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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 405 mal aufgerufen
 Erfindet eure eigene Fortsetzung!
Crunchy Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 403

13.12.2018 18:24
One Shot Sammlung - Alte Liebe - Neues Glück Zitat · Antworten


Alte Liebe - Neues Glück


Flashback One Shots



Hier haben wir für Euch eine kleine Flashback One Shot Sammlung angedacht . Alles in Bezug auf die Hauptstory ... Zum kommentieren hier entlang





Iris - Hochzeitstag Haase







Damals – Berlin

Er war wirklich ein sehr geduldiger Mensch geworden… Seitdem Gretchen Haase ihn, mehr oder weniger, unter ihre Fittiche genommen hatte, schwoll die Ader auf seiner Schläfe immer seltener an. Das konnte jeder, der ihn kannte, bezeugen! Dessen war sich der selbstverliebte Chirurg sicher. Dass es jedoch Kollegen gab, die diese These mit nur einer hochgezogenen Augenbraue widerlegen konnten, ignorierte Marc geflissentlich! Immerhin stand er heute in einem der stinkendsten Läden überhaupt und wartete geduldig, mit seinem Schlüsselbund spielend, darauf, dass seine Freundin und ihre Mutter, endlich mal die beschissenen! Blumenbouquets aussuchten, die Bärbel, zu ihrem Hochzeitstag im Garten drapieren wollte. Gut – vielleicht war er doch nicht die Ruhe selbst, aber er hielt sich zurück. Er war doch selbst schuld, dass er heute hier stand… Nie wieder würde er nach dem Sex nur mit einem Ohr zuhören! Das hatte er sich, nachdem Gretchen ihn am nächsten Morgen auf den Termin mit seiner Mutter hingewiesen, und ihn dick und rosa in seinen Kalender gekritzelt hatte, geschworen.

„Aber weiß und rot ist doch viel zu klassisch, Gretchen“, sinnierte Bärbel und schüttelte entschlossen den Kopf. „Es soll schon etwas Besonderes werden.“

„Och Mama“, schmollte die Chirurgin. „Ich habe halt kein Verhältnis zu Blumen… Aber da es eure Smaragdhochzeit ist, würde ich passend zum Thema, grün bevorzugen.“

„Grün ist das stinkende Gestrüpp doch immer“, maulte Marc – dem die Warterei langsam doch zu bunt wurde. „Außerdem ist es ja wohl die zweite Smaragdhochzeit. Was hattet ihr denn bei der Ersten?“

„Weiße und rote Rosen“, gab Bärbel kleinlaut zu. „Aber das kann ich doch nicht schon wieder machen…“

„Und woher willst du überhaupt wissen, dass es die zweite ist?“, fragte Gretchen verwundert.

„Äh – ich kann mich durchaus informieren“, nuschelte Marc. Musste doch keiner wissen, dass er sich bezüglich eines Geschenkes schlau gemacht hatte, und auf den ein oder anderen Artikel gestoßen war. Zumal er noch immer nicht nachvollziehen konnte, warum man jeden einzelnen Hochzeitstag unbedingt feiern musste. Einmal, war doch wirklich mehr als genug! „Dann nehmt ihr halt dasselbe! Ich muss heute noch arbeiten, falls die Damen nichts einzuwenden haben?!“

Für einen kurzen Moment hatte Marc geglaubt, er hätte die beiden endlich überzeugt… Kurz darauf war er wütend aus dem Laden gestürmt, um sich eine Zigarette zu gönnen, ehe ihm der Kragen platzte. Baccara oder nicht, war die minder interessante Frage gewesen und als die Verkäuferin, die der Chirurg nicht einmal mit der Kneifzange angefasst hätte, sagte, dass Baccara im Moment nicht zu beschaffen war, mussten es wieder andere Blumen sein. Schon seit mehreren Wochen ging dieser Zirkus nun schon. Der Hochzeitstag von Franz und Bärbel Haase, schien im haasischen Universum ein Ereignis der besonderen Art zu sein, denn immer und immer wieder, wurde er daran erinnert. Erst war es eine beiläufige Bemerkung beim Abendessen gewesen. Dann erschien Bärbel immer öfter auf der Station um ihn und ihre Tochter daran zu erinnern… Bis Gretchen dieses Verhalten eins zu eins übernommen hatte, und ihn bei jeder Gelegenheit, in den Ohren lag. Vor dem Schlafen, nach dem Aufstehen, beim Frühstück, unter der Dusche, im Auto, auf dem Weg zur Arbeit, auf dem Weg nach Hause, während der Arbeit, während einer laufenden Lebertransplantation, während der OP-Planung, mitten im spannendsten Teil eines Filmes, wenn er sie küsste … Einfach immer und überall! Und einfach auf Durchzug stellen, wie neulich in der Cafeteria, als er vorgab eine Akte sorgfältig zu studieren, war auch nicht drin.

„Äh – Marc? Hast du das verstanden? Bald ist der 36. Hochzeitstag meiner Eltern, wir müssen nach einem Geschenk schauen… Und ein neues Kleid bräuchte ich vielleicht auch!“, ratterte seine Freundin einstudiert herunter. Jedes Mal!

Ein musste er ihr lassen: Ausdauer hatte sie – nicht nur im Bett, oder beim Essen! Und es ging ihm auf die Nerven… Doch das war nichts, im Vergleich zu dem, was ihn an besagtem Tag erwartete.

Schon am Morgen lagen die, dank verklebter Vollmilchschokolade, starken Nerven seiner Freundin blank. Ihrer Meinung nach, lief nichts nach Plan. Seiner Meinung nach, lief es nahezu perfekt. Nach einer ausgiebigen Nacht voller Leidenschaft, wie sie es Dr. Sommer beschrieben hätte, hatten sie eine oder vielleicht auch zwei Stunden länger geschlafen, als von Doktor Haase beabsichtigt. Immerhin musste sie noch ins Bad.

„Und was willst du da bis heute Abend machen?“, hatte Marc gähnend gefragt und war, selbstverständlich vollkommen entspannt, im Bett geblieben. Während seine Freundin, in eine dünne Decke gehüllt, durch das Schlafzimmer hüpfte, um ihre Unterwäsche aufzusammeln.

„Baden und rasieren, wäre Schritt eins. Dann bräuchte ich unbedingt mal wieder ein Peeling. Von der Gesichtsmaske mal ganz abgesehen… Habe ich gestern eigentlich die Gurke geschnitten?“, schnaubte sie angestrengt auf. „Egal! Und meine Haare Marc. Was meinst du wohl, wie lange das dauert, die zu bändigen… Nachdem was du heute Nacht wieder angestellt hast, wird allein das zwei Stunden in Anspruch nehmen!“

„Was ich angestellt habe?“, fragte er ungläubig und lachte auf. „Was kann ich denn dafür, wenn du, sobald du auch nur an mir geschnüffelt hast, sämtliche Hemmungen verlierst?!“

„Also… Das… Ich werd doch wohl nicht…“, stammelte sie. Ihr Kopf wurde immer, roter und roter… Für Marc natürlich gleich wieder ein Grund, sie noch mehr in Verlegenheit zu bringen…

„Da!“, sagte er und zeigte auf ihr Gesicht. „Dein Orgasmus Gesicht. Gut… Vielleicht nicht so erschrocken, aber immerhin!“

„Arsch!“, fauchte sie und sah zu, dass sie die Badezimmertür schnell hinter sich zugezogen bekam, um sein gehässiges Gelächter, nur noch gedämpft hören zu müssen.

Doch damit war es nicht genug gewesen. Als sie, nach fünf Stunden, endlich aus dem Badezimmer kam und er endlich mal unter die Dusche durfte, bat sie ihn doch allen Ernstes sich zu beeilen!

„Pff!“, grunzte er jedoch nur und besaß sogar die Frechheit, nach dem Duschen, nur mit einem Handtuch bekleidet, nach draußen zu stiefeln, um sich eine Zigarette zu gönnen.

„Maaarc!“, schimpfte Gretchen. „Willst du, dass wir zu spät kommen? Überall wäre es mir ja egal – aber das sind meine Eltern, verdammt!“

Dabei hatte sie sich selbst noch nicht einmal in ihr Kleid gequetscht! Und auch dafür, brauchte sie eine geschlagene Stunde. Zwar nicht fürs Anziehen an sich, aber für Selbstzweifel.

„Ich seh aus, wie ein Würstchen im Schlafrock“, hatte sie verzweifelt gehaucht. „So kann ich doch nicht gehen!“

„Du siehst toll aus“, murmelte Marc daraufhin nur. Allerdings ohne von seiner Uhr aufzusehen, die er sich gerade umband. „Können wir dann jetzt mal oder willst du weiter vorm Spiegel stehen, und hoffen, dass die Kalorien sich erschrecken und von selbst verschwinden?“

„Du bist so unsensibel Marc“, hauchte sie schniefend.

Nachdem der Chirurg einmal seine Augen geschlossen hatte, um sich selbst zur Ruhe zu rufen und nicht vielleicht noch etwas Gemeineres zu ihr sagte, nahm er sie von hinten in den Arm und küsste ihren Hals. Seine Hände verschränkte er vor ihrem Bauch und als sie sich endlich entspannte, und an ihn lehnte, hauchte er ihr ins Ohr „Du bist das Schönste, was dieser Abend zu bieten haben wird!“

Er sollte recht behalten!

Nicht nur Gretchen und die vielen Gäste raubten ihm den letzten Nerv, sondern auch Bärbel Haase höchstpersönlich. Von „Ihr seht so süß zusammen aus!“ über „Na jetzt tanzt doch mal!“ bis zu „Nur ein Kuss, fürs Fotoalbum – hm?!“, war alles dabei gewesen und er schwor sich, bei der nächsten Andeutung, zu einer möglichen Hochzeit oder baldigen Enkelkindern, die lose Zunge der Bärbel Haase, an ihren Gaumen zu tackern!


Heute – A9, auf dem Weg nach München

In Gedanken setzte er den Blinker, um einen LKW zu überholen. Bärbel hatte ihn wirklich rasend gemacht und auch wenn er später vorgegeben hatte, nur mit Gretchen getanzt zu haben, weil man es von ihm verlangte und er sich fügen wollte, hatte es ihm unglaublich gut gefallen! Ihr so nahe zu sein. Sie zu spüren und zu riechen, ohne sich gleich die Klamotten vom Leib zu reißen…

„Verdammt“, wütete er, schlug auf sein Lenkrad ein und fuhr schlussendlich auf den Standstreifen, um sich abzureagieren. Wenigstens zu ihr, hätte er ehrlich sein können. Doch immer, wenn sie darauf zu sprechen kam, stritt er es ab. Er wollte nicht, dass sie wusste, wie sehr er es genossen hatte und – wie sehr er eine Wiederholung herbeisehnte…


Crunchy Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 403

06.01.2019 22:13
#2 RE: One Shot Sammlung - Alte Liebe - Neues Glück Zitat · Antworten

Dashes - Kalorien verbrennen




Damals – Berlin Charlottenburg, Marcs Wohnung


Knarr - Klirr – Polter - Raschel – Raschel – Trampel…

Angestrengt, als könne er das wach werden vermeiden, kniff er die Augen zusammen und ballte die Hand zu einer Faust. Er wollte nicht wissen, wie spät es war… Doch anhand der Tatsache, dass er sich unausgeschlafen fühlte, war es wohl noch viel zu früh. Jedenfalls für einen hart arbeitenden Chirurgen, der am Vorabend die glorreiche Idee hatte, mit seinem besten Freund einen Männerabend abzuhalten und in eine Bar zu fahren! Dass die andere Betthälfte leer und somit nicht tiefer gelegt war, war zwar nichts Neues für ihn, aber immer noch unverständlich. Spät- mit darauffolgender Nachtschicht und Frau Doktor „Ich rette die Welt“, hielt in seiner Wohnung, zu unchristlichen Zeiten, Geräuschkulissen ab, die Ed Sheeran ernsthafte Konkurrenz machten. Was sie veranstaltete, konnte er sich denken… Knarrend war die Schranktür aufgegangen, das Nutellaglas war gegen die Gläser gestoßen, die Schranktür war polternd wieder zugeflogen und nun kochte sie Kaffee, ehe sie sich mummelnd an den Tisch setzen und darauf warten würde, dass er aufstand. Warum sie dies allerdings tat, wenn sie ausschlafen und danach den besten Sex ihres Lebens haben konnte, war ihm ein Rätsel. Und es ärgerte ihn! Nicht nur, weil sie ihn zwangläufig auch weckte, sondern weil sie nicht neben ihm lag und ihn anstrahlte. Weil er sich keinen Kuss stibitzen konnte und weil auch ihm der morgendliche Sex verwehrt blieb. Na ja, wenigstens kocht sie Kaffee!, dachte er und öffnete nun doch seine schweren Augenlider. Wie von ihm befürchtet, zeigte die digitale Anzeige seines Weckers an, dass es erst kurz nach halb neun in der Früh war und er am heutigen Tage, jede Menge Koffein brauchte, um unbeschadet – oder eben andere, unbeschadet! – durch den Tag zu kommen. Und vielleicht wäre die ein oder andere Aspirin nicht schlecht, kam ihm in den Sinn, als er sich ruckartig aufsetzte. Sein Schädel brummte. War wohl doch das ein oder andere Glas zu viel gewesen. Schulterzuckend stand er auf … War doch egal, ob er Kopfschmerzen hatte oder nicht. Er brauchte eben zwischen dem Alltag in der Klinik und dem, den die Länge der Beziehung mit Gretchen mit sich brachte, einfach diese Auszeiten. Zwangsläufig mit Mehdi Kaan, weil Cedric Stier sich schon zu Studienzeiten als absoluter Reinfall entpuppte! Danach konnte er immer unbeschwert da ansetzen, wo er beim Betreten der Bar aufgehört hatte: Sich Mühe geben! Sich nicht mit dem Kopf voraus vom Krankenhausdach stürzen, weil das Exemplar Frau, welches er sich ausgesucht hatte, ihm den letzten Nerv rauben konnte. Wahrscheinlich ahnte seine Freundin etwas in die Richtung und stellte, nachdem Marc, sich streckend und gähnend, einen guten Morgen gewünscht hatte und sie genießerisch aufstöhnend geküsst hatte die, für sie, einzig logische Frage: „Und – wie wars gestern?!“. Dabei hatte er die Augen noch nicht richtig auf, keinen Kaffee vor der Nase und auch noch nicht geraucht. Eigentlich sollte sie also wissen, dass es logisch gewesen wäre, mit der Neugierde zu warten oder sie einfach ganz entfallen zu lassen!

„Gut“, antwortete er kurz angebunden und bediente sich an der Kaffeemaschine die, zu seinem oder ihrem Glück, bereits durchgelaufen war. Gerade als er sich zum Gehen wenden wollte, damit er schnellstmöglich Nikotin in seine, nach dem schädlichen Stoff gierenden, Lunge zu pumpen, stockte er, denn Gretchen konnte natürlich nicht Gedanken lesen … Schade eigentlich!, dachte er.

„Wahnsinn“, hauchte die Chirurgin mit gespielt verliebtem Blick. „Wenn du anfängst zu erzählen, habe ich immer das Gefühl, dabei gewesen zu sein.“

„Äh – ja… Dann ist das Thema ja beendet, ne?“, erwiderte er stark blinzelnd und machte sich nun kopfschüttelnd an seiner Jacketttasche zu schaffen, um die Schachtel mit den erlösenden Glimmstängeln herauszuziehen. Mit Ironie und Sarkasmus aus ihrem Mund, wenn er selbst nicht auf der Höhe war, konnte er einfach nichts anfangen. Das war… unmenschlich!

Eine Stunde später hatte er zwar noch immer keine Kopfschmerztabletten genommen, dafür aber, war das Chaos perfekt und er, mal wieder mittendrin, statt nur dabei. Vielleicht auch nicht gänzlich unschuldig daran, aber er fand, dass Gretchen mal wieder übertrieb. Immerhin hatte er nur gefragt, ob sie sauer sei und sie hatte verneint … Warum also, sollte er weiter darauf eingehen?

„Hättest ja auch von selbst draufkommen können, ne?!“, zeterte die Blondine mit zitternder Stimme. „Eine vernünftige und klare Antwort, ist doch wohl nicht zu viel verlangt!“

„Boar, Gretchen! ‚Gut!‘ ist eine vernünftige und klare Antwort“, maulte er nicht minder leise, jedoch mit deutlich gefestigterer Stimme zurück. „Muss ich dir immer alles haarklein und schön vorgekaut auf den Tisch kotzen, oder was?!“

„Komm – jetzt werd nicht unsachlich, ja!? Ich wollte einfach nur an deinem Leben teilhaben … Tut mir ja leid!“

„Das darfst du auch, Gretchen“, hauchte er bedrohlich, nur um gleich wieder lauter zu werden. „Wenn ich will, dass du es tust!“

„Also quasi nie, oder wie darf ich das jetzt verstehen?“, fragte sie und stapfte ihm hinterher, Richtung Badezimmer. „Bleibst du jetzt mal bitte stehen? Ich würd das schon noch gern ausdiskutieren – vor unserer Schicht!“

„Mach das!“, grinste er, als er sich umdrehte und tatsächlich stehen blieb. „Aber mit dir allein … Weißt ja zum Glück, wo der Maurer das Loch gelassen hat, ne?“

„Schmeißt du mich raus?“

„Nee… Ich entledige mich einer Nervensäge und jetzt entschuldige mich bitte, ich muss aufs Klo – kacken!“, sagte er ruhig und warf der überforderten Blondine die Badezimmertür vor der Nase zu.

Entgegen seiner Erwartung, saß Gretchen Haase, als er wieder aus dem Bad kam, nicht verheult in Küche, Wohn- oder Schlafzimmer und zu seinem persönlichen Ärgernis, hatte sie seine Worte ein bisschen zu deutlich genommen. Eigentlich eine Tatsache, die er in anderen Bereichen ihres Lebens durchaus zu begrüßen wissen würde. Aber doch nicht so! Sie sollte nur für den Moment abhauen … Ihr Tagebuch nerven und dann wiederkommen. Es war nicht die Rede davon gewesen, dass sie all ihren Krempel, den sie gütiger Weise bei ihm Lagern durfte, packte, den Schlüssel auf die Anrichte legte und ging … Stöhnend legte er den Rückwärtsgang ein und trabte zu seinem Kleiderschrank. Müsste er ihr also wieder hinterherrennen. Okay – da sie bei ihren Eltern sein würde, hinterherfahren. Vielleicht erwischte er sie ja noch auf dem Weg?

„Geh weg!!!“, schrie sie verheult, als er es endlich zur Casa de Haase geschafft hatte und gegen ihre Zimmertür hämmerte. „Du bist so oder so nur wieder gemein!“, schob sie trotzig hinterher.

„Bin ich nicht Gretchen und jetzt mach doch bitte die Tür auf, sonst muss ich sie leider eintreten“, rief er durch die geschlossene Tür zurück und wurde erschrocken von Bärbel angesehen. Franz hingegen wusste, dass Marc dies nicht ernst meinte. Es war ein – sein! – Druckmittel und es zeigte Wirkung. Langsam drehte sich der Schlüssel und noch langsamer, öffnete sich die Zimmertür einen Spalt, aus dem Gretchen Haase schüchtern durchlugte.

„Hab ich was vergessen?“, fragte sie und tupfte sich die Wangen mit ihrem Pullover trocken. Natürlich ohne ihren Oberarzt anzusehen.

„Äh, ja... hast du“, antwortete Marc fast schon entrüstet und hielt den Schlüssel zu seiner Wohnung hoch. „Du glaubst doch wohl nicht im Ernst, dass ich aufstehe, wenn Fußball läuft und du dich entscheidest, doch noch vorbeizukommen.“

„Ich war halt, nach reiflicher Überlegung der Meinung, dass ich den nicht mehr brauchen würde.“

„Hasenzahn… wenn man durch unnötigem über analysieren jeglicher Situationen Kalorien verbrennen würde, wärst du entweder gertenschlank oder aber tot!“, sagte er grinsend. „Beides nicht unbedingt Zustände, mit denen ich leben können würde.“

„Meinst du das ehrlich?“

„Ja-ah! Und jetzt hör auf zu weinen …“, antwortete er beruhigend, strich ihr eine verirrte Träne aus dem Gesicht und küsste sie.


Heute – A9, auf dem Weg nach München

Zwei Tage später hatte er ihr gesagt, dass sie zu ihm ziehen sollte … Ohne sie, war es tierisch langweilig in seiner Wohnung gewesen. Kein Vanilleduft, der sich durch die Räume zog. Keine Haare, die ihn immer und überall kitzelten … Wie sollte er das nur ohne sie durchhalten?!

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