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Dieses Thema hat 326 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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Gretchen81 Offline

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02.03.2009 18:57
#301 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
So hab jetzt auch noch ein paar Sachen für das zukünftige Kinderzimmerausgesucht. Jetzt muss ich das nur noch hier her bringen. Werde das alleine wohl nicht schaffen. Also muss ich jetzt entweder Marc anbetteln oder meine Mutter fragen. Ich bettle lieber Marc an als mir meine Mutter freiwillig anzutun.
Wollte gerade Marc fragen als es an der Türe geklingelt hat. Bin beinahe aus den Latschen gekippt. Vor mir Stand Elke. „Mein Gott haben sie noch nie was von Mode gehört. Oder muss man auch in der Schwangerschaft aussehen wie ein Kartoffelsack?“ Ich weiss jetzt wieder warum ich dieses Flachbrüstige etwas nicht mag. Was erwartet die Frau eigentlich. Es ist halb 10 Uhr abends und eigentlich wollte ich gerade ins Bett. Hätte ich vielleicht perfekt im schwarzen Kleinen an die Türe gemusst? Fands dann besser Marc zu rufen: „Marc deine Mutter!“ Der war etwas erstaunt über den Besuch seiner Mutter jedoch hat er sich auch gefreut. Versteh ihn in der Beziehung nicht wirklich. Sie behandelt ihn wie den letzten Dreck und er sieht immer noch zu ihr auf. Gut die Frau hat ihn unterschmerzen geboren, oder er war ein Kaiserschnitt, könnte ich mir gut vorstellen. Aber mehr hat sie für ihn nicht gemacht ausser ihn zu einem egoistischen und Frauen benutzenden etwas zu machen. Bin ich froh das er sich ein kleinwenig verändert hat.
Was hat mein Vater an der bloss gefunden oder Marcs Vater. Ich verstehe die Männer nicht.
Muss meiner Tochter später dringend erklären das sie die Finger von Männern lassen soll die emotional zu sehr an ihren Müttern hängen.
Jetzt weiss ich was diese, wie sagte sie schön „Erfolgsautorin“, pah, von Marc wollte. Sie hat ihm Angebot ihre Beziehungen spielen zu lassen damit unser Kind in einen begabten Kindergarten kommt. „Mein Gott das Kind ist noch nicht mal auf der Welt und sie wollen hier schon vom Kinderkarten und Schule anfangen!?“ Gerade als ich sie einfach stehen lassen wollte und ins Schlafzimmer ging, sagte sie etwas was mir den Kragenplatzen liess. „Ach, ich hab vergessen das arme Kind könnte ja auch ihre Gene geerbt haben. Das wäre natürlich schade. Dann könnte man die Intelligenzförderung allerdings vergessen.“ Zuerst hat Marc noch gegrinst aber als ich zum gegen schlag ausgeholt habe war er plötzlich still. „Wissen sie was? Gott sei dank hat ihr Sohn mehr von seinem Vater geerbt als von ihnen sie, Zicke. Und jetzt raus hier. Und wagen sie es nicht noch mal hier mitten in der Nacht aufzukreuzen und mich oder mein Kind zu beleidigen.“
Vielleicht war es ja ein Fehler die Frau so raus zu schmeissen. Aber in dem Moment hab ich einfach nicht nachgedacht. Ich war wie eine Löwin die ihr Kind verteidigt.
Ich hab mich dann erschöpft auf Sofa fallen gelassen. Eigentlich dachte ich Marc würde mir jetzt sagen dass ich das nicht hätte tun sollen. Doch er schwieg eine ganze weile.
Bis er plötzlich aufstand und meinte: „Was hältst du davon wenn ich mein Büro einen Stock höher einrichte. Dann wäre berufliches und privates getrennt.“ He, wie kommt er jetzt auf sein Büro? „Ja, okay.“
Kann das sein das Marc Meier noch immer nicht über den Tod seines Vaters hinweg ist?
Fand die Situation seltsam. Eigentlich reden wir miteinander aber in dem Moment wusste ich nicht wie ich ihn darauf ansprechen sollte. Darum hab ich ihm einen kurzen Kuss auf die Wange gegeben und bin dann ins Bett.



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Gretchen81 Offline

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03.03.2009 10:23
#302 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Ich habe keine Ahnung wann Marc ins Bett gekommen ist. Auf jedenfall war es wohl spät. Denn heute Morgen hab ich ihn beinahe nicht wach gekriegt. Dabei hatten wir Frühschicht und er ist sonst immer die Pünktlichkeit in Person. Aber meine Fresse hatte der ne miese Laune als ich ihm die Bettdecke weggezogen habe. „Hasenzahn verdammt lass mich schlafen.“ So, so mein Lieber. Bin dann ins Bad gegangen und hab dort einen Lappen mit kaltem Wasser getränkt.
Im Schlafzimmer hab ich ihm noch eine Chance gegeben: „Stehst du jetzt auf oder nicht?“
Es kam nur ein motzen. Darauf hin hab ich den triefenden Lappen genommen und ihm mit schmackes direkt ins Gesicht geworfen und bin so schnell wie möglich aus dem Zimmer geflüchtet weil ich mir schon denken konnte das er jetzt definitiv wach ist.
Die Methode hat schon als Kind bei Jochen gewirkt warum auch nicht bei einem maulenden Chefarzt. „Sag mal bist du jetzt bekloppt?“ „Nö, warum. Du bist doch jetzt wach oder?“
Er hat mich nur Fassungslos angesehen und gemeint das es ein Nachspiel haben würde: „Du weißt nicht wann oder wo. Aber du wirst es büssen.“
Konnte mir ein grinsen nicht verkneifen, genau die gleichen Worte hat mein kleiner Bruder mir auch immer an den Kopf geworfen. Und seine Rache war ein Witz. Obwohl bei Marc muss ich da wohl eher aufpassen, der ist eindeutig einfallsreicher.



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Gretchen81 Offline

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03.03.2009 11:33
#303 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Seltsam ich hab den ganzen Tag darauf gewartet das irgendwas passiert aber nichts. Und ich glaube nicht dass es Marc vergessen hat. Aber der führt definitiv was im Schilde. Nun ja mal abwarten. Der Streich kann ja nicht also schlimm werden. Hab ihn dafür dazu gebracht das er heute mit mir ins Möbelgeschäft fährt. Werde die Möbel erstmal bestellen und dann anliefern lassen. Ich hab da schlechte Erfahrungen gemacht mit Chirurgen und Möbel zusammenbauen.
Mein Vater wollte mal ein einfaches Ikea Möbel zusammenbauen und das artete in einem grossen Chaos aus. Besser ich lass es gleich liefern und montieren.

Schande, ich hab die Rechnung ohne Obermacho Meier gemacht. Haben uns auf ein Zimmerprogramm geeinigt in der Farbe hellgelb. Also Geschlechtsneutral. Alleine das war ne Aktion. Wir haben uns vor der Verkäuferin gestritten ob es für ein Mädchen in Rosa oder ein Junge in Blau geben soll. Als wir dann endlich den Kompromiss mit Gelb hatten war das nächste Thema die Lieferung. Die Möbel sind zum Teil Lager und könnten gleich mitgenommen werden. Ich also ganz locker: „Kein Problem liefern sie doch alles zusammen, so schnell muss das nicht gehen.“ Da hab ich die Rechnung ohne Marc gemacht. Er sah den Aufpreis und wollte diesen partout nicht bezahlen. „Wir nehmen das ganze mit. Ich schraub das dann schnell zu Hause zusammen. So als Entspannungstherapie.“ Ha, die gebrauch sicher ich danach.
Also gut, ich hab mich geschlagen gegeben. Aber der absolute Brüller war als er versuchte die Wickelkommode und das Gitterbettchen in sein Auto zu kriegen. Ich sag nur Tetris.
Mit offenem Dach und gewagter Transportsicherung hat er es dann doch geschafft. Und oh Wunder ich musste nicht laufen. Dachte echt schon ich muss den Bus nehmen.
Einer der Lageristen meinte nur: „Mein Gott, wie wollen sie den das alles in ihren Schlitten bringen.“ Als wir vom Hof gefahren sind hab ich noch gehört wie der gleiche meinte: „Na prost, das arme Kind darf dann sicher auch nur mit offenem Dach transportiert werden. Oder wo soll da ein Kinderwagen hin.“ Wo er recht hat, hat er recht. Aber das darf ich Marc nicht sagen.
Auch nicht das er einen kleinen Kratzer beim Ausladen gemacht hat. Sonst hängt der Haussegen definitiv schräg.



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Gretchen81 Offline

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03.03.2009 14:15
#304 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Jetzt weiss ich wie Marc sich an mir gerecht hat. Er hat das heisse Wasser abgedreht als ich heute Morgen unter der Dusche war. Nach dem ich geschrieen habe wie am Spiess hat er grinsend den Kopf ins Bad gestreckt und meinte: „Na, jetzt wach.“
Der war eindeutig gemein. Aber auch lustig. Egal was ist ich kann ihm einfach nicht lange böse sein. Hab mir vor hin Gedanken gemacht, wann wir uns zum letzten Mal richtig gefetzt haben.
Wusste es nicht mehr. Klar Zicken wir einander an. Schliesslich sind wir beinahe rund um die Uhr zusammen. Was halt wirklich manchmal an den nerven zerrt. Vor allem muss ich noch daran arbeiten, nicht alles an mich ran zu lassen. Es gibt Patienten da können wir eben nicht mehr helfen und sie sterben uns unter den Händen weg. Ich könnte da immer noch schreien „Warum?“ Marc hingegeben ist völlig cool. Weil er aber merkt dass es mir nahe geht, lenkt er dann immer mich gleich ab und zieht mich nach draussen.
Nur ich hab dann meistens das Gesicht des Menschen nicht vergessen und ich träume immer und immer wieder davon. Das sind die Nächte ihnen denen ich hochschrecke und dabei jedes Mal Marc gleich mit reisse. Und der dann anfängt zu Maulen und motzen.
So werde mich jetzt hinter die Wickelkommode machen. Marc ist gerade mit seinem Büro einen Stockwerk höher beschäftigt, dann kann ich in aller ruhe schrauben.



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Gretchen81 Offline

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03.03.2009 14:49
#305 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
War ne ganz dumme Idee selber daran rum zu fummeln. Ich hab mir mit dem Hammer auf den Daumen geschlagen. Hab wohl das Handwerkertalent von meinem Vater geerbt. Marc kam runter gerannt um nach mir zusehen. Weil mein Aua anscheinend bis ein Stockwerk höher zu hören war. Als er mich auf dem Boden sitzen und all die Bauteile ringsum mich rum verteilt gesehen hat, konnte er nicht mehr anders und hat mich ausgelacht: „Kann ich dir irgendwie helfen?“
Also gut Marc ist nicht nur ein Gott im OP sondern auch im Heimwerken.
Was aber eindeutig ist das Werkzeug sexy macht. Fands extrem faszinierend ihm zu zusehen.
Bis es dann an der Türe geklingelt hat. Wer stand da.
Meine Eltern mit einem riesen grossen Paket. Hätte am liebsten die Türe gleich wieder zu geschmiessen. Bin leider aber zu gut erzogen. Also hab ich sie rein gelassen.
Meine Mutter dirigierte meinen Vater samt Paket durch die Wohnung bis zu dem für sie richtigen Ort. Dann erst durfte ich das Ding öffnen. „Wow, ein Schaukelstuhl.“ War das einzige was ich rausbekommen habe. „Es ist der von Oma. Ich hab ihn aufbereiten lassen.“ Als Marc endlich aus dem zukünftigen Kinderzimmer raus gekommen ist sass ich schon selig grinsend auf dem Stuhl den ich schon als Kind so geliebt habe. Aber die Ruhe war nicht für lange.
Kaum hatte meine Mutter den Tisch gesehen musste sie auch wieder rum nerven: „Wieso den um Himmelswillen gelb? Blau ist doch für einen Jungen viel schöner.“
Ich hasse diese Diskussion über Mädchen/Junge. Mein Vater hat sich dann nach einer halben Stunde auch dazu geäussert: „Ach, kommt schon. Hauptsache es ist gesund, das
Geschlecht ist doch egal.“ Die anderen waren plötzlich ganz still und nickten nur.
Mein Vater der Friedensstifter.



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Gretchen81 Offline

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04.03.2009 08:38
#306 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
30. Schwangerschaftswoche:

Die letzten Wochen waren etwas stressig. Darum bin ich einfach nicht dazu gekommen alle meine Gedanken festzuhalten. Wird das jetzt alles in Kurzform zusammenfassen.
Meine Facharztprüfung ist durch und ich warte im Moment nur noch auf das Ergebnis.
Aber wie ich die Prüfung abgelegt habe war vielleicht ne Geschichte.
Eine Woche vor der Prüfung meinte mein Vater, dass es vielleicht nach Übervorteilung aussehe wenn Marc und ich weiterhin zusammenarbeiten. Denn die praktische Prüfung wird ohne Voranmeldung während der Arbeit passieren und die Beurteilung erfolgt durch den jeweiligen Oberarzt oder eben Chefarzt. Also bin ich im Moment im Team von Chris. Was Marc überhaupt nicht passt. Der beobachtet ihn auf Schritt und Tritt. Zu dem hat Mehdi meinen Vater den Floh ins Ohr gesetzt das ich Arbeitstechnisch kürzer Treten soll. „Keine Nachtschichten mehr und keine zu lange OPs.“ Wie soll ich den so was lernen? Musste mich dann geschlagen geben.
Was will man den schon gross ausrichten wenn einem der Vater, Ehemann und auch noch der Frauenarzt sagen das man kürzer treten soll. Dafür hatte ich noch etwas zeit für meine Abschlussarbeit und das war auch bitter nötig.
Ach ja, es gibt auch Neuigkeiten von Steffi. Sie hat zu ihrer alten Frische zurück gefunden.
Als wir neulich in der Cafeteria sassen kamen ein paar Kolleginnen von ihr an den Tisch und wollten wissen ob sie dann wisse wann es so weit sei. Steffi lächelte sie freundlich an: „Das werdet ihr dann schon früh genug erfahren. Spätestens wenn oben unten ein Kopf ist.“ Die Frauen wurden knall rot und wollten sich verdrücken als Steffi nochmals einen Draufsetzte: „Und wenn ihr scharf seit auf meine Stelle. Vergesst es. Ich bin schneller wieder zurück als ihr eure Fingernägel abknabbern könnt. Oder warum glaubt ihr hats hier einen Kinderhort.“
In dem Moment war mir klar das auch ich kein Problem habe nachher wieder zu Arbeiten.
Gut, vielleicht sollten wir wirklich über eine Putzfrau nachdenken weil Kind, Arbeit und Haushalt etwas arg viel sind.



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Gretchen81 Offline

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04.03.2009 10:03
#307 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
Die schriftliche Prüfung war seltsamerweise sehr einfach. 45 Minuten hatten wir Zeit. Nur war ich schon nach einer viertel Stunde fertig und wusste nicht so recht ob ich jetzt abgeben soll oder nicht. Ich hab dann schnell unauffällig meinen Blick schweifen lassen. Alle anderen hatten Schweissperlen auf der Stirn und sahen sehr verzweifelt aus.
Konnte mir beim besten willen nicht vorstellen was für die so schwer war. Es wurden alles Dinge gefragt die man bei der Arbeit immer wieder hat. Und da sollte man doch wirklich nicht lange zweifeln was das richtige ist. Bin dann einfach auf gestanden und hab meinen Zettel abgeben.
Der Professor der die Aufsicht hatte sah mich von oben bis unten an. „Sind sie sich sicher Frau Dr. Meier-Haase?“ Warum sollte ich mir nicht sicher sein…
Die Gewissensbisse kamen erst als ich die Türe hinter mir geschlossen habe. War mir plötzlich nicht mehr so sicher ob ich das mit der Koronalartherie richtig beschrieben habe oder nicht.
Es war wieder wie bei der Abiprüfung, schon da war ich die erste die ihre Arbeit abgeben hat.
Und wie da wurde mir nach der Prüfung plötzlich speiübel. Der Hausmeister wird’s mir danken dass ich nicht wie damals auf den Boden gespuckt habe, sondern in den Mülleimer.
Das mulmige Gefühl ist bis heute noch da. Warum haben die so verdammt lange die Prüfungsergebnisse auszuarbeiten.
Bei der mündlichen Prüfung war mein Vater anwesend. Jedoch hielt er sich im Hintergrund und hat kein Wort gesagt. Hab immer versucht in seinen Augen zu lesen, ob ich alles richtig erzählt habe. Aber er war wie ein Buch mit sieben Siegeln.
Was die praktische Prüfung angeht. Ich hab keine Ahnung wann die war. Keiner hat ein Wort gesagt. Ich dachte ja eigentlich Chris sei ein Freund und würde mir nachher einen Tipp geben. Aber Fehlanzeige. Dank Marcs einschüchternden Blicks getraute der sich noch nicht mal einen pieps zu sagen. Na, herzlichen Dank.



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Gretchen81 Offline

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04.03.2009 11:59
#308 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Bin vorhin beinahe in Ohnmacht gefallen als ich die Wohnungstüre aufgemacht habe.
Ich wurde mit Luftschlangen, Konfetti und einem grossen Schild mit der Aufschrift
„Herzlichen Glückwunsch zur bestanden Prüfung“ empfangen.
So eine dämliche Idee wie eine Überraschungsparty konnte nur meiner Mutter einfallen.
Sie weiss genau dass ich solche Sachen hasse, aber tuts genau gleich.
Ein gutes hat das ganze aber trotzdem. Ich weiss das ich die Prüfung bestanden habe und sogar mit einem Hervorragend. Dafür dass ich vor ein paar Wochen noch dachte ich schaffe es nicht, ist das keine schlechte Leistung. Und ich darf stolz auf mich sein.
Sogar mein Brüderchen hat mir gratuliert. Ein paar Stunden nach dem er mir gratuliert hat hab ich ihn Sturzhagel voll gesehen wie er an Schwester Sabine rumgebaggert hat. Oh je. Kann ich da nur sagen. Sollte ich ihm vielleicht die Geschichte mit Dr. Fuchs erzählen.
Ach, nö. Der ist erwachsen genug und kann seine eigenen Erfahrungen machen.
Bin doch nicht für ihn und seinen Hormonhaushalt verantwortlich.
Apropos Hormonhaushalt. Steffi hat mir gesteckt dass sie jetzt weiss was es gibt. Jedoch hat sie es ausser mir noch niemandem erzählt. Es gibt ein Mädchen. Ich freu mich ja so für sie.



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Gretchen81 Offline

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04.03.2009 13:44
#309 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Marc und ich hatten gerade ein Wortgefecht beim Aufräumen des Schlachtfeldes. Beim nächsten Mal darf meine Mutter auch putzen wenn sie schon so eine Party veranstaltet.
Aber zurück zu unserem kleinen Streit. Der übrigens dazu führte das Marc Bekanntschaft mit dem Sofa machen durfte. Tut dem auch mal gut.
Ich dachte wenn wir ja schon beim Putzen sind frag ich den Mal wie er zu dem Thema Putzfrau steht. Am Anfang war das alles noch ganz Klar. Er wäre sogar für eine Haushälterin. So das ich entlastet sei. Ist doch süss von ihm er denkt an mich. Dachte ich da noch.
Aber als ich dann so meinte es könnte ja auch ein Mann sein, man dürfe nicht mehr so in Klischees denken. War der Teufel los. „Hast du einen an der Klatsche ich will doch nicht wenn ich nach Hause komme einen Mann durchs Haus tanzen sehen.“ „Was willst du den eine junge, sexy Putze oder was?“ Als er darauf nichts zur Antwort gab und ich ihm ansehen konnte dass er den Gedanken verlockend fand, bin ich ausgerastet. „Ach so hat sich das der Herr vorgestellt. Er vergnügt sich mit der Haushaltshilfe und ich fette Kuh darf zum Kind sehen. Ne, ne, mein lieber ohne mich.“ Bin dann ins Schlafzimmer gestürmt und er hinter mir nach. Hab nur noch ein „Aua“ gehört als ich die Türe zugeschlagen habe.
Klar hab ich übertrieben reagiert den eigentlich hab ich vertrauen zu ihm. Aber man liest doch genug in der Presse dass der oder dieser wieder eine Affäre mit seiner Haushaltsangestellten hat. Da hol ich mir sicher keine solche Perle ins Haus, Vertrauen hin oder her.
Er hats bis vor ein paar Minuten immer wieder probiert mit entschuldigen: „Schatz komm schon. Ich hab das nicht so gemeint. Es tut mir leid.“
Aber nicht mit mir. Heute schläft der brav auf dem Sofa oder wo er will. Kann ja auch auf dem Boden pennen. Mir schnurz.



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Gretchen81 Offline

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04.03.2009 15:00
#310 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

So ein verfluchter … Mein kleines mag es wohl nicht wenn ich streit habe mit seinem Vater.
Hab plötzlich Wehen bekommen. Am Anfang dachte ich noch das wird schon wieder aufhören. Schliesslich war es nicht das erste Mal das ich einen Ziehenden Schmerz im Unterleib hatte. Hab nur niemandem was gesagt. Weil ich es als Normal abgetan habe. Aber als er nach einer gefühlten Ewigkeit noch da war, hab selbst ich Angst bekommen.
Bin dann also beinahe auf allen vieren raus ins Wohnzimmer und hab Marc geweckt.
Der ist hoch geschreckt wie von einer Biene gestochen als ich ihm gesagt habe dass ich wehen hätte. „Was jetzt schon?“ Er rannte wie wild durchs ganze Haus und fand einfach seine Autoschlüssel nicht. Hab ihm dann meine zugeworfen und ihm befohlen die klappe zu Halten und zu fahren. Auf der Fahrt zum Krankenhaus war er dann still und hat mir immer wieder einen Hilfesuchenden Blick zu geworfen. Als wir endlich in der Notaufnahme angekommen sind hatten sich die Wehen gelegt. Und wenn es nach mir gegangen wäre dann wäre ich jetzt wieder zu Hause in meinem Bett. Nach dem Mehdi festgestellt hat das sich das Kind zwar gedreht hat aber der Muttermund noch fest verschlossen sei, meinte er ob ich das schon mal hatte. Hab dann zögerlich genickt. Marc hat mich nur entsetzt angesehen. „Warum sagst du mir das nicht?“ Flüsterte mir zu und ich hab nur mit den Schultern gezuckt.
Da ich das nicht zum ersten Mal hatte und er mich ja schon gewarnt hat. „Aufregung ist gift für dich und das Kind“ Liege ich hier jetzt auf diesem doofen Bett in der Gyn und hänge an einem Wehenmonitor. Als Mehdi uns dann alleine gelassen hat meinte Marc Kleinlaut „Entschuldige dass ich mit dir gestritten habe. Ich wollte das nicht.“
Ich kann diesem Idioten einfach nicht lange böse sein. Egal was er angestellt hat.
„Du bist ein Arsch. Aber ich liebe dich.“ Hab ihn dann zu mir hin gezogen und ihn geküsst.
Scheinbar hat das unserem nach wuchs gefallen den es hat gestrampelt. So das man sogar den kleinen Fuss sehen konnte. Wir mussten lachen. Obwohl das hat auch ganz schön weh getan.



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Gretchen81 Offline

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04.03.2009 16:57
#311 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
Mir reichts ich will hier raus. Ich dreh noch durch jeder will nur das Beste für mich.
Aber wenn die hier so weiter machen dann müssen die mich bald in eine Gummizelle stecken.
Meine Mutter ist mit einem riesen Plüschtier in mein Zimmer gerannt und wollte ihr Enkelkind sehen. Hatte wirklich mühe ihr zu erklären das es falscher Alarm war. Papa und Marc kann man in einen Tüte stecken die wechseln sich ab. Alle paar Minuten sieht einer der beiden nach mir.
Und da meint Mehdi noch ich könne mich hier am besten entspannen. Von wegen.
Dafür hab ich gleich noch mal einen Ultraschall ich hoffe darauf kann man endlich sehen was mir die ganze Zeit in die Niere boxt. So langsam befürchte ich ja auch aus das es ein kleiner Ballack wird so wie das kleine mit seinen Füssen mich traktiert. Am ruhigsten ist es tatsächlich wenn Marc da ist und spricht. Als würde es seine Stimme erkennen.
Steffi hat mir eine Zeitschrift gebracht und gemeint sie könne verstehen wie es mir gerade geht.
Von wegen wie den. Ihre Tochter hält sich ja schön an den Plan von Mutter natur und macht keine anstallten früher auf die Welt zu wollen.

So jetzt entlass ich mich definitiv selber. Jochen hat mir gerade vorgeheult, das er sich an die letzte Nacht nicht mehr erinnern kann. Und er schlimmstes befürchtet da er in Sabines Armen aufgewacht ist. So kann man sich doch nicht ausruhen, soll ich für ihn jetzt Sabine ausquetschen oder was. Das fehlte mir gerade noch. Der soll schön selber raus finden was er alles mit der guten Sabine angestellt hat. Vor allem will ich das gar nicht wissen. Es schüttelt mich ja nur schon beim Gedanken daran.



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06.03.2009 10:53
#312 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Komme gerade vom Ultraschall wieder. Ich weiss jetzt was es wird.
Mehdi musste mir aber versprechen das er es sonst niemandem erzählt das behalte ich auch noch eine Weile für mich.
Jetzt hat mich übrigens auch noch Sabine besucht. Am besten die bauen bei meinem Zimmer ne Drehtüre ein. Komm mir ja eh schon vor wie auf dem Bahnhof. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Zu Sabine. Sie kann sich an die letzte Nacht noch sehr genau erinnern. Nur ich wollte es doch nicht hören was sie alles mit meinem kleinen Bruder angestellt hat. Wirklich nicht.
Die Krankenschwester war leider aber nicht mehr zu stoppen. „Wir hatten Sex im Stehen, im Sitzen mit ihm oben, mit ihm unten und auf der Seite. Es war genial und ich glaube ich hab mich verliebt.“ Was sagt man auf so was hin. Sorry, Jochen weiss noch nicht einmal mehr dass er stehen konnte? Oder sollte ich ihr etwas vorschwindeln.
Und vor allem wie werde ich sie am schnellsten wieder los? Scheinbar gar nicht. Da ihr letztes Satz mich aus den Schuhen warf: „Wenn ich schwanger sein sollte, dann ist das ein Kind der Liebe.“ Oh, mein Gott…
Jochen war nicht nur geil und voll, er hatte auch nicht an Verhüttung gedacht. Das Sabine die Pille nicht nimmt war mir ja klar. Sie bringt ja schon die der Patienten durcheinander wie sollte sie dann selber immer eine Regelmässig nehmen. Jetzt ist es noch nicht zu spät für die Pille danach. Ich muss ihr die Wahrheit sagen. Schoss mir durch den Kopf. Sie war darauf hin kurz vor einem Kolossalen Heulkrampf. Himmel hätte ich sie den ins ungewissen rennen lassen sollen.
War in dem Moment wirklich dankbar das Marc mal wieder dran war mit vorbei schauen. Er sah das ich fertig war mit den Nerven und hat Sabine kurzer Hand hochkantig aus meinem Zimmer geschmissen.



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06.03.2009 13:23
#313 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Endlich konnte ich Marc und Mehdi davon überzeugen dass es mir soweit gut ginge. Darum bin ich jetzt wieder in meinen eigenen vier Wänden. Marc hat seine Mutter darauf angesetzt eine Haushaltshilfe zu suchen und die hat ihrer seits den Auftrag weiter geleitet an ihre Assistentin.
Wahnsinn die Frau hat eine Assistentin und eine Haushaltshilfe. Das nennt man wohl Organisation. Fange jetzt nicht an darüber nach zu denken was sie vielleicht sonst noch an zetteln könnte. Den Marc hat mir hoch und heilig versprochen dass seine Mutter sich nicht in die Erziehung unseres Kindes einmischt. Bin ja auch froh wenn unser Spatz dann mit beiden Omis zu tun hat. Ich kenne ja nur eine und die war immer etwas seltsam. Aber egal.
Ich schalte gleich den Fernseher an und mache es mir mit etwas Saft und Chips gemütlich.
Nach 3 Stunden Berieselung durchs Fernsehen hab ich das Gefühl ich verblöde.
Gibt’s den heute kein Anständiges Nachmittagsprogramm mehr. Lauter Gerichtssendungen oder Dokus. Bei einer Doku musste ich gleich wieder an Sabine denken. Nur war das Mädchen 15 Jahre alt und da besteht noch die Hoffnung auf Besserung. Bei Sabine ist der Zug wirklich abgefahren. Werde mal versuchen etwas zum Essen zu brutzeln. Vielleicht ist mir dann nicht mehr langweilig.
Hilfe, werde zu meiner Mutter. Muss das ganz schnell ändern. Hab soeben die Küche auf Hochglanz gebracht. Die Vorhänge gewaschen und den Fussboden gebohnert.
Das war wohl auch nicht das was man unter ausruhen versteht. Aber ich kann das nicht.
Einfach nur rum liegen ist mir zu Öde. Rufe gleich mal Steffi an und frage sie was sie so macht.



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07.03.2009 08:22
#314 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

War vielleicht doch keine so gute Idee mit Steffi etwas zu unternehmen. Waren in der Stadt und als wir in einem Strassenkaffee etwas getrunken haben hielt plötzlich ein Wagen neben dem Gehsteig. Es war Marc der früher Schluss gemacht hatte und noch etwas besorgen wollte.
Was er genau in der Stadt wollte hat er mir aber nicht gesagt. Stadt dessen hat er mich in den Wagen gezogen und nach Hause gefahren. Glaube der war extrem sauer. Hat sich aber zusammen gerissen weil ich bei unserem letzten streit nachher wehen hatte.
Inzwischen hat er sich in sein Arbeitszimmer zurückgezogen und ich höre keinen ton von ihm.
Frage mich ja langsam wirklich was der so da oben treibt. Also eins ist sicher. Er ist alleine.
Weil wenn jemand mit ihm da oben wäre würde es man hören.
Man hat nämlich auch immer Hennes gehört wenn er auf und abgelaufen ist und seine Rollen geübt hat. Und natürlich hat man auch seine „Freunde“ gehört. Ich schreibe mit Absicht Freunde. Weil so etwas wie einen Festenfreund hatte er nie. Wollte er auch nicht, wie er mir einmal bestätige sei ihm eine Beziehung zu anstrengend. Kenne andere die waren der gleichen Meinung und die haben inzwischen Familie und erwarten bald ihr erstes Kind.
Ich hätte das nie gekonnt. Fand ja schon alleine die Dreiecksbeziehung zwischen Alex, Marc und mir seltsam. Obwohl die nicht gewollt war, konnte man dem als Beziehung sagen.
So jetzt reichts. Ich geh nach oben und sehe mir an was der so treibt. So viel Aktenkram hat noch nicht einmal mein Vater!



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08.03.2009 14:00
#315 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Als ich die Zimmertüre aufstiess sah ich Marc über den Akten schlafend. Er sah zum rein beissen süss aus. Bin dann leise zu ihm hin geschlichen und hab mir die Akten genauer angesehen.
Wusste ja das Marc immer einen Bogen um den Papier kram gemacht hat. Aber das er das alles jetzt nachholt ist mir neu. Da lagen Patientenakten aus den Jahren 2004-2006. Die alle noch überarbeitet werden mussten. Darum also war er die letzten Tage und Wochen immer hier oben und hat gearbeitet. Auf einem Stapel hab ich dann noch etwas anderes gefunden. Und zwar Unterlagen übereine Lebensversicherung. Als Begünstigte bin ich eingetragen. Was soll das? Ist er Krank oder hat er Angst das ihm etwas passieren könnte? Nein, bloss nicht. Jetzt wo es uns gerade so gut geht. Ich will gar nicht daran denken. Hab darum alles ganz schnell wieder an Ort und Stelle gelegt und wollte mich aus dem Staub machen. Nur dumm das mein Bauch an ein paar Büchern hängen geblieben ist. Und krachend zu Boden fiel. Marc schreckte hoch und sah mich erstaunt an. „Was machst du den hier?“ Ich sah etwas verlegen auf meine Finger und stotterte das ich mir sorgen gemacht hätte. „Was dachtest du was ich hier oben mache? Einen Porno drehen?“ Was denkt der eigentlich von mir? Hab ihm die Wahrheit gesagt und ihn bei der Gelegenheit gleich darauf angesprochen dass ich die Lebensversicherung gesehen habe.
Dachte schon jetzt wird er gleich sauer und stempelt mich als Eifersüchtige Schnüfflerin ab. Aber nichts da. Er zog mich zu sich hin und strich mit seiner über meinen Bauch. Dann fing er an zu erklären: „Du weißt das mein Vater gestorben ist als ich noch klein war. Und meine Mutter musste von da an für uns alleine Sorgen und ich möchte nicht dass dir und unserem kleinen das Selbe passiert. Darum regle ich möglichst alles so früh wie möglich. So das du abgesichert bist.“ Ich war zu tränen gerührt. Nur erklärte das nicht warum er plötzlich den verhassten Papierkram machte. „Was den Aktenkram angeht hat mir dein Vater ins Gewissen geredet. Da wir in einer Woche Revision haben müssen bis dann alle alten Versicherungsunterlagen als erledigt abgelegt sein. Mir bleibt also nichts anderes übrig als die halbe Nacht hier oben zu verbringen.“ Sein lächeln liess mich schmelzen. Ich nahm den zweiten Stuhl setzte mich neben ihn und erklärte ihm das er ab sofort eine Hilfe hätte. Auf seine Frage warum ich das alles machte erklärte ich ihm: „In guten wie in schlechten Zeiten. Und so sehe ich dich wenigstens noch.“
Muss ja ehrlich sein. Für den Anfang haben wir dann gleich mal die Akten vergessen. Es ist zwar ungemütlich auf dem alten Sofa aber irgendwann vergisst man das ganz schnell was um einem herum ist und ist nur noch für den Moment da. Und das war so ein Moment.
Küssend überfielen wir uns gegenseitig.
Irgendwann später haben wir dann noch den Papierkram erledigt.
Hätte irgendwer mir vor 10 Jahren gesagt was aus Marc und mir einmal wird hätte ich ihn für Dumm erklärt. Vor allem aber hätte ich nie geglaubt, dass in ihm so ein Verantwortungsbewusster Mensch steckt. Dachte immer er ist ein grosses Kind, dem das drum herum egal ist.
So kann man sich eben täuschen.



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09.03.2009 09:17
#316 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

34. Alles hat mal ein Ende

Ein klingeln reisst beide aus dem Schlaf. „Verdammt wer ruft den bitte um die Uhrzeit an?“ Flucht Marc als er auf steht und das Telefon sucht. Als er abnimmt ist sein Bester Freund am anderen Ende der Leitung und kann kaum sprechen. Der Arzt versucht ihn erstmal zu beruhigen. „Jetzt mal langsam was ist geplatzt und wo willst du hin?“ David atmet noch einmal tief ein und versucht seine Worte etwas zu sammeln. Aber es gelingt ihm nicht. Die Worte sprudeln einfach so aus ihm heraus und sein Gesprächspartner versteht kein Wort. Steffi reichts sie reisst ihm das Telefon aus der Hand: „Marc, kannst du Gretchen sagen. Das wir unterwegs sind ins Krankenhaus. Sie weiss dann schon was zu tun ist.“
Sie legt auf und Marc steht wie angewurzelt im Türrahmen und sieht zu Gretchen. Erst jetzt wird ihm bewusst wie nah auch Gretchen am Geburtstermin ist. Und ihm wird ganz anders.
In seinem Kopf fängt es an zu rotieren ob er auch wirklich alles vorbereitet hat. Die junge Ärztin holt ihn aus seinen Gedanken: „War das Steffi und David?“ Leise sagt er ja und legt den Hörer wieder auf seine Stelle. „Und was hat sie gesagt? (Muss man ihm denn alles aus der Nase ziehen?)“ Er sieht sie an: „Ich soll dir sagen sie seien unterwegs ins Krankenhaus. Du wüsstest was das heisst.“ (Ja, klar weiss ich was das heisst. Dafür sorgen dass David nicht umkippt und meine Mutter möglichst lange fernhalten vom Kreissaal.)



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Gretchen81 Offline

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09.03.2009 10:54
#317 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Schnell steht Gretchen auf und zieht sich an. Indessen gibt sie Marc die Anweisung den Koffer im Gästezimmer aus dem Schrank zu holen. Er versteht nicht recht was sie den jetzt mit dem Ding will. „Das ist Steffis Koffer. Den hat sie hier deponiert weil sie genau wusste das David den ohne hin vergisst.“ Der Chirurg ist erstaunt über die Weitsicht der beiden Frauen und fragt kurzer Hand nach ob Steffi denn auch ihren Koffer hat. Gretchen geht auf ihn zu gibt ihn einen kurzen Kuss und lächelt ihn an: „Nein, meine Sachen sind schon seit einer Woche in meinem Schrank im Krankenhaus.“ „Vertraust du mir den überhaupt nicht?“ Gibt er ihr darauf hin zur Antwort. „Doch ich vertraue dir. Aber mir vertraue ich nicht. Wer weiss wie ich dann reagiere. Also lieber vorgesorgt.“ Er wusste nicht wieso aber er fühlte sich beleidigt. Warum glaubte Gretchen das sie alles alleine machen müsste. Er war doch schliesslich auch noch da und hätte den Koffer mit Sicherheit nicht vergessen. Der versuch ihm nichts anmerken zu lassen ging jedoch nach hinten los. Zu gut kennten die beiden sich inzwischen, so dass Gretchen ihm sofort ansieht das etwas nicht stimmte: „Entschuldige, ich hab immer das Gefühl das ich alles alleine Schaffen muss. Weiss nicht wieso? Aber sehen wirs so. Unser kleines kann uns noch so auf dem falschen Fuss erwischen wir sind immer vorbereitet.“ Mit diesen Worten gings sie aus der Wohnung raus zum Wagen und wenig später folgte ihr der junge Mann, mit einem immer noch mulmigen Gefühl das er sich einfach nicht erklären konnte.



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Gretchen81 Offline

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09.03.2009 11:12
#318 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Als sie wenige Minuten später im Elisabeth Krankenhaus ankommen sitzt auf einem Stuhl vor dem Kreissaal bereits David kreidebleich. Marc geht auf ihn zu und Gretchen zeigt an das sie zu ihrer Freundin in den Kreissaal geht. Er setzt sich auf den Stuhl neben seinen Freund. „Ich könnte mich täuschen aber du wolltest doch bei der Geburt dabei sein. Warum sitzt du den hier draussen?“ David versucht sich zusammen zu reissen, nicht das erste Mal für heute, und zu erklären warum er hier draussen so alleine sitzt: „Sie war so anders. Hat mich angeschrieen. Und da war Blut über all war Blut. „Du willst doch nicht wirklich sagen. Das du deine Frau mit schmerzen alleine da drin lassen willst? Kommt gar nicht in Frage du trinkst jetzt etwas und dann rein mit dir.“ Er drückte ihm einen Becher mit Wasser in die Hand und schob ihn regelrecht in den Raum wo seine Frau liegt.
Da er nun mehr oder weniger Arbeitslos war entschloss sich der Chirurg mal schnell auf seiner Station vorbei zu sehen. Kaum ist er dort angekommen wird er auch gleich von Sabine angesprochen: „Herr Doktor schön das sie da sind. Wir haben einen Unfall rein bekommen und wir sind total überlastet. Könnten sie sich nicht den Patienten in der Vier ansehen?“
Mit Leib und Seele Arzt zu sein bedeutet auch sich sofort einer Situation anzupassen und mitten in der Nacht Einsatz zu zeigen.
Während der Chefarzt sich um mehrere Patienten kümmert, kämpft Gretchen zusammen mit Mehdi um das Leben der kleinen Tochter ihrer besten Freundin. Denn das kleine hatte sich nicht gedreht und kam jetzt rückwärts zur Welt. Sie steckte schon beinahe zu lang im Geburtskanal. Ein Dammschnitt sollte mehr Platzschaffen. David der Abwechslungsweise Grün/weiss wurde hielt die Hand seiner Frau. So langsam hatte er die Befürchtung das er seine Hand wohl nie wieder bekommen würde. Denn Gefühl und Blut hatte er darin schon ein paar Minuten nicht mehr.
Er sieht seine Frau an, deren Tränen fliessen in Strömen vorlauter Schmerzen. Statt zu schreien fluchte sie nur zwischenzeitlich und war ansonsten bemerkenswert ruhig. Der werdende Vater machte sich vorwürfe. Schliesslich sieht er sich als schuldig für die Schmerzen die sie hat.



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Gretchen81 Offline

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09.03.2009 13:25
#319 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
Endlich. Ein Schrei löst die Anspannung die kleine ist auf der Welt und Gretchen ist erschöpft. Mehdi ist stolz auf ihre Hilfe. „Ich sage es immer wieder. Aus dir wäre auch eine verdammt gute Gynäkologin geworden.“ Sie winkt ab: „Die Chirurgie ist mein Gebiet. Will nicht immer mit der Weiblichen Psyche zu tun haben. Mir reicht da eigentlich schon meine eigene. Der Frauenarzt lächelt sie an und gibt der frischgebackenen Mama ihre kleine Tochter in die Arme.
Langsam kriegt auch David wieder Farbe ins Gesicht und zerschneidet stolz die Nabelschnur.
„Sie sieht aus wie ein zerknautschter Engel.“ Säuselt er als er seine Tochter vor sich sieht. Gretchen muss lachen. „Zerknautscht trifft es genau. Aber möchte dich sehen wenn du einen so anstrengenden Weg hinter dir hättest."
Danach verabschiedete sich von den dreien und machte sich auf nach draussen. Sie hat einfach nur noch das Verlangen nach frischer Luft. Mehdi folgte ihr. Er erwischte gerade noch den Aufzug in den sie einstieg. „Geht’s dir gut?“ Er sieht sie besorgt an. Gretchen nickt nur stumm.
„Etwas stimmt aber nicht mit dir. Ich seh es deiner Nasenspitze doch an.“ Etwas zögerlich blickt sie vom Boden hoch in seine braunen Augen. In denen sie mal versunken war. „Ich weiss es nicht was es ist. Aber ich hab so was wie einen Klops im Hals. Dachte vorhin wirklich die kleine schafft es nicht. Und dabei musste ich unwillkürlich daran denken dass ich da liegen könnte. So lange kann es bei mir nicht mehr dauern.“ Mehdi lächelt sie darauf hin an: „Das ist völlig normal. Komm lass uns einwenig spazieren gehen. Das bringt dich auf andere Gedanken.“



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09.03.2009 14:29
#320 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Nach einem Patienten Marathon hatte Marc endlich zeit auf der Gyn nach Gretchen zusehen. Jedoch war sie nicht zu finden, eine Schwester erklärte ihm dann das David und Steffi auf ihrem Zimmer seien. Also sah er dort nach seiner Frau.
Gretchen ist im Krankenhausgarten und zieht zusammen mit Mehdi ihre Runden. Er will sich mit ihr einwenig hinsetzen doch die junge Frau entgegnet ihm: „Ich kann nicht still sitzen ich muss mich bewegen.“ Etwas ungläubig sieht er sie an. Für einen kurzen Moment hielt sie jedoch inne.
Marc der den beiden frischgebackenen Eltern gratulierte, sieht sich die kleine, die in ihrem Bettchen tief und fest schlief, an. Er wollte zwar während der ganzen Schwangerschaft von Gretchen lieber einen Jungen. Aber als er die kleine so vor ihm liegen sieht, ist es ihm plötzlich egal was auf ihn zukommt. Er wusste nur eins.
Und zwar das sich ab dem Moment wo sein Kind auf der Welt wäre alles, aber auch wirklich alles ändern würde. Plötzlich hat er das Gefühl etwas stimmt nicht.
Gretchen weiss was dieses Ziehen im Unterleib andeutet. Denn schliesslich hatte sie schon Frühwehen gehabt. Langsam bewegte sie sich zur nächsten Bank im Park. Mehdi geht schnell zu ihr hin. „Wehen?“ Fragte er kurz und knappt und die junge Ärztin nickte kurz.
Indessen machte sich Marc ohne ein Wort zu sagen davon. Er hatte einfach das Gefühl das etwas nicht stimmte und er dringend zu Gretchen musste.
Mehdi redet beruhigend auf die junge Frau ein: „Ich hole dir einen Rollstuhl.“ Gretchen wollte ihm noch sagen das sie es auch so schaffe zurück ins Krankenhaus. Doch Mehdi ist schon weg.
Um sich den Schmerz besser wegzuatmen schliesst sie die Augen und atmet tief ein und wieder aus. Als sie die Augen öffnet steht Marc vor ihr im gleissenden Sonnenlicht.
„Kannst du Hilfe gebrauchen?“ Er zwinkerte ihr zu. Im Gegensatz zu David ist Marc die Ruhe selber. Er hilft ihr hoch und geht mit ihr zurück zur Klinik. Ein paar Mal müssen sie Pausieren da die Wehen schon recht zügig immer wieder kommen. Gerade als Mehdi mit dem Rollstuhl aus der Türe will kommen ihm die beiden entgegen. Gretchen lässt sich auf diesen Fallen. Im Untersuchungsraum stellt Mehdi beruhigt fest das der Muttermund sich zwar geöffnet hat aber noch einwenig zu wenig. „Es könnte noch etwas dauern wir haben erst ein paar Zentimeter und die Fruchtblase ist auch noch nicht geplatzt. Ich werde dir jetzt einen Wehenhemmer spritzen. Und dann warten wir ab. So oder so ist es immer noch einwenig zu früh für eure kleine.“



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09.03.2009 15:58
#321 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Marc denkt sich verhört zu haben. Hat er wirklich Kleine gehört. Ungläubig sieht er zu Gretchen. Die sieht etwas verlegen weg. „Weisst du etwas, was ich nicht weiss?“ Fragt er sie als der Gynäkologe aus der Türe ist. „Könnte sein?“ Gretchen versucht es mit einem unschuldigen Augenaufschlag. Doch der scheint nicht zu funktionieren Marc sieht sie immer noch mit dem gleichen Gesichtsausdruck an: „Du hast mir ja nie geglaubt das es ein Mädchen wird.“ Gibt sie dann patzig zur Antwort. Nun fängt er an zu grinsen. „Ja, stimmt auch wieder. Meinst du unsere kleine wird heute noch zur Welt kommen.“ Sie sieht runter zu ihrer Kugel und seufzt: „Keine Ahnung aber unser kleiner Wirbelwind wird uns sicher auch nachher auf trapp halten. Wie sie es jetzt schon macht.“
Nach einer weile kommt eine Schwester rein mit dem Wehenhemmer. Gretchen sieht zu Marc der inzwischen auf einem Stuhl eingeschlafen ist. Sie winkt gegenüber der Schwester ab: „Ich denke es ist nicht mehr nötig. Die Wehen haben von selbst aufgehört. Sie könnten mir besser helfen in dem sie mir mal aufhelfen.“ Die Schwester sieht sie etwas verwirrt an. „Aber der Herr Doktor hat gemeint.“ Gretchen schüttelt mit dem Kopf: „Und ich bin auch Arzt und ich weiss am besten was für mich und mein Kind gut ist.“ Die Schwester gibt klein bei und hilft Gretchen aus dem Bett und geht ohne die Infusion zu machen. Gretchen schleicht sich auf den Flur zum Snackautomaten. Sie hat Lust auf ein Stück Schokolade.



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09.03.2009 16:30
#322 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Langsam macht Marc die Augen auf und erschrickt im ersten Moment fürchterlich als er das Bett leer sieht. Doch die Türe öffnet sich und Gretchen kommt mit einem Riegel Schokolade rein.
„Sorry, hatte Hunger. Willst du auch etwas?“ Sie streckt ihm die Süssigkeit entgegen und Marc geht zu ihr hin und bricht sich ein Stück ab. „Das knacken der Schokolade hat jetzt aber seltsam geklungen.“ Gretchen sieht an sich runter. „Das war meine Fruchtblase.“ Jetzt wirkt der sonst coole Chefarzt überhaupt nicht mehr cool. Es wird ernst und er nervös. Er nimmt ihr die Schokolade weg weisst sie an wieder ins Bett zu gehen. Unterdessen drückt er den Notfallknopf.
Innerhalb weniger Minuten ist auch Mehdi wieder da und fragt was passiert ist. Als er beinahe auf dem Wasserfleck ausgerutscht ist versteht er sofort. „Anscheinend will sie nicht warten.“
4 Stunden später ist die Kleine auf der Welt. Alles ist glatt gegangen Gretchen ist zwar komplett fertig und auch Marc sieht nicht viel besser aus. Er meinte zwar am Anfang noch als die beiden in den Kreissaal gingen. Er würde garantiert nicht so blass wie David. Doch von dessen Gesichtsfarbe ist auch er nicht weit weg. Glücklich strahlen sie ihre kleine Tochter an.
Mehdi ist froh dass wenigstens hier mehr oder weniger alles nach Plan gelaufen ist. Nach einem kurzem zögern geht er auf den Chirurgen zu: „Ich gratuliere euch beiden.“ Er reicht Marc die Hand und dieser nimmt sie ohne zu zögern an.
Auf eigenen Wunsch hin wird Gretchen in das gleiche Zimmer wie Steffi verlegt. Die Staunt nicht schlecht als diese zusammen mit ihrer Tochter rein gefahren wird.
„Du machst mir wohl alles nach?“ Scherzt sie kurz und stützt sich dann im Bett auf um Gretchens kleine zusehen. „Ach Gott ist die süss, die Blonden Härchen und deine blauen Augen. Habt ihr den schon einen Namen?“ Fragt sie ihre Freundin. Diese schüttelt den Kopf: „Wir dachten doch wir hätten noch etwas Zeit. Und ihr wisst ihr?“ Stolz verkündet sie: „Lena Marie.“



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09.03.2009 18:20
#323 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Marc der später rein kommt geht geradewegs auf seine Familie zu: „Wer ist Lena Marie?“ Gretchen deutet auf das Bettchen neben ihrer Zimmergenossin: „Sie. Ist doch ein schöner Name oder? Ich weiss einfach nicht was für unsere Maus am besten ist.“ „Wie wärs mit Charlotte?“
Damit bricht eine hitzige Diskussion zwischen den beiden los. So das Steffi nur noch lachen kann.
„Charlotte? Spinnst du sicher nicht. Das klingt wie meine gehässige Tante. Wie wäre es mit Mia?“
Marc verdreht die Augen. „Mia Meier? Ne klingt nicht besonders. Johanna Klara.“ „Geht’s noch Grossmütterlicher. Der Vorschlag hätte auch von meiner Mutter sein können. Michelle?“ Er schüttelt den Kopf und Gretchen zählt weiter auf: „Leonie, Anna, Livia, Rebecca… Mensch Marc ich hab keine Namen mehr.“ Steffi räuspert sich: „Kann ich auch mal einen Vorschlag machen?“ Die beiden nicken kurz. „Sophia oder Luisa.“ Die beiden sehen sich fragend an.
„Ich weiss nicht so recht. Sophia? Naja, klingt zwar nicht schlecht.“
In die Namensfindung platzt dann auch noch Bärbel. Die wollte liebend gerne auch ein Wörtchen mitreden. Nur leider hatte ihr noch niemand gesagt das sie eine Enkeltochter statt eines Enkelsohns hat. „Wie wäre es den mit Hubertus oder Gustav?“ Gretchen sieht ihre Mutter mit entsetzen an: „Mama, also bitte. Erstens sind die Namen schrecklich und zweitens sind das Jungennamen und unsere kleine ist ein Mädchen.“
Bärbel steht auf und sieht in die Wiege. „Was es ist ein Mädchen. Aber ich dachte die ganze Zeit es wird ein Junge.“ „Ich wiederhole mich nur ungern, aber ich hab die ganze Zeit gesagt das es ein Mädchen wird. Und ich weiss jetzt den passenden Namen. Die Taufpatin hat mich auf die Idee gebracht. Sophia Luisa.“ Die kleine streckte sich genüsslich in ihrem Bett, darauf hin nimmt Marc sie raus auf den Arm. „Hallo Sophia, meine kleine.“



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09.03.2009 19:15
#324 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Ein paar Tage später können Gretchen und die keine Sophia Luisa nach Hause. Gretchen packt ihre Sachen zusammen und die kleine in ihr MaxiCosi. Sie will nicht warten bis Marc oben ist und geht darum mit der kleinen schon mal nach unten. Vor der Türe kann sie im Abholbereich nirgends Marcs Wagen entdecken. „Na, mein Spatz dein Papa lässt auf sich warten. Dann gehen wir besser wieder rein.“ Sie dreht sich um und will wider rein gehen. In dem Moment hält ein Wagen hinter ihr. „Wo wollt ihr den hin?“ Gretchen dreht sich wieder um und staunt nicht schlecht. „Was ist denn das bitte sehr?“ Vor ihr steht ein schwarzer Kombi.

„Was meinst du? Ach, den Wagen. Ich dachte ich schaffe mir etwas an wo wir unsere Kleine nicht gleich aufs Dach binden müssen.“ Gretchen sieht ihn entsetzt an: „Bitte wie war das mit dem aufs Dach binden?“ Er grinst sie an und nimmt schon mal seine Tochter und macht sie im Auto fest. Dann geht er zurück zu Gretchen, diese sieht das Auto immer noch recht skeptisch an.
Er nimmt sie in die Arme und küsst sie. Danach steigen die beiden ein und fahren nach Hause.



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Gretchen81 Offline

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10.03.2009 08:09
#325 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Ein halbes Jahr später. Marc vergöttert seine Tochter und auch Gretchen. Ein Leben ohne sie ist für ihn undenkbar geworden. Wie besprochen steht bald die Kirchliche Hochzeit inkl. der Taufe von Sophia Luisa an. Gretchen geht bald wieder zur Arbeit und ist da auf dem Besten Weg Karriere zu machen. Was ihre Eltern nicht ganz ungern sehen. Franz zieht sich mehr und mehr aus dem Klinikalltag zurück. Am Tag der Hochzeit überrascht er Bärbel mit ein paar Flugtickets. Seine Frau versteht zu erst nicht recht, bis ihr Mann ihr erklärt: „Ich habe alles in die Wege geleitet. Wir werden unseren Ruhenstand geniessen und anfangen werden wir in Miami.“ Bärbel sieht ihn ungläubig an: „Ist das dein Ernst? Was wird den aus der Klinik?“
Er nimmt sie in den Arm: „Die Kinder schaffen das schon ohne uns.“

Als die Limousine mit Gretchen und Marc vor der Kirche vorfährt sind bereits alle Anwesenden in der Kirche. Ungeduldig helfen die beiden Trauzeugen David und Steffi dem Brautpaar aus dem Wagen. Die Kinder haben sie Bärbel und Franz anvertraut. Gretchen glaubt ja immer noch das es ein Fehler ist. Später während der Feier kümmert sich die Nanny um die kleinen. Bevor sie in die Kirche gehen hält Marc seine Braut noch mal kurz zurück.
„Ich will das du eines weißt.“ Sie sieht ihn Erwartungsvoll an und er fährt fort: „Egal was in der Zukunft alles passieren wird. Ich will das du weisst das ich dich Liebe, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde in meinem Leben.“ (Wow! Das war das erste Mal, dass er mir das Wortwörtlich gesagt hat.) Ihr rinnt eine Träne runter. Dann zieht er sie in die Kirche.
Ein raunen geht durch die Menge als sie die junge Ärztin erblicken. In ihrem Elfenbeinfarbenen Traumkleid sieht sie aus wie ein Engel der durch den Mittelgang schwebt.
Nach einer Bewegenden Messe fahren die Hochzeitsgäste schon mal vor ins Restaurant. Brautpaar und Trauzeugen werden noch zu einem Fototermin hinter der Kirche gebeten.
Nichts ahnend folgen die beiden ihren Freunden hinter die Kirche. Für das Fotoalbum haben sie sich Steffi und David etwas ganz besonderes Ausgedacht.
Hinter der Kirche steht ein Krankenwagen und noch ein paar andere Ärztliche Geräte.
Es entstehen witzige Fotos.
• Marc und Gretchen mit dem Krankenwagen
• Marc hört Gretchens Herz ab und umgekehrt
• Die beiden liefern sich ein Gefecht mit dem Skalpell
Aber auch die Standard Fotos dürfen nicht fehlen.



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