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Dieses Thema hat 618 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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Dornröschen Offline

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13.01.2009 22:23
#376 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Sarah öffnete die Türe einen Spalt und sah Marc, der auf dem Bett sass mit starrem Blick nach unten. Sie konnte nicht sehen, dass er etwas in der Hand hielt. Erst als sie die Türe ganz öffnete und eintrat sah sie dass es zwei Bilder waren. Obwohl sie nicht mal einen Meter von ihm entfernt stand, nahm er keine Notiz von ihr. Erst als sie ihn ansprach und fragte: "Was hast du jetzt vor?" schreckte er kurz zusammen und schaute sie an. "Sag mal...bist du taub? Ich hab gesagt, du sollst mich in Frieden lassen!" erwiederte der Oberarzt. Sarah setzte sich auf Bett und legte ihren Arm um Marc. "Ich will dir doch nur helfen." sagte sie mit ruhiger Stimme. Nachdem er darauf, wie immer, nicht reagierte fügte sie noch hinzu: "Warum willst du das denn nicht verstehen?" "Gegenfrage...warum willst du nicht verstehen, dass du mir nicht helfen kannst?" wollte er wissen. "Ich kann dir zwar diese Entscheidung nicht abnehmen, aber ich könnte dir zuhören...machmal tut es gut, wenn man jemanden hat, der einem zuhört." erwiederte die junge Frau. "Tzz...was gibt́s da bitte noch zu reden? Ich hab dir doch schon alles gesagt." sagte der Oberarzt. "Ja stimmt. Du hast mir alles erzählt...von dem Unfall, von Gabi usw., aber du hast nie wirklich darüber gesprochen wie DU dich fühlst oder was du denkst." entgegnete sie. Marc sah sie nur kurz an und schaute dann wieder weg. Erst sagte er längere Zeit nichts. Sarah rechnete schon garnicht mehr mit einer Antwort und stöhnte leise. Sie hatte nun alles versucht. Sie hatte ihn angebrüllt, darauf hatte er entweder nicht reagiert oder zurück geschriehen. Nun hatte sie es mit einem offnenem ruhigen Gespräch probiert, was auch nichts brachte. Solangsam schien sie auch mit ihrem Latein am Ende zu sein. "Beschissen. Reicht das?" kam dann doch noch von Marc. "Ich wünschte ich könnte dir helfen." erwiederte die junge Frau und sah ihn mitleidsvoll an. "Mir kann keiner helfen." sagte der Oberarzt, nahm sich seinen Autoschlüssel und verliess das Zimmer. Unten angekommen, stieg er in seinen Wagen und fuhr davon. Er wusste zwar nicht vohin, aber hauptsache weg. Einfach nur durch die Gegend fahren und abschalten. Das war sein Ziel. Aber er stellte schnell fest, dass das nicht so einfach war. Denn die Gedanken an Gretchen nahm er auch dabei mit.

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14.01.2009 09:40
#377 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Die hatte es doch geschafft für ein paar Stunden zu schlafen, aber auch nur weil die letzten Tage ziemlich anstrengend für sie waren. Als sie jedoch die Augen aufschlug waren sofort die ganzen Gedanken wieder da. Sie schaute auf die Uhr und merkte, dass sie fast den ganzen Flug verschlafen hatte. In ungefähr einer Stunde wäre sie wieder in Berlin. Zwar in ihrem gewohnten Umfeld aber ohne Marc. Es dauerte nicht lange, da machte der Pilot wieder seine Ansage und sie landeten. Als sie aus der Maschine stieg war es schon fast dunkel. Schnell holte sie ihre Tasche und ging nach draussen. Sie wollte nur nach Hause in ihr Bett. Die junge Ärztin bestellte sich ein Taxi und fuhr zu ihren Eltern. Als sie in die Türe reinkam, wurde sie direkt von ihrer Mutter freudich begrüsst. Doch ihr war momentan garnicht nach trauter Familie zumute. Deshalb würgte sie Bärbel schnell ab und sagte sie wäre müde und wollte nur noch ins Bett. Ihre Mutter wusste auch sofort warum sie sagte. "Kind. Du hättest einfach nicht zu ihm fliegen dürfen. Das tut dir doch nur weh." Gretchen, drehte sich auf der Treppe um, kehrte zurück und erwiederte in etwas lauterem Ton: "Mama! Ich liebe diesen Mann und da werden auch tausende von Kilometern nichts dran ändern!" Daraufhin liess sie die verdutzte Frau stehen und ging hoch in ihr Zimmer. Erstmal ein heisses Bad. Hoffentlich bringt mich das auf andere Gedanken. dachte sie und liess sich Wasser in die Wanne, nachdem sie ihre Tasche in die Ecke geschmissen hatte. Das heisse Bad tat ihr zwar gut, aber ihre Gedanken und Gefühle spülte es trotzdem nicht weg. Nachdem sie bemerkt hatte, dass das Wasser beinahe kalt war, kam sie raus, zog sich ihren Pyjama an und schmiss sich auf́s Bett. Sie wollte gerade einschlafen, da klingelte ihr Handy.

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14.01.2009 15:24
#378 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Da es noch in ihrer Tasche war, stand sie auf und holte es heraus. Scheisse! Den hab ich ja ganz vergessen! Dachte sie als sie Thomas´ Nummer aufblinken sah. Soll ich da jetzt rangehen? Überlegte sie erst, ging dann aber doch ran.
Gretchen: Haase.
Thomas: Hallo. Ich bin´s Thomas. Warum hast du dich nicht bei mir gemeldet? Oder hat dein Bruder dir nicht gesagt, dass ich angerufen habe?
Mein Bruder? Der meint bestimmt Marc.
Gretchen: Thomas...ich will ehrlich zu dir sein. Das mit uns hat keine Zukunft und wird es auch nie haben...deshalb ist es besser wenn wir einfach nur Freunde bleiben.
Thomas: Was ist los mit dir? Warum sagst du so was auf einmal?
Gretchen: Glaub mir...es ist besser so
Bevor der Oberarzt noch etwas sagen konnte legte sie einfach auf. Er versuchte sie erneut anzurufen, doch sie drückte den Anruf einfach weg und schaltete anschliessend ihr Handy aus. Weil sie danach nicht schlafen konnte holte sie ihr Tagebuch raus und schrieb:

Liebes Tagebuch,
Habe gerade mit Thomas telefoniert. Den hatte ich ehrlich gesagt völlig vergessen. Er hat mich gefragt, warum ich mich nicht gemeldet hab. Stell dir vor, er hält Marc für meinen Bruder. Hab ihn auch erstmal in dem Glauben gelassen. Ich weis jetzt was ich will und das ist einzig und allein Marc auch wenn er nicht hier bei mir ist, sind wir jedoch immer irgendwie mit einander verbunden...das spüre ich. Da ich ehrlich zu ihm sein wollte, hab ich ihm dann zu verstehen gegeben, dass aus uns nie etwas wird. Ich hoffe es hat das auch verstanden, denn er klang nicht so, als ob er der gleichen Meinung wäre. Denn er fragte mich was mit mir los sei. Hab dann gesagt, dass es besser so wäre und aufgelegt. Er versuchte mich ein weiteres anzurufen, aber ich wollte einfach nicht mehr mit ihm sprechen. Anschliessend hab ich mein Handy einfach ausgemacht. Für heute bin ich ihn zwar damit los. Aber ich denke jetzt schon darüber nach, was ich mache, wenn ich ihm morgen wieder in der Klinik begegne. Kann ihm ja wohl schlecht aus dem Weg gehen. Er ist mein Chef! Und ich glaube kaum, dass er ein einfaches Nein akzeptieren wird. Er wird mir wieder tausend Fragen stellen und wie so ein Irrer auf mich einreden. Oh Gott! Wenn ich jetzt schon dran denke, wird mir schlecht und ich hab morgen garkeine Lust zur Arbeit zu gehen...

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14.01.2009 17:12
#379 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Sie legte das kleine rote Buch wieder weg und schlief dann auch ein. Am nächsten Morgen kam Bärbel ins Zimmer und weckte sie. “Margarethe. Aufstehen.” sagte sie und stubste sie kurz an. “Ich komme gleich.” erwiederte die junge Ärztin Sie stieg aus dem Bett und machte sich fertig. Auf der Treppe hörte sie schon ihren Vater der mit ihrer Mutter diskutierte. “Franz. Lass sie bitte die nächsten Tage in Ruhe. Das letzte was sie jetzt gebrauchen kann sind deine Moralpredigten.” hörte sie Bärbel sagen. Der Professor erwiederte sofort mit lauter Stimme: “Soll ich etwa tatenlos zusehen, wie sie sich wieder durch einen Mann ihre Karriere ruinieren lässt? Und dann auch noch wegen so einem?” Den Rest bekam sie nicht mehr mit, denn sie machte so schnell wie möglich dass sie da raus kam. Das muss ich mir am frühen Morgen echt nicht antun. Da fahre ich lieber früher in die Klinik. Überlegte sie auf dem Weg dorthin. Als sie gerade dabei war ihr Fahrrad abzuschliessen, sprach Thomas sie auch schon an. Oh nein! Nicht der auch noch! Ich wär lieber doch noch ein paar Tage länger geblieben. “Guten Morgen.” sagte er wie immer freundlich, aber dennoch zurückhaltend. “Morgen” kam von ihr nur. Anschliessend nahm sie ihre Tasche und ging hinein. “Sag mal...kann das sein, dass du vor mir wegläufst?” fragte der Oberarzt als die beiden alleine im Aufzug standen. “Nein?!” erwiederte die junge Ärztin und betete gleichzeitig, dass der Fahrstuhl endlich oben war. “Wo warst du eigentlich die ganze Woche?” wollte er ausserdem noch wissen. Na toll! Und was sag ich ihm jetzt?? “Ach ich brauchte einfach mal Urlaub. Und da bin ich zu ner Freundin gefahren.” gab sie zur Antwort. Dann kam der Aufzug endlich an und die Türen öffneten sich. Gott sei Dank. Nix wie weg hier! Dachte sie nur und machte so schnell wie möglich, dass sie rauskam.

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14.01.2009 18:50
#380 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Als sie ins Stationszimmer kam, stand die nächste Fragerunde an. Nachdem Sabine sie erstmal stürmisch begrüsst hatte, fragte sie ebenfalls wo sie gewesen wäre.”Auch ihr tischte sie die Geschichte von der angeblichen Freundin auf. Sabine wollte gerade etwas sagen, aber da kam Thomas rein. “Sabine, machen sie alles für die Visite fertig. Wenn ich wiederkomme, will ich sofort anfangen.” wies er sie an. Die Schwester bemerkte sofort, dass er schlecht gelaunt war und fragte sich woran das liegen könnte. Nachdem er gegangen war, wandte sich die Schwester an Gretchen: “Was ist denn mit dem Herrn Doktor los?” Dabei sah sie sie mit einem durchstechenden Blick an. “Woher soll ich denn das wissen? Bin ich Hellseherin? Wenn´s sie so brennend interessiert, fragen sie ihn doch einfach!” motzte die junge Ärztin Sabine an. “Was ist denn mit ihnen los? Warum sind sie denn so gereizt?” wollte sie daraufhin erstaunt wissen. Weil mir einfach alles zu viel wird. “Ich bin nicht gereitzt!” erwiederte sie und verliess das Stationszimmer. Es dauerte nicht lange und sie lief Mehdi in die Arme. “Hallo Gretchen. Hab dich ja lange nicht mehr gesehen. Wie geht es dir?” fragte der Gynäkologe. “Danke. Ganz gut soweit.” sagte sie kurz angebunden und war schon wieder dabei weiter zu gehen, als er sie zurück hielt und sagte: “Du hattest vergangene Woche eine Untersuchung. Ich hab auf dich gewaretet.Was war denn los?” Stimmt. Die hatte ich in dem ganzen Stress ganz vergessen. Kann ihm ja jetzt wohl schlecht sagen, dass ich mal eben für ne Woche bei Marc in Brasilien war. “Oh. Die muss ich in dem ganzen Stress völlig vergessen haben.” erwiederte sie etwas verlegen. Dr. Kaan schaute sie nach dieser Aussage besorgt in die Augen und meinte, dass zu viel Stress nicht gut für´s Kind wäre. “Ich würde gerne jetzt mal kurz einen Blick drauf werfen, wenn du Zeit hast.” schlug er ihr vor. Gretchen nickte kurz und folgte ihm in den Untersuchungsraum. Während er den Ultraschallkopf über ihren Bauch führte schaute er ganz genau auf den Monitor. “Und?” fragte sie, nachdem er längere Zeit nichts sagte. “Es scheint alles in Ordnung zu sein.” meinte der Frauenarzt und steckte den Ultraschallkopf zurück in die dafür vorgesehene Halterung. “Gott sei Dank.”sagte sie leise vor sich hin. Mehdi sah sie misstrauisch an. “Du solltest dich in der nächsten Zeit schonen, wenn du willst dass das so bleibt. Stress und Aufregung sind Gift für´s Kind.” riet er ihr. Sag das mal den jenigen, die mir auf den Wecker fallen. “Ist gut. Ich werd́s versuchen.” erwiederte Gretchen während sie sich den Kittel wieder anzog. “Der nächste Ultraschall ist dann in drei Wochen, aber bitte denk diesmal dran.” sagte er und ging mit ihr zu Tür. “Ist gut. Ich werd́s mir aufschreiben.” gab sie zur Antwort und verliess den Raum.

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14.01.2009 20:09
#381 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

“Wo warst du? Ich hab dich überall gesucht!” wollte Thomas leicht erbost wissen. Ich sag dem aber jetzt nicht, dass ich zur Vorsorge war. Der muss nicht alles wissen. “Äh...ja...ich hatte noch was zu erledigen.” stotterte sie etwas unsicher. “Dir ist aber schon klar, dass du deiner Arbeit hier nachommen sollst oder?” Was soll diese blöde Anspielung denn jetzt?? “Das weis ich sehr wohl Thomas...und deshalb geh ich jetzt auch...an die Arbeit...versteht sich.” sagte sie in einem etwas zickigen Tonfall und liess ihn einfach stehen. Der Oberarzt sah ihr nur verwundert hinterher und konnte nichts mehr sagen. Gretchen ging ins Stationszimmer zurück und holte ihr Tagebuch heraus. Bevor sie allerdings anfing zu schreiben, schaute sie erst ob die Luft rein ist. Bei Sabine weis man ja nie, ob sie nicht wieder wie ein Geist hinter einem steht. Dachte sie und warf noch einmal einen prüfenden Blick durch den Raum. Die Luft schien rein zu sein. Also setzte sie sich auf einen Stuhl und fing an zu schreiben:

Liebes Tagebuch,
Am liebsten wär ich noch ein paar Tage länger bei Marc geblieben. Hier nerven mich nur alle. Den Anfang machte heute Morgen direkt mein Vater. Er hat heute Morgen mit meiner Mutter ausgiebig darüber diskutiert, was besser für mich wäre. Hab zwar nicht selbst mit ihm geredet, aber dass was ich gehört hab, hat mir schon gereicht. Bin dann einfach zur Arbeit gefahren, ohne was zu sagen. Aber ich kann ja nicht immer verschwinden. Irgendwann werd ich wohl oder übel mit ihm reden müssen. Der nächste im Bunde ist Thomas. Ich hab ja ehrlich gesagt damit gerechnet, dass er so schnell nicht aufgibt, aber gehofft hab ich was anderes. Er macht jetzt einen auf beleidigt. Eben meinte er mich daran erinnern zu müssen, dass ich hier zum arbeiten wäre, bloss weil ich mal kurz bei Mehdi zur Untersuchung war. Das hab ich ihm natürlich nicht gesagt. Geht ihn ja auch überhaupt nix an, dass ich schwanger bin. Bei der Untersuchung war übrigens alles in Ordnung. Gott sei Dank. Dachte schon, dass das ziehen was ich die ganze Zeit hab, irgendwas zu bedeuten hätte. Naja. Wie auch immer und zu guter letzt, kommt dann auch noch Sabine und stellt wie immer blöde Fragen. So langsam reicht es mir und ich überlege mir ernsthaft, ob ich nicht doch wieder zurück nach Brasilien soll. Hier will mich anscheinend sowieso niemand verstehen...

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15.01.2009 18:11
#382 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Sie klappte das Buch wieder zu und ging zum OP. Als sie in den Vorbereitungsraum kam, war Thomas bereits dort. Er sagte kein Wort und ging in den OP. Während des Eingriffs schwiegen die beiden sich ebenfalls an. Doch man merkte, dass es dem Oberarzt sichtlich schwer fiel sie zu ignorieren. Deshalb sprach er sie nach der OP im Waschraum an. “Ich würde mal gerne mit dir unter vier Augen sprechen.” sagte er ihr leise, damit Schwester Sabine es nicht mitbekam. Doch sie schaute die beiden doch verwundert an, als Gretchen meinte, ob das nicht Zeit bis später hätte. “Nein. Hat es nicht!” erwiederte er entschlossen und zog sie an der Hand in sein Büro. “Was soll das? Lass mich sofort los?” motzte sie ihn an, während er sie über den Gang zog. Doch der Oberarzt reagierte garnicht darauf, öffnete die Türe und schob sie in sein Büro. Normalerweise war er nicht der Typ für so was, aber Gretchen hatte ihn mit ihrem gleichgültigen Verhalten so sehr auf die Palme gebracht, dass er sich kurz vergessen hatte, wie er nun erschreckend feststellte. Deshalb liess er sie auf der Stelle los, verlangte aber dennoch eine Erklärung. “Warum bist du so abweisend?” wollte er wissen. “Ich bin nicht abweisend. Das bildest du dir ein.” erwiederte die junge Ärztin. Doch Thomas schüttelte mit dem Kopf. “Nein. Das bilde ich mir nicht ein. Seitdem du wieder zurück bist, verhälst du dich irgendwie komisch und abweisend.” sagte der Oberarzt. “Ich hab viel Zeit zum nachdenken gehabt und bin mir über eines klar geworden.” verteidigte sie ihren Entschluss und wollte gehen. “Gestattest du mir eine Frage?” wollte Thomas wissen. Sie drehte sich um und sah ihn fragend an. Was kommt denn jetzt? “Ist es wegen ihm?” fragte er dann schliesslich. Was sag ich ihm denn jetzt? Eins ist klar: Die Wahrheit bestimmt nicht! “Nein. Ich...kann das einfach nicht...okay?” antwortete sie nach längerem Zögern und verschwand anschliessend schnell. Für heute hatte sie wirklich genug. Deshalb entschied sie sich dazu für heute Feierabend zu machen und nach Hause zu fahren. Sie ging ins Stationszimmer zurück, zog sich schnell um und verliess die Klinik. Bevor Thomas nochmal auf die Idee kommt mir Fragen zu stellen...verschwinde ich lieber. Dachte sie, als sie sich auf́s Rad setzte und los fuhr.

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15.01.2009 19:14
#383 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Marc stand morgens auf und zog sich an. Heute war sein erster Arbeitstag nach seinem Urlaub. Er ging runter, begrüsste Sarah und setzte sich zu ihr an den Tisch. “Siehst aus, als ob du kaum geschlafen hast.” stellte die junge Frau fest und sah ihn an. Der Oberarzt gähnte kurz, streckte sich und erwiederte: “Garnicht...trifft es eher.” Auch auf die Gefahr hin, dass sie wieder eine pampige Antwort bekäme, fragte sie vorsichtig: “Du vermisst sie, nicht wahr?” Marc stand daraufhin auf und antwortete: “Ich muss los...bin eh schon spät dran.” Anschliessend verschwand er schnell durch die Tür und ging zu seinem Wagen. In seinem Büro angekommen, stellte er seine Tasche auf den Schreibtisch und nahm Gretchen´s Bild heraus, welches sich mittlerweile in einem Rahmen befand und stellte es auf den Tisch. Der Professor kam rein und fragte, ob er wieder voll einsatzfähig wäre. Dr. Meier nickte nur kurz und machte sich sofort daran den liegen gebliebenen Papierkram zu erledigen. Sein Chef kam rüber, um ihm etwas wegen der Unterlagen zu erklären, als er das Bild auf seinem Schreibtisch entdeckte. “Sie können sich wirklich glücklich schätzen, so eine Frau an ihrer Seite zu haben.” bemerkte er kurz und deutete auf das Foto. Marc nickte nur und sagte nichts dazu. Bevor der Professor die Türe schloss, sagte er noch, dass er Gretchen schöne Grüsse bestellen sollte und fragte in welchem Krankenhaus sie denn arbeiten würde, weil er ja wusste, dass sie ebenfalls Ärztin war. “Weiter weg.” gab der Oberarzt nur zur Antwort und widmete sich wieder den Unterlagen auf seinem Schreibtisch. Sein Chef schaute ihn daraufhin zwar erstaunt an, sagte aber nichts dazu und ging. Nachdem er weg war, legte der Oberarzt den Stift beiseite und nahm Gretchen´s Bild erneut in die Hand. Sarah hatte recht: Er vermisste sie und er bereute es, dass er sie hatte gehen lassen. Auch wenn er immer noch keine Lösung hatte, kam Marc mehr und mehr zu dem Entschluss zurück zu fliegen, egal was dann passieren würde. Er stellte das Bild zurück auf die Schreibtischplatte, zog sich seinen Kittel über und machte sich auf den Weg zur Visite.

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15.01.2009 22:13
#384 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Gretchen stand am nächsten Morgen auf und war noch ziemlich müde. Thomas hatte die ganze Zeit versucht sie zu erreichen, weil er unbedingt mit ihr reden wollte. Irgendwann kurz vor Mitternacht hatte sie dann die Nase voll, und hatte ihr Handy ausgeschaltet. Die junge Ärztin stand auf und ging erstmal duschen. Gott sei Dank hatte sie heute erst später Dienst und musste sich nicht beeilen. Bevor sie sich unten allerdings an den Frühstückstisch setzte prüfte sie zuerst, ob die Luft rein war und sie ihren Vater nirgendwo entdeckte. Zum Glück! Er scheint schon weg zu sein. Stellte sie fest und freute sich schon auf ein gemütliches Frühstück.




Kapitel 40 - Die Wahrheit kommt immer ans Licht

Bärbel begrüsste sie freundlich und fragte sie wie es ihr ginge. “Ganz gut soweit.” antwortete die junge Ärztin und nahm sich ein Brötchen. Einige Zeit herrschte Stille zwischen den beiden. Doch Gretchen hatte das Gefühl, als ob ihre Mutter das Bedürfnis hatte mit ihr zu reden. Ich beeil mich lieber, bevor sie mir wieder mit ihren klugen Ratschlägen kommt. Doch genau in diesem Moment stellte Bärbel auch schon die Frage, die sie seit der Ankunft ihrer Tochter beschäftigte. “Hast du Dr. Meier eigentlich gesagt, dass du ein Kind erwartest?” Zu spät! Und was sqag ich ihr jetzt? Wenn ich ja sage, quetscht sie mich darüber aus, was er gesagt hat und wenn ich nein sage, kann ich mir wieder ihr Gardinenpredigt anhören. Also gibt́s nur eins: Verschwinden und das das ganze so schnell wie möglich! “Oh! Schon so spät? Ich muss los!” sagte sie, nachdem sie auf die Uhr geschaut hatte, sprang auf und verschwand durch die Türe. Bärbel lief ihr noch bis zur Tür hinterher. “Ja, aber was ist denn jetzt mit meiner Frage.” erinnerte sie die junge Blonde. “Keine Zeit Mama. Tschüss.” erwiederte sie nur und fuhr los. Das ging ja gerade noch mal gut.

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16.01.2009 07:02
#385 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Doch als sie ins Krankenhaus kam drohte ihr schon neues Unheil. Ihr Vater kam ihr im Eingangsbereich entgegen, sagte: “Gut, dass ich dich sehe und zog sie in die nächste Ecke in der sie ungestört waren. Zumindestens dachte er das, denn Thomas hatte die Szene beobachtet und stellte sich unauffällig dazu, weil er endlich erfahren wollte, was mit Gretchen seit ein paar Tagen los war. Franz sah seine Tochter wütend an und sagte: “Ich werde nicht noch einmal zu lassen, dass du wegen einem Mann alles hinschmeisst! Hast du verstanden?” Die junge Ärztin stellte sich stur und sagte nichts. Thomas, der das gehört hatte, dachte er meinte ihn damit und vermutete, dass ihr Vater ihr den Kontakt zu ihm verboten hätte und sie deshalb so abweisend zu ihm war. Deshalb beschloss er noch eine Weile zu zu hören. Doch beim nächsten Satz von Franz stellte er fest, dass er damit nicht gemeint war, denn der Professor sagte weiter: “Kälbchen. Meier ist nicht der richtige für dich. Warum siehst du das nicht endlich ein?” Wieder blieb sie stumm. Mittlerweile wurde Franz immer ungehaltener. “Die Polzei war auch wieder hier. Sie haben Meier´s BMW gefunden und ihn sofort beschlagnahmt! Er wird jetzt auf Spuren und Fingerabdrücke untersucht.” fügte er noch hinzu. Doch Gretchen meinte nur, was sie damit zu tun hätte und wollte gehen. Daraufhin hielt ihr Vater sie am Arm zurück und versuchte ihr deutlich zu machen, dass sie zur Polizei gehen solte und ihnen verraten sollte wo Marc sich aufhält. Die junge Ärztin wollte etwas sagen, aber Franz liess ihr keine Chance und fügte noch hinzu. “Und erzähl mir jetzt bloss nicht wieder du wüsstest nicht wo er ist. Schliesslich warst du eine Woche bei ihm.” Thomas stand immernoch in angemessener Entfernung und hörte gebannt zu. Also war sie doch nicht bei einer Freundin gewesen, sondern bei ihm. Die Wut stieg erneut in ihm hoch. Darüber, dass sie ihn offenbar schon wieder belogen hatte. Trotzdem blieb er stehen und hörte weiter zu. Denn eine Sache verstand er nicht. Warum wurde sein Wagen untersucht und warum schlich die Polizei in letzter Zeit hier soviel rum. Da er von Gretchen keine ehrliche Antwort erwarten konnte, beschloss er noch eine Weile dem Gespräch zu zu hören, in der Hoffnung, dann endlich heraus zu finden worum es eigentlich ging. Und tatsächlich hatte er Glück. Solangsam fing er an die ganze Sache zu verstehen. Z.B. Warum Gretchen ihm vor längerer Zeit einmal gesagt hatte, dass Marc Gabi nicht freiwillig geheiratet hätte und dass er geflüchtet ist. Er hatte einen Unfall verursacht, wobei jemand zu Tode gekommen war.

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16.01.2009 08:42
#386 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Plötzlich erinnerte er sich an etwas, was er eigentlich schon längst vergessen hatte. Vor ungefähr einem Jahr hatte er seinen Sohn hier in Berlin besucht. Dieser hatte ihn gebeten mit ihm in den Wald zu gehen, weil er für eine Hausaufgabe verschiedene Blätterformen sammeln und in sein Heft einkleben sollte. Er hatte damals seinen Wagen an einem Feldweg abgestellt und wollte sich mit seinem Sohn auf den Weg in den nahegelegenen Wald machen. Als er sich gerade auf den Weg machen wollte, war ihm ein silberner Sportwagen aufgefallen. Drinnen sassen ein Mann am Steuer und eine junge Frau auf dem Beifahrersitz. Bei näherem überlegen fiel ihm auf, dass es Gabi gewesen sein könnte, die er da damals gesehen hatte. Daher war sie ihm auch bekannt vorgekommen, als er sie das erste mal hier gesehen hatte. Er wusste nur nicht woher und hatte deshalb auch nicht gefragt. Aber jetzt fiel ihm alles wie Schuppen von den Augen. Von seinem Wagen aus hatte er noch sehen können, wie die zwei sich stritten und dass der Wagen kurz zur Seite schwenkte. Damals hatte er sich noch nicht viel dabei gedacht und hatte sich schnell mit seinem Sohn auf den Weg in den Wald gemacht, da er der Meinung war, dass sowas für seine Augen nicht bestimmt war. Deshalb hatte er den darauffolgenden Unfall nicht mehr mitbekommen. Ihm wurde klar, dass er unfreiwillig Zeuge bei diesem Vorfall war. Auch wenn ihm der Gedanke überhaupt nicht gefiel, dass er ausgerechnet seinem unbekannten, aber dafür um so mehr gehassten Nebenbuhler helfen sollte, war er für Gerechtigkeit. Bevor er allerdings zur Polizei ging, wollte er noch ein paar “klärende” Worte mit Gretchen wechseln.
Die hatte sich mittlerweile in die Umkleide verzogen, nachdem sie ihren Vater, im Anschluss an eine heftige Diskussion, einfach hatte stehen gelassen und holte nun ihr Tagebuch heraus.

Liebes Tagebuch,
Wie ich es bereits erwartet hatte, kam ich nicht an dem Gespräch mit meinem Vater vorbei. Er hat mich gerade eben im Eingangsbereich abgefangen und mir sofort wieder Vorhaltungen gemacht. Erst hab ich gar nichts dazu gesagt, in der Hoffnung, er würde endlich Ruhe geben. Doch als er dann Marc als Schwerverbrecher betitelt hat und mich als seine Komplizin, sind mir die Sicherungen durchgebrannt und ich hab ihn angebrüllt, dass er nicht das Recht dazu hätte sich in mein Leben einzumischen, weil er selbst genug Dreck am stecken hätte. Daraufhin kam natürlich wieder seine Standardaussage, von wegen, dass man das ja nicht mit einander vergleichen könnte und so. Da ich plötzlich wieder dieses Ziehen im Unterleib verspürte, hab ich mich dann lieber dazu entschieden zu gehen, da ich dem Kind nicht schaden will. Ich hoffe er hat es jetzt endlich begriffen und lässt mich ein für allemal in Ruhe...

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16.01.2009 09:28
#387 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Sie legte das Buch zurück in den Spind und wollte gerade gehen, als Thomas das Stationszimmer betrat. Zunächst versuchte es auf seine Weise, sie dazu zu bewegen ihm endlich die Wahrheit zu sagen. Als Gretchen ihm jedoch frech ins Gesicht log ohne dabei rot zu werden, wurde er stocksauer und schrie sie an. “Wie lange hast du eigentlich noch vor mich nach Strich und Faden zu belügen?” Die junge Ärztin versuchte sich erst wieder mal raus zu reden und meinte, dass sie nicht wüsste wovon er spricht. Das hatte zur Folge, dass der Oberarzt sich nun komplett verarscht vorkam und vollends ausrastete. “Was ich meine? Da fragst du noch? Ich weis jetzt wo du warst!” Wie? Der weis das? Woher denn? Überlegte sie, erwiederte aber zickig: “Wenn du das so genau weist, warum fragst du mich dann erst?” “Weil ich darauf gehofft habe, dass du doch noch den Mut hättest, mir die Wahrheit zu erzählen. Aber da hab ich mich wohl doch in dir getäuscht. Lass mich raten...das vor ein paar Tagen am Telefon war auch nicht dein Bruder, oder?” ohne auf eine Antwort ihrerseits zu warten, sprach er seinen Verdacht aus und fügte hinzu: “Das war er? Stimmt́s?” Gretchen schwieg eine Zeit lang und sagte schliesslich: “Ich bin dir keine Rechensachaft schuldig, wohin oder zu wem ich gehe.” Sie wollte gehen, aber der Oberarzt hielt sie zurück. “Und was ist mit deinem ganzen Gerede, von wegen neu anfangen und so?” wollte er wissen. “War das auch alles gelogen?” warf er noch hinter her. Sie drehte sich erneut zu ihm um und erwiederte: “Nein. Das war nicht gelogen, aber es ist halt einiges passiert in der letzten Zeit und ich kann darüber nicht einfach hinwegsehen. Es tut mir leid.” “Ach so ist das.” stellte Thomas fest. Die junge Ärztin sah ihn darauf mehr als verwundert an und fragte sich, was denn jetzt käme. Die Antwort auf ihre Frage bekam sie dann relativ schnell, denn der Oberarzt erklärte ihr was er damit meinte: “Monsieur muss nur mal kurz pfeiffen und du springs sofort und fliegst mal eben um die halbe Welt. Und dass obwohl er sich einfach aus dem Staub gemacht hat. Und ich? Ich war von Anfang an ehrlich zu dir...und was ist der Dank dafür...einen Tritt in den Hintern...Na schönen Dank auch.” Woher weis er das plötzlich alles? Fragte sie sich im Stillen und entschied sich schliesslich dazu ihn zu fragen: “Woher weist du das alles?” “Aha...Du gibst es also zu. Ich hab́s halt gehört.” erwiederte Thomas.

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16.01.2009 10:44
#388 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Langsam dämmerte es Gretchen. Der einzige mit dem ich darüber in den letzten Tagen gesprochen hab, war eben mit meinem Vater. Also muss er es da gehört haben. “Wie gehört? Hast du mich etwa belauscht?” fragte sie mittlerweile wütend. Dr. Gundlach gab daraufhin zu, dass er das Gespräch mitbekommen hatte. “Du hattest es ja nicht für nötig gehalten mir das zu erzählen, also...” Weiter kam er nicht, denn Gretchen war mittlerweile auf 180 und schrie ihn an. “Und du erzählst mir was von Ehrlichkeit? Bist du wenigstens jetzt zufrieden?” Sie wollte noch mehr sagen, aber konnte es nicht, weil sie wieder dieses Ziehen im Unterleib verspürte, was sie zu Boden sinken liess.
Währendessen lag Marc in der Nacht auf seinem Bett und betrachtete erneut das Ultraschallbild, dass Gretchen ihm da gelassen hatte. Plötzlich sprang er auf und ging die Treppe herunter. Vor Sarah́s Tür angekommen klopfte er und wartete auf eine Reaktion. Da es aber mitten in der Nacht war, gab sie keine Antwort. Also klopfte er lauter, rief ihren Namen und sagte sie solle die Türe öffnen. Nach ca. 5 Minuten kam seine Cousine dann an die Türe. Im Nachthemd und mit noch halb geschlossenen Augen fragte sie: “Marc? Ist was passiert?” “Nein...äh ich meine...ja.” erwiederte der Oberarzt leicht nervös. “Ja was denn jetzt? Ja oder nein? Ich hoffe für dich, dass es wichtig ist, weswegen du mich mitten in der Nacht aus dem Bett schmeisst.” Nach einiger Zeit des überlegens sagte er schliesslich: “Kannst dir mir einen Gefallen tun?” Sarah sah ihn mehr als erstaunt an. “Was ist denn los? Du bist ja völlig durch den Wind.” fragte sie. “Ja oder nein?” fragte Marc in der zwischenzeit schon ungeduldig. “Ja klar. Aber was denn?” wollte die junge Frau wissen. Daraufhin gab Marc ihr einen verschlossenen Briefumschlag in die Hand. “Was ist das?” fragte sie mehr als verwundert. “Meine Kündigung.” erwiederte der Oberarzt

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16.01.2009 11:42
#389 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Sie blickte ihn fragend an und war sprachlos. Nach einiger Zeit fand sie dann ihre Sprache wieder und fragte nur: “Heisst das?” Marc nickte nur. Daraufhin umarmte ihn die junge Frau erstmal und sprach ihm Mut zu, dass er das richtige tun würde. “Wann geht dein Flug?” wollte Sarah wissen. “In ein paar Stunden.” gab er ihr zur Antwort. Die junge Frau lachte und entgegnete: “Oh! Aber eine Frage hab ich noch...woher kommt dieser plötzliche Sinneswandel?” Nach einiger Zeit des Schweigens sagte er dann schliesslich: “Ich hab in den letzten Tagen halt einfach gemerkt, was wirklich wichtig im Leben ist. Brauch halt manchmal etwas länger.” Sarah lächelte ihn an und wollte wissen, ob er es Gretchen auch schon gesagt hätte. “Nein. Ich will sie überraschen.” Die beiden verabschiedeten sich schliesslich von einander und Marc dankte ihr für alles. “Hab ich gern gemacht.” sagte seine Cousine. Marc wollte gerade hoch gehen, um seine Koffer zu packen, als sie ihm noch hinterher rief: “Ich hoffe ja, dass du mich mit deiner Familie mal besuchen kommst. Will meinen Grosscousin oder Cousine schliesslich auch mal kennenlernen.” “Wirst du.” rief er zurück, während er die Stufen hochstieg und grinste. Oben angekommen packte er seine Sachen zusammen und stellte alles vor die Tür. Abschliessend warf er noch mal einen Kontrollblick durch den Raum, ob er auch nichts vergessen hatte und zog dann schliesslich die Türe hinter sich zu. Marc nahm die Koffer, ging runter zu seinem Wagen, lud die Koffer ins Auto und fuhr zum Flughafen. Mit Sarah hatte er ausgemacht, dass sie den Wagen morgen früh abholen würde.
“Gretchen? Was ist los mit dir?” fragte Thomas und beugte sich über die junge Ärztin, die am Boden lag. Sie erlang ihr Bewusstsein wieder und spürte sofort wieder diesen stechenden Schmerz im Unterleib. “Mein Kind!” sagte sie leise und Tränen kullerten ihr die Wange herunter. Der Oberarzt sah sie erstaunt an und fragte: “Du bist schwanger??” Sagte aber im nächsten Moment, dass er Dr. Kaan holen würde. Auf dem schnellsten Weg machte er sich dann auf den Weg zu dem Gynäkologen. Im Stillen machte er sich Vorwürfe, denn wenn er gewusst hätte, dass sie schwanger ist, hätte er sich niemals mit ihr gestritten und sie so provoziert. Schliesslich fand er Mehdi in seinem Büro und bat ihn sofort mit zu kommen. Dieser wusste zwar erst nicht, was er von ihm wollte, aber als er um die Ecke zum Stationszimmer der Chirugie kam und Gretchen sah, konnte er sich denken was passiert ist. Er forderte eine Trage und beugte sich zu der jungen Ärztin herunter. Diese flehte ihn nur an, dass er ihr helfen soll. Mehdi nahm daraufhin ihre Hand und erwiederte: “Mach dir keine Sorgen. Ich bin ja jetzt da.”

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16.01.2009 13:08
#390 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Thomas stand nur fassungslos daneben und rief noch als sie rausgefahren wurde, dass es ihm leid tun würde. Im Untersuchungsraum angekommen, führte der Frauenarzt sofort einen Ultraschall durch. Zuvor spritze er ihr allerdings ein Wehen hemmendes Mittel, damit wenigstens die Schmerzen aufhörten. Dann warf er einen prüfenden Blick auf den Monitor und konnte nach einiger Zeit erleichert Entwarnung geben. Gretchen atmete ebenfalls erleichert auf. Gleichzeitig ermahnte er sie aber, dass sie sich jetzt wirklich schonen müsste. “Keinerlei Aufregung. Deshalb ist es besser wenn du vorerst hier bleibst.” schlug er vor. Die junge Ärztin stöhnte und fragte: “Muss das sein?” “Ja. Das muss sein!” forderte Mehdi und wirkte dabei fast ein bisschen streng. Dies zeigte Wirkung und Gretchen gab sich geschlagen.
In der Zwischenzeit sass Marc schon im Flugzeug. Die Maschine war gerade in der Luft und er lehnte sich im Sitz zurück. Erleichterung und Angst mischten sich in diesem Moment. Auf der einen Seite war er froh, Gretchen endlich wieder zu sehen, aber andereseits hatte er auch Angst davor was passieren würde, wenn er wieder in Berlin ankam. Doch eins war für ihn klar, egal was passieren würde, es war die richtige Entscheidung gewesen und deshalb bereute er es auch keines wegs, egal was geschehen würde. Der Oberarzt schloss die Augen und schlief ein. Immerhin hatte er die ganze Nacht nicht geschlafen, weil er immer nachgedacht hatte und war ziemlich müde.

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16.01.2009 14:24
#391 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Währendessen wurde Gretchen vom Untersuchungsraum in ein freies Zimmer gebracht. “Wie lange muss ich denn hier bleiben?” fragte sie Mehdi bevor er gehen wollte. “Komm jetzt erst mal zur Ruhe. Alles weitere sehen wir dann in ein paar Tagen.” erwiederte der Gynäkologe und ging raus. Ein paar Tage? Oh Mann! Dachte sie und liess sich auf́s Kissen sinken. Sie hatte gerade die Augen geschlossen und wollte ein bisschen schlafen, da klopfte es an der Tür. Wer kann das denn sein? Es weis doch niemand, dass ich hier bin. “Herrein.” sagte die junge Ärztin, schaute zur Türe und sah, dass es Thomas war. Sofort drehte sie sich zur Wand, um ihm zu signalisieren, dass er verschwinden sollte. Doch der Oberarzt setzte sich zu ihr auf́s Bett und sagte: “Es tut mir leid, wenn ich gewusst hätte...” er brach mitten drin ab und schwieg eine Weile. Dann begann er einen neuen Satz. “Ich weis von dem Unfall. Und ich habe beschlossen, euch zu helfen, deshalb fahre ich jetzt zur Polizei und mache dort meine Aussage. Ich wollte nur, dass du das weist.” Die junge Ärztin drehte sich erstaunt um und hielt ihn noch an der Türe zurück. “Polizei, Aussage, helfen? Ich versteh garnichts mehr.” Daraufhin ging Thomas zurück zu ihr und erzählte ihr, dass er den Unfall bezeugen könnte. Gretchen war mehr als baff, als sie das alles hörte. “Ja, aber...du hast doch...in Bremen gewohnt.” stellte sie mit erstaunen fest. “Ja, hab ich auch, aber ich habe zur der Zeit meinen Sohn besucht, hier in Berlin.” erwiederte der Oberarzt. “Du hast einen Sohn? Davon wusste ich ja garnichts.” kam von ihr nur. Thomas nickte und meinte, dass er auch genau aus diesem Grund beschlossen hätte zur Polizei zu gehen. “Ich weis aus eigener Erfahrung wie schlimm es ist, wenn man sein eigen Fleisch und Blut nicht sehen kann.” fügte er noch hinzu, stand auf und ging erneut zur Tür. Dort rief Gretchen ihn nochmals zurück. Er drehte sich um und schaute sie fragend an. “Danke.” kam von ihr. Der Oberarzt sagte nichts, nickte nur und verliess das Zimmer.
Nach seinem Dienst stieg er in seinem Wagen und fuhr zur Wache. Dort angekommen betrat er das Gebäude und suchte nach einem Beamten. “Wo kann ich hier bitte eine Zeugenaussage machen?” fragte er einen Polizisten, der ihm auf dem Flur entgegenkam. Dieser hob kurz die Hand, deutete auf eine Tür am Ende des Ganges und erklärte: “Den Gang runter und dann dritte Tür rechts.” Thomas bedankte sich und machte sich sofort auf den Weg dorthin. Er klopfte an die Türe und begrüsste, nachdem er eingetreten war den Beamten der an seinem Schreibtisch sass und in irgendwelchen Akten las. Es war der selbe, der auch Marc und Gabi schon verhört hatte, denn als der Oberarzt den Namen Meier erwähnte und sagte, dass es sich wohl um einen Unfall handelte, wurde er auf einmal hellhörig und legte die Unterlagen weg, obwohl er vorher sehr desinteressiert gewirkt hatte. “Setzen sie sich doch bitte.” bat er Thomas und wies auf den Stuhl gegenüber von seinem. Nachdem Dr. Gundlach Platz genommen hatte, fragte der Polizist: “Wissen sie vielleicht, wo Dr. Meier sich derzeit aufhält?” Der Oberarzt verneinte und sagte: “Aber ich kann etwas zu diesem Unfall beitragen. Ich hab́s gesehen.”

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16.01.2009 15:39
#392 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Das Interesse des älteren Mannes stieg nun immer mehr an. “Na dann erzählen sie mal.” forderte er und lehnte sich in seinem Bürostuhl zurück.Daraufhin erzählte ihm Dr. Gundlach alles was er gesehen hatte und entlastete Marc damit erheblich. Doch der Polizist blieb skeptisch. “Warum kommen sie erst jetzt?” wollte er wissen, weil er dachte, dass er aus Gefälligkeit eine Falschaussage machen würde. Da Thomas nicht erwähnen wollte, dass er Gretchen ebenfalls kennt, sagte er, dass er das Fahndungsblatt gelesen hätte und den Wagen sofort wieder erkannte. Das kaufte er dem Oberarzt dann auch ab und bat ihn seine Aussage zu wiederholen, damit er sie zu Protokoll nehmen konnte. “Was passiert denn jetzt?” fragte Dr. Gundlach nachdem er seine Aussage unterschrieben hatte. Der Beamte sah ihn misstrauisch an, weil er sich fragte warum ihn das interessiert und antwortete dann: “Nun ja...Frau Meier wird dafür auf jeden fall die Konsequenzen tragen müssen...wir werden sie nochmals vernehmen müssen. “Aha.” sagte Thomas nur, stand auf und ging zur Tür. Der Beamte sagte ihm dann noch, bevor er raus ging, dass er eine schriftliche Vorladung erhalten würde, sobald der Termin für die Gerichtsverhandlung feststände. Der Oberarzt nickte und schloss die Türe hinter sich.
Gretchen lag in ihrem Bett und dachte über Thomas´Worte nach. Ob er Marc wirklich entlasten kann und der ganze Horror ein Ende hat? Das wäre zu schön, um wahr zu sein. Es war gerade Mittag und ihr war totlangweilig. Deshalb stand sie auf und schlich sich über den Flur in die Chirugie. Vor dem Stationszimmer angekommen, warf sie erstmal einen vorsichtigen Blick hinein, ob sie Sabine nirgendwo entdeckte. Sie hatte Glück. Der Raum war leer. Also schlich sie sich in die Umkleide und holte ihre Tasche aus dem Spind. Anschliessend ging sie wieder zurück in ihr Zimmer. Dort holte sie ihr Tagebuch aus der Tasche und legte sich damit zurück ins Bett. Da in der zwischenzeit viel passiert war, beschloss sie ihren Eintrag von heute morgen fortzusetzen:

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16.01.2009 17:15
#393 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Liebes Tagebuch,
Seit meinem letzten Eintrag ist viel passiert. Ich wollte gerade zurück an die Arbeit gehen, da kam Thomas in die Umkleide. Sein Gesichtsausdruck war ernst, das stellte ich sofort fest. Erst sagte er eine Weile nichts, doch dann fing er an mir seltsame Fragen zu stellen, z.B. wo genau meine Freundin denn wohnen würde. Hab ihn dann angelogen und gesagt sie würde in Hamburg wohnen. Doch der Schuss ging ganz gewaltig nach hinten los. Anscheinend wusste er längst Bescheid, dass ich bei Marc war. War erstmal ganz erstaunt und machte auf ahnungslos. Brachte mir aber nur noch mehr Ärger ein, denn er wurde immer wütender. Dachte wirklich der geht mir jeden Moment an die Kehle, so giftig wie der mich angeguckt hat. Dann sprach er Klartext und unterstellte mir bei Marc gewesen zu sein. Stimmte ja auch, aber ich gab es natürlich nicht zu. Warum auch? Das ganze wurde mir dann auch irgendwie zu blöd. Hab ihm gesagt, dass ich ihm keine Rechenschaft schuldig bin wo zu wem ich gehe und wollte gehen. Das war wieder ein Fehler! Denn er wurde noch aggressiver und hielt mich fest. Hatte echt Angst in dem Moment. Er bezeichnete mich daraufhin wieder als Lügnerin und fragte mich warum ich dann gesagt hätte, dass ich mit ihm neu anfangen wollte. Versuchte ihm zu erklären, dass in der letzten Zeit viel passiert wäre und ich meine Meinung halt geändert hab. Was aber auch nicht wirklich was an seiner Laune änderte. Im Gegenteil: Er zog wieder über Marc her und sagte mir so durch die Blume, dass er mich nicht verdient hätte, nach allem was er gemacht hat. So langsam wurde es mir aber wirklich zu blöd und deshlab fragte ich ihn dann auch woher das alles wüsste. Zuerst druckste er herum, gab aber dann indirekt zu, dass er das Gespräch zwischen mir und meinem Vater belauscht hätte. Der spioniert mir hinter her! Und ausgerechnet DER will MIR was von Ehrlichkeit erzählen? Hab ich ihm dann auch so gesagt. Und was macht der? Anstatt sich zu endschuldigen und einfach zu verschwinden, sagt er, dass er gezwungen war zu lauschen, weil ich ihm ja wohl nie die Wahrheit gesagt hätte. Das war zuviel für mich! Obwohl ich schon wieder dieses Ziehen hatte, schrie ich ihn an und schmiss ihm allerlei Sachen an den Kopf. Das ganze endete dann in einem heftigen Streit, bei dem einer den anderen anschrie und die Schuld für alles gab. Lange ging der Streit aber nicht, weil mir plötzlich schwarz vor Augen wurde... Als ich wieder aufwachte, sah ich Thomas, der sich über mich gebeugt hatte und fragte was los sei. Ich wollte aufstehen, aber das ging nicht, denn das ziehen, wandelte sich in einen stechenden Schmerz um, der mir die Tränen in die Augen stiegen liess. Wahrscheinlich aber eher, weil ich Angst um mein Kind hatte. Mir war in dem Moment echt alles egal, deshalb erfuhr Thomas dann auch dass ich schwanger bin.

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16.01.2009 19:17
#394 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Erst stand er wie angewurzelt da, doch dann lief er schnell raus. 5 Minuten später kam er dann mit Mehdi wieder, der sich sofort um mich kümmerte. Er fuhr mich in den Untersuchungsraum und gab mir erst etwas gegen die Schmerzen, bevor er einen Ultraschall durchführte. Ich kann dir garnicht sagen, wie froh ich war, als er mir sagte, dass ich noch mal Glück gehabt hätte. Anschliessend durfte ich mir zwar von ihm eine Standpauke anhören, aber das war mir egal und eigentlich hatte er ja auch Recht. Schliesslich hatte er mich gewarnt. Ich gelobte Besserung, aber das reichte ihm nicht. Kurzerhand beschloss er mich für ein paar Tage zur Beobachtung hier zu behalten. Es ist zwar nicht sehr prickelnd hier nur rum zu liegen, aber ich will das Kind auch nicht noch einmal in Gefahr bringen. Deshalb werd ich jetzt auch tun was er sagt und mich ausruhen. Zumindestens die ersten paar Tage... Denn...und jetzt kommt́s: Es könnte sein, dass es doch eine Lösung gibt, damit Marc zurückkommen kann. Als ich nämlich nach der Untersuchung hier ins Zimmer gebracht wurde, kam Thomas erneut rein. Ehrlich gesagt wollte ich ihn garnicht sehen. Deshalb drehte ich mich auch zur anderen Seite und ignorierte ihn. Doch er setzte zu mir aufs Bett sagte mir irgendwas von wegen, dass er von Marc´s Unfall mit dem Radfahrer wüsste und er uns helfen würde. Und deshalb würde er jetzt auch gleich zur Polizei gehen und seine Aussage dort machen. Im ersten Moment dachte ich echt ich hätte mich verhört. Ich drehte mich wieder um und sah, dass er gerade gehen wollte. Hab ihn dann aufgehalten und noch einmal nachgefragt. Nach längerer Zeit erzählte er mir dann, dass er gesehen hätte, wie Gabi Marc ins Lenkrad gegriffen hätte. Fragte ihn dann, woher er das wüsste, da er doch vorher in Bremen gelebt hätte. Daraufhin erzählte er mir, dass er einen Sohn hat, der hier lebt. Wusste garnicht, dass er ein Kind hat. Hab gedacht ich wüsste alles über ihn, aber dem ist wohl nicht so. Er kam nochmals zurück an mein Bett und machte mir klar, dass er das nur für das Kind tuen würde, weil er wüsste wie schlimm es ist wenn man sein eigenes Kind nicht sehen dürfte. Hab mich dann bei ihm bedankt und dann war er weg. Hoffentlich bewirkt seine Aussage etwas und ich kann Marc bald anrufen, um ihm zu sagen, dass er nichts mehr zu befürchten hat und zurück kommen kann. Das wäre zu schön um wahr zu sein. Werde mir aber nicht schon wieder falsche Hoffnungen machen, sonst bin ich nachher wieder enttäuscht und nochmal pack ich das nicht. So...jetzt hab ich aber eindeutig genug geschrieben...werde jetzt mal schlafen und warten was der morgige Tag bringt. Wenn ich Thomas morgen sehe, werd ich ihn direkt fragen, was es auf der Wache ergeben hat und dann geht mein erster Anrugf nach Brasilien. Verdammt! Jetzt steiger ich mich da doch wieder rein...ich wollte doch abwarten...

Sie legte das kleine rote Buch weg und schlief ein.

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16.01.2009 20:27
#395 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Kapitel 41 - Wachgeküsst die zweite

Marc wurde langsam wach und schaute aus dem Fenster. Inzwischen war es schon hell und das würde bedeuten, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis er in Berlin landet. Es dauerte keine 10 Minuten, da hörte er auch schon den Piloten, der den Passagieren durch den Lautsprecher mitteilete, dass sie in wenigen Minuten landen würden. Die Fahrwerke der Maschine fuhren aus und fünf Minuten später hatte er wieder festen Boden unter den Füssen. Er verliess seinen Platz und ging zur Tür. Mit einem mulmigen Gefühl stieg er aus dem Flugzeug, weil er die Befürchtung hatte, dass die Polizei ihn schon am Flughafen erwarten würde. Spätestens an der Sicherheitsschleuse, so vermutete er, würden ihn die Zollbeamten sofort wieder erkennen und festnehmen. Umso erstaunter war Marc, dass man ihn ungehindert passieren liess. In der Ankunftshalle nahm er seine Koffer vom Band und begab sich Richtung Ausgang. Es war ein komisches Gefühl für ihn nach drei Monaten Sonne, Strand und Meer nun wieder das trübe Wetter und die Betonwüste von Berlin zu sehen. Der Oberarzt nahm sich das erst beste Taxi, dass am Flughafen stand und nannte dem Fahrer die Adresse der Villa Haase. Er wollte nur direkt zu Gretchen. “So. Da wären wir. Macht dann bitte 16,80€.” Sagte der Taxifahrer, nachdem er vor dem Haus gehalten hatte. Aber erst nachdem Marc einen Blick in sein Portemoinee warf, merkte er, dass sich dort nur Real befanden. Deshalb fragte er den Fahrer, ob er auch Kreditkarte akzeptieren würde. Dieser nickte und der Oberarzt gab ihm die Karte. Nachdem er bezahlt hatte und die Koffer ausgeladen waren, ging er zur Haustüre und hoffte, dass Gretchen diese öffnen würde. Denn wenn er ehrlich war, hatte er keine besonders große Lust auf Franz zu treffen und sich von ihm zusammen scheissen lassen. Doch das Glück war nicht mit ihm und der Professor kam tatsächlich zur Tür. Erst sah er Marc an, als ob er einen Geist gesehen hätte, merkte dann aber schnell, dass er nicht träumte und schloss die Türe wieder ohne ein Wort. Bärbel, die in der Küche mit dem Essen beschäftigt war, fragte wer das war. “Hatte sich in der Türe geirrt.” erwiederte der alte Mann. Frau Haase wollte gerade etwas sagen, als es erneut klingelte. Franz konnte sich denken, dass es wieder Marc war und ging schnell zur Tür. Diesmal sagte der Oberarzt sofort: “Bitte. Lassen sie mich zu ihrer Tochter.” “Margarethe ist nicht da. Und jetzt verschwinden sie.” erwiederte er kühl, aber möglichst leise, so dass seine Frau es nicht hört und wollte die Türe erneut schliessen.

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16.01.2009 21:40
#396 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Aber da kam sie auch schon um die Ecke, weil sie Stimmen gehört hatte. Genau wie Franz sah sie Marc an, als ob er ein Geist wäre und sagte nur: “Dr. Meier?” Professor Haase wollte gerade wieder die Türe schliessen, als Bärbel wieder zu sich fand, die Türe wieder öffnete und Marc bat rein zu kommen. Der Oberarzt war froh darüber und nahm dieses Angebot gerne an. “Setzen sie sich doch.” sagte sie und fragte ob er etwas trinken möchte. Franz kam auch herrein und sagte: “Dr. Meier wollte gerade sowieso wieder gehen. Stimmt́s?” Dabei sah er ihn mit einem vielsagenden Blick an. Doch den Gefallen tat ihm Marc nicht. Er blieb sitzen und gab Bärbel zur Antwort: “Ja. Ein Kaffee wäre nicht schlecht.” “Kommt sofort.” erwiederte sie und machte sich auf den Weg in die Küche. Das war Franz´ Gelegenheit den Oberarzt endlich loszuwerden. Er setzte sich neben ihn auf die Couch und flüsterte: “Was wollen sie hier Meier?” Marc entgegnete ihm daraufhin in normaler Lautstärke: “Zu ihrer Tochter. Und ich werde nicht eher gehen, bis ich mit ihr gesprochen habe.”
Frau Haase kam aus der Küche zurück und reichte dem Oberarzt die Tasse. Anschliessend setzte sie sich ebenfalls auf die Couch. Sie wollte gerade ihre Fragen stellen, als Franz sich räusperte und sagte, dass er Marc bitten würde mit in sein Arbeitszimmer zu kommen. Der Oberarzt nickte und folgte seinem ehemaligem Chef. Bärbel traute dem Braten nicht und deshalb ging sie kurz nachdem die beiden Männer oben waren, ebenfalls die Treppe hoch und stellte sich vor die Tür. “Setzen.” sagte Franz im Befehlston nachdem er gesehen hatte, dass Marc eine Zeit lang an der Türe herum stand. Der Oberarzt nahm Platz und der Professor setzte sich ebenfalls. Seine Miene war ernst und er schwieg einige Zeit.

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16.01.2009 22:58
#397 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Marc hatte das Gefühl, dass er nun etwas sagen müsste, wenn er ihn überzeugen wollte. Und das tat er dann auch. “Ich weis, dass ich Mist gebaut habe und dafür werde ich auch die Konsequenzen tragen. Aber vorher möchte ich erstmal mit ihrer Tochter sprechen. Denn wegen ihr bin ich zurückgekommen.” sagte Dr. Meier, nachdem er erstmal tief durchgeatmet hatte. Franz sah ihn prüfend an, stand auf und ging zum Fenster. “Ich will ehrlich zu ihnen sein Meier...Ich wollte, dass sie Karriere macht und vielleicht irgendwann mal die Klinikleitung übernimmt. Stattdessen schwängern sie sie und machen sich auch noch einfach aus dem Staub. Von dem Ärger, den ich wegen ihnen mit der Polizei hatte, in den letzten Monaten, red ich garnicht...” Dr. Haase wollte noch weiter sprechen, doch Marc nahm all seinen Mut zusammen und unterbrach ihn: “Ja und das tut mir auch leid. Hätte ich vorher gewusst, dass ihre Tochter...” weiter kam er nicht, denn nun unterbrach ihn der Professor und sagte in strengem Ton: “Ich war noch nicht fertig!” Der Oberarzt senkte daraufhin seinen Blick erneut und erwiederte: “Natürlich Herr Professor.” Bärbel stand immernoch vor der Tür und belauschte das Gespräch. Sie war drauf und dran reinzugehen und sich einzumischen, als sie hörte, dass ihr Mann dabei war, Marc gehörig die Meinung zu sagen. Denn sie war froh, dass er zurück gekommen war und hoffte, dass nun endlich alles gut würde. Aber als sie hörte, wie ihr Mann wieder anfing zu sprechen, entschied sie sich anders. “Kurz und kanpp...sie sind nicht gerade das was ich mir für meine Tochter erhofft habe...aber...sie sieht das offensichtlich anders. Denn jegliche Versuche meinerseits sie vom Gegenteil zu überzeugen sind bisher gescheitert. Daher habe ich beschlossen mich ihnen beiden nicht mehr in den Weg zu stellen. Marc bedankte sich und fragte noch einmal nach Gretchen. “Bevor ich ihnen allerdings sagen, wo sie finden, beantworten sie mir noch eine letzte Frage.” Der Oberarzt schaute ihn erstaunt an und fragte sich im Stillen, was denn jetzt käme. Als er auch schon die Antwort von Franz bekam. Denn er fragte ihn: “Lieben sie meine Tochter? So wie sie sie liebt?” Marc schaute ihn erst verdutzt an und erwiederte dann: “Sonst wäre ich doch wohl kaum hier.” Doch dem Professor reichte diese Aussage nicht und er fragte noch einmal: “Ja oder nein?” Dabei sah er ihn mit einem Röntgenblick an. Dr. Meier stöhnte leise, weil es ihn viel Überwindung kostete so etwas zu sagen, aber wenn er seinen ehemaligen Chef überzeugen wollte, dass er es ehrlich mit Gretchen meinte, musste er da durch. Nachdem er tief durchgeatmet hatte sagte er: “Ja. Das tue ich.” Der Professor musterte ihn weiterhin und erwiederte: “Gut. Aber ich will hoffen, dass das nicht nur eine Laune von ihnen ist und sie ihr bei der erstbesten Gelegenheit nicht wieder wehtun.” Zwischendurch schaute Marc immer wieder nervös auf die Uhr, denn mittlerweile war es schon fast Nacht und er wollte unbedingt zu Gretchen. “Nein. Das werde ich nicht.” sagte er und hoffte, dass sich Franz damit endlich zufrieden geben würde und das “Verhör” vorbei wäre. Doch dem schoss noch ein Gedanke durch den Kopf. “Und was ist mit dem Kind?” fragte er.

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16.01.2009 23:51
#398 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

“Es war zwar nicht geplant, aber ich werde ihre Tochter trotzdem unterstützen.” kam von dem Oberarzt zur Antwort. Franz hatte nun auf alle seine Fragen eine Antwort bekommen und war einigermassen zufrieden gestellt. Deshalb verreit er Marc dann nun endlich, wo Gretchen wäre. Zuerst dachte der Oberarzt sie hätte Nachtdienst und wollte sich sofort auf den Weg machen. Doch als er hörte was passiert war, sprang er auf und sagte, dass er sofort zu ihr müsse. Dr. Haase sah auf die Uhr und blickte ihn erstaunt an. “Es ist fast 1 Uhr in der Nacht. Sie schläft bestimmt. Sie können morgen zu ihr.” sagte er und stand auf. Doch Marc liess sich nicht davon abbringen sofort zu ihr zu fahren. Er verabschiedete sich und verliess den Raum. Draussen vor der Türe wollte Bärbel ihn dann noch aufhalten. Er sagte er allerdings, dass er jetzt keine Zeit hätte und verschwand schnell durch die Tür. “Wo will er denn jetzt schon wieder hin?” fragte sie ihren Mann ratlos. Dieser stöhnte nur und erwiderte: Ins Krankenhaus. Zu Margarethe.” Daraufhin lächelte sie zufrieden und ging Richtung Schlafzimmer. Franz schaltete das Licht aus und ging ebenfalls zu Bett. “Warum grinst du denn so? Jetzt sag nicht du freust dich darüber?” fragte er nachdem er neben seiner Frau lag. “Natürlich freue ich mich darüber. Nun wird alles gut.” sagte sie und drehte sich rum, um zu schlafen. Doch der Professor sprach sie erneut an und äusserste seine Bedenken bei der ganzen Sache. “Ich trau ihm nicht. Er hat sie schon oft verletzt und er wird es wieder tun.” sagte er zum Abschluss. Daraufhin drehte sich Frau Haase wieder zu ihrem Mann, schaute ihn an und erwiderte: “Franz. Gib ihm eine Chance. Er hat aus seinen Fehlern gelernt...denke ich und dass er jetzt mitten in der Nacht zu Gretchen fährt, obwohl er selbst etliche Stunden Flug hinter sich hat, zeigt doch, dass er es Ernst mit ihr meint.” Doch Franz blieb weiterhin skeptisch und wirkte nachdenklich. Seine Frau versuchte ihn noch ein letztes mal zu überzeugen. Sie stupste ihn leicht an und sagte: “Komm...gib dir einen Ruck. Den Kopf abreißen kannst du ihm später immer noch.” Er stöhnte und erwiderte: “Ja...gut...aber ich werde wachsam sein und ihn nicht aus den Augen lassen. Ich will ja auch nur das beste für unser Kälbchen.” Sie lächelte ihn an, gab ihm einen kurzen Kuss und sagte leise: “Das weis ich doch.” Anschließend schliefen beide zufrieden ein.

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17.01.2009 00:48
#399 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Marc stand inzwischen nach langer Zeit wieder vor dem Eingang des Elisabeth-Krankenhauses. Nachdem er seine Zigarette zu Ende geraucht hatte trat er ein. Im Eingangsbereich war niemand zu sehen, was um halb 2 nachts ja auch nicht ungewöhnlich war. Nur die alte Frau sass im Nebenraum der Information und sah anscheinend fern. Da Besucher um diese Uhrzeit eigentlich keinen Zutritt mehr hatten, schlich er sich leise an ihr vorbei und begab sich zum Aufzug. Als die Türen aufgingen stieg er ein und fuhr in den zweiten Stock. Um auf die Gynäkologie zu kommen, musste er am Stationszimmer der Chirugie, und somit auch an Schwester Sabine vorbei, die heute Nachtdienst hatte und sich wieder mal ihren geliebten Kitschromanen seiner Mutter widmete. Die Schwester dachte, sie hätte einen Geist gesehen und zweifelte an ihrem Verstand, als Dr. Meier an ihr vorbei ging. Sie legte das Buch weg und rieb sich die Augen. “Ich bin wirklich überarbeitet. Jetzt sehe ich schon Gespenster.” murmelte sie vor sich hin und schüttelte leicht den Kopf, so als ob sie davon wieder wacher würde. Anschließend stand sie auf und verließ das Zimmer, um ihre Kontrollrunde zu machen. Dabei warf sie noch einmal einen Blick über den Flur, um sich nochmal zu vergewissern, ob sie sich wirklich getäuscht hatte. Doch da war niemand mehr.
Marc kam währendessen vor Gretchen´s Zimmertür an. Leise öffnete er diese und trat ein. Vor ihrem Bett blieb er stehen und schaute sie einige Zeit nur an, wie sie da lag und friedlich schlief. Dann beugte er sich zu ihr herunter und gab ihr einen Kuss. Die junge Ärztin schlug langsam die Augen auf und dachte sie würde träumen, als sie Marc sah. Zuerst brachte sie kein einziges Wort heraus. “Träume ich?” fragte sie dann schliesslich und schloss die Augen wieder. Der Oberarzt küsste sie nochmals. Diesmal allerdings länger und leidenschaftlicher. Nachdem er sich gelöst hatte und sah, dass Gretchen die Augen wieder öffnete fragte er: “Jetzt aufgewacht?” Das ist garkein Traum! Aber das kann doch garnicht sein... dachte sie und schaute ihn erstmal an, als ob er eine Halluzination wäre. Der Oberarzt setzte sich zu ihr auf́s Bett und lächelte sie an.Daraufhin setzte sie sich im Bett auf und umarmte ihn erstmal kräftig. Am liebsten hätte sie ihn nie wieder losgelassen, so glücklich war sie in diesem Moment.

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17.01.2009 14:55
#400 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

“Du sagst ja garnichts.” wunderte sich der Oberarzt, da sie doch sonst immer quasselte ohne Ende und grinste sie an. “Entschuldigung, aber ich kann´s einfach noch nicht fassen, dass du...” weiter sprach sie nicht, weil sie sah, dass er plötzlich niedergeschlagen wirkte.. Denn er wusste, dass so schön es auch war sie wieder in seiner Nähe zu haben, dass er ihr sagen musste, dass es nicht von langer Dauer sein könnte. Denn in den nächsten Tagen wollte er freiwillig zur Polizei gehen und sich melden. Bevor die ihn selbst fanden, dachte er, was ja nur eine Frage der Zeit wäre. “Gretchen...ich muss dir was sagen...” begann er und atmete noch einmal tief durch. “Ich hab eingesehen, dass ich nicht einfach vor Problemen wegrennen kann...deshalb werde ich morgen zur Polizei gehen und mich stellen...auch wenn ich mit den Konsequenzen rechnen muss....” Er wollte noch etwas sagen, aber die junge Ärztin unterbrach ihn und sagte: “Es wird alles gut. Du hast nichts mehr zu befürchten.” Hoffe ich zumindestens. “Wie meinst du das?” wollte er erstaunt wissen. Daraufhin erzählte sie ihm, dass es einen Zeugen gäbe, der seine Version der Geschichte bestätigen würde. Ein wichtiges Detail liess sie allerdings aus, nämlich, dass Thomas der Zeuge war. Marc dachte erst er hätte sich verhört und fragte deshalb noch einmal nach. Als sie sich wiederholte, atmete er erstmal erleichtert auf. Ob nun wirklich alles ein Ende hätte? Überlegte er. Denn Zweifel blieben immer noch, auch bei Gretchen. Hoffentlich hat Thomas etwas erreicht und die glauben uns jetzt endlich! Hoffte sie. Doch dann beschloss sie einfach den Moment zu geniessen. Sie zog den Oberarzt zurück, so dass er halb neben ihr auf dem Bett lag. “Wo willst du eigentlich heute schlafen?” fragte sie nach einiger Zeit in seinem Arm. Doch Marc gab ihr keine Antwort, denn er war schon eingeschlafen, wie die Assistenzärztin später feststellte, als sie einen Blick zu ihm warf. Die Frage hätte sich ja damit bereits erledigt. Dachte sie, kuschelte sich wieder an ihn und schlief ebenfalls kurze Zeit später ein. Dank der mehr als unbequemen Schlafposition wachte Marc nach gut einer Stunde wieder auf. Er überlegte wo er statt dessen schlafen könnte und ihm kam eine Idee. In der Hoffnung, dass sein altes Büro nicht besetzt sei machte er sich auf den Weg dorthin. Er hatte Glück. Die Türe war angelehnt und es war niemand dort. Also legte er sich auf die alte Ledercouch und beschloss dort noch ein paar Stunden zu schlafen.

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