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Dieses Thema hat 127 Antworten
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Crunchy Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 395

26.02.2019 12:51
#126 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

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『「Kapitel № Einhundertundachtzehn - Hard Times




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Wenn sie ihren Verstand nicht schon bei den Vorbereitungen für die Taufe verloren hatte, würde sie ihn heute auf jeden Fall verlegen! Es war soweit... Gretchen und Thorben machten endlich Nägel mit Köpfen, wie Bärbel zwei Tage zuvor gesagt hatte, und zogen zusammen. Die ganze Wohnung stand voll mit Kartons, Kisten, Faltkisten und blauen Säcken. Mitten in diesem Chaos stand eine verzweifelte Blondine, die weder ein noch aus wusste. Bereits seit fünf Stunden waren sie in Thorbens Wohnung und packten seine Sachen zusammen. Es nahm einfach kein Ende. Dabei hatte Gretchen schon jede Menge ausgemistet. Zu allem Überfluss wuselte ihre Mutter ständig um sie herum und nahm ihr empört Sachen aus der Hand oder holte sie erneut aus den Kartons.

„So kannst du das doch nicht einpacken, Gretchen. Also wirklich!“, hatte die Hausfrau mehrmals verlauten lassen. Und Thorben schlug sich, ganz der perfekte Schwiegersohn, auf Bärbels Seite. „Das muss wirklich mit Sorgfalt behandelt werden, Schatz! Das war teuer...“, sagte er und bemerkte dabei nicht, wie angespannt seine Verlobte war. Gretchen wünschte sich wirklich von Herzen, dass nicht ihr Vater, sondern sie, Jochen zum Studentenwohnheim gefahren hatte.

Zudem kam, dass die Umzugsfirma, die Thorben beauftragt hatte, sich spontan dazu entschlossen hatte, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Immer wieder musste die Chirurgin die Herrschaften abfangen und ihnen, unfertig gepackte, Kartons aus der Hand nehmen. Dabei wies sie mehr als deutlich darauf hin, dass die fertigen Sachen im Wohnzimmer stünden und die Herren sich in den anderen Räumlichkeiten vorerst nicht aufzuhalten brauchten. Doch sie stieß auf taube Ohren... Wären doch nur Mehdi und Marc da!


Flashback

Trotz ihres Zwangsurlaubs von wenigen Tagen, war Gretchen Haase heute mit einer besonderen Mission im Elisabeth-Krankenhaus unterwegs. Zum einen vermisste sie die Krankenhausluft bereits nach dem zweiten Tag so sehr, dass sie einfach nicht anders gekonnt hatte, als vorbeizuschauen. Und zum anderen musste sie unbedingt ihren besten Freund und den Vater ihrer Tochter sprechen. Unter einem Vorwand hatte die Chirurgin Sabine abluchsen können, wo Doktor Meier sich aufhielt und als sie ihn gefunden hatte, staunte sie nicht schlecht.

Sie kannte es von sich und Melanie. Sie verbrachten sehr viele Pausen zusammen. Aßen gemeinsam in der Cafeteria, tranken Kaffee im Krankenhauspark oder sie saßen im Schwesternzimmer und lachten über die Kollegen. Auch von Mehdi kannte sie es eigentlich nicht anders. Er war immer für ein gutes Gespräch, und natürlich für eine ordentliche Mahlzeit, zu haben. Aber Marc? Der war immer zufrieden gewesen, wenn Sabine ihm seinen Kaffee hinterhergetragen hat und verrammelte sein Büro, damit er, in seinen sehr kurzen Pausen, seine Ruhe hatte. In letzter Zeit jedoch war es immer mal wieder vorgekommen, dass er bei Sabine saß und sich mit ihr unterhielt. Noch immer wusste sie nicht worüber, aber sie hatte sich fest vorgenommen, dem Ganzen nachzugehen. Es war äußerst unnormal, dass Marc sich unterhielt und das auch noch mit Sabine! Aber auch das gemeinsame Essen mit Mehdi war seltsam. Nicht, dass die beiden so etwas nicht schon öfter gemacht hätten, aber – Marc genoss es! Er fragte danach, er plante dafür… Er lächelte sogar! Es machte ihr schon ein bisschen Angst, aber hielt sie nicht davon ab, seine gute Laune vielleicht ein bisschen für ihren eigenen Vorteil zu nutzen.

„Na ihr zwei? Schon zur Maniküre verabredet?“, scherzte sie ein wenig überheblich und erntete nur von Mehdi ein sarkastisches „Ha ha!“. Doktor Meier beschränkte sich darauf, seine blonde Kollegin mit seinen Blicken zu töten, was sie auch gleich um einige Zentimeter schrumpfen ließ, „Chrm, chrm... Also gut. Ich hätte da eine kleine Bitte – nein – eine Frage an euch. Habt ihr am Wochenende Zeit, mir und Thorben, beim Umzug zu helfen?“

„Sorry. Sind zur Maniküre verabredet“, zwinkerte Marc und zog Mehdi an seinem Kittel vom Stuhl und heraus aus der Cafeteria.

Flashback Ende


Sie müsste lügen, wenn sie vorgeben würde, nicht mit einer solchen Reaktion von ihrem Ex-Freund gerechnet zu haben. Dennoch wäre sie wesentlich entspannter, wenn er helfen würde. Er konnte so viel besser mit solchen Situationen umgehen. Die Umzugshelfer würden nur einmal einen Fehler machen... Danach würden sie es sich zweimal überlegen, denn Marc nahm bekanntlich kein Blatt vor den Mund. Er würde die Idioten ordentlich zur Schnecke machen! Und Mehdi würde ihre Mutter hin und wieder mit seiner entzückenden Art ablenken, so dass sie ungestört die Wertsachen verpacken könnte - auf ihre Weise. Doch der Gynäkologe hatte keine Zeit. Er war mit Anna, Lilly und Melanie zu einem Zoobesuch verabredet. Natürlich hatte das Vorrang. Allerdings machte Melanie, die ihrer besten Freundin gegenüber ein unglaublich schlechtes Gewissen hatte, den Vorschlag, Sarah einfach mitzunehmen. Da Gretchen nun endgültig abgestillt hatte und ihre Tochter mit Gläschen fütterte, stellte es keinerlei Probleme mehr dar. Dankend hatte die Chirurgin zugestimmt und vollkommen unbedacht ihre Mutter eingesponnen. Bärbel Haase war die beste Mutter, die man sich wünschen konnte. Immer da, wenn man sie brauchte... Ein Organisationstalent! Jedoch unfassbar anstrengend...

Vollkommen verloren stand Gretchen Haase im Schlafzimmer ihres Verlobten und sah sich überfordert um.

„Alles in Ordnung, mein Engel?“, fragte Thorben im Vorbeigehen. Er machte sich an seinem Kleiderschrank zu schaffen und sortierte beim Einpacken noch das eine oder andere Teil aus. Zu Gretchens Leidwesen, fanden seine karierten Schlafanzüge nicht den Weg in die Altkleidersammlung, sondern würden sich bald in ihrem Schrank breit machen und ihn optisch verunstalten.

„Na ja... Schau doch mal, wie viel hier noch zu tun ist und wie wenig wir, im Vergleich dazu, geschafft haben. Wir hätten wirklich schon viel eher damit anfangen sollen“, antwortete die Blondine ihrem Verlobten anklagend. „Wir werden hier doch nie fertig!“

„Wenn du nur rumstehst unter Garantie nicht, Margarethe“, flötete Bärbel und eilte ihrem Schwiegersohn in Spe zur Hilfe. „Du könntest doch schon einmal im Badezimmer anfangen. Wir kommen dann gleich nach!“

„Mama? Im Badezimmer ist so gut wie nichts zu tun. Die Sachen sind zum Großteil schon alle bei mir“, merkte Gretchen an. „Soll ich euch nicht hier helfen?“

„Wir machen das schon, Schatz. Vier Hände reichen hier vollkommen aus. Geh doch schon mal runter in den Keller und such mein Werkzeug raus. Der Rest da unten kann eigentlich weg“, antwortete Thorben ohne sie anzusehen und gab ihr, als er an ihr vorbeilief, um den blauen Sack in die Küche zu bringen, einen flüchtigen Kuss.

Vollkommen vor den Kopf gestoßen, sah Gretchen ihrem Verlobten hinterher. Sie verstand nicht, was das alles sollte. Er war schon den ganzen Tag so abweisend ihr gegenüber. Dabei hatte sie wirklich gedacht, er würde sich ebenso freuen wie sie. So lange schoben sie den Umzug nun schon vor sich her, dass sie selbst schon fast nicht mehr daran geglaubt hatte. Außerdem hatte er diesen Wunsch noch vor ihr geäußert! Warum also, verhielt sich ihr zukünftiger Ehemann so seltsam?!

„Nu steh da nicht so rum, Gretchen!“, schimpfte Bärbel empört, riss ihre Tochter aus ihren Gedanken und schüttelte vorwurfsvoll den Kopf. „Wir wollen heute noch fertig werden.“




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Crunchy Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 395

01.05.2019 20:26
#127 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

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『「Kapitel № Einhundertundneunzehn - Sowieso




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Der Zoobesuch war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Melanie hatte spontan entschlossen, ihren großen Bruder mit einzuspannen und obwohl er zuerst versucht hatte, sich mit Händen und Füßen zu wehren, hatte auch er Spaß. Sogar mit Anna konnte er sich, nach der einen oder anderen Spitze, arrangieren. Er und Mehdi beantworteten Lilly jede einzelne, ihrer vielen Fragen, mit einer unglaublichen Ruhe und Begeisterung, dass die beiden Frauen beinahe ins Schwärmen gerieten.

„Ich kann immer noch nicht fassen, dass du wirklich Vater geworden bist“, sagte Anna an Marc gewandt, als sie eine kurze Pause einlegten, damit die Mädchen in Ruhe essen konnten.

„Wenn selbst Mehdi das auf die Reihe bekommt“, zwinkerte der Chirurg ihr zu, wurde jedoch schnell wieder ernst. „Glaub mir, für mich war das auch eine schöne Überraschung!“

„Aber er schlägt sich ganz gut“, lachte Melanie.

Dem konnte Anna nur beipflichten. Sie war immer der festen Überzeugung gewesen, dass Marc irgendwann einmal auf die Nase fallen und ein Kind vor die Nase gesetzt bekommen würde, bei seinen vielen Liebschaften … Dass der Fall nicht eingetroffen war, hatte der Chirurg wohl nur Gretchen Haase zu verdanken. Sie erinnerte sich gut daran, wie die Blondine dem Bad Boy die Hörner abgeschliffen und den Kopf verdreht hatte. Auch das war damals ein äußerst befremdlicher Umstand für sie gewesen. Marc Meier hatte eine feste Freundin! Ein paar Jahre sogar … Bis er sich doch wieder wie er selbst verhalten hatte und abgehauen war.

„Warum hast du Gretchen damals eigentlich verlassen?“, fragte Anna unverblümt. Sie wollte es wirklich wissen, weil sie es einfach nicht verstand. „Ihr wart doch glücklich, oder nicht?“

„Anna lass es“, warnte Mehdi und auch Melanie sah besorgt zu ihrem Bruder auf, der neben der Sitzbank stand und in die Ferne sah. „Das ist wirklich kein Thema für einen Zoobesuch!“

Doch zur Überraschung aller, antwortete Marc gelassen: „Ja ich bin mir ziemlich sicher, dass wir glücklich waren… Sehr sogar. Wahrscheinlich war es genau das, was mir Angst gemacht hat. Du kennst mich, Anna. Ich bin für sowas nicht gemacht…“

„So ein Blödsinn!“, erwiderte sie aufgebracht. „Natürlich kenne ich dich und weiß, dass du dich mit solchen Dingen schwer tust… Aber du bist doch mit, und an der Beziehung mit Gretchen gewachsen!!! Und wenn ich dich hier heute mit deiner Tochter sehe, frage ich mich, wenn nicht du, wer dann?“

„Das fragst du am besten Gretchen“, knurrte Marc. „Die hat sich da was ganz Tolles ausgedacht!“

„Auch das weiß ich. Was hast du denn erwartet? Dass sie hier in Berlin sitzen bleibt und darauf wartet, dass du vielleicht doch noch zurückkommst, weil dir auf einmal eingefallen ist, dass du ohne sie nicht leben kannst?!“, lachte Anna zynisch.

„Gut, dass es dir allem Anschein nach noch eingefallen ist. Ein bisschen eher, wäre aber vielleicht besser gewesen!“

„Das sagst du mir?“ fragte Marc ungläubig. „Vergiss nicht, dass du leicht zu durchschauen bist, meine Liebe!“, spie er ihr entgegen, ehe er zu seiner Tochter ging, um mit ihr zu spielen. Das musste er sich von Anna sicherlich nicht unter die Nase reiben lassen. Er kannte sie gut genug, um zu wissen, dass ihr die Beziehung – und nun wohl auch die Verlobung, die sich am Valentinstag, vor einem Monat, zugetragen hatte – gewaltig gegen den Strich ging, weil sie noch immer etwas für Mehdi empfand. Das konnte er ihr an der Nasenspitze ansehen. Melanie war ihr ein Dorn im Auge, doch anders als bei ihm und Gretchen, war es für sie aussichtslos! Mehdi und Anna, so friedlich die Trennung und auch die Scheidung vonstatten gegangen waren, würden nie wieder zueinander finden. Sein bester Freund hatte alles dafür getan, dass Anna nicht arbeiten gehen musste und für Lilly da sein konnte. Natürlich hätte seine Ex-Frau auch wieder in ihren Beruf gehen können… Doch wurde ihr das zu stressig. Also schuftete Mehdi mehr wie jeder andere Gynäkologe in Berlin und vernachlässigte seine Frau. Vielleicht war es aber auch pure Absicht, weil Anna, die nur noch Haushalt und Kind hatte, unausgeglichen war. Sie war nicht mehr voll ausgelastet und vermisste die Arbeit in der Behindertenwerkstatt.

Es kam, wie es einfach kommen musste: Anna suchte sich anderweitig die Bestätigung, die sie von ihrem Mann nicht mehr bekam. Zwar nur online, über Partnerseiten… Doch das brachte das Fass für die Eheleute, die sich, nach der Geburt ihrer Tochter, auseinandergelebt hatten, zum Überlaufen. Die Gefühle und das Feuer waren erloschen und sie entschlossen sich dazu, ein schnelles, friedliches Ende herbeizuführen, als sich später in einer Schlammschlacht wiederzufinden. Sie blieben Freunde… Allein des Kindes wegen.

Jetzt wo Mehdi glücklich war und seine, mehr oder weniger, anziehenden Fähigkeiten als Mann unter Beweis stellen konnte, bemerkte Anna, was sie verloren hatte. Da konnte sie dem Chirurgen einfach nichts vormachen. So war sie schon in ihrer Studentenzeit, als sie sich über Bekannte kennenlernten, gewesen. Sie wollte immer das haben, was sie nicht haben konnte … Und Mehdi war hoffnungslos in Melanie verliebt.

Im Gegensatz zu Anna, standen seine Chancen also relativ gut! Und er wusste, dass es sich lohnte, auch wenn es gerade vielleicht nicht optimal für ihn lief. Immerhin zogen Gretchen und Thorben heute zusammen … Aber jedes Mal, wenn er seine Tochter lachen hörte, wusste er, dass es jeden einzelnen seiner Nerven wert war, um seine Familie zu kämpfen.

„Sarah kann doch noch gar nicht laufen“, sagte Lilly ernst, als sie sah, wie Marc die kleine Prinzessin bei den Händen nahm und sie vorsichtig vor sich stellte. „Sie fällt um und tut sich weh, Onkel Marc!“

„Deswegen halte ich sie fest: Damit sie nicht umfällt…“, zwinkerte Marc seinem Patenkind beruhigend zu. „Wir üben jetzt mit Sarah laufen, damit sie das bald schon alleine kann.“

„Eine super Idee!“, jauchzte Melanie erfreut auf und gesellte sich zu dem Dreiergespann, um aktiv an der Schulung beteiligt zu sein. „Wenn sie viel von dir hat, sollte das ja nun zügig gehen!“

Eigentlich wäre dies nun ein guter Zeitpunkt, seinen Eltern zuvorzukommen und Melanie zu berichten, dass er als Kleinkind nicht sonderlich fix war. Er war einer der berüchtigten Spätzünder gewesen, was das Laufen anging. Anscheinend war es viel bequemer gewesen, von Elke überall hingetragen zu werden oder eben im Kinderwagen zu sitzen. Aber er schwieg sich aus. Seine vorlaute Schwester musste ja auch nicht alles wissen!

„Das war wirklich unnötig“, flüsterte Mehdi seiner Ex-Frau zu, als er sich sicher war, dass Melanie und Marc vollkommen beschäftigt waren. „Du weißt nur ein Bruchteil von dem, was hier alles abgegangen ist. Du hast doch überhaupt keine Ahnung, wie die Beziehung der beiden war und aktuell ist. Und du maßt es dir an, ein Urteil zu fällen? Nur weil du Marc kennst, wie er als Jungspund war?!“

„Ich meinte das wirklich nicht böse. Ich kann es nur schwer nachvollziehen, warum man etwas so Wertvolles einfach wegwirft. Weil man Angst hat, ist doch wohl kein Grund“, antwortete sie.

„Du hast ja keine Ahnung! Kennst Marc wohl doch nicht so gut, wie du immer behauptest! Lass das Thema einfach bleiben. Er zerbricht sich darüber oft genug den Kopf“, sagte Mehdi und sah nachdenklich zu seinem besten Freund, der Sarah, an beiden Händen haltend, langsam einen Fuß vor den anderen setzen ließ.

„Habt ihr das mit mir auch so gemacht?“, rief Lilly ihren Eltern zu und feuerte ihre kleine Freundin an.

Augenblicklich waren alle Auseinandersetzungen vergessen …




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Crunchy Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 395

01.05.2019 20:28
#128 RE: Story von Choconussa und Melli84 Zitat · antworten

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『「Kapitel № Einhundertundzwanzig – Family Tree




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Viel wichtiger war doch, dass die Kinder Spaß und einen schönen Tag hatten! Über solche ernsten Dinge würde man auch noch später reden können. Also rissen die Erwachsenen, besonders Marc und Anna, sich zusammen und tobten ausgelassen mit den Mädchen. Denn Lilly hatte, dank ihrer wachsamen Augen, einen Spielplatz entdeckt, den sie sofort kaperte. Vergessen waren die Eisbären, die sie unbedingt hatte sehen wollen. Und Anna, ganz die organisierte Mutter, kramte Sandkastenspielzeug aus ihrer großen Tasche.

„Was ist da alles drin?“, fragte Marc verwundert. Er konnte sich einfach nicht vorstellen, dass noch viele Dinge in die Tasche passen würden. Doch er wurde vom Gegenteil überzeugt! Neben den Schnittchen, die sie gemacht hatte, kramte sie noch Trinkpäckchen für eine gesamte Schulklasse heraus. Feucht- und Taschentücher, Pflaster, Octenisept, Sagrotan Tücher für die Toiletten und eine Haarbürste. „Falls sich die Zöpfe lösen!“, war ihre Begründung. Damit allerdings noch nicht genug! Sie hatte wirklich einen Knirps, eine Regenjacke und Wechselkleidung für Lilly dabei …

„Was zum Teufel …?“

„Da musst du gar nicht so verstört gucken“, lachte Anna. „Hat Gretchen für Sarah garantiert auch eingepackt.“

„Im Leben nicht!“, widersprach Marc und machte sich an der Tasche zu schaffen, um das Gegenteil zu beweisen. „Sie war noch nie sonderlich organisiert und ich glaube nicht, dass … Tatsache!“, schloss er erstaunt. Gretchen hatte wirklich Kleidung zum Wechseln eingepackt! Darauf würde er sie heute Abend unbedingt ansprechen müssen … Mit soviel Voraussicht hätte er wirklich nicht gerechnet. Auch nicht in Anbetracht dessen, dass sie nun Mutter war und eben vorausschauend denken musste. Vielleicht steckte ja auch Bärbel dahinter? Oder vielleicht ihr schmieriger Verlobter …?

Sofort bemerkte Melanie, dass sich das Mienenspiel ihres Bruders veränderte. Intuitiv wusste sie, wo Marc mit seinen Gedanken war. Dabei hatte sie ihn doch mit aller Macht davon abhalten wollen, den halben Tag darüber nachzugrübeln … Und das würde er tun. Auch wenn er die Maske wieder aufsetzen würde und so tat als sei alles in Ordnung.

„Marc! Tu das nicht“, hauchte Melanie ihm zu. Vorsichtig streichelte sie seinen Arm … Sonst hätte sie ihn wohl in den Arm genommen. Er würde es zulassen, keine Frage, doch wollte sie nicht, dass Lilly etwas von Marcs Unmut mitbekam. Aber ihr Bruder hatte nur ein verächtliches Schnauben für sie übrig.

„Passt schon“, brummte er und schnappte sich den Spieleimer, um mit den Kindern und Mehdi eine waschechte, männliche, Sandritterburg zu bauen. „Komm Alter! Wir zeigen den Mädchen jetzt, was richtige Architektur im Sandkasten ist!“

Schulterzuckend entschuldigte der Gynäkologe sich bei den Frauen und trottete hinter seinem besten Freund her, der es sich, mit Sarah auf dem Schoß, schon im Sand bequem gemacht hatte und Lilly zu sich rief, die die Spitze des Klettergerüstes erklimmen wollte…

Unterdessen kämpfte Gretchen Haase mit einem unübersichtlichen Chaos in dem Keller ihres Verlobten. Sie könnte ihn erschlagen! Zum einen wusste Thorben ganz genau, wie ungern sie allein in den Keller ging … Beim letzten Mal war der Strom ausgefallen und sie stand vollkommen allein im Dunkeln. Also waren die beiden nur noch zusammen nach unten gegangen – immer eine Taschenlampe in der Hand. Zum anderen wusste sie einfach nicht, wie er eine solche Unordnung zustande gebracht hatte. Soweit sie sich erinnern konnte, waren sie das letzte Mal zusammen hier gewesen und damals war alles akkurat an seinem Platz gewesen! Ansonsten waren sie immer in ihrer Wohnung gewesen und wenn Thorben nicht da war, war er meistens arbeiten oder auf Geschäftsreise. Wann also sollte er Zeit dazu gefunden haben, in seinem Keller eine - oder mehrere - Bomben einschlagen zu lassen?! Sie würde ihn zur Rede stellen … Darauf konnte er diesmal wetten. Es ist das eine, sie allein in den Keller zu schicken – aber etwas vollkommen anderes, ihr einen solchen Schweinestall zu hinterlassen!

Vorsichtig, um nicht irgendwo draufzutreten oder etwas kaputtzumachen, tapste sie auf Zehenspitzen durch den engen Kellerraum. Sein Werkzeug sollte sie suchen und finden …

„Es wäre einfacher, neues zu kaufen…“, murmelte sie verärgert und lobte im Stillen den Vater ihrer Tochter. Der war, was seine Werkzeuge anging, äußerst penibel. Nicht nur im OP! In seinem Keller und in seinem Garagenraum hatte er Werkbänke stehen. Alles hing akkurat an der Wand und auch in den Schränken und Schubladen herrschte, wissenschaftlich durchgeführte, Ordnung. Wenn er sie gebeten hatte, ihm etwas von seinem Werkzeug zu holen, musste sie nie lange suchen … Vielleicht würde sie Thorben auch von einem solchen Ordnungssystem begeistern können? Wäre doch eine gute Gelegenheit, die Männer vielleicht doch noch zusammenzuraufen!!!

Doch von solchen Gedanken war nicht nur Marc weit entfernt … Auch Thorben ließ sich nicht erweichen.
„Im Hinblick auf die Taufe und auch auf die Hochzeit, solltet ihr wirklich versuchen, einen gemeinsamen Nenner zu finden“, sagte Bärbel ruhig, während ihr zukünftiger Schwiegersohn mit dem Reißverschluss des Koffers kämpfte. „In erster Linie natürlich wegen Sarah. Aber auch euch wird das sehr guttun, wenn diese gedrückte Stimmung nicht mehr ist. Weißt du, was ich meine?“

„Selbstverständlich – ich bin doch kein Idiot“, presste der Versicherungskaufmann angestrengt zwischen den Zähnen hindurch. „Es wird aber nichts bringen. Marc hat sich auf mich eingeschossen und wird alles versuchen, mich loszuwerden. Und wenn ich ganz ehrlich sein soll, habe auch ich wenig Interesse daran, mich mit ihm anzufreunden…“

„Aber Thorben!“, wollte die Hausfrau sogleich protestieren – doch Thorben war schon dabei, sich ihr zu erklären. „Ich verstehe, dass er nicht mehr verschwinden wird. Er ist nun ein Teil von Sarahs Leben und nichts läge mir ferner, als dass diese Verbindung unterbrochen wird. Es freut mich für sie, dass sie ihren Vater hat!“, sagte er diplomatisch. „Ich kann aber nicht damit leben, wie er versucht, sich zwischen mich und Gretchen zu drängen. Inzwischen habe ich sogar das Gefühl, dass er damit auch noch durchkommt.“

„Hmm“, stimmte Bärbel nachdenklich zu. „Was den Meier angeht, kann Gretchen sehr naiv sein. Trotzdem fänd ich es besser, wenn ihr mal richtig miteinander reden würdet. So ein schlechter Kerl ist er doch gar nicht.“

„Reden wir von demselben Meier?“, fragte Thorben irritiert. „Man kann mit diesem Mann vielleicht vieles, aber sicherlich nicht vernünftig reden!“

Eine Theorie, der Anna, beim Abendessen, nicht zustimmen würde. Seit einer halben Stunde saßen sie nun schon zusammen und philosophierten über Gott und die Welt. Dabei blieb Marc immer ruhig, auch wenn man nicht seiner Meinung war und ihn für bekloppt erklärte. Sie hatten Spaß! Ein Umstand, der besonders Melanie zufrieden stimmte.

Sie hatten, als Patchworkfamilie, einen wunderschönen Tag zusammen verbracht. Die Kinder hatten eine wahre Freude im Zoo gehabt. Lillys Wissensdurst war für heute gestillt worden und sie fiel, nachdem sie baden war, hundemüde ins Bett. Marc hatte sie ordentlich gefordert, nachdem Sarah, die gerade fertig gebaute Burg mit der Schaufel erschlagen hatte, und turnte mit ihr, wie ein junger Athlet über die Geräte. Unterdessen hatte Melanie ihre Nichte gefüttert und gewickelt. Alles lief Hand in Hand … Glücklicher hätte sie nicht sein können. Genau das war es, was ihr während ihrer Kindheit und Jugend gefehlt hatte: Familie! Wenn es doch nur einfacher wäre, Gretchen von Marc zu überzeugen oder die Männer dazu zu bringen, sich nicht immer gegenseitig zerfleischen zu wollen …

„So einfach ist das aber nicht“, sagte Mehdi. „Du weißt inzwischen, wie die drei ticken. Vielleicht wird das auch nie was…“

Doch an diesem Abend war Marc sich fast sicher, alle Karten in der Tasche zu haben … Denn als er Sarah nach Hause brachte, hing der Haussegen gewaltig schief!




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