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Dieses Thema hat 618 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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Dornröschen Offline

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03.01.2009 17:17
#326 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten
Gretchen: Haase.
Sarah: Gretchen! Gott sei Dank! Du lebst!
Gretchen: Ja. Tue ich?! Rufst du deshalb an an?
Sarah: Ja! W...Ich hab mir Sorgen gemacht....was war denn los?
Gretchen: Sei mir nicht böse, aber ich bin echt kaputt und ich will schlafen. Du weist ja jetzt, dass es mir gut geht, also...
Sarah: Was ist denn los? Du bist auf einmal so komisch...
Wie sag ich ihr das jetzt am besten, ohne sie vor den Kopf zu stossen?
Gretchen: Äh...ich will nur einfach endlich mit der ganzen Sache abschliessen. Ist besser so...glaub mir...
Sarah: Meinst du du kannst das so einfach?
Davon bin ich noch nicht so ganz überzeugt, aber ich werd es müssen. Sonst geh ich kaputt...
Gretchen: Ich muss...Ich hab mein Leben und Marc hat seins...wenn ich das nicht endlich einsehe, kann ich nie wieder glücklich werden.

Marc, der ebenfalls daneben sass, konnte nicht glauben, was er da aus ihrem Mund hörte. Er war zwar froh, dass er nun wusste, dass es Gretchen gut ging, aber ihre Worte verunsicherten ihn.

Sarah: Ja, aber das Kind...
Gretchen: Das werde ich auch alleine grosskriegen...haben ja tausend andere Frauen vor mir auch geschafft...
Hoffentlich...
Sarah konnte nichts mehr sagen. Gretchen war vollkommen verändert und sie fragte sich nur, warum das plötzlich so ist.
Sarah: Ist es wegen Gabi? Bedroht sie dich?
Gretchen: Nein. Ich hab es einfach eingesehen...So und jetzt geh ich auch schlafen...muss morgen wieder früh raus.

Nachdem sie sich verabschiedet hatte, legte Gretchen einfach auf. Sarah wollte noch etwas sagen, aber sie hörte nur noch ein Tuten. Mit fragendem Blick wendete sie sich Marc zu. Doch der sagte nichts. „Ist es das was du wolltest?“ fragte sie leicht gereitzt. Daraufhin stand er auf, erwiederte: „Sie hat Recht...Es ist besser so.“ und ging zu seinem Auto, um zur Arbeit zu fahren Sarah stand da und verstand die Welt nicht mehr. Da waren zwei Menschen, die sich lieben und keiner von beiden war dazu in der Lage auch nur einen klitzekleinen Schritt auf den anderen zuzugehen. Sie legte das Telefon weg und machte sich ebenfalls an die Arbeit.
Auf dem Weg in die Klinik dachte der Oberarzt nach, was passiert wäre, dass Gretchen plötzlich so denkt. Ob sie einen anderen hat? Kam ihm direkt in den Kopf und die Eifersucht stieg wieder. Aber wenn er genau darüber nachdachte, konnte er ihr, wenn es wirklich so war, keinen Vorwurf machen, denn er war ja derjenige, der einfach abgehauen war. Trotzdem gefiel ihm der Gedanke nicht.

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03.01.2009 19:41
#327 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Kapitel 36 – Man kann eben nicht alles planen

Am nächsten Morgen stand Gretchen auf, mit dem Vorsatz, endlich alles zu vergessen und Thomas´ Ratschlag zu befolgen. Er hat Recht. Ich kann mich nicht immer nur an der Vergangenheit festklammern. Ich muss loslassen und neu anfangen. Sie zog sich an und ging runter. Da sie sowieso schon spät dran war, rief sie nur kurz im Flur: „Ich bin weg.“ und verliess das Haus. Thomas ist doch eigentlich ganz nett. Er hat alles was ein Mann haben sollte.Warum sollte ich ihm dann keine Chance geben?! Dachte sie als sie auf den Parkplatz des Krankenhauses fuhr. Mit dem Vorsatz mit Thomas zu sprechen, ging sie hoch auf die Station. „Morgen Frau Doktor.“ begrüsste sie Sabine sofort freundlich. „Ist Dr. Gundlach schon da?“ wollte Gretchen wissen, nachdem sie sich umgezogen hatte. „Der müsste eigentlich in seinem Büro sein.“ erwiederte die Schwester. „Gut. Dann werd ich mal gucken gehen.“ meinte die junge Ärztin und verliess den Raum. Vor der Türe zu seinem Büro atmete sie erstmal tief durch. Soll ich das wirklich tun? Ja, ich wollte ihn ja gestern immerhin küssen, also wird es das richtige sein... dachte sie und klopfte an. Thomas rief herrein und fragte, warum sie gekommen wäre. „Ich wollte noch mal mit dir über gestern reden.“ sagte sie leise und verlegen. Dem Oberarzt huschte ein Lächeln über´s Gesicht und bot ihr an sich zu setzen, was sie auch prompt tat. Zunächst einmal sagte sie nichts und spielte nur nervös in ihren Kitteltaschen herrum. Dr. Gundlach lächelte sie an und fragte: „Was wolltest du mir sagen?“ „Ja. Also....ich...äh...hab noch mal über gesetrn nachgedacht....ich mein...über das, was du mir gesagt hast.“ Der Oberarzt schaute sie erwartungsvoll an und fragte: „Und? Zu welchem Entschluss bist du gekommen?“ Wieder atmete sie tief durch und antwortete schliesslich: „Dass du Recht hattest....“ Thomas stand auf und wollte sie umarmen, aber die junge Ärztin hielt den Abstand und fügte noch hinzu: „Thomas. Du bist echt ein lieber und netter Kerl...und...(Pause)... ich mag dich auch, aber ich muss erstmal mein Gefühlschaos ordnen, verstehst du?“ Dr. Gundlach nickte verständnisvoll und erwiederte: „Lass dir soviel Zeit wie du brauchst.“ „Danke.“ kam von ihr nur. Sie stand auf und wollte gerade das Zimmer verlassen, als Thoms sie noch einmal zurück rief. Sie drehte sich erneut um und fragte ihn was er noch wollte. „Ich bin froh, dass du doch noch ehrlich zu mir warst. Ich hab mich doch nicht in dir getäuscht.“ Gretchen lächelte ihn daraufhin nur an und ging raus. Hoffentlich schaff ich das und enttäusche ihnnicht schon wieder. Er scheint genauso gebrannt zu sein wie ich.

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05.01.2009 07:12
#328 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Sie ging zurück ins Stationszimmer und holte ihr Tagebuch herraus.

Liebes Tagebuch,
Habe meinen Plan von gestern nacht in die Tat umgesetzt und Thomas gerade gesagt, dass ich ihn auch mag, es aber langsam angehen lassen will. Hoffentlich halt ich das diemal auch durch. Das letzte mal als ich meine Prinzipien hatte, hat das in 2x Sex auf dem Küchentisch, 2x normalem Sex und schliesslich in der totalen Katastrophe geendet. Aber diesmal nicht...Das schwöre ich mir...Thomas hat gesagt er würde das verstehen und mir alle Zeit lassen, die ich brauche...ich hoffe das stimmt. Obwohl er scheint mir nicht, der Typ zu sein der aufdringlich wird. Aber man kann ja nie wissen...Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste...


Sie legte das Buch wieder weg und machte sich zurück an die Arbeit. Eine OP stand noch an. Deshalb machte sie sich sofort auf den Weg. „Ah. Da bist du ja.“ sagte Thomas, als sie in den Vorbereitungsraum kam. „Ja. Hatte noch was zu erledigen.“ erwiederte Gretchen und wusch sich die Hände. „Okay. Jetzt bist du ja da und wir können anfangen.“ sagte der Oberarzt und ging in den Saal. Die junge Ärztin folgte ihm und stelte sich ebenfalls an den Tisch. Die OP verlief komplikationslos und entspannt. Anschliessend lud Thomas sie noch zu einem ausgiebigen Frühstück in der Cafeteria ein. „Gerne.“ sagte sie und die beiden verliessen zusammen den OP. Was nehm ich denn mal? Schokocrossaints wären nicht schlecht... Die nahm sie dann auch, ausserdem bestellte sie sich noch eine heisse Tasse Kakao. Nachdem beide ihr Frühstück hatten, setzten sie sich gemeinsam an einen Tisch. „Also ich hätte da noch eine Frage. Du musst sie auch nicht beantworten wenn du nicht drüber reden willst, aber hatte er vor seine Frau für dich zu verlassen?“ Gretchen schluckte schwer. Nach längerer Zeit nickte sie nur stumm und Biss in ihr Crossaint. Thomas merkte dann auch, dass es ihr unangenehm war und beendete das Thema sofort. Gott sei Dank. Die beiden unterhielten sich noch eine ganze Weile über alltägliche Dinge, weil keiner der beiden wirklich über das reden wollte, was in ihren Beziehungen vorgefallen war. Schliesslich stand die junge Ärztin auf und sagte, dass sie zurück an die Arbeit müsste. „Gut. Dann komm ich gleich mit. Muss in meinem Büro noch ein paar Unterlagen bearbeiten.“ sagte Thomas und die beiden verliessen gemeinsam die Cafeteria.

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05.01.2009 09:07
#329 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Währendessen sass Marc wiedermal auf der Terasse und rauchte eine Zigarette nach der anderen. Schon wieder dachte er über eine Lösung nach. Ausserdem gingen ihm Gretchen´s Worte einfach nicht aus dem Kopf. Ob sie wirklich einen anderen hat? Überlegte er. Wieder stieg die Eifersucht in ihm hoch. Ausserdem fehlte Gretchen ihm, wenn er ehrlich zu sich selbst war. Aber das würde er natürlich nie zugeben, erst recht nicht vor Sarah. Die fiel ihm sowieso mit ihren ständigen Moralpredigten auf den Wecker. Ständig wollte sie ihn dazu überreden zurück zu fliegen und zählte ihm jede Menge Argumente auf, die dafür sprachen. Das Schlimmste allerdings daran war, dass sie dabei fast immer das Thema auf seinen Vater zu lenken versuchte. Sie wollte einfach nicht kapieren, dass er davon nichts hören wollte. Nachdem Marc die letzte Zigarette geraucht hatte, schaute er auf die Uhr und entschied sich dazu doch noch versuchen ein zwei Stunden zu schlafen. Aber nachdem er sich bestimmt 30x hin und hergeälzt hatte, stand er wieder auf und holte sein Handy aus der Tasche. Er suchte Gretchen´s Nummer herraus und überlegte ob er sie anrufen sollte und sei es nur drum ihre Stimme zu hören. Nach dem er einige Zeit überlegt hatte und auf´s Display gestarrt hatte, fasste er sich ein Herz und drückte den grünen Hörer. Er schaltete den Lautsprecher ein und wartete darauf, dass die junge Ärztin abnahm. Es dauerte einige Zeit bis sie ran ging und er hatte schon überlegt wieder aufzulegen. Aber plötzlich meldete sie sich: „Haase....Hallo?Ist da jemand?“ sagte sie, nachdem sich keiner gemeldet hatte. Marc sagte nichts, sondern hörte ihr einfach nur zu. Es klopfte an seiner Türe und er legte schnell auf, weil Gretchen sagte: „Hallo? Da ist doch jemand?!“ Schnell legte der Oberarzt das Handy weg und sagte herrein. Es war Sarah, die Marc zum Frühstück bat.

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05.01.2009 12:21
#330 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

„Wer war denn das?“ wollte Thomas wissen, nachdem sie aufgelegt hatte. „Keine Ahnung.“ sagte die junge Ärztin noch etwas verwirrt. Sie schaute nach ob der Anrufer vielleicht seine Nummer mitgesendet hatte, aber Fehlanzeige. Schliesslich steckte sie das Telefon zurück in die Tasche und sagte: „Wahrscheinlich irgend so ein Idiot, der nix besseres zu tun hat.“ „Hmm..Hast wahrscheinlich recht.“ erwiederte der Oberarzt und legte vorsichtig seinen Arm um sie. Doch nachdem er bemerkte, dass Gretchen das sichtlich unangenehm war, nahm er ihn schnell zurück und fragte: „Sollen wir noch ne Kleinigkeit essen gehen?“ Doch sie reagierte überhaupt nicht und war immernoch in Gedanken bei dem Anrufer von vorhin. Da war doch jemand...ich hab doch was gehört im Hintergrund, so als ob jemand an die Türe geklopft hat. Wenn er sich verwählt hätte, wäre er ja wohl kaum so lange dran geblieben, sondern hätte sofort aufgelegt. Hmmm...mal sehen ob er wieder anruft... Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, weil Thomas sie erneut ansprach. „He? Was hast du gesagt?“ fragte die junge Ärztin nachdem sie kurz zusammengezuckt war. „Ich hab dich gefragt, ob wir noch irgendwo was essen gehen sollen.“ wiederholte er daraufhin noch einmal und sah sie ungläubig an. „Was ist?“ fragte sie ihn. „Das könnte ich dich fragen? Du verhälst dich seit dem Telefonat irgendwie merkwürdig.“ erwiederte Thomas zaghaft. „War da doch jemand dran?“ fragte er ausserdem noch mehr als vorsichtig. Wenn ich das wüsste dann wär ich schlauer. „Nein. Ich würd jetzt ganz gern nach Hause. Langsam wird’s kalt.“ sagte Gretchen und stand auf. „Okay?! Wenn du meinst?!“ sagte der Oberarzt immernoch ungläubig und stand ebenfalls auf. Die beiden gingen durch den Park zurück zum Wagen. Nachdem sie eingestiegen waren, fuhr Thomas los. Während der Fahrt sagte keiner der beiden auch nur einen Ton. „So. Da wären wir.“ sagte er nachdem er den Motor abgestellt hatte. Er schaute sie erwartungsvoll an und erhoffte sich einen Abschiedskuss. Gretchen gab ihm aber nur einen kurzen Kuss auf die Wange, sagte: „Bis morgen dann.“ und stieg schnell aus.

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05.01.2009 15:22
#331 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

„Wer war denn junge gut aussehende Mann da im Auto?“ wollte Bärbel wissen, die gehört hatte, dass jemand zu Türe reingekommen war, nachdem Gretchen versucht hatte möglichst unbemerkt die Treppe hoch zu schleichen. Mist! Diese Frau sieht auch einfach alles! „Kennt ihr euch schon lange? Wie heisst er denn und was macht er beruflich?“ schüttete die Mutter sie mit Fragen zu. Gretchen verdrehte kurz die Augen, drehte sich ihrer Mutter zu und sagte in einem patzigen Ton: „Willst du vielleicht auch noch seine Schuhgrösse und direkt die Kontonummer haben?“ Bärbel sah sie daraufhin mehr als entsetzt an. „Magarethe! Man wird doch wohl noch mal fragen dürfen, wenn die Tochter mitten in der Nacht von einem Fremden Mann nach Hause gebracht wird!“ Die junge Ärztin stöhnte und erwiederte: „Mama. Erstens bin keine 6 mehr, zweitens ist es erst kurz vor zehn und drittens ist Thomas nicht fremd, sondern ein Kollege.“ Sie wollte gerade die Treppe hochgehen, als Frau Haase sie erneut ansprach. „Ein Kollege...ist das dein Chef? Dann sei ja vorsichtig...Nicht dass du wieder eine Enttäuschung erlebst wie bei...“ weiter kam sie nicht, denn Gretchen unterbrach sie, sagte: „Mama! Könnten wir das bitte später besprechen? Ich bin müde und will einfach nur ins Bett.“ und ging in ihr Zimmer. Diese Frau macht mich wahnsinnig! Dachte sie nachdem sie die Türe geschlossen hatte. Um sich abzureagieren nahm sie ihr tagebuch herraus und schrieb:

Liebes Tagebuch,
Irgendwann werd ich noch wahnsinnig! Am besten ich buch mir jetzt schon mal einen Platz in der Psychatrie, denn wenn die weiter so machen, dauerts nicht mehr lange, bis ich dahin muss. Mit „die“ meine ich hauptsächlich meine Mutter und Thomas. Der eine rückt mir immer näher auf die Pelle, obwohl wir eigentlich abgemacht haben, dass wir es langsam angehen lassen wollten. Fragt sich, was der darunter versteht?! Denn eben wollte er doch tatsächlich einen Kuss von mir. Und meine Mutter führt sich auf wie der Oberschliesser von Alcatraz höchstspersönlich. Aber dazu später mehr... Jetzt erstmal zu Thomas. Wir waren heute zusammen in der Cafeteria und haben gefrühstückt. Ich wollte gerade in mein geliebstes Schokocrossaint beissen, als er mich wieder über Marc ausfragen wollte. Gott sei Dank hat er dann wohl aber gemerkt, dass mir das Thema unangenehm ist und begann ein anders. Aber irgendwie war es danach krampfig. Hab mich dann auch schnell verabschiedet. Er kam mir natürlich hinterher und fragte mich, ob ich nach dem Dienst Lust hätte mit ihm etwas im Stadtpark spazieren zu gehen. Lehnte erst ab, aber er liess wie immer nicht locker. Habe dann schliesslich nachgegeben. Warum kann ich nie nein sagen? Muss dirngend daran arbeiten. Mein Bücherregal platzt zwar schon aus allen Nähten, aber ich denke ich werd mir wohl wieder ein neues Buch zulegen. „Sagen sie auch mal Nein“ oder so ähnlich.

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05.01.2009 17:40
#332 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Naja...auf jeden Fall hab ich mich breitschlagen lassen und wir sind von der Klinik aus in den Park gefahren. Haben dann ne ganze Weile auf ner Bank gesessen und uns angeschwiegen. War echt ne merkwürdige Stimmung. War echt froh, als mein Handy klingelte. Aber als ich abnahm, hörte ich nur Hintergrundgeräusche und keiner sagte was. Weis zwar nicht warum, aber irgendwie interessiert es mich wer das war. Hatte erst eine Vermutung, aber das ist eher unwahrscheinlich und bestimmt nur eine stille Hoffnung in mir. Also verwarf ich den Gedanken schnell wieder. Thomas fragte mich dann wer das war, aber ich weis es ja selbst nicht. Anscheinend glaubte er mir das aber nicht wirklich. Sein Blick sprach Bände. Er wollte mich noch zum Essen einladen, aber ich wollte nur noch nach Hause. Dachte da hätte ich meine Ruhe. Aber Pustekuchen! Meine Mutter muss wohl irgendwie mitbekommen haben, wie ich Thomas vor der Tür im Auto einen Abschiedskuss gegeben habe und quetsche mich sofort aus. So wie ich sie kenne plant sie jetzt schon wieder in Gedanken die Hochzeit. Die wollte alles wissen! Hab ihr dann ne patzige Antwort gegeben und dachte, sie gibt endlich Ruhe und lässt mich gehen. Aber nix da! Die wollte mir doch tatsächlich gute Ratschläge geben?! Das wurde mir dann echt zuviel. Bin dann gegangen. War mir dann irgendwie zu blöd. Werde mich bestimmt nicht von meiner Mutter in Sachen Beziehungen beraten lassen. So werd jetzt mal Schluss machen. Mir fallen langsam schon die Augen zu....

P.S. Anscheinend bin ich aber noch nicht müde genug. Sonst hätte ich mich jetzt nicht, ne Stunde lang im Bett hin und her gewälzt und wieder über diesen Anrufer nachgedacht. Frag mich, warum mich das so brenend interessiert. Ob da vielleicht doch ein Fünkchen Hoffnung aus mir spricht, dass es Marc war und er mich doch nicht vergessen hat? Oh Nein! Jetzt denk ich schon wieder über ihn nach. Ich wollte doch mit Thomas neu anfangen...


Sie legte das Buch erneut weg und wollte endlich schlafen. Sie hatte es auch fast geschafft, da klingelte ihr Handy erneut. Wer ist das denn jetzt noch? Dachte sie und nahm verschlafen ab. „Haase.“ Wieder kam keine Antwort. Also solangsam werd ich sauer! Wenn der mir jetzt auch noch meinen Schlaf raubt werd ich ungemütlich. Plötzlich brüllte sie so in den Hörer, dass Marc am anderen Ende fast die Ohren abfielen. „Sagen sie mal...haben sie eigentlich nichts besseres zu tun, als mitten in der Nacht die Leute aus dem Bett zu klingeln?“ Sie wollte noch etwas sagen, aber da hörte sie nur noch das Tut zeichen. Aufgelegt! Das gibt’s doch nicht! Und bestimmt wieder ohne Nummer. Trotzdem warf sie einen Blick auf´s Display und erlebte eine Überraschung. Da steht ja doch ne Nummer. Die ist aber lang...ausländische Vorwahl? Ob das Sarah war? Aber warum sollte sie dann einfach auflegen? Da es ihr keine Ruhe liess WER das war, schnappte sie sich kurzerhand ihr Handy und wählte Sarah´s Nummer.

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05.01.2009 19:07
#333 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Marc war nachdem er wieder aufgelegt hatte, runter zu Sarah gegangen, um zu frühstücken. Sie sassen gerade gut, da klingelte das Telefon.
Sarah: Casa del Quaddros.
Gretchen: Sarah? Bist du das?
Sarah (extra laut, damit auch Marc es auf der Terasse hörte): Ja hallo Gretchen! Schön, dass du dich doch noch mal meldest. Wie geht es euch?
Gretchen: Warum schreist du denn so? Ich versteh dich auch so ganz gut.
Sarah: Okay.
Die junge Frau warf einen Blick raus auf die Terasse und sah, dass Marc reinkam. Sie hatte nun das erreicht, was sie wollte und redete wieder im Normalton. Ausserdem schlaltete sie den Lautsprecher an.
Gretchen: Ich hab mal ne Frage...
Sarah: Was denn?
Gretchen: Hast du gerade versucht mich anzurufen? So vor ner viertel Stunde?
Sarah: Nein...Warum fragst du?
Dabei schwenkte sie ihren Blick zu Marc. Der sah sie nur verwundert an.
Hmmm...wenn sie es nicht war...wer war es denn dann?
Gretchen: Bei mir hat heute schon zweimal einer angerufen, aber hat sich nicht gemeldet und hat dann nach ca. 2-3 Minuten aufgelegt. Beim ersten Mal stand keine Nummer da, aber jetzt gerade schon.
Sarah: Wie kommst du denn bitte darauf, dass ich es gewesen sein könnte?
Gretchen: Ganz einfach...es ist ne Auslandsnummer...mit der Vorwahl die du auch hast...deshalb.
Sarah warf Marc darauf hin einen misstraischen Blick zu und signaliesierte ihm, dass sie später mit ihm darüber reden würde. Da der Oberarzt darauf aber überhaupt keine Lust hatte, stand er auf und verliess schnellstmöglich das Hotel. Sarah schaute ihm hinterher und überlegte für einen Moment auch Gretchen von ihrem Verdacht zu erzählen, entschied sich aber dann doch dagegen und sagte nur, dass sie es auch nicht wüsste.
Gretchen: Okay...dann will ich dich nicht weiter stören...
Sarah: Du störtst mich doch nicht! Ich freu mich immer wenn du anrufst.
Gretchen: Gut. Werd jetzt aber trotzdem auflegen. Ist schon spät.
Anschliessend legte sie auf und überlegte noch eine Weile, wer es denn sonst gewesen sein könnte. Ich kenne doch niemanden im Ausland. Sarah hätte mir doch gesagt, wenn es Marc gewesen wäre, oder?
Marc machte sich währendessen auf der Fahrt in die Klinik Gedanken darüber was er Sarah erzählen sollte, damit sie ihm glaubte und nicht wieder rumdiskutieren wollte. Denn das konnte er garnicht ab. Vor allem weil sie im Endeffekt immer die besseren Argumente hatte und es letztendlich immer im -Du hast Recht und ich hab meine Ruhe- Motto endete. Also hatte er nur zwei Möglichleiten: Entweder Sarah in der nächsten Zeit aus dem Weg zu gehen, was sich aber als sehr schwierig raustellen würde in einem Hotel; oder: eine verdammt gute Ausrede finden, damit sie ihm abkaufte, dass er Gretchen nicht angerufen hatte. Was aber auch nicht so leicht werden würde. Sie war ja nicht umsonst mit ihm verwandt, deshalb konnte man ihr auch so leicht nix vormachen. Aber einen Versuch wäre es wert, dachte er sich, als er aus seinem Auto stieg und ins Klinikgebäude ging.

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05.01.2009 20:27
#334 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Wie er es bereits erwartet hatte, empfing ihn Sarah am Abend schon vor dem Hotel. Ausreden, wie z.B., dass er müde sei, liess die junge Frau wie immer nicht gelten und forderte eine Erklärung. „Ich hab sie nicht angerufen. Vielleicht hat sie sich in der Nummer geirrt...die sind ja manchmal so lang, dass man da schon mal schnell was verwechselt.“ versuchte Marc sich rauszureden. Doch seine Cousine sah ihn mit einem durchdringenden Blick an und fragte: „Marc Meier. Warum sagst du nicht einfach, dass du sie angerufen hast? Ist es denn so schlimm für dich, mal zuzugeben, dass du sie vermisst und du vielleicht einen Fehler gemacht hast.“ Der Oberarzt sah sie daraufhin nur entsetzt an und antwortete: „Bitte?!“ „Du brauchst übergaupt nicht so zu tun. Mir machst du nix vor.“ meinte Sarah und sah ihn weiterhin mit diesem Röntgenblick an. Marc stöhnte nur und fragte: „War´s das?“ Ohne auf eine Antwort zu warten fügte er noch hinzu: „Dann kann ich ja jetzt pennen gehen.“ und liess die junge Frau einfach stehen. Einige Zeit stand sie da völlig verdutzt, aber dann lief sie ihm hinterher. Mittlerweile war sie richtig sauer und knallte ihm an den Kopf, dass er ein Feigling wäre. Nachdem er darauf keinerlei Reaktion zeigte und weiter die Treppen raufmarschierte, holte sie zum finalen Schlag aus. „Gretchen hatte Recht, mit dem was sie gesagt hat. Du wirst nie ein guter Vater und ohne dich ist sie viel besser dran!“ Das zeigte Wirkung. Er stoppte und drehte sich abrupt rum. „Ich hab dir schon mal gesagt. Mich dich nicht in Angelegenheiten ein, die dich verdammt noch mal nix angehen!“ schrie Marc und stand mit erhobenem Finger vor der jungen Frau. Der Oberarzt drehte sich wieder um und liess sie stehen. „Ich versteh dich einfach nicht. Wie kann dich das alles so kalt lassen!“ schrie Sarah ihm noch hinterher, aber da hatte er schon die Türe zugeknallt. Sie stand nun einige Zeit auf der Treppe und schüttelte mit dem Kopf. Plötzlich klingelte unten das Telefon erneut. Sie dachte es wäre Gretchen und sie überlegte schon, ob sie ihr nicht einfach sagen sollte, dass Marc sie angerufen hätte. Aber als sie abnahm war Olivier am Telefon, der ihr sagte, dass er sie morgen besuchen käme. Solangsam kamen Sarah Zweifel , ob sie wirklich das richtige tut, denn so verbohrt wie Marc war, würde er seinen Vater bestimmt nicht mit offenen Armen empfangen. Trotzdem beschloss sie es auf einen Versuch ankommen zu lassen und sagte Olivier zu.

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06.01.2009 07:00
#335 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Als Marc am nächsten Morgen runterkam, um zur Arbeit zu fahren würdigte Sarah ihn keines Blickes. Auch wenn es ihr schwerfiel, aber er sollte endlich mal merken, dass sein Verhalten egoistisch war und er damit andere Menschen verletzte. Nachdem der Oberarzt das festgestellt hatte, stand er schnell auf und fuhr zur Arbeit. Einerseits war er ganz froh daüber, dass seine Cousine nicht mit ihm sprach, so konnte sie ihn wenigestens nicht nerven. Aber andererseits war er auch ein wenig erschrocken über ihr Verhalten, denn so hatte sie noch nie reagiert. In der Hoffnung, dass sie sich bis heute abend wieder eingekriegt hat, begann er seinen Dienst. Sarah räumte währendessen den Tisch ab und wartete schon auf ihren Onkel. Gegen Mittag kam er dann endlich. Obwohl sie sich schon sehr lange nicht mehr gesehen hatten, nahmen sie sich zur Begrüssung in den Arm. „Schönes Hotel hast du.“ erkannte der alte Mann, nachdem er seinen Blick durch das Innere des Gebäudes hatte schweifen lassen. Nachdem sie sich auf die Terasse gesetzt hatten fragte er, wo denn Sarah´s Hund sei von dem sie ihm erzählt hatte. „Äh...der ist...der ist irgendwo draussen...streunt immer herum weist du.“ sagte sie etwas ertappt. Auch Olivier merkte das und sah sie misstrauisch an. „Erzähl doch mal...“ versuchte die junge Frau vom Thema abzulenken. „Wie ist es dir in den letzten Jahren so ergangen?“ Daraufhin erzählte Olivier ihr, dass er mehrere Kaffeplantagen besässe. Ausserdem habe er nochmals geheiratet und mittlerweile noch eine erwaschene Tochter. Er holte ein Foto aus seinem Portemoinee und hielt es Sarah hin. „Das ist Sandrine. Sie ist 26 und studiert Medizin. Ich bin richtig stolz auf sie. Nächstes Jahr wollen sie und ihr langjähriger Freund Enrique heiraten.“ Sarah dachte für einen kurzen Moment nicht nach, lachte kurz und meinte, dass das Arztgen ja anscheinend in der Familie liegen würde. Erst nachdem ihr Onkel sie erstaunt ansah und fragte wie sie das gemeint hätte, merkte sie, dass sie einen Fehler gemacht hatte und versuchte sich schnell rauszureden. Olivier schaute sie zwar nach wie vor skeptisch an, aber sagte nichts weiter dazu. Die beiden plauderten noch eine Weile und die junge Frau sah zwischendurch immer nervös auf die Uhr in der Hoffnung, dass Marc jeden Moment käme. Schliesslich sagte Olvier dann, dass er nun wieder fahren würde und demnächst noch mal vorbei schauen würde. Sarah versuchte ihn noch ein wenig hinzuhalten. Für eine halbe Stunde gelang ihr das auch, aber dann sagte der alte Mann, dass er nun wirklich fahren müsste. „Okay.“ kam von ihr nur etwas enttäuscht darüber, dass ihr Plan wohl doch nicht aufgehen würde. Die beiden verabschiedeten sich und Olivier verliess das Hotel. Doch das Schicksal war anscheinend mit der jungen Frau, denn gerade als ihr Onkel das Gebäude verliess fuhr Marc mit seinem Wagen vor.

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06.01.2009 18:18
#336 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Da Olivier seinen Sohn fast 30 jahre nicht gesehen hatte, erkannte er ihn natürlich nicht. Als die beiden aneinnader vorbei gingen sagte er lediglich „Guten Abend“ und wollte weitergehen. Doch Marc erkannte ihn trotz der vielen Jahren sofort wieder. Auch wenn er in all den Jahren versucht hatte zu vergessen, aber dieses Gesicht würde er unter tausenden wieder erkennen. „Was willst du hier?“ fragte er mit sehr viel Hass in der Stimme und ziemlich unfreundlich. Der alte Mann war sichtlich geschockt darüber dass ihn ein Fremder in so einem Ton ansprach. „Oh Pardon. Ich glaube nicht dass wir uns kennen.“ erwiederte er und wollte weitergehen. Marc wollte gerade losbrüllen, als Sarah rauskam. Sofort ging der Oberarzt mit grossen Schritten auf sie zu und schrie sie an. „Was soll die Scheisse? Ich hab dir gesagt du sollst dich nicht in mein Leben einmischen. Glaubst du wirklich, dass es was an meiner Entscheidung ändert, wenn du den (dabei zeigte er verachtend auf seinen Vater, der immernoch verdutzt dastand und überhaupt nicht wusste worum es ging) hier anschleppst?“ Sarah hob ihre Hände, um Marc deutlich zu machen, dass er sich beruhigen sollte und erwiederte: „Marc...lass es dir erklären...Ich..“ Doch Dr. Meier unterbrach sie und schrie: „Ach leckt mich doch alle am Arsch!“ Daraufhin lief er zurück zu seinem Auto, stieg schnell ein und brauste davon. Sarah wollte ihn noch aufhalten, doch sie atmete nur noch die Abgase ein. Sie stöhnte und wollte wieder reingehen. Doch da kam auch schon Olivier auf sie und wollte ebenfalls eine Erklärung für das ganze haben. „Marc? War das...?“ fragte er und deutete auf die Strasse. Die junge Frau nickte nur verlegen. Nachdem er das gesehen hatte, musste sich der alte Mann erstmal setzen. Sarah setzte sich ebenfalls auf die Bank vor dem Eingang und legte den Arm um ihn. Nach einiger Zeit sagte er, dass es wohl jetzt besser wäre, wenn er ginge. „Lass es mich dir erklären. Es gibt einen Grund dafür, dass ich das getan hab.“ erwiederte Sarah. „Und welchen?“ wollte ihr Onkel wissen. „Das ist ne lange Geschichte...komm wir gehen rein und ich erzähl dir alles.“ schlug sie vor. Olivier nickte und die beiden gingen zurück ins Hotel.

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06.01.2009 20:02
#337 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Kapitel 37 – Wenn die Vergangenheit dich einholt, gibt es kein zurück mehr...

Marc fuhr währnedessen durch die Strassen der Stadt. Als er am Starnd vorbeikam machte er eine Vollbremsung und stieg aus. Er ging zu einer einsamen Stelle am Meer und setzte sich dort auf einen Stein. Die Stelle hatte Sarah ihm gezeigt und gesagt, dass sie hier immer herkommen würde, wenn sie alleine sein und in Ruhe nachdenken wollte. Auch der Oberarzt schaute hinaus auf´s Meer und dachte ebenfalls nach. Man hörte nur die peitschenden Wellen, die an den Felsen brachen. Warum konnte Sarah ihn nicht einfach zu Frieden lassen und musste sich in alles einmischen. Er konnte sich denken, dass sie dahinter steckte und das, obwohl er sie immer gewarnt hatte.
Mittlerweile sassen Sarah und ihr Onkel wieder auf der Terasse. Zuerst schwiegen beide und schauten sich nur verlegen an. Sarah brach schliesslich das Schweigen. „Marc hat Probleme.“ begann sie vorsichtig. Olivier sah sie entsetzt an und fragte: „Wie meinst du das?“ Daraufhin erzählte sie ihm erst zaghaft warum Marc nach Brasilien gekommen war. Der alte Mann riss nur die Augen auf, als er das alles hörte. „Und wie hast du dir das vorgestellt? Soll ich jetzt zu ihm hingehen und sagen, dass er keinen Fehler machen soll oder wie? Nach all den Jahren?“ fragte Olivier nachdem er sich alles von Sarah angehört hatte.

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06.01.2009 21:22
#338 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

„Ich weis es doch auch nicht. Auf mich hört er ja nicht...deshalb dachte ich...“ weiter kam sie nicht, denn ihr Onkel unterbrach sie: „Meinst du denn mir hört er zu? Gerade mir? Du hast doch seine Reaktion vorhin selbst gesehen. Ich denke nicht, dass das eine gute Idee ist.“ „Ja, aber Gretchen tut mir so leid und was ist mit dem Kind? Ich weis ganz genau, dass er sie auch liebt, aber dieser Sturkopf will es einfach nicht zugeben!“ sagte die junge Frau etwas wütend aber auch verzweifelt. Olivier sass nur da und sagte eine ganze Weile nichts. „Du warst meine letzte Hoffnung. Aber wenn du sagst, dass es keinen Zweck hat, muss ich das wohl notgedrungen akzeptieren.“ fügte sie noch enttäuscht hinzu.
Marc sass immer noch am Strand und dachte wieder nach. Genau genommen verfluchte er im Stillen einfach alles. Seine Familie, Gabi sowieso und auch sich selbst. Er nahm sich einen Stein vom Boden und schmiss ihn soweit er konnte hinaus auf́s Meer. „Verdammter Mist!“ schrie er dabei. Anschliessend legte er seine Hände voŕs Gesicht. Er entschied sich dazu zum Hotel zurück zu fahren, da die Dämerung mittlerweile schon einbrach, in der Hoffnung dass sein Vater es gecheckt hatte und nicht mehr da war. Aber als er sich umdrehte, um zu seinem Wagen zurückzugehen, sah er ihn schon auf sich zukommen. Olivier hatte sich nämlich doch entschieden noch einmal zu versuchen mit seinem Sohn zu reden, nachdem er Sarah́s Verzweiflung erkannt hatte. Sie hatte ihm gesagt, wo er ihn mit Sicherheit findet, weil sie ihrem Cousin ja die Stelle selbst gezeigt hatte, und ungefähr wusste wie er tickt, wenn auch nicht immer. Aber diesmal hatte sie Recht.

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06.01.2009 22:08
#339 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

„Ich hab dir doch gesagt du sollst verschwinden!“ schrie der Oberarzt seinen Vater äusserst erbost an. „Ich will doch nur mir dir reden...Junge..“ weiter kam er nicht, denn Marc hob seinen Finger und brüllte erneut. „Ich bin weder dein Junge noch bist du mein Vater! Kapiert! Und reden will ich auch nicht dir!“ Olivier versuchte weiterhin ruhig zu bleiben. „Ich weis, dass...“ sagte er, doch er wurde wieder unterbrochen. „Nichts weist du! Also HAU AB!!“ schrie der Oberarzt erneut und drehte sich weg, um ihn nicht sehen zu müssen. „Ich will doch nur nicht, dass du den selben Fehler begehst, den ich gemacht habe.“ Marc blieb stur, gab ihm keine Antwort, schloss nur die Augen und hoffte inständig darauf, dass er endlich verschwindet. Aber den Gefallen tat er ihm nicht. „Ich kann verstehen, dass du mich hasst. Aber du musst mir glauben...ich hab immer an dich gedacht und es tut mir leid.“ sagte Olivier und ging dabei vorsichtig einen Schritt auf seinen Sohn zu. „Pfff...wenn du das wirklich getan hättest, dann hättest du dich mal gemeldet...“ sagte Marc. Mittlerweile wandelte sich seine Wut in Enttäuschung um. „Aber das hab ich doch...ich hab zig Briefe geschrieben, aber die sind alle wieder zurückgekommen.“ versuchte der alte Mann sich zu rechtfertigen. „Ich hab sie sogar noch aufbewahrt...wenn du mir nicht glaubst kann ich sie dir gerne zeigen.“ schlug er vor. „Geh einfach dahin zurück wo du her gekommen bist und lass mich in Ruhe!“ erwiederte der Oberarzt und ging zurück zu seinem Wagen. Im Hotel angekommen traf er diekt auf Sarah. Die kam ihm gerade Recht. „Was hast du dir eigentlich dabei gedacht den hier anzuschleppen? Meinst du ich hätte meine Meinung dann geändert? Bestimmt nicht!“ schrie er sie an und verschwand dann nach oben. Kurze Zeit später kam auch ihr Onkel. „Ich hab dir gleich gesagt, dass es nichts bringt.“ meinte er. „Einen Versuch war es wert.“ erwiederte Sarah nur. Lange Zeit schwiegen sich die beiden einfach nur an, bis Sarah fragte, warum er eigentlich damals einfach abgehauen wäre. „Ich hab́s nie verstanden. War ja damals selbst noch ein Kind.“ fügte sie noch hinzu. Olivier atmete einmal tief durch und fing an ihr die Geschichte zu erzählen. „Weist du...deine Tante war immer schon sehr egoistisch...immer nur sie und dann kamen vielleicht mal die anderen, wenn sie noch Zeit hatte. Und als sie anfing diese Kitschromane zu schreiben, wurde es immer schlimmer. Nachdem ich sie dann ein paar mal in Flagranti mit einem ihrer „Musen“ wie sie sie nannte, erwischt habe, hatt́s mir dann endgültig gereicht und ich bin gegangen. Ich glaube aber auch nicht, dass sie sonderlich traurig darüber war.“ „Ja. Sie vielleicht nicht, aber hast du dabei mal eine Sekunde an Marc gedacht. Der konnte ja wohl nichts dafür.“ erwiederte Sarah verständnislos. „Glaubst du wirklich das hätte ich nicht. Am liebsten hätte ich ihn mitgenommen, aber ich bin damals hier hingekommen und hatte nichts. Was hätte ich einem Kind denn bieten können. Alles was ich mir hier aufgebaut hab, hab ich mir hart erkämpfen und erarbeiten müssen. Weist du wo ich die erste Zeit gelebt hab? Ich glaub das willst du garnichts wissen...Das wollte ich ihm ersparen. Da war er bei Elke deutlich besser aufgehoben.“ versuchte er sich für seinen Entschluss zu rechtfertigen.

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07.01.2009 09:04
#340 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Doch die junge Frau blieb weiterhin skeptisch und entgegnete. „Naja ich weis nicht...Hättest dich ja wenigstens mal melden können.“ Ihr Onkel sah sie daraufhin entsetzt an und meinte, dass er das doch getan hätte. „Die Briefe, die ich geschrieben habe sind alle ungeöffnet wieder zurück gekommen, Annahme verweigert stand jedesmal darauf. Ich hab sie sogar noch zu Hause. Wenn du mich mal besuchen kommst zeig ich sie dir, vielleicht glaubst DU mir ja.“ „Annahme verweigert? Meinst du Tante Elke...?“ fragte sie erstaunt. „Mit Sicherheit. Wer sollte es denn sonst gewesen sein. Möchte nicht wissen, was sie ihm alles über mich erzählt hat.“ sagte der alte Mann. „Soweit ich weis nicht viel. Es wurde fast nie gesprochen wenn wir mal da waren, zu Besuch. Und ich denke so war es auch sonst. Ich denke nicht, dass die beiden sich viel zu sagen hatten.“ mutmasste Sarah. „Hast du Marc das mit den Briefen auch gesagt?“ wollte sie ausserdem noch wissen. Er stöhnte und erwiederte: „Ich hab́s versucht, aber er hat mir ja nicht zugehört. Ich denke, er glaubt mir nicht. Was ich auch irgendwo verstehen kann.“ „Ich weis er kann ziemlich stur sein...hab ich in der letzten Zeit öfters schon zu spüren bekommen.“ sagte die junge Frau. „Vor allen Dingen wenn ich das Thema „Gretchen“ anschneide,...dass er mir nicht förmlich ins Gesicht springt ist alles.“ fügte sie noch hinzu. „Was ist das eigentlich für eine Frau, diese Gretchen? Ist sie netter als diese Gabi?“ wollte Olivier wissen. „Oh ja. Viel netter. Ich mag sie und sie tut mir wirklich leid. Sie versucht stark zu sein und alles zu vergessen, aber ich weis nicht wie lange sie das noch kann. Vor allen Dingen wenn das Kind mal da ist.“ bezweifelte die junge Frau. „Und was ist, wenn sie hier her kommt? Und die beiden mit einander reden?“ schlug er vor. Sarah musste fast ein wenig lachen als sie das hörte. „Haha, ausgeschlossen. Diese Frau ist mindestens genauso stur wie Marc. Deshalb wird sie nie nachgeben. Und ausserdem find ich es auch nicht richtig. ER ist gegangen, also soll er auch verdammt noch mal seinen Hintern hochkriegen und nach Berlin zurückfliegen!“ forderte sie.

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07.01.2009 11:13
#341 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Währendessen lag Marc auf dem Bett und dachte erneut über alles nach. Zu seinem Erschrecken stellte er fest, dass er doch irgendwie das Bedürfnis hatte nochmal mit seinem Vater zu sprechen. Nur zugebeben würde er das nie. Dafür war er viel zu stolz. Er hatte die Balokontüre einen Spalt geöffnet, weil es sehr schwül in dem Zimmer war und hörte Olivier und Sarah, die unten auf der Terasse lautstark zu diskutieren schienen. Es ging wohl um ihn, denn er hörte seinen Namen. Also stand er auf und ging zur Türe, damit er alles verstehen konnte. „Ja. Du hast Recht. Aber ich hab ja versucht mit ihm zu reden. Er hört mir ja noch nicht mal zu.“ erwiederte Olivier. „Geht mir nicht anders. Marc war ja immer schon stur, aber eigentlich konnten wir immer über alles reden.“ stellte die junge Frau fest. Dabei klang ihre Stimme ratlos aber auch ein wenig enttäuscht. „Ich hätte ihn gerne näher kennengelernt, aber ich kann ihn nicht dazu zwingen.“ sagte er bevor er sich endgültig verabschiedete und ging. Sarah begleitete ihn noch zur Türe und sagte ihm, dass sie ihn die Tage mal besuchen kämen. „Okay. Ich freu mich.“ erwiederte Olivier, stieg in seinen Wagen und fuhr los. Marc ging wieder zurück ins Bett und wollte schlafen. Doch er dachte immer wieder über die Worte, die er eben gehört hatte nach und lag noch lange wach. Sarah beschloss den beiden erneut ein wenig auf die Sprünge zu helfen, auch wenn ihr Cousin sie dann vielleicht erwürgen würde. Das nahm sie in Kauf, aber kampflos aufgeben würde sie nicht.
„Magarethe. Aufstehen.“ weckte Bärbel ihre Tochter am nächsten Morgen. „Komme.“ erwiederte Gretchen daraufhin verschlafen und quälte sich aus dem Bett. Sie hatte die letzten Nächte nicht sonderlich gut geschlafen und war deshalb noch sehr müde. „Setz dich. Der Frühstückstisch ist bereits gedeckt.“ forderte die Mutter nachdem sie die Treppe runterkam. Doch die junge Ärztin nahm sich nur ein Crossaint aus dem Korb und verschwand durch die Türe. Vorher hatte sie ih noch ein „Ich hab keine Zeit“ zugeworfen. „Morgen Frau Doktor.“ begrüsste sie Sabine wie immer freundlich. „Morgen Sabine.“ erwiederte Gretchen und ging sich umziehen. Kurze Zeit später kam auch Thomas ins Stationszimmer. Er begrüsste zuerst Schwester Sabine und empfing Gretchen anschliessend mit einem Kuss auf die Wange. Als die Schwester das sah, wären ihr beinahe die Unterlagen aus der Hand gefallen, die sie schon für die Visite rausgesucht hatte. Ihr Blick anschliessend sprach Bände. „Ich freu mich dich zu sehen.“ sagte der Oberarzt leise mit einem Lächeln. „Ich mich auch.“ erwiederte die junge Blonde und nahm sich einen Tee. „Bist du krank?“ fragte er besorgt, nachdem er gesehen hat, wie Gretchen an ihren Kamillentee nippte. „Nein. Sie ist doch...“ wollte Sabine sagen, doch Gretchen wusste was dabei rausgekommen wäre, wenn sie sie hätte ausreden lassen.

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07.01.2009 13:02
#342 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Deshalb unterbrach sie die Schwester und ergänzte: „...zu dem Entschluss gekommen, dass Kaffee ungesund ist. Viiiiiel zu viel Koffeein!“ Sie hatte zwar gerade nochmal so das Übel abgewendet, aber Sabines dummer Blick blieb ihr leider nicht erspart. Bevor die Schwester noch etwas sagen konnte, forderte sie die zwei auf mit der Visite zu beginnen. Diese verlief soweit ganz ruhig. Ausser dass Thomas und Sabine sie gleizeitig mit Blicken quälten. Anschliessend lud der Oberarzt sie zum Mittagessen ein. "Gerne. Warum nicht." erwiederte die junge Ärztin. Dr. Gundlach hakte sich bei ihr ein und sie gingen zusammen Richtung Aufzug. Gretchen stand nun einige Zeit vor der Theke und überlegte was sie essen könnte. Sie bestellte sich eine Tomatensuppe und ein Schokocrossaint. Als sie bestellte guckte sie der Oberarzt zwar erstaunt an, aber sagte noch nichts. Doch als Gretchen dann das Crossaint nahm, es in die Suppe tunkte und dann auch noch allen ernstes genüsslich hinein biss, musste er dazu etwas sagen. "Schmeckt́s?" fragte er allerdings erstmal nur. Erst jetzt schaute die junge Ärztin auf ihren Teller und das Crossaint in ihrer Hand, an dem noch die Tomatensuppe runtertropfte. Scheisse! Die Mischung ist echt nicht normal. Zumindestens für einen normalen Menschen. Der denkt doch jetzt endweder ich wäre total gestört oder schwanger. Möchte mal wissen was schlimmer ist. "Hmmm." antwortete sie nach längerer Zeit nur verlegen und schob sich gleich das nächste Stück in den Mund. Thomas wurde bei dem Anblick schon fast schlecht und er stocherte nur in seinem Essen herum, obwohl er eigentlich schon Hunger hatte. Nachdem er sich das Schauspiel ein paar Minuten mit angesehen hatte wagte er es doch, DIE Frage zu stellen die ihm schon die ganze Zeit auf den Lippen lag. "Sag mal..kann es sein, dass schwanger bist. Das ist doch nicht normal oder?" Ich hab́s gewusst! Was sag ich denn jetzt?
Marc stand am nächsten Morgen ziemlich gerädert auf. Nachdem er gegen 6 Uhr in der Früh erst eingeschlafen war, hätte er sich am liebsten sofort wieder rumgedreht und weitergeschlafen. Aber das ging nicht, denn er musste zur Arbeit. Also quälte er sich aus dem Bett und stellte sich erstmal unter die kalte Dusche. Das soll ja bekanntlich die Lebensgeister wecken, dachte er. Anschliessend zog er sich an und ging direkt zu seinem Wagen. Auf einen gemütlichen Kaffee mit Sarah hatte er, nachdem was gestern abgelaufen war echt keine Lust. Da holte er sich lieber einen aus dem Automaten in der Klinik. Er war kaum dort, da kam schon der Krankenwagen mit einem Notfall rein. Nachdem die Sanitäter ihm berichtet hatten, was passiert war, wies er sie an, den Mann sofort in den Untersuchungsraum zu bringen. Eigentlich hatte er ja gehofft, dass er sich vorher noch etwas auf́s Ohr hauen könnte, weil er immer noch hundemüde war und kaum die Augen offen halten konnte. Aber daraus wurde ja nix. Also zog er sich um und ging zu dem Patienten. Da der Schrank in dem die Kittel hingen schon etwas älter war, kam er beim öffnen an eine scharfe Kante und verletzte sich leicht. "Scheisse." murmelte er vor sich hin und wischte sich das Blut vom Finger.

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07.01.2009 14:39
#343 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Anschliessend ging er zum Patienten. Der etwa 25 Jährige junge Mann hatte einen Verkehrsunfall gehabt, weil ihm wie er nach einigen Angaben berichtete plötzlich schwindelig geworden war. Marc nahm ihm daraufhin erstmal Blut ab. Da er nicht gerade sehr konzentriert war, kam er mit einigen Tropfen Blut in Berührung. Nach einer anschliessend folgenden eingehenden Untersuchung, wies er die Schwester an, den Mann zum Röntgen zu bringen. Bis die Ergebnisse alle vollständig ware beschloss der Oberarzt in sein Büro zu gehen. Nach etwa 10 Minuten kam die Schwester mit den Röntgenbildern rein. Auf dem Weg zurück in den Behandlungsraum warf er einen kurzen Blick darauf und erklärte dem Patienten anschliessend, dass er wohl nochmal Glück gehabt hätte und er nur einen gebrochenen Arm hätte. Marc wies die Schwester an, dem Mann einen Gips anzulegen und ging. Sein erster Weg führte ihn zum Kaffeeautomaten. Irgendwie musste er sich ja wachhalten und an Schlaf war wohl vor heute Abend nicht zu denken. Denn es standen noch 3 OṔs für heute auf dem Plan, die er hinter sich bringen musste. Also, Augen zu und durch! dachte er und nahm sich gleich noch einen Kaffee. Um 6 Uhr abends hatte er dann endlich auch Feierabend. Er wollte nur noch eins: schlafen. Erstmal riss er allerdings die Terassentüre auf, um frische Luft reinzulassen. Er lag kaum im Bett, da fielen dem Oberarzt auch schon die Augen zu. Dank der Müdigkeit konnte er auch nach langer Zeit endlich mal wieder eine Nacht durchschlafen.
Gretchen kam abends ebenfalls von der Arbeit und ging sofort in ihr Zimmer. Dort schnappte sie sich sofort ihr Tagebuch und berichtete ihm alles:

Liebes Tagebuch,
Weis wirklich nicht, wie lange ich es noch schaffe, diese Schwangerschaft geheimzuhalten. Bin heute gerade so zweimal an einer Katastrophe vorbeigeschlittert. Erst Sabine heute morgen und dann heute Mittag bei Thomas. Er hatte mich nach der Visite zum Essen in die Cafeteria eingeladen. Hab auch zugesagt, denn ich hatte wirklich einen Mordshunger. Hätte glaub ich sogar auch in dem Moment kleine Kinder gegessen. Dementsprechend war meine Zusammenstellung wohl auch nicht gerade die beste. Naja...Tomatensuppe mit einem Schokocrossaint zu mixen ist ja wohl auch nicht gerade das appetitlichste. Aber mir hats geschmeckt...sehr gut sogar. Thomas ging es da wohl anders. Nachdem er mir einige Zeit lang angewiedert zugesehen hatte, fragte er mich, ob es sein könnte, dass ich schwanger wäre. Hab dann erstmal ne ganze Zeit überlegt, was ich dem jetzt sage und meinte, dass ich Hormonschwankungen hätte. Super originelle Ausrede, wie ich im nachhinein feststellte, denn er glaubte mir anscheinend kein Wort. Ausser einem "aha" und einem durchdringenden Blick kam nämlich nichts von seiner Seite. Bevor er mir dann noch weitere blöde Fragen stellen konnte, hab ich dann mein Tablett genommen und bin schnell abgehauen. Hoffentlich hat er es bis morgen vergessen. Sonst wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben, als ihm zu sagen, dass ich schwanger bin, denn in spätestens ein bis zwei Monaten sieht er es sowieso. Wenn ich bis dahin noch nicht geplatzt bin. Bei dem was ich im Moment verdrücke...


Sie legte das kleine rote Buch wieder zurück in ihr Versteck und schlief ein.

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07.01.2009 17:52
#344 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Marc stand am nächsten Morgen ausgeschlafen auf und ging erstmal auf die Terasse, um eine Zigarette zu rauchen. Anschliessend zog er sich an und ging runter, um einen Kaffee zu trinken. Die Stimmung am Frühstückstisch war mehr als gedrückt und die beiden sprachen kaum ein Wort miteinander. Der Oberarzt verabschiedete sich dann auch relativ schnell und fuhr zur Arbeit. Die Schicht verlief so weit ganz ruhig und er konnte sich in Ruhe um ein paar Unterlagen kümmern. Am Nachmittag beschloss er dann auch nach Hause zu fahren. Als er im Hotel ankam, war Sarah garnicht da. Um so besser dachte er sich und ging in die Küche, um sich eine Kleinigkeit zu essen zu holen. Nachdem er etwas gefunden hatte, nahm er es mit in sein Appartment. Anschliessend nahm Marc sich ein Buch und bildete sich noch etwas fort. Irgendwann gegen Abend hörte er dann Sarah́s Wagen vorfahren. Aber anstatt runter zu gehen und seine Cousine zu begrüssen, blieb er lieber oben. Wenigstens hier hatte er seine Ruhe, dachte er. Die Tage vergingen und die beiden sprachen immernoch kein Wort miteinander. Jeder gab dem jeweils anderen die Schuld und sah es nicht ein nach zu geben. Sarah kam nur hoch, klopfte kurz an und ging rein um Marc zu wecken. Danach verschwand sie sofort wieder. Auch an diesem Morgen wieder. Die junge Frau klopfte kurz, kam rein und sagte nur: "Aufstehen." Doch anders als sonst, stand der Oberarzt nicht sofort auf. Er schlug noch nicht einmal kurz die Augen auf, so wie sonst immer. Sarah dachte sich, dass er wohl mal wieder schlecht geschlafen hatte, wegen Gretchen, und ging rüber zum Bett. Als sie näher kam sah sie, dass ihm Schweissperlen auf der Stirn standen. "Hey Marc." sprach sie ihn erneut an und stubste ihn dabei an der Schulter an. Der Oberarzt schreckte kurz zusammen und schlug die Augen auf. "Bist ja doch wach. Wohl wieder ne lange Nacht gehabt was?" stichelte sie noch und verliess das Zimmer. Denn sie hatte heute noch etwas wichtiges vor. Deshalb ging sie sofort runter zu ihrem Wagen und machte sich auf den Weg. Marc stand auf, das heisst eher er versuchte es. Denn sowie er auf den Beinen stand, drehte sich alle in seinem Kopf, wie nach 2 Litern Schnapps und er musste sich zurück auf́s Bett setzen. Was ist denn los? fragte er sich in Gedanken.

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07.01.2009 21:55
#345 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Nach einiger Zeit versuchte er erneut aufzustehen, weil er ja zur Arbeit musste. Mühsam quälte er sich die Stufen hinunter und ging zu seinem Auto. Er war froh als er endlich in der Klinik ankam. Denn in einem Moment war ihm heiss und im nächsten Moment dachte er, er wäre am Nordpol oder in einer Gefriertruhe. Auch dem Professor blieb das nicht verborgen, der ihm auf dem Weg zu seinem Büro entgegenkam. "Geht es ihnen nicht gut?" fragte er. "Doch, doch. Hab mir bestimmt nur ne Erkältung eingefangen." erwiederte Marc. Er ging ins Schwesternzimmer und suchte ein Mittel gegen Fieber. Der Professor sah ihm ungläubig hinterher und beschloss den Oberarzt im Auge zu behalten. Nachdem Marc die Tablette genommen hatte, ging es für kurze Zeit etwas besser und er wollte zur OP die nun anstand. Doch sein Chef kam dazu und sagte: "Ich glaube es ist besser wenn sie jetzt nach Hause fahren." "Und was ist mit der OP?" fragte Marc erstaunt. "Die übernehm ich." erwiederte der Professor. Weil er keine Lust hatte mit ihm zu diskutieren, folgte Marc dem Befehl seines Chefs, zog sich um und fuhr nach Hause.
Sarah war inzwischen bei Olivier angekommen und staunte nicht schlecht, als sie das riesige Anwesen ihres Onkels sah. Er bat sie rein und bot ihr sofort etwas an. Doe beiden plauderten eine Weile, bis Sarah nach den Briefen fragte. "Moment. ich hole sie." sagte Olivier und ging. Nach ein paar Minuten kam er mir einem alten Schuhkarton wieder in den Garten. "Das sind ja mindestens 20?!" stellte die junge Frau mit Erstaunen fest und nahm sich einen herraus. "Darf ich?" fragte sie bevor sie den Umschlag öffnete. "Sicher. Habe nichts zu verbergen." erwiederte der alte Mann und lehnte sich zurück. Sarah zog das Papier herraus und fing an zu lesen. Für ein paar Minuten war sie sprachlos, denn das was sie da las trieb ihr fast die Tränen in die Augen. "Meinst du Tante Elke hat die auch gelesen?" wollte sie schliesslich nach einiger Zeit wissen. Olivier schüttelte leicht den Kopf und entgegnete: "Ich denke nicht. Denn sie kamen ungeöffnet zurück." Sarah fasste daraufhin einen Entschluss: Wenn Marc das freiwillig nicht lesen wollte, dann würde sie ihn halt mir der Nase drauf stossen. Sie musste sich nur überlegen, wie so einen Brief mitgehen lassen konnte, ohne dass ihr Onkel etwas davon mitbekam. Und sie hatte auch bereits eine Idee. Sie schickte ihn unter einem Vorwand rein und nutze die Gelegenheit, um den Brief schnell in ihrer Tasche verschwinden zu lassen. Ihr Plan ging auf und Olivier bemerkte nicht einmal, dass einer fehlte, denn den leeren Umschlag hatte sie geschickt wieder zurück in die Box gesteckt. "Gut. Ich werd dann auch mal wieder. Im Hotel wartet noch Arbeit auf mich." sagte sie schliesslich nach einiger Zeit und verliess das Haus.

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08.01.2009 06:46
#346 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Kapitel 38 - Manchmal kommt es anders, als man denkt...

Marc kam ebenfalls nach Hause und ging sofort in sein Appartment. Dort liess er sich nur noch auf́s Bett fallen. Obwohl er eigentlich mehr als genug geschlafen hatte in der letzten Nacht war er total müde und schlief gleich wieder ein. Und das um hellichten Tag um 2 Uhr Mittags. Sarah kam ebenfalls zurück und wunderte sich, dass der Wagen ihres Cousins schon vor dem Hotel stand. Dachte sich aber nichts weiter dabei und machte sich zurück an die Arbeit. Durch ihren Spontanbesuch bei ihrem Onkel war viel liegengeblieben und das musste sie jetzt alles nachholen. Aber das war es ihr wert, wenn ihr Plan nur aufgehen würde. Den Brief hatte sie schon mal. Jetzt musste sie nur noch überlegen wie sie Marc den möglichst geschickt unterschieben könnte. Ihr kam eine Idee. Sie müsste nur warten bis er nochmal sein Zimmer verliess und ihn dann einfach irgendwo hinlegen wo er ihn garantiert nicht übersehen könnte. Am besten auf den Schreibtisch, dachte sie. Es wurde Abend und sie wartete, dass Marc zum Essen runterkam, so wie sonst immer. Nachdem sie bestimmt eine halbe Stunde gewartet hatte, beschloss sie ihm bescheid zu sagen. "Der ist bestimmt wieder so beschäftigt, dass er es vergessen hat." murmelte sie vor sich hin, während sie die Stufen hinaufstieg. Vor der Türe angekommen, klopfte sie an, aber es kam keine Reaktion von drinnen. Also beschloss sie einfach reinzugehen. "Kommst du essen?" fragte sie und öffnete die Türe nur einen Spalt. Doch als sie darauf auch keine Reaktion hörte, öffnete sie die Türe ganz und warf einen Blick ins Zimmer. "So müde?" fragte sie nachedem sie ihren Cousin schlafend auf dem Bett entdeckte. Da sie wieder keine Antwort bekam, beschloss sie ihn schlafen zu lassen. Bevor sie allerdings wieder runterging, plazierte sie den Brief, den sie die ganze Zeit über in ihrer Tasche mit sich herum trug auf seinem Schreibtisch. Irgendwann müsste er ja mal aufstehen und dann würde er ihn sicher sehen, hoffte die junge Frau. Nachdem sie gegessen hatte entschied sie sich dazu heute auch mal früher schlafen zu gehen.
Als sie am nächsten Morgen runter kam, rechnete sie eigentlich damit dass Marc schon wach war. Soviel schlafen kann doch kein Mensch, dachte sie sich, als sie ihn nirgendwo sah. Also ging sie erneut hoch, um ihn zu wecken. "Aufstehen Schlafmütze." sagte sie laut, nachdem sie ins Zimmer kam. Als sie wieder keine Antwort bekam wurde es ihr zu dumm. Sie ging auf ihn zu und wollte ihn wachrütteln. Doch als sie den Oberarzt berührte hatte sie schon den Schweiss an den Händen. "Hey. Was ist los?" sprach sie ihn erneut an und schüttelte ihn noch heftiger. Darauf hörte sie nur ein leises stöhnen.

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08.01.2009 16:34
#347 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Solangsam erkannte sie den Ernst der Lage. Sie schnappte sich das Telefon im Zimmer und rief einen Krankenwagen. Der kam auch sofort. Nachdem Sarah ihm geschildert hatte warum sie diesen gerufen hatte, beschloss der Notarzt Marc sofort mitzunehmen. "Was ist denn mit ihm?" wollte die junge Frau besorgt wissen, die die Welt nicht mehr verstand. "Genaueres wissen wir erst nach der Untersuchung." erwiederte er und ging. "Ich komme mit." sagte Sarah kurzentschlossen und stieg ebenfalls in den Krankenwagen. Sarah musste auf dem Flur warten. Nach einiger Zeit, die ihr wie eine halbe Ewigkeit vorkam, kam der Arzt endlich raus und erklärte ihr, dass sich sein Verdacht bestätigt hatte. "Wie geht es ihm?" wollte die junge Frau sofort wissen. "Wir haben sofort mit der Therapie begonnen. Genaueres wissen wir aber erst in ein paar Stunden." erklärte ihr der Mediziner. "Kann ich zu ihm?" wollte sie weiter wissen. Der Arzt überlegte eine Weile und sagte schliesslich: "Gut. Aber nicht lange. Er braucht Ruhe." Sarah nickte stumm und ging ins Zimmer. Als sie ins Zimmer kam, schlief Marc; zumindestens sah es so aus. Die junge Frau erschrak für einen Moment bei seinem Anblick. Er zitterte am gnzen Körper und hatte keinerlei Farbe im Gesicht. Ihre Wut, die sie noch bis vor ein paar Stunden auf ihn hatte verflog von einer Sekunde auf die andere und sie machte sich ingeheim Vorwürfe, dass ihr nicht früher aufgefallen war, dass es ihm nicht gut ging. Sie nahm sich einen Stuhl, setze sich zu ihm ans Bett und nahm seine Hand. "Du musst kämpfen. Hörst du? Du bist ein Meier und die geben nicht so schnell auf." redete sie auf ihn ein. Nach einiger Zeit verliess sie das Zimmer und ging zum nächsten Telefon. Dort rief sie ihren Onkel an. "Was ist denn los? Du bist ja ganz aufgeregt." stellte dieser verwundert fest. "Du musst sofort kommen! Marc ist hier und es geht im nicht gut." erwiederte Sarah immernoch total hektisch. "Ich komme sofort. Wo bist du?" wollte Olivier wissen. Die junge Frau verabschiedete sich nachdem sie ihm den Namen der Klinik genannt hatte von ihm und machte sich auf den Weg zurück zu Marc´s Zimmer. Doch als sie wieder auf den Flur kam, sah sie bereits, wie der behandelnde Arzt ins Zimmer stürmte.

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08.01.2009 22:17
#348 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Ihre Schritte beschleunigten sich. Doch vor der Tür wurde sie von einer Schwester aufgehalten, die ihr sagte, dass sie da jetzt nicht reinkönnte. Verzweifelt liess sie sich auf einen der Stühle im Wartebereich sinken. Nach einer guten halben Stunde kam der Arzt endlich wieder herraus. Auch ihren Onkel sah sie schon von weitem. Er stellte sich zu den beiden und fragte was mit Marc los wäre. Der Arzt hatte einen ernsten Gesichtsausdruck und sagte, dass die Medikamente nicht die gewünschte Wirkung gebracht hätten. "Und was heisst das?" wollten Olvier und Sarah gleichzeitig wissen. Der Gesichtsausdruck des Mediziners verfinsterte sich daraufhin noch mehr und er antwortete: "Wir tuen unser Möglichstes, aber wir wissen nicht, ob er die nächsten Stunden überleben wird." Nachdem er die beiden entsetzten und gleichzeitig fragenden Gesichtsausdrücke gesehen hatte versuchte er ihnen zu erklären, dass es sich bei dem Plasmodium falciparum um einen besonders bedrohlichen Erreger der Malaria handelt, der innerhalb weniger Tage zum Tode führen kann. Die beiden waren mehr als geschockt, als sie das hörten und konnten nichts mehr sagen. Olivier fragte den Arzt, ob er zu seinem Sohn dürfte, doch der verneinte. "Ich muss Gretchen anrufen." sagte die junge Frau nur und lief schnell zu Telefon.
Die junge Ärztin lag in der Zeit tief in den Träumen. Als ihr Handy plötzlich klingelte schreckte sie sofort hoch. Hab ich jetzt geträumt oder hat da jemand angerufen? Doch schon klingelte es erneut und sie nahm verschlafen ab.
Gretchen: Haase...
Sarah: Du musst sofort kommen!
Gretchen: Sarah? Bist du das? Was ist denn passiert?
Doch Sarah war so aufgeregt, dass sie lediglich ein paar Wortfetzen herrausbekam.
Sarah: Marc...er ist...
Gretchen (geschockt): Sarah! Was ist mit Marc??
Sarah: Er ist...hier im Krankenhaus...
WAS?!
Gretchen: Wieso? Was ist passiert?
Sarah: Er muss sich mit Malaria angesteckt haben...
Gretchen versuchte Sarah zu beruhigen, obwohl sie selbst sehr aufgeregt war und fragte sie was die Ärzte gesagt haben.
Sarah brach daraufhin in Tränen aus und erzählte Gretchen was der Arzt ihr eben gesagt hat.
Ich muss dahin! Und zwar sofort!Egal wie!!
Gretchen: Ich komme so schnell wie möglich!

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08.01.2009 22:55
#349 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Anschliessend legte sie schnell auf, zog sich an und packte auf die Schnelle ein paar Sachen zusammen. Da sie so schnell wie möglich zu Marc wollte hatte sie keine Zeit für grosse Erklärungen und beschloss ihren Eltern einen Zettel zu hinterlassen, damit sie sich keine Sorgen machen. Mit zitrigerer Hand schrieb sie auf ein kleines Blatt Papier:

Hallo Mama und Papa!
Es ist etwas schreckliches mit Marc passiert...ich hab jetzt keine Zeit für lange Erklärungen. Melde mich wenn ich angekommen bin.

Gretchen


Sie legte den Zettel auf den Esszimmertisch und rief sich ein Taxi. 10 Minuten später fuhr der Wagen endlich vor und der Fahrer fragte wo es hingehen solle. "Zum Flughafen. Schnell!" forderte die junge Ärztin und der Mann fuhr los. Nach einiger Zeit kamen sie dann endlich am Flughafen an. Gretchen bezahlte schnell und eilte in den Flughafen. Am Schalter fragte sie nach der nächsten Maschine nach Rio de Janero. Nachdem die Servicedame im Computer geguckt hatte, wann der nächste Flug dorthin ginge sagte sie: "Die nächste Maschine geht in einer Stunde." "Gut. Die nehm ich." sagte die junge Ärztin kurz entschlossen. "Moment. Ich muss gucken, ob da noch Plätze frei sind." erwiederte die junge Frau und warf erneut einen Blick auf den Bildschirm. Gretchen klopfte währendessen nervös auf die Theke an dem Schalter. Warum geht das nicht schneller?? Nach einigen Minuten sagte die Dame am Schalter, dass noch Plätze frei wären. Sie gab Gretchen das Ticket und sie bezahlte. Anschliessend setzte sie sich in die Wartehalle des Flughafens und sah sich um. Hier hatte sie vor ein paar Monaten schon mal gesessen. Nur mir dem Unterschied, dass sie sich diesmal hundert prozentig sicher war, dass sie fliegen würde. Hoffentlich überlebt er die nächsten Stunden....dachte sie während sie ungeduldig darauf wartete, dass ihr Flug endlich aufgerufen wurde.
Dann endlich tönte es aus dem Lautsprecher: DIE PASSAGIERE DES FLUGES 583 NACH RIO DE JANERO WERDEN GEBETEN SICH DURCH DIE SICHERHEITSSCHLEUSE ZU BEGEBEN!! Die junge Ärztin sprang sofort auf und begab sich dorthin. Anders als vor ein paar Wochen hatte sie es plötzlich unheimlich eilig in die Maschine zu kommen. Sie war zwar bisher noch nie geflogen, aber das war ihr in dem Moment relativ egal. Sie wollte nur eins: So schnell wie möglich zu Marc!!

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Dornröschen Offline

Gynäkologe:


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09.01.2009 07:01
#350 RE: Vanny´s Fortsetzung.... Zitat · Antworten

Als alle auf ihren Plätzen sassen, kam eine Stewardess und erklärte die nötigen Sicherheitshinweise. Sie erklärte den Passagieren den Umgang mit den Rettungswesten, sowie den Sauerstoffmasken. "Aber seien Sie beruhigt. Das ist sind alles reine Vorsichtsmassnahmen." erklärte die junge dunkelhaarige Frau zum Schluss und ging. Na hoffentlich! dachte Gretchen nur und lehnte sich im Sitz zurück. Als sie oben in der Luft waren meldete sich auch der Pilot über den Lautsprecher: "Sehr geeherte Damen und Herren. Sie befinden sich hier an Bord des Fluges 583 nach Rio de Janero. Die geschätzte Flugzeit dauert etwa 11 Stunden. Selbstverständlich stehen ihnen unser Bordpersonal bei eventuellen Rückfragen und Wünschen gerne zur Verfügung. Wir wünschen ihnen einen angenehmen Flug. Ihr Pilot Holger Frei." Was 11 Stunden?? So lange?? Oh mein Gott!! Sie versuchte etwas zu schlafen, da es ja mitten in Nacht war und sie normalerweise todmüde sein müsste. Aber die Sorge um Marc hielt sie wach. Nach unzähligen Versuchen, doch die Augen zu schliessen ohne sich das Schlimmste in ihren Gedanken auszumalen, beschloss sie ihr Tagebuch rauszuholen, um ihre Ängste und Gedanken niederzuschreiben. Vielleicht hilft mir das ja... dachte sie, nahm sich den Stift und fing an zu schreiben:

Liebes Tagebuch,
Das was ich dir jetzt schreibe, wirst du wahrscheinlich nicht für möglich halten. Ich glaub́s ja selbst noch nicht. Es ging alles so schnell, dass ich einfach im Affekt gehandelt habe. Aber ich spreche wie immer in Rätseln. Was daran liegt, dass ich gerade sehr aufgeregt und auch ängstlich bin. Habe nämlich vor etwa 2 Stiunden einen Anruf von Sarah erhalten. Zuerst dachte ich es wäre wieder der Verrückte, der mich schon zwei mal angerufen hat. Aber trotzdem nahm ich trotzdem ab. Sarah war völlig aufgelöst und sagte nur etwas von wegen, dass ich sofort kommen müsse. Hab ja erst gedacht, ich träume. Immerhin ist Brasilien ja kein Katzensprung. Um genau zu sein ist es sehr weit entfernt... ganze 11 Stunden Flug, wie ich eben mit Erschrecken feststellen musste. Das ist fast ein halber Tag. Hatte mir meinen ersten Flug wirklich kürzer vorgestellt. Aber naja...zurück zum Thema... Nachdem ich begriffen hatte, dass Sarah das wirklich ernst meint, wurde ich auch nervös und befürchete schon das Schlimmste. Leider wurden meine Befürchtungen auch bestätigt, denn nachdem sie sie sich einigermassen beruhigt hatte, erzählte Sarah mir dass Marc an Malaria erkrankt sei und im Krankenhaus um sein Leben kämpfen würde. Ich zögerte keine Sekunde, sagte ihr zu, dass ich sobald wie möglich käme und packte meine Sachen. Nun sitze ich hier im Flugzeug nach Brasilien und bete, dass Marc´s Zustand sich nicht noch weiter verschlechert und ich ihn überhaupt nochmal lebend wiedersehe. Bei diesem Gedanken wird mir ganz anders. Deshalb versuche ich ihn auch schon seit dem Anruf krampfhaft zu verdrängen. Aber sobald ich die Augen schliesse, schiessen mir tausend Bilder im Kopf herum. Ahhh...ich werde noch wahnsinnig. Habe jetzt ungefähr noch 9 Stunden Flug vor mir. 9 Stunden, in denen viel passieren kann... Jetzt denk ich schon wieder darüber nach...ich muss mich unbedingt auf andere Gedanken bringen. Aber wie?

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