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Dieses Thema hat 326 Antworten
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Gretchen81 Offline

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11.02.2009 16:14
#251 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Die Nachtschicht später verläuft relativ ruhig. So ruhig das Marc in seinem Büro gleich wieder einpennt und auch Gretchen geht’s nicht viel besser. Sie wird zwar alle Stunde wach und macht einen kurzen Rundgang aber aus ihrem Vorsatz nicht einzuschlagen kann sie sich nicht halten.
Am Morgen wird sie geweckt durch den duft von frischem Kaffee. Als sie die Augen aufschlägt steht Christian vor ihr und hält ihr den Becher hin. Lächelnd wünscht er ihr einen guten Morgen. Die Assistenzärztin streckt sich und nimmt den Kaffee an. (Einer kann ja nicht schaden) „Danke.“ Obwohl sie immer noch nicht weiss wie ihn einschätzen soll und das vor allem nach seiner Kussattacke findet sie ihn doch irgendwie sympathisch. „War viel los in der Nacht?“ „Nein, war alles ruhig.“ Sie packt ihre Sachen zusammen und geht.
An der Türe von Dr. Meier klopft sie kurz. Als sie nichts hört geht sie rein. Marc schläft immer noch über seinen Unterlagen. Sie geht hin und gibt ihm einen kurzen Kuss auf die Wange.
„Ich komme!“ Er schreckt hoch und hätte dabei mit seinen Armen beinahe seine Freundin getroffen. „Oh, Tschuldige, muss eingeschlafen sein.“ Sie sieht sich seine Unterlagen an und stellt erstaunt fest. „Das sind immer noch die gleichen Forschungsunterlagen wie vor ein paar Stunden. Hast du die ganze Zeit geschlafen?“ Er macht schnell die Akte zu: „Nein, sicher nicht.“

Die ganze Woche über geht das so. Marc wirkt unkonzentriert und verschlafen. An Gretchen kann es nicht liegen. Denn die ist nur jeden 2. Tag bei ihm und meistens schläft er bereits wenn sie kommt. So langsam kommt sie sich verarscht vor. An einem Morgen versucht sie ihn zu wecken.
Als sie seine Stirnberührt bemerkt sie erst das er glüht. „Du hast Fieber.“ Doch der Arzt will nichts davon wissen. „Mir geht’s gut. Ich gehe jetzt Mal duschen.“ Er quält sich aus dem Bett. Auf dem Weg ins Bad hätte er beinahe die Türe verfehlt und wäre in den Rahmen gelaufen.
Gretchen hat genug gesehen. Sie steckt ihn wie einen kleinen Jungen wieder ins Bett und ruft im Krankenhaus an das sie später kommt und Dr. Meier krank wäre. Die Frau in der Verwaltung kichert dämlich. „Warum lachen sie so blöd. Ärzte können auch krank werden. Schliesslich sind wir auch nur Menschen.“ Dass Marc auch nur ein Mann ist merkt sie ein paar Minuten später.
Kaum hat er sich ins Krank sein ergeben, fängt er auch schon anzujammern. „Du kannst nicht einfach gehen. Ich brauch dich doch.“
(Eindeutiger Fieberwahn. So was würde der sonst nie sagen.)
Nach dem er noch ne weile rum gejammert hat und sie partout nicht gehen lassen will. Nimmt sie das Telefon und fragt ihn: „Ich rufe jetzt deine Mutter an, soll sie sich doch um ihren jungen, äusserst talentierten, wehleidigen Chirurgen Sohn kümmern.“
Er schreckt hoch: „Das wagst du nicht.“
Sie sucht bereits die Nummer im Speicher. „Und wie ich das mache. Kannst du jetzt die nächsten Stunden alleine sein oder muss ich deine Mami holen. Könnte dir auch wahlweise meine vorbei schicken. Die würde dich sicher gerne mit ihrer Liebe erdrücken. So wie sie es bei mir versucht seit dem ich schwanger bin. Und bei der Gelegenheit könntest du ihr auch noch gleich klar machen das Steffi und David heiraten und nicht wir. Jetzt denk gut nach was du lieber möchtest.“
Er gibt sich geschlagen: „Also gut, ich kann auch ein paar Stunden alleine sein. Aber du kommst direkt nach der Arbeit wieder her.“ Sie hätte sich beinahe flach gelegt vor lachen. Marcs Dackelblick war einfach zum Todlachen. „Ja, versprochen. In der Küche steht noch ein ganzer Krug Tee. Du weisst ja viel trinken. Und eine Schachtel Zwiback.“ Sie haucht ihm einen Luftkuss zu und geht.



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Gretchen81 Offline

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12.02.2009 11:04
#252 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten


Doktor Zimmermann ist bereits im Dienst als Gretchen endlich kommt. Er hat inzwischen begriffen, dass er mit ständigem Flirten nicht weiter kommt bei ihr. So probiert er es einfach mit Einfühlsamkeit und zu hören. Auch wenn das sonst nicht seine Art ist. Aber ihre permanente Ablehnung ihm gegenüber findet er einfach anziehend. Er hat bis jetzt noch nie eine Frau getroffen die so konsequent ihr Ziel verfolgt und dabei noch so ehrlich gegenüber ihrem Umfeld ist. Im Stationszimmer informiert er die Assistenzärztin über die bis jetzt passierten Ereignisse und über die Visite. Diese nickt stumm und sieht sich die Patientenakten an. Wie immer wenn sie denkt es sei nicht so stressig wird sie eines besseren belernt. Notfall an Notfall reiht sich.
Bei einigen sind es nur Kleinigkeiten die in kurzer Zeit erledigt sind dennoch schlaucht das hin und her gerenne. Am Mittag setzt sie sich erschöpft ins Stationszimmer und geniest eine Tasse Tee. Beinahe wäre sie kurz weggenickt, wenn nicht Christian sie angesprochen hätte: „Kommst du mit in die Cafeteria was essen.“ Sie sieht in misstrauisch an. „Ich verspreche es, ich habe keine Hintergedanken. Nur etwas essen und wir sind auch nicht alleine.“ Da ihr Magen inzwischen schon heftig knurrt gibt sie nach. Schliesslich ist eine regelmässige und gesunde Ernährung wichtig. Er lächelt sie an und sie gehen gemeinsam zum Aufzug. (Hoffentlich sind wir da nicht alleine drin.) Die Aufzugstüre öffnet sich und Mehdi steht bereits darin.
Er begrüsst die junge Ärztin mit einem Lächeln. Diese lächelt zurück. Chris sieht die beiden etwas seltsam an. Er entschliesst sich dazu sich einfach mal kurzer Hand vorzustellen um zu erfahren wer der Mann ist der angelächelt wird ohne nur ein Wort zusagen. „Ich bin Dr. Zimmermann, der neue Oberarzt der Chirurgie.“ Mehdi sieht zu Gretchen: „Was ist den mit Marc passiert?“ „Krank, liegt mit 39 °C Fieber zu Hause im Bett.“ Der Gynäkologie nickt verstehend „Ach so, dann sind sie also der 2. Oberarzt. Ich bin Dr. Kaan, Gynäkologie, und natürlich auch Oberarzt.“ Der Fahrstuhl hält an und Mehdi steigt aus: „Hat mich gefreut. Wir sehen uns sicher auf der nächsten Ärzte Sitzung. Und Gretchen du weisst, kein Stress und vor allem pass auf das du dich nicht bei Meier ansteckst. Das wäre in deiner Situation nicht besonders gut.“
(Super, er muss mich ja mal wieder daran erinnern. Das meine Schwangerschaft ein kleines Risiko hat.) „Was hat der den mit Situation gemeint?“ Fragt der Oberarzt nichts ahnend. (Was sag ich den jetzt?) „Ach, nur weil wir ja sonst schon unterbesetzt sind. Nicht das ich auch noch ausfalle.“



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Gretchen81 Offline

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12.02.2009 11:43
#253 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

In der Cafeteria setzen sie sich an einen Tisch in der Mitte des Raums. Gretchen hat sich schon wieder ihrem Verlangen nach Bananen hingegeben. Neben ihrem geschnetzelten Geflügelfleisch mit Reis hat sie sich einen Bananen-Shake genommen. Schon rein von der Kombination her recht schräg, darum entscheidet sie sich doch noch ein Glas Wasser dazu zuholen. Nicht dass Christian wirklich noch merkt das etwas mit ihr nicht stimmt. (Hab gar keine Lust das hier das ganze Krankenhaus schon weiss das ich schwanger bin. Mir reicht schon meine Mutter.)
Dr. Zimmermann sagt kein Wort als er ihr Tablett gesehen hat.

Marc indessen hat genug vom Krank im Bett rum liegen. Er holt sich ein Aspirin und etwas zu trinken. Nach dem er sich die volle Dröhnung Vitamin C zusätzlich verabreicht hat, setzt er sich vor den Fernseher. Wie langweiliger das Fernsehprogramm wird desto besser geht’s ihm.
Morgen würde er definitiv wieder Arbeiten gehen. Krankfeiern nur zu zweit und wenn beide gesund wären.

Nach einem ruhigen, für Gretchen sogar erstaunlicherweise angenehmen Mittagessen gehen die beiden Ärzte wieder an die Arbeit. So sehr Christian auch versucht sein Ego zu unterdrücken klappt das aber leider auch nicht immer. Als ein Patient nach dem Chefarzt verlangt rastet er kurzfristig aus: „Ich bin hier der Beste und das wird ihnen auch der Chefarzt bestätigen. Also lassen sie sich jetzt von mir Untersuchen.“ Der Mann bleibt aber stur bei seiner Meinung: „Wenn sie der Beste sind, warum sind sie dann nicht Chefarzt?“ Gretchen musste lachen bei der Bemerkung. (Wo er recht hat, hat er recht.) Sie will schon gehen und ihren Vater holen da hält Chris sie zurück. „Das kommt überhaupt nicht in Frage. Das wir den Professor wegen einer Kleinigkeit holen. Herr Kohlmeisel entweder sie lassen sich von mir untersuchen oder sie gehen wieder.“ Gretchen sieht ihn nur ungläubig an. Das ging ihr definitiv zu weit und sie zog ihn zur Seite: „Du kannst nicht einfach einen Patienten abweisen nur weil er nicht von dir Untersucht werden will.“ „Ich bin Privat versichert“ ruft der Mann den beiden zu. „So, du gehst dich jetzt raus abreagieren und ich rufe meinen Vater.“ Sie schubst ihn aus dem Behandlungsraum und piept Franz an. Doktor Zimmermann ist wütend. So wurde er noch nie von einer Assistenzärztin behandelt.



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Gretchen81 Offline

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12.02.2009 14:15
#254 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Am Abend schliesst Gretchen die Haustüre von Marcs Wohnung möglichst leise auf. Sie will ihn auf keinen Fall wecken. Der liegt schlafend auf dem Sofa und der Fernseher läuft.
In der Küche stellt sie ihre Schüssel mit Suppe ab und geht ins Wohnzimmer zu ihm.
Als sie ihn zudecken will, packt er sie und zieht sie zu sich aufs Sofa runter.
Erst als er sie wieder los lässt lösen sich ihre Lippen: „Ich dachte du seist krank.“ Er küsst sie erneut. „Bin ich ja auch und du bist meine Medizin.“ „Und dann steckst du mich auch noch an.“ Sie muss einwenig lachen. Und er grinst sie an: „Gute Idee.“ Er kugelt zusammen mit ihr vom Sofa runter auf den Boden. „Wir hatten schon lange keinen freien Tag mehr.“
Bevor sie fragen kann was er damit meint, vergisst sie alles um sich herum.

Super jetzt bin ich auch Krank. Zwar nicht wirklich aber musste gerade heftigst ins Telefon husten damit mir die Tussi in der Verwaltung auch abgenommen hat, dass ich und Marc heute wirklich nicht zur Arbeit könne. Sie wollte mich dann tatsächlich noch zu meinem Vater durchschalten damit ich das dem auch nochmal erklären könnte. Hab sie darauf hin angeschrieen ich sei kein kleines Kind mehr. Gut, hätte ich vielleicht nicht machen sollen. Aber die Frau war so dreist.
Jetzt könnte ich ja eigentlich ganz gemütlich wieder unter die Decke zu meinem liebsten Schlüpfen aber zuerst ess ich jetzt noch mein Bananen Yoghurt. Ja, ich weiss schon wieder Bananen. Aber so langsam lässt der drang nach und ich kriege Lust auf was anderes.
Erdbeeren mit Pfeffer und Schlagsahne wäre auch lecker.



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Gretchen81 Offline

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12.02.2009 15:08
#255 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
29. Kapitel: Die Hochzeit meiner besten Freundin

Gretchen entscheidet sich doch wieder zu Marc unter die Decke zu kriechen. So mitten im Küssen werden sie vom klingeln an der Türe gestört. „Lass es klingeln, Gretchen, die geben schon auf. Sind sicher nur wieder diese Sektenbrüder.“ Sie küssen sich weiter.
Doch auch der Klingler gibt nicht auf, er beschliesst kurzer Hand auch noch zu klopfen und zu rufen: „Margarethe, Dr. Meier seit ihr zu Hause?“ (Was um Himmelswillen macht meine Mutter hier.) Marc macht unvermindert weiter und küsst sie unter der Decke weiter. „Das ist meine Mutter?“ „Schön“ gibt der ihr nur kurz zur Antwort und lässt sich einfach nicht stören.
Endlich hört das Klopfen an der Türe auf. Gretchen will schon erleichtert aufatmen als sie einen Schatten am Fenster hinter dem Vorhang sieht. (Hoffentlich sind die Vorhänge richtig zu.) „Margarethe?“ Sie verkriecht sich jetzt auch unter der Decke. „Sag mal was willst du jetzt hier.“ Gretchen legt ihm den Finger auf den Mund und flüstert. „Psst. Meine Mutter steht vor dem Fenster.“ „Gretchen mache jetzt die Türe auf, ich sehe doch dein Auto hier stehen. Oder soll ich die Feuerwehr holen.“ (Das macht die glatt.) Beide sehen sich mit grossen Augen an.
Schnell fangen sie an unter der Decke an zu rotieren und ihre Sachen anzuziehen.
Als sie gerade ihr T-Shirt über den Kopf zieht klopft es wieder: „Geht’s euch gut?“ „Ja, Mama. Ich komme ja schon.“ Marc flüstert ihr noch zu während er sich die Hose zu macht: „Sie zu das sie so schnell wie möglich wieder verschwindet.“ Gretchen wird fast von ihrer Mutter überrannt als sie die Türe aufmacht. Sie fühlt gleich die Stirne ihrer Tochter. „Geht’s dir auch wirklich gut. Temperatur hast du keine.“ Sie weicht ihr aus und motzt „Warum bist du hier?“
Bärbel erklärt ihr das Franz sie angerufen habe weil sie sich jetzt auch noch krank gemeldet habe und er sich sorgen mache. Marc der nach langem suchen jetzt endlich sein T-Shirt an Gretchen entdeckt kommt mit freiem Oberkörper aus dem Schlafzimmer raus. „Da ist ja mein Shirt.“
Um Frau Haase klar zu machen das sie stört umarmt er Gretchen von hinten und küsst ihren Hals.
Das verunsichert die alte Frau zwar im ersten Moment, bringt sie aber nicht zum gehen.



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Gretchen81 Offline

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12.02.2009 15:38
#256 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Dreist setzt sie sich auch noch an den Küchen Tisch und verlangt ein Glas Wasser.
Gretchen wie Marc verdrehen die Augen. Kühn stellt sie das Glas wieder auf den Tisch, nachdem sie einen Schluck genommen hat. „Ich war auch mal in eurem alter, kann mich noch gut daran erinnern als sich dein Vater auch krank gestellt hat.“ „Wir sind wirklich krank.“ hüstelt Gretchen. Und Marc verdreht die Augen: „Sehr krank und höchst ansteckend.“ „Ihr seit vielleicht witzig Kinder.“ Sie faltet die Hände und bittet die beiden sich zu setzen: „Eigentlich bin ich noch wegen etwas anderem hier.“ Sie fängt an zu erzählen dass sie wegen der Hochzeit da ist. Und das ihr eine Idee gekommen ist. „Darum hab ich für euch ein Aufgebot bestellt. Es ist besser wenn das Kind in geregelte Verhältnisse geboren wird. Und es kostet euch auch nur halb soviel wenn ihr beide zusammen mit euren Freunden heiratet.“ Marc wäre beinahe vom Stuhl gekippt. Gretchen sitzt nur mit offenem Mund da. Sie hätte ja nichts dagegen zu Heiraten auch nicht zusammen mit ihrer Freundin. Aber wenn sie Marc noch nicht einmal dazu bewegen konnte mit ihr zusammenzuziehen, würde der sie auch sicher nicht heiraten.
„Kind, ich weiss das du dir eine Traumhochzeit immer gewünscht hast und jetzt könntest du das alles haben. Und das auch noch in einem schönen Kleid. In ein paar Monaten ist das nicht mehr möglich.“ Die Mutter nimmt die Hand ihrer Tochter und sieht ihr in die Augen. (Wie sag ich ihr das jetzt am besten.) Doktor Meier kommt ihr zu vor. „Wir werden nicht heiraten. Für was. Es ist auch so alles geregelt. Wir sehen das nicht so eng.“ Dabei sieht er zu Gretchen, die zieht unterbewusst ein trauriges Gesicht. „Ist doch so oder?“ Jetzt wirkt er verunsichert. Er dachte bis jetzt immer das Gretchen auch so mit ihm glücklich sei und keinen Trauschein braucht.
Bärbel sieht ein dass sie im Moment hier nur stört. Jedoch freut sie sich das wenigstens einer der beiden darüber nachdenkt.
Nach die beiden sich über eine halbe Stunde angeschwiegen haben zieht sich Gretchen an und geht. „Ich glaube es ist besser wenn ich gehe.“ Marc der immer noch einwenig neben sich steht, meint nur leise: „Besser so.“



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Gretchen81 Offline

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12.02.2009 16:28
#257 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

In ihrer Wohnung angekommen weiss sie immer noch nicht wie sie mit dem ganzen Umgehen soll. Ihre Mutter hatte wie immer Recht. Schon als kleines Mädchen war sie mit dem Kleid ihrer Mutter durch die Wohnung getobt und gesagt wie sehr sie eine Märchenhochzeit wolle. Und jetzt war alles anders gekommen als sie geträumt hat. Ja, sie hat den Mann ihrer Träume von damals neben sich. Aber der denkt noch nicht einmal im Traum daran sie zu Heiraten. Zu alle dem würde sie in weniger als 8 Monaten ein Baby zur Welt bringen. Was überhaupt nicht geplant war und so wie es aussieht sogar alleine aufziehen. Vielleicht hätte sie einfach von Anfang an klare Verhältnisse schaffen sollen. In dem sie gesagt hätte: „Ich wünsche mir nichts mehr als verheiratet zu sein.“ Traurig lässt sie sich aufs Sofa fallen. Steffi die gerade damit beschäftigt ist ihr Kleid anzuprobieren kommt aus dem Gästezimmer und setzt sich zur ihr hin. „Warum ziehst du den so ein Gesicht. Ich dachte du machst dir zusammen mit deinem Marci einen schönen „Krank“-Tag?“ Traurig sieht sie ihre Freundin an, die in ihrem Brautkleid einfach umwerfend aussieht. „Wollten wir ja auch. Bis meine Mutter kam und grossartig erzählt hat das sie uns ein Aufgebot bestellt hat.“ Steffi zieht die Augen brauen hoch. „Wie Aufgebot?“ „Sie ist der Meinung das Marc und ich nur einen schups brauchen dann würden wir einsehen das heiraten das Beste ist. Leider hat sie mich daran erinnerte dass ich immer schon heiraten wollte. Leider sieht das Marc nicht so.“ „Scheisse.“ Entfährt ihrer Freundin und nimmt sie in den Arm. „Und jetzt?“ „Bin ich gegangen und hoffe dass ich wenigstens nicht gleich alles kaputt gemacht habe mit dieser blöden Erkenntnis. Und vor allem hoffe ich das Mama nicht weiter an eine Doppelhochzeit denkt.“
„Mumpitz. Du hast sicher nichts kaputt gemacht. Und die Doppelhochzeit vergessen wir auch. Das ist mein Tag und den Teil ich nicht.“ Sie lacht ihre Freundin an, so das diese auch lachen muss. „Und was das Aufgebot angeht. Will ich gar nicht wissen wie sie das geschafft hat. Gib mir mal das Telefon.“ Gretchen reicht ihrer Freundin das Telefon. „Guten Tag, meine Name ist Margarethe Haase sie haben für mich und meinen Freund Marc Olivier Meier ein Aufgebot für diesen Samstagmorgen? Ja, genau das. Wir haben es jetzt doch nicht mehr so eilig. Können sie das auch um einen Monat raus schieben? Ach, wie lieb von Ihnen. Danke vielmal.“
Gretchen sieht sie fragend an: „Warum hast du es um einen Monat raus geschoben und nicht abgesagt?“ Sie zieht ihre Freundin vom Sofa hoch „Glaub mir. Dein Marc wird bald merken das er auch heiraten will. Und jetzt los probier dein Kleid an.“
Wenige Minuten später stehen beide vor dem Spiegel. Steffi mit Schleier in ihrem Blütenweissen und Gretchen in ihrem Cremefarbenen Kleid. Sie müssen lachen und Gretchen vergisst dabei fast schon das ihr vor wenigen Minuten noch zum weinen war.



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Gretchen81 Offline

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12.02.2009 21:16
#258 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Die nächsten Tage bis zur Hochzeit wurden von Steffi zusammen Gretchen straff durchgeplant.
David bekommt langsam kalte Füsse und Marc weiss immer noch nicht wie er mit dem Thema Hochzeit überhaupt umgehen soll. Die einzige die sich im Moment nicht mehr einmischt ist Bärbel. Denn sie ist immer noch der festen Meinung dass ihr Plan mit der Doppelhochzeit aufgeht. Steffi hat einen Plan wie sie Marc klar machen will dass er seine Freundin auch heiraten möchte. Doch das gestaltet sich schwerer als Gedacht. Alles schwärmen von gemeinsamen Leben und alt werden zieht einfach bei ihm nicht.
Es ist der Abend vor der Hochzeit und sie feiern Polterabend. Die Trauzeugen hatten den Auftrag möglichst viel altes Porzellan heranzuschaffen. Da Marc noch ein paar Sachen aus seiner alten Wohnung übrig hatte, ist ein grossteil von ihm. Gretchen indessen hat mehr mühe mit dem heranschaffen von Geschirr. Dank Hennes schaffte sie es doch noch einen ansehnlichen Berg zusammen zu schaffen. Alle Geladenen Gäste zerdepperten wie die wilden Teller und Suppenschüsseln. Beim Aufwischen drückten Marc und Gretchen dem Brautpaar dann die Besen in die Hand. Sie sehen den beiden beim wischen zu und zum ersten Mal seit Tagen kommen sie sich wieder näher. Er legt seinen arm um sie und flüstert: „Willst du wirklich so einen Blödsinn veranstalten? So wie es jetzt ist, ist es doch auch schön.“
Etwas ungläubig sieht sie ihn an und beschliesst im gleichen Moment Steffis Geheimtipp auszuprobieren. „Du hast Recht. So ist es schön. Ich hab meine Freiheit und du auch. Und mein Kind wird ein richtiger Haase.“ Sie gibt ihm einen kurzen Kuss auf die Wange und geht tanzen.
Daran hat er bis jetzt noch nicht einmal gedacht und er sieht ihr erstaunt nach.
Als David dann auch noch seine kalten Füsse verliert und Steffi vor versammelter Mannschaft ein Liebesgeständnis macht. Fragt er sich ob er wirklich nicht bereit ist etwas von seiner Freiheit herzugeben. Er stellt sich an die Bar und nimmt sich ein Glas Champagner. Zuerst beobachtet er David wie er sich zum Horst macht auf der Bühne (http://www.youtube.com/watch?v=N06BptVjSfs) und das nur für seine Steffi.
Dann sieht er Gretchen an.



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Gretchen81 Offline

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13.02.2009 08:47
#259 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
Auch wenn er es nur ungern zugibt. So langsam konnte er sich wirklich vorstellen doch zu heiraten. Die Musik wechselt, Marc stellt sein Glas auf die Theke und geht zu Gretchen hin.
Sie tanzen die halbe Nacht durch. Gegen 4 Uhr früh bittet Steffi ihn um einen gefallen: „Kann David bei dir schlafen. Du weisst doch Braut und Bräutigam sollten nicht unter dem gleichen Dach schlafen vor der Hochzeit.“ „Ja, klar solange du ihn nachher nicht mehr abschiebst geht das.“ Er grinst sie an. „Danke, er liegt so viel ich weiss im Moment irgendwo bei der Bar.“
Marc sieht sie etwas verwirrt an. Und sie deutet auf die Füsse die unter einem Tischchen rausgucken. David hat soviel gebechert das er unter einem Tisch eingeschlafen ist.
Der Trauzeuge hat mühe seinen Freund nach Hause zu schleppen Gretchen hilft ihm diesen zuerst mal ins Auto zu schaffen. „Aber ausladen musst du den alleine. Ich muss mit Steffi nach Hause.“ Der Bräutigam erwacht kurz aus seinem Tiefschlaf sieht die beiden an „Ich glaub ich muss kotzen.“ „Aber nicht in mein Auto.“ Bevor Marc seinen Satz beenden kann, sind seine Fussmatten auch schon eingesaut. Angewidert dreht er sich ab. Gretchen gibt ihm einen Kuss mit den Worten: „Na dann gute Nacht. Und ich denke morgen nehmen wir mein Auto.“
Mit einem grinsem im Gesicht verlässt sie die beiden. Der Oberarzt dreht sich wieder zu seinem Auto um. „Hätte dich doch in den Kofferraum schmeissen sollen.“ Er nimmt die Fussmatten und entsorgt sie in den nächsten Container. Dann fährt er zusammen mit seinem Freund nach Hause.



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Gretchen81 Offline

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13.02.2009 09:18
#260 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Der Hochzeitsmorgen startet für alle ziemlich unausgeschlafen. Die einen haben Kopfschmerzen und die anderen grössere Sorgen. Marcs erster Weg am Samstagmorgen führt ihn zu einer Autowaschanlage. Er bestellt das teuerste Programm inkl. gründlicher Innenreinigung.
Danach macht er sich auf zum Floristen und holt die Gestecke für die Anzüge sowie den Brautstrauss ab. Unterdessen versucht David seine Kopfschmerzen mit Tonnenweise Aspirin in den Griff zu bekommen.
Gretchen und Steffis Problem sind die Haare. Hoch oder offen, glatt oder gelockt. Die Friseuse ist am Ende ihrer nerven die beiden Frauen ändern alle paar Minuten ihre Meinung.
Eine Stunde vor der Zivilentrauung haben sie es dann endlich geschafft.
Steffis hat sich für eine Hochgesteck Frisur mit einem Pony vorne entschieden. Der Schleier wird hinten mit einer Spange in die Haare gesteckt.
Gretchens Haare sind zum Teil nach hinten gesteckt so dass sie ihr nichts ins Gesicht fallen können. Aber ansonsten offen. Jetzt fehlt nur noch die bestellte Limousine die die beiden zum Standesamt und danach in die Kirche fährt.
Es klingt an der Türe und die beiden glauben schon dass der Fahrer gekommen sei. Doch Bärbel steht vor der Türe mit samt Franz im Schlepptau. „Kinder seht ihr entzückend aus.“ Bevor sie meckern kann das Gretchen gar kein Brautkleid an hat kommt ihre Tochter ihr zu vor. „Mama, das ist Steffis Tag und zwar ganz alleine.“ Professor Haase versteht nur Bahnhof, seine Frau jedoch hat begriffen dass es keine Doppelhochzeit gibt. Sie ist etwas enttäuscht will sich aber nichts anmerken lassen. „Wie kommt ihr den zum Standesamt.“ „Mit einer Limousine“ gibt ihr die Brautjungfer zur Antwort. „Danach werden Marc und ich alleine fahren und dem Brautpaar diese überlassen.“ Steffi macht ne Handbewegung: „Ich dachte David hätte (würg) in Marcs Wagen und jetzt nehmt ihr deinen.“ Gretchen hält sich vor lachen den Bauch. „Du erinnerst mich da gerade an Marcs Gesichtsausdruck. Der war göttlich. Fast so gut als wo ich ihm vorher gesagt habe, dass unser Kind Haase heissen würde. Aber du glaubst doch nicht wirklich dass Marc sich hinter das Steuer von meinem Auto setzt. Das macht der nie im Leben. Denke der hatte heute Morgen etwas stress sein Auto wieder sauber zu bekommen.“ Inzwischen ist es Franz zu dumm geworden zu zuhören und kein Wort zu verstehen. Er zieht seine Frau in Richtung Türe: „Wir fahren dann schon mal. Wir wissen ja jetzt das alles in Ordnung ist.“
Bärbel will noch Protestieren wird aber wirklich regelrecht nach draussen gezogen. Was bei den jungen Frauen erneutes Gelächter auslöst.



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13.02.2009 11:41
#261 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Vor dem Standesamt warten David und Marc bereits ungeduldig. „Du aber dein Wagen riecht innen etwas seltsam.“ Marc dreht sich zu seinem Freund um und blitzt ihn böse an: „Ach ja?“
„Irgendwie säuerlich.“ Er wird noch mehr sauer: „Und wem hab ich das zu verdanken. Wenn du nichts verträgst solltest du auch nichts trinken. Dass das klar ist. Du zahlst mir die Reinigung.“
David kann sich an nichts mehr erinnern und das sagt er ihm auch. Der Oberarzt ist kurz davor dem Bräutigam an die Gurgel zu gehen hält die schwarze Limousine an.
Als erstes steigt die Braut aus. Steffi strahlt nur so und David wäre vor staunen beinahe die Blumen aus der Hand gefallen. Schnell reicht er ihr den Brautstrauss und küsst sie.
Nun kraxelt auch Gretchen aus der Limo. Marc kann seine Augen nicht vom Anblick von Gretchen nehmen. Das Kleid, die Frisur alles stimmt einfach. Er starrt sie an. „Könnte ich meine Blumen auch noch kriegen oder machst du jetzt auf Brautjungfer?“ Sie stösst ihn sanft an.
„Ehm, ja klar hier.“ Immer noch leicht verwirrt führt er sie in das Verwaltungsgebäude. Beim Standesamt sind nur die Brautleute mit ihren Zeugen anwesend. Die Gäste warten bei der Kirche.
Drinnen werden sie vom Standesbeamten bereits erwartet. Nach nur 10 Minuten ist alles rum.
David und Steffi sind jetzt offiziell Mann und Frau und küssen sich. Was nicht das letzte Mal für diesen Tag ist.



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13.02.2009 16:31
#262 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Im Wagen auf dem Weg zur Kirche verkneift sich Gretchen die Bemerkung dass der BMW immer noch müffelt. Doch Marc wird das jetzt auch zuviel. Er hält kurz an und lässt die Limo vor.
Da inzwischen die Sonne hoch am Himmel steht, entriegelt er das Verdeck und fährt anschliessend wieder weiter. „Wehe du fährst jetzt schnell.“ Motzt die Brautjungfer und hält sich ihre Haare. Er schaut schnell zu ihr rüber und muss grinsen. Dann setzt er kurz entschlossen zu einem Zwischenspurt an und überholt das Brautpaar wieder. Gretchen kreischt auf dem Beifahrersitz wie wild. „Spinnst du. Ich hab doch gesagt fahr langsam.“
Vor der Kirche zupft sie wie wild an ihren Haaren rum. „Ich seh garantiert aus wie eine Vogelscheuche. Musste das sein?“ Er geht um den Wagen rum und nimmt sie in den Arm. „Ja, das musste sein. Du hast jetzt wieder dieses glitzern in den Augen.“ Sie beruhigt sich und lächelt ihn an. „Du weisst schon das es auch einfach ginge.“ Er küsst sie kurz und flüstert „Ich weiss. Aber wieso einfach wenn es auch schwer geht.“ „Spinner.“
Vorlauter küssen bemerken sie nicht das inzwischen das Brautpaar angekommen ist. „Wie war das noch mal. Ah ja. DAS IST MEIN TAG!“ fordert Steffi. Die beiden küssenden zucken zusammen. „Ist ja schon gut.“
Die vier gehen den Mittelgang der Kirche entlang. Bärbel konnte ihre Tränen nicht länger zurückhalten. Sie schluchzte lauthals drauf los. Sie hatte alle möglichen Leute eingeladen. Zu Gretchens schrecken sitzt sogar Peter in einer Bank am Gang. Als Marc ihr Gesicht sieht flüstert er ihr zu: „Wer ist das?“ Nach paar Schritten flüstert sie zurück: „Mein Ex.“ „Aha“ Er macht nochmals einen Blick über die Schulter.



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13.02.2009 18:07
#263 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
Die Predigt des Pfarrers ist staubtrocken und langweilig. Doch das absolute Highlight ist Bärbel. Sie kann kaum still sitzend und schlägt an dauernd die Hände zusammen.
Gretchen befürchtet schon das ihre Mutter nächstens eine Welle startet. Darum starrt sie die Frau böse an. Die hält sofort den Mund. Der Pfarrer fährt mit den wichtigsten Worten fort.
Die Ringe werden getauscht und es folgt ein langer, sehr langer Kuss der beiden.
Auf der anschliessenden Hochzeitsfeier kann es Marc nicht lassen. Er muss unbedingt Peter kennen lernen.
Er reicht ihm die Hand: „Guten Tag, sie sind also DER Peter.“
Gretchen merkt von allem dem nichts da sie gerade in einem Gespräch mit Mehdi und Steffi vertieft ist.
Peter schaut ihn etwas verwirrt an: „Ja, ich bin Peter und sie sind?“
Marc grinst ihn provozierend an: „Marc, Marc Meier.“ Peter kommt der Name irgendwie bekannt vor. Es dauert ein paar Sekunden bis ihm klar wird wer vor ihm steht. Der Groschen fällt ihm, Gretchen hatte ihm mal von einem Marc Meier erzählt, der wohl in der Schule ihr grosser Schwarm war. „DER Marc Meier?“ Der Oberarzt nippt kurz an seinem Champagner und nickt genüsslich. Als Gretchen die beiden sieht befürchtet sie das schlimmste. (Warum reden die überhaupt miteinander. Marc wird doch nicht wohl?) Sie geht dazwischen. „Marc, kommst du mal. Wir wollen Fotos machen.“ Der ist immer noch am grinsen und zieht seine Freundin zu sich hin. „Schatz, hast du gesehen wer hier ist?“ (Nicht schon wieder? Immer wenn er Schatz sagt, hat er etwas vor.) Und wie er etwas vorhat. Dass Schatz hat seine Wirkung nicht verfällt. Peter starrt die beiden an. Marc doppelt nach in dem er seine Hand auf Gretchens Bauch legt und ihr einen Kuss auf die Wange gibt. „Geht’s EUCH beiden gut?“ Jetzt reicht es Gretchen und sie zieht Marc von Peter weg. „Komm der Fotograf wartet.“
Ausser hörweite von ihrem Ex stellt sie ihren Freund zur Rede: „Kannst du mir mal bitte erklären was das sollte?“ Marc zuckt mit den Schultern „Weiss nicht was du meinst?“ Er gibt ihr einen zärtlichen Kuss. (Er hat Glück dass ich Steffi versprochen habe, dass es heute ihr Tag ist. Und den will ich ihr nicht durch einen Streit verderben.)
Während der restlichen Feier hält sie den Chirurgen möglichst fern vom Tisch ihres Ex.



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13.02.2009 19:35
#264 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
In den frühen morgen Stunden, die meisten Gäste sind schon nach Hause gegangen, sucht Marc Gretchen. Er findet sie auf dem Kinderspielplatz auf einer Schaukel.
„Was machst du den hier draussen?“ Er setzt sich auf die Schaukel neben ihr.
„Ich frage mich warum du immer diesen Obermacho raushängen musst.“ Er ist still und schaut in die Ferne. „War das wirklich nötig mit Peter?“ Er sieht sie fragend an. Doch dieses Mal sieht die Ärztin in die Ferne und schweigt. „Ich denke schon.“ Ist seine Antwort auf ihre Frage.
So wirklich was anfangen kann sie mit der Antwort aber nicht. Darum dreht sie ihren Kopf zu ihm und sieht ihn an: „Ich wird aus dir nicht schlau.“ Der Chirurg steht auf und geht zu ihr hin.
Als er vor ihr hockt ahnt sie nicht was ihr Freund in den nächsten Minuten vorhat. „Ich weiss dass ich manchmal ein Idiot bin. Die Aktion mit Peter war nicht wirklich die beste Idee die ich in letzter Zeit hatte. (Das kann er aber laut sagen.) Hast du das ernst gemeint als du gesagt hast, das du deine Freiheit willst?“ Zögerlich kommt ihre Antwort: „Ja…“ „Und warum glaub ich dir jetzt nicht?“
Beschämt sieht sie zu Boden und er nimmt ihre Hand. Er atmet tief ein und fängt an: „Du bist die erste Frau von der ich nie genug haben kann. Die erste mit der ich rund um die Uhr zusammen sein möchte. Die erste die meine Wäsche waschen und meine Küche in Unordnungen bringen darf. Die erste die mich um den Verstand bringt. Was ich dich jetzt frage, frage ich dich nur ein einziges Mal. Kannst du dir vorstellen mich auch für den Rest deines Lebens zu ertragen?“
Sie glaubt zu träumen. (Das hat er jetzt nicht getan.) „Gretchen?“ (Er hats getan.)
Tränen schiessen ihr in die Augen. Sie möchte gerne ja sagen doch ihr Mund öffnet sich einfach nicht. Wie versteinert sitzt sie da und sieht ihn an. Marc sieht sie Erwartungsvoll an.
Er glaubt schon einen Fehler gemacht zu haben und bereut es dass er über seinen Schatten gesprungen ist. Da fällt ihm Gretchen einfach um den Hals und küsst ihn.
Da ihr JA einfach nicht raus will lässt sie lieber Taten statt Worte sprechen.



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Gretchen81 Offline

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16.02.2009 07:13
#265 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

30. Kapitel: Ich bin Verlobt

Ich glaub es kaum. Ich bin Verlobt.
Aber alles langsam von Anfang an. Gestern war die Hochzeit von Steffi und David.
Noch auf dem Polterabend hatte ich versucht Marc dazu zu bringen über eine Hochzeit nach zu denken. Doch der hat mich nur mit grossen Augen angesehen als ich ihm gesagt habe das es mein Kind sei und das es auch meinen Namen tragen würde. Hatte da wirklich gehofft, dass er sagt lass uns heiraten. Doch stattdessen umarmte er mich eine Stunde später und wollte mit mir tanzen. Auch das ganze Hochzeits Drumborium am nächsten Tag hat ihn nicht beeindruckt. Stattdessen musste er sein Revier gegenüber Peter markieren. Er hat mich demonstrativ vor Peter Schatz genannt und dann auch noch meinen Bauch gestreichelt und gefragt wie es uns beiden ginge. Er hätte ja auch einfach sagen können dass er mein Freund ist, statt so eine Show abzuziehen. War so was von sauer auf ihn. Aber konnte ihm schlechte eine Szene machen vor all den Leuten. Für den restlichen Abend hab ich dann versucht Marc von Peter fernzuhalten und Peter fern von mir. Der hat mich die ganze Zeit angestarrt und ich hatte schon angst dass er mich jeden Moment etwas fragen will. Gott sei dank war er dann irgendwann verschwunden und ich hab mich nach draussen verzogen. Brauchte einfach einwenig frische Luft. So langsam wurde es mir einfach zu viel da drin.
Draussen herrschte die erste laue Nacht des Frühlings. Alles roch nach dem erwachen der Pflanzen. Fand den Spielplatz hinter dem Wirtshaus und bin dann einfach auf die Schaukel gesessen und hab meine Seele baumeln lassen.
Ich bin eine halbe Ewigkeit einfach nur da gesessen. Bis Marc kam.
Nach einer sehr kurzen Diskussion warum er die Show mit Peter abgezogen hat. Hat er mich gefragt ob ich mein Leben mit ihm teilen will. Das war die schönste Liebeserklärung die ich je gehört hatte. Er hat nicht einfach gesagt dass er mich liebt und heiraten möchte. Er hat mir gesagt dass ich die einzige für ihn bin. Was mich aber erstaunte war das ich nicht einfach ja sagen konnte. Warum ist mir das „ja“ einfach nicht über die Lippen gekommen? Ich meine es war doch immer mein Traum. Warum sag ich dann nicht einfach JA?
Mein zögern hat ihn verunsichert. Darum hab ich ihn einfach geküsst als Antwort.
Werde wohl Spielplätze in nächster Zeit mit anderen Augen sehen. Der Antrag war speziell und das was dann folgte erst recht. Hoffentlich hat uns niemand gesehen. Sonst wäre das extrem peinlich.



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Gretchen81 Offline

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16.02.2009 10:13
#266 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten
Sie legt ihr Buch zur Seite und kuschelt sich wieder an Marc ran. Während Steffi und David in die Flitterwochen abfliegen, schlafen die beiden Trauzeugen wieder tief und fest.
Erst am Sonntagabend stehen die beiden auf und das auch nur weil ihr Magen knurrt.
Beim Essen vor dem Fernseher getraut sich Gretchen eine für sie wichtige Frage zu stellen: „Wie stellst du dir unsere Zukunft vor?“
Er sieht sie erstaunt an: „Wie meinst du das?“ „Ich meine alles. Beruf, Wohnung, Familie und so weiter.“ Er schweigt. (Bereut der jetzt etwa gerade seinen Antrag?) „Marc?“ Sie holt ihn aus seinen Gedanken heraus. Und er räuspert sich. „Weiss nicht. Wir könnten es doch erstmal auf uns zu kommen lassen. Brauchen doch nicht alles zu überstürzen.“
(Auf uns zukommen lassen? Hallo in ein paar Monaten kommt mehr auf uns zu als uns lieb ist.)
„Denkst du wirklich das es das beste ist einfach nur abzuwarten. Ich meine es geht nicht mehr lange dann …“ Weiter kommt sie nicht, denn Marc zieht sie zu sich hin und küsst sie.
(Seine Ablenkungsmanöver sind wirklich nicht von schlechten Eltern.)

Am Montagmorgen im Krankenhaus. Da in Marcs Kühlschrank nichts essbares mehr vorhanden war, hat Gretchen beschlossen zuerst etwas aus der Cafeteria zu holen bevor sie ihren Dienst antritt. Den mit dem Knäckebrot was ihr Marc vor die Nase gehalten hatte konnte sie einfach nichts anfangen. Ausser das sie sich mal wieder übergeben musste.
Im Aufzug trifft sie wie es nicht anders zu vermuten war auf Dr. Zimmermann. Er lächelt sie an und fragt wie ihr Wochenende den war. (Ich bin Verlobt und hatte Sex auf einem Kinderspielplatz. Das sag ich jetzt aber wirklich nicht.) „Ganz gut soweit.“ Sie lächelt zurück. „Schön.“ Er schweigt einen kurzen Moment. „Wir könnten ja gemeinsam Frühstücken?“ Gretchen sieht ihn erstaunt an. „Ja, ich dachte ich hatte eine lange Schicht und du eine lange vor dir. Da könnten wir doch wenigstens was zusammen essen.“ (Kommt gar nicht in Frage. Ich muss eindeutige Zeichen setzen.) „Ja, gerne.“ (Soviel zum Thema eindeutige Zeichen setzen. Was soll der jetzt denken?)



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16.02.2009 11:23
#267 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Dr. Zimmermann schliesst daraus das Gretchen doch nicht ganz so abgeneigt ist ihm gegenüber.
Schliesslich ist es nicht das erste Mal das sie mit ihm gemeinsam etwas essen geht.
Auch wenn es nur in der Cafeteria ist. Früher oder später wäre sie ihm verfallen wie die anderen es schon längst sind. Nein, sein Ego ist wirklich nicht gerade winzig.

Beim gemeinsamen Frühstücken schweigen sie sich ein paar Minuten an. Die Assistenzärztin rührt gedankenverloren in ihrem Tee umher. „Du bist wohl nicht so der Kaffee Trinker.“
„Doch eigentlich schon.“ Er deutet auf ihre Tasse. „Und warum trinkst du dann seit ein paar Wochen nur Tee oder Schokolade?“ Sie sieht in ihre Tasse und hätte sich mal wieder selber Ohrfeigen können. So langsam musste sie wirklich mit der Wahrheit rausrücken. Sonst würden sie noch alle für komplett durchgedreht ansehen. Schwester Sabine schaut sie auch immer schräger an wenn sie statt Kaffee immer zum Tee griff und die Übelkeit die manchmal trotz Tropfen durchkam war auch nicht gerade fördernd.
Letztens wollte ihr Sabine schon einen Zaubertrank geben, den sie von einem ihrer vielen Ex mal bekommen hatte.
Das Gretchen mal wieder in ihrem Gedanken fest hängt bemerkt Christian erst als er von ihr keine Antwort auf seine Fragen bekommt. „Gretchen, ist alles in Ordnung?“ „Was?“
Sie sieht zu ihm auf und bemerkt erst jetzt dass sie auf ihrem leeren Teller rumgestochert hat.
„Oh, Entschuldige ich war gerade mit meinen Gedanken an einem Anderen Ort. Was hast du gefragt?“ Er winkt ab: „War nicht so wichtig.“
Im Büro des Professor geht gerade die Antwort des Stiftungsrates ein über die Beförderung von Marc ein. „Das ist ja sehr gut.“ Er ruft seine Sekretärin zu sich und bittet sie eine Versammlung am Mittag einzuberufen.
„Du hast mich doch gerade etwas gefragt. Also raus mit der Sprache was wars?“ Gretchen sieht ihr gegenüber fordernd an. „Na gut. Ist aber wirklich nicht dringend. Ich hab dich nur gefragt ob du gut mit deinem Facharzt vorankommst.“ „Danke, sogar sehr gut. Werde sehr wahrscheinlich schon in ein paar Monaten Abschliessen können.“ „Schön. Wenn du Hilfe brauchst, du weisst wo du mich findest.“ Sie schiebt ihre Sachen auf dem Tablett zusammen und steht auf: „Danke fürs Angebot. Aber Marc hilft mir schon.“ Beim letzten Satz verging ihm fast das grinsen.



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16.02.2009 14:27
#268 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Anschliessend geht sie auf ihre Station und bereitet alles für die Visite vor. Als Marc kommt liegen alle Unterlagen fertig gestapelt an ihrem Ort: „Schwester Sabine sie sind ja noch lernfähig. Endlich mal Ordnung.“ Die Krankenschwester will es richtig stellen doch Gretchen winkt hinter Marc ab. Darum stottert die Schwester nur ein leises „Danke“.
Die Visite verläuft wie immer. Marc motzt kurz mit seinen Assistenzärzten und hin und wieder neckt er Gretchen. Diese gibt kontra und er lächelt sie darauf hin an.
Nach der Visite zieht er sie kurz zur Seite. „Weisst du etwas über die Versammlung heute Mittag?“ Gretchen schüttelt den Kopf. „Du hast doch nicht etwa deiner Mutter vom Samstag erzählt? Ich hab nämlich keine Lust auf so einen riesen Zirkus.“
(Riesen Zirkus? Der bereut also doch dass er mich gefragt hat. War ja klar.) „Nein, ich hab niemandem etwas erzählt. Und unseren Eltern das ganze zu erzählen ist deine Sache. Du weisst doch das der Mann beim Vater der Braut um deren Hand an halten muss.“
Der Oberarzt blitzt sie darauf hin böse an. „Sag jetzt bloss du stehst auf so einen Traditionsmist?“ „Warum nicht.“ Gibt sie ihm etwas patzig zur Antwort. „Ah ja? Und du, hast du etwa schluchzend ja gesagt? Ich erinnere mich da nicht daran. Das klang eher nach Stöhnen.“
(Okay, das hätte er jetzt nicht sagen brauchen.) Sie läuft Tomatenrot an, beim Gedanken an den Spielplatz. „Wenn du so kommen willst, sag ich nur soviel. Siehst du hier einen Ring?“ Sie hält ihm den Ringfinger vor die Nase. Auf der Stelle ist er eingeschnappt und läuft ihr davon.
(Das hast du ja wohl wieder ganz toll hingekriegt. Wenn er es vorher nicht bereut hat, dann sicher jetzt! Warum kann ich nicht einfach meine Klappe halten. Das mit dem Hand anhalten war ja nur ein Witz.)



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16.02.2009 15:33
#269 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Während den darauf folgenden Notfällen und Operationen herrscht zwischen den beiden Stille.
Marc ist mehr sauer auf sich selbst als auf Gretchen. Er hätte sie einfach nicht so fragen sollen.
Dann hätte sie ihm auch nicht solche Dinge an den Kopf schmeissen können.
Aber es war einfach der Moment der gepasst hatte. Und der Rest war ihm da sichtlich egal.
Bei der letzten OP vor dem Mittag hat er sich wieder einigermassen im Griff und versucht seiner Assistenzärztin wieder einen Schritt näher zu kommen. Er versucht es mit loben.
Doch das löst genau das Gegenteil aus. „Du machst das wirklich gut.“ Gretchen hat das Gefühl er wolle sie schon wieder nur runter machen. „Was hab ich jetzt wieder falsch gemacht?“
„Hei, ich hab nur gesagt dass du deine Arbeit gut machst. Nichts anderes. Krieg deine Hormone in den Griff.“ Schreit er sie schon fast an. Die Narkoseärztin und die weiteren Leute im OP starren die beiden an. Was aber keiner von den beiden merkt. „Ich soll meine Hormone in den Griff kriegen? Du bist genau so schuld daran wie ich. Also mach hier nicht so auf Oberschlau. Oder willst du behaupten du warst nicht dabei?“ Wenn die Situation nicht im OP stattfinden würde, währe es beinahe lustig ihnen zu zusehen. Der Narkoseärztin reicht es allerdings und geht dazwischen. „Ich störe ja ungern aber wir haben hier einen Patienten. Sie können später weiter streiten, wie ein altes Ehepaar.“ Sie zeigt auf den Mann der vor ihnen liegt. Als ob sie sich nie gestritten hätten arbeiten sie Hand in Hand.



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16.02.2009 16:32
#270 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Nach der OP gehen sie schweigend sich umziehen. Gretchen ist die erste die einen Schritt auf den anderen zugeht. Marc knüpft sich gerade sein Hemd zu als sie ihn anspricht. „Marc, wegen vor hin. Entschuldige, ich hab das nicht so gemeint mit dem Hand anhalten und so weiter. Ich weiss auch nicht warum ich so gereizt reagiert habe.“ Er sieht hoch von den Knöpfen: „Du willst mir damit bitte was sagen?“ Sie blinzelt ihn unschuldig an: „Das du recht hattest und meine Hormone mich neben der Spur laufen lassen.“ Er sieht sie fordernd an: „Und?“ „Das dein Antrag der wunderschönste war den ich je bekommen habe (War ja auch erst mein Zweiter). Und ich definitiv keinen Ring als Liebesbeweis brauche und schon recht brauchst du nicht bei meinem Vater um meine Hand anzuhalten. Bin Emanzipiert genug meine Hand selber jemandem zugeben.“ Er sieht sie immer noch ernst an: „Und das war jetzt wirklich alles?“
(He, was will er den noch? Soll ich ihm die Füsse küssen?) „Also wenn du denkst ich geh vor dir auch noch in die Knie. Dann täuscht du dich.“ Er muss lachen. „Auch keine schlechte Idee. Aber ich dachte da eher an was anderes.“ Marc zieht sie zu sich ihn und küsst sie.
Sie vergessen die Zeit. Inzwischen haben sich die Kollegen bereits in der Cafeteria versammelt.
Franz sieht nervös auf die Uhr und wartet auf die beiden wichtigsten Figuren. Er schickt kurzer Hand Jochen und Sabine auf die Suche nach den beiden Ärzten.
Jochen ist der jenige der Tatsächlich fündig wird. Er stolpert wieder rückwärts aus der Umkleide raus: „Himmel habt ihr kein Zuhause?“ „Und du? Noch wie was von anklopfen gehört?“ Motzt Gretchen ihren Bruder an. Er grinst sie fiese an. „Und du noch nie was davon gehört das man Sitzungen mit dem Chef einhält?“ „Scheisse!“ Rufen beide miteinander und zupfen ihre Kleider wieder an Ort und stelle.



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16.02.2009 19:13
#271 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

In der Cafeteria tigert Franz auf und ab. Ihm sind inzwischen die Ausreden ausgegangen wieso es nicht weiter geht. So beschliesst er eben ohne die beiden anzufangen.
„Geschätzte Kollegen, der Stiftungsrat hat ein paar Änderungen abgesegnet die ich euch heute gerne mitteilen möchte. Das erste ist das die verlangten neuen Röntgengeräte bewilligt wurden.“ Er macht eine kleine Pause als Marc zusammen mit Gretchen sich hinten rein schleichen will.
Die beiden sehen noch ziemlich ramponiert aus als Franz sie auch noch gleich nach vorne ruft.
„Und nun der eigentliche Grund warum wir uns hier versammelt haben.“ Marc flüstert Gretchen zu: „Bist du dir sicher das du deiner Mutter nichts gesagt hast?“ „Sicher, bin ich sicher. Wann hätte ich den bitte was erzählen sollen.“ flüstert diese zurück. Franz fährt unvermindert fort. „Ich bin sehr stolz euch heute mitzuteilen das…“ Marc verdreht schon die Augen. (Bitte lieber Gott lass ihn jetzt nicht anfangen über Familienplanung und so weiter zu erzählen.) „ das wir ab sofort den jüngsten Chefarzt von ganz Deutschland in unserem Krankenhaus haben. Herzlichen Glückwunsch Dr. Meier.“ Marc steht mit offenem Mund da und versteht im ersten Moment nicht recht was jetzt gerade passiert. Seine Kollegen klatschen Beifall. Bis auf einen, Dr. Zimmermann
macht ein Gesicht als ob er in eine Zitrone gebissen hätte.
Dann verkündet der Professor noch stolzer: „Geschätzte Kollegen, das ist noch lange nicht alles. Meine Tochter wird in kürze ihre Facharztprüfung abschliessen.“ (Bitte lass ihn endlich still werden. Nicht das der als nächstes noch erklärt das er Grossvater wird.)
„Sie ist ein wahres Talent und das alles noch trotz Schwangerschaft.“ (Jetzt reichts. Ich wollte es ja irgendwann mal sagen aber doch nicht so.) Christian wirft aus versehen sein Glas runter und Gretchen würde sich am liebsten in die nächste Ecke, sich verkriechen.
Ihr wird schwindlig als ihr Vater erneut zu einer ansage antreten will. Marc kann sie gerade noch auffangen bevor sie ganz wegklappt. Darauf hin sieht er den Professor an: „Ich glaub das wären dann genug Neuigkeiten für heute.“ Der frischgebackene Chefarzt nimmt die Assistenzärztin auf seine Arme und trägt sie nach draussen, weg von den Kollegen. Diese tuscheln heftig miteinander. Dem Professor ist das ganze jetzt doch auch einwenig peinlich. „Ich glaube dann wärs dann. Gehen wir wieder an die Arbeit.“



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17.02.2009 08:10
#272 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Gretchen kommt langsam wieder zu Bewusstsein: „Sag bitte das ich das geträumt habe. Mein Vater hat nicht gerade vor versammelter Mannschaft erklärt das ich schwanger bin, und ich bin auch nicht noch zusammengeklappt?“
Marc lächelt sie an: „Doch das stimmt. Und weil du umgekippt bist hast du noch schlimmeres verhindert. Wer weiss was dein Vater noch alles sagen wollte.“
Sie rappelt sich hoch: „Ich bring ihn um.“ „Das wirst du schön bleiben lassen. Er ist halt nur ein sehr stolzer Vater. Also lass ihn, zu dem wäre es früher oder später so oder so raus gekommen.“
Dabei sieht er auf ihren Bauch, sie zieht ihr Oberteil runter. „Schon klar. Aber jetzt kann er sich offiziell aufregen und mich betüddeln.“ Marc muss lachen, er kann sich genau vorstellen vor was Gretchen sich jetzt schon fürchtet. Er hilft ihr auf die Beine: „Na ja. Aber so unrecht hat er dann aber auch nicht. Schliesslich sollst du dich ja nicht überanstrengen.“
Sie sieht ihn schockiert an: „Willst du mich jetzt vom OP Plan streichen oder was? Ich bin nicht krank ich bin schwanger. Zudem sieht man noch nicht einmal was.“
„Und was war das für eine Nummer im OP heute?“
Sie lässt ihn einfach im Flur stehen. (Der hat doch ne Meise. Nur weil ich schwanger bin will der mich nicht mehr im OP. Vor allem was soll der Aufstand jetzt schon? Ich hab immer noch 6 Monate vor mir.)
Marc ruft ihr noch nach: „Das war ein Witz. Komm wieder zurück.“ Doch die Ärztin hat vorerst genug gehört und geht ins Stationszimmer.



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17.02.2009 09:49
#273 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Schwester Sabine mustert sie die ganze Zeit. „Na, fragen sie schon. Ich sehs ja ihrer Nasenspitze an, dass sie eine Frage haben.“ „Darf ich wirklich?“ Gretchen nickt und die Krankenschwester fragt sie richtig gehend aus: „Wer ist der Vater? Wissen sie den schon was es wird? Wann ist den soweit? Und werden sie nach der Geburt wieder arbeiten?“ Die Assistenzärztin muss zuerst mal überlegen wie sie die Fragen am besten beantworten soll. „Erstens die Frage mit dem Vater meinen sie nicht wirklich ernst oder? Zweitens: Nein, ich weiss noch nicht was es ist. Drittens: in ca. 6 Monaten ist es soweit. Und zu der letzten Frage, seh ich aus als könnte ich ohne meinen Beruf sein?“ (Das war jetzt vielleicht ein kleinwenig zu gereizt.) Sabine starrt sie entgeistert an.
(Oh Gott, die erste und letzte Frage war ernst gemeint.) „Der Vater ist Marc und ja ich werde nachher wieder Arbeiten.“ „Aha.“ Kommt von ihrem gegenüber.
Dafür scheint das Thema vorerst erledigt zu sein und sie kann normal weiterarbeiten.
Marc versucht zwischen den einzelnen Patienten ihr noch mal zu erklären das er das mit dem OP verbot nicht ernst gemeint hat. Aber sie ignoriert ihn einfach immer konsequent.
Am Ende der Arbeit macht sie sich alleine auf den Heimweg.
Zu Hause kocht sie sich etwas kleines, räumt die Wohnung auf und macht es sich gegen Abend dann gemütlich auf dem Sofa. Bei einem Film bleibt sie hängen. Sie nickt für einen kurzen Moment ein. Als sie die Augen wieder öffnet liegen vor ihren Füssen lauter Rosenblätter.
Sie folgt ihnen nach draussen. Im Garten, der nur durch ein paar Schwedenfackeln beleuchtet ist steht Marc.
Langsam geht sie auf ihn zu. Als sie fast bei ihm ist geht er auf sie zu. (Träum ich das jetzt? Ich träum das!) Mit klarer deutlicher Stimme sagt dieser: „Gretchen, da mein letztes Mal etwas spontan war hier noch mal richtig. Ich frage dich hier und jetzt willst du mich heiraten?“
Dieses Mal zögert sie nicht und das ja kommt auch ganz spontan. Doch sie glaubt immer noch zu träumen. Erst als ihr Marc ein Kästchen vor die Nase hält und es öffnet wird ihr bewusst das sie nicht träumt. „Der ist ja wunderschön. Aber ich hab doch…“ „Scht. Du hast es verdient.“



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17.02.2009 11:12
#274 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

Am nächsten Morgen schreibt Gretchen mal wieder in ihr Tagebuch.
Gestern gings ganz schön drunter und drüber. Zuerst hat mein Vater der versammelten Mannschaft erzählt dass ich schwanger bin. Und er hat Marc zum Chefarzt gemacht.
Was dann aber unterging. Marc meinte nachher sich gleich als verantwortungsbewussten Vater auf zu führen und meinte ich solle mich schonen und in nächster Zeit keine OPs mehr machen.
GRRRR.
Er meinte nachher das sei ein Witz gewesen. Wer’s glaubt, ich nicht. Kann mir schon vorstellen wie die nächsten Monate werden. Alle nerven mich.
Aber wenigstens weiss Marc sich zu entschuldigen. Ich hab ihm zwar gesagt das ich keinen Ring brauche um zu wissen das ich ihn liebe und er mich. Trotzdem war sein offizieller Antrag einfach genial. Und der Ring erst. Weissgold mit einem Diamanten. Ich könnt den Stundenweise ansehen, der glitzert so schön.
Heute Morgen beim Aufwachen hat mir Marc noch gesagt dass er in Zukunft auch ein paar Sachen bei mir lagern werde. Denke das heisst er zieht hier ein. Ich freu mich so was von.
Wir werden eine richtige kleine Familie. Aber eines könnte er wirklich mal lassen.
Der hat mich jetzt zum Zweiten mal durchs ganze Krankenhaus gejagt mit den Worten Hasenzahn beweg deinen Arsch, hier wird gearbeitet und nicht gefaulenzt.



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17.02.2009 14:29
#275 RE: Fortsetzung Nr. 2 von Gretchen81 Zitat · Antworten

„Was beschwerst du dich. Du hast doch selber gesagt, du seihst nicht krank sondern schwanger.“
Gretchen lässt vor lauter schrecken ihr Buch fallen. Denn Marc steht hinter ihr und hat über ihre Schultern den letzten Satz lesen können. Jetzt grinst er sie an und sie versucht panisch ihr Buch zu verstecken. Was eigentlich schon längst überflüssig ist. „Gibt’s auf. Ich kenne deine geheimsten Gedanken schon lange. Wann wolltest du mir eigentlich erzählen das du den Termin beim Standesamt statt gelöscht verschoben hast?“ Empört sieht sie ihn an. „Du hast doch nicht etwa in meinem Tagebuch gelesen?“ Er versichert ihr dass er da nicht drin gelesen hat.
Aber das Standesamt habe sich telefonisch bei ihm gemeldet. Da es anscheinend ein Problem mit den Terminen gibt. „Wie Problem mit den Terminen?“ „Das heisst wir müssen persönlich vorbei um alles unter Dach und Fach zu kriegen.“ Er schnappt sich ein paar Unterlagen und gibt ihr einen Wink das sie mitkommen soll zur Visite.
Sabine fallen beinahe die Augen raus als sie den Ring an Gretchens Finger kurz aufblitzen sieht.
Sie sagt jedoch kein Wort. Um den Mittag rum kommt Bärbel ins Stationszimmer gerauscht.
Nach einer fast erdrückenden Umarmung, motzt sie das sie ihre Tochter sich ruhig hätte melden können. Und das sie von Franz erfahren hat das sie gestern umgekippt sei. „Ich mach mir eben sorgen um dich und meinen Enkel.“ „Müssen wir das unbedingt hier besprechen. Ich hab noch nichts gegessen. Wir können doch auch in die Cafeteria.“ (Da sind so viele Leute da fällt eine Verrückte mehr oder weniger auch nicht auf.)
Ihr Mutter willig ein und kann kaum den Mund halten bis sie in der Cafeteria sind. „Steffi hat mich heute Morgen angerufen. Sie seien gut gelandet und ich soll dich ganz lieb grüssen. Ist das nicht schön dass dein Marc jetzt Chefarzt ist. Jetzt brauchst du dir keine Gedanken mehr zu machen und kannst beruhigt nach der Geburt zu Hause bleiben.“ (Hallo, will die mich jetzt zum Heimchen am Herd machen?) Sie sieht ihre Mutter wütend an, doch diese plappert munter weiter und lässt sich einfach nicht stoppen. Als sie mal wieder von einem geregelt Umfeld anfängt, reicht es Gretchen: „Mama, du kannst aufhören mir ins Gewissen zu reden. Wir werden heiraten.“
Bärbel ist tatsächlich für einen Moment sprachlos. Leider aber nicht lange genug. „Er hat dich gefragt? Wann und Wo? Und hat er dir auch einen Ring geschenkt? Wann wird die Hochzeit sein? Weisst du schon was du für ein Kleid willst? Wann zieht er zu dir?“
(Hätte besser nichts gesagt!) Die Assistenzärztin hat Glück den ein Notfall rettet sie von den vielen Fragen. (Phu, Glück gehabt. Aber ganz falsch sind die Fragen aber auch nicht.) Denkt sie sich auf den Weg in die Notfallstation.



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