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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 103 mal aufgerufen
 Die Challenges
JackySunshine Offline

Facharzt:


Beiträge: 8.489

31.10.2018 16:13
Challenge Nummer 5: Halloween, die 666-Wörter-Challenge Zitat · antworten

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HAPPY -




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~Der kopflose Reiter~
Ein Gedicht von Dennis Fließbach

Heut Abend ist All Hallows’ Eve, also gebt Acht,
Wenn heut Abend der Geist des kopflosen Reiters erwacht.
Er Kennt keine Gnade, keine Reue,
Auf der Suche nach seinem Kopf und nach Beute.

Bleibt heut Nacht fern von einsamen Wegen,
Denn es geht um Kopf und Leben.
Gewetzt und Scharf ist seine Axt,
Bevor er euren Kopf abhackt.

Entkommen könnt ihr ihm nicht,
Sobald ihr seinen kopflosen Körper erblickt.
Also gebt an diesem Halloweenabend Acht auf jeden Mann,
Vielleicht seit ihr als nächstes dran...


Quelle: https://www.gedichte-oase.de/gedicht/der-kopflose-reiter

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JackySunshine Offline

Facharzt:


Beiträge: 8.489

31.10.2018 16:22
#2 RE: Challenge Nummer 5: Halloween, die 666-Wörter-Challenge Zitat · antworten

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Challenge Nummer Fünf: - Halloween, die 666-Wörter-Challenge



Autor Eins


"Wiesenkraut und Schlangenschuppen, dazu Kakerlaken Blut und eine Prise Salbei. Bei Vollmond gebraut und nur im Morgengrauen verkauft."
"Hier riecht es wie meine tote Katze." Doktor Hassmann betrat naserümpfend den Raum.
"Schwester Sabine hat eine neue Creme." Gretchen versuchte die Hassmann so zu einigen netten Worten oder zumindest zum Schweigen zu bringen, was diese jedoch herzlich wenig interessierte.
"Passen Sie auf, sonst fliegt Ihnen ihr Mister Spock ganz schnell in seinem Raumschiff davon."
"Warum genau tragen Sie die nochmal?" versuchte Gretchen vom unschönen Kommentar abzulenken.
Sabine stand ein wenig unsicher vor ihrem Spind, die geöffnete Tür versteckte ihr Gesicht zum Schutz vor den Blicken der Hassmann.
"Gegen Werwölfe, heute ist doch Halloween."
"Eine sinnvolle Sache!" Doktor Hassmann war ein paar Schritte nach vorne getreten und blickte Sabine nun direkt in die Augen.
"Deswegen habe ich immer ein paar Hundekekse dabei." Sie zog ein Gebäck aus ihrer Tasche.
Mit diesen Worten drehte sie sich um und steuerte auf die Tür zu.
"Hier Meier, gute Arbeit." Mit einem kurzen Nicken nahm Marc den Keks, den er von der Doktorin mit einem verschwörerischen Grinsen gereicht bekam.
"Haasenzahn! OP in 10 Minuten." Eine kurze schnelle Kopfbewegung in Richtung Tür genügte um Gretchen zum Gehen zu bewegen.
Marc biss von dem Keks ab, währenddessen verschwand Sabine immer weiter in ihrem Spind.
"Egal wie sehr sie es versuchen, in den Spind passen sie niemals rein." Marc blickte Sabine nun über die Tür hinweg an, was sie nur noch kleiner werden ließ.
"Obwohl sie mit diesem Duft den Sportsocken vom Knechtelsdorfer echte Konkurrenz machen würden."
Auch Sabine bekam eine schnelle Kopfbewegung, welche sie zusammenzucken ließ. Mit einem Poltern stieß sie gegen die Rückwand ihres Spindes, was Marc als Reaktion ausreichte. Sabine wartete bis er den Raum verlassen hatte und folgte vorsichtig.

"Blut, überall Blut." Marc legte seine OP Kleidung ab. Sabine, die ihn nicht aus den Augen ließ, entdeckte bei diesen Worten ein Lächeln in seinem Gesicht.
"Frau Doktor." flüsternd trat sie zu Gretchen, noch immer ein Auge auf Marc gerichtet.
"Möchten Sie nicht auch ein wenig von meiner Creme verwenden."
Gretchens Augen weiteten sich "Das ist wirklich sehr nett von Ihnen, aber ich glaube nicht an Werwölfe…"
"Seien Sie lieber vorsichtig. Sie könnten überall lauern." Sabine blickte Gretchen direkt und eindringlich in die Augen.
"Ich denke nicht, dass ich heute einen Werwolf treffe." Gretchen lächelte bestimmt.
"Und wenn dann passe ich auf sie auf!" plötzlich erschien Marc neben Gretchen, was Sabine zurückschrecken ließ.
"Ich kenne mich mit Werwölfen aus." Ein hämisches Grinsen zierte Marcs Gesicht und Schwester Sabine war sich sicher, ein kurzes Zwinkern gesehen zu haben.
"Schichtwechsel." sagte sie, drehte sich um und flüchtete: raus aus dem Waschraum, zur Umkleide, die Treppe hinunter zum Hinterausgang.
Sie konnte die Tür bereits sehen, als eine Stimme ertönte.
"Warum haben Sie es denn so eilig?" Marc trat vor die Tür und versperrte ihr den Weg.
"Ich fühle mich nicht so gut."
"Das liegt am Vollmond, der bereitet mir auch oft schlaflose Nächte." Marcs Stimme klang auf einmal viel tiefer und dunkler. "Kann ich ihnen vielleicht eine Mitfahrgelegenheit anbieten? Ich möchte doch, dass sie sicher daheim ankommen."
Immer wieder trafen einige Mondstrahlen auf sein Gesicht und Sabine sah wie seine Augen darin rot aufblitzten.
"Und die Frau Doktor?" Sabine spürte wie ihr Puls immer stärker wurde. Hätte sie nicht gewusst wie das Herz funktionierte, wäre sie sicher gewesen, dass es in diesem Moment bei jedem Schlag aus ihrer Brust hinaussprang.
"Die kommt heute auf einem anderen Weg nach Hause!" Marc legte eine Hand auf seinen Bauch und öffnete mit der anderen langsam die Tür, so dass immer mehr und mehr Licht des Mondes auf ihn schien.
Sabine traute sich nicht mehr ihn anzugucken. Sie spürte wie kalter Schweiß ihr über den, mit Gänsehaut übersähten Rücken, lief.
Vorsichtig wagte sie einen Blick auf den Fußboden vor ihr, doch anstatt des erwarteten menschlichen Schattens, sah sie die Umrisse eines buckligen, haarigen Wesens.
Ihr Atem wurde panisch bis sie nichts mehr sah außer die Dunkelheit vor ihren Augen.




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JackySunshine Offline

Facharzt:


Beiträge: 8.489

31.10.2018 16:24
#3 RE: Challenge Nummer 5: Halloween, die 666-Wörter-Challenge Zitat · antworten

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Challenge Nummer Fünf: - Halloween, die 666-Wörter-Challenge



Autor Zwei


Blitze zuckten am Firmament und hüllten die halbverfallene Scheune am Rande vom Nirgendwo in ein grelles unheilvolles Licht. Willkommenes Licht für das, was sich gerade im Inneren abspielte. Angespannt arbeitete der junge Arzt an seinem Lebensprojekt und ließ sich von nichts und niemandem von seinem wahnwitzigen Plan abbringen. Er musste sie zurückholen. Um jeden Preis. Denn er war schuld, dass sie jetzt vor ihm lag. Bildschön, zart und rein wie eine Elfe. Ihr güldenes Haar hatte immer noch diese alles überstrahlende Kraft. Aber ihr Herz, ihr Quell der Menschlichkeit, war erloschen. Doch jetzt war endlich die Zeit gekommen. Jetzt, da das Unwetter immer näherkam. Er hatte nur diesen einen Versuch. „Spock, das Skalpell!“ Sein angsterfülltes Gegenüber reichte es ihm anstandslos, auch wenn es wusste, dass dieses dämonische Treiben aussichtslos sein würde. Sein treuer Kollege, der auf dem besten Wege gewesen war, der Beste seiner Zunft zu werden, schien verrückt geworden zu sein. Die Liebe war es, die seine Seele in den Abgrund gezogen hatte. Das war Teufelswerk. Man feilschte nicht mit dem Tod. Wer, wenn nicht er, wusste das am besten. Doch aus Angst um eine weitere unschuldige Seele hatte er geschwiegen und sich breitschlagen lassen, an dieser dunklen Unternehmung mitzuwirken. Denn sie verehrte sie und hegte denselben unmöglichen Wunsch.

„Sabine, was sagt der Wetterbericht?“ „Das Gewitter ist nur noch fünf Kilometer entfernt, Herr Doktor“, antwortete seine getreue Dienerin, die auf einer Leiter aus dem Giebelfenster in den immer dunkler werdenden Himmel starrte. „Perfekt! Nur noch wenige Minuten und du bist wieder bei mir. Niemand wird uns je trennen können. Auch der törichte Tod nicht, der dich mir genommen hat. Denn ich werde der Erste sein, der ihn überlisten wird.“ Die Gedanken des Mediziners waren wirr, ebenso wirr wie der Blick, mit dem er auf seine Liebste herabschaute, deren offener Thorax vor ihm lag. Metallstäbe ragten aus ihrem Leib, verbunden mit dünnen Drähten, die bis zu der Stange reichten, die das Scheunendach durchbohrte. Windböen erfassten das Haus. Der Boden schien zu beben und das Licht erlosch gänzlich. „McFly, du Narr, in die Pedale! Ich brauche mehr Licht.“ Das Keuchen seines Kompagnons wurde lauter. „Ich gebe doch schon alles. Setz du dich mal auf dieses Zaubergefährt.“ „Still, guter Freund! Ich muss mich jetzt allein auf sie konzentrieren.“ Der Knecht sprang wieder in die Pedale und entzündete damit die Glühbirnen über dem OP-Tisch. Hoffnung keimte auf, während das Donnergrollen immer lauter wurde. Es war schon fast über ihnen. „Damit hättest du anfangen können, als es noch nicht zu spät war.“ „Es ist nicht zu spät. Sie wird zu mir zurückkehren.“ „Oder zu mir“, schmunzelte sein Freund, doch Doc Brown hatte ihn nicht gehört. Lautes Tosen übertönte ihn. Dann ein Knall. Stille.

Rauchschwaden verdeckten den leblosen Körper, über den sich der Chirurg beugte. Zärtlich strich er über ihre Wange. Auch die besorgte Magd und ihr Verlobter wichen ihm nicht von der Seite. War das... ein Flackern? Ihre Augen. Himmelblau traf auf Tiefgrün. Erleichtert wich er zurück. Sein guter Freund, der mittlerweile von der Lichtmaschine abgestiegen war, musste ihn halten. „Ist sie... ist sie noch die Alte?“, wagte Sabine zu sprechen. Marc wusste, es gab nur eine Methode, um das herauszufinden. Er beugte sich über sie und küsste Gretchen, wie er sie noch nie zuvor geküsst hatte. Sein warmer Atem weckte ihre Lebensgeister. Ein Hauch von Rosa zierte ihre Wangenknochen. Das pure Glück durchströmte seinen Körper. Auch er fühlte sich wie neugeboren. Er hatte sie wieder. Doch hatte er das wirklich? Plötzlich spürte er einen Schmerz und hatte metallischen Geschmack im Mund. Er öffnete seine Augen und erstarrte unter ihrem eisigen Blick. „Wann begreifst du das endlich? Du kannst mich nicht retten. Du bist schuld, dass es tot ist. Mein Herz wird nie wieder schlagen. Nicht für dich.“ Ihre Worte trafen Marc mit voller Wucht. Er taumelte. Doch diesmal fing Mehdi ihn nicht auf. Mit diabolischem Grinsen blickte er auf den im Sand liegenden Mann, reichte Gretchen seine Hand und schritt mit ihr durch das Scheunentor. Er hatte sie verloren.





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JackySunshine Offline

Facharzt:


Beiträge: 8.489

31.10.2018 16:26
#4 RE: Challenge Nummer 5: Halloween, die 666-Wörter-Challenge Zitat · antworten

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Challenge Nummer Fünf: - Halloween, die 666-Wörter-Challenge



Autor Drei


Warum hatte sie sich hierauf eingelassen?…
Ach ja, weil sie nicht so unbedarft und ängstlich erscheinen wollte, wie Schwester Gabi, die sich ganz ungeniert an Marc festgeklammert hatte, als Dr. Rössel sie dazu animierte, zuerst durch den alten, zur Geistergruft umfunktionierten Trakt des Krankenhauses zu gehen.
Der Vorstand hatte, zu Gretchens und vieler anderen Ärzte Unmut, kurz vor dem Abriss des alten Gebäudeteils Halloween als Anlass genommen ein Gruselfest für jung und alt zu gestalten. Und natürlich um eine Menge Geld aus- und noch eine größere Menge Geld wieder einzunehmen.
Halloween.
Früher wurde am 31. Oktober nur eines gefeiert: der Reformationstag. Und nicht so ein amerikanischer Faschingsverschnitt, bei dem vor allem eines wirklich gruselig war: der Kommerz.
Deswegen hatte die Assistenzärztin auch stöhnend mit den Augen gerollt, weil sie Schwester Gabis Reaktion für theatralisches Spiel hielt. Verkleidet war diese übrigens als nicht jugendfreie Hexe (die sie ja auch wirklich war, auch ohne Make-Up, Hut und Flatterkleid).

Gretchens demonstratives Beharren, dass es überhaupt nichts gab, wovor sich Gabi fürchten müsste und sie sich nicht so anstellen sollte, veranlasste Marc auf den Plan die Blonde mit einem süffisanten Grinsen herauszufordern: „Wenn es da drin nichts gruseliges gibt, Hasenzahn, dann mach du doch den Anfang und geh als Erste hindurch!“
Und genau wie früher in der Schule versuchte sie durch falschen Stolz sich selbst zu beweisen, dass sie Erhaben war über Marcs hochgezogene Mundwinkel. Dass sie niemals vor ihm und einer seiner Mutproben einknicken würde. Niemals!

Mehdi hatte sie ihren süßen Halloweenpunch in die Hand gedrückt, das Kinn mutig nach vorn gereckt, von Werner Rössel eine Taschenlampe bekommen und sich als Erste in die dunklen Gefilde des ehemaligen Krankenhauses gemacht. Und während im Erdgeschoss alles nur gruselig dekoriert und in schummriges, manchmal blitzendes Licht getaucht war, so wurde ein undefinierbares Ziehen am Ende ihrer Wirbelsäule immer stärker, je länger sie den Wegweisern folgte und sich letztlich im zweiten Untergeschoss befand, wo der stockfinstere Korridor zur ehemaligen Leichenhalle vor ihr lag.
Hier musste sie also lang, durch die komplette Pathologie-Abteilung. Mit ihrer kleinen Taschenlampe die nur spärlich einige Flecken an Decke und Wänden ausleuchtete.

Das Licht hinter Gretchen erlosch lautlos.
Sie schrie, und wusste nicht, ob sie irgendjemand gehört hatte.
Feuchte Luft stieg an ihren nackten Knöcheln empor und ein merkwürdiges Hämmern an der Wand ließen sie zusammenzucken.
Ihre Furcht war völlig irrational. Hier war ja eh niemand, der ihren Schrei gehört hatte und überhaupt… Angst vor einem Korridor. Das war klischeehaft und kindisch.
Sie atmete also tief durch, setzte ihre ersten Schritte sehr bedächtig auf den schmierigen Boden und berührte absichtlich immer mit ihrer rechten Schulter die Wandseite des Flurs; bis sich unvermittelt von Hinten jemand an sie heranschlich, ihr die Taschenlampe aus der Hand riss, diese sofort ausknipste und mit nasskaltem Atem ihr ins Gesicht hauchte.
Sie schrie schon wieder, suchte vergeblich nach dem Menschen, der sich ihr genähert hatte, bewegte sich von der Wand weg um im nächsten Augenblick mit etwas warmen bespritzt zu werden.
Das war kein Wasser.
Als Arzt kannte sie die Konsistenz von Blut und diese natürlich warme Flüssigkeit, die ihr gerade im Gesicht klebte fühlte sich – alle Rationalität ausgeblendet – verdammt echt an.
„Das ist nicht mehr lustig. Macht das Licht an. Sofort!“
Aber niemand kam ihrem Wunsch nach.
Sie hörte etwas nagendes. Vermutlich Labormäuse, dachte sie, bis sich etwas schleimiges, weiches, Lebendes um ihren Hals legte.
Ihr stockte der Atem, Schweiß bildete sich auf ihrer Stirn und ihre Knie zitterten unnatürlich. Keiner im Krankenhaus wusste von ihrer Angst vor Schlangen, nicht einmal Marc! Und genau so etwas legte man ihr jetzt auf ihren blutverschmierten Nacken. Vor Ekel, Angst und Scham, begann sie die Luft anzuhalten. Sie konnte nicht einmal schreien, so viel Hasenherzigkeit machte sich in ihrem Körper breit.
Die Augen offen zu lassen viel ihr immer schwerer, als zusätzlich etwas an ihrem Fuß hoch zur Wade kroch. Das Pochen in ihrem Hinterkopf war betäubend, weil ihr Gehirn zunehmest weniger mit Sauerstoff versorgt wurde.
Vielleicht noch drei Sekunden bis… die erlösende Schwärze kam.




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JackySunshine Offline

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Beiträge: 8.489

31.10.2018 16:30
#5 RE: Challenge Nummer 5: Halloween, die 666-Wörter-Challenge Zitat · antworten

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Challenge Nummer Fünf: - Halloween, die 666-Wörter-Challenge



Autor Vier


„ … der 26-jährige Tim Hübner ist letzte Nacht aus der psychiatrischen Anstalt geflohen und befindet sich seither auf der Flucht. Hübner hatte im letzten Sommer seine Eltern, Aloys und Teresia Hübner, mit jeweils 66 Messerstichen getötet. Der damals 25-jährige, saß blutverschmiert im Flur auf dem Boden und lachte, als seine Schwester Tamara ihn fand. Die Bankkauffrau hatte mehrfach versucht, ihre Eltern telefonisch zu erreichen, ohne Erfolg. Frau Hübner hatte keine Ahnung, was sich in dem kleinen Vorstadthaus ihrer Eltern zugetragen hatte und informierte umgehend ihren Verlobten, Etjen Homberg. Dieser verständigte, nach seinem Antreffen, unverzüglich die Polizei. Als die Beamten vor Ort eintrafen, waren Tamara und ihr Verlobter ebenfalls ermordet worden. Tim Hübner war schon in der Schule verhaltensauffällig gewesen und hatte Schwierigkeiten, sich im Alltag zurechtzufinden.“, sagte die Nachrichtensprecherin der ‚Aktuellen Stunde‘. Es folgten Kommentare von ehemaligen Freunden, Bekannten und Nachbarn, die das grausame Szenario miterlebt hatten. Die Blondine, die, mit der Chipstüte bewaffnet, auf der Couch saß und die Nachrichten schaute, die ihr Mann eingeschaltet hatte, konnte nur mit dem Kopf schütteln. Sie war schockiert. Natürlich über die Tat, aber auch über die Anstalt … Wie zur Hölle kamen die da nur immer raus?! Und warum wurde dem Jungen nicht schon viel früher geholfen? Vielleicht hätte man, mit der richtigen Therapie, Schlimmeres verhindern können!? Die Eltern und die Schwester, mitsamt ihrem Verlobten, hätten nicht sterben müssen! Nicht sterben dürfen. Und nun waren die zuständigen Psychologen nicht dazu in der Lage, diesen Wahnsinnigen, der seiner Schwester die Kehle aufgeschnitten und sie danach vergewaltigt hatte, unter Kontrolle zu halten. „Unfassbar“, murmelte sie und vergrub ihre Hand tief in der Chipstüte.

„ … Eifersucht und unerfüllte Liebe. Die Verlobung seiner Schwester, zu der er sich immer verbunden gefühlt hatte, hatte ihn vermutlich so handeln lassen. Die Eltern, die Schuld trugen, dass die Frau, die er liebte, seine Schwester war und somit für ihn tabu, mussten sterben. Und als dann das Objekt seiner Begierde und ihr zukünftiger Ehemann in der Wohnung waren, sah er seine Chance gekommen, sich von diesem Schmerz endgültig zu befreien. Warum er sich an seiner Schwester erst nach der Tat vergangen hat? Wir können dies nicht mit Gewissheit beantworten.“, erzählte einer der Psychologen.

„Seine Schwester war eine wunderschöne Frau. Langes, blondes, leicht gelocktes Haar. Blaue Augen, so blau wie der Ozean. Sinnliche Kurven … Dass er aber in sie verliebt war? Nee, ham wa nix von gemerkt. Oder Otto?“, schwärmte eine Nachbarin.

„Er ist sehr gefährlich, ja.“, antwortete der Leiter der Anstalt auf die Frage, ob von Tim Hübner weiterhin Gefahr ausging.

„ … Sollten Sie diesen Mann sehen (Fotoeinblendung), schließen Sie alle Fenster und Türen und informieren Sie umgehend die Polizei!“

Im Augenwinkel bemerkte sie eine Bewegung. Der Bewegungsmelder auf der Terrasse sprang an und erleuchtete den kleinen, gepflegten Garten. „Diese verdammte Katze“, maulte Marc in seinem Arbeitszimmer. Und im Wohnzimmer, atmete Gretchen einmal tief durch. Sie schloss die Augen, um sich selbst zur Ruhe zu rufen. Ihr konnte in dieser Wohnung nichts passieren. Doch als sie ihre Lider wieder öffnete und in den Garten sah, in freudiger Erwartung, die Nachbarskatze zu sehen, die sie so liebgewonnen hatte, stand er dort. Einfach so. Mit einem, leicht wahnsinnigen, Lächeln auf dem Gesicht. Er sah sie an. Legte den Kopf schief …

Die Blondine war wie erstarrt. Vorsichtig langte ihre Hand zum Telefon, um sofort bei der Polizei anzurufen. Mit dem Telefon am Ohr, sah sie noch einmal auf, hinaus in den Garten, um sich zu vergewissern, dass er wirklich dort war. Doch das Bild passte nicht mehr. „Das stimmt nicht, was die sagen“, hauchte er von hinten in ihr Ohr. „Sie hat mich auch geliebt, weißt Du?“ Er stand direkt hinter ihr, legte seine Hand um ihre Taille und drückte sie gegen seinen harten Körper. Sie hatte sein Spiegelbild gesehen! Er war nicht im Garten gewesen … „Wie lang bist Du schon in der Wohnung?“, fragte sie leise. „Lange genug, um mir vorzustellen, Du wärst sie!“, hauchte er erregt und küsste ihren Hals …




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