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Dieses Thema hat 326 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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Gretchen81 Offline

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17.02.2009 17:43
#276 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

31. Kapitel: Hilfe Chaos

Die Fragen ihrer Mutter gehen ihr auch an den nächsten Tagen nicht aus dem Kopf, zudem fühlt sie sich überfordert. Alle erwarten von ihr dass sie geregelt bekommt.
Der ganze Stress lastet schwer und schlafen konnte sie letzten Tage auch nie wirklich.
Was sich langsam immer mehr auch auf die Arbeit auswirkt. Sie ist unkonzentriert. Irgendwann wird es so schlimm, dass der Oberarzt eingreifen muss und sie an die Arbeit erinnert.
So langsam macht er sich sorgen um seine Verlobte. Denn so Chaotisch kennt er sie nicht.
Zu Hause beim gemeinsamen Abendessen spricht er sie darauf an.
„Was ist eigentlich mit dir los, du bist doch sonst nicht vergesslich und unkonsentriert?“
Gretchen tut so als wisse sie nicht was er meint, doch er lässt sich nicht davon abbringen. „Seit einer Woche wirkst du bei der Arbeit als wären deine Gedanken ganz an einem anderen Ort und zu Hause schweigst du. Raus mit der Sprache was ist passiert?“ Sie muss einsehen, dass sie besser redet. „Ich hab Angst dass wir alles überstürzen. Und das vor allem du das ganze mal bereust.“ Marc nimmt sie in den Arm: „Komm schon, warum sollte ich bereuen dich zu Heiraten Oder hast du etwa vor zu einer Psychopatin zu mutieren?“ Sie gibt ihm einen kleinen Stoss. „Hei, du willst dich doch nicht etwa mit mir anlegen.“ Er kitzelt sie und sie fängt an zu kichern.
Kaum hat er aufgehört wird Gretchen wieder nachdenklich: „Lass mich raten die Hochzeit ist nicht das einzige was dich bedrückt.“ „Ach, ich weiss auch nicht, meinen Facharzt soll ich in nicht einmal der hälfte der Zeit machen wie alle anderen. Dann unsere Hochzeit mir fehlt noch so vieles und wir haben immer noch das Terminproblem, welches wir immer noch nicht gelöst haben. Und zu guter letzt weiss ich nicht wie ich das nachher noch mit Baby alles schaffen soll.“
Marc wirkt vor soviel Ehrlichkeit beinahe erschlagen. Er versucht ihr Mut zumachen und etwas Stress zu nehmen. „Du brauchst deinen Facharzt nicht jetzt schon zu machen. Du hast alle Zeit der Welt. Und was das Standesamt angeht. Wir gehen morgen hin und klären das.“
Sie sieht ihn mit grossen Augen an. (Seit wann ist der so verständnisvoll.)
„Vielleicht hast du Recht was den Facharzt angeht. Kann den ja sonst auch noch nach der Geburt unseres kleinen machen. Danke.“ Sie gibt ihm einen Kuss und verschwindet dann im Schlafzimmer. Als Marc nach ein paar Minuten zu ihr geht schläft sie.



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Gretchen81 Offline

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18.02.2009 15:17
#277 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Nach der Frühschicht machen sich die beiden auf zum Standesamt um das Terminprogramm ein für alle mal zu klären. Vor ihnen ist eine riesen lange Schlange. „Ach ne. Nicht auch das noch.“
„Wie lange dauert das wohl hier. Ich muss in einer Stunde in die Werkstatt. Mein Auto macht seltsame Geräusche.“ Gretchen sieht Marc wütend an: „Du wirst jetzt nicht einfach abhauen. Das ziehen wir gemeinsam durch.“ Der Arzt setzt sich auf der Stelle hin und die Assistenzärztin zieht ne Nummer.
Nach fast einer Stunde sind sie endlich an der Reihe. Marc ist inzwischen an Gretchens Schulter eingeschlafen und muss von ihr Geweckt werden.
Sie betreten den Raum des Standesbeamten alles wirkt kühl und abweisend sogar der Mann hinter dem Tisch wirkt unterkühlt. Die junge Frau hatte sich das ganze anders vorgestellt.
„Guten Tag, bitte setzen sie sich. Ihr Name war schon wieder?“ Der Mann schielt über die Brille und mustert die beiden. Marc ist das ganze unangenehm und vor allem, ist da immer noch sein Termin in der Werkstatt den er nicht versäumen will. „Wir sind Gretchen Haase und Marc Meier sie haben mich angerufen wegen einem Terminproblem. Ehm, wenn’s ihnen nichts ausmacht könnten sie das ganze einwenig beschleunigen. Ich hab nämlich noch einen anderen Termin.“
Gretchen gibt ihm einen Seiten hieb. (Himmel, der kann auch nur an sein Auto denken.“
Der Beamte nimmt die Unterlagen aus dem Aktenschrank und sieht sie sich an. „So wie es aussieht fehlt mir nur noch ein Amtlicher Ausweis von ihnen beiden, sonst sind die Unterlagen vollständig.“ (Wie hat meine Mutter eigentlich Marcs Unterlagen zusammen bekommen?)
Die zwei reichen diese zu ihm rüber und dieser geht die kurz kopieren. Danach setzt er sich wieder und schiebt ihnen die Unterlagen zum Unterschreiben rüber.
Ohne die Dokumente genau zu lesen unterschreiben sie. Marc ist froh dass alles so unbürokratisch über die Bühne gehen kann und er vielleicht doch noch seinen Termin einhalten kann. „Das wärs dann also. Sie können noch innerhalb der nächsten Tagen bescheid geben falls sie doch ihren Mädchen Namen behalten möchten. Ansonsten wünsch ich Ihnen alles gute für die Zukunft. Auf wieder sehen.“ Der Chefarzt ist schon fast zur Türe raus als Gretchen immer noch da sitzt und den Mann hinter dem Schreibtisch ansieht: „Ehm, entschuldigen sie. Aber wann ist den genau jetzt unser Termin für die Hochzeit?“
Der etwas gesetztere Herr räuspert sich: „Gute Frau, sie sind wohl etwas verwirrt. Das haben wir doch soeben geklärt. Sie sind seit jetzt gerade eben verheiratet. Das ist heute nicht mehr so ein riesen Aufwand. Und sie wollten es doch schnell haben.“
(Was! Schnell schon aber doch nicht so! Ich bringe Marc um.)
Sie steht auf bedankt sich hastig und geht zur Türe raus. Der Mann ruft ihnen noch nach. „Sie erhalten die Urkunde per Post.“



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Gretchen81 Offline

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19.02.2009 07:21
#278 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Draussen auf dem Parkplatz starrt sie Marc immer noch Fassungslos an.
Er hat den Schluss gar nicht mehr mitbekommen, da er gedanklich schon beim Werkstattmeister ist. Und diesem sein Problem erklären will. Während der Fahrt zur Werkstatt schweigt Gretchen. Sie kann einfach nicht begreifen was gerade abgelaufen ist. Sie hatte sich den Tag ihrer Hochzeit so schön vorgestellt. Wie Steffi wollte sie vor der Kirche mit samt weissem Hochzeitskleid aufs Standesamt und alles sollte romantisch werden.
Mit Sicherheit nicht so Formel und kalt wie das gerade. Kein Kuss und Kein Ringe tauschen.
Aber mehr regt sie sich über Marcs Reaktion, besser gesagt nicht Reaktion auf.
Kaum hält er bei der offiziellen BMW Vertretung an ist er auch schon in der Anmeldung verschwunden. Die junge Frau zieht es vor einwenig frische Luft zu schnappen um auf andere Gedanken zu kommen. (Ich bringe Marc um, wenn der nicht bald wieder kommt. Warum sagt der Idiot nichts.)
Nach einer endlosen Warterei kommt er wieder. Mit einem breitem grinsen und ein paar Schlüsseln in der Hand. „Ich hab einen Ersatzwagen bekommen. Komm lass uns eine Spritztour machen.“ (Vielleicht will er ja zu einem romantischen Essen, so als Krönung des Tages.)
Doch den gefallen macht er ihr nicht. Er will sein neues Spielzeug mal so richtig schön testen und fährt auf die Autobahn. „Halt an, ich muss mal.“ Herrscht sie in einem strengen ton an.
Marc fährt bei der nächsten Ausfahrt raus. Bevor er sie aussteigen lässt fragt er sie was ihr rum gemotze zu bedeuten hat. „Du fragst mich was los ist? Ist das dein ernst?“ Er nickt. „Hast du dir den dein Hochzeitstag nicht auch anders vorgestellt?“ „Der kommt ja noch, also stress doch nicht jetzt schon. Wann ist eigentlich der Termin?“ Sie sieht ihn ungläubig an. (Hat er das tatsächlich nicht mitbekommen.) „Wir sind seit einer Stunde verheiratet. Du musstest ja auch unbedingt sagen das er sich beeilen soll.“ Seine Augen werden grösser und grösser. „Wir sind… Das ist ja sehr gut.“ „Was bitte ist daran sehr gut? Das sollte der schönste Tag in unserem Leben werden und nicht so.“ Marc sieht ihr tief in die Augen und zieht sie zu sich rüber. „Das einzige was zählt ist das wir uns beide haben. Mehr brauchen wir doch nicht. Kein grosses Tamtam. Einfach still und leise.“ Sie zieht eine Schnute. „Das heisst doch nicht dass du auf deine Traumhochzeit verzichten musst. Aber das hat dann einfach noch Zeit.“ Sie hört nicht auf ihn mit einem Dackelblick an zu sehen. „Du wolltest doch etwas Zeit. Die hast du jetzt.“
Er küsst sie und sie gibt nach.



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Gretchen81 Offline

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19.02.2009 10:28
#279 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Doch so ganz ist für sie das Thema noch nicht gegessen. Als sie beim Abendessen sitzen wirkt sie immer noch nachdenklich, was auch Marc bemerkt: „Na Frau Meier? Beschäftig dich immer noch die Hochzeit?“ Sie steht auf und fängt an den Tisch abzuräumen. Er folgt ihr bis in die Küche, nimmt ihr die Sachen aus der Hand und stellt sich vor sie so dass sie nicht gleich wieder abhauen kann. „Ich weiss dass du dir das ganze anders vorgestellt hast. Ich kann das ganze nicht mehr ändern. Aber wie wäre es wenn wenigstens die Hochzeitsnacht gelungen würde.“
(Der denkt immer nur an das eine.)
Sie sieht ihn böse an: „Geht’s noch? Du hast doch nicht echt das Gefühl das ich nach diesem Tag noch grossartig Lust habe.“ Er grinst sie an. „Lass dich überraschen.“
Er geht raus packt seine Schlüssel und verschwindet. (Ja toll und was mach ich solange.)
Sie sieht auf ihre Uhr. (Ich könnte eigentlich auch Steffi anrufen. Die ist bestimmt noch wach.)
Mit dem Telefon in der Hand setzt sie sich aufs Sofa.
„Müller eh Schmidt.“
Gretchen: „Hallo Steffi hier ist Gretchen.“
Steffi: „Schön von dir zu hören. Du weisst aber schon das ich nächste Woche wieder zu Hause bin oder?“
Gretchen: „Ja, ich weiss. Aber ich brauch jetzt jemandem zum Reden.“
Steffi: „Sag jetzt nicht das du und Marc euch gestritten habt?“
Gretchen: „Nein, also irgendwie schon aber das ist schon in Ordnung. Es geht um was anderes?“
Steffi: „Ist mit dem Kind etwas nicht in Ordnung?“
Gretchen: „Nein, alles Tipp topp und bei dir?“
Steffi: „Mir geht’s auch gut. Der kleine mag wohl das warme Klima hier. Aber du klingst wirklich seltsam was ist passiert. Raus mit der Sprache.“
Gretchen: „Wir waren heute auf dem Standesamt. Weil angeblich was mit dem Termin nicht stimmte.“
Steffi: „Ja und? Lass dir nicht alles aus der Nase ziehen?“
Gretchen: „Der Standesbeamte hatte ein kleines Chaos. Auf jedenfall sind Marc und ich jetzt verheiratet. Ohne das wir das genau mitbekommen haben.“
Steffi: „Herzliche Gratulation. Das ist ja wunderbar. Nur warum klingst du so traurig?“
Gretchen: „Weil das alles so schnell ging und einfach nur so bürokratisch war. Bei dir war das doch ganz anders.“
Steffi: „Ach, eine Hochzeit auf dem Standesamt ist immer etwas Formell. Wir hatten einfach Glück mit dem Beamten. Was hat Marc zu dem ganzen gesagt?“
Gretchen: „Dem ging das mehr oder weniger am Arsch vorbei und meinte dann könnten wir uns ja jetzt Zeit lassen. Nach dem Moto nach der Geburt reicht völlig.“
Steffi: „Sei mir jetzt aber nicht Böse. Aber er hat recht. Ich hätte es auch schöner gefunden wenn ich zeit gehabt hätte und nicht beinahe dem Pfarrer über die Füsse gekotzt hätte.“
Gretchen: „Aber…“
Steffi: „Nichts aber. Sei froh das du die Zeit zur Geburt nun richtig nutzen kannst.“
Gretchen: „Meinst du wirklich?“
Steffi: „Ja, das mein ich. Und was macht dein Ehemann jetzt?“
Gretchen: „Der will mich überraschen. Zitat: Wenigstens eine gelungene Hochzeitsnacht. Keine Ahnung was er vor hat.“
Steffi: „Dann hast du mir etwas voraus. David war voll und wir mussten uns beeilen damit wir das Flugzeug noch erwischen konnten. Ich will dich nicht mehr länger aufhalten. Und David knabbert mir eh schon die ganze Zeit an meinem anderen Ohr. Tschüss Gretchen“
Dann kommt nur noch ein Tuten aus dem Hörer und sie legt das Telefon auch zur Seite.



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Gretchen81 Offline

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19.02.2009 18:01
#280 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Nach knapp einer Stunde ist auch Marc wieder da. Er lächelt sie an: „Und hast du Steffi angerufen?“ Verwundert sieht sie ihn an. „Das ist nicht schwer zu erraten. Das Telefon liegt auf dem Couchtisch und du siehst um einiges entspannter aus als vorhin. Nimm die Jacke wir gehen.“ „So langsam machst du mir echt Angst.“ Sie nimmt etwas widerwillig ihre Jacke und schliesst die Türe zu. Im Wagen sitzend fragt sie ihn dann: „Wo fahren wir eigentlich hin?“
Marc schweigt nur und lächelt. Sie fahren zu einem Hotel mitten im Wald.
Drinnen werden sie sehr freundlich Empfangen und der Zimmerschlüssel übergeben: „Hier ihre Schlüssel. Ihre Sachen sind bereits auf dem Zimmer. (Unsere Sachen? Ich hab doch gar nichts mitgenommen.) Nehmen sie den Fahrstuhl bis ganz oben und dann rechts.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Aufenthalt in unserer Suite.“
Die beiden fahren ganz nach oben wie die Frau an der Rezeption ihnen gesagt hat. Vor der Zimmertüre bittet Marc sie die Augen zuschliessen.
„Was hast du vor?“ Er gibt ihr immer noch keine Antwort. Sie schliesst die Augen, er macht die Türe auf und nimmt sie auf seine Arme. Er trägt sie über die Schwelle. Genau so wie Gretchen sich das ursprünglich mal gedacht hatte. Mit dem Fuss macht er die Türe zu, geht zum Bett und legt sie sanft darauf. „Jetzt darfst du die Augen wieder öffnen.“ Sie schlägt die Augen auf. Das Zimmer ist nur von Kerzen beleuchtet am Bettende steht eine Flasche Sekt und 2 Gläser.
Auf dem Bett liegen Rosenblätter verstreut und auf einem der Kopfkissen ist ein Kästchen.
„Hast du das alles vorhin organisiert?“ Sie kann es nicht fassen wie romantisch das ganze ist. Er setzt sich auf die andere Seite des Bettes und nimmt das Kästchen in die Hand. Er hält es ihr hin und öffnet es langsam. Darin sind ihre Eheringe, diese sind schlicht gehalten und Gretchens Ring passt zu ihrem Verlobungsring. Er nimmt ihn raus und steckt ihn ihr an den Finger. Verzaubert sieht sie auf ihre Hand. Vergessen ist das ganze Chaos um die Hochzeit. Nun steckt sie ihm den Ring an den Finger und küsst ihn. Küssend lassen sie sich auf die Rosenblätter fallen.



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Gretchen81 Offline

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19.02.2009 19:03
#281 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Keine Ahnung wie ich die letzten Stunden beschreiben soll.
„Gigantisch Chaotisch“ Vielleicht?.
Zuerst haben wir in einer Blitzaktion, was aber mehr oder weniger ein versehen war, geheiratet. Dann hat sich Marc echt angestrengt um die Hochzeitsnacht wenigstens Perfekt zu machen. Und was soll ich sagen. Er hats geschafft. Diese Nacht werde ich nie mehr vergessen. Und sehr wahrscheinlich noch meinen Enkeln davon erzählen. Oder besser nicht ganz jugendfrei war das gegen Schluss dann auch nicht mehr. Grins.
Er hat uns ein Hotelzimmer organisiert und mich über die Schwelle getragen. Oh nein, das war noch nicht genug das Zimmer war in Kerzenlicht getaucht und auf dem Bett lagen sehr gut riechende Rosenblätter. Und dann haben wir das Ringe tauschen nach geholt.
Ich wüsste gerne wie er die noch organisiert hat. Denn er hat innerhalb von einer Stunde alles fertig gebracht sogar mit Gravur.
Das Datum unserer Hochzeit 21.05.09
Könnte vor lauter Rührung weinen. Steffi hatte recht egal wie beschissen die Zeremonie war. Was zählt ist, das was wir für einander empfinden. Marc hat zwar noch nie gesagt dass er mich liebt.
Aber er hats schon 1000-mal bewiesen. Wer braucht dann noch die schnöden Wörter.
Ich definitiv nicht.


Sie schliesst ihr Buch und kuschelt sich wieder an ihren liebsten ran. Noch eine weile sieht sie auf ihre Hand. (Gretchen Meier-Haase. Klingt seltsam doch richtig.)



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Gretchen81 Offline

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20.02.2009 11:32
#282 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

32. Kapitel: Werdende Väter

Eine Woche ist seit der Hochzeit vergangen. Gretchen hat sich so langsam daran gewöhnt sich am Telefon mit Meier zu melden. Nur bei der Arbeit wird sie immer noch mit Dr. Haase angesprochen. Denn ihr Namensschild ist noch nicht geändert.
Und auch ihren Eltern hat sie noch nichts erzählt. Weil sie genau weiss, was ihre Mutter für ein Tamtam veranstaltet wenn sie davon erfährt.
Steffi und David sind aus den Flitterwochen zurück. Leider aber mit keiner guten Nachricht im Gepäck. In ihrer neuen Wohnung hat es einen Wasserrohrbruch gegeben und sie können nicht einziehen. Jetzt sitzen alle 4 in einer Wohnung fest. Das bedeutet jeden Morgen Schlange stehen vor dem Badezimmer. Am wenigsten Stau gibt es wenn die beiden Ärzte Früh oder Spätschicht haben. Marc ist jedoch kurz davor wieder in seine Hütte zu ziehen. Auch wenn das bedeuten würde von Gretchen getrennt zu sein. Aber jeden Morgen seinen Freund auf dem Klo zusehen ist auch nicht gerade das was er sich unter frisch verheiratet vorgestellt hat.
Die Frauen haben weniger Probleme mit dem unfreiwilligen WG Leben schliesslich hatten das beide ja auch schon vorher. Im Moment ist ihnen etwas anderes wichtiger. Ihr erster Ultraschaltermin rückt näher.



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Gretchen81 Offline

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20.02.2009 19:03
#283 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Marc ist im Badezimmer als sein Handy klingelt. Gretchen überlegt einen Moment ob sie rangehen soll oder nicht. (Was solls ich bin schliesslich seine Frau.) Sie nimmt ab: „Meier.“
Elke die am anderen Ende der Leitung ist glaubt sich verhört zu haben: „Wer ist da?“
Gretchen wiederholt sich noch mal: „Meier. Frau Fischer sind sie das?“
Elke: „Ja, und wer bitte sind sie? Ich möchte meinen Sohn sprechen.“
Gretchen (Soll ich oder soll ich nicht? Ach was solls, lieber kurz und schmerzvoll): „Hier spricht seine Ehefrau, Gretchen.“
Elke: „Bitte wie?“
Gretchen: „Ach, ja sie wussten noch gar nichts davon. Dann sollte ich ihnen auch noch erzählen, dass sie in ein paar Monaten Grossmutter werden. Warten sie einen Moment Marc kommt gerade aus dem Badezimmer.“
Elke ist sprachlos.
Marc kommt aus dem Bad und Gretchen streckt ihm sein Handy entgegen: „Deine Mutter. Sie wirkt etwas sprachlos. An was das wohl liegt?“
Er nimmt ahnungslos das Telefon: „Mutter?“
Die Erfolgsautorin ist ausser sich. „Du hast dieses kleine Biest geheiratet und sie ist auch noch schwanger? Was bildest du dir eigentlich ein. Du kannst dich doch nicht unter deinem Niveau einlassen. Jetzt sag nicht das du auch noch glücklich bist damit. Das kann ich nicht glauben.
Hab ich dir nicht schon bei diesem Flittchen von Krankenschwester gesagt das du etwas Besseres verdient hast. Und ich meinte auf keinen Fall diese Person damit. Als Zeitvertreib ja aber nicht zum Heiraten und Kinderkriegen. Und warum wurde ich nicht wenigstens zu eurer Hochzeit eingeladen ….
Sie redet und redet. Er hält sich das Telefon an die Schulter und packt sich Gretchen an der Jacke. „Sag mal spinnst du. Musstest du ihr davon erzählen jetzt wird ich die nie wieder los.“
„Irgendwer musste es ihr ja sagen.“ Sie grinst ihn an und macht sich aus dem Staub.
Er nimmt den Hörer wieder hoch: „Mutter, könntest du kurz mal die Luft anhalten. Wir haben nur Standesamtlich geheiratet die Kirchliche folgt nächstes Jahr. Und jetzt muss ich Schluss machen. Ich hab wie du dich vielleicht erinnern kannst noch eine Arbeit.“
„Und was dich angeht mein Schatz, das wirst du bereuen.“



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Gretchen81 Offline

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23.02.2009 09:44
#284 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Gretchen denkt während der Arbeit gar nicht mehr an Marcs Androhung. Aus diesem Grund bemerkt sie auch nicht. Das er ein paar Dinge in die Wegegeleitet hat.
Über die Lautsprecher wird sie ausgerufen: „Frau Doktor Meier in den OP bitte.“
Etwas verstört sieht sie von den Unterlagen, die sie in der Hand hält hoch. (Haben die jetzt mich gemeint? Schwachsinn, kann gar nicht sein.) Die Lautsprecher Durchsage wird wiederholt.
(Vielleicht bin ich ja doch ich gemeint.) Sie beschliesst mal im OP nachzusehen.
Und tatsächlich ist sie gemeint alle warten auf sie. Mit einem grinsen im Gesicht sieht Marc sie an: „Sag mal bist du schwerhörig? Das ging aber verdammt lange.“
Die Ansage ging durchs ganze Krankenhaus sogar bis in die Verwaltung. Professor Haase hat es auch mitbekommen und ist sichtlich irritiert. Er geht zu den Sekretärinnen: „Steffi, haben sie die Ansage vorhin auch mitbekommen?“ Steffi hat sie mitbekommen, jedoch weiss sie auch das Gretchen ihren Eltern noch nichts gesagt hat. Weil sie Angst hat das ihre Eltern ihr Vorwürfe machen: „Ehm, nein. Was war den?“ Franz winkt ab. „Ich hab mich wohl verhört.“
Im Stationszimmer nach der OP kommt Mehdi vorbei: „Gretchen, ich wollte dich nur an deinen Termin erinnern. Du kannst gerne Marc mitbringen.“
Gretchen lächelt ihn an: „Ich weiss nicht ob das so ne gute Idee ist. Vielleicht ist es besser wenn ich zusammen mit Steffi komme.“
Mehdi ist schon fast zur Türe raus: „Dann würde es aber in meinem Behandlungszimmer einwenig eng. Steffi nimmt ihren Mann mit.“ (David will dabei sein?)
„Ehm, ja dann komm ich dann halt alleine. Bin ja alt genug. Brauche niemand zum Händchenhalten.“ Mehdi lächelt sie an und meint: „Wie du denkst und nachträglich noch herzlichen Glückwunsch.“ und geht. (Eh, wie so gratuliert er mir den jetzt?)



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Gretchen81 Offline

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23.02.2009 17:21
#285 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
Gretchen schiebt die Anspielungen von sich und versucht stattdessen mit Marc über den bevorstehenden Untersuch zu reden. Denn alleine will sie da eigentlich auch nicht hin.
Steffi unterdessen hat ihren ersten Ultraschalltermin und David begleitet sie.
Als Mehdi ihnen ihr Baby zeigt reagiert Steffi etwas zurückhaltend im Gegensatz zu ihrem Ehemann. Der freut sich wie ein kleines Kind an Weihnachten. Und knutscht sie vor lauter Freude regelrecht ab. „Sag mal ist das Normal?“ Fragt sie Mehdi, der muss Lachen: „Meinst du jetzt die Reaktion von dem werdenden Vater oder meinst du jetzt dein kleines? Ich kann dich beruhigen. Beides ist völlig normal.“
Die Assistenzärztin klopft an das Büro ihres Chefs. „Herein.“ Sie steckt den Kopf durch die Türe und er grinst sie an. „Komm rein.“ „Du Marc?“ sie geht näher auf ihn zu und versucht es mit einem grossen Augenaufschlag. Er grinst sie immer noch an. „Ja?“
„Ich hab heute meinen ersten Ultraschall.“ „Ja und?“ Er weiss genau was sie will, da sein bester Freund ihm schon gesagt hat das die Termine der beiden Frauen heute ist.
„Ach, weißt du was vergiss es.“ Sie dreht sich um und will wieder gehen. „Ich komme ja mit.“
Sie dreht sich schnell wieder zu ihm um. „Das machst du wirklich?“ Ungläubig sieht sie ihn an und er geht auf sie zu: „Glaubst du wirklich ich lass dich mit diesem Grabscher alleine?“
(War ja klar, der kommt nur mit weil er wieder Eifersüchtig ist.)
So unrecht hat sie nicht Marc kann sich immer noch nicht wirklich mit dem Gedanken anfreunden das sie unbedingt zu seinem ehemals besten Freund gehen muss. Und ihn auch noch schön als Freund bezeichnet. Auf der anderen Seite hat er auch ein mächtig schlechtes Gewissen wegen seiner Rache. Die nicht bei der Lautsprecherdurchsage bleibt. Sein Moto wie du mir so ich dir.
Gretchen geht wieder ins Stationszimmer bis zum Termin bei ihrem Frauenarzt.
Kaum ist sie alleine im Stationszimmer und will sich noch ein paar Unterlagen widmen kommt ihre Mutter rein gerauscht: „Warum sagst du mir das nicht, dass ihr geheiratet habt?“ Gretchen sieht sie verwirrt an. Marc beobachtet sie vom Türrahmen aus und muss grinsen als er sie so hilflos da stehen sieht. Nach dem sie sich 5 Minuten lang mehr oder weniger ohne Gegenwehr von ihrer Mutter hat zu texten lassen greift er dann doch ein.
Er geht zu ihr hin und flüstert ihr ins Ohr „Rache ist Süss.“ „Frau Haase, wir müssen dann. Sie wissen doch die Arbeit. Aber was die Hochzeit angeht. Wir werden alles nachholen in aller Ruhe.“
Bärbel sieht die beiden Erstaunt an: „Wie meinen sie das in aller Ruhe?“ Gretchen sieht Marc Hilfe suchend an und der springt auch rasch in die Bresche. „Zuerst soll der Facharzt und die Geburt durch. Und dann werden wir die kirchliche Hochzeit nachholen. Sie wissen doch wie das ist. Alles gute Braucht seine Zeit.“ Bärbel lässt sich von ihm einwickeln und ist plötzlich wie ausgewechselt. „Sagen sie doch Bärbel. Ihr macht das alles richtig. Dann geh ich dann besser wieder.“



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25.02.2009 08:42
#286 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Als Bärbel gegangen ist sieht Gretchen zu Marc rüber: „Wie war das noch mit Rache ist süss?“
Er grinst sie an und weicht ihrer Frage aus: „Ehm, hattest du nicht noch einen Termin beim Frauenarzt?“ Sie sieht auf die Uhr: „Scheisse. schon so spät!“
Sie zieht gerade wegs ihren Mann Richtung Gynäkologischer Station. Ohne an zu klopfen platzt sie einfach in das Büro von Dr. Kaan. Der erschreckt sich zuerst mal: „Himmel, könnt ihr nicht anklopfen. Oh, Gretchen du bists. Marc?“ Mehdi muss fast schon lachen als er hinter Gretchen auch noch den Chirurgen entdeckt. „Ich hätte nicht gedacht dass du mitgehst?“ Marc motzt darauf hin den anderen Arzt gleich an: „Du hast doch nicht wirklich geglaubt das ich dich mit Gretchen alleine lasse?“ Nun muss Mehdi wirklich lachen und beschliesst dass es besser ist sich Gretchen zu zuwenden. „Gretchen mache dich doch bitte mal oben rum frei und setz dich schon mal auf den Untersuchungsstuhl.“ Die junge Frau zieht ihren Ehemann kurz zur Seite und flüstert ihm zu: „Tu mir einen gefallen und führ dich nicht wie ein eifersüchtiger Gockel auf. Das nervt nämlich gewaltig.“ Er schweigt und sie gibt ihm einen kleinen Hieb. „Hast du mich verstanden. Keine Anfeindung mehr gegenüber Mehdi.“ Dieses Mal nickt er kurz. Das genügt ihr vorerst und sie macht sich für den Ultraschall bereit. Als Mehdi mit der Untersuchung beginnt ist das erste was er feststellt: „So wie es aussieht geht’s dem kleinen ausgezeichnet. Nur etwas Kamerascheu vielleicht. Es weicht immer aus.“ Dennoch schafft er es ein Standbild zu machen.
Die beiden sehen auf den Monitor. (Jetzt sag bitte nicht dass du darauf nichts erkennen kannst.)
„Seht ihr hier schlägt das Herz. Schön kräftig. Wie es sein muss.“ Marc zeigt keine Regung er starrt einfach nur auf den Monitor. (Jetzt sag schon irgendwas.)
Nach dem einige Sekunden einfach nur Stille herrscht schaltet der Frauenarzt die Lautsprecher ein und man hört den Herzschlag. „Ehm, ja wars das jetzt?“ Gretchen würde am liebsten ihrem Ehemann einen Tritt verpassen aber auf dem Stuhl ist das nicht möglich. Darum sieht sie ihm böse blitzend in die Augen. Was sie in seinen Augen sehen kann erstaunt sie. (Ist der echt gerührt? Er ist doch nicht so ein Eisklotz wie ich immer dachte.)
„Mehdi, war das dann alles?“ Er reicht ihr ein Tuch. „Ja, dann sehen wir uns in ein paar Wochen wieder für die nächste Routine Untersuchung.“



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25.02.2009 13:46
#287 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

In einer Stille Minute am Abend. „Kann das sein dass du heute tatsächlich gerührt warst als du unseren kleinen Wurm da auf dem Monitor gesehen hast?“ Er sieht sie erstaunt an: „Ich gerührt? Wie kommst du den auf den Blödsinn?“ Sie geht zu ihm hin und setzt sich auf seinen Schoss auf dem Sofa. „Ganz einfach weil ich es in deinen Augen sehen konnte.“
„Du musst dich getäuscht haben.“ „Hmm. Dann kann ich ja das zweite Bild das mir Mehdi mitgegeben hat meiner Mutter geben?“
Sie nimmt das Bild hinter ihrem Rücken hervor und hält es absichtlich vor seine Nase. Um zu sehen ob nicht doch eine Reaktion kommt. „Spinnst du, wieso willst du das den deiner Mutter geben?“ (Also doch, wusste ich doch dass er an seinem Wurm hängt.)
Die beiden sehen sich das Bild nochmals genauer an. Bis Marc eine Feststellung macht: „Sag mal kann das sein das unser kleiner ein Daumenlutscher ist?“ „Wie bitte?“
Jetzt sieht es auch Gretchen. Der Kleine auf dem Bild lutscht tatsächlich an seinem Daumen.
(Gerade Mal so gross wie ne Zitrone aber am Daumen lutschen.) „Wie süss.“
Marc legt das Bild zur Seite und tut so als würde er mit ihrem Bauch reden: „Hörst du mich. Hör auf an deinem Daumen zu lutschen sonst brauchst du noch eine Zahnspange wie deine Mutter hatte. Du willst doch aber ein richtiger Meier werden.“ Gretchen muss lachen als sie Marc so sieht und tut es ihm gleich: „Das ist eine Sie und die darf so lange sie will an ihrem Daumen lutschen. Sie hat doch noch nicht einmal Zähne. Also hör nicht auf deinen verrückten Papi. Der erzählt nur misst.“ Darauf hin sieht Marc sie verärgert an: „Das wird ein Junge und ich erzähle erst recht keinen Misst.“
Die beiden Kabeln sich noch eine Weile ob Mädchen oder Junge und wer verrückter ist.
Bis es vorbei ist mit der Ruhe weil Steffi und David rein kommen. David der ebenfalls vom Bild seines Kindes fasziniert ist zeigt voller stolz sein Bild den beiden und erklärt das sei sein Sohn.
Steffi sieht zu Gretchen: „Das Träumt der nur. Es wird ein Mädchen.“
Die Frauen fangen an zu lachen beim Anblick der Werdenden Väter die gleich wieder meinen es werde doch ein Junge.

(quelle Bild: http://www.swissmom.ch)



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25.02.2009 14:41
#288 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
33. Kapitel: Von Woche zu Woche

15. Schwangerschaftswoche:

Ich fange jetzt an mein Tagebuch in Schwangerschaftswochen einzuteilen.
Erleichtert so einiges. Den laut Mehdi schadet es nicht ein Schwangerschaftstagebuch zu führen.
Und alles zweimal zu schreiben muss ja nicht sein.
Vielleicht sollte Marc auch noch eins machen. Nach dem Moto wie ertrage ich am besten die Launen meiner Ehefrau. Gebs ja zu manchmal tut er mir so was von leid.
Ich schnauz den an und fünf Minuten später komm ich wieder angedackelt und will kuscheln.
Noch schlimmer ist mein neuster Trip. Ich will nicht mehr plötzlich Bananen oder Äpfel sondern Sex. Am Anfang fand er das geil. Inzwischen glaub ich ist er da etwas anderer Meinung.
Ich hab ihn tatsächlich aus der Chefarztsitzung mit meinem Vater rausgeholt.
Mit den Worten: „Es ist ein Notfall und ich komme ohne Dich nicht klar.“
Alle haben verständnisvoll genickt und ihn gehen lassen. Nur ich nicht.
Hab ihn in die nächste Besenkammer rein gezogen und ihn danach aus.
Mein nächstes Problem: So langsam muss ich zu jeder noch so unpassenden Gelegenheit aufs Klo. Das nervt vor allem wenn man im OP steht und diese noch lange nicht fertig ist.
Mehdi meint es sei alles in Ordnung.
Ich nerve nicht nur Marc sondern auch ihn fast jede Woche.
Bin so richtig nervös, will dass dieses Mal alles klappt.
Ich weiss ja das man nur die nötigsten Ultraschalls machen lassen sollte. Aber ich kanns mir hin und wieder nicht verkneifen und mache doch ein neues Bild von unserem Schatz.
Ich behaupte ja immer noch das es ein Mädchen wird. Sollte ich das bald auf einem meiner Bilder genau sehen können, wird ich Marc aber garantiert nichts sagen. Der soll schön weiter glauben das er einen Stammhalter kriegt. Bin so was von gemein. hihi



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Gretchen81 Offline

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25.02.2009 15:32
#289 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Da ich meine Mutter letztens kurzer Hand vor die Türe gesetzt habe, Hormone sind doch was wunderbares Frau kann alles auf die Schwangerschaft schieben, ist die jetzt Steffi am nerven wie wild. Da Steffi und David in ihre eigenen 4 Wände gezogen sind, will sie jetzt unbedingt helfen das Kinderzimmer einzurichten. Die arme Steffi tut mir ganz schön leid.
Aber wenn sie bei ihr rum nervt kann sie mich nicht ärgern.
Vor allem warum soll ich mir jetzt schon Gedanken machen um die Einrichtung unseres Babyzimmers. Schliesslich sieht man noch nicht mal was. Die kleine ist noch keine 5 cm lang.
Also wirklich. Und ich hab ja auch noch meinen Facharzt. Der will auch noch gemacht werden.
Wollte zwar damit auch bis nächstes Jahr warten aber da unsere Hochzeit schneller vorbei war als gedacht und die Kirchliche gleich zusammen mit der Taufe unseres Engels sein soll, hab ich zeit. Genug Zeit. Muss jetzt wieder zur Arbeit, später vielleicht noch mehr.

Musste soeben feststellen dass bei Steffi die Hormone das Gegenteil bewirken wie bei mir. Vorher war sie Taf und zu jeder Schandtat bereit. Heute heult sie sofort los sobald man nur ein kleines Wörtchen sagt.
Kommt mir beinahe vor wie Schwester Sabine. Oh Gott, nicht das die auch noch Schwanger ist. Sie stopft schon einiges in sich rein den ganzen Tag.
Zurück zu Steffi, hab ihr doch bloss gesagt das sie einen Fleck auf der Bluse habe und sie schreit mich gleich an: „Nicht jeder ist eben so perfekt wie du.“
Fazit: David tut mir noch mehr leid als Marc. Der muss nur meine Leidenschaft ertragen. Hab vorsichtig Steffi gefragt ob sie auch immer scharf sei. „Hast du einen knall. Sex in der Schwangerschaft könnte dem Kind schaden und eine Frühgeburt auslösen.“ Ich glaub wir waren die längste Zeit Freundinnen. Sex ist gar nicht schädlich. Sollte aber Marc dringend mal in einen Gynkurs schicken. Denn der meinte allen ernstes das zuviel Sex tatsächlich schaden könnte.
Ich hab da eher die Vermutung dass er nicht mehr mit mir Mithalten kann.
Sollte vielleicht wirklich darüber nachdenken das man nicht unbedingt 6mal am Tag miteinander schlafen sollte. Will ja von meinem Mann noch etwas länger was haben.



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Gretchen81 Offline

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25.02.2009 15:57
#290 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
Werde Schwester Sabine nie mehr etwas privates Fragen. Konnte ja nicht ahnen dass ich mit der Frage ob alles in Ordnung ist, gleich ne Lawine auslöse.
Sie hat angefangen zu weinen ohne Ende und ich hatte mühe sie zu verstehen.
Anscheinend hat diese Hohlefrucht mit ihrem Dr. Fuchs Schluss gemacht und bereut es jetzt.
Ganz im Gegenteil zu ihm. Denn der Vergnügt sich jetzt mit einer anderen Schwester. Das hat mir Marc verraten. Denn anscheinend wird auch unter Ober- und Chefärzten getratscht.
Ich will auch!
Zurück zu Schwester Sabine sie wollte zusammen ziehen, Heiraten und Kinderkriegen. Und das möglichst rasch. Als er ihr dann gesagt hat dass er Kinder nicht leiden könnte hat sie die Konsequenzen gezogen und sie wenig später bereut. Kommt mir bekannt vor. Und ich konnte sie da auch richtig gut verstehen. Aber nur bis dahin. Denn dann hat sie erzählt das sie versucht hat Dr. Fuchs zu verführen und so schwanger zu werden. In der Hoffnung das wenn sie mal Schwanger wäre, er dann schon zu ihr zurückkäme. Hab ihr darauf hin eine Standpauke gehalten: „Wie kommen sie den nur auf so eine Schwachsinnsidee das ein Kind eine Beziehung kitten könnte?“ Sabine sah mich an wie ein Reh: „Bei ihnen und dem Herrn Doktor hats doch auch geklappt.“ Hab dann nur noch mit dem Kopfgeschüttelt: „Wir waren vorher schon durch die Hölle gegangen und das hat uns verbunden. Und nicht ein befruchtetes Ei. Das einem schon Kummer und Sorgen macht bevor es auf der Welt ist. Himmel Sabine sie sind noch jung und können noch lange Kinder bekommen. Und wenn es dann soweit ist dann bitte mit dem richtigen und nicht mit einem der gleich die nächste Nagelt.“
Hätte ich doch nur meine Klappe gehalten und nichts vom nageln gesagt. Denn aufs Stichwort hat sie wieder losgeheult wie ein Springbrunnen.



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Gretchen81 Offline

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26.02.2009 10:07
#291 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
17. Schwangerschaftswoche:
Meine Hosen und Röcke wollen mir nicht mehr wirklich passen. Somit ist das mein erstes Äusserliches Anzeichen das ich schwanger bin. Okay, könnte auch einfach nur Fett sein.
Aber ich hab mich eigentlich sehr bewusst ernährt und keine Eiscremeschlachten mehr gemacht.
Sollte also langsam wirklich an Umstandsmode denken. Bäh, alleine schon beim Gedanken an die Unmodischen Doppelzelte könnte ich schreien. Mal schauen wie Steffi heute so drauf ist.
Hoffe gut, dann könnten wir nämlich gemeinsam einkaufen fahren.

Steffi war ausnahmsweise Mal bester Laune. Sie kommt gerne mit. Jedoch ist ihr dann in den Sinn gekommen das sie bereits mit meiner Mutter sich verabredet hat. Und sie meinte dann wir Mädels könnten ja dann gemeinsam gehen. Jetzt ist meine Laune im Keller.
Hab das tief auch gleich an Marc ausgelassen. „Mein Gott, kannst du nicht auch mal etwas machen. Wie wäre es mit Müll runter bringen. Ich hab schliesslich schon genug zu tun mit deinem Kind.“ Gebe zu es war übertrieben. Aber meine Laune war schlagartig besser als ich sein entsetztes Gesicht gesehen habe. „Welche Laus ist dir den wieder über die Leber gelaufen?“ Aber dennoch hat er den Müll runter gebracht. Ich glaube so langsam gefällt ihm dass ich ihn anschreie und im nächsten Moment dafür entschuldige. Hab darum so getan als wäre ich immer noch stinksauer und ihn keines Blickes gewürdigt.



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Gretchen81 Offline

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26.02.2009 11:12
#292 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Die Verzögerungstaktik hab ich jetzt sogar auf die Arbeit ausgebreitet. Gute 2 Stunden hat er es hier mitgemacht. Dann war’s ihm zu blöde und er hat mich in sein Büro zitiert.
„Sag mal hast du den Arsch offen. Ich bin dein Chef und du befiehlst mir HIER sicher nicht was ich zu tun oder zu lassen habe. Haben wir uns da verstanden?“ Ich hab darauf hin unschuldig mit den Wimpern geklimpert und gemeint ich wüste nicht was er meine. „Du weißt ganz genau was ich meine. Du bist Schwanger und nicht geistesgestört also verdammt benimm dich nicht so.“
so langsam tat er mit dann doch irgendwie leid. Es war vielleicht einwenig zu viel des guten als ich während der Visite von ihm verlangt habe das er mit ein Glas Wasser bringt.
Aber alleine der Gedanke an sein Gesichtsausdruck war zu verlockend um es nicht gleich auszuprobieren. Genug ist aber genug darum bin ich auf ihn zugegangen und hab ihm ins Ohr geflüstert das es mit Leid tut. Manchmal frage ich mich selbst was mich dann immer so reitet.
Konnte es nicht sein lassen und hab angefangen an seinem Ohrläppchen zu knabbern und nachher seinen Hals zu küssen. Er hat mich dann sehr zaghaft und sanft weggestossen „Halt diesen Gedanke bitte fest aber jetzt müssen wir weiter arbeiten.“ Dann hat mich noch geküsst und ist aus dem Büro Richtung OP gegangen. Hätte ihn vielleicht noch darauf hinweisen sollen das mein roter Lippenstift an seinem Ohr bis zum Hals verschmiert war.
Als ich ihn endlich eingeholt hatte war es aber schon zu spät. Die anderen Kollegen hatten es schon gesehen und auch herzlich darüber gelacht. Ich glaub das mit dem Gedanken festhalten kann ich vergessen. Der hat mich in dem Moment so böse angeschaut als wolle er mich gleich killen. Also Heute hab ich so was von übertrieben. Und das alles nur weil ich morgen mit meiner Mutter und Steffi zusammen Kleider kaufen will. Wüsste meinen freien Tag auch anders zu nutzen. Aber das kann ich ja so oder so vergessen. Zuerst bin ich immer und überall scharf. So sehr das es sogar Marc dem Gott zuviel wird und jetzt als sich das ganze auf so drei bis viermal normalisiert hat ist er sauer auf mich. Und wenn ich Glück hab wird’s dann vielleicht noch 1-mal in der Woche sein. Früher hätte mir das ja irgendwie nichts ausgemacht. Aber der Sex mit Marc ist wie eine Droge die Süchtig macht. Begreife jetzt die Frauen die ihm die Liebesbriefe geschickt haben die ich als ich in der Klinik angefangen habe in seinem Schrank gefunden habe.



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Gretchen81 Offline

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26.02.2009 15:37
#293 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Verdammt der ist immer noch sauer auf mich. Wollte mich heute Morgen an ihn kuscheln und den freien morgen noch etwas geniessen. Bevor ich mich in die Höhle des Löwen stürze zusammen mit Steffi. Was macht er. Steht auf und lässt mich alleine im Bett zurück.
20 Minuten bin ich einfach nur da gelegen und hab gedacht der kommt gleich wieder mit einem Schokobrötchen und einem Glas O-Saft oder so. Aber nichts.
Sollte ich es jetzt doch übertrieben haben. Aber ich kann doch nichts dafür dass meine Gefühle Achterbahn fahren. Dann stürze ich mich halt ohne vorhergehende Kuschlerei ins Getümmel.
Wenn meine Mutter mich seelisch fertig gemacht hat, komme ich vielleicht gleich ins Irrenhaus. Dann kann ich dann übers Kuckucksnest fliegen.

So bin wieder zu Hause. Ich bereue nicht mit Steffi in die Stadt zum Kleider shoppen gefahren zu sein. Ich bereue aber dass meine Mutter nicht in Indien geblieben ist. Die hat einen heftigst an der Waffel. Sie wollte mir lauter Sachen mit Rüschen und Teddys usw. aufschwatzen. Steffi hat genauso gelitten wie ich. Aber das Beste was geleistet hat war ja das sie voller Stolz jedem auf die Nase gebunden hat das sie Grossmutter wird. Leider bläst sie ins gleiche Horn wie Marc. Auch sie glaubt inzwischen dass unser kleiner Spatz ein Junge wird und Mitsicherheit genauso süss würde wie mein Mann. Steffi konnte das Lachen nicht mehr halten als sie mein Gesichtsausdruck gesehen hat. Aber auch sie hat sich zu früh gefreut. Da sie minimal mehr zugenommen hat als ich meint Mutti jetzt wirklich dass es bei ihr Zwillinge geben werde.
Hab mich dann aufs Klo des Babyladens verzogen. Konnte nicht mehr vor lachen. Das war beinahe schon peinlich wie sie steiff und fest behauptete das gebe ganz bestimmt Zwillinge „So glaubt mir doch bei der Tochter meiner Bridge Partnerin war das genauso. Auf dem Ultraschall war immer nur ein Kind zusehen. Weil die genau übereinander lagen. Als es dann so weit war kamen 2 süsse Mädchen zur Welt.“ Ja, ja das kann sie wem weiss ich erzählen aber nicht mir.
Steffi hat mich dann im Eiltempo raus gezogen und mir zugeflüstert dass sie nach Hause will.
War so was von froh den meine Füsse haben mich beinahe umgebracht.



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Gretchen81 Offline

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26.02.2009 17:43
#294 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Okay, ich weiss jetzt nicht wie ich das beschreiben soll. Fange mal einfach an.
Ich hab mich ja eigentlich schon damit abgefunden das ich Marc am Arsch vorbei gehe. Musste aber gerade feststellen dass ich mich getäuscht habe. Wollte ein paar Sachen anprobieren.
Und bin dann irgendwie verträumt vor dem Spiegel gestanden und hab meinen Bauch betrachtet.
Wenn ich ehrlich bin hab ich sogar mit dem kleinen gesprochen. Schliesslich sollen die ja alles mithören was um sie herum passiert. Hab ich mal irgendwo gelesen.
Also ich steh da so vor dem Spiegel kommt Marc rein. Eine weile muss er mich einfach nur beobachtet haben, hab ihn noch nicht einmal bemerkt. Dann ist er zu mir hingekommen hat sich hinter mich gestellt und seine Hände auf meinen Bauch gelegt. „Du bist sexy.“ Hat er mir ins Ohr geflüstert und mich angefangen zu küssen. So war es schon lange nicht mehr. Ja, wir hatten zwar in den letzten Wochen haufenweise Sex. Der ohne zu lügen wirklich leidenschaftlich und heiss war. Aber das was wir in dem Moment hatten war Gänsehautmässig und unbeschreiblich.
Für einen kleinen Moment hab ich gemeint gehört zu haben das Marc mir gesagt hat das er mich liebt. Hab mich aber mit Sicherheit verhört.

Stelle mir gerade vor das sich Mehdi das mit dem Schwangerschaftstagebuch etwas anders vorgestellt hat. Ich denke eher in etwa so: Heute geht’s mir gut. Mir ist nicht schlecht und ich hab auch kein Bauchweh. Und nicht heute hat mich meine Mutter zur Weisglut getrieben und nachher hatte ich unbeschreiblichen Sex mit meinem Mann. Aber was solls.
So jetzt muss ich hinter den Herd. Also wenigstens Temporär will schliesslich auch was zu essen haben und wenn Marc kocht brennt eher die Küche ab oder er bestellt einfach was beim Lieferdienst.



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27.02.2009 10:17
#295 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

21. Schwangerschaftswoche:

Wieder 4 Wochen um. In denen ich meine Umgebung Wahnsinnig gemachte habe.
Doch dieses Mal war nicht Marc der Leidtragende der war nämlich auf einer Fachtagung mit meinem Vater zusammen. Solange durfte ich zusammen mit Christian arbeiten.
Wenigstens hat er jetzt das offensichtliche rumbaggern abgeschaltet.
Tja, mit einer Schwangeren Frau sollte man sich eben nicht einlassen.
Er ist aber auch selber Schuld. Er wollte ja unbedingt mit mir etwas unternehmen.
Hatte auch Lust mal wieder wegzugehen und da Marc weg war kam mir das eh gerade gelegen.
Und ich werde den Teufel tun und ihm von dem Abend zu erzählen.
War ja nur ein Abend mit einem Freund.
Ich hatte aber an Disco oder so gedacht und nicht an Oper. Als mir Chris gesagt hat ich soll mich Chick anziehen dachte ich zuerst an einen Witz. Ich hab ja inzwischen vorne rum recht zu gelegt.
Den Bauch kann man fast nicht mehr übersehen. Oje, und ich bin doch erst gut in der Mitte, wie wird das erst in den letzten Wochen.
Hab mich dann in ein Kleid geschmissen das einigermassen Operntauglich war. Er hat mich abgeholt und dann sind wir in das riesen grosse Opernhaus. Kam mir sehr deplaziert vor.
Und dann ist es passiert. Bin ja sonst schon immer Müde und bin dann auch noch bei der ersten Arie eingeschlafen. Das alleine wäre ja nicht das Problem gewesen aber anscheinend hab ich laut geschnarcht. In der Pause wurden wir dann gebeten dass wir doch bitte gehen sollten.
„Können sie bitte ihre Frau nach Hause bringen. Es wäre vielleicht das Beste für uns, so wie für das Kind.“ Hab dann ganz schnell klargestellt das Chris nicht mein Mann ist. „Was sie sind noch nicht einmal verheiratet?“ Anscheinend kannte der Mann Dr. Zimmermann aus der jüdischen Gemeinschaft, denn er hat ihn verachtend angesehen und brummte irgendwas in seinen langen Bart. Christian war vielleicht sauer und erst recht als ich nicht nach Hause wollte, sondern erklärte ich hätte Hunger.
Bin mir inzwischen nach dem Essen ganz sicher das er nie wieder eine Schwanger zum Essen oder in die Oper einlädt. Ich hatte solchen Kohldampf das ich gleich zwei Menus gefuttert habe.
Ihm war ja anscheinend der Appetit vergangen.



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Gretchen81 Offline

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02.03.2009 10:22
#296 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
Endlich Marc ist wieder zurück. Die 4 Wochen fühlten sich an wie eine Ewigkeit.
War auf dem Flughafen und sollte meinen Vater und Marc abholen. Da meine Mutter keine Zeit hätte. Weiss auch nicht was die in letzter Zeit immer zu tun hat. Kaum war Marc durch die Glastüre gekommen hatte ich meinen Vater komplett vergessen. Ich wollte in dem Moment nur noch eins, meinem Gott um den Hals fallen. Was ich auch gleich getan habe. Sollte beim nächsten Mal vielleicht vorwarnen. Denn wir sind glatt rückwärts gefallen und lagen dann auf dem Boden der Ankunftshalle. Wir mussten herzlich Lachen. „Kälbchen du brauchst dich um mich nicht zu kümmern. Ich nehm dann mal ein Taxi.“ Dafür hätte ich meinen Vater knutschen können.
Hab dann aber lieber meinen liebsten geknutscht. Der meinte nach dem wir uns wieder aufgerappelt haben: „Sollte ab und zu wegfahren. Da merkst du erst wieder was du an mir hast.“
Und was ich an ihm habe. Ich hätte mir ja vor ein paar Monaten noch so meine Gedanken gemacht und hätte ihm eifersüchtig alle paar Minuten per Telefon genervt. Aber zu meinem eigenen Erstaunen war ich die ruhe selbst. Ich vertraue ihm voll und ganz. Zu dem war ja auch noch mein Vater dabei. Und der Herr würde wohl kaum Fremdgehen wenn sein Schwiegervater in der Nähe ist. Also konnte ich wirklich beruhigt sein. Und Marc hat sich auch verändert. Er ist nicht mehr der gleiche wie früher. Klar ist immer noch ab und an der Ober-Macho höchst persönlich auch flirtet er gerne mit allem was einigermassen gut aussieht. Aber ich kann ihm das nicht verbieten, dafür tu ich es ihm gleich und flirte auch wild drauf los. *Grins*
Und das manchmal nur um seinen eifersüchtigen Blick zu sehen. Der ist so süss. Könnte ihn dann immer in die Wange kneifen. Gott sei dank, hab ich das noch nie gemacht. Käme mir dann wirklich vor wie meine Mutter. Die hat das bei uns als Kinder immer gerne gemacht und dann gemeint wie goldig Jochen und ich auch seien. Wenn die gewusst hätte das wir uns fünf Minuten vorher beinahe die Köpfe eingeschlagen haben.
Hoffentlich werde ich nie so eine Mutter. „Hörst du mich mein kleiner. Deine Mama wird ganz bestimmt nicht wie deine bekloppte Oma.“
Zurück zum Flughafen. Wir haben dann möglichst rasch seine Sachen zusammen gepackt und sind raus zu meinem Auto. Wir hätten es zuerst fast nicht geschafft vom Parkdeck runter zu kommen. Kann nur soviel sagen. Wenn du in der 21. Woche bist, ist es definitiv nicht leicht sich im Auto zu verdrehen. Wir fanden dann es sei doch besser wenn wir zuerst nach Hause fahren.
Und sahen das dann als kleines Vorspiel an.



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02.03.2009 10:54
#297 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Ich glaub es nicht, was mir Marc gerade erzählt hat. Hinter meinem Rücken hat er mit Hennes Vater gesprochen. Und jetzt kommt das grösste: Er hat das ganze Haus gekauft.
Im ersten Moment wusste ich nicht wirklich wie ich darauf reagieren sollte. Sollte ich ihm Glücklich um den Hals fallen oder ihn eher erwürgen weil er das hinter meinem Rücken gemacht hat. Scheinbar hat er mein Entsetzen gesehen und dann schnell erklärt warum er es gemacht hat: „Hennes hat mir vor meiner Abfahrt erzählt das er ein Angebot aus New York hat und das er es gerne Annehmen würde. Aber der einzige Hacken sei das er dann nicht wüsste was mit dem Haus ginge. Darum hab ich mit seinem Vater gesprochen und mich dann entschieden es zu kaufen bevor wir so kurz bevor unser kleiner Stammhalter (Da ist es schon wieder. Und ich schwöre das gibt ein Mädchen.) da ist, noch mal alle Sachen packen müssen.“ Wir? Der grösste Teil der Einrichtung, nein besser alles in dieser Wohnung gehört mir. Seine Sachen sind immer noch eingelagert. Und ich wüsste auch nicht wirklich wo hin damit.
War darauf hin immer noch zu perplex für eine Reaktion und hab ihn angesehen als käme er vom Mond. Erst nach sehr stillen 5 Minuten hatte ich mich dann gesammelt. Und hab ihn gefragt ob er sonst noch Neuigkeiten hätte die mich vom Hocker werfen könnten. Er hat mich angegrinst und meinte: „Nein, im Moment gerade nicht.“ Wäre ja auch noch schöner gewesen.
Dafür hat sich unser kleines mal gemeldet. Mehdi hat mich vorgewarnt das es passieren könnte.
Ich hatte plötzlich einziehen im Unterleib. So was wie Trainingswehen. Marc wollte darauf hin mich gleich ins Krankhauseinliefern. Hab mich dann aufs Sofa gesetzt und ihn zu mir gezogen. Und ihm gesagt das alles in Ordnung sei. Dafür hab ich seine Hand genommen und auf meinen Bauch gelegt. Er hat mich darauf hin erstaunt angesehen. „Ist das dass was ich denke was es ist?“ Ich hab nur geknickt. Es war das erste Mal das ich bewusst unser kleines gespürt habe wie es sich bewegt. Steffi hatte mir von ihrem ersten Mal erzählt und das David darauf hin keine Sekunde mehr von ihr wegrückt nur weil er jeden Mucks mitkriegen will.
Bin Froh ist Marc nicht wie sein Freund. Hätte das auch nicht wirklich ertragen wenn er nachher immer hinter mir her gedackelt wäre. Aber die Situation da auf dem Sofa hat er eindeutig genauso genossen wie ich!



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02.03.2009 13:41
#298 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

22. Schwangerschaftswoche:

So wieder eine Woche vorbei. Mehdi hat mich jetzt mehrmals ermahnt das ich doch endlich in einen Vorbereitungskurs soll und auch darauf hingewiesen das ein bisschen Gymnastik nicht schaden würde. Hallo? Was sollte den bitte das mit dem Sport. Findet der mich etwa zu dick?
„Nein, du bist nicht zu dick. Ich meinte nur dass es vielen Frauen bei der Geburt hilft. Und du musst ja nicht alleine zu dem Kurs. Es wäre so oder so besser wenn man das mit dem Partner macht.“ Toll, aber wie ich Marc in einen Raum voll mit Schwangeren Frauen kriegen soll, hat er mir natürlich nicht gesagt. Ich Konsentriere mich jetzt doch lieber auf die Arbeit.
Hab nämlich mal wieder einen OP Termin vergessen. Sabine muss mich neuerdings immer wieder daran erinnern. Dabei ist die Arbeit sonst alles für mich. Aber seit dem, der Prüfungstermin meines Facharztes immer näher rückt, hab ich immer mehr Probleme mich zu konsentrieren.
So langsam glaube ich es war ein Fehler das alles in Rekordzeit zu machen.
Marc motzt auch wieder vermehrt mit ihr bei der Arbeit. Was aber nichts anders als verständlich ist. Merke es ja selber, dass ich Fehler am laufenden Band mache. „Frauen sind doch normalerweise Multitaskingfähig. Aber du anscheinend nicht. Sonst könntest du dich mit neusten Schuhtrends und der Gallenstein OP beschäftigen.“ Ich hab zwar nicht an die Schuhtrends gedacht sondern daran, ob ich ihn nachher fragen soll wegen dem Schwangerschafts-Vorbereitungskurs. Hab dann aber vorgezogen lieber nichts zu sagen. Er war schon wütend genug und ich war auch noch schuld. Also die absolut schlechteste Zeit.



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02.03.2009 14:28
#299 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

So war bei meinem ersten Geburtsvorbereitungskurs. Bin zusammen mit Steffi dahin. Wollte Marc nicht auch noch mit dem belasten. Der schlägt sich nämlich gerade mit ein paar Versicherungsakten die Nacht um die Ohren. Also das dachte ich zumindest. Als Steffi und ich uns auf die Yogamatten gesetzt hatten. Und wir schon etwas schräg angesehen wurden von den anderen Paaren, ging plötzlich die Türe auf und David kam zusammen mit Marc im Schlepptau rein. Dachte zuerst an Halluzinationen.
War aber wirklich Marc in Fleisch und Blut. Als er so da im Türrahmen stand mit seiner Jeans und der schwarzen Lederjacke hätte ich beinahe angefangen zu schreien wie Teeny der Tokio Hotel vor sich sieht. Er hat mich angegrinst und die Hebamme fragte zu wem er gehört. Daraufhin kam er zu mir hin und setzte sich hinter mich. „Zu ihr natürlich.“ Ich glaube die anderen Frauen haben mich in den Moment mit ihren Blicken getötet. David ging so was von unter neben Marc. So das er sich einfach nur still zu Steffi setzte und kein Wort sagte. Und Marc der flüsterte mir ins Ohr: „Hast du gedacht ich lass dich mit diesen Hühnern alleine?“ Mir lief ein wohliger Schauer über den Rücken. Aber was diesen Kurs angeht, na ja. Das medizinische wusste ich noch aus der Studienzeit. Und wie man ein Baby wickelt ist ja auch nicht so schwer. Wir haben angefangen uns zu necken. Die Hebamme fand das aber nicht so witzig. Schliesslich wusste die anderen nicht so viel wie wir. Sogar Steffis Blicke waren eindeutig. Als Marc mir dann auch noch Babypuder an die Nase tupfte und ich gerade zum Gegenschlag ausholen wollte schmiss uns die gute Frau mit den Worten: „Kommen sie nächste Woche wieder, da geht’s dann um die Richtige Atemtechnik und wie sie entspannen können. Vielleicht ist das interessanter für sie.“
So schnell wie ich konnte hab ich meine Tasche genommen und Marc hat mich nach draussen gezogen. „Ich dachte wir kämen da nie raus. Die hat doch einen Dachschaden.“
Auch wenn ich ihm in dem Moment widersprochen habe, so hat er doch recht. Ihre Aussagen waren zum Teil wirklich fragwürdig.



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02.03.2009 16:05
#300 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Und jetzt sitzt Marc vor der Glotze und sieht sich einen Bericht über die neusten Autos usw an. Das find ich total langweilig. Hab mir aus diesem Grund den Baby Katalog geschnappt, den mir meine Mutter letztens da gelassen hat. „Man sollte früh genug planen. Könnte ja sein das plötzlich etwas dazwischen kommt.“ Und das obwohl bis jetzt die Schwangerschaft unspektakulärer war als erwartet. So ohne morgendliche Übelkeit, ohne das dauernde gerenne zur Toilette, ohne Stimmungsschwankungen und ohne Müdigkeit könnt ich echt für immer schwanger sein. Steffi hingegen hat mir letztens erzählt dass sie froh ist, wenn das alles bald durch ist. Ihr tue jetzt schon der Rücken weh und das sie von allen angestarrt wird, sei auch nicht schön. Im Krankenhaus würden die anderen Sekretärinnen bereits um ihren Arbeitsplatz kreisen wie Geier über dem Aas. Hab das auch von Sabine gehört. Anscheinend sind ein paar extrem scharf auf Steffis Arbeitsplatz und mit dem damit verbundenen Lohn. Schliesslich ist sie Chefsekretärin und verdient deutlich mehr als ich. Im Moment noch. Ich hoffe ja immer noch das wenn ich meinen Facharzt habe weiterarbeiten kann. Aber dafür müsste ich zuerst meinen Facharzt möglichst schnell bestehen und zweitens nach der Geburt einen Babysitter finden.
Meine Mutter will zwar die ganze Zeit das ich ihr das kleine dann gebe aber ich weiss nicht.
Nicht das unser kleines noch ein paar Macken von ihr erbt. Obwohl ich hab das Putz und Kochgen ja auch nicht unbedingt geerbt.
Egal wie das ganze dann aussieht eins ist sicher ein Heimchen hinter dem Herd werde ich garantiert nicht. Auch wenn Marc durchaus Freude daran hätte mich öfters mit Schürze hinter dem Herd zu sehen. Am liebsten natürlich nur mit Schürze und sonst nichts.
Hab ihm als er mir das vorgeschlagen hat das Kissen an den Kopf geworfen und gesagt er soll sich besser die Romane seiner Mutter mal ansehen statt so miese Pornos zu sehen. Den selbst Elkes Bücher haben mehr Niveau.



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