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Dieses Thema hat 326 Antworten
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Gretchen81 Offline

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05.02.2009 09:06
#226 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
26. Kapitel: Berlin/München, München/Berlin

Es ist Montag 10 Uhr. Die erste OP für heute liegt hinter mir. Ich weiss jetzt schon das ich nicht warm werde mit Dr. Rössel. Er ist ein erfahrener Chirurg, keine Frage. Aber manchmal hab ich das Gefühl, er ist auch einwenig verkalkt. Glaube der hätte vorhin beinahe den Tupfer drin gelassen, wenn ich ihn nicht daran erinnert hätte. Dr. Rössel ist etwas älter als mein Vater, verhält sich aber als wäre er achtzig.
Ich könnt mich gerade selber in den Arsch treten das ich Marc auch noch dazu überredet habe nach München zu gehen. Die nächsten zwei Wochen werden eine Qual. Er konnte mir gestern Abend noch nicht einmal sagen ob er an den Wochenenden nach Hause kommt.
Wie soll ich bitte sehr das aushalten.
Werde mich versuchen in den nächsten Tagen abzulenken so gut wie es geht.
Steffi ist glaub ich der gleichen Ansicht. Sie will mich heute Abend gleich mal mit ein paar Vorschlägen für ihre Hochzeit zu texten. Zudem soll ich mit ihr zusammen ein paar Potentielle Wohnungen ansehen. Denn irgendwo müssen sie wohnen wenn sie verheiratet sind.
Davids Wohnung ist anscheinend für drei zu klein. Was mich auf den Gedanken bringt was ist eigentlich mit mir und Marc. Wir sind ja eigentlich in der gleichen Situation. Bis auf das meine Wohnung nach Steffis Auszug eigentlich gross genug ist. Ich hab hier sogar noch 2 leere Zimmer zusätzlich. Nur wie überzeuge ich Marc bei mir einzuziehen. Der ist so ein Macho, der besteht garantiert darauf dass er bestimmt wohin es geht. Oder noch schlimmer. Der will gar nicht mit mir zusammen ziehen. Halt, Stopp. Ich darf nicht wieder Probleme herauf beschwören wo noch gar keine sind. Das geht noch eine ganze weile bis der oder die kleine auf die Welt kommt.
Und wer sagt schon das Mama und Papa zusammen wohnen müssen. Ich bin eine unabhängige Karriere Frau, die das auch sehr gut alleine schafft. So. Punkt aus Schluss.

PS:
Mein Vater sah heute Morgen auch nicht gerade begeistert aus. Er sah fast so aus wie damals als ihn Mama aus dem Haus geschmissen hat. Ob er wohl wieder streit mir ihr hatte. Dabei hat sie mir erst kürzlich erzählt wie gut es zwischen ihnen läuft. Das Thema Sex hab ich dann überhört, welches Kind will schon wissen wie seine Eltern miteinander schlafen. Also ich nicht!



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Gretchen81 Offline

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05.02.2009 10:37
#227 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Sie verräumt ihr Buch und geht wieder ins Stationszimmer. Auf dem Weg dahin geht auf einmal ihr Pieper los. NOTFALL. Sie dreht sich um und rennt in die Notaufnahme wo auch schon Gordon mit samt einem Verletzten ankommt. Bevor der Sanitärer sagen kann um was es sich handelt, erkennt Gretchen das Hennes vor ihr liegt: „Hennes. Was ist den passiert?“ Der verzieht das Gesicht und meint dass er bei einem Werbespot-Dreh einen kleinen Unfall hätte.
„Ja, genau kleiner Unfall. Sturz aus 4 Meter Höhe. Verdacht auf gebrochene Unterschenkel an beiden Beinen und ich vermute auch Rückenverletzungen. Ansonsten ist der Patient stabil und wie sie gehört haben auch ansprechbar.“ Die Assistenzärztin bedankt sich bei Gordon und weisst Schwester Sabine an ihren Vater an zu piepsen und den Röntgenraum vorzubereiten. „Aber Dr. Rössel hat doch dienst? Soll ich dann nicht besser ihn holen?“ „Und riskieren das er dieses mal seine Uhr im Patienten vergisst. Sicher nicht. Los rufen sie meinen Vater.“
Gordon sieht sie noch etwas erstaunt an, was nicht unbemerkt bleibt: „Ist sonst noch was?“
Er stottert etwas rum: „Nein, eh nicht wirklich. Ehm, also bis zum nächsten Mal.“
„Tzz, Männer.“ Auch wenn Hennes schmerzen hat so ist ihm der Blick des Sanis nicht entgangen. „Du hast aber einen sehr guten Eindruck bei ihm hinterlassen. Läuft da was zwischen euch?“ Während Gretchen ihn zum Aufzug schiebt lacht sie gekünstelt: „Ich und Gordon. Nein, da ist überhaupt nichts.“ Doch ihr Nachbar glaubt ihr das nicht: „Ach, komm schon. So wie der dich ansieht. Der hat dich bis auf die Unterwäsche ausgezogen. Warum sind die heissesten Typen immer hetero?“ Sie legt ihm die Hand auf die Schulter: „Tust du mir einen gefallen?“ Er nickt. „Halt die Klappe und lass mich meine Arbeit machen.“
Nach dem die Röntgenaufnahmen endlich fertig sind bespricht sie das ganze mit ihrem Vater.
„Wie weit runter gefallen ist der Mann?“ Er betrachtet die Röntgenbilder genau. „4 Meter. Kannst du was erkennen? Das rechte Bein scheint in Ordnung zu sein, kein Bruch.“ Er nimmt die Röntgenaufnahme vom linken Bein und stellt fest: „Ja, hier ist der Unterschenkel gebrochen. Das können wir mit ein paar Schrauben schnell richten. Nicht so schlimm. Was mich aber weiter erstaunt ist das dem Rücken nichts passiert ist. Der Mann hat ein riesen Glück gehabt.“ „Mmh“
Er legt die Röntgenaufnahmen zur Seite: „Warum sollte eigentlich ich kommen und nicht Dr. Rössel. Das hätte er genauso gut gekonnt.“ Sie sieht ihn etwas verlegen an: „Ach, Papa ich bin nicht der Mensch der über seine Kollegen petzt. Aber Dr. Rössel wirkt auf mich immer so unkonsentriert.“ Er nickt zu stimmend: „Das musste ich leider auch schon feststellen. Leider fehlt es mir im Moment an fähigen Ersatz. Vor allem jetzt wo Dr. Meier in München ist. Und wer weiss was Luginbühl noch alles auftrumpft damit er bei ihm bleibt. Der war schon zur Studienzeit immer ein gerissener Hund.“ Sie sieht ihn fragend an, in ihr kommen gerade sehr grosse Zweifel auf ob es die richtige Entscheidung war Marc so einfach ziehen zu lassen. „Wie meinst du das?“
„Er hat immer bekommen was er wollte. Aber vergessen wir mal die alten Geschichten. Machen wir das Bein wieder ganz und dann such ich einen Ersatz für Rössel. So kann das nicht weiter gehen. Vielleicht kann mir ja eines der Umliegend Krankhaus einen Oberarzt ausleihen.“



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Gretchen81 Offline

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05.02.2009 11:23
#228 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

In München geht es inzwischen relativ locker zu und her. Zu Marcs Patienten hier gehören nur Privatpatienten. Sein Team das zu seiner Verfügung steht ist eines der besten überhaupt.
Keine nervende Schwester Sabine die bei jedem zusammenschiss sofort anfängt los zu heulen. Aber auch keine zickige Assistenzärztin die ihn als Machoarsch beschuldigt.
Auch wenn er es ungern zu gibt Gretchen fehlt ihm. In der Mittagspause versucht er sie anzurufen. Nur so um zu sehen ob alles in Ordnung ist. Doch keiner geht ran. „Ja, typisch sie hat mal wieder ihr Handy liegen gelassen.“ Flucht er vor sich hin.
So geht er in die Kantine um etwas zu essen. Er will gerade anfangen mit dem Mittagessen kommt sein Chef an den Tisch. „Darf ich mich zu ihnen setzen.“ Der Oberarzt nickt und der Professor setzt sich: „Wie ich gehört habe, arbeiten sie sich gut ein. Und wie gefällt es ihnen bis jetzt?“ Er nimmt ein schluck Wasser: „Doch sehr interessant hier.“ Eine junge sehr attraktive Blondine kommt geradewegs auf seinen Tisch zu. Für einen Moment starrt er sie einfach nur an. Der Professor lächelt ihn an und geht auf die junge Frau zu und gibt ihr ein Küsschen auf die Wange: „Darf ich ihnen mein Patenkind vorstellen. Myriam, das ist Dr. Meier, den ich hoffentlich bald für immer in meinem Team habe.“ Es ist eigentlich nicht Marcs Art zu stottern aber diese Myriam bringt ihn etwas aus dem Konzept. Sie lächelt ihn an: „Dann hoffe ich mal das ich sie häufiger sehe. Ich mache nämlich im Moment gerade meine Ausbildung zum Physiotherapeuten.“
„Dann können sie sicher gut massieren?“ Für den Flirtversuch hätte sich jetzt Marc am liebsten selbst geohrfeigt. Er redet sich in Gedanken immer wieder ein das Gretchen ihn liebt und das er gefälligst die Finger von anderen Frauen lassen soll. Doch sein Mund macht sich selbstständig als ihn Myriam fragt ob er mit ihr heute Abend München erkunden möchte. „Ja gerne.“
„Ich freu mich.“ Sie verabschiedet sich von den beiden Männern und geht wieder davon. Marc sieht ihr hinter her und hat das Gefühl das Myriam beinahe schwebend davon geht.
Professor Luginbühl lächelt entspannt, wusste er es doch das der Ruf den Meier hat zu seinem Vorteil nutzen kann.



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Gretchen81 Offline

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05.02.2009 11:55
#229 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
In Berlin hetzt Gretchen zu ihrem Telefon. Als sie es endlich findet hat der Anrufer schon aufgelegt. „Misst“ Franz sucht seine Tochter und findet sie schliesslich im Stationszimmer. Sie ist gerade mit ihrem Handy beschäftigt und will jemanden anrufen. „Kälbchen kann ich kurz mit dir Sprechen?“ Sie legt das Telefon zur Seite. „Ja klar Papa.“
Er setzt sich zu ihr hin: „Also ich hab mit Dr. Rössel gesprochen. Er wirkte fast erleichtert als ich ihn gebeten habe etwas kürzer zutreten. Das ist das erste, das zweite ist ich habe einen Ersatz. Das Jüdische Krankenhaus hat einen frischen sehr gelobten Oberarzt den sie uns leihen können.“ Sie befürchtet schon das schlimmste. Einen zotteligen Mann mit Brille. „Du schaust so geschockt. Keine Angst mein Kollege hat mir versprochen das Dr. Christian Zimmermann kein Orthodoxer sei. Dachte nämlich auch gerade daran wie das auf unsere Patienten sonst wirken würde.“ „Aha.“ Er verabschiedet sich kurz mit den Worten das er noch etwas vorbereiten müsse für Dr. Zimmermann morgen. Gretchen kommt es gerade recht sie will nämlich noch immer Marc zurück rufen. Endlich klappt es auch mit der Verbindung.
Marc klingt erleichtert als er ihre Stimme hört. Sie sagt ihm das sie ihn vermisst. Und er sagt darauf hin nichts. Da sich Gretchen das schon gewohnt ist von ihm erzählt sie ihm lieber davon das Dr. Rössel bald in den Ruhestand ginge und sie vorübergehend einen Ersatz haben.
Marcs Reaktion ist kurz: „Schön. Ich hab doch noch 2 grosse Wünsche offen, nicht wahr?“
Gretchen stöhnt einwenig bestätigt aber das er recht hat. „Also dann möchte ich dass du mit dem nächsten Flieger nach München kommst.“ Sie ist erstaunt: „Wie stellst du dir das vor. Ich muss hier arbeiten. Ich kann nicht einfach weg.“ Er redet weiter auf sie ein: „Du hast versprochen das du den Wunsch ohne wenn und aber durchziehst.“ „Aber ich muss mit Steffi ein paar Wohnungen ansehen und das Brautkleid auswählen es geht nicht.“ „Du hast es versprochen.“ Er gibt ihr die Adresse von seinem Hotel durch. „Bis heute Abend.“
Scheisse wie soll ich das anstellen. Mein Vater reisst mir doch den Kopf ab.
Marc legt beruhigt den Hörer zur Seite. Wenn Gretchen heute Abend käme, würde er sicher nicht mehr auf die dumme Idee kommen mit Myriam zu flirten. Und sie würde auch sehen das er eine Freundin hat.



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Gretchen81 Offline

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05.02.2009 13:21
#230 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Ich fasse es nicht. Am morgen schreib ich noch dass ich Marc vermisse und jetzt sitz ich im Flieger nach München. Musste meinem Vater versprechen, dass ich spätestens morgen Abend wieder zurück bin. Keine Ahnung warum der überhaupt zugestimmt hat.
Steffi hat mich nur angegrinst und gemeint ich solls nicht zu wild treiben.
Die immer mit ihren doppeldeutigen Anspielungen. Auch wenn mir Marc nie direkt sagen würde das er mich liebt oder das er mich vermisst. So tut er es anscheinend doch.
Bin froh das ich das Flugzeug genommen habe. Wusste gar nicht das Landesflüge so billig sind.
Die Bahn währe deutlich teurer gewesen und ganz zu schweigen davon das ich auch noch 4 mal solange hätte für die gleiche Strecke. Fliegen geht so schnell kaum bin ich eingestiegen, kommt jetzt schon die Meldung das wir bald landen.


In München angekommen sucht sie sich zuerst mal ein Taxi. Das stellt sich schwerer an als Gedacht. Anscheinend muss man für ein Taxi zu bekommen regelrecht darum kämpfen.
Nach dem sie drei Mal einfach umgerannt wurde, macht sie es einfach gleich. Sie rennt zu einem Taxi und ein anderer auch. Als der sie abdrängeln will schnauzt sie ihn an: „Bei ihrer Figur sollten Sie besser zu Fuss gehen.“ Der sieht sie verdutzt an und sie steigt schnell ins Taxi ein.
Erleichtert gibt sie dem Fahrer die Adresse bekannt.



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Gretchen81 Offline

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05.02.2009 14:46
#231 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Im Hotel angekommen meldet sie sich an der Rezeption an. Der Mann hinter dem Tresen lächelt sie freundlich an: „Es freut uns Frau Haase. Es wurde uns schon mitgeteilt das sie kommen. Sie werden in der Bar erwartet. Das Gepäck können sie hier lassen, wir werden es dann für sie nach oben bringen.“ Mit so viel Freundlichkeit hätte sie nach dem Taxikampf nicht gerechnet.
Sie erkundigt sich noch schnell wo denn die Bar sei und geht dann in die angegebene Richtung.
Als sie in die Bar kommt kann sie Marc zuerst nirgends sehen. Sie sieht nur einen Mann und eine Frau die offensichtlich ihren Busen gerne präsentiert an der Bar sitzen.
(Mann, die sieht aus wie ne Barbiepuppe.)
Marc dreht sich um und sieht Gretchen. Er lächelt sie an und sie geht auf ihn zu. Dabei beobachtet sie die Blondine mit einem für Gretchens Geschmack zu knappen Outfit. Doch sie verliert sie aus den Augen als Marc sie in den Arm nimmt und sie küsst. Beinahe wäre sie hinten übergekippt. „Hallo?“ haucht sie etwas ausser Atem. „Dachte schon du kommst nicht mehr.“
Sie lächelt ihn an: „Versprochen ist versprochen.“ Die Blondine tippt ihm auf die Schultern und räuspert sich. Beinahe hätte er vergessen das Myriam auch noch da ist. Er löst sich von Gretchen und stellt die beiden einander vor.
(Muss ich mir jetzt sorgen machen weil Marc dieses Magersüchtige etwas kennt?)
Die beiden reichen sich die Hand und sehen einander giftig in die Augen.
„Myriam wollte uns die Stadt etwas zeigen. Das wird doch sicher interessant, denkst du nicht Schatz.“
(Schatz? Seit wann sagt er mir den Schatz?)
Sie sieht ihn fragend an. Myriam ist das unangenehm, denn eigentlich hatte sie etwas anderes geplant, alleine mit Marc. Zähneknirschend meint sie schliesslich: „Können wir dann. Ich denke wir gehen zuerst mal etwas essen. Ich habe einen Tisch bei meinem Lieblings Italiener reserviert.“



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Gretchen81 Offline

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05.02.2009 16:05
#232 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Beim Italiener wird’s dann richtig peinlich. Myriam hat einen romantischen Tisch für zwei bestellt.
Und muss jetzt sagen dass sie ein drittes Gedeck braucht. Der Kellner sieht sie verständnislos an: „Aber Seniora dann ist es nicht mehr Romantisch.“ Sie faucht ihn regelrecht an: „Kann ihnen doch egal sein.“ Er holt noch mehr Besteckt und deckt den Tisch neu. Marc indessen beschäftigt sich mehr damit Gretchen von Myriam abzulenken. Denn diese hat sehr wohl gemerkt was ihre Konkurrentin heute Abend mit ihrem Freund wollte. Als die Blondine dann mal schnell zur Toilette muss spricht Gretchen ihn darauf an. „Kann das sein das sie nicht wusste das ich komme? Respektive das es mich überhaupt gibt?“ Er verdreht die Augen. „Es ging alles einwenig schnell. Der Professor hat uns vorgestellt und schon hat sie vorgeschlagen mir die Stadt zu zeigen. War wie überrumpelt.“ Sie glaubt ihm das jetzt nicht wirklich: „Du hast aber ja gesagt oder?“
Er verhaspelt sich: „Nein, ja, vielleicht? Ich will nur einen schönen Abend mit dir haben mehr nicht.“ Er versucht sie zu küssen, was ihr aber so überhaupt nicht passt.
Zu ihrer eigenen Erstaunung ist sie noch nicht einmal richtig sauer auf ihn.
Schliesslich hat ihr Vater ja gesagt, das sein alter Studien Freund immer dass bekommen habe, was er wollte. Innerlich verflucht sie gerade Dr. Luginbühl.
So was krankes der schickt sein eigenes Patenkind vor. Na warte.
Sie sieht ihm in die Augen und küsst ihn. Als sie sich lösen, flüstert sie ihm ins Ohr. „Wie wäre es wenn wir München Myriam überlassen und zu dir gehen? Schliesslich hab ich nur ein paar Stunden mit dir zusammen.“ Er küsst sie erneut. „Gute Idee.“
Myriam kommt wieder zurück an den Tisch und sieht die beiden knutschend. So ganz wohl ist ihr bei der Sache nicht mehr. Wenn ihr Patenonkel gesagt hätte das dieser Meier eine Freundin hat, wäre sie niemals auf den Plan eingestiegen. Sie ruft den Kellner und bezahlt für alle 3 zusammen. Der Oberarzt besteht darauf das er ihr aber mindestens die Hälfte zurück zahle. Doch sie winkt ab und meint das sie jetzt besser ginge.
Marc ist froh das Myriam von alleine das Feld räumt und geht zusammen mit Gretchen ins Hotel.



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Gretchen81 Offline

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06.02.2009 08:21
#233 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
Am nächsten Morgen besteht Gretchen darauf mit Marc in die Klinik zu fahren. „Ich will mir das wenigstens mal ansehen.“ Er sieht sie etwas skeptisch an aber nimmt sie mit.

In Berlin morgens um 8 Uhr. Bärbel ist mit dem Frühstück beschäftig. Absichtlich hat sie den Tisch nur für Jochen und sich selber gedeckt. Ihren Mann lässt sie links liegen. Der versucht sie zu besänftigen in dem er ihr erzählt, dass er Gretchen frei gegeben hätte, damit sie zu ihrem Marc kann. Aber es nützt nicht. Frau Haase ist immer noch sauer: „Solange du nicht dafür sorgst, dass unsere Tochter inkl. Schwiegersohn und Enkel hier bleiben. Werde ich dich ignorieren.“
Er stöhnt und macht sich ohne Frühstück in die Klinik.

Gretchen lässt sich in München von Marc die Klinik zeigen. Als er zu einem Notfall gerufen wird. Geht sie alleine auf Entdeckungstour. Die jedoch nur ein Ziel hat. Das Büro von Professor Luginbühl. Als sie es findet klopft sie kurz an und hört ein „Herein“.
Er ist erstaunt die junge Ärztin hier zu sehen und geht freudestrahlend auf sie zu.
Doch diese schnappt sich einen Stuhl und setzt sich demonstrativ darauf. Von wegen sie wolle Marcs Arbeitsort sehen. Ihr einziges Ziel ist sich Professor Luginbühl vor zu knöpfen und das macht sie jetzt auch: „Ich mache es kurz. Die Nummer mit ihrem Patenkind war wirkungslos. Wenn sie glauben, dass sie durch so etwas Marc dazu bringen hier her zu wechseln, dann haben sie sich getäuscht. Und ich warne sie, sollte Marc oder ich nochmals bemerken dass sie uns manipulieren wollen. Werden sie es bereuen.“
Sie steht auf und lässt den verdatterten Mann zurück. Vor der Türe muss sie zuerst einmal selber tief durchatmen. Was ist bloss in sie gefahren. So eine Kampfansage war sonst wirklich nicht ihre Art.



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Gretchen81 Offline

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06.02.2009 08:42
#234 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
In Berlin zermartert sich Professor Haase sich das Gehirn wie er seinen besten Oberarzt mehr Lohn geben kann um ihn so halten zu können. Er wird von einem Klopfen an der Türe aus seinen Gedanken geholt. Doktor Zimmermann will sich vor Dienstantritt gerne noch persönlich für die Anstellung und in das in ihn erwiesene Vertrauen bedanken. Franz ist positiv Überrascht vom Erscheinungsbild des Oberarztes. Vor ihm steht ein ca. 1.96 m grosser schlanker, dunkel Haariger Mann, der ihm freundlich die Hand reicht. Der Professor ist begeistert und führt ihn persönlich zu seinem neuen Arbeitsplatz. Das sein neuer Oberarzt nicht gerade unattraktiv ist bemerkt er als sie ihm Flur an verschiedenen Krankenschwestern vorbei kommen.
Alle verdrehen den Kopf nach Dr. Zimmermann.

Gretchen macht sich auf den weg zurück auf die Station der Chirurgie. Er ist gerade mit dem Notfall fertig geworden und schnappt sich aus dem Grund gleich Gretchens Hand und zieht sie in sein Büro. „Hei, was soll das?“ Drinnen zieht er sie an sich heran und küsst sie. Danach fragt er sie wann ihr Flieger zurückginge. „In einer Stunde. Warum fragst du?“ Er haucht ihr ins Ohr das er die letzten Minuten wenigstens noch auskosten möchte. Hinter ihrem Rücken dreht er den Schlüssel seiner Türe um und sie sinken langsam zu Boden.
Sie geniest richtig gehend seine Berührungen auf ihrem Körper. Eigentlich möchte sie gar nicht mehr aufhören damit. Aber weder seine Arbeit will warten noch das Flugzeug.
So kommt der Abschied für beide schneller als sie es gedacht hätten. Marc begleitet sie noch nach unten, wo bereits ein Taxi auf sie wartet. Seine Abschiedsworten sind kurz: „Bis Freitagabend.“ „Aber was ist wenn du Wochenenddienst hast?“ „Das regle ich schon.“
Ein letzter Kuss dann schliesst er die Türe und sie fährt zurück nach Berlin.



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Gretchen81 Offline

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06.02.2009 09:09
#235 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Jetzt sitz ich schon wieder in diesem Flugzeug. Die letzten Stunden mit Marc waren wunderschön. Auch wenn auch einwenig getrübt durch diesen hinterlistigen Professor Luginbühl.
Bin scheinbar nicht die einzige die bemerkt hat das er uns Manipulieren will in dem er Marc eine heisse Blondine vor die Nase gesetzt hat und ihm Wochenenddienst aufgebrummt hat.
Ich bin über mich hinausgewachsen und hab Luginbühl die Meinung gesagt. Bin nachher selber Erschrocken. Ich schiebe das jetzt einfach auf meine Hormone.
Auch Marcs Reaktion später schieb ich jetzt einfach mal auf seine Hormone. Wir hatten Sex in seinem Büro. Leider sind wir beide nicht zum Schluss gekommen. Ist ja auch kein wunder, wenn andauernd das Telefon oder Piepser nervt.
Doch es geht nicht so lange da können wir alles nachholen. Er will übers Wochenende nach Hause kommen. Was weitere Blonde Versuchungen angeht, die eventuell auf ihn in München warten, bleib ich gelassen. Ich vertraue Marc mehr den je.


Inzwischen ist Dr. Zimmermann mit Arbeit eingedeckt und Franz wieder in seinem Büro.
Als er an seinem Türschild vorbei gekommen war, ist ihm die Lösung für sein Problem eingefallen.
Er konnte seinem Oberarzt nicht mehr Gehalt auszahlen als jetzt schon. Aber er konnte ihn befördern. Schnell verlangt Franz alle wichtigen Unterlagen von seiner Sekretärin. Wenn Dr. Meier aus München zurück kommt würde er, nicht länger der jüngste Oberarzt sein sonder der jüngste Chefarzt. Denn nur so konnte er dem Stiftungsrat mehr Geld abknüpfen. Es wäre zwar nicht doppelt so viel wie bisher. Doch mit sehr viel mehr Freiheiten verbunden.
Also ein rundum Perfektes Angebot. Was seine Tochter angeht, sorgt er dafür das auch sie möglichst schnell ihren Facharztabschluss machen kann. Da sie gut war und schon selber einen grossen Schritt mit ihrem letzten Bericht gemacht hatte, war das sogar noch einfacher als Gedacht. Den Ausschuss davon zu überzeugen, ein express Verfahren einzuleiten.
Jetzt musste er noch seine Frau davon überzeugen das er alles getan hat.
Denn ein Leben ohne sie fand er inzwischen schlimmer als den Gedanken alt zu werden.



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06.02.2009 10:43
#236 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
Wenige Stunden später steht Gretchen auch schon im Stationszimmer und sieht sich die verpassten Patientenakten an. Als Dr. Zimmermann die Ärztin sieht wie sie sich mit den Akten auseinandersetzt spricht er sie an: „Was machen sie da mit meinen Unterlagen?“
Erschrocken dreht sich die Assistenzärztin um: „Wie ihre Unterlagen?“ Jetzt erst liesst sie das Namensschild an seinem Kittel. „Sie sind Dr. Zimmermann der Ersatz für Rössel?“
Er starrt sie an: „Ja und sie sind Schwester?“ Gretchens Haare verdecken ihr Namensschild und er meint sie sei eine Krankenschwester.
(Frechheit, seh ich aus wie eine Krankenschwester)
„Doktor Gretchen Haase. Und so wie es aussieht für die nächsten paar Tage ihre Assistenzärztin.“
Das Doktor betont sie mit Absicht etwas stärker. „Haase? Sind sie mit dem Professor Haase verwandt?“ Sie nickt und fügt leise an das er ihr Vater ist. Doch das hat er nicht wirklich verstanden und es kümmert ihn auch nicht sonderlich. „Wenn das so ist dann wollen wir mal an die Arbeit. Die Unterlagen haben sie ja jetzt durch und in zehn Minuten steht die erste OP an.“
Im Vorbereitungsraum waschen sich die beiden die Hände. Sabine macht Dr. Zimmermann den Kittel hinten zu und der meint grinsend zu Gretchen: „Von meinem Vorgänger hab ich ja nicht gerade viel Berauschendes gehört. Man hat bei ihm scheinbar nur gelernt wie man Tupfer in Bauchhöhlen vergisst. Aber jetzt wird ja alles gut. Sie können dem besten jetzt bei der Arbeit über die Schulter sehen.“
(Eingebildet ist der aber auch nicht gerade wenig.)
„Ob das Dr. Meier auch so sieht?“ fragt Sabine spitz Gretchen. Die zuckt kurz mit den Schultern und meint: „Scheinbar sind die Götter jetzt alle auf der Erde und nicht mehr im Olymp.“
Sabine versteht die Anspielung nicht und zieht mal wieder ein dummes Gesicht. Was bei Gretchen nur Kopfschütteln auslöst.



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06.02.2009 11:11
#237 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Nach der ersten gemeinsamen OP, folgen noch ein paar etwas kompliziertere OPs und Gretchen ist froh das es endlich Abend ist. Die Selbstüberzeugtheit von Dr. Zimmermann nervt sie am Meistens.

Keine Ahnung wie das möglich ist. Aber unser neuer Oberarzt ist Selbstverliebter als Marc.
Der Mann hält sich selbst für begnadet. Und der Oberhammer er hält sich nicht nur für ein Gott am OP Tisch, nein er fühlt sich auch als ein Gottes Geschenk an die Frauenwelt.
Also eigentlich ein zweiter Meier. Nur schlimmer. Bei Marc hab ich wenigstens in der Fassade risse entdeckt. Der Mann ist aalglatt. Warte nur darauf dass er mich anbaggert.
Kann ja Schätzungsweise nicht lange dauern.
So werde jetzt nach Hause fahren und da vielleicht Marc versuchen anzurufen.
Werde aber besser nichts vom neuen Gott in weiss erzählen. Wer weiss wie der darauf reagiert.
Oder vielleicht sollte ich doch etwas sagen. Vielleicht wird er ja eifersüchtig und kommt sofort zurück.
Das ist doch armselig, ich werde doch die paar Tage ohne ihn überleben, oder nicht?


Auf dem Weg zu ihrem Wagen stolpert sie auch noch über den neuen Arzt. Er lächelt sie an und geht auf sie zu. (Oh nein, bitte nicht.) Sie beschleunigt ihre Schritte in Richtung Wagen.
Doch Dr. Zimmermann ist schneller. „Dr. Haase schön sie nochmals zu sehen. Mein Wagen springt nicht an. Könnten sie mir vielleicht helfen beim überbrücken?“
„Ich habe keine Ahnung von Autos tut mir leid ich kann ihnen nicht helfen.“ Sie will einsteigen doch der Arzt gibt nicht auf. „Sie müssen nur zu meinem Wagen hinfahren und die Haube öffnen. Der Rest mach ich schon alleine. Ich weiss doch das Frauen mit Technik nichts anfangen können.“ (Beim dem ist doch ne Schraube locker.) „Es tut mir Leid ich hab jetzt wirklich keine Zeit.“ Sie steigt in ihren Wagen ein und fährt rückwärts aus der Parklücke raus. Neben ihm hält sie kurz an und gibt ihm eine Karte: „Hier die Nummer vom ADAC. Dort hilft man ihnen sicher gern.“ Sie fährt davon und er sieht ihr hinter her. „Was für eine Frau.“ Sabine die direkt hinter ihm steht sieht ihn mit grossen Augen an. Er dreht sich um und erschrickt sich kurz weil die Krankenschwester immer noch hinter ihm steht: „Was glotzen sie so?“ „Nichts.“ sagt diese und verzieht sich schnell. Doktor Zimmermann hat noch nie eine Frau wie Gretchen getroffen.
Bis jetzt waren alle Frauen auf der Stelle hin und weg wenn sie ihn sahen. Nur Gretchen tat so als ob sie ihn nicht leiden konnte. Und das weckte seinen Jagdinstinkt.



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09.02.2009 07:41
#238 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

27. Kapitel: Auf in den Kampf

Die nächsten Tage waren Gretchens persönliche Hölle. Doktor Zimmermann hat keinen Versuch ausgelassen um mit ihr zu Flirten. Der einzige Lichtblick am Tag waren die Telefongespräche die sie mit Marc führt. Und natürlich das Wochenende das beide ausführlich im Bett geniesen.
Gretchen will sich am Sonntagmorgen früh aus dem Bett schleichen um sich etwas zu trinken und vielleicht sogar noch was zum frühstücken zu holen. Doch Marc kann sie im letzten Moment gerade noch packen und zurück ins Bett ziehen. „Nichts da, du bleibst schön hier.“
Ihr bleibt nichts anderes übrig als sich geschlagen zu geben und wieder zurück unter die Decke zu kriechen. Sie fangen sich an wieder zu küssen und Irgendwann schläft Marc ein und Gretchen nimmt einen neuen Anlauf raus in die Küche. Steffi sitzt im Wohnzimmer und gönnt sich ein Joghurt vor dem Fernseher. „Na, sieht man dich auch mal wieder?“ „Mmh, was siehst du dir den an.“ Sie setzt sich zu ihr aufs Sofa.
„Ach, nur so eine Dokumentation.“ Gretchen steht wieder auf und geht in die Küche. „Ach, bevor ichs vergesse. Ich hab dein und mein Kleid für die Hochzeit in den Schrank im Gästezimmer gehängt. Nicht das es David noch bei mir findet. Und wir werden am Nachmittag uns eine Wohnung ansehen.“ Gretchen will eigentlich gerade wieder in ihr Schlafzimmer verschwinden, dreht sich aber nochmals erstaunt um: „An einem Sonntag könnt ihr euch eine Wohnung an sehen?“ „War ein Glückstreffer ich weiss.“ „Aha.“. Im Schlafzimmer stellt sich Marc noch immer schlafend. Als Gretchen nah genug bei ihm ist zieht er sie kurzerhand auf sie: „Wieso läufst du immer davon?“ Sie gibt ihm einen kurzen Kuss, löst sich aus seiner Umarmung und erklärt: „Weil man von Luft und Liebe alleine nicht leben kann.“ „Nicht?!“ Er muss einwenig lachen und sie zupft an ihm: „Du wie wärs wir könnten uns doch auch einwenig vor der dem Fernseher gemütlich machen.“ Bevor er nur daran denken kann mit der Ausrede Steffi kommen kann fällt ihm die Ärztin schon ins Wort. „Steffi sieht sich eine Wohnung an und du weisst doch schwangere sollen sich nicht zu sehr aufregen.“ Er verdreht die Augen und gibt sich widerwillig geschlagen. Aber nur unter einer Bedingung. Wenn sie vor her nochmals zu ihm unter die Decke krabbelt.
Sie tut so als würde sie dies nur widerwillig machen. Jedoch liebt sie es sich an ihn zu kuscheln und seinen Geruch in sich aufzusaugen.
Für den restlichen Sonntag lassen die beiden nicht stressen. Mit Pizza vor dem Fernseher lässt es sich ganz gut aushalten und das Magenknurren hält sich so auch in Grenzen.
Jedoch hat weder Gretchen von ihrem Problem mit dem neuen Arzt erzählt, noch Marc von der nervenden Krankenschwester die ihn ständig versucht anzubaggern.



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09.02.2009 08:33
#239 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Die letzte getrennte Woche fängt bei beiden gleich an. Marc wird von einer niedlichen rothaarigen Krankenschwester angebaggert und Gretchen von Dr. Zimmermann.
So langsam ärgert sich der Oberarzt über die Krankenschwester die immer so tut als würde sie aus versehen etwas fallen lassen. Und das genau immer vor seiner Nase. Oder sie lässt einen Knopf an der Bluse offen, der tiefer blicken lässt. Doch das ginge alles noch wenn sie jetzt nicht auch noch anfangen würde sich an ihn zu schmiegen. Wie eine Katze streicht sie ihm permanent irgendwie um die Beine. Auf die höhe treibt sie es als sie seinen Kaffee verschüttet und das genau auf seine Hosen. Sie flüstert ihm verführerisch ins Ohr: „Ziehen sie doch die Hose aus, ich kümmere mich dann schon um den Fleck.“ Der Fleck war ihm Wurst und auch das der Kaffee auf seiner Haut doch recht brannte. Was ihn ärgerte war die Art wie sie ihn anmachte. Klar mit Myriam hatte er geflirtet, aber seit dem hat er sich sämtliche Flirtversuche erspart und keine Zweifel daran gelassen, das er eine Freundin hatte. Nur diese Krankenschwester wollte einfach nicht kapieren. „Sag mal, habt ihr alle Sexuellen Notstand? Was versteht ihr bekloppten Hühner eigentlich an einem Nein nicht?“ Er schnappt sich ein Tuch und verschwindet in seinem Büro.
Die kleine Krankenschwester sieht ihm nur verdutzt hinter her.



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09.02.2009 09:13
#240 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Gretchen hat eigentlich ihre Morgenübelkeit mit homöopathischen Tropfen, die sie von Mehdi bekommen hat, so einigermassen im Griff. Da sie aber das ganze Wochenende keine genommen hat. Schlägt ihr heute Morgen wieder alle Extremen Gerüche auf den Magen. Am schlimmsten ist das Aftershave von ihrem momentanen Oberarzt. Nicht das schlecht roch. Nein, eigentlich roch es sogar sehr gut. Nur verträgt sie im Moment einfach gar keine solchen Gerüche. Als er ihr absichtlich etwas näher kommt. Kann sie das würgen einfach nicht unterdrücken und stösst ihn kurzer hand zur Seite und rennt raus.
Doch nicht mal das scheint ihn abzuschrecken. Im Gegenteil es fasziniert ihn nur noch mehr.
Sie kann ihn noch so abweisend behandeln er lässt sich einfach nicht abschütteln. Er glaubt den Grund für ihre Ablehnende Haltung zu wissen und versucht sich jetzt bei Schwester Sabine Gewissheit zu holen. „Schwester Sabine können sie mir eine Frage beantworten?“ Die sieht ihn mit grossen Kuhaugen himmelnd an, denn sie ist schon lange seinem Charme verfallen wie sämtliche Krankenschwestern. „Wissen sie ob Dr. Haase im Moment einen Freund hat?“
„Soweit ich weiss ist sie mit Dr. Meier zusammen.“ Sagt diese zu ihm und klimpert mit den Wimpern. „Woher kenne ich diesen Namen Meier.“ Schnell erwähnt sie das er sein Kollege sei und Momentan in München arbeite. „Ach ja stimmt.“ In seinen Gedanken steigen seine Chancen deutlich nach oben. Denn was er über Dr. Meier weiss, ist das der es mit der Treue nicht wirklich genau nimmt und gerne mal seine Freundinnen wechselt wie andere die Unterhosen.
Somit wäre es nur eine Frage der Zeit bis Gretchen wieder frei sein würde. Und solange würde er schon durchhalten. Jeden Tag würde er ihr ein Stück näher kommen.
Was er nicht weiss ist das sobald Marc wieder da ist, und das würde schneller sein als erwartet, würde Gretchen ihm nicht mehr so häufig über den Weg laufen.



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Gretchen81 Offline

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09.02.2009 10:02
#241 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Nach einem Tag voller langweiligen OPs reicht es Marc endgültig. Er macht sich auf in Richtung Verwaltung. Er klopft kurz am Büro des Professors an und geht dann rein. „Dr. Meier? Wie kann ich ihnen helfen?“ Marc macht es kurz und bündig. „Für ihr grosszügiges Angebot danke ich ihnen aber ich möchte hiermit meinen Entschluss mitteilen.“ Erwartungsvoll sieht ihn Professor Dr. med. Luginbühl an. „Ich werde meine Sachen zusammen packen und heute Abend München verlassen. Eine Privatklinik ist einfach nicht das Richtige für mich.“ Was er eigentlich sagen will ist das mit dem Schickimickis von München nicht gerade viel anfangen kann. Ästethische Chirurgie liegt ihm nicht besonders. Er befasst sich lieber mit der Anspruchsvollen Unfallchirurgie. Der Professor nickt kurz: „Ich verstehe und lasse sie schweren Herzens gehen. Sollten sie ihre Meinung ändern können sie gerne jederzeit wieder kommen.“ Sie reichen sich die Hände und Marc macht sich daran die letzten Unterlagen noch zu bearbeiten. Am Abend hat er sich von seinem Personal verabschiedet und seine Sachen gepackt. Bevor das Flugzeug in Richtung Berlin ab hebt informiert er Professor Haase dass er ab morgen wieder für ihn arbeiten würde.
„Können sie mir noch einen gefallen machen?“ „Ja, sicher.“
Er muss ihm versprechen dass er Gretchen nichts davon erzählt. Da Marc früher als erwartet zurück kommt ist die Beförderung zum Chefarzt beim Stiftungsrat noch nicht durch.
Der Professor ist aber froh, dass er schon mal ohne seinen Trumpf auszuspielen wieder zurückkommt.



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09.02.2009 11:49
#242 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

In Berlin angekommen fährt er zu seiner Wohnung. Seit mehr als einer Woche war er nicht mehr in seiner Hütte. Und ist etwas erstaunt darüber, das es so unaufgeräumt aussieht. Er hätte schwören können, dass er aufgeräumt hatte. Zudem mieft es wegen der unabgewaschen Teller doch recht. Nichts mit früh ins Bett fallen um am nächstens Morgen ausgeschlafen an die Arbeit zu gehen. Aufräumen war angesagt. Beim Aufräumen fallen ihm so nach und nach ein paar Kleinigkeiten in die Hände die verraten wer hier so ein durcheinander angestellt hat.
Er nimmt das Telefon um sich sicher zu gehen: „David, könntest du mich vom Flughafen abholen in einer Stunde?“ Dieser klingt etwas gehetzt stimmt aber sofort zu.
Ein paar Minuten später quietscht die Haustüre und David kommt rein. Marc der Absichtlich das Licht gelöscht hat sitzt in der Küche und wartet auf seinen Freund. Dieser schaltet das Licht an und wäre beinahe hinten über gekippt als er den Arzt vor ihm sitzen sieht: „Ehm, ich dachte du kommst erst in einer Stunde an?“ Marc sieht ihn böse an: „Und ich dachte ich hätte einen Freund der wenigstens Aufräumen kann.“
Davids Gesichtsfarbe wechselt von Rot auf weiss und wieder zurück. Nach längerem rumdrucksen erklärt er dann das er in der letzten zeit häufiger hier übernachtet hätte. Da er schon aus seiner Wohnung rausgeflogen wäre. Aber das Problem löse sich in den nächsten Tagen. Da er und Steffi eine gemeinsame Wohnung gefunden hätte. Für die verbleibende Zeit würde er so lange ins Hotel ziehen oder zu Steffi. Wenn sie ihn vielleicht schon wollte.
Marc verdreht die Augen. Beim Gedanken das er seinen besten Freund häufiger über den Weglaufen würde als ihm lieb ist. Der Freundschaft zu liebe schweigt er aber lieber und drückt ihm stattdessen einen Korb voll Wäsche in die Hand. „Das müsste alles deins sein. Weil weisse Socken und Unterwäsche mit Tigerkopf-Print sind definitiv nicht mein Geschmack. So und jetzt verschwinde. Ich will jetzt pennen.“ Sein Freund sieht ihn etwas mitleidig an. „Also gut. Du kannst diese Nacht hier schlafen. Aber nur unter der Bedingungen das die Bude morgen pikobello aufgeräumt ist und du mir auch meinen Schlüssel gleich wieder gibst.“
David fällt ihm um den Hals und bedankt sich.



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09.02.2009 13:46
#243 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Am nächsten Morgen. Kaum ist Gretchen im Krankenhaus ist auch schon der erste Notfall da. (Super, das fängt ja schon mal richtig gut an.) Marc, der schon etwas früher als sonst im Haus ist, meldet sich zuerst beim Professor zurück und dieser informiert ihn über die letzten Tage. Und natürlich auch über seinen neuen Kollegen. Was Marc nicht erfährt ist das Dr. Zimmermann die ganze zeit hinter Gretchen her rennt. Der Notfall den die Assistenzärztin und der neue Arzt vor sich auf dem OP Tisch liegen haben scheint schlimmer zu sein als erwartet. Viele kleine Blutungen brechen immer wieder auf und erschweren alles noch zusätzlich. Als Marc vom Notfall erfährt beschliesst er kurzerhand das ganze selbst in die Hand zu nehmen. Denn genau solche Fälle hat er in München nur zu sehr vermisst. „Sie sollten es vielleicht mit der Arterie weiter links probieren.“ Mischt sich die Assistenzärztin ein, was sie sofort mit einem gehässigen Bemerkung zurückbekommt: „Kümmern sie sich besser um ihre Sachen, anstatt sich in meine Arbeit einzumischen. Sie sind hier nur die Assistenz.“ Genau in diesem Moment kommt Dr. Meier in den OP. „Ich seh schon, sie sind völlig überfordert. Lassen sie mal mich ran.“ Die Assistenzärztin glaubt im ersten Moment zu träumen, doch als er ihr zu zwinkert weiss sie dass er wirklich vor ihr steht. „Also was ist passiert und warum schnauzen sie meine Assistenz an?“ Dr. Zimmermann starrt ihn nur ungläubig an. Kurzerhand erklärt die junge Ärztin die wichtigsten Details und er macht sich gleich an die Arbeit. Nach der OP klopft Marc seinem Kollegen auf die Schulter: „Das ist wohl nicht ihr Tag was?“ Dann nimmt er sich seinen Mundschutz ab und grinst ihn an.
Der andere Oberarzt sieht ihn einfach nur grimmig an. Am liebsten würde er ihm jetzt den Marsch blasen. Aber rein die Tatsache das Gretchen gerade in den Raum kommt, lässt ihn ruhiger werden, zumindest für den Moment. Den die Blicke die sich Dr. Meier und Dr. Haase zu werfen, spricht bände. Wütend schmeisst er seine Maske und den Kittel in die Tonne und verlässt die beiden.



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09.02.2009 19:57
#244 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Die anderen Ärzte und Schwestern sind noch nicht alle verschwunden. Gretchen ist immer noch überrascht das Marc vor ihr steht. Als sie ihn Fragen will warum er eigentlich hier sei, kommt er ihr zu vor: „Dr. Haase würden sie bitte nachher gleich in mein Büro kommen. Ich möchte gerne in Kenntnisgesetzt werden was in den letzten Tagen alles so passiert ist.“ Etwas erstaunt über den ernsten Ton nickt sie kurz und geht sich umziehen. Anschliessend macht sie sich auf ins Büro von ihrem Chef. Nach ihrem Klopfen wird sie auch gleich rein gerufen. Zuerst ist sie der Meinung das Marc das Geschäftliche nur als Vorwand vorschiebt. Doch ihr Oberarzt will wirklich einen kurzen Bericht über die vergangenen Tage. Sie sieht ihn erstaunt an und fragt nun endlich die Frage die ihr schon seit seinem Zwinkern im OP-Saal auf der Seele liegt: „Warum bist du eigentlich hier und nicht in München?“ Doch statt ihr eine Antwort zu geben zieht er sie zu sich und küsst sie. Zuerst lässt sie sich auch gerne küssen und geniesst das ganze, nur dann stösst sie ihn sanft von sich. „Du hast mir meine Frage noch nicht beantwort.“ Er stöhnt kurz auf: „Kannst du nicht einfach nur froh sein das ich hier bin. Und nicht immer dumme fragen stellen.“
(Dumme Fragen? Was ist bitte an meiner Frage dumm?) Sie schüttelt den Kopf. „Entschuldige, dass ich mich nicht einfach vor Freude überschlage.“ Sie geht zur Türe und bevor sie raus geht dreht sie sich nochmals um. „Aber ich freue mich wirklich dass du wieder da bist.“
Er lächelt sie an und sie lächelt kurz zurück.
Auf dem Weg zurück ins Stationszimmer sieht sie wie Dr. Zimmermann sich den OP Plan genauer ansieht und hier und da etwas rein schreibt. „Was machen sie den da?“ Er fühlt sich ertappt und zuckt zusammen. „Ich verteile nur die OPs für heute. Nicht das es wieder zu zusammen stössen kommt.“ Dabei lächelt er sie freundlich an. Es ist zum ersten Mal das Gretchen nicht gleich schreiend davon laufen will als er sie ansieht. (Vielleicht steckt auch in ihm etwas Gutes. Und er ist nicht nur ein Arschloch.) Doch schon der nächste Satz macht das ganze wieder zunichte: „Ach, übrigens wenn sie Dr. Meier sehen. Richten sie aus das er mir das nächste Mal bitte nicht wieder reinpfuschen soll.“



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10.02.2009 10:02
#245 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Gretchen hat sich in eine Stile Ecke verzogen und schreibt mal wieder in ihr Tagebuch:
Dieses riesen Arschloch. Der hat doch nicht alle Tassen im Schrank.
Aber mal von vorne.
Marc mein Gott in weiss ist wieder in Berlin. Und er kam wie immer pünktlich auf die Sekunde.
Dr. Zimmermann hatte die Verletzungen des Patienten eindeutig nicht im Griff und mich hat er angeschnauzt als ich ihm einen Tipp geben wollte. Befürchte wenn Marc nicht rein gekommen wäre, hätte der Patient nicht überlebt. Gut, Marc ist auch nicht unfehlbar. Und dass er einfach nicht sagen will warum er zurückgekommen ist, find ich auch nicht gerade toll. Aber Dr. Zimmermann schiesst mit allem den Vogel ab. Kaum hab ich einen Funken Menschlichkeit in ihm entdeckt sagt der was Unausstehliches. Der meinte glatt Marc hätte ihm in die Arbeit gepfuscht. So ein Vollidiot. Jeder hat doch mal einen Miesen Tag, da kann man doch dazu stehen und die Hilfe annehmen. Das kann lustig werden wenn die beiden in Zukunft miteinander arbeiten müssen.
Achtung Ironie: Ich freu mich ja so.
Ne, jetzt mal im Ernst, wenn Marc auch noch raus findet dass mich der andere die ganze Zeit anbaggert ist die Hölle los. Dabei sollte ich mich doch eigentlich auch nicht aufregen.
Und die Hochzeit von David und Steffi rückt auch immer näher.
Da ihre Wohnung noch nicht bereit ist und David aus seiner alten Wohnung schon ausziehen musste, wohnen die auch noch bei mir. Also WG-Erweiterung seit heute morgen.
Scheisse, mein Piper. Ein Notfall.



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10.02.2009 11:40
#246 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Da im Moment zwei Oberärzte Dienst haben werden auch beide gleichzeitig aufgefordert.
Als Gretchen beide auf sich zu kommen sieht fällt ihr spontan ein: „Auf in den Kampf Torero.“
Auch Gordon ist im ersten Moment etwas irritiert als er zwei Ärzte vor sich hat und beide verlangen von ihm einen Bericht. „Autounfall durch umgestürzten Baum. Das zweite Opfer kommt gleich. Bei Fahrer wie Beifahrer die gleichen Symptome.“ Inzwischen kommt auch die Beifahrerin an. Marc weisst Sabine an 2 OPs vorzubereiten. „Den Fahrer übernehme ich und die Beifahrerin sie Dr. Zimmermann.“ Dieser nickt zustimmend. Gretchen ist erstaunt über eine solche Harmonie. Leider hält die nur ein paar Sekunden. Denn beide weisen sie gleichzeitig an mitzukommen. „Könntet ihr euch bitte entscheiden. Ich bin nur ein Mensch und kann nicht an 2 Orten gleichzeitig sein.“ Erwartungsvoll sieht sie beide an. Diese schauen verdutzt zu einander. Jeder war sich sicher dass er hier das recht auf eine Assistenz hat. Erst jetzt bemerken sie das im Moment nur Gretchen da ist. Marc entscheidet sich dafür, nach dem er heute Morgen seinen Arbeitskollegen gesehen hat bei der Arbeit, das Gretchen besser ihm zur Hand ginge. „Schwester Sabine wenn sie dabei sind die OPs vorzubereiten rufen sie doch bitte gleich auch noch eine 2. Assistenz an. Gretchen du gehst mit Dr. Zimmermann mit. Ihre Werte sind kritischer und sie muss sofort in den OP.“ Sie ist schon fast im Aufzug da motzt der zweite Oberarzt: „Ich schaff das schon alleine.“ Der Assistenzärztin wird’s zu bunt. Sie drückt die Unterlagen der Beifahrerin ihm in die Hand und geht zu Marc und macht sich auf den Weg in den OP.
Schwester Sabine ist am rotieren und findet einfach keinen verfügbaren zweiten Assistenzarzt. So meldet sie das ganze kurzer Hand dem Professor.



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10.02.2009 14:15
#247 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Nach zwei gelungen OPs ruft dieser dann auch das Team kurz zusammen um zu besprechen wie es in Zukunft ablaufen soll. „Entschuldigt das kleine Chaos vorhin. Aber wie ich mich selber überzeugen konnte hat Dr. Zimmermann die OP auch ohne Assistenz im Griff. Kompliment übrigens. Heute werden Dr. Zimmermann und Dr. Meier zusammen die Hauptschicht machen. Die Spätschicht übernimmt Dr. Zimmermann und die Nachtschicht dann Sie. Was die Assistenz angeht müsst ihr euch meine Tochter im Moment leider teilen. Für die Spätschicht konnte ich Dr. Rohner organisieren. Ab morgen geht es dann seinen Normalen Ablauf. Gibt es noch Fragen?“
Keiner reagiert und Franz geht zu frieden wieder in sein Büro.
Gretchen sitzt immer noch zwischen den beiden Ärzten, obwohl die im Moment gerade sehr still sind, fühlt sie sich als würde sie mitten in einem Mienenfeld sitzen. Sie versucht die Stille einwenig zu durchbrechen: „Sie waren vorher am jüdischen Krankenhaus?“
„Sagen sie mir doch du, ich heisse Christian. Meine Freunde nennen mich auch Chris. Und ja ich war vorher am jüdischen Lernkrankhaus der Charité.“ Er lächelt sie an. Marc sieht ihn erstmal nur skeptisch an, sagt aber nichts. „Ich bin Gretchen. Waren sie nur in dem Krankenhaus?“ (Ich bin nur freundlich? Marc könnte jetzt aber auch mal was sagen?) Christian lächelt noch immer und fängt an zu erzählen was er vorher alles gemacht hat: „Ich war 3 Jahre bei Ärzte ohne Grenzen. Bin Arzt geworden um Menschen zu helfen und da kann man es. (Okay er ist doch ganz nett, wenn er mal nicht das Arrogante-Arschloch raushängen lässt.) Man kann nur ein guter Arzt werden wenn man auch mal zu Katastrophalen Bedienungen gearbeitet hat. Mit diesen Schönwetter Ärzte die möglichst jung schon Karriere machen kann ich nichts anfangen.“
Jetzt reichts Marc er hat das ganze jetzt lange genug angehört: „Die klappe aufreisen aber dann im OP das grosse Zittern kriegen. Solche Kollegen mag ich besonders.“
(Wäre auch zu schön gewesen wenn die sich vertragen hätten.) Dr. Meier steht auf und holt sich einen Kaffee und geht damit auf den Gang. Gretchen sieht ihm nach.
Sie überlegt einen kurzen Moment ob sie jetzt auch gehen soll, schliesslich war das auch ein Tiefschlag gegen sie. Da sie gerade auf dem besten Weg ist Karriere im Express zu durchzuführen. „Was hast du dagegen wenn fähige Ärzte ihren Weg auf ihre weise gehen. Ich meine für dich war dein Weg richtig, aber für andere ist ein anderer Richtig. Verstehst du was ich sagen will.“ Er hat das Gefühl das die Assistenzärztin ihm endlich mal näher kommt, darum versucht er es mit Süssholzraspeln. „Ja, klar. Und wenn für dich dieser Weg richtig ist dann mache ihn. Aber ich sage dir wenn du da die Kinder im Elend siehst und die Spitäler mit den überfüllten Krankenzimmern. Dann weisst du genau das dies definitiv der richtigere Weg ist.“
Ein kleinwenig der Wand die sie sich gegen ihn aufgebaut hat fängt an zu bröckeln.
So langsam versteht sie warum die anderen Frauen ihn anhimmeln. Dennoch versteht sie nicht warum er so gegen Marc schiesst. Der im Übrigen inzwischen wieder zurück in den Raum gekommen ist und sich das ganze Spiel zwischen den beiden beobachtet hat.
„Gretchen, könntest du mal mit kommen. Ich will nach einem Patienten sehen.“



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10.02.2009 17:09
#248 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

28. Kapitel: Ärzte sind auch nur Männer

Als sie aus dem Stationszimmer verschwunden sind fragt er sie: „Ist der schon die ganze Zeit so?“ Sie sieht ihn Fragend an: „Wie meinst du das?“ Er muss sich zusammenreissen das er nicht ausrastet: „Ich meine baggert der schon lange so an dir rum?“ (Oh je) Nach einem kurzen Seufzer gibt sie zu das Christian die ganze Zeit mit ihr flirtet, sie betont aber auch das sie ihm die ganze Zeit auch immer gesagt hat das sie kein Interesse hätte. (Vielleicht hätte ich jetzt einfach lügen sollen.) Der Oberarzt sieht aus als würde er gleich losstürmen und sich seinen Konkurrenten schnappen. „Tu’s nicht.“ sagt sie leise und er sieht sie verwirrt an: „Ich meine du gehst jetzt nicht zu ihm hin und führst dich auf wie ein Eifersüchtiger Gockel. Wenn du das nämlich machst vertraust du mir überhaupt nicht.“ Er weiss dass sie Recht hat. Aber kann nun mal nichts für seine Gefühle, Gretchen vertraut er aber keinem Mann. Vor allem keinem der ihn persönlich als unfähig betitelt. Die beiden Oberärzte gehen sich für die nachfolgenden Stunden gezielt aus dem weg. Die einzige die Hin und Her pendelt ist Gretchen.
So ein klein bisschen nett findet sie Chris schon, nur seine Selbstüberzeugtheit und sein andauerndes gebaggere ist ein grosser nerv Faktor.
Sie beschliesst nach der ersten Schicht für heute mit ihm zu reden. Wenn Marc sich im Griff hätte würde er doch das auch können.
Vor der Türe des 2. Oberarztes bleibt sie zögernd stehen. (Ist es vielleicht doch ein Fehler. Und ich mach mich jetzt lächerlich.) Entschlossen das sie sich das Angemache nicht nur einbildet klopft sie an und geht nachher rein. Dr. Zimmermann ist erfreut sie zu sehen und bittet sie platz zu nehmen. Etwas nervös knubelt sie mal wieder an ihren Fingern rum. Er sieht das und geht um den Tisch rum und setzt sich halb auf seinen Arbeitstisch. „Was wollen sie den besprechen?“
Etwas zögerlich rückt sie mit der Sprache raus: „Ehm, das ist so. Ich weiss nicht ob sie etwas falsch verstanden haben. Aber ich möchte nichts von ihnen und das wollte ich nur klar stellen.“ Sie steht auf und geht schnell zur Türe. Er hält sie kurz am Arm zurück. (Hei!)
Er sieht ihr tief in die Augen: „Sind sie sich da sicher?“ Sie zögert. Dieses zögern reicht ihm um es zu probieren. Er küsst sie. Für ne Millisekunde erwidert sie diesen und doch dann löst sie sich und knallt ihm eine. „Ja, ich bin mir sicher dass ich nichts von ihnen will.“
Sie öffnet die Türe und knallt die Türe laut ins Schloss. Wütend über Christian aber noch wütender über sich selber geht sie in die Umkleidekabine.
Sie steht vor dem offenen Schrank und starrt einfach nur ein Loch in die Gegend.
Marc geht zu ihr hin und spricht sie an. Doch sie reagiert nicht. Er legt seine Hand auf ihre Schulter. Erschrocken dreht sie sich um: „Mein Gott, hast du mich erschreckt.“ Er lächelt sie an. „Ich hab dich angesprochen doch du hast nicht reagiert. Stimmt etwas nicht?“ Sie schüttelt schnell mit dem Kopf: „Nein, alles in Ordnung.“ „Wollte dich eigentlich nur fragen ob wir für die Nachtschicht mit einem Auto fahren.“ Sie nickt stumm und beginnt sich umzuziehen.
Eigentlich wollte er wieder gehen aber als er sie so da stehen sieht, kann er nicht anders.
Er zieht sie zu sich hin und küsst sie.



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11.02.2009 11:57
#249 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Sanft stösst sie ihn von sich: „Ich will noch einwenig schlafen bevor die Nachtschicht anfängt.“
Er grinst sie an: „Gute Idee.“ (Ehm, so war das aber nicht gedacht.) Auf ihr verdutztes Gesicht gibt er zur Antwort: „Was du immer gleich denkst.“ Und gibt ihr nochmals einen zärtlichen langen Kuss. (Von wegen was ich immer denke, der denkt doch dasselbe.)

In ihrer Wohnung angekommen, will sie am liebsten gleich wieder rückwärts raus.
Kisten stapeln sich überall und aus irgendeiner Ecke kommt Steffis Stimme: „Sorry, wir räumen bald alles in den Keller und in den Schuppen. Versprochen.“
Mühevoll quält sie sich durch das Chaos zu ihrem Zimmer. Dort schmeisst sie ihre Sachen in eine Ecke und legt sich erstmal aufs Bett. An ruhe ist aber nicht zu denken. Hennes ein Stockwerk höher feiert seine Rückkehr aus dem Krankenhaus mit lauter Musik und Steffi rumpelt mit den Kisten vor der Türe umher. Gretchen sucht in ihrer Handtasche nach ihrem Handy.
Marc: „Meier“
Gretchen: „Könnte ich bei dir Asyl beantragen. Hier ist es zu laut und zu unaufgeräumt um sich auszuruhen.“
Marc ist zuerst unsicher wer da am Telefon ist: „Gretchen bist du das?“
Gretchen: „Wer den sonst? Oder kennst du noch andere Frauen die Asyl bei dir Suchen?“
Marc: „Ehm, nein.“
Gretchen: „Das klang jetzt aber nicht wirklich überzeugend.“
Marc: „Und wenn dann würd ich nur einer Unterschlupf gewähren.“
Gretchen: „Wenn du mit der einen mich meinst. Hast du gerade noch die Kurve gekriegt.“
Marc muss lachen: „Willst du quasseln oder vorbei kommen?“
Gretchen: „Bin ja schon unterwegs.“

Sie packt noch ein paar Sachen zusammen und verzieht sich aus dem Irrenhaus das eigentlich ihr zu Hause wäre.



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11.02.2009 15:12
#250 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Als Gretchen in Marcs Wohnung kommt ist alles still und die Fenster sind abgedunkelt. „Hallo?“ Doch keine Antwort. Sie stellt ihre Sachen ab und hängt ihre Jacke auf. Im Wohnzimmer so wie in der Küche ist niemand zu sehen also geht sie ins Schlafzimmer. Sie öffnet vorsichtig die Türe.
Kaum hat sie einen Fuss in den Raum gestellt verbindet ihr jemand die Augen. „Was soll das?“
„Scht. Einfach still sein und geniesen.“ flüstert Marc hinter ihr, zieht sie zu sich hin und küsst sie. Danach zieht er sie in Richtung Bett, das vermutet sie auf jedenfall den seit dem Kuss, ist sie orientierungslos.

Ein paar Stunden später der Oberarzt ist eingeschlafen und sie schleicht sich aus dem Bett.
Im Wohnzimmer setzt sie sich aufs Sofa und schreibt mal wieder in ihr Tagebuch.

Marc sieht so was von süss aus wenn er schläft. Aber noch niedlicher sieht es aus wenn seine Hände ans Bett gefesselt sind. Muss zugeben war meine Idee. Aber er hat mich zuerst.
Ganz am Anfang hat er mir die Augen verbunden und mich zum Bett geführt. „Ich soll geniesen.“
Und wie ich es genossen habe. Langsam hat er mich ausgezogen und mich geküsst. Was er sonst noch alles mit mir angestellt hat schreib ich besser nicht. Mir wird nur schon beim Gedanken daran wieder ganz heiss. Was ist bloss aus dem ich will nur einwenig schlafen geworden.
In 2 Stunden haben wir Nachdienst und will da nicht einschlafen. Bin sonst schon die ganze Zeit immer müde. Das muss an der Schwangerschaft liegen. Seltsam, man sieht noch nichts und wird auch noch in ein paar Wochen noch nichts sehen. Aber es beeinflusst mich trotzdem.
Sei es eben mit der Müdigkeit, Übelkeit, die ich leider nur zum Teil im Griff habe, oder meinen kleinen Fressattacken. Wirklich lustig ist das es mir momentan Bananen so angetan haben.
Fehlt nur noch das Marc zu mir Äffchen sagt.
So versuche jetzt auch noch einwenig zu schlafen. Vielleicht werde ich Marc sogar wieder los binden. Mal sehn. Wenn er immer noch so knuffig aussieht dann eher nicht.



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