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Dieses Thema hat 618 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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Dornröschen Offline

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17.01.2009 16:38
#401 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Als Schwester Sabine am nächsten Morgen den Raum betrat, weil sie Dr. Gundlach die Unterlagen auf den Schreibtisch legen wollte, die sie in der Nacht bearbeitet hatte, traute sie ihren Augen nicht. “Oh wird wirklich Zeit, dass ich ins Bett komme.” murmelte sie und rieb sich die Augen, nachdem sie die Türe wieder geschlossen hatte. Sie startete noch einen Versuch und öffnete sie Türe erneut, doch wieder sah sie Dr. Meier, der schlafend auf der Couch lag. So langsam begriff auch sie, dass sie nicht träumte und stellte fest, dass sie sich diese Nacht doch nicht verguckt hatte. Da sie sich denken konnte, dass es Dr. Gundlach nicht gerade erfeuen würde, wenn er jemand anderen in seinem Büro vorfinden würde, ging sie auf Marc zu und sprach ihn an, dass er aufstehen solle. Dieser schreckte hoch. “He? Was?” Sah aber dann Sabine, die ihn immer noch anguckte wie ein Auto und fragte: “Schwester Sabine. Was gucken sie mich denn so an? Noch nie jemanden schlafen gesehen?” “Ich ...äh...” stotterte die junge Frau. “Ja was denn jetzt? Wollen sie mich noch weiter anstarren oder endlich sagen was sie wollen?” unterbrach er sie im üblichen strengen Ton, den die Schwester sofort wieder zusammen zucken ließ. Nachdem keine Reaktion von Sabine kam und er sah, dass es draussen noch dunkel war, beschloss er sich wieder hinzulegen und weiter zu schlafen. Sabine wurde daraufhin völlig hektisch und sagte, dass er sofort aufstehen müsse, weil Dr. Gundlach jeden Moment kommen würde. “Was machen sie denn so einen Aufstand? Das war immerhin früher mein Büro!” motze der Oberarzt sie an. Die Schwester zuckte wieder kurz zusammen und verliess anschließend den Raum. Im Stationszimmer angekommen zog sie sich um und fuhr nach Hause.

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17.01.2009 18:15
#402 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Gretchen wurde mittlerweile wieder wach und sah, dass sie alleine im Bett lag. Ob das doch nur ein Traum war? Fragte sie sich. Wäre ja auch zu schön um wahr zu sein gewesen. Und ausserdem...wieso sollte er auch ausgerechnet jetzt kommen? Überlegte sie, stand auf und ging ins Bad um sich anzuziehen. Sie öffnete die Zimmertüre und ging auf den Flur, weil sie etwas unten im Park spazieren gehen wollte, um auf andere Gedanken zu kommen. Bevor sie in den Aufzug ging, drehte sie sich nochmals um und sah Marc, der gerade aus seinem ehemaligen Büro kam. Schnell lief sie auf ihn zu und fiel ihm um den Hals. “Hey! Nicht so stürmisch.” sagte der Oberarzt mit einem grinsen, nachdem sie ihn wieder los gelassen hatte. “Ich hab das doch nicht geträumt! Du bist tatsächlich hier!” erwiderte sie freudestrahlend. Daraufhin nahm Marc ihren Kopf zwischen seine Hände und sagte: “Muss ich dich wohl noch mal küssen, damit du endlich aufwachst.” Dann küsste er sie erneut und grinste sie anschliessend an. Ah...so möchte ich immer geweckt werden... schwärmte sie.
Thomas stieg aus dem Aufzug und sah Gretchen mit dem ihm unbekannten Mann. Er kam auf die beiden zu, begrüsste sie und fragte Gretchen, wie es ihr ginge. “Wieder besser. Danke.” erwiderte die junge Ärztin. Marc´s Blick schwenkte erst zu Gretchen und dann zu Thomas. Die beiden Männer sahen sich an, als ob einer für den anderen eine Bedrohung wäre, obwohl sie sich nicht einmal kannten. Wenn Blicke hätten töten können, wären beide längst umgefallen. Das dachte sich auch Gretchen. Deshalb versuchte sie die gereizte Stimmung, die offensichtlich in der Luft lag ein wenig zu lösen und meldete sich zu Wort: “Thomas...das ist Dr. Meier. Marc...das ist Dr. Gundlach.” Als die beiden hörten, wem sie jeweils gegenüber standen, änderte das keineswegs etwas. Im Gegenteil, die beiden Ärzte reichten sich zwar die Hand und begrüssten sich erneut, aber Thomas´ bissige Bemerkung anschliessend sagte alles. “Ah...sie sind das also...sie haben wirklich Glück so eine Freundin zu haben.” kam aus seinem Mund. Marc hatte den Wink mit dem Zaunpfahl natürlich sofort verstanden und stand ihm in nichts nach. “Bin halt ein Glückspilz. Nicht wahr SCHATZ?” sagte er, grinste Thomas frech ins Gesicht und gab Gretchen einen Kuss. Oh Mann! Am besten ich trenne die beiden so schnell wie möglich von einander, bevor ich nachher noch einen von den beiden verarzten kann und das obwohl ich eigentlich krankgeschrieben bin.

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18.01.2009 01:38
#403 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Kurzerhand nahm sie Marc bei der Hand. Und schlug ihm vor mit ihr runter in den Park zu gehen. Auf dem Weg nach unten konnte Marc sich dann eine bissige Bemerkung einfach nicht verkneifen und sagte: “Dieser Dr. Gundlach scheint sich ja in meiner Abwesenheit gut um dich gekümmert zu haben. Wirklich nett von ihm.” Und wie nett er das findet...so sehr, dass er ihm eben am liebsten an Ort und Stelle eine reingehauen hätte. Gretchen beschloss erstamal nicht dazu zu sagen und die beiden stiegen im Erdgeschoss aus. Im Park angekommen setzten sie sich auf eine Bank und sagten lange Zeit nichts. Wenn der weiter so macht...zieht Thomas seine Aussage noch zurück und dann sind wir geliefert. Das muss ich unbedingt verhindern! Aber wie?? Sie beschloss es auf die sanfte Tour zu versuchen und sagte: “Tu mir bitte einen Gefallen...und sei in Zukunft etwas netter zu Thomas.” Marc schaute sie entsetzt an und erwiderte: “Bitte?! Ich bin immer nett.” Dabei hatte er wieder sein typisches Grinsen im Gesicht. Und wie! “Das hat aber eben anders ausgesehen. Du magst ihn nicht. Gibt́s zu! ” meinte die junge Ärztin. Und in der Tat, der Oberarzt mochte ihn wirklich nicht. Er sah ihn nach Mehdi als erneuten Konkurrenten an und zu denen war er niemals nett. Aber das musste er Gretchen ja nicht unbedingt auf die Nase binden. Deshalb fragte er: “Wie kommst du denn darauf?” Die junge Ärztin zuckte leicht mit den Schultern und erwiderte: “Ich mein ja nur.” Das sieht doch ein Blinder mit Krückstock! Sie beschloss das Thema vorerst ruhen zu lassen. “Ich geh wieder nach oben.” sagte sie nach einiger Zeit und stand auf. Marc sagte, dass er mal kurz weg müsse und verabschiedete sich von ihr. Die junge Ärztin warf ihm zwar einen misstrauischen Blick zu sagte aber nichts. Sie gab ihm einen kurzen Kuss und ging rein.

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18.01.2009 13:16
#404 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Im Zimmer angekommen legte sie sich auf́s Bett, holte ihr Tagebuch heraus und fing an zu schreiben:

Liebes Tagebuch,
Eigentlich könnte alles in bester Ordnung sein, denn Marc ist endlich wieder da, aber ich hab auch Angst, dass er doch die Konsequenzen für den Unfall tragen muss. Aber am besten erzähl ich dir die ganze Geschichte von Anfang an... Bin diese Nacht plötzlich wach geworden, weil ich der Meinung war, dass mich jemand geküsst hatte. Als ich die Augen öffnete, dachte ich wirklich ich träume. Marc stand vor meinem Bett und lächelte mich an. War in dem Moment so durcheinander, dass ich nicht wusste ob das die Realität war oder nur Einbildung. Entschloss mich dann schnell für die Einbildung, weil es eher unwahrscheinlich gewesen wäre, dass er nachts um 2 vor meinem Bett steht. Ich schloss meine Augen wieder und wollte weiterschlafen. Doch er küsste mich erneut, diesmal aber länger, und fragte mich, ob ich jetzt aufgewacht wäre. Da wusste ich, das ist kein Traum. Hab ihn dann erstmal umarmt, um noch den letzten Zweifel zu beseitigen, dass es nicht nur ein Traum war. Nachdem wir uns wieder gelöst hatten, sah ich, dass es irgendwie anders war als sonst. Hatte das Gefühl, dass er mir irgendwas sagen will. Nach einiger Zeit tat er das dann auch. Er sagte mir, dass er für das gewesen war, gerade stehen wollte egal wie die Konsequenzen aussehen würden. Auch wenn ich mir in dem Moment nicht sicher war, was Thomas´ Aussage bewirken würde, erzählte ich ihm, dass es einen neuen Zeugen gäbe, der seine Version der Sache bestätigen würde und er aus der Sache raus wäre. Dass dieser Zeuge allerdings Thomas ist, verschwieg ich. Hätte ich besser mal getan, vielleicht wäre er dann freundlicher zu ihm...aber dazu später mehr... Marc sah mich an als ob ich ihm gerade eine gescheuert hätte und fragte mich ob das wirklich wahr wäre. Wiederholte mich dann noch mal und ich konnte sehen, dass er erleichert aufatmete. Hab ihn dann zu mir ins Bett gezogen und wir haben wild rumgeknutscht. Nebenbei bemerkt...das hat mir richtig gefehlt. Ihm anscheinend auch, denn er fing sofort damit an mich auszuziehen. Hab ihm dann versucht begereiflich zu machen, dass das keine so gute Idee ist, weil die Nachtschwester ab und zu reinkäme. Und wenn die uns sehen würde, wie wir gerade -na du weist schon was- machen würden, nicht so begeistert wäre. Das sah er dann auch ein. Wir lagen uns dann einfach nur eine ganze Weile in den Armen und haben nichts gesagt. Hab ihn dann gefragt wo er heute schlafen wolle, aber keine Antwort bekommen. Guckte nach und sah dass er bereits schlief. Auch wenn es eng zu zweit in dem schmalen Bett war, habe ich es dennoch genossen, mich an ihn gekuschelt und bin auch eingeschlafen, auch wenn es ziemlich unbequem war. Sah er anscheinend genauso, denn als ich heute morgen wach wurde lag er nicht mehr neben mir. Zuerst dachte ich ja ich hätte mich geirrt und das doch alles nur geträumt. Frustriert darüber wollte ich im Park etwas frische Luft schnappen um mich abzulenken. Doch als ich am Aufzug stand, sah ich wie er noch völlig verschlafen aus seinem alten Büro kam. Ich sage dir...in diesem Moment hätte ich echt die ganze Welt umarmen können. Entschied mich aber dann bei Marc damit anzufangen, lief auf ihn zu und fiel ihm in die Arme. Nachdem er mich anguckt hat, als ob ich vom Mars käme, hab ich ihm erklärt, dass ich es immer noch nicht fassen kann, dass er wieder da ist und ich denke das wäre alles nur ein Traum. Daraufhin sagte er mir, dass er mich wohl noch mal küssen müsste, damit ich endlich aufwachen würde und gab mir einen Kuss. Aber was für einen! Mann oh mann! Ich hätte beinahe alles um mich herum vergessen. Auch dass Thomas auf uns zu kam. Erst als er neben uns beiden stand und mich fragte, wie es mir ginge, bemerkte ich ihn. Anders als Marc. Der hatte ihn sofort auf Anhieb in sein Herz geschlossen. Auf seine Art und Weise natürlich. Thomas ging es ganz genauso. Die beiden haben sich angesehen, als ob der eine für den anderen eine Bedrohung wäre. Dachte ich könnte das ändern in dem ich die beiden einander vorstelle. Aber das war auch ein Schuss in den Ofen. Damit hab ich glaub ich alles nur noch schlimmer gemacht. Denn erst gaben sie sich zwar die Hand, aber dann meinte Thomas eine blöde Bemerkung machen zu müssen. Ich hoffte, dass Marc seine Klappe halten würde, aber den Gefallen tat er mir nicht! Im Gegenteil...er provozierte das ganze noch mehr und nannte mich sogar Schatz. Das hörte sich irgendwie so an, als ob er ihm sagen wollte: “Hey! Pass auf was du tust! Das ist meins, klar? Finger dran, Finger ab!” Ihre Blicke anschliessend sagten mir dann alles und ich beschloss schnellstens was dagegen zu unternehmen, weil sie sich sonst wahrscheinlich jeden Moment an die Gurgel gesprungen wären. Hab Marc dann mehr oder weniger über den Flur geschleift und bin mit ihm runter in den Park gegangen. Im Aufzug machte er dann wieder so eine bissige Bemerkung, an der ich merken konnte, dass er vor lauter Eifersucht schon schäumte. Hat er aber keinen Grund zu. Die Sache mit Thomas ist gegessen. Für mich jedenfalls. Wir haben uns dann draussen auf eine Bank gesetzt und ich hab ihn nach einiger Zeit gebeten, doch etwas netter zu Thomas zu sein. Schliesslich brauchen wir ihn ja noch. Oh das klang jetzt aber ein bisschen zu egoistisch. Marc sagte mir dann, dass er nichts gegen Thomas hätte und immer nett wäre. Ja klar! Das hab ich gesehen! Wie “nett” er war. Hoffe, dass ich ihn in der nächsten Zeit noch davon überzeugen kann, sein Verhalten zu ändern. Denn wenn Thomas es sich doch noch mal anders überlegt und nicht für Marc aussagt, haben wir wirklich ein grosses Problem. Apropos Probleme...die Polizei wird nicht das einzige Hindernis sein, was sich gegen uns stellt. Wenn ich an meinen Vater denke, wird mir jetzt schon schlecht. Er wird Marc bestimmt nicht mit offenen Armen empfangen und unsere Beziehung ohne weiteres akzeptieren. Da wird wohl ein hartes Stück Überzeugungsarbeit auf uns, oder eher gesagt auf mich zukommen. Aber das ist es (er) mir wert!

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18.01.2009 14:02
#405 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten
Kapitel 42 - Im Dunkeln ist gut munkeln


Nachdem sie das Buch zugeklappt hatte, klopfte Mehdi an ihre Zimmertüre und bat sie zur Untersuchung. Da alles wieder in Ordnung zu sein schien, bettelte sie den Gynäkologen an, ob sie nicht doch vielleicht schon früher entlassen werden könnte. Zuerst lehnte dieser ab. Aber Gretchen gab so schnell nicht auf. “Och Mehdi. Komm schon. Was soll mir denn zu Hause schon gross passieren?” Dr. Kaan dachte lange nach und gab schliesslich unter Vorbehalt sein okay. “Aber du musst mir versprechen, dich die nächsten Tage zu schonen...keinerlei Aufregung oder Stress.” fügte er noch hinzu. “Wird gemacht.” erwiderte die junge Ärztin und zog sich wieder an. Sie wollte keine Minute länger in der Klinik bleiben, deshalb ging sie sofort zurück in ihr Zimmer und packte die paar Sachen dort zusammen. Sie wollte gerade dabei die Reisetasche vom Bett zu heben, als Marc reinkam. Er schaute sie erstaunt, zeigte auf die Tasche und fragte: “Äh...eine Frage...was machst du da?” Gretchen drehte sich um und antwortete: “Ich packe.” Von dem Oberarzt kam nur ein kurzes: “Aha?!” Was heisst denn hier aha? Der scheint sich aber nicht so sonderlich darüber zu freuen. “Ja. Ich kann nach Hause. Werd mir jetzt gleich ein Taxi rufen.” fügte sie zur Erklärung hinzu. “Nicht nötig.” sagte Marc und wedelte mit einem Autoschlüssel vor ihrer Nase herum. “Du hast wieder ein Auto??” fragte sie ganz perplex. “Jep.” erwiderte er grinsend und fügte noch hinzu: “Seit gerade eben.” Anschliessend schnappte er sich die Tasche, sagte: “Na dann...wollen wir mal.” und ging zur Türe. Die junge Ärztin folgte ihm und beide verliessen gemeinsam das Krankenhaus.
Auf dem Parkplatz angekommen, packte der Oberarzt die Tasche in den Wagen und stieg dann ein. Gretchen kam dazu und betrachtete das Auto einige Zeit. “Was ist? Noch nie ein Auto gesehen?” fragte Marc, nachdem er von innen die Beifahrertüre aufgedrückt hatte. Doch, aber trotzdem bin ich überrascht. Sie stieg endlich ein und Dr. Meier fuhr los. “Das ist aber ein grosser Wagen. Ein 5-Türer, he?” bemerkte sie, nachdem sie einige Zeit gefahren waren und hoffte, von ihm zu hören, dass es wegen dem Kind war, welches sie erwartete. Doch auch wenn Marc tatsächlich beim Kauf des Autos das Kind berücksichtigt hatte, tat er ihr den Gefallen nicht, das zu zugeben und erwiderte mit einem breiten Grinsen im Gesicht: “Ja, so ne Rückbank bietet viele Vorteile...ist nicht so unbequem beim Sex.”

Hier mal ein Bild vom neuen Auto:



Quelle: http://www.upload.wikimedia.org

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18.01.2009 15:29
#406 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Die junge Ärztin schaute kurz entsetzt zu ihm rüber, sagte nur: “Aha?!” und schaute aus dem Fenster. Ob er damit mich meint, oder auch andere Frauen? Aber das frag ich ihn jetzt nicht. Will ja keine Klette sein... Vor dem Haus der Haases angekommen stiegen beide aus. Gretchen wollte gerade ihre Tasche aus dem Kofferraum nehmen, als Marc sie ihr abnahm. “Die nehm ich wohl besser.” schlug der Oberarzt vor. Die junge Ärztin verdrehte nur die Augen und erwiederte: “Marc. Ich bin schwanger nicht krank!” Doch der erwiederte nur: “Sicher ist sicher. Du hattest in der letzten Zeit schon genug Aufregung.” Gretchen stöhnte. “Jawohl Herr Doktor.” sagte sie auffällig betont. “Warum denn nicht gleich so?! Also dann...lass uns reingehen.” meinte er und ging zur Eingangstür. Der will doch nicht etwa mit reinkommen? Doch er will! Oh Gott! Wenn mein Vater das sieht ist er geliefert. Und wenn meine Mutter uns sieht bin ich geliefert, weil sie uns dann garantiert keine Ruhe lässt. Sie wollte den Oberarzt davon überzeugen, dass es besser wäre, wenn er Franz nicht begegnen würde, aber der meinte nur, dass ihr Vater ihm schon nicht den Kopf abreissen würde. Tzz..hat der ne Ahnung...Papa wird ihn töten, wenn er uns zusammen sieht. Doch als sie klingelte erlebte sie eine Überraschung. Denn als der Professor die Türe öffnete, begrüsste er zuerst seine Tochter und sah dann zu Marc. Jetzt kommt́s. dachte sie und erwartete schon das große Donnerwetter. Aber das blieb aus. Im Gegenteil, Franz reichte dem Oberarzt die Hand und begrüsste ihn ebenfalls. “Kommt doch rein.” fügte er noch hinzu und ging ins Wohnzimmer. “Hab ich was verpasst?” flüsterte sie Marc zu während sie durch den Flur gingen. Doch der sagte nur: “Freu dich doch.” und grinste sie an. Bärbel kam aus der Küche und begrüsste die beiden ebenfalls. “Für sie auch einen Kaffee Herr Doktor Meier?” fragte sie. “Gerne.” erwiderte Marc und setzte sich neben Franz auf die Couch, nachdem der ihn gebeten hatte Platz zu nehmen. Ich glaub ich bin im falschen Film. Das sind doch nicht meine Eltern. Die sind bestimmt in meiner Abwesenheit entführt und ausgetauscht worden.

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18.01.2009 17:09
#407 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Da Gretchen abwesend wirkte, sprach Bärbel sie an: “Ich hab dir dein Lieblingsessen gekocht. Und Schokopudding gibt es auch.” Hmm..,lecker... Anschliessend schaute sie Marc an und sagte: “Sie bleiben doch auch zum Essen, Dr. Meier?” Der Oberarzt war sich zunächst nicht sicher und schwieg. Daraufhin schaute Frau Haase ihren Mann an und wartete darauf, dass er auch etwas dazu sagte. “Aber sicher bleibt er!” sagte der Professor nach einiger Zeit und klopfte ihm dabei leicht auf die Schulter. Was hat der mit meinem Vater angestellt, dass er ihn sogar zum Essen einläd?? Dachte sie und schaute Marc fragend an. Bärbel interpretierte diesen Blick als Wink zu verschwinden. Sie stand auf, sagte, dass sie noch etwas in der Küche zu tun hätte und hielt auch Franz dazu an aufzustehen und zu gehen, indem sie sagte: “Franz. Du hast doch bestimmt auch noch was zu erledigen, oder?” Auch der Professor verstand den Wink mit dem Zaunpfahl, stand auf und verliess den Raum. “Du willst dir das wirklich antuen?” fragte die junge Ärztin als die beiden alleine waren. Marc grinste sie an und fragte: “Wieso? Bis jetzt hat mir das Essen deiner Mutter eigentlich ganz gut geschmeckt.” “Ach...das meinte ich doch garnicht.” erwiederte sie leicht genervt, dass er sie nicht ernst nahm und fügte noch hinzu: “Ich kenne meinen Vater, der führt bestimmt was im Schilde. Er wird dich den ganzen Abend nicht aus den Augen lassen und meine Mutter wird quasseln ohne Ende.” Doch Marc verstand nicht wo Gretchen´s Problem lag und meinte: “Schlimmer als bei meiner Mutter kann´s nicht werden.” Hat der ́ne Ahnung. Von ihr kam nur ein kurzes “Okay?!”. Nach einiger Zeit kam Bärbel dann aus der Küche und begann damit den Tisch zu decken. Dann kam auch Franz. Auch Jochen bequemte sich aus seinem Zimmer und setzte sich mit an den Tisch. Als er Marc entdeckte warf er seiner Schwester einen fragenden Blick zu. Irgendwann zwischen Vor- und Hauptspeise kam dann das was Gretchen die ganze Zeit über befürchtet hatte: Franz fing an Fragen zu stellen. “Sagt mal wie habt ihr beiden euch das eigentlich vorgestellt?” wollte er wissen und sah dabei besonders Marc mit prüfendem Blick an. Ich hab́s geahnt! Jetzt kommt die Katostrophe überhaupt! Der Oberarzt schaute daraufhin Gretchen ein wenig hilflos an, weil er nicht recht wusste, was er darauf antworten sollte. Doch auch sie schwieg und schaute betreten auf ihren Teller. Nachdem er von beiden keine Antwort bekam, fügte er hinzu: “Ein Kind braucht stabile Verhältnisse. Deshalb hab ich beschlossen ihnen ihren Job wieder zu geben. Dr. Rössel hat seine Pension beantragt, also wird Dr. Gundlach seinen Posten übernehmen.” Marc war froh darüber und bedankte sich. Franz schaute ihn daraufhin erwartungsvoll an, in der Hoffnung jetzt endlich eine Antwort auf seine Frage zu bekommen. Doch der Oberarzt sagte dazu nichts weiter. “Haben sie eigentlich schon eine Wohnung, Dr. Meier?” fragte Bärbel nach einiger Zeit. Och nee! Nicht die auch noch...

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18.01.2009 18:02
#408 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Marc räusperte sich kurz, da er die Frage eigentlich nicht erwartet hatte und erwiederte schliesslich: “Nein, noch nicht.” “Dann könnten sie doch ein paar Tage bei uns bleiben. Das Haus ist gross genug.” Hat die nen Knall?! Nicht, dass ich mich nicht darüber freuen würde Marc in meiner Nähe zu haben, aber nicht wenn wir die ganze Zeit beobachtet werden. “Das ist wirklich nett von ihnen Frau Haase, aber ich denke ich werde mir übergangsweise ein Hotelzimmer suchen.” meinte Dr. Meier. “Kommt garnicht in Frage. Meine Frau hat völlig Recht.” sagte Franz nachdem seine Frau ihn mit einem -sag doch auch mal was dazu- Blick angesehen hatte.
“Sie bleiben natürlich hier. Im Gästezimmer ist genügend Platz. Meine Frau wird es gleich für sie herrichten.” Gästezimmer? Spinnt der? Ich bin doch keine 13 mehr! “Also Papa! Das ist aber jetzt wirklich kindisch! Mein Bett ist gross genug!” erwiederte Gretchen. Marc sagte garnichts dazu und beobachtete genauso wie Bärbel, wie die beiden darum stritten, wo er schlafen sollte. Die junge Ärztin versuchte alles mögliche um ihren Vater vom Gegenteil zu überzeugen, aber der blieb hart. “Keine Wiederrede. Erstens ist dein Bett viel zu klein und zweitens...” Der Professor unterbrach seinen Satz und dachte sich den Rest. Auch Gretchen konnte sich vorstellen, was er sagen wollte. Meint der Marc und ich hätten noch nie mit einander geschlafen oder was? Sonst wär ich ja wohl kaum schwanger! Ich glaub́s nicht! Echt! Dachte sie und löffelte beleidigt in dem Schokopudding rum, den ihre Mutter auf den Tisch gestellt hatte. Nach dem Essen stand dann noch die übliche Spielrunde an. Der scheint ja echt Spaß zu haben und es scheint den überhaupt nicht zu stören was mein Vater gesagt hat. Überlegte sie während sie den dreien zusah. Nach einiger Zeit gab Bärbel ihrem Mann dann einen Wink, dass sie Marc und Gretchen noch eine Weile allein lassen sollten. “Sag mal stört dich das überhaupt nicht?” fragte die junge Ärztin nachdem sie alleine waren. Doch der Oberarzt schaute sie nur mit einem grinsen an und erwiederte nur: “Nö.” Nö?? Gut. Wenńs ihn nicht, stört́s mich auch nicht. Dachte Gretchen, verschränkte die Arme und zog eine Schnute. Marc nahm sie daraufhin in den Arm und gab ihr einen Kuss. “Weil ich mich noch nie an das gehalten hab was mir jemand gesagt hat.” fügte er hinzu und küsste sie noch leidenschaftlicher. Okay?! So kann man das auch sehen... überlegte sie und gab sich ihm hin. Dummerweise wurden sie aber durch Franz dabei gestört, der auf dem Treppenabsatz stand und sagte, sie sollten langsam auch mal zu Bett gehen, weil es schon spät wäre. Jetzt will der mir auch schon vorschreiben, wann ich ins Bett gehen soll? Also so langsam übertreibt er aber echt! Dennoch rief sie nur zurück: “Okay.” und stand auf. Die beiden wollten einfach klammheimlich in Gretcheńs Zimmer verschwinden und dort weiter machen wo sie unten aufgehört hatten, aber da hatten sie die Rechnung ohne Franz gemacht. Der stand nämlich noch oben und passte darauf auf, dass auch ja jeder in sein Zimmer ging.

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18.01.2009 19:28
#409 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Frustiert darüber, dass wohl heute doch nichts mehr aus wildem hemmungslosen Sex wurde, nahm sie ihr Tagebuch und schrieb:

Liebes Tagebuch,
Dieser Tag war voller Überraschungen, leider aber auch einige unangenehme. Zunächst einmal, hab ich mich heute morgen auf eigenen Wunsch entlassen. Rumliegen kann ich auch zu Hause. Marc kam gerade rein, als ich dabei war meine Sachen zu packen. Erst war er erstaunt, aber dann bot er mir an mich nach Hause zu fahren. Fragte ihn womit denn und er hielt mir einen Autoschlüssel vor die Nase. Somit wäre auch geklärt, was er heute morgen gemacht hat. Er hat sich ein neues Auto gekauft, aber was für eins. Einen BMW 5 in silber-metallic. 5-Türer und ziemlich gross. Eigentlich das komplette Gegenteil von seinem Alten. Das habe ich dann auch anschliessend während der Fahrt durchblicken lassen. In der Hoffnung er sagt, dass er den Wagen, wegen dem Kind gekauft hätte, aber stattdessen brachte er wieder einen seiner blöden Sprüche. Ich dachte ich kenn ihn mittlerweile, aber da hab ich mich wohl getäuscht. Denn in einem Moment ist er total lieb und kann auch zärtlich sein, um mir im nächsten Moment wieder mit einem seiner blöden Sprüche zu kommen. Warum tut er das? Ich werd́s wohl nie verstehen. Aber nun zu einem anderen Thema. Die zweite Überraschung des Tages war dann mein Vater. Denn nachdem Marc vor unserem Haus ankam, entschloss er sich kurzerhand dazu mit rein zu kommen. Hatte schon Angst, dass mein Vater ihn zur Schnecke macht, als er uns beide vor der Türe stehen sah. Aber nichts! Im Gegenteil, der hat ihn freundlich begrüsst und sogar rein gebeten. Also wenn ich nicht wüsste, dass meine Mutter ebenfalls nicht wusste, dass wir kommen, hätte ich gesagt, sie hat ihm vorher Valium in den Kaffee getan, damit er sich nicht aufregt. Anschliessend lud er Marc sogar noch zum Essen ein. Der freute sich und nahm das Angebot auhc gerne an, aber ich kenne meinen Vater schon etwas länger und weis, dass er nichts ohne Hintergedanken macht. Und so war es auch. Wir sassen gerade mal ne halbe Stunde, da fragte er schon, wie wir uns das in Zukunft mit dem Kind und so vorstellen würden. Nachdem Marc sich nicht dazu geäussert hatte, sagte mein Vater, dass er ihm seine Stelle in der Klinik wiedergeben würde. Marc war natürlich sehr dankbar dafür und ich auch irgendwie, aber ich rieche jetzt schon, dass das Stress in Zukunft geben wird. Denn Thomas bleibt ebenfalls. Er übernimmt die Stelle vom Rössel. Das schreit ja schon förmlich nach Hahnenkampf und ich bin die blöde Henne, die in der Mitte sitzt...na prima...das kann ja heiter werden! Klar ich will nix von Thomas, aber ich will ihn auch nicht als Freund verlieren und hab einfach Angst, dass irgendwann mal der Moment kommt, wo ich mich für einen von beiden entscheiden muss! Aber nun wieder zu meinem Vater...er war ja noch nicht fertig. Schliesslich bot er Marc sogar an ein paar Tage hier zu bleiben, nachdem er die Frage meiner Mutter, ob er denn schon eine Wohnung hätte, verneint hat. Ist ja an und für sich ganz nett von ihm, aber jetzt kommt der Knaller! Der hat doch tatsächlich verlangt, dass wir beide nicht nur in getrennten Betten schlafen. Nein auch noch in getrennten Zimmern! Jetzt dreht er komplett durch. Ob das am Alter liegt? Oh Gott! Stell mir gerade vor wenn Marc mal älter ist, ob ich das dann auch ertragen muss? Wobei...stellt sich mir die Frage, ob ich das überhaupt mit bekomme, denn bis jetzt hat er sich noch nicht grossartig dazu geäussert, wie es in Zukunft weitergehen soll und das obwohl es ja nicht mehr lange dauert, bis das Kind da ist. Immerhin sieht man schon einen kleinen Bauchansatz wenn man genau hinschaut. Aber zurück zu meinem Vater...Marc schien es ihm Gegensatz zu mir überhaupt nicht zu stören, was mein Vater da verlangt hat. Hab ihn dann nachher als wir alleine waren auch gefragt und er sagte, dass man sich ja nicht unbedingt an das halten müsste, was man gesagt bekommt. Womit er ja auch eigentlich recht hat....selbst wenn mein Vater uns erwischt...schliesslich bin ich keine 13 mehr und das muss auch er irgendwann mal einsehen! Deshalb werde ich mich jetzt auch über den Flur zu Marc schleichen....

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18.01.2009 20:36
#410 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Sie legte das Buch schnell weg und schlich sich leise auf den Flur. Da sie doch ein wenig Angst hatte, erwischt zu werden, beschloss sie lieber das Licht auszulassen und tastete sich im Dunkeln zu Marc´s Zimmer. Auch der hatte die selbe Idee gehabt. So kam es, dass sie sich im Flur genau in die Arme liefen. Zuerst erschraken beide gleichermassen, als sie den anderen spürten, weil sie dachten es wäre jemand anderes. Doch als sie merken mit wem sie es zu tun hatten, gab es nur noch eine Frage: In welches Zimmer? Schliesslich entschlossen sie sich dazu ins Gästezimmer zu gehen, da dort ein Doppelbett stand. Doch in der Finsternis war es garnicht so einfach, den Weg dorthin zurück zu finden. Gretchen kannte sich ja einigermassen aus und wusste wo alles stand, lebte ja auch schon lange genug in diesem Haus, aber Marc hatte so seine Probleme und warf eine Vase von der Komode. “Scheisse.” flüsterte er, nachdem er einen lauten Knall vernommen hatte. Auch Bärbel hatte das gehört und fragte: “Margarethe? Bist du das?” Nachdem sie keine Antwort bekommen hatte, beschloss sie aufzustehen und selbst nach zu sehen. Immerhin war in der Gegend schon öfters eingebrochen worden. Deshalb nahm sie sich den Tennisschläger ihres Mannes aus dem Schrank und trat damit ebenfalls auf den Flur. Sie öffnete vorsichtig die Türe und wollte gerade zuschlagen, weil sie eine Gestalt vor sich stehen sah. Doch als sie sah, dass es Marc udn Gretchen waren, fragte sie nur erstaunt: “Dr. Meier?” Dieser antwortete nur mit einem verlegenen grinsen: “Frau Haase.” Dann schwenkte ihr Blick zu Gretchen. “Was macht ihr hier?” fragte sie ausserdem noch. Wonach sieht́s denn bitte aus? Blinde Kuh spielen bestimmt nicht! “Äh...ja...” kam von der jungen Ärztin nur, weil sie nicht wusste, wie sie das erklären sollte und wollte schon zurück in ihr Zimmer gehen. Aber Frau Haase fand die Bedingung ihres Mannes genauso lächerlich und fragte: “Wo willst du hin? Ihr habt doch wohl nicht umsonst meine Lieblingsvase kaputt gemacht, um dass jeder wieder in sein Zimmer verschwindet.” Sie gab ihrer Tochter einen leichten Schubser in Marc´s Richtung. “Nun geht schon.” fügte sie noch hinzu. Daraufhin kam von Gretchen nur ein leises “Danke” und dann verschwand sie mit Marc ins Zimmer.

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19.01.2009 09:09
#411 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Sie schloss schnell die Türe und zog ihn zum Bett. Dort liessen sich beide fallen und lagen sich in den Armen. Marc lächelte sie an und fing an sie zu küssen. Es dauerte nicht lange da flog ein Kleidungsstück nach dem anderen, bis alle in irgendeiner Ecke lagen. Diesmal war es nicht nur eine kurze Nummer, wie beim letzten mal, und Gretchen genoss jeden Moment. Sie verwöhnten sich gleichzeitig mit Küssen und Streicheleinheiten, bis sie dann schliesslich “zur Sache” kamen.
Als sie sich anschliessend in den Armen lagen, sagten beide eine Weile nichts und sahen sich einfach nur an. Irgendwann stand Gretchen dann auf. “Wo willst du hin?” fragte der Oberarzt erstaunt. “Naja...” erwiederte sie, während sie dabei war ihre Klamotten zusammen zu suchen. “Muss ja nicht unbedingt sein, dass mein Vater mich hier morgen früh sieht.” fügte sie noch zaghaft hinzu. Hoffentlich denkt der jetzt nichts falsches. Ich will halt nur den Ärger nicht provozieren. Doch Marc zog sie erneut zu sich auf́s Bett, als sie gerade damit beschäftigt war ihren BH unter diesem zu suchen. “Was soll schon passieren? Und wenn, dann sagst du einfach, dass du Angst alleine im Dunkeln hast.” sagte er und grinste sie an. Okay. Er hat Recht. Bin schliesslich alt genug, um selbst zu entscheiden bei wem ich die Nacht verbringe. Sie gab ihm einen leichten Schups und legte sich zurück ins Bett. Irgendwann schliefen sie dann beide zufrieden ein.
“Wo ist Margarethe?” wollte Franz am nächsten Morgen aufgebracht wissen. Bärbel konnte sich denken, wo sie war und stellte sich dumm. “Keine Ahnung. Ist sie denn nicht in ihrem Zimmer?” wollte sie wissen. “Nein! Sonst hätte ich ja wohl kaum gefragt! Und die Vase deiner Mutter ist auch kaputt.” Gretchen wurde währendessen durch das Gemeckere ihres Vaters geweckt. Mist! Wenn der mich hier sieht...sie hob die Bettdecke hoch und sah, dass sie fast nichts anhatte...verdammter Mist! Und dann auch noch so. Was mach ich denn jetzt bloss? Genügend Zeit um sich etwas anzuziehen hatte sie nicht mehr, also nahm sie sich kurzerhand die Bettdecke und eilte ins Bad. Gott sei Dank hatten die Zimmer untereinander Verbindungstüren, so dass sie schnell flüchten konnte, ohne über den Flur zu müssen. Sie ging unter die Dusche und zog sich dann an. Währenddessen war Franz sich zu 100% sicher, dass seine Tochter bei Marc war. Bärbel versuchte ihn zwar noch davon abzuhalten, aber das hatte keinen Zweck. Er ging Richtung Gästezimmer und riss die Türe auf. Zuerst fiel sein Blick auf́s Bett, indem aber nur Marc lag und noch schlief. Das änderte sich allerdings als der Professor zu ihm trat und etwas lauter fragte: “Wo ist sie?” Der Oberarzt schreckte kurz zusammen und erwiederte nur: “Herr Professor!” Nachdem er die Augen einigermassen auf hatte, sah er wie sein Chef auf dem Boden unter dem Bett kniete. Marc setzte sich nun im Bett auf und schaute ihm ungläubig dabei dazu. Schliesslich stand Franz wieder auf und ging durchs Zimmer. Nachdem er auch hinter dem Vorhang geschaut hatte, gab er es dann auch auf und verliess das Zimmer. Zu Marc, der immer noch ahnungslos und ein wenig geschockt über seinen Auftritt im Bett sass, sagte er: “Sie können gleich zum Frühstück kommen...wenn sie sich angezogen haben natürlich.”

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19.01.2009 10:11
#412 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Kurz nachdem ihr Vater verschwunden war, kam Gretchen wieder aus dem Bad. “Meine Güte dein Vater ist ja schlimmer als ein Wachhund.” stellte der Oberarzt fest, während er sich anzog. “Will mich halt nur beschützen, hat er immer schon getan.” erwiederte die junge Ärztin. Marc grinste sie an, bevor er sich den Pullover über den Kopf zog und meinte: “Bin ich denn so gefährlich?” “Und wie.” sagte sie, gab ihm einen kurzen Kuss und verschwand. Kurz darauf ging er ebenfalls runter. Auf der Treppe hörte er schon, wie Franz seine Tochter fragte, wo sie eben gewesen wäre. Diese antwortete nur: “Im Bad. Wieso?” Hoffentlich glaubt er mir das. Doch der Professor blieb skeptisch und hakte weiter nach. “Und wieso hast du dann nicht reagiert, als ich gerufen hab?” wollte er wissen. “Weil ich unter der Dusche stand und es nicht gehört habe. Sonst noch was oder können wir jetzt endlich frühstücken?” antwortete sie. Franz warf Marc, der sich inzwischen auch dazu gesetzt hatte noch einen misstraischen Blick zu, nahm sich seine Morgenzeitung und sagte nichts mehr dazu. Gott sei Dank! Aber jeden Morgen hab ich keine Lust auf das Versteckspiel. Eine andere Lösung muss her und zwar schnell!


Kapitel 43 - Alles gut?

Marc gab ihr kurzerhand ein Wink, dass es Zeit wäre zu verschwinden. Auch wenn Gretchen nicht genau wusste, wo er hin wollte folgte sie ihm dennoch. “Wo willst du denn hin?” fragte sie als sie anschliessend zusammen im Wagen sassen. Doch der Oberarzt sagte nur, sie solle sich überraschen lassen. “Okay?!” erwiederte die junge Blonde nur und schaute aus dem Fenster. Nach ungefähr 10 Minuten Fahrt hielt Marc dann schliesslich vor einem kleinen Bürogebäude an. Immobilien Heinemann? Jetzt weis ich was er vor hat. Dachte sie und stieg aus. Gretchen stand einige Zeit vor dem Schaufenster und sah sich die dort ausgestellten Objekte an. Sofort begann sie zu träumen, dass sie demnächst in einem kleinen Häuschen zusammen mit Marc und ihrem Kleinen wohnen würde, wie eine richtige Familie. Aber dann kehrte sie schnell zurück in die Realität. Gretchen Haase hör endlich auf zu träumen. Marc würde niemals mit mir und dem Kind zusammen ziehen. Er wird seine Unabhängigkeit wegen uns bestimmt nicht aufgeben. Er ist einfach kein Mensch, den man an sich binden kann, sieh das endlich ein. Das hat schon Gabi versucht und es ging gewaltig in die Hose.

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19.01.2009 11:04
#413 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

“Kommst du?” fragte Marc, der sie einige Zeit beobachtet hatte. Er nahm sie an die Hand und ging mit ihr gemeinsam mit ihr rein. Der ältere Mann begrüsste beide sofort freundlich und bat sie sich zu setzen. “Womit kann ich ihnen helfen Herr Dr. Meier?” fragte er sofort. Die scheinen sich zu kennen. Zumindestens kennt er Marc´s Namen. “Ich suche eine Wohnung. Möglichst offen geschnitten, so um die 100m², wenn möglich mit Dachterasse.” sagte der Oberarzt. “Moment, ich schau mal nach.” erwiederte der Immobilienmarkler und setzte sich sofort an den Computer. 100m²? Ob er doch mit mir zusammen ziehen will? Seine alte hatte doch höchstens 60 oder 70m². Das wär echt zu schön um wahr zu sein. Durch die Stimme des älteren Mannes wurde sie aus ihren Gedanken gerissen. “Ich hätte da ein Objekt in Berlin Mitte. Es ist eine Altbauwohnung, die aber im Moment von Grund auf saniert wird. 4 Zimmer, 104m², große helle Räume und eine grösszügige nach Süden ausgerichtete Dachterasse. Wenn sie wollen, könnten wir für Morgen einen Besichtigungstermin vereinbaren.” schlug er vor. “Wann wäre die bezugsfertig?” wollte Marc wissen. Der Makler warf noch mal einen Blick auf den Bildschirm und sagte schliesslich: “Ungefähr in 4 Wochen, frühstens in drei.” Der Oberarzt nickte zufrieden und vereinbarte für Morgen nachmittag einen Besichtigungstermin. Die beiden verabschiedeten sich und verliessen das Büro. Anschliessend fuhr er mit ihr in die Innenstadt. Dort setzten sie sich in ein Kleines Café und genossen erstmal ein ordentliches Frühstück ohne das Gefühl haben zu müssen die ganze Zeit über beobachtet zu werden.
Währendessen führte Bärbel eine Diskussion mit ihrem Mann. “Franz sie keine 13 mehr und schwanger ist sie ausserdem auch schon, also was soll passieren?” sagte sie. Doch Franz blieb standhaft. “Ich trau ihm nach wie vor nicht.” kam von ihm nur. “Du kannst sie nicht ewig beschützen. Sie muss eigene Erfahrungen sammeln und dazu gehören nun mal auch Enttäuschungen.” versuchte Frau Haase zu erklären. Der Professor sah sie daraufhin entsetzt an und fragte: “Was ist eigentlich mit dir los? Seitdem du in Indien warst, bist du total verändert. Du konntest Meier doch vorher genauso wenig leiden und hast Margarethe selbst vor ihm gewarnt.” “Tja mein lieber Franz, die Dinge haben sich eben geändert. Ich hab gelernt mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.” erwiederte sie. Ihr Mann sah sie daraufhin fragend an und meinte: “Was soll das denn schon wieder heissen? Dass ich ein sturer, alter Bock bin, der seiner Tochter ihr Glück nicht gönnt?” wollte er wissen. “Nein. Das hast du jetzt gesagt. Sie dir Gretchen doch an, seitdem er wieder da ist, wirkt sie total verändert und blüht richtig auf. Freut dich das denn garnicht?” fragte Bärbel. “Natürlich freut mich das, aber ich hab nur Bedenken, wie lange dieser Zustand anhält.” Sie verstand ihren Mann einfach nicht. “Sieh mal...er ist zurück gekommen, obwohl er wusste, was ihn hier erwartet, er hat zugeben, dass er sie liebt und steht zu dem Kind. Was willst du denn mehr?” Der Professor schaute seine Frau erstaunt an, weil er sich wunderte, woher sie das alles wusste. “Du hast doch nicht etwa...?” fragte er nach einiger Zeit. “Nun ja...ich hatte einfach Angst, dass du Dr. Meier wieder vertreibst....da bin ich euch gefolgt.” gab die alte Frau zu. “Aha?!” kam von Franz nur. “Gib dir einen Ruck und lockere dieses blödsinnige Verbot. Das Bett im Gästezimmer ist gross genug...da haben zwei bequem Platz drin.” Schliesslich hatte sie ihn dann soweit, dass er bereit war nach zu geben und sagte: “Ja ja. Schon gut...meinetwegen.” Bärbel war glücklich. Sie umarmte ihren Mann und sagte: “Ich wusste doch, dass du ein weiches Herz hast.”

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19.01.2009 11:55
#414 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

“Und was machen wir jetzt?” fragte Gretchen nachdem sie bezahlt hatten und auf dem Weg zurück zum Auto waren. “Geplant ist nichts.” gab Marc zur Antwort. An einer roten Ampel beugte sich die junge Ärztin dann zu ihm rüber und küsste ihn. “Ich aber. Fahr zu mir.” hauchte sie ihm ins Ohr. Der Oberarzt sah sie skeptisch an, weil er die Befürchtung hatte, dass sie dort nicht ungestört wären. Doch Gretchen nahm ihm die Zweifel und sagte: “Mein Vater ist in der Klinik und meine Mutter ist beim Golf.” Ohne etwas zu sagen gab er bei grün Vollgas und fuhr zur Villa Haase. Und sie hatte recht. Es war tatsächlich niemand da. Also machten sie sich auf dem schnellsten Weg nach oben. Sie hatten noch nicht ganz die Türe geschlossen, da fielen sie schon über einander her. Es war wunderschön und Gretchen genoss jeden Moment. So kann es bleiben... dachte sie als sie sich anschliessend in den Armen lagen. Eine ganze Zeit lagen sie einfach nur da und sagten nichts. Der Tag verlief relativ ruhig und sie waren ungestört. Erst am Abend kamen ihre Eltern nach Hause. Nach dem gemeinsamen Abendessen verabschiedeten sich beide dann und wollten hoch in ihre Zimmer gehen. Vorher hatten sie sich schon ausgeklügelt, wer diesmal in der Nacht zu wem kommen würde. Doch sie erlebten eine Überraschung, denn Franz rief sie noch mal zurück, nachdem seine Frau ihm ein Zeichen gegeben hatte und lockerte seine “Bedingungen”. Gretchen war endlos glücklich, ging zu ihrem Vater an den Tisch und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. “Danke Papa.” “Ja ja schon gut. Spar dir das für später auf.” erwiederte er und deutete dabei auf Marc. Daraufhin machten sie sich ganz schnell auf den Weg nach oben. Auch der Oberarzt war erstaunt über Franz´ plötzlichen Sinneswandel, sagte aber nichts weiter.
Am nächsten Morgen war Gretchen schon früh wach. Sie schaute neben sich und sah, dass ihr Frreund noch tief und fest schlief. Deshalb beschloss sie die Gelegenheit zu nutzen und berichtete ihrem Tagebuch von diesem tollen Tag.

Liebes Tagebuch,
Im Moment kommt mir alles vor wie in einem wunderschönen Traum aus dem ich am liebesten nie wieder aufwachen würde. Mein Vater hat uns noch ein paar Tage frei gegeben, weil ich mich sowieso noch schonen müsste hat er gesagt. Marc war gestern in einem Immobilienbüro, um sich eine neue Wohnung zu suchen. Gleich ist der Besichtigungstermin. Bin mal gespannt ob er mich fragt, ob ich mitkommen will. Noch schläft er und er sieht sogar dabei süss aus. Hoffentlich bleibt es auch so schön, wenn der Alltag und somit auch Thomas wiederkehrt. Der hat sich bis jetzt auch nicht mehr gemeldet. Ich denke, dass er es begriffen hat. Hoffentlich. Werde jetzt mal Marc wecken, weil wir gleich schon wieder los müssen...

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19.01.2009 12:52
#415 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Sie legte das Buch weg und ging rüber zum Bett. Sie legte sich neben ihn und küsste ihn wach. “Morgen.” sagte der Oberarzt und streckte sich kurz. “Morgen.” sagte Gretchen ebenfalls. Die junge Ärztin wollte aufstehen, um sich schon mal anzuziehen doch er zog sie zurück ins Bett. “Hey! Hiergeblieben. Wenn ich schon mal ein paar Tage frei hab, will ich die auch geniessen.” sagte er und küsste sie. Nachdem sie sich gelöst hatten sagte Grechten, dass sie sich jetzt aber wirklich beeilen müssten. “Sonst kommst du noch zu spät.” fügte sie noch hinzu. “Wieso ich? Du kommst natürlich mit.” sagte Marc. Er will mich tatsächlich mitnehmen. Aber ich mach mir lieber keine allzu grossen Hoffnungen. “Okay?!” erwiederte sie “Dann werd ich mal ins Bad gehen.” sagte sie und stand auf. Nachdem sie nach 1 Stunde noch immer nicht draussen war, fragte Marc was sie solange dadrin machen würde. “Bin gleich soweit.” kam von drinnen nur. 10 Minuten später kam sie dann endlich raus. Die beiden gingen runter und stiegen ins Auto. Die Wohnung war nicht weit von ihrem Elternhaus und der Klinik entfernt und lag in einer relativ ruhigen Gegend. Der Immobilienmarkler stand schon vor dem Haus und wartete. “Bevor wir reingehen muss ich sie allerdings warnen. Die gesamte Wohnung ist noch im Umbau, also passen sie auf wo sie hintreten.” sagte er, nahm den Schlüssel und öffnete die Haustüre. Von aussen sah das Haus nicht sehr viel versprechend aus und Marc schien alles andere als begeistert. Die Wohnung lag im 3. Stock unter dem Dach. Wenn sie schon einmal im Umbau sind, sollten sie überlegen gleich einen Aufzug mit einzubauen. Die Treppen haben es verdammt in sich. Stöhnte sie und keuchte bei jeder Stufe die sie nahm mehr. “Deine Kondition scheint wohl immer noch nicht die beste zu sein, was?” sagte Marc, der schon etwas weiter oben war und grinste sie an. Während sie sich weiter Stufe für Stufe nach oben quälte erinnerte sie sich wieder an ihre Schulzeit. Zweimal die Woche, immer zum Biounterricht, musste sie bis in den 4. Stock des Schulgebäudes, um in den Wissenschaftsraum zu kommen. Schon damals hatte sie das immer gehasst und Marc´s ständige Neckereien hatten es keines wegs besser gemacht. Schon damals war er immer zuerst oben gewesen und hatte sich zusammen mit den anderen über sie lustig gemacht. Er hatte ihr damals den Namen “Emma” gegeben, neben “Hasenzahn” natürlich. Emma stand für die Dampflok bei Jim Knopf, weil sie immer so keuchte, wenn sie dann endlich mal oben angekommen war. Und sie hatte ihn dafür gehasst.

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19.01.2009 14:11
#416 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Als sie nach einer gefühlten Ewigkeit endlich oben ankam, musste sie erstmal verschnaufen. Marc stand neben ihr und schaute sie an. Er hatte Mühe sich das grinsen zu verkneifen, denn auch er konnte sich noch zu gut an damals erinnern. Gretchen stand immernoch auf dem Treppenabsatz und hatte sich mit den Händen auf den Knien abgestützt nach vorne gebeugt. Auch sie bemerkte, dass Marc kurz davor war zu lachen und warnte ihn vor. Sie sah ihn von unten schräg an und meinte: “Sag jetzt bloss nix!” Doch der Oberarzt konnte es einfach nicht lassen sie zu ägern. Er mochte es wenn sie sich so schön aufregte. “Was soll ich denn sagen.... Emma.” sagte er schliesslich. Grrrr...dieser Name kommt auf meiner Hass-Liste diekt nach Hasenzahn...also eins weis ich, wenn ich ein Mädchen bekomme, werd ich es garantiert nicht so nennen! “Halt die Klappe!” sagte sie patzig und lief dabei fast schon wieder rot an. Der Makler schaute die beiden nur verwundert an. Der denkt bestimmt wir haben einen an der Klatsche. Schliesslich hatte Gretchen dann ihre normale Gesichtsfarbe wieder zurück und sie konnten mit der Besichtigung beginnen.
Beide erlebten eine Überraschung, als sie sich drinnen umschauten. Es sah zwar noch alles nach Baustelle aus, aber die Räume waren gross und hell. Hätte nicht gedacht, dass sich hinter so einem alten Haus eine so schöne Wohnung verbirgt. Staunte sie nur im Stillen. Der einzige Raum, der fertig war, war das Bad. Es war ebenfalls groß und hell. Auf den Wänden sowie auf dem Boden war alles mit antrazithfarbenen Granit ausgelegt. Gretchen war vollends begeistert und auch Marc gefiel die Wohnung sehr gut, war sich seiner Entscheidung aber noch nicht so ganz sicher. Das merkte auch der Immobilienmakler, deshlab beschloss er den letzten Trumpf aus zu spielen -die große Dachterasse- damit er den Abschluss perfekt machen könnte. “So nun kommen wir zum letzten Detail, der Terasse. Folgen sie mir bitte.” bat er und öffnete die Balkontüre. Wow! Ist das ein Ausblick! Dachte sich die junge Ärztin und ging zum Geländer. Von dort aus hatte sie fast die ganze Stadt im Überblick. Der Boden war mit Bankirai-Holzpanellen ausgelegt und das Geländer war im alten Stil gehalten. Mittlerweile war es fast Abend und die Sonne ging langsam unter. Gretchen stand einige Zeit da und schaute in den Horizont. Sie war vollkommen fasziniert. Marc kam von hinten, umarmte sie und küsste ihr den Hals. “Und? Was sagst du?” wollte er wissen. Doch die junge Ärzte gab ihm im ersten Moment keine Antwort und schaute nur verträumt in den Himmel. Der Oberarzt sprach sie daraufhin erneut an. “Was ist los?” fragte er noch einmal. Sie drehte sich zu ihm um und sagte: “Nichts. Ich hab nur diese Aussicht genossen.” Er lächelte sie an und fragte: “Wenn du willst kannst du die demnächst jeden Abend geniessen.” Was hat der gerade gesagt? “Heisst das?” fragte sie nur. Marc nickte und sagte: “Wenn du bereit bist meine Launen und mein Chaos zu ertragen. “Jede einzelne!” erwiederte sie voller Begeisterung darüber, dass ihre Träume vielleicht doch noch Wirklichkeit würden. Es folgte ein langer leidenschaftlicher Kuss, der in der nun vollständig untergehenden Sonne seinen Ausklang fand.

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19.01.2009 15:14
#417 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

“Und? Was sagen sie?” fragte der Makler, der ebenfalls dazu gekommen war. “Wir nehmen sie.” kam es wie aus einem Mund bei den beiden. Dabei mussten sie selbst lachen. Der ältere Mann freute sich über das abgeschlossene Geschäft. “Aber eine Sache noch.” warf Marc ein. “Ja?” wollte er wissen. Der Oberarzt ging rein und der Makler folgte ihm. Zwischen der offenen Wohnküche und dem Schlafzimmer blieb er stehen und fragte: “Könnte man hier noch eine Wand einziehen...wir bräuchten ein zusätzliches Zimmer.” Vielleicht habe ich mich doch in ihm getäuscht... “Das dürfte sicher kein Problem sein. Ich werde gleich morgen mit dem Architekten sprechen, ob das machbar ist und melde mich dann umgehend bei ihnen.” Die beiden Männer besiegelten das mit einem Handschlag und verabschiedeten sich.
Später im Auto herrschte erstmal schweigen. Gretchen sah öfters zu Marc rüber und lächelte ihn an. “Was ist?” fragte er sie nach längerer Zeit, nachdem er sie beoabchtet hatte. “Ich hätte nie gedacht, dass du...” begann sie vorsichtig. “Das was ich damals am Flughafen zu dir gesagt habe, war mein Ernst.” erwiederte er und gab ihr einen Kuss. Zu Hause angekommen gingen sie sofort hoch und fielen ins Bett. Dort machten sie dann da weiter, wo sie auf der Terasse aufgehört hatten. Kleidungsstück um Kleidungsstück flog in die Ecke und einer gab sich dem anderen komplett hin. Soll ich ihn jetzt fragen? Mehr als nein sagen kann er ja nicht. Ich tu es einfach! “Marc?” sprach sie ihn an, während sie bei ihm im Arm lag. “Hmm.” kam vom Gegenüber. “Ich hab morgen einen Termin. Möchtest du mitkommen?” fragte sie vorsichtig. “Wo denn?” wollte der Oberarzt wissen. “Bei Mehdi...Ultraschall.” Dr. Meier sagte erst nichts. Deshalb fügte Gretchen noch etwas hinzu. “Ich weis...du und Mehdi...ihr versteht euch nicht besonders, aber...” weiter kam sie nicht, denn Marc kam hoch, legte ihr seinen Finger auf die Lippen und sagte: “Schhhhh...gerne komm ich mit.” Die junge Ärztin konnte es nicht fassen und fragte noch einmal: “Wirklich?” “Ja klar!” erwiederte er und nahm sie wieder in seinen Arm.

Man kann einen Tiger zwar nicht einfangen. Aber man kann versuchen sein Vertrauen zu gewinnen und ihn zähmen.

Mit diesem Gedanken schlief sie ein. Marc sprach sie irgendwann an. Als nach längerer Zeit keine Reaktion von ihr kam, schaute er sie an und sah, dass sie bereits schlief. Er gab ihr einen Kuss und schlief nach kurzer Zeit auch ein.

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19.01.2009 16:26
#418 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Am nächsten Morgen schlief Gretchen dann ausnahmsweise länger und Marc musste sie wecken. Wie spät ist es?” fragte sie, nachdem sie die Augen geöffnet hatte. “Fast zehn.” gab der Oberarzt ihr zur Antwort. Was? Schon so spät? Scheisse! Dachte sie und sprang aus dem Bett. Wie ein aufgescheuchtes Huhn lief sie durch den Raum und versuchte ihre Klamotten zu finden. “Was ist denn los?” wollte Marc wissen. “Wir müssen uns beeilen. Ich hab um halb 11 den Termin bei Mehdi.” kam von ihr nur, während sie unter dem Bett ihren Pullover suchte. “Okay. Dann sollten wir uns wirklich beeilen.” stellte er fest. “Sag ich doch.” meinte Gretchen während sie schnell im Bad verschwand. Diesmal brauchte sie auch nicht so lange und sie konnten schnell nach unten gehen. Trotzdem waren sie noch kanpp dran und mussten sich beeilen. Gretchen war wieder ganz aus der Puste, als sie vor Mehdís Büro ankam. Marc klopfte an die Türe und öffnete sie. Als der Gynäkologe ihn zusammen mit Gretchen erblickte und dann auch noch sah, dass sie Hand in Hand vor ihm standen, war er für einen Moment sprachlos. Schliesslich begrüsste er erst die junge Ärztin und dann gezwungenermassen auch Marc. Er wusste garnicht, dass er wieder zurück war. “Wie fühlst du dich?” wollte er wissen, nachdem er einen Blick in den Mutterpass geworfen hatte. “So gut wie noch nie.” antwortete sie und hatte dabei ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Auch Mehdi sah ihr an, dass sie wirklich glücklich war. Er hoffte nur für sie, dass das auch so blieb. Nach einiger Zeit bat er sie dann sich frei zu machen und auf der Liege Platz zu nehmen. Gretchen schob ihren Pulli ein Stück hoch und legte sich hin. Dr. Kaan gab etwas Gel auf den Ultraschallkopf und begann mit der Untersuchung. “Da ist es.” sagte er schliesslich und deutete auf den Monitor, wo man das kleine Herz kräftig schlagen sehen konnte. Anschliessend fiel sein Blick zu Marc, der neben der jungen Ärztin stand und wortlos auf den Bildschirm schaute. Der Gynäkologe bemerkte dabei etwas, was er nie für möglich gehalten hätte. Marc sagte zwar kein Wort, aber das funkeln in seinen Augen sagte alles. Auch Gretchen bemerkte das. Er freut sich wirklich auf das Kind. Ich kanńs noch garnicht glauben... Nachdem die Untersuchung abegschlossen war, gab Mehdi dann auch sein okay, dass sie ab nächster Woche wieder arbeiten könnte. Die junge Ärztin freute sich riesig darüber. “Aber...nach wie vor...keine allzu große Aufregung...und nicht allzu lange OṔs.” forderte er. “Ja, aber, wie soll ich denn...” wollte sie sagen, doch Dr. Meier unterbrach sie und sagte: “Dafür werd ich schon sorgen.” “Okay.” kam von dem Gynäkologen. Abschliessend gab er Gretchen das ausgedruckte Ultraschallbild in die Hand und verabschiedete sich von ihr.

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19.01.2009 17:43
#419 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Die letzten Tage verliefen relativ ruhig. Die beiden genossen ihre freien Tage und die Nähe zueinander. Am letzten Tag dann bekam Marc einen Anruf. Die beiden hatten gerade eine wilde Kitzelattacke hinter sich. Der Oberarzt stand auf und nahm ab. Der Immobilienmakler war am anderen Ende der Leitung und hatte Neuigkeiten wegen der Wohnung.
Marc: Meier...
IM: Ja, hier Immobilien Heinemann. Es gibt Neuigkeiten wegen der Wohnung in der Ahornallee.
Marc: Ja? Und?
IM: Also, ich habe jetzt mit dem Architekten gesprochen und er sagte, es wäre möglich noch einen Raum zu schaffen...
Marc, hatte das Gefühl, dass es irgendeinen Haken an der Sache gab, und fragte nach
Marc: Aber?
IM: Nun ja, das ist ja alles mit Kosten verbunden und...
Marc: Wieviel?
IM: Die Wohnung würde dann 250.000 Euro kosten...
Marc: Okay...damit kann ich leben...ich spreche mit meiner Bank und melde mich dann umgehend...
IM: Einverstanden
Die beiden Männer verabschiedeten sich. Anschliessend wählte er sofort die Nummer seiner Bank, in der Hoffnung noch jemanden zu erreichen. Er hatte Glück und wurde sofort zum Chef durchgestellt. Da er schon jahrelang ein sehr guter Kunde war und auuserdem auch noch über Bargeld verfügte, genehmigte ihm der Bankier natürlich sofort den Kredit. “In Ordnung Herr Dr. Meier. Ich mache dann alles fertig und sie kommen nur noch zum unterschreiben.” sagte er schliesslich. Der Oberarzt stimmte zu, verabschiedete sich und legte auf. Erneut rief er den Makler an und sagte ihm fest für die Wohnung zu. Dieser freute sich, dass das Geschäft doch noch zu einem guten Abschluss gekommen war und sagte, dass er sofort Bescheid geben würde, wenn die Sanierung abgeschlossen wäre und die beiden einziehen könnten. “Eine gute Wahl, die sie und ihre Freundin da getroffen haben.” sagte er schliesslich. “Ja, denke ich auch.” erwiederte Marc, verabschiedete sich erneut und legte auf. Gretchen hatte die ganze Zeit auf dem Bett gelegen und zu gehört. “Wir haben die Wohnung.” sagte der Oberarzt und sah danach in das strahlende Gesicht seiner Freundin. “In spätestens 4 Wochen können wie einziehen.” fügte er noch hinzu. “Gut, dann gibt es jetzt nur noch ein Problem...” erwiederte Gretchen. Der Oberarzt schaute sie erstaunt an und meinte: “Welches denn?” “Na meine Eltern...ich muss gucken wie ich ihnen das schonend beibringe.” stellte sie fest. “Ja...das machst du dann lieber selbst...ich glaube kaum, dass dein Vater begeistert sein wird, wenn ich es ihm sage.” Gretchen nickte und meinte: “Ja. Das glaube ich auch.”
Es war der letzte Abend bevor Morgen der Altag und somit auch die Probleme wiederkehren würden. Deshalb beschlossen die beiden den nochmal so richitg zu geniessen

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19.01.2009 18:51
#420 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Irgendwann war Marc dann eingeschlafen und die junge Ärztin beschloss nach den ganzen Tagen mal wieder in ihr Tagebuch zu schreiben:

Liebes Tagebuch,
Die letzten Tage waren einfach traumhaft. Vor ein paar Tagen haben wir uns eine Wohnung angeschaut. Sie liegt zwar im 3. Stock und ich muss jeden Tag die gefühlten 100 Stufen hochkraxeln, aber die Aussicht von der Dachterasse entschädigt mich dafür jeden Tag auf́s Neue. Besonders der Sonnenuntergang von dort oben ist einfach himmlisch. Ja, du hast schon richtig gehört, ich werde spätestens in 4 Wochen mit Marc zusammen in eine gemeinsame Wohnung ziehen. Und jetzt kommt́s: Er hat́s mir auch noch selbst vorgeschlagen. Aber das war nicht das einzige Mal, dass er mich in dieser Woche überrascht hat. Am Tag darauf war er mit mir, beim Ultraschalltermin, bei Mehdi. Stell dir vor die beiden haben es geschafft sich nicht direkt ins Gesicht zu springen. Hätte ich nicht gedacht. Aber was mich am meisten gefreut hat, war das funkeln in Marćs Augen, als er zum ersten mal unser Kind “live” gesehen hat. Ich hätte nie gedacht, dass er sich darüber freuen würde...bei Gabi war das ja eher anders. Womit wir beim Thema wären. Die ist auch wieder da...ich hatte so gehofft, sie nie wieder zu sehen. Ich hab sie kurz gesehen als ich im Krankenhaus war. Sie arbeitet zwar nicht mehr auf der Chirugie aber ich bin trotzdem nicht sonderlich scharf drauf ihr öfters zu begegnen. Denn ich weis ja jetzt wozu sie im Stande ist und habe ehrlich gesagt Angst vor ihr. Marc hat sie noch garnicht gesehen. Ich sag ihm auch nichts davon. Er hat schon genug Stress. Wir waren nämlich ausserdem gestern noch bei der Polizei. Die Anzeige gegen ihn wurde zwar aufgrund Thomaś Zeugenaussage zurück gezogen, aber es bleibt immer noch die Sache mit der Flucht wegen der er sich verantworten muss. Ausserdem wird in ein paar Monaten die Gerichtsverhandlung wegen dem getöteten Unfallopfer stattfinden. Er würde es zwar nie zugeben, aber ich spüre, dass er auch Angst davor hat, was passiert. Hoffentlich kann er sich in der nächsten Zeit etwas ablenken durch die Arbeit, die ja morgen wieder ansteht. Bin gespannt wie er und Thomas reagieren, wenn sie von nun an jeden Tag auf einander treffen. Ich hoffe sie verhalten sich ruhig und kriegen sich nicht für jede Kleinigkeit in die Haare. Ich will die gute Beziehung die ich im Moment zu Marc habe einfach nicht auf́s Spiel setzten. Ich bin froh, dass ich endlich sein Vertrauen gewinnen konnte und er langsam beginnt sich zu öffnen, was ja nebenbei bemerkt ein ganz schön hartes Stück Arbeit war...


Sie legte das kleine rote Buch wieder weg und schlief ebenfalls ein.

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19.01.2009 19:59
#421 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Kapitel 44 - Kindergarten hoch drei!

Am nächsten Morgen standen beide auf und machten sich für die Arbeit fertig. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten sich gemeinsam auf den Weg. Vor der Klinik angekommen, wollte Thomas sich gerade auf “seinen” Parkplatz stellen, als Marc ihm zuvor kam. Immerhin hatte er seinen alten Job wieder und somit auch seinen alten Parkplatz, dachte er. Aber Dr. Gundlach sah das offenbar anders, denn er stellte zwar seinen Wagen auf einem anderen Platz ab, aber als er Marc und Gretchen aus dem BMW stiegen sah, lief er sofort auf den Oberarzt zu und machte ihn darauf aufmerksam, dass das sein Parkplatz wäre. Natürlich konnte es Marc mal wieder nicht lassen einer seiner bissigen Bemerkungen abzugeben und erwiederte mit einem Grinsen: “Ihr Wagen hat doch sowieso nicht ins Bild gepasst. Der (dabei zeigte er auf sein neues Auto) ergänzt sich doch prima zu den anderen (dabei zeigte er zu den anderen Autós links und rechts neben seinem, welches auch alles Nobelkarossen waren).” Gretchen sah schon, dass Thomas innerlich wieder begann zu kochen. Sie kannte ihn jetzt schon fast 4 Monate und wusste was dieser Blick zu bedeuten hatte. Ärger!!! Und zwar jede Menge! Und so war es auch. Der Oberarzt kam ein Stück näher zu seinem Kollegen und die junge Ärztin hatte schon die Befürchtung, dass der eine dem anderen gleich eine reinhaut. War sich nur noch nicht so sicher, wer den ersten Schlag verteilte. Doch Thomas war eigentlich nicht der Typ um sich zu prügeln und erwiederte: “Sie meinen wohl auch sie wären der tollste und könnten sich alles erlauben.” Bitte lieber Gott! Mach, dass er die Klappe hält. Doch den Gefallen tat Marc ihr wie immer nicht und entgegnete mit einem für ih typisch frechem Grinsen: “Ach...das wussten sie noch garnicht? Naja...manche sind halt Blitzmerker.” Gretchen merkte wie Thomas´ Wut immer stärker wurde und beschloss etwas dagegen zu unternehmen. Am besten ich trenne die beiden wieder so schnell wie möglich. Kurzerhand schnappte sie sich Marc und zog ihn Richtung Eingang. Als die beiden zusammen im Aufzug standen merkte der Oberarzt, dass sie wütend wirkte und fragte sie was los wäre. Das fragt der noch?! “Ihr habt euch da draussen eben wie kleine Kinder aufgeführt, denen man etwas weggenommen hat!” schmiss sie ihm an den Kopf. “Hey! Ich war im Recht! Ist ja auch mein Parkplatz.” erwiederte der Oberarzt ein wenig eingeschnappt. “Ach komm Marc. Du willst mir doch jetzt nicht allen Ernstes erzählen, dass du dich wegen einem Parkplatz fast prügelst. Wie alt bist du eingentlich?” Doch statt einer Erklärung, grinste er sie kurz an und antwortete: “33. Wieso?” Der nimmt mich garnicht für voll! Dann brauch ich ja auch garnicht weiter zu reden! Dachte sie. Die Türen des Fahrstuhls öffneten sich im 2. Stock und sie stieg aus. Auf dem Flur drehte sie sich nochmals um und sagte: “Werd erwachsen.”

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19.01.2009 21:18
#422 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Anschliessend ging sie ins Stationszimmer. Marc sah sie zwar nach dieser Ansage erstaunt an, folgte ihr aber dann nach kurzer Zeit. Als er den Raum betrat und dann auch noch in Arbeitskleidung, konnte Schwester Sabine für einen Moment nichts sagen. Erst als Marc ihr die Anweisung gab, die Akten für die Visite bereit zu legen, zuckte sie kurz zusammen und suchte alles zusammen. Auch Thomas betrat das Stationszimmer und mischte sich sofort ein. Er nahm Sabine die Akten aus der Hand und sagte: “Wenn hier einer was zu sagen hat, dann ich.” Das glaub jetzt nicht?! Jetzt geht das schon wieder los! HILFE!!! Ich bin im Irrenhaus! Dachte Gretchen und schaute sich das Schauspiel zusammen mit Schwester Sabine eine Weile an. Plötzlich kam Franz dazu. Er hatte die beiden Ärzte schon von weitem streiten hören und fragte nun: “Was ist denn hier los?” Sofort versuchen sie sich zu veteidigen. Alle beide reden durcheinander und der eine schob die Schuld auf den anderen. Das darf doch nicht wahrsein?! Merken die eigentlich nicht, dass die beiden sich komplett zu Affen machen?! Schliesslich fasste sich Gretchen ein Herz und erklärte ihrem Vater kurz worum es ginge. Thomas dachte er hätte sich verhört, als er mitbekam, dass Marc nun auch noch sein Kollege wäre. “Mit dem soll ich zusammen arbeiten?” fragte er voller entsetzen. “Kannst mir glauben, ich reiss mich auch nicht gerade drum.” kam von Dr. Meier nur abfällig. Natürlich wollte Thomas sich so eine Bemerkung wiedermal nicht gefallen lassen und konterte: “Wie kann man nur so arrogant und von sich eingenommen sein?!”Franz stand in der zwischenzeit nur fassunglos daneben und konnte nichts mehr sagen. Da standen zwei erwachsene Männer und stritten sich wie kleine Jungs um einen Lolli. Auch Gretchen wurde es mittlerweile echt zuviel. Jetzt reicht́s! Sie stellte sich zwischen die beiden und schrie: “STOP!!” Daraufhin schauten beide sie verwundert an. Anschliessend sahen sie zum Professor, der sie wütend anblickte. “Dr. Gundlach! In mein Büro! Sofort!” sagte er im Befehlston. Marc freute sich wie ein kleines Kind und signalisierte das auch deutlich. Er grinste den Oberarzt an, so als ob er sagen wollte: Ätsch! Die Runde geht an mich. Die junge Ärztin sah das ebenfalls und fasste sich an den Kopf. Anschliessend verliess sie kopfschüttelnd den Raum. Franz hatte Marc´s dreckiges Grinsen ebenfalls bemerkt und sagte: “Sie brauchen garnicht so zu grinsen. Sie sind der nächste!” So schnell wie es gekommen war, verging Marc das Lachen und er erwiederte nur kleinlaut: “Jawohl, Herr Professor.” Der Professor gab Thomas ein Zeichen und verschwand mit ihm in sein Büro.
“Setzen sie sich.” befahl Dr. Haase, nachdem die beiden Männer in seinem Büro waren und er die Türe geschlossen hatte. Thomas wollte sich für sein Verhalten entschuldigen, aber Franz fiel ihm ins Wort. “Ich weis zwar nicht, warum sie beiden Differenzen haben und ich glaube ich will es auch garnicht wissen. Mir ist nur eins wichtig, dass die Arbeit nicht darunter leidet! Das ist ein Krankenhaus und kein Kindergarten. Tragen sie ihre Machtkämpfte gefälligst ausserhalb der Dienstzeiten aus!” Dr. Gundlach wagte es nicht seinem Chef noch einmal zu wieder versprechen und antwortete nur mit einem kurzen: “Ja.” Der Professor stand auf und ging zum Fenster. “Gut und jetzt schicken sie Dr. Meier her!” verlangte er. Der Chirug stand daraufhin auf und verliess den Raum. Trotz Warnung nahm er sich fest vor, um Gretchen zu kämpfen, denn er war der Meinung, dass sie etwas besseres verdient hätte, als so einen arroganten Schnösel. Er musste sich nur überlegen wie er es möglichst geschickt anstellte, dass kein anderer, besonders der Professor davon etwas mitbekam.

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19.01.2009 22:30
#423 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Gretchen hatte sich währendessen zurück gezogen, um in ihr Tagebuch zu schreiben.

Liebes Tagebuch,
Hab mich zurück gezogen, brauchte einfach mal ein bisschen Zeit für mich. Die Streitereien zwischen Marc und Thomas halte ich einfach nicht mehr aus. Die brauchen sich nur kurz anzusehen und schon giften sie sich an. Stell dir vor heute Morgen haben sie sich um einen Parkplatz gestritten. Das muss man sich mal vorstellen! Wie kindisch ist das denn bitte schön? Habe schnell gemerkt, dass der Streit drohte zu eskalieren, denn ich glaube, es ging schon lange nicht mehr um den Parkplatz. Das war nur eine Ausrede. Deshalb hab ich mir dann auch Marc geschnappt und bin mit ihm rein gegangen. Du kanst mir glauben, meine Laune war zu diesem Zeitpunkt schon wieder auf dem Tiefpunkt. Änderte sich auch nicht, als er mich fragte, was mit mir los wäre. Hab ihm dann mal eben meine Meinung dazu gesagt. Und weist du was der sagt? Er wäre im Recht. Wäre ja auch sein Parkplatz! Tzzz...es ging ihm doch nicht wirklich darum, oder? Er kann es einfach nicht ertragen, dass ich mit Thoams was hatte, als er nicht da war. Was heisst ich hatte was mit ihm? Wir waren einmal essen und einmal spazieren. Also ich würde das nicht als Beziehung bezeichnen, noch nicht mal als Affäre. Also worüber regt er sich dann auf? Naja, auf jeden fall hab ich ihm die Meinung gesagt und ihn gefragt, wie alt er wäre, um ihm zu sagen, dass sein Verhalten kindisch ist. Und was macht der? Verarscht mich noch und grinst mich dämlich an. Kannst mir glauben, wenn in diesem Moment nicht die Türen des Fahrtuhls auf gegangen wären, hätte ich ihm eine geschmiert! So sauer war ich! Der nimmt mich garnicht Ernst! Ich mag ja seine lockere Art, aber das geht zu weit! Hab ihm dann beim aussteigen gesagt, er solle erwachsen werden. Hat aber nicht viel gebracht, denn 5 Minuten hatten sich die beiden wieder in den Haaren. Schwester Sabine wusste natürlich nicht was los ist und wollte eingreifen. Hab sie dann aber davon abgehalten und ihr geraten, das einfach zu ignorieren. Hat mich zwar angeuckt wie ein Auto, aber sich dann mit mir an den Schreibtisch gesetzt und das Schauspiel beobachtet. Wir hätten und sogar beinahe dabei amüsiert, denn einer versuchte besser wie der andere zu sein, sogar beim streiten. Aber dann kam mein Vater rein und fragte was los sei. Da die beiden es wieder mal nicht auf die Reihe gekriegt haben ihm die Situaion zu erklären, ohne sich wieder dabei anzukeifen, hab ich das dann kurzerhand übernommen. Hab mich zwischen sie gestellt und gesagt, oder eher gesagt geschiren, sonst hätten sie ja sowieso nicht zu gehört, dass sie sofort aufhören sollen. Hatte dann auch Wirkung und sie hielten beide endlich ihre Klappe. Kann aber auch an meinem Vater gelegen haben, der sie mittlerweile schon mit einem vernichtenden Blick ansah. War mir aber auch egal, hauptsache es war endlich Ruhe im Karton. Jetzt weis ich wie sich ein Schiedsrichter fühlt, denn genauso ginǵs mir in dem Moment. Von allen drei Seiten trafen mich nämlich die Blicke. Einmal von meinem Vater, der immernoch auf eine vernümpftige Erklärung wartete, dann von Marc, der mich ansah, als ob er sagen wollte -du musst zu mir halten- und schliesslich auch noch von Thomas, der das selbe verlangte. Oh Mann! Und da sagt Mehdi ich soll mich nicht unnötig aufregen! An einen von den beiden musste ich die rote Karte ausspielen. Ich tat es ungern, aber ich musste Marc recht geben, denn er war ja wirklich wieder neuer Oberarzt des Teams. Das alles wäre nicht passiert, wenn mein Vater Thomas rechtzeitig bescheid gesagt hätte. Aber dann hätten sie wahrschienlich einen anderen Grund zum Streiten gefunden. Gott sei Dank führen die beiden keine OP zusammen durch, sonst würden sie sich wahrschienlich noch uḿs Opbesteck streiten. Unmöglich ist ja nichts. Auf jeden fall hat mein Vater dann dem ganzen ein Ende gesetzt und Thomas in sein Büro abkommandiert. Marćs dreckiges Grinsen dabei war nicht zu übersehen. Hab mich dann entschlossen lieber nix mehr dazu zu sagen und zu gehen. Wie kann man sich nur so aufführen. Ich meine der ist 33 und wird in ein paar Monaten Vater. Wie will der sein Kind zu einem verantwortungsbewussten Menschen erziehen, wenn er sich selbst wie ein Kind aufführt? Ich darf garnicht dran denken! Werde wohl nochmal mit ihm reden müssen, wenn das überhaupt möglich ist...

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20.01.2009 08:41
#424 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Sie steckte das Buch zurück in ihre Tasche und ging zurück ins Stationszimmer.
Marc stand währendessen vor der Türe zum Büro seines Chef́s und klopfte zaghaft an. Er konnte sich denken, dass er sich jetzt wieder einiges anhören konnte. Und so war es auch. Nachdem er eingetreten war, befahl ihm der Professor sich zu setzen und fing an: “Also, dass eines klar ist. Ich hab sie nicht wieder eingestellt, dass sie hier alles durch einander bringen.” Der Oberarzt wollte sich wehren, aber Franz liess ihm wie immer keine Gelegenheit dazu. “Jetzt rede ich!” forderte er mit strenger und lauter Stimme. Marc sagte darauf lieber nichts mehr. “Was haben sie sich eigentlich dabei gedacht, Meier?” Ohne auf eine Antwort zu warten fuhr Franz Haase fort. Er gab dem Oberarzt den gleichen Befehl, den er auch Thomas gegeben hatte und forderte anschliessend, dass er wieder zurück an die Arbeit gehen sollte. Dr. Meier nickte nur und ging zur Türe. Dort fing der Professor ihn erneut ab und sagte: “Denken sie dran Meier. Noch ein Ton und sie sind schneller draussen, wie sie rein gekommen sind!” Nachdem Marc die Türe geschlossen hatte, lehte sich der alte Mann in seinem Chefsessel zurück und grübelte, warum die beiden sich nicht leiden konnten. Schliesslich kannten sie sich ja gerade erstmal seit 2 Tagen.
Marc ging in der Zeit wieder zurück an die Arbeit. Auch er überlegte, wie er es anstellen könnte, Dr. Gundlach so schnell wie möglich los zu werden. Denn auch ihm war nicht verborgen geblieben, dass er immer noch Interesse an Gretchen hatte. Allein der Gedanke, dass seine Freundin beinahe etwas mit ihm angefangen hätte, machte ihn wahnsinnig. Deshalb wollte er unbedingt verhindern, dass er weiter an ihr rumgräbt. Er beschloss ihm bei nächster Gelegenheit noch mal klar zu machen, dass er gefällligst seine Pfoten von ihr lassen soll, notfalls mit anderen Mitteln. Schliesslich hatte er so lange um sie gekämpft und da würde er sich jetzt nicht von so einem dahergelaufenen dazwischen funken lassen. Aber auch er musste aufpassen, dass sein Chef davon nichts mitbekam, denn er wollte seinen wiedererlangten Job genauso wenig auf́s Spiel setzen wie Gretchen.
Die quälte sich in der Zeit wieder mit blöden Fragen von Sabine, als Marc reinkam und die beiden zur Visite bat. Da die Schwester nicht schon wieder von ihm angeschrien werden wollte, kramte sie schnell die benötigten Unterlagen raus und folgte ihm. Bei der Visite verlief soweit alles normal. Gretchen kam es komisch vor nach so langer Zeit wieder mit ihm zusammen zu arbeiten. Sie hatte schon einige Zeit gebraucht, um sich an Thomas zu gewöhnen und jetzt musste sie sich wieder umstellen. Marc versuchte sie vor den Patienten wie eine normale Kollegin zu behandeln, denn privates und berufliches sollte man immer trennen. Nachdem sie auch noch gemeinsam eine OP hinter sich gebracht hatten, bat Marc sie danach im Waschraum mit in sein Büro zu kommen. Natürlich leise, damit Sabine es nicht mitbekam, die ihre Ohren schon wieder auf Empfang gestellt hatte. “Ich wollte eigentlich in die Cafeteria...Pause machen...brauch mal Entspannung.” Daraufhin stellte er sich hinter sie und flüsterte ihr ins Ohr: “Ich kenn auch was, dass entspannt.” Der Blick von Schwester Sabine klebte geradezu an den beiden. Deshalb hätte sie beinahe ihren Kittel neben die Wäschetonne geworfen, als sie das hörte. Marc bemerkte das und fühlte sich gestört. Deshalb nahm er seine Assitenzärztin an der Hand und wollte sie in sein Büro ziehen. Doch Gretchen war immer noch sauer, wegen der Aktion heute Morgen, riss sich los und sagte, dass sie jetzt keine Zeit hätte. “Gut. Dann nicht. Weist ja wo du mich findest.” erwiederte der Oberarzt leicht eingeschnappt und ging.

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20.01.2009 09:58
#425 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

“Darf ich?” fragte Thomas, nachdem er Gretchen in der Cafeteria gesehen hatte, nachdem er sich vorher umgesehen hatte, ob seine Konkurrenz nicht in Sichtweite war. Da sie auf Dr. Gundlach genauso wenig Lust hatte, wie auf Marc, sagte sie nur: “Wenn´s sein muss.” wollte ihm aber eigentlich damit signalisieren, dass er verschwinden soll. Doch den Gefallen tat er ihr nicht und setzte sich zu ihr. Na toll! Warum können mich nicht einfach in Ruhe lassen? Ist das denn zu viel verlangt? “Junge Junge. Dein Vater war ganz schön sauer.” warf er auf einmal ein, nachdem die beiden sich durchweg angeschwiegen hatten. Ja und? Was will der jetzt von mir? Mitleid etwa? “Irgendeiner musste ja dazwischen gehen, bevor ihr euch noch die Köpfe eingeschlagen hättet.” erwiederte sie nur teilnahmslos und ein wenig genervt. Thomas schwieg daraufhin betreten. “Könnt ihr euch nicht einfach wie zwei erwachsene Menschen benehmen? Oder ist das zu viel verlangt?” wollte sie daraufhin wissen. Dr. Gundlach lächelte sie an und erwiederte: “Du bist so eine kluge und hübsche Frau, du hast was besseres verdient.” Was soll das denn jetzt schon wieder heissen? Geht́s noch?! Ich dachte ich hätte ihm deutlich gemacht, dass ich nichts von ihm will! Sie wollte gerade etwas dazu sagen, als Marc hinter den beiden stand. Er hatte sich lieber dazu entschlossen ihr zu folgen, denn er traute Thomas nicht und befürchetete, dass er Gretchen weiterhin anbaggern würde. Als er die beiden zusammen sah, wurde seine Vermutung damit nur bestätigt. Die junge Ärztin hatte ihn erst garnicht gesehen, erst als sie die erneut giftigen Blicke zwischen den beiden Männern beobachtete, fiel ihr auf, dass er dazu gekommen war. Na super! Warum muss sowas immer mir passieren? Das heisst dann wohl Ring frei für die nächste Runde. Dachte sie sich und wartete nur auf die erste Reaktion der beiden. Die liess nicht lange auf sich warten, denn nachdem Marc sich einfach ungefragt dazu gesetzt hatte fragte er mit ironischem Unterton: “Und? Habt ihr Spaß?” “Ja, bis gerade eben schon. Aber auf einmal ist die Luft hier so stickig.” erwiederte Dr. Gundlach ebenfalls reichlich ironisch. Soll ich sie wieder auseinander ziehen? Nein! Diesmal nicht! Sollen sie sich doch die Köpfe einschlagen, villeicht werden sie dann wieder klarer. “Kannst ja gehen, wenn es dir nicht passt.” meinte Dr. Meier herrausfordernd. Nun meldete sich auch Gretchen wieder zu Wort und sagte: “Ich hab ne bessere Idee. Ich gehe. Das hält ja kein Mensch aus!” daraufhin stand sie auf und verliess die Kantine. Gott sei Dank raus da! Bevor sie in den Aufzug stieg, um wieder nach unten zu fahren, konnte sie noch beobachten, wie die beiden sich weiter stritten. Wenn das aber jetzt die ganze Zeit so geht, streike ich! Dachte sie als sie nach unten fuhr. Jetzt brauch ich erstmal frische Luft, um mich abzureagieren. Nachdem sie im Park war, setzte sie sich dort auf eine Bank und genoss die himmliche Ruhe.
“Das werdet ihr noch bereuen!” sagte Gabi, die plötzlich wie ein Geist hinter ihr stand. Genauso schnell wie sie gekommen war, verschwand sie auch schon wieder. Als sich die junge Ärztin jedoch umdrehte, war da niemand mehr. Ich hätte schwören können, dass ich gerade Gabi gehört hätte. Sie warf nochmal einen Blick durch den Krankenhauspark und kam schliesslich zu dem Ergebnis, dass sie sich das nur eingebildet hat. Der ganze Stress tut mir nicht gut! Jetzt hab ich schon Halluzinationen...dachte sie und beschloss wieder hoch zu gehen. Gleich war Dienstende und sie wollte zu Marc, um mit ihm nach Hause zu fahren.

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