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 Kommentarseite zu den Fortsetzungen!
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Karo Offline

Mitglied

Beiträge: 499

10.06.2017 23:20
#26 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

@JackySunshine

Hallo liebe Jacky

ich musste schon beim ersten Satz Deines Kommis sehr lachen. Umso glücklicher macht mich Deine Charakterdeutung von Thilo. Anscheinend ist es mir gelungen, ihn so wirken zu lassen, wie ich es beabsichtigt hatte. Überdreht ist das richtige Wort. Auch ein bisschen Abenteurer, ein bisschen Yuppie, crazy halt.

Während wir hier oft zu wenig Zeit für uns haben, oder es zumindest glauben, ticken die Uhren in Sanssouci anders. Entschleunigend. Wie sagte Roula "In Afrika brauchen Dinge Zeit."
Vielleicht sollten wir alle von Zeit zu Zeit nach Afrika fahren

Gina ist und bleibt eine Randperson. So blöd wir sich benimmt, muss sie sich nicht wundern, wenn man sie nur nutzt, wenn es sich anbietet. Sie schließt sich ja quasi selbst aus.

Tatsächlich kommt man mit vielen verschiedenen Personen schnell ins Schleudern.

Unglaublich fand ich Story von Pippi Langstrumpf (bei Abgeschlossenen FF), die sich bis auf Ausnahmen nur auf Marc und Gretchen konzentriert. Natürlich gibt es andere Personen dort, MG leben ja nicht auf dem Mond. Mal abgesehen davon schafft sie mit ihrer Sprache eine wunderbare Stimmung!

Cedric, das alte Schlitzohr. Er war einfach zur rechten Zeit am rechten Ort und der Professor wäre dumm, einen wie ihn nicht zu nehmen. Du weist ja auch schon auf den Bezug zu Marcs Vergangenheit hin - ich musste Cedric einfach mit rein nehmen. Als gutes Beispiel für Marcs verkorkste Erfahrungen zum Thema "Freundschaften".

Martin ... der hat sich auch verselbstständigt. Ursprünglich hatte ich ihn als rebellischen Kirchenmann konzipiert, der nach Afrika zwangsversetzt wurde. War er wohl nicht mit einverstanden Martin und Fritz kann man sich eh schwer als Freunde vorstellen. (Oder?) Ist aber auch egal - Fritz kommt aktiv nicht vor (glaube ich), wird nur immer mal erwähnt.

Die Ruhe im Forum habe ich bereits dem Sommer in die Schuhe geschoben, siehe Kommentar für @Nachteule
Ich sitze bei Wetter wie heute auch lieber auf der Terrasse oder arbeite im Garten als dass ich am PC sitze.

Auch für Dich einen schönen Sonntag

Liebe Grüße,
Karo

Nachteule Offline

Mitglied


Beiträge: 331

17.06.2017 13:29
#27 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo Karo

Nun hatte ich dir ja wenigstens einen neuen Kommi in Aussicht gestellt an diesem Wochenende Und bevor ich wieder was anderes zu tun habe, nutze ich mal die Gelegenheit für Computersachen

Natürlich musste ich erstmal suchen, wo ich bei dir stehengeblieben war Ach ja, beim Auftritt von The One And Only und dem beißenden Hund(t).

Und direkt gehts wieder nach Afrika. BTW, Burkina Faso war DAS Lieblingsland meines ehemaligen Erkundelehrers. Er ist wohl selbst mal da gewesen und hat uns immer wieder mit seinen Erinnerungen gelangweilt. Nicht wegen dem Land an sich, sondern, weil seine Sprechweise fürchterlich monoton dabei war. Ich musste beim Lesen deiner Geschichte erschreckend feststellen, dass ich kaum noch etwas über BF weiß Aber du bringst es mir ja gerade wieder bei, was da so los ist, gelle

Tja, dass sich selbst der bebrillte Singvogel mal zu einem Lob über Marcs Leistungen im OP herablassen würde, hat mich mindestens genauso überrascht, wie unseren Schnuckiputzi selbst. Für mich klang das im ersten Moment irgendwie fast so, als wollte Gigi nochmal ihr Glück versuchen und sich, ungeachtet der Gefühle ihrer besten Freundin für den Oberarztkollegen, an ihn ranschmeißen, wo MeGrehdi gerade on Tour und die anderen beiden Ärzte quasi alleine sind. Aber schnell wurde klar, dass es um den operierten Patienten ging und Marc immer noch Kraft genug hatte, der "Vogelscheuche" seine Sprüche reinzudrücken, wenn die auch sehr viel harmloserer Natur waren als sonst. Ich fand sogar, dass Marc für seine Verhältnisse recht erwachsen klang, vor allem, als er davon sprach, wie unwichtig es ist, im OP immer die neuesten Geräte zu haben, weil diese ja auch mal versagen können. Und was dann, wenn der Operateur nichts über die Bedienung von Altgeräten weiß? Dann wirds schwierig. Das ist so wie beim technischen Zeichnen: heute lernen die meisten Zeichner direkt am Computer. Mit Tuschestiften und Lineal kommen sie aber nicht mehr klar. Was aber, wenn mal der Strom ausfällt und mal schnell eine maßstabsgerechte Skizze für einen Kunden her muss? Okay, klingt vielleicht jetzt etwas überzogen, aber ich bin da ja eher der "Was wäre wenn...?"-Typ. Von daher haben mir Marcs Ansichten wirklich gefallen Und es zeigt, dass er wirklich ein Arzt mit Herz und Seele ist, der zur Not mit einem stumpfen Brotmesser operieren würde, um seinen Eid zu erfüllen und den Patienten zu retten. Allerdings, und auch das nur zum Wohle des Patienten, würde Marc es auch besser finden, wenn dann alles steril ist. Aber es ist halt Afrika und nicht das genaue, höchstzivilisierte Deutschland. Wenn die Afrikaner Krankenhäuser überhaupt annehmen, vor allem die Menschen, die im sogenannten Busch leben, ist das schon eine Menge, was man von diesen Menschen verlangen kann.

Haha, und dann muss der arme Marc auch noch mit der schrägen Singdrossel in einem Bett nächtigen Wenn er sie nicht so abstoßend finden würde, müsste Gretchen sich wahrscheinlich Sorgen darüber machen. Aber Gina törnt, wie wir wissen, Marc so sehr ab, dass er es ja nicht einmal geschafft hat, damals im See an Gretchens Polterabend, über ein paar harmlose Küsse hinauszugehen, ehe ihm die Erleuchtung kam und er sie angewidert von sich gestoßen hat. Etwas, was Gigi wohl immer noch schwer zu schaffen macht, auch wenn sie inzwischen drüberwegsieht. Ich kann mir halt nicht vorstellen, dass sie ihm diese Schmach jemals verziehen hat.

Und Marc weiß zum Glück noch, dass er Gina nicht vertrauen kann. Deshalb möchte er Gretchen die Zwangslage, in der er sich gerade befindet, lieber selbst beibringen, ehe die Amsel wieder irgendeine unangebrachte Lüge behauptet, die seine gerade so gut laufenden, erste richtige Beziehung überhaupt, ins Wanken bringen könnte. Er kann eben nicht vergessen, dass Gigi mit ihrer Lüge im Aufzug Gretchen damals direkt in die Arme des Betrügers getrieben hat.

Er liebt Gretchen, so sehr, dass er es ihr endlich sagen konnte. Für Gretchen ein triftiger Grund, wieder mal ihr Tagebuch vollzukritzeln Du weißt ja, ich hab's nicht so mit Tagebucheinträgen. Aber deine sind irgendwo hilfreich für die Geschichte. Das gefällt mir besser. So mache ich das in meiner Geschichte ja auch, wenn ich denn mal das Tagebuch zum Einsatz bringen lasse. Auf jeden Fall habe ich neulich mal wieder eine Fanfiction gelesen, wo Gretchens Einträge wieder nur einer Art Tageszusammenfassung dienten, das schlichte Abspulen der letzten drei Kapitel Handlung. Das finde ich persönlich öde. Aber so wie du oder Nussi & Melli es machen, ist es perfekt

Hehe, Marc hat Gretchen bis zur Ohnmacht gevögelt Ehrlich kenne ich sowas gar nicht Ich weiß aber vom Hörensagen, dass das auch gefährlich werden kann, weil die Frau beim Höhepunkt eine Weile keinen Sauerstoff mehr bekommt. Krass, dass Gretchen das ausgerechnet bei Marc passiert. Und dann seine Reaktion

Zitat
Er war total überrascht und irgendwie beeindruckt.



------

Mehdi ist zufrieden mit Gretchen als "Assistenz". Er hätte sie immer noch gerne auf seiner Station an seiner Seite. Aber obwohl sie in anderen Bereichen die totale Heulsuse ist, locken Geburten eher ein verzücktes Grinsen hervor, aber keine Tränen. Das kennen wir ja von der Fahrstuhlgeburt im EKH oder vom Kaiserschnitt, bei dem Gretchen Mehdi mal geholfen hat. So gesehen macht sie sich wirklich gut als spontane Geburtshelferin, vielleicht sogar eine mit einem Facharztschein. Aber mehr dann auch wieder nicht. Kinder auf die Welt holen - ja, Frauen bei all ihren Intimleiden behandeln - nein! Sehr schön, dass du den Unterschied angedeutet hast, weil viele anscheinend immer noch denken, Mehdi würde hauptsächlich Geburten betreuen. Obwohl es auch in der Serie oft genug zu sehen war, dass es nicht ganz so ist.

Gretchen kann als Ärztin ihre Distanz bewahren. Daher gehört es für sie mit dazu, dass in Afrika auch nicht unbedingt wenige Mütter bei der Geburt sterben. Dass das oft daran liegt, dass diese Frauen als junge Mädchen beschnitten wurden, nimmt sie hin. Es gehört - leider - immer noch zu den meisten Kulturen Afrikas, wie das Beschneiden jüdischer oder muslimischer Jungen zu den jeweiligen Religionen, nur dass die Jungen im Laufe ihres Lebens weniger Probleme mit dieser Maßnahme haben als Mädchen bzw. Frauen. Wer einmal das Buch "Wüstenblume" gelesen oder den Film dazu gesehen hat, hat eine ungefähre Ahnung davon, wie schlimm das Beschneiden für Mädchen ist und wie gefährlich für ihr Leben als Erwachsene. Durch die Verstümmelung, die ja vergleichsweise stümperhaft abläuft, kommt es bei Gebährenden immer wieder mal zu Blutungen, viele davon nicht stillbar. Daran oder an Infektionen, die nach der Geburt auftreten, sterben diese Mütter dann. In den "westlichen" Ländern kann man solchen Frauen helfen. Aber in den unzivilisierteren Regionen Afrikas, wo es im Umkreis von 50 KM vielleicht gerade ein einziges Krankenhaus gibt und mindestens genauso wenig erfahrene Ärzte, geht das nicht so einfach. Da ist es eine Glückssache. Entweder überlebt die Mutter die Geburt oder sie schafft es nicht. Was sollte Gretchen dagegen machen? Sie kann immer nur das Beste hoffen. Und wenn sie bei jeder einzelnen Mutter, die stirbt, in Tränen ausbrechen würde, sie könnte doch nichts daran ändern.

Gretchen und Gyn? Eher nein. Gretchen und Chirurgie? Warum dann das? Mehdi redet sich jedenfalls ein, dass Gretchen keine geborene Chirurgin ist. Sie hat sich aber vor einiger Zeit ganz deutlich dazu bekannt. Und da gibt es ja auch noch Marc, dem es wichtig ist, ihr auf dem Weg zur Fachärztin helfend zur Seite zu stehen. Ich glaube kaum, dass Gretchen sich jetzt noch davon abbringen lässt, Chirurgin zu werden. Sie hat ja schon so viele Schritte in diese Richtung gemacht. Und sie wird immer besser dabei. Okay, sie ist vielleicht zu weich. Aber ihr Vater hatte Recht, als er anfangs einmal zu ihr meinte: "Ärzte mit Herz brauchen wir hier." So oder so ähnlich. Gretchen kann eben beides. Sie kann Menschen behandeln, aber auch mit ihnen mitfühlen. Wer will eigentlich einen Arzt, der einen wie einen kaputten Gegenstand behandelt, wenn es einem sowieso schon schlecht geht? Nettigkeiten helfen doch nur beim Genesungsprozess. Daher sollte es mehr Chirurgen wie Gretchen geben, die auch den Menschen auf dem OP-Tisch sehen und nicht einfach den Patienten.

Irgendwo kann ich Mehdi verstehen. Er ist Gretchen ins Flugzeug gefolgt, weil er sie immer noch liebt. Liebe kann einen zu solchen Dingen treiben, über die andere die Köpfe schütteln mögen. Mehdi kann ja nicht von einem auf den anderen Tag seine Gefühle für Gretchen abstellen. Und daher ist es auch verständlich, dass er auf Marc so eifersüchtig reagiert. Und wenn es nicht Gina wäre, fände ich es sogar schlimm, dass er sie dafür benutzt, um sich und sein Gefühlsleben zu tarnen. Allerdings ist Gina, wie Marc es so oft auf den Punkt bringt, eine richtige Giftschlange. Sie benutzt Mehdi doch mindestens genauso, sei es, aus empfundener Rache wegen der Geschichte mit Jerome oder weil sie immer noch sehr eifersüchtig auf Gretchen ist. Beide, sowohl Gina als auch Mehdi, machen sich und den anderen was vor. Während man es bei Mehdi nachvollziehen kann, funktioniert das bei Gina nicht. Ich ertappe mich immer wieder dabei zu hoffen, dass Gretchen ihr endlich mal die Freundschaft aufkündigt. Ich mag Gina einfach nicht, weil sie das verkörpert, was ich bei anderen Frauen oft genug selbst erlebt habe. Leider gibt es solche falschen Schlangen viel zu oft. Ich bin selbst schon reingefallen und habe es später bitter bereut. Ich hoffe für das Gretchen in deiner Geschichte, dass sie es besser erlebt

Olala! Gretchen hat Brechreiz? Wenn da nicht eher ihr aktives Liebesleben schuld dran ist, statt eines "einfachen" Magen-Darminfekts

So eifersüchtig Mehdi auch ist, Marc ist immer noch sowas wie sein bester und vielleicht auch einziger wirklicher Freund. Das fällt auf, als Mehdi Marc beim Fußballspielen unabsichtlich umnietet und sich gleich Sogen um ihn macht. Aber genauso schnell kehrt das Misstrauen zu dem Chirurgen wieder zurück. Klar, Marc war nie wirklich böse, sondern schlicht und ergreifend ich-bezogen und selbstverliebt. So hat Mehdi ihn kennengelernt und irgendwann als Freund in seinem Leben zugelassen. Aber es hilft nicht gegen das blöde Gefühl an, das Mehdi hat. Die ganze Sache mit Anna damals und das Anhimmeln Lillys, wann immer Marc in ihre Nähe kam, machen den Frauenarzt stutzig. Wozu einfersüchtige Menschen fähig sind, sich Dinge einzureden, die vielleicht so nicht stimmen. Dazu kommt, dass Mehdi äußerst irritiert darüber ist, dass Marc, der eigentlich keinen Draht zu jeglichen Kindern hat, so gut mit den Jungs im Camp klarkommt. Da muss was anderes hinterstecken. Mehdi glaubt, eine Ahnung zu haben. Könnte es sein, dass Marc mehr mit Lilly gemein hat, als jeder glaubt zu wissen? Warum wollte Anna unbedingt Marc als Taufpaten? Warum vergötterte Lilly ihn immer so? Und warum wollte Marc sie nach ihrer Geburt gar nicht erst sehen? Wie könnte Mehdi auch wissen, was in Marcs Kindheit wirklich geschah?

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Mehdi weiß nichts von Marcs kleiner Schwester. Genauso wenig, wie wir bisher wussten, dass er überhaupt eine hatte (oder hat? Ich bin ja noch nicht sehr weit mit deiner Geschichte, von daher kann ich an diesem Punkt nur Vermutungen anstellen ). Jedenfalls war Marc ein stolzer großer Bruder, der - wie süß! Image and video hosting by TinyPic - dem Baby so liebevoll die Flasche gab und sich wirklich anstrengte, es richtig zu machen. Elke schien damit auch keine Probleme zu haben. Sie war ja ebenfalls stolz auf ihren Sohn und seine brüderlichen Fähigkeiten. Man muss ja bedenken, er war damals gerade mal VIER Jahre alt!!!
Und dann kommt dieser idiotische Vater an und beschimpft Elke, dass sie Marc das Baby halten lässt Dieser Blödmann! Wie habe ich ihn beim Lesen verabscheut!! Seinen kleinen Sohn so fies zu behandeln! Dass Marc nicht gänzlich verkommen ist bei dieser lieblosen Behandlung, ist fast schon ein Wunder. Und dass Elke ist, wie sie eben ist, MUSS einfach an dieser schlimmen Ehe liegen. Sie war doch früher eine so liebevolle Mutter! Irgendwas muss in ihr genauso kaputtgegangen sein wie in Marc. Und daher ist es wohl klar, dass beide nicht wirklich ohneeinander können. Und dass Marc immer noch schützend seine Hand über seine Mutter legt. Vielleicht schafft er es eines Tages, Gretchen alles anzuvertrauen. Irgendwann muss er einfach drüber reden, sonst frisst es ihn innerlich auf. Und so wie wir Gretchen kennen, wird sie schnell merken, dass ihren Freund schon wieder schlimme Erinnerungen quälen. Sie wird nicht lockerlassen, bis er es ihr sagt. Das kennen wir ja .

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So, das war es auch schon wieder. Die Kommis für die nächsten Kapitel folgen zu einem späteren Zeitpunkt. An diesem Wochenende schaffe ich es nicht mehr. Ich möchte auch noch selbst an meiner Geschichte weiterschreiben .

Bis dahin alles liebe und eine schönes Restwochenende.
Deine Bibi

Karo Offline

Mitglied

Beiträge: 499

17.06.2017 23:24
#28 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo Bibi
da hast Du aber "geackert" ich freue mich sehr, Deine Meinung und Gedanken zu erfahren.

ich muss zugeben, dass ich vor Fritzens Auftauchen nichts von Burkina Faso oder Ouagadougou wusste - obwohl es ja durch das Operndorf von Schlingensief schon einigermaßen bekannt sein dürfte. Faszinierend ist, dass die echt viel auf Kunst und Kino zählen, in den Städten scheint es da echt sehr kreativ zuzugehen.

Am bebrillten Singvogel hat sich auch schon @Greta gestoßen
Gigi ist Chirurgin, als Harvard-Absolventin ist sie bestimmt gut ausgebildet. Auch wenn Marc ihr sehr deutlich macht, dass sie wohl nicht so gut ist, wie ihr "Ruf" es bedeuten könnte. Aber Gina ist in der Lage, zu erkennen, wenn jemand "goldene Hände" hat. Marcs Arroganz bzw. sein Wesen generell ist das eine, sein Talent/Können ist das andere. Und das kann selbst sie erkennen - und anerkennen.
Marc ist so gut, dass sie einfach nicht anders kann, vielleicht nicht aus Respekt vor dem Menschen aber vor dem Mediziner. Der sich überraschenderweise nicht in ihrer Anerkennung sonnt sondern ihr durch die Blume mitteilt, dass sie hingegen mehr können müsste - Kinderärztin.

Ist ihr eventuell die Hitze zu viel? Ist sie schon dem Hungertod nahe? In jedem Fall kommt es nicht zu einer lautstarken Auseinandersetzung. Ehrlichgesagt wollte ich hier tatsächlich Marcs herausragende Fähigkeiten zeigen. Dass ausgerechnet ein Mensch wie Gina in Ehrfurcht versinkt... aber auch Chefarzt Yves ist beeindruckt. In der Serie war es ja vor allem Marc selbst überlassen, sich selbst lautstark Beifall zu klatschen. Nun dürfen es auch andere tun

Natürlich ist Marc zu schlau, um sich nicht vor Gina in acht zu nehmen. Marc und Lügen... dazu macht er sich ja selbst Gedanken. Das hast Du wahrscheinlich aber noch nicht gelesen
warum muss man sich eigentlich vor Gina so in acht nehmen? Wie kommt es, dass jemand wie sie mit jemandem wie Gretchen befreundet ist? Wollte Gina ihre Freundin mit der Lüge nicht eigentlich nur schützen? Dass ihr der Arsch Meier nicht wieder alles kaputt macht und sie am Ende sitzen lässt? Vielleicht hätte sie sich jemanden gewünscht, der sie selbst vor ihrer großen Enttäuschung bewahrt hätte? Was verbindet die beiden Blondinen?
Sicherlich interessante Fragen. Aber ich werde nicht wirklich in Ginas Seelenleben abtauchen - Marc ist schon verkorkst genug. Und auch Mehdi... ist anstrengend

Oh je, will ich Gina etwa in Schutz nehmen? Was mache ich dann mit Mehdi? Der liebreizende, sanfte Menschenfreund und Frauenversteher war so langweilig, dass ich ihm erstmal ein kleines "Anti-Mäntelchen" stricken musste. Wie praktisch, dass er schonmal Psychopharmaka genommen hat - oder nehmen sollte? Hat er die etwa nicht dabei, weil er dachte, glücklich mit seiner Herzdame zu werden? Muss er mir Leid tun? Nö. Die Psychotabletten waren ein guter Ansatz, auf den sich aufbauen lässt.

Marc hat wenig Freunde - will und braucht er nicht. Im Gegenteil, er ist sich selbst genug. Anders Mehdi. Der menschen um sich braucht, ähnlich abhängigdavon ist, geliebt zu werden, wie unsere blonde Lieblingsärztin. Er hat auf Sand gebaut, denn Anna und Lilly, die Personen, um die sich sein Leben drehte, sind weg. Nun sucht er verzweifelt einen neuen Mittelpunkt, um den er sich drehen kann. Ähnlich wie die Erde um die Sonne. Seine Sonne heißt jetzt nun mal Gretchen. Sie ist zwar Sonne, aber dreht sich selbst - um den kalten Marc. (Wie ist der Marc als Planet? Kalt und abweisend? fiel mir gerade ein. Marc und Mars ...)

Zwar benutzt er Gina aber jedem, der ihn kennt, muss klar sein, wie schlecht es ihm geht. Mehdi und Fickbeziehung? Eher nicht... Marc wundert sich darüber schon bei Ankunft in BF aber ist zu sehr mit seinem eigenen Gefühlsleben beschäftigt... er kann momentan nicht auf seinen Freund eingehen. Ganz schön verzwickt, was? Wo werden die alle bloß landen...

Arme Gina? Armer Mehdi? Oder armer Marc? Schließlich muss er nun bei sibirischen Temperaturen ohne seinen herzerwärmenden Hasenzahn (die Prinzessin) auskommen. Ob das Elisabeth-Krankenhaus demnächst noch steht? oder flüchten die Angestellten vor dem Sklaventreiber lieber nach BF?

Mit solchen Überlegungen/Fragen lasse ich Dich nun mal alleine. ich weiß ja, wie es weiter geht

Einen tollen Sonntag und viel Spaß mit Deiner Geschichte wünscht Dir ganz doll
Karo

Karo Offline

Mitglied

Beiträge: 499

20.06.2017 23:36
#29 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Haha, ich habe gerade gesehen, dass es 1.111 Zugriffe auf diese Kommiseite gab. Definitiv eine kölsche Zahl

LG Karo

Karo Offline

Mitglied

Beiträge: 499

29.06.2017 09:53
#30 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Über 100 Klicks seit meinem eigenen Eintrag am 20.6. - aber ohne, dass Ihr was schreibt, gibt´s hier auch nix zu lesen...

LG Karo

Karo Offline

Mitglied

Beiträge: 499

30.06.2017 22:57
#31 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben,

das nächste Kapitel kommt gleich - erstmals treffen nun Marc und Cedric aufeinander
Ob das EKH hinterher noch steht...? Lest selbst.

Karo

Nachteule Offline

Mitglied


Beiträge: 331

01.07.2017 16:25
#32 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebe Karo

Jetzt habe ich auch deine restlichen bisher eingestellten Kapitel gelesen und weiß gar nicht, wo ich jetzt ansetzen soll

Es ist schon beeindruckend, welche Parallelen du zu den Menschen rund um Marc gezogen hast. Da ist zunächst einmal Gretchen, der momentan wichtigste Mensch in seinem Leben, wobei ich stark annehme, dass sie es auch bleibt . Bisher hat Marc nur wenigen Menschen in seinem Leben eine ähnliche Postion zugestanden. Als nächstes wäre da seine Mutter (auch, wenn er sich strikt dagegen wehrt). An deren Rockzipfel hat er als kleiner Junge sehr gehangen, damals, als Elke noch hauptamtlich Mutter war und keine erfolgsheischende Groschenromanautorin, wobei sie das ja wohl auch nur deswegen geworden ist, um die Dramen ihres Lebens zu verarbeiten. Oberflächlichkeit und Arroganz als Schutz vor erneuter Verletzung oder - im Fall ihres (Ex-)Mannes - bodenloser Demütigung in allen Belangen. Was auch immer, in Bezug auf die kleine Schwester, passiert sein mag, es liegt wie ein starkes Band zwischen Mutter und Sohn. Sie brauchen unbewusst einander, aber zuviel Nähe durchbricht ihr Vorhaben, sich nicht wieder das Herz brechen zu lassen, sich nicht ständig der quälenden Erinnerung an die Vergangenenheit aussetzen zu müssen, jeder auf seine Weise. Also halten sie zueinander ein gewisses Maß an Distanz, um sich nur alle paar Wochen mal zu sehen oder voneinander zu hören.

Marc, der einsame Wolf. Da kommt Gretchen wieder ins Spiel. Marc fängt mit großen Schritten an, sich ihr zu öffnen und schenkt ihr endlich sein großes Vertrauen. Das ist gegenseitig dermaßen groß, dass sie sich beide unabhängig voneinander etwas schenken zum vorläufigen Abschied, der einfach sein muss, was ich wirklich sehr schön von beiden fand Image and video hosting by TinyPic. So haben beide immer ein Stück des jeweils anderen bei sich, bis sie sich irgendwann wieder real in die Arme fallen können

Dann ist da der Professor, für Marc nicht nur Chef und ehemaliger Mentor und Ausbilder, sondern auch sein großes Vorbild und in gewisser Weise auch sein Vaterersatz. Wäre Prof. Haase nicht, könnte es durchaus sein, dass Marc das EKH am Allerwertesten vorbeigeht, solange er bei Gretchen sein kann. Doch der Anruf von Bärbel macht ihm klar, dass er in Berlin gebraucht wird, vor allem, um das Werk seines Vielleicht-bald-Schwiegervaters zu erhalten, denn im EKH geht es gerade drunter und drüber, wo der Chef jetzt auch noch schwer erkrankt ist und Marcs "Ersatz" mit Namen Cedric Stier, nicht besonders gut zu gebrauchen ist. Hassi tut, was sie kann, aber sie hat ja bekanntlich die Doppelbelastung als berufstätige Mutter einer pubertierenden Tochter. Und ihr Bettgefährte ist ja auch immer noch zu nichts zu gebrauchen, wie wir im weiteren Verlauf erfahren "dürfen". Und was der Professor da sonst, mit Ausnahme von Frau Dr. Hundt, so an neuem Personal aufgefahren hat, ist wohl auch nicht der Bringer. Also muss Marc unbedingt, sehr zu Gretchens und unserem Bedauern, in die Heimat zurück. Wird ihre Liebe die Distanz auf Dauer verkraften? Man merkt ja, wie Marc nach seiner Ankunft innerlich mit sich ringt. Genial übrigens deine Gedankenspiele bezüglich Marc. Ich finde, dass du seine innere Unruhe und in gewisser Weise auch Zerissenheit gut zum Audruck bringst damit . Allerdings frage ich mich, warum er ausgerechnet bei Gabis Anblick mit sich hadert, gerade bei ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Da würde ich ja dreist behaupten, dass Marc eher die Vogelscheuche flachlegen würde, als sich jemals wieder auf Gabi einzulassen, und wenn die die letzte Frau auf Erden wäre. Aber okay, sein "kleiner Freund" hat wohl inzwischen Gabis Erpressung und die Lügen verdrängt. Hoffentlich schaltet Marcs Gehirn da nicht auch irgendwann aus. Obwohl, im Moment traue ich ihm eine gewisse Abstinenz sogar zu
Er ist ja schwer anderweitig beschäftigt, der Gute, gilt es doch, in einem Krankenhaus die allbewährte Ordnung wieder herzustellen. Er hat Recht, was in den drei Wochen seiner Abwesenheit so passieren konnte

Ja, und das Thema "Marc & Mehdi". Marc hat kaum Freunde. Aber die brauchte er bisher ja auch nicht wirklich. Keinen, außer - Mehdi. Sein Berufskollege, sein Squash-Kumpel, sein Zuhörer, sein Ab-und-Zu-Ratgeber, vor allem bei Frauengeschichten, mit denen Mehdi sich, in Marcs Augen als "Halbfrau", bestens auskennt. Er "liebt" seinen Freund und sagt ihm das auch, wenngleich er dabei in einem recht angerauschten Zustand ist, dem Selbtgebrannten von Martin sei Dank (Danke dir hiermit für die Widmung des Kapitels Image and video hosting by TinyPic ) Wir gut, dass Gretchen das gerade nicht mitbekommt. Die würde sich echt sowas von aufregen, dass Marc sich am helligsten Tag besäuft <-- Gretchen
Marc ahnt allerdings nicht, dass Mehdi gerade dabei ist, eine gewisse Abneigung gegen ihn zu entwickeln. Gerade wegen Gretchen. Weil Mehdi sie immer noch liebt und seine Hoffnungen auf eine Wiedervereinigung mit ihr nicht völlig begraben hat, Marc hin oder her. Früher oder später würde der es doch sowieso versemmeln. Jedenfalls denkt Mehdi das. Es wird wohl ein langer Weg, bis auch er merkt, dass er Martchen einfach nicht komplett auseinanderbringen kann. Und Gretchen weist ihn ja auch gleich nach Marcs Abreise in die Schranken. Gut so

Berührend fand ich die Wechselszene, Marc als krankes Kind auf den Armen der besorgten Mutter und der erwachsene Marc auf den Schultern seines besten Kumpels. Jeweils in einem recht hilflosen Zustand, sucht und bekommt er die Zuwendung, die er braucht, was ihm beide Male ein "ich hab dich lieb" herausbringen lässt. Im Fall des erwachsenen Marcs ist Mehdi für ihn gerade wie seine Mutter früher, aber durch dessen (ungewohnt) derbe und leicht gehässige Sprüche auch gewissermaßen wie sein Vater:

Zitat
Nur der Vater – mit dem war irgendwas nicht richtig.


Zitat
Mehdi, sowasch sagt mannisch. Mit Dir ischt wohl wasnisch rischtig.



Der besoffene Marc registriert Mehdis Aussagen natürlich nicht richtig. Der nüchterne Marc hätte hier wohl längst gemerkt, dass Mehdi ein gewisses Problem mit ihm hat. Würde er ihn wohl noch so "lieb" haben, wenn er wüsste, dass Mehdi immer noch hinter Gretchen her ist? Ich bin mir sicher, es würde immense Hahnenkämpfe geben. Ob Gretchen das wollte? Hab so meine Zweifel daran. Hat man ja bei dem Dreifach-Heiratsantrag gesehen, dass ihr solche Buhlereien um sie unangenehm sind.

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Back in Berlin, hat Marc es gleich mit einer riesigen Baustelle zu tun. Und er ist sogleich hochmotiviert, um das bereits entstandene Chaos zu bereinigen. Ich bin gespannt, wie es mit ihm und Cedric weitergeht. Sie waren sich ja bisher nicht sonderlich grün. Aber Marc lässt es anscheinend auch nicht kalt, was sein ehemaliger Studienfreund und späterer Dauerkontrahent gerade alles mitmacht. Aber es gibt ja etwas, was die beiden noch gemeinsam haben. Auch wenn ich noch nicht weiß, was mit Marcs Schwester passiert ist, nehme ich an, dass er sie verloren hat, ebenso wie Cedric seine Schwester. Ein harter Schlag für zwei ältere Brüder, die diese für sie so wichtigen Menschen nicht beschützen konnten. Der eine als Kind, der andere als gestandener Mann. Es ist wie ein Rückwärtsgang bei Cedric. Marc hat das Erlebte wohl eher stark gemacht, während sein (Ex-)Feind daran zerbrochen ist und sich nur schwer wieder aufrappeln kann. Armer Cedric Beim Lesen hat er mir richtig doll leidgetan. Hoffentlich wird das wieder! Ein so attraktiver Mann sollte nicht dauerhaft in Depressionen versinken.

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Die Geschichte der Familie Haase. Ich mag Franz. Nicht nur, dass er den gleichen Vornamen meines verstorbenen Opas trägt Image and video hosting by TinyPic, sondern, weil er das Herz am rechten Fleck hat, ebenso wie Gretchen. Okay, er hatte seine Affären, aber bei so einer anstrengenden Ehefrau wie Bärbel wohl auch kein Wunder. Und sie ist ja auch nicht das Unschuldslamm! Was man in deiner Geschichte über Franz und seine Angehörigen erfährt, hätte man vorher so nie vermutet. Er, als ältester Sohn einer angesehenen, Hamburger Medizinerfamilie (als Nordlicht danke ich dir für die Wahl der Stadt ), musste früh damit klarkommen, dass gewisse Erwartungen an ihn und seinen Namen gestellt wurden, die er durchaus erfüllt hat. Da war aber immer der jüngere Bruder, der ihm nichts gegönnt und ihm alles weggenommen hat, was ihm etwas bedeutete, ob nun das nagelneue Fahrrad oder später sogar die Frau/Freundin. Selbst das Kind, das Doris bekam, war gar nicht mal das von Franz, sondern das von Hans ("Hans und Franz" ). Trotzdem sind Andrea und Gretchen sich so ähnlich. Ich habe mir schon Gedanken darüber gemacht, ob Andrea nicht doch Franz' Tochter sein könnte. War es denn früher überhaupt möglich, Gentests anzustellen? In den 80ern ging das, das weiß ich. Aber in den 70er auch schon? Und überhaupt, wie man oft in den Soaps und Telenovelas sieht, lassen sich Vaterschaftstest perfekt manipulieren. Hat es so einen gegeben, könnte Hans mit seinem medizinischen Wissen seine Hände im Spiel gehabt haben. Wer weiß...! Aus jetzt, Bibi! Ich fange an herumzuspinnen

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Auch wenn das jetzt nicht mein bester Kommentar ist, lasse ich ihn mal so stehen. Du wirst schon stellenweise wissen, was ich meine

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Hui! Auf jeden Fall ist es megamäßig, was du bis jetzt gepostet hast. Und bei drei fetten rosa Ordnern voll mit der Geschichte steht da wohl noch eine ganze Menge in Aussicht

Bis bald und danke für deine lieben Kommis in meiner Ecke

Deine Bibi

Karo Offline

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Beiträge: 499

04.07.2017 20:36
#33 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo zusammen,
bevor es gleich weitergeht, will ich schnell der lieben @Nachteule antworten.

Nicht Dein bester Kommi - aha, hm... warum eigentlich? Du entschlüsselst großartig verschiedenste Szenen... die Geschenke von/für Martchen, die mögliche Verbundenheit Marc/Cedric, wir wissen ja noch nicht, wo Carina abgeblieben ist. Dass Du die Wechselszene erwähnst macht mich besonders glücklich - da habe ich lange dran gefeilt. Ich verstehe meine Texte ja und weiß, was ich mir dabei gedacht habe, aber dass es auch andere entschlüsseln macht mich wirklich zufrieden und froh

Um Gentests habe ich mich allerdings nicht bemüht. Natürlich wird die Haase-Dynastie immer wieder mal auftauchen, denn auch mir macht das sehr viel Freude. Wenn ihr mal "ein paar Jahre weiter" seid... und die älteste der Kusinen heiratet Eine Freundin von mir liest die Geschichte ja immer aktuell und von der bekomme ich kaum Feedback, aber bei der Hochzeit... da hatte sie sehr viel Spaß dabei.

Ich danke Dir in jedem Fall

Und nun geht´s weiter... in Berlin. Doktor Meier und seine Doktorspiele... Viel Spaß!
Karo

Karo Offline

Mitglied

Beiträge: 499

08.07.2017 15:25
#34 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo zusammen,

wie angekündigt geht es nun zurück nach Afrika. Angesichts der Mördertemperaturen hier eigentlich überflüssig. Dennoch viel Spaß beim lesen.
Karo

Nachteule Offline

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Beiträge: 331

08.07.2017 17:08
#35 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebe Karo

Ich kommentiere erst einmal die vorherigen drei Folgen von dir Danach lese ich weiter

Tja, was man selbst schreibt, ist im Vergleich immer schlechter Ich hatte sogar ettliche Rechtschreibfehler drinnen. Normalerweise lese ich immer sehr genau alles durch. Aber irgendwie konnte ich das an dem Tag nicht.

Hier ist es heute schwül wie sonstwas Ich habe schon Kopfschmerzen davon. War heute schon ziemlich lange unterwegs und hätte es bei der Hitze fast nicht mehr zum Auto geschafft, so fertig war ich War aber was Wichtiges, also musste ich den Gewaltmarsch auf mich nehmen. Als ich dann zu Hause ankam, erfuhr ich, dass meine alte Vermieterin gestorben ist. Okay, wir Mieter haben alle schon damit gerechnet. Aber es nimmt einen dann doch mit. Ich wohne schon ziemlich lange hier, erst mit meinem Noch-Ehemann (wie sich das anhört, nä?) und seit einiger Zeit nur mit meiner Katze. Wie es weitergeht, weiß hier keiner. Unsere Anlage scheint aber schon vorab für die älteste Tochter der Vermieterin bestimmt worden zu sein. Ich kenne die nicht wirklich. Aber was man von der hört, ist nicht unbedingt gut. Da ich aber sowieso vorhabe, näher an die Arbeitsstelle zu ziehen, mache ich mir gerade weniger Gedanken, ob ich mit ihr klarkomme oder nicht. Wie es so schön heißt, man ist ja nicht auf solche Personen angewiesen.

So, und hier jetzt mein längst fälliger Kommi

Es weht frischer Wind im EKH nach drei Wochen schlechter Luft. Dr. Meier ist wieder da! Und der duldet gewisse "Freiheiten" seitens seines Personals gar nicht. Wo gibt es denn sowas, dass Assistenzärzte eigenständig chirurgisch relevante Untersuchungen ohne Oberarzt vornehmen? Dr. Haase weilt doch gerade in Afrika! Selbst diese hätte der Oberarzt nur widerwillig ohne sein Wissen agieren lassen, wie Dr. Stern es tut. Dennoch, ein gewisses Potential erkennt Marc in dem neuen Assi. Jedenfalls kann der mitdenken, was ihm gegenüber Knechtlsdorfer gewisse Vorteile verschaffen sollte, vor allem, wenn Gretchen irgendwann wieder im Lande ist, falls Knechti überhaupt solange seine Assistenzzeit im EKH überlebt

Marc war "nur" drei Wochen weg. Aber in der Klinik hat sich eine Menge getan, vor allem im Kollegium. Zwar ist die Vertretungsärztin von Mehdi schwanger, also nicht von Mehdi , aber sie ist es halt, wie Marc schnell erkennt, doch sie scheint Haare auf den Zähnen zu haben. Wenigstens eine, mag der Chirurg sich denken. Eigentlich ist Hassi ja auch nicht ohne, aber die hat schließlich ihre eigene Station und noch dazu diesen infantilen Bushido-Verschnitt an der Backe .

Hehe, und da melden sich wieder Marcs Engelchen und Teufelchen (ich nenne sie jetzt mal "E.&T." ) auf seinen Schultern zu Wort. Leider bekommen auch die Kollegen mit, dass ihm diese beiden "Gesellen" mächtig auf den Keks gehen [ Tja, Marc muss den inneren Kampf mit sich selbst wohl noch eine Weile durchstehen. Es ist ja auch noch alles frisch, also das mit Gretchen. Er hat sich entschlossen, es jedenfalls mit einer Beziehung zu versuchen. Das Problem ist nur, dass seine "bessere Hälfte" Tausende von Kilometern weit von ihm entfernt ist. Auch für ein Paar, das schon lange zusammen ist, kann eine solche längerfristige Distanz ein arges Problem darstellen. Bei frisch Verliebten kommt da ja noch ein viel größerer Gefühlsdusel hinzu, zumal sie gerade in einer Phase sind, wo sie normalerweise jede freie Minute miteinander verbringen und sich am liebsten gar nicht mehr trennen wollen. Außerdem kennt Marc eine solche Abhängigkeit von einem weiblichen Wesen gar nicht. Sie nicht an seiner Seite zu wissen, schmerzt ihn, es treibt ihn in die vollkommene Sehnsucht nach dieser Frau. Er will zu ihr, weiß aber, dass das im Moment nicht geht. Er fühlt sich genauso dem Krankenhaus verpflichtet wie seiner großen Liebe. Er weiß, dass Gretchen es auch ohne ihn schafft, ihre Mission zu erfüllen. Aber er hat gesehen, dass die Klinik es ohne ihn wahrscheinlich nicht schafft. Darum hat das jetzt Priorität bei ihm. Außerdem tut ihm die Arbeit gut, weil er sich damit von seiner Sehnsucht nach seinem Hasenzahn ablenken kann. Und von den anderen verwirrenden Gedanken, die E.&T. in ihm auslösen.

Und da ist ja dann noch eine Dame, um die der junge Mann sich schleunigst kümmern sollte. Denn eine Elke Fisher lässt mann nicht links liegen Ich habe ja so gelacht, als ich ihren Vorwurf auf dem Anrufbeantworter gelesen habe Das ist echt The One and Only

Zitat
„Marc Olivier! Treibst Du Dich immer noch bei den Wilden herum? Ich hoffe nicht, dass ein Kunstfehler Dich zu diesem Schritt gezwungen hat. Melde Dich sofort! Ich habe ein Hühnchen mit Dir zu rupfen. So habe ich Dich nicht erzogen.



Im "Café Sonne" wäre ich heute auch gerne gewesen Ich war zwar auch auswärts frühstücken, aber mir hat da dann doch die Atmosphäre gefehlt, die du so schön beschrieben hast

Ja, Gretchen färbt auf Marc ab. Nicht nur, dass er Hasenzahn-mäßige Alliterationen in Gedanken fabuliert, er fängt sogar an, Schokolade zu mögen. Kein Wunder, denn Schoki ist gerade eine der Verbindungen, die er zu Gretchen hat. Fand ich so niedlich, diese kleine, aber feine Szene Image and video hosting by TinyPic

Nach dem einstündigen Entspannungsintermezzo im angenehmen Ambiente des Cafés kommt aber wieder der Ernst des (Chirurgen-) Lebens angebraust. Die Konkurrenz schläft nicht. Die StaBe bekommt es mit einem mächtigen Klinikkonzern zu tun, der sich jetzt das Katharinenhospital gegriffen hat. Ja, so ist es in unserer Gesellschaft heute. Viele kleine Krankenhäuser werden entweder von größeren Verbünden geschluckt oder gehen ganz ein. Aber eines ist klar: gemeinsam ist man stark. Die StaBe als Gemeinschaft könnte es durchaus schaffen, dem wachsenden Konkurrenten die Stirn zu bieten. Es braucht nur fähige Leute, die im Hintergrund agieren. Und ein Aushängeschild, wie das Elisabethkrankenhaus es bisher unter Professor Haase gewesen ist. Wie es da aber innerhalb kürzester Zeit aussieht, kommt da vor allem auf Marc noch eine Menge Arbeit zu. Hoffentlich mutet sich der engangierte Oberarzt nicht zuviel zu ! Andererseits, wie wir Marc und seinen Ehrgeiz kennen, wird er nichts unversucht lassen, um "sein Krankenhaus" zu retten. Und er tut es nicht nur für sich, die Kollegen oder die Patienten, sondern vor allem für den Professor, für den er eben alles tun würde .

So, da hast du jetzt was zum Lesen gehabt Und ich lese und genieße jetzt deine neuesten Folgen. Bis zum nächsten Mal

Deine Bibi

Nachteule Offline

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08.07.2017 18:07
#36 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebe Karo

Und schon geht es weiter mit dem Kommentieren

Es war wirklich schön, durch dein Geschriebenes die einzelnen Abschnitte der Serie nochmal vorm inneren Auge zu sehen Image and video hosting by TinyPic Gretchen und Marc auf der Leinenhochzeit, als Kinder im Garten, ihre gegenseitigen Lebensrettungsmaßnahmen, die ganzen Küsse, aber auch die kleinen Quälereien und Streitereien bis hin zu jenem verhängnisvollen Abend, an dem Marc endlich über seinen hohen Schatten sprang und Gretchen für eine gemeinsame Nacht mit zu sich nach Hause nahm, um am nächsten Morgen festzustellen, dass sein Hasenzahn trotzdem auf dem Weg nach Afrika war. Später die Begegnung am Flughafen. Das unverhoffte Wiedersehen, dass ich persönlich schöner fand als den langen Kuss am Ende. Der unsichere, verschüchterte Marc und das verliebte Gretchen mit jenem Ende, das Bora für uns offen gelassen hat, um hier mit unseren Fantasien für eine mögliche Fortsetzung anzusetzen. Bei dir spielt sich diese in Afrika und Berlin ab, in meinem Specials z.B. gibt es diese Afrikageschichte nicht, weil Gretchen sich halt anders entschieden hat bzw. entscheiden hat lassen (darüber wird es sicherlich noch eine Folge geben, sofern ich dazu Zeit finde. Ich bin noch unschlüssig, ob ich das Ganze in eine richtige Serie verpacke oder weiter nur in Specials darstelle ).

Auf jeden Fall fand ich gut, dass Gretchen mit Roula über ihre und Marcs gemeinsame Vergangenheit gesprochen hat. Nicht nur Roula kann das Pärchen dadurch besser verstehen, auch Gretchen sieht auf einmal einiges klarer. Und zu guter Letzt stellt sich heraus, dass Marc innerlich etwas von früher sehr belastet. Roula erkennt das sofort. Es muss etwas sein, das seine Angst vor Nähe schürt. Für Roula ist klar, Marc ist äußerst sensibel. Abgesehen von seinem Beruf, den er ja beherrscht wie kaum ein anderer, ist alles Selbstsichere, alles Arrogante und Gemeine nichts weiter als Fassade. Er will sich nach außen schützen. Niemand soll in seine Seele blicken können. Gretchen hat die Barrieren aber längst angerissen, ob er will oder nicht. Roula unterstützt sie dabei, indem sie mit ihrer Weisheit Marcs verletzlichen Kern bloß legt. Was würde er wohl dazu sagen, bekäme er das Frauengespräch auch nur ansatzweise mit? Würde es ihm gefallen, überhaupt von jemand anderem so durchgeröngt zu werden? Eher nicht! Aber wenn er seine Zukunft wirklich an Gretchens Seite sehen möchte, muss er wohl oder übel damit rechnen, dass sie sein Innerstes komplett entschlüsselt. Was er davon eventuell hat, wird er dann merken. Manchmal kann es echt befreiend sein, jemanden an seiner Seite zu wissen, der sein tiefstes Inneres kennt, ohne Mitleid zu haben oder einem Vorwürfe zu machen, jemand, bei dem man weiß, dass man demjenigen vertrauen kann und dieser einen so nimmt, wie man ist, mit allen Ecken und Kanten, mit allen Vorzügen und Fehlern. So wie Marc selbst Gretchen annimmt mit ihrer Nerverei, ihrer Unsicherheit, die ja auch durch seinen Verdienst schon kleiner geworden ist, mit ihrer Tollpatschigkeit, ihrer Schokosucht und ihren Extrapfunden. Das ist dann die wahre Liebe, wie man so schön sagt Image and video hosting by TinyPic

Worin Gretchen extrem naiv ist, ist ihre Meinung über Mehdi Sie sieht wieder mal nur das Beste in ihm, entschuldigt ihm sogar den "Ausrutscher" unter Rotweineinfluss. Mehdi ist doch ihr bester Freund und auch der von Marc! Nie würde er sich zwischen die beiden stellen oder? Roula weiß es aber besser. Mehdi will Gretchen immer noch. Und darum ist er ebenfalls nach Afrika geflogen. Gina ist nur seine Tarnung. Aber jetzt ist Marc weg und Gretchen wieder alleine. Und ausgerechnet jetzt will auch die zwitschernde Tarnkappe das Land verlassen Ich befürchte im Falle Mehdi das Schlimmste. Er wittert freie Bahn. Ich hoffe nur, dass Gretchens Liebe zu Marc stark genug ist und sie nicht wieder irgendeinen Fehler macht. Mehdi kennt ihre Schwachstellen. Vor allem ist der starke Alkohol nicht weit. Er wird es sicherlich so manches versuchen, um Gretchen wieder für sich zu gewinnen

Liebe Karo, ich wünsche dir ein schönes Wochenende mit viel Entspannung und Erholung und Sommerlichkeit

Bis bald,

deine Bibi

Karo Offline

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09.07.2017 12:17
#37 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

@Nachteule

Liebe Bibi,

oh Mann da warst Du aber fleissig. Nicht nur zwei Kommis bei mir (VIELEN DANK!) sondern auch noch zwei bei Lorelei und Manney. Da hast Du aber in die Tasten gehauen... Respekt!

Natürlich musste ich wieder herzhaft über manch einen Ausdruck lachen, "infantilen Bushido-Verschnitt" und "Vertretungsärztin von Mehdi schwanger" (also nicht von Mehdi aber schwanger)

Wie leicht doch Missverständnisse entstehen können. Nicht dass an der Gossipklitsche EKH wieder der Gerüchte-Teufel los ist. Naja... der Teufel ist zurück - er hatte Urlaub, wie Hassi im verbalen Scharmützel mit Marc feststellt. Das sind meine kleinen Highlights (Marc/Hassi)

Natürlich springst Du auf The one and only an

Und dann musste ich wieder lachen: Die zwitschernde Tarnkappe

Ich hätte allerdings noch mit einem Seitenhieb auf Gretchens neue Mitbewohner gerechnet. Erst ein Huhn, dann die dumme Gans oder so. Oder schräger Singvogel... die arme Gigi, so wie sie mit Sonderkosenamen belegt wird tut sie mir fast ein wenig leid. Aber das ist sie halt auch einfach selber schuld.

Wenn sie abgereist ist findet Mehdi dann also die von ihm erwartete Konstellation vor. Er und Gretchen allein in Afrika. Ja... es ist wirklich eine Frage, ob Gretchen langfristig stark genug ist, seinen Avancen zu wiederstehen. Denn Mehdi kennt Gretchen einfach sehr gut... und wird Marc es in Berlin aushalten? Gretchen meint es nur gut, aber will sie ihm wirklich die "Kinderärztin" aufs Auge drücken?

Ganz viel Platz für Spekulationen und Geschichten

Ich danke Dir für Deine tollen Kommis und wünsche Dir einen schönen Sonntag.
Bis bald,
Karo

JackySunshine Offline

stellv.Admine


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11.07.2017 22:04
#38 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebste Karo ,

viel zu selten komme ich dazu, mich hier zu melden und das tut mir wirklich leid. Doch muss ich sagen, dass ich es mit dem Kommentieren halte, wie mit dem Schreiben: Wenn ich nicht die Zeit und/oder den Kopf dafür habe, lasse ich es einfach bleiben. So auch beim Lesen. Ich muss mich wirklich darauf konzentrieren können und das war in den letzten Wochen einfach nicht der Fall. Wo ich normalerweise alles stehen und liegen lasse, wenn ich sehe, dass manney einen neuen Teil hochgeladen hat, habe ich ihr neuestes Drabble, noch immer nicht gelesen . Es ärgert mich wirklich sehr. Besonders wenn ich sehe, wie Du zu jedem unserer Teile einen Kommentar da lässt.

Aber heute habe ich mir gesagt, dass ich mir einfach die Zeit nehme. Auch wenn im Hintergrund noch immer die Waschmaschine rappelt und Krach für zehn macht . Zum Glück gibt es Musik und laute Kopfhörer . Und damit ich Dich nicht noch weiter mit meinem langweiligen Alltag zutexte, fang ich einfach mal an zu schreiben .



September 4.2 – Brief an Marc 1

Ich glaube so ehrlich zu sich selbst, war Gretchen noch nie zuvor. Sie wollte Marc haben und am Besten immer in seiner Nähe sein. Doch Liebe bedeutet auch loslassen zu können und das konnte sie eine ganz lange Zeit lang nicht. Jetzt kann sie es. Weil sie weiß, dass die beiden sich lieben. Weil sie in den drei Sex-Wochen, verdammt viel über sich und ihn gelernt hat. Sie lernt sich immer besser kennen, ganz abgesehen, von ihrem Körper. Immer war sie der Meinung, dass Marc noch nicht reif genug gewesen war, um eine langfristig glückliche Beziehung zu führen - doch was ist mit ihr? War sie jemals reif genug, oder bereit dazu? Ich mag den Brief wirklich sehr gerne. Weil sie ehrlich ist und erwachsen, wie es sich gehören sollte, reflektiert.

Beide müssen sich weiterentwickeln und vielleicht, auch wenn es sehr schade für die beiden ist, tut diese Trennung auf Zeit, beiden gut.



September 4.3 – Tagebuch 6

Es ist ein unheimliches Glück jemanden zu finden, den man nicht nur liebt sondern in den man sich, immer wieder neu verlieben kann. Liebe, geht unglaublich tief. Es tut nicht nur weh, wenn sie nicht erwidert wird, zu Ende geht, oder der/diejenige nicht da ist. Es schnürt einem die Luft zum Atmen ab. Man hat ein unglaublich drückendes Gefühl im Brustkorb. Einem wird schlecht. Deswegen finde ich es unglaublich wichtig vorsichtig zu sein, wenn man sagt "Ich liebe Dich". Denn zwischen Liebe und verliebt sein, liegt ein himmelweiter Unterschied. Verlieben kann man sich immer. Nicht nur in Personen. Wenn man ein bestimmtes Lied hört, einen bestimmten Duft riecht, spricht man auch oft davon, sich verliebt zu haben. Und jemandem, in dem man einfach nur verliebt ist zu sagen, dass man ihn liebt, finde ich nicht richtig.

Auch hier reflektiert sie wieder und versucht nicht den schwarzen Peter von einer Ecke, in die andere zu schieben. Sie ist ehrlich zu sich selbst. Auch wenn sie dabei Mehdi gegenüber, ein bisschen hart ist. Ich würde nicht sagen, dass die Beziehung der beiden unbedeutend gewesen ist. Natürlich ist sie im Vergleich zu dem, was sie mit Marc erlebt, einfach lachhaft - eine kleine Verliebtheit, mehr nicht. Aber unbedeutend, war sie deswegen nicht. Nichts in unserem Leben geschieht ohne Grund. Alles hat seinen Sinn und Zweck, auch wenn es vielleicht manchmal schwer fällt, daran auch wirklich zu glauben. Weil wir viele Dinge einfach nicht verstehen. Die Sache mit Alexis... Die war sicher auch nicht unbedeutend, auch wenn sie das in ihrem Gefühlscocktail, so beschreiben mag. Aber es sollte, musste und ist passiert. Es hatte sicher einen Grund, auch wenn wir und auch sie selbst, diesen nie verstehen werden.

Dass sie allerdings mit ihren 30 Jahren, wenig über ihren eigenen Körper weiß/wusste, ist wirklich ein bisschen traurig. Dass es nirgendwo einen Mann gegeben hat, der ihr gezeigt hat, wie schön es sein kann. Aber jetzt hat sie Marc, der ihr all das zeigt und auch zeigen kann. Was nicht nur an seiner Erfahrung liegt, sondern auch einfach daran, dass Sex in Verbindung mit Liebe, unglaublich ist. Etwas was glaube ich beide lernen mussten.


September 4.4 – Heimkehr

Die Vorstellung von einem Marc Meier, der sich, in dicken, gemütlichen Sportsachen auf den Boden seiner Designerhütte setzt, ist einfach unheimlich komisch . Aber was ist das was er alles hat schon wert, wenn er so verliebt ist? Richtig - nichts! Wenn die Menschen ihn mit Gretchen auf der Straße sehen würden, würden sie sich nicht fragen was er wohl beruflich macht und wie sein Charakter wohl so ist. Sie würden nur sehen, dass er verliebt ist und glücklich. Und das ist so viel mehr wert, als jeder Titel dieser Welt!

Als dann die Beamten auf der Matte standen, war ich so gar nicht mehr begeistert... Ich habe schon das totale Chaos vor mir gesehen. Aber das die beiden nicht der Fahrerflucht wegen bei ihm waren, war ja zum Glück schnell geklärt - hätte ja alles passieren können. Und obwohl ich eigentlich sage, dass flirten, bis zu einem gewissen Maße vollkommen okay sein kann, war ich skeptisch. Ich mein, wenn Marc ne heiße Braut sieht, dann sieht er die heiße Braut und nichts anderes mehr. Aber es ist ja zum Glück dabei geblieben. Seinen inneren Kampf mit sich selbst quasi mit Engelchen und Teufelchen auf der Schulter, find ich immer total genial . Es peppt die Teile immer richtig auf. Nicht das sie langweilig wären... Dieser Zwiespalt gibt den Teilen, den Marc-Teilen, immer eine richtig gute Würze.

Und die Nachbarn sind doch wirklich Engel. Denen wäre ich wohl wirklich um den Hals gefallen . Toll, wenn man solche Nachbarn hat. Meine, würde ich gerne zum Mond schießen. Zumindest in den Ferien und nach Ramadan. Während Ramadan, liebe ich sie. Dann ist es immer total ruhig, weil sie ja nicht fluchen dürfen und so . Aber sobald das vorbei ist, geht das hier wieder rund und die Türen werden geknallt, die Kinder schreien und beleidigen sich .

Solche Nachbarn hätte ich auch sehr gern .



An dieser Stelle mache ich erst einmal Pause, aber morgen ganz sicher weiter und wünsche Dir einen wunderschönen Abend .

Liebe Grüße
Die Edelnuss

Karo Offline

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12.07.2017 23:22
#39 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo Edelnuss @JackySunshine

Ich habe mich sehr über Deinen Kommentar gefreut - und dann noch so ausführlich zu jedem Kapitel etwas. Danke.

Deine Beschreibung der Nachbarn... ich weiß genau was Du meinst. Wir hatten zweimal die gleichen Kandidaten... erst eine 8 köpfige Familie und danach eine mit 1 Person weniger aber das ist dann auch egal. Kleine Kinder, die um 1 Uhr noch durch die Bude toben und schreien... lauthals schreiende Pubertiere... ständig noch Besucherhorden... oh ja. Ich weiß so gut, was Du meinst. Ich habe zeitweise mein Schlafzimmer nicht benutzt, weil der eine am Flughafen gearbeitet hat und immer nachts um halb drei nach Hause kam - Rücksicht? Nö. Türe knallen, Schlüssel fallen lassen... ach, wenn man erstmal so weit war. Vorher lief die Dreckskarre noch 15 Minuten, mit Licht an - in mein Schlafzimmer... das ist echt Folter!!!Jede Nacht wach. Nee... da bin ich dann auch nicht mehr nett...

Da kann Doktor Meier ja echt glücklich sein, mit seinen Nachbarn - Werner Wester und Esther Wester-Jacobsen

Apropos Namen... die Patienten sind bei mir (mit Ausnahmen!) nach Kölner Stadtteilen benannt. Und die Kollegen des EKH bekommen auch meistens tierische Namen verpasst - ganz DD getreu

Haase, (Bärbel Wolf,) Fuchs, Vögler, Amsel, Rössel, Kaan (ha, da habt ihr´s: Die Schlange aus Dschungelbuch "Kaa" - Mehdi ist also bewiesenermaßen eine Schlange!) Jetzt halt Dr. Hundt, Thilo hat auch einen tierischen Namen bekommen (Langohr) ... tja, so wird es auch noch weiter gehen... im Grunde hat ja auch The One and Only Elke einen tierischen Nachnamen, auch wenn sie das "C" schlabbert: Fisher

Da kommt noch mehr!

Da ich morgen früh raus muss, halte ich mich kurz, ich möchte noch was hochladen.

Ich freue mich sehr, wenn Du Dich mit einem Kommi meldest, aber bitte keinen Zwang dabei!
Liebe Grüße,
Karo

Nachteule Offline

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13.07.2017 21:12
#40 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebe @Karo

Oh weh! Ein Huhn! Wo kommt denn das auf einmal her? Und nun weicht es Gretchen vermutlich, wenn sie in ihrer bescheidenen Behausung ist, nicht von der Seite. Wie Doktor Meier wahrscheinlich sagen würde: "Dann kannst du es, wenn dir mal die Vorräte ausgehen, wenigstens schlachten und musst nicht gleich verhungern." Sicher würde Gretchen sowas nie tun, das wissen wir doch Vielleicht ist es ja sogar ein Kamikazehuhn und verjackt mit heftigem Gepicke und Gegacker nächtliche, verliebte Gynäkologen, die versuchen, sich der blonden Schönheit mehr zu nähern, als sie eigentlich sollten. Somit könnte Marcilein beruhigt sein, dass Gretchen jetzt eventuell einen persönlichen Bodyguard hat




Wow! Ich hab deine letzte Folge mit riesiger Begeisterung gelesen. So informativ Mir lief quasi das Wasser im Mund zusammen bei all den Ausführungen, die Marc da preisgab . Ich wünschte mir sehnlichst, auch Mitarbeiterin im EKH zu sein oder wenigstens in einer anderen Einrichtung der StaBe Unsereins arbeitet zwar i.d.R. nicht mehr als 40 Std./Woche, Überstunden werden meistens mit Freizeit abgegolten, aber immerhin ist man als angestellter Ingenieur froh, dass die Firma die Berufshaftpflicht übernimmt. Und die 30 Tage tariflich vorgegebenen Urlaubstage nicht zu vergessen Aber klar, man weiß doch, wie hart das Arbeitsleben eines Arztes oder einer Krankenschwester normalerweise ist und Überstunden dabei nicht zu umgehen sind, bei den Ärzten noch mehr als bei den Pflegekräften. Daher ist die Maßnahme der StaBe, den Mitarbeitern freiwillig (!) einen Zusatzbetrag für die gesamte Zeit der Zugehörigkeit und Diensttätigkeit PLUS extra Überstundengeld zu zahlen, eine sehr schöne Angelegenheit, nicht nur für die Angestellten, sondern für die Krankenhäuser insgesamt und für die Patienten. Man muss sich vorstellen, wie viel hochmotivierter so ein Mensch im medizinischen Bereich arbeitet, wenn er weiß, dass er irgendwann, wenn er in den Ruhestand tritt oder aus dem Klinikverbund herauswechselt, auch noch eine zusätzliche Finanzspritze erhält, die er sich redlich verdient hat in all den Jahren.

Für Marc und das EKH ist dies ein geschickter Schachzug, um gerade in der schwierigen Phase, in der sich die Klinik befindet, den Zusammenhalt zu stärken. Seine Erklärung ist wichtig und jetzt wirklich mehr als angebracht. Es gilt, nicht nur dem Professor zu zeigen, dass er sich auf seine "Familie" verlassen kann, sondern auch gemeinschaftlich dem "Feind" Provida entgegenzutreten. Noch ist das Katharinenhospital nicht soweit, um den Konkurrenzkampf ernsthaft auszufechten. Die Zeit, die bis dahin bleibt, sollte man nutzen, um den Gegner kleinzuhalten, sprich, gar nicht erst konkurrenzfähig werden zu lassen. Natürlich ist man da auf jeden Angehörigen des EKH angewiesen. Anklingende Lobgesänge auf das Katho sollen im Keim erstickt und der noch nicht vorhandene gute Ruf dieses Krankenhauses gar nicht erst zum Wachsen gebracht werden. Dabei soll alles fair geschehen. Mit Ehrlichkeit für sich werben, das könnte ein Slogan des Professors sein. Man muss ja keine Art "Rufmord" begehen, sondern nur darauf hinweisen, dass man im EKH mit einem eingespielten Team und viel medizinischer Erfahrung aufwarten kann, während das Katho noch im Aufbau ist und die Teamfähigkeit des Personals dort noch längst nicht gegeben ist, auch wenn man bereits zwei Spezialisten aus der Charité an sich gebunden hat. Aber die sind schon altermäßig recht fortgeschritten, arbeiten vielleicht noch zehn, fünfzehn Jahre, dann muss eine Nachfolge her. Und da hat das EKH die Nase eindeutig vorne, denn neben Marc, Hassi & Co. gibt es ja noch des Professors Kälbchen, das nicht nur mit medizinischem Talent, sondern auch mit einem großen Herzen aufwartet.

Trotz der guten Rede, trotz des tagelangen Hocheinsatzes des Dr. Meier in Bezug auf die Zustände im und rund um das EKH, hat dieser aber wider Erwarten nicht den Drang, unbedingt den Chefsessel seines Chefs und gewissermaßen väterlichen Freundes zu übernehmen, noch nicht. Denn Marc ist lieber im OP beschäftigt, als über den Akten zu sitzen. Ich denke, er braucht noch eine Menge Zeit, um vielleicht irgendwann mit dem Posten des Klinikleiters liebäugeln zu können. Wer kann es ihm verübeln? In der Theorie wären die meisten Menschen gerne Chef. Aber in der Praxis sieht dies ganz anders aus, als man denkt. Es ist nicht nur die viele Papierarbeit mit der Position eines Chefarztes verbunden, wie Marc inzwischen am eigenen Leib erfahren hat, sondern es liegt gleichzeitig die ganze Verantwortung für das Krankenhaus auf seinen Schultern. StaBe hin oder her, letztlich steht und fällt der Erfolg des kleinen Klinikums mit seinem Leiter und dessen Einsatz. Dabei ist das Erbe, das Franz Haase seinem Nachfolger einmal überlassen wird, immens. Ich kann mir in deiner Geschichte im Moment sogar "Hasenzahn" recht gut als künftige Cheffin vorstellen, zumal sie ja gerade in Afrika alle überrascht mit ihrer wunderbaren Arbeit. Während Marc lieber direkt am Patienten herumschnippelt, ist Gretchen eine Person, der man zutrauen kann, solch wichtige Aufgaben wie die Klinikleitung großartig zu bewältigen, vor allem mit allem notwendigen Ernst, der dazu gebraucht wird. Sie muss nur lernen, sich selbst mehr zuzutrauen. Afrika ist ein wichtiger Schritt dahin

So, liebe Karo, ich sabber dann mal weiter nach einer Fortsetzungfolge
Danke für diese großartig zusammengetragenen Infos über das Gehalt des EKH-Personals

Bis zum nächsten Mal,
deine Bibi

Karo Offline

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16.07.2017 03:31
#41 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hell erleuchtet von den "Kölner Lichtern" habe ich Montag oder Dienstag ein Special für euch. Macht euch bereit für ein Feuerwerkspektakel. Natürlich werden Funken fliegen. Und jetzt:

Karo

Karo Offline

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17.07.2017 18:14
#42 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo zusammen!

Dann werde ich mal mein Versprechen einlösen und das Kölner Lichter - Special hochladen. Es steht für sich alleine!!!
Ich wünsche euch viel Spaß damit.

Ein liches Dankeschön an @JackySunshine für die neuen wunderbaren Smilies und , die ich bestimmt demnächst öfter verwenden werde. Auch ist gelungen und wird sich bestimmt auch schnell verwenden lassen

Echt super, danke!

Und nun: Ich - hochladen, ihr - lesen! Und natürlich gerne an dieser Stelle kommentieren

Bis bald,
Karo

Karo Offline

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18.07.2017 19:31
#43 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Na, seid ihr noch alle überwältigt von dem Feuerwerkspektakel?

Von Köln wollen wir mal wieder zurück nach Berlin schalten, wo Bernd Ullstein und Marc versuchen müssen, das EKH am laufen zu halten und gegen einen Mitbewerber einzuschwören. Mal sehen, was der Professor (da will ich doch gleich mal das hier einweihen) dazu zu sagen hat...

Liebe Grüße,
Karo

Nachteule Offline

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18.07.2017 21:44
#44 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebe Karo

Juppiiiieeeehhhh Ein Special von dir Image and video hosting by TinyPic Und es spielt sogar in Köln Bisher war unsere gute manney die Einzige, soweit ich mich erinnern kann, die sich in die Domstadt gewagt hat, mit MarEtchen im Anhang Ich freu mich so Image and video hosting by TinyPicImage and video hosting by TinyPic

Es ist eine Geschichte für sich, wie du schreibst. Und doch wird es eher es eine Fortsetzung deiner Mammutgeschichte sein Schließlich hat Gretchen auch diesmal Afrika durchgezogen. Nur, jetzt ist sie nicht mehr mit Marc zusammen. Es funktionierte wohl nicht Da die Trennung anscheinend von Marc ausging, konnte er also nicht über seinen hohen Schatten hüpfen und das Abenteuer "Beziehung" weiterverfolgen. Na ja, es ist halt Marc. Er ist einfach nicht mutig genug, um dies zu wagen. Gemäß dem Motto: "Große Klappe, nichts dahinter."

Gretchen dagegen hat es also wirklich gemacht. Sie hat ihr Leben in die eigene Hand genommen und bewältigt es selbständig Sie lässt sich nicht mehr von Mutter Bärbel einreden, dass sie unbedingt heiraten und eine Familie gründen muss. Sie hat sich beruflich anscheinend auch von Papa Franz gelöst, ihre Zelte wieder in Köln aufgeschlagen und macht dort Karriere, denke ich mal . Sogar vom Rosa hat sie sich getrennt, ihrer einst so heißgeliebten Lieblingsfarbe Kurzum, Gretchen, sonst eher ein "kleines Licht", ist anders als ihr Exfreund tatsächlich mutig und sie ist dabei erwachsen geworden. Anscheinend treibt sie sogar so etwas wie Sport

Und Marc? Der lebt also inzwischen hanseatisch Schade, dass es nicht das Bremer Hanseatisch ist. Es wäre zu schön, wenn Marc Meier in Bremen wohnen würde, wenn es ihn denn in echt gäbe. Dann wäre die Strecke nicht so weit und ihm bestimmt auch alles andere als langweilig Image and video hosting by TinyPic Ähm... ja, ich schweife ab . Er lebt und arbeitet also jetzt als Nordlicht und ist sogar Chefarzt einer chirurgischen Klinik, wo "zufälligerweise" auch heiratswillige Haase-Verwandte herumtoben. Vitamin B, würde ich behaupten. Und er hat weiterhin guten Kontakt zu seinem einstigen Chef und über diesen auch ein wenig zu Gretchen . Und zum Glück verstehen sich die zwei trotz Trennung immer noch, sogar telepathisch , wobei das spontane Wiedersehen beide doch leicht nervös zu machen scheint. Die Gedanken drehen sich beiderseits um ein Thema "Hat er/sie eine/n Neue/n?" Nein, keiner von ihnen ist zur Zeit vergeben. Erleichterung macht sich jeweils innerlich breit, obwohl Marc es immer noch nicht recht fassen kann, dass Gretchen weiterhin Single ist. Und sein Teufelchen auf der einen Schulter kann es auch nicht glauben, dass es so ist. "Feuerwerk geht auch nur nach oben, lieber Marc. Gretchen hat ganz sicher einen neuen Typen an den Hacken." Dagegen hat das Engelschen auf seiner anderen Schulter den Durchblick. Gretchen wollte etwas alleine schaffen, sie hat es alleine geschafft. Sie war in Afrika, sie lebt wieder in Köln, sie braucht keine rosa Seifenblase mehr und keine Märchenprinzen, die sie auf Händen tragen. Aber dennoch ist sie irgendwo immer noch Gretchen geblieben. Beispiel: Ihre Wohnung liegt - warum wundert mich das jetzt nicht - direkt neben dem Zoo, den sie auch gleich mal besuchen. Typisch Gretchen! Sie braucht sowas Außergewöhnliches, wo andere schon alleine wegen dem Krach von nebenan die Wohnung nicht genommen hätten Das neue Elefantenbaby hat es ihr angetan, die Erdmännchen amüsieren sie. Nur bei den Nilpferden und den in BuKiFaso heiligen Krokos wird sie wehmütig und erinnert sich an Afrika, an die Station, an die Menschen dort. Sieh mal an! Roula erwartet Nachwuchs Martin wird also Papa. Die beiden sind sicher superglücklich darüber und Gretchen freut sich bestimmt sehr mit ihnen. Aber erstaunlicherweise weiß Marc bereits Bescheid. Seine kurze Zeit in Afrika ist also auch bei ihm nicht in Vergessenheit geraten. Er mailt sogar ab und an mit Martin. Scheint, er hat einen Freund fürs Leben dort gefunden.

Marcs vorgeblicher Grund für den Spontanbesuch bei Gretchen ist verbunden mit dem Kölner Lichterfest. Passenderweise schuldet sie ihm ja ein Feuerwerk, weil er Sylvester, als sie in Afrika war, alleine verbringen musste. Also lässt sich das Feuerwerk zum Jahreswechsel in Gemeinsamkeit bei dieser Gelegenheit im Sommer nachholen. Ganz romantisch soll es werden, bei Picknick auf der für Fahrzeuge gesperrten vielspurigen Straße. Erinnert mich ein wenig an den WJT 2005. Zur Schiffsanreise des Papstes konnten wir sogar auf den S-Bahnschienen über die Severinsbrücke laufen, da die Straßenbahnen in der Innenstadt alle stillstanden. So ungefähr stelle ich mir gerade das Lichterfest vor. Dazu die unzähligen beleuchteten Schiffe auf dem Rhein Image and video hosting by TinyPic Ja, das ist wirklich Romantik pur. Und das kommt nicht von Gretchen, sondern von Marc, denn er hatte ja die Idee, sich das mit Gretchen anzusehen . Diese Idee ist erfolgreich. Sie genießen das Besondere dieses Abends, vor allem aber ihr Zusammensein. Die Stimmung ist gelöst, das Vertrauen zueinander immer noch da. Es fühlt sich gut an. Gretchen ist Marcs "bester Freund" Ein schöneres Kompliment kann sie sich sicherlich gerade von ihm nicht vorstellen. Bevor der Feuerzauber am Himmel beginnt (ich wäre sicher eher im Rheinpark gewesen , haben die immer noch die leckeren Mojitos am Strand?) erleuchten Gretchens Augen. Das erste Licht des beginnenden Abends. Sie strahlt, weil ER an ihrer Seite ist und ihr dieses Kompliment macht.

Mit dem Beginn des eigentlichen Lichterfestes und dem Abfeuern der ersten Raketen wird Marc dann eines klar: Wenn Feuerwerk nicht nur nach oben geht, sondern auch in alle anderen erdenklichen Richtungen, dann hat das Teufelchen Unrecht. Und wenn es Unrecht hat, dann kann Gretchen doch alleine sein. Es ist faktisch möglich, dass sie keinen neuen Partner hat. Die Bestätigung erhält Marc schließlich zu Hause in Gretchens Wohnung. Sie ist frei. Er ist erleichtert. Freie Bahn für ihn also .

Und wenn die zwei gedacht haben, die Zeit der "Kölner Lichter" sei vorerst vorbei, dann täuschen sie sich. Der Himmel möchte auch mitmachen. Er schickt Blitz und Donner. Das macht Gretchen Angst. Wo sie sonst mit beiden Beinen fest im Leben steht, verlässt sich bei diesem Wetterphänomen der Mut. Sie braucht und sucht Schutz und findet diesen ausgerechnet bei ihm, Marc. Er ist ihr Aufpasser in dieser besonderen, lauten und hell erleuchteten Nacht. Sie haben ihr Sylvesterfest nachgeholt und knüpfen damit an jene Zeit an, in der sie noch ein Paar waren. Wer weiß, vielleicht sind sie es gerade wieder Image and video hosting by TinyPic




Wow! Eine sehr methaphorische Geschichte Ich mag Geschichten, über die ich nachdenken muss und nicht dieses Triviale, das schlicht der Unterhaltung dient, aber sonst wenig Sinn macht, wie es wahrscheinlich zum Teil bei den Werken von der Fall ist (ich wollte diesen Smiley so gerne benutzen ). Deine Geschichte erstrahlt von den vielen Lichtern. Lovelights. Für Gretchen, für Marc, für Köln Image and video hosting by TinyPicImage and video hosting by TinyPic. Danke dir dafür

Und jetzt stürze ich mich auf deine reguläre Fortsetzungsfolge

Bis zum nächsten Mal,

deine Bibi

Karo Offline

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24.07.2017 00:52
#45 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebe Bibi
@Nachteule

Dein Kommentar zu meinem Special lässt meine Augen leuchten Image and video hosting by TinyPic und die Mundwinkel strahlen

Und lachen - ich zitiere Dich: "Anscheinend treibt sie sogar sowas wie Sport"

Dabei hat sie mittlerweile die volle Verantwortung für ihr Leben übernommen - warum also nicht auch für sich selbst? Weil sie immer noch Gretchen ist? Wen auch rosa-frei? Aber mit dem Zoo um die Ecke und bestimmt hat sie auch im Kühlschrank Der Smilie ist echt super - Danke @JackySunshine

Einen Marc Meier sollte es in jeder Stadt geben, nicht?

Sehr schön, dass Du das Special wirklich unter dem Thema "Lichter" liest. Im Grunde ist es für diese Geschichte egal, ob sie wieder zusammen kommen. Es war ihr persönliches Silvester, angeregt von Marc, der nicht nur seine Karriere verfolgt, sondern einfach noch besser geworden ist - Silvester in den Juli verlegen, das muss man erstmal hinkriegen
Er hat sich vom EKH und seinem Ziehvater gelöst und zu Martin hat er immer noch Kontakt. Ich würde sagen, auch er hat sich weiterentwickelt. Natürlich ist auch Marc Marc, denn auf einer vierspurigen Straße zu picknicken... es begeistert ihn.

Die Hohenzollernbrücke "verkaufen" sie für die Kölner Lichter übrigens mittlerweile zu teuren Preisen... dem Rheinpark weichen wir schon länger aus, wegen der Massen. Deutz oder den Hbf muss man einfach meiden und da ist es einfacher vom Neu- oder Heumarkt wegzufahren. Jetzt, wo ich nach Porz ziehe, werde ich nächstes Jahr an der Groov gucken, wo der Schiffskonvoi losgeht.

Jetzt wechsel ich gerade mal das Kommentarfeld, Dein Kommi wartet auch, geschrieben zu werden

Bis gleich auf Deiner Seite,
LG Karo

Karo Offline

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Beiträge: 499

30.07.2017 15:01
#46 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben,

gleich geht es wieder weiter... ein paar Worte vorab: Der heutige Teil war nicht so lang geplant, aber ich fand eine kleine Parallele zu der Geschichte von @Nachteule sehr witzig. Das es heute mehr wird, gleicht dann den August aus, wo ich mindestens 14 Tage (eher mehr) nichts posten werde, da ich in Urlaub fahre

Tja, im heutigen Teil wird auch ein Text vorkommen, den ihr schon kennt - es ist volle Absicht, diesen nochmal zu posten. Ich hoffe, ihr seht das genauso. Aber - lest selbst.

Viel Spaß - natürlich auch beim kommentieren...

Karo

Karo Offline

Mitglied

Beiträge: 499

03.08.2017 23:22
#47 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Hallo zusammen, quasi kommentarlos (im wahrsten Sinne des Wortes ) geht es weiter.

Viel Spaß,
Karo

Nachteule Offline

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Beiträge: 331

04.08.2017 22:38
#48 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebe Karo

Tja, du kennst doch das Sommerloch. Da ist man lieber draußen, als Kommis zu schreiben Auch wenn man mich permanent online sieht, das liegt daran, dass ich die Seite meistens im Hintergrund auf dem Handy offenhabe. Und da macht das Kommentieren nicht soviel Spaß, weil es da so viel mühseliger ist, die Smileys, die ich so wichtig finde, einzugeben, als am PC (ein Kommentar für Jacky&Mel hat auf dem Handy bei mir tatsächlich mal ganze vier Stunden in Anspruch genommen ). Und an dem PC sitze ich eben im Moment nicht dauernd, wenn ich doch ab und an hier im rauhen Norden die Sonne genießen kann Außerdem ist es nicht immer so einfach, nach neun Stunden Arbeit, sich noch auf einen vernünftigen Text zu konzentrieren. Ich warte ja auch auf den ein oder anderen Kommi, aber ich habe inzwischen eingesehen, dass man hier Geduld haben muss.
Dazu kommt, dass du erst vor ein paar Tagen alleine vier neue Folgen gepostet hast. Wenn man einigermaßen sinnvolle und verständliche Kommis schreiben möchte, geht man die Folgen in der Regel nochmal genau durch, so mache ich das jedenfalls und weiß auch z.B. von Greta und Jacky, dass sie das ebenso handhaben. Von daher musst du dich nicht wundern, wenn es erstmal still bleibt. Vielleicht erbarmt sich ja nochmal der ein oder andere






Ich musste erst einmal nachgucken, wo ich beim letzten (regulären) Mal stehengeblieben bin Ist schon ein paar Wochen her Da ich soviel aufzuholen habe, werde ich nach und nach die Folgenkommis nachholen . Also, als Ansporn eine zum Genießen und los gehts


Mark am EKH 6


Marc&Franz

Ich bin noch immer ganz verliebt in die tollen Dialoge von Professor und seinem Wunschnachfolger Image and video hosting by TinyPic Man merkt, dass die beiden gewissermaßen aus demselben Holz geschnitzt sind. Ähnliches habe ich auch schon in einer anderen Story hier gelesen, wo mir eben dieses enge Verhältnis der beiden Chirurgen sehr gut gefällt. Marc braucht seinen väterlichen Freund, da sein eigener Vater ja irgendwie nur noch in seinen unschönen Erinnerungen eine Rolle spielt. Außerdem ist Franz Haase fähig - man hat es ja auch schon in der Serie gesehen - Marc verbal und mental in den Hintern zu treten, vor allem in der Sache "Hasenzahn". Marc weiß, wenn er Gretchen verletzt, verletzt er damit auch seinen Chef. Und das behagt ihm nicht. So in etwa, wie vor dem "Kaffeedate" im Park. Hätte Franz sich nicht eingemischt, wäre Marc nicht mit Gretchen weggegangen, hätte allerdings auch nicht den Beinschuss abbekommen, was ja nun keiner vorher ahnen konnte. Okay, genug des Abschweifens . Auf jeden Fall ist das Gespräch zwischen Marc und Franz in dessen Krankenzimmer ausgesprochen ehrlich. Marc legt dem Prof offen dar, dass ihm so ein großer Karrieresprung in puncto Chefsesselübernahme längst nicht mehr wichtig ist. Er möchte sich beruflich lieber auf das beschränken, was ihm wirklich Freude macht, das Operieren.
Franz hingegen gibt zu, dass er befürchtet, Marc nicht halten zu können und lässt erkennen, dass er inzwischen einiges dafür tun würde, um seinen Schützling zu behalten, was er sich anscheinend früher selbst verboten hat. Die Frage ist, geht es dabei um das Krankenhaus oder um Gretchen? Beide Männer wissen nur zu gut, dass Gretchens Lebensglück davon abhängt, was Marc für seine weitere Karriere plant. Klar, sie könnte mit ihm hingehen, wohin auch immer es ihn zieht. Aber würde sie das aushalten? Würde ER das aushalten? Sie sind ja eben erst zusammen und eigentlich schon wieder getrennt, jedenfalls räumlich. Sie hatten bisher kaum Gelegenheit, eine richtige Beziehung zu führen, in der man wochenlang zusammenhockt, möglicherweise in einem geteilten Zuhause, wo man einen gemeinsamen Alltag, aber auch eigene Bereiche hat. Afrika war ein Testlauf dafür, aber definitiv zu kurz. Zudem war Marc dort nicht er selbst. Jetzt aber ist er wieder inmitten seines Berliner Refugiums. Wie würde die Beziehung der beiden dort klappen? Im Moment hängt kopfmäßig für Marc der Himmel voller Geigen, wenn er an Gretchen denkt. Aber bei seiner Unerfahrenheit mit festen Bindungen zu Frauen, könnte sich das auch schnell ändern. Schließlich ist er charakterlich kein leichter Typ. Und Gretchen äußerst sentimental gepolt. Es wäre schon ein Wunder, wenn da nicht ab und zu die Fetzen fliegen würden.



Marc & Thilo

Nanu? War Thilo beim Sprachtherapeuten? Oh Mann!

Endlich zeigt sich, zu was diese Figur nützlich ist Mit Thilo als Journalisten ist es möglich, die Konkurrenz völlig legitim und öffentlich in die Schranken zu weisen. Das ist ein wirklich cleverer Faden in deiner Geschichte. Dazu kommt noch, Afrika nicht nur als Möglichkeit für Gretchen darstellen, um dort quasi erwachsen zu werden, wie man es in den meisten anderen FF's liest, sondern die ja real existierende Problematik mit der Armut dort und der schlechten medizinischen Versorgung zu verpacken und mit den Möglichkeiten zu verbinden, die die "reichen" Europäer haben, um zu helfen. Bislang war ich nicht überzeugt, von Afrika-Fortsetzungen zu lesen geschweige denn überhaupt von Boras Idee, Gretchen dorthin gehen zu lassen. Aber du machst das richtig gut. Mir gefällt das. Und es liest sich herrlich. Man ist so mitten drin im Geschehen. Super
Überhaupt die Entwicklung der Figuren in deiner bisherigen Geschichte Die Protagonisten entwickeln sich weiter, die Nebenpersonen z.T. auch. Beispiel Cedric Stier, der in der Folge, in der er auftauchte, mindestens genauso überheblich war wie sein Kontrahent Marc und zur Rettung seiner Schwester über Leichen ging, dem man aber die Sorge um sie und die Verzweiflung abnahm. Leider wurde Cedric von dem komischen Professor Helmut lediglich namentlich erwähnt. Ich hätte ihn gerne in der Serie wiedergesehen. Daher freue ich mich auch, dass er in einigen der Fortsetzungsgeschichten hier eine Rolle spielt . Und bei dir darf er Teil von Marcs großem Projekt sein, das Krankenhaus einerseits zu erhalten und Martins Mission in Afrika zu unterstützen, denn Cedric nimmt Marc schließlich einen großen Teil der verhassten Aktenarbeit ab und hält seinem Kollegen damit den Rücken frei für andere Aufgaben und eben für sein wichtiges Anliegen. Gleichzeitig erhält Dr. Stier eine neue Chance. Deine Geschichte hat hier echt Benefizcharakter in mehreren Bereichen: Afrikahilfe, EKH wieder konkurrenzfähig machen, Professor Haase entlasten und "gefallenen" "armen" Schluckern wieder auf die Füße helfen. Hier ist einiges drin, was mich echt fasziniert. Das Augenmerk liegt nicht ausschließlich auf "unserem" Lieblingspaar und seinen beziehungstechnischen Höhen und Tiefen. Du lässt uns auch in Bereiche gucken, die in einer Comedyserie im Grunde viel zu kurz kommen und, wenn überhaupt, nur Randnotizen sind, um evtl. das Drama oder den Lachfaktor zu erhöhen und es dann auf recht skurrile Art und Weise zu lösen, nahezu in Luft auflösen zu lassen, wie z.B. Bärbels Geldprobleme.
Danke übrigens für die Rückholung der Kühlschubladenszene Ich fand es damals zum Schießen, als es in der Folge gezeigt wurde. Klar, dass Marc sowas Spezielles in seinem Schreibtisch versteckt



Blaubeermuffins mit Ketchup

Uiuiui Ist Dr. Hassmann tatsächlich in anderen Umständen? Und dann auch noch von dem Ösi? Ich hoffe es für sie

Wunerbar, das Gespräch zwischen der wirklich sehr naiven Bärbel und den genervten Chirurgenmännern Und Franz fällt nichts besseres ein, als sie zum Frisör zu schicken
Und als die Superhaus- und Ehefrau endlich weg ist, wird es doch wieder ernst. Es muss einiges geklärt werden, was das Krankenhaus angeht. Und da ist dann auch noch die Tatsache, dass Gretchen in Afrika freiwillig auf Marc verzichtet, damit er in Berlin zur Stelle ist, um nicht nur wieder an sein geliebtes Krankenhaus zurückkehren zu können, sondern auch ihren Vater zu unterstützen, um den sie sich zurecht große Sorgen macht. Da wird sogar Marc leicht sentimental, als er an seine abwesende Freundin denkt

Zitat
(„Ich muss unbedingt wieder ihre Stimme hören!“)

„Franz, ich bin wieder da!“

Er verzog das Gesicht.

(„Nein, nicht diese Stimme!“)



Herrlich

Und - oh weh! Bärbel hört, dass Marc in den Keller will wegen den Räumlichkeiten für die Afrikaspenden Ich hatte eigentlich bisher gedacht, Ösi, Gordon und Bärbel hätten jegliche Spuren ihrer illegalen Geldmaschinerie inzwischen beseitigt. Ist ja schon einige Zeit her. Da bin ich aber gespannt, ob da noch was entdeckt wird von der ehemaligen Plantage. Bärbel wird dann wahrscheinlich umfallen - und ich darf diesen Smiley endlich benutzen

-------------------------------------------

Liebe Karo, für heute beende ich das Kommentieren erstmal. Es war ein langer Tag. Ich merke, dass ich nicht mehr gut schreiben kann. Morgen kommt mehr, versprochen

Bis dann und glg
deine Bibi

Karo Offline

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Beiträge: 499

05.08.2017 00:23
#49 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebe Bibi

@Nachteule

Was soll ich sagen: YOU MADE MY DAY

Nicht nur mit einem Kommentar, sondern auch mit der Verwendung einiger neuer toller Smilies. Nee... mit dem was Du schreibst...

Nebencharaktere, Nebenschauplätze, "reale existierende Probleme", wie Du so schön sagst... vor allem diese Recherche kostet immer viel Zeit, aber es ist auch echt interessant. Alleine, was ich mittlerweile über Burkina Faso weiß... eines Tages fahre ich dahin!

Dass so viele Personen "wichtig" sind... das macht es zum einen echt anstrengend, jeder Figur gerecht zu werden. Andererseits muss man ihnen auch folgen können... manchmal denke ich, es sind einfach zu viele. Aber wie es aussieht, ist es doch nicht der Fall. Alleine Marc und Gretchen sind so unglaublich komplex (auch wenn man sie gerne auf blond, dick, Schoko-süchtig reduziert - halt - hysterisch gehört auch noch dazu) Oder Marc, seine Mutter, auch wenn sie wirklich eine Nebenrolle spielt, ihre Geschichte ist wichtig. Cedric ist auch nicht ohne, mit seinem Schicksal... und Franz... in seinem Alter (ohne es despektierlich zu meinen) hat man einfach schon was erlebt. Gerade mit so einer Verantwortung. Bärbel in ihrer "Einfachheit" ist auch intensiv So wie sie ist, liegt sie mir sehr fern und Kapitel mit ihr strengen mich anders an. Tja... und Mehdi... dass er Probleme hat durften wir ja von Anfang an miterleben.

Und dann noch neue Charaktere... Thilo, Roula und Martin, Bernd Ullstein... ein bisschen auch Lorelei, die ursprünglich mal viel wichtiger gewesen ist (weil sie auch ein Jahr in Afrika war). Mit jeder Überarbeitung habe ich ihr etwas weggenommen... aber manchmal entwickeln sich die Personen dann in eine ganz andere Richtung, als man es gedacht hatte.


Und Cedric Stier ist einfach eine coole Sau "klopf klopf- ist jemand zu Hause?" Ich habe mich weggeworfen... und ganz ehrlich: Hätte ich einen Schreibtischjob - ich hätte mir längst den Tisch umbauen lassen. Das war einfach Hammer

Oh Mann - ich muss um Verzeihung bitten. Und habe es direkt nachgesehen... in allen anderen Kapiteln, wo der gute Thilo auftaucht, darf er seinen Sprachfehler haben. Keine Ahnung, wie mir das passieren konnte

Ich habe mir für den Keller etwas Besonderes einfallen lassen freu Dich drauf. ist sicherlich für den armen Bernd Ullstein treffend zu verwenden

Und gibts auch wieder... viel Spaß mit der guten Dame.

___

Ab Dienstag bin ich dann erstmal im Urlaub und ihr habt alle Zeit der Welt, die Kapitel aufzuarbeiten
Ich wünsche mir übrigens regelmäßigen sanften Regen. Nicht, dass keiner raus kann, aber mein Rasen soll doch wachsen...

Liebe Grüße und

Karo

Nachteule Offline

Mitglied


Beiträge: 331

05.08.2017 16:17
#50 RE: Kommentarseite zu der Story von Karo Zitat · antworten

Liebe Karo

Ich weiß, was du meinst. Man liest ja einige Geschichten, die völlig nach Trivialkitsch klingen und an manchen Stellen einfach keinen Sinn ergeben. Klar ist es einfacher, rein aus dem Bauchgefühl zu schreiben. Das habe ich zuletzt als Teenager getan. Aber wer die Schreiberei wirklich ernst meint - bei mir ist es, wenn ich Zeit finde, auch so eine Art "seelisches Ventil", um mich mal eine Weile aus der Wirklichkeit auszuklinken, wozu sich gerade DD besonders eignet - dann macht man sich auch die Mühe und recherchiert, nicht nur, wenn man die Geschichten der Öffentlichkeit präsentiert . Gewisse Dinge helfen ja auch bei der Ideenfindung. Für meine Romantic Specials z.B. habe ich online speziell nach modernisierten Altbauten in Berlin gesucht, um mir vorstellen zu können, wie Marc und Gretchen wohnen. Bei der Beschreibung ihres Wohnhauses hatte ich innerlich übrigens die Nesthäkchen-Bücher im Kopf Deshalb auch Charlottenburg. Und für die Strandhochzeit habe ich ganz viel über Mauritius und Hochzeiten in der Südsee gelesen. Somit dauern einzelne Folgen zwar länger, aber ich finde, es lohnt sich auf jeden Fall, es so zu machen




Und damit du nicht zu lange warten musst, kommt jetzt der nächte Kommi:

Bärbel auf der Pirsch

Bärbel Haase, geb. Wolf, ist eine sehr fürsorgliche Ehefrau und Mutter. Und so macht sie sich ständig Sorgen um das Wohlergehen ihrer Lieben. Als absolutes Muttertier liegt ihr natürlich vor allem Gretchens Glück am Herzen. Das Kind hat doch schon soviel schreckliche Dinge erlebt. Da ist es nicht verwunderlich, dass Bärbel ihren potentiellen zukünftigen Schwiegersohn Marc Meier mit Argusaugen betrachtet. Der einstige Hallodri soll es nur einmal noch wagen, Margarete wehzutun "Dann schmeißt du ihn raus, Franz!" Wie dieser Satz mich jedes Mal aufs Neue amüsiert

Franz hingegen vertraut seinem Oberarzt mehr denn jeh. Nicht nur beruflich, auch privat. Außerdem ist alt genug, um zu wissen, ob sie weiterhin versuchen will, ihr Glück bei Marc zu finden oder nicht. Dennoch kann der Chefarzt nicht verstecken, dass er sich darübr freut, dass die zwei anscheinend endlich zueinander gefunden haben. Marc ist ohnehin wie ein zweiter Sohn für ihn, warum sollte er nicht auch eines Tages offziell sein (Schwieger-) Sohn werden?

Ja, so geht es ständig um dieses Thema. Gretchen & Marc, Marc& Gretchen, Afrika und das Krankenhaus. Wie soll das ausgerechnet ein Buch über Südafrika Franz von all dem, was permanent in seinen Gedanken herumschwirrt, ablenken? Südafrika als Reiseziel? Wahrscheinlich denkt die recht dürftig gebildete Bärbel, Afrika wäre recht klein und BuKiFa liegt bei Kapstadt um die Ecke

Während Franz also mit der Reiselektüre abgelenkt zu sein scheint, kann Bärbel anderweitig Spuren beseitigen. Sie ist ja eine sehr gründliche Person. Und was sie selbst in die Hand nimmt, wird i.d.R. blitzblank und porentief rein. Sie hat ja Übung genug im Reinemachen. Natürlich sind noch Reste ihrer illegalen Cannabisfabrik, die sie einige Zeit mit Gordon und Knechtlsdorfer geführt hat, im Keller des Krankenhauses vorhanden, weil die beiden Vollpfosten es mit der Reinlichkeit nicht so genauso genommen haben wie ihre zeitweise Hanfgärtnerin. Diese macht sich sogleich ans Werk. Wäre ja noch schöner, wenn Dr. Meier & Co. erführen, welch reger Rauschhandel bis vor kurzem im verborgenen Bereich des EKH gelaufen ist und wer sich für sowas verantwortlich zu zeigen hätte. Nicht nur, dass so herauskommen würde, was bei Gordons Unfall damals wirlich passiert ist, es könnte ihn und dem Ösi auch die Jobs kosten. Und nicht nur das. Auch Bärbels Ruf steht auf dem Spiel, damit aber auch der ihrer Familie, wenn nicht letzten Endes sogar der des gesamten Krankenhauses, wenn die Öffentlichkeit davon erführe Sogesehen tut sie dem EKH und auch der StaBe noch einen gefallen, gerade zu Beginn des Kampfes gegen die ProVida. Bärbels eigennützig gemeinte Säuberungsaktion vertuscht den illegalen Hanfanbau in letzter Sekunde. Und so wie sie es monatelang geschafft hat, Franz den Diebstahl ihrer Altersvorsorge zu verschweigen - wenn Gretchen nichts ausgeplaudert hätte im Affekt, wüsste ihr Vater wohl heute noch nichts davon - so schafft sie es auch, das EKH aus dem Drogenschlamassel zu halten. Respekt für diese Frau dafür

Aber alleine die Cannabisplantagenspuren gründlichst zu beseitigen, reicht der Professorenfrau nicht. Wenn gründlich, dann aber richtig! Da ich schon weitergelesen habe, weiß ich, welch - entschuldige - bekloppte Idee sie hat, um die Vertuschung zu vertuschen. Wenn das mal letztendlich nicht nach hinten losgeht

Da hilft nur eines, sich mental von allem Negativen abzulenken: es muss ein neues Sofa her. Endlich! Dem Rotweinfleck sei Dank

Und Dank sei dir, liebe Karo, für diese wirklich witzige Zwischenepisode




Marc und Professor Haase 3

Marc, der Workaholic Er hat schon immer sehr, sehr viel gearbeitet. Und normalerweise hört er nicht damit auf, bis er gänzlich zufrieden mit seinen Tagesleistungen ist. Das kennen wir ja schon von ihm. Aber dass er erst so spät fertig wird, obwohl Cedric ihm mit dem Papierkram eine außergewöhnlich große Stütze ist, zeigt, was da nach drei Wochen Oberarzt-Abstinenz zusammengekommen ist. Wenn Marc jedoch weiter so ackert, wird er es bald geschafft haben und die Dinge im EKH laufen - hoffentlich - wieder völlig ihren normalen Gang.

Eigentlich war der Professor ja laut seiner Aussage gegenüber Bärbel der Ansicht, Marc sei alt und groß genug, um sein Privatleben eigenverantwortlich zu führen. Dennoch sieht sich Franz dazu genötigt, seinen Schützling darauf hinzuweisen, dass es ja auch noch in Marcs Leben gibt und diese ein Recht darauf hat, zu erfahren, dass ihr Sohn wieder in Deutschland weilt. Schlimm genug, dass die Autoren-Königin lange Zeit nicht wusste, dass Marc Gretchen nach Afrika gefolgt ist. Sowas geht aber nicht So einfach mir nix, dir nix für drei Wochen zu verschwinden und der lieben Frau Mama nichts darüber mitzuteilen Schließlich "redet man nicht über ein Wochende an der Ostsee."


Und so kommt die gelungene Überleitung, liebe Karo. Ein Flashback aus Marcs Kindheit, welches wieder einmal Aufschluss darüber gibt, warum der Junge sich charakterlich eher ins Negative entwickelt hat. Wenn man dieses Kapitel liest, möchte man den kleinen, wie den großen Marc am liebsten in den Arm nehmen und ordentlich durchknuddeln


MARC 5

Wir wissen ja schon, Marcs Vater war ein A....loch. Seine Mutter war damals noch nicht die hochtrabende Diva mit Anspruch auf die Krone einer literarischen Queen (Elisabeth - Elke, die Ansätze der Namen passen schonmal Elke kommt allerdings von Adelheid). Das einzig Normale in Marcs damaligem Leben waren seine Großeltern, mit denen er wohl regelmäßig Ferien an der Ostsee machte und sich für eine Weile von seinem drangsalierenden Vater erholen konnte.

Auch in jenem Jahr freut er sich auf den Urlaub. Leider kommt es anders, ja, richtig heftig sogar. Der Idiot wagt es doch glatt, Marc in ein Kinderheim zu bringen, eines für Schwererziehbare! Nebenbei wird die Heimleiterin beleidigt und Elke mit derben Worten kleingehalten. Wenn man die Folge so liest, fragt man sich, was schlimmer sein könnte für den jungen Marc: weiter ständig den Vater mit seinen unberechenbaren Launen aushalten oder die nächsten Wochen oder Monate in dieser Erziehungsanstalt verbringen zu müssen? Früher waren die Erziehungsmethoden in solchen Heimen in Ost und West gleichermaßen rabiat, was man so alles hört. Aber immerhin, Marcs Kindheit spielt sich in den 80er Jahren ab, in einer Zeit, in der einges schon etwas humaner geworden ist. So gesehen könnte Marc nichts Besseres passieren, wenn er denn wenigstens von seinem prügelnden, schimpfenden und spottenden Vater weg ist. Die Erzieherin hat es ja selbst zu spüren bekommen, was für ein Fiesling René Meier ist. Das spräche doch für Marc, der es nicht fassen kann, dass er einfach so abgeschoben wird, obwohl er sich so sehr auf die Ferien mit den Großeltern gefreut hatte.

Elke - sie tut einem schon wieder leid in diesem Flashback. Kein Wunder, dass sie so oberflächlich geworden ist. Ihre Ehe war die Hölle. Beleidigt und öffentlich denunziert von ihrem Mann, den sie trotzdem geliebt hat. Sie ist ihm gegenüber völlig machtlos und hat die brave, unterwürfige Ehefrau zu sein, die gefälligst ihren Mund hält und den Ehemann alles bestimmen lässt, was ihr gemeinsames Leben, auch das des Sohnes, angeht. Wenn etwas nicht nach Renés Willen läuft, bekommt Elke es zuerst zu spüren, dann der Sohn. Draufhauen, lautet die Devise. Wenn man Agressionen anders nicht loswerden kann, weil man mit seinem eigenen, verkorksten Leben nicht umzugehen weiß, weil man sich aufgrund des immer noch nicht erreichten Doktortitels als Versager fühlt und daran nicht selbst Schuld sein will, dann muss eben die Familie herhalten. Agressive Menschen merken es irgendwann nicht einmal mehr, wie sehr sie ihre Angehörigen mit ihrem Verhalten verletzen, nicht nur physisch, sonder auch psychisch. Elke hat einen Weg gefunden, damit klarzukommen. Sie trinkt. Später, nach der Trennung, wird sie sich mit "Dr. Rogelt" den René erschaffen, der sie, Schwester Monique, auf Händen trägt und so viel liebenswürdiger ist als der reale René.

Marc hingegen verbietet sich sämtliche weichgespülte Emotionen und neigt zur Zerstörungswut. Außerdem tut er seinen Mitschülern körperlich weh. Er hat es zu Hause ja selbst nicht anders kennengelernt. Für seinen Vater Grund genug, ihn ins Heim abzuschieben. Ist man den lästigen Bengel doch auf einfache Art und Weise losgeworden. Marcs innere Wut und das Gefühl, von den Eltern nicht gewollt zu sein, verleiten ihn zu einer Kurzschlussreaktion, die, wie ihm erst hinterher bewusst wird, seine Mutter wieder einmal mehr in die Hölle verfrachten wird. Sein Versuch, sie davor zu bewahren, fruchtet nicht. Elke wird die Wut des Vaters zu spüren bekommen, wenn er sein zerkratztes Auto bemerkt.

Und noch etwas Entscheidendes über Marcs persönliche Entwicklung erfahren wir: inmitten der Trauer über das Geschehene schwört er sich, jegliche öffentliche Emotionalität ein für alle Mal abzulegen. Er wird der "ewig Coole" werden, der anderen nie zeigt, wie es tief in seinem Inneren aussieht. Es wird lange dauern, bis jemand dies schafft. Nämlich Gretchen.




Fürs Erste beende ich diesen Kommi. Demnächst schreibe ich weiter und dann mit einer ganz besonderen Motivation - you know? . Wie du ja vorgeschlagen hast, könnte man deine Urlaubszeit dafür nutzen

Bis dahin alles Gute und einen schönen Urlaub

Deine Bibi

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