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Dieses Thema hat 295 Antworten
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Ann Offline

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15.06.2009 00:50
#201 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

,,Da wir schonmal wach sind. Die Nacht hätte ich Zeit. Immerhin haben wir uns fast 3 Jahrzente nicht gesehen. Willst du mich eigentlich nicht mal deiner Göttergattin vorstellen?" Gretchen stellte sich dann erst einmal zu Marc, der die beiden auch gleich bekannt machte:,,Gretchen, das ist Stefan, mein damaliger Stiefvater und der Besitzer dieses Hauses. Stefan, Gretchen mein Assistenzärztin..." er stockte kurz, sah dann prüfend zu Gretchen rüber und ergänzte nach kurzem zögern:,,...und meine Freundin".

Hat er gerade Freundin gesagt?! Ich muss mich verhört haben, Marc Meier kann doch nicht ...es sei denn...
Ist auch egal. Marc und ich haben tatsächlich soetwas wie eine Beziehung. Er meint es ernst. Er meint es wirklich ernst! Ich kanns kaum glauben! Gerade hat mein Herz noch vor Todesangst schneller geschlagen und jetzt macht es Luftsprünge vor Freude. Ich kanns wirklich nicht fassen!


Gretchen stand nun auch das Strahlen ins Gesicht geschrieben und freudig gab sie Stefan dann auch die Hand. Der fragte dann auch gleich:,,Lust auf einen Mitternachtssnack? Hab heute Abend nur mäßig Essen bekommen." Die beiden Ärzte stimmten mit einem Nicken zu und begaben sich in die Küche. Nachdem dann auch alle drei mit einer Suppe versorgt waren, setzte Stefan erneut an:,,Nun erzählt doch mal, was treibt euch hierhin? Wie lange kennt ihr euch schon? Und solche Sachen halt." Auch wenn Marc und Gretchen den Mann eigentlich kaum kannten, so schien er ihnen doch ziemlich sympatisch. Er stand mitten im Leben und gab sich zufrieden mit dem was er hatte und das musste nicht immer unbedingt das Beste sein, wie aus den Erzählungen des Mannes hervorging. Das hatte Gretchen aber auch schon vorher vermutet, denn wer sich mit Elke Fischer einließ, hatte es da weis Gott nicht einfach.

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Ann Offline

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18.06.2009 02:03
#202 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Nachdem sie dann auch grob von der Hochzeit und allem was dazu gehört erzählt hatten, wurden alle Anwesenden solangsam müde. Gretchen gähnte schon ziemlich erschöpft, schließlich lief die Nacht auf den Morgen zu. Also beschlossen die drei alles weitere auf den nächsten Morgen zu verschieben. Während Gretchen und Marc in ihr unteres Schlafzimmer verschwanden, quatierte der Herbergsvater sich eines der oberen Zimmer ein.
Gretchen wurde durch ein Bruzeln in der Küche wach. Sie blieb aber noch mit geschlossenen Augen liegen, da sie immer noch sehr müde war. Sie horchte noch halb schlafend dem morgendlichen Geschehen. Als dann aber immer mehr Gepoltere hinzu kam und sich schließlich die Eingangstür knarrend öffnete, bewegte sich auch Gretchen dazu ihre Augen zu öffnen. Sie streckte sich erst einmal und blinzelte verschlafen durch ihre blauen Augen. Die Sonnenstrahlen erhellten den Raum beharrlich und quälend für ihre Augen. Nach geraumer Zeit erblickte sie dann das leere Bett. Darauffolgend erinnerte sie sich wieder an das Bruzeln in der Küche und rief:,,Marc?" Es dauerte eine Weile bis der Oberarzt reagierte und zurückrief:,,Steh auf, Schlafmütze!" Murrend begab sie sich aus dem Bett und schleifte fast schon in die Küche. Schon als sie in den Flur trat, kam ihr der Geruch von Ei in die Nase. Am Herd fand sie dann auch Marc.,,Du kochst?! Wie früh ist es überhaupt?", fragte Gretchen entsetzt und gleichzeitig erstaunt.,,Ne mit Garantie nicht", entgegnete er. ,,Aha?!", sagte sie erst recht verwundert. Wegen ihrem wunderlichen Tonfall ergänzte er dann auch:,,Hab nur geguckt, dass das Zeug nicht anbrennt. Stefan war kurz am See." ,,Am See?", fragte sie weiter. ,,Im See", korrigierte Marc. Weitere Fragen wurden beantwortet, als Stefan die Küche im Bademantel und Badeschlappen betrat. Seine Haare tropften noch und seine Haut war weißer als gestern noch.,,Ist das Wasser nicht eiskalt um diese Uhrzeit?", fragte sie fast schon schockiert.,,Nichts geht über ein erfrischendes Bad am Morgen!" Da keiner mehr etwas gezieltes zu fragen schien, nahm Stefan Marc den Pfannenwender aus der Hand und stellte sich an den Herd. ,,Frühstück ist gleich fertig, ihr könnt euch schon einmal setzen." Bei anschließendem Frühstück wurden dann die Gespräche des Abends wieder aufgegriffen.

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Ann Offline

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22.06.2009 22:55
#203 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

.,,Man, man, man das ist ja ziemlich verzwickt bei euch. Gut das es auch unkompliziert und anspruchslos geht. Dann will ich euch auch nicht mehr allzu lange belästigen, damit ihr eure letzte Zeit hier genießen könnt!", sagte Stefan nach dem unterhaltsamen Frühstück. Mitlerweile waren sie auch schon beim 'Du' angekommen, so dass Gretchen antwortete:,,Wenn du lieber hier bleiben willst wegen deiner Frau dann ...", doch da gab Marc ihr einen leichten Seitenhieb und sprach stattdessen weiter:,,Irgendwann musst du ja sowieso zurück." ,,Ich fürchte da hast du recht. Allzu lange kann ich nicht wegbleiben. Bin sowieso pro Monat einmal hier. Hatte schon die Befürchtung, dass meine Frau mir folgt. Eine Affäre hat sie mir ja auch schon an den Kopf geworfen. Naja, ich zieh mich schnell um und dann habt ihr auch eure Ruhe." ,,Das klingt aber nicht gerade nach einem Eheleben wie es sein sollte", warf Gretchen besorgt ein. ,,Ach glaub mir Kind, wenn man so viele Jahre auf dem Buckel hat wie ich, macht das auch keinen Unterschied mehr. Wenigstens hab ich jemanden, der mich bekocht und den Haushalt pflegt. Alleine würde ich das nie auf die Reihe bekommen. Ich begeb mich da lieber freiwillig in die Höhle des Löwen." An der Tür drehte Stefan sich nocheinmal zu den beiden um:,,Achja den Schlüssel könnt ihr natürlich behalten. Könnt auch ruhig einen Zweitschlüssel machen lassen. Dann weiß ich wenigstens wen ich fragen kann, wenn ich meinen nicht finde", lachte der Hausbesitzer. Nachdem die beiden sich bedankt hatten, saßen sie alleine in der Küche.,,Was war das gerade?", fragte Gretchen. ,,Was?", gab Marc unschuldig zurück. ,,Du weißt genau was ich meine. Er hätte doch noch bleiben können. Ich will gar nicht wissen, was den armen zuhause erwartet." ,,Ach der ist das gewohnt. Du hast ihn ja gesehen, der steht das locker durch. Außerdem haben wir dann mehr Zeit für uns", grinste er sie an.

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Ann Offline

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23.06.2009 00:21
#204 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Kapitel 29

Die Tage bis Montag vergingen wie im Flug. Nachdem Marc und Gretchen versucht hatten ihre Zeit so ausgibig wie möglich zu nutzen hieß es nun sich wieder zurück in die Zivilisation zu begeben.

Ich will hier nie wieder weg! Die letzte Woche war einfach wunderschön. Am liebtsen würde ich hier ewig bleiben wollen, aber die Arbeit ruft!
Ehrlich gesagt habe ich fast Angst davor. Schließlich war die Hälfte des Krankenhauses anwesend, als Marc Gabi sitzen lassen hat. Höchstwahrscheinlich kann auch jeder der Angestellten sich zusammenrechnen, dass eben ich mit ihm weg war. Die Blicke, sowie Sabines löchernde Fragen sehe ich jetzt schon voraus. Oh Gott, was meine Eltern wohl sagen werden! Und Gabi erst! Ich will gar nicht daran denken. Was ist wenn das mit Marc und mir nicht funktioniert. Ich meine jetzt hatten wir unseren Freiraum, keine Arbeit, keine Gabi, keine nervigen Eltern. Doch genau das steht jetzt vor der Tür.


Da wurde Gretchen auch schon durch Marc, der gerade die Tür zu zog, unterbrochen:,,Können wir dann?", fragte er. Sie nickte und die beiden kämpften sich durch das Unterholz, am See vorbei und stiegen schließlich in Marcs Auto. ,,Willst du noch vorher nach Hause?", fragte der Oberarzt dann. ,,Damit meine Mutter mit Hochzeitskatalogen um die Ecke kommt und mein Vater stundenlange Moralprädigden hält, obwohl er eigentlich in solchen Sachen selbst nicht besser ist?" ,,Das heißt dann wohl nein", grinste Marc zu ihr rüber. ,,Ein paar Wechselklamotten müsste ich auch noch im Spind haben. Muss meinen Eltern ja nicht gleich über den Weg laufen." ,,Meinst du deine Eltern oder Sabine kommt das nicht auf dasselbe hinaus? Deinen Vater siehst du so soder so!" Marc, der dem ganzen eher locker entgegen sah, forderte sie ein wenig heraus. Als Gretchen dann schwieg und sich ernsthaft Gedanken machte, wie sie allem aus dem Weg gehen könnte, versuchte Marc sie ein wenig aufzumuntern:,,Nimm das nicht so ernst. Du hast ja kein Verbrechen begangen." ,,Du kennst doch Sabine und meinen Vater!" ,,Um deinen Vater brauchst du dir wirklich keine Gedanken machen und was Sabine betrifft, die wird man doch leicht wieder los oder sie kriegt einen Stapel Akten, den sie ausfragen kann", zwinkerte Marc ihr zu.

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Ann Offline

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24.06.2009 01:27
#205 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Pünktlich zu Dienstbeginn fuhr Marcs Wagen auf den Krankenhausparkplatz. Dabei wurde das auch gleich vom Fenster aus streng beobachtet. Noch etwas misstrauisch stieg Gretchen aus dem Auto aus. Sie blickte zu dem Gebäude und atmete angestrengt durch. Der Moment hielt solange an, so dass Marc zu ihr rübergekommen war und seine Hände von hinten an ihre Taille legte.,,Nimms nicht so schwer. Muss da schließlich auch durch". Sie drehte sich daraufhin zu ihm um und quälte sich zu einem Lächeln. Er gab ihr einen Kuss, bevor er dann wieder ganz Oberarzt wurde und mit ihr in die Klinik ging. Schon auf dem Weg zum Stationszimmer ernteten die beiden missgünstige Blicke und die Leute im überfüllten Aufzug setzten die beiden gleich ins Scheinwerferlicht. Zumindest was die anwesenden Angestellten betraf. Im Gegensatz zu Marc störte Gretchen sich daran im Mittelpunkt zu stehen und schaute deshalb immer wieder Hilfe suchend zu Marc. Doch der nickte ihr immer nur locker und kurz ermutigend zu, was sie so gar nicht verstehen konnte. Das flüsterte sie ihm auch gleich zu, als sie den Aufzug verließen und Richtung Stationszimmer gingen.,,Lass die Leute doch reden. Die kriegen sich auch wieder ein", war Marcs einfache Antwort darauf. Da waren sie auch schon am Schwesternzimmer, wo Sabine sie gleich freudig empfing:,,Frau Doktor! Herr Doktor! Ich freu mich, dass Sie endlich wieder da sind, aber vor allem, dass Sie endlich zueinander gefunden haben!", platze es aus der Schwester heraus. Marc erwiderte aber gleich:,,Äh, ja, aber Sie werden hier fürs Arbeiten bezahlt. Also hopp!" ,,Sicher, Herr Doktor!", sagte Sabine und rauschte an ihnen vorbei. Auf halber Strecke jedoch blieb sie stehen und drehte sich nocheinmal um:,,Was soll ich denn machen, Dr. Meier?" ,,Und ich dachte immer Sie tun nur so blöd. Wie jeden morgen natürlich die Verischerungsfälle aus meinem Büro holen und bearbeiten. Und dann können Sie auch gleich zur Visite erscheinen!" Sabine nickte nur stumm und verschwand schließlich. Gretchen hatte sich mitlerweile zu ihrem Spind begeben und stand nun schon im Kittel vor Marc. Der wollte sich ihr gerade zuwenden, als der Professor zu ihnen trat. ,,Magarethe, Meier mitkommen!", befahl er in einem eher ruhigem, aber dennoch zwingendem Ton.

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Ann Offline

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24.06.2009 23:58
#206 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Auf dem Weg zum Büro nahm Gretchen es sich dann nicht nocheinmal nachzuhaken:,,Wie war das, ich sollte mir keine Sorgen machen wegen meinem Vater?", flüsterte sie. ,,Er wird dich schon noch leben lassen". ,,Tolle Aussichten! Wobei ich da eher an dich gedacht hatte...", grinste sie ihn an. ,,Vielleicht will er uns ja viel Glück wünschen oder soetwas", versuchte Marc es wieder optimistischer zu sehen. Doch Gretchen fragte nur:,,Reden wir von demselben Vater?" Marc wollte sie wieder etwas aufmuntern, doch da waren sie schon an der Tür des Professors angekommen, der sie hereinbat. Behutsam betraten beide das Büro und namen nach Anweisung auf den beiden Stühlen vor dem Schreibstisch platz. Es folgte langes Schweigen, da die beiden Verliebten auf eine Reaktion des Professors warteten. Dieser jedoch starrte aus seinem Fenster und suchte die richtigen Worte. Schließlich begann er dann:,,Nun gut. Also warum ich euch herberstellt habe...", er brach kurz seinen Satz ab und setzte wieder an:,,...Wie ihr sicherlich wisst gab es einige Einwende meinerseits wegen eurer ...Beziehung. Immerhin eilte Ihnen Ihr Ruf hier in der Klinik nach, Herr Doktor Meier, wobei sie natürlich auch noch verlobt waren." Dr. Haase legte eine erneute Pause ein und fuhr dann wieder fort:,,Was ich eigentlich sagen wollte ist: Die Umstände haben sich geändert. Sie, Dr. Meier, haben Ihre Hochzeit für meine Magarethe platzen lassen und das beweist wahre Verbundenheit. Eurer Beziehung stehe ich also nicht mehr im Wege, falls Ihr mir jetzt etwas anderes mitteilen wollt". Marc schien nach dem letzten Satz fast schon die Panik ins Gesicht geschrieben und stammelte deshalb:,,Wie jetzt ...anderes?" ,,Sie wissen schon, was ich meine". ,,Falls Sie also das meinen, was ich jetzt verstehe, dann nein. Also nicht, dass SIe jetzt denken wir ... aber im Moment ... und", stammelte Marc nur noch vor sich hin. Deswegen übernahm auch Gretchen dann das Wort:,,Papa, wir haben gerade mal eine Woche ungestört verbracht". ,,Hätte ja sein können. Schließlich kennt ihr euch ja auch schon etwas länger."

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Ann Offline

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25.06.2009 00:51
#207 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

,,Das ist das letzte was ich gerade gebrauchen kann. Bin erstmal froh, dass ich jetzt die Sache mit Gabi durch hab".

Na toll! Das fängt ja gleich super an. Dann frag ich mich immer noch, warum er bei Gabi nicht lange gezappelt hat. Vonwegen Frauen sind kompliziert, die Männer sollte man mal verstehen. Sträuben sich mit Händen und Füßen gegen eine Hochzeit, obwohl sie den Antrag gemacht haben. Nur um dann nicht zu heiraten und sich wieder dagegen zu wehren. In solche Studien sollte man mal investieren. Irgendwer muss da ja einmal durchblicken können.

Franz merkte, dass er in Sachen Hochzeit einen wunden Punkt bei seinem Oberarzt getroffen hatte und schnitt deshalb ein etwas anderes Thema an:,,Wo Sie es gerade erwähnen. Sie müssen sich nicht mehr um Schwester Gabi kümmern. Sie ist vorläufig bei ihren Eltern in Leipzig untergekommen und hat Urlaub beantragt, der ihr aufgrund ihrer privaten Umstände gewährleistet wurde. Ich soll Ihnen ausrichten, dass Sie wohl eine Nachricht ihrerseits in Ihrer Wohnung finden." Doch Gabi war bei Marc jetzt das genau falsche Thema. Deshalb fragte er danach schnell:,,Wars das dann?" ,,Achja, vergessen Sie nicht was ich Ihnen damals gesagt habe. Das gilt natürlich jetzt umso mehr, wenn Sie verstehen was ich meine". Dabei schwenkte der Professor seinen Blick kurz zu seiner Tochter rüber, um ihm seinen genauen Bezug zu erläutern. ,,Ansonsten habt Ihr beide die Woche einen straffen Zeitplan, weil mir die ganze letzte Woche mein bester Oberarzt und meine talentierte Tochter gefehlt haben", ergänzte Franz noch. Bevor Marc in Sachen Arbeit sich wieder einschmeicheln konnte, sagte Gretchen schnell:,,Wir müssen dann auch jetzt. Wie gesagt die Arbeit ruft!" ,,Das ist meine Magarethe!", erwiderte Franz stolz. Danach bedankten sich die beiden noch bei dem Professor und machten sich auf den Weg zu ihrer Station.

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Ann Offline

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26.06.2009 00:27
#208 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

,,Wie meintest du das eigentlich vorhin?", fragte Gretchen während der Visite.,,Was denn?" ,,Du weißt schon ... das mit dem ,,das ist das Letzte was du jetzt gebrauchen kannst"." Marc, der die Sache im Büro schon längst abgehakt hatte, musste zweimal überlegen, was sie jetzt meinte. Als er sich aber schließlich erinnerte, fragte er genervt:,,Du willst doch nicht ernsthaft, weil dein Vater es angesprochen hat, heiraten." Da merkte der Oberarzt, dass er wohl besser hätte flüstern sollen, denn Schwester Sabine hatte plötzlich ihre Ohren gespitzt. ,,Ich glaube ja dein Vater wollte auch einfach mal nett gegenüber uns wirken", flüsterte er ergänzend.

Warum frage ich eigentlich noch? Vielleicht weil es irgendwann unausweichlich wird? Zumindest bei mir - in ein paar Jahren, spätestens. Denke schon wieder viel zu weit. Marc hat Recht. Sollte meinen Vater büßen lassen, dass er mich auf solche Gedanken und somit zu unnötigen Diskussionen bringt. Man wird sehen was die Zukunft bringt. Die Devise heißt jetzt erst einmal voll und ganz unsere Zeit zu genießen. Dafür ertrage ich auch noch weitere Wochen die lastenden Blicke.

,,Vielleicht hast du Recht", nuschelte sie dann etwas unverständlich.
Fünf Blinddärme, ein Nierenversagen und einen Herzinfakt später konnten beide am frühen Abend in den Feierabend gehen. ,,Willst du nach Hause oder mit zu mir. Also Sachen brauchst du sowieso, das heißt falls du-. Du weißt was ich meine", fragte Marc unerklärlich nervös. ,,Okay", antwortete sie nur. ,,Okay du kommst mit oder okay du willst nach Hause". ,,Du fährst mich nach Hause, ich pack ein paar Sachen und komme zu dir". ,,Ähm gut", wirkte er noch leicht neben der Spur und stieg in sein Auto.

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Ann Offline

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27.06.2009 01:04
#209 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Marc hatte kein gutes Gefühl, als er die Treppen zu seiner Wohnung nahm. Als er dann die Tür zu seiner Wohnung aufschloss wurde dieses unweigerlich bestätigt. Seine vier Wände sahen aus, als wenn eine Horde Elefanten hindurch gezogen wären. Kommoden waren umgeworfen, Schubladen herausgerissen und seine Wertgegenstände fand er größtenteils zerdeppert oder zerstört auf dem Boden wieder. Sämtliche wichtige Papiere lagen auf dem Untergrund verteilt, so dass man sich schon fast durch das Chaos kämpfen musste. Marc versuchte zu aller erst sich bis zur Couch durchzudringen und entfernte dort das Gewühl, was darauf lag, um sich hinzulegen und auf Gretchen zu warten. Denn bei einem war er sich sicher: Für diese Unordnung konnte nur Gabi verantwortlich sein und er hatte keine Lust alles alleine zu beseitigen. Wobei Aufräumen sowieso nicht zu seinen Stärken gehörte.
Als Gretchen ins Haus trat, war es ungewohnt still in der Villa Haase. Vorsichtig rief sie:,,Mama, bist du da?" Sofort hörte sie geplotere aus der Küche und wenige Minuten später stand ihre Mutter aufgeregt vor ihr:,,Gretchen, schön, dass du wieder da bist! Wo ist denn der Dr. Meier?" Dabei erdrückte sie ihre Tochter bei einer Umarmung fast. ,,Der...", setzte sie an, doch sie wurde von der aufgeregten Hausfrau gleich wieder unterbrochen:,,Ach ist ja auch egal. Du musst mir unbedingt alles erzählen." ,,Mama ich hab nicht viel Zeit. Ich wollte nur ein paar Sachen packen und dann wieder zu Marc". ,,Natürlich ich war genauso als ich deinen Vater kennengelernt habe. Denkt ihr denn schon ans zusammen ziehen?" ,,Mama, bitte!", sagte Gretchen als sie schon auf dem Treppenabsatz stand. ,,Ich mein ja nur. Bei uns ging das auch ziemlich schnell." ,,Man sieht ja auch, wo das hingeführt hat", war Gretchens genervte Antwort. Die Assistenzärztin hatte gerade angefangen die nötigsten Dinge einzupacken, als ihre Mutter wieder in der Tür stand.,,Wie lange bist du denn weg? Packst du für ein paar Tage oder länger? Soll ich dir helfen?" ,,Mama, beruhig dich. Ich mach keine Weltreise. Du weißt wo du mich findest!" Sie stopfte noch ein Shirt in ihre Tasche, bevor sie sich von ihrer Mutter verabschiedete.

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Ann Offline

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29.06.2009 22:47
#210 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

,,Marc?", rief sie, als sie die angelehnte Haustür einen Spalt weit öffnete. ,,Komm rein!", rief er daraufhin zurück. Vorsichtig trat sie ein und bekam kurz darauf einen Schock. ,,Wie siehts hier denn aus? Wer war das?" ,,Wie viele Personen, die einen Schlüssel zu dieser Wohnung haben, fallen dir ein, die dafür verantwortlich sein könnten?" ,,Und warum sitzt du dann da noch auf der Couch?", fragte sie nach seiner sauer klingenden Antwort. Dabei kniete sie sich auf den Boden und begann die Papiere zusammen zu suchen. Nachdem Marc nocheinmal einen Blick durch den Raum schweifen ließ, drang er sich doch dazu durch Gretchen zu helfen. Ihre ersten gemeinsamen Stunden wieder in Berlin verbrachten die beiden also mit aufräumen, ausrichten und entmüllen. Denn viele Sachgegenstände hatten Gabis Attentat nicht überlebt. Nach einer weiteren geschlagenen Stunde konnten sich zumindest das Wohnzimmer und die Küche wieder sehen lassen. Gretchen erwartete ähnliches Chaos im Schlafzimmer und öffnete deshalb missmutig die Tür dorthin. Aber widererwartend war das Zimmer nicht minder chaotisch als im Normalfall. Verwundert betrat sie den Raum und blickte sich nach möglichen Stolperfallen um. Dieser Frau traute sie mitlerweile eine Menge zu. So sehr sie sich auch bemühte jedes Detail in dem Raum zu betrachten, fand sie keinerlei Auffäligkeiten. Deshalb ließ sich erschöpft und erleichtert aufs Bett nieder. Doch beim Setzten knatterte etwas verdächtig. Gretchen setzte sich schnell wieder auf und endeckte einen Zettel, der ihr zuvor nicht ins Auge gekommen war.,,Was ist das?", fragte Marc, der mitlerweile in der Tür stand. Er stellte sich daraufhin neben sie und betrachtete das Papier genauer. Die Schrift ´kannte Marc nur zu gut. Gabis angekündigte Nachricht neben dem Chaos, das sie hinterlassen hatte, war nur kurz angebunden: ,,Wieg dich nicht in Sicherheit"

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01.07.2009 00:42
#211 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

,,Meinst du das hat was zu bedeuten?", fragte Gretchen nachdenklich und las sich das Geschriebene immer wieder durch. Marc jedoch hatte nach der Aufräumaktion keinen Nerv mehr für Gabi und ihre 'verschlüsselten' Botschaften. Deshalb nahm er Gretchen kurzerhand den Zettel aus der Hand, zerknüllte ihn und warf ihn weg. ,,Wie ernst meinte sie das?", fragte Gretchen immer noch etwas verwirrt. ,,Vergiss Gabi. Sie blufft nur!", antwortete er und küsste sie daraufhin.
Die Wochen zogen ins Land und brachten zunehmenden Regen mit. Der Herbst machte sich mit seiner nasskalten Abwechslung bemerkbar. Überall triefte und nässte es in Berlin, was auch Gretchen schlechte Stimmung bereitete. An diesem Nachmittag saß sie ermüdet von der Arbeit vor dem Fenster in Marcs Wohnung und schaute dem Regen trostlos zu. Sie war alleine, da Marc heute länger Dienst hatte. Mitlerweile hatte Gretchen sich in seiner Wohnung schon fast eingenistet. Selten war sie noch zu Hause, geschweige denn übernachtete sie noch in ihrem rosanen Zimmer. Doch ans Einziehen oder gar Umziehen hatte noch keiner der beiden geklagt. Die Leute auf der Straße suchten derweil Schutz vor dem plötzlichen Regenschauer. Einige zückten einfach ihre Regenschirme, während andere einen geeigneten Unterschlupf suchten oder blitzartig durch die Straßen liefen. Die Tropfen des Niederschlages setzten sich auf der Fensterscheibe ab, welche Gretchen aus Langeweile begann zu zählen. Aber das schlug sie sich schnell wieder aus dem Kopf. Stattdessen machten sich unzählige Gedanken in ihrem Kopf breit. Über Marc, ihre Familie und auch ihre Arbeit. Nun schon ein Jahr arbeitete sie im Krankenhaus in Berlin. Ein Jahr nach ihrer und Peters geplatzen Verlobung stand sie nun da als - nach langem Hin- und Her - glückliche Assistenzärztin, sowohl privat als auch beruflich. Dabei fiel ihr ein, dass sie zumindest den ersten Teil ihres Facharztes fast hinter sich hatte. Übermorgen würde das jährliche Personalgespräch stattfinden, wobei es zwischen ihr, Marc und ihrem Vater wohl kaum lange dauern würde. Immerhin hatte sie zu beiden eine private Beziehung. Indessen Gretchen in ihre Gedanken vertieft war klingelte plötzlich ihr Handy.

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02.07.2009 23:10
#212 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Aber sie war so in ihren Gedanken, dass sie das Klingeln zwar wahrnahm, aber keine Reaktion dazu fand. Erst als der Anrufer hartnäckig schon zum dritten Mal anrief fiel Gretchen das leutende Handy richtig auf. Sie stand vom Fenstersitz auf und ging zur Küchentheke, auf die sie vorhin ihre Tasche gelegt hatte. Schließlich durchsuchte sie das Innenleben ihrer Tasche nach dem Geräuschfaktor und nahm nach finden dessen ab. ,,Haase", meldete sie sich. ,,Wow du lebst noch!", erklang eine vertraute Stimme. ,,Martin?" ,,Ich hoffe du hast eine gelungene Ausrede warum man weggedrückt wird oder dich seit fünf Wochen nicht erreichen kann!", ertönte die wütende Stimme.

Hätte einfach mein Handy öfters beachten sollen! Was sag ich ihm denn jetzt?

Sie grübelte eine Weile und antwortete schließlich:,,Also weißt du ... wir hatten so viel zu tun in der Klinik. Ein Kollege ist kurzfristig abgesprungen und ... mein Handy ist dann halt auf der Strecke geblieben. Hatte einfach zu wenig Zeit um mich darum zu kümmern. Ich kenn mich sowieso nicht so mit dem technischen Zeug aus ..", lachte sie noch ein wenig gespielt. Doch ihre Ausrede schien zu fruchten, auch wenn am anderen Ende der Leitung kam:,,Dann glaub ich dir mal. Aber trotzdem hättest du mir wenigstens Bescheid geben können. Außerdem erklärt das immer noch nicht, warum du zurückrufst und dann einfach auflegst." ,,Äh ... der Akku war leer!", erwiderte sie schnell. ,,Naja, dann will ich auch nicht nachtragend sein. Hättest du denn mal wieder Zeit und Lust auf einen Kaffee?" Wieder überlegte sie einen Moment.

Soll ich ihm einfach sagen, dass ich nicht mehr single bin? Obwohl wer hat denn überhaupt gesagt, dass es seine Absicht ist? Naja ist eigentlich offensichtlich ...
Wobei damals im Park ...
Andererseits würde er sonst nicht so oft anrufen, obwohl Freunde das wohl auch tun würden .... verdammt! Ich weiß es wirklich nicht!


,,Gretchen?", fragte der Tierarzt. ,,Ja ... äh ich glaube das ist keine so gute Idee ..." ,,Wieso?" ,,Also ich ... ähm ... im Moment ist einfach schlecht, wegen der Arbeit weißt du ..." ,,Achso", sagte der Mann etwas entäuscht, ,,Kannst dich ja mal melden, wenn euer Kollege wieder da ist", ergänzte er noch. ,,Mach ich", antwortete sie noch bevor sie sich verabschiedete.

Ich glaub so einen Lügenmarathon musste ich noch nie erzählen!

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03.07.2009 14:26
#213 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Gretchen hatte es sich gerade wieder auf ihrem Fenstersitz gemütlich gemacht, als sie erneut ein Klingeln vernahm. Aber diesmal war es Marcs Telefon, das leutete. Als sie abnahm meldete sich Marc, der ihr erklärte, dass er wohl heute noch länger bleiben müsste. ,,Wie du bleibst länger? Warum?" ,,Dein Vater fährt irgendwie weg oder so. Jedenfalls bin ich solange der leitende Oberarzt", erklärte Marc stolz. Gretchen verstand am anderen Ende die Welt nicht mehr:,,Wie er fährt weg? Wieso weiß ich davon nichts? Ist er noch da?" ,,Nein ist gerade eben weg. Der wollte noch packen."Gretchen stöhnte derweil genervt und fragte:,,Wie lange bleibst du?" ,,Denke ich komme so gegen Abend". Sie verabschiedete sich schnell von Marc, da sie beschlossen hatte ihrer Familie mal wieder einen Besuch abzustatten.
Immer noch unwissend schloss Gretchen die Tür zu ihrem Zuhause auf. Aus der Küche drangen angenehme Düfte in den Flur. ,,Jochen?!", rief ihre Mutter aus der Küche und bewegte sich zum Flur. ,,Ich dachte du kommst erst in einer Stun.- Gretchen!", freute sich die Hausfrau plötzlich. ,,Ist was passiert? Hattet ihr Streit?", fragte Bärbel als sie sich aus der Umarmung gelöst hatte. ,,Nein Mama alles bestens", versicherte ihre Tochter. ,,Ich dachte nur. Du siehst so besorgt aus. Willst du nicht was essen? Ist gleich fertig!" Freudig ging Bärbel wieder in die Küche, wohin Gretchen ihr folgte. Doch dort wartete der nächste Schock auf die Ärztin. Vor ihr stand ein junger, blonder Mann, der nur etwa zehn Jahre älter als sie selbst war. ,,Wer ist das? Und wo ist Hri... der Inder?", fragte sie entsetzt.,,Darf ich vorstellen, das ist Marco. Er ist Schauspieler! Und das ist meine Tochter Magarethe, wie du dir sicher denken kannst", erzählte Frau Haase begeistert. Etwas irritiert nahm sie die Hand des Fremden und wandte sich wieder ihrer Mutter zu.,,Du hast meine zweite Frage noch nicht beantwortet", forderte sie. ,,Ich weiß gar nicht wovon du sprichtst", sagte sie immer noch freudig und fragte lieber:,,Hilfst du Marco beim Tischdecken?" Gretchen nickte zaghaft und nahm das Geschirr entgegen.

Was ist bloß aus meiner Mutter geworden?

Die Assistenzärztin wechselte während des Tischdeckens kein einziges Wort mit dem 'Neuen'. Erst als Bärbel fragte:,,Holst du bitte deinen Vater zum Essen, Magarethe?", fiel Gretchen ihr eigentliches Anliegen ein. Mit dem Hintergedanken machte sie sich sofort auf den Weg zu seinem Arbeitszimmer. Doch als sie die Tür dorthin öffnete war der Raum leer. Nicht nur das der Professor nicht anwesend war - nein sämtliche Unterlagen und Inhalte waren weg. Lediglich die Möbel standen noch. Verwundert machte Gretchen sich weiter auf die Suche und fand ihren Vater schließlich im Schlafzimmer, als er seine Sachen in einen Koffer packte.

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03.07.2009 18:59
#214 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

,,Papa? Ich hab gehört du verreist? Das sieht aber eher nach einer halben Weltreise aus", sagte Gretchen als sie die vielen Koffer sah.,,Hallo Kälbchen. Eigentlich bin ich auch nur für ein paar Tage in München zu einer Konferenz, aber ich habe die Gelegenheit genutzt um mir eine Wohnung zu suchen und bringe gleich ein paar Sachen dorthin." ,,Wegen Mama? Du kennst sie doch. Mit deinen Betrügerein hast du sie dazu gebracht sich selbst etwas zu beweisen. Sie macht genau das, was du mit ihr gemacht hast. Sie kriegt sich schon wieder ein." ,,Und wann? Wenn die halbe Welt hier eingezogen ist?" ,,Du hast ja Recht, aber ich kann nochmal mit ihr reden - alleine wenn du willst". ,,Lass gut sein Kälbchen. Ich weiß du meinst es gut, aber deine Mutter und ich - das existiert schon lange nicht mehr."

Na super! Meine Mutter schleppt einen nach dem anderen ab bis sie keinen mehr findet. Dann weiß sie wieder nicht, was sie alleine mit dem großen Haus machen soll. Gut, außer vielleicht alles von oben bis unten sauber zu halten. Jedenfalls müssen Jochen und ich dann wieder darunter leiden. Wobei mein Bruder sich sowieso immer aus allem rausredet! Werde ihm, wenn er da ist, erst einmal deutlich machen, dass er es diesmal nicht so leicht hat!

,,Ja...äh.. Essen ist fertig!", sagte Gretchen aus ihren Gedanken erwacht. Franz murmelte daraufhin etwas unverschändliches, aber an seinem Gesichtsausdruck nachdem Gretchen ihn auf das Essen hingewiesen hatte, deutete darauf hin, dass er sich nicht besonders an dem Zusammenkommen zur Mahlzeit erfreute.,,Kälbchen kannst du den Koffer dahinten mit runter nehmen?", dabei zeigte er auf einen älteren Lederkoffer in der Ecke. Sie stimmte zu und hiefte den Koffer die Treppen herunter. Als das ganze Gepäck unten im Flur bereit stand, traf auch Jochen ein, so dass sie alle gemeinsam essen konnten.

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03.07.2009 20:22
#215 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Während des Essen herrschte peinliche Stille. Niemand traute sich auch nur ein Wort zu sagen. Das einzige Geräusch, das den Raum erfüllte war das Geklirre des Geschirrs. Bis Bärbel nach einem Schluck Wein fragte:,,Wo ist eigentlich Dr. Meier? Hättest ihn ruhig mitbringen können". ,,Dem habe ich meine Aufgaben zugeteilt. Arbeitet also jetzt länger", beantwortete Franz die Frage für Gretchen, die ihn daraufhin unruhig ansah. Denn sie ahnte, dass ihre Mutter das anders interpretierte.,,Hättest du das nicht jemand anderem zuteilen können. Immerhin betrifft das auch unsere Tochter!" ,,Dr. Meier ist halt der beste für den Job!", konterte Franz. ,,Den Papierkram für die paar Tage hättest du aber auch gut jemand anderem auftragen können. Dazu muss man nicht der beste sein!" ,,Wenn ich aber den besten an meinem Posten haben will, dann nehme ich ihn. Wüsste nicht was es da zu meckern gibt", erwiderte der mitlerweile angesäuerte Professor. ,,Ich dachte dir wäre die Beziehung unserer Tochter wichtig!" Franz legte das Besteck wütend auf den Tisch und schrie schon fast:,,Die paar Tage werden sie schon überleben. Außerdem heißt das ja nicht, dass sie sich gar nicht sehen!" Gretchen und Jochen tauschten derweil vielsagende Blicke. Schließlich warf Gretchen ihr Wort dazwischen:,,Könntet ihr eure Streitigkeiten woanders auslassen?" ,,Sag das deinem Vater!", schrie Bärbel noch. ,,Wer hat denn an meinen Entscheidungen rumgemeckert?", erwiderte Franz. ,,Es reicht!", schrie Gretchen wieder dazwischen. Genau in dem Moment klingelte es an der Türe.,,Ich denke das ist mein Taxi!" Daraufhin nahm Franz die Serviette von seinem Schoß, schmiss sie auf den Tisch und ging zur Türe nachdem er sich von seinen Kindern verabschiedet hatte.

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04.07.2009 00:37
#216 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Mit den Worten: ,,Na das hast du ja echt super hingekriegt", stand Gretchen auf und ging zu ihrem Vater. ,,Sag ihr wenigstens soetwas wie 'Tschüss'", appellierte Gretchen noch an ihren Vater. Doch der hörte gar nicht hin und hebte in seiner Wut ruckartig zwei der schweren Koffer hoch. Die Quittung bekam er davon auch gleich. Mit schmerzverzerrtem Gesicht ließ er einen der Gepächträger fallen und hielt sich den Rücken. Daraufhin stellte er vorsichtig den andern ab. Gretchen eilte schnell zu ihm hin und stützte den Professor. ,,Papa, wozu bezahlt man Taxifahrer? Sei doch vernünftig. Du wirst auch nicht jünger!" ,,Müssen einem die jungen Leute das immer unter die Nase binden. So alt bin ich doch auch wieder nicht, als dass ich keine Koffer tragen kann", brachte er unter Schmerz hervor. Gretchen beließ es erst einmal dabei und schmunzelte lieber. Irgendwann löste sich Franz aus ihrer Stütze und sagte kurz:,,Geht schon!", und wollte sich wieder einen der Koffer schnappen. Doch diesmal eilte seine Tochter ihm zuvor und nahm ihm das Objekt aus der Hand.,,Das lässt du schön bleiben. Ich und Jochen machen das schon. Und der nette Taxifahrer wird sich bestimmt auch bereit erklären". Sie rief ihren Bruder aus dem Esszimmer, der auch schon wenige Sekunden später genervt im Raum stand. Seine Reaktion,als Gretchen ihm sagte er solle den Taxifahrer holen und dann gleich bei dem Gepäck mit anfassen, war auch nicht bedeutend vielversprechender. Während seine Kinder also seine Umzugsutensilien verladeten, stand der Professor ziellos im Raum, immer noch mit stechendem Rücken. Nachdem er sich dann auch endgültig damit abgefunden hatte setzte er sich auf die Treppe und schaute zu Boden. ,,Das wars dann wohl", ertönte die Stimme seiner Frau wenige Sekunden später neben ihm. ,,Sieht so aus!", erwiderte der noch Ehemann und stand wieder auf. Mitlerweile war das Gepäck verstaut und er sah durch die Tür, wie seine Kinder die Kofferraumtür zuschlugen. Deswegen war sein Ziel auch das gelbe Taxi auf das er zuging. An der Haustür drehte er sich jedoch nocheinmal um und vermied den Augenkontakt zu seiner Frau.,,Tschüss", sagte er kurz und gefühlskalt als er den Weg zum Wagen antrat.

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05.07.2009 19:55
#217 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Sichtlich erschöpft kam Gretchen in Marcs Wohnung an. Doch der Oberarzt war noch immer nicht zu Hause. Also ließ sie sich erst einmal auf die Couch fallen. Wenige Minuten später war sie jedoch ermüdet dort eingeschlafen. Als Marc spät abends dann in seine Wohnung trat, fand er seine Freundin eingeschlafen auf der Couch wieder. Er kniete sich vor sie und beobachtete sie einen Moment, wie sie friedlich schlief. Als er ihr eine Strähne aus dem Gesicht strich, huschte ihm dabei ein Grinsen über sein Gesicht. Nachdem sie sich kurz zur Seite gedreht hatte, beschloss er Gretchen ins Schlafzimmer zu heben, da das Sofa ziemlich ungemütlich schien. Vorsichtig nahm er sie auf seine Arme. Mitten auf dem Weg wurde sie allerdings kurz wach. Doch Marc sagte ihr, sie sollte weiterschlafen. Sobald er Gretchen ins Bett gelegt hatte, legte er sich zu ihr und schlief ebenfalls schnell ein.
Die nächsten Tage, wo Marc den Professor vertreten musste, sahen er und Gretchen sich fast nur noch auf der Arbeit. Ihr berufliches Gespräch hatte sich sowieso erübrigt, da im Moment Marc beide Aufgaben hatte und sie sich also ständig Rückmeldungen einholen konnte. Daher wusste Gretchen auch nie so recht, was sie mit ihrer neu gewonnen Zeit anstellen sollte. Deshalb kam sie irgendwann auf die Idee ihr Handy nach potentiellen Freunden zu durchsuchen. Doch da fiel ihr wieder auf, dass ihre Freundinnen sich ausschließlich in Köln und ein Jahr zurück befanden. Nach der erbitterlichen Erkenntnis beschloss sie dann einfach Niko mal wieder zu treffen, auch wenn sie sich schämte sich lange nicht mehr gemeldet zu haben. Der war zwar über ihren Anruf überrascht, erklärte sich aber gerne bereit sich zu treffen. Bei einem gemütlichen Nachmittag im Café wurde dann auch das nachgeholt, was in den letzten Monaten passiert ist.

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06.07.2009 03:13
#218 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Kapitel 30
Zu Gretchens Begeisterung vergingen die paar Tage, in denen der Professor auf der Tagung war, so schnell wie sie gekommen waren, so dass mehr Zeit für sie und Marc blieb. Außerdem musste sie sich nicht mehr die lästigen Nachmittage die Zeit um die Ohren schlagen. Die ersten Tage danach verbrachten die beiden noch damit Franz beim Umzug in seine Wohnung behilflich zu sein, der sie darum gebeten hatte. Doch die Wochen danach hatten sie wieder ganz ihre Zeit für sich, die sie auch ausgibig nutzen. Die beiden waren glücklich und Gretchen hatte schon darauf bedacht, dass sie ihr Happy End endlich nach der Pleite mit Peter wieder näher denn je sein könnte. Nur sie hatte wie auch Marc in den letzten sechs Monaten, die die Hochzeit nun schon her war, eine bistige Krankenschwester vergessen, die ihre Rückkehr ankündigen sollte.
Gabi fuhr zieltstrebig auf der Autobahn Richtung Berlin. Mit der Zeit hatte sie eine Menge zu verarbeiten gehabt und war nun zielstrebiger denn je. Wenn sich eines bei ihr angestaut hatte, dann waren es Rachegefühle. Denn diesmal hatte sie einen trockenen Plan, wo sich keiner der Beteiligten mal eben umentscheiden könnte. Sie malte sich schon buchstäblich aus, wie sie ihre "Opfer" das spüren lassen wollte, was ihr angetan wurde. Ein hupendes Auto riss sie aus ihren Phantasien. Hinter ihr beschwerte sich schnelleres Auto, da sie nicht von der linken auf die rechte Spur gewechselt war. Anstatt aber rechts rüber zu fahren trat sie ordentlich auf Gaspedal und brachte den nötigen Abstand wieder ein. Denn bei einem war sie sich sicher: So schnell würde sie sich nicht mehr aus der Bahn werfen lassen!

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07.07.2009 16:44
#219 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

In den ersten Tagen beobachtete Gabi Gretchen und Marc auf Schritt und Tritt. Jedes Detail in deren Tagesablauf versuchte sie weites gehend auf einem Block festzuhalten. Denn sie brauchte genaue Zeiten, wann wer die Wohnung verlässt und so weiter. Dazu hat sie sich unter anderem die Kopie des OP Plans für die nächste Woche besorgt. Damit sie bei ihren Beobachtungen innerhalb des Krankenhauses nicht erkannt wurde trug die Schwester stets Parücke und Sonnenbrille. Das verhinderte jedoch nicht, dass der ein oder andere Angestellte im Elisabeth - Krankenhaus sich über den Dauerbesuch wunderte; Aber ihr ernsthaft hinterherzugehen hatte keiner im Sinn. Nach drei weiteren, quälenden Tagen, in denen Gabi das Beisammensein der beiden ertragen musste, hatte sie einen groben Zeitplan beisammen, so dass sie die ersten Vorkehrungen treffen konnte. Dazu veruschte sie erst ihren alten Schlüssel zu Marcs Wohnung dort aus, doch wie sie erwartet hatte, war das Schloss in ihrer Abwesenheit ausgewechselt worden. Aber auch darüber hatte sie lange Zeit nachgedacht. Deshalb fuhr sie, nachdem sie einen güstigen Augenblick auf dem Zeitplan endeckt hatte, zurück ins Krankenhaus. Dort musste sie einige Zeit lang im Patientenwartebereich sitzen und warten bis das Stationszimmer einen Moment unbeobachtet sein würde. Solange begutachtete sie das Geschehen des Krankenhauses hinter ihrer Zeitschrift, die sie vorgab zu lesen. Dabei hatte sie ihren Blick immer auf Schwester Sabine gerichtet, die hinter dem Tresen saß. In den Fällen als Marc und Gretchen zweimal auftauchten, verkroch Gabi sich noch mehr hinter ihrer Zeitschrift, damit sie kein Risiko einging, falls sie jemand erkennen würde. Als sie dann jedoch das nächste Mal zum Tresen blickte war da keine Schwester Sabine mehr und Gabi triumpfierte innerlich schon. Doch da erklang plötzlich dieselbe Stimme neben ihr:,,Können Sie mit der Sonnenbrille überhaupt lesen?", fragte Sabine, die die Frau für einen Moment skeptisch vorkam. Gabi versuchte sich nichts anmerken zu lassen und tat als wenn sie weiterlesen würde. Währenddessen erwiderte sie mit verstellter Stimme:,,Sehr gut sogar!" Plötzlich hörte sie die Stimme ihres Ex - Verlobtem schreien:,, Sabine mitkommen! Die Patienten können Sie auch noch später belästigen!" Sofort rauschte die eingeschüchterte Krankenschwester ab.

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07.07.2009 22:43
#220 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Gabis Chance war nun also perfekt. Sie wartete bis die beiden außer Sicht waren und schlich sich dann vorsichtig in das Stationszimmer. Jetzt musste es schnell gehen, bevor irgendwer etwas merkte. Sie sah ihr Zielobjekt, die rosa Tasche, auf dem Tisch liegen und steuerte schnell darauf zu. Vorsichtig durchsuchte sie die Tasche nach dem Schlüssel und wurde auch schnell fündig. Sie blickte sich nocheinmal um und endeckte keinerlei Gefahr, so dass ihr spontan noch etwas einfiel. Sie endwendete ebenfalls den Spindschlüssel und ging in die anliegende Umkleide. Hastig schloss sie die Spindtür auf und suchte nach etwas, das ihr behilflich sein könnte. Zu ihrem Leidwesen fand sie nur das Tagebuch, das halbwegs als wertvoll und gebrauchbar benutzt werden könnte. Mitnehmen konnte sie es jeoch nicht, es wäre zu auffällig. Denn in den letzten Monaten hatte sich in ihrer Sorgfalt in Sachen Spuren ebenfalls eine Menge geändert. Also legte sie das Buch, in dem sie kurz gelesen hatte, wieder zurück. Darüber sowieso schon enttäuscht hörte sie plötzlich wie jemand das Schwesternzimmer betrat. Nun hatte sich ihre Tat umso weniger gelohnt. Diesmal musste sie zumindest eine Spur hinterlassen. Sie lies den Schlüssel stecken und verschwand so schnell wie möglich durch die Tür der Umkleide.
Gretchen, die eindeutig gehört hatte wie die Tür auf der anderen Seite des Zimmers zugeschlagen hatte, ging herüber in die Umkleide. Umso skeptischer war sie, als dort niemand mehr war und warum er es offenbar so eilig hatte. Denn sämtliche Kollegen waren gerade im Einsatz. Doch sie verwarf jegliche Gedanken schnell und ging wieder rüber, um sich einen Kaffee zu machen.
Gabi hatte sich unterdessen so schnell wie möglich aus dem Krankenhaus begeben. Sie steuerte gezwungen nocheinmal Marcs Wohnung an, um den richtigen Schlüssel an dem Bund ausfindig zu machen. Dann machte sie sich auf den Weg zum Schlüsseldienst. Der Abdruck des Schlüssels war schnell gemacht. Nun musste sie nur noch bis zum nächsten Tag warten, damit sie ihren eigenen Wohnungsschlüssel in der Hand halten könnte. Jetzt hieß es wieder zurück ins Krankenhaus und den Schlüsselbund unauffällig wieder zurücklegen. Diesmal musste sie nicht so lange warten, bis Schwester Sabine verschwunden war, so dass sie fix die Schlüssel wieder in die rosane Tasche legen konnte. Freude strahlend verließ sie also das Krankenhaus. Sie wusste das sich ihr kleiner Marathon lohnen würde. Sie brauchte nur noch ihr Beweismittel und hatte da auch schon eine Idee.

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08.07.2009 00:45
#221 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Am nächsten Nachmittag führte Gabis erster Weg zu dem Schlüsseldienst vom Vortag. Seines Wertes sicher hielt sie den Schlüssel fest zwischen ihrer rechten Hand. Mit einem hämischen Grinsen verließ sie das Geschäft wieder. Nun hieß es wieder einmal warten. Denn ihr Zweckobjekt konnte sie nur bei Nacht entwenden. Es war zwar riskant, aber sie wusste, dass der Gegenstand seine Absicht erfüllen würde. Bis Mitternacht zog sich der Rest des Tages nur so dahin. Gabi verbrachte die Zeit damit ihren Plan immer wieder vor Augen ablaufen zu lassen. Immerhin sollte es keinen Fehler darin geben. Ihre Gier trieb sie immer öfter auf die Uhr zu sehen, doch die Zeit wollte einfach nicht vergehen. Die junge Frau wurde immer hektischer, weil sie ihren Plan nun endlich umsetzten wollte. Am liebsten würde sie sogar das nächste Kapitel überspringen, um zu ihrem persönlichen Höhepunkt zu kommen. Aber bis dahin musste sie eben Geduld haben. Andersweitig wollte sie ihre Zeit jedoch nicht verschwenden, denn nachher hatte sie nur wieder wertvolle Zeit vergeuded, falls etwas schief gehen sollte. Also zog sie wieder ihre 'Tarnung' über und beobachtete die beiden Ärzte noch eine Weile. Nur diesmal hatte sie sich eine andere Parücke besorgt, damit sie auch dort kein weiteres Risiko einging. Zu ihrer Befriedigung lief dort aber auch alles nach Zeitplan ihres Blockes. Ihre Oberservation im Krankenhaus hatte aber auch andere Vorteile. Durch die ständige Kenntnis nicht endeckt zu werden, verstrichen die Stunden schneller, so dass sie der Nacht nun zum Greifen nah war. Es wurde Zeit die Cafeteria Krankenhaus zu verlassen. Denn die Spätschicht nahm solangsam ihr Ende. Jetzt waren es nur noch wenige Stunden die sie von ihrer kleinen Vorkehrung trennten. Von ihrem Auto aus beobachtete sie Marcs Wohnung. Noch leuchtete Licht von oben her. Aber nur eine viertel Stunde später erlischte das Licht. Nun hieß es wieder abwarten, bis sie sicher gehen könnte, das beide schliefen. Von Minute zu Minute wurde die rachesüchtige Krankenschwester ungeduldiger. Auch wenn es vorerst nur ein kleiner Schritt zu dem weiteren Verlauf der, je nach dem, vielen Maßnahmen war.

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08.07.2009 01:41
#222 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Nach langem Ziehen der Zeit war es mitlerweile 3: 24 Uhr auf Gabis Uhr. Es war also endlich an der Zeit sich ihr nötiges Indiz zu besorgen. Auf Zehenspitzen schlich sie sich durch das Treppenhaus hinauf zur anvisierten Wohnung. An der Tür angekommen ging sie noch eine Stufe an Behutsamkeit zurück und drehte langsam den Schlüssel im Schloss um. Für ihre Verhältnisse zu laut sprang der Riegel in der Tür zur Seite. Deswegen überprüfte sie vorsichtig erste Schlafgeräusche bevor sie die Wohnung betrat. Als sie sicher gehen konnte, dass keiner der beiden einen leichten Schlaf hatte, tapste sie sich Schritt für Schritt vorwärts. Ihr Ziel, das Schlafzimmer erreichte sie noch zügig, doch danach wurde es kritisch. Denn wenn sie die angelehnte Tür jetzt öffnete riskirte sie, dass einer der beiden aufwachen würde, da das Licht im Wohnzimmer durch die nicht abgedunkelten Fenster direkt auf die beiden Schlafenden fallen würde, in deren Zimmer es deutlich dunkler war. Es blieb ihr nur ein Möglichkeit. Sie musste die Tür nur Zentimeter weiter ausmachen und versuchen sich geräuschlos hindurchzuzwegen. Eine andere Alternative blieb ihr nicht. Mit pochendem Herz führte sie ihre Gedanken aus. Es dauerte eine geschlagene viertel Stunde bis sie endlich mühselig im Schlafzimmer landete. Vorsichtig schlich sie zu dem Nachttisch an deren Seite Gretchen lag und endeckte, was sie suchte. Eine feine Kette und ein passendes Armband, das sie seit ihren Tagen in denen Gabi Gretchen beobachtet hatte, stets bei sich trug. Aber die Schwester war sich sicher gewesen, dass sie es bei Nacht nicht tragen könnte, da die Schmuckstücke in ihrer feinen Statur sonst zerbrechen würden. Also nahm sie das für Marc unauffälligere Armband mit sich. Innerlich jubelte die Krankenschwester als sie das Schlafzimmer wieder verließ. Eine gefährliche Aktion war es allemal gewesen, aber sie hatte das perfekte Druckmittel für ihr morgiges Gespräch. So leise wie sie gekommen war, verließ die Krankenschwester die Wohnung dann auch wieder. Nachdem sie das Wohnhaus auch hinter sich hatte lief sie so schnell wie möglich zu ihren Auto und verstaute ihr Mitbringsel sorgfältig. Danach blickte sie nocheinmal auf ihren Block, um sicher zu gehen, dass zeitmäßig alles perfekt war. Und ihr Blick hatte sie nicht getäuscht. Morgen hatte Marc Frühschicht im Gegensatz zu seiner Freundin. 4: 46 Uhr zeigte die Uhr als Gabi mit ihrem hinterhältigen Grinsen in der kühlen Nacht davonbrauste.

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08.07.2009 02:29
#223 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Mit Ringen unter den Augen stand die Schwester schon früh morgens mir ihrer Verkleidung im Elisabeth - Krankenhaus. Im Eingangsbereich wartete sie bis der Oberarzt eintreffen würde. Solange hatte sie sich eine Broschüre geschnappt und tat als würde sie darin lesen. Da sie relativ zeitig erschienen war, dauerte es auch nicht lang bis Marc in dunkler Jeans und Jacke das Gebäude betrat. Gabi schielte immer wieder über ihre Broschüre bis sie sie zusammenfaltete als Marc auf den Fahrtstuhl wartete. Ohne einen Blick auf ihn zu werfen ging sie an ihm vorbei. Sie grinste als sie seine Blicke schon auf ihr liegen spürte. Immerhin war die Halle sonst menschenleer und ihre eigentliche Identität sah man ihr aufgrund stylischer Veränderungen nicht an. Die Krankenschwester begab sich dann aber zielstrebig zum Treppenhaus und stieg die Stufen empor. Als sie hörte wie der Fahrstuhl unten ankam und sich wieder in Bewegung setzte begann sie augenblicklich zu laufen, um wenig später als er auf der Station, in der sein Büro lag, anzukommen. Sie versteckte sich hinter der Ecke am Treppenabsatz bis der Oberarzt in den Gang einbog. Erst dann legte sie sich ihm wieder auf die Versen und ging durch die Türen zum Flur. Als sie hörte, wie er die Türen zu seinem Büro aufschloss lugte sie vorsichtig um die Ecke. Dann ging sie so leise wie möglich, um nicht für Misstrauen seinerseits zu sorgen, zur anderen Ecke des Ganges. Dort tat sie das, woran sie sich schon seit nun einigen Tagen gewöhnen musste: Sie wartete. Zu ihrem Erstaunen ging die Wartezeit aber diesmal deutlich schneller herum, weil ihr Ex sich nur umgezogen hatte, um anschließend sein Büro im Kittel wieder zu verlassen. Als er den Fahrstuhl am anderen Ende des Ganges nahm, huschte sie schnell in sein Arbeitszimmer. Dort nahm sie erst einmal die Parücke und die Sonnenbrille ab und verstaute diese in ihrer Handtasche. Dann ging sie rüber zum Sofa und nahm gemütlich darauf Platz. Ihr minütliches Schicksal traf sie aber auch diesmal: Sie musste Geduld haben, bis der Oberarzt wieder in sein Büro zurückkehren würde.

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10.07.2009 18:51
#224 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Wenig später schlug die Tür auf und Marc betrat sein Büro mit ein paar Akten in der Hand. Er war so darauf fixiert, dass er gar nicht bemerkte, dass er nicht alleine war. ,,Na, hast du mich vermisst?" , ertönte plötzlich aus einer Ecke. Marc schaute kurz von seinen Akten auf, in der Hoffnung sich verhört zu haben. Doch er wurde enttäuscht. So widmete er sich wieder seinem Papierkram und befahl genervt:,,Raus, ich hab zu tun!" Daraufhin stand die Schwester vom Sofa auf und ging langsam auf Marcs Schreibtisch zu.,,Nana, nicht so plump. Ich freu mich auch dich wiederzusehen! Außerdem findest du nicht wir sollten da etwas klären, bevor du mich rausschmeißen kannst", erwiderte sie in einem provozierendem Ton. Aber Marc dachte gar nicht daran auf sie einzugehen.,,Es gibt auch noch Leute die arbeiten müssen. Also verschwinde!" Die Krankenschwester setzte ihr fieses Grinsen auf und fuhr fort:,,Du glaubst doch nicht, dass ich hier nur mal so zum Spaß vorbei komme, mich für deine tatenreiche Unterstützung und dein Interesse an mir bedanke und Aschenputtel lebt mit ihrem Prinzen glücklich bis an ihr Lebensende!" Marc legte die Akte beiseite und blickte zu ihr hoch. Nach genervtem Stöhnen fragte er:,, Schön, was willst du? Hauptsache es geht schnell!" ,,Das liegt ganz bei dir", antwortete sie nur gespielt. Marc schaute sie daraufhin durchdringend und gereizt an. ,,Ich warte!", war seine geladene Reaktion. ,,Naja sagen wir mal so. Du hast mich vorm Altar sitzen lassen. Ich hab mein Kind verloren und das nur wegen dieser übergewichtigen Ziege, von der ich auch nicht weiß, was du an der findest. Aber offensichtlich scheinst du ja wieder sowas wie eine gesunde Beziehung zu führen." ,,Komm zum Punkt!", unterbrach Marc sie. Gabi trat wieder näher an den Schreibtisch heran und beugte sich leicht zu ihm. ,,Gut, wenn du nicht willst, dass ihr etwas passiert solltest du schleunigst dieses Märchengehabe in den Wind schießen. Ich meine es ernst. Ich lasse sie das spüren, was du mir angetan hast und dann schwör ich dir würdest du beten, dass ich Gnade erlasse!Aber es liegt ganz bei dir." Aber der Oberarzt lächelte nur gelassen.,,Wars das? Du weißt ja wo die Tür ist!" Doch Gabi schüttelte nur grinsend den Kopf:,,Nein so leicht lasse ich mich von dir nicht unterkriegen. Du nimmst mich nicht ernst. Aber glaub mir die Zeiten sind lange vorbei." ,,Soll das eine Drohung sein?", fragte Marc mit sarkastischem Unterton. Daraufhin kramte Gabi in ihrer Tasche und holte das Arband heraus und hielt es ihm hin. ,,Kennst du das irgendwo her?", fragte sie wieder mit ihrem Grinsen im Gesicht. ,,Woher hast du das?", fragte der Oberarzt nachdem er das Schmuckstück erkannt hatte. ,,Tja Marc, ich würde sagen du denkst nocheinmal darüber nach. Aber warte nicht zu lange, wenn du nicht willst dass sie leidet!" Daraufhin steckte sie das Armband wieder weg und verließ das Büro. Vor der Tür legte sie ihre Parücke und die Sonenbrille wieder an und verschwand.

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11.07.2009 01:54
#225 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Marc saß noch lange hinter seinem Schreibtisch und überlegte, wie ernst er Gabi nehmen sollte. Einerseits konnte er sich nicht erklären wie sie an das Armband gekommen war. Vor allem weil er genau wusste, dass Gretchen ihr Armband und die Kette nur nachts ablegte. Denn Gabis alter Wohnungschlüssel passte ja nun auch nicht mehr. Er konnte sich das nur erklären, als dass sie ein ähnliches gekauft haben muss. Dabei wollte er es auch vorerst belassen. Wegen der wollte er sich nicht mehr verrückt machen lassen.
Als Marc gegen Nachmittag nach Hause kam überlegte Gretchen, die frei gehabt hatte, schon seit Stunden, wo sie ihr Armband hingelegt haben könnte.

Ich bin mir sicher, dass ich es doch auf dem Nachttisch liegen hatte. Da wo auch die Kette lag! Oder hab ich es doch noch weggelegt? Vielleicht hab ich es ja zu einer OP in meinem Spind liegen lassen? Oder ... Mist! Ich hab es doch da hingelegt, also weit kann es ja nicht sein!

Nachdem sie Marc mit einem Kuss begrüßt hatte, fragte sie ihn auch gleich:,,Sag mal hast du mein Armband gesehen?" ,,Äh...welches?", fragte er und hoffte, auch wenn es unwahrscheinlich war, dass sie ein anderes meinte. ,,Das was du mir geschenkt hast". Marc dämmerte es mitlerweile. Wie war Gabi nur an dieses Armband gekommen? Das einzige, was ihm einfiel, war, dass sie eingebrochen sein müsste! ,,Marc? Ist irgendwas passiert?", fragte sie, als sie bemerkte, dass ihr Freund nachdenklich wirkte. ,,Äh..nein. Wo hast du es denn zuletzt gehabt?" ,,Auf dem Nachttisch, wie jede Nacht. Ich hab schon überlegt, ob es nicht im Krankenhaus noch liegt, aber die Kette lag ja schließlich auch da". ,,Hast du denn nochmal genau nachgesehen?", fragte er immer noch recht nachdenklich, ob er ihr von seiner Begegnung mit Gabi erzählen sollte. Gretchen schmunzelte daraufhin wieder und ging nocheinmal ins Schlafzimmer, um nachzusehen. Derweil nutzte Marc die Zeit, um auf Beschädigungen seiner Wohnungstür zu achten. Aber da war nichts! Als Gretchen wieder zurückkam sagte sie:,,Vielleicht hat es ja auch jemand aus meinem Spind genommen, als ich es gestern vor dem OP abgelegt habe". ,,Wie kommst du denn jetzt dadrauf?" Marcs besorgter Ton, stärkte Gretchens Verdacht, dass irgenwas nicht in Ordnung war. So war er doch sonst nicht. ,,Naja der Schlüssel steckte in meiner Spindtür, obwohl der eigentlich immer in meiner Tasche ist. Aber eigentlich war ich mir sicher, dass ich es gestern Abend noch hatte ..." Plötzlich rauschte Marc an ihr vorbei und steuerte die rosa Tasche auf dem Tresen an. ,,Marc, was ist denn los?" Doch er schwieg und fand dann auch schließlich den Schlüsselbund in der Tasche. Aber der Wohnungschlüssel war noch da. Trotzdem hatte er kein gutes Gefühl bei der Sache.

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