Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Willkommen im Doctor´s Diary Fan-Forum!
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 347 mal aufgerufen
 Abgeschlossene Fortsetzungen!
Elli Babelli Offline

Mitglied


Beiträge: 2

05.03.2018 23:53
Story von Elli Babelli Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben :) Ich habe mich heute ganz frisch hier angemeldet weil ich gerade in letzter Zeit wieder dem Wahn um Meier, Haase und Co verfallen bin! Da ich etwas Zeit hatte, habe ich einen kleinen One Shot geschrieben und möchte ihn mit euch Teilen :) Ich hoffe er gefällt euch und ihr hinterlasst ein paar Kommentare :)


Alles war so schön gewesen.... Gretchen seufzte und sah auf den kleinen Teststreifen den sie vor sich liegen hatte. Sie dachte nie dass es eine Situation geben würde, in der sie sich nicht über das Ergebnis, welches sie sah, freuen würde. Doch momentan war ihr nicht nach Freude zu mute. Es war zu früh. Zu unpassend. Marc würde ihr den Gar aus machen. Sie seufzte tief und setzte sich auf den geschlossenen Toilettensitz.

Die letzten 6 Monate waren nahezu perfekt verlaufen. Sie waren nicht nach Afrika geflogen, was Gretchen jedoch in keiner Sekunde bereute. Man würde denken es wäre Marcs Idee gewesen zu bleiben, jedoch war dies nicht so. Er wäre ihr gefolgt. Nach Afrika. Marc Meier hätte auf seine Karriere für eine lange Zeit verzichtet und wäre ihr in den afrikanischen Busch gefolgt um dort Leben zu retten – und das für Margarethe Haase. Vielleicht war das der Grund gewesen, warum die blond gelockte Frau damals tief in der Nacht einfach den gestellten Wecker ausgeschaltet hatte. Marc hatte ihr endlich bewiesen, dass sie ihm etwas bedeutete. Er hätte mal nicht sich an erste Stelle gestellt, hat sich nicht wie ein egomanischer Chirurg aufgeführt, sondern wie jemand, der wirklich zu lieben in Stande war.

Natürlich hatte er Gretchen damals, nachdem er gegen Mittag aufgewacht war, mit großen, verwirrten Augen angeschaut. Als Gretchen ihm erklärt hatte, dass sie sich nun doch entschieden hat, hier zu bleiben, konnte er nicht anders als mit seinen grünen Augen zu rollen und ihr an den Kopf zu werfen, dass sie ja nur blieb, damit sie nicht zu weit von allem was süß und schokoladig war entfernt sein würde. Marc wäre nicht er selbst gewesen, wenn er seine Sprüche von heute auf morgen hätte sein lassen. Sie verliehen ihm einen gewissen Charme, den vor allem Gretchen sehr zu schätzen wusste, obgleich sie ja auch Opfer diverser Titulierungen war. Jedoch wusste die junge Chirurgin auch, dass Marc es keinesfalls böse meinte. Er war nun eben einmal so.

Seit der 'Rückkehr' ins Elisabethkrankenhaus hatten die beiden jungen Ärzte Hand in Hand gearbeitet. Der gutaussehende Oberarzt konnte es sich jedoch nicht verkneifen, Gretchen und fast alle anderen auch täglich zur Weißglut zu treiben. Sarkastische Bemerkungen hier, Ironie zu unangebrachten Zeitpunkten.... Jedoch war die Arbeit mit Marc Meier trotz alldem angenehmer für das gesamte Personal geworden, da man nicht mehr unbedingt mit Wutausbrüchen aus heiterem Himmel rechnen musste.

Offiziell wohnte Gretchen noch nicht bei ihrem attraktiven Oberarzt – schließlich lies er sich seine Junggesellen-Bude doch nicht von ner Frau versauen – jedoch durfte die hübsche Blondine bereits die Hälfte von Marcs Kleiderschrank ihr Eigen nennen, einige Dekorationen aufstellen und hatte einen eigenen Wohnungsschlüssel („Bild dir da bloß nichts drauf ein, Hasenzahn, den hast du nur damit ich dich nicht erst zum Bumsen abholen muss, wenn wir nicht zusammen Schicht haben.“)

Margarethe Haase erhob sich schwerfällig und griff nach dem Teststreifen um ihn in die Tasche ihres Cardigans verschwinden zu lassen. In ihrem Kopf war gähnende Leere. Natürlich waren sie und Marc sich näher gekommen – körperlich sowie auch emotional. Sie hatten gelernt miteinander zu reden. Stundenlang. Sie hatten aber auch gelernt die Stille miteinander zu genießen. An manchen Tagen lachten sie und scherzten bis tief in die Nacht, an anderen lagen sie einfach beieinander, Gretchens Hand auf Marcs Brust, ihre Finger mit seinen verschränkt, und schauten sich stundenlang liebevoll in die Augen.

Aber das wird wohl vorbei sein – Dachte die blonde Ärztin als sie das Badezimmer verließ. Nur weil Marc mittlerweile bereit war eine Beziehung mit ihr zu führen, hieß das nicht, dass er auch bereit für eine Familie sein würde. Himmelherrgott, er war ja noch nicht einmal bereit gewesen, endlich über seine Vergangenheit zu reden. Frustriert lief Gretchen in die Küche und nahm sich das Glas Nutella, das im Kühlschrank stand und sie regelrecht anlächelte. Marc würde bald Feierabend haben und dann würde sie ihm erzählen müssen, was sie da schon wieder verzapft hatte.

Während sich die Blondine einen Löffel Nutella nach dem anderen in den Mund steckte, malte sie sich die schlimmsten Szenarien in ihrem Kopf aus. Würde Marc sich von ihr trennen? Sie vor die Tür setzen? Würde er schreien? Würde er wollen das sie abtreiben lässt? Ihr lief ein kalter Schauer über den Rücken. Das würde sie nicht können. Das würde sie niemals mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Schließlich war dieser Embryo ein Teil von ihr selbst und ein Teil von der Person, die sie schon seit ihrer Kindheit am meisten liebte.

„Na, Hasenzahn, frisst du dich schon wieder fett?“ Da Gretchen gedankenverloren durch das Fenster auf die Berliner Nacht hinaus gestarrt hatte, hatte sie gar nicht mitbekommen, wie Marc die Wohnung betreten und seine Tasche auf das Sofa geworfen hatte. Vor Schreck ließ sie das Glas Nutella aus ihrer Hand gleiten und wenig später landete es mit einem dumpfen Aufprall auf ihrem nackten Fuß. Vor Schmerz schrie Gretchen auf. Konnte dieser Tag denn noch schlechter werden?

In nur wenigen Sekunden war Marc bei seiner Freundin und hatte sie in seine Arme gehoben und wenig später auf dem Sofa abgesetzt. „Boah, Hasenzahn echt, du musst langsam mal lernen ein bisschen aufzupassen. Selbstverstümmelung ist kein Weg und Hämatome sehen an dir richtig Scheiße aus.“ Schimpfte Marc besorgt und auch etwas schuldbewusst. Vielleicht sollte er das nächste mal einfach lauter nachhause kommen. Als Gretchen ihm nur mit einem leisen schniefen und einem entschuldigenden Blick aus ihren tränen-gefüllten, blauen Augen ansah, seufzte der junge Chirurg leise und setzte sich vor sie auf den Boden um sich ihren verletzten Fuß genauer anzusehen.

So sanft er konnte tastete er den bereits anschwellenden Fußrücken ab, was Gretchen das ein oder andere Wimmern entlockte. Tränen kullerten aus ihren Augen. Ein Außenstehender hätte es nur auf ihren augenscheinlich schmerzenden Fuß geschoben, doch es war mehr als das. Es war auch die Angst vor dem, was sie heute Abend noch erwarten würde. Ihre Ungewissheit und auch die Schmerzen machten sie ganz kirre.

„Tja, Hasenzahn,“ sagte Marc und legte ihren Fuß langsam und bedächtig zurück auf das Sofa, „das nützt nichts, das müssen wir röntgen lassen. Fühlt sich wie eine Fraktur des Mittelfußknochens an. Ich hol' dir schnell deine Jacke und dann geht’s los. Sabine denkt bestimmt ich steh auf sie, wenn ich so schnell wieder da bin.“ Es schauderte ihm bei diesen Gedanken und er erhob sich schnell vom Boden um eben gesagtes in die Tat umzusetzen, wurde jedoch von seiner hübschen Freundin zurück gehalten. Diese sah ihn mit tränenverschmiertem Gesicht an. „Bitte nicht Röntgen, Marc.“

Dieser sah sie nur verständnislos an. „Eh, doch? Das macht man so, wenn man eine Fraktur vermutet?“ Antwortete er, und als Gretchen anfing zu schluchzen verstand er die Welt nicht mehr. „Hasenzahn. Nun komm, du bist doch Ärztin und weißt, dass das gar nicht weh tut.“ Versuchte er sie aufzuheitern, jedoch ohne Erfolg.

Marcs Augenbrauen zogen sich besorgt zusammen und er setzte sich neben seine Freundin um sie zu trösten. Gerade wollte er sie an sich heranziehen um sie zu umarmen, da rutschte Gretchen von ihm weg und wischte sich mit einer schnellen Handbewegung ein paar Tränen aus dem Gesicht. Der Oberarzt ihr gegenüber wurde langsam aber sicher unruhig. Was war denn nur mit ihr los? Auch Gretchen schien die Verunsicherung ihres Freundes bemerkt zu haben. Sie biss sich verstohlen auf die Unterlippe und fühlte sich, als würde der Schwangerschaftstest in ihrer Tasche mehrere hundert Kilo wiegen. „Ehrlich Marc,“ flüsterte sie, „ich kann nicht.“

„Herrgott Hasenzahn! Warum denn nicht?“ Er machte sich immer mehr Sorgen um seine Freundin, denn ihm viel kein plausibler Grund ein, weshalb man nicht röntgen könne. Sein Kopf ratterte, arbeitete auf Hochtouren. Doch im selben Moment als sie in ihre Jackentasche griff und ein Stück weiß-blaues Plastik herauszog ging ihm ein Licht auf. Und plötzlich war da nichts mehr in Marc Meiers Kopf. Stille. Vakuum. Ein beklemmendes Gefühl machte sich in seiner Magengegend breit. Und so schnell die Stille gekommen war, war sie mit einem Schlag wieder weg.

Es war Marc, als würden tausende Emotionen auf ihn einschlagen. Nur wenige konnte er genau bestimmen. Eine davon war Angst. War er der Sache überhaupt gewachsen? Wollte er das? Was wenn er so werden würde wie sein eigener Vater? Die Angst schlug in Wut um. So weit käme es noch. Natürlich werde er nicht werden wie diese Sacknase. Marc war kein inkompetenter, gewalttätiger Säufer. Er würde seiner Familie nie solch ein Leid zufügen. Dafür liebte er Gretchen viel zu sehr. Liebe. Natürlich. Das unterschied ihn von seinem Erzeuger. Er war fähig zu lieben. Und er liebte diesen blonden Moppel der ihm immer noch zitternd den Schwangerschaftstest entgegen hielt, auf dessen Display mit einem lachenden Smiley 6.-8. Woche zu lesen war.

Langsam, ganz langsam legte sich der Sturm in Marcs Kopf. Er fing an zu verstehen, was da gerade passierte. Er würde Vater werden. Und er würde es definitiv besser machen als es sein Erzeuger damals getan hatte. Er würde für sein Kind da sein. Er würde seine ersten Worte hören, das Kind bei den ersten Gehversuchen unterstützen, ihm Radfahren und Schwimmen beibringen. Marc würde mit dem Kind Hausaufgaben machen und es Abends zu Bett bringen. Er würde ihm Geschichten vorlesen, und wenn irgendwann einmal die Zeit gekommen war, würde er sein Kind durch seinen ersten Liebeskummer begleiten.

Gretchen beobachtete zittrig, wie sich die Gesichtszüge ihres Geliebten mit jeder Emotion die er durchlebte veränderten. Am Ende schaute Marc zu ihr auf, seine Züge ganz weich und sanft, und Margarethe Haase glaubte, niemals so viel Zärtlichkeit in Marcs Blick gesehen zu haben. Sie sahen sich eine Weile stumm an. Ihr Zittern beruhigte sich und auch ihre Tränen versiegten. Wenige Minuten später streckte Marc einfach nur stumm einen Arm nach ihr aus und vorsichtig rutschte sie näher um sich in eine zärtliche Umarmung fallen zu lassen. Geborgenheit und Sicherheit durchfluteten ihren Körper und sie fragte sich, wie sie so an Marc zweifeln konnte.

Dieser küsste ihre Schläfe behutsam und legte seine Wange auf ihren Lockenschopf. „Seit wann...?“ Fragte er nach kurzer Zeit leise. „Auch erst seit heute. Meine Menstruation ist ausgeblieben...“ Bekam er als Antwort und nickte. Marcs Hand schlich sich langsam auf Gretchens Bauch und kurze Zeit später legte sie ihre Hände auf seine. „Ich weiß das ist ein großer Schritt.“ Sagte sie vorsichtig, „Aber ich bin mir sicher dass wir das schaffen werden. Natürlich nur wenn du willst...“

Marc zog sie noch etwas näher und küsste ihren Kopf „Ich weiß das sich das nicht nach mir anhört, Hasenzahn, aber du hast mich mit dieser Nachricht heute mehr als glücklich gemacht. Ich liebe dich.“ Gretchen lächelte und bog sich tiefer in seine Arme. So hatten sie noch den ganzen Abend beieinander gesessen, bis tief in die Nacht. Nachdem Marc Gretchens Fuß geschient und mit einer Schmerzlindernden Salbe eingecremt hatte, malten sie sich aus wie es werden würde. Als sie spät in der Nacht aneinander gekuschelt ins Bett fielen, schliefen sie zuversichtlich und überglücklich mit einen Lächeln auf ihren Gesichtern ein.





Das Wars schon meine Lieben! Falls es euch gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn ihr mir hier Kommentarseite zum Oneshot von Elli Babelli einen kommentar hinterlasst (:

 Sprung  
Unsere offiziellen Partner
Türkisch für Anfänger
Weitere Links
Xobor Forum Software von Xobor.de
Einfach ein Forum erstellen