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Dieses Thema hat 7 Antworten
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Tanjalie Offline

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Beiträge: 9

12.10.2017 22:08
Story von Tanjalie Zitat · antworten

Der Anfang von etwas Einzigartigen

1.Kapitel – Ein Weg zurück in die alte Heimat #

5 Jahre ist es nun her. 5 Jahre seit jenem Tag im Sommer, als eine blondgelockte junge Assistenzärztin glaubte ihrer großen Liebe endlich so nah zu sein.
Viel Zeit ist seit jenem verheißungsvollen Tag am Berliner Flughafen geschähen. Jedoch ist wiedererwarten das große Happy End in Sachen Liebe ausgeblieben.

Und nun steht jene besagte blondgelockte ehemalige Assistenzärztin in der neu renovierten Eingangshalle des Elisabet Krankenhauses in Berlin. Jedoch eines ist anders.

Diese Frau die nun hier steht ist anders. Keine Spur mehr von jener Frau die vor 5Jahren Berlin den Rücken gekehrt hat . Die alles hinter sich gelassen hat. Weil sie verzweifelt war, weil sie versucht hatte ihren Gefühlen zu entfliehen, weil sie hoffte etwas alleine zu schaffen, weil sie stark sein wollte, weil sie im Grunde ihr ganzes Leben hinter sich lassen wollte. Diese Frau war es leid, ihren Märchenträumen nachzujagen. Den Träumen denen sie es zu verdanken hatte , dass sie glaubte dies würden eines Tages mit ihrer großen Liebe in die Wirklichkeit umgesetzt werden.

Nun ist keine Spur mehr von dieser Frau da. Nicht eine Faser ihres Körpers , außer ihre lange blonde Lockenmähne und ihr markloses wunderschönes Gesicht, erinnert an das einstieg „Pummelchen“ von damals .Hier steht jetzt eine grazile, anmutige, selbstbewusste und gereifte Frau, die ihre Ziele klar im Kopf hat. Und nicht nur das.

Sie hatte Karriere gemacht. Sie war nun nicht mehr eine Assistenzärztin die unter den Händen eine Göttes das fliegen mit Engelflügeln gelernt hatte. Nein, jetzt war sie es, die ihr Wissen und Können an andere weitergeben konnte. Jetzt war sie diejenige, zu der aufgesehen wurde. Sie war angesehen und eine der besten deutschen Ärztinnen was die Kinderchirurgie anging. Man sprach von der „Spezialistin“ im Bereich der Neugeborenenchirurgie. Für ihren jetzigen Professor war sie ein Garant auf diesem Gebiet und so das Aushängeschilid seiner kinderchirurgischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen.

Diese war nun der Grund, warum ihr Weg sie erneut an jenem Ort geführt hatte, an dem einst alles begann und bitterböse ein Ende nahm. Oder war es vielleicht, der Anfang von etwas, was nur Zeit zum reifen gebraucht hatte???

Tanjalie Offline

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Beiträge: 9

12.10.2017 22:11
#2 RE: Der Anfang von etwas Einzigartigen Zitat · antworten

2.Kapitel – Fachexpertise
„Frau Dr. Haase zum Prof. Dr. Minne bitte“… „ich wiederhole“…. „ Fr. Dr. Haase zum Prof. Dr. Minne bitte „ erklang die Stimme der Chefsekretärin aus dem Lautsprecher des kinderchirurgischen Abteilungsflurs des Uniklinikums Erlangen.

Zu diesem Zeitpunkt war gerade die heutige Visite, die durch die leitende Oberärztin Fr. Dr. Margarethe Haase durchgeführt wurde beendet. Und im Grunde bedeutete diese eigentlich auch, dass für diese besagte junge Chirurgin nun auch ihre Schicht zu Ende gewesen wäre. Wenn da nicht gerade ihr Name durch die ganze Etage ihrer Abteilung gehallt wäre.

„Manchmal stelle ich mir wirkliche dir Frage, ob man mir ansieht das ich keine Zeit haben. Den ganzen Tag hätte ich Zeit gehabt, da will mich niemand Sprechen, aber gerade jetzt wo ich es wirklich eilig habe, werde ich ausgerufen. Das kann doch nur schlechtes Karma sein“ dachte sie sich still, bevor sie Schwester Peggy noch schnelle die Anweisung gab im Unikindergarten anzurufen und sie für ihre heutige Verspätung zu entschuldigen.

Nichtsdestotrotz legte sie einen halben Sprint hin um schnellstmöglich zum Büro ihres Professors zu gelangen. Vor einer großen alten Massivholztür mit einem Schild auf dem Stand „ Vorzimmer Prof. Dr. Minne“ hielt sie kurz inne. Holte nochmals tief Luft und klopfte.

„Herein„ rief ihr dieselbe Stimme die schon durch ihre Abteilungsetage gehallt hatte zu.
„ Guten Tag Frau Schneider, ich sollte mich bei Herrn Prof. Dr. Minne melden“ sagte sie mit einer sehr freundlichen und dennoch noch leicht luftschnappenden Stimme.
„ Schön dass sie so schnell kommen konnten Frau Dr. Haase.“ „ Der Herr Prof. hatte schon die Befürchtung dass Sie vor Ihrem Urlaub nicht mehr zu erreichen sind.“ „Nehmen sie Bitte noch einen kurzen Moment Platz, der Prof. hat sofort Zeit für Sie“

Nun saß sie hier, voller Vorfreude auf ihren langersehnten Urlaub bei ihren Eltern in Berlin. Die sich schon riesig auf ein Wiedersehen mit ihrer Tochter und Enkeltochter freuten. Und voller Nervosität, was es so scheinbar Dingendes gibt, das der Professor sie ausgerechnet heute noch in seinem Büro zitiert. Sie hatte ihre Gedanken noch nicht einmal zu Ende Gedacht, da hallte schonwieder diese Stimme in ihrem Ohr „ Frau Dr. Haase, sie können nun eintreten, der Prof. ist nun soweit“ Und wies ihr mit einer lockeren Handbewegung den Weg in das gerade geöffnet Büro des Professors.

Prof.Minne : „Guten Tag Frau Dr. Haase, nehmen sie ruhig Platz.“ Sagte ein lächelnder etwas ergrauter großgewachsener Mann zu ihr und deutete auf dem Stuhl vor seinem aus Nussbauholz gezimmerten Büroschreibtisch. „Schön dass ich Sie noch vor Ihrer Abreise erwischt habe. Aber es war mir wirklich noch ein großes Anliegen, dass Sie es von mir erfahren „Die junge Oberärztin nickte freundlich und nahm dann mit fragendem Blick vor ihrem Chef platz. Dieser setzte auch gleich fort „Denn ich habe heute einen sehr interessanten Anrufe aus Berlin von Herr Prof. Schneidewind erhalten. Dieser hat ja wie sie bereit wissen, vor 3 Monaten die Leitung der Charité übernommen und benötigt nun in einem sehr schwierigen Fall unser Unterstützung.“ Die erfolgreiche Oberärztin musterte ihren Chef kurz fragend und antworte dann kurzentschlossen „Um was genau handelt es sich bei diesem schwierigen Fall und wann genau soll ich da sein?“

Das war genau das was der Professor von seiner besten Chirurgin hören wollte. Im weiteren Verlauf des Gespräches erklärte der Professor ihr, das es sich bei dem Fall um 2jährige siamesische Zwillinge handelte, die am Bauchraum zusammen gewachsen wären und in einer mehrtägigen Operation voneinander getrennt werden sollen. Die Operation soll von einem 12 köpfigen Chirurgenteam durchgeführt werden. Dabei handelt es sich ausschließlich um die besten Chirurgen Deutschlands. Doch das aller entschiedenste an dieser Operation wäre es, dass keine geringere als seine beste Oberärztin die Leitung der OP übernehme. Diese würde allerding auch bedeuten dass sie ihren Urlaub um einen Monat verschieben müsste, da bereits die Vorbereitungen für die Trennung der beiden Zwillingsbrüder am morgigen Tag beginnen sollte.

Tanjalie Offline

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Beiträge: 9

12.10.2017 22:14
#3 RE: Der Anfang von etwas Einzigartigen Zitat · antworten

3.Kapitel – Auf der A9 mit Bibi und Tina

Vier Räder, eine schwarze Karosserie, vier Ringe und ein Bezeichnung das sich Auto nennt. In Jemen Gefährt sitzen jetzt eine große Frau und ihre kleine Prinzessen. Zwei Herzen die im gleichen Takt schlagen und die die gleiche Sehnsucht haben. Die eine nennt ihre Sehnsucht Mama und Papa und die andere nennt jene Sehnsucht Oma und Opa. Und beide Steuerten die gleiche Richtung an, die nun schon zur Hälfte geschafft war. Nach 205KM bis nach Berlin war auf einem der silberreflektierenden Autobahnschildern zu lesen.

„Schlaf ein wenig mein kleiner Engel, wir wollen doch das du nachher für die Oma und den Opa fit bist“ erklang eine liebvolle Stimme, die sogar nicht zu den Erklärungen von der Kurzgeschichte aus dem Lautsprecher des Autoradios gehört.
„Mama, weißt du was, ich bin schon ein großes Mädchen und muss noch nicht schlafen“ „ Und es ist auch noch gar nicht dunkel“ stellte die kleinere der beiden Damen fest.
„Aber Johanna Maus, es ist wirklich schon spät und auch die Frau Sonne muss jetzt langsam Schlafen, damit der Mond und die Stern bald aufstehen können“ erklärt die mutterliebende Oberärztin ihrer kleinen Tochter.
„Duuuu Mama, singst du mit mir das Bibi und Tina Lied, bitttteeeee“ fragte der kleine blonde Lockenschopf auf dem Beifahrersitz und blickte mit ihren tiefgrünen Augen ihre Mutter erwartungsvoll an. „ Okay, aber nur wenn du versuchst deine kleinen Äugelein dann zu schließen“ antwortet sie mit einen Grinsen im Gesicht und fing an zu singen

„Hufe klappern, Pferde traben
Springen übern Wassergraben über Stock und über Stein
Wer kann das wohl sein?
Das sind Bibi und Tina-a-a-a
Amadeus und Sabrina-a-a-a
Sie jagen den Wind
Sie reiten geschwind, weil sie Freunde sind, weil sie Freunde sind
(hüüah), (FUUCK!)
Bibi und Tina-a-a-a
Amadeus und Sabrina-a-a-a
sie jagen den Wind
Sie reiten geschwind, weil sie Freunde sind, weik sie Freunde sind
(hüüah)“

Nach gefühlten 1000maliger Wiederholung und mehreren Stimmlagen, ist jetzt etwas ruhiger im inneren des Autos geworden. Außer das Geräusch von rollenden Reifen auf der Fahrbahn und die üblichen Dauerschleifen des Radiosenders, gab es nichts mehr bis auf eine konzentrierte Fahrerin und das leise einziehen von Luft auf dem Beifahrersitz. Die Stille und ein leichter kurzer Blick auf ein schlafendes 4 Jähriges Mädchen, welche ihren Teddy ganz fest im Arm hält, lies die junge Mutter kurz in Gedanken schwelgen.

Verdammt sie sieht ihm immer ähnlicher! Ihre Grübchen wenn sie Grinst. Diese strahlen in ihren Augen wenn sie sich freut und sie von einer Sache begeistert ist. Wie es ihm wohl geht? Ob er manchmal an damals denkt? Wo er jetzt wohl gerade ist. Ohhhh nein Margarethe Haase, du wirst jetzt keine weiteren Gedanken an diesen Mann verlieren. Ich muss an Johanna denken und an das Leben was ich und sie jetzt führen. Alleinerziehende Mutter und Karriere, da passt er nicht rein und PUNKT!!!!

In ihren Gedanken etwas versunken, erschrak sie leicht, als die letzte Ausfahrt fast verpasst. Jedoch bemerkte sie diese noch rechtzeitig, sodass es nur noch 15Km zum ersehnten Wiedersehen wahren.

Tanjalie Offline

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Beiträge: 9

06.11.2017 09:16
#4 RE: Der Anfang von etwas Einzigartigen Zitat · antworten

4.Kapitel- Über den Wolken

10Km über dem Erdboden, tippte ein mittlerweile 37jähriger, sehr attraktiver und vielseitig begabter Chirurg hastig etwas in sein Notebook. Denn in weniger als 1 Stunde würde er schon wieder am Berliner Flughafen landen. Viel Zeit blieb dem jungen Mann nicht, nachdem er den Anruf von seinem Klinikchef Dr. Prof Schneidewind erhalten hatte. Binnen kürzester Zeit hatte er all seine Sachen im Hotel zusammen gepackt und verließ eine Woche früher als ursprüngliche geplant London und somit auch vorzeitig seine Weitebildung. Glücklicherweise war der Hauptteil seiner Weiterbildung bereits abgearbeitet, sodass das vorzeitige abreisen keinerlei Problem bereitete.
Mit einem sturen und nachdenklichen blick fixierte er den Bildschirm seines Notebooks und legte seine Stirn unmerklich in leichte Falten. Viel Wusste er zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht, nur dass es sich um einen sehr schwierigen Fall einer Trennung von siamesischen Zwillingen handelte. Prof. Dr. Schneidewind sprach von einem Zusammentreffen der besten 12 deutschen Ärzte der Chirurgie, die sich binnen von 4 Wochen zu einer Einheit zusammen fügen sollen, um dann in einer mehrstündigen Operation die Trennung der Brüder zu vollziehen.
Des Weiteren sprach der Professor davon, dass einer der 12 Ärzte die Leitung der OP übernehme soll und alle anderen dessen Anweisungen Folge leisten zu haben.
Für den leitenden Oberarzt der Charité stand es außer Frage, wer dieser leidend Arzt wohl sein würde. Schließlich würde diese OP in der Charité durchgeführt werden, da wäre es nur nachvollziehbar das er diese Leitung übernehmen würde. Schließlich war er ein begnadeter Arzt, dem so schnell niemand das Wasser reichen könnte und es wäre ein Heimspiel für ihn.
Im Laufe des Fluges überfolgt er die wichtigsten Einzelheiten der Datei, die ihm der Professor vorab per Email zukommen lassen hatte und schenkte dabei den Vitas der anderen Ärzte keine große Beachtung. Im Nachhinein ein sehr großer Fehler, wie er schon bald bitterböse erkennen musste.
Ein einziges Detail brachte ihn dennoch ins Grübeln und erwecke in ihm ein längst vergessenes Gefühl.
Das Gefühl von Vertrautheit und ein leichtes grinsen zeichnete sich auf seinen Lippen ab. Diese Bild würde noch durch die leichten Grübchen, die seine strahlendgrünen Augen unterspielten abgerundet.
Den das Detail was er lass ruft genau diese Gefühl in ihm aus. Dort stand in dicker Schrift geschrieben, dass die erste Zusammenführung aller Ärzte nicht in den Konferenzräumen der Charité, sondern im Elisabeth-Krankenhaus stattfinden würde.
Im nächsten Moment verflog jedoch diese Gefühl und wurde durch eine kleines holpern seines Herzes abgelöst. Diese signalisierte ich unmittelbar, dass es da noch etwas anders gab, als die Vertrautheit zu jenem Ort. Es war noch viel großer und bedeutender als alles andere. Es war die Erinnerung, eine Erinnerung an die schönste Zeit seines bisherigen Lebens. An jene Zeit die ihm zu jenem Mann gemacht hat, der er nun ist. Eine Zeit die er in seine Erinnerungen umklammert, wie ein Ertrinkender einen Rettungsring. Es waren die Erinnerungen, an eine Frau, eine Frau die in von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Und die er eine ganze Zeit die Erde Zuflüssen legen wollte, jedoch ein sehr schwerer Fehler dazu geführt hat, das sich zwei sich liebenden Menschen voneinander abgewandt haben und seit langer Zeit nicht mehr in dieselbe Richtung laufen.

Durch einen leichten und gleichzeitig sanften Druck auf der linken Schulter im Zusammenspiel mit einer leisen sanften Stimmer die zu ihm sprach „ Sehr geehrter Herr, ich würde sie bitten ihr Notebook zu schließen und sich anzuschnallen wir werden uns gleich im Landeanflug auf Berlin befinden“. Erschrocken und sehr verschlafen blickte der junge Mann die Stewardess an und folge sogleich routiniert ihrer Anweisung. Nur eins ließ ihn nicht routiniert zu Tagesordnung übergehen, der Gedankengang den er gerade noch hatte verfolgte ihn. Sie Verfolgte ihn … Sein Gretchen verfolgte ihn.

Aus den Lautsprechern ertönter derweil auch schon die Ansage des Kapitäns
"Sehr geehrte Fluggäste, wir beginnen nun den Landeanflug auf Berlin. Ich bitte sie ihren Sitz in eine aufrechte Position zu bringen, sowie ihre Vordertische hochzuklappen. Aktuelle Wetterlage in Berlin, meist sonnig mit angenehmen 21 Grad. Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihr Vertrauen in meine Crew und in die Deutsche Lufthansa. Wir wünschen Ihnen einen annehmen Aufenthalt oder eine angenehme Weiterreise. Bitte bleiben sie solange angeschnallt Sitzen, bis die Anschnallzeichen über Ihnen erloschen sind."

Tanjalie Offline

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Beiträge: 9

06.11.2017 09:21
#5 RE: Der Anfang von etwas Einzigartigen Zitat · antworten

5.Kapitel- Weil Zuhause nun mal Zuhause ist
„ Aufstehen Maus, wir sind da!“ liebherzig stich sie ihrer noch dösenden Tochter eine locke aus dem Gesicht. „Hmmm“ brummte das kleine Mädchen noch im Halbschlaf zurück, jedoch ihren Teddy immer noch fest umklammert.
Derweil blickten 2 Augenpaare schon aufgeregt und voller Freude aus dem Esszimmerfenster in Richtung der Straße. Im gleichen Augenblick der Ankunft der heißersehnten beiden Reisenden, öffnete sich auch schon die Haustür der haasischen Villa in Berlin. „ Franz, warte doch , du hast nur deine Hausschuhe an“ „Ach Butterböhnchen, das ist doch jetzt ganz egal“ Der stolze Opa eilet so schnell er konnte in Richtung der Straße an der seine Tochter schon voller Tatendrang versuchte ihre kleine Tochter aus dem Kindersitz zu befreien und sie behutsam auf die Arme zunehmen. „Hallo Kälbchen, warte ich nehme sie dir ab“ erklang die ihr vertraute Stimme Ihres Vaters. Und bevor sie noch etwas sagen konnte, lag die kleine Johanna schon schützend an der Brust ihres Opas mit dem Kopf an dessen Schulter geschmiegt. „ Danke Papa, das ist sehr lieb von dir“ Von weiten war nun auch eine grelle Stimme zu hören „ Margarethe wie schön, endlich seit ihr da! Ich hatte schon sorge das euch etwas passiert ist.“ „Hallo Mama !„kam es freundlich zurück „Lass uns doch erstmal rein gehen, dann erzähle ich euch, warum ich heute so spät bin“.
Als dann alle Koffer in der großen Villa ihrer Eltern waren und die junge Oberärztin ihre Tochter zum weiterschlafen in ihr Bett gelegt hatte, betrat sie das große Esszimmer. Gemeinsam mit ihren Eltern saß sie nun bei einem Glas Wein und berichtete ihnen, warum es etwas später geworden ist. Franz beobachtete seine Tochter dabei genau. Voller Stolz und medizinischen Interesse verfolgte er die Ausführungen der bevorstehenden Operation. Dabei war es ihm auch eine große Freunde ihr zu unterbreiten dass für die ersten 2 Wochen das Elisabeth-Krankenhaus die Konferenzräume zu Verfügung stellte, damit sich die 12 Ärzte zusammenfinden können. Da er bereits von Prof. Dr. Schneidewind wusste, dass seine Tochter die Leitung des komplizierten Eingriffs übernehmen sollte, war es für ihn selbstverständlich Ihr sein Büro zu Verfügung zu stellen. Auch Bärbel war begeistert, denn für sie bedeutete es, einen längere Aufenthalt ihre beiden Mädchen, das sie viel Zeit mit ihrer Enkeltochter verbringen könnte. Sie schmiedete im weiteren Verlauf des Gespräches schon Pläne über einen einwöchigen Aufenthalt in Rügen zusammen mit Franz und ihrer Enkelin. Auch Gretchen fand die Vorstellung nicht schlecht, das ihre Eltern sich viel Zeit für Ihre kleine Tochter nehmen werde. Da sie selbst in den nächsten 4 Wochen nicht allzu viel Zeit für diese haben werde.
„Schön das ich wieder bei euch bin „ sagte sie und gab ihren Eltern noch einen Kuss auf die Wange. bevor sie die Treppe zu ihrem ehemaligen Zimmer bestieg. „ Wir freuen uns auch Kälbchen, dass ihr beide bei uns seit“ „Gute Nacht“ sagte das Trio noch, bevor es im Hause Hasse still wurde.

Tanjalie Offline

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06.11.2017 09:27
#6 RE: Der Anfang von etwas Einzigartigen Zitat · antworten

6.Kapitel- Augenblick
Es war ein warmer und trockener Sommer. Prof. Dr. Haase führ gemeinsam mit Gretchen in Richtung Elisabeth-Krankenhaus, da dort in einer 1 Stunde die erste Konferenz für die bevorstehende Trennung der Zwillinge anstünde. „ Na Kälbchen, bist du schon Aufgeregt, die anderen Kollegen kennen zu lernen“ fragte der ältere Herr seine talentierte Tochter. „ Ach Papa, das wird schon, schließlich hat es ja ein Grund warum Prof. Dr. Schneidewind uns alles ausgewählt hat. Soweit ich die Unterlagen überflogen habe, sind wir eine gut gemischte Truppe aus verschiedenen Fachbereichen der Chirurgie.“ „ Magarete ich bin wirklich stolz auf dich, du hast dich so gut entwickelt und das obwohl du Johanna alleine groß ziehst. Wenn das der Meier sehen könnte, was aus dir geworden ist.“ Papa, bitte! Das Thema ist durch und ich bitte dich, dass du es dabei belässt.“

Als sie das letzte Wort ausgesprochen hatte, parkte ihr Vater gerade auf seinem Chefparkplatz ein.

„Papa, geh doch schon mal rauf, ich komme gleich nach.“ sagte sie kurz bevor sie die Tür des Autos schloss und blickte ihren Vater in die Augen „ Ja, Kälbchen , der Prof. Dr. Schneidewind ist sicher auch schon da“ „ Wir erwarten dich dann im Konferenzrum 002“ erwiderte dieser mit einen leichten grinsen und ein nicken in ihre Richtung. „ Okay, ich bin auch sofort da“ antwortet sie und blickte ihrem Vater noch hinterher.
„Sooo Gretchen, jetzt wird es erst, es gibt nur das Ziel und keine andre Richtung. Du gehst da jetzt rein und zeigst denen, wo der Hase lang läuft. Und immer freundlich und dennoch bestimmend“ sie atmete nochmal tief durch und betrat dann die Eingangshalle des Elisabeth-Krankenhauses.

Selbstbewussten Schrittes führte sie ihre Weg, der nur durch das klacken ihre Absätze untermahlt wurde zum dem ihr altbekannten Aufzug. Ohne auch nur auf ihre Umwelt zu achten betätigte sie den Schalter, und wartet einen kurzen Moment , bis auch schon das Klinge erklang, das ihr signalisierte das sie eintreten konnte. Kurz bevor sich jedoch die Fahrstuhltür schließen sollte, streckte sich eine Handfläche durch den schmalen immer enger werdenden Spalt der sich schließenden Tür. „ Oh Sorry, aber ich habe es eilig“ sprach sie ein dunkelhaariger junger Mann an. „ Ich sehe sie wollen auch zur 8 Etage, das ist ja ein Zufall“ führ er weiter fort. „ JA, da müssen wir uns jetzt wohl beide beeilen“ stellte sie freundlich mit einem leichten grinsen auf ihren Lippen fest. „ Nehmen sie denn auch an der Besprechung von Herrn Prof. Dr. Schneidewind teil?“ „ Hmm, ja“ antwortet sie mit einem Nicken. „ Ich bin Dr. Thorsten Fuchs , Gefäßchirurg aus München „ stellte er klar und reichte ihr seine Hand „ Dr. Magarete Haase , Neugeborenenchirurgin aus Erlangen, freut mich ihre Bekanntschaft zu machen“ und erwiderte seine ausgestreckte Hand.
Und schon erklang das klingen des Fahrstuhls, dass sie an ihr Ziel bringen sollte.

Gemeinsam bettraten die jungen Oberärzte den Konferenzraum, indem schon alle anderen Ärzte anwesend waren. Da nur noch in der letzten Reihe zwei Plätze frei waren nahmen sie auf diesen Platz und warten darauf das die zwei Professoren am Rednerpult mit ihren Ausfertigungen anfingen.

Tanjalie Offline

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06.11.2017 09:43
#7 RE: Der Anfang von etwas Einzigartigen Zitat · antworten

7.Kapitel- Herzbeben
„ Herzlich Willkommen, werte Kolleginnen und werte Kollegen, wir freuen uns sehr sie heute bei dieser wichtigen Besprechung begrüßen zu dürfen! Ihnen allen sollte ja bereits bekannt sein, um welch einen wichtigen Eingriff es sich handelt und wir erwarte von ihnen nicht das beste sondern das allerbeste. Jeder von Ihnen sollte sich in die Lage der Eltern versetzen und genau deshalb erwarte ich von Ihnen äußerstes Feingefühl. Da sie nun alle hier sind und jeder von ihnen ein Garant auf seinen Gebiet ist, möchte ich Ihnen die Leitende Ärztin für diesen Eingriff vorstellen. Frau Dr. Magarete Haase, kommen sie bitte zu mir nach vorn!“ sprach Prof. Scheidewind und lächelte die Oberärztin in der letzten Reihe an. Alle Augen waren auf sie gerichtet. Aber nur ein Augenpaar durchbohrt sie förmlich mit dem Blick. Es waren zwei dunkelgrüne Auge, die so mehr sagten als alle anderen Augen. Gretchen jedoch merkte diese nicht. Sie lief in einen selbstbewussten Gang direkt auf die Professoren Schneidewind und Haase zu. Dabei sah sie so wunderschön aus, mit ihren schwarzen Bleistiftrock und der schneeweißen Bluse. Ihre Harre trug sie zu einem Fischrätenzopf gebunden und ihr aufgelegtes blumiges Parfum durchdrang die Reihen des Konferenzraums.

„ Wie vielleicht einige von Ihnen bereits wissen, ist Frau Dr. Haase die Spezialistin in Sachen Neugeborenenchirurgie und die leidende Oberärztin der Universitätsklinik Erlangen. Da diese Abteilung die größte und renommierteste deutschlandweit ist, war es nur naheliegend, dass Frau Dr. Haase auch bei diesen speziellen Eingriff die Leitung übernimmt. Des Weiteren hat Frau Dr. Haase bereits mehrere solcher Trennungen durchgeführt, was uns sie Wahl noch erleichtert hat. Nichtsdestotrotz sind wir davon überzeugt dass sie alle gemeinsam einen guten Job machen. Nun möchte ich jedoch Frau Dr. Haase die Möglichkeit einräumen sich persönlich bei ihnen Vorzustellen.“ und reichte der jungen Ärztin das Mikrofon weiter.

„Vielen Dank Herr Professor “ erwiderte die talentierte Frau und blickte dann in die Menge der Ärzte, die ihren Blick nun alle auf sie gerichtet hatten. Nach einem kurzen Stillschweigen fing Gretchen an in die Runde zu sprechen „ Liebe Kollegeinen und liebe Kollegen, zunächst möchte ich mich im Voraus für Ihr Vertrauen bedanke. Für mich ist es heute ein komisches Gefühl hier vor Ihnen zu stehen. Jedoch nicht aus der Tatsache , dass ich mich der Sache nicht gewachsen fühle , sondern weil vor genau 7 Jahren für mich mein Werdegang hier begonnen hat. Nicht immer war es leicht für mich und auch nicht leicht für die Oberärzte, die mir den richtigen Weg gezeigt haben“ als sie dieses Aussprach, blickte sie in die Richtung von Frau Dr. Hassmann, die sie schon von weiten erkannt hatte und grinste sie nicken an. Diese erwiderte ihre Geste. „ Aber eines möchte ich Ihnen allen ans Herz legen, all jene Wege die ich gegangen bin, bin ich mit vertrauen jener Personen gegangen, die mir den Richtigen weg wiesen. Dieses Vertrauen erhoffe ich mir auch von Ihnen zu bekommen. Genau diese Vertrauen geben uns auch die Eltern zurück. Denn nichts ist schlimmer als die Tatsache, dass man als Elternpaar sein Kind in Hände legen muss, zu denen man kein Vertrauen hat. Diejenigen unter Ihnen, die Eltern sind wissen wahrscheinlich wovon ich spräche. Denn auch ich musste vor geraumer Zeit mein Kind in die Hände von Ärzten gebe.“ Kaum hatte sie den letzten Satz ausgesprochen, blieben ihre ozeanblauen Augen an einem grünen Augenpaar in der zweiten Reihe des Raums hängen.
…BONG… BONG… ihr Herz schlug augenblicklich schneller, so schnelle das sie einen kurzen Augenblick dachte die Welt dreht sich nicht weiter und alle in dem Raum ihr Herzbeben hören konnten. Schon lange gab es nichts mehr, was sie so aus der Bahn geworfen hatte. Außer natürlich die Angst um ihre Tochter . Aber da das war etwas ganz andres. Wobei eine Tatsache war doch in gewisser Art und Weise gleich. Die Augen waren die gleichen oder zumindest die Ähnlichkeit war unverkennbar.

>Verdammt, was macht der den hier. Was für eine dumme Frage Gretchen Haase, natürlich ist er hier. Marc Meier ist schließlich der beste Chirurg den du selber kennst, war doch klar dass er hier dabei ist. Wieso habe ich mir denn verdammt nochmal das Informationsmaterial über die Ärzte nicht durchgelesen. Ganz Klasse Gretchen. Kaum bist du hier schon sind 5 Jahre harte Arbeit in 1Sekunde niedergerissen. Okay, 1…2….3 auf in den Kampf.<
Nach einem tiefen ausatmen, welches Prof. Haase als eine Reaktion über das Vergangen Jahr seiner Tochter zurückführte, fuhr sie souverän mit ihrer Ansprach fort. Dabei trafen sich die Blicke der zwei Ärzte merkliche häufig. Das entging den anderen 10 Ärzten natürlich nicht. Zum Schluss ihrer Ansprach erhob Prof. Schneidewind erneut das Wort. Er wies die Ärzte nochmal auf alle wichtigen Fakten hin und ordnete für den Abend ein gemeinsames Abendessen an.

Als die beiden Professoren sich verabschiedeten. Erfolgte für alle anderen Ärzte noch eine kurze Vorstellungsrunde, in der sich die Ärzte besser Kennenlernen sollten.

Tanjalie Offline

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06.11.2017 09:51
#8 RE: Der Anfang von etwas Einzigartigen Zitat · antworten

8.Kapitel – Flugzeuge im Bauch

Die Worte seines Chefs hallten noch lange in seinem Kopf nach „Da sie nun alle hier sind und jeder von ihnen ein Garant auf seinem Gebiet ist, möchte ich Ihnen die Leitende Ärztin für diesen Eingriff vorstellen. Frau Dr. Magarete Haase, kommen sie bitte zu mir nach vorn!“ „Frau Dr. Magarete Haase, kommen sie bitte zu mir nach vorn!“ „Frau Dr. Magarete Haase“.

Wie in Trance blickte er in ihre Richtung. Er fixierte sie ohne auch nur jemanden anderen im Raum wahrzunehmen.
>Sie sieht so anders aus, wo sind ihre Kurven hin. Sie sieht schön aus, aber nicht wie Gretchen, mein Gretchen. Mensch Meier, hör auf damit!

Jeden ihrer Sätze nahm er in sich auf. Jedes Wort, jeden Buchstaben genoss er. Endlich konnte er nach all der Zeit den Klang ihrer Stimme hören. Das Verlangen von starker Sehnsucht entfachte in ihm. Jedoch eines war anderes. Sie war anders! Keine Spur von Unsicherheit oder Tollpatschigkeit. Diese Frau, die jetzt vor alle den Leuten stand war Selbstbewusst und Sicher in ihrem Handeln. Ihre Augen strahlten mit jedem Satz den sie aussprach. Sie sprach alle Worte mit einer Ehrlichkeit, die ihm eine Gänsehaut verschaffte. Kurze Zeit später schloss er für eine kleine Moment seine Augen, nur um der Realität nicht ins Auge blicken zu müssen. Sein ganzer Körper fühlte sich nur noch weich an. Immer-und immer wieder prallte auf ihm der letzte Satz ein.
„Denn auch ich musste vor geraumer Zeit mein Kind in die Hände von Ärzten gebe.“ „ Mein Kind !

>Sie ist Mutter? Oh mein Gott, sie hat ein Kind. Es ist bestimmt genauso schön wie sie. Aber sie sagte „MEIN Kind“ . Hat sie einen Ehemann oder einen Freund? Wieso nur mein Kind? Was musste sie nur durchmachen?<

Gedankenverloren öffnete er seine Augen und verlor sich im gleichen Moment schon in die Tiefen der ozeanblauen Augen, der Frau, die ihm in kürzester Zeit wieder Flugzeuge im Bauch verschaffte. Ein tiefes Gefühl von Verbundenheit durchzog ihn, wie ein Schauer durch seinen ganzen Körper. Seine Lippen waren das erste was sich nach diesem Anblick zu Bewegen wagte. Ein wunderschönes Lächeln gepaart mit zwei Grübchen zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. Ein Lächeln was deutlich zeigen sollte, dass er sich freut sie zu sehen. Und das war es auch, er freute sich. Er freute sich und noch mehr. Er war stolz! Dr. Marc Meier war stolz und keine Spur von Neid lag auf seiner Seele. Auf jeden anderen Arzt in der Runde wäre er vermutlich Neidisch gewesen. Aber nicht auf sein Gretchen.
Er nahem um sich herum bis zum Ende ihr Ausführungen nichts mehr war. Sein Blick war konstant weiterhin auf Gretchen gerichtet. Deren Augen auch oft auf den seinen ruhten. Die fragenden Blicke der anderen Ärzte nahmen beide nicht wahr.

Bis zum Schluss der Besprechung spielte sich keine andere Situation zwischen den beiden ab. Als dann auch noch die Vorstellungsrunde de Ärzte vorbei war und sich der Räum merkbar leerte, faste der Chirurg seinen Mut zusammen und ging auf schnellsten Weg auf seine ehemalige Assistenz zu.

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