt hab! Gott sei Dank gibt es doch noch freundliche Verkäufer, die einem genau im richtigen Moment mit der Frage “Wie kann ich ihnen helfen” erlösen! Hab dann schnell gemacht, dass ich da weg komme. Aber ein gutes hatte es. Ich hab alles bekommen was ich für den Anfang brauche. Morgen werd ich mich dann mal auf die Suche nach einem Auto begeben...aber diesmal alleine!!!


Sie legte das kleine rote Buch weg und ging anschliessend ins Bett.
In der zwischenzeit kam Marc nach Hause und schaute in den Briefkasten. Zum grössten Teil waren das alles irgendwelche Briefe, wo man einem irgendwas sinnloses was kein Mensch braucht, als die neuste Technik und absolutes Must-Have verkaufen wollte. Dann fielen ihm zwei Briefe seiner Bank in die Hände. Bei dem einen, da wusste er das war die Kreditkartenabrechnung und dachte jetzt schon an Gabís Shoppingausflug und dem damit verbundenen Betrag. Nachdem er sich von dem Schock einigermassen erholt hatte, öffnete er den zweiten Brief und bekam noch einen viel grösseren. Er musste sich erstmal setzen. Denn er war doch plötzlich mal so eben um 50.000 € ärmer, laut dem aktuellen Auszug seiner Bank.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

17.03.2009 10:15
#95 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

In der Hoffnung dort noch jemanden zu erreichen, griff er sofort zum Telefon und wählte die Nummer seiner Bank. Da die heute länger geöffnet hatten, traf er auch tatsächlich noch jemanden an. Der Oberarzt erklärte dem Angestellten die Sachlage und fragte ob es möglich wäre den Betrag irgendwie zurück zu bekommen. Doch der antwortete ihm: “Bedaure Herr Dr. Meier. Das war eine Bargeldabhebung...und die lässt sich leider nicht rückgängig machen.” Dieses Biest!!! fluchte Marc im Stillen und liess prompt seine Wut darüber, dass Gabi es tatsächlich geschafft hatte ihn erneut auszutricksen, an dem Berater aus und schrie in den Hörer: “Sie Trottel! Wie konnten sie der nur so viel Geld geben! Ich werd sie verklagen!” Der Bürohengst am anderen Ende openierte sich über seinen Umgangston und erwiederte mit nach wie vor ruhiger Stimme: “Nun werden sie mal nicht beleidigend. Immerhin hat ihre Ehefrau eine Kontovollmacht, also war es kein Fehler unsererseits.” Daraufhin murmelte der Oberarzt: “Ja ja. Leck mich am Arsch!” vor sich hin und legte auf. Wenn er Gabi in diesem Moment zu packen bekommen hätte, hätte er ihr wahrscheinlich den Hals umgedreht. Erst jetzt fiel ihm auf, dass er sie auch schon ein paar Tage nicht mehr gesehen hatte. War ihm um ehrlich zu sein garnicht aufgefallen, weil sie ihn sowieso nicht im Geringsten interessierte. Ausserdem erinnerte sich daran, dass er sich gewundert hatte, warum seine Kontokarte bei ihm zu Hause auf dem Schreibtisch gelegen hatte und nicht in seinem Büro, wie er gedacht hatte. Und er hatte schon an seinem Verstand gezweifelt, als er sie vor ein paar Tagen dort nach langem suchen gefunden hatte. Jetzt wurde ihm einiges klar. Nur leider zu spät. Es blieb ihm nur die Hoffnung, dass sie für immer dort bleiben würde, wo sie jetzt auch immer war. In dem Glauben, dass er sie für immer los sei, legte er sich schliesslich auch schlafen.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

17.03.2009 10:43
#96 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Guten Morgen Frau Doktor.” begrüsste sie Schwester Sabine am nächsten Morgen als sie ins Stationszimmer kam und grinste sie dabei an. Warum grinst die denn so dämlich? Hab ich was im Gesicht oder was? Ihre Frage erledigte sich dann von selbst, als die Schwester fragte: “Und? Vorgestern einen schönen Nachmittag gehabt?” Och nee! Nicht die auch noch! Reicht schon wenn meine Mutter mich nervt, da brauch ich das von der nicht auch noch. Dachte sie sagte nur kurz “hmmm” und zog sich um. Nachdem Sabine eine weitere Frage stellen wollte forderte sie sie schnell dazu auf alles für die Visite fertig zu machen. “Sie wissen ja Dr. Meier hasst es zu warten.” fügte sie zur Erklärung noch hinzu, nachdem die Schwester sie fragend anschaute. Da Nico sich heute frei genommen hatte, um sich von den ganzen Strapazen und Schikanen mal zu erholen, führten Gretchen und Marc die Visite alleine durch. Oh Gott! Hat der aber heute wieder ne Laune! Stellte sie fest, nachdem Marc kaum ein Wort mit ihr wechselte und an allem wieder was zu meckern hatte. Ob ich ihn drauf ansprechen soll? Nee! Lieber nich... Schliesslich war die Visite dann beendet und Marc ging zurück in sein Büro. Gretchen beschloss sich in der Zeit bis zur nächsten OP eine kleine Pause zu gönnen und ging in die Cafeteria. Dort sass auch Mehdi, der sie sofort als er sie sah zu sich rüberwunk. Was will der immer von mir? Zwischen uns ist alles geklärt! Dennoch setzte sich mehr oder weniger wiederwillig zu ihm an den Tisch und begrüsste ihn mit einem kurzen “Hallo”. “Wie geht es dir? Wir haben uns ja schon lange nicht mehr gesehen.” stellte der Gynäkologe fest. Ehrlich? Ist mir garnicht aufgefallen! Dachte sie sagte aber: “Ja. Viel Stress in der letzten Zeit.” “Aha.” kam von ihm daraufhin nur. Sie unterhielten sich noch Weile , bis Gretchen schliesslich sagte, dass sie zurück an die Arbeit müsste. “Okay. Dann bis demnächst mal.” meinte der Frauenarzt. “Ja. Bis dann.” erwiederte die junge ärztin und verliess anschliessend die Cafeteria.
Der restliche Tag verlief noch relativ ruhig und nach dem Dienst stieg sie dann auf ihr Rad, um sich endlich nach einem Auto umzuschauen. Schliesslich wurde sie dann auch fündig und entschied sich für einen kleinen blauen Ford Ka. So das wäre nun auch geschafft! Hakte sie gedanklich ihre Liste mit Vorsätzen ab, nachdem der Verkäufer ihr sagte, dass sie den Wagen dann in zwei Tagen angemeldet bei ihm abholen könne. Komme meinem Ziel von einem selbstständigen Leben immer näher! Stellte sie mit Stolz fest, als sie zurück nach Hause fuhr.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

17.03.2009 11:03
#97 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Die Tage bis zum geplanten Umzug vergingen und Gretchen hatte soviel zu tun, dass sie garnicht an die bevorstehende Renovierung dachte. Erst als sich am Abend zuvor das Lager des Möbelhauses meldete, um sie daran zu erinnern, dass die Möbel morgen geliefert würden, erinnerte sie sich daran. Scheisse!!! Wie soll ich das denn jetzt alles noch in der Zeit schaffen? Ich hab noch nicht mal Tapete und Farbe und morgen wollen die schon die Möbel bringen und aufbauen. Verdammter Mist! Ärgerte sie sich. Ruhig Gretchen Haase...nur keine Panik...also mal überlegen...ich könnte jemanden um Hilfe fragen...gute Idee an sich...aber wen? Meinen Vater? Nein ganz bestimmt nicht! Bin immer noch sauer auf ihn, wegen der Szene neulich...den frag ich ganz bestimmt nicht! Und meine Mutter sowieso nicht! Die mischt sich dann nur wieder in alles ein und das kann ich garnicht gebrauchen! Also scheidet die Möglichkeit schon mal aus. Gut...alles so lassen wie es ist, geht auch nicht, da alle Tapeten schon abgekratzt sind und nackte Betonwände gehen ja mal garnicht! Okay...dann bleibt mir keine Möglichkeit mehr. Also doch Panik! AHHHHHHHHHHHHH!!! Während sie nachdachte lief sie im Zimmer auf und ab. Nachdem sie sich wieder einigermassen beruhigt hatte, beschloss sie es alleine zu versuchen. Morgen hatte sie frei wegen des Umzugs, also würde sie erstmal morgen früh in den Baumarkt fahren, um Farbe und Tapeten zu kaufen. Gott sei Dank hatte sie schon ein Vorstellung für was sie sich da entscheiden würde. Auch wenn sie nicht rechtzeitig fertig würde, aber Rom war ja auch nicht an einem Tag erbaut worden dachte sie sich und legte sich schlafen, damit sie morgen fit war, um alles in die Tat umzusetzen was sie sich vorgenommen hatte.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

17.03.2009 11:42
#98 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

Gut. Der Plan ging dann auch in die Hose und sie stand eine Stunde später als geplant auf. Ich sehs schon kommen...das endet wieder im totalen Chaos...wie eigentlich alles in meinem Leben! Befürchtete sie während sie sich “Renovierungstauglich” anzog. Anschliessend stieg sie sofort in ihr neues Auto und machte sich auf den Weg zum nächsten Baumarkt. Schnell hatte sie alles gefunden wonach sie suchte und fuhr direkt im Anschluss in ihre neue Wohnung. Nachdem sie die ganzen Eimer, das nötige Werkzeug und die Tapeten die Treppe hochgeschleift hatte, stellte sie erstmal alles in den Flur. Gut. Selbst ist die Frau! Wär doch gelacht wenn ich das nicht hinkriegen würde! Dachte sie und las sich erstmal die “Bedienungsanleitung” des Kleisters durch. Doch nachdem sie den endlich angerührt hatte, fiel ihr auf, dass sie ja garkeinen Tapeziertisch und keine Leiter hatte. Sie schaute kurz auf die Uhr. Da sie noch ca. 1 Stunde Zeit hatte bis die Möbel geliefert werden sollten, entschied sich dazu kurz nach Hause zu fahren und sich das benönigte Zeug von ihrem Vater zu borgen. Jetzt muss ich mich aber wirklich beeilen! Stellte sie fest, nachdem sie alles ins Auto geladen hatte und wieder zurück zur Wohnung fuhr. Als sie gerade die erste Bahn zugeschnitten und eingekleistert hatte und jetzt schon aussah, als hätte sie ein Schleimbad hinter sich, klingelte es auch schon an der Türe. Die Möbelpacker begrüssten sie kurz und fragten wo sie alles hinstellen sollten. “Stellen sie es erstmal da drüben hin.” sagte die junge Ärztin, die jetzt schon mit den Nerven völlig am Ende war und deutete auf eine Ecke im Flur. Während die Spediteure alles nach und nach reintrugen, führte Gretchen ihren Kampf zwischen Tapeten und Kleister weiter. Vergebens. Denn gegen Nachmittag waren alle Möbel nach oben getragen und aufgebaut worden und sie hatte erstmal gerade drei Bahnen an die Wand gebracht, die ihr zu allem Überfluss auch noch wieder entgegenkamen. So ein Mist! So wird das nie was! Jammerte sie und liess sich entmutigt an der Türe zu Boden gleiten. Sie sah sich kurz in der Wohnung um und überall herrschte das blanke Chaos. Und hier soll ich heute Abend zum ersten Mal schlafen? Oh Gott! Naja...wenigstens ein Bett hab ich und muss nicht auf dem Boden schlafen...ist ja schon mal was. Versuchte sie sich zu trösten und machte sich sofort wieder an die Arbeit. Als sich der Tag langsam dem Ende zuneigte und sie gerade auf einem der Farbeimer sass, um eine Pause zu machen, klingelte es an der Türe. Wer ist denn das jetzt?? Fragte sie sich und öffnete die Türe.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

17.03.2009 12:22
#99 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Marc? Wieso bist du denn hier?” fragte sie als ihr Oberarzt vor ihr stand. Er schaute sich nur um, sah erst das Chaos in der Wohnung und dann zu Gretchen, deren Kleider und Haare voller Kleister waren und meinte: “Egal... Meine Güte! Du sollst den Kleister auf der Taptete verteilen nicht in deinen Haaren!” Bei dem letzten Satz grinste er sie an und trat ein. Oh jee! Ich sehs kommen...damit wird er mich jetzt bestimmt wieder die nächsten Tage aufziehen. Dachte sie und schloss die Türe. Nachdem Marc sich einigermassen einen Überblick in dem Chaos verschafft hatte, nahm er sich die von Gretchen schon eingekleisterte Tapetenbahn und sagte nachdem er sie aufgeschlagen hatte: “Kein Wunder, dass der Mist nicht hält! Hast du den Kleister vorher abgewogen, oder was? Da muss mehr drauf! Dann halten die auch!” Gretchen stand nur da mit offenem Mund und schaute ihm erstaunt dabei zu, wie er Bahn für Bahn an die Wand klebte und die auch noch sogar hielten...anders als bei ihr. “Wusste garnicht, dass du sowas kannst?!” stellte sie verwundert fest. “Natürlich! Ich kann alles!” erwiederte Marc ihr daraufhin mit einem Grinsen. Eingebildet ist der garnicht! Dachte die junge Ärztin und witzelte: “STIMMT hätte ich ja beinahe GANZ vergessen...du bist ja der Beste!” “Schön, dass du es endlich einsiehst!” meinte der Oberarzt mit einem zufriedenen Grinsen und fügte noch hinzu “Und jetzt aber an die Arbeit. Sonst biste übermorgen noch nicht fertig!” Eigentlich hätte sie nach seinen Bemerkungen wieder beleidigt sein müssen. Jedoch war sie auch irgendwie froh, dass sie nun nicht mehr alles alleine machen mustte. Deshalb nahm sie es mit Humor, salutierte kurz und erwiederte: “Jawohl Chef!” Anschliessend machte sich sofort an die Arbeit. Nach eineinhalb Stunden war das Wohnzimmer dann soweit fertig tapeziert und sie gönnten sich eine kleine Pause.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

17.03.2009 12:49
#100 RE: Story von Anna&Vanny Zitat · Antworten

“Willst du auch was essen?” fragte die junge Ärztin schliesslich und griff zu ihrem Handy. “Ja.” antwortete der Oberarzt. Anschliessend rief sie bei der nächsten Pizzeria an und bestellte zwei mal Spagetthi Bolognese. In der Zeit bis das Essen geliefert wurde räumten die beiden noch ein bisschen auf. Marc nutzte die Gelegenheit und warf einen Blick in die Farbeimer. “Hast ja doch Geschmack!” stellte er fest und zwinkerte ihr zu. Was soll das denn heissen? Na warte! Kurzerhand nahm sie sich ein kleines, eingekleistertes Stück Tapete und warf es ihm hinterher mit den Worten: “Hey! Pass auf was du sagst!” Das liess sich der Oberarzt natürlich nicht gefallen. Deshalb holte er zum Gegenschlag aus, nur mit dem Unterschied, dass er im Gegensatz zu Gretchen traf, denn der Kleister landete voll in ihren Haaren. Nachdem sie diesen einigermassen wieder entfernt hatte, sagte sie: “Boah! Das kriegst du wieder!”und nahm sich etwas Kleister. “Das wagst du nicht!” sagte der Oberarzt und lachte dabei. “Und ob!” kam von der jungen Blonden. Doch Marc war schneller und hielt ihre Hand fest, als sie gerade ansetzen wollte. Eine zeit lang lachten die beiden, doch in dem Moment als sie sich in die Augen sahen, herrschte plötzlich Stille. Erst zögerte er, doch dann kam der Oberarzt ihr näher und wollte sie küssen. Auch Gretchen war für einen Moment völlig weggetreten und näherte sich ihm ebenfalls.


Mitglied im WeMarc-Club


Life is a game and you have the dice!

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | ... 45
 Sprung  
Weitere Links
| Sicher und kostenlos Bilder hochladen|9-1-1 FanSeite|
zum Impressum | 2008- © Doctor's Diary FanForum | Admins JackySunshine & Seppy | Moderatoren Lorelei & Mellow | Gründerin des Forums Flora
Xobor Forum Software von Xobor.de
Einfach ein Forum erstellen
Datenschutz