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Karo Offline

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24.02.2020 19:34
Babyschwimmen Zitat · Antworten

BABYSCHWIMMEN


Gretchen hatte sich eine Schwimmnudel unter die Arme geklemmt und trieb völlig entspannt im Wasser. In der chlorgeschwängerten Luft verflüchtigten sich Wörter und Laute nur schwer. Sie versuchte sich auf eine Geräuschquelle zu konzentrieren. Eine Quelle, die aus zwei Individuen bestand. Den liebsten und wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Vor zwei Wochen waren sie erstmals beim Babyschwimmen gewesen. Zum Element Wasser hatte sie seit jeher ein besonderes Verhältnis gehabt und sie wäre gern schon früher mit ihrer Tochter in das Nass gestiegen. Doch der Kinderarzt hatte Antonia erst jetzt grünes Licht gegeben.

Und dann war da immer noch Marc, den sie hatte überzeugen müssen. „Zu kaltes Wasser“ „Zu stark gechlort“ „Zu viele Bakterien“. 33 Grad waren beileibe nicht zu kalt. Und mit Chlor wurde nun mal die Anzahl der Bakterien eingedämmt. Es gab die Vermutung, dass Babys, die häufig in Chlorwasser schwammen, schneller Allergien oder Atemwegsinfekte bekamen. Und Antonia war ein Frühchen. Aber der Kinderarzt hatte Marc mit logischen Argumenten ruhig gestellt. Sie sollten es einfach ausprobieren. Erstmal alle 14 Tage, dann bliebe Antonia genug Regenerationszeit. Vielleicht wäre es ja auch gar nichts für die Kleine. Und ja, jetzt im Winter, wäre die Gefahr größer, dass sich die Kinder erkälteten. Das läge aber nicht am Babyschwimmen sondern an den Eltern, die unterschätzten, wie schnell Säuglinge auskühlten.

Und nun konnte sie eine halbe Stunde völlig entspannt im Wasser liegen. Die Temperatur war ihr sehr angenehm und sie fühlte sich pudelwohl.

„Brrrrrrrmmmmmm….“ Sie lächelte, das war eindeutig Marc, der da näher herangebrummt kam. „Guck mal Antonia, hier schwimmt ein Wa…“ Gretchen schlug die Augen auf und sattes Blau gebot Marc Einhalt. „… ein wahnsinnig schöner Mensch, hey, das ist ja Deine Mutter!“

Die Mutter lachte und stellte sich auf. Nahm ihre Tochter in den Arm. Die hatte schnell von den Küssen ihrer Mutter genug und forderte quietschend nach Action.

„Kuscheln könnt ihr später, Gretchen. Hier sind wir sportlich.“
Mit diesem flotten Spruch hatte Marc eigentlich vorgehabt, seine Erstgeborene wieder an sich zu nehmen. Doch mit der Nudel unter ihrem Nacken und der Tochter auf dem Bauch schwamm Gretchen nun von Marc weg, der verdutzt hinter seinen Mädchen her blickte. „Äh…“
„Sportlich Marc. Hopphopp!“
Natürlich kostete es ihn keine Mühe, zu den beiden aufzuschließen. Eine Weile tobten sie vergnügt durchs Wasser, Antonia fand es offensichtlich toll, zwischen ihren Eltern hin und her geschoben zu werden. Spritzwasser machte ihr überhaupt nichts aus, wie Marc stolz bemerkte. Im Gegensatz zum dicken Max, der seinen Kopf gar nicht hoch genug aus dem Wasser strecken konnte.

Als Marc die beiden wieder einmal zu sich zog um aller Welt zu zeigen, dass diese Frau zu ihm – und nur zu ihm! – gehörte, raunte Gretchen ihm zu, dass ein solches Verhalten von Antonia zum augenblicklichen Abbruch des Babyschwimmens führen würde. „Sehe ich auch so. Aber ich bin froh, dass Du mich überzeugen konntest, es auszuprobieren. Antonia fühlt sich wohl!“
„Weil sie sich mit und bei uns sicher fühlt.“
„Weil ich euch liebe!“

Kurz darauf war die Zeit um und Marc ging sich umziehen. Dann holte er seine Tochter aus dem Wasser und packte sie in den kuschelweichen Bademantel mit den gelben Sternen. Den hatte er ausgesucht – dass Antonia auch mit anderen Farben Kontakt bekam. Nicht nur mit Rosa. Beim nächsten Kind würde er allen erzählen, dass es ein Junge würde. Er hatte einsehen müssen, dass die Ankündigung eines Mädchens dazu führte, dass alle Welt zur Mädchenfarbe griff. Gretchen behauptete, dass kein einziges Stück Rosa von ihr angeschafft worden wäre. Es war ihm auch egal. Er liebte seine beiden Mädchen, mit und ohne Rosa.

Wobei sich Gretchen mehr auf Rot eingelassen hatte. Es passte zu ihrem Temperament. Das gefiel ihm persönlich bei weitem besser. Allein der rote Bikini, den sie heute getragen hatte. Dessen Schnüre er gerne einfach mal aufgezogen hätte. Keine der anderen Mamis trug einen Bikini. Meist hatten sie sich für schwarze Badeanzüge entschieden und eine sprach Gretchen ganz uncharmant an: „Dass Sie sich das trauen, mit dem Babyspeck!“ Fast hätte Marc die andere Mutter unter Wasser gezerrt. So sprach niemand mit oder über Gretchen. Seine Frau hatte eine wunderbare Figur. Basta! Und definitiv mehr Hirn als alle zusammen. Vom Herzen mal ganz zu schweigen.

Während er seine Tochter sorgfältig abtrocknete und eincremte, und immer wieder an ihr schnupperte – dieses Baby roch so unglaublich gut! – ihr den grauen Strampler mit den rosa Herzchen über Windel und Body zog, erzählte er ihr von den Vorzügen ihrer Mutter. Dass Antonia ein Glückskind sei und er der glücklichste Mann der Welt. Und der glücklichste Papa der Welt – natürlich. Und dass er alles für seine beiden Frauen tun würde. Er küsste jede Hand, bevor er sie durch die Jackenärmel steckte, jeden Fuß, bevor er die von Uroma Haase gestrickten Wollschuhe anzog. Jedes Ohr und die Stirn, bevor er ihr die Mütze – rosa mit Bommel – aufsetzte. Und zuletzt nahm er sein Kind auf den Arm und küsste jede freie Stelle des rosigen Gesichtchens, immer wieder ihren unverwechselbaren Duft inhalierend.

In der Zwischenzeit hatte Gretchen sich (selbst den roten Bikini ausgezogen) umgezogen und übernahm nun die warm verpackte Tochter, während Marc sich selbst zu Ende anzog. Auf der Rückfahrt wurde Antonia quengelig, natürlich hatte sie Hunger. Und bestimmt war sie müde. Wie er. Er hatte schließlich nicht, wie seine Frau, im Wasser chillen können.
Doch seine Belohnung kam. Als Gretchen es sich in seinem Arm gemütlich machte um Antonia zu stillen, war das sein allabendlicher Tageshöhepunkt. Er würde verhindern müssen, dass Gretchen irgendwann abstillte oder ihr ein Kind nach dem anderen machen. Auf diese friedvolle Zeit wollte er einfach nicht mehr verzichten!

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