Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Willkommen im Doctors Diary Fan-Forum!
Sie knnen sich hier anmelden
Dieses Thema hat 102 Antworten
und wurde 35.136 mal aufgerufen
 Erfindet eure eigene Fortsetzung!
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5
Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

04.03.2016 22:43
Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)


.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ -Alte Liebe - neues Glück?- Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.


(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Vorwort」



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



Bei dieser Geschichte handelt es sich um eine Fortsetzung der deutschsprachigen Serie; Doctors Diary - Männer sind die beste Medizin.
An dieser Stelle möchten wir anmerken, dass wir uns die vorhandenen Charaktere der Serie, nur ausleihen.

Idee, Entwurf, frei erfundene Charaktere und fertige Geschichte gehören ©Choconussa und ©Melli84.


Die Geschichte setzt nicht am Ende der dritten Staffel an, sondern spielt knapp zwei Jahre nach der Folge "Na toll! Ohne Marc ist alles doof." Staffel 2 Episode 12.

Wenn Interesse an einer Kommentarseite besteht, bitte eine Privat Nachricht an mich




(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Einleitung



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



Liebes Tagebuch,

wir alle suchen unser ganzes Leben, nach einem Menschen, dem wir blind vertrauen können. Einem Menschen, der uns ohne Worte versteht, immer für uns da ist und sich die Last des Lebens mit einem teilt.

Ebenso war ich auf der Suche nach eben jenem Menschen. Gerade als ich dachte, ich hätte ihn gefunden - war er auch schon wieder weg.. und ich allein. Nun ja.. Nicht so allein, aber ich fühlte mich im Stich gelassen.

Marc Meier, war immer der Eine gewesen. Von meiner Kindheit an - bis heute. Ich glaube auch nicht, dass es jemals einen anderen geben sollte. Ich glaube er ist mein Schicksal.

Wir mussten beide erkennen, und glaub mir das hat sehr lang gedauert, dass wir unsere Augen, vor den Dingen die wir nicht sehen wollen, verschließen können.

Wir konnten aber nicht unsere Herzen verschließen, vor dem, was wir beide nicht mehr fühlen wollten...



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Eins - Never



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)






Er fühlte sich gut, jedenfalls im Moment. Bei sich im Bett, nicht allein und er fühlte sich gut. Die Frau, die unter ihm lag, stöhnte, keuchte, krallte sich in sein Fleisch und er fühlte sich gut. Schneller, härter und tiefer, trieb er die beiden mit seinen Stößen zu einem lang ersehnten Höhepunkt. Er liebte es, die Frauen davon treiben zu sehen. Jede Frau hatte er bis jetzt ins Nirwana befördert und auch bei dieser würde er sich die Genugtuung nicht nehmen lassen. Voller Vorfreude, drückte er die Arme durch und sah auf das weibliche Wesen herab.

Was er da unter sich sah, machte ihn weder glücklich noch zufrieden. Sie verzog das Gesicht auf eine sehr skurrile Art und Weise.

Simulierst du hier grad nen Schlaganfall oder was?, sprach er seinen ersten Gedanken auch gleich laut aus und wurde entsetzt angesehen. Völlig außer Atem sah ihn die, für ihn Namenlose, Frau an Äh, das war ein Orgasmus.

Achso, zuckte er nur mit den Schultern und rollte sich von ihr runter, ich dachte schon ich müsste hier auch noch erste Hilfe Maßnahmen einleiten. Danach ist mir jetzt echt nicht.

Ooooh! Dann hat es dem unnahbaren also gefallen, ja?

Nun ja. Das war, eher mittelmäßig um nicht zu sagen schlecht. Aber es war Sex und immer noch besser als selbst Hand anlegen zu müssen.

Bitte? Willst du mir hier weiß machen, dass dein Gestöhne und Gekeuche nur Show war? Ich bin nicht schlecht, sie war beleidigt und zog sich die Decke über den Körper. Wenn er sie nicht begehrte, wenn sie wirklich nicht sein Ding war.. was machte sie dann eigentlich hier?

Pass auf. Es war ganz nett okay?

Ich werd dir schon beweisen das ich eine Granate bin, die du nie mehr gehen lassen willst, sagte sie bestimmt und setzte sich auf den, für den Augenblick sprachlosen, Chirurgen.

Dann werde ich dich jetzt mal richtig einreiten.

Sie rieb sich an seinem Becken, küsste seinen Hals und schon spürte er, wie das Blut in seinem Körper in tiefere Regionen gepumpt wurde. Sie wanderte mit ihren Lippen immer tiefer, er glaubte überall ihre warme, feuchte Zunge zu spüren. An ihrem Ziel angelangt, begann sie auch gleich mit ihrer "Arbeit", doch das was sich da zwischen seinen Beinen auf und ab bewegte, war nicht das Richtige. Nein das ging nicht. Seine Konzentration verlor sich in Gedanken und mit einem Ruck, zog er ihren Kopf hoch. Entgeistert sah sie ihn an, sah das Blitzen in seinen Augen. Doch anders als bei allen anderen, machte es ihr keine Angst. Nein. Es stachelte sie an und sie grinste, wollte wieder zu dem pochenden und zuckenden Glied herab, dort weiter machen wo sie gerade unterbrochen worden war. Aber sein Griff wurde fester, sein Blick steinender und ruppig wie er nun mal war, fragte er heiser "Wolltest du mich nicht "richtig" einreiten?" Ja das wollte sie. Sie wollte es schon so lange und endlich, ja endlich durfte sie ihn haben. Spüren und ihm körperlich so nah sein. Sie genoss es, stöhnte, strich sich immer wieder erregt durch die Haare - ein Anblick der so manchen Mann alles vergessen ließ, doch nicht diesen hier.




Es gefiel ihm nicht. Er wollte nicht das jemand anderes die Kontrolle übernahm, er brauchte die Kontrolle. ER war derjenige der bestimmte in welchem Tempo der Akt vollzogen wurde. Mit einem weiteren Ruck drehte er sich und schon lag sie wieder unter ihm. Was er unter sich sah, war aber nicht das was er sehen wollte. Er schloss die Augen, trieb ab in seine Gedanken und sah endlich wieder SIE, die EINE! Er sah ihre roten, vollen Lippen, die sich zu einen seligen Lächeln kräuselten. Hörte ihr leises aber erotisches Stöhnen. Wie bei einem Reflex griff er zu den Brüsten der Frau unter sich, doch das was er spürte, war nicht das, an was er sich erinnerte. Sie waren einfach zu klein... Nein, so ging es nicht. Er griff ihr in die Haare, sein Gewicht auf ihr wurde schwerer.. Doch er fühlte nicht das samtene, weiche Haar. Sie waren strohig, überall Knoten und sie waren eindeutig nicht so dicht und lang. Aber er erinnerte sich an eben jenes Gefühl, welches er hatte, als sie noch bei ihm war. Ihre Beine die sich um seine Hüften legten und ihn noch enger an sie pressten. Ihre Lippen die sanft seine Ohrläppchen berührten, ihre Zähne die sanft knabberten und mit einem Mal wurde es dringender. Er stieß einfach unkontrolliert zu. Schnell, hart und ohne jegliche Gefühlsregung. Das Stück Fleisch, welches unter ihm lag, kam vom Kurs ab, sah ihm bei seinem Treiben zu. Unterbewusst bekam er mit das nur noch er bei der Sache war. Es störte ihn aber nicht. Er nahm sich was er brauchte, dachte woran er wollte, hörte was er hören wollte. Wieder erhöhte er das Tempo, biss in einen weiblichen Hals, Schweiß tropfte ihm von der Stirn. Er stöhnte nicht mehr, er keuchte.. Sein Herz würde ihm wohl gleich in der Brust explodieren wenn er sich nicht endlich entladen könnte. Sollte er vielleicht...? Nein, er durfte nicht sanfter werden. Die Augen hielt er geschlossen und aus seinem Hals entfuhr ein kurzes aber tiefes Grollen. Er konnte nicht mehr, er musste es loswerden und es schoss ihm nicht nur aus seinen Lenden. Es kam ihm auch aus dem Mund geschossen, bevor er auch nur wusste was er da eigentlich Aussprach.

Mhmmmm..BOAR GRETCHEN!, stöhnte er laut und brach dann erschöpft und völlig außer Atmen über seiner Gespielin zusammen.

Die war noch vollkommen von der Rolle, denn das er ein Tier war, wusste sie bis eben jetzt, noch nicht. Er hatte nicht mit ihr geschlafen, er hatte sie genommen wie ein wildes Tier.

A a aber ich, stotterte sie weinerlich, ich heiße Marina.

Und wenn sie Annegret heißen würde, es würde ihn nicht interessieren. Was mussten Frauen auch immer quatschen? Er war doch noch gar nicht richtig wieder da, er war noch ganz woanders und da wollte er auch bleiben.

Das ist mir SCHEIßEGAL, sagte er leise an ihrem Ohr aber nicht minder bedrohlich. Wieder rollte er sich auf die Seite, doch dieses Mal hielt er die Augen dabei verschlossen. Er wartete. Doch was folgen sollte, trat nicht ein. Sein Kopf schnellte nach links und tatsächlich, sie lag ja noch immer da. Gut, stieß er hervor, Ich weiß nicht was du dir gedacht hast, als ich dich mit zu mir genommen habe aber..., er würde sie nicht anlügen - es war ihm egal ob er ihr weh tat, Aber auch du bist einfach nur eine Nummer, eine Nummer die sich jetzt in ihre geschmacklosen Klamotten wirft und sich ganz schnell verzieht. Wo die Tür ist weißt du ja.

Sie schnaubte verächtlich, schüttelte den Kopf und fühlte sich benutzt. Benutzt für seine Zwecke. Das ist es also was du immer nur willst ja? Schnell einen oder vielleicht auch zwei wegstecken! Wir sind doch kein Wild was du dir fangen kannst, wann immer du es willst!!!

Auch das geht mir am Arsch vorbei. Du warst zum ficken hier und nicht zum reden. Wenn ich reden will, leg ich mich auf die Couch, das war eines der vielen Dinge die er wohl dringend nötig hatte. Sein Verschleiß in der letzten Zeit, war wirklich nicht mehr gesund. Während Marina wütend aufstand und ihre Sachen zusammensuchte, die vorhin in einem Anflug von Leidenschaft durchs Schlafzimmer geflogen waren, steckte sich der Mittdreißiger eine Zigarette an und pumpte den Qualm tief in seine Lungen. Heute Abend war er vielleicht wirklich ein bisschen zu weit gegangen, das wusste er, aber es kümmerte ihn nicht im geringsten. Er hatte sie um nichts gebeten. Sie war vollkommen freiwillig hier. Dass er sie eindeutig angemacht hatte und somit beinahe ihn den Wahnsinn getrieben hatte, schien er hierbei völlig zu vergessen. Aber warum sollte er auch daran denken? Sie war eine von vielen und morgen würde die nächste in seine Fänge gehen und auch an ihr würde er sich hemmungslos ausleben. Was für ihn in diesem Moment viel schlimmer und präsenter war, war die Erkenntnis, dass er nun nicht mal mehr ohne an sie zu denken Sex haben konnte. Dabei versuchte er es jetzt schon so lange.

Richtiges Zeitgefühl? Absolute Fehlanzeige! Hätte er Mehdi nicht, der ihn regelmäßig zur Schnecke machte, wüsste er gar nicht, dass es bereits neun Monate her war. Und die Zeit war wirklich vergangen wie im Fluge. Dank der vielen Arbeit und dank der vielen, wirklich sehr vielen Frauen. Da war er schon beim nächsten Thema.

Richtig viel Sex? Ja! Mit unglaublich heißen Frauen? Nein! Sie sahen zwar alle gut aus, aber er fand immer etwas was ihn störte. Die Hüften zu schmal, die Augen zu braun, die Haare zu kurz, die Haare zu schwarz, die Haut zu dunkel, zu groß, zu dünn, zu leise, zu laut... Keine hatte etwas, was SIE ersetzen könnte. Und gut war der Sex auch nicht. Annehmbar, manchmal nicht mal befriedigend. Es fehlte einfach dieses ganz besondere Gefühl. Das konnte er bisher nur bei IHR fühlen.

Glücklich? Im Leben nicht.

Ja. Das war Marc Meier. Ein Chirurg der seine OP's durchführte, sein Personal ununterbrochen zur Sau machte, sich fast täglich mit seinem Chef stritt, eine Frau nach der anderen abschleppte und am Ende des Tages doch allein, aber betrunken auf seiner Couch lag. Und auch heute machte sich ein unglaublich bedrückendes Gefühl in seiner Brust breit, als Marina mit einem lauten Arschloch! aus der Wohnung stürmte und die Wohnungstür zufiel.




(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)




Ein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle an die liebe @Melli84. Ich finde es wahnsinnig toll mit Dir zusammen an dieser Geschichte zu werkeln. Danke für Deine Mühen, das was ich Dir gebe, zu lesen, zu korrigieren, umzuschreiben und zu kommentieren. Danke für Deine Ideen, die sich so wahnsinnig gut umsetzen lassen und immer genau meinen Geschmack treffen.


Original Writing: 18.01.2016

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

12.03.2016 13:41
#2 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Zwei - Reason」



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)








WAS denkst du dir eigentlich dabei?, wurde er heute schon zum siebten Mal gefragt und das in einer Lautstärke die seinem brummenden Schädel alles andere als gut tat, Herrgott Marc, du kannst doch nicht jede Krankenschwester und jede Ärztin in diesem Krankenhaus flachlegen und in den Wind schießen! Du wirst hier schon als männliche Wanderhure betitelt!

Mal ganz vorne weg, was irgendwelche dilettantischen Idioten von mir denken, kratzt mich nicht. Die meisten von denen sind doch einfach nur gelangweilt von ihrem eigenen Sexleben, mit der frigiden Frau oder dem impotenten Mann und alle hatte ich auch noch nicht. Da fehlt noch einiges, zuckte er mit den Schultern und spielte wieder gelangweilt mit seinem Kuli.
MEIER!, brüllte der Mann vor ihm und irgendwie fühlte sich Angesprochener unwohl, Das ist hier kein Zirkus. Ich glaube nicht das ich dich daran erinnern muss! Benimm dich doch endlich mal deinem Alter entsprechend. Manchmal habe ich wirklich das Gefühl einen Teenager vor mir sitzen zu haben, der sich bei seinen Freunden profilieren will. Du gehst doch nicht auf die Zwanzig zu Junge, du gehst mit großen Schritten auf die Vierzig zu.

Als ob ich nicht wüsste wie alt ich wäre..., wollte er sich aufregen - aber man schnitt ihm mal wieder das Wort ab, DAS kommt mir manches mal nicht so vor. Bist du leitender Oberarzt oder bist du der König vom Ballermann? Komm mal wieder runter. Und sollte dein Verhalten an dieser einen Frau liegen, über die du ja nicht reden willst, dessen Name man nicht mal mehr aussprechen darf, dann geh zu ihr!
Warum glaubt ihr eigentlich alle immer, das alles was ich mache etwas mit dieser, dieser.. dieser dicken Frau zu tun hat?

Deine Beleidigungen waren auch schon besser, lachte Marcs gegenüber und der Chirurg wusste das es stimmte.

Wenn es um SIE ging, setzte alles aus. Wo er vorher noch zynisch war, wurde er auf einmal ganz schwulstig und konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen, oder etwas böses in Worte fassen. Neun verdammte Monate und noch immer wurde sein Hirn, wenn er an sie dachte, zu Wackelpudding. Noch immer konnte er sie nicht vergessen, egal wie oft er sich ins Delirium trank, egal wie viele Frauen er abschleppte und egal wie viel er arbeitete. Dabei hatte er wirklich gedacht, dieser klare Schnitt, würde alles ändern.

Ich habe mit ihrem Vater gesprochen ,sagte der Mann im Chefsessel leise und sein Blick ruhte auf dem so zu bemitleidenden Chirurgen vor ihm der nur fragte: Und?

Ihr geht es gut.

Schön, brummte Marc - wenigstens einem, dachte er wütend.

Mein Gott verdammt nochmal, fahr nach Berlin und sprich dich mit ihr aus. Deine Launen sind ja nicht zu ertragen.

Meinst du, ich bin nach München gezogen um dann wie so ein geschundener Köter bei ihr an der Tür zu kratzen oder was? ,echauffierte Marc sich, Ich wollte meine Ruhe vor ihr und da hilft es mir nicht wenn du ewig darauf rumhackst!

Marc ich meine es doch nur gut. Du wirst in fünf Jahren vierzig! Du solltest langsam mal sesshaft werden, wenn du nicht irgendwann allein bleiben willst. Das kannst du nun mal nur bei ihr, das ist uns allen mittlerweile klar. Nur dir anscheinend nicht. Lieber vögelst du dich durch die Klinik und meinst sie so vergessen zu können. Schwester Marina hat mir gesagt was vorgefallen ist. Das ein Mann, wenn er gerade eine Frau beglückt, den falschen Namen stöhnt, soll schon was heißen, grinsend faltete er seine Hände ineinander und legte sie vor sich auf den Schreibtisch.

Aus Marcs Gesicht war sämtliche Farbe gewichen. Wie er diese geschwätzigen Weiber hasste. Wenn das so weiter ging, würde er irgendwann in den Puff gehen. Da bezahlte er lieber dafür seinen Trieben nachzukommen, als das immer alles brühwarm auf dem Tisch seines Vaters landete. Wäre er mal lieber an eine Uniklinik in der Schweiz gegangen, anstatt zu seinem Daddy zu rennen. Aber damals war ihm einfach alles egal gewesen. Er wollte einfach nur weg aus Berlin. Da kam ihm das Angebot seines Vaters ganz gelegen. Leitender Oberarzt der Chirurgischen Abteilung in einer riesigen Uniklinik. Sein Fellowship hatte Hasenzahn ihm ja gründlich versaut und weiter in diesem Krankenhaus zu bleiben, wo sie war, ihre Familie war, kam für ihn nicht in Frage. Überhaupt in Berlin zu bleiben, bedeutete den blanken Horror für ihn. Doch jedes Mal wenn er vor seinem Vater saß, wie ein kleiner Schuljunge der was ausgefressen hatte, bereute er seine Entscheidung.

Was..chrm..macht sie so? ,fragte er leise und sein Vater vor ihm grinste dieses ekelhaft wissende Grinsen.
Sie hat gestern ihre Facharztprüfung bestanden. Mit Bestnoten!
Schön!", das war es wirklich - wenn er daran dachte, wie lang sie dafür gebraucht hatte, Ich geh dann jetzt wieder arbeiten. Also...wenn du nichts dagegen hast?!

Natürlich nicht, lächelte Olivier seinen Sohn an und als dieser den Türknauf in der Hand hielt sagte er ernst: Ach Marc? Fahr nach Berlin, sonst hole ich Berlin irgendwann her!


Kopfschüttelnd lief er durch die Flure. Schlechter konnte ein Tag doch gar nicht anfangen. Was bildete sich diese Marianna, oder wie sie auch immer hieß, eigentlich ein?

Blöde Schlampe, grummelte er vor sich her und rempelte im Vorbeigehen jeden an. Ob nun Kollege oder Patient. Dann auch noch sein Vater, der weiß Gott sicher kein Kind von Traurigkeit war. Der hatte doch selbst eine nach der anderen, wenn auch nicht täglich. Monatelang, um genau zu sein zweieinhalb Monate lang, hatte er sich um eine andere Herangehensweise bemüht.

Er hatte viel Zeit in die Arbeit investiert und sich einen Namen in der Klinik gemacht. Die Frauen hatte er zunächst gar nicht beachtet und wenn er das Verlangen nach Sex hatte.. Tja, da musste halt der ein oder andere Porno herhalten. War zwar nicht dasselbe und sicherlich auch nicht schön, aber er verschaffte sich Erleichterung. Das ging auch eigentlich ganz gut. Bis zur Weihnachtsfeier, auf der er sich bis zum Erbrechen hatte voll laufen lassen. Ehe er sich versah, lag er in einem weichen Bett auf einer weichen Frau und schlief mit ihr. Nicht einmal, nicht zweimal, nein.. Fünfmal in einer Nacht bestieg er sie und fühlte sich danach wie benommen. Er fühlte nichts, er dachte nichts und er fühlte sich gut. Von da an schleppte er fast täglich eine andere ab. Immer mit der gehörigen Portion Alkohol, die ihm das Denken nicht ermöglichte. Bis ihm irgendwann klar wurde das sein Konsum alles andere als gesund war. Seit ungefähr einem Monat, war er also "clean" und nahm sich den Rest der weiblichen Belegschaft vor. Täglich, manchmal sogar zwei Frauen. Er war doch wirklich nicht mehr zu retten, dachte er.

Ey, Meier!, wurde laut über den Flur gerufen.

In der Hoffnung jemand anderes sei gemeint, drehte er sich nicht um. Aber wer sollte schon gemeint sein? Ein Meier lag seines Wissens nach nicht auf seiner Station, ein anderer Meier arbeitete hier nicht, mal ausgenommen von seinem Vater, aber niemand würde es sich wagen Olivier so zu rufen. Also doch er und wie befürchtet wurde er gleich in eine nervende Unterhaltung verwickelt. Es ging mal wieder, wie seit Wochen, um diesen dämlichen Ärztestammtisch, Schrägstrich, Geburtstag. Zu seinem Ärgernis musste er dort antanzen und zwar, O-Ton Olivier, in ERSTKLASSIGER Garderobe. Warum musste bei seinen Eltern eigentlich immer alles erstklassig sein? Sein lieber Herr Vater sollte froh sein, das er überhaupt dort aufkreuzte und wenn er im Trainingsanzug kam.

Uuuuuuund, bringst du jetzt jemanden mit? ,fragte Sebastian Gesenhues.

Nein!, war die knappe Antwort.

Gab es eigentlich auch noch eine andere Frage? Sebastian, fragte ihn seit Wochen nichts anderes mehr.

Och komm schon Marc! Wie sieht das denn aus wenn du als einziger ohne Begleitung kommst?

Äh, ziemlich schlau würde ich behaupten? ,meinte er und steckte sich seine Zigarette an.

Die paar Meter bis vor die Tür hättest du auch noch warten können, meckerte Sebastian und sah den Glimmstängel an als sei er ein böser Dämon.

Nur weil du aufhörst zu rauchen, heißt es noch lange nicht das ich darauf Rücksicht nehmen muss.

Mir ist mein Geld einfach zu schade. Mal ganz abgesehen von meiner Gesundheit. Aber egal. Was anderes. Was ist denn jetzt mit Frau Schröhr?

Mit wem? ,fragte Marc verständnislos.

Hatte er was verpasst oder warum fragte er ihn nach einer Frau? Er hatte doch gar keine Frau Schröhr gehabt, oder? Oh Gott! Er konnte sich ja nicht mal mehr die Namen merken.

Die Patientin mit dem Aneurysma? Kann ich sie übernehmen oder willst du sie behalten oder was machen wir mit der?

Nimm sie dir doch ,antwortete er gleichgültig, obwohl er ja noch immer nicht wusste um wen es sich da handelte. Man konnte sich ja auch nicht alle Patienten merken.

Du hast keine Ahnung von wem ich spreche oder? ,grinste Sebastian frech.

Marc Meier war zwar ein hervorragender Arzt, als Mensch jedoch eindeutig ein Griff ins Klo. Er selbst war Gefäßchirurg und arbeitete eng mit dem Chirurgen zusammen. Sie schoben sich die Patienten eigentlich immer hin und her. Nicht weil es so spaßig war, sondern weil der eine immer der Meinung war, der Patient gehörte in den jeweils anderen Fachbereich. Deswegen hatte es ihn auch eigentlich gewundert, das Marc besagte Patienten noch nicht zu ihm übergeben hatte. Immerhin hatte sie ein Aneurysma und das gehörte nun mal eindeutig in die Gefäßchirurgie, auch wenn Marc dies sicherlich genauso behandeln konnte wie er. Der Chef trennte allerdings die Bereiche sehr streng, weswegen Marc solche OP's meistens verwehrt blieben. "Du bist in der Unfallchirurgie!", hatte der Professor mal durch das halbe Krankenhaus gebrüllt als Marc sich an einer Herz-OP vergreifen wollte. Was ihn aber viel mehr interessierte war, wo sein Freund mit seinen Gedanken war. Denn noch immer hatte er keine Antwort auf seine Frage bekommen und Marc steckte sich bereits die zweite Zigarette an.

Was ist los mit dir? ,fragte er deshalb auch gleich ziemlich direkt und wurde vernichtend angesehen.

Das konnte er ja nun gar nicht gebrauchen. Therapiegespräche a la Kaan. Das hatte er nachher so oder so wieder. Es war Mittwoch. Telefonabend. Warum hatte er sich darauf nur eingelassen?

Nichts ist los. Was soll sein? ,fragte Marc und sah in die Ferne.

Na ja. Dein Alter hat ja vorhin ein paar Mal ordentli..., doch weiter sollte er nicht kommen, denn ein paar Stockwerke über ihnen brüllte besagter Vater: MARC OLIVIER MEIER, BEWEG DEINEN ARSCH AUF STATION! DU WIRST GESUCHT! IST JA UNGLAUBLICH MIT DIR!!!

Warum wollte er noch mal nach München? Ach ja.. Genau.. Aber war es das wert? Gretchen hatte ihm nie gesagt wie anstrengend es war, wenn der Vater Chefarzt war und alles herumkommandieren konnte. Inklusive IHM. Hätte sie ruhig mal erwähnen können. Und schon wieder dachte er an sie. Stöhnend trampelte er auf der Zigarette rum, die er zu Boden geworfen hatte, klapste Sebastian einmal auf die Schulter und machte sich auf die Socken. Bevor noch jemand auf die Idee kam eine Vermisstenanzeige aufzugeben.




(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

19.03.2016 03:14
#3 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Drei - Pieces」



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)








Meinen Kaffee ohne alles ,fuhr er die neue Krankenschwester am späten Nachmittag an und diese fragte freundlich: Ach, sie trinken den ganz schwarz - ja? Genervt verdrehte er die Augen, Ääääh.. Auch ohne Kommentar!!! Mit hochgezogenen Augenbrauen und ernstem Blick sah er die kleine Krankenschwester an. Da lobte er sich doch wirklich Schwester Sabine.

Die hatte nie dumme Fragen gestellt, sondern einfach gemacht was er wollte. Warum musste sein Vater auch immer und immer wieder neue Krankenschwestern einstellen? Und.. meinte er es nur, oder wurden sie auch immer unattraktiver? Ohne ein Wort des Dankes nahm er der Schwester die Tasse ruppig aus der Hand und wollte sich auf den Weg in sein Büro machen.

OP's standen heute keine mehr an, es sei denn es wäre ein Notfall. Also konnte man sich auch ruhig mal eine kleine Auszeit gönnen. Außerdem musste er von den Fluren. Marina hatte ganze Arbeit geleistet, denn von allen Schwestern wurde er vernichtend angesehen. Mit Ausnahme der neuen, die anscheinend noch nicht wusste, was es hieß auf seiner Station zu arbeiten. Als er jedoch sah, wer ihm da auf dem Flur entgegen kam, wäre er liebend gern wieder zurück gegangen um etwas Smalltalk mit der Krankenschwester zu halten. Mit großen Schritten und wütendem Blick kam sie direkt auf ihn zu, blieb vor ihm stehen und funkelte ihn böse an.

Marc Olivier Meier! Duuuuuuuuuuuu ,die Frau vor ihm bohrte ihm ihren Zeigefinger tief in die Brust, Marina ist eine meiner besten Freundinnen! Spinnst du? Davon hast du viele..Was willst du Melanie? ,fragte er zum einen genervt und zum anderen ziemlich gelangweilt.

Er hatte schon schlimmeres ertragen müssen als sowas.

Backpfeifen und davon nicht gerade wenig und von einer besonderen Marke. Wo diese hin trafen, blieb nicht mehr viel übrig außer ein roter Handabdruck. Ein sehr kleiner. Sie hatte so unglaublich kleine, zierliche Hände. Weiche helle Haut... Schon wieder! Das konnte doch einfach nicht wahr sein. Schnell schloss er seine Augen um einmal tief durchzuatmen, in der Hoffnung, endlich wieder auf andere Gedanken zu kommen.

Macht es dir eigentlich Spaß die Frauen reihenweise zu verletzen? ,fragte Melanie verständnislos und der Mann vor ihr sah sie konfus an. Ey, jetzt mal ganz vorsichtig hier. Ich verletze niemanden. Die wissen alle, dass es sich dabei nur um eine Nacht handelt und nicht für den Rest unseres Lebens ,schnell drückte er sich an ihr vorbei. Doch Ruhe hatte er noch keine vor ihr. Was hatte er auch erwartet? Sie war eine Frau. Dazu noch eine, ja.. Besondere... Schnell lief sie ihm nach und obwohl er wirklich im Stechschritt lief, holte sie ihn ein und hielt Schritt. Hast du nichts zu tun Melanie? ,fragte er sie schließlich genervt.

Nein.., antwortete sie patzig, besann sich jedoch eines besseren um ihr eigentliches "Ziel" nicht aus den Augen zu verlieren, Ich mein doch! Ich such dich eigentlich wegen was anderem. Am Wochenende hat der Alte Geburtstag. Irgendein Verwandter wollte wohl kommen und der ist wohl auch irgendwie mit Sebastian befreundet. Der bringt seine Freundin mit und..., schnell unterbrach der Oberarzt sie, Sebastian hat ne Freundin? Seit wann das denn bitte? Nein! Nicht Sebastian. Dieser geheimnisvolle Typ, der da kommen soll. Keine Ahnung wer das ist und ehrlich gesagt interessiert mich das auch nicht wirklich. Was ich dich fragen wollte.. Also.. Alle kommen in Begleitung und ich habe noch niemanden und ich dachte du ja wohl auch nicht. Da könnten wir.. also.. wir beide, vielleicht..? ,schloss sie unsicher.

Sie wusste wie der Mann vor ihr auf sowas eigentlich reagierte und meinte schon seine Standpauke zu hören. Doch diese blieb erstaunlicher Weise aus.

Wir? ,er dachte nach und wägte das Für und Wider ab, Mhm. Eigentlich keine schlechte Idee.. Müsste ich meine Wahl nicht mal erklären, obwohl... Ich könnte auch einfach arbeiten! Mit großen Augen stand sie nun vor ihm und regte sich auch sogleich auf. Der Tonfall erinnerte ihn dabei, mal wieder, an dieses blonde Wesen. MARC! Du hast ihm versprochen das du kommst.

Ja und? Wir hatten auch ausgemacht das er sich nicht in mein Leben einmischt. Und ich wollte von ihm auch nicht wie ein kleines Kind behandelt werden ,zuckte er mit den Schultern, lenkte aber nach den bösen Blicken, die ihm zugeworfen wurden, ein, Ist ja gut! Meine Güte. Gehen wir beide also zusammen. Nervt Sebastian mich auch nicht mehr. Mal was anderes, hast du heute Abend schon was vor?

Sie schien kurz nachzudenken und Marc wusste das sie in Gedanken das TV-Programm durch ging um ja nicht ihre Lieblingsserie zu verpassen, die in seinem Fernseher garantiert nicht laufen würde.

Mhmm.. Nö, eigentlich nicht ,lächelte sie fröhlich, Bei dir oder..?

Wie immer! ,sagte er schnell und wollte sich eigentlich aus dem Staub machen um noch schnell eine rauchen zu gehen. Doch auch dies sollte ihm verwehrt bleiben.

Denk nicht so viel an sie ,sagte Melanie zärtlich und strich ihm über seine stoppelige Wange.

Melanie, ich denke nicht..

Hör auf dich selbst und andere zu belügen Marc! ,meinte sie streng, Das bringt dich auch nicht weiter. Vielleicht solltest du dich wirklich nochmal mit ihr aussprechen ,sie drehte sich um und lief den Flur entlang.

Mit gerunzelter Stirn, sah er ihr nach. Diese Frau kannte ihn nun knappe acht Monate, trotzdem kannte sie ihn besser wie jeder andere. Manchmal hatte er sogar das Gefühl sie würde ihn besser kennen, wie er sich selbst. Was war das nur mit ihr?


Eindeutig was besonderes.


Einige Stunden später klingelte sein Telefon und als er es so ansah, fragte er sich, womit er das alles heute verdient hatte. Es blieb ihm jedoch nichts anderes übrig als abzunehmen. Der Anrufer würde sicherlich keine Ruhe geben und auf seinem Mobiltelefon anrufen oder schlimmer noch, auf seiner Festnetzleitung.

Meier ,brummte er also in den Hörer, obwohl er genau wusste, dass der Anrufer wusste, wen er da am Apparat haben würde. Allerdings spielte hier eher die Tonlage eine entscheidende Rolle.

So würde das Telefonat, mit viel Glück, eher kurz ausfallen.

Ach Marc ,seufzte Mehdi Kaan, immer diese herzlichen Begrüßungen.

Genervt verdrehte er die Augen und ließ sich in seinem Bürostuhl nach hinten fallen, Laber keinen Scheiß Mehdi. Was gibt es?

Och nicht viel. Unser wöchentliches Gespräch halt ,lachte der Gynäkologe und legte entspannt seine Beine auf den Schreibtisch, Wie geht es dir?

Mal ganz abgesehen davon das mir heute alle den letzten Nerv rauben wollen, eigentlich ganz gut ,meinte Marc und rieb sich mit einer Hand gähnend über die Augen, Und bei euch im schönen Elisabeth-Krankenhaus? Alles beim Alten?

Ach. Frag besser nicht. Hier ist die Hölle los. Der Professor hat mächtig viel um die Ohren und jetzt wo Gretchen endlich ihre Prüfung bestanden hat, will sie mehr arbeiten und ihre Mutter macht einen riesigen Zirkus. Was auch nachvollziehbar ist. Na ja, aber das ist eine andere Geschichte. Ansonsten laufen hier alle Stationen zur Zeit auf Hochbetrieb, keine Ahnung was los ist.

Und da hast du Zeit anzurufen? , grinste Marc und freute sich nicht dort zu sein.

Ein Professor der viel Arbeit hat, ist immer schlecht gelaunt und da er so oder so auf der Abschussliste vom alten Haasen stand, hätte er bestimmt die volle Breitseite abbekommen.

Kinder kommen zwar immer wieder, allerdings nicht im Minutentakt , antwortete Mehdi ernst.

Ach jaaaa, ich vergaß. Was macht Lilly?

Sie wächst und gedeiht. Hat dir übrigens ein Bild gemalt. Ich schick es dir die Tage per Post zu, bin noch nicht dazu gekommen.

Keine Eile ,wehrte Marc direkt ab, ich werd schon ständig gefragt ob ich Kinder habe, wenn ich mal wieder einen Brief bekomme. Und warum schickst du sie eigentlich immer ins Krankenhaus?

Am anderen Ende der Leitung hatte sich Mehdi ordentlich an seinem Wasser verschluckt und keuchte sich nun die Seele aus dem Leib.

Mehdi? Alles klar? Meeeeeeeeeeeeeeeeehdi!

Wenn du wüsstest, dachte dieser sich allerdings nur, als er sich noch mal einen Schluck gönnte.

Ja du ,antwortete er dann ziemlich aus der Puste, alles in bester Ordnung. Wenn ich deine Adresse hätte, würde ich sie dir auch nach Hause schicken. Aber aus einem mir unerklärlichen Grund, willst du sie mir einfach nicht nennen.

Du weißt ganz genau warum , stöhnte Marc daraufhin genervt.

Mein Gott! Meinst du Gretchen setzt sich gleich in den nächsten Zug und fährt los oder was? Glaub mir, die hat zur Zeit ganz andere Dinge zu tun.

Schön für sie! Gleichgültigkeit war immer gut. Neugierig war er trotzdem.

Ja das ist es wirklich ,antwortete Mehdi und klang dabei äußerst verträumt, was den Chirurgen aufhorchen ließ.

Mehdi? Schmachtest du ihr schon wieder hinterher?

Was? Nein! So ein Blödsinn. Sie scheint zur Zeit einfach glücklich zu sein und das steht ihr einfach. Auch wenn ich echt der Meinung war, das sie nicht so schnell wieder auf die Beine kommen würde, nachdem du dich so feige aus dem...

Können wir über was anderes reden ,unterbrach Marc schnell. Darüber wollte er nun wirklich nicht noch mehr nachdenken müssen, als er es ohnehin heute schon getan hatte.

Wieso?

Weil... Ich will da einfach nicht weiter drüber reden! Irgendwann ist auch mal gut!

Mhmm. Du bereust es.

Ich bereue gar nichts. Na ja, mal abgesehen davon, dass ich mich darauf eingelassen habe ,sagte er und er wusste das es nicht stimmte. Doch er redete es sich immer und immer wieder ein und in dem einen oder anderen Moment, glaubte er sogar daran. Wenn denn da nicht sein bester Freund wäre, der es auch aus dieser weiten Entfernung schaffte, all seine Gedanken mit einem Faustschlag zu zerschmettern.

Ich bitte dich. Du fragst dich nun schon seit geraumer Zeit warum sie glücklich ist und was sie anderes um die Ohren hat als nach dir zu suchen. Verarschen kann ich mich allein.

Gar nichts tu ich. Sie soll machen was sie will. Ist mir scheißegal ,wütend weil Mehdi ihn durchschaut hatte und weil er wusste das er sich total zum Affen machen würde, zerbrach er den Bleistift in mehrere kleine Teile.

Das ist es dir nicht und das weißt du auch. Ihr ist es auch nicht egal, was du machst, auch wenn sie es immer wieder felsenfest behauptet und...

Plötzlich ging Marcs Bürotür auf und Melanie, die ungefähr das Feingefühl eines Elefanten hatte, platzte auch gleich herein, ohne darauf zu achten was gerade in dem Büro passierte.

Marc kommst du? Wir wollten doch.. OH!,sagte sie.

Wer ist denn das? ,fragte Mehdi interessiert und Marc verdrehte innerlich die Augen.

Niemand ist das ,meinte er nur und sagte dann mit eindeutigem Blick zu Melanie, Warte am Auto!

Äh, weißt du wie kalt es ist?

Dann solltest du dir vielleicht mal mehr anziehen ,grinste er nur und beäugte den ziemlich kurzen Rock.

Mein Gott! Irgend so ne Schnapsleiche hat mich vollgekotzt und das war das einzige, was Marina in ihrem Spind hatte.

Auch das noch! Vor den Frauen war man doch wirklich nirgendwo sicher. Kurz kramte er in einer Schublade und warf Melanie dann einen Schlüssel zu.

Dann warte halt IM Auto und mach dir die Heizung an. Ich muss das hier noch kurz erledigen und zwar allein, also würdest du bitte...

Telefonierst du mit Berlin? ,zwinkerte sie ihm zu und grinste ihn dann frech an.

Melanie ,brummte Marc bedrohlich, Geh! Bitte!

Gut. Beeil dich aber bitte, ich hab echt Hunger... ,sie drehte sich auf dem Absatz um und lies die Tür laut ins Schloss fallen.

Wow. Die hat dich aber ganz schön an der Leine, was? ,lachte Mehdi.

Sie hat gar nichts. Außer die falschen Freunde. Also um nochmal zum Thema zu kommen. Gretchen ist mir egal und wenn sie.. Ja .. Was weiß ich.. Es wäre mir EGAL! Und jetzt muss ich auch los. Wir telefonieren morgen nochmal.

Bevor Mehdi auch nur noch ein Wort sagen konnte, hatte Marc aufgelegt. Kopfschüttelnd sah der Gynäkologe den Hörer an und fragte sich, wie man nur so stur sein konnte.

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

21.03.2016 13:05
#4 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Vier - Shattered 」



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)









"Du musst es ihm sagen Gretchen. Ich fühle mich nicht wohl dabei die ganze Zeit zu schweigen ,sagte er und sah sich eindringlich von unten an.

Sie hielt ihren Kopf gesenkt, damit er ihre Tränen nicht sehen würde. Sie wollte nicht das jemand sah, dass sie noch immer weinte. IHN noch immer irgendwo liebte und nie vergessen könnte. Aber sie wollte auch nicht mehr zurück, denn, das was sie sich aufgebaut hatte in der kurzen Zeit, sollte nicht wieder mit ein paar Worten zerschlagen werden.

Was soll das bitte bringen? Er wird nicht zurückkommen oder es auch nur akzeptieren. Es wäre ihm egal, so wie ihm immer alles und jeder egal ist Mehdi ,antwortete sie und vermied es noch immer ihren besten Freund anzusehen.

Sie spürte schon wieder dieses verdächtige Kribbeln in der Nase und fluchte innerlich.

Du weißt das es nicht stimmt. Das habe ich dir mehrmals gesagt. DU bist wahrscheinlich der einzige Mensch auf der Welt, der ihm nicht egal ist. Mal abgesehen von ihm selbst. Vielleicht würde er nicht sofort kommen, aber er würde ganz sicher kommen. Vielleicht wird er auch nicht damit klar kommen, aber er weiß es und kann entscheiden. SIE ist nicht nur dein Leben, sondern auch seines und ich wette mit dir, er wird sie genauso lieben wie dich ,sagte er leise und nahm sie in den Arm.

Das zucken ihres Körpers war nun nicht mehr zu übersehen und es tat ihm unendlich leid. Er wollte nicht mehr darauf rumhacken, doch irgendwann mussten die beiden mal endlich wach werden. Sie liebten sich noch immer und versuchten beide davor wegzulaufen. Marc lief dafür sogar ein paar hundert Kilometer weg und sie... ja sie lief in die Arme eines anderen Mannes. Ein Mann, der sie wohl schon "liebte", wenn man das so sagen konnte und auch sicherlich gut mit der kleinen Sarah umging, jedoch nie dass ersetzen könnte, was sie verloren hatte. Gretchen ließ sich aber nur kurz von Mehdi trösten, sie wusste das es nicht so war wie er sagte. Marc hatte es selbst geschrieben...

Er liebt mich nicht ,sagte sie leise und sah mit Tränen in den Augen zu Mehdi auf, Er ist zu solchen Gefühlen einfach nicht fähig...


Flashback


Genüsslich streckte sie sich in dem großen Bett. Eigentlich hatte sie ja nicht wirklich was für Designermöbel übrig, dieses Bett hier allerdings war ein Traum. Keine Rückenschmerzen, genug Platz und einfach ein Paradies, wenn man morgens neben dem Mann aufwachte, den man von ganzem Herzen liebte. Aber wo war besagter Mann? Sonst stand er nie vor ihr auf, jedenfalls in letzter Zeit nicht mehr, weil er wohl Gefallen daran gefunden hatte, das der Kaffee schon fertig war wenn er in die Küche getapst kam. Ja, er tapste morgens durch die Wohnung und er war so unglaublich süß wenn er noch total verschlafen war. Handzahm, wenn man es genau nehmen wollte. Bis zur Dusche, die dann wohl seine Lebensgeister weckte und er mal wieder die Freundlichkeit weggewaschen hatte. Sie schälte sich aus dem Bett und lief suchend durch die Wohnung. Mhm... Wo steckte der denn? Vielleicht ja ein Notfall im Krankenhaus und er musste deshalb schnell weg. Seufzend lief sie in die Küche um sich einen Kakao zu machen und den restlichen Morgen zu genießen, bevor sie zu ihrer Schicht antreten musste.


Als sie sah, das sich auf der Theke ein Briefumschlag befand, auf dem ihr Name stand, lächelte sie glücklich. Er war also doch nicht einfach gegangen ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Voller Vorfreude riss sie den Umschlag auf und begann zu lesen, doch mit jeder Zeile, jedem Wort, wurde ihr Gesicht ungläubiger und sie starb innerlich tausend Tode.


Hasenzahn,
du weißt ich bin nicht sonderlich gut darin meine Gedanken in Worte zu fassen und ich glaube auch das ich das schriftlich nicht wirklich besser hinbekommen werde. Trotzdem will ich, nein ich MUSS es versuchen. Du hast dich bestimmt schon gefragt, wo ich stecke? Nun ja, ich.. Ich denke es ist besser wenn ich gehe und wir uns nicht mehr wieder sehen. Ich hab schon immer gesagt, ich bin nicht der Typ für sowas und ich habe recht behalten. Ewig irgendwelche Auseinandersetzungen, Rücksichtnahme und nicht mehr leben können wie bisher. Sorry, echt nicht meins. Ich wollte wirklich für dieses eine Jahr nach Washington und ich hätte dort viel lernen und später hier viel leisten können. Die Freude darauf war so unendlich groß und du machst es mir kaputt. Das Professorentöchterchen muss nur auf die Tränendrüse drücken und schon leitet Papi alles in die Wege. Deswegen war ich in den letzten Tagen so hart zu dir. Weil du mir mal wieder alles kaputt machen musstest.

Ich will nicht sagen, das mir irgendwas wirklich leid tut. Ich habe es dir damals gesagt, aber du konntest ja einfach nicht locker lassen, also wollte ich es mit dir versuchen. Hat nicht geklappt. Würde ich jetzt vor dir stehen, würde ich wahrscheinlich mit den Schultern zucken.

Du hast einfach versucht mich systematisch zu verändern und das kann ich gar nicht haben. Wenn ich einen schlechten Tag habe, dann habe ich einen schlechten Tag und da muss ich dann nicht mit einem grenzdebilen Lächeln durch die Gegend rennen, wie Sabine und die ganze Welt umarmen. Das hast du aber verlangt. Dann hast du von mir verlangt mit dir zu reden. Du wolltest einfach alles wissen und manchmal kommt man sich dabei echt vor wie auf der Anklagebank. Wenn das alles deine Vorstellung von einer Beziehung ist, dann such dir doch bitte den passenden dafür - oder kauf dir einen Hund. Ich hab einfach das Gefühl, nicht mehr ich selbst zu sein und das ist es mir einfach nicht wert. Ich Idiot frag dich auch noch, ob du bei mir einziehen möchtest. Einfach weil der Moment... Ach, ist doch egal.

Die erste Zeit war echt schön und spannend. War was neues und ich glaube wir sind uns einig, wenn ich schreibe, dass wir ziemlich guten Sex hatten. Aber das war es dann auch schon wieder. Liebe. Das gibt es nicht Gretchen und ich denke du solltest da langsam mal aufwachen. Vielleicht konnte ich es dir deshalb nicht sagen, weil ich es nicht so sehe. Weil es Liebe für mich nicht gibt und ich dich eben nicht liebe. Ich mag dich. Vielleicht fühle ich mich dir auch nur so verbunden, weil wir uns so lange kennen und du ein Teil meines Lebens bist - irgendwie.

Es würde einfach nicht gut gehen und ich weiß das es besser ist, wenn du jemanden findest, der dir das gibt, was ich dir nicht geben kann.

Die Wohnung ist gekündigt, meine Sachen werden abgeholt und ich wäre dir dankbar, wenn du den Schlüssel bei Mehdi abgeben könntest. Der regelt dann alles weitere. Hattest ja zum Glück nicht alle deine Klamotten bei mir.

Pass auf dich auf,
Marc



Sie konnte einfach nicht glauben was sie da las. Stumme Tränen liefen ihr über die Wange und der Einzige der in der Lage dazu war, sie versiegen zu lassen, war auf und davon.


Flashback Ende


Und auch heute, neun Monate und ein paar Tage später, saß sie hier auf der Couch, hielt ihre drei Monate alte Tochter im Arm und weinte. Es tat noch genauso weh, sie bekam noch immer kaum Luft und hatte das Gefühl, dass jemand ihr Herz zerdrückte. Sie verstand einfach nicht, warum er das getan hatte. Waren sie nicht eigentlich glücklich gewesen, oder hatte er ihr da nur was vorgemacht? Ja sie hatte ihm sein Fellowship versaut, aber doch nicht , weil sie nicht wollte das er beruflich auf der Strecke blieb. Sie wusste damals gerade mal vier Tage das sie schwanger war und wusste einfach nicht wie sie mit ihm darüber reden sollte. Er wollte keine Kinder. Er wollte auch nicht heiraten. Familie war für ihn ein Fremdwort.

Sie sah auf das Foto von sich und ihrem neuen Freund, Thorben. Er war ein wundervoller Mann und er war ein wundervoller "Vater". Sie war glücklich.

Nein!! Sie würde Marc nicht sagen, dass er in Berlin eine Tochter hatte.


(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)


.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

28.03.2016 23:47
#5 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「 Kapitel № Fünf - Zeit für Optimisten 」



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)







Man hatte immer gern nette Gesellschaft beim Mittag. Das hatte sich auch Melanie gedacht, als sie kurzerhand einen ganz besonderen Mann geschnappt und in die Kantine entführt hatte. Dieser jemand war allerdings gar nicht so begeistert davon. Nicht nur, dass sie der Grund für seine schlaflose Nacht gewesen ist, nein.. Sie hatte auch das Mundwerk einer anderen Frau, wegen der er auch nicht schlafen konnte.

"Ja und dann hat er doch allen Ernstes gemeint, er könnte mich mit Pommes abspeisen. Pff.. Als ob ich so einfältig wäre. Ich bin ja wohl eindeutig bessere Standards gewöhnt. Und jetzt ist er, natürlich wie soll es auch anders sein, beleidigt. Muss man eine Frau so behandeln? Ich glaube nicht. Vor allem nicht mich. Ich lass mir ja nicht alles gefallen und...", plapperte sie seit einer halben Stunde in einer Tour und eigentlich wollte er nur kurz einen Kaffee trinken. In Ruhe, wäre ihm am liebsten. Anscheinend kannte sie ihn doch nicht gut genug. Denn auch seine Mimik schien sie einfach nicht zu verstehen. Er hatte die Augen geschlossen und sein Kiefer mahlte wohl gerade eine Menge Mehl. Doch sie redete einfach weiter. "Tja. Da kann er auch versuchen noch so oft anzurufen. Ich lasse mich nicht..."

"Melanie!", unterbrach er sie leise, aber nicht minder bedrohlich, "Kannst du auch mal Luft holen oder einfach essen? Dann hältst du wenigstens mal die Klappe!"

"Deine Laune ist ja mal wieder nicht zu ertragen heute", seufzte sie kopfschüttelnd.

"Was sitzt du dann noch hier? Ich kann gut auf deine Anwesenheit verzichten. Außerdem habe ich dir gesagt, ich habe nicht die geringste Lust mit dir zu essen", maulte er und sah sie mit tötendem Blick an. Die gewünschte Wirkung blieb aber wie immer aus.

"Mich beeindruckst du damit nicht Marc und das weißt du auch. Ich kann doch nichts dafür, wenn du ständig mit diesem komischen Gynäkologen telefonieren musst und er dir irgendwas über "Hasenzahn" erzählt."

Er atmete tief durch die Nase ein und schloss mal wieder die Augen. Das konnte einfach nicht wahr sein! Fünf Minuten hatte er es nun geschafft sie aus seinen Gedanken zu verbannen und was macht Melanie? Macht ihr die Tür wieder auf und lässt sie eintreten. Wahrscheinlich um sich mit ihr den Schokokuchen zu teilen, den sie gerade aß.

"Weißt du Marc, ich hab ja eigentlich nicht vor mich da einzumischen, ist ja dein Ding, aber so langsam mach ich mir wirklich Sorgen um dich. Warum bist du schon wieder so gerädert?"

"Weil irgendwer meinte, es wäre lustig mir meinen Spiritus wegzunehmen und dann wegzukippen."

"Entschuldige mal bitte! Guck mich hier nicht so vorwurfsvoll an! Ist ja nicht mehr normal, das du nur noch mit hohem Alkoholpegel schlafen kannst."

"Das ist ja auch nicht immer so. Man Melanie, ich hab das im Griff, okay?", spie er, stand auf und verschwand mit wehendem Kittel aus der Cafeteria. Melanie konnte darüber nur den Kopf schütteln.

Immer dasselbe, wenn er mit dem Gynäkologen aus Berlin telefoniert hatte. Alkohol und schlechte Laune. Dies ging von Mittwochabend bis Dienstag so und schon am Mittwoch telefonierten die beiden wieder miteinander. Der ewige Alkohol machte ihr am meisten Sorgen. Jeden Tag trank er, nicht wie andere mal ein Feierabendbier - nein, bei ihm war es gleich eine ganze Schnapsbrennerei.

Ihrer Meinung nach, hatte dieser Mann nichts, aber auch wirklich gar nichts im Griff.


Doch Marc scherte sich nicht die Bohne darum, was andere von ihm dachten oder wollten. Lieber konzentrierte er sich auf die OP der Aneurysma- Patientin, zu der Sebastian ihn geordert hatte.

"Na Marc, schon Glück gehabt, bei der Damenwahl?", trällerte Sebastian fröhlich vor sich hin, während er im Kopf der Patientin rum fummelte.

Marc stand etwas abseits, hielt die Monitore im Auge und versuchte seinen Freund gekonnt zu ignorieren.

"Jetzt erzähl schon Meier. Hast du nun jemanden der sich die Feier deines Vaters mit dir antut oder nicht?"

"Mhmm", brummte er nur ohne Basti anzusehen. Darüber wollte er nicht reden und auch nicht nachdenken. Er wollte einfach gar nicht denken. Am besten nie wieder!

"Und, wer ist die Glückliche?"

"Wirst du dann sehen..", grinste er.

"Ich muss auch noch dringend jemanden finden. Ich mein, wie steh ich denn da, wenn selbst du ne Begleitung hast?"

"Wie? Ich dachte du hättest jemanden, den du mitbringst!?"

Sebastian errötete leicht und begann langsam, "Ääähm. Chrm..chrm.. Hatte ich eigentli.. Nein okay, hatte ich noch nicht. Sie will nicht mit mir hingehen. So wie sie auch immer noch nicht mit mir ausgehen will. Zum Haare raufen mit dieser Frau."

Darauf sagte Marc lieber nichts. Denn, mit welcher Frau war irgendwas nicht zum Haare raufen? Irgendwie schienen alle dieses "Ich will erobert werden"-Gen in sich zu tragen und wenn man sich dann mal die Mühe machte, wiesen sie einen trotzdem immer wieder ab, weil es ihnen noch nicht genug war.

"Sag mal Sebastian, dieser Freund der da kommt.. Was ist das für einer?", fragte er stattdessen, denn er wollte unbedingt wissen, weswegen sein Vater so einen Aufstand für diesen Kerl machte.

"Ach. Ein alter Schulfreund. Bin mit ihm aufs Gymnasium gegangen und dann haben sich unsere Wege getrennt. Ich weiß nicht mal wo er jetzt gerade wohnt, obwohl wir uns regelmäßig schreiben und..."

"Mo-Moment mal", unterbrach Marc, "ihr schreibt euch regelmäßig? Sicher das er nur ein Freund ist und nicht DEIN Freund?"

"Ey! Du und dieser komische Heini aus Berlin, ihr telefoniert auch wöchentlich miteinander." "Wir schreiben uns aber keine schwulen Liebesmails", lachte der Chirurg, aber Basti hatte ja recht. Vom Prinzip her war es dasselbe.

"Na gut. Hast gewonnen. Erklärt trotzdem noch nicht..."

"Wenn du einem nicht immer ins Wort fallen würdest, wüsstest du jetzt schon eine ganze Menge mehr. Also. Er wohnt mal hier mal da. Wo sich die Versicherungen gerade am besten verkaufen lassen, allerdings hat er seit einigen vielen Monaten eine Freundin und eine Tochter. Jetzt scheint er sich niederlassen zu wollen. Und weil er sie mir unbedingt vorstellen wollte, bin ich auf die Idee gekommen, ihn einfach einzuladen. Das er um weiß ich nicht wie viele Ecken mit euch verwandt ist, konnte ich ja nicht wissen", beendete er seine Erzählung und brachte Marc damit nur noch mehr zum grübeln. Was zum Teufel war daran nun so besonders?

"Wo seit ihr zusammen zur Schule gegangen?"

"Hannover. Warum?", erstaunt über die Neugierde seines Freundes, unterbrach er kurz seine Arbeit.

"Na. Ich würd schon gern wissen warum mein alter Herr da so ein Staatsgeheimnis draus macht."

"Frag ihn doch einfach!"

"Ich bitte dich! Der verrät doch nichts, wenn er sich erst mal was in den Kopf gesetzt hat. Es sei denn er kann mich damit aufziehen", eines der vielen Dinge die Marc an seinem Vater hasste.

"Ach was! Seinem, ach so begabten Sohn würde er doch alles erzählen", witzelte Basti und brachte Marc damit zum Augenverdrehen. Vielleicht wäre die Schweiz doch eine bessere Idee gewesen.

"Guck nicht so Meier. Wenn er es dir nicht sagt, erfährst du es morgen Abend. Ich habe jedenfalls keine Ahnung, kann dir also auch nicht unter Folter irgendwas verraten."

"Weißt du was hier fehlt?", fragte Marc ganz offen.

"Äh, nein? Weiß ich nicht."

"Eine kleine Krankenschwester, die irgendwie über alles einfach immer Bescheid weiß. Die wie ein Phantom durch die Gänge des Krankenhauses schwebt und alle wichtigen Informationen aufsaugt."

Wo Sebastian vorher noch verwundert war, musterte er Marc nun leicht skeptisch.

"Sag mal Meier, bist du high?"

"Was?", schnellte Marcs Kopf zu dem Gefäßchirurgen herüber, "Nein! Was ist das denn bitte für eine bescheuerte Frage?"

"Na bei dir kann man ja nie wissen, was nun schon wieder los ist. Bist ja wie ein Buch mit sieben Siegeln", zuckte dieser jedoch nur mit den Schultern.

"Darüber bin ich auch froh", brummte Marc und wusste genau, dass es auf dieser Welt nur einen Menschen gab, der alle Siegel würde brechen können.



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)


°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

01.04.2016 12:57
#6 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Sechs- What you being a dickhead for? 」



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)







Kannst du mal aufhören so ein Gesicht zu ziehen Marc?, fragte Melanie leise - jedoch nicht minder gereizt.

Ihre Begleitung lief schon den ganzen Abend rum, mit einem Gesicht wie sieben Tage Regenwetter. Auf der einen Seite konnte sie es ihm nicht wirklich verübeln, es war nämlich wirklich stinklangweilig. Marc saß nun schon eine geschlagene halbe Stunde abwesend bei ihnen am Tisch und es sah auch nicht danach aus, als wolle er sich in der nächsten Zeit an irgendwelchen Gesprächen beteiligen. Immer wieder seufzte er laut auf und sah auf die Uhr. Auf die vielen Seitenhiebe, die er auch von Olivier bekam, reagierte er gar nicht erst. Er wollte einfach nur nach Hause in sein Bett. Das Telefonat mit Mehdi hatte ihm einiges abverlangt. Die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag schlief er gar nicht. Seine Gedanken kreisten ständig um Gretchen. Was sie wohl machte und warum um Gottes Willen sie glücklich war, wenn er nicht da war. Donnerstagnachmittag hatte er sich dann nochmal bei seinem besten Freund gemeldet und auch da wurde er nicht schlau aus dem was Mehdi sagte. Er druckste ungewohnt viel herum und kaum ein Satz hatte einen vernünftigen Zusammenhang mit dem davor gesagten. Die darauffolgende Nacht war mit Abbrüchen seines Schlafes übersät.

Alles in allem hatte er also heute schon den ganzen Tag über sehr schlechte Laune. Das ewige Zischen von Melanie, der Ellenbogen seines Vaters in seinen Rippen und das offensichtliche an flirten von Sebastian, dieser hatte es sich wohl zum Ziel gemacht Melanie um den Finger zu wickeln, trübten seine Stimmung nur noch mehr. Wenigstens war das Essen gut und es floss reichlich Alkohol. Allerdings wollte Marc sich nicht schon wieder volllaufen lassen, sonst würde man ihn nachher sicherlich in ein Taxi setzen. Also trank er nur gemächlich und als ihm immer mal wieder die Augen zufielen, fing er an, an Melanie gerichtet, komische Grimassen zu schneiden und brachte sie so zum Lachen.

Eines der schönsten, welches er je gesehen hatte.

Stunden später kam Olivier mit einem hochgewachsenen, blonden Mann am Arm auf Melanie und Marc zugelaufen und sagte freudig: Sooo.. Darf ich vorstellen? Thorben Martens, ein entfernter Cousin.

Marc erkannte nicht eine einzige Ähnlichkeit die darauf schließen ließ, dass er mit diesem Mann verwandt war, trotz allem versuchte er sich an einem freundlichen Lächeln, welches eher gequält aussah und schüttelte Thorben die Hand. Melanie bekam von dem "Fremden" einen Handkuss aufgedrückt und ehe die beiden, noch immer sehr verwirrten Ärzte reagieren konnten, hatte sich Sebastian, Thorben angenommen.

Mensch, da bist du ja endlich Alter. Ich dachte schon du kommst gar nicht mehr. Wo ist denn deine Begleitung? Du hast so viel von ihr erzählt, ich kann es gar nicht abwarten sie endlich kennen zu lernen.

Ja entschuldige, antwortete Thorben, der noch immer ziemlich überrumpelt war von der stürmischen Begrüßung seines Freundes, wir hatten noch eine kleine Auseinandersetzung mit ihrer Mutter und dann wollte sie sich einfach nicht von unserer Tochter lösen. Aber sie kommt gleich. Sie bringt nur kurz ihr Make-Up in Ordnung. Ist ganz aufgeregt die Kleine.

Wie war denn die Fahrt Junge?, meldete sich Olivier zu Wort.

Marc und Melanie standen bei den dreien wie bestellt und nicht abgeholt.

Sehr ruhig. Eigentlich hatte ich mit wesentlich mehr Verkehr und Stau gerechnet, aber wir sind gut durchgekommen.

Thorben hielt ganz akribisch den Ausgang im Auge, um schnellstmöglich auf seine Freundin aufmerksam machen zu können, als diese auch schon suchend um die Ecke kam.

Ach, da ist sie ja endlich, strahlte er und ehe Marc seinem Blick folgte, wandte er sich augenverdrehend um. Glückliche Paare widerten ihn einfach an. Strafend wurde er von Melanie angesehen.

Die Neuankommende wurde freundlich begrüßt, nahm ebenfalls keine Notiz von dem gelangweilten Chirurgen, der ihnen den Rücken zugedreht hatte. Sie wurde herzlich umarmt, hier und da bekam sie Komplimente, die sie erröten ließen.

Willst du unseren Gast nicht begrüßen Marc?, fragte Olivier grinsend.

Stöhnend drehte Marc sich um und er wünschte sich, er hätte es nicht getan.

Ihm rutschte das Herz in die Hose. Warum war ihm dieser blumige Duft nicht sofort aufgefallen? Warum hatte er diese herzliche Stimme nicht vorher schon gehört? Warum fixierten ihn diese Augen nur so sehr, dass es ihm die Luft zum Atmen nahm? Sie zog ihn vollkommen in ihren Bann und auch sie konnte nichts sagen oder denken, als sie ihn vor sich sah. Mit allem hatte sie gerechnet, aber nicht damit. Sie spürte ein verdächtiges Kribbeln in ihrer Nase und blinzelte schnell die aufkommenden Tränen weg, doch Marc hatte sie eindeutig gesehen. Wie vom Blitz getroffen standen die beiden sich gegenüber und sahen sich nur tief in die Augen. Den umstehenden dämmerte es langsam, um was oder besser gesagt, wen es sich hier genau handelte. Nun ja, zumindest Melanie und Olivier. Besorgt sahen die beiden zwischen Marc und Gretchen hin und her, warteten auf ein Donnerwetter - doch es blieb aus. Marc war viel zu sehr damit beschäftigt die Bilder, die vor seinem inneren Auge auftauchten, irgendwie loszuwerden. Überall sah er diese blauen Augen. Glücklich lächelnd, weil er ihr eine Tafel Schokolade zugeworfen hatte, als ihnen ein kleiner Junge im OP verstorben war. Traurig und wässrig, weil sie sich mal wieder mit ihrer besten Freundin gestritten oder er eine abfällige Bemerkung zu ihrem Gewicht gemacht hatte. Lasziv, wenn sie ihn verführte. Er spürte ihre Lippen auf seiner Haut und er wünschte sich nichts mehr, als das es endlich aufhörte. Dieses Gefühl, das ihm jemand das Herz aus der Brust riss, langsam und qualvoll. Er konnte sich nicht von ihrem Anblick lösen. Sie war so wunderschön. Ihre Augen strahlten. Sie strahlten wie eh und je und es lag so viel Vertrautheit darin, dass es ihn schon fast fürchtete. Ihre Haare glänzten und fielen in langen Wellen über ihre Schultern. Sie hatten nicht ein Stück ihrer Länge einbüßen müssen und sie trug sie offen. Wie sehr er es liebte, wenn sie ihre Haare offen trug. Es war so einfach, seine Hände in den dichten Locken zu vergraben, wenn man sie küsste. Und es fühlte sich einfach wunderbar an.

Das muss aufhören, rief er sich in Gedanken zur Vernunft. Er wollte das nicht...

Vermutlich würde er sich die nächsten paar Jahre hassen, für das was er sagte, doch es kam ihm einfach über die Lippen - ohne das er es hätte aufhalten können. Von seinem Vater wurde er vorwurfsvoll angesehen und Melanie starrte ihn mit weit aufgerissenen Augen an, nachdem er gesagt hatte: Vor deinem dicken Hintern ist man auch nirgends sicher, Hasenzahn.

Gretchen hatte dafür nur einen strafenden Blick und ein, Arsch!, übrig. Doch sie kam nicht umhin zuzugeben, dass ihr genau das irgendwo gefehlt hatte. Besonders ihren, in der Schulzeit so verhassten Spitznamen, hatte sie vermisst.

Also Marc, ich bitte dich! So begrüßt man doch keinen Gast, fuhr Olivier seinen Sohn an doch Gretchen winkte schnell ab, Ach was Herr Professor Doktor Meier. Macht doch nichts - bin es ja nicht anders von ihm gewohnt. Kurz lächelte sie überfreundlich zu Marc herüber, der daraufhin den Kopf leicht in den Nacken legte und grinsend mit der Zunge schnalzte.

Thorben hatte von alldem nichts mitbekommen, da Sebastian ihn in eine Unterhaltung gezwungen hatte. Doch als er sich nun zu seiner Freundin umdrehte, seinen Arm um ihre Taille schlang und ihr einen kurzen Kuss stibitzte, läuteten bei Marc sämtliche Alarmglocken. Das würde er nicht den ganzen Abend aushalten. Schnell nahm er sich das Bier und leerte es in einem Zuge.

Wir wollen uns an den Tisch setzen und ein bisschen plaudern. Kommst du Marc?, fragte sein Vater und er nickte nur gequält.

Womit hatte er das alles nur verdient? Schnell bestellte er noch ein paar Getränke an seinen Tisch, wohl wissend, dass so oder so nur ER diese trinken würde.



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)


°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

01.04.2016 12:58
#7 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



Und so wurde alles, was eigentlich ganz einfach erschien, plötzlich wieder ganz kompliziert.

Jedenfalls für mich. Ich wusste, dass er der einzige Mann ist, den ich wirklich LIEBEN konnte. Wie also sollte ich Thorben noch in die Augen sehen und ihm sagen, das ich IHN liebe? Es fühlte sich allein in meinem Kopf an wie eine dicke fette Lüge.

Aber ich war glücklich mit ihm und ich wollte es bleiben. Egal wie viele es von der Sorte MEIER gab. Ich musste es einfach mit Thorben versuchen, mir und meiner Tochter zu liebe...




(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

04.04.2016 15:32
#8 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Sieben - Love Song Requiem」



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)







Nach einer dreiviertel Stunde, wollte Marc sterben.

Oder jemanden umbringen, vorzugsweise Thorben. Wie er sie immer begrabbelte, ansah oder küsste. Wie glücklich die beiden waren. Mit ihrer kleinen Familie. Dieser bittere Beigeschmack, zu wissen das Gretchen sich direkt einen neuen geangelt hatte. Dann sein Vater, der nach Fotos der kleinen Sarah-Marie Haase gefragt hatte. Und wäre Melanie nicht, er hätte wahrscheinlich schon längst die Flucht ergriffen. Immer wieder strich sie ihm beruhigend über den Arm, wenn sie merkte dass er seinen Nacken knacken lies oder sah, wie sein Kiefer anfing zu mahlen.

Es wurde viel gescherzt, gelacht und immer wenn Marc ihre Stimme hörte, schloss er die Augen um sich zu erinnern. Erinnerungen, die er vorher immer nur verdrängt hatte.


Flashback

Maaaaharc. Jetzt hör doch mal auf, kicherte sie, während sie versuchte die Akten einzusortieren.

Mhmm..Wieso denn?, schmunzelte er in ihren Hals hinein.

Äh, weil wir hier auf der Arbeit sind und mein Vater uns ausdrücklich darum gebeten hat, unsere Beziehung nicht hier auszuleben, kam auch prompt ihre Standardantwort.

Er drehte sie schnell zu sich herum und sah sie schmunzelnd mit hochgezogener Augenbraue an: Und das neulich im Waschraum war...

Eine einmalige Ausnahme!, fiel sie ihm ins Wort und gleich darauf schon lachend um den Hals.

Vollkommen von den Socken gerissen, taumelte er nach hinten und schlug mit dem Kopf hart gegen die Wand.

Oooh, tschuldigung, nuschelte Gretchen und biss sich auf die Unterlippe. Eigentlich müsste er Kopfschmerzen haben und an alles andere denken, als daran sein Verlangen zu stillen. In jedem anderen Moment hätte er das wohl auch getan, aber diese kleine Mimik entfachte ein Feuer in ihm. So schnell wie er sie gegen die Wand gedrückt, hochgehoben und geküsst hatte, konnte sie gar nicht gucken. Sie bekam kaum Luft, so sehr nahm er ihren Mund ein. Wo er seine Hände hatte, konnte sie nicht ausmachen. Sie waren einfach überall.

Mwarc! Mwwarc! Nic..Mwarc!, mit aller Kraft drückte sie seinen Kopf von sich um ihn ansehen zu können, Nicht hier, keuchte sie atemlos.

Dann in meinem Büro!

Nein so meinte.., wollte sie noch protestieren, aber da hatte er sie schon fest am Handgelenk gepackt und durch die Gänge geschliffen.


Schreibtisch oder Behandlungsliege? Diese Frage stellte Marc sich gar nicht mehr, als sie in seinem Büro ankamen. Er drückte sie einfach gegen die Tür. Eine schnelle Nummer zwischendurch war zwar nicht das, was Gretchen verdient hatte, aber er hatte vorher schon eine Woche darauf verzichten müssen und gestern Abend war sie nach Hause zu ihren Eltern gefahren, anstatt mit zu ihm zu kommen. Ihr Mund schmeckte ganz süß. Sie hatte also wieder Schokolade gegessen. Grinsend schob er seine Hände durch ihre langen Haare und drückte ihren Kopf näher an sich. Sein Drängen nahm ab und er wurde ganz zärtlich. Nein. Diese Frau hatte es einfach nicht verdient, irgendwo schnell gevögelt zu werden. Sie hatte so viel mehr verdient. Als er sich von ihr löste, huschten ihre Pupillen fragend hin und her. Doch er sah sie einfach nur an. Strich ihr eine Strähne hinters Ohr, fuhr mit seinem Finger über ihre Wange und legte seine Stirn an ihre. Es war schon fast melancholisch und es machte ihr Angst. Immer wenn er so war, war irgendwas im Busch. Irgendwas, was ihr das Herz brechen würde. Doch nicht diesmal...


Ich will das du zu mir ziehst!, flüsterte er ihr entgegen.

Was bitte?

Ich will das du zu mir ziehst. Ich will dich immer bei mir haben, er flüsterte noch immer - doch diesmal lächelte er dabei und seine Augen strahlten so viel Ehrlichkeit aus.

Wenn du das möchtest, also.. Ich könnte sicher ein paar Sachen bei dir unterbringen, freute sie sich und faltete ihre Hände hinter seinem Nacken zusammen. Doch da war der schöne Augenblick auch schon wieder zu Ende.

Gut, sagte er und ließ sie einfach stehen.

Flashback Ende


Alles okay?, fragte Melanie ihn leise, hielt ihre Hand auf seiner Schulter und sah ihn liebevoll an.

Sicher, schnaubte er, ging mir nie besser.

Sie konnte mal wieder nur den Kopf schütteln, Wann hörst du endlich damit auf Marc? Das bringt dir doch nichts.

Was soll ich deiner Meinung nach machen? Lass uns.. Komm lass uns einfach gehen oder..

Nein, sagte sie bestimmt, Wir bleiben und du schaffst das endlich aus der Welt!, schnell wandte sie sich an Gretchen, Frau Doktor Haase?

Äh ja?

Marc würde so gern tanzen, ich kann auf den Schuhen aber kaum laufen. Wenn sie so freundlich wären?

MELANIE, echauffierte er sich doch sie lächelte ihn wie immer nur zuckersüß an.

Äh also wenn Thorben nichts.., fing sie langsam an und behielt Marc genau im Auge.

Nein, nein Schatz. Geh du nur, ich kann hier ja jetzt auch nicht weg. Wir haben noch ein bisschen was zu besprechen, beruflich, du verstehst? Würde mich freuen wenn du jemanden zum tanzen hättest. Hab viel Spaß mein Engel, sprach Thorben schwulstig und Marc wurde beinahe schlecht.

Aber ich mein, wenn du wirklich... Ich muss nicht unbedingt.. Ich kann doch auch einfach hier bei dir bleiben und..., irgendwie musste sie sich doch da rausreden können.

Ich möchte aber das du an deinem ersten freien Wochenende Spaß hast, hm?! Wenn wir Sonntagabend wieder nach Hause kommen, hat dich der Alltag wieder und wer weiß wann du das nächste Mal die Seele baumeln lassen kannst? Das hast du dir wirklich verdient.

In Gedanken verfluchte Gretchen ihn. Warum war er nur so lieb?

Sehen Sie Frau Doktor Haase? Ab aufs Parkett!, Melanie lachte sich innerlich doof und dämlich. Da saßen sie schon so lange zusammen am Tisch und "Super"- Thorben hatte noch immer nicht gemerkt, um welchen Marc es sich hier handelte. Dieser versuchte irgendwie die Aufmerksamkeit von Melanie zurück zu erlangen, indem er sie unter dem Tisch immer mal wieder trat. Doch sie ließ sich davon gar nicht beirren, stand auf, zog erst Gretchen von ihrem Platz, dann Marc und schob die beiden in Richtung Tanzfläche.

Viel Spaaaaaahaaaß, flötete sie noch und verschwand dann auch gleich wieder. Als sie sich wieder an den Tisch setzte, zwinkerte sie Thorben noch kurz zu, der sich trotz seiner Selbstsicherheit, immer wieder nach seiner Liebsten umsah.

Keine Sorge Herr Martens, Marc ist ein wahrer Gentleman, beruhigte sie ihn.

Wenn er will, korrigierte Sebastian und Olivier brach in schallendes Gelächter aus: Mein Sohn ist ein Herzensbrecher der allerersten Güte. Ich kann dir Geschichten erzählen mein lieber Thorben, da schlackern dir die Ohren. Angefangen bei seiner Assistenzärztin, die du ihm gerade überlassen hast.

WAS? Das ist Marc Meier? DER MARC MEIER?


Ja es war DER MARC MEIER. Das wurde in diesem Moment auch Gretchen klar. Er roch noch wie damals, er sah noch genauso gut aus - es hatte sich einfach nichts geändert. Zum Glück lief gerade ein etwas schnelleres Lied und sie konnte den Sicherheitsabstand wahren. Wo war sie da nur wieder hinein geraten? Warum hatten bei ihr nicht schon alle Alarmglocken geläutet, als Thorben vor einer Woche München und Meier gesagt hatte? Sie war doch wirklich zu dämlich. Sie könnte jetzt ganz gemütlich mit ihrer Tochter auf der Couch sitzen, im Bett liegen und ein Buch lesen oder ihr Tagebuch bemühen. Stattdessen musste sie hier mit IHM tanzen.

Das endet doch sicher wieder in einer Katastrophe, dachte sie.



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

08.04.2016 10:28
#9 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Acht - She's the sunlight」



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)







Ein weit aus ruhigeres Lied wurde angespielt und Marc zog sie einfach zu sich.

Es war ihm egal, ob sie da jemanden hatte oder er sich auf sowas eigentlich nicht mehr einlassen wollte. In diesem Augenblick gehörte sie nur ihm. Wenn sie denn mit ihrem kleinen Köpfchen nicht schon wieder ganz woanders wäre.

Nett, deine Freundin, lächelte sie ihn an.

Was? Wer? Äääh, er sah zum Tisch hinüber und wusste sofort das Melanie gemeint war, Ach! Äh, ja.. Sie ist, was.. Ja. Was besonderes.

Das glaube ich gern, nachdenklich sah sie in die Menschenmenge, Wenn sie es schafft dich zu "zähmen" soll das schon was heißen. Sie ist wirklich niedlich.

Mhmm, ist sie, grummelte er nur. Er wollte mit ihr nicht über so etwas reden.

Er wollte einfach nur mit ihr tanzen, ihre Nähe spüren.. Unbemerkt an ihren Haaren schnuppern, ihre weiche Haut fühlen. Doch Gretchen dachte gar nicht daran, nicht zu reden, sie musste sich einfach irgendwie von dem Gefühl ablenken, welches sie bekam, wenn die beiden sich so nahe waren.

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Ein tiefes Grollen entfuhr seiner Kehle, Chrmm.. Hier. Also, in der Klinik meines Vaters. Sie ist Kinderchirurgin. Also.. Du verstehst schon, schloss er. Er war sich nicht sicher, aber er glaubte so etwas wie Freude in ihrem Blick ausmachen zu können. Warum in aller Welt freute sie sich?

Na Hauptsache sie ist Chirurgin, was?, lachte sie. Es war nicht höhnisch, nicht sarkastisch.. Es war ein ganz offenes und ehrliches Lachen und es warf ihn vollkommen aus der Bahn. Am liebsten hätte er sie gepackt und einfach geküsst.

Ist was? Hab ich was im Gesicht?, fragte sie panisch als sie bemerkte wie er sie ansah.

Nein, nein. Da.. Ich war nur in..in Gedanken. Alles ist gut.. Du siehst gut aus. Also.. Besser als sonst, schmunzelte er.

In seinem Kopf gab er sich dafür eine Ohrfeige. Warum kam das alles immer wieder aus ihm raus wie, ja wie Wortkotze? Doch sie nahm es ihm gar nicht übel. Er war halt nun mal wie er war und da würde wohl auch nie jemand etwas dran ändern können. Sollte auch niemand. Marc Meier war gut so wie er war.

Danke, zwinkerte sie ihm zu.



Ihr könnt sie doch nicht einfach mit Marc Meier tanzen lassen. Er ist ihr Ex!, regte sich Thorben noch immer auf und fragte sich, warum er nicht schon eher darauf gekommen war, das dieser Mann eben DIESER Mann war. Dieser ungehobelte Kerl, über den ihm schon so viel erzählt wurde.

Natürlich nicht unbedingt von Gretchen selbst. Sie wollte einfach nicht über den Vater ihrer Tochter sprechen was, nachdem er sie so verletzt hatte, auch vollkommen verständlich war. Bärbel, Franz und auch Mehdi hatten ihn aufgeklärt. Diese "Jugendliebe", diese tiefe Verbundenheit und manchmal war er sich nicht sicher, ob sie auch schon wirklich darüber hinweg war. Jetzt tanzte sie mit diesem Kerl und wer weiß, was er alles mit ihr anstellen würde. Er war ja kein Kind von Traurigkeit und so wie er aus den Erzählungen heraushören konnte, war es diesem Mann auch egal, wenn eine Frau in festen Händen war.

Jetzt mach dir mal nichts ins Hemd Thorben. Sie wird ihm schon nicht um den Hals fallen, meinte Sebastian. War sich seiner Worte allerdings nicht ganz so sicher, nachdem was er jetzt gerade alles gehört hatte. Das war es also, was seinen Freund immer und immer wieder beschäftigte. Deswegen war er so wie er war.

Vielleicht ist es einfach ganz gut , wenn die beiden mal die Möglichkeit haben zu reden, sagte Melanie ernst, Marc vegetiert hier vor sich her und ich möchte wirklich das er mal endlich mit der Vergangenheit abschließen kann.

Er vegetiert vor sich hin, höhnte Thorben darauf, Ist er doch selbst schuld. Wisst ihr was er ihr geschrieben hat, als er sie hat sitzen lassen? Das ist wirklich das allerletzte, sich so feige aus der Affäre zu ziehen und jetzt heult er rum? Ich bitte euch. Er braucht doch nur wieder jemanden, auf dessen Gefühlen er herumtrampeln kann.

Glaub mir, davon hatte er in der ganzen Zeit, in der er nun hier lebt, genug. Meine beste Freundin zum Beispiel. Sie ist unsterblich in ihn verliebt und er wollte sie nur flachlegen. Wenn es ihm also nur darum ginge, bräuchte er sie nicht. Er hat denke ich einfach Schuldgefühle, weil er sie so feige hat sitzen lassen. Jetzt hat er die Möglichkeit, diese aus der Welt zu schaffen und ich denke, jeder hat eine solche Chance verdient. Egal was er zuvor getan hat.

Legt er auch nur einmal falsch Hand an, brech ich ihm sämtliche Knochen!


Doch darüber brauchte sich Thorben gar keine Gedanken machen.

Gretchen und Marc waren nun mal Gretchen und Marc und nicht Romeo und Julia.


Dafür werde ich also ausgetauscht, meinte Marc, der sich, die Bar im Rücken, gemütlich dagegen lehnte und Thorben beobachtete.

Bitte was? Ich hab dich grad nicht richtig verstanden, sagte Gretchen und versuchte irgendwie mal nicht auf ihr Kleid zu treten. Dabei hatte ihre Mutter gesagt, sie hätte es genau auf ihre Größe umnähen lassen. Wenn man nicht alles selbst machte.

Na hier dein Versicherungskaufmann mit den so flinken Spermien, höhnte er und Gretchen wich sämtliche Farbe aus ihrem Gesicht.


Das war jetzt nicht wirklich ein Thema, das sie mit Marc besprechen wollte.


Äh ja also...äh ich weiß jetzt nicht ob.. also.. Das ist nicht wirklich.. Können wir nicht über was anderes reden?, stotterte sie sich ab.

Nein. Ich würde schon gern wissen wie es kommt das du, kaum dass ich weg bin, gleich nen neuen hast und dir nen Braten in die Röhre schieben lässt, er sagte es ganz beiläufig, doch sie sah seine Wut in seinen Augen.

Marc das war ja wohl deine Entscheidung! Ich hab dich nicht gebeten zu gehen.

Und ich kann mich nicht daran erinnern dich darum gebeten zu haben, mir hinterher zu laufen. Meinst du, ich ziehe nach München damit du hier aufkreuzt? Also, was fällt dir ein? Du wusstest doch ganz genau, das du mich hier treffen würdest..., zum ersten Mal sah er ihr nun direkt in die Augen.


Er war wirklich sauer auf sie und sie verstand einfach nicht WARUM.


Also entschuldige mal bitte, ja? München ist groß, das mal zum einen und zum anderen wusste ich nicht mal zu wem wir fahren, bis ich die Einladung in der Hand hatte. Meier Senior. Ja pfff, sie zuckte mit den Schultern, Meier ist ja wohl ein ziemlich gängiger Familienname. Aber entschuldige, soweit kann dein Ego ja gar nicht denken.


Ohne ihn auch nur noch eines Blickes zu würdigen, ging sie wieder zu ihrem Tisch. Liebevoll strich sie Thorben über den Rücken und bekam auch gleich einen noch viel liebevolleren Kuss von ihm.


Spätestens als Marc mit einem lauten: Willst du mich eigentlich verarschen? auftauchte, wusste Melanie, das es gewaltig schief gegangen war und wahrscheinlich nicht besser werden würde.


Wer hier wen verarscht, das sehen wir ja. Besser gesagt, haben wir ja gesehen, antwortete sie darauf nur.

Ah ja, ich vergaß. Der böse, böse Marc Meier. Hast du dich auch mal gefragt, warum ich gegangen bin? Nur ein einziges Mal?


Ja das hatte sie sich gefragt. Jeden verdammten Tag, bis heute. Es konnte einfach nicht daran gelegen haben, dass sie ihm das Fellowship versaut hatte oder er sich nicht in der Lage dazu fühlte, eine Beziehung zu führen. Aber wenn sie ihm das nun auf die Nase binden würde, hätte er sie da, wo er sie vielleicht nicht haben wollte, aber er würde es auskosten und sie wieder verletzen.


Nein, habe ich mich nicht Marc, log sie deshalb.


Sie wollte hier nichts altes neu aufrollen. Nicht hier, nicht heute und nicht wenn Thorben dabei war.


Schön! Dann haben wir uns echt nichts mehr zu sagen Gretchen, er wollte sich umdrehen und gehen, doch... Marc! Das hatten wir vorher schon nicht. Meinst du, du kannst hingehen und irgendwas verlangen? Nein. Dazu hast du kein Recht. Nicht nachdem, was du da abgezogen hast. Du hast einfach die Wohnung gekündigt. Hätte ich nicht zurück zu meinen Eltern gekonnt, hätte ich auf der Straße gestanden. Mit nichts! Nur weil man dir aus versehen in deiner Lebensplanung rum gefummelt hat, ihre Wangen hatten sich leicht rot gefärbt, so in Rage war sie.


Es war eine Unverschämtheit von ihm so etwas zu sagen.


Ausversehen? Hasenzahn, du wusstest ganz genau, das dein Vater mich nicht fliegen lässt wenn du ein bisschen rum heulst. Das hast du schamlos ausgenutzt!, schrie er zurück und störte sich gar nicht daran, dass er seinem Vater die Feier verdarb.

Das habe ich nicht und hättest DU dir auch nur einmal die Mühe gemacht mit mir zu REDEN, wüsstest du das auch, wieder glitzerten kleine Tränen in ihren Augen.

Reden. Pff.. Du hast doch nichts anderes gemacht. Den lieben langen Tag, von morgens bis abends bist du am sabbeln. Ich frag mich echt wie man das aushalten kann!!!



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

11.04.2016 10:03
#10 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Neun - Heart attack」



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)







Weißt du Marc, es gibt durchaus noch Menschen, die sich für andere interessieren und nicht in ihrem eigenen Kosmos gefangen sind und nur sich selbst lieben, sagte sie ganz ruhig, Ich verstehe eher nicht wie SIE, sie deutete mit der Hand zu Melanie - die in dem Moment nichts verstand, DAS aushalten kann. Sie ist ein viel zu liebes Mädchen.

Das geht dich nen Scheißdreck an Hasenzahn!, brummte Marc bedrohlich.

Ach! Das geht mich nichts an, ja? Du darfst aber wissen, wie ich mein Leben gelebt habe seitdem du weg bist oder was?

Könnt ihr mir mal kurz.., wollte Melanie fragen, denn sie wüsste wirklich gern worum es geht. Doch Marc lies sie nicht zu Wort kommen.

Ich will ja auch gar nicht wissen, was du gemacht hast. Ich kann es mir denken, grinste er dreckig und obwohl sie ahnte, was kommen würde, fragte Gretchen: Ach. Und was habe ich deiner Meinung nach gemacht?

Es kam wie es kommen musste, Schokolade gefressen und geheult. Das ist das einzige was du wirklich kannst. Frage mich ja noch immer wie du deinen Facharzt geschafft hast. Mit dem Prüfer kannst du ja nicht in die Kiste gesprungen sein.


Und er wusste, dass er sie damit verletzte. In diesem kleinen Augenblick tat es ihm aber nicht leid. Es tat gut. Endlich konnte er seinen angestauten Frust ablassen, an der Frau, die darüber stand wie keine andere. An der Frau, die schuld war an seinem Zustand. Sie allein. Niemand anderes. Dachte er... In Wirklichkeit war sein Verhalten nicht mehr wie Selbstschutz. Perfide, aber wahr. Es tat ihm weh sie mit einem anderen zu sehen, glücklich zu sehen, an der Seite eines anderen Mannes und nicht an seiner. Auch wenn er wusste das es nicht so sein konnte, tat es ihm weh, das sie so tat als sei sie über ihn hinweg. Dass sie so tat als hätte sein Weggang alles besser gemacht.


Ich hab es auch gar nicht nötig mit alles und jedem in die Kiste zu hüpfen Marc, sagte sie und ihr Tonfall ließ darauf schließen, das er besser vorsichtig war, mit dem was er als nächstes sagte.

DAS sehe ich, grinste er jedoch mit einem Seitenblick auf Thorben.

Traurig sah sie zur Seite. Sie würde es ihm nicht sagen. Das würde sie ihrer Tochter nicht antun. Diese Enttäuschung.

Weißt du Marc, sagte sie schließlich leise, werd einfach glücklich. Irgendwann wirst auch du wissen, was Liebe ist. Wenn es nicht mit Melanie ist, dann vielleicht mit einer anderen.

Was? Aber ich bin doch.. Also.., stotterte Melanie und der Groschen fiel. Da hatte er ihr einfach nicht gesagt, was Sache war. Nach einem bösen Blick zu Marc ging sie auf Gretchen zu, nahm ihre Hände in ihre und sagte lächelnd, Ich glaube Sie haben da was falsch verstanden Frau Doktor Haase. Ich bin nicht seine Freundin. Ich bin seine Schwester.

Bitte was?, sie fiel in diesem Augenblick aus allen Wolken. Sie kannte Marc nun schon ihr halbes Leben lang, sie wusste einfach alles über ihn. Wieso wusste sie also nichts von seiner Schwester? Verständnislos sah Gretchen ihren Ex-Freund an.

Diesem war es sichtlich unangenehm und genervt brummte er seiner kleinen Schwester zu: Danke Melanie.

Angesprochene schüttelte nur mit dem Kopf und nachdem sie Gretchen einmal entschuldigend zugezwinkert hatte, drehte sie sich zu ihrem Bruder um und nahm ihn in die Mangel.

DU VOLLIDIOT! Sinn der Sache war, dass du diverse Ungereimtheiten aus der Welt schaffst und nicht, dass du es gleich noch komplizierter machst, als es ohnehin schon ist. Ich wollte das du deine Schuldgefühle endlich mal loswirst.

Äh, was bitte für Schuldgefühle?, nun war es an Marc verwirrt aus der Wäsche zu schauen. Er hatte ja nun wirklich keine Schuldgefühle, er hatte ganz andere Gefühle, noch immer.

Ich denke es wäre besser wenn wir gehen, merkte Thorben an.

Aber Schatz.., sagte Gretchen schnell, Du hast dich so darauf gefreut, bleiben wir doch noch. Wir gehen uns einfach aus dem Weg und...

Hasenzahn! Wie willst du dir hier denn bitte aus dem Weg gehen?

Ja was weiß ich? Lass dir was einfallen, weißt doch sonst immer alles, schmollte sie und Marc kam nicht umhin zu lächeln. Es war so typisch. Irgendwas in den Raum werfen, selbst keine Ahnung haben und er durfte sich dann eine Lösung ausdenken. Er würde lügen, wenn es seine Laune nicht um einiges heben würde, zu sehen, dass sie sich nicht sonderlich verändert hatte, sondern noch immer die Alte war. Sein Gretchen, so wie er sie verlassen hatte, nur mit einem Kind und einem anderen Mann.

Ja. Während Doktor Meier sich was einfallen lässt, gehen wir beide jetzt tanzen mein Engel, grinste Thorben. Ehe jemand reagieren konnte, oder Gretchen auch nur "Ja" oder "Gern" sagen konnte, hatte er die Blondine schon mit sich geschliffen. Über die Schulter blickend, versuchte Gretchen sich an einem entschuldigendem Blick in Richtung der Meier-Geschwister. Melanie hob die Hand um zu signalisieren, dass sie verstanden hatte, doch Marc brummte nur ein äußerst verärgertes Arsch! heraus. Eine Reaktion, die Melanie zum nachdenken brachte. Konnte es sein das... Nein! Das war doch wirklich ziemlich abwegig. Aber ihr Bruder war nun mal nicht jemand, der seine Gedanken oder Gefühle mit sich herum trug wie ein Aushängeschild. Er vergrub alles unter einer dicken Schicht Schlamm, durch die selbst sie sich bisher nicht wühlen konnte. Deswegen stellte sie auch gleich die Frage, die ihr im Kopf herumschwirrte: Sag mal, bist du etwa eifersüchtig?

Geschockt fuhr Marc herum. Bitte? Tz, lächerlich!, antwortete er unsicher. Wenn es jemanden gab der ihn durchschauen würde, dann ganz sicherlich Melanie oder eben Gretchen, aber die war ja mit ihrem fruchtbaren Versicherungsmännchen beschäftigt.

Du hast gar keine Schuldgefühle, weil du sie hast sitzen lassen. Du liebst sie noch!, grinste seine Schwester sogleich und Marc verfluchte sie innerlich. Von allen Frauen auf der Welt, musste ausgerechnet dieses Exemplar mit ihm verwandt sein.

Sicher liebt er sie noch., seufzte Olivier und stellte sich hinter seine Tochter, Das hätte dir eigentlich auch eher auffallen können.

Könnt ihr euch nicht um euren eigenen Scheiß kümmern?, fauchte Marc und griff routiniert zu seiner Bierflasche um sich einen großen Schluck zu genehmigen.

Da du mein Sohn bist, bist du mein eigener Scheiß, Jungchen, lachte das Geburtstagskind und wusste ganz genau, dass Marc über eine solche Aussage alles andere als begeistert sein würde.

Leck mich!, kam auch prompt die erwartete Antwort und Marc stolzierte, schwer beleidigt, hinaus um sich eine Zigarette zu gönnen. Irgendwie musste er einen kühlen Kopf bewahren. Er durfte es sich nicht erlauben, in einem Anflug geistiger Unzurechnungsfähigkeit, etwas falsches zu sagen oder zu machen. Hatte Sebastian nicht irgendwas von Das wird ein Spaß gesagt?


Ein paar Stunden zuvor:


Er betrat mit Melanie das Hotel, in dem die Feier stattfand. Schon auf den ersten Blick war es die Hölle pur für ihn. Überall alte Freunde seines Vaters, alles Professoren, die sicherlich den ganzen Abend langweilige Studentengeschichten zum Besten geben würden. Hoffentlich fließt genug Alkohol, dachte wohl nicht nur Marc, denn Melanie griff beherzt zu den Champagnergläsern und drückte ihrer Begleitung eines in die Hand.

Prost!, meinte sie nur etwas missmutig und bahnte sich dann einen Weg durch die Menschenmenge.


Eine Stunde später hatte Marc schlechte Laune, aber so richtig schlechte Laune. Hände schütteln hier und da, nervender Smalltalk über irgendwelche Enkel und eindeutig zu wenig Gastgeber! Wo blieb der Alte denn nur? Da wurde ihm heute Morgen noch was von Pünktlichkeit erzählt. Pff! Das hatte er nun davon das er pünktlich, sogar zu früh, hier war. Seine "Begleitung" war auf und davon. Wahrscheinlich in irgendeiner Ecke mit Sebastian. Obwohl, er hatte sie noch nie mit einem Mann gesehen. Sollte er bei Gelegenheit mal nachfragen. Doch der Gedanke, wo sie mit wem sein könnte, wurde jäh beiseitegeschoben, als Sebastian direkt auf ihn zukam.

Was ziehst du denn für ein Gesicht Meier?

Frag bloß nicht, seufzte Marc.

Aaaah ich verstehe, deine Menschenphobie! Komm schon, wir machen richtig einen drauf. Wird lustig! Wirst sehen.

Und schon hatte der Gefäßchirurg seinen Freund am Arm gepackt und ihn in Richtung der Tische gezogen.



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

15.04.2016 20:38
#11 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Zehn - Come back to me」



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)







Lustig war hier wirklich gar nichts. Er musste sich unbedingt irgendwie ablenken, aber wie?


Frauen gab es keine, die in sein Beuteschema passen würden. Alkohol war eine Option, allerdings in Anwesenheit seiner Familie nicht unbedingt die Beste. Er konnte ja auch nicht den restlichen Abend hier draußen stehen bleiben. Aber so drei, vier oder fünf Zigaretten waren ja wohl drin! Die kühle Luft tat ihm gut, half nur nicht dabei den Kopf frei zu bekommen. Immer und immer wieder schweiften seine Gedanken ab, verloren sich wieder in Erinnerungen und er kam nicht umhin sich einzugestehen, dass er sie wirklich mehr als nur vermisst hatte und am liebsten nicht wieder gehen lassen würde. Doch, sie hatte recht! Es war seine Entscheidung gewesen zu gehen, ganz allein seine. Niemanden hatte er um Rat gebeten, er war einfach abgehauen. Vor sich, seinen Gefühlen und der Verantwortung die eine Beziehung mit sich brachte.


Feige!


Nur ein Brief, aus einer Kurzschlussreaktion heraus geschrieben. Heute wusste er nicht mal mehr, was er ihr geschrieben hatte. Wahrscheinlich alles, nur nicht die Wahrheit. Jetzt musste er damit leben, dass da jemand in ihrem Leben war, der sie allem Anschein nach glücklich machte. Ein Baby. Ein wunderschönes Baby, das musste er einfach zugeben. Aber es war auch wirklich unvorstellbar, dass aus einem so wundervollen Wesen eine Ausgeburt der Hölle schlüpfen könnte.


GOTT!


Schnell schüttelte er den Kopf um diesen Schwachsinn zu vergessen. Welch ein Glück, konnte niemand seine Gedanken hören. Könnte peinlich werden.

Hinter ihm öffnete sich eine Tür, klackende Schritte und wieder schloss Marc seine Augen. Vermutlich seine Schwester, die ihm in den Hintern treten würde. Aber nein... Mama, ja.. Mama ich.. Ja jetzt hör ich dich. Was ist denn los? Ist irgendwas mit Sarah?


Gretchen!


Langsam drehte er sich um und beobachtete die Blondine dabei, wie sie vorsichtig, um nicht auf ihr Kleid zu treten, die Stufen herunter gekraxelt kam. Ihm war es ein Rätsel, wie sie es schaffte sich nicht auf die Nase zu legen. Immerhin war sie die Königin der Tollpatschigkeit, aber wenn er es sich genauer ansah, elegant war auch anders!


Nein Mutter. Es ist alles in Ordnung.. Äh, warum rufst du an?... Also! Ich bin ja wohl alt genug, außerdem bin ich ja auch nicht allein unterwegs. Weißt du was ich gerade für eine Angst bekommen habe?... Och du, es hätte ja durchaus sein können, dass irgendwas mit Sarah passiert ist.

Sie tippelte einfach vor sich hin ohne ihre Umgebung wahrzunehmen, doch als sie neben Marc angekommen war, nahm sie nicht nur sein Aftershave wahr, sondern bekam auch sogleich eine dicke Rauchwolke ins Gesicht geblasen. Hustend sah sie auf und blickte direkt in das belustigte Gesicht von ihrem Ex.

Nein..chrm, chrm.. Alles gut Mutter.. Ich hab.. ich hab mich nur verschluckt, sie sagte es mit Nachdruck und funkelte den qualmenden Bösewicht sauer an. Der Chirurg grinste allerdings nur lässig und ließ seine Augenbrauen tanzen.

Etwas, was Marc damals schon immer gemacht hatte, wenn ihre Eltern ihr auf die Nerven gefallen waren und sie behandelten wie ein kleines Kind. Würde es das bittere Wort, DAMALS, nicht geben, würde sie sich an ihn kuscheln. Einfach nur weil es ein Aufmunterungsversuch war. Eine kleine Geste, die ihr sagen sollte: "Lass dich nicht unterkriegen." Aber es war nicht mehr so wie vor über einem Jahr, sie waren nicht mehr Marc UND Gretchen sondern einfach nur noch Marc Meier und Gretchen Haase. Zwei Ärzte, die sich ihr halbes Leben lang kannten, sich liebten und doch nie den Absprung schafften.

Okay Mama, wir sehen uns dann am Sonntag, hauchte sie in ihr Handy und legte dann etwas wehmütig auf.

Alles okay?, fragte Marc vorsichtig und ging ein wenig in die Knie, um ihren gen Boden gerichteten Blick einzufangen.

Ja. Ja alles okay, versuchte Gretchen sich an einem Lächeln, doch als ihr Gegenüber sie mit hochgezogenen Augenbrauen ungläubig fragend ansah, wusste sie, sie konnte ihm nichts vormachen. Nein ist es nicht, seufzte sie, Ich bin.. Ich bin das erste Mal seit der Geburt so lange von ihr getrennt und so weit weg. Ich vermisse sie sehr und eigentlich wollte ich auch gar nicht mitkommen, aber Thorben und meine Eltern meinten, ich sollte mir doch mal eine Auszeit gönnen. Die brauche ich gar nicht. Ich komm ganz gut klar und allein bin ich ja auch nicht. Meine Eltern, Mehdi und auch Thorben greifen mir unter die Arme.

Traurig sah sie zu ihm auf und bemerkte die Veränderung in seinem Gesicht bevor er knurrte Mhmm Mehdi!

Na der kann was erleben, dachte er.

Ja Mehdi. Er ist Patenonkel und mir wirklich eine sehr, sehr große Hilfe. Ich mein, er ist Gynäkologe und arbeitet eng mit der Pädiatrie zusammen, zuckte sie mit den Schultern, Aber lass uns nicht darüber reden. Was machst du hier draußen, so ganz allein?

Wieder lächelte sie dieses atemberaubende Lächeln, in dem Marc sich nur zu gern verlor.

Steht dir viel besser, sagte er ohne darüber nachzudenken und er meinte es ganz ernst.

Äh, was jetzt genau?, fragte Gretchen verunsichert.

Dieses Lächeln. Viel besser als dieses besorgte, traurige Gesicht.

Du hast meine Frage nicht beantwortet Marc!


Dieser setzte sich gerade in einer lässigen Bewegung auf die Steintreppen und klopfte mit der Hand neben sich, damit Gretchen sich zu ihm setzte und er nicht bald mit einer Nackenstarre zu kämpfen hatte, wenn er die ganze Zeit zu ihr hoch sah.

Ich brauchte einfach ein bisschen frische Luft, grinste er zu seiner Linken, als sie endlich saß.

Also wenn ich frische Luft brauche, gehe ich nur nach draußen und rauche nicht noch..pfff...zwanzig Zigaretten. Also sag schon, warum bist du wirklich hier draußen und rauchst so viel? Warum trinkst du so viel, wie Melanie sagt? Was ist los mit dir?


Marc rieb sich angestrengt mit den Händen durchs Gesicht. Wie er es hasste. Diesen Blick, diesen Tonfall. Sie machte sich Sorgen. Wie immer wollte sie fürsorglich sein, obwohl er ihr so verdammt weh getan hatte. Damit konnte er beim besten Willen einfach nicht umgehen. Plötzlich verkrampfte sich sein ganzer Körper, als er ihre kleine Hand auf seiner Schulter spürte und wieder blitzten Erinnerungen vor seinem inneren Auge auf. Wie sie sich an seinem Nacken festklammerte, wenn er sie ins Schlafzimmer getragen hatte. Sie unter ihm, mit den Fingernägeln in seinen Schultern, dem Orgasmus zum Greifen nah. Ihm wurde warm.. Zu warm.. Und wie von selbst legte er seine Hand auf ihren Oberschenkel. Gretchen zuckte nicht mal zusammen. Sie sah ihm nur tief in die Augen, ihre Pupillen huschten hin und her, suchten eine Antwort auf ihre Fragen, die er ihr nicht geben konnte oder wollte.

Doch er konnte durchaus, er wollte nicht. Wollte diesen Moment nicht kaputt machen. Wollte nicht das sie sich wieder von ihm distanzierte.

Ich weiß es nicht, hauchte er ihr nur entgegen, kam ihrem Gesicht immer näher. Seine Augen wanderten von ihren Augen, über ihre Wangen, die sich leicht gerötet hatten, zu ihrem Mund und wieder zurück. Sie atmete schnell. Ihr Brustkorb hob und senkte sich so schnell, dass es Marc beinahe schwindelig wurde.

Was hast du vor?, fragte Gretchen leise und zog ihren Kopf ein wenig zurück, als sie das Blitzen in seinen Augen sah.

Sag du es mir, hauchte er zurück und sie konnte seinen warmen Atem auf ihrer Wange spüren.

Wie von selbst, ohne jegliche Kontrolle über sich selbst, schloss sie ihre Augen und biss sich auf die Unterlippe.

Sein Startzeichen.

Ohne Rücksicht auf Verluste, küsste er sie. Zärtlich, stürmisch..Und sie erwiderte den Kuss, nicht minder stürmisch wie Marc. Wie hatten sie beide die Lippen des anderen vermisst? Er drückte ihren Kopf näher an sich, spürte ihre Hände auf seinem Rücken.

Doch so schnell wie er sie an sich gedrückt hatte, ließ er sie auch wieder los als er hinter ihnen einen Tür aufgehen hörte. Melanie wollte nach ihm sehen, weil er so wütend gegangen war. Meistens machte er in solchen Situationen nur Mist.

Und als sie sah, was sie sah, wurde ihr klar, dass es sich nie ändern würde.

Oh, war ihr Ausruf, Ich, also ich wollte nicht stören.. Einfach weiter machen, auf dem Absatz drehte sie sich um und ging wieder hinein. Kopfschüttelnd und mit dem Vorsatz, diesem Kerl mal ordentlich den Kopf zu waschen.

Normal war DAS nicht!



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

18.04.2016 14:50
#12 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Elf - One Day



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)







Genervt stöhnte Marc auf, Melanie.. Sie hatte schon immer ein unfassbar gutes Talent, in den unpassendsten Momenten zu stören.


Gretchen war noch immer damit beschäftigt ihre Atmung wieder unter Kontrolle zu bringen und hielt sich die Hand vor den Mund. Bis die gesagten Worte also zu ihr durchgedrungen waren, dauerte es seine Zeit. Doch als es dann endlich soweit war, hauchte sie einmal aus und sagte dann ein wenig schrill: Unpassend? Maaaaaarc! Das hier gerade eben war ja wohl vollkommen unpassend. Du kannst mich doch nicht einfach küssen. Ich hab da drin Thorben und .. und..


MO-MENT! Ich habe dich geküsst? WIR haben UNS geküsst. Da gehören immer noch zwei dazu Hasenzahn, protestierte Marc.


Aber Gretchen wäre nicht Gretchen, wenn sie nicht auch hier die passende Ausrede parat hätte: Du hast mich halt auf dem falschen Fuß erwischt und überrumpelt. Das geht nicht! Das kannst du doch nicht einfach so machen. Was sag ich denn jetzt Thorben?, jammerte sie vor sich hin, hielt sich die Hand an die Stirn und fragte sich im Stillen, wie dämlich sie war.


Mhm. Vielleicht sagst du mir erst mal, warum du mich küsst. Wäre jedenfalls ein guter Anfang Gretchen.


Ja, das war wirklich eine gute Frage. Eine, die sie um alles in der Welt nicht ehrlich beantworten konnte. Sie konnte doch nicht zugeben, dass sie ihn noch immer irgendwo liebte.


Ich..., fing sie an - besann sich dann aber doch eines besseren, Wie gesagt, du hast mich einfach überrumpelt.


Dass sie ihm mit dieser Aussage und der Tatsache das sie seinen Blicken auswich, direkt in die Karten spielte, bekam sie gar nicht mit. Marc leckte sich belustigt über die Lippen und nickte grinsend.


Lass das!, fauchte sie ihn direkt an und er tat auf unschuldig, Was mach ich denn?

Du guckst in meinen Kopf.

Glaub mir, lachte er, wenn ich das könnte, wäre ich entweder um einiges schlauer oder aber ich würde mich erschießen.

Ja ähm.. Ich.. Ich geh dann wohl besser wieder rein. Thorben macht sich sicherlich schon Sorgen und.., sie stand auf, wollte die nächste Treppenstufe nehmen, verfehlte diese knapp, verlor das Gleichgewicht und purzelte direkt in Marcs Arme beziehungsweise Schoß.

Also.. Das hättest du auch anders haben können, witzelte er und auch Gretchen musste lachen. Sie sollte sich wirklich nicht mehr vornehmen in irgendeiner Art und Weise souverän wirken zu wollen. Jaa, sie war ein geborener Tollpatsch.

Bleib noch ein bisschen, bitte, sagte Marc nach einer kurzen stillen Minute ganz sanft und strich Gretchens lange blonde Haarpracht wieder zurecht.

Marc, du weißt das es nicht geht. Ich mein.. Wir haben doch vorhin gesehen wo wir landen, wenn wir beide ein Gespräch anfangen.

Und wenn wir einfach nicht über uns reden? Du könntest mir zum Beispiel vom EKH erzählen. Ich hab keine Ahnung was da nun so los ist und...

Als ob dich das wirklich interessieren würde, unterbrach sie ihn.

Ja.. Doch. Irgendwie schon. Mein Nachfolger zum Beispiel, wie ist der so?, er fragte es ganz offen, ganz ehrlich. Nach kurzem überlegen, lenkte sie schließlich ein und fing einfach an zu erzählen.

Herr Doktor Schrenk ist dein Nachfolger. Er ist gute 65 Jahre alt und absolut kein Chirurg. Also, meiner Meinung nach.

Wieso nicht?

Ach, sie schüttelte kurz den Kopf, er ist so überhaupt kein Egomane. Er interessiert sich total für die Patienten, nimmt sich Zeit für jeden einzelnen und hätte wohl eher in der Rolle des lieben, netten Onkels Platz gefunden.

Mhmm.. Warum bist du eigentlich der Meinung das alle Chirurgen Egomanen sein müssen, oder sollten? Dein Vater ist doch auch kein....

Doch Marc, das ist er. Er hat seine, unsere Familie, für seinen Spaß aufs Spiel gesetzt. Er behandelt mich nur nicht wie alle anderen, weil ich seine Tochter bin. Ich hab da irgendwie ein kleines Pölsterchen. Dann bist da du, worauf ich jetzt aber nicht näher eingehen will. Es ist einfach eine Tatsache, dass alle Chirurgen selbstverliebte Arschlöcher sind. Was sie ja auch nicht gleich zu schlechten Menschen macht, sie zog die Schultern hoch und sah Marc abwartend an.

Mich aber schon!

Nein auch dich nicht. Sicherlich bist du ein widerlicher Kerl, dem das Fell über die Ohren gezogen gehört, aber du bist auch ein lieber, netter, einfühlsamer Kerl.. Wenn du willst!, zwinkerte sie augenrollend.

Aha!, meinte Marc darauf nur und verlor sich in ihren ozeanblauen Augen. Wie schön sie heute Abend war. Man sah ihr gar nicht an, das sie Mutter geworden war. Aber er konnte sehen wie glücklich sie war.

Hör mal Gretchen, ich... Es tut mir leid was ich da vorhin alles gesagt habe. Ich hab einfach nicht damit gerechnet, dich hier zu sehen und dann auch noch so..Ach ist doch egal! Es tut mir wirklich leid.

Warum bist du denn dann immer so, wenn es dir im Nachhinein leid tut? Das ist doch unnötig. Sag doch einfach mal was du denkst.

Ja wenn das nur so einfach wäre. Er dachte so vieles in den letzten Tagen und dann war sein Kopf wieder wie leer gefegt. Was also dachte er? Was wollte er?

Das ist nicht immer so einfach Gretchen.

Ach und warum nicht? Ich kann es doch auch...

Nein, kannst du nicht!, grinste er, Du sagst auch nicht immer oder jedem was du denkst. Du behältst es einfach für dich und schreibst es dann in dein Tagebuch. Das ist auch nicht richtig. Was meinst du wie oft ich mich gefragt habe, was in deinem Kopf vorgeht? Du hast es mir bis heute nie gesagt. Aber ich wette mit dir, in deinem rosa Katzenblock finde ich die Antworten darauf.

Also das kannst du doch gar nicht vergleichen. Mit dir konnte man einfach nicht reden.. Das war das Problem.

Nein eben nicht. Ich wollte so oft reden. Wie oft haben wir uns gestritten und du bist dann, anstatt mit zu mir zu fahren, an mir vorbei stolziert, hast dir dein Fahrrad geschnappt und bist zu deinen Eltern gefahren. Ich hab versucht dich zu erreichen. Handy aus. Deine Eltern haben mich abgewürgt. Egal ob an der Tür oder dem Telefon. Was sollte ich denn machen? Bis zu deinem Zimmer hinauf klettern und um Verzeihung bitten? Steine an dein Fenster schmeißen und das holde Rapunzel bitten ihr Haar herunter zu lassen?, er unterbrach sich um kurz Luft zu holen, Wir haben einfach beide Fehler gemacht. Ja und vielleicht bereue ich es auch nach München gegangen zu sein... Vielleicht..

Wenn du es bereust, oder nur vielleicht bereust, warum hast du dich dann nicht EINMAL bei mir gemeldet?, unterbrach sie ihn mit Tränen in den Augen.

Hättest du mich denn angehört, wenn ich es getan hätte?


Nein das hätte sie wahrscheinlich nicht, aber er hatte es ja nicht mal versucht. Wie sollte sie ihm darauf also eine Antwort geben? Warum sollte sie ihm überhaupt eine Antwort geben? Sie war ihm ja wohl keine Rechenschaft schuldig. Er war gegangen und hatte ihr so einen beschissenen Brief geschrieben.


Sie implodierte, bevor sie explodierte: Sag mal, was bildest du dir eigentlich ein, he?, giftete sie ihn an und er wich erschrocken zurück, wenn diese Frau sauer war, konnte man nie vorsichtig genug sein, Du verschwindest, einfach so in einer Nacht und Nebelaktion, schreibst mir das du mich nicht liebst und dich mir nur verbunden fühlst weil wir uns schon so lang kennen und jetzt willst du Erklärungen von MIR? Ich glaub du spinnst!


Sauer und enttäuscht stand sie auf und ging wieder ins Hotel. Zurück blieb ein irritierter, beeindruckter und verunsicherter Marc Meier. Tief sog er die Luft durch seine Nase ein, hielt sie einen Moment in seinen Lungen um sie dann zitternd wieder auszuatmen.


Eines Tages, da war er sich ganz sicher, würden sie es schaffen miteinander zu reden, ohne sich die Köpfe einzuschlagen.



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

25.04.2016 00:20
#13 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Zwölf - Just give me a reason



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)







Mit den Worten, Da bist du ja endlich. Ich hab dich schon überall gesucht., nahm Thorben, der ganz gemütlich am Tisch saß, seine Freundin in Empfang. Gretchen dachte sich allerdings nur, dass er sie, wenn er sie ÜBERALL gesucht HÄTTE, sicher auch gefunden hätte. Und obwohl ihr absolut nicht danach zumute war, stimmte sie in sein freudiges Lachen mit ein. Ich hab später noch was für dich mein Schneckchen, flüsterte Thorben ihr anzüglich ins Ohr, doch sie war mit ihren Gedanken noch ganz woanders und antwortete deswegen nur abwesend: Mhm.. Freu mich.


Was hatte Marc Meier nur an sich, dass sie gleich wieder Wachs in seinen Händen.. äh.. seiner Anwesenheit wurde?


Diese Frage machte sie eine halbe Stunde lang wahnsinnig, bis der gemeine Mann, der sich in ihre Gedanken und in ihr Herz schummelte, wieder ihr gegenüber Platz nahm und so tat, als wäre nichts zwischen ihnen passiert.

Er trank, scherzte, lachte.. Seine Grübchen tanzten.. Sein Lächeln erreichte allerdings nicht seine Augen und nur ihr war klar, er machte gute Miene zum bösen Spiel. Ob das nun ein gutes Zeichen war oder nicht, vermochte sie nicht zu sagen. Bei ihm war einfach alles möglich.


Wie es wohl wäre, wenn er nicht gegangen wäre und sie beide nun mit Sarah in seiner Wohnung auf der Couch sitzen würden?


Sie verkrümelte sich mal wieder in ihren Tagträumen, bis... Hasenzahn, es steht keine Schokolade auf dem Tisch, du kannst also aufhören zu sabbern!

Marc hatte sich ganz weit nach vorn gebeugt und sah sie belustigt an.

Oh Gott, war das peinlich!

Sofort lief sie knallrot an und wünschte sich auf einen anderen Planeten. Thorben hingegen war sofort besorgt, was bei Marc nur zu einem genervten Augen verdrehen führte.


Alles okay bei dir mein Schatz?


Äh ja.. Ja wieso denn nicht?, kicherte sie nervös und versuchte dabei möglichst unauffällig zu dem Chirurgen zu linsen. Dieser hatte sich jedoch abgewandt. So viel Geschleime konnte er einfach nicht ertragen. Das war wirklich widerlich.


Pass auf mein Engel, ich geh kurz nach oben und dann bekommst du deine Überraschung. Das lenkt dich sicher ein wenig ab, schmunzelte Thorben, gab seiner Liebsten einen schnellen Kuss und verschwand.


Was dachte er denn, was sie dachte oder WORAN sie dachte?


Melanie hatte sicherlich nichts gesagt, sonst wäre hier wahrscheinlich schon die Hölle los. Doch auch diesmal hatte sie nicht lange Zeit darüber nachzudenken, denn unterm Tisch suchte sich eine flinke Chirurgenhand den Weg ihre Beine hinauf, bis hin zu ihren Oberschenkeln. Mit einem Gesichtsausdruck der sagen sollte: "LASS DAS!", sah sie Marc an. Das sah er jedoch gar nicht ein. Sie war nach wie vor SEIN Hasenzahn, egal welcher Kerl da noch kommen würde.


Lass dich doch mal gehen!, zischte er ihr zu, sodass nur sie es hören konnte.


Ganz sicher nicht Marc. Lass es! Thorben kommt sicher gleich wieder und...


Und hat bestimmt zwei Kilo Schokolade für dich dabei oder sowas in der Art. Der Kerl kann doch nicht dein Ernst sein?!


Äh, wieso nicht?


Ey, der hat doch nen Dachschaden. Du kannst mir wirklich viel erzählen und ich weiß das du gern in deiner kleinen Märchenwelt lebst, dass du aber auf dieses Süßholzgerasple stehst, nehm ich dir nicht ab, kurz streckte er seinen Hals um zu schauen ob die Luft auch noch rein war.


Er ist nun mal ein sehr einfühlsamer Mann. Davon hättest du dir eine Scheibe abschneiden können.


Oh nein, bitte nicht, stöhnte er gequält und lies den Kopf in den Nacken fallen.


Was?


Kannst du nicht mal aufhören mich als bösen Buben hinzustellen? Langsam wird es lästig.


Schnippisch antwortete sie: Musst ja nicht mit mir reden!, und schob seine Hand unelegant beiseite. Gerade noch rechtzeitig, denn Thorben stand mit einem Mal hinter ihr.


Ohne Schokolade.


Selbstgefällig grinste sie ihren ehemaligen Oberarzt an. Er kräuselte daraufhin nur die Nase und streckte ihr seine Zunge entgegen.


Es machte den beiden Spaß ein wenig zu albern, doch für Marc sollte dieser Abend nun der schlimmste in seinem Leben werden. Von seinem Glück ahnte er jedoch noch nichts, als Thorben sich mehrmals umständlich räusperte und nervös an seinem Jackett zuppelte.


Nach dem zehnten Räuspern fragte er endlich: Stehst du mal bitte auf Gretchen?


Und Marc dachte sich 'Oh Gott! Was kommt jetzt?'.


Hätte er sein kleines Köpfchen ein wenig angestrengt, wär es ihm allein eingefallen. Doch er war noch viel zu sehr damit beschäftigt, Gretchen aus der Reserve locken zu wollen. Diese war inzwischen aufgestanden und wartete auf das was da folgen sollte, ebenso wie Melanie, Olivier und Sebastian.


Mein liebes, liebes Gretchen, sagte Thorben lächelnd und fuhr, nachdem er einmal tief Luft geholt hatte, fort, als ich dich zum ersten Mal sah, wusste ich, du bist die Frau, die mein Leben auf den Kopf stellen wird, in jedem Bereich. Du warst einfach da und hast mir in meinen schwärzesten Stunden Mut gegeben, weiter zu machen. Wie du weißt, war meine Mutter mein ein und alles. Plötzlich war sie nicht mehr da und ich fühlte mich so allein wie noch nie. Dann kamst du und was soll ich sagen? Du hast mir nicht nur neue Lebensfreude geschenkt, sondern vor drei Monaten auch eine wundervolle Tochter. Für mich ist mein Glück jedoch noch nicht perfekt.


Spätestens jetzt war auch Marc klar, was das hier werden sollte und er kochte innerlich. Alles, wirklich alles würde er ohne mit der Wimper zu zucken hinnehmen, aber nicht das. Nicht vor seiner Nase. Und auch Gretchen war es, obwohl sie zu Tränen gerührt war, unangenehm, dass dies jetzt gerade in SEINER Anwesenheit geschehen musste. So kurz nachdem sie sich geküsst hatten, angefangen hatten ein mehr oder weniger klärendes Gespräch zu führen. Vor den Augen des Vaters ihrer Tochter, ihrer großen Liebe. Vorsichtig linste sie zu ihm herüber und sah die Wut in seinen Augen.


Unbeirrt dessen, was um ihn herum geschah sprach Thorben weiter: Ich möchte, dass wir eine richtige Familie werden. Ihr beide sollt richtig zu mir gehören und deshalb frage ich dich hier und heute, ob du meine Frau werden willst. -Stille.


Niemand sagte ein Wort, ob sie sich nun trauten oder nicht, war vollkommen unwichtig. Wichtig war nur, dass sie eine Entscheidung treffen musste. JETZT! Nicht irgendwann. Hier und jetzt musste sie sich entscheiden, ob sie weiter mit der Lüge leben wollte und Marc im Unwissen ließ, oder ob sie sich endlich der Wahrheit stellen würde und ihm sagte, dass dieses Kind - dieses wundervolle Kind, SEIN Kind war. Ihr Blick wanderte nervös durch den Saal und blieb an smaragdgrünen Augen hängen.


Ungebändigte Wut flammte in ihnen auf und Gretchen hoffte, flehte mit ihrem Blick, das er irgendwas sagte, irgendwas machte. Ihr einen Grund gab, abzulehnen. Eine Kleinigkeit, ein kleines Wort würde ihr genügen. Aber Marc reagierte nicht auf ihre Blicke. Er konzentrierte sich auf Thorben und versuchte dem inneren Drang, ihn umzubringen, zu widerstehen. Das wäre eigentlich seine Aufgabe gewesen. Kopfschüttelnd wand er sich ab und verschwand in eine der hintersten Ecke an der Bar.


Die Enttäuschung darüber, trieb ihr nur noch mehr Tränen in die Augen. Was hatte sie denn erwartet? Dass er sie auf Händen hier raustragen würde, um mit ihr durchzubrennen?


Die Sekunden in denen Thorben auf eine Antwort wartete, kamen ihm vor wie Stunden, doch dann hauchte sie ein leises Ja.


Für ihn genug um sie stürmisch in seine Arme zu reißen und zu küssen, aber die Träne, die ihr die Wange herunter lief, war keine Freudenträne.


Marc ging wutentbrannt auf die beiden zu, rempelte Gretchen im Vorbeigehen an und konnte nur mit Mühe von Melanie und Olivier zurückgehalten werden, Thorben nicht an die Gurgel zu gehen.


Was soll die Scheiße, Gretchen???, brüllte er. Das fragte sich allerdings auch Melanie, die mit ihrer Rechnung zu dem Schluss kam, dass Sarah keineswegs Thorbens Tochter sein konnte. Doch ihr Bruder dachte da an was ganz anderes: Mensch, ich dachte.. Ich dachte WIR...


Es gab nie wirklich ein WIR, Marc, sagte Gretchen traurig und ließ sich von Thorben den Ring auf den Finger stecken.



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

27.04.2016 14:45
#14 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Dreizehn - May I



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)







Er sah in ihr Gesicht, deutete ihren traurigen Blick falsch, riss sich von seiner Schwester und seinem Vater los, stieß alles um was ihm im Weg stand und lief einfach hinaus in die kühle Münchener Nachtluft.


Er musste hier weg, sonst würde er sich zum ersten Mal seit langer Zeit vergessen und irgendwen zu Brei schlagen. Stundenlang irrte er durch die Straßen, achtete gar nicht darauf wohin er lief, bis er an der Ecke eine kleine Kneipe entdeckte. Hier war er noch nie, also bestand auch nicht die Gefahr, dass man seinem Vater irgendwas davon erzählen konnte. Welch wohliger Gedanke, sich einfach zu besaufen und zu vergessen. So ganz sollte ihm das aber nicht gelingen. Mit jedem doppelten den er sich hinter die Binde kippte, wurde der Schmerz größer.


Da küsste sie ihn, wie sie ihn immer geküsst hatte und lies sich dann von so einem Schmierlappen um den Finger wickeln.


Was sollte das?


Verspätete Rache?


Er hatte wirklich an alles gedacht, nur nicht daran, wie er sich fühlen würde, wenn Gretchen jemanden fand, der ihr das gab wozu er noch lange nicht bereit war. Jetzt war es soweit, direkt vor seiner Nase und er konnte nichts machen außer zusehen.


Er sollte derjenige sein der sie im Arm hielt, wenn sie einschlief. Er sollte sie lieben und beschützen, wenn sie sich mal wieder zu schwach fühlte. Er sollte sie auffangen, wenn sie im freien Fall war. Er hätte sich für sie um 180 Grad gedreht, alles stehen und liegen lassen um bei ihr zu sein.


Wieder bestellte er einen doppelten und spülte ihn in einem Zug runter. Der Barkeeper sah ihn skeptisch an. Solche Männer kannte er zu genüge. Gerade frisch von der Ehefrau verlassen worden, stürzten sie sich in den Alkohol, damit es nicht so weh tat.


Aber es tat Marc weh.


Zu wissen, dass der Abend heute durch nichts mehr hätte geändert werden können, den Antrag hätte dieser Arsch ihr ohnehin gemacht. Er schloss die Augen und versuchte sich an den Kuss zu erinnern. Doch je mehr er sich anstrengte, desto mehr verschwamm das Bild vor seinen Augen und zeigte ihm, wie Thorben sie küsste.


Hey Großer!, sprach ihn eine junge Frau an, Lust zu tanzen?


Langsam und geduldig musterte er sie von oben bis unten, sah ihr in die Augen, hob die Augenbrauen und sagte dann: Mhm. Kein Arsch in dem Rock. Keine Titten in dem BH. Keine Haare auf'm Kopp... NEIN! Schwirr ab! Mit einem Pfeifen und einem kurzen Ruck mit dem Kopf nach hinten signalisierte er ihr, dass er es ernst meinte. Billiges Flittchen, murmelte er sich in den nicht vorhandenen Bart und kippte den nächsten doppelten weg. Er durfte sich davon nicht verrückt machen lassen. Dann würde sie halt heiraten und viele kleine Kinder mit diesem Spermamann bekommen.


Und er, Marc Meier, würde sein Leben leben, wie bisher.



Na ja, wenn er nach Hause finden würde.


Drei Stunden nachdem er in die Kneipe gegangen war, war er so betrunken, dass der Wirt ihn eigenhändig raus schmiss. Er wollte keine Gäste die sich benahmen, als wären sie der liebe Herrgott persönlich und pöbelten was das Zeug hielt. Dabei hatte Marc sich seines Erachtens nach, noch benommen.


Jetzt hatte er aber ein anderes Problem: ein Fuß vor den anderen zu bekommen und dabei nicht das Gleichgewicht zu verlieren.


Er hatte keine Ahnung wo er hier war und schon mal gar keine, wie er zu Fuß nach Hause kommen sollte um auszunüchtern und morgen um sieben Uhr zu Schichtbeginn in der Klinik zu stehen.


Telefon!


Sein Vater?


Keine gute Idee. Der würde ihm eigenhändig, hier auf der Straße, den Magen auspumpen. Melanie würde ihn anschreien, schlagen und dann elendig in seinem Suff allein lassen.


Auch keine Hilfe.


Blieb ja eigentlich nur noch Sebastian und dem würde er im besten Fall nur einen ausgeben müssen. Kurzerhand wollte er sich sein Handy aus dem Jackett fischen, aber auch nach fünf Minuten stand er noch immer wie bestellt und nicht abgeholt auf irgendeinem Bürgersteig und versuchte die Hand in die Tasche zu bekommen. Einige verzweifelte Versuche später, hatte er es endlich in der Hand. Nun musste er nur noch irgendwie in sein Telefonbuch kommen und den richtigen Kontakt finden.


Mit eingeschränkter Motorik und verklärtem Blick erwies sich aber auch das, als äußerst schwer.


Wenn man ihn heute fragen würde wie er es geschafft hatte, würde er nur mit den Schultern zucken können, doch nach dreimaligem Freizeichen, nahm Basti am anderen Ende der Leitung ab.


Gesenhues!


Isch mir scho kla. Würd dich nisch anhufen, wenn ich nisch wüsste wen isch da an der Stippe hab, lallte er in den Hörer.


Sein hin und her schwankender Körper half ihm nur bedingt dabei sich zu konzentrieren.


Marc? Hast du getrunken?


Schnell sah sich der Angesprochene um und flüsterte dann: Pssscht. Nisch scho laaut. Wenn das hemand hört! Sach ma, kannscht du misch abholn und na Hausche fahn?


Äääähm..Pff.. Joa, klar. Wo bist du?


Hm. Heine Ahnung!


Na ganz klasse, stöhnte Sebastian und rieb sich mit Zeigefinger und Daumen über die Augen, Ist in deiner Nähe ein Straßenschild?


Du da musch ich ma guggn. Wadde ma!


Nach einigen Minuten des Suchens hatte er endlich ein Straßenschild gefunden, mit dem Vorlesen klappte es allerdings nicht so.


Germas.. nee.. Gerra... nee au nisch.. ööhm.. joa.., doch dann kam ihm eine Idee, Isch ruf disch glei nomma an. Isch mach schnell 'n Fotto!


Bevor sein Freund reagieren konnte hatte Marc schon aufgelegt.



Eine Stunde später, nachdem Marc fünfzehn Minuten gebraucht hatte, ein Foto zu versenden und weitere zehn um Sebastian wieder anzurufen, saß er auf dem Beifahrersitz eines warmen Mercedes.


Waum hassu eintlich noch die Drecksschleu..schleuder?


Weil ich nicht mit einem dicken BMW die Kürze meines Glieds kompensieren muss, sagte Basti trocken, worauf Marc nur grunzte.


Er hatte vieles. Aber sicher kein kleines Glied.


Du musch aber verspreschn dassu nix sags, sons krich ich richig auf'n Deggl, jammerte Marc beinahe, als sie vor seiner Wohnungstür standen und Sebastian verzweifelt versuchte, Marc gerade stehen zu lassen und den Schlüssel in die Tür zu stecken.


Na verdient hättest du es ja. Meine Güte..


Drinnen wurde Marc direkt ins Schlafzimmer geschoben und angezogen wie er war, aufs Bett geschmissen.


Wenn du reiern musst, schaffst du es ja wohl noch bis ins Bad oder soll ich dir einen Eimer ans Bettchen stellen.


Ja schaff i scho. Dange Schebaschtian, nuschelte Marc in die Matratze und schlief ein, noch bevor sein Freund verschwunden war.


Meier, Meier... Du wirst wohl nie lernen..., seufzte dieser noch bevor er ging.



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

29.04.2016 01:56
#15 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Vierzehn - The Alchemist



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)







Er verfluchte sich in Gedanken gestern nicht noch mehr getrunken zu haben, um das Wochenende durchzuschlafen.


Nicht nur, dass er sich am frühen Morgen hatte anhören dürfen, was für ein ungehobelter Kerl er doch war, weil er seine Schwester nicht nach Hause gebracht hatte - nein! Er durfte heute auch noch Babysitter spielen.


An sich eigentlich eine Aufgabe, die er an irgendeine Krankenschwester abschieben würde, doch hatte ihm sein Vater Aktenarbeit und OP-Verbot angedroht. Leider kam er nicht umhin sich zu beugen, denn Olivier würde garantiert ernst machen.



Also begnügte sich der begnadete Oberarzt an diesem Samstag damit, begnadeter Erzieher zu spielen und Thorben durch die Klinik zu führen. Zu seinem eigenen Ärgernis, die meiste Zeit ohne Gretchen. Sie zog es vor, sich bei jeder Gelegenheit zu verkrümeln. Immer mit dem Vorwand, mit ihrer Mutter telefonieren zu müssen, weil sie sich sehr große Sorgen um Sarah machte, der es wohl nicht so gut zu gehen schien. Thorben nahm dieses Verhalten einfach so hin, während Marc dies eher stirnrunzelnd und skeptisch beobachtete. Er konnte sich so gar nicht vorstellen, dass Gretchen so ruhig und vor allem ohne mit der Wimper zu zucken in München blieb, wenn es ihrer Tochter schlecht ging. Da war was faul. So wie er sie kannte, ging sie ihm einfach nur aus dem Weg.


Ärgerlich.


Er hatte sie quasi vor seiner Nase und kam doch nicht an sie heran. Aber wollte er das überhaupt? Eigentlich sollte er es nicht wollen. Sie hatte nun ihre eigene kleine Familie und er nicht das Recht dazu, ihr dieses Glück streitig zu machen. Der Zug war mehr als nur abgefahren und trotzdem brachten ihn ihre Anwesenheit, wenn sie dann mal anwesend war und ihr Verhalten, vollkommen durcheinander.


Einen wirklich klaren Gedanken zu dem Thema fassen, konnte er jedoch nicht. Thorben quasselte einfach ununterbrochen und ohne Punkt und Komma.


Zumindest war schon mal geklärt, warum das bei dem Schlipsträger und Gretchen so gut funktionierte - sie redete ja genauso gern. Eigentlich hätte Marc auch einfach nicht zuhören können, doch immer und immer wieder tippte Thorben ihn an, sprach ihn direkt an, vergaß dabei immer wieder den Doktortitel und irgendwann reichte es dem Chirurgen: Es heißt DOKTOR Meier und wenn Sie jetzt nicht SOFORT die Klappe halten, verknote ich Ihnen die Zunge!


Also entschuldigen Sie mal bitte! Ihr Vater hat ganz eindeutig gesagt, dass SIE...


Was mein Vater sagt und was nicht, ist mir SCHEIßEGAL. Ich bin hier noch immer Oberarzt und kein Zimmermädchen!, brüllte Marc drauf los und die Krankenschwestern im Umkreis zuckten unwillkürlich zusammen.


Herr Meier ich bin nicht tau..., sagte Thorben und Marc gab auf, Mir reicht's... Hier hängen überall Lagepläne! Sehen Sie zu, wie Sie klar kommen!


Verwirrt und vielleicht auch ein kleines bisschen eingeschüchtert, ließ Marc ihn stehen. Das musste er sich ja wohl wirklich nicht geben. Außerdem hatte er noch ein Hühnchen zu rupfen....



Genau 504,74 km Luftlinie entfernt, spielte ein halb persischer Gynäkologe gerade mit seiner Tochter, als das Telefon klingelte. Schnell versprach er, nicht lange zu brauchen, sich zu beeilen um dann schnellstmöglich wieder mit ihr spielen zu können. Doch hätte er auch nur geahnt, welches Donnerwetter ihm blühte, wäre er gar nicht ran gegangen.


Kaan, sagte er fröhlich und hielt in der nächsten Sekunde den Hörer vom Ohr.


KAAN DU PENNER! WANN HATTEST DU ARSCH VOR, MIR ZU SAGEN DAS GRETCHEN EINEN NEUEN HAT UND NOCH VIEL WICHTIGER: EIN KIND???, schrie Marc aus voller Kehle und selbst Lilly schaute sich verängstigt um, weil man ihn laut und deutlich verstand.


Danke für die freundliche Begrüßung, versuchte Mehdi die Situation zu entschärfen doch Marc war auf 180!


Das kannst du knicken! Was bist du eigentlich für ein Freund? Das hättest du mir verdammt nochmal sagen müssen.


Mach mal halblang. Warum hätte ich dir das sagen MÜSSEN? Du wolltest doch nichts wissen, hast nicht gefragt und außerdem, woher weißt du das?


Dreimal darfst du raten wer seinen dicken Hintern nach München geschoben hat um mir den letzten Nerv zu rauben! Mein Gott! Sie ist HIER. Mit ihrem verweichlichten Schlipsträger, der ihr gestern Abend vor meiner Nase einen Antrag gemacht hat. Ich bekomme nebenbei in einer Unterhaltung mit, das sie ein Kind mit diesem Spinner hat und das nachdem ich noch gar nicht lange weg war! Was bildet die sich eigentlich ein? Und was bildest du dir ein, mir nichts zu erzählen? Das ist wichtig, verdammt!, er redete sich nur noch mehr in Rage und lief vor seinem Schreibtisch auf und ab.


Mehdi verarbeitete allerdings nur eine Information und die gefiel ihm gar nicht: Sie hatte es ihm noch immer nicht gesagt!


Beruhige dich. Rumschreien nützt dir auch nicht viel, sagte er deshalb nur und hoffte das sein Gesprächspartner einlenken würde.


Ich will aber schreien und ich will mich aufregen. Ja gut okay, ich hab vielleicht scheiße gebaut... Deswegen muss man sich doch aber nicht gleich dem nächsten an den Hals werfen und Kinder in die Welt setzen!


Mehdi konnte darauf nicht antworten. Egal was er ihm erzählen würde, es wäre eine Lüge.


Habt ihr miteinander geredet?, fragte er vorsichtig und konnte sich eigentlich schon denken was er zu hören bekommen würde.


Reden.. Pah! Mit der Frau kann man nicht reden. Erstens: Sie bekommt immer alles in den falschen Hals. Zweitens: Sie verdreht einem die Worte im Munde, bevor man sie ausgesprochen hat und drittens: Hast du jemals erlebt das wir mal miteinander reden konnten ohne uns gleich im Schlamm zu wälzen?


Na das würde dir doch gefallen, witzelte der Gynäkologe.


Mehdi, ich versteh gerade sehr wenig Spaß!!!, kam scharf durch die Hörmuschel geschossen.


Gut. Dann sag mir bitte was ich deiner Meinung nach jetzt machen kann, damit es dir besser geht, seufzte Mehdi, denn er hatte wirklich keine Ahnung wie er aus der Nummer nun wieder rauskommen sollte.


Gar nichts. Du könntest mir aber mal sagen was ich machen soll! Ich fühl mich wie ausgekotzt und das nicht erst seit gestern Abend.


Äh.., zum einen bat Marc ihn zum ersten Mal um Hilfe und zum anderen konnte ein Akademiker doch nicht wirklich so blöd sein, ja vielleicht mal reden. Ehrlich und ohne beleidigend zu werden?


Das geht nicht!


Und wieso nicht? Du kannst dich doch auch jetzt mit mir unterhalten ohne mich zu beleidigen oder abzuwerten in irgendeiner Aussage!?


Ja weil du Arsch, sagte Marc betont gehässig, der einzige bist mit dem ich darüber reden kann ohne mich wie ein Vollidiot zu fühlen.


Na wenigstens ziehst du dich mit in den Dreck.


Schmollst du jetzt? Mensch Mehdi!


Wenn du etwas von jemandem möchtest Marc, dann probier es doch einfach mal mit FREUNDLICHKEIT, auch Gretchen gegenüber. Sie ist doch kein Punchingball, Boxsack oder Knetekissen, dass du nutzen kannst um mit deiner rohen Gewalt, verbal, einzuschlagen wie du es brauchst. Sie ist ein sehr gefühlvoller Mensch, der mit ein bisschen....


Ääääh.. Ich kenne sie. Du musst mir jetzt nicht erklären wie sie IST!


Kommt mir manchmal einfach nicht so vor.


Boar, Mehdi.., stöhnte Marc genervt, manchmal braucht sie das. Sie ist einfach.. Schrecklich!, schloss er.


Aha, und.. warum?


Weil sie so.. sie ist so.. Ich habe noch nicht mal Worte dafür. Es ist einfach schwer mit ihr zu reden und dabei ruhig zu bleiben, immerhin ist sie Gretchen und nicht irgendwer. Und glaub mir Mehdi wenn ich....


Die Bürotür ging auf und besagter Blondschopf lugte durch den kleinen Spalt hinein: Marc? Kann ich kurz stören?


Völlig perplex starrte er sie an und legte sofort auf, um sich voll und ganz ihrem Anliegen zu widmen...


Marc? Hallo?.. Ja.. Das gibt's doch nicht. Legt der einfach auf, meckerte Mehdi in seinem Wohnzimmer vor sich hin und hoffte, das die beiden sich nicht zerfleischen würden.



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

01.05.2016 21:56
#16 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Fünfzehn - On top of the world



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)







Es war wirklich nicht so, dass er es nicht kannte. Sein Freund und Kollege war immer launisch und laut, allerdings richtete sich seine "Wut" dabei nie gegen jemand bestimmten. Also konnte man dieses Verhalten durchaus als "ungewohnt" abstempeln und mal dezent nachfragen.


Nach Möglichkeit natürlich nicht bei dem tasmanischen Teuf.. Nein, so konnte man es wirklich nicht bezeichnen. Diese zauberhaften Tiere waren alles andere als bösartig - sondern einfach nur niedlich. Als ziemlich heterosexueller Mann, konnte man niedlich also nicht mit Marc Meier in Verbindung bringen.


Neben dem verwirrten Thorben blieb er stehen und sah, ebenso wie eben jener angeschnauzte, nur noch einen wehenden weißen Kittel um die Ecke verschwinden.


Womit hast du ihn denn verärgert?, fragte Sebastian belustigt, wohlwissend, dass Thorben die richtige Antwort gar nicht wissen konnte.


Marc wusste es wahrscheinlich selbst nicht oder wollte es sich selbst nicht eingestehen, aber der wundervolle Effekt von Alkohol war, dass er sogar die bleiernste Zunge lockerte und der Betrunkene in Plauderlaune war.


Ja, da fragst du mich was. Der war schon die ganze Zeit über so mies gelaunt! Ich hab ihm ja nichts getan und seinen dämlichen Doktortitel kann man auch wirklich überbewerten!


Thorben? Das einzige was dieser Mann jeden Tag aufs neue überbewertet, ist er selbst. Es ist ein Wunder das sein Ego überhaupt hier rein passt oder irgendwo anders auf diesem Planeten Platz findet.


Als sein Freund daraufhin den Mund öffnete, folgte ein regelrechter Zwergenaufstand.


Eigentlich war Herr Thorben Martens ein außerordentlich sonniges Gemüt. Immer gut drauf, mit einem Lächeln im Gesicht und zudem auch immer darauf bedacht, keinen Ärger zu haben - oder zu machen.


Also sah er sich auch keinesfalls als schuldig an, nur weil gewisse Herrschaften meinten, sie wären ein Geschenk Gottes.


Eine Unverschämtheit sei es von seinem "Cousin" ihn so stehen zu lassen und so zu behandeln. Der Versicherungskaufmann fand einfach keinen nennenswerten Grund, ihn mit Ablehnung zu strafen.


Dieser "Doktor" wüsste ja rein gar nichts über ihn, weswegen sein Verhalten durch und durch indiskutabel war. Und er selbst, der ja nun einiges über den, für ihn eher weniger charmanten Oberarzt, wusste, lehnte seine Anwesenheit nicht ab - sondern versuchte ihn zu behandeln wie jeden anderen Menschen auch.


Sebastian blieb also nichts anderes übrig als sich das Gezeter, welches auch von einer Maus hätte stammen können, anzuhören und immer mal wieder freundlich zu nicken. Doch als sein Freund sich immer mehr in die Marc-Meier-ist-ungerecht-Theorie verstrickte, war er der Meinung, es wäre an der Zeit für einen ordentlichen Kaffee.



Milch? Zucker?, fragte Sebastian freudig und Thorben verneinte dankend, bevor er sich wieder über Marc aufregte., Ich verstehe einfach nicht, wie man sich über jemanden ein Urteil bilden kann, den man gar nicht kennt, sagte der frisch Verlobte ein klein wenig erhitzt, während sich Sebastian sechs Löffel Zucker in den Kaffee kippte.


Vielleicht liegt das ja auch nur indirekt an dir, meinte er schließlich und ignorierte die zweifelnden Blicke seines Gegenübers, als er sich einen großen Schluck seines vollkommen überzuckerten Kaffees genehmigte.


Ah! Und direkt? Schulterzuckend erwiderte der Gefäßchirurg, Gretchen?


Das hatten wir doch schon, schnaufte Thorben, Er hat sie verlassen und nicht umgekehrt. Selbst schuld.


Gut. Und was ist wenn da doch ein bisschen mehr ist als er sich damals, sowie heute, eingestehen wollte?


Dieser Satz brauchte wohl etwas, bis er richtig angekommen war... Doch als es dann passierte, warf sich Thorben darauf, wie ein ausgehungerter Geier auf das Aas. Was weißt du?



Flashback


Ein großer.... Ooookay, mittelgroßer Mercedes, hielt direkt vor den Füßen eines gefährlich schwankenden Chirurgen. Dieser sollte eigentlich um den Wagen laufen und einsteigen, doch er zog es vor, die Motorhaube zu umarmen und zu...streicheln?


Hätte er vorhin gewusst was ihn erwarten würde, hätte er seine Kamera mitgenommen und dies für die nächste Feier aufgezeichnet. Doch auch so war es ein unheimlicher Spaß zu später Stunde, den sonst so selbstsicheren Marc Meier, in einer solch dis­kre­di­tie­renden Lage zu sehen.


Aber es sollte noch besser werden und dafür lohnten sich sogar ein paar extra Runden um den Block.


Nachdem er es endlich geschafft hatte, seinen Freund von der Motorhaube zu lösen und ihn ins Auto zu bugsieren, schwang - als er das Radio einschaltete, eine Schnulze zu ihnen herüber und löste Marcs Zunge.


Weischt du eihentlich das Frauen hanz, hanz böse Wesen sin? So wie die Böschen in den Määärschchän, die sie so lieben. Wahrscheinlisch wird ihnen das von Heburt an antrain..hiert, lallte der Chirurg seine wahnwitzige Theorie herunter und brachte Sebastian damit zum Schmunzeln.


Redest du von Frauen im Allgemeinen oder von irgendwelchen bestimmten Frauen?, er wagte einen kurzen Seitenblick auf seinen Kollegen und musste beinahe lachen, als er sah wie dieser sich die Nase an der Fensterscheibe platt drückte.


Isch rede von Dornhösschen, Rapunzel und Aschenputtl in einer Person. Wasch dann auch erklärt, wieso schie einen so großen Hintern hat, er deutete mit den Händen eine gewisse Form und Größe an, So eine fusionierte Printschessin. Ihre langen blonden Haare, häng immer so aus'm Fentschter und isch muss dann immer klettern und schie küssen, damit schie wach wird und putschen kann. Dasch kann sie aber gar nischt und schie kann auch nicht kochen oder backen, er warf die Hände in die Luft um sie gleich wieder in seinen Schoß fallen zu lassen.


Seine Erzählung war vielleicht sehr skurril, doch seine Stimme die ganze Zeit über eigentlich fest und entschlossen.


Bis zu den letzten Sätzen.


Marc Meier jammerte...


Er jammerte darüber das eine Frau nicht kochen und backen konnte. Das war einfach zum Schießen und eindeutig Stoff für Upps! Die Pannenshow.


Ooookay, Sebastian war verwirrt - zurecht, Was kann sie dann?


Esschen, heulen, in ihre komischn roscha Blöcke schreibn, lachen, tröschten, reden, impf..hen, sie ischt so lieb und schie ist so süüüß, er redete nicht weiter sondern schloss die Augen um sich wieder zu erinnern.


Und wer ist nun deine fusionierte Märchenbraut?, fragte Sebastian kurze Zeit später und wurde ungehalten angefahren: Bischte blöde? Na Grätschn!


Meinst du zufällig die kleine süße Blonde, die meinen Freund heiraten wird?, bohrte er weiter.


Haltsch Maul!


Was stört dich denn daran? Du hast dich doch immerhin von ihr getrennt oder habe ich da was falsch verstanden?


Isch hab schie verlassn weil isch das nisch kann.. Isch kann dasch einfach nisch, aber isch will und..Ach.. Is doch ehal!


Nein Marc ist es nicht!, widersprach Sebastian, Was lässt dich nicht los?


SIE!, wurde Marc ungewohnt laut und nach einer Weile des Schweigens flüsterte er: Isch liebe sie...


Flashback Ende



Und das erzählst du mir hier zwischen Kaffee und Kuchen, während sie hier im Krankenhaus rumirrt und dem in die Arme laufen kann?, fragte Thorben aufgebracht und war schon drauf und dran los zu stürmen und seine Liebste zu suchen.


Aber Sebastian hielt ihn zurück.


Jetzt mach mal halblang! Wie lang seid ihr nun schon zusammen? Und ich glaube zudem auch nicht das sie, nachdem sie gestern deinen Antrag angenommen hat, einem anderen in die Arme rennt.


Was wenn sie ihn auch noch liebt?, Thorben sah verzweifelt aus und hätte er erwähnt das seine Tochter, Marcs Tochter war, hätte Sebastian ihn vielleicht auch verstanden.


Denn ein Kind schweißt automatisch zusammen.



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

06.05.2016 18:34
#17 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)


Mein zukünftiger Ehemann, hatte also Angst, mich an Marc Meier zu verlieren.


Denn Kinder zu haben, bedeutet Vergangenheit zu haben. Und Eltern die Vergangenheit haben, streiten und verletzen sich. Durch einen doofen Zufall, oder einem Trick der Evolution, beschert bereits ein ungeborenes Kind, seinen Eltern gemeinsame Ereignisse. Solche, die Mann un Frau unfreiwillig aber unwiderruflich zusammenschweißen.


Man sollte sich also gut überlegen ob man sich in eine Mutter verliebt...


Denn es besteht die Gefahr, dass man nie der einzige ist, der in ihrem Herzen wohnt...


Aber konnte ich das wirklich schon? Ihm alles was er getan hat verzeihen? Ihm einfach blind vertrauen???.....




(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

06.05.2016 18:57
#18 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Sechzehn - Last goodbye



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)








Was ist.. Also.. Was kann ich für dich tun?, fragte er lächelnd.


Ähm, also.. Für mich jetzt nichts aber für deine Patienten. Hörst du deinen Pieper nicht?


FUCK, dachte Marc und sah direkt auf das kleine Gerät. Fünfmal hatte man ihn an gepiept und er hatte es nicht gehört.



Daran war auch SIE schuld! Jedenfalls in seinem Kopf, in Wirklichkeit, war er allein dran schuld. Immerhin hatte er sich ja auch so unnötig über sich selbst aufgeregt, sich aber doch eher über Mehdi, Gretchen und Thorben aufgeregt.



Warum holst du mich und nicht eine Schwester oder MEINE Schwester?, fragte er aufgebracht als er sich an ihr vorbei schob um in Richtung Notaufnahme zu entschwinden.


Ja weil die alle Hände voll zu tun haben und Melanie hab ich nicht gefunden. Dich hier in diesem Monstrum von Klinik zu finden war auch nicht leicht.


Ist ja auch nicht für Halbbegabte gebaut worden, sondern für Hochtalentierte, motze er und bog nach rechts ab.



Gretchen hatte einen Moment lang Probleme ihm zu folgen, weil sie davon ausgegangen war, das es nach links gehen würde. Schnell lief sie ihm nach und erreichte gerade noch rechtzeitig den Fahrstuhl - völlig aus der Puste.



Treppen täten dir auch mal ganz gut, meinte Marc.


Mhmm.. Und dir Panzertape! Direkt über deinem losen Mundwerk!


Schnaubend drückte er auf die 2 und lehnte sich gegen die kühle Wand des Aufzuges.



In Krankenzimmer 5 wurde Marc von zwei aufgeregten Krankenschwestern, einer völlig aufgelösten Mutter und einem kleinen Jungen mit anscheinend gebrochenem Bein, in Empfang genommen. Ohne zu Grüßen schnappte er sich das Klemmbrett, auf dem schon mal die Daten standen, die man aus der Mutter herausbekommen hatte und beugte sich, nachdem er es dann einer Krankenschwester achtlos vor die Brust gedrückt hatte, zu dem kleinen Tim herunter.


Ist er auf den Kopf gefallen?, fragte er nach kurzer Zeit ohne aufzusehen und tastete vorsichtig den Schädel des Jungen ab.


Ja.. Er ist von der Treppe gestürzt und.., weinte die Mutter.


Ja DANKE, das reicht mir! Röntgen, CT und so weiter. Sie kennen den Mist ja, wies Marc mit scharfer Stimme an und die Schwestern machten sich gleich daran, alles vorzubereiten.

Tim sah verängstigt zu Marc auf und weil dieser sich mal wieder keiner Schuld bewusst war, ergriff Gretchen das Wort.


Hallo Tim! Ich bin Gretchen und der Mann da, der ein wenig überarbeitet scheint, ist Doktor Meier, sagte sie liebevoll, Er ist ein ganz hervorragender Arzt und bekommt dein Bein ganz schnell wieder hin. Keine Angst. Eigentlich ist er ja ein ganz Lieber. Hast du noch Schmerzen? Langsam nickte Tim. Könntest du vielleicht?, bat sie Marc denn sie selbst durfte hier keine Anweisungen geben und eigentlich auch nicht mit im Behandlungsraum sein.


Doch der Vertrautheit halber sagte Marc: Findest dich schon zurecht! Ja auf, oder soll der Junge hier weiter leiden während du vor dich hinstarrst wie eine Antilope?


Während Gretchen etwas unbeholfen anfing sich die Latexhandschuhe über zu ziehen und in den Schubladen nach dem benötigten Material kramte, versuchte Marc seine Schwester zu erreichen.


Ja.. Beweg deinen Arsch in die Fünf!, maulte er kurz und knapp als sie abnahm.



Keine zehn Minuten später kam Melanie auch schon angeschwebt: Was genau wird das hier?, fragte sie verwirrt, als sie sah wie Gretchen provisorisch das gebrochene Bein schiente und Marc sich auf einem Stuhl lümmelnd Notizen machte.


Irgendwer muss ja arbeiten wenn du deine Zeit mit Nägel lackieren verbringst, sagte Marc trocken ohne aufzusehen.


Wenn Papa das mitbekommt, dann kannst du was erleben. Das ist dir aber schon bewusst oder?


Mhmm.. Musst ihm ja nichts sagen. Gut! Wir sind dann hier auch fertig. Kind, DEIN Patient!, grinste er freudig und marschierte schnurstracks mit Gretchen am Arm aus dem Behandlungsraum.



Schiebt ihr euch die Patienten eigentlich immer so hin und her?, fragte Gretchen zwei Stunden später als sie sich mit Marc im Krankenhauspark auf einer Bank niederließ.


Warum hin und her schieben? Das ist hier halt so, zuckte er mit den Schultern, Mein Vater ist der Meinung, dass Ärzte, die sich auf einen Bereich spezialisiert haben, sich auch nur in diesem aufhalten sollten.


Ja aber du bist doch Unfallchirurg. Du hättest also einige der Patienten behandeln können. Was machst'n du hier die ganze Zeit?


Ich bin Unfall- und Allgemeinchirurg. Eigentlich müsste ich Weiterbildungen besuchen um mehr machen zu können. Aber hauptsächlich bin ich für die Erstversorgung und halt eben Notfälle zuständig. Ansonsten mache ich Akten, Visite, Entlassungen.. Den ganzen Scheiß halt.


Sie nahm ihn genauer unter die Lupe und konnte deutlich erkennen, dass ihm das gewaltig gegen den Strich ging. Weil sie aber von seiner Empfindlichkeit, was seinen Beruf betrifft wusste, entschloss sie sich dazu, nichts zu sagen. Viel eher wollte sie ein Thema anschneiden, welches ihm mindestens genauso gegen den Strich ging, welches aber endlich mal aus der Welt geschafft werden musste.


Du Marc? Ich glaub wir beide sollten mal reden. Also, so nach gestern Abend und so, hauchte sie vorsichtig und erwartete jede Reaktion - aber nicht die, die kam.


Mhmm. Find ich auch!


Pass auf. Ich hätte dich gestern einfach nicht küssen dürfen und eigentlich wollte ich das auch gar nicht, aber...


Warum hast du es dann getan?, fragte er und drehte den Kopf leicht zur Seite um sie anschauen zu können.


Ja, wenn du mich mal ausreden lassen würdest! Heißt im Klartext und in der Übersetzung, du redest und ich höre zu?


Erst mal wäre das ganz nett, ja. Also. Aber der Moment war einfach so vertraut und.. Nein nicht und.. Manchmal denke ich noch an dich, nicht oft, aber ich denke noch an dich. Das ist nicht richtig. Zum einen nicht, weil ich mich damit nur kaputt mache und zum anderen weil es Thorben gegenüber nicht aufrichtig ist. Ich habe mit ihm auch nicht über UNS gesprochen, das haben andere für mich gemacht. Hätte ich vorher gewusst, dass du auch auf dieser Feier warst, wäre ich nicht mitgekommen und es tut mir leid, das ich dich das alles nicht habe wissen lassen, insbesondere dachte sie dabei an seine Tochter, Aber... Ich liebe Thorben und ich möchte endlich einfach auch mal glücklich sein. Das hat bisher ganz gut funktioniert und ich will das es so bleibt! Da hast du einfach keinen Platz.



Er hatte ihr die ganze Zeit geduldig zugehört und das Treiben im Park beobachtet, aber nach ihrem letzten Satz schnellte sein Kopf zu ihr herüber und er konnte sie nur geschockt ansehen. Mit Angst in den Augen, vor dem, was sie noch sagen würde.



Dein Vater hat uns eigentlich heute Abend zum Essen eingeladen, wir fahren aber heute schon. Thorben macht dann die Papiere für die Versicherung in Berlin fertig und schickt sie ihm zu. Wenn ich heute Abend fahre Marc, setze ich einen Schlussstrich. Ich will nie wieder was von dir hören, dich sehen oder an dich denken. Ich möchte und ich muss dich endlich vergessen. Du brauchst mir auch gar nicht zu antworten. Das du es weißt, war mir einfach nur wichtig. Leb wohl Marc!



Sie sagte es ganz beiläufig und gab ihm einen kurzen Kuss auf seine unbeweglichen Lippen. Er saß da, wie erstarrt und konnte ihr nur noch hinterher sehen.



Später am Abend saß Gretchen im Auto, irgendwo, auf irgendeiner Autobahn, gab vor zu schlafen und konnte im Schutze der Dunkelheit, endlich weinen. Endlich loslassen...



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

08.05.2016 20:25
#19 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Siebzehn - Jungle Drum



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)







Sie war wirklich ein sehr geselliger Mensch.



Wirklich!



Aber DAS, ging eindeutig zu weit. Vier Tage war sie nun wieder in Berlin.



Sechsundneunzig Stunden!



Okay... Plus fünf Stunden am Samstagabend. Also insgesamt einhundertfünf Stunden, in denen sie nicht EINE Minute durchatmen konnte.



Zum einen, hatten sie Sarah bei ihren Eltern abgeholt und ihrer Mutter war, natürlich, aufgefallen, dass sie geweint hatte. Zum anderen, wich Thorben ihr nicht von der Seite. Dabei hätte sie ruhig mal ein wenig Zeit für sich gebrauchen können, damit sie in Ruhe ihrem Tagebuch, ihre wirren Gedanken mitteilen konnte.



Die ersten zwei Tage, in denen Thorben sich so um sie und ihre Tochter bemühte, fand sie es wirklich niedlich. Selten hatten sie so viel Zeit zusammen. Doch schnell wurde ihr klar, dass etwas im Busch war. Wenn sie ihn allerdings darauf ansprach, wiegelte er immer nur ab, er wolle ja nur ein bisschen mehr Zeit mit ihnen verbringen, weil er ja bald wieder eine Woche unterwegs sein würde. Und ausnahmsweise, freute sie sich auf diese Woche! Sie hatte ja wohl eindeutig den Stempel "KLETTE" und nicht anders herum.



Und Donnerstag, konnte sie dann mal wieder arbeiten gehen. Thorben trat heute seine Dienstreise an und ihre Mutter würde auf ihre Tochter aufpassen. Für Gretchen also ein kleiner Moment des Durchatmens. Dachte sie....



Kindchen.. Jetzt erzähl doch mal wie es war, jammerte Bärbel heute schon zum zehnten Mal.



Sie wollte unbedingt wissen, wie Thorben um die Hand ihrer Tochter angehalten hatte und vielleicht war sie sogar ein bisschen beleidigt, weil sie nicht dabei sein konnte. Gretchen versuchte unterdessen ihre Mutter irgendwie abzuhängen.



Aber es sollte ihr nicht gelingen. Über die Anmeldung gebeugt, sich einen Kuli ausborgend, schnaufte sie: Mama! Ich muss arbeiten wie du siehst. Sag mal, wo ist eigentlich Sarah?


Ach du! Die hab ich zu Doktor Kaan gegeben. Der hat nun Pause und mir angeboten, solange ich nach dir suche und mit dir rede, auf sie aufzupassen. Thorben ist ja schon wieder nicht da. Also, wenn er dich zur Frau nehmen will, sollte er doch schon mal darüber nachdenken, öfter bei dir zu sein. Ich mein, ihr seht euch ja kaum. Wie wollt ihr euch denn da richtig kennenlernen? Wie soll Sarah eine vernünftige Bindung zu ihrem Vater aufbauen? Hast du dir darüber schon mal Gedanken gemacht, Margarethe?



Gretchen konnte nur die Augen verdrehen. Warum war ihre Mutter nur so anhänglich?


Mama, lass das doch einfach unsere Sorge sein. Thorben ist halt viel unterwegs. Geschäftlich. Ist ja nicht so, als würde er sich ein paar schöne Tage machen um dem Familientrubel aus dem Weg zu gehen.


Das werf ich ihm doch auch gar nicht vor mein Kind , meinte Bärbel liebevoll, Es wäre halt einfach schön, wenn er ein wenig mehr Zeit für euch hätte.



Alles in allem hatte sie schon recht. Schön wäre es wirklich, wenn Thorben nicht so oft und so lang weg müsste. Ihm gehörte zwar eine große Versicherung, aber warum musste er immer und immer wieder durch ganz Deutschland fahren, damit alles gerade lief. Warum stellte er nicht einfach Stellvertreter ein? Machten andere doch auch. SO viel könnte einfacher sein, wenn er weniger arbeiten würde.


Musst du nicht langsam nach Hause? Ich hab noch eine Stunde und die würde ich gern sinnvoll nutzen, schnauzte sie ihre Mutter an und ließ sie dann verwirrt stehen.



Sie war sauer.



Nicht nur auf ihre Mutter, die sich mal wieder ungefragt einmischte und ihr Flausen in den Kopf setzte, sondern auch auf sich selbst. Immerhin hatte sie ihn noch nie darauf angesprochen.



Wenn er öfter zu Hause wäre, könnte sie auch wieder ein wenig mehr arbeiten. Vier Stunden alle drei Tage, waren nicht wirklich viel. Thorben würde einige viele Dinge auch von der Couch aus regeln können. Da musste sie dringend mal mit ihm drüber reden.



Reden wollte heute noch jemand mit ihr. Jemand, mit dem sich nicht gerechnet hatte und es warf sie voll aus der Bahn.




Kurz vor Schichtende kam Sabine auf sie zugeeilt, mit dem Telefon in der Hand und keuchte: Ah Frau Doktor, guuuut das ich Sie finde.. Hier ist eine, sie senkte verschwörerisch die Stimme, Frau Müller für Sie am Apparat...



Und für diesen Satz hatte sie nun eine Minute gebraucht.



Sabine wäre wirklich eine super Geschichtenerzählerin, nur für den Fall das ihre Tochter dies wünschte, irgendwann. Sie selbst war nicht wirklich gut im Vorlesen, dachte sie und vergaß darüber beinahe Sabine und das Telefon. Müller hatte sie gesagt.



Mhmm, kannte sie nicht.



Aber wer wusste denn, welcher Verwandter von welchem Patienten, das nun schon wieder war.


Frau Doktor? Soll ich der Dame sagen, das sie nicht mehr hier sind oder....?


Nein!, unterbrach sie die Krankenschwester schnell und nahm ihr den Hörer aus der Hand, Schon gut Sabine, ich war nur in Gedanken. Dankeschön.



Sie wollte sich gerade umdrehen und die Anruferin begrüßen, doch instinktiv drehte sie sich noch einmal um und wie sie dachte, stand Sabine wie immer im Gang herum und lächelte vor sich hin.



Ähm..Schwester Sabine? Sie können dann jetzt gehen.



Natürlich machte Frau Vögler direkt wie ihr befohlen, allerdings nur halbwegs. Um die Ecke lauschte sie dem Telefonat.



Dr. Haase hier, hallo Frau Müller. Was kann ich für sie tun?, meldete sich Gretchen freundlich wie immer zu Wort. Die Gesprächsteilnehmerin plapperte gleich drauf los ohne Luft zu holen und man konnte durchaus sagen, das Gretchen Schwierigkeiten hatte, ihr zu folgen.


Ach, hallo Gretchen. Mein Gott, was ist denn das bitte für eine Krankenschwester die ihr da habt? Ist die etwa immer so verpeilt? Marc hätte mir ruhig mal ein bisschen was von eurem Personal erzählen können.


Was? Also.. Ich.. Ich versteh nicht...


Ich bin`s... Melanie!, sagte sie als wäre es das Verständlichste auf dieser Welt, dass sie anrief. Immerhin hatten die beiden sich ja schon einmal gesehen und waren in dieser kurzen Zeit wirklich RICHTIG gute Freundinnen geworden.



Aber sie hatte gelernt freundlich zu bleiben, auch wenn sie der festen Überzeugung war, Marc würde dahinter stecken.



Ach Mensch, rief sie aus und schlug sich mit der flachen Hand auf den Oberschenkel, um ihrer Überraschung mehr Ausdruck zu verleihen, Melanie konnte sie zwar nicht sehen - aber Schauspiel war ja schon immer eine ihrer Stärken gewesen, jedenfalls redete sie sich das immer wieder ein, Schön von dir zu hören Melanie. Was kann ich für dich tun?



Am anderen Ende der Leitung schmunzelte eine junge Frau ihr Spiegelbild an, das lief einfach genau richtig: Du kannst mir eine Frage beantworten....



Klar, was ist los?, noch konnte sie lächeln. Doch hätte sie auch nur im Ansatz geahnt, was da folgen würde, wäre ihr dieses im Halse stecken geblieben.


Wann erfährt mein Bruder das Sarah seine Tochter ist?


Was?, konnte Gretchen in diesem Moment nur hauchen.. Ihr Kopf war sofort wie leer gefegt, sie konnte keinen klaren Gedanken fassen, nicht abgeklärt und souverän darauf antworten.. Es traf sie vollkommen unerwartet.


Pass auf, Melanie hatte nicht vor sich abwimmeln zu lassen, sie wollte nur das ihr Bruder die Wahrheit erfuhr, von keinem anderen wie dieser Frau, Wir beide kennen Marc ziemlich gut. Wenn er auch noch so intelligent ist, eins und eins zusammenzuzählen ist nicht so wirklich seins, vor allem nicht, wenn er sauer ist. Ich kann es allerdings schon... Mathe war vielleicht nicht mein Lieblingsfach aber jeder weiß wie lang eine Schwangerschaft so dauert!


Melanie ich weiß nicht...., versuchte Gretchen sich noch zu retten, doch Frau Doktor Meier ließ sich nicht abwimmeln..



Sehr zum Ärger von Frau Doktor Haase und es sollte noch schlimmer kommen...



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

12.05.2016 12:44
#20 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Achtzehn - Reason for love



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)







Marc ist nun neun Monate hier in München, begann die Kinderchirurgin ihre Ausführungen, Thorben und du ihr seid nun sechs Monate zusammen. Fällt es dir selbst auf, was da nicht stimmen KANN? Nicht nur, das sechs Monate eindeutig zu wenig sind für eine Schwangerschaft, Sarah ist drei Monate alt.. Entweder du hast meinen Bruder betrogen, was ich mir einfach nicht vorstellen kann, oder aber du warst bereits schwanger als Marc abgehauen ist.



Das war ziemlich genau auf den Punkt durchgerechnet, dachte Gretchen.



~Was mach ich denn jetzt?~



Hast du es ihm schon gesagt?, fragte sie mit Tränen in den Augen und man hörte ganz eindeutig das sie dem Heulen nicht mehr weit entfernt war. Das hatte sie sich alles so nicht vorgestellt.


Nein, habe ich noch nicht. Ich möchte, das du es ihm selbst sagst.


Das kann ich nicht, weinte sie nun doch. Warum verstand sie denn niemand?


Warum kannst du es ihm denn bitte nicht sagen? Mensch Gretchen, sie ist SEINE Tochter!!!


Weil, jetzt musste sie sich schon wieder erklären, langsam hatte sie davon wirklich die Nase voll, Du sagst, du kennst Marc gut? Macht er auf dich den Eindruck, Familie zu wollen? Oder irgendwann mal Verantwortung für ein Kind übernehmen zu können?


Ich weiß was du meinst und glaube mir, ich kann dich verstehen, Melanie musste einmal tief durchatmen, Er hat doch aber ein Recht darauf, es zu wissen. Und nicht nur er Gretchen, auch Sarah wird irgendwann anfangen Fragen zu stellen. Willst du sie dann belügen? Denn das wird deine einzige Möglichkeit sein, wenn du nicht willst das sie selbst auf die Suche geht! Ich weiß wovon ich spreche!



Das wusste sie nur mehr als gut. Ihre Mutter wollte ihr auch eine ganze Zeit lang nicht sagen, wer ihr Vater war. Sie musste auch warten... Bis zur Uni um genau zu sein. Dort hatte sie ihn gesehen, ihre Augen gesehen und sie wusste intuitiv sofort, dass war ihr Vater. Diese Lüge hatte sie ihrer Mutter bis heute nicht verziehen, denn sie sagte ihr, er wäre ausgewandert. Irgendwo nach Australien...



Gretchen, sag es ihm! Sonst mache ich es!!!



Tuuuuuut....Tuuuuuuut.... Tuuuuuuut...



Das war nicht gut! Gar nicht gut. So war das nicht geplant! Und so wie es aussah, gab es auch keinen erkennbaren Ausweg mehr aus der Nummer. Marc würde es so oder so erfahren...



Und während Gretchen Haase in Berlin beinahe hyperventilierte, war ein ohnehin schon schlecht gelaunter Chirurg gar nicht begeistert von dem ungebetenen Gast in seinem Büro....



Äh, was machst du hier?, fragte er seine Schwester und blieb wie angewurzelt in der Tür stehen.


Hi Marc. Du, ich musste ungestört telefonieren und da ich ja kein Büro bekomme, warum auch immer, musste ich mich halt hier breit machen. Ich hoffe das ist kein Problem für dich?, klimperte sie mit den Wimpern und legte schnell den Hörer zurück.


Du solltest wissen, dass es sehr wohl ein Problem für mich ist, wenn man ungefragt in mein Büro geht! Mensch Melanie, wie lange kennst du mich denn? Und was sagst du wem???



UPS! Na das konnte ja heiter werden....



Öh, ich weiß nicht wovon du sprichst und ich muss jetzt auch gehen , sagte sie schnell und drückte sich an ihm vorbei.


Marc sah ihr skeptisch hinterher. Da war doch was im Busch... Schnell ging er zu seinem Schreibtisch und drückte die Wahlwiederholung, doch anstatt der erwünschten Erkenntnis, öffnete sich für ihn nur die Tür zu einem neuen Rätsel...


Nach zweimaligem Freizeichen, wurde abgenommen von Elisabeth-Krankenhaus Berlin, Schwester Sabine am Apparat. Was kann ich für Sie tun?


Sabine?, fragte Marc überrascht und wenn er in einem Comic leben würde, hätte man gesehen, wie sein Kopf anfing zu qualmen... Warum rief seine Schwester in Berlin an und mit wem hatte sie gesprochen?


Herr Doktor Meier? Was, was kann ich für Sie tun?, Sabine war am anderen Ende der Leitung ganz aus dem Häuschen.


Sabine, beantworten Sie mir nur eine Frage. Wer hat gerade angerufen und mit wem wollte die Person sprechen?


Eine Frau Müller hat angerufen und wollte die Frau Doktor sprechen. Die Frau Doktor hat sie mit Melanie begrüßt, doch leider konnte ich nicht verstehen worum es in dem Gespräch ging, sie antwortete auf Knopfdruck und brachte damit jemanden zum Schmunzeln.



Neun Monate München und es hatte sich eigentlich nichts geändert, jedenfalls nicht so, wie er es sich vorgestellt hatte und nun musste er seine Schwester wohl foltern um zu erfahren, wieso sie Gretchen kontaktierte. Das war doch einfach komisch. Die beiden kannten sich doch nur flüchtig und seit wann entwickelte seine Schwester so ein Interesse an jemandem?


Danke Sabine das wäre alles! Und wagen Sie es sich ja nicht zu erwähnen, dass ich mich gemeldet habe. Haben wir uns da verstanden?


Natürlich Herr Doktor, hauchte Sabine eingeschüchtert und beendete das Telefonat, gerade noch rechtzeitig, denn Gretchen kam total in Gedanken versunken wieder aus der Umkleide.


Was hatte sie sich nur dabei gedacht, mit nach München zu fahren und wieso hatten sie genaue Zeitangaben gemacht? Obwohl, das wäre wahrscheinlich auch egal gewesen.. Was sollte sie denn nun machen? Sie konnte doch nicht einfach hingehen und Marc sagen, das er hier eine Tochter hatte, sie aber nicht möchte, das er sie so enttäuscht wie sie und sich deswegen zurückhalten sollte.



Ohne auf ihre Umgebung zu achten, lief sie direkt in Mehdi hinein. Der hatte ihr gerade noch gefehlt.



Hey, was ist denn mit dir los? Geht es Sarah nicht gut oder...?, wurde sie auch gleich mit den üblichen Fragen gelöchert.


Nein. Sarah geht es gut. Mir macht da wer anderes Sorgen...Sag mal, hast du in den letzten Tagen eigentlich mal mit Marc telefoniert?


Ähm, gestern haben wir telefoniert.. Wie immer eigentlich. Warum fragst du?


Och nur so, sagte sie spitz, Seine Schwester hat gerade angerufen und mich gebeten ihm zu sagen, das er eine Tochter hat, von der er nichts weiß, weil ich das nicht will.


Ich habe dir immer und immer wieder.., fing Mehdi an - doch das was Gretchen gesagt hatte, erreichte ihn doch noch und zum ersten Mal seit langem war er sprachlos, Moment mal! Seine SCHWESTER? Habe ich dich da gerade richtig verstanden?


Äh ja!? Melanie? Seine Halbschwester? Stiefschwester? Wie auch immer..., sie konnte nicht verstehen, warum Mehdi nun so tat als wüsste er nichts davon.. Oder.. wusste er wirklich nichts davon?


Nee oder? Jetzt sag mir bitte nicht, dass ihr neun Monate lang immer und immer wieder miteinander telefoniert und er dir nichts über seine Schwester gesagt hat?!


Mhm.. Doch so könnte man es durchaus sagen..



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

16.05.2016 12:49
#21 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Neunzehn - Call me maybe



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)







In Mehdis Kopf rotierte es.


Vielleicht war ja diese Schwester eine Möglichkeit, dem ganzen Theater endlich ein Ende zu setzen? Er wollte ja schon seit dem Marc gegangen war, dass Gretchen endlich den Mund aufmachte und es ihm sagte. Wenn da nun noch jemand war, der seiner Meinung teilte, würde er vielleicht nicht allein gegen Windmühlen ankämpfen. Aber wie sollte er das nur anstellen?


Gretchen durfte davon nichts erfahren und auch Marc nicht, der am Telefon doch sehr ungehalten war. Anscheinend war der noch immer sauer, weil er ihm nicht erzählt hatte, das Gretchen jemanden hatte. Wieder und wieder durfte er sich anhören, wie unfassbar unverschämt es doch war, ihr vor seiner Nase einen Antrag zu machen.


Pff.. Und da redete sich der Kerl doch allen Ernstes ein, das er sie nicht mehr liebte oder je geliebt hatte!


Die beiden würden ihn noch in den Wahnsinn treiben...


Umso besser wäre es doch, wenn es endlich ein Ende hatte. Jetzt hieß es, sich einen Plan ausdenken. Melanie hatte zwei Möglichkeiten, Gretchen zu erreichen..



Entweder über die Handynummer oder über: Sabine!



Schnell sah er auf die Uhr. Okay, sie war schon weg.



Mist!



Aber könnte er es nicht genauso machen? Es war ein Versuch wert. Irgendwo hatte er doch die Nummer der Klinik aufgeschrieben und wenn er Glück hatte, arbeitete sie auch dort. Es wäre ein leichtes, sie an die Strippe zu bekommen.



Routiniert wählte er die Nummer 089 44000 und wartete darauf das jemand abnahm. Zu seiner Freude, ging eine freundliche Schwester an den Apparat. Schwester Marina war wesentlich schneller im Kopf wie Schwester Sabine und hatte ihm schnell Frau Doktor Meier ans Telefon geholt.



Meier!, wurde er unfreundlich begrüßt und es bestand kein Zweifel - sie war eindeutig seine Schwester!



Hallo Frau Doktor Meier, blieb er wie immer Mehdi-like freundlich, Doktor Kaan hier, Gynäkologie Elisabeth-Krankenhaus.



Aaah, der fleißige Gynäkologe, grinste sie vor sich hin und sah sich schnell um, ob auch kein unerwünschter Zuhörer in der Gegend war, Ich denke mal, Sie rufen nicht ohne Grund auf der Chirurgie an und wollen ausgerechnet mich sprechen, denn ansonsten hätten Sie auch einfach Marc anrufen und ihn bitten können mich ans Telefon zu holen. Was gibt es also, was er nicht wissen darf?




Wow! Die Frau war intelligent. Und sie kam schnell zur Sache....




Das sehen Sie ganz richtig Frau Doktor Meeee..., wollte Mehdi gleich sein Anliegen ansprechen, doch sie unterbrach ihn, Mensch! Lassen Sie diese dämlichen Förmlichkeiten und kommen Sie zum Punkt. Ich bin Melanie und mit wem habe ich das Vergnügen?



Gut.., schmunzelte er in den Hörer, hallo Melanie, ich bin Mehdi und ich denke, wenn du mich jetzt ausreden lässt, kommen wir beide ziemlich schnell auf einen Nenner.



Da bin ich aber mal gespannt. Leg los!



Ich weiß, dass du hier angerufen hast um mit Gretchen zu sprechen, über Sarah und den Vater. Warum hast du es ihm nicht direkt gesagt?



Weil ich will, das sie es ihm selbst sagt, sagte sie bestimmt, Weißt du, sie hat sich die Suppe eingebrockt, nun soll sie sie auch selbst auslöffeln. Sollte sie es ihm allerdings nicht sagen, in den nächsten paar Tagen, werde ich das tun. Ob es ihr nun gefällt oder nicht, spielt für mich keine Rolle.



Okay, ich kann dich gut verstehen. Für dich ist es nur nochmal was anderes, so als Schwester und TANTE, am anderen Ende der Leitung schnappte Melanie nach Luft - darüber hatte sie bisher noch gar nicht nachgedacht, aber bitte... Lass sie es selbst machen. Wir müssen die beiden nur irgendwie zusammen an einen Ort bringen.




In München verdrehte Melanie die Augen: Das ist natürlich ganz einfach. Willst du ihn nicht auf einen Tee einladen? Mein Gott! Ich dachte ihr kennt euch seit der Geburt!!!




Na ja.. Nein! Eigentlich erst seit der Uni, wiedersprach er ihr. Was zum Teufel hatte Marc über ihn erzählt?!



Für Marc war das quasi seine Geburt. Seitdem glaubt der doch ein Gott zu sein, oder schätze ich ihn da falsch ein? Ich glaube nicht. Weißt du, seitdem sie gefahren ist, einen Tag früher als sie eigentlich wollte, hat er jeden Tag schlechte Laune und ich weiß einfach nicht WARUM! Dementsprechend könnte es vielleicht schwierig werden zu ihm durchzudringen.



Sag mal habt ihr eigentlich viel gemeinsam? Weil wenn ja, könnte es auch schwer werden zu dir durchzudringen!



Was soll das denn bitte heißen?, maulte Melanie zurück. Also, so hatte man wirklich nicht mit ihr zu sprechen.. Sie war doch hier nicht irgendwer! Okay, sie war vielleicht doch ein wenig sehr viel wie ihr Bruder...



Okay, das war eine Reaktion, mit der ich gerechnet hatte, lachte Mehdi, Hör zu. Ich bin im Krankenhaus und hier haben die Wände Ohren und wenn ich das so sage, meine ich das auch so. Ich weiß nicht, ob Marc dir von Sabine erzählt hat, wenn nicht, frag ihn einfach mal nach ihr. Ansonsten wäre ich dafür das ich dir meine Nummer schicke, per Mail, dann können wir alles weitere klären, oder?



Lächelnd gab sie ihm ihre E-Mailadresse durch und irgendwie freute sie sich darauf, mit ihm zusammen, nach einer Lösung zu suchen. Er hörte sich so lieb und charmant an, am Telefon. Wahrscheinlich war er groß, gut gebaut, hatte braune Knopfaugen und.... Ach herrje, was wurde das denn jetzt?



Alles okay bei dir? Du bist so rosa um die Nase?, lachte Marina und hatte ungewohnt gute Laune.



Oh ja, bei mir ist alles in Ordnung, antwortete Melanie und fragte drängend, Und bei dir? Scheinst ja richtig gut drauf zu sein.



Das kannst du laut sagen, aber ich denke dein Bruder kann dir da mehr erzählen, zwinkerte sie.



Marina.., seufzte Melanie, tu dir doch selbst einen Gefallen und lass die Finger von ihm!



Bist du verrückt? Er ist mein bestes Pferd im Stall!!!, mit diesen Worten und mit einigen Akten, stöckelte sie auf ihren High Heels davon.



Hatte Marina gerade wirklich gesagt, er wäre ihr bestes Pferd im Stall???


Konfus sah sie ihrer besten Freundin hinterher und staunte nicht schlecht, als Marc um die Ecke geschossen kam und Marina einen Kuss auf den Scheitel drückte. Was wurde das bitte wenn es fertig war???



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

23.05.2016 14:58
#22 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)



『「Kapitel № Zwanzig - All the things she said



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)







Gretchen wusste nicht wo ihr der Kopf stand. Nach diesem unerwarteten Anruf war sie vollkommen von der Rolle.



Zuerst fuhr sie zu ihren Eltern um Sarah abzuholen. Dabei wurde sie sogleich in eine nervige Unterhaltung gezwungen. Sie wäre ja so in Gedanken, ob denn auch alles okay wäre, ob man ihr nicht irgendwie helfen könnte und ob es was mit diesem Doktor Meier zu tun hätte.



Sicher, mit wem denn sonst?, dachte sie wütend. Gab es jemals ein anderes Thema? Schaffte es jemand anderes, sie so aus der Fassung zu bringen? Nein! Immer war es dieses Arschloch. Immer und immer wieder fragte sie sich an diesem Tag, wie sie dem unvermeidlichen doch irgendwie aus dem Weg gehen könnte. Ihr wollte jedoch partout nichts brauchbares einfallen.



Nachdem sie es geschafft hatte ihre Mutter zu beruhigen, mit den Worten: Ich überlege schon den ganzen Vormittag, wie ich Thorben mal wieder so richtig überraschen kann., machte sie sich auf den Weg in ihre Wohnung.





Ihre Wohnung, die ihr auf einmal so kalt vorkam. So leer und einsam. Vorsichtig trug sie Sarah in ihr Zimmer um sie ins Bett zu legen, denn sie war, wie so oft, auf der Fahrt nach Hause, im Auto eingeschlafen. Behutsam deckte sie ihre kleine Tochter zu, unterdrückte die aufkommenden Tränen und erlaubte sich ein verliebtes Lächeln. Vor ein paar Jahren hätte sie es sich nicht zu träumen gewagt, heute hier zu stehen, mit einem Kind.



Einem Kind von ihrer großen Liebe.



Musste sie es ihm wirklich sagen? Es war doch alles gut so wie es war. Marc konnte sein Leben leben, wie er es immer wollte. Allein, mit vielen verschiedenen Frauen, Karriere machen und außerhalb seines Berufes keinerlei Verantwortung . Ja und sie? Sie hatte ihre Tochter, ihren Job. Sie fing endlich an, ein eigenes Leben zu führen. Sie hatte einen tollen Mann an ihrer Seite. Einen, den sie am Anfang gar nicht groß beachtet hatte.




Flashback



Also Frau Martens, ich habe nicht wirklich gute Nachrichten für Sie, sagte sie leise mit Tränen in den Augen und möglichst ohne die Frau vor ihr, oder deren Sohn direkt anzuschauen, Der Tumor, also.. der.., Gott, was wünschte sie sich in solchen Situationen Marc herbei, der zwar nicht freundlich, jedoch direkt war, Er ist bösartig und er hat bereits gestreut. Wir werden natürlich die Chemobehandlung möglichst sofort beginnen und Sie zur Beobachtung stationär behalten. Wir hoffen sehr, dass es anschlägt, allerdings können wir Ihnen, rein aus unserer Erfahrung sagen, dass es vielleicht nichts bringen wird.



Traurig sah sie nun doch zu den beiden auf und was sie sah überraschte sie. Die Patientin lächelte! Warum in Gottes Namen lächelte diese Frau? Ihr wurde gerade eben gesagt, dass sie tödlich erkrankt war und sie lächelte! Vollkommen verwirrt wie sie war, vergaß sie, was sie eigentlich noch alles hatte sagen wollen. Das war doch irgendwie unwirklich hier!



Ähm, also.., stotterte sie und zum ersten Mal meldete sich der Sohn von Frau Martens zu Wort, Danke Frau Doktor Haase. Ich denke, meine Mutter und ich brauchen noch ein bisschen Zeit für uns. Wenn Sie uns also bitte allein lassen würden? Und richten Sie ein anderes Zimmer für sie her! Sie ist Privatpatientin und gehört wohl nicht zur Unterschicht!



Gott, was für ein Widerling!, war Gretchens erster Gedanke, doch schon ein paar Wochen später stellte sich heraus, dass er eigentlich doch ein ganz netter Kerl war.



Gretchen, ich.. Ich möchte dir danken, flüsterte er dem Tisch in der Cafeteria zu. Er traute sich einfach nicht, ihr direkt ins Gesicht zu blicken.


Was? Wofür denn?


Das du für uns da bist, auch wenn es wohl nun nicht mehr lang dauern wird. Ich bin dir wirklich dankbar, dass du alles tust und so liebevoll mit meiner Mutter umgehst. Nicht viele Chirurgen sind so. Ich hab einfach so gehofft, dass alles gut wird, und er weinte.


Bitterlich....


Flashback Ende




Thorben war ein Mann, der Gefühle zulassen konnte, auch wenn er manchmal etwas hochnäsig war. Er war liebevoll, zuvorkommend, manchmal las er ihr sogar jeden Wunsch von den Augen ab und für ihn, war Sarah nun mal seine Tochter. Auch wenn sie es biologisch nicht war.



Kopfschüttelnd lief Gretchen in die Küche um sich eine Tafel Schokolade aus dem Vorratsschrank zu holen. Das brauchte sie jetzt einfach. Was bildete sich Melanie auch ein? Immerhin hatte sie doch gar nichts damit zu tun! Das war eine Sache zwischen ihr und.. ja und Marc. Beinahe hätte sie das rote Lämpchen, das am Telefon leuchtete, gar nicht bemerkt. Eigentlich rief ja nur ihre Mutter an, aber die hatte sie ja heute schon gesehen. Das konnte nur eines bedeuten; entweder Melanie hatte nun auch noch die Nummer ihres Festnetzanschlusses und würde sie hier terrorisieren oder aber, Thorben würde wieder nicht kommen.



Und tatsächlich! Vier Nachrichten, alle von ihrem Verlobten. Es gäbe Komplikationen und er müsse noch ein paar Tage länger bleiben. Er hoffe das bei ihr und Sarah alles in Ordnung war und die beiden ein paar schöne Wochen zusammen verbringen würden.



Das konnte doch wohl nicht wahr sein! Wieder war er wochenlang nicht zu Hause. Wieder sahen sie sich nur so wenig. Wie sollte sie denn so jemals von Marc loskommen, wenn niemand da war, um sie auf andere Gedanken zu bringen? Immerhin musste sie auch, wenn sie ihre Tochter ansah, immer an ihn denken. Immer wieder nahm sie sich seinen Brief, in der Hoffnung, vielleicht doch irgendeinen Hinweis zu bekommen, warum er damals einfach gegangen war. Sie dachte an die gemeinsame Zeit. Immerhin waren sie knapp über ein Jahr lang zusammen gewesen. Doch ihr fiel einfach nichts ein. Dabei hatte sie sich damals so sehr gewünscht, das es klappt. Das alles gut werden würde und sie nun endlich am Ziel ihrer Träume angelangt war.



Aber Marc hatte ja schon damals in der Schule ein ausgeprägtes Talent dazu, ihr einfach alles streitig zu machen. Ihr alles, was sie liebte, madig zu machen.



Diesmal würde sie das nicht zulassen! Sie musste nur noch schauen, wie sie seine Schwester dazu bringen konnte, ihm nichts von Sarah zu erzählen.



Sie wollte nicht das Marc ihr wieder alles kaputt machen würde, nur damit sie am Ende wieder mit einem gebrochenem Herzen dastand.



(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

29.05.2016 19:16
#23 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)




『「Kapitel № Einundzwanzig - Throw away




(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)









Wann hörst du endlich auf zu rauchen Marc und denkst mal ein bisschen an deine Gesundheit?, fragte Melanie ihren Bruder vorwurfsvoll, als sie ihn vor dem Klinikgebäude, an der Wand angelehnt, rauchen sah.


Wie erwartet, verdrehte Marc genervt die Augen, nahm einen weiteren tiefen Zug seiner Zigarette, pumpte den Qualm tief in seine Lungen und pustete seiner kleinen Schwester den Rauch mitten ins Gesicht.



Wer das Rauchen aufgibt, muss nach dem Sex reden! Seh ich so aus, als hätte ich Interesse daran zu reden? Ich glaube nicht, antwortete Marc frech wie immer und als er den bösen Glimmstängel auf den Boden geworfen hatte, um zusammen mit Melanie wieder auf Station zu gehen, fragte er: Sag mal, warum hast du mit Gretchen telefoniert?



Wie vom Blitz getroffen blieb sie auf der Stelle stehen und sah ihren Bruder an, als wäre er eine Erscheinung. Jetzt musste eine gute Ausrede her und bis sie eine gefunden hatte, würde sie einfach so tun als wüsste sie von nichts.



Bitte?, quietschte sie und versuchte ein möglichst, unschuldig wirkendes Gesicht aufzusetzen, Warum sollte ich mit Gretchen telefonieren?



Das hab ich mich auch gefragt, als ich die Wahlwiederholung gedrückt habe und Schwester Sabine mich begrüßt hat, grinste er und verengte seine Augen zu Schlitzen.


Wenn sie es nun wagen sollte, ihn zu veräppeln, würde er sie zum trocknen aufhängen! Wo wusste er zwar noch nicht genau, aber er würde sicherlich schnell ein geeignetes Plätzchen finden, für sein heißgeliebtes Schwesterchen.


Welches gerade wirklich in Erklärungsnot geriet. Eigentlich hätte sie ja damit rechnen müssen, das er die Wahlwiederholung drücken würde, immerhin war er ihr Bruder und sie selbst hätte es wahrscheinlich nicht anders gemacht.


Aber was sollte sie ihm nun erzählen, weswegen sie in Berlin angerufen hatte und unbedingt mit seiner Ex-Freundin telefonieren wollte?



Ich musste mit ihr über Tim sprechen, grinste sie siegessicher als ihr plötzlich einfiel, dass Gretchen den kleinen Jungen vor ein paar Tagen erstversorgt hatte. Da sollte er ihr nun mal einen Strick draus drehen.


Okay und warum, er musste die Stimme senken, weil ihnen ein paar Schwestern entgegen kamen, die nur zu gern den Gesprächen des attraktiven Oberarztes lauschten, meldest du dich dann mit Müller und nicht mit Meier, wenn es doch nur um einen Patienten ging?, bohrte er weiter.



Sie konnte ihm einiges erzählen, dass sie aber einfach nur so in Berlin angerufen hatte - ganz sicher nicht.



Sie wusste einfach nicht, was sie darauf nun sagen sollte. Ja warum hatte sie sich eigentlich einen anderen Nachnamen ausgedacht?


Vorsichtig sah sie zu ihrer Linken, wo ihr Bruder lief und sie erwartungsvoll ansah und erschrak diesmal doch leicht, als sein Blick sich änderte. Es schien, als ob ein kleiner Blitz durch seine wunderschönen grünen Augen gezischt war und er machte ein Gesicht, als würde er jeden Moment einen Amoklauf wagen.


Marc grinste aufgesetzt, nahm Melanie bei ihrer kleinen Hand und schliff sie durch die Gänge, bis in sein Büro. Als er den Schlüssel in seinen Kitteltaschen suchte, überlegte die junge Chirurgin ob es nicht vielleicht besser wäre, schnell das Weite zu suchen.


Doch zu spät.


Schon hatte Marc den kleinen silbernen Schlüssel gefunden und seine Schwester grob ins Innere des Büros geschoben, welches für sie ab heute nur noch die Höhle des Löwen sein würde.


Nicht gerade zärtlich, drückte er sie auf einen der Stühle, nahm direkt neben ihr Platz und sah sie weiterhin einfach nur an. Er sagte kein Wort, er starrte sie einfach nur an. Sah ihr in ihre grünen Augen, die seinen so ähnlich waren und wartete auf eine Antwort. Doch die wollte ihr einfach nicht einfallen und die Wahrheit wollte sie ihm unter keinen Umständen schon sagen.


Er war ja jetzt schon so schlecht gelaunt, wenn sie ihm nun auch noch mit einer verschwiegenen Tochter kommen würde, würde er sicherlich durchdrehen. Was dachte sich Gretchen auch dabei?


Und warum musste sie sich selbst in diese Situation bringen?


Also Marc, ich weiß ja nicht was du jetzt denkst, fing sie langsam an und legte beruhigend ihre Hand auf sein zappelndes Bein, welche er mit hochgezogener Augenbraue begutachtete, aber es ist ganz sicher nicht so wie du denkst, schloss sie kichernd.


Chrmmm.., grollte er wütend, er hasste es wenn man ihn anlog, sag mir doch ,was ich denke. Ich mein, es ist natürlich ganz normal das man jemanden anruft, den man nur flüchtig kennt. Mach ich auch immer wieder.


Er war wirklich sauer auf sie. Nicht weil sie Gretchen angerufen hatte, sondern weil sie ihm einfach nicht sagen wollte WARUM. Eigentlich waren die beiden seitdem sie sich kannten, immer ehrlich zueinander gewesen. Es gab ja auch keinen Grund, sich etwas vorzumachen. Sie war nun mal seine kleine Schwester und auch wenn er nicht wirklich dazu stand, oder es vor anderen zugab, er liebte sie abgöttisch.


Umso enttäuschter wäre er, wenn sie ihm nun ins Gesicht lügen würde.


Was sie schließlich auch tat. Seine Aussage hatte ihr die Antwort auf seine Frage, auf dem Silbertablett serviert.


Hör zu. Ich weiß, ich hab damit nichts zu tun, erklärte sie sich, Ich mache mir aber wirklich Sorgen um dich. Du hast schon immer irgendwie schlechte Laune gehabt und hast viel getrunken, aber nie gesagt, warum es dir so schlecht geht. Und jetzt wo sie wieder weg ist, bist du noch schlechter drauf. Du verhältst dich seltsam. Ich wollte einfach nur wissen was zwischen euch vorgefallen ist.


Liebevoll sah sie ihn an, strich ihm über die Wange und sah ihm tief in die Augen. Marcs Meinung nach zu tief, denn er unterbrach sofort den Blickkontakt, als ob er Angst hätte, sie würde ihm in die Seele blicken. Mitten ins Herz und sofort wissen was Sache war. Vielleicht waren sie ja doch nicht immer ehrlich zueinander, aber das was sie ihm nun sagte, glaubte er ihr aufs Wort.


Was.. Also.. Was hat sie.. chrm.. gesagt?, fragte er stockend und schien ein ausgeprägtes Interesse an seiner Schreibtischlampe gefunden zu haben, denn er schaltete sie immer wieder an und aus.


Puuuh, schnaufte sie und kramte in ihrem Oberstübchen, nicht viel. Nur das ihr beide wohl zu dem Entschluss gekommen seid, dass es besser ist, keinen Kontakt zueinander zu halten, zuckte sie mit den Schultern und hoffte so, ihren Bruder zufriedenstellen zu können.


Doch weit gefehlt.


Er unterbrach augenblicklich sein Spielen mit der Lampe, sein Kopf schnellte zu ihr herüber und wütend rief er: BITTE WAS? WIR BEIDE? Die hat doch wohl den Arsch offen!, er stand auf, lief von rechts nach links und fegte dann mit einer Bewegung alles von seinem Schreibtisch.


Melanie zuckte erschrocken zusammen. So außer sich, hatte sie ihn noch nie gesehen. Vorsichtig stand auch sie auf, ging zu ihm herüber und strich im über den Rücken, doch er zuckte zurück und schlug ihre Hand weg.


Wir beide haben das also so entschieden ja?, fragte er nach einer Weile, Soll ich dir mal was sagen? Das haben nicht wir entschieden, das hat sie ganz allein für UNS entschieden. Sie hat mir gar keine Möglichkeit gegeben was anderes zu sagen, zu denken, oder zu reagieren. Sie sagt sie will mich nie wieder sehen, ich habe kein Platz mehr in ihrem Leben, küsst mich und verpisst sich einfach! Und da fragt ihr euch alle, was mit mir los ist? Mir geht es beschissen, okay? Ich will sie anrufen, ich will mit ihr reden. Seit neun Monaten will ich das, weil ich einfach ein Vollidiot bin!


Das irritierte Melanie nun. Wenn er sie doch anrufen wollte, warum tat er es nicht einfach?




(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

04.06.2016 19:36
#24 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)




『「Kapitel № Zweiundzwanzig - Trying not to love you




(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)









In Berlin stöhnte eine Blondine gequält auf als ihre Mutter wieder anfing, ihr zeigen zu wollen, wie man ein Kind wickelt. Hilflos sah sie zu ihrem besten Freund auf, der auch nur mit den Schultern zucken konnte.



Zwei Wochen waren nun seit dem Anruf von Melanie vergangen. Zwei lange Wochen in denen Gretchen weder etwas von Thorben gehört hatte, ohne etwas aus München zu hören oder sich selbst mal in München zu melden. Zwei Wochen in denen Melanie und Mehdi täglich hinter dem Rücken von Gretchen und Marc telefonierten, sich schrieben und alles Mögliche durchgingen, um die beiden irgendwie zur Vernunft zu bringen.



Denn nicht nur Gretchen schien von allen guten Geistern verlassen, sondern auch Marc.



Der vergnügte sich nun schon eine ganze Weile mit Schwester Marina, die durchaus an eine Beziehung glaubte, während er in einer Besenkammer eine andere beglückte. So wie Melanie sagte, wich er dem Thema Gretchen konsequent aus. Immer mal wieder versuchte sie ihn darauf anzusprechen, doch er lief davon.



Und Gretchen? Tja, die blockte noch immer ab, wenn es darum ging, die Vaterschaft endlich mal zu klären. Denn bald stand auch die offizielle Taufe an und bis dahin, hätten Mehdi und Melanie es schon gern in trockenen Tüchern.



Mama, platze Gretchen schließlich, meinst du ich bin zu den ganzen Vorbereitungskursen gegangen und habe eine Hebamme, damit DU deine Freizeit jetzt hier verbringen kannst, um mich in den Wahnsinn zu treiben?


Sie reagierte gar nicht auf ihre Tochter, sondern sprach mit verstellter Stimme zu ihrer Enkelin, Na, da ist der Hormonabfall deiner Mami aber noch voll im Gange, was mein Schätzchen? Ja, dudududududu...


Würdest du bitte, bitte vernünftig mit ihr reden?, Gretchen schloss die Augen um sich innerlich zu beruhigen.



Wurde wirklich Zeit das ihr Vater mal wieder öfter zu Hause war, damit ihre Mutter nicht den ganzen Tag in ihrer Wohnung saß.



Was bist du denn heute wieder so schlecht gelaunt, Margarethe?


Ich bin nicht schlecht gelaunt. Ich habe einfach noch wahnsinnig viel um die Ohren bis zum Wochenende, meinte Gretchen und fing an die Wäsche zu sortieren.


Wann kommt denn Thorben nach Hause?


Wie immer Mutter, stöhnte sie und schüttelte den Kopf.



War ja nun wirklich nichts Neues, wenn man bedachte, dass sie nun schon seit einem halben Jahr zusammen waren. Na gut, sie hoffte sehr das er, wie immer, wieder kommen würde, denn eigentlich sollte er schon seit einer Woche wieder hier sein.



Ist der jetzt zu dir gezogen?, fragte Mehdi am Türrahmen angelehnt.


Nein ist er nicht. Meine Mutter meint einfach nur, mir das immer und immer wieder unter die Nase reiben zu müssen.


Weil ich immer noch nicht verstehe, warum du nicht mit ihm zusammenziehen willst. Ein Kind braucht klare Verhältnisse.


Die habe ich Mama. Wir sind nur hier, gehen nie in seine Wohnung und er ist oft da. Mein Gott! Ist doch wohl meine Entscheidung, maulte Gretchen gleich wieder drauf los. Sie hatte diese Leier einfach nur satt.


Dich muss man aber auch wirklich zu deinem Glück zwingen. Nun ja, ich gehe jetzt. Dein Vater hat sicherlich Hunger wenn er nach Hause kommt und ich muss noch ein bisschen was putzen. Bleibt so viel liegen in letzter Zeit. Bin ja auch öfter hier als zu Hause. Ich hol Sarah dann am Freitag mit Jochen ab. Oh je, ich hoffe er denkt daran, den Maxi-Cosi noch zu holen. Am besten wir rufen ihn noch mal an und...


MAMA!, unterbrach Gretchen, Hol doch mal Luft. Eigentlich dachte ich, wir bringen euch Sarah am Freitag?


Ja das war ja eigentlich auch so abgesprochen, aber dein Vater ist länger in der Klinik und ich wollte noch ein wenig mit ihr spazieren fahren. Ich bin doch immer so unsicher mit dem Auto, da hat dein Bruder mir angeboten zu fahren.


Mhmm, meinte sie und zog eine Schnute, schon klar. Was bezahlst du ihm dafür? Der macht das doch nicht freiwillig.


Doch. Immerhin will er seine Nichte auch mal sehen, mein Schatz. So nun lass ich euch aber mal allein.



Nach einer kleinen Knuddelarie, von der auch Mehdi zu seinem Erstaunen nicht verschont blieb, blieben nur noch er, Gretchen und die kleine Sarah-Marie in der drei Zimmer Wohnung übrig. Genervt lies Gretchen sich auf das Sofa plumpsen, was Mehdi mit einem Lächeln quittierte. Mutter zu sein, war eben nicht immer einfach.



Was für sie allerdings seit der Schwangerschaft schwieriger war, war es, Tochter zu sein.



Sie will dir nur helfen, meinte Mehdi schließlich liebevoll und setzte sich zu ihr - in der Hand eine Tafel Schokolade.


Das weiß ich doch. Es ist halt einfach anstrengend sie jeden Tag hier zu haben und ewig daran erinnert zu werden, das meine Männerwahl, in Bezug auf Sarah, eindeutig richtig war, seufzte sie.


Na ja, gewählt kann man das ja nun auch nicht nennen. Er wurde dir ja quasi aufgezwungen.


So kannst du das nun auch nicht sagen, schmollte sie und dachte insgeheim dasselbe, Er ist ein lieber Kerl, auch wenn du nicht wirklich warm mit ihm wirst.


Weil er eingebildet ist. Nur weil er Versicherungen verscherbelt, ist er doch noch lange nichts besseres. Er verdient auch nicht wirklich viel mehr als ich und trotzdem muss er ewig irgendeinen dummen Spruch loslassen.


Mhmm. Ich weiß. Ich sag ihm immer wieder das er das lassen soll, aber irgendwie scheint das bei ihm ein angeborener Reflex zu sein.



Ob das bei allen Männern so ist, fragte sie sich im Stillen.



Nach einiger Zeit fragte Mehdi dann endlich das, was ihm nun schon seit Ewigkeiten beschäftigte: Warum willst du eigentlich nicht mit ihm zusammenziehen?



Er sah sie durchringend an und sie sah beschämt zur Seite. Wenn er sie so ansah, konnte sie einfach nichts sagen. Er sah durch sie hindurch und las sie wie ein offenes Buch. Das wollte sie nicht.



Das geht mir einfach zu schnell. Ich will mir einfach noch ein bisschen Zeit lassen, meinte sie schließlich und klang durchaus selbstsicher, was sie ja mal so gar nicht erwartet hatte. Denn das sie das nicht wollte, hatte einen ganz anderen Grund und das wusste auch Mehdi.


Gretchen, ihr wollt heiraten! Wie sieht denn das bitte aus?, tadelte er sie. Es war wirklich komisch wenn man heiraten wollte, aber nicht zusammen wohnte. Jedenfalls für ihn und für einige andere auch. Hier ging es doch nur um eines...


Der letzte Mann mit dem ich zusammen gezogen bin, ist abgehauen!, sagte sie laut und als sich eine kleine Träne ihren Weg ihre Wange hinab bahnte fügte sie leise an, Das will ich nicht nochmal durchmachen müssen.




(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Choconussa Offline

Mitglied


Beitrge: 330

07.06.2016 06:33
#25 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)




『「Kapitel № Dreiundzwanzig - Three Words




(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)









Marc würde sich unterdessen sehr über eine nervende Mutter freuen, denn die Frau die ihn in den Wahnsinn trieb, würde er wohl nie wieder loswerden. Sie war schlimmer als Hasen...


NEIN! Halt Stop!


Daran würde er jetzt ganz sicher nicht denken. Schlimmer wie Gabi war sie.. Jawohl.


Oder?


Eher doch nicht, denn sie musste ihn nicht erpressen. Er stieg freiwillig weiterhin mit ihr ins Bett, obwohl er das eigentlich nicht wollte. Aber so langsam gingen ihm die Möglichkeiten aus und er wollte unbedingt jemanden vergessen.


Und jetzt wollte er unbedingt ein Versteck finden, denn Marina suchte ihn. Jedenfalls sagte das Schwester Katja...


Die könnte er auch nochmal, dachte er und lief seiner Stalkerin direkt in die Arme.


Mensch da bist du ja mein Schatz, freute sie sich und küsste ihn, bevor er auch noch was sagen konnte.


Vor ihr weglaufen funktionierte ja richtig gut.. Brauchte Doktor Krieg nicht eine neue Schwester in der Gyn? Er könnte sie einfach versetzen lassen. Krieg war, soweit wie er wusste ein äußerst strenger Gynäkologe. Da würde sie es schwer haben, einfach mal eben so zu verschwinden und ihm nachzustellen.


Ich hab dich vermisst, hauchte sie ihm entgegen, Sehen wir uns später noch?

Hoffnungsvoll klimperte sie mit ihren künstlichen Wimpern und Marc überkam Ekel. Warum stieg er nochmal mit ihr ins Bett? Das war es doch wohl wirklich nicht wert. Heute Abend würde er in irgendeiner Kneipe, irgendeine Frau aufreißen und diese Diva hier endgültig in den Wind schießen.


Ich weiß nicht.. Ich ruf dich an, okay? Aber mach dir lieber keine Hoffnungen. Ich bin heute Abend unterwegs.


Was machst du denn? Vielleicht komme ich ja mit?


Okaaaaay.. Wenn es so nicht ging, dann eben auf die harte Tour: Ich gehe in den Puff! Das mache ich heute. So richtig schön vögeln, am besten mit jeder Nutte die ich haben kann. Willst du noch immer mit?


Was? Marc ich dachte wir...


Wir WAS?, unterbrach er sie, wohlwissend was sie als nächstes sagen wollte.


Wir sind nun schon so lange zusammen und du willst mir hier jetzt sagen, das es vorbei ist?


Zum einen , schrei hier nicht so rum und zum anderen, definiert Sex noch lange keine Beziehung. Also kann ich auch nichts beenden, weil da nie etwas war und nur weil ich dir erlaubt habe, bei mir zu schlafen und meine Dusche zu benutzen, wohnst du noch lange nicht bei mir, er war ihr Wort für Wort immer näher gekommen und konnte nun die Tränen sehen, die sich in ihren Augen bildeten, Ich weiß noch nicht mal warum ich mich mit dir abgegeben habe. Du bist verdammt billig und meine Zeit war verschwendet!



KLATSCH!



Die Backpfeife hatte er wohl verdient, doch was sie als nächstes sagte, traf ihn noch viel mehr:


Ich liebe Dich, du Idiot!


Flashback


Da saß sie nun und weinte, seinetwegen.. Mal wieder. Wie so oft konnte er sein loses Mundwerk einfach nicht halten und beleidigte sie, weil sie zu Papa gerannt war. Weil sie ihm im Weg stand, weil sie ihn einengte. Das musste endlich aufhören, aber sie ging einfach nicht. Sie blieb und weinte.


Warum verschwindest du nicht einfach anstatt mir hier die Ohren voll zu jaulen?, fuhr er sie an.


Verletzt, geschockt und ungläubig sah sie ihn an: Warum ich nicht gehe? Willst du mich verarschen? Ich gehe aus demselben Grund nicht, aus dem ich dir hinterher gelaufen bin, dir bei der Geschichte mit Gabi geholfen habe, dich ,egal was war, nicht aufgegeben habe!!!


Hör auf zu faseln und komm zum Punkt oder brauch dein Hirn Schokolade um weiter arbeiten zu können?


WEIL ICH DICH LIEBE, DU IDIOT!, schrie sie verheult....


Flashback Ende


So sehr liebte sie ihn also. Sie liebte ihn so sehr, dass sie einen anderen heiratete, ein Kind von diesem Schlipsträger bekam und IHM verbot sich mit ihr in Verbindung zu setzen. Wie toll Liebe doch sein konnte, dachte er verbittert als er sich den hundertsten doppelten die Kehle herunter spülte.


Noch einen Meier?, fragte der Wirt und Marc nickte nur noch.


Er wollte nicht nur einen, er wollte ein paar ganz viele und endlich diesen Satz vergessen. Wenn er das geschafft hatte, konnte er sich auf Beutefang begeben.


Doch dazu war er einige Stunden später nicht mehr in der Lage. Er hatte zweihundertfünfzig Euro versoffen, war einfach aus dem Taxi ausgestiegen, welches man ihm gerufen hatte und nun torkelte er durch München. Noch immer mit ihren Worten im Kopf, ihren Blicken vor seinem inneren Auge.. und er bereute es, gegangen zu sein. Ja verdammt! Er liebte sie, er vermisste sie und er würde liebend gern jetzt bei ihr sein. Bei ihr wäre es nun wesentlich gemütlicher, mit dem Kopf auf ihrem Schoß, anstatt hier auf einer Bank irgendwo im nirgendwo.


Flashback


Meier, wurde er unhöflich begrüßt und er musste grinsen. Das war typisch Meier! Hallo Olivier! Ich weiß nicht ob du mich noch kennst, aber ich bin dein Sohn und ich würde sehr gern mit dir noch einmal über dein Jobangebot sprechen! Maaaaarc, wie schön. Was hat dich dazu bewegt dich umzuentscheiden? Sagen wir es so, von Gretchen würde er ganz sicher nichts erzählen, mir ist da jemand gewaltig in die Quere gekommen und wenn ich dieses Problem nicht bald los werde, könnte ich jemandem weh tun.....


Flashback Ende


Wehgetan hab ich ihr doch auch so, dachte er verbittert und sah hinauf in den Sternenhimmel.


Wenn sie lächelte waren ihre Augen auch wie Sterne, doch leider hatte er es viel zu selten geschafft, sie zum Lächeln zu bringen. Viel zu oft hatte sie wegen ihm geweint und er wollte nicht wissen, wie viel sie geweint hatte, nachdem er einfach so gegangen war. Das würde sie ihm sicherlich nie verzeihen. Doch er wünschte es sich in diesem Moment so sehr. Aber was konnte er schon erwarten? Er hatte ihr das Herz gebrochen. Eine Erkenntnis die ihn nun traf, wie ein Schlag ins Gesicht. Viel zu sehr war er damit beschäftigt gewesen, sich einzureden, das Richtige getan zu haben um nicht über die Konsequenzen seines Handelns nachzudenken.


Und jetzt? Jetzt tat es weh!



Das war wirklich schön heute Papa, lächelte Melanie ihren Vater an. Die beiden hatten sich einen Tag frei genommen. Vater-Tochter-Tag! Gemeinsames Frühstück, Shoppen, Eis essen und Kino. Olivier war ein wundervoller Vater und zum ersten Mal wurde ihr bewusst, was Gretchen gemeint hatte.


DAS würde Marc nicht tun. So war er einfach nicht. Traurig blickte sie aus dem Fenster auf der Beifahrerseite und sah etwas, oder jemanden, den sie wohl besser nicht gesehen hätte.


Fahr mal langsamer, schrie sie ihren Vater beinahe an und er sah erschrocken zu seiner aufgewühlten Tochter herüber, Ist das da vorne nicht Marc?!


Er folgte ihrem Blick und stöhnte schließlich einmal genervt auf, bevor er auf die Seite fuhr, den Wagen abschaltete und ausstieg.




(¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "¯`*.¸,¤°´.。.:* "" *.:。.`°¤,¸.*´¯)

°ºO.¸✿¸..❀..¸✿¸..❀. Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄ƷTO BE CONTINUEDƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ .❀..¸✿¸..❀..¸✿¸.Oº°

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5
 Sprung  
Unsere offiziellen Partner
Trkisch fr Anfnger
Weitere Links
Xobor Forum Software von Xobor.de
Einfach ein Forum erstellen