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Dieses Thema hat 326 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | ... 14
Gretchen81 Offline

Alter Ha(a)se:

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04.12.2008 13:28
2. Story von Gretchen81 Zitat · Antworten

1. Kapitel:

Hab mir ein neues Ziel gesetzt, eigentlich ist es das gleiche wie schon immer keine Liebesgeschichten mehr und endlich abnehmen.
Nur misst sich so was wie abnehmen gerade auf Weihnachten hin vorzunehmen. Mein Magen knurrt nur schon beim Gedanken an Nüsse, Lebkuchen, Plätzchen und Schokolade. Ich glaube ich überleg mir das noch mal mit der Diät. Sollte einfach keine Eisschlachten mehr machen und vor allem nicht mehr mit Frau Doktor Hassmann auf die Rolle gehen. Alkohol hat genau soviel Kalorien wie eine Eisbombe.
Also dringend davon die Finger lassen.
Die geplanten Ferien mit meinem Bruder, sind auch ins Wasser gefallen. Nichts mit Olé. Mein Vater hat mir einen stündigen Vortrag über die Personalführung gehalten. Das er mich nicht einfach Bevorzugen könnte. Zudem seien wir im Moment Unterbesetzt in der Notaufnahme, da ein Assistenzarzt dank eines Skiunfalls ausgefallen ist. Ja super jetzt darf ich alle Operationen mit Marc machen. Könnte gerade echt die Wände hoch. Darf gar nicht daran denken wie ich die nächsten Wochen überstehe.


Gretchen fährt wie jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit, und das obwohl es inzwischen doch recht kalt geworden ist. Das ganze Krankenhaus ist weihnachtlich geschmückt. Auf der Kinderstation laufen schon seit Wochen die Krankenschwestern als Weihnachtsengel verkleidet durch die Gegend. Um es den kleinen, die in dieser Zeit im Bett liegen müssen, leichter zu machen. Die Assistenzärztin zieht sich um und greift nochmals zu ihrem Tagebuch um ihre Gedanken vor der Arbeit festzuhalten.

In der Adventzeit macht jeder so auf Harmonie. Bäh. Und wo ist meine Harmonie? Sollte es eigentlich ja besser wissen. Ich hätte nicht mit Mehdi beim ersten Date in die Kiste springen dürfen und schon recht keine Gefühle entwickeln für einen Verheirateten Mann.
Und Marc? Der verhält sich wie ein Geistesgestörter. In den letzten paar Tagen hat er sich hundert Mal entschuldig und mich etwa genau so viele Male angeschrieen. Für Irgendetwas das ich verbockt haben soll.
Der Tipp von meiner Mutter mit dem Putzen hat auch nur kurzzeitig geholfen mit dem ganzen Fertig zu werden. Hab dann irgendwann gemerkt das Papa und Jochen mich nur als gratis Haushaltsangestellte sehen. Werde meine Aggressionen also anderweitig abbauen müssen. Damit hab ich Heute Morgen auch gleich angefangen. Mich hat so ein elendiger Motorradfahrer geschnitten. Hab ihm dann die schlimmsten Flüche hinterher gejagt. Glaube aber nicht dass er es gehört hat, der war einfach zu schnell. Was denken sich diese Typen eigentlich, das sie etwas Besonderes sind? Sie haben ja auch nichts anderes als ein Fahrrad mit Motor unter dem Hintern.
So muss jetzt. Nicht das der Herr Oberarzt wieder ausrastet weil ich ein paar Sekunden zu spät komme.


Gretchen kommt gerade noch rechtzeitig ins Stationszimmer. Den ihr Oberarzt war wirklich gerade damit beschäftig sich wieder über die Unpünktlichkeit seiner Assistenzärztin aufzuregen. „Mein lieber Marc, ich finde es ja auch schön dich zu sehen. Du brauchst mich nicht gleich zu umarmen vor lauter Freude.“ Erklärt die junge Frau ganz locker. Marc ist im ersten Moment perplex über diese zucker süssen Worte. Eigentlich hätte er damit gerechnet das sie ihn genauso an brüllt wie er es tat. Aber nichts da. Heute lässt sich Gretchen von ihm nicht provozieren.



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Gretchen81 Offline

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05.12.2008 13:35
#2 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
Marcs Provokationen gehen leider nicht wirklich spurlos an ihr vorbei. Im inneren schreit sie förmlich. Am liebsten würde sie in der Pause sich eine Tonne Schokolade holen und in sich reinstopfen. Nur das wäre dann wieder gegen ihren Vorsatz abzunehmen und vor allem ist es auch nicht unbedingt hilfreich wenn sie wegen Überzuckerung in der nächsten Ecke liegen würde. Also nimmt sie sich in der Cafeteria nur ein Vollkorn Brötchen und einen Apfel. Damit setzt sie sich an den hintersten Tisch am Fenster. Stöpselt sich den IPod in die Ohren und hört Musik. Sie hat neulich in einer Frauenzeitschrift gelesen das Musik helfen soll um abzuschalten. Und genau das ist es was sie braucht. Sie schliesst die Augen geniest die Wintersonne die durch die Glasscheibe auf ihr Gesicht fällt und lässt einfach nur die Seele baumeln. Nach einer gefühlten Halben Ewigkeit, in Wirklichkeit keine 2 Minuten. Gretchen wäre beinahe weggedöst. „Ist der Platz hier noch Frei?“ Doch Gretchen hört nichts ausser der Musik von Rosenstolz aus ihrem IPod. Erst als ihr der Mann einen Kopfhörer aus den Ohr nimmt. Macht sie die Augen auf und sieht direkt in die blau-grünen Augen von Dr. Alexander Hartmann. „Oh.“ mehr kriegt sie nicht raus. „Ich hab gefragt ob der Platz noch Frei ist?“ Er deutet auf den einzigen freien Stuhl ihr gegenüber. „Eh ja.“ „Danke. Ich bin übrigens Dr. Alexander Hartmann, wir kennen uns glaub ich noch gar nicht?“ Er reicht ihr die Hand. Gretchen ist etwas irritiert, als sie die Hand von ihrem Neuenkollegen berührt bekommt sie Gänsehaut: „Ich bin Gretchen, eh Haase. Freut mich.“ Die beiden kommen ins Gespräch. Er erklärt ihr dass er der Ersatz für Frau Dr. Hassmann sei, solange diese in der Fortbildung in Amerika ist. Die Assistenzärztin wusste noch nicht mal das Dr. Hassmann weg ist. Dabei war sie doch kürzlich noch mit ihr im Ausgang. Aus ihnen würden wohl auch nie dicke Freundinnen. Die beiden Ärzte verstehen sich immer besser. Sie reden über alles was so in der Weltgeschichte gerade so passiert. So nach 5 Minuten freundlichen Quasseln fragt Alexander sie ob sie den schon immer an diesem Krankenhaus gearbeitete habe. „Nein nicht immer. Nach meinem Bestanden Examen wollten ich eine Gemeinschaftspraxis in Köln aufmachen. Dazu kam es dann aber nicht.“ Gretchen verschweigt geschickt den Punkt mit Peter. Dr. Hartmann ist aber nicht auf den Kopf gefallen und merkt sofort dass da mehr dahinter steckt und fragt nach: „Hat ihnen der Karneval nicht zu gesagt oder war ihr Partner der Falsche?“ „Wohl eher ich nicht die Richtige für ihn, sonst hätte er nicht die Arztgehilfin auf dem Schreibtisch …“ Da war es sie hat soeben einem eigentlich wildfremden erzählt was sie eigentlich nicht erzählen wollte. Der nimmt einen schluck von seinem Kaffee und sieht sie an: „Dann nehme ich jetzt mal spontan an er war ihr Freund oder sogar noch mehr und darum sind sie zurückgekommen. Glauben sie mir das passiert mehr als man denkt.“ (Bin ich so durchschaubar? Oder ist ihm das auch schon passiert.) Alex zieht es vor das Thema zu wechseln: „Und wie gefällt es ihnen so in der Chirurgie? Der Dr. Meier soll wohl ein Gott auf seinem Gebiet sein.“ (Toller Themawechsel. Vom Regen in die Traufe.) Gretchen versucht professionell zu wirken: „Ach wissen sie Meier ist gut ohne Frage. Aber sein Ton der er manchmal hat, kann ganz schön nerven.“ Alex lächelt sie an: „Kann es mir vorstellen.“ Sie wechseln erneut das Thema und lachen. Marc kommt vom Rauchen vom Balkon zurück und sieht Gretchen mit einem Fremden Mann sprechen. Die beiden lachen und wirken recht vertraut. Der Oberarzt spürt Eifersucht aufkommen. Doch er reisst sich zusammen, wie sehe den das aus wenn er zu ihr rüber rennen würde und eine Szene machen. Also beschliesst er sich einen Kaffee zu holen und sich einfach zu den beiden hinzu setzen. Er geht mit seinem Becher in der Hand auf den Tisch zu, nimmt sich einen Stuhl vom Nachbartisch und setzt sich ungefragt neben Gretchen. Diese starrt ihn entsetzt an. (Was will der jetzt hier. Dabei war es gerade so nett. Na prost.) „Ja ich weiss Marc, meine Pause ist schon längst um. Und für ein Kaffeekränzchen hab ich nach der Arbeit noch Zeit.“ Gretchen will gerade aufstehen und ihre Sachen zusammenpacken. Doch Marc nimmt ihre Hand: „Wieso stressen, es liegt nichts an. Dann können wir ruhig noch die Pause etwas verlängern.“ (He, ich glaub der hat das falsche Kraut geraucht.) „Sag mal Marc, geht es dir nicht gut, hast du etwa Fieber?“ Die Assistenzärztin legt ihre Hand auf seine Stirn um nachzusehen ob er nicht wirklich Fieber hat. Marc nimmt diese in seine: „Wieso sollte ich. Es ist alles wie immer.“ (Ja, super ich erkläre 2 Minuten vorher das Marc ganz schön nerven muss, jetzt denkt sicher Dr. Hartmann das ich einen Schaden habe. Weil Marc gerade so richtig nett ist.) Gretchen sieht ihren Oberarzt einfach nur fragend an. Dr. Hartmann hat das Gefühl im Moment doch eher zu stören und verabschiedet sich. Die Assistenzärztin versucht ihn noch aufzuhalten aber Alex meint nur sie können ja später mal weiter reden. Marc grinst zu frieden, er hat sein Konkurrent erfolgreich weg geekelt. „Sag mal spinnst du? Was sollte das den eben? Du bist sonst nie so, so… mir fällt kein Wort für dich ein.“ Motzt Gretchen ihn an. Der grinst sie nur an.



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Gretchen81 Offline

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08.12.2008 10:14
#3 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Sauer auf ihren Oberarzt räumt sie ihre Sachen zusammen und lässt ihn einfach in der Cafeteria sitzen. Im Stationszimmer trifft sie auf Sabine die wieder mal mit einem Fischer-Roman beschäftigt ist: „Sabine müssen sie den diesen Unsinn lesen? Das gibt’s doch im Wahren Leben gar nicht.“ Die Krankenschwester sieht von ihrem Buch hoch: „Sind sie sich da ganz sicher Frau Doktor. Ich denke das es so was auch im Wirklich leben gibt. Oder was war das mit ihnen und Doktor Kaan.“ Gretchen zuckt zusammen: „Ein grosser Fehler und geendet hat es auch nicht wie im Roman. Das wissen sie ja auch. Und räumen sie dieses Buch weg bevor es Doktor Meier sieht.“ Widerwillig verräumt sie den Roman. Den einen Anschiss hatte sie heute schon von ihrem Chef bekommen. Da war sie nicht noch auf mehr aus. Sabine bekommt einen Notruf rein und meldet diesen gleich an den Oberarzt sowie seine Assistentin weiter.
Marc ist immer noch bester Laune als er in der Notfallstation ankommt: „Was gibt’s den gutes?“ Schwester Sabine ist irritiert und schaut die Assistenzärztin an. Die zeigt dass ihr Oberarzt wohl einer an der Klatsche haben müsste. Erst als Gordon mit dem Notfall rein kommt und wieder mal auf Teufel komm raus mit Gretchen flirtet und diese auch noch freudig darauf reagiert ist seine Laune wieder auf dem Tiefstand angekommen. Gordon erklärt kurz die Fakten die ihm bekannt sind: „Der Mann ist 49 Jahre alt und ist Opfer einer Schiesserei. Eine Kugel steckt im Schulterbereich, die ist aber nicht weiter schlimm, so wie es aussieht ist es nur eine Fleischwunde. Was aber schlimmer ist, deutlicher schlimmer ist die Kugel die in seinem Kopf steckt.“ Er deutet auf den Verband am Kopf. Der Oberarzt kann es kaum fassen: „Er hat ne Kugel im Kopf und lebt noch. Sabine piepen sie sofort Frau Dr. Hassmann an und bereiten sie die OP vor.“ Die Schwester weisst ihn darauf hin das Frau Hassmann doch in Amerika sei auf Studienreise. „Na dann piepen sie eben ihre Vertretung an. Das wird ja wohl nicht so schwer sein? Und nehmen sie ihn gleich mit.“ Sabine schiebt den Patienten in den Aufzug Richtung OP und Marc macht sich zusammen mit Gretchen auf zum Umziehen im Aufzug geraten dann die beiden aneinander: „Sag mal musste das eben sein. Du flirtest wohl mit allem was dich anlächelt. Dieser möchte gern Arzt von einem Sanitäter ist ja wohl nicht dein Ernst?“ Gretchen lässt das nicht auf sich sitzen: „Ich lasse nichts anbrennen. Hallo wer vögelt den bitte das ganze Krankenhaus rauf und runter. Und selbst jetzt wo du verlobt bist flirtest du mit anderen Frauen.“ Der Oberarzt weisst die Vorwürfe von sich: „Das stimmt doch gar nicht. Und jetzt lenk nicht vom Thema ab. Dein Vater hatte recht. Du bist regelrecht auf Männerfang im Krankenhaus. Oder was war das eben in der Cafeteria?“ Die beiden sind längst in der Umkleidekabine angekommen und damit beschäftig sich umzuziehen. Gretchen bemerkt vor lauter Wut gar nicht das sie nur mit BH und Unterwäsche vor Marc steht. Denn innerlich koch sie gerade: „Du spinnst wohl ich hab mich mit Dr. Hartmann nur unterhalten du bist ja gleich wie ein Eifersüchtiger Gockel dazwischen gefahren.“ Erst jetzt bemerkt sie das ihr Oberarzt sie anstarrt und das sie beinahe nackt vor ihm steht. Schnell zieht sie sich die OP Kleider über und verlässt ihn ohne ein weiteres Wort.



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Gretchen81 Offline

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08.12.2008 11:28
#4 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Nach der gelungen OP zieht sich Gretchen in eine Stille Ecke zurück und schreibt in ihr Tagebuch:
Das war ein Tag heute und der ist noch nicht einmal um. Marc verhält sich wirklich seltsam.
Würde fast behaupten er ist Eifersüchtig. In meiner Pause hab ich die Bekanntschaft mit Dr. Hassmanns Vertretung gemacht.
Wusste noch nicht einmal das Hasi nicht da ist. Aber was solls so dicke waren jetzt auch nicht. Auf jedenfall ihre Vertretung heisst Alexander Hartmann. Ich weiss nicht was es war, aber als er mir die Hand gegeben hat. Hab ich Gänsehaut gekriegt. Wir haben uns nett unterhalten bis Marc meinte er müsse nerven. Er hat auf ober süss gemacht, es sah beinahe so aus als hätten wir was miteinander und hat damit geschafft das sich Alex verzogen hat. Das war ober peinlich. Nach dem wir für einen Notfall gerufen wurden und dann auch noch Gordon mit mir geflirtet hat. Ist Marc ganz ausgetickt. Er hat mir vorgeworfen das ich auf jeden Arzt scharf wäre. Wir haben uns so sehr gestritten das mir noch nicht mal aufgefallen ist das ich mich ausgezogen habe. Während er noch vor mir stand. Was soll ich sagen das war noch peinlicher.
Marc hat mir mit den Augen auch noch die restlichen Klamotten ausgezogen. Bin dann schleunigst in den OP. Die Situation war mir dann doch zu Heiss. Wer weiss was passiert wäre wenn ich nicht gegangen wäre. Der Notfall den wir dann auf dem Tisch hatten war ein interessanter Fall.
Ein Mann mit Schussverletzungen. Einem Steckschuss in der Schulter und einer Kugel im Kopf. Der Mann hat tatsächlich eine Kugel im Kopf und lebt. Konnte es fasst nicht glauben. Marc hatte Sabine angewiesen die Neurochirurgie zu informieren. Was er nicht wissen konnte das Alex der Ersatz für Maria war. Sein dummes Gesicht konnte ich sogar durch die Maske erkennen.
Alexander hat mir dann irgendwann kurz vor Ende der OP gefragt ob ich nach der Arbeit mit ihm etwas trinken käme. Hab natürlich ja gesagt.
Was natürlich Marc sofort wieder auf die Palme gebracht hat. Er hat sein OP Besteck hingeschmissen und meinte ich könnte den restlichen scheiss auch alleine machen. Also ich wette der ist Eifersüchtig. So ein benehmen ist doch nicht normal. Alex meinte dann noch er müsse aber zuerst nach Hause etwas erledigen, er sei in einer Stunde aber vor dem Krankenhaus und warte. Jetzt frag ich mich was er zu erledigen hat.
Ist er etwa verheiratet? Oder hat er sogar Kinder? Oh Gott Gretchen. Du hast nicht mal darauf geachtet ob er einen Ring an hat oder nicht. Eigentlich sollte es mir ja egal sein. Ich will ja nichts von ihm. Er ist nur ein Kollege mit dem ich was trinken gehe. Schliesslich haben wir uns in der Pause wirklich toll unterhalten. So muss jetzt machen. Sonst wartet er noch lange, oder denkt gar dass ich ihn versetze.



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Gretchen81 Offline

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08.12.2008 22:44
#5 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Gretchen zieht sich um und macht sich nun auf den Weg nach unten. Kaum denkt sie sich das sie hoffentlich Marc nicht mehr begegnet, steht der auch schon vor ihr. Ihr bleibt auch gar nichts erspart. Doch der schweigt sich aus. Es scheint beinahe so als ob er sie ignoriert wie er es in den letzten paar Wochen gemacht hat. Der Fahrstuhl kommt und sie gehen hinein. Der Oberarzt kann sie jedoch nicht ignorieren und kommt immer näher zu ihr ran. Als er ihr ganz nahe ist und Gretchen schon beinahe das Herz still steht, kommt der Fahrstuhl im Erdgeschoss an und Marc verlässt den Aufzug mit einem: „Schönen Abend noch.“
Die Assistenzärztin ist sprachlos. Eigentlich hat sie geglaubt dass er ihr gleich wieder auf die Pelle rückt und sie versucht zu küssen. Doch nichts da. Er verabschiedet sich einfach.
Ein kleinwenig enttäuscht ist sie darüber schon. Auch wenn sie sich sicher gewehrt hätte.
Denn eigentlich hat sie sich ja vorgenommen die Finger von den Männern zu lassen.
Was nicht ganz einfach ist wenn man sich mit einem solchen gerade jetzt trifft. Alex fährt vor den Eingang und steigt aus. Gretchen sieht ungläubig den Wagen an: „Ist ein Porsche 550 Spider, wie ihn James Dean hatte?“ Dr. Hartmann ist etwas verlegen: „Ja, nein leider nicht wirklich. Ist ne Replik die ich zusammen mit einem Freund aufgebaut habe. Steigen sie doch bitte ein.“ Gretchen ist erstaunt über die Qualitäten die der Neurochirurg an den Tag legt. Als Alexander vom Parkplatz vom Krankenhaus fährt beschleicht sie das ungute Gefühl das es vielleicht doch ein Fehler ist mit dem neuen Kollegen weg zu gehen, darum fragt sie erstmal wo hin er den mit ihr will. „Ich dachte sie möchten vielleicht einen Glühwein oder einen Kandierten Apfel. Oder ist der Weihnachtsmarkt eine dumme Idee gewesen?“ Er sieht für einen kleinen Moment zu ihr rüber um ihre Reaktion zu deuten.
„Der Weihnachtsmarkt? Das ist eine tolle Idee, war da zu letzt als Kind mit meiner Mutter.“ Gibt diese schnell zur Antwort. Gretchen ist ganz in Gedanken.
Dieser Mann ist ein hervorragender Arzt, fährt ein altes Auto, kann diese Sogar reparieren, sieht gut aus, ist charmant und er hat auch noch geniale Ideen. Warum ist er mir nicht schon früher begegnet. Er ist sicher verheiratet. So was kann doch
nicht mehr frei rum laufen. Mal sehen ob er einen Ring am Finger trägt. Juhui keiner zu sehen.
Margarethe freu dich nicht zu früh. Es gibt auch Männer die tragen ihre Eheringe nicht. Schliesslich wollen sie ja die potenziellen Affären nicht gleich verschrecken.

„Doktor Haase, wir sind da. Träumen sie?“ Alex hat gerade seinen Porsche parkiert und sieht in das Verträumte Gesicht der jungen Ärztin. Diese wird abrupt aus ihren Gedanken gerissen und platzt mit einer Frage heraus die ihr jetzt schon seit ein paar Minuten und den Fingern brennt: „Sind sie verheiratet oder haben eine Freundin?“ Alexander sieht sie mit grossen Augen an: „Wie bitte? Nein ich bin nicht verheiratet und habe auch keine Freundin oder Freund. Falls sie das jetzt auch noch fragen wollten.“ Gretchen könnte sich jetzt für ihre peinliche Frage gerade mal wieder Ohrfeigen. Sie muss einfach lernen nicht gleich alles zu sagen was ihr durch den Kopf geht. Sonst endet das nochmals böse. „Sind ihre Fragen jetzt geklärt und wir können uns einen Glühwein gönnen?“ Sie nickt und steigt aus und geht stumm mit ihrem Begleiter zu einem Stand. Er erklärt ihr das hier den besten Glühwein von ganz Berlin gebe. Er bestellt 2 Gläser und bringt sie an einen Stehtisch. Mittlerweile ist es schon recht dunkel geworden und es herrscht so eine warme Weihnachtliche Atmosphäre über dem Markt. Als die beiden sich zu prosten schlägt Alexander vor das sie sich duzen sollten. Gretchen nimmt an und sie trinken Brüderschaft. Mit einem Kuss zur Besiegelung hat sie allerdings nicht gerechnet. Ihre Lippen berühren sich und es scheint für sie so als ob die Zeit stillsteht und schon wieder kribbelt es ihn ihr. Dieses wohlig warme Gefühl in der Magengegend kannte sie bis dato nur von einem einzigen Kuss und das war der Dornrösschen Kuss zwischen ihr und Marc gewesen.



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Gretchen81 Offline

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09.12.2008 18:12
#6 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Die beiden lösen sich aus dem Kuss und beide sind überrascht darüber was gerade passiert ist. Denn das war eindeutig nicht ein Freundschaftskuss. Etwas hilflos versucht Alex die Situation zu retten in dem er ein ganz anderes Thema einschlägt: „Ehm, hast du den schon alle Weihnachtsgeschenke. Wir könnten sonst wenn wir schon hier sind mal etwas suchen. Zu zweit geht so was doch immer besser.“ Gretchen hatte bis jetzt noch keine grosse Lust auf Geschenk jagt. Aber jetzt kommt es ihr genauso recht wie Dr. Hartmann. Es ist schon spät als Gretchen voll bepackt mit Geschenken nach Hause kommt.
Der Neurochirurg hat sie noch zum Haus der Haases gefahren. Weil mit den vielen Tüten, hätte sie wohl nicht wirklich Unfallfrei auf dem Fahrrad fahren können. Leise schleicht sie die Treppe rauf, möglichst das niemand wach wird. sie verräumt sämtliche Geschenke in ihrem Schrank und geht nochmals ins Bad. Auf dem Flur läuft sie in die Arme ihres Vaters: „Kälbchen, warum kommst du so spät nach Hause? Und was war das für ein Auto?“ „Tschuldigung wollte dich nicht wecken War auf dem Weihnachtsmarkt und es wurde etwas später. Darum hat mich eine Bekannte nach Hause gefahren.“ Gretchen hofft das ihr Vater nicht bemerkt dass sie lügt. Doch scheinbar ist sie immer noch nicht überzeugend im Lügen: „Wohl eher ein Bekannter, was? Margarethe ich merke wenn ein Mann in deinem Kopf rum geistert. Weiss nur noch nicht wer es ist. Es war weder der Wagen von Dr. Kaan noch das von Meier.“ Gretchen sieht ihren Vater mit grossen Augen an. Sie kommt sich vor wie ein kleines Kind, dass beim Naschen erwischt wurde. Nach einem gute Nachtkuss macht sie sich schnell auf in ihr Zimmer und greift dort wieder mal nach ihrem Tagebuch.

Ich war mit Doktor Hartmann auf dem Weihnachtsmarkt. Wir haben Brüderschaft getrunken. Beim Freundschaftskuss kam ein seltsames Gefühl hoch. Ich war aber nicht alleine mit dem Gefühl. Auch Alex war auf einmal wie ausgewechselt. Sollte ich mich schon wieder verliebt haben? nein bitte nicht. Ich kann doch nicht immer von einem zum anderen hüpfen. Wir haben uns dann mit Weihnachtseinkäufen abgelenkt. Wir waren einfach auf einer Wellenlänge. Wortlos wüssten wir was der andere wollte. Obwohl wir uns noch nicht einmal richtig kennen. Ich weiss nur dass er auf Autos steht und nicht vergeben ist. Und vorhin als ich nochmals ins Bad wollte bin ich in Papa gelaufen. Frage mich wie so der immer weiss wann ich lüge. Krieg ich ne lange Nase? Er hat mich aus Alex Wagen aussteigen gesehen. Und hat mich natürlich gefragt wer das war. Ich wollte im weiss machen, dass es eine Bekannte gewesen sei. Werde die nächstne Tage wohl unter Beobachtung von meinem Vater stehen. Das heisst ich halte mich am besten von allen männlichen Arbeitskollegen fern. Kommt mir irgendwie gerade recht, dann kann ich mir klar werden was ich wirklich für Alexander fühle.



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Gretchen81 Offline

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09.12.2008 19:23
#7 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

2. Kapitel

„Aufstehn Traumfrau, Aufstehn“
Gretchen holt zu einem schlag auf und haut ihren Wecker ins Nirvana. Der wird sie ab jetzt sicher nicht mehr nerven. Sie quält sich aus den Federn und geht erstmal duschen um wach zu werden. Nach dem anziehen geht sie frühstücken. Aus Reflex greift sie zum Schokoaufstrich. Kurz vor dem rein beissen bemerkt sie dass sie gegen ihren Vorsatz handelt. Trotzdem nimmt sie einen grossen Bissen vom Brötchen, wird ja wohl nicht schaden.
„Margarethe, ich hab dich zusammen mit Meier für Weihnachtswichtelaktion eingeschrieben. Ihr werde das ganze die nächsten paar Wochen überwachen.“ Gretchen sieht von ihrem Frühstück auf und glaubt sich verhört zu haben: „Bitte was?“ „Eigentlich wollte ich Schwester Gabi und den Meier nehmen, aber Gabi musste zu ihrer Mutter nach Hause, der geht es wohl sehr schlecht. Jetzt springst du für sie ein. Du und mein bester Oberarzt seit so ein gutes Team. Das schafft ihr schon.“ Mit diesen Worten ist er auch schon aus der Küche raus. Gretchen geht nochmals in ihr Zimmer und holt ihr Tagebuch hervor:

Das glaub ich jetzt nicht mein Vater hat mir gerade gesagt, dass ich die Wichtelaktion für die Mitarbeiter machen muss. Das schlimmste aber ist das ich es auch noch mit Marc machen muss. Und das auch noch weil Gabi zu ihrer Mutter musste. Klingt gemein ich weiss aber ich wäre nicht traurig wenn sie für immer weg bleibt.

Da ihr Fahrrad immer noch auf dem Krankenhaus Parkplatz steht nimmt sie den Bus. Auf den Weg von der Bushaltestelle bis zum Eingang wird’s sie beinahe von einem Motorradfahrer angefahren. Fluchend kann sie noch zur Seite springen und sieht wie dieser auf den Angestelltenparkplatz fährt. Das kommt ihr gerade recht, sie will diesem Rücksichtslosen Rowdy mal gehörig die Meinung sagen. Sie rennt zum Motorrad Unterstand und erwischt ihn gerade bevor er sich den Helm auszieht. Als sie ihn ansieht kommen ihr die Augen bekannt vor, erst recht als sie die Stimme hört: „Hallo Gretchen. Schon alle Geschenke versteckt?“ „Alexander?“ Der Motorrad Rowdy ist tatsächlich niemand anderes als Dr. Hartmann. „Du fährst Motorrad?“ „Ja, darum musste ich gestern auch zuerst nach Hasue. Oder wärst du auf meine Maschine gestiegen?“ Gretchen schüttelt den Kopf. „Siehste, komm lass uns rein gehen. Drinnen ist es wärmer. Alex läuft mit seiner Leder-Motorradkluft vor ihr her und Gretchen kann nicht anders und starrt auf den durchaus sehr knackigen Hintern ihres Kollegen. Sie passt nicht auf und läuft prompt in einen Betonpfeiler: „Au!“ „Ist dir was passiert?“ Alex dreht sich schnell zu ihr um. „Nein. Hab mir nichts getan.“ Ihr Knie schmerzt zwar aber sie will nicht als Heulsuse da stehen und verschweigt ihre schmerzen. Au dem Flur vor dem Stationszimmer sieht Marc das Gretchen einwenig humpelt: „Bleib mal stehen. Was hast du den mit deinem Bein gemacht, das du humpelst?“ Gretchen erklärt das es nichts wäre. Doch ihr Oberarzt lässt sich nicht abwimmeln: „Du kommst jetzt mit mir mit in mein Büro. Wir müssen eh noch wegen der Schwichtelaktion reden.“ Gretchen verdreht die Augen „Das heisst Wichteln und da gibt es nicht viel zu besprechen.“ „Keine Details. Du kommst jetzt mit. Oder ich trag dich.“ Droht ihr Marc an. Das wirkt sie macht sich neben ihm auf Richtung seinem Büro.



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09.12.2008 21:47
#8 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Kaum im Büro motzt Gretchen auch schon gleich rum das es ihrem Bein wieder super ginge und er sich das ganze nicht ansehen müsse. „Jetzt setz dich hin und ich seh mir dass an. Dein Knie ist ganz schön blau. Was hat dieser Trottel von Hartmann mit dir gestern Abend gemacht?“ Gretchen kriegt Gänsehaut bei Marcs Berührung. Schnell will sie sich ihr Hosenbein wieder Runterziehen und erklären das Alex gar nicht schuld ist an ihrem Blutunterlaufenen Knie, also auf jeden fall nicht wirklich. Der Oberarzt glaubt ihr kein Wort: „Also entweder zu ziehst jetzt sofort dein Hosenbein wieder rauf oder ich zieh dir die Hose gleich ganz aus.“ „Sag mal spinnst du? Du fasst mich nicht an.“ Die junge Frau steht auf und versucht rückwärts zur Türe zu kommen. Sie kommt nicht gerade weit, weil sie rückwärts über einen Bürostuhl fällt. „Du stellst dich ja schlimmer an als ein kleines Kind das zum Zahnarzt muss.“ Marc muss lachen als er sie da vor ihm liegen sieht. Er reicht ihr die Hand und will ihr auf helfen. Doch stattdessen zieht sie ihn einfach zu sich runter. Beide müssen lachen und kommen sich dabei immer näher. Marc streicht Gretchen eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
Ihr Herz rasst. Die beiden küssen sich.
In ihrem Kopf überschlagen sich die Gedanken. Als Marc mit seiner Hand unter ihren Pullover fährt stösst die Assistenzärztin ihren Chef von sich. „Nein, ich kann das nicht.“ Etwas angesäuert und enttäuscht über das weg stossen steht Marc auf: „Was ist jetzt schon wieder nicht in Ordnung? Du willst mich und ich dich. Mach doch nicht immer alles so kompliziert.“ „Ich mache alles kompliziert? Wer hat den diesem Mageren Flittchen einen Heiratsantrag gemacht. Nach dem er mir Hoffnungen gemacht hat. Du bist doch echt das letzte.“
Wütend verlässt sie das Büro und schmeisst die Türe ins Schloss. Marc merkt das er wohl einen Fehler gemacht hat und will sie zurück holen: „Gretchen so warte doch.“ Doch diese will nicht auf ihn hören.



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10.12.2008 08:40
#9 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Gretchen will nur noch weg von Marc. Sie versteht einfach nicht wieso sie einfach nicht von ihm loskommt. Denn er hat Recht. Sie will ihn, auch in dem Moment wo sie in wegstösst, würde sie am liebsten weitermachen und es einfach zu lassen.
Mit zerzausten Haaren kommt sie im Stationszimmer an. Sabine sieht sie an als wäre sie ein Gespenst: „Frau Doktor was ist den mit ihren Haaren passiert. Und war vorhin nicht noch der Herr Doktor bei ihnen?“ „Der kommt gleich. Er hat noch ein paar Unterlagen vergessen.“ Lügt Gretchen. Scheinbar kann sie die Krankenschwester anlügen aber nicht ihren Vater. Wenn man vom Teufel spricht dann kommt er: „Na mein Kind, hast du alles mit Meier klären können wegen dem Wichteln. Wie macht ihr den das jetzt?“ „Also wir, ehm, also aufgelöst wird das ganze an der Weihnachtsfeier am 24. hier. Ja und…“ Versucht sich Gretchen etwas zusammen zu reimen. Marc rettet sie in dem er weiter macht: „Ja genau, und nach der Visite bereiten wir die 2 Schüsseln, eine für das weibliche Personal und eine für die Männer, mit den Namen vor. Dann kann jeder einen Namen ziehen. Wir wären ihnen sehr dankbar wenn sie so um elf eine Versammlung einberufen könnten. So müssten wir nicht jeden nach rennen. Dann werden wir auch die genauen Regeln erklären.“ Die Assistenzärztin sieht ihn nur noch verwundert an. Der Professor ist zu frieden mit der Leistung seines Teams und verspricht, dass er das mit der Sitzung sofort in die Wege leiten werde. Gretchen flüsstert Marc zu: „Vorhin wusstest du noch nicht einmal wie man das ganze nennt. Und warum hast du die ganze zeit wir gesagt? Ich mach das lieber alleine.“ Marc schnappt sich ein paar Patientenunterlagen grinst sie an und sagt: „Du glaubst doch nicht das ich eine Assistenzärztin alles alleine machen lasse. Du kannst machen was du willst aber du wirst mich nicht los. Hast ja gehört dein Vater ist stolz auf uns. Und jetzt auf zur Visite. Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“



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Gretchen81 Offline

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10.12.2008 09:07
#10 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Widerwillig geht sie mit und überlegt sich dabei wie sie das nur alles verdient hat. Sie kommt zum Schluss das dies wohl die Rache ist für das Schokobröttchen das sie heute Morgen gegessen hatte. Schliesslich läuft seit dem alles schief. Sie muss mit Marc zusammen die Wichtelaktion machen. Das heisst Stunden zu zweit und mit ihm alleine verbringen. Dass das ganze gefährlich ist hat sie ja vorhin schon erlebt. Und dann läuft sie noch in einen Betonpoller nur weil sie Alex auf den Hintern gesehen hat. Bevor sie mit Marc wieder alleine in sein Büro ausgeliefert ist, rekrutiert sie kurzer Hand Jochen und Sabine als Helfer. Der Oberarzt ist überrascht als die zwei auch noch dazu kommen und flüsstert Gretchen ins Ohr, so das es die beiden anderen es nicht hören: „Brauchst du neuerdings einen Anstandswauwau?“ Diese flüsstert schnell zurück ohne rot zu werden: „Nein ich dachte wir könnten Hilfe gut gebrauchen oder willst du über 100 Namensschilder selber schreiben und ausschneiden.“ Das ist zwar nur eine Ausrede aber eine verdammt gute die der Oberarzt ohne ein weiteres Wort schluckt. Marc hat selber einen Plan wie er Gretchen wieder näher zu sich bringt. Es gefällt ihm überhaupt nicht wie dieser Hartmann sie ansieht. Aus diesem Grund will er verhindern dass seine Assistenzärztin vielleicht doch den Neurochirurgen zieht beim Wichteln. Seinen wie Gretchens Name nimmt er aus den beiden Töpfen raus und beschliesst die beiden erst am Schluss reinfallen zu lassen. Um ganz sicher zu gehen. Wird er dafür sorgen dass sie die beiden übrig gebliebenen Zettel nehmen.
Er bedankt und verabschiedet sich bei Sabine und Jochen. Hält Gretchen am Arm zurück auch aus der Türe zu verschwinden: „Du bleibst schön hier schliesslich müssen wir noch die Regeln festlegen.“ Sie hatte so gehofft dass sie nicht schon wieder alleine mit ihm sein würde. Schon wieder spielt ihr das Schicksal einen Streich. Sie fragt: „Also wie hast du dir das vorgestellt?“
Der Oberarzt zuckt mit den Schultern: „Keine Ahnung ich dachte du wüsstest das. Wie wäre es wenn jeder so viele Geschenke machen kann wie er will.“ „Ganz tolle Idee. Und dann bekommt der eine andauernd was und der andere nichts. So was ist doch unfair.“ wirft die Ärztin ein. „Okay, ich habs. Jede verbleibende Woche bis Weihnachten mindest ein Geschenk. Zusammen dürfen aber alle nicht über 500 Euro sein.“ Schlägt der Oberarzt vor. „Wie wäre es mit 100 Euro. Denn nicht jeder hier ist Oberarzt und kann sich das leisten. Deal?“ Sie streckt ihm die Hand entgegen. Es passt zwar nicht ganz in Marcs geplante Geschenke für sie, aber er würde das schon irgendwie hinkriegen und wenn nicht würde er halt über den Rahmen gehen. Das wäre ja auch nicht so schlimm. Der Oberarzt schlägt ein: „Deal.“



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Gretchen81 Offline

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10.12.2008 11:27
#11 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Es sind bereits alle versammelt in der Cafeteria als die beiden mit den zwei Töpfen mit Namen kommen. Marc stellt sich neben den Professor und Gretchen will sich ins Publikum verdrücken. Setzt sich neben Alex auf einen freien Stuhl. Franz winkt seiner Tochter zu sie solle doch auch nach vorne kommen doch die schüttelt nur mit den Kopf. Der Professor erklärt den Kollegen wieso sie sich hier versammelt haben und das Dr. Meier zusammen mit Dr. Haase dass dies jährige Wichteln organisiert haben und der Oberarzt jetzt das ganze erklären würde. Das macht dieser auch gleich: „Die Männer ziehen einen der rosa Zettel und die Frauen aus dem anderen Topf. Pflicht ist es jede verbleibende Woche bis Weihnachten, also noch diese und die nächste, seinem Kollegen ein Geschenk zumachen. Das letzte somit das mindestens 3. wird am 24. Dezember persönlich an unserer Weihnachtsfeier überreicht. Ihr dürft selbstverständlich auch mehr als nur 3 Geschenke machen. Jedoch sollten sie alle zusammen den Wert von 100 Euro nicht übersteigen. Hat noch jemand eine Frage. Gut. Dann bitte ich jetzt einen nach dem anderen nach vorne zum Ziehen und verraten sie sich bitte nicht.“ Ein nach dem anderen geht nach vorne und zieht sich einen Namen. Manchmal werden verräterische Blicke getauscht und getuschelt. Als Gretchen sich einen Zettel nehmen will hält sie Marc zurück: „Wir ziehen aus Vernässgründen zu letzt.“ Sie setzt sich wieder an ihren Platz und versucht anhand der Mimik der Kollegen rauszukriegen wer sie gezogen hat. Als Doktor Fuchs aus der Radiologie ihr zu lächelt. Kommt ihr nur ein Gedanke: „Scheisse.“ Doch dann lächelt der doch tatsächlich auch Schwester Sabine an und drückt ihr das Auge. Erleichtert atmet sie aus. Sie weiss aber immer noch nicht wer ihr Wichtel ist. Marc kommt mit den letzten zwei Zettel zu ihr nach hinten und gibt ihr den blauen und nimmt den anderen für sich. Gretchen linste in den Zettel und sieht sofort Marcs Namen. Um sich nichts anmerken zu lassen lässt sie das Stück Papier gleich in ihrer Jacke verschwinden. Auch der Oberarzt sieht in seinen Wisch. Zufrieden grinsend steckt er das Blatt ein. Sein Plan ist einwandfrei aufgegangen. Gretchen hat nichts gemerkt, jetzt muss er nur noch das erste Geschenk besorgen und es ihr unauffällig zu stecken.



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10.12.2008 15:12
#12 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

In einer Ecke des Stationszimmers schreibt die Assistenzärztin in ihr Tagebuch.

Ich wusste doch das Gott mich hasst. Jetzt hab ich auch noch dieses selbst gefällige Arschloch Marc gezogen. So was kann auch nur mir passieren. Was soll ich dem bitte den Schenken.
Und das auch noch gleich 3-mal. Vielleicht 3 Mega Packungen Kondome. Und in jedes einzelne mach ich ein Loch aus Rache. Dumme Idee müsste ihm ja dann das letzte persönlich geben und dann will der das sicher auch noch gleich mit mir ausprobieren.
Das wäre dann ein klassisches Eigentor. Und zudem was hat die Welt davon wenn lauter kleiner Meiers durch die Gegend hüpfen. Obwohl die sicher alle super süss aussehen würden und dann wiederum vielen wieder das Herzbrechen würde.
Socken und Krawatten sind einfallslos. Muss mir das genau überlegen.
Bin ich froh ist jetzt Mittag, hab mich mit Alexander zum Mittagessen verabredet.
Wenigstens ein Lichtblick. Will gar nicht wissen wer mich gezogen hat. Dachte zuerst es sei Dr. Fuchs aus der Radiologie gewesen. Doch der hat Sabine hinter mir die ganze Zeit beobachtet und sie angelächelt. Es sah fast so aus als dem das gerade recht gekommen wäre. Oh je, ob Sabine wirklich Freude an ihm hat. Muss das bei Gelegenheit mal abklären.



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10.12.2008 15:40
#13 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

In der Cafeteria suchen sich die beiden Ärzte einen Platz am Fenster. Es ist genau der gleiche Platz wie ein Tag zu vor. Nur dieses Mal setzen sie sich absichtlich zusammen. Es scheint so als ob ihnen das Gesprächsthema nicht ausgehen will. Sie reden über die Kindheit oder über die Arbeit. Alles mögliche eben. Gretchen erfährt auch von Alexander das er eigentlich lieber Mechaniker geworden wäre, das aber sein Vater wollte das er studiert. So ist das Schrauben an Autos und Motorrädern zu seinem Hobby geworden. Die Ärztin findet das super Spannend. Sie erzählt ihm warum sie schon sehr früh wusste, dass sie nur in einem weissen Kittel glücklich würde. Das der jenige dem sie das Leben gerettet hat, Marc ist verschweigt sie.
Der sieht die beiden in der Ecke sitzen und die Blicke die sie sich gegenseitig zu werfen.
Der Oberarzt der Chirurgie macht sich wieder zurück zum Aufzug. Jetzt ist die perfekte Gelegenheit Gretchens erstes Geschenk in ihrem Schrank zu verstecken.
Nach ein paar Minuten ist er wieder in der Cafeteria, er kommt gerade zu dem Moment als die beiden sich aus versehen berühren und dabei sich verwirrt in die Augen sehen. Das reicht Marc. Jetzt geht er dazwischen. Mit samt seinem Tablett setzt er sich wieder demonstrativ neben Gretchen und grinst Dr. Hartmann an: „Na, Herr Dr. Hartmann schon schön eingelebt hier. Schade dass sie hier nicht länger bleiben. Hab gehört Dr. Hassmann kommt schon in 2 Wochen wieder zurück.“ Dabei sucht sich Marcs Hand unter dem Tisch den Weg zu Gretchens Beinen. Dr. Hartmann nimmt einen Schluck von seinem Wasser und antwortet gelassen: „Wie kommen sie auf die Idee das ich in 2 Wochen gehen werde. Professor Haase hat mir ein Angebot gemacht das ich nicht ablehnen konnte. Ich hab einen festen Vertrag Unterschrieben und werde neben Frau Hassmann der 2. Oberarzt in der Neurochirurgie.“ Marc vergeht das grinsen und er vergisst das er eigentlich gerade zärtlich an Gretchenschenkel hochfahren wollte. Stattdessen kneift er sie: „Aua! Sag spinnst du?“ „Oh, entschuldige. War nicht mit Absicht.“ Dr. Meier sieht entsetzt Gretchen an. Alex kann sein Lachen kaum zurück halten. Das Gesicht des Chirurgen ist einfach zu göttlich. Er nimmt sein Tablett und verabschiedet sich von Gretchen und Marc. Die Assistenzärztin würde am liebsten ihrem Chef eine schmieren, doch sie hält es für das bessere Worte statt Taten sprechen zu lassen: „Was hat deine Hand unter dem Tisch zu suchen und warum kneifst du mich? Und wehe du sagst jetzt noch mal das es nicht absichtlich war, deine Hand ist wohl kaum von alleine zu meinen Beinen.“ Bevor Marc antworten kann geht ihr Pieper los und ein Notfall kommt rein.
Im Fahrstuhl versucht die Ärztin nochmals auf die vorherige Situation zurück zu kommen: „Du weisst schon das ich immer noch auf eine Antwort warte?“ „Ja, ja. Aber du weisst auch das der Notfall wichtiger ist als dein Problem mit meiner Hand.“ Gibt ihr Marc zur Antwort.
Gretchen ist sauer. Sie fragt sich wieso es Marc immer wieder schafft alles so rum zu drehen das sie die jenige ist die ein Fehler gemacht hat.



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10.12.2008 21:23
#14 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Der Notfall muss sofort in den OP. Es ist ein junges Mädchen das sich die Pulsadern aufgeschnitten hat um sich umzubringen.
Sie hat schon einiges an Blut verloren die Handgelenke sind so tief eingeschnitten das man beinahe den Knochen sehen kann.
Marc versucht die Nervenstränge und die Adern wieder zusammen zu fügen: „Wieso können die nicht einfach ein scharfes Messer nehmen.“
„Marc also bitte.“ wirft die Assistenzärztin dazwischen. Der verteidigt sich: „Hier sind die Nerven so zerfetzt das ich nicht sicher bin ob ich alles wieder zusammen genäht habe oder nicht.“ Endlich sind beide Handgelenke wieder zu und soweit in Ordnung dass sie den Operationssaal verlassen können. Gerade als sie in der Türe stehen um zu gehen. Hört das Herz des Mädchens auf zu schlagen.
Sie rennen schnell zu ihr zurück um sie auf der Stelle wieder zu beleben. „Ich hab mir jetzt nicht die Mühe gemacht dich zusammen zu flicken, nur damit du jetzt sterben kannst.“
Gretchen hat Marc noch nie so gesehen. Für kurze Zeit steht sie nur da und beobachtet ihn wie er um das Leben der jungen Frau kämpft, dann hilft auch sie mit. Gemeinsam schaffen sie es diese zu Stabilisieren.
Im Vorbereitungsraum fragt sie: „Ich dachte immer du siehst die Patienten nur als Gegenstände nicht als Mensche?“
„Tu ich doch auch.“ Gibt ihr der Oberarzt zur Antwort.
„Aber ich hab doch gerade gesehen wie du dir sorgen gemacht hast?“ Sie lässt einfach nicht locker, denn sie hat das Gefühl das Marc sehr wohl den Menschen im Patienten sieht. Inzwischen sind sie alleine im Vorbereitungsraum und Marc dreht sich zu ihr um, sieht ihr in die Augen: „Was wäre wenn du recht hättest?“ „Dann…“ Sie schweigt. Denn Gretchen weiss nicht was sie ihm zur Antwort geben soll. Marc geht näher auf sie zu, fährt ihr durch die Haare und gibt ihr einen Kuss auf die Wange: „Mach nicht immer alles kompliziert.“
Sind seine letzten Worte bevor er den Raum verlässt. Zurück bleibt eine junge verwirrt Frau.



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11.12.2008 08:57
#15 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
Gretchen sitzt zu Hause auf dem Bett und denkt über die vergangen Stunden nach.
Marcs Worte hallen immer noch in ihren Ohren nach.

Ich werde aus den Männern wohl nie schlau. Habe Marc zum ersten Mal wirklich besorgt gesehen. Eine junge Patientin hatte nach der OP einen Herzstillstand und er hat um ihr Leben gekämpft. Als ich ihn gefragt habe ob er die Patienten vielleicht doch als Menschen sehen würde, kam zuerst wieder diese Ausrede von wegen dass könne er gar nicht. Als ich nach gehackt habe wurde er wieder ganz anders. Er ist mir durchs Haar gestrichen und hat mir einen Kuss auf die Wange gegeben und mir gesagt das ich nicht immer alles so kompliziert sehen solle.
Dabei hab ich beinahe vergessen, dass ich eine Stunde zuvor noch wütend auf ihn war.
Alexander und ich haben uns prima Unterhalten, nebenbei gesagt ich mag ihn wirklich immer mehr, da kam Marc und meinte er müsse wieder mal Beweissen das er besser ist.
Und vor allem wollte er triumphieren das Alex nur ein paar Wochen da sei. Doch Alex hat einen festen Job angenommen. Hätte vor Freude Luftsprünge machen können. Wenn mich Marc nicht genau in dem Moment gekniffen hätte. Wollte dann von ihm wissen was seine Hand unter dem Tisch zu suchen hatte und er gab einfach keine Antwort. So langsam find ich sein ganzes gehabe vor Alexander wirklich lächerlich. So hat sich Marc noch nicht mal aufgeführt als ich mit Mehdi zusammen war.

Fast vergessen hab mein erstes Wichtel Geschenk bekommen. Das erinnert mich daran dass ich immer noch keins für Marc habe. Ich glaube ich schenk dem erstmal nen Tankgutschein. Der fährt ja so oder so immer mit dem Auto durch die Gegend. Also wieder zu meinem kleinen Geschenk. Ich hab eine Rose geschenkt bekommen und einen Brief, darin stand das ich ab jetzt bis Weihnachten jeden Tag eine rote Rose bekommen würde. Frag mich jetzt ganz ehrlich wer so was macht. So was Romantisches. Die Handschrift kommt mir bekannt vor. Mal sehen, ob Morgen wirklich noch eine kommt.

Bringe meine Nase fast nicht von der Rose weg, die riecht so gut.


Mit der Rose im Arm schläft sie dann auch ein.



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11.12.2008 11:06
#16 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

3. Kapitel

Da Gretchen ihren Wecker gestern um die Ecke gebracht hat, weckt sie heute Morgen niemand. So verschläft sie. Erst als ihr Vater nach ihr sieht wird sie wach: „Kälbchen solltest du nicht schon lange bei der Arbeit sein?“ „Wieso wie spät ist es den?“ fragt sie noch etwas verschlafen. „Es ist bald 10 Uhr.“ „Und das sagst du noch so ruhig. Ich bin ja mehr als 1 Stunde zu spät.“ Gretchen hechtet aus dem Bett legt sich beinahe flach weil sie über den Teppich stolpert und stösst sich das ohne hin immer noch blaue Knie. Sie verzieht kurz das Gesicht und macht sich dann auf ins Bad um sich Arbeitsfertig zu machen.
Mit einer einen halb Stündigen Verspätung kommt sie keuchend im Stationszimmer an: „Sabine… ich geh mich noch schnell umziehen bin dann gleich da.“ Sabine will sie noch warnen das Doktor Meier inzwischen kocht vor Wut. Aber das hört die Ärztin gar nicht mehr. Da sie schon wieder weg ist.
Als sie ihren Schrank aufmacht liegen darin eine Rose und ein kleines Kästchen. Sie ist erstaunt darüber dass wirklich noch eine Backara Rose bekommen hat. Sie öffnet das Schächtelchen und darin sind ein silbernes, schlichtes Armband und eine Karte. „Für dich.“
Gretchen zieht sich um und nimmt die Kette und legt sie sich an. Was gar nicht so einfach ist.
Marc steht schon etwas länger im Türrahmen und hat sie beobachtet. Er grinst zu frieden als er sieht dass seine Geschenke gefallen. Aber wiederum ist er eigentlich auch sauer weil sie zu spät gekommen ist:„Hasenzahn, wird’s bald oder muss ich die Hunde auf dich hetzen?“
„Ja, ich komme gleich. Ich krieg nur diesen Verschluss nicht zu.“ Stöhnt Gretchen weil ihr das Armband zum Xten mal wieder vom Arm gerutscht ist.
Der Oberarzt setzt sich zu ihr hin und hilft ihr: „Hübsch, von wem hast du das den?“
„Ach, die ist schon alt.“ gibt ihm Gretchen zur Antwort. Marc grinst sie an: „Ach so alt. Es glänzt so neu. Dachte es hätte dir vielleicht jemand geschenkt. Aber wenn das so ist, könnten wir dann endlich an die Arbeit. Du hast schon die Visite verpasst und jetzt steht eine OP an.“



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11.12.2008 15:56
#17 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Die OP verläuft wie immer, Marc motzt und Gretchen spurt. Nach der 2. Mandeloperation für heute wird es dem Oberarzt langsam langweilig vor dem ersten Schnitt fragt er seine Assistenzärztin ob nicht sie mal die OP führen möchte. „Wie bitte, ist das dein Ernst oder machst du mit mir einen bösen Scherz?“ Er reicht ihr das Skalpell: „Du bist ja hier um was zu lernen. Also mach.“ Gretchen findet das ganze etwas merkwürdig und traut dem ganzen nicht wirklich. Was sich auch in ihrer Nervosität auswirkt. Der Oberarzt nimmt sich ihre Hand und führt mit ihr zusammen den Schnitt durch. Die Assistenzärztin fängt das Träumen an:
Marc: „Deine Haut ist so zart. Ich will dich gleich hier und für immer.“
Gretchen: „Oh Marc“

„Hasenzahn, geht’s dir gut?“ Der Oberarzt und das gesamte Operationspersonal sehen sie mit grossen Augen an. „Sag mal stöhnst du immer wenn du Mandeln entfernen musst?“
Gretchen ist das jetzt wirklich mehr als peinlich. Schnell beendet sie ihre Arbeit und stürmt aus dem OP. Sie braucht dringend frische Luft. Kopflos rennt sie nach draussen und auch gleich in Alexander rein: „Hei, immer langsam. Was ist den passiert? Du hast ja noch die OP Kleider an.“
„Ach, nichts. Sehr wahrscheinlich hab ich einfach zu viel stress.“ Die Assistenzärztin zieht sich die Maske inkl. Haube vom Kopf. „Dann weiss ich was wir jetzt machen. Du ziehst dich um und wir fahren zusammen Mittagessen.“ Alexander schiebt sie sanft wieder zurück ins Krankenhaus. „Wegfahren? Wir können doch auch hier etwas essen.“ fragt Gretchen. „Ja wir fahren weg. Glaube du brauchst jetzt etwas abstand zu diesem Kasten.“ Dr. Hartmann lächelt sie an.
Gretchen geht sich umziehen und meldet sich bei Sabine für die nächste Stunde ab.
Ihr Oberarzt hört das gerade noch und will sie aufhalten: „Sag mal was soll den das jetzt geben. Du kommst zu spät und jetzt willst du auch noch eine verlängerte Mittagspause?“
Die junge Frau lässt sich nicht aufhalten: „Wenn was ist mein Handy ist an.“
Vor dem Krankenhaus steht Alex bereits mit seinem Motorrad bereit, er reicht ihr den Helm.
Marc beobachtet das ganze Eifersüchtig von seinem Bürofenster aus. Sein Handy klingelt,
es ist Gaby: „Ich brauche deine Hilfe hier. Ich habe unser Baby verloren, bitte komm schnell.“
„Gaby bitte nerv mich nicht, du weisst genau das ich mit dem Kind eh nichts anfangen konnte. Die natur hat sich jetzt halt selber geholfen.“ Er legt wieder auf und Gaby die immer noch bei ihrer Mutter ist bricht heulend zusammen.



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12.12.2008 11:43
#18 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Gretchen klammert sich an Alex, selbst als der schon längst angehalten hat: „Du kannst jetzt los lassen. War’s so schlimm?“ Sie löst ihren Klammerngriff, steigt ab dem Bike, zieht sich den Helm ab und schüttelt ihre Haare: „Nein, es war schön. Hätte ich nicht gedacht.“
Alexander muss lachen: „Kann das sein das dir die Vibrationen gefallen haben?“ „Bitte was? Nein sicher nicht.“ Sie wird läuft rot an, „Wo sind wir eigentlich?“ Dr. Hartmann ist mir etwas ausserhalb von Berlin auf einen alten Gutsbetrieb gefahren: „Wir sind hier bei meiner Tante. Hier gibt’s das beste Essen in ganz Berlin und Umgebung.“ Er nimmt sie an die Hand und zieht sie Richtung Hauseingang. „Aber die wird bestimmt nicht Freude haben wenn wir hier einfach Auftauchen.“ Gretchen ist es peinlich einfach so bei wildfremden Personen an der Türe zu klopfen aber ihr Begleiter überzeugt sie das seine Tante immer Freude habe wenn jemand vorbei kommt.
Tante Helga öffnet die Türe und umarmt gleich die beiden, auch wenn sie Gretchen zum ersten Mal sieht. „Hab ich’s nicht gesagt. Helga, ich hab Gretchen so vorgeschwärmt von deiner Kochkunst. Hast du vielleicht etwas für uns?“ säuselt Alex seiner Tante vor. Diese nickt freudig und meint dass sie gerade gekocht habe und sie sich nur an den Tisch setzen sollen.
Die Assistenzärztin hat ja schon manches gutes Essen genossen, vor allem weil ihre Mutter eine begnadete Köchin ist. Aber das Essen von Helga schlägt alles. Die herzensgute Frau lässt die beiden nach dem Essen einwenig alleine, weil sie der Meinung ist die beiden jetzt nur zu stören.
„Hab ich zu viel versprochen?“ fragt Alexander. Gretchen schüttelt den Kopf hält sie den Bauch und meint das sei so lecker gewesen das sie definitiv zu viel gegessen habe und nächstens Platze. Der Neurochirurg lacht: „Das heisst wir müssten die überflüssigen Kalorien wieder abbauen. Bevor du mir platzt.“ Sie kommen sich immer näher und es folgt ihr erster wirklicher Kuss. Gretchen schwebt im Siebten Himmel und sie fängt an zu träumen von einem Leben mit Alexander. Bis ein Klingeln sie auseinander bringt. „Hasenzahn sitzt du auf deinen Ohren. Oder warum muss ich eine halbe Ewigkeit klingeln. Wir haben einen Notfall. Du musst sofort herkommen.“ Die Stimme ihres Chefs klingt nicht gerade freudig. Es bleibt ihr und Alex nicht anderes übrig als so schnell wie möglich wieder ins Krankenhaus zurück zu fahren.



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12.12.2008 18:09
#19 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

In der Notaufnahme angekommen wissen sie nicht recht wie sie sich verabschieden sollen. Alex ergreift die Initiative und küsst Gretchen zum Abschied. Marc würde am liebstem dem Neurochirurg an die Gurgel springen, doch Gordon lenkt ihn ab: „Das Unfallopfer hat einen Schlittschuh in den Nacken bekommen und viel Blut verloren.“ Gretchen löst sich von Alexander und geht zum Notfall hin: „OP Vorbereiten oder willst du noch Röntgen um zu sehen ob die Wirbel in Ordnung ist?“ „Blutkonserven bereit stellen, Röntgen und Op vorbereiten. Wir müssen dringend die Blutung stoppen.“ Weisst der Oberarzt seine Angestellten an.
Sabine dackelt ab und Gretchen schiebt zusammen mit Marc den Eishockey-Spieler in den Aufzug. Lange schweigen sich die beiden an. Der Chirurg hält es aber nicht mehr länger aus: „Was läuft eigentlich genau zwischen dir und diesem halbgestörten Motorradfahrer?“ Die Assistenzärztin sieht ihn fragend an. Ihm eine Antwort zu geben ist schwer, denn sie weiss es ja selber nicht genau was zwischen ihnen ist. Sie wird magisch von ihm angezogen ja sicher und er küsst so gut das sie jedes mal in den siebten Himmel hochsteigt. Aber ob als was sie sich beide bezeichnen soll, weiss sie selber nicht genau: „Ach weißt du, wir lassen das ganze langsam angehen. Ich weiss noch nicht genau was zwischen uns ist.“ Gibt’s sie ihm dann diplomatisch zur Antwort. Diese Antwort beruhigt zwar Marc ein kleinwenig, aber die Eifersucht beseitig sie nicht. Vor allem wenn er an den Kuss von vorher zwischen den beiden denkt. Er muss sich dringend noch etwas einfallen lassen. Und das möglichst bald. Denn wenn Gabi wieder zurück ist und ihn dann wieder täglich persönlich, im Moment tut sie dies nur alle Stunde per Telefon, nerven kann. Hat er keine Chance mehr und hat es auf alle Ewigkeit vergeigt.



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13.12.2008 11:34
#20 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Während Marc und Gretchen um des Leben des Eishockeyspielers kämpften ist Elke Fischer in der Gynäkologie und heult Dr. Kaan die Ohren voll: „Hören sie, ich halte diese Wechseljahre nicht aus. Jeden Morgen ist mir übel, dazu kommen diese Stimmungsschwankungen und die unbedändige Lust nach Brot. Dabei mag ich kein Brot. Das zerstört meine innere Balance. Geben sie mir irgendwas damit das aufhört.“ Der Arzt sah sie erstaunt an: „Wenn das so ist, Frau Fischer, dann möchte ich gerne noch mal einen Bluttest machen. Nur um sicher zu sein.“ Diese nickt und ist froh dass ihre Probleme ernst genommen werden. Mehdi nimmt ihr Blut ab und gibt ihr einen neuen Termin am nächsten Tag, dann hätte er die Resultate und sie könnten weiter sehen.
Die beiden Chirurgen sind immer noch mit dem Eishockeyspieler beschäftigt, der Schlittschuh ist so tief eingedrungen das die Gefahr einer Lähmung besteht. Die Blutungen konnten sie inzwischen stoppen. Als sie nach mehr als 2 Stunden endlich aus dem OP kommen sind beide erschöpft und erleichtert darüber, dass sie wohl gerade im letzten Moment noch verhindern konnten das der Mann sein Leben lang gelähmt sein würde. Als Gretchen aus der Umkleide geht steht Alex vor ihr und umarmt sie: „Wann hast du heute eigentlich Feierabend?“ Marc der ebenfall gerade den Raum verlassen will hört die beiden und bleibt hinter der Türe stehen um sich das ganze mal von seiner sicht aus anzuhören. Gretchen erklärt Alexander das sie heute leider Nachtschicht hätte und sie somit erst so um 6 Uhr hier raus käme. „Schade, wie wärs wenn ich dich danach abhole und wir was Frühstücken gehen? Oder wenn du zu müde bist bring ich dich auch einfach nur nach Hause. Hier meine Nummer ruf mich an und du hast ein Taxi.“ Gretchen muss lachen: „Du bist also mein persönliches Taxi?“ Alex gibt ihr einen Kuss den ihr beinahe die Beine wegknicken lässt: „Ich mache alles was du willst.“ Dann geht er. Und Marc kommt aus der Umkleide und tut so als habe nichts gehört: „Du siehst blass aus. Du solltest dringend was essen?“ Er grinst sie an. „Eh, was, eh, ja stimmt ich geh dann mal in die Cafeteria mir etwas holen. Willst du auch was?“ Die Assistenzärztin steht nach diesem Kuss immer noch etwas neben sich und merkt erst jetzt das Marc vor ihr steht. Am liebsten wäre ihr wenn der Boden sich auf tun würde und sie verschlucken. Der Oberarzt grinst sie frech an: „Wäre lieb wenn du etwas Schokolade für mich übrig lassen würdest. Ich glaub so was süsses wäre nicht schlecht.“ Beim Wort süsses sieht er sie an als ob er am liebsten sie vernaschen würde. Gretchen fällt dies sofort auf und beschliesst doch nicht in die Cafeteria zu gehen: „Habs mir anders überlegt, werde noch den Papierkram im Stationszimmer bei Sabine erledigen.“ Sie lässt Marc auf dem Flur stehen. Ihm wird klar das obwohl sie gerade von einem Kuss von diesem schmall Spur Casanova hin und weg war, ihm nicht wirklich wiederstehen kann. Warum sollte sie dann sich so schnell aus dem Staub machen. Marc geht in sein Büro um das nächste Geschenk vorzubereiten.



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14.12.2008 10:31
#21 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Gretchen ist inzwischen im Stationszimmer angekommen und kramt ihr Tagebuch raus.

Ich war mit Dr. Hartmann zu Mittagessen. Wir sind mit seiner Maschine zu einem alten Gutsbetrieb ausserhalb von Berlin gefahren. Er hat mir gesagt, dass seine Tante Helga die beste Köchin der Welt sei. Und ich muss ehrlich sagen dass er nicht ganz Unrecht hatte. Kann es mir nicht wirklich erklären aber wir kamen uns nachdem Essen immer näher und haben uns geküsst. Ich hätte noch Stunden lang so da sitzen könnnen. Mein Gott küsst der Mann gut. Nein es ist nicht so gut wie Marcs küsse. Ok so viele hat ich jetzt auch wieder nicht von ihm, aber die die ich hatte waren wirklich genial. Apropo Marc, der hat uns, als ob er es geahnt hätte genau im richtigen Moment gestört und mich zurück ins Krankenhaus gerufen weil ein Notfall käme. Zum Abschied hat mich Alex noch mal so richtig geküsst. Was natürlich Marc gesehen hat und jetzt ist noch ekelhafter als ohne hin schon. Er hat mich doch tatsächlich gefragt ob es zwischen mir und dem Neurochirurgen ernst wäre. Hab ihm dann gesagt dass wir es langsam angehen. Nein werde nicht wieder beim ersten Date Sex haben. Das ging beim letzten Mal schon in die Hose. Das will ich nicht noch mal. Aber das hab ich natürlich Marc nicht auf die Nase gebunden. Schliesslich denkt der doch von mir, das ich eh so ein verklemmtes Huhn bin, das nichts gebacken kriegt. Wenn der wüsste wie ich mich gehen lassen kann. Beim richtigen Mann. Oh Gott, ich habe gerade daran gedacht Sex mit Marc Meier zu haben. Gehe vielleicht besser nach draussen etwas Luft schnappen. Muss ja auch noch die Gutscheine für Marc ihm irgendwie unter jubeln.

Gretchen legt ihr Tagebuch wieder in den Schrank zurück nimmt ihre Gutscheine inkl. einem kleinen Schutzengel der die gerollten Tankscheine hält mit. Sie schleicht sich zu Marcs Büro und klopft an. Als keine Antwort kommt öffnet sie die Türe und legt ihr Geschenk auf seinen Schreibtisch. Dabei entdeckt sie seine Parfüm. Das beinahe ganz leer ist. Sie kommt auf die Idee das sie ihm nächste Woche ein neues Schenken könnte.
Unterdessen macht sich der Oberarzt auf zum Schrank von seiner Assistenzärztin. Er legt sein kleines Geschenk rein und entdeckt dabei ihr Tagebuch. Eigentlich ist er nicht der Mensch der in anderen Leuten Privatsphäre rum schnüffelt aber es ist Gretchen und er muss wissen was wirklich zwischen ihr und diesem Arzt läuft. Er fängt an darin zu schmöckern. Und stellt bald fest das er sich gegenüber Gretchen wirklich wie ein riesen Arsch benommen hat. Am interessantesten ist aber ihr letzter Eintrag von gerade vorhin. Er muss grinsen als er liesst das er anscheinend der bessere Küsser sei und das Gretchen sich tatsächlich vorstellt mit ihm zu schlafen. Schritte nähern sich und Marc legt das Buch schnell wieder an seinen Ort und tut so als ob er etwas im Schrank gegenüber suchen würde. Die Assistenzärztin erschrickt als sie ihren Chef sieht: „Was tust du den hier?“ „Ich hab nur ein paar Unterlagen gesucht.“



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14.12.2008 16:57
#22 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Um keinen weiteren Verdacht zu erwecken geht der Oberarzt zurück in sein Büro. Dort sieht er den Schutzengel auf seinem Arbeitsplatz. Genau wie er gerade gelesen hat. Marc weiss jetzt, dass er eigentlich von seinem Konkurrenten nicht viel zu befürchten hat, dennoch nimmt er sich vor die beiden genauer zu Beobachten und möglichst zu verhindern das sie sich zu nahe kommen. Am Ende der langen und anstrengenden Nachtschicht ist Gretchen nur noch Müde und gähnt vor sich hin. „Soll ich dich nach Hause fahren?“ fragt Marc sie. „Nein schon in Ordnung hab mein Rad draussen.“ Erklärt die junge Ärztin tapfer und läuft zur ihrem Rad. Fünf Minuten lang versucht sie vergebens ihr Fahrradschloss zu öffnen. Vergebens den es ist eingefroren. Marc hält mit seinem Wagen hinter ihr und steigt aus: „Kann ich dich vielleicht doch nach Hause bringen. Komm schon ich nehm auch deinen alten Drahtesel mit.“ Gretchen ist zu müde um sich noch gegen ihn zu wehren und steigt ein. Der Oberarzt nimmt sich ihr Rad und packt es in den Kofferraum seines Sportwagens. Wie es solche Autos so an sich haben ist der Kofferraum recht klein und das Velo passt nicht ganz hinein. Aber es reicht gerade so um die paar Kilometer bis zum Haus der Haases zu fahren. Als die Assistenzärztin bei sich zu Hause aussteigt sieht er das sie sein Geschenk wirklich trägt an ihrem Arm glänzt nicht nur das Armband sondern auch der Engels-Anhänger den er ihr am Abend hingelegt hatte. Er hilft ihr noch das Fahrrad auszuladen und verabschiedet sich dann mit einem Lächeln. Gretchen ist erstaunt über Marcs verhalten so charmant und vor allem zurück haltend war er noch nie.
Als sie Müde in ihr Bett fällt, kommt ihr wieder in den Sinn das Alex sie eigentlich abholen wollte. Sie greift nach ihrem Handy und wählt seine Nummer:
„Hartmann“ erklingt es am anderen Ende der Leitung. Gretchen meldet sich und will ihm gerade sagen das sie schon zu Hause ist, aber der Neurochirurg lässt sie nicht zu Wort komme. „Ich bin in ein paar Minuten im Krankenhaus.“ „Alex nein, ich bin schon zu Hause. Dr. Meier hat mich nach Hause gebracht. Wie wäre es wenn wir zusammen Frühstücken, ich möchte nur zuerst ein paar Stunden schlafen. So um halb neun, holst du mich von zu Hause ab?“ Alexander ist enttäuscht das Gretchen mit ihrem Chef nach Hause gefahren ist, lässt sich aber gerne zum gemeinsamen Frühstücken überreden.
Sie beendet das Gespräch und legt ihr Handy zur Seite. Kaum hat sie sich umgedreht ist sie auch schon im Land der Träume.



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Gretchen81 Offline

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15.12.2008 08:59
#23 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

4. Kapitel

Gabis Mutter geht es immer schlechter der Gehirntumor wirkt sich jetzt auch auf das Sprachzentrum aus. Und sie hat Mühe ihre Mutter noch zu verstehen. Der Leitende Arzt in Stuttgart macht sich auch zunehmend sorgen um die junge Frau. „Könnte ich einen Moment mit ihnen und vier Augen sprechen?“ Die Krankenschwester lässt die Hand ihrer Mutter los und geht mit dem Arzt mit auf den Flur. Er erklärt ihr dass ihre Mutter nur noch ein paar Tage zu Leben habe und das sie sich unbedingt schonen müsse. Schliesslich habe sie erst vor kurzem ihr Kind verloren und wenn sie so weiter mache könne sie sich gleich das Bett daneben haben. Gabi lässt sich auf einen Stuhl im Gang fallen, sie ist den Tränen nah. Marc blockt komplett ab und ihr Bruder ist immer noch in Australien und bequemt sich noch nicht mal dazu sie an zu rufen. Dr. Kaltenbach kniet sich zu ihr runter und nimmt sie in den Arm: „Wie wäre es wenn ich sie heute Abend zum Essen Einlade. Nur zur Ablenkung. Und sollte etwas mit ihrer Mutter sein erfahren sie es durch mich sofort. Einverstanden?“ Erst jetzt bemerkt Gabi das Dr. Kaltenbach gar nicht so kalt und herzlos ist wie gewisse andere Ärzte. Und es scheint fast so als ob er mehr als nur ne schnelle Nummer mit ihr will. Heute ist der erste Tag seit langem wo sie nicht ihren Verlobten anruft und nervt. Nein heute würde sie sich einen gemütlichen Abend mit einem sehr netten Mann machen. Sie sagt dem Arzt, dass sie sich auf Heute Abend freue aber gerne noch einwenig mit ihrer Mutter alleine sein möchte. Er verabschiedet sich und geht. Gabi geht wieder zu ihrer Mutter rein: „Kann das sein das ich einen Fehler mache, wenn ich mich an jemanden Klammere der mich nicht liebt?“ Ihre Mutter sieht sie nur traurig an, sie würde so gerne ihre Tochter in den Arm nehmen und ihr wie damals als sie ein kleines Kind war, sagen dass sie eben nicht immer mit dem Kopf durch gehen kann. Doch sie kann einfach nicht mehr sprechen. Darum deutet sie das sie gerne etwas zu schreiben möchte. Ihr Mädchen holt das auch schnell. Mit aller kraft die sie noch aufbringen kann schreibt sie: „Liebe erzwingt man nicht.“ Er schöpft lässt sie den Schreiber fallen. Gabrielle lässt sich auf die Decke ihrer Mutter fallen und weint.



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Gretchen81 Offline

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15.12.2008 11:08
#24 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

In Berlin ist es bereits schon Abend und Gretchen hat gleich ihr eigentlich erstes richtiges Date mit Alexander. Sie ist nervös und versucht sich zu beruhigen in dem Sie die Gedanken der letzten Tage zusammenfasst.

Die Wichtelaktion läuft jetzt schon die 2. Woche und es sind nur noch wenige Tage bis Weihnachten. Also wenn ich es nicht besser wüsste, dann würd ich jetzt glatt immer noch behaupten Alex ist mein Wichtel. Leider musste ich gestern aber feststellen, dass ich komplett falsch liege. Denn er hat mich gefragt was Schwester Else wohl gerne möchte, ob ein Dusch-Bad wohl das richtige sei.
Aus diesem Grund rätsle ich jetzt von neuem.
Jeden Tag krieg ich mindestens 1 Rose und meist noch ein kleines Geschenk. Ich habe ein silbernes Armband bekommen und dazu folgende Anhänger bis jetzt:
1. ein Engel
2. Stethoskop
3. Fahrrad
4. Stern
5. Rose
6. Herz
Man sagt ja das solche Anhänger immer was bedeuten. Aber was bedeuten die den jetzt. Das Stethoskop ist klar aber der rest?
Die 100 Euro grenze ist auch schon längst überschritten. Schäme mich langsam das ich Marc nur einen 20 Euro Gutscheine gegeben habe. Gut, dass Parfüm das ich ihm gestern geschenkt habe war zwar etwas teurer aber das roch so gut. Musste das auch heute wieder feststellen.
Er hat es tatsächlich heute getragen. Sollte vielleicht in Zukunft kein solche Geschenk mehr machen. Weil an ihm riecht das so verführerisch das ich jedes Mal weiche Knie bekomme.
Dabei gehe ich doch heute Abend mit Alex aus. Wir wollen etwas essen gehen. Er meinte für den Rest vom Abend solle ich mich überraschen lassen. Dabei hasse ich Überraschungen.
Komme mir gerade vor als wäre ich wieder 6 und warte aufs Christkind. Oh, mein Gott jetzt hat es an der Türe geklingelt.



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Gretchen81 Offline

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15.12.2008 14:43
#25 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

„Ich geh schon.“ schreit Gretchen während sie die Treppe runter läuft.
Das fehlte ihr gerade noch wenn ihr Vater die Türe öffnen würde.
Der würde Alex sicher nur ausquetschen.
Bevor sie die Türe öffnet schnappt sie sich noch ihre Jacke und Tasche.
Alex ist hin und weg als er Gretchen sieht: „Wow, du siehst fabelhaft aus. Ich weiss gar nicht ob mein geplanter Abend so chic ist, um dir gerecht zu werden.“ Die junge Frau wird rot: „Muss ich mich nochmals umziehen? Wusste ja nicht was du alles vorhast, wenn du mir etwas gesagt hättest, wäre es einfach gewesen die passenden Sachen zu finden.“ „Nein du bleibst schön hier.“
Er zieht sie an sich heran und küsst sie. Alex ist der reinste Gentleman den ganzen Abend.
Zuerst gehen sie gemütlich was Essen nachher ins Kino in den Film ANYWHERE BUT HOME - MEIN SCHATZ, UNSERE FAMILIE & ICH. Es ist schon spät als die beiden sich auf den Weg nach Hause machen. „Wir könnten auch noch bei mir einen Kaffee trinken?“ Fragt der Neurochirurg seine Begleitung etwas leise von der Seite. Bei ihr gehen sofort alle Alarmlampen an.
Nein nicht schon wieder, das hatte sie schon mal und dann ist sie trotz aller guten Vorsätze dann doch im Bett gelandet. Dieses Mal will sie hart bleiben: „Ehm, ja gerne.“ Was hat sie da gerade gesagt. Jetzt hat sie es schon wieder getan. Jetzt läuft sie definitiv Gefahr schon wieder beim ersten Date alles zu vermasseln. Sie gehen die Treppen rauf zu seiner Wohnung. Gretchen lässt sich mehr ziehen und macht lieber einen Schritt zurück als vorwärts. Alex wird das ganze zu blöd: „Ich bring dich besser nach Hause.“ „Und du bist mir nicht böse?“ fragt sie etwas zögerlich.
Doch ihr Freund scheint nicht im Geringsten sauer zu sein und fährt sie zum Haus der Haases.
Sie verabschieden sich mit einem Abschiedskuss. Der sehr, sehr lange dauert und die junge Frau zweifeln lässt ob sie wirklich die richtige Entscheidung trifft, wenn sie jetzt aussteigt.
Gretchen schliesst die Haustüre hinter sich und entscheidet sich plötzlich doch um. Sie macht sie wieder auf und vor ihr steht Alexander. Als ob er es geahnt hat. Die zwei küssen sich stürmisch: „Wäre jetzt doch für den Kaffee.“ Der Arzt muss lachen er fährt mit ihr zusammen wieder zurück zu seiner Wohnung. Dieses Mal muss er sie nicht die Treppe rauf ziehen. Die beiden laufen Küssend die Stufen hoff und kaum sind sie in der Wohnung fliegen schon die Kleider in alle Ecken.



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